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NL € 4,–; L € 4,–; DK dkr. 29,79; A € 4,–; B € 4,–; CH sfr 5,86; D € 4,– 25. Jahrgang September 2013 73713

ConTraiLo

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Container | Trailer | Logistik

ePaper

TEU!


INHALT

34

Nordlandwegen auf der Spur

Gebirgsketten, Fjordlandschaftenundmehr: Skandinavien –

für die einen nur Norwegen, Schweden und Dänemark, andere

rechnen auch Finnland hinzu. ConTraiLo begibt sich auf die

Spur der NordlandwegefürContainer-undTrailerverkehre.

Titelfoto: A. P. Møller Maersk/Maersk Line

Flottensteckbriefe

Neben Maersk haben auch andere

ReedereienNeubauteninDienst

gestellt – ob neues Flaggschiff des

UnternehmensoderReeferrekord:

jedes für sich schreibt seine ganz

eigene Bestleistung.

18


56

EDITORIAL

3 „GROSS“ in Fahrt!

FINANZEN

6 Große Nachfrage

8 100-jähriges Firmenjubiläum

10 Belohnte Bemühungen

12 Großes Kino in Bonn

14 Speziell abgesichert

16 Institution der Weltklasse

ÜBERSEE

18 Rekordtrio in Fahrt

22 Japanische Riesen

24 Dreifache Taufzeremonie

26 Cool bleiben

28 Heißer Spülvorgang

30 Elbtaufe

32 Gefahren vermeiden

64 Frischer Wind

SKANDINAVIEN

34 Nordlandwegen auf der Spur

36 Norwegische Tradition

38 Dreifache Hafenmetropole

40 Kombiniert nach Norden

42 Fisch Ahoi!

44 Tore nach Norden

46 „Velkommen til Århus“

48 Hafeninformationskette

50 Hauptstadt-Hub

BINNENHÄFEN

52 Automobile

54 Emsländer Warendrehscheibe

LOGISTIK

56 Flüssiges im Transportfluss

59 Die digitale Transportseite

60 Auf die Plätze, fertig, LOS!

62 Schuhe auf Weltreise

HAFENUMSCHLAG

66 Geheime Lenker

72 Neue leichte Klasse

CONTAINER

74 Flache Box und hohes Potenzial

80 Vereinfachtes Schüttguthandling

82 Typenabnahme bestanden

79 Impressum

Logistikspiegel

Ob Gas- und Flüssigkeiten, Sportgeräte

oder Schuhe – jedes Produkt

stellt seine ganz eigenen Anforderungen

an das Transportequipment

und das FachwissenderLogistiker.

ConTraiLo stellt Beispiele aus der

Überseelogistikvor.


FLOTTENSTECKBRIEF: CMA CGM

Schiffe: 414

Flottenkapazität: 1.446.000

Schifffahrtslinien: 170

Bediente Häfen: 400 in 150 Ländern

Größte Schiffe: 16.020-TEU (Entdeckerklasse)


Rekordtrio

in Fahrt

CMA CGM setzt Zeichen im Jubiläumsjahr


Marco Polo, Alexander von Humboldt und Jules Verne – drei große Entdecker

sind gemeinsam auf den Weltmeeren unterwegs. Geht nicht? Doch, es geht.

Denn in diesen Tagen schreiben drei große Namen ein neues Stück Weltgeschichte

– und das in einem mehrfach geschichtsträchtigen Jahr für CMA CGM.

Grand Port Maritime de Marseille

Im Hafen von Marseille spielen verschiedenste

Güter von Containern über flüssige Massengüter bis

hin zu Schüttgütern eine Rolle. Im letzten Jahr schlug

der französische Hafen so insgesamt 86 Mio. t Güter

um – darunter auch 1,06 Mio. TEU. Der Mittelmeerhafen

mit Anbindung an Straße, Schiene, Schiff und

Pipeline ist mit 400 Häfen der Welt verbunden. Neben

dem 400 ha großen Bereich Bassin East in der

Stadt, gehört auch das 10.000 ha große Bassin West

in etwa 70 km Entfernung zum Komplex. Vor zwei

Jahren verzeichnete Marseille Fos dabei Anläufe von

mehr als 7400 Schiffen. Nachdem erst im letzten

Jahr mit Fos 2XL ein zweites Containerterminal an

den Start ging, plant Hutchison laut Hafenangaben

bereits für 2018 das Terminal Fos 4XL.

Noch während die CMA CGM Alexander

von Humboldt auf ihrer Jungfernfahrt

war, machte die CMA CGM

Jules Verne am 3. Juni 2013 erstmals

an der Marseiller Kaikante in

ihrem Heimatland fest. Die französische Reederei hat

damit nicht nur innerhalb weniger Monate gleich

drei neue Flaggschiffe in Fahrt gebracht, sondern ist

gleichzeitig mit einem Branchenrekord in ihr Jubiläumsjahr

gestartet. Denn mit 16.020 TEU waren

die Entdeckerneubauten zum Zeitpunkt ihrer

Auslieferung die größten Containerschiffe der Welt.

Während ihre beiden älteren Schwestern unter UK-

Flagge fahren, reist die Jules Verne im Zeichen der

französischen Nationalfarben.

Von gestern bis heute. Mehr als ein einfaches

Symbol. Denn die Wurzeln der Reederei liegen direkt

hier in Marseille. Als Compagnie Maritime d’Affrètement

(CMA) nahm das Unternehmen mit Grün-

Die CMA CGM Alexander von

Humboldt bei Eurogate Tanger.


der Jacques R. Saadé genau 35 Jahre zuvor den Kurs

auf. Seitdem ist viel passiert. Mit einer Flotte von 414

Schiffen läuft CMA CGM 400 Häfen in 150 Ländern

an und transportiert mit mehr als 3500 Seeleuten,

650 Agenturen und insgesamt 18.000 Mitarbeitern

weltweit 10,6 Mio. TEU im Jahr. Als einer der drei

Großen der Welt spielt CMA CGM vor allem in

der Heimat Frankreich eine Schlüsselrolle: Mehr als

6,15 Mio. t Warenexporte aus Frankreich gelangen

auf CMA-CGM-Schiffen in die Welt. Seit Kurzem

auch auf dem Rekordtrio der Entdeckerklasse.

Der FAL-1-Dienst. Jedes der Schiffe mit 396 m

Länge, 54 m Breite, 16 m Tiefgang und modernen

Technologien an Bord. Den Anfang der Bauserie hatte

die CMA CGM Marco Polo gemacht. Ihre Schwester,

die CMA CGM Alexander von Humboldt, stach

unter UK-Flagge am 19. April 2013 in Pusan zu ihrer

Jungfernfahrt auf. Dabei lief der Gigant auch das

Eurogate-Terminal Tanger mit einem Tiefgang von

13,95 m an. Insgesamt schlugen die Fachkräfte bei

diesem Stopp 1200 Standardcontainer um, bevor das

Entdeckerschiff die Leinen für den Weg zum ersten

europäischen Hafen – Southampton – löste.

Taufe in Hamburg. Am 30. Mai feierte CMA

CGM die Taufe des zweiten Giganten in Hamburg,

bevor dieser weiter nach Bremerhaven, Rotterdam,

Zeebrügge, Le Havre, Malta, Suez, Khor Al Fakkan,

Jebel Ali und Port Kelang reiste. Den Abschluss der

ersten Rundreise bildete schließlich Anfang Juli Ningbo.

Noch während die CMA CGM Alexander von

‹‹ 48.060 TEU auf nur drei Schiffen: Die

CMA-CGM-Giganten schreiben Geschichte. ››

Humboldt ihre erste Reise machte, komplettierte die

CMA CGM Jules Vernes das Trio und brach Ende

Mai auf. Einen Tag nach Ankunft im Hafen Marseille

Fos weihte der Französische Präsident François Hollande

den Neubau offiziell ein.

Wieder auf Kurs. Am 5. Juni brach schließlich

auch die CMA CGM Jules Vernes wieder auf, um ihre

erste Rotation fortzusetzen. In Busan, Qindao,

Ningbo, Schanghai, Xiamen, Hongkong, Ciwan, Yantian,

Port Kelang, Suez und Malta hatte sie bereits

festgemacht. Nun folgte sie ihren beiden Schwestern,

weiter nach Tangier, Southampton, Hamburg, Bremerhaven,

Rotterdam, Zeebrügge, Le Havre, Malta,

Suez, Khor Al Fakkan, Jebel Ali und Port Kelang, bevor

auch sie ihre Jungfernfahrt in Ningbo beendete.

Fotos: CMA CGM/Ammar Abd Rabbo, Eurogate

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Im Jahr 2015 will die CKYH-Allianz

zwischen Asien und Europa insgesamt

35 Schiffe der 14.000-TEU-Klasse betreiben.

Darunter auch fünf umweltfreundliche

13.870-TEU-Schiffe für die

Kawasaki Kisen Kaisha, Ltd. ("K" Line).

Auch der jüngste Neubau der Reederei,

die Hanoi Bridge, setzt übrigens Segel

im Zeichen des Umweltschutzes.

Japanische

Riesen

FLOTTENSTECKBRIEF: "K" LINE

Containerschiffsflotte: 72 Schiffe inklusive Charterschiffe

Aktueller Neuzugang: Hanoi Bridge (3/2013, 8600 TEU)

Größtes Schiff: 8000-TEU-Klasse

Über 10.000TEU: Fünf ULCV mit 13.870TEU

(AuslieferungQ1/Q22015)

Foto: "K" Line


FLOTTENSTECKBRIEF: EVERGREEN

Containerschiffsflotte: 192 Schiffe

Neueste Schiffe: L-Type

Nächster Neubau: Ever Living (Ende August 2013)

Größtes Schiff: Ever Value


DreifacheTaufzeremonie

Ever Legend, Ever Learned und Ever Legion sind die Namen von drei neuen

Schwestern der Ever Lambent der Evergreen Line. Auf der Samsung Heavy Industries Werft

in Korea erhielten die 8426-TEU-Schiffe des L-Typs Mitte Juni ihre Namen.

Seit Juli ersetzen sie ältere Schiffe in Evergreens Asien-Europa-Dienst. Ende 2013 sollen

18 von insgesamt 30 bestellten Schiffen dieses Typs für die Reederei in Fahrt sein.

Foto: Evergreen Line


Cool bleiben

Zwar setzen die Cap-San-Neubauten von Hamburg Süd mit ihrer Gesamtkapazität

von 9600 TEU keine neue Rekordmarke, dennoch schreiben sie Größengeschichte.

Fotos: Hamburg Süd

Ende Mai feierte die Reederei auf der Hyundai-

Heavy-Industries-Werft in Ulsan die Taufe der

Cap San Nicolas und Cap San Marco. Die ersten

Neubauten einer Sechserserie mit 124.500 dwt

sind die bislang größten Schiffe in der Hamburg-Süd-

Flotte. Beide Schiffe sind in den vergangenen Wochen

zwischen Asien und der südamerikanischen Ostküste

in Fahrt gegangen. Sie sind 333,20 m lang, 48,20 m

breit und haben 14 m Tiefgang. Ihre maximale Geschwindigkeit

beträgt 21 kn. Zwei weitere Cap-San-

Schiffe erwartet die Reederei noch in diesem Jahr, die

letzten beiden Neubauten dann im Januar 2014.

Blick ins Orderbuch. Hamburg Süd plant, die

sechs Cap-San-Schiffe zwischen Asien und Südamerika

bzw. zwischen Europa und Südamerika einzusetzen.

Mit ihrer hohen Anzahl an Anschlüssen für

Kühlcontainer überholen sie die Schiffe der Santa-

Baureihe, die bislang mit 7100-TEU-Kapazität die

größten Schiffe der Reederei waren und mit 1600

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schnittskapazität der Schiffe konnten die Kosten pro

Stellplatz weiter reduziert werden. Auch den Containerbestand

hatte Hamburg Süd 2012 auf 458.000 Einheiten

erhöht. Parallel zum Wachstum des Ladungsvolumens

wurde der Containerbestand auf 458.000

Einheiten erhöht. Die Neubaupreise für Container

blieben im Jahresverlauf weitestgehend stabil.

Mit den Cap-San-Schiffen bricht auch Hamburg Süd

in neue Schiffsgrößendimensionen auf.

Reeferanschlüssen das Feld für temperierte Transporte

angeführt hatten. Mit der Auslieferung der letzten

drei Santa-Schiffe wurde die Baureihe im letzten

Geschäftsberichtsjahr komplettiert. Neben den Cap-

San-Schiffen erwartet die Reederei in diesem Jahr

auch vier 3800-TEU-Neubauten, die im brasilianischen

Cabotage-Service der Aliança fahren sollen.

Die Gesamtflotte. Die Flotte der Hamburg Süd

umfasste zum Jahresende 2012 insgesamt 153 Schiffe,

davon 42 gruppeneigene. 104 Schiffe wurden in

den Liniendiensten und 49 Schiffe im Trampbereich

eingesetzt. Die Anzahl der Containerschiffe ging im

Vergleich zum Vorjahr um drei Einheiten zurück. Die

in den Liniendiensten eingesetzte Stellplatzkapazität

stieg dagegen um etwa neun Prozent auf rund

430.000 TEU. Aufgrund der gestiegenen Durch-

Rück- und Ausblick. Hamburg Süd verzeichnete

2012 mit rund 3,3 Mio. transportierten TEU vier

Prozent Wachstum. Hierzu trugen vor allem die Europa-Amerika-

sowie die Asien-Dienste bei. Während

die Mittelmeer- und zum Teil Pazifik-Dienste hinter

den Erwartungen zurückblieben, konnten einige Inter-Amerika-Dienste

sich gut entwickeln. Für 2013

rechnet Hamburg Süd damit, dass die globale Stellplatzkapazität

um rund sieben Prozent zunehmen

könnte, auch, wenn mit verstärkten Verschrottungen

gerechnet werde. Die Frachtraten stehen voraussichtlich

weiterhin unter Druck. Mit einem Ausgleich von

‹‹

Mit 2100 Reeferanschlüssen

setzen sich die Santa-Schiffe an die Weltspitze ››

Kapazität und Ladung rechnet Hamburg Süd bei einer

moderat positiven Entwicklung der Weltwirtschaft

frühestens 2015. Zwingende Voraussetzung

hierfür sei aber das Ausbleiben von Schiffsneubestellungen

größeren Umfangs.

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Heißer Spülvorgang

Ein Ausfall der Schiffsmotoren auf See kann sich heutzutage eigentlich keiner erlauben.

Die Innovationssuche läuft also auf Hochtouren – auch bei Brennstofffiltern.

Bott entwickelte

eine Hydrauliklösung

für die Spülfunktion

großer

Automatikfilter.

Manfred Schnell, Leiter Produktmanagement

Automatikfilter bei Mahle, ist mitverantwortlich

dafür, dass die Brennstofffilter

keinen Motorschaden verursachen. Zusammen

mit Wolfgang Bott entstand so eine spezielle Lösung.

Schwerölbetriebene Großmotoren sorgen dafür, dass

Ozeanriesen sich über die Weltmeere bewegen.

Brennstofffilter haben eine Schlüsselstellung für die

Versorgung mit Treibstoff. Speziell für diese Motoren

hat Mahle Industriefiltration die Brennstofffilter COM

Plus im Programm. Bei der Weiterentwicklung der

Baureihe stellte Mahle die Spülfunktion der automatischen

Abreinigung von elektromechanischem auf

hydraulischen Antrieb um. Das Ziel: einfachere, kompaktere

und leichter zu montierende Filter, die dabei

zuverlässig und auch noch billiger sein sollten.

Autarke Hydrauliklösung. Die Wolfgang Bott

GmbH & Co. KG fand eine Lösung, um die Motoren

während der Filterreinigung autark mit Brennstoff zu

versorgen. Bereits wenige Monate nach dem Start

der Zusammenarbeit wurde der Hydraulikantrieb in

einem Containergiganten eingebaut.

Die Brennstofffilter filtern auf bis zu 150 °C erhitztes

Schweröl und bereiten den Kraftstoff für die Großmotoren

auf. Bei dieser Absolutfiltration werden

kleinste Partikel von bis zu 10 µm zurückgehalten.

Dabei ist eine regelmäßige Abreinigung der Filter erforderlicher.

Die Hydraulikexperten von Wolfgang

Bott haben hierzu ein hydraulisches System entwickelt,

das hierbei unterstützt. Die autarke Hydraulik-

28 ConTraiLo 8/2013


Markus Haist, Botts technischer

Leiter, erklärt den Vorgang: „Der Speicher

nutzt die Druckverhältnisse im System.“

lösung leitet die Rückspülung ein, führt dem Motor

sauberen, vorgeheizten Kraftstoff zu und führt gleichzeitig

den abgereinigten Schlamm in dafür vorgesehene

Tanks ab. Dabei sollen maximal 5 l Spülflüssigkeit

benötigt werden. Als einzigartig führt Mahle das

Vorheizen der Spülflüssigkeit an.

Rückspülungsintervalle. Die Brennstofffilter

der Baureihe COM plus gibt es in drei Größen. Die

Abreinigung erfolgt entweder zyklisch nach eingestellten

Zeitintervallen oder variabel nach Erreichen einer

einstellbaren Differenzdruckmarke. Letztere ist wichtig,

da je nach Betriebssituation eine Rückspülung früher

oder später notwendig sein kann.

So fließt z. B. bei Ablege- und Wendemanövern

eines Schiffs im Hafen viel Brennstoff durch den Filter,

sodass hier laut Mahle alle fünf bis zehn Minuten eine

Abreinigung nötig sein kann. Gleiches gilt bei rauer

See, wo aufgeschaukelte Sedimente den Brennstoff

stärker verunreinigen. Währenddessen spült sich der

Filter bei normaler Fahrt in ruhiger See etwa stündlich.

Jeder Spülvorgang dauert ca. 3,5 Sek. Das Antriebssystem

arbeitet ohne fremde Energiezufuhr. Parallel

zur Abreinigung läuft der Filtervorgang weiter.

Fotos: Mahle/Bott


Die Rickmers Chennai

kann bis zu 19.100 t tragen.

Serviceausbau

“K” Line (India) hat in Mumbai

ein neues Angebot an maritimen

Managementdienstleistungen

gestartet. Das

Angebot reicht von Schiffsinspektionen

bis zur Anwerbung

maritimer Fachkräfte.

Elbtaufe

Den Mehrzweck-Schwergutfrachter

von Heino Winter hat die

Rickmers-Linie bereits seit April

2013 gechartert. Sein Einsatzgebiet

ist zwischen Europa, Mittlerem

Osten und Indien. Nun zeigt

das Schiff auch mit seinem Namen

die Zugehörigkeit zu seinem

Charterer, denn Taufpatin Dr.

Christine Winter taufte das Schiff

vor Kurzem in Hamburg auf den

Namen Rickmers Chennai. Das

19.100-t-Schiff wurde 2012 gebaut

und hat eine Hebekapazität

von 800 t. Neben der Rickmers

Chennai hat die Reederei weitere

drei Schiffe von der Reederei

Heino Winter gechartet.

Neben dem Schwesterschiff Rickmers

Dubai gehören die zwei

kleineren Einheiten Rickmers

Chittagong und Rickmers Mumbai

dazu. Der stellvertretende

Hafenkapitän Andreas Brummermann

nahm den ersten Anlauf der

Rickmers Chennai in Hamburg

zum Anlass, dem Kapitän des

Schiffs das traditionelle Admiralitätswappen

zu überreichen. Die

Schiffe des Mittelost-/Indien-

Dienstes laufen eine wechselnde

Auswahl von Häfen an.

Neues Kühlschiffkonzept

Bislang ist eher wenig über die

Idee eines neuen Designs für

Reeferschiffe bekannt. Die Ausnahme:

die Kombination eines

horizontalen Palettenumschlagsystems

mit LoLo-Merkmalen für

containerisierte Deckladung und

von Rekordgeschwindigkeit für

den Umschlag ist die Rede. Mehr

dazu gibt es bei der Cool-Logistics-Global-Konferenz.

Containerupdate

ESACO-Rotationswechsel

“K” Line, Mitsui O.S.K. Line, NYK und OOCL haben

die Rotation des Nordostasien–Australien-Services

geändert. Die Änderung ermöglicht z. B. eine direkte

Verbindung von Qingdao nach Australien.

Innerasien–AAZ

Seit dem 1. September verbindet

ein neuer wöchentlicher Gemeinschaftsdienst

von APL, ANL und

Hanjin Shipping Asien, Australien

und Neuseeland. Insgesamt

sind sechs Containerschiffe mit

Kapazität bis 2200 TEU im Einsatz.

30 ConTraiLo 8/2013


Fotos: Rickmers Line, NYK

Gertrud Taylor

Wiener Repräsentanz

NYK Line hat in Wien ein eigenes

Büro für die Vermarktung ihrer Liniendienste

in Österreich eröffnet. Das

Team um Gertrud Taylor verantwortet

seitdem den Vertrieb und die Exportbuchungen

im Containerbereich. RoRo-

Verschiffungen und alle weiteren Aufgaben

nimmt weiterhin das NYK-Büro

in Hamburg wahr.

Panama direkt

Ab dem 18. September geht der CMA-CGM-Direct-

Service mit wöchentlicher statt 14-tägiger Abfahrtsfrequenz

an den Start. Die Schiffe laufen 20 Häfen

an und bedienen 15 Märkte.

Schwarzmeer-Feeder

Der ABX-Service der G6 Alliance ist Ende August

letztmalig gestartet. Seitdem bindet ein neuer Feederservice

die Häfen von Port Said aus an. Port Said

wurde dafür in den Loop 4 der Allianz integriert.

Westafrika – WAF2

Gemeinsam mit Hanjin und UASC hat Evergreen

Line den Westafrika-Dienst WAF2 gestartet. Im

Einsatz sind drei 1200- bis 1800-TEU-Schiffe.

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SCHIFFSTECHNIK

Der Lack macht´s

IMO hat u. a. die Verantwortung

für Verhinderung der

Meeresverschmutzung durch

die Schifffahrt.

Jährlich bis zu 300.000 US-

Dollar bei einem mittelgroßen

Containerschiff sparen? Hightechlacke

für die Rumpfbeschichtung

sollen es laut der Studie

„Farben und Lacke – Trends

2013“ der Bodo-Möller-Chemie-

Gruppe möglich machen.

In die finale Runde

Gefahren vermeiden

Norwegen ist dem Hong-Kong-Schiffsrecycling-Abkommen

beigetreten. Das Königreich ist somit der

erste Vertragsstaat der Hong Kong International Convention

für das sichere und umweltgerechte Schiffsrecycling.

Die Hong Kong Convention soll gewährleisten,

dass Schiffe nach ihrem Arbeitsleben so

recycelt werden, dass sie keine unnötige Gefahr für

die Gesundheit und Sicherheit der Menschen oder

der Umwelt darstellen. Die Beitrittsurkunde wurde

im Londoner IMO-Hauptquartier unterzeichnet.

Das finnische Unternehmen Wärtsilä

bietet komplette Antriebslösungen

über die gesamte Produktlebensdauer

an. Vor Kurzem hat das Unternehmen

für sein Wärtsilä-Aquarius ® -EC-Ballast-

Water-Management-System von dem

Marine Environment Protection Committee

(MEPC) der International Maritime

Organization die endgültige

Genehmigung (Final Approval) erhalten.

Sie wurde im Rahmen der 65.

Sitzung des MEPC, die im Londoner

IMO-Hauptsitz stattfand, gewährt.

Das Basic Approval wurde bereits im

Oktober vergangenen Jahres erteilt.

Die endgültige Genehmigung ist für

alle Systeme, die Wirkstoffe verwenden,

erforderlich und wird nur nach

der Auswertung umfangreicher Prüfdaten

eines Prototyps sowie aller

erforderlichen Unterlagen bezüglich

Risiko- und Sicherheitsbewertungen

an Bord, Crew, der allgemeinen Öffentlichkeit

und der Umwelt gewährt.

Das Type Approval Certificate für

Wärtsiläs Aquarius ® -EC-System erwartet

das Unternehmen bis Ende Juli.

32 ConTraiLo 8/2013


Fotos: IMO, Zeppelin Power Systems

Einer der beiden

neuen Dual-fuel-

Motoren.

Power für ECA-Gebiete

Marine-Diesel-, Marine-Gas- und sich je nach Last- und Einsatzprofil

Schweröl oder auch Erd-, Druckund

Flüssigerdgas, die neuen MaK- ren können.

bereits nach wenigen Jahren rentie-

Dual-fuel-Motoren M34 DF und Der M 34 DF hat dabei eine Leistung

von 500 kW pro Zylinder bei

M 46 DF von Zeppelin Power

Systems sind sowohl für flüssige 720 oder 750 U/min, der M 46 DF

Brennstoffe als auch den Gasmodus von 900 kW pro Zylinder bei 500

ausgelegt. Zeppelin Power Systems oder 514 U/min. Beide Motorenbaureihen

entsprechen laut Unter-

bietet die Motoren an, um komplette

Umrüstungen auf Dual-fuel-Betrieb

bis zum Inkrafttreten der SOx- und künftigen Sicherheitsbestimnehmen

außerdem den neuesten

Limitierung am 1. Januar 2015 mungen für den LNG-Betrieb in

durchzuführen. Die Investition soll den ECA-Gebieten.

„Nasen“-korrektur

für Schiffe

Die Anpassung der „Nase“ von

Containerschiffen an reduzierte

Reisegeschwindigkeiten kann

mindestens fünf Prozent Kraftstoff

sparen. Dies ergaben Messungen

von Det Norske Veritas

(DNV) vor und nach dem Austausch

des Wulstbugs. DNV führte

die CFD-Analyse anhand der

Hyundai Brave durch. Auf der

Basis der von DNV entwickelten

neuen Form des Wulstbugs arbeitete

die Daewoo Ship Engineering

Company (DSEC) die Stahlkonstruktionsunterlagen

aus. Der

Umbau des 8600-TEU-Schiffs von

Hyundai Merchant Marine (HMM)

schlug mit 680.000 US-Dollar zu

Buche. Den Messungen zufolge

soll sich die Investition in weniger

als einem Jahr amortisieren.

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