Geotechnischer Bericht

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LIN-130220-BAC

4.2 Grundwasserverhältnisse

Zum Zeitpunkt der Aufschlussarbeiten wurde das Grundwasser zwischen 1,10 m

(RKS 1) und 2,98 m u. GOK (RKS 2) angetroffen.

Texttabelle 1: Grundwasserstände am 09.03.2013

Aufschlusspunkt

GWSt. (erbohrt)

[m u. GOK]

GWSt. (erbohrt)

[m u. BZP]

RKS 1 1,10 0,90

RKS 2 2,98 2,08

Die auffällig unterschiedlichen Grundwasserspiegelhöhen sind u.E. auf die im Untersuchungsgebiet

angetroffene wechselnde Bodenschichtung bzw. deren unterschiedliche

Wasserdurchlässigkeit zurückzuführen. Eine anthropogene Veränderung

der natürlichen Grundwasserverhältnisse, z.B. durch verlegte Drainageleitungen,

kann aber nicht ausgeschlossen werden.

Angaben über die Höhe des mittleren höchsten Grundwasserspiegels (MHGW) im

Untersuchungsgebiet liegen uns nicht vor. Genauere Aussagen über die Lage des

Grundwasserspiegels im geplanten Baugebiet sowie über dessen Schwankungsbreite

können nur nach der Beobachtung von qualifiziert ausgebauten Grundwassermessstellen

gemacht werden. Jahreszeitlich bedingte Schwankungen der Niederschlagsintensität,

die zu einem Anstieg des Grundwasserspiegels um mehrere

Dezimeter führen, sind bei der Bauplanung in jedem Fall zu berücksichtigen.

4.3 Sedimentdurchlässigkeit

Zur Beurteilung des angetroffenen Untergrundes hinsichtlich seiner Wasserdurchlässigkeit

wurden die entnommenen Bodenproben im Labor visuell beurteilt. Da

die Durchlässigkeit von Lockergesteinen (Porendurchlässigkeit) im Wesentlichen

von ihrem Feinkornanteil abhängig ist, wurde dabei eine Abschätzung des Korngrößenanteils

< 0,063 mm vorgenommen.

Bei den angetroffenen, reinen und schwach schluffigen Sanden der Bodengruppe

SE und SU handelt es sich um Böden mit einem sehr geringen (< 5 %) bis geringen

(5-15%) Feinkornanteil (< 0,063 mm), die aufgrund ihrer Korngrößenzusammensetzung

als durchlässig (gem. DIN 18130) zu bezeichnen sind. Ihr Durchlässigkeitsbeiwert

(k-Wert) liegt zwischen 1×10 -4 m/s und mindestens 1×10 -6 m/s.

Die angetroffenen sandigen Geschiebelehme (Bodengruppe ST*) sind aufgrund

ihrer bindigen Eigenschaften als Wasser stauende Schichten zu bewerten. Ihre

Porendurchlässigkeit kann als sehr schwach durchlässig (gem. DIN 18130

k ≤ 1×10 -8 m/s) angenommen werden.

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