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NL € 4,–; L € 4,–; DK dkr. 29,79; A € 4,–; B € 4,–; CH sfr 5,86; D € 4,– 25. Jahrgang September 2013 58778

&K H

RAN-

FÜR PROFIS

EBETECHNIK

POWER OF LIFTING

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HELI-MONTAGE


INHALT 8/2013

Editorial

3 Den Schweinehund überwinden

Finanzen

6 Post goes digital

8 Fachkraft für Schwerarbeit

Tipps & Trends

10 1000 Kamag-Achslinien

Aus- & Weiterbildung

12 Bauprofis für die Zukunft

16 Fachliche Begleitung

Leasing

18 Tradition und Moderne

Mobilkrane

22 Mit Hightech durchs Mittelalter

24 Premiere ab Werk

26 Maximale Konfiguration

28 Einmal über Wasser fahren

Vermieter

30 Bornheimer Geburtstag

Turmdrehkrane

34 Premiere in den Bergen

Höhenzugangstechnik

36 Sensibilisieren

38 Wasser-Kontrollgang

40 Partnerschaftliches Jahrzehnt

58 Kraxeln für Sicherheit

Tradition und

Moderne S. 18

Mit dem neuesten und größten

Exemplar seiner Mobilkranflotte,

einem Liebherr-Fahrzeugkran LTM

1750-9.1, erledigte der Kran- und

Schwerlastdienstleister Riga

Mainz im Juli einen sensiblen

Auftrag am Dom der rheinlandpfälzischen

Landeshauptstadt.

Werkstatt

42 Vereinfachter Datenaustausch

Schwerlastverkehr

46 Schwerer Schweizer

48 Premiere fern der Heimat

50 Maßgeschneidertes für die Bahn

Sicherheit

52 Schmerz ade


56 Zwei neue Sitzmöglichkeiten

60 Eine Frage der Versicherung

62 Sichere Vogelperspektive

Seile, Ketten,

Anschlagmittel

64 Spulen in zahlreichen Lagen

Umwelttechnik

68 Sparen beginnt

am „grünen“ Tisch

Komponenten

74 Digitale Denkfabrik

Hallen- &

Deckenkrane

76 Welcome to Abus

77 Impressum

78 Händlerteil

Sparen beginnt am „grünen“ Tisch S. 68

Die Bedeutung „grüner“, d. h. umweltfreundlicher sowie umweltverträglicher Kran-, Hebe- und Umschlagtechnik, nimmt

weiter zu. Gerade die zunehmend komplexere Technik der jeweiligen Arbeitsgeräte und Maschinen bietet dabei heute

eine Vielzahl von Ansatzpunkten zu umweltfreundlichen, jedoch aber gleichzeitig auch wirtschaftlichen Lösungsansätzen.

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Tradition


UND MODERNE

V. l.: JoachimSommer (Liebherr

Werk Ehingen GmbH),

Karl Reitz, Kai Langer (beide

Riga MainzGmbH & Co. KG)

sowieChristophBorgert

(FM LeasingPartnerGmbH).

Mietkauf. Mit dem neuesten und größten Exemplar seiner Mobilkranflotte, einem

Liebherr-Fahrzeugkran LTM 1750-9.1, erledigte der Kran- und Schwerlastdienstleister Riga

Mainz im Juli einen sensiblen Auftrag am Dom der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt.

So musste die 20 t schwere Spitze des Westturms des

Doms ausgetauscht werden – zweifelsohne erneut ein

spektakulärer und zugleich medienwirksamer Einsatz

für Firmenchef Uwe Langer und sein Team. Dabei waren bereits

2001 im Zuge der begonnenen Sanierung des Mainzer

Doms erhebliche Schäden an der Spitze des Turms festgestellt

worden. Teile des Sandsteins waren abgeplatzt, der eiserne

Ringanker, die Befestigung der Spitze, war gerostet und

eine dauerhafte Stabilität nicht mehr gewährleistet.

Kopie für baufälliges Original

Also stellten die Steinmetze der Dombauhütte eine Kopie

der 246 Jahre alten Turmspitze her. Für den Austausch der

Sandsteinhaube positionierte sich der fabrikneue Liebherr-

Fahrzeugkran von Riga Mainz auf dem Domplatz. Zahlreiche

Zuschauer verfolgten zwei Wochen lang den Tausch des

Bauteils an der über 1000 Jahre alten Kathedrale der Bischofsstadt.

Um die über 7 m hohe Domspitze demontieren

und später transportieren zu können, war sie von den Steinmetzen

in zwei Teile zersägt worden.

Applaus von Zuschauern

Verpackt und für den Kranhub vorbereitet wurden die Sandsteinwerke

anschließend von Spezialisten des Doka-Konzerns,

einem Hersteller von Schalungstechnik für Betonarbeiten.

So festgezurrt und stabilisiert konnte in 80 m Höhe


Millimeterarbeit:

Wolfgang Schubach von

Riga Mainz funkt die

Kommandos zum Kranführer.

(Fotos: FM Leasing-

Partner, Liebherr)

dann die mächtige Steinmetzarbeit aus dem 18. Jahrhundert

an den Haken des Fahrzeugkrans gehängt werden.

Dirigiert von den gefunkten Kommandos seiner Kollegen

auf dem Turmgerüst erhöhte Kranführer Waldemar Michel

Tonne um Tonne die Hubkraft seiner Maschine, bis

sich das Steinpaket sanft vom Bauwerk löste.

Unter dem Applaus zahlreicher Zaungäste landete die

Last kurze Zeit später sicher auf dem Domplatz. Die

schwersten Lastfälle stellten die unteren Teilstücke der alten

und neuen Domspitze dar. Hier hatte der Großkran

jeweils etwa 16 t Bruttogewicht bei einer Ausladung von

über 60 m zu bewältigen.

Schneller als geplant

Der Austausch der Turmspitze verlief durch die mustergültige

Vorbereitung und die Professionalität aller Beteiligten

– Steinmetze, Schalungstechniker und Kranteam

– so schnell und reibungslos, dass der Einsatz des Mobilkrans

deutlich früher erledigt war als zunächst vorgesehen.

Nach nur zwei, statt geplanter drei Wochen konnte

der neunachsige LTM 1750-9.1 bereits wieder vom Domplatz

rollen. Stets umringt von neugierigen Passanten

und mit Fragen durch den Bauzaun geradezu bombardiert,

war der Kranjob am Mainzer Dom für Kathrin

Marx, Projektplanerin bei Riga Mainz und die Kranfahrer

doch sehr außergewöhnlich.

Maßgeschneiderte Finanzierung

Voraussetzung für den spektakulären Einsatz bildete natürlich

eine maßgeschneiderte Finanzierungslösung für


die Beschaffung des Krans. Die Basis des letztendlich von Riga

Mainz gewählten Mietkaufkonzepts wurde durch die FM LeasingPartner

GmbH entwickelt.

Der Mietkauf ist dabei, vereinfacht ausgedrückt, ein Mietvertrag,

bei welchem dem Mieter vom Vermieter das Recht eingeräumt

wird, innerhalb einer bestimmten Frist durch einseitige

Erklärung die gemietete Sache käuflich zu erwerben. Nach deutschem

Recht erfolgt der spätere Kauf zu einem vorher bestimmten

Preis unter Anrechnung der bis dahin gezahlten Mieten. Es

ist auch möglich, dass kein Optionsrecht vereinbart, sondern

von Anfang an der Eigentumsübergang mit Zahlung der Schlussrate

vereinbart wird, ohne dass es noch einer Ausübungserklärung

bedarf. Eine Bilanzierung erfolgt in diesem Fall beim Kunden/Mietkäufer.

Schweres Segment ausgebaut

Aktuell sind die über 70 Mitarbeiter des Unternehmens in Raffinerien,

Chemiewerken und Industrieparks tätig. Doch auch

Schwerlasttransporte mit SPMT-Selbstfahrern gehören zum breiten

Portfolio der Firma. Mit dem neuen Liebherr LTM 1750-9.1

und dem ebenfalls kürzlich gelieferten Liebherr-Raupenkran

vom Typ LR 1600/2 hat Riga Mainz seinen rund 30 Krane starken

Fuhrpark im Segment der Großgeräte vervollständigt und

neu ausgerichtet. Der neunachsige Fahrzeugkran deckt bei Riga

Mainz die nächst höhere Klasse über den Geräten mit 350 und

500 t Hubkraft ab.

Vorreiter bei Mobilkranen

Riga Mainz, 1929 gegründet, gilt in der Branche als einer der

Pioniere im Bereich der Großkrane. So betrieb das Unternehmen

ab 1985 den damals stärksten Teleskopkran der Welt, den

legendären Gottwald AMK 1000. Dieser zehnachsige Autokran

mit ergänzendem Masttransporter wurde in zweijähriger Bauzeit

nur ein einziges Mal angefertigt und bescherte Riga Mainz

sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

Auch war Firmenchef Uwe Langer einer der ersten Besitzer eines

Liebherr-Raupenkrans vom Typ LR 1750, der rund 14 Jahre lang

im Unternehmen zum Einsatz kam. Mit einem der ersten Exemplare

des Liebherr LTM 1750-9.1 greift das Mainzer Familienunternehmen,

dessen Kranflotte zum größten Teil aus Liebherr-

Geräten besteht, nun auch seine Geschichte in der Tradition als

Pionier der Teleskopkrane wieder auf.

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Mit Hightech durchs

Mobilkrane. Ein Kranjob mit kleinen, oder besser gesagt,

engen Herausforderungen: In der historischen Stadt

Carcassonne, im Süden Frankreichs, müssen zwei alte

Verteilerkästen gegen neue ausgetauscht werden.


LTC 1045-3.1 von Hugon. (Fotos: Liebherr)

Besonders bei der Zufahrt erwies

sich der LTC 1045-3.1 als sprichwörtlich

maßgeschneidert. Für

Kraneinsätze in Städten wie Narbonne

oder Perpignan mit ihren engen

Straßen hat sich der südfranzösische

Schwerlastunternehmer und Kranbetreiber

Hugon eigens einen Liebherr-

Kompaktkran vom Typ LTC 1045-3.1

zugelegt. Fast wie maßgeschneidert gab

sich der junge Ehinger, als es kürzlich

galt, in der alten Ritterstadt Carcassonne

am Rande der Pyrenäen einen Routineauftrag

durchzuführen: den Austausch

von zwei alten Schaltkästen

gegen zwei neue Exemplare.

Daumen und Zeigefinger

Für das knifflige Manövrieren durch

die mittelalterlichen Mauern hatte

sich „Grutier“ (abgeleitet vom französischen

la grue = der Kran) Fabrice

Bresson zwei Lotsen mitgebracht, darunter

Christophe Vergès, technischer

Mitarbeiter bei Hugon. Bevor Bresson

in die Festung fuhr, wurde zunächst

die Fahrerkabine in die etwas zurückversetzte

Arbeitsposition gebracht.

Danach wurde der Staukasten an der

Front des Fahrzeugs an den Kranhaken

abgehängt und vor der Wehrmauer

abgelegt. Für die Fahrt durch

den äußeren Festungsring der Porte

Narbonnaise galt es dann, Hundegang,

Allradlenkung und die unabhängige

Hinterachslenkung einzuschalten.

Irgendwann kamen sich dann die Finger

von Christophe Vergès immer näher.

Schließlich stoppt der Kran, verharrt

kurz in seiner Position – und

meistert eine weitere Engstelle der historischen

Bausubstanz.

Rückweg etwas mühsam

Dreißig Minuten nach Einfahrt in die

Festung ist der Kompaktkran schließlich

am Ziel. Etwa 400 m hat er in dieser

Zeit zurückgelegt. Die knappe Stellfläche

vor Ort reicht für eine stark

verringerte Abstützbasis gerade noch

aus. Wenig spektakulär gestaltet sich

dann der eigentliche Kranjob. Zwei

Verteilerkästen von etwa 1 t Gewicht

müssen auf ein Flachdach gehoben

werden, die alten müssen runter. Der

Rückweg gestaltet sich etwas mühsamer

als die morgendliche Fahrt. Die

Geschäfte haben noch geöffnet und

zahlreiche Besucher schieben sich

trotz Wind und Kälte durch die Gassen

der Stadt.

Touristen auf der Strecke

Nun müssen die beiden Lotsen nicht

nur den Kranfahrer unterstützen, sondern

haben auch sonst reichlich zu

tun. Andenkenschrott wird vom Straßenpflaster

geräumt, Markisen müssen

eingeholt, Gemüsekisten entfernt

werden. Und immer wieder laufen

schaulustige Touristen dem mächtig

wirkenden City-Kran vor die Räder, fotografieren

und filmen die unwirkliche

Szenerie. Erst spät am Abend wird Grutier

Fabrice seinen Kran wieder auf dem

Betriebshof von Hugon in Narbonne

abstellen und einen langen, aber ungewöhnlichen

Arbeitstag beenden.


Mobilkrane

HOCHMUTH ERWEITERT FLOTTE UM ATF 90G-4

Neuzugang in Augsburg

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, heißt es ja bekanntlich.

Dieses Sprichwort nahm sich auch Geschäftsführer

Stefan Drischberger von der Hochmuth GmbH &

Co. KG in Augsburg zu Herzen, als er Überlegungen anstellte,

den ersten Tadano-Kran in seine bis dato acht

Fahrzeuge umfassende Flotte aufzunehmen. Dass es

für einen (Hebebühnen- und) Kranverleiher ein gewisses

Risiko darstellt, einen Hersteller in den eigenen Fahrzeugpark

aufzunehmen, mit dem man noch keine eigenen

Erfahrungen gemacht hat, ist leicht nachvollziehbar.

Allerdings war im Falle von Tadano das Risiko deutlich

minimiert: „Der sehr gute Ruf, den sich Tadano in den

letzten Jahren hinsichtlich der Qualität und Zuverlässigkeit

der Krane erarbeitet hat, kommt ja schließlich nicht

von ungefähr. Somit war es für uns ein kalkulierbares

Risiko“, erklärt Stefan Drischberger.

Auf die Frage, ob die Entscheidung aus heutiger Perspektive

richtig war, antwortet er: „Sogar goldrichtig.

Der ATF 90G-4 ist nun über drei Monate non-stop im

Einsatz, ohne ein einziges Mal auszufallen. Und die Minimierung

von ausfallbedingten Standzeiten ist für einen

Kranbetreiber und seine Kunden naturgemäß eine sehr

wichtige Sache.“ Für den ATF 90G-4 sprach auch, dass

der Kran 6,5 t Gegengewicht innerhalb der gesetzlich

vorgeschriebenen 12 t Achslast mitnehmen kann.

Im Windpark Gödenroth feierte der

neue Superlift 3800 von Steil

seine Einsatzpremiere.

(Foto: Terex)

Premiere ab Werk

Superlift 3800 von Steil absolviert Ersteinsatz

Der Bau von Windkraftanlagen der neuesten Generation

mit weniger Gegengewicht am Kran: Besonders für diese

Anwendungen hat Terex Cranes den Superlift-3800-Gittermastraupenkran

entwickelt. Beim Aufbau einer Enercon-E101-Anlage

im Windpark Gödenroth (Hunsrück)

konnte das neueste Mitglied der Terex-Cranes-Familie

jetzt seine Effizienz und Leistungsfähigkeit unter Beweis

stellen. Ausführendes Unternehmen war die Firma Steil

Kranarbeiten GmbH & Co. KG aus Trier. Diese hatte im

GROVE-300-TONNER MONTIERT LIEBHERR 630 EC-H

Einsatz vor alpiner Kulisse

(Foto: BKL)

In einem dreitägigen Einsatz setzte die BKL Baukran Logistik kürzlich

ein in mehrfacher Hinsicht besonderes Projekt um: Mit

einem ihrer leistungsstärksten Autokrane montierten die Kranspezialisten

einen 630-mt-Kran aus ihrem Kranpark bei Schloss

Elmau in Oberbayern. Beeindruckend war nicht nur die Größe der

Maschinen, sondern auch die erforderliche Präzision im schwierigen

Gelände vor der Gebirgskulisse auf etwa 1000 m Höhe. Bei

dem rund 140 km vom BKL-Standort in Forstinning bei München

24 K&H 8/2013


April 2013 am Terex-Standort Zweibrücken ihren neuen

Superlift-3800-Raupenkran übernommen, um ihn von

dort direkt an die Baustelle in Gödenroth zu verfahren.

Reduzierte Massen. Insgesamt 30 Lkw benötigte das

Unternehmen, um den Superlift 3800 inklusive 138-m-

Ausleger plus 12 m Spitze und über 305 t Gegengewicht

sowie allen darüber hinaus benötigten Komponenten an

den Einsatzort zu befördern. Noch am gleichen Tag wurde

der Aufbau des Krans in Angriff genommen. „Die Vorteile

des Superlift 3800 liegen vor allem in den zum Teil

deutlich gesenkten Gewichten der Einzelkomponenten

sowie in der Einsparung von bis zu 100-t-Superlift-Gegengewicht

je nach Konfiguration beim Aufrichten der langen

Auslegersysteme. Beim Aufbau kam uns die montagefreundliche

Konstruktion des neuen Terex-Krans sehr

entgegen“, loben Steil-Projektleiter und Kranfahrer René

Perlich „ihren“ neuen Kran.

Einsatz mit Werksunterstützung. Da es sich bei diesem

Einsatz für die Firma Steil um den ersten Hub mit dem

neuen Superlift 3800 handelte, wurde das Steil-Team von

drei Terex-Mitarbeitern vor Ort unterstützt und geschult.

Sie wiesen die Steil-Monteure beim Kranaufbau ein und

machten die Kranfahrer mit der Bedienung ihres neuen

Arbeitsgeräts vertraut. „Die Zusammenarbeit mit den

Terex-Technikern verlief optimal, sodass es weder beim

Aufbau noch bei den Hüben zu irgendwelchen Komplikationen

kam, die zu einer Verzögerung des engen Projektplans

geführt hätten“, erklärt René Perlich weiter. So

konnte der Aufbau der Windkraftanlage termingerecht

bis zum 3. Mai 2013 durchgeführt werden – womit auch

der Superlift 3800 seine Einsatzpremiere bei Steil erfolgreich

absolviert hatte.

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Der Seilkatalog

entfernten Schloss Elmau setzte die BKL Baukran Logistik

GmbH im Juni ein Projekt mit beachtlichen Dimensionen

um: Unter Einsatz einem der leistungsstärksten Autokrane

aus der firmeneigenen Fahrzeugflotte, einem Grove

GMK6300L, und einem 40-t-Hilfsautokran, stellte das

Team einen Liebherr 630 EC-H 40 Litronic aus dem BKL-

Mietpark auf. Trotz der beengten Platzverhältnisse auf der

Baustelle und des schwierigen Geländes am Fuße des Wettersteinkamms

montierten vier erfahrene Monteure und

die Fahrer der beiden eingesetzten Autokrane den großen

Obendreher innerhalb von nur drei Tagen.

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Maximale

Der neue LTM

1750-9.1 bot für

den Einsatz am

Kraftwerk die

passenden Leistungsparameter.

(Foto: Liebherr)


®

Mobilkrane. Im Großkraftwerk Mannheim

wurde vor Kurzem ein neuer Rauchgaskamin

eingebaut. Zwei Gebäudekanten, eine Hubhöhe

von 102 m, große Ausladung und beengte

Platzverhältnisse gaben den Ausschlag für

den Einsatz eines LTM 1750-9.1.

Der knapp 50 m lange Edelstahlschlot musste in Teilen

durch eine Öffnung im Dach eingehoben und

dann im Gebäude verbaut werden. Insgesamt vier

Elemente wurden montiert. Das längste Rohr war 14 m

lang und rund 6 t schwer. Kranfahrer Karsten Kelm steuerte

den „Blindflug“ souverän und passgenau nach den Anweisungen

der Monteure im Inneren des Kraftwerks.

Passendes Gerät

Aufgrund der großen Ausladung und der Gebäudehöhe

bot sich der Fahrzeugkran LTM 1750-9.1 als ideales Hebegerät

für diese Aufgabe an. „Kleinere Telekrane, wie beispielsweise

der AC 700 von Terex, hätten“, so Einsatzleiter

Norman Weitzel, „aufgrund der erforderlichen

Hakenhöhe für den Job nicht ausgereicht.“ Mit voller

Rüstkonfiguration, komplett austeleskopiert, mit 19-m-

Teleskopausleger-Verlängerung und der 91 m langen

wippbaren Gitterspitze, stellte der Neunachskran aus dem

Ehinger Liebherr-Werk die für den Einsatz notwendigen

Leistungsparameter zur Verfügung.

Sicheres Aufrüsten des Krans

Die Vorzüge des LTM 1750-9.1 liegen u. a. in seinen kurzen

Rüstzeiten. Dazu zählt auch, dass der vierteilige Teleskopausleger

permanent am Fahrzeug mitgeführt wird.

Eine Funkfernbedienung ermöglicht dem Kranfahrer bei

Rüstarbeiten optimale Sicht zur Montage. Damit ist er in

der Lage, sein Gerät zu steuern und gleichzeitig Arbeitsfunktionen,

wie z. B. die Verbolzung der Klappholme, auszuführen.

Schnelles Rüsten wird auch durch die Konstruktion

der Anschlagpunkte der zu rüstenden Komponenten

sichergestellt, denn während der gesamten Prozedur müssen

die Anschlagmittel nicht gewechselt werden.

Beengte Platzverhältnisse

Diese auf Sicherheit und Schnelligkeit abzielenden Features

kamen beim Auf- und Abbau des Krans am Mannheimer

Großkraftwerk voll zum Tragen. Obwohl das Team

von Wiesbauer den Mobilkran erstmals in Maximalkonfiguration

und somit zu seiner vollen Höhe aufbaute,

benötigte es dafür nur knapp eineinhalb Tage – und das

bei beengten Platzverhältnissen vor Ort.

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Einmal über

Mobilkrane. Vor Kurzem kam ein Mobilbaukran

MK 88 der Dortmunder Hubert Wiemann GmbH & Co.

Autokrane KG bei den Renovierungsarbeiten an der

Schwimmhalle der Badewelt Sinsheim zum Einsatz.

Beim Austausch der Glasplatten am Dach der Schwimmhalle

waren durch die besonderen räumlichen Gegebenheiten

nicht nur krantypische Eigenschaften, sondern

auch besonderes Geschick des Kranfahrers gefragt.


fahren

(Foto: Liebherr)


Bornheimer

GEBURTSTAG

Unternehmen. Mit einem

großen Kundentag auf dem

Betriebsgelände in Bornheim hat

Kran- und Schwerlastspezialist

Viktor Baumann das 125-jährige

Betriebsjubiläum gefeiert. Die

geladenen Gäste konnten dabei

einen intensiven Blick hinter die

Kulissen des rheinländischen

Traditionsbetriebs werfen.


Bereits von Weitem konnten die

anreisenden Besucher den Ort

der Jubiläumsfeier in Bornheim

ausmachen – an den diversen Mobilkranen,

die die Baumann-Mannschaft tags

zuvor auf dem eigenen Betriebshof in

Stellung gebracht hatte. Dazu gesellten

sich eine SPMT-Konfiguration, natürlich

diverse Fahrzeugexponate aus dem

vergleichsweise leichten Schwertransportsegment

sowie die spektakuläre

Kesselbrücke, die durch ihre Dimensionen

praktisch von allen Standpunkten

des Veranstaltungsgeländes präsent war.

Blick hinter die Kulissen

Rund 1000 Gäste, darunter allein etwa

200 Kinder, machten den Kundentag

Mitte Juni zu einem abwechslungsreichen

Event, das einen interessanten

Blick hinter die diversen Kulissen des

Unternehmens bot – und mit einer eigenen

Modellausstellung einen kleinen

Ausschnitt des Hebe- und Transportalltags

von Baumann zumindest im Miniaturmaßstab

bot.

Augen- und Gaumenschmaus

Neben der kulinarischen, aber auch

ausgefallenen musikalischen Versorgung

der Besucher konnten sich letztere

aus erster Hand über das technische

Equipment sowie ergänzendes Knowhow

der Schwerlastexperten informieren.

Ganz offensichtlich nutzten auch

zahlreiche Familienangehörige von Mitarbeitern

den überwiegend sonnigen

Samstag, einmal ganz offiziell die Tätigkeit

und den Arbeitsplatz der Angehörigen

in Augenschein zu nehmen.

Angesichts der vergleichsweise zahlreich

vertretenen Kinder und Jugendlichen

kann auch gehofft werden, dass

sich die Veranstaltung früher oder spä-

8/2013 K&H 31


Nachwuchs begeistern:

Live-Vorführungen der Geräte.

ter auch bei der Gewinnung von Nachwuchsmitarbeitern

bemerkbar macht.

Spektakuläre Kesselbrücke

Zu den echten Publikumsattraktionen

zählten naturgemäß die SPMT-Vorführungen,

schließlich bekommt man diese

Schwerlastathleten ausgesprochen selten

aus nächster Nähe zu Gesicht. Die 16-

achsige Kombination konnte so auf vergleichsweise

kleiner Fläche das gesamte

Können des flexiblen Fahrwerks demonstrieren

– recht leichtfüßig,

hatte man aus Sicherheitsgründen

natürlich

auf eine reale

Last verzichtet.

Nicht minder beeindruckend gab

sich die statische Darstellung der Greiner-

Kesselbrücke, die für einen bevorstehenden

Einsatz bereits auf 2x14 Achslinien

abgelegt und mit jeweils einer Zug- bzw.

Schubmaschine zum Komplettzug ergänzt

worden war.

Umfangreiche Nachrüstung

Ursprünglich im Jahr 2006 durch Baumann

für eine Maximallast von 380 t beschafft,

konnte man nach einem entsprechenden

Umbau Ende 2010/Anfang 2011

von den Hohenloher Fahrzeugbauern die

markant verstärkte Hubhebelbrücke für eine

deutlich angehobene Maximallast von

nun rund 540 t übernehmen. Insbesondere

durch die seinerzeit hohe Einsatznachfrage

nach der verstellbaren Kesselbrücke

realisierte Greiner den Umbau übrigens in

zwei Schritten. Letztendlich benötigt der

Lastverband bei der technisch zulässigen

Last immerhin 2x22 Achslinien, um die

gesamte Masse auf eine straßentaugliche

Achslast zu reduzieren.


LIFETIME EXCELLENCE

Sicher:

PSA für

Besucher.

(Fotos:

Baumann, fh)

Unspektakuläres Messfahrzeug

In Verbindung mit entsprechenden Aufträgen

kommt dabei im Rahmen der

Transportplanungen übrigens ein weiteres

Exponat des Kundentags zum Einsatz,

das vergleichsweise unspektakulär im

Eingangsbereich des Firmengeländes zu

finden war: Gemeint ist das noch recht

junge Messfahrzeug, das mittels umfangreicher

Elektronik eine zwei- bzw. dreidimensionale

Vermessung von Strecken

sowie den ergänzenden Lichtraumprofilen

für geplante Schwertransporte erlaubt.

Ursprünglich in einer engen Kooperation

zwischen der TU Hamburg Harburg

und dem Schwerlastspezialist Seeland in

der norddeutschen Elbmetropole entwickelt,

haben die Bornheimer das mobile

Vermessungskonzept ebenfalls in den eigenen

Fuhrpark übernommen. Auf den

ersten Blick erscheint zunächst nur das

Dachträgersystem mit den drei darauf

montierten Laserscannern ungewöhnlich.

Jedoch offenbart ein Blick in das Innere

des Passats dessen Qualitäten.

Visuelle Ergebnisse

Ein elektronischer Arbeitsplatz ist dabei

nur äußeres Kennzeichen einer umfangreichen

Datenverarbeitung, die bei Baumann

inzwischen im zweiten Jahr die

weitaus sichere Vermessung geplanter

Transportstrecken ermöglicht, ohne dabei

die eigenen Mitarbeiter durch Messarbeiten

im fließenden Verkehr zu gefährden.

So werden die Strecken mit maximal

100 km/h zur Ermittlung von Durchfahrtshöhen

oder zu erstellenden 3D-Ansichten

befahren.

Angesichts des noch recht jungen Konzepts

ist es nicht weiter verwunderlich,

dass das Messsystem noch nicht bei allen

Routenermittlungen ausgabefertige Ergebnisse

liefert. So wird heute noch bei

besonders komplexen Streckenermittlungen

von Hand nachgemessen bzw. die

Rechnerergebnisse werden mit manuell

erstellten Daten kombiniert. Für einen

Großteil der anfallenden Messaufgaben

liefert der unscheinbare Passat schon

heute zuverlässig und im großen Stil die

benötigten Zahlen.

Erfolgreicher Geburtstag

Davon konnten sich übrigens auch die

Besucher des Kundentags in Bornheim

überzeugen. So gehörten Vorführungen

und Präsentationen zur Arbeitsweise des

Vermessungsfahrzeugs als Ergänzung zu

den verschiedenen Exponaten auf dem

Betriebsgelände ebenfalls zum Rahmenprogramm

der Geburtstagsfeier.

Zusammen mit einem Galadinner am

Vorabend der samstäglichen Veranstaltung

für ausgesuchte Kunden konnte die

Mannschaft von Baumann angesichts der

sicherlich recht umfangreichen Vorarbeiten

dabei eine mehr als positive Bilanz

zum markanten Unternehmensjubiläum

ziehen, wobei man bereits heute gespannt

sein darf, wie sich der Schwerlastspezialist,

vermutlich auch stellvertretend für

die gesamte Branche, bis zum nächsten

markanten Geburtstag in ziemlich genau

25 Jahren weiterentwickeln wird. Happy

Birthday, Viktor Baumann!

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