Bezirk Lüneburg - NFV

nfv.www.de

Bezirk Lüneburg - NFV

NIEDERSACHSEN

Herausgegeben vom

Niedersächsischen

Fußballverband

Nr. 11/2013

H 5304 E

3,00 €

Internet

http://www.nfv.de

FUSSBALL

NFV-Vize Reinhard

Grindel neuer

Schatzmeister des DFB


Der NFVN

– Ein Ball verbindet

Liebe

Fußballfreunde

Der Niedersächsische Fußballverband hat wieder Grund zur Freude. Und das gleich in mehrfacher

Hinsicht. Der Reihe nach:

Vor einigen Tagen ehrten wir im Beisein des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil die

2. Mannschaft des SSV Vorsfelde II. Das Team hat in diesem Jahr den VGH-Fairness-Cup gewonnen. Der

erste Grund zum Feiern. Dank unseres Partners VGH Versicherungen können wir schon seit vielen Jahren

die fairste Mannschaft in Niedersachsen auszeichnen. In den ersten Spielzeiten war der Sparkassenverband

unser Partner, bevor die VGH den Wettbewerb übernahm.

Wenn ein großer Verband wie wir den Fair-Play-Gedanken durch unser Bundesland Niedersachsen

trägt, hat das natürlich eine große Nachhaltigkeit. Dies ist keine leere Worthülse, sondern eine Botschaft.

Feierlaune zum Zweiten: Nach den Titelgewinnen in den Jahren 2010 (Feriencamp) und dem B-Junioren-Länderpokalsieg

(U 16) im Jahr 2012 errang das Team unseres Trainers Kiriakos Aslanidis vor einigen

Tagen beim U 18-Sichtungsturnier des DFB den 2. Platz unter 21 Landesverbänden. Um in der Weinsprache

zu zitieren: Ein wahrlich guter Jahrgang. Herzlichen Glückwunsch an das Team und den Trainer.

Kommen wir zu zwei anderen wichtigen Themen: Die Sepp-Herberger-Stiftung hat bei einem Workshop

in Barsinghausen eine Inklusionsinitiative gestartet. Ich freue mich als ehemalig dafür zuständiger

DFB-Vizepräsident, dass dieses Thema auch beim Deutschen Fußball-Bund einen so vorrangigen Stellenwert

erhält. Es ist eine Herzensangelegenheit von mir, dass neben dem großen Fußball auch intensiv über

Inklusion gesprochen wird. Wir vergessen die Menschen mit Behinderungen nicht, sondern gliedern sie

selbstverständlich in die große Fußballfamilie mit ein. Ich meine, dass ist auch ein Grund zur Freude. Der

DFB hat es kürzlich bei einem Gedankenaustausch in Jena auf den Punkt gebracht: „Fußball stiftet Zukunft“.

Wie wahr.

Am 10. November jährt sich der Todestag von Robert Enke. Die gleichnamige Stiftung hat ihren Sitz in

Barsinghausen. Da ihr Geschäftsführer Jan Baßler im Nachbarbüro sitzt, bekomme ich aus nächster Nähe

mit, wie viele Aktivitäten in der Stiftung stattfinden. Eine möchte ich abschließend vorstellen:

Die Robert-Enke-Stiftung hat kürzlich in einem Lehrgang Trainerfortbildung das Buch „Depressionen

im Sport“ vorgestellt. Es wird ab sofort in jedem Übungsleiterlehrgang in der Sportschule Barsinghausen

zum Kauf angeboten. Eine wirklich gute Idee. Damit wollen wir unterstreichen, dass wir dieses ernste

Thema nicht nur plakativ bewerben, sondern im Sinne der Nachhaltigkeit die Trainer dafür sensibilisieren.

Karl Rothmund

(Präsident)

November 2013 3


Inhalt

Editorial

Karl Rothmund zu Fair Play-Aktionen des Verbandes 3

VGH-Fairness-Cup

Ministerpräsident Stephan Weil ehrt SSV Vorfelde II 6

VGH-Fairness-Cup

SV Bad Bentheim II: Der Trainer hat uns Fairness eingebläut 8

DFB-Bundestag

Reinhard Grindel und Eugen Gehlenborg neu im Präsidium 9

U 18-Sichtungsturnier

NFV-Auswahl schrammt nur knapp am erneuten Titelgewinn vorbei 10

Interview

Karl Rothmund beleuchtet die Herausforderungen des Amateurfußballs14

Abschied

Gabriele Böhm verlässt nach 35 Jahren den NFV 16

EUROGREEN

Jetzt den Grundstein für einen guten Fußballrasen legen 17

Talentförderung

NFV-Auswahlteams überzeugen in Duisburg und Sachsen 18

Goldene Ehrennadel

Karl Rothmund erhält höchste Auszeichnung des polnischen Fußballs 20

Anstoß für ein neues Leben

Jan Washausen besucht in Göttingen junge Strafgefangene 22

Inklusion

Workshop der Sepp-Herberger-Stiftung in Barsinghausen 24

Der DFB und seine Stiftungen

Robert-Enke-Stiftung stellt Buch „Depressionen im Sport vor“ 26

U 16 des NFV in Bulgarien

Auswahlteam holt zwei Siege und ein Unentschieden 28

Seite 34

Mit einem „Bergfest“ feierten die Verantwortlichen in Wilhelmshaven die

Halbzeit des Integrationsprojektes „Spielend Mittendrin“, durch das Mädchen

mit einem Migrationshintergrund oder aus sozial benachteiligten Verhältnissen

für den Vereinsfußball gewonnen werden sollen. Bei einem Kleinfeldturnier

demonstrierten die Projektteilnehmerinnen aus Wilhelmshaven

und Dinklage ihre bereits erworbenen Fertigkeiten am Ball. Foto: Finger

Titel

Reinhard Grindel

aus Rotenburg an

der Wümme wurde

auf dem 41. DFB-

Bundestag in Nürnberg

einstimmig

zum neuen Schatzmeister

des größten

Sportfachverbandes

der Welt gewählt. In

den kommenden

drei Jahren ist er

jedoch nicht der

einzige Niedersachse

im Präsidium.

Eugen Gehlenborg

aus Garrel tritt als

Vizepräsident für sozial- und gesellschaftspolitische Fragen die

Nachfolge des Barsinghäusers Karl Rothmund an, der aus

Altersgründen nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidieren

konnte. Als Mitglied im Aufsichtsrat der DFB-Wirtschaftsdienste

GmbH und Verantwortlicher für die Beziehungen zum

polnischen Nationalverband PZPN bleibt Rothmund dem

Deutschen Fußball-Bund aber erhalten. Die Motive des

Titelfotos, die Reinhard Grindel bei seiner Vorstellung bzw. nach

seiner Wahl mit DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zeigen,

wurden von Martin Rose (Getty Images) aufgenommen.

Werbeaktion

NFV-Schiedsrichterausschuss organisiert Wettbewerb 30

Inklusion

Balges Ü 29-Frauen haben die wohl motivierteste Sturmspitze 32

Verschiedenes

Schiedsrichterprüfung auf Ameland 33

Spielend Mittendrin

„Bergfest“ des NFV-Projektes in Wilhelmshaven 34

Pass- und Spielrecht

Lebhafte Informationsabende für Vereine und Funktionäre 36

Ausbildung

Mit E-Learning zur Schiedsrichterprüfung 37

Vermischtes

Neuseeländer Aaran Lines ist US-Vizemeister 38

Kooperation

Für Franz-Mersi-Schüler/-innen geht es hoch hinaus 40

Service

Angebot über neue Internettechnologie 41

Jugend trainiert für Olympia

5.000 Teilnehmer bei den Finalkämpfen in Berlin 42

DFB-Schul-Cup

Bundessieg für Gymnasium Sarstedt 44

DFB-Mobil

Informationsveranstaltung beim SV Duddenhausen 45

NFV-Bezirk Braunschweig

Helmstedter Fußballer genießen Krombacher Dreiklang 46

NFV-Bezirk Hannover

Treffpunkt Ehrenamt steht in Hameln im Mittelpunkt 52

NFV-Bezirk Lüneburg

NFV/Toto-Lotto-Team und Kaltz-Promis zu Gast beim VfL Wingst 54

NFV-Bezirk Weser-Ems

Jugend „überwintert“ im Ammerland in der Hallenrunde 60

NFV intern

Geburtstage und Sportschultermine 66

4

November 2013


VGH-Fairness-Cup

Das Siegerteam des SSV Vorsfelde II mit den Ehrengästen vor dem Sporthotel Fuchsbachtal.

Wie lautet das Erfolgsrezept eines

VGH-Fairness-Cup-Siegers? Junge,

technisch ausgebildete Fußballer,

die nicht nur gut mit dem Ball umgehen

können, sondern bei aller spielerischen

Klasse auch noch fair spielen. Das

trifft auf den diesjährigen Sieger im landesweiten

VGH-Fairness-Cup-Wettbewerb

zu. Der SSV Vorsfelde II verbindet in

idealer Weise Erfolg und Fair Play. Sie stiegen

in der vergangenen Saison von der

Kreisliga in die Bezirksliga auf und holten

sich zudem den Titel „VGH-Fairness-Cup-

Gesamtsieger 2013.“ Die Mannschaft

wurde in einer Feierstunde vom Niedersächsischen

Ministerpräsidenten Stephan

Weil im Sporthotel Fuchsbachtal geehrt.

Zur Sache

„Übertriebener Ehrgeiz

ist ein großes Übel“

Niedersächsischer Ministerpräsident Stephan Weil ehrt

VGH-Fairness-Cup-Gesamtsieger SSV Vorsfelde II

Stephan Weil lobte das Erfolgsrezept

des SSV Vorsfelde II: „So ein großer Erfolg

kann nur gelingen, wenn alle diszipliniert

spielen. Die meisten Mannschaften, die in

der Fair Play-Tabelle vorn stehen, spielen

auch guten Fußball.“ Dem SSV sei es gelungen,

Erfolg, Fairness und Disziplin ideal

miteinander zu verbinden. Den mehr als

tausend bewerteten niedersächsischen

Teams von der Bundesliga bis zur Kreisliga

empfahl der Ministerpräsident: „Ihr müsst

Euch immer wieder in Erinnerung rufen,

das übertriebener Ehrgeiz ein großes Übel

ist und nicht zum Erfolg führt.“

Als Schirmherr des Wettbewerbs

würdigte Weil den VGH-Fairness-Cup:

„Ich habe dieses Amt gerne übernommen,

Fotos: Manfred Finger

Platz 2 im landesweiten Fair Play-Wettbewerb belegte die Mannschaft von SV

Ahlerstedt/Ottendorf II. Sie wird im Rahmen des Besuches eines prestigeträchtigen

Bundesligaspiels geehrt. Schauplatz ist am 8. November die hannoversche HDI-Arena,

wo Hannover 96 um 20.30 Uhr Eintracht Braunschweig zum Niedersachsenderby

empfängt.


Auf Rang 3 landete SV Bad Bentheim II und wird mit einem Sportartikelgutschein

im Wert von 1.500 Euro belohnt.


Beim VGH Fairness-Cup werden seit 1992 die fairsten Mannschaften Niedersachsens

ermittelt. Inzwischen umfasst die Wertung alle Vereine von der Kreisliga bis zur

Bundesliga. Es handelt sich dabei um fast 1.100 Mannschaften.


Der erste Platz in der Wertung der Regionaldirektion wird mit einem Gutschein

im Wert von 1.200 Euro belohnt. Die zweit- und drittplatzierten Teams können sich

über einen Gutschein im Wert von 800 Euro bzw. 500 Euro freuen. Diese Preise kommen

den Jugendmannschaften der jeweiligen Vereine zugute. Darüber hinaus gibt es

für jede Mannschaft einen Pokal und für jeden Spieler eine Plakette.

Schirmherr Niedersachsens Ministerpräsident

Stephan Weil.

weil er eine lange gute Erfolgsgeschichte

hat. Der SSV Vorsfelde II ist ein würdiger

Preisträger.“ Der diesjährige Aufsteiger in

die Bezirksliga ist der 18. landesweite Sieger

im VGH-Fairness-Cup: Dem SV Wippingen

(1994 und 1995), dem TSV Lochtum

(2001 und 2002) und der Spvgg Oetzen/S.

(2007 und 2008) haben jeweils das

Double geschafft in der 21-jährigen Geschichte

des Wettbewerbs. „Das schafft

Ihr auch“, motivierte Weil die Spieler des

SSV Vorsfelde II.


6

November 2013


VGH-Fairness-Cup

Frank Müller vom VGH-Vorstand.

„Es ist ein Wahnsinn, 1.045 Teams in

insgesamt 15.510 Spieler auszuwerten“,

betonte Frank Müller vom Wettbewerbssponsor

VGH. Dem diesjährigen Sieger

zollte er besonderen Respekt. „Kompliment,

Ihr habt mit der Meisterschaft, dem

Pokalgewinn und dem Fair Play-Sieg alles

Mögliche abgeräumt. Bei den roten und

gelb-roten Karten steht bei Euch die Null.

18 gelbe Karten in einer Saison sind ein

tolles Ergebnis.“

NFV-Präsident Karl Rothmund würdige

ebenfalls die große sportliche und faire

Leistung des diesjährigen Preisträgers:

„Ihr habt den fundamentalen Grundsatz

im Fußball, fair zu spielen, vorbildlich umgesetzt.“

Bei so viel Lobeshymnen geriet

Vorsfeldes Vorsitzender Rüdiger Adamczyk

ins Schwärmen: „Wir sind stolz auf unseren

Verein, weil wir alle gemeinsam, vom

Vorstand bis zur Jugend, Fair Play vorleben.

Joachim Brauer trainiert im sechsten

Jahr die zweite Mannschaft des SSV Vorsfelde

II: „Wir kennen unsere jungen Spieler,

die bereits in den Nachwuchsteams

zum fairen Verhalten auf dem Fußballplatz

erzogen werden. Dazu gehört dann auch,

den Schiedsrichter fair zu behandeln und

keine Entscheidung zu kommentieren.“

Mannschaftsführer Norman Wicha freute

Im Gespräch von links: Mannschaftsführer Norman Wicha, Trainer Joachim Brauer und Reiner Kramer.

sich über die hohe Auszeichnung seiner

Mannschaft und verriet: „ Wir haben unser

Ziel aufzusteigen immer vor Augen gehabt

und nicht darauf geachtet, wie viele

gelbe Karten wir kassiert haben. Erst am

Ende der Saison haben wir natürlich auch

auf den Fair Play-Sieg gespielt.“ Dieser sei

unter anderem deshalb möglich gewesen,

weil seine Mannschaft in den ersten acht

Saisonspielen keine gelbe Karte erhalten

und damit die Grundlage für den Fairnesserfolg

gelegt habe. Reiner Kramer ■

Bei der Pokalübergabe von links: Joachim Brauer, Rüdiger Adamczyk, Karl Rothmund, Norman

Wicha und Stephan Weil.

NFV-Präsident Karl Rothmund (links) mit Spielern und Offiziellen des SSV Vorsfelde II.

November 2013 7


VGH-Fairness-Cup

SV Bad Bentheim II wurde jetzt als drittfairste Mannschaft Niedersachsens in der Spielzeit 2012/13 geehrt. Das Foto zeigt (stehend v.l.) den 2. Vorsitzenden

des SV Bad Bentheim, Gerd Heilen, Spielertrainer Mario Fischer, Co-Trainer Dennis Schröder, VGH-Vertriebsleiter Andreas Heinl, Mannschaftsführer

Dennis Fischer, den Kreisvorsitzenden Bernd Gerdes, den stellvertretenden Bürgermeister Heinz-Gerd Jürriens und den stellvertretenden Kreisvorsitzenden

Winfried Winkler.

Foto: Andreas Huisjes

„Der Trainer hat uns

Fairness eingebläut“

SV Bad Bentheim II belegt dritten Platz im VGH-Fairness-Cup –

Der Lohn ist ein Sportartikelgutschein im Wert von 1.500 Euro

Passen sportlicher Erfolg und Fairness zusammen?

Diese Frage hat die Zweitvertretung

des SV Bad Bentheim in der vergangenen

Saison eindeutig beantwortet.

Der Kreisligameister aus der Grafschaft

Bentheim spielte in den 28 Begegnungen

auf dem Weg zum Titel dermaßen fair, dass

die Schiedsrichter lediglich 21 Verwarnungen

aussprechen mussten.

Das reichte hinter dem SSV

Vorsfelde II und dem SV Ahlerstedt/Ottendorf

II, beide übrigens

auch Meister ihrer jeweiligen

Spielklasse, zum dritten

Platz unter knapp 1.100 Mannschaften

in der landesweiten

Wertung um den VGH-Fairness-

Cup. Der Vertriebsleiter der

VGH-Regionaldirektion Lingen,

Andreas Heinl, überreichte den

Burgstädtern nun die Belohnung

für ihr sportlich faires Verhalten:

Neben Medaillen und Pokal gab

es einen Sportartikelgutschein

über 1.500 Euro.

Für Heinl wird die Ehrung

Grafschafter Mannschaften mittlerweile

fast zur Routine. In der

vorletzten Saison hatte der SV

Neugnadenfeld, seinerzeit auch

sportlich erfolgreich als Vizemeister

der Kreisliga, den zweiten

Platz in der Landeswertung belegt

und wurde dafür im vergangenen

Jahr mit dem Besuch eines

Bundesligaspieles belohnt. Auch

in der abgelaufenen Saison blieb

der SV Neugnadenfeld, wie der

SV Bad Bentheim II und 28 weitere

Mannschaften aus Niedersachsen,

ohne Feldverweis. 36 gelbe

Karten verhinderten jedoch eine

Platzierung weiter vorne in der

Landeswertung; in der Regionalwertung

Grafschaft

Bentheim/Emsland reichte es jedoch für

Platz zwei hinter den Burgstädtern.

Der NFV-Kreis Grafschaft Bentheim

könne sich generell für seine Fairness immer

gut sehen lassen, betonte Heinl dann auch

während des Ehrungsabends im Clubheim

des SV Bad Bentheim. Faires Verhalten sei

auch immer eine Sache der Vereinskultur,

bemerkte der VGH-Vertriebsleiter. Er lobte

zudem die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit

gerade auch mit dem NFV-

Kreis Bentheim. „Das ist eine tolle Partnerschaft“,

befand Heinl.

Der Kreisvorsitzende Bernd Gerdes gab

das Lob postwendend zurück. Die VGH sei

von Beginn an ein verlässlicher Partner gewesen.

Seit der Saison 2000/2001 unterstützt

der Versicherer nun schon den

Fairness-Cup, den der Niedersächsische

Fußballverband (NFV) 1992 ins Leben gerufen

hatte.

Auch der stellvertretende Bürgermeister

Heinz-Gerd Jürriens als Vertreter von Rat

und Verwaltung freute sich über den tollen

Erfolg. Er nutzte die Gelegenheit, dem gesamten

Verein für seine Arbeit zu danken.

„Ihr seid eine Familie, die viele Menschen

auffängt“, sagte Jürriens. Eine attraktive

Stadt brauche auch attraktive Vereine, meinte

der stellvertretende Bürgermeister.

Spielertrainer Mario Fischer erklärte, er

sei mit seinem Team bereits mit dem Ziel in

die Saison gestartet, nicht nur sportlich erfolgreich,

sondern vor allem auch fair und

diszipliniert zu spielen. Das bestätigte auch

Mannschaftsführer Dennis Fischer: „Der

Trainer hat uns eingebläut, dass wir die Spiele

auch fair gewinnen können.“ Der dritte

Platz in der VGH-Fairness-Wertung sei ein

großer Verdienst des Trainers, bestätigte der

Kapitän.

Andreas Huisjes

8

November 2013


Die Niedersachsen Reinhard Grindel und Eugen Gehlenborg sind ebenso wie Ronny Zimmermann

(Präsident des Badischen Fußballverbandes) und Peter Frymuth, Vorsitzender des DFB-Jugendausschusses,

neu im Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (von links). Foto: Getty Images

Der Niedersächsische Fußballverband

ist auch in den kommenden Jahren

in den Gremien des Deutschen Fußball-Bundes

(DFB) stark vertreten. Reinhard

Grindel aus Rotenburg an der Wümme

wurde auf dem 41. DFB-Bundestag in

Nürnberg einstimmig zum Schatzmeister

gewählt. Alle 259 stimmberechtigten Delegierten

wählten Grindel, der damit Horst

R. Schmidt ablöst. Schmidt hatte das Amt

des DFB-Schatzmeisters seit 2007 inne.

Reinhard Grindel zu seiner Wahl:

„Diese Zustimmung freut mich außerordentlich.

Sie ist ein großer Vertrauensvorschuss,

den ich im neuen Amt rechtfertigen

möchte. Auf die Herausforderungen

als Schatzmeister fühle ich mich durch die

vielen guten Gespräche mit Wolfgang

Niersbach, Helmut Sandrock und Stefan

Hans gut vorbereitet. Ganz besonders

dankbar bin ich für die große Unterstützung,

die ich von Horst R. Schmidt erhalten

habe. Es war großartig, in welch vertrauensvoller

und harmonischer Weise ich

Reinhard Grindel

neuer Schatzmeister

Eugen Gehlenborg tritt Nachfolge von Karl Rothmund an –

Goldene Ehrennadel für Wilfried Heitmann

von meinem Vorgänger bei der Einarbeitung

unterstützt worden bin.“

Weiter sagte der 1. Vizepräsident des

NFV: „Ich bin für eine starke DFB-Zentrale

in Frankfurt. Ich bin für einen starken Ligaverband.

Ich bin aber auch für starke 21

Landesverbände. Ich möchte meinen

Beitrag leisten für eine harmonische Zusammenarbeit

zwischen Haupt- und Ehrenamt,

mit gegenseitigem Verständnis

füreinander.“

Der aus dem südoldenburgischen

Garrel stammende Eugen Gehlenborg ist

neuer DFB-Vizepräsident. Der amtierende

Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbandes

tritt die Nachfolge von NFV-Präsident

Karl Rothmund an, der aus Altersgründen

nicht mehr für eine weitere Amtszeit

kandidieren konnte. Gehlenborg ist

künftig als DFB-Vizepräsident für sozialund

gesellschaftspolitische Fragen zuständig.

Karl Rothmund zur Wahl der beiden

Niedersachsen: „Ich hätte ohnehin nicht

mehr kandidiert, um jüngeren Leuten Platz

DFB-Bundestag

zu machen. Reinhard Grindel (52) und Eugen

Gehlenborg (66) werden den Niedersächsischen

und Norddeutschen Fußballverband

kompetent und würdig beim DFB

vertreten.“

Auf den reichen Erfahrungsschatz von

Karl Rothmund setzt der Deutsche Fußball-Bund

auch in Zukunft. Der 70-Jährige

bleibt Mitglied im Aufsichtsrat der DFB-

Wirtschaftsdienste GmbH. Damit würdigt

der DFB seine großen Verdienste, die er

sich beim Aufbau der DFB-Medien GmbH

erworben hat.

Apropos Verdienste: Karl Rothmund

hat beim Niedersächsischen Fußballverband

die deutsch-polnischen Beziehungen

aufgebaut. Deshalb wird er in Zukunft

auch innerhalb des DFB für die Zusammenarbeit

zwischen den beiden Fußballverbänden

zuständig sein.

Anlässlich der parlamentarischen

Sitzung erhielt Wilfried Heitmann (Drentwede)

die Goldene DFB-Ehrennadel. Der

Niedersachse hat in den Jahren 1978 bis

1990 als Schiedsrichter in der Bundesliga

gepfiffen und dabei 106 Spiele geleitet.

Seit 1991 gehörte er dem DFB-Schiedsrichter-Ausschuss

an, seit Mai 2010 ist er

Mitglied der Schiedsrichter-Kommission.

Quelle: dfb.de

Zur Sache

NFV-Präsident Karl Rothmund,

auch Schatzmeister des Norddeutschen

Fußball-Verbandes (seit

2006), gehörte dem DFB-Präsidium

seit 2007 an. Von 1990 bis 2005 war

er Verwaltungsdirektor des Niedersächsischen

Fußballverbandes und

2006 Leiter der WM-OK-Außenstelle

Hannover. 2005 übernahm er die

Präsidentschaft des Niedersächsischen

Fußballverbandes.

Die 21 Präsidenten der Regionalund

Landesverbände hatten knapp

zwei Monate vor dem DFB-Bundestag

ein einstimmiges Votum für Reinhard

Grindel als Schatzmeister abgegeben.

Grindel ist derzeit 1. Vizepräsident

des Niedersächsischen Fußballverbandes

und beim DFB Mitglied

in den Ausschüssen Nachhaltigkeit

(Bereich Anti-Korruption) sowie

Steuern und Abgaben. Darüber hinaus

wirkte der 52-jährige Rotenburger

entscheidend daran mit, die drohende

Verdoppelung der Beiträge für

Vereine an die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft

abzuwenden. Quelle:

dfb.de

Weitere Berichte über den 41. DFB-

Bundestag lesen Sie in der Dezember-Ausgabe.

November 2013 9


U 18-Sichtungsturnier des DFB

Mit einem Doppelschlag brachte Noah-Joel Sarenren-Bazee (2.v.l.) die NFV-Auswahl gegen Bayern auf die Siegerstraße. Valmir Sylejmani (r.) beobachtet

das Dribbling seines Mitspielers.

Fotos: Borchers

Am Ende fehlen zwei Tore

U 18-Junioren des NFV schrammen nur knapp am Titelgewinn vorbei –

Trainer Aslanidis lobt die Qualität im Offensivbereich

Onur Capin (r.) erzielte gegen Bayern den Treffer zum 3:1.

Von PETER BORCHERS

Die U 18-Junioren des NFV sind Deutscher

Vizemeister. Beim Sichtungsturnier

des DFB in Duisburg-Wedau

musste die Auswahl von Trainer Kiriakos

Aslanidis nur dem punktgleichen Team aus

Württemberg aufgrund der lediglich um

zwei Tore schlechteren Tordifferenz den

Vortritt auf dem Siegertreppchen lassen.

Die jungen Niedersachsen bestätigten

beim Vergleich der 21 Landesverbände

den guten Eindruck, den sie bereits bei früheren

DFB-Turnieren hinterlassen hatten.

Im April des vergangenen gelang in Duisburg

beim U 16-Vergleich sogar der

Bundessieg ebenso wie bereits im Juni

2010 beim U 14-Junioren-Feriencamp in

Bad Blankenburg.

Die Top-Ten

in Duisburg

Tore Punkte

1. Württemberg 7:0 10

2. Niedersachsen 9:4 10

3. Niederrhein 8:4 9

4. Mittelrhein 4:2 9

5. Südwest 8:2 7

6. Bayern 8:5 7

7. Rheinland 4:3 7

8. Hessen 3:2 7

9. Berlin 3:5 7

10. Baden und

Westfalen je 8:5 6


10

November 2013


U 18-Sichtungsturnier des DFB

Haarscharf am Titelgewinn vorbeigeschrammt:

Die NFV-Auswahl mit (vorn v.l.)

Mohammed Baghdadi, Darius Marotzke, Kevin

Wolf, Niko Kijweski, Nils Bremer, Dominik

Wagenmann, Valmir Sylejmani und Noah-

Joel Sarenren-Bazee sowie (hinten v.l.)

Physiotherapeut Mehmet Ercan, Onur Capin,

Eros Dacaj, Gunnar Niemann, Timo Hübers,

Tim Dierßen, Alexander Rehberg, Thore

Dengler, Kevin Kuhfeld und Trainer Kiriakos

Aslanidis.

Die Chance auf den erneuten Turniersieg

war auch in diesem Jahr durchaus gegeben.

Doch der fahrlässige Umgang mit

zahlreichen hochkarätigsten Torchancen

insbesondere in den Spielen gegen Brandenburg

(1:1) und Bayern (3:2) machte

den Traum vom erneuten Titelgewinn zunichte.

Trainer Aslanidis haderte aber nicht

mit verpassten Möglichkeiten, sondern

freute sich nach dem Turnier viel mehr

über das sehenswerte Offensivspiel seiner

Mannschaft. „Wir haben im Offensivbereich

eine Qualität wie kein anderer Landesverband.

Das haben auch die Sichter

des DFB und der zuständige Jahrgangstrainer

Christian Ziege hervorgehoben,

und das wird sich auch bei Nominierungen

zu DFB-Lehrgängen bestätigen“, so der

Peiner.

Recht hat er behalten, werden doch

Onur Capin, Tim Dierßen, Niko Kijewski,

Noah-Joel Sarenren-Bazee und Valmir

Sylejmani zu DFB-Lehrgängen eingeladen,

die im November in Kaiserau und Ruit

stattfinden. Vom 10. bis 19. November

nimmt die deutsche U 18-Nationalmannschaft

zudem an einem internationalen ➤

Vier Titel in vier Jahren

Vom 18. bis 20. Juni 2010 haben die Spieler des Jahrgangs 1996 beim Norddeutschen

U 14-Junioren-Länderpokal in Bremerhaven erstmals ein überregionales

Turnier im NFV-Trikot bestritten. Es folgten sieben weitere Turniere und die Bilanz mit

vier Titeln kann sich sehen lassen. Die Übersicht:

2010

U 14-Junioren-Nordturnier vom 18. bis 20. Juni in Bremerhaven: Platz 3

DFB-Juniorenlager vom 24. bis 29. Juni in Bad Blankenburg: Platz 1

2011

U 15-Junioren-Nordturnier vom 17. bis 19. Juni in Bad Malente: Platz 2

DFB-Schülerlager vom 2. bis 6. Juli in Duisburg-Wedau: Platz 15

2012

U 16-Junioren-Nordturnier vom 23. bis 25. März in Hamburg: Platz 1

U 16-Junioren-Sichtungsturnier des DFB vom 14. bis 18. April in Duisburg: Platz 1

2013

U 18-Junioren-Nordturnier vom 6. bis 8. September in Barsinghausen: Platz 1

U 18-Junioren-Sichtungsturnier des DFB vom 13. bis 17. Oktober in Duisburg: Platz 2

Mit Onur Capin, Alexander Rehberg, Valmir Sylejmani und Kevin Wolf waren vier

Spieler an allen vier Titelgewinnen beteiligt.

Als Pionier sind wir aus dem Sportanlagenbau mit

jahrzehntelanger Erfahrung unserer Spitzenkräfte

nicht mehr wegzudenken.

Wir stehen Ihnen als Partner für alle Fragen des

Sportstättenbaus zu Verfügung.

Darüber hinaus bauen und liefern wir als

Gesamtanlagen Kunst- und Naturrasenplätze

sowie Kleinspielfelder und

Laufbahnen in Kunststoffausführungen.

„Qualität ist

das Anständige“

November 2013 11


U 18-Sichtungsturnier des DFB

Zielstrebig: Valmir Sylejmani (r.) war für die NFV-Auswahl gegen Thüringen und Baden erfolgreich.

Turnier in der Türkei teil und es ist durchaus

möglich, dass das eine oder andere

NFV-Talent auch hierfür eine Nominierung

durch Christian Ziege erhält. „Und“, so

Aslanidis, „es stehen noch drei, vier weitere

Spieler von uns beim DFB-Trainer auf

dem Zettel.“

Aslanidis, der in Duisburg kurzfristige

verletzungsbedingte Absagen von

Waldemar Anton und Niklas Teichgräber

(beide Hannover 96) kompensieren musste,

zieht nach der nun beendeten Zusammenarbeit

mit dem erfolgreichen

96er Jahrgang eine rundherum positive

Bilanz: „Es ist schon erstaunlich, wie

außergewöhnlich gut dieser Jahrgang in

der Spitze, aber auch in der Breite aufgestellt

ist. Etliche Spieler,

die aus unserer Auswahl hervorgegangen

sind, spielten jetzt beim Turnier in Duisburg

für andere Verbandsauswahlteams.

Da kommt fast eine komplette Mannschaft

zusammen.“

„In den Jugendleistungszentren wird

gute Arbeit geleistet. Die Spieler kommen

physisch stark zu uns, sind technisch und

taktisch gut ausgebildet“, weiß Aslanidis

um den Anteil, den auch die Vereinstrainer

am guten Abschneiden beim Bundesvergleich

haben.

Die Spiele der NFV-Auswahl

im Überblick:

„Die hätten sieben ,Dinger’ machen

müssen“, konnte Dieter Schatzschneider,

Sturmlegende von Hannover 96, die

Chancenverschwendung der NFV-Auswahl

kaum fassen. Das rächte sich bitter,

als der Gegner aus Brandenburg einen seiner

wenigen Angriffe mit dem Ausgleichstreffer

abschloss.

Niedersachsen – Thüringen 3:0 (0:0)

Tore: 1:0 Darius Marotzke (37.), 2:0 Valmir

Sylejmani (50.), 3:0 Eros Dacaj (53.)

Mit einem nie gefährdeten Erfolg

kletterte die NFV-Auswahl vom 9. auf den

6. Rang.

Niedersachsen – Bayern 3:2 (3:1)

Tore: 0:1 (1.), 1:1 Noah-Joel Sarenren-Bazee

(12.) , 2:1 Noah-Joel Sarenren-Bazee

(18.) , 3:1 Onur Capin (21.), 3:2 (55.)

Trotz frühem Rückstand verloren die

Niedersachsen nicht die Nerven und zogen

binnen neun Minuten auf 3:1 davon. Die

NFV-Auswahl war auch im zweiten Spielabschnitt

die bessere Mannschaft, konnte

aus einer Vielzahl guter Möglichkeiten

aber kein Kapital mehr schlagen. „Es war

eine verdiente Niederlage gegen eine starken

Gegner“, lautete das Fazit von Felix

Jäckle, Hauptabteilungsleiter Sport beim

Bayerischen Fußball-Verband.

Niedersachsen – Baden 2:1 (1:1)

Tore: 0:1 (2.). 1:1 Valmir Sylejmani (25.),

2:1 Eros Dacaj (59.)

„Es war sicherlich von beiden Mannschaften

kein gutes Spiel, aber aufgrund

unseres Chancenplusses am Ende ein verdienter

Sieg“, zog Kiriakos Aslanidis Bilanz

nach einem Spiel, in dem die NFV-Auswahl

erneut sehr früh in Rückstand geriet.

Das NFV-Aufgebot: Onur Capin,

Tim Dierßen, Timo Hübers, Darius Marotzke,

Alexander Rehberg, Noah-Joel

Sarenren-Bazee, Valmir Sylejmani, Kevin

Wolf (alle Hannover 96), Mohammed

Baghdadi, Eros Dacaj, Gunnar Niemann,

Dominik Wagenmann (alle Eintracht

Braunschweig), Nils Bremer, Thore Dengler,

Kevin Kuhfeld (alle VfL Wolfsburg),

Niko Kijewski (VfL Osnabrück). Trainer:

Kiriakos Aslanidis; Co-Trainer: Michael

Schwarze. Physiotherapeut: Mehmet

Ercan.


Niedersachen – Brandenburg 1:1 (0:0)

Tore: 1:0 Noah-Joel Sarenren-Bazee (48.),

1:1 (52.)

Tanzt bald auch in Christian Zieges Auswahl die Gegner aus? Tim Dierßen (r.) ist einer von fünf

Niedersachsen, die sich über Einladungen vom DFB freuen dürfen.

12

November 2013


Interview

„Die Reform auf Bezirksebene hat zu

einer Stärkung der Kreisliga geführt“

NFV-Präsident Karl Rothmund beleuchtet die Herausforderungen,

denen sich der Amateurfußball stellen muss

„Beim Spielbetrieb müssen wir flexibler werden“: Karl Rothmund stellte sich im Besprechungszimmer

der Robert-Enke-Stiftung den Fragen von HAZ-Redakteur Heiko Rehberg. Fotos (2): Bratke

Herr Rothmund, gehen wir im

übertragenen Sinne mal gleich in den

Strafraum: Wenn nicht Sie, wer dann,

kann besser erklären, was den Amateurfußball

in der heutigen Zeit ausmacht

...

Rothmund: Der Profifußball überlagert

heute fast alles. Das lässt sich auch

nicht mehr zurückdrehen. Gerade deshalb

ist es für den Amateurfußball und sein

Selbstverständnis wichtig, sich darzustellen,

mit seinen Stärken zu wuchern. Beim Amateurkongress

in Kassel sind da ein paar

interessante Aspekte zusammen gekommen.

Dann legen Sie mal los. Der Amateurfußball

und was ihn ausmacht.

Rothmund: Wir haben da ein paar

prägnante Sätze gefunden, unter denen

sich jeder etwas vorstellen kann und die für

sich sprechen: Wir sind überall, zum Beispiel.

Meine Mannschaft, mein Verein,

meine Heimat. Fußball ist Zugehörigkeit

und Wir-Gefühl. Fußball ist für uns eine

Herzensangelegenheit. Fußball ist unsere

Leidenschaft. Oder: Wir leben Vielfalt.

Oder: Wir sind ein starkes Team. Das alles

sind keine Worthülsen und kennt jeder, der

selbst kickt oder mal gekickt hat. Und was

nicht vergessen werden darf: Die Breite sichert

vom Grundsatz her die Spitze beziehungsweise

die Elite. Auch die großen Stars

haben meist in kleinen Amateurklubs angefangen.

Der Amateurfußball hat einen

Gegner, der wie ein hartnäckiger Verteidiger

stört. Der Gegner heißt demographische

Entwicklung.

Rothmund: Keine Frage, wir sehen

das in Niedersachsen an den Mannschaften.

Wir haben bei uns rund 20.000 Mannschaften,

was immer noch eine gewaltige

Zahl ist. Aber vor einigen Jahren war es

22.000 Mannschaften.

Was kann der Amateurfußball,

was kann ein Verband wie der NFV gegen

diese Entwicklung tun?

Rothmund: Unsere wichtigste Aufgabe

ist es, den Spielbetrieb zu garantieren.

Und wir wollen, dass so viele Menschen wie

möglich Fußball spielen können. Wir haben

in Niedersachsen pro Jahr 250.000 Spiele –

das muss man sich erst einmal auf der Zunge

zergehen lassen. Beim Spielbetrieb müssen

wir flexibler werden. Und wir müssen

neue Fußballangebote wie Futsal oder Beachsoccer

anbieten. Futsal zum Beispiel

führt noch ein kümmerliches Dasein in

Schulen und Universitäten, beim Beachsoccer

gibt es bereits eine Niedersachsenmeisterschaft

auf Norderney.

Was meinen Sie mit flexiblerem

Spielbetrieb?

Rothmund: Vereine in der Fläche sind

in der Regel 300 Mitglieder groß. Da wird

es oft schwer, in allen Mannschaften elf

oder zwölf Spieler zusammenzukriegen.


14

November 2013


Interview

Karl Rothmund im Kreise seiner beiden Vorgänger, August Wenzel (links), der den NFV von 1969

bis 1988 führte, und Engelbert Nelle (1988 bis 2005).

Deshalb müssen wir stärker auf 7er oder

9er Teams setzen, auch im Herrenbetrieb.

Kinder sollen wenn möglich nicht zehn Kilometer

fahren müssen, um irgendwo Fußball

spielen zu können. Auch für Ältere

müssen wir uns über zusätzliche Angebote

Gedanken machen: Immer mehr Leute sind

immer älter noch sehr fit. Auch über gemischte

Mannschaften lohnt es sich nachzudenken.

Genau wie über die Anstoßzeiten

und Spieltage.

Rothmund: Absolut. Als ich in der Jugend

gespielt habe, mussten wir am Sonntag

früh morgens ran. Für einen A- oder B-

Jugendlichen ist das nicht schön, die gehen

Sonnabend auch gerne mal mit ihren

Freunden oder Freundinnen aus. Doch dieses

Starre hat sich gelockert. Die Ansetzungen

müssen dem Verhalten der Menschen

entgegenkommen. Wir sind der Dienstleister

der Vereine. Dieser Grundsatz hat sich

mittlerweile durchgesetzt, auch wenn das

bei dem einen oder anderen Funktionär ein

mühseliges Geschäft war (lacht, d. Red.).

Viele Vereine beklagen, dass es

immer schwerer wird, Ehrenamtliche

zu finden.

Rothmund: Ich bin sicher, dass wir immer

genug Ehrenamtliche haben werden.

Geändert haben sich die Struktur und die

Aktivitäten. Die Ehrenamtlichen werden

immer jünger, und sie werden vielleicht

nicht mehr 40 oder 50 Jahre in einem Verein

arbeiten, sondern mal drei oder vier

Jahre, weil dann Beruf oder Familie dazwischen

kommen.

Wo fängt für Sie der gehobene

Amateurfußball an?

Rothmund: In der Bezirksliga geht es

los, die Landesliga ist dann gehobenes Niveau,

die Differenz zur Oberliga ist da nicht

mehr so groß. Das kommt dann erst wieder

von der Oberliga zur 4. Liga.

Wenn man mit ehemaligen Spielern

spricht, die vor 20, 25 Jahren im

Amateurbereich gespielt haben, dann

haben die den Eindruck, dass einige

der heutigen Bezirksligisten damals in

der Kreisliga Schwierigkeiten gehabt

hätten.

Rothmund: Ich muss da diplomatisch

sein, aber da ist was dran. Umgekehrt hat

die Reform auf Bezirksebene (die Bezirksklassen

wurden abgeschafft, d. Red.) zu einer

Stärkung der Kreisliga geführt.

Der Amateurfußball hat ein Zuschauerproblem.

Bei der TSV Burgdorf

kamen vor 30 Jahren 3.000 Zuschauer,

heute stehen dort in der Landesliga 100

Leute. Und wenn ein Regionalligist

wie der TSV Havelse, der klasse Fußball

zeigt, vor 253 Zuschauern spielt wie in

dieser Saison, dann hat sich dramatisch

etwas verändert.

Rothmund: Es kommt ein bisschen

auf die Region an. Die Zuschauermassen

kriegst du heute nicht mehr, das ist unmöglich.

Ende der fünfziger Jahre kamen bei

meinem Heimatverein auf dem Egestorfer

Sportplatz 2.000 Zuschauer. Wenn du heute

zum Oberligaderby zwischen dem 1. FC

Germania Egestorf/Langreder und dem

1. FC Wunstorf wie in dieser Saison 500

Leute auf die Beine kriegst, dann kann man

zufrieden sein. Umgekehrt gibt es im Heidekreis

zwei Nachbarvereine, da kommen

zu deren Derbys 1.000 Zuschauer. Das ist

die Ausnahme, aber so etwas gibt es auch.

Woran liegt das mit den rückläufigen

Zuschauerzahlen?

Rothmund: Der Spitzenfußball spielt

dabei eine ganz große Rolle. Früher dachte

man, dass die vielen Übertragungen im

Fernsehen dem Fußball schaden würden.

Aber sie haben nicht der Spitze geschadet,

sondern den Klassen darunter. Man sieht

das in Deutschland schon in der 2. Liga.

Und es ist nicht einfach: Die staatliche

Unterstützung wird nicht steigen, in den

Städten verkommen die Anlagen. Heute

sind die Sportanlagen auf dem Dorf besser

als in der Stadt.

Wie sieht es mit den Zuschauern in

der Region Hannover aus?

Rothmund: Hier saugt Hannover 96

alles weg, das ist einfach so. Dazu kommen

ein verändertes Freizeitverhalten, die vielen

anderen Angebote, die Bundesligaspiele im

Fernsehen. Außerdem gibt es eine interessante

Beobachtung: Je näher ein Verein an

einer Großstadt liegt, desto schwieriger ist

es, die Menschen auf die Amateurplätze zu

kriegen.

Was kann der Amateurfußball im

Kampf um Zuschauer tun?

Rothmund: Er muss familienfreundlicher

werden. Es muss eine kleine Tribüne

i Zur Person

Karl Rothmund hat gerade seinen

70. Geburtstag gefeiert und ist voller

Elan und Ideen wie eh und je. 2005

wurde er in Barsinghausen zum 4. Präsidenten

des Niedersächsischen Fußballverbandes

(NFV) gewählt. Vorher bekleidete

Rothmund seit 1990 im Verband

die Position des Verwaltungsdirektors.

2007 rückte der Vater von Tochter

Michaela und Sohn Jens, der seit 47

Jahren mit seiner Edeltraut verheiratet

ist, ins Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes.

Bei der WM 2006 und der

Frauen-WM 2011 leitete er die Standorte

Hannover und Wolfsburg. Rothmund

hat den geschäftsführenden Vorsitz

in der Egidius-Braun-Stiftung des

DFB inne, ist Vorstandsvorsitzender der

DFB-Stiftung Sepp Herberger und stellvertretender

Vorstandsvorsitzender der

Robert-Enke-Stiftung. Seinen Platz im

DFB-Präsidium gab er beim Bundestag

am 24./25. Oktober in Nürnberg ab.

Zwischen 1972 und 2001 war er

Ratsherr in Barsinghausen, wo er von

1979 bis 1986 auch das Bürgermeisteramt

bekleidete. Sein Fußballerherz

hängt nicht nur am NFV und Hannover

96, sondern seit langem am 1. FC Germania

Egestorf/Langreder, dessen

Heimspiele er wenn möglich besucht.

Rothmund selbst spielt noch aktiv Tennis,

auch „wenn mir am Tag danach immer

alles weh tut“. Als aktiver Fußballer

musste Rothmund schweren Herzens

mit 27 Jahren aufhören, Folgen eines

Gelenkkapselrisses, den er sich als 17-

Jähriger zugezogen hatte.

geben, damit man nicht nass wird, dazu

Bier und Bratwurst. Die Eintrittspreise müssen

zivil sein, und die Begegnungen möglichst

interessant. Dann lässt sich etwas bewegen.

Lassen Sie uns noch einen kleinen

Blick auf den Jugend- und Frauenfußball

werfen.

Rothmund: Bei A-, B- und C-Jugend

sind die Zahlen konstant, Rückgänge gibt

es bei den ganz Kleinen. Deshalb werden

wir da auch über andere Mannschaftszahlen

nachdenken. Und über gemischte

Mannschaften auch älteren Jahrgangs. Wir

wollen auch die beim Fußball halten, die

nicht so gut sind. Und immer stärker zeigt

sich: Vereine, die gute, ausgebildete Trainer

haben, besitzen einen gewaltigen Vorteil.

Und bei den Frauen?

Rothmund: Wir haben in Niedersachsen

eine starke Spitze mit dem Aushängeschild

VfL Wolfsburg als Champions-

League-Sieger und dem BV Cloppenburg

als zweitem Bundesligateam, dazu der SV

Meppen in der 2. Liga. In der Fläche sind

wir weit entfernt, dass es so viele Mannschaften

wie im Jugendfußball gibt. Aber

da tut sich etwas, wir fördern den Mädchenfußball

intensiv, doch das dauert noch

zehn Jahre, bis dort breite Erfolge zu sehen

sein werden.

Heiko Rehberg

Ressortleitung Sport

Hannoversche Allgemeine Zeitung ■

November 2013 15


NFV intern

Gabriele Böhm nahm

nach 35 Dienstjahren Abschied

vom Niedersächsischen

Fußballverband. „Sie waren

und sind die Stimme des

NFV“, würdigte Präsident Karl

Rothmund gemeinsam mit

dem 1. NFV-Vize Reinhard

Grindel die gebürtige Barsinghäuserin

(oberes Foto). Auch

die NFV-Direktoren Bastian

Hellberg (unteres Foto rechts)

und Walter Burkhard, der in

derselben Siedlung wie Gabriele

Böhm aufwuchs, sparten

nicht mit Lob. „Du warst

in all‘ den Jahren eine zuverlässige,

liebenswürdige und

ausgesprochen freundliche

Mitarbeiterin. Deine Fröhlichkeit

und gute Laune waren

richtig ansteckend, wenn man

morgens das Verwaltungsgebäude

betreten hat“, sagte

Burkhard.

Am 11. September 1978 startete

Gabriele Böhm ihre NFV-

Laufbahn in der Küche der

Sportschule. Später arbeitete

die gelernte Einzelhandelskauffrau

im Hausservice und

wirkte ab 1995 im Sportschul-

Sekretariat. 2001 wechselte

die Blumenliebhaberin („Rosen

mag ich besonders gerne“)

für Hannelore Wissel

(pensioniert) vom Mozartweg

in die NFV-Verwaltung an der

Schillerstraße. Mit ihrem gewinnenden

Lächeln, ihrer

Herzlichkeit und ihrem Blick

für verschönernde Details

schmückte sie seitdem den

Empfangsbereich. Ihre Nachfolgerin

ist die Österreicherin

Melanie Stückler, die in Kärnten

aufwuchs und vor ihrer

Babypause an der Rezeption

des Sporthotel Fuchsbachtal

arbeitete. Fotos (2): Finger

Ermin Vojnikovic (links), Mitarbeiter

der NFV-Abteilung Allgemeine Verwaltung, war

live dabei, als sich sein Heimatland Bosnien-

Herzegowina erstmals für ein Fußball-Großereignis

qualifizierte. Im litauischen Kaunas bejubelte

Vojnikovic gemeinsam mit 5.000 Landsleuten

den 1:0-Erfolg, durch den die „Drachen“

als Gruppensieger das Ticket für die Weltmeisterschaft

in Brasilien lösten. Kapitän der Mannschaft

ist Emir Spahic (rechts), der seit dem Sommer

2013 bei Bayer Leverkusen spielt. Den „goldenen

Treffer“ erzielte der Stuttgarter Vedad

Ibisevic auf Vorlage des ehemaligen Wolfsburgers

Edin Dzeko (68. Minute). Ibisevic und Vojnikovic

sind muslimische Bosniaken, die in Orten

zur Welt kamen, die heute zur Republika Srpska

zählen – eine der beiden Teilrepubliken des Landes.

Aufgrund von ethnischen Säuberungen

während des Bürgerkrieges leben dort heute zu

90 Prozent Serben, die sich eher dem Nachbarland

Serbien verbunden fühlen. Dagegen stellen

in der zweiten Teilrepublik, der Föderation Bosnien

und Herzegowina, muslimische Bosniaken

und Kroaten die übergroße Mehrheit. Foto: Finger

16

November 2013


Jetzt Grundstein für einen

guten Fußballrasen legen

Sportplatzpflege mit System

Die Bodenprobe ist die Basis für den bedarfsgerechten Düngeplan.

Beispiel für einen bedarfsgerechten Sportrasen-Düngeplan.

Wussten Sie schon, dass in unseren langjährigen Untersuchungen

nur etwa 8 Prozent der Rasenfußballplätze einen optimalen

Nährstoffvorrat im Boden aufweisen?

Dabei bleiben nur bei ausreichender und bedarfsgerechter Nährstoffversorgung

die Rasengräser belastbar. Die notwendigen Nährstoffe

erhalten die Sportrasengräser über die regelmäßige Düngung. Zur

Bemessung der notwendigen Düngermengen wird im Herbst/ Winter

auf den Sportplätzen eine Bodenprobe entnommen. Mit ihr werden

die wichtigsten Nährstoffvorräte bestimmt. Dieser Gehalt an Nährstoffen

ist die Basis für die Berechnung der wirklich notwendigen Düngermenge.

Das spart Geld und schont die Umwelt. Was ist nun zu tun?

EUROGREEN entnimmt die Bodenprobe gegen einen geringen

Kostenbeitrag, der beim Düngereinkauf wieder vergütet wird. Die Probe

wird anschließend durch ein neutrales Labor untersucht. Bei der

Bodenuntersuchung werden die Bodenart, der pH-Wert (Säuregehalt

des Bodens) und die Gehalte an Phosphor, Kalium und Magnesium bestimmt.

Bei Bedarf können auch die Spurennährstoffe wie Mangan,

Kupfer, Bor, Zink und Molybdän analysiert werden. Auf der Grundlage

dieser Ergebnisse und nach Einstufung in die entsprechenden Gehaltsklassen

wird dann ein Dünge- und Pflegeplan erstellt. Als Anhaltspunkt

für die erforderlichen Nährstoffmengen soll die folgende Tabelle

dienen:

Belastung des Platzes Nährstoffbedarf (g/m 2 /Jahr)

Stickstoff Phosphor Kalium Magnesium

(N) (P2O5) (K2O) (Mg)

Mittel 15-25 5 8-12 2-3

Hoch 25-35 6 10-15 2-3

(mit Winterspielbetrieb)

Die Bodenprobe ist somit ein Leitfaden für eine standortgerechte

Düngung. Bei Einhaltung des Düngeplanes wird der Bedarf der Gräser

gedeckt und eine Überdüngung oder ein Nährstoffmangel werden

vermieden. Es ist ausreichend, die Bodenprobe etwa alle zwei bis drei

Jahre zu wiederholen. Ein auf dieser Basis erstellter Düngeplan sichert

die fachgerechte Versorgung der Gräser und reduziert zusätzlich die

Kosten für Dünger auf das tatsächlich Notwendige. Somit macht sich

die Bodenprobe doppelt bezahlt.

Bei Fragen zur Bodenprobe oder generell zur Sportplatzpflege informiert

Sie gerne Ihr Fachberater vor Ort: Andreas Liske, Mobil: 0170-

6318797 oder andreas.liske@eurogreen.de

November 2013 17


Auswahlturniere

Franziska Gieseke schießt

U 17-Juniorinnen auf Platz drei

Fünf Treffer beim DFB-Länderpokal in Duisburg –

Trainer Martin Mohs: „Der Gesamtsieg wäre möglich gewesen“

Die NFV-U 17-Juniorinnen bei einem Spiel in der Sportschule Duisburg-Wedau.

Eine großartige Leistung zeigten die

U 17-Juniorinnen des NFV beim DFB-

Länderpokal in der Sportschule Duisburg-Wedau.

Mit zwei Siegen und zwei

Unentschieden belegte das Team von NFV-

Trainer Martin Mohs einen tollen 3. Platz

unter 22 Mannschaften. „Wenn wir die

zahlreichen Torchancen genutzt hätten,

wäre der Länderpokalsieg möglich gewesen“,

resümierte der ehrgeizige NFV-

Coach. Diesen sicherte sich der Fußballlandesverband

Brandenburg. Zweiter wurde

der Fußballverband Bayern. Der Titel

der Torschützenkönigin beim DFB-Länderpokal

ging an die überragende Franziska

Gieseke (SV Meppen), die insgesamt fünf

Treffer erzielte.

Der Erfolg der niedersächsischen

U 17-Juniorinnen ist sehr hoch zu bewerten,

zumal sich acht Spielerinnen über eine

Einladung zu DFB-Lehrgängen freuen dürfen.

Insgesamt wurden 480 Spielerinnen

gesichtet. Leonie Stenzel vom VfL Wolfsburg

reiste nicht mit der Mannschaft nach

Hause, sondern fuhr direkt zu einem

Lehrgang der U 17-Nationalmannschaft

nach Bad Blankenburg, die sich auf

die EM-Qualifikation in Bayern vorbereitete.

Die Statistik

NFV – Mittelrhein 2:2 (0:0)

Nach einem 0:2-Rückstand zeigte das

NFV-Team Moral und kam durch Maike Berentzen

(42. Minute) und Franziska Gieseke

(45.) zum verdienten Ausgleich. Martin

Mohs: „Wir haben erschreckend viele Tor-


Die erfolgreichen U 17-Spielerinnen des Niedersächsischen Fußballverbandes mit Trainer Martin Mohs (hinten links).

18

November 2013


Auswahlturniere

chancen vergeben und mussten das Spiel

gewinnen.“

NFV – Südbaden 3:0 (1:0)

1:0 (29.) Lisa-Marie Weiss, 2:0 (34.)

Franziska Gieseke, 3:0 (46.) Maike Berentzen

Ein ungefährdeter Sieg, der auch hätte

höher ausfallen können, lautete das

Fazit von Mohs.

NFV – DFB U 15-Team 2:2 (1:2)

0:1; 1:1 (12.) Franziska Gieseke, 1:2,

2:2 (40.) Franziska Gieseke

„Es war unser stärkster Gegner. Das

Spiel stand auf hohem Niveau. Wir hatten

das 3:2 auf dem Fuß“, berichtete der NFV-

Trainer.

NFV – Niederrhein 3:1 (2:0)

1:0 (7.) Mareike Kregel, 2:0 (23.) Emma

Louise Chluba, 1:2, 3:1 (58.) Franziska

Gieseke

„Wir waren sehr konzentriert und

haben gegen einen starken Gegner verdient

gewonnen“, bemerkte Martin

Mohs.

Das NFV-Aufgebot der Jahrgänge

1997 und 1998 (in Fettdruck die

Spielerinnen, die eine Einladung zu

einem DFB-Lehrgang erhalten haben):

Maike Berentzen, Franziska Gieseke,

Janna Härtel, Anna Hermanns, Franka

Makellose Bilanz für die U 14-Auswahl

des NFV. Mit dem überragenden

Nicolas-Gerrit Kühn von Hannover

96 besiegte das Team von Trainer

Tom Kissner in Leipzig die Landesauswahl

Sachsen mit 3:1, 2:1 und 4:1. Kühn schoss

in den drei Spielen sechs Tore. „Ich war mit

dem Auftreten meiner Mannschaft hochzufrieden.

Sie überzeugte in allen Belangen“,

zog Kissner ein positives Fazit.

Im ersten Vergleich gelang der NFV-

Auswahl des Jahrgangs 2000 ein ungefährdeter

3:1-Sieg, der noch hätte deutlich

höher ausfallen können. Die Tore für die

Niedersachsen erzielten die 96iger Nicolas-

Gerrit Kühn (1. und 20. Minute) und Hüseyin

Deliduman (39.) Der Gastgeber hatte

in der 28. Minute den Anschlusstreffer erzielt.

Auch ein früher Rückstand im zweiten

Spiel (10. Minute) konnte die NFV-Auswahl

nicht aus der Bahn werfen. Nils Nickel

von Eintracht Braunschweig glich in

der 24. Minute aus und Nicolas-Gerrit

Kühn sorgte in der letzten Minute für den

verdienten 2:1-Sieg.

Im Abschlussspiel steigerten sich die

Niedersachsen noch mal und waren jederzeit

dominant. Nicolas-Gerrit Kühn brachte

die NFV-Auswahl mit seinen Toren in der

3. und 21. Minute früh auf die Siegerstraße.

Nach dem zwischenzeitlichen 1:2 (24.)

traf in der 31. Minute der Hannoveraner

Andriko Smolinski zum vorentscheidenden

3:1. Kühn erzielte in der 55. Minute den

4:1-Endstand.

Kohl, Mareike Kregel, Elisa Senß,

Lisa-Marie Weiss (alle SV Meppen),

Emma Louise Chluba, Isabell Fischer,

Katharina Runge, Kira Reuter, Leonie

Stenzel (alle VfL Wolfsburg), Alina

Das Aufgebot der NFV-U14-Auswahl:

In der Auftaktbegegnung stand

Antonio Brand von Hannover 96 im Tor.

Sein Kollege Laurenz Beckemeyer vom

VfL Osnabrück ersetzte ihn im zweiten

und dritten Spiel. Jonah-Finn Nagel (SV

Meppen) kam im ersten und dritten

Spiel zum Einsatz. Alle drei Begegnungen

absolvierten: Johannes Burgmann

Botzum (JFV A/O/Heeslingen), Inga

Buchholz (TSV Havelse), Stefanie

Sanders (TSV Neuenkirchen (Werder

Bremen). Trainergespann: Martin

Mohs/Jana Menzel.

Die Torschützenkönigin Franziska Gieseke (rechts, fünf Treffer) wurde von DFB-Trainerin

Anouschka Bernhard geehrt.

Foto: Zinsel

Nicolas-Gerrit Kühn erzielt

sechs Tore in drei Spielen

U 14-Auswahl des NFV kehrt mit drei Siegen aus Leipzig zurück

(TuSpo Petershütte), Luca Nazare-Vaz,

Hendrik Reddemann Nils Nickel (alle VfL

Wolfsburg), Fyn-Luca Lakenmacher, Karna

Deeke, Jesaja Herrmann, Nicolas-

Gerrit Kühn, Leon Damer, Andriko Smolinski,

Max Kummer, Hüseyin Deliduman

(alle Hannover 96), Sascha Stach (VfL

Osnabrück), Jannes Wenzel (SC Göttingen).

Die erfolgreiche U 14-Auswahl des NFV mit Trainer Tom Kissner (hinten rechts).


November 2013 19


Ehrung

Gold für Karl Rothmund

NFV-Präsident erhält höchste Auszeichnung des polnischen Fußballs – „Dafür sorgen,

dass die Jugendlichen unserer Länder sich noch besser kennen und verstehen lernen“

Zbigniew Boniek (rechts) ehrte Karl Rothmund mit der höchsten Auszeichnung des polnischen Fußballs.

Fotos (3): Finger

Michal Chojara (rechts), Vizepräsident des

Großpolnischen Fußballverbandes, überreichte

NFV-Vize August-Wilhelm Winsmann

das Buch zum 100-jährigen Jubiläum des

WZPN. Es umfasst 1327 Seiten und ist zwei

Kilogramm schwer.

Von MANFRED FINGER

Die Fußball-Legende schrieb Autogramme,

während sie besungen

wurde. 1982 marschierte die polnische

Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft

in Spanien bis auf Platz drei

und musste sich nur dem späteren Titelträger

Italien im Halbfinale geschlagen geben

(0:2). Während der WM-Wochen sang das

ganze Land, das sich damals politisch im

Umbruch befand, ein Lied, das noch heute

Kultstatus besitzt. Der Text dreht sich um

die damaligen Helden des polnischen Fußballs.

Um Lato, um Szarmach und, natürlich,

um Zbigniew Boniek. Der Mittelfeldspieler

hatte im Frühjahr 82 Widzew Lodz

zum zweiten Mal in Folge zur Meisterschaft

geführt und für die kommende Saison

einen Vertrag bei Juventus Turin unterschrieben.

Zuvor brillierte er jedoch im Nationaltrikot

und schrieb WM-Geschichte

allein dadurch, dass er beim 3:0-Erfolg gegen

Belgien alle Treffer erzielte.

31 Jahre später sitzt der Mann, der als

einziger Pole in die Liste der besten 125

noch lebenden Fußballspieler der Welt

aufgenommen wurde, in der ersten Reihe

der Halle 15 auf dem Messegelände Posen.

Seit Oktober 2012 ist Zbigniew Boniek

Präsident des polnischen Fußballverbandes

PZPN. Anlass seines Aufenthaltes

ist der Festakt zum 100-jährigen Bestehen

des zweitgrößten polnischen Regionalverbandes,

dem in Poznan (Posen) beheimateten

Großpolnischen Fußballverband

(WZPN). Während der dreistündigen Veranstaltung

wird Boniek immer wieder um

eine Signatur gebeten, auch in dem Moment,

in dem ein Opernsänger aus Warschau

den WM-Song von 1982 intoniert

und die Festgäste in Erinnerungen schwelgen

lässt.

Gefragt ist Boniek natürlich nicht nur

als Autogrammgeber. Als PZPN-Präsident

nimmt er zahlreiche Ehrungen vor, darunter

die für Karl Rothmund, dem er die Goldene

Ehrennadel und damit die höchste

Auszeichnung des polnischen Fußballs

überreicht. Damit wurden die Verdienste

Rothmunds beim Ausbau der freundschaftlichen

Beziehungen zwischen den

nationalen Verbänden PZPN und DFB gewürdigt.

Während der Europameisterschaft

2012 hatten beide in Danzig ein

Memorandum of Understanding unterzeichnet.

Der Vertrag beinhaltet unter anderem

einen Austausch von Mannschaften,

Trainern und Administratoren.

Die Grundsteinlegung für die Kooperation

erfolgte auf regionaler Ebene. Bereits

seit dem Jahr 2005 pflegt der von

Rothmund geführte NFV eine Zusammenarbeit

mit dem Fußballverband in Groß-


20

November 2013


Ehrung

polen, eine der 16 Woiwodschaften (Verwaltungsbezirke) der Republik

Polen. Im Rahmen dieser Vereinbarung werden polnische Trainer

für den Breitenfußball ausgebildet. In insgesamt 80 Unterrichtseinheiten

(UE) erwerben die Übungsleiter die UEFA-B-Lizenz, die der

deutschen C-Lizenz entspricht. Darüber hinaus beinhaltet die Kooperation,

die im Herbst 2011 bis 2016 verlängert wurde, einen

Austausch von Schiedsrichtern zwischen NFV und WZPN sowie

regelmäßige Spiele der Auswahlmannschaften.

Zu den Jubiläumsfeierlichkeiten nach Posen wurde Rothmund

von NFV-Vizepräsident August-Wilhelm Winsmann begleitet. Während

seiner Rede sagte er: „Das Ziel des DFB, und hier sind wir uns

mit unseren Freunden des polnischen Fußballverbandes völlig einig,

soll sein, eine noch stärkere freundschaftliche Verbindung von Verein

zu Verein in unseren Ländern zu erreichen. Ähnlich wie es ein

deutsch-französisches Jugendwerk gegeben hat, das entscheidend

für die heute freundschaftlichen Verbindungen beider Länder gesorgt

hat, wollen wir in kleinerem Maßstab dafür sorgen, dass die

Jugendlichen diesseits und jenseits der Oder sich noch besser kennen

und verstehen lernen.“

Darüber hinaus ging Rothmund, dessen Rede von Andreas Grajewski

übersetzt wurde, auf die Geschichte ein. „Der 1. und 2. Weltkrieg

mussten ertragen werden und haben in Polen und Deutschland

tiefe Wunden hinterlassen, die Jahrzehnte brauchten, um einigermaßen

geschlossen zu werden. Heute ist unsere gemeinsame

große Heimat Europa und nichts bringt die Verzahnung, vor allem

auch im Fußball, besser zum Ausdruck als die Tatsache, dass Ihr Präsident

Boniek mit dem heutigen französischen UEFA-Präsidenten

Platini in einem italienischen Klub zusammen gespielt hat.“

Der Vorgängerverband des heutigen WZPN wurde am 20. Januar

1913 gegründet. Zu diesem Zeitpunkt gehörte Posen noch zu

Preußen. Der WZPN ist damit älter als der nationale Verband, der

sich erst konstituieren konnte, nachdem Polen als Folge des 1. Weltkrieges

seine Souveränität zurückerlangt hatte und die Unabhängigkeit

der Republik Polen 1919 im Friedensvertrag von Versailles bestätigt

wurde. Am 20. Dezember desselben Jahres hoben 31 Vereine in

Warschau den Polski Zwiazek Pilki Noznej (PZPN) aus der Taufe. ■

Sportmanager Andreas Grajewski (links) übersetzte die Rede von Karl

Rothmund.

Christian Wulff (vorne rechts), vom 30. Juni 2010 bis zum 17. Februar 2012 zehnter Präsident der Bundesrepublik Deutschland, besuchte mit

19 weiteren Grünkohlkönigen des Fußballkreises Osnabrück-Land die NFV-Anlage in Barsinghausen. Auf ihrem Weg nach Hannover machte die

Gruppe um Wulff Station im Sporthotel Fuchsbachtal. Bei Kaffee und Kuchen erklärte der ehemalige Bundespräsident unter anderem, dass Fußball zu

seinen Leidenschaften gehöre und er sich nach wie vor die Ergebnisse des VfL Osnabrück aufs Handy schicken lasse. Zusammen mit dem 19-fachen

Nationalspieler Max Lorenz (vorne, 2. von rechts) war Christian Wulff 1998 zum Grünkohlkönig des NFV-Kreises Osnabrück-Land gewählt worden. In

diesem Jahr finden das traditionsreiche Grünkohlessen und die Proklamation der neuen Majestäten bereits zum 19. Mal statt. Der Termin ist am

21. November. Der Erlös der mit 420 Gästen immer schnell ausverkauften Veranstaltung kommt karitativen Zwecken zugute. Aktuelle Amtsträger

sind Hermann II. Holtmeyer (mit Plakette) und 96-Präsident Martin I. Kind, der seine Kollegen in Hannover zum Abendessen empfing. Zuvor hatten

die Grünkohlkönige das NDR-Studio der Landeshauptstadt besucht.

Foto: Finger

November 2013 21


Anstoß für ein neues Leben

Begehrt waren die Mannschaftsposter von Eintracht Braunschweig. Nur einer der jungen Strafgefangenen lehnte dankend ab.

„Wir reichen Ihnen die Hand“

Eintracht-Profi Jan Washausen besucht junge Strafgefangene in Göttingen

Ein Mannschaftsposter von Eintracht

Braunschweig an der Zellenwand?

Freundlich aber bestimmt lehnt der

junge Mann das Angebot von Jan Washausen

ab. Als Antwort zitiert er dabei eine

Textzeile aus der Vereinshymne seines

Gegen Schalke 04 bestritt Jan Washausen, hier im Zweikampf mit Max Meyer, am 19. Oktober

sein erstes Bundesligaspiel.

Foto: imago

Fotos (4): Finger

Lieblingsvereins: „Rot steht dir sehr viel

besser als gelb-blau!“

Der schlagfertige Anhänger von Hannover

96 ist einer der Insassen im offenen

Jugendvollzug Göttingen, die an dem Projekt

„Anstoß für ein neues Leben“ teilnehmen.

Eine bundesweit einzigartige Initiative,

die im vergangenen Jahr von der Sepp-

Herberger-Stiftung ins Leben gerufen wurde.

Ziel ist die Resozialisierung jugendlicher

Strafgefangener. Während der Haftzeit

sollen die Teilnehmer optimal auf die

Zeit nach ihrer Entlassung vorbereitet werden.

Neben der Bundesagentur für Arbeit,

den Justizministerien der teilnehmenden

Bundesländer und den DFB-Landesverbänden

unterstützt auch die Bundesliga dieses

Projekt, das in Niedersachsen in drei Einrichtungen

angeboten wird. In Göttingen,

einer Abteilung der Jugendanstalt Hameln,

ist es die Braunschweiger Eintracht,

die sich engagiert. Mit dem Paten Jan

Washausen, der am 7. Oktober der Stargast

auf der offiziellen Informationsveranstaltung

war.

Der Zeitpunkt für den Besuch des Eintracht-Profis

hätte nicht besser gewählt

werden können. Denn keine 48 Stunden

zuvor hatte der BTSV mit dem 2:0-Triumph

in Wolfsburg (2:0) seinen ersten Saisonsieg

gefeiert. Dementsprechend groß fiel der

Beifall am Göttinger Leineberg aus. „Nach

dem erfolgreichen Lokalderby setzen wir

voll und ganz auf Klassenerhalt“, erklärte

zum Beispiel die Anstaltsleiterin Christiane

Jesse. Diese und weitere Sympathiebekundungen

nahm der Abwehrspieler, der fünf

Tage später seinen 25. Geburtstag feierte,

gerne entgegen. Im Gespräch mit Moderator

Manfred Finger (Niedersächsischer

Fußballverband) berichtete er von dem

„überragenden Gefühl“ und den „bewegenden

Momenten“, die das Spiel ausgelöst

hätten. Die Geste der Eintracht-Fans,

die zuvor beim Training für ihre Mannschaft

und ihren Trainer Spalier gestanden

hatten, sei „Gänsehaut pur“ gewesen.


22

November 2013


Anstoß für ein neues Leben

Umkämpft waren die Spiele des Kleinfeldturniers, an dem drei Vereinsmannschaften und zwei

Teams der Göttinger Einrichtung teilnahmen.

Als Pate müsse er sich in das Projekt

erst einmal „ein bisschen rein finden“,

sagte der gebürtige Göttinger und versprach:

„Wenn es von unseren Trainingszeiten

passt, werde ich auch mal selbst am

Training der Jugendanstalt teilnehmen.“

Die Einheiten finden wöchentlich statt.

Durch das Fußballtraining sollen die Teilnehmer

soziale Kompetenzen wie Teamgeist

und Fair Play erwerben. Darüber hinaus

belegen sie im Rahmen des Projektes

Angebote zur Schiedsrichter- und Trainerausbildung

und werden in Seminaren zu

den Bereichen Bewerbung und Anti-Gewalt

geschult.

Anlässlich der Infoveranstaltung durfte

Christiane Jesse neben Jan Washausen

zahlreiche Gäste aus Politik und Sport begrüßen.

Unter anderem den Landtagsabgeordneten

Ronald Schminke, die Göttinger

Bürgermeisterin Helmi Behbehani, die

stellvertretende Landrätin Maria Gerl-

Plein, DFB-Trainer Paul Schomann sowie

NFV-Vizepräsident Egon Trepke. Besonders

erfreut zeigte sich Jesse über die Spieler

von Sparta Göttingen, dem ESV Rot-Weiss

Göttingen und dem SC Hainberg, die gemeinsam

mit zwei Mannschaften ihrer Einrichtung

ein Fußballturnier bestritten. „Sie

und alle anderen Gäste zeigen damit unseren

jungen Inhaftierten: wir reichen Ihnen

die Hand. Im Sport sind Sie bereits jetzt Kameraden“,

erklärte die Anstaltsleiterin.

Projektstart in Göttingen war im Mai

2012. Seitdem wurden 30 junge Inhaftierte

gefördert. Etliche fanden durch „Anstoß

für ein neues Leben“ die Anbindung

zu Vereinen. Wie zum Beispiel der 23-jährige

Hilat*, der bei Sparta Göttingen spielte,

bevor er sich nach seiner Haftentlassung

einem Bezirksligisten aus seiner Heimatstadt

Varel anschloss. „Draußen, da

gibt es viele Menschen, die einem helfen,

wenn man Probleme hat. Mit denen vom

Verein kann man dann reden. Ich hab‘ bei

Sparta gespielt, super, war alles in Ordnung“,

erklärte er gegenüber dem Göttinger

Stadtradio.

Auch Hilats Mannschaftskollege

Alex*, der im offenen Vollzug, das Pensum

an Bewerbungstrainings, Sozialberatung

und Kommunikationstraining absolviert,

fühlt sich durch die Projektinhalte gestärkt.

„Da mich Fußball interessiert, bin ich dazu

jetzt gekommen. Ich hab mich entschieden,

dass Schiedsrichter zum Beispiel nix

für mich ist. Coaching weiß ich noch nicht,

da bin ich mir noch nicht ganz so sicher.

Aber ich spiele halt gerne und deswegen

mache ich da mit. Und da bin ich auch am

Überlegen, ob ich nach meiner Zeit hier

auch draußen im Verein spielen werde,

sagte er im Gespräch mit der Reporterin

des Stadtradios.

Christiane Jesse betonte, dass zwölf

weitere Teilnehmer bei Spielen des Oberligisten

Göttingen 05 in den Ordnungsdienst

eingebunden sind. Egon Trepke

berichtete, dass sich an dem Projekt „Anstoß

für ein neues Leben“ derzeit 17 Einrichtungen

in acht Bundesländern beteiligen.

In Niedersachsen sind es neben

Göttingen die Standorte Hameln und

Vechta. An beiden wurden bereits drei

Junior-Coach-Lehrgänge durchgeführt.

Trepke: „25 Teilnehmer haben diese

Lehrgänge erfolgreich abgeschlossen und

somit die wesentlichen Kompetenzen für

mögliche künftige Trainertätigkeiten erworben.“

Geleitet wurden die Lehrgänge von

NFV-Mitarbeiter Dennis Spiegel, einem

studierten Sozialpädagogen, der bei den

Bundesliga B-Junioren von Hannover 96

als Assistenztrainer tätig ist. Auch in Göttingen

wird Spiegel demnächst Junior-

Coach-Lehrgänge anbieten.

Manfred Finger ■

*= Namen von der Redaktion geändert

Anstaltsleiterin Christiane Jesse (links) und Göttingens Bürgermeisterin

Helmi Behbehani nahmen die Siegerehrung vor.

NFV-Vizepräsident Egon Trepke überreichte den jungen Strafgefangenen

T-Shirts seines Verbandes.

November 2013 23


Inklusion

Training in der NFV-Sportschule Barsinghausen.

Fotos: Rasch

„Dinge gemeinsam vorantreiben“

Inklusionsinitiative der Sepp-Herberger-Stiftung – Workshop in Barsinghausen

Die ersten Schritte sind gemacht, der

Weg zu einer gemeinsamen Linie ist

kürzer geworden, doch es bleibt viel

Arbeit: Der Workshop im Rahmen der Inklusionsinitiative

der Sepp-Herberger-Stiftung

zur Förderung von Sportlern mit geistiger

und körperlicher Behinderung ist mit

einem positiven Fazit zu Ende gegangen.

Zusammen mit den 21 Inklusionsbeauftragten

der Landesverbände des Deutschen

Fußball-Bundes (DFB) resümierte die

Stiftungsspitze jetzt in der Sportschule

Barsinghausen das erste Jahr der Initiative.

Derzeit gibt es bundesweit etwa 750

Fußballvereine, die inklusiv arbeiten. „Da

gibt es gemessen an insgesamt 26.000

Vereinen sicher noch Potenzial“, kommentierte

Stiftungsgeschäftsführer Wolfgang

Watzke das Ergebnis einer Umfrage, die

nach dem ersten Workshop im vergangenen

Jahr auf den Weg gebracht worden

war und in Barsinghausen vorgestellt wurde:

„Aber in den vergangenen Jahrzehnten

sind in Sachen Behindertensport Parallelstrukturen

in der Gesellschaft geschaffen

worden, die wir jetzt aufbrechen wollen“,

betonte Watzke.

Das braucht Zeit, das wissen auch die

Verantwortlichen. „Es hat sich gezeigt,

dass es beim Umsetzen der Aufgabenstellungen

noch Unterschiede in den Landesverbänden

gibt“, sagte Norbert Wetzelaer, ➤

NFV-Präsident Karl Rothmund bei der Begrüßung im Sporthotel Fuchsbachtal.

24

November 2013


Inklusion

Koordinator der Bereiche Behindertenfußball

und Inklusion bei der DFB-Stiftung

Sepp Herberger: „Die Verbände sind sehr

individuell unterwegs. In Nordrhein Westfalen

werden beispielsweise andere Dinge

gefördert als in Sachsen.“

Für den Koordinator sind das Anlaufschwierigkeiten,

die gemeinsam bewältigt

werden müssen. „Die Kontaktaufnahme

zu den Vereinen der Mitgliedsverbände,

die Schaffung von Strukturen und der Aufbau

eines Kommunikationssystems sind

strukturelle Punkte“, so Wetzelaer, „bei

denen auch die Stiftung gefordert ist, eine

Klammer zu bilden und die Dinge gemeinsam

voranzutreiben.“

Neben den laufenden Projekten, wie

der Blindenfußball-Bundesliga, der deutschen

Meisterschaft der Werkstätten für

behinderte Menschen, dem Amputierten-

Fußball und FußballFREUNDE, einer Kooperation

mit den Special Olympics

Deutschland, wurde in Barsinghausen

auch Neues diskutiert.

Die „Inklusionsliga“ des Landesverbandes

Niederrhein ist die erste eigene

Liga für Menschen mit Behinderung innerhalb

des DFB. Ab dem Frühjahr 2014 gehen

unter der Schirmherrschaft von Verbandspräsident

Peter Frymuth je eine Junioren-

und Seniorenstaffel an den Start.

„Wir freuen uns auf dieses Pilotprojekt,

Zusagen für eine Teilnahme gibt es bereits

reichlich“, sagte Axel Müller vom Landesverband

Niederrhein.

Der Landesverband Baden setzt mit

dem Inklusionsprojekt „Schiedsrichter“ für

an Hämophilie erkrankte Kinder sogar verbandsintern

neue Maßstäbe. Kinder im

Alter von acht bis zwölf Jahren, die an der

Blutkrankheit leiden, werden durch das

Projekt an die Schiedsrichterei herangeführt

– eine Tätigkeit, die in der Regel ab

dem 14. Lebensjahr ausgeübt werden

kann. „So schaffen wir etwas im sozialen

Bereich und nutzen auch neue Wege“,

sagte Uwe Ziegenhagen, der Präsident

des Badischen Fußball-Verbandes. ■

Techniktraining in der Karl-Laue-Halle.

Neues aus Barsinghausen

Junior-Coaches erwerben Trainer-C-

Lizenz-Breitenfußball. Junge Fußballerinnen

und Fußballer haben jetzt in der NFV-Sportschule

Barsinghauen die letzten 40 Unterrichtseinheiten

ihrer Ausbildung absolviert.

Die Sportlehrer Marcus Olm und Ulf Drewes

sowie der Lehrgangsleiter Willi Lies bildeten

die Prüfungskommission. Mit dem Zertifikat

Trainer-C-Lizenz-Breitenfußball werden die

NFV-Junior-Coaches jetzt in ihren Vereinen in

der Nachwuchsarbeit eingesetzt. Es sind:

Raoul-Niklas Pilz, Fabian Wolk (beide VfL Eintracht

Hannover), Enrico De Marco (VfV Hildesheim),

Sebastian Lindenbaum (TuS Hasede),

Frederik Sander (SV Lengede), Markus

Beckert (TuS Wahnbek), Steffen Hauk (TuS

Garbsen), Leon Vosse (JFV Leer), Matthias

Kluck (VfL Wildeshausen), Andre Linek (HSC

Leu 06), Aaron Schulze (VfL Salder), Jonas

Naumann (HSC Leu 06), Arjete Hiseni, Kimberly

Pisch (beide SC Uetze), Conor Gnerlich

(BV Cloppenburg), Pia Steeneck, Dorothea

Bavendamm (beide VSK Osterholz-Scharmbeck),

Nynne Britt Edeler (TSV RW Schwicheldt).

Foto: Kramer

November 2013 25


Stiftungen

„Depressionen im Sport“

Buch wird in Trainerlehrgängen in der

Sportschule Barsinghausen zum Kauf angeboten

Trend zum

Stiften auch

im Fußball

tiftungsorganisationen gewinnen

Simmer mehr an Bedeutung.

Alleine in der ersten Dekade des

21. Jahrhunderts wurden mehr als

11.000 der zurzeit 19.551 Stiftungen

in Deutschland registriert. Täglich

kommen zwei neue Stiftungen

dazu. Schätzungen zufolge werden

in Deutschland bis zum Jahr 2020

Vermögensbestände in Höhe von

2,6 Billionen Euro vererbt.

Professor Dr. Frank Daumann,

Inhaber des Lehrstuhls für Sportökonomie

und Gesundheitsökonomie

an der Friedrich-Schiller-Universität

in Jena, hat die rund drei Dutzend

Stiftungen der DFB-Landesverbände,

der Lizenzvereine sowie von

aktuellen und ehemaligen A-Nationalspielern

unter dem Motto „Fußball

stiftet Zukunft“ genauer beleuchtet:

„Die Fußball-Stiftungen

lassen sich in Verbands-, Vereinsund

Spielerstiftungen kategorisieren.

Mehr als zwei Drittel sind mit

eigenen Projekten operativ tätig. Finanziell

sind die Stiftungen allesamt

gut aufgestellt. Das Grundstockvermögen

beträgt durchschnittlich

rund 350.000 Euro. Die jährlichen

Ausgaben belaufen sich kumuliert

auf rund 12,5 Millionen Euro. Seit

dem Jahr 2001 wurden 24 Stiftungen

der 29 untersuchten Stiftungen

errichtet.“

Die Jagd nach sportlichem Erfolg lässt

keinen Platz für Schwäche. Dabei

sind Depressionen und andere psychische

Erkrankungen nicht selten bei

Sportlern. Doch die Stigmatisierung und

mangelnde Information haben oft fatale

Folgen: Krankheiten werden nicht erkannt

oder nicht behandelt, was im

schlimmsten Fall zum Suizid führen

kann. Das Buch „Depressionen im

Sport“ klärt zu diesem Thema

auf.

Der Psychiater, Psychologe

und Psychotherapeut Professor

Dr. Dr. med. Frank Schneider

bietet

Sportlern,

Trainern,

Betreuern

und Angehörigen

daher mit

dem vorliegenden

Werk wertvolle

Orientierung:

Was ist unter

einer

Depression

zu verstehen und welche anderen

psychischen Störungen gibt es? Wie

kann man diese Erkrankungen möglichst

frühzeitig erkennen? Was sind die Ursachen

und besonderen Gefahren bei Sportlern?

Welche Behandlungsmöglichkeiten

in Form von Medikamenten und Psychotherapien

gibt es?

An welche Anlaufstellen

kann man

sich wenden? Wer

ist zuständig?

Frank Schneider

macht den Betroffenen

Mut:

Es gibt einen

Ausweg aus der

Krise.

Mit vielen hilfreichen

Beispielen und

Tipps aus der Praxis, Antworten

auf häufig gestellte

Fragen

und einem

ausführlichen

Serviceteil.

Mit

dem

Kauf eines

Buches

wird die

Robert-

Enke-

Stiftung

mit einem Euro unterstützt.

Eine Depression ist immer eine ernstzunehmende

Krankheit, die wie ein Grippe

jeden Menschen treffen kann. Niemand

muss sich für diese Erkrankung schämen.

Man muss aber die Verstimmung, den veränderten

Antrieb und den Verlust von


Die Robert-Enke-Stiftung hat ihren

Sitz in Barsinghausen und ist erreichbar

unter

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 77 55 55-0

info@robert-enke-stiftung.de

Kontakt für weiterte Rückfragen

DFB-Stiftungen

Egidius Braun / Sepp Herberger

Tobias Wrzesinski

Stellvertretender Geschäftsführer

Sövener Straße 50

53773 Hennef

Tel. 02242 - 918 85 0

Fax 02242 - 918 85 21

Mobil 0152 - 289 17 104

E-Mail twr@sepp-herberger.de

www.sepp-herberger.de

www.egidius-braun.de

Das Buch „Depressionen im Sport“ wird in den Trainerlehrgängen in Barsinghausen zum Kauf

angeboten. Auf dem Foto von links: NFV-Trainer Wulf-Rüdiger Müller, Tilman Zychlinski von der

Robert-Enke-Stiftung und Uwe Förster, JFL Northeim.

Foto: Kramer

26

November 2013


Stiftungen

Interesse als Zeichen der Depression erkennen,

um die richtige Behandlung einzuleiten.

Hier sind alle gefordert, die mit Erkrankten

zu tun haben. Im Sport zählen

dazu Trainer, Betreuer, Mitspieler und nicht

zuletzt die Betroffenen selbst mit ihren Angehörigen.

Und wie steht es um den Spruch

„Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden

Körper“? Müssen Sportler und

insbesondere Leistungssportler demnach

nicht besonders geschützt sein? Nicht

unbedingt, denn gerade der Sport birgt

durch Überforderungssituationen sowie

ständigen Leistungs- und Wettbewerbsdruck

die Gefahr, dass Sportler an einer

Depression oder einer andere psychischen

Störung erkranken. Viele Karrieren

sind daran schon gescheitert, im

schlimmsten Fall endeten sie mit dem

Tod des Athleten. Dies ist grundsätzlich

vermeidbar, wenn immer die professionelle

Hilfe durch Ärzte, die bereitstehen,

in Anspruch genommen würde.

Professor Dr. Dr. med. Frank Schneider

erläutert anhand von zahlreichen Fallbeispielen

und auch Checklisten die Ursachen,

Symptome und die medikamentösen

sowie psychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten.

Dabei geht er

auch auf andere wichtige psychische Erkrankungen

wie beispielsweise Angstund

Zwangsstörungen, Essstörungen

oder Alkohol- und Drogenmissbrauch

ein. Mit diesem Ratgeber bietet er wertvolle

lebenspraktische Hilfe, sowohl für

den Akutfall als auch zur Krankheitsprävention.

Der Niedersächsische Fußballverband

wird dieses Buch in den Trainerlehrgängen

zum Kauf anbieten. Es kostet 19,90

Euro.


„Fußball stiftet Zukunft“

Erstes Dialogforum Fußball-Stiftungen in Jena mit DFB-Vizepräsident Karl Rothmund

allein. Der deutsche Fußball ist breitgefächert

bemüht, seine vielfältigen Möglichkeiten

für unterschiedliche soziale und gesellschaftliche

Aspekte einzusetzen. In den

letzten zehn Jahren ist eindeutig zu registrieren,

dass immer mehr Institutionen und

Persönlichkeiten des Fußballs ihre gesellschaftlichen

Engagements dauerhaft ausrichten

und in Stiftungen manifestieren.

Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich diese

Entwicklung in den nächsten Jahren fortsetzen

wird und noch mehr Mitstreiter mit

dem Fußball Zukunft stiften werden“, so

Rothmund weiter.

Mit der Sepp-Herberger-Stiftung, der

DFB-Stiftung Egidius Braun und der Kulturstiftung

verfügt der DFB über drei eigene

Stiftungen, die sich in verschiedenen

Bereichen des sozialen und gesellschaftlichen

Lebens engagieren und unterstützt

darüber hinaus verschiedene Einrichtungen

finanziell.

DFB-Vizepräsident Karl Rothmund eröffnete das Dialogforum Fußball-Stiftungen in Jena.

Gedankenaustausch unter dem Motto

„Fußball stiftet Zukunft“: Auf tung für einen Gastvortrag anreiste, von

Funktion als Vorsitzender der Telekom-Stif-

Einladung des Deutschen Fußball- der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Bundes (DFB), der drei DFB-Stiftungen und „Der DFB ist stolz auf seine Stiftungen

der Bundesliga-Stiftung versammelten sich – hier wird vorbildliche Arbeit geleistet. Die

jetzt in Jena rund 70 geladene Teilnehmer Engagements ergänzen das Kerngeschäft

zum ersten Dialogforum der deutschen unseres Verbandes und sind wesentlicher

Fußball-Stiftungen. Wissenschaftlich begleitet

wurde das zweitägige Kennenler-

Gebiet der Nachhaltigkeit“, sagte DFB-Vi-

Bestandteil unserer Aktivitäten auf dem

nen, zu dem auch der frühere Bundesaußenminister

Dr. Klaus Kinkel in seiner Bemühen sind wir aber längst nicht

zepräsident Karl Rothmund. „Mit unserem

mehr

Umfassendes

gesellschaftliches

Engagement

in der Bundesliga

D

as freiwillige gesellschaftliche Engagement

in der Bundesliga ist

mit rund 15 Millionen Euro umfassend

und wird von allen 36 Klubs gelebt.

Viele davon haben bereits eigene

Stiftungen errichtet oder denken

über einen derartigen Schritt nach.

Auch der Ligaverband e.V. und die

DFL Deutsche Fußball Liga GmbH

sind als Stifter engagiert. „Der Profifußball

ist sich seiner gesellschaftlichen

Verantwortung schon immer

bewusst gewesen. Deshalb war die

Gründung der Bundesliga-Stiftung

ein konsequenter Schritt, um die vielen

sozialen Aktivitäten zu bündeln

und auszubauen“, erklärt Tom Bender,

Vorstandsvorsitzender der

Bundesliga-Stiftung. „Wir freuen uns

über den Austausch und die Vernetzung

bei diesem Dialogforum, von

denen alle Beteiligten nur profitieren

können.“

November 2013 27


Auswahlarbeit

Auf dem Foto hinten von links: NFV-Trainer Wulf-Rüdiger Müller, Iba May, Janni-Luca Serra, Max Radowski, Sebastian Schlüschen, Julien-Christoph

Wossmann, Maximilian Krüger, Steffen Witte, Florian Carstens, Jan Neuwirt, Physiotherapeut Dirk Scharte, Co-Trainer Sven Kathmann. Vorne von

links: Moritz Hannemann, Moritz Riegel, Tim Burgemeister, Efe Kirkafa, Guy-Loic Schröder, Marcel Walter, Marlon Sündermann, Murat Saglam, Adem

Berisha.

Fotos: Helge Kristeleit

Sturmorkan der U 16 des NFV

Zwölf Tore in drei Begegnungen bei Auslandsreise in Bulgarien

– Offensive war das Prunkstück

Guy-Loic Schröder (vorn) setzt sich gegen einen bulgarischen Spieler durch.

Großer Erfolg für die U 16-Auswahl

des Niedersächsischen Fußballverbandes:

Sie kehrte jetzt ungeschlagen

mit zwei Siegen und einem Unentschieden

von einer Auslandsreise aus Bulgarien

zurück. Gegen die U 16-Nationalmannschaft

des Gastgebers gewann das

Team von NFV-Trainer Wulf-Rüdiger Müller

im ersten Spiel 5:2. Im zweiten Vergleich

gab es ein 2:2. Außerdem schlugen die

Niedersachsen ein Nachwuchsteam von

Botev Plovdiv mit 5:1.

Mit zwölf Toren in drei Spielen überzeugte

vor allen die Offensive der U 16

des NFV.

Zum Auftakt besiegte die NFV-Auswahl

des Jahrgangs 1998 das U 16-Nationalteam

des Gastgebers. In Sofia waren je

zwei Mal Jan Neuwirt und Marcel Walter

sowie Murat Saglam erfolgreich. In der

zweiten Freundschaftsbegegnung bezwang

das Team von „Roger“ Müller in

Plovdiv ein Nachwuchsteam von Botev

Plovdiv mit 5:1 (3:1) Die Tore erzielten Efe

Kirkafa, Murat Saglam, Maximilian Krüger,

Max Radowski und Marcel Walter.

Die niedersächsischen U 16-Junioren

beendeten ihre achttägige Bulgarienreise

mit einem 2:2-(1:1)-Unentschieden gegen

die bulgarische U 16-Nationalmannschaft.

Dabei lag das Team von NFV-Trainer Wulf-

Rüdiger Müller in Sofia zwei Mal zurück,

doch Tore von Janni-Luca Serra (39.) und

Sebastian Schlüschen (53.) brachten jeweils

den Ausgleich für die NFV-Auswahl.

Neben Besichtigungen von Plovdiv und

Sofia stand als besonderes Highlight der

Besuch des WM-Qualifikationsspieles zwischen

Bulgarien und der Tschechischen Republik

in Sofia (0:1) auf dem Programm.

NFV-Vizepräsident August-Wilhelm

Winsmann und Verbandsjugendobmann

Walter Fricke hatten die NFV-Auswahl nach

Bulgarien begleitet. Ferner gehörten zur

Delegation neben Trainer Müller und Co-

Trainer Sven Kathmann auch Georgi


28

November 2013


Auswahlarbeit

Tutundjiev (Dolmetscher), Dirk Scharte als

Physiotherapeut und Helge Kristeleit als

Teammanager.

Das NFV-Aufgebot: Adem Berisha,

Efe Kirkafa, Maximilian Krüger, Iba May, Jan

Neuwirt, Max Radowski, Murat Saglam,

Sebastian Schlüschen, Guy-Loic Schröder,

Steffen Witte, Julien-Christopher Wossmann

(alle VfL Wolfsburg), Moritz Riegel,

Janni-Luca Serra, Torhüter Marlon Sündermann,

der im ersten und dritten Spiel zum

Einsatz kam, (alle Hannover 96), Tim Burgemeister

(stand im ersten und zweiten Spiel

im Tor), Florian Carstens (beide TV Meckelfeld),

Moritz Hannemann (VfL Oldenburg),

Marcel-Pascal Walter (JFV Nordwest).

Das Fazit von Trainer Wulf-Rüdiger

Müller: „Ich war überrascht und beeindruckt

von der Leistungsstärke meiner

Mannschaft. Sie hat spielerisch überzeugt

und einen guten Teamgeist gezeigt. Obwohl

mit Leander Baar (JFV Northeim),

Maurice Friehe, Timothy Mason (beide VfL

Wolfsburg), Haktab Traore (VfL Osnabrück

vier Stammspieler fehlten. Die dafür eingesprungenen

Spieler Janni-Luca Serra, Marcel

Walter und Florian Carstens haben ihre

Sache gut gemacht. Alle drei kommen aus

NFV-Stützpunkten. Ein Beweis dafür, dass

dort sehr gut gearbeitet wird.“

Müller weiter: „Herausheben möchte

ich Jan Neuwirt, der die Mannschaft sehr

gut führt und auf dem Platz immer präsent

ist, Moritz Riegel, der sich vom Mitläufer

zum Leistungsträger entwickelt hat, Janni-

Luca Serra, der als Abwehrspieler sehr dominant

aufgetreten ist und Adem Berisha,

der schnell, trickreich und in der Offensive

unberechenbar ist. Wir haben eine starke

Offensivabteilung, alle Spieler können Tore

erzielen. Wir sind insgesamt ein gutes

Team. Dazu gehört auch mein Co-Trainer

Sven Kathmann, der hervorragende Arbeit

leistet.“


Von wegen Phantom im VGH-Haus:

Der leibhaftige Rudi Völler, wie man

ihn kennt und liebt, stand als Gast

der Talkrunde „Sport trifft Politik“ Rede

und Antwort. Nur drei Tage nach dem heiß

diskutierten Phantomtor von Stefan Kießling

in Hoffenheim lockte der Sportdirektor

von Bayer Leverkusen zahlreiche Besucher

in das Versicherungsgebäude am

Schiffgraben in Hannover. Neben Völler

hatten die VGH und der Verein Niedersächsische

Sportpresse (VNS) auch Niedersachsens

Ministerpräsidenten Stephan

Weil eingeladen.

Unter der Regie der ebenfalls formstarken

Moderatorin Bettina Tietjen spielten

Sportler und Politiker einen kurzweiligen

Doppelpass. Wobei Völler die Gunst

der Stunde nutzte und noch einmal für seine

Idee warb, die letzten 22 Minuten des

Hoffenheim-Spiels beim Stande von 0:1

nachzuholen. „Grundsätzlich finde ich

den Vorschlag gut, sonst hätte ich ihn ja

Die NFV-Delegation mit den Gastgebern aus Plovdiv. NFV-Vizepräsident August-Wilhelm Winsmann

(2. von links), rechts neben ihm NFV-Trainer Wulf Rüdiger Müller.

In allen drei Spielen war die NFV-Auswahl überlegen. Vorn im blauen Trikot Murat Saglam.

Rudi Völler und Stephan Weil

spielten Doppelpass

VGH veranstaltet kurzweiligen Fußballtalk in Hannover

nicht gemacht“, sagte der ehemalige

Bundestrainer augenzwinkernd. „Ich finde,

es ist die fairste Lösung von allen. So

wird es auch in anderen Ländern gemacht.“

Mit Hannover verbindet den früheren

Nationalspieler ein besonderes Erlebnis.

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn

feierte Völler seine Premiere als Teamchef

der Nationalmannschaft im August 2000

im damaligen Niedersachsenstadion. Beim

glanzvollen 4:1 gegen Spanien war das euphorisierte

Publikum schnell auf seiner Seite.

„Ich hatte Gänsehaut, als die Fans mich

gefeiert haben“, erinnerte sich Völler.

Die Weißbier-Rede auf Island, die

Spuk-Attacke von Frank Rijkaard – diese

Themen durften natürlich nicht fehlen.

NDR-Moderatorin Tietjen hatte ihre Schulaufgaben

gründlich gemacht und überraschte

Völler mit der Anekdote, dass dieser

in seiner Jugend ein Bild von Günter

Netzer über sein Bett gehängt hatte. „Bei

mir war es mal ein Fußballer, mal ein Bravo-Starschnitt“,

bekannte Weil freimütig.

Fortan bekam er die Bravo-Nummer von

Völler aufs Brot geschmiert.

Der SPD-Politiker bezeichnete sich als

großen Fußballfan. „Ich freue mich über

jeden Sieg einer niedersächsischen Mannschaft“,

sagte Weil. Dass Hannovers ehemaliger

Oberbürgermeister dabei eine

Vorliebe für Hannover 96 hegt, ist bekannt.

Im Vorfeld des Derbys gegen Eintracht

Braunschweig am 8. November appellierte

er an die Mehrheit der friedlichen

Fußballanhänger in beiden Vereinen.

„Es gibt Bekloppte auf beiden Seiten.

Solche Vollidioten dürfen aber nicht die

Fankultur bestimmen“, erklärte Weil. Angesichts

der Brisanz außerhalb des Spielfeldes

verpackte der bekennende 96-Fan

seinen Wunsch für den Spielausgang

diplomatisch geschickt: „Es ist mir vergleichsweise

egal, wer gewinnt – aber nur

vergleichsweise.“

Peter Hübner

November 2013 29


Neues von den Referees

Selbstbewusste und

fußballbegeisterte junge

Menschen gesucht

NFV-Schiedsrichterausschuss organisiert Wettbewerb für die Vereine

Auf den Fotos: Ein junger Schiedsrichter im Gespräch mit den Fußballerinnen und Fußballern.

Von der Basis bis zur Spitze: Auf mehreren

Ebenen organisiert der NFV-Ver-

der DFB in dieser Sache Klartext. Es heißt

In seiner Schiedsrichterordnung spricht

bandsschiedsrichterausschuss (VSA) in dort unter anderem: Zur Durchführung

diesen Wochen eine Werbekampagne, um eines den Fußballregeln entsprechenden

neue Unparteiische für den Niedersächsischen

Fußballverband zu werben und aus-

Mitgliedsverbände ist es erforderlich, dass

Spielbetriebs im Bereich des DFB und seiner

zubilden. Dazu ruft der NFV zusammen mit die Spiele von geeigneten und gut ausgebildeten

Schiedsrichterinnen und Schieds-

dem DFB zu einem Wettbewerb auf.

Parallel sollen aber auch Vereine geehrt richtern geleitet werden.

werden, deren Schiedsrichter eine besonders

hohe Zahl von Spielen geleitet Günther Thielking, sagt zu diesen Vorga-

Der Schiedsrichterlehrwart im NFV,

haben. Ziel dieses Wettbewerbes ist, die ben: „Dieser DFB-Text hat sicher seine Berechtigung.

Es gibt jedoch nirgendwo ei-

Schiedsrichterarbeit in den Vereinen so zu

aktivieren, dass die gegenwärtigen Referees nen Hinweis darauf, dass es letztlich die

für ihre Arbeit die verdiente Anerkennung Vereine sind, die für eine angemessene

erhalten und weiter motiviert werden. Zahl von Unparteiischen zu sorgen haben.

Sie müssen den Schiedsrichterausschüssen

in den Kreisen geeignete Personen melden,

die bereit sind, als Schiedsrichter tätig zu

sein, denn schließlich wollen sie es, dass die

Spiele ihrer Mannschaften von neutralen

Referees gepfiffen werden.“

Der Schiedsrichterausschuss geht

deshalb im Rahmen seiner Werbekampagne

gezielt auf die rund 2.500 Vereine

im NFV zu, um solche Vereine herauszufinden,

deren Unparteiische besonders

zahlreich in sämtlichen Klassen

ihre Spiele geleitet haben. Diese Klubs

werden mit wertvollen Sachpreisen belohnt.

Wolfgang Mierswa, der Schiedsrichterobmann

im NFV erklärt dazu:

„Wir werden in den nächsten Wochen

bei den Kreisen und Bezirken anfragen,

welche Vereine bei der Zahl der geleiteten

Spiele an der Spitze liegen. Unter

Berücksichtigung der Anzahl der Unparteiischen

in den jeweiligen Klubs werden

wir dann diejenigen belohnen, die hierbei

ganz oben in der Tabelle stehen.“

Abschließend weist Wolfgang Mierswa

darauf hin, dass es in den zurückliegenden

Wochen in den vier Bezirken

Fortbildungen für Schiedsrichterfunktionäre

gegeben hat. Diese sind tätig, um

Vereinsschiedsrichterobleute, Paten oder

Coaches für junge Unparteiische und

auch Öffentlichkeitsmitarbeiter zur Werbung

neuer Referees zu finden und zu

schulen. Keine Frage: DFB und NFV haben

die Vorlage geliefert. Jetzt müssen

selbstbewusste und fußballbegeisterte

junge Menschen gefunden werden, die

selbst nicht das Pass-Spiel, sondern viel

lieber die „Pfeife“ bevorzugen.

Günther Thielking

30

November 2013


Inklusion

Balges Ü 29-Frauen haben die

wohl motivierteste Sturmspitze

Theresa Weyer „lebt Fußball“ – Ihr Down-Syndrom hindert weder

sie noch ihre Mannschaft am Erfolg auf dem Fußballplatz

Die Ü 29-Frauen des SV Sebbenhausen-

Balge sind für sich genommen schon

eine ungewöhnliche Mannschaft:

Trotz des weiter wachsenden Interesses am

Frauenfußball sind Spielerinnen jenseits der

30 auf regionaler Ebene nicht allzu häufig

anzutreffen; das gilt erst recht für komplette

Teams wie das des SV. Ziemlich einmalig ist

aber, dass mit Theresa Weyer eine junge

Frau mit Down-Syndrom zum Kader gehört.

Theresa Weyers Herz schlug schon immer

für den Fußball, doch ihre Heimat Binnen

war traditionell eine Handball-Hochburg.

In Sebbenhausen-Balge ist dagegen

der Frauenfußball seit langem Zugpferd und

Aushängeschild. Kurzerhand fragte Mutter

Marion Weyer, ob ihre Tochter dort mitspielen

könne? Sie konnte – und zwar völlig unkompliziert:

„Es war gar kein Problem!“,

schwärmt Marion Weyer vom lockeren Umgang

mit dem Thema Behinderung. Und

Theresa selbst fühlt sich „prima wohl“ im

Team. Weil sie nicht jedes Tempo mitgehen

kann, durfte die junge Frau bislang mit einer

Ausnahmegenehmigung in den Jugendmannschaften

spielen. Seit einem halben

Jahr tritt sie jetzt bei den Ü 29-Frauen an.

Karsten Buchholz, in Personalunion Jugendwart

und Spartenleiter Frauen- und Mädchenfußball

beim SV: „Mit 19 ist Theresa zu

alt für den Jugendbereich, kann aber konditionell

mit den Frauenmannschaften nicht

mithalten. Jetzt zeigt sie bei den Ü 29-Frauen,

was sie kann.“

Und das ist eine ganze Menge: „Am

liebsten spiel ich im Sturm. Oder Rechtsaußen!“,

sagt die begeisterte Kickerin selbstbewusst.

„Theresa lebt Fußball!“, freut sich

Karsten Buchholz. „Vor Punktspielen drückt

Sie lebt Fußball. Theresa Weyer spielt am liebsten im Sturm.

Für die Ü 29-Frauen des SV Sebbenhausen-Balge und Trainer Björn Müller steht fest: Theresa gehört

dazu.

Fotos: Heckmann

sie Trainer Björn Müller schon mal eine Liste

mit Vorschlägen für die optimale Aufstellung

in die Hand.“ Dass Theresa ganz selbstverständlich

mit dabei ist, ist für Buchholz

„echte Inklusion“: „Die Spielerinnen,

der Trainer – das sind eben

ganz normale Leute hier. Da wird

auch mal geflucht oder geschrien –

das ist halt Fußball! Aber Theresa

zieht mit – und gehört dazu!“

So etwas ist für Jan Christoph

Hogrefe, Bereichsleiter Offene Hilfen

bei der Lebenshilfe, quasi der

Idealzustand: „Die Lebenshilfe

unterstützt Theresa dort, wo sie

Hilfe benötigt und wünscht. Beispielsweise

hat sie bei uns gerade

im Berufsbildungsbereich angefangen.

Da kann sie Stärken und

Interessen für die Arbeitswelt entdecken,

und wir fördern sie dabei.

In der Freizeit trifft sie sich mit

Freunden in unserer Schwimmgruppe,

hier sind die Jugendlichen

mit Handicap auch mal unter sich.

Aber sie spielt eben auch – ganz

ohne Unterstützung – Fußball in

Sebbenhausen. Beides ist wichtig.“

Anfangs, erinnert sich Karsten

Buchholz, war man vereinsseitig

schon etwas unsicher: Würde das

funktionieren? Wie würden die

Mannschaften – die eigenen und die Gegner

– reagieren? Doch die Sorgen waren unbegründet.

Wo sie wirklich Hilfe braucht –

beispielsweise, wenn es gilt, sich in einer bislang

unbekannten Spielstätte zurechtzufinden

– helfen die Mannschaftskameradinnen.

Treffen sich die Frauen in der Stadt oder

beim Altstadtfest, gibt’s eine Umarmung

oder High five.

Für Theresa Weyer ist es ganz normal,

in Sebbenhausen-Balge dazuzugehören; das

ist „ihr Team“. Karsten Buchholz nennt aber

noch einen anderen Aspekt: „Was die Spielerinnen,

vor allem auch die jüngeren Aktiven,

aus der gemeinsamen Zeit mit Theresa

mitgenommen haben, ist unglaublich. Sie

gehen ganz anders mit Menschen mit Behinderungen

um!“

Dass von einem unverkrampften Miteinander

sowohl Menschen mit wie auch

ohne Behinderung profitieren, davon ist

auch Jan Christoph Hogrefe überzeugt.

„Dass der SV anfangs unsicher war, ist ja

ganz normal“, sagt er. „Die Lebenshilfe gibt

Vereinen, die bislang noch keine Erfahrung

mit Menschen mit Handicap gemacht haben,

gern Hilfestellung: Vielleicht muss man

einfach gemeinsam ein Projekt starten und

die Menschen mit Behinderungen in ihrer

Freizeit im Verein unterstützen. Das, was der

Sportverein Sebbenhausen-Balge geleistet

hat, ist einfach klasse!“ Jens Heckmann

32

November 2013


Kompetenz zum Pfeifen

Osterholzer Mädchen bestehen Schiedsrichterprüfung auf Ameland

Mit großem Engagement erstellten die Mädchen aus dem NFV-Kreis Osterholz mehrere Collagen zu

den 17 Spielregeln im Fußball und erlernten so handlungsorientiert die Inhalte des Regelwerkes.

Einen abwechslungsreichen Schiedsrichterlehrgang

erlebten zwölf Mädchen

aus dem NFV-Kreis Osterholz

während der diesjährigen Herbstferien.

Im Rahmen einer Mädchenfreizeit verbrachten

sie zehn Tage auf der Nordseeinsel

Ameland (NL). Katja Lipka, die

Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises

hatte diese Maßnahme vorbereitet,

organisiert und begleitet. Als Vertreter

des NFV war Schiedsrichterlehrwart

Günther Thielking für die Ausbildung

und Prüfung der Mädchen auf der Insel

verantwortlich.

Verschiedenes

Zum Lehrgangsprogramm gehörten

an jedem Vormittag handlungsorientierte,

intensive Schulungen der Fußballregeln

wie auch praktische Handreichungen,

in denen die Mädchen lernten, das

Regelwerk auf dem Platz umzusetzen.

Parallel dazu trainierten die angehenden

Schiedsrichterinnen unterschiedliche Strategien

zur Konfliktbewältigung, um sich

in ihren ersten Spielleitungen durchzusetzen.

In seinem Lehrgangsfazit machte

Günther Thielking deutlich, dass in etlichen

Fußballkreisen die Ausbildung der

Schiedsrichteranwärter nahezu ausschließlich

theoretisch erfolgen würde. Für die

praktische Umsetzung auf dem grünen

Rasen bliebe oft keine Zeit, so dass junge

Unparteiische ihr erstes Spiel leiten sollen,

mitunter aber nicht wissen, wie ein

Schiedsrichter bei einem Foulspiel lautstark

zu pfeifen hätte. In den Tagen auf

Ameland wären selbst solche Basiskompetenzen

zur Kommunikation intensiv geübt

worden.

Nach der erfolgreich abgelegten Prüfung

gratulierte der mitgereiste Jugendobmann

des NFV-Kreises Osterholz Helmut

Schneeloch folgenden neuen Schiedsrichterinnen:

Nina Hübers, Rieke Lauszua,

Ronja Klook, Anna Mester, Julia Lühring,

Nane Grotheer, Lea Naujox, Antonia

Gorcks, Felicia Brünjes, Lara Beyer, Annika

Lehmann.

Europäischer Bürgerschaftspreis

für die Jugend des SV Südharz

Fußballprojekt „Jugend spielt für Europa“ ausgezeichnet

Der SV Südharz ist jetzt in Berlin mit

dem Europäischen Bürgerpreis ausgezeichnet

worden. Der Verein hat

ein internationales Fußballturnier „Jugend

spielt für Europa“ veranstaltet. Hans Zohren,

Organisationsleiter des Turniers nahm

die Ehrung entgegen. Der Burgdorfer

Europaabgeordnete Bernd Lange hatte

den Vorschlag eingereicht.

„Allein in diesem Jahr sind Mannschaften

aus sechs europäischen Ländern

in Walkenried zum Fußballturnier angetreten“,

so Lange. U 15- und U 17-Teams aus

Bulgarien, Deutschland, Niederlande, Polen,

Slowakei, Tschechien waren in Walkenried

dabei. „Wie bereits im vergangenen

Jahr konnte ich als Schirmherr an der

Eröffnung teilnehmen. Für mich war es

sehr eindrucksvoll, wie das miteinander

auf und neben dem Platz funktioniert. Für

mich ist das Turnier ausgezeichnet, es freut

mich sehr, dass die Jury zu dem gleichen

Urteil gekommen ist“, betonte der Europaabgeordnete.

Gastfreundschaft und Toleranz

standen bei dem sportlichen Treffen

im Vordergrund. Ganz besonders beeindruckt

ist Lange von dem Engagement von

Hans Zohren, der zum 53. Mal dieses Turnier

organisiert hat.

Seit 2008 zeichnet

das Europäische

Parlament EU-Bürger

für außergewöhnliche

Leistungen aus.

Der Europäische Bürgerpreis

ist ein Dankeschön

für überzeugte

Europäer.

Er soll ein außergewöhnliches

Engagement

für ein besseres

gegenseitiges

Verständnis und

mehr Integration

in der EU belohnen.

Ausgezeichnet werden

auch Initiativen

für bessere grenzüberschreitende

Zusammenarbeit

innerhalb

Europas und

die praktische Anwendung

der Werte wie Gastfreundschaft,

Toleranz und Solidarität.

Bernd Lange (links) und Hans Zohren bei der Preisverleihung in Berlin.

Foto: Jens Schicke

November 2013 33


Integration

i

Die 12

Standorte*

NFV-Bezirk Braunschweig, Kreis Göttingen:

Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Göttingen + Sparta Göttingen, Kreis Gifhorn:

Grundschule Meinersen + TuS Müden-Diekhorst,

Kreis Peine: Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule

(GS) + VfB Peine.

NFV-Bezirk Hannover, Kreis Hannover-

Land: Grundschule Uetze + SC Uetze,

Kreis Hannover-Stadt: Gebrüder-Körting-

Schule Badenstedt (GS) + Badenstedter SC.

NFV-Bezirk Lüneburg, Kreis Osterholz:

Grundschule Beethovenschule Osterholz-

Scharmbeck + VSK Osterholz-Scharmbeck.

NFV-Bezirk Weser-Ems, Kreis Ammerland:

(H u. R-Schule) RDS Westerstede +

FSV Westerstede, Kreis Cloppenburg:

Schulzentrum Saterland, Ramsloh + SV

Scharrel, Kreis Emsland: Oberschule Spelle

+ SC Spelle-Venhaus, Kreis Osnabrück-

Land: Grundschule Vehrte + SuS Vehrte,

Kreis Vechta: Grundschule Höner Mark +

TV Dinklage, Kreis Wilhelmshaven:

Grundschule Hafenschule und Grundschule

Peterstraße Wilhelmshaven + ESV Wilhelmshaven.

*= Schule plus Kooperationsverein

Interessierte Schulen und Vereine, die nicht

Teilnehmer des Projektes „Spielend Mittendrin“

sind, sich aber auch im Bereich Integration

von Menschen mit Migrationshintergrund

und sozial Benachteiligten engagieren

möchten, können Unterstützung erhalten.

Das Niedersächsische Ministerium

für Inneres und Sport hat die Finanzhilfe an

den LandesSportBund Niedersachsen

zweckgebunden für den Bereich Integration

und Sport erhöht.

Ansprechpartner:

Marion Demann (NFV-Projektleiterin):

05105/75-164, E-Mail: mdemann@nfv.de

Marko Kresic (NFV-Referatsleiter

Schulfußball): 05105/75-167,

E-Mail: marko.kresic@nfv.de

Bibiana Steinhaus (Niedersächsisches

Ministerium für Inneres u. Sport):

0511/120-6297, E-Mail:

Bibiana.Steinhaus@mi.Niedersachsen.de

Roy Gündel (LSB Niedersachsen):

0511/1268-187,

E-Mail: rguendel@LSB-Niedersachsen.de

Mit Leidenschaft und Begeisterung waren die Grundschülerinnen beim Kleinfeldturnier dabei.

Uetze ist das Vorbild

„Bergfest“ des Projektes „Spielend Mittendrin“

in Wilhelmshaven – An sieben Standorten sind die

Teilnehmerinnen bereits in Sportvereine eingetreten

Wenn beim Theater oder Film die

Hälfte einer geplanten Vorstellungsserie

bzw. Drehzeit erreicht

ist, treffen sich Regisseure, Schauspieler

und die übrigen Mitglieder des Sets zu

einer ganz speziellen Feier. Anlässlich des

Bergfestes, wie diese Veranstaltungen gerne

bezeichnet werden, blicken sie gemeinsam

zurück und stimmen sich auf den nun

noch vor ihnen liegenden Abschnitt ein.

Diesem Beispiel folgend erlebte auch

das Projekt „Spielend Mittendrin“ sein


Die Projektteilnehmerinnen der Wilhelmshavener Grundschulen Peterstraße und Hafenschule (weiße Trikots) bestritten anlässlich des Bergfestes ein

Kleinfeldturnier mit der Schule an der Deichbrücke (blaue Trikots) und der Grundschule Höner Mark aus Dinklage. Vor dem Anpfiff stellten sie sich mit

den Ehrengästen zum Gruppenfoto. Hinten von links: Dieter Gröschel (Lehrwart NFV-Kreis Wilhelmshaven), FIFA-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus,

Uwe Reese (NFV-Kreisvorsitzender Wilhelmshaven), Katharina Witt (Lehrerin an der Grundschule Peterstraße), Thorsten Hesse, Roland Klumker, Markus

Gellert (alle ESV Wilhelmshaven), Holger Ansmann (Kommunalpolitiker), Fritz Langen (Bürgermeister Wilhelmshaven), Professor Dr. Wolf-Rüdiger

Umbach (LSB-Präsident), Ferdinand Dunker (NFV-Vizepräsident), Hartmut Bünger (stellvertretender NFV-Kreisvorsitzender Wilhelmshaven), Hans-

Jörg Haferkamp (Leiter Sportreferat Niedersächsisches Ministerim für Inneres und Sport).

34


Integration

„Bergfest“. Zur Halbzeit der zweijährigen

Initiative kamen Organisatoren und Teilnehmer

an dem einzigen der zwölf niedersächsischen

Standorte zusammen, der

gleich mit zwei Schulen beteiligt ist: Wilhelmshaven.

Austragungsort war das Gelände

des Pumpwerks, ein historisches Industriegebäude,

das seit 1976 das kulturelle

Leben der Stadt prägt.

„Integration geht uns alle an. Sie ist

eine zentrale Zukunftsaufgabe unserer

Gesellschaft. Ziel muss sein, dass jeder die

Chance erhält, gleichberechtigt am gesellschaftlichen

Leben teilzunehmen. Sei es in

der Schule, im Arbeitsleben oder in einem

Verein“, sagte NFV-Vizepräsident Ferdinand

Dunker zur Begrüßung. Deshalb fördert

sein Verband in Zusammenarbeit mit

dem niedersächsischen Ministerium für Inneres

und Sport sowie dem LandesSport-

Bund Niedersachsen (LSB) seit Beginn des

Schuljahres 2012/13 die Integration von

Mädchen durch Fußball.

Mädchen mit Migrationshintergrund

oder aus sozial benachteiligten Verhältnissen

sollen durch das Angebot einer Schulfußball-AG

für den Fußball begeistert werden.

In enger Kooperation mit dem Projektpartner

(Verein) wird darauf hingearbeitet,

die Mädchen mittel- bis langfristig

für den Vereinsfußball zu gewinnen. Die

Ergebnisse zur Halbzeit können sich sehen

lassen. So sind an sieben Standorten inzwischen

Mädchen in Sportvereine eingetreten.

Außerdem hat sich die Schulfußball-AG

Uetze als 2. E-Juniorinnenmannschaft

des SC Uetze am Spielbetrieb des

NFV-Kreises Hannover-Land angemeldet.

„Uetze ist unser Best-Practice-Beispiel.

Wir hoffen, dass dies auch an anderen

Standorten gelingt“, erklärte NFV-Mitarbeiter

Sebastian Ratzsch am Mikrofon

„Augen zu und durch“: Die Projektteilnehmerinnen beim Kleinfeldturnier.

seines Kollegen Manfred Finger, der den

offiziellen Teil zum „Bergfest“ moderierte.

Zu Wort kamen auch Markus Gellert,

Thorsten Hesse und Roland Klumker vom

ESV Wilhelmshaven, der in der Jadestadt

mit den Grundschulen Hafenschule und

Peterstraße zusammenarbeitet, Raphael

Dornieden und Jan Grote vom Standort

Dinklage, Roy Gündel (LSB) sowie FIFA-

Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus, die im

niedersächsischen Ministerium für Inneres

und Sport für die Umsetzung des Projektes

verantwortlich ist. Neben Ferdinand Dunker

sprachen Wilhelmshavens Bürgermeister

Fritz Langen, Hans-Jörg Haferkamp

(Ministerium für Inneres und Sport), LSB-

Präsident Wolf-Rüdiger Umbach und Wilhelmshavens

NFV-Kreisvorsitzender Uwe

Reese Grußworte.

Für die musikalische Unterhaltung

sorgten die „Hafenrocker“. Die jungen

Musiker (2. bis 6. Klasse) wurde alle von

Ralf Lübke, früher unter anderem Gitarrist

der Band Rosenstolz, ausgebildet und

haben sich zu einem Aushängeschild der

Stadt Wilhelmshaven entwickelt.

Höhepunkt des „Bergfestes“ war

das Kleinfeldturnier mit den Projetteilnehmerinnen

aus Wilhelmshaven und

Dinklage. Zudem waren die Schülerinnen

der Wilhelmshavener Schule an der

Deichbrücke am Ball. Sie ist eine Einrichtung

für Kinder mit körperlichen und

geistigen Handicaps.

-maf- ■

Manfred Hörnschemeyer (2. von rechts), Vorsitzender des TSV Havelse, konnte am Tag der Deutschen Einheit zahlreiche Ehrengäste

zur offiziellen Einweihung des Kunstrasenplatzes an der Hannoverschen Straße in Garbsen begrüßen. Unter anderem NFV-Vizepräsident August-Wilhelm

Winsmann, der in seinem Grußwort die zunehmende Bedeutung von Kunstrasenplätzen betonte, da diese, so Winsmann, „nahezu bei jeder

Witterung nutzbar sind und damit insbesondere den Trainingsbetrieb verlässlicher und umfassender als bisher gewährleisten.“ Mit dem Platz erfüllt

sich der Regionalligist einen lang gehegten Traum. Zur Realisierung hatte der TSV eine Kampagne unter dem Motto „Zeit, dass sich was tut!“ gestartet,

durch die erhebliche finanzielle Mittel erzielt werden konnten (www.kunstrasen-tsv-havelse.de). Von links: August-Wilhelm Winsmann (NFV-

Vizepräsident), Stephan Hox (Radio 21), Radio 21-Geschäftsführer Steffen Müller, Manfred Hörnschemeyer, Alexander Heuer (Bürgermeister der

Stadt Garbsen).

Foto: Scharf

November 2013 35


Vereinsberatung

Alljährlich geht Ralf Serra, Referatsleiter

Spielrecht/Passwesen der

NFV-Geschäftsstelle, vor den

Wechselperioden auf seine Reise quer

durch Niedersachsen. Das Interesse am

Vereinswechselrecht ist riesig und die

Fragen, die sich aus dem täglichen

Spielbetrieb ergeben, nehmen stetig zu.

● Bis wann kann gewechselt werden?

● Bis wann muss sich ein Spieler

abmelden?

● Wie spielt sich ein Spieler fest?

● Welcher A-Junior kann im

Herrenbereich spielen?

● Wie beantrage ich ein

Zweitspielrecht?

● Wie hoch ist die Entschädigung,

die wir zahlen müssen?

● Wer kann Verträge mit Spielern

abschließen?

Das sind nur einige Fragen, die die

Vereine beschäftigen – und sie können

Tragweite haben! Denn ein Spieler, der

nicht spielberechtigt ist, kann Punkte

kosten – und Geld!

Ob es den Vereinswechsel eines Junioren

oder Senioren, eines Mädchens

oder einer Frau betrifft, oder die Antragstellung

im Rahmen eines internationalen

Vereinswechsels – es gibt viele

Gemeinsamkeiten, aber auch viele

unterschiedliche Bestimmungen im

‚Dschungel’ des Regelwerkes, durch die

die Vereinsvertreter ‚durchblicken’ müssen,

aber dabei schon in so manche

Falle getappt sind.

Dass der Vereinswechsel und die

Beantragung von Spielerlaubnissen

besondere Bedeutung haben, verdeutlichen

schon die Antragszahlen im

Laufe eines Kalenderjahres. Neben

... danach gehts in die Gruppenarbeit.

Das Pass- und Spielrecht

geht auf Tour

Lebhafte Informationsabende für Vereine und Funktionäre

Am Anfang steht das Kennenlernen …

ca. 30.000 Neuausstellungen für Jungen

und Mädchen, Frauen und Männer, entscheiden

sich Jahr für Jahr über 40.000

Spieler und Spielerinnen, ihren Verein

zu wechseln!

Und genau deswegen ist die Nachfrage

in den Kreisen und den Vereinen

groß.

„Mein Ziel ist es, den Teilnehmern

das gewiss nicht einfache Wechsel- und

Spielrecht näher zu bringen. Sie sollen

an praktischen Beispielen erleben, was

beim Vereinswechsel so alles schief gehen

kann – und welche Folgen das haben

kann.

Das funktioniert aber nur, wenn sie

aufgefordert werden, selbst Lösungen

zu finden. Das motiviert und macht einfach

Spaß, und es freut mich, wenn die

Vereinsvertreter zufrieden nach Hause

gehen“, so beschreibt Ralf Serra seine

Vortragsabende.

Der Teamgeist ist auch an solchen

Abenden gefordert, das Kennenlernen

der Teilnehmer, das gemeinsame Bearbeiten

von Fallbeispielen, das Erarbeiten

von Lösungen und die anschließende

Erörterung der Ergebnisse stehen im

Vordergrund.

An manchen Tagen geht es turbulent

zu, da rauchen die Köpfe, es wird

diskutiert und gestritten – aber am

Ende bekommt auf jeden Fall jeder

die richtige Lösung präsentiert.

Und diejenigen, die kommen, haben

nach der Veranstaltung so manchen

Informationsvorsprung – der im

Hinblick auf die Entschädigungszahlungen

für den Verein durchaus gewinnbringend

sein kann.

Und es muss nicht das ganze Thema

an einem Abend sein – spezielle

Themen, wie

● Der Vereinswechsel von Junioren/

Juniorinnen

● Der Vereinswechsel von

Herren/Frauen

● Die Festspielregelungen

● Das Zweitspielrecht für Herren und

Frauen / Die Gastspielerlaubnis im

AH-Bereich

● Das Zweitspielrecht für Junioren/-

Juniorinnen

● Der Jugendförderverein (JFV)

können im Fokus der Vereine stehen

und sind allemal abendfüllend

genug!

36

November 2013


Schiedsrichterausbildung

Zweitligareferee Harm Osmers zeigt bei der IdeenExpo interessierten Jungen den Weg ins Schiedsrichterzelt zum E-Learning-Schiedsrichterquiz.

Foto: Thielking

E-Learning – ein neuer Weg

zur Schiedsrichterprüfung

Schüler und Lehrer sammeln auf der IdeenExpo erste Erfahrungen

Neue Wege geht die Lehrarbeit für

Schiedsrichter im NFV. Wo vor gar

nicht langer Zeit im „Frontalunterricht“

der Tageslichtprojektor und selbst

die Magnettafel noch zur Lehre genutzt

wurden, da gehören heute Laptop und

Beamer oder auch die Analyse von Videoszenen

als Gruppenarbeit zum Tagesgeschäft

eines Schiedsrichterlehrwartes.

Doch selbst diese Lehrformen wurden inzwischen

vom E-Learning eingeholt.

Der Schiedsrichterausschuss des NFV

beginnt in diesen Wochen, diese neue

Methode zur Ausbildung neuer Unparteiischer

einzusetzen. Wolfgang Mierswa

organisierte hierzu zusammen mit dem

NFV-Referatsleiter Schulfußball, Marco

Kresic, und Robert Schröder von DFB-Medien

eine Informationsveranstaltung mit

ausgesuchten Schulen im Bereich des

NFV. Den Pädagogen wurde dabei deutlich,

dass sich die Schüler bei dieser Methode

sowohl am PC in der Schule als

auch in „Heimarbeit“ selbst ihr Wissen

zum Thema „Spielregeln“ aneignen können.

Der Lehrer wird zum Lernorganisator

und tritt im Alltag der Schüler zunehmend

in den Hintergrund. Unabhängig

davon gehören jedoch zur Arbeit in Richtung

Anwärterprüfung weiterhin regelmäßige

Zusammenkünfte der Lernenden

mit ihrem Ausbilder.

Parallel zum Treffen in Barsinghausen

gab es auf der Ideen-Messe in Hannover

einen Schiedsrichterstand, an dem rund

400 Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen

und Lehrer ebenfalls erste Erfahrungen

mit dieser neuen Lehrmethode sammelten.

Mit einem Online-Quiz und einer

Fragerunde zu den Spielregeln konnten sie

auf der Leinwand interessante Informationen

in Sachen „Schiedsrichterentscheidungen“

vom Computer abrufen.

Für die methodisch-didaktischen

Grundlagen zur Vermittlung des E-Learning

sorgte Günther Thielking. Der ehemalige

Schulleiter wies während der

Messe und auch im Verlauf der Informationsveranstaltung

in Barsinghausen auf

die vielfältigen Möglichkeiten dieser Methode

hin. Klartext sprach er, als es hierbei

um das eigenverantwortliche Lernen

der jungen Probanden ging: „Nur wer

selbst an sich arbeitet und regelmäßig in

seinen eigenen vier Wänden die Arbeitsprogramme

im Rahmen dieser Lehrmethode

angeht, der wird am Ende die

Schiedsrichterprüfung erfolgreich ablegen

können.“

Die Lehrinhalte im Internet wurden

von Bernd Domurat zusammen gestellt. In

systematischer Detailarbeit hat der

Schiedsrichterlehrwart eine Vielzahl von

Videoszenen auf die Plattform unter DFB-

Online-Lernen gesetzt. Die Spielregeln

selbst wurden von ihm als Text auf Folien

und auch als Power Point Präsentationen

entworfen und können von den angemeldeten

Schulen abgerufen werden, wenn

diese sich für einen Anwärterlehrgang mit

der Methode E-Learning beim NFV angemeldet

haben.

Folgende Schulen haben sich bereit

erklärt, im Rahmen eines Projektes, im

Nachmittagsunterricht oder auch während

einer Fußball AG ihre Schüler zum Schiedsrichter

auszubilden: Franziskus-Demann-

Schule Freren, Geschwister-Scholl-Schule

Geeste-Dalum, Evangelisches Gymnasium

Nordhorn, Gymnasium Damme, Oberschule

Adendorf (Schule am Katzenberg),

IGS Mühlenberg Hannover, CJD Cristophorus

Elze, Schulzentrum Uetze, Jacobson-Gymnasium

Seesen.

November 2013 37


Vermischtes

96er referieren. Eingebettet in das Förderkonzept für Vereinsjugendtrainer/innen des NFV-

Kreises Cloppenburg fand jüngst ein ganztägiger Workshop in der Sportschule Lastrup statt, bei dem

Joachim Hochartz (Koordinator des Förderkonzeptes) und Dietmar Hochartz (Moderator der Veranstaltung)

rund 80 Jugendtrainer aus den Kreisen Cloppenburg und Vechta begrüßen konnten. Erfreut waren die beiden Organisatoren darüber, dass Dr.

Jens Rehhagel (Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Hannover 96, Foto) und dessen U 14-Trainer Tim Hendrik Hofmann den anwesenden Teilnehmern

viel Wissenswertes aus dem Bereich des Jugendfußballs mit auf den Weg gaben. Rehhagel, der die Zusammenarbeit mit den Cloppenburgern

auch in Zukunft fortführen möchte, ging in seinen Ausführungen auf die Nachwuchsarbeit der 96er näher ein und bemerkte: „Die unbedingte

Identifizierung und Verbundenheit mit dem Verein und unserer Region hat bei uns einen hohen Stellenwert. Auch die Einbindung der Eltern ist

enorm wichtig. Sie werden bei regelmäßigen Elternabenden über den Entwicklungsstand ihrer Kinder informiert.“ Hofmann beleuchtete in seinem

Vortrag insbesondere das kindgerechte Training in den einzelnen Altersgruppierungen. „Der Erfolg ist nicht nur am Tabellenplatz zu bemessen, sondern

vor allem daran, dass man insbesondere bei unseren Jüngsten (F-/E-Junioren) eine positive Grundeinstellung erzeugen muss“, so Hofmann. Zum

Abschluss der Veranstaltung erhielten alle Teilnehmer INFO-Material der AOK Cloppenburg und eine Broschüre des DFB zum Training mit D-Junioren.

Die kommenden Veranstaltungen im Rahmen des Cloppenburger Förderkonzeptes finden am 16. November (10 bis 13 Uhr) in den Sporthallen Ramsloh,

Garrel, Cappeln, Hemmelte und Lindern statt. Hier lautet das Motto: „Vielseitigkeit ist Trumpf – variantenreiches Hallentraining“. Fritz Redeker

euer Triumpf für Aaran Lines (auf dem

Lines ist US-Vizemeister NFoto mit Weltfußballerin Abby Wambach),

ehemals Fußballer bei Kickers Emden

und VfL Osnabrück (siehe Story im

NFV-Journal 05/2013). Als Coach der Western

New York Flash aus Rochester gewann

der 37 Jahre alte Neuseeländer die erste

Saison der neuen weiblichen US- Profiliga

NWSL und erreichte in den anschließenden

Playoffs der Top-Four das Finale um die US-

Meisterschaft gegen die Thorns aus Portland

(Oregon). „Wir haben versucht, das

0:1 aufzuholen und wurden dabei in der

Nachspielzeit mit dem 0:2 bestraft“, erinnert

sich Lines an das Match vor 9.129

Fans mit gemischten Gefühlen. Er sieht positive

wie negative Aspekte. „Wir wurden

bei der Zuteilung der Nationalspielerinnen

aus den USA, Kanada und Mexiko nicht

gerade gut behandelt. So gesehen haben

wir mehr erreicht, als eigentlich möglich

war. Darauf bin ich stolz. Andersherum bin

ich kein Mann für zweite Plätze. Mein Ziel

BU

ist es, im nächsten Jahr wieder anzugreifen.“

R. Hennies

Die Kampagne „Gemeinsam Fair“, die zu Saisonbeginn von der Niedersächsischen Landesregierung und dem Ministerium für

Inneres und Sport mit seinen nachgeordneten Polizeibehörden und -dienststellen auf der einen Seite und durch den Niedersächsische Fußballverband

mit seinen angeschlossenen Vereinen andererseits gestartet worden ist, wird immer wieder bei Spielen der 1. bis 3. Bundesliga sowie der Regionalliga-Nord

in Erinnerung gerufen. So auch jüngst bei der Regionalliga-Begegnung Hannover 96 II gegen den SV Meppen (1:1), bei der die Spieler

beider Mannschaften vor Anpfiff durch das Hochhalten des Banners „Gemeinsam Fair“, begleitend durch eine darauf abgestimmte Stadiondurchsage,

die Aktion in Erinnerung riefen.

38

November 2013


Sparkassen-Finanzgruppe

Wann ist ein Geldinstitut

gut für Deutschland?

Wenn es nicht nur in Geld -

an lagen investiert. Sondern

auch in junge Talente.

S

Sparkassen unterstützen den Sport in allen Regionen

Deutschlands. Sport fördert ein gutes gesellschaftliches Miteinander

durch Teamgeist, Toleranz und fairen Wettbewerb.

Als größter nichtstaatlicher Sportförderer Deutschlands engagiert

sich die Sparkassen-Finanzgruppe im Breiten- und Spitzensport

besonders für die Nachwuchsförderung. Das ist gut für den

Sport und gut für Deutschland.

www.gut-fuer-deutschland.de

Sparkassen. Gut für Niedersachsen.


Kooperation

Gemeinsam Hürden überwinden

Für die Franz-Mersi-Schülerinnen und -Schüler geht es im Kletterpark hoch hinaus

„Ein tolles Erlebnis!“, das war die erste

Reaktion von Ralf Serra, der für den

Niedersächsischen Fußballverband die

Kooperation mit der Franz-Mersi-Schule

aus Hannover begleitet, nach einem

gemeinsamen Klettertag im Seilgarten

in der Eilenriede.

Zwischen der Franz-Mersi-Schule, der

einzigen niedersächsischen Förderschule

mit dem Förderschwerpunkt

Sehen, und dem Niedersächsischen Fußballverband

besteht nun schon seit dem

Jahr 2009 eine Kooperation, die sich aus

der Zielsetzung des NFV ergeben hat, den

Blindenfußball in Niedersachsen zu fördern.

Patrick bei seinem „letzten Aufstieg“. Er hat die Schule nach

der 10. Klasse verlassen.

Nachdem bereits im regulären Sportunterricht

der Schule in mehreren Trainingseinheiten

eifrig Blindenfußball gespielt

wurde, ist in diesem Schulhalbjahr

das Angebot um die Sportart Futsal B2/B3

erweitert worden.

Parallel dazu fördert der NFV zusammen

mit dem BehindertenSportverband

Niedersachsen (BSN) den Fußballsport an

der Schule durch eine Futsal-AG, die regelmäßig

einmal pro Woche für interessierte

Schülerinnen und Schüler angeboten wird.

In der Franz-Mersi-Schule ist der Fußball

inzwischen festes Thema geworden. In

der Schülerzeitung, den „Mersi-News“,

wird regelmäßig und aktuell über die Aktivitäten

im Fußballsport und die Kooperation

berichtet.

Mit den Verantwortlichen der Schülerzeitung,

die im Rahmen des Wahlpflichtkurses

(WPK) „Schülerzeitung und mehr“

produziert wird, besteht inzwischen ein

freundschaftliches Verhältnis. Gemeinsame

Aktionen haben fast schon Tradition. Dabei

sind es immer wieder neue Schüler und

Schülerinnen, die den WPK gewählt haben

und an der Herausgabe

der Schülerzeitung mitwirken.

Zum Ende des Schuljahres

2012/13 ging es

diesmal hoch hinaus,

nämlich in den Seilgarten

Hannover in die Eilenriede.

„Zu erleben und zu

erfahren, wie die Jugendlichen

sich geholfen,

gegenseitig unterstützt,

angefeuert und motiviert

haben, und dadurch Ängste

und erst recht die wackeligen

Hindernisse, die

schon für jeden anderen

einen Alptraum

bedeuten, gemeistert

haben,

das war einfach

begeisternd“,

zeigte sich Ralf

Serra beeindruckt.

Da entstand

echter Teamgeist,

und der

ließ den Jugendlichen

„Flügel wachsen“ – kein

Hindernis war zu hoch oder zu

schwer, kein Holzbalken und kein

Seil zu wackelig oder zu glatt. Ob

einzeln, im Zweierteam oder in

der Gruppe, nichts konnte die

Schülerinnen und Schüler aufhalten

– und auch Sabine Dudek als

betreuende Lehrerin und Chefredakteurin

der „Mersi-News“

nicht.

Das Statement von Sabine

Dudek zeigt, dass diese Aktion

auch für sie nichts Gewöhnliches

war, sondern ganz im Gegenteil,

etwas ganz Besonderes:

„Aus Sicht einer Lehrerin ist völlig begeistert

anzumerken, dass wir an der FMS

hochmotivierte, mutige und regelrecht

kämpferische ,Naturen’ als Schülerinnen

und Schüler zu bewundern haben. Sie sind

Förderschullehrerin Sabine Dudek mit Spaß und ohne Angst im

Spinnennetz.

alle hoch gestiegen, über steile Stege, die

an Bäumen befestigt waren, auf wacklige

Bretter in luftiger Höhe und schließlich

superhoch ins ,Spinnennetz’ zur ,Lufthupe’.

Alle, aber auch wirklich alle, sind

über ihre Grenzen gegangen, haben mit

Ängsten gerungen, und am Ende sich

selbst übertroffen und das, was vorher

nicht möglich schien, gewagt und getan!“

„Ich verrate an dieser Stelle, dass das

die Momente sind, in denen ich weiß, warum

ich Lehrerin geworden bin – nämlich

nicht an erster Stelle, um Deutsch oder

Mathe zu vermitteln. Mein Schwerpunkt

ist genau das: mit ein bisschen Planung

vorweg erleben zu dürfen, wie junge Menschen

in der Gruppe zusammenhalten und

Hürden überwinden, Riesenschritte gemeinsam

tun und jeder und jede für sich

selbst auf ganz eigene Art so schöne Ergebnisse

erzielt.“

Gemeinsam geht’s besser, hier helfen sich Ralf Serra und Yannick auf dem Weg über die Hängebalken.

40

November 2013


Kabelloser Internetzugang

Germania Wolfenbüttel bietet im Verein kostenlosen Vereinshotspot an

Service

Oliver Raasch (1. Vorsitzender).

Nach drei Jahren Planungs- und Bauzeit

war es endlich so weit. Der BV

Germania Wolfenbüttel hat mit

dem MKN-Sport-Park eine neue Heimat.

Künftig werden 20 Mannschaften aus

verschieden Abteilungen auf der 2,5

Millionen Euro teuren Anlage trainieren

und spielen. „Wir sind sehr stolz, eine

hochmoderne, neue Sportanlage bekommen

zu haben. Mit dem ersten Kunstrasenplatz

in Wolfenbüttel können wir

den Jugend- und Herrenmannschaften

optimale Bedingungen für den Leistungsfußball

bieten“, berichtet der 1. Vorsitzende

Oliver Raasch.

Der Vorsitzende lobte die gute Zusammenarbeit

zwischen der Stadt Wolfenbüttel

und dem Verein. „Dies ist ein wichtiger

Schritt in die Zukunft, denn unser Traditionsverein,

der 2010 einhundert Jahre

alt wurde, setzt weiter auf die Nachwuchsarbeit

mit mehr als 15 aktiven Jugendmannschaften.

Einen besseren Unterbau

für erfolgreiche Herrenmannschaften kann

man gar nicht bekommen.“ erklärte

Raasch. Mit der Wolfenbütteler Maschinenfabrik

Kurt Neubauer GmbH & Co,

kurz MKN, wurde ein wichtiger Namensgeber

für die neue Anlage gefunden.

Browser-Startmaske beim Vereinshotspot BV

Germania Wolfenbüttel.

Der BV Germania Wolfenbüttel freut sich

auf eine erfolgreiche Zukunft im MKN-

Sportpark.

In Zusammenarbeit mit den Firmen

Frederix Computer GmbH und dem

Ing.-Büro Netopsie wurde – im Zuge einer

modernen technischen Ausstattung des

neuen Vereinsheims – eine Cloud-basierende

Internetzugangstechnologie via

WLAN installiert.

Jeder Fan, jedes Mitglied und selbstverständlich

auch deren Familienmitglieder

können sich im gesamten MKN-

Sportpark sicher, kostenlos und einfach

ins Internet einloggen.

Die Begrüßung auf dem Zugangsportal

erfolgt derzeitig in sechs Sprachen, die

Tarife können völlig frei und individuell

hinsichtlich Zeit und Volumen definiert

werden. Bestimmte Mitglieder des Vereins

oder des Verbandes können auch ohne

Autorisierung freigeschaltet werden.

Alle Vorgänge unterstehen den aktuellen

Datenschutzbestimmungen.

„Im Zuge der steigenden Online-Präsenz

und der Dienste für den Verein eine

absolute wichtige und notwendige Anforderung.

Ohne Internetzugang ist die

Verwaltung und Führung eines Vereins

mittlerweile nur noch sehr eingeschränkt

bis kaum mehr möglich. Außerdem erhöht

es die Attraktivität des Vereins für

Zuschauer und Mitglieder enorm, unterliegt

aber gleichzeitig den aktuellen

Sicherheitsbestimmungen für Anbieter

eines Internetzugangs. Zudem freut es

uns umso mehr, dass wir der erste Verein

sind, der diese innovative und moderne

Technik im Einsatz hat“, betonte Vorsitzender

Oliver Raasch.

Nachdem der Browser gestartet ist,

erfolgt eine automatische Verbindung mit

der Anmeldeseite. Durch Auswahl der

Schaltfläche ‚Anmelden‘ unterhalb der

Hinweiszeile „Anmeldung durch Easy-

Login“, ist man bereits mit dem Internet

verbunden.

Die aufgerufenen Webseiten werden

je nach verwendetem Endgerätetyp

(Smartphone, iPad, u.s.w.) dynamisch dargestellt

und passen sich automatisch der

Displaygröße und Auflösung des verwendeten

Geräts an (mobile responsive

design).

Einfache Installation: Am Installationsort

(Vereinsheim) benötigt man lediglich

einen Internet- (z.B. DSL) und einen Stromanschluss.

Da das Hotspot-Gerät komplett

vorkonfiguriert ist, kann es sofort in

Betrieb genommen werden. Die Gäste

können sofort, sicher und einfach online

gehen.

Der Trend: Immer und

überall ins Internet!

Die Zahl der begeisterten Mobil-Surfer

wächst schnell. Mehr als die Hälfte der

Deutschen besitzen bereits ein Smartphone

und der Anteil der breitbandfähigen

mobilen Endgeräte nimmt rasant zu.

Damit steigt auch zunehmend das Interesse

an Hotspots, da diese eine höhere und

stabilere Surfgeschwindigkeit als Mobilfunknetze

bieten.

Mit dem Vereinshotspot bieten Sie für

Gäste, Mitglieder, Funktionäre und Fußballfans

eine einfache Möglichkeit, kabellos

auf das Internet zuzugreifen.

Alle weiteren Informationen und

Bestellmöglichkeiten erhalten interessierte

Vereine unter

www.mein-verein-ins-netz.de

November 2013 41


Jugend trainiert für Olympia

Teams aus Niedersachsen

gehen leer aus

5.000 Sportlerinnen und Sportler bei den Finalkämpfen in Berlin

Das Bundesfinale „Jugend trainiert für

Olympia“ fand in diesem Jahr in Berlin

erstmals zusammen mit den Finalkämpfen

von „Jugend trainiert für Paralympics“

statt. Knapp 5.000 Sportlerinnen

und Sportler mit ihren Betreuern und Trainern

aus zehn Sportarten trafen sich zu

Ratsgymnasium Osnabrück

Fotos Ohls

WK II Mädchen (Jahrgänge 1997 bis 1999), Ratsgymnasium Osnabrück

(Bezirk Weser-Ems) – Endplatzierung: Rang 13

Kader: Katharina Blackstein, Marie Bökamp, Johanna Härle, Helen Herrmanns, Maja Luyven, Melanie Pastore,

Gwen Patock, Franziska Rückin, Sophie Belau, Lehrerin/Betreuerin: Verena Busch/Eike Pannenborg

Gruppenspiele:

Ratsgymnasium – Oberschule Zum Dom Lübeck (Schleswig-Holstein) 0:0

Ratsgymnasium – Sportgymnasium Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) 0:2

Ratsgymnasium – Eliteschule des Fußballs Obervieland Bremen 0:1

Die Schülerinnen des Ratsgymnasiums belegten in ihrer Gruppe den letzten Platz.

Platzierungsspiele 9 bis 16:

Ratsgymnasium – Gesamtschule Hünxe (Nordrhein-Westfalen) 2:6

Qualifikation für die Plätze 13 bis 16:

Ratsgymnasium – Gymnasium Calvarienberg Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) 2:1

Spiel um Platz 13: Ratsgymnasium – Sportgymnasium Neubrandenburg 6:5 n.E. (2:2)

Dieter Ohls: „Das war schon ein riesiger Erfolg, sich überhaupt in Niedersachsen durchzusetzen“, betonten

die betreuenden Lehrkräfte Verena Busch und Eike Pannenborg. Sieben der Mädchen spielen in der Niedersachsenliga

(Burg Gretesch und Osnabrücker Sport Club). Die jüngeren Spielerinnen des Jahrgangs 1998

wollen unbedingt im nächsten Jahr an die Leistungen anknüpfen und den nachrückenden Schülerinnen von

den eindrucksvollen Erfahrungen und Erlebnissen aus Berlin berichten.

diesem schulsportlichen Höhepunkt in der

Bundeshauptstadt, allesamt Landessieger

in ihren Bundesländern. Die Teams aus

Niedersachsen gingen dabei leer aus.

Ein erster Höhepunkt wartete gleich

beim Empfang in der niedersächsischen

Landesvertretung unweit des Brandenburger

Tores auf die niedersächsischen Schülerinnen

und Schüler: Ministerpräsident

Stephan Weil ließ es sich nicht nehmen,

allen jungen Sportlerinnen und Sportlern

viel Glück und Erfolg für die bevorstehenden

Wettkämpfe zu wünschen. Unter der

Regie von Helga Weber, zuständig für den

Schulsport im Niedersächsischen Kultusministerium,

stellten sich alle Teams kurz vor

und berichteten über ihre sportlichen Ambitionen

in ihren jeweiligen Wettbewerben.

Aufgelockert wurde das Ganze durch

ein kleines Akrobatikprogramm der IGS

Fürstenau.

Nichts zu holen gab es für die

niedersächsischen Schulfußball-Landesmeister

beim Bundesfinale JUGEND TRAI-

NIERT FÜR OLYMPIA in Berlin. In den

Wettkampfklassen II (Jahrgänge 1997 bis

1999) und III (Jahrgänge 1999 bis 2001)

gab es bei Jungen und Mädchen lediglich

Platzierungen im unteren Tabellendrittel

der jeweils 16 teilnehmenden

Mannschaften.

Offene Fragen

Von DIETER OHLS

Auch wenn unsere niedersächsischen

Schülerinnen und Schüler aus Wolfsburg,

Bad Bentheim, Osnabrück und Ostfriesland

nicht über den 12. Platz als beste Platzierung

hinauskamen, haben sie die Farben

unseres Verbandes gut vertreten. Es

blieben aber auch einige Fragen offen.

Waren es doch in den vergangenen Jahren

besonders die Sportgymnasien und sportorientierten

Schulen diejenigen, die schier

unbesiegbar schienen. Dies musste auch in

diesem Jahr für die Vertretungen aus

Osnabrück, Bad Bentheim und Ostfries-


WK II Jungen (Jahrgänge 1997 bis 1999), Eichendorffschule Wolfsburg

(Bezirk Braunschweig) – Endplatzierung: Rang 14

Kader: Julian Agullo Stolz, Amara Condé, Jan Neuwirth, Jannik Mücke, Nick Nürnberger, Maximilian Krüger,

Ilkay Karack, Murat Saglan, Efe Cem Kirkafa, Robin Ziegele, Loris Bethge, Justin Möbius, Guy Loic

Schröder, Elvis Rexhbecaj, Anton Donkor, Lehrer/Betreuer: Raphael Koletzko/Niclas Kaminsky

Gruppenspiele:

Eichendorffschule – Integrierte Gesamtschule Mainz-Bretzenheim (Rheinland-Pfalz) 1:0

Eichendorffschule – Berthold-Brecht-Schule Nürnberg (Bayern) 0:0

Eichendorffschule – Flatow-Oberschule Berlin 1:2

Die Eichendorffschüler belegten in ihrer Gruppe den undankbaren dritten Rang hinter den punktgleichen

Berlinern, die ebenfalls ein ausgeglichenes Torverhältnis aufwiesen, jedoch mehr Tore erzielt hatten.

Platzierungsspiele 9 bis 16:

Eichendorffschule – Sportgymnasium Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) 3:4 n.E. (0:0)

Qualifikation für die Plätze 13 bis 16:

Eichendorffschule – Fridtjof-Nansen-Schule Flensburg (Schleswig-Holstein) 5:0

Spiel um Platz 13: Eichendorffschule – Gymnasium am Rotenbühl Saarbrücken (Saarland) 0:1

Dieter Ohls: Von den individuell stark besetzten Wolfsburgern wurde mehr erwartet als Rang 14. Sowohl

die Betreuer als auch die Jungen selbst waren natürlich nicht zufrieden, hatten sie doch vor Beginn des

Turniers sogar von Platz 1 geträumt und dies auch geäußert.

Eichendorffschule Wolfsburg

42

November 2013


Jugend trainiert für Olympia

land gelten, in denen immerhin auch

Kreisligakicker standen. Wenn wir uns jedoch

das mit Bundesligaspielern gespickte

Team der Eichendorffschule aus Wolfsburg

anschauen, muss das Abschneiden mit

Rang 14 der Eliteschule des Fußballs (!) zu

denken geben. Es zeigte sich, dass Teamgeist

und Aufbäumen gegen drohende

Niederlagen nicht immer ausreichend zu

erkennen waren.

Apropos „Eliteschule des Fußballs“:

Die zweite niedersächsische dieser Art ist

in Hemmingen bei Hannover beheimatet

und schafft es seit Jahren kaum auf höhere

Ebenen des Schulfußballwettbewerbs.

Seit Jahren klagen wir über die

Überlegenheit der Sportgymnasien, speziell

aus dem Osten der Republik. Da

würde es den Eliteschulen des Fußballs

aus Niedersachsen gut zu Gesicht stehen,

wenn sie sich auch im Wettbewerb „Jugend

trainiert für Olympia“ als Elite zeigen

würden.


Burg-Gymnasium Bad Bentheim

WK III Jungen (Jahrgänge 1999 bis 2001), Burg-Gymnasium Bad Bentheim

(Bezirk Weser-Ems) – Endplatzierung: Rang 13

Kader: Jannis Veenker, Jonas Busmann, Jonas Hanselle, Jonas Niehaus, Alexander Schäfer, Marius Wiesner,

Leo Klümper, Elias Wehrmeyer, Nick Scholl, Jonas Kotte, Janek Draber, Jenrik Bergjan, Louis Schwendrat,

Robin Schwendrat, Felix Roggmann, Lehrer/ Betreuer: Frank Elstner

Gruppenspiele:

Burg-Gymnasium – Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt am Main (Hessen) 1:2

Burg-Gymnasium – Lausitzer Sportschule Cottbus (Brandenburg) 0:2

Burg-Gymnasium – Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf (Rheinland-Pfalz) 2:1

Die Schüler des Burg-Gymnasiums belegten in ihrer Gruppe Rang 3.

Platzierungsspiele 9 bis 16:

Burg-Gymnasium – Ernst-Barlach-Gymnasium Kiel (Schleswig-Holstein) 3:5 n.E. (1:1)

Qualifikation für die Plätze 13 bis 16: Burg-Gymnasium – Sportschulen Halle (Sachsen-Anhalt) 2:1

Spiel um Platz 13: Burg-Gymnasium – Christian von Mannlich-Gymnasium Homburg (Saarland) 2:0

Dieter Ohls: Für 15 Fußballer des Burg-Gymnasiums Bad Bentheim wurde ein Traum Wirklichkeit. Die 13-

und 14-jährigen Kicker des SV Bad Bentheim und des FC Schüttorf 09 hatten sich sensationell als Landesmeister

Niedersachsens für das Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ qualifiziert.

Und die Erwartungen der Bentheimer wurden nicht enttäuscht. Lehrer Frank Elstner: „Der 13. Platz – von

allen Schulmannschaften bundesweit war ein tolles Ergebnis.“

Ostfriesen-Fans

Freie Christliche Schule Ostfriesland

WK III Mädchen (Jahrgänge 1999 bis 2001), Freie Christliche Schule Ostfriesland

(Bezirk Weser-Ems) – Endplatzierung: Rang 12

Kader: Kira Bruns, Angela Feldhuis, Rena Gerdes, Anneke Kuper, Sonka Meinen, Jana Pastorek, Melina

Steiger, Vivien Watermann, Vanessa Wienekamp, Lehrer/Betreuer: Werner Pastorek/Thomas Wienekamp

Gruppenspiele:

Freie Christliche Schule – Sportschule Potsdam „Friedrich Ludwig Jahn“ (Brandenburg) 0:2

Freie Christliche Schule – Sportgymnasium Neubrandenburg (Mecklenburg Vorpommern) 1:2

Freie Christliche Schule – Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt am Main (Hessen) 2:1

Die Schülerinnen der Freien Christlichen Schule Ostfriesland belegten in ihrer Gruppe Rang 3.

Platzierungsspiele 9 bis 16:

Freie Christliche Schule – Alexander-von-Humboldt-Schule Neumünster (Schleswig-Holstein) 2:0

Qualifikation für die Plätze 9 bis 12: Freie Christliche Schule – Oberschule Findorff Bremen 4:5 n.E. (0:0)

Spiel um Platz 11: Freie Christliche Schule – Kooperative Gesamtschule Kirchberg (Rheinland-Pfalz) 1:2

Dieter Ohls: Turniersieger wurde das Team der Sportschule Potsdam „Friedrich Ludwig Jahn“ (Brandenburg)

Die Mädchen überzeugten mit viel Einsatzbereitschaft und Kampfkraft. Dabei standen ihnen eine größere

und lautstarke Fangemeinde an der Seite.

November 2013 43


DFB-Schul-Cup

Die erfolgreichen Schülerinnen des Gymnasiums Eversten Oldenburg, die in Bad Blankenburg den Bundessieg errangen.

Mädchen aus

Oldenburg begeistern

Auch die Schüler des Gymnasiums Sarstedt überzeugen beim DFB-Schul-Cup

Großartiges Abschneiden für die

Niedersachsenmeister beim 5. DFB-

Schul-Cup in der Landessportschule

Bad Blankenburg (Thüringen): Die Schülerinnen

des Gymnasiums Eversten Oldenburg

(GEO) sicherten sich den Bundessieg

und die Schüler des Gymnasiums Sarstedt

belegten bei den Jungen einen guten vierten

Platz.

Im Finale gegen die Schülerinnen des

Landrat-Lucas-Gymnasiums Leverkusen

war Fenja Faß die Schützin des goldenen

Tores für das GEO-Team. Nachdem beide

Mannschaften mit einem 1:1-Unentschieden

aus dem Technikwettbewerb ins Spiel

gegangen waren, erzielte die Spielerin von

SV Eintracht Wildenloh das spielentscheidende

Tor zum 2:1 bereits in der ersten

Spielhälfte.

Die von Peter Zastrow trainierte

Mannschaft aus Oldenburg hatte bereits

in den Gruppenspielen ihre Klasse gezeigt

und sich souverän durchgesetzt. Gegen

die Grundschule Wandlitz aus Brandenburg

hatte es einen 6:1-Erfolg (Technikwettbewerb/TW

1:1) gegeben. Das Gymnasium

Tangermünde aus Sachsen-Anhalt

war mit 4:1 (TW 1:0) bezwungen worden

und auch gegen die Realschule plus Cochem

(Rheinland-Pfalz) gab es einen 3:1-

Sieg (TW 1:1). Deutliche Erfolge gab es für

die Mädchen aus Eversten dann auch im

Viertel- und Halbfinale. Zunächst wurde

die Hürde Gymnasium Alter Teichweg

Hamburg mit einem 3:0-Sieg (TW 1:0)

genommen. Gegen das Ohlenstädter

Gymnasium Neumarkt aus Bayern folgte

dann ein 5:1-Erfolg (TW 1:0), ehe sich die

jungen Fußballerinnen des GEO-Teams im

Finale die Krone aufsetzten.

Das Siegerteam des Gymnasiums

Eversten: Merle Robak, Tomke Heeren,

Rosanna Anders, Sina Wübben, Hanna

Trüper, Enie Mulder, Charlotte v.d. Ohe,

Leslie Andres, Janna Hagedorn und Fenja

Faß. Trainer: Peter Zastrow

Auch die WK IV-Schüler des Gymnasiums

Sarstedt boten in ihren Gruppenspielen

gute Leistungen. 3:2 gegen das

Gymnasium Am Rotenbühl Saarbrücken

(Saarland), 9:1 gegen das Gymnasium

Schenefeld (Schleswig-Holstein) und 2:2

gegen das Otto-Hahn-Gymnasium Karlsruhe

(Baden Württemberg) lauteten die

Ergebnisse, die Rang 2 hinter den Karlsruhern

bedeuteten. Im Viertelfinale gab

es einen 3:2-Erfolg gegen das Sportgymnasium

Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern),

ehe im Halbfinale das Städtische-

Theolinden-Gymnasium München (Bayern)

mit 3:0 die Oberhand behielt. Im

Spiel um Platz 3 unterlagen die Sarstedter

schließlich mit 2:4 gegen das Sportgymnasium

„J.-Chr.-Fr.-GutsMuths“ Jena

(Thüringen).

Ideales Fußballwetter, großartige Rahmenbedingungen,

engagierte Schülerinnen

und Schüler sowie motivierte Lehrerinnen

und Lehrer sorgten für ein fantastisches

Bundesfinale in Bad Blankenburg.

Die 16 jeweiligen Landessieger der Jungen

und Mädchen der Wettkampfklasse IV

(zehn bis zwölf Jahre) von JUGEND

TRAINIERT FÜR OLYMPIA, dem größten

Schulsportwettbewerb der Welt, sorgten

mit rund 320 Schülerinnen und Schülern

zusammen mit ihren Betreuerinnen und

Betreuern sowie vielen mitgereisten Eltern

und Fans für eine fantastische Stimmung

auf den vier Kleinspielfeldern.

„Das Niveau des Wettbewerbs hat

sich insbesondere bei den Mädchen enorm

verbessert, auch wenn immer noch große

Leistungsunterschiede festzustellen sind“,

sagt der für den DFB-Schul-Cup zuständige

DFB-Abteilungsleiter Wolfgang Staab.

Der Deutsche Fußball-Bund möchte

mit diesem Bundesfinale den Fußball an

den Schulen stärken und in erster Linie

den jungen Nachwuchsspielerinnen und

Spielern den Spaß am Fußball vermitteln

und ihnen die Möglichkeit geben, sich mit

ihren Schulteams vom Stadt-bzw. Kreisfinale

bis zum Bundesfinale als Team zu

qualifizieren und sich mit anderen Schulmannschaften

zu messen.

Bei der großen Schlussfeier waren

DFB-Vize-Präsident Rainer Milkoreit, die

Schirmherrin Steffi Jones sowie DFB-Trainerin

Anouschka Bernhard anwesend

Steffi Jones fasste es kurz zusammen, was

alle rund 400 Teilnehmer an den drei Tagen

erlebten: „Großartige Veranstaltung

und eine grandiose Werbung für den

Schulfußball: Danke, an alle Schülerinnen

und Schüler und deren Lehrerinnen und

Lehrer. Es hat wieder riesigen Spaß gemacht!“

44

November 2013


DFB-Mobil on Tour

Viele junge Fußballer mobilisiert

DFB-Mobil-Teamer und FSJler Dominik Hirndorf

besucht seinen Heimatverein SV Duddenhausen

Im Anschluss an das Training hielt

Teamer Tobias Abel für die anwesenden Trainer

im gemütlichen Vereinsheim eine informative

Präsentation über Qualifizierungsmöglichkeiten,

Integration und diverse andere

fußballspezifische Themen.

Das Fazit von Dominik Hirndorf: „Der

DFB-Mobil-Besuch kam in Duddenhausen sowohl

bei den Kindern als auch bei den Trainern

und Eltern sehr gut an. Für die jungen

Fußballer war das Training mit den professionellen

Teamern und den Materialien aus dem

bunten DFB-Mobil ein absolutes Highlight.

Gleichzeitig konnten die Trainer viele Ideen

und Anregungen für das eigene, wöchentliche

Training mitnehmen. Auch der Hinweis

auf die Breite an Qualifizierungsangeboten

wurde interessiert aufgenommen. Wer weiß,

vielleicht sehen wir bald den einen oder anderen

Trainer auf einer Fortbildung in Barsinghausen

wieder.“

Trinkpause vor dem DFB-Mobil.

Jugendliche des SV Duddenhausen und der

dort ehemals tätige und jetzige NFV-FSJler

Dominik Hirndorf erlebten vor kurzem ein

Wiedersehen der besonderen Art. Denn Dominik

war im Rahmen eines DFB-Mobil-Besuchs

als Teamer zu Gast bei seinem Heimatverein

im Landkreis Nienburg.

Die Kinder, darunter viele ehemalige

Spieler von Dominik, begrüßten ihn freudig

und warteten ungeduldig auf den Beginn der

Trainingseinheit, die er zusammen mit dem

zweiten Teamer Tobias Abel leitete. Ob verschiedene

Übungen mit dem Ball, oder koordinative

Aufgaben zur Körperbeherrschung –

die F- und E-Jugendlichen waren stets mit

Eifer und Freude am Werk.

Auf dem Programm stand ein vielseitiges

Demonstrationstraining mit einem abwechslungsreichen

Aufwärmprogramm. So konnten

sich die Kinder zunächst ordentlich „austoben“.

Im Hauptteil folgte ein Rundlauf mit

Dribbling und Passspiel-Aufgaben. Der Höhepunkt

war das abschließende „Champions-

League-Turnier“.

Gespannt verfolgten auch die Trainer die

Einheit, in die sie später direkt eingebunden

wurden. Besonders lobenswert war das Engagement

des Jugendleiters Friedhelm Fahrenholz,

der auch die Jugendtrainer der umliegenden

Vereine erfolgreich animierte an der

Veranstaltung teilzunehmen, so dass sich eine

große, interessierte Trainergruppe auf dem

Platz einfand. Am Ende des Trainings waren

die Kinder sichtlich erschöpft, traten jedoch

glücklich, zufrieden und mit einigen kleinen

Geschenken des DFB in der Tasche die Heimreise

an.

Informationen und Kontakt:

www.nfv.de – Stichwort: Ausbildung

Andrea Hoffmeister, Tel. 05105 / 75159

Dominik Hirndorf, FSJ, Tel. 05105 / 75286

Es können auch Hallentermine

gebucht werden.

NFV-Kreis Hameln-Pyrmont, Kreisvorstand und Kreisjugendausschuss

*** Bestellformular für Sammelbesteller ***

U 16-Junioren Länderspiel DEUTSCHLAND – ZYPERN

am Dienstag, 12. November 2013, 18.00 Uhr in Bad Pyrmont

Stadion an der Südstraße, Südstraße 7, 31812 Bad Pyrmont

Besteller: Name: ___________________________________________________________________

Verein/Schule: _____________________________________________________________

Anschrift:_________________________________________________________________

Telefon: _____________________ E-Mail:_______________________________________

Eintrittskarte für Schulen und Vereine (Jugendbestellung 4+1)

Kosten 1,00 € (Bei 4 Kids hat 1 Lehrer/Trainer freien Eintritt – Extrakarten werden beigefügt)

Bestellung:

VEREIN/ SCHULE: _____________________________________________ Datum: ___________ .2013

Wir bestellen: 4 Stck. à 1,00 € (Sammelbesteller) 4,00 €

Zusätzliche Kartenbestellung: 0 Stck. Sitzplatz überdacht á 5,00 € 0,00 €

Versandkosten 3,00 €

Gesamtkosten 7,00 €

Die Kosten über den Gesamtpreis von 7,00 € überweise ich auf das folgende Konto:

Bank: Sparkasse Weserbergland, Kontoinhaber: NFV Kreis Hameln-Pyrmont, BLZ: 25450110,

Konto-Nr. [1735], Zusatz: U16-Länderspiel D-Z

Ort ___________________________ Datum _____________ Unterschrift ______________________

Achtung: Die Versandkosten nicht vergessen, sonst erfolgt leider keine Zustellung!

Das Bestellformular bitte an: Bernhard Kruppki, Sparkasse Weserbergland, 31783 Hameln,

Fax-Nr. 05151/206-321, E-Mail: b.kruppki@sparkasse-weserbergland.de

Anmerkungen: (Schul-)Busse parken in Stadionnähe. Weiterhin bitte frühzeitig mit öffentlichen

Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad anreisen!

Unsere Schule reist mit dem Bus an: Ja: ________ Nein: _______

Zur Information bitte zutreffendes ankreuzen. Danke!


November 2013 45


Bezirk Braunschweig

Fußballer genießen Krombacher Dreiklang

Der NFV-Kreis Helmstedt feierte die Pokalrunde 2012/13

ie Sieger und Finalteilnehmer

Dder Krombacher-Kreispokale

2012/13 wurden traditionell vom

NFV-Kreis Helmstedt zum Krombacher-Abend

eingeladen, um

die Präsente und Prämiengutscheine

entgegenzunehmen, die

die Brauerei für diesen Wettbewerb

zur Verfügung stellt. Ort des

Geschehens war in diesem Jahr

der mit rund 150 Teilnehmern gut

gefüllte Saal der Bötschenberg-

Schänke des 100 Jahre alt gewordenen

Helmstedter Sportvereins.

Die von Schatzmeister Hubert

Wunsch organisierte Anreise

aus dem gesamten Landkreis

mit Reisebussen ermöglichte allen

Teilnehmern pünktliches Erscheinen,

so dass NFV-Kreisvorsitzender

Werner Denneberg

nach kurzer Begrüßung bei rustikalem

Westfälischem Schinken,

Schanzenbrot mit der ersten

Runde Krombacher-Pils vom

Fass, dem „Krombacher Dreiklang“,

durch die flinken und

fleißigen Servicekräfte des HSV

servieren lassen konnte. Der

Kreisvorsitzende zeichnete zusammen

mit Kreispokalspielleiter

Dirk Rack und dem Spielausschussvorsitzenden

Moris Schä-

Pokalstaffelleiter Dirk Rack, Spielausschussvorsitzender Moris Schäfer, der Kapitän des B-Pokal-Gewinners, Thore

Schütt vom STV Holzland II und NFV-Kreisvorsitzender Werner Denneberg bei der Übergabe der Urkunden.

fer die in der Krombacher-Kreispokalserie

erfolgreichen Finalteilnehmer

bei den Herren- und

Altherrenmannschaften aus. Für

seine in der letzten Saison erzielten

36 Tore erhielt Salomon Antonio-Job

vom FSV Schöningen

2011 e.V. die Torjägerkanone.

Die Gastfreundschaft und

den hervorragenden Service lobte

der Kreisvorsitzende gegenüber

dem Chef des gastgebenden

HSV, Manfred „Don Alfredo“

Reichert: „Dieser gelungene

Abend hat zusammen mit dem

Super-Cup 2013 gezeigt, was

für gute Gastgeber ihr ,auf dem

Berg’ für Veranstaltungen des

NFV-Kreises Helmstedt seid. Für

den Ausklang des Jubiläumsjahres

mit dem bevorstehenden Ball

wünsche ich dem HSV alles

Gute“, bedankte sich Denneberg.

Seit Juli 2009 arbeiten der

Fußballkreis Helmstedt und die

Krombacher Brauerei erfolgreich

zusammen bei der Durchführung

des Krombacher Pokals.

Karsten Bock

Martin Langer (Foto),

Lehrkraft und Pädagoge an der

KGS in Moringen hat im NFV-Kreis

Northeim/Einbeck die zuletzt vakante

Position des Schulfußballreferenten

im Kreisjugendausschuss

übernommen. Langer tritt die

Nachfolge von Frank Bublitz aus

Einbeck an, der das Amt nach nur

knapp einjähriger Tätigkeit wegen

Übernahme von anderen Funktionen

bei der SVG Einbeck 05 schon

vor geraumer Zeit aufgeben musste.

Durch Martin Lager erhofft sich

der NFV-Kreis „frischen Wind“ bei

der wichtigen Zusammenarbeit

mit den Schulen im Kreisgebiet.

Manfred Kielhorn

Heike Hansen, Detlef Fließ und Werner Brock vom NFV-Kreis Peine wurden beim Ehrungstag des

NFV-Bezirks Braunschweig in den Räumlichkeiten des VfL Wolfsburg mit der Silbernen Bezirksehrennadel

ausgezeichnet. Nach dem Mittagessen im VIP-Bereich gab es eine Stadionführung und den Besuch des Bundesligaspiels

Wolfsburg gegen Hoffenheim. Das Foto zeigt (v.l.) Gerhard Dix (stellvertretender Vorsitzender

NFV-Bezirk Braunschweig), Josef-F. Hanke (Vorsitzender NFV-Kreis Peine), Detlef Fließ (TSV Viktoria Ölsburg),

Heike Hansen (TSV Marathon Peine ), Werner Brock (TSV Hohenhameln) und Egon Trepke (Vorsitzender NFV-

Bezirk Braunschweig).

Peter Baumeister

46

November 2013


Organisatoren hoffen

auf 3.000 Zuschauer

Auslosung der 28. Hallenstadtmeisterschaft

ohe Ziele haben sich die Vor-

von Fortuna

Hstandsmitglieder

Lebenstedt und der Spielausschuss

des NFV-Kreises Nordharz

für die Austragung der 28. Stadtmeisterschaft

im Hallenfußball

vom 4. bis 18. Januar 2014 im

Altkreis Salzgitter gesetzt. „3.000

Zuschauer wären schon eine gute

Hausnummer“, sagte der stellvertretende

Vorsitzende des Spielausschusses,

Gerd Leistner, vor

der Auslosung der Gruppen.

Fortunas Vorsitzender Bernd

Fabian vertraut bei der dritten

Ausrichtung durch seine Fortuna

auf seine seit Jahren in der Fußballszene

bekannten Kräfte Monika

Liebe, Hans Ludwig, Olaf

Müller, Mathias Liedtke und

Christian Larisch. Die Organisationscrew

der Krähenrieder will

mit einer starken Hintermannschaft

einen optimalen Ablauf

hinbekommen. „Wir werden vorher

noch einmal einen Fair-Play-

Appell an alle teilnehmenden

Teams richten“, sagte Fabian vor

der Ziehung des ersten Vereins

aus dem Wanderpokal.

Die Vorundengruppen hatten

nach der Ziehung folgendes

Aussehen.

Gruppe A (Samstag, 4. Januar,

14 Uhr, Amselstieg): Viktoria

Thiede, AKV Salzgitter, FC 45

Salzgitter, TSV Hallendorf, BSV

Bruchmachtersen.

Gruppe B (Samstag, 4. Januar,

18 Uhr, Amselstieg): Borussia

Salzgitter, TSV Salzgitter, SG

Bleckenstedt/B., TSV Lesse, TSV

Watenstedt.

Gruppe C (Sonntag, 5. Januar,

14 Uhr, Gymnasium SZ-Bad):

SG Steinlah/Haverlah, FC Fatih

Salzgitter, SG Mahner, Stern Lobmachtersen,

SG Sehlde/S/H.

Gruppe D (Sonntag, 5. Januar,

18 Uhr). Victoria Heerte, GA

Gebhardshagen, WBR Wartjenstedt,

SG Beinum/Ohlendorf, SG

Gustedt/SVI, STV Ringelheim.

Die Ballung der Kreisligisten

in der Gruppe A und die

geringe Anzahl der Nordharzligisten

in der Gruppe C zwang

dann Leistner mit seinen

Ausschussmitgliedern Manfred

Rybatzki und Erwin Schubert

zum Handeln. „Es qualifizieren

sich aus der Gruppe A vier Vertreter

und aus der Gruppe C

nur zwei Vereine für die Zwischenrunde.

So ziehen wir die

Kuh gleich vom Eis“, sagte

Leistner vor der Auslosung der

Zwischenrundengruppen.

Die Zwischenrunde wird in

vier Gruppen am Samstag, 11. Januar,

und Sonntag, 12. Januar, in

der Sporthalle Amselstieg ausgetragen.

Bezirk Braunschweig

Es spielen: Gruppe A (Samstag,

14 Uhr, 11. Januar): VfL

Salder, SV Innerstetal, 1. Gruppe

A, 2. Gruppe B, 3. Gruppe C.

Gruppe B (Samstag, 18 Uhr,

11. Januar): MTV Lichtenberg,

Fortuna Lebenstedt, 1.Gruppe B,

2. Gruppe A, 3. Gruppe B.

Gruppe C (Sonntag, 12. Januar):

KSV Vahdet Salzgitter,

Union Salzgitter, 1. Gruppe D, 2.

Gruppe C, 4. Gruppe A.

Gruppe D (Sonntag, 12. Januar,

18 Uhr) SC Gitter, TSV Üfingen,

1. Gruppe C, 2. Gruppe D,

3. Gruppe A.

Die Endrunde bestreiten die

acht besten Teams am Samstag,

18. Januar, ab 14 Uhr in der Amselstieghalle.

gs

Gut gelaunt nahmen Olaf Müller (von links), Manfred Rybatzki, Gerd Leistner, Bernd Fabian und Erwin Schubert

die Auslosung zur 28. Stadtmeisterschaft im Hallenfußball vor.

Foto: Günter Schacht

Zwei neue Kreismeister. Die Endrunde der Krombacher Kreismeisterschaft der Alten Herren Ü 34 des NFV-Kreises Göttingen-Osterode

gewann der SC Hainberg vor der SG Lenglern und SG Werratal. Bei den Alten Herren Ü 40 war der TSV Holtensen (Foto) vor dem SV Südharz und SC

Hainberg erfolgreich. Die Meisterschaften fanden bei guten äußerlichen Bedingungen auf dem Sportplatz in Desingerode statt. Für die Durchführung

war der Spielausschuss des NFV-Kreises Göttingen-Osterode unter Leitung des Altherren-Beauftragten Jörg Lohse verantwortlich. Er lobte die Fairness

der teilnehmenden Mannschaften. Lohse bedauerte indes die geringe Teilnehmerzahl incl. der Vorrunden bei immerhin 60 Altherrenmannschaften im

Kreis Göttingen-Osterode. Die Siegerehrung wurde vorgenommen vom Spielausschussvorsitzenden Klaus Henkel (Bad Lauterberg), seinem Stellvertreter

Carsten Jahns (Diemarden) und Jürgen Lohse (Göttingen).

Hans-Dieter Dethlefs/Foto: Uwe Lüter

November 2013 47


Bezirk Braunschweig

Fortbildung. Zu einer dreitägigen Trainerfortbildung hatte der Lehrausschussvorsitzende des NFV-Kreises Nordharz, Hans-Joachim Schmalstieg,

in die Bildungsstätte des Landessportbundes (LSB) Niedersachsen eingeladen. Aufgrund der aktuellen Themen wie „aktives Aufwärmen“, „ballorientiertes

Abwehrverhalten“ sowie „mannschaftliches Verhalten in der Raum- oder Manndeckung bei Eckbällen“ fanden sich 19 Trainer aus dem gesamten

Nordharzkreis zu dieser Fortbildung ein. Als Referenten konnte Schmalstieg Kenneth Schuller (SV Rammelsberg), Matthias Scholz (VfL Seesen) und

Detlef Zaremba (TSG Jerstedt für das Torwarttraining) gewinnen. Zum Abschluss der drei Tage waren sich alle Teilnehmer einig, viele informative Tipps

und Hinweise erhalten zu haben, die sie für ihre Tätigkeiten in den Heimatvereinen bestens anwenden können.

Hans-Heinrich Brandes

Bernhard Lengsfeld (SKG Dibbesdorf) wurde auf dem Bezirksehrungstag

in der Volkswagenarena vom Bezirksvorsitzenden Egon Trepke

(rechts) mit der DFB-Verdienstnadel ausgezeichnet. Auch der Vorsitzende

des NFV-Kreises Braunschweig, Volker Baumgärtel (links), gratulierte

dem langjährigen Schiedsrichter, Beisitzer und Ansetzer im Kreisschiedsrichterausschuss.

gs/Foto: Gerhard Lüer

Hans-Jürgen Lotz (Mitte), Vorsitzender des NFV-Kreises

Göttingen-Osterode, wurde für seine Verdienste um den Fußball

auf dem Bezirksehrungstag in der Volkswagenarena vom Bezirksvorsitzenden

Egon Trepke (rechts) mit der DFB-Verdienstnadel ausgezeichnet.

Der stellvertretende Bezirksvorsitzende Gerhard Dix

war erster Gratulant.

gs/Foto: Gerhard Lüer

SC Gitter, Nordharzmeister der Ü 32-Altherren, schaffte im vierten Anlauf mit einem 2:0-Erfolg über TSV Pattensen den Sprung in die Niedersachsen-Endrunde

der besten 16 Teams im Mai 2014 in Barsinghausen. „Wir haben davor dreimal in der 3. Runde die Segel gestrichen. Jetzt ist uns endlich

der große Wurf gelungen. Ich habe an das Wunder schon nicht mehr geglaubt“, sagte SC-Sprecher Michael Scarale nach dem verdienten Sieg.

gs/Foto: Günter Schacht

48

November 2013


Gut vorbereitet für

die Hallenrunde

Weiterbildung für „Futsal“-Schiedsrichter

u einer Schulung für Schieds-

des NFV-Kreises Nord-

Zrichter

harz hatte der Kreisschiedsrichterausschuss

(KSA) in die Räumlichkeiten

der „Ostfalia“ Hochschule

in Salzgitter-Calbecht geladen.

Kreisschiedsrichterobmann

(KSO) Joachim Ren begrüßte

zahlreich anwesende Schiedsrichter

sowie den Vertreter des Kreisjugendausschusses

(KJA), Dieter

Kleyda.

Anschließend gab Ren das

Wort weiter an den Lehrgangsverantwortlichen

Thomas Köhler,

der sich im Vorfeld intensiv mit

der Futsal-Regelkunde beschäftigt

hatte. Zunächst zeigte er sich

sehr erfreut, dass der KJA die Futsal-Regeln

und Hinweise des

Deutschen Fußball-Bundes (DFB)

und des Niedersächsischen Fußballverbandes

(NFV) fast komplett

für den NFV-Kreis Nordharz übernommen

habe.

In seiner Einleitung ging

Köhler auf die Geschichte des

„Futsalspiels“ ein, um im Weiteren

die 17 Regeln mit den zahlreichen

Erläuterungen ausführlich

zu beschreiben.

Futsal gehört mittlerweile zu

einer weltweit betriebenen, attraktiven

Spielart des Hallenfußballs

und ist auch die offizielle Variante

der FIFA. Hierbei steht aufgrund

der besonderen Regeln das

„Fair Play“ im Vordergrund. Futsal

ist ein sehr schnelles, technisch

intensives und faires Spiel,

bei dem mit einem kleineren Ball

mit weniger Druck auf zwei

Handballtore gespielt wird. Die

Regeln sind so ausgelegt, dass

Foulspiel zu wirklichen Spielnachteilen

führen kann.

Nach drei intensiven Stunden

der Futsal-Theorie wurde anschließend

das gemeinsame Mittagessen

eingenommen, bevor

der praktische Teil der Schulung

in der Sporthalle in Gebhardshagen

durchgeführt wurde.

Bezirk Braunschweig

Hier konnten alle anwesenden

Referees bis zum Ende des

Lehrganges in wechselnden Rollen

als Spieler und auch als

Schiedsrichter agieren, um die

Theorie in die Praxis umzusetzen

und die letzten Unklarheiten

„rund um das Futsalspiel“ auszuräumen.

Mit zahlreichen neuen Eindrücken

endete am späten Nachmittag

ein interessanter und lehrreicher

Tag für die Schiedsrichter

des NFV-Kreises Nordharz, die

sich nach Aussage ihres „Chefs“

Joachim Ren gut für die Hallenrunde

vorbereitet sehen.

Hans-Heinrich Brandes

Regelfest: Die Futsal-Schiedsrichter des NFV-Kreises Nordharz.

Schiris geehrt. In seiner

Laudatio hob Bezirksschiedsrichterobmann

Stefan Voth beim Bezirksehrentag

in der Volkswagen-

Arena die Verdienste von drei Unparteiischen

aus den Kreisen Gifhorn,

Northeim und Wolfsburg

hervor. „Vor uns stehen 184 Jahre

Lebens- und insgesamt 86 Jahre

Schiedsrichtererfahrung. Friedrich

Dobat, Jörg Henne und Erich

Schmidt bringen es auf schon 181

Spielleitungen in dieser Saison. Als

kleines Dankeschön überreiche ich

eine Schiedsrichterkluft“, sagte

Voth. Zu den Gratulanten gehörten

auch das Ehrenmitglied des Bezirks,

Hansi Almstedt, der stellvertretende

Vorsitzende Gerhard Dix

und Bezirksvorsitzender Egon

Trepke. Zum Erinnerungsfoto stellten

sich (von links) Hansi Almstedt,

Gerhard Dix, Jörg Henne, Friedrich

Dobat, Erich Schmidt, Stefan Voth

und Egon Trepke. gs/Foto:Luer

November 2013 49


Bezirk Braunschweig

Ehrung für VfL Lehre

Das sportliche Verhalten wird belohnt

ie erste Herrenmannschaft

Ddes VfL Lehre ist im August-

Herrmann-Sportpark zum Börneken

in Lehre als 1. Sieger im Bereich

der Öffentlichen Versicherung

Braunschweig im Rahmen

des VGH-Fairness-Cup der Saison

2012/2013 geehrt worden.

Damit wurde eine insgesamt

herausragende Leistung der

1. Herrenmannschaft des VfL

Lehre gewürdigt. Unter insgesamt

ca. 500 teilnehmenden Vereinen

hat die Mannschaft den

1. Platz im Bezirk der Öffentlichen

Versicherung Braunschweig,

zu dem die Bereiche Braunschweig,

Helmstedt, Holzminden

und Nordharz gehören, erreicht.

Ganz nach dem Motto „fair geht

vor“ hat die Mannschaft als einzige

in der abgelaufenen Saison

weder rote noch gelb-rote Karten

hinnehmen müssen. Dies wurde

vor dem Punktspiel der Mannschaft

gegen den Kreisliga-Tabellenführer

TSV Helmstedt von

Torsten Günther, örtlicher Vertreter

der „Öffentlichen“, hervorgehoben.

Torsten Günther überbrachte

den Pokal, einen Geldpreis in

Höhe von 1.200 Euro für die Jugendarbeit

der Fußballabteilung,

fünf Fußbälle, eine Medaille für

jeden Spieler und ein Essen für

die Mannschaft und ihre

Wegbegleiter im Wert von 500

Euro. VfL-Vorsitzender Waldemar

Fricke, der Fußballabteilungsleiter

Thomas Müller und Trainer

Volker Richter nahmen die Ehrung

entgegen. Der Vizevorsitzende

Karsten Bock und Ehrenamtsbeauftragter

Hans-Peter

Schwan überbrachten die Glückwünsche

des Kreisfußballverbandes:

„Der NFV-Kreis Helmstedt

ist stolz darauf, mit dem VfL

Lehre einen sich durch Fair Play

auszeichnenden Verein in seinen

Reihen zu haben. Dadurch wird

auch deutlich, dass ein respektvolles

Miteinander mit den Unparteiischen

gepflegt wird.“

Joachim Wojtke geehrt. Die Niedersächsische Landesregierung

würdigte das hohe Engagement des stellvertretenden Vorsitzenden

des NFV-Kreises Nordharz, Joachim Wojtke, auf dem Tag

der Ehrenamtlichen in Göttingen. Für seine 31-jährige Tätigkeit im

Spielausschuss, als 2. Vorsitzender und 1. Vorsitzender im NFV-Altkreis

Goslar sowie jetzt als Triebfeder im NFV-Kreis Nordharz erhielt

Wojtke (links) vom Niedersächsischen Finanzminister Peter-Jürgen

Schneider eine Ehrenurkunde.

gs/Foto: Privat

Der Öffentlichen Versicherung

dankte Karsten Bock für das

Engagement: „Als in der Region

verankertes Unternehmen bringt

sich die Öffentliche in vielen gesellschaftlichen

Feldern hervorragend

ein. Für die Fairness und

den Respekt im Fußballsport

lohnt sich dies besonders, dafür

sind wir Ihnen sehr dankbar.“

Torsten Günther (2.v.l.) von der Öffentlichen

Versicherung Braunschweig

übergibt den VGH-Fairness–Pokal

an Mannschaftskapitän

Bela Westphal vor der Mannschaft

des VfL Lehre mit Abteilungsleiter

Thomas Müller und Trainer Volker

Richter (zweite Reihe v.l.). Es gratulieren

Schiedsrichter Werner

Wosnitza (mit Urkunde), VfL-

Vorsitzender Waldemar Fricke

(mit Medaille), der stellvertretende

NFV-Kreisvorsitzende Karsten

Bock (mit Fußbällen) und NFV-

Kreis-Ehrenamtsbeauftragter

Hans-Peter Schwan.

Foto: Lars Landmann

Bezirk Hannover

VGH-Auszeichnung.

Die Kreisliga-Fußballer

der SF Landringhausen (NFV-Kreis Hannover-Land) haben

sich in der vergangenen Saison so fair verhalten, dass diese

Leistung belohnt wurde. Denn mit nur 46 gelben Karten

und einmal gelb-rot in 30 Partien schaffte es die

Mannschaft von Trainer Sascha Pohle im VGH Fairness-

Cup weit nach vorne. Der 57. der Gesamtwertung kam zudem

in der Wertung der VGH-Regionaldirektion Hannover

auf Platz zwei und erhielt dafür aus den Händen der VGH-

Vertreter Volker Bockisch und Stefan Harste einen Sportartikelgutschein

über 800 Euro, einen Pokal, Medaillen für

jeden Spieler sowie einige neue Bälle. „Das war eine tolle

Leistung“, waren sich die Gratulanten, zu denen auch Fritz

Redeker als Kreisvorsitzender und Gerrit Nolte vom Bezirksvorstand

Hannover gehörten, einig. „Bewusst haben

wir da gar nicht drauf geachtet, da es für uns um den Klassenerhalt

ging. Zum Glück hat es mit dem Klassenerhalt

und einer guten Platzierung im Fairness-Cup geklappt“,

sagte Kapitän Fabian Rosenau. Freuen dürfen sich nun

auch die E-Junioren des Vereins. Denn sie werden mit

neuen Trikots, Hosen und Stutzen ausgestattet. „Für den

Rest des Geldes werden wir sicher noch einige Dinge wie

Trainingsleibchen anschaffen, die man immer gebrauchen

kann“, sagte der SF-Vorsitzende Peter Wolfram.

50

November 2013


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Bezirk Hannover

„Treffpunkt Ehrenamt“ steht im Mittelpunkt

Anregungen für die Ehrenamtsbeauftragten der Vereine in Hameln-Pyrmont

„Treffpunkt Ehrenamt im

Mittelpunkt“: Zu dieser Veranstaltung

hatte Andreas Wittrock,

Vorsitzender des NFV-Kreises Hameln-Pyrmont,

Vereinsehrenamtsbeauftragte

und andere Interessierte

in die Sparkasse Weserbergland

in Hameln eingeladen.

Seit Jahren versucht er so,

die ehrenamtlichen Helfer stärker

in den Mittelpunkt zu rücken, damit

sie die Anerkennung erhalten,

die sie verdienen. Deshalb

sind alle Vereine aufgerufen,

nicht davor zurückzuscheuen,

verdiente Mitarbeiter aus ihren

Reihen für eine Ehrung durch

den Niedersächsischen Fußballverband

zu nennen.

Um den etwa 30 Anwesenden

einen Einblick in die Ehrenamtsarbeit

zu geben, hatte Wittrock

die zuständige NFV-Mitarbeiterin

Andrea Hoffmeister und

den NFV-Ehrenamtsbeauftragten

Hermann Wilkens eingeladen.

Hoffmeister gab einen Überblick

über die Angebote des Verbandes.

Wilkens berichtete über die

Kick-Off-Veranstaltung in Wolfsburg

und dankte den Vereinsvertretern

für ihren Einsatz.

Auch in Hameln-Pyrmont

engagieren sich viele Frauen und

Männer in den Fußballvereinen.

Einer davon ist Andreas Elsner.

Der Vorsitzende des TSV Bisperode

gab den Teilnehmern einen

Einblick in die Arbeit in seinem

Club und berichtete über die Zusammenarbeit

zwischen Kindergarten,

Schule, Jugendtreff und

Verein. Eine Kooperation, „um

die uns inzwischen andere Vereine

beneiden“, wie er sagte. Hier

liegt für ihn der Schlüssel, um den

Nachwuchs für den Fußball zu

begeistern. Norbert Handelsmann

Referenten und Gäste der Informationsveranstaltung des NFV-Kreises Hameln-Pyrmont.

Talente überzeugen

Coaching-Lehrgang für junge Schiedsrichter

eim Coaching-Lehrgang des

BNFV-Bezirks Hannover haben

die Schiedsrichtertalente bei der

praktischen Leistungsprüfung

überzeugt. Auf der Anlage des

TSV Kirchdorf erzielten die Referees

beim sogenannten Cooper-

Test in zwölf Minuten durchweg

Laufleistungen zwischen 2.800

und 3.250 Metern.

Anschließend bat Lehrgangsleiter

und Schiedsrichterlehrwart

Tino Wenkel in der

Sportschule Barsinghausen zur

Theorie. Dort gab Verbandsschiedsrichterlehrwart

Bernd

Domurat einen Einblick in die

Regeländerungen der laufenden

Saison. Besonders interessant

war für die Aktiven die neue

Auslegung der Abseitsregel.

Anschließend waren die Teilnehmer

gefordert, ihr Regelwissen

unter Beweis zu stellen.

Ebenso wurde eine intensive

Videoanalyse eines Bezirksligaspiels,

das von einem

Coaching-Schiedsrichter geleitet

worden war, vorgenommen. Zu

guter Letzt bestand für die

Unparteiischen die Möglichkeit,

das eine oder andere von der

Lehrgangsleitung in Erfahrung

zu bringen.

Der Höhepunkt des Lehrgangs

war für die Schiedsrichter

allerdings der Cup der Region, bei

dem sie alle Spiele leiteten. Dieses

Turnier wird mit 24 A-Jugendmannschaften

aus Stadt und Region

Hannover ausgetragen. Unterstützung

gab es von den Bezirksschiedsrichtern

Patrick Herbach,

Tobias Mertens und Helge

Bruns.

Überzeugten beim Coaching-Lehrgang:

die Schiedsrichtertalente des

NFV-Bezirks Hannover.

52

November 2013


Bezirk Hannover

Warmer Regen.

„Erfolg und Fair-Play

schließen sich nicht aus.“

Damit hat es Uwe Völkening,

Fußball-Abteilungsleiter

des VfL Bückeburg,

auf den Punkt gebracht.

Das beste Beispiel war

die zweite Mannschaft

der Schaumburger in der

vergangenen Saison. Das

Team von Trainer Martin

Neubert und seinem Assistenten

Frank Bolte

wurde Meister in der

Kreisliga und sicherte sich

zudem den ersten Platz

im VGH-Fairness-Cup der

Regionaldirektion Hameln.

„Diese Kombination

deutet darauf hin,

dass die Mannschaft Klasse hat“, sagte Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach. Für seine Leistung wurde der Bezirksliga-Aufsteiger von den

VGH-Vertretern Stefan Mogwitz (links) und Jens Everding (vorne, Zweiter von links) mit einem Sportartikelgutschein in Höhe von 1.200 Euro, einigen

Bällen und Medaillen für jeden Spieler ausgezeichnet. Mit 35 gelben und zwei gelb-roten Karten in 30 Partien belegten die Bückeburger in der Gesamtwertung

den 23. Platz. „Wir waren selbst etwas überrascht, dass wir so fair gespielt haben. Aber das spricht für den Fußball, den wir leben wollten“,

sagte Kapitän Simon Häberli. Was mit dem Gutschein alles angeschafft werde soll, steht noch nicht fest. „Vor allem im Nachwuchsbereich gibt es immer

Bedarf. Wir schauen jetzt in Ruhe, wo etwas benötigt wird. Es ist aber für unseren Verein ein schöner warmer Regen“, sagte Völkening.

Schiedsrichterin Irina Stremel steht auf der DFB-Liste

Mit guten Leitungen bei den Spielleitungen hat Irina Stremel die Offiziellen

überzeugt. Ein rasanter Aufstieg war vorgezeichnet.

rina Stremel (SV Emmerke) hat

Ieine steile und beachtliche

Schiedsrichterkarriere hingelegt.

Bei einem DFB-Lehrgang in Altensteig

(bei Stuttgart), bei dem sie

erfolgreich abgeschnitten hat,

wurde die letzte Hürde genommen:

Sie ist jetzt offizielle DFB-

Schiedsrichterin.

Unter den kritischen Augen

von Lutz-Michael Fröhlich, Leiter

der Abteilung Schiedsrichter im

DFB, und Heinz-Dieter Antretter,

Fitnesscoach der DFB-Schiedsrichter,

sowie der Ansetzerin der 1.

und 2. Frauen-Bundesliga Carolin

Rudolph mussten sich 21 Schiedsrichterinnen

der 1. Bundesliga, 32

Schiedsrichterinnen der 2. Bundesliga

und 30 Erstliga-Assistentinnen

für die Spielleitungen

im „Fußball-Oberhaus“ qualifizieren.

Der Lehrgang ist Voraussetzung,

um als Schiedsrichterin

oder Erstligaassistentin im DFB

eingesetzt zu werden.

Inhalte des Lehrgangs waren

z.B.: Praxisorientierte Regelkunde

und Regeländerungen mit einem

abschließenden Test. „Zentrale

Punkte einer Spielleitung“ hieß

ein weiteres Thema bei der Gruppenarbeit.

Schwerpunkte waren

auch die neue Abseitsauslegung

und Videosequenzen, bei denen

sich die Teilnehmerinnen zwischen

gelber und roter Karte entscheiden

mussten.

Zu der DFB-Schiedsrichterkommission

gehörten außerdem

die Beisitzer Günther Thielking

und Bernd Domurat, beide Verbandsschiedsrichterlehrwarte

des

Niedersächsischen Fußballverbandes

(NFV).

Post vom DFB für die ersten

Spielleitungen in der 2. Frauen-

Bundesliga hat die 21-Jährige

schon erhalten. In der 1. Frauen-

Bundesliga wurde sie als Schiedsrichter-Assistentin

im Gespann

von Verena-Kordula Schultz eingeteilt.

„Warum habe ich mich dazu

entschlossen den Schiedsrichterschein

zu machen?“, blickt Irina

Stremel zurück.

Mit elf Jahren hat sie angefangen

selbst Fußball zu spielen.

Einfach aus Neugierde habe

sie dann mit ihrer Freundin

kurz vor dem 14. Lebensjahr

den Anwärterlehrgang mitgemacht.

„Wir hatten keine Ahnung,

wie lange oder aktiv wir

das machen wollen“, sagt sie.

Dass das Schiedsrichterdasein

jetzt ein so tolles und wichtiges

Hobby für mich ist, hätte ich

damals noch nicht gedacht. Ich

setze mir auf jeden Fall weitere

Ziele, um auch zukünftig in

noch höheren Klassen pfeifen

zu können“, sagt die sympathische

Barntenerin selbstbewusst,

die sich auch im Schiedsrichterwesen

engagiert.

Irina Stremel gehört zum

Schiedsrichterausschuss des NFV-

Kreises Hildesheim und hat Ende

letzten Jahres als Nachfolgerin

von Lara Kompa das Amt der

Frauenbeauftragten übernommen.

Nach Teilnahme des Beobachterlehrgangs

gehört sie seit

einigen Monaten auch zum

Kreis der Schiedsrichterbeobachter.

Abgesehen von ihrem Cousin,

der Fußball in der Bezirksliga

kickt, ist sie Einzelkämpferin. Ihre

Familie hat mit dem Fußballsport

„nichts am Hut“, war von ihr zu

erfahren.

„Sie hat das Zeug noch eine

Stufe höher zu klettern. Wir

drücken ihr die Daumen für ihre

weitere Laufbahn“, lobte auch

Kreisschiedsrichterobmann Marcin

Kuczera die junge talentierte

Kollegin. Burghard Neumann

Die Schiedsrichter-Laufbahn von Irina Stremel:

März 2006

Rückserie 2008/2009

Saison 2009/2010

Saison 2010/2011

Saison 2011/2012

Saison 2012/2013

Rückserie 2012/2013

Schiedsrichteranwärterlehrgang

und Prüfung

Frauen-Oberliga

Herren-Kreisliga

Herren-Bezirksliga und

Frauen-Regionalliga

SR-Assistentin 2. Frauen-Bundesliga

SR-Assistentin 1. Frauen-Bundesliga

Herren-Landesliga

November 2013 53


Bezirk Lüneburg

Das NFV/Toto-Lotto-Team (rote Trikots) feierte bei den Altherren vom VfL Wingst einen standesgemäßen 8:1-Erfolg. In einer überaus

fairen Partie vor rund 180 Zuschauern dauerte es aber bis zur 17. Minute, ehe Andre Müller die Führung erzielen konnte. Fünf Minuten später erhöhte

Patrik Grün auf 2:0. Treffer Nr. 3 gelang Oliver Menges kurz vor der Halbzeitpause. Doch auch die Wingster hatten während des ersten Spielabschnitts

die eine oder andere Möglichkeit. Im zweiten Spielabschnitt erhöhten Patrik Grün (2), Michael Küpper und Andre Müller (2) das Tempo und den Spielstand

auf 8:0, ehe Michael Heinbockel mit einem fulminanten Schuss in den Torwinkel unter großem Jubel der verdiente Anschlusstreffer für den

VfL gelang. Das Schiedsrichtergespann mit Leiterin Frauke Wichmann (TSV Lamstedt), Andreas Rakow (TSV Lamstedt) und Tim von Glahn (VfL Wingst)

hatten mit der fairen Partie keine Mühe.

sch/Foto: Schlobohm

Sven Filla (Foto hinten), Kreisschulfußballreferent im

Heidekreis, organisierte ein Grundschulturnier für 3. und

4. Klassen in Bothmer, an dem sich 19 Mannschaften beteiligten.

Neben den Grundschulen Buchholz, Schwarmstedt,

Rethem, Hodenhagen, Bothmer, Ahlden und Walsrode (Am

Markt und Süd) nahm als einziger Vertreter des Nordkreises

die Schneverdinger Grundschule Am Osterwald teil. Die Heideblütenstädter

belegten in beiden

Altersgruppen den zweiten

Platz. Den Sieg bei den

4. Klassen sicherte sich die

Grundschule Hodenhagen,

bei den Jüngeren triumphierte

die Grundschule

Ahlden (Foto). Alle

Kinder erhielten eine

Medaille, zudem jede

Mannschaft eine Urkunde

sowie die Sieger einen Pokal

und einen Ball, die Zweiten

einen Ball. Thomas Riese

Die Manfred-Kaltz-Prominentenelf (weiße Trikots) kam in einer überaus fairen und interessanten Partie vor rund 450 Zuschauern

zu einem 6:4-Erfolg beim VfL Wingst und die Wingster Fußballfans bei zehn sehenswerten Treffern voll auf ihre Kosten. Die Gäste eröffneten in der 5.

Minute den Torreigen, als Fatmir Vata der erste Treffer der Begegnung gelang. Wolfgang Grobe erhöhte in der 21. Spielminute mit einem sehenswerten

Treffer auf 2:0. Stefan Schnoor und erneut Wolfgang Grobe sorgten mit Doppelschlag für eine vermeintlich beruhigende 4:0-Halbzeitführung. Als

Niklas Hinck in der 50. Minute von Roman Wojcicki im Strafraum gehalten wurde, entschied der gute Schiedsrichter Lüder Menke auf Strafstoß. Diesen

verwandelte Tim Schlobohm unhaltbar für Torhüter Christian Stoll, dem Stadionsprecher des SV Werder Bremen. Die nächsten zehn Minuten brachten

die Zuschauer aus dem Häuschen, denn der eingewechselte Bernd Semmling sorgte mit einem Hattrick binnen neun Minuten für den Ausgleich

zum 4:4. Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide, doch Dirk Zander brachte die „Promis“ in der 63. Minute wieder in Führung. Die Wingster erarbeiteten

sich weiter gute Chancen, doch Stoll war mehrfach auf dem Posten. Fatmir Vata sorgte drei Minuten vor dem Ende der Partie für den 6:4-Endstand.

sch/Foto: Hans Jürgen Goemann

54

November 2013


Bezirk Lüneburg

Die VGH zeichnet auch im Jahr 2013 die fairsten Mannschaften in Niedersachsen aus. Darunter in der Regionalwertung erneut den

FC Mulsum/Kutenholz. Nach Platz 2 in der Saison 2011/12 wurde 2012/13 der 1. Platz im Kreis Stade erreicht. „Weil wir fast immer eher am Ball waren,

spielen wir weniger Foul“, sagte Mannschaftskapitän Jan Philipp Apmann. Auf den weiteren Plätzen landeten der Deinster SV und FC Oste/Oldendorf.

In der Landeswertung rangiert der FC Mulsum/Kutenholz auf Platz 40 unter 1.045 Mannschaften. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden im Vereinsheim

in Kutenholz der Pokal und für jeden Spieler eine Erinnerungsplakette überreicht. Außerdem durfte sich die Mannschaft über einen Gutschein

im Wert von 1.200 Euro freuen. Dieser wurde im Beisein von Paul-Reinhard Schmidt (Vorsitzender des NFV-Kreises Stade), Rüdiger Neumann (Kreisspielausschuss)

von Hermann Schulte, Regionaldirektor der VGH, ausgehändigt.

Wolfgang Diekmann

Klare Angelegenheit. Dass sich Fußball-

Bundesligisten in Lüneburg die Ehre geben, ist keine

Besonderheit. Dass aber ein Bundesligist zu einem

Pflichtspiel in der Hansestadt antritt, schon. Zuletzt

wohl im August 2008, als der VfB Stuttgart beim Lüneburger

SK im DFB-Pokal zu Gast war. Nun erlebten

die B-Junioren des MTV Treubund nach über fünf Jahren

ein neues Highlight. Die U 17-Junioren des Bundesligadritten

aus Wolfsburg waren mit Nationalspieler

Leandro Putaro (Foto Nr. 4), der die DFB-Elf kürzlich

mit seinem Tor zum 2:1-Sieg gegen Belgien schoss, zu

Gast in der Salzstadt. Natürlich war es eine einseitige

Angelegenheit zugunsten des um zwei Klassen höher

spielenden VfL. Die jungen „Wölfe“ gewannen das

Viertelfinalspiel im Conti-Cup klar mit 4:0 (2:0). Alles

in allem ein verdienter Sieg der Jungwölfe, mit dem

der MTV auch leben kann. „Wir waren chancenlos,

auch weil wir zu früh in Rückstand geraten sind“, konstatierte

MTV-Trainer Sören Hillmer. „Trotzdem bin ich

mit meiner Mannschaft nicht unzufrieden, wir standen

defensiv recht gut, haben keine Chancen am

Fließband zugelassen und nur ein Tor direkt aus dem

Spiel heraus kassiert.“ Text und Foto: Michael Paul

Die VGH-Regionaldirektion Stade-Rotenburg hat im Rahmen einer Feierstunde den Deinster SV als zweiter Sieger in der

regionalen Wertung des VGH-Fairness-Cups geehrt. Die Mannschaft hat sich nach 2007/08 (Erster) und 2009/10 (Zweiter) zum dritten Mal wieder eine

Top-Platzierung erspielt. Dies wurde mit einem Gutschein im Wert von 800 Euro belohnt. 38 gelbe Karten und zwei gelb-rote Karten reichten in der

Landeswertung zum 44. Platz unter 1.045 Mannschaften. Im Beisein von Paul-Reinhard Schmidt (Vorsitzender des NFV-Kreises Stade), Michael Koch

(Spielausschussvorsitzender), VGH-Vertreter Jörg Wichern und etlicher Besucher und Gäste nahm Hermann Schulte (VGH-Regionaldirektor) die Siegerehrung

vor und überreichte den Gutschein, den Pokal und Medaillen. Dieses war auch gleich seine letzte Amtshandlung. Hermann Schulte geht in den

verdienten Ruhestand. Seit Einführung des Fairness-Cups vor 13 Jahren durfte Hermann Schulte 42 Vereinen für ihre Fairness gratulieren. Für die

Patenschaft wählte der Deinster SV die U 16 aus.

Wolfgang Diekmann

56

November 2013


D

Titel für Reising,

Meyer und Peters

Die neuen Schiris des Jahres in Harburg

ie 260 Schiedsrichter des Harburger

Kreisfußballverbandes

waren in der Saison 2012/13 mit

der Durchführung von rund

3.500 Spielen auf dem Feld und

in der Halle beauftragt. Diese

stolze Bilanz zog Kreisschiedsrichterobmann

Joachim Weis im Verlauf

der harmonischen Jahrestagung

in Hittfeld. Ein besonderes

Lob für den vorbildlichen Einsatz

aller Unparteiischen gab es vom

Kreisvorsitzenden Manfred Marquardt:

„Ihr habt vorbildliche Arbeit

geleistet. Diese wird nicht

nur auf Kreis- und Bezirksebene,

sondern auch von oberster Stelle

des Niedersächsischen Fußballverbandes

gewürdigt.“

Joachim Weiß äußerte sich

positiv über die Besuche der

Schiedsrichterlehrabende. Ein besonderes

Dankeschön für die interessante

und abwechslungsreiche

Gestaltung dieser Zusammenkünfte

galt Lehrwart Sven

Weber. Einer der Höhepunkte der

letzten Saison war im März der

Krombacher lädt ein

D er Kreisfußballverband

Osterholz ist froh über eine

fruchtbare Zusammenarbeit

mit einem Sponsor. Die Krombacher

Brauerei unterstützt

den Spielausschuss bereits im

zweiten Spieljahr mit Geld- und

Sachpreisen.

Der Gönner lud die erfolgreichsten

Mannschaften

des Kreises jüngst zu einem

Krombacher Abend in den

Schützenhof Hüttenbusch ein.

Der TSV St. Jürgen (Frauen),

VfR Seebergen/Rautendorf

(Herren), SV Komet Pennigbüttel

(Alte Herren) und die

SG Worphausen/St. Jürgen

(Senioren) strichen bei den Finalspielen

der Vorsaison beim

VfL Ohlenstedt den Titelgewinn

ein. Der Krombacher

Abend kam bei den Vereinen,

die das Finale im Frauen-, Herren-,

Altherren- und Seniorenkreispokal

erreichten, gut an.

Die Teilnehmer plauderten

in angenehmer Atmosphäre

bei kostenlosem Essen und

Freigetränken über Fußballerlebnisse

aus der Vergangenheit.

Der Sponsor verteilte dazu

auch noch Geschenke. Die

Vereine durften sich über kleine

Nettigkeiten in Form von

Flüssignahrung und andere

Präsente freuen. Der Kreisspielausschuss

um Jürgen

Stenken (Ihlpohl) bedankte

sich in aller Form bei den Teilnehmern

und beim Sponsor

Krombacher für einen kurzweiligen

Abend in Hüttenbusch.

Reiner Tienken

Besuch des NFV-Schiedsrichters

Marco Haase. Sven Weber war es

auch, der Schwerpunkte bei einem

Schiedsrichteranwärterlehrgang

in Winsen setzte. Von den

20 Teilnehmern hat nur einer das

Lehrgangsziel nicht erreicht. Über

die in Barsinghausen stattfindenden

Schülerlehrgänge konnte der

Harburger Kreisschiedsrichterausschuss

einige Talente in seinen

Reihen aufnehmen. Mit Freude

wurde bei den Unparteiischen

registriert, dass Thilo Bade (FSV

Tostedt), Tim Blazeczak (TVV Neu

Wulmstorf) und Maurice Heissig

(TSV Auetal) neu in den Bezirk

aufgestiegen sind.

Anhaltenden Beifall gab es

für Harald Meyer (TSV Elstorf). Er

wurde zum Schiedsrichter des

Bezirk Lüneburg

Zu den Harburger Schiedsrichtern des Jahres wurden ernannt (v.l.): Felix

Reising (Jugend), Harald Meyer (Männer) und Sarah Peters (Frauen).

Foto: Lahse

Jahres proklamiert. Sarah Peters

(TSV Elstorf) landete bei den Frauen

ganz vorne. Die Wahl des

Jungschiedsrichters des Jahres fiel

auf Felix Reising (MTV Ashausen-

Gehrden).

Für 35-jährige Treue zum

Schiedsrichterwesen wurde Peter

Kappenberger (TSV Auetal) mit

einer Urkunde ausgezeichnet. 30

Jahre dabei sind Kay-Dieter Guntau

(FC Este 2012), Alfio Insolera

(ESV Maschen), Heinrich Knupper

(TSV Elstorf) und Hans-Kaj Mortensen

(Young Boys Seevetal). Die

Silberne Ehrennadel für 25-jährige

Tätigkeit im Schiedsrichterwesen

erhielten Michael Hinrichs

(TSV Holvede-Halvesbostel) und

Kai Oder (TuS Fleestedt).

Ulrich Balzer

Beim FC Oste/Oldendorf machte die VGH-Regionaldirektion Stade-Rotenburg machte Station. Der Verein aus dem Fußballkreis Stade

wurde für seine Disziplin auf dem Sportplatz ausgezeichnet. Im Rahmen einer Feierstunde in Gräpel erhielt die Mannschaft des FC Oste/Oldendorf die

Belohnung für Platz drei in der Regionalwertung beim VGH-Fairness-Cup. Im Beisein vom Kreisvorsitzenden Paul-Reinhard Schmidt und Michael Koch

(Spielausschuss), Uwe Brümmer (VGH-Hauptvertreter für Oldendorf), vieler Besucher und Gäste händigte VGH-Regionaldirektor Hermann Schulte

einen Gutschein über 500 Euro, den Pokal und für jeden Spieler eine Erinnerungsplakette aus. Der FC Oste/Oldendorf wählte für die Patenschaft die

eigene U 15 des Vereins aus. Unter insgesamt 1.045 Mannschaften in Niedersachsen landete der FC Oste/Oldendorf auf Platz 47. Auch die Fairness des

Kreises Stade kann sich sehen lassen. In der Kreiswertung landete Stade auf Platz vier.

Wolfgang Diekmann

November 2013 57


Bezirk Lüneburg

Stockmann-Wanderpokal

für die JSG Jesteburg

4:1-Sieg im Finale gegen TuS Fleestedt

it einem souveränen 4:1-Sieg

Mgegen den TuS Fleestedt

setzte sich die U 13-Mannschaft

der JSG Jesteburg-Bendestorf

im Finale in Wistedt um den

Gerhard-Stockmann-Pokal durch.

Überragender Akteur im Team der

JSG war Philipp Werner als dreifacher

Torschütze. Den vierten Treffer

steuerte Leon Fischer bei. Das

Ehrentor des TuS Fleestedt erzielte

Sebastian Bubenheim.

„Beide Mannschaften haben

sich viel Lob von den Zuschauern

verdient”, stellte Frank Dohnke

als Harburger Kreisjugendobmann

im Verlauf der Siegerehrung

fest. Beifall brandete auf, als

Dohnke zusammen mit dem

Kreisvorsitzenden Manfred Marquardt

dem JSG-Mannschaftsführer

Cedric Scharenberg den

begehrten Gerhard-Stockmann-

Pokal überreichte. Zudem gab es

für jeden Akteur der erfolgreichen

Mannschaft sowie für die

Trainer Mirco Steinberg und André

Kraft Goldmedaillen. Außerdem

erhielt die JSG Jesteburg-

Bendestorf einen Fußball. Für die

im Finale unterlegene Mannschaft

des TuS Fleestedt hatten

die Funktionäre Silbermedaillen

mitgebracht.

Pokalspender Gerhard Stockmann

engagierte sich mehr als

ein halbes Jahrhundert ehrenamtlich

für den Harburger Kreisfußballverband.

Er war von 1947 bis

1961 als Mitglied des Jugendausschusses

und auch als Staffelleiter

aktiv. 1961 übernahm er den Vorsitz

des Jugendausschusses, den

er bis 1990 inne hatte. Von 1990

bis 2000 arbeitete Stockmann als

stellvertretender Kreisvorsitzender.

Ulrich Balzer

Guter zweiter Platz

Lüneburger überzeugen beim U 11-Vergleich

ie U 11-Förderauswahl des

DNFV-Kreises Lüneburg erreichte

beim ersten Leistungsvergleich

der Förderauswahlen des Jahrgangs

2003 den zweiten Platz.

Seit drei Jahren legt der Lehrausschuss

das Hauptaugenmerk

der Talentförderung auf die Förderung

des älteren E-Junioren-

Jahrgangs. Der Lüneburger Lehrausschuss

möchte die talentierten

Spieler fördern und ihnen die

Möglichkeit geben, gut vorbereitet

an allen folgenden und übergeordneten

Sichtungsmaßnahmen

erfolgreich teilzunehmen.

Dirk Lindemann (Kreislehrwart

und Ausschussvorsitzender)

konnte die Förderauswahlen der

NFV-Kreise Harburg, Heidekreis,

Lüchow-Dannenberg, Osterholz,

Rotenburg, Stade, Uelzen und Lüneburg

bereits zum vierten Male

auf der Sportanlage des VfL Lüneburg

begrüßen. Bei gutem Wetter,

während der Endspiele schien

sogar die Sonne, sahen zahlreiche

Freunde des Jugendfußballs gute,

spannende und torreiche Spiele.

Die Lüneburger Talente erreichten

nach einem Sieg (3:0 gegen

Uelzen), einer Niederlage

(0:2 gegen Stade) und einem Unentschieden

(1:1 gegen Rotenburg)

als Zweiter der Gruppenphase

das Halbfinale. Hier wurde

die Auswahl aus Lüchow-Dannenberg

mit 2:0 geschlagen. Im

Endspiel hieß der Gegner erneut

Stade. In einem guten und spannenden

Spiel siegte die Mannschaft

aus Stade mit 2:1. Die Talente

aus Stade kassierten ihr erstes

und einziges Gegentor erst

kurz vor Ende des Finales. Im Spiel

um Platz 3 siegte Harburg (im

Halbfinale 0:2 gegen Stade) mit

2:0 gegen Lüchow-Dannenberg

(im Halbfinale 0:2 gegen Lüneburg).

Bei den Platzierungsspielen

hatten die Uelzener besonderes

Pech. Erst unterlagen sie als Gruppenletzter

im zweiten Platzierungsspiel

Osterholz mit 4:5 nach

Achtmeterschießen, dann 3:4 gegen

den Heidekreis im Spiel um

Platz 7 ebenfalls im Achtmeterschießen.

Rotenburg gewann mit

1:0 gegen Osterholz und wurde

Fünfter. Auch wenn es keine Pokale

oder Medaillen gab, freuten

sich doch alle Kids, dass sie unter

Beobachtung der Scouts von Werder

Bremen und des Hamburger

SV dabei sein durften.

Der Lehrausschuss des NFV-

Kreises Lüneburg bedankte sich

bei den jungen Talenten für die

gezeigten Leistungen, den Trainern,

den Schiedsrichtern Carl

und Henry März sowie Ralf Koslowski

als auch bei den zahlreichen

Zuschauern, die der Veranstaltung

einen würdigen Rahmen

gaben. Ein besonderer Dank galt

Den Gerhard-Stockmann-Pokal

nahm freudestrahlend der Mannschaftsführer

der JSG Jesteburg-

Bendestorf, Cedric Scharenberg,

vom Vorsitzenden des Kreisfußballverbandes,

Manfred Marquardt

(links), und dem Vorsitzenden

des Kreisjugendausschusses,

Frank Dohnke, entgegen.

Foto: Balzer

So kann sich ein Vorletzter nach dem Gewinn im Achtmeterschießen noch

freuen: Torschütze Eric Hoffmeister jubelt Finn Abeling (Nr. 7) an. Im

Hintergrund Torwart Jonah Dreyer (alle Heidekreis).

Foto: Paul

dem VfL Lüneburg für die wiederholte

Bereitstellung der sehr gut

zu bespielenden Plätze und für die

Bewirtung der Gäste. Michael Paul

58

November 2013


Bezirk Lüneburg

Wanna und Wingst

stellen die Sieger

Kreisschulmeisterschaften in Neuenkirchen

D ie Fußballschulmeisterschaften

des Kreises Cuxhaven

wurden kürzlich in Neuenkirchen

ausgetragen. Die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule

hatte zum vierten

Mal zu diesem Turnier eingeladen

und konnte mit elf teilnehmenden

Grundschulen einen Teilnehmerrekord

verzeichnen. Elf

Jungen- und neun Mädchenteams

spielten den Kreismeister

aus.

Das Organisationsteam der

Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule,

Schulleiter Olaf Mohr und Anette

Busch, sowie Erich Butt, Referent

für Schulfußball im Landkreis

Cuxhaven, hatten sich für eine

Turnierform mit einer Vorrunde in

drei Gruppen und für eine Endrunde

der Mannschaften entschieden.

Alle Spieler und Spielerinnen

waren hochmotiviert und

ließen sich auch durch den zwischenzeitigen

Nieselregen nicht

den Spaß an der Veranstaltung

nehmen. Zwischen den Spielen

konnten sich alle am reichhaltigen

und leckeren Frühstücksbuffet

stärken, das engagierte Eltern

vorbereitet hatten. Hier gilt der

besondere Dank dem Marktkauf

Otterndorf, der dieses Frühstück

unterstützt hat, sowie dem Förderverein

der Grundschule Neuenkirchen/Nordleda.

Bei den Mädchen musste ein

Neunmeterschießen der drei besten

Teams über den Turniersieg

entscheiden. Hier waren die Mädchen

aus Wingst die Glücklichen.

Bei den Jungen erwiesen sich die

Schüler der Grundschule aus

Wanna am spielstärksten. Am Ende

der Veranstaltung wurden alle

anwesenden Mannschaften bei

der Siegerehrung mit Urkunden

und einem Ball des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV) für

ihre Teilnahme belohnt. Folglich

konnten sich alle Teilnehmer auch

als Sieger fühlen. Den Siegerpokal

konnte jedoch nur jeweils eine

Mannschaft entgegennehmen.

Die Ergebnisse:

Jungen: 1. Prof.-Herm.-Rauhe-Schule

Wanna, 2. GS Neuhaus,

3. GS Döse, 4. Hinr.-Wilh.-

Kopf-Schule Neuenkirchen, 5.

Schule am Wingster Wald, 6. GS

Ehrennadelträger

ernten viel Beifall

NFV-Kreis Harburg würdigt das Ehrenamt

„Eure Arbeit ist nur mit

großem Aufwand zu bewerkstelligen.

Dafür gilt euch ein ganz besonders

großes Dankeschön.“

Das betonte der Harburger Kreisvorsitzende

Manfred Marquardt

auf einer Arbeitstagung im

Scharmbecker Gasthaus Kruse.

Für sechs langjährige ehrenamtliche

Mitarbeiter gab es nicht nur

Bezirksehrennadeln in Silber, sondern

außerdem anhaltenden Beifall.

Klaus-Dieter Schütt vom

MTV Ashausen-Gehrden hält seinem

Verein bereits seit mehr als

40 Jahren die Treue. Er ist seit

1997 Kassenwart und Mitglied im

Abteilungsvorstand. Schütt erwarb

2005 die Trainer-C-Lizenz.

Fortan war er Trainer der 2. Herrenmannschaft.

Dieses Amt übte

Drangstedt/Elmlohe, 7. GS Kührstedt/Ringstedt,

8. GS Basbeck,

9. GS Althemmoor, 10. GS Bad

Bederkesa und Ritzebütteler

Schule

Mädchen: 1. Schule am

Wingster Wald, 2. Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule

Neuenkirchen,

3. GS Döse, 4. GS Bad Bederkesa,

5. GS Neuhaus, 6. GS

Basbeck, 7. Prof.-Herm.-Rauhe-

Schule Wanna, 8. GS Drangstedt/Elmlohe,

9. GS Althemmoor.

Der Referent für Schulfußball des NFV-Kreises Cuxhaven, Erich Butt,

Schulleiter Olaf Mohr und die Fachberaterin für Schulfußball, Annette

Busch (v.l.), organisierten die Cuxhavener Kreismeisterschaften im Schulfußball.

er fünf Jahre lang aus. Ab 2007

war der Ashäuser auch als Betreuer

der Mädchenmannschaften

seines Vereins aktiv.

Jürgen Struwe vom TV Asendorf-Dierkshausen

war von 1986

bis 2005 als Jugendtrainer und

Betreuer in seinem Verein engagiert.

Zu den Schwerpunkten seiner

Arbeit zählen auch das Mitwirken

im Jugendspielausschuss,

als Talentsichter sowie als DFB-

Stützpunktkoordinator.

Lars Meyer vom FC Rosengarten

greift bereits seit 1991 zur

Pfeife. Zusätzlich trainierte und

betreute er Jugendmannschaften

im damaligen TV Vahrendorf. Der

Ausgezeichnete profilierte sich

mehrere Jahre im Kreislehrausschuss

sowie als Mädchentrainer.

Nach der Fusion in den Verein FC

Rosengarten ist Meyer als stellvertretender

Jugendobmann aktiv.

Mario Leder vom TVV Neu

Wulmstorf ist nicht nur seit dem

Jahre 1976 als Schiedsrichter im

Einsatz, sondern arbeitet mit viel

Fleiß seit 1998 als stellvertretender

Vorsitzender im Kreisspielausschuss

mit.

Karsten Neunert vom MTV

Borstel-Sangenstedt hält seinem

Verein bereits seit über 40 Jahren

die Treue. Von 1997 bis heute ist

er als Kassenwart und somit im

Abteilungsvorstand tätig. 2005

erwarb Neunert die Trainer-C-Lizenz.

Danach engagierte er sich

als Trainer der 2. Herrenmannschaft

und ebenso als Betreuer

von Mädchenmannschaften.

Jürgen Tödter vom TSV Heidenau

stellt sich seit mehr als 30

Jahren für verschiedene Ämter

in seinem Verein zur Verfügung.

Er ist nicht nur als Fußballobmann

aktiv, sondern kümmert

sich auch vorbildlich um die

Platzanlagen. Ulrich Balzer

Mit Silbernen Bezirksehrennadeln

ausgezeichnet wurden im Verlauf

der Arbeitstagung des Kreisfußballverbandes

Harburg-Land (von

links) Klaus-Dieter Schütt, Jürgen

Struwe, Lars Meyer, Mario Leder,

Karsten Neunert und Jürgen Tödter.

Foto: Balzer

November 2013 59


Bezirk Lüneburg

Debüt. „Es hat mir persönlich sehr viel Spaß gemacht an diesem

Event teilzunehmen.“ So lautete der erste Kommentar von Bruno Brito

da Rocha (TSV Heidenau, rechts) unmittelbar nach seinem Länderspiel-Debüt

bei der Begegnung zwischen Israel und Italien, welches

im Rahmen des „U 17 KOMM MIT 4-Nationenturnier“ in Hamburg

stattfand. Der Spitzenschiedsrichter aus dem Landkreis Harburg war

in dieser Partie als Schiedsrichter-Assistent von Robert Schröder

(Hannover) aktiv. Rund 100 Zuschauer, darunter etliche Scouts, sahen

auf der Hamburger Wolfgang-Meyer-Sportanlage ein abwechslungsreiches

Spiel, welches Italien knapp, aber nicht unverdient mit 3:2 für

sich entscheiden konnte. Das Schiedsrichter-Gespann wurde durch

aufkommende Härte in der zweiten Halbzeit mehr gefordert, hatte

das Spiel aber stets im Griff. Dazu Bruno Brito da Rocha: „Beide

Mannschaften haben auf einem sehr hohen Niveau gespielt und den

Zuschauern ein wirklich spannendes Match geliefert.“

Ulrich Balzer/Foto: Lahse

Bezirk Weser-Ems

Jugend „überwintert“

in der Hallenrunde

270 Teams gehen im Ammerland an den Start

ehr viel Zeit und Mühe hat der

SKreisjugendausschuss zusammen

mit dem Geschäftsführer

des NFV-Kreises Ammerland, Dieter

Schwengels, in die Vorbereitungen

zur Hallenpunktrunde

2013/2014 für die Ammerländer

Fußballjugend investiert. Ab dem

24. November wird das runde Leder

in den Sporthallen des Kreises

wieder rollen. Die E-Junioren bestreiten

den Saisonauftakt und

schließen die Hallenrunde auch

am 2. März 2014 in der Westersteder

Brakenhoffsporthalle.

Alle Spielklassen von der A-

bis F-Jugend sind besetzt. Zudem

finden Hallenspiele ohne Punktewertung

für die Minis statt.

Die Mädchen starten bei den B-,

C-, D- und E-/F-Juniorinnen. Die

Schiedsrichter für die A-, B-, C-,

D-Junioren sowie für die B- und

C-Juniorinnen werden vom NFV-

Kreis Ammerland gestellt. Für die

Endrunden werden ebenfalls Unparteiische

vom Kreis aufgeboten.

Wie in der vergangen Saison

spielen auch diesmal die A- und

B-Jugendfußballer nach den Futsal-Regeln.

Mit den neuen Fußballregeln

soll gerade das für diese

Jahrgangsklassen stark ausgeprägte

körperliche Spiel eingeschränkt

werden. Der Spielball ist

deutlich sprungreduziert und das

Grätschen ist verboten. Gespielt

wird auf Handballtore. Anstatt eines

Einwurfs gibt es beim Futsal

einen „Einkick“ und nach dem

vierten Teamfoul erhält der Gegner

einen Strafstoß. Außer den

männlichen A-und B-Jugendlichen

spielen noch die E-Junioren,

die Minis sowie die E-/F-Juniorinnen

auf kleine Handballtore. Alle

anderen Jahrgangsklassen haben

es etwas einfacher, Treffer zu erzielen,

da sie auf große Fußballtore

kicken dürfen.

Erfreulich ist diesmal wiederum,

dass alle sechs Ammerländer

Gemeinden Hallenzeiten für

die Fußballjugend zur Verfügung

gestellt haben. Zusagen hat der

Kreisverband für insgesamt 95

Spieltage bzw. Hallentermine (im

letzten Jahr 93), die sich auf die

Gemeinden Edewecht (25 Hallenzeiten),

Wiefelstede (22), Rastede

(16), Apen (9), Westerstede (7)

und Bad Zwischenahn (6) verteilen.

Die Ammerländer Vereine

haben insgesamt 270 Mannschaften

(ohne die Minifußballer)

für die Punkterunde in der Halle

gemeldet. Immerhin ist dies eine

Mannschaft mehr als im vergangenen

Jahr, nachdem sich in den

Jahren davor die Anzahl der teilnehmenden

Mannschaften auf

Grund der negativen demografischen

Entwicklung deutlich reduziert

hatte.

Von den einzelnen Jahrgangsklassen

sind die D-, die E-

und F-Jugendspieler mit jeweils

51 Teams am stärksten vertreten.

Dann folgen die C-Jugend mit 38,

die B-Jugend mit 26 Mannschaften

und die A-Jugend mit 23

Teams. Der weibliche Nachwuchs

ist mit insgesamt 30 Teams vertreten;

hier waren es im vergangenen

Jahr noch 35 Mannschaften.

Alle Verantwortlichen hoffen

auch diesmal auf viele interessante,

spannende und faire Spiele sowie

viel Spaß für die Nachwuchskicker,

die immer wieder gern in

der Hallenrunde „überwintern“.

Jürgen Hinrichs

Zum Mitarbeiterfest trafen sich die ehrenamtlichen Mitglieder des Vorstandes und der einzelnen Ausschüsse des Bezirkes Weser-Ems zusammen

mit ihren Partnern Mitte September in Wildeshausen. Auf dem Programm stand zunächst der Besuch der Bundesligabegegnung zwischen dem

SV Werder Bremen und Eintracht Frankfurt, welcher für die Werder-Fans unter den rund 50 Teilnehmern des Mitarbeiterfestes – zumindest vom Ergebnis

her (0:3) – eher enttäuschend verlief. Doch die Stimmung während des anschließenden Tanzabends im Saal des Hotels „Gut Altona“ litt darunter

keineswegs. Vielmehr verweilten viele nach einem ausgiebigen Buffet bei Musik und Tanz sowie netten Gesprächen noch einige Stunden auf dem

Treffen, das nach kurzer Nacht mit einem gemeinsamen Frühstück am Sonntagmorgen endete.

Andreas Huisjes

60

November 2013


Bezirksmeister

Titel für Mädchen aus Osnabrück-Land

ie Auswahlmannschaft der

DMädchen Jahrgang 2001

und jünger des NFV-Kreises Osnabrück-Land

wurde beim Turnier

in Tühle Bezirksmeister der

Weser-Ems-Kreise.

Das Team gewann alle Spiele

ohne Gegentor; in der Vorrunde

bezwangen die Kickerinnen

ohne große Probleme Oldenburg-Land

(2:0), Friesland

(1:0), Vechta (2:0) und Emden

(2:0). „Im spielerischen Bereich

waren wir den Mannschaften

leicht überlegen und ließen

kaum Chancen des Gegners

zu“, so Kreislehrwart und Trainer

Uwe Krebs. Als Halbfinalgegner

standen die Fußballerinnen dem

Team aus Cloppenburg gegenüber

und siegten klar mit 3:0.

Das zweite Halbfinale gewann

die Mannschaft aus Osnabrück-

Stadt, die sich gegen Leer

durchgesetzt hatte. „Gegen den

starken Finalgegner haben wir

unsere beste Leitung abrufen

können. Die Osnabrückerinnen

hatten keine Torchance gegen

uns“, lobte Krebs die Mannschaft.

Besonders hob Krebs Pia

Kortenjan hervor: „Auf Pia

konnten wir uns vorne verlassen,

sie hat fast alle Tore für uns

erzielt, im Endspiel zweimal getroffen.

Pia hatte einen ,Sahnetag’“,

erläuterte der Trainer, der

von Karin Perner unterstützt

wird. Ansonsten dirigierte laut

Krebs die NFV-Auswahlspielerin

Emma Richter, die ein hohes

Laufpensum absolvierte, die

Mannschaft und war ein Vorbild

für alle. Im Tor strahlte Emine

Lenz Ruhe und Gelassenheit aus

und kassierte in sechs Spielen

kein Gegentor. Die Mannschaft

war ausgeglichen besetzt und

auch nach Ein- und Auswechselungen

konnte das Niveau stets

gehalten werden.

Auch die zweite Mannschaft

konnte mithalten, war

aber vor dem gegnerischen Tor

einfach zu ungefährlich. In diesem

Team konnten vor allem Julia

Kassen als Torwart und Ricarda

Meier überzeugen.

Gewannen den Vergleich der Weser-Ems-Kreise: die Mädchen aus Osnabrück-Land.

Bezirk Weser-Ems

Zum erfolgreichen Team

gehören Emine Lenz (TSV Weserhausen),

Larissa Schulte (SG

Voltlage), Lea Zurmühlen (BSV

Holzhausen), Inga Bergmann

(TSG Dissen), Sophie Borcherding,

Luisa Englich (beide SV

Alfhausen), Svenja Torbecke (BW

Hollage), Pia Kortenjan (SF

Schledehausen), Emma Richter

(SV Quitt Ankum), Mara Winter

(VfR Voxtrup) und Mascha Grothaus

(SV Viktoria Gesmold).

Einen neuen DFB-Stützpunkt gibt es im Fußballkreis Aurich. Die Talentschmiede zog von der Kreisstadt Aurich in die

Gemeinde Großefehn, und zwar in die Ortschaft Timmel. Die Stützpunkttrainer Rainer Obieglo, Uwe Bönsch und Markus Olbrys versammelten bei der

Premiere 40 junge Talente um sich. DFB-Stützpunktkoordinator Jürgen Betzold begrüßte die Gäste zur Premiere auf der neuen Sportanlage in Timmel.

Gekommen waren auch Großefehns Bürgermeister Olaf Meinen, Ortsbürgermeister Wilhelm Buschmann, Aurichs Kreisvorsitzender Winfried

Neumann, Jann Saathoff als Vorsitzender des Lehrausschusses und Matthias Heeren, Vorsitzender der Sport-AG Großefehn sowie Vertreter des SuS

Timmel. „Der Wechsel von Aurich nach Timmel ist problemlos über die Bühne gegangen“, so Jürgen Betzold. „Hier finden wir optimale Bedingungen

vor, um die Talente zu fördern“, sagte er weiter. Jürgen Betzold erinnerte an Lennart Thy aus Norden, der auch im Stützpunkt trainierte und heute Profi

beim FC St. Pauli in der 2. Bundesliga ist.

Hinrich Trauernicht/Foto: Saathoff, Ostfriesische Nachrichten

November 2013 61


Bezirk Weser-Ems

Mehr als 50 Mädchen nahmen am Tag des Mädchenfußballs teil und freuten sich bei der Siegerehrung über ihre Preise.

ediglich das Wetter spielte

Mädchenfußballarmband und

Lnicht ganz mit: Bei leichtem Regen

Trainer Pfeiffer im Visier -schlüsselband des DFB und die

waren mehr als 50 Mädchen

Schulen jeweils zwei Bälle. Extra-

von fünf verschiedenen Schulen Viele unentdeckte Emder Talente

preise gab es für die beste Dribblerin

(Annabell Kersch – Früch-

aus Emden und Hinte der Einladung

des NFV-Kreises Emden geteburgschule)

und die beste

beim Tag des Mädchenfußballs

folgt und erlebten am Ostfrieslandstadion

den Tag des Mädchenfußballs.

Neben einem Turnier mit gemischten

Mannschaften wurden

Pfeiffer (Trainer der männlichen

Kickers-U 19-Mannschaft) hatten

Kandidatin beim Torschusswettbewerb

(Herrentorschule) – bei-

Mit einem bunten zwei Trainingsaufgaben sowie erfahrene Fußballcoaches die Leide

konnten sich über einen Satz

Programm rund um das runde Leder

ist es dem Fußballverband gelungen,

Wettbewerbe im Schießen und

Dribbeln angeboten. Dabei watung

der Einheiten übernommen.

Besonders Pfeiffer avancierte bei

blauer und gelber Leibchen für

ihre Schulmannschaften freuen.

den Mädchen drei Stunren

die Kinder in besten Händen, den Mädchen zum Liebling – Die höchste Teilnehmeranzahl

den intensives Training mit viel

Spaß zu bieten.

denn mit Sonja Buß (Referentin

für Frauen- und Mädchenfußball

sichtlich genossen sie eine spielerische

Einlage, bei der es darum

stellte die Grundschule Hinte –

15 Mädchen waren aus der Gemeinde

An fünf verschiedenen Stationen

des NFV und Trainerin der ging, den Trainer mit dem Ball abzuschießenmädchen

vor den Toren Emdens

konnten die jungen Schul-

im Alter von sechs bis

Concordia Suurhusen-Mädchen),

Hedwig Heiken (Trainerin der Damen

Bei der Siegerehrung er-

zur Veranstaltung gekommen.

Diese tolle Beteiligung wurde

elf Jahren ihr Können zeigen.

des BSV Kickers) und Tammo hielten alle Spielerinnen ein mit einem Satz Markierungshüt-

chen für das Schultraining belohnt.

Sonja Buß, die den Tag des

Mädchenfußballs für den Fußball-

Kreis Emden organisiert hatte,

konnte auf eine rundherum gelungene

Veranstaltung zurückblicken.

„Die Mädchen waren mit

Eifer bei der Sache und hatten viel

Spaß“, resümierte sie. Man habe

gesehen, dass es in Emden viele

talentierte Mädchen gebe. „Die

Vereine und Schulen sind gefordert,

dieses Talent der Kinder zu

erkennen und zu fördern.“

Till Oliver Becker

Vereine erhalten je

200 Euro für Laptops

Vorstand des NFV-Kreises Aurich tagte

„Der Spielbetrieb in der Ostfrieslandliga

und den Ostfrieslandklassen

ist problemlos gestartet“,

betonte Winfried Neumann,

Vorsitzender des Fußballkreises

Aurich, auf der jüngsten Sitzung

des Vorstandes in Georgsheil.

Wilhelm Bolhuis, der nach dem

Tod des Spielausschussvorsitzenden

Erwin Folpts dessen Amt

übernahm, setzte sich für eine

Neuerung ein: „Die Vereine werden

in der Winterpause zu Staffeltagen

eingeladen. Dann sehen

wir, was gut oder nicht gut gelaufen

ist“, so Bolhuis.

„Unsere Kassenlage ist in

Ordnung“, stellte Schatzmeister

Georg Freesemann fest, der seit

40 Jahren im Amt und somit

dienstältester Schatzmeister Niedersachsens

ist. Alle Vereine des

Kreises erhielten einen Zuschuss

in Höhe von 200 Euro für Geräteanschaffungen.

Dafür sollen

Laptops angeschafft werden, damit

das Projekt „Spielbericht online“

noch weiter ausgebaut

werden kann. „Das ist die Zukunft.

Daran geht kein Weg vorbei“,

weiß Kreisvorsitzender

Neumann.

Aus der Fair-Play-Kasse des

Kreises erhielten die Mannschaften

SV Hage II, SV Hage III, SV Hage

IV, SV Simonswolde und Germania

Wiesmoor II Prämien. Bei

der Jugend profitierten davon der

BSV Wiegboldsbur und SV Hage.

Der „Tag des Mädchenfußballs“

soll in diesem Jahr in Norden

stattfinden, sagte Friedchen

Baumann als Vorsitzende des

Frauenausschusses. Im Ausschuss

gebe es einen Mangel an Mitarbeitern.

Als Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses

berichtete

Bernhard Priebe, dass es in den

Manchmal konnte auch Trainerin

und Organisatorin Sonja Buss der

Versuchung mitzuspielen nicht widerstehen.

Fotos: Till Oliver Becker

Gemeinden Krummhörn und

Hinte einen erheblichen Bedarf

an aktiven Spielleitern gebe. Dort

soll nun – zusätzlich zum ohnehin

vorgesehenen Termin im Januar

in Moordorf – ein weiterer

Schiedsrichter-Lehrgang angeboten

werden.

Der Staffeltag der Junioren

hatte eine sehr gute Beteiligung,

freute sich Stefan Rammelmann,

Vorsitzender des Jugendausschusses.

Die Hallenturniere sollen

künftig nur noch als Futsal-

Turniere durchgeführt werden,

und zwar von den A- bis zu den F-

Junioren. Auch die Fußballjugend

strebe einen gemeinsamen Spielbetrieb

in Ostfriesland an, sagte

Stefan Rammelmann.

Hinrich Trauernicht

62

November 2013


Jung gebliebener Fußballliebhaber,

dessen große Leidenschaft das

Schiedsrichterwesen ist: Ubbo

Voss.

Neue Medien sind

sein großes Hobby

Ubbo Voss feiert seinen 80. Geburtstag

bbo Voss gehört zu den letz-

Urgesteinen des ostfriesi-

Uten

schen Fußballs. 28 Jahre lang

wirkte der ehemalige Rektor der

Grundschule Osteel im Niedersächsischen

Fußballverband im

Lehrwesen für Schiedsrichter,

davon 23 Jahre lang als Lehrwart

in verantwortlicher Position.

„Das hat sehr viel Spaß gemacht“,

erinnert sich Ubbo

Voss, der am 11. Oktober 80

Jahre alt wurde. Alt an Lebensjahren

– aber nicht an der Fähigkeit,

Neues zu lernen und weiterzugeben.

So muss man nur

einen Blick auf seine Homepage

werfen: www.ubbo-voss-sr-lehrarbeit.de

zeigt einen jung geblieben

Fußballliebhaber, dessen

große Leidenschaft immer noch

das Schiedsrichterwesen ist.

Die neuen Medien waren

und sind das große Hobby des

Pädagogen. Sobald Neues auf

dem Markt war, setzte Voss es

zum Lernen ein. Unvergessen

auch seine vielen Filme, die er zu

allen Anlässen drehte. „Wir haben

den Laden damals in Schwung gehalten“,

sagt Voss mit Blick auf

seine 28-jährige Tätigkeit auf Verbandsebene.

Rund 50.000 Kilometer

war er jährlich in Sachen

Fußball unterwegs. Durch ganz

Niedersachsen ist er getourt, und

oft war es schon spät in der Nacht,

wenn er seine ostfriesische Heimat

in Osteel oder später Norden wieder

erreichte.

Bezirk Weser-Ems

Bereits 1948 begann Ubbo

Voss, Kindern beim FC Norden

das Fußballspielen beizubringen.

1951 legte er die Schiedsrichterprüfung

ab und leitete bis zum

Jahr 1968 Spiele. In den Vereinen

FC Norden und TV Osteel

war er Jugend- und Fußballobmann.

Kreisjugendobmann im

Fußballkreis Norden, Schiedsrichterlehrwart

in den Bezirken Ostfriesland

und Weser-Ems sowie

die Mitarbeit im Schiedsrichterausschuss

des Fußballkreises Aurich

runden das vielfältige Tätigkeitsfeld

des umtriebigen

Pädagogen und leidenschaftlichen

Fußballers ab.

Als Ehrenmitglied des Fußballkreises

Aurich kümmert sich

Voss heute noch um die Senioren

im Fußballkreis. Alljährlich

gibt es Treffen an verschiedenen

Orten.

Die Fußballer in Niedersachsen

sind Ubbo Voss zu großem

Dank verpflichtet.

Hinrich Trauernicht

Emsländische Nachwuchskicker haben in Vechta/Bakum die Bezirksmeisterschaften des älteren E–Junioren-Jahrgangs

(2003) gewonnen. In drei Gruppen traten alle Teams gegeneinander an. Die Emslandauswahl Süd wurde in der Gruppe A mit vier Unentschieden und

einer Niederlage Gruppenvierter. Das Team Emsland-Nord startete in der Gruppe C mit zwei Niederlagen, die aber anschließend mit drei Siegen wieder

wettgemacht werden konnten. Nach dieser Aufholjagd wurde die Mannschaft von Jupp Specken einmal mehr Turniersieger. Mit diesem Titel ist

EL-Nord nun in den letzten zehn Jahren fünfmal Bezirksmeister, zweimal Vizemeister und dreimal Dritter geworden. Das sind die absoluten Bestwerte

in ganz Niedersachsen. Auch in diesem Jahr haben

die Auswahltrainer Jupp Specken und Hans-Hermann

Dettmer wieder eine schlagkräftige Mannschaft

an den Start geschickt. „Nach diversen Trainingseinheiten

und Vorbereitungsspielen waren

die Talente aus dem Norden des Emslandes auf den

Punkt genau fit und bestachen in diesem Turnier

durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und

mit einem tollen Teamgeist“, freute sich Coach

Specken. Zur erfolgreichen Mannschaft gehörten

folgende Spieler: Tim Niehaus (FC Wesuwe), Marcel

Jarczewski (VfL Herzlake), Jannik Hamm (TuS Haren),

Tim Jansen (SV Surwold), Thomas Eiken (GW

Dersum), Martin Schade (RW Heede), Chris Veltrup

(Union Meppen), Andres Semenowisz (SV Meppen),

Felix Gerdes und Stijn Hensema (beide BW

Papenburg) sowie Marvin Wingbermühlen, Hannes

Schmitz und Niklas Hanneken (alle BW Lorup).

Text und Foto: Gerd Mecklenborg

Sieben Anwärter

bleiben fehlerfrei

Frieslands Nachwuchs meistert SR-Prüfung

nter lautem Jubel nahmen die

Uerfolgreichen Teilnehmer am

Schiedsrichteranwärterlehrgang

des Fußballkreises Friesland in

Neustadtgödens ihre Schiedsrichterpässe

entgegen. Lehrgangsbester

war Keno Bödeker vomSV

Astederfeld, der die 30 Regelfragen

als Erster fehlerfrei abgab.

Sechs weitere Anwärter blieben

ebenfalls ohne Fehler.

Unter Leitung von Kreisschiedsrichterobmann

Günter

Neumann und seinem Stellvertreter

Andreas Kreye hatte der NFV-

Kreis Friesland bereits den zweiten

Schiedsrichteranwärterlehrgang

erfolgreich in der Gaststätte

„Zur Waage“ in Neustadtgödens

absolviert. Die drei Anwärterinnen

und 25 Anwärter aus zehn

verschiedenen Vereinen meisterten

die Prüfung allesamt sehr erfolgreich.

Aus dem Nachbarkreis

Wilhelmshaven nahmen zwei Anwärter

am Lehrgang teil.

„Ich freue mich riesig über

das erfolgreiche Abschneiden“,

sagte Neumann, nachdem er allen

Teilnehmern die neuen

Schiedsrichterpässe ausgehändigt

hatte. Gleichzeitig legte er ihnen

ans Herz, jetzt am Ball zu bleiben

und die regelmäßigen Lehrabende

und Jungschiedsrichterfortbildungen

zu besuchen, um das erlangte

Wissen weiter zu vertiefen.

„Um das gewisse Fingerspitzengefühl

zu bekommen, sollten

die neuen Schiedsrichter nun

zunächst in ihren Vereinen Spiele

von der G- bis E-Jugend leiten“,

erläuterte Neumann.

Auch Andreas Kreye war

sehr angetan von den sehr guten

Ergebnissen: „Ich freue

mich schon, die ersten Ansetzungen

an die erfolgreichen

Teilnehmer zu verschicken.

Bleibt alle dabei, denn wir

brauchen euch. Wenn ihr so

weitermacht wie im Lehrgang,

dann habe ich ein sehr gutes

Gefühl.“ Vom Kreisvorstand beglückwünschte

Schatzmeister

Werner Engel die frischgebackenen

Schiedsrichteranwärter und

dankte ihnen für die Unterstützung.

Verbandsschiedsrichterlehrwart

Bernd Domurat aus

Wilhelmshaven hatte die Prüfung

abgenommen und war

ebenfalls sehr zufrieden.

Der NFV-Kreis Friesland beglückwünscht

die neuen Schiedsrichter:

Marlen Kötter, Anna Marianne

Sydow, Julian Besuden, Jonas

Eisenhauer, Bjarne Jabben,

Tom Schlütemann, Tarek Meier,

Jannes Bruhnken (alle FSV Jever),

Tilo Junker, Stefan Oertel, Robin

Scheper, Lucas Gerdes (alle BV

Bockhorn), Keno Bödeker (SV

Astederfeld), Tom Lengen, Uwe Eilers,

Simon Eilers, Felix Eilers (alle

TuS Sillenstede), Lara Schaffrath

(TV Gut Neuenburg), Hendrik Peters-Ollermann

(FC Zetel), Keno

Rohlfs, Leonhard Nagl (beide JFV

Varel), Pascal Decker, Torsten Engler,

Ron Schriewer (alle SW Middelsfähr-Mariensiel),

Philip Niko

Schick, Alexander Kemper (beide

Eintracht Wangerland), Daniel

Krieger, Justin Döring (beide DJK

Wilhelmshaven). Dieter Engel

November 2013 63


Bezirk Weser-Ems

„Jever bietet gute

Voraussetzungen“

DFB-Stützpunkt zieht in die Marienstadt um

ffiziell vollzogen wurde jetzt

Oder Umzug des DFB-Stützpunktes

von Schortens nach Jever.

Wie bereits von 2006 bis

2010 werden die jungen Talente

aus Friesland, Wilhelmshaven

und Wittmund wieder in die Marienstadt

zurückkehren. Mit der

Übergabe des DFB-Stützpunktschildes

wurde der Umzug an die

Jahnstraße in Jever besiegelt.

Jürgen Betzold, Stützpunkt-

Koordinator für den Bereich Weser-Ems,

wies darauf hin, dass

zur Talentförderung auch gute

Bedingungen zur Verfügung stehen

müssen. „Dieses ist durch

den Kunstrasenplatz in Jever gegeben.

Die Technikschulung

steht im Vordergrund und dafür

eignet sich der Untergrund bestens.

Bis zu 35 Trainingseinheiten

können wir pro Saison absolvieren

und sind nahezu wetterunabhängig“,

ergänzte Jürgen

Betzold. Auch der Vorsitzende

des NFV-Kreises Friesland,

Heinz Lange, konnte nur zustimmen.

„Es gab mitunter doch einige

Probleme mit den Sportplätzen

in Jever sowie auch in

Schortens. Die wird es auf dem

neuen Platz nicht geben“, fügte

der zufriedene Kreisvorsitzende

hinzu.

Zufrieden zeigte sich auch

Stefan Thöle vom Landkreis Friesland.

„Für uns ist es wichtig, dass

der DFB-Stützpunkt in Friesland

geblieben ist. Jever bietet gute

Voraussetzungen“, so Thöle. Der

FSV Jever als Hauptnutzer der Anlage

wird in enger Abstimmung

mit den Stützpunktverantwortlichen

den Platz zur Verfügung

stellen.

„Wir wollten zentral bleiben

und haben mit Jever wieder eine

zentrale Anlaufstelle für unsere

jungen Talente aus Friesland, Wilhelmshaven

und Wittmund gefunden“,

sagte Betzold. Wer sich

selber ein Bild von dem neuen

DFB-Stützpunkt Jever machen

möchte, hat jeden Montag ab 17

Uhr die Möglichkeit, die jungen

Nachwuchstalente zu sehen.

Dieter Engel

„So etwas erlebt man

ja nicht alle Tage“

Begeisterte Senioren in der osnatel-Arena

um 40. Mal fand in die-

Jahr das Seniorentreffen

Zsem

des NFV-Kreises Osnabrück-

Land statt. Passend zum „Jubiläum“

freuten sich die Organisatoren

über 125 Teilnehmer

aus 25 Vereinen, die einen

kurzweiligen Nachmittag in der

VIP-Loge der osnatel-Arena erlebten.

Der offizielle Umzug des DFB-Stützpunktes von Schortens nach Jever ist

vollzogen: Von links: Sven Belka (2. Vorsitzender FSV Jever), Jürgen

Betzold (Stützpunkt-Koordinator für den Bereich Weser-Ems), Stefan

Thöle (Landkreis Friesland, zuständig für Fachbereich Jugend, Familie,

Schule und Kultur), Heinz Lange (Vorsitzender NFV-Kreis Friesland) und

Uwe Reese (Vorsitzender NFV-Kreis Wilhelmshaven). Foto: Dieter Engel

Ehemalige Vereinsmitarbeiter

hatten die Möglichkeit, sich zum

„Seniorentreffen“ anzumelden.

Begrüßt wurden sie vom Kreisvorsitzenden

Bernd Kettmann sowie

seinen beiden Stellvertretern

Klaus Hülsmann und Maria Johanning.

Auch der Ehrenvorsitzende

Helmut Buschmeyer war

selbstverständlich mit von der Partie;

er hatte im Vorfeld die Veranstaltung

gemeinsam mit den Vorstandsvertretern

organisiert.

Eine Führung durch die osnatel-Arena erlebten die Teilnehmer des Seniorentreffens des NFV-Kreises Osnabrück-

Land.

Ein besonderer Gruß Kettmanns

galt dem Ehrenvorsitzenden

des Kreissportbundes Franz

Butterwegge, Johannes Ruthemeyer

vom BSV Holzhausen, der

am 19. September seinen 90.

Geburtstag feiern konnte, sowie

den ehemaligen VfLern Hansi Alpert

und Walter Bensmann.

Nach einer Stärkung mit Kaffee

und Kuchen teilte sich das Feld

in zwei Gruppen. Die Teilnehmer

starteten zur Stadionbesichtigung,

wagten unter Führung

von Freddy Fenkes und Bernhard

Lanfer einen Blick hinter die Kulissen

und statteten dem VfL-

Museum einen Besuch ab. Das

war schon ein besonderes Erlebnis

für die Teilnehmer, ebenso

wie die Bewirtung in den VIP-

Räumen. „So etwas erlebt man

ja nicht alle Tage“, freuten sie

sich beim anschließenden Zusammensein.

Bei einem kleinen Quiz gewannen

zwei Senioren des WTV

Wellingholzhausen, die sich über

Karten für das NFV-Grünkohlessen

am 21. November im Saal

Rothert in Engter freuten. Bei guten

Gesprächen und guter Stimmung

klang der Nachmittag aus.

Ein besonderer Dank geht seitens

des NFV-Kreises Osnabrück-Land

an den VfL Osnabrück für die

Möglichkeit, die Räumlichkeiten

für das Seniorentreffen nutzen zu

können. Anita Lennartz

64

November 2013


Er ist seit 40 Jahren

ehrenamtlich aktiv

DFB-Verdienstnadel für Eilert Janssen

ilert Janssen aus Marienhafe

Eist im Kreis Aurich in Sportlerkreisen

bekannt wie kaum ein

anderer. Im Fußballkreis Aurich

arbeitet er seit 1991 mit; auch

im Kreissportbund wirkt er seit

Jahren als stellvertretender Vorsitzender.

Der aktive Sportler aus

Marienhafe, der auch regelmäßig

am „Ossi-Loop“ teilnimmt,

erhielt jetzt die Verdienstnadel

des Deutschen Fußball-Bundes.

Die hohe Auszeichnung

überreichte im Rahmen einer Ehrenamtstagung

des Fußballkreises

Aurich in Wirdum (Brookmerland)

Ferdinand Dunker (Dinklage),

Vizepräsident des Niedersächsischen

Fußballverbandes

und Vorsitzender des Bezirks Weser-Ems.

„Eilert Janssen hat sich seit

40 Jahren Verdienste um den

n der Bundesliga stand Werder

IBremen vor der Länderspielpause

im Oktober überraschend gut

da, mit einer ausgeglichenen Bilanz

befanden sich die Hanseaten

auf Platz neun. Danach sah’s Mitte

Juli noch nicht aus, als die Elf

des neuen Trainers Robin Dutt

im Lohner Heinz-Dettmer-Stadion

Sport erworben“, so Ferdinand

Dunker. Fußball spielte Janssen

von 1960 bis 1973. Seit 1983 ist

er in seinem Heimatverein Tura

Marienhafe in verschiedenen

Funktionen aktiv: Als Spielausschussvorsitzender,

Sportwart

und jetzt seit 2005 als dritter Vorsitzender.

Von 1991 bis 2002 war

Eilert Janssen Mitglied im

Schiedsrichterausschuss des Fußballkreises

Aurich; von 1992 bis

2002 auch Lehrwart in diesem

Gremium. Seit 1995 ist er als

Schriftführer Mitglied des geschäftsführenden

Vorstandes im

Fußballkreis und seit 2007 auch

stellvertretender Kreisvorsitzender.

„Diese langjährige Mitarbeit

in verschiedenen Gremien rechtfertigt

diese hohe Auszeichnung“,

so Dunker abschließend.

Hinrich Trauernicht

dem holländischen Ehrendivisionär

PEC Zwolle mit 2:3 (1:2)

unterlag. Diese Niederlage verwandelten

jetzt die Fans des Lohner

Werder-Ecks in einen Erfolg.

Im Vereinslokal „Rechts ran“

übergaben sie 9.000 Euro als Erlös

dieses Spiels an Vertreter des

heimischen Jugendfußballs.

Insgesamt 5.100 Zuschauer

hatten die Werder-Eckler im

Sommer mobilisiert, darunter

befanden sich 2.800 Kinder, die

für einen symbolischen Euro ins

Stadion kamen. Jeweils 2.500

Euro erhielten die Jugendwarte

der beiden OM-Kreisverbände,

Hans Engelmann (Vechta) und

Bezirk Weser-Ems

Eilert Janssen (links) freute sich über die Verdienstnadel des Deutschen

Fußball-Bundes, überreicht vom NFV-Vizepräsidenten Ferdinand

Dunker.

Foto: Trauernicht

9.000 Euro für die OM-Fußballjugend

Werder–Eck Lohne übergibt Spenden aus dem Erlös des Spiels Werder gegen PEC Zwolle

Hermann Pohlmann (Cloppenburg),

der mit seinem Kassenwart

Alwin Krogmann nach Lohne

gekommen war. Eine stolze

Summe von 4.000 Euro erhielt

der anwesende Vorstand des

Fußballkreisverbandes Vechta,

angeführt von seinem Vorsitzenden

Martin Fischer (Langenberg).

Diese Spende ist als Unterstützung

für den OM-Cup 2014 in

Langförden gedacht.

Das ausrichtende Werder-

Eck Lohne bedankte sich abschließend

bei den Familien

Paul-Heinz und Peter Wesjohann

aus Rechterfeld. Die Trikotsponsoren

des SV Werder Bremen

(„Wiesenhof“) hatten dieses

Sponsorenspiel, das sie einmal

pro Saison erhalten, in die Obhut

des Fanclubs gegeben, damit

der Erlös dem heimischen

Jugendfußball zugutekommt

und die Kids die Gelegenheit erhalten,

ihre Stars hautnah zu erleben.

Franz-Josef Schlömer

Drei Schecks verteilte das Lohner

Werder-Eck. Das Foto zeigt (hinten

von links) Thomas Bojes, Helmut

Pöhlking, Peter Wesjohann,

Alwin Krogmann, Paul-Heinz

Wesjohann, Stefan Röwe, Georg

Sieverding, Heiner Rottinghaus,

Peter Müller-Maibaum und Ferdinand

Dunker sowie (vorne von

links) Hubert Tönjes, Hermann

Pohlmann, Hans Engelmann und

Martin Fischer.

November 2013 65


Amtliche Bekanntmachungen

Geburtstage

15. November bis

15. Dezember

Uwe Reese, Vorsitzender

des NFV-Kreises Wilhelmshaven,

feiert am 16.

November seinen 70. Geburtstag.


Werner Denneberg, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Helmstedt, feiert am 28.

November seinen 63. Geburtstag.


Hartmut Heinen, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Oldenburg-Land/Delmenhorst,

wird am 29. November

67 Jahre alt.


Gerhard Haupt, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Northeim/Einbeck, wird

am 4. Dezember 71 Jahre

alt.


Fritz Redeker, Vorsitzender

des NFV-Kreises Hannover-Land,

feiert am

7. Dezember seinen 66.

Geburtstag.

Sportschul-Termine

28. Oktober bis 1. Dezember 2013

Trainerausbildung

Mo. 28.10. bis Fr. 1. C-Lizenz Breitenfußball, Profil Jugend, Teil 3

C-Lizenz Leistungsfußball, Basiswissen, Teil 2

Mo. 4. bis Di. 5. C-Lizenz Breitenfußball, Prüfung, Teil 4

C-Lizenz Leistungsfußball, Profil Junioren, Teil 3

Mi. 6. bis Fr. 8. Fortbildung für C-Trainer (Breitenfußball)

Mo. 11. bis Fr. 15. C-Lizenz Leistungsfußball, Profil Senioren, Teil 3

Mo. 18. bis Mi. 20. C-Lizenz Leistungsfußball, Prüfung, Teil 4

Mi. 18. bis Fr. 22. C-Lizenz Breitenfußball, Teil 3 für FSJler im Sport

Do. 21.

Eignungstest C-Trainer Leistungsfußball

Mo. 25. bis Mi. 27. Fortbildung für C-Trainer (Leistungsfußball)

Mo. 25. bis Fr. 29. C-Lizenz Breitenfußball, Basiswissen, Teil 1

C-Lizenz Leistungsfußball, Basiswissen, Teil 1

Verbandsmitarbeiter

Fr. 1. bis Sa. 2. DFBnet-Schulung für Einsteiger

Fr. 1. bis So. 3. Schulung der NFV-Lehrreferenten

Sa. 9. Schulung der DFB-Kurzschulungsreferenten

Sa. 16.

DFBnet-Schulung für Fortgeschrittene

Sa.

Sitzung Verbands-Frauen- und Mädchenausschuss

Fr. 22. Sitzung Arbeitskreis Schulfußball

Sa. 30.

DFBnet-Schulung für Fortgeschrittene

Talentförderung

Fr. 1. bis So. 3. U 16-Juniorinnen-Sichtungslehrgang

Mo. 4. bis Mi. 6. U 16-Juniorinnen-Sichtungslehrgang des DFB

Mo. 11. bis Mi. 13. U 16-Juniorinnen-Kaderlehrgang des DFB

Fr. 15. bis So. 17. U 14-Junioren-Auswahllehrgang

U 15-Junioren-Auswahllehrgang

Fr. 22. bis So. 24. U 13-Junioren-Auswahllehrgang

Sa. 23. bis So. 24. Mädchen-Torhüter-Lehrgang

Sa. 30. bis So. 1.12. U 13-Juniorinnen-Hallenturnier der Teilbereiche

Schiedsrichter

Fr. 29. bis So. 1.12. Lehrgang für Futsal-Schiedsrichter

Redaktionsschluss

für die nächste Ausgabe der Amtlichen Bekanntmachungen

ist der 11. November 2013.

Turnierbörse

Unter der Adresse

www.nfv.de

werden im Internet Spielgesuche

und Turnierangebote

veröffentlicht.

Impressum

Fußball-Journal

Niedersachsen

Zeitschrift des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV)

Herausgeber:

Niedersächsischer Fußballverband

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 56

E-Mail: info@nfv.de

Internet: http://www.nfv.de

Verlag:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

Schillerstraße 4

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Telefax (0 51 05) 7 51 56

Redaktion:

Reiner Kramer

(verantwortlich für den Inhalt)

Peter Borchers

Manfred Finger

NFV-Pressestelle, Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 51 42

Telefax (0 51 05) 7 51 55

E-Mail: Reiner.Kramer@nfv.de

E-Mail: Peter.Borchers@nfv.de

E-Mail: Manfred.Finger@nfv.de

Mitarbeiter in den NFV-Bezirken:

Günter Schacht (Braunschweig)

Käthe-Kollwitz-Str. 4

38259 Salzgitter

GuenterSchacht@t-online.de

Gerrit Nolte, An der Windmühle 10

30890 Barsinghausen

E-Mail: Gerrit.Nolte@t-online.de

Reiner Tienken (Lüneburg)

Mevenstedter Str. 24,

27726 Worpswede

E-Mail:

Reiner.Tienken@gmx.de

Andreas Huisjes (Weser-Ems)

Hagelskamp 21, 48455 Bad Bentheim

E-Mail: a-huisjes@gmx.net

Verantwortlich für

Amtliche Bekanntmachungen:

Walter Burkhard, NFV-Justitiar

Barsinghausen

Herstellung:

Kornelia Schick

Kuhtrift 31, 31249 Hohenhameln

Tel. (0 51 28) 4 09 52 95

E-Mail: kornelia.schick@live.de

Druck:

CW Niemeyer Druck GmbH

Druckzentrum Wangelist

Böcklerstraße 13, 31789 Hameln

Anzeigen:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 55

Das Fußball-Journal Niedersachsen

erscheint monatlich. Es kann nur im

Abonnement bezogen werden.

Abonnements zum Preis von 30 Euro

für ein Jahr können bei der NFV-

Beteiligungs- und Verwaltungs-

GmbH, Schillerstraße 4, 30890 Barsinghausen,

bestellt werden. Der

Einzelpreis beträgt 3 Euro. Für Vereine

und Verbandsmitarbeiter des NFV

ist er im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte,

Fotos usw. wird keine Haftung

übernommen. Rücksendung

erfolgt nur, wenn Rückporto beiliegt.

Artikel, die mit dem Namen des Verfassers

gekennzeichnet sind, stellen

nicht unbedingt die Meinung des

Niedersächsischen Fußballverbandes

oder der Journal-Redaktion dar.

66

November 2013


Nach dem Spiel ist vor

dem Genuss.

Wir wünschen allen Mannschaften

viel Erfolg im Krombacher Pokal.

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