Obstbaum-Jahrhundert-Zählung 2013+

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Obstbaum-Jahrhundert-Zählung 2013+

Ein Projekt der Unteren Naturschutzbehörde Landkreis Altenkirchen

Schirmherr Landrat Michael Lieber

Informationen von Dipl.-Ing. Olaf Riesner-Seifert, UNB AK


Alles fing an mit dem Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“


Obstbaumzählung von 1913

des Königlich Preußischen Statistischen Landesamtes

in Gebhardshain

• Viehhaltende Haushaltungen

• Apfelbäume

• Birnbäume

• Pflaumen- und Zwetschgenbäume

• Kirschbäume

• Aprikosenbäume

• Pfirsichbäume

• Walnussbäume

• Gesamtzahl

= Obstbäume pro Haushalt

112

1.341

414

1.477

109

1

6

47

3.395

30,3


Wo stehen wir heute?

• Heute ernten wir ganz überwiegend von den Bäumen, die unsere

Eltern und Großeltern gepflanzt haben

• Das Obst wird zwar immer noch selbst gepresst oder zum Pressen

weggebracht und

• der Geschmack und Wert des selbst gepressten Apfelsaftes

erfreuen sich ständig zunehmender Beliebtheit.

• Aber: viele Bäume werden nicht mehr gepflegt und

• es werden viel weniger junge Obstbäume gepflanzt als alte

zusammenbrechen oder verloren gehen.

• Und wovon ernten unsere Kinder und Enkel??


Hier setzt die Obstbaum-Jahrhundert-

Zählung 2013 + an

• Wie viele Obstbäume wachsen 2013 in den Dörfern?

aber: Statistik allein hilft noch nicht weiter … daher

• Alle teilnehmenden Dörfer erhalten als Dankeschön

30 landschaftstypische hochstämmige Obstbäume

je 10 Obstbäume 2014, 2015 und 2016, dem Jahr des 200-jährigen

Bestehens unseres Landkreises Altenkirchen

• Und: In jedem Dorf wird der dickste Apfelbaum gesucht

und als Dankeschön für seine bisherige Lebensleistung 1-mal (verteilt auf 2

Jahre) kostenlos gepflegt


Das ist das Plus + der Obstbaum-Zählung

• Überall in den Dörfern kommen wieder neue Obstbäume

in die Landschaft, zusammen mindestens 1500 Stück

• Auch die alten Obstbäume in Dorf und Landschaft

bekommen neue Aufmerksamkeit und Wertschätzung

• So entsteht statt einer einmaligen Pflanzaktion ein

gemeinsames Kümmern um die neuen und alten

Obstbäume und ein mehr an Gemeinschaft obendrein

• Die neuen Obstbäume sind darüber hinaus ein sichtbares

Zeichen für die Verbundenheit der Menschen und

ihre gemeinsame Zukunft im Kreis Altenkirchen


So wird die Obstbaum-Jahrhundert-Zählung

2013 + durchgeführt

• Die Untere Naturschutzbehörde organisiert + unterstützt

• Die Dörfer führen die Zählung selbst durch

– am besten in einer Gruppe Interessierter

– möglichst alle Generationen, insb. auch Kinder und Jugendliche, und

auch Neubürger und ausländische Mitbürger einbeziehen

– ein Beschluss des Gemeinderates ist nicht erforderlich, würde die

Zähler/innen aber in besonderer Weise unterstützen

– im Dorf wird immer geklingelt, um auch ins Gespräch zu kommen

• Gezählt werden alle Obstbäume in Dorf und Landschaft

• Gezählt wird als Strichliste für jede Obstgruppe

• Auch das Pflanzen erfolgt durch Jung und Alt als dörfliche

Gemeinschaftsaktion. So können alle stolz darauf sein!

• Ziel ist es, dass sich in jedem Dorf eine dauerhafte Gruppe bildet, die

Spaß hat, die Pflege, die Ernte und Obstfeste für alle zu organisieren


Aktuelle Idee: Neuer „August-Sander-Zyklus“

Der dickste Apfelbaum des Dorfes und seine Eigentümerfamilie


Fazit: Der Naturschutz und die

Naturschutzbehörde

• erreichen sehr viele Menschen, holen sie ganz einfach ab und

nehmen sie mit auf eine gemeinsame Reise

• stellen sich in den Dienst der Menschen und der Region, in dem

sie helfen

– die Kulturlandschaft und damit die Heimat + Identität beider zu bewahren

– Ihre Gemeinschaft zu beleben und zu stärken

– den Kindern und Neubürgern eigene Wurzeln zu schlagen

– das Jubiläum des Landkreises für alle aktiv erlebbar zu machen

• werden wahrgenommen als wichtiger Teil des Ganzen und

• erhalten durch ihr Engagement und die Verknüpfung mit dem

Jubiläum des Landkreises eine anerkannte hohe Bedeutung und

• werten damit auch alle beteiligten Naturschutz-Interessierten in den Dörfern und den

Naturschutzverbänden auf („… gut, dass wir die haben …!!!“)


Packen wir‘s gemeinsam an,

damit die Kinder auch zukünftig Lust haben, das begonnene Werk fortzusetzen!!

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