Wie Sie Euro-Forderungen elektronisch einziehen

postfinance

Wie Sie Euro-Forderungen elektronisch einziehen

SEPA-Firmenlastschrift

Zahlungsempfänger

Wie Sie Euro-Forderungen elektronisch einziehen

SEPA-Firmenlastschrift (SEPA B2B Direct Debit)

für Zahlungsempfänger


SEPA B2B Direct Debit, das neue europäische

Lastschrift verfahren ohne Widerspruchsrecht

nur für Firmen. Damit können Sie kostenlos und

un kompliziert in Euro Rechnungen in 32 Ländern

Europas (inkl. Schweiz) stellen.

Die SEPA-Firmenlastschrift

wird bei

PostFinance kostenlos

verarbeitet.

Die SEPA-Länder

Euro-Länder

Nicht-Euro-Länder der EU

EWR-Länder, die Schweiz und Monaco

Der SEPA-Raum umfasst 32 Länder (Stand 2012):

alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU)

und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)

sowie die Schweiz und Monaco.

Hauptmerkmale des SEPA-Firmenlastschriftverfahrens

– Zahlungspflichtiger und Zahlungsempfänger

müssen zwingend Firmen sein. Zahlungsempfänger

dürfen das Verfahren gegenüber

natürlichen Personen (Konsumenten) nicht

verwenden.

– Der Zahlungspflichtige hat keinen Anspruch

auf Wiedergutschrift (keine Rückerstattung)

durch sein Finanzinstitut, sofern ein autorisiertes

SEPA-Firmenlastschrift-Mandat vorliegt

(kein Widerspruchsrecht).

– Der Zahlungspflichtige lässt seinem Finanzinstitut

die Mandatsdaten bzw. das SEPA-Firmenlastschrift-Mandat

zukommen. Das Finanz-

in stitut speichert die Mandatsdaten und prüft,

gestützt darauf, ob zukünftige Belastungen

autorisiert sind (Verifikation der Mandatsdaten).

Ihre Vorteile

– Einfaches Einfordern von ausstehenden Beträgen

im SEPA-Raum in der Währung Euro.

Europaweite Belastung von einem Konto in

der Schweiz.

– Einheitliches Lastschriftverfahren im SEPA-Raum.

– Kürzere Fristen für die Einlieferung und Abwicklung

des Auftrags als beim SEPA-Basislastschriftverfahren.

– Kein Widerspruchsrecht des Zahlungspflichtigen

bei autorisierten Belastungen.

– Hohe Datenqualität dank Identifizierung der

Konten durch die IBAN (International Bank

Account Number) und der Banken durch den

BIC (Business Identifier Code).

Wiederkehrende oder einmalige Belastungsmöglichkeiten.

– Einheitliche Formate (ISO 20022). Die XML-

Nachrichten sind plattform- und programmiersprachenunabhängig

und ermög lichen es,

Nachrichten auf ihre technische Validität zu

überprüfen.


Abwicklung eines SEPA-Firmenlastschriftauftrags

1. Der Zahlungsempfänger verkauft dem Zahlungspflichtigen

ein Produkt, erbringt eine

Dienstleistung oder eine andere entgeltliche

Leistung und sendet bzw. übergibt dem Zahlungspflichtigen

das SEPA-Firmenlastschrift-

Mandat.

2. Der Zahlungspflichtige schickt dem Zahlungsempfänger

das unterschriebene SEPA-Firmenlastschrift-Mandat

zurück bzw. übergibt es ihm.

3. Der Zahlungsempfänger archiviert das Mandat.

4. Der Zahlungspflichtige lässt seinem Finanzinstitut

die relevanten Mandatsdaten bzw.

das Mandat in der vereinbarten Art und Weise

rechtzeitig zukommen.

5. Das Finanzinstitut des Zahlungspflichtigen

speichert die Mandatsdaten.

6. Der Zahlungsempfänger lässt dem Zahlungspflichtigen

eine Information zukommen,

welche die Belastung ankündigt (z.B. mit

der Rechnung).

Mit der SEPA-Firmenlast -

schrift erhalten Sie Ihr Geld

am Fälligkeitstag.

7. Der Zahlungsempfänger sendet seinem Finanzinstitut

den SEPA-Firmenlastschriftauftrag

inkl. der zugehörigen Mandatsdaten.

8. Das Finanzinstitut des Zahlungsempfängers

sendet den Auftrag mit den Mandatsdaten

an das Finanzinstitut des Zahlungspflichtigen

weiter.

9. Das Finanzinstitut des Zahlungspflichtigen

vergleicht die erhaltenen Mandatsdaten (5.)

mit den Daten aus dem Auftrag (8.) und

belastet bei Übereinstimmung das Konto

des Zahlungspflichtigen.

10. Der eingezogene Betrag wird dem Finanz-

institut des Zahlungspflichtigen belastet und

gleichzeitig dem Finanzinstitut des Zahlungsempfängers

gutgeschrieben.

11. Der Betrag wird dem Zahlungsempfänger

gutgeschrieben.

3.

Zahlungsempfänger

11. Gutschrift

7. Auftrag zum Einzug

Finanzinstitut

des Zahlungsempfängers

1. Leistung

2. SEPA-Mandat

6. Vorinformation

8. Einzug

10. Geldfluss

5.

Zahlungs-

pflichtiger

4. Mandatsdaten

9. Belastung (Einzug)

Finanzinstitut

des Zahlungspflichtigen

Beim SEPA-Lastschriftverfahren initiiert der Zahlungsempfänger

die Belastung des geschuldeten Betrages beim Zahlungspflichtigen.

Damit der geschuldete Betrag über das SEPA-Firmenlastschriftverfahren

belastet werden kann, haben sowohl

das Finanzinstitut des Zahlungsempfängers als auch jenes des

Zahlungspflichtigen an diesem Verfahren teilzunehmen.


Voraussetzungen

– Der Zahlungspflichtige muss eine Firma sein.

– Der Zahlungsempfänger schliesst mit

PostFinance einen Dienstleistungsvertrag

ab, worin die Rechte und Pflichten geregelt

werden.

– Vorliegen eines SEPA-Firmenlastschrift-Mandats,

womit der Zahlungspflichtige den Zahlungsempfänger

ermächtigt, Forderungen via

SEPA-Firmenlastschriftverfahren von seinem

Konto einzuziehen.

– Der Zahlungsempfänger ist verpflichtet, das

SEPA-Firmenlastschrift-Mandat aufzubewahren

und auf Verlangen seines Finanzinstituts vorzuweisen.

– Der Zahlungsempfänger informiert den Zahlungspflichtigen

im Voraus über die Belastung,

z.B. mit der Rechnung (spätestens 14 Kalendertage

vor der Belastung, sofern nichts anderes

vereinbart).

– Der Zahlungspflichtige hat nur bei nicht autorisierten

Belastungen, z.B. aufgrund nicht

vorhan dener oder ungültiger SEPA-Firmenlastschrift-Mandate,

einen Anspruch auf Wieder-

gut schrift (Rückerstattung) bei seinem Finanzinstitut

während 13 Monaten ab Be lastung,

den er unverzüglich nach Kenntnis geltend

machen muss.

– Elektronische Übermittlung des SEPA-Firmenlastschrift-Auftrags

durch den Zahlungsem pfänger

im einheitlichen SEPA-Datenformat auf

XML-Basis (ISO 20022) an PostFinance. Die

genaue Format-Spezifikation wird von SIX Interbank

Clearing unter ww w.iso-payments.ch

veröffentlicht.

SEPA-Firmenlastschrift-Mandat

Mit der Unterzeichnung des SEPA-Firmenlastschrift-Mandats

ermächtigt der Zahlungspflichtige

den Zahlungsempfänger, die geschuldeten

und fälligen Beträge bei seinem Finanzinstitut

einzuziehen. Zugleich wird das Finanzinstitut

des Zahlungspflichtigen ermächtigt, die fälligen

Beträge zu belasten.

Beratung und Informationen

Ihre PostFinance-Beraterin, Ihr PostFinance-

Berater beantwortet gerne Ihre Fragen rund

um die SEPA-Produkte und zu Optimierungspotenzialen

im europäischen Euro-Zahlungsverkehr.

Weitere Informationen erhalten Sie im

Internet unter ww w.postfinance.ch/sdd oder

unter Telefon +41 (0)848 848 848 (Normaltarif).

Das Mandat wird vom Zahlungsempfänger dem

Zahlungspflichtigen ausgehändigt und muss von

diesem unterschrieben retourniert werden. Der

Zahlungspflichtige ist ausserdem verpflichtet, seinem

Finanzinstitut die relevanten Mandatsdaten

bzw. das Mandat in der vereinbarten Art und

Weise rechtzeitig zukommen zu lassen. Zudem

muss der Zahlungspflichtige Änderungen an den

Mandatsdaten rechtzeitig und in der vereinbarten

Art und Weise seinem Finanzinstitut sowie

dem Zahlungsempfänger melden.

Der Zahlungsempfänger ist verpflichtet, das

Mandat zu archivieren. Sollte bei wiederkehrenden

Belastungen während 36 Monaten keine

Belastung erfolgen, muss vom Zahlungsempfänger

ein neues Mandat eingeholt werden.

Das Mandat ist inhaltlich standardisiert, das

Layout kann allerdings vom Zahlungsempfänger

individuell gestaltet werden. Beispielmandate

finden sich im Dokument «Richtlinien für das

SEPA-Firmenlastschrift-Mandat» auf

ww w.postfinance.ch/sdd.

Das SEPA-Firmenlastschrift-Mandat beinhaltet

u.a. folgende Mandatsdaten:

– Mandatsreferenz

– Name und Adresse des Zahlungspflichtigen

– IBAN des Zahlungspflichtigen

– BIC des Finanzinstitutes des Zahlungspflichtigen

– Name und Adresse des Zahlungsempfängers

– Identifikationsnummer des Zahlungsempfängers

– Kennzeichnung der Belastung: wiederkehrende

oder einmalige Belastung

– Referenz

– Unterschriftsdatum des Mandats und Platzhalter

für die Unterschrift

Die Mandatsdaten müssen jedem Auftrag mitgegeben

werden. Änderungen der Mandatsdaten

übermittelt der Zahlungsempfänger seinem

Finanzinstitut mit dem nächsten Auftrag.

460.44.1 de (pf.ch/dok.pf) 03.2012 PF

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