Jochen Bödeker

kwb.berufsbildung.de

Jochen Bödeker

Bezirksregierung Detmold

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Regionale Initiativen zum

Übergangsmanagement


Vorbemerkungen (Teil I)

Bezirksregierung Detmold

- NRW führt aktuell sukzessive ein neues Übergangsystem in allen

53 Gebietskörperschaften des Landes ein.

- Die erfolgreiche Einführung des Neuen Übergangssystems (NÜS)

ist nicht ohne eine mehr oder weniger intensive Einbindung und

Mitwirkung der Stakeholder der beruflichen Bildung möglich.

- Auf der Ebene der Gebietskörperschaften stellt die Kommunale

Koordinierung eine wichtige Gelingensbedingung des Neuen

Übergangssystems (NÜS) dar.

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Bezirksregierung Detmold

Vorbemerkung (Teil II)

Ein Berufsbildungsdialog in der Region kann/wird

- die Erfolgschancen des neuen Übergangssystems verbessern,

- die Rahmenbedingungen der beruflichen Bildung positiv

beeinflussen

und

- auch die Problemstellungen, die sich aus dem demographischen

Wandel ergeben werden, leichter einer Lösung

zuführen.

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Bezirksregierung Detmold

Zahlen – Daten – Fakten I

• Der Regierungsbezirk Detmold liegt im Osten des Landes NRW und

ist eher mittelständisch organisiert

• Als kleinster von 5 Regierungsbezirken des Landes beschult er etwa

das Eineinhalbfache der Schülerzahl des Landes Mecklenburg-

Vorpommern in seinen beruflichen Schulen

• Die Landesgrenzen zu Niedersachsen und Hessen und die zwei

Ober- bzw. Mittelzentren sind für die berufliche Bildung nicht unproblematisch.

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Bezirksregierung Detmold

Zahlen – Daten – Fakten II

• - 31 öffentliche Berufskollegs bei 7 Schulträgern

- 25 private Berufskollegs

- rd. 3.010 Lehrerstellen an öffentlichen BKs

- rd. 65.000 Schülerinnen und Schüler an öffentl. BKs

(ca. 40.500 Teilzeitschüler, 24.500 Vollzeitschüler)

- rd. 2.100 Schülerinnen und Schüler

(durchschnittl. Schülerzahl an öffentl. Berufskollegs)

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Bezirksregierung Detmold

„Landschaft“ der öffentlichen Berufskollegs

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Bezirksregierung Detmold

Die „Akteure“

„Die“ Wirtschaft

„Die“ Kommunalpolitik

Schülerinnen

und Schüler

„Die“ Landespolitik

Berufliche Bildung

Verbände, Kammern

„Die“ Gesellschaft

UND

ANDERE

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Bezirksregierung Detmold

Neues Gesamtsystem Übergang Schule – Beruf in NRW

Inhalt, Ziele und Prozess

Flächendeckende Einführung einer nachhaltigen,

geschlechtersensiblen und systematischen

Berufs- und Studienorientierung

Ziele:

Jugendliche kommen zu

• reflektierten Berufs- und Studienwahlentscheidungen und entwickeln

• realistische Ausbildungsperspektiven zum Anschluss an die

allgemeinbildende Schule.

Prozess:

Orientierung an Standardelementen, durch die der systematische Prozess,

beginnend ab der Jahrgangsstufe 8 bis hinein in eine Ausbildung bzw.

alternative Anschlusswege, definiert wird.

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Bezirksregierung Detmold

Handlungsfelder und Selbstverpflichtung

• Berufs- und Studienorientierung

• Übergangssystem

• Attraktivität des dualen Systems

• Kommunale Koordinierung

Die Partner im Ausbildungskonsens verpflichten sich mit dem

Erreichen des Endausbaus der Umsetzung allen jungen Frauen

und Männern, die ausbildungsfähig und ausbildungswillig sind,

eine verbindliche Ausbildungsperspektive zu geben.

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Bezirksregierung Detmold

Phasen

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Bezirksregierung Detmold

Neuausrichtung

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Bezirksregierung Detmold

Handlungsfeld „Kommunale Koordinierung“ (I)

Ziele: Die Kommunale Koordinierung soll …

• ein nachhaltiges und systematisches Übergangssystem

Schule-Beruf anstoßen,

• erforderliche Abstimmungsprozesse organisieren

und

• zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung sowie

dem gezielten Abbau der unübersichtlichen Maßnahmenvielfalt

beitragen.

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Bezirksregierung Detmold

Handlungsfeld „Kommunale Koordinierung“ (II)

Die kommunale Koordinierung …

•beteiligt die im Ausbildungskonsens vertretenen Partner und

alle für das Übergangssystem relevanten Akteure,

•wird ihnen gegenüber initiativ, damit für die Zielsetzungen,

Absprachen und Regeln bzgl. Transparenz, Kommunikation

und Zusammenarbeit zwischen den Partnern getroffen,

Schnittstellen optimiert und Entwicklungsprozesse

angestoßen werden,

•verabredet gemeinsam mit den jeweiligen Partnern, wie und

durch wen die Umsetzung und Wirksamkeit sowie

Qualitätssicherung und –entwicklung der verabredeten

Prozesse nachgehalten werden.


Bezirksregierung Detmold

Steuerung, Begleitung und Kommunikation

Aufgaben:

Der Steuerungskreis soll …

• die Umsetzung des Übergangssystems begleiten,

• ein Monitoring über den Umsetzungsfortschritt

etablieren,

• über Grundsatzfragen der Koordinierung zwischen den

verschiedenen Partnern im Übergangssystem entscheiden.

Berichterstattung an den Ausbildungskonsens:

halbjährlich; erstmals Mitte und Ende 2012

Kommunikationsstrategie mit dem Ziel, der Öffentlichkeit

die Umsetzung des neuen Übergangssystems zu vermitteln


Bezirksregierung Detmold

Aufbau von Bildungsregionen

•zielgerichtete und nachhaltige Qualitätsentwicklung von

Schule und Bildung in staatlich-kommunalen Verantwortungsgemeinschaften

•institutionelle Netzwerke zwischen Schulen, Wirtschaft,

gesellschaftlichen Organisationen und Einrichtungen der

außerschulischen Jugendbildung auf kommunaler Ebene

•systematisch organisierte gesellschaftliche Teilhabe an der

Gestaltung von Bildung als gesamtgesellschaftlicher Aufgabe

•übergeordnetes Ziel: Unterstützung gelingender

Bildungsbiografien von Kindern und Jugendlichen in der

Region.


Bezirksregierung Detmold

Regionaler Berufsbildungsdialog OWL

Region

Regionaler

Berufsbildung

Berufsbildungsdialog

Dialog


Bezirksregierung Detmold

Regionaler Berufsbildungsdialog OWL

Ansatzpunkte:

• Berufsausbildungsvorbereitung

• Berufsausbildung

• berufliche Weiterbildung mit beruflicher Fortbildung und

beruflicher Umschulung


Bezirksregierung Detmold

Regionaler Berufsbildungsdialog OWL

Ziele (Schwerpunkt duales System):

•Intensivierung und Aufwertung der Lernortkooperation

•Steigerung der Qualität der dualen Berufsausbildung

•Optimierung der inhaltlichen und organisatorischen

Gestaltung beruflicher Qualifikationsprozesse

•Weiterentwicklung, Systematisierung und

Professionalisierung bestehender Formen der Kooperation

•Weiterentwicklung des berufsbildenden Systems durch

Absprachen und Abstimmungsprozesse in der Region


Bezirksregierung Detmold

Regionaler Berufsbildungsdialog OWL

Aufgabenstellungen (I):

• Inhaltliche und organisatorische Abstimmung zwischen

schulischem, betrieblichem und überbetrieblichem

Lernen (Vermeidung von Dopplungen, wechselseitige

Ergänzung der Ausbildung, optimale Nutzung vorhandener

Ausbildungsressourcen und der notwendigen

Ausbildungsinfrastruktur)

• Austausch über (Ausbildungs-)Projekte, (Unterrichts-

)Methoden, Verfahren etc.

• Absprachen zur Förderung von Kompetenzen /

Qualifikationen an den schulischen, betrieblichen und

überbetrieblichen Lernorten


Bezirksregierung Detmold

Regionaler Berufsbildungsdialog OWL

Aufgabenstellungen (II):

• Vereinbarung einheitlicher Vorgehensweisen bei

Fehlverhalten, Fehlquoten etc.

• Beratung und Abstimmung bei der Einführung und

Umsetzung neuer oder modernisierter Berufsbilder,

Ausbildungsordnungen, -rahmenplänen und

Rahmenlehrplänen

• Beratung und Abstimmung bei der Einführung und

Umsetzung neuer Prüfungsformen (Optimierung der

Verzahnung zwischen betrieblicher Ausbildung und

berufsschulischem Lernen)


Bezirksregierung Detmold

Regionaler Berufsbildungsdialog OWL

Aufgabenstellungen (III):

• Frühzeitige Einbindung junger Ausbilder und Lehrkräfte

als Nachwuchsförderung (u. a. für Prüfertätigkeiten)

• Unterstützung der Prüfungsausschüsse

• Etablierung von Wissensforen und Institutionalisierung

eines organisierten Innovationstransfers.


Bezirksregierung Detmold

Regionaler Berufsbildungsdialog OWL

Kompetenzen (I):

• Gemeinsame Festlegung von Verabredungen und

Beschlüssen mit Geltung für alle am jeweiligen Berufsfeld

beteiligten Lehrkräfte und Ausbilder

• Festlegung inhaltlicher Schwerpunkte im Rahmen der

gültigen Vorgaben

• Verabschiedung gemeinsamer Bildungspläne im

Rahmen der gültigen Vorgaben

• Absprachen bzgl. lernortübergreifender Vorhaben

• Einführung von Verfahrensweisen, Maßnahmen und

Instrumenten an den beteiligten Lernorten


Bezirksregierung Detmold

Regionaler Berufsbildungsdialog OWL

Kompetenzen (II):

• Formulierung von Empfehlungen und Anregungen an die

für die Berufsausbildung zuständigen Institutionen und

Gremien (z. B. im Hinblick auf die Gewinnung neuer

Ausbildungsbetriebe, die Gründung von

Ausbildungspartnerschaften, die Benennung von

Ausbildungshemmnissen, Defiziten und Problemen bei

der Umsetzung von Ausbildungsordnungen und die

Anregung von Innovationen bei der Ausgestaltung des

Prüfungswesens)


Bezirksregierung Detmold

Regionaler Berufsbildungsdialog OWL

Fragestellungen in Bezug auf das Neue Übergangssystem:

• Beschulungsmodelle in der Region

• Schaffung eines Wissens- und Innovationstransfers

• Reduzierung der Zahl der Ausbildungsabbrüche

• gemeinsame Verständigung über Fördermaßnahmen

• Maßnahmen zur Förderung eines erfolgreichen

Ausbildungs- und Prüfungsabschlusses

• Gestaltung von arbeitsprozess- und projektorientierten

Aufgaben und deren Umsetzung im Unterricht / Betrieb

• Festlegung einer regionalspezifischen Schwerpunktsetzung


Bezirksregierung Detmold

Pragmatische Lösungsansätze BR Detmold

• Mindestangebot je Schulträger

(„Brot- und Buttergeschäft“ – VZ / TZ)

• Mindestangebot je Schulstandort

(„Brot- und Buttergeschäft“ – VZ / TZ)

• Gemeinsame / abgestimmte Planung und Abstimmung

der Schulträger

• Konsens in der Region

• Profilierung

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Bezirksregierung Detmold

Plädoyer:

Die Herausforderungen der beruflichen Bildung wie die Fachkräftesicherung,

die Stärkung der sozialen Integration durch die Berufsausbildung,

die Weiterentwicklung der Qualität der Berufsausbildung

und der Verbesserung der Durchlässigkeit (D. Euler) sind

nicht nur für die unmittelbar Betroffenen von hoher Relevanz

sondern ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag. Zur Umsetzung

müssen alle Chancen genutzt werden, deshalb kann auch ein

Regionaler Berufsbildungsdialog, der nicht verordnet aber entwickelt

und gelebt werden kann, in unterschiedlichen Varianten

einen Beitrag zur proaktiven Lösung der anstehenden Aufgaben

leisten. Diese Aussage gilt insbesondere für die Regionen, die keine

Ballungszentren sind oder in deren Nähe liegen.

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Bezirksregierung Detmold

Herzlichen Dank für Ihre Geduld.

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