2010 in Zahlen - DKSB

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2010 in Zahlen - DKSB

Inhaltsverzeichnis Seite

1. Vorwort Friedbert Mückan 2

2. Bericht des Vorstandsvorsitzenden Niels Anschütz 3 - 5

3. Jahresrückblick 2010 Barbara Stanja 6 - 7

4. Netzwerk „Frühe Hilfen“ Barbara Stanja 8 - 9

5. SPFH Angela Müller 10

6. Kinder- und Jugendtelefon / Präventions- Kerstin Laugk 11 - 17

projekte in Kindertageseinrichtungen und

Schulen / Geschlechtsspezifische Präven-

tionsangebote / Kinderstadt

7. Elternstammtisch Silke Nitschke 18 - 20

8. Ganztagsangebote an der Svetlana Altergott 21 - 23

Mittelschule Dippoldiswalde

9. Projekt Feriengestaltung Gabriele Schütze 24 - 26

Maria Dittrich

10. Eltern-Kind-Treff Dippoldiswalde Ingrid Wache, 27

Marion Eichentopf

Ramona Hauck

Manuela Kost

Martina Martin

11. Eltern-Kind-Treff Possendorf Manuela Kost 28

12. Eltern-Kind-Treff Freital Kristine Zimmer 29 - 30

Petra Geißler

13. Spielmobil Rainer Fleischer 31

Heinz Gelfert

14. Babysitterkurs Annette Krügel 32

15. Kinderkramladen Monika Mende 33

16. Märchenhaftes Markttreiben Kristine Zimmer 34 - 35

zum Potschappler Advent Manuela Kost

17. Migrantentreff im DKSB Margit Thönnessen 36

18. 2010 in Zahlen 37

19. Wir über uns 38 - 39

20. Presseartikel 40

21. Spender 41 - 42

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1. Vorwort

Eine wichtige Säule unserer Arbeit: Die Mitwirkung der Ehrenamtlichen

Im Januar 2011 wurde in Budapest das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit begonnen.

Ziel ist es, das bürgerschaftliche Engagement zu fördern und viele Menschen für eine freiwillige

Tätigkeit zu sensibilisieren. Jeder "ehrenamtliche Sachse" arbeitet jährlich im Durchschnitt 8 Tage

unbezahlt. Ohne diese Arbeit der Ehrenamtlichen ist auch der Deutsche Kinderschutzbund

undenkbar. Sie sichern vielfältige Angebote und sorgen dafür, dass auch in unserer Region die

Kinder eine sinnvolle Freizeit verbringen können. Viele ehrenamtlich Tätige leisten großartige

Arbeit, selbstverständlich und oft unter schwierigen und belastenden Umständen. Ohne ihren

hingebungsvollen Einsatz wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer. Ich denke auch besonders an

unsere Vorstandsmitglieder, die die juristische Verantwortung tragen und oft komplizierte

Entscheidungsprozesse zu bewältigen haben.

Als ich zum Jahresende 2010 ein Einladung erhielt zu einem Treffen der Ehrenamtlichen in

unserem Familienzentrum, habe ich mich sehr gefreut. Es war ein gelungener Abend . Dank an alle,

die an der Organisation und Durchführung aktiv beteiligt waren. Sehr bemerkenswert - fast

30Mitglieder waren anwesend, manche lernten sich erstmals kennen. Die Pflege der

Ehrenamtlichen ist in unserem Verein Bestandteil der Arbeit.

Auch die Hauptamtlichen leisten selbst viel freiwillige unbezahlte Arbeit. Das sollte man nicht

vergessen.

Unser Verein besteht nun schon 20 Jahre. Möge er weiter so gut gedeihen.

Die Ehrenamtlichen werden mit den Hauptamtlichen auch in den kommenden Jahren die

Anwaltsfunktion des Kinderschutzbundes im Interesse der Kinder und Familien unbeirrt

wahrnehmen.

Friedbert Mückan

Vereinsmitglied

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2. Bericht des Vorstandsvorsitzenden 2010

Das Jahr 2010 mit Höhen und Tiefen, Freude und Enttäuschungen ist vergangen. Gemeinsam mit

unserem Team und mit Hilfe unserer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist es uns deshalb

gelungen, auch im vergangenen Jahr erfolgreich zu arbeiten. Es war ein Jahr von Turbulenzen, da

wir uns durch die Kürzung der Jugendpauschale der Landesregierung auf Veränderungen

vorbereiten mussten. Deshalb haben wir am 03.03.10 als Verein eine schriftliche Stellungnahme zu

„Jugend ist mehr wert!“ an unseren Landrat und Kreistag und die Fraktionsvorsitzenden des

Landtages abgeschickt. Dank einer finanziellen Spritze durch den Landkreis hatten wir jedoch

gemeinsam mit den anderen Freien Trägern Glück, unsere Arbeit 2010 noch weitestgehend wie

geplant umzusetzen.

Vor dem Jahresrückblick von Barbara Stanja mit Bericht über kinderpolitische Aktivitäten 2010,

Einschätzung wichtiger öffentlicher Veranstaltungen, das Funktionieren des Netzwerkes „ Frühe

Hilfen“ und den Vereinsalltag aus der Sicht der Geschäftsführerin und anschließenden Berichten

der Projektverantwortlichen möchte ich zusammenfassend über die Vorstandsarbeit mit

Ergänzungen berichten:

- 8 Vorstandssitzungen: 25.01./01.03./29.03./17.05./24.06./12.08./20.10./21.12.2010

- Mitgliederversammlung am 17.05.2010

- Jahrespersonalgespräche im Dezember 2010 und Januar 2011 (Stanja, Roderfeld, Anschütz)

- 12.01.10 Weiterbildung Personalfinanzierung (U. Hennig, B. Mende)

- 22.01.10 Teilnahme an Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters der Stadt Dippoldiswalde

(Stanja, Anschütz)

- 12.02.10 Übergabe des Opel-Agila als Vereinsauto (Stanja, Roderfeld, Fischer, Anschütz)

- 09.02. und 16.03.10 Aussprache in MS Dippoldiswalde wegen Organisation

Ganztagsangebote ( Stanja, Altergott, Roderfeld, Anschütz)

- 17.04.10 Teilnahme an der Mitgliederversammlung des Landesverbandes (Fischer)

- 28./29.05.10 Teilnahme an Mitgliederversammlung Bundesverband DKSB in Magdeburg

(Stanja, Müller)

- 02.06.10 Sommerfest LIONS-Club Freital (Stanja, Anschütz)

- 05.07.-09.07.10 Kinderstadt: „Arbeitgeberaufgaben“ (Fischer, Anschütz), Besuch von Frau

Vogel ( LV/DKSB) und Frau Dr. Freitag (Parität Sachsen)

- 18.07.10 Teilnahme an Erlebnistour der SZ in Glashütte (Uhrenmanufakturen): Spielmobil

und Information (U. Hennig, Anschütz, Gelfert, Dittrich)

- 19.07.10 Weiterbildung für Schatzmeister (U. Hennig, Henker)

- 27.07.10 Aussprache mit Verein aus Usti (Tschechien) (Stanja, Ihle, Anschütz)

- 20.08.10 Sommerfest SPD Kreisverband (Trutschler, Anschütz)

- 22.08.10 Teilnahme an Sommerfest der Musikschule Dippoldiswalde mit Aktion gegen

Kinderarmut: „Gemeinsam Barrieren überwinden“ (Fischer, Anschütz)

- 24.08.10 Teilnahme an Informationsveranstaltung der Diakonie Pirna: „Familiäre

Bereitschaftsbetreuung“ (Ihle, Anschütz)

- 04.09.10 Familientag Autohaus Liliensiek (Roderfeld, U. Hennig)

- 18.09.10 Aktion gegen Kinderarmut: „Gemeinsam Barrieren überwinden“ am

Waldseilgarten in Paulsdorf (Roderfeld)

- 22./23.09.10 Teilnahme an Regionalraumkonferenzen in Glashütte und Dippoldiswalde

(Roderfeld, Mende)

- 23.10.10 Teilnahme an Festveranstaltung 20 Jahre LV/DKSB (Anschütz)

- 04.12.10 Aufgabe bei jährlichem Familientag (Roderfeld)

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- Teilnahme an mehreren Arbeitskreisen „Kind und Familie“, Symposium „Sächsische

Gesundheitswoche“ 05.05.10, Mitgliederversammlung und Vorstandssitzungen der

Regionalen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (Anschütz)

- Veranstaltungen für Mitarbeiter: Neujahrsempfang (05.01.), Frauentag (16.03),

Weihnachtsfeier für Mitarbeiter und Vorstand (30.11.) und Ehrenamtsweihnachtsfeier

(08.12.)

Neben den regelmäßigen werden auch zusätzliche Angebote von den Zielgruppen, von Politikern

und Spendern zunehmend angenommen, gewürdigt und finanziell unterstützt. Das sind vor allem

Projekte für Kinder aus überwiegend sozial benachteiligten Familien, Familienbildung (Elternkurse,

Elternstammtische, Eltern-Kind-Treffs), Prävention (u. a. in Theaterform) in Kitas und Schulen und

sinnvolle Freizeitgestaltung (z.B. Ganztagsangebote in Mittelschulen und Ferienprojekte).

Nach dem Ausscheiden von Sven Lange als Sozialpädagoge aus unserem Verein ist seitdem nach

zweijähriger Abwesenheit wieder Katharina Ihle als Sozialpädagogin mit ihrer Erfahrung und

Persönlichkeit in verschiedenen Bereichen unseres Vereins freiberuflich beschäftigt.

Nach Beendigung der Finanzierung für Silke Nitschke unterstützt und entlastet Madlen Gawlick seit

November 2010 als Büro- und Projektassistentin Frau Stanja und Frau Mende.

Im Februar haben wir zur nachhaltigen finanziellen Entlastung ein vereinseigenes Auto zur

dienstlichen Nutzung vorrangig für die Familienhelferinnen und Frau Stanja wegen zunehmender

Termine als Geschäftsführerin im großen Landkreis günstig erworben.

Neben der Mauersanierung (Trockenlegung 2. Teil) haben Herr Neuber und die Herren Fleischer,

Friedrich und Gelfert mit wenig Fremdleistungen Malerarbeiten im Innen- und Außenbereich und

vor allem Tiefbauarbeiten vor den Garagen zur Verbesserung der Einfahrt und Parkmöglichkeiten

mit sehr gutem Ergebnis ausgeführt.

Abschließend möchte ich – auch im Namen des Vorstandes – wieder herzlichen Dank sagen allen

haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, den vielen Honorarkräften, ständigen bzw.

zeitweiligen HelferInnen und regelmäßigen Unterstützern und Spendern (Geld- und Sachspenden)

für die mit viel Engagement und Kreativität geleistete Arbeit an Kindern und deren Familien,

durchgeführten Aufgaben im technischen Bereich und die materiellen Zuwendungen, ohne die ein

großer Teil unserer Vorhaben nicht verwirklicht werden könnten.

Besonderer Dank an:

- Barbara Stanja als Geschäftsführerin unseres Vereins für ihren engagierten, persönlichen

Einsatz mit ihren besonderen sozialpsychologischen Fähigkeiten, sozialpädagogischen

Aufgaben (u. a. Familienbildung, präventive Projekte mit Frau Laugk), mit angebrachter

Reaktion auf zu erwartende Finanzierung- und damit Aufgabenveränderung, Fortführung

des Netzwerkes „Frühe Hilfen“, bei der Interaktion für ein positives Klima im Vereinsalltag,

der erfolgreichen Kontaktpflege zu allen Partnern sowie bei Verwirklichung neuer Ideen.

- Die Familienhelferinnen, die ihre echte Kinderschutzarbeit durch stabiles Vertrauen zu den

jeweiligen Familien erfolgreich leisten, weshalb die SPFH ein wichtiger Partner des

Jugendamtes unseres großen Landkreises ist.

- Kerstin Laugk, die als Sozialpädagogin nicht nur für die wichtige und ständige Besetzung

des KJT verantwortlich ist, sondern vor allem durch die erfolgreichen theaterpädagogischen

Projekte bei der präventiven Arbeit in Kindergärten, Schulen und für Mädchen und Jungen

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- (Camps) in der Öffentlichkeit unverändert positive Aufmerksamkeit hat. Außerdem war sie

wieder für die Idee, Vorbereitung und erfolgreiche Durchführung der 3. Kinderstadt

(Schwerpunkt Umweltschutz) verantwortlich.

- Svetlana Altergott für die tägliche Durchführung des Schülertreffs und aktive Mitarbeit in

der Steuergruppe der GTA Mittelschule Dippoldiswalde.

- MitarbeiterInnen und HelferInnen der Eltern-Kind-Treffs (bis 4 mal pro Woche!), des

Spielmobils, der Ferienbetreuung, der Babysitterausbildung und des Kinderkramladens,

deren Aufgaben neben der Durchführung mit viel Vor- und Nacharbeit bei meist

wechselnden Kindern, Eltern bzw. Jugendlichen verbunden sind.

- Beate Mende für die selbstständige, gewissenhafte und verantwortungsvolle kaufmännische

Tätigkeit bei gesamtem Geldverkehr (Zusammenarbeit mit Geschäftsführerin,

unterschriftsberechtigten Vorstandsmitgliedern, Schatzmeisterin, Steuerberaterin,

Steuerberatungsgesellschaft und Sparkasse), Verwaltung, Antragsbearbeitung, Organisation

(meist erster telefonischer oder persönlicher Kontakt mit unserem Verein), Projekt GTA an

der Mittelschule Dippoldiswalde (mit Frau Altergott) und für die Unterstützung von Frau

Stanja.

- Dietmar Neuber vor allem für seinen engagierten Einsatz (Vorbereitung und Durchführung)

bei Umbau der Garageneinfahrten mit den genannten Herren

- Uwe Braun für die Betreuung, Reparatur und Neuanschaffung elektronischer Anlagen und

die Internetpräsentations-Pflege unseres Vereins.

- Claudia Walter und Gunhild Henker für die Rechnungsprüfung.

- Gisela Fischer mit Madlen Gawlick die Zusammenstellung, Bearbeitung und Endfassung

des Jahresberichtes.

- unseren Landesverband für gegenseitige Information und Unterstützung.

Außerdem möchte ich mich auch wieder bei den Vorstandsmitgliedern für die sehr gute

gemeinsame, stabile, unkomplizierte, konstruktive und fachlich ergänzende Zusammenarbeit

bedanken:

Frau Roderfeld – juristische Fragen, Vereinsalltag wöchentlich, Begleitung Projekt KJT und

Prävention in Kitas und Schulen

Herrn Trutschler – Öffentlichkeitsarbeit, Presse, Kontakt zum Landesverband DKSB und zur

PARITÄT Sachsen

Frau Fischer – Schriftführerin: Vorstandsprotokolle, Vereinsalltag

Frau Hennig – Schatzmeisterin, Vereinsalltag

Niels Anschütz

Vorstandsvorsitzender

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3. Jahresrückblick 2010

Das Jahr 2010 – war ein Jahr von Turbulenzen, da die Kürzung der Jugendpauschale durch die

Landesregierung tatsächliche Veränderungen mit sich bringen wird. Dank einer finanziellen Spritze

durch den Landkreis, hatten wir gemeinsam mit den anderen Freien Trägern Glück, unsere Arbeit

2010 noch weitestgehend wie geplant umzusetzen. Es ist für mich nicht zu verstehen, wie bei einer

wachsenden Zunahme von Kinderarmut sich der Sozialstaat Deutschland immer mehr zurückzieht.

Derzeit leben von 14 Millionen Heranwachsenden 2,5 Millionen Kinder von Transferleistung.

Laut Hilgers, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Kinderschutzbundes, wird die Zahl der

Kinder bis 2035 um vier bis fünf Millionen steigen, die nicht mehr vom Einkommen ihrer Eltern

leben können.

„Arme Kinder sind von ihrer Zukunft abgeschnitten, haben häufig mehr gesundheitliche Probleme

und schlechtere Bildungschancen“, so Hilgers.

Auf Grund dieser Zahlen hat der Deutsche Kinderschutzbund 2010 deutschlandweit anlässlich des

Kinderfestes auch die Aktion: “Gemeinsam Barrieren überwinden!“ durchgeführt.

Wir hatten für diese Aktion auch 3 treue Partner unseres Ortsverbandes gewinnen können (die

Kunst – und Musikschule, das Erlebnisbad Nixi und den Klettergarten Paulsdorf), die durch eine

symbolische Absperrbandaktion ihrer Gebäude ein Tag lang auf die wachsenden Missstände -

Barrieren der Armut- im Land mit hinweisen wollten.

Wenn man also die Entwicklung so betrachtet, wird noch deutlicher, dass wir zwar nur als kleines

Rädchen, aber umso dringender unsere Arbeit für und mit den Familien weiter engagiert

durchführen werden und müssen.

Trotz des Hin und Her 2010 haben wir unsere Aufgaben bestens erfüllt. So haben allein 432 Kinder

unsere Ferienangebote wahrgenommen. Es konnten 3 Elternkurse durchgeführt werden und zum

Kinderfest tummelten sich ca. 350 Menschen auf unserem Blumenfestivalgelände.

Auch war unser Spielmobil allein an Wochenenden 37-mal im Einsatz und unsere präventive Arbeit

als Sozialpädagogen in Kitas und Schulen nimmt stetig zu.

Wir haben 9 Elternstammtische angeboten, 1 Kinderflohmarkt und 4 Camps für die so genannten

„Lückekids“. Gemeint ist damit die Altersgruppe 11 – 13 Jahre. Bei diesen Projekten arbeiten wir

nach der geschlechterspezifischen Rolle und konnten immerhin 12 Jungen und 44 Mädchen

betreuen. Die Besuchzahlen im Eltern - Kind - Bereich ergaben eine Teilnahme von 1268 Eltern

mit ihren Kleinstkindern. Treffpunkte waren das Familienzentrum in Dippoldiswalde, die

Gemeinderäume in Possendorf und in unserer Außenstelle in Freital.

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Wichtig bei allen unseren Angeboten ist die Umsetzung unseres Leitbildes. Es geht nicht darum,

kommerziell aufregende Events vorzuhalten, sondern familienunterstützende Maßnahmen bereit zu

stellen und vor allem die Kinderrechte umzusetzen. So findet ganzjährig in unserem Haus zum

Beispiel der begleitete Umgang statt. Damit wird das Recht des Kindes auf den Umgang mit beiden

Elternteilen bei strittigen Angelegenheiten umgesetzt. Verankert ist dieser Rechtsanspruch im SGB

VIII § 18.

Mit der doch kleinen Besetzung in unserem Haus wurde wieder viel bewegt. Wir arbeiteten 2010

mit 10 Hauptamtlichen, 3 MitarbeiterInnen aus der ABM – Maßnahme sowie 2 MitarbeiterInnen

über die Arbeitsgelegenheiten des SGB II.

Im dritten Jahr beendet und weiter nun genehmigt durch das Landesjugendamt ist das kreisweite

Projekt Netzwerk „früher Hilfen“. Seit drei Jahren arbeiten gemeinsam eine Mitarbeiterin des

Jugendamtes und ich selber als Koordinatorinnen und versuchen flächendeckend ein

funktionierendes Netzwerk zum Schutz des Kindes zu installieren und zu pflegen. Mit der

Verlängerung erweitern sich die Teilgebiete im Netzaufbau. Sicher werden wir bereits 2011 auf

diesem Wege mit dem einen oder anderen Leser des Berichtes zusammentreffen.

Besonders aktiv war auch dieses Jahr der Dezember. Wir hatten einen Familientag mit ca. 50

TeilnehmerInnen, dabei wurde der Ballonflug vom Kinderfest ausgewertet. Der weiteste Flug einer

Karte betrug 704 km mit Landung in Polen.

Wir konnten den erfolgreichen sozialen Weihnachtsmarkt in Freital zwei Tage mit gestalten und

waren ebenso mit aktiv beim Weihnachtskonzert der Musikschule.

Das waren die Kurzinfos. Ich wünsche Ihnen nun viel Spaß und Freude beim Durchblättern des

Berichtes!

An dieser Stelle unbedingt noch :

Mein herzlicher Dank für die engagierte und unermüdliche Tätigkeit unserer MitarbeiterInnen,

des Vorstandes, unserer Mitglieder und ehrenamtlichen Unterstützer für die geleistete Tätigkeit.

Bleiben Sie uns treu, unterstützen Sie uns weiter in jeglicher Form, die Ihnen möglich ist, und mit

der Sie Freude empfinden an unserer Vereinsarbeit.

Ich danke Ihnen nochmals herzlich für Ihr engagiertes Mitwirken als KinderschützerIn und

verbleibe bis zum nächsten Treffen freundlichst

Ihre

Barbara Stanja

Geschäftsführerin

Dipl. Sozpäd.(FH)

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4. . Sachbericht zum Netzwerk „Frühe Hilfen“ des Landkreis

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im Jahr 2010

§ 8 a

SGB

VIII

Unterstützung von Familien und Kinderschutz

Netzwerk

Früher

Hilfen

Netzwerk zum Schutz Minderjähriger im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

8

Einführung

Aufsuch

ender

Dienst

Das Projekt zum Aufbau eines Netzwerkes „Frühe Hilfen“ zum Schutz Minderjähriger im

Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge ist seit September 2007 im Aufbau begriffen.

Besonderheiten im ehemaligen Landkreis Sächsische Schweiz sind die Fokussierung auf Familien

mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren sowie auf die Strukturierung und Optimierung

behördlichen Handelns, während im ehemaligen Weißeritzkreis adäquat ein soziales

Frühwarnsystem durch den Deutschen Kinderschutzbund für die freien Träger aufgebaut wurde.

Die Kreisfusion im August 2008 stellte die Koordinatorinnen wie auch die zahlreichen

Netzwerkpartner vor neue Aufgaben und Strukturen. Diese Veränderungen erschwerten zunächst

die kontinuierliche Fortführung der theoretischen Konzeption in der Praxis. Es ist gelungen, diesen

Schwierigkeiten effektiv zu begegnen und die gesteckten Ziele für das Jahr 2008 zu verwirklichen.

Mit dem Sachbericht für das Jahr 2009 wurde weitestgehend über die Umsetzung der vereinbarten

Ziele berichtet. Wir mussten zu diesem Zeitpunkt davon ausgehen, dass das Projekt Netzwerk

„Frühe Hilfen“ zu unterschiedlichen Zeitpunkten beendet wird.

Dank der regen Arbeit des Landesjugendamtes und der Jugendämter wurde das Jahr 2010 vor allem

dadurch geprägt, dass mit vereinten Kräften die Koordinatorenstellen erhalten blieben.

Um dies so umzusetzen und die nächste Ebene mitzunehmen, stand als Aufgabe für alle

Koordinatorinnen, einen Konzeptwandel aufs Papier zu bringen und gedanklich begehbar zu

machen.


Dieser Prozess, der in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und uns beiden Koordinatorinnen

stattfand, war langwierig und nicht reibungslos. Es muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass bei

einer angekündigten Kürzungsorgie in der Jugendpauschale eine Weiterarbeit für viele soziale

Bereiche gefährdet ist. Trotz der schwierigen Situation ist es uns gelungen, in der Kombination

Jugendamt und freier Träger einen umsetzbaren konzeptionellen Weg für die nächsten 2 Jahre zu

schaffen.

Die anfangs abgegebene Konzeption für das Jahr 2010 wurde hinfällig auf Grund der finanziellen

Unsicherheiten. Wir erhielten die Aufgabe, die bestehende Netzwerkarbeit wie gewohnt

fortzusetzen und zu stabilisieren.

So begannen wir zum einem in den getrennten Aufgabensystemen weiter zu agieren und unsere

Ziele des letzten Jahres weiter auszubauen.

Zum anderen haben wir jedoch die Netzwerkarbeit gemeinsam als Koordinatorinnen betrieben, in

Zusammenarbeit mit den KoordinatorInnen des Landes Sachsen/ Landesjugendamt und dem

Felsenweginstitut.

Die Zielformulierung bestand in folgenden Punkten:

• Pflege und Verbreitung des behördlichen Netzwerkes im gesamten Kreis

• Pflege und Verbreitung des Netzwerkes innerhalb der Freien Träger im gesamten Kreis

• Umsetzung des Kinderschutzauftrages - KICK – § 8a SGB VIII

• Ausbau des Aufsuchenden Dienstes im neuen Landkreis Sächsische Schweiz–

Osterzgebirge „Herzlich Willkommen im Leben“

• Verteilung der Elternbroschüre bei Hausbesuchen und Öffentlichkeitsarbeit

Barbara Stanja

Koordinatorin Netzwerk „Frühe Hilfen“

Dipl. Soz. Päd. (FH)

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5. Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)

Sozialpädagogische Familienhilfe ist ein unterstützendes und begleitendes Angebot, welches im

Umfeld der Familie stattfindet.

Sie ist weniger therapeutisches Angebot als vielmehr eines der konkreten praktischen Lebenshilfen.

SPFH ist eine längerfristige Hilfe und wird verwirklicht durch beratende Gespräche, modellhaftes

Handeln und praktische Hilfe. Die dabei wahrgenommenen Aufgaben können gekennzeichnet

werden als Erziehungsberatung, Einzelberatung, Hausaufgabenbetreuung, Anleitung bei der Arbeit

im Haushalt und bei der materiellen Lebenssicherung.

Für uns FamilienhelferInnen ging wieder ein interessantes Jahr zu Ende.

Wir, das sind Angela Müller, gleichzeitig unsere Teamleiterin und schon seit 17 Jahren als

Familienhelferin tätig. Siegrid Löffler und Sylvia Hennig arbeiten seit 15 Jahren und

Yvett Lehmann seit 10 Jahren als Familienhelferin.

Christel Bubel arbeitete als Honorarkraft bei uns im Team. Sie verließ uns zum Ende des Jahres.

Sven Lange, der die Vertretung für Frau Löffler übernommen hatte, verabschiedete sich Ende Mai

von uns. Wir wünschen Beiden auf diesem Weg alles Gute.

Im Dezember begrüßten wir Katharina Ihle wieder bei uns im Team. Sie übernahm 2 neue

Familien.

Insgesamt wurden von uns im Jahr 2010 26 Familien mit 55 Kindern und 2 Erziehungs-

beistände betreut. Vier Familien wurden neu aufgenommen und vier konnten abgegeben werden.

Beide Erziehungsbeistände wurden ebenfalls erst im Jahr 2010 aufgenommen.

Neben unserer alltäglichen Arbeit konnten wir auch wieder auf folgende Höhepunkte

zurückblicken:

- jeden 2. Mittwoch im Monat thematisches Elternfrühstück

- 18.06.bis 20.06. Zeltwochenende im Jugendclub Seifersdorf

- 08.10. Familienausfahrt in den Zoo Dresden

- 04.12. Familiennachmittag im Advent

Auch an den Veranstaltungen des Familienzentrums, wie z.B. Kinderfest, Kinderstadt, Flohmarkt

und den Ferienangeboten konnten wir viele von unseren Familien und deren Kinder begrüßen.

Teamleiterin

Angela Müller

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6. Das Kinder- und Jugendtelefon (KJT)/Präventionsprojekte in Kinder-

Tagesstätten und Schulen/Geschlechtsspezifische Präventionsangebote/

Elternstammtisch/Kinderstadt

1. Das Kinder- und Jugendtelefon (KJT)

2. Präventionsprojekte in Kindertagesstätten, Schulen und Horten

3. Geschlechtsspezifische Präventionsangebote

4. Kinderstadt

5. Elternstammtisch

1. Das Kinder- und Jugendtelefon (KJT)

Die Berater und das Telefon

Zu unserem aktiven Beraterteam gehören derzeit 13 Frauen und 3 Männer. Im April kamen 5 frisch

ausgebildete Beraterinnen dazu. Gemeinsam bemühen wir uns, die im September 2010 um täglich

zwei Stunden erweiterten Beratungszeiten* vollständig zu besetzen. Die Gruppe der

ehrenamtlichen Berater ist aber viel zu klein, um dies auch kontinuierlich realisieren zu können.

*Die bisherigen Beratungszeiten von Montag- Freitag, 15.00 Uhr-19.00 Uhr, wurden auf Bundesstandard von Montag-

Freitag 14.00 Uhr- 20.00 Uhr angeglichen.

Das Telefon klingelte während der Beratungszeiten nahezu pausenlos. Im Jahr 2010 führten die

Beraterinnen und Berater insgesamt 5576 Gespräche, aus denen 1850 intensive Beratungen

entstanden. Dies sind 93 Beratungsgespräche mehr als im Jahr 2009.

Die Anrufer und ihre Themen

Die meisten Anrufer sind im Alter zwischen 12 und 16 Jahren. 58% sind weiblich und 42%

männlich. In der Regel dauern die Beratungsgespräche nicht länger als 10 Minuten.

Ganz unterschiedliche Fragen und Probleme sind Grund des Anrufes. Häufig erzählen die

Heranwachsenden von Einsamkeit und Angst und Selbstzweifel, dem Druck der Außenwelt gerecht

zu werden. Auch Streit im Freundeskreis oder im familiären Alltag, Ärger und Mobbing in der

Schule können Grund für einen Anruf sein. Nicht zuletzt wird die Möglichkeit eines anonymen,

kostenlosen Gespräches häufig auch zu sehr persönlichen Fragen zu Liebe und Sexualität genutzt.

Neben den intensiven Beratungsgesprächen ist auch die Zahl der sonstigen Anrufe gestiegen.

Diese in ihrer Vielzahl und unterschiedlichen Form stellen die Beraterinnen und Berater vor große

Herausforderungen und teilweise nicht unerhebliche Belastungsproben. Um diese angemessen

aufarbeiten zu können, sind die kollegialen Gespräche und die Supervisionen von großer

Wichtigkeit.

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Fort- und Weiterbildungen

Im Zirkelsteinressort sowie ein Blick vom Zirkelstein

Das Angebot des bundesweiten Kinder- und Jugendtelefons ist absolut aktuell. 2008 wurde es

Partner im europäischen Safer Internet- Programm. Dies bedeutete für alle Telefonberaterinnen und

Berater bundesweit die Teilnahme an einer Ausbildung zum Thema „Sicher im Internet“. Für unser

Team haben wir die Fortbildung mit der Ausbildung der neuen Beraterinnen verbunden und

verbrachten gemeinsam ein Wochenende im Zirkelsteinressort in der Sächsischen Schweiz.

Josephine Piontkowsky, Sozialpädagogikstudentin und ehrenamtliche Mitarbeiterin unseres

Vereins, vermittelte kompetent und praxisnah die Inhalte, nachdem sie zuvor an der bundesweiten

Multiplikatorenfortbildung teilgenommen hatte.

2. Präventionsprojekte in Kindertagesstätten, Schulen und Horten

Insgesamt führten wir 18 Projekte (13 Ein-/Mehrstunden, 2 Tagesprojekte mit Kindern und 3

Elternabende) durch. Dabei wurden 205 Kinder sowie etwa 87 Eltern erreicht.

Besonders deutlich wurde der enorme Gesprächsbedarf und die Belastung einzelner Kinder in

unterschiedlichen Hortgruppen, in denen wir das Kinder- und Jugendtelefon spielerisch vorstellten.

Mehrfach signalisierten uns unterschiedliche Schulen und Eltern, dass der Schulalltag für zahlreiche

Schüler durch Mobbing enorm belastet ist. Auf Anfrage entwickelten wir individuell für eine Klasse

ein Tagesprojekt und führten dieses in gelungener Kooperation mit der Schule in unserem Haus

durch.

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3. Geschlechtsspezifische Präventionsangebote

Für Jungen der 5 .- 7. Klassen

Zwei Tage in den Oktoberferien gab es wieder einen Selbstbehauptungskurs für Jungen der

5. - 7. Klasse. Dieser fand am 11. und 12. Oktober statt. Kursleiter war ein kompetenter Mitarbeiter

des Männernetzwerkes aus Dresden.

Die Nachfrage am Kurs war sehr hoch. Trotz der Anhebung der Teilnehmerzahl von 10 auf 12

musste mehreren Interessenten abgesagt werden.

Die Gruppe der Teilnehmer beschrieb im Anschluss, dass der Kurs sehr hilfreich für sie war und

ihnen Freude gemacht hat.

Für Mädchen der 5. - 7. Klasse

Insgesamt gab es über das Jahr verteilt wieder drei Camps für Mädchen der 5. - 7. Klassen. Hier ein

kurzer Über- und Einblick:

Tänzerinnencamp

In den Winterferien vom10. - 12. Februar, nahmen 15 Mädchen am Tänzerinnencamp teil.

Angeleitet wurde der Kurs durch die Tanztrainerin und mehrfache Line Dance Weltmeisterin

Siiri Jakubenko. Neben dem Tanzen ging es auch um Entspannung. Feierlicher Höhepunkt war eine

zauberhafte Präsentation der gelernten Tänze.

Helferinnencamp

In der letzten Sommerferienwoche, am 2. August bauten 15 Mädchen Zelte im Garten des

Kinderschutzbundes auf. Für zwei Tage sollte gecampt und „Erste Hilfe“ gelernt werden. Stefanie

Möckel des DRK in Dippoldiswalde vermittelte den munteren und sehr interessierten Mädchen die

Grundkenntnisse der Ersten Hilfe. Die gelernten Übungen wurden auch am Abend nach Kursende

noch weiter geprobt. Zum Abschluss gab es in der Zentrale des DRK eine Präsentation des

Rettungswagens sowie eine Vorstellung der Rettungsleitstelle. Ein sehr gelungenes Camp, auch

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wenn aufgrund des extremen Wetters die Schlafstätten in die feste Räumlichkeit des

Kinderschutzbundes verlagert werden musste.

.

WenDo- Selbstbehauptungskurs

Der Wendo- Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurs für Mädchen wurde nun bereits

im vierten Jahr durch die Trainierin Katrin Bein vom Verein „Medea“ aus Dresden angeboten. Der

Kurs fand in den Herbstferien am 04. und 05.10. statt.

Die 14 Teilnehmerinnen waren wieder begeistert dabei.

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4. Kinderstadt

Das KidsOrg- Team 2010

Zum dritten Mal fand in der zweiten Sommerferienwoche, vom 5. -9. Juli eine Kinderstadt auf dem

gesamten Gelände des Kinderschutzbundes statt.

Täglich gab es wieder 60 Arbeitsstellen für 60 Teilnehmer. Hier ein kleiner Überblick auf das bunte

Angebot:

Arbeitsstellen Arbeitsplätze

1 Rathaus/Elterngarten 2

2 Arbeitsamt 2

3 Bank 2

4 Restaurant 5

5 Zeitung 3

6 Gesundheitszentrum 2

7 Eiskaffee 3

8 Zirkus 8

9 Modeboutique/Verkaufstand 2

10 Tischlerei 4

11 Uni 8

12 Schneiderei 3

13 Radio 2

14 Sprüherei 1

15 Friseur 2

16 Handarbeit 2

17 Fahrrad-Werkstatt 2

18 Atelier kreativ 3

19 Haushaltsservice 2

20 Gärtnerei 2

gesamt 60

21 Spendenaktion (Mi) 2

20 Bürgermeisterwahlkampf (Do) 3

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Die morgendliche Schlange vor dem Arbeitsamt

Ingesamt nahmen 67 Kinder im Alter von 7 - 14 Jahren teil. 64 Teilnehmer stammten aus unserem

Landkreis. Die meisten von ihnen kamen aus Dippoldiswalde und den umliegenden kleineren

Orten.

Hier ein kleiner Einblick in die Altersaufteilung:

Alter Teilnehmerzahl

7 4

8 2

9 11

10 21

11 17

12 4

13 7

14 1

Der Umweltschutz stand in diesem Jahr im Mittelpunkt der Woche. So gab es an jedem Arbeitsort

Tipps zum Thema. In der Universität gab es unter anderem Vorlesungen zu unterschiedlichen

Umweltbedingungen in der Welt.

Vorlesung zum Thema: „Das Überleben der Kinder in armen Ländern“

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Täglich arbeiteten rund 30 ältere Schüler und Erwachsene am Projekt mit und brachten sich mit

Engagement und Kreativität ein.

Gefördert wurde diese Kinderstadt unter anderem durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen,

durch das Jugendamt des Landkreises sowie durch die Deutsche Bank.

Kerstin Laugk

Dipl.-Soz.-Päd. (FH)

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7. Elternstammtisch

Projektverlauf

Die im Antrag formulierten Veranstaltungen wurden erfolgreich durchgeführt. Die einzelnen

Veranstaltungen waren inhaltlich professionell aufgebaut und wurden entsprechend des Interesses

und der Bedürfnisse der Gäste vermittelt.

Erreichte Zielgruppen und Themen

Die Vielfalt der Veranstaltungen spiegelte sich auch in diesem Jahr an den unterschiedlichen

Besuchern wieder. So kamen Eltern, Großeltern und Pädagogen, die zum Teil bereits andere

Angebote und Veranstaltungen unseres Hauses besuchen (Eltern-Kind-Gruppe, Kinderfest etc.),

Tagesmütter, ehrenamtlicher KJT-Berater sowie Mitarbeiter des Hauses.

Auch in diesem Jahr konnten wir neben „Dauerstammtischlern“ auch neue Gäste begrüßen, die

zumeist aufgrund des Themas zu uns kamen. Die meisten neuen Gäste erfuhren von der

Veranstaltung über Artikel in der lokalen Presse. Einige Besucher erreichten wir auch über unsere

in der Stadt Dippoldiswalde zahlreich ausgelegten Flyer, unsere Homepage oder über unseren Email-Verteiler,

mit dem wir sowohl die Kindereinrichtungen im Umkreis von Dippoldiswalde,

interessierte Privatpersonen und andere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe erreichen.

67 Besucher kamen zu den insgesamt 9 Veranstaltungen. Im Vergleich zum Vorjahr besuchten uns

damit 12 Personen weniger zu den Terminen.

lfd.Nr. des Elternstammtisches seit November 2006,

Datum Thema, Referent, Teilnehmerzahl

30 19.01. „Erziehungskompetenz“

Barbara Stanja, Dipl.Soz.Pädagogin,10 Teilnehmer

31 23.02. „Familienrecht“

Anja Timmann, Rechtsanwältin,15 Teilnehmer

32 23.03. „Haltungsschäden im Schulalter“

Ute Otto, AOK, 2 Teilnehmer

33 * 13.04. geplant, 27.04. durchgeführt „Mein Kind, der PC und unser Familienleben“

Carsten Schöne, Medienpädagoge, 8 Teilnehmer

34 * 18.05. geplant, 21.09. durchgeführt „Geschwisterkinder“

Antje Wunsch-Baumann, Psychologin, 10 Teilnehmer

35 15.06. „Erste Hilfe bei Kindern“

Beatrix Otto, DRK, 5 Teilnehmer

18


36 07.09. „Wenn einem die Haare zu Berge stehen, helfen wir, das Kind zu schaukeln –

Familienhilfe vorgestellt“

Yvett Lehmann/ Angela Müller, Soz.-Päd.Familienhelfer DKSB, 3 Teilnehmer

37 19.10 „Wann versteht ein Kind, dass es nicht mit Fremden mitgehen darf? –

Entwicklungspsychologie (3-6 Jahre)“

Thomas Heidenfelder, Familienberatung Diakonie Freital, 4 Teilnehmer

38 23.11. „Wenn Kinder trauern“

Sebastian Estel, Kinderhospiz des Sonnenstrahl e.V. Dresden, 10 Teilnehmer

* Wegen Krankheit des Referenten musste die Veranstaltung auf einen späteren Termin ver-

schoben werden.

Einbezogene Kooperationspartner

Gefördert wurde das Projekt wieder durch die Sächsische Landesvereinigung für

Gesundheitsförderung e.V. (SMS). Deshalb wurden wir bei der Antragstellung und während des

Projektverlaufes wieder durch das Gesundheitsamt unseres Landkreises unterstützt.

Bei der Auswahl unserer Referenten war uns fachliche Kompetenz und lokale Nähe wichtig.

Hierbei konnten wir ausgezeichnet mit unseren Kooperationspartnern, wie Familienberatungsstelle

der Diakonie Freital und AWO, DRK, AOK und Kinderhospiz Sonnenstrahl in Dresden sowie

Fachpersonen wie Juristen, Familienhelfer, Sozialpädagogen, Erzieher, Psychologen und

Therapeuten, zusammenarbeiten.

Ein für unsere Werbung sehr verlässlicher Kooperationspartner ist nach wie vor das Medienkontor

Dresden.

Wurde das Projektziel erreicht?

Ja, das Projektziel wurde erreicht.

Jedes Thema ist fachlich kompetent und für die Besucher anschaulich präsentiert und vermittelt

worden. Alle Referenten waren ausgezeichnet und umfassend vorbereitet. Sie verwendeten passend

zum Thema verschiedene Methoden und nutzten unterschiedliche technische Geräte zur besseren

Anschaulichkeit. Passend zu einzelnen Themen wurden die Teilnehmer der Veranstaltung auch

gebeten, aktiv mitzumachen (pädagogische Angebote für 1 - 3jährige praktisch vorzubereiten,

Methoden des sozialen Lernens selbst zu testen, Erste Hilfe am Kind zu üben). Bei Bedarf stand uns

hierfür unser Bewegungsraum zur Verfügung.

In jeder Veranstaltung entwickelten sich anregende Gespräche und Diskussionen, sowohl im

Plenum, als auch individuell im Anschluss an die offizielle Veranstaltung.

Der geplante Zeitrahmen von zwei Stunden wurde zwar wieder bei den meisten Veranstaltungen

überschritten, dennoch hätten wir uns bei einigen Veranstaltungen mehr Teilnehmer gewünscht.

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Welche Verbesserungen sehen Sie als Projektleiter?

Da die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr abgenommen hat und der Arbeitsaufwand zur

Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen somit in keinem Verhältnis mehr zum

Interesse der Eltern steht, werden wir das Projekt Elternstammtisch im nächsten Jahr nicht

fortführen. Wir wollen unser Konzept überarbeiten und eine andere Form der Vermittlung

interessanter gesundheits-, erziehungs- und alltagsrelevanter Informationen finden.

Angedacht ist die Durchführung von 2 - 3 Veranstaltungen zu gesundheits-, erziehungs- und

alltagsrelevanten Themen im Jahr ausarbeiten. Die kombinierte Werbung (Flyer, Pressemitteilung,

Rundmail) möchten wir dabei so beibehalten. Denn neue Besucher wurden regelmäßig in den

Elternstammtisch-E-Mail-Verteiler aufgenommen - ein einfacher und kostengünstiger Weg, über

zukünftige Veranstaltungen zu informieren. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass vor allem die

Artikel in der Presse eine wirksame Form sind, neue Besucher gewinnen zu können. Auch wenn

über unsere Flyer nur wenige Personen zu unserer Veranstaltung kommen, so möchten wir dennoch

an dieser Werbeform festhalten, denn dadurch wird unser Angebot im städtischen Alltag dauerhaft

sichtbar.

Silke Nitschke

20


8. Ganztagesangebote an der Mittelschule Dippoldiswalde

Antragszeitraum Schuljahr 2009/2010

Als Ergebnis der langjährigen und erfolgreichen Kooperationsarbeit zwischen dem DKSB und der

Schule sind die Ganztagsangebote eine gute Tradition und ein wichtiger Bestandteil der

Mittelschule Dippoldiswalde geworden. Schon seit 1998 unterstützt der DKSB die Mittelschule

(SjA – Schuljugendarbeit). Seit dem Jahr 2005 bietet die Schule ihren Schülern zahlreiche

Angebote in folgenden Bereichen an:

- Angebote zur Leistungsdifferenzierten Förderung und Forderung (Modul 1).

Den Angeboten in diesem Modul kommt eine besondere Bedeutung zu, da sie besonders zur

leistungsdifferenzierten Förderung und Forderung beitragen sollen. Ziel der Begabtenförderung ist

die Weiterentwicklung, Förderung und Anerkennung besonderer Talente. Für leistungsschwächere

Schüler erfolgt eine spezielle Diagnose, welche eine Förderung anschließt und zu einer

Verbesserung der schulischen Leistungen bis zum Ende des Schuljahres führt. Die Angebote

zeichnen sich durch Vielfältigkeit und Vielseitigkeit aus.

Folgende Arbeitsgemeinschaften gehören Modul 1 an:

„Steuern mit dem Computer“, „Tanzen“, „Soziales Lernen“, „Frühbetreuung“,

„Englischförderung“, „Hausaufgabenbetreuung“, „Matheförderung“, „Konzentrationstraining“,

„Prüfungstraining“, „Schulband“ und „Musikinstrument“

Die Arbeitsgemeinschaften Konzentrationstraining, Schulband und Steuern mit dem Computer

wurden von den Schülern gut angenommen und können als positiv eingeschätzt werden. Bei vielen

Schülern hat der angebotene Tanzkurs großes Interesse geweckt. Die AG Tanzkurs hat mit ihren

erfolgreichen Auftritten beim Weihnachtsmarkt und Stadtfest unsere Erwartungen erfüllt. Für das

nächste Schuljahr haben wir vor, das Angebot als AG Tanzen in bestimmten erweiterten

Tanzrichtungen im gesamten Schuljahr weiter anzubieten. Die AG Tanzen ist wie die AG

Theatergruppe und Schulband aus dem kulturellen Leben der Schule und auch der Stadt nicht mehr

wegzudenken. Gute Ergebnisse zeigte auch die AG Schulband. Neben musikalischen Fähigkeiten in

der Schulband entwickeln sich auch die Persönlichkeiten der Schüler. (Soziales Verhalten,

Entwicklung des Selbstbewusstseins, die Selbstständigkeit, Kommunikation und Teamfähigkeit).

Schwerpunkte waren ebenfalls die Hausaufgaben- und Frühbetreuung. Phasenweise gelang dies

sehr gut, ließ allerdings zum Ende des Schuljahres etwas nach. Wir haben uns ebenfalls bemüht, die

Förderung leistungsstarker und leistungsschwacher Schüler weiter zu intensivieren, hier gibt es

noch Reserven. Recht gut gelang das Prüfungstraining. Dies zeigte das Abschlussergebnis der

Schule, denn alle Schüler der Klasse 10 erreichten den Realschulabschluss.

Dabei spielt es keine Rolle, aus welcher Gesellschaftsschicht der jeweilige Schüler kommt. Für

jeden sollte die größtmögliche Förderung seiner Entwicklung möglich sein. Die

leistungsdifferenzierte Förderung etablierte sich an der Schule und ist zu einem festen Bestandteil

geworden. Dies soll zukünftig so bleiben und wird nach den Bedürfnissen der Schüler ausgerichtet.

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- Unterrichtsergänzende Projekte und Angebote (Modul 2):

„Gesund Kochen und Backen“, „Weihnachtsmark“, „Junge Botaniker“, „Theatergruppe“, „Schüler

lesen“, „Nein – Sagen“, „Suchtprävention“, „Liebe/Homosexualität“, „Theaterpädagogisches

Projekt“

Das Projekt „Nein - Sagen“ verlief besonderes erfolgreich und hat seine Notwendigkeit in der

Schule bewiesen. Da zwischen den Schülern immer wieder Verhaltensprobleme auftreten, haben

wir aktiv nach neuen Ideen gesucht um diese Probleme lösen zu können. So hat die Sozialarbeiterin

der Schule das „Theaterpädagogische Projekt“ des Theaterpädagogischen Zentrums vorgeschlagen.

Das Projekt wurde in besonders problematischen Klassen mit sehr positiven Ergebnissen

durchgeführt. Vor allem wurden Probleme wie mangelnde Kommunikationsfähigkeit und kein

respektvoller Umgang miteinander festgestellt. In dem Projekt haben sich die Schüler mit diesen

Problemen auseinander gesetzt. Unserer Meinung nach hat das Projekt unsere Schüler gestärkt und

ihre Entwicklung vorangebracht. Deshalb würden wir das Projekt im nächsten Jahr gern

weiterführen. Ein großer Erfolg ist unter anderem der Weihnachtsmarkt geworden, der Lehrer,

Schüler und Eltern zusammen gebracht hat. Die Arbeitsgemeinschaften wie Theatergruppe,

Tanzkurs und Schulband bekamen die Möglichkeit sich zu präsentieren. Die Mitwirkung von

Schülern und Eltern ist bereits für den nächsten Weihnachtsmarkt garantiert. Wir denken, dass der

Weihnachtsmarkt zu einer schönen Tradition unserer Schule geworden ist. Hervorhebenswert ist in

diesem Zusammenhang auch das Wirken der AG Kochen und Backen durch ihre Präsentation. Im

gesamten Schuljahr kam diese AG besonders gut bei den Schülern an.

Durch all diese Projekte können die Schüler nicht nur viel Neues erfahren. Sie können auch die

anderen Mitschüler und sich selbst viel besser kennen lernen. Im Verlauf der Projekte bekommen

sie die Möglichkeit, sich in ihrer eigenen Persönlichkeit zu entfalten. Sie lernen den anderen

zuzuhören, sie zu akzeptieren, respektieren und tolerant zu sein.

- Freizeitpädagogische Angebote (Modul 3):

Die Arbeitsgemeinschaften sind nach den Interessen (Fragebogen) der Schüler und Eltern gestaltet,

haben einen Freizeitcharakter, stehen also nicht unter Ergebnisdruck.

„Erstellen von Internetseiten“, „Fußball Jungen“, „Schach“, „Volleyball“, „Internet –

Möglichkeiten und Gefahren“, „Sport und Spiel“, „Kreativ“, „Schulsanitätsdienst“, „Schülerradio“,

„Geografie“, „Entspannung“

Die Arbeitsgemeinschaften wurden nach den Interessen der Schüler gestaltet und sind bei den

Kindern sehr beliebt. So bereiten die Arbeitsgemeinschaften „Sport und Spiel“ und „Fußball

Jungen“ den Schülern viel Spaß und Freude, da die AGs zahlreiche Spiele an der frischen Luft

anbieten. Innerhalb der AGs wurden zudem verschiedene Wettbewerbe organisiert. (z.B. Dart-,

Tischtennis-, Fußballwettbewerbe). Großes Interesse besteht auch an den Arbeitsgemeinschaften

wie „Internetseiten erstellen“ und „Internet – Gefahren und Möglichkeiten“. Die Eltern begrüßen es,

wenn die Kinder Zugang zum Internet haben und unter Aufsicht eines Arbeitsgemeinschaftsleiters

am Computer arbeiten bzw. mit diesem beschäftigen können. Begeistert sind die Schüler

besonderes von der AG „Kreativ“, hier werden unter fachkundiger Anleitung Basteltechniken und

Bastelideen ausprobiert, was den Schülern große Freude bereitet. Alle diese Arbeitsgemeinschaften

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haben Freizeitcharakter und die Schüler stehen nicht unter Leistungsdruck. Deshalb wollen wir sie

auch künftig gern anbieten.

- Schulclub (Modul 4).

Der Schulclub steht allen Schüler zur Verfügung, wird jedoch überwiegend von jüngeren Schülern

und wenigen älteren Schülern besucht. Die Kinder freuen sich über die langen Öffnungszeiten und

nutzen den Schulclub zum Quatschen, Basteln, Spielen, Lesen, gemeinsamen Feiern und zur

Erholung nach dem Schulalltag. Es wird auch aktiv mit vielen verschiedenen Geräten und Spielen

zur Beschäftigung und Bewegung an der frischen Luft gespielt, die für die Kinder jederzeit da sind.

Besonderes wichtig sind die Auswahlmöglichkeiten, um die Gelegenheit zu haben, nach eigenen

Interessen die Freizeitbeschäftigung sinnvoll und selbstständig zu gestalten. Der Schulclubleiter

geht dabei auf die Wünsche der Schüler ein. Das entwickelt Freude bei diesen und sie kommen gern

in den Schulclub. Die Schüler sollen dabei lernen, tolerant miteinander umzugehen und

gemeinschaftlich zu wirken.

Alle Angebote richten sich an die Bedürfnisse und Interessen der Schüler. Durch Ganztagsangebote

(GTA) verbessert sich das Schulklima und die Entfaltung der Schüler wird gefördert.

Leistungsorientierung und Chancengerechtigkeit bleiben an der Mittelschule Dippoldiswalde nach

wie vor die wichtigsten Aspekte, die im Mittelpunkt des Ausbaus von Ganztagsangeboten stehen.

Die von uns gewählte offene Form wird auch in den kommenden Jahren aktuell sein, um vielen

Schülern die Teilnahme an den Ganztagsangeboten zu ermöglichen.

Svetlana Altergott

Pädagogin

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9. Projekt Feriengestaltung 2010

Für die Ferienprogramme ist unser oberstes Ziel, ein niedrigschwelliges Angebot zu schaffen,

welches für alle Kinder, unabhängig vom sozialen Status, frei zugänglich ist. Die Teilnahme am

Ferienprogramm ist somit auch für sozial schwache Familien erschwinglich.

Auch in diesem Jahr konnten wir Kindern ein interessantes und abwechslungsreiches Programm in

den Ferien bieten. Dieses Angebot gilt für alle Kinder von der 1. Klasse bis ca. 14 Jahre.

Die Ferienprogramme werden jeden Montag bis Donnerstag von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr

durchgeführt. Abhängig von den Angeboten werden Mittagessen im Haus gereicht und bei

Ausflügen bringen die Kinder ihre eigene Verpflegung mit.

Ferien Thema Teilnehmer Ferientage

Winterferien Alternative Freizeitmöglichkeiten 176 8

Osterferien

Sommerferien

Herbstferien

Frühlingserwachen – auf den Spuren

des Osterhasen

46 4

Alles Öko oder was? 209 21

Alles Werbung oder was? 67 8

Begonnen haben unsere Winterferien mit einem bunten Aktivitätenprogramm. Am ersten Tag

wurden im Familienzentrum die Kinderrechte erklärt und spielerisch erprobt.

Im weiteren Verlauf der ersten Ferienwoche wurde das DRK besucht, ein Tag in den Sportstätten

Altenberg verbracht..

In der zweiten Woche gingen die Kinder in Ruppendorf mit Herrn Fleischer auf Spurensuche der

Tiere. Buntes Faschingstreiben im Haus und in der Umgebung konnten die Kinder am Dienstag

erleben. Außerdem wurde gemeinsam ins Remmi Demmi Kinderland gefahren und an einem Tag

die Stadtbibliothek Dippoldiswalde besucht.

24


Die Osterferien standen ganz unter dem Motto, dem Osterhasen und dem Frühling auf die Spur zu

kommen. Es gab Osterbasteleien, die Lämmer in der Schäferei Drutschmann wurden begrüßt, der

Wildpark Hartmannmühle wurde besucht und in der Bäckerei Homann konnten die Kinder selbst

Osterhasen backen.

Das Programm der diesjährigen Sommerferien stand unter dem Motto „Alles Öko oder was?“

Unser pädagogisches Ziel war es, dass die Kinder ihre Umwelt bewusst wahrnehmen und schätzen

sowie schützen werden.

Die erste Ferienwoche wurde dazu genutzt, die Kinderstadt vorzubereiten. Dabei gab es viel zu

schneiden, malen und kleben, um alles gut vorbereitet zu haben. An den Nachmittagen verschafften

wir uns Abkühlung im Wald oder in Bächen, da es sehr heiße Sommerferien waren.

Die zweite Ferienwoche ist mittlerweile traditionell der Kinderstadt vorbehalten, die ebenfalls ihren

Beitrag zum Thema Ökologie einbrachte.

In der dritten Woche haben wir selbst auf dem Feld Erdbeeren gepflückt und sie zu Kompott,

Milchshakes oder Törtchen verarbeitet. Am nächsten Tag waren wir im Freibad Paulsdorf, zu dem

wir ein Stück wanderten und dann die kühle Nässe richtig genießen konnten.

Im Heulager bei Bärenstein gaben wir unser Bestes, die Feuchtwiesen mit abzuharken und konnten

dabei einige Tiere beobachten. Wir waren jedoch auch froh, am Nachmittag den kleinen Pool dort

benutzen zu dürfen. Für unsere Mitarbeit bekamen wir kostenloses Mittagessen. Am letzten Tag der

dritten Woche haben wir aus Heu Tiere, Herzen und Ampeln gestaltet.

Die vierte Woche stand wieder ganz im Zeichen des Wassers. Wir haben Schwimmmobile gebaut

und sie getestet, sind baden gegangen, waren mit Jan und Martin Reichel angeln und haben

Wasserfilter gebaut. Sogar einen Karpfen hatten wir gefangen, den wir am nächsten Tag zu Mittag

verzehrten.

In der 5. Woche haben wir uns viel mit Holz und Bewegung in der Natur beschäftigt. An einem Tag

sind wir ins Tierheim Reichstädt gelaufen. Das Technische Hilfswerk haben wir besucht und

konnten sogar in die Fahrzeuge und Maschinen ausprobieren. Wir haben bei Herrn Fleischer den

Wald aufgeräumt und gespielt. Das hatte uns so viel Spaß bereitet, dass wir kaum wieder zurück

wollten.

In der letzten Ferienwoche gingen wir mit Karte und Kompass durch die Dippser Heide und waren

wieder vom Budenbau völlig eingenommen. Außerdem haben wir uns in dieser Woche die Bio-

Schaukäserei in Borlas angesehen, haben selbst Brot gebacken und am letzten Tag eine große

Abschlussparty der Ferien veranstaltet.

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Die Herbstferien wurden zunächst mit den Fragen: Wer bin ich? Was esse ich gern? Wovon

träume ich? eingeleitet. Das Pizzabacken war dabei ein guter Einstieg. Eine andere Frage war: Was

mache ich gern draußen? Wir konnten dabei feststellen, dass alle gern bunte Blätter, Kastanien,

Eicheln und andere kleine Schätze sammeln. Somit hatten wir unseren ersten sogenannten

„Werbeauftrag“, denn die Herbstferien sollten unter dem großen Motto: Alles Werbung oder was?

stehen. Zunächst gestalteten wir das Familienzentrum des Kinderschutzbundes herbstlich. Bei der

Frage, wovon die Kinder träumen, gab es viele Vorschläge und wir entschieden uns, in den Tiefen

Bünaustollen nach Zinnwald zu gehen.

Im weiteren Verlauf der Ferien untersuchten wir den Vampireffekt bei der Werbung und gestalteten

selbst Werbeplakate. Einen sehr interessanten Besuch hatten wir bei den Grafischen Werkstätten in

Reinholdshain. Dort konnten wir sehen, wie Werbung gedruckt wird und wie es früher ablief. Der

Besuch im Dresdner Zoo wurde mit der Aufgabe verbunden, wie ich mich gut präsentieren kann

und welche Motive gut zu fotografieren sind.

Die Fotos wurden am nächsten Tag auf Plakate geklebt und eine Ausstellung vorbereitet. Außerdem

hatten die Kinder ein Stegreiftheaterstück zum Thema Werbung eingeübt. Am letzten Tag unserer

organisierten Ferien wurde das Stück vor Mitarbeitern und Eltern aufgeführt.

Gabriele Schütze

Maria Dittrich

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10. Eltern-Kind-Treff Dippoldiswalde

Nach wie vor ist in unserem Familienzentrum „ Hereinspaziert und Mitgemacht „das Motto für

unsere Eltern - Kind Gruppen montags und freitags. Das Interesse, gemeinsam mit anderen Kindern

zu spielen war auch im Jahr 2010 groß. Im Eltern-Kind-Treff spielen die Rituale eine große Rolle.

Nachdem das Begrüßungslied gesungen wurde, haben die Kinder die Möglichkeit, nach Herzenslust

zu spielen, was natürlich ab dem Frühjahr im Freien doppelt Spaß macht, oder im Sportraum ihrem

Bewegungsdrang freien Lauf zu lassen. Neben dem Spielen und Toben, wurde kindgemäß gebastelt

oder mit Fingermalfarben kleine Kunstwerke angefertigt. Das gemeinsame 2. Frühstück genießen

Kinder und Muttis sehr. Hier haben die Muttis auch Gelegenheit, sich auszutauschen und

erzieherische Themen anzusprechen. Leider muss dieses Thema meist von uns vorgegeben werden,

da die jungen Eltern leider keinen Bedarf sehen.

Gefeiert wurde 2010 natürlich auch. So waren Geburtstage, Fasching, Ostern und auch

Weihnachten Höhepunkte für unsere Kinder, sowie natürlich die Verabschiedungen beim Wechsel

in den Kindergarten.

Nachdem im Sommer 2010 für einige Kinder aus beiden Gruppen das Krippen – bzw.

Kindergartenjahr begann, ging die Kinderzahl wie jedes Jahr zurück. Seit dem Herbst 2010 ,

können wir wieder steigende Teilnehmerzahlen verzeichnen, was uns für die kommende Zeit

optimistisch stimmt.

Mit dem neuen Jahr führten wir das Zehnerkartensystem ein, das sich bewährte und eine besser

planbare Anzahl von Besuchern und damit Regelmäßigkeit brachte.

Die Eltern-Kind-Gruppen werden regelmäßig über Aktivitäten unseres Vereins informiert.

Es ist uns ein großes Anliegen, die jungen Familien in die Vereinsveranstaltungen mit zu

integrieren. So ist es traditionell, dass unsere Gäste der Eltern-Kind-Gruppe aktive Teilnehmer am

Flohmarkt, Kinderfesten und am Familiensamstag sind.

Ingrid Wache

Marion Eichentopf

Ramona Hauck

Manuela Kost

Martina Martin

Kerstin Laugk

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11. Eltern-Kind-Treff Possendorf

Eltern- Kind-Treff / Spielgruppe Possendorf Di. 9.00 – 11.00 Uhr

Jeden Dienstag wurde der sterile Konferenz- und Gemeindesaal ab 8.30 Uhr zu neuem Leben

erweckt. Denn das ist die Zeit, ab der ich vor Ort bin und mit den gegebenen Mitteln und ganzem

Körpereinsatz Stühle und Tische rücke, um aus dieser Tristesse ein kleines Spiel- Bastel- und

Tobeparadies für meine Zwerge zu zaubern. Kriechtunnel, Schaukelpferd, Rutscherautos,

Spielzeugkisten, Puppenwagen werden so plaziert, das sich für jeden was findet. Die kleine

kindgerechte Tisch- und Stuhlgruppe lädt zum Picknick und Basteln ein und ab 9.00 Uhr steht alles

parat für die ersten Kinder mit ihren Muttis.

Dieses Jahr war sogar eine Uroma mit Urenkel regelmäßig dabei, welche so ihrer Enkelin dabei

half, gut ihre Lehre zu bestehen.

Mit dem neuen Jahr führte ich wie in Dipps das Zehnerkartensystem ein, was sich bewährte und mir

so eine besser planbare Anzahl von Besuchern und damit Regelmäßigkeit brachte.

Die Höhepunkte des Jahres haben wir wieder gebührend gefeiert.

Zu Fasching verwandelte sich der Raum dank Schwungtuch und bunter Bänder in ein großes

Zirkuszelt, so dass so manches Mäuschen erst mal in der Tür stehen blieb und mit großen

staunenden Augen und offenem Mund verharrte.

Das Osterfest mit den vielen schönen Frühlingsbasteleien endete mit der Osternestsuche, wo der

Osterhase auch wieder für jeden eine kleine Überraschung versteckt hatte.

Geburtstage und Abschiede wurden mit selbstgebackenen Kinderkuchen und Torten oft gefeiert,

wenn auch mit einem weinenden Auge.

Mit den Sommerferien verabschiedeten wir uns etwas ausgiebiger von einer „Stammmutti“ die

bereits mit dem 2.Kind bei uns war, da diese nach Schweden auswanderte. Sie sind inzwischen gut

angekommen und mein Schützling lebte sich Ende des Jahres bereits sehr erfolgreich in einem

schwedischen Kindergarten ein.

Der Herbst mit seinen vielen bunten Farben spiegelte sich auch in allen Basteleien und Liedern

wieder und so mancher, der anfänglich nur stiller Beobachter war, kann jetzt die Fingerspiele

perfekt mitmachen, singt zur Gitarre schon bisschen mit oder klappert kräftig mit den

Rhythmusinstrumenten.

Während der Advents- und Vorweihnachtszeit hielt ich für die Eltern immer eine große Kanne Tee

bereit und so kam mit der Zeit und diversem Selbstgebackenen der Muttis echte Gemütlichkeit auf,

während so manch hübscher weihnachtlicher Zimmerschmuck bei den Eltern entstand und die

Kleinen ihren Anteil daran hatten, kleine Geschenke für die Omis oder Geschwister zu basteln. Ein

schöner Abschluss des Jahres war die Weihnachtsfeier mit kleinem Weihnachtsbrunch, zu dem alle

etwas beisteuerten, Weihnachtsliedern und einem kleinem Überraschungspäckchen für alle.

Wegen Finanzkürzungen und territorialer Umstrukturierung des Kinderschutzbundes wurde die

Gruppe zum Ende des Jahres geschlossen, was im Nachhinein von der Gemeinde und vielen Eltern

bedauert wird, da ja auch Freital geschlossen wurde und für die Eltern und Kinder zwischen PEKIP

und Kindergarten in unserer Gemeinde jetzt keine anderen ähnlichen Gruppen mehr existieren.

So räumte ich mit Wehmut (und mit Hilfe des Unternehmens Kleintransporte Hoffmann) zwischen

Weihnachten und Neujahr das Mobiliar nebst allen Spielsachen aus der Kastanienallee und übergab

nach 8 schönen Jahren den Schlüssel wieder an die Gemeinde.

Manuela Kost

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12. Eltern-Kind-Treff Freital

Unser Eltern-Kind-Treff fand 2 mal wöchentlich statt.

Montag: Babyspielgruppe: 4.Monat – 14.Monat

Mittwoch: Kleinkinderspielgruppe: 14.Monat – 3 Jahre

Auch im vergangenen Jahr konnten wir wieder viele Eltern mit ihren Kindern bei uns begrüßen.

Auch Eltern, denen vom Jugendamt empfohlen wurde, unsere Krabbel- und Spielgruppen zu

besuchen, konnten wir Hilfe und Unterstützung angedeihen lassen. Nach anfänglicher Skepsis

wurde unsere Hilfe aber dankbar angenommen. Hier war allerdings ein besonderer sensibler

Umgang unsererseits gefordert, wenn es darum ging, Anregungen zu Erziehung, Ernährung, Spiel,

Beschäftigung usw. nahe zu bringen.

Wertvolle Hilfe gaben uns wieder die vom Deutschen Kinderschutzbund herausgegebenen

Broschüren, welche Grundlagen für unsere Diskussionen waren.

Der Ablauf unserer Treffs wurde wie in den vorangegangenen Jahren durchgeführt.

Grundlage waren recht abwechslungsreiche Angebote, bei denen natürlich Hinweise und

Vorschläge der Eltern aktiv mit einbezogen wurden.

Sportliche Betätigungen:

Ein vorher nicht genütztes Zimmer konnte zum Sportraum umfunktioniert werden. Das ermöglichte

uns, den Bewegungsaktivitäten der Kinder noch besser gerecht zu werden.

Die vielfältigen Kreis-, Bewegungs- und Fingerspiele waren ein fester Bestandteil unserer Treffs.

Die vielen Lieder, verbunden mit dem Benutzen der Kinderinstrumente und der Gitarre trugen ihren

Teil dazu bei, Freude am Singen und Rhythmusgefühl zu entwickeln.

Übungen zur Sinneswahrnehmung bereiteten viel Freude (z.B. Entwicklung des Gehörs, des Tast-

und Geschmackssinnes)

Der Umgang mit Farben, Stiften, Mehl, Salzteig u.v.m. kam auch nicht zu kurz.

Einbezogen war das Basteln mit Papier und Naturmaterial.

Von Wichtigkeit war uns ebenfalls das Spiel der Eltern mit den Kindern, sowie der Kinder

untereinander.

Es gab Anregungen für einfache Bau- und Konstruktionsspiele oder z.B. das Nachgestalten von

einfachen Tätigkeiten aus dem täglichen Umfeld der Kinder.

Es gehörten wieder unsere beliebten Begrüßungs- und Abschiedsrituale zum Ablauf. Oft gab es

Diskussionen zur gesunden Ernährung, wozu auch unser Obstfrühstück beitragen konnte.

Geburtstags- und Abschiedsfeiern, Ostern, Fasching, Weihnachten halfen mit, das Zusammenleben

aller untereinander zu fördern.

Wir erfahren immer wieder, dass unsere Treffs einen nicht geringen Beitrag leisten, dass die Kinder

sich später bei den Tagesmuttis, in Krippe und Kindergarten leichter eingewöhnen.

Kristine Zimmer

Petra Geißler

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13. Das Spielmobil

Unser kunterbunter Mercedes war 37 mal zwischen Dresden und Fürstenau unterwegs.

Mit Unterstützung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter konnten viele Kinder frohe Stunden

bei Sport und Spiel verbringen.

Ob Kindergeburtstag, Schuleinführung, Betriebs- oder Dorffeste, das Spielmobil war dabei. Neben

den vielfältigen Angeboten wie Ballspiele, Malutensilien, Riesenpuzzle, Fussballkicker oder

Hüpfsäcke sind die Tretautos der absolute Renner. Auch unser Einrad hat seine Fans. An einem

Wochenende in Freital hat ein Junge verbissen trainiert und konnte nach 2 Tagen einige Meter

fahren.

Das Schminken wird von unseren ehrenamtlichen Helfern angeboten und ist eine sehr gefragte

Sache. Leider konnten wir wegen des schlechten Wetters nur an 21 Donnerstagen mit den Kindern

auf Böhms Wiese spielen.

Wir möchten mich bei den vielen fleißigen Helfern bedanken, die mit dem Spielmobil unterwegs

waren.

Rainer Fleischer

Heinz Gelfert

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14. Babysitterkurs

Auch in diesem Jahr wurde ab dem 05. März 2010 ein Babysitterkurs durchgeführt. Acht Mädchen

und Frauen nahmen am Kurs teil. Davon bestanden sieben die Prüfung, eine Person verließ auf

Grund einer neuen Arbeitsstelle den Kurs.

Herr Dr. Anschütz übernahm die Eröffnung und am Ende das Überreichen der Babysitterpässe.

In 10 Doppelstunden wurde ein fachlich intensiver Unterricht angeboten. Zugleich wurde dieser

aber durch persönlichen, themenbezogenen Austausch und praktische Hinweise, Übungen und

Fragen ergänzt. Behandelt wurden Themen zur Person des Babysitters, zu rechtlichen Fragen, zur

Gesundheit, Entwicklung und Pflege des Kindes, zur Erziehung und Beschäftigung und zur

Unfallverhütung. Abschließend wurde das im Kurs angeeignete Wissen in einer schriftlichen

Abschlussarbeit unter Beweis gestellt.

Annette Krügel

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15. Kramladen

Wir bekommen die Kindersachen wie Schuhe, Bekleidung aller Art, Spiele und auch u. a.

Kinderwagen als Spende. Dies verkaufen wir billig weiter und das Geld wird für die Projekte im

Haus mit genutzt. Es kann jeder bei uns kaufen, denn wir machen keinen Unterschied, ob eine

Familie bedürftig ist oder nicht. Besonders gern wird das Angebot von den Familien genutzt, die

über die SPFH betreut werden.

Die Regale unseres Kramladens sind wie immer gut gefüllt. Aus Platzmangel werden saisonal

bedingt Jacken, Kleider und Schuhe in Kartons auf dem Boden gelagert. Die Nachfrage nach

billigen Kindersachen lässt jedoch stetig nach, obwohl es immer mehr arbeitslose Eltern gibt.

Besonders auffällig ist es, seit es in Reinholdshain den Anbieter „KiK“ gibt.

Zum besseren Verkauf haben wir den Frühjahrs-Flohmarkt genutzt und den Kramladen an diesem

Tag geöffnet. Mit einem Plakat haben wir schon Tage vorher darauf aufmerksam gemacht.

Um die überfüllten Regale zu entlasten, haben wir uns an folgenden Spendenaktionen beteilig:

• Spendenaktion der Diakonie unterstützt - einige Säcke mit Kleidungsstücken (Strümpfe,

Unterwäsche, Oberbekleidung und Schuhe) gefüllt und dort abgegeben.

• Durch eine Altenberger Familie organisiert, wurde deren befreundete 5-köpfige Familie im

Westen, die durch ein Sommerhochwasser geschädigt wurde, gegen einen kleinen Obulus

unterstützt.

• Bei der Aktion „Kinder helfen Kinder“ halfen wir bei Belieferung nach Russland.

Bei hauseigenen Veranstaltungen war der Kramladen auch präsent:.

• In der Kinderstadt sorgte er als Modeladen für Arbeitsplätze

• An Familientagen

• Kinderfest

Als großes Problem sehe ich die Qualität der Sachen in manchen Säcken, die abgegeben werden.

Einige denken, dass sie auf diese Art nicht mehr tragbare Kleidungsstücke entsorgen können.

Monika Mende

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16. Märchenhaftes Markttreiben zum Potschappler Advent

am 04. und 05.12.2010

Teilnahme des Kinderschutzbundes

Am „Sozialen Weihnachtsmarkt“

unter dem Motto: „Märchen aus einer Welt“ in Freital

Am 04.12.2010 und 05.12.2010 fand in Freital zum 5. Mal der Soziale Weihnachtsmarkt statt. Wir

vom Deutschen Kinderschutzbund nahmen zum 4. Mal daran teil. Anliegen dieses Marktes war es

auch diesmal wieder, sozial schwächeren Familien die Möglichkeit zu geben, die vielen Angebote

kostenlos oder zu kleinen Preisen wahrnehmen zu können. Dank vieler Sponsoren und

verschiedener Vereine, Schulen u.s.w. gab es viele Möglichkeiten kultureller Beteiligung. Viele

kulinarische Köstlichkeiten und ein großes Spektrum von Bastelangeboten sorgten für

Abwechslung. Wir als Kinderschutzbund gestalteten mit den Kindern Laternen und bastelten Sterne

an diesen beiden Tagen. Diese Angebote wurden gut angenommen.

Teilnehmer: Samstag , Frau Zimmer

Sonntag , Frau Kost

Kristine Zimmer

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17. Migrantentreff im DKSB, Gruppe Weißeritzkreis, Dippoldiswalde

Projekt: Migrantentreff für Übungsstunden in deutscher Sprache und gemeinsame

Unternehmungen in der Freizeit.

Zeiten: Einmal wöchentlich je anderthalb Stunden. (z.Zt. Mittwochs)

Teilnehmer: Russisch- und deutschstämmige Spätaussiedler aus Russland.

Berufstätige und Rentner. Teilnehmerzahl je nach Arbeitszeiten unterschiedlich.

Leiterin: Margit Thönnessen, Lehrerin im Ruhestand

Behandelte Themen:

Praxisbezogene Bereiche aus dem Alltag, wichtige Lebenssituationen thematisch im Gespräch

erläutert.

Übungen mit Hinweisen zur möglichst richtigen Aussprache und Satzstellung im Deutschen

durchgeführt.

Bedeutung von Text und Vokabeln - mit Unterstützung - besprochen, bei Schwierigkeiten durch

regelmäßige Wiederholungen vertieft.

Die Fragen der Teilnehmer von Fall zu Fall beantwortet, bei Bedarf private Schriftstücke,

Formulare unterstützend angefertigt.

Beispiele für behandelte Themenkreise:

Haushalt: Einrichten, Kochen, Anziehen, ... Gebrauchsgegenstände, ...

Handwerker, Rechnungen, Umgang mit Geld, ...

Familie: Bezeichnung der Mitglieder, ...

Natur: Jahreszeiten, Uhrzeiten, Landschaften und die damit verbundenen Berufe, ...

Kunst: Theaterbesuch, Konzertbesuch, Bücher, ... Geschmack, ...

Reisen: Urlaubsreisen, Kaffeefahrten, ... Verkehrsmittel, ...

Länder und Völker Europas im Besonderen Deutschland und Sachsen, ...

Arztbesuch: Ausdrucksformen, Gepflogenheiten, Krankenkassen, Krankheiten, Rezepte, ...

Amtsbesuch: Vorstellung, Formulare, Termine, bzw. Fristen, ...

Freizeitunternehmungen: Besuch von Schloss Pillnitz und der Gläsernen Manufaktur, DD

Lernmaterial: Bebilderte Übungsblätter, (zum Teil selbst angefertigt), Sprachbücher,

gelegentlich Zeitungsartikel.

Margit Thönnessen

36


18. Ergebnisse Verein

2010 in Zahlen

Mitarbeiter 10 hauptamtliche

3 ABM

1 AGH

1 Arbeitsgelegenheit nach SGB II

Mitglieder 66

betreute Kinder während der Ferien 432

Winter: 176, Oster: 46, Sommer:143,

Herbst: 67

durchgeführte Elternkurse 3

Kinderfest 18.09.2010 350 Gäste

Flohmärkte 1 mit 110 Ständen

und ca. 200 Besuchern

Eltern-Kind-Treffs Besucherzahl 1268

Familientag 04.12.2010 50 Teilnehmer

SPFH betreute 2010 26 Familien mit 55 Kindern

(davon 4 neu und 2

abgegeben, 2 mal Erziehungsbeistand)

KJT mit 16 aktiven BeraterInnen: 5576 Telefonate mit 1850 intensiven

Beratungen ( = 93 mehr als 2009 )

Präventionsprojekte in Kitas/Schulen: 205 Kinder erreicht

Camps: Künstlerinnen-

Überlebens-

WENDO-/Selbstverteidigungs-

37

bei 15 Projekten

15 Mädchen

15 Mädchen

14 Mädchen/12 Jungen

9 Elternstammtische 67 Teilnehmer

Kinderstadt 05.-09.07.2010 67 Teilnehmer

Spielmobil 37 Wochenendeinsätze

1 Babysitterkurs 8 TeilnehmerInnen

Begleiteter Umgang 3 Anläufe / Begleitung

GTA Von 273 Schülern MS DW 185 Teilnehmer

im Schülertreff

ca.12 Schüler pro Tag ; weitere

GTA-Projekte in MS Schmiedeberg und

Elternabende: MS Bannewitz,

Kita Hermsdorf/E. , Kita Reinholdshain

“Sonnenschein

Geising

87 Eltern / Pädagogen


8. Wir über uns

Geschäftsstelle: Weißeritzstraße 30

01744 Dippoldiswalde

Tel.: 03504/600960

Fax: 03504/600969

E-Mail: info@dksb-weisseritz.de

Internet: www.dksb-weisseritz.de

Bankverbindung: Konto-Nr. 303 000 1775 bei der Ostsächsischen

Sparkasse Dresden, BLZ 850 503 00

Vorstand: Anschütz, Niels (Vorsitzender)

Roderfeld, Agnes (Stellvertreterin)

Trutschler, Stefan (Stellvertreter)

Hennig, Ursula (Schatzmeisterin)

Fischer, Gisela (Schriftführer)

Rechnungsprüferinnen: Walter, Claudia; Henker, Gunhild

Geschäftsführung und Leitung

des Familienzentrums: Stanja, Barbara, Dipl.-Soz.-Päd.

Mitgliederzahl: 66 (Stand 24.01.2011)

Finanzierung: Fördermittel von Kommune,

Kreis, Land und Bund, Stiftungsgelder, Mitgliedsbeiträge, Spenden, Geldauflagen

Hauptamtliche Mitarbeiter

mit Aufgaben: Stanja, Barbara: Geschäftsführerin des Familien-

zentrums

Implementierung des Netzwerkes „Frühe Hilfen“

Leitung der Familienbildung

Müller, Angela: Teamleiterin SPFH

Löffler, Siegrid: SPFH

Hennig, Sylvia: SPFH

Lehmann, Yvett: SPFH

Lange, Sven: SPFH, Projektleitung Berufsfindung

(bis Mai 2010)

Laugk, Kerstin: Koordinatorin Kinder- und

Jugendtelefon, Sozialpädagogische Fachkraft für

Präventionsprojekte

Altergott, Svetlana: Ganztagsangebote an der Mittelschule

Dippoldiswalde

Mende, Beate: Verwaltung

Fleischer, Rainer: Mobiler Spielplatz (ABM) bis April 2010

38


Schütze, Gabriele: Ferienbetreuung, Mobiler Spielplatz (ABM)

bis Mai 2010

Nitschke, Silke: Büro- und Projektassistentin (AGH/E) bis

August 2010

Gelfert, Heinz: Mobiler Spielplatz (ABM) ab Mai 2010

Martin, Martina: Eltern-Kind-Treff/Freizeitbetreuung (ABM) ab

Juni 2010

Gawlick, Madlen: Büro- und Projektassistentin (AGH/E) ab

November 2010

Ehrenamtliche HelferInnen: KJT-Berater/innen

Pretzsch, Maria (SGB II bis Februar 2010)

Friedrich, Gerd (SGB II bis Februar 2010)

Nobis, Romy (SGB II ab März – August 2010)

Gierth, Marion (SGB II ab September 2010)

Mende, Monika; Zimmer, Kristine; Neuber, Dietmar;

Wache, Ingrid; Kost, Manuela; Braun, Uwe; Geißler,

Petra; Hauck, Ramona; Eichentopf, Marion; Thönnessen,

Margit; Lehmann, Marcel; Krügel, Annette; Bubel, Christel;

Bellmann, Peggy; Dittrich, Maria; Hofmann, Carola; Ihle,

Katharina; John, Gudrun; Walter, Claudia

Zusammenarbeit mit und

Mitarbeit in: Jugendamt; Jugendhilfeausschuss; Mittelschulen

Dippoldiswalde, Schmiedeberg, Geising;

Lionsclub Dippoldiswalde und Lionsclub Freital; Rotary-

Club Freital; Stadt Dippoldiswalde; Stadt Freital;

Landesjugendamt Chemnitz; Landes- und Bundesverband des

Deutschen Kinderschutzbundes; Agentur für Arbeit; ARGE

Freital; Ostsächsische Sparkasse Dresden; Bildungsagentur

Dresden; Krankenkassen; Amtsgericht Dippoldiswalde;

Staatsanwaltschaft Dresden; THW Dippoldiswalde; Paritätischer

Wohlfahrtsverband; GABS Freital; Gesundheitsamt; IB

Klingenberg; Paritätischer Arbeitskreis; Arbeitskreis ambulante

Hilfen; Landesarbeitsgemeinschaft KJT; Arbeitskreis „Netzwerk

gegen häusliche Gewalt“; Arbeitskreis Jugendschutz; AG

offene und mobile Jugendarbeit;

AG Interkulturelles Arbeiten, AG Schule und Beruf, AG

Familienbildung, AG Koordinierungsgruppe, AG Erzieherische

Hilfen, AG ElternkursleiterInnen

Vorstand „Regionale Arbeitsgemeinschaft für

Gesundheitsförderung“; Arbeitskreis „Kind und Familie“

Stiftungen; Karosseriebau Lehmann; Gewerbetreibende;

Freiberufler und viele weitere regelmäßige Spender

39


20. Presseartikel

Der Deutsche Kinderschutzbund OV Region Weißeritz e.V. hat auch im Jahr 2010 wieder die

Öffentlichkeit über die zahlreichen Angebote und Veranstaltungen informiert und war an folgenden

Tagen mit den angegebenen Themen in der Sächsischen Zeitung (SZ), dem WochenKurier (WoKu),

Dippolds Boten, Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN) und Kinderschutz aktuell (KSA)

vertreten:

SZ 18.01.2010 Eltern tauschen Erfahrungen über die Erziehung aus (Eltern-

stammtisch)

SZ 23./24.01.2010 Verein bietet Wintercamp für Mädchen an

SZ Feb. 2010 Verein will Eltern stark machen (Elternkurs)

DNN 09.02.2010 Kurs macht Eltern fit für Kindererziehung

SZ 16.02.2010 Neuer Babysitterkurs beginnt

SZ 16.02.2010 Neuer Flitzer für den Kinderschutzbund

SZ 02.03.2010 Protestaktion mit Seifenblasen auf dem Marktplatz in

Dippoldiswalde

SZ 08.03.2010 Jede vierte Stelle in der Jugendarbeit droht wegzubrechen

SZ 10.03.2010 Kinderschutzbund warnt vor Folgen der Rotstiftpolitik

SZ 11.03.2010 Mehr als 4000 Jugendliche demonstrieren vor dem Landtag

SZ 12.03.2010 Wöller, Michel und Dombois stimmen für Jugendkürzungen

WoKu 17.03.2010 Verdammt: Jugend ist mehr wert!

SZ 30.03.2010 Buntes Treiben (Kinderflohmarkt)

SZ 25.05.2010 Kinderschutzbund feiert Tag des Kindes

SZ 28.05.2010 Verein bietet Sommercamp zu Erster Hilfe an

Pressemitt. 09.06.2010 Dippser Kinderstadt öffnet ihre Tore; DKSB

SZ 13.06.2010 Eltern lernen Erste Hilfe in Dippoldiswalde

SZ 15.06.2010 Warum die KidsWorldKidsWorld heißt

SZ 15.06.2010 Anmeldungen für „KidsWorld Dipps“

SZ 15.06.2010 Kinderschutzbund informiert über Erste Hilfe

SZ 22.06.2010 Kinder brauchen klare Vorgaben

SZ 09.07.2010 Ferienkinder arbeiten in eigener Stadt

SZ 12.07.2010 Ferienzeit ist Hoch-Zeit für Kinderschutzbund

SZ 02.08.2010 Verein stellt bei Elternstammtisch Familienhilfe vor

SZ 06.08.2010 28000 Euro vom Gericht für gute Zwecke

DB 18.08.2010 Elternstammtisch

Pressemitt. 02.09.2010 Plötzlich Bruder oder Schwester sein; DKSB

SZ 14.09.2010 Selbständige Jugendarbeit wird abgeschafft

SZ 14.09.2010 Kurs will Mädchen stark machen

DB 15.09.2010 Kinderschutzbund lädt zum Elternstammtisch

SZ 15.09.2010 Blumenkinderfestival in Dippoldiswalde

SZ 20.09.2010 Kurs soll Jungs selbstbewußter machen

DNN 30.09.2010 Selbstverteidigung: WenDo für Mädchen

Pressemitt. 30.09.2010 Austausch unter Eltern erwünscht; DKSB

DB 20.10.2010 Auch Erziehung will gelernt sein

DB 20.10.2010 Eltern-Kind-Treff im Familienzentrum Dippoldiswalde

DB 20.10.2010 Elternstammtisch Entwicklungspsychologie (3.-6. Lebensj.)

DB 18.11.2010 Elternstammtisch zum Thema, „Wenn Kinder trauern“

Für den Großteil der Informationen ist Herr Trutschler (Vorstandmitglied) verantwortlich.

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21. Spender

Ein herzliches DANKESCHÖN an alle großen und kleinen Spender, die uns zum 18.

Kinderfest und im Laufe des Jahres in Form von Geld- oder Sachzuwendungen oder

unentgeltlicher Hilfe tatkräftig unterstützten:

AOK Sachsen

Apotheke Klingenberg

Autohaus Liliensiek

Autohaus Schneider

Barbara Stanja Altenberg

Bäckerei Grosche Dippoldiswalde

Bäckerei Homann Dippoldiswalde

Bäckerei Liebscher Dippoldiswalde

Bäckerei Liebscher Seifersdorf

Bäckerei Müller Obercarsdorf

Bauhof Dippoldiswalde

BAZ Freital

Bestattungen Fleischer Ruppendorf

Blumengeschäft Mühne

Bücherfreund Thiel

Büro Zimmermann

Dr. Bentele u. Sohn Cafe´Rotter

C. Kühnel Pulsnitz

C. Schiekel Dippoldiswalde

Dippold-Apotheke

Dorfclub Paulsdorf e.V.

Dr. Beyer Kinderärztin

Dr. Hill Zahnärztin

Dr. Hurlbeck Tierarzt

Dr. Schuster

Dr. Schwigon Zahnärztin

Deutsche Bank Frankfurt am Main

Eiscafe Sartor

Elektroanlagen Stübler GmbH Obercarsdorf

Fahrschule Kästner Obercarsdorf

Familie Quinger Schmiedeberg

Fleischerei Geißler

Fleischerei Thorsten Loose

Fleischerei Ulrich Loose

Friseur Scharfe

Fußboden Patzelt

F.-M. Röhl Radeberg

Gaststätte Parksäle

Grafischer Werkstätten Dippoldiswalde

Hebamme Schieckel

HiFi-Center Menzer

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Hotel Paulsdorfer Hof

H. Richter Göppingen

IB Klingenberg

Kosmetik u. Schmuck Knauthe

Kirst Reinholdshain

Kulturverein Alte Schäferei e.V. Sadisdorf

Kunst- u. Musikschule Dippoldiswalde

K. Schattschneider Dresden

Freudenberg Freital

Lions-Club Freital

Lions-Club Dippoldiswalde

Malermeister Ronald Neuber

Mensa der Berufsschule Dippoldiswalde

Metall- u. Stahlbau Reichstädt

Mode Wachholz

M. Reiher Dresden

M. Zimmermann Dippoldiswalde

M. Beyer Dippoldiswalde

Obertorgrill

Objektservice Jörg Zimmermann

Orthopädische Werkstätten Ottiger

Physiotherapie Thieme

Pneumatik Hydraulik GmbH

P. Fickert Dippoldiswalde

PKL Dresden

Rotary Club Freital

Schreibwaren Quase

Schwigon Dippoldiswalde

S. Schuster Dippoldiswalde

Steuerbüro Kreher

S. Zimmermann Dippoldiswalde

S. Klähn Dresden

Th. Heinze Frankfurt

Thönnessen Reichstädt

Tinius Reinhardtsgrimma

Turowski Höckendorf

U. Kreher Dippoldiswalde

Weise I.. Freital

Ing.-Büro Wolfram Hagstotz

Zoo Dresden

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