Handbuch zum Europäischen Indikatorensystem für nachhaltige ...

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Handbuch zum Europäischen Indikatorensystem für nachhaltige ...

Europäisches Tourismusindikatorensystem

TOOLKIT

für nachhaltige Destinationen

GD Unternehmen und Industrie

Februar 2013


HANDBUCH FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Dieses Dokument wurde von der Europäischen Kommission im Rahmen der Study on the Feasibility

of a European Tourism Indicator System for Sustainable Management at Destination Level in Auftrag

gegeben.

Hauptautoren

Professor Graham Miller, The University of Surrey

Dr Louise Twining-Ward, Sustainable Travel International

Dr Murray Simpson, The INTASAVE Partnership

Weitere Beteiligte

Heather Clyne, The University of Surrey

Rachel McCaffery, The INTASAVE Partnership

Peter Krahenbuhl, Sustainable Travel International

Marilyn Larden, Sustainable Travel International

Robert Chappell, Sustainable Travel International

Antonio Pezzano, Sustainable Travel International

Brian Mullis, Sustainable Travel International

Ted Manning, Tourisk Inc.

© European Union, 2013

Der Inhalt dieser Veröffentlichung spiegelt nicht die offizielle Meinung der Europäischen Union wider. Die Verantwortung

für die Angaben und in dieser Veröffentlichung zum Ausdruck gebrachten Ansichten liegt allein bei den Verfassern.

Die Wiedergabe ist mit Quellenangabe gestattet.

Weitere Informationen über das Europäische Tourismusindikatorensystem sowie

Downloads der im Toolkit genannten Dokumente finden Sie auf

http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/tourism/sustainable-tourism/indicators/index_en.htm


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Vorwort

Der Tourismus ist in der Europäischen Union ein für das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von

Arbeitsplätzen enorm wichtiger Wirtschaftszweig. Damit die Branche jedoch auf lange Sicht

wettbewerbsfähig bleibt, besteht eine unserer größten Herausforderungen darin, für eine noch

nachhaltigere Entwicklung des Tourismus zu sorgen. Durch ein nachhaltiges Tourismusmanagement

soll unter Berücksichtigung der Begrenztheit und Tragfähigkeit unserer Ressourcen eine

Tourismusentwicklung gefördert werden, bei der der unmittelbare ökonomische, ökologische und

soziokulturelle Nutzen optimiert und die europäische Tourismusindustrie in ihrem Bestand

langfristig gesichert wird.

Für uns hat Priorität, dass Europa seine Stellung als führendes Reiseziel der Welt behaupten kann.

Seit 1990 hat sich die Zahl der internationalen Ankünfte in der EU mehr als verdoppelt. Damit die

EU-Tourismusbranche ihren Marktanteil halten kann, muss sie eindeutig wettbewerbsfähiger und

nachhaltiger werden und dafür Aspekten wie Produkt- und Servicequalität, soziale und ökologische

Verantwortung, natürliche Ressourcen, Vielfalt des kulturellen Erbes und Identität der lokalen

Bevölkerung Rechnung tragen.

Damit wir diese Herausforderung bewältigen können, habe ich die Wettbewerbsfähigkeit des

Tourismussektors seit meinem Amtsantritt als Vizepräsident der Europäischen Kommission und

Kommissar für Industrie und Unternehmertum zur Priorität erklärt und eine Reihe von Maßnahmen

vorgeschlagen, damit der europäische Tourismus auf den internationalen Märkten an Nachhaltigkeit

und Sichtbarkeit gewinnt und im Wettbewerb besser bestehen kann. Die Mitteilung „Europa –

wichtigstes Reiseziel der Welt: ein neuer politischer Rahmen für den europäischen Tourismus“,

deren Verabschiedung durch die Kommission ich im Jahr 2010 entschlossen vorangetrieben habe,

vermittelt einen Überblick über diese Maßnahmen.

Dazu gehören die Einführung eines europäischen Gütesiegels für Qualitätssysteme im Tourismus, die

Unterstützung einer flexibleren Visumpolitik, die Ankurbelung der Touristenströme innerhalb der EU

und aus Drittländern, die Entwicklung der Europäischen Charta für nachhaltigen und

verantwortungsvollen Tourismus und der Virtuellen Beobachtungsstelle für den Tourismus sowie

eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Zugänglichkeit der Tourismusdienstleistungen

und zur Hebung des Ausbildungsstandes in der Branche.

Die Entwicklung eines Europäischen Indikatorensystems für ein nachhaltiges

Destinationsmanagement ist eine der Schlüsselinitiativen, zu deren Umsetzung die Kommission in

der Mitteilung aufgerufen wird. Mit dem Europäischen Indikatorensystem soll das

Destinationsmanagement durch ein einfaches und nützliches Toolkit für die Tourismusakteure

nachhaltiger gestaltet werden. Es bietet Hilfestellung bei der Messung und beim Monitoring des

Nachhaltigkeitsmanagements und ermöglicht den Austausch und Vergleich über bisherige

Fortschritte und die künftige Leistungsfähigkeit.

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Damit die Bedürfnisse der Touristen, der einheimischen Bevölkerung und der Umwelt in Einklang

gebracht, Konflikte verringert und die wechselseitige Abhängigkeit anerkannt werden, bedarf es

einer speziellen Herangehensweise an das Management von Destinationen. In diesem

Zusammenhang betrachten wir das Europäische Indikatorensystem für ein nachhaltiges

Destinationsmanagement als eines der Instrumente, das dazu einen wichtigen Beitrag leisten kann,

und ich möchte Sie herzlich einladen, es zu verwenden und uns bei seiner Verbreitung zu helfen.

Schließlich möchte ich mich bei den Mitgliedern der Sachverständigengruppe „Nachhaltigkeit im

Tourismus“ (GNT) für ihre wertvolle Unterstützung bedanken. Auch allen Destinationen, in denen

die Indikatoren getestet wurden und die durch ihr Engagement zur erfolgreichen Entwicklung des

Systems beigetragen haben, gilt unser Dank. Ohne ihren Einsatz, ihre Mitarbeit, ihr Fachwissen und

ihre wertvolle Branchenkenntnis wäre dieses System nicht zustande gekommen.

Antonio Tajani

Vizepräsident der Europäischen Kommission, zuständig für Industrie und Unternehmertum

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Inhalt

Vorwort ................................................................................................................................................... 3

Was ist das Europäische Tourismusindikatorensystem? ........................................................................ 7

Warum soll das Europäische Tourismusindikatorensystem umgesetzt werden? .................................. 8

Anleitung zur Benutzung des Systems: Das Toolkit ................................................................................ 9

Teil 1: Europäisches Destinationsmanagement .................................................................................... 10

Teil 2: Anleitung zur Anwendung des Indikatorensystems in einzelnen Schritten ............................... 12

Schritt 1: Bewusstseinsbildung ......................................................................................................... 12

Schritt 2: Erstellung eines Destinationsprofils .................................................................................. 13

Schritt 3: Bildung einer Arbeitsgruppe der Akteure ......................................................................... 13

Schritt 4: Festlegung von Rollen und Zuständigkeiten ..................................................................... 14

Schritt 5: Sammlung und Aufzeichnung der Daten .......................................................................... 15

Schritt 6: Analyse der Ergebnisse ..................................................................................................... 16

Schritt 7: Ermöglichung der laufenden Entwicklung und Verbesserung .......................................... 18

Flussdiagramm: 7 Schritte zur Anwendung des Systems ................................................................. 19

Teil 3: Kern- und Zusatzindikatoren ...................................................................................................... 21

Übersicht über die Indikatoren ............................................................................................................. 21

Kategorie A: Destinationsmanagement ........................................................................................... 20

Kategorie B: Wirtschaftlicher Wert .................................................................................................. 21

Kategorie C: Soziale und kulturelle Auswirkungen ........................................................................... 22

Kategorie D: Umweltauswirkungen ................................................................................................ 303

KERNINDIKATOREN........................................................................................................................... 27

ZUSATZINDIKATOREN ....................................................................................................................... 32

Kategorie A: Zusatzindikatoren für das Destinationsmanagement ................................................. 32

Kategorie B: Zusatzindikatoren für den wirtschaftlichen Wert ........................................................ 33

Kategorie C: Zusatzindikatoren für soziale und kulturelle Auswirkungen ....................................... 35

Kategorie D: Zusatzindikatoren für die Umweltauswirkungen ........................................................ 36

Teil 4: Die Datenmappe für Destinationen ........................................................................................... 39

Benutzung der Datenmappe ............................................................................................................ 40

Teil 5: Unterstützende Informationen .................................................................................................. 42

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Glossar .................................................................................................................................................. 42

Destinationsprofil .................................................................................................................................. 50

Befragung zum Destinationsmanagement ........................................................................................... 53

Unternehmungsbefragung .................................................................................................................... 59

Einwohnerbefragung ............................................................................................................................ 67

Besucherbefragung ............................................................................................................................... 69

Liste vorgeschlagener Akteure .............................................................................................................. 72

Muster für eine Einladung .................................................................................................................... 74

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Was ist das Europäische Tourismusindikatorensystem?

Das Europäische Tourismusindikatorensystem ist speziell für Tourismusdestinationen vorgesehen. Es

ist als ein von den lokalen Akteuren getragener und gestalteter Prozess zur Überwachung, zum

Management und zur Förderung der Nachhaltigkeit einer Destination konzipiert. Das System baut

auf den Erfahrungen aus früheren Initiativen zur Entwicklung von Indikatorensystemen auf und ist

mit Hilfe der Rückmeldungen aus Feldversuchen in verschiedenen europäischen Destinationen

verbessert worden.

Es setzt sich aus einem Indikatorensatz, einem praktischen Leitfaden und einer Datenmappe

zusammen und ist so angelegt, dass es von jeder Destination ohne spezifische Schulung

übernommen und umgesetzt werden kann. Es kann eine nützliche Methode zur Ermittlung der

Leistung einer Destination, zur Verbesserung von Managemententscheidungen und zur Bestimmung

angemessener Strategien sein.

Das vorliegende System besteht aus 27 Kernindikatoren und 40 Zusatzindikatoren (fakultative

Indikatoren). Diese können auf freiwilliger Basis neben bestehenden Monitoringsystemen

verwendet oder in diese integriert werden. Das System ist flexibel und lässt sich auf die jeweiligen

Bedürfnisse der Destination, auf die Interessen der Akteure vor Ort und die speziellen, für die die

Destination relevanten Nachhaltigkeitsfragen zuschneiden.

Das Grundprinzip des Indikatorensystems ist die Mit- und Eigenverantwortung aller Beteiligten und

ihre Einbeziehung in Entscheidungsprozesse. Für ein effektives Destinationsmanagement wurde eine

Arbeitsgruppe für die Erhebung von Daten und die Berichterstattung eingerichtet.

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Warum soll das Europäische Tourismusindikatorensystem

umgesetzt werden?

Die Europäische Kommission setzt sich schon seit Langem für die Förderung einer nachhaltigen

Entwicklung des Tourismus in Europa ein und hat bereits einige Instrumente eingeführt, um

Unternehmen bei einem fundierten Umweltmanagement zu unterstützen, wie z. B. das Europäische

Umweltzeichen (EU-Ökolabel) oder das Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die

Umweltbetriebsprüfung (EMAS).

Da die Qualität touristischer Destinationen stark von ihrem natürlichen und kulturellen Umfeld als

auch von ihrer Einbindung in eine lokale Gemeinschaft abhängt, ist die Wettbewerbsfähigkeit des

Tourismussektors eng mit seiner Nachhaltigkeit verknüpft.

Nachhaltiger Tourismus umfasst mehrere Aspekte: den verantwortlichen Umgang mit natürlichen

Ressourcen, die Berücksichtigung der Umweltauswirkungen des Tourismus (Abfallaufkommen,

erhöhte Belastung von Wasser, Boden, der biologischen Vielfalt usw.), die Verwendung „sauberer“

Energiequellen, den Schutz des Kulturerbes und die Erhaltung der natürlichen und kulturellen

Unversehrtheit von Destinationen, die Qualität und Nachhaltigkeit der geschaffenen Arbeitsplätze,

die lokalen wirtschaftlichen Auswirkungen oder die Gästebetreuung.

Zur Bewältigung dieser Herausforderungen müssen wir auf der Grundlage aussagekräftiger Daten

kluge Entscheidungen treffen. Diese Daten können aus spezifischen Indikatoren abgeleitet werden,

die nicht nur etwas über einen einzigen wirtschaftlichen Aspekt wie die Besucherzahl oder die

Tagesausgaben aussagen, sondern eine Kombination aus Daten zu relevanten lokalen Themen

darstellen. Wenn beispielsweise die Schaffung von Arbeitsplätzen in einer Destination oder Region

oberste Priorität hat, Wasser dort jedoch die wichtigste Einschränkung ist, dann sollte

vernünftigerweise ein Indikator entwickelt werden, der die geschaffenen Arbeitsplätze dem

Wasserverbrauch gegenüberstellt. Wenn die Tourismusindustrie in der Lage ist, viele Arbeitsplätze

pro verbrauchtem Liter Wasser zu schaffen, werden die Regierungsbehörden vernünftigerweise eher

die Tourismusindustrie fördern als die Landwirtschaft oder einen anderen Bereich, der mit der

knappen Ressource nicht so viele Arbeitsplätze schaffen könnte. Das Monitoring gibt Auskunft über

die Veränderungen im Laufe der Zeit und liefert die Informationen, auf deren Grundlage politische

Entscheidungen getroffen werden können.

Die Tourismusindustrie hat viel geleistet, und die Entwicklung von Indikatoren kann Destinationen

dabei helfen, ihre Entwicklung überzeugender darzustellen und mehr Unterstützung von staatlicher

Seite zu bekommen. Gleichzeitig können verbesserungsbedürftige Bereiche erkannt,

Leistungsbenchmarks erarbeitet und die Nachhaltigkeit erhöht werden. Durch die Leistungsmessung

kann sich die Tourismusindustrie ihre zentrale Rolle in der grünen Wirtschaft und in einer von

Ressourcenknappheit geprägten Welt sichern.

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Gründe für das Destinationsmonitoring:









Bessere Entscheidungsgrundlage

Effektives Risikomanagement

Festlegung von Handlungsprioritäten

Leistungsvergleich

Bessere Beteiligung der lokalen Bevölkerung und mehr Unterstützung für

Tourismusakteure

Gesteigertes Besuchererlebnis

Besseres Endergebnis/Kosteneinsparung

Höhere Wertschöpfung pro Besucher

Anleitung zur Benutzung des Systems: Das Toolkit

Das vorliegende Toolkit ist eine Anleitung zur Umsetzung und Anwendung des Europäischen

Indikatorensystems für Tourismusdestinationen. Es ist ein einfaches und leicht einzusetzendes

Instrument, das Destinationen dabei unterstützt, ihre Nachhaltigkeit durch Management und

Monitoring zu verbessern.

Das Toolkit besteht aus vier Teilen. In Teil 1 des Toolkits wird das Konzept des nachhaltigen

Destinationsmanagements vorgestellt. Teil 2 erläutert Schritt für Schritt, wie das System eingesetzt

wird. Teil 3 bietet eine Übersicht über die Kern- und Zusatzindikatoren. In Teil 4 wird die

Verwendung der Datenmappe für Destinationen beschrieben, einer Excel-Datei zur Erfassung der

von den Akteuren gesammelten Daten.

Die in diesem Toolkit angeführten Indikatoren sind Teil eines integrierten Ansatzes zum

Destinationsmanagement. Bei diesem Ansatz wird vor allem auf Zusammenarbeit, Kooperation,

laufende Bewertung, effektive Kommunikation und eine ganzheitliche Sichtweise Wert gelegt.

Unterstützende Informationen zum System finden Sie in Teil 5 des Toolkits.

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Teil 1: Europäisches Destinationsmanagement

Was ist eine Destination?

Im Sinne dieses Indikatorensystems kann eine Destination definiert werden als ein geografischer

Raum (z. B. ein Ort, eine Region):






der gegenwärtig oder potenziell für Besucher/Touristen attraktiv ist;

der als Reiseziel begriffen wird, leicht als solches definiert werden kann und in dem

verschiedene Einrichtungen und Erzeugnisse für touristische Zwecke vorhanden sind;

der als Reiseziel vermarktet wird;

in dem das Angebot an und die Nachfrage nach Tourismusdienstleistungen messbar sind

(d. h. die Tourismuswirtschaft);

in dem gewöhnlich eine Vielzahl öffentlicher und privater Tourismusakteure sowie die dort

lebende Bevölkerung in das Besuchermanagement einbezogen sind.

Große Gebiete, d. h. nationale oder regionale Gebiete, in denen es kein direktes Management von

touristischen Ressourcen und Einrichtungen und keine direkte Beteiligung von Akteuren gibt, sind

für dieses System nicht geeignet.

Tourismusdestinationen sind das Zentrum touristischer Aktivitäten. Aus den Eurostat-Daten geht

hervor, dass die Europäer im Jahr 2011 knapp über eine Milliarde Reisen unternahmen. Im

Durchschnitt wurden pro Reise 349 EUR ausgegeben; die Gesamtausgaben betrugen etwa

312 Milliarden EUR 1 . Die wirtschaftlichen Auswirkungen machen sich in Form von mehr

Arbeitsplätzen, erhöhten Steuereinnahmen, erfolgreichem Unternehmenswachstum, besserem

Schutz der Umwelt und des kulturellen Erbes bemerkbar. Aber Touristen hinterlassen auch Müll,

verbrauchen Wasser und Energie und prägen die Menschen vor Ort. Daher ist für den langfristigen

Fortbestand europäischer Tourismusdestinationen ein durchdachtes und gemeinschaftliches

Destinationsmanagement wichtig.

Zu lange haben sich lokale politische Entscheidungsträger beim Monitoring des Tourismus auf einige

wenige Statistiken gestützt, wie z. B. Besucherzahlen, Beschäftigung und Besucherzufriedenheit.

Diese vermitteln jedoch nur ein unvollständiges Bild von den Auswirkungen des Tourismus.

Destinationen können sich ein genaueres Bild von den tatsächlichen Vorgängen verschaffen, wenn

sie Daten über eine Reihe von Themen im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Tourismus auf

die lokale Wirtschaft, Bevölkerung und Umwelt erheben.

Es gibt zwar bewährte Definitionen, Programme, Leitlinien und regionale Strategien, aber nur

wenige Instrumente, mit deren Hilfe fundierte Entscheidungen zur Verbesserung des Tourismus in

1 Eurostat (2012) Tourism in Europe: Results for 2011 – Ausgabe Nr. 28/2012.

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

einer Destination getroffen werden können. Diese Lücke soll durch dieses Toolkit geschlossen

werden.

Für wen ist das Toolkit?

Dieses Toolkit soll Tourismusakteure dabei unterstützen, die nachhaltige Entwicklung ihrer

Destination mit Hilfe des Europäischen Tourismusindikatorensystems zu messen und zu verbessern.

Es richtet sich insbesondere an Personen, die vor Ort eine „Vorreiterrolle“ einnehmen und motiviert

sind, die Umsetzung des Systems in ihrer Destination in die Wege zu leiten, wie etwa leitende

Vertreter/innen einer Destinationsmanagement-/Destinationsmarketingorganisation, des

Fremdenverkehrsamts, der lokalen/regionalen Tourismusbehörden, des Tourismusministeriums, des

Privatsektors oder Tourismusverbands. Da die Personen, die die Umsetzung des Indikatorensystems

in der Destination leiten, einen ganz unterschiedlichen Hintergrund haben können, werden sie als

lokale Destinationskoordinatoren bezeichnet.

Zum Aufgabenbereich des lokalen Destinationskoordinators gehören normalerweise Planung,

Management, Monitoring, Werbung, Marketing und mitunter auch Schulung und

Qualitätsstandards. Dem lokalen Koordinator kommt eine wesentliche Rolle zu. Wer diese Aufgabe

übernimmt, sollte in der Lage sein, Akteure zu gewinnen und auf sie einzuwirken, sollte Zugang zu

relevanten Daten haben (oder über andere Zugang erhalten), mit der Speicherung der (unter

Umständen teils sensiblen) Daten betraut sein und ein gewisses Maß an Führungskompetenz

besitzen.

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Teil 2: Anleitung zur Anwendung des Indikatorensystems in

einzelnen Schritten

In diesem Abschnitt wird die Einführung des Indikatorensystems in einer Tourismusdestination in

sieben einfachen Schritten erklärt, darunter fällt auch die Bildung einer Arbeitsgruppe aus

Akteuren, die Datensammlung und Folgemaßnahmen. Das Europäische

Tourismusindikatorensystem ist speziell für Tourismusdestinationen bestimmt. Es ist als ein von den

lokalen Akteuren und Akteurinnen getragener und gestalteter Prozess für das Monitoring, das

Management und die Förderung der Qualität und der Nachhaltigkeit einer Destination konzipiert.

Schritt 1: Bewusstseinsbildung

Sobald eine Destination beschlossen hat, ihre Nachhaltigkeit mittels des Europäischen

Tourismusindikatorensystems zu messen, sollten diese Entscheidung unbedingt einem möglichst

großen Kreis von Personen, vor allem den lokalen Akteuren, mitgeteilt werden. Dies führt zu einer

stärkeren Beteiligung, einem größeren Bewusstsein über die Verpflichtung der Destination zu einem

nachhaltigen Tourismusmanagement sowie zu mehr Unterstützung für eventuell aufgrund der

Indikatorenergebnisse zu ergreifende Maßnahmen.

Die lokalen Koordinatoren sollten alle ihnen zur Verfügung stehenden Kommunikationsmittel

einsetzen und auch die lokale Behörde/Gemeinde dazu auffordern. Soziale Medien können ein

nützliches und kostengünstiges Mittel zur einfachen und schnellen Kommunikation sein. Sie haben

zudem den zusätzlichen Nutzen, dass eine Diskussion angeregt wird, die bei fortschreitender

Umsetzung besonders wertvoll sein wird.

Kommunikationsvorschläge:




Berichten Sie auf der Internetseite der Organisation und relevanter sozialer Netzwerke über

die Teilnahme der Destination am Europäischen Tourismusindikatorensystem.

Ermuntern Sie lokale Kommentatoren, z. B. von Zeitungen, Radiosendern oder Online-

Diskussionsforen, die Nachricht über ihre eigenen Blogs usw. zu verbreiten.

Auch Partnerorganisationen, insbesondere solche mit einem Interesse an der lokalen

Tourismusindustrie, der Umwelt und der lokalen Bevölkerung werden diese Nachricht gerne

unter ihren Unterstützern verbreiten.

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Schritt 2: Erstellung eines Destinationsprofils

Die Definition der Destinationsgrenzen und die Erstellung eines Profils, um anderen Akteuren einen

Überblick über die Destination zu vermitteln, sind wesentliche Schritte bei der Datensammlung.

Hierfür steht Ihnen in Teil 5 des Toolkits ein einfach auszufüllender Fragebogen zum

Destinationsprofil zur Verfügung. Er enthält grundlegende Angaben zur geografischen Lage, zu

Fremdenverkehrseinrichtungen, Verkehrsverbindungen und Besucherzahlen. Der Fragebogen

enthält einige Vorschläge für Kategorien, kann aber vom lokalen Koordinator an die Bedürfnisse der

jeweiligen Destination angepasst werden.

Schritt 3: Bildung einer Arbeitsgruppe der Akteure

Der nächste Schritt ist die Bildung einer Arbeitsgruppe aus lokalen Akteuren und Akteurinnen. Diese

setzt sich aus Organisationen und Einzelpersonen zusammen, die in der Tourismusindustrie der

Destination tätig sind oder ein Interesse daran haben. Damit genügend Daten zusammenkommen,

um auch aussagekräftig zu sein, kommt es wesentlich darauf an, dass Vertreter aus dem

Privatsektor und der Destinationsmanagementorganisation (DMO) oder Tourismusbehörde in der

Arbeitsgruppe eine aktive Rolle einnehmen. Unbedingt einzubinden sind auch verschiedene

gesellschaftliche Gruppen, Energieversorgungsunternehmen und die zuständigen Stellen für

Beschäftigung, Wirtschaftswachstum, Planung, Schutzgebiete und Umwelt. Die lokalen

Koordinatoren sollten Vertreter aus diesen und anderen relevanten Sektoren zum Mitmachen

ermutigen, indem sie auf den Nutzen einer Teilnahme sowohl für den Einzelnen als auch für die

jeweils vertretene Organisation hinweisen.

Die ideale Gruppe ist groß genug, um ein breites Spektrum wichtiger Akteure abzudecken, ohne dass

dadurch die Entscheidungsfindung erschwert wird. Die Gruppe sollte aus einer bunten Mischung von

Personen bestehen, die die relevanten Daten beschaffen und Einfluss auf die Politik nehmen

können, die aber auch motiviert und der Sache verpflichtet sind. Ein Muster für eine Einladung zur

Teilnahme an der Arbeitsgruppe und eine Liste potenzieller Akteure finden Sie in Abschnitt 5 des

Toolkits.

Wenn es in einer Destination bereits einen Ausschuss oder Arbeitskreis gibt, der regelmäßig für

einen ähnlichen Zweck zusammenkommt, wäre es sinnvoll, die bereits bestehende Gruppe für die

Indikatorenarbeit zu gewinnen, indem den Mitgliedern die Vorteile erklärt werden und, wenn nötig,

einige weitere Mitglieder eingeladen werden.

Arbeitsgruppensitzung

Damit alle relevanten Akteure eingebunden werden können, sollten sie am besten zu einer offenen

Sitzung oder einem Workshop eingeladen werden. Bei dieser Veranstaltung kann das Europäische

Tourismusindikatorensystem vorgestellt und seine Relevanz für die Destination und für die

anwesenden Personen erklärt werden. Idealerweise sollte diese Sitzung an einem möglichst zentral

gelegenen Ort innerhalb der Destination abgehalten werden.


Die Sitzung bietet eine Gelegenheit, um den Mitgliedern der Arbeitsgruppe einen

Überblick über das System und den Nutzen für die Destination zu vermitteln. Es könnte

sich als schwierig erweisen, schon bei der ersten Sitzung geeignete Akteure aus allen

relevanten Bereichen für die Arbeitsgruppe zu gewinnen. Solange jedoch einige der

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM



Schlüsselakteure vertreten sind, kann das System eingeführt werden; die Zahl der Mitglieder

sowie der gesammelten Daten kann im Laufe der Zeit erweitert werden.

Bei der Sitzung sollte der lokale Destinationskoordinator der Arbeitsgruppe auch die

einzelnen Indikatoren vorstellen; anhand der Rückmeldungen der Akteure kann dann

entschieden werden, welche Indikatoren für die Destination am nützlichsten und

relevantesten sind und welche Daten für die verschiedenen in Betracht gezogenen

Indikatoren verfügbar sind.

Da es sich um eine partizipative Sitzung handelt, können die Mitglieder der Arbeitsgruppe

auch eingeladen werden, ihr Wissen und ihre Erfahrung zu bestimmten Aspekten der

Destination einzubringen. Der lokale Destinationskoordinator sollte den Akteuren zuhören,

aber auch selbst das Wort ergreifen. Es kommt auch darauf an, der Gruppe den Ablauf

näherzubringen und eine Einigung über die weitere Vorgehensweise zu erzielen.

Schritt 4: Festlegung von Rollen und Zuständigkeiten

Ein wichtiges Ergebnis der Sitzung ist eine klare Einigung über die Zuständigkeiten der

Arbeitsgruppenmitglieder und über den zeitlichen Ablauf der Datensammlung, d. h. wer sammelt

wie und bis wann die Daten für welchen Indikator. Dies trägt nicht nur dazu bei, dass Schwerpunkte

der Datensammlung für Kernindikatoren festgelegt werden, sondern stärkt auch die

Eigenverantwortung und das Engagement der Mitglieder.

Die folgende Tabelle vermittelt einen Überblick über die Schlüsselakteure, die in der Arbeitsgruppe

vertreten sein sollten, damit die erforderlichen Daten für die Kernindikatoren gesammelt werden

können. (Sie ist jedoch nur als Anregung gedacht, da sich die verschiedenen Organisationen und

Zuständigkeiten für einzelne Bereiche von Destination zu Destination unterscheiden werden).

Genaue Informationen über die Indikatoren gibt es (nur auf Englisch) auf

http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/tourism/sustainable-tourism/indicators/index_en.htm.

Liste möglicher Akteure für die Sammlung der Indikatordaten

AKTEUR

Vertreter/innen des Privatsektors, z. B. aus dem

Vorstand des Hotelverbands

Destinationsmanagementorganisation

Tourismusbehörde

Agentur für Destinationsmarketing/PR-Agentur

Vertreter/innen der lokalen Behörden für

Beschäftigung/Wirtschaft

Bildungseinrichtungen

Lokale Gemeinschaftsorganisation

Planungsabteilung der lokalen Behörde

RELEVANTER INDIKATOR

A.2.1, B.2.1, B.2.2, B.5.1, C.3.1, D.2.1

A.1.1, A.2.1, A.3.1, A.4.1, B.1.1, B.1.2, B.2.1, B.2.2, B.3.1, C.1.1,

C.2.1, C.4.1, D.1.1, D.1.2, D.8.1

A.1.1, A.2.1, A.3.1, A.4.1, B.1.1, B.1.2, B.2.1, B.2.2, B.3.1, C.1.1,

C.2.1, C.4.1, D.1.1, D.1.2, D.8.1

A.4.1

B.1.2, B.2.1, B.3.1, C.2.1, D.2.1

C.2.1

C.1.1, D.8.1

D.1.1, D.1.2, D.2.1, D.7.1, D.8.1

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Organisation für die Bewahrung der lokalen

Kultur/des Kulturerbes

Verkehrsabteilung der lokalen Behörde

Kommunaler Klimaschutzbeauftragter

Abteilung Abfallbewirtschaftung der lokalen Behörde

Abteilung Wasserwirtschaft der lokalen Behörde

Abteilung Lärmschutz der lokalen Behörde

Lokaler Stromversorger

Organisation für Umwelt- und Naturschutz/Tierschutz

Abteilung der lokalen Behörde mit Verantwortung für

Naturschutzgebiete

C.4.1

D.1.1, D.1.2, D.2.1

D.2.1

B.3.1, D.3.2

D.4.1, D.5.1, D.9.1

D.8.1

D.6.1

D.2.1, D.7.1, D.8.1

C.4.1, D.7.1

Die Zuständigkeiten werden sich von selbst aus den Aufgaben und Interessen der

Arbeitsgruppenmitglieder ergeben. So sollte der Vertreter der kommunalen Abfallwirtschaft in der

Lage sein, Daten über Wiederverwertungsquoten zu liefern, der Vertreter des lokalen

Stromversorgers Daten über den Energieverbrauch usw. Wenn die Arbeitsgruppe nach der ersten

Phase der Datensammlung zur Analyse der Ergebnisse und der Festlegung vorrangiger Maßnahmen

übergeht, sollten sich die Akteure unter Anleitung des lokalen Destinationskoordinators darauf

einigen, wer für die Festlegung von Zielen, die Ergreifung von Maßnahmen und gegebenenfalls für

die Planung zur Erreichung dieser Ziele zuständig ist.

Schritt 5: Sammlung und Aufzeichnung der Daten

Die meisten Indikatordaten sollten sich aus dem Arbeitsbereich, der Stellung als Arbeitgeber, dem

Interessengebiet der einzelnen Mitglieder der Arbeitsgruppe ergeben oder über andere Behörden,

z. B. auf nationaler Ebene, zugänglich sein. Die Datensammlung sollte einfach ein Prozess sein, bei

dem Daten aus verschiedenen Quellen an einer Stelle zu einem genauen Gesamtbild des

Tourismus in der Destination zusammenfließen. Für einige Indikatoren werden nicht alle Daten

verfügbar sein bzw. erst beschafft werden müssen, z. B. mittels Umfragen, Fragebögen und andere

Aktivitäten.

In Abschnitt 5 des Toolkits finden Sie einige Musterformulare für Befragungen.

Diese können entweder so wie sie sind verwendet oder an die Bedürfnisse der Destination

angepasst werden. Zum Beispiel können vorhandene Befragungen verwendet werden oder es

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

können Fragen aus dem Muster in bereits bestehende Umfragen übernommen werden. Fehlen der

Destination die Ressourcen für die Durchführung von Umfragen, können erst einmal Daten für die

anderen Indikatoren gesammelt werden; der Koordinator sollte gemeinsam mit der Arbeitsgruppe

einen Weg suchen, wie die erforderlichen Mittel zur Durchführung der Umfragen für die restlichen

Indikatoren in Zukunft beschafft werden könnten.

Der lokale Destinationskoordinator sollte als Ansprechperson dienen, bei der die von den

Mitgliedern gesammelten Indikatordaten zusammenfließen. Für die Eingabe der von den Akteuren

über die einzelnen Indikatoren weitergeleiteten Daten steht ihm ein einfaches Instrument – die

Datenmappe (Destination Dataset) – zur Verfügung. Teil 4 des Toolkits vermittelt einen Überblick

über die Verwendung der Datenmappe, die auf

http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/tourism/sustainable-tourism/indicators/index_en.htm

abrufbar ist. Dieses Dokument ermöglicht die Erfassung der Ergebnisse der Datensammlung und

einen einfachen Austausch mit der Arbeitsgruppe.

Schritt 6: Analyse der Ergebnisse

Sobald die von den Akteuren gesammelten und übermittelten Indikatordaten in die Datenmappe

eingegeben sind, kann der lokale Destinationskoordinator eine weitere Arbeitsgruppensitzung

einberufen. Die Gruppe kann bei dieser Gelegenheit die Ergebnisse überprüfen und analysieren,

über einige realistische Benchmarks oder Ziele entscheiden und einen Plan zu ihrer Erreichung

beschließen. Mögliche Ergebnisse wären z. B.:




Ein geringer Schutz der Biodiversität

Eine geringe Beschäftigungsquote von Frauen im Tourismussektor

Ein geringer Anteil an Beherbergungsbetrieben mit Wassersparmaßnahmen

Der lokale Destinationskoordinator kann gemeinsam mit der Arbeitsgruppe entscheiden, welches

dieser Themen für die Destination Priorität hat und welche Maßnahmen ergriffen werden sollen.

Einige Vorschläge für Maßnahmen finden Sie in den einzelnen Indikatorblättern auf

http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/tourism/sustainable-tourism/indicators/index_en.htm (die

Dokumente sind nur auf Englisch verfügbar). Nach Festlegung der Prioritäten kann ein Plan mit den

dringlichsten Themen erstellt werden (d. h. welche Indikatoren und Themen erfordern Maßnahmen,

in welcher Reihenfolge, wann, wie und durch wen).

Die Arbeitsgruppe könnte beispielsweise der Ansicht sein, dass die Einsparung und Speicherung von

Wasser in der Destination oberste Priorität hat. In diesem Fall müssen die Mitglieder der

Arbeitsgruppe gemeinsam einen Aktionsplan zur Umsetzung des Wasserschutzes erarbeiten. Dieser

könnte vom Wasserversorger der Destination, vom Hotelverband oder von einer entsprechenden

lokalen Organisation und/oder dem lokalen Koordinator unterstützt werden. Die Arbeitsgruppe

könnte auch gleichzeitig Verbesserungen bei mehr als einem Indikator vornehmen, d. h. wenn

bereits Gespräche mit den Hoteliers über Wassereinsparungen geführt werden, wäre es vielleicht

auch möglich, diese gleichzeitig zur Einsparung von Energie und/oder zur Verbesserung der

Biodiversität zu bewegen.

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Schritt 7: Für laufende Entwicklung und ständige Verbesserungen sorgen

Sobald die Arbeitsgruppe einen Aktionsplan für die unmittelbaren Prioritäten entworfen hat, kann

eine Strategie für die langfristige Verbesserung entwickelt werden. Die Arbeitsgruppe sollte nach

Möglichkeit einen Dreijahresplan entwerfen, der einen Überblick über die Zielsetzung, den Zeitpunkt

Verwirklichung und die genauen Zuständigkeiten vermittelt. Jedes Mitglied sollte in der Lage sein, im

eigenen Arbeitsbereich einige kleine Verbesserungen zu erzielen, die zusammen im Laufe der Zeit

signifikante Veränderungen und Verbesserungen bewirken werden.

Es gilt, die Indikatoren und die gesammelten Daten regelmäßig zu überprüfen und nach

Möglichkeit neue Indikatoren aus dem Toolkit aufzunehmen, ohne die Arbeitsgruppe zu

überlasten. Durch die Erweiterung der Indikatorenzahl lässt sich ein vollständigeres Bild der

Destination zeichnen. Es sollte auch überlegt werden, ob die finanziellen Mittel für die langfristige

Erhaltung des Systems und die Deckung der Kosten für Verbesserungen, Datensammlung und

andere Arbeiten der Arbeitsgruppe aufgebracht werden können. Zudem ist es sinnvoll, sich darauf

zu einigen, wie Ergebnisse und eventuelle Erfolge einer breiteren Gruppe von Akteuren, der lokalen

Bevölkerung und anderen Organisationen und Personen außerhalb der Destination kommuniziert

werden sollen.

Mit fortschreitender Verwendung des Systems und zunehmendem Umfang an gesammelten

Indikatordaten lohnt es sich, einen Vergleich der Fortschritte der Destination auf internationaler

Ebene anzustreben. Einige Beispiele für internationale Benchmarks finden Sie in den detaillierten

Indikatorblättern auf http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/tourism/sustainabletourism/indicators/index_en.htm

(nur auf Englisch verfügbar). Dadurch werden die erzielten

Leistungen in einen größeren Kontext gestellt, was für die Akteure ein Ansporn zu weiteren

Verbesserungsmaßnahmen ist. Zudem wird der Wissensaustausch zwischen Destinationen

gefördert. Dabei geht es nicht darum, einen Wettbewerb zwischen den Destinationen zu erzeugen,

sondern bewusst zu machen, dass die durch das Verfahren erzielten Resultate von zentraler

Bedeutung für die anstehenden Entscheidungen der Destination sind.

Mit der Zeit sollten die gesammelten Daten eine Aussage über die Entwicklung der Destination

erlauben, die in Marketing- und Kommunikationspläne integriert werden und als Grundlage für

langfristige Strategien und Maßnahmen dienen kann. In diesem Fall sollte sich die Arbeitsgruppe

darüber Gedanken machen, welche Art von Touristen sich nun angesprochen fühlen könnte und auf

welche Weise die Destination potenziellen Besuchern präsentiert werden könnte, um den

größtmöglichen wirtschaftlichen Nutzen aus dem besseren Management und der höheren

Nachhaltigkeit zu ziehen.

18 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

19 | S e i t e


Zurück zur AG: Einigung auf Prioritäten und Entwicklung eines Aktionsplanes

TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Flussdiagramm: 7 Schritte zur Anwendung des Systems

Schritt 1

Bewusstseinsbildung

Schritt 2

Erstellung eines Destinationsprofils

Schritt 3

Bildung einer Arbeitsgruppe (AG) der

Akteure

Schritt 4

Festlegung von Rollen und

Zuständigkeiten

Schritt 5

Sammlung und Aufzeichnung der Daten

Schritt 6

Analyse der Ergebnisse

Schritt 7

Für laufende Entwicklung und ständige

Verbesserungen sorgen

20 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Teil 3: Kern- und Zusatzindikatoren

Übersicht über die Indikatoren

Im dritten Teil des Toolkits werden die Kern- und Zusatzindikatoren genannt und beschrieben. Hier

finden Sie alle Indikatoren auf einem Blick:

Kategorie A: Destinationsmanagement

Kriterien

A.1 Öffentliche Politik

für nachhaltigen

Tourismus

A.2 Nachhaltiges

Tourismusmanagement

in

Tourismusunternehmen

A.3

Kundenzufriedenheit

A.4 Information und

Kommunikation

Indikator

Nummer #

A.1.1

A.1.1.1

A.1.1.2

A.2.1

A.2.1.1

A.3.1

A.3.1.1

A.4.1

A.4.1.1

KERNindikatoren sind GRÜN hervorgehoben

ZUSATZindikatoren sind BLAU hervorgehoben

Anteil (in %) der Destination mit einer Strategie/einem

Aktionsplan für nachhaltige Tourismusentwicklung und

vereinbarten Maßnahmen zur Überwachung,

Entwicklungskontrolle und Bewertung

Anteil (in %) der Einwohner, die mit ihrer Einbeziehung in die

Tourismusplanung und -entwicklung und ihrer

Einflussmöglichkeit zufrieden sind

Anteil (in %) der Destination mit einer Vertretung durch eine

Destinationsmanagementorganisation

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen/-einrichtungen in der

Destination mit einer freiwilligen Zertifizierung/Kennzeichnung

von Umwelt-/Qualitäts-/Nachhaltigkeitsmaßnahmen und/oder

SVU-Maßnahmen

Zahl der Tourismusunternehmen/-einrichtungen mit

Nachhaltigkeitsberichten gemäß der Global Reporting Initiative

(GRI)

Anteil (in %) der Besucher, die mit dem Gesamterlebnis in der

Destination zufrieden sind

Anteil der Stammgäste/Wiederholungsbesucher (innerhalb von 5

Jahren)

Anteil (in %) der Besucher, die angeben, dass sie sich der

Nachhaltigkeitsbestrebungen der Destination bewusst sind

Anteil (in %) der Unternehmen, die ihre

Nachhaltigkeitsbestrebungen den Besuchern über ihre Produkte,

ihr Marketing oder ihre Markenpolitik kommunizieren

21 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Kategorie B: Wirtschaftlicher Wert

Kriterien

B.1 Tourismusvolumen &

Wertschöpfung in der

Destination

B.2 Leistung des/der

Tourismusunternehmen/s

B.3. Quantität und

Qualität der Arbeitsplätze

B.4 Gesundheit und

Sicherheit

B.5 Lieferkette im

Tourismus

Indikator

Nummer #

B.1.1

B.1.1.1

B.1.1.2

B.1.1.3

B.1.2

B.2.1

B.2.1.1

B.2.1.2

B.2.2

B.2.2.1

B.3.1

B.3.1.1

B.3.1.2

B.4.1

B.4.1.1

B.5.1

B.5.1.1

B.5.1.2

KERNindikatoren sind GRÜN hervorgehoben

ZUSATZindikatoren sind BLAU hervorgehoben

Anzahl der Übernachtungen pro Monat

Relativer Anteil des Tourismus an der Wirtschaft der

Destination (in % des BIP)

Anzahl der Tagesbesucher in der Haupt- und Nebensaison

Tägliche Ausgaben pro Tagesbesucher

Tägliche Ausgaben pro Tourist (Unterbringung, Verpflegung,

sonstige Dienstleistungen)

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Touristen (Nächte)

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Tagesbesucher

(Stunden)

Anteil (in %) der zehn größten Tourismusunternehmen am

Destinationsmanagement/kooperativen Marketing

Auslastung der gewerblichen Beherbergungsbetriebe pro

Monat und im Jahresdurchschnitt

Durchschnittlicher Zimmerpreis in der Destination

Anteil der direkten Beschäftigung im Tourismus an der

gesamten Beschäftigung in %

Anteil (in %) der Saisonarbeitsplätze im Tourismus

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, die Praktikumsplätze

für anbieten

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, in denen im letzten

Jahr eine Brandschutzkontrolle durchgeführt wurde

Anteil (in %) der Gäste, die bei der Polizei Anzeige erstatten

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, die konkrete Schritte

setzen, um regionale, nachhaltige und/oder fair gehandelte

Produkte und Dienstleistungen zu beziehen bzw. in Anspruch

zu nehmen

Anteil (in %) der Destination, der in eine Politik zur Förderung

regionaler, nachhaltiger und/oder fair gehandelter Produkte

und Dienstleistungen eingebunden ist

Anteil(in %) der Tourismusunternehmen, die mindestens 25 %

der Lebensmittel und Getränke von lokalen/regionalen

Herstellern beziehen

22 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Kategorie C: Soziale und kulturelle Auswirkungen

Kriterien

C.1 Auswirkungen auf die

Gesellschaft/Gemeinschaft

C.2 Gleichstellung der

Geschlechter

C.3

Gleichstellung/Barrierefreiheit

C.4 Erhaltung und Aufwertung

des kulturellen Erbes sowie

der lokalen Identität und

Kulturgüter

Indikator

Nummer #

C.1.1

C.1.1.1

C.1.1.2

C.1.1.3

C.2.1

C.2.1.1

C.2.1.2

C.3.1

C.3.1.1

C.3.2

C.3.2.1

C.4.1

C.4.1.1

C.4.1.2

KERNindikatoren sind GRÜN hervorgehoben

ZUSATZindikatoren sind BLAU hervorgehoben

Anzahl der Gäste/Besucher pro 100 Einwohner

Anteil der Einwohner, die mit dem Tourismus in der

Destination zufrieden sind (pro Monat/Saison)

Anzahl der Betten in gewerblichen

Beherbergungsbetrieben pro 100 Einwohner

Anzahl der Zweit-/Ferienwohnungen pro 100 Einwohner

Anteil (in %) der im Tourismussektor beschäftigten Frauen

und Männer

Anteil der Tourismusunternehmen, in denen eine Frau die

Geschäftsführung innehat

Verhältnis des Durchschnittseinkommens der Frauen zu

dem der Männer (nach Beschäftigungsart)

Anteil (in %) der gewerblichen Beherbergungsbetriebe mit

Zimmern, die für Menschen mit Behinderung zugänglich

sind und/oder mit einer anerkannten Zertifizierung der

Barrierefreiheit

Anteil (in %) der Destination, der auch für Menschen mit

Behinderung und Menschen mit speziellen

Zugangsbedürfnissen mit öffentlichen Verkehrsmitteln

erreichbar ist

Anteil (in %) der touristischen Attraktionen, die für

Menschen mit Behinderung zugänglich sind und/oder an

einem anerkannten Zertifizierungssystem für die

Barrierefreiheit teilnehmen

Anteil (in %) der Besucher, die mit der Zugänglichkeit der

Destination für Menschen mit Behinderung oder speziellen

Zugangsbedürfnissen zufrieden sind

Anteil (in %) der Destination, der in eine Politik oder einen

Plan zum Schutz des kulturellen Erbes eingebunden ist

Anteil (in %) der Einwohner mit einer positiven bzw.

negativen Meinung über die Auswirkungen des Tourismus

auf die Identität der Destination

Anteil (in %) der Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt

Tradition/Brauchtum und Kulturgüter an den größten

Veranstaltungen der Destination

23 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Kategorie D: Umweltauswirkungen

Kriterien

D.1 Reduzierung der

Verkehrsauswirkungen

D.2 Klimawandel

D.3 Abfallwirtschaft

D.4

Abwasserbehandlung

D.5 Wasserwirtschaft

D.6 Energieverbrauch

Indikator

Nummer #

D.1.1

D.1.1.1

D.1.2

D.1.2.1

D.2.1

D.2.1.1

D.2.1.2

D.3.1

D.3.1.1

D.3.2

D.4.1

D.4.1.1

D.5.1

D.5.1.1

D.5.1.2

D.5.1.3

D.6.1

D.6.1.1

KERNindikatoren sind GRÜN hervorgehoben

ZUSATZindikatoren sind BLAU hervorgehoben

Anteil (in %) der Gäste und Tagesbesucher, die verschiedene

Beförderungsarten für die Anreise (öffentlich/privat und Art des

Verkehrsmittels) gewählt haben

Anteil gewählt haben der Besucher, die zur Fortbewegung vor Ort

lokale/sanfte Mobilitätsformen/öffentliche Verkehrsmittel nutzen

Durchschnittlich von den Touristen zurückgelegte Strecke für die

Hin- und Rückreise (in km) zwischen Wohnort bzw. letztem Zielort

und der Destination

Durchschnittlich von den Tagesbesuchern zurückgelegte Strecke

für die Hin- und Rückreise (in km) zwischen Wohnort und

Destination

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, die in

Klimaschutzmaßnahmen (wie z. B. CO 2 -Ausgleich;

Energiesparsysteme) und Anpassungsreaktionen und -

maßnahmen eingebunden sind

Anteil (in %) der Destination, der in eine Strategie oder Planung

zur Anpassung an den Klimawandel einbezogen ist

Anteil (in %) der Beherbergungsbetriebe und touristischen

Infrastruktur in sogenannten gefährdete Gebieten

Abfallaufkommen in der Destination (Tonnen pro Einwohner und

Jahr oder Monat)

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, die eine Abfalltrennung

durchführen

Anteil (in %) der wiederverwerteten Abfälle (pro Einwohner und

Jahr)

Anteil (in %) des Abwassers aus der Destination, das vor der

Einleitung mindestens die zweite Reinigungsstufe durchlaufen hat

Anteil (in %) der gewerblichen Beherbergungsbetriebe, die an das

zentrale Kanalisationsnetz angeschlossen sind und/oder eine

dritte Reinigungsstufe anwenden

Wasserverbrauch pro Übernachtungsgast gegenüber dem

allgemeinen Wasserverbrauch pro Person und Nacht

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen mit Sparduschköpfen

und wassersparenden Armaturen und/oder Toilettenspülungen

mit Spartaste/wasserlosen Urinalen

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, die recyceltes Wasser

verwenden

Anteil (in %) des recycelten Wassers am Wasserverbrauch in der

Destination

Energieverbrauch pro Übernachtungsgast gegenüber dem

allgemeinen Energieverbrauch pro Person und Nacht

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, die auf eine

energiesparende Beleuchtung umgestiegen sind

24 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

D.6.1.2

Jährlicher Energieverbrauch aus erneuerbaren Energiequellen

(MWh) in % des Gesamtenergieverbrauchs

D.7 Schutz der

Landschaft und der

biologischen Vielfalt

D.8 Regelungen für

Lärm- und

Lichtbelastung

D.9

Badewasserqualität

D.7.1

D.7.1.1

D.7.1.2

D.8.1

D.8.1.1

D.9.1

D.9.1.1

Anteil der als Schutzgebiete ausgewiesenen Flächen (in km 2 )

an der Gesamtfläche der Destination

Anteil (in %) der heimischen Tourismusunternehmen, die sich aktiv

für den Schutz, die Bewahrung und das Management der lokalen

biologischen Vielfalt und Landschaft einsetzen

Anteil (in %) der Fläche, die unter einen Plan zum

Biodiversitätsmanagement und -monitoring fällt

Existenz von Maßnahmen zur Minimierung der Lärm- und

Lichtbelastung durch Tourismusunternehmen

Anteil der Flächen und der dort lebenden Bevölkerung (in %), für

die es eine lokale Strategie und/oder Pläne zur Reduzierung der

Lärm- und Lichtbelastung gibt

Kontaminationsgrad pro 100 ml (fäkalcoliforme Bakterien,

Campylobacter)

Anzahl der Tage, an denen der Strand/die Küste wegen

Kontamination geschlossen war

25 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

26 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

KERNINDIKATOREN

Kernindikatoren bilden den Ausgangspunkt für die Messung der Nachhaltigkeit des Tourismus in

einer Destination. Am Anfang mag es vielleicht schwierig erscheinen, die Daten für sämtliche

Kernindikatoren zu beschaffen. Dies stellt jedoch kein Problem dar – beginnen Sie einfach mit jenen

Indikatoren, für die Daten verfügbar sind, und überlegen Sie später gemeinsam mit den Mitgliedern

der Arbeitsgruppe, wie in Zukunft weitere Daten für die restlichen Kernindikatoren beschafft werden

könnten. Es gibt 27 Kernindikatoren, die in vier Kategorien eingeteilt sind.

Kategorie A: Kernindikatoren für das Destinationsmanagement

Diese Indikatoren zeigen wichtige Themen im Zusammenhang mit Entscheidungsfindung und

Kommunikation auf, die zum nachhaltigen Tourismusmanagement in der Destination beitragen.

A.1 Politik für nachhaltigen Tourismus

Indikator A.1.1

Anteil der Gemeinden mit einer Strategie/einem Aktionsplan für nachhaltige

Tourismusentwicklung und vereinbarten Maßnahmen zur Überwachung,

Entwicklungskontrolle und Bewertung

Die Existenz eines Plans und einer Politik für die Tourismusentwicklung in einer Destination ist ein

wichtiger erster Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Idealerweise sollte es sich um einen Mehrjahresplan

handeln, der die Themen Umwelt, Gesellschaft, Qualität, Gesundheit und Sicherheit umfasst, klare und

zeitlich festgelegte Ziele vorgibt und unter Einbeziehung aller relevanten Akteure entwickelt wird.

Eventuell muss der vorhandene Plan angepasst oder auf Nachhaltigkeit neu ausgerichtet werden. Er

sollte außerdem allgemein zugänglich sein und nach außen kommuniziert werden.

A.2 Nachhaltiges Tourismusmanagement in Tourismusunternehmen

Indikator A.2.1

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen/-einrichtungen in der Destination mit

einer freiwilligen Zertifizierung/Kennzeichnung von Umwelt-/Qualitäts-

/Nachhaltigkeitsmaßnahmen und/oder SVU-Maßnahmen

Eine nachhaltige Entwicklung kann nicht allein durch Destinationsmanagementorganisationen (DMO)

bewirkt werden. Dieser Indikator gibt Aufschluss über Nachhaltigkeitsplanung und -management auf

Unternehmensebene, d. h. es wird bewertet, inwieweit Unternehmen Nachhaltigkeitsgrundsätze in ihren

Abläufen berücksichtigen und an anerkannten (oder qualifizierten) Umweltzertifizierungsprogrammen

und Verfahren zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten teilnehmen.

A.3 Kundenzufriedenheit

Indikator A.3.1

Anteil (in %) der Besucher, die mit dem Gesamterlebnis in der Destination

zufrieden sind

Neben den DMO und den Unternehmen sind die Gäste die dritte wichtige Komponente des nachhaltigen

Destinationsmanagements. Zufriedene Gäste kommen wieder, wodurch sich die Wertschöpfung

vervielfacht und Arbeitsplätze geschaffen werden.

A.4 Information und Kommunikation

Indikator A.4.1

Anteil (in %) der Besucher, die angeben, dass sie sich der

27 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Nachhaltigkeitsbestrebungen der Destination bewusst sind

DMO haben die Möglichkeit, Touristen über ihr Werbematerial für Nachhaltigkeitsthemen zu

sensibilisieren und so nachhaltigen Betrieben einen Marktvorteil zu verschaffen. Wichtig ist, dass die

DMO und andere Organisationen über ihre Werbung ständig und konsequent Informationen über

Nachhaltigkeit kommunizieren. Mit Hilfe dieses Indikators soll der Informationsaustausch und die

Kommunikation von Nachhaltigkeitsthemen und -leistungen gefördert werden.

Kategorie B: Kernindikatoren für den wirtschaftlichen Wert

Mit Hilfe dieser Indikatoren lässt sich ermitteln, welchen Beitrag der Tourismus zur wirtschaftlichen

Nachhaltigkeit in der Destination leistet.

B.1 Tourismusvolumen & Wertschöpfung in der Destination

Indikator B.1.1

Anzahl der Übernachtungen pro Monat

Indikator B.1.2

Tägliche Ausgaben pro Tourist (Unterbringung, Essen und Trinken, sonstige

Dienstleistungen)

Hinweis: Destinationen wie Parks mit wenigen Übernachtungsgästen sollten Besuchertage pro Monat

verwenden.

Das Tourismusvolumen und die touristische Wertschöpfung sind wesentlich für die wirtschaftliche

Nachhaltigkeit einer Destination. Durch die Einbeziehung eines grundlegenden Besuchermonitorings in

das Nachhaltigkeitsmonitoring lassen sich andere Monitoringaspekte festlegen. Je höher die

Tagesausgaben, desto effizienter ist die Wertschöpfung durch den Tourismus in der Destination.

B.2 Leistung des/der Tourismusunternehmen

Indikator B.2.1

Indikator B.2.2

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Touristen (Nächte)

Auslastung der gewerblichen Beherbergungsbetriebe pro Monat und im

Jahresdurchschnitt

Die Nachhaltigkeit einer Destination wirkt sich auf die Leistung einzelner Unternehmen aus. Die

durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Übernachtungsgäste ist einer der wichtigsten Indikatoren für

Beherbergungsbetriebe. Eine längere Aufenthaltsdauer führt zu einer höheren Auslastung, dem zweiten

Schlüsselindikator für Beherbergungsbetriebe. Je länger die Touristen bleiben, desto höher sind die

Erträge aus Investitionen in Marketing und Vertrieb und desto größer ist der Nutzen für das Hotel- und

Gaststättengewerbe.

B.3. Quantität und Qualität der Arbeitsplätze

Indikator B.3.1

Anteil der direkten Beschäftigung im Tourismus an der gesamten Beschäftigung

in %

Neben der direkten Wertschöpfung aus den Touristenausgaben ist der Tourismus für die meisten Staaten

vor allem deshalb interessant, weil er Arbeitsplätze schafft. Es sind jedoch nicht alle Arbeitsplätze gleich;

eine menschenwürdige und ganzjährige Arbeit, bei der eine Ausbildung vermittelt wird und Frauen und

Männer gleichgestellt sind, trägt eher zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Einwohner bei als

28 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Saisonarbeitsplätze für ungelernte Kräfte zum Mindestlohn. Mit diesen Indikatoren wird nicht nur die

Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze, sondern auch ihre Qualität gemessen.

B.4 Gesundheit und Sicherheit

Indikator B.4.1

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, in denen im letzten Jahr eine

Brandschutzkontrolle durchgeführt wurde

Die Aufzeichnung der kontrollierten Objekte ermöglicht eine bessere Koordination zwischen den

einzelnen Abteilungen und hilft zu vermeiden, dass sich ein Betrieb ständig einer Inspektion entzieht und

damit zu einem Risiko für die Sicherheit der Besucher wird.

B.5 Lieferkette im Tourismus

Indikator B.5.1

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, die konkrete Schritte unternehmen, um

regionale, nachhaltige und/oder fair gehandelte Produkte und Dienstleistungen zu

beziehen bzw. in Anspruch zu nehmen

Die Verknüpfung von Tourismusunternehmen mit lokalen Herstellern und Anbietern von

tourismusbezogenen Gütern und Dienstleistungen trägt zur Vervielfachung des wirtschaftlichen Nutzens

des Tourismus in der Destination bei. Landwirtschaft und Fischerei dafür prädestiniert, vom Tourismus zu

profitieren. Diese Indikatoren tragen zur Förderung lokaler und fairer Handelsbeziehungen bei.

Kategorie C: Kernindikatoren für die sozialen und kulturellen Auswirkungen

Diese Indikatoren geben vor allem Aufschluss über die sozialen und kulturellen Auswirkungen des

Tourismus auf die Einwohner und das Kulturerbe in der Destination.

C.1 Auswirkungen auf die Gesellschaft/Gemeinschaft

Indikator C.1.1

Anzahl der Touristen/Besucher pro 100 Einwohner

Die Einwohnerzufriedenheit ist ein Schlüsselindikator für die soziale Auswirkung des Tourismus auf eine

Gemeinschaft. Wenn Veränderungen der Zufriedenheit beobachtet und mit den Touristenströmen

verglichen werden, können Probleme frühzeitig erkannt, angegangen und direkt in die

Entscheidungsfindung einbezogen werden.

C.2 Gleichstellung der Geschlechter

Indikator C.2.1

Anteil (in %) der im Tourismussektor beschäftigten Frauen und Männer

Der Tourismus gilt als eine Branche, die Frauen und Männern Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Damit

Daten darüber öffentlich verfügbar sind, ist eine geschlechtsspezifische Analyse der

Beschäftigungsstatistik wichtig. Die Überprüfung der geschlechtsspezifischen Anteile in den einzelnen

Beschäftigungsstufen ist ebenfalls von Bedeutung, um Aufstiegschancen sowohl für Männer als auch für

Frauen zu gewährleisten.

C.3 Gleichstellung/Barrierefreiheit

Indikator C.3.1

Anteil (in %) der gewerblichen Beherbergungsbetriebe mit Zimmern, die für

Menschen mit Behinderung zugänglich sind und/oder mit einer anerkannten

Zertifizierung der Barrierefreiheit

29 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Indikator C.3.2

Anteil (in %) der touristischen Attraktionen, die für Menschen mit Behinderung

zugänglich sind und/oder an einem anerkannten Zertifizierungssystem für die

Barrierefreiheit teilnehmen

Nachhaltiger Tourismus ist ein Tourismus für alle, der Zugangsbarrieren beseitigt. Bei diesem Kriterium

geht es um die Frage des gleichen Zugangs für Menschen mit Behinderung. Durch das Monitoring von

Beherbergungsbetrieben und touristischen Attraktionen mit Vorkehrungen für Menschen mit

Behinderung wird der Bedarf an diesen Einrichtungen ins Bewusstsein gerückt. Weiter vertiefen lassen

sich diese Informationen durch eine Erhebung über die Besucherzufriedenheit mit der Zugänglichkeit.

C.4 Erhaltung und Aufwertung des kulturellen Erbes sowie der lokalen Identität und

Kulturgüter

Indikator C.4.1

Anteil (in %) der Destination, der in eine Politik oder einen Plan zum Schutz des

kulturellen Erbes eingebunden ist

Die kulturelle Identität ist weltweit bedroht. Wenn historische Gebäude zerstört oder durch moderne

Strukturen ersetzt werden, ändert sich das Erscheinungsbild der Destination. Eine Politik zur Ermittlung,

zum Schutz und zur Aufwertung von Bauten (materielle Kulturgüter) und anderen Ausdrucksformen des

kulturellen Erbes wie z. B. Musik (immateriell) ist von wesentlicher Bedeutung für die Ortsverbundenheit

und den Stolz der Einwohner. Veranstaltungen zu diesem Thema sind ebenso wichtig wie

Einwohnerbefragungen über die Auswirkung des Tourismus auf die Identität der Destination.

Kategorie D: Kernindikatoren für die Umweltauswirkungen

Diese Indikatoren geben vor allem Aufschluss über jene Faktoren, die für die Nachhaltigkeit der

natürlichen Umwelt der Destination wichtig sind.

D.1 Reduzierung der Verkehrsauswirkungen

Indikator D.1.1

Indikator D.1.2

Anteil (in %) der Touristen und Tagesbesucher, die verschiedene

Beförderungsarten für die Anreise gewählt haben (öffentlich/privat und Art des

Verkehrsmittels)

Durchschnittlich von den Touristen zurückgelegte Strecke für die Hin- und

Rückreise (in km) zwischen Wohnort bzw. letztem Zielort und der Destination

Der Verkehr zur und in der Destination trägt zu den Treibhausgasemissionen und der lokalen

Luftverschmutzung durch den Tourismus bei. Durch die Aufzeichnung der von den Besuchern

zurückgelegten Strecken und verwendeten Beförderungsmittel wird dieses Thema ins Bewusstsein

gerückt und die Verwendung umweltfreundlicher Verkehrsmittel für den Tourismus gefördert.

D.2 Klimawandel

Indikator D.2.1

Anteil der Tourismusunternehmen, die in Klimaschutzmaßnahmen (wie

z. B. CO 2 -Ausgleich; Energiesparsysteme) und Anpassungsreaktionen und

-maßnahmen eingebunden sind

Strategien zum Klimaschutz (Verringerung der Auswirkungen) und zur Klimaanpassung (Reaktion auf

unvermeidliche Auswirkungen) müssen in jedem Wirtschaftszweig berücksichtigt werden, insbesondere

aber im Tourismussektor, in dem viele Betriebe in Gebieten liegen, die anfällig für Überflutungen, für

Dürre und andere klimatische Auswirkungen sind. Dieses Kriterium zeigt, wie wichtig es ist, Maßnahmen

30 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

zur Sensibilisierung für den Klimawandel in die Planung und das Management für nachhaltigen Tourismus

einzubeziehen.

D.3 Abfallwirtschaft

Indikator D.3.1

Indikator D.3.2

Abfallvolumen in der Destination (Tonnen pro Einwohner und Jahr oder Monat)

Anteil (in %) der wiederverwerteten Abfälle (in Prozent oder pro Einwohner und

Jahr)

Der Tourismus ist ein bedeutender Verursacher von festen Abfällen. Die Reduzierung von festen Abfällen

kann und sollte auf Destinations- und auf Unternehmensebene angegangen werden. Initiativen zur

Abfallreduzierung sind z. B. wirtschaftliche Anreizprogramme, Recycling, Kompostierung und

Wiederverwendung.

D.4 Abwasserbehandlung

Indikator D.4.1

Anteil (in %) des Abwassers aus der Destination, das vor der Einleitung

mindestens die zweite Reinigungsstufe durchlaufen hat

Durch den Tourismus kommt es zu einer deutlich höheren Belastung der Kläranlagen. Besonders

problematisch ist dies in Destinationen, deren Landschaft von Stränden, Seen und Flüssen beherrscht

wird. Unzureichend behandeltes Abwasser kann schwerwiegende Umwelt- und Gesundheitsprobleme

verursachen und das Image der Destination beschädigen.

D.5 Wasserwirtschaft

Indikator D.5.1

Wasserverbrauch pro Übernachtungsgast gegenüber dem allgemeinen

Wasserverbrauch pro Person und Nacht

Im Tourismus wird sehr viel Wasser verbraucht. Wasser ist zudem eine wichtige Ressource für den

Tourismus. Dieses Thema ist besonders für Destinationen relevant, in denen Wasser knapp ist und ein

erhöhter Wasserverbrauch die Einwohner in eine Notlage bringen könnte.

D.6 Energieverbrauch

Indikator D.6.1

Energieverbrauch pro Übernachtungsgast gegenüber dem allgemeinen

Energieverbrauch pro Person und Nacht

Der Tourismus ist einer der größten Energieverbraucher. Durch einen Vergleich des Energieverbrauchs

der Touristen mit dem der Einwohner lassen sich Ineffizienzen erkennen und in die Planung

miteinbeziehen. Beruht die Energieerzeugung in der Destination auf fossilen Brennstoffen, ist dies

hinsichtlich des Klimawandels und der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit bedenklich. Die Erfassung des

Energieverbrauchs, der Energieeinsparung und des energetischen Fußabdrucks des Sektors hilft bei der

Ausrichtung von Energieeinsparprogrammen.

D.7 Schutz der Landschaft und der biologischen Vielfalt

Indikator D.7.1

Anteil der als Schutzgebiete ausgewiesenen Flächen (in km 2 ) an der

Gesamtfläche der Destination

31 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Schutzgebiete gehören zu den Standbeinen des touristischen Angebots einer Destination. Durch eine

hohe Biodiversität wird die Nachhaltigkeit von Naturräumen gewährleistet, das Destinationsimage

gepflegt und die Attraktivität für Touristen erhöht. Mit Hilfe dieser Messgröße lässt sich zeigen, welche

Bedeutung Investitionen in den Schutz der Landschaft und der biologischen Vielfalt haben und was der

Tourismus dazu beitragen kann.

D.8 Regelungen für Lärm- und Lichtbelastung

Indikator D.8.1

Existenz von Maßnahmen zur Minimierung der Lärm- und Lichtbelastung durch

Tourismusunternehmen

Lärm und Licht können in einigen Destinationen ein erheblicher Störfaktor für die dortigen Einwohner

und eine Belastung für die Tier- und Pflanzenwelt sein. Insbesondere in Gebieten mit einem aktiven

Nachtleben und in abgelegenen ländlichen Gegenden, Sternguckergebieten, Schildkrötenbrutplätzen und

Rückzugsgebieten im Gebirge kann dies ein Problem darstellen. Regelungen für die Beleuchtung von

Stränden/Uferzonen sowie zur zeitlichen Begrenzung und Minderung des Lärms müssen bei der

laufenden und künftigen/beabsichtigten Entwicklung berücksichtigt werden.

D.9 Badewasserqualität

Indikator D.9.1

Kontaminationsgrad pro 100 ml (fäkalcoliforme Bakterien, Campylobacter)

Hinweis: Dient nur in Destinationen mit Badegewässern als Kernindikator.

Das Baden ist für viele europäische Tourismusdestinationen eine Hauptattraktion. Die Gewährleistung

der Qualität und Sicherheit des See-, Fluss- oder Meerwassers ist von größter Bedeutung. Jede mögliche

Gefährdung kann einen erheblichen Attraktivitätsverlust der Destination bewirken und deutet zudem auf

eine unzureichende Abwasserreinigung hin.

ZUSATZINDIKATOREN

Zusatzindikatoren sind eher für Destinationen mit einem fortgeschritteneren Nachhaltigkeitssystem

relevant. Es gibt 40 Zusatzindikatoren, die in dieselben vier Kategorien wie die Kernindikatoren

eingeteilt werden.

Kategorie A: Zusatzindikatoren für das Destinationsmanagement

Diese Indikatoren zeigen wichtige Themen im Zusammenhang mit Entscheidungsfindung und

Kommunikation auf, die zum nachhaltigen Tourismusmanagement in einer Destination beitragen.

A.1 Politik für nachhaltigen Tourismus

Indikator A.1.1.1

Indikator A.1.1.2

Anteil (in %) der Einwohner, die mit ihrer Einbeziehung in die Tourismusplanung

und -entwicklung und ihrer Einflussmöglichkeit zufrieden sind

Anteil (in %) der Destination, der von einer Destinationsmanagementorganisation

vertreten wird

Die Konsultation und die Einbeziehung der Gemeinschaften sind für den nachhaltigen Tourismus von

wesentlicher Bedeutung. Mit diesen Kriterien soll herausgefunden werden, ob interessierte Einwohner in

die Tourismusplanung einbezogen werden, und wenn ja, ob sie mit ihrer Beteiligung und Möglichkeit der

Einflussnahme zufrieden sind. Gemessen wird auch das Ausmaß, in dem sie einbezogen werden und

vertreten sind.

32 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

A.2 Nachhaltiges Tourismusmanagement in Tourismusunternehmen

Indikator A.2.1.1

Zahl der Tourismusunternehmen/-einrichtungen mit Nachhaltigkeitsberichten

gemäß der Global Reporting Initiative (GRI)

Mit diesem Indikator soll die Zahl der Betriebe ermittelt werden, die einen weltweit anerkannten

Nachhaltigkeitsbericht eingereicht haben.

A.3 Kundenzufriedenheit

Indikator A.3.1.1

Anteil (in %) der Stammgäste/Wiederholungsbesucher (innerhalb von 5 Jahren)

Besucher, die wiederkommen und zu treuen Stammgästen werden, sind meistens von größerem

wirtschaftlichem Nutzen für die Destination. Das Monitoring des Anteils der Wiederholungsbesucher ist

wichtig.

A.4 Information und Kommunikation

Indikator A.4.1.1

Anteil (in %) der Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsbestrebungen den

Besuchern über ihre Produkte, ihr Marketing oder ihre Markenpolitik

kommunizieren

Die Aufklärung der Besucher über Nachhaltigkeitsthemen und -initiativen gehört zu den Aufgaben einer

nachhaltigen Destination. Mit diesem Indikator lässt sich feststellen, inwieweit Besucher über

Nachhaltigkeit informiert werden.

Kategorie B: Zusatzindikatoren für den wirtschaftlichen Wert

Mit den Indikatoren für den wirtschaftlichen Wert lässt sich der Beitrag des Tourismus zur

wirtschaftlichen Nachhaltigkeit der Destination ermitteln.

B.1 Tourismusvolumen & Wertschöpfung in der Destination

Indikator B.1.1.1

Relativer Anteil des Tourismus an der Wirtschaft der Destination (in % des BIP)

Indikator B.1.1.2

Anzahl der Tagesbesucher in der Haupt- und Nebensaison

Indikator B.1.1.3

Tägliche Ausgaben pro Tagesbesucher

Diese Messgröße zeigt, welche Bedeutung der Tourismus für eine Destination hat. Ein hoher Prozentsatz

könnte auf eine höhere wirtschaftliche Anfälligkeit aufgrund einer übermäßigen Abhängigkeit vom

Tourismus hindeuten. Der Vergleich von Tagesbesuchern und Übernachtungsgästen ist für das

Verständnis der Ausgabemuster und wirtschaftlichen Auswirkungen der Tagesbesucher wichtig. Während

Übernachtungsgäste insgesamt mehr für die Reise ausgeben, sind Tagesbesucher meist für den

Einzelhandel von Bedeutung.

33 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

B.2 Leistung des/der Tourismusunternehmen

Indikator B.2.1.1

Indikator B.2.1.2

Indikator B.2.2.1

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Tagesbesucher (Stunden)

Anteil (in %) der zehn größten Tourismusunternehmen am

Destinationsmanagement/kooperativen Marketing

Durchschnittlicher Zimmerpreis in der Destination

Je länger die Besucher in einer Destination bleiben, desto mehr geben sie aus. Es sollte beobachtet

werden, ob ein längerer Aufenthalt (Stunden) an einem Ort ein nützlicher Leistungsindikator ist.

Die Zusammenarbeit ist ein Indikator für das Maß an Vertrauen zwischen den Mitgliedern einer

Tourismusgemeinde und stellt sicher, dass verschiedene Sichtweisen in die nachhaltige Entwicklung des

Tourismus einfließen. Mit Hilfe dieses Indikators wird das Ausmaß der Zusammenarbeit zwischen den

Tourismusbetrieben gemessen.

Der Erlös pro Zimmer (REV PAR - Revenue per available room) ist von Bedeutung, weil damit sowohl die

Zimmerpreise als auch die Auslastung berücksichtigt werden. Auf Destinationsebene gibt er Aufschluss

über die Auslastung der Destination und die erzielten Zimmerpreise.

B.3. Quantität und Qualität der Arbeitsplätze

Indikator B.3.1.1

Indikator B.3.1.2

Anteil (in %) der Saisonarbeitsplätze im Tourismus

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, die Praktikumsplätze für Schüler/innen

anbieten

Ein Indikator, der wirklich etwas über die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Wertschöpfung durch den

Tourismus aussagen soll, muss saisonale Beschäftigungsschwankungen miteinbeziehen. Zudem ist der

Ausbildungsstand der Beschäftigten ein Indikator für die Beschäftigungsqualität, mit dem sich bewerten

lässt, wie viele lokale Tourismusunternehmen sich in der Ausbildung von Nachwuchskräften für den

Tourismus engagieren.

B.4 Gesundheit und Sicherheit

Indikator B.4.1.1

Anteil (in %) der Touristen, die bei der Polizei Anzeige erstatten

Eine nachhaltige Destination hat eine Verantwortung gegenüber ihren Besuchern, angemessene Schritte

zu unternehmen, um einen Urlaub in einer gesunden und sicheren Umgebung zu ermöglichen. Dazu

gehört das Monitoring der Zahl der Straftaten gegen Touristen und auch von Touristen, um zu

verhindern, dass der Tourismus zu einer Zunahme der Kriminalität, was sich wiederum nachteilig auf die

dortige Bevölkerung auswirkt, vor Ort zusätzliche Kosten verursacht und zu einem Imageverlust der

Destination führt.

B.5 Lieferkette im Tourismus

Indikator B.5.1.1

Anteil (in %) der Gemeinden in der Destination, die in eine Politik zur Förderung

regionaler, nachhaltiger und/oder fair gehandelter Produkte und Dienstleistungen

eingebunden sind

34 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Indikator B.5.1.2

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, die mindestens 25 % der Lebensmittel

und Getränke von lokalen/regionalen Herstellern beziehen

Durch eine Politik zur Förderung des verantwortungsbewussten Einkaufs nutzt die Destination ihre

Kaufkraft für regionale, nachhaltige und fair gehandelte Produkte und Dienstleistungen. Durch den Bezug

lokaler Produkte erhöht sich die Wertschöpfung durch den Tourismus. Dieser Indikator unterstützt DMO

dabei, neue Möglichkeiten einer engeren Verknüpfung von Tourismus und heimischer Landwirtschaft

auszuloten.

Kategorie C: Zusatzindikatoren für soziale und kulturelle Auswirkungen

Diese Indikatoren geben vor allem Aufschluss über die Auswirkungen des Tourismus auf die

Einwohner und das Kulturerbe in der Destination.

C.1 Auswirkungen auf die Gesellschaft/Gemeinschaft

Indikator C.1.1.1

Indikator C.1.1.2

Anteil (in %) der Einwohner, die mit dem Tourismus in der Destination zufrieden

sind (pro Monat/Saison)

Anzahl der Betten in gewerblichen Beherbergungsbetrieben pro 100 Einwohner

Indikator C.1.1.3

Anzahl der Zweit-/Ferienwohnungen pro 100 Einwohner

Die regelmäßige Überprüfung der Einwohnerzufriedenheit ist ein wichtiger Maßstab für das

Besuchererlebnis. Im Sinne des nachhaltigen Tourismus gilt es, auf Veränderungen in der Zufriedenheit

der Einwohner zu achten und entsprechend zu reagieren.

Mit Hilfe der Zahl der verfügbaren Betten in einer Destination lässt sich die relative Auswirkung des

Tourismus auf das Leben der Einwohner messen.

Eine große Zahl von Mietobjekten kann den Charakter einer Destination verändern, besonders wenn die

Zahl der Ferienwohnungen die Zahl der Hauptwohnsitze übersteigt. Durch die Kontrolle des Verhältnisses

zwischen Ferienwohnungen und Hauptwohnsitzen können Probleme frühzeitig erkannt und vermieden

werden.

C.2 Gleichstellung der Geschlechter

Indikator C.2.1.1

Indikator C.2.1.2

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, in denen eine Frau die

Geschäftsführung innehat

Verhältnis des Durchschnittseinkommens der Frauen zu dem der Männer (nach

Beschäftigungsart)

Dieser Indikator dient dazu, auf den verschiedenen Beschäftigungsebenen im Tourismus, darunter in

Führungspositionen, eine gerechte Vertretung und Bezahlung von Frauen und Männern zu gewährleisten.

C.3 Gleichstellung/Barrierefreiheit

Indikator C.3.1.1

Anteil (in %) Destination, der auch für Menschen mit Behinderung und Menschen

mit speziellen Zugangsbedürfnissen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar

ist

35 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Indikator C.3.2.1

Anteil der Besucher, die mit der Zugänglichkeit der Destination für Menschen mit

Behinderung oder speziellen Zugangsbedürfnissen zufrieden sind

Durch die Messung der Zugänglichkeit von Verkehrsmitteln können potentielle Hindernisse erkannt

werden. An der Besucherzufriedenheit mit der Zugänglichkeit können Planer erkennen, ob sie den

Bedürfnissen der Besucher gerecht werden.

C.4 Erhaltung und Aufwertung des kulturellen Erbes sowie der lokalen Identität und

Kulturgüter

Indikator C.4.1.1

Indikator C.4.1.2

Anteil (in %) der Einwohner mit einer positiven bzw. negativen Meinung über die

Auswirkungen des Tourismus auf die Identität der Destination

Anteil (in %) der Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt Tradition/Brauchtum und

Kulturgüter an den Großveranstaltungen der Destination

Dieser Indikator ist ein Barometer für die kulturelle Auswirkung des Tourismus. Traditions- und

Brauchtumsveranstaltungen können ein wirksames Mittel sein, um den Stolz der Einwohner auf ihre

Kultur zu fördern.

Kategorie D: Zusatzindikatoren für die Umweltauswirkungen

Diese Indikatoren geben vor allem Aufschluss über jene Faktoren, die für die Nachhaltigkeit der

natürlichen Umwelt der Destination wichtig sind.

D.1 Reduzierung der Verkehrsauswirkungen

Indikator D.1.1.1

Indikator D.1.2.1

Anteil (in %) der Besucher, die zur Fortbewegung vor Ort lokale/sanfte

Mobilitätsformen/öffentliche Verkehrsmittel nutzen

Durchschnittlich von den Tagesbesuchern zurückgelegte Strecke für die Hin- und

Rückreise (km) zwischen Wohnort und Destination

Daten über die Verwendung verkehrsmindernder, umweltfreundlicher (sanfte Mobilität)

Transportmöglichkeiten können als Grundlage für die Gestaltung lokaler Verkehrsmaßnahmen dienen.

Der zweite Indikator gibt Auskunft über die Kosten und die Umweltauswirkung der Hin- und Rückreise

von Tagesbesuchern aus den umliegenden Gebieten.

D.2 Klimawandel

Indikator D.2.1.1

Indikator D.2.1.2

Anteil (in %) der Destination, der in eine Strategie oder Planung zur Anpassung an

den Klimawandel einbezogen ist

Anteil (in %) der Beherbergungsbetriebe und touristischen Infrastruktur in

sogenannten gefährdeten Gebieten

Es ist wichtig, die gesamte Destination in Klimaschutzinitiativen einzubinden. Mit diesem Indikator lässt

sich überwachen, wie weit man noch von diesem Ziel entfernt ist.

Der zweite Indikator soll das Bewusstsein für die Klimaanfälligkeit erhöhen.

36 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

D.3 Abfallwirtschaft

Indikator D.3.1.1

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, die eine Abfalltrennung durchführen

Am Engagement des Privatsektors zeigt sich, inwieweit Sensibilisierungsinitiativen wirksam waren und

welche Anreize in diesem Bereich nötig sind.

D.4 Abwasserbehandlung

Indikator D.4.1.1

Anteil (in %) der gewerblichen Beherbergungsbetriebe, die an das zentrale

Kanalisationsnetz angeschlossen sind und/oder eine dritte Reinigungsstufe

anwenden

Zentrale Kanalisationsnetze oder tertiäre Abwasserreinigungssysteme sind die wirksamsten Methoden,

um die Schadstoffe im Wasser zu reduzieren. Die Bewusstmachung des Ausmaßes dieses Problems in der

Destination ist ein erster Schritt zu dessen Lösung.

D.5 Wasserwirtschaft

Indikator D.5.1.1

Indikator D.5.1.2

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen mit Sparduschköpfen und

wassersparenden Armaturen und/oder Toilettenspülungen mit

Spartaste/wasserlosen Urinalen

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, die recyceltes Wasser verwenden

Indikator D.5.1.3

Anteil (in %) des recycelten Wassers am Wasserverbrauch in der Destination

Am Engagement der Tourismusunternehmen lässt sich der Erfolg von Wassersparinitiativen messen,

durch die letztlich die Betriebe Geld sparen.

Durch die Nutzung von recyceltem Grauwasser für die Gartenbewässerung kann der Wasserverbrauch

reduziert werden. Diese Indikatoren geben Aufschluss darüber, in welchem Umfang diese Initiativen auf

Ebene der Unternehmen und auf Destinationsebene umgesetzt werden.

D.6 Energieverbrauch

Indikator D.6.1.1

Indikator D.6.1.2

Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, die auf eine energiesparende

Beleuchtung umgestiegen sind

Jährlicher Energieverbrauch aus erneuerbaren Energiequellen (MWh) als

Prozentsatz des Gesamtenergieverbrauchs

Das Ausmaß der Beteiligung der Tourismusunternehmen am Energiesparen gibt Aufschluss über den

Erfolg von Programmen und Initiativen zur Energieeinsparung.

Dieser Indikator zeigt, welche Fortschritte die Destination beim Umstieg auf erneuerbare Energieträger

macht.

D.7 Schutz der Landschaft und der biologischen Vielfalt

Indikator D.7.1.1

Anteil (in %) der heimischen Tourismusunternehmen , die sich aktiv für den

Schutz, die Bewahrung und das Management der lokalen biologischen Vielfalt und

37 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Landschaft einsetzen

Indikator D.7.1.2

Anteil der Fläche der Destination, für den ein Biodiversitätsmanagement- und

-monitoringplan besteht

Tourismusunternehmen profitieren erheblich von Investitionen in Schutzgebiete, weshalb es dessen

Beitrag zum Naturschutz zu ermitteln gilt.

Dieser Indikator gibt Auskunft über die Aktivitäten von Naturschutzverbänden und über bestehende

Risiken für wichtige Arten.

D.8 Regelungen für Lärm- und Lichtbelastung

Indikator D.8.1.1

Anteil (in %) der Flächen und der dort lebenden Bevölkerung, für die es eine

lokale Strategie und/oder Pläne zur Reduzierung der Lärm- und Lichtbelastung

gibt

Lärm und Licht können erhebliche Störungen für Einwohner und die heimische Tier- und Pflanzenwelt

verursachen. Dieser Indikator weist auf Maßnahmen der Destination in diesem Bereich hin.

D.9 Badewasserqualität

Indikator D.9.1.1

Anzahl der Tage, an denen der Strand/die Küste wegen Kontamination

geschlossen war

Strandschließungen haben eine bedeutende Auswirkung auf die wirtschaftliche Lebensfähigkeit eines

Badeortes. Durch die Veröffentlichung dieser Informationen wird bewusst gemacht, dass für Probleme

mit der Wasserqualität eine Lösung gefunden werden muss.

38 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Teil 4: Die Datenmappe für Destinationen

Die Datenmappe für Destinationen (Destination Dataset) ist eine Excel-Datei, die nur in englischer

Sprache verfügbar ist und unter folgendem Link heruntergeladen werden kann

http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/tourism/sustainable-tourism/indicators/index_en.htm. Sie

enthält dieselben Informationen wie Teil 3 des Toolkits, jedoch mit Eingabefeldern für die Daten.

Wenn Daten eingegeben werden, erscheinen in den nachfolgenden Excel-Arbeitsblättern die

Ergebnisse in Form von Diagrammen.

Die unten stehende Abbildung ist ein Screenshot des Arbeitsblattes „Destinationsindikatoren“. Die

roten Pfeile zeigen auf die vier Hauptarbeitsblätter:

Die Datenmappe enthält vier Hauptarbeitsblätter:

Benutzerhinweise (Notes to Readers): Anleitung für die Benutzung der Datenmappe

Destinationsprofil (Destination Profile): Momentaufnahme Ihrer Destination

Destinationsindikatoren (Destination Indicators): Eingabetabelle für Kern- und

Zusatzindikatoren

Monitoringergebnisse (Monitoring Results): Zusammenfassung und Auswertung der Daten

in Tabellen und Diagrammen

39 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Sobald Sie die gesammelten Indikatordaten von den Akteuren bekommen, sollten Sie diese in die

Datenmappe eingeben. Anschließend kann die Arbeitsgruppe die Ergebnisse gemeinsam

analysieren, einige realistische Benchmarks oder Ziele festlegen und einen Plan für ihre Umsetzung

vereinbaren.

Entscheiden Sie zusammen mit Ihrer Arbeitsgruppe, welches dieser Themen für Ihre Destination

Priorität hat und in welcher Reihenfolge sie behandelt werden sollen. Wenn die besonders wichtigen

Themen und Indikatoren, bei denen Verbesserungsbedarf besteht, festgelegt worden sind, können

Sie mit der Ausarbeitung eines Aktionsplans beginnen (d. h. welche Indikatoren und Themen

verlangen Maßnahmen, in welcher Reihenfolge, wann, wie und durch wen).

Benutzung der Datenmappe

Öffnen Sie das Arbeitsblatt „Destinationsindikatoren“ (Destination Indicators)

Sehen Sie sich die folgenden Spalten an:

- Spalte C, Indikator Nummer # (Indicator Reference #): Diese Nummern verweisen auf das

dazugehörige Toolkit.

o Die Kernindikatoren sind GRÜN hervorgehoben, die Zusatzindikatoren BLAU

- Spalte D, Indikatoren (Indicators): Es wird erklärt, was gemessen wird.

o Im dazugehörigen Toolkit finden Sie weitere Informationen über den Grund für das

Monitoring, Datenanforderungen, Maßeinheiten, Begriffsdefinitionen im Glossar,

Anleitungen für die Datensammlung, Methoden zur Berechnung des

Indikatorergebnisses, Häufigkeit der Datensammlung, Berichterstattung, eventuell

existierende internationale Benchmarks, empfohlene Ziele, vorgeschlagene

Maßnahmen (bei Nichterreichung des Ziels) und sonstige zusätzliche Hinweise.

- Spalte E, Von der Destination überwachte Indikatoren (Is the Destination Monitoring the

Indicator): Hier erfolgt die erste Dateneingabe.

o Klicken Sie auf eine beliebige Zelle in Spalte E

o Am rechten Zellenrand erscheint ein kleiner Dropdown-Pfeil

o Wenn Sie auf den Dropdown-Pfeil klicken, erscheint die Auswahl Yes, No oder N/A

(keine Angabe)

o Wählen Sie die passende Antwort

- Spalte F, Maßeinheit (Measurement Unit): Einheit, in der die Daten aufgezeichnet werden.

- Spalte G, Zielvorgabe (Suggested Target): Jede Destination muss ihre eigenen Ziele

festlegen.

- Spalte H, Ergebnisse (Destination Results): Hier erfolgt die zweite Dateneingabe.

o Tragen Sie je nach Ergebnissen aus den verschiedenen Umfragen oder anderen

gesammelten Daten die entsprechende Antwort ein.

40 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

- Arbeitsblatt „Monitoringergebnisse“ (Monitoring Results): Darstellung des Anteils der von

der Destination überwachten Kern- und Zusatzindikatoren sowie des Prozentsatzes für die

einzelnen Kategorien

- Arbeitsblatt „Diagramm Destination“ (Chart Destination): Balkendiagramm zur Darstellung

der Umfrageergebnisse zu Politik und Maßnahmen in der Destination für mehrere Kern- und

Zusatzindikatoren

- Arbeitsblatt „Diagramm Unternehmen“ (Chart Enterprises): Balkendiagramm zur

Darstellung der Umfrageergebnisse zu relevanten Unternehmenstätigkeiten für mehrere

Kern- und Zusatzindikatoren

- Arbeitsblatt „Diagramm Einwohner“ (Chart Residents): Balkendiagramm zur Darstellung

der Umfrageergebnisse zu Auswirkungen auf die Einwohner für mehrere Kern- und

Zusatzindikatoren

- Arbeitsblatt „Besuchereindrücke“ (Chart Visitors Impressions): Balkendiagramm zur

Darstellung der Umfrageergebnisse zu Eindrücken der Besucher/Touristen für mehrere Kernund

Zusatzindikatoren

- Arbeitsblatt „Diagramm Ausgaben“ (Chart Spending): Balkendiagramm zur Darstellung der

Umfrageergebnisse zu den Ausgaben der Besucher/Touristen für mehrere Kern- und

Zusatzindikatoren

- Arbeitsblatt „Diagramm Aufenthaltsdauer“ (Chart Time): Balkendiagramm zur Darstellung

der Umfrageergebnisse zur Aufenthaltsdauer der Besucher/Touristen für mehrere Kern- und

Zusatzindikatoren

41 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Teil 5: Unterstützende Informationen

Glossar

1. Abfalltrennung D.3.1.1

2.

3.

4.

Anpassungsreaktion auf

den Klimawandel

Anpassungsstrategie an

den Klimawandel

Auslastung (der

Zimmer)

5. Barrierefreiheit

D.2.1

D.2.1.1

B.2.2

C.3.1

C.3.2

C.3.1.1

C.3.2.1

6. Beförderungsart D.1.1

7. Besucher

Die Trennung nach Abfallarten vor der Abholung oder

Entsorgung.

Maßnahme oder Anpassung als Reaktion auf

tatsächliche oder erwartete Auswirkungen des

vorausgesagten Klimawandels.

Eine Initiative oder öffentliche Maßnahme zur

Begrenzung der Auswirkungen des Klimawandels, die

sich meist auf folgende vier Hauptbereiche

konzentriert: Herstellung und Verbreitung von

Informationen über den Klimawandel und seine

Auswirkungen; Anpassung von Standards, Vorschriften

und der Steuerpolitik; erforderliche Veränderungen in

Forschungsinstitutionen; direkte

Anpassungsmaßnahmen von Regierungen und

Gemeinden bezüglich öffentlicher Infrastruktur,

öffentlicher Gebäude und Ökosystemen.

Quelle: Weltbank

Der Prozentsatz der verfügbaren Zimmer, die in einem

bestimmten Zeitraum belegt sind. Er errechnet sich,

indem die Zahl der in einem bestimmten Zeitraum

belegten Zimmer durch die Zahl der im selben Zeitraum

verfügbaren Zimmer dividiert wird.

„Barrierefreier Tourismus“ (auch bekannt als

„Tourismus für alle“, „inklusiver Tourismus“ und

„behindertengerechter Tourismus“) bedeutet, dass alle

Menschen gleichen Zugang zum Tourismus und zu

Reisen haben, ob mit oder ohne Behinderung, mit

eingeschränkter Mobilität, mit einer Seh- oder

Hörbehinderung, mit einer kognitiven, geistigen oder

psychosozialen Behinderung, ob ältere Menschen oder

solche mit einer vorübergehenden Behinderung.

Quelle: Takayama-Deklaration

Das für die Reise zwischen einem Ausgangspunkt und

einer Destination verwendete Verkehrsmittel; dazu

zählt neben den Formen des motorisierten Verkehrs

auch die Fortbewegung zu Fuß oder per Rad.

Ein Besucher ist ein Reisender, der ein eine

Hauptdestination außerhalb seiner gewohnten

Umgebung reist und sich dort höchstens ein Jahr lang zu

einem beliebigen Hauptzweck (Urlaub, geschäftlicher

oder anderer Zweck) aufhält, wobei der Hauptzweck

42 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

8. Besucherinformation A.4.1.1

9. Besucherzufriedenheit A.3.1

10. Biodiversitätsmonitoring

D.7.1.2

11. Brandschutz B.4.1

12. Destinationsidentität C.4.1.1

13. Destinationsmanageme

nt

14. Destinationsmanageme

ntorganisation (DMO)

A.1.1.2

jedoch nicht die Beschäftigung bei einer an dem

besuchten Ort ansässigen Einheit ist. Besucher

(Binnentourismus, Einreisetourismus oder

Ausreisetourismus) werden, wenn ihre Reise eine

Übernachtung miteinschließt, als Touristen (oder

Übernachtungsgäste) bezeichnet oder sonst als

Tagesbesucher (Ausflügler).

Quelle: Welttourismusorganisation (UNWTO)

Broschüren, Websites, mobile Apps und andere Formen

gedruckter und digitaler Medien zur Information und

Unterstützung bei der Planung des Aufenthalts in der

Destination.

Die Besucherzufriedenheit ergibt sich aus einer

Verknüpfung von wahrgenommenem Wert und

wahrgenommener Qualität, Erwartungshaltung der

Besucher und dem tatsächlichem Erlebnis. Die

Gesamtzufriedenheit eines Besuchers hat Einfluss auf

die Wahrscheinlichkeit eines nochmaligen Besuchs, die

Länge des Aufenthalts, die Höhe der Ausgaben und

Erträge sowie auf die Mundpropaganda.

Durch das Biodiversitätsmonitoring soll festgestellt

werden, ob es an einem bestimmten Ort zu

Veränderungen der biologischen Vielfalt gekommen ist.

Es erfolgt eine Bewertung der durch ein besonderes

Ereignis hervorgerufenen Veränderungen oder der

kumulativen Wirkung einer Veränderung, die auf eine

Vielzahl meist undefinierter Umstände zurückzuführen

ist.

Quelle: Institut für Biodiversitätsmonitoring der Universität von

Alberta

Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung bzw. zur

Verringerung der Wahrscheinlichkeit eines Brandes,

durch den Menschen getötet, verletzt oder Eigentum

beschädigt werden könnte.

Durch eine unverwechselbare Identität (oder Marke)

kann sich die Destination positionieren und von

Mitbewerbern abheben. Sie steht für die Gesamtheit

der Werte und die Erlebnisvielfalt, die die Destination

ausmachen und sich entsprechend vermarkten lassen.

Das Destinationsmanagement umfasst u. a. die

Raumplanung; die Kontrolle von Gewerbescheinen und

Flächenwidmungsplänen; Umweltauflagen und andere

Vorschriften; Initiativen zur Förderung der

Zusammenarbeit der Betriebe und eine Reihe anderer

Tätigkeiten, um die Entwicklung und tägliche

Durchführung tourismusbezogener Aktivitäten zu

gestalten.

Eine Gesellschaft oder andere Organisationseinheit

(Fremdenverkehrsamt,

Handelskammer/Wirtschaftskammer usw.), zu deren

Aufgaben die Ausweitung des Tourismus in einer

Destination, die Bewältigung der Auswirkungen des

43 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Direkte Beschäftigung

15.

im Tourismus

B.3.1

16. Dritte Reinigungsstufe D.4.1.1

17. Einwohner A.1.1.1

18. Einwohnerzufriedenheit

19. Energiesparende

Beleuchtung

A.1.1.1

C.1.1.1

D.6.1.1

20. Energieverbrauch D.6.1

21. Erneuerbare Energie D.6.1.2

Fair gehandelte

22. Produkte und

Dienstleistungen

B.5.1

B.5.1.1

23. Führungsposition C.2.1.1

Tourismus auf die einheimische Bevölkerung und die

Umwelt, die Verbesserung des öffentlichen Images der

Destination und die Koordination seiner strategischen

Entwicklung gehören.

Die Beschäftigung im Tourismus kann als die

Gesamtzahl der im Tourismus Beschäftigten angegeben

werden, als die Zahl der im Tourismus hauptberuflich

Tätigen, als die Zahl der Arbeitsplätze im Tourismus

oder als die Zahl der Vollzeitäquivalente.

Quelle: Welttourismusorganisation (UNWTO)

Siehe „Zentrales Kanalisationsnetz“

Siehe „Zweite Reinigungsstufe“

Bei der dritten Reinigungsstufe handelt es sich um eine

weitergehende Abwasserbehandlung. Durch sie lassen

sich der Schwebstoffgehalt und der BSB auf ungefähr

1 % der im ungeklärten Abwasser (vor der ersten

Reinigungsstufe) vorhandenen Werte senken. Sie kann

mehrere biologische, chemische oder physikalische

Verfahren umfassen.

Quelle: Encyclopedia of Public Health

Einwohner, die schon so lange in einem Gebiet leben,

dass sie die Gemeinschaft und kulturelle Identität aktiv

mitbestimmen und gestalten.

Quelle: STI – Sustainable Travel International (gemeinnützige

Organisation zur Förderung einer nachhaltigen

Tourismusentwicklung)

Die Einwohnerzufriedenheit ergibt sich aus einer

Kombination aus dem wahrgenommen Nutzen des

Tourismus für die Identität einer Destination, für die

Gemeinschaft und für die Einwohner selbst.

Beleuchtung, die bei ähnlicher Lichtausbeute im

Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln weniger

Energie verbraucht (z. B. LED)

Die in einem Prozess oder System bzw. von einer

Organisation oder Gesellschaft in Form von Wärme,

Strom oder Rohstoffen verbrauchte Energiemenge.

Energieerzeugung aus natürlichen Ressourcen wie

Sonne, Wind, Regen, Gezeiten und Erdwärme, die sich

natürlich erneuern und durch deren Einsatz das

Gleichgewicht der Ökosysteme nicht gestört wird.

Quelle: GSTC – Global Sustainable Tourism Council (Internationales

Gremium zur Förderung einer nachhaltigen Tourismusentwicklung)

„Fair Trade“: Ein Zertifizierungssystem, das die

ökonomischen, sozialen und ökologischen

Auswirkungen der Produktion und des Handels von

landwirtschaftlichen Produkten bewertet, v. a. Kaffee,

Zucker, Tee, Schokolade usw.

Eine Position, die die folgenden drei Aufgabenbereiche

umfasst: Steigerung der Arbeitsleistung anderer und

deren Kontrolle; Verteilung der Ressourcen Arbeitskraft,

Geld und Material zur Erzielung eines hohen Ertrags;

Entscheidungsfindung.

44 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

24. Gefährdetes Gebiet D.2.1.2

25. Gewerblicher

Beherbergungsbetrieb

Global Reporting

26.

Initiative (GRI)

27. Indikator

B.2.2

C.1.1.2

C.3.1

A.2.1.1

28. Klimaschutz D.2.1

29. Koloniebildende

Einheiten (KBE)

30. Kontamination

D.9.1

D.9.1

D.9.1.1

31. Kooperatives Marketing B.2.1.2

Kulturerbe oder

32.

kulturelles Erbe

33. Lärmbelastung

34. Lichtbelastung

C.4.1

D.8.1

D.8.1.1

D.8.1

D.8.1.1

Quelle: GSTC

Ein Gebiet, das einer bestimmten Gefahr oder einer

Reihe von Gefahren ausgesetzt ist bzw. dafür anfällig

ist, wie z .B. Trockenheit, Überschwemmungen, Stürme,

schwere Niederschläge, Lawinen, Tornados,

Hurrikane/Wirbelstürme, Vulkanausbrüche, Erdbeben,

Hitzewellen oder Erdrutsche.

Eine Einrichtung, die der vorübergehenden

Unterbringung von Übernachtungsgästen bzw.

Reisenden dient. Typische Beispiele dafür sind

Frühstückspensionen, Campingplätze, Wohnanlagen,

Ferienhäuser, Öko-Lodges, Gastfamilien,

Jugendherbergen, Hotels, Gasthöfe, Gästehäuser,

Motels und Resorts.

Quelle: STI

Eine unabhängige Organisation, die eine Vielzahl von

Akteuren miteinbezieht und ihre Aufgabe darin sieht,

einen weltweit anwendbaren Leitfaden für die

Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten zu entwickeln

und zu verbreiten.

Quelle: STI

Eine quantitative oder qualitative Größe oder Variable

zur einfachen und zuverlässigen Messung des

Erreichten.

Quelle: GSTC

Ein Sammelbegriff für Aktivitäten und Maßnahmen, um

den Einfluss des Menschen auf die globale Erwärmung

zu verringern, indem weniger Treibhausgase in die

Atmosphäre abgegeben werden.

Eine Größe zur Bestimmung der lebensfähigen

Bakterien- und Pilzzellen.

Verunreinigung

Ein Marketingprogramm, an dem zwei oder mehrere

Unternehmen, Einrichtungen oder Organisationen

beteiligt sind.

Die von einer Gemeinschaft entwickelten und von

Generation zu Generation überlieferten Lebensformen.

Materielles Kulturerbe: Orte, Objekte, Gebäude,

Stätten, Landschaften und die natürliche Umwelt.

Immaterielles Kulturerbe: Bräuche, Praktiken, Musik,

Handwerk, Darstellende Künste, Literatur, mündliche

Überlieferungen, Sprachen und Werte.

Unerwünschte, schädliche oder als unangenehm

empfundene Geräusche, die unangemessen aufdringlich

sind. Es wird empfohlen, sich höchstens sechs Stunden

durchgehend einem Pegel von über 85 Dezibel

auszusetzen.

Quelle: STI

Unerwünschtes, schädliches oder als unangenehm

empfundenes Licht, das unangemessen aufdringlich ist

45 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

35. Lokal/

regional

B.5.1.2

36. Lokale Kulturgüter C.4.1.2

Lokale Produkte und

37.

Dienstleistungen

Lokale(r)

38. Destinationskoordinator

/in

39. Lokaler Verkehr

40. Monitoring

B.5.1

C.3.1.1

D.1.1.1

und meist vom Menschen erzeugt wird.

Quelle: STI

Das unmittelbar um den Ort der Geschäftstätigkeiten

liegende Gebiet, das je nach Bevölkerungsdichte

variieren kann. Es sollte festgelegt und in den

Planungsunterlagen dokumentiert werden, was

hinsichtlich der Kriterien und Indikatoren genau unter

„lokal“ zu verstehen ist (d. h. im Umkreis von 10 km

innerhalb einer Gemeinde usw.).

Quelle: GSTC

Lokale oder gemeinsame Kulturgüter sind der Boden

und Gebäude, die von Gemeinschaftsorganisationen

verwaltet werden oder in ihrem Besitz sind.

Lokale Produkte und Dienstleistungen können zur

Verminderung der Umweltauswirkungen, Behebung

sozialer Probleme und zur Verbesserung der

Lebensbedingungen des Einzelnen sowie der

Gemeinschaft beitragen und die Betriebskosten

reduzieren.

Eine Person, die vor Ort eine „Vorreiterrolle“ einnimmt

und motiviert ist, die Umsetzung des Europäischen

Tourismusindikatorensystems in ihrer Destination in die

Wege zu leiten, z. B. höherrangige Vertreter/innen einer

Destinationsmanagement-

/Destinationsmarketingorganisation, des

Fremdenverkehrsamts, der lokalen/regionalen

Tourismusbehörden, des Tourismusministeriums, des

Privatsektors oder Tourismusverbands.

Zum Aufgabenbereich des lokalen

Destinationskoordinators gehören meistens Planung,

Management, Monitoring, Werbung, Marketing und

mitunter auch Schulung und Qualitätsstandards. Ihm

kommt eine wesentliche Rolle zu. Wer diese Aufgabe

übernimmt, sollte in der Lage sein, Akteure zu gewinnen

und auf sie einzuwirken, sollte Zugang zu relevanten

Daten haben (oder über andere Zugang erhalten), mit

der Speicherung der Daten betraut sein (es könnten

sensible darunter sein) und ein gewisses Maß an

Führungskompetenz besitzen.

Der öffentliche Verkehr, der öffentliche

Personenverkehr oder der öffentliche

Personennahverkehr ist eine

Beförderungsdienstleistung für die Allgemeinheit, u. a.

mit Bussen, Oberleitungsbussen, Straßenbahnen und

Zügen, Schnellverkehrsmitteln (U-Bahn usw.) und

Fähren.

Die laufende Überprüfung und Bewertung der

natürlichen oder kulturellen Unversehrtheit eines Ortes,

um Veränderungen seines Zustands gegenüber einem

Ausgangszustand festzustellen.

Quelle: GDRC – Global Development Research Center (globales

Zentrum für Entwicklungsforschung)

46 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Nachhaltige Produkte

41.

und Dienstleistungen

42. Nachhaltiger Tourismus

43. Offizielle

Tourismusinformation

Plan/

Handlungsstrategie für

44.

die Entwicklung eines

nachhaltigen Tourismus

B.5.1

B.5.1.1

A.4.1

A.1.1

45. Praktika B.3.1.2

46. Recycelt D.3.2

47. Recyceltes Wasser

D.5.1.2

D.5.1.3

48. Relativer Beitrag B.1.1.1

REV PAR (Revenue per

49. available room – Erlös

pro Zimmer)

B.2.2.1

50. Saisonal B.3.1.1

Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen sind solche,

die nicht nur einen ökologischen, sozialen und

ökonomischen Nutzen haben, sondern gleichzeitig über

ihren gesamten Wirtschaftskreislauf (von der

Rohstoffgewinnung bis zu ihrer endgültigen

Bestimmung) den Schutz der öffentlichen Gesundheit,

des Gemeinwohls und der Umwelt gewährleisten.

Quelle: Sustainable Products Corporation (Gesellschaft für

nachhaltige Produkte)

Eine Form des Tourismus, die auf ein

Ressourcenmanagement abzielt, durch das

ökonomische, soziale und ästhetische Bedürfnisse

erfüllt werden können und gleichzeitig die kulturelle

Unversehrtheit, wichtige ökologische Prozesse, die

biologische Vielfalt und lebenserhaltende Systeme

bewahrt werden.

Quelle: Welttourismusorganisation (UNWTO)

Amtliches Marketing- und Werbematerial der

Destinationsmanagementorganisation (DMO)

einschließlich Tourismusstatistiken, Fakten und Zahlen.

Siehe „Besucherinformation“.

Eine Erklärung der Absichten und Grundsätze einer

Organisation in Bezug auf das ökologische,

soziokulturelle und ökonomische Gesamtergebnis als

Rahmen für Handlungen und für die Festlegung von

ökologischen, soziokulturellen und ökonomischen

Zielen sowie für die Entwicklung von Plänen und

Systemen für ein nachhaltiges Management.

Ein Praktikum dient der praktischen Berufsausbildung in

einem Betrieb und kann bezahlt oder unbezahlt sein.

Recycelte Produkte können aus „Prä-Verbraucher“-

Abfällen und/oder „Post-Verbraucher“-Abfällen

bestehen. Wenn der Inhalt eines Produkts nur als

„recycelt“ gekennzeichnet wird und keine genaue

Angabe zum Anteil der gebrauchten recycelten

Inhaltsstoffe erfolgt, kann das Produkt auch nur aus Prä-

Verbraucher-Abfällen bestehen.

Quelle: STI

Aufbereitetes Wasser (oder Grauwasser) ist von

Feststoffen und bestimmten Verunreinigungen

gereinigtes Abwasser (Schmutzwasser), das in der

nachhaltigen Landschaftsbewässerung oder zur

Grundwasserauffüllung verwendet wird.

Der Anteil der tourismusbezogenen Ausgaben an der

Arbeitskräfte- und Kapitalnachfrage im Verhältnis zu

anderen Wirtschaftszweigen in der Destination.

Der REV PAR ist eine Messgröße zum Vergleich der

Leistung in der Hotellerie und errechnet sich durch die

Multiplikation des durchschnittlichen Zimmerpreises

(ADR - Average Daily Room Rate) mit der Auslastung.

Nach Saison oder Jahreszeit schwankend, abhängig

davon oder darauf begrenzt. Die zeitliche Verteilung der

47 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

51. Sanfte Mobilität D.1.1.1

Schutz der Landschaft

52. und der biologischen

Vielfalt

D.7.1.1

53. Sparduschkopf D.5.1.1

54. Stammgäste/Wiederhol

ungsbesucher

55. Tagesbesucher

56. Tägliche Ausgaben

Toilettenspülung mit

57.

Spartaste

58. Tourismusunternehmen

59. Tourist

60. Traditionelle/

lokale Kultur

61. Übernachtung

Umwelt/

62. Qualität/

Nachhaltigkeit

A.3.1.1

B.1.1.2

B.1.1.3

B.2.1.1

B.1.1.3

B.1.2

D.5.1.1

C.4.1.2

B.1.1

B.2.1

A.2.1

63. Verfügbare Betten C.1.1.2

Gesamtnachfrage nach einem Produkt oder einer

Destination, meist ausgedrückt als Haupt- und

Nebensaison, um zwischen Zeiten überdurchschnittlich

hoher und niedriger Nachfrage zu unterscheiden.

Klimaschonende Fortbewegung ohne motorisierte

Verkehrsmittel.

Schutz der biologischen Vielfalt: Die Erhaltung oder

Sicherung der Variabilität unter lebenden Organismen

jeglicher Herkunft, einschließlich Land-, Meeres- und

sonstigen aquatischen Ökosystemen und der

ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören.

Landschaftsschutz: Die Erhaltung oder Sicherung der

natürlichen Umgebung der Destination

Ein Duschkopf, der die Wasserdurchflussmenge

begrenzt.

Stammgäste: Besucher, die eine Destination zweimal

oder öfter besuchen.

Wiederholungsbesucher: Besucher, die nach einem

ersten Besuch wiederkommen.

Besucher die am selben Tag ankommen und abreisen

(keine Übernachtung), ganz gleich aus welchem Grund

sie reisen.

Die pro Tag in lokaler Währung ausgegebene Summe

für touristische Produkte und Dienstleistungen wie

Beherbergung, Beförderung, Unterhaltung, Souvenirs

und Verpflegung.

Eine mit zwei Tasten oder Drückern ausgerüstete

Toilettenspülung, bei der wahlweise mit viel oder wenig

Wasser gespült werden kann, wodurch sich bei richtiger

Verwendung der Wasserverbrauch halbieren lässt.

Eine Organisation oder ein Unternehmen, die/das eine

oder mehrere Dienstleistungen für Touristen anbietet.

Besucher (Binnentourismus, Einreisetourismus oder

Ausreisetourismus) werden als Touristen (oder

Übernachtungsgäste) bezeichnet, wenn ihre Reise eine

Übernachtung miteinschließt.

Quelle: Welttourismusorganisation (UNWTO)

Traditionelle Kultur bezieht sich auf menschliche

Praktiken und Werte wie Religion, Philosophie,

Moralvorstellungen, Gesetze, Politik, Wirtschaft,

Gesellschaft, Geschichte, Literatur und Kunst, die über

einen langen Zeitraum bewahrt und erhalten worden

sind.

Wenn ein Tourist über Nacht in einer Destination bleibt,

die nicht sein Zuhause oder Hauptwohnsitz ist.

Die Kennzeichnungs- und Zertifizierungssysteme lassen

sich grob in die Kategorien

Umwelt/Qualität/Nachhaltigkeit einteilen.

Ein Maß für den Bettenbestand in einer bestimmten

Destination.

48 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

64. Wasserlose Urinale D.5.1.1

65. Zentrales

Kanalisationsnetz

66. Zertifizierung/Kennzeich

nung

67. Zertifizierungssystem

für die Barrierefreiheit

68. Zweit-

/Ferienwohnungen

D.4.1.1

A.2.1

C.3.1

C.3.2

C.1.1.3

69. Zweite Reinigungsstufe D.4.1

Ein Urinal ohne Wasserspülung, daher ohne

Wasserverbrauch.

Ein System zur Abwassersammlung und -entsorgung,

das das Abwasser durch Wohngebiete zu Kläranlagen

leitet, um die öffentliche Gesundheit zu schützen,

Krankheiten zu verhindern und die

Wasserverschmutzung zu kontrollieren.

Zertifizierung: ein freiwilliges Verfahren, durch das die

Einhaltung bestimmter Anforderungen durch einen

Betrieb, ein Produkt, einen Prozess, eine Dienstleistung

oder ein Managementsystem bewertet, überwacht und

schriftlich bestätigt wird.

Bei Erfüllung der Mindeststandards wird ein

vermarktbares Zeichen oder Logo vergeben.

Quelle: Ecotourism & Certification, Martha Honey

Ein Verfahren bzw. eine Organisation zur Bewertung der

Zugänglichkeit von Unterkünften und touristischen

Attraktionen.

Es dient dazu, die Zugänglichkeit im eigenen Bereich zu

verbessern und zu fördern.

Eine Ferienwohnung (oder auch Ferienhaus) ist eine

Zweitwohnung, die von Mitgliedern des Haushalts meist

zum Zweck der Erholung, des Urlaubs und anderer

Freizeitaktivitäten besucht wird.

Quelle: Welttourismusorganisation (UNWTO)

Siehe „Zentrales Kanalisationsnetz“

In der ersten Reinigungsstufe werden durch Siebung

und Sedimentation grobe Verunreinigungen entfernt.

Das hereinkommende Schmutzwasser fließt durch

einen oder mehrere Rechen und wird dann in einen

Sandfang geleitet, wobei die Fließgeschwindigkeit so

weit verringert wird, dass sich Sand, kleine Steine und

andere anorganische Stoffe absetzen können. In

Kläranlagen mit nur einer Reinigungsstufe wird dem

Ablaufwasser vor der Einleitung in ein Gewässer Chlor

zugesetzt. Der Schlamm oder die festen Bestandteile,

die sich abgesetzt haben, werden entfernt, getrocknet

und entsorgt. In der ersten Reinigungsstufe werden

50 bis 65 % der Schwebstoffe entfernt und der

biologische Sauerstoffbedarf (BSB) um 25 bis 40 %

verringert. Für den Schutz der Umwelt oder der

Gesundheit der Menschen wird es nicht als ausreichend

erachtet, nur die erste Behandlungsstufe anzuwenden.

Die Verfahren der zweiten Behandlungsstufe ähneln

dem natürlichen biologischen Abbau. Durch aerobe

Bakterien und andere Mikroorganismen werden

organische Stoffe in anorganisches Kohlendioxid,

Wasser und Mineralstoffe umgewandelt. Tropfkörper,

die aus einem Bett aus Gestein mit einem

aufgewachsenen Bakterienrasen bestehen, werden für

49 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

den Abbau biologisch abbaubarer

Abwasserinhaltsstoffe verwendet. Statt Tropfkörpern

kommen auch Belebtschlammverfahren zum Einsatz.

Nach den ersten beiden Behandlungsstufen haben sich

der Schwebstoffgehalt und der BSB im Abwasser um

90 bis 95 % verringert. Diese Behandlungsstufe ist nicht

geeignet zur Entfernung von Viren, Schwermetallen,

gelösten Mineralien oder bestimmten Chemikalien.

Quelle: Encyclopedia of Public Health

DESTINATIONSPROFIL

Mit Hilfe dieses Formulars können sich Akteure ein Bild von Ihrer Destination

machen. Es kann nach Bedarf ergänzt und geändert werden.

DESTINATION:

LAND:

DESTINATIONSGRENZE:

Mbhh

gg

LAGE:

Beschreibung

Entfernung von der

Landeshauptstadt

(km)

ÜBERBLICK:

Wichtigste

Tourismusformen

und beliebteste

Aktivitäten

Die fünf beliebtesten

Touristenattraktionen

(einschließlich

Naturschönheiten und

Kulturdenkmäler).

1. ________________

2. ________________

3. ________________

4. ________________

5. ________________

GEOGRAFIE:

Ungefähre Größe der

Destination (in km²) und

wichtigste

Landschaftsmerkmale (Flüsse,

Hügel, Buchten usw.).

Vorherrschende

Habitate

(Zutreffendes

ankreuzen)

Biodiversitätsgrad

(das Spektrum

verschiedener

Pflanzen- und

Tierarten)

WETTER:

Durchschnittlicher

Sonnenschein,

Regen (Niederschlag) und

jahreszeitlich übliche

Temperaturen

Städtischer

Lebensraum:____________

Sand/Kiesstrand:____

Moor/Heideland: ____

Ackerland:_______

Wald/Forst:______

Alpiner

Lebensraum:_________

Buschland:______

Wüste:________

GERINGE Biodiversität

(kleines

Artenspektrum):_______

MITTLERE

Biodiversität:______

HOHE Biodiversität (viele

verschiedene Pflanzenund

Tierarten):________

Sonne

Sommer: ________ Stunden

Winter: _________ Stunden

Niederschlag

Sommer: _______mm

Winter: ________mm

Temperatur

Sommer:

50 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Feuchtgebiet:_______

Sonstiges (bitte

beschreiben):

_____________________

Tag: ___C Nacht: ___C

Winter:

Tag: ___C Nacht: ___C

VERKEHRSVERBINDUNGE

N:

Entfernung vom nächsten

lokalen und internationalen

Flughafen (in km)

Angaben zu etwaigen

Fluggesellschaften

und/oder

Kreuzfahrtlinien, die

Besucher zur

Destination bringen

Öffentliche

Verkehrsmittel zur

Destination

(Zutreffendes

ankreuzen)

Zusätzliche private

Vorkehrungen für die

Beförderung von

Besuchern zur Destination

Fluglinien:

Kreuzfahrtanbieter:

Bahn: _____

U-Bahn:_____

Straßenbahn:______

Reisebus:_____

Linienbus:_______

Taxi:_______

Fähre: ______

Sonstiges (bitte

beschreiben):___________

__

BEVÖLKERUNG:

Zahl der ständigen Einwohner Bevölkerungsdichte Verhältnis Einwohner

zu Touristen im

Sommer/Winter

Anteil der Bevölkerung mit

tourismusbezogenen

Arbeitsplätzen

Zahl der ständigen

Einwohner:_________________

Bevölkerungsdichte:

_________ pro km²

TOURISTEN:

Jährliche Besucherzahl,

insgesamt und aufgeschlüsselt

nach den wichtigsten Märkten

Jährliche Ankünfte

nach Anreiseart

Durchschnittliche

Ausgaben (pro

Person und Tag)

Durchschnittliche

Aufenthaltsdauer

Jährliche Gesamtzahl der Besucher:

Jährliche Gesamtzahl der

Tagesbesucher:

Jährliche Gesamtzahl der inländischen

Besucher:

Luftweg:

Seeweg:

Bahn:

Wichtigste Quellmärkte:

(nach Land und Besucherzahl, d. h.

Deutschland – 40.000):

1. _________________________

2. _________________________

3. _________________________

4. _________________________

Privatauto:

Sonstiges:

FREMDENVERKEHRS-

EINRICHTUNGEN:

Ungefähre Anzahl der Hotels

(nach Sternebewertung) und

Zimmer in der Destination

Sonstige verfügbare

Unterkünfte (und

ungefähre Anzahl)

Ungefähre Anzahl der

Restaurants

Ungefähre Anzahl der Bars

(Nachtclubs, Kneipen

usw.)

51 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Hotels:

Zimmer:

Villen: _________

Appartements:______

Jugendherbergen:________

__

Campingplätze:________

Sonstiges (bitte

beschreiben):____________

__

ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN, DIE IHRER MEINUNG NACH FÜR DIE DESTINATION VON BEDEUTUNG SIND,

HIER ABER NICHT ERFASST WURDEN:

52 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

BEFRAGUNG ZUM DESTINATIONSMANAGEMENT

BEFRAGUNG ZUM DESTINATIONSMANAGEMENT

Die hier angeführten Fragen können zur Erhebung der für das Destinationsmanagement relevanten

Indikatordaten verwendet werden.

Es können alle Fragen verwendet oder nur einige davon ausgewählt werden.

Bitte beachten Sie, dass die für die einzelnen Fragen relevanten Indikatoren in der Umfrage belassen

wurden, um zu zeigen, wie die Fragen mit den einzelnen Indikatoren zusammenhängen.

Nehmen Sie sich bitte ein paar Minuten Zeit, um die Fragen zu beantworten und ein genaueres Bild

von Ihrer Destination zu bekommen.

KERNINDIKATOR

C.1.1 Anzahl der Gäste/Besucher pro 100 Einwohner

Geben Sie bitte die Gesamtwohnbevölkerung Ihrer Destination an:

__________________________

Wie viele Gäste/Besucher empfangen Sie im Jahr?

___________________________

ZUSATZINDIKATOR

C.1.1.3 Anzahl der Zweit-/Ferienwohnungen pro 100 Einwohner

Wie viele ständige Wohnsitze gibt es in Ihrer Destination?

__________________________

Wie viele Zweit-/Ferienwohnungen gibt es in Ihrer Destination?

__________________________

ZUSATZINDIKATOR

A.1.1.2 Anteil (in %) der Destination, der von einer Destinationsmanagementorganisation

vertreten wird

Wie viele Städte, Dörfer, Ortschaften umfasst Ihre Destination?

__________________________

Vertritt Ihre Destinationsmanagementorganisation alle Gemeinden in Ihrem geografischen

Zuständigkeitsbereich?

□ Ja □ Nein

Falls nicht, führen Sie bitte die Gemeinden an, die nicht vertreten sind, und

erläutern Sie kurz die Gründe dafür:

_______________________________________

____________________________________________________________

____________________________________________________________

53 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

BEFRAGUNG ZUM DESTINATIONSMANAGEMENT

ZUSATZINDIKATOR

B.1.1.1 Relativer Anteil des Tourismus an der Wirtschaft der Destination (in % des BIP)

Wie viel Prozent trägt der Tourismus in Ihrer Destination zur Wirtschaft bei (in % des BIP)?

__________________________

KERNINDIKATOR

B.3.1 Anteil der direkten Beschäftigung im Tourismus an der gesamten Beschäftigung in %

Wie viele Einwohner sind direkt im Tourismus beschäftigt?

__________________________

KERNINDIKATOR

B.1.1 Anzahl der Übernachtungen pro Monat

Wie viele Übernachtungen wurden in Ihrer Destination im letzten Jahr verzeichnet?

__________________________

ZUSATZINDIKATOR

C.1.1.2 Anzahl der Betten in gewerblichen Beherbergungsbetrieben pro 100 Einwohner

Wie viele verfügbare Betten gibt es insgesamt in Ihrer Destination?

__________________________

KERNINDIKATOR

B.2.2 Auslastung der gewerblichen Beherbergungsbetriebe pro Monat und im

Jahresdurchschnitt

Geben Sie bitte die monatliche Auslastung in Ihrer Destination für das letzte Jahr an:

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

ZUSATZINDIKATOR

B.2.2.1 Durchschnittlicher Zimmerpreis in der Destination

Wie hoch ist der durchschnittliche Zimmerpreis für die Unterbringung in Ihrer Destination?

__________________________

54 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

BEFRAGUNG ZUM DESTINATIONSMANAGEMENT

KERNINDIKATOR

B.2.1 Durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Touristen (Nächte)

Was ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Touristen (wie viele Nächte verbringen die

Touristen meist in Ihrer Destination)?

__________________________

ZUSATZINDIKATOR

B.2.1.1 Durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Tagesbesucher (Stunden)

Geben Sie bitte an, wie viele Stunden Tagesbesucher in Ihrer Destination verbringen:

__________________________

KERNINDIKATOR

A.1.1 Anteil der Gemeinden mit einer Strategie/einem Aktionsplan für nachhaltige

Tourismusentwicklung und vereinbarten Maßnahmen zur Überwachung, Entwicklungskontrolle

und Bewertung

Gibt es in Ihrer Destination eine Strategie/einen Aktionsplan für nachhaltige Tourismusentwicklung

und vereinbarte Maßnahmen zur Überwachung, Entwicklungskontrolle und Bewertung?

□ Ja □ Nein

Erläutern Sie bitte Ihre Antwort: _____________________________________________

________________________________________________________________________

________________________________________________________________________

Falls es eine Strategie/einen Aktionsplan gibt, nehmen alle Gemeinden in Ihrer Destination daran

teil?

□ Ja □ Nein □ Einige

Erläutern Sie bitte Ihre Antwort: _____________________________________________

________________________________________________________________________

________________________________________________________________________

ZUSATZINDIKATOR

B.5.1.1 Anteil (in %) der Destination, der in die Förderung regionaler, nachhaltiger und/oder fair

gehandelter Produkte und Dienstleistungen eingebunden ist

Gibt es in Ihrer Destination eine Förderung des Kaufs bzw. der Inanspruchnahme von regionalen,

nachhaltigen und/oder fair gehandelten Produkten und Dienstleistungen?

□ Ja □ Nein

Wenn ja, sind alle Gemeinden in Ihrer Destination eingebunden?

□ Ja □ Nein □ Einige

Erläutern Sie bitte Ihre Antwort: _____________________________________________

________________________________________________________________________

55 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

BEFRAGUNG ZUM DESTINATIONSMANAGEMENT

KERNINDIKATOR

C.4.1 Anteil (in %) der Destination, die in Maßnahmen oder einen Plan zum Schutz des

kulturellen Erbes eingebunden sind

Gibt es in Ihrer Destination Maßnahmen zum Schutz und zur Aufwertung des kulturellen Erbes?

□ Ja □ Nein

Wenn ja, sind alle Gemeinden in Ihrer Destination eingebunden?

□ Ja □ Nein □ Einige

Erläutern Sie bitte Ihre Antwort: _____________________________________________

________________________________________________________________________

________________________________________________________________________

ZUSATZINDIKATOR

C.4.1.2 Anteil der Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt Tradition/Brauchtum und Kulturgüter

an den Großveranstaltungen der Destination

Führen Sie bitte die Großveranstaltungen (max. zehn) in Ihrer Destination an.

Kreuzen Sie bitte jene Veranstaltungen an, bei denen es um Tradition/Brauchtum geht:

1. _____________________________________ □

2. _____________________________________ □

3. _____________________________________ □

4. _____________________________________ □

5. _____________________________________ □

6. _____________________________________ □

7. _____________________________________ □

8. _____________________________________ □

9. _____________________________________ □

10. _____________________________________ □

ZUSATZINDIKATOR

D.2.1.1 Anteil (in %) der Destination, der in eine Strategie oder Planung zur Anpassung an den

Klimawandel einbezogen ist

Nimmt Ihre Destination an einer Strategie zur Anpassung an den Klimawandel teil (z. B.

Wassergewinnung und -speicherung, ggf. Standortverlegung von touristischen Attraktionen usw.)?

□ Ja □ Nein

Wenn ja, sind alle Gemeinden in Ihrer Destination in die Strategie einbezogen?

□ Ja □ Nein □ Einige

Erläutern Sie bitte Ihre Antwort: _____________________________________________

________________________________________________________________________

________________________________________________________________________

Wie groß ist die Gesamtfläche (km 2 ) Ihrer Destination?

__________________________

56 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

BEFRAGUNG ZUM DESTINATIONSMANAGEMENT

KERNINDIKATOR

D.7.1 Anteil der als Schutzgebiete ausgewiesenen Flächen (in km 2 ) an der Gesamtfläche der

Destination

Wie groß ist die als Schutzgebiet ausgewiesene Gesamtfläche (km 2 ) in Ihrer Destination?

__________________________

ZUSATZINDIKATOR

D.7.1.2 Anteil(in %) der Fläche der Destination, für die ein Biodiversitätsmanagement- und

-monitoringplan besteht

Wie groß ist die Gesamtfläche (km 2 ), für die ein Biodiversitätsmanagement- und -monitoringplan

besteht?

__________________________

KERNINDIKATOR

D.8.1 Existenz von Maßnahmen zur Minimierung der Lärm- und Lichtbelastung durch

Tourismusunternehmen

Gibt es in Ihrer Destination Maßnahmen zur Minimierung der Lärm- und Lichtbelastung durch

Tourismusunternehmen?

□ Ja □ Nein

Wenn ja, nehmen alle Unternehmen in Ihrer Destination daran teil?

□ Ja □ Nein □ Einige

Erläutern Sie bitte Ihre Antwort: _____________________________________________

________________________________________________________________________

ZUSATZINDIKATOR

D.8.1.1 Anteil der Destination und Anteil der dort lebenden Bevölkerung (jeweils in %), für die es

eine lokale Strategie und/oder Pläne zur Reduzierung der Lärm- und Lichtbelastung gibt

Gibt es in Ihrer Destination eine lokale Strategie und/oder Pläne zur Reduzierung der Lärm- und

Lichtbelastung?

□ Ja □ Nein

Wenn ja, wie hoch ist der Anteil der Flächen, für die es Maßnahmen zur Lärm-

/Lichtbelastung gibt?

___________________________________________________________________________

___________________________________________________________________________

Wenn ja, wie hoch ist der Prozentsatz der dort lebenden Bevölkerung?

_________________________________________

ZUSATZINDIKATOR

C.3.1.1 Anteil (in %) der Destination, der auch für Menschen mit Behinderung und Menschen mit

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

BEFRAGUNG ZUM DESTINATIONSMANAGEMENT

speziellen Zugangsbedürfnissen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist

Wie groß ist die Gesamtfläche (km 2 ), die auch für Menschen mit Behinderung und Menschen mit

speziellen Zugangsbedürfnissen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist?

__________________________

58 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

UNTERNEHMENSBEFRAGUNG

UNTERNEHMENSBEFRAGUNG

Die hier angeführten Fragen können zur Erhebung der Unternehmensdaten für die relevanten

Indikatoren verwendet werden. Es können alle Fragen verwendet oder nur einige davon ausgewählt

werden.

Bitte beachten Sie, dass die für die einzelnen Fragen relevanten Indikatoren in der Umfrage belassen

wurden, um zu zeigen, wie die Fragen mit den einzelnen Indikatoren zusammenhängen.

Löschen Sie bitte vor der Verwendung des Fragebogens die Angaben zu den Indikatoren.

Nehmen Sie sich bitte ein paar Minuten Zeit, um uns dabei zu unterstützen, die Qualität unserer

Destination zu verbessern. Die Antworten werden vertraulich behandelt. Vielen Dank für Ihre

Teilnahme.

Geben Sie bitte die Art Ihrer Geschäftstätigkeit an:

□ Beherbergung

□ Gastronomie

□ Unterhaltungsanbieter

□ Anbieter von Freizeitaktivitäten in der Natur

□ Verkehr

□ Sonstiges (bitte angeben): ______________________

Geben Sie bitte Ihre Position im Unternehmen an:

_______________________________

ZUSATZINDIKATOR

B.3.1.1 Anteil (in %) der Saisonarbeitsplätze im Tourismus

Wie viele Beschäftigte haben Sie im Jahr?

_________ Vollzeitbeschäftigte

_________ Teilzeitbeschäftigte

_________ Saisonarbeitskräfte

_________ Auszubildende/Praktikanten

_________ Sonstiges (bitte angeben): ____________________________________

ZUSATZINDIKATOR

B.3.1.2 Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, die Praktikumsplätze anbieten

Bietet Ihr Unternehmen Praktika an?

□ Ja □ Nein

59 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

UNTERNEHMENSBEFRAGUNG

KERNINDIKATOR

C.2.1 Anteil (in %) der im Tourismus beschäftigten Frauen und Männer

Wie viele Männer und Frauen arbeiten in Ihrem Unternehmen?

Frauen Männer

_______ _______ Vollzeitbeschäftigte

_______ _______ Teilzeitbeschäftigte

_______ _______ Saisonarbeitskräfte

_______ _______ Auszubildende/Praktikanten

_______ _______ Sonstiges (bitte angeben):

___________________________________

ZUSATZINDIKATOR

C.2.1.1 Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, in denen eine Frau die Geschäftsführung innehat

Liegt die Geschäftsführung in Ihrem Unternehmen bei einer Frau oder einem Mann?

______ Frau

______ Mann

ZUSATZINDIKATOR

C.2.1.2 Verhältnis des Durchschnittseinkommens der Frauen zu dem der Männer (nach

Beschäftigungsart)

Geben Sie bitte den monatlichen Bruttoverdienst Ihrer Beschäftigten an:

Anzahl der Frauen:

# _______________

Anzahl der Männer:

# _______________

Teilzeitbeschäftigte

Einstiegsniveau/

Niedrigqualifizierte

Arbeit

Bruttoverdienst

€_______________

Anzahl der Frauen:

# _______________

Bruttoverdienst

€_______________

Bruttoverdienst

€_______________

Anzahl der Männer:

# _______________

Bruttoverdienst

€_______________

Anzahl der Frauen:

Anzahl der Männer:

Position auf mittlerer

Ebene/ # _______________ # _______________

60 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

UNTERNEHMENSBEFRAGUNG

Qualifizierte Arbeit

Bruttoverdienst

€_______________

Anzahl der Frauen:

# _______________

Bruttoverdienst

€_______________

Anzahl der Männer:

# _______________

Mittlere Führungskräfte

Bruttoverdienst

€_______________

Anzahl der Frauen:

# _______________

Bruttoverdienst

€_______________

Anzahl der Männer:

# _______________

Höhere Führungskräfte

Sonstiges (bitte

angeben):

_____________________

_____________________

_____________________

Bruttoverdienst

€_______________

Anzahl der Frauen:

# _______________

Bruttoverdienst

€_______________

Bruttoverdienst

€_______________

Anzahl der Männer:

# _______________

Bruttoverdienst

€_______________

ZUSATZINDIKATOR

B.2.2.1 Durchschnittlicher Zimmerpreis in der Destination

Falls Sie einen Beherbergungsbetrieb haben, wie hoch ist Ihr durchschnittlicher Zimmerpreis?

________

□ Trifft nicht zu

KERNINDIKATOR

C.3.2 Anteil(in %) der touristischen Attraktionen, die für Menschen mit Behinderung zugänglich

sind und/oder an einem anerkannten Zertifizierungssystem für die Barrierefreiheit teilnehmen

Nehmen Sie an einem anerkannten Zertifizierungssystem für die Barrierefreiheit teil (Zertifizierungsoder

Kennzeichnungssystem zur Bewertung der Zugänglichkeit von Beherbergungsbetrieben und

61 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

touristischen Attraktionen für Besucher mit eingeschränkter Mobilität)?

□ Ja □ Nein

UNTERNEHMENSBEFRAGUNG

KERNINDIKATOR

C.3.1 Anteil (in %) der gewerblichen Beherbergungsbetriebe mit Zimmern, die für Menschen mit

Behinderung zugänglich sind und/oder mit einer anerkannten Zertifizierung der Barrierefreiheit

Falls Sie einen Beherbergungsbetrieb haben, haben Sie Zimmer, die an die besonderen Bedürfnisse

von Besuchern mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität angepasst sind?

□ Ja □ Nein □ Trifft nicht zu

KERNINDIKATOR

B.4.1 Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, in denen im letzten Jahr eine

Brandschutzkontrolle durchgeführt wurde

Ist in Ihrem Unternehmen im letzten Jahr eine Brandschutzkontrolle durchgeführt worden?

□ Ja □ Nein

Datum der Kontrolle: ______________

ZUSATZINDIKATOR

B.2.1.2 Anteil (in %) der zehn größten Tourismusunternehmen am

Destinationsmanagement/kooperativen Marketing

Ist Ihr Unternehmen an irgendwelchen kooperativen Marketingaktivitäten für die Destination

beteiligt (z. B. Beteiligung an Zusammenschlüssen von Tourismusunternehmen oder Förder-

/Werbeprogramme)?

□ Ja □ Nein

ZUSATZINDIKATOR

A.4.1.1 Anteil (in %) der Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsbestrebungen den Besuchern über

ihre Produkte, ihr Marketing oder ihre Markenpolitik kommunizieren

Wird die Nachhaltigkeitspositionierung Ihres Unternehmens öffentlich kommuniziert (Broschüren,

Webseiten zur Information der Besucher usw.), d. h. widmen Sie Nachhaltigkeitsthemen und -

initiativen einen eigenen Teil?

□ Ja □ Nein

KERNINDIKATOR

A.2.1 Anteil (in %) der Tourismusunternehmen/-einrichtungen in der Destination mit einer

freiwilligen Zertifizierung/Kennzeichnung von Umwelt-/Qualitäts-/Nachhaltigkeitsmaßnahmen

62 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

UNTERNEHMENSBEFRAGUNG

und/oder SVU-Maßnahmen

Hat Ihr Unternehmen eine Umwelt- oder Nachhaltigkeitszertifizierung (z. B. ISO 14001, EMA, Öko-

Zeichen für Tourismusunternehmen)?

□ Ja □ Nein

ZUSATZINDIKATOR

A.2.1.1 Zahl der Tourismusunternehmen/-einrichtungen mit Nachhaltigkeitsberichten gemäß der

Global Reporting Initiative (GRI)

Erstellt Ihr Unternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht gemäß der Global Reporting Initiative?

□ Ja □ Nein

KERNINDIKATOR

B.5.1 Anteil der Tourismusunternehmen, die konkrete Schritte unternehmen, um regionale,

nachhaltige und/oder fair gehandelte Produkte und Dienstleistungen zu beziehen bzw. in

Anspruch zu nehmen

Wie viel Prozent der von Ihnen bezogenen bzw. in Anspruch genommenen Dienstleistungen und

Produkte (außer Lebensmittel und Getränke) sind lokal, nachhaltig und fair gehandelt?

□ < 10 %

□ 10 – 25 %

□ 25 – 50 %

□ > 50 %

ZUSATZINDIKATOR

B.5.1.2 Anteil der Tourismusunternehmen, die mindestens 25 % der Lebensmittel und Getränke

von lokalen/regionalen Herstellern beziehen

Falls Sie Getränke und Lebensmittel anbieten, wie viel Prozent davon werden lokal/regional erzeugt?

□ Trifft nicht zu

□ < 10 %

□ 10 – 25 %

□ 25 – 50 %

□ > 50 %

KERNINDIKATOR

D.2.1 Anteil der Tourismusunternehmen, die in Klimaschutzmaßnahmen (wie z. B. CO 2 -

Ausgleich; Energiesparsysteme) und Anpassungsreaktionen und -maßnahmen eingebunden sind

Ist Ihr Unternehmen in Klimaschutzmaßnahmen eingebunden (z. B. CO 2 Ausgleich,

Energiesparsysteme usw.)?

□ Ja □ Nein

63 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

UNTERNEHMENSBEFRAGUNG

Wenn ja, welche Maßnahmen: ______________________________________________

________________________________________________________________________

________________________________________________________________________

Ist Ihr Unternehmen in irgendwelche Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel einbezogen

(z. B. Wassergewinnung und -speicherung, ggf. Standortverlegung von touristischen Attraktionen

usw.)?

□ Ja □ Nein

Wenn ja, welche Maßnahmen: ______________________________________________

________________________________________________________________________

ZUSATZINDIKATOR

D.6.1.1 Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, die auf eine energiesparende Beleuchtung

umgestiegen sind

Ist Ihr Unternehmen auf eine energiesparende Beleuchtung (z. B. LED) umgestiegen?

□ Ja □ Nein

KERNINDIKATOR

D.6.1 Energieverbrauch pro Übernachtungsgast gegenüber dem allgemeinen Energieverbrauch

pro Person und Nacht

Falls Sie einen Beherbergungsbetrieb haben, wie hoch war Ihr Energieverbrauch im letzten

verfügbaren Monat?

_______________

Falls Sie einen Beherbergungsbetrieb haben, wie viele Übernachtungen haben Sie für diesen Monat

verzeichnet?

_______________

ZUSATZINDIKATOR

D.6.1.2 Jährlicher Energieverbrauch aus erneuerbaren Energiequellen (MWh) als Prozentsatz des

Gesamtenergieverbrauchs

Nutzt Ihr Unternehmen erneuerbare Energieträger (z. B. Solarpaneele, Biomasse, Windturbinen

usw.)?

□ Ja □ Nein

Falls ja, wie viel Prozent Ihres Energiebedarfs werden dadurch gedeckt?

________%

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UNTERNEHMENSBEFRAGUNG

ZUSATZINDIKATOR

D.3.1.1 Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, die eine Abfalltrennung durchführen

Werden in Ihrem Unternehmen die verschiedenen Abfallarten getrennt?

□ Ja □ Nein

KERNINDIKATOR

D.5.1 Wasserverbrauch pro Übernachtungsgast gegenüber dem allgemeinen Wasserverbrauch

pro Person und Nacht

Falls Sie einen Beherbergungsbetrieb haben, wie hoch war der Gesamtwasserverbrauch in Ihrem

Unternehmen im letzten Ablesungszeitraum?

Datum der ersten Ablesung _________ Zählerstand _________ m 3

Datum der letzten Ablesung _________ Zählerstand _________ m 3

ZUSATZINDIKATOR

D.5.1.1 Anteil (in %) der Tourismusunternehmen mit Sparduschköpfen und wassersparenden

Armaturen und/oder Toilettenspülungen mit Spartaste/wasserlosen Urinalen

Nimmt Ihr Unternehmen an irgendwelchen Wassersparmaßnahmen teil (z. B. Toilettenspülungen

mit Spartaste/wasserlose Urinale, Sparduschköpfe und -armaturen, Tröpfchenbewässerung im

Garten usw.)?

□ Ja □ Nein

ZUSATZINDIKATOR

D.5.1.2 Anteil (in %) der Tourismusunternehmen, die recyceltes Wasser verwenden

Verwenden Sie in Ihrem Unternehmen recyceltes Wasser?

□ Ja □ Nein

ZUSATZINDIKATOR

D.2.1.2 Anteil (in %) der Beherbergungsbetriebe und touristischen Infrastruktur in sogenannten

gefährdeten Gebieten

Liegt Ihr Unternehmen in einem sogenannten gefährdeten Gebiet (ein Gebiet, das anfällig für

Überflutungen, Lawinen usw. ist)?

□ Ja □ Nein

ZUSATZINDIKATOR

D.7.1.1 Anteil (in %) der heimischen Unternehmen im Tourismussektor, die sich aktiv für den

Schutz, die Bewahrung und das Management der lokalen biologischen Vielfalt und Landschaft

einsetzen

Beteiligt sich Ihr Unternehmen an irgendwelchen Maßnahmen zum Schutz, der Bewahrung und dem

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UNTERNEHMENSBEFRAGUNG

Management der lokalen biologischen Vielfalt und Landschaft (z. B. Mitarbeit bei

Umweltbildungsaktivitäten in Naturräumen/Habitaten, Förderung von Aktivitäten oder

Einrichtungen in Naturparks usw.)?

□ Ja □ Nein

Wenn ja, welche Maßnahmen: _______________________________________________

________________________________________________________________________

________________________________________________________________________

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EINWOHNERBEFRAGUNG

EINWOHNERBEFRAGUNG

Die hier angeführten Fragen können zur Erhebung der Einwohnerdaten für die relevanten

Indikatoren verwendet werden. Es können alle Fragen verwendet oder nur einige davon ausgewählt

werden.

Bitte beachten Sie, dass die für die einzelnen Fragen relevanten Indikatoren in der Umfrage belassen

wurden, um zu zeigen, wie die Fragen mit den einzelnen Indikatoren zusammenhängen.

Löschen Sie bitte vor der Verwendung des Fragebogens die Angaben zu den Indikatoren.

Nehmen Sie sich bitte ein paar Minuten Zeit, um uns dabei zu unterstützen, die Qualität unserer

Destination zu verbessern. Die Antworten werden vertraulich behandelt. Vielen Dank für Ihre

Teilnahme.

ZUSATZINDIKATOR

C.1.1.1 Anteil der Einwohner, die mit dem Tourismus in der Destination zufrieden sind (pro

Monat/Saison)

Insgesamt bin ich mit dem Tourismus in meiner Destination sehr zufrieden.

Trifft eher

Trifft zu Trifft eher zu Weder noch

Trifft nicht zu

nicht zu

Im Herbst O O O O O

Im Winter O O O O O

Im Frühling O O O O O

Im

Sommer

O O O O O

FAKULTATIVE FRAGE

Die Gemeinde profitiert vom Tourismus und den Touristen, die unsere Destination besuchen.

Trifft zu Trifft eher zu Weder noch

Trifft eher nicht

zu

Trifft nicht zu

O O O O O

FAKULTATIVE FRAGE

Ich profitiere vom Tourismus und den Touristen, die unsere Destination besuchen.

Trifft zu Trifft eher zu Weder noch

Trifft eher nicht

zu

Trifft nicht zu

O O O O O

ZUSATZINDIKATOR

A.1.1.1 Anteil (in %) der Einwohner, die mit ihrer Einbeziehung in die Tourismusplanung und

-entwicklung und ihrer Einflussmöglichkeit zufrieden sind

67 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

EINWOHNERBEFRAGUNG

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Einbeziehung der Einwohner in die Tourismusplanung und

-entwicklung und die Möglichkeiten der Einflussnahme.

Trifft zu Trifft eher zu Weder noch

Trifft eher nicht

zu

Trifft nicht zu

O O O O O

ZUSATZINDIKATOR

C.4.1.1 Anteil (in %) der Einwohner mit einer positiven bzw. negativen Meinung über die

Auswirkungen des Tourismus auf die Identität der Destination

Wie wirkt sich Ihrer Meinung nach der Tourismus auf die Besonderheit und Identität, die Kultur und

das gemeinsame Erbe Ihrer Destination aus?

□ Nachteilig

□ Er hilft, sie zu bewahren

□ Er hilft, sie zu verbessern

□ Er hat keine Auswirkung

FAKULTATIVE FRAGE

Wie wirkt sich Ihrer Meinung nach der Tourismus auf die Lebensqualität in Ihrer Destination aus?

□ Er beeinträchtigt sie

□ Er erhält sie

□ Er verbessert sie

□ Er hat keine Auswirkung

FAKULTATIVE DEMOGRAFISCHE FRAGE

Welches Geschlecht haben Sie?

□ Männlich

□ Weiblich

FAKULTATIVE DEMOGRAFISCHE FRAGE

Welcher Altersgruppe gehören Sie an?

□ 15 – 24

□ 25 – 49

□ 50 – 64

□ 65 – 79

□ 80 und darüber

FAKULTATIVE DEMOGRAFISCHE FRAGE

Welche der folgenden Aussagen beschreibt Ihren Beschäftigungsstatus am besten?

□ In Vollzeitbeschäftigung (30+ Stunden pro Woche)

□ In Teilzeitbeschäftigung (


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EINWOHNERBEFRAGUNG

BESUCHERBEFRAGUNG

BESUCHERBEFRAGUNG

Die hier angeführten Fragen können zur Erhebung der Besucherdaten für die relevanten Indikatoren

verwendet werden. Es können alle Fragen verwendet oder nur einige davon ausgewählt werden.

Bitte beachten Sie, dass die für die einzelnen Fragen relevanten Indikatoren in der Umfrage belassen

wurden, um zu zeigen, wie die Fragen mit den einzelnen Indikatoren zusammenhängen.

Löschen Sie bitte vor der Verwendung des Fragebogens die Angaben zu den Indikatoren.

Nehmen Sie sich bitte ein paar Minuten Zeit, um uns dabei zu unterstützen, Ihr Erlebnis in unserer

Destination zu verbessern.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme.

Datum des Besuchs in unserer Destination:_______________________

ZUSATZINDIKATOR

D.1.2.1 Durchschnittlich von den Tagesbesuchern zurückgelegte Strecke für die Hin- und Rückreise

(in km) zwischen Wohnort und Destination

Aus welchem Land kommen Sie und wie lautet Ihre Postleitzahl?

Land: ______________

Postleitzahl: _____________

KERNINDIKATOR

D.1.2 Durchschnittlich von den Touristen zurückgelegte Strecke für die Hin- und Rückreise (in

km) zwischen Wohnort bzw. letztem Zielort und der Destination

Von wo sind Sie heute angereist?

□ Zu Hause □ Anderer Ort: __________________

(bitte angeben)

KERNINDIKATOR

D.1.1 Anteil der verschiedenen Beförderungsarten, die die Gäste und Tagesbesucher für die

Anreise gewählt haben (öffentlich/privat und Art des Verkehrsmittels)

Welches Haupttransportmittel haben Sie für die Anreise verwendet?

□ Zug

□ Flugzeug

□ Bus

□ Auto (eigenes, Freunde, Firma)

□ Auto (gemietet)

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BESUCHERBEFRAGUNG

□ Motorrad

□ Fahrrad

□ Zu Fuß

□ Wohnwagen/Kleinbus/Lastwagen

□ Boot/Schiff/Fähre

□ Sonstiges (bitte angeben): ________________

ZUSATZINDIKATOR

D.1.1.1 Anteil (in %) der Besucher, die zur Fortbewegung vor Ort lokale/sanfte

Mobilitätsformen/öffentliche Verkehrsmittel nutzen

Welche Verkehrsmittel haben Sie während Ihres Aufenthalts hier verwendet bzw. werden Sie

verwenden?

□ Fahrrad

□ Öffentlicher Nahverkehr (Bus, Zug…)

□ Sonstiges (PKW, Wanderbusse, Taxi…)

KERNINDIKATOR

B.1.1 Anzahl der Übernachtungen pro Monat

Haben Sie hier übernachtet?

ZUSATZINDIKATOR

B.1.1.2 Anzahl der Tagesbesucher in der Hauptund

Nebensaison

□ Ja

□ Nein

KERNINDIKATOR

B.2.1 Durchschnittliche

Aufenthaltsdauer der Touristen

(Nächte)

Wenn ja, geben Sie bitte an, wie

viele Nächte Sie hier verbracht

haben:

________

ZUSATZINDIKATOR

B.2.1.1 Durchschnittliche Aufenthaltsdauer

der Tagesbesucher (Stunden)

Wenn nicht, geben Sie bitte an, wie viele

Stunden Sie hier verbracht haben:

________

ZUSATZINDIKATOR

A.3.1.1 Anteil (in %) der Stammgäste/Wiederholungsbesucher (innerhalb von 5 Jahren)

War dies Ihr erster Besuch in dieser Destination?

□ Ja □ Nein

Wenn nicht, wie oft waren Sie in den letzten fünf Jahren schon hier?

________

KERNINDIKATOR

B.1.2 Tägliche Ausgaben pro Tourist (Unterbringung, Essen und Trinken, sonstige

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

BESUCHERBEFRAGUNG

Dienstleistungen)

ZUSATZINDIKATOR

B.1.1.3 Tägliche Ausgaben pro Tagesbesucher

Wie viel haben Sie pro Person und Tag während Ihres Aufenthalts hier ausgegeben? (einschließlich

Unterbringung, Fortbewegung innerhalb der Destination, Essen und Trinken, Einkäufe und Ausgaben

für Unterhaltung)

□ < 25 € □ 100 – 200 €

□ 25 – 50 € □ > 200 €

□ 50 – 100 €

KERNINDIKATOR

A.3.1 Anteil (in %) der Besucher, die mit dem Gesamterlebnis in der Destination zufrieden sind

Insgesamt bin ich mit meinem Besuch in dieser Destination zufrieden.

Trifft zu Trifft eher zu Weder noch

Trifft eher nicht

zu

Trifft nicht zu

O O O O O

Haben Sie oder ein Mitreisender/eine Mitreisende eine Behinderung oder eingeschränkte Mobilität?

□ Ja □ Nein

Wenn ja, kreuzen Sie bitte die Antwort an, die Ihrer Meinung am ehesten entspricht:

ZUSATZINDIKATOR

C.3.2.1 Anteil der Besucher, die mit der Zugänglichkeit der Destination für Menschen mit

Behinderung oder speziellen Zugangsbedürfnissen zufrieden sind

In dieser Destination werden in sämtlichen Bereichen (Unterbringung, öffentlicher Verkehr,

touristische Attraktionen usw.) die besonderen Bedürfnisse von Besuchern mit Behinderung

berücksichtigt.

Trifft eher nicht

Trifft zu Trifft eher zu Weder noch

Trifft nicht zu

zu

O O O O O

KERNINDIKATOR

A.4.1 Anteil (in %) der Besucher, die angeben, dass ihnen die Nachhaltigkeitsbestrebungen der

Destination bekannt sind

Sind Ihnen die Nachhaltigkeitsbestrebungen und -initiativen in dieser Destination bekannt?

□ Ja □ Nein

71 | S e i t e


TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Liste vorgeschlagener Akteure

Information für lokale Destinationskoordinatoren:

Bildung einer Arbeitsgruppe der Akteure

____________________________________________

Die Bildung einer Arbeitsgruppe aus Vertretern verschiedener Bereiche ist wesentlich, um die

Sammlung der relevanten Daten zu ermöglichen und vor Ort ein Gefühl der

Eigenverantwortung zu erzeugen.

Infrage kommende Akteure/Akteurinnen sollten zu einer Sitzung eingeladen werden, um sich

über die vorgeschlagenen Indikatoren und das Managementsystem zu informieren, darüber zu

diskutieren und eigene Anregungen einzubringen. Diese sollte vom lokalen

Destinationskoordinator/der lokalen Destinationskoordinatorin, seinem/ihrem Personal und

gegebenenfalls der nationalen oder regionalen Tourismusorganisation veranstaltet werden.

An der Sitzung sollten eine breite Palette von Vertreter/innen des Tourismus und aller damit

zusammenhängenden Bereiche anwesend sein. Unten stehend finden Sie eine Liste mit

möglichen Akteuren für die Bildung einer Arbeitsgruppe sowie eine Mustereinladung. Diese

kann nach Belieben verwendet oder an die jeweiligen Umstände angepasst werden. Personen,

die Sie gut kennen, werden Sie vielleicht eher telefonisch oder auch per E-Mail kontaktieren

wollen. Für andere Akteure, insbesondere für jene aus anderen Bereichen (Strom- und

Wasserversorger, Polizei usw.) muss die Einladung vielleicht etwas abgeändert werden, um die

Relevanz dieser Initiative für sie hervorzuheben.

In der folgenden Liste werden einige Akteure vorgeschlagen; natürlich können Sie gerne

andere Akteure einladen, die Sie für Ihre Destination als geeignet erachten. Eine

durchschnittliche Arbeitsgruppe setzt sich gewöhnlich aus rund 15-20 Personen zusammen

(in einer kleinen Destination können es auch weniger sein).

Vertreter/innen aus folgenden Bereichen:

Regionale/lokale Tourismusorganisation und Tourismusentwicklungsgesellschaft

Lokale Dienststellen für Planung, Verkehr und ländliche/städtische Entwicklung

Abteilung für Abfallwirtschaft (Abwasser und Festabfall)

Abteilung oder Gesellschaft für Wasserversorgung (lokal und regional)

Energieabteilung und/oder Energieversorger

Polizei/Sicherheitsabteilung

Abteilung für die Bewirtschaftung von Forst- und Waldgebieten/Schutzgebieten

oder Parks

Flughafen-/Hafenbehörde (falls zutreffend)

Lokaler Hotel- oder Tourismusverband

Verbände der Fremdenführer, Campingplatzbetreiber, Vermieter von

Ferienhäusern und -wohnungen

Relevante Nichtregierungsorganisationen

Lokale Handelskammer

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM



Verbände und/oder Gewerkschaften der Tourismusbeschäftigten

Relevante akademische Einrichtungen, die Forschungen auf diesem Gebiet

betreiben

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TOOLKIT FÜR DAS EUROPÄISCHE TOURISMUSINDIKATORENSYSTEM

Muster für eine Einladung

Datum

Sehr geehrte(r)Frau/ Herr/ Name (Akteur/in),

Zur Entwicklung einer wirtschaftlich profitablen und nachhaltigen Tourismusindustrie in

(Destination) haben wir beschlossen, ein auf Indikatoren basierendes Managementinstrument zu

verwenden, das von der Europäischen Kommission zur Verfügung gestellt wird. Das sogenannte

XXXX beruht auf einem Prozess, der von lokalen Akteuren und Akteurinnen aus unterschiedlichen

relevanten Bereichen im Rahmen einer Arbeitsgruppe getragen und gestaltet wird.

Nachdem Sie die Führung und das Management des örtlichen Tourismus entscheidend mitprägen,

möchten wir Sie sehr gerne zur Teilnahme an der Arbeitsgruppe der Akteure und zur ersten Sitzung

einladen am:

(Datum und Zeit)

in (Ort)

Bei dieser Sitzung werde ich das Managementsystem vorstellen und beschreiben, wie es zur

Gestaltung des Tourismus in (Destination) eingesetzt werden kann. Sie werden Gelegenheit haben,

Ihre Ansichten zu den Ihrer Meinung nach wichtigen Themen zum Ausdruck zu bringen und an der

Festlegung der Handlungsschwerpunkte mitzuwirken.

Da der Tourismus alle betrifft, sollte die Arbeitsgruppe aus Vertretern und Vertreterinnen mehrerer

Bereiche zusammengesetzt sein, die ihr Wissen, ihre Fachkompetenz und Daten aus ihrem eigenen

Umfeld einbringen. Dadurch entsteht ein genaues Bild unserer Tourismusbranche und ihres

Zusammenspiels mit der lokalen Wirtschaft, Bevölkerung und Umwelt. Dies ist eine einzigartige

Chance, gemeinsam an der Entwicklung jener Form des Tourismus zu arbeiten, die wir uns für unser

Gebiet vorstellen. Wir würden uns sehr freuen, Sie dabei begrüßen zu dürfen.

Bitte geben Sie mir Bescheid, ob Sie teilnehmen können. Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen,

(Ihr Name)

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