Reichhaltiges Frühstück hilft beim Abnehmen • 14 Israelfreundliche ...

mnr.ch

Reichhaltiges Frühstück hilft beim Abnehmen • 14 Israelfreundliche ...

6 TITEL

Nachrichten aus Israel • 10/2013

Ein Mittel in dem andauernden

Schattenkrieg gegen den Iran sind

Computerviren, die Israel gegen die

iranischen Atomanlagen einsetzt. Es

begann mit der Stuxnetwurm-Attacke

im Sommer 2010 gegen die Anlage in

Natanz. Der Stuxnetwurm ist ein Teil

des Schadprogramms, das die zur Urananreicherung

benötigten Zentrifugen

des Iran funktionsunfähig machte. Das

volle Ausmass des Schadens ist zwar

nur schwer festzustellen, aber der Angriff

warf das iranische Atomprogramm

angeblich um Monate zurück. Die Internetsicherheitsfirma

Symantec schätzte,

dass mehr als 30.000 Computersysteme

im Iran betroffen waren.

Die Internetattacken gegen den Iran

richteten sich auch gegen seine Ölindustrie.

Im April 2012 «hat eine Virusattacke

Computer getroffen, die wichtige Teile

der iranischen Ölbranche kontrollieren.

Die Behörden waren gezwungen, den

wichtigsten Ölexport-Terminal vom

Internet zu trennen und ein Internetkrisenteam

einzurichten», so Mohammad

Davari in Google News. Der Angriff traf

Irans bedeutendsten Erdölterminal auf

der Insel Kharg, wo 90 Prozent der iranischen

Ölimporte abgefertigt werden.

Der iranische Handel wurde mitten ins

Herz getroffen. Der Iran ist «der zweitgrösste

Exporteur der OPEC nach Saudi-

Arabien, und vom Rohölverkauf hängen

80 Prozent seiner Devisen und mehr als

die Hälfte seiner Staatsfinanzen ab», wie

Davari erklärt.

Ausser den gefährlichen Computerviren,

die in das Computersystem

des Iran eingedrungen waren, musste

das iranische Nuklearprogramm verschiedene

andere seltsame Pannen und

Katastrophen hinnehmen. Im April 2006

explodierten zwei Transformatoren und

fünfzig Zentrifugen wurden zerstört beim

ersten Versuch, Uran in Natanz anzureichern.

Es wurde berichtet, dass das

Rohmaterial «manipuliert» wurde. Zudem

«stürzten zwischen Januar 2006 und

Juli 2007 drei Flugzeuge der iranischen

Revolutionsgarde unter mysteriösen Umständen

ab. In einigen Berichten hiess es,

dass die Flugzeuge einfach ‹aufhörten zu

arbeiten›». Die New York Times berichtete

am 25. Januar 2012: «Im Januar 2007

stellten sich mehrere Isolierungsteile

in den Verbindungselementen der Zentrifugen,

die bei einem Zwischenhändler

auf dem Schwarzmarkt in Osteuropa

gekauft wurden, als fehlerhaft und unbrauchbar

heraus. Der Iran kam zu dem

Schluss, dass hinter einigen Händlern in

Wirklichkeit Scheinfirmen standen, die

gegründet wurden, um die iranischen

Nuklearanlagen mit fehlerhaften Teilen

auszustatten.»

Der Iran nimmt all das nicht stillschweigend

hin. Als Reaktion auf die

Serie von Internetattacken hat der Iran

intensiv am technischen Know-how

gearbeitet, um eigene Internetattacken

gegen die Vereinigten Staaten und seine

Verbündeten zu unternehmen. Er hat den

Gegenwert von mehr als einer Milliarde

Dollar investiert, um sein Internetpotenzial

auszubauen. Ilan Berman, Vizepräsident

der Denkfabrik des American

Foreign Policy Council (AFP), sagte:

«Das iranische Regime ist zu einer eindeutigen

Schlussfolgerung gekommen.

Der Krieg mit dem Westen, zumindest an

der Internetfront, wurde aufgenommen,

und das iranische Regime hat mobil

gemacht.» Wie effektiv iranische Gegenangriffe

sind, bleibt abzuwarten, aber sie

arbeiten fieberhaft daran, so viel Schaden

anzurichten, wie sie können.

Schattenkrieg und Geheimoperationen

zwischen Israel und dem Iran waren

besonders für iranische Spitzenwissenschaftler

verheerend.

Viele glauben, dass man dem Iran

den Besitz von Atomwaffen gestatten

sollte, und dass das Regime trotzdem

Januar 2007

Januar 2010

November 2010

Juli 2011

November 2011

in Grenzen gehalten werden kann. Jene,

die diesen Standpunkt vertreten, verweisen

auf die Vereinigten Staaten und

die Sowjetunion, die es über mehrere

Jahrzehnte schafften, Zurückhaltung zu

üben. Aber zwischen den beiden Situationen

bestehen grosse Unterschiede.

«Moskau und Washington liegen 8000

Kilometer voneinander entfernt. Lägen

sie nur 1400 Kilometer auseinander (so

wie Teheran und Jerusalem), hätte es in

den letzten 50 Jahren wahrscheinlich

irgendwann einen Atomkrieg gegeben.

Eine ICBM [Interkontinentalrakete]

braucht eine halbe Stunde von Moskau

nach Washington. Diese Zeit reicht für

einen Präsidenten gerade noch zu einer

Entscheidung aus, wenn auf dem Radarschirm

ein Signalton einen feindlichen

Angriff anzeigt. Eine Kurzstreckenrakete

braucht hingegen nur fünf Minuten von

Teheran nach Israel. Das ist wahrscheinlich

nicht genug Zeit», wie Fred Kaplan

auf slate.com meint.

Der Schattenkrieg scheint schnell aus

dem Schatten ins Sonnenlicht hinauszutreten.

Die «Unfälle», Attentate und Internetkriegsführung,

die den Schattenkrieg

kennzeichneten, haben den atomaren

Zug des Iran nicht aufhalten können.

Das iranische Nuklearprogramm wurde

aufgedeckt und nähert sich rasant dem

Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt.

Dr. Ardeshir Husseinpour, ein 44 Jahre alter Atomwissenschaftler,

der am Zentrum für Atomtechnik in Isfahan arbeitete, starb unter

mysteriösen Umständen

Auf Professor Masoud Ali-Mohammadi, Gelehrter an der Universität

von Teheran, wurde in der iranischen Hauptstadt ein Attentat

mit einer Motorradbombe verübt.

Majid Shahriari, ein iranischer Wissenschaftler, wurde getötet,

und Fereydoun Abbasi-Davani, der jetzige Leiter der Atomenergie-

Organisation des Iran, wurde verwundet, als Motorradfahrer, die

anschliessend schnell wegfuhren, magnetische Haftminen an ihren

Autos anbrachten.

Ein Atomphysiker wurde aus dem Hinterhalt überfallen, als er sich

in sein Auto setzte. Ein Motorradfahrer erschoss ihn durch das

Autofenster.

Eine gewaltige Explosion erschütterte einen Stützpunkt der

Revolutions garde, ca. 50 Kilometer westlich von Teheran.

11. Januar 2012 In der morgendlichen Hauptverkehrszeit befestigte ein unbekannter

Motorradfahrer eine Haftmine an dem Auto des iranischen

Atomwissenschaftlers Mostafa Ahmadi Roshan nahe dem Universitätsgebäude

der iranischen Allameh Tabatebaei Universität. Er

war auf der Stelle tot.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine