KWB-News Aus- und Weiterbildung - Kuratorium der Deutschen ...

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KWB-News Aus- und Weiterbildung 04.03.2013

Bildungspolitik

Ausbildung: Chancen genutzt, Herausforderungen angegangen – Paktpartner werben für duale

Teilzeitberufsausbildung

Zwei Jahre nach Unterzeichnung des neuen Ausbildungspaktes haben die Paktpartner eine positive Bilanz

des Erreichten gezogen und eine Erklärung zur dualen Teilzeitberufsausbildung verabschiedet.

Die Ausbildungschancen sind in den Jahren 2011 und 2012 für viele junge Menschen gut gewesen, so die

Wirtschaftsverbände, Bundesministerien, Kultusminister, Regierungsbeauftragte und Bundesagentur für

Arbeit. Die Wirtschaft hat ihre Zusagen, jährlich 60.000 neue Ausbildungsplätze und 30.000 neue

Ausbildungsbetriebe zu gewinnen, "weit übertroffen". 2011 wurden insg. 71.300 neue Lehrstellen

eingeworben, 2012 waren es 69.100. Bei den neuen Ausbildungsbetrieben liegen die Zahlen mit 43.600

(2011) bzw. 41.660 (2012) auch deutlich über den Zusagen. Zum 30. September 2012 waren 33.300

unbesetzte Ausbildungsplätze bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern gemeldet, während die Zahl der

unversorgten Bewerber lediglich bei 15.700 lag und bis zum Ende der Nachvermittlung auf 7.700 verringert

werden konnte.

Die Paktpartner listen in ihrer Erklärung einige der Maßnahmen auf, mit denen sie dafür kämpfen, die

Potenziale aller Jugendlichen für die duale Berufsausbildung zu erschließen, darunter Projekte wie "Stark für

Ausbildung", "Prävention statt Reparatur" oder "Berufliche Bildung – praktisch unschlagbar". Zudem

skizzieren sie künftige Herausforderungen, die gezielt angegangen werden sollen. Insbesondere wollen sie

sich für die duale Teilzeitausbildung stark machen.

Weitere Informationen, gemeinsame Erklärung, aktuelle Bilanz der Paktpartner unter:

www.dihk.de/presse/meldungen/2013-02-06-paktpartner

Spätstarter gesucht: Junge Erwachsene sollen Chance auf Ausbildung bekommen

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen und Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für

Arbeit (BA), haben den Startschuss für die Initiative „Erstausbildung junger Erwachsener“ gegeben. Ziel ist

es, 100.000 jungen Menschen zwischen 25 und 35 Jahren ohne Berufsausbildung eine zweite Chance zu

geben. Derzeit sind 300.000 Arbeitslose im Alter zwischen 25 und 35 Jahren ohne Ausbildung, betreut

werden sie überwiegend in den Jobcentern. In der Gruppe der 25 bis 35-jährigen Beschäftigten haben gut

eine halbe Million Menschen keinen Berufsabschluss. Auch sie sollen im Rahmen der Kampagne

angesprochen werden. Positiv bewertet Esther Hartwich, Bereichsleiterin Ausbildung beim Deutschen

Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und KWB-Vorstandsvorsitzende, die Pläne von Bundesregierung

und Bundesagentur für Arbeit, gering qualifizierten Hartz-IV-Empfängern über 25 eine Chance auf

Ausbildung zu eröffnen. Im vergangenen Jahr seien rd. 60.000 Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben. Die

Betriebe sind zunehmend bereit, auch schwächeren Bewerbern eine Chance zu geben. Der DIHK plane ein

eigenes Pilotprojekt, um es mehr jungen Erwachsenen zu ermöglichen, einen Abschluss nachzuholen.

Weitere Informationen: www.arbeitsagentur.de (Presse - Presseinformation 009) /

www.dihk.de/presse/meldungen/2013-02-11-hartwich

"JOBSTARTER - für die Zukunft ausbilden" – 6. Förderrunde

Die Richtlinien zur Förderung von weiteren Projekten im Rahmen des Jobstarter-Programms des Bundes (6.

Förderrunde) vom 30.11.2012 sind am 01.02.2013 in Kraft getreten. Im Vordergrund der neu förderbaren bis

zu 30 Projekte steht das Ziel, die nachhaltige Fachkräftesicherung bei KMU zu unterstützen. Hierzu werden

drei Förderlinien beschrieben:

- Verbesserung des Übergangs in Ausbildung: Entwicklung von Unterstützungsstrukturen für Betriebe zur

unmittelbaren Ausbildungsintegration von Jugendlichen

- Erschließung weiterer Fachkräftepotenziale: Regionale Koordinierungs- und Informationsstellen für

Ausbildung und Integration“ (KAUSA-Servicestellen)

- Verzahnung von Aus- und Weiterbildung: Entwicklung und Erprobung von Zusatzqualifikationen während

der dualen Berufsausbildung.

Förderanträge können bis zum 4. April 2013 beim BIBB eingereicht werden.

Weitere Informationen: www.jobstarter.de/de/4691.php

Ausbildung / Berufsvorbereitung

Duale Berufsausbildung hat positives Image – BIBB-Umfrage unter Berufsbildungsfachleuten

Obwohl immer mehr junge Leute nach Beendigung der allgemeinbildenden Schule an die Universitäten und

Fachhochschulen drängen und Betriebe zunehmend Schwierigkeiten haben, die von ihnen angebotenen


Ausbildungsplätze zu besetzen, genießt die duale Berufsausbildung in Deutschland einen guten Ruf. So die

Ergebnisse einer BIBB-Umfrage unter mehr als 1.200 Berufsbildungsfachleuten. Danach halten knapp 70%

der befragten Expertinnen und Experten das Image der dualen Berufsausbildung für überwiegend positiv;

weitere rund 23% schätzen es sogar als sehr positiv ein. Attraktivitätssteigernde Maßnahmen sind jedoch

auch in Zukunft erforderlich, um Jugendliche für eine duale Berufsausbildung zu gewinnen. Unter möglichen

strukturellen Maßnahmen erachten die Fachleute insbesondere den weiteren Ausbau der Berufsorientierung

an den allgemeinbildenden Schulen. Positive Effekte werden auch von einer Erhöhung des Praxisanteils in

der Ausbildung erwartet. Von einer Verringerung der Zahl der Ausbildungsberufe sowie einer generellen

Verkürzung der Ausbildungsdauer versprechen sich hingegen nur vergleichsweise wenige Fachleute positive

Effekte.

Weitere Informationen: www.bibb.de/de/63442.htm / Studie: www.expertenmonitor.de

Zu viele kaufmännische Ausbildungsberufe?

Vor allem in der 2. Hälfte der 1990er Jahre wurde die Zahl der kaufmännischen Ausbildungsberufe

gesteigert, um insb. dem Dienstleistungsbereich bessere Ausbildungsmöglichkeiten zu eröffnen. Immer

wieder wird in der Berufspädagogik und Berufsbildungspolitik die Frage gestellt, ob es nicht zu viele

kaufmännische Ausbildungsberufe gibt. Das BIBB untersucht im Projekt „Gemeinsamkeiten und

Unterschiede zwischen kaufmännischen Aus- und Fortbildungsberufen (GUK)“ auch diese Frage. Auf einer

Fachtagung, die dem Thema „Kaufmännische Berufe zwischen Theorie und Ordnungspraxis“ gewidmet war,

wurden neben der Entwicklung kaufmännischer Berufe in den Bereichen Kunden- und

Dienstleistungsorientierung, Controlling und Ethik auch Fragen zu Kerntätigkeiten und -kompetenzen von

Kaufleuten diskutiert. Die Frage, ob die Zahl der kaufmännischen Ausbildungsberufe zu reduzieren ist, stellt

sich aus Sicht der Wirtschaft eher nicht: Über die Hälfte aller Ausbildungsverträge werden in rd. 50

kaufmännischen von insgesamt 345 staatlich anerkannten Ausbildungsberufen abgeschlossen.

Tagungsdokumentation: www.bibb.de/de/62928.htm

Checklisten Schülerbetriebspraktikum – Von der Praxis - für die Praxis

Praktiker aus dem Netzwerk SCHULEWirtschaft haben Checklisten für Schülerbetriebspraktika für Betriebe

erarbeitet. Die Checklisten sind fokussiert auf Pflichtpraktika von Schülerinnen und Schülern einer

allgemeinbildenden Schule und gehen von grundlegenden fachlichen Anforderungen aus. Pflichtpraktika sind

in den jeweiligen Landesschulgesetzen oder in amtlichen Lehrplänen der einzelnen Bundesländer verankert.

Freiwillige Praktika können ein bereits absolviertes Pflichtpraktikum ergänzen. Die Checklisten stellen eine

Handlungsempfehlung dar, die aufgrund betrieblicher, regionaler und spezifischer Besonderheiten angepasst

werden kann. Schulen, Eltern und Jugendlichen geben die Checklisten für den Unterrichtsalltag und die

Berufswahlorientierung ebenfalls pragmatische und nützliche Arbeitsmittel.

www.schule-wirtschaft-hamburg.de/service/downloads/SCHUWI_Betriebspraktikum_online_120213.pdf

Weiterbildung

Neue Fortbildungsabschlüsse

Fachkaufmann/-frau für Logistiksysteme – Inkrafttreten 01.10.2013 (früher Teil des Fachkaufmanns für

Einkauf und Logistik, Schwerpunkt bei innerbetrieblicher Beratung für die Gestaltung von Logistikprozessen)

Fachwirt/in für Güterverkehr und Logistik – Inkrafttreten 01.10.2013 (Aufstiegsfortbildung für den

Speditionsbereich)

Fachwirt/in für Personenverkehr und Mobilität – Inkrafttreten 01.10.2013

Industriemeister/in - Fachrichtung Schuhfertigung – Inkrafttreten 01.03.2013

Sozialversicherungsfachwirt/in – Inkrafttreten 01.03.2013

Zweirad-Servicetechniker/in - motorisierte Zweiradtechnik – Inkrafttreten 01.03.2013

Zweirad-Servicetechniker/in - nichtmotorisierte Zweiradtechnik – Inkrafttreten 01.03.2013

Die Verordnungen können über die Webseite des Bundesanzeigers als „Nur-Leseversion" abgerufen

werden: www1.bgbl.de (Bürgerzugang) - BGBl Teil I, Nr. 7 vom 18.02.2013

Positiver Trend auf Weiterbildungsmarkt hält an – BIBB und DIE legen Ergebnisse neuer

Weiterbildungsumfrage vor

Die wirtschaftliche Stimmung in der Weiterbildungsbranche ist positiv und im Vergleich zum Vorjahr stabil

geblieben. Dies zeigt die wbmonitor-Umfrage 2012 des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des

Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE). Der positive

Trend auf dem Weiterbildungsmarkt setzt sich fort; besonders positiv ist er im Bereich betrieblich finanzierter

Weiterbildung, während Anbieter im Bereich Arbeitsagentur-finanzierter Weiterbildung, die nur noch 14% der

Anbieter ausmachen, von anhaltend negativem Wirtschaftsklima berichten. Mit der wbmonitor-Umfrage 2012

wurden erstmalig repräsentative Daten aus Anbietersicht zum Thema "Weiterbildung und Behinderung"

gewonnen. Die Ergebnisse zeigen, dass noch erhebliche Anstrengungen zur Verwirklichung des Anspruchs

erforderlich sind, inklusive Bildung für alle anzubieten.

Weitere Informationen: www.bibb.de/wbmonitor / www.die-bonn.de/institut/wir-ueberuns/presse/Aktuell.aspx?ID=303


Europa

Studienbesuchsprogramm für Berufsbildungsfachleute 2013/2014 – letzte Antragsrunden

Studienbesuche bieten Fachleuten und Entscheidungsträgern im Bildungs- und Berufsbildungsbereich gute

Möglichkeiten, sich mit Expertinnen und Experten aus ganz Europa zu aktuellen Themen ihres Faches

auszutauschen. Gefördert werden die Studienbesuche im Rahmen des EU-Programms für lebenslanges

Lernen, das 2013 eingestellt wird. Fachleute können sich daher letztmalig in diesem Jahr für eine der dreibis

fünftägigen Veranstaltungen im europäischen Ausland anmelden. Für die Studienbesuche 2013/14 gelten

folgende Antragstermine und Durchführungszeiträume:

1. Antragstermin 2013: bis 28. März 2013 für Studienbesuche zwischen September 2013 und Februar 2014

2. Antragstermin 2013: 22. Juli bis 15. Oktober 2013 für Studienbesuche zwischen März und Juni 2014

Kurzkatalog (Auswahl von Studienbesuchen):

www.studyvisits.cedefop.europa.eu/assets/upload/supervisors/Calls_since_2010/2013SPinstitutionsDE%

281%29.pdf

Gesamtkatalog: www.cedefop.europa.eu/EN/publications/21034.aspx

Weitere Informationen zur Antragstellung: www.kmk-pad.org/programme/studienbesuche

Ausschreibungen

Vorbilder für mehr Bildungsgerechtigkeit gesucht!

Viele Menschen in Deutschland engagieren sich mit großem Einsatz dafür, dass Kinder und Jugendliche auf

ihrem individuellen Bildungsweg begleitet und gefördert werden. Dieses Engagement soll sichtbar gemacht

werden. Bereits zum dritten Mal ruft die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ den Wettbewerb „Ideen für

die Bildungsrepublik“ aus - gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der

Vodafone Stiftung Deutschland. Es können sich Bildungsinstitutionen, Initiativen, Vereine und Bündnisse bis

zum 24. März 2013 mit ihren Projekten bewerben. Eine Expertenjury wählt die 52 besten "Bildungsideen"

aus. Von September 2013 an wird jede Woche ein Preisträger ausgezeichnet.

Bewerbung unter: www.bildungsideen.de

Veranstaltungen

"Politikberatung und Praxisgestaltung als Aufgabe der Wissenschaft?"

9. April 2013 - Bundesinstitut für Berufsbildung - Bonn

Politische Entscheidungen zur Gestaltung des Berufsbildungssystems folgen in Deutschland traditionell

einem intensiven und auch institutionalisierten Politik-Praxis-Dialog. Gute Politik, gute Praxis und gute

Wissenschaft in der beruflichen Bildung sind auf eine intensive Kommunikation miteinander angewiesen.

Ausgehend von der Perspektive der Berufsbildungsforschung sollen auf der Veranstaltung grundsätzliche

Fragen dazu behandelt werden, welchen Beitrag Wissenschaft und Forschung zur Beratung politisch

Verantwortlicher und bei der Gestaltung von Praxisfeldern in der beruflichen Bildung leisten können. Die

Tagung soll Hinweise für eine Stärkung der Kommunikation zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis in der

beruflichen Bildung geben.

Programm / Organisation / Anmeldung: www.bibb.de/de/63146.htm

„MINT-Bildung: Für Innovation, Unternehmertum & Gründerkultur"

18. April 2013 - BAYKOMM der Bayer AG - Leverkusen

Die BDA/BDI-Initiative MINT Zukunft schaffen lädt auf Einladung und in Partnerschaft mit der Bayer AG zum

6. MINT-Tag ein. Im Mittelpunkt der Tagung steht die Qualität der MINT-(Aus-)Bildung, insbesondere mit

Blick auf Methoden und Ansätze zur Förderung von Innovation. Für eine dynamische und innovative

Gründerkultur ist der Wissenstransfer über Köpfe der wichtigste Austauschprozess zwischen Wissenschaft

und Wirtschaft. Mit Fachbeiträgen von Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik werden Wege und

Möglichkeiten aufgezeigt und diskutiert, die für ein wettbewerbsfähiges Deutschland wissensbasiertes

Unternehmertum in den Blickpunkt nehmen. Im Informations- und Kommunikationszeitalter ist Vernetzung

der Nährboden für Innovation. Daher besteht im Anschluss an die Veranstaltung die Möglichkeit zum

„Networking".

Weitere Informationen: www.mintzukunftschaffen.de/mint-tag-2013.html / Programm:

www.mintzukunftschaffen.de/uploads/media/Programm_MINT-Tag_2013.pdf

KURATORIUM DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT FÜR BERUFSBILDUNG

Verantwortlich: Jürgen Hollstein - Redaktion: Maria E. Schmitz

Simrockstraße 13 - 53113 Bonn

Telefon: 0228 / 91523-0 - E-Mail: kwb@kwb-berufsbildung.de - Internet: www.kwb-berufsbildung.de

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