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2012

Landesfrauenrat

Niedersachsen e.V.

Zusammenschluss Niedersächsischer Frauenverbände

und Frauengruppen gemischter Verbände


B E R I C H T

L a n d e s f r a u e n r a t N i e d e r s a c h s e n e . V .

M I T G L I E D S V E R B Ä N D E

ARBEITSGEMEINSCHAFT DER BERUFSTÄTIGEN FRAUEN IN DER CDA IN NIEDERSACHSEN

ARBEITSGEMEINSCHAFT SOZIALDEMOKRATISCHER FRAUEN

ARBEITSGEMEINSCHAFT SOZIALDIENST KATHOLISCHER FRAUEN NIEDERSACHSEN

ARBEITSKREIS NIEDERSÄCHSISCHER FRAUEN- UND KINDERSCHUTZHÄUSER E.V.

BERUFSVERBAND KINDERKRANKENPFLEGE DEUTSCHLAND E.V.

BUNDESVERBAND DER FRAU IN BUSINESS AND MANAGEMENT

BUNDESVERBAND SEKRETARIAT UND BÜROMANAGEMENT E.V., REGIONALGRUPPE HANNOVER

BUSINESS AND PROFESSIONAL WOMEN GERMANY E.V., NIEDERSÄCHSISCHE CLUBS

DEUTSCHER ÄRZTINNENBUND E.V.

DEUTSCHER AKADEMIKERINNENBUND E.V.

DEUTSCHER BERUFSVERBAND FÜR SOZIALE ARBEIT, LANDESVERBAND NIEDERSACHSEN

DEUTSCHER FRAUENRING, LANDESVERBAND NIEDERSACHSEN E.V.

DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND, LANDESFRAUENAUSSCHUSS NIEDERSACHSEN

DHB NETZWERK HAUSHALT, LANDESVERBAND NIEDERSACHSEN E.V.

DHB NETZWERK HAUSHALT, LANDESVERBAND OLDENBURG E.V.

DEUTSCHER INGENIEURINNENBUND E.V.

DEUTSCHER JURISTINNENBUND, LANDESVERBAND NIEDERSACHSEN

DEUTSCHER PHARMAZEUTINNEN VERBAND E.V.

DEUTSCHER VERBAND FRAU UND KULTUR, NIEDERSÄCHSISCHE GRUPPEN

DEUTSCHER VERBAND TECHNISCHER ASSISTENTEN IN DER MEDIZIN E.V.

DEUTSCHES ROTES KREUZ, LANDESVERBAND NIEDERSACHSEN E.V.

DONUM VITAE IN NIEDERSACHSEN E.V.

EVANGELISCHE FRAUENARBEIT NIEDERSACHSEN

EVANGELISCHES DORFHELFERINNENWERK NIEDERSACHSEN E.V.

FRAUEN IM MANAGEMENT E.V.

FRAUEN UNION DER CDU IN NIEDERSACHSEN

FRAUENRÄUME IN CELLE E.V.

FRAUEN UNTER EINEM DACH E.V., FRAUEN-STADTHAUS

FRAUENGRUPPE DES NIEDERSÄCHSISCHEN INTEGRATIONSRATES

FRAUENRAT IM LANDKREIS CUXHAVEN

GEDOK NIEDERSACHSEN HANNOVER


E d i t o r i a l

Editorial

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

ist es Ihnen 2012 auch gelegentlich so ergangen?

Immer wieder einmal mussten wir uns verwundert

die Augen reiben. Viel häufiger als in

den Vorjahren fanden sich in den Medien – im

Fernsehen, im Rundfunk, den großen und wichtigen

Tages- und Wochenzeitungen – unsere

Themen: Viel zu wenige Frauen in Führungspositionen,

die mangelnde Vereinbarkeit von

Familie und Beruf ist immer noch Realität, die

Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen.

Wir sind auf den letzten Plätzen im europäischen

Vergleich.

Für uns bekannte Themen. Aber ein Aufhorchen

in der Öffentlichkeit. Die Presse klärt unsere

Gesellschaft auf mit Zahlen und Fakten, aber auch

mit der Darstellung von persönlichen Beispielen.

Vielfältig wird nach Erklärungen gesucht. Warum

hinkt Deutschland im Vergleich mit anderen

Nationen in den Gleichstellungsparametern so

stark hinterher?

Es lohnt sich, genauer hinzuschauen und den Blick

scharf zu stellen. Das hat der Landesfrauenrat

Niedersachsen e.V. 2012 mit der Fachtagung

in Springe zum 1. Gleichstellungsbericht der

Bundesregierung seinen Mitgliedsverbänden

angeboten. Damit war eine aktuelle und grundlegende

Basis für die Diskussion über unsere

Forderungen und Wünsche an die künftige Gleichstellungspolitik

in Niedersachsen vorhanden.

Mit der Endfassung unserer gemeinsam mit der

LAG der kommunalen Frauenbüros formulierten

Wahlprüfsteine zur Landtagswahl haben sich

im Herbst alle im Landtag vertretenen Parteien

auseinander gesetzt und Antworten gesandt. In

die breitere Öffentlichkeit kamen unsere Themen

und Forderungen am 22. November in einer

Podiumsdiskussion „Frauen entscheiden die

Wahl!“ mit den frauenpolitischen Sprecherinnen

der Landtagsfraktionen.

Ein Blick über den Tellerrand – oder das eigene

Bundesland hinaus lohnt sich immer. Spannend

ist das Zusammentreffen aller Landesfrauenräte

bei ihrer jährlichen Konferenz. Die bunte Vielfalt

der unter einem Dach vereinten Frauenverbände

und -organisationen erzeugt immer auch neue

eigene Akzentsetzungen. Die Landesfrauenräte

in den südlichen Bundesländern gehen mit

der Parité-Kampagne mutig voran und stecken

uns Niedersächsinnen mit ihrem Elan

für ein geschlechtergerechtes Wahlrecht an.

Der Landesfrauenrat hat 2012 die Debatte in

Niedersachsen angestoßen und politische Ziele

formuliert. Dafür setzen wir uns weiter ein!

Unser Dank gilt allen neuen und auch langjährigen

Kooperationspartnerinnen und

Kooperationspartnern, dem Land Niedersachsen

und vielen Unterstützerinnen und Unterstützern

der Arbeit des Landesfrauenrates. Es ist schön,

dass in so vielen Gesprächen und Begeg nungen

und im Rahmen unserer Veranstaltungen

Gemeinsamkeiten in den Forderungen nach

mehr Geschlechtergerechtigkeit und engagierter

Gleichstellungspolitik zusammen treffen.

Wir alle sollten in unserem Umfeld immer wieder

deutlich machen, dass die Gleichberechtigung von

Frauen und Männern weiterhin unseren Einsatz

braucht. Der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V.

lässt sich gern in diesem Sinne zitieren!

Hannover, April 2013

Mechthild Schramme-Haack

Vorsitzende

Antje Peters

Geschäftsführerin


B E R I C H T


I n h a l t s v e r z e i c h n i s

Inhaltsverzeichnis

Editorial – Mechthild Schramme-Haack, Antje Peters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1

DelegiertenversammlungeN – Mechthild Schramme-Haack

Gleichstellung im Lebensverlauf / Neue Strategien gegen Partnergewalt . . . . . . . . . . . 3

Resolutionen/Stellungnahmen – Dr. Christa Karras . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

Veranstaltungen

Konferenz der Landesfrauenräte – Dr. Christa Karras . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Frauenpolitische Veranstaltungen – Antje Peters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Frauen haben die Wahl! – Brigitta Franke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

frauenORTE Niedersachsen – Antje Peters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

öffentlichkeitsarbeit – Antje Peters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

Fotoseiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12/13

Arbeitskreise

Frauen und Medien – Brigitta Franke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Frau und Wirtschaft – Naciye Celebi-Bektas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Interfraktionelle Gespräche – Dr. Christa Karras. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

Arbeitsgruppe Gesundheit – Dr. Christa Karras / Liste Gremien / Arbeitskreise . . . . . . 15

GREMIEN

Integrationsbeirat – Naciye Celebi-Bektas, Monika Feil, Dr. Christa Karras . . . . . . . . . . 16

JAHRESEMPFANG/DANKESCHÖN – Mechthild Schramme-Haack . . . . . . . . . . . . . 17

Fördermitglieder

Liste der Fördermitglieder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

„Ja, ich bin Fördermitglied“ – Barbara David, Rosemarie Meding . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Mitgliedsverbände

Gemeinsam Türen öffnen – FIM e.V. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

Finanzüberblick – Heidemarie Eggers. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

Liste der Kooperationspartnerinnen und -partner . . . . . . . . . . . . 21

Ausblick – Dr. Christa Karras, Mechthild Schramme-Haack . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Veranstaltungen 2013 / Impressum. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Liste der Mitgliedsverbände LFRN

B E R I C H T


D e l e g i e r t e n v e r s a m m l u n g e n

Delegiertenversammlungen

Die Delegiertenversammlung ist das oberste

Organ des Landesfrauenrates, in die die Mitgliedsverbände

ihre Vertreterinnen entsenden. Sie wird

vom Vorstand vorbereitet, tagt zweimal jährlich

und wird mit Fachtagungen verbunden.

Gleichstellung im Lebensverlauf

Delegiertenversammlung am 13./14. April in Springe.

Großes Interesse fand die Fachtagung „Gleichstellung

von Frauen und Männern im Lebensverlauf“

im Rahmen der ersten Delegiertenversammlung

des Landesfrauenrates am 13./14.

April 2012 in Springe, an deren Beginn das

Grußwort von Sozialministerin Aygül Özkan

stand. Das spannende Thema hatte viele zusätzliche

Besucherinnen nach Springe gelockt. Die

Referentin Prof. Dr. Ute Klammer und ihr Vortrag

„Neue Wege – Neue Chancen: Gleichstellung

von Frauen und Männern im Lebensverlauf“

fanden viel Anerkennung und Zuspruch in den

anschließenden Diskussionsgruppen. Ermöglicht

wurde diese gleichstellungspolitisch anspruchsvolle

Fachtagung durch die Kooperation mit der

Friedrich Ebert Stiftung, Landesbüro Niedersachsen.

Im Berichtsteil der Delegiertenversammlung

gaben alle Frauen des Vorstands und die

Geschäftsführerin aus den von Ihnen übernommenen

Arbeitskreisen und Aufgabenbereichen

eine Schilderung der Schwerpunkte.

Die Delegierten verabschiedeten mehrheitlich

drei Resolutionen zu unterschiedlichen frauenpolitischen

Forderungen. Der Antrag „Paritätische

Vertretung mit Frauen und Männern in den

Kommunalparlamenten, im Landtag und im Bundestag“

wurde von Dr. Christa Karras erläutert.

Die Vorsitzende Mechthild Schramme-Haack

brachte den Antrag des Vorstandes „Recht – statt

billig: Entgeltgleichheit gesetzlich regeln! Frauen

haben ein Recht auf mehr!“ ein, der sich an den

Forderungen des Deutschen Frauenrates orientiert.

Einstimmig angenommen wurde der Antrag

„Frauenrechte in Afghanistan – Hamid Karzai

opfert Rechte der Frauen“, der von Rahima Valena

(Bündnis 90/Die Grünen) erläutert wurde.

Diskussionen in Tischgruppen: Bärbel Jacob und Heidemarie

Behnsen (v.l.).

Fotos: Erika Ehlerding

Mechthild Schramme-Haack, Aygul Özkan und Hillgriet Eilers (v.l.)


B E R I C H T


Neue Strategien gegen

Partnergewalt

das sich u.a. für die Fortbildung von Ärztinnen

und Ärzten einsetzt, damit Gewaltopfer richtig

versorgt und betreut werden. Die Vorsitzende

des Landesfrauenrates, Mechthild Schramme-

Haack, informierte über das Plakatprojekt des

BISS-Verbundes in der Region Hannover und

über die Allianzen von Arbeitgebern gegen häusliche

Gewalt zur Unterstützung Betroffener am

Arbeitsplatz. Die Moderation übernahm Andrea

Buskotte, Landespräventionsrat Niedersachsen.

Delegiertenversammlung am 10. November in Hannover.

Fotos: Erika Ehlerding

Opfer häuslicher Gewalt finden in Niedersachsen

in über 40 Frauenhäusern Zuflucht und können

in Krisensituationen in Frauenberatungsstellen

Hilfe finden. In den Polizeistatistiken findet sich

dennoch kein Rückgang, eher eine Zunahme von

Fällen häuslicher Gewalt. Mit dieser Thematik

befasste sich die zweite Delegiertenversammlung

am 10. November 2012 in der Akademie des

Sports in Hannover grundsätzlicher und fragte:

Warum gibt es sie immer noch, die Gewalt gegen

Frauen? Was sind die Hindernisse für einen spürbaren

Abbau von Gewalt? Was muss sich gesellschaftlich

ändern, damit wir zu einer Reduzierung

dieser Gewalt kommen?

Der Landesfrauenrat hat sich immer wieder mit

Resolutionen und konkreten politischen Forderungen

für den Ausbau von Hilfeeinrichtungen

für Opfer eingesetzt. „Uns ist sehr bewusst, dass

sich dieses Thema noch lange nicht erledigt hat“,

betonte die Vorsitzende des Landesfrauenrates

Mechthild Schramme-Haack. „Wir wollen gemeinsam

mit unseren Mitgliedsorganisationen in ganz

Niedersachsen neue Präventionsstrategien implementieren

und tatkräftig unterstützen.“

Frau Prof. Dr. Friederike Eyssel, Bielefeld, stellte

den über 90 Teilnehmerinnen mit ihrem Vortrag

„Mythen über sexuelle Aggression gegen Frauen“

ihre Problemsicht vor. Sie machte anhand von

Untersuchungen deutlich, wie hoch der Einfluss

von vorhandenen Klischees und Denkmustern auf

unser Denken und Verhalten im Alltag ist.

Im Rahmen der Diskussionsrunde mit der Fragestellung

„Was muss sich ändern?“ wurden neue

Strategien gegen Partnergewalt vorgestellt.

So zeigte das Filmprojekt „Die Treppe” von

Uwe Marquardt, Young & Rubicam, die hohe

Wirksamkeit von Bildern, um gegen Gewalt zu

sensibilisieren. Dr. Ute Sonntag, Landesvereinigung

für Gesundheit Niedersachsen, stellte die

Arbeit des Netzwerks Frauen und Gesundheit vor,

Podiumsdiskussion „Neue Strategien gegen Partnergewalt” mit

Mechthild Schramme-Haack, Dr. Ute Sonntag, Andrea Buskotte und

Uwe Marquardt (v.l.).

Die Fachtagung wurde unterstützt von der Region

Hannover, die den Auftritt der theaterpädagogischen

werkstatt Osnabrück ermöglichte. Gezeigt

wurde auch die Ausstellung „Häusliche Gewalt.

Gewalt gegen Frauen – Fotografie als Aufklärung“

des BISS-Verbundes der Region Hannover und der

AG der Gleichstellungsbeauftragten in der Region

Hannover.

Bei der anschließenden Delegiertenversammlung

verabschiedeten die Delegierten einstimmig die

Resolution „Keine Männerquote für den NDR“.

Der Landesfrauenrat unterstützt damit die Kritik

des Frauen-Netzwerkes ProQuote Medien e.V.

und fordert den Norddeutschen Rundfunk auf,

die 30% Quote in der neuen „Dienstvereinbarung

zur beruflichen Gleichstellung von Frauen und

Männern“ zurückzunehmen und die 50% Quote

wieder einzusetzen.

Mechthild Schramme-Haack

Wir bedanken uns sehr bei Frau Prof. Dr.

Ute Klammer und Frau Prof. Dr. Friederike

Eyssel, die dem Landesfrauenrat ihre hochinteressanten

Vorträge überarbeitet zur

Verfügung gestellt haben. Die Texte sind im

Downloadbereich unserer Internetseite

www.landesfrauenrat-nds.de hinterlegt.

B E R I C H T


R e s o l u t i o n e n / S t e l l u n g n a h m e n

Resolutionen/Stellungnahmen

Resolutionen

Resolutionen nutzt der Landesfrauenrat als

ein Mittel, um auf maßgebliche Instanzen

sowie Entscheidungsträger und -trägerinnen in

Gesellschaft und Politik Einfluss zu nehmen. Sie

beinhalten detaillierte Forderungen aus frauenpolitischer

Perspektive und präzise Begründungen.

Entsprechende Anträge werden von den Mitgliedsverbänden,

vom Vorstand oder den Arbeitskreisen

vorbereitet und eingereicht. Im Jahr 2012 verabschiedete

die Delegiertenversammlung vier

Resolutionen.

Recht – statt billig:

Entgeltgleichheit gesetzlich

regeln! Frauen haben ein Recht

auf Mehr!

Mit großer Mehrheit bei zwei Enthaltungen

hatte die Delegiertenversammlung im April

2012 diese Resolution verabschiedet. Darin

wird ein gesetzlicher Mindestlohn gefordert, die

soziale Absicherung aller Arbeitsverhältnisse,

Unterstützung der Arbeitnehmerinnen bei ihren

Ansprüchen gegenüber dem Arbeitergeber/der

Arbeitgeberin und gesetzliche Regelungen zur

Durchsetzung der Entgeltgleichheit. Das Sozialministerium

teilte uns mit, dass dort „bereits viele

Anstrengungen unternommen“ werden, allerdings

wird der Vorschlag für eine gesetzliche Regelung

„der Komplexität und Vielschichtigkeit der notwendigen

Handlungsansätze“ vermutlich nicht

gerecht. Die Fraktionen haben unsere Resolution

als Material zur Beachtung an ihre fachlich

zuständigen Abgeordneten weitergeleitet.

Paritätische Vertretung mit

Frauen und Männern in den

Kommunalparlamenten, im Landtag

und im Bundestag

Auch diese Resolution wurde mit großer Mehrheit

und drei Enthaltungen von den Delegierten im

April 2012 angenommen. Darin wird die Niedersächsische

Landesregierung aufgefordert, das

Kommunalwahl- und das Landtagswahlgesetz

dahingehend zu ändern, dass die Wahlchancen

von Frauen verbessert werden. Bei der Aufstellung

der Bewerberinnen und Bewerber für

die Wahlvorschläge von Parteien und Wählervereinigungen

ist eine alternierende paritätische

Berücksichtigung von Frauen und Männern zu

gewährleisten, sofern, wie im Regelfall, sowohl

Frauen als auch Männer Mitglieder der Parteien

und Wählervereinigungen sind. Weiterhin sollen

die Parteien verpflichtet werden, aussichtsreiche

Wahlkreise ebenfalls alternierend zu besetzen

mit dem Ziel, dass in den Parlamenten Frauen

und Männer zu gleichen Teilen vertreten sind.

Die Landesregierung wird aufgefordert, über den

Bundesrat auf die Bundesregierung entsprechend

einzuwirken, um letztendlich einen quotierten

Bundestag zu erreichen.

Geantwortet haben die Landtagsfraktionen:

sie haben die Resolution weitergeleitet an die

fachlich zuständigen Abgeordneten. Das Sozialministerium

wies auf das Niedersächsische

Mentoring-Programm „Politik sucht Frauen“ hin,

welches 2011 zum vierten Mal erfolgreich durchgeführt

wurde. Der für das Wahlrecht zuständige

Niedersächsische Innenminister reagierte ebenso

wenig wie die Bundesregierung. Inzwischen hat

sich in Baden-Württemberg etwas getan: Die

Regierungsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen

und der SPD haben sich auf eine Soll-Regelung

zum Reißverschluss auf Kommunalwahllisten

geeinigt. Das ist ein erster Schritt in Richtung

quotiertes Parlament.

Frauenrechte in Afghanistan

– Hamid Karzai opfert Rechte der

Frauen

Mit dieser einstimmig verabschiedeten Resolution

im April 2012 forderten die Delegierten die Bundesregierung

auf, sich gegenüber der afghanischen

Regierung für die Anwendung des Art.

22 der Verfassung von 2004 einzusetzen, in der

jegliche Benachteiligung oder Bevorzugung unter

den Bürgern (Frauen und Männer) Afghanistans

verboten ist. Anlass für diese Resolution ist

die Unterstützung eines Verhaltenskodexes

des Religionsrates, der die Rechte von Frauen

beschneidet, durch den afghanischen Präsidenten.

Die aktuellen Forderungen des Religionsrates


B E R I C H T


Die Delegiertenversammlung des Landesfrauenrates berät die

Anträge und verabschiedet Resolutionen. Foto: Erika Ehlerding

fallen hinter die Grundsätze der afghanischen

Verfassung zurück. Der Rat proklamiert, dass

Frauen nicht mehr unverschleiert und ohne

männliche Begleitung zum Einkaufen, zur Schule

oder ins Büro gehen dürfen. Damit besiegelt er

einen Rückfall in die Tradition der Taliban, was

die Regeln für die Eheschließung, Ehescheidung,

das Sorgerecht für Kinder und die Erbschaft

angeht. Das Heiratsalter wird von 18 auf 16 Jahre

herab gesetzt, die Zustimmung der Frauen zu

ihrer Eheschließung ist nicht mehr gefragt. Die

Frauen sollen sexuell dem Ehemann ständig

zur Verfügung stehen. Die Ehemänner dürfen

ihren Frauen verbieten, einer Ausbildung oder

Beschäftigung nachzugehen. Daneben wird

geregelt, dass eine Ehefrau nach dem Tod ihres

Mannes von seinem Nachlass nichts erbt.

Wir hoffen, dass sich die Bundesregierung entsprechend

eingesetzt hat, auch wenn wir auf

unsere Resolution keine Antwort erhalten haben.

Keine Männerquote für den NDR

Der Landesfrauenrat ist alarmiert: der NDR mit

einem quotierten Rundfunkrat hatte mit einer

„Dienstvereinbarung zur beruflichen Gleichstellung

von Frauen und Männern“ eine 30%

Quote und damit die Abkehr von der 50% Quote

festgeschrieben. U.a. hatte das Frauen-Netzwerk

ProQuote Medien e.V. dagegen protestiert und die

Delegierten des Landesfrauenrates haben sich

im November 2012 den Forderungen einstimmig

angeschlossen.

Ein Problem wird u.a. darin gesehen, dass gemäß

der neuen Dienstvereinbarung Männer eingestellt

werden müssen, wenn ihr Anteil unter 30%

liegt. Pro Quote führt aus, dass „Während die

Spitze des NDR sowieso weitgehend von Männern

beherrscht wird (8 Männer, 2 Frauen), werden

nun auch noch bevorzugt männliche Redakteure

eingestellt“. In den Programmbereichen gäbe es

noch Nachholbedarf: von 27 Programmbereichen

werden nur sieben von Frauen geleitet. Eine Stelle

wurde bereits mit dem Vermerk „Männer bevorzugt“

ausgeschrieben.

Es passte wunderbar, dass der 10. Jahresempfang

des Landesfrauenrates im September 2012 im

NDR Landesfunkhaus Niedersachsen stattfand.

Die Vorsitzende Mechthild Schramme-

Haack konnte in ihrer Begrüßung gleich unserer

Verwunderung Ausdruck geben und dem stellvertretenden

Intendanten des NDR und Direktor des

Landesfunkhauses Niedersachsen, Dr. Arno Beyer,

den Protest ankündigen. Schriftlich und telefonisch

erhielten wir auf die im November verabschiedete

Resolution eine Reihe von Reaktionen.

Der Landesfrauenrat Schleswig-Holstein hat

unsere Resolution übernommen, ProQuote freute

sich über unsere Resolution, Die Linke im Landtag

begrüßte unseren Beschluss ebenso wie die

Frauenpolitischen Sprecherinnen von Bündnis

90/Die Grünen und SPD. Das Sozialministerium

unterstützt grundsätzlich, bemerkte aber, dass

es „zusätzlicher wirtschafts- und gesellschaftspolitischer

Ansätze“ bedarf, um die Anzahl von

Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Die

neuen Gleichstellungsbeauftragten des NDR

Frau Hartmann und Frau Schmutte (mit zusammen

1,5 Stellen) waren zwar nicht an der neuen

Dienstvereinbarung beteiligt, aber sie betonen,

dass der NDR sich vom Ziel der 50% Quote nicht

verabschiedet habe. Die 30% Quote soll lediglich

„eine praktische Handlungshilfe als Richtschnur“

sein. Sie warten ab, was der neu zusammengesetzte

Gleichstellungsausschuss des NDR im

Februar 2013 hinsichtlich der Umsetzung der

Dienstvereinbarung planen werde. Auch wir warten

und sind gespannt.

Dr. Christa Karras

B E R I C H T


Stellungnahmen

Als Lobby von über 2,2 Millionen Frauen in Niedersachsen

bezieht der Landesfrauenrat nicht

nur Position zu frauenpolitischen Belangen in

Gesellschaft und Politik und initiiert selber

Aktionen, sondern wird auch im Rahmen von

Anhörungen zu Stellungnahmen aufgefordert.

Darüber hinaus bezieht der Vorstand Position zu

aktuellen politischen Fragen.

LFRN Resolutionen

2012 hat der Landesfrauenrat Stellung bezogen

zu drei wichtigen Verordnungs-, Gesetzes- und

Handlungskonzepten der Niedersächsischen

Landesregierung und der Landtagsfraktionen:

Die SPD brachte einen Gesetzentwurf zur

Änderung des Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetzes

(NGG) in den Landtag ein, das

Innenministerium gab einen Verordnungsentwurf

zur Änderung der Härtefallkommission zur

Anhörung frei und die Niedersächsische Landesregierung

den Entwurf eines Handlungskonzeptes

„Demografischer Wandel“. Über die beiden letztgenannten

Anhörungen hat der Landesfrauenrat

bereits ausführlich berichtet in seiner Zeitung

FrauenIMPULSE vom September 2012.

Im Gesetzentwurf zum Niedersächsischen

Gleichberechtigungsgesetz (NGG) hat die SPD

Landtagsfraktion an einigen Stellen die Probleme

mit dem aktuellen NGG aufgegriffen

und Änderungen gefordert: Rückkehr zur 50%

Quote, Erweiterung des Geltungsbereichs,

die Verpflichtung zur Erstellung eines Gleichstellungsplans,

zur Bestellung einer Gleichstellungsbeauftragten

in allen Dienststellen, die

Wiedereinführung von Regelungen zur Bekämpfung

sexueller Belästigung und die Aufnahme

der sprachlichen Gleichbehandlung in den

Rechts- und Verwaltungsvorschriften. Grundsätzlich

begrüßte der Landesfrauenrat den SPD-

Entwurf, bat aber um die Aufnahme zusätzlicher

Regelungen. Die Geschlechterparität in allen

Gremien soll festgeschrieben werden ebenso wie

die Verpflichtung zur öffentlichen Ausschreibung

von Stellen im öffentlichen Dienst und die 50%

Quote für Frauen bei den Ausbildungsplätzen,

die sich in der Vergangenheit sehr bewährt hat.

Bedauerlicherweise wurde der Gesetzentwurf von

der Regierungsmehrheit abgelehnt.

Dr. Christa Karras

Resolutionen als gemeinschaftliche Willenserklärung

der Delegierten nutzt der Landesfrauenrat

seit 1975 als Instrument, um sich in

der Öffentlichkeit und besonders in der Politik

Gehör zu verschaffen.

In Resolutionen nimmt der Landesfrauenrat

zumeist Stellung zu jeweils aktuellen Einzelaspekten

von größeren frauenpolitischen

Themen. Die auf diese frauenpolitischen

Themen entfallende Anzahl der Resolutionen

gibt Auskunft darüber, in welchem Maß der Landesfrauenrat

es jeweils für notwendig erachtet,

einer bestimmten Forderung Nachdruck zu verleihen.

An erster Stelle stehen hier die Resolutionen

zum Thema „Beschäftigung“. Diese machen

allein knapp 20% der über 90 von den Delegiertenversammlungen

verabschiedeten Resolutionen

aus.

Mit Anteilen zwischen 11% und 13% folgen

dann die Resolutionen zu den Themen „Gleichstellung“,

„Ehe und Familie“, „Gesundheit“ und

„Bildung“.

Bemerkenswert sind zudem die Anteile der

Resolutionen, die der Landesfrauenrat zu den

Themen „Menschenrechte“ und „Migration“

verabschiedet hat. Sie verweisen auf die

nach wie vor nicht erfolgte Umsetzung von

Frauenrechten weltweit und deren gesellschaftliche

Folgen.

Die im Jahr 2012 verabschiedeten Resolutionen

zu den Themen Entgeltgleichheit, Paritätische

Vertretung in Parlamenten, Gleichstellung

im NDR und Frauenrechte in Afghanistan

bestätigen diese Arbeitsschwerpunkte des

Verbandes.


B E R I C H T


Ve r a n s t a l t u n g e n

Veranstaltungen

Der Landesfrauenrat lädt regelmäßig ein zu

Veranstaltungen, Fachtagungen und Podiumsdiskussionen

mit frauen- und gleichstellungspolitischen

Themen. Die Veranstaltungen sind öffentlich

und fördern den demokratischen Diskurs über

wichtige gesellschaftspolitische Fragestellungen.

Zu den unterschiedlichen Themenbereichen

kooperiert der Landesfrauenrat mit zahlreichen

Kooperationspartnerinnen und -partnern.

KONFERENZ DER LANDESFRAUENRÄTE

Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg richtete

vom 21. bis 23. September diese Konferenz aus,

die jährlich – abwechselnd in jedem Bundesland

– stattfindet. Diese Konferenz bildet

seit 1996 eine eigene Vernetzungsstruktur

der Landesfrauenräte auf Bundesebene.

Niedersachsen war vertreten durch Mechthild

Schramme-Haack, Dr. Christa Karras und Antje

Peters. Die Konferenz startete mit einem gemeinsamen

Empfang der Landesregierung und des

Landesfrauenrats Baden-Württemberg im Neuen

Schloss in Stuttgart, wo auch die Fachtagung

„Arme Frauen – Reiches Land“ sowie die internen

Beratungen der Delegierten der Landesfrauenräte

stattfanden.

Die Frauenministerin Katrin Altpeter empfing im

Namen der Landesregierung Baden-Württemberg

die teilnehmenden Vertreterinnen mit einem

politischen Grußwort. Als Vorsitzende und Gastgeberin

der diesjährigen KLFR erinnerte Angelika

Klingel in ihrer Begrüßungsrede daran, dass vor

16 Jahren im Juni 1996 in Stuttgart eine Tagung

der Landesfrauenräte mit dem Deutschen Frauenrat

stattfand, bei der die Vernetzungsstruktur

der KLFR aus der Taufe gehoben wurde, um die

Beratungen zu Themen der Frauenpolitik in den

einzelnen Ländern zusammen und bundesweit

voran zu bringen.

Im Mittelpunkt der internen Beratungen 2012

stand das Thema Frauenarmut. Dem Beschluss

„Wege aus der Frauenarmut“ zugrunde lagen

Anträge zu Einzelaspekten bzw. mehreren

Aspekten des Themas Frauenarmut. Weitere

Beschlüsse bezogen sich auf die Schwerpunkte

Frauengesundheit, Beruf, Gewalt, Betreuungsgeld.

Der Vorstand des Niedersächsischen Landesfrauenrats

gab die Forderungen an die politisch

Verantwortlichen in der Landesregierung weiter

und erhielt darauf auch einige Rückmeldungen.

Die Fraktionen teilten uns mit, dass sie die

Beschlüsse der KLFR an ihre fraktionsinternen

Arbeitskreise und Frauenpolitischen

Sprecherinnen zur Beachtung weitergeleitet

haben. Vom Ministerpräsident und dem Niedersächsischen

Minister für Justiz erhielten wir keine

Rückmeldung, aber Sozialministerin Frau Özkan

schickte uns eine umfassende Antwort. Kurz

zusammengefasst: Vieles davon unterstützen wir,

machen wir bereits oder werden wir weiter im

Auge behalten.

Dr. Christa Karras

Frauenpolitische Veranstaltungen

Der Landesfrauenrat beteiligte sich 2012 mit

Informationsständen beim Aktionsbündnis

Equal Pay Day am 23. März in Hannover, bei der

WoMenPower im Rahmen der Hannover Messe

am 27. April und beim Tag der Niedersachsen

vom 13. bis 15. Juli in Duderstadt. Über die

Veranstaltungen berichteten wir in der Ausgabe

der FrauenIMPULSE vom September 2012 und

stellten Fotogalerien auf der Internetseite

www.landesfrauenrat-nds. ein.

Als Kooperationspartner unterstützte der Landesfrauenrat

den FrauenFachtag „Frauen vernetzt

– Social Media“ des Vereins Niedersächsischer

Bildungsinitiativen am 1. Februar in Hannover

und die Fachtagung „Altersarmut von Frauen in

Europa“ des Europäischen Informationszentrums

Niedersachsen am 13. April im Haus der Region in

Hannover.

Antje Peters

Foto: Aktionsbündnis EPD

B E R I C H T


Frauen haben die Wahl!

Podium mit den Vertreterinnen der Landtagsfraktionen.

Eine Modernisierung der Gesellschaft gibt es

ohne Geschlechtergerechtigkeit nicht. Gleiche

Rechte und Chancen für Frauen und Männer sind

dafür Voraussetzung. Der Landesfrauenrat und

die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler

Frauenbüros haben 2012 „Wahlprüfsteine zur

Frauen- und Genderpolitik in Niedersachsen

entwickelt und zu einer Podiumsveranstaltung

am 22. November 2012 zur Vorbereitung

der Landtagswahl in die Leinegaststätten in

Hannover eingeladen. Die im Landtag vertretenen

Fraktionen sollten zu ihren frauen- und genderpolitischen

Standpunkten befragt werden.

Auf dem Podium saßen Heidemarie Mundlos für

die CDU, Cornelia Rundt für die SPD, Elke Twesten

für Bündnis 90 / Die Grünen, Marianne König für

Die Linke und Almuth von Below-Neufeldt für die

FDP. Die Moderation hatten Mechthild Schramme-

Haack für den Landesfrauenrat und Petra Pape

von der LAG übernommen. Nach der Vorstellungsrunde

erfolgte ein Eingangsstatement der

Podiumsteilnehmerinnen zu den Wahlprüfsteinen.

Bei der sich anschließenden Diskussion mit

den Besucherinnen der Veranstaltung kristallisierten

sich folgende Hauptthemen heraus:

Gleichstellung, Pflege, Gewalt gegen Frauen und

Migration.

Bei den Bereichen Gewalt gegen Frauen und

Migration wurden als Gegenmittel die Erhöhung

der Bildungs- und Teilhabechancen genannt sowie

die Sichtbarmachung von Frauen mit und ohne

Migrationshintergrund.

Der Ruf nach politischen Regelungen prägte den

Aspekt „Pflege“ ebenso wie die Einrichtung einer

Pflegekammer.

Die Problematiken zur kommunalen Gleichstellungsarbeit

wurden durch die zahlreichen

anwesenden Gleichstellungsbeauftragten verdeutlicht.

Der Abbau hauptamtlich besetzter

Gleichstellungsbüros in den niedersächsischen

Städten und Gemeinden und die daraus folgende

Ehrenamtlichkeit erweist sich als problematisch.

Die anspruchsvollen Aufgaben beispielsweise

nach den Gleichberechtigungsgesetzen können

nicht mehr angemessen erledigt werden.

So könnten alle Maßnahmen zur Förderung

von Frauen in Führungspositionen oder zur

Vereinbarkeit von Familie und Beruf wirksam

weiter entwickelt werden, wenn die dazu erforderliche

professionelle Besetzung erfolgen würde.

Alle Podiumsteilnehmerinnen sprachen sich

für eine Frauenquote aus. Frau Dr. Karras vom

Vorstand des Landesfrauenrates fragte nach,

von welcher Quote die Podiumsvertreterinnen

redeten. Die Vertreterinnen von CDU und FDP

erklärten, dass sie für die Flexiquote seien. Die

Vertreterinnen von SPD, Grüne und Linke wollen

eine starre Quote.

Diskussion mit den Vertreterinnen der Verbände.

Fotos: Heidemarie Eggers

70 Besucherinnen waren gekommen. Nach einer

lebhaften Diskussion mit den Vertreterinnen der

Mitgliedsverbände, den Gleichstellungsbeauftragten

und interessierten Gästen schloss Frau

Schramme-Haack die Veranstaltung mit einem

Dankeschön an die Teilnehmerinnen.

Brigitta Franke


B E R I C H T


f r a u e n O RT E N i e d e r s a c h s e n

frauenORTE Niedersachsen

Mit der 2008 gestarteten Initiative frauenORTE

Niedersachsen will der Landesfrauenrat Frauengeschichte

lebendig werden lassen und gemeinsam

mit den Kooperationspartnerinnen und

-partnern vor Ort interessante Angebote schaffen.

Die erste deutsche Frauenärztin, die erste Landrätin

in Niedersachsen und eine erfolgreiche

jüdische Kauffrau mit einem bemerkenswerten

Testament. Mit Dr. Hermine Heusler-Edenhuizen,

Hertha Peters und Susanna Abraham ist die

Initiative frauenORTE Niedersachsen 2012 um

drei interessante Frauenpersönlichkeiten reicher

geworden.

Dr. Hermine Heusler-Edenhuizen (1872-1955)

ist der fünfzehnte frauenORT Niedersachsen

gewidmet, der im März 2012 in der Gemeinde

Krummhörn eröffnet wurde und an die in Pewsum

geborene erste deutsche Frauenärztin erinnert.

Hermine Heusler-Edenhuizen war eine

Pionierin in der Medizin und engagierte Ärztin.

In ihrer politischen Arbeit bezog sie Position

gegen Kindesmisshandlung, für eine Reform des

§ 218 und sexuelle Aufklärung. 1924 wurde sie

Gründungsvorsitzende des Bundes Deutscher

Ärztinnen. Der frauenORT ist in Kooperation mit

den Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde

Krummhörn, des Landkreises Aurich und der Stadt

Emden entstanden. Ein informatives Faltblatt

kann über sie bezogen werden. Im Rahmen der

Eröffnung wurden Sonderausstellungen in der

Manningaburg in Pewsum und im Historischen

Museum der Stadt Aurich eröffnet. Sehr sehenswert

ist auch das Theaterstück der Ländlichen

Akademie Krummhörn über das Leben einer der

berühmtesten Töchter Ostfrieslands.

Hertha Peters (1905-1987)

war wohl die bemerkenswerteste

Frau im politischen

Leben des Peiner Landes.

Als erste Landrätin in Niedersachsen

und zeitweise

einzige amtierende Landrätin

deutschlandweit setzte sie

Maßstäbe. Zu einer Zeit,

als sich die Politik noch fest

in Männerhand befand,

L a n d e s f r a u e n r a t N i e d e r s a c h s e n e.V.

f r a u e n O R T E

N i e d e r s a c h s e n

bereitete die Sozialdemokratin damit den Weg

für Frauen in politische Ehrenämter und Führungspositionen

des Landes. Der frauenORT ist in

Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten

des Landkreies Peine entstanden, die einen informativen

Stadtplan zu Hertha Peters herausgegeben

hat. Ein Frauenstadtrundgang kann über die

Stadtmarketinggesellschaft „PeineMarketing“

gebucht werden. Weitere Neuheiten sind eine

Ausstellung der Peiner Künstlerin Ute Best im

Klinkum Peine – Hertha Peters wohl wichtigstes

politisches Projekt – und die geplante Hörstation

mit Originalreden von Hertha Peters im Kreishaus.

Susanna Abraham (1746-1821) war bisher nur

wenigen bekannt. Dabei ist die Geschichte der in

Nienburg (Weser) geborenen jüdischen Kauffrau

bemerkenswert. Susanna Abraham baute in der

Weserstadt den Warenhandel ihres verstorbenen

Mannes zu einem der ersten Handelshäuser aus

und stiftete später ihr Vermögen für den Bau einer

Synagoge in ihrer Heimatstadt. Der frauenORT

entstand in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten

der Stadt sowie dem Stadt- und

Kreisarchiv Nienburg (Weser). Das Museum

Fresenhof zeigte zur Eröffnung eine Ausstellung

zu Susanna Abraham; darüber hinaus wurde ein

Flyer mit einem Stadtrundgang auf den Spuren der

Nienburger Kauffrau aufgelegt.

Weitere Informationen:

www.frauenorte-niedersachsen.de

Antje Peters

B E R I C H T 10


Ö f f e n t l i c h k e i t s a r b e i t

Öffentlichkeitsarbeit

Ein zentrales Anliegen des Landesfrauenrates

ist es, frauenpolitische Belange einer breiten

Öffentlichkeit bekannt zu machen und Diskussionen

anzuregen, die zur Umsetzung der aktuellen

Forderungen beitragen. 2012 findet weiterhin

die Initiative frauenORTE Niedersachsen großes

öffentliches Interesse.

Mechthild Schramme-Haack (LFRN) und Annette Wiede (lag)

stellten die Wahlprüfsteine in der Landespressekonferenz vor.

Wahlprüfsteine zur Landtagswahl

In der Landespressekonferenz im Oktober stellten

der Landesfrauenrat und die LAG Kommunaler

Frauenbüros ihre „Frauenpolitischen Wahlprüfsteine

zur Landtagswahl in Niedersachsen“ vor.

Rundblick und NDR berichteten über die Forderungen

für eine aktive Frauenpolitik in Niedersachsen.

frauenORTE NiedersachSen

Über die Auftaktveranstaltungen der frauen­

ORTE für Dr. Hermine Heusler-Edenhuizen in der

Gemeinde Krummhörn, Hertha Peters in Peine

und Susanna Abraham in Nienburg (Weser) wurde

in den Printmedien umfangreich Bericht erstattet.

Der NDR begleitete die Initiative frauenORTE

Niedersachsen als Kulturpartner und sendete

zahlreiche Fernseh- und Hörfunkbeiträge. Für

viel Aufmerksamkeit sorgte auch der Auftritt der

Vorsitzenden des Landesfrauenrates, Mechthild

Schramme-Haack, in der NDR Fernsehsendung

„Mein Nachmittag“ im Juni. Im Herbst sendete

NDR Kultur fünf Beiträge über die frauenORTE

in Celle, Goslar, Nienburg (Weser), Rotenburg

(Wümme) und Verden (Aller). NDR Kultur hat

eine Internetseite eingerichtet, über die alle

Hörfunkbeiträge abrufbar sind: www.ndr.de/ndrkultur/programm/frauenorte111.html.

Frauen IMPULSE

Die Zeitung des Landesfrauenrates für seine

Mitglieder sowie Multiplikatorinnen im

Bereich der Frauenpolitik und die interessierte

Öffentlichkeit erschien im September mit

einer Ausgabe „Frauen entscheiden die Wahl!“

Es wurde berichtet über die Forderungen des

Landesfrauenrates zur Paritätischen Vertretung

von Frauen und Männern in den Parlamenten und

zur Arbeit der Härtefallkommission sowie über die

zahlreichen frauenpolitischen Veranstaltungen.

In der Rubrik „Frauen und Politik“ berichteten

Gastautorinnen über die Gleichstellung an Niedersächsischen

Hochschulen und den Rückgang von

hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten.

Die „Stimmen der Verbände“ boten Einblicke in

die Frauenverbandsarbeit u.a. zu den Themen

„Vertrauliche Beweissicherung“, „Bundesweites

Hilfetelefon“ und „Psychosoziale Beratung bei

Pränataldiagnostik“.

www.landesfrauenrat-nds.de

Der Landesfrauenrat präsentierte sich mit

einem ständig aktualisierten Internetauftritt.

Interessierte finden zeitnah Informationen über

aktuelle Projekte und Veranstaltungen sowie die

Ziele und Positionen des Verbandes. Sie können

Kontakt zu den Mitgliedsverbänden aufnehmen,

sich über die Fördermitglieder informieren und in

den Fotogalerien die letzten Veranstaltungen und

Auftritte des Landesfrauenrates Revue passieren

lassen. Eine neue Rubrik informiert über die

Arbeitskreise des Landesfrauenrates.

Antje Peters

11

B E R I C H T


1. Delegiertenversammlung in Springe

Alle Fotos: Erika Ehlerding

2. Delegiertenversammlung in Hannover

*** Delegiertenversammlungen in Springe und Hannover ***

B E R I C H T 12


Fotos: Erika Ehlerding

Empfang des Ministerpräsidenten am 30. Mai

Fotos: Heidemarie Eggers

Jahresempfang am 27. September

Podiumsdiskussionen am 22. November

*** Empfang des Ministerpräsidenten *** Jahresempfang *** Podiumsdiskussion Landtagswahl ***

13

B E R I C H T


A r b e i t s k r e i s e

Arbeitskreise

Die Arbeitskreise des Landesfrauenrates

bereiten inhaltliche Stellungnahmen vor und

erarbeiten Vorschläge für konkrete Aktionen

und Projekte. Eingesetzt werden sie von der

Delegiertenversammlung. In ihnen kommen

Fachfrauen aus den Mitgliedsverbänden sowie

Gremienvertreterinnen und Expertinnen zusammen.

Arbeitsgruppen installiert der Vorstand

zur Unterstützung seiner Arbeit und Umsetzung

gezielter Maßnahmen.

Frauen und Medien

Seit 1991 wirken im Arbeitskreis „Frauen und

Medien“ medieninteressierte Frauen daran mit,

die Verantwortlichen bei den Printmedien, im

Hörfunk und Fernsehen für einen verantwortlichen

Umgang mit Wort und Bild zu sensibilisieren.

In diesem Jahr ging es zum Beispiel um die realistische

Darstellung von Frauen in den Medien.

Dazu wurden in einer Sitzung die medienpolitischen

SprecherInnen der Landtagsfraktionen

befragt. Sie stellten gemeinsam fest, dass

die Einflussnahme natürlich nicht über die

Parteien erfolgen kann, sondern über die

Gremienvertretungen im Rundfunkrat und der

Landesmedienanstalt. Ziel müsse es sein, ein

emanzipiertes Frauenbild zu vermitteln.

Ein weiteres Anliegen war das Kennenlernen

von Radio Leinehertz. Die Teilnehmerinnen

waren sehr angetan von der Führung durch die

Räumlichkeiten und den Informationen des

Geschäftsführers Herrn May. Radio Leinehertz ist

ein lokaler Sender mit Nachrichten für die Region

Hannover und mit einem bunten Musikprogramm.

Eine Herausforderung sehen die Mitglieder des

Arbeitskreises in der Entwicklung im Netz und

bei den Smartphones. Wir wollen Frauen für technische

Innovationen begeistern, den reflektierten

Umgang mit den neuen Medien fördern und ihre

souveräne Anwendung stärken – vielleicht mit

einer Veranstaltung „Virtuelle Welt für Frauen“

in 2014.

Frau und Wirtschaft

Der Arbeitskreis mit ca. 13 Frauen aus unterschiedlichen

Organisationen hatte sich 2012

Brigitta Franke

vorgenommen, sich mit dem Thema „Fachkräftemangel

(k)eine Chance für Frauen?!“ aus unterschiedlichen

Perspektiven auseinanderzusetzen.

Zu den drei Sitzungen wurden Fachfrauen

eingeladen, mit denen diskutiert und nach

Handlungsmöglichkeiten gesucht wurde. Neben

den Vorträgen wurden selbstverständlich auch

weitere Themen wie die „Frauenpolitischen

Wahlprüfsteine“ diskutiert.

In der Januarsitzung referierte Elke Lettmann,

Leiterin Stab Chancengleichheit am Arbeitsmarkt

der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion

Nds./Bremen zu den Themen

Arbeitskräftenachfrage und -potenzial, Fachkräfteengpässe,

Akademisierung der Arbeitswelt,

Handlungsfelder zur Steigerung des

Fachkräfteangebotes, usw. Sie stellte folgende

Ansatzpunkte vor: Mehr weibliche Erwerbspersonen

für den Arbeitsmarkt gewinnen, Rahmenbedingungen

für Vollzeit- bzw. vollzeitnahe

Tätigkeit verbessern, Berufswahlspektrum für

Mädchen und junge Frauen erweitern.

In der Sitzung im Mai stellte Naciye Celebi-

Bektas das Projekt „Familienernährerin“, ein

vom Deutschen Gewerkschaftsbund initiiertes

und im Auftrag des Bundesministeriums für

Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördertes

Projekt, vor. Immer mehr Frauen ernähren

mit ihrem Einkommen die Familien und werden

damit zu „Familienernährerinnen“. Frauen

ernähren jedoch unter anderen Arbeits- und

Lebensbedingungen die Familie, als dies Männer

tun. Da ihr Einkommen überwiegend niedrig ist,

ergeben sich Probleme für die Finanzierung der

Familie und die Altersvorsorge, wenn Frauen zu

Hauptverdienerinnen werden.

Bei der Novembersitzung waren die Referentinnen

Heidi Ott und Sabine Auge, Fachberaterinnen für

Berufsorientierung bei der Niedersächsischen

Landesschulbehörde, Regionalabteilung Hannover,

zum Thema „Fachkräftemangel – Chancen

für Mädchen“ eingeladen. Es wurde festgestellt,

dass Mädchen sich innerhalb von 10 Berufen orientieren

und sich hier die Frage der Berufswahl

ganz anders gestalten lässt. Dargestellt wurde ein

geschlechtsspezifischer Unterricht in den MINT-

Fächern, um die Mädchen frühzeitig an diese

Berufsgruppen heranzuführen. Aber auch Fragen,

B E R I C H T 14


wie Frauen in der Wirtschaft Mädchen in Schulen

unterstützen können, wurden in der Sitzung

durchgespielt.

Naciye Celebi-Bektas

Interfraktionelle Gespräche

Wie in den vergangenen Jahren fanden auch

2012 Gespräche statt zwischen den Frauen- und

Gleichstellungspolitischen SprecherInnen der

Landtagsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen,

CDU, Die Linke, FDP, SPD, der Vernetzungsstelle,

der lag kommunaler Frauenbüros und dem

Landesfrauenrat zu aktuellen frauenrelevanten

Aktivitäten. Wir möchten uns an dieser Stelle bei

allen TeilnehmerInnen bedanken und hoffen, dass

auch in der neuen Legislaturperiode die konstruktive

und kooperative Zusammenarbeit fortgeführt

werden kann.

Dr. Christa Karras

Arbeitsgruppe Gesundheit

Viele Vertreterinnen unserer Verbände

interessierten sich für die Mitarbeit in der AG

Frauengesundheit. Bei zwei Treffen waren in der

Regel 12 Frauen anwesend. Das erste Treffen

galt dem Kennenlernen und der Formulierung,

warum eine Mitarbeit in dieser Arbeitsgruppe

wichtig sei. Viele unterschiedliche Vorstellungen

und Wünsche wurden deutlich. Beim zweiten

Treffen kristallisierte sich ein gemeinsames

Thema heraus: Psychosoziale Belastungen von

Frauen. Die Vertreterinnen der Verbände und

Vereine konnten sich alle unter diesem Thema

mit ihren spezifischen Problemfeldern wiederfinden.

Der Landesfrauenrat plant eine Fachtagung

am 2. November 2013 im Rahmen unserer Delegiertenversammlung

in Verden (Aller).

Unser Thema wird seit einiger Zeit und gerade

jetzt gesellschaftlich stark beachtet und

diskutiert. Mit der Forderung nach einer „Entmystifizierung“

des Themas psychische Belastung

hat Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der

Leyen Anfang 2013 die Veranstaltung „Psychische

Gesundheit in der Arbeitswelt – Wir machen es

zum Thema!“ in Berlin eröffnet. Damit wurde

der Fokus auf den „Schutz und Stärkung der

Gesundheit bei arbeitsbedingter psychischer

Belastung“ gelenkt und auf die Forderung, dem

Schutz vor psychischer Belastung müsse der gleiche

Stellenwert eingeräumt werden, wie dem vor

Lärm, Staub oder Chemikalien. Wir gehen über

diese Eingrenzung auf die Arbeitswelt hinaus.

Psychosoziale Belastungen begleiten Frauen in

jeder Lebenslage lebenslang. Diesem breiten

Spektrum wollen wir auf unserer Fachtagung

einen Raum geben.

Dr. Christa Karras

Gremienmitgliedschaften des

Landesfrauenrates

Beirat der NBank

Fachbeirat Juliane Bartel Medienpreis

Integrationsbeirat des Landes Niedersachsen

Konferenz der Landesfrauenräte

Kuratorium der Stiftung Eine Chance für Kinder

Kuratorium Tag der Niedersachsen

Landesbegleitausschuss zur Umsetzung der

ESF-Programme

Landesdialog Hauswirtschaft

Landespräventionsrat Niedersachsen

Lenkungskreis Zukunftstag

NDR-Rundfunkrat

Netzwerk Frauen- und Mädchengesundheit

Niedersachsen-Ring – Beirat zur Förderung des

bürgerschaftlichen Engagements

Niedersächsische Landesmedienanstalt

Niedersächsische Landesnahverkehrsgesellschaft

Niedersächsisches Impfforum

Programmbeirat Hit Radio Antenne

Stiftung Familie in Not

Arbeitskreise und Arbeitsgruppen des

Landesfrauenrates

Arbeitskreis Frauen und Medien

Arbeitskreis Frau und Wirtschaft

Arbeitsgruppe Gewalt gegen Frauen

Arbeitsgruppe Gesundheit

Antragskommission

Fundraisingteam

Wahlausschuss

Fachbeirat frauenORTE Niedersachsen

Kuratorium frauenORTE Niedersachsen

Interfraktionelle Gespräche mit den frauen- und

gleichstellungspolitischen SprecherInnen der

Fraktionen des Niedersächsischen Landtages

gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft

Kommunaler Frauenbüros Niedersachsen (lag)

15

B E R I C H T


G r e m i e n

Gremien

Seit Gründung des Landesfrauenrates engagieren

sich die Vertreterinnen des Verbandes in

öffentlichen Gremien und setzen sich aktiv für

Fraueninteressen ein. Der Landesfrauenrat arbeitet

in einer Vielzahl unterschiedlicher Gremien

mit.

Integrationsbeirat Niedersachsen

Am 22. November 2011 fand die konstituierende

Sitzung des vom Niedersächsischen Sozialministerium

einberufenen Integrationsbeirats

statt. Er trat an die Stelle der Integrationsbeauftragten,

deren Ausscheiden aus der

Landesregierung der Landesfrauenrat sehr

bedauerte, fehlte damit doch eine direkte

Ansprechpartnerin im Sozialministerium. Die

Mitglieder des Integrationsbeirats wurden persönlich

bis Ende der laufenden Legislaturperiode

berufen – für den Landesfrauenrat waren das

die Vorstandsmitglieder Dr. Christa Karras und

als Vertreterin Monika Feil. Für den Deutschen

Gewerkschaftsbund war in der Regel aus

unserem Vorstand Naciye Celebi-Bektas in der

Runde dabei. Die Aufgabe des Beirats sollte

sein, „zu beraten, Impulse zu geben und die

Integrationspolitik in Niedersachsen mit zu

gestalten“.

Die Arbeit fand in vier Arbeitsgruppen statt:

1. Bildung und Elternarbeit, 2. Ausbildung und

Arbeit (Frau Celebi-Bektas), 3. Teilhabe und

bürgerschaftliches Engagement (Dr. Karras)

sowie 4. Gesundheit, Altern und Familie (Frau

Feil). Als Querschnittsthemen waren zu beachten:

Antirassismus und Antidiskriminierung,

Interkulturelle Kompetenz, Flüchtlinge und

Genderaspekte. Die Arbeitsgruppen haben unabhängig

voneinander getagt. Der gesamte Beirat

tagte 2012 drei Mal.

Ausbildung und Arbeit

Die Arbeitsgruppe „Ausbildung und Arbeit“

hat insgesamt fünfmal getagt. Themen waren

der Fachkräftemangel im Pflegebereich, im

Ingenieurswesen und im Bereich der FacharbeiterInnen.

Eine Empfehlung war: beim Fachkräftemangel

einerseits auf die Aktivierung

bestehender Potenziale setzen, andererseits auf

die Weiterbildung im Bildungssystem und letztendlich

über Zuwanderung. Dabei sollen wichtige

AkteurInnen eingebunden werden wie die

Bundesagentur für Arbeit, die Politik, die Betriebe

und Verbände, aber auch die ArbeitnehmerInnenv

ertretungen.

Teilhabe und bürgerschaftliches Engagement

Die Arbeitsgruppe „Teilhabe und bürgerschaftliches

Engagement“ des Integrationsbeirates

schlug nach viermaligem Treffen vor, ein Schulungskonzept

als Pilotprojekt aufzulegen. Mit

diesem Schulungsprogramm sollen die Leitungsund

Führungspersönlichkeiten der MigrantInnenselbstorganisationen

(MSO) künftig besser

befähigt werden, am gesellschaftlichen und

politischen Leben gestaltend mitwirken und ihre

Organisationen professionalisieren zu können.

Denn es werden zunehmend hohe Anforderungen

an die MSO gestellt. Weil sie ihre Aufgaben in der

Regel ehrenamtlich und auf dünner finanzieller

Basis ausführen müssen, können sie die an sie

gestellten Anforderungen oft nicht ausreichend

erfüllen. Das Schulungsprogramm soll sie dazu

befähigen.

Gesundheit, Altern und Familie

Die Arbeitsgruppe 4 „Gesundheit, Altern und

Familie“ befasste sich in sechs Sitzungen mit

dem Thema Pflegebedürftigkeit und ambulante

und stationäre Versorgung von Migrantinnen und

Migranten. Es wurden dabei verschiedene

bestehende Projekte vorgestellt, wie z.B. „We

care 4 you“. Aus den Informationen wurden Ideen

und Lösungsansätze entwickelt.

Eine weitere geplante Gesamt-Beiratssitzung für

den Februar 2013 wurde aufgrund der neuen politischen

Verhältnisse in Niedersachsen kurzfristig

abgesagt.

Naciye Celebi-Bektas, Monika Feil, Dr. Christa Karras

B E R I C H T 16


J a h r e s e m p f a n g / D a n k e s c h ö n

Jahresempfang/Dankeschön

Festrednerin Anja Reschke beim Jahresempfang.

Wenn ein Ereignis zum 10. Mal stattfindet, kann

schon von einer jungen Tradition gesprochen

werden. Der Jahresempfang am 27. September

war der 10. seiner Art und mit seiner „kleinen

Schwester“, der Dankeschön-Veranstaltung für

die Fördermitglieder des Landesfrauenrates

zu einem anregenden, bunten Nachmittag an

einem sonnigen Donnerstagnachmittag im NDR

Landesfunkhaus Niedersachsen am Maschsee in

Hannover zusammen gebunden worden.

Der letzte Donnerstag im September ist für viele

Vertreterinnen der Mitgliedsverbände für den

Landesfrauenrat fest reserviert. Aber auch gleichstellungspolitisch

engagierte und an der Arbeit

des Landesfrauenrates interessierte Gäste fanden

sich in großer Zahl im schönen – architektonisch

bemerkenswerten – Kleinen Sendesaal des NDR ein.

Das Thema lag mit dem Fokus „Frauen in den

Medien“ auf der Hand und konnte Dank der großartigen

Unterstützung des NDR problemlos „aus

dem Hut gezaubert“ werden.

Im Gespräch mit Sabine Goes, der Redaktionsleiterin

Landespolitik/Wirtschaft/Kultur NDR 1

Niedersachsen konnte Mechthild Schramme-

Haack einen spannenden Talk präsentieren.

„Frauenpower am Mikrophon?“: Daten, Fakten,

Entwicklungen, aber auch Persönlich-Biografisches

blätterte Sabine Goes auf – auch mit

einem Blick hinter die Kulissen des Rundfunkbetriebes.

Auch der Juliane Bartel Medienpreis konnte am

Schauplatz seiner jährlichen Verleihung sichtbar

werden. Pari Niemann präsentierte als langjährige

Organisatorin Geschichte und Highlights dieses

bundesweit beachteten FrauenMedienpreises

unter dem Motto: „Lob lohnt sich!“.

An die Dankeschön-Veranstaltung für die Fördermitglieder

schloss ab 17 Uhr der Jahresempfang

an, zu dem mehr als 180 Anmeldungen eingegangen

waren. Mit dem musikalischen Auftakt

der bulgarischen Pianistin Gergana von Hal

– Latin-Jazz – versprach er besondere Spannung

und Klasse. In der Begrüßung konnte Mechthild

Schramme-Haack dem Hausherrn und stellv.

Intendanten des NDR, Dr. Arno Beyer, neben

dem Dank für die freundliche Aufnahme auch

aktuelle frauenpolitische Besorgnis überbringen.

Anlässlich der Absenkungen der hausinternen

Frauenförder-Richtlinie auf eine 30%

Zielquote haben nicht nur die Journalistinnen im

FrauenNetzwerk „Pro Quote“ Protest formuliert,

sondern auch der Landesfrauenrat.

In seinem Grußwort verwies Dr. Beyer auf die

Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung

beim NDR und die gute Zusammenarbeit mit der

früheren Vorsitzenden des Landesfrauenrates,

Ursula Thümler. Ihre gerade erfolgte Wahl

zur stellvertretenden Vorsitzenden des NDR

Rundfunkrates wurde mit viel Beifall bedacht.

Unter dem Motto NIEDERSÄCHSISCHE PROFILE

bietet der Jahresempfang immer wieder herausragende

Rednerinnen. Auch die Festrednerin des

10. Jahresempfanges, Anja Reschke, Journalistin

und Moderatorin des Politmagazins Panorama

konnte ihr Publikum fesseln und begeistern.

„Die Verantwortung der Medien – eine persönliche

Sicht auf das Fernsehen“: Diesem Thema

gab Anja Reschke mit vielen persönlichen

Erfahrungen aus ihrer journalistischen Karriere

und der Praxis in der Redaktion von Panorama

Spannung, Differenzierung und Tiefe. Sie konnte

den Zuhörenden auch die Mitwirkungschancen

durch kritischen Medienkonsum und dem Mut

zu Rückmeldungen mit interessanten Beispielen

deutlich machen. Zu mehr Präsenz von Frauen in

den Medien – nicht nur vor der Kamera – sondern

auch in den Führungspositionen gibt es großen

Handlungsbedarf. Hier wünschen sich Frauen in

den Medien neuen Schub und – eine Quote!

Viel Gesprächsstoff für den anschließenden

Empfang.

Foto: Heidemarie Eggers

Mechthild Schramme-Haack

17

B E R I C H T


F ö r d e r m i t g l i e d e r

Fördermitglieder

Jasmin Arbabian-Vogel · Flora Auf dem Berge

· Dr. Ursula Aumüller-Roske · Margrit Becker ·

Annegret Becker-Baumann · Anne Behrends ·

Daniela Behrens · Ulrike Block-von Schwartz

· Dorothea Braunert · Edelgard Bulmahn ·

Heidrun Burfeind · Margret Cornelius · Barbara

David · Sabine Dolezalek · Heidemarie Eggers

· Dr. Karin Ehrich · Hillgriet Eilers · Dr. Ulrika

Evers · Margarete Fabricius-Brand · Erika

Faghihi · Ina Farwick · Eva Fehmer · Almuth

Fischer · Heike Fischer · Dr. Maria Flachsbarth

· Brigitta Franke · Ellen Fricke · Gudrun Frixe-

Laudel · Silke Gardlo · Heidrun Gerdes ·

Dorothea Götsch-Ulmer · Martina Graupner-

Kreutzmann · Ulla Groskurt · Ingeborg

Gruschka · Elisabeth Heister-Neumann ·

Elisabeth Hellriegel · Parvin Hemmecke-Otte ·

Dorothee Henstorf · Margret Homann · Gabriele

Hupka · Theresia Itmann · Bärbel Jacob ·

Cornelia Koch · Gil Koebberling · Cornelia

Könneker · Gertraude Kruse · Tanja Kühne ·

Waltraut Kuttig · Karin Lammers-Nehrkorn

· Antje Langer · Frauke Leupold · Gabriele

Lösekrug-Möller · Ilse Lühmann · Kirsten

Lühmann · Rosemarie Lüters · Heike Mänz

· Sabine Marx · Birgit Marz-Quade · Gesine

Meißner · Sigrid Menning · Magrit Meyer ·

Petra Mundt · Ita Niehaus · Astrid Obermüller

· Gabriele Oeben-Schröder · Martha Ortmann

· Marion Overmöhle-Mühlbach · Aygül Özkan

· Sabine Pankow · Helga Papendick-Apel ·

Antje Peters · Silke Peters · Ursula Pöhler ·

Filiz Polat · Gisela Reinecke · Christa Röder ·

Rita Rühmes · Dr. Anke Sawahn · Dr. Barbara

Schlüter · Mechthild Schramme-Haack ·

Dr. Brigitte Seegerer · Maike Staudtmeister

· Roswitha Stumpf · Barbara Thiel · Ursula

Thümler · Wiebke Thusek · Silke Tödter

· Karin Truelsen · Elke Twesten · Dagmar

Velasco Jordana · Ilsemarie Voigt · Dr. Brigitte

Vollmer-Schubert · Renate von Alm · Almut von

Woedtke · Ute von Wrangell · Ulrike Weddig ·

Dörthe Weddige-Degenhard · Ingeborg Weisig

· Margrit Welzel · Antonia Wigbers · Dr. Adolf

Windorfer · Marianne Wirch · Edelgard Wollny

· Vera Wucherpfennig · Dr. Gisela Wurm · Uta

Ziegan · Gabriele Zingsheim · Äbtissin Kloster

Marienwerder · Ascop Bürosysteme eGmbH ·

Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Celle ·

Stattreisen Hannover e.V.

Stand: März 2013

Barbara David

„Gerade in Zeiten, in

denen Frauenpolitik von

Vielen als überflüssig und

als nicht mehr notwendig

erachtet wird, weil doch

scheinbar schon so viel

erreicht und umgesetzt

ist – gerade in Zeiten, in denen der Einsatz

für die Rechte von Frauen nicht en vogue

oder der politischen Karriere förderlich

ist, gerade in diesen Zeiten ist ein starker

Frauenverband wie der Landesfrauenrat, in

dem konsequent für Gleichberechtigung und

Geschlechtergerechtigkeit gestritten wird,

unbedingt notwendig. Außerdem gefällt es mir,

mich mit so vielen unterschiedlichen Frauen

auszutauschen und Netzwerke zu bilden.“

Rosemarie Meding

Im April 2012 übernahm

ich das Amt der Äbtissin

des Klosters Marienwerder

(Hannover). Aus jahrzehntelanger

Arbeit in Kirche

und Gesellschaft weiß ich

um die Wichtigkeit von

Netzwerken. Netzwerke

verleihen Fraueninteressen

mehr Gewicht und sind

eine große Bereicherung. Gerne bin ich Fördermitglied

geworden, weil ich die wichtige Arbeit

des Landesfrauenrates unterstützen möchte.

Als Verantwortliche für ein Frauenkloster, was

seit über 800 Jahren am Rand der Stadt Hannover

steht, bin ich sehr interessiert an Möglichkeiten,

neue Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen

und Informationen auszutauschen, Anstöße und

Impulse zu bekommen und zu geben.

B E R I C H T 18


M i t g l i e d s v e r b ä n d e

Mitgliedsverbände

GEMEINSAM TÜREN ÖFFNEN – FIM e.V.

FIM – Vereinigung für

Frauen im Management

e.V. – ist ein Netzwerk

von und für Frauen in

Führungsverantwortung als auch für selbstständig

tätige Frauen. Gegründet wurde der Verband

1987 von Frau Dr. Helga Stödter, Juristin und

Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Sie war

bis zu ihrem Tode im Mai 2011 Vorsitzende der

Helga-Stödter-Stiftung zur Förderung von Frauen

für Führungspositionen und Ehrenvorsitzende von

FIM – Vereinigung von Frauen im Management e.V.

Die Idee eines nationalen Netzwerks für

Managerinnen entwickelte sie zusammen mit

anderen Mitgliedern des EWMD (European

Women’s Management Development Network) im

Rahmen eines internationalen EWMD-Kongresses,

der 1986 in Hamburg stattfand. Zusätzlich zur

europäischen Arbeit entstand der Wunsch, die

Interessen von Frauen in Führungspositionen auch

direkt in Deutschland besser vertreten zu können.

Aus diesem Gedanken wurde 1987 die Vereinigung

der Frauen im Management (FIM) ins Leben gerufen.

Seit 25 Jahren versteht sich FIM als Netzwerk,

als Partner und auch als nationales Sprachrohr für

Frauen im Management. FIM möchte den fach- und

branchenübergreifenden Erfahrungsaustausch

zwischen Frauen in Managementfunktionen

stärken und so den Netzwerkgedanken fördern.

Die Mitglieder setzen sich aus Angehörigen

aller Berufsbereiche zusammen. FIM ist mit

Regionalgruppen im ganzen Bundesgebiet vertreten.

Die Regionalgruppe FIM Hannover lädt monatlich

zu Netzwerkabenden mit gesellschaftsrelevanten

Vorträgen ein. Zu aktuellen Themen

sprechen ReferentInnen aus Wirtschaft, Politik,

Unternehmensführung, Bildung und Kultur.

Diese Netzwerkabende bilden die Basisarbeit

der Regionalgruppe, in denen ausreichend Zeit

und Raum sowohl für den inhaltlichen Austausch

als auch zum Kontaktaufbau geboten wird. Die

Treffen finden jeweils an unterschiedlichen Orten

statt, meist in Verbindung mit einem Besuch

einer Institution, einer Firma oder einer aktuellen

Ausstellung und starten um 18.30 Uhr mit einem

gemeinsamen Essen, das zum Kennenlernen und

Netzwerken genutzt wird. Im Anschluss daran

beginnen die Referate. Diese Vorträge werden

interaktiv gehalten, um jeder Teilnehmerin genügend

Raum zur Diskussion zu geben. Die Vortragsabende

werden durch exklusive Mitgliedertreffen

ergänzt, die den beruflichen und persönlichen

Erfahrungsaustausch fördern.

FIM Hannover ist als feste Größe für Frauen

im Management in der Region verankert und

baut seine Präsenz kontinuierlich aus. Durch

Aktivitäten, zu denen die Kontaktpflege zu

anderen Netzwerken gehören, wie z.B. das

VW-Frauennetzwerk, der Landesfrauenrat oder

auch der Auftritt bei der Messe WoMenPower in

Hannover wird die gegenseitige Förderung von

Frauen durch Frauen gestärkt.

Im 25. Jubiläumsjahr lud FIM e.V. im Oktober zum

zentralen FIM Business Day 2012 nach Hamburg

ein. Bärbel Jacob, Vorstandsvorsitzende der

FIM: „Unser Netzwerk befindet sich auf einem

sehr dynamischen Wachstumskurs. Das große

Interesse an unseren regionalen Veranstaltungen

ist ein deutliches Indiz für die wachsende

Bedeutung von ,Frauen in Führung und Mixed

Leadership’ in allen relevanten gesellschaftlichen

Gruppen.“

Vom FIM Business Day gehen wichtige Impulse

aus, die den wachsenden Stellenwert in der

Diskussion um die Notwendigkeit der stärkeren

Präsenz von Frauen in Führungs- und

Aufsichtsratpositionen widerspiegeln. Der FIM

Business Day 2012 stand unter dem Motto

„Diversity – Wandel in der Führung“ um höhere

Aufmerksamkeit für die Bedeutung von Frauen

im Management und in den Führungsetagen

zu bewirken. „Neben der Stärkung der FIM-

Regionalgruppen hat der Vorstand auf die

Agenda gesetzt, den FIM Business Day zu einem

Veranstaltungsformat zu entwickeln, der in der

Jahresplanung von Frauen im Management zu

einem Pflichttermin wird“, so die Vorsitzende

Bärbel Jacob.

Weitere Informationen:

FIM Vereinigung Frauen

im Management e.V.

Bärbel Jacob, Vorstandsvorsitzende

info@fim.de, www.fim.de

19

B E R I C H T


F i n a n z ü b e r b l i c k

Finanzüberblick

Grundlage der Finanzierung

Der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. finanziert

sich aus den

• Eigenmitteln: Mitgliedsbeiträge, Förderbeiträge,

Spenden und sonstige Eigenmittel (wie

Erlöse aus der Zeitschrift FrauenIMPULSE und

Kostenbeiträge für Delegiertenversammlungen)

• Landeszuwendung: (jährlich neu zu beantragende

Institutionelle Förderung)

• Projektmitteln: zusätzlich zu den Eigenmitteln

und der Landeszuwendung bemüht sich der

Landesfrauenrat um Projektförderungen; 2012

zur Durchführung des Programmbeitrages beim

Tag der Niedersachsen in Duderstadt und zur

Durchführung von Maßnahmen zur Förderung

des Bürgerschaftlichen Engagements

• und wird bei der Umsetzung seiner Aufgaben

durch ein starkes ehrenamtliches Engagement

unterstützt, aus dem heraus auch 2012 wieder

zahlreiche Kooperationsveranstaltungen entstanden

sind.

Um alle Aufgaben erfolgreich zu bewältigen und

die gesteckten Ziele zu verwirklichen, bedarf

es vielfältiger Unterstützung. Der Dank des

Landesfrauenrates Niedersachsen e.V. geht daher

besonders an

• das Land Niedersachsen – federführend durch

das Niedersächsische Ministerium für Soziales,

Frauen, Familie, Gesundheit und Integration –

für die Institutionelle Förderung,

• die 112 Fördermitglieder (Stand März 2013)

für ihren finanziellen Beitrag, der insbesondere

im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit

(Jahresbericht, Internetseite, Initiative frauen­

ORTE Niedersachsen) ein professionelles und

erfolgreiches Arbeiten möglich macht,

• die Kooperationspartnerinnen und -partner für

die Zusammenarbeit bei zahlreichen Tagungen

und Veranstaltungen,

• die Sponsorinnen und Sponsoren, Spenderinnen

und Spender, Unterstützerinnen und

Unterstützer für ihre finanzielle und/oder

ideelle Unterstützung sowie

• die Fraktionen des Niedersächsischen

Landtages und insbesondere die Frauen- und

Gleichstellungspolitischen SprecherInnen für

ihre Fürsprache und Unterstützung bei der

Bewilligung der Landeszuwendung.

ENTWICKLUNG DER EINNAHMEN 2010 – 2013 (Beträge in Euro)

A. Eigenmittel ist 2010 Ist 2011 Ist 2012 Soll 2013

Mitgliedsbeiträge 5.087,00 5.335,83 5.980,00 6.000,00

Förderbeiträge 9.755,00 11.605,00 13.725,00 14.500,00

Spenden 3.865,00 3.618,45 4.777,90 4.500,00

Impulse/Tagungsbeiträge 3.802,00 4.107,00 3.406,50 6.100,00

Zwischensumme 22.509,00 24.666,28 27.889,40 31.100,00

B. Landeszuwendungen 80.000,00 80.000,00 80.000,00 80.000,00

Einnahmen insgesamt 102.509,00 104.666,28 107.889,40 111.100,00

Die Tabelle zeigt, dass der Anteil der Eigenmittel an den Gesamteinnahmen in den letzten Jahren

kontinuierlich gesteigert werden konnte bei einer unveränderten Landeszuwendung.

Heidemarie Eggers

B E R I C H T 20


Ko o p e r a t i o n e n

Kooperationen

Aktionsbündnis „Equal Pay Day”

Büro für Geschichte + Biografie

Dr. Karin Ehrich

cocolore grafikdesign · Voigtei · Wien

Deutscher Gewerkschaftsbund,

Landesfrauenausschuss Niedersachsen

Europäisches Informationszentrum

Niedersachsen

Exxtra Seiten Frauenbranchenbuch Bremen

FrauenBranchenBuch Hannover & Umgebung

FrauenBranchenBuch Osnabrück

Frauenpolitische / Gleichstellungspolitische

SprecherInnen der Landtagsfraktionen

Friedrich Ebert Stiftung, Landesbüro

Niedersachsen

Gleichstellungsbeauftragte der

Gemeinde Krummhörn

Gleichstellungsbeauftragte der

Stadt Nienburg (Weser)

Gleichstellungsbeauftragte des

Landkreises Peine

Klosterkammer Hannover

Lag kommunaler Frauenbüros Niedersachsen

Landespräventionsrat Niedersachsen

Niedersächsische Landesmedienanstalt

Niedersächsisches Ministerium für Soziales,

Frauen, Familie, Gesundheit und Integration

Niedersächsischer Städte- und Gemeindebund

Norddeutscher Rundfunk

NDR Kultur

Referat für Frauen- und Gleichstellung der

Landeshauptstadt Hannover

Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich Böll

Stiftung Niedersachsen

Team Gleichstellung der Region Hannover

Tourismus Marketing Niedersachsen

Unternehmerverbände Niedersachsen

Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen

Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung,

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

WOLLNY Seminar

Zentrum für Frauen-Geschichte Oldenburg

Konferenz der Landesfrauenräte

21

B E R I C H T


A u s b l i c k

Ausblick

Erinnern Sie sich noch

an den spannenden

Wahlabend bei der

Niedersächsischen

Landtagswahl am

20. Januar 2013? Wer

macht das Rennen? Bleibt

es bei der CDU/FDP

Regierung oder gibt es

einen Wechsel zu Rot-

Grün? Kurz vor Mitternacht

stand es fest – es gibt einen Wechsel.

Am 19. Februar wurden dann Ministerpräsident

Weil sowie das neue Kabinett vereidigt. Der

Landesfrauenrat wird es in Zukunft mit neuen

Ministerinnen und Ministern zu tun haben. Neben

dem Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD),

der die Richtlinienkompetenz ausübt, sind für

die Frauenpolitik zuständig: Sozialministerin

Cornelia Rundt (SPD), für den Hochschul- und

Kulturbereich Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne),

für die Integration neben dem Sozialministerium

auch die Integrationsbeauftragte Doris Schröder-

Köpf (SPD), für die Justiz Antje Niewisch-

Lennartz (Grüne), für den Kultusbereich Frauke

Heiligenstadt (SPD) und Boris Pistorius (SPD) für

die Innenpolitik.

Der Koalitionsvertrag bildet vieles ab, was wir

als Landesfrauenrat in unseren Wahlprüfsteinen

„Frauen entscheiden die Wahl!“ gefordert hatten.

Hoffnung haben wir auf eine humanere Flüchtlingspolitik,

mehr Geschlechtergerechtigkeit an

den Hochschulen, auf ein Landesprogramm für

geschlechtersensible Gesundheitsversorgung und

-forschung, auf Gender Budgeting Pilotprojekte

in den Ministerien, auf mehr Frauen in Führungspositionen

– auch am Staatsgerichtshof, die

Finanzierung von Frauen- und Mädchenhäusern

sowie Gewaltberatungsstellen soll auf Gesetzesebene

sichergestellt werden und vieles mehr.

Aber wir müssen auch feststellen, dass uns

wichtige Aussagen im Koalitionsvertrag fehlen:

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

werden auch weiterhin in der Regel ehrenamtlich

arbeiten und es wird keine Abteilung für

Frauenpolitik im Sozialministerium geben. Wir

erwarten jedoch, dass die Referatsgruppe mit

zusätzlichen Aufgaben betraut wird und in ihrer

Eigenständigkeit erhalten bleibt.

Bundesratsinitiativen sind geplant zur Abschaffung

von Fehlanreizen im Steuer- und Sozialrecht

wie das Ehegattensplitting und Minijobs, für

eine 40%ige Frauenquote bei Aufsichtsräten

großer Kapitalgesellschaften, für kostenfreie

Verhütungsmittel für Frauen mit nicht ausreichendem

Einkommen und ein Bundesgleichstellungsgesetz

für die Privatwirtschaft.

Mit den Frauenverbänden und allen Interessierten

soll ein „Masterplan Gender Mainstreaming“

erarbeitet werden, bei dem die Landesregierung

„folgende Positionen in die Diskussion einbringen“

wird:

• Ausweitung des Geltungsbereichs des NGG auf

selbstständige Betriebe der öffentlichen Hand

und der kommunalen Eigenbetriebe.

• Unterrepräsentanz von Frauen auf Leitungsebene

und eine gendergerechte Besetzung, um

struktureller Diskriminierung entgegenzuwirken.

• Wege zum Ziel der paritätischen Besetzung

auch von Vorständen und Geschäftsführungen

bei der Privatwirtschaft.

• Stellung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten

mit Blick auf deren Beschäftigungsumfang,

die Anzahl der notwendigen

hauptberuflichen Gleichstellungsbeauftragten

sowie deren Aufgabenbereich und

Sanktionsmöglichkeiten.

Wir sind etwas enttäuscht darüber, dass jetzt

wieder diskutiert werden soll: Das haben wir doch

lange genug gemacht! Wir erwarten Taten und hoffen,

dass die neue Landesregierung schnell an die

Umsetzung ihrer Koalitionsvereinbarung geht. Wir

werden sie dabei gerne unterstützen.

Den frauenpolitischen Auszug aus den Koalitionsvereinbarungen

finden Sie auf der Internetseite des

Landesfrauenrates: www.landesfrauenrat-nds.de.

Dr. Christa Karras

B E R I C H T 22


A u s b l i c k

Ausblick

Dass wir Frauen in den

Frauenverbänden einen langen

Atem brauchen, haben

wir nun schon seit vielen

Jahren lernen müssen. Gut

finde ich, dass es eine

anwachsende Tradition und

Kultur von (Ge-)Denk-Tagen

gibt, an denen wir uns über

die noch nicht erreichten

Ziele verständigen.

Da gibt es nun schon seit über hundert Jahren den

Internationalen Frauentag am 8. März, an dem

sich inzwischen nicht nur die gewerkschaftlich

und politisch engagierten Frauenorganisationen

mit öffentlichen, wahrnehmbaren Aktionen zu

Wort melden, sondern ebenfalls viele andere und

bunt gemischte Frauenbündnisse, die sich vor Ort

gemeinsam mit dem kommunalen Frauenbüros

zusammen schließen.

Eine ganz ähnliche Entwicklung nimmt seit einigen

Jahren der EQUAL PAY DAY, initiiert durch

den bpw, der die interessante Konzeption dieses

Aktionstages aus den USA importierte. Rasch

fanden sich in den Anfängen Mitstreiterinnen

auf Bundesebene. So der Deutsche Frauenrat,

der vdu, die Bundesarbeitsgemeinschaft der

Kommunalen Frauenbüros; die Anschubfinanzierung

der Koordination übernahm das BMFSFJ.

Eine überwältigend große Medienresonanz sorgte

in den Folgejahren dafür, dass der EQUAL PAY

DAY auch in den Bundesländern und in fast allen

Kommunen durch die lokalen Bündnisse von

Frauenorganisationen aufgegriffen wurde.

Inzwischen ist auch er eine „Tradition“ und erinnert

uns daran, wie lange Frauen im statistischen

Mittel arbeiten gehen müssen, um den Verdienst

zu erreichen, den Männer bereits am 31.12. des

Vorjahres – im statistischen Mittel – einstreichen

konnten. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Damit

haben wir auch in den kommenden Jahren mit

großer Sicherheit eine gleich lautende Forderung,

die wir als Landesfrauenrat bei allen geeigneten

Gelegenheiten einbringen. Damit die Forderung

eine starke Forderung bleibt, unterstützen auch

die Mitgliedsverbände des Landesfrauenrates die

Aktionen vor Ort und Mitglieder des Vorstandes

des Landesfrauenrates sind am 21. März bei

der zentralen Aktion in der Landeshauptstadt

Hannover dabei.

Ständig steigende Teilnahmezahlen vermeldet

auch die HannoverMesse für den Fachkongress

WoMenPower am letzten Tag der großen weltweit

renommierten Industriemesse in Hannover.

Aus den Anfängen eines kleineren Angebotes

für die Minderheit der Messebesuchenden,

d.h. Frauen in führenden Positionen in der Wirtchaft

in den Anfängen der 90er Jahre, hat sich

ein gefragter Treffpunkt für den weiblichen

Führungskräftenachwuchs entwickelt, der

im großen ConventionCenter auf dem Messegelände

kaum zu bewältigen ist. Alle großen

Wirtschaftszeitungen berichten über Themen der

Vorträge und Workshopangebote.

Gemeinsam mit dem Deutschen Frauenrat ist auch

der Landesfrauenrat mit einem Informationsstand

am 12. April wieder dabei. Immer mehr Nachfrage

und Interesse an der Arbeit der Frauennetzwerke

können beantwortet werden. Es spricht sich

gerade bei den Berufseinsteigerinnen herum:

die Mitgliedschaft in einem Berufsverband, in

einem modernen FrauenNetzwerk kann über viele

Klippen hinweg helfen und die eigene Karriere

stärken.

Haben Sie eventuell am Wochenende vom

30. August bis zum 1. September noch keinen

Eintrag im Terminkalender? Dann besuchen Sie

doch den Tag der Niedersachsen, der in diesem

Jahr in Goslar, in Vienenburg und im Kloster

Wöltingerode im Harz stattfindet. Gemeinsam

mit der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen

Frauenbüros und engagierten Frauen

aus Initiativen und Verbänden vor Ort bereitet

der Landesfrauenrat ein interessantes

Informationsangebot vor und lädt ein zum „Tag

der Niedersächsinnen“.

Gespannt sind wir auf den Besuch der Mitglieder

der neuen Landesregierung. Für die neue

Frauenministerin soll es die Gelegenheit geben,

mit den Mitgliedern des Landesfrauenrates

und vielen engagierten Frauen ins Gespräch zu

kommen. Wir hoffen auf ihre Zusage und regen

Besuch. Sind Sie dabei?!

Mechthild Schramme-Haack

23

B E R I C H T


Ve r a n s t a l t u n g e n 2 0 1 3

Veranstaltungen 2013

Equal Pay Day in Hannover

Donnerstag, 21. März 2013, 13.00 bis 15.00 Uhr,

Infostand am Platz der Weltausstellung

Fachkongress WoMenPower 2013 im Rahmen

der Hannover Messe

Freitag, 12. April 2013, 9.30 bis 18.00 Uhr,

Infostand LFRN, Hannover

1. Delegiertenversammlung mit Fachtagung

„GreenEconomy – GenderGerecht“

Freitag, 12. April 2013, 16.00 Uhr bis Samstag,

13. April 2013, 13.00 Uhr,

Katholische Landvolk Hochschule,

49124 Georgsmarienhütte, in Kooperation mit

der Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-

Stiftung in Niedersachsen

Dankeschön-Veranstaltung für Fördermitglieder

und UnterstützerInnen

Mittwoch, 29. Mai 2013 ab 16.30 Uhr im

Neuen Rathaus in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten

der Landeshauptstadt

Hannover

Konferenz der Landesfrauenräte (KLFR)

Freitag, 7. Juni 2013 bis Sonntag, 9. Juni 2013

in München

Fachtagung „Ende der Bescheidenheit, Madame!

Halbe-halbe in allen Parlamenten“

des Europäischen Informationszentrums, der

Region Hannover und des Landesfrauenrates

Montag, 10. Juni 2013, 17.00 Uhr,

Haus der Region in Hannover

Tag der Niedersachsen in Goslar und Vienenburg/

Kloster Wöltingerode

Freitag, 30. August, 16.00 Uhr bis Sonntag,

1. September 2013, 18.00 Uhr, Infostand

Jahresempfang des Landesfrauenrates

Dienstag, 1. Oktober 2013, 17.00 Uhr

in Hannover

2. Delegiertenversammlung mit Fachtagung

„FrauenGesundheit“

Samstag, 2. November 2013, 10.00 bis 17.00

Uhr, Kreishaus Landkreis Verden, 27283 Verden

(Aller) in Kooperation mit dem Kreisfrauenrat

Verden

I m p r e s s u m

Impressum

Herausgeber: Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. (LFRN)

Geschäftsstelle: Elkartallee 25 · 30173 Hannover

Telefon: 0511 321031 · Telefax: 0511 321021

mail@landesfrauenrat-nds.de · www.landesfrauenrat-nds.de

Bankverbindung:

Konto-Nr. 101 038 123 · BLZ 250 500 00 · NORD-LB Hannover

Redaktion: Antje Peters, Geschäftsführerin LFRN (verantwortlich für den Inhalt)

Layout: cocolore grafikdesign · Titel & Satz: Elke Kempf-Baumann

Titel: Aufführung der theaterpädagogischen werkstatt Osnabrück (www.theaterpaed-werkstatt.de)

„… hier biste mein Prinz, ich bin bereit!“ bei der Fachtagung „Frauen und Gewalt“ am 10.11.2012 in

Hannover. Foto: Erika Ehlerding

Auflage: 1000

Die Arbeit des Landesfrauenrates wird unterstützt vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales,

Frauen, Familie, Gesundheit und Integration.

B E R I C H T 24


HEBAMMENVERBAND NIEDERSACHSEN E.V.

JÜDISCHER FRAUENVEREIN IM LANDESVERBAND DER JÜDISCHEN GEMEINDE VON NIEDERSACHSEN

KATHOLISCHE FRAUENGEMEINSCHAFT DEUTSCHLANDS, LANDESARBEITSGEMEINSCHAFT NDS.

KATHOLISCHER DEUTSCHER FRAUENBUND

LAG FRAUEN BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, LANDESVERBAND NIEDERSACHSEN

LANDESARBEITSGEMEINSCHAFT AUTONOMER FRAUENHÄUSER NIEDERSACHSEN

LANDESSPORTBUND NIEDERSACHSEN E.V.

LANDESVERBAND HAUSWIRTSCHAFTLICHER BERUFE MDH NIEDERSACHSEN E.V.

LANDESVERBAND UNTERNEHMERFRAUEN IM HANDWERK NIEDERSACHSEN E.V.

LANDFRAUENVERBAND WESER-EMS E.V.

LIBERALE FRAUEN NIEDERSACHSEN

MÜTTERZENTREN NIEDERSACHSEN

NBB NIEDERSÄCHSISCHER BEAMTENBUND UND TARIFUNION

NIEDERSÄCHSISCHER LANDFRAUENVERBAND HANNOVER E.V.

PHÖNIX E.V. / KOBRA

PRO FAMILIA – LANDESVERBAND NIEDERSACHSEN E.V.

REIFENSTEINER VERBAND

SOROPTIMIST INTERNATIONAL, CLUBS IN NIEDERSACHSEN

SOZIALVERBAND DEUTSCHLAND E.V., LANDESVERBAND NIEDERSACHSEN

VERBAND ALLEINERZIEHENDER MÜTTER UND VÄTER, LANDESVERBAND NIEDERSACHSEN E.V.

VERBAND DER SEEMANNSFRAUEN E.V.

VERBAND DEUTSCHER UNTERNEHMERINNEN, LANDESVERBAND NIEDERSACHSEN

VERBAND MEDIZINISCHER FACHBERUFE E.V., LANDESVERBAND NIEDERSACHSEN

VERBUND DER NIEDERSÄCHSISCHEN FRAUEN- UND MÄDCHENBERATUNGSSTELLEN GEGEN GEWALT

VEREIN KATHOLISCHER DEUTSCHER LEHRERINNEN E.V.

VEREIN NIEDERSÄCHSISCHER BILDUNGSINITIATIVEN E.V.

VEREIN ZUR FÖRDERUNG DER FRAUENPOLITIK IN NIEDERSACHSEN E.V.

VOLKSBUND DEUTSCHE KRIEGSGRÄBERFÜRSORGE E.V., LANDESVERBAND NIEDERSACHSEN

WEIBSBILDUNG E.V.

WOMEN´S INTERNATIONAL ZIONIST ORGANISATION, GRUPPE „HELLEN“ HANNOVER

ZONTA INTERNATIONAL, NIEDERSÄCHSISCHE CLUBS


2012

Landesfrauenrat

Niedersachsen e.V.

Zusammenschluss Niedersächsischer Frauenverbände

und Frauengruppen gemischter Verbände

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