Jahresabschluss Mainova AG 2012 (pdf | 1,63 MB)

mainova.de

Jahresabschluss Mainova AG 2012 (pdf | 1,63 MB)

Jahresabschluss

für das Geschäftsjahr 2012

und Lagebericht

Mainova Aktiengesellschaft

www.mainova.de


Lagebericht

S. 4 Rahmenbedingungen

S. 8 Unternehmensstrategie

S. 12 Geschäftsentwicklung

S. 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

S. 17 Forschung und Entwicklung

S. 17 Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand

S. 18 Erläuternder Bericht des Vorstands nach § 289 Abs. 4 HGB

S. 19 Risiko- und Chancenbericht

S. 24 Nachtragsbericht

S. 24 Prognosenbericht

S. 27 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Jahresabschluss

S. 28 Bilanz

S. 29 Gewinn- und Verlustrechnung

S. 30 Anhang

S. 64 Bestätigungsvermerk

S. 65 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

S. 66 Impressum


lagebericht

Rahmenbedingungen

lagebericht

Rahmenbedingungen

Mainova Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

Als eines der größten deutschen regionalen Energieunternehmen

versorgen wir die Rhein-Main-Region

zuverlässig und umweltschonend mit Strom, Erdgas,

Wärme und Wasser. Dabei zeichnen uns umfassende

Erfahrungen bei der Energieerzeugung, ein ausgeprägtes

Umweltbewusstsein, eine starke Kundenorientierung

und gesellschaftliches Engagement in der

Region aus.

Unser Beteiligungsportfolio umfasst 45 direkte und

12 indirekte Beteiligungsgesellschaften. Hervorzuheben

sind die Tochterunternehmen NRM Netzdienste

Rhein-Main GmbH (NRM), Mainova ServiceDienste

Gesellschaft mbH (MSD), Mainova EnergieDienste

GmbH (MED) und SRM Straßenbeleuchtung Rhein-

Main GmbH (SRM), die im Rahmen der organisatorischen,

abrechnungstechnischen und gesellschaftsrechtlichen

Entflechtung aus der Mainova

Aktiengesellschaft (Mainova) hervorgegangen sind.

Zudem sind wir an Querverbundunternehmen, Energie-

und Wasserversorgungsgesellschaften, Erzeugungsgesellschaften

sowie sonstigen Gesellschaften

beteiligt.

Rahmenbedingungen

Die Energiebranche steht heute durch geänderte

politische Rahmenbedingungen, eine instabile Wirtschaftslage

in der Euroregion und zunehmend volatile

Energiemärkte vor großen Herausforderungen.

Die aktuellen politischen Vorgaben sind im Wesentlichen

durch die Umsetzung der Energiewende geprägt.

Zum einen soll der Energieverbrauch deutlich

gesenkt und zum anderen nahezu vollständig aus

erneuerbaren Energien gedeckt werden. Der mit der

Eurokrise einhergehende Wirtschaftsabschwung sowie

anhaltende Spannungen im Nahen Osten haben

den Preisverlauf an den Energiegroßhandelsmärkten

maßgeblich beeinflusst. Während die wachsenden

Angebotsrisiken aus der Nahostregion zu steigenden

Notierungen bei Öl und Gas führten, sind die Preise

für Strom, Kohle und Emissionsrechte durch die gute

Versorgungslage und die unsicheren Konjunkturund

Nachfrageerwartungen unter Druck geraten.

Energiepolitik

UN-Weltklimagipfel in Doha, Katar

Auf dem 18. Weltklimagipfel in Doha zwischen dem

26. November und 7. Dezember 2012 beschlossen die

fast 200 Teilnehmerstaaten, das Kyoto-Protokoll bis

Ende 2020 zu verlängern. Das ursprünglich Ende

2012 auslaufende Abkommen wird ab 2013 ohne wesentliche

Änderungen fortgeführt. Neben den 27 EU-

Staaten beteiligen sich etwa zehn weitere Staaten an

der neuen Vereinbarung „Kyoto II“. Bis 2015 soll ein

neuer Klimaschutzvertrag erarbeitet werden, der

2020 in Kraft tritt und alle Länder mit einschließt.

EU-Energieeffizienzrichtlinie verabschiedet

Die Ständigen Vertreter der EU-Mitgliedstaaten trafen

am 14. Juni 2012 in Brüssel einen Kompromiss

über die EU-Energieeffizienzrichtlinie. Ziel der Richtlinie

ist es, den Energieverbrauch bis 2020 im Vergleich

zu 2005 um 20 % zu senken. Überdies sieht

die Richtlinie vor, dass beim Bau eines neuen Kraftwerks

geprüft werden muss, ob die Errichtung einer

Kraft-Wärme-Kopplungs (KWK)-Anlage möglich ist.

Die Richtlinie ist am 4. Dezember 2012 in Kraft getreten.

EEG-Umlage erhöht sich deutlich

Die vier Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichten

am 15. Oktober 2012 die Höhe der EEG-Umlage für

das Jahr 2013 auf der Basis ihrer Prognose der Einspeisung

aus den nach dem EEG vergüteten Stromerzeugungsanlagen.

Demnach erhöht sich die EEG-

Umlage ab 2013 von 3,59 auf 5,28 Cent pro kWh, was

einem Anstieg um knapp 47 % entspricht. Die Erhöhung

der EEG-Umlage führt zu einem weiteren

Anstieg der staatlich festgelegten Bestandteile des

Strompreises.

Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes

(KWKG) beschlossen

Schwerpunkt der am 19. Juli 2012 in Kraft getretenen

Novelle ist die Erhöhung der Zuschläge für neu erbaute

oder modernisierte KWK-Anlagen um 0,3 Cent

pro kWh über alle Anlagenklassen hinweg. Für die

An lagen, die ab 2013 dem Emissionszertifikate handel

unterliegen, wird die Förderung um weitere 0,3 Cent

pro kWh aufgestockt. Grundsätzlich stellen die Änderungen

des KWKG einen ersten richtigen Schritt dar,

um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, den

Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung an der Stromerzeugung

in Deutschland bis zum Jahr 2020 auf 25 % zu

erhöhen. Daher begrüßen wir die Novellierung des

KWKG, da die Handlungsspielräume für mögliche zukünftige

Investitionen dadurch verbessert werden.

Einigung bei der Kürzung der Solarförderung erzielt

Der Bundestag hat am 27. Juni 2012 den im Vermittlungsausschuss

erzielten Kompromiss hinsichtlich

der Kürzung der Solarförderung gebilligt. Je nach

Förderkategorie beträgt die Absenkung der Förderung

bis zu 30 %. Die geringeren Vergütungssätze

gelten rückwirkend zum 1. April 2012. Der Kompromiss

sieht weiterhin ein Auslaufen der Förderung ab

einer installierten Solarleistung von 52.000 Megawatt

vor. Aufgrund der geplanten Kürzungen beurteilen

wir Investitionen in Solarkraft zurückhaltender und

prüfen Photovoltaik-Projekte künftig noch stärker

einzelfallbezogen.

Bundeskabinett verabschiedet Änderungen

des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG)

Der Bundesrat hat am 14. Dezember 2012 das Dritte

Gesetz zur Neuregelung energiewirtschaftsrechtlicher

Vorschriften gebilligt. Eine zentrale Neuerung

behandelt Haftungsfragen in Bezug auf Offshore-

Anlagen. Ziel der Bundesregierung ist es, Investitionen

in Offshore-Windparks zu erleichtern und deren

Ausbau zu beschleunigen. Bei Verzögerungen oder

Störungen der Netzanbindung sollen betriebsbereite

Offshore-Windparks den Großteil der dadurch entgangenen

EEG-Vergütung erhalten. Wenn das Verschulden

nicht beim Übertragungsnetzbetreiber

(ÜNB) liegt, können die daraus resultierenden Kosten

mit maximal 0,25 Cent pro kWh auf die Verbraucher

umgelegt werden. Dies führt zu einer weiteren staatlich

verursachten Belastung der Stromverbraucher.

Daneben finden sich neue Regelungen zur Stilllegung

von Kraftwerken und zum Rechtsrahmen für zu- und

abschaltbare Lasten in dem Gesetzestext. Dadurch

soll der ordnungspolitische Rahmen für die Aufrechterhaltung

der Versorgungssicherheit bei Engpässen

im Strom- und Gasbereich gelegt werden. Der Gesetzgeber

sieht vor, dass ein Kraftwerksbetreiber, der

seine Anlage vorläufig stilllegt, diese unter bestimmten

Umständen auf Weisung des ÜNB trotzdem betriebsbereit

halten muss. Für diesen Fall stehen ihm –

bisher noch nicht näher definierte – Erzeugungs- und

Betriebsbereitschaftsauslagen zu.

Darüber hinaus werden die im Energiewirtschaftsgesetz

verankerten Entflechtungsvorschriften, die das

buchhalterische Unbundling zum Gegenstand haben,

mit der Novelle merklich verschärft.

Bundestag beschließt Senkung der Managementprämie

Der Bundestag hat am 18. Oktober 2012 die Herabsetzung

der Managementprämie beschlossen. Die

Managementprämie wurde eingeführt, um den Betreibern

von Erneuerbare-Energien-Erzeugungsanlagen

einen Anreiz zu bieten, den erzeugten Strom vermehrt

marktorientiert einzuspeisen. Die in den

kommenden Jahren ursprünglich vorgesehene Prämie

wird um bis zu 0,35 Cent pro kWh abgesenkt. Wir

halten die Marktprämie grundsätzlich für ein geeignetes

Instrument, um erneuerbare Energien stärker

in den Markt zu integrieren.

Ergebnisse des Hessischen Energiegipfels sollen

im Energiezukunftsgesetz festgeschrieben werden

Der Hessische Landtag hat am 20. November 2012

das Energiezukunftsgesetz verabschiedet. Als Ziele

des Gesetzes werden die Deckung des Endenergieverbrauchs

von Strom und Wärme zu möglichst 100 %

aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2050 sowie

die Erhöhung der jährlichen energetischen Sanierungsquote

im Gebäudebestand auf mindestens

2,5 bis 3 % genannt. Überdies legt das Gesetz fest,

dass etwa 2 % der hessischen Landesfläche als Windvorrangflächen

auszuweisen sind. Die hessische

Landesregierung hat damit die Ergebnisse des Energiegipfels

gesetzlich verankert.

Bundeskabinett beschließt Bundesnetzplan

Am 19. Dezember 2012 hat das Bundeskabinett

den Entwurf des Bundesbedarfsplangesetzes festgeschrieben.

Mithilfe dieses Plans werden Maßnahmen

zur Optimierung, Verstärkung und zum Ausbau des

bundesländerübergreifenden und grenzüberschreitenden

Stromnetzes für die kommenden Jahre festgelegt.

Der Bundesbedarfsplan umfasst den Neubau

von rund 2.800 Kilometern Höchstspannungstrassen

und die Verstärkung weiterer 2.900 Leitungskilometer.

Zentraler Baustein des Netzausbaus sind drei Leitungen

für Hochspannungsgleichstrom, die den im Norden

erzeugten Windstrom in die Verbrauchszentren

im Westen und Süden Deutschlands leiten sollen.

Verbesserung der Rahmenbedingungen für

Investitionen in Verteilnetze

Die Neuregelungen der am 21. März 2012 in Kraft getretenen

Anreizregulierungsverordnung (ARegV) betreffen

die beschleunigte Anerkennung von Investitionen

als Aufschlag auf die Erlösobergrenze. Auch im

Rahmen der vom Bundesministerium für Wirtschaft

und Technologie (BMWi) ins Leben gerufenen Plattform

„Zukunftsfähige Energienetze“ wird intensiv darüber

diskutiert, ob der Regulierungsrahmen angemessene

Bedingungen für die Investitionen in Verteilnetze

bietet, die im Zusammenhang mit der Energiewende

und dem Umbau der Netze zu Smart Grids notwendig

sind.

4 5


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Rahmenbedingungen

lagebericht

Rahmenbedingungen

Intelligente Messsysteme werden ausgebaut

Auf politischer Ebene wird intensiv daran gearbeitet,

die im EnWG von 2011 vorgesehenen Regelungen für

die Einführung von Smart Metern weiter zu konkretisieren.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

koordiniert die Einführung eines

Schutzprofils für Smart Meter. Daneben arbeitet das

BMWi an einer Novellierung der Messzugangsverordnung,

mit der die Vorgaben zur Einführung der

Smart Meter weiter umgesetzt werden sollen.

Konjunkturelle Entwicklung

Nachdem sich der Aufwärtstrend der deutschen Wirtschaft

in der zweiten Jahreshälfte kontinuierlich verlangsamt

hatte, konnte nach ersten Berechnungen

des Statistischen Bundesamts für das Gesamtjahr ein

Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts

(BIP) von 0,7 % erreicht werden. Damit erwies

sich die deutsche Wirtschaft in dem schwierigen

europäischen Umfeld als widerstandsfähig. Der wichtigste

Wachstumsmotor war dabei der exportbedingt

gestiegene Außenbeitrag.

Entwicklung des Primärenergieverbrauchs

Vorläufigen Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft

Energiebilanzen (AGEB) zufolge wird sich der Energieverbrauch

in Deutschland im abgelaufenen Jahr

2012 voraussichtlich auf 461,1 Mio. Tonnen Steinkohleeinheiten

belaufen und somit leicht über dem Vorjahresniveau

liegen. Während der kühle Witterungsverlauf

in der ersten Jahreshälfte für Mehrverbrauch

sorgte, wirkten sich die nachlassende Konjunktur sowie

die Zunahme der Energieeffizienz verbrauchsmindernd

aus.

Der Primärenergieverbrauch verteilt sich in Deutschland

im Jahr 2012 wie folgt:

6

5

4

3 2

1 Mineralöl 33,3 %

2 Erdgas 21,0 %

3 Braunkohle 12,2 %

4 Steinkohle 12,4 %

5 Kernenergie 8,0 %

6 Erneuerbare Energieträger 11,7 %

7 Sonstige Energieträger 1,4 %

Quelle: Pressedienst Nr. 8/2012 der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen

e. V., Berlin.

Der Mix der Energieträger blieb im Vergleich zum

Vorjahr nahezu auf konstantem Niveau. Der wichtigste

Energieträger blieb auch im Jahr 2012 das Mineralöl

mit einem relativ konstanten Anteil von

33,3 %. Aufgrund des Ausstiegs aus der Atomenergie

reduzierte sich deren Beitrag zum Energiemix um

0,8 Prozentpunkte. Die erneuerbaren Energien konnten

hingegen einen Anstieg um 0,8 Prozentpunkte

verzeichnen und machen nun 11,7 % des gesamten

Energieverbrauchs aus.

Entwicklung der Energiepreise und

des CO2-Emissionshandels

Der durchschnittliche Kohlepreis für das Folgejahr in

der ARA (Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam)-Region

(API2) fiel im Vergleich zum Vorjahr um rund 17 %

auf 103,33 US-Dollar pro Tonne. Besonders stark fiel

die Abwärtsbewegung dabei in den traditionell nachfrageschwachen

Monaten April und Mai aus. Nach

einem tendenziell volatilen Seitwärtsverlauf mit leichter

Schwäche in der zweiten Jahreshälfte schloss der

Kohlepreis das Geschäftsjahr bei 94,05 US-Dollar pro

Tonne und somit um rund 19 % unter dem Preis zu

Jahresbeginn. Neben der schwachen Nachfrageentwicklung

am Weltmarkt, ausgelöst durch die nachlassende

Wachstumsdynamik in Asien, sorgte ein gegenüber

dem Vorjahr deutlich verbessertes globales

7

1

Angebot – insbesondere aus den USA – für eine entspannte

Versorgungslage am Weltmarkt.

Der durchschnittliche Preis für Rohöl der Sorte Brent

mit Lieferung im Folgejahr lag im Geschäftsjahr mit

106,76 US-Dollar pro Barrel um rund 2 % unter dem

des Vorjahres. Dabei schwankte der Preis im gesamten

Jahresverlauf zwischen rund 92 und 116 US-Dollar

und schloss schließlich bei 107,83 US-Dollar pro

Barrel, was einem Zuwachs gegenüber dem Jahresbeginn

von rund 3 % entspricht. Tendenziell Entspannung

signalisierende Angebotsdaten und ein im

Jahresverlauf eingetrübter Ausblick auf die Nachfrage

der kommenden Jahre verhinderten einen stärkeren

Preisanstieg. Ein nachhaltiger Preisrückgang

unter die Marke von 100 US-Dollar blieb aufgrund der

großen Unsicherheiten im Nahen Osten und der deutlich

unter dem Vorjahr liegenden europäischen Ölförderung

in der Nordsee aus.

Die Preise für Kohle und Rohöl entwickelten sich wie

folgt:

Kohle- und Rohölpreise in USD

pro Tonne bzw. Barrel

130

120

110

100

90

Jan. Feb. Mrz. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep. Okt. Nov. Dez.

Rohöl Brent 2012 in USD/b

Kohle API2 in USD/t

Eine feste Entwicklung zeigten auch die Preise für

Erdgas im Marktgebiet NCG (NetConnect Germany),

die im Mittel bei 26,87 Euro pro MWh und damit rund

2 % über dem Vorjahresniveau notierten. Nachdem

im ersten Quartal zunächst hohe Preisausschläge

am Spot-Markt infolge einer Kältewelle sowie hohe

Ölpreise preisstützend wirkten, fiel die Notierung bis

zur Jahresmitte aufgrund wieder nachgebender Ölpreise

und wachsender Nachfragesorgen. Eine in der

zweiten Jahreshälfte zu beobachtende deutlich über

dem Vorjahr liegende Spot-Preisentwicklung in Kombination

mit tendenziell rückläufigen europäischen

Flüssigerdgasimporten und etwas höheren Ölpreisen

ließ die Gasterminpreise in kleinen, aber stetigen

Schritten steigen, während jedoch sehr milde Witterungsbedingungen

im Dezember für eine leichte

Schwäche am Jahresende sorgten. Der Schlusskurs

betrug 27,14 Euro pro MWh und lag knapp 5 % über

dem Niveau zu Jahresbeginn.

Der Preis für Erdgas zeigte folgende Entwicklung:

Gaspreise in Euro pro MWh

29

28

27

26

25

Jan. Feb. Mrz. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep. Okt. Nov. Dez.

Erdgas NCG 2013 in Euro/MWh

Der durchschnittliche Preis für Emissionsrechte

(EU Allowances – EUA) an der European Climate

Exchange (ECX) mit Fälligkeit im Folgejahr lag im

Geschäftsjahr mit 7,94 Euro pro Tonne um rund 43 %

deutlich unter dem des Vorjahres. Nach mehrfach

enttäuschten Erwartungen einer nachhaltigen Intervention

der EU-Kommission zur Stabilisierung des

überversorgten Zertifikatemarkts fiel der Kontraktpreis

zum Jahresende auf 6,72 Euro pro Tonne, d. h.

um knapp 14 % gegenüber dem Jahresbeginn. Zu

größeren Preisschwankungen kam es Mitte November,

nachdem die EU-Kommission ihre Pläne zum

sogenannten „Backloading“ vorgelegt hatte. Der Vorschlag,

in den ersten drei Jahren der dritten Phase

des Emissionshandels ab 2013 insgesamt 900 Mio.

Zertifikate weniger in den Markt zu geben als ursprünglich

geplant, wurde vom Markt mit deutlichen

Preisabwertungen und damit zunächst als unzureichende

Stabilisierungsmaßnahme bewertet.

Der Preis für Emissionsrechte mit Lieferung im

Jahr 2013 weist folgenden Verlauf auf:

Preis der CO -Emissionsrechte in Euro pro Tonne

2

11

10

9

8

7

6

Jan. Feb. Mrz. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep. Okt. Nov. Dez.

CO 2

2013 in Euro/t

Am Terminmarkt für Strom sank der Durchschnittspreis

im Vergleich zum Vorjahr um 12 % auf 49,33 Euro

pro MWh. Sinkende Kosten für Kohle und Emissionen

sowie gesunkene Spot-Preise bei Grund- und

Spitzenlast ließen keine Trendwende bei den Preisen

für das Folgejahr zu. Der Haupttreiber der schwachen

Spot-Preisentwicklung blieb der weiter zunehmende

Anteil erneuerbarer Energien am täglichen Stromangebot.

Daneben machte sich auch eine rückläufige

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rahmenbedingungen / Unternehmensstrategie

lagebericht

Unternehmensstrategie

Stromnachfrage bemerkbar. Gegenüber dem Preis zu

Jahresbeginn zeigte sich der Terminkontrakt 2013

zum Jahresende mit 45,07 Euro pro MWh um knapp

14 % vergünstigt.

Der Strompreis hat sich wie folgt entwickelt:

Strompreis in Euro pro MWh

54

52

50

48

46

Jan. Feb. Mrz. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep. Okt. Nov. Dez.

Unternehmensstrategie

Strom Base 2013 in Euro/MWh

Wir haben unsere strategische Ausrichtung an die

veränderten Rahmenbedingungen angepasst und

verstehen den Umbau der Energieversorgung als

Chance, innovative, kundenorientierte und umweltschonende

Lösungen zu entwickeln und die eigene

Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Zur nachhaltigen

Erfolgssicherung spielen dabei profitables Wachstum,

Investitionsstärke und Regionalität eine entscheidende

Rolle.

Erzeugung

In unserer Unternehmensstrategie nehmen Investitionen

im Erzeugungsbereich einen immer größeren

Raum ein. Wir haben uns mit unserer „Erzeugungsstrategie

2015“ das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2015

rund 500 Mio. Euro in klimafreundliche, dezentrale

und effiziente Strom- und Wärmeerzeugung zu investieren,

wodurch wir jährlich etwa 550.000 Tonnen CO 2

einsparen werden. Somit werden wir die Ziele des

Klimaschutzkonzepts der Stadt Frankfurt am Main,

die CO 2 -Emissionen bis 2020 jährlich um 600.000

Tonnen zu reduzieren, schon fünf Jahre zuvor nahezu

vollständig erreichen. Weiterhin wollen wir die Stadt

Frankfurt bis zum Jahr 2015 vollständig mit eigenerzeugtem

Strom beliefern.

Der Schwerpunkt unserer Investitionen liegt auf der

technisch erprobten Onshore-Windenergie, da Windenergieprojekte

zeitnah zu realisieren und finanziell

überschaubar sind. Im Jahr 2012 haben wir uns an

Windparks in Hohenahr, Remlingen und Niederhambach

beteiligt. Nach der vollständigen Inbetriebnah me

dieser drei Windparks mit insgesamt 18 Anlagen erhöht

sich die Gesamtleistung unserer Windkraftanlagen

auf insgesamt 76 Megawatt (MW). Darüber

hinaus prüfen wir weitere Projekte an verschiedenen

Standorten.

Um die Akzeptanz der Windkraft zu erhöhen, beziehen

wir Gemeinden und Bürger im Rahmen von Beteiligungsmodellen

ein. Auch unser gemeinsam mit

der Frankfurter Sparkasse für Kunden entwickeltes

Öko-FestzinsSparen, bei dem die Geldanlagen der

Kunden für Investitionen in lokale Projekte im Bereich

erneuerbarer Energien verwendet werden, erfreute

sich einer großen Resonanz.

Wir setzen zudem auf den Ausbau der Kraft-Wärme-

Kopplung (KWK), bei der die Energieerzeugung unter

gleichzeitiger Produktion von Strom und Wärme erfolgt.

Damit wird die Brennstoffausnutzung optimiert

und natürliche Ressourcen werden gespart. Unser

Unternehmen verfügt über ein leistungsfähiges Netz

aus Anlagen im Stadtgebiet Frankfurt. Zentrale Bestandteile

unseres aktuellen Kraftwerksportfolios sind

zwei Kohleblöcke und eine Gasturbine im Heizkraftwerk

(HKW) West sowie eine Gasturbine im HKW Niederrad.

Unsere KWK-Quote lag bereits im Geschäftsjahr

bei 35,1 % und somit oberhalb der von der

Bundesregierung angestrebten Quote von 25 %, die

bis zum Jahr 2020 erreicht werden soll.

Über unsere Tochter- und Beteiligungsunternehmen

verfügen wir über weitere umweltfreundliche Erzeugungskapazitäten.

Das Biomasse-Kraftwerk Fechenheim

GmbH produziert aus Grünschnitt, Bruchholz

und Altholz CO 2 -neutralen Strom und Wärme. Weiterhin

betreibt unser Gemeinschaftsunternehmen Müllheizkraftwerk

Frankfurt am Main GmbH (MHKW) das

Müllheizkraftwerk Nordweststadt. Dort wird Restmüll

CO 2 -neutral zur Wärmeversorgung verbrannt. Unsere

Beteiligung Gemeinschaftskraftwerk Irsching GmbH

(GKI) betreibt ein Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk

mit einem außerordentlich hohen Wirkungsgrad von

knapp 60 %.

Vertrieb

Für uns stehen unsere Kunden im Mittelpunkt. Ein

fairer Umgang sichert uns eine langfristige Kundenbeziehung

und ermöglicht die Gewinnung neuer

Kunden. Das Ziel ist ein sukzessives, wertorientiertes

Wachstum. Den zunehmend komplexer werdenden

Produkten begegnen wir mit einer umfassenden Betreuung

und einem sehr guten und mehrfach durch

Verbraucherportale ausgezeichneten Service. Hierbei

ist uns die persönliche, individuelle und zuverlässige

Beratung wichtig.

Die bereits in Vorjahren erfolgte sukzessive Ausweitung

des Vertriebsgebiets für ausgewählte Privatkundenprodukte

setzten wir in diesem Geschäftsjahr fort.

Auch zukünftig beabsichtigen wir, unseren Marktanteil

außerhalb unseres Netzgebiets auszubauen. Im

bundesweiten Geschäftskundenvertrieb erzielten wir

ebenfalls Erfolge. Dazu tragen insbesondere neue Produkte

bei, wie unser neues Stromprodukt „Mainova

Power Select“, das unseren Kunden über eine Laufzeit

von bis zu drei Jahren günstige, börsennahe

Strompreise garantiert.

Das Motto der jüngsten Werbekampagne „Wir liefern

Strom, Gas und Klimaschutz“ zeigt unsere ökologische

Ausrichtung, welche durch die Kundennachfrage

nach umweltfreundlichen Produkten bestätigt

wird. Dies zeigt sich insbesondere bei dem Ökostromprodukt

„Novanatur“, bei dem der Strom vollständig

CO 2 -neutral aus Wasserkraft erzeugt wird, sowie dem

Produkt „Erdgas KlimaPlus“, bei dem die durch das

Verbrennen von Erdgas entstehende Menge an CO 2

durch Investitionen in zertifizierte Klimaschutzprojekte

ausgeglichen wird. Bei dem Naturstromprodukt

konnte die Anzahl der Kunden in den letzten zwei

Jahren mehr als verdoppelt, bei dem Gasprodukt sogar

nahezu verdreifacht werden.

Der nachhaltige Umgang mit Energie soll nicht nur

der Umwelt und den Zielen der Energiewende zugutekommen.

Mit unseren attraktiven energieeffizienten

Angeboten möchten wir auch unseren Kunden einen

größtmöglichen Mehrwert bieten, um beispielsweise

steigende Energiekosten zu verhindern. So entwickeln

wir uns zunehmend zum Energiedienstleister,

z. B. durch das Angebot von verbrauchsorientierten

Energieausweisen, hocheffizienten Heizungspumpen,

dezentralen Mikro-Blockheizkraftwerken sowie

Thermografieaufnahmen. Durch die zunehmende Dezentralisierung

der Versorgung wird der Kunde zu

einem sogenannten „Prosumer“, der den Strom nicht

nur konsumiert, sondern auch beispielsweise mithilfe

von erneuerbaren Energien oder durch Mikro-Blockheizkraftwerke

produzieren kann.

Durch angepasstes Verbrauchs- oder Erzeugungsverhalten

müssen sich Kunden künftig auch an der Aufrechterhaltung

des Energiegleichgewichtes im Stromsystem

beteiligen. Dazu gehört auch die Einführung

von Smart Metern, die durch die Novellierung der

Messzugangsverordnung konkretisiert wird. Smart

Meter erhöhen auch die Transparenz des Energieverbrauchs

für den Kunden und tragen so zur Effizienzsteigerung

bei. Außerdem müssen künftige Smart

Meter mit flexiblen Tarifsystemen kombiniert werden.

Beschaffung

Ein Schlüssel für den Erfolg eines Energieversorgungsunternehmens

in zunehmend wettbewerbsintensiven

Absatzmärkten ist die Optimierung der

Energiebeschaffung. Wir arbeiten daher kontinuierlich

an der Verbesserung der Beschaffungsprozesse

sowie dem optimal risikogesteuerten Mix aus langund

kurzfristiger Absicherung des Strom- und Gasbezugs,

um in einem dynamischen Marktumfeld

Wettbewerbsvorteile zu generieren.

Im Stromgeschäft mit unseren Kunden setzen wir

dabei weiterhin auf die Syneco Trading GmbH als

Marktzugang, um Großhandelsmärkte mit wettbewerbsfähigen

Strombezugskonditionen zu nutzen

und nachhaltig attraktive Preise anbieten zu können.

Um die Marge bei der Vermarktung unserer eigenerzeugten

Strommengen abzusichern, betrachten wir

sämtliche Faktoren, die sich auf den Spread zwischen

dem Strompreis und dem Preis für Brennstoffe und

für CO 2 -Emissionsrechte auswirken. Mit dieser Absicherung

beginnen wir mehrere Jahre vor der Lieferung,

sodass zu Beginn der Lieferperiode bereits ein

Großteil der Stromproduktion auf Termin vermarktet

ist. Damit verringern wir die Risiken durch kurzfristige

Schwankungen der Spreads. Bei Großkunden erfolgt

die Eindeckung der Strommengen bereits nach

dem Geschäftsabschluss, wodurch sich nachfolgende

Preisschwankungen nicht mehr auswirken. Für unsere

Privat- und Kleingewerbekunden erfolgt die Beschaffung

in Tranchen für mehrere Jahre im Voraus.

Im Rahmen unserer Beschaffungsstrategie für Gas

mussten wir im Geschäftsjahr auf grundlegende Änderungen

der Rahmenbedingungen auf dem Gasmarkt

reagieren. Durch den Handel mit Flüssigerdgas

(LNG) ist der Gasmarkt zu einem Weltmarkt geworden.

Durch ein aktives Portfoliomanagement über unsere

bewährte Lieferbeziehung mit der Gas-Union

GmbH nutzen wir die sich aus diesen Veränderungen

ergebenden Chancen. Wir optimieren das Beschaffungsportfolio

auf der Basis des Absatzportfolios. Der

Vertrieb bietet unseren Kunden von Festpreis- über

Index- und Tranchenprodukten bis hin zur strukturierten

Beschaffung alle am Markt gängigen Produkte

an. Dabei wird auf der Beschaffungsseite auf flexible

Lieferverträge, Terminmarktprodukte und Spotlieferungen

zurückgegriffen.

Parallel dazu investieren wir weiter in den Auf- und

Ausbau des eigenen Know-hows, um den laufenden

Veränderungen sowie der zukünftigen Entwicklung

der Märkte – insbesondere im Gasbereich – gerecht

zu werden.

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lagebericht

Unternehmensstrategie

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Unternehmensstrategie

Netze

Auf die Entwicklung unserer Versorgungsnetze haben

sowohl die Vorgaben durch die Netzentgeltregulierung

als auch die Energiewende direkten Einfluss.

Der steigende regulatorische Druck stellt uns vor die

Herausforderung, die Kosten zu senken und gleichzeitig

eine angemessene Versorgungsqualität zu gewährleisten.

Nur unser Anspruch an ein Höchstmaß

an Effizienz und Kompetenz ermöglicht es uns, auch

in Zukunft für die nachhaltige Sicherung der Versorgungsqualität

und den weiteren bedarfsgerechten

Ausbau der Energie- und Wassernetze in der Rhein-

Main-Region zu sorgen. Wir begegnen daher den

Auswirkungen der Netzentgeltregulierung mit einer

kontinuierlichen Verbesserung unserer risikoorientierten

Asset-Strategie, die eine optimale Allokation

der Investitions- und Instandhaltungsbudgets unter

Kosten-, Nutzen- und Risikoaspekten gewährleistet.

Neben der Erfüllung der Regulierungsanforderungen

müssen wir das Netzgeschäft auf die Energiewende

ausrichten. Die technischen Herausforderungen der

Zukunft werden nach Ansicht von Experten in der

Integration der Einspeisung kleiner dezentraler Erzeugungseinheiten

sowie in der Entwicklung einer

hierfür geeigneten Versorgungsinfrastruktur liegen.

Darauf bereiten wir uns unter anderem mit Pilotprojekten

vor, wie beispielsweise mit intelligenten Netzsystemen

(„iNES“).

Mit „iNES“ wurde erstmals eine Systemlösung entwickelt,

die es uns ermöglicht, die Auswirkungen

einer erhöhten dezentralisierten Stromerzeugung auf

das Niederspannungsnetz effizient zu erforschen und

mögliche Schwachstellen zu identifizieren. Dadurch

können netzkritische Situationen erkannt und rechtzeitig

verhindert werden. Zukünftig kann „iNES“

durch eine intelligente Regelung unnötigen und kostenintensiven

Netzausbau vermeiden und garantiert

die Versorgungssicherheit bei gleichzeitiger Integration

von erneuerbaren Energien.

Im Netzgeschäft ist der Fernwärmeausbau ein weiterer

zentraler Bestandteil unseres Engagements für

den Klima- und Umweltschutz. Unser gesamtes Fernwärmenetz

deckt bereits heute große Teile des Frankfurter

Stadtgebiets ab. Dieses Netz wird in den kommenden

Jahren erweitert, sodass die Fernwärmenetze

„Innenstadt“ (HKW West), „Niederrad“ (HKW Niederrad)

und „Nordweststadt/Riedberg“ (MHKW) schrittweise

miteinander verbunden werden, wodurch Effizienzgewinne

erzielt werden.

Mit der Geoinformationsplattform „GIS Zentrum

Rhein-Main“ erweitern wir unser Dienstleistungsportfolio

für hessische Städte und Gemeinden. Diese

Plattform dient dem kommunalen Flächen- und Netzdatenmanagement.

Damit erfüllen die Städte und

Gemeinden einerseits die gesetzlichen Vorgaben und

Richtlinien zur Veröffentlichung von Geodaten, andererseits

können sie unter anderem Straßenzustandsoder

Kanalkataster besser pflegen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit erfordert ein langfristig orientiertes,

verantwortungsvolles und wirtschaftliches Handeln

und ist ein Grundpfeiler unserer Unternehmensstrategie.

Die grundlegende Maxime unseres Handelns

ist es, die Ausgewogenheit von wirtschaftlichen Zielen,

Umweltschutz und sozialer Verantwortung zu gewährleisten.

Für ausführliche Informationen zum

Thema Nachhaltigkeit verweisen wir auf unseren

Nachhaltigkeitsbericht.

Unser Nachhaltigkeitsverständnis basiert auf den

Kernelementen langfristiger Erfolg, leistungsfähige

Technik, zukunftsfähige Versorgung, faire Partnerschaft

und regionale Verantwortung.

Langfristiger Erfolg

Langfristiger Erfolg ist die ökonomische Dimension

der Nachhaltigkeit und bildet die Basis für unser soziales

und ökologisches Engagement.

Zur Sicherung der Ergebnisbeiträge in künftigen Jahren

und zur Stärkung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit

haben wir Ende des Jahres 2011 das Ergebnisverbesserungsprogramm

„EINS“ aufgelegt. Im

Rahmen dieses Projekts wurden in sämtlichen Unternehmensbereichen

bestehende Strukturen auf Effizienz

und Optimierungspotenziale überprüft und

zahlreiche Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung –

sowohl umsatzsteigernd als auch aufwandsreduzierend

– erarbeitet, welche in den kommenden Jahren

ansteigende Ergebnisbeiträge erwirtschaften werden.

Leistungsfähige Technik

Eine leistungsfähige Technik ist ein wesentliches Element

der Nachhaltigkeit für ein Versorgungsunternehmen.

Davon hängen der Grad der Versorgungszuverlässigkeit

und der möglichen Umwelteingriffe

sowie der Umbau der Energieversorgung ab. Wir

achten deshalb auf wirtschaftlich und ökologisch

sinnvolle Investitionen in erneuerbare Energien,

Energieeffizienz und innovative Technologien.

Zukunftsfähige Versorgung

Zukunftsfähige Versorgung bedeutet, für uns selbst

und als Partner unserer Kunden mit Verantwortung

in die Zukunft zu gehen. Für die nachfolgenden

Gene rationen wollen wir die Umwelt schützen und

Ressourcen schonen. Der sparsame Umgang mit natürlichen

Ressourcen ist für uns neben technischen

Lösungen ein Teil der Energiewende. Wir übernehmen

durch unsere Produkt- und Leistungspalette

ökologische Verantwortung und gestalten die Energiewende

als Partner für und mit unseren Kunden,

Geschäftspartnern und Bürgern. Von der Wahl eines

ökologischen Tarifs bis zur Umstellung auf dezentrale

Energiesysteme bieten wir bereits zahlreiche

Effizienzdienstleistungen an.

Faire Partnerschaft

Ein fairer und respektvoller Umgang mit Mitarbeitern,

Kunden und Lieferanten gehört zu unseren gelebten

Geschäftspraktiken und Werten. Langfristige

Beziehungen bilden dabei unsere Geschäftsgrundlage

und sind die Basis unseres Erfolgs.

Für unsere Kunden sind wir ein verantwortungs voller

und kompetenter Partner. Wir bedienen alle Kundensegmente,

vom Einpersonenhaushalt bis zum Großunternehmen.

Dabei betrachten wir Kommunikation

nicht als Einbahnstraße, sondern diskutieren mit unseren

Kunden über aktuelle sowie zukünftige Energiethemen

und -lösungen.

Wir sind als führender Energiedienstleister im Rhein-

Main-Gebiet einer der größeren Arbeitgeber in

Frankfurt am Main und tragen daher eine besondere

Verantwortung. Wir fördern und fordern unsere Mitarbeiter,

denn sie sind eine unserer wichtigsten Ressourcen.

Deshalb legen wir vor allem Wert auf die

Weiterentwicklung unserer Personalstrategie und

unseres Personalmanagements sowie den Austausch

mit unseren Mitarbeitern.

Mit unseren Lieferanten pflegen wir ein langjähriges

und partnerschaftliches Verhältnis und achten auf

faire Bedingungen. Von unserem gesamten Einkaufsvolumen

an Materialien und Dienstleistungen beschaffen

wir 90 % in Deutschland, davon rund die

Hälfte in der Region.

Regionale Verantwortung

Regionale Verantwortung ist für uns als kommunales

Unternehmen in unserem Selbstverständnis verankert.

Wir sind lokal verwurzelt und haben uns schon

immer als Partner für die Region verstanden. Wir

überzeugen die Menschen in der Rhein-Main-Region

nicht nur als zuverlässiger Energiedienstleister, sondern

engagieren uns auch in ihrem kulturellen, sozialen,

ökologischen und sportlichen Umfeld. Dabei

zeichnen sich alle Engagements durch partnerschaftliches

Denken, verantwortungsvolles Handeln und

nachhaltiges Fördern aus.

Unternehmensinternes

Steuerungs system

Die Umsetzung unserer strategischen Ziele überwachen

wir durch ein wirkungsvolles unternehmensinternes

Steuerungssystem.

Die zentrale Steuerungskennzahl ist das Ergebnis der

gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) des Mainova-

Konzerns nach HGB, das auch ein wesentlicher

Bestandteil der Zielvereinbarung von Vorstand und

Führungskräften ist. Im Rahmen des monatlichen Berichtswesens

wird das EBT in Form einer Matrixdarstellung

einerseits nach den Segmenten Wärme- und

Stromerzeugung, Stromversorgung, Gasversorgung,

Wärmeversorgung, Wasserversorgung und Beteiligungen

sowie andererseits nach den Wertschöpfungsstufen

Erzeugung, Handel, Netz und Vertrieb

differenziert, analysiert und mit den Verantwortlichen

diskutiert. Zudem werden operative Ergebnistreiber

und Finanzkennzahlen berichtet, die wir für die Beurteilung

der Entwicklung der einzelnen Segmente/

Wertschöpfungsstufen und des Gesamtunternehmens

als wichtig erachten.

Abgerundet wird das Steuerungssystem durch regelmäßige

Forecasts und eine rollierende Mittelfristplanung,

um frühzeitig Hinweise auf die künftige

Geschäftsentwicklung zu erhalten.

Das Beteiligungsportfolio der Mainova wird im Rahmen

einer turnusmäßigen Berichterstattung durch das

Beteiligungscontrolling überwacht und komplettiert

somit das interne Steuerungssystem des Konzerns.

10 11


lagebericht

Geschäftsentwicklung

lagebericht

Geschäftsentwicklung

Geschäftsentwicklung

Absatz

Der Absatz hat sich wie folgt entwickelt:

einheit 2012 2011 veränderung

Strom Mio. kWh 9.855 9.647 (*) 2,2 %

Gas Mio. kWh 14.525 12.260 18,5 %

Wärme, Dampf, Kälte Mio. kWh 1.701 1.765 – 3,6 %

Wärme- und Kälteerzeugung

4

3

2

1

Im Jahr 2012 emittierten unsere Heizkraft- und Heizwerke

insgesamt 1,3 Mio. Tonnen CO 2 (Vorjahr 1,3 Mio.

Tonnen). Zuzüglich der CO 2 -Emissionen infolge der

Energieerzeugung bei den Tochter- und Beteiligungsunternehmen

in Höhe von 0,1 Mio. Tonnen CO 2

(Vorjahr 0,2 Mio. Tonnen) betragen unsere CO 2 -Emissionen

im Jahr 2012 insgesamt 1,4 Mio. Tonnen CO 2

(Vorjahr 1,5 Mio. Tonnen). Die Emissionen aus dem

Einsatz von Biomasse und Abfall als Brennstoff sind

als CO 2 -neutral zu bewerten.

Wasser Mio. m 3 41,5 42,1 – 1,4 %

(*)

Durch geänderten Ausweis der Regelenergie wurde der Vorjahreswert angepasst.

Gesamtaussage des Vorstands zur

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Der Stromabsatz zeigt im Vertrieb und Handel eine

unterschiedliche Entwicklung. Im Stromvertrieb

konnte eine Absatzsteigerung von insgesamt 11,4 %

bzw. 584 Mio. kWh über nahezu alle Produktgruppen

erzielt werden. Im Bereich der Individualprodukte

wurden insbesondere durch Kundengewinne um

20,7 % höhere Mengen abgesetzt. Die Stromhandelsmengen

reduzierten sich hingegen aufgrund der

nach wie vor unbefriedigenden Marktsituation.

Die Steigerung des Gasabsatzes um 18,5 % betrifft

sowohl den Vertrieb an Endkunden als auch das Geschäft

mit Energiepartnern. Der Hauptgrund für diese

Entwicklung war die um 11,8 % höhere Gradtagszahl

infolge der im Vorjahresvergleich kühleren Witterung.

Positiv auf die Absatzentwicklung wirkten sich

ferner bundesweite Vertriebsaktivitäten aus, die zu

Zuwächsen insbesondere bei den Individualprodukten

in Höhe von 60,0 % führten. Die an Energiepartner

abgesetzten Mengen erhöhten sich durch Kundengewinne

und Witterungseffekte um 25,5 %.

Auch im Wärmegeschäft konnten durch die kühlere

Witterung Absatzsteigerungen im Verbrauchszeitraum

erzielt werden. Durch Vorperiodeneffekte ergab

sich jedoch insgesamt ein Absatzrückgang um 3,6 %.

Die folgenden Darstellungen zeigen den prozentualen

Anteil der Kraftwerke an der Strom- und Wärmeerzeugung:

Stromerzeugung

5

4

3

2

1 Heizkraftwerke 67,8 %

2 MHKW Nordweststadt 14,2 %

3 Biomasse-Kraftwerk Fechenheim 4,6 %

4 Sonstige dezentrale Anlagen 0,6 %

5 Gemeinschaftskraftwerk Irsching 10,2 %

6 Windparks 2,6 %

6

1

1 Heizkraftwerke 71,5 %

2 MHKW Nordweststadt 17,1 %

3 Biomasse-Kraftwerk Fechenheim 0,5 %

6 Sonstige dezentrale Anlagen 10,9 %

Der Energieeinsatz der Kraftwerke im Jahr 2012 stellt

sich wie folgt dar:

5

4

3

2

1 Steinkohle 38,2 %

2 Erdgas 34,6 %

3 Heizöl 0,7 %

4 Biomasse 5,3 %

5 Abfall 19,5 %

6 Wind 1,7 %

6

1

Im Geschäftsjahr 2012 konnten wir, wie geplant, ein

EBT auf Vorjahresniveau erzielen. Unsere operative

Ergebnisentwicklung zeichnet sich durch Kundenzuwächse

im Strom- und Gasvertrieb aus. Darüber

hinaus profitierte das Gasgeschäft durch die gegenüber

dem Vorjahr deutlich kühlere Witterung, sodass

unsere Umsatzerlöse erstmals die Marke von 2 Mrd.

Euro überschritten haben. Dennoch hatte unser

Unternehmen eine Reihe von Sondereffekten zu verkraften.

So mussten wir im Rahmen des mit der Landeskartellbehörde

geschlossenen Vergleichs zum

Wasserkartellverfahren unsere Wasserpreise senken

und somit deutliche Ergebniseinbußen im Wassergeschäft

hinnehmen. Darüber hinaus waren Risikovorsorgen

im Zusammenhang mit der Energiebeschaffung

und geringeren Kraftwerkseinsatzstunden durch

die Energiewende erforderlich. Einen Großteil dieser

Belastungen konnten wir durch die konsequente Umsetzung

unseres Ende 2011 aufgelegten Ergebnisverbesserungsprogramms

EINS kompensieren.

Unsere Vermögens- und Finanzlage ist durch hohe

Investitionen in erneuerbare Energien gekennzeichnet.

Diese sind für den Anstieg der Aktiva verantwortlich

und tragen neben dem Aufbau der Forderungen

aus Lieferungen und Leistungen maßgeblich zur Reduzierung

des Finanzmittelbestandes bei.

Erzeugungsmengen

In unseren Anlagen wurden im Geschäftsjahr 2012

folgende Mengen erzeugt:

Mio. kWh 2012 2011

Mainova

Strom 1.361 1.343

Wärme 1.647 1.483

Beteiligungen

Der Anteil der Steinkohle erhöhte sich um 4,0 Prozentpunkte.

Der Einsatz von Erdgas sank hingegen

um 7,4 Prozentpunkte, insbesondere durch geringere

Betriebsstunden aufgrund der vorrangigen Einspeisung

erneuerbarer Energien. Der Anteil von Abfall

und Wind stieg um insgesamt 2,5 Prozentpunkte.

Strom 628 1.074

Wärme 352 282

12 13


lagebericht

Geschäftsentwicklung

lagebericht

Geschäftsentwicklung

Ertragslage

Nachfolgend wird die Entwicklung der einzelnen Positionen

der Gewinn- und Verlustrechnung erläutert.

Die Umsatzerlöse sind um 119,9 Mio. Euro bzw.

6,1 % gestiegen und stellen sich wie folgt dar:

mio. € 2012 2011 veränderung

Strom 1.017,7 982,9 3,5 %

Gas 609,1 503,1 21,1 %

Wärme, Dampf, Kälte 114,3 111,8 2,2 %

Wasser 64,9 80,1 – 19,0 %

Sonstige 269,7 277,9 – 3,0 %

2.075,7 1.955,8 6,1 %

Im Stromgeschäft konnten wir unseren Umsatz um

34,8 Mio. Euro steigern. Während wir im Vertrieb insbesondere

durch Kundengewinne einen Umsatzzuwachs

von 13,6 % erzielten, führte die anhaltend

angespannte Situation an den Großhandelsmärkten

mengenbedingt zu niedrigeren Stromhandelserlösen.

Der Umsatzanstieg im Gas- und Wärmegeschäft ist

insbesondere auf den im Vergleich zum Vorjahr

kühleren Witterungsverlauf zurückzuführen. Zudem

trugen Kundengewinne im Gasgeschäft zu einem

Umsatzwachstum von 21,1 % bei. Ursächlich für die

Umsatzeinbußen von 19,0 % im Wassergeschäft war

die Umsetzung des Vergleichs zum Wasserkartellverfahren,

welche zu Erlösminderungen aufgrund

gesenkter Wasserpreise in Höhe von insgesamt

14,4 Mio. Euro führte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 54,6 Mio.

Euro auf 124,4 Mio. Euro gestiegen. Hauptgründe

hierfür waren um 30,1 Mio. Euro höhere Erträge aus

Rückstellungsauflösungen sowie die Zuschreibung

auf den Beteiligungsbuchwert der Stadtwerke Hanau

GmbH in Höhe von 15,0 Mio. Euro aufgrund der

positiven Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Die

Rückstellungsauflösungen entfallen mit 14,6 Mio.

Euro auf das Wasserkartellverfahren.

Der Materialaufwand betrifft überwiegend den Gas-,

Strom-, Wärme- und Wasserbezug, die Kosten für

den Gas-, Kohle- und Heizöleinsatz in den eigenen

Kraftwerken sowie Netzentgelte. Der Anstieg um

141,5 Mio. Euro auf 1.664,7 Mio. Euro resultiert im

Wesentlichen aus dem absatzbedingt gestiegenen

Strom- und Gasbezug. Höhere Aufwendungen für die

EEG-Umlage sowie gestiegene Beschaffungspreise

für Gas haben sich ebenfalls niedergeschlagen.

Zudem legte der Netznutzungsaufwand für Strom

aufgrund höherer Preise und der Kundenzuwächse

außerhalb unseres Netzgebiets zu. Bei dem Netznutzungsaufwand

für Gas wurde der mengenbedingte

Aufwandsanstieg durch Preissenkungen überkompensiert.

Der Personalaufwand liegt um 9,0 Mio. Euro über

dem Vorjahr und beläuft sich auf 193,5 Mio. Euro.

Der Anstieg resultiert bei einem leicht gesunke -

nen Mitarbeiterbestand unter anderem aus tariflich

bedingten Gehaltsanpassungen. Darüber hinaus erhöhten

sich das Sanierungsgeld der ZVK sowie die

Aufwendungen für die Altersversorgung durch die

Zuführung zur Rückstellung für Energiedeputate. Die

Rückstellungszuführung wurde aufgrund des durch

die Strompreisentwicklung gestiegenen Deputatwerts

erforderlich.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen

mit 200,2 Mio. Euro um 34,5 Mio. Euro über dem Vorjahr.

Der Anstieg resultiert insbesondere aus Zuführungen

zu Rückstellungen, wovon 17,2 Mio. Euro auf

das Wasserkartellverfahren entfallen.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen hat sich gegenüber

dem Vorjahr um 10,8 Mio. Euro auf 16,5 Mio. Euro

verbessert. Der Hauptgrund hierfür war die Ergebnisentwicklung

unserer Netzgesellschaft NRM. Während

wir im Vorjahr durch die bilanzielle Umsetzung

regulatorischer Vorgaben einen Verlust in Höhe von

15,9 Mio. Euro übernehmen mussten, weist die Gesellschaft

2012 einen Gewinn in Höhe von 6,1 Mio.

Euro aus. Gegenläufig schlug sich mit 12,6 Mio. Euro

die Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der

GKI nieder. Die geringeren Betriebsstunden aufgrund

der vorrangigen Einspeisung erneuerbarer Energien

belasten die Rentabilität des hocheffizienten Gaskraftwerks.

Das Zinsergebnis liegt mit –11,2 Mio. Euro auf dem

Vorjahresniveau.

Aufgrund von steuerlich nicht ansetzbaren Rückstellungssachverhalten

erhöhten sich die Steuern vom

Einkommen und vom Ertrag trotz eines nahezu konstanten

Vorsteuerergebnisses um 7,1 Mio. Euro auf

26,6 Mio. Euro.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt 1.367,2 Mio. Euro und liegt

um 55,3 Mio. Euro bzw. 4,2 % über der Bilanzsumme

des Vorjahres.

Auf der Aktivseite ist das langfristig gebundene Vermögen

um 59,9 Mio. Euro gestiegen. Der Anstieg

entfällt mit 54,6 Mio. Euro überwiegend auf das

Finanzanlagevermögen und steht insbesondere im

Zusammenhang mit dem Ausbau unseres Windparkund

Photovoltaikportfolios. Der Buchwert des Sachanlagevermögens

ist nahezu unverändert. Den Abschreibungen

in Höhe von 60,2 Mio. Euro stehen

dabei Investitionen in Höhe von 65,8 Mio. Euro gegenüber.

Der Anteil des Anlagevermögens an der

Bilanzsumme beträgt 74,7 % (Vorjahr 73,3 %). Das

Anlagevermögen ist zu 34,9 % (Vorjahr 37,1 %)

durch Eigenkapital gedeckt. Unter Berücksichtigung

der erhaltenen Zuschüsse ist das Anlagevermögen zu

45,1 % (Vorjahr 46,3 %) gedeckt.

Das Umlaufvermögen liegt mit 344,5 Mio. Euro nahezu

auf dem Vorjahresniveau. Die Forderungen aus

Lieferungen und Leistungen legten im Wesentlichen

durch Umsatzzuwächse um 35,3 Mio. Euro zu. Die

Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten

sich hingegen um 52,3 Mio. Euro, überwiegend

durch ein geringeres Stichtagsguthaben aus

dem von der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding

GmbH (SWFH) geführten Cash Pool.

Bei unverändertem Eigenkapital ergibt sich eine Eigenkapitalquote

in Höhe von 26,1 % (Vorjahr 27,2 %).

Der Anstieg auf der Passivseite entfällt mit 31,5 Mio.

Euro auf Verbindlichkeiten und mit 27,9 Mio. Euro

auf Rückstellungen.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten resultiert insbesondere

aus den höheren Verbindlichkeiten aus dem

Lieferungs- und Leistungsverkehr, der im Wesentlichen

Netzentgelte für Kunden außerhalb unseres

Netzgebiets und den Energiebezug betrifft, sowie aus

den aufgrund höherer Steuerverbindlichkeiten gestiegenen

sonstigen Verbindlichkeiten. Ferner stiegen

die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen im Wesentlichen aufgrund von höheren

Termingeldanlagen unserer Tochterunternehmen.

Die Zunahme der Rückstellungen betrifft eine Drohverlustrückstellung

für die zukünftigen Verluste durch

die Abwicklung des Wasserkartellverfahrens. Darüber

hinaus waren Risikovorsorgen im Zusammenhang mit

der Energiebeschaffung und geringeren Kraftwerkseinsatzstunden

durch die Energiewende erforderlich.

Die Investitionen gliedern sich wie folgt:

mio. € 2012 2011

Erzeugungsanlagen 9,5 16,4

Verteilungsanlagen 42,3 52,6

Grundstücke und Gebäude 4,3 20,6

Finanzanlagen 55,8 34,0

Sonstiges 17,5 21,4

129,4 145,0

Die Investitionsprojekte für den Ausbau und den Erhalt

der Verteilnetze für die Strom-, Gas-, Wasserund

Wärmeversorgung stellen den Schwerpunkt der

Sachanlageinvestitionen dar. Von den Finanzinvestitionen

stehen 37,0 Mio. Euro im Zusammenhang

mit dem Erwerb von Windparks und einem Photovoltaikpark.

Finanzlage

Die nachfolgende Kapitalflussrechnung zeigt die finanzielle

Entwicklung des Unternehmens:

mio. € 2012 2011 veränderung

Cashflows aus der laufenden

Geschäftstätigkeit 81,3 155,0 – 73,7

Cashflows aus der

Investitionstätigkeit – 151,4 – 161,1 9,7

Cashflows aus der

Finanzierungstätigkeit – 35,3 – 91,3 56,0

Zahlungswirksame

Veränderung des

Finanzmittelfonds – 105,4 – 97,4 – 8,0

Der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

ist gegenüber dem Vorjahr um 73,7 Mio. Euro

gesunken und beträgt 81,3 Mio. Euro. Bei einem um

6,3 Mio. Euro geringeren Jahresüberschuss ist dies

insbesondere auf höhere Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen zurückzuführen. Gegenläufig

haben sich gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen sowie Rückstellungen ausgewirkt.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit weist

einen leicht geringeren Mittelabfluss als im Vorjahr

aus und beträgt –151,4 Mio. Euro. Dabei gab es jedoch

eine Verschiebung von Investitionen in Immobilien

hin zu Beteiligungen im Bereich der erneuerbaren

Energien. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

ist wie im Vorjahr negativ. Jedoch führten eine

niedrigere Gewinnabführung an die SWFH sowie

eine Darlehensaufnahme zu einer Verringerung von

– 91,3 Mio. Euro auf –35,3 Mio. Euro. Die Darlehensaufnahme

entfällt im Wesentlichen auf Gelder, die

uns im Rahmen des mit der Frankfurter Sparkasse

14 15


lagebericht

Geschäftsentwicklung / mitarbeiterinnen und mitarbeiter

lagebericht

forschung und entwicklung / Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand

entwickelten Öko-FestzinsSparens als Darlehen zweck -

gebunden für Investitionen in erneuerbare Energien

zur Verfügung gestellt werden.

Insgesamt konnten die Mittelabflüsse aus der lnvestitions-

und Finanzierungstätigkeit nicht aus der laufenden

Geschäftstätigkeit gedeckt werden, sodass

sich der Finanzmittelbestand um 105,4 Mio. Euro vermindert

hat. Er setzt sich aus den Forderungen aus

der Konzernfinanzierung (63,4 Mio. Euro; Vorjahr

146,9 Mio. Euro) sowie den liquiden Mitteln (2,9 Mio.

Euro; Vorjahr 3,5 Mio. Euro) abzüglich der Verbindlichkeiten

aus der Konzernfinanzierung (60,2 Mio.

Euro; Vorjahr 38,9 Mio. Euro) zusammen. Die Forderungen

aus der Konzernfinanzierung entfallen vollständig

auf die bei der SWFH im Rahmen des Cash

Pools angelegten Tagesgelder. Bei den Verbindlichkeiten

aus der Konzernfinanzierung handelt es sich

um Tagesgeldanlagen von Beteiligungen. Termingeldanlagen

bei der SWFH mit einer Laufzeit von mehr als

drei Monaten in Höhe von 60 Mio. Euro wurden im

Cashflow aus der Investitionstätigkeit dargestellt.

Angaben zu den Tätigkeitsabschlüssen

nach § 6b EnWG

Gemäß der am 3. August 2011 im Bundesgesetzblatt

veröffentlichten Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes

(EnWG) ist im Lagebericht auf die Tätigkeiten im

Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG einzugehen. Zur Vermeidung

von Diskriminierung und Quersubventionierung

sind vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen

zur Führung von getrennten Konten

je Tätigkeitsbereich sowie zur Aufstellung von gesonderten

Tätigkeitsabschlüssen verpflichtet. Als Tätigkeitsbereiche

definiert das Gesetz die Elektrizitätsübertragung,

Elektrizitätsverteilung, Gasfernleitung,

Gasverteilung, Gasspeicherung sowie den Betrieb

von Flüssiggas-Anlagen (LNG-Anlagen). Ferner gehört

zu den Tätigkeiten jede wirtschaftliche Nutzung

eines Eigentumsrechts an Strom- und Gasnetzen,

Gasspeichern oder LNG-Anlagen.

Entsprechend dieser Berichtspflicht werden in der

internen Rechnungslegung der Mainova jeweils getrennte

Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitätsund

Gasverteilung und für sonstige Tätigkeiten innerhalb

sowie außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors

geführt. Ferner werden für diese Tätigkeitsbereiche

eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung

erstellt.

Die Ergebnisse der Tätigkeitsbereiche Elektrizitätsund

Gasverteilung der Mainova werden von den Erlösen

aus der Verpachtung der Strom- und Gasnetze

an die NRM sowie von der Abführung des Gewinns

der NRM bestimmt. Den Aufwendungen aus der Konzessionsabgabe

(sonstige betriebliche Aufwendungen)

stehen Erträge aus der Weiterbelastung der

Konzessionsabgabe an die NRM (sonstige betriebliche

Erträge) gegenüber.

Im Tätigkeitsbereich Stromverteilung wurde ein Jahresgewinn

in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr Jahresfehlbetrag

von 2,3 Mio. Euro) ausgewiesen. Der

Grund liegt in der positiven Ergebnisentwicklung der

NRM. Die Bilanzsumme beläuft sich zum Stichtag auf

204,5 Mio. Euro (Vorjahr 208,2 Mio. Euro) und entspricht

46,3 % (Vorjahr 59,0 %) der Bilanzsumme des

Elektrizitätssektors der Mainova. Auf der Aktivseite

erhöhten sich die Sachanlagen investitionsbedingt um

1,5 Mio. Euro auf 188,2 Mio. Euro. Die Forderungen

gegen verbundene Unternehmen verminderten sich

um 4,8 Mio. Euro. Auf der Passivseite sind die von

Kunden empfangenen Ertragszuschüsse um 9,9 Mio.

Euro und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

um 3,6 Mio. Euro gestiegen.

Der Tätigkeitsbereich Gasverteilung weist einen Jahresüberschuss

in etwa auf dem Vorjahresniveau in

Höhe von 23,9 Mio. Euro (Vorjahr 22,0 Mio. Euro)

aus. Die Bilanzsumme beträgt 159,7 Mio. Euro (Vorjahr

161,1 Mio. Euro); sie macht rund 35,7 % (Vorjahr

35,4 %) der Bilanzsumme des Gassektors der

Mainova aus. Während sich das Sachanlagevermögen

um 6,2 Mio. Euro erhöht hat, ist die Verringerung

der Bilanzsumme insbesondere durch das Working

Capital verursacht.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Wir beschäftigten zum Jahresende 2.807 (Vorjahr

2.845) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen

sich 127 (Vorjahr 130) in der Ruhephase der Altersteilzeit

(Blockmodell) befanden. Zum Ende des

Berichtsjahres waren 1.404 (Vorjahr 1.424) Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung

für unsere Tochterunternehmen

NRM, MED, MSD und SRM tätig. Die SWFH erbringt für

den Konzern wesentliche Teile einer qualitativ erstklassigen

Berufsausbildung. Sie beschäftigte für uns

zum Jahresende 98 (Vorjahr 97) Auszubildende.

Forschung und Entwicklung

Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im

Jahr 2012 konzentrierten sich auf innovative Zukunftslösungen

im Hinblick auf umweltfreundliche

Energieerzeugung und die Speicherung von Energie.

In Kooperation mit der Universität Gießen haben wir

ein Pilotprojekt zur CO 2 -Reduzierung gestartet. Auf

dem Dach des Heizkraftwerks West haben wir eine

Algenzuchtanlage in Betrieb genommen, mit deren

Hilfe klimaschädliches CO 2 in Algen gebunden und zu

Biomasse umgewandelt werden kann.

Im November haben wir die europaweit erste Anlage

zur Stromerzeugung aus organischer Photovoltaik in

Betrieb genommen. Die Technologie gilt als zukunftsweisend

für die Erschließung erneuerbarer Energien,

da sie umweltfreundlich und kostengünstig herzustellen

und flexibel einsetzbar ist. Die transparenten

Kunststofffolien, sogenannte organische Halbleiter,

erzeugen schon bei geringer Sonneneinstrahlung

oder künstlichem Licht Strom. Die Einsatzmöglichkeiten

sind im Gegensatz zu den herkömmlichen,

starren Photovoltaik-Modulen vielfältig. So lassen

sich die flexiblen Folien großflächig an Fassaden anbringen

oder in Fensterglas integrieren.

Zudem planen wir im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts

mit anderen Unternehmen der Thüga-Grup pe,

in unserem Netzgebiet eine Demonstrationsanlage zu

bauen und zu betreiben, mit deren Hilfe Strom aus

Wind und Sonne in Wasserstoff umgewandelt und in

das Gasnetz eingespeist werden kann. Das Gasnetz

kann somit als Energiespeicher genutzt werden. Mit

dem Bau soll im zweiten Quartal 2013 begonnen werden,

sodass die Anlage Ende 2013 in Betrieb gehen

kann. Mit dem bis Ende 2016 dauernden Demonstrationsbetrieb

wollen wir einen Beitrag zu den klimapolitischen

Zielen der Bundesregierung leisten.

Grundzüge des Vergütungssystems

für den Vorstand

Für die Festlegung der Gesamtbezüge der einzelnen

Vorstandsmitglieder ist gemäß dem am 5. August

2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit

der Vorstandsvergütung (VorstAG) das Aufsichtsratsplenum

zuständig.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus

einer fixen und einer variablen Vergütung zusammen.

Die fixe Vergütung besteht aus einer Grundvergütung

und einem Tantiemeanteil. Lediglich die Grundvergütung

ist ruhegehaltsfähig. Zusätzlich erhalten die

einzelnen Vorstandsmitglieder Sachleistungen, die

individuell versteuert werden. Diese umfassen im Wesentlichen

marktübliche Versicherungsleistungen

und Dienstwagen. Die variable Vergütung teilt sich in

eine kurzfristige variable Vergütungskomponente sowie

ein langfristiges Anreizprogramm (LAP) auf.

Die Höhe der kurzfristigen variablen Vergütungskomponente

ist an das Erreichen von Finanzzielen gekoppelt.

Sie bemisst sich dabei am Ergebnis der gewöhnlichen

Geschäftstätigkeit (EBT Mainova-Konzern)

zuzüglich des außerordentlichen Ergebnisses gemäß

§ 275 Abs. 2 Nr. 17 HGB des Mainova-Konzerns.

Um die Nachhaltigkeit und Langfristigkeit der Vergütungsstruktur

zu erhöhen und den Anforderungen

des VorstAG in vollem Umfang zu genügen, nehmen

die Vorstandsmitglieder an dem langfristigen Anreizprogramm

LAP teil. Die Auszahlung im Rahmen des

LAP erfolgt am Ende eines dreijährigen Performancezeitraums.

Dabei bestimmt das Erreichen von vorab

definierten finanziellen und qualitativen Erfolgszielen

die Höhe der Auszahlung. Als finanzielles Erfolgsziel

dient dabei das erreichte kumulierte Ergebnis der

gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT Mainova-Konzern)

zuzüglich des außerordentlichen Ergebnisses

gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 17 HGB des Mainova-Konzerns

während des Performancezeitraums. Als qualitative

Erfolgsziele werden die „Mitarbeiterzufriedenheit“

und „Kundenzufriedenheit“ herangezogen.

Die Auszahlung der langfristigen variablen Vergütungskomponente

ist nach oben hin begrenzt (Kappung).

Beim Nichterreichen von Mindestzielen entfällt

eine Auszahlung der langfristigen variablen

Vergütungskomponente vollständig.

Für die kurzfristige und langfristige variable Vergütung

hat der Aufsichtsrat eine Anpassungsmöglichkeit

für außerordentliche Entwicklungen vereinbart.

16 17


lagebericht

Erläuternder Bericht des Vorstands nach § 289 Abs. 4 HGB

lagebericht

Erläuternder Bericht des Vorstands nach § 289 Abs. 4 HGB / Risiko- und Chancenbericht

Erläuternder Bericht des Vorstands

nach § 289 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Mainova beträgt 142.336.000

Euro und ist in 5.560.000 nennbetragslose Stückaktien,

jeweils mit einem rechnerischen Anteil am

Grundkapital von 25,60 Euro je Aktie, eingeteilt. Davon

lauten 5.499.296 (rund 98,9 %) auf den Namen

und 60.704 (rund 1,1 %) auf den Inhaber. Die Inhaberaktien

sind zum regulierten Markt an der Frankfurter

Wertpapierbörse zugelassen. Die mit den Aktien

verbundenen Rechte und Pflichten richten sich

nach dem Aktiengesetz. Aktien mit Sonderrechten,

die Kontrollbefugnisse verleihen, wurden nicht ausgegeben.

Die am Kapital der Gesellschaft beteiligten

Arbeitnehmer können ihre Stimmrechte uneingeschränkt

selbst ausüben.

Nach Kenntnis der Gesellschaft hält die Mehrheitsaktionärin

SWFH 4.170.002 Namens-Stückaktien und

12.078 Inhaber-Stückaktien (insgesamt rund 75,22 %).

Diese Aktien werden der Stadt Frankfurt am Main

zugerechnet. Von der Minderheitsaktionärin Thüga

Aktiengesellschaft (Thüga) werden nach Kenntnis

der Gesellschaft 1.329.294 Namens-Stückaktien und

31.216 Inhaber-Stückaktien gehalten (insgesamt

rund 24,47 %). Diese Aktien werden der Thüga Holding

GmbH & Co. KGaA (Thüga Holding) zugerechnet.

Die restlichen Aktien befinden sich im Streubesitz

(rund 0,31 %). Die SWFH und die Thüga stimmen

die Ausübung der Stimmrechte aus den Aktien nach

Maßgabe der konsortialvertraglichen Vereinbarungen

ab.

Die Namens-Stückaktien sind nur mit der Zustimmung

der Gesellschaft übertragbar, soweit diese

nicht auf die SWFH übertragen werden. Die Hauptversammlung

entscheidet über die Zustimmung.

Der Vorstand ist nicht zur Ausgabe oder zum Rückkauf

von Aktien befugt. Die Zwangseinziehung von

Aktien ist gemäß § 5 der Satzung zugelassen.

Gemäß § 6 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens

zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der

Aufsichtsrat die Mitglieder des Vorstands. Für die Bestellung

von Vorstandsmitgliedern ist gemäß § 31

MitBestG eine Mehrheit von mindestens zwei Dritteln

der Stimmen der Mitglieder des Aufsichtsrats

erforderlich. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder

des Vorstands gemäß § 84 Abs. 1 S. 1 AktG auf höchstens

fünf Jahre. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 84

Abs. 3 AktG auch für den Widerruf der Bestellung zuständig.

Soweit nicht gesetzlich zwingend etwas anderes vorgeschrieben

ist, bedürfen Satzungsänderungen der

einfachen Kapital- und Stimmenmehrheit.

Von den durch die Gesellschaft in Anspruch genommenen

Darlehen könnten im Falle eines Kontrollwechsels

insgesamt Darlehen in Höhe von 42,2 Mio.

Euro vom Darlehensgeber gekündigt werden. Dies

würde sich belastend auf die Liquidität der Gesellschaft

auswirken. Die Kündigungsrechte bestehen

jedoch nicht uneingeschränkt. So können sie bei einigen

Darlehen nicht ausgeübt werden, wenn zusätzliche

Sicherheiten gestellt werden (29,7 Mio. Euro)

beziehungsweise bei anderen Darlehen keine Bonitätsverschlechterung

des Darlehensnehmers eintritt

(12,5 Mio. Euro).

Die Mainova hat mit ihren Mitgesellschaftern in der

Thüga Holding Vereinbarungen geschlossen, die gegenseitige

Call-Optionen für den Fall eines Kontrollwechsels

bei einer Partei vorsehen. Abweichend von

den Vorschriften der §§ 289 Abs. 4 Nr. 8, 315 Abs. 4

Nr. 8 HGB und des Deutschen Rechnungslegungsstandards

Nr. 15 (DRS 15) liegt ein Kontrollwechsel im

Sinne dieser Vereinbarung dann vor, wenn eine Person,

die zuvor keine Mehrheit der Stimmen oder des

Kapitals an einer Partei hält oder anderweitig keinen

direkten oder indirekten beherrschenden Einfluss im

Sinne des § 17 AktG auf eine Partei ausübt, eine solche

Mehrheit beziehungsweise einen solchen direkten

oder indirekten beherrschenden Einfluss erlangt.

Jede von einem Kontrollwechsel nicht betroffene Partei

ist jeweils nach dem Verhältnis ihrer Beteiligung

berechtigt, von der durch den Kontrollwechsel betroffenen

Partei die Übertragung der betreffenden Aktien

zu verlangen. Der Kaufpreis für die von der Call-

Option betroffenen Aktien entspricht dem anteiligen

Ertragswert.

Nachfolgend sind die weiteren wesentlichen Vereinbarungen

aufgeführt, die unter der Bedingung eines

Kontrollwechsels stehen.

Im Partnerschaftsvertrag über den Bau und Betrieb

eines Gas- und Dampfkraftwerks am Standort Irsching

haben die Vertragsparteien vereinbart, sich im Falle

eines bei einer Partei eintretenden Kontrollwechsels

die jeweils gehaltenen Geschäftsanteile an der GKI

gegenseitig zum Kauf anzubieten. Bei einem Ausscheiden

aus der Kraftwerksgesellschaft würde die

Mainova einen maßgeblichen Teil ihrer Eigenerzeugungskapazität

für Strom verlieren.

Der Konsortialvertrag mit der Beteiligungsholding

der Stadt Hanau und der Gesellschaftsvertrag der

NRM stehen unter dem Vorbehalt der Kündbarkeit für

den Fall des Kontrollwechsels.

Der Gesellschaftsvertrag der MHKW sieht die Möglichkeit

der Kündigung für den Fall vor, dass es bei

der Mainova oder dem Vertragspartner, der Frankfurter

Entsorgungs- und Service GmbH, zu einem

Kontrollwechsel kommt.

Im Konsortialvertrag der Dynega Energiehandel

GmbH ist die Möglichkeit des Ausschlusses eines Gesellschafters

durch Gesellschafterbeschluss vorgesehen,

wenn dieser nicht mehr zumindest überwiegend

unmittelbar oder mittelbar in kommunalem Eigentum

steht oder nicht mehr kommunaler Kontrolle

unterliegt.

Der Gesellschaftsvertrag der Gemeinschaftskraftwerk

Bremen GmbH & Co. KG (GKB) sieht vor, dass die

Kommanditisten einen der ihren aus der Gesellschaft

ausschließen können, falls es bei diesem zu einem

Kontrollwechsel kommt.

Für den Fall, dass die Stadt Frankfurt am Main mit

dem ihr direkt und indirekt zuzurechnenden Anteil

nicht mehr die Mehrheit am stimmberechtigten

Grundkapital der Mainova innehat (Kontrollwechsel),

oder im Falle eines Rechtsformwechsels gemäß

§§ 190 ff. UmwG oder bei Abschluss eines wirksamen

Vertrags, der die Mainova der Beherrschung eines

anderen Unternehmens außerhalb des Konzerns der

SWFH unterstellt (Beherrschungsvertrag gemäß § 291

Abs. 1 S. 1 1. Alt. AktG), gewährt die Mainova dem

Vorsitzenden des Vorstands ein Sonderkündigungsrecht

und das Recht zur Niederlegung seines Amts.

Für den Fall der wirksamen und fristgerechten Kündigung

und Amtsniederlegung erhält der Vorsitzende

des Vorstands eine Abfindung in Höhe des Zweifachen

seiner letztmaligen Jahresgesamtbezüge. Die maximale

Obergrenze ist jedoch die Höhe der Gesamtvergütung

für die Restlaufzeit des Dienstvertrags.

Risiko- und Chancenbericht

Der Wandel in der Energiewirtschaft führt zu einer

steigenden Komplexität und somit zu einem Anstieg

der unternehmerischen Risiken. Diese resultieren insbesondere

aus geänderten politischen Rahmenbedingungen,

dem Ausbau der erneuerbaren Energien im

Zuge der Energiewende und den damit verbundenen

wirtschaftlichen Konsequenzen für unsere konventionellen

Erzeugungsanlagen. Darüber hinaus führen

sowohl die zunehmende Wettbewerbsintensität auf

den Vertriebsmärkten als auch höhere regulatorische

Anforderungen zu einem steigenden Risikoaufkommen.

Aufgrund dieser Entwicklungen gewinnt eine

nachhaltige Steuerung der Risiken an Bedeutung.

Risikomanagementsystem

Risikoeinschätzungen werden über ein systematisches

Risikomanagement abgebildet. Dabei verstehen

wir das Risikomanagement als planmäßige Identifizierung,

adäquate Bewertung sowie Steuerung von

Chancen und Risiken. Risiko ist hierbei als eine negative

Abweichung von unternehmerischen Zielen

oder Planwerten definiert. Demgegenüber bezeichnen

wir Chancen als positive Abweichungen vom

geplanten Unternehmensergebnis. Die Basis für die

Chancen- und Risikobewertung bilden Einschätzungen

sowie Annahmen über denkbare zukünftige Entwicklungen

und Ereignisse.

Die Risiken werden in Markt- und Unternehmensrisiken

gegliedert. Marktrisiken ergeben sich hauptsächlich

durch Preisveränderungen an den Absatzund

Beschaffungsmärkten, während die allgemeinen

Unternehmensrisiken alle sonstigen aus unserer Geschäftstätigkeit

resultierenden Risiken umfassen.

Die Risikosteuerung erfolgt anhand einer Risikotragfähigkeitsbetrachtung,

welche im Sinne eines Limitsystems

die Gegenüberstellung von Risiken und den

dazugehörigen Risikodeckungspotenzialen beinhaltet.

Im Rahmen eines Früherkennungssystems werden

die Risiken von unseren Unternehmensbereichen

bzw. den einbezogenen Tochterunternehmen systematisch

und eigenverantwortlich erfasst und differenziert

bewertet. In deren Verantwortung liegt es

ebenfalls, Maßnahmen zur Kontrolle, Reduzierung

und Vermeidung von Risiken zu initiieren und ihre

Wirksamkeit sicherzustellen.

18 19


lagebericht

Risiko- und Chancenbericht

lagebericht

Risiko- und Chancenbericht

Die Koordination und die Steuerung des Risikomanagements

sind dem Bereich „Finanzen, Rechnungswesen

und Controlling“ zugeordnet. Dieser ist für die

Berichterstattung über die Chancen- und Risikolage

an den Vorstand sowie an unseren Aufsichtsrat

verant wortlich. Unvorhergesehene wesentliche Veränderungen

der Risikosituation werden vom Risikomanagement

oder von den verantwortlichen Unternehmensbereichen

ad hoc an die Unternehmensleitung

berichtet.

Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird

regelmäßig durch die interne Revision geprüft.

Zudem begutachtet der Wirtschaftsprüfer die Einhaltung

der gesetzlichen Bestimmungen nach § 91

Abs. 2 AktG.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine Risiken erkennbar,

die den Fortbestand des Unternehmens gefährden

könnten.

Marktrisiken

Das sich verändernde Branchenumfeld führt nachhaltig

zu immer stärkeren und schwerer zu prognostizierenden

Preisbewegungen an den Rohstoff- und

Energiebeschaffungsmärkten. Die zunehmende Preis -

volatilität birgt sowohl im Rahmen der Beschaffung

von Strom und Gas für unsere Kunden als auch bei

der Vermarktung der in unseren eigenen Kraftwerken

erzeugten Energie vielfältige Risiken auf der Beschaffungs-

und Absatzseite.

Der steigende Anteil an vorrangig ins Netz eingespeistem

Strom aus erneuerbaren und schwankenden

Energiequellen hat zu einem Verfall der Preise

am Großhandelsmarkt geführt. Gleichzeitig kommen

unsere Kraftwerke zur Deckung von Nachfragespitzen,

wie beispielsweise zur Mittagszeit, immer seltener

zum Einsatz, da zu diesen Zeiten ausreichend

Solar- und Windstrom vorhanden ist. Sinkende

Strompreise und geringere Betriebsstunden beeinträchtigen

daher die Erlöspotenziale aus unseren

Erzeugungsanlagen.

Dieser Entwicklung begegnen wir mit einer langfristig

und risikodiversifiziert ausgelegten Vermarktungsstrategie,

die einer regelmäßigen Überprüfung

und Anpassung auf der Basis der Entwicklungen an

den Energie- und Rohstoffmärkten unterliegt.

Zur Absicherung der Preisrisiken aus der Brennstoffbeschaffung

setzen wir Kohle-, Gas- und Öl-Swaps als

Sicherungsinstrumente ein. Gleichzeitig wird zur Sicherung

der Stromerlöse ein Vermarktungsgeschäft

(Forward) für die eigenerzeugten Mengen abgeschlossen.

Bei der bilanziellen Darstellung konnten

für einzelne Kohle-, Gas- und Öl-Swaps keine Bewertungseinheiten

im Sinne des § 254 HGB gebildet werden,

obwohl eine ökonomische Sicherungsbeziehung

besteht.

Strommengen für unser Vertriebsportfolio decken

wir an den Großhandelsmärkten ein. Preisrisiken

minimieren wir an dieser Stelle durch eine gestreute

Beschaffung. Diese Beschaffungsstrategie gewährleistet

zum einen marktorientierte Beschaffungskonditionen

und zum anderen schließt sie spekulative

Elemente aus.

Aufgrund der fortdauernden und stärker werdenden

Entkopplung des Gaspreises vom Ölpreis besteht bei

unseren langfristigen, ölpreisgebundenen Gasbezugsverträgen

das Risiko negativer Beschaffungsspreads.

Dem wirken wir einerseits mit Absicherungsgeschäften

entgegen. Darüber hinaus bereiten

wir für den Zeitraum nach dem Auslaufen der ölpreisgebundenen

Beschaffungsverträge risikoaverse und

marktnahe Strategien vor.

In begrenztem Umfang betreiben wir Eigenhandel

mit definierten Commodities mit dem Ziel, Handelsmargen

aus den Preisbewegungen am Markt zu generieren.

Für die Steuerung und Überwachung der Marktrisiken,

welche sich aus den Kerngeschäftsprozessen

Energiebezug und Handel, Vertrieb und Erzeugung

ergeben, ist das Markt-Risiko-Komitee (MRK) verantwortlich.

Um Marktrisiken beherrschbar zu machen,

haben wir klare Strategien und Rahmenbedingungen

definiert, in deren Grenzen Beschaffungs- und Vermarktungsaktivitäten

sowie finanzielle Sicherungsund

Eigenhandelsgeschäfte durchgeführt werden

können. Die Basis hierfür bildet das Risikomanagementhandbuch,

welches durch das MRK freigegeben

und regelmäßig überprüft wird.

Die Grundlage für die Risikosteuerung ist ein entsprechendes

von den operativen Einheiten unabhängiges

Risikoberichtswesen, das kontinuierlich die

Risiken auf der Basis der zugelassenen Instrumente

überwacht. Die zentrale Kennzahl zur Steuerung der

Risiken ist der Value-at-Risk (VaR). Darüber hinaus

werden Volumen- und absolute Verlustlimite als Steuerungsgrößen

definiert.

Bezüglich der Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

verweisen wir auf den Abschnitt 5 im

Anhang.

Unternehmensrisiken

Die allgemeinen Unternehmensrisiken umfassen alle

Arten von Risiken, die sich aus unserer Geschäftstätigkeit

ergeben. Sie werden entlang der Wertschöpfungsstufen

in die Kategorien Erzeugung, Vertrieb,

Netz und Regulierung, Finanzen und Beteiligungen,

Shared Service sowie Recht, Compliance und Revision

eingeteilt.

Erzeugung

Aus dem Kraftwerksbetrieb können sich trotz regelmäßiger

Überwachung und Modernisierung von Erzeugungsanlagen

Risiken aufgrund von technischen

Störungen bzw. des Ausfalls von Anlagen ergeben.

Die sachgerechte Instandhaltung und Wartung der

Anlagen reduziert diese Risiken. Bei auftretenden

Schäden und Ausfällen können wir die finanziellen

Auswirkungen in begrenztem Ausmaß durch abgeschlossene

Versicherungen verringern.

Durch die Energiewende und die vorrangige Einspeisung

von Strom aus erneuerbaren Energien ergeben

sich neben den Risiken aus sinkenden Erzeugungsmengen

auch Chancen. Wir ergreifen diese, indem

wir in regenerative Erzeugungsanlagen investieren.

Dabei beteiligen wir uns vor allem an Onshore-Windparks

in unserer Region.

Ferner steigern wir durch Optimierungsmaßnahmen

in unseren konventionellen Kraftwerken die Rentabilität

unseres Kraftwerksparks. So haben wir die großen

Kraftwerksblöcke an den Standorten West und

Niederrad für die Teilnahme am sogenannten Minutenreservemarkt

qualifiziert. Unsere Kraftwerke sind

somit in der Lage, Netzschwankungen kurzfristig

auszugleichen. Dadurch leisten sie einen zunehmenden

Beitrag zur Sicherstellung der Netzstabilität und

Versorgungssicherheit.

Vertrieb

Der Kundenvertrieb unterliegt insbesondere Witterungs-

und Wettbewerbseinflüssen.

Die Absatzmengen für Erdgas und Fernwärme sind

in hohem Maße witterungsabhängig. So war das

Jahr 2012 im Durchschnitt deutlich kälter als das

Vorjahr, wodurch der Absatz an Privathaushalte bei

Erdgas und Wärme gestiegen ist.

Aus dem sich weiter intensivierenden Wettbewerb

auf den Privat- und Geschäftskundenmärkten ergeben

sich für uns sowohl Risiken als auch Chancen.

Die Chancen nutzen wir, indem wir unser Vertriebsgebiet

gezielt und fokussiert erweitern und so neue

Kunden gewinnen. Darüber hinaus ist die Bestandskundenpflege

ein wichtiger Baustein zur Sicherung

unserer bisherigen Marktanteile. Wir übernehmen

für unsere Kunden zunehmend die Funktion eines

umfassenden Energiedienstleisters.

Die im Jahr 2009 eingeleitete kartellrechtliche Überprüfung

unserer Wasserpreise wurde Mitte 2012

durch einen Vergleich mit dem Wirtschaftsministerium

des Landes Hessen beendet. Mit dem Vergleich

haben wir uns verpflichtet, die Wasserpreise in den

Jahren 2012 bis 2014 für alle Kunden im Tarif „Aqua

Classic“ unabhängig vom Jahresverbrauch um 20 %

gegenüber 2011 zu reduzieren. Darüber hinaus verpflichteten

wir uns, für die Jahre 2008 und 2009 zusätzliche

Preissenkungen von jeweils 20 % zu leisten.

Die wirtschaftlichen Belastungen aus der Vergleichsvereinbarung

sind überwiegend durch in Vorjahren

und im aktuellen Geschäftsjahr gebildete Risikovorsorgen

abgedeckt.

Der Bundesgerichtshof hat in verschiedenen Urteilen

gegen Gas- und Fernwärmeversorgungsunternehmen

Preisanpassungsklauseln in Erdgas- und Wärmelieferverträgen

für unwirksam erklärt. Unsere Gaspreisanpassungen

waren mehrfach Gegenstand gerichtlicher

Auseinandersetzungen. Kein Gericht hat bislang

unsere Gas- oder Wärmepreisanpassungsklauseln für

unwirksam befunden.

Netz und Regulierung

Regulatorische Risiken ergeben sich insbesondere

aus den Vorgaben des EnWG einschließlich der Verordnungen

sowie den Festlegungen der Bundesnetzagentur

(BNetzA) zu den Erlösen der Netzbetreiber.

Diese zwingen die Netzbetreiber, die Kosten zu senken

und gleichzeitig weiterhin eine angemessene

Versorgungsqualität zu gewährleisten.

Für die zweite Regulierungsperiode Gas (ab 2013) erwarten

wir Anfang 2013 die endgültige Festlegung

der Erlösobergrenze. Beim Strom hat die Vorbereitung

der zweiten Regulierungsperiode (ab 2014) mit

der Vorlage der für die Kostenprüfung der BNetzA

erforderlichen Daten begonnen.

20 21


lagebericht

Risiko- und Chancenbericht

lagebericht

Risiko- und Chancenbericht

Die Position der BNetzA, die Personalzusatzkosten

unserer Netzgesellschaft aufgrund der Mitarbeiterüberlassung

in die anstehenden Effizienzvergleiche

einzubeziehen, wird den Kostensenkungsdruck weiter

verschärfen. Wir haben eine Unterlassungsklage

gegen die Einbeziehung der Personalzusatzkosten in

den Effizienzvergleich eingereicht.

Bei der rechtlichen Sicherung der Nutzung öffentlicher

Verkehrswege für die Verlegung und den

Betrieb von Versorgungsinfrastruktureinrichtungen

müssen die konzessionsgebenden Städte und Gemeinden

inzwischen strukturierte Vergabeverfahren

umsetzen. Beim Auslaufen der Verträge ergeben sich

durch die Umsetzung der Vergabevorschriften eher

Wechsel der Konzessionsnehmer. Auch tendieren

Städte und Gemeinden im Umland dazu, selbst Netzeigentümer

zu werden und die Konzession an eine

kommunale Gesellschaft zu vergeben, die dann in der

Regel wiederum selbst einen etablierten Netzbetreiber

auswählt. Als ähnliches Modell werden auch Kooperationsgesellschaften

beim Teilnetzeigentum der

Städte und Gemeinden mit einem anderen Netzeigentümer

gesucht, die sich im Rahmen der Vergabeverfahren

bewerben können. Dieser Konzessionswettbewerb

bietet den etablierten Netzeigentümern

sowie Netzbetreibern jeweils Wachstumschancen.

Gleichzeitig birgt er aber auch das Risiko, eigene

Konzessionen an andere Netzeigentümer und -betreiber

zu verlieren.

Finanzen und Beteiligungen

In der Kategorie „Finanzen und Beteiligungen“ werden

finanzielle und steuerliche Risiken sowie Risiken

aus Beteiligungen erfasst. Die finanziellen Risiken

umfassen Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiken, Forderungsausfallrisiken

und Risiken aus der Nichteinhaltung

vereinbarter Finanzkennzahlen (Covenants)

aus der Fremdkapitalaufnahme.

Liquiditätsrisiken können bestehen, wenn die erforderlichen

Finanzmittel zur Einhaltung von Zahlungsverpflichtungen

nicht zur Verfügung stehen. Durch

die Einbindung in das systematische Liquiditätsmanagement

des Konzern-Treasury der SWFH wirken

wir diesen Risiken entgegen. Wir verfügen bei der

SWFH über eine durch das Konzern-Treasury-Gremium

genehmigte Kreditlinie in Höhe von 40 Mio.

Euro. Diese wurde im Jahr 2012 an wenigen Tagen

bis zu einer Höhe von rund 22 Mio. Euro in Anspruch

genommen. Bei Banken liegen keine Kreditlinien vor.

Zinsänderungsrisiken resultieren aus marktbedingten

Schwankungen der Zinssätze und wirken sich auf

die Höhe der Zinsaufwendungen aus. Bei uns bestehen

diese Risiken für verzinsliche Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten, bei denen die Laufzeiten

die vereinbarten Zinsbindungsfristen übersteigen.

Wir begegnen derartigen Zinsänderungsrisiken zum

Teil durch den Abschluss von Verträgen mit langfristigen

Zinsbindungsfristen. Darüber hinaus werden in

Einzelfällen Zinsswaps abgeschlossen.

Forderungsausfallrisiken bestehen in Bezug auf

die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage einerseits

bei den Kunden und andererseits bei den

Kontrahenten im Energiehandel. Ein anforderungsgerechtes

Forderungsmanagement sowie strenge Bonitätsrichtlinien

für den Abschluss von neuen Verträgen

und die Gewährung von Ratenplänen führten

hier zu einer Risikoreduktion.

Bei einem im Jahr 2004 abgeschlossenen Kreditvertrag

wird eine darin vereinbarte Covenant-Kennzahl

derzeit nicht erfüllt. Dies führt zu einem Zinsaufschlag

und damit zu einem höheren Zinsaufwand für

die Restlaufzeit des Darlehens von maximal 39 Tsd.

Euro. Das relevante Darlehen hat zum 31. Dezember

2012 eine Restvaluta von 12,5 Mio. Euro und läuft

noch bis zum 30. Dezember 2014.

Das Beteiligungscontrolling stellt im Rahmen der turnusmäßigen

Berichterstattung die Überwachung der

Risiken aus Beteiligungsgesellschaften sicher. Dabei

werden Plan-Ist-Abweichungen, die negative Auswirkungen

auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

haben können, analysiert und, falls es erforderlich ist,

gemeinsam mit der Gesellschaft Maßnahmen zur

Risikominimierung erarbeitet. Darüber hinaus werden

insbesondere mit den großen Beteiligungsgesellschaften

regelmäßige Gespräche geführt, in denen

die Unternehmensstrategie, Regulierungseinflüsse

und die Rentabilität größerer Investitionsvorhaben

erörtert werden. Sofern Ereignisse oder veränderte

Umstände darauf hindeuten, dass die Buchwerte unserer

Beteiligungsgesellschaften in ihrem Wert gemindert

sind, wird eine Werthaltigkeitsprüfung vorgenommen.

Shared Service

In dieser Kategorie werden insbesondere Risiken

aus den Bereichen Personal und IT erfasst. Im Personalbereich

sind wir einem zunehmenden Wettbewerb

um qualifiziertes Personal ausgesetzt. Um Risiken

aus der Abwanderung von Leistungsträgern in

Schlüsselfunktionen und dem damit verbundenen

Verlust von Know-how entgegenzuwirken, setzen wir

auf eine bedarfsgerechte, stärkenorientierte Personalentwicklung

und -förderung sowie auf die Weiterentwicklung

der Mitarbeiterkultur. Ein betriebliches

Gesundheitsmanagement sowie eine regelmäßige

Mitarbeiterbefragung tragen ebenfalls dazu bei.

Im IT-Bereich entstehen Risiken aufgrund einer

eingeschränkten Systemverfügbarkeit sowie aus Datenschutz-

und Integritätsgründen. Diesen Risiken

treten wir durch redundante Systemstrukturen, technische

und organisatorische Schutzmaßnahmen und

ein effizientes Berechtigungskonzept aktiv entgegen.

Die Aufrechterhaltung und Optimierung der komplexen

IT-Systeme werden maßgeblich durch den Einsatz

qualifizierter interner und externer Fachkräfte

sowie die kontinuierliche Modernisierung von Hardund

Software erreicht.

Recht, Compliance und Revision

Rechtliche Risiken können sich aus Änderungen der

Rechtslage durch das Inkrafttreten neuer oder geänderter

Gesetze und Verordnungen sowie aus höchstrichterlicher

Rechtsprechung ergeben. Die seitens

der EU-Kommission geforderte Novellierung der

Finanzmarktrichtlinie, kurz MiFID (Markets in Financial

Instruments Directive), sieht vor, dass Teile des

Energiemarkts in die Finanzmarktregulierung einbezogen

werden. Nach dem aktuellen Entwurf sind

wir unmittelbar nicht betroffen. Mittelbar können jedoch

Risiken entstehen, wenn Vorlieferanten unter

die Finanzmarktregulierung fallen.

Durch die Einführung der REMIT (Regulation on

Energy Market Integrity and Transparency) ergeben

sich für uns als Energieerzeuger und -händler seit

diesem Jahr Verpflichtungen zu Datenmeldungen

und -transparenz. Durch die Neugestaltung von internen

Prozessen sowie die Schulung von allen relevanten

Mitarbeitern kommen wir diesen neuen Anforderungen

nach.

Die finale Ausgestaltung der Mitte des Jahres 2012 in

Kraft getretenen EMIR-Verordnung (European Market

Infrastructure Regulation) wird aktuell auf EU-

Ebene diskutiert. Vom Ergebnis dieser Diskussion

hängt ab, inwieweit wir von Clearing- und Informationspflichten

betroffen sein werden.

Compliance-relevante Risiken umfassen Verstöße gegen

interne Richtlinien und Verhaltensregeln sowie

gesetzliche Vorgaben, wie z. B. Regelungen zu Korruption,

Datenschutz oder Umweltschutz- und Arbeitssicherheitsbestimmungen.

Zur Verminderung

der Compliance-Risiken führt das Compliance Management

Risikoanalysen durch und entwickelt hieraus

konzerneinheitliche Grundsätze und Maßnahmen,

mit denen erreicht wird, dass sich Mainova und

die für sie handelnden Personen rechts- und richtlinienkonform

verhalten und die Unternehmenswerte

beachten. Zu diesen Maßnahmen zählen z. B. ein Verhaltenskodex

und Compliance-Schulungen für Mitarbeiter

und Führungskräfte. Zudem wird sichergestellt,

dass für die betroffenen Compliance-Risiken

ein hinreichender Versicherungsschutz besteht.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

im Hinblick

auf den Rechnungslegungsprozess

nach § 289 Abs. 5 HGB

Die Zielsetzung des rechnungslegungsbezogenen internen

Kontroll- und Risikomanagementsystems ist es,

die Ordnungsmäßigkeit sowie die Verlässlichkeit der

Rechnungslegung und Finanzberichterstattung durch

die Implementierung von Kontrollen sicher zustellen.

Das System beinhaltet Grundsätze, Ver fahren, Regelungen

und Maßnahmen, um eine vollständige, korrekte

und zeitnahe Erfassung von Geschäftsvorfällen

unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu gewährleisten.

Die Grundlage hierfür sind die Identifikation

möglicher Fehlerquellen und die wirksame Begrenzung

daraus resultierender Risiken.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem

ist ein integraler Bestandteil des Rechnungslegungsprozesses

der mainova und erstreckt sich auf die

Finanzberichterstattung im gesamten Konzern. Es

beinhaltet eine klare Funktionstrennung zwischen

den beteiligten Bereichen, die darüber hinaus in

quantitativer wie qualitativer Hinsicht angemessen

ausgestattet sind. Bei allen rechnungslegungsrelevanten

Prozessen finden regelmäßig analytische

Prüfungen statt. Die im Risikomanagementsystem

erfassten und bewerteten Risiken werden im Jahresabschluss

berücksichtigt, sofern bestehende Bilanzierungsregelungen

dies vorschreiben.

Die für die Rechnungslegung eingesetzten IT-Systeme

sind durch Sicherheitsvorkehrungen gegen unbefugte

Zugriffe geschützt. Soweit es möglich ist,

wird Standardsoftware eingesetzt. Erhaltene oder

weitergegebene Rechnungslegungsdaten werden regelmäßig

in Stichproben auf Vollständigkeit und

Richtigkeit überprüft. Durch die eingesetzte Software

finden programmierte Plausibilitätsprüfungen statt.

22 23


lagebericht

Risiko- und Chancenbericht / Nachtragsbericht / Prognosebericht

lagebericht

Prognosebericht

Für die Umsetzung dieser Regelungen und die Nutzung

der Instrumentarien sind die beteiligten Bereiche

und Abteilungen zuständig.

Die Verantwortlichkeit für die Implementierung, Aufrechterhaltung

und Wirksamkeit des internen Kontroll-

und Risikomanagementsystems sowie die Überwachung

der Einhaltung der Vorgaben liegt bei dem

für Finanzen zuständigen Mitglied des Vorstands der

Mainova. Diese Verantwortung ist in der Geschäftsordnung

des Vorstands festgehalten. Die Einhaltung

der gesetzlichen Vorschriften und konzerninternen

Richtlinien für das Kontroll- und Risikomanagementsystem

wird von der internen Revision im Rahmen

von risikoorientierten Prüfungen überwacht.

Der Aufsichtsrat überwacht regelmäßig als übergeordnete

Instanz das interne Kontroll-, Risikomanagement-

und Revisionssystem auf seine Angemessenheit.

Nachtragsbericht

Aufgrund des Beschlusses des Aufsichtsrates vom

14. Februar 2013 wurde die Bestellung von Frau

Dr. Wolff-Hertwig als Mitglied des Vorstands mit

Wirkung zum 16. Februar 2013 widerrufen. Darüber

hinaus haben sich keine Vorgänge von besonderer

Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres ergeben.

Prognosebericht

Erwartete konjunkturelle Entwicklung

Nach aktuellen Prognosen des Deutschen Instituts für

Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin wird die wirtschaftliche

Entwicklung in Deutschland nach der Verlangsamung

im laufenden Jahr in 2013 wieder an

Dynamik gewinnen, sodass eine Wachstumsrate von

0,9 % erwartet wird.

Erwartete Entwicklung der Energiepreise

und des CO2-Emissionshandels

Wir rechnen damit, dass die Entwicklung der Energiepreise

in den kommenden Monaten weiterhin

maßgeblich von der europäischen Schuldenkrise, den

Wachstumserwartungen für die Weltwirtschaft sowie

den politischen und militärischen Spannungen im

Nahen Osten geprägt sein wird. Vor diesem Hintergrund

dürften die Energiekontrakte mit Erfüllungstermin

2013 und 2014 zunächst noch keine nachhaltigen

Preisanstiege verzeichnen, lediglich kurzfristige

stärkere Bewegungen nach oben sind denkbar.

Für die Brennstoffe Öl und Gas rechnen wir aufgrund

der weiterhin hohen Angebotsrisiken in der Nahostregion

und der absehbar robusten Öl- und Gasnachfrage

am Weltmarkt in den kommenden Monaten mit

einem seitwärts bis leicht aufwärts gerichteten Preisverlauf.

Größtes Preisrisiko für die Öl- und Gasnotierungen

bleiben der schwer prognostizierbare Ausgang

der europäischen Schuldenkrise und deren

Auswirkungen auf das derzeit bereits verhaltene

Wirtschaftswachstum in großen Schwellenländern,

die Hauptträger des weltweiten Gas- und Ölverbrauchswachstums

sind.

Für Steinkohle erwarten wir aufgrund der guten Angebotsentwicklung

am Weltmarkt einen tendenziell

weiter volatil seitwärts bis leicht aufwärts gerichteten

Preisverlauf.

Die Emissionsrechte könnten wegen des hohen Angebotsüberschusses

und der gedämpften Nachfrage

aufgrund des schwachen Wirtschaftswachstums in

Europa die Tiefststände aus dem Jahr 2012 durchaus

noch unterschreiten. Zentralen Einfluss auf den

Preisverlauf werden derzeit politisch diskutierte

Strukturreformmaßnahmen auf EU-Ebene haben. So

könnten sich etwa eine Anhebung des derzeitigen

Emissionsreduktionsziels von 20 % auf 30 % oder

Maßnahmen im Bereich des Preismanagements stützend

auf die Notierungen auswirken.

Wir erwarten, dass die Preisentwicklung für den

Grundlast-Stromterminkontrakt eng an die weitere

Entwicklung der Brennstoffpreise und die Entwicklungen

am Spotmarkt gekoppelt ist.

Zukünftige Geschäfts- und Ergebnisentwicklung

Die unsicheren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen

und die Preisentwicklungen auf den Energiemärkten

werden sich auf nahezu alle operativen

Bereiche der Mainova auswirken.

Im Vertrieb prägen der intensive Wettbewerb und die

steigende Preissensibilität der Kunden in den Segmenten

Strom und Erdgas das Geschäft in allen Kundengruppen.

Diese Entwicklung hat sich durch die

Erhöhung der EEG-Umlage im Jahr 2013 und die dadurch

neu entbrannte Diskussion um die Kosten der

Energiewende verschärft. Das Ziel des Vertriebs ist

es, trotz der Wettbewerbssituation das hohe Kundenbindungsniveau

durch attraktive Produkte zu halten

und den Absatz in überregionalen Vertriebsgebieten

zu steigern. Insbesondere beim Strom rechnen wir

daher mit einer Ergebnissteigerung. Für den sukzessiven

Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts für Privatund

Gewerbekunden sind im Jahr 2013 vorbereitende

Maßnahmen durchzuführen. Mit neuen innovativen

Produkten wollen wir im Sinne unserer Kundenorientierung

die Kunden optimal für die technischen

Neuerungen der Energiewende ausrüsten und in ein

wachsendes Geschäftsfeld investieren.

Die Ergebnisse aus der Vermarktung des in unseren

Kraftwerken erzeugten Stroms hängen stark von der

Entwicklung der Stromterminpreise einerseits und

der Brennstoffkosten andererseits ab. Einer weiteren

deutlichen Abwärtsbewegung der Stromterminpreise

unter das derzeit niedrige Niveau steht die Erwartung

moderat steigender Brennstoffkosten bei Kohle, Gas

sowie Emissionszertifikaten entgegen. Ergebnisbelastungen

ergeben sich durch den Wegfall der kostenlosen

Emissionszertifikatezuteilung ab dem Jahr

2013. Angesichts dieser Entwicklung sowie der geringeren

Betriebsstunden unserer konventionellen

Kraftwerke aufgrund der vorrangigen Einspeisung erneuerbarer

Energien ist eine zeitnahe Verbesserung

der Profitabilität aktuell nicht absehbar.

Das Netzgeschäft ist auch in Zukunft stark von Regulierungsvorgaben

geprägt. Das Ergebnis im Segment

Strom wird im Jahr 2013 von zusätzlichen Effizienzvorgaben

aus der Anreizregulierungsverordnung

(ARegV) belastet, welche die Erlösobergrenze im

Vergleich zu 2012 weiter reduziert. Im Segment Gas

wirken sich die Vorgaben zur Reduktion der Erlösobergrenze

in der zweiten Regulierungsperiode

(2013 – 2017) stärker aus als in der ersten Regulierungsperiode.

Die kontrovers diskutierte Nichtanerkennung

von Personalzusatzkosten und die Vorgaben

zur weiteren Effizienzsteigerung in der zweiten Regulierungsperiode

prägen die Ergebnisentwicklung,

da sie zu einer Reduktion der Erlösobergrenze führen.

Ferner sind Vorbereitungen für die technische

Umsetzung der Energiewende, z. B. bei der Einführung

von Smart Metern, zu treffen. Vor weitere Herausforderungen

stellt uns der Wettbewerb um Netzgebiete.

Der Aspekt der Rekommunalisierung wird

bei den Bemühungen um Konzessionen vermehrt

Kooperationsmodelle erfordern. Dabei muss es Ziel

sein, attraktive Gebiete auch unter strategisch-technisch

sinnvollen Gesichtspunkten zu gewinnen.

Die genannten Rahmenbedingungen spiegeln sich in

unserer Wirtschaftsplanung für die Geschäftsjahre

2013 und 2014 wider.

Durch die gegebenen Marktbedingungen wird eine

Prognoserechnung deutlich erschwert. Bei einem

planmäßigen Geschäftsverlauf gehen wir jedoch davon

aus, in den Jahren 2013 und 2014 ein Ergebnis

der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in etwa auf dem

Niveau des Jahres 2012 zu erreichen. Dabei rechnen

wir mit einem maßgeblichen Beitrag zur Ergebnisstabilisierung

durch die Maßnahmen, die im Rahmen

des Ergebnisverbesserungsprogramms Eins erarbeitet

wurden. Dieses Projekt wurde Ende 2011 vom

Vorstand zur Sicherung des Ergebnisbeitrags und zur

Stärkung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit initiiert.

Insgesamt wurden im Rahmen des Projekts

zahlreiche Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung

erarbeitet. Erste Effekte ließen sich bereits im aktuellen

Geschäftsjahr realisieren. Die Wirtschaftsplanung

wurde auf der Basis einer weiteren konsequenten

Umsetzung erstellt. In einem schwierigen

Marktumfeld wurde auf diese Weise ein wirkungsvolles

Instrument zur Gegensteuerung geschaffen.

Zukünftige Investitionen und

Finanzierung

Die Investitionsplanungen für die Geschäftsjahre

2013 und 2014 spiegeln mit ihrem Fokus auf umweltschonende

Energieerzeugung sowie zuverlässige

Energieversorgung einen wesentlichen Baustein

unserer Unternehmensstrategie wider. Dabei ist die

Stabilität der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen

von grundlegender Bedeutung.

24 25


lagebericht

Prognosebericht

lagebericht

Prognosebericht/ Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Unser geplantes Gesamtinvestitionsvolumen für das

Jahr 2013 beläuft sich auf rund 141 Mio. Euro. Davon

entfallen rund 55 Mio. Euro auf den Ausbau und die

Erweiterung unserer Versorgungsnetze, wodurch ein

hohes Maß an Versorgungssicherheit und -qualität

im Interesse unserer Kunden gewährleistet wird.

Ferner trägt der Ausbau der Netzinfrastruktur im

Fernwärmebereich zur weiteren Verbesserung der

Klimabilanz der Stadt Frankfurt am Main bei.

In Projekte zur Erzeugung erneuerbarer Energien

werden rund 33 Mio. Euro investiert, wovon 29 Mio.

Euro auf den Erwerb neuer Windparks entfallen. Damit

setzen wir unsere Erzeugungsstrategie mit dem

Ziel des Ausbaus erneuerbarer Energien konsequent

um. Zudem werden weitere Investitionen in die Beteiligung

an einer hocheffizienten GuD-Anlage im

GKB getätigt.

In unsere bestehenden Kraftwerke investieren wir

rund 17 Mio. Euro, um weiterhin die Sicherstellung

der Verfügbarkeit der Erzeugungsanlagen sowie den

Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung zu gewährleisten.

Des Weiteren sind Anpassungen und Erweiterungen

der bestehenden IT-Infrastruktur aufgrund von Änderungen

durch regulatorische Rahmenbedingungen

erforderlich. Zur Erweiterung des bestehenden Netzgebiets

und zur Nutzung von Synergieeffekten ist der

Erwerb neuer Konzessionen vorgesehen.

Auch im Jahr 2014 planen wir ein Gesamtinvestitionsvolumen

in ähnlicher Größenordnung zur Fortsetzung

unserer Unternehmensstrategie. Versorgungssicherheit

und umweltschonende Energieerzeugung

stehen weiterhin im Mittelpunkt und sind in vergleichbarer

Höhe geplant.

Wir gehen davon aus, dass unser Investitionskurs insbesondere

im Bereich der erneuerbaren Energien

nicht ausschließlich durch Eigenmittel finanzierbar

ist. Wir werden daher zum gegebenen Zeitpunkt

die für uns geeigneten Finanzierungsmöglichkeiten

prüfen.

Entwicklungen im Personalbereich

Unser Arbeitsumfeld ist weiterhin zunehmend von

den Veränderungen in der Energiebranche geprägt.

Diese Situation fordert natürlich auch von unseren

Mitarbeitern ein Höchstmaß an Veränderungsbereitschaft,

Engagement und Motivation zur Weiterentwicklung.

Um in Zukunft Veränderungsprozesse noch besser

begleiten zu können, haben wir im Jahr 2012 die

Human Resources (HR) Business-Partner im Thema

Changemanagement weiterqualifiziert. Ziel ist es,

Führungskräfte und Mitarbeiter in Veränderungsprozessen

zu unterstützen. Wir möchten Kreativität und

Flexibilität im Unternehmen fördern und unsere Belegschaft

anregen, unsere Neuausrichtung aktiv mitzugestalten

– beispielsweise durch den Austausch

zwischen dem Vorstand, den Führungskräften und

unseren Mitarbeitern bei verschiedenen Netzwerkveranstaltungen.

Darüber hinaus haben wir verschiedene Maßnahmen

aufgesetzt, die den Wissenserhalt und Wissensausbau

innerhalb unserer Belegschaft sicherstellen. Gerade

vor dem Hintergrund des demografischen Wandels

müssen wir gewährleisten, dass vorhandene

Kenntnisse und Erfahrungen weitergegeben und erweitert

werden. Für die nachhaltige Qualifizierung

unserer Mitarbeiter wurde im letzten Quartal 2012

ein strukturierter Planungsprozess zur Identifikation

und Förderung von Nachwuchspotenzialen sowie zur

Planung von zielgerichteten, bedarfsorientierten

Weiterbildungsmaßnahmen durch den Personalbereich

gestartet.

Vor dem genannten Hintergrund spielt auch die Mitarbeiterbindung

eine entscheidende Rolle. Wir möchten

die Motivation und Leistungsbereitschaft unserer

Mitarbeiter erhalten. Durch eine familienbewusste

Personalpolitik unterstützen wir sie insbesondere bei

den Herausforderungen der Vereinbarkeit von Berufs-

und Privatleben. Im Juni 2012 hat unser Unternehmen

das offizielle Zertifikat des „audit berufundfamilie“

erhalten. Im Rahmen des Zertifikats haben

wir vielfältige Maßnahmen zusammengetragen, welche

wir über die nächsten Jahre hinweg konsequent

umsetzen werden.

Neben der internen Ausrichtung ist es für unser Unternehmen

ebenso wichtig, sich am externen Arbeitsmarkt

als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Im

Rahmen der Teilnahme am Arbeitgeberwettbewerb

TOP JOB wurde unsere Personalarbeit als mittelständischer

Arbeitgeber ausgezeichnet und in der Kategorie

„größer als 500 Mitarbeiter“ im Jahr 2012 mit

dem zweiten Platz ausgezeichnet.

Im Hinblick auf die Entwicklung des Personalbestands

sowie der Personalkosten reagieren wir

stringent und projektbegleitet auf die Markttrends im

Energiesektor mit einem rückläufigen Personalbestand

und einer wirkungsvollen Kostensteuerung

über ein HR-Cockpit. Die entscheidende Basis hierfür

bilden moderne HR-Informationstechnologien,

die mittels Szenarioanalysen schnelle und zuverlässige

Prognosen erlauben.

Gesamtaussage des Vorstands

über die voraussichtliche

Unternehmensentwicklung

Mit der von Bundestag und Bundesrat beschlossenen

Energiewende wurde die zukünftige energiewirtschaftliche

Entwicklung vorgezeichnet: In Deutschland

liegt der Fokus auf dem dynamischen Ausbau

erneuerbarer Energien sowie der ambitionierten Steigerung

der Energieeffizienz. Diese Entscheidung

hat tiefgreifende Auswirkungen auf die gesamte

Energiebranche. Wir haben unsere strategische

Ausrichtung an die geänderten Rahmenbedingungen

angepasst. So haben sich die Investitionen in erneuerbare

Energien zu einem Schwerpunkt unserer

Investitionstätigkeit entwickelt. Auch nimmt unser

Angebot an Dienstleistungen rund um das Thema

Energieeffizienz kontinuierlich zu. Die umfassende

Betreuung ist auch ein Instrument zur Kundenbindung

in einem starken Wettbewerbsumfeld. Neben

den politischen Rahmenbedingungen sowie der

Fortsetzung der europäischen Schuldenkrise trägt

insbesondere die nicht absehbare Entwicklung der

politischen Spannungen im Nahen Osten und der

welt weiten Wirtschaftslage dazu bei, dass das gesamtwirtschaftliche

Marktumfeld weiterhin volatil

bleibt und die Preisbildung auf den Energiemärkten

maßgeblich davon beeinflusst wird. Mit unserem

risikogesteuerten Mix aus lang- und kurzfristiger Absicherung

des Energiebezugs können wir auf Preisunsicherheiten

optimal reagieren. Ferner unterstützt

uns unser Ergebnisverbesserungsprogramm „EINS“

bei der nachhaltigen Sicherung unseres Unternehmensergebnisses.

Erklärung zur Unternehmensführung

nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a

HGB kann im Internet (www.mainova.de/governancebericht)

eingesehen werden.

Frankfurt am Main, den 1. März 2013

dr. alsheimer dr. birkner herbst

Um auch in Zukunft effizient und effektiv zu arbeiten,

haben wir im vergangenen Jahr unsere Personalprozesse

aufgenommen und optimiert. Diese wurden

nach DIN EN ISO 9001:2008 überprüft und im Juli 2012

durch DEKRA zertifiziert.

26 27


Jahresabschluss

Bilanz

Jahresabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom

1. Januar bis 31. Dezember 2012

tsd. € anhang 31.12.2012 31.12.2011

Aktiva

Tz.

A. Anlagevermögen (1)

Immaterielle Vermögensgegenstände 43.641 39.979

Sachanlagen 707.438 705.841

Finanzanlagen 270.009 215.363

Anlagevermögen gesamt 1.021.088 961.183

B. Umlaufvermögen

Vorräte (2) 23.699 24.968

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 317.946 319.502

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks (4) 2.918 3.580

Umlaufvermögen gesamt 344.563 348.050

C. Rechnungsabgrenzungsposten (5) 1.558 2.619

Summe Aktiva 1.367.209 1.311.852

tsd. € anhang 31.12.2012 31.12.2011

Passiva

A. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital (6) 142.336 142.336

Kapitalrücklage (7) 207.083 207.083

Gewinnrücklagen (7) 7.260 7.260

Eigenkapital gesamt 356.679 356.679

B. Erhaltene Zuschüsse 103.405 88.772

C. Rückstellungen (8) 334.334 306.483

D. Verbindlichkeiten (9) 565.094 533.552

E. Rechnungsabgrenzungsposten (10) 7.697 26.366

Summe Passiva 1.367.209 1.311.852

tsd. € anhang 31.12.2012 31.12.2011

Umsatzerlöse (13) 2.075.727 1.955.777

Erhöhung (+) / Verminderung (–) des Bestands an unfertigen Leistungen –426 510

Andere aktivierte Eigenleistungen 1.681 1.761

Sonstige betriebliche Erträge (14) 124.422 69.781

Materialaufwand (15) 1.664.679 1.523.200

Personalaufwand (16) 193.455 184.476

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und

Sachanlagen (17) 66.676 67.278

Sonstige betriebliche Aufwendungen (18) 200.160 165.690

Ergebnis aus Finanzanlagen (19) 16.499 5.751

Zinsergebnis (20) –11.268 –11.303

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 81.665 81.633

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (21) 26.635 19.580

Sonstige Steuern 3.626 4.390

Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 51.404 57.663

Jahresüberschuss – –

28 29


konzernabschluss

anhang

konzernabschluss

anhang

Mainova Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

1. Allgemeines

Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss wird gemeinsam mit den Abschlüssen der verbundenen Unternehmen in den

Konzernabschluss der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH (SWFH) mit Sitz in Frankfurt am

Main (Registergericht Frankfurt am Main, HRB 40464) einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger

veröffentlicht wird.

Seit dem 1. Januar 2001 besteht zwischen der Mainova Aktiengesellschaft (Mainova) und der SWFH

ein Gewinnabführungsvertrag.

Ein Teil des operativen Geschäfts wird von Tochterunternehmen wahrgenommen. Die NRM Netzdienste

Rhein-Main GmbH (NRM) hat das Strom- und Gasnetz der Mainova gepachtet und die Betriebsführung

der Wasser- und Wärmenetze übernommen. Die Mainova EnergieDienste GmbH (MED) betreibt

das Energiedienstleistungsgeschäft (Contracting) und das technische Facility Management. Die Aufgaben

der Mainova ServiceDienste Gesellschaft mbH (MSD) erstrecken sich auf das Messwesen, die

Abrechnung der gelieferten Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmemengen, die Kundenbetreuung sowie

das Forderungsmanagement. Die SRM StraßenBeleuchtung Rhein-Main GmbH (SRM) hat die Betreuung

der Straßenbeleuchtung übernommen. Am 6. Juni 2012 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2012

ein Ergebnisabführungsvertrag mit der NRM abgeschlossen, sodass nun mit allen oben genannten

Tochterunternehmen Ergebnisabführungsverträge bestehen.

Aufstellung des Jahresabschlusses

Die Aufstellung des Jahresabschlusses der Mainova zum 31. Dezember 2012 erfolgt nach den Vorschriften

des Handelsgesetzbuches (HGB), den Sondervorschriften des Aktiengesetzes und den wirtschaftszweigspezifischen

Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes.

Formale Darstellung

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierung und Bewertung

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert

und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und

außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare

Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten.

Sachanlagen, die nach dem 31. Dezember 2009 aktiviert wurden, werden linear abgeschrieben. Abschreibungen

auf Sachanlagen, die vor dem 31. Dezember 2009 aktiviert wurden, werden handelsrechtlich

grundsätzlich in steuerlich höchstzulässigem Umfang vorgenommen.

Die jährlichen Abschreibungssätze der wichtigsten Posten des Sachanlagevermögens sind aus nachfolgender

Tabelle zu entnehmen:

Gebäude und Gebäudeeinrichtungen 2 – 10

Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen, Heizzentralen 2 – 8

Verteilungsnetze 2 – 7

Hausanschlüsse 3 – 5

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 20

Die zum 1. Januar 1998 zum Restbuchwert übernommenen Sachanlagen des Versorgungsbetriebs der

SWFH werden ebenfalls unter Beibehaltung der bisherigen Restnutzungsdauer linear abgeschrieben.

Ein niedrigerer Wertansatz von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wird nicht beibehalten,

wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen.

Geringwertige Vermögensgegenstände, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft oder hergestellt

wurden und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150 und 1.000 Euro liegen, werden

in einem Sammelposten erfasst und ab dem Jahr der Anschaffung oder Herstellung gleichmäßig

über fünf Jahre abgeschrieben. Mainova wendet diese Regelung für alle geringwertigen Vermögensgegenstände

mit Ausnahme von IT-Hardware aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz

an. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter 150 Euro werden direkt als Aufwand erfasst.

Empfangene Zuschüsse (Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskostenbeiträge) werden entsprechend

ihrem Entstehungszeitpunkt wie folgt behandelt:

Die bis zum Jahr 2002 von Kunden empfangenen Zuschüsse wurden gesondert unter den Passiva ausgewiesen

und über 20 Jahre linear zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst.

Aufgrund der ab 2003 geänderten steuerlichen Bilanzierungsvorschriften wurden empfangene Zuschüsse

ab diesem Zeitpunkt von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt und im Anlagenspiegel

als Abgänge ausgewiesen.

Seit dem 1. Januar 2010 werden die von Kunden empfangenen Zuschüsse gesondert unter den Passiva

ausgewiesen und über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände linear zugunsten

der Umsatzerlöse aufgelöst.

Gemäß dem Pachtvertrag mit der NRM und energierechtlicher Vorschriften wurden ab 1. Januar 2006

die empfangenen Zuschüsse für das Strom- und Gasnetz von der NRM vereinnahmt und verbleiben bis

zur Auflösung bei der NRM. Gemäß der Abtretungsvereinbarung mit der NRM werden ab dem 1. Januar

2010 die empfangenen Zuschüsse für das Strom- und Gasnetz von der NRM an Mainova abgetreten

und bei Mainova passiviert.

Unter den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen und

die übrigen Finanzanlagen zu Anschaffungskosten oder bei einer vorraussichtlich dauerhaften Wertminderung

mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Ausleihungen sind zu Nenn- bzw.

Barwerten bilanziert.

jahre

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen unter

Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken wegen langer Lagerdauer und

verminderter Verwertbarkeit sind durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Die unfertigen Leistungen

sind zu Herstellungskosten einschließlich angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten

bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten, ggf. vermindert um angemessene

Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, bewertet. Erhaltene Abschlagszahlungen auf den

30

31


konzernabschluss

anhang

konzernabschluss

anhang

noch nicht abgerechneten Energieverbrauch von Kunden werden mit den Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen verrechnet. Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als

einem Jahr werden entsprechend abgezinst, soweit diese niedrig- oder unverzinslich sind.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags

passiviert. In diesen Betrag sind zukünftige Preis- und Kostensteigerungen einbezogen.

Zudem werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer

Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre

abgezinst. Die anzuwendenden Zinssätze werden von der Deutschen Bundesbank ermittelt.

Im Zuge der Umstellung auf die Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG)

machte die Mainova von dem Wahlrecht gemäß Artikel 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB zur Beibehaltung von

Rückstellungen Gebrauch. Somit wurden Rückstellungen, bei denen aufgrund der geänderten Bewertung

durch die Umstellung auf BilMoG eine Auflösung erforderlich war, beibehalten, soweit der aufzulösende

Betrag bis spätestens 31. Dezember 2024 wieder zugeführt werden müsste. Zu jedem Stichtag

wird eine Überprüfung des Überdeckungsbetrags durchgeführt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind auf der Grundlage versicherungsmathematischer

Berechnungen mit dem Erfüllungsbetrag unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-

Methode passiviert. Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung der Vereinfachungsregelung

gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz in Höhe von 5,05 % p. a. (Vorjahr

5,14 % p. a.) abgezinst. Der berücksichtigte Gehalts- und Rententrend beträgt 2,0 % (Vorjahr

2,0 %). Bei der Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden ein Rechnungszins

in Höhe von 3,71 % p. a. (Vorjahr 3,81 % p. a.) für abgeschlossene Altersteilzeit-Verträge

mit einer mittleren Restlaufzeit von einem Jahr und 4,24 % p. a. (Vorjahr 4,37 % p. a.) für potenzielle

Altersteilzeit-Anwärter mit einer mittleren Restlaufzeit von fünf Jahren sowie ein Gehaltstrend in Höhe

von 2,0 % (Vorjahr 2,0 %) zugrunde gelegt. Die Basis für die versicherungsmathematische Ermittlung

sind jeweils die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. K. Heubeck.

Zur Gewährung einer betrieblichen Altersversorgung sind alle tariflichen Mitarbeiter im Rahmen der

Bindung an den Tarifvertrag Versorgungsbetriebe (TV-V) sowie auf der Basis einzelvertraglicher Regelungen

bei der Zusatzversorgungskasse der Stadt Frankfurt am Main (ZVK) nach den Regeln der Zusatzversorgung

im öffentlichen Dienst pflichtversichert. Die Beiträge werden im Rahmen eines Umlageverfahrens

erhoben. Der Umlagesatz der ZVK, Frankfurt am Main, beläuft sich auf 6,0 %; hiervon

übernimmt der Arbeitgeber 5,6 %, die Eigenbeteiligung der Arbeitnehmer beträgt 0,4 %. Daneben

wird gemäß § 63 der ZVK-Satzung vom Arbeitgeber ein steuerfreies Sanierungsgeld in Höhe von 3,5 %

erhoben. Für einen Teil der Pflichtversicherten wird für das ZVK-pflichtige Entgelt, das über der tariflich

festgesetzten Beitragsbemessungsgrenze liegt, eine zusätzliche Umlage in Höhe von 9,0 % gezahlt.

Derzeit liegen keine gesicherten Erkenntnisse für einen weiteren Anstieg des Sanierungsgelds

vor. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass auch künftig Beitragserhöhungen erfolgen werden. Der Aufwand

aus ZVK-Umlagen (Arbeitgeberanteil) ist unter den Aufwendungen für Altersversorgung und für

Unterstützung ausgewiesen. Entsprechend der allgemeinen Bilanzierungspraxis hat Mainova keine

Verpflichtungen im Hinblick auf die Mitgliedschaft in der ZVK im Jahresabschluss passiviert.

Die Jubiläumsrückstellungen sind auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen

mit dem Erfüllungsbetrag unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode angesetzt. Die Berechnung

wurde unter Berücksichtigung der Vereinfachungsregel gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB von

5,05 % p. a. (Vorjahr 5,14 % p. a.) und eines jährlichen Einkommenstrends von 2,0 % p. a. (Vorjahr

2,0 % p. a.) passiviert.

Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie

berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen passiviert.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs

am Bilanzstichtag bewertet. Zum Bilanzstichtag lagen keine Fremdwährungsforderungen und

-verbindlichkeiten vor.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind transitorische Posten ausgewiesen. Zudem werden

Aufwendungen bzw. Erträge aus Ausgleichszahlungen von Derivaten, die sich in einer Bewertungseinheit

mit einer mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktion befinden, abgegrenzt, soweit die

zuzuordnenden (Material-)Aufwendungen bzw. Erträge aus der mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten

Transaktion nach dem Abschlussstichtag anfallen.

Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt nach der

Einfrierungsmethode.

2. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung

sind im Anlagenspiegel dargestellt. Wir verweisen auf die Anlage 1 zum Anhang.

Im Jahr 2012 wurde eine Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der Gemeinschaftskraftwerk

Irsching GmbH (GKI) vorgenommen. Die geringen Betriebsstunden aufgrund der vorrangigen Einspeisung

erneuerbarer Energien belasten die Rentabilitätssituation des hocheffizienten Gaskraftwerks.

Auf die Beteiligungsbuchwerte der Stadtwerke Hanau GmbH (SWH) und der Gasversorgung Main-

Kinzig GmbH (GMK) wurden aufgrund der aktuellen Wirtschaftsplanungen Wertaufholungen vorgenommen.

Dem Anhang ist eine Beteiligungsliste (Anlage 2 zum Anhang) beigefügt, welche gemäß § 285 Nr. 11

HGB die verbundenen Unternehmen und Beteiligungen mit Angaben zum letzten Jahresabschluss

nach den Regelungen des HGB (Anteil, Eigenkapital und Jahresergebnis) enthält.

(2) Vorräte

tsd. € 2012 2011

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 23.232 24.074

Unfertige Leistungen 467 894

23.699 24.968

Die kumulierten Gängigkeitsabschläge auf den Bestand an Bau- und Installationsmaterial betragen

zum Stichtag insgesamt 5,9 Mio. Euro (Vorjahr 6,5 Mio. Euro).

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 637.475 558.241

abzüglich noch nicht abgerechneter Abschlagszahlungen 454.097 410.114

183.378 148.127

Forderungen gegen verbundene Unternehmen 87.127 139.507

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20.023 19.999

Sonstige Vermögensgegenstände 27.418 11.869

(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (3.943) (4.839)

317.946 319.502

32

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konzernabschluss

anhang

konzernabschluss

anhang

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit 602,0 Mio. Euro (Vorjahr 535,7 Mio.

Euro) abgegrenzte, noch nicht abgerechnete Gas-, Strom-, Wasser- und Wärmelieferungen zwischen

Ablese- und Bilanzstichtag enthalten, denen hierauf geleistete Abschläge gegenüberstehen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:

Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011

Forderungen gegen SWFH

Cash Pooling einschließlich Stadtkasse 123.464 176.921

Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Steuerumlage –6.519 9.013

Steuerforderungen 7.910 6.486

Gewinnabführungsverpflichtung –51.404 –57.663

Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer –8.516 –9.162

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verrechnungen –275 –311

64.660 125.284

Übrige Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.219 8.949

Tagesgeldanlagen –2.481 4.212

Forderungen aus der Ergebnisabführung 2.729 1.062

22.467 14.223

Summe 87.127 139.507

Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren

17,8 Mio. Euro (Vorjahr 17,3 Mio. Euro) aus Lieferungen und Leistungen sowie 2,2 Mio. Euro (Vorjahr

2,7 Mio. Euro) aus dem Finanzverkehr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten unter anderem Steuererstattungsansprüche in Höhe

von 4,9 Mio. Euro (Vorjahr 5,8 Mio. Euro). Diese betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Erstattungsansprüche

auf Körperschaftsteuer nach § 37 KStG.

(4) Flüssige Mittel

Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011

Guthaben bei Kreditinstituten 2.711 3.348

Kassenbestand 207 232

2.918 3.580

Im Rahmen des konzernweiten Cash Poolings werden liquide Mittel von Mainova täglich an die SWFH

abgeführt. Zum Bilanzstichtag waren 123,5 Mio. Euro (Vorjahr 176,9 Mio. Euro) bei der SWFH angelegt,

die unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen sind.

(5) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Bei dem Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich unter anderem um Mietvorauszahlungen, Vorauszahlungen

aus Wartungs- und Sponsoringverträgen sowie Aufwendungen aus Ausgleichszahlungen

von Derivaten, die sich in einer Bewertungseinheit mit einer mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten

Transaktion befinden.

(6) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 142,3 Mio. Euro. Es ist eingeteilt in 5.560.000 nennbetragslose Stückaktien,

davon lauten 5.499.296 auf den Namen und 60.704 auf den Inhaber.

(7) Rücklagen

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 207,1 Mio. Euro. Bei der Gewinnrücklage handelt es sich um

die gesetzliche Rücklage nach § 150 AktG.

(8) Rückstellungen

Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 41.258 37.287

Sonstige Rückstellungen 293.076 269.196

davon Personalrückstellungen 35.593 41.495

davon Umweltrückstellungen 74.151 72.119

davon rechtliche und konzessionsrechtliche Risiken 72.546 92.275

davon übrige Rückstellungen 110.786 63.307

334.334 306.483

In den Personalrückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in

Höhe von 15,7 Mio. Euro (Vorjahr 20,4 Mio. Euro) enthalten.

Die Umweltrückstellungen betreffen insbesondere Grundstücksrisiken aus früheren Geschäftsbetrieben.

Bei den Rückstellungen für rechtliche und konzessionsrechtliche Risiken handelt es sich um mehrere

Einzelrisiken, bei denen die Höhe der Inanspruchnahme unsicher ist. Die Bewertung erfolgt ausgehend

vom erwarteten Prozessergebnis, das nach den aktuell verfügbaren Informationen die höchste

Eintrittswahrscheinlichkeit besitzt. Die Rückstellungen für rechtliche und konzessionsrechtliche Risiken

enthalten unter anderem die Rückstellung für das im Berichtsjahr durch Vergleich abgeschlossene

Wasserkartellverfahren.

Die übrigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen,

Drohverlustrückstellungen sowie Rückstellungen für Prozesskosten und Rückbauverpflichtungen

zusammen.

Im Rahmen der Umstellung auf die Regelungen des BilMoG machte Mainova im Jahr 2010 von dem

Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB Gebrauch. Zum Stichtag ergibt sich bei den Umweltrückstellungen

eine Überdeckung in Höhe von 4,2 Mio. Euro (Vorjahr 9,6 Mio. Euro) und der Rückstellung für

Jubiläumszuwendungen eine Überdeckung in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr 0,4 Mio. Euro).

(9) Verbindlichkeiten

tsd. €

31.12.2012 31.12.2011

Gesamtbetrag

Davon mit einer Restlaufzeit

bis zu

1 Jahr

1 – 5

Jahre

über

5 Jahre

Gesamtbetrag

Davon mit einer Restlaufzeit

bis zu

1 Jahr

1 – 5

Jahre

über

5 Jahre

Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 202.547 25.070 97.024 80.453 199.555 21.773 69.100 108.682

Erhaltene Anzahlungen auf

Bestellungen 15.197 15.197 – – 14.665 14.665 – –

Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen 90.832 90.832 – – 79.345 79.345 – –

Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenen Unternehmen 87.497 87.497 – – 78.620 78.620 – –

Verbindlichkeiten gegenüber

Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht 82.241 82.241 – – 80.783 80.783 – –

Sonstige Verbindlichkeiten 86.780 72.170 11.310 3.300 80.584 59.661 17.322 3.601

(davon aus Steuern) (19.056) (19.056) (–) (–) (11.146) (11.146) (–) (–)

(davon im Rahmen der sozialen

Sicherheit) (7) (7) (–) (–) (7) (7) (–) (–)

565.094 373.007 108.334 83.753 533.552 334.847 86.422 112.283

34

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konzernabschluss

anhang

konzernabschluss

anhang

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 29,7 Mio. Euro mit einer Negativklausel

belegt und 146,8 Mio. Euro mit Bürgschaften der Stadt Frankfurt am Main besichert. Die Darlehen

wurden mit 21,4 Mio. Euro planmäßig getilgt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ergeben sich wie folgt:

Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 48.841 32.636

Tagesgeldanlagen 49.429 29.129

Verbindlichkeiten bzw. Forderungen aus Ergebnisabführungen –10.773 16.855

87.497 78.620

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt

es sich in Höhe von 73,9 Mio. Euro (Vorjahr 71,0 Mio. Euro) um Lieferungen und Leistungen sowie

mit 8,3 Mio. Euro (Vorjahr 9,8 Mio. Euro) um den Finanzverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten folgende Einzelpositionen:

Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011

Darlehen von sonstigen Darlehensgebern 19.361 25.636

Verbindlichkeiten aus Steuern 19.056 11.146

Erhaltene Anzahlungen auf Zuschüsse 15.734 20.099

Verbindlichkeiten aus Konzessionsabgaben 11.067 9.747

Erhaltene Sicherheiten von Kunden 4.835 4.759

Übrige 16.727 9.197

Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind 12,5 Mio. Euro mit einer Negativklausel belegt.

86.780 80.584

(10) Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Im Rechnungsabgrenzungsposten sind überwiegend Erträge aus Ausgleichszahlungen von Derivaten,

die sich in einer Bewertungseinheit mit einer mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktion

befinden, abgegrenzt.

(11) Haftungsverhältnisse

Die Haftungsverhältnisse setzen sich wie folgt zusammen:

2012 2011

Tsd. € Nominalbetrag Valuta Nominalbetrag Valuta

Bürgschaften 23.035 17.420 37.280 33.650

Gewährleistungsverträge 466.186 447.345 465.410 453.220

489.221 464.765 502.690 486.870

Die Gewährleistungsverträge stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile

an der Thüga Holding GmbH & Co. KGaA. Für die von der Mainova Beteiligungsgesellschaft mbH

(MBG) in diesem Zusammenhang aufgenommenen Darlehen hat Mainova für ein Volumen von insgesamt

20,0 Mio. Euro (Vorjahr 20,0 Mio. Euro) den Schuldbeitritt erklärt. Zusätzlich verpflichtete sich

Mainova, für Darlehen der MBG in Höhe von 415,0 Mio. Euro (Vorjahr 415,0 Mio. Euro) im Rahmen

mehrerer Patronatserklärungen einzustehen. Das Darlehen der MBG valutiert zum Stichtag mit

407,0 Mio. Euro.

Auf der Basis der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die Mainova derzeit

davon aus, dass die den vorab genannten Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen

von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Daher schätzt die Mainova bei allen aufgeführten

Haftungsverhältnissen die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme als gering ein.

(12) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 707,8 Mio. Euro (Vorjahr 679,1 Mio. Euro)

bestehen im branchenüblichen Umfang und setzen sich wie folgt zusammen:

2012 Davon mit einer Restlaufzeit

Tsd. € gesamtbetrag bis zu 1 jahr 1–5 jahre über 5 jahre

Verpflichtungen aus abgeschlossenen

Strombezugsverträgen 637.172 368.502 268.670 –

Verpflichtungen durch Erwerb von Emissionsrechten 37.297 12.276 25.021 –

Nominalwerte aus Miet-, Pacht- und

Leasingverträgen 15.013 3.429 9.629 1.955

Verpflichtungen zur Einzahlung in die Kapitalrücklage

der Gemeinschaftskraftwerk

Bremen GmbH & Co. KG 9.497 9.497 – –

Bestellobligo für begonnene Investitions- und

Instandsetzungsmaßnahmen 7.448 7.448 – –

Nachschussverpflichtung MHKW Müllheizkraftwerk

Frankfurt am Main GmbH 1.000 1.000 – –

Verpflichtung zur Leistung einer Einlage

in das Eigenkapital der Thüga Erneuerbare

Energien GmbH & Co. KG 392 392 – –

707.819 402.544 303.320 1.955

Die Verpflichtungen zur Einzahlung in die Kapitalrücklage der Gemeinschaftskraftwerk Bremen GmbH

& Co. KG (GKB) entstehen im Rahmen der Inanspruchnahme von Baufinanzierungsmitteln durch die

GKB im Zusammenhang mit dem Kraftwerksbau.

Die Nachschussverpflichtung bezüglich der MHKW Müllheizkraftwerk Frankfurt am Main GmbH beruht

auf § 17 des Gesellschaftsvertrages in der Fassung vom 11. November 2008. Danach kann die

Gesellschafterversammlung mit einem Mehrheitsbeschluss von den Gesellschaftern Nachschüsse bis

zu der Höhe von 2,0 Mio. Euro (davon Mainova 1,0 Mio. Euro) einfordern. Aufgrund der Beteiligungsverhältnisse

kann ohne die Zustimmung der Mainova eine Nachschusspflicht nicht beschlossen werden.

Für die Beteiligung Gemeinschaftskraftwerk Irsching GmbH (GKI) hat Mainova im Zusammenhang

mit der Finanzierung des Kraftwerks zugunsten einer Geschäftsbank eine selbstschuldnerische und

unbefristete Teilbürgschaft für den Kreditrahmen bei der Bank abgegeben. Der Anteil der Mainova

beträgt 20,3 Mio. Euro und entspricht 15,6 % des Kreditrahmens. Die Verpflichtung valutiert zum

Stichtag mit 15,2 Mio. Euro (Vorjahr 17,0 Mio. Euro).

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konzernabschluss

anhang

konzernabschluss

anhang

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(13) Umsatzerlöse

Tsd. € 2012 2011

Stromverkauf 837.043 736.020

Stromsteuer –81.128 –70.376

Stromverkauf gesamt 755.915 665.644

(16) Personalaufwand

tsd. € 2012 2011

Löhne und Gehälter 151.276 145.718

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 42.179 38.758

(davon für Altersversorgung) (14.755) (12.132)

193.455 184.476

Stromhandel 261.812 317.273

Strom gesamt 1.017.727 982.917

Gasverkauf 655.760 544.997

Erdgassteuer –46.629 –41.848

Erdgasverkauf gesamt 609.131 503.149

Wärme-, Dampf- und Kälteverkauf 114.260 111.750

Wasserverkauf 64.850 80.068

Pachterlöse 64.905 76.049

Materialverkauf, Installationen, sonstige Leistungen und Konzernverrechnungen 194.130 191.206

Auflösung erhaltener Ertragszuschüsse 10.724 10.638

2.075.727 1.955.777

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlösminderungen in Höhe von 3,9 Mio. Euro (Vorjahr

7,5 Mio. Euro) enthalten.

(14) Sonstige betriebliche Erträge

Tsd. € 2012 2011

Periodenfremde Erträge

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 43.790 13.715

Zuschreibungen von Beteiligungsbuchwerten 18.373 400

Erträge aus Anlagenabgängen 1.151 1.421

Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen 531 688

Übrige 1.022 622

64.867 16.846

Übrige Erträge

Erträge aus Konzessionen 39.232 39.345

Übrige 20.323 13.590

59.555 52.935

124.422 69.781

Im Durchschnitt des Berichtsjahres beschäftigte Mainova 2.844 (Vorjahr 2.828) Arbeitnehmer. Die

von der Mainova getragenen anteiligen Kosten in Höhe von 2,0 Mio. Euro (Vorjahr 2,3 Mio. Euro) für

weitere 88 (Vorjahr 85) Auszubildende, die wir im Jahresdurchschnitt im Rahmen des Ausbildungspools

der SWFH beschäftigten, sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Die ZVK-Umlagen betragen 12,2 Mio. Euro (Vorjahr 11,2 Mio. Euro) und sind Teil der Aufwendungen

für die Altersversorgung.

Im Personalaufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vorjahr keine

periodenfremde Sachverhalte) enthalten.

(17) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und

Sachanlagen

Im Jahr 2012 wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

(18) Sonstige betriebliche Aufwendungen

tsd. € 2012 2011

Periodenfremde Aufwendungen

Zuführung zur Rückstellung für Altlasten/Umweltschäden 2.292 1.722

Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 107 760

Übrige 116 733

Übrige Aufwendungen

2.515 3.215

Zuführungen zu Rückstellungen 56.264 8.500

Konzessionsabgabe 48.767 51.585

Fremdleistungen (Verwaltung, IT, Gebäude) 24.768 38.647

Leistungsverrechnung Konzerngesellschaften 22.465 20.474

Übrige 45.381 43.269

197.645 162.475

200.160 165.690

Die Zuschreibungen betreffen die Beteiligungsbuchwerte der SWH in Höhe von 15,0 Mio. Euro und

der GMK in Höhe von 3,4 Mio. Euro.

Die Erträge aus Rückstellungsauflösungen betreffen verschiedene rechtliche Risiken.

(15) Materialaufwand

Die Aufwendungen für Rückstellungszuführungen enthalten im Wesentlichen eine Drohverlustrückstellung

für die zukünftigen Verluste durch die Abwicklung des Wasserkartellverfahrens. Darüber hinaus

waren Risikovorsorgen im Zusammenhang mit der Energiebeschaffung und geringeren Kraftwerkseinsatzstunden

durch die Energiewende erforderlich.

Tsd. € 2012 2011

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.615.851 1.465.563

Aufwendungen für bezogene Leistungen 48.828 57.637

1.664.679 1.523.200

Im Materialaufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 7,0 Mio. Euro (Vorjahr 5,7 Mio.

Euro periodenfremde Erträge) enthalten.

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konzernabschluss

anhang

konzernabschluss

anhang

(19) Ergebnis aus Finanzanlagen

tsd. € 2012 2011

Erträge aus Beteiligungen 14.046 14.269

(davon aus verbundenen Unternehmen) (1.759) (1.680)

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 15.607 7.332

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.591 1.027

(davon aus verbundenen Unternehmen) (830) (155)

Abschreibungen auf Finanzanlagen 12.600 –

Aufwendungen aus Verlustübernahme 2.145 16.877

16.499 5.751

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen die Anteile an der Gemeinschaftskraftwerk Irsching

GmbH.

Die NRM erwirtschaftete einen Gewinn in Höhe von 6,1 Mio. Euro (Vorjahr 15,9 Mio. Euro Verlust).

(20) Zinsergebnis

tsd. € 2012 2011

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.573 2.874

(davon aus verbundenen Unternehmen) (938) (2.118)

Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.841 14.177

(davon an verbundene Unternehmen) (243) (315)

Im Zinsergebnis sind wie im Vorjahr keine periodenfremden Sachverhalte enthalten.

– 11.268 – 11.303

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen betragen 3,3 Mio. Euro (Vorjahr 2,9 Mio.

Euro).

(21) Steuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

tsd. € 2012 2011

Körperschaftsteuer

Körperschaftsteuerumlage von der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH 11.248 7.962

Körperschaftsteuer auf die Ausgleichszahlung an die außenstehenden Aktionäre 2.432 2.432

Körperschaftsteuer für Vorjahre – 12 – 184

13.668 10.210

Gewerbesteuer

Gewerbesteuerumlage von der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH 12.967 9.370

12.967 9.370

26.635 19.580

4. Geschäfte größeren Umfangs, die mit nahestehenden Unternehmen

und Personen der Mainova getätigt wurden

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, welche die Mainova beherrschen oder

maßgeblich beeinflussen, sowie Beziehungen zu Unternehmen, die von Mainova beherrscht oder

maßgeblich beeinflusst werden, werden nachfolgend angegeben.

Durch die Beteiligung der Stadt Frankfurt am Main über den Mehrheitsgesellschafter SWFH ist Mainova

ein von diesen Gesellschaftern beherrschtes Unternehmen.

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Mainova Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen

nahestehenden Personen und Unternehmen.

Dazu gehören, neben der Stadt Frankfurt am Main sowie deren Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten

Unternehmen, die SWFH sowie deren Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen,

die Thüga Aktiengesellschaft und deren Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen sowie die Gemeinschafts-

und assoziierten Unternehmen der Mainova.

Mit nahestehenden natürlichen Personen des Managements in Schlüsselpositionen sowie deren

nächsten Familienangehörigen haben keine wesentlichen Transaktionen stattgefunden. Als Management

in Schlüsselpositionen ist bei der Mainova nur der Vorstand anzusehen.

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über alle Geschäfte, die mit nahestehenden Unternehmen getätigt

wurden:

Stadtwerke

Frankfurt am Main

Holding GmbH

sowie deren Tochterunternehmen,

Stadt Frankfurt

am Main sowie

deren Tochterunternehmen

(*)

Gemeinschaftsunternehmen

und

assoziierte Unternehmen

der Stadtwerke

Frankfurt

am Main Holding

GmbH und der

Stadt Frankfurt

am Main

Thüga AG und

deren Tochterunternehmen

und

Gemeinschaftsunternehmen

Tochterunternehmen

der Mainova (*)

Gemeinschaftsunternehmen

der Mainova

Assoziierte

Unternehmen

der Mainova (*)

tsd. € 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011

Energie- und

Wasserlieferungen

Umsatzerlöse 95.132 90.461 10.364 11.624 241.561 248.776 57.600 108.789 33.622 42.456 84.932 55.154

Materialaufwand – – 415 1 437.631 356.608 238.481 320.195 7.829 4.821 524.111 417.401

Forderungen 33.031 29.780 16 – – – 27.527 37.651 1.370 114 39.945 36.977

(davon

wertberichtigt) – – – – – – – – – – – –

Verbindlichkeiten 907 868 – 267 769 59 99.932 114.650 3.463 959 106.314 84.636

Sonstiges

Erträge 30.025 31.365 23 21 3.677 405 267.342 267.207 11.233 8.428 16.548 13.853

Aufwendungen 129.976 135.584 30 66 507 3.659 62.993 90.340 173 845 410 1.481

Forderungen 84.987 146.133 – 1 – 11 5.273 44.396 115 711 355 4.417

(davon

wertberichtigt) (–) (–) (–) (–) (–) (–) (–) (–) (–) (–) (–) (–)

Verbindlichkeiten 60.720 49.893 332 – 3.298 – 9.650 30.123 8.322 8.552 353 880

(*)

Angaben gemäß § 6b Abs. 2 EnWG.

Mit natürlichen Personen wurden keine wesentlichen Geschäfte getätigt.

Bei dem Materialaufwand mit Tochterunternehmen handelt es sich insbesondere um Netzdienstleistungen.

Der Materialaufwand mit assoziierten Unternehmen beinhaltet im Wesentlichen den Gasbezug.

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konzernabschluss

anhang

konzernabschluss

anhang

Die Forderungen betreffen insbesondere das Cash Pooling gegenüber der SWFH. Die Gewinnabführung

in Höhe von 51,4 Mio. Euro an die SWFH hat sich mindernd auf die Forderungen ausgewirkt.

Die sonstigen Erträge mit Tochterunternehmen bestehen insbesondere aus Netzpacht, Personalgestellung

und sonstigen Verrechnungen.

In den sonstigen Erträgen und Aufwendungen mit Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen

sind ferner die Beteiligungserträge und Ergebnisübernahmen sowie Zinserträge und -aufwendungen

enthalten.

Alle Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind zu marktüblichen

Bedingungen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Lieferungsund

Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen.

Zur Besicherung der Darlehen der Mainova hat die Stadt Frankfurt am Main Bürgschaften in Höhe

von 146,8 Mio. Euro abgegeben. Negativklauseln wurden in Höhe von insgesamt 42,5 Mio. Euro geleistet.

5. Sonstige Angaben

Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr 2012 für den Jahresabschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

erfasste Honorar betrug für die Prüfung des Jahresabschlusses 271.130,00 Euro.

Ferner betrug das Honorar für sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 17.897,00 Euro sowie

für sonstige Leistungen 61.849,46 Euro.

Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Für die Festlegung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder ist gemäß dem am 5. August

2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) das Aufsichtsratsplenum

zuständig.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus einer fixen und einer variablen Vergütung zusammen.

Die fixe Vergütung besteht aus einer Grundvergütung und einem Tantiemeanteil. Lediglich

die Grundvergütung ist ruhegehaltsfähig. Zusätzlich erhalten die einzelnen Vorstandsmitglieder Sachleistungen,

die individuell versteuert werden. Diese umfassen im Wesentlichen marktübliche Versicherungsleistungen

und Dienstwagen. Die variable Vergütung teilt sich in eine kurzfristige variable Vergütungskomponente

sowie ein langfristiges Anreizprogramm (LAP) auf.

Die Höhe der kurzfristigen variablen Vergütungskomponente ist an das Erreichen von Finanzzielen

gekoppelt. Sie bemisst sich dabei am Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT Mainova-

Konzern) zuzüglich des außerordentlichen Ergebnisses gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 17 HGB des Mainova-

Konzerns.

Um die Nachhaltigkeit und Langfristigkeit der Vergütungsstruktur zu erhöhen und den Anforderungen

des VorstAG in vollem Umfang zu genügen, nehmen die Vorstandsmitglieder an dem langfristigen

Anreizprogramm LAP teil. Die Auszahlung im Rahmen des LAP erfolgt am Ende eines dreijährigen

Performancezeitraums. Dabei bestimmt das Erreichen von vorab definierten finanziellen und qualitativen

Erfolgszielen die Höhe der Auszahlung. Als finanzielles Erfolgsziel dient dabei das erreichte kumulierte

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT Mainova-Konzern) zuzüglich des außerordentlichen

Ergebnisses gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 17 HGB des Mainova-Konzerns während des

Performancezeitraums. Als qualitative Erfolgsziele werden die „Mitarbeiterzufriedenheit“ und „Kundenzufriedenheit“

herangezogen. Der Grad der Zielerreichung je Komponente wird gemäß der geregelten

Performancemessung bestimmt. Dabei kann für jede Komponente individuell die Zielerreichung

150 % nicht übersteigen. Beträgt die Zielerreichung in einer Komponente weniger als 50 %, so

wird diese mit 0 % festgelegt. Die Gesamtzielerreichung errechnet sich entsprechend der Gewichtung

der Zielerreichung der einzelnen Komponenten.

Für die kurzfristige und langfristige variable Vergütung hat der Aufsichtsrat eine Anpassungsmöglichkeit

für außerordentliche Entwicklungen vereinbart.

Die Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene haben Anspruch auf Ruhegehalt bzw. Hinterbliebenenversorgung.

Als Ruhegehalt werden ab dem Eintritt in den Vorstand der Mainova 35 % der zuletzt

bezogenen Grundvergütung garantiert. Der Anspruch von 35 % erhöht sich mit dem Ablauf eines

jeden Jahres als Vorstandsmitglied der Mainova um jeweils 2 % bis zum im Dienstvertrag geregelten

Höchstbetrag. Der fixe Tantiemeanteil wird bei der Berechnung des Ruhegehalts nicht berücksichtigt.

Die Bezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2012 gehen aus der nachfolgenden Übersicht hervor:


fixe vergütung

variable vergütung

Grundvergütung

Tantiemeanteil

kurzfristig

langfristig

(LAP)

periodenfremd

kurzfristig

periodenfremd

langfristig

Sonstige

Bezüge

Summe

Barwert

der Pensionsverpflichtung

Zuführung

zur

Rückstellung

für Pensionsverpflichtung

Dr. Constantin H.

Alsheimer 264.996 46.000 76.786 114.460 – 4.205 – 1.940 42.546 538.643 438.502 103.628

Dr. Peter Birkner 199.992 46.000 54.594 69.620 – 1.643 – 540 24.562 392.585 124.393 90.814

Lothar Herbst 199.992 46.000 56.054 82.600 – 3.495 – 1.400 20.404 400.155 892.394 223.254

Dr. Marie-Luise

Wolff-Hertwig 200.004 46.000 59.000 102.660 – 3.950 – 1.740 18.048 420.022 390.274 118.716

Summe 864.984 184.000 246.434 369.340 – 13.293 – 5.620 105.560 1.751.405 1.845.563 536.412

Für das Geschäftsjahr 2011 wurden im Jahr 2012 erfolgsabhängige Tantiemen in Höhe von

696.097,50 Euro ausgezahlt.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Vorstandsmitgliedern keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.

Für den Fall, dass die Stadt Frankfurt am Main mit dem ihr direkt und indirekt zuzurechnenden Anteil

nicht mehr die Mehrheit am stimmberechtigten Grundkapital der Mainova innehat (Kontrollwechsel),

oder im Falle eines Rechtsformwechsels gemäß §§ 190 ff. UmwG oder beim Abschluss eines wirksamen

Vertrags, der die Mainova der Beherrschung eines anderen Unternehmens außerhalb des Stadtwerke-Frankfurt-Konzerns

unterstellt (Beherrschungsvertrag gemäß § 291 Abs. 1 S. 1 1. Alt. AktG),

gewährt die Mainova dem Vorsitzenden des Vorstands ein Sonderkündigungsrecht und das Recht zur

Niederlegung seines Amts. Für den Fall der wirksamen und fristgerechten Kündigung und Amtsniederlegung

erhält der Vorsitzende des Vorstands eine Abfindung in Höhe des Zweifachen seiner letztmaligen

Jahresgesamtbezüge. Maximale Obergrenze ist jedoch die Höhe der Gesamtvergütung für die

Restlaufzeit des Dienstvertrags.

Im Geschäftsjahr 2012 bestand für die Unternehmensleitung sowie für die Mitglieder des Aufsichtsrats

eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D & O-Versicherung). Hierfür sind Versicherungsprämien

im Teilkonzern in Höhe von 76.511,49 Euro aufgewendet worden.

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konzernabschluss

anhang

konzernabschluss

anhang

Die Vergütung des Aufsichtsrats für 2012 geht aus nachfolgender Übersicht hervor:

Die nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über den Bestand an derivativen Finanzinstrumenten:


fixe

vergütung sitzungsgeld summe

Dr. h. c. Petra Roth 25.000 4.000 29.000

Peter Arnold 17.000 5.200 22.200

Ewald Woste 17.000 3.600 20.600

Uwe Becker 15.000 4.800 19.800

Peter Bodens 833 400 1.233

Hans-Dieter Bürger 15.000 3.600 18.600

Jutta Ebeling 12.000 3.600 15.600

Reinhold Falk 12.000 4.800 16.800

Markus Frank 12.000 4.000 16.000

René Gehringer 10.000 3.200 13.200

Dr. h. c. Ernst Gerhardt 12.000 3.600 15.600

Rosemarie Heilig 833 400 1.233

Holger Klingbeil 12.000 4.000 16.000

Cornelia Kröll 10.000 2.800 12.800

Wolfgang Menges 11.000 4.000 15.000

Dr. Manuela Rottmann 9.000 2.000 11.000

Bernd Rudolph 10.000 2.400 12.400

Nicole Salm 12.000 3.600 15.600

Edwin Schwarz 10.000 1.600 11.600

Ralf-Rüdiger Stamm 12.000 5.600 17.600

Frank Wiese 12.000 4.400 16.400

Thomas Wissgott 12.000 3.600 15.600

Summe 258.666 75.200 333.866

Die Bezüge des Beirats beliefen sich auf 68.150,00 Euro.

Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen belaufen sich auf

726.142,98 Euro. Für diese Personengruppe sind Pensionsansprüche in Höhe von 8.078.254,00 Euro

zurückgestellt worden.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Hinsichtlich der nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte wird auf die Abschnitte „Haftungsverhältnisse“

und „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“ verwiesen.

Darüber hinaus setzt die Mainova bei der Energiebeschaffung zur Absicherung der Risiken sowie zur

Erzielung von Handelsmargen derivative Finanzinstrumente ein. Da es sich hier um schwebende Geschäfte

handelt, werden diese außer bei Vorleistungen oder drohenden Verlusten nicht in der Bilanz

erfasst, sondern im Anhang angegeben (siehe nachfolgenden Abschnitt). Bei drohenden Verlusten aus

derivativen Finanzinstrumenten, die sich nicht in einer Bewertungseinheit befinden, erfolgt am Bilanzstichtag

die Bildung einer Rückstellung.

Derivative Finanzinstrumente

Die Mainova setzt derivative Finanzinstrumente überwiegend zur Sicherung gegen Preisänderungsrisiken

im Rahmen der Brennstoff-, Strom- und Gasbeschaffung ein. Daneben werden derivative Finanzinstrumente

im Bereich des Strom- und Gashandels eingesetzt.

nominal

tsd. € < 1 Jahr 1–5 Jahre Summe

Strom

Gas

marktwert

Summe

Vorjahr Positiv Negativ Summe < 1 Jahr

Summe

Vorjahr

Forward (long) 13.264 – 13.264 70.865 294 – 2.238 – 1.944 – 1.944 – 6.056

Forward (short) 13.485 – 13.485 52.123 2.288 – 270 2.018 2.018 3.720

Forward (long) 7.887 611 8.498 – – – 433 – 433 – 432 –

Forward (short) 7.970 614 8.584 – 520 – 520 516 –

Kohle

Gas

Öl

Swap (Payer) 52.814 70.876 123.690 50.709 – – 10.780 – 10.780 – 5.509 128

Swap (Payer) 85.168 78.570 163.738 36.845 237 – 4.462 – 4.225 – 2.486 – 2.758

Swap (Payer) 13.829 2.691 16.520 37.573 116 – 370 – 254 – 278 7.428

Gesamt 194.417 153.362 347.779 248.240 3.455 – 18.553 – 15.098 – 8.115 2.413

Das Nominalvolumen der dargestellten derivativen Finanzinstrumente wird unsaldiert angegeben. Es

stellt die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge dar, die den Geschäften zugrunde liegen. Bei der

Ermittlung der Nominalwerte wurden nur die Zahlungsströme berücksichtigt, die nach dem 31. Dezember

2012 zu leisten sind.

Die Marktwerte der Derivate werden auf der Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows ermittelt;

dabei werden die für die Restlaufzeit der Finanzinstrumente abgeleiteten Forward-Preise verwendet.

Zum 31. Dezember 2012 bestehen hieraus Drohverlustrückstellungen für Stromhandelsgeschäfte sowie

für Kohle-, Gas- und Ölswaps mit einem negativen Marktwert in Höhe von 2,8 Mio. Euro.

Die nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über die derivativen Finanzinstrumente, die sich in

einer Bewertungseinheit befinden:

nominal

tsd. € < 1 Jahr 1–5 Jahre Summe

Strom

Gas

marktwert

Summe

Vorjahr Positiv Negativ Summe < 1 Jahr

Summe

Vorjahr

Forward (long) 7.238 – 7.238 49.199 – – 1.451 – 1.451 – 1.451 – 3.659

Forward (short) 7.501 – 7.501 49.203 1.713 – 1.713 1.713 3.660

Forward (long) 7.887 611 8.498 – – – 433 – 433 – 432 –

Forward (short) 7.970 614 8.584 – 519 – 519 516 –

Kohle

Gas

Öl

Swap (Payer) 51.482 70.876 122.358 46.549 – – 10.715 – 10.715 – 5.445 314

Swap (Payer) 53.945 49.659 103.604 35.206 237 – 2.675 – 2.438 – 1.533 – 2.599

Swap (Payer) 13.280 2.691 15.971 36.292 114 – 275 – 161 – 185 7.162

149.303 124.451 273.754 216.449 2.583 – 15.549 – 12.966 – 6.817 4.878

Das Nominalvolumen der dargestellten derivativen Finanzinstrumente wird unsaldiert angegeben. Es

stellt die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge dar, die den Geschäften zugrunde liegen. Bei der

44

45


konzernabschluss

anhang

konzernabschluss

anhang

Ermittlung der Nominalwerte wurden nur die Zahlungsströme berücksichtigt, die nach dem Stichtag

zu leisten sind.

Bei den Strom- und Gas-Forwards handelt es sich um geschlossene Positionen aus Termingeschäften.

Bei den Bewertungseinheiten (Micro Hedge) mit Kohle-, Gas- und Ölswaps handelt es sich um mit

hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen zur Absicherung gegen Preisänderungsrisiken im

Rahmen der Brennstoff-, Strom- und Gasbeschaffung. Die designierten Grundgeschäfte entsprechen

hinsichtlich des Zeitraums sowie des Volumens im Wesentlichen den in der obigen Tabelle aufgeführten

Werten.

Gegenläufige Zahlungsströme der durch die Bewertungseinheiten jeweils abgesicherten Risiken werden

sich zukünftig vollständig ausgleichen, da alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem abgesicherten

Teil des Grundgeschäfts und dem absichernden Teil des Sicherungsinstruments stetig übereinstimmen.

Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird durch die Critical-Term-Match-Methode nachgewiesen.

Darüber hinaus werden zur Vermeidung von Preisänderungsrisiken im Rahmen des Stromvertriebs

entsprechende Mengen mittels Stromtermingeschäften (OTC-Forwards) für die Jahre 2013 bis 2016

beschafft. Die Stromtermingeschäfte haben zum Bilanzstichtag ein Gesamtnominalvolumen in Höhe

von 818,2 Mio. Euro. Hierfür betragen die gesamten positiven Marktwerte zum Bilanzstichtag 9,9 Mio.

Euro und die negativen Marktwerte 107,9 Mio. Euro.

Außerdem wurden im Rahmen der Vermarktung der eigenen Stromerzeugungskapazitäten zur Vermeidung

des Preisänderungsrisikos Stromterminverkäufe (OTC-Forwards) für die Jahre 2013 bis 2015

mit einem Nominalvolumen in Höhe von – 343,6 Mio. Euro abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag ergeben

sich hierfür insgesamt positive Marktwerte in Höhe von 26,4 Mio. Euro sowie negative Marktwerte

in Höhe von 90,7 Mio. Euro.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Nach § 161 AktG haben börsennotierte Unternehmen jährlich eine Erklärung zur Beachtung der Empfehlungen

der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex zu veröffentlichen. Die

entsprechende Erklärung von Mainova für den Zeitraum bis zum 12. Dezember 2012 wurde am

13. Dezember 2012 im Internet (www.mainova.de) abgegeben und den Aktionären dauerhaft zugänglich

gemacht.

46

47


ergänzende informationen

organe der gesellschaft

ergänzende informationen

organe der gesellschaft

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Mitgliedschaft in gesetzlich

zu bildenden Aufsichtsräten

Mitgliedschaft in vergleichbaren

in- und ausländischen Kontrollgremien

von Wirtschaftsunternehmen

Mitgliedschaft in übrigen Gremien

Aufsichtsrat

Mitgliedschaft in gesetzlich

zu bildenden Aufsichtsräten

Mitgliedschaft in vergleichbaren

in- und ausländischen Kontrollgremien

von Wirtschaftsunternehmen

Mitgliedschaft in übrigen Gremien

Dr. h. c. Petra Roth

Oberbürgermeisterin a. D. der

Stadt Frankfurt am Main

Vorsitzende des Aufsichtsrats

Peter Arnold

Freigestellter Vorsitzender des

Betriebsrats der Mainova AG,

Frankfurt am Main

1. stellv. Vorsitzender des

Aufsichtsrats

Ewald Woste

Vorsitzender des Vorstands

der Thüga Aktiengesellschaft,

München

2. stellv. Vorsitzender des

Aufsichtsrats

• ABG FRANKFURT HOLDING

Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft

mit beschränkter Haftung,

Frankfurt am Main (K) (V)

(bis 30. Juni 2012)

• Frankfurter Aufbau-Aktiengesellschaft,

Frankfurt am Main (K) (V)

(bis 22. Juli 2012)

• Fraport AG Frankfurt Airport

Services Worldwide, Frankfurt am

Main (K)

• Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt

am Main (K) (V)

(bis 5. August 2012)

• Stadtwerke Frankfurt am Main

Holding GmbH, Frankfurt am Main

(K) (V) (bis 30. Juni 2012)

• Stadtwerke Verkehrsgesellschaft

Frankfurt am Main mbH, Frankfurt

am Main (K) (V) (bis 30. Juni 2012)

• Thüga Holding GmbH & Co. KGaA,

München (bis 31. Dezember 2011

(V), ab 1. Januar 2012 (stv V))

• Stadtwerke Frankfurt am Main

Holding GmbH, Frankfurt am Main

• ESWE Versorgungs AG, Wiesbaden

(stv V)

• Koblenzer Elektrizitätswerk und

Verkehrs-Aktiengesellschaft,

Koblenz (stv V)

(ab 21. Dezember 2012)

Mainova Aktiengesellschaft,

Frankfurt am Main (stv V)

• N-ERGIE Aktiengesellschaft,

Nürnberg (stv V)

• Städtische Werke Aktiengesellschaft,

Kassel

• Stadtwerke Essen Aktiengesellschaft,

Essen (stv V)

• Stadtwerke Hannover Aktiengesellschaft,

Hannover

• WEMAG AG, Schwerin (V)

• Alte Oper Frankfurt Konzert- und

Kongresszentrum GmbH, Frankfurt

am Main (V) (bis 30. Juni 2012)

• Dom Römer GmbH, Frankfurt am

Main (V) (bis 30. Juni 2012)

• FIZ Frankfurter Innovationszentrum

Biotechnologie GmbH, Frankfurt am

Main (stv V) (bis 30. Juni 2012)

• Gas-Union GmbH, Frankfurt am

Main (V)

• Grontmij GmbH, Bremen

• House of Logistics & Mobility

(HOLM) GmbH, Frankfurt am Main

(bis 30. Juni 2012)

• Landesbank Hessen-Thüringen

Girozentrale, Frankfurt am Main

(bis 30. Juni 2012)

• Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH

(RMV), Hofheim/Taunus (V)

(bis 30. Juni 2012)

• Rhein-Main-Verkehrsverbund

Servicegesellschaft mbH (rms

GmbH), Frankfurt am Main

(bis 30. Juni 2012)

• Städtische Bühnen Frankfurt am

Main GmbH, Frankfurt am Main (V)

(bis 22. Juli 2012)

• The Forsythe Company GmbH,

Frankfurt am Main

(bis 31. Mai 2012)

• Erdgas Westthüringen Beteiligungsgesellschaft

mbH, Bad Salzungen

• Energieversorgung Main-Spessart

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Aschaffenburg

• Oberhessische Gasversorgung

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Friedberg

• Deutsche Vermögensberatung

Aktiengesellschaft DVAG, Frankfurt

am Main

• Deutscher Sparkassen- und

Giroverband e. V., Bonn

(bis 28. November 2012)

• Sparkassenzweckverband Nassau,

Wiesbaden (bis 30. Juni 2012)

• Thüga Aktiengesellschaft, München

• Zweites Deutsches Fernsehen,

Mainz

keine

• EKO2 GmbH, Koblenz (stv V) keine

(ab 21. Dezember 2012)

• Energie Südbayern GmbH, München

(bis 14. Mai 2012 (V),

ab 15. Mai 2012 (stv V))

• Energieversorgung Mittelrhein

GmbH, Koblenz (stv V)

• Gas- und Wasserversorgung Fulda

GmbH, Fulda (stv V)

• Gas-Union GmbH, Frankfurt am

Main

• Kasseler Fernwärme GmbH, Kassel

• Städtische Werke Netz + Service

GmbH, Kassel

• Stadtwerke Energie Jena-Pößneck

GmbH, Jena (ab 10. Januar 2012)

• Stadtwerke Neuss Energie und

Wasser GmbH, Neuss

• Syneco GmbH & Co. KG, München

(bis 19. März 2012)

• Thüga Assekuranz Services

München Versicherungsmakler

GmbH, München

Uwe Becker

Stadtkämmerer der

Stadt Frankfurt am Main

Peter Bodens

(ab 1. Dezember 2012)

Kfm. Angestellter Finanzen der

Mainova AG, Frankfurt am Main

• ABG FRANKFURT HOLDING

Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft

mit beschränkter Haftung,

Frankfurt am Main (K)

• Frankfurter Aufbau-Aktiengesellschaft,

Frankfurt am Main (K)

• Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt

am Main (K)

• Stadtwerke Frankfurt am Main

Holding GmbH, Frankfurt am

Main (K)

• Stadtwerke Verkehrsgesellschaft

Frankfurt am Main mbH, Frankfurt

am Main (K)

• Süwag Energie AG, Frankfurt am

Main (K)

• AVA Abfallverbrennungsanlage

Nordweststadt Gesellschaft mit

beschränkter Haftung, Frankfurt am

Main (stv V)

• Betriebskommission der Hafenbetriebe

der Stadt Frankfurt am Main,

Frankfurt am Main

• Betriebskommission Kommunale

Kinder-, Jugend- und Familienhilfe

Frankfurt am Main, Frankfurt am

Main

• Betriebskommission der Marktbetriebe

der Stadt Frankfurt am Main,

Frankfurt am Main

• Betriebskommission der Stadtentwässerung

Frankfurt am Main,

Frankfurt am Main (stv V)

• Betriebskommission der Kita

Frankfurt, Frankfurt am Main

• Betriebskommission der Städtische

Kliniken Frankfurt am Main-Höchst,

Frankfurt am Main (stv V)

• Betriebskommission der Volkshochschule

Frankfurt am Main, Frankfurt

am Main

• Dom Römer GmbH, Frankfurt am

Main

• Erdgas Westthüringen Beteiligungsgesellschaft

mbH, Bad Salzungen

• Gas-Union GmbH, Frankfurt am

Main

• Gateway Gardens Projektentwicklungs-GmbH,

Frankfurt am Main

• Gemeinnützige Kulturfonds

Frankfurt RheinMain GmbH, Bad

Homburg v. d. Höhe

• Klinikum Frankfurt Höchst GmbH,

Frankfurt am Main

• RMA Rhein-Main Abfall GmbH,

Offenbach am Main

• Sportpark Stadion Frankfurt am

Main Gesellschaft für Projektentwicklungen

mbH, Frankfurt am

Main

• Tourismus- und Congress GmbH

Frankfurt am Main, Frankfurt am

Main

• Wirtschaftsförderung Frankfurt –

Frankfurt Economic Development –

GmbH, Frankfurt am Main

• Zentrale Errichtungsgesellschaft mit

beschränkter Haftung, Frankfurt am

Main

keine keine keine

• Nassauische Sparkasse, Wiesbaden

• Sparkassenzweckverband Nassau,

Wiesbaden (ab 4. September 2012)

48 49


ergänzende informationen

organe der gesellschaft

ergänzende informationen

organe der gesellschaft

Aufsichtsrat

Mitgliedschaft in gesetzlich

zu bildenden Aufsichtsräten

Mitgliedschaft in vergleichbaren

in- und ausländischen Kontrollgremien

von Wirtschaftsunternehmen

Mitgliedschaft in übrigen Gremien

Aufsichtsrat

Mitgliedschaft in gesetzlich

zu bildenden Aufsichtsräten

Mitgliedschaft in vergleichbaren

in- und ausländischen Kontrollgremien

von Wirtschaftsunternehmen

Mitgliedschaft in übrigen Gremien

Hans-Dieter Bürger

Beamter im Ruhestand

Stadtrat a. D.

der Stadt Frankfurt am Main

Jutta Ebeling

Bürgermeisterin a. D.

der Stadt Frankfurt am Main

Reinhold Falk

Freigestellter stellv. Vorsitzender des

Betriebsrats der Mainova AG,

Frankfurt am Main

keine keine keine

• Fraport AG Frankfurt Airport

Services Worldwide, Frankfurt am

Main (bis 31. August 2012)

• Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt

am Main (bis 30. April 2012)

• Stadtwerke Frankfurt am Main

Holding GmbH, Frankfurt am Main

• Alte Oper Frankfurt Konzert- und

Kongresszentrum GmbH, Frankfurt

am Main

• Betriebskommission Kommunale

Kinder-, Jugend- und Familienhilfe

Frankfurt am Main, Frankfurt am

Main (bis 14. März 2012)

• Betriebskommission der Kita

Frankfurt, Frankfurt am Main (V)

(bis 14. März 2012)

• Betriebskommission der Volkshochschule

Frankfurt am Main, Frankfurt

am Main (V) (bis 14. März 2012)

• Gas-Union GmbH, Frankfurt am

Main

• Wirtschaftsförderung Frankfurt –

Frankfurt Economic Development –

GmbH, Frankfurt am Main

(bis 22. Juli 2012)

keine

keine

keine

Markus Frank

Stadtrat der Stadt Frankfurt am Main

keine

• AVA Abfallverbrennungsanlage

Nordweststadt Gesellschaft mit

beschränkter Haftung, Frankfurt am

Main

• BäderBetriebe Frankfurt GmbH,

Frankfurt am Main (V)

• Betriebskommission der Hafenbetriebe

der Stadt Frankfurt am Main,

Frankfurt am Main

(bis 30. Juni 2012 (V))

• Betriebskommission der Marktbetriebe

der Stadt Frankfurt am Main,

Frankfurt am Main

(bis 30. Juni 2012 (V))

• Brandschutz-, Katastrophenschutzund

Rettungsdienstzentrum –

Grundstücksgesellschaft mbH und

Co. KG, Frankfurt am Main (V)

(ab 23. Juli 2012)

• FIZ Frankfurter Innovationszentrum

Biotechnologie GmbH, Frankfurt am

Main (ab 2. Oktober 2012 (V))

• FrankfurtRheinMain GmbH

International Marketing of the

Region, Frankfurt am Main

• Frischezentrum Frankfurt am

Main – Großmarkt GmbH, Frankfurt

am Main

• HFM Managementgesellschaft für

Hafen und Markt mit beschränkter

Haftung, Frankfurt am Main (V)

• House of Logistics & Mobility

(HOLM) GmbH, Frankfurt am Main

• Sportpark Stadion Frankfurt am

Main Gesellschaft für Projektentwicklungen

mbH, Frankfurt am

Main (V)

• Tourismus- und Congress GmbH,

Frankfurt am Main (V)

(bis 30. Juni 2012)

• Wirtschaftsförderung Frankfurt –

Frankfurt Economic Development –

GmbH, Frankfurt am Main

(bis 28. November 2012 (V),

ab 29. November 2012 (stv V))

keine

René Gehringer

Anwendungsberater

Freigestelltes Mitglied des

Betriebsrats der Mainova AG,

Frankfurt am Main

keine keine keine

Dr. h. c. Ernst Gerhardt

Unternehmensberater

Beamter im Ruhestand

Stadtkämmerer a. D.

der Stadt Frankfurt am Main

keine

• WOHNHEIM GmbH, Frankfurt am

Main

• Thüga Aktiengesellschaft, München

50

51


ergänzende informationen

organe der gesellschaft

ergänzende informationen

organe der gesellschaft

Aufsichtsrat

Mitgliedschaft in gesetzlich

zu bildenden Aufsichtsräten

Mitgliedschaft in vergleichbaren

in- und ausländischen Kontrollgremien

von Wirtschaftsunternehmen

Mitgliedschaft in übrigen Gremien

Aufsichtsrat

Mitgliedschaft in gesetzlich

zu bildenden Aufsichtsräten

Mitgliedschaft in vergleichbaren

in- und ausländischen Kontrollgremien

von Wirtschaftsunternehmen

Mitgliedschaft in übrigen Gremien

Rosemarie Heilig

(ab 11. Dezember 2012)

Stadträtin

der Stadt Frankfurt am Main

• Stadtwerke Verkehrsgesellschaft

Frankfurt am Main mbH, Frankfurt

am Main (K) (ab 6. Dezember 2012)

• AVA Abfallverbrennungsanlage

Nordweststadt Gesellschaft mit

beschränkter Haftung, Frankfurt am

Main (V) (ab 23. Juli 2012)

• Betriebskommission der Hafenbetriebe

der Stadt Frankfurt am Main,

Frankfurt am Main

(ab 28. September 2012)

• Betriebskommission der Marktbetriebe

der Stadt Frankfurt am Main,

Frankfurt am Main

(ab 28. September 2012)

• Betriebskommission der Stadtentwässerung

Frankfurt am Main,

Frankfurt am Main

(ab 28. September 2012)

• Betriebskommission der Kita

Frankfurt, Frankfurt am Main

(ab 28. September 2012)

• Betriebskommission der Städtische

Kliniken Frankfurt am Main-Höchst,

Frankfurt am Main (V)

(ab 1. August 2012)

• DRK – Blutspendendienst

Baden-Württemberg – Hessen

gemeinnützige GmbH, Mannheim

(ab 23. Juli 2012)

• FÄZ Fachärztezentrum Frankfurt

GmbH, Frankfurt am Main (V)

(ab 28. September 2012)

• Hospital zum heiligen Geist GmbH,

Frankfurt am Main (V)

(ab 28. September 2012)

• Hospital-Service & Catering GmbH,

Frankfurt am Main (V)

(ab 28. September 2012)

• HP Hospital-Pflege GmbH, Frankfurt

am Main (V)

(ab 28. September 2012)

• Klinikum Frankfurt Höchst GmbH,

Frankfurt am Main (V)

(ab 23. Juli 2012)

• Krankenhaus Nordwest GmbH,

Frankfurt am Main (V)

(ab 28. September 2012)

• Medizinisches Versorgungszentrum

am Klinikum Frankfurt Höchst

GmbH, Frankfurt am Main (V)

(ab 23. Juli 2012)

• Regionalpark Ballungsraum

RheinMain Gemeinnützige

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Flörsheim am Main

(ab 23. Juli 2012)

• Regionalpark Rhein-Main Süd-West

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Frankfurt am Main (V)

(ab 23. Juli 2012)

• Regionalpark Rhein-Main

Taunushang Gesellschaft mit

beschränkter Haftung, Bad

Homburg v. d. Höhe

(ab 23. Juli 2012)

• RMA Rhein-Main Abfall GmbH,

Offenbach am Main

(ab 23. Juli 2012)

• Gemeinnützige Umwelthaus GmbH,

Wiesbaden (ab 15. Oktober 2012)

• Zentrale Errichtungsgesellschaft mit

beschränkter Haftung, Frankfurt am

Main (V) (ab 23. Juli 2012)

keine

Holger Klingbeil

Anwendungsberater

Mitglied des Betriebsrats der

Mainova AG,

Frankfurt am Main

Cornelia Kröll

Stellv. Landesleiterin

ver.di - Landesbezirk Hessen,

Frankfurt am Main

Wolfgang Menges

(bis 30. November 2012)

Teamleiter der Mainova AG,

Frankfurt am Main

keine keine keine

keine keine keine

keine keine keine

52

53


ergänzende informationen

organe der gesellschaft

ergänzende informationen

organe der gesellschaft

Aufsichtsrat

Mitgliedschaft in gesetzlich

zu bildenden Aufsichtsräten

Mitgliedschaft in vergleichbaren

in- und ausländischen Kontrollgremien

von Wirtschaftsunternehmen

Mitgliedschaft in übrigen Gremien

Aufsichtsrat

Mitgliedschaft in gesetzlich

zu bildenden Aufsichtsräten

Mitgliedschaft in vergleichbaren

in- und ausländischen Kontrollgremien

von Wirtschaftsunternehmen

Mitgliedschaft in übrigen Gremien

Dr. Manuela Rottmann

(bis 11. September 2012)

Stadträtin a. D.

der Stadt Frankfurt am Main

• Stadtwerke Frankfurt am Main

Holding GmbH, Frankfurt am Main

(bis 25. September 2012)

• Stadtwerke Verkehrsgesellschaft

Frankfurt am Main mbH, Frankfurt

am Main (bis 25. September 2012)

• AVA Abfallverbrennungsanlage

Nordweststadt Gesellschaft mit

beschränkter Haftung, Frankfurt am

Main (V) (bis 30. Juni 2012)

• Betriebskommission der Hafenbetriebe

der Stadt Frankfurt am Main,

Frankfurt am Main

(bis 12. Juli 2012)

• Betriebskommission der Marktbetriebe

der Stadt Frankfurt am Main,

Frankfurt am Main

(bis 12. Juli 2012)

• Betriebskommission der Stadtentwässerung

Frankfurt am Main,

Frankfurt am Main

(bis 12. Juli 2012)

• Betriebskommission der Kita

Frankfurt, Frankfurt am Main

(bis 12. Juli 2012)

• Betriebskommission der Städtische

Kliniken Frankfurt am Main-Höchst,

Frankfurt am Main (V)

(bis 30. Juni 2012)

• DRK - Blutspendedienst Baden-

Württemberg - Hessen gemeinnützige

GmbH, Mannheim

(bis 22. Juli 2012)

• FÄZ Fachärztezentrum Frankfurt

GmbH, Frankfurt am Main (V)

(bis 12. Juli 2012)

• Hospital zum heiligen Geist GmbH,

Frankfurt am Main (V)

(bis 12. Juli 2012)

• Hospital-Service & Catering GmbH,

Frankfurt am Main (V)

(bis 12. Juli 2012)

• HP Hospital-Pflege GmbH, Frankfurt

am Main (V)

(bis 12. Juli 2012)

• Klinikum Frankfurt Höchst GmbH,

Frankfurt am Main (V)

(bis 30. Juni 2012)

• Krankenhaus Nordwest GmbH,

Frankfurt am Main (V)

(bis 12. Juli 2012)

• Medizinisches Versorgungszentrum

am Klinikum Frankfurt Höchst

GmbH, Frankfurt am Main (V)

(bis 30. Juni 2012)

• Regionalpark Ballungsraum

RheinMain Gemeinnützige

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Flörsheim am Main

(bis 22. Juli 2012)

• Regionalpark Rhein-Main Süd-West

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Frankfurt am Main (V)

(bis 22. Juli 2012)

• Regionalpark Rhein-Main

Taunushang Gesellschaft mit

beschränkter Haftung, Frankfurt am

Main (bis 22. Juli 2012)

• RMA Rhein-Main Abfall GmbH,

Offenbach am Main

(bis 22. Juli 2012)

• Gemeinnützige Umwelthaus GmbH,

Wiesbaden (bis 14. Oktober 2012)

• Zentrale Errichtungsgesellschaft mit

beschränkter Haftung, Frankfurt am

Main (V) (bis 30. Juni 2012)

keine

Bernd Rudolph

Stellv. Vorsitzender des Vorstands der

Thüga Aktiengesellschaft, München

Nicole Salm

Sachbearbeiterin/Referentin

Abschluss und Berichterstattung

Mitglied des Betriebsrats der

Mainova AG, Frankfurt am Main

Edwin Schwarz

Stadtrat a. D.

der Stadt Frankfurt am Main

• N-ERGIE Aktiengesellschaft,

Nürnberg

• Stadtwerke Hannover Aktiengesellschaft,

Hannover

• SWK Stadtwerke Kaiserslautern

Versorgungs-AG, Kaiserslautern

(stv V)

• WEMAG AG, Schwerin

• DREWAG Stadtwerke Dresden Thüga Schadenausgleichskasse

GmbH, Dresden

München VVaG, München (*) (V)

• eins energie in sachsen GmbH & Co.

KG, Chemnitz (stv V)

• Energie Südbayern GmbH, München

(ab 16. März 2012)

• Energieversorgung Sylt GmbH, Westerland

(Sylt) (stv V)

• erdgas schwaben gmbh, Augsburg

(bis 31. Dezember 2011 (V),

ab 1. Januar 2012 (stv V))

• Freiberger Erdgas GmbH, Freiberg

(stv V)

• GEW Wilhelmshaven GmbH,

Wilhelmshaven (stv V)

• Harz Energie GmbH & Co. KG,

Osterode am Harz (stv V)

• Stadtwerke - Erdgas Plauen GmbH

(bis 25. April 2012 Erdgas Plauen

GmbH), Plauen (stv V)

• Stadtwerke Bad Harzburg GmbH,

Bad Harzburg (stv V)

• Stadtwerke Freudenstadt GmbH &

Co. KG, Freudenstadt

(ab 21. März 2012)

• Stadtwerke Zweibrücken GmbH,

Zweibrücken (stv V)

• SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH &

Co. KG, Pforzheim (stv V)

• Thüga Assekuranz Services

München Versicherungsmakler

GmbH, München (V)

• Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft

Hannover mit beschränkter

Haftung, Hannover

• Zwickauer Energieversorgung

GmbH, Zwickau (stv V)

keine keine keine

• ABG FRANKFURT HOLDING

Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft

mit beschränkter Haftung,

Frankfurt am Main

(bis 14. Mai 2012)

• Frankfurter Aufbau-Aktiengesellschaft,

Frankfurt am Main (stv V)

(bis 14. Mai 2012)

• Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt

am Main (bis 11. April 2012)

• Dom Römer GmbH, Frankfurt am

Main (stv V)

• Gateway Gardens Projektentwicklungs-GmbH,

Frankfurt am Main (V)

(bis 14. März 2012)

• KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft

mbH,

Frankfurt am Main (V)

(bis 14. März 2012)

• Rebstock Projektgesellschaft mbH,

Frankfurt am Main (V)

(bis 14. März 2012)

• RTW Planungsgesellschaft mbH,

Frankfurt am Main

(bis 14. März 2012)

• Wirtschaftsförderung Frankfurt –

Frankfurt Economic Development –

GmbH, Frankfurt am Main

(bis 22. November 2012)

(*)

Die Thüga Schadenausgleichskasse München VVaG ist keine Handelsgesellschaft im Sinne von § 100 Abs. 2 Nr. 1 AktG

keine

54

55


ergänzende informationen

organe der gesellschaft

ergänzende informationen

organe der gesellschaft

Aufsichtsrat

Ralf-Rüdiger Stamm

Landesfachbereichsleiter Ver- und

Entsorgung ver.di - Landesbezirk

Hessen, Frankfurt am Main

Mitgliedschaft in gesetzlich

zu bildenden Aufsichtsräten

• Oberhessische Versorgungs- und

Verkehrsgesellschaft mbH,

Friedberg

• Oberhessische Versorgungsbetriebe

AG, Friedberg

• Stadtwerke Frankfurt am Main

Holding GmbH, Frankfurt am Main

Mitgliedschaft in vergleichbaren

in- und ausländischen Kontrollgremien

von Wirtschaftsunternehmen

• FES Frankfurter Entsorgungs- und

Service GmbH, Frankfurt am Main

Mitgliedschaft in übrigen Gremien

keine

Frank Wiese

Bereichsleiter der Mainova AG,

Frankfurt am Main

keine keine keine

Thomas Wissgott

Geschäftsführer ver.di Bezirk

Frankfurt am Main und Region,

Frankfurt am Main

• Lufthansa Cargo Aktiengesellschaft,

Frankfurt am Main

• Stadtwerke Frankfurt am Main

Holding GmbH, Frankfurt am Main

(stv V)

• Stadtwerke Verkehrsgesellschaft

Frankfurt am Main mbH, Frankfurt

am Main (stv V)

keine

keine

(K) Konzernmandate gem. § 100 Abs. 2 S. 2 AktG

(V) Vorsitz

(stv V) stellvertretender Vorsitz

56

57


ergänzende informationen

organe der gesellschaft

ergänzende informationen

organe der gesellschaft

Vorstand

Mitgliedschaft in gesetzlich zu

bildenden Aufsichtsräten

Mitgliedschaft in vergleichbaren

in- und ausländischen Kontrollgremien

von Wirtschaftsunternehmen

Mitgliedschaft in übrigen Gremien

Mitgliedschaft in gesetzlich zu

bildenden Aufsichtsräten

Mitgliedschaft in vergleichbaren

in- und ausländischen Kontrollgremien

von Wirtschaftsunternehmen

Mitgliedschaft in übrigen Gremien

Dr. Constantin H. Alsheimer

bestellt vom 1. Januar 2006 bis

31. Dezember 2018

Vorsitzender des Vorstands der

Mainova AG, Frankfurt am Main

keine

• Eisenacher Versorgungs-Betriebe

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Eisenach

• Erdgas Westthüringen Beteiligungsgesellschaft

mbH, Bad Salzungen

(V)

• Gasversorgung Main-Kinzig GmbH,

Gelnhausen

• Gasversorgung Offenbach GmbH,

Offenbach

• Gas-Union GmbH, Frankfurt am

Main (V)

• Hanau Netz GmbH, Hanau (stv V)

(ab 6. Dezember 2012)

• Hessenwasser Verwaltungs-GmbH,

Groß-Gerau (stv V)

• Ohra Energie GmbH (bis 23. Januar

2012 Ohra Hörselgas GmbH), Hörsel

• Stadtwerke Dreieich GmbH,

Dreieich

• Stadtwerke Hanau Gesellschaft mit

beschränkter Haftung, Hanau (stv V)

• Thüga Assekuranz Services

München Versich erungsmakler

GmbH, München

• Thüga Holding GmbH & Co. KGaA,

München (*)

• Werraenergie GmbH, Bad

Salzungen

(stv V)

• ABGnova GmbH, Frankfurt am Main

(V) (bis 21. November 2012)

Lothar Herbst

bestellt vom 1. Januar 2006 bis

31. Dezember 2015

Mitglied des Vorstands der

Mainova AG, Frankfurt am Main

keine

• Energieversorgung Main-Spessart

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Aschaffenburg

• Erdgas Westthüringen Beteiligungsgesellschaft

mbH, Bad Salzungen

• Gas-Union GmbH, Frankfurt am

Main

• Gasversorgung Main-Kinzig GmbH,

Gelnhausen (stv V)

• Gasversorgung Offenbach GmbH,

Offenbach am Main

• Oberhessische Gasversorgung

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Friedberg

• Ohra Energie GmbH (bis 23. Januar

2012 Ohra Hörselgas GmbH), Hörsel

(stv V)

• Werraenergie GmbH, Bad

Salzungen

keine

Dr. Peter Birkner

bestellt vom 1. Juli 2011 bis

30. Juni 2016

Mitglied des Vorstands der

Mainova AG, Frankfurt am Main

keine

• Energieversorgung Main-Spessart

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Aschaffenburg

• Gasversorgung Main-Kinzig GmbH,

Gelnhausen

• Hanau Netz GmbH, Hanau

(ab 6. Dezember 2012)

• Hessenwasser Verwaltungs-GmbH,

Groß Gerau

• Stadtwerke Hanau Gesellschaft mit

beschränkter Haftung, Hanau

• Südwestdeutsche Rohrleitungsbau

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Frankfurt am Main (stv V)

• Biomasse-Kraftwerk Fechenheim

GmbH, Frankfurt am Main (V)

• ENAG/MAINGAS Energieanlagen

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung (EMEG), Eisenach

• Gemeinschaftskraftwerk Bremen

GmbH & Co. KG, Bremen

Mainova EnergieDienste GmbH,

Frankfurt am Main (V)

• NRM Netzdienste Rhein-Main

GmbH, Frankfurt am Main (V)

• SRM StraßenBeleuchtung

Rhein-Main GmbH, Frankfurt am

Main (V)

Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig

bestellt vom 1. Oktober 2009 bis

16. Februar 2013

Mitglied des Vorstands der

Mainova AG, Frankfurt am Main

keine

• Energieversorgung Main-Spessart

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Aschaffenburg (V)

• Gasversorgung Main-Kinzig GmbH,

Gelnhausen

• Gasversorgung Offenbach GmbH,

Offenbach am Main (stv V)

• Gas-Union GmbH, Frankfurt am

Main

• Hanau Netz GmbH, Hanau

(ab 6. Dezember 2012)

• Oberhessische Gasversorgung

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Friedberg (stv V)

• Ohra Energie GmbH (bis 23. Januar

2012 Ohra Hörselgas GmbH), Hörsel

• Stadtwerke Dreieich GmbH,

Dreieich (stv V)

• Stadtwerke Hanau Gesellschaft mit

beschränkter Haftung, Hanau

• Syneco GmbH & Co. KG, München

• Werraenergie GmbH, Bad

Salzungen

• Dynega Energiehandel GmbH,

Frankfurt am Main (V)

• ENAG/MAINGAS Energieanlagen

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung (EMEG), Eisenach (stv V)

• Gemeinschaftskraftwerk Bremen

GmbH & Co. KG, Bremen

• KfW IPEX-Bank GmbH,

Frankfurt am Main

Mainova ServiceDienste

Gesellschaft mbH, Frankfurt am

Main (V)

(K) Konzernmandate

gem. § 100 Abs. 2 S. 2 AktG

(V) Vorsitz

(stv V) stellvertretender Vorsitz

(*) Gesellschafterausschuss und Finanzausschuss (V)

Die Angaben zu den Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen

Kontrollgremien beziehen sich auf den 31. Dezember 2011 bzw. den

Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Aufsichtsrat der Mainova.

58

59


Jahresabschluss

Anlage 1 zum Anhang

Jahresabschluss

Anlage 1 zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012

anschaffungs- oder herstellungskosten Kumulierte abschreibungen Buchwerte

Tsd. € 01.01.2012 zugänge umbuchungen abgänge 31.12.2012 01.01.2012

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

abschreibungen

des geschäftsjahres

zuschreibungen abgänge 31.12.2012 31.12.2012 31.12.2011

1. Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 89.185 7.389 2.314 3.095 95.793 49.422 6.443 – 3.081 52.784 43.009 39.763

2. Geleistete Anzahlungen 216 416 – – 632 – – – – – 632 216

II. Sachanlagen

89.401 7.805 2.314 3.095 96.425 49.422 6.443 – 3.081 52.784 43.641 39.979

1. Grundstücke und Bauten einschließlich

der Bauten auf fremden Grundstücken 367.238 4.700 17.719 4.557 385.100 189.324 6.732 – 4.010 192.046 193.054 177.914

2. Technische Anlagen und Maschinen

a.) Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen,

Heizzentralen 645.457 1.882 4.742 6.691 645.390 567.865 11.081 – 6.672 572.274 73.116 77.592

b.) Verteilungsanlagen

– Verteilungsnetze 1.719.905 22.061 13.067 1.130 1.753.903 1.419.495 28.299 – 1.066 1.446.728 307.175 300.410

– Hausanschlüsse 288.614 7.387 523 – 296.524 218.032 5.313 – – 223.345 73.179 70.582

– Straßenbeleuchtung, Zähler 109.843 1.329 3 722 110.453 100.160 2.234 – 685 101.709 8.744 9.683

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 154.533 5.331 1.994 3.615 158.243 132.648 6.574 – 3.412 135.810 22.433 21.885

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47.775 23.110 – 40.362 786 29.737 – – – – – 29.737 47.775

III. Finanzanlagen

3.333.365 65.800 – 2.314 17.501 3.379.350 2.627.524 60.233 – 15.845 2.671.912 707.438 705.841

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.942 30.005 – – 60.947 – – – – – 60.947 30.942

2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 16.670 3.809 – 1.031 19.448 – – – – – 19.448 16.670

3. Beteiligungen 219.462 17.758 – 2.703 234.517 65.750 12.600 18.373 51 59.926 174.591 153.712

4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht 11.053 3.424 – 2.543 11.934 – – – – – 11.934 11.053

5. Wertpapiere des Anlagevermögens 49 – – – 49 – – – – – 49 49

6. Sonstige Ausleihungen 2.934 826 – 723 3.037 – – – – – 3.037 2.934

7. Genossenschaftsanteile 3 – – – 3 – – – – – 3 3

281.113 55.822 – 7.000 329.935 65.750 12.600 18.373 51 59.926 270.009 215.363

3.703.879 129.427 – 27.596 3.805.710 2.742.696 79.276 18.373 18.977 2.784.622 1.021.088 961.183

60 61


Jahresabschluss

Anlage 2 zum Anhang

Jahresabschluss

Anlage 2 zum Anhang

Beteiligungen

Firma Sitz Anteil

Eigenkapital

der Gesellschaften

Jahresergebnis

der Gesell schaften

% Tsd. € Jahr Tsd. €

Verbundene Unternehmen

ABO Wind WP Niederhambach GmbH & Co. KG Wiesbaden (2) 100,00 6.064 2012 – 6

Biomasse-Kraftwerk Fechenheim GmbH Frankfurt am Main 90,00 7.186 2012 315 (1)

Energieversorgung Main-Spessart GmbH Aschaffenburg 100,00 5.000 2012 3.980 (1)

Erdgas Westthüringen Beteiligungsgesellschaft mbH Bad Salzungen 56,00 25.181 2012 3.099

Hotmobil Deutschland GmbH Gottmadingen (3) 100,00 2.816 2012 1.632 (1)

Mainova Beteiligungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,00 90.305 2012 28.291

Mainova EnergieDienste GmbH Frankfurt am Main 100,00 4.050 2012 – 2.145 (1)

Mainova Erneuerbare Energien Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main 100,00 28 2012 2

Mainova Gemeinschaftswindpark

Hohenahr GmbH & Co. KG (7) Frankfurt am Main (2) 100,00 10.379 2012 79

Mainova Wind Onshore Verwaltungs GmbH (8) Frankfurt am Main (2) 100,00 27 2012 2

Mainova ServiceDienste Gesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,00 50 2012 4.331 (1)

Mainova PV_Park 1 GmbH & Co. KG Frankfurt am Main (2) 100,00 6.035 2011 485

Mainova Wind Beteiligungs GmbH & Co. KG (9) Frankfurt am Main 100,00 34 2012 – 125

Mainova Windpark Remlingen GmbH & Co. KG Frankfurt am Main (2) 100,00 6.339 2012 – 6

Mainova Windpark Siegbach GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 100,00 3.700 2012 111

Netzwerk Offshore Wind GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 100,00 – 1 2012 – 40

Netzwerk Offshore Wind Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main (4) 100,00 17 2012 – 2

NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH Frankfurt am Main 90,00 7.606 2012 6.020 (1)

Offshore Wind für Hessen GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 60,00 11 2012 – 62

Offshore Wind für Hessen Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main (5) 60,00 29 2012 2

SRM StraßenBeleuchtung Rhein-Main GmbH Frankfurt am Main 100,00 34 2012 894 (1)

Zweite Mainova Erneuerbare Energien Verwaltungs GmbH (10) Frankfurt am Main 100,00 27 2012 1

Beteiligungen

a) unmittelbare Beteiligungen

book-n-drive mobilitätssysteme GmbH Wiesbaden (2) 33,00 – 52 2011 – 176

8KU Renewables GmbH Berlin 12,50 295 2011 – 8

ABGnova GmbH Frankfurt am Main 50,00 196 2011 18

ABO Wind AG Wiesbaden (2) 9,47 23.758 2011 7.502

Dynega Energiehandel GmbH Frankfurt am Main 6,67 212 2011 20

ENAG/Maingas Energieanlagen GmbH Eisenach 50,00 12.351 2012 (6) 2.491

Gas-Union GmbH Frankfurt am Main 37,70 108.449 2011 16.684

Gasversorgung Main-Kinzig GmbH Gelnhausen 50,00 18.976 2011 – 3.615

Gasversorgung Offenbach GmbH Offenbach 25,10 16.663 2012 (6) 3.385

Gemeinschaftskraftwerk Bremen GmbH & Co. KG Bremen 25,10 26.820 2011 – 2.116

Gemeinschaftskraftwerk Irsching GmbH Vohburg 15,60 277.621 2011 2.963

Hessenwasser GmbH & Co. KG Groß-Gerau 36,36 43.292 2011 4.465

Hessenwasser Verwaltungs-GmbH Groß-Gerau 36,33 58 2011 3

Joblinge gemeinnützige AG Frankfurt am Main Frankfurt am Main 20,00 – – –

Kraft-Wärme Oberschmitten GmbH i. L. Nidda 50,00 1.816 2012 (12) 8

MHKW Müllheizkraftwerk Frankfurt am Main GmbH Frankfurt am Main 50,00 20 2011 –

Oberhessische Gasversorgung GmbH Friedberg 50,00 11.897 2011 990

Eigenkapital

Firma Sitz Anteil

der Gesellschaften

Jahresergebnis

der Gesell schaften

% Tsd. € Jahr Tsd. €

Stadtwerke Dreieich GmbH Dreieich 26,25 16.481 2011 4.625

Stadtwerke Hanau GmbH Hanau 49,90 39.382 2011 3.718

Südwestdeutsche Rohrleitungsbau GmbH Frankfurt am Main 29,90 3.958 2011 362

SWM Wind Havelland GmbH & Co. KG München 12,50 90.172 2011 2.567

Syneco GmbH & Co. KG München 17,27 47.926 2011 2.423

Syneco Verwaltungs GmbH München 25,10 6.420 2011 68

WPE – Hessische Windpark Entwicklungs GmbH Wiesbaden (2) 49,90 – 27 2012 – 52

b) Mittelbare Beteiligungen über Erdgas Westthüringen

Beteiligungsgesellschaft mbH

Eisenacher Versorgungs-Betriebe GmbH Eisenach 23,90 12.942 2011 3.819

Ohra Energie GmbH (11) Hörselgau 49,00 24.925 2012 (6) 6.019

Werraenergie GmbH Bad Salzungen 49,00 20.789 2011 2.020

c) Mittelbare Beteiligungen über

Mainova Beteiligungsgesellschaft mbH

Thüga Holding GmbH & Co. KGaA München (13) 20,53 2.426.345 2011 264.743

d) Mittelbare Beteiligungen über Mainova EnergieDienste

GmbH

Infranova Bioerdgas GmbH Frankfurt am Main 49,90 623 2011 191

e) Mittelbare Beteiligungen über Mainova ServiceDienste

GmbH

Metegra GmbH Laatzen 25,00 274 2011 – 425

Service4EVU GmbH Coburg 50,00 392 2012 27

f) Mittelbare Beteiligungen über

Mainova Windpark Remlingen GmbH & Co. KG

ABO Wind UW Uettingen GmbH & Co. KG Heidesheim (2) 28,80

g) Mittelbare Beteiligungen über

NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH

Hanau Netz GmbH Hanau 2) 10,00

(1)

Ergebnisabführungsvertrag

(2)

Gründung/Erwerb in 2012

(3)

Tochterunternehmen der Mainova EnergieDienste GmbH

(4)

Tochterunternehmen der Netzwerk Offshore Wind GmbH & Co. KG

(5)

Tochterunternehmen der Offshore Wind für Hessen GmbH & Co. KG

(6)

Bilanzstichtag 30. September

(7)

ehemals: ABO Wind WP Hohenahr GmbH & Co. KG

(8)

ehemals: Windpark Hohenahr Verwaltungs GmbH

(9)

ehemals: Mainova Thüga Wind-Beteiligungs GmbH & Co. KG

(10)

ehemals: Mainova Wind-Beteiligungsverwaltungs GmbH

(11)

ehemals: Ohra Hörselgas GmbH

(12)

Liquidationsjahresabschluss

(13)

Konzernabschluss

62 63


jahresabschluss

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

jahresabschluss

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang –

unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Mainova Aktiengesellschaft, Frankfurt

am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 Energiewirtschaftsgesetz

(EnWG) umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung

nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte

Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchführung und die Aufstellung

von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die

Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung

der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns

durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung

und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach

§ 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der

Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung

vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und

Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-

und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass

mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b

Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen

werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld

der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung

werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise

für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten

zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen

Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter, die Würdigung der Gesamtdarstellung des

Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und Zuordnung

der Konten in der Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt

sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung

eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen

der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund

Ertragslage der Mainova AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des

Geschäftsergebnisses und die Lage der Mainova AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen

Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der

voraussichtlichen Entwicklung der Mainova AG beschrieben sind.

Frankfurt am Main, den 1. März 2013

dr. alsheimer dr. birkner herbst

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat

zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der

Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger

Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss,

vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und

Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für

die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen

sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.

Eschborn/Frankfurt am Main, 1. März 2013

Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Busson

Wirtschaftsprüfer

Welz

Wirtschaftsprüfer

64 65


Herausgeber

Mainova AG

Solmsstraße 38

60623 Frankfurt am Main

Telefon 069 213-02

Telefax 069 213-81122

www.mainova.de

Ansprechpartner für Aktionäre

Stefan Schlink (Leiter Vorstandsangelegenheiten)

Telefon 069 213-83021

E-Mail: s.schlink@mainova.de

Konzept, Redaktion und Produktion

mpm Corporate Communication Solutions, Mainz

www.digitalagentur-mpm.de

66


Mainova AG

Solmsstraße 38

60623 Frankfurt am Main

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