wohnen & leben - unsere neuen

kwitt.medien.de

wohnen & leben - unsere neuen

Im Interview

TINE WITTLER

Axel Kirchhof©

Wohntrends 2009

und kreative Ideen für Zuhause

Tipps für Balkon und Garten

4. Jahrgang


Inhalt

Wohntrends 2009

Home is where the heart is S. 4 - 5

Im Interview

Tine Wittler S. 6 - 8

Tipps uns Tricks

Rund ums richtige Lüften S. 10

Wohntraum

Achtung Baustelle S. 12 - 13

Im Grünen

Frühlingszeit ist Gartenzeit S. 14

ab S. 6

Im Interview

mit Tine Wittler

MAGAZIN

www.die-kleinen-rostocker.de

Liebe Leser & Leserinnen,

as die neue Frühjahrsmode kann, das können

Innenarchitekten und Möbeldesigner schon lange:

Absolut frisch, frech, leuchtend und lebensfroh geht es mit

den aktuellen Trendfarben- und Formen in den eigenen vier

Wänden zu. Und sehr innovativ ebenfalls, wenn immer wieder

neue Materialien wie Seegras und Bambus in neuen Kombinationen

mit Stein, Holz, Stahl und Glas in Aktion treten. Farblich

gesehen kann man es sich so schön machen wie wohl

noch nie - mit Violett, Olive, Kirsch, Kiwigrün, Pink, Orange und

intensivem Lila. Um die schönere Art des Wohnens geht es

auch in unserem ausführlichen Interview mit Tine Wittler, der

momentan sehr gefragten Einrichtungs- & Designexpertin.

Wer an Wohneigentum denkt, wird bei einem Architekten

immer fachkundige Hilfe und individuell abgestimmte Lösungen

finden. Lesen Sie dazu unseren einführenden Beitrag,

ebenso wie wissenswerte Infos zum erstaunlich aktiven Mikroklima

in der eigenen Wohnung.

Ihre Katrin Witt „Herausgeberin“

inhalt

3

S. 14

Frühlingszeit ist Gartenzeit

Impressum

„die kleinen rostocker” erscheinen viermal im Jahr; Herausgeber: KWITT Medien & PR, Katrin Witt, PF 10 20 42, 18003 Rostock, Tel. 0381 | 2 90 61 45, Internet:

www.die-kleinen-rostocker.de, Mail: info@kwitt-medien.de; Redaktion: Nadja Arp, R. Laatz; Satz, Gestaltung, Layout: Grafikdesign Daniela Krätzel; Fotos: „die kleinen

rostocker“; Druck: ODR GmbH, Auflage: 15.000 Exemplare Copyright: Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages. Alle im

Magazin enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind rechtlich geschützt. Eine Verbreitung und / oder Verwertung ohne Einwilligung des Verlages sind nicht zulässig. Redaktion:

Alle Informationen sind sorgfältig nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Für die Richtigkeit der Angaben kann keine Gewähr übernommen werden.

Der Verlag behält sich Kürzungen und journalistische Bearbeitung aller Beiträge vor.


wohntrends

4

Home is where

Die neuen Wo

91,3 Meter Länge, 716 Quadratmeter rotes Leder, 800

Schrauben und fast ein halber Kilometer Bucheleisten -

Das sind die Traummaße des offiziell größten Sofas der

Welt, welches auf der diesjährigen Möbelmesse „imm cologne“

zu besichtigen und auch zu besetzen war. Größe ist

also kein Problem, wenn es um Wunschmöbel und aktuelle

Wohntrends geht. Aber bei weitem auch nicht das einzige

Stilprinzip.

Grundsätzlich gilt - Das eigene Heim darf so schön und

wohnlich sein wie man will. Das bedeutet, dass Vieles erlaubt

ist, vor allem ein individueller Stilmix. Purismus,

Sachlichkeit und Minimalismus dürfen wieder etwas in

den Hintergrund treten, wenn es nach den Möbeltrends

für die Saison `09 geht. Man fühlt sich wohl

in den eigenen vier Wänden, zieht sich zurück,

vergisst die durchrhythmisierte Welt draußen

ein bisschen und kann es sich auch gemütlich

machen. Das verbirgt sich hinter den

Stichworten „Cocooning“ und „Homing.“

Ganz konkret sieht man in diesem Frühjahr

ausufernde Formen,

bunte Stoffe

und

ungewohnte Materialien

im Wohnzimmer.

Schränke oder Tische aus Massivholz sind erwünscht und sollen

mit Rissen und Schrammen kleine Geschichten erzählen. Dazu

werden von Möbeldesignern die klassischen Formen wieder aktualisiert,

mit klaren Tönen, Leder oder Holz, die entweder retro-futuristisch

sein können oder gemütlich. Sensibilität für alles

Ökologische durchdringt zunehmend auch die Wohnungsfrage. Hier

liegen Bio-Materialien wie Seegras und Bambus im Trend, die einen

reizvollen Kontrast mit funktionellem Design bilden, und außerdem

transparente Pflanzenmuster und frühlingshelle Töne wie Violett,

Olive, Kirsch, Pink, Orange und intensives Lila. Schließlich geht es

heutzutage beim Herzstück ehemals elterlicher Wohngemütlichkeit

zu - bei der Sitzlandschaft nämlich und den Polstermöbeln.


the Heart is.

hntrends 2009

Pfiffige Lösungen und

kreative Expertentipps

vorhandene Oberfläche einfach aufgeklebt werden, in Waschbeckennähe

oder unter der Dusche.

Es soll ja Menschen geben, die Bohrlöcher nicht mögen.

Und es gibt Wohnungsbesitzer, die selbst gerne bohren und

ihren Nachmietern ein reiches Erbe mit auf den weiteren

Lebensweg geben. Beide Gruppen können nun natürlich

versuchen, Bohrlöcher und Dübel zu beseitigen

oder zu verbergen, mit

welchen Tricks auch

immer. Dabei geht

es viel einfacher:

Man

beziehe die

unnatürlichen

Wandöffnungen

ins

Wohndesign mit

ein! Zum Beispiel mit

Kunstblumen, die mit einem

weiteren passenden Dübel in die vorhandene

Bohrung eingebracht werden, oder wer mag, auch

mit frischen Blumen.

Männer im Bad: Wer hier die schnelle, schicke und funktionelle

Lösung sucht, wird mit selbstklebenden Fliesen gut

bedient. Das Modell „Rasierer“ etwa erlaubt das immer

griffbereite Aufhängen von Lieblingsrasierer, einem Handtuch

und Ersatzklingen. Und das Beste ist, dass

diese Fliesen auf die schon

Dasselbe gibt´s auch für die Zahnbürste oder einfach mit Haken.

Weitere Designtipps unter www.prallewelt.com.

© andreas reimann - Fotolia.com

Fast alles ist möglich. Das gilt jetzt auch für individuell bedruckbare

Fliesen. Verschiedene Anbieter haben sich mittlerweile

auf ihre Kunden eingestellt, die nicht mehr

nur gängige Handelsware im Bad

anbringen möchten, sondern

vielleicht Impressionen

aus dem eigenen

Traumurlaub oder bestimmte

Farbspiele.

Bei diesem vergleichsweise

neuen

Service braucht man nur

sein fertiges Foto oder einen

persönlichen Entwurf zu übermitteln,

und Fachhändler oder direkt der Hersteller

kümmern sich mittels Druck & Hitze um die Produktion

der kratzfesten und

vorbeschichteten Wunschfliesen,

auch in kleinen Stückzahlen.


„die kleinen rostocker“ im Gespräch mit

Wohnexpertin Tine Wittler

im interview

6

d.k.r.:Tine Wittler, gerade zum Frühling möchten viele

wieder Frische in die eigenen vier Wände bringen.

Können Sie unseren Lesern ein paar Tipps geben,

wie man das Zuhause – vielleicht auch ohne großen

Renovierungsaufwand – verschönern kann?

Ich sage immer: Aufräumen hilft schon ganz

viel! Krimskrams verschwinden lassen, eher

große Gegenstände „zur Schau stellen“:

schöne Vasen, Gläser. Das sorgt für Ruhe im

Raum. Und auch ein paar neue Textilien wie

Kissen oder Läufer können das Erscheinungsbild

eines Raumes auf die Schnelle verändern.

In ihrer Sendung „Einsatz in vier Wänden“

bringt Einrichtungsexpertin Tine Wittler

Wohnungen und sogar komplette Häuser

wieder auf Vordermann. Sie hat Erfahrungen

und Geschmack in Sachen Wohnstyling.

„die kleinen rostocker“ wollten

mehr von ihr erfahren.

Axel Kirchhof©

d.k.r.: Ist es Ihr eigener Geschmack, der sich in

Ihren Sendungen „Einsatz in 4 Wänden“ widerspiegelt

oder wird alles von Architekten vorgegeben?

Mit anderen Worten: inwieweit haben Sie ein

Mitspracherecht?

Wir haben im Laufe der Zeit einen gemeinsamen

„Look“ entwickelt. Dennoch steht aber

natürlich nicht mein Geschmack oder der des

Teams im Vordergrund, sondern der der Bewohner.

d.k.r.: Was denken Sie, warum gerade in der heutigen

Zeit „Wohnsendungen“ wie Ihre so erfolgreich

und beliebt bei den Zuschauern sind?

Gerade in Krisenzeiten und Zeiten großer Unsicherheit

machen es sich die Menschen gern


daheim gemütlich. Das so genannte „Cocooning“

sorgt dafür, dass man sich daheim mit

schönen Dingen umgibt und eher Freunde einlädt,

als sein Geld auf die Straße zu tragen,

auswärts zu essen und so weiter. Außerdem

hat unsere Sendung immer ein Happy End –

auch das ist wichtig für die Zuschauer.

d.k.r.: Finden Sie, dass man sich an den aktuellen

Wohntrends beim Einrichten oder Umdekorieren

einer Wohnung orientieren sollte oder denken Sie,

dass Trends auf dem Gebiet eher überflüssig sind?

Wichtig ist vor allem der Grundsatz: „Form follows

function“ – das heißt, erst muss ich mir

darüber klar sein, welche Anforderungen meine

Wohnung und deren Einrichtung erfüllen soll,

um mir im Alltag Struktur und Lebensfreude zu

geben. Man soll die Optik immer diesen Bedingungen

anpassen – nicht andersherum.

d.k.r.: Hat sich Ihr persönlicher „Wohngeschmack“

im Laufe der Jahre eigentlich verändert?

Sicherlich! Wenn ich meinen heutigen Geschmack

mit meinen ersten Studentenbutzen

oder gar meinem alten Kinderzimmer vergleiche,

hat sich natürlich einiges getan. Ich denke

aber, das geht jedem so!

d.k.r.: Renovieren oder dekorieren Sie in Ihrer eigenen

Wohnung oft und gerne um oder sind Sie

froh, wenn Sie Zuhause nichts mehr tun müssen?

Ich bin in der Tat sehr froh, mich in meinem

Zuhause genau so wohlzufühlen, wie es gerade

ist. Notwendige Schönheitsreparaturen

erledige ich aber in der Regel sofort. Ich mag

es nicht, „offene Baustellen“ zuhause zu

haben, weil ich mich dort am allerliebsten entspanne.

Und das geht für mich nur, wenn alles

so ist, wie ich es haben möchte. Auch Ordnung

gehört dazu – bei mir hat alles seinen Platz. Allerdings

leiste ich mir die sogenannte „Klöterschublade“

– darin landet alles, wovon ich

nicht weiß, wohin damit. Könnte ich auch mal

wieder aufräumen...

d.k.r.: Wenn Sie privat unterwegs sind und Räume

oder Wohnungen betreten, die Ihnen von der Einrichtung

nicht gefallen, fangen Sie gedanklich an,

diese umzudekorieren? Oder sind Sie da relativ

schmerzfrei?

Nein, für mich ist privat privat und Arbeit Arbeit.

Ein Zahnarzt operiert ja in Gedanken (hoffentlich)

auch nicht den Überbiss seines

Gegenübers. Ich unterscheide da recht rigoros,

da ich meine wenige freie Zeit wirklich als

ebensolche genießen möchte.

d.k.r.: Haben Sie sich für Innenarchitektur und alles,

was dazu gehört wie bspw. das Handwerkern

schon von klein auf an interessiert?

Nein, eigentlich wollte ich immer nur schreiben,

schreiben, schreiben. Mein Berufswunsch

war Journalistin, darauf habe ich zunächst hingearbeitet.

Aber erstens kommt es anders und

zweitens als man denkt...ich bin sehr froh darüber,

dass ich jetzt so vielseitige Bereiche miteinander

verknüpfen kann, und habe mich vom

berichterstattenden Schreiben auf meine

im interview

7


im interview

8

Romane verlegt. Daran kann ich trotz des vielen

Unterwegsseins für die Moderatorentätigkeit

arbeiten. Der nächste, „Wir wär’n dann so

weit“, erscheint im Mai, darauf freue ich mich

schon sehr.

d.k.r.: Gibt es ein Möbelstück in Ihrer Wohnung, an

dem Sie sehr hängen?

Ja, meinen großen Esstisch, der mal ein Baugerüst

war und den ich mit einem Freund als

Treibgut aus der Elbe gefischt habe. Zwei

Böcke drunter – und jetzt ist er ein wunderbad.k.r.:

Wie sieht es bei Ihnen privat Zuhause

aus? Welchen Einrichtungsstil

lieben Sie besonders?

Ich liebe es großzügig und klar zum Arbeiten,

kuschelig und opulent zum Entspannen.

In meiner Wohnung werden Sie

keine teuren Möbel finden bis auf ganz

ganz wenige Einzelstücke, die alle eine

besondere Geschichte haben. Die Wandfarben

sind eher zurückhaltend bis auf

ein paar knallige Rottupfer; die Accessoires

hingegen sind farbenfroh und

stammen natürlich allesamt aus meiner

eigenen Kollektion (erhältlich bei

www.prallewelt.com).

res Einzelstück, an dem schon viele gute Gespräche

und schöne Abende stattgefunden

haben.

d.k.r.: Haben Sie einige Tipps, wo man individuelle

Einrichtungsstücke erwerben kann wie im Internet

oder auf Flohmärkten?

Natürlich in meinem Onlineshop

prallewelt.com – hier gibt es tolle Sachen!

Auch ich kann dort immer noch Neues entdecken,

das ich unbedingt ausprobieren

möchte. Flohmärkte sind natürlich prima – allerdings

lässt man sich dort oft dazu verleiten,

reine „Stehhübschs“ mit nach Hause zu nehmen.

Das versuche ich zu vermeiden. Ich lege

Wert darauf, dass Accessoires auch eine Funktion

haben – also zum Beispiel schöne Untersetzer,

Tischsets, Kerzen.

d.k.r.: Sie sind ein wahres Allroundtalent. Sie besitzen

eine Bar in Hamburg, haben schon mehrere

Bücher geschrieben, sind Moderatorin und Architektin

zugleich, Designerin… Was planen Sie als

nächstes und haben Sie noch Träume, die Sie sich

verwirklichen möchten?

Mit diesen unterschiedlichen Bereichen bin ich

derzeit so ausgelastet, dass ich im Moment

nichts ganz Neues plane. Ich möchte vielmehr

mit Schwung und Elan dafür sorgen, dass all

diese Unternehmungen wachsen können und

auf so soliden Füßen stehen, dass ich eines

Tages die Zeit für meinen privaten Traum habe

– ein Haus auf dem Land mit Pferd, Esel und

ganz viel Platz.


Maren und Torsten Freitag

Das Leben besteht aus lauter schönen Details

„die kleinen rostocker“ sind immer auf der Suche nach dem ganz besonderem Wohndesign und haben mit

dem Fachgeschäft „Freitag Möbel & Design“ einen echten Insidertipp für Sie, wenn es um individuelles Wohnen

geht. Designerherzen werden ganz bestimmt höher schlagen: beim Besichtigen der Dekorationen und Accessoires,

Teppiche, Gardinen, Bilder und Lampen bis hin zur Couch und Schrankwand. Mit „brühl“, „Presotto“

oder „JAB“ präsentiert das Wohnstudio eine Auswahl hochwertiger Markenanbieter, die für Qualität und Langlebigkeit

stehen. Die beiden Inhaber folgen ganz der Philosophie des exklusiven Wohndesigns und zeigen

gerne, wie geschmackvoll sich die aktuellen Trends und Modelle Zuhause in Szene setzen lassen.

Anzeige

Freitag Möbel & Design GmbH | Mecklenburger Str. 17

18184 Broderstorf | Fon: 038204 – 67130

www.freitag-moebel.de

öffnungszeiten

Mo - Fr 10.00 - 19.00 Uhr

Sa 10.00 - 13.00 Uhr


tipps und tricks

Die eigene Wohnung ist, ohne dass man das immer bemerken

oder sehen kann, ein richtiges kleines Wasserkraftwerk.

Und „Schuld“ daran sind sogar wir selbst. Denn

der menschliche Organismus produziert bei normaler Tätigkeit

und Körpertemperatur jeden Tag eine gewisse

Menge Wasser, die nicht unerheblich ist: Nachts im Schlaf

wird etwa ein Liter Wasserdampf verdunstet, am Tag sind

es ohne größere Anstrengungen ca. zwei Liter. Und Wäschetrocknen

in den eigenen vier Wänden bringt sogar fünf

Liter, Kochaktivitäten einen und das Begießen von Pflanzen

einen halben bis ganzen Liter Feuchtigkeit in die

Raumluft. Das alles ist vollkommen normal und muss auch

gar nicht zum Problem werden. Das kann es aber, wenn

sozusagen, wie man das von alten Holzfenstern kennt. Deshalb

ist richtiges Lüften so wichtig. Denn sonst drohen: feuchte

Wände, sichtbare und unsichtbare Schimmelbildung, Krankheitserreger

in der Atemluft, erste Krankheiten.

Deshalb gilt: Kurzes Stoßlüften, nicht Kipplüften.

Weit geöffnete Fenster bringen mehr als nur gekippte, denn hier

kühlt meistens nur der Bereich um das Fenster herum aus, und

es kommt nicht zu einem ausreichenden Luft- & Feuchtigkeitsaustausch.

Beim Badezimmer ist darauf zu achten, dass eine

evtl. eingebaute Schachtlüftung einwandfrei funktioniert. Besonders

nach dem Baden oder Duschen sollte sich der Wasserdampf

nicht gleichmäßig in der Wohnung verteilen.

10

Vom Miniaturklima in den eigenen vier Wänden

Tipps zum richtigen Lüften & Heizen

© Spectral-Design - Fotolia.com

man diese Feuchtigkeit nicht wieder entweichen lässt.

Möbel und Wände nehmen zwar einen Teil des Wasserdunstes

auf, geben ihn aber nach einer Weile auch wieder

in die Raumluft ab - ein „Treibhauseffekt“ im Miniaturformat,

der unbehandelt zu noch relativ weit verbreiteten Folgen

führen würde.

Die heutigen wärmedämmenden Baumaterialien und doppelverglasten

Fenster sind so gut, dass kein passiver Luftaustausch

mehr stattfindet, kein „unfreiwilliges“ Lüften

Kurzes, intensives Querlüften. Nur fünf Minuten

genügen, um durch den Luftzug mehrerer geöffneter Fenster

einen kompletten „Klimawandel“ im Zimmer herbeizuführen.

Außerdem zu beachten: Beim Lüften Heizung aus!

Natürlich die Heizkörper nicht zustellen, damit die erwärmte Luft

zirkulieren kann, und ausreichend Platz zwischen Möbeln und

Außenwänden lassen. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit wird unnötig

mehr Heizenergie verbraucht.


wohntraum

12

Achtung, Baustelle!

Hausprojekte erfolgreich umsetzen mit der Hilfe eines Architekten

Am Anfang können die eigenen Lebensträume stehen, oder vielleicht auch ein simples Rechenbeispiel: Wer in einer Wohnung lebt

und ca. 500 € Monatskaltmiete zahlt, der hat zusammen mit angenommenen jährlichen Steigerungen von 3 % in 30 Jahren etwa

285.000 € an seinen Vermieter überwiesen, und ist doch immer nur ein Gast auf Zeit. Bei solchen Überlegungen werden viele Mieter

nachdenklich. Oft geht es aber auch viel emotionaler zu beim Thema der eigenen vier Wände: Man ist im Einfamilienhaus der

Eltern aufgewachsen und möchte das jetzt auch wieder verwirklichen, hat ganz individuelle Wohnträume im Kopf, die sich in mietbaren

Zimmern sowieso nicht umsetzen lassen. Oder man beabsichtigt vielleicht im eigenen Haus zu leben und zu arbeiten. All das

hat seine Berechtigung und ist erstrebenswert. Doch jetzt kommt es vor allem auf eine solide Planung und die Beachtung vieler technischer

Einzelfragen an. Hierbei stehen jedem Häuslebauer Architekten zur Seite, die mit Erfahrung und Sachverstand Bauprojekte

individuellster Art zu einem glücklichen

Ende führen können.

Silo 4 und 5 im Stadthafen Rostock (Entwurf: Tilo Ries)

Frühe Beratung ist bei jeder Art von

Bauvorhaben absolut empfehlenswert.

Architekten lenken die Wünsche

Ausgezeichnet mit dem Rostocker Architekturpreis 2006.

Die architektonischen Gestaltungsmittel spielen hier mit

von Häuslebauern beim ersten Beratungsgespräch

in realistische Bahnen.

und leicht, Tradition und Zukunft.

Kontrasten wie alt und neu, offen und geschlossen, schwer

Denn was nützen lange Überlegungen

und Idealvorstellungen, wenn sich

herausstellt, dass vieles davon nicht

realisierbar ist? Außerdem helfen sie

bereits bei den Vorentscheidungen:

Was will ich? Was kann ich mir leisten?

Wo und mit wem baue ich? Architekten

unterstützen von der

Grundstückssuche über die Finanzierung,

Planung, Genehmigung und

Ausschreibung bis hin zur Überwachung der Bauausführung und Abnahme des Bauvorhabens. Im Folgenden sind einige Schwerpunkte

und Stichworte aufgelistet, die für ein Eigentumsprojekt wichtig sind und gemeinsam mit dem klassischen Architekten (sowie

Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten oder sogar Stadtplaner) besprochen werden können.

Wohnträume Sanierung, Umbau oder klassischer Neubau? Frei stehendes Einfamilienhaus, Reihenhaus,

Stadtvilla, Dachgeschosswohnung, Mehrfamilienhaus, Wohnlofts in ehemaligen Industriegebäuden oder Bauernhof - Dutzende Varianten

bieten sich hier, um so zu leben wie man sich das wünscht.


Architektur, die auffällt:

Feldstraße in Rostock

Projekte von Architekt Tilo Ries

„Das ist meine Profession:

eine gute Idee in einen perfekten Plan umzuwandeln.“

Bad eines Einfamilienhauses

Die Arbeitsweise des Architekten spiegelt sich sowohl im

„großen Entwurf“ als auch im Detail wieder. Denn das

Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

Die vier Varianten der Eigentumsbildung:

Die selbst genutzte und finanzierte Immobilie,

die zum Kapital- und Grundbesitz wird.

Wohnraum als reine Kapitalanlage,

die Mieteinnahmen dienen der Kredittilgung.

Eine Immobilie wird so lange vermietet,

bis sie abbezahlt ist; anschließend zieht

man selbst ein.

Von Anfang an wird ein Teil des Hauses in

Form einer Einliegerwohnung untervermietet,

um zusätzliche Finanzierungseinnahmen

zu erzielen.

Qualifizierte Planung spart Kosten,Zeit und

Zeit und Ärger

Qualifizierte Beratung und vorausschauende Planung

sparen eine Menge Ärger und Folgekosten. Ein

starkes Argument für die individuelle und fundierte

Planung mithilfe des Architekten ist die Langlebigkeit

und Nachhaltigkeit von Bauprojekten. Ein Architekt

plant Änderungen der Lebensgewohnheiten, die

sich bei den Bewohnern des Hauses ergeben können,

von Anfang an mit ein.

Architektenleistungen auf einen Blick

Gemeinsame Entwurfsplanung

Kostenberechnung

Finanzierung und Fördermittel

Genehmigungsverfahren und Behörden

Ausschreibungen der Gewerke und Bauablauf

Energie-Einsparverordnung für intelligentes

und ressourcenschonendes Bauen,

ökologische Baustoffe und

regenerative Materialien,

die Hausakte

notwendige Versicherungen

wohntraum

13


im grünen

14

Fotovermerk: IZB

Was ist im Garten im Frühling zu tun?

Im Frühling gibt es immer viel zu tun. Beete müssen abgeräumt,

Gehölze und Rosen können geschnitten werden.

Jetzt ist auch Zeit, zu groß gewordene Stauden zu teilen,

Dünger und Kompost auf den Beeten zu verteilen, oder die

Rindenmulchschicht zu erneuern. Kübelpflanzen können/sollten

umgetopft werden. Der Rasen hat auch eine

Frühjahrskur nötig: er sollte von Moos und Rasenfilz befreit

werden. Durch Vertikutieren, eine Startdüngung und den

ersten Schnitt kommt er schnell wieder in Form.

Frühlingszeit ist Pflanzzeit

Sobald der Boden einigermaßen abgetrocknet ist,

die Unkräuter entfernt worden, und die Beete

frei sind, kann man mit der Pflanzung im

Frühjahr beginnen. Frostempfindliche

Pflanzen wie z.B. Geranien, Petunien

oder Tomaten

✿ ✿

Frühlingszeit ist Gartenzeit!

✿ ✿

„die kleinen rostocker“ und „Grönfingers“ präsentieren Ihnen Tipps für Garten und Balkone.

werden ab Mitte Mai – nach den Eisheiligen, gepflanzt. Manche Kübelpflanzen

können tagsüber schon raus gestellt werden (anfangs

lieber in den Schatten, um Sonnenbrand zu vermeiden), aber abends

sollte man sie mit Vlies vor Frost schützen oder rein stellen.

Frühling auf dem Balkon

Damit es mit dem Frühling auf dem Balkon auch klappt, müssen nur

wenige Dinge berücksichtigt werden. Zwiebelblumen sind anspruchslos,

doch sie vertragen keine Staunässe. Deshalb sollte das

Pflanzgefäß Löcher im Boden haben, so dass Regen- oder Gießwasser

abfließen kann. Wenn sich Wasser im Gefäß staut, faulen die

Zwiebeln und die Blütenpracht ist schnell vorbei. Falls kein Abzugsloch

für überschüssiges Wasser vorhanden ist, muss vorsichtig gegossen

werden und das Gefäß sollte unter einem vor Regen

schützenden Dach stehen.

Wenn der Wurzelballen der Zwiebelblumen relativ trocken ist, sollte

man ihn vor dem Pflanzen in Wasser tauchen, damit er gut durchfeuchtet

wird. Nach dem Pflanzen werden die Zwiebelblumen angegossen.

Wichtig ist gelegentliches Gießen, damit die Erde nicht

austrocknet. Um Trockenschäden zu verhindern, ist außerdem ein

leicht windgeschützter Standort vorteilhaft.

Die Zwiebelblumen vertragen leichten Frost, bei starkem Frost mit

Temperaturen unter -10 ºC ist es sicherer, sie abzudecken oder in

eine vor Kälte geschützte Ecke zu stellen.

✿ ✿

Schon gewusst?

• Wenn Frühblüher wie Krokusse oder Schneeglöckchen auf dem

Rasen stehen, sollte erst gemäht werden, wenn das Laub gelb wird

– sonst sterben die Pflanzen ab.

• Primeln, Hyazinthen und andere Frühlingsboten, die in der Wohnung

verblüht sind, brauchen nicht entsorgt werden. Pflanzt man sie

jetzt in den Garten, blühen sie im kommenden Jahr wieder!

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