Gesund werden - Gesund bleiben 02/2012

hallomuenster

Fotos: colourbox.com

Ausgabe 2/2012

Anzeigen-Sonderveröffentlichung

werden -

Gesund bleiben

Gesund G

Spezial:

gesunde

Ernährung

Die Sonderbeilage mit vielen Tipps

für ein gesundes und erfolgreiches Leben.


2

November 2012 Gesund werden - Gesund bleiben HALLO

Gefährliche Medizin-Mischung

Beratung in der Apotheke schützt vor Wechselwirkungen /Chronische Krankheiten unbedingt nennen

Von Meike Kessler

Lebensgefährlich kann es

werden, wenn gewisse Medikamente

gemeinsam eingenommen

werden. Besonders

chronisch Kranke sollten auf

eine gute Beratung in

der Apothekevertrauen.

D er Rücken

tut weh.

Linderung

versprechen

freiverkäufliche

Schmerzmittel.

„Doch nicht alle Medikamente

vertragen sich miteinander“,

weiß Angelika

Plaßmann. Die Sprecherin

der Münsteraner Apothekerschaftempfiehlt

daher,eine

Stammapotheke zu haben,

bei der in einer Kundenkartei

alle Dauermedikationen

eingetragen sind. Im Zweifelsfall

kann der Apotheker

abgleichen, ob sich die Medikamente

vertragen. „Es ist

vorallem wichtig, dass chronisch

Kranke ihre Medikationen

angeben“, weiß die

Fachfrau, „um gefährliche

Wechselwirkungen auszuschließen.“

Das gilt sowohl

für Rezepte, die vonanderen

Fachärzten ausgestellt werden,

als auch für die freiverkäuflichen

Mittel. „Letztere

unterschieden sich inmanchen

Fällen nur im Anwendungsgebiet

und in der Höhe

der Dosierung von den

verschreibungspflichtigen

Medikamenten“, erklärt

Plaßmann. „Sie haben dennoch

eine Wirkung, die

nicht zu

unterschätzen ist.“

Neben den Wechselwirkungen

lauern bei freiverkäuflichen

Medikamenten

weitere Gefahren. „Es ist

wichtig, die richtige Dosierung

zu kennen und auf das

Anwendungsalter zu achten“,

sagt die Apothekerin.

Info

nDeutschland wird etwa

Ijede vierte Tablette vor

dem Einnehmen zerteilt,

so das Ergebnis pharmakologischer

Untersuchungen

des Universitätsklinikums

Heidelberg. Aus pharmazeutischer

Sicht ist das

nicht immer problemlos,

denn nicht alle Tabletten

dürfen einfach geteilt werden.

„Besonders betrifft

Hilfreich

sei zudem,

den richtigen Einnahmezeitpunkt

und die passende

Darreichungsform zu

kennen.

Vorsicht ist bei Diabetes,

anderen Stoffwechselstörungen,

Bluthochdruck,

Herzkrankheiten, Leberund

Nierenstörungen sowie

Retardtabletten nicht teilen

das Retardtabletten, also

Tabletten, die ihre Wirkstoffe

zeitversetzt im Körper

freigeben“, sagt Dr.

Wolfgang Kircher,Mitglied

der Arzneimittelkommission

Deutscher Apotheker

(AMK). Deshalb sollte man

vorher im Beipackzettel

nachlesen oder den Apotheker

fragen, ob Zerbrechen

erlaubt ist. (dapd)

Schilddrüsenerkrankungen

geboten, denn diese

Krankheiten wirkensichunmittelbar

auf die Medikamentenauswahl

aus. Das

gilt zudem für eine Schwangerschaft

oder die Stillzeit.

Auch lokal angewendete

Medikamente wie Augentropfen

können sich systemisch

auf den Körper auswirken

und sollten deshalb

unbedingt genannt werden.

Die Liste der gefährlichen

Kombinationen ist lang.

„Wer als Asthmatiker Cortison

einnimmt, riskiert bei

gleichzeitiger Einnahme

von Voltaren als Schmerzmittel

Magenprobleme und

eine erhöhte Blutungsgefahr“,

erklärt Plaßmann.

Herzkranke, die mit einem

Blutverdünnenden Medikament

wie ASS behandelt

werden, dürfenkein Ibuprofen

nehmen, da die Wirkung

des Herzmittels

gesenkt werden

kann. In Kombination

mit anderen Mitteln

steigt die Blutungsgefahr.

Wer ein Nieren- oder Leberleiden

hat, sollte kein Paracetamol

zu sichnehmen, da

dieses Schmerzmittel leberschädigend

ist. „Bei bestimmten

Erkrankungen fallen

gewisse Medikamente

gleich raus“, sagt die Apothekerin.

„Allergiker dürfen

kein Aspirin nehmen, da

dies zu allergischen Reaktionen

führen kann.“ Außerdem

seien Hustenstiller für

Asthmatiker gefährlich, da

es zu Sekretstau kommen

kann.

Wer sich inder Apotheke

ausführlich beraten lässt,

minimiert nicht nur das Risiko

von Wechselwirkungen.

„Es lassen sich auch

Optimierungsmöglichkeiten

feststellen“, sagt Plaßmann.

Im Internet gibt es

diese Form der ausführlichen

Beratung nicht.

Sonderveröffentlichung „Gesundheit werdenGesund bleiben

Verlag:

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Hallo-Gratiszeitung-Verlag GmbH Claudia Bakker

Soester Straße 13

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HALLO Gesund werden - Gesund bleiben

November 2012 3

Fahrtüchtigkeit eingeschränkt

Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen: 20 Prozent aller Medikamente beeinflussen Autofahrer

Nur allzu häufig wird bei

Schnupfen zum nächstbestenErkältungsmittel

gegriffen,

um die Symptome zu

lindern. Dass damit oft die

Fahrtüchtigkeit eingeschränkt

wird, ist vielen

Menschen nichtbewusst. Dabei

trifft das auf 20 Prozent

aller Medikamente zu, wie

eine Studie der Bundesanstalt

für Straßenwesen

(BASt) ergab.

aut der Gesellschaft für

LTechnische Überwachung

(GTÜ) ereignet sich jeder

vierte Verkehrsunfall nach

einer Medikamenteneinnahme.

Deshalb fordert die Gewerkschaft

der Polizei (GdP)

eine bessere Kennzeichnung

der Präparate, am besten

nach dem Ampelprinzip:

Grün bedeutet freie Fahrt,

Gelb steht für eine Beeinträchtigung

und bei Rotgelte

absolutes Fahrverbot. Doch

bislang gibt es solch eine Regelung

nicht.

Arzneimittel wirken je

nach Dosierung und der jeweiligen

körperlichen Verfassung

unterschiedlich stark.

Generell beeinträchtigen

Mittel gegen Erkältungskrankheiten

das Reaktionsvermögen.

So findet sich der

Wirkstoff Dextrometorphan

in mehreren frei verkäuflichen

Hustenblockern. Aber

auchbestimmte Heuschnupfenmittel,

einige Parkinson-

Präparate sowie manche Psychopharmaka

schränken die

Fahrtüchtigkeit ein. Je nachdem,

welches Mittel in welcher

Menge genommen wird,

tendiert man zu Müdigkeit,

die Motorikverlangsamt sich

und das Konzentrationsvermögen

lässt deutlich nach.

Tückischist es, wenn in der

Arznei der Wirkstoff mit Koffein

kombiniertwurde. Dann

besteht die Gefahr, dass die

Fahrtüchtigkeit eingeschränkt

wird, man sichaber

fit fühlt. Also stetsvorher den

Beipackzettel lesen. (dapd)

Da hilftauch kein Kaffeetrinken: StehtimBeipackzettel, dass Nebenwirkungen ein vermindertes

Reaktionsvermögen, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Pupillenverengung oder

-erweiterungumfassen, kann dieFahrtüchtigkeit eingeschränkt sein. Foto:DAK-Gesundheit

Clemenshospital und Raphaelsklinik: Gemeinsam stark für Ihre Gesundheit!

Die Kliniken des Clemenshospitals:

•Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

•Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

•Frauenklinik (Gynäkologie und Geburtshilfe)

•Innere Medizin I(allgemeine Innere Medizin)

•Innere Medizin II (Pneumologie)

•Innere Medizin III (Hämatologie und Onkologie)

•Kinder- und Jugendmedizin mit Kinderintensivstation

•Neurochirurgie mit Department ZNS

(neurochirurgisch-neurotraumatologische Frührehabilitation)

•Radiologie und Strahlentherapie

•Thoraxchirurgie

•Unfallchirurgie, Orthopädie, Handchirurgie und Sportmedizin

Die zertifizierten Zentren:

•Brustzentrum Münsterland

•Darmzentrum Münster-Münsterland

•Lungenkrebszentrum Münster

•Regionales Traumazentrum

Die Kliniken der Raphaelsklinik:

•Anästhesie und operative Intensivmedizin

•Allgemein- und Viszeralchirurgie mit der Sektion Proktologie

•Unfall- und Orthopädische Chirurgie

•Innere Medizin I(allgemeine Innere Medizin)

•Innere Medizin II (Gastroenterologie)

•Innere Medizin III (Hämatologie und Onkologie)

•Radiologie und Nuklearmedizin

•Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (Belegabteilung)

•Neurologie (Belegabteilung)

•Urologie (Belegabteilung)

•Zentrale interdisziplinäre Aufnahme (ZiA)

Die zertifizierten Zentren:

•Darmkrebszentrum Raphaelsklinik

•Pankreaszentrum Raphaelsklinik

•Schilddrüsenzentrum Münster

•Chest Pain Unit

•Regionales Traumazentrum

Clemenshospital Münster

Düesbergweg 124, 48153 Münster

Telefon 0251.976-0

Telefax 0251.976-4440

info@clemenshospital.de | www.clemenshospital.de

Raphaelsklinik Münster

Loerstraße 23, 48143 Münster

Telefon 0251.5007-0

Telefax 0251.5007-2264

info@raphaelsklinik.de | www.raphaelsklinik.de


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November 2012 Gesund werden - Gesund bleiben HALLO

Weniger ist manchmal mehr

Bei der Ernährung kommt esnicht nur auf die Menge, sondern auch auf das Was an

Aus was bestehen Lebensmittel

eigentlich? Diese und weitere

Fragen zur gesunden Ernährung

hat HALLO-Redakteurin

Meike Kessler der Diplom-Oecotrophologin

Alwine

Kraatz von der Fachhochschule

Münster gestellt –und

wertvolle Antworten erhalten.

Wassind eigentlichKohlenhydrate?

Kraatz: Vereinfacht ausgedrückt

sind Kohlenhydrate

Zucker. Dabei unterscheidet

man zwischen Einfach- und

Zweifachzucker sowie

Mehrfachzucker.




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Mo.-Fr.: 10.00 - 19.00 Uhr

Sa.: 10.00 - 16.00 Uhr

So.: 11.00 - 16.00 Uhr

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Marktallee 22 · 48165 MS-Hiltrup

Tel.: 0 25 01/8 09 92 08

www.salzgrotte-muenster.de

Worin liegt der Unterschied?

Kraatz: Einfach- und Zweifachzucker

findet man vor

allem in Süßigkeiten und Limonaden,

aber auch in

Plätzchen und Kuchen. Einfach-

und Zweifachzucker

werden schnell im Blut aufgenommen

und verwertet.

Einfach- und Zweifachzucker

bringen sehr schnell,

viele Kalorien –mehr aber

auch nicht.

Und Mehrfachzucker?

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die schniefenden Nasen, die kratzenden

Hälse und die verstopften Nasennebenhöhlen.

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stärkt das Immunsystem, verbessert

das allgemeine Wohlbefinden und unterstützt

bei Allergien, Bronchitis und Asthma, bei

Stress und psychosomatischen Beschwerden.

Es ist für Erwachsene und Kinder gleichermaßen

geeignet.

Kraatz: Zu empfehlen sind

Lebensmittel, die Mehrfachzucker

enthalten. Dazu gehören

Getreideprodukte

und Kartoffeln, diese liefern

nicht nur Kohlenhydrate.

Wertvoll sind vor allem die

weiteren Inhaltsstoffe wie

Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe

und Spurenelemente.

Wassind Getreideprodukte?

Kraatz: Das sind zum Beispiel

Nudeln, Reis und Brot,

allerdings sollten diese Lebensmittel

aus Vollgetreide

bestehen, bei Brot ist esbeispielsweise

Vollkornbrot.

Dazu gehörtaber auchMüsli.

Ein selbstgemachtes Müsli

mit Haferflocken, Nüssen,

getrocknetem und frischem

Obstmit Milchoder Joghurt

isteine wertvolle Grundlage

für den Tag.

Was ist mit Vitaminen?

Kraatz: Jeder sollte fünf Mal

am TagObstund Gemüse essen.

Empfohlen werden

zwei Portionen Obst und

drei Portionen Gemüse.

Obst und Gemüse verfügen

über eine hohe Nährstoffdichte,

liefern Vitamine,

Mineralstoffe, haben dabei

aber wenig Kalorien. Eine

Portion steht für eine Hand

voll. Pro Tag sollten es

rund 500 Gramm

Obst und Gemüse

sein.

Was sollte außerdem auf

dem Teller landen?

Kraatz: Zu einer ausgewogenen

Ernährung gehören

außerdem Eiweiße, von

denen wir in Deutschland

eher zu viel, als zu wenig zu

uns nehmen. Ichrate zu fettarmen

Milchprodukten wie

Milch und Joghurt oder

Quark. Um den Körper mit

wertvollen ungesättigten

Fettsäuren zu versorgen,

sollten wir unter anderem

ein bis zwei Mal pro Woche

Fisch essen.

Was ist mit Fleisch und

Wurstwaren?

Kraatz: Um den Körper ausreichend

mit Eisen und Eiweißen

zu versorgen, genügt

es, zwei Mal in der Woche

Fleischzuessen. Dann sollte

es vor allem helles Fleisch

wie Pute oder Hähnchen

sein. Eine vollwertige Ernährung

ist aber auch ohne

Fleisch möglich. Auch mit

Wurstsollte man zurückhaltend

sein, da sie viele gesättigte

Fettsäuren enthält, die

sich negativ auf das Herz-

Kreislauf-System auswirken

können.

Wiehochist der Tagesbedarf

an Fett?

Kraatz: Der liegt bei 20 bis 30

Prozent. Rapsöl und Olivenöl

sind empfehlenswerte

Öle, die man sowohl für den

Salat als auch zum Braten

verwenden kann.

Gibt es Lebensmittel, auf die

wir generell verzichten sollten?

Kraatz: Wer sich gesund ernähren

möchte, sollte Fertigprodukte

meiden, da sie

viel Salz sowie Zucker und

Fett enthalten. Stattdessen

sollte man saisonal und regional

einkaufen und kochen.

Was zählt außerdem zu

einer gesunden Ernährung?

Kraatz: Viel trinken istwichtig

und damit meine ichMineralwasser,

ungesüßte Tees

und verdünnte Fruchtsäfte.

Die Lebensmittel sollten vitaminschonend

zubreitet

werden und frischsein. Wer

sich dann noch Zeit nimmt

fürs Essen und sich viel an

der frischen Luftbewegt,

tut seinem Körper

viel Gutes.

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Ausgabe 9/2011


HALLO Gesund werden - Gesund bleiben

November 2012 5

Bloß nicht zu viel Zucker

Wer Durchfall hat, kann zwar Salzstangen essen, sollte jedoch auf Cola verzichten

Von Meike Kessler

Werkenntsie nicht, dieWeisheiten,

dass Hühnersuppe bei

Erkältunghilftund Salzstangen

und Cola bei Durchfall

gut sind. Letzteres stimmt

jedenfalls nur zum Teil.

rnährung wirkt präven-

„Wir brauchen eine

Etiv.

abwechslungsreiche, vitaminreiche

und ausgewogene

Ernährung, um die Gesundheit

zu erhalten“, erklärt

Alwine Kraatz. Sie ist

als Diplom-Oecothrophologin

an der Fachhochschule

Münster beschäftigt. „Wenn

eine Krankheit ausgebrochen

ist, kann sie nicht mit

Lebensmitteln therapiert

werden.“

Eine wertvolle Unterstützung

für den Körper leistet

Ernährung dennoch. Bei

Durchfall zum Beispiel kann

man den Natriumhaushalt

durch eine moderate Menge

Salzstangen ausgleichen.

„Salzkartoffeln, ohne Fett

aufgetischt, sind ebenfalls

sinnvoll“, sagt Kraatz.

„Um den Kalium-Haushalt

wieder auszugleichen,

ist esratsam Bananen

zu essen.“

Was Betroffene allerdings

nicht tun

sollten, ist viel Cola

trinken, obwohl diese

Volksweisheit weit verbreitet

ist. „Der Körper benötigt

bei Durchfall

zwar Flüssigkeit und

Zucker, doch in

Cola ist viel zu

viel Zucker

drin“, weiß

die Ernährungsexpertin.

„Zu viel

davon kann den Durchfall

noch fördern.“ Fruchtsaftschorle

mit wenig Saft beispielsweise

versorgt den

Körper mit ausreichend Zucker.

Um den Flüssigkeitshaushalt

auszugleichen,

sollte man abgekochtes

Wasser oder

Tee trinken. „Es gibt

auch Magen-Darm-

Tees, die wohltuend sind.“

Wer seinen Körper bei

Durchfall unterstützen will,

kann

sich inApotheken

eine

Elektrolytlösung kaufen.

Auf keinen Fall ersetzt das

bei anhaltendem Durchfall

nicht den Arztbesuch.

Das gilt auch für eine Erkältung,

die nicht ver-

Foto: Pixelio/

Alexander Klaus

schwinden will.

Wer seinem Körper

dennoch etwas Gutes

tun möchte,

kann seinen Flüssigkeitshaushalt

mit Hühnersuppe

ausgleichen. „Die Dämpfe

der heißen Suppe sorgen

außerdem dafür, dass die

Schleimhäute befeuchtet

werden und das Sekret besser

ablaufen kann“, sagt

Kraatz. Es gebe Hinweise,

dass sich inder Hühnersuppe

entzündungshemmende

Inhaltsstoffe befinden. Deren

Wirksamkeit muss jedochnochausführlicher

erforscht

werden.


6

November 2012 Gesund werden - Gesund bleiben HALLO

Gesetzlich verordnete Gesundheit

Trans-Fettsäuren erhöhen erwiesenermaßen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Von Sebastian Rohling

Gesetzliche Vorgaben sollen

Lebensmittel gesünder machen.

Dass dem auch wirklich

so sein kann, zeigen Erfahrungen

ausanderen Ländern.

o hat zum Beispiel die

SStadt New York im Jahr

2008 die Vorschrift erlassen,

dass Restaurant-Mahlzeiten

nicht mehr als 0,5 Gramm

Trans-Fettsäuren pro Portion

enthalten dürfen.

Wie die Verbraucherzentrale

Nordrhein-

Westfalen mitteilt,

hat der

Erlass sich

positiv ausgewirkt.

Dafür

wurden

rund 15 000

Fast-Food-

Mahlzeiten einmal

vor der Änderung

und noch einmal danach

verglichen. Dabei hat

das Ergebnis die strengeren

Vorschriften auchimNachhinein

gestützt. Denn der

Trans-Fettsäurengehalt pro

Mahlzeit sank demnach im

Mittel um 2,4 Gramm. Vor

allem bei den Gerichten der

großen Burger-Ketten, mexikanischen

und Grill-

Hähnchen-Ketten gab es

Foto: Pixelio/Petra Bork

eine deutliche Senkung.

Für die Menschen,

die regelmäßig

Fast Food verzehren,

bedeutetdas eine signifikante

Reduzierung

des Herz-Kreislauf-Risikos.

Die Trans-Fettsäuren

in unseren Lebensmitteln

stammen in der Regel

aus zwei verschiedenen

Quellen. Ganz natürlich

kommen sie zum Beispiel im

Fett der Produkte von Rindern

und Schafen vor. Zum

anderen entstehen sie aber

auch bei der Teilhärtung

von Fetten für industrielle

Lebensmittel. Trans-Fettsäuren

erhöhen erwiesenermaßen

das Risiko für Herz-

Kreislauf-Erkrankungen.

Wissenschaftler und Mediziner

fordern deshalb

seit Jahren, eine

Begrenzung

der Aufnahme

auf ungefähr

zwei

Gramm

pro Tag.

Dafür

bedürfte

es ihrer

Meinung

nach auch

einer Reduzierung

der Trans-Fettsäurengehalte

industriell hergestellter

Lebensmittel.

Der Konsument hingegen

hat derzeit keine Möglichkeit

sich über den wahren

Gehalt vonTrans-Fettsäuren

in seinem Essen zu informieren.

Denn Angaben darüber

sind in einer Nährwerttabelle

in Deutschland laut Lebensmittelinformationsgesetz

nicht verpflichtend

vorgeschrieben.

Dass es auch anders geht,

zeigen andere Europäische

Staaten. In Dänemarkwurde

ein Anteil von weniger als

zwei Prozent Trans-Fettsäureresten

in Nahrungsfetten

per Gesetz vorgeschrieben.

Island beschloss 2010, diesem

Beispiel zu folgen. Auch

in Österreich unterschrieb

der Gesundheitsminister

2009 eine entsprechende

Verordnung für Fette und

fette Öle sowie für fetthaltige

Lebensmittel.


HALLO Gesund werden - Gesund bleiben

November 2012 7

In Schwung bringen

Schlaf, Bewegung und Vitamine stärken das Immunsystem

Die Jahreszeit der rot geschnäuzten

Nasen und kratzigen

Stimmen ist da, daran

lässt sich nichts ändern.

ohl aber an dem kör-

Zustand, in

Wperlichen

dem wir uns Viren und Bakterien

entgegenstellen,

meint Stephan Bernhardt

vom Deutschen Hausärzteverband.

„Durch die Art, wie

wir uns bewegen, ernähren

und auch entspannen, können

wir unser Immunsystem

so weit kräftigen, dass es

viele der Erreger, die uns attackieren,

schnell und wirksam

abwehren kann.“

So empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation

Erwachsenen

jeden Alters,

täglich mindestens 30 Minuten

lang körperlich aktiv

zu sein, zum Beispiel durch

schnelles Gehen, Walken

oder Radeln auf dem Wegzu

Arbeit. „Das regt Kreislauf

und Durchblutung unter

anderem der Lunge an, vor

allem, wenn es an frischer

Luft stattfindet, und senkt

die Konzentration an sogenannten

Entzündungsmarkern

im Körper“, sagt Hausarzt

Bernhardt.

Mindestens ebenso wichtig

wie regelmäßige Bewegung

istausreichend Schlaf.

Denn während des Schlafes

schüttet der Körper Wachstumshormone

aus –und die

sind auch für Erwachsene

wichtig, erläutert Ulrich

Koehler, Leiter des Schlafmedizinischen

Zentrums

der Universitätsklinik Gießen

und Marburg. „Sie sorgen

dafür, dass sich das Gewebe

regeneriert, und stärken

das Immunsystem.“

Schließlich sollte die Ernährung

stimmen. Zu

einem „gesunden Lebensstil“

gehören reichlich Obst

und Gemüse, weniger fette

Nahrung, und ausreichend

Flüssigkeit, betont Simone

Weikert-Asbeck, wissenschaftliche

Mitarbeiterin

am Institut für Medizinische

Mikrobiologie und Hygiene

in Lübeck. „Wer rund zwei

Liter täglich trinkt, durchspült

die Harnwege und fördert

die Speichel- und Sekretbildung,

die zur Vernichtung

von Krankheitserregernwichtig

ist.“ (dapd)

Leichte Bewegungfördertdas Immunsystem, Leistungssport

kann es hingegen schwächen.

Foto: dapd

Fit aus

den Federn

Bettgymnastik tut gut

W

er frühmorgens noch

einen Augenblick

unter der Decke liegen bleibt

und sich nach Kräften

strecktund räkelt, istkeineswegs

faul, sonderntut etwas

sehr Sinnvolles für Fitness

und Gesundheit, meint Harald

Sedlmayr,Sportpädagoge

bei der AOK Hessen.

„Unsere Wirbelsäule entspannt

sichinder Nacht, bevor

wir sie wieder mit der

Alltagsbelastung strapazieren,

sollten wir sie behutsam

mobilisieren.“

Im Gegensatz zur Muskulatur

seien Bänder und

Bandscheiben zu diesem

Zeitpunkt noch besonders

fest und unbeweglich, erklärt

Sedlmayr. Umsie beweglicher

zu machen und

die Muskulatur schonend

wieder aufzuwecken, rät der

Sportpädagoge, sich vor

dem Aufstehen circa drei

Minuten Zeit für Bettgymnastikübungen

zu nehmen.

Zunächst gilt es, Lendenwirbelsäule

und Hüftgelenk

zu mobilisieren, indem der

oder die gerade Aufgewachte

nochinRückenlage Arme

und Beine kräftig in die Länge

streckt. Die untere und

mittlere Wirbelsäule lasse

sich gut durch das „Beckenkippen“

mobilisieren.

Schließlichwerden die Knie

abwechselnd nach rechts

und linksabgesenkt. (dapd)

» Heilen und Helfen –Menschen in einem Zuhause auf Zeit«

Unter diesem Motto sind wir im Evangelischen Krankenhaus Johannisstift seit über 100 Jahren für die

medizinische und menschliche Versorgung unserer Patienten da. Kompetent, christlich und engagiert

bieten wir Medizin und Pflege für Menschen aller Altersgruppen.

Wir sind für Sie da –ein Leben lang!

Vomgebrochenen Finger bis zur Hüftoperation, vom Neugeborenen bis zum Senioren –inden Fachabteilungen

und Instituten des EVK Münster stehen der Mensch und seine Gesundheit im Mittelpunkt.

Wir helfen beim Start ins Leben, wir helfen, wenn die Gesundheit im Alltag nicht mitspielt und wir

helfen, wenn es im Alter beschwerlich wird.

Wir sind für Sie da –auch in Zukunft –ein Leben lang!

Evangelisches Krankenhaus

Johannisstift Münster gGmbH

Wichernstr. 8 ·48147 Münster

Telefon (02 51) 2706-0

www.evk-muenster.de

UNSERE ABTEILUNGEN

! Innere Medizin

! Allgemein- und Visceralchirurgie

! Unfallchirurgie und Orthopädie, Handchirurgie

! Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

! Akutgeriatrie und Frührehabilitation

! Gynäkologie und Geburtshilfe (BA)


8

November 2012 Gesund werden - Gesund bleiben HALLO

Individuelle Behandlungskonzepte

Rolfing-Methode ist eine manuelle, tief greifende und nachhaltige Körperarbeit

Von Sebastian Rohling

Das Organ, welches alle innerenStrukturen

des menschlichen

Körpers miteinander

verbindet, bezeichnet man

als Fasziennetz. Dieses formgebende

Bindegewebe strukturiertund

verbindetalle Elemente

des menschlichen Körpers

und unterteilt diesen in

seine einzelnen Funktionseinheiten.

mgenau dieses Bindege-

geht es bei der Rol-

Uwebe

fing-Therapie®. Doch es

geht noch um viel mehr.

„Die Wirkung entfaltet sich

im tiefen Bindegewebe.

Durch eine bewusste, genaue

und zielgerichtete Berührungsqualität

werden

Verspannungen, die sichim

Gewebe als Verklebungen

manifestieren, mobilisiert

und ein Spannungsausgleich

erreicht“, erklärt Simone

Angermann. Sie ist

Heilpraktikerin Simone Angermann.

Fotos: Laura Muhle,

Pixelio/Rainer Sturm

certified advanced Rolfer,

wasbedeutet, dass sie durch

die European Rolfing Association

ausgebildet worden

ist. Bei dieser Form der Therapie

handelt es sich um

eine Verbindung vonBindegewebsmassage

und Körperarbeit.

„Unterm Strich sollen

so verklebte Bindegewebsschichten

gelöst, Verkürzungen

im Gewebe gedehnt

und verhärtete Stellen

geschmeidig gemacht

werden“, erklärt die Heilpraktikerin.

Durch die besondere

Berührungsqualität

werden Dynamik und Statik

des Bewegungsapparates in

Beziehung gesetzt. „Das

führt zueiner verbesserten

Haltung und mehr Bewegungsfreiheit“,

ergänzt Angermann.

Sie versteht sich

und ihreKollegen deswegen

auchals eine Form des „Personal

Körper Coach“, da es

sich bei Rolfing um einen

ganzheitlichen Ansatz handelt.

Dieser sei klar anatomisch

ausgerichtet, allerdings

stände auch der Genuss, in

Form der Massage und

einem gesteigerten Körpergefühl,

im Fokus. „Wichtig

ist, dass nicht einzelne

Symptome behandelt werden,

sondern die Optimierung

der gesamten Körperstatik

das primäre Ziel der

Behandlung sei“, so Angermann.

Erwünscht sei eine

ökonomischereQualität der

Bewegung, welche Gelenke

und Rücken schone.

Des Weiteren

werden

aber auch Bewegungsabläufe,

wie zum Beispiel

die Atmung,

in die

manuelle

Arbeit miteinbezogen

und der

Rolfer

gibt Anleitun-

gen zu

günstigeren

Haltungsund

Bewegungsmustern.

Eine

Rolfing-

Therpie

kann aber weit mehr erreichen.

Deswegen wird das

ganzheitliche Behandlungskonzept

auch strukturelle

Integration genannt.

„Es wird immer mit

dem ganzen Körper gearbeitet.

Dazu gehört

auch die Seele eines

Menschen“, erklärt

Angermann. Deswegen

ist Rolfing auch

für eine sehr breite

Zielgruppe geeignet.

Unabhängig vom Alter,kann

diese präventive,

prozessorientierte

Behandlung

jeder

wahrnehmen.

www.rolfing.org,

www.angermann-rolfing.de

LWL-Klinik Münster

Die LWL-Klinik Münster

ist ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie

und Psychotherapie mit einem

differenzierten Leistungsspektrum.

Alle psychiatrischen Krankheitsbilder

werden hier behandelt;

Angststörungen, Anpassungsstörungen,

Reaktionen auf schwere

Belastungen, Demenzerkrankungen,

Depressionserkrankungen,

Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen,

schizophrene Erkrankungen,

Schlafstörungen und

Zwangsstörungen.

Spezialisierte Angebote sind auf die Behandlung

älterer Menschen und auf

die Behandlung suchterkrankter Menschen

ausgerichtet. Hierzu gehören stoffgebundene

Süchte wie Nikotin, Alkohol,

Medikamente, illegale Drogen, aber auch

nicht stoffgebundene Süchte wie z. B.

Arbeit und Glücksspiel.

Die Tageskliniken für Allgemeinpsychiatrie

und Psychotherapie, Gerontopsychiatrie

sowie Suchtmedizin und

eine differenzierte, gut ausgebaute Institutsambulanz

ergänzen das stationäre

Therapieangebot.

Moderne therapeutische Verfahren wie

Psychotherapie, Pharmakotherapie,

Ergotherapie, Kunsttherapie, Musik-therapie,

Sporttherapie und Physiotherapie

stehen zur Verfügung.

Der Klinik angegliedert ist das LWL-Rehabilitationszentrum

Münsterland für die

medizinische Rehabilitation abhängigkeitserkrankter

Menschen.

Die vier Abteilungen der LWL-Klinik

Münster:

· Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie

· Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Ärztlicher Direktor und Chefarzt

Prof. Dr. med. Thomas Reker

· Abteilung Gerontopsychiatrie

· Tagesklinik für Gerontopsychiatrie

und Memory Clinic

Chefarzt Dr. med. Tilman Fey

· Abteilung für Suchtkrankheiten

· Tagesklinik für Suchtkrankheiten

Chefärztin Dr. med. Jutta Settelmayer

· Abteilung für Innere Medizin

Chefarzt Dr. med. Rolf Althoff

LWL-Klinik Münster

Friedrich-Wilhelm-Weber-Str. 30

48147 Münster

www.lwl-klinik-muenster.de

Telefon-Zentrale: 0251 91555-0


HALLO Gesund werden - Gesund bleiben

November 2012 9

Volksleiden Tinnitus

Was hinter Ohrengeräuschen stecken kann und welche Behandlungsmöglichkeiten helfen können

Viele Menschen leiden unter

Tinnitus. HALLO-Redakteurin

Meike Kessler hat mit Dr.

Mario Koopmann über Ursachen

und Behandlungsmöglichkeiten

der Ohrgeräusche

gesprochen. Der Facharzt für

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

(HNO) ist zuständig für die

Tinnitus-Sprechstunde an

der Uniklinik Münster.

Was bedeutet Tinnitus

eigentlich?

Koopmann: Tinnitus steht

allgemein für ein Ohrgeräusch.

Dabei unterscheidet

man zwischen einem

subjektiven und objektiven

Tinnitus. Den subjektiven

Tinnitus nimmt nur der Patient

war. Beim objektiven

Tinnitus kann auchder Arzt

das Ohrgeräusch hören,

was allerdings sehr selten

vorkommt. Des Weiteren

unterscheidet man zwischen

einem akuten Tinnitus

und einem chronischen

Ohrgeräusch, das länger als

drei Monate besteht.

Was sollten Patienten tun,

die ein Ohrgeräusch haben?

Koopmann: Patienten die,

ein Ohrgeräusch haben,

sollten das unbedingt von

einem HNO-Arzt abklären

lassen. Allerdings zählt ein

akuter Tinnitus nicht mehr

zu den Notfällen. Ein Ohrgeräusch

ist kein Grund,

nachts ins Krankenhaus zu

fahren.

Was kann hinter einem

Ohrgeräusch stecken?

Koopmann: Es gibt verschiedene

Ursachen. Jede Hörminderung,

die unter anderem

imInnenohr, amHörnerv

oder auch imMittelohr

entstehen kann, kann

auch zu einem Ohrgeräusch

führen. Ohrenschmalz

oder ein Loch im

Trommelfell können ebenfalls

einen Tinnitus verursachen.

Verantwortlich kann

außerdem ein sogenannter

Hörsturz sein, eine akute

Verschlechterung des Hörvermögens

ohne erkennbare

Ursache. Auch taube

Menschen können unter

einem Tinnitus leiden. In

seltenen Fällen führen auch

Herz-Kreislauf- und Stoffwechselstörungen

zu einem

Tinnitus. Weitere mögliche

Ursachen für ein Ohrgeräusch

können Erkrankungen

an der Halswirbelsäule

und des Kiefergelenks sein.

Was ist mit Stress als eine

Ursache für Tinnitus?

Koopmann: Nicht jeder, der

Stress hat, bekommt Tinnitus.

Oftmals sind diese

Symptome somatisiert, das

heißt, die Patienten stellen

einen Zusammenhang her,

ohne dass es eine organische

Ursache dafür gibt.

Wie werden Ohrgeräusche

behandelt?

Koopmann: Bei der Therapie

wird die Ursache für das

Ohrgeräusch, wie zum Beispiel

die Verletzung des

Trommelfells, behandelt. Es

gibt auch Fälle, bei denen

symptomatisch behandelt

wird. Autogenes Training

kann Betroffenen beispielsweise

helfen. Es gibt auch

Zusammenhänge mit Beschwerden

in der Halswirbelsäule,

bei denen Akupunktur

oder Akupressur

hilfreichsind. Deutlichseltener

wird Cortison eingesetzt,

da diese Therapie

mittlerweile kritischbewertet

wird. Es gibt Betroffene,

bei denen ein Hörgerät Linderung

verschafft. Hilfreich

istvor allem die Aufklärung

über Ursachen von Ohrgeräuschen,

das sogenannte

Tinnitus-Counseling.

Wo bekommen Betroffene

Hilfe?

Koopmann: HNO-Ärzte sollten

die erste Anlaufadresse

sein. Zudem gibt es in der

Poliklinik der Uni eine Tinnitus-Sprechstunde.

Was kann ich vorbeugend

tun, um Ohrgeräusche zu

verhindern?

Koopmann: Der Schutz des

Gehörs ist extrem wichtig,

um ein erhöhtes Risiko

einer langfristigen Hörminderung

auszuschließen.

Tinnitus-Sprechstunde

der Uniklinik Münster

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10

November 2012 Gesund werden - Gesund bleiben HALLO

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verschaffen. „Aufgüsse

aus Thymian und Efeu sind

empfehlenswert. Sie wirken

zugleich hustenstillend und

-lösend“, rätWolfgang Hornberger

vom Berufsverband

Deutscher HNO-Ärzte.

„Generell istesbei Reizhusten

wichtig, viel zu trinken,

die Stimme nicht zu stark zu

strapazieren, das Husten

nicht zu provozieren und

Rauchen sowie zu kalte Luft

zu meiden“, empfiehlt Hornberger.Die

LuftimRaum sollte

nicht zu trockensein, Stoßlüften

und Wasserschalen

auf der Heizung können hier

Abhilfe verschaffen. (dapd)

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Unbedingt auskurieren

Bei entzündeten Nasennebenhöhlen viel trinken

Lang anhaltender Schnupfen

kann auf eine Entzündung

der Nasennebenhöhlen hinweisen.

Viel trinken ist dann

wichtig.

neinigen Fällen helfen nur

IAntibiotika, Linderung verschaffen

können auch abschwellende

Nasensprays

und Schleimlöser.„Gerade in

den kalten Monaten haben

Krankheitserreger vonAtemwegsinfektionen

leichtes

Spiel“, erklärtJoachim Wichmann,

Vize-Präsident des

Deutschen Berufsverbandes

der Hals-Nasen-Ohrenärzte.

„In beheizten Räumen trocknet

unter anderem die Nasenschleimhaut

schnell aus

und der natürliche Abwehrmechanismus

ist gestört, Viren

und Bakterien können

sich rasch vermehren.“

Wichmann empfiehlt Medikamente

auf pflanzlicher

Basis sowie das Inhalieren

mit Salzen oder ätherischen

Ölen. „Wichtig ist es, viel zu

trinken, am besten eineinhalb

bis zwei Liter am Tag.

Wohltuend wirkt meist Hollundersaft,

der kurz mit Zucker

und Zimt aufgekocht

wird.“

(dapd)

Wenn eine akute Nasennebenhöhlenentzündung nicht richtig

auskuriert wird, kann es immer wieder zu Beschwerden

kommen.

Foto: DAK-Gesundheit

Salzwasser tut gut

Ätherische Öle greifen die wunde Schnupfennase an

ot, trocken und wund –

Rso sieht die Nasenspitze

in der Schnupfenzeit aus.

„Man sollte nur Taschentücher

ohne ätherische Öle

verwenden, denn die Öle reizen

die Nasenspitze zusätzlich“,

sagt die berliner Dermatologin

Gertraud Kremer.

„Und rubbeln und reiben Sie

nicht mit dem Taschentuch

auf der Nase herum.“ Mechanische

Belastung greife

die Nase nur noch mehr an.

Empfehlenswert sei eine

Anti-Irritation-Creme, die

den Juckreiz lindere und

Hautrötungen mindere. Viele

Menschen inhalieren mit

ätherischen Ölen. „Das

greift aber die Nasenhaut

stark an“, sagt Kemper. Besser

ist es, Salzwasser zu verwenden.

(dapd)

Info-Herbst in Münster!

■ 17.11. | 10.00 –13.00 Uhr | Chronische Obstipation

■ 24.11. | 11.00 –16.00 Uhr | Schulter- und Ellenbogenerkrankungen

■ 12.12. | 16.00 –18.00 Uhr | Das künstliche Kniegelenk

Eine Anmeldung ist nicht notwendig,die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenlos.

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Telefon 0251.5007-0

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Foto:Pixelio/Jorma Bork

HALLO Gesund werden - Gesund bleiben

November 2012 11

Wenn die Arbeit krank macht

Berufsdermatologie: Hautschutz und -pflege sind das Aund O, noch bevor Veränderungen entstehen

Von Meike Kessler

Eine Berufskrankheit ist

nicht nur eine Erkrankung,

die beruflich bedingt ist,

nein, sie muss auch in derListe

der Berufskrankheiten

aufgenommen werden.

as gilt mittlerweile auch

Dfür beruflich bedingten

Hautkrebs, aber auchfür die

bekannten Hautekzeme der

Friseure. „Die Liste wird immer

mal wieder aktualisiert“,

erklärt Professor Dr.

Randolf Brehler. Der Oberarzt

an der Uni-Hautklinik

in Münster ist auch Berufsdermatologe.

„Entscheidend

ist, ob die beruflichbedingte

Erkrankung auchanerkannt

ist.“

Besonders betroffen von

Hauterkrankungen sind all

diejenigen, die ihre Hände

oftwaschen oder desinfizieren

müssen, die ständig

Handschuhe tragen oder in

Feuchtigkeit arbeiten müssen.

Dazu zählen vor allem

Friseure, Mediziner, aber

auch Reinigungskräfte sowie

Arbeiter aus der Metallund

Chemieindustrie. „In

der Hauptsache gehören zu

den beruflich bedingten

Hauterkrankungen Ekzeme

an den Händen“, sagt der Allergologe.

„Wer sich 20Mal

am Tagdie Hände waschen

muss, sorgt damit für Hautirritationen,

die zu Ekzemen

führen können.“

Ist der Barriereschutz der

Haut erst einmal gestört,

könne es zu Kontaktallergien

kommen. „Wer oft mit

Allergie auslösenden Stoffen

in Berührung kommt, wie

der Friseur mit Dauerwellenmittel

oder Haarfärbeprodukte,

hat ein hohes Risiko“,

sagt Brehler. „Kontaktallergien,

die beispielsweise

Ekzeme auslösen, müssen

unbedingt therapiert und

die Auslöser gemieden werden.

Gelingt das nicht, wie

im Beispiel des Friseurs,

müssen Betroffene eventuell

den Beruf aufgeben.“

Das versucht

man jedoch unbedingt

zu verhindern,

da

Umschulungen

und andere

Überbrückungsmaßnahmen

kostspielig

sind

und die Betroffenen

nur selten

einen anderen

Beruf ausüben

möchten.

Umso wichtiger sei

die Prävention. „Deshalb

gibt es Aufklärungskampagnen

und Schulungen,

die den Menschen zeigen,

wie sie ihreHaut richtig

schützen und pflegen“, sagt

der Berufsdermatologe.

„Denn nicht jeder Handschuh

schützt vorjeder Chemikalie.“

Gefragt seien dabei

auchdie Arbeitgeber,die

die nötigen Schutzmaßnahmen

und

Pläne zur Verfügung

stellen

müssen. „Wichtig

ist, dass in gefährdeten

Berufen, die Haut bereits

geschützt und gepflegt

wird, bevor eszueiner Erkrankung

kommt“, sagt Professor

Dr. Randolf Brehler.

Immerhin zählten die Hauterkrankung

zu den häufigsten

Berufserkrankungen.

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sollte jeder für sich deshalb

sehr Ernst nehmen.“

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