Bezirk Lüneburg - NFV

nfv.www.de

Bezirk Lüneburg - NFV

NIEDERSACHSEN

Herausgegeben vom

Niedersächsischen

Fußballverband

Nr. 9/2013

H 5304 E

3,00 €

Internet

http://www.nfv.de

FUSSBALL

Karl Rothmund:

Mit 70 noch kein

bisschen müde


Der NFVN

– Ein Ball verbindet

Liebe Fußballfreunde

Diese Ausgabe des NFV-Journals ist unserem Präsidenten gewidmet: Karl Rothmund feiert am 31. August

seinen 70. Geburtstag. Dazu gratulieren alle Fußballerinnen und Fußballer in Niedersachsen von ganzem Herzen.

Wir wünschen Karl Rothmund ganz viel Glück, Gesundheit und Gottes Segen für viele weitere Lebensjahre.

Karl Rothmund hat den Niedersächsischen Fußballverband geprägt wie kaum ein anderer. Von 1990 bis

2005 als Verwaltungsdirektor des Verbandes und seit 2005 als dessen Präsident. Auch wenn der Wechsel vom

Hauptamt ins Ehrenamt nicht ganz unumstritten gewesen ist, hat er sich für den niedersächsischen Fußball als

Glücksfall erwiesen. Karl Rothmund kennt die Sorgen und Nöte eines jeden NFV-Kreises. Er verfügt über ein feingesponnenes

Netzwerk in Wirtschaft, Politik und soziale Organisationen, das er für die Interessen des NFV nutzen

konnte. Und was das Wichtigste ist: Karl Rothmund war nie nur Funktionär, sondern ist im Herzen immer Fußballer

geblieben. Auf dem Fußballplatz seines Heimatvereins 1. FC Germania Egestorf/Langreder fühlt er sich wohler

als in jedem Bundesliga-Stadion.

Karl Rothmund hat den NFV zu einem modernen, leistungsstarken und kerngesunden Fußballverband gemacht.

Barsinghausen – der Name seiner Heimatstadt ist in aller Welt bekannt als das Fußball-Mekka am Deister,

in dem es sich gut trainieren und auch entspannt leben lässt. Dank seiner exzellenten internationalen Kontakte,

insbesondere zum polnischen und bulgarischen Verband, war es denn auch keine Überraschung, dass Polen sein

WM-Quartier 2006 im Sporthotel am Fuchsbachtal aufschlug. Die beiden Fußballweltmeisterschaften 2006 und

2011, bei denen Karl Rothmund als WM-Koordinator für die Austragungsorte Hannover und Wolfsburg fungierte,

wird unser Präsident sicher als einen der Höhepunkte seiner Laufbahn bezeichnen. Seinen wirtschaftlichen

Sachverstand bringt er seit 2006 als Schatzmeister des Norddeutschen Fußball-Verbandes ein.

Im DFB hat das Wort von Karl Rothmund Gewicht. Seit 2007 ist er Vizepräsident für Nachhaltigkeit und die

sozial- und gesellschaftspolitischen Aufgaben. Er engagiert sich stark in den Stiftungen des DFB getreu dem Motto

des DFB-Ehrenpräsidenten Egidius Braun „Fußball ist mehr als ein 1:0.“ Karl Rothmund weiß um die große Integrationskraft

des Fußballs. Er engagiert sich für die Fußballer, die nicht immer im Mittelpunkt stehen, ob es die

Blindenfußballer oder Spieler hinter Gefängnismauern sind. Auf dem nächsten DFB-Bundestag in Nürnberg wird

ein umfassender Nachhaltigkeitsbericht verabschiedet werden, der seine Handschrift trägt. Mit neuen Strukturen

hat er optimale Rahmenbedingungen für die Schiedsrichter im DFB geschaffen, vom Amateurbereich bis zur Elite.

Karl Rothmund ist ein Mann des klaren Wortes, immer geradeaus und nie hinten herum. Er steht für Verlässlichkeit

und Berechenbarkeit. Unser Präsident ist der Gegenentwurf zur Stromlinienförmigkeit und hat sich Ecken

und Kanten bewahrt. Gleichwohl sollte man nicht seine Sehnsucht nach Harmonie und gelebter Kameradschaft

unterschätzen. Auch dafür steht sein Barsinghausen: Geselligkeit, in einer fröhlichen Runde mit guten Freunden,

bei der auch etwas getrunken und ganz viel gesungen werden darf. Herzlichen Glückwunsch Karl Rothmund!

Reinhard Grindel

(1. Vizepräsident)

September 2013 3


Inhalt

Editorial

Reinhard Grindel zum 70. Geburtstag von Karl Rothmund 3

Krombacher Pokal

Zwei Oberliga-Neulinge ziehen in das Halbfinale ein 6

70. Geburtstag

Deutschlands Fußballprominenz gratuliert Karl Rothmund 8

Namen & Nachrichten

Deutscher AH Supercup Ü 32: Wildcard für Germania Grasdorf 14

Freiwilliges Soziales Jahr

Sieben junge Menschen treten beim NFV ihren Dienst an 15

Interview

Rehdens Boss Friedrich Schilling über das Bayern-Pokalspiel 16

Integration und Inklusion

Hannovers OB-Kandidaten diskutieren beim TSV Saxonia 20

Fair-Play-Aktion

NFV und Land starten Kampagne „Gemeinsam fair“ 22

Behindertenfußball

Staffeltag in Osnabrück – Vereinsvertreter besuchen VfL-Museum 24

EUROGREEN

Die Vorbereitung des Sportrasens auf den kommenden Winter 25

Sponsoring

Große Ballaktion der AOK Niedersachsen 26

Schiedsrichter

Von Nachwuchssorgen bis zur Weiterbildung 27

DFB-Mobil

NFV-Teamer besuchen Inselschule Juist 29

Cup der Region

A-Junioren des HSC Hannover gewinnen Turnier erstmalig 30

Sparkassen-Fußballschule

Ferienzeit ist Fußballzeit – Lehrgänge 2013 wieder ausgebucht 34

Jugendfußball

Portrait des Jugend-Fördervereins Ahlerstedt/Ottendorf/Heeslingen 36

Titel

Ein runder Geburtstag

ist

immer ein guter

Anlass, den Jubilar

zu portraitieren.

Erst recht,

wenn er auch

noch der amtierende

Präsident

des Niedersächsischen

Fußballverbandes

ist.

Karl Rothmund

feiert am

31. August

seinen 70. Geburtstag.

Zahlreiche

Gratulanten

haben seine

Verdienste gewürdigt

und

Glückwünsche

übermittelt. Karl

Rothmund hat seit Anfang der 90er Jahre den Verband geprägt.

Erst als Direktor und später als Präsident. Mehr dazu auf den

Seiten 8 bis 13. Das Titelfoto schoss Ulrich zur Nieden.

ARAG Sportversicherung

Schadenfall des Monats: Mit Hightech „on tour“ 37

Auslandsaufenthalt

NFV-Auswahlspielerin Joanna Briese aus USA zurückgekehrt 38

Bezirk Braunschweig

Letzter Staffeltag für Göttinger Spielausschuss 40

Bezirk Hannover

Hannover-Land: Überehrgeizige Eltern stacheln zu Fehlverhalten an 46

Bezirk Lüneburg

Gleich drei Uelzener Teams glänzen in der Fairnesstabelle 50

Bezirk Weser-Ems

10. Grundschulcup mit 72 Teams im Landkreis Leer 58

NFV intern

Amtliche Nachrichten und Sportschultermine 66

Seite 6

Etliche Überraschungen

gab es bisher im Krombacher

Pokal, dem niedersächsischen

Vereinspokal

der Herren. So

musste Titelverteidiger

und Drittligist VfL Osnabrück

bereits im Achtelfinale

in Wilhelmshaven

(1:2) die Segel streichen.

Doch auch der SVW

um Angelos Eleftheriadis

(links), hier im Zweikampf

mit Roman Prokoph,

ist inzwischen

nicht mehr dabei, denn

acht Tage nach dem

Triumph über Osnabrück

unterlagen die Jadestädter

dem Oberliga-Neuling

TB Uphusen mit 1:5.

Mit den Freien Turnern

aus Braunschweig qualifizierte

sich ein zweiter

Oberliga-Aufsteiger für

das Halbfinale, das Ostermontag

2014 ausgetragen

wird. Foto: Kemme

4

September 2013


Krombacher Pokal

SVW zwischen himmelhoch

jauchzend und zu Tode betrübt

Wilhelmshaven bezwingt erst Osnabrück und scheitert dann in Uphusen

– Zwei Oberligisten im Halbfinale – Rehden darf erneut auf die Bayern hoffen

Von MANFRED FINGER

Zwischen himmelhoch jauchzend und

zu Tode betrübt lagen für den SV Wilhelmshaven

gerade mal acht Tage:

Nach dem 2:1-Erfolg im Achtelfinale gegen

den Titelverteidiger und Drittligisten VfL

Osnabrück wähnten sich die Jadestädter

auf dem besten Wege, erneut ins Halbfinale

um den niedersächsischen Vereinspokal

der Herren, dem Krombacher Pokal, einzuziehen.

Die Runde der letzten Vier ist so begehrt,

weil sich beide Sieger für den DFB-

Pokal qualifizieren. Ein sportlich und finanziell

lukratives Erlebnis, das Wilhelmshaven

erst Anfang August auskosten durfte, als

zum Auftakt des diesjährigen Wettbewerbes

Borussia Dortmund (0:3) zu Gast war.

Angesichts des zugelosten Viertelfinalgegners

auf niedersächsischer Ebene, dem

Oberliga-Aufsteiger TB Uphusen, träumten

die Fans von einer noch größeren Nummer.

„Noch 180 Minuten bis ...? Bayern!“,

stand auf einem Spruchband, das die SVW-

Anhänger pünktlich zum Anpfiff präsentierten.

Gut zwei Stunden später war die

Stimmung eine ganz andere. Lautstark forderten

die Fans den Rauswurf von Trainer

Wilhelmshavens Keeper Aaron Siegl, der im

DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund bundesweit

für Furore sorgte, musste in Uphusen

gleich fünf Mal hinter sich greifen. Foto: imago

Karsten Fischer (links) und der Goslarer SC gewannen zwar in der ersten Runde beim Oberligisten

1. FC Germania Egestorf/Langreder (im Bild Thorben Schierholz), mussten ihre Pokalträume im

Viertelfinale gegen den VfB Oldenburg aber begraben.

Foto: Zwing

Farat Toku – erst minutenlange Gespräche

zwischen der Mannschaft, den Verantwortlichen

und den Fans am Zaun sorgten für

eine Beruhigung der Gemüter.

Der Auslöser: Beim Oberligisten aus

dem Achimer Stadtteil hatte der Regionalligist

eine herbe Klatsche hinnehmen müssen.

Bereits zur Pause führte Uphusen nach

Toren von Saimir Dikollari (10.) sowie Benjamin

Tits (21. und 35.) mit 3:0. Ein Ergebnis,

das der Wilhelmshavener Anhang höhnisch

kommentierte: „Vierte Liga, keiner weiß

warum.“

Immerhin besserte sich der SVW nach

Wiederbeginn und kam schnell zum Anschlusstreffer.

Nachdem TBU-Torhüter Oliver

Blum an einer Hereingabe vorbeigesegelt

war, konnte Tim Scheffler ungehindert

einköpfen (51.). Doch das Tor beflügelte

anschließend eher die Gastgeber: „Das

war der Weckruf zur richtigen Zeit, danach

haben wir wieder die Tugenden aus der

ersten Hälfte an den Tag gelegt“, erklärte


6

September 2013


Krombacher Pokal

„Au Backe“: Titelverteidiger VfL Osnabrück musste im Achtelfinale gegen den SV Wilhelmshaven (1:2) vorzeitig die Segel streichen. Enttäuscht verlassen

Nicolas Feldhahn und Trainer Maik Walpurgis den Platz.

Foto: Kemme

Uphusens-Coach André Schmitz gegenüber

dem Weser-Kurier.

Zwei weitere Tore von Dikollari in der

87. Spielminute und in der zweiten Minute

der Nachspielzeit machten die verdiente

Überraschung anschließend perfekt. Damit

landete Uphusen den zweiten Pokalcoup in

Folge, denn im Achtelfinale hatte die

Schmitz-Truppe bereits den SV Meppen aus

dem Pokalrennen geworfen.

Das Duell Oberliga gegen Regionalliga

entschieden auch die Freien Turner Braunschweig,

ebenfalls ein Aufsteiger, für sich.

Und zwar nervenstark vom Punkt. Mit Fabian

Krüger, Jan Lührs, Dominik Franke, Julian

Bräunig und Nico Müller trafen alle FT-

Schützen im Elfmeterschießen, während

beim TSV nur Torben Deppe, Patrick Posipal

und Maurice Maletzki erfolgreich waren.

Dabei sprach der psychologische Moment

eher für Havelse, schließlich hatten die

Braunschweiger den 2:2-Ausgleich erst in

der Nachspielzeit hinnehmen müssen.

Wovon der Anhang aus Wilhelmshaven

vergeblich träumte, ist für die Fans des

BSV Rehden bereits Wirklichkeit geworden.

Im DFB-Pokal traf ihr Verein Anfang August

auf Robben, Ribéry und Co. (siehe auch Seiten

16 bis 19). Gegen eine Neuauflage hätte

sicherlich niemand etwas einzuwenden,

mit dem 1:0 über den BV Cloppenburg

nahm die Mannschaft von Trainer Pedrag

Uzelac im Viertelfinale eine schwere Hürde.

Das Tor des Tages erzielte Kapitän Kevin

Artmann in der 54. Minute. Von den Bayern

trennen Rehden jetzt nur noch 90 Minuten

im NFV-Halbfinale und das Glück bei

der DFB-Auslosung.

Neben den beiden Oberligisten aus

Uphusen und Braunschweig könnte Rehden

im Halbfinale auf den VfB Oldenburg

treffen. Der ehemalige Zweitligist und jetzige

Regionalligist machte in einem spannenden

Spiel beim Goslarer SC zweimal einem

Rückstand wett. Marius Kleinsorge hatte

den GSC in der 29. Minute in Führung

gebracht. Drei Minuten nach der Pause erzielte

Lucas Hoeler den Ausgleich, der aber

nur kurz Bestand hatte, da wiederum drei

Minuten später Nils Pichinot (51.) den alten

Abstand wieder herstellte. Erneut Hoeler

konnte in der 59. Minute für die Gäste egalisieren,

ehe Cherif Mohamed Aidara in der

83. Minute per Kopf der 3:2-Siegtreffer für

die Oldenburger gelang.

Ergebnisse

1. Runde

SV Drochtersen/A. – Rotenburger SV 5:1

VfL Bückeburg – FT Braunschweig 2:3

TV Dinklage – TSV Ottersberg 2:0

SSV Vorsfelde – 1. FC Wunstorf 0:4

VfL Oldenburg – SV Meppen 0:5

SV Ahlerstedt/O. – VfB Oldenburg 1:4

Lüneburger SK Hansa – Göttingen 05 3:1

1. FC Germ. Egestorf/L. – Goslarer SC 0:3

TuS Celle FC – TSV Havelse 0:5

TuS Sulingen – TB Uphusen 2:3

Freilose: VfL Osnabrück, BSV SW Rehden,

SV Wilhelmshaven, SSV Jeddeloh, BV

Cloppenburg.

Achtelfinale

Drochtersen-Assel – VfB Oldenburg 0:2

TB Uphusen – SV Meppen 8:7 n. E. (1:1)

VfV Bor. 06 Hildesheim – TSV Havelse 1:5

1. FC Wunstorf – Goslarer SC 08 1:3

TV Dinklage – BV Cloppenburg 0:3

SV Wilhelmshaven – VfL Osnabrück 2:1

SSV Jeddeloh – BSV SW Rehden 2:3 n.E.

FT Braunschweig – LSK Hansa 4:2 n.E.

Viertelfinale

TB Uphusen – SV Wilhelmshaven 5:1

Goslarer SC 08 – VfB Oldenburg 2:3

BSV SW Rehden – BV Cloppenburg 1:0

FT Br’schweig – TSV Havelse 7:5 n.E. (2:2)

Termine:

Auslosung Halbfinale (24. August),

Halbfinale (Ostermontag, 21. April 2014),

Finale (28. Mai 2014).

Die Sieger der beiden Halbfinalspiele,

die am 24. August im Anschluss an die

Oberligapartie TB Uphusen gegen Freie Turner

Braunschweig ausgelost werden, vertreten

Niedersachsen im nächsten Jahr im

DFB-Pokal. Einen dritten NFV-Verein wird es

diesmal nicht geben, da Osnabrück sich

jetzt nur noch über die Liga für diesen

Wettbewerb qualifizieren kann. ■

September 2013 7


70. Geburtstag

„Netzwerker“ –

bodenständig

und weltoffen

NFV-Präsident Karl Rothmund

feiert am 31. August seinen 70.

Geburtstag. Wegbegleiter nennen

ihn gerne einen „Netzwerker“.

Dieser sich zugebenerweise

etwas mechanisch anhörende Titel

trifft den Kern. Wer wie Karl

Rothmund Fußballexperten, Politiker

und Wirtschaftsgrößen zusammenbringt,

versteht das Geschäft.

Dass es dem Niedersächsischen

Fußballverband finanziell

gut geht, hängt natürlich auch

von einem perfekten Sponsoring

ab. Liebevoll sprechen seine

Freunde von „Karl dem Großen“.

Auch diesen Titel trägt der 70-

Jährige völlig zu Recht.

Von REINER KRAMER

Karl Rothmund im Ruhestand? Das

können sich seine Wegbegleiter

kaum vorstellen. Mit seinen 70 Jahren

ist er immer noch rastlos, lebhaft, symphatisch

und äußerst unterhaltsam. Wenn

der Präsident liebevoll seine NFV-Pressestelle

als Leseabteilung bezeichnet und das

Fußball-Journal auch gerne mal Käseblatt

nennt, zeigt das, wie humorvoll dieser

Netzwerker sein kann. Karl Rothmund

weiß aber auch, dass zu viel Lob verteilen

nicht wirklich gut ist. Seine Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern sollen sich immer

wieder neu beweisen.

Karl Rothmund mit Steffi Jones, WM-Botschafterin 2011.

Wer Chef eines Fußballverbandes ist,

muss Visionen haben und viele Entscheidungen

treffen. Karl Rothmund könnte

man auch einen „Mann der schnellen Tat“

nennen. Die Kunst, eine sinnvolle Entscheidung

manchmal auch aus dem Bauch

heraus zu treffen, beherrscht der NFV-Präsident.

Strategisch zu denken ist eine weitere

Stärke des Netzwerkers.

Wegweisend, vielleicht sogar revolutionär

war die Einführung des Sportinformationssystems.

Karl Rothmund und Engelbert

Nelle haben Mut bewiesen, als sie

Anfang der 90er Jahre dieses damals „heiße

Eisen“ angepackt haben. Das Fußballportal

bietet seit vielen Jahren einen umfangreichen

Service. Was haben die Spielansetzer

früher gestöhnt, als das Sportinformationssystem

eingeführt wurde. Heute

würden sie Karl Rothmund dafür zum

„Ritter schlagen“.

Dass der NFV-Präsident auch ein Herr

der Zahlen ist, beweist er bei seiner Tätigkeit

als Schatzmeister des Norddeutschen

Fußballverbandes. Es stellt sich die Frage:

Was kann dieser Mann eigentlich nicht?

Ob beim fröhlichen Gesang zu vorgerückter

Stunde oder beim Tennisspielen unter

den „Alten Herren“. Keine Frage: Karl

Rothmund kann auch ohne Fußball.

Die Verbundenheit zu seiner Heimat

zeigt er immer wieder. Geboren am

31. August 1943 in seinem Dorf Langreder

bei Hannover zog es ihn irgendwann

in die große Fußballwelt. Aber nachdem

er wieder mal ein neues Stück Erde ken-


8

September 2013


70. Geburtstag

2

1

Netzwerker sollten vor allem dynamisch

sein. Aber was noch viel wichtiger ist,

sie müssen bei all der Hektik auch zur Ruhe

kommen. Die findet Karl Rothmund bei seiner

lieben Frau Edeltraut sowie seinen Kindern

Michaela und Jens. Die Familie sieht er

als ein hohes und kostbares Gut an. Sie gibt

ihm die nötige Kraft und verleiht ihm neue

Energie. Nur durch die familiäre Ruhe war

und ist Karl Rothmund in der Lage, als

Funktionär im kleinen und großen Fußball

erfolgreich wirken zu können. Eines ist gewiss:

Wenn er auf dem Verbandstag im

Oktober 2014 noch ein Mal für drei Jahre

wiedergewählt wird, darf sich der Niedersächsische

Fußballverband freuen, weiterhin

einen Visionär an seiner Spitze

zu haben.

nengelernt hatte, beendete er seine

Dienstreise im beschaulichen Dorfgemeinschaftshaus.

In lockerer Runde trifft er

dort seine alten Kumpels von Germania

Langreder oder von der Freiwilligen Feuerwehr

des Ortes und natürlich seine heimischen

Fußballfreunde.

1 Der Redner

2 Der Familienmensch

3 Der Diplomat

4 Der „Grenzgänger“

3

4

September 2013 9


70. Geburtstag

2006 begrüßte Karl Rothmund gemeinsam mit Martin Kind und Wolfgang Niersbach die japanische Prinzessin Takamado zum WM-Spiel Schweiz

gegen Südkorea in Hannover.

1

2

4

3

1 Smaltalk mit „Gustl“ Wenzel

2

3

4

Mit „Kaiser“ Franz im Festzelt

Ehrung mit Dr. Zwanziger

Fachgespräch mit Dieter Hecking

10

September 2013


70. Geburtstag

Lieber Karl,

auch im Namen meiner Kollegen im Ligavorstand möchte ich Dir

zu Deinem 70. Geburtstag am 31. August 2013 meine herzlichen

Glückwünsche übermitteln.

Als Vizepräsident des DFB mit dem Zuständigkeitsbereich Nachhaltigkeit,

sozial- und gesellschaftspolitische Fragen, der nicht nur

das Schiedsrichterwesen mit umfasst, hast Du ein sehr umfangreiches

und verantwortungsvolles Themengebiet übernommen, das

wir alle bei Dir in den allerbesten Händen wissen.

Du bist nicht nur ein sehr erfahrener Verbandsfunktionär und seit

2005 Präsident eines der größten Landesverbände des DFB, sondern

konntest Deinen reichen Wissens- und Erfahrungsschatz

nunmehr auch seit 2007 mit großem Engagement und Verhandlungsgeschick

in die Arbeit des DFB-Präsidiums und weiterer Gremien

einbringen.

Zum DFB-Bundestag im Oktober 2013 wirst Du mit Erreichen der

Altersgrenze als Vizepräsident ausscheiden. Wir werden sicherlich

in Nürnberg Gelegenheit haben, Deine Verdienste in besonderem

Rahmen zu würdigen. Und bis dahin wird es auch bestimmt noch

die eine oder andere Begegnung am Rande von Sitzungen oder

Veranstaltungen geben.

Dennoch möchte ich heute schon die Gelegenheit nutzen und Dir

Dank sagen für die stets offene, konstruktive und gute Zusammenarbeit

in den vergangenen Jahren. Ich wünsche Dir persönlich

weiterhin alles Gute und verbleibe

mit besten Grüßen

gez.

Dr. Reinhard Rauball

Präsident des Ligaverbandes

Glückwünsche zum 70. Geburtstag

von Karl Rothmund

Lieber Karl,

zum 70. Geburtstag gratuliere ich Dir aufs

Herzlichste und verbinde dies mit den allerbesten

Wünschen für Gesundheit, Glück

und Zufriedenheit, besonders auch für Deine

Familie und Deine liebe Frau.

Es ist immer wieder eine große Freude, sich

über alle Themen des Fußballs mit Dir zu

unterhalten (und herrlich zu streiten) und

Dinge entscheidend voranzubringen.

Der DFB kann sich sehr glücklich schätzen,

Dich an seiner Seite zu wissen. Und dass

seit vielen, vielen Jahren.

Ich hoffe, dass Du Deinen Geburtstag im

Kreise Deiner Familie und Freunde ausgiebig

feiern und genießen kannst.

Dein

Wolfgang Niersbach

September 2013 11


70. Geburtstag

Sehr geehrter Herr Präsident Rothmund,

lieber Karl,

im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt Barsinghausen,

aber auch im Namen aller Bürgerinnen und Bürger, gratuliere

ich Dir sehr herzlich zum 70. Geburtstag.

„Nichts Großes wurde jemals

ohne Begeisterung vollbracht.“

Deine Begeisterung für die Sache, ob in der Politik unter

anderem als Bürgermeister oder im Fußball, zunächst als

Verwaltungsdirektor und jetzt als Präsident des NFV und als

Vizepräsident des DFB hat viel bewirkt und drückt in hohem

Maß Deine Verdienste für das Allgemeinwohl, aber auch

speziell für die Entwicklung unserer Stadt Barsinghausen

aus.

Für das neue Lebensjahr wünsche ich viel Glück für

alles, was vor Dir liegt, im Speziellen und dem Fußball im

Besonderen. Vor allem aber wünsche ich Dir Gesundheit als

wichtigste Voraussetzung für die Erfüllung all deiner Pläne

und Wünsche.

Ich wünsche Dir und damit auch all unseren Bürgerinnen

und Bürgern, dass Du noch lange mit Begeisterung, Herz

und Verstand Deine Arbeit weiterführen kannst.

Marc Lahmann

Bürgermeister

Lieber Karl Rothmund,

alles Gute zum runden Geburtstag, und natürlich

stellt sich auch die sportliche Leitung der Nationalmannschaft

in die sicher unübersichtlich lange Reihe

der Gratulanten gerne an.

Wir wissen, dass Sie ein toller Gastgeber sind – davon

konnten wir uns mit der Nationalmannschaft immer

wieder selbst überzeugen, zuletzt im Rahmen des

Länderspiels gegen die Färöer in Hannover, als wir in

Barsinghausen zu Gast sein durften. Sie leben und

Sie lieben den Fußball, den großen in voll besetzten

Arenen genauso wie den kleinen an der Basis.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung in den zurückliegenden

Jahren!

Wir wünschen Ihnen eine wunderschöne Feier mit

Ihrer Familie und vielen Freunden.

Herzliche Grüße

Ihr Joachim Löw, Ihr Oliver Bierhoff

Lieber Herr Rothmund,

im Namen des Aufsichtsrates, des Vorstandes

und der Geschäftsführung von

Hannover 96 gratulieren wir Karl Rothmund

herzlich zu seinem 70. Geburtstag.

Seine Leistungen für den deutschen

Fußball und den Niedersächsischen

Fußballverband werden gewürdigt.

Karl Rothmund hat sich für den deutschen

Fußball verdient gemacht.

Wir danken ihm für die immer konstruktiven,

vertrauensvollen und zielführenden

Gespräche.

Für das neue Lebensjahr und das neue

Lebensjahrzehnt wünschen wir Karl

Rothmund weiterhin so viel Engagement,

Freude und Erfolg bei seiner Arbeit

und ihm persönlich Glück, Zufriedenheit

und vor allem Gesundheit.

Martin Kind

Präsident Hannover 96

12

September 2013


70. Geburtstag

Lieber Karl,

gerne nehme ich die Gelegenheit wahr, als enger Wegbegleiter meinen

Respekt und meinen Dank zum 70. Geburtstag Karl Rothmund zu

bekunden.

„Non cedit soli“ (nicht einmal der Sonne weicht er) – dieses anspruchsvolle

Motto des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm I. könnte auch als

Überschrift über das Wirken von Karl Rothmund stehen. Zum einen

fühlt er sich den preußischen Tugenden verpflichtet und zum anderen

ist er ein unerschrockener „Macher“ mit hoher Schaffenskraft.

Eine enorme „Offensivkraft“, gepaart mit Kompetenz und Verlässlichkeit

bestimmen sein Denken und Handeln und der „Fußball“ – nicht

nur im Norden – kann sich glücklich schätzen, eine so starke Persönlichkeit

in seine Reihen zu haben.

Als „Mitspieler“ im NFV-Team bin ich Karl Rothmund dankbar für die

bisherige gemeinsame erfolgreiche Spielzeit und freue mich auf die

noch vor uns liegenden Einsatzzeiten gemäß dem Lebensmotto:

„Leicht zu leben ohne Leichtsinn,

heiter zu sein ohne Ausgelassenheit,

Mut zu haben ohne Übermut –

das ist die Kunst des Lebens.

Eugen Gehlenborg

Präsident Norddeutscher Fußball-Verband

(T. Fontane)

Lieber Karl Rothmund,

im Namen der Niedersächsischen Landesregierung und

auch ganz persönlich gratuliere ich Dir ganz herzlich zum

70. Geburtstag!

Mit Deiner bodenständigen und zugleich weltoffenen Art

hast Du den NFV in den vergangenen Jahren zu einer

schlagkräftigen Einrichtung des niedersächsischen Sports

ausgebaut und Dir überragende Verdienste für den niedersächsischen

Fußball erworben.

Für die Landesregierung warst Du dabei immer ein angenehmer

und vertrauensvoller Partner.

Für mich persönlich darf ich sagen, dass es sich mit Dir natürlich

auch immer vortrefflich über das aktuelle Fußballgeschehen

reden lässt.

Für die kommenden – hoffentlich noch vielen – Jahre wünsche

ich Dir alles Gute, vor allem Gesundheit und weiterhin

viel Schaffenskraft in Deinen wichtigen Ämtern.

Stephan Weil

Niedersächsischer Ministerpräsident

Lieber Herr Rothmund,

zu Ihrem 70. Geburtstag sende

ich Ihnen die besten Wünsche.

Ich hoffe, dass wir uns bald wieder

im Stadion sehen und dann genau

so über Frauenfußball fachsimpeln

werden, wie wir das beim Champions

League-Halbfinale des VfL

Wolfsburg gegen Arsenal London

getan haben.

Das hat mir und Ihnen hoffentlich

auch großen Spaß gemacht.

Bleiben Sie gesund!

Ihre

Silvia Neid

Frauen-Bundestrainerin

Sie haben den Niedersächsischen Fußballverband ins neue

Jahrtausend geführt – NFV-Ehrenpräsident Dr. h.c. Engelbert

Nelle (links) und sein Nachfolger Karl Rothmund.

September 2013 13


Namen & Nachrichten

Annalena Stolte (vordere Reihe, 3. von

links) legte in der Sportschule Barsinghausen den

zweiten Teil der Trainer-C-Lizenz für Junior-Coaches

(JC) ab. Insgesamt durften die Leiter Ulf Drewes

(hintere Reihe links), Udo Peters (hintere Reihe

rechts) und Marcus Olm 25 Jugendliche begrüßen. Der zweite Teil der

Ausbildung zum Junior-Coach beinhaltet das Profil Kinder. „Alle Teilnehmer

sind sehr engagiert dabei. Die besten dürfen zum Prüfungslehrgang

in den Herbstferien wiederkommen“, erklärte Udo

Peters. Ermittelt wird die Rangliste durch Noten. An

jedem der fünf Lehrgangstage wurden die angehenden

Junior-Coaches zensiert. Als besonders erfreulich

wertete Peter den Anteil der weiblichen

Interessenten für die JC-Ausbildung. Insgesamt waren in Barsinghausen

zehn Mädchen dabei, von denen sechs auch am Projekt „Spielend Mittendrin“

teilnehmen.

Foto: Finger

Dirk Göldner (links)

und die Altherrenfußballer

des SV Germania Grasdorf

nehmen im Juni 2014 am

Deutschen AH Supercup

Ü 32 teil.

Für die Titelkämpfe im württembergischen

Großaspach

erhielten sie eine Wildcard.

Damit honorierten die Veranstalter

das bisherige Abschneiden

der Grasdorfer.

Bei ihren drei Endrundenteilnahmen

zog Germania jeweils

ins Viertelfinale ein.

Zudem wurde die Mannschaft

immer von zahlreichen

Fans begleitet (im

Schnitt jeweils über 100).

Neben Grasdorf ist Niedersachsen

mit seinem Meister

(TSV Helmstedt) und Vizemeister

(VfL Oythe) vertreten.

Großaspach ist ein Ortsteil

der Gemeinde Aspach (ca.

8.000 Einwohner) und ist

Heimat der SG Sonnenhof

Großaspach, deren Fußballer

in der Regionalliga-Südwest

spielen. Im benachbarten

Kleinaspach lebt die populäre

deutsche Schlagersängerin

Andrea Berg. Foto: Finger

14

September 2013


Namen & Nachrichten

Jean-Manuel Mbom (hinten) bestritt

mit den U 14-Junioren des SV Werder

Bremen ein einwöchiges Trainingslager in der

Sportschule Barsinghausen. Der Göttinger, der

seit dem 1. Juli 2013 für die Hanseaten spielt,

war der einzige Spieler des Jahrganges 2000.

Alle anderen wurden 1999 geboren. Über den

Aufenthalt am Deister bilanzierte sein Trainer

Norbert Hübner: „Wie immer in den letzten

Jahren blieben keine Wünsche durch das sehr

angenehme Team um Frau Busch und Herrn

Dierßen übrig. Tolle Trainings- und Spielbedingungen,

eine Super-Unterkunft und das gute

Wetter haben dazu beigetragen, dass wir im

Nachgang von einer sehr guten Woche in Barsinghausen

gesprochen haben.“ Schon fast traditionell

absolvieren Jugendteams des SV Werder

einen Teil ihrer Vorbereitung im Fuchsbachtal.

In diesem Jahr waren es neben den U 14-

auch die U 15-Junioren. Wie wichtig der Nachwuchs

im Verein genommen wird, demonstrierten

Präsident Klaus-Dieter Fischer, Björn

Schierenbeck (Direktor Leistungszentrum/

Mädchen- und Frauenfußball) sowie Thomas

Wolter (Sportlicher Leiter Leistungszentrum),

die allesamt in Barsinghausen vorbeischauten.

„Die Besuche haben bei unseren Jungs einen

bleibenden Eindruck hinterlassen“, erklärte

Hübner. Beide Werder-Teams bestritten jeweils

zwei Freundschaftsspiele gegen lokale Klubs.

So trafen die U 14-Junioren mit Jean-Manuel

Mbom im August-Wenzel-Stadion auf die B-

Junioren der JSG Egestorf/Langreder/Goltern

(Bild).

Foto: Finger

Elisa Bäron absolviert vom

1. August 2013 bis 31. Juli 2014 ihr

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim

NFV. Die 17-Jährige aus Selsingen

im Landkreis Rotenburg wird unter

anderem im Bezirk Lüneburg mit dem DFB-Mobil unterwegs sein. Seit

dem Jahr 2009 gibt es beim Niedersächsischen Fußballverband FSJ-Stellen.

Mit Unterstützung der Sparkassen in Niedersachsen bietet der NFV

in der Saison 2013/14 insgesamt sieben Plätze an. In Barsinghausen wurden

die neuen Mitarbeiter von den Direktoren Walter Burkhard (links),

Bastian Hellberg (2. von links) sowie

Jan Baßler (stellvertretender Direktor

und zuständig für das Lehrwesen)

und FSJ-Projektleiter Marko

Kresic (rechts) begrüßt. Neben Elisa

werden für den Verband tätig sein, von links: Frederik Humbert (DFB-

Mobil Weser-Ems), Kevin Behrens (Sparkassen-Fußballschule des NFV),

Niklas Richter (Junior-Coach-Projekt), Nico Junge (DFB-Mobil Braunschweig),

Dominik Hirndorf (DFB-Mobil Hannover), Marco Reinke (Sportschule).

Foto: Finger

September 2013 15


Interview

Mit Enkelsohn Tristan (3) auf den Schultern traf Friedrich Schilling nach dem Schlusspfiff auf Arjen

Robben. Rechts Rehdens Innenverteidiger Michael Wessels.

Fotos (5): Kemme

Rehdens Vorsitzender

FRIEDRICH SCHILLING

über das Bayern-Pokalspiel, das

aufgeweichte Konzept „Sport und

Arbeit“ und die Ziele des BSV.

Von MANFRED FINGER

Fußball-Journal: Friedrich Schilling,

in Osnabrück fand das sogenannte Jahrhundertspiel

Ihres BSV Rehden gegen Bayern

München statt. Hatten Sie auch persönlichen

Kontakt zu Karl-Heinz Rummenigge

oder Uli Hoeneß?

Schilling: Nein, die waren nicht vor

Ort. Vom Vorstand waren nur Herr Sammer

und Herr Hörwick (Mediendirektor; d. Red.)

in Osnabrück.

Fußball-Journal: Gab’s denn telefonische

Kontakte zur Bayern-Führungsspitze?

Schilling: Auch nicht. Bayern München

ist aufgestellt wie ein Großunternehmen,

da gibt’s für jede Angelegenheit eine

Abteilung. Mein Ansprechpartner war zum

Beispiel Herr Meßthaler (Direktor Ticketund

Mitgliederservice, Interne Dienste;

d. Red.).

Fußball-Journal: Immerhin kam es

am Spieltag zu persönlichen Begegnungen,

auch mit den Bayern-Stars. Welche

Begegnung war für Sie am beeindruckendsten?

Schilling: Der Trainer, Herr Guardiola,

war sicherlich sehr zugänglich, das kann

man nicht anders sagen. Etwas länger sprechen

konnte ich auch mit Sammer und

Schweinsteiger. Aber viel Zeit für Gespräche

gab’s nicht. Bayern München ist am

Nachmittag angekommen und am nächsten

Morgen wieder abgeflogen.

Fußball-Journal: Am 15. Juni, einem

Samstagabend, zog Nia Künzer in der ARD-

Sportschau für Ihren Verein das große Los.

Wie ging es dann weiter?

Schilling: Bereits am anderen Morgen

waren zwei Kamerateams in Rehden und

haben alles Mögliche aufgenommen. Im

Laufe der Woche entstand dann der erste

Kontakt zum DFB. Als nächstes hatte ich

Herrn Gottlob (NDR-Sportchef; d. Red.) am

Apparat. Bei dem Telefonat ging es um die

Liveübertragung in der ARD am Montagabend.

Er hat mir signalisiert, dass wir hinsichtlich

der Vergabe des Livespiels gut im

Rennen liegen. Ich habe ihm gesagt, dass

wir unbedingt in Rehden spielen wollen.

Fußball-Journal: Was sich nicht realisieren

ließ. Dabei hatten Mitarbeiter Ihres

Vereins extra ein 70-seitiges Konzept erstellt,

um die „Delikatesse dahoam“ Wirklichkeit

werden zu lassen. Warum konnte

sie nicht in Rehden serviert werden?

Schilling: Es wäre alles machbar gewesen,

aber nicht in der Kürze der Zeit. Wir

hätten eine neue Flutlichtanlage gebraucht,

das Spielfeld hätte leicht verlegt werden

müssen und, und, und.

Fußball-Journal: Weshalb die Verlegung?

Schilling: Um ausreichend Platz für

die LED-Banden (elektronische Anzeigen;

d. Red.) zu schaffen.

Fußball-Journal: Wann mussten Sie

von dem Gedanken Abschied nehmen, in

Rehden zu spielen?

Schilling: Wir hatten an einem Montag,

neun Tage nach der Auslosung, bei uns

einen Ortstermin. Mit Vertretern des DFB,

der Polizei, der Produktionsfirma Sportcast,

die das Fernsehsignal erstellt, und der Vermarktungsfirma

Infront. Herr Weigel (Director

Sports Services bei Infront; d. Red.) ist

extra aus der Schweiz angereist. Von Rehdener

Seiten waren auch der Bürgermeister

und der Direktor der Samtgemeinde anwesend.

Bei der Zusammenkunft mussten wir

letzten Endes einsehen, dass wir das nicht

hinbekommen. Die Kollegen vom Kreativteam,

die das von Ihnen angesprochene

Konzeptpapier erstellen haben, haben

wirklich eine tolle Arbeit gemacht. Wir

wollten erst noch weiter für den Austragungsort

Rehden kämpfen. Im Nachhinein

bin ich aber froh, dass wir das nicht mehr

gemacht haben – wir hätten es einfach

nicht geschafft und noch mehr Zeit verloren.

Fußball-Journal: Der Knackpunkt

scheint die Liveübertragung in der ARD gewesen

zu sein. Wäre es sonst möglich gewesen,

in Rehden zu spielen?

Schilling: Wahrscheinlich ja. Aber das

Livespiel wollten wir natürlich auch haben.

Fußball-Journal: Verständlich, denn

dank der Liveübertragung in der ARD kamen

für Rehden noch einmal 313.000 Euro

aus der Bandenwerbung hinzu.

Schilling: Durch das Livespiel nimmt

man geschätzte 250.000 Euro netto mehr

ein.

Fußball-Journal: Alles in allem, mit

welchem Gewinn rechnen Sie?

Schilling: Zahlen möchte ich nicht

nennen. Wir können beruhigt in die nächsten

Jahren gehen.

Fußball-Journal: Warum haben Sie

sich für Osnabrück als Spielort entschieden?

Schilling: Ich hatte mich relativ früh

auf Osnabrück festgelegt, weil ich das Stadion

gut kenne und ich der Meinung bin,

dass es für so ein Spiel genau das Richtige

ist. In Osnabrück haben die Zuschauer ja

den Vorteil, dass sie hautnah am Spielfeld

dran sind. Die ersten Reihen befinden sich

drei Meter hinter den Trainerbänken. Besser

geht es aus meiner Sicht nicht.

Fußball-Journal: Das Stadion an der

Bremer Brücke war mit 16.600 Zuschauern

ausverkauft. Wie viel Karten hätten Sie verkaufen

können?

Schilling: Restlos ausverkauft war es

nicht. Es gab zum Beispiel einige Pufferzonen,

für die keine Tickets ausgegeben wurden.

Ich schätze mal, gut 15.800 waren da.

Fußball-Journal: Hätten Sie auch

ohne diese Pufferzonen mehr Karten verkaufen

können?

Schilling: Wir hätten sicherlich noch

mehr Stehplatzkarten verkaufen können,

aber Sitzplatzkarten? Vielleicht, wenn wir

früher mit dem Verkauf in Osnabrück begonnen

hätten. Bei uns in der Gegend war

der Bedarf allerdings gesättigt.

Fußball-Journal: Vielleicht auch deshalb,

weil eine Sitzplatzkarte 60 Euro gekostet

hat.

Schilling: Die Preise waren hoch, das

gebe ich gerne zu. Aber letzten Endes sind

wir alle Tickets los geworden. Insofern haben

wir es richtig gemacht.

Fußball-Journal: Im Gespräch war

auch Bremen. Bei einem Fassungsvermögen

von 42.500 Zuschauern wäre das Stadion

aber wohl ein paar Nummern zu groß

gewesen.

Schilling: Das Weser-Stadion hätten

wir nicht gefüllt. Auch dort hätte eine Sitzplatzkarte

sicherlich ihren Preis gehabt. Ich


16

September 2013


Interview

Friedrich Schilling

„Guardiola war sehr zugänglich“

„Das Weser-Stadion hätten wir nicht gefüllt“

„Die 3. Liga ist nicht machbar“


September 2013 17


Interview

weiß nicht, ob der von so vielen Leuten für

den Vergleich Rehden gegen Bayern gezahlt

worden wäre. Da hätte ich große Bedenken

gehabt. Okay, die Nachfrage für

Stehplätze war riesig. Das Problem wäre

aber gewesen, dass in die Bremer Ostkurve

keiner mit Bayern-Schal hinein gedurft hätte.

Das wollte Werder nicht. Also hätten die

Münchener Fans in den für Gästefans vorgesehenen

Block gehen müssen, der deutlich

kleiner ist. Und Rehden eben in die Ostkurve,

für die wir aber nie im Leben 7.000

Leute zusammenbekommen hätten (Fassungsvermögen

7.600, d. Red.).

Fußball-Journal: „Pickepackevoll“

war dagegen die Ostkurve in Osnabrück.

Und zwar so voll, dass etliche Zuschauer

erst weit nach Anpfiff oder gar nicht mehr

Platz fanden. Es gibt Stimmen, die sagen,

Sie hätten zu viele Karten für diesen Bereich

verkauft?

Schilling: Das ist auf gar keinen Fall

so. Wir haben zum Beispiel 30 Karten, die

für die Balljungen vorgesehen waren und

die wir von unserem Jugendförderverein

zurückbekommen haben, erst gar nicht

mehr vergeben. Es wurden definitiv weniger

Zuschauer hineingelassen als es erlaubt

ist. Aber das Problem war wohl, dass die

Leute auf der Osttribüne nicht bis unters

Dach durchgegangen sind. Wir vom BSV

Rehden konnten um diese Problematik

nicht wissen. Von Osnabrücker Seite hätte

ich deshalb erwartet, dass sie uns entweder

darauf hinweisen oder Vorsorge treffen,

damit in solchen Fällen die Leute auch wirklich

bis nach oben hin durchgehen.

Fußball-Journal: Das Ticketing soll

die meisten Schwierigkeiten bereitet haben.

Schilling: Unser Anliegen war, dass alle

Menschen aus unserer Region eine Karte

bekommen. Deshalb haben wir das Ticketing

selbstständig abgewickelt. Wir haben

i Zur Person

Friedrich Schilling, geboren am 27. Mai

1951 in Diepholz, wuchs im gut acht Kilometer

entfernten Rehden auf, wo er bis

heute lebt. Im örtlichen Ballsportverein

„Schwarz-Weiß“, für den er bis zu seinem

31. Lebensjahr im Tor stand, vereint

er viele Ämter in einer Person: Präsident,

Sportchef, Manager, Finanzexperte, Mäzen.

Nachdem er bereits von 1975 bis

1982 unter dem damaligen Vereinschef

und heutigen Diepholzer NFV-Kreisvorsitzenden

Dieter Plaggemeyer im BSV-Vorstand

gewirkt hatte, übernahm er im

Herbst 1995 das Amt des Fußball-Spartenleiters.

Unter der Regie Schillings kletterten

die Kicker des 379 Mitglieder zählenden

Vereins von der Bezirksliga bis in

die vierthöchste deutsche Spielklasse

(Regionalliga Nord, seit 2012).

Beruflich ist er seit 1978 als selbstständiger

Steuerberater in Diepholz tätig. 1990

eröffnete er in Bitterfeld (Sachsen-Anhalt)

ein zweites Büro. Zudem ist Friedrich

Schilling Kopf einer Firmengruppe, zu der

u.a. Immobiliengesellschaften und ein

Hotel mit Restaurant gehören. Darüber

hinaus ist er an einem Biohonig-Verarbeitungs-

und Abfüllbetrieb beteiligt.

„Shakehands“ vor dem Spiel: Pep Guardiola und Friedrich Schilling.

zwar zum Schluss noch ein paar Tausend

Karten in den Verkauf nach Osnabrück gegeben,

doch zuvor wurden alle Tickets über

Postweg oder direkt bei uns im Vereinsheim

abgesetzt. Leider hat der Versand nicht immer

reibungslos geklappt. Es gibt die eine

oder andere Beschwerde von Leuten, die

uns Geld überwiesen, aber keine Karten

bekommen haben. Das müssen wir jetzt alles

nacharbeiten und das Geld zurückschicken.

Wir hätten es uns gewiss einfacher

machen können, indem wir eine Agentur

beauftragen. Dann wären die Karten in

ganz Deutschland verteilt worden, nur

eben nicht entsprechend in unserer Region.

Das wollten wir nicht.

Fußball-Journal: Das Pokalspiel dürfte

den BSV Rehden nicht nur bekannter,

sondern auch attraktiver gemacht haben.

Denn wer träumt nicht davon, einmal gegen

die Bayern zu spielen. Hatten Sie in dieser

Sommerpause mehr Anfragen von Spielern

und Beratern als in den vergangenen

Jahren?

Schilling: Nein. Wir hatten uns natürlich

schon vorher mit dem Kader beschäftigt

und einige Neuzugänge geholt. Nach

unserem bewährten Konzept „Fußball und

Arbeit“. Durch das Bayern-Los hat sich unsere

Meinung diesbezüglich ein wenig geändert.

Wir haben den Beratern zu verstehen

gegeben, dass wir nunmehr bereit

sind, von diesem Konzept in Einzelfällen

abzuweichen.

Fußball-Journal: Was bedeutet das?

Schilling: Wir haben bisher strikt

darauf geachtet, dass der Spieler einen

Job hat beziehungsweise einen bekommt

und der Fußball nur Nebenjob ist. Jetzt

sind wir sicherlich bei dem einen oder anderen

bereit zu sagen, okay, wir beschäftigen

ihn bei der BSV Marketing UG und er

kriegt einen Nebenjob bei einem Sponsor.

Die Gewichtung im Verhältnis Job-Nebenjob

drehen wir also in Einzelfällen um.

Dadurch konnten wir uns noch mal zusätzlich

verstärken.

Fußball-Journal: Zum Beispiel mit

Younes Chaib oder Bryan Jordan, der einige

Jahre bei den Los Angeles Galaxy an der

Seite von David Beckham kickte. Ohne das

Bayern-Los wären diese beiden Spieler also

nicht verpflichtet worden?

Schilling: Davon ist auszugehen, ja.

Fußball-Journal: Mit dem bisherigen

Konzept haben Sie gute Erfahrungen gemacht.

Birgt die Abkehr von einer funktionierenden

Philosophie nicht auch gewissen

Risiken?

Schilling: Wir werden das sicherlich

nicht übertreiben und mit Augenmaß an

diese Sache herangehen. Da braucht niemand

Angst haben. Für mich wäre es kein

Problem, das auch wieder zurückzufahren.

Da bin ich sehr geradlinig.

Fußball-Journal: Ist die Aufweichung

des Konzeptes „Sport und Arbeit“ ein Fingerzeig

dafür, dass Rehden mittelfristig

nicht nur die Regionalliga im Blick hat, sondern

auch die 3. Liga?

Schilling: Wir wollen die Mannschaft

jetzt soweit entwickeln, dass wir mit dem

Abstieg in der Regionalliga nichts mehr zu

tun haben und vielleicht zu den Klubs gehören,

die nach den zweiten Mannschaften

hier im Norden federführend sind. Das ist

unser Ziel. Die 3. Liga kommt allein schon

wegen des Stadions nicht in Frage. Hierfür

müssten wir eine Kapazität von 10.000 Zuschauern

vorweisen. Denken Sie nur an

Lotte. Die haben ja wirklich ein tolles Stadion,

aber selbst das reicht nicht für die

3. Liga. Bei einem Aufstieg hätte Lotte in

Osnabrück spielen müssen.

Fußball-Journal: Die Pokaleinnahmen

werden auch in die Infrastruktur der


18

September 2013


Interview

Beim Bayern-Spiel zum ersten Mal im Einsatz war das erste Maskottchen des Vereins, Rehdinho.

Der 2,50 Meter große Kranich wird ab sofort auch im Ligabetrieb eingesetzt. Im Vordergrund Abwehrchef

Stefan Heycken.

Seine Vorstellungen müssen mit unserem

Konzept vereinbar sein. Wir sind ein kleiner

Verein und können nicht alles liefern, was

gefordert wird. Das war ja auch der Grund,

warum Jürgen Stoffregen (führte Rehden

2012 in die Regionalliga; d. Red.) nicht länger

als ein Jahr geblieben ist. Die Rahmenbedingungen,

die wir ihm bieten konnten,

reichten ihm für die Regionalliga nicht aus.

Wie man inzwischen gesehen hat, reichen

sie aber doch.

Fußball-Journal: Sie führen die BSV-

Fußballer jetzt seit 18 Jahren und wurden

Ende Mai 62 Jahre alt. Gibt es Gedankenspiele

hinsichtlich eines Zeitpunktes, an

dem Sie sich zurückziehen wollen?

Schilling: Nein, diese Überlegung

gibt es nicht. Zwischendurch war ich sicherlich

schon mal frustriert, aber gerade

jetzt geht es noch mal richtig voran. Mit

Herrn Giese (2. Vorsitzender, d. Red.) und

Herrn Kompp (stellvertretender Spartenleiter;

d. Red.) haben wir im Vorstand sehr

gute Leute dazu bekommen und durch

Bayern München auch noch ein bisschen

mehr Geld in der Kasse – da muss ich ja

automatisch noch ein wenig weitermachen

(lacht).

Fußball-Journal: Abschließend noch

mal zurück zum DFB-Pokal: Gesetzt den

Fall, der BSV Rehden qualifiziert sich erneut.

Würden Sie sich noch mal Bayern

München wünschen?

Schilling: (lacht) ... da für uns sowieso

nur Münchener Vereine gezogen werden,

2003 hatten wir ja 1860, würden wir sicherlich

wieder einen von beiden bekommen.

Fußball-Journal: Und bis dahin wären

auch die Voraussetzungen geschaffen,

damit das Spiel in Rehden ausgetragen

werden kann?

Schilling: Ja, darauf hoffe ich.

Fußball-Journal: Friedrich Schilling,

vielen Dank für das Gespräch.


Waldsportstätten fließen, zum Beispiel in

eine leistungsstärkere Fluchtlichtanlage. Insofern

könnte Rehden eines Tages ein Stadion

haben, das drittligatauglich ist. Ist das

eine Vision, die Ihnen vorschwebt?

Schilling: Im Moment muss ich ganz

klar sagen: Die 3. Liga ist nicht machbar. Ich

wüsste nicht, wie sie für uns zu realisieren

wäre. Aber wir müssen gucken. Wir müssen

die Mannschaft soweit entwickeln,

dass sie nicht nur in der Liga eine gute Rolle

spielt, sondern auch eine reelle Chance hat,

in diesem, im nächsten oder im übernächsten

Jahr wieder im DFB-Pokal dabei zu sein.

Fußball-Journal: Federführend im

Norden hinter den zweiten Mannschaften.

Was heißt das konkret?

Schilling: Ich möchte schon, dass wir

unter die ersten Sechs kommen.

Fußball-Journal: Außerhalb der Rehdener

Samtgemeindegrenze werden Sie

und Ihr Verein nicht überall wohlwollend

beäugt. Zum Beispiel ist vom „Kohle-Club“

die Rede. Wir würden Sie das Konstrukt

„BSV Rehden“ beschreiben?

Schilling: Ich kenne diese Klischees,

nach denen bei uns mit viel Geld um sich

geschmissen wird. Dabei ist genau das

Gegenteil der Fall. Rehden ist der Verein,

der in den ganzen Jahren sehr gut mit seinen

Finanzen umgegangen ist. Wir haben

kontinuierlich unsere Möglichkeiten verbessert

und dadurch den Etat vergrößern

können. Aber immer nur soweit, wie es zu

verantworten war. Stück für Stück haben

wir das hier aufgebaut.

Fußball-Journal: Wobei Sie auch immer

wieder in Ihre Privatschatulle greifen.

Schilling: Wir haben viele Sponsoren,

die uns helfen. Nehmen Sie nur die neu

installierte große Werbewand, die uns zusätzliche

Einnahmen bringt. Aber es hilft

natürlich, dass ich durch meine Firmengruppe

Leute mit Arbeitsplätzen versorgen

kann. Mein Vorteil ist zudem, dass ich nicht

erst Sponsoren fragen muss, wenn sich die

Möglichkeit bietet, einen Spieler zu verpflichten.

Ich habe mein Konzept und

wenn ich dafür im Laufe des Jahres nicht

genügend Geld zusammenbekomme, dann

zahle ich den Rest eben selbst.

Fußball-Journal: Mit Marek Lesniak

oder Uwe Brunn haben Sie in der Vergangenheit

renommierte Namen für die Rehdener

Trainerbank verpflichtet. Haben es

Trainer unter Ihnen leicht?

Schilling: Bei uns ist es schon so, dass

der Verein der Verein ist und der Trainer

eben der Angestellte des Vereins. Wir erfüllen

sicherlich nicht jeden Trainerwunsch.

Ein begehrtes Souvenir war der Wimpel, den

der BSV Rehden für das Pokalspiel gegen den

FC Bayern anfertigen ließ.

September 2013 19


Ortstermin

Stefan Schostok (SPD): „Der Unterschied ist

das Schöne.“

Maren Kaminski (Linke): „Barrierefreiheit beginnt

im Kopf.“

Lothar Schlieckau (Grüne): „Nicht jeder Verein

kann alles leisten.“

„Im Fußball sind wir

weiter als die Politik“

Diskussion über Integration und Inklusion

Von MANFRED FINGER (Text und Fotos)

Der Kandidat hütet das Bett. Am

22. September möchte Matthias

Waldraff neuer Oberbürgermeister

(OB) von Hannover werden. Ein kühnes

Unterfangen, denn wer in der niedersächsischen

Landeshauptstadt für die

CDU ins Rennen geht, muss damit rechnen,

bestenfalls Zweiter zu werden. Denn

seit 100 Jahren, sieht man einmal von der

Nazi-Diktatur ab, wird das Rathaus von

einem Sozialdemokraten regiert. Zuletzt

von Stephan Weil, ehe dieser im Januar

auf den Stuhl des niedersächsischen

Ministerpräsidenten wechselte.

Angesichts der nicht eben verheißungsvollen

Ausgangslage setzt Waldraff

im Wahlkampf auf originelle Ideen. So

überraschte er Anfang Juli bei einer Diskussionsveranstaltung

in der HDI-Arena

mit dem Vorschlag, bei Spielen von Hannover

96 künftig Spielmannszüge von

Schützenvereinen und Feuerwehren einzusetzen.

Sie sollen auf den Tribünen für

Atmosphäre sorgen und damit eine

Gegenkultur zu den Ultras aufbauen, die,

so Waldraff, „glauben, ihr größtes Kapital

wäre es, im Stadion allein für Stimmung

zu sorgen.“

Gut sechs Wochen später hat der

Anwalt, der sich als Strafverteidiger in

spektakulären Prozessen wie dem 247 Tage

in der Türkei inhaftierten Marco Weiss

bundesweit einen Namen gemacht hat,

einen Termin im Stadtteil Ricklingen. Unter

dem Titel „Vereine öffnen – Inklusion

und Integration im Sportverein“ soll erörtert

werden, welche Strukturen geschaffen

werden müssen, um Menschen mit

Behinderungen oder Migrationshintergrund

in den Vereinsbetrieb einzubeziehen.

Im Fokus stehen die Lösungsansätze

der Politik, weshalb neben Waldraff auch

die drei anderen Bewerber um den OB-

Posten eingeladen wurden.

Gemeinsame Veranstalter sind der

Fußballkreis Hannover, der niedersächsische

Landesverband der Special Olympics

und die TSV Saxonia. Die 1912 als Jünglingsverein

der katholischen St. Benno-

Gemeinde gegründete Turn- und Spielvereinigung

gilt in der überwiegend protestantischen

Landeshauptstadt als „Katholikenklub“.

Ihr Vorsitzender, Hans-Karl

Leonhardt, ist seit 39 Jahren im Amt und

bekannt für seine tolerante Einstellung.

Als der Geschäftsführer des Stadtsportbundes

für das sogenannte Rucksackprojekt,

das sich an Eltern mit Migrationshintergrund

von Erstklässlern wendet, eine

sportliche Heimat suchte, rief er bei Leonhardt

an – seitdem ist die „Rucksackgruppe“

bei Saxonia integriert.

Geleitet wird das Projekt von Wassila

Ladhar, einer Tunesierin, die seit 1980 in

Ricklingen lebt. Auch sie ist an diesem

warmen Sommerabend Mitte August ins

TSV-Vereinsheim am Mühlenholzweg gekommen,

um Waldraff und die anderen

Bewerber um den Posten des Verwaltungschefs

im hannoverschen Rathaus zu

hören. Doch weil sich der 61-jährige Anwalt

kurz zuvor bei einem Wahlkampfeinsatz

am Maschsee erkältet hat, muss er

seine Teilnahme kurzfristig absagen. Waldraff

verpasst dadurch nicht nur die Möglichkeit,

sich den Vertretern der hannoverschen

Sportvereine zu präsentieren,

sondern auch das Referat von Martin

Gerster. Der 42-Jährige aus dem oberschwäbischen

Biberach ist sportpolitischer

Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion

und Vizepräsident der deutschen

Special Olympics. Die 1968 ins Leben gerufene

Organisation ist heute mit nahezu

vier Millionen Athleten in 170 Ländern

vertreten und damit die weltweit größte

offiziell anerkannte Sportbewegung für

Menschen mit geistiger und mehrfacher

Behinderung.

Gerster, der am Nachmittag in Wolfsburg

einen VfL-Fanklub besucht hatte,

geht am Ricklinger Mühlenholzweg zunächst

auf die gesellschaftliche Bedeutung

des Sports ein, der „größten Bürgerbewegung

in unserem Land.“ Annähernd

30 Millionen Menschen engagieren sich

in über 90.000 Vereinen – zumeist ehrenamtlich.

Ein Engagement, das im Ausland

nicht selten zu Kopfschütteln führt. „Sind

die verrückt? Warum machen die das bei

euch alle ehrenamtlich? Das werde ich bei

meinen Reisen oft gefragt“, berichtet

Gerster, für den der Sport eine Vorreiterrolle

für andere Bereiche der Gesellschaft

einnimmt. „Durch den Sport kann man

am leichtesten, am besten und am erfolgversprechendsten

Menschen mitnehmen.“

Deshalb sei es von immenser Bedeutung,

die richtigen Rahmenbedingungen

für Teilhabe zu schaffen.

Was ist Inklusion? Mit dieser Frage

eröffnet Moderator Christoph Dannowski

die Gesprächsrunde. „Bei einer Befragung

auf der Straße würden wohl nur ein

Prozent die Antwort wissen“, sagt Dannowski

und bittet die Politiker, ihr Verständnis

von Inklusion zu erklären. Hierzu

erzählen die Befragten aus ihrem Leben.

Als erste Maren Kaminski, Kandidatin der

„Linken“. „Ich bin damit groß geworden“,

sagt die 34-Jährige, die im Landkreis

Vechta als Tochter einer Heimerzieherin

für Kinder und Jugendliche mit geistiger

Behinderung aufwuchs. Das Studium

der Sozialwissenschaften führte sie

1999 nach Hannover, wo sie im Multi-

Kulti-Stadtteil Linden heimisch wurde.


20

September 2013


Ortstermin

„Verdoppelt das Personal“: Hans-Michael Rabe (2. von links) und Hans-Karl Leonhardt von der Turn- und Spielvereinigung Saxonia Hannover im

Gespräch mit den OB-Kandidaten der niedersächsischen Landeshauptstadt, Stefan Schostok (links) und Lothar Schlieckau.

„Barrierefreiheit beginnt im Kopf“,

sagt Maren Kaminski und spricht damit

das Kernkriterium an, worum es bei Inklusion

geht: Den Abbau von Hindernissen

jeglicher Art. Jeder Mensch soll die Möglichkeit

erhalten, sich vollständig und

gleichberechtigt an allen gesellschaftlichen

Prozessen zu beteiligen – und zwar

von Anfang an und unabhängig von individuellen

Fähigkeiten, ethnischer wie sozialer

Herkunft, Geschlecht oder Alter.

„Der Unterschied ist das Schöne und

vor allem auch das Normale“, findet SPD-

Kandidat Stefan Schostok. Der 49-jährige

Diplom-Sozialpädagoge ist Mitglied der

deutsch-türkischen Gesellschaft und arbeitete

während seines Zivildienstes mit

älteren und behinderten Menschen. Eine

Reise nach Kuba, bei der er einen Blinden

betreute, bewegt ihn bis heute. „Dort gehen

die Menschen anders mit Behinderung

um“, sagt Schostok und erzählt, wie

er mit seinem Reisefreund („Ich komme

nicht mit als dein Begleiter, sondern wir

fahren zusammen“) eine Bank betrat und

50, 60 Leute, die vor dem Schalter anstanden,

sofort Platz machten, um die

beiden vorzulassen. „In Deutschland

macht die Schlange nicht Platz vor Menschen

im Rollstuhl“, vergleicht Schostok,

der bis Januar Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion

war.

Die größte kommunalpolitische Erfahrung

aller Kandidaten hat Lothar

Schlieckau, Fraktionsvorsitzender der

Grünen, und seit 22 Jahren Mitglied im

Rat. Als einziger Bewerber arbeitet er darüber

hinaus in einer Verwaltung. 1979

fing er als Sozialarbeiter beim Landkreis

Hannover an, seit 1994 koordiniert der

Theaterliebhaber die psychiatrischen Einrichtungen

der Nachfolgebehörde Region

Hannover. „Wir müssen beim Thema Inklusion

beachten, dass nicht jeder Verein

alles leisten kann“, warnt Schlieckau, der

zwei Tage nach der Veranstaltung im Saxonia-Vereinsheim

seinen 63. Geburtstag

feierte.

Von allen Kandidaten immer wieder

angesprochen wurde der Sportentwicklungsplan,

der, so Stefan Schostok, „vielen

Vereinen unter den Nägeln brennt.“

Seit sechs Jahren wird an dem Plan gearbeitet

ohne das ein Ende absehbar ist. Für

Hans-Michael Rabe, Vorsitzender des

Fußballkreises Hannover, Saxonia-Mitglied

und Initiator der Diskussionsveranstaltung,

ist dies vor allem der personellen

Situation geschuldet: „Im Sachgebiet

Sport, Bäder und Eventmanagement sind

damit nur eine Handvoll Leute beschäftigt.

Das Personal muss verdopppelt werden.“

Diesen Ball nahm Lothar Schlieckau

Martin Gerster: „Rahmenbedingungen schaffen

für Teilhabe.“

gerne auf und sprach sich ebenfalls für

weitere Stellen in diesem Fachbereich

aus. Maren Kaminski forderte für den

Sport, der bisher beim Oberbürgermeister

angesiedelt ist, sogar ein eigenes Dezernat,

während sich Stefan Schostok zu diesem

Thema nicht äußern wollte. „Ich habe

mir fest vorgenommen, im Wahlkampf

nichts zum Thema Organisation zu sagen.“

Keine Frage sei, so der SPD-Kandidat,

das der Inklusionsgedanke stärker in

den Sportentwicklungsplan einbezogen

werden müsse.

Zu den Gästen am Ricklinger Mühlenholzweg,

insgesamt sind 25 Vereinsvertreter

der Einladung gefolgt, gehört

auch Otfried Morin, Fachwart Fußball im

Behinderten-Sportverband Niedersachsen.

„Im Fußball sind wir weiter als in der

Politik“, sagt Morin und zählt zahlreiche

inklusive Maßnahmen auf. So startet die

Behinderten-Fußball-Liga Niedersachsen

demnächst bereits in ihre siebte Saison,

die Blindenfußball-Bundesliga trägt ihre

Spiele mitten in den Großstädten aus und

in Delmenhorst spielen die „Roten Teufel“,

deren Mitglieder geistig behindert

sind, im Rahmen von Freundschaftsspielen

und Turnieren gegen Vereine aus der

Kreisklasse.

Für Stefan Schostok ist es allerdings

noch ein weiter Weg, bis das Anderssein

als normal angesehen wird. „Es wird

noch zwei bis drei Jahrzehnte dauern, bis

wir von einer inklusiven Gesellschaft reden

können. Die Arbeit, die nun geleistet

wird, ist vor allem für die nachkommenden

Generationen von entscheidender

Bedeutung.“ Dass diese vielleicht schon

weiter sind als angenommen, vermutet

Christoph Dannowski. „Mein Patensohn

ist 20. Der unterscheidet nicht nach Türke

oder Deutscher, sondern nach A...löchern

und Nicht-A...löchern.“


September 2013 21


Kampagne

Die beiden Unparteiischen Bibiana Steinhaus und Michael Weiner (links) mit Polizeirat Alexander Meyer aus der Polizeidirektion Osnabrück, verantwortlich

für Sicherheitsfragen in Bezug auf dortige Fußballspiele.

Fotos (8): Finger

„Gemeinsam fair“

Kampagne für eine friedliche Fankultur in der Sportschule Barsinghausen gestartet

Emotionen und Leidenschaft gehören

zu einem Fußballspiel. Dies setzt aber

auch eine friedliche Fankultur voraus.

Deshalb haben Niedersachsens Ministerpräsident

Stephan Weil, Innenminister Boris

Pistorius und NFV-Präsident Karl Rothmund

jetzt in Barsinghausen die Kampagne

„Gemeinsam fair“ gestartet. Ziel der

Initiative ist, den Dialog zwischen Fan- und

Vereinsvertretern sowie der Polizei zu fördern.

Mit dieser Kampagne unterstützt

Boris Pistorius einen aktuellen Beschluss

der Innenministerkonferenz (IMK).

In der Sportschule Barsinghausen

wurde die Kampagne mit einem Fußballspiel

gestartet. Zwei Teams, bestehend

aus Fans, Vereinsvertretern, Journalisten,

Politikern und Polizisten traten bei hochsommerlichen

Temperaturen gegeneinander

an und trennten sich nach zwei mal

15 Minuten Spielzeit leistungsgerecht

3:3.

Alle Beteiligten setzten ein Zeichen

für ein friedliches Miteinander im sportlichen

Wettstreit. Als Trainer der beiden

Mannschaften traten Stephan Weil und

Boris Pistorius in Aktion. Geleitet wurde

die faire Begegnung von Bibiana Steinhaus

und Michael Weiner.

„Wir werden auch in dieser Saison

mit aller Konsequenz dafür Sorge tragen,

dass alle Sportveranstaltungen Erlebnisse

für die ganze Familie bleiben und niemand

mit einem unguten Gefühl ein Stadion

besuchen muss“, erklärte Innenminister

Pistorius nach dem Spiel.

Ministerpräsident Stephan Weil freut

sich auf diese Saison der Fußballbundesliga

mit erstmalig drei niedersächsischen


Ministerpräsident Stephan Weil (links) bei der Begrüßung zusammen mit Innenminister Boris

Pistorius.

1. Vizepräsident Reinhard Grindel (rechts) und Vizepräsident

„Auwi“ Winsmann.

22

September 2013


Kampagne

Spaß beim Zuschauen: Stephan Weil (rechts) und NFV-Präsident Karl Rothmund.

Joe Enochs, Trainer der U 23 des VfL Osnabrück im Einsatz für die

Aktion „Gemeinsam fair“.

Großer Medienauflauf auf dem A-Platz der Sportschule Barsinghausen.

Stephan Weil beim Mittagessen im Biergarten des Sporthotel

Fuchsbachtal.

Mannschaften. Mit der Aktion „Gemeinsam

fair“ sind alle Fangruppen aufgerufen,

alle Randalierer aus ihren Reihen auszuschließen

und eine Distanz zu den Gewaltbereiten

aufzubauen.

Mit dem Thema Gewaltprävention

beschäftigt sich die Kompetenzgruppe

Fankulturen und Sport bezogene Soziale

Arbeit (KoFaS) am Institut für Sportwissenschaft

der Leibniz Universität Hannover. Zu

ihr gehört Fanforscher Jonas Gabler, der

diese Kampagne ebenfalls unterstützt und

beim Fußballspiel in der Sportschule Barsinghausen

im Einsatz war.

Der Niedersächsische Fußballverband

wird diese Kampagne in die Vereine und

Stadien tragen. Mit Plakaten und großen

Bannern wird in den nächsten Monaten

immer wieder für Fair Play in und vor den

Stadien geworben. „Wir müssen die kriminellen

Energien so klein wie möglich halten,

Präventionsarbeit leisten und eine

Vorbildfunktion übernehmen“, betonte

NFV-Präsident Karl Rothmund.

Reiner Kramer ■

Meinungsaustausch im Biergarten.

September 2013 23


Namen & Nachrichten

Bernhard Lanfer (9. von links), Leiter des Fußballmuseums des VfL Osnabrück, und sein Verein waren Gastgeber des diesjährigen Staffeltages

der Behinderten-Fußball-Liga Niedersachsen (BFLN). Im Vorfeld der Arbeitstagung konnten die Teilnehmer neben dem Besuch des Museums

einen direkten Blick ins Stadion sowie den Kabinentrakt werfen. Dort besichtigten sie die Umkleideräume, in denen sich noch Tage zuvor der FC

Bayern München auf das DFB-Pokalspiel gegen den BSV SW Rehden vorbereitet hatte. Nach dieser willkommenen Abwechslung diskutierten BFLN-

Staffelleiter Frank Schmidt (vorne rechts), Otfried Morin (8. von links) als Koordinator Fußball des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen (BSN)

und die Vertreter der beteiligten Werkstätten, Vereine und Schulen über Regularien, Gruppeneinteilungen und Modalitäten des Ligaspielbetriebs in

der kommenden Saison. Es wurde ein letzter Meldeschluss vereinbart, so dass das niedersächsische Erfolgsmodell einer Fußball-Liga für Menschen

mit geistiger Behinderung wiederum regional in zwei Schülerligen sowie mehreren Erwachsenenstaffeln seinen Fortgang nehmen wird. Bereits seit

2008 richten der BSN und der NFV die Meisterschaft für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung aus. Seitdem wird alljährlich bei einem Endrundenturnier

im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion ein Niedersachsenmeister sowohl im Ü 16-Wettbewerb als auch in der Schülerklasse ermittelt.

Dr. Maria Flachsbarth

informierte sich in Barsinghausen

über das neue Blockheizkraftwerk

(BHKW) auf dem NFV-Gelände im

Fuchsbachtal. Dieses hatte der

Verband im Januar in Betrieb genommen.

„Ein wichtiges Thema

für den Atomausstieg sind erneuerbare

Energien. Darum will ich

bei meinen Besuchen vor Ort sehen,

wie diese Energieeffizienz in

der Praxis funktioniert“, sagte die

CDU-Bundestagsabgeordnete, die

in Berlin im Ausschuss für Umwelt,

Naturschutz und Reaktorsicherheit

sitzt. NFV-Direktor Walter

Burkhard äußerte sich zufrieden

über die ersten BHKW-Betriebsmonate.

„Bislang haben sich

unsere Erwartungen voll und

ganz erfüllt.“ Dank der Anlage mit

einer elektrischen Gesamtleistung

von 50 Kilowatt und einer Wärmeleistung

von 100 Kilowatt peilt

der Verband eine jährliche Einsparung

bei den Energiekosten zwischen

30.000 und 40.000 Euro an.

Zudem wirkt sich die Energieerzeugung

auch positiv auf die Umwelt

aus. „Die Anlage führt zu einem

geringeren Ausstoß von

Kohlendioxid, die Einsparung beträgt

etwa 120.000 Kilogramm

pro Jahr. Dies entspricht dem jährlichen CO 2-Ausstoß von 30 Einfamilienhäusern“, erläuterte Joachim Dude (Bild), Geschäftsführer der Avacon Natur

GmbH (ehemals E.ON Avacon). Der Energiedienstleister aus Helmstedt ist Kooperationspartner des NFV beim Bau und Betrieb des Blockheizkraftwerkes.

Für dessen Installierung sparte Dr. Maria Flachsbarth nicht mit Lob: „Das ist schon ein beispielhaftes Leuchtturmprojekt, wenn sich ein großer Verband

wie der NFV für solch eine Anlage entscheidet.“

Foto: Finger

24

September 2013


Sportplatzpflege mit System

Mit viel Kalium übersteht der Rasen den Winter besser.

Der nächste Winter

kommt bestimmt

Bereits jetzt müssen Sie Ihren Sportrasen auf den kommenden

Winter vorbereiten. Mit der richtigen Herbstdüngung

erleichtern Sie ihm das Überwintern. Neben Stickstoff spielt

im Herbst der Nährstoff Kalium eine sehr wichtige Rolle. Kalium

stärkt die Zellwände und Pflanzenzellen. Es macht sie resistent

gegenüber Frost und Pilzkrankheiten, z.B. dem Schneeschimmel.

Weiterhin lagern gut mit Kalium versorgte Pflanzen mehr Nährstoffe

in die Wurzeln ein als Gräser, die im September/Oktober

zu wenig Kalium aufnehmen konnten. Mit einer wohldosierten

Herbstdüngung verfügen die Gräser über mehr Reservekräfte für

die anstrengende Winterzeit und ergrünen im Frühjahr besser

und schneller.

Bis etwa Mitte Oktober sollte die Herbstdüngung ausgebracht

sein. Genau für diesen Einsatzzweck und Zeitpunkt sind die kaliumbetonten

Langzeitdünger „High-K“ oder „Eurosport NK“ entwickelt

worden. Durch ihren hohen Kaliumgehalt, bei gleichzeitig

geringer Stickstoffzufuhr, liefern sie die richtigen und notwendigen

Nährstoffe in ausreichender Menge. Zusätzlich enthalten sie noch

Magnesium und Spurenelemente in einem ausgewogenen Verhältnis.

Absolut falsch wäre im Herbst eine Düngung mit einem stickstoffbetonten

Dünger. Dieser würde lediglich zu einem starken oberirdischen

Wachstum führen. In der Folge sind die Pflanzenzellen

weich und bieten Pilzkrankheiten einen idealen Nährboden. Auch

von organischen Düngern ist abzuraten. Bei ihnen ist die Verfügbarkeit

der Nährstoffe nicht steuerbar und der Kaliumgehalt viel

zu niedrig.

Noch ein Tipp für Plätze mit sandigem Bodenaufbau: Diese

Böden besitzen keine Bindestellen für Kalium. Somit wird es bei

Niederschlägen vermehrt ausgewaschen. Daher ist die kaliumbetonte

Herbstdüngung besonders auf den sogenannten DIN-Plätzen sehr

wichtig. Zusätzlich zum hohen Kaliumgehalt enthält der spezielle

Herbstdünger „High-K“ das einzigartige Langzeitkalium. Dieses

Langzeitkalium versorgt die Gräser über viele Wochen mit Kalium

und schützt es sicher vor Auswaschung.

Bei Fragen zur Herbstdüngung oder generell zur Sportplatzpflege

wenden Sie sich bitte an Ihren EUROGREEN-Fachberater

vor Ort: Andreas Liske, Mobil: 0170-6318797 oder andreas.liske@eurogreen.de

September 2013 25


Der NFV und seine Partner

Volltreffer: 500 Bälle für Vereine

NFV und AOK starten Gewinnspiel

Damit auf den Fußballplätzen in der

neuen Saison wieder reichlich Tore

fallen, verlost die AOK zusammen

mit dem Niedersächsischen Fußballverband

(NFV) bei einer Mitmach-Aktion im

Internet 500 hochwertige Fußbälle im exklusiven

Design. Teilnehmen können Spieler,

Trainer, Betreuer, Eltern und Fans ab 15

Jahren. Der Clou: Jeder Gewinner erhält

auf einen Schlag ein volles Netz mit 20 Jugend-

sowie 20 Erwachsenenbälle für seinen

Heimatverein. Es werden monatlich

zwei Gewinner gezogen. Die Aktion läuft

bis Ende Januar 2014.

Mitspielen unter: www.aokniedersachsen.de/gewinnen

NFV-Direktor Bastian Hellberg ist begeistert:

„Landauf, landab klagen Mannschaften

darüber, dass bei ihnen Fußbälle

ein knappes Gut sind. Die Aktion unterstützt

Amateurvereine auf kreative Weise

dabei, den Trainings- und Spielbetrieb

mit einer ordentlichen Anzahl an Qualitätsfußbällen

durchführen zu können.

Das Engagement der AOK hat Vorbildcharakter

für den Fußballsport in Niedersachsen.“

Mit der Aktion will die AOK Niedersachsen

den Amateurfußball in den Regionen

stärken und gleichzeitig zu einer

gesundheitsbewussten Lebensweise motivieren.

„Bewegungsmangel gehört neben

einem erhöhten Cholesterinspiegel, Übergewicht

und Rauchen zu den größten

Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Eine regelmäßige körperliche

Aktivität ist für das Herz also enorm

wichtig“, erläutert AOK-Vorstandsvorsitzender

Dr. Jürgen Peter. Sport hilft dabei,

gesund zu bleiben. „Wer bereits sportlich

aktiv ist, weiß aus Erfahrung, wie wohltuend

sich regelmäßiges Training auf

Geist und Körper auswirkt“, ergänzt der

AOK-Chef.

Justizia am Spielfeldrand

Wer haftet bei Vereinsfeiern?

Zum Thema „ Vereinshaftung“ geht es in einer weiteren Folge unserer Serie

„Justizia am Spielfeldrand“ – Aufgezeichnet von REINER KRAMER

Gibt es bei internen Vereinsfeiern

eine Vereinshaftung? Im nachfolgenden

Fall lautet die Antwort:

Nein. So steht es in einem Urteil des

Landgerichts Bonn. Was war geschehen?

Im Rahmen einer Vereinsfeier

wurde Essen angeboten und am Tresen

serviert. Im Laufe des Abends tropften

Bratensoße und andere Flüssigkeiten auf

den Fußboden. Dies hatte zur Folge,

dass dort ein Vereinsmitglied stürzte

und sich eine Prellung des Kniegelenks

und eine Fraktur des Schultergelenks

zuzog.

Der Mann verletzte sich schwer und

erhielt einen prothetischen Gelenkeinsatz.

Es folgten mehrere stationäre Behandlungen

mit anschließenden Rehabilitationsmaßnahmen.

Der Mann verklagte schließlich

den Verein unter anderem auf eine

Zahlung von Schmerzensgeld in Höhe von

mindestens 11. 000 Euro. Das Landgericht

Bonn wies die Klage ab und das Oberlandesgericht

Köln bestätigte die Entscheidung.

Die Gründe: Das Gericht wertete

diesen Vorfall nicht als „Verletzung der

Verkehrssicherungspflicht“. Der Verein

könne nicht für alle denkbaren, entfernten

Möglichkeiten eines Schadenseintritts

Vorsorge treffen. Es reichten Vorkehrungen

aus, die zumutbar seien. Der Verein

habe weder die Rutschfestigkeit kontrollieren

müssen noch dafür Sorge zu tragen,

die Flüssigkeiten auf den Fußboden

zu beseitigen.

Wer einen Raum betritt, in dem fettige

Flüssigkeiten zubereitet werden, muss

einen rutschigen Fußboden einkalkulieren.

Eine Haftung des Vereins ist ausgeschlossen,

heißt es in der Urteilsbegründung.

Der Verein habe die Möglichkeit, sich über

eine Haftpflichtdeckung gegen Ansprüche

von Mitgliedern zu „wehren“. Dem verletzten

Mitglied könnten eigene Ansprüche

aus vorhandenen Sportunfallversicherungs-Rahmenverträgen

mit den Landessportbünden

zustehen.

Quellen: LG Bonn vom 14. Juni 2011 –

Aktenzeichen 10 O 49/11 OLG Köln

vom 28. Dezember 2011, Aktenzeichen

5 U 135/11

26

September 2013


Rückläufige Zahl

der Unparteiischen

Schiedsrichterfunktionäre schlagen Alarm

Unterschiedliche Alternativen zur Betreuung

und Gewinnung neuer Schiedsrichter wurden

beim Beobachterlehrgang diskutiert. Von

links: Fritz Heitmann, Michael Hüsing, Jens

Goldmann, Berthold Fedtke, Tino Wenkel,

Corinna Hedt.

Pressemeldungen in den Fachblättern

machten in den zurückliegenden

Monaten deutlich, dass die Zahl der

ausgebildeten Schiedsrichter eine rückläufige

Tendenz aufweist. Konnten in

den letzten Jahren die Abgänger stets

durch eine hohe Anzahl neu ausgebildeter

Unparteiischer noch aufgefangen

werden, so gibt es mittlerweile für dieses

mitunter nicht leichte Amt zunehmend

weniger Bewerberinnen und Bewerber.

Immer mehr Spiele in unteren Klassen

können deshalb nicht mit neutralen

Referees besetzt werden. Im Gebiet des

Niedersächsischen Fußballverbandes hat

dies dazu geführt, dass einige Kreise bei

der Ausbildung neuer Schiedsrichter die

Anwärterlehrgänge Kreis übergreifend

durchführen, um die Lehrgänge wenigstens

einigermaßen mit Teilnehmern zu

füllen.

In einer umfangreichen Aktion unter

der Überschrift „Schiedsrichterwerbekampagne

2013 – 2016“ hat der

NFV-Schiedsrichterausschuss deshalb

ein Konzept entwickelt, um die Wichtigkeit

der Referees für die Vereine

und die Attraktivität dieses Amtes deutlich

herauszustellen. Unterstützt von

Präsidium und Vorstand des NFV heben

die Offiziellen darin hervor, welche

Möglichkeiten es gibt, um neue Unparteiische

zu werben, sie in ihrer Aufgabe

zu behalten und ihre Qualität zu verbessern.

Deutlich wird bei dieser Maßnahme,

dass die herkömmlichen Strukturen,

Schiedsrichter

die Ausbildungsformen und auch die

Belohnungssysteme bei der Tätigkeit der

Schiedsrichter auf einen aktuellen Stand

gebracht werden müssen. So sind besonders

für die jüngeren Unparteiischen

flächendeckend Vereinsschiedsrichterobleute

und Paten zu suchen, die die ersten

Schritte dieser Nachwuchsreferees

begleiten.

Im Rahmen des diesjährigen Lehrganges

für Beobachter und Coaches

stand dieses Thema ebenfalls auf der

Agenda. Die Schiedsrichterfunktionäre

im NFV diskutierten intensiv über Möglichkeiten

zur gezielten Betreuung neu

ausgebildeter Unparteiischer. Bei den

Anwärterlehrgängen müssen Alternativen

zu den bisherigen Abläufen entwickelt

werden. Hierbei zeigen einige

NFV-Kreise mit engagierter Arbeit schon

neue Wege auf, um solche Ausbildungen

für breite Schichten von Interessenten

attraktiv zu machen. Mal laufen

die Lehrgänge über mehrere Wochen,

es gibt Wochenendkurse, dann wieder

werden gezielt besondere Altersgruppen

oder auch nur Frauen zur Ausbildung

als Schiedsrichterinnen angesprochen.

In einigen Kreisen gewinnt darüber

hinaus die Form des Online-Lernens

der Spielregeln zunehmend an Bedeutung.

Qualifizierte Lehrmittel finden

sich hierzu auf der Homepage des

NFV und unter DFB-Online-Lernen,

so dass damit zum erfolgreichen Abschluss

der Schiedsrichterprüfung das

notwendige Wissen erlernt werden

kann.

Ziel der Werbekampange der Verbandsoffiziellen,

der Bezirke und der

Kreise muss es in jedem Fall sein, dass

auf den Ankündigungsplakaten zu neuen

Anwärterlehrgängen dann nicht mehr

steht: Mangels Teilnehmer fällt dieser

Lehrgang aus. Günther Thielking

Namen & Nachrichten

Mitchell-Elijah Weiser (links), seit 1. Juli 2012 Lizenzspieler beim FC Bayern München,

bringt für seinen Heimatverein TVE Veltenhof eine Ausbildungsentschädigung in Höhe von

5.000 Euro. Die Summe berechnet sich aus dem Zeitraum vom 1. Juli 2007 bis 30. Juni 2012. Der 19-

Jährige wurde in Troisdorf bei Köln geboren und beim TVE Veltenhof ausgebildet. Bis zum 15. August

wurde er in zwei Spielen im Bundesligateam der Bayern eingesetzt. Eine Spielszene aus dem

Freundschaftsspiel Bayern München gegen 1860 München.

Foto: Imago

September 2013 27


Schiedsrichter

Anspruchsvoller Leistungstest

Tropische Hitze und ein gewohnt vielseitiges Programm bot der Nachwuchslehrgang des DFB den

zehn Unparteiischen des Niedersächsischen Fußballverbandes im Sporthotel Grünberg (Hessen)

Zehn junge Schiedsrichter aus Niedersachsen

gehören zu rund 80 Referees aus dem gesamten

Bundesgebiet, die in der Saison 2013/14

Spiele der Bundesliga bei den A- und B-Junioren

leiten sollen. Bevor sie für ihre ersten Einsätze eingeteilt

werden, mussten sie die obligatorischen

Prüfungen mit zwei körperlichen Leistungstests

ablegen.

Da stellten bei Temperaturen bis zu 33 Grad

besonders sechs Sprints über 40 Meter und ein

Intervalltest über 4.800 Meter hohe Anforderungen

an die Referees. Die Talente bewiesen hier

nahezu ausnahmslos, dass sie trotz der extremen

Witterungsbedingungen ihre Trainingsprogramme

im Vorfeld hoch dosiert hatten. Bis auf wenige

Ausnahmen erfüllten alle Nachwuchsschiedsrichter

die geforderten Limits. Kam es doch einmal zu

Blessuren, dann wurden sie von den Physiotherapeuten

Sabine Rohleder und Christopher Deltow

betreut und behandelt.

Ergänzend zu diesen Leistungsüberprüfungen

gab es noch einen Regeltest sowie Hinweise zur

neuen Regelauslegung bei Abseits, zum Handspiel

und der Verhinderung einer klaren Torchance. Zusätzlich

erhielten die jungen Referees intensive

Schulungen zur konstruktiven Lösung von Konfliktsituationen.

Administrative Anweisungen zu den

Spielleitungen in den Bundesligen der Nachwuchskicker

rundeten den dreitägigen Lehrgang in der

Sportschule des Hessischen Fußball-Verbandes ab.

Lara Beyer aus dem NFV-Kreis Osterholz hat

sich für die Ausbildung zur Schiedsrichterin

angemeldet.

Zehn junge Schiedsrichter vertraten den NFV beim DFB-Lehrgang in Grünberg. Hintere Reihe

von links: Sören Steeg, Moritz Geweke, Patrick Mewes, Benjamin Buth, Timo Daniel, Christian

Meermann. Vordere Reihe von links: Patrick Brandt, Niklas Milczewski, Stefan Zielsdorf, Björn

Märtens.

Sport als Grundstein zur

Persönlichkeitsentwicklung

Schiedsrichterinnenlehrgang auf der Insel Ameland

Unter der Überschrift „Sport als tragender

Grundstein zur Persönlichkeitsentwicklung“

bietet Katja Lipka, Gleichstellungsbeauftragte

des Landkreises Osterholz,

einer Gruppe von Mädchen die Möglichkeit,

in den Herbstferien auf der Wattenmeerinsel

Ameland einen Schiedsrichterlehrgang

abzulegen.

Nachdem sie im Verlauf der von ihr

durchgeführten Freizeitmaßnahmen in den

vergangenen Jahren unterschiedliche Wege

gegangen ist, um das Selbstwertgefühl der

heranwachsenden Mädchen zu stärken, lautet

nunmehr ihr Ziel, dies in den kommenden

Herbstferien über den Weg zur Schiedsrichterin

zu erreichen. Immer wieder hat sie

festgestellt, dass gerade mit Beginn der

Pubertät nicht nur der wachsende Körper,

sondern auch die Rolle der Frau vom heranwachsenden

Mädchen kritisch beobachtet

wird.

Für die Gleichstellungsbeauftragte

reicht es im aktuellen Fußballgeschehen

nicht, nur den Doppelpass, den Torschuss

und die offensive Verteidigung zu trainieren.

„Fußball bekommt zunehmend eine besondere

gesellschaftliche Bedeutung“, so Katja

Lipka. Es sei notwendig, Verantwortung für

sich selbst und das Team zu übernehmen.

Darüber hinaus geht es um Pünktlichkeit,

Fair Play, Kommunikation und Persönlichkeitsförderung.

Außerdem wird nach Aussage

von Frau Lipka mit der Ausbildung zur

Schiedsrichterin eine Führungskompetenz

für den weiteren Lebensweg gelegt.

In Abstimmung mit Wolfgang Mierswa,

dem Schiedsrichterobmann des NFV

und Eckehard Schütt, dem Vorsitzenden im

NFV-Kreis Osterholz, wird die Maßnahme

durch den NFV-Schiedsrichterlehrwart

Günther Thielking unterstützt. Der ehemalige

Pädagoge sorgt dafür, dass eine methodisch

abwechslungsreiche Ausbildung

in Sachen Spielregeln und deren Umsetzung

nicht zu kurz kommt. Er nimmt am

Ende der Freizeit darüber hinaus die abschließende

Schiedsrichterprüfung ab.

Thielking wird zudem mit den Mädchen

trainieren, welche Strategien sie entwickeln

können, um sich vor aggressiven Trainern

und Eltern der Mannschaften zu schützen.

Das Ziel dieser Maßnahme ist, Schiedsrichterinnen

auszubilden, die dann auch längerfristig

aktiv sein werden und nicht schon

nach wenigen Wochen, gefrustet die Pfeife

wieder an den Nagel hängen.

28

September 2013


DFB-Mobil

NFV-Teamer besuchen Inselschule Juist

Schülerinnen planen jetzt eine Fußball-AG nur für Mädchen

Fußball auf Rädern: Mit dem DFB-Mobil

besuchen der Deutsche Fußball-Bund

und seine Landesverbände ihre Vereine.

Seit dem Start im Jahr 2009 wurden bereits

über 10.000 Veranstaltungen

durchgeführt. Ende Mai waren vier Mitarbeiter

des Niedersächsischen Fußballverbandes

zu Gast auf Juist. Allerdings

ohne das DFB-Mobil, da die längste der

ostfriesischen Insel autofrei ist. INA

HEYEN, die beim NFV ihr Freiwilliges

Soziales Jahr absolvierte, berichtet für

das Fußball-Journal Niedersachsen über

den Ausflug.

„Leider sprachen alle Wettervorhersagen

gegen einen schönen Sommertag

an der See. Um 7 Uhr in der Früh wurde

ich von dem DFB-Mobil-Teamer Lothar

Lischewski und seiner Frau Sabine, die Koordinatorin

des Bezirks Weser-Ems ist, von

meinem Wohnort Brinkum abgeholt. Das

Wetter war, wie vorausgesagt, stürmisch

und regnerisch. Wir machten uns dennoch

auf den Weg an die Küste. Gegen 8 Uhr

kamen wir in Norddeich an und trafen dort

Felix Aerts, einen weiteren Teamer. Teamer

sind ausgebildete Trainer, die über aktuelle

DFB-Lizenzen im fußballpraktischen sowie

im verwaltend-organisatorischen Bereich

verfügen.

Da die Insel Juist eine autofreie Insel

ist, musste das DFB-Mobil am Hafen verweilen.

Also packten wir die nötigen Sachen

ein und betraten die Fähre. Unser

Gepäck bestand aus zwei Ballsäcken mit

jeweils zehn Bällen, Kappen, Leibchen,

Felix Aerts, Lothar Lischewski und Ina Heyen präsentierten auf Juist Programme des DFB-Mobil.

dem Infomaterial für die Lehrkräfte sowie

Präsente für Schüler und Lehrer.

Um 9 Uhr legte die Fähre ab, gut 90

Minuten später erreichten wir die schöne

Insel Juist. Direkt am Hafen erwarteten uns

bereits eine Lehrkraft und der Hausmeister

der Inselschule. Ausgestattet mit zwei

Fahrrädern und Anhängern, welche unser

Material trugen, machten wir uns auf den

Weg. Nach einem etwa zehnminütigen

Fußmarsch erreichten wir die einzige Schule

der Insel. Sie beinhaltet die Klassen eins

bis zehn. Somit kommen hier Kinder aus

Grundschule, Haupt- und Realschule zusammen.

Das ist auch der Grund dafür,

dass wir die eigentliche Trainingseinheit

ein wenig abändern mussten. Zudem war

es aufgrund der Wetterverhältnisse nicht

möglich, wie eigentlich gedacht, im ,Dünenstadion’

von Juist zu trainieren. Es

herrschte Windstärke acht und der Dünensand

wehte uns tüchtig um die Ohren, so

dass wir uns entschieden, in die Halle auszuweichen.

Nach Absprache mit den Sportlehrern

Markus Jäger und Tomasz Szwagiel sowie

Schuldirektor Gerrit Schlauwitz unterteilten

wir den praktischen Part in drei Einheiten.

Den ersten Teil absolvierten die Jungs

der ersten bis siebten Klasse, die bereits an

der Fußball-AG der Schule teilnehmen. Bei

den Altersunterschieden war natürlich ein

großes Leistungsgefälle erkennbar, dennoch

machten die Schüler voller Elan und

stets aufmerksam mit. Unser Training

enthielt Bausteine aus dem für die Halle

bestimmten Programm der F-/E-Junioren.

Mit einem Abschlussturnier klang für die

Jungs eine tolle Sportstunde aus.

Zum zweiten Teil traten dann die fußballinteressierten

Mädchen von der ersten

bis zur siebten Klasse an. Mit ihnen führten

wir das Grundschulprogramm des

DFB-Mobil durch. Auch die Mädchen waren

mit viel Eifer bei der Sache dabei. Von

den Übungen zeigten sie sich begeistert

und möchten nun an der Inselschule eine

Fußball-AG nur für Mädchen gründen.

Die Jungs von der siebten bis zur

zehnten Klasse durften als drittes ran. Sie

absolvierten das Training für D-/C-Junioren.

Während das Abschlussturnier der Älteren

angepfiffen wurde, nahm ich die

Lehrkräfte mit zu einem Infoblock. Dieser

fand in der Bücherei statt.

Mithilfe einer vom Deutschen Fußball-

Bund speziell für Grundschulen entwickelten

PowerPoint Präsentation vermittelte

ich den Lehrkräften die Vorteile und Besonderheiten

des Fußballs in der Schule.“

Da Juist eine autofreie Insel ist, musste das Material im Fahrradanhänger transportiert werden.

i DFB-Mobil

Andrea Hoffmeister 05105/75-159;

Andrea.Hoffmeister@nfv.de;

Dominik Hirndorf 05105/75-286;

Dominik.Hirndorf@nfv.de

September 2013 29


Cup der Region

HSC Hannover gewinnt

erstmalig den Titel

21.Auflage des A-Juniorenturniers „Cup der Region“ im August-Wenzel-Stadion

in Barsinghausen – Fairste Mannschaft: JSG Langreder/Egestorf/Goltern

Ein Zweikampf aus der Begegnung TuS Garbsen (Spieler Bildmitte) gegen Kleeblatt Stöcken.

Zur Sache

einen Reiz bezieht der „Cup der Region“ aus der Prämierung. Denn jede Mann-

durfte sich über einen attraktiven Preis freuen, der Sieger gar über einen

Sschaft

Sportartikel-Gutschein im Wert von 1.500 Euro. Auch faires Spiel wurde belohnt: Der

Gewinner des FAIR-PLAY-Preises der Sparkasse Hannover bessert die Mannschaftskasse

mit 250 Euro auf. Auch die Plätze zwei (150 Euro), drei (100 Euro) und vier (50 Euro)

sind gut dotiert.

Der „Cup der Region“, wurde erstmalig am 8. August 1993 ausgetragen. Im Jahr

2007 kam es zur Reform. Aus der Veranstaltung, an der bis dahin alle Vereine der

NFV-Kreise Hannover und Hannover-Land teilnehmen durften, ist ein Einladungsturnier

für die besten 24 A-Juniorenmannschaften der beiden Fußballkreise geworden.

Nicht mehr mit dabei sind „die Roten“ von Hannover 96, die bis zur Einführung der

A-Junioren-Bundesliga im Jahr 2003 „Stammgast“ waren.

Das Unternehmen RegioBus unterstützt den „Cup der Region“ gemeinsam mit

dem NFV, dem Verkehrsverbund für den Großraum Hannover (GVH) und der Sparkasse

Hannover. Weitere Partner sind die üstra AG, die Kreissiedlungsgesellschaft sowie

die Gebietskörperschaft „Region Hannover“.

In 20 Jahren haben bisher sechs Vereine

den Sieg beim „Cup der Region“ errungen.

In diesem Jahr ist ein siebter Verein

hinzugekommen: HSC Hannover. Die A-Junioren

des HSC haben für die große Überraschung

gesorgt. Sie spielten taktisch klug

und diszipliniert, kombinierten gefällig und

hatten am Ende auch noch das nötige

Glück. Damit wurden die Seriensieger TSV

Havelse und SC Langenhagen abgelöst.

„Wir sind mit vielen Spielern des jüngeren

A-Junioren-Jahrgangs angetreten. Wir haben

eine tolle Mannschaft und einige talentierte

Spieler“, freute sich Trainer Frank Kittel

mit seinen Jungs.

Im Finale setzte sich der HSC gegen

den SV Langenhagen mit 6:5 im Elfmeterschießen

durch. Nach 15 Minuten Spielzeit

hatte es 0:0 gestanden. Den dritten Platz

belegte der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide,

der sich im Elfmeterschießen mit 4:3

gegen den TSV Havelse durchsetzte. Der

Bronzeplatz wurde nur im Elfmeterschießen

ausgespielt. Völlig überraschend belegte

die JSG Langreder/Egestorf/Goltern einen

hervorragenden 5. Rang. Diesen Platz

sicherte sich die JSG in einem Elfmeterschießen

mit 3:2 Toren gegen den TSV Berenbostel.

Das Beeindruckende: Die JSG

spielte von allen 24 Teams am fairsten und

gewann den ausgelobten Fair-Play-Preis,

der mit 250 Euro für die Mannschaftskasse

belohnt wurde.

Das Aufgebot der beiden Finalisten:

HSC Hannover: Torhüter Marvin Frey,

Felix Groth, Brais Gonzalez-Sousa, Nico

Böhling, Egzon Kelmendi, Lucien Sibilski,

Vincent Raske, Jan-Lukas Bernewitz, Dugra

Ayalti, Yigitean Sasmaz, Sahand Shariati-

Ahari, Dennis Unterkeller, Marc Fricke, Vincent

Reinke, Philip Majer, Sergin Pubido,

Noah Garcia-Sanchez und Kaba Njie.

SC Langenhagen: Berkay Akan, Hüseyin

Cinelioglu, Emre Coskun, Ricardo

Dombrowsky, Ferdi Duygu, Tolga Emirzeoglu,

Deslan-Nebi Erol, Alexander Lübbe,

Ramzi Ouro Tagba, Onur Özbey, Aslan Pitir,

Hogir Sacik, Mahsun Sahin, Aron Sesay, Arthur

Wegner, Till Wittmann, Asur-Can Yildirim.

Gruppe „Üstra“ (Platz 1)

1. TSV Havelse

2. JSG Langreder/Egestorf/Goltern

3. TuS Garbsen

4. TSV Krähenwinkel/Kaltenweide

5. TSV Limmer

6. SV Kleeblatt Stöcken

TSV Havelse – JSG Langreder/Egestorf/Goltern 0:1,

TuS Garbsen – TSV Krähenwinkel/Kaltenweide 0:1,

TSV Limmer – SV Kleeblatt Stöcken 0:1, TSV Havelse

– TuS Garbsen 2:0, JSG Langreder/Egestorf/Goltern –

TSV Limmer 1:0, TSV Krähenwinkel/ Kaltenweide –

SV Kleeblatt Stöcken 1:0, TuS Garbsen – TSV Limmer

0:0, TSV Krähenwinkel/Kaltenweide – TSV Havelse

0:0, SV Kleeblatt Stöcken – JSG Langreder/Egestorf/

Goltern 0:0, TSV Limmer – TSV Havelse 0:0, JSG

Langreder/Egestorf/Goltern – TSV Krähenwinkel/Kal-


30

September 2013


Cup der Region

Auf dem Foto hinten von links: Wilhelm Lindenberg (Arbeitsdirektor üstra), Regionspräsident Hauke Jagau, Dr. Heinrich Jagau (stellvertretender Vorstandsvorsitzender

der Sparkasse Hannover), NFV-Präsident Karl Rothmund, Berthold Kuban (stellvertretender Vorsitzender Hannover-Land),

Friedrich Schleenbecker (KSG).

tenweide 1:0, TuS Garbsen – SV Kleeblatt Stöcken

0:0, TSV Limmer – TSV Krähenwinkel/Kaltenweide

0:0, JSG Langreder/Egestorf/Goltern – TuS Garbsen

2:0, SV Kleeblatt Stöcken – TSV Havelse 0:3

Gruppe „RegioBus“ (Platz 2)

1. SV Arminia Hannover

2. SV Ramlingen/Ehlershausen

3. TSV Godshorn

4. TSV Bemerode

5. OSV Hannover

6. TuS Davenstedt

SV Arminia Hannover – SV Ramlingen/Ehlershausen

0:0, TSV Godshorn – TSV Bemerode 0:2, OSV Hannover

– TuS Davenstedt 0:2, SV Arminia Hannover – TSV

Godshorn 0:0, SV Ramlingen/Ehlershausen – OSV

Hannover 0:0, TSV Bemerode – TuS Davenstedt 1:1,

TSV Godshorn – OSV Hannover 1:0, TSV Bemerode –

SV Arminia Hannover 1:1, TuS Davenstedt – SV Ramlingen/Ehlershausen

0:1, OSV Hannover – SV Arminia

Hannover 0:0, SV Ramlingen/Ehlershausen – TSV Bemerode

0:1, TSV Godshorn – TuS Davenstedt 0:0,

TSV Bemerode – OSV Hannover 1:0, SV Ramlingen/

Ehlershausen – TSV Godshorn 1:0, SV Arminia Hannover

– TuS Davenstedt 2:0

3. Gruppe „Sparkasse Hannover“ (Platz 3)

1. Heesseler SV

2. JSG Basche United

3. TSV Mühlenfeld

4. JSG Gehrden/Leveste

5. FC Stern Misburg

6. TSV Berenbostel

Heesseler SV – JSG Basche United 2:0, TSV Mühlenfeld

– JSG Gehrden/Leveste 0:0, FC Stern Misburg –

TSV Berenbostel 0:0, Heesseler SV – TSV Mühlenfeld

1:0, JSG Basche United – FC Stern Misburg 0:0, JSG

Gehrden/Leveste – TSV Berenbostel 0:0, TSV Mühlenfeld

– FC Stern Misburg 1:1, JSG Gehrden/Leveste –

Heesseler SV 1:1, TSV Berenbostel – JSG Basche United

1:0, FC Stern Misburg – Heesseler SV 0:1, JSG Basche

United – JSG Gehrden/Leveste 0:0, TSV Mühlenfeld

– TSV Berenbostel 1:0, FC Stern Misburg – JSG

Gehrden/Leveste 0:1, JSG Basche United – TSV Mühlenfeld

0:1, TSV Berenbostel – Heesseler SV 0:1

4. Gruppe „KSG“ (Platz 4)

1. SC Langenhagen

2. HSC Hannover

3. SV Germania Grasdorf

4. FC Springe

5. FC Wunstorf

6. TuS Mecklenheide

SC Langenhagen – HSC Hannover 0:1, SV Germania

Grasdorf – FC Springe 1:0, FC Wunstorf – TuS Mecklenheide

1:0, SC Langenhagen – SV Germania Grasdorf

0:0, HSC Hannover – FC Wunstorf 1:0, FC Springe

– TuS Mecklenheide 0:0, SV Germania Grasdorf –

FC Wunstorf 0:1, FC Springe – SC Langenhagen 1:0,

TuS Mecklenheide – HSC Hannover 0:2, FC Wunstorf

– SC Langenhagen 0:1, HSC Hannover – FC Springe

0:1, SV Germania Grasdorf – TuS Mecklenheide 1:0,

FC Springe – FC Wunstorf 0:1, HSC Hannover – SV

Germania Grasdorf 1:0, SC Langenhagen – TuS

Mecklenheide 2:0


Impressionen vom Cup der Region. Unten links die Begegnung Arminia Hannover (blau) gegen TSV Havelse und rechts das Halbfinalspiel HSC Hannover

(rot) gegen Germania Grasdorf.

September 2013 31


Cup der Region

Achtelfinale

JSG Langreder/Egestorf/Goltern – TuS Davenstedt

5:0, TSV Mühlenfeld – SC Langenhagen 0:1, TSV Bemerode

– TSV Berenbostel 0:2, FC Wunstorf – TSV

Krähenwinkel/ Kaltenweide 1:2, Heesseler SV – SV

Germania Grasdorf 2:3, TSV Havelse – SV Arminia

Hannover 2:0, HSC Hannover – SV Kleeblatt Stöcken

3:0, SV Ramlingen/Ehlershausen – JSG Gehrden/Leveste

3:2

Viertelfinale

JSG Langreder/Egestorf/Goltern – SC Langenhagen

0:1, TSV Berenbostel – TSV Krähenwinkel/Kaltenweide

0:1, SV Germania Grasdorf – TSV Havelse 0:1,

HSC Hannover – SV Ramlingen/Ehlershausen 2:0

Elfmeterschießen um die Plätze 5 bis 8

JSG Langreder/Egestorf/Goltern – TSV Berenbostel

3:2, SV Germania Grasdorf – SV Ramlingen/Ehlershausen

3:2, TSV Berenbostel – SV Ramlingen/Ehlershausen

3:2, JSG Langreder/Egestorf/Goltern – SV

Germania Grasdorf 2:1

Halbfinale

SC Langenhagen – TSV Krähenwinkel/Kaltenweide

1:0, TSV Havelse – HSC Hanover 4:5

Elfmeterschießen um die Plätze 3 und 4

TSV Krähenwinkel/Kaltenweide – TSV Havelse 4:3

So schön können Siege sein ... Auf dem Foto

oben die A-Junioren des TSV Krähenwinkel/

Kaltenweide, darunter der Siegeslauf des

HSC Hannover.

Finale

SC Langenhagen – HSC Hannover 5:6 nach Elfmeterschießen

1. HSC Hannover

2. SC Langenhagen

3. TSV Krähenwinkel/Kaltenweide

4. TSV Havelse

5. JSG Langrreder/Egestorf/Goltern

6. SV Germania Grasdorf

7. TSV Berenbostel

8. SV Ramlingen/Ehlershausen

9. TuS Davenstedt

10. TSV Mühlenfeld

11. TSV Bemerode

12. FC Wunstorf

13. Heesseler SV

14. SV Arminia Hannover

15. SV Kleeblatt Stöcken

16. JSG Gehrden/Leveste ■

Den Fair-Play-Preis übergab Dr. Heinrich Jagau,

stellvertretender Vorstandsvorsitzender

der Sparkasse Hannover, an den Mannschaftsführer

der JSG Langreder/Egestorf/

Goltern Maximilian Schmidbauer.

Die Siegertafel

1993: 1. TSV Havelse I

2. SF Ricklingen

3. Hannover 96 III

1994: 1. SF Ricklingen

2. SG Gehrden/Weetzen

3. SC Wedemark

1995: 1. TSV Havelse

2. JSG Wacker Neustadt

3. FC Lehrte

1996: 1. Hannover 96 II

2. 1. FC Wunstorf

3. JSG Springe

1997: 1. Hannover 96 II

2. Fortuna Sachsenross

3. TSV Havelse I

1998: 1. SF Ricklingen

2. TuS Marathon Hannover

3. Stern Misburg

1999: 1. SG Berenbostel/Stelingen

2. Germania Grasdorf

3. Hannover 96 I

2000: 1. Hannover 96 II

2. SG Berenbostel/Stelingen

3. Germania Grasdorf

2001: 1. TSV Havelse I

2. TuS Marathon Hannover

3. TSV Pattensen

2002: 1. Hannover 96

2. TSV Havelse I

3. BV Werder Hannover

2003: 1. TSV Havelse I

2. Germania Grasdorf

3. TuS Marathon Hannover

2004: 1. TSV Havelse

2. Germania Grasdorf

3. Eintracht Hannover

2005: 1. TSV Havelse II

2. TSV Havelse I

3. TSV Pattensen

2006: 1. SC Langenhagen

2. TSV Havelse

3. SF Ricklingen

2007: 1. SC Langenhagen

2. Heesseler SV

3. TSV Havelse

2008: 1. SC Langenhagen und

TSV Havelse

3. TuS Davenstedt

2009: 1. SV Arminia Hannover

2. SC Langenhagen

3. JSG Basche United

2010: 1. SC Langenhagen

2. TSV Havelse

3. SV Arminia Hannover

2011: 1. SC Langenhagen

2. TSV Havelse

3. TSV Krähenwinkel/Kaltenweide

2012: 1. TSV Havelse

2. SC Langenhagen

3. Mellendorfer TV

2013: 1. HSC Hannover

2. SC Langenhagen

3. TSV Krähenwinkel/Kaltenweide

32

September 2013


Sparkassen-Fußballschule

Talente auf den Spuren von

Ronaldo, Neymar und Messi

Sparkassen-Fußballschule des Niedersächsischen Fußballverbandes war in

diesem Sommer wieder ausverkauft – „Die Trainer sind nicht nur nett,

die haben auch Ahnung vom Fußball“ – Stimmungsbericht von REINER KRAMER

Christiano Ronaldo, Neymar und

Messi – was für klangvolle Namen

in der Sportschule Barsinghausen.

Wäre schön, wenn diese Fußballweltstars

mal einen Abstecher in die Idylle des beschaulichen

Deisters unternehmen würden.

Noch haben sie sich dort nicht sehen

lassen. Dennoch waren ihre Namen vor

einigen Wochen in Barsinghausen präsent.

Denn für einige junge Fußballer der

Sparkassen-Fußballschule sind sie die großen

Vorbilder. Logo, dass sie natürlich bei

allen Trainingseinheiten mit den Trikots

ihrer Lieblinge auflaufen. Weit mehr als

500 Mädchen und Jungen waren auch in

diesen Sommerferien wieder in Barsinghausen

dabei, um sich fußballerisch zu

verbessern, neue Freunde kennenzulernen,

ein unvergessliches Trainingslager zu

erleben oder einfach nur aus Spaß an der

Freude dabei zu sein. Denn das Motto der

Sparkassen-Fußballschule heißt: Ferienzeit

ist Fußballzeit.

Apropos Weltstars. Der neunjährige

Louis mag es auch bei den Weltstars eine

Nummer kleiner: Er ist ein Verehrer von

Szabolcs Huszti, Spielmacher beim Bundesligisten

Hannover 96. Louis spielt beim TSV


34

September 2013


Sparkassen-Fußballschule

??? ??? ??? ???

Havelse, einem Vorstadtklub von Hannover

96. „Ich möchte meine Technik verbessern

und mit links einen Volleyschuss beherrschen.“

So, so ... All das, was sein Vorbild

Huszti auch kann.

Denn Louis ist ebenfalls

Mittelfeldspieler

und möchte natürlich

mindestens so gut wie

sein Vorbild werden.

Wenn es die Sparkassen-Fußballschule

des Niedersächsischen

Fußballverbandes nicht

gäbe, müsste sie schnellstens erfunden werden.

Denn wo gibt es bessere Bedingungen

als in der Sportschule Barsinghausen? Frag

nach bei der Fußballnationalmannschaft,

die vor Länderspielen immer ihr Quartier am

Deister aufschlägt. Und Trainer „Jogi“ Löw

weiß um den guten Pflegezustand der

Rasenplätze. Und das Qualitätsniveau des

Sporthotel Fuchsbachtal braucht an dieser

Stelle nicht extra erwähnt werden.

Die jungen Fußballer schlafen in der

Sportschule. Die Betten sind bequem und

die Zimmer geräumig. Da muss nicht gleich

jedes Untensil wieder in der Sporttasche

verschwinden. Ob die Jungen und Mädchen

talentiert sind oder nicht. Das spielt überhaupt

keine Rolle. Die lizenzierten Trainer

um Leiter Per Michelssen stellen Leistungsund

Altersgruppen zusammen, so dass die

Lust auf Fußballspielen in keiner Minute

vergeht. Die meisten Jungen und Mädchen

schwärmen ihren Eltern und Großeltern vor,

dass es toll war und sie im nächsten Jahr

wieder dabei wollen.

Louis hat in diesem Jahr Premiere in

Barsinghausen. Er möchte auf jeden Fall

wiederkommen. So auch Florian, der richtig

erstaunt war, dass es auf dem Zimmer auch

die Möglichkeit gibt, Sport im Fernsehen zu

schauen. Der Siebenjährige interessiert sich

nämlich auch für Tennis und Schwimmen.

Beide Sportarten kann er auch in der NFV-

Sportschule ausüben. Doch in Wirklichkeit

möchte er nur eins: „Ich will im Fußball

besser werden.“

Kein Problem: Diesen Wunsch erfüllt

ihm die Sparkassen-Fußballschule. Das

bestätigt der elfjährige Lennart, der mit

Impressionen aus der

Sparkassen Fußballschule

in Barsinghausen

Fotos: Reiner Kramer

seinem Freund bereits zum zweiten Mal

dabei ist. Warum? „Die Trainer sind nicht

nur nett, die haben auch Ahnung vom

Fußball.“ Lennarts Lieblingsverein ist der

FC St. Pauli. Was würde

er sich freuen,

wenn seine Vorbilder

Messi und Neymar

dort spielen würden.

Aber die Paulianer

spielen leider nur in

Liga zwei.

In der ersten Liga

möchte am liebsten

auch der 14-jährige Jorrit spielen. Der

baumlange Schlacks spielt bei den B-Junioren

des VfL Lüneburg in der Landesliga,

also noch drei Klassen dazwischen. Wir

drücken Jorrit die Daumen. Er selbst

möchte in Barsinghausen sein Kopfballspiel

verbessern. „Ich muss auch noch früher

abspielen. Aber ich habe oft den Tunnelblick.“

Sein Vorbild ist der Dortmunder

Marco Reus, seine Lieblingsmannschaft

der Hamburger SV.

Kaiserwetter in Barsinghausen. Es hat

in den Sommerferien so gut wie nie geregnet.

Und wenn wir schon mal beim Kaiser

wären: Franz Beckenbauer war schon einige

Male in der Sportschule Barsinghausen.

Also nichts wie hin und sich für einen Lehrgang

in der Sparkassen-Fußballschule anmelden.

Mehr Informationen und

Anmeldungen unter

http://www.sparkassen-fussballschule.de ■

September 2013 35


Jugendfußball

Die U 17-Junioren des JFV Ahlerstedt/Ottendorf/Heeslingen freuen sich über die Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga.

Verhaltenskodex für

Spieler und Trainer

Doppel-Aufstieg für Jugend-Förderverein Ahlerstedt/Ottendorf/Heeslingen

Grenzenloser Jubel herrschte nach

Abschluss der Saison 2012/13 bei

den A- und B-Junioren des JFV Ahlerstedt/Ottendorf/Heeslingen.

Beide

Teams errangen gleichzeitig die Meisterschaft

der Niedersachsenliga und schafften

damit den direkten Aufstieg in die Regionalliga.

„Wir hatten zu Beginn der Saison

lediglich das Ziel Klassenerhalt ausgegeben.

Kämpferisch und spielerisch haben

wir uns ständig gesteigert und konnten

zum Schluss völlig zu Recht die Meisterschale

in den Händen halten“, zeigten sich

die beiden U 19-Trainer Bernd Albers und

Jörn Augustin begeistert.

Seit der Saison 2010/11 sind die

Leistungsmannschaften der SV Ahlerstedt/Ottendorf

und des TuS Heeslingen

im Jugend-Förderverein Ahlerstedt/Ottendorf/Heeslingen

vereint (U 13 bis zur

U 19). Die bisherigen Ergebnisse dieser

zielorientierten Jugendarbeit können sich

durchaus sehen lassen. Für die sechs Leistungsmannschaften

stehen 15 Betreuer

und lizenzierte Trainer zur Verfügung, die

zusammen mit der sportlichen Leitung

dieses vielversprechende Projekt nach

vorne bringen wollen.

„Neben der sportlichen Herausforderung

sind auch andere Kriterien immens

wichtig. Wir haben es uns zur Aufgabe

gemacht, die Entwicklung der Kinder

und Jugendlichen zu eigenständigen Persönlichkeiten

durch eine positive Prägung

der Sozialkompetenz zu unterstützen“,

erklärt der erste Vorsitzende und sportliche

Leiter, Carsten Schult, die Philosophie

des JFV.

Sein Stellvertreter Steffen Lahde ergänzt:

„Damit stellt sich der Verein seiner

Verantwortung, den Kindern und Jugendlichen

eine sowohl optimale fußballerische

als auch eine nachhaltige Ausbildung im

menschlichen Bereich zu vermitteln.“ Die

grundsätzlichen Ziele des Jugend-Fördervereins

sind in einem Leitfaden genau festgelegt.

Im Bereich der Identifizierung sollen

die Jugendlichen frühzeitig in den Verein

integriert werden.

Gemeinsame Aktivitäten wie Ausflüge,

Ferien-Freizeiten und Trainingslager

schulen schon sehr früh den Gemeinschaftssinn

der jungen Fußballer. In Sachen

Sozialkompetenz sind Tugenden wie

Teamgeist, Teamfähigkeit, Respekt, Einsatzbereitschaft

und Fair Play die grundlegenden

Eigenschaften, die bei der

Persönlichkeitsentwicklung im Rahmen

des JFV-Förderkonzeptes vermittelt

werden.

Um einen hohen Qualitätsstandard

der Nachwuchsförderung zu garantieren,

sind regelmäßige interne und externe Trainerschulungen

sowohl in sportfachlicher

und auch in pädagogischer Hinsicht von

großer Bedeutung. Ferner haben die JFV-

Verantwortlichen einen Verhaltenskodex

für die Übungsleiter, Trainer und Betreuer

klar vorgegeben: Er beinhaltet Zuverlässigkeit,

Pünktlichkeit sowie eine positive

Kommunikation im Umgang mit den

Spielern, Eltern und den Schiedsrichtern.

Verhaltensregeln gelten natürlich

auch für die Kinder und Jugendlichen.

Jeder hat sich zur Gewaltlosigkeit innerhalb

und außerhalb des Vereins zu bekennen.

Mit- und Gegenspieler sind zu

respektieren und nicht zu diskriminieren.

Ein wichtiger Aspekt ist ferner, dass sich

jeder unterzuordnen hat und sich voll

und ganz in den Dienst der Mannschaft

stellt.

Neben der sportlichen Aus- und

Weiterbildung in all seinen Facetten genießen

die JFV-Fußballer auch für ihre schulische

und berufliche Zukunft einige Vorteile.

Hier werden den Jugendlichen weitgreifende

Hilfen hinsichtlich der Vermittlung

von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen

sowie beim Bewerbungstraining angeboten.

Hinzu kommt die kooperative Begleitung

bei der betrieblichen Ausbildung. Alles

in allem darf festgestellt werden, dass

das Ausbildungs- und Förderkonzept der

Fußballjugend des JFV Ahlerstedt/Ottendorf/Heeslingen

Respekt und Anerkennung

verdient und bestimmt auch in der

Zukunft weitere Erfolge verbuchen wird.

Fritz Redeker

36

September 2013


ARAG Sportversicherung informiert

Schadenfall des Monats August:

Mit Hightech „on tour“

Um 7 Uhr morgens schaute der zwölfjährige

Jan zum x-ten Mal aus dem Fenster.

Es sah ganz so aus, als würde heute ein

wunderschöner Sonnentag werden. Jan war

entgegen seiner Gewohnheiten schon seit

Sonnenaufgang wach und total aufgeregt.

Heute ging es mit 14 weiteren Mitgliedern

seiner Fußballmannschaft nach Berlin

zu einem mehrtägigen Turnier.

Um 9.30 Uhr trafen sich die Kinder und

ihre beiden Trainer am vereinbarten Treffpunkt.

Eigens für diese Fahrt war ein Bus mit

Fahrer angemietet worden.

Kaum, dass der Bus losgefahren war,

packten die Kids ihre mitgebrachten Sachen

aus und übertrumpften einander mit MP3-

Playern, Smartphones und teuren Kameras.

Zwei hatten sogar hochwertige Tablet-PCs im

Reisegepäck. Das war zwar nicht im Sinne des

Vereins, nun aber nicht mehr zu ändern.

Die Stimmung war ausgelassen. Alle

zwei Stunden gab es eine Pause mit Snacks,

Getränken und natürlich viel Bewegung.

Sie waren noch 80 km von Berlin entfernt,

als die Teilnehmer sich nach der letzten

Rast anschickten, wieder in den Bus zu steigen.

Jan war gerade in ein Gespräch mit seinem

Freund vertieft, als Trainer Michael ein

großes Loch in einer der hinteren Scheiben

des Busses entdeckte.

Die Aufregung war natürlich groß.

Schnell liefen alle zu ihren Plätzen, um zu kontrollieren,

ob ihr Handgepäck noch vollständig

war. Das war leider nicht der Fall. Diebe hatten

gezielt die Scheibe zerstört, die Wertgegenstände

herausgesucht und waren in der

Zwischenzeit damit sicher schon über alle

Berge.

Die herbeigerufene Polizei machte den

Bestohlenen keine große Hoffnung, dass die

Sachen wieder aufgefunden würden.

Mit deutlich gedrückter Stimmung fuhr

man die restliche Strecke zum Ziel.

Unterwegs fiel Michael ein, dass er beim

Planen der Reise vom Vereinsvorstand angewiesen

worden war, eine Reiseversicherung

bei der ARAG Sportversicherung abzuschließen.

Der Abschluss einer solchen Versicherung

ist in dem Fall Pflicht, wenn der Verein als

„Reiseveranstalter“ fungiert. Reiseveranstalter

ist dem Gesetzestext nach derjenige, der mindestens

zwei Einzelleistungen einer Reise, von

denen die eine nicht ganz untergeordnete Bedeutung

hat, zu einem Gesamtpreis zusammenfasst

und die Erbringung in eigener

Verantwortung übernimmt.

Klingt etwas kompliziert, aber auf die

Reise des Fußballvereins traf genau das zu:

Der Klub hatte nämlich nicht nur den Bus als

Beförderungsmittel, sondern daneben auch

die Unterkunft für die Teilnehmer gebucht.

Damit sind im Sinne des Gesetzes zwei weitgehend

gleichgeordnete Einzelleistungen einer

Reise zusammengefasst, was den Verein

zum Reiseveranstalter macht und ihn zum

Abschluss einer Insolvenzabsicherung verpflichtet.

Michael erkundigte sich im Versicherungsbüro

seines Landessportbundes nach

dem Umfang dieser Versicherung. Dort konnte

man ihm zur Erleichterung aller Bestohlenen

sagen, dass die abgeschlossene Reiseversicherung

unter anderem auch eine Reisegepäckversicherung

beinhaltet.

Mit diesem Wissen konnten die Kinder

trotz des Zwischenfalls ihr Turnier doch noch

genießen.

Die ARAG Sportversicherung erstattete

den betroffenen Teilnehmern den Zeitwert

der gestohlenen Gegenstände schnell und

unbürokratisch.

Mehr über das Thema Reiseversicherung

erfahren Interessierte im Internet oder im Versicherungsbüro

ihres Landessportbundes/-verbandes.

Kontaktdaten finden Sie hier: www.aragsport.de.

Weitere Informationen,

Prospektmaterial und Anträge erhalten

Sie bei der ARAG Sportversicherung,

Versicherungsbüro

Sporthilfe Niedersachsen,

Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10,

30169 Hannnover oder unter

www.ARAG-Sport.de

September 2013 37


USA-Aufenthalt

Joanna‘s Höhenflug im

High-School-Allstar-Team

NFV-Auswahlspielerin absolviert Austauschjahr in den USA und begeistert mit guten Leistungen

Joanna Briese.

Mit vielen positiven Eindrücken kehrte jetzt

die NFV-Auswahlspielerin Joanna Briese aus den

USA zurück. Im Bundesstaat Colorado absolvierte

die 16-Jährige ein High-School-Jahr. Nachfolgend

ein Erlebnisbericht.

Die Verbindung zwischen Schule und Sport war dort

viel intensiver als in Deutschland. Die meisten Trainer

waren Lehrer an der Schule. Das tägliche Training

konnte so viel besser koordiniert werden. Wenn nachmittags

andere Veranstaltungen stattfanden, wurden die

Übungseinheiten morgens um sechs Uhr angesetzt, an

dem alle Spielerinnen und Spieler teilnahmen. Dies galt für

alle Sportarten, die Joanna ausübte: Langstreckenlauf, Basketball

und Fußball. Hinzu kam in der jeweils ersten Schulstunde

das Krafttraining.

Besonders beeindruckt war Joanna Briese von den Trainingsmethoden:

So erstellte zum Beispiel der Basketballtrainer

und Teammanager täglich einen neuen Trainingsplan,

der je nach Belastung verschiedene Schwerpunkte

wie Kondition, Technik und Taktik beinhaltete. Auf der

großen Anzeigentafel in der Halle wurden die jeweiligen

Einheiten wie Einlaufen, Dehnen, Einwerfen und Sprints

sekundengenau angezeigt. Außerdem mussten die Pausen,

jeweils 30 Sekunden, genau eingehalten werden.

90 Minuten dauerte das tägliche Training.

Fußball spielte Joanna in der High-School einer Nachbarstadt.

In vier Schuljahrgängen wurden jeweils zwei verschieden

gute Teams zusammengestellt. Als 16-Jährige

spielte sich Joanna in den Vordergrund und wurde am

Ende der Saison von allen Trainern der Liga als beste Spielerin

ausgezeichnet und in das „All-Star-Team“ berufen.

In 15 Spielen erzielte sie auf der Position der Spielmacherin

18 Tore und zehn Vorlagen.

Ein Mal musste sie sogar ins Tor, weil die Trainerin vermutete,

dass Joanna gegen eine vergleichsweise schwache

Mannschaft zu viele Tore schießen würde. Der Gegner

sollte nicht zu hoch verlieren. Doch Joanna kann ihre Stärken

natürlich viel wirkungsvoller als Feldspielerin einsetzen.

Aufgrund ihrer guten Leistungen wurde sie sogar in

den Fernsehnachrichten erwähnt.

In den USA wird der Fußball viel athletischer gespielt

und mehr auf die Fitness geachtet. Er ist weniger taktisch

und technisch ausgerichtet. Vor jedem Spiel wurde die Nationalhymne

gespielt und die Namen der Spielerinnen aufgerufen.

Außerdem durften sie die Schule früher verlassen,

um sich vorbereiten zu können. Die Anfahrten zu den

Spielen waren lang. Für eine einfache Fahrt mussten zwischen

1,5 und fünf Stunden zurückgelegt werden.

Joanna Briese hat sich durch das intensive Training mit

den Kräftigungsübungen in der Athletik und Robustheit

weiterentwickelt. Durch intensive Gespräche mit der

Trainerin, einer ehemals aktiven Collegespielerin, wurden

Joanna neue Perspektiven aufgezeigt. So erhielt sie ein

besseres Verständnis vom Fußball. Mit dem Landesauswahltrainer

übte sie intensiv Eins-zu-eins-Situationen.

Ein Vereinsleben wie in Deutschland gibt es in den

USA kaum. Die meisten Sportarten werden in der Schule

angeboten. Durch das tägliche Sportprogramm konnte

sich Joanna Briese im Alltag gut integrieren. In der Mannschaft

wurde sie akzeptiert.

Fazit: Das Jahr in den USA war für Joanna sehr bereichernd.

Das Leben in der Gastfamilie, Reisen nach New

York mit dem Joggen im Central Park und nach Mexiko sowie

die zahlreichen schulischen Veranstaltungen gehörten

zu den Höhepunkten des einjährigen Aufenthaltes.

Joanna Briese (Kreis) nach ihrer Rückkehr aus den USA bei einem Trainingslehrgang

in der Sportschule Barsinghausen. Die B-Juniorin spielt beim 1. FC Osterholz-Scharmbeck

und als Gastspielerin für Werder Bremen in der B-Juniorinnen-Bundesliga. Sie

besucht die Oberstufe des Gymnasiums Osterholz-Scharmbeck und hat dort das

Sportprofil gewählt.

Foto: Kramer

38

September 2013


Bezirk Braunschweig

Rösser für Bonenberger, Kolter und Muhl

Letzter Göttinger Spielausschuss-Staffeltag – 100 Vereinsvertreter in Lenglern

Delegierte des letzten Göttinger Spielausschuss-Staffeltages, der in Lenglern ausgetragen wurden. Von links:

Alfred Bonenberger, Sebastian Lehne, Manfred Förster (beide Staffelleiter), Klaus Facca, Florian Winkler (beide

Tuspo Weser Gimte), Jürgen Tölle (Werder Münden), Helga Gahren, Friedrich-Georg Rehkop (DSC Dransfeld),

Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Lotz, Hans Kolter, Spielausschussvorsitzender Carsten Jahns. Foto: Dethlefs

um letzten Spielausschuss-

ZStaffeltag des NFV-Kreises

Göttingen, der inzwischen mit

Osterode zum Kreis Göttingen-

Osterode fusioniert ist, hatte

der Vorsitzende Carsten Jahns

nach Lenglern eingeladen. Dort

waren fast 100 Vereine vertreten.

Auf der Tagesordnung

standen der Rückblick auf die

abgelaufene Saison, Ehrungen,

Verabschiedungen sowie die

Durchführung des Krombacher

Kreispokals.

In seinem Bericht bedauerte

Jahns, dass sich während der Saison

drei Frauen- und fünf Herrenmannschaften

abgemeldet haben.

Staffelleiterin Helga Gahren

wurde mit einem Blumenstrauß

aus dem Spielausschuss verabschiedet,

sie gehört in Zukunft

dem neugebildeten Frauen- und

Mädchenausschuss an.

Stephan Kanbach gab einen

Ausblick auf die neue Saison und

informierte über die wichtigsten

Termine des Spielbetriebs. Bezüglich

des Krombacher Kreispokals

werden im Herrenbereich drei Pokale

(Kreisliga, 1. Kreisklasse sowie

2./3. Kreisklasse) ausgespielt.

Nach den Ehrungen für die

Aktion „Fair ist mehr“ wurden

drei verdiente Sportkameraden

verabschiedet. Alfred Bonenberger,

Hans Kolter und Gehard

Muhl erhielten als Dank für ihre

ehrenamtliche Arbeit im NFV

Kreis Göttingen das Niedersachsen-Ross.

Alfred Bonenberger

gehörte 19 Jahre dem Spielausschuss

und 17 Jahre dem Kreisvorstand

in verschiedenen Funktionen

an. Hans Kolter kann auf

insgesamt 21 Jahre Ausschussarbeit

im Jugend- und Spielausschuss

in den NFV-Kreisen Duderstadt

und Göttingen zurückblicken.

Gerhard Muhl gehörte

als Beisitzer 33 Jahre dem Sportgericht

an.

Am Ende des Staffeltages

gab es eine Diskussion über den

Aufstieg einer Spielgemeinschaft

in die Kreisliga. H.-D. Dethlefs

Der FC Sülbeck/Immensen feierte im NFV-Kreis Northeim/Einbeck das Triple. Nach der souveränen Staffelmeisterschaft in der 1. Kreisklasse

2 gewann der FC anschließend auch den „Sparda-Bank-Kreispokal“ (Kreisliga und 1. Kreisklasse) sowie die neu ins Leben gerufene Kreisklassenmeisterschaft.

In diesem letzten Saisonspiel setzte sich Sülbeck/Immensen im Duell der beiden Staffelmeister mit 4:0 gegen den FC Northeim II klar

durch. Für die Schützlinge von FC-Coach Burkhard Lange rundet der Erfolg einen außergewöhnlichen Saisonverlauf ab, den manche sogar mit dem

Dreifach-Triumph des großen FC Bayern München verglichen. Nach dem Schlusspfiff konnte der Meister den von der Einbecker Brauhaus AG gestifteten

hochwertigen Jako-Trikotsatz im Wert von 1.000 Euro entgegen nehmen und streifte die neue Kluft gleich über.

Foto: Kielhorn

40

September 2013


H 5304 E

3,00 €

Internet

Bezirk Braunschweig

Jan Hochscheidt (blaue Jacke), Profi von Eintracht Braunschweig, besuchte in den Sommerferien die Fußball-Ferienschule des SC Rot-Weiß

Volkmarode, die auch in diesem Jahr von dem Verein aus dem Braunschweiger Stadtteil angeboten wurde. Die Übungsleiter Collin Gerstung, Kevin Balte

und Max Jürges konnten insgesamt 35 Mädchen und Jungen begrüßen. Einer der Höhepunkte war natürlich der Aufenthalt des neuen Eintracht-

Stars, der vor der Saison vom Zweitligisten FC Erzgebirge Aue zu den „Löwen“ gewechselt war. Fleißig schrieb der 25-Jährige Autogramme.

Volker Mönnich (2.v.r.) wurde auf dem Kreisfußballtag Northeim/Einbeck

in der Mehrzweckhalle Hettensen mit der NFV-Verdienstnadel

in Silber ausgezeichnet. Mönnich engagierte sich in den vergangenen

35 Jahren als Leistungsklassen-Schiedsrichter bis zur Verbandsebene,

Mitglied und Beobachter im Bezirkslehrstab der Schiedsrichter und war

zudem für mehr als ein Jahrzehnt Vorsitzender des FC Lindau. Ebenfalls

die Verdienstnadel in Silber erhielt Andreas Wilkens für seine 26-jährige

ehrenamtliche engagierte Tätigkeit als Betreuer, Spartenleiter, Schatzmeister

und aktuell Vorsitzender des TSV Vogelbeck. Die Ehrungen nahmen

der NFV-Kreisvorsitzende Gerhard Haupt (rechts) und der Kreisehrenamtsbeauftragte

Bernd Hornkohl vor.

Foto: Kielhorn

Jens Schulze (vorne rechts), Vorsitzender des Braunschweiger

Bezirksjugendausschusses, begrüßte auf dem Staffeltag für Mädchenmannschaften

in Flachstöckheim besonders die Vertreter der Vereine

Freie Turner Braunschweig, Eintracht Braunschweig, SV Upen, SV Steterdorf,

JSG Burgberg und SVG Göttingen. Denn die C-Juniorinnen dieser

Klubs werden in der neuen Saison in der Bezirksliga auf Tore- und

Punktejagd gehen. Damit ist die Talsohle im Bereich der Mannschaftsmeldungen

für C-Juniorinnen durchschritten. Am Punktspielbetrieb der

B-Juniorinnen Bezirksliga nehmen teil: TSV Helmstedt, SVG Göttingen I

und II, MFV Gleichen, FFG Uslar Solling, Germania Wolfenbüttel, JSG

Burgberg und JFG Göttingen.

Foto: Schacht

Das Hochglanzmagazin des NFV berichtet ausführlich über

die Talentförderung und Trainerausbildung in Niedersachsen.

Interessante Reportagen über den Fußball in Niedersachsen

runden die informative Berichterstattung ab.

FUSSBALL

NIEDERSACHSEN

Herausgegeben vom

Niedersächsischen

Fußba lverband

Nr. 8/2013

h tp: /www.nfv.de

Das Fußball-Journal Niedersachsen erscheint monatlich. Es kann nur im Abonnement bezogen werden.

Abonnements zum Preis von 30 Euro für ein Jahr können bei der

NFV-Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH, Schillerstr. 4, 30890 Barsinghausen,

bestellt werden. Der Einzelpreis beträgt 3 Euro.

50 Jahre Bundesliga:

Torwart Horst Wolter

blickt zurück

September 2013 41


Bezirk Braunschweig

Union Salzgitter durfte sich nach 14 Jahren erstmals wieder über den Gewinn der Fußball-Stadtmeisterschaft im Altkreis Salzgitter freuen.

In Groß Elbe gewann der Bezirksligist mit 1:0 gegen den Landesligisten SC Gitter. Den dritten Platz belegte VfL Salder mit einem 6:2-Erfolg

über KSV Vahdet Salzgitter. Insgesamt 2.100 Zuschauer verfolgten die Spiele der besten acht Mannschaften aus Salzgitter auf dem Elber Berg. Norbert

Sandvoß, Fußballobmann des Ausrichters SV Innerstetal, zog ein positives Fazit: „Vom Film der beteiligten Mannschaften im Internet über die

Onlineberichterstattung bis hin zum Catering und den guten Schiedsrichterleistungen hat einfach alles gepasst. Unser Aufwand hat sich unter dem

Strich gelohnt.“

Foto: David

Dank an das NFV-Küchenpersonal

D-Juniorinnen des FC Eintracht Northeim verbringen zweitägiges Trainingslager in Barsinghausen

Zu Gast in Barsinghausen: Die D-Juniorinnen des FC Eintracht Northeim.

ls Gewinner des „2. Manfred-

AHolthusen-Turniers“ durften

zwölf D-Juniorinnen des FC Eintracht

Northeim ein vom Niedersächsischen

Fußballverband gesponsertes

zweitägiges Trainingslager

in Barsinghausen verbringen.

Nach einer kurzen Einführung

durch Helge Kristeleit

(NFV-Referatsleiter Jugend) stand

gleich ein technisch anspruchsvolles,

aber auch sehr humorvolles

Training mit NFV-Trainer Per

Michelssen auf dem Programm.

Erst danach wurden die komfortablen

Zweibettzimmer bezogen,

die im weiteren Verlauf aber nur

selten „besucht“ wurden.

Nach dem Mittagessen ging

es sportlich weiter: Schwimmen,

zwei Stunden Ausdauer- und Tormädchen-Training

im August-

Wenzel-Stadion, Bowling, Barfußkicken

bis zur Dämmerung

auf dem Trainingsplatz sowie ein

Nachtevent im Schwimmbad

standen auf dem Programm.

Mehr kann für die Fitness an einem

Tag nicht geleistet werden.

Das Wichtigste aber war, dass die

zwölf Mädchen immer alles gemeinsam

unternahmen und erlebten.

Nach einer etwas zu kurzen

Nacht und einem lockeren internen

Aufwärmturnier im Soccer-

Court ging es erneut ins August-

Wenzel-Stadion zum Freundschaftsspiel

gegen eine Auswahl

der D-Junioren der JSG Egestorf/Langreder/Goltern.

Nachdem

die Northeimerinnen die ersten

zehn Minuten deutlich überlegen

waren, schossen die Jungs nach

schwacher Abwehrleistung bei

Standardsituationen drei Tore und

konnten zur Halbzeit mit 4:1 in

Führung gehen. In der zweiten

Hälfte verhinderten die Torhüter

auf beiden Seiten zunächst weitere

Treffer. Gegen Ende des Spiels

waren die Eintracht-Mädchen

dann aber konditionell deutlich

im Vorteil und nutzten drei der

vielen Chancen zum leistungsgerechten

4:4-Unentschieden.

Die Northeimerinnen bedanken

sich beim NFV für die Gastfreundschaft,

dem Trainingsspiel

auf Augenhöhe gegen einen

fairen Gegner, für das offiziell

verlängerte Nacht-Event im

Schwimmbad sowie für das sehr

nette Küchenpersonal.

Es waren dabei: Nastasja Triller,

Britt Albrecht, Mara Bonhagen,

Negme Ismailat, Ronja Eggert,

Gina Emily Täuber, Samira

Herzhauser, Elina Bockhorst, Doro

Vogel, Merit Brüning, Laura

Becker und Laura Triller. Sina Pape

(Urlaub) fehlte.

Manfred Kielhorn

42

September 2013


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Bezirk Braunschweig

Sportplatzgespräche haben sich bewährt

Helmstedt: Kreisvorsitzender Werner Denneberg im Amt bestätigt –

„Produktives Querdenken mit Beleidigungen verwechselt“ – Schwan und Szczepanski Ehrenmitglieder

um Helmstedter Fußball-Kreis-

im Herzoginnensaal des

Ztag

Schöninger Schlosses konnte der

NFV-Kreisvorsitzende Werner

Denneberg von 67 eingeladenen

Vereinen 49 begrüßen.

Der stellvertretende Landrat

Rolf-Dieter Backhauß ging in seinem

Grußwort auf die gegenwärtigen

Fusionsgespräche auf

kommunalpolitischer Ebene ein.

Der Kreissportbund-Vorsitzende

Jürgen Nitsche wies auf die

noch zu verbessernde Präsenz

der Fußballer im Ganztagsschulen-Angebot

hin und Bürgermeister

Henry Bäsecke unterstrich

die Bedeutung Schöningens

als Stadt der Speere und

des Sports.

Neben den obligatorischen

Berichten des Vorstandes, der

Ausschüsse, der Kassenprüfer

sowie der Entlastung und Genehmigung

des Haushaltplanes

2014 gab es natürlich auch Ehrungen

und Worte des Dankes

für ausscheidende Vorstandsmitglieder.

Weiter beschloss die Versammlung

einstimmig, Hans-Peter

Schwan und Karl Szczepanski

mit der Ehrenmitgliedschaft im

NFV-Kreisverband Helmstedt zu

ehren.

„Nach drei Jahren intensiver

Vorstandsarbeit mit vielen Höhepunkten,

aber auch ebenso vielen

Nackenschlägen gehört es zu

den besonderen Pflichten des

Vorsitzenden, über die Arbeit

des Vorstandes zu berichten.

Dies gilt insbesondere für die

Frage, welche Ziele verwirklicht

werden konnten und welche

Der Braunschweiger Bezirksvorsitzende Egon Trepke (mittlere Reihe, Zweiter von links) war Ehrengast auf dem

Kreistag in Schöningen. Zusammen mit dem neuen Vorstand stellte er sich zum Foto. Hinten von links: Sven

Koch, Werner Denneberg, Detlef Voges. Mitte: Karsten Bock, Egon Trepke, Moris Schäfer, Dieter Jahnke, Gero

Janze. Vorne: Henry Menzel, Melissa Raulfs, Hubert Wunsch.

Foto: Trommler

nicht“, erklärte Denneberg zu

Beginn.

Im weiteren Verlauf seines

Berichtes sagte der Kreisvorsitzende:

„Bei meiner Antrittsrede

vor drei Jahren habe ich Ziele

vorgestellt, für die ich arbeiten

wollte und die den Kreisverband

voranbringen sollten. Als da

wären: Der NFV-Kreisverband ist

Der Ehrenvorsitzende Wolfgang Kaese (links) und der Vorsitzende Werner Denneberg nehmen die beiden neuen

Ehrenmitglieder Karl Szczepanski (Zweiter von links) und Hans-Peter Schwan in die Mitte.

in erster Linie für seine Vereine

da und handelt nicht – wie viele

noch immer glauben – gegen

seine Vereine. Dies setzt natürlich

gegenseitiges Vertrauen, einen

offenen und ehrlichen Umgang

sowie faires Miteinander

voraus.“

Um dieses zu erreichen, habe

der Vorstand die Kommunikation

mit den Vereinen optimiert.

Mit der Einführung der

Sportplatzgespräche sei es gelungen,

die Vereine nicht nur

turnusmäßig zu besuchen, sondern

auch deren Sorgen und

Nöte zu erfassen, sich auszutauschen

und Verbesserungsvorschläge

zu etablieren. Fragen

wurden umgehend beantwortet,

Vorschläge umgesetzt, Entscheidungen

des Kreisverbandes erläutert.

Neu ist auch das Beschwerdemanagement,

das von

Gero Janze und Erdal Erturul

mit viel Sachverstand und ebenso

viel Fingerspitzengefühl gemanagt

wurde. Querdenken sei

ausdrücklich gefordert, denn

das schaffe nicht nur neue

Perspektiven, sondern sei Basisdemokratie

in des Wortes reins-

44

September 2013


Bezirk Braunschweig

Werner Denneberg (Zweiter von links) verabschiedete (von links) Ralph Nurenberg, Hubert Wunsch, Karl Szczepanski,

Hans-Peter Schwan, Burkhardt Hoinkis, Nils Neumann.

ter Bedeutung. Keiner solle

glauben, so Denneberg, allwissend

zu sein. Irgendwo gebe

es immer noch einen, der besser

sei, und vielleicht noch eine

bessere Lösung parat habe.

Dann sprach Denneberg ein

heikles Thema an: „Einige haben

aber produktives Querdenken

mit Beleidigungen verwechselt

und per Internet und Mail nicht

nur uns persönlich, sondern

auch den Kreisverband in seiner

Gesamtheit auf eine nicht zu akzeptierende

Art und Weise angegriffen.“

Unerwarteter Gegenwind

sei dem Vorstand insbesondere

bei der Herrenauswahlmannschaft

und bei der Talentförderung

der Schiedsrichter ins Gesicht

geblasen worden. Hier

gab es zum Teil großen Ärger,

der zum einen NFV-seitig, zum

anderen aber auch durch persönliche

Ressentiments ausgelöst

worden sei. Nun gelte

es neu anzupacken und die

bestehenden Probleme zu lösen.

Des Weiteren stellte sich

Denneberg ohne Wenn und

Aber vor die Schiedsrichter:

„Unsere Schiris haben beileibe

das schwierigste Amt von uns

allen. Man kann noch so regelsicher

sein und sein Metier bestens

beherrschen – vor Fehlern

ist keiner gefeit. Schon gar

nicht, wenn man allein auf

dem Platz steht.“

Mit dem neuen Schiedsrichterausschuss

– unter der Führung

von Theo Jahnke und seinem

Vertreter Karsten Bock –

und dem Projekt „23 aus 2012“

hätten die Kreisschiedsrichter einen

vernünftigen Neuanfang gestartet,

um aus dieser Misere

herauszukommen.

Hans-Jürgen Trommler

Bezirk Hannover

Thomas Rüdiger (hintere Reihe Mitte) leitete in der Sportschule Barsinghausen zusammen mit Corinna Hedt, Fritz Heitmann und Tino Wenkel

den ersten Lehrgang des Coachingkaders für die neue Saison im NFV-Bezirk Hannover. Hierzu konnte er 14 Teilnehmer begrüßen. Die acht Kreise des

Bezirks durften im Vorfeld ihre Jungschiedsrichter nominieren. Neben diesen Referees wurde der Kader mit drei talentierten Unparteiischen des Bezirks

vervollständigt. Der erste Lehrgang dauerte etwa drei Stunden und diente in erster Linie zum Kennenlernen. Zudem wurden die Rahmenbedingungen

sowie die Anforderungen des Coachings erläutert. Doch auch eine kurze Arbeitsphase in Form einer Gruppenarbeit durfte nicht fehlen, bei der die Teilnehmer

gute Ergebnisse präsentieren konnten.

September 2013 45


Bezirk Hannover

Der neue Vorstand des Fußballkreises Hannover-Land, von links: Fritz Redeker, Eberhard Wacker, Berthold Kuban, John Pätsch, Michael Nitsche, John

Kunnemann, Dieter Drape, Heinrich Dettmering, Dietmar De Haan, Heinz Jäkel. Es fehlen Hans-Joachim Götze, Jürgen Hendler.

ie Zahlen sprechen für sich:

D159 Vereine zählen zum Fußballkreis

Hannover-Land, etwa

1.400 Mannschaften von den G-

Junioren bis zu den Alt-Alt-Herren

traten während der vergangenen

Saison in rund 10.000

Pflichtspielen gegen den Ball –

was für ein Mammutprogramm

an Organisation, Spielplangestaltung,

Schiedsrichteransetzungen,

Ergebnispflege und Fördermaßnahmen.

„Sämtliche Fachausschüsse,

das Sportgericht und der Vorstand

stellen sich täglich dieser

Herausforderung im positiven

Sinne. Wir sehen uns als Dienstleister

für unsere Vereine“, sagte

der Kreisvorsitzende Fritz Redeker.

Beim Kreis- und Kreisjugendtag

im Veranstaltungszentrum

Burgdorf standen in erster Linie

Wahlen auf dem Programm. Fritz

Redeker, Eberhard Wacker,

Berthold Kuban, Dieter Drape,

Dietmar De Haan und Hans-Joachim

Götze lenken weiterhin die

Geschicke. Neu oder in anderer

„99 Prozent der Spiele gehen

friedlich über die Bühne“

Kreistag Hannover-Land: Überehrgeizige Eltern stacheln zu Fehlverhalten an

Der Kreisvorsitzende Fritz Redeker (Zweiter von rechts) ernannte die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder

Manfred Ostermann, Gerd Müller, Hans Meister und Volker Kampe zu Ehrenmitgliedern (von links).

46

September 2013


Bezirk Hannover

Funktion sitzen Jürgen Hendler,

Michael Nitsche, Heinrich Dettmering,

John Pätsch, Heinz Jäkel

und John Kunnemann mit im Vorstandsboot.

Die „Urgesteine“ Volker

Kampe, Gerd Müller, Hans Meister,

Manfred Ostermann sowie

Rolf Schmidtmann traten aus Altersgründen

nicht wieder an und

wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Auszeichnungen erhielten

zudem Fred-Jürgen Hasselbach,

Manfred Dehmel, Günther Lichter,

Michael Nitsche, Hartmut

Seeger, Wilfried Schattschneider,

Wolfgang Mierswa und Hans-Joachim

Bagdahn.

In den Berichten der Ausschüsse

zur abgelaufenen Spielzeit

fielen neben positiven Entwicklungen

und großartigen Erfolgen

zwei Negativmeldungen

ins Auge. Im Juniorenfußball hat

sich die Anzahl der mit Urteil

abzuhandelnden Verfahren von

acht auf 24 erhöht.

„Meist sind es die überehrgeizigen

Eltern und Fans, die die

Trainer oder Betreuer zu ihrem

Fehlverhalten anstacheln“, sagte

Heinrich Dettmering, Vorsitzender

des Sportgerichts. Die Eltern-Fan-

und Coaching-Zonen

sowie Fairnessmaßnahmen wie

der Fair-Play-Cup sollen für Besserung

sorgen.

Ehrende und Geehrte beim Kreistag Hannover-Land, von links: Wolfgang Mierswa, Günther Lichter, Fritz Redeker,

Hartmut Seeger, Manfred Dehmel, Michael Nitsche, Fred-Jürgen Hasselbach, Eberhard Wacker, Hans-

Joachim Bagdahn.

Fotos (3): Nicola Wehrbein

Die Aktion „Sei fair zum

Schiri“ zielt gleichermaßen auf einen

anderen kritischen Punkt ab:

Gerade junge Schiedsrichter verlieren

schnell die Lust, wenn sie

am Wochenende regelmäßig Pöbeleien

und Beschimpfungen einstecken

müssen. Dass die Partien

der 4. Kreisklasse in der kommenden

Saison nur noch sporadisch

mit Unparteiischen besetzt werden

können, verwundert kaum.

Wer will schon immer der Buhmann

sein? Die Gewaltbereitschaft

auf den Fußballplätzen sei

ein Schwerpunktthema, betonte

der Spielausschuss-Vorsitzende

Dietmar De Haan, unterstrich

aber auch: „99 Prozent der Partien

gehen friedlich über die Bühne.“

Karl Rothmund, DFB-Vizepräsident

und Präsident des NFV,

sprach die demographische Entwicklung

und die Verbandsstrukturen

als eine große Aufgabe an.

Dass der seit langem bestehende

gemeinsame Spielbetrieb der NFV

Kreise Hannover-Land und Hannover-Stadt

im Bereich der Frauen

und Mädchen um die A-Junioren

erweitert wurde, bewertet Rothmund

positiv. Der nächste logische

Schritt sei eine Fusion der

Kreise – im Interesse aller.

Entscheidend ist, dass die

Tausenden von ehrenamtlichen

Helfern in den Vereinen und die

Verbandsfunktionäre zum Wohle

des Fußballsports als ein Team

funktionieren: gemeinsam stark –

das gelte nicht nur für die Kicker

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September 2013 47


Bezirk Hannover

Zart, aber oho!

Merle Bulblitz wechselt von den B-Juniorinnen der

TSG Ahlten zu den Havelser Regionalliga-Frauen

as deutsche WM-Sommer-

2006 hat Merle

Dmärchen

Bublitz buchstäblich den Kick gegeben.

Die damals Zehnjährige

spielte während der Public Viewing-Pausen

mit den Jungs Fußball.

Und die staunten – ebenso

wie einige Eltern – nicht schlecht

ob ihres auffälligen Talents. „Meine

Eltern wollten erst gar nicht,

dass ich Fußball spiele“, erzählt

Merle.

Sei es drum: Fortan zog sie

bei den Junioren des FC Burgwedel

die Fäden im Mittelfeld. Bald

schon spielte sie zusätzlich in einer

Mädchenmannschaft des

MTV Mellendorf. Als 14-Jährige

reiste sie im sogenannten Team

„Mission Südafrika“ zur Weltmeisterschaft

ans Kap. Ihr fußballerischer

Weg in der Heimat führte

die ehrgeizige Akteurin zum

Juniorenteam des OSV Hannover

und zu den B-Juniorinnen der

TSG Ahlten.

In der abgelaufenen Saison

feierte die 17-jährige Gymnasiastin

mit der TSG die norddeutsche

Meisterschaft und den Aufstieg

in die Bundesliga. Nun ist

Merle in der Frauen-Regionalligariege

des TSV Havelse unter

der Regie der Spielertrainerinnen

Yvonne Tünnermann und Maike

Stickel am Ball. Ursprünglich

wollte sie für den SV Meppen in

der 2. Bundesliga auf Punktejagd

gehen und mit einem

Zweitspielrecht bei der Garbsener

Elf auflaufen. „Davon waren

die Havelser Verantwortlichen

aber nicht begeistert“, sagt Merle.

Also entschied sie sich aus

guten Gründen voll und ganz

für Havelse.

„Ich möchte mich erstmal

an den Frauenfußball gewöhnen,

schließlich geht es schneller

und härter zu als bei den Juniorinnen.“

Außerdem strebe sie

mit dem TSV Havelse den Aufstieg

in die 2. Liga an. Selbstredend

zählt Merle zum Kader der

U 20 des NFV. Zart, aber oho:

Die Spielmacherin zeichnet sich

durch ein hervorragendes Spielverständnis,

einer feinen Technik,

einem guten Blick für ihre

Mitspielerinnen und dem nötigen

Biss aus.

Und sie bringt die für den

Erfolg erforderliche Zielstrebigkeit

und Disziplin mit. Ihre ehemalige

Ahltener Klubkameradin

und DFB-Auswahlakteurin Lena

Rathmann schnürt übrigens

mittlerweile für den VfL Wolfsburg

die Fußballschuhe. Die

TSG Ahlten ist eben ein gutes

Pflaster für den weiblichen

Nachwuchs – eine Talentschmiede

im besten Sinne.

Nicola Wehrbein

Die 17-jährige Merle Bublitz geht zielstrebig ihren Weg – und der führt sie

von den B-Juniorinnen der TSG Ahlten zu den Regionalliga-Frauen des

TSV Havelse.

Fotos: Wehrbein

Norddeutscher Meister und Bundesliga-Aufsteiger – das ist aller Ehren wert: Beim Kreistag in Burgdorf wurden die B-Juniorinnen der TSG Ahlten mit

dem Trainergespann Carsten Wolter (links) und Christian Walter ausgezeichnet.

48

September 2013


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Bezirk Lüneburg

Gleich drei Uelzener Teams

glänzen in Fairnesstabelle

Sie glänzen in der Fairness-Tabelle des NFV: Das Team des SV Emmendorf ...

roße Pokale und jede Men-

Medaillen: Auf dem Em-

Gge

mendorfer Sportgelände wurden

zwei Vereine des NFV-Kreises

Uelzen für ihr faires Spiel in

der Saison 2012/13 ausgezeichnet.

Gastgeber SV Emmendorf

holte sich unter 1.045 Herrenmannschaften

aus ganz Niedersachsen

den tollen vierten Platz.

Im Kreis Uelzen gab es für den

Bezirksligisten sogar Gold. Belohnt

wurden die Spieler mit einem

Sportartikelgutschein für

die Jugend in Höhe von 1.200

Euro.

Auch der FC Oldenstadt

kam vergangene Saison mit

sehr wenigen Karten aus. Die

fairen Kicker belegten in Niedersachsen

immerhin Platz 11

und den dritten Platz in der Region.

Belohnt wurden sie mit

einem Wertgutschein in Höhe

von 500 Euro, mit dem ebenfalls

die Jugend des FC ausgestattet

werden soll. Die Oldenstädter

sicherten sich in der

letzten Serie das Double und

den Aufstieg in die Bezirksliga.

Neben dem SV Emmendorf

und dem FC Oldenstadt landete

auch der VfL Suderburg weit

vorne. Die Mannschaft wird im

Verlauf einer Extra-Ehrung ihren

Einzug in die Top 10 der niedersächsischen

Fairnesstabelle

feiern können.

Nach den beiden Ehrungen

klang der Abend mit einem

kleinen Buffet gemeinschaftlich

aus. An die Vereine ging der

Appell, auch in der Saison

2013/14 fair zu spielen, um

den Landkreis Uelzen im Bundesland

Niedersachsen gut zu

repräsentieren. Patrick Ristow

... und die Mannschaft des FC Oldenstadt.

Ernst-Bertram-Pokal

für Buchholzer FC

2:1-Erfolg gegen die JSG Auetal/Brackel

it einem schwer erkämpften

M2:1-Erfolg gewannen die

U 12-Junioren des Buchholzer FC

den begehrten Ernst-Bertram-Pokal

des NFV-Kreises Harburg.

Rund 100 Zuschauer verfolgten

auf der Sportanlage des SV Wistedt

eine bis zum Schlusspfiff

spannende Partie.

„Beide Mannschaften haben

ein bis zuletzt sehenswertes Spiel

gezeigt“, lobte der Kreisjugendobmann

Frank Dohnke im Verlauf

der Siegerehrung. In Anwesenheit

des Kreisvorsitzenden Manfred

Marquardt überreichte er

zunächst die Silbermedaillen für

die unterlegene Mannschaft der

JSG Auetal/Brackel. Beifall brauste

auf, als Pokalspender Ernst

Bertram die von ihm gestiftete

Trophäe an den Buchholzer

Mannschaftsführer Cedric Rathje

übergab. Das FC-Team wurde

außerdem mit Goldmedaillen und

einem Fußball belohnt.

Pokalspender Ernst Bertram

erwarb sich zahlreiche Verdienste

im Kreisfußballverband Harburg.

Im Jahre 1973 wurde er

Mitglied im Kreisjugendausschuss.

Als Referent für Auswahlmaßnahmen

war er gleichzeitig

auch als Mitglied im Lehrausschuss

aktiv. 1975 übernahm

Bertram den Vorsitz im Lehrausschuss.

Er hat sich in dieser Position

rund 30 Jahre lang um die

Aus- und Fortbildung von Betreuern,

Übungsleitern und Trainern

engagiert sowie um die

Auswahlmannschaften des Kreisfußballverbandes

verdient gemacht.

Ulrich Balzer

Die U 12-Mannschaft des Buchholzer FC bejubelt den Gewinn des Ernst-

Bertram-Pokals. Er war der Lohn für den 2:1-Finalsieg gegen die JSG Auetal/Brackel.

– Unser Foto zeigt das erfolgreiche Team mit (stehend, von

links) Co-Trainer Camilo Cortes, Daniel Petersen, Julian Hauschild, Tom

Durbahn, Manuel Alscher, Mannschaftsführer Cedric Rathje, Bastian Lorenschat,

Fabian Schween und Trainer Karl Schween sowie (sitzend, von

links) Malte Vogt, Tilman Schaefer, Silas Falinski, Daniel Marques, Moritz

Kraus und Torwart Jan Kranzmeier.

Foto: Balzer

50

September 2013


N

Kreisschiedsrichterobmann

DLüder Menke (Wremen) zeichnete

im Beisein des Kreisvorsitzenden

Walter Kopf (Otterndorf)

auf der diesjährigen Großbelehrung

der Fußball-Schiedsrichter

im NVF-Kreis Cuxhaven zahlreiche

seiner Kollegen für ihr

Jahrzehnte langes Engagement

aus.

Seit zehn Jahren als Schiedsrichter

im NFV-Kreis Cuxhaven

und im NFV-Bezirk Lüneburg tätig

sind Bastian Mertel (SV Wittstedt),

Hauke Kahrs (FC Land

Wursten), Karl-Heinz Brendemühl

(TSV Neuenwalde) und Martin

Kallenberg (TSV Sellstedt). Ein

Jahrzehnt länger, also seit 20 Jahren,

sind Claus Blaschke (TSV

Düring) und Uwe von Oesen (TSV

Büttel-Neuenlande) Mitglied der

Cuxhavener Schiedsrichter. Für

ihre 25-jährige Treue wurden

Werner Kröncke (TSV Otterndorf),

Frank Griemsmann (TSV

Germania Cadenberge) und

Horst Thomas (FC Lune) mit einer

Urkunde und entsprechender Plakette

bedacht. Für 30-jährige

Treue wurden Thomas Lüdtke

(TSV Altenbruch) und Reiner

Fricke (FC Geeste 06) ebenfalls

mit Urkunde und entsprechender

Plakette ausgezeichnet. Die

Schiedsrichter Kurt Hebener (FC

Geeste 06), Günter Pankonin (FC

RW Wesermünde), Lothar Kratochwil

(SG Stinstedt) sowie Jürgen

Polkowski (RW Cuxhaven)

gehören nun bereits seit 40 Jahren

der schwarzen Zunft an.

Ein besonderes Jubiläum feierten

in diesem Jahr die Schiedsrichter

Jürgen Adickes (TSG Nordholz)

und Horst Birkenhagen

(Grodener SV). Denn beide

Schiedsrichter gehören der

Schiedsrichtervereinigung seit

nunmehr über fünf Jahrzehnten

an. „Damit man diesen sehr langen

Zeitraum richtig einschätzen

kann, muss man sich vor Augen

führen, dass Jürgen und Horst

Schiedsrichter geworden sind, als

Adenauer noch Kanzler war. Und

ehrlich gesagt, kennen die meisten

von uns diesen Namen nur

noch aus dem Geschichtsbuch“,

fasste Menke die 50-jährige Treue

zusammen. Die beiden Jubilare

erhielten neben der obligatorischen

Urkunde und Plakette auch

noch einen reichlich gefüllten

Präsentkorb von Menke und

Kopf.

Bezirk Lüneburg

Langjährige Treue wird ausgezeichnet

Jürgen Adickes und Horst Birkenhagen gehören seit 50 Jahren zur Schirivereinigung Cuxhaven

ach spannendem und jederzeit

fairem Verlauf war es

amtlich: Mit einem 3:0-Finalsieg

gegen die U 14 von der JSG Elbdeich-Laßrönne

II gewann das

Zum Abschluss der Ehrung

bedankte Menke sich bei allen Jubilaren

für ihre langjährige Treue

zur Schiedsrichtervereinigung. „Es

ist eine der schönsten Aufgaben

als Schiri-Chef, langjährige Kollegen

für ihren Einsatz und ihre

Treue zu unserer Vereinigung zu

ehren. Umso mehr freut es mich,

dass wir mit Jürgen und Horst

gleich zwei Kollegen in unseren

Reihen haben, die uns seit einem

halben Jahrhundert die Treue halten“,

so Menke abschließend.

Walter Kopf (l.) und Lüder Menke (r.) zeichneten Jürgen Adickes (2.v.l.) und Horst Birkenhagen für ihre langjährige

Treue zur Schiedsrichtervereinigung Cuxhaven aus.

U 15 des VfL Maschen gewinnt

den Eckart-Weithoener-Pokal

U 15-Team des VfL Maschen auf

dem heimischen Sportplatzgelände

den begehrten Eckart-Weithoener-Pokal.

Zum Erfolg gratulierten

nicht nur der Pokalspender,

sondern auch der Vorsitzende

des Harburger Kreisfußballverbandes,

Manfred Marquardt, sowie

der Vorsitzende des Kreisjugendausschusses,

Frank Dohnke.

Pokalspender Eckart Weithoener

„tröstete” die unterlegene

Mannschaft von der JSG Elbdeich-Laßrönne

II mit einem Fußball

und Silbermedaillen. Das Siegerteam

des VfL Maschen freute

sich ebenfalls über einen Fußball,

Goldmedaillen und über die Siegertrophäe.

Weithoener hatte als erster

Jugend-Nationalspieler im Landkreis

Harburg mit außergewöhnlich

guten Leistungen auf sich

aufmerksam gemacht. Nach seiner

aktiven Laufbahn stellte er

sich mehr als 20 Jahre in verschiedenen

Gremien für ehrenamtliche

Arbeiten im Niedersächsischen

Fußballverband (NFV) zur

Verfügung. Acht Jahre davon engagierte

er sich im Bezirksjugendausschuss.

Von 1990 bis 1998

war Eckardt Weithoener Vorsitzender

des Harburger Kreisjugendausschusses.

Ulrich Balzer

Überglücklich nahm der Mannschaftsführer

des VfL Maschen,

Dominik Langerbein (Mitte), den

Eckart-Weithoener-Pokal vom Pokalspender

Eckart Weithoener

(rechts) und dem Vorsitzenden des

Kreisjugendausschusses, Frank

Dohnke (links), entgegen.

Foto: Balzer

September 2013 51


Bezirk Lüneburg

Die „Oldies“ der SG Sandbostel/Selsingen/Bevern/Hesedorf (gelbes Trikot) unterlagen der Altligaelf des Hamburger SV beim Benefizkick mit 2:10.

m Ende wurde es doch

und Willi Schulz. Mit Andreas

Azweistellig: Andreas Hammer

drückte den Ball über die

des Bremervörder SC und des

Zwölf Tore für

Held trug ein ehemaliger Spieler

Torlinie und machte den 10:2-

TSV Oerel/Barchel das blaue Trikot

der Hamburger: Der Rechts-

Sieg der Altligaelf des Hamburger

SV über die „Oldies“ den guten Zweck anwalt und Ex-Spieler des VfL

der SG Sandbostel/Selsingen/Bevern/Hesedorf

perfekt. Rund HSV-Oldies treten in Sandbostel an

von Altona 93 (Oberliga-Ham-

Stade (Amateur-Oberliga) und

500 Zuschauer verfolgten das ließen Ball (und Gegner) laufen. Hammer und je einmal Tobias burg) hilft, wenn es nötig ist, bei

Benefizspiel in Sandbostel (Kreis Am Ende stand ein 10:2-Sieg Homp, Jan Hildebrandt und Ingo den HSVern aus.

Rotenburg).

gegen die SG, deren Mannschaft

Dammann. Zwei SG-Spieler kön-

Ermöglicht wurde der Auf-

500 Zuschauer – eine Zahl,

im Verlauf des Spiels imnen

künftig von sich behaupten, tritt der Prominentenelf in Sand-

mit der sich die Leitung der SG mer jünger wurde: Die Ü 50 begann

gegen den HSV getroffen zu habostel

durch die Unterstützung

sehr zufrieden zeigte. Der Reinerlös

und hielt dank des überraben.

Uwe Kück war zur Stelle, von Sponsoren. Dadurch kommt

der Partie kommt dem Spieler genden Torwarts Otto Winkelvos nachdem Harry Metscher fulminant

der Erlös aus dem Eintrittsgeld

Ernst Eckhoff zugute. Der Beverner

gut mit, danach übernahm die S

die Latte getroffen hatte: und Spenden der Ehefrau und

liegt seit dem 4. November 40 – und am Ende forderte die 1:4 (35.). Und Jens Michaelis den beiden Kindern von Ernst

2012 nach einem Herzstillstand S 32 die HSVer um ihren Kapitän traf zum 2:9 kurz vor dem Abpfiff.

Eckhoff zugute.

im Wachkoma.

Peter Nogly.

Uwe Stengel von der SG

Sie sind schon etwas runder Der 66-Jährige – immer Ältester Spieler auf dem freute sich: „Wir sind mit der Zuschauerzahl

um die Hüften und nicht mehr noch ehrgeizig und ohne Pause Platz war mit Klaus Weber kein

sehr zufrieden“. Und

so schnell wie zu Bundesligazeiten,

auf dem Feld – trieb seine An-

Hamburger, sondern ein Sand-

nicht nur damit: Jeder, der mit der

fußballerisch aber immer greifer an. Mit drei Toren unterbosteler

Spieler. Gegen ihn ver-

Bitte um Unterstützung ange-

noch stark: Die Spieler der HSV- strich Lothar Dittmer seine Torjägerqualitäten,

teidigte Helmut Sandmann – ein sprochen worden sei, habe mit-

Altliga mit ihrer Erfahrung aus

je zweimal trafen HSV-Abwehrspieler aus der gugemacht

– einschließlich der HSVteidigte

insgesamt 692 Bundesligaspielen Matthias Reinke und Andreas ten alten Zeit mit Uwe Seeler Oldies.

Joachim Riegel

„Kinder stark machen“. Unter diesem Motto fand in Uelzen eine Kurzschulung für Trainerinnen und Trainer statt. Insgesamt nahmen 16

Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Fortbildungsangebot wahr. Das Schulungskonzept „Kinder stark machen“ wurde von der Bundeszentrale für

gesundheitliche Aufklärung gemeinsam mit dem Deutschen Fußball-Bund entwickelt und hat das Ziel, Kinder und Jugendliche stark genug zu machen,

damit sie von sich aus „nein“ zu Suchtmitteln sagen können. Bei dieser Aufgabe stehen auch die Trainerinnen und Trainer, Betreuerinnen und Betreuer

in der Veranwortung. In der Kurzschulung wurde deutlich gemacht, welche wichtige Rolle Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Kommunikations- und

Konfliktfähigkeit spielen. In der abwechslungsreichen Veranstaltung hatten auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den praktischen und theoretischen

Teilen viel Spaß und konnten selbst einige Spielformen ausprobieren und sich theoretisches Grundwissen aneignen. Kreislehrwart Bernd Hinz

bedankte sich beim Referenten Marcus Olm und beim gastgebenden Verein Uhlen-Kickers für die gute Organisation und Durchführung dieser Kurzschulung.

Bernd Hinz/Foto: Dennis Korn

52

September 2013


Roman Schuller folgt

auf Daniela Schöning

48. Lüneburger Fußball-Kreistag

er Lüneburger Kreisvorstand

Dwurde beim 48. Kreistag bestätigt

und mit einer Ausnahme

neu wiedergewählt. Gleiches gilt

auch für die Ausschüsse. Nur Daniela

Schöning (Schriftführerin

und Kreisehrenamtsbeauftrage)

kandidierte nach zweimaliger

Amtszeit nicht wieder. Für sie

wurde der erst 26-jährige Roman

Schuller gewählt.

Daniela Schöning wird dem

Newcomer natürlich erst einmal

mit Rat und Tat zur Seite stehen,

denn dieser hat noch keine Erfahrung

als Funktionär gesammelt.

Vorsitzender Christian Röhling

freute sich jedenfalls, so schnell

einen Ersatz für Daniela Schöning

gefunden zu haben und alle anderen

Vorsitzenden der Nachbarkreise

beneideten ihn, ein so junges

Vorstandsmitglied in den Reihen

zu haben.

Neben diversen Vorträgen

und Ehrungen sowie den Standardabläufen

gab es zwei Neuerungen,

die verabschiedet wurden.

Zukünftig werden 20 Prozent

der Schiedsrichterstrafgebühren,

die für fehlende

Schiedsrichter anfallen und Gelder

in die NFV-Kreiskasse spülen,

den Vereinen wieder zurück gegeben.

Ziel ist, Vereine, die mehr

Schiedsrichter stellen bzw. deren

Einsätze höher sind als das geforderte

Soll, in Zukunft zu belohnen.

Profitieren werden Vereine,

deren Schiedsrichter mehr

als 25 Einsätze pro Jahr leisten.

Dieses wird probeweise erfolgen

und somit dem Antrag des ESV

Lüneburg aus 2010 gerecht werden.

Ferner wurde unter anderem

der Antrag verabschiedet,

Bezirk Lüneburg

dass in Zukunft nicht mehr eine

Person mehrere Stimmen besitzt.

„Jeder Delegierte soll nur

noch eine Stimme haben“, erläuterte

der Vorsitzende Christian

Röhling, denn: „Die bisherige

Regelung hat meiner Meinung

nach nicht mehr viel mit

Demokratie zu tun.“ Derzeit

können alle einem Verein zustehenden

Stimmen einem einzigen

Delegierten des Vereins

übertragen werden. Zukünftig

kann ein Delegierter nicht mehr

20 Stimmen für seinen Verein

abgeben, sondern es müssen

dann auch 20 Delegierte kommen.

Wie es sich im Fußball gehört,

war nach 90 plus 5 Minuten

Nachspielzeit der 48. Kreistag beendet

und der NFV-Kreis Lüneburg

erwartet zur 49. Versammlung

2016 dann nicht nur 50,

sondern hoffentlich über 300

stimmberechtigte Vereinsmitglieder.

Michael Paul

FC Verden 04 siegt

beim Vildbjerg-Cup

U 14-Team feiert in Dänemark sieben Siege

er FC Verden 04 verbrachte

Dbeim viertgrößten Jugendturnier

Europas ausgesprochen

schöne Tage. Die Schützlinge

von Trainer Jan Sievers kristallisierten

sich beim Vildbjerg-Cup

in Dänemark als Turniersieger

heraus. Insgesamt 708 Mannschaften

sorgten in Mitteljütland

für eine begeisternde

Stimmung.

Der FC Verden 04 entwickelte

bei den U 14-Junioren

auf den hervorragenden Rasenplätzen

eine riesige Fußball-Begeisterung.

Der Bezirksligist feierte

aus dem Weg zum Turniersieg

sieben Siege gegen Gegner

aus Norwegen und Dänemark.

Christian Zerfowski und

Hannes Grittner münzten einen

0:1-Rückstand im Finale gegen

BRH (Dänemark) noch in einen

2:1-Sieg um. Der FC Verden 04

durfte als Belohnung für den

ersten Platz Trainingsanzüge

für die Spieler in Empfang nehmen.

„Für die Jungs war der

Vildbjerg-Cup was ganz besonderes“,

ließ Trainer Jan Sievers

nach dem großen Erfolg in Mitteljütland

durchblicken. Der FC

Verden 04 verwies in seiner Altersstufe

32 Teams auf die Plätze.

Die Domstädter hatten Monate

vor Turnierbeginn noch in

Erwägung gezogen, zum noch

größeren Gothia-Cup (Schweden)

zu fahren. „Es war wirklich

eine gute Entscheidung“,

war Jan Sievers froh darüber,

mit dem Vildbjerg-Cup im

4000-Seelen-Ort Vildbjerg eine

tolle Wahl getroffen zu haben.

Die Nachwuchskicker erlebten

im Nachbarland Dänemark bei

der Großveranstaltung mit

Rahmenprogramm (Disco,

Schaumparty, Riesenfeuerwerk)

ein herrliches Freizeitvergnügen.

Reiner Tienken

Der Vorstand des NFV-Kreises Lüneburg

mit (oben von links) Michael

Paul (Pressewart), Klaus Arndt

(Jugendobmann), Ulrich Brockhöft

(Vorsitzender des Sportgerichts),

Dirk Lindemann (Lehrwart), Falko

Meyer (Schiedsrichterobmann),

Thore Lohmann (Vorsitzender

Spielausschuss) sowie (unten von

links) Klaus Ostermann (Kassenwart),

Christian Röhling (Kreisvorsitzender),

Anne Wozney (Frauenausschuss-Vorsitzende)

und Roman

Schuller (Schriftführer).

Foto: Remus

Der TuS Zeven ist einer der wenigen Vereine im heutigen NFV-

Kreis Rotenburg, die vor 100 Jahren mit dem Fußball spielen begannen.

Der Klub stellt im derzeitigen Spielbetrieb zwei Herrenmannschaften auf

Bezirks– und Kreisklassenebene sowie eine S 40-Mannschaft. Im Jugendbereich

sind aktuell 13 Mannschaften gemeldet. Für den Spiel- und Trainingsbetrieb

stehen den Fußballern des TuS Zeven drei Rasenplätze zur

Verfügung. Die Sportanlage des TuS Zehen wird seit zehn Jahren auch als

DFB-Stützpunkt für das Training von Fußballtalenten aus dem NFV-Kreis

Rotenburg genutzt. Das diesjährige Samtgemeinde-Turnier richtete der

TuS Zeven in seinem Jubiläumsjahr unter der Federführung des Abteilungsleiters

Kai Habenicht aus. Der Vorsitzende des Rotenburger Fußballkreises,

Uwe Schradick (links), überreichte kürzlich auf dem Sportgelände

des TuS Zeven einen Spielball und Wimpel, eine Plakette sowie einen 500-

Euro-DFB-Gutschein an Kai Habenicht.

Joachim Riegel

September 2013 53


Bezirk Lüneburg

Wingst und Stotel geehrt

Fachtagung im NFV-Kreis Cuxhaven mit Vereinsvertretern

ine durchweg positive Bilanz

Ezogen die Mitglieder des Kreisfußballverbandes

Cuxhaven im

Verlauf ihrer gut besuchten Arbeitstagung

im Gasthaus Seebeck

in Flögeln. Die Ehrung der fairsten

Mannschaften in der 1. Kreisklasse

Staffel I (VfL Wingst) und Staffel

II (TSV Stotel) stand bei der

Fachtagung im Mittelpunkt.

In seinem Jahresbericht zog

Spielausschussvorsitzender Hermann

Brenner Bilanz über das

Spieljahr 2012/2013. Er konnte

dazu den 1. Vorsitzenden des

NFV-Kreises Cuxhaven, Walter

Kopf, dessen beide Stellvertreter

Heiko Wiehn und Ernst-Wilhelm

Hoffmann sowie den NFV-Bezirkssportgerichtsvorsitzenden

Rüdiger

Wiegand und Annette Butzke

von der KSK begrüßen. Zu der

Pflichtveranstaltung waren trotz

rechtzeitiger Einladung leider

nicht alle Vereine erschienen.

Brenner beglückwünschte alle

Meister und Aufsteiger und

wünschte ihnen weiteren Erfolg in

den neuen Klassen. Für die Absteiger

fügte er hinzu: „Lasst den

Kopf nicht hängen und greift in

der neuen Saison wieder an“. Einen

besonderen Dank gab Brenner

im Namen des Spielausschusses

an die Vereine weiter, die ihre

Sportplätze und Hallen für Endund

Endscheidungsspiele zur Verfügung

gestellt hatten.

An oberster Stelle der Tagesordnung

standen die Ehrungen

für die fairsten Mannschaften.

Diese Auszeichnung erhielt im

Nordkreis der VfL Wingst und im

Südkreis bereits zum dritten Mal

der TSV Stotel. Die Ehrung wurde

von Hermann Brenner und Walter

Kopf vollzogen. Das faire Verhalten

der beiden Mannschaften

wurde von der Kreissparkasse

Wesermünde/Hadeln (KSK), vertreten

durch Annette Butzke, mit

jeweils 200 Euro gewürdigt.

In seiner Übersicht erläuterte

Brenner die Vergehen, mit denen

Spielausschussvorsitzender Hermann Brenner (2.v.l), Annette Butzke von der KSK und Kreisvorsitzender Walter

Kopf (r.) zeichneten die Vereinsvertreter des TSV Stotel und des VfL Wingst aus.

Tomforde-Pokal für

Eintracht Elbmarsch

1:0-Erfolg im Finale gegen TV Meckelfeld

ie U 11-Junioren von Eintracht

DElbmarsch haben allen Grund

zur Freude. Nach der Meisterschaft

in der Kreisliga und dem

sensationellen zweiten Platz bei

der Endrunde um den Sparkassen-Cup

in Barsinghausen errang

das Team im NFV-Kreis Harburg

auch den Dieter Tomforde-Pokal.

Das Team des Trainer-Duos Sven-

Olaf Jürß und Dany Heese gewann

im Finale gegen den TV

Meckelfeld knapp, aber verdient

mit 1:0. Die Partie fand am Tag

der Ehrungen in Hittfeld statt.

Das Tor des Tages erzielte

Alexander Aehlig. Der Sieg gegen

die sich tapfer wehrende Mannschaft

des TV Meckelfeld war aufgrund

der besseren Torchancen

gerechtfertigt. Im Verlauf der Siegerehrung

konnten es die jungen

Akteure von Eintracht Elbmarsch

gar nicht erwarten, bis ihnen ihr

Mannschaftsführer Paul Jürß die

Dieter-Tomforde-Trophäe präsentierte.

Zudem überreichte der

Kreisvorsitzende Manfred Marquardt

zusammen mit Kreisjugendobmann

Frank Dohnke an

jeden Spieler des erfolgreichen

Teams Goldmedaillen. Für die unterlegene

Mannschaft des TV

Meckelfeld gab es Silbermedaillen.

Marquardt erinnerte an Dieter

Tomforde, der rund 42 Jahre

lang in verschiedenen Ehrenämtern

des Kreisfußballverbandes

Harburg mitgewirkt hatte.

Während seiner 16-jährigen

Tätigkeit als Vorsitzender prägte

er maßgeblich die Entwicklung im

Fußballkreis. Ulrich Balzer

sich der Spielausschuss in der vergangenen

Saison beschäftigen

musste. Es gab 148 Feldverweise,

91 Mal traten Mannschaften

nicht an und elf Mal wurde das

Sportgericht eingeschaltet. Wenn

auch die überwiegende Zahl der

Spiele im Kreisgebiet ohne Probleme

und fair verlief, so sei jede gewalttätige

Aktion im Umfeld eines

Fußballspiels eine zu viel, appellierte

Brenner an die Vereine.

Positiv fiel das Fazit des 1.

Vorsitzenden Walter Kopf für den

Spielbetrieb aus. Fair spielen, den

Erfolg nicht um jeden Preis suchen

sollte oberstes Gebot eines

jeden Aktiven, egal ob Spieler

oder Betreuer, sein. Der Vorsitzende

bedankte sich bei allen

Vereinen, Mannschaften, den

Ausschüssen sowie bei den

Schiedsrichtern für die gute Zusammenarbeit

und für das faire

Miteinander.

Viel Anerkennung fand auch

der Beitrag von Rüdiger Wiegand.

Die Vereinsvertreter wurden

von dem Vorsitzenden des

Bezirkssportgerichts über Abläufe

von Sportgerichtsverfahren mit

den dazugehörigen Entscheidungen

auf Bezirksebene informiert.

Wiegand vermittelte an diesem

Abend sehr anschaulich die neue

Rechts- und Verfahrensordnung.

Ferner erhielten die Delegierten

die Gelegenheit, Anfragen zur

Auslegung von Satzungs- und

Ordnungsbestimmungen zu stellen,

die dann von Rüdiger Wiegand

beantwortet wurden.

Die Staffelleiter sowie der

stellvertretende Spielausschussobmann

Günter Gerken gaben

schließlich noch ausführliche Berichte

aus den einzelnen Staffeln

ab.

Fritz Schlichting

Mit einem 1:0-Finalsieg gegen TV Meckelfeld gewannen die U 11-Junioren

von Eintracht Elbmarsch den begehrten Dieter-Tomforde-Pokal. Unser

Bild zeigt das erfolgreiche Team mit Trainer Sven-Olaf Jürß (links) und

Co-Trainer Dany Heese (rechts).

Foto: Balzer

54

September 2013


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Bezirk Lüneburg

FC Eintracht siegt

Mahrenholz-Cup wieder ein voller Erfolg

un schon zum neunten Mal

Ntrafen sich die führenden und

spielstärksten Herrenmannschaften

aus dem Landkreis Cuxhaven

und der Seestadt Bremerhaven

zum Mahrenholz–Cup. Gerade in

den letzten Jahren hat dieses Turnier

eine enorme Entwicklung

durchlaufen. So waren mehr als

eintausend Zuschauer auf dem

Sportplatz in Wanna zu Gast, die

an vier Abenden insgesamt acht

Gewann die neunte Auflage des Mahrenholz-Cup: Die Landesligamannschaft vom FC Eintracht Cuxhaven.

Jürgen Rahlfs erntet

Respekt und Beifall

Ehrungen beim Osterholzer Kreistag

ckehard Schütt (Oldendorf)

Ehatte auf dem kleinen Kreistag

in Oldendorf ein Heimspiel. Der

Kreisvorsitzende des NFV-Kreises

Osterholz geizte dabei nicht mit

Lob und Anerkennung.

Jürgen Rahlfs (TSV Eiche Neu

St. Jürgen) verdiente sich den

Respekt der Versammlung. Der

Ex-Vorsitzende gehört seinem

Stammverein seit 50 Jahren an.

„Du hast vorausschauend in deinem

Verein gearbeitet“, lobte

Eckehard Schütt das große Engagement

von Jürgen Rahlfs. Der

Ehrenvorsitzende des TSV Eiche

Neu St. Jürgen zeichnet maßgeblich

dafür verantwortlich, dass der

Verein aus der Gemeinde Worpswede

nicht nur über eine tolle

Sportanlage verfügt, sondern sich

auch durch den Worpswede-Cup

weit über die Kreisgrenzen hinaus

beliebt gemacht hat.

Uwe Lindemann (ATSV

Scharmbeckstotel), Jens Heske

spannende Spiele zu sehen bekamen.

Die Teilnehmer FC Sparta

Bremerhaven (Bremen Liga), FC

Eintracht Cuxhaven (Landesliga),

FC Neuenkirchen/Ihlienworth (Bezirksliga),

Rot-Weiß Cuxhaven

(Aufsteiger in die Landesliga), TSV

Altenwalde (Bezirksliga) gaben

dem Veranstalter SG Wanna/Lüdingworth

(Kreisliga) die Ehre.

Turnierkoordinator Michael

Heinsohn war froh, dass sich seine

akribische Arbeit ausgezahlt

hatte. „Stadionsprecher“ Rainer

Finck informierte die teilnehmenden

Mannschaften und deren Begleitung

sowie die vielen Zuschauer

jederzeit über die Mannschaftsaufstellungen,

den aktuellen

Stand der Spiele und die Torschützen.Weitere

unverzichtbare

Helfer waren Walter Oelerich (Betreuung

der Gäste), Hinrich-Otto

Nadermann (Geschäftsführer der

Firma Mahrenholz Bremerhaven

und Hauptsponsor), Günther

Paulsen (an der „Stadionkasse“),

Maik Ryba (Design und Plakate).

Auch das kulinarische Angebot

wurde stark in Anspruch genommen.

Neben Bratwurst und

Nackensteaks vom Grill gab es

gut gekühlte Getränke. Die Bewirtung

der vielen Zuschauer und

Gäste wurde hervorragend organisiert,

hier waren viele Fußballfreunde

im Einsatz.

Guter Fußball wurde natürlich

auch gespielt. Dabei erwies

sich die SG Wanna/Lüdingworth

als guter Gastgeber. Nach den

Gruppenspielen punkt- und torgleich

mit den Gästen aus Bremerhaven

verzichtete die SG zu

Gunsten der Bremerhavener. Im

Endspiel trafen am letzen

Spielabend der FC Eintracht Cuxhaven

und FC Sparta Bremerhaven

aufeinander. Dabei sicherte

sich der Landesligist aus Cuxhaven

zum zweiten Mal den Turniersieg.

Vor über 200 Zuschauer

gewannen die „Blauen“ das Finale

nach einem 1:3-Pausenstand

noch mit 7:4 gegen den Titelverteidiger

aus Bremerhaven.

Im kleinen Finale standen

sich die SG Wanna/Lüdingworth

und Rot-Weiß Cuxhaven gegenüber.

Das Spiel endete mit 2:1.

Die Siegerehrung wurde gleich

nach Spielende durch den stellvertretenden

Samtgemeindebürgermeister

Maik Schwanemann,

Bürgermeister Hans-Hermann Peters,

Wolfgang Koch vom Sponsor

Mahrenholz und die beiden

Organisatoren Michael Heinsohn

und Walter Oelerich vollzogen.

Turnierendstand: 1. FC Eintracht

Cuxhaven, 2. FC Sparta

Bremerhaven, 3. SG Wanna/Lüdingworth,

4. Rot-Weiß Cuxhaven.

Fritz Schlichting

(TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf),

Lothar Klitsch (SV Löhnhorst)

und Helmut Schneeloch

(TV Axstedt) durften sich gleichfalls

über eine Auszeichnung auf

dem Kreistag freuen.

Zudem kürte Eckehard

Schütt die Meister und Pokalsieger

im Erwachsenenbereich. Der

SV Komet Pennigbüttel wurde

als einziger Verein gleich vierfach

geehrt. Der Kreisvorstand

präsentierte auf dem Kreistag

die G-Jugend des 1. FC Neuenkirchen

als Mannschaft des Jahres.

„Ihr habt ganz toll gespielt“,

fand der Kreisjugendobmann

Helmut Schneeloch lobende

Worte für den Triple-Gewinner.

Beifall erntete auch die

Kreisauswahl Osterholz des Jahrgangs

2001, die im Spielort Hesedorf

(Kreis Rotenburg) den Bezirkspokalsieg

errang. Trainer

Fred Michalsky strahlte mit den

Kindern auf dem kleinen Kreistag

um die Wette. Reiner Tienken

Eckehard Schütt (ganz links) zeichnete auf dem Osterholzer Kreitstag zahlreiche Funktionäre und Vereine aus.

Foto: Tienken

56

September 2013


14 Schiedsrichter

für Kreis Cuxhaven

Gute Leistungen in der Abschlussprüfung

D er Kreisschiedsrichterausschuss

Cuxhaven führte erstmals

in Form eines Kurzlehrgangs

die Ausbildung von neuen

Schiedsrichtern durch. Im Rahmen

einer Ferienpassaktion der

Gemeinde Loxstedt fand dieser

Lehrgang in der Zeit vom 28. Juni

bis zum 15. Juli statt. Dieses

Mal war der Ausschuss zu Gast

in Stinstedt und durfte zur

Durchführung des Lehrgangs die

Räumlichkeiten der SG Stinstedt

nutzen.

An insgesamt acht Lehrabenden

wurden die Teilnehmer

vom Bezirksschiedsrichterlehrwart

Matthias Kopf (Cadenberge)

auf die Prüfung vorbereitet. Die

Lehreinheiten, die wieder aus einer

Mischung von Regelaneignung

und Regelvertiefung bestanden,

führten Kreisschiedsrichterobmann

Lüder Menke

(Wremen) und Kreisschiedsrichterlehrwart

Henrik Bürgerhoff

(Wehden) durch. Menke und Bürgerhoff

wurden dabei tatkräftig

vom Ausschussmitglied Detlef

Krämer (Wehdel) unterstützt.

Auch bei diesem Lehrgang

wurde eine Überprüfung unter

Wettbewerbsbedingungen mit

dem Ziel, die Regelkenntnisse der

Teilnehmer abzufragen, durchgeführt.

Das durch die Teilnehmer

erzielte Ergebnis war dabei

zweitrangig und auch deshalb

wohl erwartungsgemäß verbesserungswürdig.

„Ziel des Tests innerhalb

des Lehrgangs ist zum einen,

dass die Teilnehmer ein

Feedback über ihr Regelwissen

erhalten und zum anderen, dass

sich die Teilnehmer auch schon

ein wenig mit der Art der Regelfragen

vertraut machen“, erklärten

Menke und Bürgerhoff. Nach

der Überprüfung wurden dann

die aufgedeckten Defizite gezielt

und vor allem effektiv aufgearbeitet.

Dass sich die Einführung einer

Überprüfung bewährt hat,

bewiesen die Teilnehmer am Prüfungsabend.

Denn am Ende des

Lehrgangs legten 14 von 15 Teilnehmern

die Prüfung erfolgreich

ab. „Wir alle freuen uns sehr über

das sehr gute Ergebnis, denn es

belegt auch, dass unsere Art der

Durchführung der Lehrgänge von

Erfolg gekrönt ist“, konstatierte

Menke. Denn von den 14 erfolgreichen

Teilnehmern hat zudem

die Hälfte der Prüflinge ihre Prüfung

mit weniger als zwei Fehlern

bestanden. Die Tagesbesten waren

dabei Felix Flake und Steffen

Tietjen (beide FC Hagen/Uthlede)

sowie Henning Otten (TV Loxstedt).

Als Gäste konnte Menke neben

dem Kreisvorsitzenden Walter

Kopf (Nordleda) auch den

stellvertretenden Kreisvorsitzenden

Heiko Wiehn (Loxstedt) sowie

den stellvertretenden Bürgermeister

der Gemeinde Loxstedt,

Manfed Koppe, und den stellvertretenden

Vorsitzenden des Spielausschusses,

Günter Gerken (Beverstedt-Lunestedt),

begrüßen. In

seinem kurzen Grußwort unterstrich

der stellvertretende Bürgermeister

die Bedeutung der

Schiedsrichter für den Fußballsport

und brachte zugleich seinen

Wunsch zum Ausdruck, „dass

hoffentlich viele von euch diesem

interessanten und abwechslungsreichen

Hobby lange die Treue

halten.“

Bezirk Lüneburg

Neben dem Kreisvorsitzenden

Walter Kopf fand auch der

Bezirksschiedsrichterlehrwart lobende

Worte für die Durchführung

des ersten Anwärterlehrgangs

in dieser Form und

das Prüfungsergebnis. „Dass am

Ende eines Lehrgangs ein so

gutes Ergebnis steht, spricht

auch für eure gute Arbeit bei

diesem Lehrgang“, so Kopf abschließend.

Zum Abschluss des Prüfungsabends

wurden die neuen

Schiedsrichter von Walter Kopf zu

einem gemeinsamen Imbiss eingeladen.

Die 14 neuen Schiedsrichter

sind: Frederik Detels (TV

Loxstedt), Felix Flake, Moritz

Jacobs, Steffen Tietjen (alle FC

Hagen/Uthlede), Suhada Gashi,

Ayleen Richter (beide TSV Nesse),

Daniel Miertsch (VfL Wingst), Tobias

Oberkampf, Henning Otten,

Finn Riepenhausen, Exaucer Silva

Kimonima (alle TV Loxstedt), Laura

Marie Ritter (TSV Düring) und

Niklas Unterlauf (TSV Altenwalde)

sowie Bennett Weichert (Hymendorfer

SV).

Ein weiterer Schiedsrichter-

Anwärterlehrgang soll voraussichtlich

in der Zeit vom 22.

Oktober bis zum 25. November

2013 im Vereinsheim des TSV

Flögeln durchgeführt werden.

Fritz Schlichting

Die JSG Gnarrenburg (links) erhielt in der Saisonvorbereitung einen nicht ganz alltäglichen Besuch. Ushauri Spoti Nairobi (Kenia, Mitte) erwiderte

mit zwei Blitzturnieren im Spielort Karlshöfen den Sportkontakt der Vorsaison. Die JSG Gnarrenburg und Ushauri Spoti Nairobi hatten in der

Vorsaison während des DANA-Cups in Dänemark Beziehungen aufgebaut. Organisator Ralf Stolzenberg hatte für den diesjährigen Sportkontakt zwei

Blitzturniere für U 16-Junioren organisiert. Mit dem FC Verden 04 und dem SV Lilienthal/Falkenberg (rechts) setzten sich an den beiden verschiedenen

Spieltagen zwei Landesligisten des jüngeren B-Jugend-Jahrgangs 1998 durch. Die Kenianer landeten jeweils auf dem zweiten Platz. Die JSG Gnarrenburg

kam erwartungsgemäß als krasser Außenseiter jeweils nicht über den letzten Gruppenplatz hinaus. Ushauri Spoti Nairobi erlebte im Spielort

Karlshöfen zumindest während eines Spiels einen leichten Kulturschock. Die Kenianer kannten bis zum Auftritt im Gnarrenburger Vorort noch keine

Brennessel. Der Ushauri-Torhüter griff auf der Suche nach einem hinter dem Tor gelandeten Ball voll in das Unkraut und wunderte sich über schmerzhafte

Folgen.

Text und Foto: Reiner Tienken

September 2013 57


Bezirk Lüneburg

Die SG Pennigbüttel (Kreis Osterholz,

unser Meisterfoto) krönte im Finale um die Fußballmeisterschaft

für S 50-Spieler eine erfolgreiche

Saison. Das Team um Betreuer Hans-Jürgen

Horstmann sicherte sich auf neutralem Platz in

Quelkhorn (Kreis Verden) dank eines 2:1-Erfolges

gegen die SG Lauenbrück (Kreis Rotenburg) den

Titel. Mit der SG Lauenbrück (Sieger Ost-Staffel)

und der SG Pennigbüttel (Sieger West-Staffel) trafen

in Quelkhorn die beiden Überflieger-Mannschaften

der S 50-Spielklassen des Kreisfußballverbandes

Verden aufeinander. Volker Scheper

trat mit zwei sicher verwandelten Foulelfmetern

nach Fouls an Michael Jänichen als Matchwinner

in Erscheinung. Der Spielausschussvorsitzende

Uwe Norden (Verden) nahm noch auf dem Platz

die Meisterehrung vor. Die SG Pennigbüttel wiederholte

damit den Titelgewinn der Vorsaison

(3:0-Finalsieg gegen die SG Holtebüttel). Den beiden

Seniorenstaffeln gehörten im Spieljahr

2012/2013 Mannschaften aus den Kreisen Rotenburg,

Osterholz und Verden sowie der SV Hemelingen

aus dem benachbarten Bundesland Bremen

an.

Reiner Tienken

Der TSV Ottersberg blickt auf eine

erfolgreiche Saison in der U 17-Landesliga

Lüneburg zurück. Die Elf von Trainer Markus

Bremermann sicherte sich mit 65:16 Toren

und 45 Punkten den Titel. Die Wümme-Kicker

lieferten sich monatelang ein Kopf-an-Kopf-

Rennen um die Bezirksmeisterschaft mit dem

FC Hambergen (42 Zähler). Der TSV Ottersberg

bewies dabei den längeren Atem. Der

Aufstieg in die Niedersachsenliga bleibt dem

Team zumindest vorerst versagt. Nach der

Einführung der Jahrgangsmannschaften im

Bezirk Lüneburg im Jahr 2010 steigen zum

Saisonende, sofern ein Unterbau auf Bezirksebene

besteht, immer jeweils nur die Meister

der U 16- und U 18-Landesliga in die B- bzw.

A-Junioren Niedersachsenliga auf. Der TSV

Ottersberg gilt im Spieljahr 2013/14 in der U

18-Landesliga als heißer Titelkandidat und

Aufstiegsaspirant in die A-Junioren Niedersachsenliga.

Unser Meisterfoto zeigt den TSV

Ottersberg mit Betreuerin Christine Falldorf

(hinten links) und Coach Markus Bremermann

(hinten rechts).

Reiner Tienken

Bezirk Weser-Ems

10. Grundschulcup. Im Jahre 2004 hatte der Schulsportreferent im Landkreis Leer, Willi Kubin (Bildmitte auf dem Foto mit allen Finalisten),

gemeinsam mit den verantwortlichen Jugendobleuten des SV Frisia Loga, Reiner Voskamp und Holger Hokema, die Idee, ein etwas anderes Schulturnier

in der Spielform 4 gegen 4 ohne Torwart durchzuführen. Kubin führte bei der mittlerweile zehnten Auflage des Grundschulcups in diesem Jahr einen

neuen Vorrundenmodus ein, wodurch 72 Teams aus den Grundschulen im Landkreis Leer bei der diesjährigen Jubiläumsveranstaltung teilnehmen

konnten. Sieger bei den Mädchenteams wurde die Grundschule Holthusen nach einem 3:2-Sieg gegen die Grundschule Neermoor. Bei den Jungen

schlug die Grundschule Möhlenwarf im Finale die Grundschule Warsingsfehn-Ost deutlich mit 4:1.

Text und Foto: Reiner Voskamp

58

September 2013


Horst-Behnke-Pokal

für TuS Holtriem

E-Junioren bezwingen BSC Burhafe mit 2:1

m Endspiel um den Horst-Behn-

besiegten die E-Junio-

Ike-Pokal

ren des TuS Holtriem den BSC

Burhafe mit 2:1. Beide Teams hatten

sich in den Gruppenspielen

souverän durchgesetzt und zeigten

auch im Endspiel eine ansprechende

Leistung.

Das Turnier im NFV-Kreis

Wittmund dient jedes Jahr zur Talentsichtung

von jungen E-Junioren.

Die Kreistrainer Helge Franziski,

Hajo Mintken und Hans-

Hermann Heinen nominierten für

das erste Talentfördertraining folgende

Spieler: Deeke Becker und

Jannik Becker (beide TSV Carolinensiel),

Timm Flessner (SV Blomberg/Neuschoo),

Bahaa EL Khodr

(SV Wittmund), Hauke Hinrichs

(SC Dunum), Rasmus Harms (TuS

Horsten), Jasper Till, Max

Schwertfechter und Silas Niehuisen

(alle TuS Holtriem), Florian

er Vorsitzende des NFV-Krei-

Wesermarsch, Torsten Bö-

Dses

ning, eröffnete den Staffeltag im

Clubheim des ESV Nordenham

mit einer guten Nachricht. Der

Blexer TB hat seine kürzlich gegründete

Fußballabteilung angemeldet

und wird am Spielbetrieb

teilnehmen.

Der stellvertretende Bürgermeister

von Nordenham, Ulf Riegel,

gab bekannt, dass im Herbst

der Sportstättenleitplan durch einen

Arbeitskreis überarbeitet

wird. Aufgrund der finanziellen

Lage der Stadt sind aber enge

Grenzen gesetzt, um den Sportlern

gute Sportstätten zur Verfügung

zu stellen.

Wilfried Fugel, Vorsitzender

des Kreisportbundes Wesermarsch,

erklärte, dass durch ein

neues Sportfördergesetz 31,5

Millionen Euro für landesweite

Bauprojekte zur Verfügung stehen.

Die Mittel von Toto- und Lotto

(ca. ein bis zwei Millionen Euro)

sollen den Übungsleitern zu

Gute kommen, da hier die Pauschale

erhöht wird.

Fugel eröffnete auch die Ehrungen.

Für seine langjährige

Tätigkeit im Schiedsrichterwesen

und als Mitarbeiter im Spielausschuss

des Kreisverbandes überreichte

er Jürgen Schulte vom TuS

Jaderberg ebenso die Silberne Ehrennadel

des Landessportbundes

wie Thomas Peters für über 20-

jährige Tätigkeiten in den Jugendausschüssen

auf Kreis- und

Bezirksebene.

Klöcker, Sean Ries, Calvin Oltmanns

und Jannik Schipper (alle

BSC Burhafe).

Da einige Vereine ihre Teams

mit hochtalentierten Spielern des

Jahrgangs 2005 aufgefüllt hatten,

plant der Lehrausschuss, mit

etwa acht Spielern eine zusätzliche

Talentfördergruppe zu installieren.

Diese Spieler sollen in unregelmäßigen

Abständen gemeinsame

Trainingseinheiten absolvieren.

Turnierleiter Hans-Hermann

Heinen bedankte sich beim

Ausrichter TSV Carolinensiel für

den reibungslosen Ablauf der

Veranstaltung. Jedes Spielfeld

wurde von jungen Fußballerinnen

des TSV beaufsichtigt, die für die

korrekte Übermittlung der Spielergebnisse

und einen planmäßigen

Verlauf der schiedsrichterfreien

Begegnungen sorgten.

Reinhard Schultz

Die weiteren Auszeichnungen

führte Thorsten Böning

durch. So erhielten Lothar Franz

(SV Brake) und Mario Heineke

(1. FC Nordenham) für ihre

langjährige Tätigkeit als Trainer

im Jugend- und Herrenbereich,

wo sie sich großen Respekt und

Anerkennung erworben haben,

eine DFB- Armbanduhr.

Die Verdienstnadel des Niedersächsischen

Fußballverbandes

erhielten Gerd Hedemann (1. FC

Nordenham) für seine wertvolle

Arbeit im wirtschaftlichen Bereich

des Vereins und seine Vorstandstätigkeit

sowie Ralf Wessels (TSV

Bezirk Weser-Ems

Pokalnamensgeber Horst Behnke und das Siegerteam des TuS Holtriem.

Foto: Reinhard Schultz

Goldene Verdienstnadel für Buller und Milde

Staffeltag im NFV-Kreis Wesermarsch – Blexer TB meldet für Spielbetrieb

Abbehausen) für seinen langjährigen

Einsatz als Schiedsrichter.

Für die Gründung einer Damen-

und Mädchenabteilung

beim AT Rodenkirchen, die er mit

großem persönlichem Engagement

aufgebaut hat, erhielt Uwe

Fuhrken ebenso die Silberne Verdienstnadel

des NFV wie auch

Gustav-Adolf Oeltjen vom TuS Jaderberg,

der seit Jahren als Beisitzer

im Sportgericht tätig ist. Hermann

Renken wird zu einem späteren

Zeitpunkt ebenfalls mit

der Silbernen Verdienstnadel für

seine langjährige Tätigkeit als

Schiedsrichter ausgezeichnet.

Die Goldene NFV-Verdienstnadel

erhielt Ewald Buller (1. FC

Nordenham). Er war über viele

Jahre als Trainer und Betreuer

tätig und organisierte zahlreiche

Auslandsreisen für Jugendliche.

Ebenfalls die Goldene Verdienstnadel

des NFV erhielt

Heinz Milde, der viele Jahre als

Schiedsrichter und Beobachter

tätig war. Weiterhin war er im

Schiedsrichterausschuss und als

Lehrwart im Einsatz. Derzeit ist

Milde Mitglied im geschäftsführenden

Vorstand des NFV-

Kreises Wesermarsch.

Klaus Diekmann

Beim Staffeltag des NFV-Kreises Wesermarsch in Nordenham gab es zahlreiche Ehrungen. Unser Foto zeigt (v.l.)

den Vorsitzenden Thorsten Böning, Ewald Buller, Uwe Fuhrken, Jürgen Schulte, Gerd Hedemann, Ralf Wessels,

Mario Heineke, Gustav-Adolf Oeltjen, den stellvertretenden Vorsitzenden Heinz Milde, Lothar Franz und Thomas

Peters.

Foto: Klaus Diekmann

September 2013 59


Bezirk Weser-Ems

Die beiden Teams vom FSV Westerstede sowie von der AYSO Redlands (in weißen Trikots) nach dem Freundschaftsspiel auf der Hössensportanlage in

Westerstede, das von den Gästen mit 3:0 gewonnen wurde.

Foto: Jürgen Hinrichs

nmittelbar vor dem Besuch

Uder Jungen aus San Bruno

empfingen die Fußballmädchen

des FSV Westerstede vom 7. bis

zum 13. Juli 2013 ebenfalls Gäste

von der amerikanischen Pazifikküste.

Aus dem kalifornischen

Redlands, das nordwestlich der

Metropole Los Angeles liegt, war

eine 22-köpfige Delegation in die

Kreisstadt gekommen. Eine Woche

blieb die Gruppe in Westerstede,

nachdem die Amerikanerinnen

vorher drei Tage in Rom

und zwei Tage in Paris gewesen

waren und dann per Zug in das

Ammerland reisten.

So war zunächst etwas Entspannung

angesagt, da die Gäste

in Rom und Paris doch wunde

Füße vom vielen Laufen auf den

Von Rom über Paris

nach Westerstede

Kickerinnen aus Redlands zu Gast beim FSV

Der Fußballkreis Friesland hat zur Saison 2013/2014 turnusgemäß die Leitung der Kreisliga IV

(FRI/WES/WHV) von den Wilhelmshavenern übernommen. Nach drei Jahren ging der „Staffelstab“ nun an die

Friesländer über, die jetzt für die Spielleitung und Schiedsrichteransetzung zuständig sind. Auf dem Staffeltag

bedankten sich der stellvertretende Vorsitzende des NFV-Kreises Friesland, Wilfried Knobloch, und der Wilhelmshavener

Vorsitzende Uwe Reese beim Staffelleiter Werner Eden und Schiedsrichteransetzer Jan Horvat für

die geleistete Arbeit. Die scheidenden Mitarbeiter bedankten sich bei den Vereinen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit

in den letzten Jahren und wünschten ihren Nachfolgern ein glückliches Händchen. Für die Spielleitung

in der Kreisliga IV wird jetzt Manuel Kramer zuständig sein. Das Amt des Schiedsrichteransetzers wird

Günter Neumann bekleiden. In drei Jahren geht der Zuständigkeitsbereich dann an den Kreis Wesermarsch über.

Das Foto zeigt nach der „Wachablösung“ (v.l.) Uwe Reese, Jan Horvat, Günter Neumann, Werner Eden, Manuel

Kramer und Wilfried Knobloch.

Text und Foto: Dieter Engel

Straßen bekommen hatten. Diese

zunächst etwas ruhigere Anfangszeit

nutzten die Jugendlichen

aber intensiv, um Kontakte

zu knüpfen und diese zu intensivieren.

Als man dann aber gemeinsam

zum Beachclub nach

Nethen fuhr und die Gäste die

schöne Anlage sahen, war die

Müdigkeit schnell verflogen.

Viel Spaß und Wissensvermittlung

gab es auch bei der geführten

Wattwanderung vor

Schillig. Dass das Wasser so weit

zurück wich, hatte der Besuch

nun doch nicht erwartet. Der

Wattführer machte seine Sache

sehr gut, so dass eine lockere und

aufgeräumte Stimmung herrschte.

Die Fußballerinnen aus den

Vereinigten Staaten wurden im

Rathaus von Bürgermeister Klaus

Groß empfangen. Diana Brüntjen,

gerade zurück von ihrem einjährigen

USA-Aufenthalt, übersetzte

die Begrüßung und Vorstellung

der Stadt souverän. Im

Anschluss ging es per Fahrrad

zum Bauernhaus-Freilichtmuseum

in Bad Zwischenahn. Auf der

Rückfahrt nach Westerstede wurde

noch ein Stopp zum Erlernen

des alten Heimatspiels Boßeln in

Gießelhorst eingelegt.

Der Tag diente dem näheren

Kennenlernen. So erhielten die

Gäste einen intensiveren Einblick

in das deutsche Familienleben.

Fußball wurde aber natürlich

auch gespielt zwischen den

Mädchen aus Westerstede und

Redlands. Gegen die Kraft und

Kondition der Gegnerinnen hatten

die FSV-Mädchen, je länger

das Spiel dauerte, nichts auszurichten.

So endete das Spiel mit

3:0 für die starken Gäste. Ein paar

Tage später erfuhren die Westersteder

Mädchen, dass das Team

aus Redlands den Gothia-Cup in

Schweden gewinnen konnte.

Sehr viel Anklang fand auch

das Auswandererhaus in Bremerhaven.

Alle fanden es sehr

interessant, die Aufzeichnungen

ihrer Vorfahren hier wieder zu

finden. Der letzte Aufenthaltstag

wurde zu einer Klettertour am

Bernsteinsee in Conneforde genutzt.

Sehr erwähnenswert ist,

dass die FSV-Mädchen ihre Gäste

zu allen Veranstaltungen stets

zahlreich begleiteten. Der letzte

Abend in Westerstede wurde

dann auch zu einer schönen Abschiedsparty

im Clubhaus genutzt,

bevor es am nächsten

Morgen per Bus weiter über Kiel

nach Schweden ging, um dort

am Gothia-Cup, dem großen internationalen

Turnier, teilzunehmen.

Die Kickerinnen des FSV

Westerstede wurden zu einem

Gegenbesuch in 2014 nach Kalifornien

eingeladen. Diese Einladung

haben die FSVerinnen angenommen.

Jürgen Hinrichs

60

September 2013


Schiedsrichter werden getestet

lf Schiedsrichterinnen und

ESchiedsrichter haben an dem

jährlichen Leistungstest in Varel

teilgenommen. Unter den Augen

des Kreisvorsitzenden Heinz Lange,

des Kreisschiedsrichterobmannes

Günter Neumann und des

Kreislehrwartes Gerd Rüst begannen

die Prüflinge zunächst mit

dem theoretischen Teil, der 30 Regelfragen

umfasste. Die Fragen

bereiteten keine Probleme und die

Fehlerquote war sehr gering.

Nach Durchsicht der Prüfungsbögen

gaben die Prüfer grünes Licht.

Die Voraussetzung für den praktischen

Teil war somit geschaffen.

Dort stand zunächst ein Ausdauerlauf

über 1.500 Meter auf

dem Programm. Es gab große

Lücken im Teilnehmerfeld, doch

am Ende blieben alle unter der

vorgegebenen Zeit. Nach einer

kurzen Erholungsphase bereiteten

auch die Sprints über 100 und 50

Meter keine große Mühe.

Bestanden haben die Prüfung

Ramona Lafarre, Svenja Lafarre

(beide RW Tettens) Daniel

Hartmann, Matthias Kluß, Timm

Jacoblewski, Ken Lohkamp-

Schmitz (alle BV Bockhorn), Sven

Kahlert, Kai Kieselhorst, Marvin

Bezirk Weser-Ems

Greff (alle HFC), Tobias Podein,

Jan Mintken (beide FSV Jever), Tobias

Zahn (RW Sande) und Tobias

Zunker (FC Zetel). Bedingt durch

sehr gute Beobachtungen des

KSA und aufgrund einer sehr guten

Leistungsprüfung schafften

Sven Kahlert (HFC) und Timm Jacoblewski

(BV Bockhorn) den

Sprung in die Kreisliga.

Im Anschluss wurde noch in

gemütlicher Runde gegrillt und es

fand ein Meinungsaustausch

statt.

Dieter Engel

Aurich trauert

um Erwin Folpts

„Stimme“ des Hager Supercups ist verstummt

Erwin Folpts.

Fußballkreis Aurich trau-

um Erwin Folpts. Der

Dert

Vorsitzende des Spielausschusses

im Fußballkreis Aurich verstarb

am 8. August im Alter

von 63 Jahren an den Folgen

eines Herzinfarktes.

Folpts war dem Fußballsport

mehr als 40 Jahre ehrenamtlich

verbunden. In seinem

Heimatverein SV Hage – er war

dort seit 1960 Mitglied – war er

als Jugendtrainer aktiv. Von

1981 bis 1987 und von 1990

bis 1991 war er Vereinsjugendleiter.

Das Amt des Fußballobmanns

im Verein führte er von

1998 bis 2005 aus. Er war Mitbegründer

des Hager Supercups

und 26 Jahre verantwortlich

für dieses Hallenturnier. Er

gab dem Supercup „seine

Stimme“. Im Jahre 2010 wurde

er Ehrenmitglied des SV Hage.

Im Fußballkreis Aurich

wirkte er seit 2005 als Staffelleiter

im Spielausschuss. 2011

übernahm er den Vorsitz im

Spielausschuss. Maßgeblich

war Erwin Folpts im Fußballkreis

Aurich an der Vorbereitung

und Umsetzung des

kreisübergreifenden ostfriesischen

Spielbetriebes beteiligt.

Die umfangreichen Ausschreibungen

stammen überwiegend

aus seiner Feder.

Die von ihm übernommenen

Aufgaben hat Erwin Folpts

überzeugend wahrgenommen

und ihnen seinen Stempel aufgesetzt.

In seinen Entscheidungen

als Spielausschussvorsitzender

zeigte er Fachkompetenz;

alle Vereine wurden von

ihm gleich behandelt. Im Kreis

seiner Vorstandskollegen war

er ein umgänglicher und angenehmer

Mitstreiter. Erwin

Folpts wurde mit der Ehrennadel

des Fußballkreises Aurich

ausgezeichnet. Eilert Janssen

Frieslands Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen gehen gut gerüstet an

den Start. Den Startschuss gaben Kreisschiedsrichterobmann Günter Neumann

(r.) und dessen Vertreter Andreas Kreye (l.). Foto: Dieter Engel

„Fit für den Einsatz“

Referee-Ausbildung im Kreis Oldenburg-Stadt

D

er Lehrstab der Schiedsrichtervereinigung

Oldenburg-

Stadt hat für die Anwärter/-innen

2013 erfolgreich einen

Schiedsrichterassistenten- und

Grundlagenlehrgang durchgeführt.

Unterstützt wurden die

Referenten Andre und Sascha

Schnor von Bezirksliga-Referee

Niklas Günther und Kreisligaschiedsrichter

Marco Meinjohanns.

Dieser sich in der Vergangenheit

bewährte Praxisaufbaulehrgang

gehört seit einigen

Jahren in Oldenburg zum

festen Bestandteil der Jungschiedsrichterausbildung

und

fand nun bereits in der dritten

Wiederholung statt.

Bevor die Übungen auf

dem Trainingsgelände des VfB

Oldenburg in der Maastrichter

Straße beginnen sollten, wurden

den Teilnehmern im Schulungsraum

des Leistungszentrums

noch einmal die Aufgaben der

Schiedsrichterassistenten per Beamer

und Leinwand verdeutlicht.

Nach dem theoretischen Teil

folgte auf dem Sportplatz an

Hand von fünf verschiedenen

Übungen an drei Stationen die

praktische Unterweisung.

Die U 19-Regionalligamannschaft

des neu gegründeten Jugendfördervereins

Nordwest

(JFV) um Trainer Stephan Ehlers

sagte der Anfrage des Schiri-

Lehrstabs spontan zu und gab

so der Veranstaltung einen sehr

authentischen Charakter. Eine

spannende Übung stellte die Abseitssimulation

dar. Abwehrspieler

und Angreifer liefen aufeinander

zu und als sich die Spieler

kreuzten, wurde der Pass in die

Tiefe gespielt. Hier wurde von

den Teilnehmern höchste Konzentration

abverlangt. Die mit

Videokamera festgehaltenen

Spielszenen wurden zuletzt im

Schulungsraum noch einmal

analysiert und besprochen. Es

waren zum Teil Millimeterentscheidungen,

ob der Angreifer

strafbar im Abseits stand oder

nicht.

„Die Teilnehmer sind nun fit

für den Einsatz an der Linie und

werden ab sofort im Spielbetrieb

als Assistenten eingesetzt“, sagte

Kreislehrwart Andre Schnor.

Mehr Infos zur Schiedsrichter

Vereinigung Oldenburg-Stadt

unter www.schiri-ol.de.

Sascha Schnor

September 2013 61


Bezirk Weser-Ems

Westerstede erhält

Vorzug vor Hjoerring

US-Boys hinterlassen hervorragenden Eindruck

eit 1980 sind die Jugendfuß-

vom FSV Westerstede

Sballer

sehr stark engagiert im Rahmen

des deutsch-amerikanischen Jugendaustauschprogramms.

Durch die Initiative des ehemaligen

Mitglieds im Jugendauschuss

des Niedersächsischen Fußballverbandes

(NFV), Hannes Süsens

aus Westerstede, finden diese Begegnungen

fast ausschließlich in

der Kreisstadt Westerstede statt.

Hüben wie drüben besuchen sich

die jungen Sportlerinnen und

Sportler. Zum wiederholten Mal

war jetzt eine Jungenmannschaft

aus San Bruno, das unmittelbar

vor den Toren der Traumstadt San

Francisco liegt, in der Kreisstadt

zu Gast.

Zum ersten Mal besuchte

das kalifornische Team dabei

auch für drei Tage die Hauptstadt

Berlin. Die jungen Kicker zeigten

sich von den Erlebnissen dort sehr

beeindruckt. Auch die Organisation

dieses Besuches wurde von

den Westersteder Verantwortlichen

durchgeführt. Auf die 32-

köpfige Gruppe aus den USA mit

insgesamt 18 Jugendlichen, die in

Westerstede einen hervorragenden

Eindruck hinterließen, wartete

ein gemeinsam ausgearbeitetes,

anspruchsvolles Programm.

So wurde zum Beispiel in

Schillig eine ökologische Wattwanderung

durchgeführt. Das

DFB-Mobil mit Fußballlehrer Ulrich

Seidel war eigens für die

amerikanischen Gäste nach Westerstede

gekommen. Neben einer

Tagesfahrt nach Bremerhaven mit

dem Besuch des Klimahauses sowie

des Auswandererhauses

standen ein Empfang mit Bürgermeister

Klaus Groß im Rathaus

sowie eine Stadtführung in Westerstede

auf dem Programm. Eine

Fahrradtour führte am gleichen

Tag nach Bad Zwischenahn mit

dem Besuch der St. Johannes Kirche

und des Ammerländer Bauernhauses.

Anschließend wurden die

amerikanischen Gäste von den

Boßelsenioren des BV Ohrwege in

die Geheimnisse des friesischen

Volkssports eingeführt. Zudem

besuchten die jungen Fußballer

die Meyer-Werft in Papenburg sowie

auch den höchsten Leuchtturm

an der norddeutschen Nordseeküste

in Campen und den

schiefsten Kirchturm der Welt in

Suurhusen, der diesbezüglich sogar

noch den Turm von Pisa übertrifft.

Sehr beeindruckt war die

Gruppe vom Besuch im ehemaligen

Konzentrationslager Bergen-

Belsen. Der polnisch-stämmige

David Netzer, der mit seinem

Sohn Ryan mitreiste, meinte in einem

Dokumentarfilm seinen Vater

wieder erkannt zu haben, der

nach dem Krieg in die USA auswanderte.

Er will weitere Nachforschungen

betreiben. Erstaunlich

war zu hören, dass die amerikanischen

Jugendlichen sich im

Schulunterricht mit diesen Themen

ausführlich beschäftigt hatten.

Vor allem waren sie über das

Schicksal von Anne Frank sehr

gut informiert, die im Lager Bergen-Belsen

ums Leben gekommen

war.

Daneben blieb aber auch

genügend Zeit, die Kreisstadt und

die nähere Umgebung kennenzulernen,

zumal allen Gruppenmitgliedern

für die gesamte Aufenthaltszeit

Fahrräder zur Verfügung

gestellt worden waren. Somit

konnten besonders die Jugendlichen

nach den offiziellen Programmteilen

mit den Westersteder

Jugendlichen diverse Unternehmungen

durchführen. Einigen

Jungen gefiel es in Westerstede

und bei ihren Gasteltern so

gut, dass sie eigentlich gar nicht

mehr mit nach Hjoerring in Dänemark,

der letzten Station, fahren

wollten.

Das Fußballspiel zwischen

dem FSV Westerstede und der

AYSO San Bruno endete leistungsgerecht

2:2. Dabei zeigte

das San Bruno-Team eine sehr

gute Leistung. Im Vordergrund

stand aber insbesondere für die

kalifornischen Gäste das Kennenlernen

heimischer Geschichte, lokaler

Gebräuche und Lebensgewohnheiten,

der Abbau von Vorurteilen

und Klischees sowie

die Vermittlung von landeskundlichen

Elementen.

Alle Teilnehmer aus den USA

wurden in Westersteder Gastfamilien

privat untergebracht. Voller

Lob waren sie über ihre Gasteltern,

die Unterbringung sowie

die sehr gute deutsche Verpflegung.

Die schöne Parklandschaft

des Ammerlandes, das satte Grün

der Natur und die Sauberkeit und

Ordnung in ihrem Besuchsort

wurden besonders von ihnen erwähnt.

Die Fußballer aus Westerstede

wollen im Sommer 2015 zu einem

rund dreieinhalbwöchigen

Gegenbesuch nach Kalifornien

fliegen. Dort werden unter anderem

die beiden Austauschpartner

San Bruno und Redlands besucht.

Bereits ein Jahr früher werden die

Westersteder Mädchen an die

Westküste der USA reisen. Sie besuchen

neben San Bruno auch die

Spielerinnen aus Redlands nahe

Los Angeles, die eine Woche vor

den Jungen aus San Bruno in

Westerstede waren.

Organisatorisch werden

künftig Alfred Menger und Hans-

Gerd Voss neben einigen weiteren

FSVern die Geschicke der internationalen

Jugendbegegnungen

übernehmen, da sich Jürgen

Hinrichs (NFV) nach 33-jähriger

Hauptverantwortung im Jugendaustauschprogramm

in die zweite

Reihe zurückziehen möchte. Gemeinsam

mit Klaus Linke wird er

aber noch weiterhin beratend zur

Verfügung stehen.

Ohne die finanzielle Unterstützung

durch den Kinder- und

Jugendplan des Bundes – dieser

wird geführt beim Bundesministerium

für Familie, Senioren,

Frauen und Jugend – den Landkreis

Ammerland sowie die Stadt

Westerstede wären diese Begegnungen

nicht durchführbar. Für

diese langjährige Unterstützung

sind die Organisatoren und die

Jugendlichen sowie die Eltern

sehr dankbar. Jürgen Hinrichs

Nach dem Empfang im Rathaus bat Bürgermeister Klaus Groß (letzte Reihe 2. von rechts stehend) das Team aus Redlands sowie die Verantwortlichen

des FSV Westerstede zu einem Gruppenbild. Auf dem Bild links neben Klaus Groß Teamleiter Mike Rodriguez sowie Trainer Eric Dias. Dritter und Vierter

von links in der letzten Reihe sind FSV-Trainer Helmut Stöhr sowie Mitorganisator Alfred Menger vom FSV Westerstede.

Foto: Jürgen Hinrichs

62

September 2013


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Bezirk Weser-Ems

n Ghana spielen neuerdings der

ITV Greetsiel und die Spvgg

„Nordstern“ Upleward gegeneinander.

Doch es ist nicht etwa das

Punktspiel der ersten Herrenmannschaften

beider Vereine in

der Staffel 2 der Ostfrieslandklasse

B, das am 21. September um

16 Uhr auf dem heimischen

Hauptplatz des TV Greetsiel angepfiffen

wird. Vielmehr handelt

es sich hier um eine bemerkenswerte

Aktion beider Vereine, die

von Simon Badu, gebürtiger

Ghanaer und seit 27 Jahren

Wahl-Greetsieler, ins Leben gerufen

wurde.

Badu betreibt in Greetsiel einen

Afrika-Shop mit Kunsthandwerk.

In den Wintermonaten lebt

er in seiner Heimat Ghana, um

Ein Nordstern geht

auf weite Reise

Ghana erlebt jetzt das Krummhörn-Derby

dort die Produkte einzukaufen,

die er im Frühjahr und Sommer

seiner Kundschaft in Greetsiel anbietet.

Dabei nimmt er Dinge aus

Deutschland mit, die hier nicht

mehr gebraucht werden, in Ghana

aber noch wichtige Zwecke erfüllen

können, um seine Landsleute

zu unterstützen.

Bei seiner letzten Reise hatte

Badu ausrangierte Trikotsätze des

TV Greetsiel und der Spvgg Upleward

im Gepäck, mit denen er

vor allen Dingen Schulklassen

ausstattete. Und so kommt es

nun seitdem schon mal vor, dass

die „Roten“ vom TV Greetsiel gegen

die „Gelben“ aus Upleward

in Ghana, weit entfernt von der

Krummhörn in Ostfriesland, gegeneinander

antreten. Ergebnisse

sind dabei zweitrangig, aber als

die Vorstandsvertreter beider Vereine

Fotos der ghanaischen

Teams mit „ihren“ alten Trikots

sahen, waren sie so begeistert,

dass sie die Aktion noch ausbauen

möchten.

Dabei geht es bei weitem

nicht nur um Trikotsätze, Bälle

oder Pokale. Auch alltägliche

Dinge wie Rasenmäher, Computer,

Bleistifte, Kugelschreiber und

Schulranzen werden dringend

benötigt. Zum Problem sind

mittlerweile auch die Transportkosten

und Zollgebühren geworden.

Im Herbst wird Badu wieder

in seine Heimat reisen. Wer

ihn unterstützen möchte, kann

sich beim TV Greetsiel oder der

Spvgg Upleward melden oder

direkt bei Simon Badu in „Simon’s

Original African Culture

Shop“, Mühlenstr. 21 in Greetsiel,

Telefon: 04926/926560.

Andreas Huisjes

Präsentieren stolz ihre neuen Trikots: Ghanaer im Outfit des TV Greetsiel.

Osnabrück-Land vergrößert Vorstand

er Fußballkreistag des NFV-

DKreises Osnabrück-Land hat

einige personelle Veränderungen

mit sich gebracht. Dass der neue

Vorsitzende Bernd Kettmann

heißt, dürfte mittlerweile bekannt

sein. Neu ist dagegen sicherlich

für viele, dass sich der

geschäftsführende Vorstand vergrößert

hat: Schatzmeister Klaus

Hülsmann wurde auf dem Kreistag

auch zum stellvertretenden

Vorsitzenden gewählt. Zweite

stellvertretende Vorsitzende wurde

Maria Johanning. Die bisherige

Pressewartin Anita Lennartz

übt nun auch das Amt der

Schriftführerin aus.

Auf dem Jugendkreistag eine

Woche zuvor ist Hartmut

Klocke bereits als Nachfolger

von Ludger Meyer zum Vorsitzenden

des Jugendspielausschusses

gewählt worden. Die

übrigen Vorstandsmitglieder

wurden in ihren Ämtern bestätigt,

Werner Katzer verstärkt

den Vorstand als Kreisehrenamtsbeauftragter.

Interessantes berichteten

Schatzmeister Hülsmann sowie

die Vorsitzenden des Spielausschusses

Lars Haucap, des

Schiedsrichterausschusses Ingo

Dependahl und des Lehrausschusses

Uwe Krebs der Versammlung.

Schade war nur, dass

längst nicht alle Vereine zum

Kreistag erschienen waren. Eigentlich

sollte dieses doch

selbstverständlich sein ...

Anita Lennartz

Der geschäftsführende Vorstand des NFV-Kreis Osnabrück-Land mit (v.l.)

Klaus Hülsmann, Maria Johanning, Anita Lennartz und Bernd Kettmann.

64

September 2013


Bezirk Weser-Ems

Teilnehmer und Betreuer der Fußballfreizeit beim VfL Löningen.

Viel Abwechslung

Jugendkickerfreizeit beim VfL Löningen

in erneut positives Fazit ziehen

Edie Organisatoren und die Verantwortlichen

des VfL Löningen,

die in diesem Jahr zum sechsten

Mal eine Fußballfreizeit für Kinder

und Jugendliche im Alter von sieben

bis zwölf Jahren veranstaltet

haben. Auf dem Sportgelände an

der Ringstraße wurden abwechslungsreiche

Trainingseinheiten

rund um den Fußball absolviert.

Geleitet wurden die Einheiten

des Ferienprogramms von einem

erfahrenen Team, das sich

In Ostfriesland ist eine neue Fußballzeit angebrochen. Mit Beginn

dieser Saison gibt es in den Fußballkreisen Aurich, Emden, Leer und Wittmund

im Bereich der Senioren einen gemeinsamen Spielbetrieb; alle Klassen

führen den Namen „Ostfriesland“. Höchste Spielklasse und damit Unterbau

der Bezirksliga ist die Kreisliga Ostfriesland, auch Ostfrieslandliga

genannt. Am ersten August-Wochenende startete der Spielbetrieb. In Hollen

(Kreis Leer) traf der dortige FTC Hollen auf den FC Loquard (Kreis Aurich).

Beide Teams hatten bisher noch nie ein Pflichtspiel gegeneinander bestritten.

Am Ende stand die Partie 1:1. Zu Beginn der Begegnung führten

vier Vertreter der ostfriesischen Fußballkreise den symbolischen Anstoß

durch: Das waren (v.l.) der Wittmunder Spielausschussvorsitzende Tjark

Heinks sowie die Kreisvorsitzenden Winfried Neumann (Aurich), Theo Christians

(Emden) und Johann Schön (Leer). Hinrich Trauernicht/Foto: Lohmann

aus Sportlehrern, Sportstudenten

und aktiven Fußballern der ersten

Herrenmannschaft des VfL Löningen

– die hierfür auch extra Urlaub

nahmen – zusammensetzt.

Ausgestattet mit einem hochwertigen

Trikot-Set, einem Ball, einer

Trinkflasche und einem Rucksack

konnten die rund 70 Teilnehmer

während der Einheiten ihre fußballerischen

Grundfertigkeiten intensiv

schulen, erweitern und das

Neuerlernte in spannenden Turnieren

direkt unter Beweis stellen.

Dabei durften natürlich auch

nicht Partien gegen das sechsköpfige

Trainergespann fehlen.

Ein Fußball-Biathlon-Pfad

und Spiele auf dem Mini-Soccer-

Feld gehörten ebenfalls zum

Programm. Auf dem komplett

mit Banden umrandeten und

I

Foto: Rudolf Bögershausen

auch über den Köpfen der Spieler

abgezäunten Kunstrasenplatz

waren Geschicklichkeit, Schnelligkeit

und technisches Können

gefragt.

Aber auch der Spaß sollte

nicht zu kurz kommen. So wurde

auf dem Rasenhügel des

Sportgeländes an der Ringstraße

kurzerhand eine Wasserrutschbahn

gezaubert, die ebenfalls eine

willkommene Abkühlung bot.

Letztlich möchten sich die

Organisatoren und die Verantwortlichen

des VfL Löningen

noch bei dem Löninger Unternehmer

Peter Imbusch sowie

beim Sportförderkreis „100 x

100“ und Hermann Thole bedanken,

die ihren Beitrag zum guten

Gelingen der Freizeit geleistet haben.

Rudolf Bögershausen

Aus Rot wird Grün

VfL Weiße Elf kickt jetzt auf Kunstrasen

m Beisein zahlreicher Gäste

aus Politik und Sport und

natürlich vieler Mitglieder hat

der VfL Weiße Elf Nordhorn

nach rund einem halben Jahr

Bauzeit seinen neuen Kunstrasenplatz

offiziell in Betrieb genommen.

Die Hälfte der Kosten

des etwa 500.000 Euro teuren

Projektes übernahm die Stadt

Nordhorn als Eigentümerin der

Anlage. Auch der Kreissportbund

(56.500 Euro) und der

Landkreis (40.000 Euro) steuerten

erhebliche Mittel bei. Doch

damit blieb ein für den VfL

Weiße Elf nicht unerheblicher

Eigenanteil in Höhe von

150.000 Euro, den der Verein

beisteuerte, ohne ein Bankdarlehen

aufnehmen zu müssen,

wie Projektmanager David

Korte betonte.

„Aus Rot wird Grün“: Dieses

Motto hatte der VfL Weiße

Elf dem ambitionierten Projekt

verpasst. Mit der Neueröffnung

des Kunstrasenplatzes ist damit

nicht nur einer der letzten

Schlackeplätze in der Grafschaft

Bentheim verschwunden.

Gleichzeitig verfügt der

VfL Weiße Elf nun über den

kreisweit ersten Kunstrasenplatz

in offizieller Wettkampfgröße.

Fast zur Nebensache geriet

dabei das Eröffnungsspiel

zwischen der ersten Mannschaft

des VfL Weiße Elf und

Eintracht Nordhorn, welches

der Landesligist mit 3:2 gewann.

Zuvor hatten bereits die

E- und F-Junioren des Vereins

Einlagespiele bestritten. Zudem

traten Fußballer des VfL Weiße

Elf in gemischten Mannschaften

zusammen mit Sportlern

der benachbarten Lebenshilfe

an.

Andreas Huisjes

September 2013 65


Amtliche Bekanntmachungen

Geburtstage

15. September bis

15. Oktober

Heinz-Hermann Ehlers,

Ehrenmitglied des NFV, feiert

am 17. September seinen

86. Geburtstag.


Reinhard Grindel, 1. Vizepräsident

des NFV, wird am

19. September 52 Jahre alt.


Egon Trepke, NFV-Vizepräsident

und Vorsitzender des

NFV-Bezirks Braunschweig,

wird am 23. September 69

Jahre alt.


Horst Lemmermann, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Verden, feiert am 25. September

seinen 61. Geburtstag.


Marco Vankann, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Schaumburg, wird am 2.

Oktober 38 Jahre alt.


Günther Distelrath, Vizepräsident

Finanzen des NFV,

wird am 5. Oktober 64 Jahre

alt.


Uwe Schraddick, Vorsitzender

des NFV-Kreises Rotenburg,

feiert am 10. Oktober

seinen 51. Geburtstag.


Heinrich Eickhoff, Vorsitzender

des NFV-Kreises Heidekreis,

wird am 11. Oktober

65 Jahre alt.

Sportschul-Termine

30.August bis 4. Oktober 2013

Schiedsrichter

Fr. 30.8. bis So. 1. Schiedsrichter-Talentlehrgang

Schiedsrichter-Talent-Sichtungslehrgang

Fr. 20. bis Sa. 21. Lehrgang für NFV-Schiedsrichter-Referenten

Fr. 27. bis Sa. 28. Lehrgang für Spitzen-Schiedsrichterinnen ab Oberliga

Sa. 28. bis So. 29. Lehrgang für Schiedsrichterinnen der Kreise und Bezirke

Trainerausbildung

Mo. 2. bis Mi. 4. C-Lizenz Leistungsfußball, Prüfung, Teil 4

Mo. 2. bis Fr. 6. C-Lizenz Breitenfußball für Studenten

Mi. 4. bis Do. 5. C-Lizenz Breitenfußball, Prüfung, Teil 4

C-Lizenz Breitenfußball, Prüfung, Teil 4

(Teilnehmer 50plus)

Mo. 9. bis Mi. 11. Fortbildung für C-Trainer (Breitenfußball)

Mo. 9. bis Fr. 13. C-Lizenz Leistungsfußball, Basiswissen, Teil 1

Mi. 11. bis Fr. 13. DFB-Torwarttrainer-Basis-Lehrgang, Teil 2

Mo. 16.

Eignungstest B-Trainer

Mo. 23. bis Fr. 27. C-Lizenz Breitenfußball, Basiswissen, Teil 1 Frauen

C-Lizenz Breitenfußball, Basiswissen, Teil 1

C-Lizenz Leistungsfußball, Basiswissen, Teil 2

Mo. 30.

bis Mi. 2.10. Fortbildung für C-Trainer (Breitenfußball)

Fortbildung für C-Trainer (Leistungsfußball)

Mo. 30. bis Fr. 4.10. C-Lizenz Breitenfußball, Basiswissen,

Teil 1 für FSJler im Sport

Verbandsmitarbeiter

Do. 5.

Sitzung erweiterter Verbandslehrausschuss

Fr. 13. Sitzung Arbeitskreis Schulfußball

Sitzung Verbands-Frauen- und Mädchenausschuss

Talentförderung

Fr. 6. bis So. 8. Norddeutscher Länderpokal der U 18-Junioren

Fr. 13. bis Sa. 14. U 16-Junioren-Auswahllehrgang

Fr. 13. bis So. 15. Norddeutsches U 17-Juniorinnen-Turnier

Fr. 27. bis So. 29. U 15-Juniorinnen-Auswahllehrgang

Turnierbörse

Unter der Adresse www.nfv.de werden im Internet Spielgesuche

und Turnierangebote veröffentlicht.

Redaktionsschluss

für die nächste Ausgabe der Amtlichen Bekanntmachungen

ist der 9. September 2013.

Aufnahmegesuch

Der Verein Tennis-Club Blau-Weiß Delmenhorst

e.V., Freizeitsportverein, vertreten durch Manfred

Theilen, Lethestr. 17, 27755 Delmenhorst, NFV-Kreis

Oldenburg-Land/Delmenhorst bittet um Aufnahme in

den Niedersächsischen Fußballverband.

Einsprüche können gemäß § 9 der Verbandssatzung

innerhalb von vier Wochen nach Veröffentlichung eingelegt

werden.

Karl Rothmund

Präsident

Pressedienst

Unter der Adresse www.nfv.de wird der aktuelle Pressedienst

des NFV mit Informationen vom Fußball in Niedersachsen im

Internet veröffentlicht.

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Fußball-Journal

Niedersachsen

Zeitschrift des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV)

Herausgeber:

Niedersächsischer Fußballverband

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 56

E-Mail: info@nfv.de

Internet: http://www.nfv.de

Verlag:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 56

Redaktion:

Reiner Kramer

(verantwortlich für den Inhalt)

Peter Borchers

Manfred Finger

NFV-Pressestelle, Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 51 42

Telefax (0 51 05) 7 51 55

E-Mail: Reiner.Kramer@nfv.de

E-Mail: Peter.Borchers@nfv.de

E-Mail: Manfred.Finger@nfv.de

Mitarbeiter in den NFV-Bezirken:

Günter Schacht (Braunschweig)

Käthe-Kollwitz-Str. 4

38259 Salzgitter

GuenterSchacht@t-online.de

Gerrit Nolte, An der Windmühle 10

30890 Barsinghausen

E-Mail: Gerrit.Nolte@t-online.de

Reiner Tienken (Lüneburg)

Mevenstedter Str. 24,

27726 Worpswede

E-Mail:

ReinerTienken@aol.com

Andreas Huisjes (Weser-Ems)

Hagelskamp 21, 48455 Bad Bentheim

E-Mail: a-huisjes@gmx.net

Verantwortlich für

Amtliche Bekanntmachungen:

Walter Burkhard, NFV-Justitiar

Barsinghausen

Herstellung:

Kornelia Schick

Kuhtrift 31, 31249 Hohenhameln

Tel. (0 51 28) 4 09 52 95

E-Mail: kornelia.schick@live.de

Druck:

CW Niemeyer Druck GmbH

Druckzentrum Wangelist

Böcklerstraße 13, 31789 Hameln

Anzeigen:

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Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

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erscheint monatlich. Es kann nur im

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für ein Jahr können bei der NFV-

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GmbH, Schillerstraße 4, 30890 Barsinghausen,

bestellt werden. Der

Einzelpreis beträgt 3 Euro. Für Vereine

und Verbandsmitarbeiter des NFV

ist er im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte,

Fotos usw. wird keine Haftung

übernommen. Rücksendung

erfolgt nur, wenn Rückporto beiliegt.

Artikel, die mit dem Namen des Verfassers

gekennzeichnet sind, stellen

nicht unbedingt die Meinung des

Niedersächsischen Fußballverbandes

oder der Journal-Redaktion dar.

66

September 2013


Nach dem Spiel ist vor

dem Genuss.

Wir wünschen allen Mannschaften

viel Erfolg im Krombacher Pokal.

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