DSW Geschäftsbericht 2009 - Lacp.com

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LAGEBERICHT DES VORSTANDES UND KONZERNLAGEBERICHT

| Jahresergebnis |

DSW21 weist im Einzelabschluss einen Jahresüberschuss von 3,0 Mio. €

aus. Der Bilanzgewinn von 2,8 Mio. € wird in voller Höhe an die Stadt

Dortmund ausgeschüttet.

Der Fehlbetrag für das Betriebsergebnis im Verkehrsbereich liegt

bei 56,1 Mio. €.

Für den Konzern weicht das Ergebnis aufgrund konzerneinheitlicher

Bilanzierung und Bewertung davon ab. Vom Konzernergebnis in Höhe

von 59,3 Mio. € entfällt ein Gewinnanteil von 21,1 Mio. € auf DSW21 und

von 38,2 Mio. € auf Dritte. Alle erkennbaren Belastungen sind durch

Rückstellungen und Wertberichtigungen berücksichtigt.

| Erlöse |

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber

dem Vorjahr um 6,4 Prozent auf 107,5 Mio. €. Neben der Anhebung der Tarife

des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) zum 1. August 2009 trugen Mehrerlöse

aus dem SozialTicket in Höhe von 4,4 Mio. € zur Steigerung der Umsatzerlöse

bei. Insgesamt ergaben sich aus dem Verkauf des SozialTickets

im Geschäftsjahr 2009 Umsatzerlöse in Höhe von 13,1 Mio. €. Darin enthalten

sind Erlöse von der Stadt Dortmund in Höhe von 9,1 Mio. €. Ferner

wurde eine Provision (Großkundenrabatt) von 2,2 Mio. € gewährt. Die Ausgleichszahlungen

für den Ausbildungsverkehr beliefen sich auf 6,6 Mio. €,

die Abgeltungszahlungen für die unentgeltliche Beförderung der Schwerbehinderten

auf 9,7 Mio. €. Der Schwerbehindertenquotient, d.h. der

Anteil schwer behinderter Menschen unter den Fahrgästen, lag bei

11,3 Prozent (Vorjahr: 11,7 Prozent).

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 64,4 Mio. €. Die Erhöhung

gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus periodenfremden

Erträgen gemäß § 45a Personenbeförderungsgesetz infolge der Einigung

mit der Bezirksregierung Arnsberg (26,5 Mio. €). Weiterhin sind unter

anderem Leistungen an Dritte in Höhe von 8,6 Mio. € sowie Miet- und

Grundstückserträge in Höhe von 3,8 Mio. € enthalten.

| Aufwendungen |

Die Aufwendungen für Material und Fremdleistungen überschritten die

Aufwendungen des Vorjahres um 2,8 Mio. € und betrugen 40,8 Mio. €. Die

Steigerung ist im Wesentlichen auf höhere Grundstücksaufwendungen

zurückzuführen.

Der Personalaufwand betrug im Berichtsjahr 96,6 Mio. €. Ausschlaggebend

für die Verringerung um 13,6 Prozent ist hauptsächlich die Anwendung

des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG). Aufgrund dessen wird

der Zinsanteil der Pensionsrückstellungen in Höhe von 17,2 Mio. € im Finanzergebnis

ausgewiesen. Die Mitarbeiterentgelte und sozialen Abgaben sind

aufgrund der tariflichen Entwicklungen gegenüber dem Vorjahresaufwand

um 2,4 Mio. € auf 90,6 Mio. € gestiegen. Im Mittel betrug der Personalbestand

– bei Umrechnung von Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigte – 1.789

(Vorjahr 1.774). Der Aufwand für Pensionen blieb annähernd konstant

und wurde im Durchschnitt an 2.331 Betriebsrentner und Hinterbliebene

(Vorjahr 2.383) geleistet.

Die Abschreibungen beliefen sich auf 23,3 Mio. €. Der Anstieg um 4,1 Mio. €

resultiert aus einer Wertberichtigung für die Entwicklungs fläche PHOENIX

See. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 41,0 Mio. € und

beinhalten unter anderem Fremdaufwand, z.B. für Dienstleistungen im

Konzern sowie für Werbung und Kommunikation (12,9 Mio. €), Aufwendungen

für Mieten/Pachten und Gebäudereinigung (6,8 Mio. €) sowie die Bildung

von Rückstellungen in Höhe von 5,7 Mio. €. Weiterhin fielen 33,4 Mio. €

außerordentliche Aufwendungen aus der erstmaligen Anwendung des

BilMoG sowie 11,4 Mio. € Steueraufwand an.

| Finanzergebnis |

Die Finanzerträge betrugen im Geschäftsjahr 2009 135,5 Mio. €. Im

Wesentlichen enthalten sind hier die Ergebnisübernahme von DEW21

(42,4 Mio. €), die Ausschüttung der KEB (40,3 Mio. €), der Gewinnanteil

der Wasser und Gas Westfalen (30,2 Mio. €) sowie die Erträge aus anderen

Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens.

Die Finanzaufwendungen beliefen sich auf 59,1 Mio. €. Sie wurden durch

den Verlust von Dortmund Airport (24,5 Mio. €), Zinsen für die Darlehen zur

Finanzierung der neuen Stadtbahnwagen und des Eigenkapitalanteils an

der Wasser und Gas Westfalen sowie an Dortmund Airport und durch den

bereits genannten Zinsanteil an den Pensionsrückstellungen (17,2 Mio. €)

verursacht.

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