Pressemeldung (Kurzform)

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Pressemeldung (Kurzform)

Presseinformation zum Geschäftsverlauf im

1. Halbjahr 2013 und Jahresausblick

Stuttgart, den 2. September 2013

Mit einem Umsatz von rund 3,03 Milliarden Euro im 1. Halbjahr 2013

unterschreitet MAHLE den Vorjahreswert um 5,4 Prozent.

Umsatz

Im ersten Halbjahr 2013 erzielte der MAHLE Konzern einen Umsatz von

3.033,4 Millionen Euro; dies entspricht 173,7 Millionen Euro (–5,4 %) weniger

als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Etwa 90 Millionen Euro sind auf

negative Währungseffekte zurückzuführen; vor allem die Abwertung des

japanischen Yen und des brasilianischen Real wirkte sich negativ aus. Hinzu

kommen Belastungen durch den weltweit schwachen Verlauf des Nfz-Markts

und einer regional sehr unterschiedlichen Entwicklung der Pkw-Märkte. Auch

das Industriegeschäft des Konzerns konnte aufgrund schwacher Nachfrage

das Umsatzniveau nicht halten.

In Europa belasteten die anhaltende Staatsschuldenkrise und die damit im

Zusammenhang stehende nach wie vor rückläufige Automobilkonjunktur die

Geschäftsentwicklung. Mit 1.445 Millionen Euro lag der Umsatz im ersten

Halbjahr 2013 um 6,1 Prozent unter dem des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

In den letzten Monaten ließ sich aber zunehmend eine Stabilisierung

erkennen. War im ersten Quartal noch ein Rückgang um 11,9 Prozent zu

verzeichnen, lagen die Umsätze im zweiten Quartal in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Der Umsatzanteil der europäischen Einheiten lag bei rund 47 Prozent

und war damit leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr.

In der Region Nordamerika blieb der Gesamtumsatz mit 631 Millionen Euro

um 2,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Geschäftsbereich Motorsysteme

und -komponenten konnte das Vorjahresniveau nicht erreichen. Belas-

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tend wirkten sich die verhaltene Nutzfahrzeugproduktion und insbesondere

der Nachfragerückgang im Off-Highway-Geschäft für Baumaschinen und

Stationärmotoren aus. Der hauptsächlich im Pkw-Bereich tätige Geschäftsbereich

Filtration und Motorperipherie verzeichnete dagegen mit 8,5 Prozent

ein deutliches Wachstum. Neben der generell guten Marktentwicklung im

Pkw- und leichten Nutzfahrzeugbereich trugen hierzu vor allem Neuanläufe

mit Luftansaugmodulen bei. Der Umsatzanteil Nordamerikas am Konzern-

Gesamtumsatz stieg im ersten Halbjahr leicht auf 21 Prozent.

In der Region Südamerika profitierte MAHLE zwar von der Erholung der

Pkw- und Nutzfahrzeugmärkte, massive negative Wechselkurseffekte führten

jedoch zu erheblichen Belastungen in der Konzernwährung Euro. Insgesamt

erzielte der Konzern einen Umsatz von rund 360 Millionen Euro, was einem

Anteil am Konzernumsatz von circa 12 Prozent entspricht. Der Rückgang um

3,7 Prozent ist vollständig auf negative Wechselkurseffekte zurückzuführen.

Bereinigt um die Abwertungseffekte konnten die Umsätze um 5,2 Prozent

gesteigert werden.

In der Region Asien/Pazifik lag der Umsatz mit rund 598 Millionen Euro um

51,2 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Auch hier hatten die Wechselkurseffekte

einen hohen negativen Einfluss von 45,6 Millionen Euro. Insbesondere

die massive Abwertung des japanischen Yen um deutlich über

20 Prozent gegenüber dem Euro überkompensierte das signifikante

Wachstum in einigen asiatischen Ländern. Zudem entwickelten sich die

Länder Asiens sehr differenziert. Während insbesondere in China und

Thailand weiterhin positive Wachstumsraten erzielt wurden, zeichnete sich in

Indien für die gesamte Automobilindustrie eine schwierige Entwicklung ab.

Auch in Japan muss mit einer anhaltend verhaltenen Umsatzentwicklung

gegenüber dem Vorjahr gerechnet werden, in dem staatliche Kaufanreize

den Markt stützten und der Aufholeffekt nach der Naturkatastrophe zu einer

Sonderkonjunktur führte. Insbesondere aufgrund der massiven negativen

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Wechselkursverschiebungen stieg der Asien-Anteil am Gesamtumsatz nicht

weiter an, sondern blieb bei 20 Prozent.

Trotz der insgesamt sehr verhaltenen Umsatzentwicklung konnten im ersten

Halbjahr wesentliche finanzielle Kennziffern wie EBITDA- und EBIT-Marge

bereinigt um Sondereffekte nahezu auf Vorjahresniveau gehalten werden.

Eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen zur Kapazitätsanpassung in

Westeuropa an das anhaltend niedrige Pkw-Produktionsniveau führten

jedoch zu Rückstellungen im Halbjahresabschluss, die deutliche ergebnisbelastende

Einmaleffekte bew irkten. Im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen

wurde die Beendigung der Pkw-Kolbenproduktion am französischen

Standort nahe Colmar eingeleitet. Das Produktionsende ist auf das erste

Quartal 2014 terminiert. Damit wird für 2014 auch eine deutlich verbesserte

Auslastung der übrigen europäischen Standorte angestrebt.

Für das zweite Halbjahr 2013 wird mit einer Stabilisierung der Umsatz- und

Ergebnisentwicklung auf dem Vorjahresniveau gerechnet. Insbesondere in

Europa bestehen aber weiterhin konjunkturelle Unsicherheiten. Insgesamt

zeichnet sich für den Gesamtjahresumsatz ein Potenzial von circa

6,1 Milliarden Euro ab.

Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich stichtagsbezogen zum 30.6.2013 von

48.084 auf 47.955 leicht reduziert. In Europa (inklusive Deutschland) sank

die Anzahl der Beschäftigten im Vorjahresvergleich leicht um 199 auf 20.004.

Die Zahl der in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter ist im Vorjahresvergleich

von 9.041 auf 8.967 um 74 Mitarbeiter leicht gesunken. In der Region

Asien/Pazifik wurden an Standorten in Wachstumsmärkten 370 Mitarbeiter

aufgebaut; dies auch vor dem Hintergrund bevorstehender Neuanläufe im

zweiten Halbjahr 2013 bzw. 2014. In Nordamerika sank die Mitarbeiterzahl

leicht um 64 auf 7.522 und in Südamerika wurde die Anzahl der Mitarbeiter

um 236 auf 10.689 reduziert. In mehreren süd- und westeuropäischen Wer-

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ken musste angesichts der anhaltend zurückhaltenden Marktnachfrage auf

das Instrument der Kurzarbeit zurückgegriffen werden.

Highlights der Konzernentwicklung

MAHLE übernimmt Mehrheit an Behr

MAHLE hat im Mai einen Kaufvertrag über sämtliche Anteile der BWK GmbH

Unternehmensbeteiligungsgesellschaft (BWK) an der Behr-Gruppe abgeschlossen

und damit seine Beteiligung an der Behr-Gruppe von 36,85 Prozent

auf rund 51 Prozent erhöht. Zeitgleich wurde mit den Familiengesellschaftern,

die die restlichen Anteile halten, ein Vertrag geschlossen, der die

volle Integration als Geschäftsbereich Thermomanagement der künftig als

MAHLE Behr firmierenden ehemaligen Behr-Gesellschaften in den MAHLE

Konzern ermöglicht.

Nachdem zwischenzeitlich die Kartellbehörden aller beteiligten Länder dem

Erwerb von rund 51 Prozent der Gesellschaftsanteile an der Behr GmbH &

Co. KG durch MAHLE zugestimmt haben, kann der Mehrheitserwerb nun mit

Wirkung zum 30. September vollzogen werden, sodass die Behr-Gruppe ab

1. Oktober im MAHLE Konzernabschluss vollkonsolidiert wird.

Die Integration von Behr eröffnet beiden Unternehmen erhebliches Zusatzpotenzial,

da sich die Produktportfolios hervorragend ergänzen – insbesondere

bei der zukunftsträchtigen Thematik der energieeffizienten Mobilität und

dazu notwendiger Effizienztechnologien. Zur Erschließung aller Synergieeffekte

sowie zur effizienteren Marktbearbeitung und schnelleren Entwicklung

neuer Produkte ist beabsichtigt, Zentralbereiche beider Unternehmen zusammenzuführen

– nicht nur in Stuttgart, sondern auch in Nord- und Südamerika

sowie Asien. Darüber hinaus sollen in Wachstumsregionen Kostenund

Investitionsoptimierungen durch neue gemeinsame Produktionswerke

geschaffen werden. Für die kommenden Jahre wird mit nachhaltig profitablen

Umsätzen von mehr als zehn Milliarden Euro gerechnet. Die Gesamtmitar-

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eiterzahl steigt damit auf rund 65.000, davon sind circa 17.000 in Deutschland

beschäftigt.

Nordamerika: Campus mit erweitertem F&E-Zentrum und Zentrale

Aufgrund des signifikanten Umsatzwachstums im vergangenen Jahrzehnt

und der Zukunftsperspektiven – MAHLE rechnet 2014 mit mehr als zwei Milliarden

Euro Umsatz in Nordamerika – ergab sich die Notwendigkeit, die dortige

Forschung & Entwicklung sowie die Vertriebs- und Servicefunktionen zu

erweitern. Gleichzeitig sollte die Möglichkeit genutzt werden, verschiedene

Tätigkeiten, die bislang an unterschiedlichen Lokationen ausgeführt wurden,

im Großraum Detroit zusammenzuführen.

Ende 2011 ergab sich die Perspektive, ein rund 11.000 Quadratmeter großes

Nachbarsgebäude des bisherigen F&E-Zentrums in Farmington Hills zu erwerben.

Nach einer Bauzeit von ungefähr einem Jahr konnte im Juni 2013

der neue Campus offiziell eingeweiht werden. Zurzeit sind dort circa 400 Mitarbeiter

beschäftigt, und die Fläche bietet Raum für zukünftige Erweiterungen.

Alle Zentralaktivitäten in Nordamerika und das F&E-Zentrum des Geschäftsbereichs

Motorsysteme und -komponenten konnten damit an einem Standort

zusammengeführt werden. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der

Geschäftsbereiche Filtration und Motorperipherie sowie Thermomanagement

(MAHLE Behr) sind im circa 30 Kilometer entfernten Standort Troy zusammenfasst.

Auch dort sind etwa 400 Mitarbeiter beschäftigt.

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