Landtagswahl 2013 Das Kreuz mit dem Stimmzettel Kontakt

lingen.de

Landtagswahl 2013 Das Kreuz mit dem Stimmzettel Kontakt

Sie haben zwei Stimmen! Schon wieder Wahlen? Na klar. Das muss sein! In Niedersachsen wird das Landesparlament alle fünf Jahre neu gewählt. Das nächste Mal am 20. Januar 2013. Wer wählt eigentlich wen? Warum haben wir zwei Stimmen? Und wie kommt man auf die Zahl der Mandate? Antworten auf diese Fragen finden Sie in diesem Infoflyer. Wenn Sie darüber hinaus noch mehr wissen möchten, klicken Sie auf: www.landtag-niedersachsen.de/ wahlen/ Dort finden Sie weitere Informationen zu den Wahlprinzipien, zur Wahlkreiseinteilung in Niedersachsen sowie eine aktuelle Wahlkreiskarte. Ebenso erfahren Sie, welche oder welcher Landtagsabgeordnete Ihren Wahlkreis vor Ort betreut und wie die Sitzverteilung seit 1947 in Niedersachsen ausgesehen hat. Umfassende Informationen zum Wahlsystem, zu Wahlergebnissen und Wahlterminen sowie alle Rechtsvorschriften zu den Landtagswahlen in Niedersachsen finden Sie auf den Seiten der Niedersächsischen Landeswahlleiterin: www.landeswahlleiterin.de/ Kontakt Der Präsident des Niedersächsischen Landtages Referat für Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Protokoll Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 1 30159 Hannover Telefon 0511 3030 2041 0511 3030 2044 0511 3030 2045 0511 3030 2048 Telefax 0511 3030 2806 E-Mail: poststelle@lt.niedersachsen.de Internet: http://www.landtag-niedersachsen.de Landtagswahl 2013 Das Kreuz mit dem Stimmzettel


Wer wählt wie wen? Unsere Staatsform der repräsentativen Demokratie bedeutet, dass gewählte Abgeordnete den Volkswillen im Parlament repräsentieren. Die Abgeordneten werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt (fünf Wahlprinzipien). An den Wahlen zum Niedersächsischen Landtag kann teilnehmen, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, mindestens 18 Jahre alt ist und seit mindestens drei Monaten in Niedersachsen seinen Wohnsitz hat. Jede volljährige deutsche Bürgerin und jeder volljährige deutsche Bürger hat das Recht zu wählen (aktives Wahlrecht) oder sich wählen zu lassen (passives Wahlrecht). 20. Januar 2013 Das Kreuz mit dem Stimmzettel Alle fünf Jahre werden die mindestens 135 Abgeordneten des Landtages neu gewählt. Niedersachsen ist in 87 Wahlkreise aufgeteilt. Mit dem ersten Kreuz auf dem Stimmzettel entscheiden sich die Wählerinnen und Wähler für eine Kandidatin oder einen Kandidaten in ihrem Wahlkreis. Mit dem zweiten wählen sie die Landesliste einer Partei. Über die Landeslisten werden die übrigen 48 Mandate vergeben. Das Wahlsystem für die Landtagswahl ist eine Mischung aus Mehrheitswahl und Verhältniswahl. Wer einen Wahlkreis gewonnen hat, ergibt sich durch das Auszählen der Erststimmen nach den Regeln der Mehrheitswahl. Die Gewinner erhalten in jedem Fall einen Sitz im Landtag. Die verbleibenden Sitze stehen den Bewerberinnen und Bewerbern auf den Landeslisten zu. Dabei gelten die Regeln der Verhältniswahl. Über die Verteilung der Mandate unter den Parteien entscheidet ausschließlich das Zweitstimmenergebnis. Durch die Kopplung von Mehrheits- und Verhältniswahl ist in der Regel ausgeschlossen, dass eine Partei alle Mandate erhält. Es entsteht eine Sitzverteilung, die dem politischen Meinungsspektrum der wählenden Bevölkerung annähernd entspricht. Diesen Vorteil kann man allerdings auch als Nachteil sehen, denn das System bringt selten absolute Mehrheiten für eine bestimmte Partei hervor. Das erschwert den politischen Entscheidungsprozess, weil die Parteien dann Koalitionen bilden müssen, in denen sie meist zu Kompromissen gezwungen sind. Sie haben zwei Stimmen! Die Zahl der Mandate Die für den Niedersächsischen Landtag geltende gesetzliche Mindestzahl von 135 Abgeordneten kann sich durch so genannte Überhang- und Ausgleichsmandate erhöhen. Diese werden vergeben, wenn eine Partei mehr Direktmandate errungen hat, als ihr Mandate nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen. Die Aufteilung der Sitze auf die ins Parlament eingezogenen Parteien erfolgt nach dem d’Hondtschen Höchstzahlverfahren. Es ermittelt, wie viele Mandate auf jede Partei nach den für sie abgegebenen Zweitstimmen entfallen. Von dieser Zahl werden die errungenen Direktmandate abgezogen. Hat eine Partei mehr Sitze errungen, als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen, so behält sie diese Sitze als Überhangmandate. Damit dennoch die relative Stimmengewichtung unter den im Landtag vertretenen Parteien erhalten bleibt, wird zunächst die Mindestzahl der Sitze um die doppelte Zahl der Überhangmandate erhöht. Dann findet auf der Grundlage dieser Gesamtsitzzahl eine neue Verteilung der Mandate auf alle in den Landtag einziehenden Parteien statt. Nur Parteien, die bei der Wahl die Fünf-Prozent-Grenze überwinden, werden bei der Sitzverteilung berücksichtigt (Fünf-Prozent-Klausel). Diese Sperrklausel verhindert eine Zersplitterung des Parlaments und gewährleistet seine politische Arbeitsfähigkeit. Wahlstudio im Landtag Partei Wahlergebnis 27.01.2008 Sitzverteilung nach der Wahl aktuelle Sitzverteilung CDU 42,5 % 68 Sitze 69 Sitze SPD 30,3 % 48 Sitze 47 Sitze FDP 8,2 % 13 Sitze 13 Sitze Grüne 8,0 % 12 Sitze 12 Sitze Linke 7,1 % 11 Sitze 10 Sitze fraktionslos --- 0 Sitze 1 Sitz Stand: 1. Juli 2012

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine