Petite Camargue Alsacienne», Saint-Louis, Haut-Rhin, Frankreich

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Petite Camargue Alsacienne», Saint-Louis, Haut-Rhin, Frankreich

2013 Käfer des Naturschutzgebiets «Petite Camargue Alsacienne» 85

Grossseggen-Ried (Magnocaricion) und Schilfröhricht

(Phragmition). Zu den häufigsten Pflanzenarten

gehören Phragmites australis, Carex

acutiformis, Carex elata, Lysimachia vulgaris,

Molinia arundinaceae, Iris pseudacorus, Agrostis

gigantea und Euphorbia cyparissias.

Riedfläche unbeweidet

• «Riedfläche Obere Au» (OA), 1995: Die Vegetation

ist ein Mosaik aus folgenden Vegetationstypen:

Schilf-Seggen-Fläche (Carex acutiformis,

Solidago gigantea, Phragmites australis

und Urtica dioica); Grosser Gebüschkomplex

(Salix cinerea, Salix fragilis und Alnus

glutinosa); Gebüsch aus Aschgrauer Weide

(Salix cinerea) mit Juncus inflexus, Carex hirta,

Carex otrubae, Carex acutiformis und Phragmites

australis; Ufernaher Bereich am Augraben

mit Populus x canadensis, Salix cinerea,

Urtica dioeca, Colchicum autumnalis und Phalaris

arundinacea; Feuchter waldiger Bereich

(Salix alba und Carex acutiformis); Trockener

waldiger Bereich (Prunus avium, Prunus spinosa,

Sambucus nigra, Rubus fruticosus aggr.,

Rubus caesius, Geum urbanum und Brachypodium

sylvaticum); Wiese (Lolium perenne, Trifolium

pratense und Taraxacum officinale).

2.4 Trockenrasen

• «Trockenrasen Heide» (HE), 1995: Trespen-

Trockenrasen (Xerobrometum) mit dominierenden

Bromus erectus, Koeleria pyramidata,

Euphorbia cyparissias, Helianthemum nummularium

s. l., Festuca ovina s. l., Anthericum

ramosum und Origanum vulgare sowie einem

Mosaik initialer Trespenrasen mit Gebüsch

(Berberidion) auf Kies mit dominierenden Populus

sp., Rubus caesius, Ligustrum vulgare,

Cornus sanguinea, Prunus padus, Prunus spinosa,

Fraxinus excelsior, Crataegus monogyna,

Helianthemum nummularium s. l. und

Euphorbia cyparissias.

2.5 Gebüsche

• «Gebüsche» (GB), 2008: In der Mittleren Au

werden seit vielen Jahren Untersuchungen an

Nachtigallen durchgeführt. Die Brut und Aufzuchträume

liegen in den Gebüschsäumen und

Waldrändern oft in der Nähe von Gewässern.

2.6 Extensivwiesen

Extensivwiese unbeweidet

• «Extensivwiese unbeweidet Grand Pré»

(GPW), 1994, 1996 und 2008: Es handelt sich

um eine Glatthaferwiese (Arrhenatheretum

elatioris) mit einer Ausdehnung von 100 auf

300 m; seit 1994 ohne Düngung genutzt. Sie

wird einmal pro Jahr geschnitten (bei spätem

Heutermin ab 1. Juli). Sie grenzt allseitig an

Feuchtgebiete an, ist aber trotz geringem

Grundwasserabstand (50–70 cm) relativ trocken

und beginnt auszumagern. Zu den häufigsten

Pflanzenarten gehören: Holcus lanatus,

Lotus corniculatus, Onobrychis viciifolia,

Arrhenatherum elatius, Taraxacum officinale,

Dactylis glomerata und Poa trivialis.

Extensivwiese beweidet

• «Extensivwiese beweidet Grand Pré» (GPB),

1994, 1996 und 2008: Ein Teil der Extensivwiese

die seit 1994 zeitweise extensiv beweidet

wird und vom extensiven Wiesenstandort

GPW durch einen renaturierten Altarm des

Rheins (Ruderalstandort Graben) getrennt ist.

Die Weide ist im Vergleich zur Wiese GPW

deutlich feuchter und unterliegt zudem einem

von Osten nach Westen fallenden Nässegradienten.

Die Vegetation zeigt somit einen Übergang

vom Gänsefingerkraut-Rohrschwingel-

Saum (Potentillo anserinae-Festucetum arundinaceae

(Dierschke, 2012) bis zur Rossminzen-Blaubinsen-Gesellschaft

(Mentho longifoliae-Juncus

inflexi). Die Weide wird seit

1994 mit Schottischen Hochlandrindern als

Winterweide (September bis Mai) extensiv

beweidet (Abb. 2). Die häufigsten Pflanzen im

Bereich der Fallen waren Arrhenatherum elatius,

Lotus corniculatus, Dactylis glomerata,

Holcus lanatus, Poa trivialis, Onobrychis

vicii folia, Trifolium repens, Juncus inflexus,

Festuca pratensis, Potentilla anserina und

Potentilla reptans.

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