Albmagazin - Ausgabe Heidengraben 1/2014
Regionales Albmagazin auf der Schwäbischen Alb für die Region Heidengraben, Grabenstetten, Hülben, Erkenbrechtsweiler, Hochwang und Böhringen
Regionales Albmagazin auf der Schwäbischen Alb für die Region Heidengraben, Grabenstetten, Hülben, Erkenbrechtsweiler, Hochwang und Böhringen
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
<strong>Ausgabe</strong> 1 / März <strong>2014</strong><br />
TEB–Allstars aus Römerstein–Böhringen<br />
„THe Show Muat Go On”<br />
Keltisches Urkorn<br />
Spelzgerste im Sommer, Dinkel im Winter<br />
Gasthaus Adler in Hülben<br />
Saure Kutteln und Hirnsuppe mt Klößchen<br />
Grammophonsammlung Rolf Geigle<br />
„Man muss schon ein bißchen verrückt sein“ – Seite 4 – 6<br />
Zu Gast bei Albert Kullen<br />
Die Kirche lebt vom Engagement – Seite 14 – 15
Inhaltsverzeichnis<br />
Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong> Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong><br />
Editorial<br />
Editorial<br />
Seite 3<br />
Grammophonsammlung Rolf Geigle<br />
Seite 4 – 6<br />
Alb Tour in Römerstein-Böhringen<br />
Seite 7<br />
Raiffeisenbank vordere Alb eG<br />
Seite 8<br />
Neujahrsempfang von FAKT<br />
Seite 10<br />
Bürgermeisterwahlen <strong>2014</strong><br />
Seite 11<br />
Gasthaus Adler in Hülben<br />
Seite 12 – 13<br />
Zu Gast bei Albert Kullen<br />
Seite 14 – 15<br />
Die Ruine Hofen in Grabenstetten<br />
Seite 16 – 17<br />
TEB-Allstars aus Römerstein-Böhringen<br />
Seite 18 – 19<br />
Firma Fliesen Kuder<br />
Seite 20<br />
Der Feuersalamander<br />
Seite 21<br />
Keltisches Urkorn<br />
Seite 22 – 23<br />
Showtanzgruppe Wild Angels<br />
Seite 24<br />
Kinderuni am <strong>Heidengraben</strong><br />
Seite 25<br />
Interview Dr. Jörg Bofinger<br />
Seite 26<br />
Wirtschaftsforum<br />
Seite 27<br />
Trinkwasserversorgung Alb<br />
Seite 28 – 29<br />
Veranstaltungskalender / Impressum<br />
Seite 30 – 31<br />
Titelfotografie: Patricia Kozjek, Grammophon<br />
(Sammlung Rolf Geigle in Hengen)<br />
Rückseite: Alexander Buck, v.li. Maria Buck und<br />
Elsa Scheu in jungen Jahren<br />
Die Blank'sche Seite oder „Schreibet Sie<br />
das ja net!“<br />
Nun hat es also mich als Erste unserer<br />
schreibenden <strong>Albmagazin</strong>-Zunft erwischt,<br />
das Vorwort für die neueste <strong>Ausgabe</strong> zu<br />
verfassen. Eigentlich hatte ich ja versucht,<br />
möglichst unauffällig auszusehen als ich<br />
in der im beschaulichen Erkenbrechtsweiler<br />
ansässigen Redaktion vorbeigeschneit<br />
bin. „Kerstin, du schreibst bitte das Editorial“,<br />
nickt Herausgeber Thomas Blank zu<br />
mir herüber. Vermutlich in dem Glauben<br />
mir was Gutes zu tun. Und als Sahnehäubchen<br />
obendrauf: „Wir brauchen dann noch<br />
ein Foto von dir.“ Na prima – wenn ich was<br />
hasse, dann sind das Bilder mit meiner<br />
Wenigkeit, bin ja schließlich nicht umsonst<br />
Journalist und nicht Superstar geworden...<br />
Prominent auf Seite drei steht das einleitende<br />
Textchen gemeinhin, darüber prangt<br />
bereits mein leicht gequält aus der Wäsche<br />
guckendes Konterfei (die erste Ausrede<br />
„Hab kein Foto“ hat der seines Zeichens<br />
auch als Fotograf tätige T. Blank leider nicht<br />
gelten lassen), doch noch ist der Bildschirm<br />
leer. „Schreib doch mal was Schönes über<br />
deine Erlebnisse mit uns Älblern“ waren die<br />
gutgemeinten Worte, mit denen ich wieder<br />
bergab geschickt wurde. Also gut: Was habe<br />
ich besonders Lustiges da oben erlebt?<br />
Was ist mir schon aufgefallen, worüber ich<br />
lachen musste? Gähnende Leere macht<br />
sich in meinem Kopf breit.<br />
Um die blanke Blank'sche Seite (ein schönes<br />
Wortspiel!) vor mir ein bisschen von ihrer<br />
Einsamkeit zu erlösen, fange ich später<br />
doch noch an zu schreiben, einfach mal<br />
das, was mir gerade so durch den Kopf<br />
geht: Weltgeschichtliche Betrachtungen,<br />
Gründe um sich zu freuen, Anlässe um<br />
sich zu ärgern. Einmal drübergelesen, alles<br />
wieder gelöscht. Auch die folgende philosophische<br />
Betrachtung über das kurze Leben<br />
einer Alblinse trifft dasselbe Schicksal.<br />
Und die Uhr tickt.<br />
Also zurück auf Null: So viele Kilometer<br />
habe ich schon auf der Alb zurückgelegt,<br />
so manches Mal Gertrud (das ist die Frau,<br />
die in meinem Navi wohnt) dabei fast zur<br />
Verzweiflung getrieben, so viele Leute getroffen<br />
– da muss doch was Glossentaugliches<br />
dabei sein! Na, wenn ich mal wirklich<br />
drüber nachdenke, fallen mir dann doch<br />
einige interessante, lustige und manchmal<br />
auch anzügliche Anekdötchen ein. Aber<br />
halt – da meldet sich mein journalistischer<br />
Ehrenkodex. Denn immer, wenns wirklich<br />
interessant wird, fällt auch schnell ein<br />
ganz bestimmter Satz nämlich „Schreibet<br />
Sie das ja net!“. Und die Bandbreite der<br />
Geheimnisse auf der Schwäbischen Alb ist<br />
groß: Da ging es um Schätze der Natur und<br />
der Archäologie, Koch-, Back und Braurezepte,<br />
historische Begebenheiten und<br />
natürlich diverse zwischenmenschliche<br />
Beziehungen der jüngeren, aber auch der<br />
älteren Vergangenheit.<br />
Also wieder nix – aber (oh Wunder) die<br />
Blank'sche Seite ist voll und diesmal tickt<br />
nicht nur die Uhr, sondern auch das Telefon<br />
klingelt: Deadline, morgen ist Andruck.<br />
Bleibt mir also nur zu hoffen: Hoffentlich<br />
liest den Quatsch keiner.<br />
Freundlichst, Kerstin Dannath<br />
PS: Neugierig geworden? Tja, Pustekuchen<br />
– erstmal gilt auch hier: Man trifft sich immer<br />
zwei Mal im Leben und außerdem keine<br />
Angst: „Ich schreibs wirklich net“<br />
Seite 11<br />
Seite 12 – 13<br />
Auszug aus unserem<br />
erweiterten Leistungskatalog:<br />
Erweiterte Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft<br />
Vorsorge + (Medizinische Vorsorgeleistungen für Erwachsene)<br />
Brillengläser und Kontaktlinsen<br />
Hochwertige Zahnfüllungen wie Kunststoff, Keramik oder Gold<br />
Osteopathiebehandlungen<br />
Hautscreening mittels Auflichtmikroskop<br />
Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung<br />
DIE KRANKENKASSE<br />
FÜR BADEN-WÜRTTEMBERG<br />
TÜV SÜD-zertifiziert<br />
für Qualität und<br />
Kundenzufriedenheit<br />
regional versichert<br />
optimal versorgt<br />
Seite 4 – 6<br />
Seite 16 – 17<br />
Seite 18 – 19<br />
Schöllkopfstr. 120 · 73230 Kirchheim unter Teck · Hotline: 0800 2552965 (kostenlos)<br />
info@bkk-scheufelen.de · www.bkk-scheufelen.de<br />
2 3
Grammophonsammlung Rolf Geigle<br />
Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong><br />
„Man muss schon ein bisschen verrückt sein“<br />
Die private Sammlung von Rolf Geigle und damit große Anzahl an Grammophonen aus aller Welt, sprengte mit der Zeit<br />
den dritten Stock der alten Schule in Hengen. Genauer gesagt: Die ehemalige Lehrerwohnung, in der die Sammlung für<br />
gut 15 Jahre stand. Waren es einst „Mittagswanderer“, die auf Besuch ins kleine Grammophon-Museum nach Hengen<br />
kamen, sind es heute eher Gruppen und Busse, erzählt der enthusiastische Sammler.<br />
aufwendig“ bezeichnet. „Die Stunden und<br />
Nächte, überhaupt die Zeit, darf man hier<br />
nicht zählen“. Und: „Man muss schon ein<br />
bisschen verrückt sein, um so ein Hobby ausdauernd<br />
zu pflegen“, gibt Geigle gerne zu.<br />
40 000 Schallplatten<br />
Gut 350 Exponate sind in seiner Ausstellung<br />
zu sehen, weitere 100 befinden sich<br />
(noch) im Keller. Kommt die „musikalische<br />
Kleinigkeit“ hinzu, dass Geigle überdies<br />
eine Schallplattensammlung von nahezu<br />
40 000 Stück besitzt. Obschon 1985 das<br />
geplante Ende der Schallplatte, zugunsten<br />
von CD´s, absehbar schien, ist Geigle absolut<br />
überzeugt davon, dass „Vinylhören<br />
heute wieder voll cool ist“. Während bei<br />
Schallplatten aus Vinyl von PVC die Rede<br />
sei, ist Schellack ein Naturprodukt, wie er<br />
erklärt. „Das Material dafür stammt vom<br />
Rückenpanzer der Lackschildlaus“. 90<br />
Prozent Holz – Eiche, Machagonie oder<br />
furnierte Fichte –, finden sich hingegen im<br />
Grammophonbau. Meist ist es Blech oder<br />
Messing, das für die Trichter genommen<br />
wurde. „Schöne Holztrichter findet man<br />
selten, noch seltener Trichter aus Papier<br />
und Pappe, die überdies einen sehr guten<br />
Klang haben“, erklärt der leidenschaftliche<br />
Sammler. Übrigens: „Es sind alte englische<br />
Telefonbücher, die hier zu Pappmaché verarbeitet<br />
wurden“. Für jede Schellackplatte<br />
braucht es eine neue Stahlnadel. Hingegen<br />
ist die kugelförmige Diamantspitze, eine<br />
sogenannte „Dauernadel“. „Die hält lebenslang“,<br />
versichert Geigle, bei dem auch<br />
in ein paar Jahren „bestimmt kein Rentnerloch<br />
vorgesehen“ ist, wie er scherzhaft in<br />
seinem Museum prophezeit.<br />
Text & Fotografie: Patricia Kozjek<br />
Informationen<br />
Grammophonsammlung<br />
Rolf Geigle<br />
Böhringer Straße 26<br />
72574 Bad Urach-Hengen<br />
info@grammophonsammlung-geigle.de<br />
www.grammophonsammlung-geigle.de<br />
„His Master’s Voice” ist der Markenname verschiedener Plattenlabel. Der Maler Francis Barraud hat 1898 seinen drei Jahre zuvor verstorbenen Hund Nipper beim Lauschen<br />
eines Edison-Phonographen porträtiert<br />
Nach weiteren, sechs Jahren „Zwischenstopp“<br />
im Uracher Stadtmuseum, hat Geigles<br />
musikalische Sammlung ein neues<br />
Heim gefunden. „Mitten im Flecken“, wie<br />
er es lachend beschreibt. Gut eineinhalb<br />
Jahre hat der Hengener bereits in die aufwendige<br />
Renovierung des Hauses, das<br />
aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts<br />
stammt, hineingesteckt. Auch diese 350<br />
Quadratmeter sind bereits auf mehreren<br />
Etagen ordentlich wie hochwertig bestückt.<br />
Noch jede Menge Wünsche und Träume<br />
Führungen gibt es hier ab einer Person,<br />
wie Geigle hervorhebt. Auch weiterhin hält<br />
der Mann seine Augen nach „erster Sahne“<br />
auf, wie er sagt, außerdem hege er in<br />
Sachen Grammophone noch jede Menge<br />
Wünsche und Träume. „Ein Traum steht<br />
derzeit in Holland“, verrät der gelernte<br />
Fernsehtechniker schwärmend. 1969, mit<br />
14 Jahren, begann schließlich alles. „Als<br />
Stift im Radio- und Fernsehtechnikerhandwerk<br />
stand ich dumm rum bei einem Kun-<br />
dendienst in Offenhausen, neben einem<br />
werkelnden Gesellen.<br />
Ein alter Arzt war damals unsere Anlaufstelle“,<br />
erzählt er. „Die Praxis des praktischen<br />
Mediziners und Geburtshelfers erinnerte<br />
mehr an ein Zwischending von Trödler und<br />
Museum“, lacht Geigle.<br />
Beeindruckt vom Mikiphon<br />
„Der alte Herr nahm mich zur Seite, um mir<br />
etwas zu zeigen. Es war das kleinste Seriengrammophon<br />
der Welt, ein Mikiphon,<br />
das ich damals zu Gesicht und Gehör bekam.<br />
Ich war beeindruckt“. Zehn Jahre<br />
hat es aber immerhin noch gedauert, bis<br />
Geigle sein erstes Stück – ein damals defektes<br />
Schrankgrammophon – in Heidenheim<br />
abholte und das Seine nannte.<br />
Ein Jugendwunsch war nur der Anfang<br />
„Meine erste eigene Schellackplatte hörte<br />
ich also per Fingertellerantrieb, aber aus<br />
eingebautem Trichter“. Der Jugendwunsch<br />
war erfüllt, doch das war nur der Anfang, wie<br />
Geigle heute rückblickend weiß. Zwischenzeitlich<br />
sieht der Experte schon von weitem,<br />
wenn´s „ein Klump“ ist, wie er scherzend<br />
sagt. Unikate gibt es zwar reichlich auf dem<br />
Markt, aber auch viele „Ebay-Leichen“, wie<br />
er anfügt. In der Regel kommen Grammophone<br />
– 1887 von Emil Berliner erfunden<br />
– aus gutem Hause. „Es war schon eine<br />
eher elitäre Gemeinde, die für so ein Stück<br />
100 bis 200 Reichsmark hinblätterte und<br />
es dann bei besonderen Anlässen in der<br />
guten Stube in Betrieb nahm“. In der Tat<br />
bringt das Hobby aber für Geigle und seine<br />
Familie „sehr viel Arbeit und Verzicht mit<br />
sich“, wie er zugibt. „In 33 Jahren waren<br />
wir vier Tage in Urlaub“. „Mit sieben Jahren<br />
hat der kleine Sohn schon die erste Führung<br />
im Museum gemacht“, erzählt Frau<br />
Lonie schmunzelnd. Oft braucht es „eine<br />
Eselsgeduld“, wenn´s um die Inbetriebnahme<br />
eines alten Gerätes geht. „Manchmal<br />
dauert es zehn Jahre, bis das Ding läuft“,<br />
sagt der Hausherr, der den Auf- und Abbau<br />
von zahlreichen Ausstellungen als „enorm<br />
Musik bis zum Lebensende – ganz ohne Strom<br />
Symphonion – ein Vorgänger des Grammophon<br />
4 5
Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong><br />
Alb Tour in Römerstein-Böhringen<br />
Spaßfaktor 100 Prozent<br />
Das Gefährt sieht aus wie eine Kreuzung aus Skateboard und Panzer und nennt sich Shredder. 2012 in Kanada erfunden,<br />
tritt die neueste Errungenschaft in Sachen Funfahrzeuge nun auch seinen Siegeszug in Europa an, genauer gesagt auf der<br />
Schwäbischen Alb.<br />
Noch hat Rolf Geigle jedes Grammophon zum Laufen<br />
gebracht<br />
Originalverpackungen für Grammophon–Nadeln<br />
Baujahr 1900 – Walzenphonograph mit Kristalltrichter<br />
aus Frankreich<br />
ren Antrieb ist hier einiges machbar: Die<br />
Panzerketten sorgen für eine erstklassige<br />
Geländegängigkeit.<br />
„Die Idee ist, erst eine Segway-Tour über<br />
die Schwäbische Alb zu machen, dann gibt<br />
es eine kleine Stärkung und anschließend<br />
geht es auf unsere firmeneigene Rennstrecke<br />
zum Shredderfahren und Spaß haben“,<br />
erklärt Michael Gräßler das Konzept,<br />
„Das spricht natürlich eher jüngere Leute<br />
an, aber es dürfen selbstredend auch ältere<br />
Semester zum Shreddern kommen.“<br />
Auf der Alb hat der Shredder-Virus schon<br />
um sich gegriffen: Kürzlich stieg sogar der<br />
erste Internationale Shredder-Weltcup in<br />
Salzwinkel – veranstaltet von Alb Tour.<br />
Das Teilnehmerfeld rekrutierte sich aus<br />
Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich<br />
und Italien. Gewonnen hat mit Basti<br />
Brenner übrigens ein waschechter Böhringer<br />
– ein gewisser Heimvorteil zahlt sich<br />
eben doch manchmal aus.<br />
Daneben veranstaltet Alb Tour weiterhin<br />
Segway-, E-Bike-Touren und Wanderausflüge<br />
im Biosphärenreservat Schwäbische<br />
Alb. Dank des Baustein-Prinzips können<br />
individuelle Touren und Events zusammengestellt<br />
werden. „Wir organisieren ein<br />
Rund-um-sorglos-Paket für Gruppen aller<br />
Art“, verspricht Michael Gräßler.<br />
Text: Kerstin Dannath<br />
Das Gleichgewicht ist beim Shreddern das A und O<br />
„Wir haben den ersten Shredder in<br />
Deutschland gekauft“, bestätigt Michael<br />
Gräßler von Alb Tour aus Römerstein. Auf<br />
der Suche nach Ersatzteilen für seine Segways<br />
stieß der Böhringer im Internet auf ein<br />
Bild eines Shredders. „Ich dachte, was ist<br />
denn das“, so Michael Gräßler und nahm<br />
sofort Kontakt zum kanadischen Hersteller<br />
auf. Sobald das Gefährt in Deutschland erhältlich<br />
war, trat Alb Tour auf den Plan und<br />
kann nun sich gleich europaweit zu den er-<br />
sten Shredder-Pionieren zählen.<br />
„Die Steuerung funktioniert vergleichbar<br />
wie beim Skateboard oder beim Snowboard“,<br />
sagt der Alb Tour-Experte. Ständig<br />
im Gleichgewicht zu bleiben ist allerdings<br />
auch ganz schön anstrengend, für längere<br />
Touren ist ein Shredder daher eher ungeeignet.<br />
Bei Alb Tour bietet sich die Möglichkeit<br />
per Shredder einen gesonderten<br />
Pacours mit Rampen und weiteren Hindernissen<br />
zu bewältigen. Durch den besonde-<br />
Informationen<br />
AlbTour<br />
Michael Gräßler<br />
Müllerstrasse 6<br />
72587 Römerstein<br />
Mobil: 0178 / 695 07 42<br />
Fax: 07382 / 94 16 19<br />
www.albtour.info<br />
graessler@albtour.info<br />
6<br />
7
Da ist mehr<br />
für Sie drin.<br />
Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong> Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong><br />
Das neue<br />
VR-GewinnSparen<br />
Mehr<br />
gewinnen , gezielt<br />
sparen, mehr helfen!<br />
Jetzt noch attraktiver<br />
Dauerauftrag für mein Glück: VR-GewinnSparen.<br />
Monat für Monat:<br />
2x Mercedes SLK, 2x Mercedes CLA, 4x Mercedes A-Klasse, 1x 25.000 Euro,<br />
2x 10.000 Euro, 5x 2.500 Euro und Geldgewinne von 1.000 Euro, 250 Euro,<br />
100 Euro sowie 50 Euro.<br />
Weitere Produktinformationen unter<br />
www.vr-gewinnsparen.de<br />
8 9
Neujahrsempfang von FAKT Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong> Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong><br />
Bürgermeisterwahlen <strong>2014</strong><br />
Gemeinsam und begeistert ins neue Jahr<br />
Bürgermeisterwahlen in Römerstein und Hülben<br />
Mit politischer Prominenz, mit Musik, Tanz und guter Laune, startete die Region am <strong>Heidengraben</strong> ins neue Jahr. Zum<br />
vierten Neujahrsempfang des Fördervereins für Archäologie, Kultur und Tourismus (FAKT), kamen Mitte Januar rund<br />
250 Gäste nach Grabenstetten in die Falkensteinhalle.<br />
Peter Heiden, Vorsitzender des Fördervereins<br />
für Archäologie, Kultur und Tourismus<br />
(FAKT) begrüßte zum vierten Neujahrsempfang<br />
neben den Landtagsabgeordneten<br />
Klaus Käppeler und Andreas Glück,<br />
zahlreiche Bürger der Region um Grabenstetten,<br />
Erkenbrechtsweiler und Hülben,<br />
sowie Vertreter aus Kultur, Wirtschaft<br />
und Gesellschaft. Der Empfang wurde zu<br />
einem Treffpunkt für die Menschen in der<br />
Region und zur Gelegenheit, miteinander<br />
ins Gespräch zu kommen. Peter Heidens<br />
Wunsch ging in Erfüllung: „Wir wollen, dass<br />
das Gefühl, dazu zu gehören, gelebt und<br />
gestärkt wird“, betonte er vor rund 250 Gästen.<br />
Unter ihnen waren die Bürgermeister<br />
der drei Anrainergemeinden: Harald Steidl<br />
aus Grabenstetten, Sigmund Ganser aus<br />
Hülben und sein Erkenbrechtsweiler Amtskollege<br />
Roman Weiß<br />
Für den kunstvollen Rahmen sorgte dabei<br />
das ARTEFAKT-Ensemble unter der Leitung<br />
von Sigrid Kasparian, der <strong>Heidengraben</strong>chor<br />
mit Elisabeth Friedl am Taktstock und<br />
nicht zu Letzt die Musikfreunde Hochwang.<br />
In charmanter Weise führte Ursel Bernlöhr<br />
durch den Abend, der neben sinnlichen<br />
Momenten, zudem die Gelegenheit bot, Erreichtes<br />
und Kommendes zu beleuchten.<br />
Peter Heiden rief mit Blick auf künftige Herausforderungen<br />
dazu auf, die Arbeit des<br />
Fördervereins und damit die Region am<br />
<strong>Heidengraben</strong> zu unterstützen: Mit Ideen,<br />
mit „Herz und Verstand“.<br />
forschung der keltischen Geschichte des<br />
<strong>Heidengraben</strong>s leiste, ins Hier und Jetzt zu<br />
spannen. Die vielfältigen Beziehungen, die<br />
die Kelten offenbar bereits vor rund 2000<br />
Jahren zu fremden Völkern unterhalten haben,<br />
sieht sie als Vorläufer der europäischen<br />
Idee: „Vielfalt in Einheit“, mache bis heute<br />
eine gute Gemeinschaft aus. Sie warnte davor,<br />
politischen Populisten „auf den Leim“ zu<br />
gehen. Ihr Plädoyer für Toleranz: „Ich wünsche<br />
mir, das wir alle Menschen annehmen,<br />
die berechtigt in diesem Land sind.“<br />
Für Grabenstettens Bürgermeister Harald<br />
Steidl ist die Region am <strong>Heidengraben</strong>,<br />
in der drei Gemeinden, zwei Landkreise<br />
und zwei Regierungsbezirke aufeinandertreffen,<br />
bereits jetzt ein Muster für grenzüberschreitende<br />
Identität: „Hier ist längst<br />
zusammengewachsen, was zusammengehört“,<br />
hielt er fest und appellierte: „Starten<br />
wir aufgeschlossen ins neue Jahr.“<br />
Für das farbenfrohe Ausrufezeichen des<br />
Abends sorgten, vor dem gemeinsamen<br />
Stehempfang, die „Blue Angels“, der Sportgemeinschaft<br />
Erkenbrechtsweiler und<br />
Hochwang. Sie führten mit einer temporeichen<br />
und aufwändig choreographierten<br />
Tanz- und Gesangsshow ins Moulin Rouge.<br />
Text: Simon Wagner<br />
Der stellvertretende Bürgermeister Sven Probst<br />
(re. im Bild) gratuliert dem neu gewählten Bürgermeister<br />
Matthias Winter<br />
Bürgermeister im zweiten Wahlgang<br />
Mit einem einzigen Wahlgang war es in<br />
der Gemeinde Römerstein nicht getan, um<br />
Nachfolger von Michael Donth zu werden,<br />
der jetzt Bundestagsabgeordneter in Berlin<br />
ist. Keiner der vier Bewerber und damit sich<br />
zur Wahl stellenden Kandidaten, hatte auf<br />
Anhieb die absolute Mehrheit erreicht. Bei<br />
einer Wahlbeteiligung von 72,7 Prozent im<br />
ersten Wahlgang, fielen 42,01 Prozent der<br />
Stimmen auf Matthias Winter, auf Magnus<br />
Hoppe 21,53 Prozent. Gernot Weber, dessen<br />
Bewerbung als erstes in Römerstein<br />
eintraf, erhielt 17,62 Prozent und Thomas<br />
Deuble 17,29 Prozent der abgegebenen<br />
Stimmen. Mit 42,9 Prozent der Stimmen<br />
wählten die Bürgerinnen und Bürger der<br />
Alb-Gemeinde den Diplom-Verwaltungswirt<br />
Matthias Winter (34) letztlich im zweiten<br />
Wahlgang zum neuen Schultes. Nur knapp<br />
dahinter lag Diplom-Ingenieur Thomas<br />
Deuble mit 38,1 Prozent der Stimmen, der<br />
um mehr als das Doppelte an Stimmen<br />
zulegte. Deuble lag sowohl in Böhringen<br />
als auch in Donnstetten sogar vor Winter.<br />
Schließlich gaben die Zaininger den<br />
Ausschlag, wo Winter klar vor Deuble lag.<br />
Die Wahlbeteiligung lag mit 71,4 Prozent<br />
knapp unter dem Ergebnis des Wahlgangs<br />
vom 12. Januar <strong>2014</strong>. Zwischenzeitlich<br />
hat Winter sein Büro im Rathaus bezogen<br />
und sein Amt für die nächsten acht Jahre<br />
angetreten. Als (früherer) hauptamtlicher<br />
Ortsvorsteher des Waiblinger Teilorts Hegnach,<br />
einer 4 500-Seelen-Gemeinde im<br />
Rems-Murr-Kreis, bringt er Erfahrung mit<br />
und tritt in einer Gemeinde an, die Vorgänger<br />
Donth gut bestellt hinterlassen hat.<br />
Wiedergewählt mit 88,5 Prozent und damit im Amt<br />
bestätigt: Siegmund Ganser mit Frau Britta<br />
Im Amt bestätigt<br />
Mit 88,5 Prozent der Stimmen hatten 992<br />
von 1121 gültigen Stimmen – wahlberechtigt<br />
waren 2292 Bürger in Hülben –<br />
für den „alten Bürgermeister“, Siegmund<br />
Ganser, gestimmt. Die recht hohe Wahlbeteiligung<br />
stimmte in Hülben mehrheitlich<br />
zufrieden und lag damit bei erfreulichen<br />
54 Prozent. 102 Stimmen und damit 9,1<br />
Prozent gingen bei der Wahl an Michael<br />
König von der „Nein-Partei“. An die Wahlurne<br />
traten insgesamt 1223 Bürger. „Es<br />
ist ein emotionaler Moment nach einer<br />
Wahl zu seinen Wählern zu sprechen“, gab<br />
Ganser vor gut 150 Menschen im Saal unumwunden<br />
zu. Er sprach dabei von einem<br />
„stolzen Ergebnis und klaren Auftrag für<br />
die nächsten acht Jahre“. Unterm Strich<br />
wolle er zukünftig aber auf jeden Fall den<br />
gut 12-prozentigen Abstand zu den vollen<br />
100 Prozent verkleinern, wie er versprach.<br />
Besonderen Dank sprach er nicht nur seiner<br />
Frau Britta aus, sondern auch denjenigen,<br />
die ihn die letzten acht Jahre beraten<br />
und begleitet hatten. „Sie haben mich mit<br />
auf den Weg genommen und das ist nicht<br />
selbstverständlich“. Das positive Wahlergebnis<br />
spreche ebenso für die gute Arbeit<br />
der Verwaltung und sei Bestätigung und<br />
Wertschätzung zugleich, unterstrich Ganser<br />
anerkennend. Gemeinsam mit seiner<br />
Frau lud der Wiedergewählte zu Umtrunk<br />
und Butterbrezeln ein. Musikverein, Akkordeonorchester<br />
und Gesangverein sorgten<br />
im Wechsel für den musikalischen Part der<br />
kleinen Feier.<br />
Text: Patricia Kozjek<br />
Fotografie: Patricia Kozjek (1)<br />
Eine besondere, eine lebendige Initiative<br />
Davon, das in diesem Sinne bereits Vieles<br />
bewirkt wurde, zeigte sich die Gastrednerin<br />
des Abends überzeugt. Die Europaabgeordnete<br />
Elisabeth Jeggle (CDU) dankte dem „bewundernswerten<br />
Engagement“ von FAKT.<br />
Als „lebendige Initiative“ suche und finde sie<br />
Entwicklungen in der Region. Sie gestand:<br />
„Die Identität, die Sie sich hier erarbeitet haben,<br />
ist für mich etwas ganz Besonderes.“<br />
Jeggle nutzte ihr Grußwort, um den Bogen<br />
vom Beitrag den FAKT vor allem bei der Erwww.duemmel.de<br />
Zerspanungswerkzeuge vom Feinsten<br />
10 11
Gasthaus Adler in Hülben<br />
Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong><br />
Saure Kutteln und Hirnsuppe mit Klößchen – echt Adler´sche Spezialitäten<br />
Im Jahre 1995 war die Ära des legendären Gasthofs zum „Adler“ in Hülben beendet. Der Grundstock zum umtriebigen<br />
Familienunternehmen und den zahlreichen Geschichten wurde bereits 1868 durch den Küfer und Wirt Christian Buck<br />
gelegt. Erstmals 1906 tauchte der Wirtschaftsname „Adler“ auf. Etwa zur selben Zeit gab es in Hülben je drei Gast- und<br />
Schankwirtschaften. Für die damaligen 1437 Einwohner eine ganze Menge.<br />
Das waren Zeiten, als bis in die frühen Morgenstunden<br />
im großen Festsaal getanzt<br />
und gefeiert wurde und der Stammtisch,<br />
eine Etage darunter, noch regelmäßig voll<br />
besetzt war.<br />
Nach 1970: Wirtin Maria Buck<br />
10 Fremdenbetten wurden rege genutzt<br />
Platz gab es in und um das ohnehin große<br />
Gebäude immer schon reichlich. So fanden<br />
sich im Hülbener „Adler-Areal“ auch<br />
etwa 10 Fremdenbetten, die rege genutzt<br />
wurden, als Themen wie „Naherholung,<br />
Gastarbeiter im Steinbruch und Kurgäste“<br />
auf der Vorderen Alb noch welche waren,<br />
erinnert sich Alexander Buck, dessen Großeltern<br />
Paul und Emilie Kullen (geb. Scheu),<br />
den Gastronomiebetrieb 1924 übernahmen<br />
und fast fünf Jahrzehnte führten.<br />
Metzgerei und Mosterei<br />
„In den 70er Jahren hat sich das mit den<br />
Übernachtungen etwas verloren. Da fuhr<br />
man lieber nach Italien, um Urlaub zu machen“,<br />
weiß der Nachfahre, der in diesem<br />
Gebäude schon „Hunderte von Teller gespült“<br />
hat und seine Wochenenden meist<br />
arbeitend verbrachte, wie er schmunzelnd<br />
verrät. Gehörte vor dieser Zeit freilich noch<br />
eine Metzgerei zum Gasthof, die aber Anfang<br />
der 60er Jahre ganz aus der Adler-<br />
Historie verschwindet. Parallel zum Gastbetrieb<br />
wurde auch eine Mosterei auf dem<br />
Areal am Adler betrieben.<br />
„In den Jahren 1970 bis 1980 wurde das<br />
Gebäude konstant umgebaut“, erzählt<br />
Buck. „Mein Vater war Maurermeister und<br />
alles was wir machen konnten, haben wir<br />
selbst gemacht“. Gut 400 000 Mark wurden<br />
alleine in den ersten Bauabschnitt gesteckt,<br />
schätzt Buck heute. Und: „Was die<br />
Kurgäste betrifft, die waren schon in den<br />
30er Jahren da. Apropos Essen: Rege Erinnerungen<br />
ans damalige Essen im Adler<br />
gibt es auch heute noch. Immer samstags<br />
gab´s “Saure Kutteln“, die oft auch mit der<br />
Milchkanne über die Straße verkauft worden<br />
sind. Zu Hochzeiten seien obligatorisch<br />
„Hirnsuppe mit Klößchen“ serviert worden,<br />
erinnert sich hingegen Helga Buck. Und:<br />
Opa Kullen mit Familie vor dem Gasthaus Adler Außenansicht um 1940 / 1955<br />
„Tagelang wurden handgemachte Kroketten<br />
für Feste vorbereitet, das Gsälz für<br />
Frühstück wurde immer selbst gemacht“.<br />
Tagelang wurden Kroketten vorbereitet<br />
Gemüse, Kräuter und Salat kamen währenddessen<br />
aus dem eigenen Garten.<br />
„Damals schon Biosphären-frisch aus eigenem<br />
Anbau, wenn man so will“, lacht Helga<br />
Buck. Und nicht zu vergessen: Wäsche,<br />
ganz viel davon, fiel in dem Gastronomiebetrieb<br />
eigentlich täglich an. „Immer montags<br />
war Waschtag“, erinnert sich Alexander<br />
Buck. Meterlange Leinen, ganz wie in der<br />
legendären Waschmittel-Werbung, wurden<br />
dann in Hülben gespannt. Bei gutem Wetter<br />
draußen, bei Regen im großen Festsaal,<br />
weiß Alexander Buck. „Meine Mutter, Maria<br />
Buck, war vollauf damit beschäftigt“.<br />
Die ganze Familie hat mitangepackt<br />
Der schöne große Garten inklusive Gartenhaus<br />
dienten alleine den Anbauzwecken,<br />
an Urlaub war gar nicht zu denken, erzählt<br />
der Nachfahre, dessen Schwester Martina<br />
Braun (geb. Buck) lange Jahre voll im Betrieb<br />
beschäftigt und als Köchin im Adler<br />
Paul Kullen (Mitte)<br />
angestellt war. Den Ruhetag, einst war es<br />
der Dienstag, nutzte man selbstverständlich<br />
für Vorbereitungen und Erledigungen.<br />
„Bei Festen und Veranstaltungen wie<br />
Hochzeiten, Konfirmationen, Jahrgangstreffen<br />
oder Beerdigungen mussten im Adler<br />
alle mitanpacken“, weiß das Ehepaar<br />
Buck. „An Spitzentagen bis morgens in der<br />
Frühe. Einen Aufzug gab es vor 1988 nicht,<br />
das Essen musste einzeln die Treppen<br />
nach oben in den Festsaal getragen werden“,<br />
lacht Helga Buck ob der „Umstände“,<br />
die für teils 150 feiernde Festgäste im<br />
Saal in Kauf genommen werden mussten.<br />
Ein Aufzug für Essen ging erst nach dem<br />
Umbau in Betrieb. An die Zeiten, als noch<br />
Altes Nebenzimmer aus den 60er Jahren<br />
alle Räumlichkeiten zum Vermieten voll genutzt<br />
wurden, erinnert sich Alexander Buck<br />
ebenfalls noch gut. „War teilweise alles voll<br />
bis auf´s letzte Bett, dann haben wir Kinder<br />
ab und an auf der Bühne geschlafen.<br />
Wir fanden das damals toll, es war ein Erlebnis!“,<br />
lacht er.<br />
Text: Patricia Kozjek<br />
Fotografie: Patricia Kozjek (2), Privat<br />
Steinkörbe<br />
Stelen<br />
Mauersteine<br />
Zierschotter<br />
Gasthaus Adler etwa um 1900<br />
Helga und Alexander Buck im Spiegel der Zeit<br />
Alter Festsaal, der für bis zu 150 Gäste Platz bot<br />
Mai bis Oktober – Jeden 1. Sonntag ist Schausonntag von 11–16 Uhr<br />
SRT-Bader GmbH & Co. KG | An der Steige 16 • 72584 Hülben | Tel.: 07125 / 5352 | info@naturstein-zentrum-alb.de<br />
www.naturstein-zentrum-alb.de<br />
Treppenstufen<br />
Bodenplatten<br />
Sichtschutz<br />
Containerservice<br />
12 13
Zu Gast bei Albert Kullen<br />
Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong><br />
Die Kirche lebt vom Engagement<br />
„Die Kirchengemeinde besteht aus vielen Puzzleteilen. Speziell in Hülben. Wenn es gelingt, ein Bild daraus zu machen,<br />
ist das schön“, sagt Albert Kullen. Vor über 30 Jahren hat der engagierte Mann den Posten als Kirchengemeinderat übernommen.<br />
Drei Jahrzehnte später wollte er eigentlich „den Jungen Platz machen“, wie er sagt. Im Dezember letzten Jahres<br />
wurde er für weitere sechs Jahre gewählt – aus Mangel an (willigen) Bewerbern.<br />
Arbeitseinsätze gab es in den letzten 20 Jahren in Costa Rica schon einige, um Kindern, die im Slum leben zu helfen<br />
Ein Mann der Tat: „Engagement hängt nicht vom Mandat ab”, sagt Albert Kullen, der seit über 30 Jahren Kirchengemeinderat<br />
in Hülben ist<br />
Albert Kullen bezeichnet sich zwischenzeitlich<br />
selbst als „Fossil“, wenn es um<br />
aktive Kirchenarbeit geht. Schon als junger<br />
Mensch hat sich Kullen in der Jugendarbeit<br />
beim CVJM engagiert. „Das hat mir<br />
schon immer Freude gemacht“, verrät er.<br />
Viele Erfahrungen habe er über all´ die<br />
Jahre gesammelt. „Erfahrungen, die einen<br />
prägen“, wie er gleich doppelt versichert.<br />
Erfahrungen sammeln, die einen prägen<br />
Die evangelische Kirchengemeinde in<br />
Hülben zählt heute knapp über 2000 Mitglieder.<br />
„Die demografische Entwicklung<br />
macht auch vor Kirchen nicht halt“, stellt<br />
der 63-Jährige sachlich fest. Kirchenaustritte<br />
seien zwar zu verzeichnen, aber von<br />
diesbezüglichen Massenbewegungen sei<br />
in Hülben gewiss keine Rede, informiert<br />
er auf Anfrage. Gute Kontakte herrschten<br />
derweil zu Nachbarkirchengemeinden der<br />
Alb. Einmal im Jahr werde deshalb ein<br />
gemeinsamer „Distriktgottesdienst“ ge-<br />
halten. Die teilnehmenden Albgemeinden<br />
wechseln sich jedes Jahr ab.<br />
Tina Hering bringt Impulse in die Jugendarbeit<br />
Musik spielt eine ganz große Rolle<br />
„Viel Engagement von Menschen“, erlebt<br />
Kullen eigentlich in allen Bereichen und<br />
Sparten seiner Kirchengemeinde. „Hauptsächlich<br />
Musik spielt bei uns eine ganz<br />
große Rolle“, hebt er hervor. Ob Chor der<br />
Erwachsenen, Kinder-, Posaunen- oder Jugendchor<br />
– gesungen und musiziert wird<br />
in der evangelischen Kirchengemeinde<br />
immer reichlich und mit viel Freude. Eine<br />
gute Atmosphäre unter den Menschen zu<br />
schaffen, die sich engagieren, sieht Kullen<br />
gar als seine Pflicht an. Denn: „Die Leute<br />
müssen sich gerne engagieren“. Das ist<br />
ihm wichtig. „Wir sind kein Beschlussgremium,<br />
sondern operativ tätig und bei jeglichen<br />
Veranstaltungen in der Verantwortung“.<br />
Freilich braucht es auch eine Frau,<br />
die bei allem mitspielt. Jene hat der Hülbener<br />
mit Frau Renate gefunden. „Die ganze<br />
Familie hat mitgespielt und damit auch<br />
die vielseitige Arbeit in der Kirchengemeinde<br />
mitgetragen“, blickt er dankbar zurück.<br />
Die Leute müssen sich gerne engagieren<br />
Schließlich sei eine Gemeinde auch Heimat,<br />
ja sogar ein Stück Familie, glaubt der<br />
Vermessungsingenieur, der in Reutlingen<br />
arbeitet. „Sonst geht das alles gar nicht.<br />
Man hilft sich, streitet miteinander und<br />
versöhnt sich. Viele Freundschaften entwickeln<br />
sich über die Jahre“.<br />
Helfen, streiten und versöhnen<br />
Während Sohn Matthias heute als Missionar<br />
in Peru arbeitet, ist Christoph, der<br />
jüngere der beiden, beim CVJM aktiv, wie<br />
der dreifache Vater erzählt. Doch: „Weitervererben<br />
kann man´s nicht. Die Kinder<br />
müssen auch ja sagen“, glaubt Kullen.<br />
„Nichtsdestotrotz herrscht bei uns im Haus<br />
schon seit jeher konstruktiver Umtrieb“,<br />
lacht er. Highlights gab es in den Jahren<br />
schon einige, erinnert sich der langjährige<br />
Kirchengemeinderat. Dass im letzten Jahr<br />
eine Jugendreferentin auf Spendenbasis<br />
eingestellt werden konnte, freut ihn dabei<br />
besonders. „Tina Hering bringt viele Impulse<br />
mit in die Jugendarbeit und betreut<br />
die Mitarbeiter im Jugendbereich. Auch<br />
Konfirmandenarbeit zählt zu ihren Aufgaben“.<br />
Die „Begegnung im Zelt“ (seit 2008),<br />
immer vor Pfingsten, mit Kirche, Vereinen<br />
und Bürgern, sei eine wunderbare Sache,<br />
aus der heraus auch das „Männervesper“<br />
(zweimal im Jahr) geboren worden sei.<br />
Als „besonders nachhaltig und ein persönliches<br />
Highlight“, sieht Kullen die angebotenen<br />
Glaubenskurse (seit 2008) an.<br />
„Jeden Herbst gibt es einen (Alpha-)Kurs.<br />
Konfessionsgrenzen kennt man hier nicht.<br />
Man kommt anders raus, wie man reingeht<br />
Immer wieder kommen hier sehr spannende<br />
Fragen auf, über manche hat man<br />
selbst noch nie nachgedacht“.<br />
Seine Erfahrung: „Man kommt anders<br />
raus, wie man reingeht“. Schon fünfmal<br />
war er in den letzten 20 Jahren in Costa<br />
Rica bei einem Kirchenprojekt engagiert,<br />
das Kinder (schulisch) fördert, die im Slum<br />
leben. Seine Augen leuchten, als er darüber<br />
spricht. „Das macht nicht nur Spaß,<br />
sondern auch Sinn“, unterstreicht der<br />
geradlinige Mann, der mit Zurückhaltung<br />
unterstreicht, dass sein Engagement nicht<br />
vom Mandat abhängt.<br />
Text: Patricia Kozjek<br />
Fotografie: Patricia Kozjek, Privat<br />
14 15
Die Ruine Hofen in Grabenstetten<br />
Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong><br />
Einst ein stolzes Gemäuer<br />
Viel ist nicht mehr zu sehen von der Ruine Hofen in Grabenstetten: Nur noch ein paar Umfassungsmauern von geringer<br />
Höhe zeugen von dem wohl einst stolzen Gemäuer auf der ins Schlattstaller Tal vorspringenden Felsnase. Die Lage auf<br />
dem Bergsporn eröffnet fantastische Ausblicke ins Tal mit den Quellbächen der Lauter und so wechselhaft wie die Aussicht<br />
zu den verschiedenen Jahreszeiten ist auch die Geschichte des alten Gemäuers.<br />
Stumme Zeugen der Vergangenheit: Heute ist die Ruine Hofen bei Grabenstetten ein beliebtes Ausflugsziel<br />
Einst gehörte die Burg Hofen den Herren<br />
Schwenzlin von Hofen. Wir befinden uns<br />
im tiefsten Mittelalter, es herrschten raue<br />
Sitten und die Menschen hatten mit Kälte,<br />
Krankheiten, politischen Unruhen, hoher<br />
Kriminalität und geringem Verdienst zu<br />
kämpfen.<br />
Die Herren Schwenzlin stammten aus der ritterlichen<br />
Dienstmannschaft der Teck. Nach<br />
ihrem ersten Auftreten um 1275 wurden sie<br />
noch ohne Ortsbezeichnung genannt, ab<br />
1323 nannten sie sich nach ihrem Stammsitz<br />
„von Hofen“. Es ist also anzunehmen,<br />
dass die Burg irgendwann zwischen 1275<br />
und 1323 errichtet worden ist.<br />
Im Lenninger Tal übten damals die Herzöge<br />
von der Teck die Ortsherrschaft aus.<br />
Nach dem Aussterben dieser Linie fiel<br />
der Herzogstitel 1495 an die Grafen von<br />
Württemberg. Es war damals nichts Außergewöhnliches,<br />
dass der Adel verdienten<br />
Gefolgsleuten Ländereien überließ. So<br />
wurden zahlreiche Burgen rund um die<br />
Teck wie der Rauber, der Reußenstein<br />
oder eben die Burg Hofen oftmals von<br />
den Dienstmannen der Herzöge der Teck,<br />
beziehungsweise der württembergischen<br />
Grafen als ihre Rechtsnachfolger, errichtet.<br />
In Folgejahren wird die Burg Hofen zunächst<br />
etwas ausgebaut. Ihre Herren waren<br />
aber sicherlich nicht reich begütert:<br />
Immer wieder tauchen die Namen von Familienmitgliedern<br />
auf, die in fremden Diensten<br />
standen, beziehungsweise wurden<br />
Güter derer von Hofen veräußert oder auf<br />
Zeit verpfändet.<br />
Im 15. Jahrhundert verfallen<br />
Was man aus der Volksüberlieferung von<br />
den ehemaligen Grundherren erzählt, deutet<br />
zudem auf eher raue Gesellen, die kein<br />
besonders gutes Verhältnis zu den Einwohnern<br />
von Grabenstetten pflegten, hin.<br />
Im Jahr 1478 wird ein Conrad von Hofen<br />
als Burgvogt auf der Festung Hohenneuffen<br />
erwähnt. Danach hört man nichts mehr<br />
von dem Geschlecht von Hofen und vermutlich<br />
ist die Burg Hofen um diese Zeit<br />
auch verfallen. 1535 wird die Burg noch<br />
einmal erwähnt: „Die Burg ist schon zerfallen,<br />
noch aber steht die Alexanderkapelle.<br />
Diese wurde aber bald darauf abgebro-<br />
chen und die Steine warf ein Forstknecht<br />
in die schaurige Klinge (= Schröcke).“ Erhalten<br />
von den ehemaligen Grundherrren<br />
ist aber noch ihr Wappen im württembergischen<br />
Adels- und Wappenbuch: Es zeigt<br />
drei an einem Querstab gebundene Streitkeulen.<br />
Laut dem Wappenbuch existieren<br />
auch heute noch Familien von Hofen, die<br />
dieses Wappen führen.<br />
Seit 1823 ist die Ruine im Besitz der Familie<br />
Weinland, aus der auch der Autor des<br />
„Rulaman" stammt. Seit 1963 gehört die<br />
Ruine Frau Professor Dr. Dr. Helene Weinland,<br />
Erlangen, der Schwester der heutigen<br />
Gutsbesitzerin in Wittlingen.<br />
Text: Kerstin Dannath<br />
Informationen<br />
www.grabenstetten.de<br />
16 17
TEB-Allstars aus Römerstein-Böhringen<br />
Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong><br />
„The Show Must Go On“ - mit Musik die Welt bewegen<br />
Zwei junge Musiker aus der Region am <strong>Heidengraben</strong> haben ein gewaltiges Projekt ins Rollen gebracht: Der Böhringer<br />
Matthias Wurst und Moritz Hermle aus Hülben gründeten 2011 die TEB-Allstars und erwirtschaften mit ihren jährlichen<br />
Benefizkonzerten stattliche Summen zu Gunsten des Vereins TEB (Tumore und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse)<br />
Selbsthilfe. So kamen im Vorjahr erstaunliche 13000 Euro zusammen.<br />
Im vergangenen Jahr wurden die TEB-Allstars von einem Symphonieorchester unterstützt<br />
Das Organisationsteam: Matthias Wurst (oben im Bild)<br />
und Moritz Hermle (unten im Bild)<br />
„Wir wollten schon lange davor etwas<br />
Gutes mit unserer Musik tun“, sagt Matthias<br />
Wurst. Es fehlte zwar nicht an Ideen, allerdings<br />
wollten die Musiker auch wirklich<br />
sehen, wo ihre Spende ankommt.<br />
Das Schicksal eines Freundes, dessen<br />
Mutter an Bauchspeicheldrüsenkrebs<br />
litt und 2011 daran verstarb, brachte die<br />
beiden Musiker mit dem Ludwigsburger<br />
Verein in Berührung. „Mit der TEB hatten<br />
wir einen konkreten Ansprechpartner gefunden.<br />
Der Kontakt ist mittlerweile sehr<br />
intensiv, es sind richtige Freundschaften<br />
entstanden“, so der 22-Jährige.<br />
Die Allstars rekrutieren sich aus Laien und<br />
Berufsmusikern, immer wieder sind auch<br />
Gastmusiker dabei. So wurden die Allstars<br />
im vergangenen Jahr von einem großen<br />
Symphonieorchester unterstützt, das sich<br />
aus Teilen der jungen Symphonie Reutlingen,<br />
des Kammerorchesters Metzingen,<br />
des Kammerorchester Stuttgart sowie aus<br />
Bläsern der umliegenden Musikvereine zusammensetzte.<br />
Und frei nach dem Motto „The Show Must<br />
Go On“ stehen auch die Termine der beiden<br />
Benefizkonzerte <strong>2014</strong> bereits: Am 5.<br />
und 6. Dezember spielen die TEB-Allstars<br />
in der Uracher Festhalle. Am Programm bastelt<br />
das Organisationsteam um Matthias<br />
Wurst und Moritz Hermle derzeit. Die heiße<br />
Phase mit Proben startet im Sommer.<br />
„Wie jedes Jahr wird es wieder ein besonderes<br />
Motto geben. Mehr wird aber noch<br />
nicht verraten“, lässt sich der Böhringer<br />
nicht in die Karten schauen. Eins ist aber<br />
sicher: Alle Musiker spielen wieder unentgeltlich,<br />
die Stadt Bad Urach verlangt<br />
keine Miete für die Festhalle und dank der<br />
vielen Sponsoren, die die Allstars mit Geld,<br />
aber auch mit Sachspenden unterstützen,<br />
wird wieder ein erkleckliches Sümmchen<br />
zusammen kommen.<br />
Mit dem Geld finanziert die TEB Selbsthilfe<br />
übrigens eine Bürokraft in seiner Ludwigsburger<br />
Geschäftsstelle. Dort finden alle,<br />
die an der Bauchspeicheldrüse erkrankt<br />
sind, medizinischen Rat und psychologischen<br />
Beistand. Ein wichtiger Dienst,<br />
nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern<br />
auch für deren Familien und Freunde,<br />
die lernen müssen, mit der Diagnose und<br />
ihren Folgen umzugehen. „Bei der TEB<br />
ist jeder Cent gut aufgehoben“, bestätigt<br />
Matthias Wurst.<br />
Text: Kerstin Dannath<br />
Fotografie: Gabriele Fremgen und<br />
Gerhard Weihs<br />
Informationen<br />
www.teb-allstars.de<br />
Rübteile 4<br />
72574 Bad Urach-Hengen<br />
18 19
Firma Fliesen Kuder<br />
Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong> Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong><br />
Der Feuersalamander<br />
Die „Problemlöser“ in Sachen Sanierungen<br />
Und Lurchi lässt schön grüßen<br />
Durchschnittlich zweimal im Leben richten sich Menschen ihr Bad ganz neu ein, ist die Erfahrung von Fliesenlegermeister<br />
Jochen Kuder, der das Familienunternehmen in Hülben nunmehr in zweiter Generation, seit der Gründung 1971<br />
durch Vater Gerhard Kuder, führt.<br />
Er glänzt schwarz und trägt ein auffälliges Muster aus gelben oder orangefarbenen Flecken oder Streifen: Der Feuersalamander<br />
(Salamandra salamandra) ist eine europäische Amphibienart aus der Familie der Echten Salamander. In Deutschland<br />
kommt er häufiger im Süden vor, dort vor allem in den Mittelgebirgs-Laubwäldern - auch auf der Schwäbischen Alb<br />
sind ist das scheue Tier heimisch.<br />
Aus Alt mach Neu: Ein maßgeschneidertes Wellness-Bad in rund vier Wochen Bauzeit<br />
Als „Problemlöser“, hat sich das Unternehmen<br />
vor allem bei (Altbau-)Sanierungen<br />
einen guten Ruf gemacht. „Darin und im<br />
Vor- und Weiterdenken haben wir viel Erfahrung,<br />
wenn es um die Konzipierung und<br />
Ausführung geht“, sagt Kuder und denkt in<br />
diesem Zusammenhang nicht nur an barrierefreie<br />
Ausstattungen von Nassräumen.<br />
Aber durchaus: Wenn alles gut läuft, kann<br />
in drei bis vier Wochen aus einem alten<br />
Bad gar ein neues mit (mehr) Komfort,<br />
frischem Design und der Beseitigung von<br />
„lästigen Hürden“ werden, erklärt er.<br />
Barrierefreie Nassräume – praktisch für<br />
alle Altersklassen<br />
„Eigene Ideen des Kunden werden bei<br />
uns durchdacht mit dem Handwerk verbunden“.<br />
Freilich wird die Planung vom<br />
Handwerksbetrieb in Hülben gerne auch<br />
komplett übernommen. „Wir sind von Anfang<br />
bis Ende dabei und achten auf die<br />
fachmännische wie präzise Ausführung“,<br />
versichert der Jungunternehmer. Ohne<br />
Flaschner und Elektriker geht es dabei<br />
meist nicht. „Wird beispielsweise ein Wellness-Bad<br />
konzipiert, steckt in zahlreichen<br />
Raffinessen zur Entspannung auch jede<br />
Menge Technik drin“, erklärt Kuder. Und:<br />
„Fehlt die Fußbodenheizung, muss sie<br />
nachträglich eingebaut werden“. All´ das<br />
muss wohl überlegt sein.<br />
Das Ergebnis muss stimmen<br />
Für Gespräche und Wünsche des Kunden<br />
nimmt Kuder sich deshalb viel Zeit.<br />
Schließlich soll das Ergebnis zu hundert<br />
Prozent passen, überzeugen und zufriedenstellen.<br />
Ein paar gemeinsame Worte<br />
mehr bedarf es auch bei Konstruktionen,<br />
die außerhalb der DIN-Norm liegen. „Im<br />
Fall von Terrassen und Balkonen ist das<br />
beispielsweise immer wieder der Fall“,<br />
sagt der Fachmann. Ob kaputt oder nicht<br />
mehr dicht, entscheidet der Handwerker<br />
bei der Besichtigung vor Ort. Ist der Belag<br />
lose oder fest verklebt? Schließlich ist immer<br />
auch die Frage des Aufwands zu klären,<br />
um ein passendes Angebot erstellen<br />
zu können.<br />
Alles eine Frage des Aufwands<br />
Eine eigene Ausstellung hat der Familienbetrieb<br />
zwar nicht, dafür Handelspartner<br />
Schon jetzt an den Sommer denken: Neue Fliesen machen<br />
das Verweilen im Freien noch schöner<br />
vor Ort, bei denen man alles und in großer<br />
Auswahl vor Ort sehen, anfassen, bemustern<br />
und auswählen kann. Wenn es um<br />
Planung und Ausführung geht, stehen Qualität<br />
und Termintreue für Kuder an oberster<br />
Stelle, wie er abschließend bekräftigt.<br />
Text: Patricia Kozjek<br />
Fotografie: PR<br />
Informationen<br />
Fliesen Kuder<br />
Hölderlinstraße 17, 72584 Hülben<br />
Telefon: 07125 - 5528<br />
Telefax: 07125 - 5697<br />
mail@fliesen-kuder.de<br />
www.fliesen-kuder.de<br />
Viele der Vorkommen sind noch nicht<br />
entdeckt. Denn der Feuersalamander besiedelt<br />
gern Gebiete, in denen er durch<br />
seine versteckte Lebensweise noch nicht<br />
bemerkt wurde. „Er liebt feuchte Nordhanglagen<br />
in der Nähe von kleinen Bächen“,<br />
weiß Uwe Bayer von der Ortsgruppe<br />
des Naturschutzbunds (NABU) in Hülben.<br />
In der Region am <strong>Heidengraben</strong> ist laut<br />
Uwe Bayer und Bernd Schmid, seines Zeichens<br />
Naturschutzwart des Schwäbischen<br />
Albvereins in Grabenstetten, ein größeres<br />
Vorkommen an der Elsach an der Falkensteiner<br />
Höhle bekannt. „Wenn man Glück<br />
hat, läuft er einem bei Regenwetter da<br />
über den Weg“, bestätigt Bayer. Auch im<br />
Kaltental in Richtung Hülben und an diversen<br />
alten Brunnen in der Region ist der<br />
Feuersalamander schon gesehen worden.<br />
Mit seinem auffälligen Erscheinungsbild<br />
ist der Feuersalamander dem Menschen<br />
seit langer Zeit vertraut: In früheren Jahrhunderten<br />
war der Aberglaube verbreitet,<br />
dass die Hautsekrete des Salamanders<br />
nicht nur tödlich giftig sind, sondern dass<br />
das Tier auch Brände löschen kann – da-<br />
Tag der offenen Stalltüre<br />
18. Mai <strong>2014</strong>, ab 13:00Uhr<br />
Reitturnier<br />
07. Juni <strong>2014</strong><br />
Der Feuersalamander<br />
her übrigens auch der Name. So kam es<br />
durchaus vor, dass im Falle eines Brandes<br />
nicht nur Wasser auf die Flammen geschüttet<br />
wurde, sondern dass auch der ein<br />
oder andere Feuersalamander ins Feuer<br />
flog. Heute geniesst der gelb-schwarze Genosse<br />
einen besseren Ruf, nicht zuletzt als<br />
Maskottchen einer bekannten Schuhmarke.<br />
Gefahr droht dem Feuersalamander<br />
heutzutage hauptsächlich durch Eingriffe<br />
in seinen natürlichen Lebensraum wie die<br />
Begradigung von Bächen und Flussläufen<br />
oder auch den zunehmenden Straßenverkehr.<br />
„Auf diversen Waldwegen sieht man<br />
immer mal wieder ein Opfer“, bestätigt<br />
Uwe Bayer. Gemäß Bundesnaturschutzgesetz<br />
und Bundesartenschutzverordnung<br />
ist der Feuersalamander „besonders geschützt“.<br />
Ausgewachsene Feuersalamander<br />
erreichen eine maximale Körperlänge<br />
von 23 Zentimetern und ernähren sich von<br />
wirbellosen Organismen. Charakteristisch<br />
sind seine auffälligen Ohrdrüsen, aus denen<br />
sie bei Gefahr ein weißliches, giftiges<br />
Sekret absondern können. Normalerweise<br />
verursachen diese Sekrete beim Menschen<br />
– wenn überhaupt – nur ein leichtes<br />
Brennen auf der Haut.<br />
Die Paarung der Feuersalamander erfolgt<br />
an Land. Von Februar bis Mai werden die<br />
voll entwickelten, jedoch noch mit Kiemen<br />
ausgestatteten Larven in kühlen Quellbächen,<br />
Tümpeln oder Brunnen abgesetzt.<br />
Weil der Lebensraum der Salamanderlarven<br />
kühl ist, benötigen sie für ihre Entwicklung<br />
vom kiemenatmenden Wasserbewohner<br />
zum lungenatmenden Landtier recht<br />
lange. So vollzieht sich die Metamorphose<br />
meist erst nach drei bis sechs Monaten.<br />
Text: Kerstin Dannath<br />
Fotografie: Wikipedia<br />
Reitanlage Füchsle/Reitverein Hülben e.V.<br />
Heerweg 50<br />
72584 Hülben<br />
0172/7748967<br />
20 21
Keltisches Urkorn<br />
Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong><br />
Spelzgerste im Sommer, Dinkel im Winter<br />
Die Kelten besiedelten einst ganz Europa und hinterließen überall ihre Spuren. Sie züchteten nicht nur Vieh, sondern<br />
bauten auch Getreide und Gemüse an. Auch auf dem <strong>Heidengraben</strong> erzielten sie dabei durchaus achtbare Erfolge.<br />
Urkorn wie Emmer spielte bei der Ernährung der alten Kelten eine große Rolle<br />
Zahlreiche Bäckereien haben Keltenbrot<br />
im Angebot und der Begriff „Keltisches<br />
Urkorn“ geistert schon seit geraumer Zeit<br />
durch die Medien. Aber was ist damit<br />
überhaupt gemeint? „Urkorn ist eigentlich<br />
kein wissenschaftlicher Begriff“, erläutert<br />
Archäologin Karin Sieber-Seitz, die sich<br />
schon seit langem mit der Ernährung der<br />
Kelten beschäftigt. „Gemeint sind damit<br />
meist die Getreide Emmer, Einkorn und<br />
Dinkel“, so Karin Sieber-Seitz von der AR-<br />
CHÄO Kooperation Rottenburg weiter. Bei<br />
den Ausgrabungen am <strong>Heidengraben</strong> in<br />
den Jahren 1994 bis 1999 wurden 80<br />
Bodenproben entnommen und auf Pflanzenreste<br />
aus der Eisenzeit untersucht. Die<br />
Zusammensetzung dieser Proben erlaubte<br />
nicht nur Rückschlüsse auf die damalige<br />
Vegetation, sondern ermöglichte auch eine<br />
Analyse der Ernährungsgewohnheiten und<br />
der Anbaumethoden der Kelten.<br />
Auf dem <strong>Heidengraben</strong> wurde hauptsächlich<br />
Spelzgerste angebaut. Dieses Sommergetreide<br />
hat von allen Sorten die geringsten<br />
Ansprüche an Boden und Klima.<br />
Zum Brotbacken eignete sich die Spelzgerste<br />
allerdings weniger. Da sie sehr kleberarm<br />
ist, wurden - wenn überhaupt - nur<br />
Fladenbrote mit ihr hergestellt. Es ist anzunehmen,<br />
dass sie eher als Hauptbestandteil<br />
für Brei und Eintöpfe genutzt wurde.<br />
Eine wichtigere Rolle spielte die Spelzger-<br />
ste als Brau- und Futtermittel. „Allerdings<br />
trennt sich bei der Spelzgerste der Spelz<br />
durchs Dreschen nicht vom Korn. Wie die<br />
Kelten das gelöst haben, weiß man noch<br />
nicht genau“, sagt Karin Sieber-Seitz.<br />
Die wichtigste Brotfrucht für die Kelten am<br />
<strong>Heidengraben</strong> war der Dinkel. Das Wintergetreide<br />
gedeiht auch auf mageren und<br />
schwereren Böden, hat gute Backeigenschaften<br />
und lässt sich zudem gut lagern.<br />
Zwar lässt sich auch der Anbau von Emmer<br />
und Einkorn ebenfalls am <strong>Heidengraben</strong><br />
nachweisen, ihr Anteil war aber im Vergleich<br />
zu Spelzgerste und Dinkel sehr gering.<br />
Versierte Ackerbauern<br />
In Sachen Ackerbau stellten sich die Kelten<br />
nicht ungeschickt an. „Sie haben bereits<br />
Fruchtwechsel betrieben, ihre Felder durch<br />
Beweiden gedüngt und auch mal ein Areal<br />
brach liegen lassen“, weiß Karin Sieber-<br />
Seitz. Die Bodenbearbeitung erfolgte mit<br />
dem Hakenpflug, dessen Schar spätestens<br />
ab der Latènezeit mit Eisen bewehrt war.<br />
„Vor den Pflug haben die Kelten wohl Rinder<br />
gespannt, gefunden wurde am <strong>Heidengraben</strong><br />
aber noch kein Pflug“, sagt die Archäologin.<br />
Geerntet wurde mit Eisensicheln.<br />
Das Aufkommen der Sense ab der späten<br />
Hallstattzeit ermöglichte dann auch die<br />
Heumahd. So konnten die Kelten im Winter<br />
mehr Tiere durchfüttern, zuvor hatten sie<br />
Landwirtschaftsmeister Bernd Schweiss<br />
Das Emmer Feld in Erkenbrechtsweiler<br />
Landwirtin Lena Schweiss aus Grabenstetten und Agrartechniker Heiko Heinsch aus Erkenbrechtsweiler vor dem<br />
Emmer Feld<br />
nur Laubheu zur Verfügung gehabt.<br />
Und was stand nun auf dem Speiseplan<br />
der Kelten? „Getreide spielte zusammen<br />
mit Hülsenfrüchten wie Erbse, Linsen,<br />
Saubohne und Linsenwicke eine wichtige<br />
Rolle“, so Karin Sieber-Seitz. Dazu kamen<br />
Ölfrüchte wie Lein, Leindotter und Schlafmohn.<br />
Gesammelt wurden unter anderem<br />
Hasel, Steinobst und Walderdbeeren. Das<br />
Alltagsgetränk war Wasser und vermutlich<br />
auch Milch. Hinzu kamen Bier, Met und<br />
Wein, wie zahlreiche Amphorenfunde auf<br />
dem Gelände belegen. Letzterer war aber<br />
wahrscheinlich nur der gesellschaftlichen<br />
Oberschicht vorbehalten.<br />
Fleisch war zwar auch wichtig, es ist aber<br />
anzunehmen, dass es nicht täglich auf<br />
den Tisch kam. Bei den Ausgrabungen<br />
wurden zahlreiche Tierknochen gefunden.<br />
Wichtigster Fleischlieferant war das Rind,<br />
meistens schon jung geschlachtet, was<br />
gegen eine ausgeprägte Milchviehhaltung<br />
und starke Nutzung als Arbeitstier spricht.<br />
Es folgen Schwein, Schaf und Ziege. Auch<br />
Hühnerknochen wurden am <strong>Heidengraben</strong><br />
in ungewöhnlich großer Menge gefunden.<br />
„Das waren schlanke, kleine Tiere, die neben<br />
Fleisch auch Eier lieferten“, sagt Karin<br />
Sieber-Seitz.<br />
Trotz der ungünstigeren Standortbedingungen<br />
wurden am <strong>Heidengraben</strong> dieselben<br />
Nahrungsmittel produziert wie an vergleichbaren<br />
Orten in Südwestdeutschland.<br />
Der Kelte per se ließ es sich also anno dazumal<br />
auf dem <strong>Heidengraben</strong> gut gehen.<br />
Emmer und Einkorn vom <strong>Heidengraben</strong><br />
Und auch heute wird in der Region am<br />
<strong>Heidengraben</strong> wieder Emmer und Einkorn<br />
angepflanzt: Die Landwirte Schweiss<br />
aus Grabenstetten und Heinsch aus<br />
Erkenbrechtsweiler haben sich seit rund<br />
einem Jahr der beiden historischen Getreidesorten<br />
angenommen und gehen<br />
mit viel Enthusiasmus und einem nicht<br />
zu unterschätzenden finanziellen Risiko<br />
Erkenbrechtsweiler<br />
Im Höfle 1<br />
Telefon: 0 70 26 / 370 666<br />
neue Wege. Auch um der Region so den<br />
Grundstein für ein weiteres Alleinstellungsmerkmal<br />
zu geben. Die unter dem Namen<br />
ALBWERT-URKORN vertriebenen Produkte<br />
sollen die Grundlage für die nachhaltige<br />
Bewirtschaftung mit historischen Getreidesorten<br />
auf der Vorderen Alb sein. Und<br />
mit Germania-Beck aus Hülben wurde ein<br />
weiterer Profi gewonnen, der aus diesem<br />
Getreide nicht ganz alltägliche Backwaren,<br />
die obendrein auch noch gut schmecken,<br />
herstellt. Verschiedene Spezialisten<br />
aus allen drei Gemeinden tüfteln zurzeit<br />
an neuen Backrezepten und innovativen<br />
Hochzeits - und Flechtfrisuren<br />
Professionelle Haarpflegeprodukte<br />
Hol + Bring und Heimservice<br />
Alten- u. Pflegeheim Maisch<br />
Schulstraße 7<br />
Telefon: 0 70 26 / 370 666<br />
web: www.friseur-sl.de • e-mail: info@friseur-sl.de<br />
Termine nach Voranmeldung<br />
Backprodukten. Mit Erfolg: Die ersten Verkostungen<br />
im kleinen Kreis von Experten<br />
verliefen bereits überzeugend. Weitere<br />
durchweg positive Kundenresonanz wurde<br />
bei Verkäufen auf regionalen Wochenmärkten<br />
sowie auf der CMT in Stuttgart gesammelt.<br />
Auf der Leistungsschau der Region<br />
am <strong>Heidengraben</strong> am 1. Juni in Erkenbrechtsweiler<br />
feiern die neuen ALBWERT-<br />
URKORN-Produkte nun ihre Premiere und<br />
es werden zum ersten Mal seit sehr langer<br />
Zeit am <strong>Heidengraben</strong> wieder naturreine<br />
Emmer-Backwaren angeboten. Pate für<br />
eine direkte Kette von nachhaltiger Landwirtschaft<br />
über die Besinnung auf uraltes<br />
Wissen bis hin zu einem gesunden und<br />
überzeugenden Lebensmittel aus der Region<br />
steht das Wirtschaftsforum der Region<br />
am <strong>Heidengraben</strong>.<br />
Text: Kerstin Dannath<br />
Informationen<br />
Leistungsschau:<br />
1. Juni <strong>2014</strong> von 11 bis 18 Uhr<br />
Kontakt und Informationen unter:<br />
www.wirtschaftsforum-heidengraben.de<br />
22 23
Showtanzgruppe Wild Angels<br />
Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong> Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong><br />
KINDERUNI<br />
am <strong>Heidengraben</strong><br />
Abenteuer Musical-Produktion – von der Pike auf<br />
Einen Riesenerfolg landete die Showtanzgruppe Wild Angels der Sportgemeinschaft Erkenbrechtsweiler-Hochwang mit<br />
ihrer Darbietung des bekannten Musicals „Die Schöne und das Biest“. Davor stand aber einiges an Arbeit an und die<br />
Trainerinnen Tanja Strähle-Könne und Maren Thumm hatten mehr als eine unruhige Nacht...<br />
Kinderuni am <strong>Heidengraben</strong><br />
In festlichem Rahmen wurden im Bürgersaal<br />
von Erkenbrechtsweiler 58 Kinderstudenten<br />
Mitglied im "Club der Schlauköpfe".<br />
Sie wurden mit der Bronze Urkunde für 10<br />
besuchte Vorlesungen geehrt. Insgesamt<br />
waren schon 104 Kinder bei 10 oder mehr<br />
Vorlesungen der Kinderuni.<br />
Michael Seifert, von der Universität Tübigen,<br />
hatte für die <strong>Heidengraben</strong>-Studenten<br />
noch etwas ganz besonderes:<br />
Eines der Kinder darf im Sommer im Rahmen<br />
des Europäischen Kinderuni-Projekts<br />
nach Montana in den USA. Dort wird Kinderstudenten<br />
aus aller Welt an einer Universität<br />
die von Indianern betrieben wird<br />
ein besnderes Programm geboten.<br />
Auch in diesem Jahr startet die Kinderuni<br />
mit 4 Vorlesungen in das Sommersemester<br />
<strong>2014</strong>.<br />
Sommersemester <strong>2014</strong><br />
Donnerstag, den 08. Mai <strong>2014</strong><br />
Thema: „Salut – ca va?<br />
Wilkommen in Frankreich“<br />
17:00 Uhr bis 18:15 Uhr<br />
Rietenlauhalle in Hülben,<br />
Kaltentalstraße<br />
Donnerstag, den 15. Mai <strong>2014</strong><br />
Thema: „Wie wohnten die Kelten?“<br />
17:00 Uhr bis 18:15 Uhr<br />
Gemeindehalle in Erkenbrechtsweiler,<br />
Jahnstraße 40<br />
Mittwoch, den 21.05.<strong>2014</strong><br />
Thema: „Warum gibt es Kriege?“<br />
17:00 Uhr bis 18:15 Uhr<br />
Falkensteinhalle in Grabenstetten,<br />
Böhringer Straße 10/2<br />
Mit Fantasievollen Kostümen und einer eigenen Choreographie begeisterten die Wild Angels<br />
„Ich war froh, als der Abend endlich da war<br />
und alles gut lief“, bestätigt Tanja Strähle-<br />
Könne. Das ganze Projekt ging auf eigene<br />
Intention der acht- bis 14-jährigen Tänzerinnen<br />
zurück. „2012 kam von der Gruppe<br />
der Wunsch, mal etwas ganz Großes aufzuziehen“,<br />
erzählt die Tanzlehrerin. Nach<br />
vielen Überlegungen einigten sich die Wild<br />
Angels auf das bekannte Disney-Musical<br />
„Die Schöne und das Biest“.<br />
Schnell mussten die Mädels aber erkennen,<br />
dass sich die Sache nicht so einfach<br />
gestalten würde. Zunächst mussten die<br />
Rechte mit dem Inhaber geklärt werden,<br />
nachdem die Wild Angels hier die offizielle<br />
Erlaubnis in der Tasche hatten, standen<br />
neben den schweißtreibenden Proben<br />
auch noch Kostümierung und Requisite<br />
an. Von der Pike auf stürzten sich die Mädchen<br />
und ihre Trainerinnen in das Erlebnis<br />
Musical-Produktion – mit all seinen Facetten.<br />
„Um erstmal ein bisschen Geld in die Kasse<br />
zu bekommen, verkauften die Kinder<br />
Selbstgebasteltes auf dem Weihnachtsmarkt<br />
in Erkenbrechtsweiler“, erinnert sich<br />
Tanja Strähle-Könne. Mit dem Geld wurden<br />
die Stoffe für die Kostüme gekauft.<br />
Genäht wurden die fantasievollen Outfits<br />
von Andrea Menzel, der Mutter der Trainerin,<br />
und zwar unentgeltlich. „Dafür können<br />
wir gar nicht genug danken, so hatten wir<br />
nur die Materialkosten zu tragen“, so Tanja<br />
Strähle-Könne. Nach und nach fanden sich<br />
auch einige Sponsoren wie Schlosser Martin<br />
Dietrich, die Kreissparkasse Esslingen-<br />
Nürtingen, die Metzgerei Scheu + Weber,<br />
die Raiffeisenbank von Erkenbrechtsweiler,<br />
die Bäckereien Hömske und Ochsen<br />
Beck. Die Requisiten bastelten die Wild<br />
Angels selbst, die Choreographie kam von<br />
den Trainerinnen.<br />
Hilfe vom Nachbarort<br />
So stand der Verwirklichung des großen<br />
Traums nichts mehr im Weg – bis auf das<br />
Wetter. Eigentlich sollte die Aufführung in<br />
der Mehrzweckhalle in Erkenbrechtsweiler<br />
steigen, die hatte aber aufgrund des Hagelunwetters<br />
Ende Juli 2013 so großen Schaden<br />
genommen, dass sie bis heute nicht<br />
mehr genutzt werden kann. Hilfe kam von<br />
Nachbarort: die Gemeinde Grabenstetten<br />
sprang mit der Falkensteinhalle in die<br />
Bresche und die Aufführung fand schließlich<br />
doch statt. Mit großem Erfolg: 400<br />
zahlende Gäste ließen sich von den Wild<br />
Angels mitreissen und spendeten den umtriebigen<br />
Tänzerinnen Standing Ovations.<br />
Wer der Aufführung verpasst hat, kann<br />
noch hoffen: „Wenn die Mehrzweckhalle in<br />
Erkenbrechtsweiler wieder intakt ist, werden<br />
wir das Stück dort noch einmal aufführen“,<br />
verspricht Tanja Strähle-Könne.<br />
Übrigens: Die Wild Angels suchen laufend<br />
Verstärkung. Wer mitmachen will, einfach<br />
mal im Training (dienstags von 18 bis<br />
19.30 Uhr in der Hochwanghalle) vorbeischauen.<br />
Text: Kerstin Dannath<br />
Fotografie: Sportgemeinschaft<br />
Erkenbrechtsweiler–Hochwang<br />
Informationen<br />
Sportgemeinschaft<br />
Erkenbrechtsweiler–Hochwang<br />
www.sgeh.de<br />
Informationen<br />
www.kinderuni-am-heidengraben.de<br />
GolfclubTeck_AZ_190x83mm_4c_Layout 1 13.03.14 13:08 Seite 1<br />
Urkundenübergabe im Bürgersaal in Erkenbrechtsweiler<br />
Sport für sie und ihn.<br />
Jetzt Mitglied werden! Top Konditionen für Familien, Paare und Singles<br />
Donnerstag, den 05. Juni <strong>2014</strong><br />
Thema: „Können Pferde lachen?“<br />
17:00 Uhr bis 18:15 Uhr<br />
Reithalle beim Gestüt Marbach<br />
Diese Vorlesung findet im Rahmen<br />
der 500-Jahrfeier des Haupt- und<br />
Landgestüts Marbach statt.<br />
Anmeldeschluss: Freitag, 2. Mai <strong>2014</strong><br />
Golfclub Teck e.V. | 73275 Ohmden<br />
Tel. 07023 742663 | www.golfclub-teck.de<br />
24 25
Interview Dr. Jörg Bofinger<br />
Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong> Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong><br />
„Der <strong>Heidengraben</strong> verdient es, dass man sich intensiver mit ihm beschäftigt“<br />
Doktor Jörg Bofinger ist Leiter des Referats 84 - Archäologische Denkmalpflege: Zentrale Fachdienste und Restaurierungswerkstatt<br />
im Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart. Seit einer internen Umstrukturierung<br />
ist der 46-Jährige für den Bereich des <strong>Heidengraben</strong>s zuständig, der im Landkreis Esslingen liegt. Der gebürtige<br />
Stuttgarter hat am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen promoviert und<br />
machte sich danach unter anderem um die weitere Erforschung des keltischen Fürstensitzes Heuneburg im Landkreis<br />
Sigmaringen verdient. Nun liegt dem versierten Archäologen und Denkmalpfleger der <strong>Heidengraben</strong> besonders am Herzen:<br />
„Der <strong>Heidengraben</strong> ist eine der prominentesten Fundstellen hierzulande. Das ist aber auch gleichzeitig eine entsprechende<br />
Verpflichtung für uns“ sagte Jörg Bofinger im Gespräch mit Kerstin Dannath.<br />
„Nebeneinander geht, gemeinsam geht besser.“<br />
Menschen in aller Welt betten sich auf Grabenstetter Matratzen, Formel 1-Rennställe ordern Hochleistungswerkzeuge<br />
aus Hülben und wer Produkte per Lasersystem etikettieren will, ruft in Erkenbrechtsweiler an. Doch nicht nur Global-Player<br />
prägen das Wirtschaftsleben der Region. Sein gesamtes Spektrum ins Bewusstsein zu rücken, hat sich das Wirtschaftsforum<br />
<strong>Heidengraben</strong> vorgenommen. Es lädt am 1. Juni nach Erkenbrechtsweiler. Zur ersten Leistungsschau der Region.<br />
Dr. Jörg Bofinger ist für den Bereich des <strong>Heidengraben</strong>s zuständig, der im Landkreis Esslingen liegt<br />
Herr Bofinger, was gibt es Neues am <strong>Heidengraben</strong>?<br />
Im Nachgang zum das Archäologen-Kolloquium<br />
im vergangenen Herbst in Grabenstetten<br />
werden wir sämtliche Fachvorträge<br />
gesammelt publizieren. Es soll allerdings<br />
keine reine Fachpublikation werden, sondern<br />
auch den Laien ansprechen, also<br />
auch eine gewisse Wirksamkeit in der Öffentlichkeit<br />
erzielen.<br />
Apropos Kolloquium, alle Beteiligten haben<br />
die Veranstaltung als vollen Erfolg<br />
gewertet.<br />
Es ging uns darum auszuloten, was am<br />
<strong>Heidengraben</strong> möglich sein kann. Allerdings<br />
ohne bestimmte Fehler, die an anderen,<br />
vergleichbaren Orten vielleicht bereits<br />
gemacht wurden, zu wiederholen. Insofern<br />
kamen hier viele grundlegende und<br />
wichtige Informationen zusammen. Es ist<br />
jetzt an der Region am <strong>Heidengraben</strong>, sich<br />
über den Nutzen dieser Erkenntnisse Ge-<br />
danken zu machen. Beim Förderverein für<br />
Archäologie, Kultur und Tourismus (FAKT)<br />
sind die Ergebnisse ja auch konkret angekommen<br />
und es haben sich bereits diverse<br />
Arbeitsgruppen gebildet.<br />
Sprich, es muss nicht gleich eine aufwendige<br />
Rekonstruktion sein, sondern es gibt<br />
auch andere Möglichkeiten das keltische<br />
Erbe der Region am <strong>Heidengraben</strong> sichtbar<br />
zu machen?<br />
Sicherlich. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten<br />
der Visualisierung und damit auch<br />
der touristischen Nutzung, ohne dabei<br />
gleich entscheidend in den Befund einzugreifen.<br />
Ein Bereich wären zum Beispiel<br />
Medienstationen. Dabei könnte man an<br />
bestimmten Punkten im Gelände beispielsweise<br />
mit Hilfe einer '<strong>Heidengraben</strong>-<br />
App' Informationen übers Handy abrufen.<br />
Das wäre eine sehr zeitgemäße Art der<br />
Präsentation und lässt sich auch immer<br />
weiter ergänzen.<br />
Sind in diesem Jahr weitere archäologische<br />
Maßnahmen am <strong>Heidengraben</strong> geplant?<br />
Das Landesamt für Denkmalpflege ist<br />
seit Ende 2013 in Besitz eines neuen Systems<br />
zur geophysikalischen Messung.<br />
Dabei handelt es sich um ein Quad mit<br />
einer 10-Sonden-Messeinheit, mit der<br />
man großflächig arbeiten kann. Wir sind<br />
noch in der Testphase, haben uns aber<br />
den <strong>Heidengraben</strong> als eines der ersten zu<br />
untersuchenden Objekte vorgenommen.<br />
Von seiner Großflächigkeit bietet sich der<br />
<strong>Heidengraben</strong> natürlich an. Des weiteren<br />
soll die systematische Auswertung der<br />
Luftbilder des <strong>Heidengraben</strong>s vorangetrieben<br />
werden. Seit den 1980er Jahren gibt<br />
es unzählige Bilder des Geländes, die aber<br />
bislang nur anlassbezogen genutzt wurden<br />
und nicht ins Gesamtbild gesetzt wurden.<br />
Hieraus werden wir viele neue Erkenntnisse<br />
ziehen ohne eine Spaten in die Hand<br />
nehmen zu müssen. Im Nachgang können<br />
sich dann neue Areale ergeben, die etwas<br />
hergeben. Es gilt die modernen Möglichkeiten<br />
der Prospektion auszunutzen.<br />
Das heißt, es gibt von offizieller Seite einige<br />
Bestrebungen, den <strong>Heidengraben</strong> endlich<br />
aus seinem 'Dornröschenschlaf' zu wecken.<br />
Der <strong>Heidengraben</strong> ist eine der prominentesten<br />
Fundstellen hierzulande. Das ist<br />
aber auch gleichzeitig eine entsprechende<br />
Verpflichtung für uns als Archäologen und als<br />
Denkmalpfleger. Der <strong>Heidengraben</strong> ist ein<br />
spannendes Objekt, das es verdient, dass<br />
man sich intensiver mit ihm beschäftigt.<br />
Text: Kerstin Dannath<br />
Fotografie: PR<br />
Informationen<br />
www.heidengraben.com<br />
Landrat Heinz Eininger auf der Leistungsschau 2009 Viele interssierte Besucher Live-Beklebung mit Folienschriften<br />
„Die Bevölkerung weiß nicht, was es alles<br />
vor Ort gibt“, stellt Udo Blank fest, als er<br />
über die Betriebe redet, die in der Region<br />
am <strong>Heidengraben</strong> ihre Heimat haben. Da<br />
sind Weltmarktführer darunter, aber auch<br />
Akteure, die durch innovative Leistungen<br />
das regionale Wirtschaftsleben bereichern.<br />
Als erster Vorsitzender des Wirtschaftsforums<br />
am <strong>Heidengraben</strong> hat sich Udo Blank<br />
zum Ziel gesetzt, den Betrieben aus der<br />
Region, eine Plattform zu bieten und die<br />
Aufmerksamkeit auf ihre facettenreiche<br />
Leistungsfähigkeit zu lenken. Das Wirtschaftsforum<br />
lädt deshalb Betriebe aller<br />
Größen und Branchen am Sonntag, den<br />
1. Juni, erstmals zur Leistungsschau regionaler<br />
Gewerbetreibender nach Erkenbrechtsweiler:<br />
„Für die Wirtschaft ist das<br />
die erste Chance sich einer breiten Öffentlichkeit<br />
zu präsentieren“, freut sich Blank.<br />
Er rechnet mit 60 bis 80 Ausstellern, die<br />
sich im Frühsommer einen Tag lang präsentieren<br />
wollen.<br />
Offene Tür für die Region<br />
Darunter werden die besagten Global-<br />
Player sein, aber auch solche, die in<br />
kleinerem Rahmen ihre Dienstleistungen<br />
und Produkte anbieten: Von der Hightech–Schmiede<br />
über den örtlichen Friseur,<br />
bis hin zum Direktvermarkter regionaler<br />
Spezialitäten – so weit gefasst wie<br />
die betrieblichen Hintergründe, sind auch<br />
deren Herkünfte. Ausdrücklich und ganz<br />
bewusst, richtet sich die Einladung des<br />
Wirtschaftsforums an Unternehmer aus<br />
der gesamten Region, aber auch darüber<br />
hinaus. Denn eines will die Gewerbeschau,<br />
trotz der Kooperation mit der Gemeinde Erkenbrechtsweiler,<br />
nicht sein: eine Schau,<br />
die an Gemeindegrenzen Halt macht. „Wir<br />
bieten eine offene Tür für die gesamte Region“,<br />
umschreibt Udo Blank den Ansatz<br />
über Kirchturmspitzen hinweg. Blank betont<br />
ausdrücklich die Zusammengehörigkeit<br />
der Gewerbetreibenden in der Region.<br />
Sein Credo: „Nebeinander geht, miteinander<br />
geht besser.“<br />
Lebendige Wirtschaft, lebendiges Dorfleben<br />
Blank versteht die Schau als Präsentationsplattform,<br />
aber auch als Angebot an<br />
die Bewohner der Region, sich einen Überblick<br />
über die Bandbreite des regionalen<br />
Gewerbes zu verschaffen. Denn wenn erst<br />
einmal bekannt sei, welche Angebote vor<br />
Ort überhaupt existieren, dann muss es<br />
ja vielleicht nicht mehr unbedingt der Friseur<br />
aus Stuttgart sein. Getreu dem Motto:<br />
'Sieh! Das Gute liegt so nah', sieht Blank<br />
Information als Voraussetzung dafür, die<br />
Wertschöpfung in der Region zu halten. Ein<br />
Ziel mit weitreichenden Folgen: „Wir sind<br />
überzeugt: Wenn die Wirtschaft gewinnt,<br />
gewinnt auch die Region und der gesamte<br />
Lebensraum.“ Er meint den Erhalt von Arbeitsplätzen<br />
genauso, wie ein lebendiges<br />
und lebenswertes Dorfleben. Teil dieser<br />
Bestrebung ist die Etablierung der Regionalmarke<br />
„Albwert“. Sie leiht der Schau<br />
den Namen und soll künftig ein Qualitätsbegriff<br />
werden, der die regionalen Stärken<br />
und Potentiale auf einen Nenner bringt.<br />
Buntes Rahmenprogramm<br />
Die Albwert Ι Leistungsschau bietet den<br />
Besuchern am 1. Juni zwischen 11 und 18<br />
Uhr in Erkenbrechtsweiler ein breitgefächertes<br />
Angebot. Neben den abwechslungsreich<br />
bestückten Ständen der Betriebe, bietet<br />
ein Gourmet-Zelt Köstlichkeiten aus der<br />
Region. Es wird ein musikalisches Rahmenprogramm<br />
ebenso geben, wie ein Regionalpavillon,<br />
der über die kulturellen Facetten<br />
der <strong>Heidengraben</strong>-Region informiert. Mit<br />
im Boot: Auszubildende aller Branchen, die<br />
über Zukunftsperspektiven in der Region<br />
berichten. Zur Premiere der Schau geladen<br />
ist auch reichlich Politprominenz. Unter anderem<br />
der Finanz- und Wirtschaftsminister<br />
des Landes, Nils Schmid. Nicht nur ihm,<br />
sondern allen Interessierten verspricht<br />
Blank: „Sie werden erstaunt sein, wie viel<br />
Verborgenes hier vorhanden ist.“<br />
Text: Simon Wagner<br />
Informationen<br />
Leistungsschau:<br />
1. Juni <strong>2014</strong> von 11 bis 18 Uhr<br />
Kontakt und Informationen unter:<br />
www.wirtschaftsforumheidengraben.de<br />
oder unter:<br />
www.facebook.com/wirtschaftsforumheidengraben<br />
26 27
Trinkwasserversorgung Alb<br />
Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong><br />
Wasser fließt vom Tal hinauf auf die Alb<br />
Das Loch ist groß, imposant und ganz schön teuer. Recht beeindruckend sind auch die technischen Eckdaten des Bauwerks,<br />
wie beim symbolischen Spatenstich zum Neubau des Wasser-Pumpwerks „Enge“ in Bad Urach, zu erfahren war.<br />
drückt. „Vor 100 Jahren waren diese Pumpen<br />
Standard“, sagt Leiber schmunzelnd.<br />
Halbe Million Kubikmeter Wasser auf die Alb<br />
Mit hochmoderner Technik von heute, wird<br />
eine halbe Million Kubikmeter Wasser zukünftig<br />
jährlich auf die Alb befördert und<br />
sichert damit die Trinkwasserversorgung<br />
von Erkenbrechtsweiler, Grabenstetten,<br />
Zainingen, Böhringen, Hengen, Wittlingen,<br />
Donnstetten und Strohweiler. „Als Reserve<br />
für Spitzenzeiten dient eine Kreiselpumpe“,<br />
erklären die Fachleute. „Dieses<br />
Pumpwerk war immer Bestandteil der<br />
Konzeptionen rund um die (Wasser-)Vernetzung<br />
des Oberen Ermstals“, unterstrich<br />
Günter Lumpp vom Wasserreferat des Regierungspräsidiums<br />
Tübingen.<br />
Wasserversorgung ist eine Pflichtaufgabe<br />
der Gemeinden<br />
„Hier werden Wassermassen aufgesammelt,<br />
wie Perlen auf der Schnur“. Die Wasserversorgung<br />
sei geradezu eine Pflichtaufgabe<br />
der Gemeinden, bekräftigte er<br />
und sprach sich mit deutlichen Worten<br />
gegen eine Privatisierung der (Trink-)Wasserversorgung<br />
aus. „Selbst unsere Landeshauptstadt<br />
möchte ihre Wasserversorgung<br />
wieder haben“, kommentierte er beiläufig.<br />
Im Zusammenhang mit dem neuen Pumpwerk<br />
im Seeburger Tal sprach er von einem<br />
zukunftsfähigen wie weisenden Standort.<br />
Die Inbetriebnahme ist im Februar 2015<br />
geplant.<br />
Text & Fotografie: Patricia Kozjek<br />
Ein Großprojekt im Seeburger Tal, in das (bald) Wasser und über zwei Millionen fließen<br />
Über zwei Millionen Euro investiert der<br />
Wasserversorgungsverbund Vordere Albgruppe<br />
in den Neubau des Pumpwerks,<br />
dabei gehofft wird derzeit noch auf Zuschüsse.<br />
„Eine lohnende Investition für<br />
die nächsten Jahrzehnte“, wie es Harald<br />
Steidl, stellvertretender Vorsitzender des<br />
Zweckverbandes Wasserversorgung Vordere<br />
Albgruppe, in Worte fasste.<br />
Investition für die nächsten Jahrzehnte<br />
Und: „Die Versorgung der Bevölkerung mit<br />
sauberem Trinkwasser ist weltweit Thema<br />
Nummer eins“. Die Trinkwasserversorgung<br />
auf der Albhochfläche sei schon immer<br />
ein Großthema gewesen, weil der Regen<br />
sofort im Karstgestein der Schwäbischen<br />
Alb versickert, kommentierte Steidl. „Wassermangel<br />
auf der Albhochfläche und<br />
frisches Wasser zuhauf im Tal, standen<br />
deshalb seit jeher im krassen Gegensatz“,<br />
erinnerte der Grabenstetter Bürgermeister.<br />
Das „technische Herzstück“ des<br />
Zweckverbandes ist jedoch zwischenzeitlich<br />
in die Jahre gekommen. Konnte das<br />
langwierige Jahrhundertprojekt einst im<br />
Sommer 1921 endlich in Betrieb gehen<br />
und erstmals Trinkwasser auf die Alb befördern.<br />
„Die grundlegende Sanierung ist<br />
heute eine Notwendigkeit und kein Luxus.<br />
Nach fast 100 Jahren im Dienst hat sich<br />
das Pumpwerk ein solides Facelifting verdient“,<br />
glaubt Steidl. Erste Planungen zum<br />
Neubau seien bereits 2008 erfolgt, diese<br />
jedoch aufgrund schlechter Baugrundsituation<br />
wieder zurückgestellt worden.<br />
Kurzum: „Die Kosten einer Renovierung<br />
entsprachen den Kosten einer Neubaulösung“,<br />
resümierte der Schultes.<br />
Solides Facelifting nach fast 100 Jahren<br />
93 Gusspfähle mit Betonverfüllung und<br />
einer Einzellänge von rund 17 Metern<br />
stützen den Bau, erklärte Eduard Leiber,<br />
Geschäftsführer Fritz Planung Tiefbau.<br />
Den Nutzinhalt des Reinwasserbehälters<br />
bezifferte er mit zweimal 100 Kubikmeter<br />
Wasser. Interessant: Das Wasser fließt zukünftig<br />
dank eines innovativen Konzeptes<br />
der planenden Ingenieure dann von unten<br />
nach oben – vom Tal auf die Alb. In den<br />
Hochbehälter nach Zainingen muss das<br />
Wasser sogar 380 Meter in die Höhe befördert<br />
werden, nach Hengen gut 280 Meter,<br />
rechnete Leiber vor. Deshalb griffen<br />
die Planer aufgrund der großen Förderhöhe<br />
auf (alt-)bewährtes in Sachen Pumpen<br />
zurück, für welche viel Energie für die Förderung<br />
des Wassers eingesetzt werden<br />
muss. Über die Jahre hätte daher eine „immense<br />
Energieverschwendung“ kalkuliert<br />
werden müssen. Deshalb entwickelten<br />
die Ingenieure nun ein Konzept mit „Verdrängerpumpen“<br />
– ähnlich einer Luftpumpe<br />
– ein Kolben, der sich hin- und her bewegt<br />
und dabei Wasser in die Rohrleitung<br />
Am Spaten v.li. Rainer Hagenmayer vom Bauunternehmen Motz, Wassermeister Gerhard Armbruster, Sascha Enßlin (Wasserverbandsrechner), Grabenstettens Bürgermeister<br />
Harald Steidl, Wittlingens Ortsvorsteher Konrad Hölz, Günter Lumpp vom Regierungspräsidium Tübingen und Eduard Leiber, Geschäftsführer von Fritz Planung Tiefbau<br />
28 29
Veranstaltungskalender<br />
Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong> Alb-Magazin <strong>Ausgabe</strong> 1/<strong>2014</strong><br />
April<br />
So. 27.04.<strong>2014</strong><br />
Konzert mit dem Ensemble Klangmeer<br />
ab 17 Uhr<br />
Peter und Paul Kirche, Grabenstetten<br />
Mi. 30.04.<strong>2014</strong><br />
Maibaumaufstellung<br />
Erkenbrechtsweiler<br />
Mi. 30.04.<strong>2014</strong><br />
Maibaumaufstellung mit Maihock<br />
Bei der Hüle, Hülben<br />
Do. 01.05.<strong>2014</strong><br />
Musikverein Dreispitzhock<br />
Dreispitz<br />
Do. 08.05.<strong>2014</strong><br />
Mitgliedertreffen FAKT<br />
Begegnungsstätte, Erkenbrechtsweiler<br />
Sa. 10.05.<strong>2014</strong> – Di. 27.05.<strong>2014</strong><br />
Kommunalwahlen<br />
Rathaus, Hülben, Erkenbrechtsweiler<br />
und Grabenstetten<br />
So. 18.05.<strong>2014</strong><br />
Tag der offenen Stalltüre ab 13:00 Uhr<br />
Reitanlage Füchsle / Reitverein Hülben e.V.<br />
So. 01.06.<strong>2014</strong><br />
Leistungsschau der Region am <strong>Heidengraben</strong><br />
Gewerbegebiet, Erkenbrechtsweiler<br />
So. 25.05.<strong>2014</strong> – So. 11.05.<strong>2014</strong><br />
Treppenhauskonzert Gesangverein<br />
Altes Schulhaus Dettinger Straße 19,<br />
Hülben<br />
Do. 29.05.<strong>2014</strong><br />
Vatertagshock (RWA)<br />
Vereinsgelände RWA<br />
Juni<br />
Sa. 07.06.<strong>2014</strong><br />
Reitturnier<br />
Reitanlage Füchsle / Reitverein Hülben e.V.<br />
So. 15.06.<strong>2014</strong><br />
Feuerwehrhock Freiw. Feuerwehr<br />
Feuerwehrgerätehaus, Hülben<br />
Sa. 21.06.<strong>2014</strong><br />
Waldfest mit Vereinspokalschießen<br />
Schützenverein Grabenstetten<br />
Mi. 25.06.<strong>2014</strong> – So. 29.06.<strong>2014</strong><br />
Sportwoche SGEH<br />
Hartwaldstadion, Erkenbrechtsweiler<br />
Fr. 27.06.<strong>2014</strong><br />
Generalversammlung der Raiffeisenbank<br />
vordere Alb<br />
Falkensteinhalle, Grabenstetten<br />
Juli<br />
Sa. 05.07.<strong>2014</strong><br />
Sommerfest<br />
Reitverein, Hülben<br />
Fr. 18.07.<strong>2014</strong><br />
Hock 125 Jahre Schwäbischer Albverein<br />
beim Backhaus, Erkenbrechtsweiler<br />
Sa. 19.07.<strong>2014</strong><br />
Jubiläumsfeier DRK Ortsverein Hülben<br />
Rietenlauhalle, Hülben<br />
Sa. 19.07.<strong>2014</strong> – So. 20.07.<strong>2014</strong><br />
Vereins- und Jedermann- Pokalschießen<br />
Hubertusgilde, Schützenhaus Hülben<br />
Mi. 30.04.<strong>2014</strong><br />
Maibaumstellen mit Maihock<br />
Freiwillige Feuerwehr Grabenstetten<br />
Sa. 05.07.<strong>2014</strong><br />
Kastanienhock Hamonikaclub<br />
Clubhaus, Hülben<br />
Fr. 25.07.<strong>2014</strong><br />
<strong>Heidengraben</strong>pflege<br />
Obst- und Gartenbauverein, Grabenstetten<br />
Kirchheim / Teck , Kornhaus<br />
Mai<br />
Do. 01.05.<strong>2014</strong><br />
Lauereckfest<br />
Schwäbischer Albverein, Hülben<br />
Sa. 12.07.<strong>2014</strong> – So. 13.07.<strong>2014</strong><br />
39. Kandelfescht<br />
Grabenstetter Vereine<br />
Sa. 26.07.<strong>2014</strong> – So. 27.07.<strong>2014</strong><br />
Flugplatzfest mit Oldtimer-Treffen<br />
Fliegergruppe, Fluggelände Hülben<br />
Achalmstraße 11 | 73268 Erkenbrechtsweiler<br />
Fon 07026 - 601 988-0 | post@thomasblank.com<br />
www.thomasblankfotografie.de<br />
Immer ein offenes Ohr –<br />
die Alb-Apotheke in Hülben bietet einen<br />
Rundum-Service<br />
in Sachen Gesundheit<br />
Öffnungszeiten:<br />
Montag bis Freitag:<br />
8.30 – 12 Uhr und 14.30 – 18.30 Uhr<br />
Samstag:<br />
8.30 – 12 Uhr<br />
Impressum<br />
Herausgeber:<br />
TES+M GmbH<br />
Thomas Blank<br />
Achalmstraße. 11<br />
73268 Erkenbrechtsweiler<br />
Telefon 07026 / 601 9646<br />
alb@albmarketing.de<br />
Layout & Gestaltung:<br />
thomasblank.com gmbh<br />
Erscheinungsweise:<br />
viermal im Jahr<br />
Tel.: 07026 / 601 988-0<br />
post@thomasblank.com<br />
Redaktion:<br />
Patricia Kozjek<br />
Kerstin Dannath<br />
Simon Wagner<br />
Druck:<br />
Leibfarth & Schwarz<br />
GmbH & Co.KG<br />
72581 Dettingen/Erms<br />
Telefon 07123 / 9785-0<br />
kontakt@leibfarth-schwarz.de<br />
Allgemeine Hinweise:<br />
Die Inhalte wurden mit größter Sorgfalt erstellt (Stand<br />
1/<strong>2014</strong>). Wir bitten jedoch um Verständnis, dass wir für<br />
etwaige enthaltene Informationsfehler – einschließlich der<br />
angegebenen Internetlinks – keine Haftung übernehmen.<br />
Wir machen uns über die Inhalte der über die angegebenen<br />
Internetlinks erreichbaren Internetseiten Dritter nicht zu eigen.<br />
Die Angaben sollen nur den Zugriff auf weiter gehende<br />
Informationen ermöglichen. Nachdruck sowie Übernahme<br />
von Texten und Abbildungen (auch Teilen davon) nur nach<br />
vorheriger schriftlicher Zustimmung durch den Herausgeber.<br />
30 31