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DAS MAGAZIN DER HANDWERKSKAMMERN FLENSBURG HAMBURG LÜBECK SCHWERIN

2

FEBRUAR 2014

WWW.NORD-HANDWERK.DE

8447 * 2,20

STARKES PROFIL

MIT ZUKUNFT

Die Meisterpflicht ist

unverzichtbar

Im Blickpunkt

Personalwesen

ab Seite 40

HANDWERKSNACHRICHTEN

Mit dem Handwerk

nach Sotschi

HANDWERKSLEBEN

Das Unerwartete

bleibt im Kopf

Kammer-Infos (ab S. 20)


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STANDPUNKT

Vielschichtiges Europa

Andreas Katschke,

Hauptgeschäftsführer der

Handwerkskammer

Lübeck.

2014 wird sicherlich ein spannendes Jahr.

Die „GroKo“ kann jetzt anfangen zu arbeiten

und wir dürfen schon wieder wählen:

2014 findet die Wahl zum Europäischen

Parlament statt. Und das in einem historischen

Jahr:

Vor 200 Jahren wurde nach Kämpfen

in ganz Schleswig-Holstein der „Kieler

Frieden“ geschlossen, vor 100 Jahren begann

der Erste Weltkrieg, die erste Urkatastrophe

des 20. Jahrhunderts. Gerade diese

Ereignisse mahnen uns, niemals wieder

nationalen Eitelkeiten zu verfallen.

Die europäische Einigung nach dem

zweiten Weltkrieg hat dem Kontinent

und damit jedem Einzelnen von uns fast

70 Jahre Frieden und ungeahnte Freiheiten

gebracht. Gerade Deutschland hat der europäischen

Einigung und der Europäischen

Union sehr viel zu verdanken – politisch

und wirtschaftlich. Der Großteil unserer

Exporte geht in die Europäische Union

und viele unserer Mitgliedsbetriebe arbeiten

in EU-Staaten.

Diese Bedeutung der EU, des europäischen

Gedanken, darf man nicht vergessen,

wenn Populisten von einem „zurück zur

D-Mark“ oder Anti-Europa-Parteien von

einer starken Position im Europäischen

Parlament träumen.

Selbst als überzeugter Europäer muss

man sich immer wieder an die Tragweite

der europäischen Einigung erinnern, wenn

man sich mit dem „täglichen Einerlei“

beschäftigt. Die europäischen Institutionen,

allen voran die Europäische Kommission,

würden es sich und uns leichter machen,

wenn sie beherzigen, dass die EU ein Bund

aus 28 souveränen Staaten mit 28 nach

wie vor unterschiedlichen Kulturen und

Gesellschaftssystemen ist. Daher entsteht

aus den Versuchen einer „Gleichmacherei

auf unterstem Niveau“ immer wieder viel

Unverständnis.

Europäische Kommission verpflichtet alle

Mitgliedsstaaten, ihre Berufsreglementierungen

zu überprüfen. Für das Handwerk

bedeutet es, dass die 41 Handwerke aus der

Anlage A (mal wieder) auf dem Prüfstand

stehen, weil sie über eine hochwertige

Qualifikation reglementiert sind: nämlich

die Meisterprüfung als „normale Voraussetzung

für die Selbstständigkeit“.

Insbesondere die Europäische Kommission

verstrickt sich zunehmend in einen Widerspruch.

Auf der einen Seite lobt sie das

duale Ausbildungssystem als „vorbildlich“

und bezeichnet es als nachahmenswert.

Auf der anderen Seite kritisiert sie immer

wieder die Qualifikation, die Voraussetzung

für diese Ausbildungsleistung ist, nämlich

die Meisterprüfung. Nicht umsonst hat

das Handwerk eine Ausbildungsquote von

etwa acht Prozent, die übrige Wirtschaft

von gerade einmal drei bis vier Prozent.

Die letzten Jahre haben eines sehr deutlich

gezeigt: Die sehr viel niedrigere Jugendarbeitslosigkeit

in Deutschland im

Vergleich zu anderen europäischen Ländern

ist nicht trotz, sondern gerade wegen der

dualen Ausbildung und der Meisterprüfung

zustande gekommen.

Die Meisterprüfung als Qualifikation für

die Selbstständigkeit und die Ausbildungsleistung

des Handwerks sind zwei Seiten

derselben Medaille. Wer in einer Zeit, in

der sich nur ein duales Ausbildungssystem

in Europa als zukunftssicher erwiesen hat,

die Garanten für diese Leistungen in Frage

stellt, hat elementare Zusammenhänge

nicht verstanden.

Schnelle Einsicht wünscht

Qualifikation hochhalten

Davon kann im Moment das deutsche

Handwerk ein freudloses Lied singen. Die

Ihre Meinung unter E-Mail

akatschke@hwk-luebeck.de

Februar 2014 NordHandwerk 3


INHALT :: FEBRUAR 2014

STANDPUNKT

03 Vielschichtiges Europa

HANDWERKSNACHRICHTEN

06 Mit dem Handwerk nach Sotschi

Am 7. Februar beginnen die Olympischen Spiele.

09 Alternative Antriebe tun sich schwer

Alle reden über E-Mobilität – und kaufen Diesel-Pkw.

36

„Das Unerwartete bleibt im Kopf“

Ein Blick in die Werkstätten der kreativen Köpfe und

geschickten Handwerker von „Wir drei Werbung“ im

schleswig-holsteinischen Altenholz.

Kammerbezirk und Bundesland.

HANDWERKSLEBEN

.

TITEL :: DER MEISTERBRIEF

10 Brüsseler Spitzen

Bundesregierung verteidigt die Meisterpflicht.

14 Darum ist die Meisterpflicht unverzichtbar

Stimmen aus den Fachverbänden.

14 Vom Lehrling zum Meister in sechs Monaten

Lars Kozian ist Mecklenburgs jüngster Meister.

IM BLICKPUNKT

36 „Das Unerwartete bleibt im Kopf“

„Wir drei Werbung“ in Altenholz.

38 Augenoptiker dürfen Krankheitsverdacht äußern

Gericht stärkt die Kompetenz.

HANDWERKSZEUG

40 IM BLICKPUNKT: Fachkräftemangel

Strategien für Betriebe.

44 Meister-BAföG: Der Staat packt mit an

Die geringen Hürden zur Förderung des beruflichen Aufstiegs.

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gern haben, sorgen wir dafür,

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HANDWERKSINTERESSEN

16 Bauwirtschaft startet optimistisch ins Jahr

Konjunkturprognose 2014.

18 Über vier Prozent zugelegt

Ausbildungsvergütung ist 2013 kräftig gestiegen.

REGIONALES

20 Berichte und Bekanntmachungen aus

Unsere Onlineausgabe unter: www.nord-handwerk.de

40

Strategien für Betriebe

Der Fachkräftemangel stellt Handwerksbetriebe vor neue

Herausforderungen. Personalplanung und -suche sowie

das Halten qualifizierter Mitarbeiter im Unternehmen

erfordern umzudenken und alternative Wege zu gehen.

Möglichkeiten dafür gibt es viele.

Fotos: Seemann, Fotolia

48 Existenzgründung: Fördertöpfe für Senkrechtstarter

Bundesweite und regionale Unterstützungen.

HANDWERKSWELT

44 Kiels cooler King

Friseur Jan Boecker liebt den Rock’n’Roll.

RUBRIKEN

35 Rundblick

49 Impressum und Kleinanzeigen

50 Handwerksbörse

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4 NordHandwerk Februar 2014

Februar 2014 NordHandwerk 5


HANDWERKSNACHRICHTEN

Dank „Aloslide Ice“

brauchen die Skispringer

in Sotschi keine Furcht

vor Schneemangel zu

haben. Das vom

Handwerk entwickelte

Anlaufspursystem macht

sogar im Hochsommer

Skisprung möglich.

Mit dem Handwerk nach Sotschi

Kleinwindkraft, Photovoltaik,

Biomasse, BHKWs, Ökologisches

Bauen & Sanieren, Wärmepumpen...

Ab 7. Februar kämpft die deutsche Mannschaft im russischen Sotschi

um olympisches Gold, Silber, Bronze. Die Chancen auf Spitzenplätze

stehen gut – auch dank handwerklicher Innovation.

Daumen drücken. Wie die meisten

Top-Athleten bereitet sich auch

Biathlet Arnd Pfeiffer mit dem „SBR“

auf die Wettkampfsaison vor.

6 NordHandwerk Februar 2014

Steffen Jarzombek, Geschäftsführer der Brandes

Technik GmbH, hat maßgeblichen Anteil an der

Entwicklung des Anlaufspursystems Aloslide Ice.

Dabei sein ist alles, auf dem Siegertreppchen

stehen auch nicht

schlecht. Bei den Olympischen Spielen in

Vancouver belegte die deutsche Olympiamannschaft

mit insgesamt 30 Medaillen

Platz zwei im Medaillenspiegel. Direkt

hinter Gastgeber Kanada. In Sotschi wollen

die Wintersportler an den Erfolg anknüpfen.

Im Kampf um die Plätze wird das Team

vom Handwerk unterstützt.

Wintersportler brauchen Schnee und

Eis, müssen aber beinahe das ganze Jahr

über trainieren. Ein Dilemma. Langlauf

auf Asphalt funktioniert nicht. Also behelfen

sich die Athleten mit Skirollern.

Lange Jahre waren die Modelle aber für

Spitzensportler nicht überzeugend. 2005

nahm sich Arno Barthelmes, Inhaber eines

Feinmechanik-Unternehmens im thüringischen

Zella-Mehlis, des Problems an.

Gemeinsam mit befreundeten Biathleten

entwickelte er den „Skiroller Barthelmes“

(SRB). Patentierte Zweischwingen-Technologie

macht den SRB fahrbar wie einen

echten Ski. Das sagt Arno Barthelmes.

Dass er recht hat, beweisen die Athleten

fast aller Wintersportnationen. Schon im

Sommer hilft den meisten das Trainingsgerät

bei der Wettkampfvorbereitung.

Optimale Trainings- und Wettkampfbedingungen

für die Skispringer hat ebenfalls

das Handwerk geschaffen. Möglich

macht’s das Anlaufspursystem „Aloslide

Ice“. Im Sommer fließt Wasser auf die

Anlaufspur. Die Springer gleiten auf Noppen

aus Hochleistungskeramik hinab. Im

Winter erzeugt ein integriertes Kühlsystem

eine Eisschicht auf der Spur. Die Idee für

die Technologie stammt vom ehemaligen

Trainer der Skisprung-Ikone Jens Weißflog.

Realisiert wurde Aloslide Ice von

drei Handwerksunternehmen aus dem

Erzgebirge: einem Kunststoffverarbeitungsbetrieb,

einem Elektrobetrieb und einer

Klempnerei.


HANDWERKSNACHRICHTEN

HANDWERKSNACHRICHTEN

EU-Kommission zieht Notbremse

SEPA kommt später

Trotz Förderung und hoher Benzinpreise

Alternative Antriebe tun sich schwer

Alle reden von E-Mobilität – um Dieselfahrzeuge

zu kaufen. Dabei ist Erd- und Flüssiggas schadstoffarm,

preiswert und bereits heute verfügbar.

Deutsche Autofahrer begeistern sich nicht gerade für

alternative Kraftstoffe und Antriebe. Obwohl Erd-,

Flüssiggas und Biokraftstoffe staatlich gefördert werden,

stagniert deren Absatz. Stattdessen gewinnt der

Dieselantrieb trotz vergleichsweise hoher Schadstoffemissionen

weiter an Boden. Zu diesen Ergebnissen

kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung

(DIW Berlin) in einer aktuellen Untersuchung.

Danach gab es 2012 in Deutschland 54 Millionen

Kraftfahrzeuge. Sie legten insgesamt fast 720

Millionen Kilometer zurück. Weder im Kraftfahrzeugbestand

noch bei der Fahrzeugnutzung haben

dabei alternative Antriebe und Kraftstoffe deutliche

Zuwächse erreicht. Der wichtigste Energieträger im

Straßenverkehr bleibt der Dieselkraftstoff.

Bei den Pkw, die über vier Fünftel des gesamten

Fahrzeugbestandes ausmachen, haben 29 Prozent inzwischen

einen Dieselantrieb. Auf diese entfallen 42

Prozent der Fahrleistungen. Alternative Kraftstoffe

stagnieren seit 2008 bei sieben Prozent, Erd- und Flüssiggas

decken gerade einmal 1,5 Prozent des Bedarfs.

„Das Thema Elektromobilität, das die öffentliche

Debatte beherrscht, mag zwar langfristig eine interessante

Perspektive sein. Dennoch sollten die kurzfristig

verfügbaren Alternativen nicht vernachlässigt

werden“, kommentierte DIW-Verkehrsexperte Uwe

Kunert.


TITEL

TITEL

Brüsseler

Spitzen

Vertrauen ist die

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Entscheidungen.

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gehört meiner

Steuerberaterin.

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Gut, wenn man da einen Partner

Im Interesse von mehr Markt und Wettbewerb stellt die

EU-Kommission die Meisterpflicht infrage. Manches

erinnert fatal an die Handwerksnovelle von 2003. Doch

diesmal hat das Handwerk bessere Karten.

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Handwerksmeister ist eine Berufung:

Ralf Dietschmann aus Hamburg Bergedorf.

Foto: Seemann

Kein Freund der deutschen Meisterpflicht.

EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier.

Wenn es nach Ralf Dietschmann

ginge, die Sache wäre

klar. Ohne Meisterbrief und -pflicht

geht es nicht. Der Klempnermeister

ist Chef der Firma „Dietschmann &

Hebold Dach- und Klempnertechnik

GmbH“ in Hamburg Bergedorf.

Dietschmann weiß, wovon er

spricht. 1992 hat er sich als Geselle

selbstständig gemacht. „Damals war

das noch kein Handwerksbetrieb. Wir

haben keine Baustellen gemacht, sondern

als Dienstleister Blechprofile für

die Betriebe vorgerichtet“, erzählt er.

Die Geschäfte liefen anständig. Was

nervte, waren die Sticheleien der Kollegen.

Am Rande des zulassungspflichtigen

Installateur- und Klempnerhandwerks

ohne Meisterbrief am Markt

zu sein, war manchem Mitbewerber

ein Dorn im Auge. „Deshalb, aber vor

allem, um mich und die Firma weiterzuentwickeln,

habe ich 1999 die

Meisterprüfung abgelegt. Wenn man

etwas macht, dann richtig, konsequent

und so weit, wie es eben geht. Der

Meister ist die Spitzenqualifikation im

Handwerk. Darüber gibt es nichts.“

Dietschmanns Erwartungen haben

sich erfüllt. Mit Topqualität und kaufmännischem

Geschick hat er seine

Firma – heute komplette Bauklempnerei

und Abkantbetrieb mit hochmoderner

CNC-Abkantpresse – als

Marke in Hamburg und Umgebung

etabliert. „Ohne die Meisterschule

würde ich nicht fünf Gesellen beschäftigen

und zwei Lehrlinge ausbilden.

Wahrscheinlich gäbe es den Betrieb

schon längst nicht mehr“, sagt der

Hamburger.

Im Gegensatz zu Ralf Dietschmann

ist EU-Binnenmarktkommissar Michel

Barnier kein Freund des Meisterbriefs.

Er hat die Mitgliedstaaten aufgefordert,

die Zugangregeln zu allen

reglementierten Berufen zu überprüfen

und gegebenenfalls abzuschaffen.

Dahinter verbirgt sich die Hoffnung,

so Wettbewerb und Wachstum in Europa

stärken zu können. Inzwischen hat

auch der Euro päische Rat den Plänen

der Kommission zugestimmt.

In Deutschland ist die Ausübung

von etwa 100 Berufen an bestimmte

Abschlüsse und Qualifikationen gebunden.

Hierzu gehören alle 41 zulassungspflichtigen

Handwerksgewerbe.

Die Abschaffung der Zugangsvoraussetzungen

träfe das deutsche Handwerk

massiv. Zu fragen ist, ob >>

Foto: Imago

oder unter Tel. 0800 1001116.

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10 NordHandwerk Februar 2014

Februar 2014 NordHandwerk 11


TITEL

TITEL

>> Dequalifizierung Wachstum schafft – und falls

ja, wer den Preis zahlt.

Der Zentralverband des deutschen Handwerks hat

wiederholt auf die widersprüchliche Haltung der

EU-Kommission hingewiesen. Einerseits lobt Brüssel

unentwegt die Leistungsfähigkeit des deutschen

Berufsbildungssystems als vorbildlich für Europa.

Andererseits betreibt die Kommission die Schwächung

der handwerklichen Qualifizierungskette

Azubi-Geselle-Meister. Auch lässt sich trefflich darüber

streiten, ob es tatsächlich die Berufszugangsregeln

sind, die den Wettbewerb in Europa hemmen.

Steuer- und arbeitsrechtliche Marktschranken

„Der berufliche Zugang zu Aufträgen in der Europäischen

Union ist zwar oft weniger reglementiert

als in Deutschland“, sagt Sybille Kujath, Außenwirtschaftsberaterin

bei der Handwerkskammer Lübeck.

Üblich seien meist nur Beschränkungen in besonders

gefahrgeneigten Berufen wie dem Elektroniker-

Handwerk oder bei Arbeiten mit Gas. „Dafür erschweren

aber einige Länder auf anderen Wegen den

Zugang von ausländischen Handwerkern zu ihren

Märkten. Sei es, dass für die Auftragsabwicklung in

Luxemburg eine Arbeitsfähigkeitsbescheinigung

verlangt wird, für die Installation von Photovoltaik

in Frankreich eine bauaufsichtliche Schulung mit

Prüfung erfolgen muss oder Großbritannien

das Bestehen eines englischsprachigen Arbeitssicherheitskurses

voraussetzt. Dänemark

hat sogar eine Steuer eingeführt, nach der fast

jeder ausländische Betrieb, der dort für gewerbliche

Kunden Arbeiten ausführt, eine Arbeitnehmerüberlassungssteuer

von 36,5 Prozent

der Lohnsumme entrichten muss. “

Außenwirtschaftsberaterin

Sybille Kujath.

runter auch „Wackelkandidaten“.

Dietschmanns

Credo lautet:

Fast jeder Jugendliche

ist ausbildungsfähig und

jeder gute Handwerker

will ausbilden.“ Gerade

ist einer seiner Jungs

als Landessieger beim

Leistungswettbewerb

des Handwerks geehrt

worden.

Viele Handwerksunternehmer

erleben die aktuelle Diskussion um den

Meisterbrief als Déjà-vu und fühlen sich fatal an die

Handwerksnovelle von 2003/04 erinnert. In deren

Folge wurden 53 Handwerksgewerbe zulassungsfrei.

Die Hoffnung, der vermeintlich freie Markt sorge für

mehr Wachstum und positive Beschäftigungseffekte,

wurde schon einmal bitter enttäuscht.

Bekenntnis zum Meisterbrief

Im Gegensatz zu 2003 steht die deutsche Politik diesmal

allerdings an der Seite des Qualitätshandwerks.

Bereits Ende November hat der Bundesrat eindeutig

Stellung bezogen: Das deutsche Regelungssystem sei

marktkonform, überdies „eine wesentliche Grundlage

der überdurchschnittlich guten Wirtschafts- und

Beschäftigungslage und der sehr geringen Arbeitslosigkeit

besonders von Jugendlichen“. Ähnliches

steht in der Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung:

„Wir werden“, heißt es darin, „unverändert

darauf hinwirken, dass der Meisterbrief nicht durch

Maßnahmen des europäischen Binnenmarktes beeinträchtigt

wird und erhalten bleibt“.

Zwei Gründe für den Meisterbrief

Krisenfest und neuerdings

dem Bachelor gleichwertig

Vielen Gesellinnen und Gesellen fällt die Entscheidung

für den Besuch der Meisterschule schwer

– besonders in jenen Gewerken, für die 2003 die

Meisterpflicht aufgehoben wurde. Obwohl die

Meis terausbildung als Aufstiegsfortbildung förderungsfähig

ist, gibt es sie nicht zum Nulltarif. Zudem

Das Ziel fest im Blick behalten. Mit der Meisterfeier ehrt das

Handwerk seinen Spitzennachwuchs.

ist sie verbunden mit einem hohen

persönlichen Aufwand neben dem Job.

Ein starkes Argument für den Meisterbrief

ist die außerordentliche Bestandsfestigkeit

von Existenzgründungen auf

Basis einer Meisterausbildung.

Nach einer Untersuchung der

Handwerkskammer Düsseldorf von

2008 waren über 94 Prozent der Betriebe,

die 2002 von einem Jungmeis ter

gegründet oder übernommen worden

sind, nach fünf Jahren immer

noch am Markt. Zum Vergleich: Im

Durchschnitt aller Wirtschaftssektoren

übersteht rund ein Drittel der Gründungen

das erste Jahr nicht. Dieses Ergebnis ist

umso beachtlicher, als die Meisterabsolventen die

risikoträchtige Startphase in einem schwierigen

wirtschaftlichen Umfeld bewältigen mussten. Denn

die Jahre 2003 bis 2005 waren im Handwerk von

einem rezessiven Konjunkturverlauf geprägt.

Außerdem ist die Meisterqualifikation 2012 aufgewertet

worden. Im „Deutschen Qualifikationsrahmen“

ist der Meisterbrief als dem Bachelorabschluss

gleichwertig anerkannt worden. Die Anerkennung

der Gleichwertigkeit hat für die junge Handwerkselite

nicht nur ideellen Wert. Sie bietet auch sehr

reale Vorteile im Wettbewerb mit Hochschulabsolventen

um einen Arbeitsplatz.


TITEL

Budapest

Genf

Hamburg

Köln Lyon Moskau Stuttgart Wien Zürich

Lars Kozian ist Mecklenburgs jüngster Meister

Vom Lehrling zum Meister in sechs Monaten

Dass er so schnell sein eigener Chef werden würde, hätte Lars Kozian vor

einem Jahr nicht zu träumen gewagt. Der 20-Jährige wollte sich beweisen,

was er kann, und absolvierte die Meisterschule im Intensivkurs.

4.

2014 Nord

Lars Kozian sitzt im goldenen Sessel, schlägt die

Beine übereinander und lässt den Blick durch

den Raum schweifen. Alles ist so, wie er es sich

gewünscht hat. Eine Steintapete ziert die Wand,

Kerzen leuchten und zwischen zwei Spiegeln

hängt sein Meisterbrief – druckfrisch.

Um zu begreifen, was in den zurückliegenden

sechs Monaten geschah, braucht er

noch Zeit. „Mein Gedächtnis muss sich entspannen“,

sagt der 20-jährige Schweriner, der

seit Dezember Mecklenburgs jüngster Friseur-

Meister und Salonbesitzer ist.

Während er im Sommer 2013 für die Gesellenprüfung

lernte, suchte Daniela Passow einen

selbstständigen Friseur. Der fehlte in ihrem

Konzept, das Nageldesign, Kosmetik, Massagen,

Personal Training und Friseur vereint. Auf Empfehlung

einer gemeinsamen Kundin sprach sie

Lars Kozian an. Dieser war überrascht: „Ich hatte

ja noch keinen Gesellenbrief oder Meisterbrief.“

Doch Daniela Passow wollte ihn - den

Perfektionisten. Und auch er überlegte nur

kurz: „Um es mir selbst zu beweisen, was ich

kann, wollte ich immer Meister werden. Das

Angebot war ein zusätzlicher Ansporn.“

Während sein Ehepartner und Freunde den

Salon einrichteten, absolvierte Lars Kozian einen

dreimonatigen Intensivkurs in Oldenburg,

bestand und startete kurz vor Weihnachten in

die Selbstständigkeit.

Die bietet ihm die Möglichkeit, losgelöst von

Zeitdruck zu arbeiten und sich nach seinen Vorstellungen

Kunden zu widmen: „Gut reicht nicht,

es muss fantastisch werden.“ Am Ziel sieht er

sich noch lange nicht. Kosmetikmeister oder

ein betriebswirtschaftliches Studium reizen ihn.

Wenn sein Gedächtnis sich entspannt hat.


HANDWERKSINTERESSEN :: POLITIK

ZDH IN KÜRZE

Keine weiteren sozialen Wohltaten

Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands

des Deutschen Handwerks, hat die

Rentenpläne der Bundesregierung in einem

Interview mit der Bildzeitung kritisiert. Der

Eingriff in das Rentensystem sei falsch. „Wir

brauchen keine

weiteren sozialen

Wohltaten.“ Steigende

Lohnkosten

müssten sich die

Handwerker über

höhere Preise zurückholen.

„Am

Ende trifft es die

Verbraucher“, sagte der ZDH-Präsident.

Nach der aktuellen Gesetzeslage hätte der

Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung

zum Jahresbeginn von 18,9 auf 18,3

Prozent gesenkt werden müssen. Per Gesetz

versucht die Regierung, die vorgeschriebene

Senkung auszuhebeln, um Wahlgeschenke

wie die Mütterrente finanzieren zu können.

An dem Verfahren bestehen erhebliche verfassungsrechtliche

Zweifel.


HANDWERKSINTERESSEN :: NACHWUCHS

Über vier Prozent zugelegt

Die Ausbildungsvergütung ist 2013 kräftig gestiegen. Jeder

Lehrling hat durchschnittlich 761 Euro im Monat verdient.

Der Anstieg der tariflichen Ausbildungsvergütung

hält unvermindert an. 2013 legte

sie noch einmal um durchschnittlich 4,2

Prozent auf 761 Euro im Monat für das

gesamte Bundesgebiet zu. Prozentual fiel

die Erhöhung damit in West und Ost genauso

stark aus wie bereits 2012. Ein Azubi

in Westdeutschland bezog durchschnittlich

767 Euro brutto im Monat (+4,1 Prozent),

sein Kollege in Ostdeutschland 708

Euro (+5,0 Prozent) Das hat eine aktuelle

Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung

(BIBB) ergeben.

Zwischen den Ausbildungsberufen bestehen

nach wie vor erhebliche Vergütungsunterschiede.

Während etwa Maurer,

Mechatroniker (IH) oder Kaufleute für

Versicherungen und Finanzen mit über

900 Euro brutto zu den Spitzenverdienern

unter den Lehrlingen zählen, schneiden

Nachwuchsfloristen, -bäcker oder -friseure

deutlich schlechter ab.

Auch zwischen den Ausbildungsbereichen

unterscheidet sich das Niveau der

tariflichen Ausbildungsvergütung deutlich.

In Westdeutschland wurden in Industrie

und Handel eine relativ hohe durchschnittliche

Vergütung erreicht, ebenso

im Öffentlichen Dienst. Deutlich dahinter

liegen Landwirtschaft, die Freien Berufe

und das Handwerk. Wobei Lehrlinge im

Handwerk sich im vergangenen Jahr über

überdurchschnittliche Steigerungsraten

freuen konnten. In Westdeutschland stieg

ihr Salär um durchschnittlich 5,3 Prozent,

in Ostdeutschland um 7,5 Prozent.


REGIONALES AUS HAMBURG

HANDWERKSKAMMER :: HAMBURG

Unsere Themen

24 Jahresschlussversammlung

Präsident Katzer: Meisterbrief

reif für den EU-Export

22 Handwerk nach vorn gebracht

Hauptgeschäftsführer

Frank Glücklich verabschiedet

Weitere Themen

26 Glück in letzter Minute

Wie eine Schneiderin doch

noch einen Nachfolger fand

29 Bergedorfer Team bestätigt

Handwerk wählt Repräsentanten

30 Modernisierung als Option

Wirtschaftsplan 2014 in Kraft

31 Handwerksgruß aus der Küche

„So schmeckt Hamburg“-Menü

Gewerbeflächen

Ein fast perfekter

Standort

Das Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten in der Stadt

krankt an knappen Flächen. Oft müssen Handwerksbetriebe

weichen. Das Gegenkonzept heißt Handwerkerhof. Einen Vorgeschmack

bietet ein Besuch im Polsterloft von Simone Krubally.

Als sich Simone Krubally vor zehn

Jahren selbstständig machte, hielt sie

nach einem Ladengeschäft Ausschau. Für

die Laufkundschaft wollte die Raumausstattermeisterin

im Schaufenster polstern.

Die schöne Idee scheiterte an den Preisvorstellungen

der Vermieter für Räume

in entsprechender Lage. „Und in einem

Wohngebiet brauche ich kein Schaufenster“,

stellt Krubally klar.

Die Handwerkerin machte einen

Schwenk um 180 Grad: Sie mietete sich

im Elbe-Gewerbe-Zentrum ein, in den

1930er Jahren als Margarinefabrik erbaut.

Der Standort des Backsteinbaus: auf der

Peute, Elbinsel und Industriegebiet, vier

Kilometer von der Innenstadt entfernt. Der

Blick aus der 100-Quadratmeter-Werkstatt

geht auf Brachflächen und Gleise der Hafenbahn.

Ihre Firma, die Krubally passend

zum Gebäude „Polsterloft“ getauft hat,

residiert im zweiten Geschoss.

Luftbild 1:2500, DOP 20; vervielfältigt mit Zustimmung der Freien und Hansestadt Hamburg, Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung, www.geoinfo.hamburg.de

Arbeiten im Obergeschoss

Ihre Wahl hat die 44-Jährige indes nie bereut:

„Ich finde die Gegend spannend.“ Vor

allem aber überzeugen sie Konzept und Ausstattung

des Gewerbehofs – bei bezahlbaren

Mieten. Durch eine Laderampe und drei

Lastenaufzüge sind die problemlose Anlieferung

von Material und der Abtransport der

fertigen Stücke, darunter auch schon mal

ein Ecksofa, sichergestellt. Breite Türen und

Flure fügen sich ins Bild. Auf Hausverwaltung

und -technik sei Verlass, so Krubally.

Gegen eine Pauschale werden auch Fenster

gereinigt und die Elektrik gewartet.

Die Raumausstatterin, die mit einer Gesellin

und einer Aushilfe arbeitet, schätzt

nicht zuletzt die Nachbarschaft zu anderen

Handwerkern: Da gibt es den Fotografen,

die Kulissenbauer, den Tischler, den Metallbauer

und mehr. Wenn sie den Kompressor

anwirft, muss sie von ihnen keine Klagen

fürchten. „Meine Tür steht offen, jeder kann

auf einen Kaffee vorbeischauen“, erzählt sie.

Die Mieter unterstützen sich, auch Aufträge

kommen zustande. Beim Tischler habe sie

ein Sesselgestell reparieren lassen, für die Kulissenbauer

30 Sessel bezogen, sagt Krubally.

Obwohl die Handwerksmeisterin ihre

Kunden über eine gut gepflegte Homepage

und auf Antikmärkten findet und mit Parkplätzen

vor der Tür locken kann: Dasselbe

in Barmbek, in der Nähe ihres Zuhauses,

wäre noch einen Tick besser, räumt sie ein.

Lieber zentral als fern der Kunden

Mittendrin im Stadtteil: Der Handwerkerhof

Offakamp, den Senat und Handwerkskammer

Hamburg realisieren wollen

(mehr im Kasten rechts), wird diesen Vorzug

aufweisen. Genauso wie der im Bau befindliche

Handwerkerhof Ottensen. Hier haben

16 Betriebe die Initiative ergriffen. Für

Lautenbauer Kai Schupp, der einer davon

ist, kommt die Eröffnung voraussichtlich

im Oktober 2014 fast schon zu spät. Die

Räume der Werkstattgemeinschaft, der er

angehört, wurden zum Juni gekündigt. Das

nach der HafenCity größte Stadtentwicklungsprojekt

Hamburgs, die Neue Mitte

Altona, fordert seinen Tribut ...


HANDWERKSKAMMER :: HAMBURG

Gute Wünsche der

zahlreichen Gäste

und Blumen vom

Präsidenten gab es

bei der offiziellen

Verabschiedung für

Frank Glücklich.

Auf der Jahresschlussversammlung

(Foto

li.) hatte Josef Katzer

(li.) ihm bereits

die Medaille für

besondere Verdienste

um das Handwerk in

Gold der Handwerkskammer

Hamburg

verliehen.

Verabschiedung von Hauptgeschäftsführer Frank Glücklich aus dem Amt

Hamburger Handwerk nach vorn gebracht

Wie hoch die Wertschätzung ist, die Frank Glücklich für sein Wirken im Handwerk genießt, zeigte sich

noch einmal bei seiner Verabschiedung aus dem Amt des Hauptgeschäftsführers der Handwerkskammer

Hamburg – in Reden, Ehrungen und durch eine illustre Gästeschar.

Der Handwerker im Blaumann

wischt sich den Schweiß von der

Stirn. Nach 3.650 Tagen im Einsatz

ist die Arbeit für ihn geschafft. 100 Prozent

hat er gegeben – für das Hamburger

Handwerk: Die Collage aus einem Motiv

der Imagekampagne und Frank Glücklich

brachte humorvoll die Anerkennung auf

den Punkt, die Hamburgs Erster Bürgermeister

Olaf Scholz und Kammerpräsident

Josef Katzer dem Hauptgeschäftsführer bei

seiner offiziellen Verabschiedung am 15.

Januar in der Handwerkskammer zollten.

Zum Jahreswechsel hat sein langjähriger

Stellvertreter, Henning Albers, die Leitung

des Hauses übernommen.

Als „strategischen Reformer, der mit

Geduld und Enthusiasmus den positiven

Wandel des Handwerks in der Stadt gefördert

hat“, charakterisierte Katzer den

65-jährigen Glücklich vor über 300 Gästen

aus Handwerk, Politik und vielen der

Kammer verbundenen Institutionen. In

seiner zehnjährigen Amtszeit habe dieser

mit der Realisierung des Elbcampus im

Bildungsbereich einen Meilenstein gesetzt.

Von der Modernisierung der Kammer über

die Imagekampagne und Initiativen zur

Fachkräftesicherung bis zum Masterplan

Handwerk 2020 – Glücklichs Kompetenz

lag darin, Chancen zu erkennen und Innovationen

erfolgreich auf den Weg zu

bringen, sagte Katzer. Sein Anspruch sei

gewesen, „etwas für das Handwerk und

die Stadt zu bewegen“.

Eine glückliche Ära

Hier knüpfte Bürgermeister Olaf Scholz an:

Das Handwerk spiele eine tragende Rolle für

die Prosperität Hamburgs und sei prägend

für die gesellschaftliche Moral. „Es wird

uns allen nützen, wenn wir dem Handwerk

Gutes tun.“ Wohl auch in diesem Sinne

nannte Scholz die Jahre unter Glücklich eine

„glückliche Ära“ der Handwerkskammer.

Eine Einschätzung, die auf Gegenseitigkeit

beruht: Glücklich zeigte sich dankbar für

seine Zeit in der „besten Kammer der Welt“,

wie er aus Verbundenheit und in Anlehnung

an eine gängige Hamburg-Umschreibung

formulierte. Mitarbeitern und Ehrenamtlern

galt der Dank, vor allem aber auch Präsident

Katzer für dessen „Standfestigkeit im

Modernisierungskurs“.

Dass Frank Glücklich sich weit über

Hamburg hinaus um das Handwerk verdient

gemacht hat, bewies die Ehrung

durch Gäste aus Polen: Der Präsident der

Handwerkskammer Gdansk, Wieslaw Szajda,

und Hauptgeschäftsführer Dariusz Gobis

zeichneten ihn mit der Jan-Kilinski-Platinmedaille

des polnischen Handwerks aus.

Was zu einem gelungenen Abschied dann

noch fehlte, war eine Konditortorte, verziert

mit einem Sofa für den Ruhestand – und

freigegeben zum sofortigen Verzehr.


HANDWERKSKAMMER :: HAMBURG

HANDWERKSKAMMER :: HAMBURG

Alles, was das Handwerk bewegt,

in 90 Minuten: Präsident Josef

Katzer (li.) und Wirtschaftssenator

Frank Horch (unten)

versorgten die Gäste mit reichlich

Gesprächsstoff.

Zwei Tage vor dem Amtsantritt: Hans Peter Wollseifer

(re.), neuer Präsident des Zentralverbands des Deutschen

Handwerks, knüpfte Hamburg-Kontakte, hier

im Gespräch mit Bürgermeister Olaf Scholz und der

Landesvorsitzenden der Grünen, Katharina Fegebank.

Mit der Silbernen Verdienstmedaille der Kammer zeichnete

Vizepräsident Hjalmar Stemmann (li.) den stellvertretenden

Obermeister der Konditoren-Innung, Peter

Stechmann, aus. Auf gleiche Weise geehrt: Ralf Klinner,

ehemals Handwerksberater und Prokurist der Volksbank.

Glücksbringer für 2014 verteilte Schornsteinfeger

Nico Kalajdziev – zur Freude von Zimmerermeister

Nils-Peter Linderoth (li.) von der Vereinigung der

rechtschaffenen fremden Zimmer- und Schieferdeckergesellen

zu Hamburg.

Fotos: Rosenau

würden bislang Anstrengungen, mit weniger

Energie auszukommen. Damit mehr Gebäude

energieeffizient saniert werden, seien

steuerliche Anreize ein Gebot der Stunde.

Dass sich etwas tut, vermeldete Wirtschaftssenator

Frank Horch vor Essen und

Ehrungen (dazu mehr oben und auf Seite

22) bei einem anderen Reizthema: „Der

Straßenzustand in Hamburg darf sich nicht

weiter verschlechtern.“ So viel Geld wie

noch nie stehe nun für Sanierungen bereit.

„Das bedeutet aber auch: viele Baustellen.“

Wenn es nach dem Handwerk geht,

braucht einem um das „fernere Gedeih‘n“

von Hammonia nicht bange zu sein, das die

Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kirche und

Gesellschaft mit der Hamburg-Hymne besangen:

Die Versammlung im Gewerbehaus

war von Zuversicht geprägt. Die Rahmenbedingungen,

die Wachstum und Dynamik

zulassen, werden mit Hilfe des Masterplans

Handwerk 2020 fortlaufend neu justiert,

lobte Katzer in diesem Zusammenhang die

Vereinbarung mit dem Senat. Für das Quäntchen

Glück, das es auch braucht, standen am

Ausgang Schornsteinfeger parat und verteilten

Talismane in schwarzer Kluft.


HANDWERKSKAMMER :: HAMBURG

HANDWERKSKAMMER :: HAMBURG

Für Gurko Arakelyan ist mit dem

eigenen Schneidergeschäft ein Traum

in Erfüllung gegangen. Sein Plus:

Er kann an langjährige Kundenbeziehungen

seiner Vorgängerin

anknüpfen.

Nachfolgesuche

Glück in letzter Minute

Fotos: Rosenau/HWK Hamburg (2); privat

Nähmaschinen, die Saummaschine und die

Bügelanlage verlangen kann.

Halb empört, halb belustigt erzählt die

Bramfelderin von zwei Männern aus dem

Umland, die nach ausgiebiger Ladenbesichtigung

an einem Sonntagnachmittag freimütig

bekannten: „So etwas machen wir alle vier

Wochen mal. Hinterher gehen mein Onkel

und ich auf die Reeperbahn.“

Langer Atem zahlt sich aus

Trotz solcher Erfahrungen bleibt Marlis

Müller am Ball. Sie schreibt ans Hamburger

Abendblatt, das Wochenblatt und im

Oktober 2013 auch ans NordHandwerk:

„Vielleicht können Sie mir mit einem redaktionellen

Bericht etwas Schützenhilfe

geben.“ Aber als der Redakteur bei ihr

nachfragt, ist ihr Problem just gelöst.

Endlich der erhoffte Treffer! Innerhalb

einer Woche hat der letzte Versuch, einen

ernsthaften Interessenten für die Änderungsschneiderei

zu finden, zum Erfolg

geführt. Eher widerstrebend war Marlis

Müller dem Vorschlag ihres Sohnes gefolgt

Genäht wird nur noch für den Privatgebrauch: Eine

kleine Nähmaschine hat Marlis Müller aus ihrem

Laden mit nach Hause genommen.

und hatte nach alter Schule mit Handzetteln

im Stadtteil ihr Angebot zur Betriebsübernahme

publik gemacht. Aufmerksam

wird so ein Bramfelder Textilreiniger, der

die Schneiderin persönlich kennt. Er entdeckt

den Zettel im Stammlokal von Müllers

Ehemann und stellt den Kontakt zu

Gurko Arakelyan her, einem ehemaligen

Mitarbeiter von ihm.

Der 46-jährige Familienvater stammt aus

Armenien und hat dort Schneider gelernt.

Seit 27 Jahren arbeitet er in seinem Beruf,

zuletzt in einer Hamburger Autosattlerei.

„Ein eigenes Geschäft war mein Traum.

Alle Bekannten wussten das“, schildert er

seinen Weg zur Übernahme. Es dauert nur

kurze Zeit und beide Parteien sind sich

handelseinig. Seit dem 1. Dezember 2013

läuft die Änderungswerkstatt auf Arakelyans

Namen. „Ich habe mich richtig gefreut“,

sagt Ex-Inhaberin und Neu-Ruheständlerin

Müller. Ungern wollte sie ihre Kunden im

Regen stehen lassen.

Auch in diesem Jahr stehen zirka 500

Handwerksbetriebe in Hamburg vor der

Übergabe. Marlis Müller hat die Fallstricke

kennengelernt.Vor allem eines sollte man

aus ihrer Sicht beachten:„Die Leute unterschätzen

die Zeit, die so was braucht.“


HANDWERKSKAMMER :: HAMBURG

HANDWERKSKAMMER :: HAMBURG

:: FORTBILDUNG

VZ = Vollzeit, TZ = Teilzeit

WE = Wochenende

Hwk-Karte = Handwerkskarte

CAD – Computer Aided Design

• CAD-Fachkraft 3-D, VZ,

10.–21.2.2014, 480 U-Std., Mo–Fr,

9–15.15 Uhr, 4.902 € mit Hwk-Karte,

5.160 € ohne.

Friseure und Kosmetik

• Langhaar-Hochsteckfrisuren,

VZ, 24. + 25.2.2014, 16 U-Std.,

Mo + Di, 9–16.15 Uhr, 237,50 € mit

Hwk-Karte, 250 € ohne.

Gesundheitswesen und Arbeitsschutz

• Serviceassistent/in im Gesundheitswesen

mit Zusatzmodul:

Lern- und Sprachförderung,

VZ, 10.2.–6.6.2014, 640 U-Std.,

Mo–Fr, 8.30–15.45 Uhr,

5.097,70 € mit Hwk-Karte,

5.366 € ohne.

• Logistiker/in im Gesundheitswesen

mit Zusatzmodul: Lern- und

Sprachförderung, VZ,

17.2.–12.9.2014, 1.160 U-Std.,

Mo–Fr, 8.30–15.45 Uhr, 6.319,40 €

mit Hwk-Karte, 6.652 € ohne.

Hydraulik und Pneumatik

• Proportional-Hydraulik, VZ,

24.–26.2.2014, 24 U-Std., Mo–Mi,

8–15.15 Uhr, 484,50 € mit

Hwk-Karte, 510 € ohne.

Kaufmännische Weiterbildung

• AdA – Ausbildung der Ausbilder,

VZ, 11.–28.2.2014, 112 U-Std.,

Mo–Fr, 8–15.30 Uhr, 693,50 € mit

Hwk-Karte, 730 € ohne.

Gebäudetechnik

• Sicherheits- und Gesundheitsschutz

Koordinator, TZ,

4.–7.2.2014, 32 U-Std., Di + Do,

15.45–19 Uhr, 570 € mit Hwk-Karte,

600 € ohne.

• Grundlagen DIN V 18599, WE,

7.–22.2.2014, 40 U-Std., Fr,

13–20 Uhr, Sa, 8.30–15.30 Uhr,

722 € mit Hwk-Karte, 760 € ohne.

• Wartung an Heizungsanlagen

(Gas), WE, 7.2.–7.3.2014, 52 U-

Std., Fr, 16–20 Uhr, Sa, 8–15.15 Uhr,

663,10 € mit Hwk-Karte, 698 € ohne.

• Kundendienstmonteur (HWK),

VZ, 17.2.–3.7.2014, 750 U-Std.,

Mo–Fr, 8–15.15 Uhr, 1x Sa, 8–16 Uhr,

4.631,25 € mit Hwk-Karte,

4.875 € ohne.

• Vertiefungsseminar für Gebäudeenergieberater/innen,

VZ,

18.–19.2.2014, 16 U-Std., Di + Mi,

8.30–15.30 Uhr, 342 € mit

Hwk-Karte, 360 € ohne.

Umwelttechnik

• Sachkundelehrgang Abscheidetechnik,

VZ, 6.–8.2.2014, 20 U-Std.,

Do + Fr, 8.30–15.45 Uhr, Sa,

8.30–12 Uhr, 399 € mit Hwk-Karte,

420 € ohne.

• Fachkraft für Solartechnik (HWK),

VZ, 24.2.–28.3.2014, 200 U-Std., Mo

bis Fr, 8.30–15.30 Uhr, 1.852,50 €

mit Hwk-Karte, 1.950 € ohne.

Kunststofftechnik

• DVS-EWF-Klebpraktiker, VZ,

3.–7.2.2014, 50 U-Std., Mo–Fr,

8–18 Uhr, 1.258,75 € mit Hwk-Karte,

1.325 € ohne.

Schweißtechnik

• Internationaler Schweißfachmann

(DVS-IIW 1170), VZ,

10.2.–21.5.2014, 227 U-Std., Mo–Fr,

8–16 Uhr, 4.963,75 € mit Hwk-Karte,

5.225 € ohne.

• Schweißkonstrukteur (DVS 1181),

Grundlehrgang, VZ, 17.–21.2.2014,

40 U-Std., Mo–Fr, 8–16 Uhr, 1.235 €

mit Hwk-Karte, 1.300 € ohne.

• Internationaler Schweißpraktiker

(DVS-IIW 1170), VZ,

19.2.–21.5.2014, 140 U-Std., Mo–Fr,

8–16 Uhr, 3.781 € mit Hwk-Karte,

3.980 € ohne.

Beratung und Informationen:

Tel.: 040 35905-777,

E-Mail: weiterbildung@elbcampus.de,

Internet: www.elbcampus.de.

Bezirkshandwerksmeister-Wahl

Bilanz spricht für das

Bergedorfer Team

Die Bergedorfer Bezirksmeister haben auf

ihrer jüngsten Bezirksmeisterversammlung

ihr neues, gleichberechtigt auftretendes

Bezirkshandwerksmeister-Team gewählt.

Die Führungsspitze des Bergedorfer Handwerks

bleibt danach unverändert.

Die Bilanz des Teams um Christian

Hamburg, der formal die Position des Bezirkshandwerksmeisters

innehat, für die im

März ablaufende Amtsperiode (2009–2014)

kann sich sehen lassen: starke Auftritte des

Handwerks auf den Bergedorfer Bautagen,

eine effektive Interessenvertretung vor Ort,

hervorragende Ausbildungsleistungen der

Betriebe und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit

der Bezirksmeister. Das Interesse

an den Bezirksmeisterversammlungen ist

lebhaft – alles in allem eine beispielhafte

solide Basisarbeit. Das Motto: „Gemeinsamkeit

macht stark – wir leben das hier in

Ein Angebot nur für gewerbliche Kunden:

EIN BOXER IN

NULL KOMMA NIX

FINANZIERUNG

€ 259,25 mtl. *

Laufzeit: 60 Monate

Fahrzeugpreis brutto: € 18.510,45

Anzahlung (= 19 % MwSt.): € 2.955,45

Nettokreditbetrag: € 15.555,–

Summe aller Zahlungen: € 18.510,45

Das alte ist auch das neue: das Bergedorfer Team der Bezirkshandwerksmeister, hier im Spiegelsaal des

Bergedorfer Rathauses (von links): Sönke Burwieck, Karsten Sommer und Christian Hamburg.

Bergedorf“, so Christian Hamburg, Malerund

Raumausstattermeister aus Altengamme,

Sönke Burwieck, Tischlermeister aus Kirchwerder,

und Karsten Sommer, Glasermeister

aus Bergedorf, nach ihrer Wiederwahl. „ Wir

werden diese erfolgreiche Arbeit, die uns

dank der Hilfe und organisatorischen Unterstützung

durch die Bergedorfer Zweigstelle

der Kammer so gut gelingt, weiterhin

fortsetzen.“


HANDWERKSKAMMER :: HAMBURG

HANDWERKSKAMMER :: HAMBURG

:: AMTLICHES

Vollversammlungswahl

Wahlleiter beruft Wahlausschuss

E-Mobilität im Handwerk

Finanzierung, Technik und

Fahrpraxis für Einsteiger

„So schmeckt Hamburg“

Handwerksgruß aus der Küche

Gemäß § 2 Absatz 1 der Wahlordnung für die

Wahlen der Mitglieder der Vollversammlung der

Handwerkskammern hat der vom Vorstand bestellte

Wahlleiter für die Wahl 2014, Herr Notar

Dr. Rolf-Hermann Henniges, aus der Zahl der

Wahlberechtigten 4 Beisitzer und 4 stellvertretende

Beisitzer in den Wahlausschuss berufen:

Aus dem Kreis der Selbstständigen wurden berufen:

• Yvonne Seifert-Dreyer (Beisitzerin)

• Peter Reimer (Beisitzer)

• Caroline Oberländer (stellvertretende Beisitzerin)

• Mathias Tödtmann (stellvertretender Beisitzer)

Aus dem Kreis der Arbeitnehmer wurden berufen:

• Oliver Rackwitz (Beisitzer)

• Arne Steinfeldt (Beisitzer)

• Roland Karp (stellvertretender Beisitzer)

• Eric Pörnbacher (stellvertretender Beisitzer)

Der Wahlausschuss entscheidet in öffentlicher

Sitzung über die Zulassung der beim Wahlleiter

eingereichten Wahlvorschlagslisten. Insoweit wird

auf den Wahlaufruf des Wahlleiters im NordHandwerk

11/2013 verwiesen.

Zum Schriftführer des Wahlausschusses wurde der

Justiziar der Kammer, Assessor Jens Kreft, bestellt.

Handwerkskammer Hamburg

Alle Bekanntmachungen im Zusammenhang

mit der Wahl der Mitglieder zur Vollversammlung

2014 erfolgen nicht nur im NordHandwerk, sondern

satzungsgemäß auch auf der Homepage der

Handwerkskammer Hamburg unter der Rubrik

Rechtsgrundlagen – Amtliche Bekanntmachungen

der Handwerkskammer Hamburg.

Über 100 Handwerksbetriebe sind von

der umweltfreundlichen Antriebstechnologie

schon überzeugt. Sie haben bis Ende

2013 Absichtserklärungen zum Kauf von

insgesamt 428 Elektro-Transportern und

-Pkw abgegeben. Damit hat die Initiative

„1.000 Elektrofahrzeuge für das Hamburger

Handwerk“ schon fast die halbe Strecke

zum Ziel geschafft. Wer noch Rat benötigt,

welches E-Mobil für seinen Betrieb

das richtige ist und wie es sich finanzieren

lässt, erhält Informationen bei einer Veranstaltungsreihe,

die die Handwerkskammer

gemeinsam mit der Hamburger Sparkasse

ausrichtet. Dort besteht auch die Möglichkeit

zu Probefahrten. Die nächsten Termine:

• Dienstag, 18. Februar 2014, 12.00 bis

13.30 Uhr, Haspa Firmenkunden-Center-

Süd, Veritaskai 3, Harburg;

• Donnerstag, 20. März 2014, 12.00 bis

13.30 Uhr, Haspa Firmenkundencenter

Nord-Ost, Dorfwinkel 8, Volksdorf.


HANDWERKSKAMMER :: HAMBURG

HANDWERKSKAMMER :: HAMBURG

:: GLÜCKWUNSCH

25-jähriges Bestehen

• Gernold Mohr, Raumausstatterbetrieb,

Nebendahlstr. 3,

22041 Hamburg

• Torsten Grönwoldt, Schuhmacherbetrieb,

Kampstr. 18, 20357 Hamburg

• Thomas Peters Fotografie,

Usedomstr. 7–9, 22047 Hamburg

1oo Jahre Gizzi & Westphal Naturstein GmbH

Gedächtniskirche als Referenzobjekt

An der Gründung waren drei italienische Terrazzohersteller beteiligt. Die

Kompetenz für Terrazzo, Kalkstein und Co. zeichnet die Gizzi & Westphal

Naturstein GmbH auch im 100. Jahr des Bestehens noch aus.

Arbeitsjubiläum: 40 Jahre

• Renate Engellenner, kaufmännische

Angestellte,

• Michael Körber, Kfz-Mechaniker,

• Reinhold Kühn, Serviceberater,

sowie

• Hans-Dieter Moser, Lagerist,

alle: Ernst Dello GmbH & Co. KG,

Nedderfeld 91, 22529 Hamburg.

• Bernd Hein, Teiledienstmitarbeiter,

Volkswagen Automobile Hamburg

GmbH, Fruchtallee 53,

20259 Hamburg.

• Norbert Naatz und

• Dietmar Walkerling, Bayerische

Motoren Werke Aktiengesellschaft,

Niederlassung Hamburg,

Offakamp 10–20, 22529 Hamburg

Arbeitsjubiläum: 20 Jahre

• Axel Mardfeldt, Ersatzteillagerleiter,

Friedrich E. Barthels Nachf.

Glockzin KG (GmbH & Co.), Gerhard-Falk-Str.

1, 21035 Hamburg

Die Handwerkskammer Hamburg

gratuliert herzlich und wünscht den

Jubilaren für die Zukunft alle Gute. Existenzgründung

Förderung für Existenzgründer in Hamburg.

Do. 19. Juni | 17:30 - 19:00 Uhr

> Innovation

Förderung für innovative Vorhaben in Hamburg.

Do. 17. Juli | 17:30 - 19:00 Uhr

> Innovative Gründung

Förderung für innovative Gründungsvorhaben in Hamburg.

ANMELDUNG: ifb-bc-infoabend@ifbhh.de

Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Infos: www.ifbhh.de

Wir fördern Hamburgs Zukunft

Eingerüstet für neuen Halt: Die Restaurierung der

Turmruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in

Berlin ist ein aktuelles Gizzi-&-Westphal-Projekt.

mit drei italienischen „Terrazieri“, also

Terrazzoherstellern, einem Steinmetzen,

einem Kaufmann und einigen Bauleuten.

Max Gizzi, Enkel des Gründers und

heute einer der beiden geschäftsführenden

Gesellschafter, trat 1970 ein. Die GmbH

entstand 2007 durch den Zusammenschluss

des Hamburger Terrazzoherstellers und

Kaufmanns mit dem Berliner Steinmetzen

und Diplom-Restaurator Andreas

Westphal. Das technische Büro befindet

sich in Woltersdorf bei Berlin. Das

Leis-tungsspektrum reicht vom Bauingenieurwesen

über Denkmalpflege bis zu

Steinmetzarbeiten, von Fußböden und

Balustraden bis zu Freitreppen.


HANDWERKSKAMMER :: HAMBURG

Glaskunst von Carl Otto Czeschka

Auch der Schmied ist zurück

- 7 -

Kehrbesen, Zange und zünftige Kluft weisen 13. die Töpfer/Ofenbauer Männer als Handwerker und Schornsteinfeger

ihres

Fachs aus: Drei weitere Jugendstil-Fenster aus dem Zyklus „Die Handwerke“

14. Tiefbauunternehmer, Steinhauer/ Steinsetzer

von Carl Otto Czeschka sind in den großen Saal der Kammer zurückgekehrt.

15. Bauhütte zu Hamburg (Zimmermann und Maurer)

Aufmerksamen Gästen bei

der Jahresschlussversammlung

dürfte es nicht entgangen

sein: Das Kunstwerk

wächst – in Etappen.

Erfolgte vor Jahresfrist der

Einbau des ersten Dreierelements,

sind jetzt drei

weitere der 15 Bleiglasfenster

rekonstruiert. Eigens

für die Fensterfront

des Gewerbehauses, die

heutige Handwerkskammer

Hamburg, schuf der

Jugendstil-Künstler Carl

Otto Czeschka 1914/15

den Zyklus „Die Handwerke“.

In den Bombennächten

des Jahres 1943

zersplitterten die Originalfenster. Die Vorlagen

aber sind komplett erhalten geblieben.

Rechts und links von zugehörigen

Werkzeugen und Werkstücken postierte

Czeschka je einen Handwerker, der sein

Gewerk repräsentiert. Auf den neuen, an

ihrem ursprünglichen Platz eingebauten

Fenstern sind dies Schornsteinfeger und

Töpfer, Schmied und Kupferschmied sowie

Maschinenbauer und Schlosser. Schon

vergessene Werkzeuge wie Schneidschluppe

und Schultereisen sind zu sehen, aber auch

Schmiedehammer und Zahnrad.

Nicht länger nur Entwurf: Töpfer

und Schornsteinfeger sind als

Glaskunst wiedererstanden.

Etwa drei Wochen benötigen

Corinna und

Manuela Hempel vom

Glaskunst-Atelier Hempel

in Curslack, um mit

feinem Pinselstrich und

Glasschneider ein Fenster

wiedererstehen zu lassen.

Finanziell ermöglicht haben

die Rekonstruktion

die Schornsteinfeger- und

die Metall-Innung, die

Landesinnung der Elektrohandwerke

Hamburg

sowie die Firma Kliewe.

Geschäftsführer Thomas

Kliewe ist Obermeister

der Innung für das Kupferschmiedehandwerk,

den

Apparate- und Rohrleitungsbau. Wenn die

Rekonstruktion in diesem Tempo weiter

voranschreitet, könnte sich die Hoffnung von

Kammerpräsident Josef Katzer erfüllen: dass

die Glaskunst Czeschkas bis zum 100-jährigen

Bestehen des Gewerbehauses im Jahr

2017 komplett erneuert ist. Es liegt in der

Hand des Hamburger Handwerks.


REGIONALES AUS SCHWERIN / MECKLENBURG-VORPOMMERN

HANDWERKSKAMMER :: SCHWERIN

Unsere Themen

Tag der offenen Tür 2014

22 Chefkonferenz 2014

Wie kommt man beim Kunden

heute gut an? Bewährte und

neue Wege zeigt die Chefkonferenz

am 26. Februar.

26 Wichtiger Anschluss

Wirtschaft setzt sich für

Lückenschluss der A 14

zwischen Schwerin und

Magdeburg ein.

Weitere Themen

24 Leuchttürme gesucht

Das Wirtschaftsministerium

und die Kammern suchen die

besten Unternehmer 2014.

28 Deutschlands Bester

Handwerkskammer gratuliert

Bundessieger und Ausbildungsbetrieb

in Hagenow.

34 MV setzt die Segel

Handwerker aus dem Land

stellen erstmals auf der

Beach & Boat in Leipzig aus.

www.facebook.com/

hwkschwerin

twitter.com/

HWK_Schwerin

Foto: Fotolia Foto: Gansen

Handwerk ist

Besuchermagnet

Dass der Tag der offenen Tür im Bildungszentrum der

Handwerkskammer die wichtigste Nachwuchsplattform

für das Handwerk in der Region ist, hat sich am 18. Januar

erneut bewiesen. Mehr als 2.000 Besucher kamen, um das

Handwerk und seine Berufe aus nächster Nähe zu erleben.

Am 18. Januar öffneten sich die

Türen im Bildungszentrum der

Handwerkskammer Schwerin zum größten

Berufsausbildungstag des Handwerks

der Region. Über 2.000 Besucher erlebten

ein vielseitiges Programm mit Information

und Unterhaltung für die ganze Familie.

Mehr als 50 Aussteller zeigten an ihren

Ständen oder in den Werkstätten ihr Handwerk,

boten Beratung zur Berufsausbildung

oder freie Ausbildungsplätze für 2014 an.

Die Agentur für Arbeit, Kreishandwerkerschaften,

Feuerwehr und Bundeswehr

und vor allem eine Vielzahl von Handwerksbetrieben

und Partnern des Handwerks

machten es möglich, dass eine große

Bandbreite beruflicher Möglichkeiten im

Handwerk präsentiert wurde. In großer

Zahl nutzten Familien den Tag, um sich

zu informieren und das Angebot an freien

Lehrstellen zu sichten. An den Ständen der

Betriebe ergaben sich viele Gesprächsmöglichkeiten

mit interessierten Jugendlichen.

Apple iPad Air als Hauptgewinn

Handwerk hautnah erlebten Schülerinnen

und Schüler, die bei der Werkstatt-Rallye

teilnahmen. An verschiedenen Stationen

fertigten sie eigene Werkstücke, zum Beispiel

ein Spielzeugauto in der Tischlerwerkstatt,

oder sie gingen im Kfz-Bereich

auf Fehlersuche in elektronischen Bordsystemen.

Wer vier Stationen der Rallye

erfolgreich bestand, nahm darüber hinaus

am großen Gewinnspiel teil. Als Hauptpreis

gab es in diesem Jahr ein Apple iPad Air

zu gewinnen, für das die Achtklässlerin

Jeannine Meinke aus Dreschvitz glücklich

das große Los zog. Die Preise für die Verlosung

wurden von der Handwerkskammer

Schwerin, der Innungskrankenkasse (IKK)

Nord, der Inter Versicherungen, der VR

Bank eG Schwerin und vom Versorgungswerk

des Handwerks im Kammerbezirk

Schwerin zur Verfügung gestellt.

Der Tag der offenen Tür hat mittlerweile

regelrechte „Stammgäste“, die jedes

Jahr wiederkommen. Vor allem Familien

mit mehreren Kindern in verschiedenen

Altersstufen kommen seit Jahren immer

wieder. Die Mütter feilen, sägen und löten

dabei mit der gleichen Begeisterung wie

die Väter. Am Tag der offenen Tür wurden

bereits 170 freie Ausbildungsplätze

für 2014 angeboten. Wer noch nicht wusste,

wo seine Stärken liegen und welcher

Beruf zu ihm passt, konnte sich zunächst

individuell beraten lassen. Auch über die

Karrierechancen und Weiterbildungsmöglichkeiten

nach der Ausbildung.


HANDWERKSKAMMER :: SCHWERIN

Chefkonferenz 2014

Fax oder Facebook?

Im Bildungszentrum der Handwerkskammer

Schwerin wird am

26. Februar die inzwischen achte Chefkonferenz

für Unternehmer aus Handwerk

und Mittelstand ausgerichtet. Einmal

im Jahr werden unter diesem Titel

Fachvorträge und Workshops zu einem

Themenschwerpunkt gebündelt und als

ganztägige Konferenz angeboten. Das

Spektrum reicht dabei von Grundlagenvorträgen

über Praxis-Workshops bis hin

zum unterhaltsamen Abschluss mit einem

Comedy-Programm. In diesem Jahr steht

die Kommunikation mit den Kunden im

Mittelpunkt. Alle reden von Facebook,

Twitter und Co. – aber was haben diese

neuen Kommunikationskanäle mit den

Betrieben zu tun? Was erwarten zukünftige

Kunden von ihrem Handwerker?

Das Plus: Kunden gewinnen mit

Beratungskompetenz

Parallel zum Konferenzprogramm wird

auch in diesem Jahr wieder ein spezielles

Schulungsseminar angeboten, zu dem Betriebsinhaber

und Chefs ihre Mitarbeiter

anmelden können. In diesem Jahr kommt

dabei das Programm „Haus sanieren –

profitieren“ zum Zug. Dazu werden ein

Grundlagenlehrgang am Vormittag und

zwei vertiefende Fachlehrgänge am Nachmittag

angeboten, in denen die „Schwachstellenproblematik“

bei Sanierungen im

Hausbereich sowie die aktuelle Fördersituation

im Sanierungsbereich erläutert

werden.

Programm mit Wahlmöglichkeiten

Nach der Eröffnung der Chefkonferenz

durch Kammerpräsident Peter Günther

Volker Geyer ist Geschäftsführer einer Malerfirma in

Wiesbaden und aktiver „Facebooker“.

startet das Programm mit dem E-Business-

Experten Tim Cole, der deutlich machen

wird, „dass das Internet erst der Anfang

war“. Bei Social-Media-Beraterin Anna-

Lena Radünz geht es dann um konkrete

Strategien für das eigene Business.

Am Nachmittag stehen zwei Vortragsblöcke

zur Wahl, unter anderem mit Volker

Geyer. Der Inhaber einer Malerfirma

nutzt die sozialen Netzwerke seit Jahren für

den eigenen Betrieb und gibt sein Praxis-

Know-how jetzt auch in Vorträgen weiter.

Mit Rechtsanwalt Thomas Schwenke

kann man sich ergänzend sachkundig machen

über die rechtlichen Fallstricke, die

überall im Netz lauern.

Zum Abschluss wird es gewohnt humoristisch.

Kabarettist Frank Fischer nimmt

die skypende, twitternde und chattende

Gesellschaft aufs Korn und stellt die Frage,

ob die moderne Technik die Kommunikation

wirklich einfacher macht.


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11/6/2012 11:29:01 AM

HANDWERKSKAMMER :: SCHWERIN

HANDWERKSKAMMER :: SCHWERIN

WWW.HANDWERK.DE

Liebe Männer,

Handwerk liegt

nicht in den Genen,

sondern im Blut.

Von wegen schwaches Geschlecht. Im modernen

Handwerk spielen Frauen schon längst ihre Stärken

aus. In den über 130 Handwerksberufen haben

sie die gleichen Karrieremöglichkeiten wie Männer.

Der Anteil weiblicher Meisterinnen steigt stetig

an und schon jeder fünfte Handwerksbetrieb wird

von einer Frau geführt. Hut ab. Oder Bäckermütze.

Oder Schweißerhelm.

Girls’ Day 2014

Freie Plätze

online melden

Am 27. März ist überall in Deutschland

Girls’ Day. Der Mädchen-Zukunftstag wird

bundesweit zum 14. Mal durchgeführt.

Ziel ist es, dass Schülerinnen in Werkstätten

bzw. an traditionell eher männlich

besetzten Arbeitsplätzen aktiv werden und

entgegen gängiger Vorurteile und Klischees

ihre vielleicht vorhandene Neigung für

Technik entdecken können. Betriebe können

sich mit dem Girls’ Day daher wichtige

und zusätzliche Personalressourcen für die

Zukunft erschließen.

Unternehmen und Betriebe, die am

Girls’ Day teilnehmen und Plätze für Mädchen

anbieten möchten, können sich ab

sofort auf der Internetseite www.girlsdaymv.de

eintragen. Für die Registrierung

steht ein zentrales Onlineformular zur

Verfügung. Über diese Internetplattform

erfolgt auch die Anmeldung der Schülerinnen.

Die jeweiligen Angebote der

Betriebe werden für alle Interessierten

auf einer Aktionslandkarte sichtbar und je

nach gewählter Option melden sich die

Mädchen online oder telefonisch direkt

bei den Unternehmen an.


HANDWERKSKAMMER :: SCHWERIN

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Ausschreibung der Handwerkskammer Schwerin

Ausstattung für E-Mobilität

:: AMTLICHES

Termine für die Anmeldungen zu den

Sommer-Gesellenprüfungen 2014

A 14 Schwerin–Magdeburg

Wirtschaft braucht Anschluss

Die Handwerkskammer Schwerin unterstützt die Initiave „Wachstumsachse A 14“ für die Westmecklenburger

Wirtschaft. Diese will die Fertigstellung der überregionalen Verkehrsachse vorantreiben und sich daraus

ergebende Entwicklungschancen für die Region optimal nutzbar machen.

Bereits im ersten Landesraumentwicklungsprogramm

für Mecklenburg-Vorpommern

wurde 1993 die

überregionale Entwicklungsachse Skan-

dinavien-Wismar-Schwerin-Ludwigslust-

Magdeburg/Hannover zur wirtschaftlichen

Stärkung der Standorte im Achsenkorridor

festgeschrieben. Die E 55 verlängert die

Verkehrsachse bis nach Prag, während die

A 14 und die A 9 die direkte Route nach

München darstellen.

Als Osttangente der Metropolregion

Hamburg in den Süden erhält die Autobahn

eine herausragende Bedeutung

auch für den internationalen Warenverkehr.

Darüber hinaus fungiert die Verkehrsachse

als leistungsstarke Hinterlandanbindung der

deutschen Ostseehäfen. Mit Blick auf die

feste Fehmarnbelt-Querung, die zeitgleich

mit der Fertigstellung des Lückenschlusses

der A 14 in Betrieb gehen soll, ergeben

sich zusätzlich neue wichtige Entwicklungsperspektiven

für die Gesamtregion.

Logistische Drehscheibe

Die A 14 komplementiert die überregionale

Straßenanbindung Westmecklenburgs

durch die Ost-West-Magistralen

A 24 und A 20 sowie die Nord-Süd-Achse

A 1. Gleichzeitig stellen die Seehäfen in

Wismar und Hamburg sowie die Ostseezugänge

in Lübeck und Rostock logistische

Angelpunkte mit direkter Anbindung nach

Westmecklenburg dar.

Gewerbestandorte an Autobahnen

begehrt

„Der Ausbau des Verkehrsinfrastrukturnetzes

ist eine der wirksamsten Maßnahmen

der Wirtschaftsförderung, die Politik

leisten kann“, sagt Edgar Hummelsheim,

Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

Schwerin, die sich gemeinsam

mit der IHK zu Schwerin und den Wirtschaftskammern

in Magdeburg für die Initiative

stark machen will. Erreichbarkeit

durch gute Verkehrswegeinfrastruktur sei

ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen.

Allein in der Region Westmecklenburg

sind zahlreiche Wirtschaftsstandorte entlang

von Autobahnen, wie z. B. Wismar,

Schönberg, Lüdersdorf und Upahl, als

wettbewerbsfähige Unternehmensstandorte

entwickelt worden. Viele Gemeinden

in Westmecklenburg haben entlang der

A 14 bereits weitere Industrie- und Gewerbestandorte

erschlossen.

Gesellschaftlicher Rückhalt

Aufgrund einer Klage des Bundes für

Umwelt und Naturschutz (BUND) gegen

den Weiterbau der A 14 nördlich

von Magdeburg wird mit einer weiteren

Verzögerung bis zu einem Jahr gerechnet,

da vom Gericht bestätigte Planungsfehler

nachgebessert werden müssen. Dies steht

im Gegensatz zur Auffassung vieler Bürger,

denn allein fünf Bürgeraktionen aus

Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg

und Sachsen-Anhalt stützen sich auf

71.163 Unterschriften von Bürgern der

Region, die den Bau dieses Autobahnprojektes

gefordert haben.

„Mit dem Autobahnprojekt A 14 von

Magdeburg nach Schwerin verbinden

sich die berechtigten Erwartungen für

neue Arbeitsplätze, eine bessere Lebensqualität,

verbesserten Umweltschutz und

Verkehrssicherheit für die Einwohner der

Gesamtregion“, so Hummelsheim.


HANDWERKSKAMMER :: SCHWERIN

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Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks

Den Besten ausgebildet

:: GLÜCKWUNSCH

Meisterjubiläen Februar 2014

Schornsteinfeger-Innung M-V

Im Wandel

Arvid Speßhardt wurde beim jüngsten Leistungswettbewerb des Handwerks

als bester Dachdecker Deutschlands gekürt. Dazu ausgebildet hat

ihn die Dachdeckerei Benzien aus Hagenow. Handwerkskammerpräsident

Peter Günther besuchte den Betrieb, um dem Siegerteam zu gratulieren.

Kammerpräsident Peter Günther, Arvid Speßhardt, Ausbildungsberaterin Astrid Treue, Holger Benzien und

Hauptgeschäftsführer Edgar Hummelsheim (v. li.).

Wo ein guter Ausbildungsbetrieb

und ein hochmotivierter Jugendlicher

zusammentreffen, können Höchstleistungen

entstehen. Ein sehr gutes Beispiel

dafür haben kürzlich der junge Dachdecker

Arvid Speßhardt und die Dachdeckerei

Benzien in Hagenow geliefert. Der

21-jährige Arvid schaffte es im Leistungswettbewerb

des deutschen Handwerks auf

Bundesebene auf Platz 1.

Arvids Leidenschaft für das Handwerk

wurde durch diverse bezahlte Praktika in

den Schulferien geweckt. Nach der zwölften

Klasse verließ er das Gymnasium, weil

ihn nichts mehr auf der Schulbank hielt.

Dachdeckermeister Holger Benzien, der

den vom Vater 1977 begründeten Betrieb

gemeinsam mit seinem Bruder führt, nahm

ihn gerne in die Lehre.

Nicht nur die Praxis, sondern auch die

Theorie meisterte Arvid mit links. In der

Berufsschule war er manchmal unterfordert,

fand aber einen guten Ausgleich darin,

leistungsschwächeren Kollegen auf die

Sprünge zu helfen. Kein Wunder, dass nicht

nur die Lehre, sondern auch die Prüfung

wie am Schnürchen lief. Prüfungsbester

der Kreishandwerkerschaft Schwerin, Landessieger

und schließlich Bundessieger

im Leistungswettbewerb waren die von

zahlreichen Ehrungen begleiteten Folgen.

Noch höher hinauf

Damit ist für Arvid aber noch längst nicht

die höchste Stufe erreicht. Im November

geht es zur Berufsweltmeisterschaft der

Dachdecker nach Rumänien. Ebenfalls ab

Herbst wird er auch wieder die Schulbank

drücken und zwar für die Meisterausbildung.

Die durch den Sieg im Leistungswettbewerb

erlangten Mittel aus der Begabtenförderung

will er in seine Zukunft

als selbstständiger Handwerksmeis ter investieren,

die seine Laufbahn später einmal

krönen soll.

Holger Benzien, dessen Betrieb die

Grundlagen für diese Erfolge gelegt hat,

ist mit Recht stolz auf das Produkt seiner

guten Ausbildungsleistung. Für den Zehn-

Mann-Betrieb gehört die Lehrausbildung

schon seit vielen Jahren zum täglichen

Betriebsalltag. In den Spitzenzeiten des

Schwerin

50

• Friseurmeisterin Ursula Holz,

Hundorf (24.2.)

Hagenow/Ludwigslust/Parchim

60

• Goldschmiedemeisterin Ingeborg

Holtfoth, Parchim (5.2.)

• Stellmachermeister Bernhard Aust,

Demen (25.2.)

50

• Orthopädieschuhmachermeister

Werner Schmicker, Hagenow-

Heide (1.2.)

• Rundfunkmechanikermeister Fritz

Schneider, Crivitz (11.2.)

• Rundfunkmechanikermeister

Dietrich Walter, Lübz (11.2.)

40

• Klempner- und Installateurmeister

Edgar Schröter, Grabow (19.2.)

Nordwestmecklenburg/Wismar

60

• Maschinenbauermeister Edmund

Carlsson, Nesow (9.2.)

• Maschinenbauermeister Friedrich

Rollmann, Rehna (9.2.)

40

• Elektroinstallateurmeister Wolfgang

Lembck, Gadebusch (5.2.)


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:: FORTBILDUNG

Kaufmännisch-rechtliche Fortbildung

• Online-Marketing (40 Stunden) –

20.2.2014 bis 10.4.2014

• Online-Marketing (40 Stunden) –

25.2.2014 bis 22.4.2014

• Grundlagen der Volkswirtschaft –

21.2./14.3.2014

• Persönlichkeitsentwicklung –

7.3./8.3.2014

• Grundlagen der Lohn- und

Gehaltsabrechnung –

ab 3.3.2014 (4 Unterrichtstage)

• Lohnbuchhaltung mit

Computerunterstützung –

ab 10.3.2014 (4 Unterrichtstage)

In Vorbereitung

• „Kaufmännischer Fachwirt

(HWK)“ – ab 25.4.2014

• „Betriebliche Buchführung“ –

2.4.2014 bis 25.6.2014

(einmal wöchentlich)

• Gründungsalternative: Beteiligen

oder Gründen? – 12.3.2014

• Betriebsübergabe erfolgreich

gestalten – 13.3.2014

• NEU: Geprüfter Betriebswirt nach

Handwerksordnung – ab 5.9.2014

Informationsveranstaltungen

• Die personenbedingte Kündigung

– 18.2.2014 (Seminarort:

Handwerkskammer Schwerin)

• Steueränderung zum 1.1.2014 –

20.2.2014 (Seminarort: IHK zu

Schwerin)

• Arbeitsrecht für Arbeitgeber. Was

ändert sich nach der Bundeswahl?

– 27.2.2014 (Seminarort: Handwerkskammer

Schwerin)

• Erleichterung der Unternehmenssanierung

– 5.3.2014 (Seminarort:

IHK zu Schwerin)

Sprachlehrgänge

• Verhandlungssicheres Englisch

(100 Stunden) – April 2014

• Englisch für Anfänger (100 Stunden) –

April 2014

• Englisch für Fortgeschrittene

(100 Stunden) – April 2014

• Englisch für Anfänger(70 Stunden) in

Güstrow – 6.3.2014 bis 26.6.2013

Der Unterricht findet 1x wöchentlich statt.

Studiengang „Betriebswirt (HWK)“

Weitere Module Kurs 26:

• Modul R5: Rechtliche Gestaltung des

Betriebes – 21.2./22.2.2014

• Modul F5: Kostenmanagement –

7.3./8.3.2014:

Information und Anmeldung:

Christiane Vorpahl, Tel.: 0385 6435-130

Meisterausbildung Teile III und IV

• Teil III/IV in Wismar (Teilzeit) –

21.2.2014 bis 25.10.2014

• Teil III/IV in Güstrow (Teilzeit) –

14.3.2014 bis 21.1.2015

• Teil III/IV in Schwerin (Vollzeit) –

19.8.2014 bis 21.10.2014

• Teil III/IV in Schwerin (Vollzeit) –

23.4.2014 bis 2.7.2014

• Teil IV in Schwerin (Teilzeit) –

21.3.2014 bis 21.6.2014

• Teil III/IV in Schwerin Teilzeit –

28.3.2014 bis 28.2.2015

• Teil III/IV in Schwerin (Teilzeit) –

7.4.2014 bis 25.2.2015

• Teil III/IV in Schwerin (Teilzeit) –

19.9.2014 bis 27.6.2015

Meisterausbildung Teile I und II

• Ofenbauer, Vollzeit/Blockunterricht –

31.3.2014 bis 29.4.2016

• Kfz- Techniker, Vollzeit –

ab 2.6.2014

• Kfz- Techniker, Vollzeit –

25.8.2014 bis 27.2.2015

• Kfz- Techniker, Teilzeit –

28.11.2014 bis 30.9.2016

• Maler und Lackierer, Teilzeit –

ab 14.11.2014

Kurse und Seminare online suchen und buchen:

(Mit diesem QR-Code gelangen Sie direkt zur Übersicht der aktuellen Kurse und Seminare des

Bildungszentrums der Handwerkskammer Schwerin und zur Online-Kursbuchung.

Mit dem Smartphone scannen und direkt zur Seite gelangen.)

• Metallbauer, Teilzeit – ab 7.11.2014

• Elektrotechniker, Vollzeit –

20.1.2014 bis 28.11.2014

• Elektrotechniker, Teilzeit –

14.3.2014 bis 22.4.2016

• Friseure, Vollzeit – ab September

Information und Anmeldung:

Bärbel Jahnke, Tel.: 0385 6435-128

Technische Fortbildung

• Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten

– 10.2. bis 21.2.2014

• Hybrid – 11.2.2014 bis 12.2.2014

• Geprüfte Fachkraft für erneuerbare

Energien – 21.2. bis 28.6.2014

Information und Anmeldung:

Annegret Ziemann, Tel.: 0385 6435-132

Schweißkursstätte

• Metallaktivschweißen,

• Lichtbogenhandschweißen

• Gasschweißen

• WIG-Schweißen

Information und Anmeldung:

Roland Pfeiffer, Tel.: 0385 6435-165.

abc-Bau M-V GmbH informiert:

Meisterausbildung Teile I und II

in Schwerin:

• Meister im Maurer- und Betonbauer-

Handwerk – 6.12.2013 bis 20.11.2015

(Einstieg noch möglich)

• Meister im Zimmerer-Handwerk

6.12.2013 bis 5.3.2016

(Einstieg noch möglich)

• Meister im Straßenbauer-Handwerk

III. Quartal 2014

• Meister im Fliesenleger-Handwerk

ab Herbst 2014

Information und Anmeldung:

abc Bau M-V GmbH, Petra Höftmann,

Tel.: 0381/809 45 18,

E-Mail: p.hoeftmann@abc-bau.de.


HANDWERKSKAMMER :: SCHWERIN

HANDWERKSKAMMER :: SCHWERIN

Aktuelle Übersicht für das Handwerk

Allgemeinverbindliche Mindestentgelte

Maler- und Lackiererhandwerk

Deutschland West

Deutschland Ost

Ungelernte

Gelernte

1.5.2013–30.4.2014 9,90 ¤ 12,15 ¤ 9,90 ¤

Bauhauptgewerbe

Deutschland West

Deutschland Ost

13. Lieferantentag in Rostock

Für kurze Wege

Wer darüber Bescheid weiß, was Unternehmen

ganz in der Nähe leisten können,

macht sich das Geschäftsleben leichter.

Man erspart sich eine aufwändige und

zeitraubende Lieferantensuche in der Ferne

und komplizierte Lieferwege. Ein- und

Ausfuhrbestimmungen und Transportrisiken

entfallen. Kurz: Unternehmen in der

Nachbarschaft machen Produktion und

Leistungen häufig einfacher, schneller und

kostengünstiger. Die geschäftliche Belebung

der Unternehmen im Land hängt auch

von der besseren Nutzung der Liefer- und

Leistungsmöglichkeiten untereinander ab.

Um dies zu fördern, lädt der Bundesverband

Materialwirtschaft, Einkauf und

Logistik gemeinsam mit den Handwerkskammern

und den IHKn im Land am

19. März 2014 zum 13. Lieferantentag

Mecklenburg-Vorpommern in die

Rostocker Stadthalle ein. Produkte und

Dienstleistungen stehen auf der Schau

im Mittelpunkt. Wirtschafsminister Harry

Glawe hat die Schirmherrschaft über den

Lieferantentag übernommen und wird ihn

um 9.00 Uhr offiziell eröffnen.

Beim Lieferantentag kommen die Aussteller

direkt mit potenziellen Geschäftspartnern

ins Gespräch. An nur einem Tag

können Absatzchancen für Produkte und

Dienstleistungen getestet werden. Wie in

den Vorjahren gibt es auch ein Rahmenprogramm

mit Fachvorträgen zu Fragen

der Materialwirtschaft und Logistik.


HANDWERKSKAMMER :: SCHWERIN

Tag der offenen Töpferei 2014

Den Profis in die Töpfe gucken

Am 8. und 9. März findet in ganz Deutschland

der mittlerweile 9. Tag der offenen

Töpferei statt. Bundesweit beteiligen sich

über 500 Werkstätten an dieser Aktion und

laden dazu ein, Töpfereien, Keramikwerkstätten,

Studios und Ateliers zu besuchen.

Besucher können an einem Tag in die

unterschiedlichsten Werkstätten hineinschauen

und einmal etwas anders als auf

den zahlreichen Keramikmärkten erleben,

wie vielfältig das Material Ton verarbeitet

wird. Interessierte haben direkt und unmittelbar

die Gelegenheit, verschiedene

Entstehungs- und Verarbeitungsprozesse zu

sehen, und können im Idealfall ihr Wissen

über und damit ihre Wertschätzung für die

handwerklichen Produkte steigern. Durch

Angebote von Zuschauen bis Mitmachen

können Handwerker ihren Besuchern die

aufwändige Herstellung handgefertigter

Keramik zeigen und eigene Versuche mit

dem Material Ton ermöglichen.

In Mecklenburg-Vorpommern beteiligt

sich eine große Zahl von Betrieben an dieser

gemeinsamen Aktion. Viele haben sich

ein Rahmenprogramm oder besondere

Aktionen ausgedacht. 92 Kurzporträts mit

Adressen, Beschreibungen und Fotos der

jeweiligen Produkte sind auf der Internetseite

www.tag-der-offenen-toepferei.de

zu finden.


REGIONALES AUS LÜBECK / SCHLESWIG-HOLSTEIN

HANDWERKSKAMMER :: LÜBECK

Unsere Themen

Konjunkturumfrage im IV. Quartal 2013

Handwerk boomt

Das Handwerk meldet Rekordergebnisse: 95 Prozent der Betriebe

geben ihre wirtschaftliche Situation als gut oder befriedigend

an. Und die Stimmung ist so gut wie seit 20 Jahren nicht mehr.

22 „Eine Investition,

die sich lohnt“

Innungsmitgliedschaft

24 Eintrittskarte für die Zukunft

Vorbereitung auf die externe

Gesellenprüfung

Weitere Themen

26 Gespür für Unternehmensführung

Technische Betriebswirte

27 Engagiert im Handwerk

Neue Obermeister vorgestellt

29 „Energetisch Bauen

und Sanieren“

Fachtagung

30 Für eine gute Zukunft des

Handwerks im Norden

Fachkräfteinitiative Schleswig-

Holstein

32 Mehreinnahmen: Beitragsmodell

muss korrigiert werden

Kein Rundfunkbeitrag für

gewerbliche Fahrzeuge

34 Mundpropaganda 2.0

E-Business-Lotse

twitter.com/

PR_hwk_luebeck

facebook.com/

hwkluebeck

Die Konjunkturumfrage für das

IV. Quartal 2013 hat erneut Rekordwerte

gebracht. Insgesamt sprachen 45 Prozent

von einer guten, 50 Prozent von einer

befriedigenden und lediglich 5 Prozent von

einer schlechten Geschäftslage. Damit hat

es gegenüber dem Vorquartal erneut eine

Verbesserung (Vorquartal 41 Prozent gut,

50 Prozent befriedigend, 9 Prozent

schlecht) gegeben. „Ich freue mich für

meine Handwerkskolleginnen und -kollegen,

die erneut Spitzenergebnisse melden

konnten. Das ist ein klares Signal für die

Stabilität und Stärke der Wirtschaftsmacht

von nebenan“, kommentierte Horst Kruse,

Präsident der Handwerkskammer Lübeck,

das Ergebnis.

Zu dem guten Ergebnis trugen insbesondere

das Kfz-Gewerbe und das Nahrungsmittelgewerbe

bei, die in den Vorquartalen

eher schwächere Ergebnisse meldeten. Im

aktuellen Quartal sprachen nur noch 2 Prozent

der Kfz-Betriebe und 2 Prozent der

Nahrungsmittelbetriebe von einer schlechten

Geschäftslage. Gemeinsam mit den unverändert

positiven Zahlen aus den Gewerbegruppen

Bau- und Ausbau führte dies zu den

Bestwerten.

Die gute Geschäftslage drückte sich

erneut durch Steigerungen beim Umsatz

und im Auftragsbestand aus. Wesentliche

Änderungen der Beschäftigtenzahlen gab

es nicht. Während im letzten Quartal die

Investitionsbereitschaft der Betriebe eher

verhalten ausfiel, berichteten jetzt 79 Prozent

der befragten Betriebe von gleichbleibenden

oder sogar gestiegenen Investitionen.

Die Gewerbegruppen

Am besten urteilten die Ausbauhandwerke

(56 Prozent „gut“, 39 Prozent „befriedigend“

und 5 Prozent „schlecht“), gefolgt

vom Bauhauptgewerbe (54 Prozent „gut“,

42 Prozent „befriedigend“, 4 Prozent

„schlecht“). Das Nahrungsmittelgewerbe

konnte sich gegenüber dem Vorquartal deutlich

verbessern (34 Prozent „gut“, 64 Prozent

„befriedigend“, 2 Prozent „schlecht“).

Die Beurteilungen des Gesundheitsgewerbes

(47 Prozent „gut“, 46 Prozent „befriedigend“,

7 Prozent „schlecht“), des Kraftfahrzeuggewerbes

(37 Prozent „gut“, 61 Prozent

„befriedigend“, 2 Prozent „schlecht“) und

der Handwerke für den gewerblichen Bedarf

(38 Prozent „gut“, 57 Prozent „befriedigend“,

5 Prozent „schlecht“) lagen leicht

unterhalb der Durchschnittswerte für das

Gesamthandwerk. Schlusslicht bildet dieses

Quartal das personenbezogene Dienstleistungsgewerbe

(17 Prozent „gut“, 75 Prozent

„befriedigend“, 8 Prozent „schlecht“).

Ausblick

Die Wirtschaftsforschungsinstitute gehen für

das laufende Jahr von einem Aufschwung

der Gesamtwirtschaft aus. Es wird erwartet,

dass die Binnenwirtschaft eine wesentliche

Stütze der konjunkturellen Entwicklung

bleiben wird. Davon profitiert naturgemäß

das Handwerk. Angesichts der Rekordergebnisse

und des laufenden Winterquartals gehen

die Betriebe von keiner signifikanten Verbesserung

der allgemeinen Geschäftslage aus.

„Über das Jahr gesehen rechnet das deutsche

Handwerk mit einem Umsatzplus von

2 Prozent und einem moderaten Anstieg bei

den Beschäftigten“, sagte Präsident Kruse.

Fraglich ist, ob der Bedarf des Handwerks an

Fachkräften im Jahr 2014 gedeckt werden

kann. Im abgelaufenen Jahr endete die Suche

nach qualifiziertem Personal bei vielen

Handwerksbetrieben ohne Erfolg.


HANDWERKSKAMMER :: LÜBECK

HANDWERKSKAMMER :: LÜBECK

Werben jetzt gemeinsam für die

Innungsmitgliedschaft: Neumitglied

Dirk Matern (re.) und Helge Jensen,

Obermeister der SHK-Innung Kiel.

Eine Innungsmitgliedschaft war

nicht unbedingt das Erste, woran

Dirk Matern dachte, als er sich im Jahr

2004 selbstständig machte. Der Handwerksmeister

übernahm damals die Firma

Heizungs- und Sanitär GmbH wKroglowski,

einen Fachbetrieb für Sanitär,

Heizung und Klima in Kiel, in dem er

zuvor vier Jahre lang als Betriebsleiter

gearbeitet hatte. Dass er eine Mitgliedschaft

in der Innung zu Beginn seiner

Selbstständigkeit nicht in Betracht zog,

erklärt Dirk Matern ganz unumwunden:

„Innungen erschienen mir einfach zu

steif, zu verkrustet.“

Heute beschäftigt Dirk Matern vier Gesellen

und zwei Lehrlinge, seine Auftragslage

bezeichnet der Handwerksmeister als

zufriedenstellend – und er ist Neumitglied

der Innung für Sanitär-, Heizungs- und

Klimatechnik Kiel.

:: Einladung zur Innungsmitgliedschaft

Dieser Ausgabe von NordHandwerk liegt das

Faltblatt „Einladung zur Innungsmitgliedschaft“

der Kreishandwerkerschaften im Bezirk der

Handwerkskammer Lübeck bei. Es informiert

kurz und kompakt über die Leistungen der

Innungen und Vorteile einer Innungsmitgliedschaft.

Informationen über die Innungsmitgliedschaft

erhalten Interessierte direkt bei den

Innungen oder bei den Kreishandwerkerschaften.

Kontaktdaten der Kreishandwerkerschaften

hält auch das Faltblatt vor. Insgesamt

gibt es 110 Innungen im Bezirk der Handwerkskammer

Lübeck (inklusive Landesinnungen).

Als Interessengemeinschaft vertreten die

Innungen den Berufsstand in seinen fachlichen,

sozialen und wirtschaftlichen Belangen. Neben

den Dienstleistungen sind es vor allem die engen persönlichen Kontakte zwischen den

Mitgliedern und der Innung, die zu den Vorteilen der Mitgliedschaft zählen.

Innungsmitgliedschaft

„Eine Investition, die sich lohnt“

Mitgliedschaft in der Innung? Lange Zeit stellte sich Dirk Matern diese Frage nicht.

Zu kurz gedacht – wie er heute findet. Jetzt als Innungsmitglied nutzt er die vielfältigen

Vorteile, die seine Innung ihm bietet.

Foto: Schomakers

Fachbezogene Beratung

Warum das Thema Innung doch noch

einmal in seinen Fokus geriet, erklärt

Dirk Matern mit sich häufenden Problemen

im Arbeitsalltag. „Ich hatte in

den vergangenen Jahren vermehrt mit

Zahlungsausfällen zu kämpfen“, erzählt

er. Kollegen, die selbst Innungsmitglieder

sind, empfahlen ihm daher eine Beratung

bei der Kieler SHK-Innung. Das war im

Jahr 2012. Dirk Matern zögerte nicht

lange und suchte das Gespräch. Und war

schnell überzeugt: „Schon allein für die

fachbezogene Rechtsberatung, die ich

über die Innung bekomme, würde sich

eine Mitgliedschaft lohnen.“

Bereits kurz nach seinem ersten Kontakt

mit der Innung wurde Dirk Matern

„Schnuppermitglied“. Diesen Service

bietet die SHK-Innung Kiel allen interessierten

Betrieben an, damit sie sich von

den Leistungen der Innung überzeugen

können. Ein Jahr lang können die Mitglieder

auf Probe das Serviceangebot der

Innung fast uneingeschränkt nutzen, und

das kostenfrei.

Je mehr, desto besser

Helge Jensen, Obermeister der SHK-

Innung Kiel, möchte so noch mehr Betriebe

von den Vorteilen der Innungsmitgliedschaft

überzeugen. Wann immer

es geht, fährt er gemeinsam mit dem Innungswerber

der Kreishandwerkerschaft

Beilage fehlt?

Wir senden Ihnen gerne das Faltblatt „Einladung zur Innungsmitgliedschaft“ zu.

E-Mail: aschomakers@hwk-luebeck.de,

Tel.: 0451 1506-191.

Kiel zu Gesprächen mit Nichtinnungsmitgliedern.

Mit Erfolg: 53 Mitglieder

zählte die SHK-Innung im Jahr 2011, als

Helge Jensen zum Obermeister gewählt

wurde. Inzwischen sind es bereits 66.

Von den Betriebsinhabern, die bisher

eine einjährige Schnuppermitgliedschaft

in Anspruch genommen haben, entschieden

sich 95 Prozent für eine anschließende

Vollmitgliedschaft. Jensen freut

sich über den Zuwachs an Mitgliedern.

„Wir sind eine starke Gemeinschaft, die

umso stärker wird, je mehr Betriebe sich

uns anschließen“, erklärt der engagierte

Obermeister.

Persönliche Betreuung

Helge Jensen ist überzeugt, dass neben

einem umfangreichen Dienstleistungsangebot

vor allem der persönliche Kontakt

ausschlaggebend ist, dass sich Handwerker

für die Innungsmitgliedschaft entscheiden.

„Ich möchte auch nicht mit

einem Bankberater zusammenarbeiten,

den ich nicht kenne. Bei uns können

sich Mitglieder und Interessierte sicher

sein, dass wir uns für sie Zeit nehmen.

Eine gute Betreuung von Anfang an ist

wichtig“, so Jensen.

Auch Dirk Matern entschied sich nach

Ablauf des Probejahres im Sommer 2013

für eine Vollmitgliedschaft. „Das ist eine

Investition, die sich definitiv lohnt“, ist er

überzeugt. Nicht nur die Unterstützung

bei betrieblichen Fragen und Problemen

schätzt er, sondern auch den Austausch

mit Kollegen, der sich durch die Innungsmitgliedschaft

ergibt. „Die Innung ist

jederzeit ansprechbar und hilft mir in

meinem Betriebsalltag. Das ist ein gutes

Gefühl“, sagt Matern.

Und er hat noch mehr vor. „Wenn

man etwas verändern will, muss man auch

selbst aktiv werden“, sagt er mit Blick auf

seine Innungsmitgliedschaft. Insbesondere

geht es ihm darum, das Innungsleben

verstärkt nach außen zu tragen. „Damit

noch viel bekannter wird, was die Innung

leistet“, so Matern. Seinen Eintritt hat

er jedenfalls nicht bereut. Im Gegenteil.

Inzwischen ist auch er überzeugt: „Nur

als Gemeinschaft sind wir stark.“


HANDWERKSKAMMER :: LÜBECK

HANDWERKSKAMMER :: LÜBECK

Serie

Wir machen mit,

weil ...

Vorbereitung für die externe Gesellenprüfung

Eintrittskarte für die Zukunft

Mit einer besonderen Qualifizierungsmaßnahme will die Berufsbildungsstätte

Travemünde an- und ungelernten Mitarbeitern im Lebensmittelhandwerk zu

einem Abschluss als Fachverkäufer/In verhelfen.

:: Serie – Neues aus Europa

Maschinenbaumeister Arne Hinrichsen und

Goldschmiedemeisterin Maren Evers-Knoop sind

begeisterte Anhänger der Imagekampagne.

Sie beschäftigt sich mit Schmuckstücken

jeder Art, sein Schwerpunkt ist der

Metallbau. Beide verbindet das Handwerk

und insbesondere die Imagekampagne

des Handwerks. Maren

Evers-Knoop, Goldschmiedemeisterin

und Inhaberin von Lachmanns

Goldschmiede in Lübeck, und Maschinenbaumeister

Arne Hinrichsen,

Geschäftsführer der Otto Hinrichsen

Metallbau GmbH & Co. KG in Lübeck,

erzählen, warum sie die Kampagne tatkräftig

unterstützen.

„Dem Handwerk fehlte lange Zeit das

Ansehen. Durch die Imagekampagne ist

vielen Leuten erst bewusst geworden,

was das Handwerk leistet. Das ist ein

wichtiger Meilenstein. Genauso wichtig

finden wir, dass die Kampagne auch

nach innen wirkt. Sie weckt bei uns

Handwerkern den Stolz auf die eigene

Arbeit. Die Imagekampagne ist richtig

und wichtig für das Handwerk. Gut, dass

sie fortgesetzt wird!“


HANDWERKSKAMMER :: LÜBECK

HANDWERKSKAMMER :: LÜBECK

Technische Betriebswirte

Gespür für Unternehmensführung

Acht Technische Betriebswirte

beendeten im Dezember erfolgreich

ihre Ausbildung. Damit ist jetzt

der vierte Absolventenjahrgang

auf dem Markt.

Hinter ihnen liegt ein beachtliches Arbeitspensum.

Insgesamt 1.300 Unterrichtsstunden

in den Bereichen Betriebs- und Volkswirtschaftslehre,

Finanzwirtschaft, Recht sowie

Personal- und Unternehmensführung absolvierten

die Teilnehmer des Ausbildungsgangs

Technischer Betriebswirt – und das

parallel zu ihrer Ausbildung in einem Handwerksbetrieb.

Der Technische Betriebswirt ist eine Zusatzqualifikation,

die in enger Verzahnung

mit einer handwerklichen Erstausbildung

angeboten wird. Nach erfolgreichem Abschluss

haben die Teilnehmer mit dem Gesellenbrief

und dem Technischen Betriebswirt

gleich zwei Abschlüsse in der Tasche

und zusätzlich die Anerkennung der Teile

III und IV der Meisterprüfung.

Im Januar konnten die acht jungen Handwerker

– eine Frau und sieben Männer – nun

den verdienten Lohn für die arbeitsintensive

Zeit entgegennehmen. Von der

Handwerkskammer Lübeck erhielten sie

ihre Abschlusszeugnisse. Simon Hofmann,

Leiter des Fortbildungszentrums der Handwerkskammer

Lübeck, überreichte die

Handwerkskammer Lübeck

Neuer Technischer Betriebsberater

Seit August 2013 hat die Handwerkskammer

Lübeck einen neuen Technischen

Betriebsberater. Der 32-jährige Ole Kranz

ist für Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer

Lübeck Ansprechpartner bei betriebstechnischen

Fragen. Zudem führt er

Betriebsprüfungen gemäß DVS-Richtlinie

1704 in Verbindung mit der DIN 18800-

7:2008:11 und zukünftig EN 1090 durch.

Die erfolgreichen Technischen Betriebswirte des Jahrgangs 2009 (v. li.): Martin Hansen, Sebastian Wessel,

Wiebke van der Wall, Nils Meyer, Markus Horn, Jahrgangsbester Mike Prüßmann, Ben Wawersik und Simon

Hofmann (Leiter des Fortbildungszentrums). Auf dem Bild fehlt: Mirco Sommerfeld.

Zeugnisse im Rahmen einer Feierstunde

und gratulierte den Teilnehmern zu ihrem

Erfolg: „Sie haben nicht nur ein Handwerk

von der Pike auf gelernt, sondern

sich darüber hinaus ein solides Gespür für

die Unternehmensführung erarbeitet. Mit

diesem Wissen gehören Sie zu gefragten

und dringend benötigten Fachkräften im

Handwerk.“

Es ist bereits der vierte Jahrgang, der die

Zusatzqualifikation erfolgreich gemeistert

hat. Im Jahr 2006 bot das Fortbildungszentrum

diesen speziell auf die Bedürfnisse

von kleinen und mittleren Unternehmen

zugeschnittenen Ausbildungsgang erstmals

Ole Kranz ist diplomierter Maschinenbauingenieur

und Schweißfachingenieur

sowie ausgebildeter Anlagenmechaniker

mit der Fachrichtung Versorgungstechnik.

Vor seiner Tätigkeit bei der Handwerkskammer

Lübeck war Ole Kranz beim

Unternehmen Germanischer Lloyd SE

in Hamburg beschäftigt.


HANDWERKSKAMMER :: LÜBECK

:: FORTBILDUNG

Fortbildungszentrum Lübeck

Betriebswirt/in (HWK)

Teilzeit in Kiel: ab 7.3.14, Fr 16–20.15

+ Sa 9–15 Uhr, 520 U-Std., 3.390 €

Technische/r Betriebswirt/in (HWK)

ab 13.10.14, in den Schulferien SH

Blockunterricht und Sa 8.30–15.30

Uhr, 1.280 U-Std., 150 € monatlich

Gebäudeenergieberater/in (HWK)

Neumünster: ab 30.10.14, Do 18-21.15 +

Sa 8–13 Uhr, 240 U-Std., 1.900 €

Qualitätsmanagement in Klein- und

Mittelbetrieben

10.–14.2.14, Mo–Fr 8.30–15.30 Uhr,

40 U-Std., 310 €

Effektives Selbstmanagement

1.3.14, Sa 9–16 Uhr, 8 U-Std., 80 €

Kommunikation und

Konfliktbewältigung

8.–15.3.14, Sa 9–15 Uhr, 14 U-Std., 120 €

Meistervorbereitungslehrgänge

Maurer und Betonbauer I + II Vollzeit

ab 18.2.14, Di–Sa 8 U-Std. täglich,

1.000 U-Std., 7.050 €

Zimmerer I + II Vollzeit

ab 18.2.14, Di–Sa 8 U-Std. täglich,

1.000 U-Std., 7.050 €

Tischler I + II Teilzeit

ab 28.2.14, Fr 16–21 + Sa 8–13 Uhr,

800 U-Std., 6.200 €

Elektrotechniker I + II Vollzeit

ab 1.4.14, Di–Sa 8 U-Std. tägl.,

1.100 U-Std., 7.850 €

Maler und Lackierer I + II Vollzeit

ab 11.11.14, Di–Sa 8 U-Std. tägl.,

800 U-Std., 6.600 €

Metallbauer und Feinwerkmechaniker

I + II Vollzeit

ab 4.11.14, Di–Sa 8 U-Std. tägl.,

900 U-Std., 6.600 €

Information und Anmeldung:

Fortbildungszentrum der Handwerkskammer

Lübeck,

Juliane Wiesenhütter, Tel.: 0451 38887-710,

Nadire Aslan-Tut, Tel.: 0451 38887-711,

E-Mail: fbz@hwk-luebeck.de

Berufsbildungsstätte Travemünde

Meistervorbereitungslehrgang

Kfz-Techniker I

7.4.– 2.5.2014, Mo–Fr 8–16 Uhr + evtl.

Sa, 180 U-Std., nur für FR Karosserietechnik

2.000 €, zzgl. Prüfungsgeb.

340 € und Klausurkosten 130 €

Information und Anmeldung:

Berufsbildungsstätte Travemünde,

Manuela Melz, Tel.: 04502 887-360,

E-Mail: mmelz@hwk-luebeck.de

Berufsbildungsstätte Elmshorn

AU-Prüflehrgang Pkw

lfd. auf Anfrage, ab 8 Uhr, 1–2 Tage, 169/338 €

Nicole Klopp, Tel.: 04121 4739-611

Vorbereitung auf die Schweißerprüfung

lfd. auf Anfrage

Meistervorbereitungslehrgänge

Friseur I + II Teilzeit

ab Mai 14, Mo 13–21.30 Uhr,

400 U-Std., 2.800 €

Friseur III + IV Teilzeit

ab Mai 14, Mo 13–21.30 Uhr,

350 U-Std., 1.600 €

Tipp des Monats

Betriebswirt/in (HWK)

Für Anfang März 2014 ist an der Berufsbildungsstätte

Kiel ein neuer berufsbegleitender

Lehrgang zum/zur

„Betriebswirt/in (HWK)“ geplant.

Die Qualifizierung zum Betriebswirt

(HWK) bereitet Existenzgründer wie

auch Führungskräfte optimal auf die

Anforderungen im kaufmännischen

Management vor. Vermittelt wird die

Kompetenz, Sachaufgaben im Arbeitsalltag

zu lösen, sowie Leitungs- und

Führungsaufgaben in Betrieben oder

Organisationen des Handwerks zu

übernehmen. Inhalte der Fortbildung

sind Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft,

Personalwesen, Recht und Steuern.

Information und Anmeldung:

Berufsbildungsstätte Elmshorn,

Holger Hester, Tel.: 04121 4739-612,

E-Mail: bbe@hwk-luebeck.de

Berufsbildungsstätte Kiel

Meistervorbereitungslehrgang

Friseur I + II in Teilzeit

voraussichtlicher Start: Herbst 2014,

Mo 9–17 + Mi 17–21.15 Uhr, 400 U-

Std., ca. 2.800 €

Information und Anmeldung:

Berufsbildungsstätte Kiel,

Anett Eckholz, Tel.: 0431 533332-511,

E-Mail: aeckholz@hwk-luebeck.de

Kreishandwerkerschaft Stormarn

AdA-Schein (Ausbildung der Ausbilder)

ab 25.8.14, Mo + Di 18.30–21.30 Uhr, 80 U-

Std.; 435 € (inkl. Lehrm., zzgl. Prüfungsgeb.)

Information und Anmeldung:

Kreishandwerkerschaft Stormarn,

Frau Saß, Tel.: 04531 8098-20,

E-Mail: sass@handwerk-stormarn.de.


HANDWERKSKAMMER :: SCHLESWIG-HOLSTEIN

HANDWERKSKAMMER :: SCHLESWIG-HOLSTEIN

Fachkräfteinitiative des Landes

Schleswig-Holsteins

Perspektiven sichern

Mit der Initiative „Zukunft im Norden“ brachte die Landesregierung gemeinsam mit 23 Partnern

im vergangenen Jahr eine Strategie zur Fachkräftesicherung in Schleswig-Holstein auf den Weg.

Über die Ziele berichtet Wirtschaftsminister Reinhard Meyer in einem Gastbeitrag.

Foto: Fotolia

Das Handwerk ist das Rückgrat der

Wirtschaft in Schleswig-Holstein. Die

vielen kleinen und mittleren Betriebe haben

unser Land sicher durch die Krise geführt,

die weiteren wirtschaftlichen Perspektiven

werden positiv eingeschätzt. Sorge bereiten

den vielen Handwerksbetrieben jedoch die

Entwicklungen im Zusammenhang mit

dem demografischen Wandel, die sich immer

deutlicher abzeichnen. Es wird immer

schwieriger werden, Fachkräfte zu finden.

Wie schwierig das schon in naher Zukunft

sein wird, zeigt die „Arbeitskräfteprojektion

2030 in den Kreisen in Schleswig-

Holstein“ der Analytix GmbH. Wenn wir

bis 2030 nichts zur Fachkräftesicherung

unternehmen, erwartet uns der Projektion

zufolge eine Fachkräftelücke von circa

100.000 Personen, vor allem im Bereich

der mittleren Qualifikationen.

Die Sicherung von Fachkräften ist eine

wichtige Aufgabe für Schleswig-Holstein.

Deshalb haben wir im Herbst 2012 die

Fachkräfteinitiative „Zukunft im Norden“

ins Leben gerufen. Im Oktober vergangenen

Jahres haben die Landesregierung, Kammern,

Gewerkschaften, Wirtschaftsverbände, kommunale

Landesverbände, Landesrektorenkonferenz,

die Bundesagentur für Arbeit

und viele weitere Partner die Initiative unterzeichnet

und einen 132 Maßnahmen

umfassenden Katalog mit fünf Handlungsfeldern

verabschiedet.

In den Handlungsfeldern „Fachkräftebedarf

identifizieren und analysieren“, „Bildungs-

und Aufstiegschancen eröffnen“,

„Fachkräftepotenzial heben und bessere

Erwerbschancen schaffen“, „Fachkräftebindung

stärken“ und „gezieltes Standortmarketing“

werden die Partner in gemeinsamer

Verantwortung die vereinbarten Maßnahmen

umsetzen. Die speziellen Situationen,

die in den Branchen und Regionen

bestehen, werden beachtet. Damit haben

wir einen Prozess gestartet, der dazu beiträgt,

den wirtschaftlichen Erfolg des Handwerks

und der Wirtschaft insgesamt langfristig

zu sichern. Dafür müssen wir gemeinsam

heute schon handeln.

Für die Schwerpunktbereiche, die besonderen

Handlungsbedarf aufweisen oder die

besonders viel Potenzial für die Fachkräftesicherung

in sich bergen, sind Arbeitsgruppen

vereinbart worden, die an konkreten

Lösungen arbeiten. Im Bildungsbereich geht

es darum, den Übergang von der Schule in

den Beruf optimal zu gestalten, die Qualität

und Attraktivität der dualen Ausbildung

zu stärken und die Kooperation zwischen

Hochschulen und Wirtschaft zu verbessern.

Auch die Themen Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit

und die Gewinnung ausländischer

Fachkräfte stehen im Blickfeld der

Partner. Besonders aber soll die Qualität der

dualen Ausbildung herausgestellt werden.

Die Landesregierung arbeitet daran, bessere

Rahmenbedingungen und Anreize zu

schaffen, Unterstützung zu bieten für die

Zukunftssicherung der vielen kleinen und

mittleren Unternehmen in unserem Land.

Aber auch die Unternehmen selbst müssen

ihren Beitrag leisten. Sie müssen aktiv

werden und sich um die Nachwuchssicherung

kümmern. In erster Linie heißt das

auszubilden und sich damit die Fachkräfte

heranzuziehen, die sie brauchen werden.

Noch sind die Ausgangsbedingungen dafür

günstig. Es gibt noch junge Menschen, die

Reinhard Meyer, Minister für

Wirtschaft, Arbeit, Verkehr

und Technologie des Landes

Schleswig-Holstein.

auf der Suche sind und noch keine klaren

Vorstellungen über ihre berufliche Zukunft

haben. Diese jungen Menschen gilt es, für

eine berufliche Ausbildung zu gewinnen. Es

bedeutet aber auch, sich um Fachkräfte zu

bemühen, die bereits ausgebildet sind und

nicht aktiv am Arbeitsmarkt teilnehmen. Viel

Potenzial ist hier bei den Frauen zu finden

oder auch bei älteren Menschen, die in der

Regel über einen großen Erfahrungsschatz

verfügen.

Zur Unterstützung werden im Laufe

dieses Jahres landesweit Stellen für Fachkräfteberater

geschaffen, die den Unternehmen

vor Ort Anstoß und Hilfestellung

geben, Maßnahmen zu ergreifen, um den

Herausforderungen bestmöglich zu begegnen.

Über das Kompetenznetzwerk

Fachkräftesicherung, das ebenfalls mit

Unterstützung der Europäischen Union

und des Landes Schleswig-Holstein geschaffen

werden soll, werden diese Berater

in einem ständigen fachlichen Austausch

miteinander stehen und Wissen, Expertise

und Know-how aus der Wissenschaft an

die Unternehmen weitergeben können.

Zugleich wird das Kompetenznetzwerk

laufend die regionale Bedarfssituation

analysieren, Ursachenforschung

für Personalengpässe vornehmen und

den Wirkungsgrad der Maßnahmen der

Fachkräfteinitiative beobachten. Auf diese

Weise stellen wir sicher, dass „Zukunft im

Norden“ eine Initiative ist, die im ganzen

Land Wirkung entfaltet und sich laufend

an die aktuellen Notwendigkeiten anpassen

kann.


HANDWERKSKAMMER :: SCHLESWIG-HOLSTEIN

HANDWERKSKAMMER :: SCHLESWIG-HOLSTEIN

Rundfunkbeitrag für gewerbliche Fahrzeuge

Beitragsmodell muss korrigiert

werden

Geldspenden statt Blumen

Jubiläum mit

Vorbildcharakter

Neue Broschüre

Hilfe beim Thema Sucht

In Deutschlands Klein- und Kleinstbetrieben

sind circa 8,7 Millionen Menschen beschäftigt.

Während es für große Betriebe bereits

Materialien und Handlungsanleitungen

zum Umgang mit dem Thema Sucht gibt

und sich auch betriebliche Strukturen im

Bereich Gesundheitsförderung und

Suchtprävention entwickelt haben, fehlen

solche Ansätze für kleinere Betriebe.

Suchtprobleme verursachen aber immense

volks- und betriebswirtschaftliche

Kosten. Um auch Klein- und Kleinstbetrieben

bei diesem Thema zu helfen, haben

– gefördert vom Bundesgesundheitsministerium

– der Fachverband Sucht e.V.

zusammen mit dem Verband Deutscher

Betriebs- und Werksärzte e. V. und weiteren

Organisationen (u. a. Handwerker-Fonds

Suchtkrankheit e. V.) eine Broschüre entwickelt,

die praxisorientierte Informationen

mit Fallbeispielen enthält. Behandelt werden

Themen wie das Erkennen von Suchtproblemen

am Arbeitsplatz, Handlungsalternativen

für Inhaber und Führungskräfte,

Suchtbehandlung und berufliche

Wiedereingliederung, gesetzliche Regelungen

und anderes mehr.


HANDWERKSKAMMER :: SCHLESWIG-HOLSTEIN

:: AUWI-TICKER

Dänemark

Neue Fristen für Abgabe der

Umsatzsteuererklärung

Ausländische Unternehmen, die in Dänemark

zur Umsatzsteuer registriert sind,

müssen dort in aller Regel eine vierteljährliche

Umsatzsteuererklärung einreichen.

Die Frist zur Abgabe der Erklärung beträgt

seit dem 1. Januar 2014 zwei Monate nach

Quartalsende.


REGIONALES AUS FLENSBURG / SCHLESWIG-HOLSTEIN

HANDWERKSKAMMER :: FLENSBURG

Unsere Themen

Sie gehörten mit zu den Ersten,

die das Feriendorf erreichten

(v. li.): Polsterer Owe Hansen,

Bierbrauer Dagobert Zahn,

Schmied Simon Hevicke,

Zimmerer Henning Langeloh

und Schmied Dennis Jäger.

23 Boom hält an

Konjunktur im IV. Quartal 2013

24 Infrastruktur mehr fördern

Obermeister tagten in Treia

Weitere Themen

25 Flensburger Hospiz

unterstützt

Maler- und Lackierer-Innung

Flensburg-Schleswig

26 Mit voller Kraft voraus

Drei Fragen an Ingwer

Christophersen

28 Neuer LKW für die Ausbildung

Modernste Technik für die

Handwerkskammer

30 Für eine gute Zukunft des

Handwerks im Norden

Fachkräfteinitiative Schleswig-

Holstein

32 Mehreinnahmen: Beitragsmodell

muss korrigiert werden

Kein Rundfunkbeitrag für

gewerbliche Fahrzeuge

34 Mundpropaganda 2.0

E-Business-Lotse

Feiern mit der Ersatzfamilie

Das Weihnachtsfest im Kreise der Familienangehörigen

ist vielen eine Herzensangelegenheit. Für wandernde

Gesellinnen und Gesellen verbieten allerdings

die Regeln der Wanderschaft eine Reise nach

Hause. Dass es aber trotzdem ein geselliges Fest werden

kann, bewiesen rund 80 Fremdgeschriebene,

die sich über die Feiertage an der Ostsee trafen.

Drei Jahre und einen Tag lang dürfen

sich Wandergesellinnen und -gesellen

nicht näher als 50 Kilometer ihrem Heimatort

nähern. Eine Vorschrift, die auch zur

Weihnachtszeit gilt. Doch Not macht erfinderisch.

Und so organisierten drei Wandergesellen

ein großes, geselliges Zusammensein

zwischen Weihnachten und Neujahr im

Feriendorf Golsmaas an der Ostsee.

Bereits Heiligabend waren rund 40

wandernde Gesellinnen und Gesellen im

Feriendorf eingetroffen. Bis Silvester kamen

weitere 40 dazu. Viele der Gesellinnen

und Gesellen kannten sich bereits von der

Wanderschaft oder vorherigen Treffen. Auf

diesen Treffen und über Netzwerke und

Kontakte wurde für diese Zusammenkunft

monatelang geworben.

Martin, Jona und Dennis – die Nachnamen

werden traditionell während der

Wanderschaft ablegt – kümmerten sich um

die Feinplanung. „Im Feriendorf Golsmaas

haben wir ein sehr günstiges Angebot bekommen“,

erklärte Schlosser Martin die

Wahl der Unterkunft. Der aus dem Erzgebirge

stammende Wandergeselle freute

sich darüber hinaus, dass die Organisatoren

für dieses Treffen vor Ort von allen Seiten

Hilfe erhielten. „Fast alle Betriebe, die wir

angesprochen haben, haben unser Treffen

in irgendeiner Weise unterstützt.“

Besonders tatkräftig erwies sich die

Kreishandwerkerschaft (KH) Flensburg

Foto: Haumann

20 NordHandwerk Februar 2014

Februar 2014 NordHandwerk 21


HANDWERKSKAMMER :: FLENSBURG

HANDWERKSKAMMER :: FLENSBURG

Stadt und Land, die gemeinsam mit den

angeschlossenen Innungen für die Verköstigung

an Heiligabend und Silvester

sorgte. Und so begrüßten der stellvertretende

Kreishandwerksmeister Hans-

Henning Hansen und KH-Geschäftsführerin

Petra

Schenkluhn die

ersten Wandergesellen

persönlich.

„Wir unterstützen

diese alte

Tradition gerne“,

betonte Hansen.

Hansen, der vor

seinem Architekturstudium

eine

Lehre im Zimmererhandwerk

absolvierte, bedauerte

insgeheim, nie

auf Wanderschaft

gewesen zu sein.

„Eine solche Erfahrung ist wohl durch

nichts zu ersetzen.“ Und so freuten sich die

Wandergesellen aus den unterschiedlichsten

Gewerken – unter anderem waren Zimmerer,

Holzbildhauer, Metallbauer, Bierbrauer,

Polsterer vertreten – über die perfekten

Rahmenbedingungen für ein Fest im Kreise

ihrer Ersatzfamilie.

Am 1. und am 2. Januar hieß es dann für

alle Abschied nehmen und wieder auf die

Walz zu gehen. Was die Faszination Wanderschaft

ausmacht, erklärten zuvor noch

Anni, Jona und Owe. Für Anni, eine Holzbildhauerin

aus der Nähe von Magdeburg

wird die Zeit der Wanderschaft vermutlich

im Mai 2014 enden. „Ich war dann am

Ende rund fünfeinhalb Jahre unterwegs“,

Holzbildhauerin Anni hat auf ihrer

Wanderschaft 25 Länder bereist.

:: FORTBILDUNG

Die Handwerkskammer Flensburg

bietet im März 2014 folgende Seminare

an:

Erfolg durch geschicktes

Verhandeln

Mo., 3.3.2014, 9–16 Uhr, Preis: 125 €

Grundlehrgang Buchführung Teil I

6.3.–3.4.2014, do jew. 18–21 Uhr,

Preis: 150 €

sagt die heute 30-Jährige. Dass sie am Ende

noch deutlich mehr an Zeit drangehängt

hat, als für eine Wanderschaft nötig, hat

sicherlich mit den vielen Erfahrungen zu

tun, die sie sammeln konnte.

„Ich habe sehr viel beruflich dazugelernt.

Ich habe aber auch sehr viel über

mich selber erfahren. Natürlich gab es

nicht nur gute, sondern auch schlechte

Tage. Unter dem Strich kann ich aber

feststellen, dass ich keine Sekunde bereut

habe.“ Insgesamt hat sie 25 Länder auf

ihrer Wanderschaft kennengelernt, darunter

– neben Zentraleuropa – Länder wie

Island, Ungarn und Rumänien und nahezu

alle südamerikanischen Staaten.

Der Schmied Jona aus dem oberbayrischen

Traubing war schon am anderen Ende der

Welt, hat Neuseeland und Australien besucht

und war auch in Holland, der Schweiz

und Österreich tätig. Er ist seit zwei Jahren

unterwegs und hat sich erst als 26-Jähriger

entschieden, auf die Walz zu gehen.

„Vorher habe ich ganz normal meine

Lehre gemacht und auch

fünf Jahre gearbeitet. Letztlich

habe ich mir einen

Traum verwirklicht, den ich

schon vor der Lehre hatte“,

sagt der heute 28-Jährige.

Dabei dachte er zunächst,

er müsse noch eine Zimmererlehre

machen, um auf die

Walz gehen zu können. Dass

dieses auch anderen Gewerken

offensteht, erfuhr er erst

später.

Jona schätzt neben der

Mentale Fitness-, Lern- und

Arbeitstechniken

Mi., 12.3.2014, 9–16 Uhr, Preis: 125 €

Grundlagen der Lohn- und

Gehaltsabrechnung

Mo., 17.3.2014, 9–16 Uhr, Preis: 125 €

Auffrischungsseminar für

Gebäudeenergieberater

Fr., 21.3.2014, 13–18.15 Uhr und Sa.,

beruflichen Erfahrung und

der persönlichen Entwicklung

vor allem,

was er an Gastfreundschaft

und

Hilfsbereitschaft in

seiner bisherigen

Wanderschaft erfahren

hat. „Man

macht fast nur positive

Erfahrungen

und erfährt viel

Hilfsbereitschaft.“

Ganz frisch dabei

ist dagegen

Owe aus dem nord-

Jona, ein Schmied, ist bereits seit

zwei Jahren auf der Walz.

Wird noch von einem Altgesellen

begleitet: Polsterer Ole.

friesischen Klanxbüll, der als Aspirant bei

seiner Wanderschaft noch von einem Altgesellen

begleitet wird. Er sammelte in der

Schweiz und Österreich erste Erfahrungen

mit dem Arbeiten und Leben in der Fremde.

Das Reisen und das Arbeiten machen für

ihn die Wanderschaft zu einer perfekten

Kombination. „Ich plane in jedem Fall noch

längere Reisen“, sagt der 23-jährige Polsterer

und nennt als mögliche Ziele Asien,

Nord- auch Südamerika.

Bezogen auf seine handwerkliche

Ausbildung erhofft

sich der junge Nordfriese,

sich zukünftig beruflich

spezialisieren zu

können. „Es gibt tausend

Dinge, die man machen

kann. Man muss nur die

Augen offenhalten“, ist

Owe überzeugt. Dabei erhofft

er sich auch von der

Wanderschaft zusätzliche

Inspirationen für seine

weitere berufliche Zukunft.


HANDWERKSKAMMER :: FLENSBURG

HANDWERKSKAMMER :: FLENSBURG

Freute sich über ein starkes

Plus bei den neuen Lehrverträgen:

Kreishandwerksmeister

Hans Christian Langner.

Maler- und Lackierer-Innung Flensburg-Schleswig

Spende für das Flensburger Hospiz

:: AMTLICHES

Sachverständigenwesen

Obermeister tagten in Treia

Infrastruktur mehr fördern

Die Verkehrspolitik, die Entwicklung bei den Lehrverträgen und

die Kooperation mit der Berufsschule waren Themen der

Obermeistertagung der Kreishandwerkerschaft Schleswig. Als Gast

kommentierte Kammer-Hauptgeschäftsführer Udo Hansen die

Ergebnisse des Koalitionsvertrages auf Bundesebene.

Kreishandwerksmeister Hans

Christian Langner nutzte die gut

besuchte Herbsttagung der Obermeister

der Kreishandwerkerschaft Schleswig, um

Bilanz zu ziehen. So berichtete er von

einem deutlichen Zuwachs an Lehrverträgen,

der auf die gute konjunkturelle Lage

der Betriebe zurückzuführen sei. „Wir

haben ein Plus von 12 Prozent gegenüber

dem Vorjahr. Das ist ein sehr stolzes Ergebnis“,

erklärte Langner. Bei zahlreichen

Terminen habe er außerdem die Belange

des Handwerks vertreten können. So habe

er erstmalig an der Vertreterversammlung

24 NordHandwerk Februar 2014

der Nord-Ostsee-Sparkasse als Grußwortredner

teilgenommen.

Als „vollen Erfolg“ wertete Langner die

zentrale Einschreibungsfeier im Schleswiger

Dom. Sorge bereitet ihm dagegen die

Entwicklung beim Projekt „Grenzenlose

Berufsausbildung“, deren Finanzierung

vorerst nur für 2014 sichergestellt sei.

Gegenüber der Landespolitik forderte

Langner angesichts des Verkehrsfiaskos mit

der teilgesperrten Rader Hochbrücke, der

Infrastruktur „einen höheren Stellenwert“

einzuräumen. „Die vielen zusätzlichen

Straßensperrungen verursachen bei den

Foto: Haumann

Betrieben zusätzliche Kosten. Das ist nicht

mehr hinnehmbar.“

Udo Hansen, Hauptgeschäftsführer der

Handwerkskammer Flensburg, beleuchtete

aus Sicht des Handwerks den Koalitionsvertrag

auf Bundesebene. „Positiv ist festzustellen,

dass das Handwerk ausdrücklich

namentlich erwähnt wird. Es gibt zudem

ein klares Bekenntnis zur Meisterqualifikation.

Auch die Rolle des Handwerks

bei der beruflichen Bildung wird lobend

erwähnt.“

Prinzipiell lobenswert sei auch der Verzicht

auf Steuererhöhungen. Allerdings

drohten durch die zahlreichen Versprechungen,

vor allem bei der Rentenversicherung,

deutliche Beitragserhöhungen.

Auch die Chance, für die energetische

Gebäudesanierung wieder steuerliche

Anreize einzuführen, sei vertan worden.

Bezogen auf die Lehrverträge im Kammerbezirk

stellte Hansen fest, dass es im

Gegensatz zur Kreishandwerkerschaft

Schleswig ein Minus von aktuell 5,8

Prozent gebe. Dies sei sicherlich auf den

Rückgang der Anzahl von ausbildungsfähigen

Jugendlichen zurückzuführen.

Allerdings sieht Hansen in den Vollzeitmaßnahmen

der Regionalen Bildungszentren

eine zunehmende Konkurrenz

für den Ausbildungsmarkt. „Die Anzahl

der Bewerber verringert sich auch durch

solche Angebote. Das sind Jugendliche,

die dem Handwerk für die Ausbildung

fehlen.“ Deshalb bat Hansen auch darum,

bei der Zusammenarbeit mit dem Beruflichen

Bildungszentrum in Schleswig

darauf zu achten, dass am Ende möglichst

beide Seiten profitieren. Hierfür sieht

Kreishandwerksmeister Hans Christian

Langner „gute Ansätze“, zumal er die Berufsschule

in Schleswig als zuverlässigen

Kooperationspartner schätze.


HANDWERKSKAMMER :: FLENSBURG

HANDWERKSKAMMER :: FLENSBURG

Termin

Unternehmerforum

Nordfriesland 2014

Zum dritten Mal startet am 27. Februar

2014 im Nordsee-Congress-Centrum

(NCC) in Husum das Unternehmerforum

Nordfriesland. Wie in den Vorjahren

werden ab 15 Uhr Vorträge zu verschiedenen

Themen der Unternehmensführung

angeboten. Zusätzlich besteht die

Möglichkeit, sich an Beratungsständen

zu verschiedensten Themen wie den

finanziellen Förderungsmöglichkeiten

über die Förderinstitute des Landes und

anderes mehr zu informieren. „Der besondere

Charme des Forums liegt darin,

dass auch betriebliche Beispiele zu

den jeweiligen Themen vorgestellt werden“,

betont Kammerberater Sönke Wellhausen.

In sogenannten Wissensforen werden

die Themen Gesundheitsmanagement,

neue Geschäftsfelder, Mitarbeiterbindung

und neue Medien vertieft. Die Referenten

kommen unter anderem von der IKK Nord,

der Hans Andritter GmbH (Bredstedt), der

RQP Schleswig-Holstein GmbH und der

Tischlerei Fritz Martensen aus Struckum.

Den um 18.30 Uhr beginnenden Abendvortrag

hält Jürgen Petersen von der Firma

brainrunning, ein bundesweit gefragter

Motivations- und Gedächtnistrainer. Die

Kosten betragen pro Person 20 Euro.

Veranstalter sind neben der Handwerkskammer

Flensburg, die Industrie- und Handelskammer

zu Flensburg, die regionalen

Kreditinstitute und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft

des Kreises Nordfriesland.


HANDWERKSKAMMER :: FLENSBURG

Handwerkskammer

Neuer LKW für die Ausbildung

Im Bildungszentrum der Handwerkskammer

Flensburg gibt es seit letztem Jahr die überbetriebliche

Lehrlingsunterweisung für die Kfz-

Mechatroniker der Fachrichtung Nutzfahrzeugtechnik.

In der modernen Werkstatt mit

LKW-Grube, Bremsenprüfstand und Achswaage

steht seit Kurzem ein neues Fahrzeug

– eine Sattelzugmaschine vom Typ MAN

TGS 18/360. „Der LKW ist erst vier Jahre

alt und mit modernster Technik insbesondere

bei den Assistenzsystemen ausgestattet“, sagt

Ausbildungsmeister Henning Lausen. Die moderne

Abgastechnologie (AdBlue) erfüllt die

Euro-5-Norm, mit dem ACC verfügt der

MAN auch über ein automatisches Abstandsradar.

„Damit sind wir für die Aus- und Weiterbildung

gut aufgestellt“, so Lausen.


HANDWERKSKAMMER :: SCHLESWIG-HOLSTEIN

HANDWERKSKAMMER :: SCHLESWIG-HOLSTEIN

Fachkräfteinitiative des Landes

Schleswig-Holsteins

Perspektiven sichern

Mit der Initiative „Zukunft im Norden“ brachte die Landesregierung gemeinsam mit 23 Partnern

im vergangenen Jahr eine Strategie zur Fachkräftesicherung in Schleswig-Holstein auf den Weg.

Über die Ziele berichtet Wirtschaftsminister Reinhard Meyer in einem Gastbeitrag.

Foto: Fotolia

Das Handwerk ist das Rückgrat der

Wirtschaft in Schleswig-Holstein. Die

vielen kleinen und mittleren Betriebe haben

unser Land sicher durch die Krise geführt,

die weiteren wirtschaftlichen Perspektiven

werden positiv eingeschätzt. Sorge bereiten

den vielen Handwerksbetrieben jedoch die

Entwicklungen im Zusammenhang mit

dem demografischen Wandel, die sich immer

deutlicher abzeichnen. Es wird immer

schwieriger werden, Fachkräfte zu finden.

Wie schwierig das schon in naher Zukunft

sein wird, zeigt die „Arbeitskräfteprojektion

2030 in den Kreisen in Schleswig-

Holstein“ der Analytix GmbH. Wenn wir

bis 2030 nichts zur Fachkräftesicherung

unternehmen, erwartet uns der Projektion

zufolge eine Fachkräftelücke von circa

100.000 Personen, vor allem im Bereich

der mittleren Qualifikationen.

Die Sicherung von Fachkräften ist eine

wichtige Aufgabe für Schleswig-Holstein.

Deshalb haben wir im Herbst 2012 die

Fachkräfteinitiative „Zukunft im Norden“

ins Leben gerufen. Im Oktober vergangenen

Jahres haben die Landesregierung, Kammern,

Gewerkschaften, Wirtschaftsverbände, kommunale

Landesverbände, Landesrektorenkonferenz,

die Bundesagentur für Arbeit

und viele weitere Partner die Initiative unterzeichnet

und einen 132 Maßnahmen

umfassenden Katalog mit fünf Handlungsfeldern

verabschiedet.

In den Handlungsfeldern „Fachkräftebedarf

identifizieren und analysieren“, „Bildungs-

und Aufstiegschancen eröffnen“,

„Fachkräftepotenzial heben und bessere

Erwerbschancen schaffen“, „Fachkräftebindung

stärken“ und „gezieltes Standortmarketing“

werden die Partner in gemeinsamer

Verantwortung die vereinbarten Maßnahmen

umsetzen. Die speziellen Situationen,

die in den Branchen und Regionen

bestehen, werden beachtet. Damit haben

wir einen Prozess gestartet, der dazu beiträgt,

den wirtschaftlichen Erfolg des Handwerks

und der Wirtschaft insgesamt langfristig

zu sichern. Dafür müssen wir gemeinsam

heute schon handeln.

Für die Schwerpunktbereiche, die besonderen

Handlungsbedarf aufweisen oder die

besonders viel Potenzial für die Fachkräftesicherung

in sich bergen, sind Arbeitsgruppen

vereinbart worden, die an konkreten

Lösungen arbeiten. Im Bildungsbereich geht

es darum, den Übergang von der Schule in

den Beruf optimal zu gestalten, die Qualität

und Attraktivität der dualen Ausbildung

zu stärken und die Kooperation zwischen

Hochschulen und Wirtschaft zu verbessern.

Auch die Themen Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit

und die Gewinnung ausländischer

Fachkräfte stehen im Blickfeld der

Partner. Besonders aber soll die Qualität der

dualen Ausbildung herausgestellt werden.

Die Landesregierung arbeitet daran, bessere

Rahmenbedingungen und Anreize zu

schaffen, Unterstützung zu bieten für die

Zukunftssicherung der vielen kleinen und

mittleren Unternehmen in unserem Land.

Aber auch die Unternehmen selbst müssen

ihren Beitrag leisten. Sie müssen aktiv

werden und sich um die Nachwuchssicherung

kümmern. In erster Linie heißt das

auszubilden und sich damit die Fachkräfte

heranzuziehen, die sie brauchen werden.

Noch sind die Ausgangsbedingungen dafür

günstig. Es gibt noch junge Menschen, die

Reinhard Meyer, Minister für

Wirtschaft, Arbeit, Verkehr

und Technologie des Landes

Schleswig-Holstein.

auf der Suche sind und noch keine klaren

Vorstellungen über ihre berufliche Zukunft

haben. Diese jungen Menschen gilt es, für

eine berufliche Ausbildung zu gewinnen. Es

bedeutet aber auch, sich um Fachkräfte zu

bemühen, die bereits ausgebildet sind und

nicht aktiv am Arbeitsmarkt teilnehmen. Viel

Potenzial ist hier bei den Frauen zu finden

oder auch bei älteren Menschen, die in der

Regel über einen großen Erfahrungsschatz

verfügen.

Zur Unterstützung werden im Laufe

dieses Jahres landesweit Stellen für Fachkräfteberater

geschaffen, die den Unternehmen

vor Ort Anstoß und Hilfestellung

geben, Maßnahmen zu ergreifen, um den

Herausforderungen bestmöglich zu begegnen.

Über das Kompetenznetzwerk

Fachkräftesicherung, das ebenfalls mit

Unterstützung der Europäischen Union

und des Landes Schleswig-Holstein geschaffen

werden soll, werden diese Berater

in einem ständigen fachlichen Austausch

miteinander stehen und Wissen, Expertise

und Know-how aus der Wissenschaft an

die Unternehmen weitergeben können.

Zugleich wird das Kompetenznetzwerk

laufend die regionale Bedarfssituation

analysieren, Ursachenforschung

für Personalengpässe vornehmen und

den Wirkungsgrad der Maßnahmen der

Fachkräfteinitiative beobachten. Auf diese

Weise stellen wir sicher, dass „Zukunft im

Norden“ eine Initiative ist, die im ganzen

Land Wirkung entfaltet und sich laufend

an die aktuellen Notwendigkeiten anpassen

kann.


HANDWERKSKAMMER :: SCHLESWIG-HOLSTEIN

HANDWERKSKAMMER :: SCHLESWIG-HOLSTEIN

Rundfunkbeitrag für gewerbliche Fahrzeuge

Beitragsmodell muss korrigiert

werden

Geldspenden statt Blumen

Jubiläum mit

Vorbildcharakter

Neue Broschüre

Hilfe beim Thema Sucht

In Deutschlands Klein- und Kleinstbetrieben

sind circa 8,7 Millionen Menschen beschäftigt.

Während es für große Betriebe bereits

Materialien und Handlungsanleitungen

zum Umgang mit dem Thema Sucht gibt

und sich auch betriebliche Strukturen im

Bereich Gesundheitsförderung und

Suchtprävention entwickelt haben, fehlen

solche Ansätze für kleinere Betriebe.

Suchtprobleme verursachen aber immense

volks- und betriebswirtschaftliche

Kosten. Um auch Klein- und Kleinstbetrieben

bei diesem Thema zu helfen, haben

– gefördert vom Bundesgesundheitsministerium

– der Fachverband Sucht e.V.

zusammen mit dem Verband Deutscher

Betriebs- und Werksärzte e. V. und weiteren

Organisationen (u. a. Handwerker-Fonds

Suchtkrankheit e. V.) eine Broschüre entwickelt,

die praxisorientierte Informationen

mit Fallbeispielen enthält. Behandelt werden

Themen wie das Erkennen von Suchtproblemen

am Arbeitsplatz, Handlungsalternativen

für Inhaber und Führungskräfte,

Suchtbehandlung und berufliche

Wiedereingliederung, gesetzliche Regelungen

und anderes mehr.


HANDWERKSKAMMER :: SCHLESWIG-HOLSTEIN

:: AUWI-TICKER

Dänemark

Neue Fristen für Abgabe der

Umsatzsteuererklärung

Ausländische Unternehmen, die in Dänemark

zur Umsatzsteuer registriert sind,

müssen dort in aller Regel eine vierteljährliche

Umsatzsteuererklärung einreichen.

Die Frist zur Abgabe der Erklärung beträgt

seit dem 1. Januar 2014 zwei Monate nach

Quartalsende.


HANDWERKSINTERESSEN :: RUNDBLICK

Flensburg

Im Kreise der Ersatzfamilie

Mietwärme

Mietlüfter

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Beratung vor Ort · schnelle Verfügbarkeit

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Tel.: 040/538 79 800 · Fax 040/538 60 95

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Foto: Haumann

Für Gesellen des Handwerks, die sich

auf der Walz befinden, gelten besondere

Regeln. Feiertage verbringen sie im

Kreise ihrer Kollegen – fern der Heimat.

Sie dürfen sich drei Jahre und einen Tag

lang nicht näher als 50 Kilometer ihrem

Heimatort nähern. Gesellig verbrachten

im Dezember rund 90 Wandergesellen

die Feiertage im Feriendorf Golsmaas

an der Ostsee. Auf vorherigen Treffen

und über andere Netzwerke und Kontakte

wurde das ganze Jahr über für

diese Zusammenkunft geworben. Drei

Wandergesellen nahmen die Planung in

die Hand. Großzügig unterstützt wurde

das Treffen von der Kreishandwerkerschaft

Flensburg Stadt und Land, die

am Heiligabend und am Silvesterabend

ein festliches Essen für die Fremdgeschriebenen

spendierte. Und so konnten

auch diese die Festtage im Kreis ihrer

„Ersatzfamilie“ genießen.


HANDWERKSLEBEN :: BETRIEB

„Das Unerwartete bleibt im Kopf“

Die kreativen Köpfe von Wir Drei Werbung in Altenholz schaffen

Aufmerksamkeit. Trends müssen sie erkennen, bevor sie den

Werbemarkt erreichen. Das ist seit 86 Jahren ihr Geschäft.

Fotos: Seemann

Ob im Auto oder beim Einkaufen – Jörg

Jacobi ist immer auf der Suche nach neuen

Ideen. Er liebt Farben, Formen und Licht.

Gelungene Gestaltungen auf Transportern

oder neuartige Lichtreklame begeistern ihn.

„Der Markt der Werbung verändert sich

schnell. Unser Team muss auf der Höhe der

Zeit sein – am besten sogar einige Schritte

vorausdenken“, sagt Jacobi, der gerade von einer

Lichtmesse in Hongkong zurückgekehrt

ist. In Fernost sah er Lichttechnik und Folien,

die er sich auch für Deutschland wünscht.

„Solche Trends zu erkennen, ist unser Geschäft.

Das begeistert mich“, sagt der Chef des

Traditionsunternehmens Wir Drei Werbung.

Er und seine Mitarbeiter wollen Aufmerksamkeit

schaffen. Im eigenen Eingangsbereich

gelingt das perfekt. Besucher sehen drei Stierköpfe

in den Firmenfarben blau, rot und gelb

und den Schriftzug „... stierisch gut“. „Das

Unerwartete bleibt im Kopf“, sagt Jörg Jacobi,

dem der Schriftzug „seit 1928“ besonders

wichtig ist. Denn 86 Jahre Firmengeschichte

sind in der Werbebranche ungewöhnlich.

Seit der Gründung entwickelte sich die

im schleswig-holsteinischen Altenholz ansässige

Firma von einem dreiköpfigen Team

zu einer bundesweit agierenden Firma mit

60 Beschäftigten. Werbung der 20er Jahre

und die heutigen Möglichkeiten möchte

Jörg Jacobi nicht vergleichen. Der Einsatz

neuer Technik und Materialien bietet eine

Fülle von mehr Möglichkeiten. Werbung

wird immer schneller. Eines eint die Gestalter

von einst und heute – sie wecken

Aufmerksamkeit.

In der frühen Firmengeschichte fragten

Kaufleute nach kreativen Ideen und künstlerischem

Geschick, um für ihre Produkte

zu werben. In der Firma arbeiteten Maler,

die großflächige Bilder für Tafeln und

Hauswände entwarfen und diese von Hand

mit Pinseln bemalten. Heute beschäftigt die

Firma Grafiker, Metallbauer, Feinblechner,

Lackierer sowie Schilder- und Lichtreklamehersteller.

Die Kunden suchen Lösungen

für Fahrzeugbeschriftungen, Leuchtreklame

und digitale Medien aus einer Hand.

Auf dem 8.000 Quadratmeter großen Firmengelände

bauen die Handwerker Lichtanlagen

für bundesweit agierende Großkunden

und sind Dienstleister für regionale Mittelständler.

Letztere erkennen zunehmend,

dass ein einheitlicher Auftritt unerlässlich

ist. Jörg Jacobi liefert die Erklärung: „Insbesondere

junge Kunden auchten darauf.

Sie sind unbewusst von einer Markenwelt

geprägt. Von einem professionellen Auftritt

leiten sie professionelle Arbeit und Qualität

ab. Das verkennen viele noch und verpassen,

sich als Marke zu positionieren“, sagt

der Werbeprofi. Er empfiehlt Handwerkern

eine Basisausstattung, bestehend aus Logo,

einheitlichen Geschäftspapieren, einem Internetauftritt,

Autobeschriftung und einheitlicher

Arbeitskleidung.

Für die Entwicklung der passenden Ideen

und die Umsetzung entwickelte die Firma

ein Konzept der kurzen Wege. Entstanden

ist eine eigene Grafikabteilung, die einen

direkten Draht zur Produktion hat. An den

Bildschirmen wird gezeichnet – in der Halle

wird gedruckt, geschnitten, geschweißt, geklebt

und verdrahtet. Die Kollegen tauschen

sich direkt über Materialien und deren Eigenschaften

aus und die Grafiker berücksichtigen

die Hinweise in ihren Entwürfen.

Damit das noch besser wird, entwickelte das

Team die Idee einer eigenen Akademie für

die Mitarbeiter. Regelmäßig stellen einzelne

Bereiche ihre Arbeit oder spezielle Themen

vor, tauschen sich über neue Trends und

Umsetzungen aus und bleiben auf der Höhe

der Zeit.


HANDWERKSLEBEN :: BRANCHEN

HANDWERKSLEBEN :: BRANCHEN

Nachrichtensprecher ausgezeichnet

Jan Hofer ist

Brillenträger des Jahres

Das Kuratorium Gutes Sehen (e.V.) hat Tagesschausprecher

Jan Hofer als „Brillenträger des Jahres 2013“ geehrt. Die

Auszeichnung geht an Prominente, die mit der Sehhilfe

ein Statement für gutes Sehen setzen. Hofer reiht sich

in die Riege ausgezeichneter Brillenträger wie Jürgen

Klopp, Stefanie Heinzmann, Matthias Opdenhövel und

zuletzt Thomas D ein.


HANDWERKSZEUG :: BLICKPUNKT

HANDWERKSZEUG :: BLICKPUNKT

Strategien für Handwerksbetriebe

:: Hier können Betriebe ansetzen

Qualifizierte Mitarbeiter zu finden und im Betrieb

zu halten, ist deutlich schwerer geworden. Wer

dabei erfolgreich sein will, muss umdenken

und bereit sein, neue Wege zu gehen. Mögliche

Spielfelder gibt es dabei viele.

Es boomt im Handwerk. Die

Auftragsbücher sind gefüllt, die

Beschäftigtenzahl ist stabil. Wer derzeit

seine Belegschaft aufstocken will, hat es

dagegen nicht leicht. Fachkräfte sind kaum

zu finden. Manche Gewerke – wie etwa

viele Bäckereien – suchen händeringend

Personal.

Unglaubliche drei Jahre lang war auch

Dorina Thiede auf der Suche nach zwei

neuen Mitarbeitern. Als Meisterfrau kümmert

sie sich um das Personalwesen der

Thiede Bau GmbH. Der in den Vier- und

Marschlanden im Süden Hamburgs beheimatete

Betrieb hatte bei seiner Suche die

üblichen Kanäle genutzt: Dorina Thiede

hatte den zuständigen Sachbearbeiter bei

der Agentur für Arbeit eingeschaltet, hatte

regelmäßig die Onlineangebote der Agentur

durchforstet und viel Mundpropaganda

betrieben.

„Rund 30 Bewerber aus dem Online-

Pool der Arbeitsagentur haben wir herausgesucht

und darum gebeten, dass diese

sich bei uns vorstellen,

aber kein Einziger ist gekommen“,

erzählt Dorina

Thiede nicht ohne Unverständnis.

„Wir hatten gedacht, dass wir bei

der Suche über die Agentur für Arbeit

gute Chancen haben“, sagt sie

weiter. Ihre Anforderungen an die

neuen Mitarbeiter seien im Laufe

der Zeit gesunken. „Wir sind, was

die Anforderungen angeht, sehr offen.

Wichtig sind uns erste Branchenkenntnisse,

dass er deutsch kann

und einen Führerschein besitzt.

Weiteres Fachwissen vermitteln

wir dann im Betrieb.“

Erst im Herbst letzten Jahres wendete

sich das Blatt für Dorina Thiede. Sie

besuchte Ende Oktober 2013 eine Veranstaltung

der zur Handwerkskammer

Hamburg gehörenden Lüüd Personalberatung

zum Thema „Personal finden

– der richtige Mitarbeiter für meinen

Betrieb“.

Danach ging alles sehr schnell: Über den

am selben Abend geknüpften Kontakt mit

den Lüüd-Beratern ergaben sich schnell

Gespräche mit potenziellen Mitarbeitern.

Und schon am 30. November 2013 – also

schon vier Wochen später – fing der erste

neue Mitarbeiter bei der Thiede Bau GmbH

an. Der zweite folgte Anfang Dezember.

„Wir waren gewillt, die Mitarbeiter sofort

einzustellen, Feiertage hin oder her. Die beiden

passten einfach gut in unser Team und

deshalb haben wir nicht lange überlegt“,

sagt Dorina Thiede mit einem Lächeln. Sie

ist begeistert von der Zusammenarbeit mit

den Experten von Lüüd (lesen Sie auch das

Interview auf Seite 43) und ist überzeugt,

dass auch ihre nächste Mitarbeitersuche im

Frühjahr mit deren Unterstützung wieder

ein Erfolg werden wird.

Zielgruppe erweitern

Wie der Thiede Bau GmbH geht es vielen

Betrieben, die nur auf den üblichen

Wegen nach neuem Personal suchen.

Allerdings geht es nicht nur darum, wo

man sucht, sondern auch wen man anspricht.

Denn für die Suche nach qualifiziertem

Personal gilt immer häufiger:

die Zielgruppe erweitern. Neben den

üblichen Verdächtigen können auch

Hochschulabsolventen für Führungsaufgaben

angesprochen sowie Gymnasiasten,

Abiturienten und Schüler mit

Fachhochschulreife mit dem

Angebot der Kombination von

Lehre und Studium für einen

Betrieb interessiert werden.

Nicht zu vergessen sind auch

qualifizierte Frauen, denen

durch besondere Konditionen

– Stichwort „Familienfreundlichkeit“

(siehe Kasten) – der

Wiedereinstieg in den Beruf

erleichtert werden kann.

Dorina Thiede suchte drei

Jahre lang Mitarbeiter.

Generell können Mädchen für technische

Berufe begeistert werden. Und nicht zu

vergessen sind die vielen Jugendlichen mit

einer Zuwanderungsbiografie und ältere Beschäftigte

aus dem Handwerk oder anderen

Wirtschaftszweigen, denen Chancen eingeräumt

werden können. Auch lernschwache

Jugendliche und behinderte Menschen

sollten noch weitaus häufiger als bisher in

die Mitarbeitersuche einbezogen werden.

Fokus verändern

Aber nicht nur bei der Suche gilt es den

Fokus zu verändern. Bereits heute sind etwa

ein Drittel der Beschäftigten zwischen 50

und 65 Jahre alt. Viele von ihnen werden

sich in den kommenden Jahren in den Ruhestand

verabschieden. Gleichzeitig geht es

vielen Arbeitnehmern schon längst nicht

mehr nur allein um die Bezahlung. Faktoren

wie Familienfreundlichkeit, Gesundheitsförderung,

die aktive Unterstützung bei der

Fort- und Weiterbildung oder eine betriebliche

Altersvorsorge können den Ausschlag

geben, wenn es darum geht, sich für einen

neuen Arbeitgeber zu entscheiden oder

seinem bisherigen treu zu bleiben.

Das bedeutet für die Betriebe, dass sie sich

aktiv mit dem Thema Personalentwicklung

beschäftigen müssen. „Im Zuge des Nachwuchs-

und Fachkräftemangels reicht es

nicht aus, auf Herausforderungen erst dann

zu reagieren, wenn diese bereits

Auswirkungen auf das Unternehmen

haben. Erforderlich ist

vielmehr eine vorausschauende,

proaktive Flexibilität, die mögliche

Herausforderungen antizipiert

und im Vorfeld bereits

Anpassungen vorhält“, lautet

die Meinung von Experten des

Deutschen Handwerksinstituts

Foto: hfr (1); Fotolia (1)

e. V. (itb), die sich im Institut für

Technik der Betriebsführung >>

Ziel 1: Perspektiven bieten

• Lebensbegleitendes Lernen als Prinzip im

Betrieb verankern

• Regelmäßige, zuverlässige Lern- und

Weiterbildungsphasen

• Innerbetriebliche Weiterbildung, kostengünstige

und effiziente Möglichkeit der

Qualifikation

• Mitarbeiter bei der Weiterbildung aktiv

unterstützen (z. B. durch Freistellen)

• Ausdrücklich mit den Weiterbildungsmöglichkeiten

im jeweiligen Beruf

werben, die der Betrieb aktiv fördert

• Regelmäßige Mitarbeitergespräche

• Systematische Personalplanung

• Angebote für eine lebensphasenorientierte

Karriereentwicklung

• Systematische Vorbereitung für eine

„selbst bestimmte Arbeitsorganisation“

nach Ausbildungsende

• Wissenstransfer innerhalb des Betriebes

• Anreizsysteme schaffen

• Planung von Auslandsaufenthalten mit

Rückkehrgarantie in den Betrieb

Ziel 2: Materielle Anreize

• Leistungs- und marktgerechte

Entlohnung

• Weitere Anreize schaffen wie Mitarbeiterbeteiligung,

Zuschüsse zur Kinderbetreuung

und Gesundheitsvorsorge, Gewinnbeteiligungen

oder Umsatzprämien,

betriebliche Altersvorsorge

Ziel 3: Unternehmenskultur/

Betriebsklima

• Unternehmenskultur als Ergänzung zur

materiellen Entlohnung bewusst pflegen

• Aufgaben der Unternehmer: Eigeninitiative

und Motivation der Mitarbeiter fördern,

gezielt Verantwortung abgeben; frühzeitige

Einbeziehung von Mitarbeitern in Planungen;

eigene Personalkompetenz schulen

• Interne Kommunikation: Teambesprechungen;

Einbindung der Mitarbeiter in Betriebssprozesse

aus deren Arbeitsbereich;

regelmäßige Feedbackgespräche

• Mitarbeiter bei der Auswahl neuer Fachkräfte

und Auszubildender einbinden

• Mehr-Generationen-Integration der

Beschäftigten: zusammenbringen von

Kompetenzen, Wertesystemen und Verhaltensweisen

>>(weiter auf Seite 42)

40 NordHandwerk Februar 2014

Februar 2014 NordHandwerk 41


HANDWERKSZEUG :: BLICKPUNKT

HANDWERKSZEUG :: BLICKPUNKT

>> mit dem Thema „Fit für den

demografischen Wandel“ auseinandersetzen.

Für Unternehmen, die bisher

wenig oder kaum strategische

Personalplanung betrieben haben,

kann der AGE CERT-Selbstcheck

bei einer ersten Standortbestimmung

helfen. Der kostenlose

Selbstcheck liefert eine fundierte

Erstanalyse, ob ein Betrieb für den bevorstehenden

Wandel gerüstet ist. Abgefragt

werden 75 Kriterien aus den Handlungsfeldern

Arbeits- und Laufbahngestaltung,

Förderung des Gesundheitsverhaltens,

Weiterbildung sowie Gratifikations- und

Anreizgestaltung. Die Auswertung erfolgt

anonym und die Ergebnisse stehen sofort

zur Verfügung. Der Check ist unter www.

agecert.de abrufbar.

Sabrina Lutz betreut bei der

Handwerkskammer Lübeck

das Projekt „unternehmens-

Wert: Mensch“.

Foto: hfr (1); Fotolia (1)

:: Hier können Betriebe ansetzen II

• Miteinander der Kulturen

• Soziales Miteinander bewusst fördern

• Stand der Integration von jungen Fachkräften

und Azubis im Mitarbeiterkreis

analysieren.

Ziel 4: Vereinbarkeit von

Beruf und Familie

• Familienfreundliche Arbeitszeiten und

Arbeitsformen (z. B. Teilzeit, Job-Sharing,

Telearbeit, Ausbildung in Teilzeit)

• Zuschüsse zur Kinderbetreuung (s. auch

Ziel 1)

Finanzielle

Unterstützung

Der hohe zeitliche und finanzielle

Aufwand schreckt

besonders viele kleine und

mittlere Handwerksbetriebe

ab, eine strategische

Personalplanung anzugehen.

Finanzielle Unterstützung

bietet dabei das Förderprogramm

„unternehmensWert:

Mensch“. „Mit der Förderung

soll Betrieben die Entwicklung einer

nachhaltigen und modernen Personalpolitik

ermöglicht werden. Nach einer kostenlosen

Erstberatung können Betriebe bei

mir einen Antrag auf die finanzielle Unterstützung

einer individuellen Fachberatung

stellen“, erklärt Sabrina Lutz, die bei der

Handwerkskammer Lübeck für das Projekt

verantwortlich ist und die Erstberatungen

durchführt.

Bundesweit gibt es 36 Beratungsstellen,

an die sich interessierte Betriebe wenden

können. „Den Betrieben, die zu uns kommen,

geht es in den meisten Fällen um die

Verbesserung ihrer Personalführung, der

Kommunikation im Betrieb und um Personalentwicklung“,

fasst Sabrina Lutz zusammen.

Deren erklärtes Ziel ist es, „Mitarbeiter

im Unternehmen zu halten und

in betriebliche Abläufe einzubeziehen.“

Ideenpool nutzen

Wer Ideen sucht, sich als Arbeitgeber

attraktiv zu machen, seinen Mitarbeitern

Ziel 5: Gesundheitsförderung

• Gesundheitsvorsorge aktiv gestalten

• So weit wie möglich körperliche Belastungen

vermindern; bei der Planung Mitarbeiter

mit einbeziehen

• Präventionsmaßnahmen des Unternehmens,

z. B. über Anreiz-Systeme zur „individuellen“

Gesundheitspflege seitens des

Mitarbeiters (durch Zuschüsse für Rückenschule/Fitnessstudio,

Fitnessangebote,

Ernährungsberatung, kostenloser Gesundheitscheck,

flexible, familienfreundliche

Arbeitszeiten u. Ä.)

• Psychisch belastende Fehlentwicklungen

frühzeitig erkennen, um die Arbeitsfähigkeit

zu erhalten (z. B. Zeitdruck, Mobbing,

allgemeine Demotivation, Burnout);

Chefsache in kleinen Betrieben

• Arbeitsplatzerleichterungen durch

gesundheitsfördernde Umgestaltung des Arbeitsplatzes,

dabei Mitarbeiter einbeziehen

besondere Anreize bieten möchte

oder gezielt Karrierechancen

bieten will, der findet bei den

Handwerkskammern eine Vielzahl

von interessanten Projekten.

So werden Auslandsaufenthalte

von Lehrlingen unterstützt und

organisiert, oder es wird die

Möglichkeit geboten, Lehre und

Studium zu verzahnen. Auch kann jungen

Müttern die Chance zu einer Ausbildung

in Teilzeit angeboten werden. Daneben

werben die Kammern gezielt in Schulen

für das Handwerk, unterstützen Betriebe

bei Kooperationen mit Schulen und helfen

mit ihren Ausbildungsberatern bei der

Suche nach geeigneten Bewerbern.


HANDWERKSZEUG :: XXXXXXXX

HANDWERKSZEUG :: QUALIFIKATION

Foto: Seemann

Meister-BAföG

Der Staat packt mit an

Den Meisterbrief gibt es nicht

geschenkt. Aber ist wirklich alles

viel zu teuer? Der Staat greift

Gesellen unter die Arme. Er

unterstützt den beruflichen Aufstieg

im Handwerk. Weiterbildung wird

gefördert – mit dem Meister-BAföG.

Wer hat Anspruch

auf Förderung?

Gefördert werden deutsche Staatsbürger

und Bürger aus EU-Mitgliedstaaten.

Zudem erhalten Ausländer

mit festem Wohnsitz in Deutschland

und Migranten, die im Vorfeld nicht

berufstätig waren, das BAföG. Sie

müssen eine dauerhafte Bleibeperspektive

in Deutschland nachweisen.

Als wichtigstes Kriterium gilt, dass

die Antragsteller eine anerkannte,

abgeschlossene Erstausbildung oder

einen vergleichbaren Berufsabschluss

haben. Eine Altersgrenze gibt es

nicht.

Welche Fortbildungen

werden gefördert?

Die staatlichen Unterstützungen

erhalten Handwerker für Aufstiegsfortbildungen.

Diese müssen die

Kriterien der öffentlich-rechtlichen

Fortbildungsprüfungen der Handwerksordnung

(HwO), des Berufsbildungsgesetzes

(BBiG) oder

vergleichbaren Prüfungen erfüllen

und mindestens 400 Unterrichtsstunden

umfassen. Zum Beispiel

sind dies Fortbildungen zum Handwerks-

oder Industriemeister, Techniker,

Betriebswirt. Zudem besteht

ein Rechtsanspruch auf Förderung,

wenn bereits eine selbstfinanzierte

Fortbildung absolviert wurde.

Wie hoch ist

die Förderung?

Meisterschüler erhalten einen Zuschuss

zu Lehrgangs- und Prüfungsgebühren

und den Kosten ihres

Prüfungsstücks. Bei Vollzeit- und

Teilzeitmaßnahmen ist ein einkommens-

und vermögensunabhängiger

Maßnahmenbeitrag in Höhe der tatsächlich

anfallenden Gebühren vorgesehen

– maximal 10.226 Euro. Diese

Summe enthält einen Zuschuss in

Höhe von 30,5 Prozent – und bei Bedarf

ein zinsgünstigen Bankdarlehen.

Die Darlehen für den Unterhaltsund

Maßnahmebeitrag sind während

der Fortbildung und während einer

anschließenden Karenzzeit von zwei

Jahren –maximal sechs Jahre – zinsund

tilgungsfrei.

Die Kosten des Prüfungsstücks

werden bis zur Hälfte (maximal

1.534 Euro) im Rahmen eines zinsgünstigen

Darlehens gefördert.

Bei Vollzeitmaßnahmen können

zusätzlich die eigenen Unterhaltskosten

und die des Ehepartners und

der Kinder gefördert werden. Diese

Förderung wird einkommens- und

vermögensabhängig gewährt.

Wie profitieren Familien?

Für jedes Kind erhöht sich der

monatliche Unterhaltsbeitrag um

210 Euro. Der Betrag wird zu 50

Prozent als Zuschuss gewährt. Er ist

nur zur Hälfte rückzahlungspflichtig.

Für Alleinerziehende gibt es einen

Kinderbetreuungszuschlag von 113

Euro pro Monat und Kind unter

zehn Jahren.

Der Unterhaltsbeitrag und Kinderzuschlag

wird auch während der

Prüfungsvorbereitungsphase bis zu

drei Monate gezahlt.

Was kommt

nach der Prüfung?

Wer die Prüfungen erfolgreich absolviert,

profitiert ein weiteres Mal.

So werden den Nachwuchsmeistern

25 Prozent des Restdarlehens für die

Meister-BAföG: Ansprechpartner der Handwerkskammern

Ulf Christiansen (Flensburg)

Tel. 0461 866 193

E-Mail:

u.christiansen@hwk-flensburg.de

Marlies Siebert (Lübeck)

Tel. 0451 1506 221,

E-Mail: msiebert@hwk-luebeck.de

Infos im Internet:

www.meister-bafoeg.info

Lehrgangs- und Prüfungsgebühren

erlassen.

Wie profitieren

Existenzgründer?

Mit dem Meisterbrief in der Tasche

können die künftigen Chefs erneut

profitieren. Wer anschließend den

Schritt in die Selbstständigkeit wagt

und und einen Mitarbeiter oder Auszubildenden

einstellt, wird mit einem

Darlehensteilerlass von 33 Prozent

der Restsumme belohnt. Dieser Erlass

verdoppelt sich für einen weiteren

Beschäftigten.

Wo ist der Antrag

zu stellen?

Angehende Meister richten ihren

Antrag auf Meister-BAföG an das

zuständige kommunale Amt für Ausbildungsförderung.

Der Förderantrag

sollte rechtzeitig vor Beginn der Fortbildungsmaßnahme

eingehen. Die Förderung

mit Unterhaltsbeiträgen erfolgt

ab dem Start der Bildungsmaßnahme,

frühestens jedoch ab dem Antragsmonat.

Ein Antrag kann bis zum Ende der

Fortbildungsmaßnahme eingereicht

werden.


HANDWERKSZEUG :: QUALIFIKATION

HANDWERKSZEUG :: RECHT UND STEUERN

Foto: imago

Existenzgründung

Fördertöpfe für

Senkrechtstarter

Aus finanziellen Gründen verwerfen viele den Wunsch nach

Selbstständigkeit. Das muss nicht sein. Bundesweite und

regionale Fördertöpfe bieten Existenzgründern Unterstützungen.

Startgeld der KfW

Mit dem ERP-Gründerkredit – Startgeld

erhalten Gründer und Firmennachfolger

Kredite von bis zu 100.000 Euro. Gefördert

und vereinfacht wird das Einrichten und

Betreiben eines Unternehmens. Die KfW

übernimmt zusätzlich 80 Prozent des Kreditausfallrisikos

von der Bank. Um die Kredite

zu beantragen, ist kein Eigenkapital nötig.

Infos: www.kfw.de

Gründungszuschuss der

Bundesagentur für Arbeit

Aus der Arbeitslosigkeit heraus erhalten

Gründer einen Zuschuss der Bundesagentur

für Arbeit. Die Zahlungen werden in zwei

Phasen geleistet. Für sechs Monate wird der

Zuschuss in Höhe des zuletzt bezogenen

Arbeitslosengeldes zur Sicherung des Lebensunterhalts

und 300 Euro zur sozialen

Absicherung gewährt. Wenn eine intensive

Geschäftstätigkeit und hauptberufliche unternehmerische

Aktivitäten nachgewiesen

werden, können weitere neun Monate 300

Euro pro Monat zur sozialen Absicherung

gewährt werden. Einen Rechtsanspruch auf

diese Leistungen gibt es nicht.

Infos: www.arbeitsagentur.de

Existenzgründungsberater der Handwerkskammern:

Ulf Christiansen (Flensburg)

Tel. 0461 866 193

E-Mail: u.christiansen@hwk-flensburg.de

Stefan Seestädt (Lübeck)

Tel.: 0451/1506 230

E-Mail: sseestaedt@hwk-luebeck.de

Landesförderung in

Mecklenburg-Vorpommern

Aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds

(ESF) zahlt das Wirtschaftsministerium

Mecklenburg-Vorpommerns all jenen, die

einen bestehenden Betrieb übernehmen,

7.500 Euro in Form einer Meisterprämie.

Zusätzlich schnürte das Ministerium gemeinsam

mit der Handwerkskammer ein

Handwerkerpaket. Ein erweitertes Mikrodarlehen

schließt bei Betriebsübernahmen

Finanzierungslücken von bis zu 20.000

Euro.

Infos: www.lfi-mv.de

Meisterlich gründen

in Hamburg

Meister, die sich in Hamburg erstmals

selbstständig machen, werden von der

Hamburgischen Investitions- und Förderbank

(IFB) und der Handwerkskammer

Hamburg unterstützt. Mindestens

66 Monate lang vergibt die IFB zinsgünstige

Darlehen von 10.000 bis maximal

25.000 Euro.Wer Arbeitsplätze

schafft, kann Zuschüsse von bis zu 7.000

Euro erhalten.

Infos: www.ifbhh.de

Niels Weidner (Hamburg)

Tel.: 040 35905 258

nweidner@hwk-hamburg.de

Christiane Vorpahl (Schwerin)

Tel.: 0385 / 6435 130

E-Mail: c.vorpahl@hwk-schwerin.de

Rechtstipp

Beim Outsourcen müssen Mitarbeiter übernommen werden

Meister Jung betreibt eine kleine Kfz-Werkstatt.

Von einem großen Autohaus bekommt

er den Auftrag, die Fahrzeugaufbereitung zu

übernehmen. Meister Jung übernimmt eine

kleine Autowaschanlage, einen Staubsauger

sowie Reinigungsmittel.

Dem Mitarbeiter, der im Autohaus bislang

die Fahrzeugaufbereitung abgewickelt

hat, kündigt das Autohaus. Dieser zieht vors

Arbeitsgericht. Er beantragt, festzustellen, dass

die Kündigung unwirksam ist und sein Arbeitsverhältnis

mit Meister Jung fortbesteht.

Steuertipp

Diese Unterlagen können in den Schredder

In den meisten Unternehmen beginnt zum

Jahresstart das große Aufräumen und Sortieren.

Was muss bleiben und was darf in

den Schredder?

Platz schaffen all jene Unterlagen

und Belege zu Inventaren, die bis zum

31.12.2003 aufgestellt wurden. Sie dürfen

in den Papierkorb. Ebenso werfen die Finanzbeamten

keinen Blick mehr in Bücher,

in denen die letzte Eintragung im Jahre

2003 oder früher erfolgt ist. Gleiches gilt

für Jahresabschlüsse, Eröffnungsbilanzen

und Lageberichte, die 2003 oder früher

aufgestellt worden sind. Buchungsbelege

aus dem Jahr 2003 oder früher können

vernichtet werden. Eine kürzere Frist gilt

für Handels- oder Geschäftsbriefe und

deren Kopien. Alles, was 2007 oder früher

empfangen oder versandt wurde, kann

weg – auch sonstige für die Besteuerung

bedeutsame Unterlagen aus dem Jahre

Lösung:

Das Arbeitsgericht gibt der Klage statt und

begründet die Entscheidung damit, das zwischen

dem Autohaus und Meister Jung ein

Betriebsübergang stattgefunden hat – der

bisherige Betriebsteil Fahrzeugaufbereitung

des Autohauses ist durch die Übernahme

dieser Tätigkeiten auf Meister Jungs Betrieb

übergegangen. Meister Jung muss nicht nur

die Ausführung der Tätigkeit Fahrzeugaufbereitung,

sondern auch Betriebsmittel des

Autohauses übernehmen. Daher ist die

Kündigung des Mitarbeiters unwirksam

und sein Arbeitsverhältnis muss

auf Meister Jung übergehen.

Tipp:

Wenn Meister Jung dem

Mitarbeiter kündigen

will, hat er ein Problem.

Eine „wegen

des Betriebsübergangs“

ausgesprochene

Kündigung ist nach dem Gesetz

unwirksam.


HANDWERKSBÖRSE

HWK SCHWERIN

Nachfolger für Stahlbaubetrieb bzw. Käufer

für Gewerbegrundstück im LK Rostock ges.

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NH14/02/02

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A11/10/3

A13/06/2

A13/10/1

A13/12/1

A13/12/2

A13/12/3

Damen- und Herren-Friseursalon mit

Stammkunden aus Altersgründen nach

25 Jahren zu verkaufen. Warmmiete:

1.030,- EUR. A14/01/1

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Programm und überregionalem

Kundenkreis aus Altersgründen abzug.

Gut geführte Polsterei aus Altersgr. abzug.

Tischlerei in HH-Eimsbüttel zu verkaufen

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Kleines Bauunternehmen z. Übernahme ges.

A11/12/1

A13/08/4

A13/09/2

NACHFRAGE

G13/11/1

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HH. Langjährige Berufserfahrung vorh.

Unternehmensgröße bis zu 10 Mitarbeiter

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ca. 150-200 m² i. R. HH-Ost

(Billstedt/Horn/Wandsbek/Rahlstedt) von

solventem Handwerksbetrieb zur Miete ges.

Wir suchen zur weiteren Expansion einen

Gebäudereinigungsbetrieb zum Kauf

Kraftfahrzeugtechniker-Meister sucht

KFZ-Werkstatt i. R. HH. Gewünscht ist die

Übernahme eines laufenden Betriebes

Tischlerei, ca. 300 m² zur Übernahme in

Hamburgs Westen von einem erfahrenen,

selbständigen Tischler für 2014 ges.

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Baugeschäft abzug. o. bietet Beteiligung

Zimmerei abzug. oder mit Beteiligung

G11/12/1

G12/12/2

G13/01/1

G13/11/2

G13/12/1

ANGEBOTE

Dachdeckerei abzugeben A106/1

Straßen- und Tiefbaubetrieb s. Nachf. A107/1

Fliesen-Fachgeschäft m. Ausstellung abzug. A109/1

Metallbaubetrieb/Schlosserei abzugeben

A101/1/4/6/7/8

Eingeführter Motorrad-Gespann-Baubetrieb

an der Ostseeküste sucht Nachfolger A207/1

Zweiradhandelsgeschäft abzugeben

Kfz-Betriebe abzugeben

A105/2/3/4/5/6/7

A201/3/4/5/6/7

A207/3/4

A209/1/2/3/4/5/

7/8/9/10/11/12/

13/15/16

Werkstatt mit gr. Lagerkapazität in

Rendsburg zu verk. bzw. zu verpachten A209/17

Elektroinstallateurbetrieb abzugeben

Meister-Fachbetrieb für Kälte-und Klimatechnik

abzugeben A235/1

Drechslerei altersbedingt abzugeben

Bäckereien/Konditorei abzugeben

Dentallabore im Kammerbezirk suchen

Nachfolger oder Teilhaber

Friseurgeschäfte abzugeben

A218/2/3/4/5/6/8

A308

A501/1/2/3/5/

A606/1-2

Handbuchbinderei abzugeben A708/1

Fotostudio sucht Nachfolger A 707/1

A607/1-8/10-

11/13/ 15/17/18

Betrieb für Schankanlagentechnik in

Schleswig-Holstein zu verkaufen A8636/1

HWK FLENSBURG

NACHFRAGE

Kfz-Technikermeister sucht Betrieb N209/2

Installateur- und Heizungsbaubetrieb im

Raum Flensburg zwecks Expansion ges. N216/2

Elektrotechnikermeister sucht Betrieb im

nördl. SH zwecks Übern. o. Beteiligung N218/1

Tischlermeister sucht Möbelbaubetrieb

im Raum Rendsburg N301/1

Bäckermeister sucht Betrieb im Raum Kiel N501/1

Augenoptikermeister sucht Betrieb N601/1

Friseurmeisterinnen s. Betriebe im südl.

Kreis Nordfriesland u. Harrislee/Flensburg

Gebäudereinigungsbetrieb gesucht

HWK LÜBECK

Bauunternehmen abzug.

Zimmerei-/Dachdeckerbetriebe abzug.

Maler-/Autolackierbetriebe abzug.

Informationstechnikerbetr. abzug.

Kfz-Betriebe abzug.

Installateur-/Heizungsbauerbetr. abzug.

Elektrotechnikerbetriebe abzug.

Goldschmiede abzug.

Tischlereibetriebe abzug.

Änderungsschneidereien abzug.

Schuhmacherbetrieb abzug.

Raumausstatterbetriebe abzug.

Konditoreien/Bäckereien abzug.

Fleischereibetriebe abzug.

Augenoptikerbetriebe abzug.

Zahntechnikerbetriebe abzug.

Friseurbetriebe abzug.

Glasereibetriebe abzug.

Fotostudios abzug.

HWK LÜBECK

Bauunternehmen gesucht

Zimmerer-/Dachdeckerbetriebe gesucht

Maler-/Lackierbetrieb gesucht

Metallbauerbetrieb gesucht

Feinmechanikerbetrieb gesucht

Kfz-Betriebe gesucht

Installateur- und Heizungsbauerbetrieb ges.

Elektrotechnikerbetriebe gesucht

Tischlereibetrieb gesucht

Friseurbetriebe gesucht

BETRIEBSVERMITTLUNG

N607/1/2

N611/1/2

ANGEBOTE

(Auszug)

Angebote und Nachfragen von Beteiligungen oder

ganzen Unternehmen können der jeweiligen Handwerkskammer

mitgeteilt werden. Interessenten für

die hier veröffentlichten Angebote und Nachfragen

wenden sich bitte ebenfalls unter Angabe der Chiffre

an die zuständigen Handwerkskammern.

A1

A3/A4

A13

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A23

A27

A29

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A47

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A68

A67

A78

NACHFRAGE

A1

B3/B4

B13

B16

B19

B23

B27

B29

B38

B68

Handwerkskammer Lübeck

Breite Straße 10–12

23552 Lübeck

Tel. 0451 1506-238

Fax 0451 1506-277

E-Mail: cmueller@hwk-luebeck.de

www.hwk-luebeck.de

Handwerkskammer Hamburg

Holstenwall 12

20355 Hamburg

Tel. 040 35905-361

Fax 040 35905-506

www.hwk-hamburg.de/

betriebsboerse

Handwerkskammer Flensburg

Johanniskirchhof 1–7

24937 Flensburg

Tel. 0461 866-132

Fax 0461 866-184

E-Mail: a.gimm@hwk-flensburg.de

www.hwk-flensburg.de

Handwerkskammer Schwerin

Friedensstraße 4A

19053 Schwerin

Tel. 0385 7417-152

Fax 0385 7417-151

E-Mail: p.gansen@hwk-schwerin.de

www.hwk-schwerin.de

Gewerbeflächenvermittlung

Handwerkskammer Hamburg

Tel. 040 35905-264

Fax 040 35905-44264

www.hwk-hamburg.de/beratung-service/

betriebsfuehrung/betriebsboerse.html

48 NordHandwerk Februar 2014


IMPRESSUM / KLEINANZEIGEN

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IMPRESSUM

Das Magazin der Handwerkskammern

Flensburg, Hamburg, Lübeck, Schwerin

Verlag: Verlag NordHandwerk GmbH,

Holstenwall 12, 20355 Hamburg

Sekretariat: Dagmar Spreemann,

Tel.: 040 35905-222, Fax: 040 35905-309,

dspreemann@hwk-hamburg.de;

http://www.nord-handwerk.de

Chefredakteurin: Irina Chassein

(ich; v. i. S. d. P.) Tel.: 040 35905-324,

ichassein@nord-handwerk.de

Herausgeber: Handwerkskammer Flensburg,

Handwerkskammer Hamburg, Handwerkskammer

Lübeck, Handwerkskammer Schwerin,

vertreten durch das Herausgeber-Gremium,

bestehend aus den jeweiligen Hauptgeschäftsführern

Udo Hansen, Frank Glücklich, Andreas

Katschke und Edgar Hummelsheim

Mantelredaktion:

Dr. Thomas Meyer-Lüttge (tm),

Tel.: 040 35905-272,

tmeyer-luettge@nord-handwerk.de;

Kerstin Gwildis (kl), Tel.: 040 35905-253,

kgwildis@nord-handwerk.de;

Jens Seemann (jes), Tel.: 040 35905-345,

jseemann@nord-handwerk.de

Redaktionsfax: 040 35905-347

Kammerredaktionen:

Handwerkskammer Flensburg,

Andreas Haumann (ah), Johanniskirchhof 1,

24937 Flensburg, Tel.: 0461 866-181,

Fax: 0461 866-381,

a.haumann@hwk-flensburg.de

Handwerkskammer Hamburg,

Claus Rosenau (cro),

Holstenwall 12, 20355 Hamburg,

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Handwerkskammer Lübeck,

Ulf Grünke (grü), Breite Straße 10–12,

23552 Lübeck,

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Handwerkskammer Schwerin und Landesredaktion

Mecklenburg-Vorpommern,

Dr. Petra Gansen (pg), Friedensstraße 4A,

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p.gansen@hwk-schwerin.de

Verlagsdienstleister und Anzeigenverkauf:

Frach + Kumst Medien GmbH,

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Ansprechpartnerin: Tanya Kumst,

E-Mail: tanya.kumst@fk-medien.de

Anzeigentarif 2013

Erscheinungsweise: monatlich (29. Jahrgang)

NordHandwerk ist das offizielle Organ der

Handwerkskammern Flensburg, Hamburg, Lübeck,

Schwerin. Für alle im Bereich der genannten

Handwerkskammern in die Handwerksrolle

eingetragenen Betriebe ist der Bezugspreis mit

dem Handwerkskammerbeitrag abgegolten. Für

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jährlich 24,20 € (einschl. Postgebühren und 7 v.

H. Mehrwertsteuer); Einzelverkaufspreis 2,20 €

(einschl. 7 v. H. Mehrwertsteuer). Das Magazin

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höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf

Lieferung der ausgefallenen Ausgaben oder auf

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Druck: CW Niemeyer Druck GmbH,

Böcklerstraße 13, 31789 Hameln,

Tel.: 05151 8220-0, Fax: 05151 8220-124

Lektorat: Michael Hartmann

Beilagen: Handwerkskammer

Schwerin Handwerkskammer Lübeck

Titel: Seemann

Februar 2014 NordHandwerk 49


HANDWERKSWELT

Fotos: Seemann

Jan Boecker

Kiels cooler King

Jan Boecker erfüllte sich

vor zehn Jahren den

Traum eines eigenen

Herren-Salons

Treffen, Abhängen, Quatschen und Musizieren – das mögen

Jan Boeckers Kunden. Der Kieler Friseur liebt den Rock ’n’ Roll.

Der Kieler Friseur Jan Boecker folgt keinen Trends.

Er ist ein echter Typ – 40 Jahre alt und fast ebenso

lange ein Fan des Rock ’n’ Roll. Das erleben seine

Kunden seit zehn Jahren auch im Kings Barber Shop.

Der Salon ist sein Wohnzimmer. Hier ist die Musik

seiner geliebten Ära zu Hause. Für ihn symbolisiert

Rock ’n’ Roll Spaß, Lebensfreude und die

Zeit des Elvis Presley. „Vor Elvis war nichts. Das

sagte doch schon John Lennon“, zitiert Jan Boecker.

Gemeinsam mit seinen Kunden begibt er sich

optisch und musiklisch auf eine Zeitreise.

Seine Gäste bestaunen die vielen Bilder von Elvis,

Pin-Ups und drei Gitarren. Aus einem Radio der

50er jahre tönen die Lieder des Rock ’n’ Roll. Stilecht

trägt der Chef heute mal Slick back, morgen

Side Part, Tolle oder Waterfall - weniger Mutigen

schneidet er aber auch ganz konventionelle Frisuren.

Die meisten kommen nicht wegen ihrer Haare

zu ihm. „Das ist eher ein notwendiges Übel und

wird schnell erledigt“, sagt Jan Boecker und ergänzt:

„Mir ist eine freundschaftliche Atmosphäre wichtig.

Meine Kunden gehen nicht zum Friseur - sie gehen

zu Jan.“ Und dort gibt es immer Rock‘n‘Roll-

Musik, einen frisch aufgebrühten Kaffee und zu

späterer Stunde auch mal ein Bier. Das lieben seine

Kunden, die ausschließlich Männer sind. „Frauen

sind herzlich willkommen, aber ich frisiere nur

Herren“, sagt Jan Boecker.

Von solch einem Salon träumte er schon während

seiner Ausbildung, die er mit Mitte 20 begann.

Der Einzelhandel sicherte ihm zwar ein hohes

Einkommen, machte ihn aber nicht glücklich.

„Ich erinnerte mich, dass ich schon mit 14 Jahren

anderen die Tollen gemacht habe und ging

in die Lehre“, sagt er. Immer mehr reizte ihn die

anschließende Selbstständigkeit in einem Herrensalon,

der ein Ort zum Treffen, Abhängen, Quatschen

und Musizieren werden sollte.

Zum King Barber wurde er in den ersten Jahren,

als er als Ladeninhaber mit der Gitarre im Schaufenster

sang. Dafür bleibt ihm heute kaum noch

Zeit. Umso stolzer ist er auf eine CD, die anlässlich

seines 10-jährigen Jubiläums gemeinsam mit seinen

Kunden entstand. Den Erlös in Höhe von 2.450

Euro spendeten sie einem Kieler Kinderhospitz –

um ein Stück Lebensfreude zu teilen.


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Kraftstoffverbrauch (in l/100 km nach VO (EG) 715/2007 und VO (EG) 692/2008 in der

jeweils geltenden Fassung): Ford Transit Connect 200 L1, 1,0 l EcoBoost-Benzinmotor

mit 74 kW (100 PS): 6,4 (innerorts), 5,1 (außerorts), 5,6 (kombiniert); CO 2 -Emissionen:

129 g/km (kombiniert). Ford Transit Connect ECOnetic 200 L1 (Lkw), 1,6 l TDCi-Dieselmotor

mit 70 kW (95 PS): 4,5 (innerorts), 3,7 (außerorts), 4,0 (kombiniert); CO 2 -Emissionen:

105 g/km (kombiniert).

* Quelle: van-of-the-year.com; 09/2013

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