Bester Arbeitgeber Südtirols - Radius

mediaradius.it

Bester Arbeitgeber Südtirols - Radius

Kostenloses

Exemplar

I.R.

Magazin

für die Europaregion tirol

Nr. 4

April 2013

www.mediaradius.it

Poste Italiane S.P.A. - Sped. - A.P. - 70% - CNS Bolzano - Einzelnummer 2Ä - Unzustellbare Exemplare an Absender zurück. Der Absender verpflichtet sich die Portospesen zu tragen. TASSA PAGATA/TAX PERCUE.

TOP

Bester Arbeitgeber Südtirols

Gute Ausbildung – Wohlfühlen am Arbeitsplatz

Auszeichnungen

und Awards


Für manche Prozesse benötigt

man auch weiterhin Papier.

Für alle anderen nicht.

Einfach, gesetzeskonform, komplett und ergreifend

genial: Dokumenten Management

mit d.3, Enterprise Collaboration Lösungen

mit SharePoint und ecspand. Viele Unternehmen

aus „Südtirols Top 100“ sind schon

dabei. Sie auch?

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editorial

6 34 Bester Arbeitgeber 2013

impressum

Herausgeber: Athesia Druck GmbH,

Bozen, Eintrag LG Bozen Nr. 26/01,

am 27.11.2001

Projektleiter: Franz Wimmer

Schriftleiter: Armin Mair

Koordination: Marita Wimmer

Produktion/Redaktion: Magdalena Pöder

Redaktion: Peter Treibenreif, Claudia

Schwarze, Marita Wimmer, Norman

Libardoni, Nicole D. Steiner, Franz

Wimmer, Alexa Bellutti, Armin Mair

Werbung/Verkauf: Lorenz Mederle,

Marita Wimmer

Verwaltung: Kapuzinergasse 5

39100 Bozen | Tel. 0471 081 561

info@mediaradius.it | www.mediaradius.it

Fotos: LPA/Arno Pertl, Handelskammer

Bozen, Berni Unterlechner, Wifo, LPA,

Jan Friese, Dolomiten-Archiv, shutterstock,

verschiedene Privat-, Firmen- und

Online-Archive sowie Verkaufsunterlagen.

Konzept und Abwicklung:

King Laurin GmbH, Eppan

Grafik/Layout: Georg Hochkofler

Lektorat: Magdalena Pöder, Ulrike

Schwarz

Produktion: Athesia Druck Bozen

www.athesia.it

Vertrieb: Als „Dolomiten“ - Beilage

und im Postversand

Druckauflage: 25.000 Stück

Preis: Einzelpreis 2 Euro,

A+D: 2,50 Euro

Die Redaktion übernimmt keinerlei Haftung

für die Inhalte der Werbeseiten, PR-Seiten

und der angeführten Webseiten.

20 Green Jobs

inhaltsverzeichnis

Aktuell

06 Bester Arbeitgeber 2013

20 Green Jobs – Arbeitschance der Zukunft

24 Oscars der Wirtschaft

28 Manager des Jahres 2012

34 Die Jugend trifft es zuerst

44 Offen und flexibel für die Zukunft

48 Beruf und Familie gut vereint

44

Offen und flexibel für die Zukunft

Düster scheinen die Prognosen für die

junge Generation, wenn es um eine prestigevolle,

befriedigende und gleichzeitig

gut bezahlte Arbeit geht. Doch jeder

kann selber etwas für den optimalen Start

ins künftige Berufsleben tun. Dies sollte

schon im Kindesalter beginnen.

24 Oscar der Wirtschaft

Service | Firmenportraits

09 Salone Norma, Bozen

10 GP & P GmbH, Auer

11 Maxi GmbH, Bozen

12 Walcher Messebau GmbH, Frangart

13 Maximilian GmbH, Brixen

14 Durst Phototechnik AG, Brixen

16 Lavarent GmbH, Sarnthein

17 Weico GmbH, Feldthurns

18 Business Pool GmbH, Bozen

19 Divus GmbH, Eppan

22 Pfeifer Landtechnik KG, Leifers

26 Zirkonzahn GmbH, Gais

Rubriken

52 Gesundheit: Podologe – Beruf mit Zukunft

53 Portrait: Thomas Klauser

54 Bunte Meldungen

48

Berufsmatura

29 Schweitzer Project AG, Naturns

32 Funkhaus Südtirol, Bozen

36 Abteilung Arbeit, Bozen

38 Elas GmbH, Meran

39 Brigl Group, Bozen

40 Athesia Verlagsanstalt AG, Bozen

42 Tiroler Versicherung, Bozen

43 MCI Management Center, Innsbruck

49 SiMedia, Niederdorf

50 Terra Institute, Brixen

51 Seniorenheim Stiftung

Griesfeld, Neumarkt

Stellenanzeigen

56 Fercam AG, Bozen

57 MaGa Group

International GmbH, Vahrn

Beruf & Familie gut vereint

Das Zertifikat „audit familieundberuf“ wird alljährlich Südtiroler Unternehmen

zuerkannt, die sich in besonderer Weise für eine Optimierung ihrer familienbewussten

Personalpolitik einsetzen. In diesem Jahr konnten zehn Unternehmen

die begehrte Auszeichnung entgegennehmen.

Franz Wimmer

Wie kommt man zu einem Top

Job? Voraussetzungen sind eine

fundierte Ausbildung, Begeisterung,

Bereitschaft zu besonderen

Leistungen und permanenter

Weiterbildung, Flexibilität etc.

– und hin und wieder das Glück

des/der Tüchtigen. Und wer

bietet Top Jobs? Erfolgreiche,

eingesessene aber auch junge,

aufstrebende Unternehmen, deren

Chefs im Prinzip die gleichen

Voraussetzungen erfüllen wie

eingangs erwähnt. Dazu kommen

eine klare Zielsetzung, schlankes

Management und hohe Wertschätzung,

inkl. Aus- und Weiterbildung

der Mitarbeiter (siehe

Südtirols bester Arbeitgeber).

Mehrmals wurde in letzter Zeit

von politischen Vertretern die

Jugend-Arbeitslosigkeit mit

über 10 % angeführt. Doch die

Aussage dazu „damit stehen wir

im nationalen/internationalen

Vergleich immer noch gut da“, ist

höchst bedenklich. Was ist schief

gelaufen, dass wir in Südtirol,

eine so hohe Jugendarbeitslosigkeit

haben? Warum bieten eigentlich

öffentliche Institutionen,

wie die Aut. Provinz, Verbände,

Handelskammer etc. so gut wie

keine Ausbildungsplätze an? So

wie sich die Bürokratie im Lande

entwickelt, hätten doch „Verwaltungslehrlinge“

die besten Job

Aussichten.

Franz Wimmer


themenbereich

6 04/2013 04/2013

7

aktuell

Das APL-System© bietet den Unternehmen eine

umfassende Analyse zu folgenden sieben Kategorien:

• Strategie des Unternehmens;

• Organisationsstruktur;

• angewandte Managementsysteme;

• Unternehmens- und Führungskultur,

sowie Kommunikation;

• Personalmanagement und Team;

• Differenzierung durch Leitbild, Werte und Spielregeln;

• Individualität, d.h. besondere Fähigkeiten und

Merkmale des Unternehmens.

Auszeichnung

Bester Arbeitgeber 2013“

Allein die Mitarbeiter haben entschieden: die Besten Arbeitgeber

Südtirols 2013 heißen Loacker Remedia, Maximilian

und GP & P. Am 26. Februar 2013 fand die Prämierung im

Bozner Sitz der Handelskammer statt, womit das Projekt

„BAS 2013“ seinen erfolgreichen Abschluss fand.

Bereits zum zweiten Mal hatte die Bozner Beratungsagentur

Business Pool GmbH in Zusammenarbeit mit

der Autonomen Provinz Bozen, der Handelskammer, der

Südtiroler Wirtschaftszeitung und dem Wirtschaftsmagazin

Radius zur landesweiten Studie der Mitarbeiterzufriedenheit

aufgerufen. Auch in diesem Jahr folgten dem Aufruf

viele namhafte Südtiroler Unternehmen und stellten sich

damit der strengen Bewertung ihrer Mitarbeiter. Und es

geht weiter. Das neue Projekt „BAS 2014“ steht bereits

in den Startlöchern. Einige wichtige Neuerungen wurden

vorgenommen, um das Projekt weiterhin zu präzisieren

und zu verbessern.

Bester Arbeitgeber 2013 – Unternehmenskultur siegt

Am 26. Februar waren die Teilnehmer des Projektes „BAS

2013“ in den Sitz der Handelskammer in Bozen eingeladen

worden. Mit Spannung wurden die Ergebnisse der diesjährigen

Wahl erwartet. Begrüßt wurden alle durch den Präsidenten

der Handelskammer, Michl Ebner, der die Hoffnung

aussprach, dass sich diese Veranstaltung zu einer Tradition

entwickelt, die nicht zuletzt das erfolgreiche Bemühen der

Unternehmen für ihre Mitarbeiter widerspiegelt. In der

anschließenden Podiumsdiskussion tauschten namhafte

Vertreter aus Politik und Wirtschaft ihre Meinungen und

Erlebnisse zum Thema Unternehmenskultur aus.

Prämierung der höchsten Mitarbeiterzufriedenheit

Bei der Prämierung der „Besten Arbeitgeber Südtirols 2013“

wurden als Gewinner der drei Kategorien, die nach der Anzahl

ihrer Mitarbeiter gegliedert sind, die Unternehmen Loacker

Remedia, die Modekette Maximilian und GP & P ausgezeichnet.

Die Auszeichnung basiert ausschließlich auf der Bewertung

durch die eigenen Mitarbeiter. Auf den zweiten Plätzen folgten

NaturalLook, Kunstdünger sowie der Friseursalon Norma.

Den dritten Platz belegten die EURAC Bozen, Top Control und

das Handelsunternehmen Maxi, eine Gesellschaft der Podini

Holding AG. Auf diese Einzelprämierungen folgte die Zertifizierung

der 15 „Besten Arbeitgeber Südtirols 2013“. Diese

Unternehmen wurden auf Grund der hohen Mitarbeiterzufriedenheit

ausgezeichnet. Sie alle hatten die festgelegten Kriterien

erreicht. Neben den neun bereits ausgezeichneten besten

Unternehmen konnten auch Messebau Walcher, die Athesia

Verlagsanstalt, Zeppelin Group, Monier, Durst Phototechnik

und Lavarent die Anerkennungsplakette entgegennehmen.

Zusammen mit den 23 „Besten Arbeitgebern 2012“, die bei

der ersten Ausgabe des Projektes BAS ermittelt wurden, dürfen

sich nun alle diese Unternehmen zu den mitarbeiterfreundlichsten

Arbeitgebern Südtirols zählen.

Zum Abschluss lud Andreas Unterhofer, der durch die

Veranstaltung führte, zu einem Buffet mit Gedankenaustausch

ein. Für die Bewirtung sorgten der Begründer und

OK Chef des Käsefestivals Sand in Taufers, Martin Pircher

vom Despar Sand in Taufers, der Ziegenkäseproduzent

Manuel Zingerle vom Untereggerhof in Vals, die Stabinger

Torten und Süßwaren aus Sexten, der Bioweinhof Loacker,

der Sarner Speckproduzent Luis Moser und die Franziskaner

Bäckerei. Sie verwöhnten ihre Gäste an diesem Abend mit

auserwählten Südtiroler Köstlichkeiten.

APL-System © – Analysieren, Planen und Führen

Für die neue Ausgabe von „BAS 2014“ wurde inzwischen ein

ausgereifteres Modell für die Befragungen der Mitarbeiter ausgearbeitet,

das APL-System © . Drei Jahre Erfahrung und viele

wichtige Anregungen von Unternehmen haben zu einem detaillierterem

Analyse- und Steuerungsinstrument für Unternehmen

geführt. Der Leitfaden für dieses Modell steht für Analyse,

Planung und Führung (APL = Analyzing, Planning, Leading).

Mit dem neuen Partner APL Institute ® und einem erweiterten

Analyse-Verfahren wird das Projekt der Business Pool

GmbH zusätzlich verbessert. Das APL Institute ® stellt dieses

Instrument bereits in mehreren Ländern zur Verfügung. Ein

Vorteil im Vergleich zum vorhergehenden Projekt ist, dass

das Instrument eine höhere Flexibilität und individuellere

Anpassung an die einzelnen Unternehmen ermöglicht.

Vorteilhaft ist, dass alle bereits vorher erhobenen, relevanten

Daten auch in Zukunft verwendet werden können. Wer also

bereits an einem Projekt BAS teilgenommen hat, kann die

Ergebnisse weiterhin ohne Einschränkungen direkt vergleichen

und so die Veränderung der Unternehmenskultur seit

der letzten Analyse überprüfen.

Bester Arbeitgeber Südtirols“ wird

„Best Workplace Alto Adige Südtirol“

Wie bereits in den vorhergehenden Jahren werden auch

weiterhin die Mitarbeiter die zentrale Rolle der Befragung

für das Projekt „BAS 2014“ bilden. Durch die anonyme

Mitarbeiterbefragung, mit einem neu gestalteten Fragebogen

mit 91 ausgewählten Aussagen und drei offenen

› Kältetechnik › Industriekälte › Klimatechnik › Service

[Coole]

Ergebnisse

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Fragen zur Unternehmenskultur, wird der „Beste Arbeitgeber

Südtirols“ ermittelt. Das Projekt erhält in diesem Jahr

allerdings einen neuen Namen: Aus der ursprünglichen

Bezeichnung „Bester Arbeitgeber Südtirols – Miglior Posto

di Lavoro in Alto Adige“ wird nun einheitlich „Best Workplace

Alto Adige Südtirol“.

Das neue APL-System © ist nicht allein auf die Ermittlung

und Bewertung der Mitarbeiterzufriedenheit beschränkt,

stellt also nicht nur einen Wettbewerb um die Auszeichnung

als „Bester Arbeitgeber“ dar, sondern ist ein ganzheitliches

Analyse- und Management-Instrument, das die Analyse

der Unternehmenskultur aus verschiedenen Perspektiven

ermöglicht. Es besteht aus drei Teilen: dem APL-Instrument,

also der Mitarbeiterzufriedenheitsanalyse, dem APL-Audit,

bei dem die Geschäftsführung zu ihrer Wahrnehmung der

Unternehmenskultur befragt wird, und wahlweise dem APL-

Customer, bei dem Kunden befragt werden.

APL-Audit – Die Sicht des Personalmanagements/

der Geschäftsleitung

Die Mitarbeiterzufriedenheitsanalyse (APL-Instrument)

wird durch das APL-Audit ergänzt. Es bietet dem Management

des Unternehmens die Möglichkeit, ein klares Bild

von den verfolgten Strategien und Zielsetzungen sowie den

konkreten Maßnahmen zur Entwicklung und Stärkung der

Unternehmens und der Führungskultur zu erhalten. Das

Audit erfolgt im Rahmen eines Berichtes und durch die

Beantwortung der Fragen. Es geht darum, einen Gesamtüberblick

zu erhalten, aber diesmal nicht aus der Wahrneh-

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Georg Hochkofler

8 04/2013 aktuell

service

04/2013 Tel. 0471 081 563 9

Inserat: salone norma

grafik@mediaradius.it

mung der Mitarbeiter, sondern aus der Sicht des oder der

Unternehmer bzw. des Managements selbst. Nach erfolgter

Bewertung erfolgt ein Abgleich zum APL-Instrument, wodurch

mögliche Abweichungen oder Übereinstimmungen

zwischen Selbstbild (APL-Audit) und Fremdbild (APL-Instrument)

sichtbar werden.

Haar und

Stimmung gut

APL-Customer – Das beste Feedback ist das der Kunden

Um das APL-System © abzurunden, ist eine zusätzliche Befragung

möglich, die sich direkt an die Kunden der Unternehmen

richtet. Damit können bei Interesse die Stärken und

Schwächen des Unternehmens aus der Sicht der Kunden

gemessen werden und mit APL-Instrument und APL-Audit

abgeglichen werden. So ergibt sich ein Gesamtbild aus der

Sicht der Geschäftsleitung, der Mitarbeiter und der Kunden.

Dadurch bekommen die Betriebe die Möglichkeit, gezielter

zu intervenieren und Prozesse zur Sicherstellung von maximaler

Kompatibilität einzuleiten.

Teilnahme am Projekt

Das neue Projekt ist bereits gestartet, erste Befragungen

wurden durchgeführt. Teilnehmen können alle interessierten

Betriebe, unabhängig von Branche und Gesellschaftsform,

ebenfalls alle Non-Profit-Organisationen. In der Ausgabe

2014 werden nicht mehr drei Kategorien ausgezeichnet,

sondern vier, nämlich Unternehmen mit zehn bis 29 Mitarbeitern,

30 bis 79 Mitarbeitern, 80 bis 149 Mitarbeitern

sowie 150 und mehr Mitarbeitern. Durch diese Staffelung

wird die Vergleichbarkeit der teilnehmenden Unternehmen

verbessert.

Interessenten für eine Analyse der Unternehmenskultur,

die nicht am Wettbewerb teilnehmen möchten, können das

APL-System © auch außerhalb des Wettbewerbs als Analyseund

Management-Instrument nutzen.

Vorteile einer entwickelten Unternehmenskultur

Die Nutzung des APL-Systems © als Managementinstrument

zur Stärkung der Unternehmenskultur bringt einen nachhaltigen

Nutzen für alle Betriebe. Nur eine gesunde Unternehmenskultur

schafft zufriedene Mitarbeiter, mit hoher

Motivation und Arbeitsplatzbindung. Dies geht mit einem

höheren Engagement und einer höheren Produktivität und

Unternehmensrentabilität einher. Es besteht folglich ein

direkter Zusammenhang zwischen Unternehmenskultur und

Unternehmenserfolg. Dies bedeutet wiederum Wachstumspotenzial

für Betrieb und Mitarbeiter.

INFO

Business Pool GmbH

Handwerkerstr. 26 | 39100 Bozen

Tel. 0471 301 896 | Fax 0471 973 837

info@businesspool.it | www.businesspool.it

Seit fast 50 Jahren ist der Salone Norma die Topadresse

für Bozens stilbewusste Damen. Wer einmal bei Mauro

Basso und seinen Mitarbeitern war, kommt immer wieder.

Die Arbeit im Salon ist mehr als Schnitt und Legen,

hier werden Emotionen und Träume in Form und Farbe

umgewandelt.

Bozens geschichtsträchtigster und bekanntester Coiffeur

ist alles andere als antik. Vor sechs Jahren hat Mauro Basso

den Salone Norma von seiner Mutter übernommen, er hat

hier das Friseurgeschäft von der Pike auf gelernt, dabei viele

internationale Erfahrungen gesammelt und gehört seit Jahren

zu den bekanntesten Figaros Italiens. Inzwischen zählt

Norma zu den fünf größten Salons Italiens, im norditalienischen

Raum wurde er unter den drei ersten klassifiziert.

Nicht umsonst bedient Salone Norma heute eine internationale

Kundschaft, die von Norddeutschland bis Sizilien

reicht. Es ist vor allem das professionelle Geschick und

die Ideen, aber auch das außergewöhnliche Ambiente, das

gefällt. Mauro Basso fordert wie von sich selbst auch viel

von seinen Mitarbeitern. Regelmäßige Weiterbildung gehört

Mauro Basso ganz in seinem Element

auch für sie zum Pflichtprogramm, auf ein gutes Arbeitsklima

wird besonderer Wert gelegt. Auf Bewertung seines

12-köpfigen Teams wurde das Unternehmen in diesem Jahr

als „Bester Arbeitgeber Südtirols“ ausgezeichnet.

Fortbildung, Basis des stetigen Erfolgs

Auch wer sein Handwerk perfekt beherrscht, muss mit

der Zeit gehen. Mauro Basso ist nicht nur Ausbilder seines

Teams, der Salone ist auch offizieller Stylist von Alterna Professional

Haircare mit hochwertigen Pflegeprodukten, die

komplett ohne Tierversuche entwickelt wurden. Im Januar

wurde Mauro Basso nach Amerika gerufen und wird nun

als erster Vertreter Italiens als offizieller Stylist die Firma

Oribe vertreten, die zu den weltweit besten Anbietern des

Sektors zählt. „Wir setzen auf Qualität und Können, unsere

Arbeit besteht darin, Emotionen, Gefühle und Wünsche zu

erkennen. Unsere Kunden wissen, was sie bei uns erwartet.

Niemand fällt hier zufällig herein und alle verlassen sich auf

unser Gespür für ein perfektes, persönliches Styling“, betont

der Haarstylist. Mauro Basso und eine seiner Mitarbeiterinnen

leiten zudem Ausbildungskurse für Kollegen zur perfekten

Haarfärbung mit den Produkten der Firma Kydra.

Salone Norma di Basso Mauro & C. KG

Obstplatz 37 | 39100 Bozen

Tel. 0471 973 251

info@salonenorma.it

www.salonenorma.it


themenbereich

themenbereich

10 04/2013 04/2013

11

Buchhalter „on the road“

Das Team von

Maxi GmbH

Innovativ: Günther Plattner und sein Auerer Unternehmen

– „Bester Arbeitgeber des Jahres 2013“. Eine professionell

geführte Buchhaltung gehört zu den Fundamenten eines

erfolgreichen Unternehmens. Denn sie liefert die Grundlagen,

auf denen viele Entscheidungen im Betrieb basieren.

Das Unternehmen GP & P in Auer macht es möglich,

diese Tätigkeit auszulagern und dennoch im Haus zu

behalten: Die GP & P-Profis kommen direkt in die Unternehmen.

Soeben als „Bester Arbeitgeber Südtirols 2013“

ausgezeichnet, ist das Unternehmen ein Outsourcing-

Partner für Buchhaltung, Kostenrechnung und Bilanzierung

sowie Spezialist für „financial engineering“-Projekte.

„Buchhalter on the road“, definiert Günther Plattner

seine zehn Mitarbeiter. 1997 hatte er die Idee zu diesem

– für Südtirol wohl einzigartigen – Dienstleistungs- und

Beratungsunternehmen. Plattners Grundgedanke: Zum

einen ist die Buchhaltung eine wichtige Tätigkeit für die

Zukunft eines Betriebes. Zum anderen ist die Buchhaltung

ein sensibler Bereich, in dem sich die Unternehmer

auf fachlich kompetente und loyale Mitarbeiter verlassen

müssen. In vielen Fällen müssen Betriebe ihre Buchhaltung

an spezialisierte Dienstleister auslagern. Auf den

Rechnern dieser Outsourcing-Betriebe laufen dann alle

vertraulichen und delikaten Daten zusammen – was manchen

Unternehmern Kopfzerbrechen bereitet.

Buchhaltung vor Ort

Und genau hier setzen Günther Plattner und sein GP & P-Team

an. Um den Auftraggebern weiterhin die absolute Kontrolle

über ihre Buchhaltung zu gewährleisten, bietet der Aurer

Betrieb die „Buchhaltung vor Ort“ an. Das heißt, die Buchhaltungsdaten

bleiben im Haus des Auftraggebers. Die Buchhaltung

hingegen wird von den GP & P-Mitarbeitern auf den

verschiedensten Buchhaltungsprogrammen und ERP-Systemen

(derzeit sind es 20) ausgeführt, die regelmäßig in die Unternehmen

kommen und somit auch „Firmenluft“ schnuppern. Die

Unternehmer können sich durch dieses Outsourcing auf ihr

Kerngeschäft konzentrieren. Auf die Arbeit von GP & P vertrauen

bereits nahezu 100 Unternehmen aller Wirtschaftssektoren

in Südtirol, Trentino und im Veneto – mit zwischen zwei

und mehreren hundert Mitarbeitern und mit einem Umsatz

von 150.000 bis über hundert Millionen Euro.

Der richtige Partner in Krisensituationen

Über die Standard-Dienstleistung „Buchhaltung vor Ort“,

hinaus bietet GP & P noch eine Reihe von Diensten an.

Plattner und seine Mitarbeiter zeigen beispielsweise auch

Maßnahmen zur Verbesserung der Außenstände auf, bieten

Hilfestellungen bei Verhandlungen mit Banken, Kunden

und Lieferanten und zeigen professionelle Wege zu Prozessoptimierungen

in der Verwaltung auf. Weiteres arbeitet das

Unternehmen Sanierungskonzepte für Krisensituationen aus,

selbst für solche Kunden, denen niemand mehr helfen will

oder kann. Dies sind dann die besonderen Herausforderungen,

denen sich GP & P kompetent stellt.

Zucker versüßt das Leben

Seit mehr als 50 Jahren versorgt das Bozner Unternehmen

Maxi GmbH den Handel und alle großen Lebensmittel-,

Pharma- und Chemieunternehmen Italiens mit Zucker. Der

langjährige Erfolg basiert vor allem auf motivierten, gut

geschulten Mitarbeitern, die ihr Unternehmen nun zum

„Besten Arbeitgeber 2013“ wählten.

Klein, aber effektiv: Mit zwölf Mitarbeitern ist das Bozner

Traditionsunternehmen mit einem Drittel Marktanteil

der größte Zuckerlieferant Italiens. Über ein gut ausgebautes,

gesamtstaatliches Vertriebsnetz erreicht das enorme Sortiment

schnell und flexibel die Kunden. Der Umweltschutz steht in

der Unternehmensgruppe Podini Holding, das bedeutet auch

bei Maxi GmbH, im Mittelpunkt der logistischen Planung.

Um über den Schienenverkehr so nah wie möglich den Kunden

erreichen zu können, wird dieses Netz in Zusammenarbeit

mit den italienischen Staatsbahnen weiterhin ausgebaut

und kleinflächig vernetzt. Die Warentransporte werden somit

immer mehr von der Straße auf die Schiene verlagert und das

erfahrene Team kann noch schneller und flexibler auf alle

Anfragen der Kunden reagieren. Neben der Tätigkeit als Lieferant

verschiedener Sorten stellt das Unternehmen auch als

Berater für seine Kunden zur Verfügung. Im Jahr 2007 wurde

eine Joint Venture mit dem größten europäischen Zuckerhersteller

Südzucker geschlossen.

Die Mitarbeiter – das höchste Gut des Unternehmens

Als Unternehmen der Podini Holding nimmt auch bei Maxi

GmbH der Mitarbeiter einen besonderen Schwerpunkt in der

Firmenphilosophie ein. „Die Menschen stehen im Zentrum

unserer Tätigkeit, denn das Unternehmen wird von den

Mitarbeitern gebildet. Das Arbeitsambiente und die täglichen

persönlichen Herausforderungen beeinflussen entscheidend

ihren Einsatz und die Motivation. Deshalb ist es wichtig, ihre

Bedürfnisse zu berücksichtigen, denn nur so kann Leistung gezeigt

und der Erfolg eines Unternehmens begründet werden“,

betont der Präsident der Podini Holding, Giovanni Podini.

Auf diesem jahrzehntelangen Bemühen des Unternehmens

beruht auch die Auszeichnung zum „Besten Arbeitgeber

Südtiorls 2013“, die der Maxi GmbH am 26. Februar 2013

im Sitz der Handelskammer verliehen wurde. Bei der allein

auf der Einschätzung der Mitarbeiter basierenden Umfrage

wurde das Unternehmen auf den ausgezeichneten dritten

Platz der Kategorie bis zu 20 Mitarbeitern gewählt und

konnte somit viele andere Südtiroler Firmen hinter sich

lassen. Dieses Ergebnis ist die Bestätigung, dass sich der vom

Unternehmen seit langem eingeschlagene Weg bewährt hat

und weiterhin Früchte tragen wird.

INFO

INFO

v.l.: Mitarbeiterinnen Miriam Oberberger

und Alexandra Stampfer

GP & P GmbH

Alte Landstraße 14 A | 39040 Auer

Tel. 0471 811 454 | Fax 0471 811 964

info@gp-p.it | www.gp-p.it

v.l.: Andreas Unterhofer, Giovanni Podini, Andrea Zeppa

Maxi GmbH

G.-Galilei-Str. 10 | 39100 Bozen

Tel. 0471 533 590 | Fax 0471 210 590

info@maxi-online.it | www.maxi-online.it


service

12 04/2013 04/2013

13

service

So wird Ihre Messe

erfolgreich

Bereits seit 1967 ist Walcher Messebau zuverlässlicher

Partner vieler Südtiroler Firmen und Messeorganisatoren

im In- und Ausland. Von der Planung bis zum voll eingerichteten

Messestand liegt alles in einer Hand. Das Unternehmen

wurde beim Wettbewerb „Bester Arbeitgeber

Südtirols 2013“ ausgezeichnet.

Von der Gestaltung der Stände von Kleinstunternehmen

über den Prestigeauftritt international tätiger Konzerne bis

zur kompletten Gestaltung von Messen reicht das Angebot

des Unternehmens Walcher Messebau. Die kundenspezifischen

Lösungen werden nach eingehender Beratung

und Planung im Haus mit handwerklicher Perfektion und

Termintreue umgesetzt und können somit allen individuellen

Ansprüchen der Kunden angepasst werden. Jeder Stand

wird so ein Unikat, das den Charakter seines Nutzers widerspiegelt.

Zum Firmenservice gehören auch der Verleih und

Verkauf von kompletten Messeständen und Messezubehör.

Kundentreue aus Zufriedenheit

Mehr als 3000 Kunden vertrauen seit Jahrzehnten auf den

europaweit tätigen Full-Service-Partner für Messen, Ausstellungen,

Kongresse und Veranstaltungen. Keine Aufgabe ist zu

kompliziert. Ob Mailand, Bologna, München, Basel oder Barcelona,

kein Weg ist zu weit, Walcher Messebau startet für seine

Kunden, die vor allem in Südtirol und im oberitalienischen

Raum angesiedelt sind. Schnelligkeit, Präzision und Erfahrung

garantieren für termingerechte Ausstellungsflächen in jedem

Ambiente. So ist Walcher Messebau auch seit langem fester

Partner der Messe Bozen, kooperiert mit der EOS, der Südtiroler

Marketing GmbH, der Autonomen Provinz Bozen und vielen

namhaften Südtiroler Firmen. Rund 1200 Stände werden

im Jahr im In- und Ausland von den 17 fest angestellten und

zeitweise 20 freien Mitarbeitern errichtet und gestaltet. Über

100 kundenspezifische Messestände oder 15.000 – 20.000 qm

Ausstellungsfläche können innerhalb zwei Wochen gleichzeitig

montiert und eingerichtet werden. Dafür bedarf es motivierter,

zuverlässiger Mitarbeiter, deren Flexibilität und Einsatz eine

exakte Teamarbeit und gute Kooperation ermöglichen. Jeder

kann sich im Betrieb auf den anderen verlassen, man kennt

sich gut. „Mich hat die Auszeichnung sehr überrascht. Unser

Beruf ist hart, die Männer sind oft lange von daheim weg und

dennoch ist die Mitarbeiterzufriedenheit im Unternehmen sehr

hoch“, freut sich Firmenchef Klaus Walcher.

Passion für Fashion & Styling

Maximilian als führendes Modeunternehmen mit seinen

insgesamt neun Stores in Bozen, Brixen, Bruneck und

Sterzing ist die erste Adresse für kreatives Design, lässigen

Luxus und innovativen Lifestyle.

Die Mitarbeiter sind Styling-Berater und ein wichtiger

Faktor des Erfolgsrezepts. „Unser Ansatz von Styling ist allumfassend.

Wir bieten keine Mode, sondern ein positives Lebensgefühl

und einen modernen Lebensstil. Der menschliche

Austausch ist uns wichtig. Unsere Kunden kommen zu uns,

weil sie sich bei uns persönlich betreut und gut aufgehoben

fühlen. Unsere Mitarbeiter sind persönliche Styling-Berater,

die ganz auf die Persönlichkeit und die Wünsche eingehen

– ob schicke Frau im besten Alter oder Studentin, ob trendy

Mann oder Gentleman“, erklärt Martina Profanter. Sie führt

zusammen mit ihrem Mann Hannes das Modeunternehmen,

das eine eigene „Mitarbeiter-Schule“ eingeführt hat. Durch

diese geht jede Fachkraft bei Maximilian. Neben der sorgfältigen

Auswahl des Fashion-Teams werden die Mitarbeiter

umfassend ausgebildet und eingelernt. „Kontinuierliche

Aus- und Weiterbildung ist ein Muss, ob es um Fashion-

Fachthemen oder um Beratung und Sprachkompetenz geht“,

sagt Martina Profanter. Warum Maximilian von seinem Team

zum besten Arbeitgeber gewählt wurde, kann sich Hannes

Profanter erklären: „Wir nehmen unsere Mitarbeiter ernst,

Wertschätzung ist wichtig und wir bieten auch Entwicklungsund

Karrieremöglichkeiten. Die Rahmenbedingungen müssen

passen, damit jede und jeder ihre/seine Arbeit bestmöglich

machen kann. Die leistungsbezogene Entlohnung ist ein

weiterer wichtiger Faktor. Und Erfolg zieht an: So ist es auch

kein Wunder, dass die Besten zu den Besten wollen.“

Bester Arbeitgeber Südtirols 2013 in der Kategorie "21-50 Mitarbeiter":

Martina und Hannes Profanter inmitten ihres Teams

Erste Fashion-Referenz

In den Maximilian-Stores wird die besondere Mischung

aus etablierten Labels und frischesten Trends präsentiert:

Fashion und Styling fern von Modediktaten, zur Stärkung

der Individualität und um den jeweiligen Lebensstil zu unterstreichen.

Die Profanters sind Profis auf ihrem Gebiet und

bestechen mit ihrer besonderen Mischung aus Phantasie und

Perfektion – und das schon seit über 20 Jahren.

Stores als Lounges mit Styling-Genussfaktor

Die Stores von Maximilian sind Fashion-Lounges, in denen

Frau und Mann sich entspannt zurücklehnen und Styling genießen

können. Geboten wird alles vom Scheitel bis zur Sohle.

Es gibt in den Stores die trendy Abteilungen mit den neuesten

internationalen Modetrends für echte Fashion Victims ebenso

wie elegante Herrenabteilungen mit Maßanzügen und Maßhemden.

Business-Suit oder Sport-Outfit, Cocktailkleid oder

Smoking, Jeans, Shirts und Skirts, Handtaschen und Schuhe.

360 Grad Fashion ist bei Maximilian Programm.

INFO

Maximilian – passion for fashion

Bozen | Brixen | Bruneck | Sterzing

info@maximilian.it | www.maximilian.it

www.walcher.bz

+39 0471 631 215 | info@walcher.bz

www.walcher.bz


themenbereich

14 04/2013 04/2013

15

service

Durst:

Aus Tradition innovativ

Durst Firmengebäude in Brixen

Internationale Aufgabenbereiche, dynamische Entwicklungen,

kontinuierliches Streben nach neuen Lösungen,

Mut zur Veränderung. Das Brixner Unternehmen Durst

ist ein "global Player" und setzt sich erfolgreich gegen

multinationale Konkurrenten durch. Der Mitarbeiter ist

ein wesentlicher Erfolgsfaktor und wird entsprechend

gefördert und gefordert.

Durst ist ein alteingesessenes Südtiroler Familienunternehmen

und seit dem Gründerjahr 1936 prägt ein Thema

die Firmenstrategie: Innovation. Die Firmengründer Julius

und Gilbert Durst waren Pioniere im Fotosektor. Bis ins Jahr

2000 war das Unternehmen ausschließlich in der Phototechnik

tätig, entwickelte Geräte und Technologien weiter, ging

strategische Partnerschaften ein, blieb aber stets unabhängig.

Frühzeitig reagierte das Brixner Unternehmen dann ab

Mitte der Neunzigerjahre auf die rückläufigen Trends im

Fotomarkt, entwickelte sich weiter und spezialisierte sich

auf ein neues Feld: auf die Entwicklung und Produktion digitaler

Druckmaschinen mit Inkjet-Technologie für grafische

und industrielle Anwendungen. Dieser Schritt, nicht ohne

Rho IS 4C-Presse

Risiko, hat sich gelohnt, wie sich heute, keine fünfzehn Jahre

später zeigt. Die digitale Drucktechnik eroberte erst den

Werbemarkt, 2005 entwickelte Durst Tintenstrahldrucker

für das Bedrucken von Fließen, drei Jahre später für den Etikettendruck,

seit 2011 werden nun auch Bekleidungs- und

Heimtextilien mit Maschinen „Made in Südtirol“ bemustert.

Innovation als Unternehmenskultur

Diese Entwicklung des Unternehmens zeigt: Der Innovationsgeist

war und ist lebendig und Teil der Unternehmenskultur.

Die Entwicklung zeigt sich im Wachstum, das

sich nicht nur in Betriebsbilanzen niederschlägt, sondern

auch in Betriebserweiterungen: Am 30. Juli 1999 eröffnete

Durst in Lienz ein Werk, das rein auf digitale Drucktechnik

ausgerichtet ist, 2010 wurde hier ein Forschungszentrum

eröffnet. Und ein weiteres Entwicklungszentrum

steht in Nordtirol in Kufstein.

Vertriebs- und Serviceniederlassungen sind weltweit zu

finden: In Italien, Österreich, Deutschland, Großbritannien,

Frankreich, USA, Mexiko, Singapur, Spanien, Schweden,

Brasilien und Indien kümmern sich Spezialisten um die

anspruchsvollen Kunden des Unternehmens. Insgesamt

Durst-Forschungszentrum in Lienz‘

beschäftigt Durst 500 Menschen weltweit. Im Hauptsitz in

Brixen selbst sind 200 Mitarbeiter tätig. Die meisten davon

beschäftigen sich mit Forschung und Entwicklung, Produktion,

Qualitätssicherung und Service der Hightech-Präzisionsmaschinen

sowie dem Marketing und Vertrieb.

Beeindruckend ist, dass die durchschnittliche Zugehörigkeit

zum Unternehmen bei knapp 15 Jahren liegt, und das bei

einem Durchschnittsalter von unter 38 Jahren.

Hohe Identifikation mit dem Unternehmen

Paul Bachmann, Personalleiter des Unternehmens, erklärt,

dass ein sehr hoher Identifikationsgrad der Mitarbeiter mit

dem Unternehmen besteht. „Wir haben in kurzer Zeit den

notwendigen Wandel vom Photo- zum Druckspezialisten in

neuen Wachstumsmärkten erfolgreich gemeistert, auf diese

gemeinsam erbrachte Leistung sind die Mitarbeiter sehr

stolz. Durch den mittelständischen Charakter des Unternehmens

und durch das innovative, hochtechnologische und

internationale Betätigungsfeld bieten sich auch sehr vielseitige,

abwechslungsreiche und herausfordernde Tätigkeiten. In

regelmäßig durchgeführten Mitarbeiterumfragen stellen wir

fest, dass sich unsere Mitarbeiter auch in einem hohen Maße

mit diesen Aufgaben identifizieren. Unser dynamisches Umfeld

fordert zwar einiges von den Mitarbeitern ab, auf der

anderen Seite sehen sie aber auch die Chance, beruflich als

auch persönlich darin zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.

Besonders geschätzt wird von den Mitarbeitern auch

die langfristig ausgelegte Unternehmenspolitik, dies gibt

ihnen Vertrauen und Sicherheit.“

Innovation war und ist der Schlüssel zum Weiterbestand

des Unternehmens. Innovation entsteht in den Köpfen der

Mitarbeiter, und so ist jeder, der Teil von Durst ist, gefordert,

sich einzubringen und die Produkte und Abläufe zu

verbessern. Immerhin gehen in Brixen und Lienz Präzisionsmaschinen

vom Band, sowohl bei der Montage als auch bei

der Einstellung der Maschinen sind kleinste Fehler fatal.

Bereichsübergreifend agieren

Ein offener Umgang miteinander, eine gute Zusammenarbeit

innerhalb der Teams, aber auch teamübergreifend und

mit externen Partnern und Kunden, stellen einen weiteren

Erfolgsfaktor dar. Paul Bachmann dazu: „Die verschiedenen

Teams müssen eng zusammenarbeiten und bereit sein, sich

gegenseitig weiter zu helfen. Die Mitarbeiter können dabei

auch viel voneinander lernen und auch fachübergreifend

ein gutes Gesamtverständnis entwickeln. Besondere Lerneffekte

lassen sich dadurch auch, neben gezielten Weiterbildungs-

und Entwicklungsmaßnahmen, in Kooperationen mit

externen Partnern und Instituten erzielen, wodurch auch

wertvolles neues Wissen gewonnen werden kann.“

Bereits beim Auswahlverfahren achtet deshalb das Unternehmen

darauf, ob ein Kandidat charakterlich zu Durst

passt: Neben diesem Teamgeist sind Begeisterungsfähigkeit,

Neugierde, Offenheit gegenüber Neuem oder Lernwille unter

anderem Basiseigenschaften, die ein Kandidat haben sollte.

Ebenso wie die Eigenschaft, die konstanten Veränderungen

in den Märkten durch technologische Innovationen nicht als

Problem, sondern als Chance und Herausforderung zu sehen,

aktiv an diesen technischen Veränderungen mitzuwirken.

Die Firma Durst hat sich Innovation auf ihre Fahnen geschrieben.

Seit 1936. Und ist mit dieser Philosophie überaus

gut gefahren. So gut, dass Durst sich sehr erfolgreich auch

im Wettbewerb mit den „ganz Großen“, wie HP zum Beispiel,

behaupten kann und seine Eigenständigkeit bewahrt

hat. Das Brixner Unternehmen wird weiter daran arbeiten,

und der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein.

INFO

Durst Phototechnik AG

Vitt.-Veneto-Str. 59 | 39042 Brixen

Tel. 0472 810 111 | Fax 0472 830 980

info@durst.it | www.durst-online.com


16 04/2013 themenbereich

themenbereich 04/2013

17

Innovativ und

Zukunftsorientiert

Lavarent –

Der Umwelt zuliebe

Das Familienunternehmen Lavarent im Sarntal wurde im

Rahmen des Wettbewerbes „Bester Arbeitgeber Südtirols“

als Unternehmen mit dem besten Verbesserungsgrad im

Vergleich zum Vorjahr ausgezeichnet. Ein toller Erfolg für

die Großwäscherei mit rund 120 Mitarbeitern.

Firmeninhaber Kurt Eccel, welcher im März 2012 die

Geschäftsführung übernommen hat, über das Familienunternehmen:

„Als Dienstleistungsunternehmen für die

Hotellerie und Gastronomie sind unsere Mitarbeiter das

Grundkapital und Herz und Seele unseres Unternehmens.

Nur wenn sich unsere Mitarbeiter wohl fühlen, können wir

einen optimalen Service für unsere Kunden bieten.“ Gemeinsam

mit einem jungen und dynamischen Führungsteam

wird nun eine neue Unternehmenskultur gelebt. Strategie

und Unternehmenswerte wie Respekt, Ehrlichkeit,

Verlässlichkeit, Anerkennung und Umweltbewusstsein

bestimmen den täglichen Umgang

untereinander, mit Lieferanten und Kunden.

Der Kunde als Partner

Seit 1989 kümmert sich Lavarent um die

Wäsche der Hotellerie und Gastronomie

in der Region. Die Kernkompetenz der

Lavarent liegt neben der Reinigung der

Leih- und Privatwäsche von Hotels

und Restaurants in der optimalen

und individuellen Koordination

des Lieferservices. Die langjährige

Erfahrung im Textilbereich des

Firmeninhabers Kurt Eccel, kontinuierliche Investitionen

in Qualitätswäsche und in innovative und umweltfreundliche

Technologien machen Lavarent zum professionellen

Partner der Hotellerie. Die Wasch- und Bügelqualität wird

verbessert, um den Kunden eine hervorragende Qualität zu

bieten. Leihwäsche bietet eine kostengünstige und umweltfreundliche

Alternative zur Reinigung der Wäsche im Hotel.

Zertifizierungen in den Bereichen Qualität, Umwelt, Arbeitssicherheit,

Textilpflege und Biokontamination garantieren

den Kunden bei jeder Lieferung saubere und reine Wäsche.

Lavarent bietet den Kunden professionelle Beratung zu

Produkten, Anwendungsmöglichkeiten und zur optimalen

Organisation des persönlichen Lieferservices.

Liebe zu Tradition und Umwelt

Eingebettet in die Sarntaler Alpen lebt Lavarent die Traditionen

und ist sich der lokalen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern

und Umwelt bewusst. Der schonende Umgang mit natürlichen

Ressourcen und Rohstoffen ist für Lavarent grundlegend.

Deshalb werden nur umweltfreundliche Waschmittel eingesetzt.

Laufend reduziert und optimiert Lavarent den Verbrauch an

Waschmitteln, Energie und Wasser. Investitionen in Energie

und Umwelt stehen auch weiterhin in Zukunft an und sollen

den Verbrauch der knappen Ressourcen reduzieren.

INFO

Lavarent GmbH

Industriezone 1 | 39058 Sarnthein

Tel. 0471 620 900 | Fax 0471 620 930

info@lavarent.com | www.lavarent.com

Weico ist ein junges und innovatives Unternehmen, das in

den folgenden Bereichen tätig ist: Maschinenbau – Metallbau

– Sonderanfertigungen – Brückenuntersichtgeräten.

Gegründet wurde das Unternehmen von dem damals

25-jährigen Christof Weissteiner. In nur 15 Jahren entstand

aus einem Einmannbetrieb in einer Garage in Feldthurns

ein international tätiger Betrieb. Die Sparte Maschinenbau

zählt zu den Kernbereichen des Unternehmens. Es werden

einzelne Maschinenbestandteile bis hin zur kompletten

Anlage konstruiert. Mit Hilfe komplexer Fräs- und Dreharbeiten

auf computergesteuerten Maschinen entstehen

Präzisionsteile, die sowohl für Großserien als auch für

Einzelfertigungen zum Einsatz kommen. Geboten wird

von der Entwicklung über die Planung in 3D bis hin zur

Ausführung und Installation.

Internationale Vernetzung

Der Betrieb hebt sich besonders durch die Konstruktion

von Sonderanfertigungen für spezielle Einsatzzwecke vom

restlichen Markt ab. Durch die kluge Vernetzung mit Architekten

für den Metallbau ist die präzise und qualitativ

hochwertige Arbeitsweise der Firma Weico international

gefragt. Aus Stahl, Edelstahl und Aluminium entstehen im

Zusammenspiel mit filigranen Glasanbauten komplette

Gebäudeteile, Dachverglasungen, Fassaden, Treppenaufgänge,

Eingangsbereiche sowie Tragwerke und transparente

Strukturen.

Inspektion und Sanierung

Nach jahrelanger Erfahrung in der Brückenzugangstechnik

wurde im Jahre 2012 dieser Bereich ausgebaut. Durch den

Ankauf von mehreren Brückeninspektionsgeräten ist das Unternehmen

in der Lage, den österreichischen sowie den italienischen

Markt abzudecken, mittels Verleih und Verkauf. Es

handelt sich um spezielle Untersichtgeräte für die Inspektion

und Sanierung von Brücken, die den sonst schwierigen

Zugang unter die Brücke problemlos ermöglichen. Je nach

Bedarf werden die Geräte individuell konzipiert, entwickelt,

angefertigt und montiert.

INFO

WEICO GmbH

Gewerbezone Ziggler 4 | 39040 Feldthurns

Tel. 0472 857 035 | Fax 0472 857 347

info@weico.it | www.weico.it


service

18 04/2013 04/2013

19

service

Unternehmenskultur –

als Erfolgsfaktor

Willkommen

in der Zukunft

Von der Personalsuche über die Personal- und

Organisationsentwicklung bis hin zur Stärkung der

Unternehmenskultur. Das sind die Kernkompetenzen

der Business Pool. Radius hat mit dem Geschäftsführer

ein Gespräch geführt.

Radius: Herr Unterhofer, Business Pool ist Initiator und

Ideenträger des Projektes BAS. Was hat Sie dazu bewogen,

dieses Projekt in Südtirol ins Leben zu rufen?

Andreas Unterhofer: Das Thema Fachkräftemangel ist

in aller Munde und bereitet Unternehmen zusehends

Schwierigkeiten. Drei Gründe waren für uns ausschlaggebend

dieses Projekt zu starten, welches hinsichtlich des

Themas Fachkräftemangel einen wertvollen Beitrag für

Unternehmen leisten kann. Eine gute Unternehmenskultur

hat entscheidenden Einfluss auf die Mitarbeiterbindung

und gibt bestehenden Fachkräften einen guten Grund,

bei ihrem aktuellen Arbeitgeber zu bleiben. Fachkräfte,

die im Ausland studiert haben, wählen häufig auch Ihren

Arbeitsplatz dort und kehren somit beruflich ihrer Heimat

den Rücken. Wenn jedoch Südtiroler Unternehmen sich als

gute und interessante Arbeitgeber erweisen, steigert das die

Wahrscheinlichkeit der Rückkehr. Der dritte Grund ist die

Standortentwicklung. Je attraktiver Südtirol als Arbeitsort

ist, desto eher werden auch ausländische Fachkräfte zu uns

kommen. Aus diesen Gründen ist es wichtig für Unternehmen,

ideale Rahmenbedingungen zu schaffen bzw. in ihre

Unternehmenskultur zu investieren.

Radius: Sie haben mehrfach den Begriff Unternehmenskultur

verwendet. Könnten Sie bitte kurz erläutern, was damit

gemeint ist?

A. Unterhofer: Am besten lässt sich meine Vorstellung von

Unternehmenskultur anhand des Beispiels eines Hauses

erklären: Jedes Haus wird auf dem Fundament erstellt.

Dieses Fundament steht für die unsichtbare Kultur des

Unternehmens, damit sind die Werte, Spielregeln und

Überzeugungen des Unternehmens gemeint. In den oberen

Stockwerken befinden sich die Wohnräume, die als Sinnbild

für gelebte Kultur stehen. Mit gelebter Kultur meine

ich Führung, Kommunikation, Kooperation und Tagesgeschäft

des Unternehmens. Das Dach stellt die sichtbare

Kultur dar, was im Unternehmen die Struktur also Organigramm,

Stellenbeschreibungen, Prozesse und Handlungsanweisungen

bezeichnet. Jedes Unternehmen ist ein soziales

System und entwickelt daher eine Kultur, die auch wandlungsfähig

sein sollte. Die Mitarbeiter sind ein Teil dieses

Systems und dadurch erfahren sie diese Unternehmenskultur

und werden von ihr geprägt.

Radius: Denken Sie, dass Unternehmenskultur

also ein Erfolgsfaktor für

Unternehmen ist?

A. Unterhofer: Ich bin überzeugt,

dass Unternehmenskultur ein entscheidender

Erfolgsfaktor ist. Eine

Studie der Fraunhofer Gesellschaft zu

diesem Thema belegt, dass Unternehmenskultur

sogar der wesentlichste

Andreas Unterhofer

Erfolgsfaktor für Unternehmen

ist. Ich möchte die Bedeutung der

Unternehmenskultur noch kurz anhand eines Beispiels aus

der Praxis erläutern, nämlich dem Thema Generationenwechsel

in Unternehmen. Ein solcher Wechsel zieht, neben

der sichtbaren Veränderung im Management, zwangsweise

auch Veränderungen in der Strategie und der Unternehmenskultur

nach sich. Hat ein Unternehmen ein klares Bild

von seiner Unternehmenskultur, so dient dies als Unterstützung

für das neue Management. Die Kenntnis der eigenen

Unternehmenskultur und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten

sind für jedes Unternehmen lohnend.

Radius: Herr Unterhofer, was können Ihrer Meinung nach

Unternehmen tun, um ihre Unternehmenskultur nachhaltig

zu verbessern?

A. Unterhofer: Der ideale Ausgangspunkt ist die Analyse

der bestehenden Unternehmenskultur aus der Sicht der

Mitarbeiter sowie auch aus der Sicht des Personalmanagements.

Dies kann z.B. durch die Teilnahme an unserem

Projekt BAS geschehen. Unabhängig davon, welche Stärken

und Schwächen die Ergebnisse aufzeigen, folgen Workshops,

in denen diese zusammen mit dem Management des

Unternehmens analysiert werden. Dabei wird bei Bedarf

der Schwerpunkt auf die bestehenden Schwächen gerichtet

und zukünftige Interventionsmaßnahmen zur Behebung

derselben besprochen.

Dank unserer Erfahrungen auf dem Gebiet der Organisationsentwicklung

und aufgrund unserer Kenntnis der bestehenden

Unternehmenskultur von teilnehmenden Unternehmen,

bieten wir als Business Pool unseren Kunden hier

professionelle Unterstützung an und liefern maßgeschneiderte

Konzepte für einen sogenannten Kulturwandel.

INFO

Business Pool GmbH

Handwerkerstr. 26 | 39100 Bozen

Tel. 0471 301 896 | Fax 0471 973 837

info@businesspool.it | www.businesspool.it

Seit 2002 ist das Unternehmen DIVUS auf dem Markt und

hat sich zum Leader im europäischen Markt der Gebäude-

Automation hochgearbeitet. Die Touch Panels aus Eppan

finden sich unter anderem in den Villen von Sebastian

Vettel und Franz Beckenbauer, in den BMW-Welten und in

der Hugo-Boss-Zentrale.

Firmeninhaber Reinhard Zublasing erklärt: „Unsere

Hauptmärkte sind Deutschland, Türkei, Indien und der

mittlere Osten. Über 80 Prozent unseres Umsatzes generieren

wir im Ausland. Wir leben davon, dass wir Technologie

ästhetisch verpacken und an die Architektur der Gebäude

unserer Kunden anpassen.“ Gebäudeautomation bedeutet,

dass sich verschiedene Funktionen programmieren und

bedienerfreundlich und übersichtlich steuern lassen.

Die Steuerung erfolgt über das Touch Panel. Wer dabei aber

an ein Bürogerät denkt, der liegt falsch: DIVUS bietet bei seinen

Bediengeräten Designlösungen an, die sich der Architektur

des Raumes anpassen. Die Technik, die dahinter steckt,

bleibt dahinter, stellt aber das Herzstück der Anlage dar.

Willkommen in der Zukunft

Prominentes und allgemein bekanntes Beispiel für Hausautomation

ist die Steuerung von Beleuchtung und

Beschattung. Eine Ausbaustufe ist Türkommunikation,

oder intelligentes Audio- und Home-Entertainment. Aber

Automation kann noch mehr: So ist es beispielsweise

möglich, das Haus über ein Smartphone zu steuern und

zu überwachen. „Eine überaus komfortable Einrichtung.“

Reinhard und Mirco Zublasing haben einen Nischenmarkt

DIVUS Home 15“

erschlossen, der ein gewaltiges Wachstumspotential hat.

„Wir haben uns frühzeitig auf diesen Markt spezialisiert

und uns einen Vorsprung erarbeitet, den der Mitbewerb

nur sehr schwer wird aufholen können.“

Arbeiten im Wachstumsmarkt

Im Überetsch sucht man nach motivierten Mitarbeitern.

„Wir brauchen ständig PC-Techniker und Informatik-Techniker.“

Heute arbeiten zwölf Mitarbeiter im Firmensitz im

Pillhof in Eppan. Vier Mitarbeiter kümmern sich in Stuttgart

um den internationalen Vertrieb. Das Credo bei DIVUS:

Qualitatives und quantitatives Wachstum ist möglich. Aber

nur mit und dank der Mitarbeiter. Denn es handelt sich um

ein Unternehmen, das mit Innovation arbeitet. Und Innovation

findet täglich statt. In den Köpfen der Mitarbeiter.

INFO

Bedienung

per Smart

Phone

DIVUS

Pillhof 51 | 39057 Eppan

Tel. 0471 633 662 | Fax 0471 631 829

job@divus.eu | www.divus.eu

DIVUS

KNX Control


themenbereich

20 04/2013 04/2013

21

aktuell

Green Jobs – Arbeitschance

der Zukunft

Über kaum ein Thema wird mehr geschrieben, als die

Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Ist sie nur die Folge der

Weltwirtschaftskrise und der Anhebung des Pensionsalters

in Europa oder ist sie auch ein Zeichen dafür, dass sich

der Arbeitsmarkt in Zukunft ändern wird?

Wohl beides: Denn in den letzten Jahren zeichnet sich

ein Trend hin zur Nachhaltigkeit ab. Was bedeutet, dass sich

die traditionellen Berufe ändern werden. Experten sind sich

einig, dass vor allem im Bereich der Grünen Technologien

neue Arbeitsprofile entstehen werden. Und dass die sogenannten

„Green Jobs“ Arbeitsplätze der Zukunft bedeuten.

Oberstes Gebot: Nachhaltigkeit

Mit „Green Jobs“ sind nicht nur die Arbeitsplätze gemeint,

die direkt in der Natur durchgeführt werden. Vielmehr

bezeichnet man mit „Green Jobs“ jene Tätigkeiten, bei

denen die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt steht. Es sind jene

Arbeitsplätze in der Herstellung von Produkten, Technologien

und Dienstleistungen, die Umweltschäden vermeiden

und natürliche Ressourcen erhalten. In vielen Sparten sind

bereits „Green Jobs“ entstanden – und es ist davon auszugehen,

dass dieser Trend weiter anhalten und sogar noch

deutlich steigen wird. Die Bereiche erneuerbare Energien,

nachhaltiges Bauen und Sanieren, Wasser und Abwassermanagement

werden die kommenden Jahre eine noch zentralere

Rolle spielen, als sie das heute schon tun.

Ressourcen für Zukunft erhalten

Nachhaltigkeit bedeutet nicht Stillstand. Im Gegenteil. Es

werden neue Möglichkeiten gesucht, dass Ressourcen eines regenerierbaren

Systems in einer Weise genutzt werden können,

durch welches dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften

erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise

regeneriert werden kann. Bei der Erschließung der Ressourcen

wird dementsprechend darauf wert gelegt, dass nicht nur

ausgebeutet und verbrannte Erde hinterlassen wird, sondern

dass nach einer entsprechenden Erholungszeit eine erneute

Nutzung der Ressource möglich ist. Ein klassisches Beispiel

dafür ist nachhaltige Forstwirtschaft, wo nach dem Abholzen

die Wiederbepflanzung der Flächen vorangetrieben wird.

Natur erhalten – Qualität steigern

„Green Jobs“ beschäftigen sich vor allem mit der Frage der

Nachhaltigkeit. Und beschränken sich nicht nur auf diese: Es

wird sichergestellt, dass ein hohes Qualitätsniveau erhalten

bleibt. Dies geschieht durch ständige Verbesserung der Technologien

und dem daraus resultierenden Innovationsbedarf.

Netzwerke werden in Zukunft eine größere Rolle spielen und

entsprechend werden jene Berufe gefragt sein, welche Netzwerke

und Kooperationen zwischen verschiedenen Bereichen finden,

herstellen und unterstützen. Nachhaltiges Arbeiten ist aber

nicht nur eine regionale Angelegenheit: Die Internationalisierung

wird zukünftig noch wichtiger werden, die Stimulierung

betrieblicher Investitionen und von privatem Konsum sowie die

Bewusstseinsbildung werden eine zentrale Rolle spielen.

„Green Jobs“: in allen Branchen

Dementsprechend werden „Grüne Arbeitsplätze“ sowohl in

der Produktion, der Forschung und Entwicklung, der Landwirtschaft

als auch in Verwaltungs- und Service-Bereichen

geschaffen. Das Ziel: Die Erhaltung und Wiederherstellung

der Umweltqualität. „Green Jobs“ werden die gesamte

Wirtschaft erreichen und stellen somit eine große Zukunftschance

auf dem Arbeitsmarkt her. Startpunkt sind die

Bereiche erneuerbare Energien und Energieeffizienz, welche

Alles aus

einer Hand

Wir bieten Ihnen

individuelle Kundenberatung

und unser

technisches Knowhow

für Lösungen,

die ganz auf Sie und

Ihre Bedürfnisse

zugeschnitten sind.

Automatisierungstechnik

Erneuerbare Energien

Elektrotechnik

sich per Definition als „Grüne Branchen“ darstellen. Jedoch

werden auch öffentliche Verwaltungen, Bauunternehmungen,

Landwirtschaft und Fremdenverkehr nicht umhin

kommen, „grüne Arbeitsplätze“ zu schaffen, um nachhaltig

zu arbeiten. Um für die Zukunft zu erhalten, was in der

Vergangenheit Erfolg versprochen hat.

Handwerkerstr. 11-12

39040 Feldthurns

T +39 0472 855342

info@obrist.bz.it

www.obrist.bz.it


22 04/2013 themenbereich

service

23

tin Pfeifer erfolgreich geleitet wird. Wie erfolgreich das

Familienunternehmen Pfeifer Landtechnik in den letzten

Jahrzehnten war, beweisen die erzielten Verkaufszahlen. In

fünfundfünfzig Jahren wurden rund 10.000 Neuschlepper

und zirka 9000 Gebrauchttraktoren verkauft.

Optimismus,

Weitblick und Elan

Otto Pfeifer gründete nach vierjähriger Erfahrung als

Handelsvertreter im Landmaschinengeschäft im Jahre

1958 den Familienbetrieb „Otto Pfeifer-Landmaschinen“

mit kleiner Werkstatt und zwei Mitarbeitern am eigenen

Wohnsitz in Leifers. „Die Ärmel hochkrempeln“ hieß es

immer, auch wenn schwierige Zeiten bevorstanden.

Doch mit Optimismus, Weitblick und Elan überstand er

jede Hürde. Neben dem Vertrieb von McCormick-Traktoren

wurden andere Kleinmaschinen und Zubehör verkauft. Schon

bald erwies sich die Philosophie des Kleinunternehmens als

korrekt, beständig und verlässlich und so wurden die ersten

Räumlichkeiten in Leifers für eine gute Abwicklung der

Arbeit zu eng. Daher erfolgte 1973 der große Sprung mit

Übersiedlung nach Steinmannwald, mit neuer Betriebshalle

samt Werkstatt und Ausstellungsareal. 1993 erfolgte der

Zubau einer Tiefgarage unter der gesamten Betriebsfläche

und 2005 wurde das Gelände mit Erweiterung zur neuen

Umfahrungsstraße hin wiederum vergrößert, sodass die ganze

Betriebsfläche heute auf stolze 7000 m² zählen kann.

Familienbetrieb mit drei Generationen

Drei Generationen arbeiten hier gemeinsam. Auch wenn

„Opa Otto“ schon vor mehr als 25 Jahren den Betrieb

den jungen Generationen übergeben hat, ist er täglich im

Geschehen dabei und lebt seinen Betrieb nach 55 Jahren

immer noch mit Herz und Seele. Im Jahr 1978 gründete

Otto Pfeifer mit Partnern die Firma Viland OHG in

Latsch, um die Bedürfnisse im Vinschgau besser zu decken,

welche heute von den Geschäftsinhabern Otmar und Mar-

Treue Mitarbeiter

Heute beschäftigt das Unternehmen fünfundzwanzig Mitarbeiter,

von denen mehrere seit Jahrzehnten dem Betrieb

die Treue halten. „Sie sind das größte Kapital des Unternehmens“,

zitieren selbst die Firmeninhaber. Des Weiteren

verfolgen neun autorisierte, offizielle Außenwerkstätten in

Südtirol den breiten Kundenstock mit ihren Mitarbeitern,

um die Wünsche der Kunden fachgerecht und schnell zu

erfüllen. Diese, über die Jahre bestätigte Betriebsphilosophie,

verbunden mit den besten Produkten, ließ die gesamte

Gruppe zu einem der bedeutendsten Unternehmen im

alpenländischen Raum heranwachsen.

INFO

Pfeifer Landtechnik KG

Gewerbezone Wurzer 1 | 39055 Leifers

Tel. 0471 959 977 | Fax 0471 959 944

info@pfeiferlandtechnik.it | www.pfeiferlandtechnik.it

Visit our homepage

www.pfeiferlandtechnik.it


24 04/2013 themenbereich aktuell

Die zwei

Top-Winzer

Oscars der Wirtschaft

Alle zwei Jahre werden die „Südtirol Awards“ vergeben.

Im Rahmen einer glanzvollen Gala werden Unternehmen

und Projekte ausgezeichnet, die in den Kategorien Investment,

Export, Marketing und Innovation Meilensteine

gesetzt haben. BLS, EOS, SMG und TIS laden gemeinsam

ein. Und unterstreichen mit dieser Veranstaltung, dass die

Südtiroler Wirtschaft als eine erfolgreiche Einheit gesehen

werden muss.

Am 18. Oktober 2013 steht im Stadttheater Bozen zum

zweiten Mal die „Nacht der Südtirol Awards“ auf dem

Programm. Alles was Rang und Namen hat wird zu der

glanzvollen Gala erwartet. Im Mittelpunkt werden wieder

Südtirols Vorzeigeunternehmen stehen, die in den jeweiligen

Kategorien die hochkarätig besetzte Jury überzeugen

konnten. Zur Teilnahme zugelassen sind alle in Südtirol angesiedelten

privaten, öffentlichen und genossenschaftlichen

Unternehmen, die überzeugende Neuigkeiten umgesetzt

haben. Die Einreichung der Projekte und die Teilnahme am

Wettbewerb ist kostenlos.

Südtirol Marketing Gesellschaft: Marketing-Award

Jeder Teilnehmer am SMG-Award darf ein Projekt einreichen,

das in den letzten drei Jahren umgesetzt worden ist.

Kreativität, Innovation, Funktionalität und Marktfähigkeit

sind die Punkte, welche von der Jury bewertet werden. Eine

Grundvoraussetzung ist, dass die eingereichten Projekte

die Kernaussage Südtirols unterstreichen müssen. „Südtirol

ist die kontrastreiche Symbiose aus alpin und mediterran,

Spontaneität und Verlässlichkeit, Natur und Kultur.“

2011 ging der Award nach Unterinn am Ritten, wo Thomas

Kohl vom Obsthof Troidner bewies, dass nicht nur Großunternehmen

Chancen auf den Gewinn in der Kategorie

Marketing haben.

Business Location Südtirol: Investment-Award

In dieser Kategorie werden jene Projekte bewertet, bei

welchen in materielles oder immaterielles Anlagevermögen

investiert worden ist. Das bedeutet, dass sowohl Investitionen

in Hardware als auch in Weiterbildung der Mitarbeiter

oder den Aufbau einer Kooperation gültig sind. Voraussetzung

für eine Teilnahme ist, dass die Investition in den

vergangenen fünf Jahren in Südtirol vorgenommen worden

ist. 2011 konnte das Unternehmen Salewa den Investmentpreis

gewinnen: Der neue Firmensitz in Bozen Süd

hatte die Jury überzeugt, weil dadurch nicht nur der Firma

selbst, sondern auch Bozen ein architektonisches Highlight

gegeben worden war.

Export Organisation Südtirol: Export-Award

Bei diesem Preis wird ein erfolgreiches Konzept, eine Idee

oder Initiative gesucht, mit welcher der Vertrieb in neuen

Absatzgebieten angekurbelt werden konnte. Das Projekt

muss bereits umgesetzt worden sein, sollte aber auch noch

Entwicklungspotential enthalten. Die Umsatzsteigerung

muss anhand von konkreten Zahlen belegt werden.

Die Südtiroler Waffelproduzenten „Loacker“ hatten 2011

diese Voraussetzungen am besten erfüllt und hatten den

Exportpreis nach Unterinn holen können.

TIS innovation park: Innovations-Award

Der TIS-Award prämiert jenes Unternehmen, das Wettbewerbsvorteile

und Nutzen seiner Innovation für Anwender

darstellt. Dabei werden die Marktattraktivität und Marktintensität

richtig eingeschätzt und innovationsrelevante

Management- und Marketingtools richtig genutzt.

Gewinner dieses Preises 2011 war der Holzplattenhersteller

Nordpan aus Olang.

Zwei, die ihr Handwerk verstehen:

Beim Einkeltern,

im Marketing

und beim Feiern –

in der Toskana

und am Magdalener Hügel!


service

26 04/2013 04/2013

27

service

Mitarbeiter mit „Biss“

Mit „Biss“ an einer Aufgabe zu arbeiten, das ist für Enrico

Steger der richtige Weg, seine Arbeit gut zu machen. Diese

Bereitschaft, mit Herz und Seele zu arbeiten, wünscht sich

der Firmenchef von Zirkonzahn auch von seinen Mitarbeitern.

Das internationale Unternehmen sorgt in Gais für

interessante Arbeitsplätze und Chancen zur beruflichen

Entwicklung.

Radius: Welche berufliche Perspektive bietet Ihr Unternehmen

jungen Arbeitnehmern?

Enrico Steger: Alles! Das Unternehmen bietet mehr, als

sich die meisten vorstellen können. Wir sind ein internationales

Unternehmen, das alles integriert, auch etwas, was

man auf keiner Universität lernen kann. Wir entwickeln,

produzieren, verkaufen, tüfteln und verfeinern, haben u.a.

einen technischen Kundensupport, ein Education Team,

Logistik, Einkauf, Verkauf, Marketing und eine eigene

Grafikabteilung. Wir machen fast alles selbst. Dadurch,

dass wir unsere Märkte fast alle direkt betreuen und

ständig neue Produkte entwickeln, ist es bei uns immer

spannend. Wir betreten ständig neue Wege und probieren

viel aus. Für die Mitarbeiter entsteht so die Chance, immer

wieder dazuzulernen und sich auch von einem Bereich

in einen anderen weiterzuentwickeln oder vielleicht sogar

ins Ausland zu gehen.

Radius: Wer gehört auf welchen Arbeitsplatz? Ihre Kriterien?

E. Steger: Wichtig ist, dass ein Mitarbeiter dort eingesetzt

wird, wo es ihm Spaß macht, zu arbeiten. Nur dort kann er

sich entwickeln und für seine Leistung Anerkennung ernten.

Fleiß und Freude am Beruf sind Voraussetzungen, um bei

uns glücklich zu werden. Die Unternehmenskultur soll das

Tüchtige im Mitarbeiter fordern und fördern. Somit leisten

wir auch einen Beitrag zur Heimat, denn nur Heimat mit

tüchtigen Menschen kann eine gute Heimat sein.

Radius: Welche Charaktereigenschaften schätzen Sie bei

Ihren Mitarbeitern besonders?

Strategische

Überlegungen:

Enrico Steger

und sein Team

E. Steger: Ein Mitarbeiter soll sich in seine neuen Aufgaben

„reinbeißen“ können. Dafür ist eine gute Kinderstube die

notwendige Grundlage. Wer in seiner Kindheit bereits gelernt

hat zu kämpfen, der wird auch in seinem weiteren Leben

wesentlich davon profitieren. Zudem lieben wir offene

und neugierige, junge Leute, die bereit sind, auf Situationen

ohne Vorurteile zuzugehen. Die Jugend hat einen anderen

„spirit“, den ich bereits spüre, wenn ich das Betriebsgebäude

betrete. Wir wollen in Kameradschaft arbeiten und dadurch

Neid und Missmut bezwingen. Dies hilft uns unsere gemeinsamen

Ziele zu erreichen, dem Unternehmen Nachhaltigkeit

zu verleihen und die Zukunft des Unternehmens zu sichern.

Natürlich geht die Jugend dann auch ihre Wege, der eine ins

Ausland, der andere zum Studium. Aber das ist auch gut so

und einige kommen mit erfahrenem Blick dann wieder zu

uns zurück. Das freut uns dann natürlich besonders.

Radius: Sie beschäftigen gegenwärtig über 100 Mitarbeiter

aus sieben Nationen. Wie wichtig ist Ihnen der persönliche

Kontakt zu Ihren Angestellten?

E. Steger: Ich kenne jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter

persönlich. Ich weiß auch ganz genau, wie jeder ist und was

jeder macht. Auch wenn ich zwei Drittel meiner Arbeitszeit

im Ausland verbringe und auf Reisen bin, bringe ich mich in

allen Bereichen des Unternehmens mit ein. Ein offener Umgang

mit meinen Mitarbeitern ist mir sehr wichtig. Ich bin

auf jeden Mitarbeiter neugierig und immer wieder aufs Neue

gespannt, wie sie oder er sich bei uns einbringt.

Radius: Was sagt man Ihnen als Chef nach?

E. Steger: Dass ich streng und fordernd bin.

Radius: Was darf auf Ihrem Arbeitsplatz nie fehlen?

E. Steger: Alles was ich brauche ist in meinem iPhone.

Da ich mich im Unternehmen ständig bewege, habe ich

mit meinem iPhone alles mit, was ich brauche und kann

schnell reagieren.

Radius: Wie lautet Ihre Firmenphilosophie?

E. Steger: Wir legen Wert auf eine

gute Firmenphilosophie: Disziplin,

Fleiß und absolute Sauberkeit sind

unsere Grundwerte. Bei uns zählt Bodenständigkeit

und dass jemand mit

Herz und Seele dabei ist. Wir sind

sehr kundenorientiert ausgerichtet.

Enrico Steger

Wir schmieden gemeinsam Ideen und

arbeiten hart an deren Realisierung.

Wir prüfen, probieren und kriechen bis in das kleinste

Detail, was uns letztendlich mit Erfolg belohnt. Grafik und

Werbung sind hausgemacht, um eine unverwechselbare Firmenidentität

zu sichern und bei gutem Gelingen gemeinsam

daran Freude zu finden.

Radius: Originalität, Ordnung, Perfektion sind wichtige

Punkte Ihrer Firmenstrategie. Worauf kommt es noch an?

E. Steger: Durch Fleiß zur Perfektion, das ist unser Ziel.

Jede Firma entscheidet selbst über den Weg, den sie beschreiten

möchte, über das Ziel, welches sie sich setzt. Eine

wählt den Weg des Preisbrechers, eine andere den des guten

Services oder der Innovation; auch Qualität ist ein guter

Parameter. So gibt es viele Wege zum Erfolg. Das Wichtigste

von allem ist die strenge Rechnung, wer die nicht

beherrscht, wird auf allen Fronten verspielen.

Radius: Es kommt vor, dass auch Mitarbeiter ihren Chef

kritisieren. Wie gehen Sie mit Kritik um?

E. Steger: Bei mir kann alles gesagt werden. Es kommt auch

vor, dass wir uns streiten, aber das hat niemals persönliche

Konsequenzen, sondern dient dazu, das Beste daraus zu machen.

Ich bin ein sehr offener Mensch und unterhalte mich

sehr gerne mit den verschiedensten Personen.

Zirkonzahn, Gais, Pustertal

Gegründet: 2003

Mitarbeiter: über 100 aus 7 Nationen

Sprachen: Deutsch, Italienisch, Englisch, Spanisch,

Französisch, Portugiesisch, Russisch, Finnisch

Arbeitsbereiche: Forschung & Entwicklung, Produktion,

Logistik, Marketing, Verkauf, Grafik, Rezeption, Einkauf,

Controlling & Buchhaltung, Technischer Support

Filialen u.a.: Zirkonzahn Mexiko, Zirkonzahn Deutschland,

Zirkonzahn Atlanta, Zirkonzahn Kalifornien,

Zirkonzahn Iberica

Weltweiter Export: Zusammenarbeit mit mehr als

50 Vertriebspartnern und Export in über 80 Länder

Produkte: Geräte und Verbrauchsmaterialien zur Herstellung

von Zahnersatz aus Zirkon

Zirkonzahn Kalifornien

Radius: Warum haben Sie sich entschlossen, in Gais Ihre

Firma zu gründen?

E. Steger: Es gibt keinen besonderen Grund. Ich habe zunächst

zu Hause angefangen: Mein erstes Zahntechniklabor

richtete ich mir im Keller meines Elternhauses in Sand in

Taufers ein, danach in Bruneck. Später habe ich die Fabrik

in Gais gebaut, einfach weil es dort Baugrund gab. Grundsätzlich

kam als Standort aber wirklich nur meine Heimat

Südtirol in Frage. Hier kenne ich die Leute und weiß, mit

wem man gut zusammenarbeiten kann.

Radius: Wie bleibt ein Unternehmen wie Ihres auf dem

neuesten Stand der Forschung?

E. Steger: Forschung und Entwicklung sind unsere Leidenschaft.

Wir machen so viel wie möglich selbst, da dies den

Geist schärft und gute Eigenschaften verleiht. Unsere Produkte

haben so immer eine eigene „Identität“, was uns erlaubt,

einen guten Preis dafür zu nehmen. Dies investieren wir dann

gleich wieder in neue Ideen. So brauchen wir keinen Trends

hinterherzulaufen, sondern können selbst welche setzen. Zudem

bin ich viel auf Reisen und habe als Zahntechniker ein

gutes Gespür dafür, was der Markt erfordert.

INFO

Zirkonzahn GmbH

An der Ahr 7 | 39030 Gais

Tel. 0474 066 660 | Fax 0474 066 661

info@zirkonzahn.com | www.zirkonzahn.com

Zirkonzahn-Hauptsitz in Gais

Derzeit offene Stellen:

Verkaufsinnendienst, Einkauf, Kundensupport (spanisch

und französisch), Aufbau weltweiter Schulungszentren


aktuell

themenbereich

28 04/2013 04/2013

29

Manager des Jahres 2012

Die Wirtschaftsredaktion des Südtiroler Tagesblattes

„Dolomiten“ hat bereits zum neunten Mal den Manager

des Jahres gekürt. Dabei fiel die Wahl auf Robert Zampieri,

Geschäftsführer des Milchverarbeitungsbetriebes Bergmilch

Südtirol, der am 7. Januar 2013 geehrt wurde.

Wie jedes Jahr waren alle Südtiroler eingeladen, den

Namen ihres Favoriten und die dazugehörige Begründung

für die Wahl des Manager des Jahres 2012 an die

Wirtschaftsredaktion der „Dolomiten“ zu schicken. Eine

visionäre Strategie oder eine erfolgreiche Übernahme sowie

eine besondere Mitarbeiterführung oder eine geglückte

Expansion, diese sind die Kriterien, die einen Manager des

Jahres auszeichnen. Der Kandidat kann daher aus jedem

Wirtschaftsbereich, sei es Industrie, Handwerk, Dienstleistung

oder Tourismus, kommen.

Fusion in der Südtiroler Milchwirtschaft als Erfolgsrezept

Im Rahmen des Unternehmerempfanges am 7. Jänner

2013 wurde Roberto Zampieri als bester Manager des

abgelaufenen Jahres auserkoren. Dank einer historischen

Zusammenführung in der Südtiroler Milchwirtschaft hat

Geschäftsführer Zampieri die Jury der Wirtschaftsredaktion

der Dolomiten überzeugt. Hierbei handelt es sich um

den Zusammenschluss der Genossenschaften Mila, Senni

und Südtiroler Bergziegenmilch zur neuen Genossenschaft

Bergmilch Südtirol. „Zampieri gelang es, die Fusion so vorzubereiten,

dass die Mitglieder zügig entscheiden und der

Zusammenschluss in wenigen Monaten

über die Bühne gehen konnte“,

argumentiere die Jury.

Roberto Zampieri bei

der Preisverleihung des

Manager des Jahres 2012.

Südtiroler Bauern

verfolgen dasselbe Ziel

Der gekürte Manager des Südtiroler

Milchunternehmens betonte in seinem

Interview vor allem das gemeinsame

Ziel der Bauern: „Obwohl ein

Roberto Zampieri

Pusterer und ein Vinschger Bauer

einen unterschiedlichen Dialekt

sprechen und vielleicht manche Dinge unterschiedlich

sehen und fühlen, kämpfen sie letztendlich für ein gemeinsames

Ziel: das Überleben der bäuerlichen Strukturen und

einen guten Auszahlungspreis“, so der Manager des Jahres.

Zampieri konnte sich gegenüber 21 hochkarätigen Kandidaten

durchsetzen und bekam den „Dolomiten“-Kristall

von Chefredakteur Toni Ebner und Wirtschaftsressortleiterin

Sabine Gamper überreicht. In den vergangenen

Jahren wurden Gerhard Brandstätter, Präsident der Stiftung

Sparkasse (2004), Salewa-Chef Heiner Oberrauch (2005),

Dr.-Schär-Chef Ulrich Ladurner (2006), Michl Seeber, Chef

der Sterzinger Leitner Gruppe (2007), Aspiag-Direktor Robert

Hillebrand (2008), Margherita Fuchs von Mannstein,

Chefin der Algunder Bierbrauerei Forst (2009), Christof

Oberrauch, Präsident der Technicon AG (2010) und Erich

Gummerer, Chef der TechnoAlpin, zum Manager oder zur

Managerin des Jahres gewählt.

Traditionell handeln,

global denken

Das Familienunternehmen Schweitzer geht auf das Jahr

1927 zurück. Aus der Tradition heraus gewachsen, werden

der Qualität der Arbeit, der Kundenzufriedenheit und

Innovationen höchste Prioritäten eingeräumt. Ohne diese

Werte wäre die Entwicklung vom kleinen Ladenbauer zur

heutigen „Schweitzer Project AG“ nicht möglich gewesen.

Auch am Hauptsitz in Naturns hat sich im letzten Jahr

wieder einiges verändert.

Besucher betreten die Firma Schweitzer in Naturns

durch den Haupteingang für Kunden und Lieferanten.

Für Mitarbeiter wurde vergangenes Jahr auf der Rückseite

ein eigener Eingang geschaffen. Das was sich zuerst eher

abwertend anhört, stellt sich einige Minuten später als das

genaue Gegenteil heraus: Der neue Mitarbeiter-Eingang ist

ein großzügig gestalteter Eingangsbereich in modernem Design

mit Aufenthaltsraum und eigener Cafeteria. Glas- und

Holzelemente bestimmen das Ambiente und man sieht eines

ganz deutlich: die kreative, gestalterische Kompetenz von

Schweitzer ist hier ganz eindeutig den Mitarbeitern zugute

gekommen; eine Wertschätzung gegenüber der Belegschaft,

wie sie besser nicht sein könnte.

Philosophie nach Kompetenzbereich

Seit 85 Jahren setzt Schweitzer Maßstäbe im gesamten

Einzelhandel. Ladenbau wird vom Naturnser Unternehmen

als Anforderung für eine 360-Grad-Lösung betrachtet. Die

Kunden profitieren von innovativen und hochwertigen

Einrichtungs-Systemen, von der Idee über die Planung bis

zur Komplettlösung und Eröffnung. Food- und Nonfood-

Einrichtungen sind zwei höchst unterschiedliche Aufgabengebiete,

deshalb wird schon von der Planung an im eigenen

Haus auf die Trennung der Abteilungen großen Wert gelegt.

Innerhalb der Schweitzer-Gruppe gibt es deshalb auch die

Unternehmen INTERSTORE-DESIGN und INTERFORCE.

Um dem enormen Wachstum der vergangenen Jahre gerecht

zu werden, wurde ein gut strukturiertes Firmennetz mit

mehreren Standorten und ein modernes, schlankes Management

aufgebaut.

Headquater Naturns, Niederlassungen weltweit

Die Unternehmensgruppe hat sich in den letzten zehn

Jahren enorm entwickelt. Die seit Jahren zweistelligen

Zuwachsraten sind auch für die Struktur am Hauptsitz

eine große Herausforderung, was die Betriebsfläche samt

Produktionshallen und die Arbeitsplatz-Gestaltung betrifft.

Das Management, die Planungsabteilungen, die Logistik

für die Abwicklung, praktisch jeder einzelne Mitarbeiter ist

gefordert, Höchstleistung zu bringen – und das teilweise im

Dreischichtbetrieb. Die Eigenproduktion in Naturns ist aber

Spar-Filiale in Salzburg


service

30 04/2013 04/2013

31

service

"Victoria's Secret" in London

nur ein Bruchteil der Gesamtproduktion. Partnerbetriebe im

Bereich Holz, Metall und Kühltheken sorgen weltweit für

maßgeschneiderte Lösungen für die Kunden vor Ort. Derzeit

unterhält die Schweitzer Project AG Niederlassungen

noch in Mailand, in der Schweiz, in Österreich, Deutschland,

England, Russland, Ungarn und Hong Kong.

Andere Länder, andere Sitten

Schweitzer hat Kunden vor der Haustüre in Meran, genauso

wie in Russland, Nahost, USA etc. Da sind kulturell ganz erhebliche

Unterschiede bei Angeboten, Abwicklung, Betreuung

usw. zu beachten.

Management und Führungskräfte sind besonders gefordert,

um die richtigen Mitarbeiter mit den Kunden in Verbindung

zu bringen. Sensibilität gegenüber anderen Kulturen und

besonders Religionen ist oberstes Gebot. Wichtig ist für alle

Mitarbeiter global zu denken, offen zu sein. Aktuell werden

Christian Dempfle, Jahrgang 1968, hat eine technische

Ausbildung als Tischler und absolvierte danach ein Betriebswirtschaftsstudium

mit den Schwerpunkten Holzwirtschaft

und Rechnungswesen/Controlling. Berufliche

Erfahrungen konnte er in diversen Unternehmen der

Büromöbelbranche und im Ladenbau sammeln.

vermehrt Mitarbeiter aus allen Kulturen eingestellt, um so

den Kunden „Nähe“ und muttersprachliche Kompetenz zu

geben. Derzeit sind bei Schweitzer insgesamt 700 Mitarbeiter

aus 15 Nationalitäten beschäftigt – Tendenz steigend.

Kurz- und mittelfristige Ziele

In diesem Jahr wird ein rein organisches Wachstum von

über 20 % angestrebt. Zusätzlich wurden noch mehrere Unternehmen

zugekauft, die das Gesamtunternehmen für die

Kunden noch interessanter machen. Diese Diversifikation

dient auch als Risikominimierung.

Weltweit verfolgt die Schweitzer Gruppe eine vierdimensionale

Wachstumsstrategie. Es wird global agiert, um alle

Unternehmen zu einer Marke weiter zu entwickeln. Das Ziel

ist es, sich in allen Marktsegmenten und in allen Unternehmensbereichen

als Qualitätsmarktführer zu positionieren.

Dabei gilt der Grundsatz der partnerschaftlichen Zusammenarbeit

mit Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern zum

langfristigen, organischen Wachstum.

INFO

Schweitzer Project AG

Industriezone 7/9 | 39025 Naturns

Tel. 0473 670 670 | Fax 0473 667 326

info@schweitzerproject.com | www.schweitzerproject.com

Jeder Mitarbeiter kann

sich weiterentwickeln

Radius: Herr Dempfle, Sie sind jetzt seit fast drei Jahren als

Vorstand/COO im Unternehmen und seither hat sich einiges

verändert und weiterentwickelt. Im letzten Jahr wurde unter

anderem am Hauptsitz in Naturns wieder stark investiert.

Was genau wurde dazu gebaut und mit welcher Zielsetzung?

Christian Dempfle: Wir haben mit dem Büroneubau unsere

Bürofläche mehr als verdoppelt und dabei versucht, den

Anforderungen an moderne Arbeitsplätze, aber auch einer

Wohlfühl-Atmosphäre für unsere Mitarbeiter, Kunden und

Partner zu entsprechen. Aus diesem Grund haben wir ein

eigenes Büromöbel-Programm entwickelt, das den neuesten

ergonomischen Erkenntnissen entspricht und welches eine

offene und direkte Kommunikation ermöglicht. Gleichzeitig

haben wir im neuen Gebäude ein Auditorium für interne

Schulungen und für Workshops

errichtet. Das Ganze wird abgerundet

durch einen Ruheraum, eine Mensa

mit eigener Köchin, einen gesicherten

Mitarbeiterparkplatz auf dem Firmengelände

und einen Außenbereich, wo

sich unsere Mitarbeiter ihre Pausen

erholsam gestalten können.

Christian Dempfle

Radius: Ladenbau ist ein komplexes

Thema. Wo sieht Schweitzer seinen

Schwerpunkt?

C. Dempfle: „Arreda la vendita“. Wir sehen den Schwerpunkt

in der Einrichtung von Verkaufsflächen, so dass

unsere Kunden erfolgreich ihre Ware verkaufen können.

Dann sind wir erfolgreich. Aus diesem Grund haben wir

diesen Slogan auch schützen lassen, er steht nämlich für die

Schweitzer Gruppe.

Radius: Was wird in Naturns bzw. in den verschiedenen

Niederlassungen produziert?

C. Dempfle: Der Standort Naturns dient als Entwicklungs-

Standort für unsere vielfältigen Kundenwünsche. Insgesamt

sind im Bereich Tischlerei, Metallfertigung sowie im Logistikbereich

in Naturns über 80 Mitarbeiter beschäftigt. Die

Fertigungen sind auch aus Sicht der Mitarbeiterentwicklung

äußerst wichtig. Wir haben aktuell am Standort Naturns 14

Lehrlinge und stellen jedes Jahr mindestens vier Lehrlinge

ein. Für viele unserer Mitarbeiter beginnt hier die Karriere

in der Schweitzer Gruppe.

Radius: Schweitzer plant, produziert und montiert – als

Komplettanbieter. Arbeiten Sie in den verschiedenen Ländern

mit Partnern vor Ort zusammen?

C. Dempfle: Die Gruppe hat und baut immer mehr ein

globales Partnernetzwerk in Europa, Asien und Amerika

auf. Dabei ist es uns wichtig, loyale und verantwortungsbewusste

Partnerschaften einzugehen. Die aktuelle Situation

in Italien zeigt uns dies sehr deutlich. Das wirtschaftliche

Umfeld ist äußerst schwierig und hier können wir als

erfolgreiches Unternehmen unseren langjährigen Partnern

helfen. Um die langfristige Existenz der Firmen zu sichern,

geschieht dies sowohl durch Aufträge, als auch durch

finanzielle Beteiligungen.

Radius: Schweitzer zelebriert Südtirol als Standort für

höchste Qualität; in Fertigung ebenso wie in Service, Dienstleistung

oder der Unternehmenskommunikation. Können

die Kunden mit dem Namen Südtirol etwas anfangen?

C. Dempfle: Viele unserer Kunden und Lieferanten,

gerade aus Deutschland, Schweiz und Österreich kennen

Südtirol als Urlaubsgebiet. Seit 2011 haben wir verstärkt

Kunden aus Amerika nach Südtirol bringen können und

mit ihnen mehrtägige Workshops veranstaltet. Diese

internationalen Kunden sind begeistert, wenn sie Südtirol

das erste Mal erleben und wir stellen fest, unsere Kunden

beginnen hier in Südtirol mit ihren Familien Urlaub

zu machen. Ich finde, dies ist ein großes Kompliment an

Südtirol, die Menschen und ihre Gastfreundschaft.

Fräse mit automatischer

Kantenanleimung

Radius: Können Sie ein paar Namen/Marken nennen?

C. Dempfle: Das sind viele und dafür sind wir sehr dankbar.

Spontan fallen mir hier in Südtirol Siebenförcher, Maxi Mode,

Moser Speck ein und dann Spar Österreich, Edeka, Steffl Wien,

PKZ Gruppe Schweiz, KaDeWe in Berlin, in Frankreich Galeries

Lafayette und Bon Marche, in Großbritannien Waitrose,

und dann die globalen Kunden wie H&M, C&A, Armani,

Victoria‘s Secret, Apple, Polo Ralph Lauren, Intersport, Porsche,

Napapirji, Burberry, Ferragamo und Benetton.

Radius: Wie schwer ist es eigentlich, geeignete Mitarbeiter

zu finden?

C. Dempfle: Es wird immer einfacher, da wir als international

agierendes Unternehmen sehr interessant für junge, gut

ausgebildete Menschen sind und immer mehr werden. Auch

stellen wir fest, dass wir Menschen aus vielen Kulturen und

Ländern die Plattform für ihre berufliche Karriere beim Einstieg

in das Arbeitsleben bieten. Jeder kann in jeder Niederlassung

arbeiten, es ist die eigene Motivation entscheidend,

bzw. was jemand erreichen möchte. Wir unterstützen und

bieten jedem Mitarbeiter die Möglichkeit, sich mit seinen

Stärken einzubringen und zu entwickeln. Aber wir haben

extrem hohe Ansprüche an die Flexibilität, die Kundenorientierung

und die Qualität der Arbeit in jeder Hinsicht.

Radius: Letztes Jahr wurden über eine Imagekampagne im

Vinschgau und Meraner Raum junge, engagierte Mitarbeiter,

die Begeisterung und Ehrgeiz ausstrahlen, präsentiert.

Schweitzer nimmt für sich auch den Slogan in Anspruch die

„Freude am Tun.“ Woher kommt das?

C. Dempfle: Es war der Leitgedanke von Norbert Schweitzer

und wir leben diese Philosophie von Herzen gerne weiter.

Schweitzer Entwicklungszentrum


themenbereich

32 04/2013 04/2013

33

service

Der Traum vom Radio

Sie wecken Tag für Tag zigtausende Südtiroler auf Südtirol 1:

die Morgenmoderatoren Sarah Bernardi und Daniel Winkler

mit Programmchef Heiner Feuer.

Ebenfalls im Funkhaus: Radio Tirol mit seinen Schlagern, Oldies

und auch Volksmusik. Renate Holzner ist von Anfang an dabei

und kennt die Wünsche ihrer Hörer.

Gell, ich kenn Sie aus dem Radio! – Im Alltag erkannt

werden, beim Bäcker oder in der Bank, daran haben sich

die über 40 Mitarbeiter von Südtirol 1, Radio Tirol und

dem Südtirol Journal schnell gewöhnt. Schließlich hören

hunderttausende Südtiroler täglich ihre Stimmen. Eine

schöne Seite an einem Beruf, der mehr als ein Job ist – er

ist gelebte Leidenschaft.

Gut gelaunt, freundlich und frisch soll er sein, der

Morgenmoderator. Eine echte Herausforderung, wenn der

Wecker schon klingelt, wenn mancher Nachtschwärmer erst

zu Bett geht. Aber gerade in den frühen Morgenstunden

herrscht im Funkhaus Südtirol schon Hochbetrieb. Weil beim

Aufstehen, Frühstücken und auf dem Weg zur Schule oder

zur Arbeit die meisten Südtiroler Radio hören, ist diese Zeit

im Radioprogramm besonders wichtig. Jede Sendung braucht

viel Vorbereitung und was später dann so locker klingt, ist

das Ergebnis präzisen Teamworks: Redakteure, Servicemitarbeiter,

Musikproduzenten und Nachrichtenjournalisten – sie

alle sorgen dafür, dass das Radioprogramm klingt und lebt.

Über 40 Mitarbeiter arbeiten im Funkhaus im Radio:

An der täglichen Redaktionssitzung nehmen alle Redakteure

und Moderatoren teil, die im Haus sind.

Bringt Freude in den Tag: der Moderator

Der Moderator jongliert hochkonzentriert mit all diesen

Elementen und er ist der persönliche Begleiter der Hörer.

Einen einheitlichen Weg zu diesem Beruf gibt es nicht – die

Moderatoren im Funkhaus haben ganz unterschiedliche

Ausbildungen hinter sich. Allen gemeinsam ist, dass sie zu

einem bestimmten Zeitpunkt die Leidenschaft fürs Radio

entdeckt haben. Dann braucht es Stimm- und Sprachtraining

zum einen, aber auch inhaltliche Aus- und Weiterbildung

von Seiten spezialisierter Agenturen, die europaweit

Radiosender betreuen. Und weil die Welt nicht stillsteht,

hört man beim Radio nie auf zu lernen. Jeder Tag ist anders,

jeder Tag ist neu. Das macht für viele Moderatoren

auch den Reiz an ihrer Arbeit aus.

Radio ist mehr als ein Job: Spaß und Leidenschaft verbindet

die Moderatoren mit den Hörern. Besonders bei der

Hitparade rockt Martin Perkmann immer mit.

Hat Wetter und Verkehr im Blick: der Serviceredakteur

Informationen, die dem Hörer konkret nützen: Das trifft

vor allem auf den Wetterbericht und auf die aktuellen

Verkehrsinfos zu und deshalb werden diese Bereiche bei

Südtirol 1 und Radio Tirol auch so großgeschrieben. Ein

eigenes Team von Serviceredakteuren hält die Hörer ständig

über die aktuelle Wettersituation auf dem Laufenden.

Staus und Unfälle werden dank der vielen Verkehrsmelder

fast in Echtzeit an die Hörer weitergegeben. Dadurch werden

Gefahrensituationen entschärft und Autofahrer sparen

Zeit. Die Serviceredakteure kennen Südtirol wie ihre Westentasche,

halten direkten Kontakt zu Meteorologen und

Ordnungskräften. Und manch einer hat diesen Einsatzbereich

als Sprungbrett in die Moderation genutzt.

Sorgt für den guten Ton: der Produzent

und Musikredakteur

Zufälle gibt es im Radio nur ganz wenige, und am allerwenigsten

bei der Musik. Welche Lieder gespielt werden, wann

und wie oft, das ist eine Wissenschaft für sich. Im Funkhaus

sind es die Musikredakteure, die diese Auswahl treffen. Sie

bekommen die Neuveröffentlichungen schon vorab, spielen

sie dann einem Testpublikum vor und planen diese Titel dann

in die Sendeuhr. Eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe,

denn der persönliche Musikgeschmack beeinflusst unmittelbar

die Wahl des Radiosenders. Aber auch die Jingles gehen

auf ihre Kappe: Die akustischen Logos des Radiosenders, die

ihn so unverwechselbar machen, werden von den Tontechnikern

kreiert. Ihr Arbeitsplatz ist ein vollausgestattetes

Aufnahmestudio, in dem vom Werbespot bis zum kompletten

Musiktitel alles produziert werden kann. Vorausgesetzt, man

hat das Know-how: Die Tontechniker im Funkhaus haben die

SAE-Ausbildung in München abgeschlossen.

Informiert seriös und auf den Punkt: der Journalist

Schnell sein, aktuell und trotzdem sorgfältig recherchieren:

In der Nachrichtenredaktion wird den ganzen Tag

über mit Hochdruck gearbeitet. Die Hörer umfassend

und trotzdem kompakt informieren, mit den neuesten

Informationen aus Südtirol und aus der Welt, das ist für

die Journalisten eine Aufgabe, die sie verantwortungsvoll

wahrnehmen. Für das Südtirol Journal-Radionetwork

arbeiten nur Berufsjournalisten. Sie haben nach dem

Studium das Journalistenpraktikum und die Staatsprüfung

absolviert. Diese fundierte Ausbildung ist die Basis

für ihre Arbeit – schließlich gehen die Südtirol Journal-

Nachrichten südtirolweit an acht Radiosender. Weil im

Smartphone-Zeitalter jeder immer und überall Zugang

zu einer unüberschaubaren Fülle an Informationen hat,

wird die Aufgabe des Radiojournalisten immer wichtiger:

Er recherchiert vor Ort, filtert die wirklich wichtigen

Informationen heraus und hilft bei der Einordnung.

Voraussetzung für diesen Beruf sind neben einer großen

Portion Neugier vor allem Allgemeinwissen, Sprachgefühl

und eine hohe Belastbarkeit. Damit Radio erfolgreich ist,

braucht es neben diesen Berufen aber noch viele weitere

Mitarbeiter, die hinter den Kulissen wirken: vom Hörerservice

über die Werbedisposition bis hin zu den IT-Technikern.

Ihnen allen gemeinsam ist, dass die Arbeit fürs Radio

für sie mehr als nur ein Job ist. Kein anderes Medium

ist so schnell und direkt – und macht so viel Spaß.

Funkhaus-Südtirol-Tipp

Der beste Weg zum Radio ist ein Praktikum. Ob Redaktion,

Technik oder Moderation – wer Gelegenheit hat, einige

Wochen hineinzuschnuppern, merkt schnell, ob der eigene

Traumjob beim Radio ist.

INFO

Das Funkhaus Südtirol

Südtirol 1 - Radio Tirol - Südtirol Journal

Innsbruckerstraße 23 | 39100 Bozen

Tel. 0471 443 000 | Fax 0471 443 001

Verkehrshotline: 800 17 50 50

info@funkhaus.it | www.funkhaus.it


aktuell

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35

aktuell

Die Jugend trifft es zuerst

Jugendarbeitslosenquote in Südtirol und Italien

(15-24 Jährige)

37,1%**

Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Südtirol im Jahr 2012

auf über zehn Prozent gestiegen. Im nationalen Vergleich

steht Südtirol deutlich besser da als das restliche Italien.

Mit einem Maßnahmenkatalog soll der Einstieg in den

Arbeitsmarkt erleichtert werden.

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen steigt auch in Südtirol

seit geraumer Zeit nach wie vor an. Im Jahr 2010 waren

noch 6,4 Prozent der 15- bis 24-jährigen Südtiroler arbeitslos,

heute beläuft sich diese Zahl auf ungefähr zwölf Prozent. Vergleicht

man diese Daten auf gesamtstaatlicher Ebene, so steht

man in Südtirol noch gut da: 2010 lag die Jugendarbeitslosigkeit

in Italien bei 27,8 Prozent, Ende des letzten Jahres stieg

sie auf einen Wert von bis zu 37,1 Prozent an. Kurz gesagt ist

in Italien mehr als jeder dritte Jugendliche arbeitslos.

In Südtirol waren zu Jahresbeginn über 3000 Jugendliche

unter 30 Jahren ohne Arbeit. Davon waren 1336 seit über

drei Monaten arbeitslos und 626 schwer vermittelbar.

Trotzdem liegt Südtirol mit 11,6 Prozent Jugendarbeitslosigkeit

im überregionalen Vergleich wesentlich besser da als

das Trentino (20,5 Prozent) und Italien (35,3 Prozent). Im

Bundesland Tirol hingegen belief sich die Arbeitslosenquote

der Jugendlichen nur auf 5 Prozent.

Gestiegen ist auch die Zahl der Arbeitssuchenden im Alter

zwischen 15 und 29 Jahren. Laut Helmuth Sinn, Abteilungsdirektor

im Amt für Arbeit, dauert für Junge die

Suche nach einer neuen Arbeit länger. Grund dafür ist die

Verschlechterung der Arbeitsmarktbedingungen, welche

diese Suche deutlich erschwert. Dennoch blieben nur 52

Prozent von den in den Arbeitslosenlisten eingetragenen

Jugendlichen weniger als drei Monate arbeitslos. „In

Südtirol waren noch nie so viele Personen arbeitslos wie im

vergangenen Jahr“, unterstrich Sinn. Die Arbeitslosenquote

lag bei 4,1 Prozent (3,6 Prozent bei den Männern und 4,8

Prozent bei den Frauen) und damit deutlich über dem Jahresdurchschnitt

in Südtirol. Auch die Zahl der letztjährigen

Arbeitsuchenden, 10.600 durchschnittlich im Jahr, hatte

seit langem nicht mehr die 10.000er-Marke überschritten.

Erfreulich ist einzig allein

die Quote an Erwerbstätigen,

welche in Südtirol mit

76 Prozent äußerst hoch

sei: „Italien hat sich das

Ziel gesetzt, bis 2020 eine

Quote von 67 bis 69 zu

erreichen, während die EU

eine Quote von 75 Prozent

anstrebt. Zahlen, die Südtirol

bereits erreicht hat“,

betont Abteilungsdirektor

Helmuth Sinn.

Maßnahmenkatalog gegen Jugendarbeitslosigkeit

Um die Jugendarbeitslosigkeit nicht weiter ansteigen zu

lassen, will die Landesregierung mit einem von der Landesarbeitskommission

vorgeschlagenen Maßnahmenkatalog,

welcher sieben Punkte beinhaltet, jungen Menschen den

Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern. Für Landeshauptmann

Durnwalder seien die Zahlen zur Jugendarbeitslosigkeit

zwar nicht katastrophal, aber dennoch gelte es, der

aktuellen Situation gegenzusteuern und allen Jugendlichen

den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Für die

Umsetzung des Sieben-Punkte-Plans hat die Landesregierung

eine Million Euro bereitgestellt.

Einerseits sollen vor allem Sommerpraktika flexibler abgehalten

und Ferialverträge ausgebaut werden, andererseits

sollen auch Arbeitgeber motiviert werden, mehr Praktikumsplätze

anzubieten. Auch die aktuelle Landesarbeitsbörse soll

durch die Eingliederung in den Jobbörsen der Verbände

sowie durch den Einsatz von Kommunikationsmitteln wie

Facebook und Twitter modernisiert werden. Außerdem

sollen für arbeitslose Jugendliche Ausbildungspraktika verstärkt

angeboten werden sowie ein Spracherwerb gefördert

und die technischen und praktischen Berufe aufgewertet

werden. Zudem will man die Beratungsangebote ausbauen,

um Ausbildungsabbrüche und Einstiegsarbeitslosigkeit zu

vermeiden. Schließlich wird sich ein weiterer Schwerpunkt

auf die langfristige Integration jugendlicher Menschen mit

Behinderung richten.

Berufsmatura ab 2014/2015

In Südtirol können zukünftig einjährige Lehrgänge für Schüler

im Besitz des Berufsbildungsdiploms (Abschluss einer

vierjährigen Ausbildung) zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung

organisiert werden. Nach Unterzeichnung des

Protokolls im Bildungsministerium in Rom steht dem Ablauf

der Matura an den Berufsschulen nichts mehr im Wege.

Anhand drei schriftlicher Prüfungen und eines Kolloquiums,

die an den Landesberufsschulen stattfinden, wird die Reife

Quelle: ISTAT – WIFO Bozen

40 %

35 %

30 %

25 %

20 %

15 %

10 %

5 %

0 %

2004

2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

Südtirol Italien * Schätzung ** 3. Quartal 2012

der Schüler überprüft. Die Themen der schriftlichen Arbeiten

werden landesintern ausgearbeitet, während sich das

mündliche Gespräch auf die Präsentation einer Projektarbeit

aus dem eigenen beruflichen Kontext bezieht.

„Das maturaführende Jahr wird im Schuljahr 2014/2015

erstmals angeboten. Die erste Maturaprüfung an der Berufsschule

könne somit schon im Sommer 2015 abgehalten

werden“, gibt Landesrätin Sabina Kasslatter Mur Bescheid.

„Die Berufsbildung ist nun keine Einbahnstraße mehr

GUTE JOBS

GIBT’S NICHT

NUR AUF DEM

RASEN:

Vertriebler

Kaufberater

E-Commercer

Modeberater

Mediengestalter

Konditor

Barist

Biofachhändler

Einrichtungsberater

Optiker

Einkäufer

Betriebsbuchhalter

Kondominiumverwalter

Fahrradhändler

uvm.

27,8%

6,4%

myjobmylife.it

11,5%*

2012

und eröffnet den Jugendlichen zusätzliche Chancen. Das

Bildungssystem in Südtirol wurde um einen wesentlichen

Baustein erweitert und qualitativ verbessert“, behauptet die

Landesrätin. Die ASGB-Jugend kritisiert allerdings diese

Methode: „All jenen Lehrlingen, die sich für einen der 59

Berufe mit dreijähriger Lehrzeit (Bürofachkraft, Drucker,

Gärtner und Koch) entschieden haben, bleibe die Möglichkeit

der Berufsmatura verwehrt“, betont Alexandra Egger,

Jugendsekretärin des ASGB.

GRUPPEGUT.IT

Eine Aktion des hds, der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol

(Abteilung Handwerk, Industrie und Handel) und der Handelskammer


service

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37

service

Attraktive Arbeitsplätze immer wichtiger

Die Abteilung Arbeit der Südtiroler Landesverwaltung

befasst sich mit interessanten und wichtigen Themenkreisen

rund um die Arbeitswelt. Sie ist ein kompetenter Ansprechpartner

für alle Akteure am Südtiroler Arbeitsmarkt.

Laut Helmuth Sinn, Abteilungsdirektor für Arbeit, sind

in der Gesellschaft einige tief greifende Veränderungen festzustellen.

Die industrielle Gesellschaft, die von händischer

Arbeit und von körperlicher Tätigkeit geprägt war, hat sich

in den letzten Jahrzehnten immer mehr zu einer Dienstleistungsgesellschaft

entwickelt. Bürojobs, Handels- und

Basisdienstleistungen haben industrielle

Arbeiten wie Produktion und

Rohstoffgewinnung zu einem großen

Teil ersetzt.

Zukunft der Arbeit

Dieses Szenario wird sich in Zukunft

aber nochmals ändern. Wo einst

Handwerker und Fließbandarbeiter

Helmuth Sinn gefragt waren, werden zukünftig

Strategen und Koordinatoren wirtschaften.

Die Bevölkerung entwickelt sich also hin zu einer

Wissensgesellschaft, in welcher der Anteil der Arbeiter um

das Jahr 2020 nur noch rund 15 Prozent ausmachen wird.

Auch die Service-Arbeiter, die Datenverarbeitungs- und

Kommunikationsarbeiten ausführen, werden noch zunehmen

und die sogenannten Wissensarbeiter insgesamt um

35 Prozent der Gesamtbeschäftigten betragen. Beratung,

Coaching und Management, Kreativität, Innovation, Kooperation

und Netzwerken sind die Begriffe und Berufe der Zukunft,

kurz ausgedrückt: Das Gehirn ist der neue Rohstoff.

Aufgrund dieses Wandels in der Arbeitswelt verändert sich

auch die Arbeitsorganisation. Starre Arbeitszeiten werden

durch flexiblere Zeitsysteme ersetzt, da zukunftsorientierte

Betriebe dem Umstand Rechnung tragen werden, dass gute

Ideen nicht so sehr am Arbeitsplatz, sondern in Phasen der

Entspannung entstehen.

Arbeitsplatzstandort Südtirol

Gleichzeitig wird sich um das Jahr 2020 ein verstärkter

Arbeitskräftemangel bemerkbar machen. Es werden mehr

Menschen aus dem Beruf aussteigen als eintreten. Da

immer weniger Jugendliche auf dem Arbeitsmarkt nachrücken,

wird die Wirtschaft auf mehr Arbeitskräfte von

außerhalb des Landes angewiesen sein. Spätestens dann

wird sich Südtirol als attraktiver Arbeitsplatzstandort

bewähren müssen. Aufgrund der Arbeitskräfteknappheit,

die in ganz Europa spürbar sein wird, wird nämlich ein

Konkurrenzkampf um die neuen Arbeitnehmer einsetzen.

Darauf sollten sich Südtiroler Arbeitgeber heute schon

vorbereiten. Gewinnen wird nämlich derjenige, der die

besten Arbeitsbedingungen anbietet, der die attraktivsten

Arbeitsplätze hat und der auf die neuen Lebensmodelle

der künftigen Arbeitnehmer eingeht. Insbesondere bei

Großer Andrang im

Arbeitsvermittlungszentrum Bozen

Wissensarbeitern wird nicht mehr so sehr alleine das

Berufsleben im Vordergrund stehen, sondern sie werden

verstärkt darauf achten, Beruf und Privatleben im Gleichgewicht

zu halten. Deshalb muss ihnen ein angemessenes

Umfeld geboten werden, das hauptsächlich darauf abzielt,

starre Arbeitszeiten abzuschaffen, Berufs- und Privatleben

zu vereinen und zudem noch einen hohen Freizeit- und

Erholungswert bietet.

„Die besten Arbeitnehmer werden jene Arbeitgeber haben,

bei denen sich ihre Mitdenker wohl fühlen, wo die beruflichen

Verpflichtungen mit den privaten und familiären Interessen

gut vereint werden können und die für ihre Leistung

auch gut bezahlt werden“, prophezeit Helmuth Sinn. Das

Feilschen um die Arbeitskräfte hat somit schon begonnen.

Neuer Arbeitspakt

Zur Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt und zur Reduzierung

der Arbeitslosigkeit arbeitet die Landesverwaltung

einen neuen Arbeitspakt mit einem Bündel von Maßnahmen

zur aktiven Beschäftigungspolitik aus. In einem öffentlichen

Blog konnten Südtirols Bürger sowie Sozialpartner bis zum

22. März Anregungen für beschäftigungsfördernde

Maßnahmen in einem

der fünf großen Themenbereiche der

Arbeitswelt posten. Dabei handelte

es sich um folgende Bereiche: Schule

und Jugend im Hinblick auf den

Einstieg in die Arbeitswelt, Förderung

der Frauenbeschäftigung, ältere

Arbeitnehmer, auf dem Arbeitsmarkt

Roberto Bizzo

benachteiligten Personen wie zum

Beispiel Menschen mit Behinderung

oder mit Migrationshintergrund und zuletzt ein Bereich, in

dem allgemeine Vorschläge zur Belebung der Beschäftigung

gesammelt wurden. „Von der Bevölkerung und von den

Sozialpartnern sind einige interessante Beiträge gekommen.

Es hat uns gefreut, dass die Südtiroler von dieser Möglichkeit

Gebrauch gemacht haben“, zeigt sich der Landesrat für

Arbeit, Roberto Bizzo, zufrieden.

Sämtliche Vorschläge aus dem Arbeitsblog wurden am 16.

April in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern analysiert,

bewertet, diskutiert und priorisiert. Ziel ist es, Ende Mai

einen ersten konkreten Vorschlag des neuen Beschäftigungsplans

der Landesarbeitskommission vorzulegen, welche das

definitive Dokument verabschieden wird. Der neue Plan soll

dann noch vor der Sommerpause von der Landesregierung

genehmigt werden.


38 04/2013 service service

Individuelle Beratung

vom Experten ELAS GmbH

Neue Gesetze, Verordnungen und Veränderungen auf

dem Markt stellen Betriebe vor immer größere Herausforderungen.

Dennoch kann sich jeder im unüberschaubaren

Gesetzesdschungel zurechtfinden, den anspruchsvolleren

Anforderungen seiner Kunden gerecht werden und als

verantwortungsvoller Arbeitgeber handeln.

Dies ist möglich, indem man auf kompetente Hilfe

zurückgreift. Durch gezielte und strukturierte Information,

aktive Beratung und individuelle Betreuung im Personalwesen

unterstützt ELAS Südtiroler Unternehmen bei der

Abwicklung ihrer komplexen Aufgaben. Die Basis bildet eine

größtmögliche Transparenz bei der Anwendung geltender

Normen und Vorschriften. Gleichzeitig nutzt das Unternehmen

seine langjährige Erfahrung, ein fundiertes Fachwissen

und den Einsatz innovativer Technologien, um den Kunden

stimmige, auf Ursachen bezogene prozess- und zukunftsorientierte

Lösungen zu gestalten. Sieben erfahrene Arbeitsrechtsberater

stehen dafür zur Verfügung. Sie werden von

weiteren 55 Mitarbeitern unterstützt, deren fachliche Kompetenz

und große Flexibilität stets erweitert und ausgebaut

wird. ELAS legt deshalb großen Wert auf eine kontinuierliche

fachliche und persönliche Aus- und Weiterbildung aller

Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr wurden innerhalb des

Unternehmens fast 3000 Weiterbildungsstunden ermöglicht.

Kernkompetenzen ständig ausbauen

Angewandtes Fachwissen und technisches Know-how

sorgen für herausragende Innovationen, eine reibungslose

Organisation und transparente Strukturen. Sie garantieren,

dass ELAS-Mitarbeiter sich kompetent den Anforderungen

der Gesellschaft, des Unternehmens und seiner Kunden

stellen und dabei ihre wichtigen Kernkompetenzen erweitern

und vertiefen können. Dabei sind die Mitarbeiter zur

verantwortungsbewussten und aktiven Mitgestaltung des

Unternehmens aufgefordert. Die Offenheit im Denken

und Flexibilität im Handeln spiegeln sich bei komplexen

Prozessen ebenso wider wie in der detailorientierten

Umsetzung ihrer Aufträge. Ursachenbezogene Prozess- und

Lösungsorientierung ermöglichen zukunftsfähige Ergebnisse

für alle Beteiligten.

Gemeinsam zum Ziel

Die Basis einer erfolgreichen und langjährigen Zusammenarbeit

bildet eine integre, vertrauenswürdige und zielorientierte

Kooperation zwischen ELAS und seinen Kunden. Nur so

ist es möglich, die Verantwortung für sehr sensible Unternehmensbereiche

an ELAS zu übertragen und im eigenen

Unternehmen neue Freiräume für die bessere Abwicklung

der firmeneigenen Kernkompetenzen zu gewinnen und somit

die vorhandenen Ressourcen auf anstehende, zukünftige

Aufgaben zu fokussieren. ELAS sorgt kompetent dafür, dass

Betriebe ihrer gesetzlichen und sozialrechtlichen Verantwortung

gerecht werden können: ELAS setzt auf Prävention

statt auf nachträgliche Intervention und liefert dabei verlässliche

Daten und Unterlagen, die keine weitere Prüfung

notwendig machen. So ist es möglich, Negativfolgen für die

Firmen auf Grund unsachgemäßer Handhabe der gesetzlichen

Vorschriften zu vermeiden.

INFO

ELAS – Lohnabrechnung,

arbeitsrechtliche Beratung, Personalführung

Otto-Huber-Str. 64 | 39012 Meran

Tel. 0473 205 000 | info@elas.it | www.elas.it

Brigl im

Spitzenfeld

Nicht allein der Kampf um Marktanteile zählt, sondern die

Zufriedenheit der Mitarbeiter – dieser Überzeugung ist die

Firmengruppe Brigl, die jüngst beim Wettbewerb „Bester

Arbeitgeber Südtirols“ im Spitzenfeld landete.

Über 100 Südtiroler Betriebe mit insgesamt mehr als

8000 Mitarbeitern nahmen am landesweiten Wettbewerb

teil. Unter ihnen wurden die Gewinner in den verschiedenen

Kategorien gewählt. Bei den Unternehmen ab 50 Mitarbeitern

schnitt die Brigl-Gruppe, Spezialist für Logistikdienstleistungen

mit Sitz in Bozen, hervorragend ab und klassierte

sich unter den besten zehn Arbeitgebern Südtirols.

Traditionsunternehmen unter den Besten

„Wir sind sehr zufrieden mit unserem Abschneiden“, sagt

Evi Mitterhofer, Präsidentin der Gruppe. „Als heimisches

Traditionsunternehmen achten wir seit vielen Jahrzehnten

darauf, dass sich unsere Mitarbeiter bei uns wohl fühlen,

sich mit Brigl identifizieren können und ihr Know-how

gerne für den Betrieb einsetzen.“ Dies wirke sich letztlich

positiv für Arbeitnehmer und Arbeitgeber aus, ist Mitterhofer

überzeugt.

Der Wettbewerb „Bester Arbeitgeber Südtirols“, der auf

eine Initiative der Personalagentur Business Pool zurückgeht,

basiert auf einem international anerkannten

Programm zur Erhebung der Mitarbeiterzufriedenheit.

Dahinter steckt die Erkenntnis, dass so genannte weiche

Faktoren, zum Beispiel ein gutes Betriebsklima sowie

zufriedene motivierte Mitarbeiter, für den Erfolg eines

Unternehmens entscheidend sind.

Wenn das

WENN

entscheidend

ist ...

Wenn für Ihr Unternehmen nicht nur der

Preis ausschlaggebend ist

Wenn auch für Sie die pünktliche

Bezahlung der Lieferanten nicht Kür,

sondern Pflicht ist

Wenn Sie es gut finden, mit einem

Unternehmen zusammenzuarbeiten,

dem seine Mitarbeiter am Herzen liegen

Wenn es Ihrem Unternehmen wichtig ist,

einen Partner zu haben, der sich an die

Spielregeln hält

Wenn Sie ein Logistik-Unternehmen,

hinter dem Menschen stehen,

den automatischen Telefonansagen der

großen Unternehmen, bevorzugen

Wenn Sie über Qualität und Zuverlässigkeit

bei nationalen und internationalen

Transportaufträgen nachdenken und

Ihnen

einfällt, dann

entscheiden

Sie sich für uns!

Mit Ihrem Transport unterstützen Sie

den lokalen Arbeitsmarkt

und die regionale Wirtschaft.

Brigl Group, Familie Mitterhofer

Konzept: daviso.com - Grafik: jung.it

BRIGL GROUP | Mitterhoferstraße 1 | Bozen

T 0471 246 111 | F 0471 935 614 | www.brigl.it


service

40 04/2013 04/2013

41

service

Zwischen Tradition

und Innovation

2013 ist ein besonderes Jahr für die Unternehmensgruppe

Athesia, feiert sie doch ihr 125-jähriges Gründungsjubiläum.

1888 als „Katholisches-Politisches Kasino“ gegründet,

das sich 1907 zur Verlagsanstalt „Tyrolia“ wandelte, zwang

die Zerreißung des Landes Tirol nach dem Ersten Weltkrieg

zur Trennung der ursprünglich einen Tyrolia. Der Südtiroler

Ast wurde zwangsweise in „Verlagsanstalt Vogelweider

GmbH“ umbenannt.

Unter der faschistischen Herrschaft musste das Unternehmen

den Namen ein weiteres Mal ändern, weil den

Machthabern der „Vogelweider“ zu Deutsch klang: Unter

dem damaligen Präsidenten Kan. Michael Gamper wählte

man nun die lateinische Bezeichnung der Etsch, „Atesis“, als

Stamm des neuen Namens und verfeinerte diesen mit einem

„th“ und der Endung „a“ – „Athesia“. Was den Faschisten

nicht gelang, nämlich die Niederschlagung dieses Sprachrohrs

der Südtiroler, schafften im September 1943 die einrückenden

Nationalsozialisten über Nacht: Sie deportierten

den verantwortlichen Direktor Hochw. Rudolph Posch und

den Athesia-Redakteur Friedl Volgger ins KZ Dachau, enteigneten

de facto den Athesia-Verlag und setzten stattdessen

den regimetreuen „Bozner Verlag“ ein. Nach dem Ende des

Zweiten Weltkrieges gelang es Kan. Michael Gamper mit

Hilfe der Alliierten und der Südtiroler Bevölkerung, die Verlagsanstalt

Athesia erneut auf- und weiterzubauen. Zeitung,

Druck, Buch, Papier, Lehrmittel – in dieser Reihenfolge ist

Athesia im vergangenen Jahrhundert gewachsen. Zeitungen

wollten die Gründer schaffen und wirtschaftlich fundieren.

Ein vielseitiges Unternehmen ist daraus geworden.

Nicht zuletzt aufgrund der technologischen Entwicklungen

sowie der Veränderungen im Konsumverhalten hat sich

die Unternehmensgruppe Athesia in jüngerer Zeit auch in

anderen Branchen wie Onlinemedien, Touristik, erneuerbare

Energien und Telekommunikation verstärkt engagiert. So

zählt die Unternehmensgruppe heute mit rund 900 Mitarbeitern

zu den größten und traditionsreichsten Arbeitgebern

unseres Landes. Damit ist das Unternehmen eng mit Südtirols

Familien, aber auch mit den christlich-sozialen Traditionen

und Werten Südtirols verbunden.

Wie der Leiter des Athesia-Personalbüros, Egon Seebacher,

bestätigt, wird bei Athesia sehr viel Wert darauf gelegt,

junge Menschen kennen zu lernen und diesen berufliche

Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. So

würde jährlich rund 70 Praktikanten und Ferialkräften die

Chance geboten, das Unternehmen kennen zu lernen und

berufliche Erfahrung zu sammeln. Regelmäßig würden – so

Seebacher – Neuanstellungen aus ehemaligen Praktikanten

und Ferialkräften rekrutiert.

Die hohe Identifikation mit der eigenen Tätigkeit sowie

das Bewusstsein einer sicheren Arbeitsstelle zählen zu den

Hauptgründen, für welche die „Verlagsanstalt Athesia AG“ gemeinsam

mit anderen Südtiroler Betrieben die Auszeichnung

Bester Arbeitgeber Südtirols 2013“ erhalten hat. Angehende

Führungskräfte werden in der Regel aus den internen Reihen

rekrutiert. So sind doch einige Spitzenpositionen im Unternehmen

von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt,

welche seit vielen Jahren im Unternehmen tätig sind, ihr

„Handwerk“ bei Athesia gelernt und mit viel Fleiß zusätzliche

Führungsqualitäten entwickelt haben. Nach 125 Jahren

Firmengeschichte, zwischen Tradition und Innovation, legt

das Unternehmen nach wie vor großen Wert darauf, dass die

Vielfalt in den verschiedenen Geschäftsbereichen mit dem

Auftrag der Gründungsväter, sich rund um unser Volk und

unsere Heimat einzusetzen, im Einklang steht.

INFO

Athesia Verlagsanstalt AG

Lauben 41 | 39100 Bozen

Tel. 0471 081 000 | Fax 0471 081 019

direktion@athesia.it | www.athesiagruppe.com

Drei Fragen an …

… Benjamin Rauch, welcher seit seiner Jugend bei

Athesia arbeitet und mit seinen jungen 35 Jahren

die Personaleinsatz- und Produktionsplanung

von knapp 100 Personen in seiner Funktion als

Betriebs- und Produktionsleiter der Athesia

Druckerei Bozen verantwortet.

Radius: Herr Rauch, was schätzen Sie speziell bei Ihrem

Arbeitgeber Athesia?

Benjamin Rauch: Gewachsen aus den traditionellen Bereichen

Zeitung und Druck hat Athesia über Jahrzehnte

die Geschichte des Landes Tirol mitgeprägt. Entsprechend

spannend ist es in einem so traditionsreichen Unternehmen

mitzuwirken. Mittlerweile zählt Athesia zu den größten

Arbeitgebern des Landes und immer mehr öffnet sich das

Unternehmen auch neuen Geschäftsfeldern wie z.B. der

Telekommunikation. Die Tätigkeitsfelder der Unternehmensgruppe

sind sehr vielseitig und vielseitig sind auch die Möglichkeiten

sich beruflich einzubringen und zu verwirklichen.

Radius: Wie war Ihr beruflicher Werdegang bei Athesia?

Südtirol

hat Potential.

Wir wollen es fördern.

B. Rauch: Nach dem Abbruch der

Oberschule kam ich eigentlich durch

Zufall zu Athesia. Nach Abschluss der

Lehre und einigen Jahren Tätigkeit

als Medienoperator kehrte ich

nochmals an die Schulbank zurück. In

München erlangte ich die Hochschulreife

und den Abschluss als „Druckund

Medientechniker“. Zurück

Benjamin Rauch

bei Athesia war ich zwei Jahre im

Verkaufsinnendienst tätig bis mir die Stelle als Produktionsleiter

der gesamten Druckerei angeboten wurde. Hier

zeigt sich wie sehr die Firmenleitung auch jungen Nachwuchskräften

vertraut, war ich damals mit meinen 26

Jahren doch sehr jung, um solch eine verantwortungsvolle

Position zu übernehmen. Vor vier Jahren übernahm ich

dann zusätzlich zur Produktionsleitung auch die Betriebsleitung

der Druckerei am Weinbergweg.

Radius: Welche Empfehlung können Sie an die Jugendlichen,

welche vor dem Eintritt in das Arbeitsleben stehen, geben?

B. Rauch: Die richtige Berufswahl ist nicht leicht. Besonders

in jüngster Zeit, in der alles von Wirtschaftskrise

spricht und viele Branchen kaum Neuanstellungen

verzeichnen, sollte die Wahl von Ausbildung bzw. Beruf

wohlüberlegt sein. Trotz aller wirtschaftlichen Aspekte sollte

man allerdings immer eine Wahl zugunsten der eigenen

Interessen und Fähigkeiten treffen. Gleichzeitig sollte aber

auch der Bedarf am Arbeitsmarkt berücksichtigt werden.

Interessante Berufschancen sehe ich z.B. in technischen

Berufen, wo ein Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften

eindeutig festzustellen ist.

Besuchen Sie uns doch einmal

auf www.athesiagruppe.com

Foto: ©istockphoto/JohnnyGreig


42 04/2013 service service

Gesucht: ambitonierte

Mitarbeiter

Spitzenplätze

für das MCI

Tirols attraktivster Arbeitgeber „TIROLER VERSICHERUNG“

sucht auch 2013 neue Mitarbeiter. In kaum einer Branche

ist der Unternehmenserfolg derart eng mit der Qualität der

Mitarbeiter verbunden, wie in der Versicherungsbranche.

die unternehmerische hochschule ®

International studieren auf höchstem Niveau

B a c h e L o r s t u d i u m

Biotechnologie

Business & Management

Lebensmittel- & Rohstofftechnologie

Management, Communication & IT

Management & Recht

Mechatronik

Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmgmt.

Soziale Arbeit

Tourismus- & Freizeitwirtschaft

Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik

Wirtschaft & Management

Wirtschaftsingenieurwesen

Die TIROLER VERSICHERUNG handelt auch dementsprechend

und baut ganz gegen den Branchentrend den

Kundenservice laufend aus. Allein im Jahr 2012 konnte der

Personalstand des Unternehmens um 28 neue Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter erweitert werden. Als attraktiver

Arbeitgeber in Nord-, Ost- und Südtirol bietet die TIROLER

motivierten Menschen die Möglichkeit, im Team des einzigen

tirolweit vertretenen heimischen Universalversicherers

tätig zu werden.

Erfolgskurs garantiert

Aufgrund der Erfolgsbilanz der TIROLER VERSICHE-

RUNG werden im heurigen Jahr weitere qualifizierte Stellen

ausgeschrieben und besetzt. „Wir sind überzeugt, dass die

Zukunft erfolgreicher Versicherer in einer bestmöglichen

Beratung und Betreuung durch hochqualifizierte Mitarbeiter

vor Ort liegt“, so Alois Kaiser, Landesdirektor der TIROLER

VERSICHERUNG in Südtirol. „Deshalb werden wir auch

weiterin unser Team in Südtirol vergrößern“, so Kaiser.

Die TIROLER bietet ihren Mitarbeitern hoch qualifizierte

Arbeitsplätze, ein breit gestreutes Aufgabengebiet sowie

ausgezeichnete Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

„Wir erwarten von unseren Mitarbeitern Selbstständigkeit

im Denken und Handeln, Entscheidungsfähigkeit sowie

Zweisprachigkeit in Deutsch und Italienisch. Im Gegenzug

bieten wir ein sehr gutes Betriebsklima, top ausgestattete

Arbeitsplätze in modernen, hellen, großzügigen Büroräumlichkeiten

und Karrierechancen, sowohl in Südtirol als auch

in Nordtirol“, so Landesdirektor Kaiser.

Die Mitarbeiter der TIROLER VERSICHERUNG

werden mit umfangreichen Vollmachten ausgestattet

und erfüllen nahezu alle Kundenanliegen direkt vor Ort.

Auch Schäden werden inzwischen direkt in der Landesdirektion

in Bozen erledigt. Darüber hinaus sichert die

TIROLER durch ein umfassendes Netz an kompetenten

Beratern in den Agenturen eine überdurchschnittliche

Betreuungsqualität.

INFO

TIROLER VERSICHERUNG

Schlachthofstr. 30 | 39100 Bozen

Tel. 0471 052 600 | Fax 0471 052 601

suedtirol@tiroler.it | www.tiroler.it

Das MCI Management Center Innsbruck hat sich mit

seinem international ausgerichteten Studien- & Weiterbildungsangebot

in den Bereichen Wirtschaft & Gesellschaft

sowie Technologie & Life Sciences einen hervorragenden

Ruf in der Hochschullandschaft erworben.

Mit 3000 Studierenden, 800 Lehrenden, 200 Partneruniversitäten,

zahlreichen Absolventen und Arbeitgebern in

aller Welt sowie laufenden Spitzenplätzen in Umfragen und

Rankings hat sich die Unternehmerische Hochschule ® zu einer

internationalen Benchmark und zum begehrten Partner

für Forschung, Lehre und Weiterbildung entwickelt.

MCI-Absolventenanalyse

Dass Qualität kein Zufall ist, sondern Ergebnis langjähriger

konsequenter Arbeit, bestätigt die aktuelle MCI

Absolventenanalyse 2012/13.

• 97,9 % würden das MCI „auf jeden Fall“/

„weitestgehend“ weiterempfehlen.

• 96,8 % haben sich im Nachhinein betrachtet „auf

jeden Fall“/„weitestgehend“ für das richtige

Studium entschieden.

• 89,4 % beurteilen die Qualität ihres Studiums

als „sehr gut“ oder „gut“.

• 83,0 % beurteilen die Anforderungen während

des Studiums als „sehr hoch“/„hoch“. Für 17 %

waren die Anforderungen „mittel“ („gering“ bzw.

„sehr gering“ wurden nie angegeben).

m a s t e r s t u d i u m

Biotechnologie

Entrepreneurship & Tourismus

International Business

International Business & Law

International Health & Social Mgmt.

Management, Communication & IT

Mechatronik – Maschinenbau

Rohstoff- & Lebensmittelwirtschaft*

Soziale Arbeit, Sozialpolitik & -mgmt.

Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik

Wirtschaftsingenieurwesen

e x e c u t i v e m a s t e r s t u d i u m

General Management Executive MBA

Master in Innovation & IPR MSc

Master of Science in Management MSc

Internationales Wirtschafts- & Steuerrecht LL.M.

z e r t i f i k a t s - L e h r g ä n g e * *

Brand Management | Controlling & Unternehmenssteuerung |

General Management | Innovations-, Produkt- &

Prozessmanagement | International Management Program © |

Management, Psychologie & Leadership | Marketing | Patent- &

Lizenzmanagement | Personalmanagement | Sales

Management | Supply Chain Management | Tourismus-

management & Führung | Tourismusmarketing & Innovation |

Unternehmenskommunikation

m a n a g e m e n t - s e m i n a r e

f i r m e n t r a i n i n g s

Quelle: Anonyme Vollerhebung Executive Education

2012 und 2013, Rücklauf 51,9 %; Befragung im Schnitt

drei Jahre nach Abschluss des Studiums.

= in englischer Sprache, = in deutscher und englischer Sprache; = Vollzeit,

= berufsbegleitend; * Start 2014; ** Sämtliche Zertifikats-Lehrgänge sind anrechenbar auf

die Executive-Master MBA und MSc; © Stubaier Gletscher

w w w . m c i . e d u


aktuell

44 04/2013 04/2013

45

aktuell

Offen und flexibel

für die Zukunft

Düster scheinen die Prognosen für die junge Generation,

wenn es um eine prestigevolle, befriedigende und gleichzeitig

gut bezahlte Arbeit geht. Doch jeder kann selber

etwas für den optimalen Start ins künftige Berufsleben

tun. Dies sollte schon im Kindesalter beginnen.

Bildung und Lernen ist die Basis jeden Erfolgs. Schon die

Kleinsten werden gefördert, auch wenn die Gedanken um

die Chancen im zukünftigen Arbeitsleben noch ganz weit

weg sind. Doch auch im Kindergartenalter können bereits

die Grundsteine gesetzt werden. Dies beginnt beim Erlernen

einer zweiten Sprache, wie auch bei der Auseinandersetzung

mit anderen Kulturen und Lebensweisen. In Südtirol sind

die Bedingungen optimal dafür. Zwei Schulsysteme stehen

zur Wahl. Warum also ein Kind, das in einem komplett deutschen

Umfeld aufwächst, nicht sofort in den italienischen

Kindergarten einschreiben oder die Grund- bzw. Mittelschule

bei der jeweils anderen Sprachgruppe absolvieren? Nur

Ausreichend Möglichkeiten schaffen

Heute haben Mädchen und Jungen gleich gute Chancen einen

Ausbildungs-, Studien oder Arbeitsplatz zu finden. Allein

die Leistung zählt. Auch Flexibilität, die meist nicht angeboso

leben und erleben bereits die Kleinsten die bestehende

Realität ihres Heimatlandes und werden in Zukunft weder

Sprachprobleme noch Berührungsängste haben. Dies ist die

Basis des Zusammenlebens nicht allein in Südtirol, sondern

in der ganzen Welt.

Wer hat die besten Chancen?

Gleiche Ausbildung, ähnliche Voraussetzungen oder Erfahrungen

– wer wird den Job bekommen? Sicher jener, der

mehr „Extras“ vorzuweisen hat. Das sind in der heutigen

Zeit unter anderem gute Fremdsprachenkenntnisse. Sie

gelten in vielen Firmen oft als Grundvoraussetzung bei der

Bewerbung. „Es ist sehr schwer statistisch zu erfassen, aber

Rückmeldungen aus Firmen lassen einen Trend erkennen.

Bei gleicher fachlicher Basis werden Bewerber mit guten

sprachlichen Kompetenzen bevorzugt“, berichtet Stefan

Luther vom Landesamt für Arbeitsmarktbeobachtung. Dies

treffe vor allem auf international tätige Unternehmen zu.

„Ein Auslandsaufenthalt ist nicht nur dafür da, eine Sprache

zu erlernen, dabei werden auch Kultur und Verhaltensweisen

des Gastlandes vermittelt. Diese internationalen Erfahrungen

erweitern den gesamten Horizont“, betont der Amtsdirektor.

Bewerber mit guten Sprachkenntnissen tun sich

leichter auf dem Arbeitsmarkt, dennoch spielen viele andere

Faktoren eine ebenso wichtige Rolle. Ohne technologische

Kenntnisse und die perfekte Beherrschung des Computers

sieht es in allen Bereichen ziemlich düster aus.

ren, aber erworben werden kann, indem man Angebote, die

einem zur Verfügung stehen, wahrnimmt. In Südtirol wird

Einiges angeboten, um die Zweitsprache und Fremdsprachen

gut zu erlernen. „Junge Leute können Fremdsprachen im

Ausland erlernen und werden vom Land mit einem Tagessatz

von bis zu 65 Euro unterstützt. In der Oberschule ist diese

Möglichkeit besonders beliebt und wird viel genutzt. Komplette

Klassen entscheiden sich inzwischen für einen mehrwöchigen

Besuch eine Sprachschule im Ausland“, berichtet Günther

Andergassen, Direktor des Amtes für Bildungsförderung.

Auch die Region ermöglicht ganzjährige Sprachaufenthalte

im vierten Oberschuljahr im europäischen Ausland, von den

Schulen selbst wird der Schüleraustausch innerhalb Italiens

organisiert. Vom Land werden zudem Stipendien für Studenten

bereitgestellt, um jedem ein Studium im In- oder Ausland

zu ermöglichen. Dazu zählen auch die Spezialisierungen nach

dem Master sowie das Doktorats-Studium.

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46 04/2013 aktuell

Praktikum als Einstieg in den Job

Mit 25 Jahren ist Simon Brugger bereits voll ins Arbeitsleben

integriert. Seit knapp zwei Jahren arbeitet er als Berater

für Fusionen und Übernahmen von Unternehmen an

der Rabobank in Utrecht. Nach einer deutschsprachigen

Schulausbildung und der Matura am

Realgymnasium Bozen entschied er

sich für das Studium an der Mailänder

Wirtschaftsuniversität Bocconi.

„Über die Universität wurde mir ein

Auslandssemester in Seattle ermöglicht.

Die dort erworbenen Englischkenntnisse

spielten eine wichtige

Rolle für meine Tätigkeit als M&A-

Simon Brugger Berater, wo das gesamte Tagesgeschäft

auf Englisch abgewickelt

wird“, berichtet er. Das Interesse

am Berufsbild weckte während des Masterstudiums ein

dreimonatiges Praktikum bei der Rabobank mit darauffolgendem

Einstiegsangebot. Kurz vor dem Abschluss an der

Bocconi im Oktober 2011 begann Simon daraufhin seine

berufliche Laufbahn als M&A-Berater. Seither arbeitete

er bereits an mehreren erfolgreichen Transaktionen in

verschiedenen europäischen Ländern.

Flexibel und offen ab Kindesalter

Das Studium an der Universität Bozen steht kurz vor dem

Abschluss, doch neben ihrer Ausbildung in Economics &

Management steht Marita Wimmer auch in der Redaktion

im Fulltime-Job ihre „Frau“. Flexibel zeigt sie sich in vielen

Bereichen: Verkauf, Koordination

oder Text. Dies ist kein Zufall,

meint sie, denn diese „Begabung“

musste sie bereits mit drei Jahren

erlernen. Da ging es ohne jegliche

Grundkenntnisse in den italienischen

Kindergarten, die italienische

Grundschule schloss sich an. Der

Mittelschule im Mariengarten folgten

drei Jahre am Realgymnasium in

Marita Wimmer

Bozen. Danach wechselte sie ans ITI

Scientifico Tecnologico, da ihr die zu

starke humanistische Ausrichtung am Wisslyz nicht zusagte.

„Ich musste drei Aufnahmeprüfungen bestehen und in

mehreren Fächern den Stoff von drei Jahren nachholen.

Dies war anstrengend, lief aber problemlos. Ich bin sehr

selbstsicher geworden, denn ich habe gemerkt, zu was ich

alles in der Lage bin“, berichtet sie. Ein weiterer Vorteil,

der ihr jetzt auch im Beruf zugute kommt ist die perfekte

Beherrschung der italienischen Sprache in Wort und

Schrift. Nach zwei Jahren BWL-Studium in Wien setzte

sie ihr Studium in Bozen fort. „Die Erfahrungen meiner

Schulzeit haben mich geprägt, für Neues geöffnet und

mir vor allem zu Flexibilität verholfen. Auch wenn mein

Englisch nicht perfekt ist, bin ich verhandlungssicher bei

internationalen Werbekunden“, betont sie.

Sprachen als Basis, mit Selbstinitiative zum Ziel

An der Doktorarbeit wird bereits gearbeitet, auch wenn

Alexander Haumer noch voll im Praktikum steckt. Er studiert

seit 2008 in Salzburg Medizin und absolviert momentan

sein praktisches Jahr. Nach sechs Monaten Arbeit im Forschungslabor

und einem einmonatigen

Praktikum in der Mayo-Clinic in Rochester

Minnesota, folgten ein Monat

an der Universitätsklinik in Salzburg

und zwei Monate am Universitätsspital

Basel. Jetzt geht es weiter ins Klinikum

rechts der Isar nach München. „Dies

wäre alles auch in Salzburg möglich

gewesen, aber ich habe versucht, viele

Erfahrungen zu sammeln und mir

Alexander Haumer

Orte anzuschauen, die potenziell als

zukünftiger Arbeitsort in Frage kämen.

Das erhöht die Chancen“, meint er. Nach dem Abschluss im

Juni soll noch ein Doktorats-Studium angeschlossen werden.

Sprachen bereiten ihm keine Probleme. Vom Kindergarten bis

zur Mittelschule besuchte er die italienischsprachige Marcelline-Schule

in Bozen, das Abitur legte er am Realgymnasium

Bozen ab. Bereits mit 15 Jahren ging es für drei Monate

nach Costa Rica, im Jahr darauf zwei Monate nach England.

„Heutzutage muss man offen und flexibel sein. Sprachkenntnisse

bilden die Basis und erleichtern sehr viel. Es kommt

darauf an, wohin man will. Und dann muss man selber etwas

tun, um sein Ziel zu erreichen“, betont Alexander.

Wechsel auf eine italienische Uni

Deutsche Schule und das vierjährige

Studium in Innsbruck haben bisher

das Leben von Franziska Niedrist geprägt.

Nach dem Bachelor in Archäologie

studiert sie jetzt Geschichte und

wird auch dieses Studium in Kürze

abschließen. „In meiner Schulzeit gab

es Angebote für individuelle oder

Sprachaufenthalte im Ausland mit der

Franziska Niedrist

Klasse. Wir haben diese nie genutzt.

Ich würde nach meinem Studium gerne

in Südtirol arbeiten, aber es wird nicht einfach sein, einen

Job zu finden“, weiß sie. Deshalb zieht sie in Erwägung, auch

wegen der nötigen guten Sprachkenntnisse, den Master an

einer italienischen Universität zu absolvieren.

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48 04/2013 aktuell

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aktuell

04/2013

49

Inserat: Zambon

grafik@mediaradius.it

Zertifikatsverleihung 2012

Vertreter der Unternehmen, welche

2011 das Zertifikat „audit familieundberuf“

erhalten haben.

Beruf & Familie gut vereint

beruf“ wird bereits seit dem Jahr 2004 verliehen, unterlag

damals noch dem Assessorat für Sozialwesen. Ziel ist es,

individuelle Lösungen für eine erfolgreiche Gesamtstrategie

in allen Branchen und jegliche Betriebsgrößen zu entwickeln.

Die Unternehmen werden mittels einer systematischen,

dokumentierten und objektiven Bewertung analysiert,

die eine nachhaltige, familienorientierte Personalpolitik für

Organisationen und Unternehmen fördert.

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass die Motivation

der Mitarbeiter in den zertifizierten Unternehmen

höher ist, mehr Leistungs- und Einsatzbereitschaft gezeigt

wird und die Abwesenheitsquoten und Mitarbeiterfluktuationen

entscheidend niedriger ausfallen. Dies bedeutet für

die Unternehmen selbst eine bedeutend höhere Wettbewerbsfähigkeit

am Markt.

Manchmal sind es relativ kleine Maßnahmen mit großer

Wirkung: „Babyzeit“ für Väter bei der Fa. Oberrauch, flexible

Arbeitszeiten im Sanitätsbetrieb Bozen, Erste-Hilfe-Kurse

für Eltern der Firma Hoppe, Bügelservice für die Mitarbeiter

der Firma Apparatebau Gronbach oder Hilfe bei der

Betreuung von Angehörigen durch die Firma Kunstdünger

tragen enorm zur Mitarbeiterzufriedenheit und erhöhten

Einsatzbereitschaft bei.

Das in Südtirol angewandte Audit richtet sich nach dem „european

work & family audit“, einer Initiative der gemeinnützigen

Hertie-Stiftung aus Deutschland. Die Unternehmen

mit dem Zertifikat „audit familieundberuf“ erhalten bei der

Wirtschaftsförderung einen Zuschlag von fünf Prozent bei

Investitionen, die Kosten für die Einführung des Audit werden

mit einem Beitrag von bis zu 60 Prozent gefördert.

Das Zertifikat „audit familieundberuf“ wird alljährlich

Südtiroler Unternehmen zuerkannt, die sich in besonderer

Weise für eine Optimierung ihrer familienbewussten Personalpolitik

einsetzen. In diesem Jahr konnten zehn Unternehmen

die begehrte Auszeichnung entgegennehmen.

Am 31. Oktober 2012 wurde im Palais Widmann

der Sinfotel GmbH, der Apparatebau Gronbach GmbH,

dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, der OberAlp AG, der

ProMinent Italiana GmbH, der Unternehmensgruppe

Leitner mit der Leitner AG, Prinoth AG und Leitwind

AG, dem Biokistl Südtirol, Mein Beck KG, der Kunstdünger

GmbH und SiMedia GmbH von Landesrätin Sabina

Kasslatter Mur, Landesrat Roberto Bizzo und Handelskammerpräsident

Michl Ebner das Zertifikat "audit familieundberuf"

verliehen. Damit werden die Unternehmen

für ihre familienfreundlichen Maßnahmen, insbesondere

für die Bemühungen um die Vereinbarkeit von Familie

und Beruf, ausgezeichnet.

Hilfe bei der Optimierung und Umsetzung

Einmal im Jahr wird dieses europaweit anerkannte Managementsystem

verliehen, 30 Südtiroler Unternehmen wurden

bisher damit ausgezeichnet. Sie wenden sich dafür an die

Landesabteilung für Handwerk, Industrie und Handel, die

seit 2008 mit der Handelskammer für die Anerkennung zuständig

ist. Das Managementinstrument „audit familieund-

GmbH

Luis Zuegg-Str. 6 A - I-39100 Bozen

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Mobil +39 329 05 04 561

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www.zambongmbh.com

Familienfreundlicher

Internetprofi

SiMedias Geschichte ist eng mit jener des Internets verbunden.

Was klein und unscheinbar begann, hat sich zu

einer vielschichtigen und alltäglichen Realität entwickelt.

Glücklich, wer sich in dieser komplexen Welt auf einen

kompetenten Partner verlassen kann.

Reinhold Sieder: „Um gemeinsam

erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen

und Mitarbeiter enger zusammenrücken.

Es gilt, im Konsens ein ideales

Arbeitsumfeld zu schaffen.“

Das World Wide Web passt heute in jede Hosentasche,

begleitet uns auf Schritt und Tritt. Ein Umstand, der

Wirtschaftstreibenden gänzlich neue Werbemöglichkeiten

eröffnet, aber auch Risiken birgt. Und beides gilt es in

unserer schnelllebigen Zeit fachkundig einzuschätzen.

Ganz so, wie das SiMedia mit seinen 20 Mitarbeitern und

Mitarbeiterinnen seit nunmehr über 15 Jahren für seine

Kunden erfolgreich umsetzt.

Damit dies gelingt, bedarf es motivierter Teammitglieder,

die das Internet leben – Tag für Tag – und ein ideales Arbeitsumfeld

vorfinden. Die Anforderungen der Mitarbeiter

und deren Familien werden eng in die betrieblichen Abläufe

eingebunden und so kann das junge Team um Geschäftsführer

Reinhold Sieder erfolgreiche Kundenprojekte realisieren.

2012 wurde SiMedia von der

Provinz Bozen und der Handelskammer

das Zertifikat „audit familieundberuf“

überreicht, als erstem Unternehmen

im Pustertal. SiMedia gehört infolgedessen nicht

nur zu den erfolgreichsten Internet- und Online-Marketing-

Agenturen Südtirols, sondern auch zu den familienfreundlichsten

Betrieben des Landes.

INFO

SiMedia

Von-Kurz-Str. 21 | 39039 Niederdorf

Tel. 0474 741 000 | Fax 0474 741 090

info@SiMedia.com | www.SiMedia.com


themenbereich

themenbereich

50 04/2013 04/2013

51

Einzigartige Auszeichnung

Das Terra Institute in Brixen wurde vor kurzem von den

Vereinten Nationen (UNO) und deren Universität in

Yokohama (Japan) als offizielles Kompetenzzentrum

für nachhaltige Entwicklung ernannt. Weltweit gibt es

lediglich 120 derartige Kompetenzzentren, welche offiziell

das Logo der Vereinten Nationen verwenden und sich als

sogenanntes RCE – Regional center of expertise on education

for sustaniable developement – betiteln dürfen. In

Italien ist Terra bisher das einzige Institut dieser Art.

Das Terra Institute – vor drei Jahren von Evelyn Oberleiter

und Günther Reifer gegründet – forscht, lehrt und

berät Unternehmen in Richtung eines neuen, nachhaltigen

und zukunftsfähigen Unternehmensmodells. Dafür hat man

ganz spezielle Methoden und Konzepte entwickelt, welche

mittlerweile in einer Vielzahl von Terra Büros (Berlin, Stockholm,

Zürich, Graz, München, Verona) angewandt werden

und Unternehmen und Gemeinden neue Denkmodelle

beibringen und umsetzen. Dies und die jährlich stattfindenden

Tage der Nachhaltigkeit „think more about“ waren mit

Günther Reifer und Evelyn Oberleiter

unter ausschlaggebend für die Vergabe des Zertifikats ans

Terra Institute, wobei der Akkreditierungsprozess der UN-

University sich über ein ganzes Jahr erstreckte.

Netzwerk für Jedermann

Bei Terra sieht man die Auszeichnung als Impuls, ein

Netzwerk aufzubauen, bei dem jede(r) mitmachen kann

und soll. Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und

Teilen Südtirols, Tirols und dem Trentino (Europaregion

Tirol) können und sollen sich einbringen. Ziel ist es, individuelle

und gesellschaftliche Lernprozesse bei Unternehmern,

Führungskräften und Bürgern und Bürgerinnen im

Hinblick auf nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweisen

anzuregen und die notwendigen Transformationsprozesse

in Gang zu setzen.

Viele regionale Strukturen haben sich bereit erklärt sich im

Netzwerk mit einzubringen, u. a. die Freie Universität Bozen,

Universität Innsbruck, Eurac – Europäische Akademie,

Bildungshaus Kloster Neustift, HdS (Haus der Solidarität),

OEW (Organisation für eine solidarische Welt), Ökoinstitut,

Stadtgemeinde Brixen, Büro der Europaregion Tirol und

Landeshauptmann Luis Durnwalder.

Die diesjährigen Tage der Nachhaltigkeit finden vom 23.-26.

Mai statt. Über 30 Referenten haben ihr Kommen bereits

bestätigt. Unter anderem werden in Brixen Helena Norberg-

Hodge (Ökonomie des Glücks), Christian Felber (Gemeinwohlökonomie),

Gerhard de Haan (Zukunftsforscher), Niko

Paech (Postwachstumsökonomie), Maurizio Pallante (Decrescita

Felice), Kathrin Hartmann (Autorin) und noch viele

weitere Referenten erwartet. Bei der Podiumsdiskussion am

Donnerstagabend werden auch namhafte Südtiroler Unternehmer

zu Wort kommen und zum diesjährigen Thema „die

Kunst der Freiheit“ diskutieren.

Weitere Informationen unter www.terra-institute.eu oder

www.thinkmoreabout.com

Das Seniorenheim der

offenen Türen

Ein Seniorenheim ist mehr als eine soziale Einrichtung. Auf

der einen Seite werden ältere Mitbürger gepflegt, auf der

anderen Seite werden Arbeitsplätze geschaffen und so

regionale Wertschöpfungsketten aufrechterhalten. Dass

Seniorenheime nicht isolierte Einrichtungen sind, beweist

die Stiftung Griesfeld in Neumarkt, wo der Kontakt zur

Außenwelt bewusst gelebt wird.

Direktorin Cornelia Ebner erklärt, dass die Stiftung

Griesfeld in Neumarkt zwei Seniorenheime und 14 Seniorenwohnungen

betreut. 120 Arbeitsplätze, 60 Prozent davon

Teilzeitstellen, sind dadurch geschaffen worden. Vor allem

Frauen haben in den Bereichen Sozial- und Pflegebetreuung,

Küche, Raumpflege und Verwaltung einen Arbeitsplatz in

der Region, in der sie auch leben, gefunden.

Grundfinanzierung aus dem Kerngeschäft

Die Stiftung Griesfeld ist für die Gemeinden Neumarkt,

Montan, Aldein, Altrei und Truden zuständig. „Wenn noch

Plätze frei sind, dann kommen auch Personen aus anderen

Gemeinden zum Zug. Denn leere Plätze nützen niemandem.

Und die können wir uns auch nicht leisten.“ Der laufende

Betrieb finanziert sich zur Gänze aus den Tagessätzen der

betreuten Senioren und aus der Zusatzleistung Schulausspeisung,

die Griesfeld übernommen hat.

Keine Besuchszeiten

In Griesfeld steht die Menschlichkeit und gegenseitiger

Respekt im Mittelpunkt. Die Seniorenheimbewohner sind

immer noch Teil des aktiven Lebens und die Kooperation

mit den Angehörigen wird groß geschrieben. So gibt es hier

keine Besuchszeiten. „Wenn jemand seinen Angehörigen

oder Freund besuchen will, dann kann er das. Zu jeder

Zeit.“ Das Ergebnis ist viel Bewegung und Leben im Haus.

Und so soll das nach Ansicht der Direktorin auch sein.

Tradition und Rituale

Die Mitarbeiter bemühen sich, die Menschen individuell zu

betreuen. Jeder hat seine eigene Geschichte und das Leben

vieler Senioren dreht sich nach dem gelernten Jahresablauf.

Was viel mit Brauchtum und Tradition zu tun hat. Deshalb

ist man glücklich darüber, dass die Neumarkter und Montaner

Traditionsvereine immer wieder zu Gast sind und sich

Rituale eingebürgert haben.

Denn mit einem alten Vorurteil möchte man brechen: nämlich

dass das Seniorenheim ein Abstellgleis ist, in das man

abgeschoben wird. Die Offenheit des Hauses ist ein Erfolgsversprechender

Ansatz in diese Richtung.

INFO

Seniorenheim Stiftung Griesfeld

Fleimstalerstraße 41 | 39044 Neumarkt

Tel. 0471 826 100 | Fax 0471 826 300

info@griesfeld.it | www.griesfeld.it


?!

52 04/2013 gesundheit portrait

04/2013

53

Podologe –

Beruf mit Zukunft

Was tun, wenn der Schuh drückt, die Nägel eingewachsen

sind oder die Hühneraugen schmerzen? Für all diese

Fragen ist der Podologe der richtige Ansprechpartner. Die

Füße müssen das Gewicht des ganzen Körpers tragen, da

darf nur der Fachmann Hand anlegen.

Vor allem ältere Menschen, die an Diabetes oder Rheuma

leiden, haben große Fußprobleme und benötigen einen

Podologen. In Südtirol gibt es aber nur vier ausgebildete

Podologen. Benötigt würden aber viel mehr, daher ist 2011

an der Claudiana in Bozen ein Studiengang gestartet. Die

ersten 16 Studenten werden im November 2014 das Studium

mit einem Laureat abschließen, dann startet der nächste

Kurs. Geplant ist auch ein zweijähriger Spezialisierungskurs

für Haltungsschäden und Posturologie. „Kieferprobleme,

Hüftprobleme und Probleme an der Halswirbelsäule wirken

sich auf den Fuß aus und umgekehrt haben Fußprobleme

Auswirkungen auf die Hüfte“, zeigt Eduard Egarter-Vigl,

wissenschaftlicher Leiter der Claudiana, auf.

Dreijährige Ausbildung an der Claudiana

Das Studium der Podologen dauert drei Jahre. Partneruniversität

ist die Universität “La Sapienza“ in Rom. Über

die Hälfte des Studiengangs ist dem Praktikum vorbehalten,

der theoretische Unterricht ist mehr auf die ersten

Semester konzentriert. Selber Hand am Patienten anlegen

dürfen die Studenten erst im dritten Studienjahr. Im theoretischen

Unterricht werden u. a. Fachkompetenzen in den

Fächern Anatomie des Fußes, Physiologie, angewandte

Biologie und Mikrobiologie erworben. Auch Sozialkompetenz

wird vermittelt. „Empathie ist für den Podologen

ganz wichtig, die Patienten müssen sich verstanden

fühlen“, betont Oskar Unterfrauner, der Koordinator des

praktischen Unterrichts.

Neues didaktisches Podologie-Ambulatorium

Seit Ende Jänner ist am G’scheibten-Turm-Weg 18 das Ambulatorium

für den praktischen Unterricht in Betrieb. Die

Studenten erweitern unter Anleitung erfahrener Podologen

am Patienten ihre praktischen Kenntnisse. Die Behandlung

ist für die Patienten derzeit noch kostenlos. (Anmeldungen:

mittwochs 9-12 und 15-17 Uhr unter 366 911 81 66). „Jetzt

wird die Struktur nur an zwei Tagen für die Didaktik genutzt.

Künftig wollen wir sie gemeinsam mit dem Krankenhaus und

dem Verband der Podologen als interdisziplinäres Therapiezentrum

führen und an drei Tagen zur kostenpflichtigen

Behandlung von Patienten öffnen“, bestätigt Egarter-Vigl.

Die Podologen mit Universitätstitel können eine eigene

Praxis eröffnen aber auch in Konvention mit dem Land in

Altersheimen und Altenzentren arbeiten. „Unsere jungen

Podologen sollten sich vor allem in den Tälern niederlassen,

dort ist der Bedarf besonders groß. Wenn mehrere gemeinsam

ein Studio eröffnen, sind die Kosten geringer und jeder

kann sich spezialisieren“, wünscht sich Unterfrauner.

„Ich bin kein Ökofuzzi“

Nein, Etiketten lässt er sich nicht gerne anhängen. Weder

Idealist, noch Weltverbesserer, noch Spinner mit rosa

Brille. Thomas Klauser, Direktor des Instituts für Innovative

Technologien, IIT, dass in Südtirol u. a. die Wasserstofftechnik

vorantreibt, sieht sich als Realist.

Der 43-jährige Biologe ist 2006 nach Südtirol zurückgekommen.

Ein Ex-Auslandssüdtiroler: „Ich hatte eine gute

Position, aber der Versuchung beim Aufbau neuer Technologien

im Dienst der Nachhaltigkeit ganz vorne mitzutun,

konnte ich nicht widerstehen.“ Eine tolle Chance, ein hohes

Risiko und ungemein spannend. Bis heute hat er es nicht

bereut. Keinen Tag.

Die Spezialgebiete von Klauser, der im Schlerngebiet aufgewachsen

ist, sind Ökologie, Mikrobiologie und Umwelttechnik.

Und als Experte ist er alles andere als optimistisch,

was die Zukunft unseres Planeten anbelangt. „Es sei denn,

wir haben den Mut, radikale Schritte zu setzen.“ Radikale

Schritte heißt die Abkehr von fossilen Brennstoffen. „Aber

einfach ist das nicht, da stehen starke Lobbys dahinter

und wir haben es mit Monopolisten zu tun!“ Für gut 20

Jahre, so Klauser, werden herkömmliche und alternative

Energiequellen noch nebeneinander existieren. „Aber das

Gleichgewicht wird und muss sich immer mehr zugunsten

letzterer verschieben.“

Sicher, auf dem Weg dorthin sind noch ein paar Probleme

zu lösen. Wie zum Beispiel das Speichern von Energie aus

natürlichen Quellen wie Wasser, Sonne und Wind. „Derzeit

verpuffen tausende von Gigas an Energie ungenutzt, weil

wir sie nicht speichern können; damit könnte man zigtausende

von Autos betreiben.“ Aber Thomas Klauser zweifelt

nicht daran, dass es soweit kommen wird.

Das Institut für Innovative Technologien, IIT

Das IIT ist eine Institution ohne Gewinnabsichten und

fungiert als Schnittstelle zwischen öffentlicher Verwaltung,

Forschungseinrichtungen und lokaler Wirtschaft,

um Projekte im Allgemeininteresse zu organisieren und

durchzuführen. Zu den Aufgaben des IIT gehörten die

Erforschung, Koordinierung, Projektierung, Implementierung

und Anwendung von neuen Erkenntnissen und

Technologien vor allem in den Bereichen Umwelttechnik,

Regionale Entwicklung, Lokale Wertschöpfung, Sicherheitstechnik,

Qualitätssysteme, Energie, Wissenstransfer.

Das IIT setzt sich aktuell aus folgenden Institutionen und

Unternehmen zusammen:

Autonome Provinz Bozen (20 %), Brennerautobahn AG

(20 %), Leitner AG (20 %), SEL AG (20 %), SGS Hydrogen

Srl (13,97 %), GPI Srl (5,0 %), Eurac (1,03 %)

Präsident: Walter Huber, Direktor: Thomas Klauser

Thomas Klauser

Welche Welt hinterlassen wir den

kommenden Generationen?

Der Wissenschaftler mit dem Aussehen eines naturverbundenen

Sonnyboys hat keine Kinder. „Ganz bewusst. Bis

ich Kinder in die Welt setze, muss noch viel passieren. Es

ist höchste Eisenbahn. Die Abgase unserer Autos machen

krank, der Klimawandel macht sich auch in Südtirol bemerkbar

und generiert immer höhere Kosten ...“

Als Pessimist will er deshalb aber nicht gelten, als verantwortungsbewusster

Zeitgenosse schon. Thomas Klauser, Tom

für die Freunde, kann jedenfalls jeden Abend in den Spiegel

schauen. „Mein Anspruch an mich selbst ist, dasselbe zu

geben, was ich nehme.“ Mit seinem Einsatz für die Entwicklung

und Verbreitung der Wasserstofftechnik wird er diesem

Ansatz gerecht.

Der Traum vom H 2

-Auto und

grenzübergreifendem Tankstellennetz

Allerdings geht es langsamer voran, als erhofft. Vor zwei

Jahren träumten er und seine Kollegen im IIT davon, schon

2013 mit Wasserstoffautos zwischen Südtirol, Österreich,

Deutschland und Norditalien unterwegs sein zu können und

bereits ein grenzübergreifendes H 2

-Tankstellennetz aufgebaut

zu haben. Seinen alten, nachgerüsteten Seat Leon hat er

immer noch nicht eingetauscht, weil sein nächstes Fahrzeug

Wasserstoff tankt. Also doch ein Optimist!

„Mein Konzept ist: Nachhaltigkeit heißt nicht Verzicht. Auf

Mobilität wird heute keiner mehr verzichten. Wir müssen

als Experten dafür sorgen, dass die neuen Technologien

akzeptabel und bezahlbar sind“, erklärt Klauser seine und

die Philosophie des Instituts, für das er arbeitet.

Wenn er nicht arbeitet, dann sportelt der Direktor des IIT gerne.

Früher waren das Sportklettern und Downhill-Mountainbiken.

Heute überquert er Alpenpässe. Privat trennt er seinen

Müll, achtet beim Konsum auf Entfernungen, ist aber auch

gerne mobil und ein (fast) perfekter Heimwerker. Ein ganz normaler

Zeitgenosse also, mit einem Auge auf die Zukunft.


Georg Hochkofler

54 04/2013 bunte meldungen

bunte meldungen 04/2013 Tel. 0471 081 56355

Inserat: elektro gostner 2

grafik@mediaradius.it

Chance of change

450 Jugendliche informierten sich bei der „Begegnung

Schule-Unternehmen“ am 22. März in Meran. Veränderungen

bergen Risiko in sich und sind häufig auf den ersten Blick

unbequem. Andererseits bieten Veränderungen eine ganze

Reihe von Chancen und Möglichkeiten, die es mutig zu

nutzen gilt. Dies machten die drei Referenten von den Firmen

HOPPE AG, Zeppelin Group GmbH und Dr. Schär AG den

deutschen und italienischen Oberschülern aus Meran klar,

die der Veranstaltung in der Turnhalle der Fachoberschule für

Tourismus und Biotechnologie „Marie Curie“ beiwohnten.

Die Veranstaltung bildete den Abschluss der diesjährigen

„Begegnung Schule-Unternehmen“ im Burggrafenamt

und im Vinschgau, die der Unternehmerverband in enger

Zusammenarbeit mit den Schulen organisiert hat. In den

vergangenen Wochen haben über 650 Ober- und Berufsschüler

im Burggrafenamt und im Vinschgau folgende

Mitgliedsunternehmen besucht: Dr. Schär AG, Etschwerke

AG, Fuchs J. OHG, HOPPE AG St. Martin und Laas, Ivoclar

Vivadent GmbH, Lamprecht GmbH, Moriggl GmbH,

Nägele GmbH, Pedross AG, Progress AG, Schweitzer

Project AG, Siebenförcher OHG, WMH GmbH, Zeppelin

GmbH, Zipperle AG.

PRO-Students

for Business

Der Studentenverein PRO-Students for Business der Freien

Universität Bozen wurde im Jahre 2011 ins Leben gerufen.

Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, die Universität mit der

realen Wirtschaftswelt enger zu verknüpfen und die Studenten

so näher ans Wirtschaftsleben heranzuführen. Im letzten

akademischen Jahr wurde bspw. ein Professor der Harvard

Universität an die Uni eingeladen. Im März 2013 hingegen

referierten Manager führender Südtiroler Firmen, wie Michl

Seeber von der Leitner Gruppe sowie Ulrich Ladurner von

Dr. Schär, über den Aufstieg ihrer Firma zum Weltmarktführer.

Weitere Infos unter: pro-bz.it. Im Bild oben v.l.: Philip

Günther, Ulrich Ladurner, Lukas Colleselli, Maximilian

Schnabel und Lukas Herbst

Pflegehelfer

sind gesucht

Die Südtiroler werden immer älter und pflegebedürftiger.

Der Bedarf an Pflegehelfern in Südtirol ist noch lange

nicht gedeckt. Die Pflegeschule am Gscheibter-Turmweg in

Bozen bildet jährlich 50 neue Fachkräfte aus. Zugelassen

wird, wer innerhalb 31. Dezember 2013 das 17. Lebensjahr

vollendet und die Pflichtmittelschule abgeschlossen

hat. Der Kurs (Einschreibungen bis Ende Juli: 0471 272

141 oder 907 259 von 9 bis 12 Uhr) sieht 1200 Stunden

Unterricht (750 Theorie und 450 Praxis) vor. Gelehrt wird

u.a. allgemeine Pflege, Kinderkrankenpflege, psychiatrische

Pflege, Hygiene, Erste Hilfe, Anatomie, Psychologie, Soziologie,

Ethik und Sterbebegleitung. Angeboten werden auch

Spezialisierungskurse für die Pflegehilfe im Operationssaal

und in der Psychiatrie.

Burnout ist in!

Burnout ist mittlerweile ein Begriff, den jeder kennt. Wer

hat nicht schon einmal nach einem anstrengenden Tag

gemeint, er stünde kurz vor dem Burnout? In unserer

Leistungsgesellschaft führt derlei Äußerung gar zu Bewunderung

und bekräftigenden Statements: „Du bist auch

immer so fleißig!“ Nicht ungefährlich meinen Dr. Tanja

Corazza (links) und Dr. Michaela Tollo, Leiterinnen vom

Psychologischen Zentrum Mensch-Meran. Überforderung

bei der Arbeit wird häufig zum Standard erhoben. Einfach

nur arbeiten reicht nicht mehr aus. Die Folge ist dann oft

ein „richtiges“ Burnout, von dem sich Betroffene nur durch

professionelle Hilfe wieder erholen.

Zusätzliche Chancen

für Lehrlinge

Zweite Ausgabe der

Export Week gestartet

Mit dem neuen Lehrlingsgesetz,

das unter anderem auf

Betreiben des LVH im Vorjahr

verabschiedet worden ist, ist

neben der Vereinheitlichung

der Lehrdauer und der Aufwertung

der dualen Ausbildung

auch die Möglichkeit eingeführt

worden, im Rahmen der

Berufsbildung die Matura zu

erlangen. Die Bildungslandesrätin

hat nun angekündigt, dass

bereits im Schuljahr 2014/2015 das erste maturaführende

Jahr in der Berufsbildung abgehalten wird. „Wir sind sehr

erfreut, dass bereits 2015 die ersten Absolventen diese Reifeprüfung

ablegen werden können“, stellt Ronnie Mittermair,

Vorsitzender der Junghandwerker, fest.

Damit die heimische Wirtschaft auch in Zukunft erfolgreich

wächst, braucht es Exportoffensiven, um neue Märkte

zu erkunden und um die sich abzeichnenden Chancen

im Ausland zu ergreifen. Aus diesem Grund organisierte

die EOS – Export Organisation Südtirol der Handelskammer

Bozen vom 16. bis zum 19. April 2013 die sogenannte

„Export Week“ mit Experten und Expertinnen aus dem internationalen

EOS-Partnernetzwerk, die exportspezifische

Beratungen boten und Auskunft zu 20 unterschiedlichen

Ländern und Märkten gaben.

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56 04/2013 bunte meldungen

Software aus der

Goethestraße

“Unser Unternehmen entwickelt Freie Software und

bietet Dienstleistungen für den Einsatz von Open-

Source-Technologie in Unternehmen an“, so beschreibt

Präsidentin Elisabeth Trompedeller das Firmenangebot

der endo7 GmbH.

FERCAM: da steckt eine ganze

Welt dahinter

Um unsere internationalen Transporte und Logistikleistungen

zu organisieren und unseren Kunden einen

hochwertigen Service bieten zu können, sind hinter

den Kulissen über 700 Büromitarbeiter aus 25 Ländern

im Einsatz: Speditionskaufl eute, Informatiker,

Controller, Marketingspezialisten, Vertriebsmitarbeiter,

Buchhalter, …

Als konsolidiertes und zudem expandierendes

Unternehmen mit Hauptsitz

in Bozen sind wir auf der Suche

nach motivierten und dynamischen

Mitarbeitern, die wie unsere LKW

etwas bewegen wollen.

Im Sinne einer Full-Service-Agentur kümmert sich

die endo7 GmbH um die Bereitstellung, Betreuung und

Wartung notwendiger IT-Infrastrukturen und führt projektbezogene

Schulungen im Bereich Open-Source durch.

Zum Portfolio gehören vor allem die freie selbstentwickelte

GROUP-E Collaboration Software und das CMS Content

Management System PUBLICIT-E.

Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in ganz Europa

setzen Software von endo7 erfolgreich ein. Die größte

Hochschule DHBW in Baden-Württemberg mit ca 31.000

Studierenden verwendet GROUP-E um den kompletten Vorlesungsplan

landesweit in allen Zweigstellen zu koordinieren.

In Südtirol verwenden bereits über 80 Gemeinden und

Einrichtungen, wie die Verbraucherzentrale Südtirol und

auch große Unternehmen wie Loacker oder Rubner Holzbau

Software von endo7: Sie alle vertrauen endo7 und auf Freie

Software MADE IN SOUTH TYROL. Weitere Informationen

finden Sie unter www.endo7.com

Erfahren Sie mehr über Vorteile und Möglichkeiten unserer Welt auf

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Wir sind eine global tätige Unternehmens

Gruppe mit Sitz in Vahrn. Innovation

ist unsere Stärke und deshalb

arbeiten wir an internationalen Projekten

und Entwicklungen für mobile Endgeräte.

Mit Hilfe unseres einzigartigen

Netzwerkes und dank intensiver Betreuung

von weltweit aufgestellten Divisionen,

decken wir unsere strategischen

Geschäftsfelder ab. Durch dieses globale

Zusammenspiel fördern wir den Technologietransfer

sowie die Distribution der

Innovationen in Wachstumsmärkten.

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bieten Dir alle Möglichkeiten. Du hast

die Freiheit, Dich selbst zu verwirklichen

und mit Deinen Ideen etwas zu

bewegen. Alles ist möglich. Du musst

nur Deine Chancen ergreifen. Das Team,

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Java-Entwickler – Schwerpunkt Spring-MVC (m/w)

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MVC und Hibernate, Begeisterung für innovative Ideen und guten

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und Apps, Dein Gespür für gute User Experience und professionelles

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über Erfahrungen in der Entwicklung von Typo3

Extensions und über Teamfähigkeit, Eigeninitiative und Engagement.


58 04/2013

3X

50.000 Exemplare

Radius-SPORT

Südtirol beim

„Fuorisalone“

Ein schicker Trolley, eine flotte Brille, eine moderne Wiege:

Das sind einige der außergewöhnlichen Südtiroler Designobjekte

aus Holz, die während des Mailänder „Salone del

Mobile“ dem internationalen Publikum in einer Ausstellung

präsentiert wurden. Die Intention der Veranstalter Business

Location Südtirol (BLS), Export Organisation Südtirol

(EOS) und Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG): Südtirols

hohe Kompetenz im Bereich Holz und Holzverarbeitung

zu zeigen und so eine sehr interessante und attraktive

Facette des Landes zu erzählen.

Die Firma Domino Soc.

Coop. aus Bozen, ist

sich bewusst, dass solche

Versprechungen lediglich

im Märchen wahr

werden können. Das

Unternehmen nimmt

sein Kerngeschäft, die

Logistik, ernst und bietet

den Kunden umsetzbare

und konkrete Lösungen.

Domino bietet ein

breites Spektrum an

Hansi und Heidi Röhler

KKR – coole Zukunft

Der Kälte- und Klimatechniker montiert und betreut einfache

bis sehr komplexe technische Anlagen in Betrieben wie

auch in Privathaushalten; in heutiger Zeit mit besonderem

Fokus auf energiesparende, umweltfreundliche und wirtschaftliche

Systeme. Das Tätigkeitsgebiet erstreckt sich über

Branchen wie die Lebensmittel- und die Pharmaindustrie,

Handelsketten, Forschungseinrichtungen, Landwirtschaft

und Gastronomie. Typische handwerkliche Fähigkeiten

wie Löten und Schweißen sowie Kenntnisse im Bereich der

Wärmelehre, der Mess- und Steuerungstechnik und der

Elektrotechnik vereinen sich in diesem Berufsbild. Besuchen

Sie unsere Homepage unter www.kkr.it.

Rückzahlung der IMU!?!

flexiblen und zusammenhängenden Lösungen rund um den

Logistikprozess an. Diese reichen von der Analyse der internen

Logistikprozesse bis zum teilweisen oder kompletten

Outsourcing aller Aktivitäten, die zu einem Speditionsprozess

gehören. Die Ware wird übernommen, wenn notwendig

unter optimalen Temperaturbedingungen gelagert, verpackt

und dem Kunden zugestellt. Diese Aufgaben werden natürlich

mit höchster Sorgfalt und Präzision erledigt.

Das oberste Ziel des Unternehmens ist es, den Logistikprozess

der Kunden zu optimieren und somit zu einer höchstmöglichen

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