Optiflex - R. Nussbaum AG

nussbaum.ch

Optiflex - R. Nussbaum AG

Optiflex

Anwendungstechnik

Directives techniques

Tecnica applicativa

AWT 2

Optiflex

Das Sanitär-Installationssystem mit den

schwarzen PE-Xc-Rohren flexibel und formstabil

und den Fittings zum Pressen und Schrauben.

Optiflex

Le système d’installations sanitaires avec tuyaux

de couleur noire PE-Xc, flexibles ou rigides,

proposant deux possibilités d’assemblage: par

sertissage ou par vissage.

Optiflex

Il sistema d’installazione sanitario con tubi neri

flessibili e multistabili in PE-Xc e con fitting da

pressare o avvitare.


Anwendungstechnik AWT 2 Seiten 3 – 37

Directives techniques AWT 2 pages 39 – 73

Tecnica applicativa AWT 2 pagine 75 – 109


Inhaltsverzeichnis

Optiflex

Anwendungstechnik

1. Einführung 4

2. Systemkomponenten 5

2.1 Die schwarzen Optiflex-Rohre flexibel und formstabil 5

2.2 Press- und Schraubfittings, Einlegehilfen 7

2.3 Presswerkzeuge und System-Pressbacken 9

3. Optiflex-Verbindungen 10

3.1 Pressverbindung mit SC-Kontur 10

3.2 Schraubverbindung 10

4. Einsatzbereiche 11

5. Planungshinweise/Verlegevorschriften 12

5.1 Planung und Ausführung 12

5.1.1 Rohrweitenbestimmung 12

5.1.2 Ausstosszeiten 13

5.2 Druckprüfung und Spülung von Optiflex-Press- und -Schraubverbindungen 14

5.3 Elektrische Begleitheizung 15

5.4 Längenausdehnung von Rohrleitungen 15

5.5 Verlegen von Optiflex-Rohren 17

5.5.1 Verlegearten 17

5.5.2 Unterputz verlegte Optiflex-Rohre 19

5.5.3 Auswechselbarkeit von Optiflex-Rohren 19

5.5.4 Verlegearten bei Frostgefahr 20

5.5.5 Verlegen der Optiflex-Rohre als Zirkulationsleitungen 21

6. Verarbeitungs- und Montageanleitungen 22

6.1 Lagerung und Transport von Optiflex-Kunststoffrohren, -Pressfittings,

-Schraubfittings und Armaturen 22

6.2 Trennen der Optiflex-Rohre 22

6.3 Optiflex-Pressverbindung mit SC-Kontur 22

6.4 Herstellung von Optiflex-Verbindung 23

6.5 Montageanleitung für Einlegehilfen 24

6.5.1 Leitungsverlegung in Betondecke mit Einlegebalken 24

6.5.2 Leitungsverlegung in Betondecke mit Einlegekasten 25

6.5.3 Leitungsverlegung in Betondecke mit Rohrstützen 26

6.5.4 Auftauen von eingefrorenen Optiflex-Leitungen 27

6.5.5 Einlegeschema für Hochschrank-Wassererwärmer HWU 28

6.5.6 Montageschema für Hochschrank-Wassererwärmer HWU 28

6.5.7 Einlegeschema für Hochschrank-Wassererwärmer HWV 29

6.5.8 Montageschema für Hochschrank-Wassererwärmer HWV 29

6.6 Anwendungsbeispiele Optiflex 30

6.7 Anwendungsbeispiele Optiflex mit Optivis/Optivis-Tec 31

7. Diagramme 32

7.1 Druckverlustdiagramm von Optiflex-Kunststoffrohren flexibel und formstabil 32

7.2 Gleichwertige Rohrlänge von Optiflex-Fittings und Armaturen 33

7.3 Längenausdehnung von Optiflex-Rohren formstabil 34

7.4 Längenausdehnung von Optiflex-Rohren flexibel 35

7.5 Protokoll für die Druckprüfung von Optiflex-Installationen mit Pressverbindungen 36

7.6 Protokoll für die Druckprüfung von Optiflex-Installationen mit Klemmverbindungen 37

3


1. Einführung

Das Installations-System für die Etagenverteilung

Optiflex ist das optimale Sanitär-Installationssystem von Nussbaum für die Etagenverteilung. Mit den

schwarzen PE-Xc-Rohren flexibel oder formstabil und den Fittings zum Pressen oder Schrauben steht für

jeden Anwendungsfall die richtige Kombination zur Verfügung. Das System für die Etagenverteilung ist

optimal auf das Installations-System Optipress, das Vorwand-System Optivis-Tec und die Nussbaum-

Armaturenanschlüsse abgestimmt.

Optiflex – das vielseitige System

In Neu- und Umbauten, in Mauer-, Holz- oder Leichtbauwänden, in Vorwand-Systemen wie Optivis-Tec

oder Sanitärelementen für den Trockenbau, mit Optiflex haben Sie für alle Varianten die richtige Lösung –

mit einer Vielzahl von innovativen Systemkomponenten für den Sanitär-Fachmann: Rohre von der Rolle,

Rohre in Stangen, eine grosse Fitting-Auswahl, Anschlussdosen, Verteiler, Ventile, Werkzeuge sowie

praktische Einlege- und Montagehilfen garantieren Langzeitsicherheit – ein Hausleben lang.

Argumente, die für das Optiflex-Installationssystem sprechen:










exklusive Sicherheitsmerkmale wie SC-Kontur bei Pressfittings, Sichtkontrolle und schwarze Rohre

schnelle und sichere Verbindungstechnik mit Press- und Schraubfittings

flexible oder formstabile PE-Xc-Rohre, homogen schwarz und dadurch UV-beständig,

korrosionsfrei, hygienisch einwandfrei

umfangreiches Fittingprogramm und Systemarmaturen aus korrosionsbeständiger Rotguss-Legierung

gemäss der künftigen WHO-Norm

leistungsoptimierter Verteiler zur beliebigen Kombination

diverse Einlegehilfen für die Einlegetechnik

direkte Anbindungen an die Nussbaum-Gesamtlösung

Nussbaum-Systemgewährleistung

SVGW-geprüft und -zugelassen

Die Besonderheit für den Installateur ist das Pressfitting-Sortiment mit dem einzigartigen Leistungsmerkmal

der SC-Kontur (SC = Security Checked = sicherheitsgeprüft).

Alle Optiflex-Systemkomponenten, inkl. Pressbacken, sind mit RN oder Nussbaum gekennzeichnet.

Voraussetzung für unsere umfassende Systemgewährleistung sowie für die Systemsicherheit

mit den Nussbaum-Systemen ist die ausschliessliche Verwendung von Systemkomponenten

des Nussbaum-Lieferprogramms.

4


2. Systemkomponenten

Optiflex

Anwendungstechnik

2.1 Die schwarzen Optiflex-Rohre flexibel und formstabil

Optiflex-Rohr flexibel

Flexibles, hochwertiges Kunststoffrohr aus elektronenstrahlvernetztem Polyethylen (PE-Xc), eingezogen in

gewelltes Schutzrohr aus Polyethylen (PE). Das ideale Rohr für die Einlegetechnik. Das flexible Optiflex-

Rohr kann mit Press- und Schraubverbindern eingesetzt werden.

Schutzrohr

PE-Xc-Rohr

Optiflex-Rohr formstabil

Das formstabile Kunststoffrohr aus hochwertigem elektronenstrahlvernetzten Polyethylen (PE-Xc) ist mit

einer Aluminiummantel ausgestattet. Mit dem druck- und temperaturbeständigen PE-Xc Innenrohr ist das

formstabile Rohr die optimale Basis für den Einsatz in der Trinkwasser-Installation. Die Aluminiumschicht

macht das Rohr sauerstoffdicht und vermindert deutlich die Längenausdehnung. Das formstabile Optiflex-

Rohr kann nur mit Pressverbindern eingesetzt werden.

Haftvermittler

PE-Xc-Rohr

Aluminiummantel

Spezielle Eigenschaften der Optiflex-Rohre

– keine Inkrustationen, keine Kalkablagerungen an der Rohrinnenwand

– keine Fliessgeräusche

– Höchstwerte des Langzeitverhaltens, d.h. der Zeitstandfestigkeit unter Druck- und Temperaturbelastung

– hohe Wärmeformbeständigkeit, hohe Sicherheitsreserven gegen Rohrbruch

– hervorragende Beständigkeit gegen Wärmealterung (Thermooxidation)

– Unempfindlichkeit gegen Spannungsrissbildung

– kann bei allen Witterungsbedingungen verarbeitet werden

– bester Schutz gegen UV-Strahlen dank Schwarzfärbung

– gutes Frostverhalten, keine Rohrschäden bei partiellem Einfrieren von Rohrabschnitten

– gute Wärmeisolation bei Verlegung im Schutzrohr dank isolierender Luftschicht

– hoher, konstanter Qualitätsstandard durch strenge Prüfungen vom Rohmaterial bis zum Fertigprodukt

– schwarze Optiflex-Rohre und PE-Schutzrohre entsprechen mit der Brandkennziffer 4.2 (in Deutschland

Brandschutzklasse B2) den Bestimmungen für die Verwendung brennbarer Baustoffe in Gebäuden

5


Durchgehende Kennzeichnung der Optiflex-Rohre

flexibles Rohr (Beschriftung weiss)

1 2 3 4 5 6 7

1 System- bzw. Rohrbenennung

2 Werkstoffbezeichnung

3 Rohrabmessung

4 Rohr erfüllt die Anforderungen nach DIN 16892

5 SVGW- und DVGW-Zulassung

6 Abkürzung der fremdüberwachenden Prüfanstalt (Materialprüfanstalt Darmstadt)

7 Herstellerspezifische Kennzeichnung

formstabiles Rohr (Beschriftung weiss)

1 2 3 4 5 6 7

1 System- bzw. Rohrbenennung

2 Werkstoffbezeichnung

3 Rohrabmessung

4 Rohr erfüllt die Anforderungen nach DIN 16892

5 SVGW- und DVGW-Zulassung

6 Abkürzung der fremdüberwachenden Prüfanstalt (Materialprüfanstalt Darmstadt)

7 Herstellerspezifische Kennzeichnung

Betriebsbelastungen der Optiflex-Rohre

Unter Berücksichtung eines ausreichend grossen Sicherheitsfaktors ergeben sich für die Betriebsbelastung

der schwarzen Optiflex-Rohre folgende Werte:

– Dauerbelastung

KW 20 °C 20 bar 50 Jahre

WW 50 °C 14 bar 50 Jahre

60 °C 13 bar 50 Jahre

70 °C 11 bar 50 Jahre

80 °C 10 bar 50 Jahre

95 °C 19 bar 10 Jahre

6


Optiflex

Anwendungstechnik

2.2 Press- und Schraubfittings, Einlegehilfen

Fittings

Umfangreiches Fittingprogramm aus Rotguss mit Pressund

Schraubverbindern

Kupplungen, Übergangsstücke, Bögen und T-Stücke

für Rohre der Dimensionen 16, 20, 25 und 32

Armaturenanschlüsse und Wanddurchführungen für

Rohre der Dimensionen 16 und 20

Dosen

Für jede Einbausituation die geeignete Dose aus schlagfestem

Kunststoff und Anschlusskörper aus Rotguss für Rohre der

Dimensionen 16 und 20

Einfach-Dosen 90° und 70° mit Press- und Schraubverbindern

Doppeldosen mit Press- und Schraubverbindern

Spezialdosen für Holz- und Leichtbauwände mit

Press- und Schraubverbindern

vormontiert auf Montageschiene

Verteiler

Verteilerprogramm aus Rotguss mit Press- und

Schraubverbindern für Rohre der Dimensionen 16 und 20

Leistungsoptimierter Optiflex-Verteiler DN 20 und DN 25

mit gekröpften Stecknippelanschlüssen für Rohre der

Dimensionen 16 oder 20, zum Pressen oder Schrauben, mit

1, 2, 3, 4 und 5 Abgängen. Kombinationen von Abgängen

nach oben oder unten möglich

Optiflex-Verteiler 3 ⁄4" mit Pressverbindern für Rohre der

Dimension 16 mit 2, 3 und 4 Abgängen

7


Ventile

Verteil- und Absperrventile; Aufputz und Unterputz, für Rohre

der Dimensionen 16 und 20.

Ventilgehäuse aus Rotguss

Ventilsitz aus erosionsfestem und korrosionsfreiem

Chrom-Nickel-Stahl

Montagehilfen

Einlegehilfen mit einer Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten

für flexible Rohre der Dimensionen 16 und 20

Einlegebalken und Einlegekasten für Rohrdurchführungen

Rohrbrücken und Rohrstützen für korrekte Rohrführung

Montagehilfen für Optiflex-Dosen wie Distanz- und

Montagehalter, Montageschienen, Dosenhalterungen,

Montagelehren, Verteilerkästen und Revisionsrahmen

8


Optiflex

Anwendungstechnik

2.3 Presswerkzeuge und System-Pressbacken

Allgemeines

Für die optimale Verbindung von Pressfitting und Optiflex-Rohr stehen robuste elektrohydraulische

Nussbaum-Presswerkzeuge mit zugehörigen Nussbaum-System-Pressbacken zur Verfügung.

Typ 3 Typ 4A Picco

Nussbaum-Presswerkzeuge

Die Nussbaum-Presswerkzeuge werden zum Verpressen aller Optiflex-Pressfittings 16 bis 32 eingesetzt.

Dank Hydraulik arbeiten die Geräte sehr verschleissarm (kein ölen und fetten nötig). Die Hydraulik bewirkt,

dass ein einmal eingeleiteter Pressvorgang vollständig und automatisch abläuft. Fehlpressungen

werden dadurch vermieden.

Die Presswerkzeuge Typ 3, 4A und Picco sind mit elektronischer Sicherheitstechnik ausgestattet, mit der

die Funktion der Presswerkzeuge überwacht wird.

Nach 20’000 Verpressungen erfolgt die automatische Serviceanzeige.

Eine ausführliche Bedienungsanleitung vermittelt die richtige Bedienung, Handhabung und Wartung des

Gerätes. Presswerkzeuge und System-Pressbacken sind vor Gebrauch auf Funktionstüchtigkeit und

evtl. Beschädigung hin zu prüfen. Beschädigte Presswerkzeuge und System-Pressbacken dürfen nicht

weiter verwendet werden. Sie sind an die nächste autorisierte Servicestelle zuzustellen.

Nussbaum-System-Pressbacken

Für jede Rohrweite steht eine System-Pressbacke zur Verfügung,

die rasch und einfach auf das Presswerkzeug gesteckt und

mittels Befestigungsbolzen gesichert wird.

System-Pressbacken mit Schmutzablagerungen oder

metallischen Rückständen, insbesondere im Bereich

der Pressgeometrie, müssen vor Gebrauch trocken

(z.B. mit einer Stahlbürste) gereinigt werden.

Voraussetzung für unsere umfassende Systemgewährleistung sowie für die Systemsicherheit

mit den Nussbaum-Systemen ist die ausschliessliche Verwendung von Systemkomponenten

des Nussbaum-Lieferprogramms.

9


3. Optiflex-Verbindungen

3.1 Pressverbindung mit SC-Kontur

Die SC-Kontur sorgt dafür, dass unverpresste Verbindungen sichtbar werden und sich durch Druckabfall bemerkbar

machen. Ein entscheidender Sicherheitsvorteil.

Die SC-Kontur verliert nach der Verpressung ihre Wirkung und ist dauerhaft dicht. Die Pressfittings mit SC-Kontur sind

mit einem grünen Punkt markiert (SC = Security Checked = sicherheitsgeprüft).

1

2

3

5

4

1 Anschlusswinkel mit Stützkörper aus Rotguss

2 Kunststoff-Anschlagring mit Sichtfenster zur Kontrolle der

Rohreinstecktiefe

3 SC-Kontur-Markierung

4 Dichtring aus EPDM

5 Presshülse aus Edelstahl

6 Schwarzes PE-Xc-Rohr flexibel oder formstabil

(UV-beständig)

6

3.2 Schraubverbindung

1

2

3

4

1 Verschraubungskörper mit Stützkörper aus Rotguss

2 Beidseitig verwendbarer Klemmring aus Messing

3 Robuste Überwurfmutter aus wärmebehandeltem Messing

4 Schwarzes PE-Xc-Rohr flexibel (UV-beständig)

10


4. Einsatzbereiche

Optiflex

Anwendungstechnik

Trinkwasser

Das Optiflex-System ist geprüft und zugelassen für Trinkwasser-Installationen nach den

SVGW-Leitsätzen W3, mit einer maximal zulässigen Dauerbelastung von 95 °C und 10 bar.

Nachbehandeltes Wasser

Teil- und vollentsalztes Wasser (Kaltwasser), darunter fallen entkarbonisiertes-, entmineralisiertes-,

entionisiertes-, Osmose- und destilliertes Wasser.

Druckluftinstallationen bis 10 bar.

Bei einem Einsatz von Armaturen ausserhalb von Trinkwasser ist in jedem Fall

die Eignung der entsprechenden Produkte zu überprüfen.

Für Spezialeinsätze des Optiflex-Systems ist in jedem Fall Rücksprache mit

der Abteilung Marketing-Technik von Nussbaum zu nehmen.

Brandschutz Optiflex- und Schutzrohre sind vom Brandverhütungsdienst (BVD) geprüft und

sind beim VKF zugelassen mit der Brandkennziffer 4.2 (normalflammbar). Gemäss DIN 4102 Teil

1: Brandschutzklasse B2.

Erdung von Elektro-Installationen Optiflex-Rohre können nicht als Erdungsleiter für

elektrische Anlagen und Blitzschutz-Anlagen verwendet werden.

Regenwasserinstallationen für Gartenauslaufventile, WC-Anlagen und Waschmaschinen-

Anschlüsse. Zur Unterscheidung zum Trinkwasser-System bieten wir das Optiflex-Rohr im

grauen Schutzrohr an.

Installationen für Wässer, die Desinfektionsmittel enthalten, sind möglich, wenn

vom Hersteller bzw. Lieferanten des Desinfektionsmittels keine Vorbehalte angebracht werden.

Dämmung Bei der Wärmedämmung sind die örtlichen Energiegesetze und/oder -Verordnungen

einzuhalten.

Optiflex ist nicht geeignet für:

– Anwendungen im Bereich Reinst-Wasser

– Anwendungen im Bereich Verteilungen von brennbaren Gasen sowie Ozon

– Anwendungen im Bereich Halogene (Brom, Fluor, Chlor konzentriert) sowie chlorierter und

aromatisierter Kohlenwasserstoffen, z.B. Nitroverdünner, Benzin, usw.

11


5. Planungshinweise/Verlegevorschriften

5.1 Planung und Ausführung

Zu beachten sind die «Leitsätze für die Erstellung von Wasserinstallationen W3» des SVGW.

5.1.1 Rohrweitenbestimmung

Die nachfolgende Tabelle dient der Bestimmung der Rohrweiten bei Trinkwasser-Installationen, die mit

dem Optiflex-System ausgeführt werden. Die Angaben in der Tabelle entsprechen denjenigen der

SVGW-Leitsätze W3, Tabelle 2d. Die Bestimmung der Anzahl Belastungswerte erfolgt gemäss der Tabelle 1

der SVGW-Leitsätze.

PE-X-Rohre DIN 16893 PN 20

Total Belastungswerte BW 3 4 5 8 16 35

Grösster Einzelwert BW 4 5 8

d a x s (mm) 16 x 2,2 20 x 2,8 25 x 3,5 32 x 4,4

d i (mm) 11,6 14,4 18,0 23,2

Empfohlene Rohrlänge (m) 9 5 4

Armatur DN 15 15 20 25

Belastungswerte pro Anschluss

Verwendungszweck: Anschlüsse 1 ⁄2" Volumenstrom Anschluss

pro Anschluss Belastungswerte

l/s l/min pro Anschluss

BW

Handwaschbecken, Waschrinne, Waschtisch,

Bidet, Spülkasten, Getränkeautomat 0,1 6 1

Spülbecken, Ausgussbecken, Entnahmearmatur

für Balkon und Terrasse, Coiffeurbrause,

Haushaltgeschirrspülmaschine, Waschtrog 0,2 12 2

Dusche 0,3 18 3

Spülbecken für Gewerbe, Stand- und Wandausguss,

Badewanne, Waschautomat bis 6 kg,

Urinoir-Spülung automatisch, Geschirrbrause 0,4 24 4

Entnahmearmatur für Garten und Garage 0,5 30 5

Verwendungszweck: Anschlüsse 3 ⁄4"

Spülbecken für Gewerbe, Badewanne, Dusche,

Entnahmearmatur für Garten und Garage 0,8 48 8

Heizungsfüllventile sind bei der Rohrweitenbestimmung nicht zu berücksichtigen.

12


Optiflex

Anwendungstechnik

5.1.2 Ausstosszeiten

Ausstosszeiten in Sekunden für Optiflex-Rohre

Belastungswerte BW 1 2 (1) 2 3 4 6 8

Volumenstrom l/s 0,1 0,15 0,2 0,3 0,4 0,6 0,8

Rohrdimension 16 20 16 20 16 20 16 20 16 20 16 20

Nennweite DN 12 15 12 15 12 15 12 15 12 15 12 15

Rohrinnenmass 11,6 14,4 11,6 14,4 11,6 14,4 11,6 14,4 11,6 14,4 11,6 14,4

Rohrlänge in m

Für grössere Rohre und andere Rohrlängen lässt sich die Ausstosszeit folgendermassen

berechnen:

t = V .

x l

V

t = Ausstosszeiten in Sekunden (s)

V = Volumen pro Meter Rohr (Tabelle) (l/m)

I = Länge in Rohre in Metern (m)

V . = Volumenstrom in Liter / Sekunde (I/s)

Beispiel:

Gesucht ist die Ausstosszeit einer Rohrleitung DN 25

(25 x 3,5) bei 20 m Länge, bei 14 BW und max. 4 BW

pro Anschluss = 0,61 I/s

1 1,0 1,6 0,7 1,1 0,5 0,8 0,3 0,5 0,3 0,4 0,3 0,2

2 2,0 3,2 1,3 2,1 1,0 1,6 0,7 1,1 0,5 0,8 0,5 0,4

3 3,0 4,8 2,0 3,2 1,5 2,4 1,0 1,6 0,8 1,2 0,8 0,6

4 4,0 6,4 2,7 4,3 2,0 3,2 1,3 2,1 1,0 1,6 1,1 0,8

5 5,0 8,0 3,3 5,3 2,5 4,0 1,7 2,7 1,3 2,0 1,3 1,0

6 6,0 9,6 4,0 6,4 3,0 4,8 2,0 3,2 1,5 2,4 1,6 1,2

7 7,0 11,2 4,7 7,5 3,5 5,6 2,3 3,7 1,8 2,8 1,9 1,4

8 8,0 12,8 5,3 8,5 4,0 6,4 2,7 4,3 2,0 3,2 2,1 1,6

9 9,0 14,4 6,0 9,6 4,5 7,2 3,0 4,8 2,3 3,6 2,4 1,8

10 10,0 16,0 6,7 10,7 5,0 8,0 3,3 5,3 2,5 4,0 2,7 2,0

11 11,0 17,6 7,3 11,7 5,5 8,8 3,7 5,9 2,8 4,4 2,9 2,2

12 12,0 19,2 8,0 12,8 6,0 9,6 4,0 6,4 3,0 4,8 3,2 2,4

t =

0,25 x 20

0,61 = 8,2 s

Wasserinhalt Kunststoff-Rohre: DN Abmessungen Volumen

(mm)

(l/m)

16 16 x 2,2 0,10

20 20 x 2,8 0,16

25 25 x 3,5 0,25

32 32 x 4,4 0,42

13


5.2 Druckprüfung und Spülung von Optiflex-Press- und -Schraubverbindungen

Gemäss den Leitsätzen W3 des SVGW sind Wasserleitungen, solange noch sichtbar, einer Druckprobe zu

unterziehen, wobei der Prüfdruck das 1 1 ⁄2-fache des Betriebsdruckes, mindestens aber 15 bar betragen muss.

Bei Pressverbindungen ist vor der Druckprüfung eine Dichtheitsprüfung mit einem Druck bis max. 6 bar,

über eine Dauer von 10 Min. vorzunehmen. Dadurch können unverpresste Fittings (mit SC-Kontur)

festgestellt werden (siehe Prüfprotokoll 7.5).

Bei Frostgefahr während der Prüfung muss dem Trinkwasser ein Frostschutzmittel beigemischt werden. Für

Optiflex-Installationen sind nur Frostschutzmittel auf Glykolbasis oder Wasser-Alkohol-Mischungen zu verwenden.

Wasser-Salz-Mischungen, insbesondere Wasser-Kochsalz-Mischungen sind nicht zulässig.

Allgemeines

Füllen der Installation

Die Installation ist mit Trinkwasser zu füllen und vollständig zu entlüften.

Achtung: Ein allfälliger Temperatur-Anstieg während der Dauer der Druckprobe (z.B. durch Sonnenbestrahlung

oder andere Wärmequellen) bewirkt eine grössere Ausdehnung der Rohrwandungen

und dadurch grösseren Druckabfall am Manometer!

Als Richtwert gilt: Eine Temperaturänderung von 10 K hat eine Druckänderung von

ca. 0,5 –1 bar zur Folge.

Standort der Druckpumpe

Die Druckpumpe ist an einem unfallsicheren Ort, wenn möglich am tiefsten Punkt der zu prüfenden

Installation, aufzustellen.

Messen der Prüfdrücke

Zur Prüfung ist ein geeichtes Manometer zu verwenden. Die Skaleneinteilung muss das einwandfreie

Ablesen von 0,1 bar Druckänderung gestatten.

Prüfbericht

Über die Druckprüfung ist ein Protokoll zu erstellen, das vom Bauherrn und vom Installateur zu

unterzeichnen ist. Ein Muster eines Prüfprotokolls ist im Tabellen-Anhang unter 7.5 und 7.6 vorhanden.

Kurzprüfung

– Es wird ein Druck von 15 bar aufgebaut

– Nach 30 Minuten beginnt die Prüfung, ohne dass der in der Zwischenzeit möglicherweise unter 10 bar

abgesunkene Druck wieder erhöht wird

– Prüfdauer: 1 Stunde

– Der Druck darf während dieser Zeit nicht mehr als 0,1 bar/5 min. abfallen und es dürfen keine

Undichtheiten auftreten

14


Optiflex

Anwendungstechnik

Hauptprüfung

– Kurzprüfung nach Abschnitt 2 des Prüfprotokolls bestanden

– Der nach der Kurzprüfung vorhandene Druck darf nicht abgelassen werden

– Es wird ein Druck von 15 bar aufgebaut. Nach 1 Stunde beginnt die Hauptprüfung, ohne dass der in der

Zwischenzeit abgesunkene Druck wieder erhöht wird

– Prüfdauer: 2 Stunden

– Der Druck darf während dieser Zeit nicht mehr als 0,1 bar/Std. abfallen

Spülen der Leitungsanlagen

Trinkwasserleitungen müssen vor der Inbetriebnahme gründlich gespült werden. Hierzu ist das System mit

Trinkwasser zu füllen und durch Öffnen der Auslaufarmatur die Leitungen während mehrerer Minuten

zu spülen.

Andere Druckprüfungen

Druckprüfungen mit Luft oder inertem Gas nach ZVSHK-Richtlinien.

5.3 Elektrische Begleitheizung

Der Einsatz von elektrischen Begleitheizungen an Optiflex-PE-Xc-Kunststoffrohren ist möglich.

Dabei sind die Einsatz- und Montageanleitungen der Hersteller von Begleitheizungen zu beachten.

Hinweis: Abgesperrte Rohrleitungen dürfen nicht beheizt werden, um eine unzulässige Druckerhöhung

durch das Aufheizen zu verhindern.

5.4 Längenausdehnung von Rohrleitungen

Längenausdehnung von Rohrleitungen verschiedener Werkstoffe

Rohrart (Werkstoff) α*) α · 10 -6 *) ∆I, wenn L10 m

und ∆T 50 K

[ — mm m·K ] [K -1 ] [mm]

Gewinderohr (verzinkt) 0,012 12,0 6,0

Kupferrohr (Cupress) 0,0166 16,6 8,3

Edelstahlrohr (Optipress) 0,0165 16,5 8,25

Optiflex formstabil (PE-Xc) 0,026 26,0 13,0

Kunststoffrohr (PVC-C) 0,08 80,0 40,0

Kunststoffrohr (PP-R) 0,12 120,0 60,0

Kunststoffrohr (PB) 0,13 130,0 65,0

Optiflex flexibel (PE-Xc) ~0,18 ~180,0 90,0

* Der Längenausdehnungs-Koeffizient hat für den Temperaturbereich 20 °C bis 100 °C

Gültigkeit

15


Für die Berechnungen der Längenausdehnung ist der Längenausdehnungs-Koeffizient massgebend.

Er beträgt zum Beispiel für das formstabile Rohr: a = 0,026 (mm/m x K).

Für die praktische Ermittlung der Längenausdehnung dienen die Diagramme 7.3 und 7.4.

Beispielsweise erhält man für eine Rohrlänge mit Optiflex formstabil, L = 10 m und einer

Temperaturdifferenz ∆T = 50 K (z.B. Rohrerwärmung von 10 °C auf 60 °C) eine Längenausdehnung

von ∆I = 13,0 mm.

Die Längenausdehnung kann auch nach der folgenden Formel berechnet werden:

∆I = a x L x ∆T

Für obiges Beispiel erhält man nach der Formel die Längenausdehnung:

∆I = 0,026 x 10 x 50

∆I = 13,0 mm

Wärmeausdehnung in mm

Temperaturdifferenz in K

Rohrlänge in m

16


Optiflex

Anwendungstechnik

5.5 Verlegen von Optiflex-Rohren

5.5.1 Verlegearten

Die Schutzrohre von Optiflex-Leitungen sollten auf ihrer ganzen Länge fest umgossen sein. Die Rohre

sollten im Abstand zwischen 0,5–1 m mit Rohrbindern (1m) oder Rohrbriden (0,5 m) fixiert werden.

Leitungsverlegung in der

Betondecke eingegossen

Leitungsverlegung auf der

Betondecke in der Dämmschicht

17


Leitungsverlegung auf der

Betondecke über einer Dämmung

Leitungsverlegung im Deckenschlitz

unter der Dämmung

Leitungsverlegung beim Einsatz

von Gussasphalt mit U-Profil schützen

(Achtung: Temperatur von flüssigem

Gussasphalt beträgt ca. 250 °C)

18


Optiflex

Anwendungstechnik

5.5.2 Unterputz verlegte Optiflex-Rohre

In feste Baukonstruktionen dürfen Optiflex-Rohre eingegossen werden. Schutzrohre und Verbindungen

müssen gegen Eindringen von Mörtel, Gips und dergleichen geschützt werden.

5.5.3 Auswechselbarkeit von Optiflex-Rohren

Die Installation von Kunststoffrohr-Systemen hat grundsätzlich nach den Leitsätzen für die Erstellung

von Trinkwasser-Installationen W3 zu erfolgen.

Bei der Verlegung des Optiflex-Systems in massiven Decken- und Wandkonstruktionen (Beton) müssen

die Rohre auswechselbar und die Lage der Verbinder von aussen erkennbar sein (SVGW W3).

Armaturenanschluss

mit Gehäuse

Rohr

Schraub- und Pressverbinder dürfen unter Putz eingesetzt

werden. Sie dürfen, ohne dass sie von aussen erkennbar

sind, in Betonwänden verlegt werden (SVGW W3).

Verteiler

Weitere Verlegehilfen:

Armaturenanschluss

ohne Gehäuse

Falsch

Richtig

Es muss darauf geachtet werden, dass sich keine Schmutz-

, Steinsplitter- und Zementreste usw. zwischen dem wasserführenden

Rohr und dem Schutzrohr absetzen können.

Die Biegeradien eines Leitungsabschnitts dürfen einen

minimalen Biegeradius von 8 x Rohr-Aussendurchmesser

nicht unterschreiten, damit die Auswechslung gewährleistet

ist. Eine ausreichende Befestigung der Rohre, vor

allem im Bogenbereich und in Hohlräumen, ist Voraussetzung

bei der auswechselbaren Verlegung.

Die Befestigungsabstände in Hohlräumen bei gerader

Leitungsführung betragen ca. 0,3–0,5 m.

19


5.5.4 Verlegearten bei Frostgefahr

Um die Betriebssicherheit zu garantieren, sind Installationen mit Optiflex-Kunststoffrohren vor Frosteinwirkung

zu schützen. Leitungen, die im frostgefährdeten Bereich installiert sind, sind zu entleeren.

Können Teilbereiche der Baukonstruktion, z.B. Randzonen von Kellerdecken, Garagen, Einfahrten usw.,

Temperaturen unterhalb 0 °C erreichen, so ist durch entsprechende Leitungsführung im frostfreien Bereich

der Baukonstruktion einer Einfriergefahr vorzubeugen.

Aussen

Innen

Die eingelegte Leitung in der Baukonstruktion

ist durch die Kältebrücke frostgefährdet.

Kältebrücke

Falsch

Aussen

Innen

Die Leitung ist im Warmbereich eingelegt

und somit nicht frostgefährdet.

Richtig

Eingefrorene Optiflex-Rohre im Schutzrohr können mit der Auftaugarnitur 8780 und Warmluft aufgetaut

werden.

20


Optiflex

Anwendungstechnik

5.5.5 Verlegen der Optiflex-Rohre als Zirkulationsleitungen

Das Optiflex-Kunststoffrohr kann auch als Zirkulationsleitung eingesetzt werden. Die Dämmungen müssen

nach kantonalem Energiegesetz erstellt werden.

Man unterscheidet zwischen zwei Installationsvarianten, die zur Ausführung kommen:

Konventionelle Montage

Warmwasserleitung und Zirkulationsleitung

als Doppelleitung geführt.

Bei dieser Leitungsführung müssen beide

Leitungen separat isoliert werden.

Rohr-an-Rohr Montage (RAR)

Warmwasserleitung und Zirkulationsleitung

im RAR-System geführt.

Bei dieser Leitungsführung benötigt man nur

eine Isolation. Daraus entstehen weniger Aufwand

und somit geringere Kosten.

(Ca. 30% weniger Wärmeverluste gegenüber

der konventionellen Montage.)

21


6. Verarbeitungs- und Montageanleitungen

6.1 Lagerung und Transport von Optiflex-Kunststoffrohren, -Pressfittings,

-Schraubfittings und Armaturen

Beschädigung und Verschmutzungen sind zu vermeiden. Pressfittings, Schraubfittings und Armaturen sind

in der Verpackung, Kunststoffrohre mit Schutzkappen zu lagern.

6.2 Trennen der Optiflex-Rohre

Die Rohre sollten fachgerecht mit der Spezialschere 8794 getrennt werden. Zum Ablängen des Schutzrohres

ist der Schutzrohrabschneider 8793 zu verwenden, um eine Beschädigung des wasserführendes Rohres zu

vermeiden.

6.3 Optiflex-Pressverbindung mit SC-Kontur

Für die Herstellung einer Optiflex-Pressverbindung wird immer ein Presswerkzeug mit entsprechender

Optiflex-System-Pressbacke benötigt. Bei der Verpressung wird die Dichtheit und Kraftschlüssigkeit durch

Verformung der Presshülse aus Edelstahl und des Optiflex-Rohres bewirkt.

Die Optiflex-Systembacke mit vorgeschriebener Presskontur, der Optiflex-Pressverbinder sowie das Optiflex-

Rohr mit speziellen Toleranzen, garantieren eine gleichbleibend zuverlässige und kraftschlüssige Verbindung.

Es stehen wahlweise verschiedene Presswerkzeuge zur Verfügung:

– netzabhängige Presswerkzeuge mit Optiflex-P-Pressbacken für die Rohre der Dimensionen 16, 20, 25

und 32

– ein Akku-Presswerkzeug mit Optiflex-P-Pressbacken für die Rohre der Dimensionen 16, 20, 25 und 32

– ein Akku-Presswerkzeug (Picco) mit Optiflex-P-Pressbacken für die Rohre der Dimensionen 16, 20 und 25

Voraussetzung für unsere umfassende Systemgewährleistung sowie für die Systemsicherheit

einer Installation mit dem Nussbaum-Optiflex-System ist die ausschliessliche Verwendung

von Systemkomponenten des Nussbaum-Optiflex-Lieferprogramms.

Die formstabilen Rohre dürfen nur mit Pressfittings verarbeitet werden.

Sichtbare Prüfsicherheit durch die SC-Kontur

Unverpresst sichtbar undicht und verpresst garantiert dicht. Ein Sicherheitsvorsprung, der Ärger und Kosten

erspart. Die SC-Kontur sorgt dafür, dass unverpresste Verbindungen sichtbar werden und sich durch

Druckabfall bemerkbar machen.

Ein entscheidender Sicherheitsvorteil.

Die SC-Kontur verliert nach der Verpressung ihre Wirkung und ist dauerhaft dicht. Die Fittings mit SC-Kontur

sind mit einem grünen Punkt markiert.

SC = Security Checked (sicherheitsgeprüft)

22


Optiflex

Anwendungstechnik

6.4 Herstellung von Optiflex-Verbindung

Herstellen einer Pressverbindung

1. Rohr rechtwinklig ablängen.

2. Schutzrohr kürzen.

3. Rohr kalibrieren.

4. Rohr bis zum Anschlag in den

Pressverbinder einschieben.

Kontrolle der Rohreinstecktiefe

im Sichtfenster.

5. Pressbacke öffnen und

rechtwinklig ansetzen.

6. Pressvorgang starten.

Herstellen einer Schraubverbindung

1. Rohr rechtwinklig ablängen. 2. Schutzrohr kürzen.

3. Rohr auf Stützkörper des Verbinders

stecken und bis an den

Anschlag des Verschraubungskörpers

schieben.

4. Verschraubung mit dem Rätschenschlüssel bis

zum hör- und spürbaren «Klick» (Signalisation

des Drehmoments) anziehen. Oder mit dem

Maulschlüssel kräftig anziehen.

23

Wir empfehlen den Einsatz der Drehmomentschlüssel

(8798/99) mit Rätschenfunktion für eine sichere und

reproduzierbare Schraubverbindung (hör- und spürbarer

Klick).


6.5 Montageanleitung für Einlegehilfen

6.5.1 Leitungsverlegung in Betondecke mit Einlegebalken

Leitungsführung aus der Decke nach unten mit Einlegebalken und Rohrbrücke

1. Befestigen des Einlegebalkens auf 2. Durchbohren der Schalung mit 3. Einstecken der Rohrbrücken.

1. der Schalung. einem Holzbohrer Ø 24 für Rohre

1. 16 mm oder Ø 28 für Rohre 20 mm.

1. Wird die schalungsschonende

1. Variante bevorzugt, muss nicht

gebohrt werden.

4. Durchstossen und Befestigen der 5. Schalungsdurchführung 6. a) Nachziehen der Optiflex-Rohre

4. Optiflex-Rohre. 5. fertig montiert. 6. mit dem Rohrauszieher.

4.

4.

6. b) Bei der Variante mit durch- 7. Verteiler fertig an Decke montiert

6. b) bohrter Schalung ist dieser 7. und angeschlossen.

6. b) Vorgang nicht erforderlich.

6. b) Rohrlänge ab Decke min. 350 mm.

24


Optiflex

Anwendungstechnik

6.5.2 Leitungsverlegung in Betondecke mit Einlegekasten

Leitungsführung aus der Decke nach unten mit Einlegekasten

1. Befestigen des Einlegekastens auf 2. Einschieben der Optiflex-Rohre 16 3. Schalungskasten fertig montiert

1. der Schalung. Die mitgelieferten 2. und / oder 20, frei kombinierbar in 3. auf Schalung.

1. Nägel können dank der Soll-Bruch- 2. jeder gewünschten Richtung. Das

1. stelle nach dem Ausschalen leicht 2. verlegen der Optiflex-Rohre mit

1. entfernt werden. 2. dem Einlegebalken ist schalungs-

2. schonend, da die Schalungen nicht

2. durchbohrt werden müssen

2. (Optiflex-Schutzrohr muss einge-

2 kürzt werden).

4. Die mitgelieferten Nägel können 5. Verteiler fertig an Decke montiert

4. nach dem Ausschalen dank einer 5. und angeschlossen.

4. Sollbruchstelle problemlos aus-

4. gerissen werden.

25


6.5.3 Leitungsverlegung in Betondecke mit Rohrstützen

Leitungsführung aus der Decke nach oben mit Rohrstützen und Rohrstützen FAWA

1. Befestigen der Optiflex-Rohrstütze 2. Befestigen der Optiflex-Rohre

1. auf der Schalung mit Rohrbindern. 2. mit Rohrbindern.

1. Befestigen der Optiflex-Mehrfach-Rohr- 2. Befestigen der Optiflex-Rohre

4. stütze auf der Schalung mit Rohrbindern. 2. mit Rohrbindern.

1. Befestigen der Optiflex-Mehrfach-Rohr- 2. Befestigen der Optiflex-Rohre

3. führungsbalken mit Optiflex-Halteeisen. mit Rohrbindern.

26


Optiflex

Anwendungstechnik

6.5.4 Auftauen von eingefrorenen Optiflex-Leitungen

Mit der Optiflex-Auftaugarnitur 8780 und einem Staubsauger können eingefrorene Optiflex-Leitungen

mühelos aufgetaut werden.

1. Eingefrorene Zuleitung(en) absperren

2. Auslaufarmatur entfernen

3. Mit Schraubhülse 8796 den schwarzen

Gewindering aus der Dose herausschrauben

4. Wasserauslauf in Dosenwinkel dicht einschrauben

5. Falls notwendig, Schlauch an Auslaufventil

anschliessen

6. Luftschlauch am T-Stück anschliessen

7. Freier Durchzug zwischen T-Stück und Rohranfang

gewährleisten. Allfällige Markier- und

Abdecktüllen sind zu entfernen

8. Abgesperrte, eingefrorene Leitung öffnen.

Für den Auftauvorgang muss die Leitung unter

Druck stehen

19. Auslaufventil öffnen

10. Staubsauger in Adapter des Luftschlauchs

stecken

11. Staubsauger einschalten

12. Zur Beschleunigung des Auftauprozesses

kann beim Verteiler, z.B. mit einem Föhn,

warme Luft zugeführt werden

27


6.5.5 Einlegeschema für Hochschrank-Wassererwärmer HWU

Mit Optiflex PE-Xc-Rohr und Nussbaum Absperr-Sicherheitsgarnituren HWU/HWV 3301–3303

Grundriss

KW

KW

80

340

WW

WW

125

29

Ablauf Einlegebereich für

Siphon-Anschluss

150 - 220

Mitte Wassererwärmer

275 275

550

Für das massgenaue Einlegen

von Optiflex-Rohren empfehlen

wir die Verwendung der

Optiflex-Montagelehre 8758.

6.5.6 Montageschema für Hochschrank-Wassererwärmer HWU

Mit Optiflex-Verteiler und Nussbaum Absperr-Sicherheitsgarnituren HWU/HWV 3301–3303

B

E

C

F

A

100

240

Anschluss an Wassererwärmer mit

Edelstahl-Wellrohr 3399

Verteiler-Halteplatte 8628

inkl. 4 Rohrschellen mit Gummieinlage

und Befestigungsschrauben

D

Komplette Absperr-

Sicherheitsgruppe HWU/HWV 3301

A KW-Zuleitung

B Zuleitung Wassererwärmer mit Wellrohr 3399

C Ausgang Wassererwärmer mit Wellrohr 3399

D Anschluss Kaltwasser-Verteiler

E Anschluss Warmwasser-Verteiler

F Verteilerhalteplatte 8628

Maximale Verteilergrössen:

WW-Verteiler 8602 mit 6 Abgängen

KW-Verteiler 8602 mit 7 Abgängen

28


Optiflex

Anwendungstechnik

6.5.7 Einlegeschema für Hochschrank-Wassererwärmer HWV

Mit Optiflex-PE-Xc-Rohr und Nussbaum-Absperr-Sicherheitsgarnitur HWU/HWV 3301–3303

Grundriss

70

WW

KW

130

58

112

112

275 275

550

6.5.8 Montageschema für Hochschrank-Wassererwärmer HWV

Mit Optiflex-Verteiler und Nussbaum Absperr-Sicherheitsgarnitur HWU/HWV 3301–3303

C

B

E

D

290

A

210

A KW-Zuleitung

B Zuleitung Wassererwärmer mit Wellrohr 3399

C Ausgang Wassererwärmer mit Wellrohr 3399

D Anschluss Kaltwasser-Verteiler

E Anschluss Warmwasser-Verteiler

29


6.6 Anwendungsbeispiele Optiflex

Eine schnelle Verlegung und hohe Sicherheit

im Rohr-in-Rohr-System für die Einlegetechnik

erreichen Sie mit dem flexiblen Optiflex-Rohr.

Die konventionelle T-Stück-Installation

im Mauerwerk ist mit dem formstabilen

Optiflex-Rohr besonders praktisch.

30


Optiflex

Anwendungstechnik

6.7 Anwendungsbeispiele Optiflex mit Optivis/Optivis-Tec

31


7. Diagramme

7.1 Druckverlustdiagramm von Optiflex-Kunststoffrohren flexibel und formstabil

Rohrreibungsdruckgefälle R in Abhängigkeit von Volumenstrom V . und Fliessgeschwindigkeit v bei einer

Temperatur von 10 °C für Rohre aus Kunststoff nach SVGW W3.

400,0

Rohr-Aussendurchmesser x Wandstärke

16 x 2,2 20 x 2,8 25 x 3,5 32 x 4,4

200,0

100,0

80,0

60,0

40,0

20,0

10,0

8,0

6,0

4,0

2,0

1,0

0,007

0,5 m/s

1,0 m/s

2,0 m/s

3,0 m/s

Druckverlust pro m Rohr in mbar/m

0,01 0,02 0,04 0,06 0,1 0,2 0,4 0,6 1,0 2,0 4,0 6,0 10,0 20,0 30,0 l/s

Volumenstrom V´

(1) (2) (4) (6) (10) (20) (30) (60) (100) (200) (300) (600) (1000) (l/min)

Quelle: SVGW

Rohrrauhigkeit k = 0,007 mm / Bezugstemperatur = 10 °C

32


Optiflex

Anwendungstechnik

7.2 Gleichwertige Rohrlänge von Optiflex-Fittings und Armaturen

Gleichwertige (äquivalente) Rohrlängen von Optiflex-Rotguss-Fittings sowie von Leitungsarmaturen bei

Spitzenvolumenstrom. Werte gemäss SI-Handbuch.

Fittingart/Armaturenart DN 12 15 20 25

Abmessung

16 20 25 32

Zugehöriger Spitzenvolumenstrom 0,30 0,45 0,67 1,17

Winkel 1,00 1,00

Bogen 0,40 0,30 1,10 1,10

T (Durchfluss) 0,20 0,15 0,85 0,85

T (Abzweig) 0,65 0,50 1,65 1,70

Verteiler

(Abzweig-Durchschnittswert) 0,50 1,00

Kreuz für Verteiler (Durchfluss) 1 x 0,30 0,40

Kreuz für Verteiler (Abzweig) 1 x

0,55

Kupplung, Muffe, Übergang 0,15 0,10 0,65 0,70

Schrägsitzventil 1,20 1,70 1,00 1,10

Gradsitzventil 3,30 4,60 5,40 6,90

Batterieventil 3,60 5,20

Rückflussverhinderer 1,60 2,30 2,80 2,80

Feinfilter 1,60

Verteilventil 4fach 0,50

Wasserzähler 12,0

Dose 90° 0,65

Dose gerade 0,20

Dose 45° 0,60

Dose 2fach 90° (Durchfluss)

Dose 2fach 90° (Abzweig)

D a

V´ [–s l

]

1 /2 x

3 /4 x

3 /4 x

1 /2 x

3 /4 x

1 /2 x

3 /4 x

1 /2 x

3 /4 x

1 /2 x 16 x

1 /2 x 20 x

1 /2 x 16 x

1 /2 x 20 x

0,35

0,25

1,05

1,60

0,40

0,30

0,15

0,10

0,35

0,30

33


7.3 Längenausdehnung von Optiflex-Rohren formstabil

Diagramm zur Ermittlung der Längenänderung von Optiflex-Rohrleitungen infolge Temperaturdifferenzen.

60

50

90

80

40

Wärmeausdehnung in mm

30

70

60

50

Temperaturdifferenz in K

20

40

30

10

20

10

0

0 5 10 15 20

Rohrlänge in m

34


Optiflex

Anwendungstechnik

7.4 Längenausdehnung von Optiflex-Rohren flexibel

Diagramm zur Ermittlung der Längenänderung von Optiflex-Rohrleitungen infolge Temperaturdifferenzen.

350

90

300

80

250

70

60

Wärmeausdehnung in mm

200

150

50

40

Temperaturdifferenz in K

100

30

20

50

10

0

0 5 10 15 20

Rohrlänge in m

35


7.5 Protokoll für die Druckprüfung von Optiflex-Installationen mit Pressverbindungen

Protokoll für die Druckprüfung

Beschreibung der Installation

Bauherrschaft:

Ort:

Sanitär-Firma:

Rohrlängen: 16: m 20: m 25: m 32: m

Verschraubungen: 16: Stk. 20: Stk. 25: Stk. 32: Stk.

Höhendifferenz zwischen höchster Zapfstelle und Manometer:

Kurzprüfung / Dichtheitsprüfung SC-Kontur

Prüfdruck / Druckaufbau:

6 bar

Druck nach 10 min.:

Befund:

bar (Prüfbeginn)

Hauptprüfung

Prüfdruck / Druckaufbau auf vorhandenen Testdruck der Vorprüfung: 15 bar

Druck nach 60 min.:

Druck nach weiteren 120 min.:

Druckabfall in 60 min.:

bar (Prüfbeginn)

bar

bar (max. 0,1 bar)

Befund:

Prüfbeginn:

Prüfdauer:

Std. Monteur:

Ort:

Datum:

(Unterschrift Auftraggeber/Vertreter)

(Unterschrift Auftragnehmer/Vertreter)

36


Optiflex

Anwendungstechnik

7.6 Protokoll für die Druckprüfung von Optiflex-Installationen mit Klemmverbindungen

Protokoll für die Druckprüfung

Beschreibung der Installation

Bauherrschaft:

Ort:

Sanitär-Firma:

Rohrlängen: 16: m 20: m 25: m 32: m

Verschraubungen: 16: Stk. 20: Stk. 25: Stk. 32: Stk.

Höhendifferenz zwischen höchster Zapfstelle und Manometer:

Kurzprüfung

Prüfdruck / Druckaufbau:

15 bar

Druck nach 30 min.:

Druck nach weiteren 60 min.:

Druckabfall je 5 min.:

bar (Prüfbeginn)

bar

bar (max. 0,1 bar)

Befund:

Hauptprüfung

Prüfdruck / Druckaufbau auf vorhandenen Testdruck der Vorprüfung: 15 bar

Druck nach 60 min.:

Druck nach weiteren 120 min.:

Druckabfall in 60 min.:

bar (Prüfbeginn)

bar

bar (max. 0,1 bar)

Befund:

Prüfbeginn:

Prüfdauer:

Std. Monteur:

Ort:

Datum:

(Unterschrift Auftraggeber/Vertreter)

(Unterschrift Auftragnehmer/Vertreter)

37


Table des matières

Optiflex

Directives techniques

1. Introduction 40

2. Composants du système 41

2.1 Tuyaux Optiflex de couleur noire, flexibles ou rigides 41

2.2 Raccords à sertir et à visser, accessoires pour coffrage 43

2.3 Pinces à sertir et mâchoires système 45

3. Assemblages Optiflex 46

3.1 Assemblage par sertissage avec SC-Contour 46

3.2 Assemblage par vissage 46

4. Domaines d’utilisation 47

5. Indications pour l’établissement des plans et des prescriptions de pose 48

5.1 Etablissement des plans et réalisation 48

5.1.1 Détermination du diamètre des tuyaux 48

5.1.2 Temps de soutirage 49

5.2 Essais de pression et rinçage avec raccords à sertir et à visser Optiflex 50

5.3 Utilisation de câbles chauffants 51

5.4 Dilatation linéaire des conduites 51

5.5 Pose des tuyaux Optiflex 53

5.5.1 Genres de pose 53

5.5.2 Tuyaux Optiflex enrobés dans le béton 55

5.5.3 Interchangeabilité des tuyaux Optiflex 55

5.5.4 Cas d’installation de tuyaux exposés au gel 56

5.5.5 Utilisation des tuyaux Optiflex pour les conduites de circulation 57

6. Instructions de façonnage et de montage 58

6.1 Stockage et transport des tuyaux, raccords à sertir, raccords à visser et de la robinetterie, Optiflex 58

6.2 Débitage des tuyaux Optiflex 58

6.3 Raccords à sertir Optiflex avec SC-Contour 58

6.4 Réalisation de raccordements Optiflex 59

6.5 Instructions d’utilisation des accessoires pour coffrage 60

6.5.1 Pose de conduites dans dalle, avec sorties verticales au plafond 60

6.5.2 Pose de conduites dans dalle, avec sorties horizontales au plafond 61

6.5.3 Pose de conduites dans dalle, avec départs vers le haut 62

6.5.4 Dégel d’une conduite Optiflex obstruée par le gel 63

6.5.5 Plan pour chauffe-eau mural encastré HWU 64

6.5.6 Schéma de raccordement pour chauffe-eau mural encastré HWU 64

6.5.7 Plan pour chauffe-eau mural encastré HWV 65

6.5.8 Schéma de raccordement pour chauffe-eau mural encastré HWV 65

6.6 Exemples d’utilisation Optiflex 66

6.7 Exemples d’utilisation Optiflex avec Optivis/Optivis-Tec 67

7. Tabelles 68

7.1 Diagramme des pertes de charge dans les tuyaux Optiflex flexibles et rigides 68

7.2 Longeur équivalente de conduite pour les raccords Optiflex et la robinetterie 69

7.3 Dilatation linéaire des tuyaux Optiflex rigides 70

7.4 Dilatation linéaire des tuyaux Optiflex flexibles 71

7.5 Procès-verbal pour l’essai de pression des installations avec raccords à sertir Optiflex 72

7.6 Procès-verbal pour l’essai de pression des installations avec raccords à visser Optiflex 73

39


1. Introduction

Le système d’installations pour la distribution en étage

Optiflex de Nussbaum est le système d’installations sanitaires idéal pour la distribution en étage, avec ses

tuyaux noirs PE-Xc en exécutions flexibles et rigides et ses raccords à sertir et à visser, on dispose de la

combinaison adéquate pour chaque cas d'application. Le système de distribution en étage se combine de

manière optimale aux systèmes Optipress, Optivis-Tec ainsi qu’à la robinetterie Nussbaum.

Optiflex – un système complet

Optiflex offre la solution idéale pour toutes les variantes: les constructions neuves en tous genres, les

transformations, les rénovations, les parois en briques, en bois ou en plâtre, les systèmes de montage

incorporés comme Optivis-Tec ou les éléments sanitaires préfabriqués. Le système Optiflex propose aux

installateurs sanitaires un vaste assortiment de produits comportant: tuyaux en rouleaux, raccords, boîtes

de raccordement, distributeurs, robinetterie diverse, outillage, ainsi qu'un grand choix d’accessoires

pratiques, le tout assurant une garantie à long terme – confortant un choix fait pour la vie.

Arguments militant en faveur du système d’installations Optiflex:










caractéristiques exclusives de sécurité comme tuyaux noirs et raccords à sertir équipés du SC-Contour

permettant un contrôle visuel

techniques d’assemblage rapides et sûres au moyen des raccords à sertir ou à visser

tuyaux Optiflex en PE-Xc, de couleur noire homogène, flexibles ou rigides, résistants aux rayons ultraviolets

et à la corrosion, hygiéniquement neutres

vaste assortiment de raccords et robinetterie en bronze résistant à la corrosion, anticipant la future

norme WHO

distributeurs optimisés permettant des combinaisons à volonté

divers accessoires pour coffrage convenant à la technique d’insertion en dalle

intégration directe à la solution globale Nussbaum

garantie du système par Nussbaum

testé et homologué par la SSIGE

La particularité intéressante pour l'installateur est la caractéristique unique en son genre du SC-Contour

équipant l'assortiment des raccords à sertir. (SC = Security Checked = sécurité contrôlée).

Tous les composants du système Optiflex, y compris les mâchoires à sertir, sont estampillés RN ou

Nussbaum.

L’utilisation exclusive des composants des systèmes Nussbaum est l’exigence indispensable

assurant la garantie et la sécurité.

40


2. Composants du système

Optiflex

Directives techniques

2.1 Tuyaux Optiflex de couleur noire, flexibles ou rigides

Tuyau Optiflex flexible

Tuyau flexible de haute qualité en polyéthylène réticulé par irradiation d’électrons (PE-Xc), préservé par

une gaine de protection ondulée en polyéthylène (PE). Le tuyau idéal pour la technique d’insertion en

dalle. Le tuyau flexible Optiflex peut être assemblé avec des raccords à sertir ou à visser.

Gaine de protection

Tuyau PE-Xc

Tuyau Optiflex rigide

Tuyau rigide de haute qualité en polyéthylène réticulé par irradiation d’électrons (PE-Xc), renforcé par un

élément en aluminium. Le tuyau intérieur en PE-Xc de forme stable résistant à la pression et à la température,

représente une base idéale pour l'exécution des installations d'eau de boisson. La couche d'aluminium

rend le tuyau étanche à l'oxygène et réduit notablement la dilatation linéaire. Le tuyau rigide Optiflex

ne peut être assemblé qu’avec des raccords à sertir.

Agent adhésif

Tuyau PE-Xc

Renforcement en aluminium

Particularités des tuyaux Optiflex

– pas de risque de dépôt calcaire ou d’incrustation à l’intérieur des tuyaux

– bruit d'écoulement du fluide fortement atténué

– valeur maximale de comportement longue durée, c’est-à-dire résistance au fluage conséquent aux

charges de pression et de température

– grande stabilité dimensionnelle par rapport à la chaleur, grande réserve de sécurité contre la rupture

– excellente résistance contre le vieillissement dû à la chaleur (thermo-oxydation)

– insensibilité à la formation de fendillement par contrainte

– possibilité de le travailler dans toutes les conditions atmosphériques

– insensibilité aux rayons U.V.: grâce à leur couleur noire

– excellent comportement dans des conditions de basses températures, pas de rupture de sections de

tuyau en cas de gel

– bonne isolation calorifique lors de pose avec la gaine de protection, grâce à la couche d’air isolante

– des contrôles sévères de la matière première jusqu'au produit fini garantissant un standard de qualité constant

– conformité des tuyaux noirs Optiflex et des tuyaux de protection PE avec les prescriptions pour l’utilisation de

matériaux inflammables dans les bâtiments, indice d'incendie 4.2 (en Allemagne,classe de résistance au feu B2)

41


Marques distinctives des tuyaux Optiflex

Tuyau flexible (inscriptions en blanc)

1 2 3 4 5 6 7

1 Désignation du système et du tuyau

2 Désignation du matériau

3 Dimensions du tuyau

4 Conformités aux exigences selon DIN 16892

5 Homologations SSIGE et DVGW

6 Abréviation de l’organisme de contrôle extérieur

(institut d’essai des matériaux de Darmstadt)

7 Identification spécifique au fabricant

Tuyau rigide (inscriptions en blanc)

1 2 3 4 5 6 7

1 Désignation du système et du tuyau

2 Désignation du matériau

3 Dimensions du tuyau

4 Conformités aux exigences selon DIN 16892

5 Homologations SSIGE et DVGW

6 Abréviation de l’organisme de contrôle extérieur

(institut d’essai des matériaux de Darmstadt)

7 Identification spécifique au fabricant

Conditions d’exploitation

En tenant compte d’un facteur de sécurité suffisant, on peut recommander les valeurs suivantes pour les

conditions d’exploitation des tuyaux Optiflex de couleur noire:

– Contraintes permanentes

Eau froide 20 °C 20 bar 50 ans

Eau chaude 50 °C 14 bar 50 ans

60 °C 13 bar 50 ans

70 °C 11 bar 50 ans

80 °C 10 bar 50 ans

95 °C 19 bar 10 ans

42


Optiflex

Directives techniques

2.2 Raccords à sertir et à visser, accessoires pour coffrage

Raccords

Vaste programme de raccords en bronze permettant

l’assemblage par sertissage ou par vissage

Coudes, manchons, tés et pièces intermédiaires dans

les dimensions 16, 20, 25 et 32

Equerres de raccordement et traversées de parois dans

les dimensions 16 et 20

Boîtes

Boîtes de raccordement en matière synthétique résistant aux

chocs, appropriées à toutes les situations d’installations.

Equerres de raccordement en bronze dans les dimensions 16 et 20

Boîtes simples 90° et 70° avec raccords à sertir ou à visser

Boîtes doubles avec raccords à sertir ou à visser

Boîtes spéciales pour parois en bois et cloisons légères

avec raccords à sertir ou à visser

Montées sur gabarit

Distributeurs

Programme de distributeurs en bronze permettant

l’assemblage par sertissage ou par vissage dans les

dimensions 16 et 20

Distributeurs Optiflex à débit optimisé DN 20 et DN 25,

possibilité de départs avec raccords à sertir et à visser pour tuyaux

dans les dimensions 16 et 20, avec 1, 2, 3, 4 et 5 départs.

Combinaison possible de départs vers le haut et vers le bas.

Distributeurs Optiflex 3 ⁄4" avec raccords à sertir pour tuyaux

dans la dimension 16 avec 2, 3 et 4 départs.

43


Robinetterie

Robinets distributeurs et d’arrêt, apparents et à encastrer,

pour tuyaux dans les dimensions 16 et 20.

Corps du robinet en bronze

Siège en acier inoxydable résistant à l’érosion et à la corrosion

Accessoires

Accessoires multiples simplifiant la pose des tuyaux

16 et 20 sur les coffrages

Plots-gabarit et listes d’évidement

Rampes et gabarits de montage

Gabarits de montage pour les boîtes de raccordement

Optiflex: barrettes d’écartement, gabarits de montage

pour maçonnerie, fixations simples et doubles, gabarits,

coffrets et cadres de visite à encastrer pour distributeurs

44


Optiflex

Directives techniques

2.3 Pinces à sertir et mâchoires système

Généralités

Afin d’assurer un sertissage optimal des raccords et de la robinetterie à sertir avec nos tuyaux Optiflex,

des pinces à sertir électro-hydraulique Nussbaum assorties des mâchoires Nussbaum correspondantes,

sont disponibles.

Type 3 Type 4A Picco

Pinces à sertir Nussbaum

Les pinces à sertir Nussbaum sont utilisées pour le sertissage de tous les raccords Optiflex (16 à 32 mm).

Grâce à l’hydraulique, les pinces à sertir ne nécessitent aucun entretien (pas de graissage). Par le biais

de la commande électronique, on est assuré que l’opération de sertissage, une fois amorcée, se déroule

entièrement et automatiquement, ce qui permet d’éviter des sertissages imparfaits.

Les pinces à sertir de type 3, 4A et Picco sont équipées d’une technique de sécurité électronique permettant

d’assurer leur bon fonctionnement.

L’affichage du service d’entretien s’allume automatiquement après 20’000 sertissages.

Un mode d’emploi détaillé vous permet d’utiliser, de manipuler et d’entretenir l’appareil de manière

appropriée. Le fonctionnement correct des pinces à sertir et des mâchoires doit être vérifié avant

utilisation. Les pinces à sertir et les mâchoires endommagées ne doivent pas être utilisées. Il faut les envoyer

au service après-vente agréé.

Mâchoires système Nussbaum

Pour chaque diamètre de tuyau, il existe une mâchoire s’accouplant

à l’aide d’une goupille à la pince à sertir.

Avant l’utilisation, il faut nettoyer à sec (p. ex. avec une brosse

métallique) les mâchoires comportant des dépôts de saleté ou des

résidus métalliques, particulièrement dans la zone de la géométrie

de sertissage.

L’utilisation exclusive des mâchoires Nussbaum est indispensable pour pouvoir bénéficier

de la garantie.

45


3. Assemblages Optiflex

3.1 Assemblage par sertissage avec SC-Contour

Le SC-Contour met en évidence les raccords non sertis en provoquant une fuite ainsi qu'une chute de pression. C'est

un atout décisif pour la sécurité.

Après le sertissage, le SC-Contour perd son effet et une étanchéité définitive est garantie. Les raccords à sertir avec

SC-Contour sont munis d'un point coloré vert (SC = Security Checked = sécurité contrôlée).

1

2

3

5

4

1 Corps du raccord en bronze

2 Bague d’arrêt en matière synthétique avec fenêtres

permettant le contrôle de l’emboîtement du tuyau

3 Marquage SC-Contour

4 Joint en EPDM

5 Douille à sertir en acier inoxydable

6 Tuyau de couleur noire, flexible ou rigide, PE-Xc

(résistant aux rayons U.V.)

6

3.2 Assemblage par vissage

1

2

3

4

1 Corps du raccord en bronze

2 Bague de serrage en laiton utilisable des 2 côtés

3 Robuste écrou en laiton traité thermiquement

4 Tuyau de couleur noire flexible, PE-Xc (résistant aux rayons U.V.)

46


4. Domaines d’utilisation

Optiflex

Directives techniques

Eau de boisson

Le système d’installations sanitaires Optiflex est testé et homologué par la SSIGE conformément

aux directives W3, il est admis pour une contrainte maximale continue de 95 °C et 10 bar.

Eau traitée

Eau complètement ou partiellement adoucie (eau froide), y compris l'eau décarbonatée, déminéralisée,

désionisée, osmosée et distillée.

Installations d’air comprimé jusqu’à 10 bar.

En cas d’utilisation éventuelle de robinetteries pour des applications autres

que l'eau de boisson, il faut s'assurer dans chaque cas que les produits en

question ne sont pas incompatibles.

Pour des utilisations spéciales du système Optiflex, veuillez dans tous les cas

vous renseigner auprès du département Marketing-Technique de Nussbaum.

Protection contre l’incendie Les tuyaux et les gaines de protection Optiflex sont testés

par le Service de Prévention d’Incendie (SPI) et sont homologués par l’AEAI avec l’indice d'incendie

4.2 (normalement inflammable) selon DIN 4102 partie 1: classe de protection-incendie

B2.

Mise à la terre d’installations électriques Les tuyaux Optiflex ne peuvent pas être utilisés

comme conducteurs de mise à terre pour les installations électriques et les installations

paratonnerres.

Installations d’eau pluviale Pour les robinets de jardin, les WC et les raccordements de

lave-linge. Afin de le différencier du système d’eau de boisson, nous proposons le tuyau Optiflex

avec gaine de protection de couleur grise.

Installations pour eaux contenant des désinfectants En principe autorisées, si le

fabricant, respectivement le fournisseur du désinfectant, ne mentionne aucune restriction.

Isolation Concernant l’isolation calorifique, respecter les lois et / ou prescriptions locales sur

l’énergie.

Optiflex ne convient pas pour:

– les applications avec de l’eau ultra pure

– la distribution des gaz inflammables ainsi que l’ozone

– les halogènes (brome, fluor, chlore concentré) ainsi que les hydrocarbures chlorés ou aromatisés,

p. ex. diluant pour laque cellulosique, essence, etc.

47


5. Indications pour l’établissement des

plans et des prescriptions de pose

5.1 Etablissement des plans et réalisation

Lors de l’établissement des plans et de la réalisation, il y a lieu d’observer les «Directives pour l’établissement

des installations d’eau W3» de la SSIGE.

5.1.1 Détermination du diamètre des tuyaux

Les diamètres des tuyaux pour une installation d’eau de boisson exécutée avec le système Optiflex,

peuvent être déterminés à l’aide du tableau ci-dessous. Les données de ce tableau correspondent aux directives

de la SSIGE W3, tableau 2d. La calculabilité du nombre d’unités de raccordement se fait selon le

tableau 1 des directives de la SSIGE.

Tuyaux PE-X DIN 16893 PN 20

Nombres d’UR totales 3 4 5 8 16 35

Plus grande UR 4 5 8

d e x s (mm) 16 x 2,2 20 x 2,8 25 x 3,5 32 x 4,4

d i (mm) 11,6 14,4 18,0 23,2

Longueur recommandée (m) 9 5 4

Robinetterie DN 15 15 20 25

Unités de raccordement par raccord

Utilisation: raccordement 1 ⁄2" Débit volumique Nombre

par raccordement d’unités par

l/s l/min raccordement

UR

Lave-mains, lavabo-rigole, lavabo, bidet, réservoir

de chasse d’eau, automate à boissons 0,1 6 1

Bassin de lavage, vidoir, robinet de puisage

pour balcon et terrasse, douchette de coiffeur,

lave-vaisselle, lavoir 0,2 12 2

Douche 0,3 18 3

Bassin de lavage pour l’artisanat, vidoir, baignoire,

machine à laver le linge jusqu’à 6 kg,

urinoir automatique, douche pour vaisselle 0,4 24 4

Robinet de puisage pour jardin et garage 0,5 30 5

Utilisation: raccordement 3 ⁄4"

Bassin de lavage pour l’artisanat, baignoire, douche,

robinet de puisage pour jardin et garage 0,8 48 8

Les robinets de remplissage de chauffage ne sont pas pris en compte pour la détermination du diamètre

des conduites.

48


Optiflex

Directives techniques

5.1.2 Temps de soutirage

Temps de soutirage en secondes pour les tuyaux Optiflex

Unités de

raccordement UR 1 2 (1) 2 3 4 6 8

Débit volumique l/s 0,1 0,15 0,2 0,3 0,4 0,6 0,8

Dimension ext. du tuyau 16 20 16 20 16 20 16 20 16 20 16 20

Diamètre nominal DN 12 15 12 15 12 15 12 15 12 15 12 15

Dimension int. du tuyau 11,6 14,4 11,6 14,4 11,6 14,4 11,6 14,4 11,6 14,4 11,6 14,4

Longueur du tuyau en m

1 1,0 1,6 0,7 1,1 0,5 0,8 0,3 0,5 0,3 0,4 0,3 0,2

2 2,0 3,2 1,3 2,1 1,0 1,6 0,7 1,1 0,5 0,8 0,5 0,4

3 3,0 4,8 2,0 3,2 1,5 2,4 1,0 1,6 0,8 1,2 0,8 0,6

4 4,0 6,4 2,7 4,3 2,0 3,2 1,3 2,1 1,0 1,6 1,1 0,8

5 5,0 8,0 3,3 5,3 2,5 4,0 1,7 2,7 1,3 2,0 1,3 1,0

6 6,0 9,6 4,0 6,4 3,0 4,8 2,0 3,2 1,5 2,4 1,6 1,2

7 7,0 11,2 4,7 7,5 3,5 5,6 2,3 3,7 1,8 2,8 1,9 1,4

8 8,0 12,8 5,3 8,5 4,0 6,4 2,7 4,3 2,0 3,2 2,1 1,6

9 9,0 14,4 6,0 9,6 4,5 7,2 3,0 4,8 2,3 3,6 2,4 1,8

10 10,0 16,0 6,7 10,7 5,0 8,0 3,3 5,3 2,5 4,0 2,7 2,0

11 11,0 17,6 7,3 11,7 5,5 8,8 3,7 5,9 2,8 4,4 2,9 2,2

12 12,0 19,2 8,0 12,8 6,0 9,6 4,0 6,4 3,0 4,8 3,2 2,4

Pour des tuyaux de plus grand diamètre et d’une plus grande longueur, le temps de

soutirage se calcule de la manière suivante:

t = V .

x l

V

t = temps de soutirage en secondes (s)

V = contenu par mètre de tuyau (tableau) (l/m)

I = longueur du tuyau en mètres (m)

V . = débit volumique en litres / seconde (I/s)

Exemple:

Rechercher le temps de soutirage d’une conduite DN 25

(25 x 3,5) de 20 m de longueur, avec un total de 14 UR et

un point de soutirage de 4 UR max.

par raccordement = 0,61 I/s

t =

0,25 x 20

0,61 = 8,2 s

Contenu des tuyaux Optiflex: DN Dimensions Volume

(mm)

(l/m)

16 16 x 2,2 0,10

20 20 x 2,8 0,16

25 25 x 3,5 0,25

32 32 x 4,4 0,42

49


5.2 Essais de pression et rinçage avec raccords à sertir et à visser Optiflex

Selon les directives W3 de la SSIGE, les installations doivent être essayées pendant qu’elles sont encore

visibles, à une pression correspondant à 1 1 ⁄2 fois la pression du réseau, mais au minimum à 15 bar.

Avant l'essai de pression proprement dit, réaliser un essai d'étanchéité à une pression de 6 bar maximum

durant 10 minutes. Les éventuels raccords non sertis (équipés du SC-Contour) pourront ainsi être repérés

(voir procès-verbal pour l'essai de pression 7.5).

En cas de risque de gel lors des essais, il faut ajouter à l'eau un produit antigel. Pour les installations

Optiflex, on emploiera uniquement des produits à base de glycol ou un mélange eau-alcool. En aucun cas,

on ne doit utiliser des mélanges salins, en particulier le mélange eau / sel de cuisine.

Généralités

Remplissage de l’installation

L’installation doit être remplie d’eau de boisson et entièrement purgée.

Attention: une éventuelle augmentation de la température durant la durée de l’essai de pression (p. ex.

due au soleil ou à d’autres sources de chaleur) entraîne une dilatation importante des tuyaux

et par conséquent une baisse significative de l’indication de la pression sur le manomètre!

Valeur indicative: une évolution de température de 10 K entraîne une modification de la pression

d’environ 0,5 – 1 bar.

Emplacement de la pompe d’épreuve

La pompe d’épreuve doit être branchée à l’installation dans un endroit sûr, si possible au point le plus bas.

Mesure de la pression d’essai

Utiliser pour l’essai un manomètre étalonné avec une graduation de 0,1 bar.

Rapport d’essai

L’essai de pression doit être consigné dans un procès-verbal signé conjointement par le maître d’œuvre et

l’installateur. Deux exemples de procès-verbaux d’essai se trouvent aux points 7.5 et 7.6.

Essai de courte durée

– Insuffler une pression de 15 bar

– Après 30 minutes, l’essai peut commencer sans réadaptation de la pression qui aurait pu entretemps

descendre au-dessous de 10 bar

– Durée de l’essai: 1 heure

– Pendant ce temps, la chute de pression ne devra pas être supérieure à 0,1 bar / 5 min. et aucune

fuite ne devra se produire

50


Optiflex

Directives techniques

Essai principal

– Essai de courte durée comme décrit ci-dessus, réussi

– La pression existant à la fin de l’essai de courte durée ne doit pas être déchargée

– Insuffler une pression de 15 bar. Après 1 heure, l’essai principal peut commencer sans réadaptation

d’une éventuelle chute de pression qui aurait pu se produire dans l’intervalle

– Durée de l’essai principal: 2 heures

Pendant ce temps, la chute de pression ne devra pas être supérieure à 0,1 bar / heure

Autres possibilités d'essai de pression

Essais de pression avec de l’air ou un gaz inerte selon les directives ZVSHK.

Rinçage des conduites

Les conduites d’eau de boisson doivent être soigneusement rincées avant la mise en service. Un rinçage

efficace est obtenu avec le débit volumique maximum de l'eau de boisson durant plusieurs minutes.

5.3 Utilisation de câbles chauffants

L’utilisation de câbles chauffants électriques sur les tuyaux PE-Xc Optiflex est possible.

Respecter les instructions d’utilisation et de pose du fabricant du câble chauffant.

Attention: les conduites fermées aux deux extrémités ne doivent pas être chauffées afin d’éviter

une augmentation insupportable de la pression consécutive à la hausse de température.

5.4 Dilatation linéaire des conduites

Dilatation linéaire de conduites en différents matériaux

Matière du tuyau (matériau) α*) α · 10 -6 *) ∆I, pour L10 m

et ∆T 50 K

[ — mm m·K ] [K -1 ] [mm]

Tuyau en acier (galvanisé) 0,012 12,0 6,0

Tuyau en cuivre (Cupress) 0,0166 16,6 8,3

Tuyau en acier inoxydable (Optipress) 0,0165 16,5 8,25

Tuyau Optiflex rigide (PE-Xc) 0,026 26,0 13,0

Tuyau en matière plastique (PVC-C) 0,08 80,0 40,0

Tuyau en matière plastique (PP-R) 0,12 120,0 60,0

Tuyau en matière plastique (PB) 0,13 130,0 65,0

Tuyau Optiflex flexible (PE-Xc) ~0,18 ~180,0 90,0

* Le coefficient de dilatation linéaire est valable pour une plage de température se situant

entre 20 °C et 100 °C

51


Pour le calcul de la dilatation linéaire des conduites, utiliser le coefficient de dilatation linéaire. La valeur

pour le tuyau rigide est de: a = 0,026 (mm/m x K).

La détermination de la dilatation linéaire peut se faire au moyen des diagrammes 7.3 et

7.4. Ainsi par exemple, pour une longueur avec un tuyau Optiflex rigide de L = 10 m et une

différence de température ∆T = 50 K (p. ex. échauffement du tuyau de 10 °C à 60 °C), on

obtient une dilatation linéaire de ∆I = 13,0 mm.

On peut calculer la dilatation linéaire d’après la formule:

∆I = a x L x ∆T

Dans l’exemple ci-dessous, on obtient selon la formule de dilatation linéaire:

∆I = 0,026 x 10 x 50

∆I = 13,0 mm

Dilatation linéaire en mm

Différence de température en K

Longueur du tuyau en m

52


Optiflex

Directives techniques

5.5 Pose des tuyaux Optiflex

5.5.1 Genres de pose

Lors de la pose de conduites incorporées à la dalle (diamètres 16 à 32), celles-ci doivent être fixées au

préalable sur les fers d'armature avec les colliers de serrage distants de 0,5-1m.

Pose de conduite incorporée

à la dalle

Pose de conduite sur dalle sous

l'isolation

53


Pose de conduite sur dalle dans

l’isolation

Pose de conduite dans une gaine

de dalle sous l’isolation

Pose de conduite sur dalle dans l’isolation

sous couche d’asphalte. Attention:

la température de l’asphalte liquide s’élève

environ à 250 °C nécessitant l'utilisation

de profil en U comme protection.

54

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