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1. Rettungsschwimmen - mobilesport.ch

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■ Bros<strong>ch</strong>üre 3 ■ Lehrmittel S<strong>ch</strong>wimmen<br />

3<br />

Weitere<br />

S<strong>ch</strong>wimmsportarten


Information 2. Ums<strong>ch</strong>lagseite Bros<strong>ch</strong>üre 3<br />

Aufbau und Handhabung des Lehrmittels<br />

Das Bu<strong>ch</strong> ist aufgeteilt in 4 Bros<strong>ch</strong>üren. Die ersten drei sind der Praxis,<br />

die vierte ist der Theorie gewidmet. Jede Bros<strong>ch</strong>üre umfasst einen in<br />

si<strong>ch</strong> ges<strong>ch</strong>lossenen Inhalts- resp. Themenberei<strong>ch</strong>. Jede Seite ist aufgeteilt<br />

in eine Hauptspalte und eine Hinweisspalte. In der Hauptspalte der<br />

Bros<strong>ch</strong>üren 1- 3 werden praktis<strong>ch</strong>e Beispiele in lernwirksamer Reihenfolge<br />

angeboten. Über die Hinweisspalte (au<strong>ch</strong> für eigenen Notizen) sind<br />

Zugänge zu anderen Themenberei<strong>ch</strong>en und Bros<strong>ch</strong>üren mögli<strong>ch</strong>. In der<br />

Bros<strong>ch</strong>üre 4 werden theoretis<strong>ch</strong>e Überlegungen dargestellt und mit praktis<strong>ch</strong>en<br />

Beispielen ergänzt.<br />

Hauptspalte<br />

Hinweisspalte<br />

Theorie Praxis Praxis Theorie<br />

Grundlagen<br />

1<br />

Ängste abbauen<br />

Si<strong>ch</strong> wohlfühlen im, am und unter Wasser<br />

Irgendwie s<strong>ch</strong>wimmen können<br />

S<strong>ch</strong>wimmarten<br />

2<br />

Grob- und Feinformen der<br />

wi<strong>ch</strong>tigsten S<strong>ch</strong>wimmarten lernen<br />

Weitere<br />

3<br />

S<strong>ch</strong>wimmsportarten<br />

S<strong>ch</strong>wimmsportarten anwenden<br />

Bros<strong>ch</strong>üre<br />

Bros<strong>ch</strong>üre<br />

Bros<strong>ch</strong>üre<br />

4<br />

Nasse<br />

Bros<strong>ch</strong>üre<br />

Die erarbeiteten Grundlagen und Te<strong>ch</strong>niken<br />

erweitern und in vers<strong>ch</strong>iedenen<br />

Theorie<br />

Übersi<strong>ch</strong>t über die wi<strong>ch</strong>tigsten<br />

Theorie-Praxis-Bezüge und<br />

deren didaktis<strong>ch</strong>e Konsequenzen<br />

z.B. Methodik<br />

z.B. Didaktik<br />

z.B. Bewegungslehre<br />

z.B. Organisation<br />

z.B. Trainingslehre<br />

z.B. Biome<strong>ch</strong>anik<br />

z.B. Regelkunde<br />

z.B. Lernhilfen<br />

z.B. Tau<strong>ch</strong>en<br />

z.B. Kraul<br />

z.B. Wassergymnastik


Inhalt 3 / 1<br />

Inhaltsverzei<strong>ch</strong>nis Weitere S<strong>ch</strong>wimmsportarten<br />

Vom S<strong>ch</strong>wimmen zum Wassersport<br />

■ Wie geht es weiter? 2<br />

<strong>1.</strong> <strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong><br />

■ Das ist <strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong>! 3<br />

■ Das wollen wir lernen 4<br />

■ Wir lernen, uns beim Helfen und Retten ri<strong>ch</strong>tig zu verhalten 5<br />

■ Wir lernen Transport- und Rettungsgriffe 6<br />

■ Wir lernen retten, su<strong>ch</strong>en und bergen 7<br />

■ Die 6 Baderegeln 8<br />

2. S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>eln<br />

■ Das ist S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>eln! 9<br />

■ Wie rüstet man si<strong>ch</strong> gut aus? 10<br />

■ Wir lernen Flossens<strong>ch</strong>wimmen in Rücken- und Bau<strong>ch</strong>lage 11<br />

■ Wir lernen Flossens<strong>ch</strong>wimmen mit der Delphinte<strong>ch</strong>nik 12<br />

■ Wir lernen abtau<strong>ch</strong>en, den Druckausglei<strong>ch</strong>, die Maske entleeren 13<br />

■ Wir lernen und üben das Helfen und Retten mit der ABC-Ausrüstung 14<br />

3. Wasserspringen<br />

■ Das ist Wasserspringen! 15<br />

■ Wissenswertes für den Unterri<strong>ch</strong>t 16<br />

■ Wir lernen vorwärts abspringen 17<br />

■ Wir üben vorwärts abspringen 18<br />

■ Wir lernen und üben rückwärts abspringen 19<br />

■ Wir lernen den Anlauf 20<br />

■ Wir üben den Anlauf und den Absprung 21<br />

■ Wir lernen das Eintau<strong>ch</strong>en kopfwärts vorwärts 22<br />

■ Wir üben das Eintau<strong>ch</strong>en kopfwärts vorwärts 23<br />

■ Wir lernen das Eintau<strong>ch</strong>en kopfwärts rückwärts 24<br />

■ Wir lernen den Kopfsprung vorwärts gehockt 25<br />

■ Wir lernen den Delphinkopfsprung gehockt 27<br />

■ Wir lernen den Salto vorwärts 29<br />

■ Wir lernen den Salto rückwärts 30<br />

4. Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen<br />

■ Das ist Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen! 31<br />

■ Wissenswertes für den Unterri<strong>ch</strong>t 32<br />

■ Wir lernen das Paddeln und Wasserstampfen 33<br />

■ Wir lernen einige Körperhaltungen und Lagepositionen 34<br />

■ Wir lernen einige Figuren und Fla<strong>ch</strong>figuren 35<br />

■ Wir lernen und üben eine Gruppenkür 37<br />

■ Weitere Spiel- und Übungsformen 38<br />

5. Wasserball<br />

■ Das ist Wasserball! 39<br />

■ Wir lernen und üben Wasserball-S<strong>ch</strong>wimmarten 40<br />

■ Wir lernen Wasserball- Wurfarten und Wasserball-Fangarten 41<br />

■ Wir üben und spielen "Wasserball" 42<br />

■ Wir spielen aufs Wasserballtor 43<br />

■ Wir üben wasserballspezifis<strong>ch</strong>e Fertigkeiten 44<br />

6. Wassergymnastik / Aqua-Training<br />

■ Das ist Wassergymnastik! 45<br />

■ Ohne Gerät: Allein, zu zweit, in der Gruppe 46<br />

■ An der Bassinwand 47<br />

■ Mit dem S<strong>ch</strong>wimmbrett oder mit Bällen 48<br />

Hinweis- und Notizenspalte<br />

Bedeutung und Erklärung der<br />

verwendeten Symbole:<br />

Hinweis, Vernetzung<br />

Verbindung zu weiterführenden<br />

Informationen innerhalb<br />

der jeweiligen<br />

oder zu einer anderen<br />

Bros<strong>ch</strong>üre.<br />

Test-Übung<br />

Mögli<strong>ch</strong>e Testübung als<br />

Lernziel, in Anlehnung an<br />

die Testreihe von<br />

swimsports.<strong>ch</strong><br />

Häufiger Fehler<br />

Typis<strong>ch</strong>er, häufiger Fehler.<br />

Entspre<strong>ch</strong>ende<br />

Korrekturübungen werden<br />

zum jeweiligen Fehlerbild<br />

vorges<strong>ch</strong>lagen.<br />

Als Poster erhältli<strong>ch</strong><br />

Abbildungen mit dem<br />

Lupen-Symbol sind au<strong>ch</strong><br />

als Poster verfügbar.<br />

Bezugsquellen siehe<br />

Bros<strong>ch</strong>üre 4, S. 40.


Weitere S<strong>ch</strong>wimmsportarten 3 / 2<br />

Vom S<strong>ch</strong>wimmen zum Wassersport!<br />

Wie geht es weiter?<br />

Wenn die Grundlagen zur Wasservertrautheit (Bros<strong>ch</strong>üre 1) gelegt und<br />

einige S<strong>ch</strong>wimmarten (Bros<strong>ch</strong>üre 2) mindestens in der Rohform bekannt<br />

sind, bietet si<strong>ch</strong> ein weites Feld von sportli<strong>ch</strong>en Betätigungen im Wasser<br />

an. Für viele beginnt mit diesen Lerninhalten die Faszination am, im und<br />

unter Wasser erst re<strong>ch</strong>t!<br />

In der Randspalte sind, wie in den anderen beiden Bros<strong>ch</strong>üren, u.a. Querverweise<br />

zu weiterführenden theoretis<strong>ch</strong>en Begründungen und Erklärungen<br />

aufgeführt. Ferner wird immer wieder auf Vernetzungs- und<br />

Verbindungsstellen mit anderen Wassersportarten wie au<strong>ch</strong> zu bewegungsverwandten<br />

Übungsfeldern hingewiesen. Sol<strong>ch</strong>e Tips sollen die<br />

Lehrenden anregen, hin und wieder ihre methodis<strong>ch</strong>en Massnahmen kritis<strong>ch</strong><br />

zu überdenken. Wer seine Massnahmen bzw. einzelne Unterri<strong>ch</strong>tssequenzen<br />

ni<strong>ch</strong>t nur arrangieren, sondern au<strong>ch</strong> begründen kann, wird<br />

no<strong>ch</strong> überzeugender unterri<strong>ch</strong>ten!<br />

S<strong>ch</strong>wimmen umfasst viel mehr<br />

als nur die S<strong>ch</strong>wimmarten!<br />

Vers<strong>ch</strong>iedene Berei<strong>ch</strong>e miteinander<br />

verbinden!


<strong>1.</strong> <strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong> 3 / 3<br />

<strong>1.</strong> <strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong><br />

Baden! Im Wasser s<strong>ch</strong>wimmen, tummeln und spielen...<br />

Diese Worte erinnern uns an s<strong>ch</strong>öne Stunden, an Ferienerlebnisse am<br />

Strand, an Spass und Freude. Gefahren?<br />

Der Aufenthalt im, am und auf dem Wasser ist immer mit einem gewissen<br />

Risiko verbunden. Über 80 Badetote pro Jahr, allein in der kleinen<br />

S<strong>ch</strong>weiz, spre<strong>ch</strong>en eine deutli<strong>ch</strong>e Spra<strong>ch</strong>e. Muss das sein? Erkennen der<br />

Gefahren und eigenes ri<strong>ch</strong>tiges Verhalten sind si<strong>ch</strong>er die besten Vorbeugungsmassnahmen.<br />

Oft kann aber S<strong>ch</strong>limmes nur du<strong>ch</strong> den persönli<strong>ch</strong>en<br />

Rettungseinsatz eines Helfers vermieden werden.<br />

Helfen und Retten sind<br />

integrierte Berei<strong>ch</strong>e des<br />

S<strong>ch</strong>wimmunterri<strong>ch</strong>ts.<br />

Das ist <strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong>: ■ athletis<strong>ch</strong> ■ einfa<strong>ch</strong> ■ hilfrei<strong>ch</strong><br />

Retter fallen ni<strong>ch</strong>t vom Himmel; ri<strong>ch</strong>tig Retten will gelernt sein. Retten ist<br />

Bestandteil des S<strong>ch</strong>wimmunterri<strong>ch</strong>tes! Gute S<strong>ch</strong>wimm-, Spring- und<br />

Tau<strong>ch</strong>kenntnisse sind Grundvoraussetzungen für jeden Retter. Dazu<br />

gehört au<strong>ch</strong> das S<strong>ch</strong>wimmen in Kleidern, der Rettungssprung aus grösserer<br />

Höhe und das Finden von Gegenständen auf dem Grund.<br />

Mit dem Transport- und <strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong> können wir einen Verunfallten<br />

oder Ers<strong>ch</strong>öpften zum rettenden Ufer zurückbringen. Und wenn's mal<br />

passiert: Lasse di<strong>ch</strong> ni<strong>ch</strong>t umklammern, denn ein Ertrinkender entwickelt<br />

in seiner Todesangst "Bärenkräfte"!<br />

Auf einen Blick<br />

■ Vorbeugen ist besser als Retten.<br />

■ Gute S<strong>ch</strong>wimm-, Spring- und Tau<strong>ch</strong>kenntnisse<br />

sind Voraussetzungen zum<br />

Retten.<br />

■ Helfen und Retten sind Bestandteile<br />

des S<strong>ch</strong>wimmunterri<strong>ch</strong>ts.<br />

■ Lerne <strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong>!


<strong>1.</strong> <strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong> 3 / 4<br />

Das wollen wir lernen<br />

Ins Wasser springen<br />

Trübes Wasser/Untiefe:<br />

Lei<strong>ch</strong>te Rücklage, Beine angezogen<br />

Jemanden stossen<br />

Transport eines übermüdeten<br />

S<strong>ch</strong>wimmers: beoba<strong>ch</strong>ten, beruhigen!<br />

Jemanden am Kopf ziehen<br />

Nacken-Stirn-Griff: Beide Arme strecken, Gesi<strong>ch</strong>t<br />

des Rettlings beoba<strong>ch</strong>ten.<br />

Jemanden am Nacken ziehen<br />

Nacken-Kleidergriff: Eine Hand hält am Nacken oder<br />

an den Kleidern, die andere Hand ist zum S<strong>ch</strong>wimmen<br />

oder zum Halten frei.<br />

1 m 1 m<br />

3 Züge 3 Züge<br />

An den A<strong>ch</strong>seln ziehen<br />

A<strong>ch</strong>selgriff: So wird ein Ertrinkender an die Wasseroberflä<strong>ch</strong>e<br />

geholt und ans<strong>ch</strong>liessend abges<strong>ch</strong>leppt.<br />

In einer "Kette" tau<strong>ch</strong>en<br />

■ gut organisieren (Kommando)<br />

■ nur drei Züge vorwärts<br />

■ auftau<strong>ch</strong>en und wieder 1m zurück<br />

■ erneut gemeinsam abtau<strong>ch</strong>en


<strong>1.</strong> <strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong> 3 / 5<br />

Wir lernen, uns beim Helfen und Retten ri<strong>ch</strong>tig zu verhalten<br />

Vielseitiger S<strong>ch</strong>wimmunterri<strong>ch</strong>t beinhaltet au<strong>ch</strong> Spiel- und Übungsformen<br />

für das <strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong>. So sind beispielsweise der Beins<strong>ch</strong>lag<br />

beim Brust- und Rückenglei<strong>ch</strong>s<strong>ch</strong>lag oder das Tau<strong>ch</strong>en au<strong>ch</strong> unter<br />

diesem Aspekt besonders zu üben.<br />

Die folgenden Regeln, Rettungss<strong>ch</strong>wimmte<strong>ch</strong>niken, Sprung- und Tau<strong>ch</strong>te<strong>ch</strong>niken<br />

sollen ni<strong>ch</strong>t nur in speziellen Rettungss<strong>ch</strong>wimmkursen gelernt<br />

und geübt, sondern sinngemäss bereits im übli<strong>ch</strong>en S<strong>ch</strong>wimmunterri<strong>ch</strong>t<br />

vorbereitet und integriert werden!<br />

Rettungshilfsmittel ri<strong>ch</strong>tig einsetzen:<br />

Sind Rettungshilfsmittel in unmittelbarer Nähe vorhanden (Rettungsstange, -bälle,<br />

-ringe, usw.), sollen diese eingesetzt werden; do<strong>ch</strong> au<strong>ch</strong> das will gelernt sein!<br />

Übungen:<br />

Rettungsball-Werfen: A ist im Wasser in einer angemessenen<br />

Distanz zu B. B versu<strong>ch</strong>t, A einen Rettungsball<br />

zu werfen.<br />

■ Au<strong>ch</strong> als Zielwettbewerb in einen s<strong>ch</strong>wimmenden<br />

Reifen, auf einen Ball usw.<br />

Gut geworfen ist halb gerettet!<br />

Der Rettungssprung:<br />

Bei trübem oder wenig tiefem Wasser sowie aus grosser Höhe ist ein Fusssprung<br />

auszuführen. Die lei<strong>ch</strong>t angezogenen Beine, die lei<strong>ch</strong>te Rücklage und die<br />

abstützbereiten Arme ergeben ein mögli<strong>ch</strong>st gefahrloses und wenig tiefes Eintau<strong>ch</strong>en.<br />

Übungen:<br />

Trocken-Springen: Springe fusswärts ins Wasser<br />

und versu<strong>ch</strong>e, mit dem Kopf mögli<strong>ch</strong>st ni<strong>ch</strong>t unterzutau<strong>ch</strong>en.<br />

Gelingt dies<br />

■ vom Rand?<br />

■ vom 1 m-Brett?<br />

■ vom 3 m-Brett?<br />

Verglei<strong>ch</strong>e die Tau<strong>ch</strong>tiefe mit derjenigen bei einem<br />

gestreckten Fusssprung! Beoba<strong>ch</strong>tet eu<strong>ch</strong> mit Tau<strong>ch</strong>erbrillen!<br />

Im Zweifelsfalle immer auf die<br />

Füsse springen!<br />

Zum Ertrinkenden hin s<strong>ch</strong>wimmen:<br />

S<strong>ch</strong>wimme zwar kräftig, aber ruhig zum Rettling hin und beoba<strong>ch</strong>te ihn dauernd.<br />

Dazu eignet si<strong>ch</strong> Brustglei<strong>ch</strong>s<strong>ch</strong>lag am besten.<br />

Ist der Ertrinkende no<strong>ch</strong> bei klarem Bewusstsein, beruhige ihn. Bei einem bereits<br />

verwirrten, um si<strong>ch</strong> s<strong>ch</strong>lagenden Hilfsbedürftigen warte in einigen Metern<br />

Abstand, bis er ermattet. S<strong>ch</strong>wimme den Ertrinkenden von hinten an! Übungen:<br />

Ans<strong>ch</strong>lei<strong>ch</strong>en: A ist im Wasser mit ges<strong>ch</strong>lossenen<br />

oder mit einer Badekappe verdeckten Augen. Er darf<br />

seine Position ni<strong>ch</strong>t ändern. B beoba<strong>ch</strong>tet A und versu<strong>ch</strong>t,<br />

ihn von hinten anzus<strong>ch</strong>wimmen und die Hand<br />

auf die S<strong>ch</strong>ultern von A zu legen. Gelingt dies, bevor<br />

A etwas bemerkt?<br />

Foppen und Fangen: A ist, mit dem Rücken zum Bassinrand,<br />

einige Meter entfernt im Wasser. B<br />

s<strong>ch</strong>wimmt langsam zu A hin. Sobald B mit der Hand<br />

A berührt hat, flü<strong>ch</strong>tet er gegen das rettende Ufer,<br />

und A versu<strong>ch</strong>t, B einzuholen und vor der Wand<br />

no<strong>ch</strong> zu berühren.<br />

Helfen und Retten ohne Hast!


<strong>1.</strong> <strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong> 3 / 6<br />

Wir lernen Transport- und Rettungsgriffe<br />

S<strong>ch</strong>wimmen mit Kleidern:<br />

Oftmals hat der Retter keine Zeit mehr, seine Kleider – ausser S<strong>ch</strong>uhe und Jacke<br />

– auszuziehen. Zudem kann man in Hose/ Jupe und Hemd re<strong>ch</strong>t gut s<strong>ch</strong>wimmen.<br />

Übungen:<br />

Kleider-Wetts<strong>ch</strong>wimmen: Alle nehmen an einem vereinbarten Termin saubere<br />

Kleider mit (Bluse/ Hemd, Hosen/Jupe). Zuerst s<strong>ch</strong>wimmen alle 25 m (oder mehr)<br />

in den Badehosen so s<strong>ch</strong>nell wie mögli<strong>ch</strong>; das ist die individuelle Ri<strong>ch</strong>tzeit. Nun<br />

wird dieselbe Strecke mit Kleidern ges<strong>ch</strong>wommen. Zeitmessung. Wer hat die<br />

kleinste Differenz? Weitere Ideen:<br />

■ gewohnte Trainingsformen mit Kleidern<br />

■ Tau<strong>ch</strong>spiele mit angezogenen Kleidern<br />

■ Sprungübungen (Tummelsprünge)<br />

■ vers<strong>ch</strong>iedenste Stafettenformen, bei denen die Kleidungsstücke an- und ausgezogen<br />

werden müssen!<br />

Kleider bremsen!<br />

Jemanden im Wasser transportieren... im S<strong>ch</strong>ulter-Stütz-Griff:<br />

Einem S<strong>ch</strong>wimmer, der übermüdet, von Übelkeitt oder Muskelkrämpfen befallen<br />

ist, kann mit dem S<strong>ch</strong>ulter-Stützgriff geholfen werden. Der Hilfsbedürftige ist wie<br />

folgt anzuleiten: "Lege di<strong>ch</strong> in die Rückenlage, halte die Hände na<strong>ch</strong> vorne gegen<br />

mi<strong>ch</strong>, die Daumen na<strong>ch</strong> unten. Spreize deine Beine und strecke die Arme. Entspanne<br />

di<strong>ch</strong>!" Als Retter s<strong>ch</strong>wimmst du in Brustlage und beoba<strong>ch</strong>test den Rettling!<br />

Übungen:<br />

Hin und her: A und B stossen si<strong>ch</strong> in der oben bes<strong>ch</strong>riebenen Form über eine bestimmte<br />

Strecke hin und her.<br />

Wasser-Stein-Stossen: Wie weit kann A den Partner B wegstossen? B darf na<strong>ch</strong><br />

dem Abstoss von A bei der Abstossmarke keine aktive Gleithilfe leisten. Wer<br />

stösst weiter, A oder B?<br />

Beoba<strong>ch</strong>te den Rettling; spri<strong>ch</strong> mit<br />

ihm.<br />

Jemanden retten... im Nacken-Stirn-Griff:<br />

Wenn ein Anspre<strong>ch</strong>en des Rettlings ni<strong>ch</strong>t mehr mögli<strong>ch</strong> ist, muss er ohne seine<br />

Mithilfe abges<strong>ch</strong>leppt werden: Der Hinterkopf des Rettlings ist so in die na<strong>ch</strong><br />

oben geri<strong>ch</strong>tete Handflä<strong>ch</strong>e zu legen, dass sein Nacken zwis<strong>ch</strong>en Daumen und<br />

Zeigefinger liegt. Die andere Hand liegt in ungezwungener Haltung auf der Stirne<br />

und drückt den Kopf lei<strong>ch</strong>t na<strong>ch</strong> hinten. Die Arme bleiben gestreckt.<br />

Übungen:<br />

Ball-Rettung: Fasse den Ball mit der einen Hand von unten (= "Nacken") und mit<br />

der anderen Hand von oben (= "Stirn") und s<strong>ch</strong>wimme mit gestreckten Armen<br />

Rückenglei<strong>ch</strong>s<strong>ch</strong>lag.<br />

■ Au<strong>ch</strong> in Wettbewerbsformen.<br />

Massen-Rettung: Gruppe A wirft alle Bälle in einen begrenzten Raum ins Wasser.<br />

Gruppe B "rettet" alle Bälle einzeln im "Nacken-Stirn-Griff". Wel<strong>ch</strong>e Gruppe<br />

brau<strong>ch</strong>t weniger Zeit für alle Bälle?<br />

■ Weitere Formen erfinden!


<strong>1.</strong><strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong> 3 / 7<br />

Wir lernen retten, su<strong>ch</strong>en und bergen<br />

Jemanden retten... im Nacken-Kleidergriff:<br />

Eine Hand hält den Hinterkopf, fasst die Haare oder Kleider des Rettlings. Der<br />

"Zug-Arm" bleibt gestreckt, mit dem andern werden kräftige Armzüge ausgeführt.<br />

Wähle deinen Rettungsgriff je<br />

na<strong>ch</strong> Situation.<br />

Übungen:<br />

Baumstamm-S<strong>ch</strong>leppen: A paddelt in gestreckter<br />

Rückenlage (siehe Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen 3 / 33). B<br />

fasst A mit einer Hand am Nacken und zieht – in Seitenlage<br />

s<strong>ch</strong>wimmend – A mögli<strong>ch</strong>st s<strong>ch</strong>nell über eine<br />

bestimmte Strecke. Rollenwe<strong>ch</strong>sel.<br />

Plumpsack-S<strong>ch</strong>leppen: Wie oben, do<strong>ch</strong> jetzt lässt<br />

si<strong>ch</strong> der "zu Rettende" mögli<strong>ch</strong>st locker und entspannt<br />

ziehen.<br />

Wasserball-Rettung: S<strong>ch</strong>wimme 1 Breite Wasserball-Kraul<br />

(siehe 3 / S. 40). Fasse dort einen Ball im<br />

"Nacken-Griff" und s<strong>ch</strong>wimme zurück. Au<strong>ch</strong> als<br />

Wettbewerbsform!<br />

Jemanden heraufholen und bergen... im A<strong>ch</strong>selgriff:<br />

Der Rettling wird von hinten unter den A<strong>ch</strong>selhöhlen gefasst. Mit diesem Griff<br />

bringt man den Ertrinkenden an die Wasseroberflä<strong>ch</strong>e. Für kurze Strecken kann<br />

dieser Griff beibehalten werden. Für längere Strecken wählt man einen anderen<br />

Rettungsgriff!<br />

Übungen:<br />

Bergen und retten: A bläst alle Luft aus und liegt auf<br />

den Beckenboden. B s<strong>ch</strong>wimmt sofort an, tau<strong>ch</strong>t ab,<br />

fasst A von hinten im A<strong>ch</strong>selgriff, stösst kräftig vom<br />

Boden ab und zieht ihn über eine bestimmte Strecke.<br />

Bergung gegen Widerstand: Wie oben, do<strong>ch</strong> jetzt<br />

leistet der zu rettende B zusätzli<strong>ch</strong> Widerstand, z.B.<br />

dur<strong>ch</strong> irgendeine Körperstellung, dur<strong>ch</strong> Gegenbewegungen<br />

mit den Beinen usw.<br />

Persönli<strong>ch</strong>er Rettungsgriff: Wer findet einen persönli<strong>ch</strong>en<br />

Rettungsgriff?<br />

Den Grund absu<strong>ch</strong>en... mit Kettentau<strong>ch</strong>en:<br />

Das Kettentau<strong>ch</strong>en wird angewendet, wenn der Grund na<strong>ch</strong> etwas abgesu<strong>ch</strong>t<br />

werden muss. Hierzu ri<strong>ch</strong>ten si<strong>ch</strong> mehrere S<strong>ch</strong>wimmer im Abstand von hö<strong>ch</strong>stens<br />

einer Armlänge im Wasser auf einem Glied aus. Auf das Kommando eines<br />

Verantwortli<strong>ch</strong>en (in der Mitte der Gruppe oder ausserhalb des Wassers) tau<strong>ch</strong>en<br />

alle gemeinsam senkre<strong>ch</strong>t ab bis zum Grund und s<strong>ch</strong>wimmen dort drei Züge<br />

in der vorgegebenen Ri<strong>ch</strong>tung. Der Grund wird mit Augen und Händen abgesu<strong>ch</strong>t!<br />

Beim senkre<strong>ch</strong>ten Auftau<strong>ch</strong>en wird ein Arm zur eigenen Si<strong>ch</strong>erung na<strong>ch</strong><br />

oben gestreckt. Jetzt s<strong>ch</strong>wimmt die Gruppe etwa einen Meter rückwärts und<br />

ri<strong>ch</strong>tet si<strong>ch</strong> na<strong>ch</strong> dem hintersten S<strong>ch</strong>wimmer erneut auf ein Glied aus. Auf Kommando<br />

wird erneut wieder abgetau<strong>ch</strong>t.<br />

Übungen:<br />

Einzel-Ketten-Tau<strong>ch</strong>en: Versu<strong>ch</strong>e, alleine eine vorgegebene<br />

Strecke gemäss der oben bes<strong>ch</strong>riebenen<br />

Kettentau<strong>ch</strong>-Form abzusu<strong>ch</strong>en.<br />

Su<strong>ch</strong>en und Finden: Wie oben, aber jetzt wirfst du<br />

den gefundenen Tau<strong>ch</strong>ring/-teller immer wieder vor<br />

dir ins Wasser, tau<strong>ch</strong>st erneut ab usw.<br />

S<strong>ch</strong>atztau<strong>ch</strong>er: Eine Münze wird ins Wasser geworfen.<br />

Wer sie findet, darf sie behalten.<br />

Immer von hinten ans<strong>ch</strong>wimmen,<br />

au<strong>ch</strong> unter Wasser<br />

So tau<strong>ch</strong>st du ri<strong>ch</strong>tig ab:


<strong>1.</strong><strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong> 3 / 8<br />

Die 6 Baderegeln<br />

Springe nie erhitzt ins Wasser!<br />

Dein Körper brau<strong>ch</strong>t Anpasszeit.<br />

Lass kleine Kinder nie unbeaufsi<strong>ch</strong>tigt<br />

ins tiefe Wasser!<br />

Sie kennen keine Gefahren.<br />

Luftmatratzen und S<strong>ch</strong>wimmhilfen<br />

gehören ni<strong>ch</strong>t ins tiefe Wasser!<br />

Sie bieten keine Si<strong>ch</strong>erheit.<br />

S<strong>ch</strong>wimme nie mit vollem oder<br />

ganz leerem Magen!<br />

Warte na<strong>ch</strong> üppigem Essen<br />

2 Stunden. Meide Alkohol!<br />

Springe nie in trübe oder unbekannte<br />

Gewässer!<br />

Unbekanntes kann Gefahr bergen.<br />

S<strong>ch</strong>wimme lange Strecken nie<br />

allein!<br />

Au<strong>ch</strong> der besttrainierte Körper<br />

hat einmal eine S<strong>ch</strong>wä<strong>ch</strong>e.<br />

Bezugsquelle dieses Merkblattes: bfu, Postfa<strong>ch</strong> 2273, 3001 Bern


2. S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>eln 3 / 9<br />

2. S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>eln<br />

Das "S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>eln" (ABC-Tau<strong>ch</strong>en) ist einerseits eine gute Vorbereitung<br />

für das Gerätetau<strong>ch</strong>en, andererseits aber au<strong>ch</strong> eine eigenständige Sportart,<br />

die sogar wettkampfmässig unter dem Begriff "Flossens<strong>ch</strong>wimmen"<br />

betrieben wird.<br />

S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>eln ist ni<strong>ch</strong>t ungefährli<strong>ch</strong>! Das genaue Einhalten der Si<strong>ch</strong>erheitsregeln<br />

ist Grundvoraussetzung für unfallfreie und s<strong>ch</strong>öne Erlebnisse<br />

unter Wasser. Will man die Unterwasserwelt kennenlernen, müssen<br />

■ die Grundlagen der Tau<strong>ch</strong>theorie bekannt sein,<br />

■ das Material zweckmässig sein,<br />

■ die Si<strong>ch</strong>erheitsregeln strikte eingehalten werden.<br />

Gute S<strong>ch</strong>wimmkenntnisse und angstfreies Tau<strong>ch</strong>en sind zwingende Voraussetzungen.<br />

Flossen, Masken und S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el<br />

sind au<strong>ch</strong> gute Lernhilfen<br />

und gehören in einen zeitgemässen<br />

S<strong>ch</strong>wimmunterri<strong>ch</strong>t!<br />

Das ist S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>eln: ■ spannend ■ verantwortungsvoll ■ vielseitig<br />

Beim S<strong>ch</strong>wimmen und Tau<strong>ch</strong>en mit Flossen, Maske und S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el<br />

kannst du die Faszination der Unterwasserwelt erleben. Glei<strong>ch</strong>zeitig<br />

eignet si<strong>ch</strong> diese Ausrüstung au<strong>ch</strong> für das <strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong>:<br />

■ Die Flossen bringen di<strong>ch</strong> s<strong>ch</strong>neller vorwärts.<br />

■ Mit der Brille kannst du unter Wasser deutli<strong>ch</strong>er sehen.<br />

■ Der S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el erlaubt dir zu atmen, obwohl Mund und Nase unter der<br />

Wasseroberflä<strong>ch</strong>e sind!<br />

Auf einen Blick<br />

■ Tau<strong>ch</strong>e nie allein und überwa<strong>ch</strong>e deinen<br />

Tau<strong>ch</strong>kameraden!<br />

■ Tau<strong>ch</strong>e nie, wenn du di<strong>ch</strong> ni<strong>ch</strong>t wohl fühlst!<br />

■ Benütze zweckmässiges, si<strong>ch</strong>eres Material!<br />

■ Trage Sorge zur Unterwasserwelt!


2. S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>eln 3 / 10<br />

Wie rüstet man si<strong>ch</strong> gut aus?<br />

Die ABC-Ausrüstung besteht aus Flossen, Maske und S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el:<br />

Flossen (A)<br />

Die ideale Länge der Flossen hängt<br />

von der körperli<strong>ch</strong>en Leistungsfähigkeit<br />

ab. Sie liegt beim Freitau<strong>ch</strong>er im<br />

Berei<strong>ch</strong> von 35-50 cm. Die Flossenlänge<br />

wird von den Herstellern der<br />

S<strong>ch</strong>uhgrösse angepasst. Beim Anpassen<br />

ist darauf zu a<strong>ch</strong>ten, dass die<br />

Flossen zwar gut passen, aber eher zu<br />

gross als zu klein sind.<br />

Flossen sind au<strong>ch</strong> gute Lernhilfen<br />

(z.B. beim Kraul- und Delphins<strong>ch</strong>wimmen)!<br />

Die Flossen sollen nirgends<br />

drücken!<br />

Maske (B)<br />

Die Fronts<strong>ch</strong>eibe der Maske muss aus<br />

Si<strong>ch</strong>erheitsglas hergestellt sein. Sie<br />

soll nahe bei den Augen liegen, damit<br />

das Blickfeld mögli<strong>ch</strong>st wenig eingeengt<br />

wird.<br />

Die Maske muss au<strong>ch</strong> die Nase ums<strong>ch</strong>liessen,<br />

damit dur<strong>ch</strong> seitli<strong>ch</strong>es<br />

Zusammendrücken der Nasenflügelmit<br />

Daumen und Zeigefinger der<br />

Druckausglei<strong>ch</strong> hergestellt werden<br />

kann. (Deshalb verwenden wir den<br />

Begriff "Maske" statt "Brille"!) Die Maske<br />

muss einwandfrei "sitzen". Zur Anprobe<br />

sollst du sie ohne Benutzung<br />

des Halteriemens ansaugen können<br />

(dur<strong>ch</strong> die Nase Luft "ansaugen").<br />

S<strong>ch</strong>üttle den Kopf! Wenn die Brille<br />

hält, dann ist die Grösse ri<strong>ch</strong>tig.<br />

Nur Masken wählen, wel<strong>ch</strong>e<br />

au<strong>ch</strong> die Nase ums<strong>ch</strong>liessen!<br />

Druckausglei<strong>ch</strong>-Experi -<br />

ment 3 / S.13 und<br />

4 / S. 24<br />

S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el (C)<br />

Der S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el darf hö<strong>ch</strong>stens eine<br />

Länge von 30 - 35 cm aufweisen. Einfa<strong>ch</strong>e<br />

S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el – ohne Ventil,<br />

s<strong>ch</strong>arfe Knickung oder Faltens<strong>ch</strong>lau<strong>ch</strong>-Einsätze<br />

– haben si<strong>ch</strong> am<br />

besten bewährt.<br />

Das Mundstück muss gut passen, und<br />

die "Beisswarzen" sollen kräftig sein.<br />

Das obere Rohrende ist aus Si<strong>ch</strong>erheitsgründen<br />

mit einer grellen Farbe<br />

zu kennzei<strong>ch</strong>nen.<br />

Ohne Ventil!


2. S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>eln 3 / 11<br />

Wir lernen Flossens<strong>ch</strong>wimmen in Rücken-und Bau<strong>ch</strong>lage<br />

Flossens<strong>ch</strong>wimmen in Rückenlage eignet si<strong>ch</strong> für den Anfang sehr gut,<br />

um die Te<strong>ch</strong>nik des ri<strong>ch</strong>tigen, effizienten Flossens<strong>ch</strong>lages zu lernen. Zudem<br />

kann man dabei die ri<strong>ch</strong>tige, glei<strong>ch</strong>mässige Beinarbeit selber beoba<strong>ch</strong>ten<br />

und kontrollieren.<br />

Lageübung: S<strong>ch</strong>wimme in Rückenlage und a<strong>ch</strong>te dabei<br />

auf folgende Punkte:<br />

■ der Körper liegt gestreckt im Wasser<br />

■ der Kopf wird lei<strong>ch</strong>t gegen die Brust angezogen<br />

■ die Arme sind locker an der Körperseite angelegt<br />

■ oder werden in der Verlängerung des Körpers<br />

na<strong>ch</strong> oben gestreckt.<br />

Der Beins<strong>ch</strong>lag: Wie beim Krauls<strong>ch</strong>wimmen erfolgt<br />

der Impuls aus den Hüften über das Knie zum Fussgelenk.<br />

Die Knie wie au<strong>ch</strong> die Flossen bleiben unter<br />

der Wasseroberflä<strong>ch</strong>e. Der Rhythmus ist jedo<strong>ch</strong><br />

langsamer als beim Krauls<strong>ch</strong>wimmen.<br />

Beoba<strong>ch</strong>te di<strong>ch</strong> selbst!<br />

Lernen dur<strong>ch</strong> Gegensätze:<br />

■ einmal die Knie anziehen<br />

■ einmal ganz gestreckte Knie<br />

■ dazwis<strong>ch</strong>en = ri<strong>ch</strong>tig!<br />

Die Atmung: Atme langsam und regelmässig. Übli<strong>ch</strong>erweise<br />

atmet man in Rückenlage ohne S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el.<br />

Dieser ist eingeklemmt zwis<strong>ch</strong>en Maskenband<br />

und S<strong>ch</strong>läfe.<br />

Flossens<strong>ch</strong>wimmen in Bau<strong>ch</strong>lage mit we<strong>ch</strong>selseitigem Beins<strong>ch</strong>lag ist<br />

die am meisten verwendete Fortbewegungsart des Freitau<strong>ch</strong>ers an der<br />

Wasseroberflä<strong>ch</strong>e wie au<strong>ch</strong> unter Wasser. Der vom Flosseneinsatz erzeugte<br />

starke Vortrieb erübrigt den Gebrau<strong>ch</strong> der Arme.<br />

Unter Wasser atmen: Ziehe die Maske korrekt an<br />

und klemme den S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el zwis<strong>ch</strong>en Maskenband<br />

und S<strong>ch</strong>läfe. Halte di<strong>ch</strong> am Bassinrand und atme ruhig<br />

und regelmässig über Wasser. Tau<strong>ch</strong>e mit dem<br />

Gesi<strong>ch</strong>t langsam ins Wasser und versu<strong>ch</strong>e, im glei<strong>ch</strong>en<br />

Rhythmus weiter zu atmen.<br />

Erster Tau<strong>ch</strong>gang: S<strong>ch</strong>wimme in Bau<strong>ch</strong>lage langsam<br />

der Bassinwand entlang. Die Arme sind locker an<br />

der Körperseite angelegt, der Blick ist na<strong>ch</strong> vorne<br />

s<strong>ch</strong>räg abwärts geri<strong>ch</strong>tet. Atme ruhig und tief.<br />

S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>le nur so lange, wie du di<strong>ch</strong> wohl fühlst.<br />

Der Beins<strong>ch</strong>lag: Aus den Hüften über die Knie (wie<br />

in Rückenlage): Abwärts-S<strong>ch</strong>lag von gebeugt zu gestreckt,<br />

Aufwärts-Bewegung gestreckt zu locker<br />

gebeugt, sehr langsam. Dabei bleiben die Flossen<br />

immer di<strong>ch</strong>t unter der Wasseroberflä<strong>ch</strong>e.<br />

Mit Flossen die S<strong>ch</strong>wimmart Kraul<br />

ganzheitli<strong>ch</strong> lernen<br />

2 / S. 6<br />

Atme kräftig unter Wasser, denn<br />

jetzt musst du gegen den Wasserdruck<br />

und erst no<strong>ch</strong> dur<strong>ch</strong> ein<br />

kleines Rohr einatmen. Deshalb<br />

kommt es dir anfängli<strong>ch</strong> etwas anstrengender<br />

vor!<br />

Alles mit der Ruhe... wie ein Zeitlupens<strong>ch</strong>wimmen!<br />

Lass deinen Beins<strong>ch</strong>lag von einem<br />

anderen "Tau<strong>ch</strong>er" beoba<strong>ch</strong>ten!<br />

Einige Anwendungsformen:<br />

■ S<strong>ch</strong>wimmt zu zweit im glei<strong>ch</strong>en Rhythmus! Augen-Kontakt<br />

behalten!<br />

■ Einer in Bau<strong>ch</strong>lage, der andere in Rückenlage.<br />

■ Einer mit Delphin-, der andere mit Kraulbeins<strong>ch</strong>lag.<br />

■ Wer s<strong>ch</strong>lägt eine andere Form vor?<br />

Tau<strong>ch</strong>e nie allein! Gewöhne di<strong>ch</strong><br />

s<strong>ch</strong>on früh daran!


2. S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>eln 3 / 12<br />

Wir lernen Flossens<strong>ch</strong>wimmen mit der Delphinte<strong>ch</strong>nik<br />

Im Gegensatz zum normalen Delphins<strong>ch</strong>wimmen führen die Arme beim<br />

Freitau<strong>ch</strong>en keine Armzüge aus, sondern dienen ledigli<strong>ch</strong> zur Unterstützung<br />

der Wellenbewegung.<br />

Vom Kraul zum Delphins<strong>ch</strong>wimmen: S<strong>ch</strong>wimme in<br />

Bau<strong>ch</strong>lage nur mit einem Bein Kraulbeins<strong>ch</strong>lag. Versu<strong>ch</strong>e,<br />

mit dem anderen Bein ebenfalls Kraulbeins<strong>ch</strong>lag<br />

zu s<strong>ch</strong>wimmen, aber im glei<strong>ch</strong>en Rhythmus<br />

(kein We<strong>ch</strong>sels<strong>ch</strong>lag!). S<strong>ch</strong>on s<strong>ch</strong>wimmst du in der<br />

Delphinte<strong>ch</strong>nik! A<strong>ch</strong>te auf folgende Merkpunkte:<br />

Lage des Körpers: Der Körper liegt mögli<strong>ch</strong>st gestreckt<br />

im Wasser; die Arme sind in der Verlängerung<br />

des Körpers locker gestreckt; das Gesi<strong>ch</strong>t ist<br />

im Wasser; der Blick geht fliessend abwe<strong>ch</strong>slungsweise<br />

über und unter die Wasserlinie.<br />

Der Beins<strong>ch</strong>lag: Der Flossens<strong>ch</strong>lag erfolgt mit beiden<br />

Flossen glei<strong>ch</strong>zeitig; die Wellenbewegung beginnt<br />

in den Händen, setzt si<strong>ch</strong> über den Rumpf bis<br />

zu den Beinen fort und endet s<strong>ch</strong>liessli<strong>ch</strong> in einem<br />

kräftigen Flossens<strong>ch</strong>lag, ähnli<strong>ch</strong> der S<strong>ch</strong>wanzflosse<br />

eines Wals. Die Bewegung des Beckens läuft der<br />

Flossenbewegung immer voraus.<br />

Die Atmung: Da die Delphinbewegung etwas anstrengender<br />

ist als die Kraulbewegung, brau<strong>ch</strong>st du<br />

mehr Luft. Es ist jetzt besonders wi<strong>ch</strong>tig, dass die Atmung<br />

von Anfang an regelmässig erfolgt. Tau<strong>ch</strong>e bei<br />

der Delphin-Rumpf-Bewegung mit dem Kopf ni<strong>ch</strong>t zu<br />

tief, denn sonst fliesst Wasser in den S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el!<br />

Zweier-Rhythmus: Führe die Delphin-Rumpfbewegung<br />

aus und lasse die Arme vorne. Zähle für di<strong>ch</strong>:<br />

<strong>1.</strong>.. 2 / <strong>1.</strong>..2 / <strong>1.</strong>.. 2 /.<br />

Das ist der Rhythmus für das sportli<strong>ch</strong>e Delphins<strong>ch</strong>wimmen<br />

ohne Flossen.<br />

Delphins<strong>ch</strong>wimmen mit Armbewegung: Wiederhole<br />

den oben bes<strong>ch</strong>riebenen Zweierrhythmus. Bei "1"<br />

bleiben die Arme vorne; auf "2" führst du mit den Armen<br />

einen Tau<strong>ch</strong>zug aus und s<strong>ch</strong>leuderst dana<strong>ch</strong><br />

die Arme beidseitig seitwärts über Wasser na<strong>ch</strong><br />

vorne. Dann wieder "1": Arme vorne lassen; "2":<br />

Tau<strong>ch</strong>zug (=Delphinarmzug) ausführen.<br />

Von der Kraul- zur Delphinbewegung<br />

(Bewegungsverwandts<strong>ch</strong>aften)<br />

Der Kopf steuert die Bewegung!<br />

Kannst du die Bewegung spüren,<br />

bes<strong>ch</strong>reiben, sie dir mit ges<strong>ch</strong>lossenen<br />

Augen vorstellen?<br />

Atme tief und regelmässig!<br />

Ein wi<strong>ch</strong>tiger Unters<strong>ch</strong>ied zum<br />

übli<strong>ch</strong>en Delphins<strong>ch</strong>wimmen!<br />

Vernetzt lehren und lernen: Beim<br />

Freitau<strong>ch</strong>en au<strong>ch</strong> Delphins<strong>ch</strong>wimmen!<br />

So ist es mögli<strong>ch</strong>, Delphin langsam<br />

zu s<strong>ch</strong>wimmen.<br />

Delphinvarianten:<br />

■ Delphinbewegung in Seitenlage<br />

■ Delphin zu zweit: A dreht si<strong>ch</strong> na<strong>ch</strong> links, B na<strong>ch</strong><br />

re<strong>ch</strong>ts. Beide halten si<strong>ch</strong> gegenseitig mit den Armen<br />

in Ho<strong>ch</strong>halte.<br />

■ S<strong>ch</strong>wimme in Seitenlage: ein Arm in Ho<strong>ch</strong>halte,<br />

der andere am Körper angelegt.<br />

■ Kannst du deinen Partner mit der Delphinte<strong>ch</strong>nik<br />

stossen oder/und abs<strong>ch</strong>leppen?<br />

■ Wer findet andere Formen?<br />

Viele Bewegungserfahrungen fördern<br />

die Koordinationsfähigkeit.


2. S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>eln 3 / 13<br />

Wir lernen abtau<strong>ch</strong>en, den Druckausglei<strong>ch</strong>, die Maske entleeren<br />

Jedes Abtau<strong>ch</strong>en erfordert Konzentration und eine gute Kontrolle des<br />

Bewegungsablaufes, damit ohne grossen Kraftaufwand (und somit unnötigem<br />

Gebrau<strong>ch</strong> von Luftreserven) abgetau<strong>ch</strong>t werden kann .<br />

Gute Disziplin ist beim<br />

Tau<strong>ch</strong>unterri<strong>ch</strong>t zwingende<br />

Voraussetzung.<br />

S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el entleeren: Tau<strong>ch</strong>e langsam senkre<strong>ch</strong>t<br />

knapp unter die Wasseroberflä<strong>ch</strong>e. Du hörst, wie<br />

si<strong>ch</strong> der S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el mit Wasser füllt. Tau<strong>ch</strong>e wieder<br />

langsam auf, halte die Hand locker über den S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el<br />

und stosse mit einem kräftigen Luftstoss dur<strong>ch</strong><br />

den Mund alles Wasser aus dem S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el.<br />

Abtau<strong>ch</strong>en: Lege di<strong>ch</strong> aufs Wasser und paddle langsam<br />

vorwärts. Greife mit den Armen grundwärts und<br />

kippe glei<strong>ch</strong>zeitig mit dem Oberkörper senkre<strong>ch</strong>t<br />

na<strong>ch</strong> unten. Strecke dana<strong>ch</strong> die Beine senkre<strong>ch</strong>t<br />

ho<strong>ch</strong> und lass di<strong>ch</strong> so in die Tiefe gleiten. Setze mit<br />

den Flossen erst ein, wenn diese unter Wasser sind!<br />

Aus Rücksi<strong>ch</strong>t auf die anderen<br />

Badegäste!<br />

Abtau<strong>ch</strong>en soll spritzerlos sein<br />

wie beim Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen.<br />

Üben, üben und no<strong>ch</strong>mals üben!<br />

4 / S. 15<br />

Druckausglei<strong>ch</strong>: In der Tau<strong>ch</strong>ermaske ist die Nase<br />

dur<strong>ch</strong> den "Nasenklemmer" eingebettet. Sobald du<br />

beim Abtau<strong>ch</strong>en einen lei<strong>ch</strong>ten Druck in den Ohren<br />

spürst, drückst du mit Daumen und Zeigefinger den<br />

Nasenklemmer von aussen zu und versu<strong>ch</strong>st, Luft<br />

dur<strong>ch</strong> die Nase auszublasen.<br />

Au<strong>ch</strong> beim Freitau<strong>ch</strong>en kann die Situation eintreten, dass dur<strong>ch</strong> ein unvorhergesehenes<br />

Ereignis plötzli<strong>ch</strong> Wasser in die Maske eindringt. Jeder<br />

Tau<strong>ch</strong>er muss in der Lage sein, ohne Panik die teilweise oder ganz<br />

vollgelaufene Maske unter Wasser zu entleeren. Dies muss s<strong>ch</strong>on früh<br />

gelernt und immer wieder geübt werden.<br />

Maske entleeren: Neige den Kopf lei<strong>ch</strong>t na<strong>ch</strong> hinten.<br />

Der Blick ist s<strong>ch</strong>räg na<strong>ch</strong> vorne oben geri<strong>ch</strong>tet.<br />

Presse mit einer Hand den oberen Rand der Maske<br />

lei<strong>ch</strong>t gegen die Stirn. Atme nun ganz langsam (oder<br />

in kurzen kleinen Atemstössen) dur<strong>ch</strong> die Nase aus,<br />

bis die Luft das si<strong>ch</strong> in der Maske befindende Wasser<br />

na<strong>ch</strong> unten verdrängt. Wenn du es ri<strong>ch</strong>tig gema<strong>ch</strong>t<br />

hast, dann rei<strong>ch</strong>t die restli<strong>ch</strong>e Luft au<strong>ch</strong> no<strong>ch</strong><br />

dazu aus, den S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el zu entleeren!<br />

Anwendungsformen: Wenn die "Handgriffe" beim<br />

Druckausglei<strong>ch</strong> und das saubere Abtau<strong>ch</strong>en beherrs<strong>ch</strong>t<br />

werden, sind viele Spiel- und Übungsformen<br />

mögli<strong>ch</strong>. Beispiele:<br />

■ Abtau<strong>ch</strong>en vw, Rolle vw, auftau<strong>ch</strong>en, S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el<br />

entleeren.<br />

■ Abtau<strong>ch</strong>en vw, Spirale drehen, auftau<strong>ch</strong>en.<br />

■ Lehrer, Trainer, Partner ma<strong>ch</strong>t eine Unterwasserfigur<br />

vor, du ma<strong>ch</strong>st sie na<strong>ch</strong>.<br />

■ Wir tau<strong>ch</strong>en na<strong>ch</strong> Gegenständen (Ringe, Teller).<br />

■ Wir setzen oder stecken ein Spiel zusammen.<br />

■ Wir zei<strong>ch</strong>nen ein Bild (Neocolor-Stifte).<br />

■ Wir taus<strong>ch</strong>en unter Wasser Gegenstände aus.<br />

■ Eigene Ideen, je na<strong>ch</strong> Material und Anlage.<br />

Wenn die Nase zugeklemmt wird,<br />

dringt die Luft aus der Nase ins<br />

Mittelohr; der Druck wird ausgegli<strong>ch</strong>en,<br />

und der S<strong>ch</strong>merz lässt<br />

na<strong>ch</strong>!<br />

4 / S. 24<br />

Früh übt si<strong>ch</strong>, wer ein Tau<strong>ch</strong>er<br />

werden will!<br />

Prinzip der Tau<strong>ch</strong>erglocke: Luft<br />

verdrängt Wasser.<br />

Au<strong>ch</strong> hier: Tau<strong>ch</strong>e nie allein! Alle<br />

Spiel- und Übungsformen zu zweit<br />

oder in der Gruppe ausführen!


2. S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>eln 3 / 14<br />

Wir lernen und üben das Helfen und Retten mit der ABC-Ausrüstung<br />

Die ABC-Ausrüstung ma<strong>ch</strong>t das Helfen und Retten einfa<strong>ch</strong>er: Die Flossen<br />

bringen di<strong>ch</strong> s<strong>ch</strong>neller und müheloser voran, die Maske ermögli<strong>ch</strong>t<br />

eine bessere Unterwassersi<strong>ch</strong>t, und der S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>el ermögli<strong>ch</strong>t das Atmen,<br />

au<strong>ch</strong> wenn du in die Tiefe blickst!<br />

Zupacken, aber wie? Zu zweit, der eine mit und der<br />

andere ohne ABC-Ausrüstung. Der Tau<strong>ch</strong>er spielt<br />

den Retter. Su<strong>ch</strong>t gemeinsam geeignete Griffe, mit<br />

denen ein ABC-Tau<strong>ch</strong>er einen Ertrinkenden relativ<br />

mühelos abs<strong>ch</strong>leppen könnte. Vorteile/Na<strong>ch</strong>teile bespre<strong>ch</strong>en.<br />

Griffe gegenseitig verglei<strong>ch</strong>en.<br />

Fesselgriff: Greife mit deinem re<strong>ch</strong>ten Arm unter den<br />

linken Arm und hinter dem Rücken des Rettlings und<br />

fasse dessen linken Oberarm weit oben. S<strong>ch</strong>wimme<br />

in Bau<strong>ch</strong>- oder lei<strong>ch</strong>ter Seitenlage und beoba<strong>ch</strong>te<br />

deinen Partner. Für Linkshänder und übungshalber<br />

au<strong>ch</strong> mit dem andern Arm.<br />

Kinngriff: Greife mit der einen Hand unter der A<strong>ch</strong>sel<br />

des Rettlings dur<strong>ch</strong> und fasse dessen Kinn von unten.<br />

Vorsi<strong>ch</strong>t: Keinen Druck auf die Halss<strong>ch</strong>lagader<br />

und gegen die Luftröhre ausüben!<br />

Ri<strong>ch</strong>tig helfen und retten will gut<br />

gelernt sein!<br />

Bei diesem Griff ist eine Hand des<br />

Retters frei!<br />

Rücksi<strong>ch</strong>tsvoll ausführen!<br />

<strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong> ist eine ernste Sa<strong>ch</strong>e. Das will aber ni<strong>ch</strong>t heissen,<br />

dass dieser Unterri<strong>ch</strong>t ni<strong>ch</strong>t au<strong>ch</strong> spieleris<strong>ch</strong> und in einer fröhli<strong>ch</strong>en Atmosphäre<br />

erteilt werden kann! Viele Formen des Rettens lassen si<strong>ch</strong> mit<br />

anderen Inhalten des S<strong>ch</strong>wimmunterri<strong>ch</strong>tes verknüpfen.<br />

(Au<strong>ch</strong>) <strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong><br />

ma<strong>ch</strong>t Spass!<br />

Rettungsfangis: Eine angemessene Anzahl (ca. 2 auf<br />

5) tragen eine ABC-Ausrüstung. Die anderen Mitspieler<br />

sind in einem begrenzten Feld verteilt. Wer<br />

von den Rettern "gefangen" wird, muss si<strong>ch</strong> ergeben<br />

und wird in einem gelernten Rettungsgriff an den<br />

Rand des Bassins transportiert. Wer dort von einem<br />

no<strong>ch</strong> ni<strong>ch</strong>t Gefangenen dur<strong>ch</strong> Hands<strong>ch</strong>lag berührt<br />

wird, ist wieder frei. Gelingt es den Tau<strong>ch</strong>ern, alle<br />

"an Land" zu bringen?<br />

Rettungs-S<strong>ch</strong>wimm-Stafette in Zweiergruppen: Auf<br />

Kommando starten die S<strong>ch</strong>wimmer "A" auf der einen<br />

Bassinseite und spurten (Freistil) auf die andere Seite.<br />

Sobald ein S<strong>ch</strong>wimmer das andere Bassinende<br />

errei<strong>ch</strong>t hat, darf "B", der "Retter" (ABC-Ausrüstung),<br />

starten. Er s<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>elt zu "A", fasst ihn in einem bekannten<br />

Rettungsgriff und s<strong>ch</strong>leppt ihn zurück.<br />

Die Teilnehmer sollen eigene<br />

Wettbewerbsformen ausprobieren<br />

und vorstellen.<br />

Gruppen-Rettungseinsatz: Die Hälfte der Teilnehmer<br />

sind Retter (auf der einen Seite des Beckens), die<br />

anderen Rettlinge (auf der anderen Seite). Auf ein<br />

Zei<strong>ch</strong>en beginnen die Retter, die Rettlinge auf die<br />

andere Seite zu ziehen. Na<strong>ch</strong> jeder Breite muss ein<br />

anderer Rettling gezogen werden. Anzahl "Rettungen"<br />

in 2 Minuten zählen. Gruppen we<strong>ch</strong>seln.<br />

Weitere 160 Spiel- und<br />

Übungsformen siehe:<br />

Bu<strong>ch</strong>er,W.<br />

1001 Spiel- und Übungsformen<br />

im S<strong>ch</strong>wimmen, Kap.<br />

S<strong>ch</strong>nor<strong>ch</strong>eln, 6. Auflage 1992


3. Wasserspringen 3 / 15<br />

3. Wasserspringen<br />

Wasserspringen, das Springen vom Bassinrand, von der Plattform und<br />

vom Brett gehören zu einem vielseitigen S<strong>ch</strong>wimmunterri<strong>ch</strong>t. S<strong>ch</strong>on einfa<strong>ch</strong>e<br />

Übungsformen vermitteln Selbstvertrauen.<br />

Wasserspringen ist eine gymnastis<strong>ch</strong>-künstleris<strong>ch</strong>e Sportart und zei<strong>ch</strong>net<br />

si<strong>ch</strong> dur<strong>ch</strong> eine sehr genaue und komplexe Te<strong>ch</strong>nik aus. Zusätzli<strong>ch</strong><br />

zur Ästhetik bestimmen akrobatis<strong>ch</strong>e und athletis<strong>ch</strong>e Merkmale diese<br />

faszinierende Sportart. Die Auseinandersetzung mit dem wettkampforientierten<br />

Wasserspringen ges<strong>ch</strong>ieht im Vereinssport.<br />

Das ist Wasserspringen: ■ abspringen ■ fliegen ■ eintau<strong>ch</strong>en<br />

Das Wasserspringen als Bestandteil des S<strong>ch</strong>wimmunterri<strong>ch</strong>tes bietet<br />

Mögli<strong>ch</strong>keiten an für erlebnisorientierte und gestalteris<strong>ch</strong>e Elemente, die<br />

allein dur<strong>ch</strong> das Gebot der Si<strong>ch</strong>erheit (Unfallprophylaxe) limitiert sind.<br />

■ entwickelt die koordinativen Fähigkeiten<br />

■ fördert das Selbstvertrauen<br />

■ verlangt eine ges<strong>ch</strong>ickte Organisation<br />

Auf einen Blick


3. Wasserspringen 3 / 16<br />

Wissenswertes für den Unterri<strong>ch</strong>t<br />

Grundte<strong>ch</strong>nik<br />

Vereinfa<strong>ch</strong>t kann die Te<strong>ch</strong>nik auf drei Teilberei<strong>ch</strong>e reduziert werden:<br />

Abspringen - Steuern - Eintau<strong>ch</strong>en.<br />

Bei den Übungen wird auf einzelne dieser drei Akzente hingewiesen.<br />

Sprunggruppen und Körperhaltungen<br />

Es gibt im Wasserspringen se<strong>ch</strong>s vers<strong>ch</strong>iedene, mit Nummern bezei<strong>ch</strong>nete,<br />

Sprunggruppen. Sie unters<strong>ch</strong>eiden si<strong>ch</strong> in Absprung und Drehri<strong>ch</strong>tung.<br />

Die Sprünge lassen si<strong>ch</strong> in vers<strong>ch</strong>iedenen Körperhaltungen ausführen<br />

(gehockt, gehe<strong>ch</strong>tet, gestreckt oder in freier Körperhaltung).<br />

Bewegungsverwandts<strong>ch</strong>aften<br />

Die Sprünge innerhalb der vers<strong>ch</strong>iedenen Sprunggruppen sind bezügli<strong>ch</strong><br />

Absprung-, Dreh- und Eintau<strong>ch</strong>ri<strong>ch</strong>tung "bewegungsverwandt". Daraus<br />

ergeben si<strong>ch</strong> didaktis<strong>ch</strong>-methodis<strong>ch</strong>e Konsequenzen für die Lehr- und<br />

Lernweise:<br />

■ für die Ausgangsstellung und den Absprung<br />

z.B. bei Vorwärts-und Auerba<strong>ch</strong>sprüngen sowie bei Rückwärts- und Delphinsprüngen.<br />

■ für die Drehri<strong>ch</strong>tung<br />

z.B. bei Vorwärts- und Delphinsprüngen sowie bei Rückwärts- und Auerba<strong>ch</strong>sprüngen.<br />

■ für die Eintau<strong>ch</strong>ri<strong>ch</strong>tung<br />

Kopfwärts und/oder fusswärts.<br />

Abspringen<br />

Steuern<br />

Eintau<strong>ch</strong>en<br />

Aus biome<strong>ch</strong>anis<strong>ch</strong>en Gründen<br />

wird empfohlen, elementare<br />

Sprünge zuerst gehockt zu lernen.<br />

Bewegungsverwandts<strong>ch</strong>aften<br />

nutzen!<br />

Trockenspringen im Geräteturnen<br />

Da nur an wenigen Orten die Voraussetzungen für das Wasserspringen<br />

im Klassenverband gegeben sind, kann und soll vermehrt auf Grundlagen<br />

aus dem übrigen Sportunterri<strong>ch</strong>t zurückgegriffen werden: In der Gymnastik<br />

werden Elemente wie Haltung und Spannung geübt; Roll- und<br />

Drehbewegungen können im Geräteturnen eingeführt und im<br />

Wasserspringen angewendet werden. Beispiel: Salto vw.<br />

Sportfa<strong>ch</strong>übergreifender Unterri<strong>ch</strong>t!


3. Wasserspringen 3 / 17<br />

Wir lernen vorwärts abspringen<br />

Alle Grundübungen werden zuerst gruppenweise vom Bassinrand ausgeführt.<br />

Bevor das Tau<strong>ch</strong>en bis zum Beckenboden verlangt wird, sollen<br />

die S<strong>ch</strong>üler den Druckausglei<strong>ch</strong> lernen. Sobald S<strong>ch</strong>merzen in den Ohren<br />

spürbar werden: Nase zudrücken und Luft in die Nase pressen.<br />

Aus dem Sitz: Setze di<strong>ch</strong> an den Bassinrand, die<br />

Hände neben dem Gesäss aufgestützt.. "Springe"<br />

ins Wasser, indem du mit den Händen am Bassinrand<br />

abdrückst.<br />

■ Spanne sofort die Rumpfmuskulatur!<br />

■ S<strong>ch</strong>aue auf die Gegenseite zu einem Gegen<br />

stand!<br />

■ Gleite bis zum Bassinboden und stosse dort<br />

zum Auftau<strong>ch</strong>en ab!<br />

Alle Grundübungen werden zuerst<br />

vom Bassinrand ausgeführt.<br />

Aus dem Stand: Du stehst am Bassinrand, die<br />

Arme seitli<strong>ch</strong> am Körper, die Zehenspitzen an<br />

(ni<strong>ch</strong>t über) der Kante. Springe aus den Fussund<br />

Kniegelenken mögli<strong>ch</strong>st ho<strong>ch</strong> weg.<br />

■ Spanne und tau<strong>ch</strong>e wie oben ein.<br />

■ Versu<strong>ch</strong>e, deinen Oberkörper aufre<strong>ch</strong>t zu<br />

halten.<br />

LH: Reifen oder parallel zum Bassinrand aufs<br />

Wasser gelegte Leine (S<strong>ch</strong>wimmleine oder Zaubers<strong>ch</strong>nur).<br />

Vor der Leine eintau<strong>ch</strong>en!<br />

LH = Lernhilfe<br />

Die ri<strong>ch</strong>tige und gezielte Anwendung<br />

von Lernhilfen verbessert<br />

Bewegungsvorstellung, motiviert<br />

und ermögli<strong>ch</strong>t oft eine unmittelbare<br />

Lern- resp. Erfolgskontrolle.<br />

Aus Stand mit Arms<strong>ch</strong>wung: Ausgangsstellung<br />

wie oben. Versu<strong>ch</strong>e mit Hilfe der Ausholbewegung<br />

no<strong>ch</strong> höher zu springen. Merke dir folgenden<br />

Bewegungsablauf:<br />

■ Arme seitwärts ho<strong>ch</strong>, dann ...<br />

■ Arme seitwärts abwärts - vorwärts ho<strong>ch</strong> und<br />

glei<strong>ch</strong>zeitig...<br />

■ Absprung<br />

LH: Zaubers<strong>ch</strong>nur, Stange o.ä.: Kannst du na<strong>ch</strong><br />

dem Absprung die ho<strong>ch</strong> gehaltene Leine oder<br />

Stange mit den Händen berühren und dabei immer<br />

no<strong>ch</strong> ganz gespannt bleiben?<br />

üben!<br />

4 / S. 21<br />

Mal ho<strong>ch</strong>, mal weit: Versu<strong>ch</strong>e, bei zwei gestreckten<br />

Fusssprüngen hintereinander einmal<br />

einen Ho<strong>ch</strong>sprung und einmal einen Weitsprung<br />

auszuführen.<br />

■ Was ma<strong>ch</strong>st du, um ho<strong>ch</strong> zu springen?<br />

■ Was ma<strong>ch</strong>st du, um weit zu springen?<br />

LH: Die Leine / Zaubers<strong>ch</strong>nur, wird s<strong>ch</strong>räg gespannt.<br />

Alle üben dort, wo sie es gerade no<strong>ch</strong><br />

s<strong>ch</strong>affen, einen guten Fusssprung auszuführen,<br />

ohne die Leine zu überspringen resp. zu berühren.<br />

Gegensatzerfahrungen!<br />

Gute Wasserspringer versu<strong>ch</strong>en,<br />

mögli<strong>ch</strong>st ho<strong>ch</strong> zu springen!


3. Wasserspringen 3 / 18<br />

Wir üben vorwärts abspringen<br />

Unterri<strong>ch</strong>tsorganisation: Wie bei allen weiteren Sprüngen beginnen wir<br />

am Bassinrand. Dies lässt ein glei<strong>ch</strong>zeitiges Einspringen von vielen Lernenden<br />

zu. Voraussetzung: Wir springen auf Kommando ab, und au<strong>ch</strong><br />

das Aussteigen ist organisiert.<br />

Im Sinne eines Stationenbetriebs können au<strong>ch</strong> Startblock, Sprungbrett<br />

sowie zusätzli<strong>ch</strong>e (improvisierte) Absprungstellen (z.B. S<strong>ch</strong>wedenkasten,<br />

Minitrampolin) einbezogen werden. Au<strong>ch</strong> Trockenübungen können<br />

in einen Stationenbetrieb integriert werden (z.B. Kraft-, Bewegli<strong>ch</strong>keits-,<br />

Koordinationsübungen usw.).<br />

Nur ein intensiver, gut organisierter<br />

Unterri<strong>ch</strong>t wird dem Bewegungs-<br />

und Lernbedürfnis der<br />

S<strong>ch</strong>üler gere<strong>ch</strong>t!<br />

Organisation 4 / S. 11 ff.<br />

Alleine: Versu<strong>ch</strong>e, in der Luft na<strong>ch</strong> einem guten Absprung<br />

vers<strong>ch</strong>iedene "Kunststücke" auszuführen:<br />

■ ein Bein anhocken, das andere strecken<br />

■ beide Beine glei<strong>ch</strong>zeitig anhocken<br />

■ eine S<strong>ch</strong>raube drehen<br />

■ so fest / so wenig wie mögli<strong>ch</strong> spritzen beim Eintau<strong>ch</strong>en<br />

■ die Unters<strong>ch</strong>enkel s<strong>ch</strong>nell anziehen (Päckli) und<br />

vor dem Eintau<strong>ch</strong>en wieder strecken<br />

■ die Arme wild bewegen und vor dem Eintau<strong>ch</strong>en<br />

wieder seitli<strong>ch</strong> an den Körper pressen usw.<br />

Die Nasenklammer verhindert das<br />

Einströmen des Wassers in die<br />

Nasenhöhlen.<br />

Zu zweit: Versu<strong>ch</strong>t folgende "Kunststücke":<br />

■ Wir stehen nebeneinander, fassen die nähere<br />

Hand des Partners und springen glei<strong>ch</strong>zeitig ins<br />

Wasser.<br />

■ Wir hängen unsere Arme gegenseitig ein und<br />

springen ins Wasser.<br />

■ Wir stehen Rücken an Rücken und springen seitwärts<br />

■ Du zeigst ein Kunsstück vor, dein Partner ma<strong>ch</strong>t's<br />

na<strong>ch</strong>.<br />

■ Du wirfst dir einen Gegenstand (z.B. einen Ball)<br />

ho<strong>ch</strong> und versu<strong>ch</strong>st, diesen na<strong>ch</strong> dem Absprung<br />

ho<strong>ch</strong> in der Luft zu fangen.<br />

■ Dein Partner wirft dir den Ball. Kannst du den Ball<br />

na<strong>ch</strong> dem Absprung in der Luft fangen?<br />

■ Du rufst deinem Partner, der in der Luft "fliegt",<br />

einen Auftrag zu, den er auszuführen hat, z.B. "Kopf<br />

drehen", "na<strong>ch</strong> links", oder "Farben" ... und er versu<strong>ch</strong>t,<br />

in der Luft mögli<strong>ch</strong>st viele zu nennen.<br />

■ Findet weitere Formen dieser Art!<br />

Beoba<strong>ch</strong>ten lernen!<br />

In Gruppen: Wir springen alle gemeinsam mit gefassten<br />

Händen aus Stand vom Bassinrand:<br />

■ als Weitsprung ohne Anlauf<br />

■ als Ho<strong>ch</strong>sprung über eine vor dem Rand gespannte<br />

Leine<br />

■ als...<br />

Der Lehrer springt mit!<br />

A<strong>ch</strong>tung:<br />

Nasser Boden / Ruts<strong>ch</strong>gefahr!


3. Wasserspringen 3 / 19<br />

Wir lernen und üben rückwärts abspringen<br />

Beim Absprung rückwärts stehen wir nur no<strong>ch</strong> mit der vorderen Fusshälfte<br />

(Fussballen) auf der Kante des Bassinrandes oder Sprungbrettes.<br />

Die Ausholbewegung der Arme beim Absprung aus Stand rückwärts ist<br />

ähnli<strong>ch</strong> wie beim Absprung vorwärts.<br />

Einbein-Sprung: Stehe rücklings zum Wasser und<br />

führe einen "S<strong>ch</strong>ritt-Sprung" rückwärts aus. Versu<strong>ch</strong>e<br />

dabei den Kopf aufre<strong>ch</strong>t zu halten! Die Arme<br />

bleiben in der Tiefhalte.<br />

Beim Eintau<strong>ch</strong>en kräftig dur<strong>ch</strong> die<br />

Nase ausatmen (kein Wasser in<br />

der Nase!).<br />

Absprung rückwärts: Versu<strong>ch</strong>e, mit beiden Beinen<br />

kräftig abzuspringen, ohne dass du in Rücklage gerätst.<br />

Beinbewegung: Ho<strong>ch</strong> - tief -Sprung!<br />

■ "Ho<strong>ch</strong>" ( Zehenstand) - 1<br />

■ "Tief" ("Absitzen" ohne Rücklage) - 2<br />

■ "Sprung" (vertikaler Absprung) - 3<br />

■ Armhaltung: Am Körper anliegend oder in Ho<strong>ch</strong>halte,<br />

jedo<strong>ch</strong> ohne Arms<strong>ch</strong>wung<br />

Absprung rückwärts mit Arms<strong>ch</strong>wung: Mit der Armbewegung<br />

■ seitwärts ho<strong>ch</strong> - 1<br />

■ seitwärts abwärts - 2<br />

■ vorwärts ho<strong>ch</strong> - 3<br />

unterstützest du den Absprung.<br />

■ kräftig abspringen<br />

■ Blick geradeaus<br />

■ gespannt eintau<strong>ch</strong>en<br />

Das "Absitzen" ohne Rücklage<br />

garantiert die notwendige Distanz<br />

zur Absprungstelle!<br />

4 / S. 21<br />

Brett-Rhythmus: Stehe rücklings mit den Fussballen<br />

auf das Brettende und versu<strong>ch</strong>e, im Rhythmus der<br />

Bretts<strong>ch</strong>wingung lei<strong>ch</strong>t zu federn, ohne dass die Füsse<br />

den Kontakt mit dem Brett zu verlieren.<br />

Si<strong>ch</strong>erheit und Brettgefühl!<br />

Vom Bekanntem zum Neuen: Wiederhole die<br />

Absprungte<strong>ch</strong>nik des Fusssprunges vw aus Stand.<br />

Führe nun dieselbe Bewegung als Fusssprung rückwärts<br />

aus. A<strong>ch</strong>te besonders darauf, dass dein Körper<br />

während der Ausholbewegung im Glei<strong>ch</strong>gewi<strong>ch</strong>t<br />

bleibt.<br />

Abspringen - reagieren: A und B bilden eine Zweiergruppe.<br />

B befindet si<strong>ch</strong> in Absprungposition. A steht<br />

vor B. Na<strong>ch</strong> dem Absprung von B zeigt A eine einfa<strong>ch</strong>e<br />

Bewegung und B versu<strong>ch</strong>t, diese in der Luft zu<br />

kopieren.<br />

Koordinationss<strong>ch</strong>ulung unter<br />

Zeitdruck<br />

Fusssprünge rückwärts vom Brett: Sobald die Te<strong>ch</strong>nik<br />

der Ausholbewegung und der kontrollierte Absprung<br />

beherrs<strong>ch</strong>t werden, können vers<strong>ch</strong>iedenste<br />

Fusssprungvarianten ausgeführt werden.<br />

4 / S. 21


3. Wasserspringen 3 / 20<br />

Wir lernen den Anlauf<br />

1-S<strong>ch</strong>ritt-Anlauf: Du stehst ca. 1 Meter vom Bassinrand/Brettende entfernt.<br />

Beginne mit einem S<strong>ch</strong>ritt des Sprungbeines (1); ziehe die Arme<br />

und das S<strong>ch</strong>wungbein ho<strong>ch</strong> (2/3); s<strong>ch</strong>winge die Arme seitwärts abwärts<br />

tief und lande mit beiden Füssen vor dem Bassinrand/Brettende (4);<br />

s<strong>ch</strong>winge die Arme s<strong>ch</strong>nell wieder vorwärts ho<strong>ch</strong> (5) und springe beidbeinig<br />

ab (6).<br />

Der Anlauf erfolgt langsam und in<br />

regelmässigem Rhythmus. Er besteht<br />

in der Regel aus 4 glei<strong>ch</strong>langen<br />

S<strong>ch</strong>ritten und einem Aufsatzsprung.<br />

Wir lernen zuerst den<br />

1-S<strong>ch</strong>ritt-Anlauf (= S<strong>ch</strong>ritt plus<br />

Aufsatzsprung).<br />

Die Brettfederung ers<strong>ch</strong>wert<br />

das Glei<strong>ch</strong>gewi<strong>ch</strong>t und<br />

den Bewegungsrhythmus.<br />

Hingegen wird die Sprunghöhe<br />

bei ges<strong>ch</strong>icktem<br />

Ausnützen der Federkraft<br />

wesentli<strong>ch</strong> grösser.<br />

1 2 3 4 5 6<br />

Hopserhüpfen:<br />

■ Kannst du Hopserhüpfen?<br />

■ Kannst du das au<strong>ch</strong> mit symmetris<strong>ch</strong>er Armbewegung?<br />

■ Versu<strong>ch</strong>e ähnli<strong>ch</strong>e Hüpfform mit S<strong>ch</strong>wung- und<br />

Sprungbeineinsatz, jedo<strong>ch</strong> ohne Beinwe<strong>ch</strong>sel.<br />

■ Versu<strong>ch</strong>e, na<strong>ch</strong> einem S<strong>ch</strong>ritt mit symmetris<strong>ch</strong>em<br />

Arms<strong>ch</strong>wung vw ho<strong>ch</strong> auf beiden Füssen zu<br />

einem "S<strong>ch</strong>luss-Sprung" im Glei<strong>ch</strong>gewi<strong>ch</strong>t zu landen.<br />

Ziel-Sprung: Versu<strong>ch</strong>e, mit einem sol<strong>ch</strong>en S<strong>ch</strong>lusssprung<br />

eine Marke (Leine, Klebeband o.ä.) zu<br />

errei<strong>ch</strong>en. Na<strong>ch</strong> der Landung auf beiden Füssen<br />

springst du von dort beidbeinig ab. Unterstütze den<br />

Absprung dur<strong>ch</strong> einen Arms<strong>ch</strong>wung vw ho<strong>ch</strong>.<br />

S<strong>ch</strong>ritt ... und Landung auf beiden<br />

Füssen<br />

LH: S<strong>ch</strong>rittlängen mit Klebeband<br />

markieren!<br />

1-S<strong>ch</strong>ritt-Anlauf vom Bassinrand: Wir üben den Anlauf<br />

gemeinsam na<strong>ch</strong> folgendem Rhythmus: "S<strong>ch</strong>ritt-<br />

Sprung". Auf "S<strong>ch</strong>ritt" erfolgt der S<strong>ch</strong>ritt mit dem<br />

Sprungbein zur ersten Marke, auf "Sprung" der beidbeinige<br />

Absprung vw ho<strong>ch</strong>.<br />

Te<strong>ch</strong>nikbes<strong>ch</strong>rieb 1-S<strong>ch</strong>ritt-Anlauf<br />

siehe Kasten!<br />

1-S<strong>ch</strong>ritt-Anlauf vom 1m-Brett: Übe den glei<strong>ch</strong>en<br />

Anlauf vom 1m-Brett. A<strong>ch</strong>te dabei besonders auf<br />

den Rhythmus der Bretts<strong>ch</strong>wingung.<br />

LH: S<strong>ch</strong>rittlängen mit Klebeband markieren!<br />

4 / S. 21


3. Wasserspringen 3 / 21<br />

Wir üben den Anlauf und den Absprung<br />

Übe den Anlauf immer wieder, bis du di<strong>ch</strong> ni<strong>ch</strong>t mehr auf die einzelnen<br />

Teilbewegungen konzentrieren musst. Ein guter Anlauf und ein kontrollierter<br />

Absprung sind wi<strong>ch</strong>tige Voraussetzungen für das Gelingen eines<br />

s<strong>ch</strong>önen Sprunges.<br />

Alleine: Wir trainieren vor allem den Absprung. Versu<strong>ch</strong>e,<br />

na<strong>ch</strong> einem korrekten Anlauf und einem kontrollierten<br />

Absprung folgende Sprünge auszuführen:<br />

■ in der Luft einen Fuss (beide Füsse) anziehen und<br />

wieder strecken<br />

■ Beine gestreckt gräts<strong>ch</strong>en<br />

■ Beine gestreckt anhe<strong>ch</strong>ten<br />

■ ein Bein anfersen, das andere anhocken<br />

■ beide Beine anhocken und wieder strecken<br />

■ zweimal anhocken<br />

■ einmal anhocken und einmal anhe<strong>ch</strong>ten na<strong>ch</strong>einander<br />

Üben als Automatisieren!<br />

Bea<strong>ch</strong>te, dass die Arme beim Absprung<br />

immer symmetris<strong>ch</strong> und<br />

s<strong>ch</strong>nell in die Ho<strong>ch</strong>halte geführt<br />

werden.<br />

Zu zweit: Obenstehende Aufgaben (und viele andere<br />

"Kunststücke") eignen si<strong>ch</strong> au<strong>ch</strong> zum "Vorzeigen –<br />

Na<strong>ch</strong>ma<strong>ch</strong>en". Beispiele:<br />

■ während des Fluges 2 Teilbewegungen ausführen!<br />

■ Die Arme bleiben immer in Ho<strong>ch</strong>halte, nur die Lage<br />

der Beine verändert si<strong>ch</strong>.<br />

■ Nur ein Arm und ein Bein ändern die Lage!<br />

■ Na<strong>ch</strong> dem Absprung von B ruft A seinem Partner<br />

zu, was er auszuführen hat usw.<br />

Dur<strong>ch</strong> sol<strong>ch</strong>e Übungen wird vor<br />

allem das Bea<strong>ch</strong>ten von Bewegungsteilen<br />

und das Umsetzen<br />

von Bewegungsvorstellungen ges<strong>ch</strong>ult.<br />

Beraten<br />

■ Versu<strong>ch</strong>e, mögli<strong>ch</strong>st lange (bis zum Eintau<strong>ch</strong>en!)<br />

ein Tau<strong>ch</strong>ringli auf dem Kopf zu tragen. Stelle dir<br />

künftig immer vor, du würdest ein Ringli oder eine<br />

S<strong>ch</strong>ale auf dem Kopf tragen. So bleibst du aufre<strong>ch</strong>t<br />

und ruhig.<br />

■ Verkürze den letzten S<strong>ch</strong>ritt ("Stemms<strong>ch</strong>ritt"). Eine<br />

Marke mit einem Klebeband kann als Orientierungshilfe<br />

dienen.<br />

■ S<strong>ch</strong>au das Reihenbild an, insbesondere die<br />

S<strong>ch</strong>ritt-Phase 1!<br />

■ Führe die Arme mögli<strong>ch</strong>st s<strong>ch</strong>nell in die Ho<strong>ch</strong>halte,<br />

damit du in dieser Stellung einen Moment verharren<br />

kannst.<br />

■ S<strong>ch</strong>au das Reihenbild an, insbesondere Phase 3!<br />

Beoba<strong>ch</strong>ten - Beurteilen<br />

Zu s<strong>ch</strong>neller Anlauf mit<br />

Vorlage...<br />

deshalb: Vorlage beim Aufsatzsprung<br />

und beim Absprung!<br />

Langer, fla<strong>ch</strong>er Aufsatzsprung...<br />

deshalb: weite, fla<strong>ch</strong>e Flugbahn!<br />

Körpervorlage während<br />

des Aufsatzsprunges...<br />

deshalb: Sprung in die Weite anstatt<br />

in die Höhe!<br />

■ S<strong>ch</strong>winge die Arme vor und na<strong>ch</strong> dem Aufsatzsprung<br />

s<strong>ch</strong>nell und gestreckt vorwärts ho<strong>ch</strong>; Blick<br />

geradeaus, ev. Fixpunkt!<br />

■ S<strong>ch</strong>au das Reihenbild an, insbesondere Phase 5!<br />

Langsame Armbewegung<br />

deshalb: Vorlage beim Absprung!


3. Wasserspringen 3 / 22<br />

Wir lernen das Eintau<strong>ch</strong>en kopfwärts vorwärts<br />

Der ganze Körper<br />

ist von den<br />

Händen bis zu<br />

den Zehenspitzen<br />

gestreckt.<br />

Rumpf-, Gesäss-<br />

und Beinmuskulatur<br />

sind<br />

zur Stabilisierung<br />

gespannt.<br />

Die gespannte<br />

Eintau<strong>ch</strong>haltung<br />

garantiert ein<br />

gutes Eintau<strong>ch</strong>en.<br />

1 2 3<br />

Das gilt für alle Eintau<strong>ch</strong>übungen:<br />

■ Versu<strong>ch</strong>e, di<strong>ch</strong> aus der Ausgangsstellung langsam in die Eintau<strong>ch</strong>stellung<br />

zu strecken ("lang ma<strong>ch</strong>en").<br />

■ Dein Eintau<strong>ch</strong>winkel ist etwas kleiner als 90 Grad. Dadur<strong>ch</strong> wird ein<br />

Übers<strong>ch</strong>lagen (Hohlkreuz) vermieden.<br />

■ Versu<strong>ch</strong>e immer, bis zum Bassinboden dur<strong>ch</strong>zutau<strong>ch</strong>en. Erst dort ist<br />

der Sprung fertig!<br />

■ Dein Blick ist zu den Händen resp. zur Eintau<strong>ch</strong>stelle geri<strong>ch</strong>tet, die<br />

Hände sind über dem Kopf ges<strong>ch</strong>lossen , die Ohren werden zwis<strong>ch</strong>en<br />

den gestreckten Armen eingeklemmt.<br />

Mögli<strong>ch</strong>e Handhaltungen:<br />

So ... ... oder so<br />

He<strong>ch</strong>ts<strong>ch</strong>iessen vom Bassinrand: Es ist besonders<br />

wi<strong>ch</strong>tig, dass die oben bes<strong>ch</strong>riebene Eintau<strong>ch</strong>haltung<br />

während des ganzen Gleitens beibehalten<br />

wird! 4 / S. 21<br />

Eintau<strong>ch</strong>en aus dem Sitz: Sitz am Bassinrand (Füsse<br />

in der Überlaufrinne) oder aus dem Kniestand: Versu<strong>ch</strong>e,<br />

di<strong>ch</strong> wie eine aus ihrem Haus krie<strong>ch</strong>ende<br />

S<strong>ch</strong>necke ins Wasser zu strecken und dann gespannt<br />

bis zum Bassinboden zu tau<strong>ch</strong>en.<br />

■ Tau<strong>ch</strong>teller vom Bassinboden holen<br />

■ Partnerbeoba<strong>ch</strong>tung mit Tau<strong>ch</strong>ermaske<br />

Das Eintau<strong>ch</strong>en ist au<strong>ch</strong> in grösseren<br />

Gruppen mögli<strong>ch</strong>. Wi<strong>ch</strong>tig<br />

sind klare Anweisungen:<br />

Was ist na<strong>ch</strong> dem Eintau<strong>ch</strong>en zu<br />

tun? Wo muss man aussteigen?<br />

Eintau<strong>ch</strong>en aus der Neigehalte:<br />

■ Nimm die Eintau<strong>ch</strong>haltung ein (1).<br />

■ Neige den Oberkörper weit na<strong>ch</strong> unten (2).<br />

■ Stehe auf den Fussballen (3), lass di<strong>ch</strong> fallen (4)...<br />

■ ...Bis du gestreckt und gespannt und "s<strong>ch</strong>nell" auf<br />

dem Bassinboden "ankommst" (5).<br />

■ Nur wer diese Eintau<strong>ch</strong>übung vom Rand gut kann,<br />

darf die Höhe steigern.<br />

Springen in Serien und Sprungübungen<br />

kombinieren mit ans<strong>ch</strong>liessenden<br />

S<strong>ch</strong>wimmübungen,<br />

z.B.: auf die andere Seite s<strong>ch</strong>wimmen,<br />

dort aussteigen und zurück.<br />

4 / S. 21


3. Wasserspringen 3 / 23<br />

Wir üben das Eintau<strong>ch</strong>en kopfwärts vorwärts<br />

Alleine: Wenn du das Eintau<strong>ch</strong>en aus der Neigehalte<br />

beherrs<strong>ch</strong>st, kannst du versu<strong>ch</strong>en, die Ausgangsstellung<br />

zu verändern. Kannst du trotzdem no<strong>ch</strong> gespannt<br />

eintau<strong>ch</strong>en?<br />

■ aus der Kauerstellung<br />

■ aus dem einbeinigen Hockstand<br />

■ aus der Neigehalte mit den Armen in Seithalte;<br />

dabei werden die Arme erst während des Fallens<br />

seitwärts ho<strong>ch</strong> zur Eintau<strong>ch</strong>haltung geführt.<br />

■ aus dem Hocksitz (z.B. 3m-Brett)<br />

■ aus dem Winkelstütz (z.B. 3m-Brett)<br />

Zu zweit: Könnt ihr vom Bassinrand dur<strong>ch</strong> einen Reifen<br />

eintau<strong>ch</strong>en, ohne diesen mit den Beinen zu berühren?<br />

Dazu hält A einen Reifen im von B gewüns<strong>ch</strong>ten<br />

Abstand.<br />

■ Gelingt es au<strong>ch</strong>, mit dem Fussrist den Reifen beim<br />

Eintau<strong>ch</strong>en lei<strong>ch</strong>t zu berühren?<br />

■ Wer kann so eintau<strong>ch</strong>en, au<strong>ch</strong> wenn der Reifen<br />

nahe am Bassinrand gehalten wird?<br />

■ Wer s<strong>ch</strong>afft dies au<strong>ch</strong> na<strong>ch</strong> einem kleinen Absprung<br />

aus der Kauerstellung?<br />

■ Wer kann auf ein im Wasser liegendes S<strong>ch</strong>wimmbrett<br />

zum "Handstand" springen?<br />

In der Gruppe als "Tau<strong>ch</strong>ende Kette": Wir knieen<br />

eng hintereinander seitli<strong>ch</strong> am Bassinrand und halten<br />

die Fussgelenke des Vorderen. Der Vorderste<br />

tau<strong>ch</strong>t ein, und alle Folgenden lassen si<strong>ch</strong> ins Wasser<br />

ziehen!<br />

Variantenrei<strong>ch</strong>es Üben!<br />

Üben: 4 / S. 15 ff.<br />

4 / S. 21<br />

Lernhilfen vereinfa<strong>ch</strong>en die Information<br />

(in diesem Fall: "Versu<strong>ch</strong>e,<br />

den Reifen ni<strong>ch</strong>t zu berühren")<br />

und dienen der sofortigen Rückmeldung:<br />

Ni<strong>ch</strong>t berührt = Ri<strong>ch</strong>tig!<br />

Berührt = Fals<strong>ch</strong>!<br />

Lernhilfen: 4 / S. 13 ff.<br />

Gruppensprünge!<br />

Beraten<br />

■ Haltungsgsübungen aller Art als ergänzendes<br />

Training im Wasserspringunterri<strong>ch</strong>t. Kräftigende<br />

Übungen als Hausaufgaben, z.B. vor oder neben einem<br />

Spiegel!<br />

■ Eintau<strong>ch</strong>übungen mit dem Gleitbrett (siehe Eintau<strong>ch</strong>en<br />

rückwärts III / 24)<br />

■ mit den gestreckten Armen die Ohren an den<br />

Kopf pressen<br />

■ Kinn zur Brust anziehen<br />

■ Beim Eintau<strong>ch</strong>en ist ein Gegenstand (Leine; Matte,<br />

wel<strong>ch</strong>e den Bassinrand überlappt, nähere Reifenkante)<br />

mit dem Fussrist zu berühren (siehe au<strong>ch</strong><br />

Übungen oben!).<br />

■ Dur<strong>ch</strong>tau<strong>ch</strong>en bis zu einer Bodenmarkierung, zu<br />

einem Tau<strong>ch</strong>ring o.ä.<br />

Beoba<strong>ch</strong>ten - Beurteilen<br />

Die Körperspannung<br />

fehlt...<br />

deshalb: Unkontrolliertes Eintau<strong>ch</strong>en<br />

in Hohlkreuzhaltung!<br />

Kopf ist zu weit hinten<br />

deshalb: Das Gesi<strong>ch</strong>t s<strong>ch</strong>lägt<br />

beim Eintau<strong>ch</strong>en aufs<br />

Wasser!<br />

Bau<strong>ch</strong>muskulatur ni<strong>ch</strong>t<br />

gespannt...<br />

deshalb: Die Beine s<strong>ch</strong>lagen ins<br />

Hohlkreuz!<br />

Das Eintau<strong>ch</strong>en wird zu<br />

früh abgebro<strong>ch</strong>en...<br />

deshalb: Eintau<strong>ch</strong>en in Hohlkreuzhaltung!


3, Wasserspringen 3 / 24<br />

Wir lernen das Eintau<strong>ch</strong>en kopfwärts rückwärts<br />

Bezügli<strong>ch</strong> der Eintau<strong>ch</strong>haltung unters<strong>ch</strong>eidet si<strong>ch</strong> das Eintau<strong>ch</strong>en kopfwärts<br />

rückwärts ni<strong>ch</strong>t vom Eintau<strong>ch</strong>en kopfwärts vorwärts. Besonders<br />

wi<strong>ch</strong>tig ist au<strong>ch</strong> hier die ri<strong>ch</strong>tige Kopfhaltung: Kopf ges<strong>ch</strong>ützt zwis<strong>ch</strong>en<br />

den gestreckten Armen. Die Ohren sind eingeklemmt, der Blick ist zu<br />

den Händen geri<strong>ch</strong>tet<br />

Merkpunkte zur Eintau<strong>ch</strong>haltung: Wir wiederholen<br />

die wi<strong>ch</strong>tigsten Merkpunkte (ev. in Form einer Aufwärmgymnastik):<br />

■ Der ganze Körper ist gestreckt und gespannt.<br />

■ Die Arme bilden die Verlängerung des Oberköpers.<br />

■ Die Hände sind ges<strong>ch</strong>lossen (2 Varianten!)<br />

■ Der Kopf ist zwis<strong>ch</strong>en den Armen; die Ohren<br />

werden dur<strong>ch</strong> die Arme an den Kopf gepresst, der<br />

Blick ist zu den ges<strong>ch</strong>lossenen Händen geri<strong>ch</strong>tet.<br />

He<strong>ch</strong>ts<strong>ch</strong>iessen in Rückenlage: Halte di<strong>ch</strong> im Wasser<br />

am Bassinrand. Kippe rückwärts, strecke deine<br />

Arme über dem Kopf, stosse di<strong>ch</strong> in Rücklage und<br />

gleite in gespannter Eintau<strong>ch</strong>haltung so weit du<br />

kannst. Atme dabei regelmässig dur<strong>ch</strong> die Nase aus,<br />

damit kein Wasser eindringt.<br />

A<strong>ch</strong>te beim Eintau<strong>ch</strong>en rückwärts<br />

immer auf die Eintau<strong>ch</strong>haltung<br />

und das Dur<strong>ch</strong>tau<strong>ch</strong>en!<br />

4 / S. 21<br />

Zu zweit: Spannung halten: Lege di<strong>ch</strong> rücklings ins<br />

Wasser; die Unters<strong>ch</strong>enkel liegen auf dem Bassinrand;<br />

dein Partner fasst deine Fussgelenke. Jetzt<br />

streckst du deinen Körper; Kopf und Arme sind in<br />

der ri<strong>ch</strong>tigen Eintau<strong>ch</strong>haltung. Dein Partner hebt<br />

deinen gespannten Körper langsam an und stösst<br />

di<strong>ch</strong> s<strong>ch</strong>räg abwärts gegen den Bassinboden.<br />

Vergiss dabei ni<strong>ch</strong>t, dur<strong>ch</strong> die Nase auszuatmen!<br />

Zu zweit mit dem Gleitbrett : Du liegst in gespannter<br />

Eintau<strong>ch</strong>haltung in Rückenlage (Kopf angehoben,<br />

Blick zu den Händen) auf dem Gleitbrett und gleitest<br />

beim Anheben des Brettes in dieser Haltung ins<br />

Wasser.<br />

Wi<strong>ch</strong>tig für die Helfer: gerader Rücken beim Anheben;<br />

ev. zu zweit anheben!<br />

Zu zweit: Eintau<strong>ch</strong>en aus dem Langsitz: Das Brettende<br />

ist mit einer Gymnastikmatte bedeckt:<br />

■ Setze di<strong>ch</strong> ans Brettende, strecke die Beine.<br />

■ Nimm mit dem Oberkörper die korrekte Eintau<strong>ch</strong>haltung<br />

ein. So bist du bereit!<br />

■ Jetzt hebt dein Partner deine Füsse langsam an.<br />

Glei<strong>ch</strong>zeitig streckst du die Hüfte.<br />

■ Wenn du ganz gestreckt bist, lässt di<strong>ch</strong> dein Partner<br />

vorsi<strong>ch</strong>tig ins Wasser gleiten.<br />

Wi<strong>ch</strong>tig: gerader Rücken beim Anheben (wie oben)!<br />

Eintau<strong>ch</strong>en aus dem Stand: Einbeinstand auf dem<br />

1m-Brett. Der Partner steht neben dem angehobenen<br />

Bein, führt es während deines Fallens langsam<br />

na<strong>ch</strong> oben und begleitet di<strong>ch</strong> - so lang wie mögli<strong>ch</strong> -<br />

mit Anheben der Unters<strong>ch</strong>enkel.<br />

A<strong>ch</strong>tung: Stosse ni<strong>ch</strong>t, wenn dein<br />

Partner mit Hohlkreuz-Haltung im<br />

Wasser liegt!<br />

Gegenseitige Kontrolle (z.B.mit<br />

Tau<strong>ch</strong>ermaske)!<br />

4 / S. 21<br />

Diese Übung setzt eine sehr gute<br />

Körperspannung und das Vertrauen<br />

in den Partner voraus.<br />

Vertrauen zu zweit!<br />

4 / S. 21


3. Wasserspringen 3 / 25<br />

Wir lernen den Kopfsprung vorwärts gehockt<br />

Der Kopfsprung ist eine attraktive Form, ins Wasser zu springen. Leider<br />

wird dem gespannten Eintau<strong>ch</strong>en wenig Bea<strong>ch</strong>tung ges<strong>ch</strong>enkt. Kontrolliertes<br />

Eintau<strong>ch</strong>en ist deshalb zwingende Voraussetzung, wenn dieser<br />

Sprung gelernt wird.<br />

Seelöwen-Sprung: Versu<strong>ch</strong>e, vom Bassinrand aus<br />

wie ein Seelöwe ins Wasser zu springen. Tau<strong>ch</strong>e<br />

s<strong>ch</strong>räg vw hinunter zum Bassinboden. Versu<strong>ch</strong>e,<br />

senkre<strong>ch</strong>t einzutau<strong>ch</strong>en, ohne zu "übers<strong>ch</strong>lagen".<br />

LH: Dein Partner hält vor dir auf dem Wasser einen<br />

Reifen. Versu<strong>ch</strong>e, kopfwärts in diesen Reifen zu<br />

springen, ohne diesen zu berühren.<br />

Kleiner Kopfsprung: Wie oben, aber na<strong>ch</strong> dem Absprung<br />

hockst du s<strong>ch</strong>nell an. Die Arme bleiben während<br />

des Sprungs in der Eintau<strong>ch</strong>stellung fixiert.<br />

■ Wenn dies gelungen ist, versu<strong>ch</strong>st du, die<br />

S<strong>ch</strong>ienbeine na<strong>ch</strong> dem Absprung zu fassen. Führe<br />

die Hände sofort wieder in die Eintau<strong>ch</strong>haltung.<br />

Keine Kopfsprünge ins "hohle<br />

Kreuz"!<br />

Bewegungsablauf siehe Reihenbild<br />

Seite 27<br />

Wassertiefe: mindestens 3 m<br />

4 / S. 21<br />

Kopfsprung aus Stand vom 1m-Brett: Glei<strong>ch</strong>er Bewegungsablauf<br />

wie aus Stand vom Bassinrand.<br />

Wi<strong>ch</strong>tig: Nur minimale Vorlage beim Absprung!<br />

Kopfsprung mit Anlauf vom 1m-Brett: 1-S<strong>ch</strong>ritt- Anlauf<br />

- Aufsatzsprung - Absprung mit gestrecktem<br />

Körper und den Armen in Ho<strong>ch</strong>halte - Auslösung der<br />

Drehung (Gesäss hinauf / Arme hinunter) - gespannt<br />

ein- und dur<strong>ch</strong>tau<strong>ch</strong>en.<br />

Strecken - Hocken - Strecken<br />

Phasentrennung bei allen gehockten<br />

Sprüngen!<br />

Beraten<br />

■ Fusssprünge vw gehockt mit guter Phasentrennung.<br />

Die Arme beim Absprung s<strong>ch</strong>nell bis ganz in<br />

die Ho<strong>ch</strong>halte s<strong>ch</strong>wingen.<br />

■ Fusssprung mit Anhocken eines Beines im letzten<br />

Moment ("Flas<strong>ch</strong>e")<br />

■ Kopf ho<strong>ch</strong>halten beim Absprung und Blick geradeaus.<br />

Glei<strong>ch</strong>e Übungen wie beim Fusssprung vw<br />

wiederholen!<br />

■ Trockentraining mit Minitrampolin in der Turnhalle<br />

■ Gestützt auf einer Treppenstufe o.ä.: Abspringen<br />

mit Gesäss ho<strong>ch</strong>heben<br />

■ Fortgesetztes Federn am Minitramp; die Hände<br />

sind auf einen Kasten gestützt<br />

■ Repetitionen: Eintau<strong>ch</strong>en kopfwärts und "Delphinsprünge"<br />

vom Bassinrand sowie Kopfsprünge aus<br />

Stand mit den Armen in Ho<strong>ch</strong>halte.<br />

■ Eintau<strong>ch</strong>en aus der Neigehalte: Körper zum Eintau<strong>ch</strong>en<br />

völlig strecken; Bau<strong>ch</strong> einziehen und Gesässmuskeln<br />

spannen.<br />

Beoba<strong>ch</strong>ten - Beurteilen<br />

Zu frühes Anhocken...<br />

deshalb: Fehlende Streckung<br />

beim Absprung!<br />

Vorlage beim<br />

Absprung...<br />

deshalb: Fla<strong>ch</strong>e und weite Flugbahn!<br />

Ungenügende<br />

Drehung...<br />

deshalb: Das Gesäss kommt<br />

ni<strong>ch</strong>t ho<strong>ch</strong>!<br />

Unkontrolliertes Eintau<strong>ch</strong>en...<br />

deshalb: Übers<strong>ch</strong>lagen und<br />

Hohlkreuzhaltung!


3. Wasserspringen 3 / 26<br />

Reihenbild und Checkliste Kopfsprung vorwärts gehockt<br />

1 2 3 4 5 6 7<br />

■ Die Arme<br />

und das<br />

S<strong>ch</strong>wungbein-Knie<br />

vorwärtsho<strong>ch</strong><br />

ziehen.<br />

■ Mit dem<br />

Sprungbein<br />

den Körper<br />

kräftig in die<br />

Höhe stossen<br />

■ Im hö<strong>ch</strong>sten<br />

Punkt<br />

des Aufsatzsprunges<br />

bleiben die<br />

Arme kurz in<br />

Ho<strong>ch</strong>halte.<br />

■ Die Arme<br />

seitwärtsabwärts<br />

s<strong>ch</strong>wingen<br />

■ Im Glei<strong>ch</strong>gewi<strong>ch</strong>t<br />

mit<br />

beiden Füssen<br />

aufsetzen.<br />

■ Mit den<br />

Füssen das<br />

Brett tiefdrücken<br />

■ Glei<strong>ch</strong>zeitig<br />

die Arme<br />

vorwärtsho<strong>ch</strong><br />

s<strong>ch</strong>wingen<br />

■ Im Glei<strong>ch</strong>gewi<strong>ch</strong>t<br />

bleiben<br />

■ Die Arme<br />

s<strong>ch</strong>nell in die<br />

Ho<strong>ch</strong>halte<br />

führen<br />

■ Die Hüftund<br />

Kniegelenke<br />

dur<strong>ch</strong>strecken<br />

■ Glei<strong>ch</strong>zeitig<br />

mit den<br />

Füssen kräftig<br />

abstossen<br />

■ Die Rotation<br />

auslösen<br />

■ Das<br />

Becken ho<strong>ch</strong><br />

ziehen<br />

■ Die Arme<br />

vorwärtsabwärts<br />

s<strong>ch</strong>wingen<br />

■ Eng<br />

anhocken<br />

■ Die<br />

S<strong>ch</strong>ienbeine<br />

fassen<br />

■ Mit den<br />

Augen die<br />

Eintau<strong>ch</strong>stelle<br />

su<strong>ch</strong>en<br />

■ Mit den<br />

Augen die<br />

Eintau<strong>ch</strong>stelle<br />

fixieren<br />

■ Zur Eintau<strong>ch</strong>haltung<br />

strecken<br />

■ Vollständig<br />

gestreckt bis<br />

zum Bassinboden<br />

tau<strong>ch</strong>en


3. Wasserspringen 3 / 27<br />

Wir lernen den Delphinkopfsprung gehockt<br />

Der Bewegungsablauf des Delphinkopfsprunges ist grundsätzli<strong>ch</strong><br />

glei<strong>ch</strong> wie beim Kopfsprung vw aus Stand. Dur<strong>ch</strong> einen s<strong>ch</strong>rittweisen<br />

Aufbau soll die Angst vor dem Brett abgebaut und die Freude an diesem<br />

Sprung geweckt werden.<br />

Fusssprung rw: Stelle di<strong>ch</strong> (mit der halben Fussohle)<br />

rücklings an den Bassinrand, die Arme in Ho<strong>ch</strong>halte.<br />

"Sitze", ohne den Körper na<strong>ch</strong> vorne zu neigen, ganz<br />

s<strong>ch</strong>nell ab, als ob du auf einen Stuhl sitzen würdest.<br />

Springe aber aus dieser "Sitzstellung" sofort wieder<br />

ho<strong>ch</strong>. Lasse dabei die Arme immer in Ho<strong>ch</strong>halte.<br />

Kleiner Delphinkopfsprung vom Bassinrand: Wie<br />

oben, aber mit dem Abstossen der Beine hebst du<br />

das Gesäss rw ho<strong>ch</strong>; glei<strong>ch</strong>zeitig werden die gestreckten<br />

Arme und der Oberkörper vw abwärts gezogen.<br />

Hocke di<strong>ch</strong> dana<strong>ch</strong> eng zusammen und halte<br />

die S<strong>ch</strong>ienbeine. Bleibe gehockt, bis du unter Wasser<br />

bist.<br />

Delphinkopfsprung ...aber si<strong>ch</strong>er! Ein Partner sitzt<br />

mit gespreizten Beinen vor dir am Bassinrand und<br />

si<strong>ch</strong>ert mit den Händen, falls du zu nahe am Bassinrand<br />

eintau<strong>ch</strong>st.<br />

Delphinkopfsprung vom 1m-Brett: Springe zuerst<br />

ohne Ausholbewegung wie vom Bassinrand. Sobald<br />

du das Wasser vor dir siehst, streckst du den Körper<br />

zum Eintau<strong>ch</strong>en. Jetzt hast du mehr Zeit!<br />

Delphinkopfsprung mit Ausholbewegung: Ausholbewegung<br />

- Absprung mit lei<strong>ch</strong>ter Vorlage - Arme<br />

vw abwärts/Gesäss rw ho<strong>ch</strong> (Auslösung der Drehung)<br />

- anhocken - zur gespannten Eintau<strong>ch</strong>haltung<br />

öffnen - Eintau<strong>ch</strong>en und Dur<strong>ch</strong>tau<strong>ch</strong>en bis zum Bassinboden!<br />

Beraten<br />

■ Gehe zurück zum Fusssprung rw. Verlagere bewusst<br />

das Gewi<strong>ch</strong>t auf die Fussballen und bleibe bis<br />

zum Absprung in dieser aufre<strong>ch</strong>ten Stellung.<br />

■ Versu<strong>ch</strong>e, na<strong>ch</strong> dem Absprung mit den Händen<br />

das Brettende zu berühren.<br />

■ Stand rücklings am Bassinrand: Versu<strong>ch</strong>e, mit<br />

dem Gesäss ein vom Partner gehaltenes S<strong>ch</strong>wimmbrett<br />

o.ä. rw ho<strong>ch</strong> zu" stossen": Gesäss ho<strong>ch</strong>!<br />

■ Bessere Phasentrennung: Anhocken erst na<strong>ch</strong><br />

kräftigem Absprung. Beim Anhocken gehen die Fersen<br />

zum Gesäss.<br />

Bewegungsverwandts<strong>ch</strong>aften<br />

ausnützen!<br />

Vertrauen s<strong>ch</strong>affen, dass der Körper<br />

dur<strong>ch</strong> diese Absprungte<strong>ch</strong>nik<br />

vom Bassinrand weggestossen<br />

wird.<br />

Verglei<strong>ch</strong> mit einer S<strong>ch</strong>eibe, die<br />

oben und unten angetrieben wird.<br />

4 / S. 21<br />

Strecken - Hocken - Strecken<br />

Phasentrennung wie beim Kopfsprung<br />

vw gehockt und allen gehockten<br />

Sprüngen!<br />

Beoba<strong>ch</strong>ten - Beurteilen<br />

Der Oberkörper fällt<br />

beim Absprung na<strong>ch</strong><br />

hinten...<br />

deshalb: Rotation vw wird behindert!<br />

Das Gesäss geht beim<br />

Absprung na<strong>ch</strong> hinten...<br />

deshalb: Höhe/ Rotation fehlen!<br />

Zu frühes Anhocken...<br />

deshalb: Ungenügende<br />

Rotation/Stress!<br />

■ Repetition Eintau<strong>ch</strong>en kopfwärts: Eintau<strong>ch</strong>haltung<br />

genau ans<strong>ch</strong>auen (Siehe S. 22)<br />

■ Absprung vom Bassinrand und dann in lei<strong>ch</strong>ter<br />

He<strong>ch</strong>tlage eintau<strong>ch</strong>en<br />

Keine Spannung...<br />

deshalb: Unkontrolliertes Eintau<strong>ch</strong>en!


3. Wasserspringen 3 / 28<br />

Reihenbild und Checkliste Delphinkopfsprung gehockt<br />

1 2 3 4 5 6 7<br />

■ Aussgangsstellung: Aufre<strong>ch</strong>t,<br />

gestreckt<br />

■ Ausholbewegung: Die Arme<br />

seitwärts-ho<strong>ch</strong> in die<br />

Ho<strong>ch</strong>halte führen<br />

■ Glei<strong>ch</strong>zeitig die Fersen<br />

lei<strong>ch</strong>t anheben<br />

■ Im Glei<strong>ch</strong>gewi<strong>ch</strong>t bleiben<br />

■ Die Arme aus der Ho<strong>ch</strong>halte<br />

seitwärts-abwärts-vorwärts-ho<strong>ch</strong><br />

s<strong>ch</strong>wingen<br />

■ Mit den Füssen das Brett<br />

tiefdrücken<br />

■ Abspringen:<br />

mit den<br />

Armen in<br />

Ho<strong>ch</strong>halte<br />

■ Hüft- und<br />

Kniegelenke<br />

dur<strong>ch</strong>strecken<br />

■ Glei<strong>ch</strong>zeitig<br />

mit den<br />

Füssen kräftig<br />

abdrücken<br />

■ Das<br />

Becken rückwärts-ho<strong>ch</strong><br />

bringen<br />

■ Die Arme<br />

vorwärts-abwärts<br />

führen<br />

■ Das<br />

Becken<br />

steigt.<br />

■ Glei<strong>ch</strong>zeitig<br />

die Fersen<br />

zum Gesäss<br />

und den<br />

Oberkörper<br />

zu den Obers<strong>ch</strong>enkeln<br />

führen<br />

■ Mit den<br />

Augen die<br />

Eintau<strong>ch</strong>stelle<br />

su<strong>ch</strong>en<br />

■ Die<br />

S<strong>ch</strong>ienbeine<br />

fassen<br />

■ Mit den<br />

Augen die<br />

Eintau<strong>ch</strong>stelle<br />

fixieren<br />

■ Zur Eintau<strong>ch</strong>haltung<br />

strecken<br />

■ Vollständig<br />

gestreckt eintau<strong>ch</strong>en<br />

■ Bis zum<br />

Bassinboden<br />

dur<strong>ch</strong>tau<strong>ch</strong>en


3. Wasserspringen 3 / 29<br />

Wir lernen den Salto vorwärts<br />

1 2 3 4 5 6 7 8 9<br />

"Bodenturnen" auf dem Wasser: Bei den folgenden<br />

Vorübungen landen wir immer auf der<br />

"s<strong>ch</strong>wimmenden Matte"! Kauerstand am Bassinrand,<br />

S<strong>ch</strong>ienbeine gefasst: Lasse di<strong>ch</strong> in dieser Stellung<br />

ins Wasser resp. auf die Matte rollen, ohne die<br />

S<strong>ch</strong>ienbeine loszulassen.<br />

Kleiner Salto vom Bassinrand: Aus dem Hockstand<br />

springst du lei<strong>ch</strong>t ab. Die Arme s<strong>ch</strong>wingen vw abwärts.<br />

Bleibe dabei eng gehockt. Gelingt dir auf diese<br />

Weise bereits eine ganze Drehung mit Landung<br />

auf den Füssen?<br />

Bewegungsverwandts<strong>ch</strong>aft:<br />

Sprungrolle!<br />

Salto vw aus Stand vom Bassinrand: Arme in Ho<strong>ch</strong>halte.<br />

Arme beim Absprung s<strong>ch</strong>nell und gestreckt vw<br />

abwärts ziehen, glei<strong>ch</strong>zeitig Gesäss hinten ho<strong>ch</strong>ziehen;<br />

eng anhocken. Gehockt bleiben, oder vor dem<br />

Eintau<strong>ch</strong>en die Beine ausstrecken und somit die<br />

Drehung bremsen.<br />

4 / S. 21<br />

Rotation bremsen: Rolle vw auf dem Brett zum Eintau<strong>ch</strong>en<br />

fusswärts: sobald du na<strong>ch</strong> der Rolle das<br />

Wasser siehst, stösst du die Beine s<strong>ch</strong>räg vw gegen<br />

das Wasser. Der Blick ist na<strong>ch</strong> vorne geri<strong>ch</strong>tet!<br />

Salto vw vom 1m-Brett: Arme in Ho<strong>ch</strong>halte: Federe<br />

lei<strong>ch</strong>t auf dem Brett und zähle 1 - 2! Beim zweiten<br />

Federn löst du die Rotation aus (wie oben). Bevor du<br />

das Wasser siehst, streckst du die Beine s<strong>ch</strong>räg<br />

na<strong>ch</strong> vorne (über die He<strong>ch</strong>tlage) in Ri<strong>ch</strong>tung des<br />

Wassers.<br />

Akustis<strong>ch</strong>e Hilfe für den Zeitpunkt<br />

der Öffnung!<br />

Salto vw mit Anlauf: Anlauf-Aufsatzsprung; Arme<br />

s<strong>ch</strong>nell na<strong>ch</strong> oben führen. Einleitung der Rotation<br />

mit gestreckten Armen; glei<strong>ch</strong>zeitig Gesäss ho<strong>ch</strong>ziehen.<br />

Eng anhocken. Mögli<strong>ch</strong>st über die He<strong>ch</strong>tlage<br />

öffen. Gespannt eintau<strong>ch</strong>en.<br />

Bewegungsablauf:<br />

Siehe Reihenbild oben!<br />

4 / S. 21


3. Wasserspringen 3 / 30<br />

Wir lernen den Salto rückwärts<br />

1 2 3 4 5 6<br />

Rollen rw: Kauerstellung am Bassinrand mit dem<br />

Rücken zum Wasser. Lasse di<strong>ch</strong> rw fallen und bleibe<br />

au<strong>ch</strong> unter Wasser gehockt.<br />

LH: dünne Matte auf dem Wasser<br />

Roll- und Saltoformen aus dem<br />

Sportunterri<strong>ch</strong>t sind gute Voraussetzungen!<br />

S<strong>ch</strong>leudersalto rw: A und B bilden eine "Akrobatengruppe".<br />

A fasst einen Fuss von B, während B si<strong>ch</strong><br />

an den S<strong>ch</strong>ultern von A hält. Beide federn glei<strong>ch</strong>zeitig<br />

und zählen: 1-2-3! Auf 3 zieht B die Arme rw ho<strong>ch</strong><br />

und stösst glei<strong>ch</strong>zeitg ab. A unterstützt dur<strong>ch</strong> Ho<strong>ch</strong>ziehen<br />

des Fusses von B die Rotation.<br />

Wasser mindestens brusttief!<br />

Rolle rw auf dem Brett: LH: Matte auf dem 1m-Brett;<br />

den Startort auf dem Brett musst du vorher abmessen<br />

(S<strong>ch</strong>ultern auf Höhe des Brettendes). Sobald du<br />

keinen Kontakt mehr zur Matte hast, stösst du mit<br />

den Beinen rückwärts gegen das Wasser. Glei<strong>ch</strong>zeitig<br />

ri<strong>ch</strong>test du den Kopf und den Oberkörper auf.<br />

Salto rw vom 1m-Brett: Stand auf den Fussballen<br />

rücklings auf dem Brettende, die Arme in Ho<strong>ch</strong>halte.<br />

Federe lei<strong>ch</strong>t und zähle 1 - 2! Beim zweiten Federn<br />

und glei<strong>ch</strong>zeitigen, lei<strong>ch</strong>ten Na<strong>ch</strong>-hinten-Fallenlassen<br />

löst du die Rotation aus:<br />

■ Abstoss mit den Beinen und Fussgelenken<br />

■ Arme soweit mögli<strong>ch</strong> gestreckt rw ho<strong>ch</strong> ziehen<br />

■ In der Luft die S<strong>ch</strong>ienbeine zu den ho<strong>ch</strong>gehaltenen<br />

Armen führen.<br />

■ Drehen und Beine na<strong>ch</strong> hinten zum Eintau<strong>ch</strong>en<br />

strecken.<br />

Das Fallenlassen dient anfängli<strong>ch</strong><br />

zur besseren Auslösung der Drehung<br />

und "si<strong>ch</strong>ert" die nötige Distanz<br />

vom Brett!<br />

Salto rw...perfekt: Wenn du die Grobform des Saltos<br />

rw einige Male gesprungen bist, solltest du versu<strong>ch</strong>en,<br />

das Fallenlassen zu vermeiden und vor dem<br />

Absprung die ganze Ausholbewegung auszuführen.<br />

Bewegungsablauf:<br />

Siehe Reihenbild oben!<br />

Den Fusssprung rw mit Ausholbewegung<br />

musst du vorher gut beherrs<strong>ch</strong>en!<br />

4 / S. 21


4. Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen 3 / 31<br />

4. Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen<br />

In diesem Kapitel werden die Grundlagen für das Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen<br />

im S<strong>ch</strong>wimmunterri<strong>ch</strong>t dargestellt. Es sind vers<strong>ch</strong>iedene Akzente mögli<strong>ch</strong>:<br />

■ S<strong>ch</strong>wimmvarianten vers<strong>ch</strong>iedenster Art allein, zu zweit, in Gruppen<br />

■ Figuren legen in vers<strong>ch</strong>iedenen Körperhaltungen<br />

■ Vorführungen allein, zu zweit, in der Gruppe<br />

Die Idee des Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmens (syn<strong>ch</strong>ron = glei<strong>ch</strong>zeitig, zeitglei<strong>ch</strong>,<br />

glei<strong>ch</strong>laufend) sollte vermehrt au<strong>ch</strong> in anderen Berei<strong>ch</strong>en aufgenommen<br />

und umgesetzt werden.<br />

Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen als Wettkampfsport in der heute ausgetragenen<br />

Form als Solo-, Duett- oder Gruppenwettkampf (Pfli<strong>ch</strong>t/Kür) ist ni<strong>ch</strong>t Ziel<br />

des S<strong>ch</strong>uls<strong>ch</strong>wimmunterri<strong>ch</strong>tes.<br />

Wasserspringen und<br />

Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen sind<br />

"verwandte" Sportarten!<br />

Das ist Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen: ■ graziös ■ exakt ■ glei<strong>ch</strong>zeitig<br />

Viele Grundübungen eignen si<strong>ch</strong> au<strong>ch</strong> hervorragend als Kräftigungsübungen<br />

für die Rumpfmuskulatur, zur S<strong>ch</strong>ulung des Wasser- und<br />

Lagegefühls, aber au<strong>ch</strong> zur Förderung der Kooperationsfähigkeit.<br />

Auf einen Blick<br />

■ sanfter Umgang mit dem Wasser<br />

■ gestreckt, kontrolliert<br />

■ alleine, zu zweit oder in der Gruppe


4. Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen 3 / 32<br />

Wissenswertes für den Unterri<strong>ch</strong>t<br />

S<strong>ch</strong>wimmen<br />

Das S<strong>ch</strong>wimmen ist ein wi<strong>ch</strong>tiger Bestandteil des Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmens. Hauptakzente<br />

bei allen Übungen sind:<br />

■ rhythmis<strong>ch</strong>e Bewegungsabläufe<br />

■ zügig, ohne Unterbre<strong>ch</strong>ung<br />

■ mögli<strong>ch</strong>st spritzerlos<br />

Paddeln<br />

Das Paddeln dient dazu, den Körper in allen drei Dimensionen vorwärts, rückwärts,<br />

seitwärts na<strong>ch</strong> oben und unten zu bewegen oder/und in allen drei A<strong>ch</strong>sen<br />

zu drehen.<br />

Die Grundregeln des Paddelns sind:<br />

■ Wasserverdrängung in eine Ri<strong>ch</strong>tung ergibt eine Vorwärtsbewegung in der<br />

entgegengesetzten Ri<strong>ch</strong>tung.<br />

■ Ein regelmässiger, konstanter Druck aufs Wasser ergibt ein glei<strong>ch</strong>mässiges<br />

Gleiten.<br />

■ Wasserverdrängung im Berei<strong>ch</strong> des Körpers<strong>ch</strong>werpunktes ergibt Stabilität.<br />

Syn<strong>ch</strong>ron heisst:<br />

■ glei<strong>ch</strong>zeitig<br />

■ zeitglei<strong>ch</strong><br />

■ glei<strong>ch</strong>laufend<br />

Diese Idee lässt si<strong>ch</strong> au<strong>ch</strong> auf andere<br />

Berei<strong>ch</strong>e übertragen!<br />

Aktion = Reaktion<br />

Ri<strong>ch</strong>tig paddeln:<br />

Die Oberarme mögli<strong>ch</strong>st ruhig halten. Die Unterarme<br />

bes<strong>ch</strong>reiben mit gestreckten Händen von den Fingerspitzen<br />

her gesehen eine liegende A<strong>ch</strong>t. Dadur<strong>ch</strong><br />

wird ständig glei<strong>ch</strong>mässiger Druck auf das Wasser<br />

ausgeübt.<br />

■ Keine ruckartigen Bewegungen!<br />

Paddeln lernen:<br />

Auf einer fla<strong>ch</strong>en Unterlage (Tis<strong>ch</strong>/Boden) führen<br />

die Unterarme s<strong>ch</strong>eibenwis<strong>ch</strong>erartige, elipsenförmige<br />

Bewegungen (liegende A<strong>ch</strong>t) aus.<br />

■ Die Handflä<strong>ch</strong>en zeigen immer na<strong>ch</strong> unten.<br />

■ Die Hände gehen dabei aufeinander zu und voneinander<br />

weg.<br />

■ Bei der Einwärtsbewegung wird die Daumenseite,<br />

bei der Auswärtsbewegung die Kleinfingerseite<br />

der Hand aufgestellt.<br />

Grundtypen des Paddelns:<br />

Fla<strong>ch</strong>e Handhaltung: Paddeln an Ort. Die Handseiten<br />

gehen immer voraus; die Handgelenke bleiben gestreckt.<br />

Immer Druck auf den<br />

Handflä<strong>ch</strong>en!<br />

Auswärts: Daumen tief<br />

Einwärts: Kleiner Finger tief<br />

Der Handrücken zeigt immer in die<br />

S<strong>ch</strong>wimmri<strong>ch</strong>tung!<br />

Druck aufs Wasser<br />

Aufgestellte Handhaltung: Kopfwärts paddeln. Die<br />

Handgelenke gehen immer voraus.<br />

Abgewinkelte Handhaltung: Fusswärts paddeln.<br />

Die Fingerspitzen gehen immer voraus.<br />

Körperhaltungen<br />

Beim Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen ist der Körper bei jeder<br />

Haltung und Bewegung völlig gestreckt und kontrolliert.<br />

Wie ein Brett


4. Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen 3 / 33<br />

Wir lernen das Paddeln<br />

Das Paddeln ist die wi<strong>ch</strong>tigste Grundlage im Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen.<br />

Deshalb soll die Paddelte<strong>ch</strong>nik korrekt gelehrt und gelernt und immer<br />

wieder geübt werden. Während im Wettkampfsport über 12 Paddelte<strong>ch</strong>niken<br />

angewendet werden, bes<strong>ch</strong>ränken wir uns anfängli<strong>ch</strong> auf<br />

das Paddeln in Rückenlage.<br />

LH = Lernhilfe<br />

An Ort paddeln: Versu<strong>ch</strong>e, wie ein Baumstamm auf<br />

das Wasser zu liegen. Der Körper ist gestreckt, die<br />

Beine sind ges<strong>ch</strong>lossen.<br />

LH: Wenn die Beine absinken, kannst du einen Pullbuoy<br />

zwis<strong>ch</strong>en die Fussgelenke klemmen.<br />

Die Anwendung von einfa<strong>ch</strong>en<br />

Lernhilfen bes<strong>ch</strong>leunigt den Lernprozess<br />

und fördert frühe Erfolgserlebnisse.<br />

Der Bassinrand als Lernhilfe: Lege die Zehenspitzen<br />

auf den Bassinrand oder auf die Überlaufrinne und<br />

versu<strong>ch</strong>e, an Ort zu paddeln. Beoba<strong>ch</strong>te dabei besonders<br />

die Paddelte<strong>ch</strong>nik: Bes<strong>ch</strong>reibe mit den<br />

Handflä<strong>ch</strong>en eine liegende A<strong>ch</strong>t, so dass du immer<br />

Widerstand (Druck) an den Handflä<strong>ch</strong>en spürst.<br />

Zu zweit "trocken": Legt eu<strong>ch</strong> in Rückenlage auf den<br />

Boden, die Beine gegeneinander: Klemmt eu<strong>ch</strong> gegenseitig<br />

mit den Beinen / Füssen ein (LH). Die Beine<br />

sind gestreckt. Die Unterarme führen die Paddelte<strong>ch</strong>nik<br />

langsam aus; S<strong>ch</strong>ultern und Oberarme werden<br />

ni<strong>ch</strong>t bewegt! Dabei streifen die Handkanten<br />

den Boden: beim Einwärtsdrücken die Kleinfingerkanten,<br />

beim Auswärtspaddeln die Daumenseiten<br />

der Handflä<strong>ch</strong>en. Dasselbe im Wasser!<br />

Kopfwärts paddeln: Versu<strong>ch</strong>e, kopfwärts zu paddeln.<br />

Behalte die Paddelte<strong>ch</strong>nik, die du gelernt hast,<br />

bei. Während du beim Paddeln am Ort die Handflä<strong>ch</strong>en<br />

immer zum Beckenboden geri<strong>ch</strong>tet hattest,<br />

zeigst du jetzt mit den Handflä<strong>ch</strong>en zu den Füssen.<br />

Die Fingerspitzen zeigen immer na<strong>ch</strong> oben!<br />

LH: Pull-buoy zwis<strong>ch</strong>en die Fussgelenke geklemmt.<br />

Je näher du beim S<strong>ch</strong>werpunkt<br />

paddelst, desto weniger sinken<br />

die Beine ab, wenn du ni<strong>ch</strong>t mehr<br />

abstützest! Warum?<br />

4 / S. 24<br />

Trockenübungen verstärken die<br />

Bewegungsvorstellung: Man kann<br />

si<strong>ch</strong> ohne "Wasserprobleme" auf<br />

die Bewegung konzentrieren.<br />

Zum statis<strong>ch</strong>en kommt jetzt der<br />

dynamis<strong>ch</strong>e Auftrieb hinzu. Deshalb<br />

geht es jetzt s<strong>ch</strong>on besser!<br />

4 / S. 28<br />

Wir lernen das Wasserstampfen<br />

Um in einer Vorführung (Kür) die Arme frei halten zu können, muss mit<br />

den Beinen genügend und regelmässig Auftrieb erzeugt werden. Dies<br />

ist mögli<strong>ch</strong> mit dem Wasserstampfen.<br />

Wasserstampfen: Versu<strong>ch</strong>e, an Ort "aufre<strong>ch</strong>t" Brustbeins<strong>ch</strong>läge<br />

auszuführen.<br />

■ Sitz auf dem Bassinrand: führe we<strong>ch</strong>selseitig<br />

langsam Brustbeins<strong>ch</strong>läge aus: li, re, li, re...<br />

■ Versu<strong>ch</strong>e dasselbe im Wasser!<br />

Lehrend lernen: Beoba<strong>ch</strong>te deinen Partner:<br />

■ Ist der Körper aufre<strong>ch</strong>t in lei<strong>ch</strong>t sitzender Position?<br />

■ Sind die Obers<strong>ch</strong>enkel beinahe parallel?<br />

■ Sind die Füsse stark angewinkelt?<br />

■ Bleibt der Kopf trotz Beinkreisen ruhig?<br />

LH: Stütze di<strong>ch</strong> auf beiden Seiten<br />

dur<strong>ch</strong> lei<strong>ch</strong>ten Druck auf zwei<br />

S<strong>ch</strong>wimmbretter oder mit Paddelbewegungen<br />

der Hände.<br />

Die glei<strong>ch</strong>e Te<strong>ch</strong>nik verwendet<br />

der Wasserballtorwart, damit er<br />

die Hände für die Abwehr gebrau<strong>ch</strong>en<br />

kann. Versu<strong>ch</strong>e einmal,<br />

Wasserballtorwart zu spielen!


4. Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen 3 / 34<br />

Wir lernen einige Körperhaltungen und Lagepositionen<br />

Wenn das Paddeln beherrs<strong>ch</strong>t wird, können einige Kunststücke (Haltungen/Lagen)<br />

gelernt werden. S<strong>ch</strong>on mit wenigen Haltungen, in Kombination<br />

mit einfa<strong>ch</strong>en Lageübungen, sind eindrucksvolle "Bilder" mögli<strong>ch</strong>!<br />

Alle Haltungen sollen immer<br />

wieder in Verbindung mit der<br />

sauberen Grundstellung (Paddeln<br />

in Rückenlage) geübt und miteinander<br />

beliebig kombiniert werden.<br />

Spielen mit dem Glei<strong>ch</strong>gewi<strong>ch</strong>t: Dur<strong>ch</strong> lei<strong>ch</strong>tes Anheben<br />

der Arme aus dem Wasser kannst du das Absinken<br />

der Beine verhindern.<br />

■ Atme vorher kräftig ein, denn mit vollen Lungen<br />

s<strong>ch</strong>wimmt der Körper no<strong>ch</strong> besser!<br />

■ Bleibe mutig in dieser Position, au<strong>ch</strong> wenn du<br />

anfängli<strong>ch</strong> das Gefühl hast, du würdest absinken!<br />

LH: Der Partner stützt die Füsse.<br />

Auf das Wasser liegen: Lege di<strong>ch</strong> mit lei<strong>ch</strong>t gespreizten<br />

Armen und Beinen fla<strong>ch</strong> aufs Wasser. Bea<strong>ch</strong>te,<br />

wie die Beine langsam absinken. Warum?<br />

■ Je mehr du di<strong>ch</strong> streckst und spannst, desto eher<br />

bleibst du an der Wasseroberflä<strong>ch</strong>e.<br />

Erleben – Erfahren – Erkennen!<br />

4 / S. 24<br />

Gehockte Haltung: Körper ganz eng zusammenziehen,<br />

Knie zusammen an der Stirn, Fersen am Gesäss.<br />

Paddeln an Ort zum Stabilisieren.<br />

Zuber-Haltung: Aus der gestreckten Rückenlage<br />

werden die Unters<strong>ch</strong>enkel und Füsse waagre<strong>ch</strong>t auf<br />

Höhe der Wasserlinie gegen den Oberkörper gezogen,<br />

bis die Obers<strong>ch</strong>enkel senkre<strong>ch</strong>t stehen. Die Ohren<br />

sind im Wasser, der Rücken bleibt gerade.<br />

Gestreckte Füsse sehen s<strong>ch</strong>öner<br />

aus!<br />

4 / S. 21<br />

Flamingo-Haltung: Aus der "Zuber-Haltung" wird ein<br />

Bein senkre<strong>ch</strong>t in die Höhe gestreckt, das andere<br />

bleibt in der Zuber-Haltung und wird näher zum Kinn<br />

gezogen. Wer s<strong>ch</strong>afft es, dass das Bein wirkli<strong>ch</strong><br />

senkre<strong>ch</strong>t und s<strong>ch</strong>ön gestreckt aus dem Wasser<br />

ragt?<br />

Beugeknie-Haltung: Aus der gestreckten Rückenlage<br />

wird ein Bein langsam angezogen, bis dessen<br />

Obers<strong>ch</strong>enkel senkre<strong>ch</strong>t steht. Die Hüfte mögli<strong>ch</strong>st<br />

an der Wasseroberflä<strong>ch</strong>e halten. Paddeln ni<strong>ch</strong>t vergessen.<br />

Ballettbein-Haltung: Der erste Teil ist glei<strong>ch</strong> wie das<br />

Beugeknie. Nun wird der Unters<strong>ch</strong>enkel no<strong>ch</strong> angehoben<br />

und senkre<strong>ch</strong>t na<strong>ch</strong> oben gestreckt.<br />

Kräftig paddeln!


4. Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen 3 / 35<br />

Wir lernen einige Figuren<br />

Na<strong>ch</strong>dem das Paddeln und die Grobform einiger Haltungen bekannt<br />

sind, wagen wir uns an exakte, einfa<strong>ch</strong>e Figuren und gliedern sie von<br />

der Ausgangsposition über die Grundhaltung zur S<strong>ch</strong>lussposition.<br />

Salto rückwärts:<br />

A: Paddeln in gestreckter Rückenlage an Ort<br />

B: Verstärktes Paddeln bei den Hüften, enges Zusammenziehen<br />

des Körpers, Salto rw, ohne zu spritzen;<br />

langsames Ausstrecken<br />

S: Gestreckte Rückenlage an Ort<br />

Zuber:<br />

A: Paddeln in gestreckter Rückenlage an Ort<br />

B: Zusammenziehen des Körpers bis zur Zuberhaltung;<br />

in dieser Haltung an Ort langsam um 360 Grad<br />

drehen ohne zu spritzen, dann wieder langsames<br />

Ausstrecken<br />

S: gestreckte Rückenlage an Ort<br />

Flamingo:<br />

A: Paddeln in gestreckter Rückenlage an Ort<br />

B: Zusammenziehen via Zuber-Haltung zur Flamingo-<br />

Haltung, Flamingo-Haltung zeigen, über die Zuber-<br />

Haltung zurück in die Rückenlage<br />

S: gestreckte Rückenlage an Ort<br />

Wasserrad:<br />

A: gestreckte Rückenlage an Ort<br />

B: Beine spreizen, um 90 Grad drehen (na<strong>ch</strong> links<br />

oder re<strong>ch</strong>ts) zur Seitlage und glei<strong>ch</strong>zeitig die Beine<br />

anwinkeln, bis der vordere Fuss das hintere Knie berührt.<br />

In dieser versetzt gehockten Lage an der Wasseroberflä<strong>ch</strong>e<br />

wie ein Rad um 360 Grad drehen,<br />

dann wieder via gespreizte Rückenlage zurück in die<br />

gestreckte Rückenlage.<br />

S: gestreckte Rückenlage an Ort<br />

Auster:<br />

A: Paddeln in der gestreckten Rückenlage an Ort<br />

B: Arme unter Wasser seitwärts abwärts bis auf<br />

S<strong>ch</strong>ulterhöhe führen: Von unten na<strong>ch</strong> oben "Wasser<br />

s<strong>ch</strong>öpfen", glei<strong>ch</strong>zeitig das Gesäss tiefdrücken und<br />

die gestreckten Beine anhe<strong>ch</strong>ten. Hände und Füsse<br />

berühren si<strong>ch</strong> über Wasser.<br />

S: In dieser Position abtau<strong>ch</strong>en und "lautlos absinken".<br />

Von dort z.B. mit Wassertreten auftau<strong>ch</strong>en<br />

oder mit einer anderen Figur verbinden.<br />

Drei "S<strong>ch</strong>lüsselpositionen":<br />

A = Ausgangsposition<br />

B = Grundhaltung und Bewegung<br />

S = S<strong>ch</strong>lussposition<br />

Je höher der Salto im, resp. "über"<br />

Wasser gedreht wird, desto besser....<br />

aber au<strong>ch</strong> s<strong>ch</strong>wieriger!<br />

Langsamer ist eleganter!<br />

Ni<strong>ch</strong>t "fahren"; am Ort bleiben!<br />

Wettbewerbs-Ideen:<br />

■ Wessen Bein bleibt mögli<strong>ch</strong>st<br />

lange senkre<strong>ch</strong>t gestreckt?<br />

■ Wer kann in dieser Haltung<br />

lange an Ort bleiben?<br />

Wie eine S<strong>ch</strong>eibe an der Wasseroberflä<strong>ch</strong>e<br />

drehen. Beoba<strong>ch</strong>tet<br />

eu<strong>ch</strong> gegenseitig!<br />

Die Auster eignet si<strong>ch</strong> gut als<br />

Abtau<strong>ch</strong>variante und somit als<br />

Verbindungselement oder als<br />

Abs<strong>ch</strong>luss in Küren.<br />

4 / S. 21<br />

Beugeknie:<br />

A: Paddeln in der gestreckten Rückenlage an Ort<br />

B: Einen Fuss am andern Unters<strong>ch</strong>enkel entlang bis<br />

zur Beugekniehaltung anziehen. In dieser Haltung<br />

verharren und wieder langsam ausstrecken (Kontakt<br />

mit Fussspitze am anderen Unters<strong>ch</strong>enkel).<br />

S: gestreckte Rückenlage an Ort<br />

Langsam und kontrolliert wirkt<br />

s<strong>ch</strong>öner als mögli<strong>ch</strong>st s<strong>ch</strong>nell!<br />

Weitere Figuren:<br />

Testunterlagen des IVSCH<br />

siehe 4 / S. 40


4. Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen 3 / 36<br />

Wir lernen Fla<strong>ch</strong>figuren!<br />

Figuren, Haltungen und Paddelarten können mit Fla<strong>ch</strong>figuren ergänzt<br />

und zu einer Vorführung ("Show") kombiniert werden. Das Einüben von<br />

Fla<strong>ch</strong>figuren brau<strong>ch</strong>t gute Disziplin jedes einzelnen und verlangt kooperatives<br />

Arbeiten.<br />

Tips zum Erarbeiten von Fla<strong>ch</strong>figuren:<br />

■ Es ist ratsam, eine Vorführung mit den S<strong>ch</strong>ülern zuerst an Land (eventuell in<br />

der Turnhalle) einzuüben.<br />

■ Notizen über Anzahl Takte sowie Art und Standort der Fla<strong>ch</strong>figuren sind hilfrei<strong>ch</strong>.<br />

Dabei kann das Legen von Zündhölzern beim Erarbeiten und Erklären von<br />

einzelnen Fla<strong>ch</strong>figuren die Vorstellung erlei<strong>ch</strong>tern.<br />

■ Beim Einüben (au<strong>ch</strong> an Land) zählen alle Beteiligten laut mit; die Arm- und Körperbewegungen<br />

werden simuliert.<br />

■ Im Wasser wird das Hören s<strong>ch</strong>wieriger, weil die Ohren im Wasser sind. Das<br />

S<strong>ch</strong>lagen eines Metallgegenstandes an die Bassinleiter (oder zwei Steine gegeneinander)<br />

als Unterstützung des Zählens ist ratsam (Stimme s<strong>ch</strong>onen).<br />

■ Die S<strong>ch</strong>wimmbrille oder Tau<strong>ch</strong>maske ermögli<strong>ch</strong>t ein besseres Orientieren unter<br />

Wasser. Die Tau<strong>ch</strong>maske verhindert zudem das Eindringen von Wasser in die<br />

Nase.<br />

■ Wenn die Übungsverbindungen klappen, kann als rhythmis<strong>ch</strong>e Unterstützung<br />

au<strong>ch</strong> Musik eingesetzt werden.<br />

■ Übt anfängli<strong>ch</strong> in kleinen Gruppen (zu zweit, zu dritt, zu viert).<br />

Die folgenden Fla<strong>ch</strong>figuren sind den Voraussetzungen (Anzahl S<strong>ch</strong>üler, Anlage, Können usw.) anzupassen.<br />

Kolonne:<br />

Eignet si<strong>ch</strong> gut als Beginn, Abs<strong>ch</strong>luss oder Verbindung<br />

zwis<strong>ch</strong>en einzelnen Figuren.<br />

Kreis:<br />

Im Kreis sind Syn<strong>ch</strong>ronfiguren mit beliebiger Teilnehmerzahl<br />

mögli<strong>ch</strong>. Die Gruppe kann si<strong>ch</strong> unter<br />

Wasser "besammeln" und als Kreis auftau<strong>ch</strong>en. Einfa<strong>ch</strong>e<br />

Fla<strong>ch</strong>figuren wirken im Kreis sehr gut!<br />

Reihen:<br />

Analog zum oben bes<strong>ch</strong>riebenen Kreis bieten si<strong>ch</strong> in<br />

Kolonnen wiederum vers<strong>ch</strong>iedene Formationen an:<br />

als eigenständige Form, aber au<strong>ch</strong> wieder als Verbindung<br />

zwis<strong>ch</strong>en Figuren!<br />

Viele Elemente des Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmens<br />

eignen si<strong>ch</strong> im<br />

Sportunterri<strong>ch</strong>t sehr gut zum Aufwärmen,<br />

aber au<strong>ch</strong> als eigentli<strong>ch</strong>e<br />

Gymnastikübungen.<br />

Die S<strong>ch</strong>üler planen mit!


4. Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen 3 / 37<br />

Wir lernen und üben eine Gruppenkür<br />

Je na<strong>ch</strong> Gruppengrösse, Können und Zielsetzung sind bereits mit einfa<strong>ch</strong>en<br />

Grundelementen eindrückli<strong>ch</strong>e Vorführungen mögli<strong>ch</strong>, die si<strong>ch</strong> z.B.<br />

für S<strong>ch</strong>wimmfeste, Elternabende, als Abs<strong>ch</strong>luss von S<strong>ch</strong>uls<strong>ch</strong>wimmwettbewerben,<br />

aber au<strong>ch</strong> als eigentli<strong>ch</strong>e Lernziele eignen.<br />

Ein Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmtest des<br />

IVSCH ist ein sinnvolles Lernziel!<br />

4 / S. 21<br />

Tips zum Üben mit Musik:<br />

■ Der Rhythmus der Musik muss "zwingend" und gut hörbar sein.<br />

■ Die Musik sollte immer etwa glei<strong>ch</strong> laut ertönen (Musikauswahl!).<br />

■ Or<strong>ch</strong>estermusik ist Solo- und Gesangsvorträgen vorzuziehen.<br />

■ Wähle 4/4 oder 3/4 Takt!<br />

■ Die Musik sollte allen gefallen. Die Auswahl erfolgt demna<strong>ch</strong> gemeinsam!<br />

■ Begleite anfängli<strong>ch</strong> den Rhythmus dur<strong>ch</strong> lautes Zählen (oder S<strong>ch</strong>lagen mit einem Metallgegenstand an die Bassinleiter ).<br />

■ Alle zählen beim Einüben den Takt laut mit.<br />

■ Anfängli<strong>ch</strong> genügt ein Kassettengerät mit guter Verstärkung (ev. an die Lautspre<strong>ch</strong>eranlage des Bades ans<strong>ch</strong>liessen).<br />

■ Für häufigen Gebrau<strong>ch</strong> lohnt si<strong>ch</strong> die Ans<strong>ch</strong>affung einer Musikanlage mit Unter- und Überwasserlautspre<strong>ch</strong>ern.<br />

Vors<strong>ch</strong>lag für eine Gruppenkür für 8 S<strong>ch</strong>üler<br />

Bild 1<br />

Bild 2<br />

Bild 3 (<strong>1.</strong> Höhepunkt!)<br />

Bild 4<br />

■ Ausgangsstellung am<br />

Bassinrand<br />

■ fussw. bzw. kopfw.<br />

in den Stern paddeln<br />

■ in die Zuberhaltung<br />

übergehen<br />

■ in Zuberhaltung ganze<br />

Drehung<br />

■ je 1 Salto rw (der Reihe<br />

na<strong>ch</strong>)<br />

■ Nr. 2/7/3/6 vers<strong>ch</strong>ieben<br />

si<strong>ch</strong> kopfw.<br />

■ Arme und Beine spreizen<br />

■ Hände rep. Füsse des<br />

Partners fassen<br />

■"Stern" zeigen<br />

(<strong>1.</strong> Kürhöhepunkt!)<br />

■ Füsse wieder loslassen<br />

■ Auster, abtau<strong>ch</strong>en und<br />

■ unter Wasser zu neuer<br />

Figur sammeln<br />

■ in Reihen auftau<strong>ch</strong>en<br />

■ Figur ausri<strong>ch</strong>ten, gestreckte<br />

Rückenlage<br />

■ Wasserrad<br />

■"Aufstehen" und Wasserstampfen<br />

■ reihenweise fussvoran<br />

abtau<strong>ch</strong>en<br />

Bild 5<br />

Bild 6<br />

Bild 7 (2. Höhepunkt!)<br />

Bild 8<br />

■ unter Wasser im Kreis<br />

und fassen<br />

■ mit gehaltenen Händen<br />

voran auftau<strong>ch</strong>en<br />

■ in die Rückenlage,Hände<br />

lösen, paddeln und<br />

Rückenkraulbeins<strong>ch</strong>lag<br />

"auseinanderfahren"<br />

■ Salto rw, Zuberhaltung<br />

■ Flamingo zur gestreckten<br />

Rückenlage<br />

■ Zuberhaltung<br />

■ in Zuberhaltung zu<br />

2 Reihen formieren<br />

■ gestreckte Rückenlage<br />

mit Paddeln<br />

■ gespreizte Rückenlage,<br />

Hände des Vorderen fassen<br />

die Füsse des Hinteren<br />

■ Kette zeigen<br />

(= 2. Kürhöhepunkt)<br />

■ gestreckte Rückenlage,<br />

langsam "aufstehen"<br />

■ in Brustlage als<br />

Kolonne im Takt der Musik<br />

zum Bassinrand zurücks<strong>ch</strong>wimmen


4. Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen 3 / 38<br />

Weitere Spiel- und Übungsformen<br />

Die folgenden Spiel- und Übungsformen sollen anregen, au<strong>ch</strong> im Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen<br />

vers<strong>ch</strong>iedenste Formen anzuwenden. Übungen aus<br />

dem Berei<strong>ch</strong> des Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmens sollten zudem vermehrt au<strong>ch</strong><br />

im übrigen S<strong>ch</strong>wimmunterri<strong>ch</strong>t eingebettet werden: Sie lockern auf und<br />

fordern heraus!<br />

Üben im Strom: Paddeln und Figuren legen als<br />

"Duett", im Takt einer Begleitung. Immer in der<br />

S<strong>ch</strong>wimmbahn im Strom paddeln. Am Ende der<br />

S<strong>ch</strong>wimmbahn "aussteigen", zurückgehen.<br />

■ S<strong>ch</strong>wimmzüge und Wasserstampfen einbauen!<br />

Den S<strong>ch</strong>all unter Wasser erleben,<br />

z.B. mit 2 Steinen oder 2 Tau<strong>ch</strong>tellern,<br />

die unter Wasser gegeneinander<br />

ges<strong>ch</strong>lagen werden.<br />

In Brustlage paddeln: Gelingt es, im Wasser zu liegen<br />

und vorwärts und/oder rückwärts zu paddeln?<br />

■ Wie lange/wie s<strong>ch</strong>nell s<strong>ch</strong>affst du es?<br />

■ Was geht besser: kopfwärts oder fusswärts?<br />

■ Was ist s<strong>ch</strong>neller: Brustlage oder Rückenlage?<br />

Brusts<strong>ch</strong>wimmen: Aufre<strong>ch</strong>t s<strong>ch</strong>wimmen. Laut- und<br />

spritzerlos abtau<strong>ch</strong>en, 5 Meter tau<strong>ch</strong>en, laut- und<br />

spritzerlos auftau<strong>ch</strong>en, "aufre<strong>ch</strong>t" ruhig 5 Meter weiters<strong>ch</strong>wimmen,<br />

wieder abtau<strong>ch</strong>en usw.<br />

■ kombinieren mit Haltungs-We<strong>ch</strong>seln<br />

■ kombinieren mit Ri<strong>ch</strong>tungs-We<strong>ch</strong>seln<br />

■ kombiniert mit Auftau<strong>ch</strong>ort-We<strong>ch</strong>seln<br />

■ au<strong>ch</strong> fusswärts abtau<strong>ch</strong>en<br />

Balltransport: Gelingt es, in einer der folgenden Positionen<br />

einen Ball zu stossen:<br />

■ Rückenlage, Ball fusswärts stossen<br />

■ Zuberhaltung, Ball fusswärts stossen oder sogar<br />

auf den S<strong>ch</strong>ienbeinen tragen<br />

■ in der Flamingohaltung mit einem Fuss stossen<br />

Kombinationen:<br />

■ Paddeln kopfw., Zuber, halbe Drehung;<br />

■ Paddeln fussw., Zuber, halbe Drehung usw.<br />

Wer findet eigene Übungsformen? Erarbeitet diese<br />

zu zweit und stellt sie den anderen vor!<br />

Eine wählen wir aus und üben diese gemeinsam!<br />

Flamingo im Takt:<br />

1-8 Flamingohaltung re<strong>ch</strong>tes Bein,1-8 Paddeln fussw.<br />

1-8 Flamingohaltung linkes Bein, 1-8 Paddeln kopfw.<br />

1-8 Flamingohaltung re<strong>ch</strong>tes Bein, 1-8 Paddeln usw.<br />

Jedes Abtau<strong>ch</strong>en beim Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen<br />

ist mögli<strong>ch</strong>st spritzerlos!<br />

Der Ball ist au<strong>ch</strong> im Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen<br />

ein motivierendes<br />

Spielgerät!<br />

Kombinationen fördern die Koordinations-<br />

und Orientierungsfähigkeit.<br />

Als Rhythmusunterstützung einen<br />

Metallgegenstand an die Bassinleiter<br />

s<strong>ch</strong>lagen!<br />

Der Wasser-Spiegel: "Steht" aufre<strong>ch</strong>t im Wasser<br />

(Wasserstampfen) und ma<strong>ch</strong>t eu<strong>ch</strong> gegenseitig<br />

Armbewegungen vor (wie ein Spiegel). Wer kann<br />

dazu no<strong>ch</strong> la<strong>ch</strong>en und Sprü<strong>ch</strong>e ma<strong>ch</strong>en?<br />

Fangformen: Mehrere Fänger versu<strong>ch</strong>en, die Mitspieler<br />

zu fangen (berühren). Wer in einer vorher bestimmten<br />

Haltung ausharrt, darf ni<strong>ch</strong>t gefangen werden.<br />

Gefangene werden zu neuen Fängern.<br />

Weitere Ideen siehe<br />

" Bu<strong>ch</strong>er, W.: 1001 Spiel- und<br />

Übungsformen im<br />

S<strong>ch</strong>wimmen, Kap. 7.4.


5. Wasserball 3 / 39<br />

5. Wasserball<br />

Wasserball ist eine attraktive und anspru<strong>ch</strong>svolle Wassersportart. Zwei<br />

Sportarten sind kombiniert, nämli<strong>ch</strong> Handball und S<strong>ch</strong>wimmen. In diesem<br />

Kapitel geht es darum, Wasserballspiele als Vorstufe zum eigentli<strong>ch</strong>en<br />

Wasserball zu lernen und zu spielen. Dabei soll die Idee des Wasserball-<br />

Spiels übernommen, jedo<strong>ch</strong> den Voraussetzungen angepasst werden.<br />

Deshalb sind ni<strong>ch</strong>t die (internationalen) Wasserballregeln massgebend,<br />

sondern einfa<strong>ch</strong>e, wenn mögli<strong>ch</strong> selbst erarbeitete Spielregeln, die das<br />

Spiel ni<strong>ch</strong>t unnötig und zu häufig unterbre<strong>ch</strong>en.<br />

Einfa<strong>ch</strong>e Ballspiele<br />

1 / S. 18 ff.<br />

Einfa<strong>ch</strong>e Regelkunde:<br />

4 / S. 34<br />

Das ist Wasserball: ■ spannend ■ athletis<strong>ch</strong> ■ überall mögli<strong>ch</strong><br />

Viele Übungen mit dem Ball eignen si<strong>ch</strong> au<strong>ch</strong> als spieleris<strong>ch</strong>e Konditionstrainingsformen<br />

und lockern das S<strong>ch</strong>wimmtraining auf. Das eigentli<strong>ch</strong>e<br />

Wasserballspiel erfordert eine gute S<strong>ch</strong>wimmte<strong>ch</strong>nik, gute Ballhandhabung<br />

und sehr gute konditionelle Fähigkeiten.<br />

Auf einen Blick<br />

■ attraktiv und anspru<strong>ch</strong>svoll<br />

■ nur einfa<strong>ch</strong>e Regeln anwenden<br />

■ Ni<strong>ch</strong>t nur Wasserball, sondern<br />

au<strong>ch</strong> andere Ballspiele im Wasser<br />

spielen!


5. Wasserball 3 / 40<br />

Wir lernen und üben Wasserball-S<strong>ch</strong>wimmarten<br />

S<strong>ch</strong>nelles Starten und Wenden im Wasser, aber au<strong>ch</strong> eine mögli<strong>ch</strong>st<br />

gute Übersi<strong>ch</strong>t (hoher Kopf) bedingen spezielle Te<strong>ch</strong>niken. Wie kann<br />

man sie lehren und lernen? Auf dieser Seite werden einige Grundte<strong>ch</strong>niken<br />

vorgestellt.<br />

Erweitere das S<strong>ch</strong>wimmtraining<br />

immer wieder mit Übungen aus<br />

dem Wasserball, dem Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen<br />

und dem <strong>Rettungss<strong>ch</strong>wimmen</strong>!<br />

Wasserball-Kraul: S<strong>ch</strong>wimme Kraul und a<strong>ch</strong>te auf<br />

folgendes: Der Kopf ist ho<strong>ch</strong>, das Kinn ni<strong>ch</strong>t im Wasser.<br />

Der Blick ist na<strong>ch</strong> vorne geri<strong>ch</strong>tet. Der Armzug<br />

ist kurz und kräftig. Das Eintau<strong>ch</strong>en der Hände erfolgt<br />

mit gebeugten Armen etwa s<strong>ch</strong>ulterbreit. Der<br />

kräftige Beins<strong>ch</strong>lag unterstützt die hohe Wasserlage.<br />

Beoba<strong>ch</strong>tet eu<strong>ch</strong> gegenseitig!<br />

LH: Flossen<br />

Vers<strong>ch</strong>iedenste Spiel- und Stafettenformen!<br />

Wasserball-Kraul mit Ball: Die S<strong>ch</strong>wimmte<strong>ch</strong>nik<br />

bleibt unverändert. Der Ball wird (bei genügendem<br />

Tempo) von der Bugwelle vorwärtsges<strong>ch</strong>oben. Die<br />

anfängli<strong>ch</strong>en Ballberührungen dur<strong>ch</strong> Kopf und Arme<br />

sollten mit der Zeit ni<strong>ch</strong>t mehr vorkommen.<br />

Wasserballkraul mit und ohne Ball<br />

ist eine wirkungsvolle Trainingsform,<br />

dur<strong>ch</strong> die in kurzer Zeit hohe<br />

Organbelastungen und somit Trainingsreize<br />

mögli<strong>ch</strong> sind!<br />

4 / S. 29 ff.<br />

Wassertreten: S<strong>ch</strong>wimme in aufre<strong>ch</strong>ter Körperlage,<br />

lei<strong>ch</strong>t sitzend. Neige den Oberkörper lei<strong>ch</strong>t na<strong>ch</strong><br />

vorne und führe mit den Beinen we<strong>ch</strong>selseitig (linksre<strong>ch</strong>ts-links-re<strong>ch</strong>ts...)<br />

kreisende Beins<strong>ch</strong>läge (Brustbeins<strong>ch</strong>läge)<br />

aus. Die Obers<strong>ch</strong>enkel sind dabei beinahe<br />

parallel zur Wasseroberflä<strong>ch</strong>e. Die Fussspitzen<br />

zeigen immer na<strong>ch</strong> vorne und bes<strong>ch</strong>reiben eine Ellipse.<br />

Die Te<strong>ch</strong>nik des Wassertretens<br />

beim Syn<strong>ch</strong>rons<strong>ch</strong>wimmen ist<br />

glei<strong>ch</strong>!<br />

3 / S. 33<br />

Freiwasserstart: Versu<strong>ch</strong>e, aus der Seitenlage mögli<strong>ch</strong>st<br />

s<strong>ch</strong>nell zu starten. Mit Vorteil beginnen die<br />

Beine mit einem "S<strong>ch</strong>erenbeins<strong>ch</strong>lag", die Arme<br />

mögli<strong>ch</strong>st s<strong>ch</strong>nell mit dem bekannten Wasserball-<br />

Kraularmzug.<br />

■ Vers<strong>ch</strong>iedenste Reaktionsübungen mit und ohne<br />

Ball wie "Tag und Na<strong>ch</strong>t", Verfolgungss<strong>ch</strong>wimmen<br />

usw.<br />

Reagieren auf vers<strong>ch</strong>iedenste<br />

Signale wie Pfiff, Ruf, Handzei<strong>ch</strong>en,<br />

Berührung ...<br />

Freiwasserwende: Dieser komplexe Bewegungsablauf<br />

wird dur<strong>ch</strong> Spiel- und Übungsformen spontan<br />

gelernt. Übungsbeispiel:<br />

■ Wasserball-Kraul mit hohem Kopf. Auf ein Signal<br />

(z.B. Handzei<strong>ch</strong>en, Pfiff) muss die Ri<strong>ch</strong>tung geändert<br />

werden.<br />

Die Auswahl der Lerninhalte und die Unterri<strong>ch</strong>tsakzente ri<strong>ch</strong>tet si<strong>ch</strong><br />

na<strong>ch</strong> den Zielsetzungen. Wenn wenig Zeit zur Verfügung steht, überwiegen<br />

die Spielformen (mit entspre<strong>ch</strong>enden Hinweisen zu den obigen<br />

Te<strong>ch</strong>niken).


5. Wasserball 3 / 41<br />

Wir lernen Wasserball-Wurfarten und Wasserball-Fangarten<br />

Der grosse Ball, das nasse Element, kein Boden zum Stehen! Diese anfängli<strong>ch</strong><br />

ungünstig s<strong>ch</strong>einenden Voraussetzungen können dur<strong>ch</strong> das<br />

Erlernen einiger spezieller Ballte<strong>ch</strong>niken weitgehend kompensiert, viellei<strong>ch</strong>t<br />

sogar positiv ausgenützt werden. Der Akzent auf dieser Seite liegt<br />

auf dem Umgang mit dem Ball.<br />

Ballaufnahme: Lege den Ball vor dir aufs Wasser.<br />

Versu<strong>ch</strong>e, den Ball mögli<strong>ch</strong>st s<strong>ch</strong>nell einhändig aus<br />

dem Wasser zu "s<strong>ch</strong>öpfen". Wie geht das am besten?<br />

Die Wurfhand greift unter den Ball (= S<strong>ch</strong>öpfgriff)<br />

und führt ihn direkt in die Wurfposition. Versu<strong>ch</strong>e<br />

dies dur<strong>ch</strong> fortgesetztes Aufnehmen und Fallenlassen<br />

des Balles, ohne den Ball zu werfen.<br />

Die speziellen Wurf- und Fangarten<br />

können au<strong>ch</strong> im Sportunterri<strong>ch</strong>t<br />

(z.B. im Umgang mit Handbällen)<br />

gezielt ges<strong>ch</strong>ult werden.<br />

Vernetzter Sportunterri<strong>ch</strong>t!<br />

Vom eigenen Erproben zur ri<strong>ch</strong>tigen<br />

Te<strong>ch</strong>nik!<br />

Ballaufnahme aus dem S<strong>ch</strong>wimmen: S<strong>ch</strong>wimme<br />

Wasserball-Kraul mit dem Ball. Auf ein Signal<br />

nimmst du den Ball auf. Glei<strong>ch</strong>zeitig mit der Ausholbewegung<br />

werden die Beine angezogen, und der<br />

Körper wird zur Seitenlage (Wurfarm hinten) in<br />

Wurfposition gebra<strong>ch</strong>t.<br />

Werfen: Dur<strong>ch</strong> starkes Wassertreten und kreisende<br />

Bewegung des "Ni<strong>ch</strong>t-Wurfarmes" errei<strong>ch</strong>st du eine<br />

hohe Wasserlage und somit eine günstige Wurfposition.<br />

Wir üben dies mit Werfen an die Wand, aufs<br />

Tor (improvisierte Ziele) oder zum Partner.<br />

Bei Platzmangel steht der Partner<br />

ausserhalb des S<strong>ch</strong>wimmbeckens.<br />

Ballannahme: Der ankommende Ball wird mit gestrecktem<br />

Arm mit den Fingerspitzen vor dem Körper<br />

angenommen und hinter dem Kopf wei<strong>ch</strong> abgestoppt.<br />

Anfängli<strong>ch</strong> kann in Spielformen<br />

das beidhändige Fangen toleriert<br />

werden.<br />

Werfen und Fangen: Versu<strong>ch</strong>t zu zweit auf kurze<br />

Distanz einander den Ball zuzuwerfen und ihn<br />

"wei<strong>ch</strong>" zu fangen. A<strong>ch</strong>tet darauf, dass der Ball<br />

ho<strong>ch</strong>, also über den Kopf des Partners, geworfen<br />

wird. Versu<strong>ch</strong>t es au<strong>ch</strong> mit der s<strong>ch</strong>wä<strong>ch</strong>eren Hand!<br />

Diese Übungsform ist au<strong>ch</strong> beim<br />

Aufwärmen in der Turnhalle sehr<br />

gut mögli<strong>ch</strong>!<br />

Der Druckwurf für Spezialisten: Aus dem S<strong>ch</strong>wimmen<br />

führst du die Wurfhand hinter den Ball, wobei<br />

der Daumen na<strong>ch</strong> unten und der Ellenbogen na<strong>ch</strong><br />

auswärts oben zeigen. Nun drückst du den Ball (wie<br />

beim Kugelstossen) Ri<strong>ch</strong>tung Tor (Partner, Ziel).<br />

Alle oben bes<strong>ch</strong>riebenen Fertigkeiten können mit weiteren Spiel- und<br />

Übungsformen aus anderen Ballspielen ges<strong>ch</strong>ult werden.<br />

Weitere Spiel- und Übungsformen<br />

siehe u.a.: "Buholzer,<br />

O. u.a., Spielerziehung"


5. Wasserball 3 / 42<br />

Wir üben und spielen "Wasserball"<br />

S<strong>ch</strong>on mit einfa<strong>ch</strong>sten und improvisierten Mitteln ist es mögli<strong>ch</strong>, wasserballspezifis<strong>ch</strong>e<br />

Spiel- und Übungsformen dur<strong>ch</strong>zuführen. Wi<strong>ch</strong>tig ist,<br />

dass die Aufgabenstellungen und die Spielregeln dem Können der Spieler<br />

angepasst und konsequent gehandhabt werden.<br />

Für s<strong>ch</strong>wä<strong>ch</strong>ere S<strong>ch</strong>wimmer<br />

sind diese Spielformen au<strong>ch</strong> im<br />

untiefen Wasser mögli<strong>ch</strong>.<br />

Einige Grundsätze für Ballspiele im Wasser:<br />

■ Spiele, bei denen auf "Gegner" geworfen wird, sind wenig geeignet,<br />

weil die Treffflä<strong>ch</strong>e auss<strong>ch</strong>liessli<strong>ch</strong> der Kopf ist. Das tut weh, ist gefährli<strong>ch</strong><br />

und hat keinen Sinn!<br />

■ Es sind Spiele zu wählen, bei denen alle Teilnehmer in kleinen Gruppen<br />

aktiv beteiligt sind. Passivität führt s<strong>ch</strong>nell zu Abkühlung und Unlust.<br />

■ Spielregeln sollten so gestaltet werden, dass niemand auss<strong>ch</strong>eiden<br />

oder zus<strong>ch</strong>auen muss.<br />

■ Kein Spieler sollte dazu gezwungen werden, die Funktion des Torwarts<br />

zu übernehmen; es gibt bestimmt Freiwillige! Zudem gibt es viele<br />

Mögli<strong>ch</strong>keiten eines Torhüter-Ersatzes (z.B. S<strong>ch</strong>wimmbrett aufstellen).<br />

■ Die Spiele sollten vom Lehrer (oder von einem Mitspieler) klar und bestimmt<br />

geleitet werden.<br />

Wenn gespielt wird, sind Spielregeln<br />

nötig. Diese müssen jedo<strong>ch</strong><br />

dem Können der Spieler<br />

angepasst sein.<br />

Werden die "offiziellen Spielregeln"<br />

zu früh angewendet,<br />

dann wird das Spiel "im Keim<br />

erstickt, resp. im Wasser ertränkt".<br />

Wasser-Basketball: Kleine Manns<strong>ch</strong>aften (3-5) spielen<br />

gegeneinander auf einen Korb. Vorher müssen<br />

die Spielregeln bekanntgegeben werden. Ni<strong>ch</strong>t erlaubt<br />

sind:<br />

■ den Gegner halten oder s<strong>ch</strong>lagen<br />

■ si<strong>ch</strong> (als Spieler) am Bassinrand halten<br />

■ si<strong>ch</strong> näher als 3 m vor dem gegneris<strong>ch</strong>en Korb<br />

aufzuhalten (= Einführung der Offside-Regel) usw.<br />

Ball über die S<strong>ch</strong>nur: In einem begrenzten Spielfeld<br />

stehen si<strong>ch</strong> (kleine) Manns<strong>ch</strong>aften gegenüber. Der<br />

Ball muss über die Leine geworfen werden und darf<br />

ni<strong>ch</strong>t aufs Wasser fallen. Fangregeln festlegen!<br />

Als Körbe können au<strong>ch</strong> Eimer, aufgehängte<br />

Reifen o.ä. verwendet<br />

werden.<br />

Variante:Der "Korb" wird von<br />

einem Mitspieler ausserhalb des<br />

S<strong>ch</strong>wimmbeckens gehalten und<br />

darf bewegt werden.<br />

Als Leine eignet si<strong>ch</strong> ein Plastik-<br />

"S<strong>ch</strong>reckband", wie es auf Baustellen<br />

und in der Landwirts<strong>ch</strong>aft<br />

verwendet wird.<br />

Bälle fis<strong>ch</strong>en: Zwei glei<strong>ch</strong> grosse Gruppen stehen<br />

si<strong>ch</strong> am Bassinrand gegenüber. Mögli<strong>ch</strong>st viele Bälle<br />

werden ins Wasser geworfen. Auf ein Zei<strong>ch</strong>en hin<br />

versu<strong>ch</strong>t jede Gruppe, mögli<strong>ch</strong>st viele Bälle zu erhas<strong>ch</strong>en<br />

und zum Bassinrand zu bringen.<br />

■ Jeder S<strong>ch</strong>wimmer darf glei<strong>ch</strong>zeitig nur einen Ball<br />

(mit Wasserball-Kraul) holen.<br />

■ Wer im Ballbesitz ist, kann dur<strong>ch</strong> Berührung gestoppt<br />

werden und muss den Ball wegwerfen.<br />

Tag und Na<strong>ch</strong>t: Zwei Gruppen stehen si<strong>ch</strong> im Abstand<br />

von 2 m (je na<strong>ch</strong> Können) gegenüber. Auf<br />

Signal "Tag" startet die Taggruppe zum eigenen Bassinrand<br />

zurück, während die Na<strong>ch</strong>tgruppe versu<strong>ch</strong>t,<br />

die Taggruppe einzuholen. Pro Berührung = 1 Punkt.<br />

■ Wer sammelt die meisten Punkte?<br />

■ ohne Ball<br />

■ mit Führen des Balles<br />

Zu wenig Bälle? Jeder Teilnehmer<br />

nimmt einen eigenen, sauberen<br />

Plastikball von zu Hause mit!<br />

Weitere Beispiele siehe "Wilke,<br />

K., S<strong>ch</strong>wimmsportpraxis,<br />

S. 264 ff."


5. Wasserball 3 / 43<br />

Wir spielen auf's Wasserballtor<br />

Der Torwurf (und dessen Verhinderung) sind die wi<strong>ch</strong>tigsten Aktionen<br />

im Wasserballspiel. Oft steht aus Platzgründen nur ein Tor (o.ä.) zur Verfügung.<br />

Auf dieser Seite werden einige Spiel- und Übungsformen für<br />

den Torwurf (Angriff) und für die Verteidigung gezeigt.<br />

Tor-Ersatz: Wand, Zei<strong>ch</strong>nung an<br />

der Wand, aufgestellte S<strong>ch</strong>wimmbretter,<br />

Eimer, Malstäbe, frei hängende<br />

Leinen usw.<br />

Zielwerfen: Am Bassinrand sind vers<strong>ch</strong>iedenste Gegenstände<br />

aufgestellt, die bei Ballberührungen umfallen.<br />

Gruppe A versu<strong>ch</strong>t, in einer vorgegebenen<br />

Zeit mögli<strong>ch</strong>st viele Gegenstände zu treffen. Gruppe<br />

B gibt die Bälle laufend ins Feld zurück und stellt die<br />

umgeworfenen Gegenstände wieder auf. Jeder Spieler<br />

zählt die eigenen Treffer. We<strong>ch</strong>sel!<br />

Nur wer die Gelegenheit bekommt,<br />

ehrli<strong>ch</strong> und unehrli<strong>ch</strong> zu<br />

sein, kann Ehrli<strong>ch</strong>keit üben!<br />

Sei fair!<br />

Einwerfen: Spieler A steht auf dem Bassinrand.<br />

Spieler B wirft A in s<strong>ch</strong>neller Folge Bälle zu, wobei A<br />

den jeweils gefangenen Ball sofort wieder zu B zurückwirft.<br />

Na<strong>ch</strong> 20 bis 30 lei<strong>ch</strong>ten "Torwürfen" wird<br />

gewe<strong>ch</strong>selt.<br />

Viele Ballkontakte!<br />

Jeder ist Torwart: Glei<strong>ch</strong>e Organisation wie oben,<br />

aber nun ist Spieler A au<strong>ch</strong> im Wasser, 50 cm vom<br />

Bassinrand entfernt. B wirft gegen A. Na<strong>ch</strong> 20 Würfen:<br />

We<strong>ch</strong>sel! Wel<strong>ch</strong>er von beiden wirft auf 20 Versu<strong>ch</strong>e<br />

mehr "Tore"? (Die Torbreite wird vorher bestimmt).<br />

Aus dem Ans<strong>ch</strong>wimmen: Glei<strong>ch</strong>e Organisationsform<br />

wie oben. Nun entfernt si<strong>ch</strong> aber B einige Meter (je<br />

na<strong>ch</strong> Platzverhältnissen) vom "Torwart A". B<br />

s<strong>ch</strong>wimmt an und wirft – von einer vorher genau bestimmten<br />

Distanz – gegen A. Na<strong>ch</strong> 10 Versu<strong>ch</strong>en<br />

wird gewe<strong>ch</strong>selt.<br />

Zwei gegen einen: Die bisherigen "Gegner" A und B<br />

werden Zweiermanns<strong>ch</strong>aften. A ist im Tor, B ist Verteidiger.<br />

C und D sind Angreifer; sie spielen si<strong>ch</strong> den<br />

Ball so oft zu, bis einer der beiden in eine gute Torwurfposition<br />

gelangt. Gelingt C oder D ein Tor, dann<br />

dürfen C und D wieder angreifen. Kann B den Ball<br />

berühren oder A den Ball halten, dann werden C und<br />

D Verteidiger und Torhüter, A und B Angreifer. Wer<br />

wirft mehr Tore?<br />

Variante: Drei gegen drei! Spielregeln erweitern.<br />

Alle sollen einmal erfahren, wie es<br />

ist, im Tor zu "stehen"!<br />

Als Abwurflinie z.B. eine Leine 1 m<br />

über Wasser spannen/halten.<br />

Als Kennzei<strong>ch</strong>en farbige Bademützen<br />

tragen.<br />

Torwart gegen Torwerfer: 2-5 Feldspieler, 1 freiwilliger<br />

Torwart: Die Feldspieler s<strong>ch</strong>wimmen an und werfen<br />

aus einer vereinbarten Distanz aufs Tor. Hält der<br />

Torwart den Ball oder wird neben das Tor geworfen,<br />

hat er einen Punkt. Erfolgt ein Torwurf, haben die<br />

Feldspieler einen Punkt. Wer gewinnt?<br />

Je na<strong>ch</strong> Können, Anlage usw. lassen<br />

si<strong>ch</strong> weitere "Torwurfszenen"<br />

aus anderen Torspielen ins Wasser<br />

übertragen.


5. Wasserball 3 / 44<br />

Wir üben wasserballspezifis<strong>ch</strong>e Fertigkeiten<br />

In Wasserballspielen ist es notwendig, das die spezifis<strong>ch</strong>en Fertigkeiten<br />

gut miteinander koordiniert werden können. Sol<strong>ch</strong>e Fertigkeiten können<br />

zum Beispiel in einem Stationentraining geübt werden. Die Anwendung<br />

erfolgt scjliessli<strong>ch</strong> im "ri<strong>ch</strong>tigen" Wasserball-Spiel.<br />

Setze ab und zu au<strong>ch</strong> Spieler als<br />

S<strong>ch</strong>iedsri<strong>ch</strong>ter ein; so wird die<br />

Einsi<strong>ch</strong>t in die Notwendigkeit<br />

von Spielregeln gefördert!<br />

Stationentraining zu zu zweit<br />

Station 1: Wassertreten unter Belastung<br />

Haltet einen Wasserball (einen Eimer, ev. teilweise<br />

mit Wasser gefüllt) mit beiden Händen über dem<br />

Kopf. Wie lange steht ihr das beide dur<strong>ch</strong>?<br />

Die Idee des Stationentrainings<br />

lässt si<strong>ch</strong> auf alle S<strong>ch</strong>wimmsportarten<br />

übertragen.<br />

Fairness... au<strong>ch</strong> unter Wasser!<br />

Station 2: Werfen und Fangen zu zweit<br />

A und B stehen si<strong>ch</strong> 2-5 m gegenüber. Einhändiges<br />

Werfen und Fangen. Wenn mögli<strong>ch</strong> au<strong>ch</strong> mit der<br />

s<strong>ch</strong>wä<strong>ch</strong>eren Hand werfen und fangen.<br />

Distanz und spezielle Aufgabenstellung<br />

dem Können anpassen:<br />

Differenzieren!<br />

Station 3: S<strong>ch</strong>wimmen an Ort<br />

An der Wand (Treppe, Startbock) sind zwei Gummizüge<br />

(Velos<strong>ch</strong>lau<strong>ch</strong>) befestigt, am anderen Ende ist<br />

eine S<strong>ch</strong>laufe. Je ein Fuss wird in die S<strong>ch</strong>laufe eingehängt.<br />

S<strong>ch</strong>wimmt nun gegen die Wirkung des<br />

Gummizuges und versu<strong>ch</strong>t, mögli<strong>ch</strong>st "weit vorne"<br />

zu bleiben!<br />

Vor dem Training befestigen und<br />

ausprobieren!<br />

Station 4: Hin und her mit Wasserball-Kraul<br />

S<strong>ch</strong>wimmt von einer Boje zur anderen, wendet dort<br />

mit dem Ball und s<strong>ch</strong>wimmt sofort wieder zurück;<br />

Ballübergabe.<br />

Weiviele Male s<strong>ch</strong>afft das die Zweiergruppe?<br />

Bojen setzen (z.B. Pull-buoy mit<br />

S<strong>ch</strong>nur an einem Tau<strong>ch</strong>ring befestigen)<br />

Station 5: Trockentraining<br />

Ausserhalb des S<strong>ch</strong>wimmbeckens muss eine Kraft-,<br />

Ball- oder Gymnastikübung ausgeführt werden.<br />

Wir spielen ri<strong>ch</strong>tig Wasserball!<br />

Die Manns<strong>ch</strong>aften sind mit Badekappen gekennzei<strong>ch</strong>net.<br />

Wenn mögli<strong>ch</strong> in zwei Farben (rot/blau<br />

oder Badekappen/keine Badekappen). Die Spielregeln<br />

werden no<strong>ch</strong>mals bespro<strong>ch</strong>en und vereinbart.<br />

Einfa<strong>ch</strong>e Spielregeln siehe<br />

4 / S. 34<br />

Offizielle Spielregeln erhältli<strong>ch</strong><br />

beim SSCHV.


6. Wassergymnastik 3 / 45<br />

6. Wassergymnastik / Aqua-Training<br />

In der Therapie und Rehabilitation wird die "sanfte Kraft des Wassers"<br />

s<strong>ch</strong>on seit langer Zeit genutzt. Nun findet die Idee au<strong>ch</strong> im Breitensport<br />

als Fitnesstraining im Wasser grossen Anklang.<br />

Als "Bewegung im Wasser" – meist an Ort – lassen si<strong>ch</strong> mit etwas Phantasie<br />

und ohne grossen Aufwand viele Trainings- und Therapieformen<br />

finden. Das Element Wasser bietet viele günstige Voraussetzungen, die<br />

bei verglei<strong>ch</strong>baren Übungen auf "festem Boden" oft problematis<strong>ch</strong> sind<br />

(z.B. Gelenkbelastungen beim Joggen usw.).<br />

Der Auftrieb des Wassers hebt die S<strong>ch</strong>werkraft nahezu auf, und dadur<strong>ch</strong><br />

entfällt die Überwindung des eigenen Körpergewi<strong>ch</strong>tes. Das Medium<br />

Wasser s<strong>ch</strong>ont Wirbelsäule und Gelenke. Trotzdem kann mit besonderen<br />

Übungen sowohl die Muskulatur wie au<strong>ch</strong> das Herz-Kreislauf-System<br />

optimal belastet werden.<br />

Wassergymnastik, eine gute<br />

Form des Stundenbeginns!<br />

Musik kann anregen oder –<br />

bei entspre<strong>ch</strong>ender Auswahl –<br />

au<strong>ch</strong> beruhigen!<br />

Das ist Wassergymnastik: ■ attraktiv ■ gelenks<strong>ch</strong>onend ■ intensiv<br />

Viele Spitzensportler trainieren im Wasser, als ergänzendes, gelenks<strong>ch</strong>onendes<br />

Training oder zur Therapie na<strong>ch</strong> Verletzungen.<br />

Auf einen Blick<br />

■ ist ohne Aufwand überall mögli<strong>ch</strong><br />

■ s<strong>ch</strong>ont die Gelenke<br />

■ massiert und kräftigt die Muskulatur<br />

■ für Hobby- und Spitzensportler<br />

■ ma<strong>ch</strong>t Spass in der Gruppe


6. Wassergymnastik 3 / 46<br />

Ohne Gerät allein, zu zweit, in der Gruppe<br />

Sobald mehrere Mens<strong>ch</strong>en glei<strong>ch</strong>zeitig auf engem Raum im Wasser stehen,<br />

wird gespritzt, gela<strong>ch</strong>t, gespielt. Diese an si<strong>ch</strong> gute Voraussetzung<br />

birgt aber au<strong>ch</strong> disziplinaris<strong>ch</strong>e Probleme in si<strong>ch</strong>. Deshalb: Sofort beginnen,<br />

klare Anweisungen, straffe Organisation, einfa<strong>ch</strong>e und intensive<br />

Übungen, gute Demonstrationen vom Bassinrand aus oder im Wasser.<br />

Vorteilhafte Wassertiefe:<br />

Brusthöhe.<br />

Stellt eu<strong>ch</strong> vor: Die Sporthalle ist<br />

bis zu 1,5 m mit Wasser gefüllt.<br />

Wir treiben Sport wie in der Halle!<br />

Allein:<br />

Laufen und Hüpfen: Wir steigen mögli<strong>ch</strong>st s<strong>ch</strong>nell<br />

ins Wasser und verteilen uns glei<strong>ch</strong>mässig (mit gestreckten<br />

Armen einen Kreis um si<strong>ch</strong> "zei<strong>ch</strong>nen"; dieser<br />

Platz sollte zur Verfügung stehen). Nun laufen<br />

und hüpfen wir in vers<strong>ch</strong>iedenen Varianten an Ort<br />

(Anfersen, Skipings, ein- und beidbeinige Hüpfformen).<br />

Hampelmann: Hüpfen an Ort. Dabei werden die Arme<br />

ni<strong>ch</strong>t ganz aus dem Wasser gehoben, damit der<br />

Wasserwiderstand besser spürbar ist. Tempi und<br />

Sprunghöhe variieren! Versu<strong>ch</strong>t, die Beine au<strong>ch</strong> zu<br />

kreuzen, zu s<strong>ch</strong>eren, zu kombinieren usw.<br />

Beins<strong>ch</strong>ere: S<strong>ch</strong>wingt das gestreckte linke Bein zur<br />

ausgestreckten re<strong>ch</strong>ten Hand und gegenglei<strong>ch</strong>. Wer<br />

s<strong>ch</strong>afft diese Übung, je 10x links und 10x re<strong>ch</strong>ts, am<br />

s<strong>ch</strong>nellsten und trotzdem korrekt ausgeführt?<br />

■ Vor- und Na<strong>ch</strong>ma<strong>ch</strong>en, ev.<br />

dur<strong>ch</strong> geeignete Musik unterstützt.<br />

■ Mit der Wasserweste können<br />

Laufübungen au<strong>ch</strong> im tiefen Wasser<br />

dur<strong>ch</strong>geführt werden.<br />

Vorsi<strong>ch</strong>tig beginnen:<br />

S<strong>ch</strong>au links; s<strong>ch</strong>au re<strong>ch</strong>ts!<br />

Fairness, au<strong>ch</strong> unter Wasser!<br />

Sind deine Beine wirkli<strong>ch</strong> gestreckt?<br />

Armpropeller: Stellt eu<strong>ch</strong> in Gräts<strong>ch</strong>stellung hin. Die<br />

gestreckten Arme beginnen unter Wasser vor, neben,<br />

hinter dem Körper zu kreisen. Die Kreise werden<br />

immer grösser, dann wieder kleiner. Das Tempo<br />

wird variiert.<br />

Zu zweit:<br />

Wasserflugzeug: A und B stehen si<strong>ch</strong> gegenüber,<br />

beide fassen si<strong>ch</strong> gegenseitig mit gestreckten Armen<br />

an den Händen. Jetzt werden die Arme wie die<br />

Flügel eines Flugzeuges glei<strong>ch</strong>zeitig auf- und abbewegt.<br />

Mal will der eine Kapitän na<strong>ch</strong> re<strong>ch</strong>ts, der<br />

andere viellei<strong>ch</strong>t na<strong>ch</strong> links.<br />

Kosakentanz: A und B stehen si<strong>ch</strong> gegenüber. Beide<br />

heben ihr linkes, gestrecktes Bein und fassen mit<br />

der re<strong>ch</strong>ten Hand die Ferse des Partner-Beines. Die<br />

freie linke Hand wird dana<strong>ch</strong> auf die linke S<strong>ch</strong>ulter<br />

des Partners gelegt. Und jetzt kann's losgehen: Gemeinsam<br />

hüpfen, im Kreis, na<strong>ch</strong> links und re<strong>ch</strong>ts,<br />

vorwärts und rückwärts usw.<br />

In der Gruppe:<br />

Karussell: Wir stehen im Kreis und numerieren 1-2-<br />

<strong>1.</strong>.. . Die Einer legen si<strong>ch</strong> auf den Rücken, während<br />

die Zweier stehen und die Partner fassen. Nun beginnt<br />

si<strong>ch</strong> das Karussell zu drehen. Die Einer führen<br />

glei<strong>ch</strong>zeitig vers<strong>ch</strong>iedene Übungen aus, z.B. Radfahren,<br />

Beine spreizen und s<strong>ch</strong>liessen usw.<br />

Mit gebeugten Armen ist es einfa<strong>ch</strong>er,<br />

aber weniger wirkungsvoll!<br />

Lei<strong>ch</strong>ter Widerstand des Partners<br />

steigert die Belastung und somit<br />

den Trainingsreiz!<br />

Su<strong>ch</strong>t eigene Kosakentanz-<br />

Sprungvarianten!<br />

Wassergymnastik...<br />

Konditionstraining mit Spass!


6. Wassergymnastik 3 / 47<br />

An der Bassinwand<br />

Je na<strong>ch</strong> Teilnehmerzahl kann au<strong>ch</strong> die Bassinwand als "Fitnessgerät"<br />

miteinbezogen werden. Dabei sollte den Teilnehmern je eine doppelte<br />

Armlänge Platz zur Verfügung stehen. Diese Form eignet si<strong>ch</strong> sehr gut,<br />

wenn einer Gruppe eine S<strong>ch</strong>wimmbahn zur Verfügung steht .<br />

Viele Übungen an der Bassinwand<br />

lassen si<strong>ch</strong> au<strong>ch</strong> mit Partnerhilfe<br />

(z.B. mit einem Stab) dur<strong>ch</strong>führen.<br />

Liegestütz im Stehen: Wir stehen S<strong>ch</strong>ulter an S<strong>ch</strong>ulter<br />

nebeneinander und halten uns am Bassinrand.<br />

Jetzt stossen wir uns gemeinsam von der Wand<br />

weg, bis die Arme ganz gestreckt sind. Dann ziehen<br />

wir uns wieder an den Bassinrand. Die Wellen werden<br />

immer grösser!<br />

Sol<strong>ch</strong>e Übungen können sowohl<br />

als Wassergewöhnungs- (siehe<br />

Kap. Grundlagen) wie au<strong>ch</strong> als eigentli<strong>ch</strong>e<br />

Fitnessübungen verstanden<br />

und mit der entspre<strong>ch</strong>enden<br />

Intensität ausgeführt werden.<br />

Stütz-Ho<strong>ch</strong>sprünge: Wir stützen uns mit den Händen<br />

auf den Bassinrand, springen in den Stütz, bleiben<br />

einen Moment oben, springen wieder hinunter usw.<br />

Wir springen gemeinsam, oder alle wählen ihr eigenes<br />

Tempo. Au<strong>ch</strong> als Wettbewerb mögli<strong>ch</strong>.<br />

Wasserstemme: Die Hände fassen an der Überlaufrinne<br />

oder am Bassinrand, die Füsse werden fla<strong>ch</strong><br />

an die Bassinwand gestellt. Wer kann die Beine<br />

ganz dur<strong>ch</strong>strecken? Gehe nur so weit wie mögli<strong>ch</strong>;<br />

dehne langsam! Entspanne in der Hockstellung.<br />

Hocken-Spreizen: Glei<strong>ch</strong>er Griff wie oben. Die Füsse<br />

werden in einer mögli<strong>ch</strong>st breiten Gräts<strong>ch</strong>stellung<br />

an die Wand gestellt. Bleibe einen Moment in<br />

dieser Dehnstellung. Nun we<strong>ch</strong>selst du in die Hockstellung,<br />

dann wieder in die Gräts<strong>ch</strong>stellung usw.<br />

Dasselbe au<strong>ch</strong> in einem langsamen Rhythmus!<br />

A<strong>ch</strong>te auf die seitli<strong>ch</strong> hohe Ellbogenhaltung.<br />

Diese Übung ist dem<br />

Delphinarmzug sehr ähnli<strong>ch</strong> (= gezieltes<br />

Krafttraining).<br />

Langsam dehnen, au<strong>ch</strong> im Wasser!<br />

Nur wenn genügend Platz vorhanden<br />

ist!<br />

Radfahren an Ort: Stellt eu<strong>ch</strong> mit dem Rücken an die<br />

Wand. Die Hände werden seitli<strong>ch</strong> auf den Bassinrand<br />

oder auf die Überlaufrinne gelegt. Nun wird geradelt:<br />

Langsam und immer s<strong>ch</strong>neller, dann wieder<br />

langsam. Au<strong>ch</strong> s<strong>ch</strong>räg zur Seite usw.<br />

"Die Mauer muss weg": Die Hände fassen an der<br />

Überlaufrinne oder am Bassinrand, die Arme bleiben<br />

gestreckt. Mit vers<strong>ch</strong>iedenen Beins<strong>ch</strong>lagvarianten<br />

(z.B. Beins<strong>ch</strong>lag in vers<strong>ch</strong>iedenen Tempi) versu<strong>ch</strong>en<br />

wir, die Mauer wegzustossen. Dabei soll es mögli<strong>ch</strong>st<br />

wenig (mögli<strong>ch</strong>st viel) spritzen.<br />

Aus dem Sattel: Wir setzen uns auf den Bassinrand.<br />

Nun beginnen wir langsam zu radeln (Tretbewegung<br />

der Beine wie beim Radfahren). Jetzt stützen wir uns<br />

mit den Händen ab, das Gesäss ist in der Luft, und<br />

weiter geht's bergauf. Wenn es zu streng wird, darf<br />

man si<strong>ch</strong> zwis<strong>ch</strong>endur<strong>ch</strong> wieder setzen.<br />

Wasser-Liegestütz: Gelingt es, mit den Händen auf<br />

dem Bassinrand abzustützen und mit einem sehr<br />

starken Kraul-Beins<strong>ch</strong>lag den Körper hinten ho<strong>ch</strong>zubringen?<br />

Si<strong>ch</strong>erer Stütz auf dem Bassinrand!<br />

In kurzer Zeit sind auf diese Weise<br />

hö<strong>ch</strong>ste Organbelastungen auf<br />

kleinstem Raum mögli<strong>ch</strong>!<br />

Kräftigung der S<strong>ch</strong>ulter- und<br />

Bau<strong>ch</strong>muskulatur.<br />

Si<strong>ch</strong>erer Griff am Bassinrand!<br />

Weitere Übungen siehe Zeitvogel,<br />

M. ,"Wassergymnastik"<br />

und "Aqua-Training"


6. Wassergymnastik 3 / 48<br />

Mit dem S<strong>ch</strong>wimmbrett oder mit Bällen<br />

Das S<strong>ch</strong>wimmbrett wird zum Fitnessgerät! Es bietet die Mögli<strong>ch</strong>keit, den<br />

Wasserwiderstand no<strong>ch</strong> besser zu nutzen, sei es für Kräftigungs-, Dehnungs-<br />

oder für Glei<strong>ch</strong>gewi<strong>ch</strong>tsübungen.<br />

Das S<strong>ch</strong>wimmbrett... ein ideales<br />

Fitnessgerät!<br />

Wasser s<strong>ch</strong>öpfen: Wir halten das S<strong>ch</strong>wimmbrett<br />

senkre<strong>ch</strong>t vor uns im Wasser. Nun ziehen wir das<br />

Brett gegen uns, stossen es wieder von uns, ziehen<br />

es wieder gegen uns usw. Vers<strong>ch</strong>iedene Tempi.<br />

Wir erleben den Widerstand des<br />

Wassers<br />

Wasser pumpen: Wir legen das S<strong>ch</strong>wimmbrett vor<br />

uns auf das Wasser. Nun drücken wir das Brett in<br />

dieser Stellung senkre<strong>ch</strong>t vor uns so tief wie mögli<strong>ch</strong>,<br />

ziehen es wieder aus dem Wasser, drücken es<br />

wieder tief usw. Au<strong>ch</strong> hinter oder neben dem Körper!<br />

Haifis<strong>ch</strong>e bre<strong>ch</strong>en aus: Wir halten das Brett senkre<strong>ch</strong>t<br />

vor uns, so dass no<strong>ch</strong> ein kleiner Teil aus dem<br />

Wasser ragt (= S<strong>ch</strong>wimmflosse des Hais). Nun<br />

s<strong>ch</strong>wimmt der Hai weg: Wir s<strong>ch</strong>ieben das Brett mit<br />

gestreckten Armen vor uns hin und her, mal langsam,<br />

mal wieder ganz s<strong>ch</strong>nell. Wir gehen glei<strong>ch</strong>zeitig<br />

rückwärts.<br />

Über das Brett springen oder steigen: Wir fassen<br />

das Brett mit beiden Händen und steigen darüber,<br />

ohne das Brett loszulassen.<br />

■ Gelingt dies au<strong>ch</strong> mit einem Sprung?<br />

Kräftigung der S<strong>ch</strong>ultermuskulatur<br />

Kräftigung der s<strong>ch</strong>rägen Rumpfmuskulatur<br />

Bewegli<strong>ch</strong>keit im Rücken- und<br />

Hüftberei<strong>ch</strong><br />

Auf das Brett: Gelingt es, auf dem Brett zu sitzen, zu<br />

knien oder zu stehen? Wer kann in einer sol<strong>ch</strong>en<br />

Position sogar umhers<strong>ch</strong>wimmen, einen Partner<br />

vom S<strong>ch</strong>wimmbrett (Boot) stossen? Mit den Armen<br />

Brust- oder Kraul-Armzüge ausführen? Ball spielen?<br />

■ Wer ist in einem vorgegebenen Bootstyp (z.B. Kajak,<br />

Ruderboot) am s<strong>ch</strong>nellsten?<br />

Vor und zurück: Wir drücken mit beiden Händen auf<br />

ein Brett. Dur<strong>ch</strong> lei<strong>ch</strong>ten Druck und Kippen des Brettes<br />

s<strong>ch</strong>ieben wir das Brett na<strong>ch</strong> vorne, kippen es auf<br />

die Gegenseite und drücken zurück usw. ohne Unterbru<strong>ch</strong>.<br />

Je s<strong>ch</strong>neller, desto grösser ist die Belastung!<br />

Glei<strong>ch</strong>gewi<strong>ch</strong>tsfähigkeit<br />

Dehnung und Kräftigung der<br />

S<strong>ch</strong>ultermuskulatur<br />

Brett si<strong>ch</strong>er festhalten!<br />

Wassers<strong>ch</strong>ubkarren: A und B bilden ein Gespann: A<br />

stützt si<strong>ch</strong> mit beiden Händen auf das Brett, während<br />

B an den Füssen von A stösst und steuert. A<br />

versu<strong>ch</strong>t, das Brett mit mögli<strong>ch</strong>st viel Tiefgang und<br />

mit gestreckten Armen hinunterzudrücken. Versu<strong>ch</strong>t<br />

dies au<strong>ch</strong> in Rückenlage!<br />

Alle diese Übungen lassen si<strong>ch</strong> au<strong>ch</strong> mit Bällen ausführen. Weitere<br />

Mögli<strong>ch</strong>keiten: Gymnastikstäbe, Plastikhanteln, Nylonseile usw. Die<br />

Auswahl und die Belastung der Übungen muss der Zielgruppe angepasst<br />

werden!<br />

Anfängli<strong>ch</strong> Qualität vor Quantität,<br />

denn Wassergymnastik muss man<br />

zuerst lernen und verstehen!

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