DIGITAL TESTED WM in XXL! (Vorschau)

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WM

3.2014 Mai/Juni D: 2 ,99 €

Österreich: 3,60 €, Schweiz: 5,90 CHF,

Belgien, Niederlande, Luxemburg: 3,60 €

Lautlos streamen

NAS ohne Lüfter mit 8 TB verteilt

Full-HD-Filme im MKV-Format ab S. 66

Das Testmagazin für Video,

Audio und

digitale ital

Technik

Plus

Gewinnspiel

Über 250 Geräte vorgestellt

Die besten WM-Fernseher im Test | Fußball in XXL: 4 Projektoren getestet | Stadionsound kompakt: 7 Soundboards ...

Tests:

4 Projektoren ab 2 000 €

Sonys günstiger Full-HD-König

Ultraflacher Philips-LED-Fernseher

LED-

Beamer

Spiele automatisch aufzeichnen

Ambilight in Landesfarben

Kommentator ausblenden

Atemberaubende Bilder

WM in XXL!

Die modernsten Flachbildfernseher und Projektoren im Test. Plus Empfangstipps:

Alle Partien zu Hause und unterwegs in makelloser Bildqualität genießen. ab S. 16

Die neuesten TVs ausprobiert

LGs Curved OLED TV, brandneue UHD-Fernseher

und extrem preiswerte Full-HD-TVs im Check ab S. 6

Vergleichstest

auf 13 Seiten

Kompakter Stadionsound

Unauffällig, klangstark und mit Surroundsound:

7 Soundboards im großen Vergleichstest ab S. 52

BOSE FÜR UNTERWEGS

Lautsprecher läuft 14 Stunden! S. 69

GOOGLES TV-STICK

im Check S. 86


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TV Anywhere greifen Sie von überall auf die Inhalte Ihres TVs zuhause per Mobilgerät zu. Auch die Bildqualität

ist revolutionär: Mit einer viermal höheren Auflösung als Full HD bieten die aktuellen 4K Ultra HD Modelle die

beste Bildqualität, die es je gab. Nicht mehr und nicht weniger. Entdecken Sie mehr Möglichkeiten, mit VIERA.

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Fußball-WM

als Technikmotor

Wie Sie unschwer erkennen können,

befindet sich auch die

DIGITAL TESTED im WM-Fieber;

auch wenn ich privat rein gar nichts damit

anfangen kann. Eins muss man dem

Ballsport aber lassen: Er treibt den Ausbau

der Fernsehübertragung in HD-Auflösung

voran; in diesem Jahr werden sogar erste

Spiele in UHD-Auflösung mit 3 840 × 2 160

Bildpunkten produziert. Wie die auf dem eigenen

Bildschirm landen, ist aber noch nicht

klar, den zu viele Standardisierungsprozesse

erschweren die Einführung. Doch auch in

„normaler“ HD-Auflösung machen die Spiele

richtig Spaß, man sollte die Übertragung aber

möglichst in XXL auf einem Smart TV oder sogar Projektor schauen.

So zeigen wir Ihnen in dieser Ausgabe, wie Sie die perfekte Großbildprojektion

im eigenen Wohnzimmer zu einem vertretbaren Preis realisieren

können. Eine echte Alternative bilden auch die brandneuen

Full-HD-Fernseher,

denn

diese erfahren

Die Fußball-WM macht erst in XXL richtig

Spaß. Zum Glück werden Flachbildfernseher

immer günstiger und auch der Einstieg

in diesem Jahr

einen echten

in die Projektion wird immer attraktiver.

Preisverfall. So

ist die Fußball-

WM doch der perfekte Zeitpunkt ein echtes Schnäppchen zu schlagen.

Und das gute dabei ist, dass Nicht-Fans, so wie ich einer bin,

auch ihre helle Freude mit den Geräten haben können, denn neben

Fußball sehen natürlich auch Videospiele und Blockbuster auf einem

XXL-Bildschirm unglaublich beeindruckend aus.

Herzlichst,

„ “

Lust auf

klangstarke

Siegertypen?

nuLine 84

„Standbox des Jahres“

Audio Leserwahlsieger 2014

(Klasse bis 1.200 Euro)

SIEGER

„...sieht man nicht an, dass sie in

puncto Bass-Tiefgang und -Qualität

nahezu Unglaubliches leisten

kann. Kann sie aber“ Audio 4/14

Bilder: Apple, Auerbach Verlag

DENNIS SCHIRRMACHER,

CHEFREDAKTEUR

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Ab sofort finden Sie die

DIGITAL TESTED auch als E-

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Inhalt

Ausgabe 3.2014

Aktuelles

Test Video

Seite 6

Von neuer Technik umringt

DIGITAL TESTED hat die neusten Smart TVs mit

UHD- und Full-HD-Auflösung vor Ort ausprobiert.

20

Wer jubelt zuerst? Verzögerungen bei der TV-

Übertragung analysiert: Über diesen Empfangsweg

erleben Sie alle Tore als Erster

Großbildvergnügen:

Das eigene Heimkino

Vier Full-HD-Projektoren mit Full HD

ab 2 000 Euro im Vergleichstest Seite 32

22

WM smart erleben: Mit diesen Features aktueller

Internet-Fernseher werden Fußball-Partien noch

intensiver

40

Die perfekte Leinwand finden: Auf diese Stoffe

projizieren Sie XXL-Bilder mit perfekter Bildqualität

24

27

Sky setzt auf VoD: Bei Sky Snap können Sie für

knapp 5 Euro so viele Filme und Serien abrufen

wie Sie wollen. Was steckt dahinter?

Kurznews: Die wichtigsten Neuigkeiten aus

den Bereichen Video, Audio und Multimedia

42

44

HDMI-Signale über 100 Meter senden:

Geht nicht? Doch, hier lesen Sie wie

Sony KDL-55W995B: Sonys brandneues

Full-HD-Topmodell ist günstig und sparsam.

Doch wie steht es um die Bildqualität?

29

Zwei Redakteure reden Tacheles: Über Sinn und

Unsinn von Virtual-Reality-Brillen

48

Schrumpfkur: So codieren Sie Videos mit

kleinster Dateigröße und bester Bildqualität

Seite 16

Seite 46

WM ohne Limit gucken

Tipps & Tricks: So empfangen Sie alle Spiele

zu Hause und unterwegs mit bester Bildqualität

Zum anbeißen scharf

Das leistet die neue und günstige

Mittelklasse in 55 Zoll von Philips im Testlabor

4 | DIGITAL TESTED 3.2014

Bilder Titel: © Andrii IURLOV - Fotolia.com, © lazyllama - Fotolia.com, Bose, LG, Optoma, Qnap, Sony


Alle Tests als

Übersicht finden

Sie auf Seite 31

3.2014

Test Audio/Multimedia

Seite 50

Echter Nervenkitzel auf

Blu-ray Disc

Das sind die besten hochauflösenden

und spannendsten Thriller

Kompakte Krachmacher

Soundboards integrieren sich unauffällig ins

Wohnzimmer und werten den Klang eines jeden

Flachbildfernsehers auf. Wir haben sechs Geräte

zum Vergleichstest gebeten

63

TV-Sound aufwerten: Diese Lösungen machen

ein sperriges Surroundset überflüssig

Seite 70

65

LG BH9430PW: Dieses 9.1-Blu-ray-Komplettsystem

kommt mit unzähligen Features daher

66

Lautlos Full HD streamen: Dieser Netzwerkspeicher

von Qnap verzichtet auf einen Lüfter

Service

68

Die Multimedialösung: Der WD TV Live will über

USB und das Netzwerk HD-Filme, Musik und

Fotos abspielen

86

Workshop: Google Chromecast – günstiger Unter

halter oder billige Mogelpackung?

Hi-Fi zum mitnehmen

Der neue SoundLink III klingt aufsehenerregend

und soll bis zu 14 Stunden durchhalten

88

96

Testspiegel: Über 250 DIGITAL-TESTED-

Wertungen mit Tiefstpreisen und

Kurzfazits auf einen Blick

Expertenforum: Hier spielen Sie die Hauptrolle

und die Hersteller beantworten Ihre Fragen

Rubriken

Seite 69

3 Editorial

30 So testen wir

82

84

Test Blu-ray

Kultregisseur Oliver Stone spricht mit uns

über seinen Film „Savages“

Apps, Spiele und Web: In „Yoshi’s New Island“

spielt Marios Reittier die Hauptrolle

85 Video-on-Demand-Highlights:

Die attraktivsten Blockbuster auf Abruf

31 Aus dem Labor

92 Lexikon

95 Impressum

97 Fachhändlerverzeichnis

98 Sagen Sie mal …

98 Fundstücke

98 Vorschau

Bilder Inhalt: Auerbach Verlag, Bose, LG, Philips, Sony, Warner Bros.

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 5


Aktuelles

Neue e TV-Modelle 2014

NEUE SMART TVS ANGESCHAUT UND AUSPROBIERT

Grazile TV-Schönheiten

Das Parkett ist gebohnert, die Bühne frei und das Publikum wartet gebannt

auf den Start der Show. DIGITAL TESTED schaut hinter die Kulissen und stellt

die neusten TV-Trends vor.

DENNIS SCHIRRMACHER, CHRISTIAN TROZINSKI

Di

e TV-Feature

s von Samsun

g:

zufolge könnte mit einem Streaming* von

derartigen Inhalten im zweiten Halbjahr

zu rechnen sein. Die Inhalte liegen dabei

im HEVC-Codec vor und die Wiedergabe

gelingt ausschließlich mit UHD-

Fernsehern von Samsung aus diesem Jahr

oder Geräten aus 2013 mit der neuen One

Connect Box. Als Datenrate gibt Samsung

rund 25 Megabit die Sekunde an. In jedem

Fall benötigen Sie eine flinke Internetleitung,

damit die Filme zügig auf der Festplatte

landen; zum Glück wird der Download

auch im Stand-by-Betrieb ausgeführt.

Die Bildqualität der Blockbuster fiel in

einem ersten kurzen Sichttest im Vergleich

zur Blu-ray-Disc wenig überzeugend aus,

bei den Dokus war der UHD-Effekt aber auf

den ersten Blick ersichtlich. Letztlich sind

die Filme nur im englischen Originalton

mit deutschen Untertiteln verfügbar.

Jeweils die 8000er-Serien bei den

UHD- und Full-HD-Fernsehern sind in

einer gebogenen Bauweise erhältlich. Eine

angepasste Bildverarbeitung soll dabei den

Kontrast in selektiv bestimmten Bildbe-

· UH

D-

Fernsehe

r von 40 bis 11010 Zoll

· Alle UHD-Geräte mit HDMI 2.0

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Unterstützung de

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hutzes HDCP

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(H.265)

· Neue One

Connect Box macht

UHD

HD-TVs

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UHD- und Full-HD-Fernsehe

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ach Bild-in-Bild-Funktion bei UHD-TV

s

und 2f

ach Bild-in-Bild-Funktion bei Full-

HD-TVs

Samsungs neue UHD-Fernseher sind in

Baugrößen von 40 bis 110 Zoll erhältlich

und die neuen Geräte verstehen

sich auf die aktuellsten Standards. So sind

dank HDMI* 2.0 UHD-Zuspielungen mit 60

Bildern die Sekunde möglich, die Unterstützung

des Kopierschutzes HDCP 2.2 stellt die

Wiedergabe von Hollywood-Blockbustern

sicher und die Decodierung des HEVC-Codecs

(H.265) ebnet den Weg zum TV-Empfang

in UHD. Eine neue Version der One

Connect Box stattet UHD-Fernseher aus

dem Jahr 2013 übrigens mit den genannten

Merkmalen aus und macht die Geräte

somit zukunftstauglich.

Der Hersteller macht aber nicht nur

mit Geräten auf sich aufmerksam, sondern

will auch als Erster mit UHD-Inhalten

von sich reden machen. So wird

zeitnah eine Festplatte mit einem Terabyte

Speicherplatz für 299 Euro in den

Verkauf gehen, auf die sich Zuschauer 30

Filme von 20th Century Fox und Paramount

und 20 Dokus mit 3 840 × 2 160 Bildpunkten

herunterladen können. Samsung

Bilder: © Valenty - Fotolia.com, Auerbach Verlag, LG Electronics, Samsung

6 | DIGITAL TESTED 3.2014 * Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Vor-Ort-Video

www.youtube.com/digitalfernsehende

Neben gebogenen UHD-Fernsehen hat Samsung auch

geschwung ene Full-HD-Geräte im Programm.

Erster: Auf einer USB-Festplatte (299 Euro) stellt Samsung 30

Blockbuster und 20 Dokus in Ultra HD zum Abruf bereit.

reichen erhöhen, um den Wölbungseffekt zu

verstärken. Samsung verspricht durch die

Bauweise zudem einen besseren Blickwinkel

und weniger Spiegelungen, gleichzeitig

soll das Kontrastverhältnis gesteigert werden.

Was auf den ersten Blick auffällt: Die

Wölbung gibt sich eher dezent, vor allem

bei einer XXL-Bilddiagonalen fühlt man

sich als Zuschauer mehr vom Geschehen

auf dem Bildschirm umringt als bei einem

herkömmlichen Flachbildfernseher.

In puncto Ausstattung finden sich jetzt

bis hinunter zur H6590-Serie Twin-TV-Tuner

und zwei CI*-Plus-Schnittstellen in den

Flachbildfernsehern wieder. Der Hersteller

will im Gegensatz zum letzten Jahr die Unterschiede

der Full-HD-Serien der 7000erund

8000er-Reihe mehr herausstellen und

so müssen Sie beim kleineren Modell auf

eine integrierte Kamera verzichten und

auch die nachträgliche Aufrüstung mit dem

Evolution Kit ist nicht mehr angedacht. Eins

haben aber noch die Top-Full-HD-Geräte

gemeinsam und Sie können in einer Bildin-Bild-Funktion

zwei Bildquellen parallel

darstellen; bei den UHD-TVs sind sogar

vier Quellen zur gleichen Zeit abbildbar.

Zudem können Sie mit der neuen Smart-

TV-Fernbedienung nun über Bewegungen

einen Mauspfeil auf dem Bildschirm steuern.

Mit neun verschiedenen Serien gehört

die Full-HD-Technik bei Samsung im Übrigen

noch lange nicht zum alten Eisen und

in puncto Formgebung und Ausstattung

sollte für jeden etwas dabei sein.

Nach eigenen Angaben zufolge

will LG dieses Jahr noch vier OLED-

Modelle in drei Zollgrößen in den

Handel bringen; dabei handelt es sich gleichermaßen

um flache und gebogene Geräte.

Darunter fällt auch die EA9809-Serie in

55 Zoll aus dem letzten Jahr, die jüngst

im Preis von 9 000 Euro auf rund 6 500

Euro gesenkt wurde; im Internet ist das

Gerät bereits für 6 000 Euro zu haben. Das

neue Modell 55EA9709 ist für die gleiche

Summe verfügbar und LG setzt auch bei

diesem OLED-Fernseher auf die Full-HD-

Auflösung und WRGB-Bauweise, bei der

die roten, grünen und blauen Sub pixel noch

um einen zusätzlichen weißen erweitert

werden. Die beiden LG-Modelle gleichen

sich im Grunde wie ein Ei dem anderen, augenscheinlich

wurden aber die Folienlautsprecher

vom transparenten Standfuß entfernt

und im neuen OLED-Modell sorgt ein

internes Soundsystem für den guten Ton.

Bei den UHD-Modellen kommt LG

2014 indes auf drei Klassen in fünf Zollgrößen.

Der Einstieg beginnt bei 49 Zoll

und endet bei 65 Zoll – bei allen Geräten

kommt ein blickwinkelstabiles IPS-Panel*

zum Einsatz. Laut eigenen Angaben soll

dieses Jahr auch noch ein OLED-Fernseher

Die TV

-Fea

tures von LG:

· Vier 55-Zoll-OLE

D-Mo

delle

· Gebogener und flache OLED-TVs

· UHD-TVs von 49 bis 65 Zoll mit IPS-Panel

mit HDMI 2.0, Unterstützun

g des Kopier-

schutz

tzes

HDCP 2.

2 wurde noch

nicht

ko

mm

uniz

iziert, kompatibel mit dem

HEVC

-Codec

(H.265)

· 84

-Zol

olll-

UH

D-TV

wird um HDMI 2.0

erwe

itert

· Full-HD-

Fern

rnse

her au

ch 2014 laut LG

noch

mit

200-H

ertz-P

an

els

· LB

870V

0V-S

-Serie

mit

Direc

ectt-LED-Beleuchtung

inklusive Local Dimm

mming

· To

p-

TVs mit we

bO

S al

s Smar

t-

TV-

Plattft orm

in 77 Zoll mit Ultra-HD-Auflösung kommen.

Der UHD-TV in 84 Zoll aus dem Jahr

2012 erfährt übrigens kein Update in Bezug

auf HDMI 2.0. Die Schnittstelle kann aber

bei den Modellen aus dem letzten

Jahr LG zufolge nachgerüstet

werden. Mit dem

In diesem Jahr verfügen alle Ultra-HD-Fernseher

von LG über ein blickwinkelstabiles IPS-Panel.

WWW.DIGITAL-TESTED.DE TEST

ED

E |7


Aktuelles

Neue TV-Modelle 2014

LGs neuer gebogener OLED-Fernseher setzt

abermals auf die WRGB-Pixel-Anordnung, verzichtet

aber auf die frontseitigen Clear Speaker.

Die TV-Features von Sony:

· UHD-TVs von 49 bis

85 Zoll mit HDMI 2.0,

Unterstützung des Kopi

erschutzes HDCP

2.

2, kompatibel mit dem HE

VC-Codec

(H.265)

· 85-Zoll-UH

D-TV mit Direct-LED-D-

Beleuchtung inklusive Local Dimming

· X-tended Dynamic Range soll

Leuchtkraft erhöhen

· Tr

iluminos-Technik verbe

ssert und nun

ohne

Blauviolettschimmerer bei seitlicher

· Gehäuse dank Keilbauform

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eren

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nd

· To

p-Mo

delle mi

t Twin-Tun

uner

und

Skyp

e-Ka

Kame

mera

neuen Codec

für Ultra-HD-Inhalte

HEVC (H.265) können

die Geräte schon von Haus aus umgehen.

In Bezug auf die Unterstützung des neuen

Kopierschutzes HDCP 2.2 schweigt sich der

Hersteller jedoch noch aus.

LG hält aber auch an Full-HD-Fernsehern

fest und präsentiert ganze zehn

Geräteklassen in diesem Segment. Auch

wenn wie bei den anderen Herstellern die

leistungsfähigsten Panels in die UHD-TVs

wandern, verspricht der Hersteller bei den

LB870V- und LB730V-Serien den Einsatz

von hochwertigen 200-Hertz-Panels. Dem

Datenblatt zufolge setzt die LB870V-Reihe

sogar auf eine echte LED-Hintergrundbeleuchtung*

mit Local-Dimming-Funktion.

Die Hälfte der Full-HD-Klassen setzen

beim Smart-TV-Auftritt nun auf das

WebOS-Betriebssystem. In einer ersten

Präsentation wurde die Multitaskingausrichtung

demonstriert und der Wechsel

von Off- zu Online-Services geschieht

nahezu ohne Verzögerung. Zudem informiert

eine Bild-in-Bild-Einblendung über

das Einschalten von etwa einem Blu-ray-

Player und ein Klick genügt, um die Quelle

zu wechseln. Die OLED-Fernseher setzen

jedoch noch auf die alte Smart-TV-

Plattform und bei den UHD-TVs kommt

webOS einzig im neuen Topmodell UB850V

zum Einsatz. Ein Wermutstropfen bleibt

jedoch zu verzeichnen und LG verzichtet

auch 2014 auf Doppel-TV-Tuner in

allen Fernsehern.

Sony bietet noch mehr Auswahl bei den

Ultra-HD-TVs (drei Serien mit Modellen

von 49 bis 85 Zoll) und bringt diese zu

deutlich günstigeren Preisen auf den Markt.

Modelle mit X-tended Dynamic Range liefern

eine bessere Bildhelligkeit als im Vorjahr.

Auch bei der Triluminos-Farbfiltertechnik

gibt es Änderungen im Detail: Statt

eines zusätzlichen Filters werden die LEDs

direkt bedampft, um die Farbraumerweiterung

zu ermöglichen. Dies kommt dem

Blickwinkel zugute: Der störende Blauviolettschimmer

der 2013er-Modelle tritt bei

seitlicher Betrachtung nicht mehr auf.

Beim Design beschreitet Sony einen

praxisnahen Weg: Die neue Keilform

ermög licht ein größeres Volumen im Bereich

der Lautsprecher, ohne die Fernseher

klobig erscheinen zu lassen. Durch

die verchromten Seitenblenden und abgerundete

Oberkante machen Sonys neue

TVs optisch eine Menge her. Auch bei

der Ausstattung gibt sich Sony spendabel:

Aktuelle Standards wie HDMI* 2.0,

HDCP 2.2 und HEVC sind bei den UHD-

Modellen ebenso an Bord wie Twin-Tuner

und Skype-Kameras.

Die Modelle der W805B-Serie sind

Edge-LED-Fernseher mit 100-Hertz-Technik

und Full-HD-Auflösung. Die Schärfenachbearbeitung

Reality Creation ist mit

an Bord, allerdings fehlen die erweiterte

Farbdarstellung Triluminos und die verbesserte

Bildhelligkeit X-tended Dynamic

Range. Das kleinste Modell (42-Zoll) unterstützt

passives 3D, größere Diagonalen

aktives 3D. Wie im Vorjahr erscheint in

der W855B-Reihe nur ein Modell, statt

in 65 Zoll allerdings nur noch in 60 Zoll.

Im Gegensatz zu den W805B-Modellen

kommt das W855B-TV im neuen keilförmigen

Design auf den Markt und bietet

eine bessere Tonqualität. Triluminos und

X-tended Dynamic Range fehlen, 3D wird

mittels Shutter-Verfahren unterstützt.

Sonys diesjähriges Top-Modell W955B mit Full-HD-Aufl ösung ist in 55 Zoll schon für

1 799 Euro zu haben.

Bilder: © Valenty - Fotolia.com, Auerbach Verlag, LG Electronics, Sony

8 | DIGITAL TESTED 3.2014

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Vor-Ort-Video

www.youtube.com/digitalfernsehende

Neben den extrascharfen UHD-Bild setzt Sony großen Wert auf

guten Klang: Die Lautsprecher der X9005B-Serie klingen exzellent.

Im Gegensatz zum Vorjahresmodell W905A (rechts) wurden die

Lautsprecher vergrößert.

Das 55-Zoll-Modell der Topserie W955B

kommt für attraktive 1 799 Euro auf den

Markt (später auch als 65-Zoll-Modell

erhältlich). Die extreme Kontrast- bzw.

Schwarzdarstellung der W905A-Serie erreichen

die W955B-Modelle nicht mehr,

dafür setzt Sony auf ein blickwinkelstabiles

IPS-Panel*, sodass das Bild bei seitlicher

Betrachtung nicht mehr

ausbleicht. Zudem wird

passives Polfilter-3D

unterstützt. Aufseiten

der Bewegtbildschärfe

werden Kompromisse aufgrund

der verbauten 100-Hertz-Technik

unvermeidbar ausfallen, allerdings sind

wir guter Dinge, dass die Unterschiede

zu den letztjährigen W905A-Modellen

(boten 200-Hertz-Panels) nicht gravierend

ausfallen. Technisch ist die W955B-

Serie den alten und neuen W8-Modellen

haushoch überlegen: Triluminos und

X-tended Dynamic Range sind mit an Bord

und die Tonqualität zeigt sich nochmals

verbessert. Wer keine Stereoanlage betreibt,

sollte zum 65-Zoll-Modell der W955B-Serie

greifen, das im Gegensatz zum 55-Zoll-

Modell einen eingebauten Tiefmitteltöner

spendiert bekommt. Das keilförmige Design

inklusive der abgerundeten Oberkante

machen die W955B-Serie auch optisch zum

Hingucker, Skype-Kamera und Zweitfernbedienung

sind im Lieferumfang enthalten.

Wer im letzten Jahr mit Sonys UHD-

Fernsehern der X9005A-Serie geliebäugelt

hat, sich aufgrund des Preises

und der dominanten Lautsprecher

aber nicht zum Kauf durchringen

konnte, für den dürfte die X8505B-

UHD-TV-Serie genau das Richtige

sein. Zwar fehlt die X-tended-

Dynamic-Range- und verbesserte

Lautsprechertechnik der Full-

HD-Modellserie W955B, doch

UHD-Auflösung, Triluminos-

Farbraumerweiterung und passive

3D-Polfiltertechnik machen

die X8505B-Serie zum idealen

Spielpartner für Filmfans. Das

49-Zoll-Modell wird zu einem

attraktiven Preis von weniger

als 2 000 Euro eingeführt, 55-

und 65-Zoll-Modelle sind

Sonys neues „Wedge-Design“ bietet mehr

Volumen im Bereich der Lautsprecher. Die sich

nach oben verjüngende Form lässt die Fernseher

dennoch grazil erscheinen.

ebenfalls erhältlich. Erstmals verbaut Sony

Twin-Tuner für alle Empfangswege, Skype-

Kamera und Zweitfernbedienung ergänzen

die Ausstattung der X8505B-Serie. Wer das

Optimum in Sachen Bildqualität anstrebt,

sollte die neue X9005B-Reihe auf dem

Wunschzettel notieren. UHD-Auflösung

und Triluminos-Farbtechnik kennt man

von den Vorjahresmodellen, X-tended Dynamic

Range sorgt aber für noch kontraststärkere,

brillantere Bilder. Auch die Tonqualität

konnte Sony weiter optimieren, die

markanten Lautsprecher werden aber nicht

jedermanns Geschmack treffen. Leider ist

die passive 3D-Polfiltertechnik nur noch

beim neuen 79-Zoll-Modell integriert, das

im Zeitraum der IFA für weniger als 9 000

Euro auf den Markt kommen soll. Die

Preise der 55- und 65-Zoll-Modelle lassen

aufhorchen: 3 200 bzw. 4 200 Euro kostet

der Einstieg in Sonys diesjährige High-

End-Klasse. Die Skype-Kamera ist bei den

X9005B-Modellen unscheinbar im Rahmen

integriert, Twin-Tuner sind ebenfalls

vorhanden. Die gute Nachricht: Sony führt

mit dem 85-Zoll-UHD-Koloss wieder die

Direct-LED*-Technik mit Local Dimming*

ein und verlangt rund 5 000 Euro weniger

als für den 84-Zoll-UHD-TV X9005A,

der noch mit Edge-LED-Beleuchtung auskommen

musste. Die schlechte Nachricht:

Mit knapp 20 000 Euro ist der Preispunkt

des 85X9505B weiterhin in utopischen Dimensionen

angesiedelt, zudem wird das

65-Zoll-UHD-Modell nach derzeitiger

Planung Sonys nicht in Deutschland erscheinen.

Die Bildqualität macht dennoch

süchtig: Helligkeit und Schwarzdarstellung

sind Referenz, die einzelnen Dimming-

Zonen bei seitlicher Betrachtung aber leicht

erkennbar. 3D wird aktiv unterstützt. Sollte

Sonys 85X9505B ein vergleichbares LCD*-

Panel wie Samsungs 85S9 aufweisen, stellen

die 15 000 Euro Preisdifferenz sicher

kein schlechtes Argument dar, um den

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 9


Aktuelles

Neue TV-Modelle 2014

Die neue 8000er-Reihe von Philips soll sich

fl üssiger bedienen lassen und kommt mit

Doppeltunern daher.

Vor-Ort-Video

www.youtube.com/digitalfernsehende

85X9505B erfolgreich in den High-End-

Markt einzuführen.

Philips beziehungsweise TP Vision setzt

wie in den Vorjahren auf die TV-Klassen

namens 4000 bis 9000. Bereits innerhalb der

Typenbezeichnungen sind Ausstattungsmerkmale

erkennbar: F steht für Full HD*,

U für Ultra HD*, K gibt Hinweise auf die

DVB*-T-/-C- und S-Tuner, der Namenszusatz

S deutet wiederum auf den neuen Twin-

Triple-Tuner hin. Sonderfunktionen wie 3D

sind ab der Serie 6400 verbaut, Ambilight

wiederum ab der Reihe 6500. Ab der Serie

7500 setzt TP Vision auf 3-seitiges Ambilight

und einen beiliegenden Subwoofer,

der nach dem Einschalten die Tonsignale

drahtlos empfängt.

Sämtliche TV-Modelle bis zur Serie

7500 setzen auf eine Direct-LED-Beleuchtung.

Bildvorteile sind allerdings nicht zu

erwarten, da einzelne Zonen nicht dimmbar

sind und die LED-Anzahl keinesfalls höher

als bei Edge-LED-LCDs* ausfällt. Für eine

Kontrastverstärkung setzt Philips bei allen

Modellen auf ein globales Dimming, d. h.

die LED-Helligkeit wird für das gesamte

Bild justiert und einzelne Bildbereiche per

Signalanpassung optimiert. Mit Micro-

Dimming-Pro kombiniert Philips die Kontraststeigerung

mit dem Helligkeitsabgleich

durch den Lichtsensor. Die neue Serie 8000

wird vergleichbar zum letztjährigen Elevation-Modell

vierseitiges Ambilight aufweisen.

Hierbei wird die Lichtaura über rückseitige

LEDs erzeugt, die nicht mehr im Rahmenbereich,

sondern mittig angeordnet sind. TP

Vision verspricht eine verbesserte Helligkeit

und damit mehr Ambilight-Dynamik als im

Vorjahr. Mehr Dynamik ist auch das Stichwort

für die erweiterten Voreinstellungen,

denn mit dem neuen Gaming-Modus passt

Die TV-Features vo

n Philips:

· 7800-UHD-TV-Reihe ab 42 Zoll mit mit

HDMI 1.4, Unterstützung des Kopi

erschutzes

HDCP 2.

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dem HEVC-Codec (H.265)

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UHD-Reih

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· 7000er Serie mit kabellose

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· Ab der 8000er Serie Twin-T

uner und

Android als Smart-TV-Plattform

· Alle Modelle bis zur Serie 7500 mit

Direct-LED-Beleuchtung, aber ohne Local

Dimming

· Dimming optimier

t

· Ambiligh

t mit verbesserter Helligkeit und

Dynamik

· Die Hue-Lampen lassen sich

nun über

das TV steuern

· Ambilight erstrahl

t bei Fußball in

Farben der Landesflagge

· Neue 9000er Serie mit Direct-LED-Beleuchtung

inklusive Local Dimming zur IFA

sich Ambilight noch schneller und mit höherer

Intensität dem Bildinhalt an. Sollte die

Lichtaura des Fernsehers nicht den ganzen

Raum erhellen, schafft die eingebaute Unterstützung

für Hue-Lampen- und LED-

Sets Abhilfe: Ganz ohne Smartphones und

Tablets steuern Ambilight-TVs ab sofort die

kompatiblen Lichtspots im Haus, sodass das

Ambilight-Erlebnis nahezu grenzenlos erweitert

werden kann – maximal 50 Lampen

werden von einem TV unterstützt. Für Fußballfans

hat TP Vision ebenfalls das richtige

Feature parat: Mit der bald erscheinenden

App projiziert der Ambilight-Fernseher auf

Tastendruck oder bei Torjubel die Farben

der Landesflagge als Lichtaura.

Preislich aggressiv und mit Bildgrößen

ab 42 Zoll wird TP Vision neue Ultra-HD-

Ab sofort fungieren Smart-TVs von Philips auch als Medienserver

und verteilen etwa aufgenommene Sendungen an Clients.

Dank Googles Android haben Sie mit Philips‘ Top-Serie aus dem

Stehgreif Zugriff auf unzählige Apps, Spiele, Filme und Musik.

Bilder: © Valenty - Fotolia.com, Auerbach Verlag, Philips

10 | DIGITAL TESTED 3.2014 * Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Volle

Wandbreite

Stadion-Feeling für Zuhause

Die Hue-Lampen werden in gängige Fassungen geschraubt und das raumfüllende

Umgebungslicht kann nun auch aus dem TV-Menü geregelt werden.

Fernseher am Markt einführen. Die Serie

7800 stellt dabei das Einstiegssegment dar,

denn die Fernseher müssen mit 50-Hertz-

LCD-Panels und HDMI*-1.4-Schnittstellen

auskommen (Kopierschutz nach HDCP

2.2 wird aber unterstützt). Dennoch verspricht

TP Vision eine Bildqualität, die

weit über gängiges Monitorniveau hinausgeht,

da sämtliche Bildverbesserer an Bord

sind. Ab der Serie 8800 stellt Philips den

UHD-TVs HDMI-2.0-Anschlüsse (mit

HDCP 2.2), 100-Hertz-Technik und die

Zwischenbildberechnung* Digital Natural

Motion zur Seite. Die Decodierung von

UHD-Videoquellen nach neuem HEVC-

Standard beherrschen die neuen TVs ab

Werk noch nicht, hier plant TP Vision

ein Softwareupdate.

Bei den Bildgrößen zeigt sich TP Vision

noch zurückhaltend: Eine Bilddiagonale

von maximal 55 Zoll werden die meisten

Fernseher im ersten Halbjahr aufweisen,

lediglich der 65PFK6609 und 65PFS7559

kommen in 65 Zoll auf den Markt. Bei

letzterem ist zu beachten, dass dieser über

aktives Shutter-3D-Verfahren verfügt,

während die kleineren 7500er-Modelle

mit passivem Polfilter-3D arbeiten. Sowohl

die Full-HD- als auch die UHD-Modelle

der neuen Serie 8000 arbeiten mit nativer

100-Hertz-Technik. Nur als wagen Ausblick

auf das zweite Halbjahr präsentierte

TP Vision einen Direct-LED-Fernseher, der

die vollflächige LED-Beleuchtung mit lokal

dimmbaren Segmenten zur Kontraststeigerung

nutzt und somit beste Helligkeit und

Schwarzwerte garantiert. Hinter dem Prototypen

dürfte sich die neue 9000er-Serie

verbergen, die im Rahmen der IFA präsentiert

werden könnte.

Erstmals setzt TP Vision auf den Einsatz

von Doppeltunern (ab der Serie 8000),

sodass die gleichzeitige Aufnahme und

Wiedergabe von Programminhalten nicht

länger ein Hindernis darstellen. Mit zwei

CI*-Plus-Slots lassen sich das aufgenommene

Programm und das parallel laufende

decodieren, allerdings ist weder bei den

Tunern noch bei den Smartcards ein Mix

möglich. Dafür gestatten die neuen Fernseher

die Aufnahme von kopiergeschütztem

Material (innerhalb eines Zeitfensters) und

das Streaming* von Inhalten (z. B. Sky-

Programme) im Netzwerk über die Serverfunktion

an andere Fernseher ohne TV-Anschluss.

Passend zum neuen Tunerkonzept

führt TP Vision die Bild-in-Bild-Darstellung

ein, bei der zwei Quellen bzw. Programminhalte

gleichzeitig wiedergegeben

werden können.

Zum ersten Mal kommt in Flachbildfernsehern

das Betriebssystem Android

zum Einsatz, wenngleich nur ab den

Oberklassemodellen der neuen 8000er-Serie.

Neben der bereits etablierten Smart-

TV-Plattform läuft Android parallel und

das Betriebssystem greift auf eigene Quad-

Core-Chipsätze zurück, um eine schnelle

und ruckelfreie Darstellung zu garantieren.

Das Gezeigte macht bereits Lust auf

mehr: Wie von Tablets und Smartphones

gewohnt, springen Sie in Windeseile zwischen

Anwendungen hin und her oder starten

Spiele des Google-Stores, die auch bei

aufwändigerer 3D-Grafik flüssig dargestellt

werden. Alle Apps des Google-Stores sind

nach dem Herunterladen im Offlinemodus

verfügbar, allerdings ist der interne Speicherplatz

der 8000er-TVs auf knapp 2,7

Gigabyte begrenzt und dieser Speicher kann

aus Kopierschutzgründen nicht erweitertet

werden. Um Verwirrung beim Einsatz der

Apps zu vermeiden, wird TP Vision bestehende,

wie die Videotelefonie Skype, nur

im eigenen Smart-TV-Menü und nicht im

Goolge-Android-Menü zum Herunterladen

anbieten, zugleich sorgt Google für eine

Vorabselektion, sodass nur TV-optimierte

Apps heruntergeladen werden können. Als

Android-Betriebssystem kommt die Version

Anzeige

Lichtstark

3000 ANSI Lumen

Beste Bildqualität in

Full HD (1920 x 1080)

HDMI ® 3D

144Hz Triple Flash

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Weitere Features:


®


BenQ.de

BenQ Deutschland GmbH

Essener Straße 5

46047 Oberhausen WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 11

Technische Änderungen, Farbabweichungen und Irrtümer vorbehalten. HDMI ® und High Definition Multimedia Interface sind Warenzeichen

oder registrierte Warenzeichen der HDMI Licensing LLC. DLP ® und das DLP-Logo sind registrierte Warenzeichen von Texas Instruments.


Aktuelles

Neue TV-Modelle 2014

Noch ist man sich bei Toshiba nicht sicher, ob gebogene Fernseher die Zukunft darstellen:

Prototypen mit gewölbter Bildfl äche stellt man aber dennoch zur Schau.

folgen. Toshiba stellte jüngst auch ein gebogenes

UHD-TV-Gerät vor, was sich aber

derzeit noch im Prototypstadium befindet.

Angefangen bei den eigenen Technologien

für die HEVC-Decodierung bis hin

zur Überarbeitung von Farbfiltern, Ansteuerelektronik

und LED-Beleuchtung:

2014 bleibt bei Panasonic kein Baustein

auf dem anderen. Um zwei Themen macht

der Hersteller derzeit aber einen Bogen:

Gebogene OLED-Fernseher in konkaver

und konvexer Ausführung werden zwar

gezeigt, massenmarkttauglich ist deren Fertigung

aber noch nicht. Auch beim · Thema

der gebogenen Bildfläche verhält sich

Panasonic konservativ, ließ auf der

Pressekonferenz aber durchblicken,

dass man auf den Designzug aufspringt,

wenn sich der Markt in diese

Richtung bewegt.

Die Nachfolgeserie des letztjährigen

UHD-Topmodells WT600 lautet

AXW804 und erscheint in den Bildgrößen

von 50 bis 65 Zoll. Neben

HDMI-2.0- und Displayport-Schnittstellen

sowie einem HEVC-Decoder ist auch HD-

Die TV-Features von Tosh

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iba:

· Zwei neue UHD-TV

s zur IFA mit HDMI 2.0,

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2.2, Kompatibilität mit dem HE

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den Sound auf

· Leistungsfähige LEDs sollen die

Leuchtkraft steigern

· High-Dynmaic-Range-Ansatz soll

Kontrast- und Farbdarstellung aufwerten

· Neue Smart-TV-Cloud-Plattform soll

Bedienung erleichtern

4.4.2 (Jelly Bean) zum Einsatz, ob die Android-Software

wie bei Smartphones kontinuierlich

auf den neuesten Stand gebracht

werden kann, konnte TP Vision noch nicht

endgültig zusichern.

Bei den neuen Full-HD-Geräten von

Toshiba wird vor allem an der Preisschraube

gedreht und das 55-Zoll-Topmodell der

M7-Serie soll im zweiten Quartal dieses

Jahres für 1 499 Euro (47 Zoll für 999 Euro

und 42 Zoll für 899 Euro) in den Handel

kommen. Dabei lesen sich die technischen

Spezifikationen durchaus beeindruckend

und das Smart TV* setzt neben einem

blickwinkelstabilen IPS-Panel* auch auf

eine Direct-LED*-Beleuchtung inklusive

Local Dimming*. So kann der Kontrast

in Zonen eingeteilt dem Bildinhalt entsprechend

angepasst werden. Die Anzahl

der ansteuerbaren Bereiche wurde indes

noch nicht kommuniziert; beim größten

Modell mit 55 Zoll kommen nach eigenen

Angaben aber rund 150 LEDs zum Einsatz.

Die effizienten Leuchtdioden sollen

dabei eine immense Bildhelligkeit garantieren.

Das ist aber auch nötig, denn

Toshiba zufolge kommt in der M7-Serie nur

ein 100-Hertz-Panel zum Einsatz und die

Bewegtbildschärfe soll über das Einfügen

von Schwarzbildern und Backlight-Scanning

gesteigert werden. Das geht natürlich

auf Kosten der Bildbrillanz, was die leistungsfähigen

LEDs wiederum ausgleichen

sollen. Für einen präsenteren und lauteren

Sound sorgt in der M7-Serie ein doppelt

gefaltetes Bassreflexsystem und zudem ist es

möglich, Stimmen von Sprechern mehr herauszustellen

bzw. den Kommentator eines

Fußballspiels komplett auszublenden.

Im Smart-TV-Bereich setzen auch die

Modelle der L6-Serie auf die Smart-TV-

Cloud-Plattform, die Inhalte noch zugänglicher

präsentieren soll. Bei den Modellen

bieten Toshiba auch die Mediaguide-Replay-

Funktion an, die die Sehgewohnheiten analysiert

und dementsprechend automatisch

passende TV-Sendungen auf eine USB*-

Festplatte aufnimmt. Als UHD-Flagschiff

bleibt vorerst die M9-Serie im Handel, zwei

neue UHD-Fernseher mit HDMI* 2.0, HD-

CP-2.2- und HEVC-Unterstützung sollen

zur Internationalen Funkausstellung (IFA)

Die LEDs von Toshibas neuer M7-Serie erstrahlen besonders hell

(links) und lassen die Konkurrenz blass aussehen.

Dabei setzen die Ingenieure auf eine Direct-LED-Beleuchtung, die in

Zonen dimmbar ist und so knackige Kontraste garantiert.

Bilder: © Valenty - Fotolia.com, Auerbach Verlag, Panasonic, Toshiba

12 | DIGITAL TESTED 3.2014 * Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Mit der AXW804-Serie gelingt der UHD-

Einstieg ab 2300 Euro (50 Zoll). Passende

Soundbars hat Panasonic ebenfalls

im Angebot.

CP 2.2 vorhanden. In Sachen Bildqualität

verbessert Panasonic die Panelansteuerung,

bietet eine Farbraumerweiterung und stellt

einen gezielten Helligkeitsabgleich in 32

Zonen in Aussicht. Der Hersteller spricht

von einer LED-Hintergrundbeleuchtung*,

allerdings bleibt abzuwarten, ob es sich

wirklich um ein echtes LED-Backlight oder

ein Edge-LED-Verfahren wie beim WT600

handelt. Die Topserie der Full-HD-Klasse

namens ASW804 bietet wiederum ein blickwinkelstabiles

IPS-Panel mit Local Dimming

(voraussichtlich

über Edge-LED-Beleuchtung)

inklusive verbesserter Durchzeichnung

in dunklen Bildbereichen und einen

erweiterten Farbraum.

Für den krönenden Abschluss des TV-

Jahres 2014 sorgt das 65-Zoll-Modell der

AXW904-Serie, das UHD-Auflösung mit

echter LED-Hintergrundbeleuchtung (128

Dimming-Zonen in 16 × 8 Clustern) und

blickwinkelstabiler IPS-Technik kombiniert.

Bei beiden UHD-Modellen setzt Panasonic

übrigens im Zuge der 3D-Wiedergabe

auf das Polfilterverfahren. Die erweiterte

Farbraumdarstellung und verbesserte

Präzision bei der Schwarzdarstellung sind

direkte Einflüsse der ehemaligen Plasma-

TV-Entwicklung. Bereits in diesem frühen

Entwicklungsstadium lässt sich positiv

auf Panasonics Bemühungen blicken, denn

solch ein kontraststarkes helles Bild ohne

auffällige Halo-Effekte gab es im LED-

LCD*-Segment schon lange nicht mehr zu

bewundern. Zudem wirkt sich die direkte

LED-Beleuchtung positiv auf die Bildausleuchtung

aus und die optionale erweiterte

Farbraumdarstellung wird behutsam eingesetzt,

um Hauttöne oder Farbabstufungen

nicht unnötig zu verfremden. Wir können

es kaum erwarten, bis der AXW904 im

Herbst im Fachhandel erhältlich sein wird.

Auf Nachfrage, was mit den Top-Modellen

des letzten Jahres passiert, erhielten wir die

überraschende Nachricht, dass die Plasmaserien

VTW60 und ZT60 sowie die LED-

LCD-Serien DTW60 und WTW60 2014

fortgeführt werden.

Erstmals stattet ein TV-Hersteller

seine TV-Modelle mit Sat-IP-Unterstützung

aus: Panasonic-TVs der Se-

Di

e TV

-Feature

res von Pana

so nic:

· Top-UHD-TV der AXW904-Serie mit

Direct-LED-Beleuchtunng inklusive

Local

Dimminin

· UH

D-

TVs der AXW804-Serie

in 50 bis 65

Zoll

mit HDMI 2.0, Unterstüt

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HDCP 2.2, kompatibel mit

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(H.

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und DisplayPort

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· Die Serien ASW50

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· Die Plasmaserien VTW60 und

ZT60

werden

genauso wie die

Top-LED-L- CDs

aus dem jahr

2013 DTW60 und WTW60

weit

iter

verkauft

Panasonics AX900 beeindruckt mit UHD-Aufl ösung und echter

LED-Hintergrundbeleuchtung, nebst blickwinkelstabiler IPS-Technik.

Oled-Fernseher, die sowohl konkav als auch konvex gebogen sind,

gab es auch bei Panasonic zu sehen, allerdings nur als Prototyp.

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 13


Aktuelles

Neue TV-Modelle 2014

Über eine App können Eingaben bequem über den

berührungsempfi ndlichen Bildschirm vorgenommen werden.

Quint Dekker, Regional PR Executive, (l.) und Thies Radeloff,

Produktmanager CE Produkte, von Sharp stellen die neuen TVs vor.

rien ASW504 bis AXW904 (Ausnahme

ASW600-Serie in weißer Ausführung)

dienen als Client für den drahtlosen

TV-Empfang. Dem nicht genug, stehen

bei Modellen ab der ASW754-Baureihe

Twin-Tuner für alle Empfangswege sowie

zwei CI*-Plus-Slots zur Verfügung.

Ausgebaut hat Panasonic das TV-Streaming*:

Mit der bekannten TV Remote

2 App rufen Sie den TV-Videostream

des Fernsehers über das Mobilfunknetz

ab oder senden umgekehrt Fotos und

Videos von überall auf der Welt zum

Gerät. Ihre Familienmitglieder werden

dank der neuen „Info Bar“ automatisch

über eintreffende Nachrichten oder Fotos

informiert, hierbei erkennt der Fernseher

Personen im Stand-by-Betrieb und

startet die Infoleiste in einem energiesparenden

Modus. Panasonic ordnet im

„My Stream Program Guide“ alle Lieblingsinhalte

innerhalb einer Bildwand an

und ein Klick auf die Grafiken genügt,

um zum Wunschprogramm zu wechseln.

Die schlechte Nachricht: Natives 4K*

wird es im Blu-ray-Bereich auch dieses Jahr

nicht geben. Die gute Nachricht: Panasonic

bringt mit dem BDT700 einen in Aluminium

gekleideten High-End-Player auf den Markt,

der sämtliche Inhalte bis zur 4K-Auflösung

mit 50 bzw. 60 Bildern pro Sekunde wandelt.

Gleich vier 32-Bit/192 kHz-Wandler sorgen

für den guten Ton, wahlweise können Sie

zwei Displays über den doppelten HDMI*-

Ausgang speisen. Mehrwerte durch 4K sieht

Panasonic vor allem im Aufnahmebereich:

Mit der neuen Fotokamera Lumix DMC-

GH4 filmen Sie mit 25 Bildern pro Sekunde

in 4K-Auflösung, so dass später Kamerafahrten

durch das Bild bzw. Vergrößerungen

in Full-HD-Auflösung durchgeführt werden

können. Alternativ ziehen Sie einfach ein

4K-Einzelbild aus dem Videostream heraus

und veröffentlichen es als 8-Megapixel-Foto.

Sharp stellte l e in jüngster Vergangenheit

die UQ10-Serie vor. Diese setzt t zwar „nur“

auf die Full-HD-Auflösung, dank der überarbeiteten

Quattron-Plus-Technologie (vier

farbige Subpixel, die nochmals halbiert wurden),

stellt der Fernseher Bilder mit ganzen

16 Millionen Bildpunkten dar. So wirkte

die Darstellung in einem ersten Sichttest

schärfer als auf Geräten mit 8 Millionen

Subpixeln (1920 × 1080 Pixeln). Im direkten

Vergleich hat ein Flachbildfernseher mit

nativer UHD-Auflösung aber noch die Nase

vorn. Dennoch sind die neuen Full-HD-

Geräte mit Quattron Plus UHD-Fernsehern

in einigen Punkten eine Nasenspitze voraus.

So erstrahlt die Darstellung heller und im

gleichen Zuge fällt die Leistungsaufnahme

wesentlich gemäßigter aus. Ein Wermutstropfen

bleibt aber zu verzeichnen und die

UQ10-Serie kann am HDMI-1.4-Eingang

auch UHD-Bilder in Empfang nehmen, diese

dann aber maximal mit 30 Bildern die

Sekunde darstellen. Erfreulich: In einem ersten

Sichttest hatte es den Anschein, dass die

Farbwiedergabe im Quattron-Bildmodus, in

dem neben den roten, grünen und blauen

Subpixeln auch ein gelber dazukommt, einen

Tick angenehmer gelingt.

Die UQ10-Serie mit Full-HD-Aufl ösung von Sharp stellt

dank neuer Technologie 16 Millionen Bildpunkte dar.

Die TV-Features von Sharp:

· Quattron-Pro-Technik ermöglicht die

Ansteuerung von 16 Millionen Subpixeln

(Full-HD-Fernseher 6 Millionen Subpixel)

· Signalannahme von 4K-Bildsignalen

möglich, Limitierung auf 30 Bilder pro

Sekunde (HDMI 1.4-Standard mit

HDCP-2.2-Kopierschutzunterstützung)

· Sehr hohe Energieeffizienz und

Bildhelligkeit trotz großer Pixelanzahl

· Riesige Bilddiagonalen von 60, 70 oder

80 Zoll

· THX-Zertifizierung und abgestimmte

Bildkalibrierung

· La

utsprechersystem mit

Yamaha-Technologie

· Oc

tashape Streamingtechnologie für

effizien

te Videoübertragung via Internet

Bilder: © Valenty - Fotolia.com, Auerbach Verlag, Sharp

14 | DIGITAL TESTED 3.2014 * Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Erleben Sie Fußballereignisse

als wären Sie live im Stadion.

UHD TV HU8590 (55"/65"/78")

Einzigartige Samsung Bildqualität.

Erleben Sie die größten Fußballereignisse, als wären Sie live im Stadion: Der

UHD TV im Curved Design holt Sie dank seines geschwungenen Bildschirms

mitten ins Geschehen – und das in UHD-Bildqualität mit 4 x höherer Auflösung

als Full HD.

Stadionreifes Seherlebnis.

Das Curved Design sorgt dabei nicht nur für eine atemberaubende Schärfe, die

die Bilder fast räumlich wirken lässt, sondern dank eines Panoramaeffektes auch

für ein wahrhaft beeindruckend großes Bild. Alles andere ist nur Fernsehen.

samsung.de/curved-uhd-tv


Aktuelles

WM-Empfangsguide

ZUHAUSE UND UNTERWEGS KEIN TOR VERPASSEN

Fußball-WM auf allen Kanälen

Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2014 steht vor der Tür und vom 12. Juni bis 13. Juli fl iegt wieder das Leder. So wird es

höchste Zeit sich damit auseinanderzusetzen, wie man die Spiele am besten und in perfekter Qualität empfangen kann.

Wir zeigen, wie Sie garantiert kein Spiel verpassen, selbst wenn Sie unterwegs sind.

WOLFGANG FLEISCHER

In diesem Jahr ist einiges anders: Zwischen

150 bis 180 Millionen Euro

haben die ARD und das ZDF auf

den Tisch gelegt, um sich die TV-Rechte

exklusiv zu sichern. Haben sich in den

vergangenen Jahren noch die Öffentlich-rechtlichen,

Privaten- und Pay-TV

Sendeanstalten die Liveübertragungen

geteilt, werden bei der WM 2014 alle

Livespiele ausschließlich von der ARD

und dem ZDF übertragen. Deutschlands

erstes Spiel gegen Portugal wird

am 16.06.2014 um 18 Uhr deutscher

Zeit angepfiffen, bis hierhin gilt es also

spätestens alle notwendigen technischen

Voraussetzungen geschaffen zu haben,

um den Anpfiff auch nicht zu verpassen.

Es ist schon etwas paradox: In

Zeiten, wo die ersten Ultra-HD-Fernseher

mit einer Auflösung von 3 840 × 2 160

Pixeln verkauft werden, müssen wir

dieses Jahr was die Liveübertragungen

über Satellit und Kabel betrifft mit der

kleinsten HD-Auflösung mit 1 280 × 720

Bildpunkten vorliebnehmen, denn ARD

und ZDF senden ja bekanntlich ausschließlich

in dieser Auflösung. Zwar

werden alle Spiele in Full HD*, teilweise

sogar in Ultra HD* produziert, vor der

Übertragung wird das angelieferte Full-

HD- oder Ultra-HD-Signal dann jedoch

in Echtzeit in 720p herunter gerechnet.

Besonders Ultra-HD-Fernseher können

hier das Nachsehen haben, den das Bild

wird dadurch mehrfach hoch und runter

skaliert, was der Bildqualität meist alles

andere als zuträglich ist. Für die HD-

Übertragung über IPTV* oder für das

Streamen allgemein, ist die „kleine“ HD-

Auflösung wiederum von Vorteil, weil

so wesentlich weniger Daten übertragen

werden müssen.

In SD-Qualität bieten sich als Empfangswege

natürlich die konventionellen

Wege an, wie etwa über Kabel, Satellit,

Unterwegs Fuball gucken

Provider, wie zum Beispiel T-Mobile oder Vodafone,

bieten ihren Kunden eigenständige Apps

für den mobilen Empfang des Fernseheprogramms

an. Die MobileTV-App von T-Mobile

kann im Basispaket kostenlos auf Tablets und

Smartphones für iOS, Android und Windows

Phone getestet werden. Allerdings muss hier

beachtet werden, der Empfang klappt nur

dann, wenn man auch Kunde des jeweiligen

Anbieters ist und das mobile Internet minimal

in der UMTS-Variante verfügbar ist. Die Tagesnutzung

ist übrigens schon ab 2 Euro buchbar.

Bilder: Auerbach Verlag, Elgato, Kathrein

16 | DIGITAL TESTED 3.2014 * Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Der Sat-Receiver UFS 925 von Kathrein verteilt das laufende

TV-Programm über das Netzwerk an verschiedene Geräte und ...

... auf dem Computer benötigen Sie im Grunde nur eine gängige

Abspielsoftware und schon können Sie auf den Stream zugreifen.

DVB*-T oder auch IPTV. Wer die WM

dagegen in HDTV verfolgen möchte,

muss auf Satellit, Kabel, IPTV oder das

Streamen zurückgreifen. Über DVB-T

werden auch 2014 in Deutschland leider

noch immer keine HD-Signale übertragen.

Und eigentlich können wir dieses

Jahr froh darüber sein, dass ausschließlich

ARD und ZDF den Zuschlag für die

Liveübertragungen bekommen haben,

denn die RTL-Sendergruppe, die 2010

zur letzten WM ja auch noch einige

Spiele exklusiv und live übertrug, hat die

Verbreitung ihrer Sender über DVB-T ja

zum Teil bereits 2013 eingestellt, willkommen

im Jahr 2014 RTL. Auch wenn

der Sender diese Entscheidung derzeit

überdenkt, Zuschauer, die ausschließlich

über DVB-T ihr TV-Programm

empfangen, würden in diesem Jahr also

einige Spiele verpassen, würde RTL diese

live übertragen. Wie Sie über Kabelfernsehen

oder Satellit die Spiele empfangen

können, das müssen wir wohl nicht groß

erklären, die Technik ist im Grunde

seit Jahrzehnten etabliert, lediglich die

analoge Übertragung der Fernsehsender

wurde mittlerweile komplett eingestellt.

Wer im Kabelnetz noch analoge Signale

empfängt, braucht sich meist auch keine

Gedanken zu machen, die Wandlung

in das analoge Kabelsignal übernimmt

der Kabelnetzbetreiber und wer über

Satellit seine TV-Programme empfängt,

hat mittlerweile ebenfalls längst auf digitalen

Empfang umgerüstet. Haben Sie

jedoch noch nicht auf HDTV umgestellt,

kann die WM ein guter Zeitpunkt sein,

den alten digitalen Sat-Receiver gegen

einen modernen HDTV-fähigen Sat-

Receiver auszutauschen, also praktisch

den Alten raus, den Neuen rein, denn

an der Sat-Schüssel muss ja nichts mehr

verändert werden.

Möchten Sie TV-Signale im Haus,

der Wohnung oder auch in den Garten

verteilen, steht heute neben DVB-T

eine Fülle an weiteren Möglichkeiten

zur Verfügung. Der übliche DVB-T-

USB*-Empfangsstick mit kurzer Stabantenne

für Notebook, Tablet oder

Smartphone kommt im Grunde mehr

und mehr außer Mode und wird von

Streaming*diensten über das Internet

ersetzt. Um im Haus das Fußballspiel

auf das Smartphone oder Tablet zu verteilen,

setzen sich derzeit mobile TV-

WLAN*-Hotspot-Modelle mehr und

mehr durch, die das Fernsehprogramm

auf dem Empfangsgerät mit Hilfe einer

kleinen App zur Verfügung stellen. Hier

werden mittlerweile Modelle angeboten,

die neben dem Empfang des einfachen

DVB-T-Signals auch direkt an die Kabelnetzdose

oder an die Sat-Schüssel

angeschlossen werden können und die

so neben dem DVB-T-Datenstrom eben

auch andere Fernsehsignale im Haus

an anderer Stelle zur Verfügung stel-

DVB-T mit Tablet und Smartphone empfangen

DVB-T-Fernsehen empfangen und aufzeichnen

Mit dem mobilen akkubetriebenen Elgato EyeTV W (rund 80 Euro) ist

es möglich, das Fernsehprogramm über DVB-T zu empfangen und via

WLAN an jedes beliebige Apple- oder Android-Smartphone bzw. -Tablet

zu übertragen. Auf dem Empfangsgerät muss dafür lediglich eine App

installiert werden, die sich mit dem Sender verbindet. Dem digitalen

terrestrischen Empfang geschuldet gelingt der Empfang aber nur in SD-

Qualität. Da die Bildschirme der mobilen Begleiter aber vergleichsweise

klein sind, kann die Qualität dennoch überzeugen. Der Akku hält laut

Hersteller rund vier Stunden, die WLAN-Reichweite beträgt circa zehn

Meter. So können Sie den DVB-T-Empfänger überall mit hinnehmen und

am Smartphone oder Tablet stört kein zusätzlich angestecktes Gerät.

Konventionelle DVB-T-Module für den Fernsehempfang unterwegs

gibt es in vielen verschiedenen Bauformen. Hier im Bild sehen Sie

als Beispiel das Elgato EyeTV Go (rund 70 Euro) mit normalem USB-

Anschluss. Das Modul kann zum Beispiel an Notebooks, PCs und Macs

betrieben werden. Neben dem reinen Empfang können Sie das laufende

TV-Programm via Time-Shift pausieren, vor und zurück spulen und natürlich

auch Sendungen aufnehmen. Das EyeTV Micro (rund 70 Euro),

mit kleinerem USB-Micro-Anschluss für Smartphones oder Tablets ist

ebenfalls verfügbar. Auch hier kann das laufende Programm pausiert

werden. Eigenständige Empfänger für Apples proprietärem Lightning-

Anschluss stehen im Handel natürlich auch zur Verfügung.

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 17


Aktuelles

WM-Empfangsguide

Sony will das Finale der Fußball-WM in UHD-Aufl ösung produzieren.

Wie der Empfang realisiert werden soll, ist jedoch nicht klar.

Die aktuellen Smart TVs von Sony versorgen Zuschauer auch online

mit Fußball-relevanten Inhalten.

können. Günstig ist dieser Spaß aber

nicht immer und man sollte daher schon

abwegen, ob einem die Fußball-WM das

Geld für Produkte dieser Art wert ist.

Einfache DVB*-T-USB*-Empfänger bekommt

man noch vergleichsweise günstig,

die Preise starten zwischen 15 – 20

Euro, WLAN*-Lösungen bewegen sich

aber gerne mal schnell in Richtung der

100-Euro-Marke und darüber.

Wer die Spiele unterwegs sehen

möchte oder muss, der kommt um das

Streamen quasi nicht herum, wenn er

sich zum Beispiel nicht nur wegen der

WM einen extra DVB-T-Empfänger

kaufen möchte. Beim Streamen über

das Mobilnetz muss jedoch beachtet

werden, dass der Datenverbrauch sehr

hoch ist und wer keine Datenflatrate

besitzt, sprengt so schnell das Freilimit

an Megabyte pro Monat. Viele Provider

bieten aber auch Monats- oder Tagesdatentarife

an, sodass man das verfügbare

Datenvolumen auch kurzfristig und

schnell aufstocken kann. Ein weiterer

Tipp: Das Streamen verbraucht gehörig

Akkupower, ein Ersatzakku oder eine

Powerbank sollte also zu Grundausstattung

gehören, wenn man unterwegs

ist. Der Anbieter Zattoo zählt

zu den bekanntesten im deutschsprachigen

Raum, der das Fernsehprogram

mit Hilfe einer einfachen App auf jedes

Smartphone oder Tablet holt. Über

den normalen Internet-Browser ist der

Empfang natürlich ebenfalls möglich,

so dass es im Grunde keine Gerätegattung

gibt, wo der Empfang mit Zattoo

nicht funktioniert, sogar das Streamen

über Mobilfunk und über das WLAN

zuhause wird von der Zattoo-App mittlerweile

unterstützt. Bei Zattoo ist der

Empfang der Öffentlich-rechtlichen

Sender in SD-Qualität auch kostenlos,

wer zusätzlich die privaten Sender sehen

möchte oder aber die ARD und das

ZDF in HD streamen will, der muss

bezahlen. Ein weiterer Anbieter, der

in Deutschland derzeit auf den Markt

drängt, hört auf den Namen Magine.

Die Plattform befindet sich aber

noch im Aufbau und eine Nutzung

ist nur möglich, wenn man, nachdem

man seine Mailadresse hinterlassen hat,

zur Nutzung eingeladen wird. Dieses

Prozedere wird sich natürlich ändern,

wenn Magine im vollen Umfang startet,

ein genauer Termin hierfür steht aber

leider noch nicht fest. Neben diesen

bekannten Anbietern gibt es noch eine

Fülle an weiteren Streaming*-Fernseh-

Apps, die aber oft nicht viele deutsche

Sender übertragen. Von daher muss

man sich im Vorfeld genau erkundigen,

um nicht zig Apps zu installieren, um

dann festzustellen, dass ARD und ZDF

gar nicht gestreamt werden.

Noch nie gab es so viele Möglichkeiten

eine Fußball-WM zu empfangen

Digitale Kabelsignale verteilen

Sat-TV-Signal via WLAN zur Verfügung stellen

Wer über einen digitalen Kabelanschluss verfügt und mit dem Gedanken

spielt seinen WLAN-Router gegen ein neueres aktuelles Modell auszutauschen,

für den ist die neue FRITZ!Box 6490 Cable eventuell eine

Überlegung wert. Mit dieser Fritz!Box wird das DVB-C-Fernsehsignal

vom Kabel-TV-Anschluss über WLAN, LAN* und Powerline per Internet

Protocol (IP) im ganzen Heimnetzwerk verteilt. Das aktuelle Fernsehprogramm

steht so also auf Smartphones, Tablets, Notebooks oder dem

PC bereit. Empfangen werden können mit der 6490 Cable alle digitalen

unverschlüsselten TV-Programme aus dem Kabelnetz, einschließlich der

HD-Kanäle. Für die Darstellung muss auf dem Empfangsgerät lediglich

eine App installiert werden.

Mit dem Elgato EyeTV Netstream 4Sat (rund 300 Euro) empfangen Sie

Sat-TV über WLAN kabellos im ganzen Haus, bis in den Garten. Ein bis

maximal vier Ausgänge vom LNB der Sat-Schüssel können mit dem

Netstream 4Sat verbunden werden. Anschließend wird das Netstream-

4Sat-System mit dem vorhandenen Wireless-Router verbunden, der

die WLAN-Übertragung des Signals übernimmt. EyeTV Netstream 4Sat

bringt Sat-TV selbst in HD-Auflösung auf jeden Bildschirm in Ihrem Haus,

ganz egal ob Tablet, Smartphone, Computer oder Receiver am Fernseher.

Die weitere Einrichtung ist sehr simpel, einfach die jeweilige App

installieren und schon kann es losgehen, die Apps stehen für Apple- und

Android-Geräte zur Verfügung.

Bilder: Auerbach Verlag, Elgato, FRITZ!, Sony

18 | DIGITAL TESTED 3.2014 * Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


wie dieses Jahr. Schauen Sie die Spiele

zuhause über die konventionellen Empfangswege,

hat sich nicht viel geändert

und Sie erleben die Matches in feinster

HD-Qualität. Mobil sind die Möglichkeiten

allerdings fast unüberschaubar

geworden, wie unser kleiner Ratgeber

zeigt. Und wenn Ihnen das alleine

Schauen eh nicht zusagt beziehungsweise

die ganze Technik keine richtige

WM-Stimmung aufkommen lässt, gibt

es ja immer noch die Möglichkeit, eines

der vielen Public-Viewing-Angebote zu

nutzen, die in jeder größeren Stadt angeboten

werden; in diesem Sinne wünschen

wir Ihnen eine spannende und

vor allem auch erfolgreiche Fußball-

WM 2014.

Kostenlos via Mediathek schauen Unterwegs Fußball in HD gucken

Eine weitere Möglichkei ist der Fernsehempfang von ARD und ZDF mithilfe

der Mediatheken-Apps, die beide Sendeanstalten für Apple, Android,

Windows Phone anbieten. Die Bildqualität kommt dabei aber nicht über

DVB-T-Niveau hinaus. Dafür geht der Abruf kinderleicht vonstatten. Die

Nutzung ist natürlich auch vom Computer aus möglich. Achtung: Unterwegs

sollten Sie Ihr Datenvolumen im Auge behalten.

Der derzeit bekannteste Streamingdienst für unterwegs, der so gut wie

fast alle wichtigen Sender auch über das Mobilnetz live streamt, ist

der Anbieter Zattoo. Der Empfang der öffentlich-rechtlichen Sender ist

kostenlos, es muss lediglich ein Konto erstellt werden. Für die privaten

Sender wie etwa RTL oder wer die Kanäle in HD empfangen möchte, der

muss für diese erweiterte Dienstleistung bezahlen.

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Aktuelles

Jubel-Ratgeber

FUSSBALL-WM 2014: WER JUBELT ZUERST?

............. Toooooooooooooooor!!!

In den kommen Wochen ist es wieder soweit, die Fußball-Weltmeisterschaft steigt und lockt wieder die Massen vor die Fernsehgeräte.

Doch nicht alle werden gleichzeitig jubeln, wenn ein Tor fällt. Woran das liegt und ob sich nach der Abschaltung der

analogen Satellitenübertragung daran etwas geändert hat, das zeigt Ihnen unser Jubelratgeber zur WM 2014. WOLFGANG FLEISCHER

Einiges hat sich seit der letzten WM

2010 geändert: Das analoge Fernsehen

gehört mittlerweile komplett der

Vergangenheit an, die Übertragung des terrestrisch

analogen Fernsehsignals wurde ja

bereits am 30. Juni 2009 eingestellt und vom

Flachbildfernseher wandeln das digitale

Ursprungssignal oft mehrfach, bevor es dargestellt

wird, was zu Verzögerungen führt.

DVB*-T-Standard abgelöst, die analoge Ausstrahlung

über Satellit aller öffentlich-rechtlichen

sowie privaten Fernsehprogramme

endete am 30. April 2012 ebenfalls. So sind

wir nun vollständig im digitalen Zeitalter

angekommen, was die Übertragung unserer

Fernsehsignale betrifft. Wer nun aber

meint, dass nur deshalb, weil das analoge

Fernsehen komplett abgeschaltet wurde, es

kein analoges Fernsehen mehr gibt, der

täuscht sich gewaltig. Viele Haushalte in

Deutschland werden auch zu dieser WM

ihr Fernsehsignal noch in analoger Form

in das Wohnzimmer geliefert bekommen,

die Umwandlung übernimmt dabei der

zuständige Kabelfernsehanbieter.

Das vom Kabelnetzbetreiber analog gewandelte

digitale Ursprungssignal ist also

auch heute noch immer schneller als das

reine digitale Signal, das wir direkt an der

Schüssel abgreifen und zu Hause an den

Sat-Receiver weiterleiten. Denn das Bild als

auch der Ton müssen auf ihrem Weg vom

Satellit zu uns in das heimische Wohnzimmer

mehrfach moduliert und gewandelt

werden, was immer eine gewisse Zeit in Anspruch

nimmt. Der Grund für die Schnelligkeit

des analogisierten Kabelsignals liegt

wiederum an der Art und Weise, wie das

Signal am Anschluss von einem Fernseher

mit analogem Kabeltuner verarbeitet wird.

Da bei derartigen Fernsehbildern keinerlei

Wandlung mehr beim Empfänger zu Hause

notwendig ist, kann das Bild und der

Ton, anders als es bei modernen digitalen

Fernsehern der Fall ist, quasi direkt und ohne

große Verzögerung ausgegeben werden.

Ein Beispiel: Sie haben in ihrem Haushalt

einen DVB-S2-fähigen HDTV-Sat-Receiver

im Wohnzimmer stehen, der direkt

an den digitalen LNB einer Sat-Schüssel

angeschlossen ist. Im Schlafzimmer hingegen

steht noch ein Fernseher etwas älterer

Bauart mit analogem Kabelempfänger, der

direkt mit der Fernsehdose an der Wand

verbunden ist. Das Fernsehsignal, das aus

der Dose kommt, ist in diesem Fall noch ein

analoges Signal, das ihre Kabelgesellschaft

neben dem digitalen ebenfalls noch parallel

mit einspeist. Welche Person vor welchem

Gerät jubelt wohl zuerst? Erstaunlich: Es

ist die vor dem Fernseher im Schlafzim-

Bilder: Auerbach Verlag/Wolfgang Fleischer, Bitburger, Hama, Philips, Samsung

20 | DIGITAL TESTED 3.2014

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Über DVB-T dauerts es am längsten, bis das Bild dargestellt und der

Ton ausgegeben wird, langsamer ist nur noch UMTS.

Der Empfang über die Sat-Schüssel auf dem Dach verzögert das

digitale Signal mit all seinen Wandlungen circa drei Sekunden.

mer, der noch mit dem alten antiquierten

analogen Signal versorgt wird. Beim

Fernseher im Wohnzimmer hingegen, der

ja direkt an die digitale Sat-Schüssel angeschlossen

ist, kommt das Bild und auch

der Ton mit einer Zeitverzögerung von

rund zwei bis drei Sekunden später an.

Anders, als das TV-Gerät mit dem anlogen

Empfangsteil, muss der rein digitale Fernseher

das ankommende Signal wesentlich

aufwendiger wandeln. Bei älteren DVB-

S-Receivern, die noch nicht mal über ein

DVB-S2-Empfangsteil verfügen, kann die

Verzögerung sogar noch größer ausfallen

und circa vier bis fünf Sekunden sind hier

durchaus möglich.

Da alle modernen Full-HD-Flachbildfernseher

vor der Darstellung des Bildes

das Signal in 1080p wandeln, weil sie nur

Vollbilder darstellen, müssen auch alle ankommenden

digitalen Signale, sei es extern

über HDMI* oder intern über die verbauten

digitalen Tuner, vorher angepasst werden –

es sei denn, es sind native 1 080p-Signale. So

senden die Öffentlich-rechtlichen ja eben

ausschließlich in 720p, der kleinsten HD-

Auflösung, der Fernseher muss das Signal

also zumindest einmal in ein 1080p-Signal

wandeln, was nochmal Zeit kostet. Aber

Achtung: Dieses Szenario zählt nur dann,

wenn die Bildausgabe des Sat-Receivers

auch auf 720p gestellt ist. Wenn etwa der

externe über HDMI angeschlossene HD-

Sat-Receiver mit der 1 080i*-Bildausgabe

arbeitet, wandelt in diesem Fall bereits der

HD-Sat-Receiver das eintreffende 720p-

Signal in ein 1 080i-Signal um, bevor der

Fernseher wiederum dieses Signal intern

dann nochmal einer Vollbildwandlung unterzieht,

es findet also eine doppelte Umrechnung

statt. In diesem Fall ist nicht nur

die Auflösung davon betroffen, sondern

aus dem Ursprungssignal mit Vollbildern

wird vom Sat-Receiver zunächst einmal ein

Interlaced-Signal erstellt, das dann vom

Fernseher wieder in Vollbilder umgewandelt

wird. So erklärt es sich im Übrigen

auch, das die Bildqualität darunter leidet,

denn das ganze Hin und Her bleibt nicht

ohne zusätzliche Folgen. Daher unser Tipp:

Stellen Sie für die WM den Sat-Receiver auf

die 720p-Bildausgabe, so muss das Signal

wenigstens nur einmal vom Fernseher

gewandelt werden, was durchaus

eine Sekunde an Zeitgewinn einbringen

kann. Am längsten müssen beim

klassischen Empfang im Übrigen die

Zuschauer mit DVB-T warten, bis zu

acht Sekunden sind hier drin. Der digitale

Kabelempfang hingegen ist in

der Regel etwas schneller als DVB-T,

aber immer noch etwas langsamer als

der Empfang direkt über Satellit, die

Verzögerung liegt hier bei rund fünf

Sekunden. Wer Fernsehen über das

Netz, also via IPTV*, empfängt, muss

aufgrund von aufwendigen Wandlungen

ngen

mit einem Zeitversatz von bis zu einer

halben Minute leben. Vom mobilen Empfang

über UMTS/LTE mit dem Smartphone

nehmen Frühjubler am besten komplett

Abstand, denn hier kann die Verzögerung

bis zu 40 Sekunden betragen!

Man kann die beschriebenen Szenarien

aber nicht verallgemeinern. So kann

es durchaus sein, dass es bei Ihnen ganz

anders ist. Es hängt einfach davon ab, wie,

und auf welchem Weg, das Signal zu Ihnen

findet. Wenn Sie also zuerst jubeln wollen,

sollten sie am besten jemanden kennen, der

noch über einen analogen Kabelanschluss

verfügt, vielleicht sogar noch mit einem

guten alten 16 : 9*-Röhrenfernseher, dann

ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass

ihnen keiner zuvor kommt und Sie

als Erster „Toooor“ rufen!

Besitzer eines Röhren-TVs mit analogem

TV-Empfang jubeln als Erstes, da hier keine

aufwendige Signalwandlung stattfi ndet.

Eine echte Liveübertragung gibt es nicht!

Produkt Satellit Kabel Antenne IPTV UMTS/LTE

Zeitverzögerung bis zu 3 Sekunden bis zu 5 Sekunden bis zu 8 Sekunden bis zu 30 Sekunden bis zu 40 Sekunden

Technischer Hintergrund

Das Signal muss zum Satelliten

und dann wieder zurück geschickt

werden.

Oft greifen die Kabelnetzbetreiber Beim digitalen Antennenfernsehen

auf ein Sat-Signal zurück, was nimmt das TV-Signal noch den

wiederum gewandelt werden muss. Umweg über Funktürme.

Beim Internetmepfang müssen die

Bilder nochmal extra gewandelt

werden, was viel Zeit kostet.

Neben der Wandlung spielen hier

noch die Latenzen des mobilen

Internets eine Rolle.

Hätten Sie es gewusst? Bis zu 100 Sekunden dürfen zwischen dem Torschuss auf dem Platz und der Darstellung auf dem heimischen

Bildschirm vergehen, damit die Übertragung noch als live bezeichnet werden darf.

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 21


Aktuelles

WM-Features

Fußball-WM smart erleben

Neben detailreichen HD-Bildern wollen die TV-Hersteller auch klanglich nachlegen, um echte

Stadionatmosphäre zu erzeugen. Zudem sollen einige smarte Funktionen das WM-Erlebnis noch

intensiver gestalten.

DENNIS SCHIRRMACHER

Sound wie im Stadion

Sony hat bei seinen neuen Smart TVs keine Mühen gescheut

und mittels hochwertiger Mikrofone die Soundatmosphäre

verschiedener Fußballstadien analysiert. Die Erkenntnisse

flossen dann in die Entwicklung der Soundtechnologie der

neuen Flachbildfernseher ein. Auf Knopfdruck können Sie

zudem den Kommentator eines Spiels verstummen lassen;

dieses Feature bietet auch Toshiba bei seinen neuen TV-

Geräten an.

Höhepunkte automatisch aufnehmen

Wenn Sie ein Smart TV* der neuesten Generation von

Samsung besitzen, können Sie den sogenannten Football

Mode aktivieren. Dafür muss lediglich eine USB*-Festplatte

an den Fernseher angeschlossen sein und fortan werden

Spielhöhepunkte automatisch aufgezeichnet in einem Zusammenfassungsbildschirm

übersichtlich präsentiert. So sind Sie

von den Wiederholungsvorgaben der Sendeanstalten losgelöst

und können das Erlebnis individueller Revue passieren lassen.

Bilder: Auerbach Verlag, Philips, Samsung, Sony

22 | DIGITAL TESTED 3.2014

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Fußball vernetzt genießen

Unter dem Claim Social Viewing erleben Sie mit Sony-Fernsehern

der neuesten Generation die Matches der Fußball-

WM mit einem via Skype-Videoanruf zugeschalteten Freund

in einer Bild-in-Bild-Darstellung. Im unteren Bildabschnitt

können zudem aktuelle Tweets spielbegleitend erscheinen.

Bei Samsungs brandneuen UHD-Fernsehern können Sie

dank der immensen Auflösungsreserven sogar vier verschiedene

Inhalte gleichzeitig darstellen.

Ambilight in Landesfarben

Passend zu Fußball-WM hat Philips die Ansteuerung von

Ambilight überarbeitet und das Umgebungslicht erstrahlt

nun auch in der jeweiligen Landesflagge Ihres Lieblingsteams.

Dabei können Sie farblich sogar bestimmen, welches Team

auf welcher Seite spielt. Eigenen Angaben zufolge soll dieses

Feature mit Modellen aus dem Jahr 2011 und später nutzbar

sein. Auf Wunsch kann Ambilight aber auch ganz normal das

Wohnzimmer illuminieren.

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 23


Aktuelles

Neuer VoD-Anbieter

PAY-TV AUF ABRUF - DAS TAUGT DER NEUE SERVICE

Onlinevideothek von Sky

Mit dem Film- und Serienportal Snap wagt sich der Pay-TV-Anbieter Sky in das Geschäftsfeld Video-on-Demand. Der

Abrufdienst richtet sich dabei vor allem an Kunden, die von den klassischen Pay-TV-Abos nicht angesprochen werden.

Doch wie sieht Snap aus?

MIKE BAUERFEIND

Wie bei den Mitbewerbern ist der

Abrufdienst Snap natürlich nicht

kostenfrei zu haben. Gegen Entrichtung

einer Monatspauschale stehen alle

Filme und Serien zum beliebig häufigen

Anschauen bereit. Inhalte zum Einzelabruf

bei separater Bezahlung, wie etwa bei

iTunes oder im Xbox Video Store, gibt es

hingegen nicht. Während sich bei manchen

Mitbewerbern der Preis nach gewähltem

Paket richtet, gibt es bei Snap einen

Monatsgrundpreis in Höhe von 9,90 Euro,

der damit über dem vergleichbarer Portale

liegt. Watchever beispielsweise verlangt

8,99 Euro, bei Lovefilm sind 6,99 Euro

fällig und Maxdome verlangt 7,99 Euro.

Allerdings unterscheidet Sky zwischen

Fremdkunden und Abonnenten. Letztere

können das Angebot zu einem durchaus

attraktiven Vorzugspreis nutzen: Besteht

ein Abo mit dem Pay-TV-Anbieter, werden

lediglich 4,90 Euro in Rechnung gestellt.

Damit ist Snap für Kunden von Sky das mit

Abstand preislich attraktivste Angebot auf

dem deutschen Markt. Ob das auch inhaltlich

gilt, steht natürlich auf einem anderen

Bei Sky Snap können Sie nach dem Flaterateprinzip so viele Filme und Serien wie Sie wollen

abrufen. Dabei handelt es sich aber nicht um brandneue Produktionen.

Bilder: Auerbach Verlag, Sky Deutschland

24 | DIGITAL TESTED 3.2014


Aktuelle Smart TVs, Tablets und Smartphones von Samsung oder

wahlweise das iPhone, iPad sowie PC und Mac dienen als Clients.

Die Kosten des Videodienstes belaufen sich auf 9,90 Euro pro

Monat für Nicht abonnenten bzw. 4,90 Euro für Sky-Kunden.

Blatt. Damit sich jeder Interessent ein Bild

vom Umfang und den Möglichkeiten des

Dienstes machen kann, kann Snap im

ersten Monat kostenfrei genutzt werden.

Dank monatlicher Kündbarkeit gehen Interessenten

in Verbindung mit dem Gratismonat

also erst mal kein Risiko ein.

Mit Sky Go hat der Bezahlsender

bereits ein On-Demand-Angebot unter

anderem mit Filmen und Serien im Angebot.

Hier haben Abonnenten Zugriff

auf aktuelle Blockbuster, wie sie auch in

den Filmkanälen von Sky laufen. Mit Snap

konzentriert sich der Pay-TV-Anbieter

dagegen auf zeitlose Klassiker wie die

„Oceans“-Reihe, „ Mission Impossible“

oder die „Star Trek“-Saga. Ähnlich verhält

es sich mit Serien bei Snap. Zwar bietet

Sky einige Serien von HBO („Die Sopranos“,

„Band Of Brothers“, „Big Love“)

oder Filme von Disney, meist sind es aber

Inhalte älteren Datums. Möchte der Serienfan

auf aktuelle Episoden zugreifen,

bleibt nur der Griff zur Fernbedienung

oder das Umschwenken auf Sky Go, wo

aktuelle Staffeln verfügbar sind. Gerade

dieser Umstand dürfte Abonnenten etwas

verwirren. Fairerweise sei aber hinzugefügt,

dass auch die Mitbewerberdienste oft

nur ältere Folgen im Angebot haben oder

manche Serien überhaupt nicht listen.

Zum Testzeitpunkt waren insgesamt 961

Filme sowie 58 Serien verfügbar. Natürlich

bestehen die Serien immer aus mehreren

Episoden, sodass die Gesamtanzahl der

Inhalte größer ist. Dennoch im Vergleich

zu anderen Diensten keine wirklich beeindruckende

Menge. So bietet der ebenfalls

erst vor einigen Monaten gestartete Dienst

Watchever immerhin knapp 4 000 Filme –

darunter über 900 in HD-Auflösung zum

Abruf an. Sky hat allerdings schon eingeräumt,

dass die Menge der Inhalte in den

nächsten Monaten deutlich aufgestockt

werden soll. Momentan jedoch wird das

Angebot kaum einen Film- oder Serienfan

vom Hocker hauen, selbst beim günstigen

Pauschalpreis für Abonnenten.

Den Vorzug haben bei Snap mal wieder

Geräte von Apple: Als Wiedergabemedium

kommen nämlich das iPad und

das iPhone infrage. In Verbindung mit

einem Apple-TV Mediaplayer ist auch das

Streamen via Airplay auf das heimische

TV-Gerät möglich. Im Falle von Airplay

schränkt Sky nach eigenen Angaben allerdings

die Nutzung von HD ein. So

heißt es: „Bei AirPlay sind ausgewählte

Inhalte aus lizenzrechtlichen Gründen

nur in SD verfügbar.“ Einschränkungen

gibt es bei der Nutzung mehrerer Endgeräte:

Grundsätzlich können entweder

ein PC oder maximal zwei verschiedene

Endgeräte (iPad, iPhone, Samsung-TV)

genutzt werden. Möchte der Nutzer den

PC statt des iPads oder umgedreht zur

Wiedergabe einsetzen, wird das Abspielen

auf dem anderen Gerät erst beendet und

der Nutzer ausgeloggt. Außerdem ist die

Wiedergabe auf Smart-TVs von Samsung

möglich, sofern diese aktuellen Datums

sind und die App von Snap installiert wurde.

Schließlich kann Snap auch auf PCs

mit Windows-Betriebssystem oder Macs

Seit Neustem können auch Mobilgeräte von

Samsung auf Snap zugrreifen.

genutzt werden. Insgesamt vier Wiedergabegeräte

können registriert werden. Zwar

können neuerdings auch Mobilgeräte mit

Androidsystem genutzt werden, in diesem

Fall ist die Auswahl auf Produkte von

Samsung limitiert.

Zahlreiche Filme und Serien stehen

in hochauflösenden Formaten zum Abruf

zur Verfügung. Ebenso wird es Film-

Die Filme und Serien können größtenteils auch auf das Tablet oder

Smartphone heruntergeladen werden.

Damit ist auch eine Nutzung unterwegs möglich, ohne das hierfür

zusätzlicher Traffi c entsteht.

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 25


Aktuelles

Neuer VoD-Anbieter

und Serienfans freuen, dass viele Inhalte

auch wahlweise im Originalton

angeschaut werden können. Ein Manko

beim Ton wird Audioenthusiasten allerdings

nicht erfreuen: Entgegen dem

im TV üblichen Dolby-Digitalton mit

fünf Kanälen müssen sich diese bei Sky

Snap mit Zweika nalton begnügen.

Wie bei Watchever ist es möglich,

Lieblingsfilme oder Serien vor dem Abspielen

herunterzuladen und dann bei

Bedarf wiederzugeben. 30 Tage lang

kann der Nutzer die Wiedergabe beginnen

und hat dann 48 Stunden lang

Zugriff auf den Film. Das macht vor

allem Sinn, wenn die Internetverbindung

sehr langsam ist und die Wiedergabe

ins Stocken geraten könnte oder

das Datenvolumen aufgebraucht ist.

Noch praktischer ist diese Funktion bei

Tablets, die dann unterwegs ohne Internetverbindung

zur Wiedergabe genutzt

werden können.

„Snap ist die perfekte Ergänzung“

Der Vice President On Demand Programming verrät, was hinter Snap steckt.

Peter Schulz, Vice

President On Demand

Programming Sky

Deutschland

Herr Schulz, mit

Snap bringt Sky

einen eigenen

Abo-Video-on-

Demand-Dienst

an den Start. Welche

Überlegung

steckt hinter dem

Schritt?

Snap ist für Sky-

Kunden die perfekte

Ergänzung

zum bestehenden

Sky-Abonnement.

Damit erhalten sie völlig flexibel eine

noch größere Auswahl mit tausenden

zusätzlichen Filmhighlights aus den

letzten Jahrzehnten sowie ganzen Serienstaffeln.

Außerdem können nun

erstmals auch Film- und Serienfans

ohne klassisches Sky-Abonnement in

den Genuss der herausragenden Sky-

Programmqualität kommen. Einerseits

bieten wir so unseren Bestandskunden

noch mehr Programm, Auswahl und

Flexibilität und andererseits sprechen

wir mit Snap zusätzlich auch neue Zielgruppen

an.

Inwieweit konnten Sie auf Erfahrungen

zurückgreifen, die Sie bereits

mit dem Abrufdienst Sky Go machen

konnten?

Sky Go und Snap ergänzen sich perfekt.

Mit Sky Go, dem führenden OTT-

Service mit einer unvergleichlichen

Programm auswahl, haben wir bereits

Pionierarbeit geleistet und selbstverständlich

sind die daraus gewonnenen

Erfahrungen in die Entwicklung von

Snap eingeflossen.

In Großbritannien hat der Pay-TV-

Primus BSkyB bereits 2012 ein nonlineares

Produkt neben dem klassischen

Pay-TV-Abo eingeführt. Inwieweit

war eine Beob achtung des britischen

Marktes für die Konzeption von Snap

ausschlaggebend?

Selbstverständlich beobachten wir den

weltweiten Entertainment-Markt sehr

genau und berücksichtigen das bei unserer

Strategie und Konzeptionierung

neuer Produkte. Now TV und Snap

sind unterschiedliche Produkte mit

ganz verschiedenen Positionierungen.

Snap bietet zusätzliche Programmauswahl

und Flexibilität in Ergänzung

zum klassischen, linearen Programm.

Das beinhaltet tausende Titel inklusive

Box-Sets kompletter Staffeln preisgekrönter

Serien und herausragender

Hits von HBO, großartiger Filme der

letzten Jahrzehnte sowie zahlreiche

Kinderprogramme mit exklusiven Programmhighlights

von Disney.

Mit welchen Inhalten oder Features soll

sich Snap von anderen kostenpflichtigen

Abrufdiensten abheben?

Die Präsentation der Inhalte über Playlisten

und Programmempfehlungen ist

unvergleichbar. Zudem entsteht durch

umfassende Kooperationen mit Hollywoodstudios

wie Warner, Paramount

und Fox sowie zahlreichen Independents

eine einzigartige Vielfalt, die von

„Hangover“ und „Happy Feet“ über

„Mission Impossible 1-3“, „How I Met

Your Mother“ bis hin zu allen Staffeln

von „24“ reicht. Das Programmangebot

wird kontinuierlich erweitert, so

startet zum Beispiel jeden Tag mindestens

ein neuer Film, wodurch immer

neue Inhalte entdeckt werden können.

Viele Inhalte können über Airplay

auf den Fernseher gestreamt werden

und Kunden haben die freie Wahl,

ob sie auf Deutsch oder im Original

schauen möchten.

Planen Sie in Zukunft mit mehr Herstellern

von Set-Top-Boxen und TV-Geräten

zusammenzuarbeiten?

Zum Start ist Snap im Web, auf dem

iPad und auf Samsung-Smart-TVs erhältlich.

Im Rahmen unserer Multi-

Plattform-Strategie werden wir die

Verfügbarkeit weiter ausbauen. So

wird es Snap bereits in Kürze auch für

das iPhone geben. Samsung- Galaxy-

Produkte sowie weitere Plattformen

und Geräte werden folgen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Bilder: Auerbach Verlag, Sky Deutschland

26 | DIGITAL TESTED 3.2014


Sky Go für alle

Ab sofort können alle Sky-Kunden den

mobilen Abrufdienst Sky Go nutzen.

Dabei gibt es keine Mindestvorraussetzungen,

Sky Go gehört fortan zu allen

buchbaren Paketen dazu, selbst beim

Starter-Angebot. Auf diese Weise macht

Sky es tatsächlich für all seine Kunden

möglich, die Vorzüge von Sky Go

zu nutzen. Zusätzliche

Kosten müssen

Abonnenten zwar

nicht fürchten, allerdings

variieren die

verfügbaren Inhalte

von Kunde zu Kunde,

da nur die Titel

und Sender über

den Dienst abgerufen

werden können,

die zu den gebuchten

Paketen gehören. So

können Sport-Kunden

beispielsweise Fußball

oder auch die Formel 1 über den mobilen

Dienst verfolgen. Haben Sie das Filmpaket

gebucht, können selbstverständliche

auch Blockbuster über mobile Applegeräte

abgerufen werden. Zur Entwicklung

der Android-Version von Sky Go gibt es

derzeit noch keine Angaben. FM, DS

NACHRICHTEN IN KÜRZE

DAB+ im Auto nachrüsten

Der Digitalradio-Adapter DR 56 von Albrecht

Audio wertet jedes Autoradio um den

DAB-Plus-Empfang auf. Dabei wird das digitale

Signal kabellos über den FM-Transmitter

empfangen. Zudem können Sie auch die Freisprechoption

für Telefonate nutzen oder Musik

via Bluetooth wiedergeben.

DS

In eigener Sache

In der letzten Ausgabe haben wir im „HDTV

erleben“-Artikel eine wichtige Information

zum Empfang von HD-Sendern der HD-Plus-

Plattform vergessen zu erwähnen. So ist es seit

April möglich, beim Einsatz eines CI-Plus-

Receivers mit interner Festplatte Sendungen

von SAT.1 HD, ProSieben HD, kabel eins HD,

sixx HD und ProSieben MAXX HD auch vorzuspulen.

Setzen Sie auf ein HD-Plus-Modul,

können Sie während der Time-Shift-Funktion

(90 Min.) auch spulen.

DS

Sonys Virtual Reality Brille

Seit 2010 forscht Sony an den Möglichkeiten,

über 3D-Brillen den Zuschauer

mitten ins Geschehen zu versetzen. Als

Ergebnisse dieser Forschung gab es bislang

die 3D-Kopfkinos zu bewundern, n,

die ein immens großes Bild vorgaukeln

und eine exzellente 3D-Darstellung im

Zusammenspiel mit 3D-Blu-ray-Discs garantieren.

Allerdings ließ der Tragekom-

wurde, erweitert sich das Blickfeld dage-

gen dramatisch auf bis zu 90 Grad. Wenn

Sie Ihre Augen bewegen, werden Sie

nur im Ausnahmefall die Grenzen der

Bilddarstellung wahrnehmen. Mehr

noch: Ihre Kopfbewegungen werden

über integrierte Beschleunigungs-

und Lagesensoren in

das Spiel überfort

selbst beim jüngsten Modell HMZ-

tragen

und

T3W zu wünschen übrig und statt das

Sie können

gesamte Blickfeld abzudecken, hatte man

wie in der

als Zuschauer stets das Gefühl, auf eine e

Kinoleinwand zu blicken. Somit sind die

3D-Kopfkinos eher ein Ersatz für all jene, e,

die keine vollwertige Projektion in den eigenen

vier Wänden durchführen können. n.

Mit dem neuen Prototypen namens „Projekt

Morpheus“, der von Sonys Compu-

Realität in jede

Richtung

blicken. Interaktion

ist somit

Trumpf: Sonys

leuchtende

Move-Controller

und

ter-Entertainment-Abteilung entwickelt t

das PS4-Gamepad

dienen zur Spielsteuerung, die Playsta-

tion Kamera dient der Erfassung der Objekte.

Einen Veröffentlichungstermin

könnte Sony auf der

Videospielmesse E3 im

Sommer verraten.

CT, DS

Bilder: Apple, Auerbach Verlag, Sony, Sky, Schwaiger, FTE

Gewinnspiel: Entspannter fernsehen

Alle, die bis zum 1. 7. 2014 eine E-Mail beziehungsweise Postkarte mit dem Stichwort

„Entspannter fernsehen“ an die unten stehende Adresse schicken, haben die

Chance, jeweils einen FTE U7000 HDTV-Satellitenreceiver und eine Universal-

Fernbedienung von Schwaiger zu gewinnen.

Verlosung:

10× FTE U7000 HDTV-Satellitenreceiver

10× Universal-Fernbedienung

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH

Oststr. 40–44

04317 Leipzig

leserbriefe@digital-tested.de

Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich. Die Auslosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Mitarbeiter des Auerbach

Verlages und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Jeder Teilnehmer darf nur einmal am Gewinnspiel teilnehmen.

WWW.DIGITAL-TESTED.DE D | 27


Aktuelles

Branchennews

Digitale Fototrends im Frühjahr

Komfortable Kameras treffen auf App-Rundumschlag

Canon baut sein App-Portfolio aus

und trumpft mit 19 kostenlosen Anwendungen

für Apple und Androidgeräte

auf. Dabei finden Sie hier von der

interaktiven Anleitung der Spiegelreflexkamera

EOS 1200D, bis hin zum

Objektivratgeber jede Menge praktische

Helferlein. Mit der neuen Outdoor- und

Unterwasserkamera D30 sind Sie bestens

für den Urlaub am Meer gerüstet

und machen Fotos mit 12,1 Megapixeln.

Dabei taucht die Kamera bis zu 25 Meter

in die Tiefe und das Gehäuse soll auch

Stürze aus bis zu zwei Metern Höhe

überstehen. Zudem ist laut Canon der

Betrieb bei Temperaturen von bis zu

minus zehn Grad sichergestellt. Neben

den detailreichen Fotoaufnahmen kann

auch die Videofunktion überzeugen und

vor allem die Bildstabilisierung greift

effektiv in actiongeladenen Situationen.

Die neue PowerShot G1 Mark II gibt

sich kompakt, trumpft aber mit einem

1,5-Zoll-Typ-CMOS-Sensor von Canon

auf. So sind auch Fotografien mit geringer

Schärfentiefe möglich. Dank der

neuen Sensorkonfiguration können Sie

die gesamte Breite des Objektivkreises

nutzen und anpassen. So sind Bilder

im Seitenverhältnis 3 : 2 (12,8 Megapixel)

oder 4 : 3 (13,1 Megapixel) ohne

Änderung der effektiven Brennweite

realisierbar. Zudem gibt sich das Objektiv

sehr lichtstark und behält auch mit

maximaler Zoomeinstellung eine große

1 : 3,9-Lichtstärke. DS

Lumix: Perfekt für Reisen und Selfies

Die neue Kompaktkamera Lumix DMC-

TZ61 von Panasonic verfügt eher untypisch

für die Bauform über einen

Farbsucher. Fotos werden mit dem Hochempfindlichkeits-MOS-Sensor

abgetastet

und landen mit bis zu 18,1 Megapixeln

auf der Speicherkarte. Dabei soll sich die

Kamera auch unter schlechten Lichtsituationen

überzeugend schlagen. Praktisch:

Über den Objektivring nehmen Sie intui-

tiv Einstellungen

vor und passen

so etwa den

30fach Zoom

an. Videos werden in Full-HD-Auflösung

mit 1 920 ×1 080 Bildpunkten und 50

Vollbildern verewigt. Dank des internen

WLAN-Moduls können Sie Bilder bequem

verteilen oder ausdrucken und über

die Near-Field-Communication-Schnittstelle

nehmen kompatible Smartphones

und Tablets direkten Kontakt durch ein-

faches Auflegen auf. Dem Selfie-Trend

will die kleine Schwester der TZ61, die

TZ56, gerecht werden und trumpft

mit einem Schwenkmonitor auf.

Bei der Ausstattung müssen Sie

kleinere ere Kompromisse einge-

hen und so werden Fotos

etwa

nur mit 16 xeln für die Ewigkeit

Megapi-

festgehalten und der Zoom arbeitet mit einer

20-fachen Vergrößerung. Auf WLAN

müssen Sie hingegen nicht verzichten und

so können Sie etwa ein Smartphone oder

Tablet als Kontrollmonitor nutzen oder

sogar das Livebild auf ein Mobilgerät

übertragen.

DS

Bilder: Canon, Panasonic

28 | DIGITAL TESTED 3.2014


Aktuelles

Glosse

Schöne neue Welt? Virtual Reality

Pro

Kontra

Ein Traum wird wahr!

Endlich geht es los! Mit der offiziellen

Enthüllung von „Project Morpheus“, dem

bereits erstaunlich ausgereiften Prototypen

eines Virtual-Reality-Headsets für

Sonys Playstation 4, nimmt der Traum vom

„Holodeck“ im eigenen Wohnzimmer nun

tatsächlich Gestalt an.

In gut einem Jahr soll das Eintauchen in

ganz neue virtuelle Welten für jeden Interessierten

möglich werden – und das zu

Tiemo Weisenseel,

Redakteur

einem zumindest einigermaßen erschwinglichen

Preis (ca. 300 bis 400 Euro werden

für dieses ausgefeilte Stück Unterhaltungselektronik

wohl dennoch fällig werden).

Mit völlig neuen Steuerungs- und Spielkonzepten wird das Versprechen

der „Next Generation“ dann wohl endlich eingelöst – denn

bis auf die bessere Grafik und etwas lebendiger wirkende Spiel-

Welten fühlen sich die neuen Games bisher immer noch verdammt

bekannt an.

Auch, dass ein Global Player wie „Facebook“ mal eben die Virtual-

Reality-Pioniere von „Oculus Rift“ aufkauft, macht ja mehr als deutlich,

dass sich dieses Thema rasant vom nerdigen Nischenprodukt

zum lukrativen Massenmarkt bewegt. Das nächste ganz große Ding

am Technik-Himmel und in den Weiten des Internets könnte also tatsächlich

die VR-Brille für jedermann sein... Schöne neue Welt!

Videospiele ja! VR, nein danke!

Als Science-Fiction-Fan der alten Schule

stehe ich neuen Technologien zwar

aufgeschlossen gegenüber, bin zugleich

aber auch skeptisch, was deren Sinn

und deren Nebenwirkungen auf die Gesellschaft

angeht. Deshalb kommt mir

die „VR“-Technologie auch gleich doppelt

suspekt vor. Zum einen können wir

sicherlich nicht noch mehr Entfremdung

von der Realität und der zerschundenen

Falko Theuner,

Redakteur

Natur gebrauchen. Zum anderen ist die

Flucht in eine virtuelle Welt auch kein

Zuckerschlecken für das menschliche

Gehirn. Nicht nur, dass Videospieler

dann ständig mit der Realitätsfrage beschäftigt wären, ebenso

würden auch kriegs- und gewaltverherrlichende Spiele wesentlich

intensiver auf jugendliche Gamer-Hirne wirken. Der Schritt zur

echten Gewalt wäre dann nur noch minimal. In meinen Augen sind

Spiele zum Spielen da und sollten nicht zur Weltenflucht genutzt

werden. Daher sollten sie nach wie vor wie Spiele aussehen, Spaß

machen und jederzeit pausierbar sein, damit der Freizeitspaß auch

ein kurzweiliges Vergnügen bleibt und nicht zur Tagesaufgabe

wird. Spinnt man z. B. das „World Of Warcraft“-Szenario weiter in

den Bereich der Virtual Reality, dann müssten wohl zu jeder VR-

Brille bald auch Urinbeutel und Nährstoff-Tropfe verkauft werden.

Bilder: Auerbach Verlag, Sony

29 | DIGITAL TESTED 3.2014


Test

So testen wir

Die Testkriterien der DIGITAL TESTED

In den Tests der DIGITAL TESTED steht die objektive Beurteilung der Audio- und Videoelektronik im Vordergrund.

Auf dieser Seite erläutern wir Ihnen die technischen Hintergründe unserer Testverfahren und Infografiken.

Bildkontrast

Unsere Messungen unterscheiden sich deutlich

von den Angaben der Hersteller, die

ihre Werte meist nicht bei korrekter Farbdarstellung

oder Gammakurve ermitteln. Wir

messen immer den nativen Kontrast (alternativ

auch als In-Bild-Kontrast bezeichnet).

Bei dieser Messung werden Schwarz- und

Weißfelder gleichzeitig dargestellt. Ein hoher

Maximalkontrast (> 4 000 : 1) ist dabei

ein Indikator für eine sehr gute Schwarzdarstellung.

Ein niedri ger Minimalkontrast

weist dagegen auf Schwächen beim

Tiefschwarz, oder auf eine generell eingeschränkte

Bildhelligkeit hin.

Kontrasteindruck

Der subjektive Kontrasteindruck hängt –

anders als eine Messung in dunkler Umgebung

– nicht nur von einem möglichst hohen

Kontrastwert ab, sondern maßgeblich von

der Raumhelligkeit. Ist diese hoch, bestimmt

die Leuchtkraft des Fernsehers, wie plastisch

die Bilder wirken. Erreicht ein Fernseher

einen niedrigen Minimalkontrast und

zeigt bei Tageslicht Schwächen, so ist dies

ein klares Indiz dafür, dass die Bildhelligkeit

begrenzt ist. Zeigt unsere Bildkontrastangabe

im Heimkinofeld Schwächen, so fällt die

Schwarzdarstellung des Displays insgesamt

nur befriedigend aus.

Farbtemperatur

Um neutrale Weiß-, Grau- oder Schwarzflächen

nach D65-Norm darzustellen, sollten

sich alle drei Grundfarben der 100-Prozent-

Marke annähern. Im linken Bereich liegen

dunkle Bildbereiche, rechts helle. Liegt eine

Farbe oberhalb der Vorgabe, weist das Bild

den jeweiligen Farbstich auf.

Farbraum

Liegen die Messpunkte auf den vorgegebenen

Punkten, sind die Farben neutral

und unverfälscht. Liegen Punkte außerhalb

der Vorgaben, erscheinen Farben

verfälscht und es kommt zu einer unnatürlichen

Abbildung. Auch die Helligkeit

der Farben muss

exakt abgestimmt

sein. Dies ist im

Diagramm nicht

darstellbar, bei

Abweichungen

weisen wir im Text

darauf hin.

Frequenzgänge

Der Frequenzgang wird in einer Entfernung von

1 Meter gemessen. Dabei ist erkennbar, ob es

Abweichungen im Übertragungsverhalten gibt.

Diese sind in den meisten Fällen hörbar. Bei

Surround-Sets werden mehrere Messgrafen in

einem Diagramm farblich zusammengestellt.

Das Bassmangement eines AV-Receivers* wird

dabei nicht beachtet.

Crosstalk im 3D-Modus

In unserer Ausstattungstabelle geben wir

den Crosstalk (Übersprechen) in Prozent

an. Eine Angabe von beispielsweise 10

Prozent bedeutet, dass fehlerhafte Konturen

mit 10-prozentiger Intensität im

Vergleich zu den korrekt dargestellten

Bildern durchschimmern.

Das Testlabor im Auerbach Verlag

Die Testsysteme des Auerbach Verlags

erfüllen die Qualitätskriterien nach

DIN EN ISO 9 001 bzw. 14 001 und

die Anforderungen nach AQAP 110 und

150. Für Satelliten- und Fernsehsignale

kommt der SFU von Rohde & Schwarz

zum Einsatz. Der Signalgenerator für

DVB*-T, DVB-S, DVB-C sowie DVB-H

ist HDTV-tauglich, sowohl für MPEG-2

als auch MPEG-4 und DVB-S2. Ebenso

sorgfältig arbeitet der UPV. Mit ihm messen

die Redakteure den Frequenzgang,

die Klirrfaktoren, Leis tungen und weitere

Werte für alle Audiokomponenten wie AV-

Receiver und Blu-ray-Player. Komplettiert

wird das Trio vom Videomessgerät VSA.

Die Video-Analyseeinheit ist Vektorskop,

Oszilloskop und Steuereinheit in

einem. HDMI*-Analysen führen wir mit

Messgeräten der Firmen Astro und Audio

Precision durch. Für Bildschirme und

Projektoren setzt das Testlabor auf das

zertifizierte Lichtmessgerät CS-200 von

Konica Minolta. Der hochpräzise Messkopf

ermittelt die Leuchtdichte und Farbgenauigkeit

von Plasmabildschirmen,

LCDs* und Projektoren. Sämtliche Geräte

werden nach der D65-Norm kalibriert und

erst nach erfolgter Gamma- und Farbkorrektur

gemessen.

Hochwertige Audiomessgeräte

von Audio Precision

Der VSA-Videoanalyzer von

Rohde & Schwarz

Das Lichtmessgerät CS-200

von Konica Minolta

Bilder: Auerbach Verlag

30 | DIGITAL TESTED 3.2014

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Flachbild-TV oder Projektor?

XXL-Bilder sind heutzutage in jedem Wohnzimmer zu realisieren. Entweder mit einem großen aber schlanken Smart TV

oder einem Projektor. Und man mag es kaum glauben, beide Lösungen können durchaus vergleichsweise kostengünstig in

der Anschaffung sein.

DENNIS SCHIRRMACHER

Teuer geht immer! Wenn Sie

sich einen High-End-Projektor

inklusiver einer Profi-

Leinwand kaufen, können schnell

vierstellige Beträge über die Ladentheke

wandern. Heutzutage geht

es aber auch wesentlich günstiger

und XXL-Bilder waren noch nie so

preiswert im eigenen Wohnzimmer

realisierbar. So gelingt der Einsteig

in die Welt der Videoprojektoren

bereits bei unter 500 Euro, die Bildqualität

kann dabei aber selbst Einsteiger

abschrecken. Im Testteil dieser

Ausgabe haben wir uns für eine

qualitativ hochwertigere Klasse entschieden

und der Großbildspaß geht

dabei ab 2 000 Euro los. Das ist natürlich

immer noch viel Geld, dafür

können Sie aber Bildschirmgrößen

jenseits der Vier-Meter-Marke realisieren.

Zudem wagen wir mit dem

Vergleichstest einen Streifzug durch

die verschiedenen Heimkinoprojektionstechniken

und neben DLP*-,

LCD*- und SXRD-Geräten ist auch

ein LED-Beamer mit von der Partie.

Wem eine Projektion zu aufwendig

ist, der wird bestimmt mit Sonys

LED-LCD in 55 Zoll (rund 140 cm)

glücklich und das Smart TV* ist

schon für 1 800 Euro zu haben.

Der Audiotestteil steht dieses

Mal ganz im Zeichen der unauffälligen

Klangaufwertung und

sechst Soundboards treten im Vergleichstest

gegeneinander an. Diese

findet direkt unter dem Flachbildfernseher

ihren Platz und mittels

viel Volumen soll der TV-Sound so

wesentlich beeindruckender ausfallen.

Dank verschiedener Surroundsimulationen

erklingen Filme sogar

mit erstaunlichem Raumklang.

Alle Tests dieser Ausgabe im Überblick

Seite Gerät Wertung

Full-HD-Projektor

34 BenQ W7500 79 % (gut)

35 Epson EH-TW9100W 80 % (gut)

36 Optoma HD91 79 % (gut)

38 Sony VPL-HW55ES 83 % (gut)

Edge-LED-LCD (Full HD)

44 Sony KDL-55W995B 87 % (sehr gut)

46 Philips 47PFK7109 86 % (sehr gut)

Soundboards

52 Denon DHT-T100 76 % (gut)

54 LG LAP341 73 % (gut)

55 Onkyo LS-T10 73 % (gut)

56 Panasonic SC-HTE180 71 % (gut)

58 Philips HTB4150B 84 % (gut)

59 Quadral Magique 85 % (sehr gut)

60 Sony HT-XT1 82 % (gut)

Blu-ray-Komplettanlage

65 LG BH9430PW 75 % (gut)

Netzwerkspeicher (NAS)

66 Qnap HS-210 76 % (gut)

Netzwerk-/Mediaplayer

68 Western Digital WD TV Live 84 % (gut)

Portabler Lautsprecher

69 Bose SoundLink III ausgezeichnet

Bewertungsschlüssel

100 – 95 %: Referenzklasse

94 – 90 %: ausgezeichnet

89 – 85 %: sehr gut

Bilder: Auerbach Verlag

Die gekrümmte, fast rahmenlose Leinwand Black Diamond Zero mit rückseitiger

LED-Beleuchtung von Screen Innovations ist nur als Import erhältlich.

84 – 70 %: gut

69 – 55 %: befriedigend

54 – 40 %:ausreichend

39 – 0 %: mangelhaft

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 31


Test Video

Vier Full-HD-Projektoren

XXL-BILDER IM HEIMKINO UND WOHNZIMMER

Filme in Lebensgröße erleben

Großbildprojektoren stehen immer stärker im Schatten der schnell wachsenden Flachbildfernseher, doch Projektorenhersteller

zeigen sich innovativ wie noch nie, damit das ganz große Bilderlebnis auch in Ihrem Wohnzimmer Einzug hält und

Sie Ihre Lieblingsfilme in Lebensgröße erleben können.

CHRISTIAN TROZINSKI, DENNIS SCHIRRMACHER

Bilder: Epson

32 | DIGITAL TESTED 3.2014

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


BenQ W7500 Seite 34

Epson EH-TW9100W Seite 35

Optoma HD91 Seite 36

Sony VPL-HW55ES Seite 38

Hand aufs Herz: Wer einen 55-

oder 65-Zoll-Fernseher sein

eigen nennt oder gerade sein

Wohnzimmer optimal eingerichtet hat,

wird sich nicht Hals über Kopf auf eine

Projektorinstallation stürzen. Dass der

Projektionsmarkt aber im Umbruch ist,

zeigt unser Testfeld: Von der drahtlosen

Bildübertragung über LED-Leuchtmittel

bis zum flüsterleisen Betriebsgeräusch

verwirklichen die Projektorhersteller

mittlerweile fast jeden Kundenwunsch,

sodass viele Vorurteile nicht mehr gelten.

Insbesondere bei unserem teuersten Testkandidaten,

dem LED-DLP*-Projektor

von Optoma, werden gängige Regeln außer

Kraft gesetzt: Der Projektor HD91

arbeitet energiesparend, ist im Handumdrehen

einsatzbereit und die LED-

Leuchtmittel garantieren bis zu 20 000

Stunden uneingeschränkten Filmspaß.

Während im TV-Markt derzeit nur

noch eine Bildtechnologie den Ton angibt,

haben Sie im Projektionsmarkt die

freie Auswahl. Die LCD*-Technologie

wird vor allem vom Panelhersteller Epson

forciert und zur Höchstleistung getrieben:

Kontrastdarstellung, Bildhelligkeit

und Ausleuchtungsgenauigkeit lassen

selbst viele LCD-Fernseher alt aussehen.

Die härtesten Konkurrenten im Bereich

der Preis-Leistung stellen DLP-Projektoren

von BenQ dar, die mit nur einem

Bildchip messerscharfe Bilder inklusive

kaum sichtbarer Pixelstruktur garantieren.

Trotz Full-HD-Auflösung fallen

die Abstände zwischen den Bildpunkten

geringer als bei LCD-Fernsehern und

-Projektoren aus, sodass die Darstellung

„analoger“ und weniger „digital“

erscheint. Optoma baut mit dem HD91

ebenfalls auf diesen Stärken auf, kombiniert

die DLP-Technik aber mit LED-

Leuchtmitteln. Sony will mit der hauseigenen

SXRD-Technologie dagegen die

Vorteile von LCD und DLP vereinen und

mit dem HW55-Modell die bestmögliche

Bildqualität in der Preisklasse bis 3 000

Euro bieten.

Der größte Unsicherheitsfaktor fast

aller Projektoren stellt die lichterzeugende

Lampe dar. Fällt diese während

eines Films aus und wurde zur Sicherheit

keine zweite Lampe auf Vorrat bestellt, ist

an einen Filmabend für längere Zeit nicht

zu denken. Zudem ist die Lampe nicht

Bestandteil der Garantie, da die UHP-

Lampe meist von einem anderen Hersteller

und somit nicht vom Projektoranbieter

stammt. Um laufende Kosten zu

reduzieren, sollten Sie einen Projektor im

Fachhandel erwerben und eine Lampengarantie

abschließen. Alternativ können

Sie originale Lampen ohne Lampenmodul

kaufen und damit meist 200 Euro im

Vergleich zum Erwerb eines kompletten

Lampenmoduls einsparen.

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 33


Test Video

Vier Full-HD-Projektoren

3.2014

79 %

gut

BenQ

W7500

Sieger Preis/Leistung

Öko-Check

www.digitaltested.de

3.2014

DT-Service: Optimales Set-up

Standardmodus

Kino

Helligkeit 50

Steuerung

Schärfe

Farbtemperatur

Detailverb. 3,

Geräuschred. 0

Plus: R50/G43/

B42 (R50/G45/

B41 mit Brilliant

Color), Minus:

R251/G265/B250

Kontrast 50 Gamma-Auswahl 2,2

Bildschärfe 1 Brilliant Color Ein oder Aus

Hautton

Farbttemp.

3

Normal

Farbmanagement R 58/50/49,

G 59/50/50,

B 60/50/50,

Z 50/50/50,

M 65/50/47,

G 50/50/47

Vollbildinterpol. Niedrig Dynamic Black Ein

Lampenleistung Je nach Wunsch Bildformat Real

Alle Tasten sind beleuchtet und

viele Sonderfunk tionen ohne

Umwege direkt abrufbar.

BENQ W7500

Flinker Projektor mit brillantem Bild

Konstruktionsbedingt unterliegt die

DLP*-Technik gewissen Nachteilen, die

mit anderen Projektionstechnologien

nicht auftreten. So setzt auch der W7500

auf nur einen Bildchip und ein im Lichtweg

rotierendes Farbrad, was zu Farbblitzern

an kontraststarken Kanten führt.

Inwieweit beide Faktoren das Film erlebnis

schmälern, ist nicht unwesentlich von der

eigenen Wahrnehmung abhängig, meist ist

der Effekt nur unterschwellig zu spüren.

Doch die Reduzierung auf nur einen Bildchip

bringt auch Vorteile: Während Sie

bei anderen Projektoren die Konvergenz

der drei Panels meist manuell angleichen

müssen, zeigt der W7500 keine störenden

Farbsäume und somit ein sehr scharfes

Bild. Perfekt gelingt BenQ die Darstellung

aber trotzdem nicht, was dem verbauten

Objektiv geschuldet ist: Zum Randbereich

hin nimmt die Bildschärfe minimal ab

und es kommt doch, wenn auch nur sehr

gering, zur Bildung von farbigen Doppelkonturen.

Im Auslieferungszustand zeigt

der W7500 satte Rottöne, die sich über das

Farbmanagement auf das gängige Niveau

angleichen lassen. Die Bildhelligkeit ist

einzigartig im Heimkinobereich. Sämtliche

Farben bleiben natürlich und Sie

können die maximale Helligkeit ausreizen,

ohne Kompromisse bei der Bilddarstellung

eingehen zu müssen. Am anderen Ende

der Skala, der Schwarzdarstellung, zeigt

der W7500 dagegen Schwächen, denn

Schwarz erscheint nur dunkelgrau. Durch

die immense Bildhelligkeit wird das Auge

aber gekonnt getäuscht. Zudem verbaut

BenQ eine dynamische Blende, die in

Echtzeit den Lichtstrom reduziert, wenn

wenig Helligkeit im Bild erforderlich ist.

Zugleich hebt BenQ den Signalpegel von

helleren Details an, sodass die Bildbrillanz

erhalten bleibt. Geringe Überbelichtungen

sind zwar teilweise auszumachen, aber

mit aktivierter Blende wird die durchschnittliche

Schwarzdarstellung auf ein

gutes Niveau verbessert. Einziger Kritikpunkt:

Ähnlich wie die hörbaren Lüfter

macht leider auch die Blende durch Zusatzgeräusche

auf sich aufmerksam. Die

Zwischenbildberechnung* funktioniert

in geringer Stufe tadellos und ermöglicht

auch im 3D-Modus eine flüssige Darstellung.

Die Bewegtbildschärfe verbessert

sich dagegen nicht: Der W7500 bietet

hier einzig 50-Hertz-Niveau, durch die

extrem schnelle Reaktionszeit des DLP-

Chips kommt es aber zu keinerlei Schlieren.

Während andere Projektoren im 3D-

Modus durch 48- oder 60-Hertz-Flackern

enttäuschen, projiziert der W7500 mit

jeweils 72 Hertz pro Auge. Die Bildhelligkeit

nimmt im 3D-Modus zwar ab, derart

ruckelfrei und gänzlich ohne Doppelkonturen

sind wir aber bislang selten in 3D-

Welten abgetaucht.

Wertung

Der W7500 ist ein optimaler Spielpartner für eine brillante und

kontraststarke Projektion auf eine riesigen Leinwand oder im

Wohnzimmer.

gut 79 %

Aus dem Messlabor

Rottöne in der Voreinstellung erweitert und stark gesättigt. Eine

neutrale Abstimmung ist im Menü aber möglich.

Im Werkszustand herrscht ein Blau-Violettschimmer in dunklen

Bildanteilen vor. Neutraler Abgleich ist sehr leicht möglich.

Bilder: Auerbach Verlag, BenQ, Epson

34 | DIGITAL TESTED 3.2014

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


3.2014

80 %

gut

Epson

EH-TW9100W

Testergebnis

Öko-Check

www.digitaltested.de

3.2014

DT-Service: Optimales Set-up

Bildmodus Natürlich Gamma 2,4

Helligkeit –1

Weißabgleich

Offset

R –7, G –7, B 0

Kontrast 0

Weißabgleich

Gain

R 0, G –2, B –4

Farbsättigung 2

Epson Super

White

Aus

Farbton 0 Farbtonskala HDTV

Schärfe

Standard

Frame

Interpolation

Niedrig

Abs. Farbtemp. 6 500 K Super-Resolution. 2

Hautton 3 Rauschunterdrück. Aus

Leistungsaufnahme Eco Overscan Aus

Adaptive

Iris-Blende

Aus Bildverarbeitung Fein

Die Zusatztasten verraten es: Mit

dieser Fernbedienung steuern Sie

auch externe HDMI-Quellen.

EPSON EH-TW9100W

Blu-rays kabellos gucken

Epsons EH-TW9100W verfügt über einen

HDMI*-Sender und Sie können Bild- und

Tonsignale kabellos an den Projektor schicken.

Im Test kam es jedoch zu sporadischen

Bildausfällen kommen und ein Sichtkontakt

zwischen beiden Geräten ist zwingend notwendig.

Dank des überdurchschnittlich

großen Zoomfaktors und Bildverschiebung

agieren Sie flexibel bei der Installation. Im

Betrieb ist der Lüfter des EHTW9100W aber

deutlich hörbar. Aufgrund der verbauten

LCD*-Technik ist das Pixelraster ausgeprägter

als bei anderen Bildtechnologien

erkennbar. Nicht nur auf dem Datenblatt,

sondern auch in der Praxis erweist sich der

EH-TW9100W als ungemein lichtstarker

Projektor. Die immense Helligkeit hat aber

ihren Preis, denn im „Wohnzimmermodus“

fährt der Farbfilter aus dem Lichtweg und

nahezu alle Farbtöne werden verfälscht wiedergegeben.

Kinofilmfans sollten dagegen

auf den Bildmodus „Natürlich“ umschalten,

um die neutralste Darstellung zu erreichen.

In diesem Modus verliert der Projektor

allerdings knapp 50 Prozent Bildhelligkeit.

Die Bildvoreinstellungen sind Epson nicht

optimal gelungen: Der Kontrast ist meist

zu hoch gewählt, die Durchzeichnung nicht

auf dunkle Räume abgestimmt. Mit ein

wenig Feintuning lässt sich dem Projektor

dennoch eine filmreife Leistung entlocken.

In Sachen Bildverarbeitung finden Sie im

EH-TW9100W alles, was das Heimkinoherz

begehrt. Kompromisslos arbeitet aber nur

die kontrastbasierte Nachschärfung Super

Resolution, die Details stärker hervorhebt,

ohne das Gesamtergebnis künstlich erscheinen

zu lassen. Alle anderen Bildoptionen

bieten gleichermaßen Vor- und Nachteile.

So lassen sich die im Auslieferungszustand

auffälligen Farbsäume durch einen LCD-

Panelabgleich minimieren, die Detailschärfe

leidet jedoch unter diesem Eingriff und die

Farbverschiebung an den Bildkanten bleibt

weiterhin bestehen. Durch eine automatische

Iris können Sie die Schwarzdarstellung

verbessern, aber die träge Wirkungsweise

sorgt für ein Helligkeitspumpen im

Bild und die Blende arbeitet hörbar. Mittels

Zwischenbildberechnung* erscheinen Filmbilder

butterweich, doch Artefakte* und

Aussetzer zwingen dazu, die Funktion nur

in geringer Intensität zu nutzen. In Summe

kann der EH-TW9100W dennoch durch

farbechte und kontraststarke Bilder punkten.

Im 3D-Modus setzt Epson sogar weitere

Akzente: Bildhelligkeit und das Fernbleiben

von Doppelkonturen erfreuen, die Zwischenbildberechnung

ist aber leider nicht

nutzbar, sodass Kinofilme ruckeln. Gaming-

Freunde kommen mit diesem Projektor nur

bedingt auf ihre Kosten: Im normalen Bildmodus

ist die Eingabeverzögerung* sehr

hoch, durch die versteckte Bildeinstellung

„Bildverarbeitung schnell“ können Sie den

Zeitversatz aber immerhin halbieren.

Wertung

Der EH-TW9100W punktet mit einer üppigen Ausstattung und

einem hellen Bild. Leider ist der Lüfter deutlich hörbbar. Im Gegenzug

beeindruckt der 3D-Modus mit nahezu keinen Doppelkonturen.

gut 80 %

Aus dem Messlabor

Der HDTV-Farbraum wird erweitert oder leicht eingschränkt abgebildet

und die Zwischenstufen fallen etwas ungenau aus.

Die Voreinstellung gibt sich entweder zu warm oder kühl. Mit etwas

Geduld ist aber eine Feinabstimmung möglich.

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 35


Test Video

Vier Full-HD-Projektoren

3.2014

79 %

gut

Optoma

HD91

Testergebnis

Öko-Check

www.digitaltested.de

3.2014

DT-Service: Optimales Set-up

Anzeigemodus Foto Pure Motion Niedrig

Kontrast –10 LED-Helligkeit Dynamic Black 1

Helligkeit –1 Farbtemp. D65

Farbe 0 Farbraum/CMS

Nativ (erweiterter

Farbraum) oder

HDTV

Farbton 0 Verstärkung R/G/B –1/0/0

Schärfe 7 Grundeinst. R/G/B 0/0/0

Gamma Standard Farbraum Automatisch

Ultra Detail Ein Format Nativ

Pure Color Aus CMS

Helligkeitsanhebung

für Grün,

Cyan und Gelb

empfohlen

Trotz übersichtlicher Tastenanzahl

lässt die Fernbe dienung des HD91

keine Wünsche aufkommen.

OPTOMA HD91

Attraktiver dank LEDs?

Durch den Einsatz einer LED-Lichtquelle

(Optoma verbaut drei LEDs, eine für jede

Grundfarbe, mit eigenen Kühlkörpern),

entfällt das bei 1-Chip-DLP*-Projektoren

notwendige Farbrad. Die nacheinander

projizierten Farben werden mit Optomas

HD91 schneller denn je zur Leinwand geworfen,

vollständig von Farbblitzern befreit

zeigt sich aber auch der LED-Projektor

nicht. Unsere Hoffnungen, dass gleichfalls

das Betriebsgeräusch deutlich gesenkt

wurde, erfüllten sich leider nicht: Zwar

säuseln die drei großen Lüfter dezent vor

sich hin, doch bei steigender Helligkeit geht

vom Bereich des LED-Moduls ein hochfrequentes

Störgeräusch aus. Drosseln Sie

die Bildhelligkeit, ist der Spuk vorbei, aufgrund

der begrenzten Helligkeitsreserven

ist dies aber kein praxistauglicher Kompromiss.

Die native Farbraumabdeckung des

HD91 ist schlichtweg gigantisch und wir

können diesen Farbmodus auch mit gängigen

Video- und Filmquellen wärmstens

empfehlen. Kinofilme bestaunen Sie mit

dem LED-Projektor in bislang ungesehener

Pracht, denn die Farben erscheinen nicht

nur satter, sondern auch reiner als mit

herkömmlichen UHP-Lampen. Was der

HD91 jedoch vermissen lässt, sind Bildeinstellungen,

die es allen Kinoliebhabern

Recht machen. So bewirkt die Reduzierung

des Farbraums auf gängige Videostandards

nur anhand der Messungen des

Farbdreiecks eine scheinbar präzise Abbildung,

denn die Helligkeit der Farben verläuft

unkoordiniert. Prinzipiell erscheinen

Grün- und Cyantöne mit diesem Projektor

zu dunkel, was sich auch mittels Farbkorrektur

nicht vollständig ausgleichen lässt.

Die Zwischenbildberechnung* mindert in

geringer Stufe die störendsten Ruckler, ohne

Kinofilme zu künstlich wiederzugeben.

Selbst im 3D-Modus leistet die Zwischenbildberechnung

wertvolle Dienste, damit

die Augen dem Geschehen besser folgen

können (ohne Zwischenbildberechnung

sichtbare Ruckler). Laut Optoma arbeitet

der HD91 im 3D-Modus mit 144 Hertz

(72 Hertz pro Auge), was die fast flimmerfreie

3D-Darstellung trotz Shutter-Technik

selbst bei Umgebungslicht erklärt. Optomas

Zwischenbildberechnung beeinflusst

aber lediglich die wahrgenommene Schärfe

von Kinofilmmaterial, denn normale TVund

Videosequenzen in 50 oder 60 Hertz

profitieren nicht von einer verbesserten

Bewegtbildschärfe. Auch bei der Schwarzdarstellung

müssen wir Kritik üben. Ohne

Einsatz der „Dynamic Black“-Funktion erscheinen

dunkle Bildinhalte eher Grau. Der

Ansatz ist zugleich aber auch der Schwachpunkt

des HD91, denn Optoma leistet sich

bei der Programmierung einige Schnitzer.

So klappte die Kontrastoptimierung bei

unserem Testmodell nur in den Bildmodi

„Foto“ und „Kino“ zufriedenstellend.

Wertung

LED-Projektor mit einer beeindruckenden Farbdarstellung, die sich

leider nicht konsequent auf den HDTV-Standard angleichen lässt.

Dennoch liegt die Zukunft auch hier im LED-Leuchtmittel.

gut 79 %

Aus dem Messlabor

Extrem große Farbraumdarstellung mit meist natürlicher Darstellung.

Eine exakte Farbkalibrierung ist aber nicht möglich.

Bereits die Voreinstellung gelingt angenehm natürlich und der

Abgleich ist sehr leicht ausführbar.

Bilder: Auerbach Verlag, Optoma

36 | DIGITAL TESTED 3.2014 * Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


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3.2014

3.2014

83 %

gut

Sony

VPL-HW55ES

Testsieger

Bildmodus Kino 1 Schärfe Niedrig

Realismus Ein (Auflösung:

20, Rauschfilter: NR / MPEG NR Aus / Aus

Min.)

Kinoschwarz Plus Erweit. Blende:

Auto voll,

Lampenregelung:

Filmmodus Auto 1

je nach Wunsch

Motionflow Filmprojektion:

Aus, Bewegungsver.:

Kontrastverstärk. Aus oder Niedrig

Niedrig

Kontrast 90 Gammakorrektur 2.2

Helligkeit 50 x.v.Color Aus

Farbe 50

BT.709 oder

Farbraum 2

Farbraum

Farbton 50

(erweit. Farbdarstellung)

Farbtemperatur D65 Overscan Aus

Die beiliegende Fernbedienung ist

beleuchtet und lässt Sie die wichtigsten

Optionen direkt abrufen.

SONY VPL-HW55ES

Der Entertainer im Wohnzimmer und Heimkino

Der VPL-HW55ES macht im Heimkino und

Wohnzimmer eine tadellose Figur, denn die

kontraststarken, farbechten und hellen Bilder

überzeugen auf den ersten Blick. Einzig

bei der Ausstattung wird offensichtlich, wo

Sony den Rotstift angesetzt hat. So lassen

sich die Bildausrichtung, der Zoom und

der Fokus nur manuell am Gerät einstellen.

Bereits nach der Wahl der Voreinstellung

„Film“ zeigt der Projektor nahezu neutrale

Farben, einen gleichmäßigen Farbtemperaturverlauf

und ein natürliches Bild. Auch

die vergleichsweise günstige Optik lässt

keine Kompromisse erkennen: Farbsäume

und Unschärfen im Randbereich sind,

wenn überhaupt, einzig marginal auszumachen

und auch nur, wenn Sie direkt an

der Leinwand stehen. Zusätzlich hilft der

fein ansteuerbare Panelausgleich, Farbsäumen

entgegenzuwirken, falls der Lens-Shift*

den Effekt verstärken sollte. Sonys Reality

Creation (im Bildmenü mit „Realismus“

bezeichnet) ist auch beim VPL-HW55ES an

Bord und verstärkt den Kontrast einzelner

Bildpunkte, um eine höhere Bildschärfe zu

simulieren. Der VPL-HW55ES arbeitet im

hohen Lampenmodus so geräuscharm, wie

andere Projektoren im Lampensparmodus.

Im Gegensatz zur tadellosen Helligkeit zeigt

der VPL-HW55ES im Bereich der Schwarzdarstellung

noch Verbesserungspotenzial:

Zwar schlummert im Inneren die von Sony

bekannte Iris zur Kontraststeigerung,

doch greift diese vergleichsweise gering ein

und der bestmögliche Schwarzwert ist etwas

limitiert. Dafür punktet das eingesetzte

SXRD-Panel mit einer vergleichsweise guten

Kontraststabilität, sodass die Bildtiefe

auf gleichbleibend hohem Niveau gehalten

werden kann. Etwas zu gut gemeint hat es

Sony bei der Durchzeichnung: Mitteltöne

zeigen sich leicht aufgehellt und mangels

frei einstellbarer Gammakurve (nur Voreinstellungen),

ist ein perfekter Abgleich

nicht möglich. Ganz anders die Farbdarstellung:

Bereits nach dem Einschalten trifft

der VPL-HW55ES die Vorgaben fast auf

den Punkt genau. Bei der Bewegtbildschärfe

gibt sich der Projektor keine Blöße: Der

VPL-HW55ES erreicht zwar nur 100-Hertz-

Niveau, doch arbeitet das SXRD-Panel über

alle Helligkeitsstufen gleichmäßig, sodass

Nachzieheffekte in dunklen Bildbereichen

nicht auftreten. Die Zwischenbildberechnung*

Motionflow, die Filme etwas flüssiger

und ruckelfreier darstellt, arbeitet in niedriger

Stufe fast gänzlich ohne Artefakte*

und Aussetzer, sodass auch traditionelle

Filmfans in Versuchung kommen werden,

die Nachbearbeitung zu aktivieren. Die 3D-

Darstellung fällt gut, aber nicht optimal aus:

Helle Bildanteile flimmern, die Leuchtkraft

ist nur bei geringen Bilddiagonalen überzeugend

und Doppelkonturen sind, wenn

auch nur selten, in dunklen Bildbereichen

erkennbar.

Wertung

Sonys VPL-HW55ES macht im Wohnzimmer und Heimkino eine gute

Figur. Dabei beeindruckt vor allem die Farbtreue und Bildschärfe. Die

3D-Darstellung fällt jedoch nicht optimal aus.

gut 83 %

Aus dem Messlabor

Nahezu neutrale Abbildung, lediglich Rottöne weichen minimal ab.

Eine Korrektur ist aber möglich.

Bereits im Werkzustand gelingt die Darstellung präzise. Profi s

können zudem in eine Kalibrierung einsteigen.

Bilder: Auerbach Verlag, Sony

38 | DIGITAL TESTED 3.2014 * Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Die LED-Offenbarung?

Ein Highlight in diesem

Testfeld ist zweifelsohne

der LED-Beamer HD91 von

Optoma. Im Testlabor hat

der Projektor dann in puncto

Leistungsaufnahme und der

Lampenlebensdauer auch

gleich Rekorde aufgestellt,

im gleichen Zuge fällt der

Bildeindruck aber zwiespältig

aus. Auf der einen Seite

Dennis Schirrmacher,

Chefredakteur

wirken die Bilder extrem farbenfroh,

im selben Augenblick aber auch nur wenig

brillant und insgesamt zu dunkel. Eine Abstimmung

nach HDTV-Standard ist zudem nur bedingt möglich.

An dieser Stelle würde ich aufgrund des unverfälschten

Bildgenusses zum Testsieger VPL-HW55ES von

Sony greifen, der zwar noch auf eine energiehungrige

UHP-Lampe setzt, im Detail aber insgesamt

ausgereifter wirkt.

Sony kann sich in diesem Vergleichstest

an die Spitze setzen und beeindruckt

mit der besten Bildqualität.

Zudem gibt sich der Projektor im

Betrieb flüsterleise. Die 3D-Qualität

fällt aber nicht optimal aus. Sparfüchse

sollten sich in jedem Fall den

Preis-Leistungs-Sieger von Benq anschauen,

denn in diesem Testfeld bekommen

Sie keine bessere Bildqualität

für einen derartigen Preis. Dank

der flinken DLP*-Technik beeindruckt

vor allem auch die plastische

Bildwiedergabe, die aufgrund der

Abstinenz von Doppelkonturen

auch zu längerem Verweilen einlädt.

Bei der Betriebslautstärke müssen

Sie jedoch Kompromisse eingehen

und auch die Farbblitzer schmälern

die Gesamteindruck etwas. Epson

liefert mit dem EH-TW9100W ein

grundsolides Gesamtpaket ab. Der

beiliegende Wireless-Transmitter ist

eine nette Dreingabe, auch wenn

es im Test zu Fehlern im kabellosen

Betrieb kam. Punkten kann

der Projektor wiederum bei der Bewegtbildschärfe.

3D-Bilder können

jedoch nicht auf Dauer überzeugen,

denn die leicht sichtbaren Doppelkonturen

und flimmernden 3D-

Brillen schränken den Spaß fühlbar

ein. Optoma zeigt seindrucksvoll,

was die LED-Technik im Projektorbereich

leisten kann. Insgesamt

hat das Leuchtmittel aber noch

mit einigen Kinderkrankheiten zu

kämpfen, lässt grundsätzlich aber

positiv in die Zukunft der LED-

Projektoren blicken.

Ausstattung Testsieger Sieger Preis/Leistung

Allgemein

Hersteller Sony Epson BenQ Optoma

Modell VPL-HW55ES EH-TW9100W W7500 HD91

Preis(UVP)/Straßenpreis 3 200 Euro/2 999 Euro 2 999 Euro/2 760 Euro 2 399 Euro/1 899 Euro 3 499 Euro/–

Maße (B/H/T) 40,7 × 17,9 × 46,4 cm 46,6 × 14 × 39,5 cm 42,8 × 14,5 × 31,7 cm 34,5 × 16,2 × 44,3 cm

Gewicht 9,6 kg 8,6 kg 6,3 kg 7 kg

Informationen www.sony.de www.epson.de www.benq.de www.optoma.de

Anschlüsse

HDMI

Scart

PC

HDMI

Eingänge 2 1 1 1 2 1 1 1 2 1 1 1 2 1 1 1

Sonstige RS232 Wireless-Transmitter RS232, 12-V-Trigger, USB RS232, 12-V-Trigger, USB

Merkmale

Projektortyp SXRD LCD 1-Chip-DLP 1-Chip-DLP

Auflösung 1 920 × 1 080 Pixel 1 920 × 1 080 Pixel 1 920 × 1 080 Pixel 1 920 × 1 080 Pixel

Lensshift vertikal: +/–71 %, horizontal: +/–25 % vertikal: +/– 96 %, horizontal: +/– 47 % vertikal: +/–120 %, horizontal: +/–40 % vertikal: +/–10 %, horizontal: +/–60 %

Lampenlaufzeit 5 000 h 5 000 h 3 000 h 20 000 h

Sonstiges – – – RGB-LED-Lichtquelle

Betrieb

Zwischenbildberechnung 100 Hertz 100 Hertz 50 Hertz 50 Hertz

Maximale Leuchtkraft 360 cd/m 2 600 cd/m 2 500 cd/m 2 200 cd/m 2

Schwarzwert 0,04 – 0,08 cd/m 2 0,05 – 0,1 cd/m 2 0,07 - 0,3 cd/m 2 0,02 – 0,2 cd/m 2

Gleichmäßigkeit Ausleuchtung gut gut gut sehr gut

Lautheit (1 m Entfernung) 25 – 30 dBA 35 – 48 dBA 38 – 43 dBA 36 – 40 dBA

Crosstalk im 3D-Modus 2 -4 % 2 – 4 % 0 % 0 %

Vor-/Nachteile

Vorteile

+ Hohe Bildhelligkeit, mustergültige Farbtreue

+ Gute Schärfe und Zwischenbildberechnung

+ Leiser Betrieb im hohen Lampenmodus

+ Optimal spieletauglich

+ Hohe Bildhelligkeit

+ Gute Bildschärfe

+ Äußerst flexibel aufstellbar

+ Drahtlose Bildübertragung, Bild-in-Bild

+ Exzellente Bildhelligkeit, sehr gute Farbtreue

+ Gute Bildschärfe, ruckelfreie Kinobilder

+ Sehr gutes 3D, Brille fast flimmerfrei

+ Sehr gute Preis-Leistung

+ Beeindruckende Farbraumabdeckung

+ Gute Schärfe und Zwischenbildberechnung

+ Sehr gutes 3D, Brille fast flimmerfrei

+ LED-Beleuchtung mit vielen Praxisvorteilen

Nachteile

Bewertung

– Fehlende Bildnachbearbeitungen

– Gammaabstimmung nicht perfekt

– Schwarz könnte noch satter sein

– Lens-Shift, Fokus und Zoom manuell

Scart

– Farbsäume und verfärbte Bildränder

– Bei korrekten Farben hoher Lichtverlust

– Hohes Betriebsgeräusch

– Staubanfällig

PC

HDMI

Scart

– Farbblitzer, abgestufe Farbübergänge

– Schwarz könnte noch satter sein

– Betriebsgeräusch vergleichsweise hoch

– Lens-Shift, Fokus und Zoom manuell

PC

HDMI

Komponente

Komponente

Komponente

Komponente

Scart

PC

– Helligkeit und Schwarzwert nicht optimal

– Farbblitzer gemindert, aber noch sichtbar

– Dynamic-Black-Funktion fehlerhaft

– Hochfrequentes Störgeräusch

Installation gut 8/10 gut 9/10 gut 8/10 gut 8/10

Benutzerfreundlichkeit gut 9,5/12 befriedigend 8/12 befriedigend 8/12 gut 10/12

Stromverbrauch

Stand-by:

Betrieb:

0,8 W

210 – 265 W

1,5/3

Stand-by:

Betrieb:

0,4 W

210 – 310 W

1,5/3

Stand-by:

Betrieb:

0,6 W

315 – 375 W

1/3

Stand-by:

Betrieb:

0,5 W

60 – 130 W

3/3

Ausstattung gut 16,5/20 ausgezeichnet 18/20 sehr gut 17/20 sehr gut 17/20

Wiedergabequalität

Kontrastumfang 400 : 1 – 6 000 : 1 7/10 400 : 1 – 5 000 : 1 6,5/10 400 : 1 – 4 000 : 1 6,5/10 300 : 1 – 3 000 : 1 6/10

Farbdeckung ausgezeichnet 9,5/10 sehr gut 8,5/10 ausgezeichnet 9/10 gut 8/10

Bildschärfe ausgezeichnet 9/10 ausgezeichnet 9/10 sehr gut 8,5/10 sehr gut 8,5/10

Bildverarbeitung gut 4/5 gut 4/5 gut 4/5 gut 4/5

Sehtest sehr gut 8,5/10 gut 7/10 gut 8/10 gut 7/10

Bildqualität gut 38/45 gut 35/45 gut 36/45 gut 33,5/45

Gesamt 72 von 87 Punkten 70 von 87 Punkten 69 von 87 Punkten 68,5 von 87 Punkten

3D-Eindruck gut gut sehr gut sehr gut

Preis/Leistung gut befriedigend sehr gut befriedigend

Gesamtwertung

gut gut gut gut

83 % 80 % 79 % 79 %

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 39


Test Video

Leinwand-Ratgeber

Der Traum vom Wohnzimmerkino

Die Wahl der richtigen oder vielmehr der passenden Leinwand ist nicht minder wichtig, als die Wahl des Projektors, doch

allzu oft wird zugunsten des Preises zum falschen Tuch gegriffen. DIGITAL TESTED zeigt, worauf es ankommt und wie Sie

die Leinwand unauffällig in Ihren Wohnraum integrieren.

CHRISTIAN TROZINSKI

Die Projektion auf eine Oberfläche

ist immer von äußeren Faktoren

abhängig – nur im komplett abgedunkelten

Heimkino und mit abgedunkelten

Wänden sehen Sie die Bildqualität,

die Ihr Projektor tatsächlich liefert.

Sobald helle Wände das projizierte Licht

reflektieren und Restlicht auf die Leinwand

trifft, kommt es unweigerlich zum

Kontrastverlust und zu Farbverfälschungen.

Da eine Leinwand passiv arbeitet,

wird jedes eintreffende Licht reflektiert,

ganz gleich, ob es sich um Bildinformationen

des Projektors oder Störeinflüsse von

anderen Lichtquellen handelt. Damit die

Projektion im Wohnzimmer kontraststark

gelingt, greifen Leinwandhersteller tief in

die Trickkiste, um unterschiedliche Materialien

zu kombinieren, die Lichtwellen

abhängig vom Einfallswinkel reflektieren

oder absorbieren. Häufig werden Sie dabei

auf zwei unterschiedliche Verfahren stoßen.

Sogenannte High-Gain-Leinwände

erhöhen den Reflexionsgrad des direkt

einfallenden Lichts. Ein Gain-Wert von 1

besagt, dass das Licht in gleichem Maße

reflektiert wird, wie es auf die Leinwand

trifft. Höhere Gain-Werte zeigen den Faktor

an, um den die Helligkeit zunimmt.

Hierfür ist allerdings eine spezielle Beschichtung

notwendig, die eine Art Glitzereffekt

hervorrufen kann. Je stärker das

Licht gebündelt wird (hoher Gain-Wert),

desto heller erscheint das Bild bei frontaler

Betrachtung, allerdings dunkelt es umso

stärker bei einer seitlichen Betrachtung ab.

Das zweite Verfahren setzt auf eine dunklere

und zugleich lichtmindernde Oberfläche

(Gain-Wert kleiner als 1), sodass die

Helligkeit des Bildes abnimmt. Großer

Vorteil im Vergleich zu High-Gain-Tüchern:

Die Ausleuchtung gelingt gleichmäßiger,

der Glitzereffekt ist geringer oder

kommt überhaupt nicht zum Vorschein.

Kombiniert man beide Verfahren, können

Tücher mit guter Schwarzdarstellung und

starker Lichtbündelung gefertigt werden.

Schalten Sie den Projektor aus und

betrachten Sie die Leinwandfläche bei

Tageslicht, sehen Sie das bestmögliche

„Schwarz“, das die Leinwand liefert. Im

dunklen Heimkino sind alle Tücher gleich

schwarz, im Wohnzimmer gibt es dagegen

gravierende Unterschiede. Im Gegensatz

zu weißen Heimkinotüchern ist das optimale

Wohnzimmertuch meist grau oder

dunkelgrau, nur so erscheinen dunkle

Bildbereiche bei Tageslicht plastisch. Großer

Vorteil von Leinwandtüchern ist das

Fernbleiben jedweder Spiegelung, sodass

nichts vom Bildgenuss ablenkt. Zusätzlich

reflektieren kontrastverstärkende Tücher

das einfallende Licht nicht nach allen

Richtungen gleichmäßig, sondern die speziell

beschichtete Oberfläche erlaubt es,

Lichtwellen in einer bestimmten Richtung

zum Zuschauer zurückzuwerfen. Dadurch

ist es möglich, dass das projizierte Bild

eines Projektors mit hoher Helligkeit

zum Zuschauer reflektiert wird, während

seitlich einfallendes Umgebungslicht die

Leinwandfläche kaum aufhellt. Die gerichtete

Abstrahlung bedeutet aber gleichermaßen,

dass die Bildecken der Leinwand

häufig dunkler als die Bildmitte

Bilder: DNP, Screen Innovations, Stewart, Screen Research

40 | DIGITAL TESTED 3.2014

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Selbst akustisch transparente Tücher sorgen für einen Pegelabfall

bei hohen Frequenzen. Dies muss durch die Audioeinmessung

kompensiert werden.

erscheinen. Tipp: Installieren Sie den Projektor

weiter entfernt, um den Einfallswinkel

zu den Bildseiten möglichst gering

zu halten oder wählen Sie eine Leinwand

mit gewölbter Bildfläche. Ebenso sollten

Sie direkt vor der Leinwand Platz nehmen,

denn bei einer seitlichen Betrachtung verliert

das Bild stark an Helligkeit. In jedem

Fall sollten Sie gegenüber der Leinwand

nur den Projektor und keine Lichtquellen

installieren. Gegenüberliegende Fenster

müssen Sie komplett abdunkeln, um einen

Kontrastverlust zu vermeiden. Für die

Wohnzimmerinstallation gilt: Der Einfallswinkel

des projizierten Lichts und der

Blickwinkel sollten nicht zu steil ausfallen,

um den bestmöglichen Bildkontrast

zu erreichen.

Wer eine Leinwand installieren will,

stößt häufig an praktische Grenzen:

Fährt die Leinwand vor den Fernseher,

verdeckt sie meist ebenso die installierten

Lautsprecher. Haben Sie den linken und

rechten Lautsprecher Ihrer Heimkinoanlage

weit genug vom Fernseher entfernt

platziert, bieten einige Leinwandhersteller

eine gute Kompromisslösung: Motorisierte

Leinwände mit Seilsystem besitzen

keinen Vorlauf und verdecken somit

nicht den Center-Kanal. Generell sollten

Sie darauf achten, dass der Vorlauf der

Leinwand exakt die Länge aufweist, die

Sie in ihrem Wohnzimmer benötigen,

sonst hängt die Leinwand zu hoch oder

liegt auf dem Sideboard auf. Nicht immer

gestatten ausfahrbare Leinwände eine

stufenlose Anpassung der Länge, da das

Seilspannsystem häufig nur funktioniert,

wenn die Leinwand komplett ausgefahren

wird. Haben Sie die Wahl zwischen einer

fest installierten Rahmenleinwand

und einer ausfahrbaren, sollten Sie zur

Rahmenleinwand greifen. Jedes Einrollen

strapaziert die Oberfläche und gerade die

mehrfachbeschichteten High-Contrast-

Leinwände reagieren sehr empfindlich.

Sollte die Leinwand Lautsprecher gänzlich

verdecken, stehen akustisch transparente

Tücher zur Verfügung, die den Schall

zum Großteil hindurchlassen. Bei dieser

Lösung ist ebenfalls äußerste Vorsicht geboten,

denn die Tücher reflektieren weniger

Licht zum Zuschauer (dunkleres Bild)

und dahinter liegende Objekte, insbesondere

Flachbildfernseher mit spiegelnder

Oberfläche, können durchschimmern.

Leinwandhersteller wie Screen Research

bieten mit einer zusätzlichen schwarzen

Gewebestruktur eine passende Lösung

(„Black-Backing-Layer“).

Während Flachbildfernseher im ausgeschalteten

Zustand wie Fremdkörper

im Wohnzimmer erscheinen, lassen sich

Leinwände meist unscheinbarer in die

Wohnumgebung integrierten oder sogar

einrollen. Auch das flexible Bildformat

Screen Research statten die Rückseite mit

einer schwarzen Gewebestruktur aus, um

ein Durch schimmern zu vermeiden.

begeistert Kinofans: Ein Leinwandtuch im

21 : 9*-Kinoformat ermöglicht die Filmprojektion

ohne schwarze Balken und

bei gleichbleibender Bildhöhe nimmt die

projizierte Breite, und damit auch die

Gesamtgröße des Bildes, dramatisch zu.

Die Abstimmung von Leinwand, Projektor

und Raum ist der Schlüssel zu

einem kontrastreichen Bild. Fällt die Wahl

auf eine dunkle Leinwand mit niedrigem

Gain-Wert, sollten Sie einen lichtstarken

Projektor erwerben. SXRD- und D-ILA-

Projektoren ab 1 300 Lumen eignen sich

hier ebenso wie DLP*- und LCD*-Projektoren

mit 2 000 Lumen (Herstellerangaben).

Achten Sie darauf, dass der jeweilige

Projektor nicht nur im niedrigen, sondern

auch im hohen Lampenmodus leise arbeitet.

Zwar lassen sich unter Wohnzimmerbedingungen

die Gesetze der Physik nicht

außer Kraft setzen, aber mit dem richtigen

Leinwandtuch und der abgestimmten

Installation viele Stolpersteine auf

dem Weg zum brillanten Projektionsbild

geschickt umgehen.

Die ausfahrbare Leinwand von Screen Innovations dient als

Lichtblocker und hängt an dünnen Seilen.

Die Cima-Serie von Stewart Filmscreen bietet einen preislich

attraktiven Einstieg in die Welt der Wohnzimmerleinwände.

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 41


Test Audio/Multimedia

HDMI über lange Strecken

RJ45 HDMI EXTENDER

Bild und Ton aus dem Netzwerk

Eigentlich ist die Verbindung eines modernen Zuspielers mit einem Projektor kein Problem: Einfach ein HDMI-Kabel an

beide Geräte anschließen und schon sind Bild und Ton vorhanden. Doch was tun, wenn der Weg zwischen dem Abspieler

und Wiedergabegerät sehr lang ausfällt?

MIKE BAUERFEIND, DENNIS SCHIRRMACHER

HDMI ist der perfekte Anschluss für

das Heimkino, denn neben den digitalen

Bild- werden auch hochauflösende

Tonsignale über dasselbe Kabel an

die jeweiligen Wiedergabegeräte übertragen.

Strecken von bis zu 15 Metern können

dabei ohne Probleme bewältigt werden;

das garantieren auch die Spezifikationen

des Standards. Selbst mit günstigen Kabeln

sollte diese Entfernung überbrückbar sein.

Danach kann es aber eng werden und sogar

teuere Markenkabel können den Dienst verweigern

– zumindest dann, wenn nicht auf

spezielle HDMI*-Repeater zurückgegriffen

werden kann, die das Signal verstärken.

Müssen aus baulichen Gründen längere

Strecken überbrückt werden, hat der Nutzer

also ein Problem. Das kann zum Beispiel

der Fall sein, wenn ein Projektor angesteuert

werden soll, das Kabel aber nicht auf direktem

Weg verlegt werden kann. Für solche

Aus dem Messlabor

Der Empfänger bleibt kühl, der Sender

erwärmt sich hingegen stark.

und andere Fälle haben die Empfangsprofis

von smart electronic mit dem RJ45 Extender

ein passendes und sehr nützliches Gerät zur

Überbrückung langer Strecken mittels eines

Netzwerkkables im Angebot.

Um einen störungsfreien Empfang

zu gewährleisten empfiehlt es sich, hochwertige

Netzwerkkabel zu verwenden; vor

allem dann, wenn sehr lange Distanzen

überbrückt werden müssen. Bei der Verlegung

sollte man zudem darauf achten, dass

die Kabel nicht geknickt werden, da es sonst

zu ungewollten Reflexionen und somit Störungen

kommen kann. Im ersten Test sollte

ein Sat-Receiver mit einem weit entfernt stehenden

Flachbildfernseher verbunden werden

und hierfür kam ein handelsübliches

CAT5-Netzwerkkabel mit 30 Metern Länge

zum Einsatz. Beide Boxen werden also

über das Netzwerkkabel verbunden, mittels

HDMI an den Empfänger und Smart TV*

angeschlossen und schließlich noch mit

einem Infrarot-Sensor versehen. Letzterer

erlaubt ein ungemein praktisches Feature:

Einer der Sensoren wird vor dem zu

steuernden Abspieler platziert, der zweite

kommt an das TV-Gerät. Nun werden die

Infrarot-Signale der Fernbedienung ebenfalls

über das Netzwerkkabel übertragen

und auch wenn sich der Digitalreceiver oder

Blu-ray-Player beispielsweise im Nachbarraum

oder gar auf dem Dachboden befindet,

kann die Bedienung bequem über die

Fernbedienung erfolgen. Doch zurück zum

Testaufbau: Die Übertragung funktionierte

auf Anhieb problemlos und störungsfrei.

Das digitale HDMI-Signal wird dabei über

das Netzwerkkabel unkomprimiert übertragen

und entspricht 1 : 1 dem Datenstrom

des Abspielers. Der Vorteil hierbei ist die

Tatsache, dass weder bei der Bild- noch

bei der Tonqualität Qualitätseinbußen zu

befürchten sind. Im Gegensatz zu Systemen

die mit Komprimierung arbeiten, können

auch alle hochauflösenden Tonformate wie

etwa Dolby TrueHD oder DTS-HD Master

Audio von einer Blu-ray Disc zum TV-Gerät

oder sinnvollerweise zu einem entsprechenden

AV-Receiver* übertragen werden.

Im Test funktionierte auch die Steuerung

über den Infrarotsensor völlig störungsfrei.

Als nächstes stand der Versuch mit

einem 100 Meter langen Netzwerkkabel

auf dem Plan. Wir waren gespannt, ob das

System auch mit dieser nicht unproblematischen

Kabellänge zurechtkommt, so

wie es der Hersteller verspricht. Hierbei

kam zuerst ein preiswertes Billigkabel nach

dem CAT5-Standard zum Einsatz. Preislich

liegen solche Kabel mit 100 Metern Länge

bei rund 13 Euro. Allerdings verursachte

bereits das Patchen der Strippe ein mulmiges

Gefühl: Die einzelnen Adern der

Drähte waren sehr dünn und das Kabel verfügt

über keine sichtbare Abschirmung, was

natürlich für das geplante Vorhaben nicht

unbedingt von Vorteil ist. Trotzdem wurde

ein Versuch gewagt. Das Ergebnis: Es war

keine Bildübertragung möglich und die beiden

Extender konnten sich nicht miteinan-

Bilder: © Cobalt - Fotolia.com, Auerbach Verlag, Panasonic

42 | DIGITAL TESTED 3.2014

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Gerade bei Projektoren muss in der Regel eine lange Strecke via HDMI überbrückt

werden. Ab 15 Meter wird das aber oft kritisch. Epson setzt beim EH-TW9100W ...

der verbinden, was man auch an den nicht

leuchtenden grünen LEDs „HDCP“ und

„Link“ erkennen konnte. In Verbindung

mit einem preiswerten Kabel sind also die

angegebenen 100 Meter des Herstellers utopisch.

Beim zweiten Versuch kam ein sehr

hochwertiges Installationskabel zum Einsatz.

Dieses machte bereits auf den ersten

Blick einen deutlich wertigeren Eindruck

und es wies eine gute Abschirmung auf.

Dabei gab es eine generelle Schirmung im

Kabel selbst und zusätzlich sind nochmal

alle vier Adernpaare einzeln geschützt, wodurch

das Kabel als CAT7 eingestuft wird

und somit zu den derzeit hochwertigsten

Netzwerkkabeln gehört. Und tatsächlich:

Mit diesem Kabel war ein störungsfreier Betrieb

auch mit 100 Metern Länge möglich.

Wie bereits erwähnt, ist gerade bei größeren

Entfernungen unbedingt auf sehr hochwertige

Kabel zu achten.

An jeder der beiden Boxen befinden

sich neben den gängigen Anschlüssen auch

noch jeweils zwei weitere Netzwerkbuchsen.

Damit ist eine zusätzliche Einbindung

in das heimische Netzwerk möglich. Wird

eine dieser vier Buchsen an einen Router

oder Switch angeschlossen, steht an den

restlichen drei Anschlüssen zusätzlich das

Netzwerk und somit in aller Regel auch das

Internet zur Verfügung; die Extender fungieren

demnach auch als Switch. Damit lässt

sich zum Beispiel der auf dem ausgebauten

Dachboden stehende Smart TV problemlos

mit dem Netzwerk verbinden und auch Onlineinhalte

sind so abrufbar. Eine sehr nützliche

und praktische Zusatzfunktion, die

noch komfortabler gewesen wäre, wenn der

Hersteller das Netzwerksignal auch auf den

HDMI-Anschluss gelegt hätte. Moderne

Geräte erlauben nämlich auch die Einbindung

netzwerkfähiger Geräte über HDMI

1.4 mit integrierter Ethernet*-Funktion.

Im Betrieb war übrigens eine deutlich

starke Erwärmung des Empfängers

feststellbar. Im Gegensatz dazu blieb der

Sender vergleichsweise kühl (siehe Wärmebild).

Das legt natürlich die Befürchtung

nahe, dass die Erwärmung des Empfängers

auf einen hohen Stromverbrauch hindeut,

bewahrheitet hat sich die Vermutung aber

nicht. Im Betrieb genehmigt sich der Sender

nur rund drei Watt, während der Empfänger

mit knapp unter sechs Watt in etwa

fast doppelt soviel Strom benötigt und die

Leistungsaufnahme beide Geräte bleibt also

unter 10 Watt. Natürlich lässt sich das

System auch mit einem HDMI-Switch

erweitern. An dieser Stelle hat smart

electronic passende Systeme im Angebot.

So gibt es 10.2-Gbps-Switches als

HDMI-Umschalter in verschiedenen

... auf eine WirelessHD-Box, die HDMI-Signale

kabellos über Funk an den Projektor schickt.

Größen. Der kleinste Switch schaltet zwei

HDMI-Quellen auf einen Ausgang um,

der größte Switch kann fünf Geräte mit

einen Ausgang verknüpfen. Platziert man

in Verbindung mit dem Switch den Infrarotsensor

des Extenders geschickt, ist

auch eine parallele Fernbedienung von

Switch und Receiver möglich. Das erweitert

natürlich die Steuermöglichkeiten

enorm und erlaubt die Nutzung verschiedener

Quellen zur HDMI-Übertragung

über Netzwerkkabel.

Den Test unter Laborbedingungen

hat das System völlig souverän gemeistert

und ist demnach eine sehr praxistaugliche

Lösung, um HDMI-Signale über

eine größere Distanz zu übertragen. Allerdings

hat dieser Komfort auch seinen

Preis und etwas über 200 Euro muss für

das System gezahlt werden. Hinzu kommen

noch die zusätzlichen Kosten für

das lange Ethernet-Kabel, welches durchaus

nochmal mit etwas über 50 Euro zu

Buche schlagen kann, falls man auf das

hochwertigste CAT7-Kabel setzt. Dennoch

dürfte es einige Nutzer geben, die

mit so einem System genau die richtige

Lösung erhalten und so im Heimkino

lange Strecken elegant und mit einer qualitativ

hochwertigen und ausfallsicheren

Lösung überbrücken können.

IR Extender

Sender

IR Extender

HDMI-Kabel

Empfänger

RJ45

HDMI-Kabel

So funktioniert die Übertragung des HDMI-Signals über ein Netzwerkkabel: Eine Box

fungiert als Sender, die zweite als Empfänger. Das HDMI-Signal wird dann zwischen

den beiden Geräten über ein handelsübliches Netzwerkkabel übertragen. Bei Verwendung

hochwertiger Kabel ist so eine Strecke von bis zu 100 Metern überbrückbar.

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 43


Test Rubrik

Edge-LED-LCD (Full HD)

Öko-Check

www.digitaltested.de

3.2014

3.2014

87 %

sehr gut

Sony

KDL-55W955B

Testsieger

DT-Service: Optimales Set-up

Bildmodus Anwender Filmmodus Autom.

Hintergrundlicht Je nach Wunsch Schwarzkorrektur Aus

Kontrast Max Verb. Kontrastanhebung

Helligkeit / Farbe 50 / 50

Niedrig

Farbton 0 Gamma 0

Farbtemperatur Warm 2 Dyn. LED-Steuerung Standard

Bildschärfe 50

Autom. Lichtbegrenzer

Aus

Dyn. Rauschunt. Aus Weißbetonung Aus

MPEG-Rauschunt. Aus Weißabgleich Alles 0

Pixel-Rauschunt. Auto Detailverbesserung Aus

Reality-Creation Manuell Randverbesserung Aus

Auflösung 20

Haut-Naturalisierung

Aus

Rauschfilter Min Home/Anzeige/

Anzeigebereich

+1

Bildschirm einstellen

Gleichm. Abstufung Hoch

Motionflow Klar oder Standard Öko Lichtsensor Ein

Über die „Discover“-Taste erhalten

Sie Schnell zugriff auf die wichtigsten

Inhalte.

SONY KDL-55W955B

Ungemein sparsam und smart

Sonys W955B könnte als „Vernunftfernseher“ vermarktet werden, denn statt den Fokus auf extreme Leistung in Einzelbereichen

zu legen, verkörpert dieser Fernseher den Effizienzgedanken wie kaum ein anderes Modell am Markt und gibt sich

dabei vergleichsweise preiswert.

CHRISTIAN TROZINSKI, DENNIS SCHIRRMACHER

Mit unseren Bildeinstellungen

verbrauchte der 55-Zoll-TV nur

noch zwischen 30 und 70 Watt im

Betrieb, was einen neuen Rekord darstellt.

Die Keilform und die minimalistischen

Standfüße lassen den Fernseher graziler

erscheinem, als es die tatsächliche Bautiefe

vermittelt und das Gehäuse weist im unteren

Bereich genügend Volumen auf, um

die verbauten Lautsprecher zur Höchstleistung

zu treiben. Mit den Voreinstellungen

spielt der Fernseher noch etwas

blechern auf, durch ein wenig Nachhilfe

lassen sich dem TV dagegen klare Mitten

und Höhen entlocken. Keine Korrekturen

mussten wir bei den TV-Einstellungen

vornehmen: Der Sendersuchlauf und die

Einsortierung der Kanäle gelangen fehlerfrei

und dank des flinken elektronischen

Programmführers behalten Sie jederzeit

den Überblick. Einzig die Festplattenaufzeichnung

quittierte unser Testmuster

mit einem wiederholten Neustart, hier

muss Sony noch nachbessern. Die Fast-

Zapping-Option des letzten Jahres ist jetzt

fester Bestandteil des Bedienkonzepts:

Über die Taste „Discover“ blenden Sie

TV- und Internetinhalte als übersichtliche

Bildstrecke am unteren Bildrand ein, die

Aktualisierung der Bilddaten kann jedoch

einige Sekunden in Anspruch nehmen.

Fortan navigieren Sie mit den Pfeiltasten

durch alle relevanten Inhalte und auch für

den Zugang zum Youtube-Portal müssen

Sie nicht länger das laufende Programm

unterbrechen. Gleiches gilt für Facebook

und Twitter oder die Videotelefonie Skype,

die als Bild-in-Bild dargestellt werden.

Gaming-Fans kommen bei Sony weiterhin

auf ihre Kosten: Im Spielemodus fällt

die Eingabeverzögerung* konkurrenzlos

gering aus.

Im W955B arbeitet ein 100-Hertz-

IPS-Panel*, das nicht nur einen stabilen

Farb- und Kontrasteindruck bei seitlicher

Betrachtung garantiert, sondern auch

das flimmerfreie Polfilter-3D-Verfahren

unterstützt. In beiden Bereichen ist der

W955B sogar dem letztjährigen W905A

überlegen: Wer gern mit drei oder mehr

Zuschauern vor dem Fernseher sitzt und

auch unter Wohnzimmerbedingungen

3D-Filme bestaunen möchte, fährt mit

dem W955B besser. Nachteile durch

Aus dem Messlabor

Die Voreinstellungen geben sich erfreulich neutral. Allein Gelb- und

Rottöne sind etwas stärker gesättigt.

Auch hier überzeugt die authentische bereits in den Werkseinstellungen.

Der Blaustich wird vom Dimming kaschiert.

Bilder: Auerbach Verlag, Sony

44 | DIGITAL TESTED 3.2014

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Anschlüsse

Der Online-EPG präsentiert Inhalte

hübscher, ...

... als die Standardversion der

elektronischen Programmzeitschrift.

Online punktet das Smart TV vor allem

mit vielen Mediatheken.

das Panel ergeben sich vor allem in der

Schwarzdarstellung. Der W955B zeigt

aufgehellte Schwarzbereiche und erfordert

deshalb Kompromisse bei den Bildeinstellungen.

Unsere Empfehlung: Aktivieren

Sie den Lichtsensor sowie das LED-Dimming

und schalten Sie die dynamische

Kontrastregelung in minimaler Stufe hinzu.

Unter diesen Voraussetzungen zeigen

sich dunkle Bereiche nicht länger störend

aufgehellt, je nach Bildinhalt leidet aber

Flach, aber satt im Klang

Dank der keilformartigen Bauweise verfügt

der Fernseher an der Unterseite über mehr

Volumen, was klanglich effizient ausgenutzt

wird. Dabei strahlen die Lautsprecher nach

unten ab. Klangtipp: Im Menü sollten Sie den

Bassbereich etwas anheben und die voreingestellte

Stimmenversrtärkung meiden. Optional

ist auch ein Subwoofer (SWF-BR100) erhältlich,

der dem Sound nochmals ein deutliches Fundament

verleiht. Neben einem Stromanschluss

brauchen Sie kein zusätzliches Verbindungskabel,

denn der Fernseher kommuniziert kabellos

mit dem Basslautsprecher.

die Bildbrillanz. Sonys „X-tendet-Dynamic-Range“-Funktion,

die den Kontrasteindruck

verbessern soll, konnten wir

im Test nur wenig abgewinnen. Im Bildmodus

„Kino 2“ setzt der Fernseher eine

Gammakorrektur ein, die an Bearbeitungsfilter

aus Fotoprogrammen erinnert.

Hierbei reduziert der Fernseher die Helligkeit

bestimmter Töne, um eine größere

Kontrastdifferenz zu sehr hellen Flächen

aufzubauen, wodurch u. a. Gesichtstöne

jedoch unnatürlich erscheinen.

Das Dimming erfolgt beim W955B

nur noch in wenigen Spalten, da Sony

wie beim letztjährigen W805 einzig

an der Bildunterkante eine LED-Leiste

installiert. Dies führt vor allem bei Kinofilmen

mit schwarzen Balken zu Nachteilen,

da diese nicht mehr gezielt wie

beim W905A gedimmt werden können.

Anspruchsvolle Filme wie den letzten

Harry-Potter-Teil meistert der W955B

dennoch und Sonys Bildverarbeitung garantiert

eine mustergültige Durchzeichnung

ohne störende Überbelichtungen.

Generell sind die Voreinstellungen des

W955B fast optimal geglückt, sodass eine

aufwändige Kalibrierung entfällt. Sonys

erweiterte Farbdarstellung Triluminos ist

auch beim W955B an Bord, greift aber

sichtbar dezenter als im Vorjahr ein, sodass

wir die Voreinstellung „Farbbrillanz

Niedrig“ wärmstens empfehlen können.

Großer Vorteil im Vergleich zum Vorjahr:

Der störende Blauviolettschimmer bei

seitlicher Betrachtung tritt beim W955B

nicht länger auf, sodass die satten Farben

von allen Zuschauern bestaunt werden

können. Weiterhin ganz vorn mit dabei

ist Sonys W955B bei der Bildschärfe:

Sämtliche Details werden kontraststark

herausgearbeitet und auch bei schnelleren

Bewegungen verwischen Bilder nicht. Kinofans

müssen zudem keinen auffälligen

Soap-Effekt befürchten.

Sony baut mit dem W955B auf den

Stärken des letztjährigen W805 auf und

verbessert den Fernseher in allen Bereichen:

Der W955B liefert das kontraststärkere

Bild, ist umfangreicher ausgestattet

und besser verarbeitet als der W805.

Vergleicht man den W955B dagegen mit

den letztjährigen W905A-Modellen, so

dürften vor allem Filmfans enttäuscht

sein, die auf eine mustergültige Schwarzund

Kontrastdarstellung Wert legen. Sieht

man von der irreführenden Produktbezeichnung

des W955B ab, liefert Sony aber

wieder einmal einen rundum überzeugenden

Fernseher.

Ausstattung

Allgemein

Hersteller

Modell

Preis (UVP)/Straßenpreis

Maße (B/H/T)

Gewicht

Informationen

Anschlüsse

HDMI

Komponente

Sony

KDL-55W955B

1 799 Euro

123,9 × 79,1 × 9,2 cm

20,2 kg

www.sony.de

Scart

PC

S-Video

Eingänge 4 1 1 1

Sonstige

3 × USB, Kopfhörer,

digital optisch, Netzwerk,

CI-Plus-Slot

Merkmale

TV-Typ (Diagonale)

Edge-LED-LCD (55 Zoll/140 cm)

Auflösung

1 920 × 1 080 Pixel

Frontscheibe

kontrastoptimiert, spiegelnd

Formatwahl (HDMI)

variabel, kein Overscan

DVB-T-/Kabel-/Sat-Tuner / /

Bild-in-Bild-Darstellung

HbbTV

Festplattenaufzeichnung

ja, extern USB

Sonstiges

Apps, Bildspiegelung von Tablet

oder Smartphone, Bluetooth,

Browser, DLNA Client, EPG auf

Tablet, NFC, Skype, Youtube

Betrieb

Zwischenbildberechnung

200 Hz

Maximale Leuchtkraft 340 cd/m 2

Schwarzwert 0,45 – 0,01 cd/m 2

Gleichmäßigkeit Ausleuchtung

gut

Kontrasteindruck Blickwinkel

120 Grad:

150 Grad:

gut

gut

Eingabeverzögerung

20 – 110 ms (niedrig bis hoch)

Crosstalk im 3D-Modus 0 %

Energiekosten/Jahr

21,93 Euro/Jahr

Vorteile

Nachteile

+ Gute Voreinstellungen, stabiler

Blickwinkel

+ Sehr gute Bildschärfe, tolles 3D

+ Umfangreiche TV-Funktionen,

Bild-in-Bild

+ Geringe Eingabeverzögerung, flink

im Betrieb

Bewertung

– Mäßige Schwarzdarstellung

– „X-tendet-Dynamic-Range“ wenig

effektiv

– Festplattenaufzeichnung noch

fehlerhaft

– Irreführende Produktbezeichnung

Installation sehr gut 8,5/10

Benutzerfreundlichkeit sehr gut 12,5/14

Stromverbrauch

Stand-by: 0,1 W

Betrieb: 30 – 95 W

0/3

Ausstattung ausgezeichnet 31/33,5

Wiedergabequalität

Kontrastumfang 700 : 1 – 3 500 : 1 6,5/10

Farbdeckung ausgezeichnet 9,5/10

Bildschärfe ausgezeichnet 9/10

Bild-/Tonverarbeitung ausgezeichnet 4,5/5

Sehtest gut 8/10

Bildqualität gut 37,5/45

Gesamt

89,5 von 102,5 Punkten

3D-Eindruck

sehr gut

Preis/Leistung

sehr gut

Wertung

Sonys neues Topmodell der Full-HD-Fernseher gibt sich ungemein

sparsam, punktet mit einem blickwinkelstabilen Bild und einer

umfassenden Ausstattung.

sehr gut 87 %

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 45


Test Rubrik

Edge-LED-LCD (Full HD)

3.2014

86 %

sehr gut

Philips

47PFK7109

Testergebnis

Öko-Check

www.digitaltested.de

3.2014

DT-Service: Optimales Set-up

Bildeinstellung Film Helligkeit 48

Farbe 64 Videokontrast 97

Kontrast 100 Lichtsensor Ein

Schärfe 0 Gamma 0

Farbverbesserung Aus Super Resolution Aus

Farbtemperatur

Kontrastmodi

Dynamischer

Kontrast

Personalisiert

R-Weißwert 255,

G-Weißwert 227,

B-Weißwert 140,

R-Schwarzwert 0,

G-Schwarzwert 0,

B-Schwarzwert 0

Optimales Bild

oder Aus

Rauschunterdrückung

MPEG-

Artefaktreduz.

HD Natural

Motion

Direkten Sichtkontakt verlangt die Funkfernbedienung

mit rückseitiger Tastatur

nicht. Die „Multiview“-Taste zeigte im Test

keinerlei Effekt.

Aus

Aus

Minimum Clear LCD Ein

Minimum

PHILIPS 47PFK7109

Ambilight neu erleben

Mit 1149 Euro kostet Philips‘ neuer PFK7109 in 47 Zoll nahezu exakt den Preis, für den das Vorjahresmodell PFL7108

aktuell angeboten wird. Im Gegensatz diesem spart Philips aber beim integrierten Ambilight und der Videokamera: Ist der

PFK7109 dennoch die bessere Wahl?

CHRISTIAN TROZINSKI

Sorgen aufgrund der Sparmaßnahmen

sind zum Glück unbegründet,

denn Philips spendiert dem

PFK7109 sinnvolle Features, die nicht

jeder Konkurrent bietet. Allen voran die

Netzwerkfunktionen könnten umfangreicher

kaum sein. So können Sie das

Live-TV-Programm oder Aufnahmen an

andere Fernseher im Netzwerk streamen,

auch wenn diese nicht mit einem

TV-Signal gefüttert werden. Beim Filmstreaming

über das Netzwerk unterstützt

Philips nicht nur die wichtigsten Bildcodecs,

sondern auch die Tonformate

Dolby Digital und DTS. Drahtlos gelingt

die Bildübertragung auf Smartphones

und Tablets, zum Testzeitpunkt war die

neue „TV-Remote-App“ allerdings noch

nicht verfügbar und mit der bestehenden

App-Software klappte die Bildübertragung

nicht. Ambiligh-Fans müssen nur

auf den ersten Blick Einschnitte hinnehmen:

Im Gegensatz zum Vorjahr verbaut

Philips das nach hinten abstrahlende

Licht nur noch links und rechts, dafür erhalten

Sie mehr Möglichkeiten. So gleicht

der Game-Modus die Lichtfarbe besonders

schnell an den Bildinhalt an und der

Fernseher schaltet in dunklen Szenen das

Ambilight komplett aus. Ambilight im

ganzen Haus ermöglicht der Fernseher

durch die direkte Steuerung von Hue-

Lampensets, bis zu 50 LED-Lichter lassen

sich dadurch einbinden.

Im Fernsehbetrieb zeigte sich der

PFK7109 stabiler und schneller als das

Vorjahresmodell. Praktische Funktionen

wie die Komplettaktualisierung der Senderdaten

des elektronischen Programmführers

weisen zwar lange Ladezeiten

auf, bei Abbruch während des Ladescreens

aktualisierte der Fernseher die

Daten im Hintergrund aber dennoch,

sodass dies keinen Nachteil darstellt.

Wechseln Sie in den Onlinemodus, stehen

sogar Bild und Ton während des

EPG*-Aufrufs zur Verfügung und Sie

können den elektronischen Programmführer

komplett auf ein Tablet auslagern.

Einzelaufzeichnungen programmieren

Sie innerhalb der elektronischen Programmvorschau,

während der Aufnahme

wird der Senderwechsel jedoch unterbunden.

Im Stand-by-Betrieb gelingt

Aus dem Messlabor

Grüntöne werden leicht gelblich dargestellt und Magentatöne wiederum

leicht bläulich.

Auch nach einer Anpassung im Menü gibt sich die Farbtemperatur

entweder zu kühl oder warm.

Bilder: Auerbach Verlag, Philips

46 | DIGITAL TESTED 3.2014

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Screenshots

Der EPG bietet im Offl inemodus weder

Bild noch Ton.

Die personalisierbare Kanalliste trumpft

mit Senderlogos auf.

Philips bietet viele Apps, die Bildqualität

kann aber nicht immer überzeugen.

die Programmaufzeichnung ebenfalls,

hierbei verbraucht der Fernseher nur

15 Watt. Die auf Wunsch personalisierbare

Kanalliste trumpft mit Senderlogos

auf und die Vorsortierung zeigte sich

tadellos. Erst als wir den Fernseher im

WLAN*-Modus betrieben, reduzierte

sich die Bediengeschwindigkeit und es

waren teilweise Neustarts vonnöten. Ein

Detail, was man nicht lobend genug

herausstellen kann, ist die neue Bildformateinstellung:

Der PFK7109 erlaubt es,

Bildsignale fast stufenlos zu vergrößern

und zu verzerren, alternativ stellen Sie

Quellen 1:1 pixelperfekt dar. Für Verwirrung

sorgte lediglich die Multiview-Taste

der Fernbedienung, denn eine Bild-in-

Bild-Darstellung ließ sich der Fernseher

nicht entlocken. Einzig im Onlinebetrieb

oder bei Nutzung der Facebook- und

Twitter-App stellt der Fernseher zwei

Quellen parallel dar – auch hier zeigte

die Multiviewtaste aber keinen Effekt.

Die große Auswahl an Onlineapps weiß

zu beeindrucken, die Bildqualität der

Youtube-App kann aber nicht vollends

überzeugen und der Internetbrowser

arbeitet sehr langsam. Hinter „Cloud-

TV“ versteckt sich der Direktzugriff auf

Media theken und Video-On-Demand-

Dienste, selbst auf Inhalte Ihres Dropbox-Kontos

können Sie mit diesem Fernseher

zugreifen.

Unsere Messwerte entsprechen

nahezu dem Vorjahresmodell, dennoch

zeigt sich die Bilddarstellung des

PFK7109 in der Praxis grundverschieden.

Philips strukturierte nicht nur die

Bildeinstellungen neu, sondern auch deren

Auswirkungen auf die Wiedergabe.

Grundsätzlich zeigte sich unser Testmodell

etwas überschärft, d.h. selbst bei

einer Nullstellung der Schärfe, waren

geringe Doppelkonturen zu verzeichnen.

Die Kontrastoptimierung zur tieferen

Schwarzdarstellung beeinflusst immer

das gesamte Bild, im Modus „Optimales

Bild“ erreicht der Fernseher einen guten

Kontrast, kombiniert mit dem Lichtsensor

verbessert sich die Schwarzdarstellung

auf ein sehr gutes Niveau. Nachteil

des Verfahrens: Weisen Bildinhalte ein

eingeschränktes Kontrastspektrum auf,

„dehnt“ der Fernseher das Signal teilweise

so stark, dass einzelne Abstufungen

ausbrennen. Abhilfe schafft es hier, den

Kontrastmodus auf „Aus“ einzustellen.

Philips ist für superflüssige Filmbilder

bekannt, überraschenderweise zeigt

der PFK7109 Filminhalte aber erst in

höchstmöglicher HD-Natural-Motion-

Einstellung komplett ruckelfrei. Wer Artefakte*

vermeiden will, sollte die niedrige

Einstellung wählen, hierbei schaltet

der Fernseher bei komplexen Szenen einen

Gang zurück und Filmbilder zeigen

sich nicht zu stark geglättet. Dass der

PFK7109 knapp zwei Zentimeter dicker

als das Vorjahresmodell ausfällt, hat einen

guten Grund: Philips setzt auf eine

echte LED-Hintergrundbeleuchtung*.

Vorteile bei der Ausleuchtung und des

Bildkontrasts ergeben sich dadurch allerdings

nicht, denn die LED-Anzahl

ist begrenzt und der Fernseher steuert

die Bildhelligkeit immer für das komplette

Bild. Speziell in Fußballszenen

sind leichte Schatten auszumachen, die

vor allem im Randbereich und zwischen

den LED-Feldern auftreten. Großer

Vorteil der direkten LED-Beleuchtung:

Dunkle Bildszenen kommen ohne „Taschenlampeneffekt“

aus und störende

Aufhellungen zeigen sich in keinem Bildbereich.

Die 3D-Darstellung gelingt wie

im Vorjahr flimmerfrei und ausreichend

hell, einzig die Sitzposition sollte tief

genug gewählt werden, um Doppelkonturen

zu vermeiden.

Direkte LED-Beleuchtung, Philips-

Hue-Lampensteuerung und ein umfangreiches

Netzwerkstreaming machen

den PFK7109 zu einem attraktiven Full-

HD-Fernseher. Zudem stimmte Philips

die Bildeinstellungen und deren Auswirkungen

auf das Bild neu ab, sodass

sich der PFK7109 ausreichend vom letztjährigen

PFL7108 absetzen kann. Die

Ausweitung des Ambilights mit weiteren

LED-Lampen lässt jeden Filmabend zum

emotionalen Erlebnis werden und der

PFK7109 kann sich trotz des zweiseitigen

Ambilights effektvoll in Szene setzen.

Ausstattung

Allgemein

Hersteller

Modell

Preis (UVP)/Straßenpreis

Maße (B/H/T)

Gewicht

Informationen

Anschlüsse

HDMI

Komponente

Philips

47PFK7109

1 149 Euro/1 115 Euro

106,1 × 67,1 × 5,3 cm

14 kg

www.philips.de

Scart

PC

S-Video

Eingänge 4 1 1

Sonstige

2 × USB, Kopfhörer,

digital optisch, Netzwerk

Merkmale

TV-Typ (Diagonale)

Edge-LED-LCD (47 Zoll/119 cm)

Auflösung

1 920 × 1 080 Pixel

Frontscheibe

kontrastoptimiert, spiegelnd

Formatwahl (HDMI)

variabel, kein Overscan

DVB-T-/Kabel-/Sat-Tuner / /

Bild-in-Bild-Darstellung

HbbTV

Festplattenaufzeichnung

ja, extern USB

Sonstiges

Ambilight (zweiseitig), Hue-

Lampensteuerung, DLNA

Client+Server, EPG auf Tablet,

Miracast, Skype, TV-Streaming auf

Tablet, Youtube

Betrieb

Zwischenbildberechnung

100 Hz

Maximale Leuchtkraft 300 cd/m 2

Schwarzwert 0,04 – 0,23 cd/m 2

Gleichmäßigkeit Ausleuchtung

gut

Kontrasteindruck Blickwinkel

120 Grad:

150 Grad:

gut

gut

Eingabeverzögerung

140 ms (hoch)

Crosstalk im 3D-Modus 0 %

Energiekosten/Jahr

17,76 Euro/Jahr

Vorteile

Nachteile

+ Vollbilddimming, breiter Blickwinkel

+ Butterweiche Filmbilder, tolles 3D

+ Steuert Hue-Lampen, streamt

TV-Inhalte

+ Umfangreiche Bildformatanpassung

Bewertung

– Ausleuchtung nicht optimal, Überschärfung

– Bewegtbildschärfe nur 100-Hertz--

Niveau

– Keine Doppeltuner, kein Bild-in-Bild

– Im WLAN-Betrieb langsamer

Installation ausgezeichnet 9/10

Benutzerfreundlichkeit sehr gut 12,5/14

Stromverbrauch

Stand-by: 0,1 W

Betrieb: 30 – 100 W

3+/3

Ausstattung ausgezeichnet 31/33,5

Wiedergabequalität

Kontrastumfang 700 : 1 – 3 500 : 1 6,5/10

Farbdeckung ausgezeichnet 9/10

Bildschärfe sehr gut 8,5/10

Bild-/Tonverarbeitung gut 4/5

Sehtest gut 8/10

Bildqualität gut 36/45

Gesamt

88,5 von 102,5 Punkten

3D-Eindruck

sehr gut

Preis/Leistung

sehr gut

Wertung

Die neue Mittelkklasse von Philips punktet mit einer im Vergleich

zum Vorjahr im Detail optimierten Bildqualität und dank der neuen

Ambilight-Features erstrahlt die Darstellung noch beeindruckender.

sehr gut 86 %

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 47


Test Audio/Multimedia

Ratgeber: Videocodierung

FILME IN SEKUNDENSCHNELLE KONVERTIEREN

Die perfekte digitale Schrumpfkur

Sie möchten auf die Schnelle ein Video umwandeln und fragen sich, wie stelle ich das bloß am besten und so kostengünstig

wie möglich an, ohne direkt ein Vermögen für professionelle Software ausgeben zu müssen? Zwei Wege führen über

die richtige Hard- und Software-Ausstattung zum Ziel – einer davon ist bestimmt auch der richtige für Sie. WOLFGANG FLEISCHER

Das Urlaubsvideo in HD ist gedreht,

nur wie bekommt man seine

M2TS-Datei jetzt so schnell wie

möglich und passend für den eigenen You-

Tube-Account umgewandelt? Oder wie erstellt

man eine MP4-Datei, die auch auf der

Playstation 3 läuft, zusätzlich so klein wie

möglich ist, aber dennoch weiterhin über

die beste mögliche HD-Qualität verfügt?

Hier kommt es zunächst in erster Linie

auf die richtige Nutzung der Ressourcen

vom PC an, wobei manchmal sogar bereits

unwissentlich reichlich Leistung im PC

brachliegt bzw. bereits vorhanden ist und

diese nur noch aktiviert werden muss.

Das Ganze geht natürlich nur mit der passenden

Software, die jedoch richtig auf die

vorhandene Hardware abgestimmt werden

muss. Denn was hilft es, wenn die Software

zwar die CUDA-Schnittstelle von Nvidia

unterstützt, aber eine AMD-Grafikkarte

im PC verbaut ist oder umgekehrt? Das

brachliegende Leistungspotenzial wird

verschenkt und das Umrechnen eines Videos

dauert so wesentlich länger, als es

eigentlich müsste. Je nach Größe der Videodatei

können Sie mit dem richtigen Set-up

sogar mehrere Stunden einsparen.

Zwei Wege führen wie eingangs erwähnt

zum Ziel. Erstens kann ganz konventionell

die CPU zum Umrechnen genutzt

werden und zweitens die Grafikkarte

(GPU), was viele Nutzer gar nicht wissen.

Bei den Grafikkarten verfügen die GPU-

Chips beider großen Hersteller, also von

Nvidia als auch von AMD, über spezielle

Funktionen, die auf das Umrechnen

von Videodaten spezialisiert sind. Nvidia

nennt diese Schnittstelle CUDA und AMD

APP (Accelerated Parallel Processing). Die

Nvidia CUDA-Schnittstelle ist gegenüber

APP etwas leistungsfähiger, wie hoch die

Leistung allerdings ausfällt, hat bei beiden

Herstellern jedoch immer etwas damit

zu tun, was für ein Grafikkartenmodell

im Rechner verbaut ist. Umso kleiner das

Modell, desto geringer fällt auch die Leistungsfähigkeit

beim Umrechnen von Videos

aus, die Top-Modelle sind hier natürlich

auch immer mit Abstand die Schnellsten.

Eine Empfehlung sind immer Modelle

der aktuellen Mittelklasse, die meist gute

Leistung zu einem moderaten Preis bieten.

Möchten Sie Videos also zügig umrechnen,

verschenken Sie keine Leistung und

nutzen so das volle Potenzial ihrer Grafikkarte.

Ganz klassisch kann natürlich

auch die CPU zum Umrechnen verwendet

werden. Das empfiehlt sich immer dann,

wenn die Grafikkarte entweder keine der

speziellen Schnittstellen von Nvidia oder

AMD unterstützt, weil die Karte zum Beispiel

schon älter ist, oder die GPU Videos

langsamer umrechnen würde, als die CPU,

zum Beispiel weil die CPU neueren Datums

und somit leistungsfähiger ist.

Intel-CPUs sind derzeit die erste

Wahl, vor allem die Quick-Sync-Technologie,

die bereits seit der zweiten Generation

der Intel Core i5/i7-Prozessorfamilie in

den CPUs verbaut wird, muss hier lobend

hervorgehoben werden, weil sie Videos extrem

schnell konvertieren kann, schneller

als mit der CUDA- oder APP-Schnittstelle.

Mithilfe von Intels Quick-Sync können Sie

Bilder: © arahan - Fotolia.com, Apple, Auerbach Verlag, Cyberlink, Intel, Nvidia, Warner Bros.

48 | DIGITAL TESTED 3.2014


Softwarewandler

CyberLink MediaEspresso 6.5

Xilisoft Video Converter Ultimate

CyberLinks MediaEspresso 6.5 ist derzeit die empfehlenswerteste Software,

die alle wichtigen Konvertierungsstandards unterstützt. Dabei

können Sie Ihre Aufnahmen etwa perfekt für Youtube vorbereiten.

Damit beim Umrechnen die GPU auch genutzt wird, achten Sie

bitte drauf, dass dieses in den Einstellungen der Programme auch

aktiviert ist, wir hier beim Xilisoft Video Converter Ultimate.

Videos aber auch äußerst effizient bearbeiten.

Bei der derzeit aktuellen vierten Haswell-i5-

und i7-CPU-Genenration wurde

Quick-Sync noch einmal verbessert, was

sich in einer nochmals gesteigerten Geschwindigkeit

beim Umrechnen äußert.

Quick-Sync konvertiert zum Beispiel ein

vier Minuten langes Full-HD-Video innerhalb

von circa 16 Sekunden in ein

Format, das für das Hochladen auf You-

Tube bestens geeignet ist, wenn man zum

Beispiel kein Full-HD-Video hochladen

möchte, weil die Datei zu groß ist und es

so einfach zu lange dauern würde. Natürlich

können auch alle anderen älteren

Intel- und AMD-CPUs eingesetzt werden,

die Umrechnung findet dann nur ohne

die optimierte Quick-Sync-Befehlseinheit

statt, was erheblich langsamer ist.

Ist die Hardwarefrage geklärt, also

haben Sie sich entschieden, ob sie die

Grafikkarte oder die CPU zur Umrechnung

nutzen wollen, kommt im Anschluss

die Frage nach der Software

auf. Sehr viele kommerzielle und auch

günstige Programme, die gleichzeitig

auch noch sehr gute Ergebnisse und

das bei schneller Geschwindigkeit und

bester Umrechnungsqualität liefern, gibt

es leider nicht. Nicht zu vergessen, die

Anwendungen sollten zusätzlich ein hohes

Maß an Datei-Kompatibilität aufweisen.

Zwar gibt es auch eine Fülle

an Freeware-Programmen, die jedoch

oft nicht legal sind, weil sie neben der

Umrechnung von Videos auch gleichzeitig

über Funktionen wie das Aushebeln

von Kopierschutzmaßnahmen

von DVDs oder Blu-rays verfügen, was

eine Berichterstattung nicht zulässt. Zusätzlich

sparen sich bei den meisten

Freeware-Programmen die Entwickler

oft die Unterstützung von Nvidias

CUDA, AMDs APP oder Intels Quick-

Sync, weil die Lizenzkosten teilweise erheblich

ausfallen, die es dann leider nicht

mehr zulassen würden, das Programm als

Freeware anzubieten.

Mit CyberLinks MediaEspresso 6.5

und ArcSofts MediaConverter 8 schlagen

Sie derzeit jedoch alle Fliegen mit

einer Klappe. Die beiden Programme

unterstützen fast als Einzige nicht nur

alle wichtigen Standards zur Umrechnung

mit Hilfe der passenden Hardware,

sondern weisen auch noch zusätzlich

eine hohe Codec-Kompatibilität auf –

Xilisofts Video Converter arbeitet noch

ähnlich gut. Viel mehr an Programmen

bleiben aber auch schon leider nicht übrig,

man möchte es kaum glauben. Mit

den beiden Erstgenannten stehen Ihnen

jedoch mehr als ausreichende Möglichkeiten

zur Verfügung und die 40 Euro

sind wohl wahrscheinlich für die meisten

auch noch erschwinglich.

Videos mit Prozessor oder Grafikkarte konvertieren?

Je nach Konvertierungs-Software ist es für die Nutzung von Quick-Sync

unbedingt notwendig, dass die Grafi keinheit im Bios aktiviert ist und

auch ein Monitoranschluss am Mainboard genutzt wird. Bei Cyberlinks

MediaEspresso reicht es hingegen schon aus, wenn die Grafi keinheit im

Bios nur aktiviert wird und der Grafi kkartentreiber installiert ist.

Nvidia Grafi kkarten, wie hier eine GTX 780 Ti, sind derzeit die

Speerspitze, was die Leistungsfähigkeit bei der Umrechnung von

Videos angeht. Bei AMD wäre das derzeit leistungsfähigste Model

eine R9 290X/280X. Die Umrechnungsleistung nimmt nach

unten hin natürlich ab, je kleiner das Modell.

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 49


Test Audio/Multimedia

Soundboards

7 LÖSUNGEN FÜR BESSEREN FERNSEHTON

Schlanke Soundmacher

Klang braucht Volumen um sich zu entfalten und ist bauformbedingt bei Flachbild-TVs kaum zu finden. Ein komplettes

5.1-System hingegen braucht viel Platz und ist entsprechend teuer. Wir präsentieren günstige und unauffällige Alternativen

und im Vergleichstest treten sieben Soundboards gegeneinander an. TOBIAS HÄUSSLER, MARTIN HELLER, TORSTEN PLESS, DENNIS SCHIRRMACHER

Denon DHT-T100 Seite 52

LG LAP341 Seite 54

Onkyo LS-T10 Seite 55

Panasonic SC-HTE180 Seite 56

Philips HTB4150B Seite 58

Quadral Magique Seite 59

Sony HT-XT1 Seite 60

Sony spendiert seiner neuen Smart-

TV-Serie W955B in Form der

keilartigen Bauweise etwas mehr

Volumen an der Unterseite und der Fernseher

klingt im Vergleich auch satter als

so mancher ultra-schlanker Vertreter;

Wunder können aber auch die Ingenieure

nicht vollbringen. Vor allem Filmfans

müssen sich also nach einer alternativen

Soundlösung umsehen. Dabei trifft man

dieser Tage unweigerlich auf die Gattung

der Soundboards, die optisch einem

schlichten Quader mit geringer Bauhöhe

gleichen. Doch was unauffällig aussieht,

ist in diesem Fall Programm und die

Systeme richten sich an alle Klanginteressierten,

die Wert auf eine dezente

Integration im Wohnraum legen. Das

Soundboard wird dabei unter den Fernseher

gestellt und fällt somit im Vergleich

zu einer vor dem TV liegenden Soundbar

weniger auf. Die maximale Traglast

variiert mitunter stark zwischen 20 und

50 Kilogramm. In der Regel können Sie

Fernseher mit einer Größe von bis zu

55 Zoll auf die kompakte Soundlösung

stellen. Dank der Bauform steht dem

Klang zur Entfaltung einiges mehr an

Volumen zur Verfügung und Luftkanäle

pushen vor allem den Tieftonbereich

fühlbar. In diesem Testfeld kommen übrigens

ausschließlich Soundboards ohne

Subwoofer zum Einsatz. Neben dem

Stereosound prüfen wir im Test auch die

Raumklangsimulationen und zeigen auf,

ob die Soundaufwerter Musiksignale von

Smartphones und Co. via Bluetooth*

entgegennehmen können.

Bilder: Denon

50 | DIGITAL TESTED 3.2014

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Virtual Surround

Gerade bei Soundbords und Soundplates stoßen wir immer wieder

auf diesen Begriff: Virtual Surround. Wie kann man Klang

von hinten hören, obwohl sich dort keine Schallquelle befindet?

Unser Gehör ist empfindlich für kleinste Veränderungen, wie

Laufzeitunterschiede, Reflexion und Veränderungen im Frequenzgang.

Obwohl wir diese bewusst nicht wahrnehmen, setzt

unser Gehirn diese Informationen dennoch in eine Richtungsinformation

um. Genau diesen Effekt versuchen Hersteller für sich

zu nutzen. In zahlreichen Testreihen wird das Schallfeld eines

echten Surround-Systems untersucht und mit Ergebnissen der

Wiedergabe von Frontsurround-Systemen verglichen.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten, wie diese arbeiten: Im ersten

Verfahren wird mit nur zwei Lautsprechern mittels Signalfaltung

und gezielten Frequenzauslöschungen ein Schallfeld erzeugt, das

uns zu umhüllen scheint. Bei der zweiten Variante wird ein von

Lautsprechern, die zur Seite abstrahlen, das zeitlich verzögerte

Surround-Signal von den Wänden reflektiert und so hinter uns

positioniert.

Starke Marken bedürfen keiner großen Worte.

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Test Audio/Multimedia

Soundboards

3.2014

76 %

gut

Denon

DHT-T100

Testergebnis

Entgegen der dezenten optischen

Erscheinung, bietet Denon klanglich

eine umfangreiche Dynamik.

DENON DHT-T100

Alternative zur Kompaktanlage

Das Äußere von Denons Soundboard

ist schlicht und unauffällig. So lässt sie

sich unter dem Fernseher platzieren,

ohne den Wohnraum weiter technisiert

erscheinen zu lassen oder die optische

Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

An der oberen Kante befinden sich die

Funktionstasten, welche sich so auch

auf der Fernbedienung wiederfinden.

Auf ein Display verzichtet Denon, lediglich

zwei LEDs zeigen den Betriebszustand

des Gerätes an, außerdem werden

Einstellungen durch bestimmte Muster

der Hintergrundbeleuchtung* visualisiert.

Zur Verbindung des Soundboards

stehen sowohl ein analoger als auch

zwei Digitaleingänge (optisch und koaxial)

zur Verfügung. Als nicht ganz

zeitgemäß empfinden wir dagegen das

Fehlen eines HDMI*-Anschlusses.

Computer und portable Geräte profitieren

von der Bluetooth*-Schnittstelle

des Gerätes und können den hochqualitativen

aptX-Codec nutzen. Der

größte Nachteil des Gerätes ist jedoch

der fehlende DTS-Decoder, sodass hier

auf Raumklang verzichtet werden muss.

Lediglich Dolby-Digital-Inhalte können

hier als native Surround-Vorlage

für den Klangmodus „Film“ dienen.

Im Klangtest muss zwischen einem gewöhnlichen

Stereo-Modus und einer Surround-Simulation

unterschieden werden.

In der Einstellung Stereo ist die Basisbreite

eher schmal, im Modus „Musik erweitert“

kann sie jedoch etwas erhöht werden. Das

macht sich auch in der eher durchschnittlichen

Gesamträumlichkeit bemerkbar,

da die Tiefenstaffelung nicht durchweg

überzeugt. Denon bewegt sich hier aber

zwischen den TV- und breiter aufgestellten

Regallautsprechern, sodass auf jeden

Fall eine deutliche Steigerung im Vergleich

zum Ton des durchschnittlichen Fernsehers

gegeben ist. Noch deutlicher wird diese,

wenn man die kräftige Tieftonwiedergabe

und den angenehmen Grundton des

DHT-T100 betrachtet. Während meistens

für ein kräftiges Bassfundament gesorgt

ist, neigt das Soundboard bei einigen tiefenlastigen

Aufnahmen zu einem leichten

Dröhnen und dumpfen Charakter. Dennoch

überzeugt der Tiefgang, egal, ob bei

Filmen oder Musik, denn er erreicht Werte

bis unter 60 Hertz. Der einzige Kritikpunkt

im Mittenbereich sind geringe Phasigkeiten*,

die zum Beispiel bei Sprache

wahrgenommen werden können. Ansonsten

überzeugt Denon vollends mit einem

sehr natürlichen Klangcharakter. Der Frequenzgang

wirkt bis in den Höhenbereich

ausgeglichen und frei von unangenehmen

Verfärbungen. Die gute Impulstreue und

die durchweg überzeugende Dynamik vermögen

den Hörer emotional zu ergreifen.

Das macht sich insbesondere bei Filmen

bemerkbar. Hier kann zusätzlich der Surround-Modus

zugeschaltet werden. Dieser

sorgt für einen diffusen Bereich in der

maximalen Stereoauslenkung. Die so entstehende

Räumlichkeit ist zwar angenehm,

wirkt aber auch etwas zu hallig, Phasenprobleme

sind verstärkt zu hören – insbesondere

im Modus „Film erweitert“. Gerade

atmosphärische Elemente wie Wind,

Wasser- oder Blätterrauschen lassen den

Hörer in das Geschehen eintauchen indem

sie ihn scheinbar umhüllen. Scharf hinter

dem Kopf lokalisierbar sind dagegen nur

einzelne Effekte. Ebenfalls wird der Bassbereich

noch einmal ein Stück weit angehoben,

um das Kino-Feeling zu verstärken.

Ein Night-Modus sorgt gerade bei Kinofilmen

dafür, dass leise Passagen auch bei geringer

Lautstärke hörbar sind. Für Sprache,

wie etwa bei Nachrichtensendungen oder

Hörspielen, eignet sich der Sprach-Modus,

um die Verständlichkeit zu erhöhen.

Das Zwei-Wege-System und Bassrefl exgehäuse

sorgen für ausgewogenen Klang.

Sehr übersichtlich: Der fehlende HDMI-Port

hätte hier auch noch Platz gehabt.

Wertung

Klanglich wird eine deutliche Aufwertung des Fernsehtons erreicht

und dank Bluetooth und aptX fungiert das Soundboard auch als

hochwertiger Empfänger für Musik vom Smartphone und Co.

gut 76 %

Bilder: © 2707195204 - Fotolia.com, Denon

52 | DIGITAL TESTED 3.2014 * Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


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Test Audio/Multimedia

Soundboards

3.2014

73 %

gut

LG

LAP341

Testergebnis

Trotz fl acher Bauweise bringt

das LAP341 einen starken

Bass ins Wohnzimmer.

LG LAP341

Flach aber kräftig

Treiber an der Vorderseite und an den Seiten

sollen den Schall im Raum verteilen.

Die gerundeten Bassrefl exöffnungen erinnern

an ein liegendes Buch.

Schon beim Auspacken des Soundboards

von LG fällt das Gewicht des Gerätes

positiv auf, denn trotz eines Kunststoffgehäuses

vermittelt dieses so den Eindruck

von Wertigkeit. Vom schwarzen Standfuß

hebt es sich durch seine Anthrazit-Optik

deutlich ab, allerdings ohne unangenehm

aufzufallen, was sicher auch anteilig der

flachen Bauweise zu verdanken ist. Insgesamt

wirkt das System sehr aufgeräumt.

Zwei nach unten gerichtete Basstreiber

und vier Frontlautsprecher, davon zwei

seitlich ausgerichtet, versprechen einen

4.1-Klang. Eine frontseitige LED signalisiert

nur bei Änderungen der Betriebsart

durch kurzes Blinken, in welchem Modus

sich das Gerät gerade befindet und bleibt

ansonsten dunkel und lenkt so nicht vom

Filmgeschehen ab. Auch die Rückseite

wirkt aufgeräumt. Hier finden sich lediglich

der Stromanschluss und der optische

Ausgang, sowie ein Bedienfeld mit Zugriff

auf die Grundfunktionen. Die Einrichtung

gibt sich entsprechend der übersichtlichen

Möglichkeiten denkbar einfach. So

muss man lediglich den Fernseher mittels

optischem Kabel verbinden, und schon

kommt man in den Genuss des Sound-Upgrades

für sein TV-Gerät. Optional kann

man externe Zuspieler, wie etwa Smartphones,

per Bluetooth* verbinden und so

auch Musik direkt auf das Soundboard

streamen. Die Sound-Sync-Wireless-Technologie

erlaubt es Nutzern eines kompatiblen

LG-Fernsehers auch den Fernsehton

mittels Bluetooth zu übertragen. Dank

DTS- und Dolby-Digital-Decoder lassen

sich sämtliche konventionellen DVD- und

Blu-Ray-Formate problemlos abspielen.

Im Hörtest schlägt sich das LAP341

solide. Im Vergleich zum Fernsehton

fallen zunächst die Erweiterungen des

Klangspektrums in den Bassbereich positiv

auf. Zwar werden hier Frequenzen

unter 100 Hertz nur noch schemenhaft

abgebildet, bis dahin allerdings kräftig,

erstaunlich lebhaft und impulstreu.

Deutlich wird ebenfalls eine Verbesserung

der Sprachverständlichkeit bei Filmen.

Hier macht sich lediglich ein leichter

Frequenzeinbruch in den Tiefmitten bemerkbar.

Seit Anfang diesen Jahres wird

die LAP341 übrigens mit angepassten

Equalizereinstellungen ausgeliefert. Bässe

wirken nun trockener und die Höhen

sind klarer. Auf eine manuelle Klangregelung

verzichtet LG komplett, jedoch

existiert ein „Cinema Sound“-Modus.

Hierbei erfahren die tiefen Frequenzen

einen zusätzlichen Schub, was allerdings

deren Impulshaftigkeit stark aufweicht.

Weiterhin wird in besagtem Modus das

Stereo-Panorama künstlich verbreitert.

Sonst eher subtile Raumeffekte werden

in den Vordergrund geholt und plastisch

dargestellt. Die höhere Basisbreite des Signals

schlägt durchaus positiv zu Buche

und lässt tiefer ins Geschehen eintauchen,

auch wenn der vernehmbare Surround-

Effekt ausbleibt. Die Signale kommen klar

lokalisierbar von vorn. Bei Musik verhält

sich das System analog zur Filmwiedergabe.

Hier macht sich die Überbetonung

in den Frequenzen der Sprache allerdings

unangenehm bemerkbar. Gerade E-Gitarren

zeigen eine zu starke Präsenz und

übertriebene Klarheit. Die Absenkung im

oberen Bassbereich nimmt Druck und

lässt tiefe Melodielinien verschwimmen.

Bass-Drums hingegen kommen kräftig

und punktuell daher. Bei klassischer Musik

wirken insbesondere Konzertflügel

und Celli drucklos und es fehlt an Fülle.

Was die reine Musikwiedergabe angeht,

kommen Liebhaber elektronischer Klänge

wohl am ehesten auf ihre Kosten. Hier

wirkt das Klangbild vergleichsweise ausgeglichen

und klar.

Wertung

LGs Soundboard wertet den Ton des Fernseher grundsolide auf und

vor allem Filme profitieren davon. Musikfans könnte der Klang aber

etwas zu drucklos ausfallen.

gut 73 %

Bilder: © 2707195204 - Fotolia.com, LG, Onkyo

54 | DIGITAL TESTED 3.2014 * Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


3.2014

73 %

gut

Onkyo

LS-T10

Testergebnis

Das LS-T10 fällt durch ein

stabiles Holzgehäuse positiv

auf.

ONKYO LS-T10

Massiver Holzbolide

Onkyo setzt beim LS-T10 auf Masse und

hochwertige Verarbeitung. Das Soundboard

ist das größte und schwerste unserer

Testreihe. Wie beim Pendant von

Philips wurde hier mit Holz gearbeitet, die

maximale Traglast fällt mit 35 Kilogramm

jedoch etwas höher aus. Der erste Testlauf

beginnt mit einer handelsüblichen Blu-

Ray. Die Disc startet, doch Ton ist nicht

zu hören. Fehler in der Verkabelung können

praktisch ausgeschlossen werden, da

lediglich ein optischer und koaxialer Digital-

sowie ein analoger Klinkeneingang

zur Verfügung stehen. Ein zusätzlicher

USB*-Port ist nur für externe Speichermedien

konzipiert. Beim Durchschalten

der Tonspuren erhalten wir schließlich

ein Signal, jedoch nur in Stereo mit Audio-Kommentar.

Bei anderen Blu-Rays

verhält es sich ähnlich. Der Grund dafür

ist simpel: Onkyo hat dem Sound-System

keinerlei HD-Audio-Decoder spendiert.

Auch bei DVDs ist man eingeschränkt,

denn DTS-Ton kann ebenfalls nicht decodiert

werden. Man hat sich hier auf Dolby

Digital reduziert. Für Sendungen im TV

ist dies nicht dramatisch, da hier im Fall

einer mehrkanaligen Tonübertragung in

ebendiesem Format gesendet wird. Hat

man jedoch überwiegend vor, Filme auf

Blu-Ray anzusehen, wird einem das Gerät

nicht viel Freude bereiten.

Klanglich orientiert es sich zwar

nicht an der Oberklasse, rangiert aber

im guten Mittelfeld. Leider versteht es

Onkyo nicht, das Holz klanglich für sich

arbeiten zu lassen. Zu massiv und träge

ist das Gehäuse, um zum Mitschwingen

angeregt zu werden. Dadurch wirkt der

Klang flach und wird durch die Grenzfrequenzen

der einzelnen Lautsprecher

beschränkt. Dies lässt Frequenzlöcher

erkennen, vor allem beim Übergang zwischen

den Mitteltönern und dem Basstreiber.

Die Tiefen kommen dabei wenig

impulshaft und undifferenziert daher. Im

Präsenzbereich der Sprache lässt sich eine

leichte Überhöhung vernehmen, was

sich bei Filmen und Hörspielen allerdings

positiv auswirkt. Insgesamt verfügt das

System über drei Betriebsmodi: „Musik“,

„News“ und „Film“. Im Test stellte sich

heraus, dass die Bezeichnungen durchaus

angemessen sind. So optimieren sie den

Klang stimmig auf das jeweilige Medium.

Im Musikmodus wird der Ton ohne Korrektur

des Frequenzgangs wiedergegeben,

bei „News“ werden sprachrelevante Bereiche

hervorgehoben und bei Film wird

das Panorama verbreitert, sowie Bässe

und Höhen dezent angehoben. Sendet

die Quelle Dolby-Digital-Ton aus, wird

automatisch eine Surround-Option aktiviert,

welche sich jedoch nicht abschalten

lässt. Zwar ist diese dank der hauseigenen

Aurasphere-Technologie gelungen und

vereinzelte Objekte lassen sich auch hinter

dem Kopf verorten, aber das Phasing

erreicht teils ein unangenehmes Ausmaß.

Die aktuelle Betriebsart wird durch

verschiedene LEDs auf der Oberseite des

Geräts angezeigt. Hier wurde wohl nicht

mitgedacht, denn um die Anzeige zu

sehen muss man zumindest aufstehen.

Oft hilft jedoch nur ein Gang zum TV-

Tisch, um den ausgewählten Modus zu

erkennen. Zwischen den LEDs ist außerdem

ein Bedienpanel mit Lautstärkeeinstellung

und Quellenauswahl vorhanden.

Eine zusätzliche Statusanzeige an der

Front signalisiert die Betriebsbereitschaft

und Aktivität der Fernbedienung. Zusätzlich

zu den Elementen am Gehäuse

kann man hier noch die Lautstärke des

Basslautsprechers regeln und die Wiedergabe

von MP3*-Dateien auf einem

an das Soundboard angeschlossenen

USB-Laufwerk steuern.

Wertung

Gut gemeint ist nicht immer gleich gut gemacht: Onkyos Soundboard

weist im Ansatz schöne Ideen auf, diese wurden aber nicht

bis zum Ende durchdacht. Schade.

Die LS-T10 strahlt in sämtliche Richtungen ab: Den Bass nach unten, Surround-Signale an die

Wände und den Stereo-Klang mit gleich vier Lautsprechern nach vorn.

gut 73 %

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 55


Test Audio/Multimedia

Soundboards

3.2014

71 %

gut

Panasonic

SC-HTE180

Testergebnis

Das Gehäuse in Aluminium-Optik

sorgt für eine edle Anmutung.

PANASONIC SC-HTE180

Anschlussvielfalt und Bassgewalt

Der erste Klangeindruck des SC-HTE180

weiß den Zuhörer umgehend für sich einzunehmen.

Der Sound wirkt offen, breit

positioniert und über das gesamte Spektrum

gut verteilt. Schon die Titelmusik

eines Films macht Lust auf mehr. Die

räumliche Staffelung gelingt zwar nicht

auf Surround-Niveau, aber dennoch hat

man den Eindruck, dass sich die Signale

über den gesamten Hörraum verteilen.

Das Geschehen ist dabei aber klar erkennbar

im vorderen Bereich und nicht hinter

dem Zuhörer zu verorten. Die gebotenen

Klangmodi präsentieren sich zahlreich.

Der Cinema-Modus in Kombination mit

einer speziellen „3D Clear Dialog“-Einstellung

vermittelt den Eindruck von Weite,

indem er die Stereo-Signale scheinbar

nach außen verlagert und in der Mitte

Platz macht für die Sprache. Durch einen

nicht gerade dezenten Höhen-Boost gibt

er dem Klang Brillanz und sorgt für gute

Verständlichkeit der Dialoge. Nachteilig

wirkt sich dies allerdings auf die Phasenlage

aus. Hier sind deutliche Kammfiltereffekte

zu vernehmen. Stark auffällig ist,

dass es Panasonic offenbar sehr gut mit

dem Bass gemeint hat – nach unserem

Eindruck zu gut. Selbst mit den vorhandenen

Korrektur-Optionen lassen sich die

Bässe nicht weit genug nach unten regeln,

um neutral zu wirken. Gerade bei Musik

ist eine starke Überbetonung der Tiefen

stark auffällig bis störend. Was bei Filmen

ein Zugewinn ist, wirkt sich insbesondere

auf Rock- und Popmusik negativ aus. Hier

neigen die Bässe zum Dröhnen und der

gesamte Fernsehertisch wird in Schwingungen

versetzt. Selbst im „Musik“-Modus

gibt Panasonic seinem Soundboard zu viel

Bassgewalt mit auf den Weg und lässt

Basisbreite vermissen. Der „Stadium“-

Modus schafft zwar mehr Klangbreite,

lässt den Sound aber durch den Einsatz

eines künstlichen Raumeffekts etwas

verwaschen erklingen. Letztlich erweist

sich der „Stereo“-Modus als weitgehend

klangneutral, welcher aber durch die generelle

Höhenarmut des SC-HTE180 für

einen relativ dumpfen Charakter sorgt.

Wenn es die Klangquelle ermöglicht, sollte

man hier mit einem Equalizer ein wenig

nachhelfen. Zwei weitere Modi, „Standard“

und „News“, sind optimiert auf Sprache,

wobei ersterer auf reguläre TV-Inhalte,

wie Serien und Dokumentationen abzielt

Die Anschlussvielfalt am Soundboard von Panasonic gibt sich üppig. Lediglich ein koaxialer

Digitaleingang wäre noch vorstellbar.

und letzterer mit einem geringeren Stereo-

Panorama für Nachrichten geeignet ist.

Zusätzlich existieren gerade für filmische

Inhalte eine Reihe nützlicher Funktionen,

wie das stufenweise Anpassen der Dialoglautstärke,

Hervorhebung der Dialoge bei

geringer Lautstärke und eine automatische

Lautstärkeregelung. So kann man auch

mal nachts einen Film genießen, ohne

Angst haben zu müssen, gleich die Nachbarn

zu wecken.

An Anschlussvielfalt spart Panasonic

nicht. Ein HDMI*-Eingang, ein HDMI-

Ausgang mit ARC*, ein optischer Digitaleingang,

sowie ein analoger Cinch-Eingang

bieten für jeden gängigen Fernseher-

Typ die passende Schnittstelle. Externe

Geräte können auch kabellos mittels

Bluetooth* (inklusive NFC) verbunden

werden. Die hohe Traglast von 50 Kilogramm

erlaubt es, auch schwere Fernseher

auf dem Soundboard zu platzieren. Ein

LED-Display zeigt den Status an und führt

durch die vielfältig vorhandenen Einstellungen,

was aufgrund der reduzierten

Fernbedienung zunächst verwirrend sein

kann. Hat man sich aber an die Bedienung

gewöhnt, findet man zügig die gewünschte

Einstellung. Die VIERA-Link-Funktion

erlaubt es außerdem, die Bedienvorgänge

zwischen kompatiblem TV-Gerät und

Soundsystem zu verknüpfen.

Wertung

Panasonic überzeugt anfangs mit einer guten Klangperformance,

nach einer kurzen Eingewöhnungszeit sind aber ein paar klangliche

Defizite, vor allem bei Musik, nicht von der Hand zu weisen.

gut 71 %

Bilder: © 2707195204 - Fotolia.com, Auerbach Verlag, Panasonic

56 | DIGITAL TESTED 3.2014 * Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


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Test Audio/Multimedia

Soundboards

3.2014

84 %

gut

Philips

HTB4150B

Sieger Preis/Leistung

Ein

hölzernes Gehäuse

verleiht dem Klang des

HTB4150B eine angenehme

Wärme.

PHILIPS SOUNDSTAGE HTB4150B

Alleskönner mit Überraschungseffekt

Gleich mehrfach aus der Rolle fällt in

dieser Testreihe Philips’ HTB4150B. Zum

einen handelt es sich hierbei nicht um ein

einfaches Soundboard, sondern um ein

vollwertiges Mediensystem. Vom 3D-Blu-

Ray-Player über den Netzwerkanschluss

für Streaming*-Dienste bis hin zum Radio

wird hier alles geboten. So vielfältig wie

die Zuspielmöglichkeiten sind auch die

Anschlüsse. Hier vermisst man nichts –

weder digitale Varianten wie HDMI*, optischer

und Koaxial-Eingang, der analoge

Cinch-Eingang, noch den USB*-Port für

die externe Festplatte. Ein Display an der

Front zeigt die jeweilige Quelle an und

führt durch Einstellmöglichkeiten, wenn

der Ton nicht vom Fernseher sondern von

externen Quellen via Bluetooth* zugespielt

wird. So ist auch die einfache Anbindung

per NFC möglich. Die nächste außergewöhnliche

Eigenschaft zeigt sich beim Auspacken,

denn das Gehäuse ist fast komplett

aus Holz gefertigt. Die Front ist ebenfalls

nicht einfach mit Plastik verkleidet, sondern

mit Stoff bespannt. Das hebt das Gerät

allein schon vom Handling positiv aus

der Testreihe hervor. Trotz der stabil wirkenden

Konstruktion ist die angegebene

Vom Aufbau her wirkt das HTB4150B eher gewöhnlich: je Seite steht ein Frontlautsprecher und

ein Basstreiber zur Verfügung.

Traglast mit 22 Kilogramm vergleichsweise

gering. Wer also einen schweren

XXL-Fernseher sein Eigen nennt, muss das

Soundboard davor oder in einem eigenen

Fach positionieren.

Beim Einschalten fragen wir uns,

ob die Wahl des Gehäusematerials bei

solchen Systemen überhaupt relevant ist.

Schon der erste Testlauf offenbart jedoch,

dass die Entscheidung für ein Gehäuse

aus Holz die richtige war. Der Klang

vermittelt eine angenehme Grundwärme,

das Spektrum wirkt ausgewogen und

Bässe neigen kaum zum Dröhnen. Das

HTB4150B verfügt über zwei Modi, den

Surround- und den Stereo-Modus. Je nach

Quelle wird automatisch ausgewählt, welche

Betriebsart verwendet wird. Natürlich

hat man auch selbst die Möglichkeit zu bestimmen,

wie der Ton wiedergegeben werden

soll. Bei Filmen mit DTS- und Dolby-Digital-Ton

wird standardmäßig der

Surround-Klang eingeschaltet. Hier entsteht

tatsächlich stellenweise der Eindruck

vom Sound umhüllt zu sein, konkrete

Ereignisse finden sich jedoch maximal in

einem erweiterten Stereo-Panorama wieder.

Auch Philips gelingt es nicht Phasenprobleme

vollständig zu eliminieren, aber

diese halten sich in vernachlässigbarem

Rahmen. Eine dreibandige Klangregelung

erlaubt es, die Höhen, Mitten und

Bässe den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

Außerdem stehen eine Handvoll

Presets zur Verfügung, um die Prozedur

der Klanganpassung zu vereinfachen. Jedoch

liefert die neutrale Einstellung schon

einen grundständig guten Sound, sodass

Korrekturen in unserem Fall nur in minimalem

Umfang nötig waren. Zusätzlich

lässt sich die Tonverzögerung einstellen,

sowie eine automatische Lautstärkeregelung.

Beim Abspielen von Musik schaltet

das Gerät automatisch auf die Stereowiedergabe

um. Dies ist auch durchaus

sinnvoll, um seine Lieblingstracks möglichst

unverfälscht genießen zu können.

Auch hier zeigt das verwendete Holz seine

Stärken. Der Klang in sämtlichen Genres

wirkt rund und neigt weder zur Überbetonung

von Frequenzen, noch zu massiven

Einbrüchen. Bässe tendieren zwar leicht

zum schwimmen, kommen aber dennoch

organisch und druckvoll daher. Höhen

werden verzerrungsfrei und nicht zu spitz

wiedergegeben. Gerade ein Konzertflügel,

dessen Klang bei vielen Soundboards leidet,

bekommt hier ein angenehmes Timbre.

Einzig verzerrte Gitarren neigen zu

leichter Überpräsenz.

Wertung

Philips überrascht in vielerlei Hinsicht positiv und setzt in dieser

Testreihe Maßstäbe in puncto Klangqualität. Filme wie Musik profitieren

gleichermaßen von diesem Multitalent.

gut 84%

Bilder: © 2707195204 - Fotolia.com, Auerbach Verlag, Philips

58 | DIGITAL TESTED 3.2014 * Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


3.2014

85 %

sehr gut

Quadral

Magique

Testsieger

Quadrals Lautsprechererfahrungen

zeigen sich auch positiv

bei dem Magique.

QUADRAL MAGIQUE

Fernsehklang in High Fidelity

Aus dem Hause Quadral waren wir bislang

ausschließlich reine Hi-Fi-Lautsprecher

gewohnt, die bereits seit Jahrzehnten in

zahlreichen Hörräumen zu finden sind.

Umso erstaunter waren wir, als Quadral

von seinem ersten Soundboard, dem Magique,

berichtete. Beim Design geht der

Hersteller keine Experimente ein, vielmehr

wird auf Alltagstauglichkeit gesetzt,

die sich unauffällig in das Wohnambiente

integriert. Die Frontseite überzeugt

mit einer gebürsteten Aluminiumplatte in

die die einzelnen Treiber sauber eingelassen

sind. Auf ein Bassreflexsystem wurde

hier bewusst verzichtet, das aufgrund der

hohen Wahrscheinlichkeit einer wandnahen

Aufstellung nur zu unerwünschten

Druckstaueffekten führen würde. Mit der

integrierten Bassregelung lässt sich der

Lautsprecher auf individuelle Bedürfnisse

gut abstimmen. An Anschlussmöglichkeiten

werden ein analoger, ein koaxialer

und ein optischer Digitaleingang angeboten.

HDMI-Zuspieler bleiben hier aber

außen vor. Auch der Decoder-Verzicht für

DTS- und Dolby-Digital-Signale erfordert

einiges an Vorbereitung. So muss am Bluray-Player

zunächst der entsprechende Audioausgang

ausgewählt und das Tonformat

auf PCM eingestellt werden. Für den

Stereo-Betrieb hat der Aktivlautsprecher*

einen Bluetooth-Receiver integriert, der

Audiodateien via aptX-Codec empfängt.

Die virtuelle Surround-Funktion erzeugt

einen akustischen Effekt, der Tonsignale

neben den Lautsprechern im Raum verteilt.

Während unseres Filmtests arbeitete

das Quadral Magique Details schön

heraus: Ein knisterndes Lagerfeuer klang

sehr überzeugend, Naturgeräusche erklangen

nahe der Realität und die Sprachverständlichkeit

ist im Dialog sowie bei

Erzählerstimmen als sehr gut einzustufen.

Auch mit S-Lauten wusste das

Soundboard sehr feinfühlig umzugehen.

Die Bühnenbreite hält sich im Standard-

Klangmodus etwas zurück und kommt

selten über die Gehäuseseiten hinaus.

Abhilfe schafft hier die Surround-Erweiterungsfunktion.

Details rückten dabei

leicht in den Hintergrund, dafür ging

die Klangkulisse breitflächig auf, ohne

zu übertreiben. Der Klang löste sich angenehm

von den Lautsprechern und einzelne

Soundeffekte standen weit links und

rechts von dem Soundboard. Zurück im

Standardbetrieb und eine actiongeladene

Kung-Fu-Kampfszene auf dem Fernseher,

wurde uns das Fehlen eines zusätzlichen

Subwoofers verdeutlicht. Dennoch schafft

es Quadral, dem Magique einen kräftigen

und druckvollen Bass zu entlocken. Während

tiefste Bassimpulse größenbedingt

außen vorblieben, lud der untere Mittenbereich

unser Hi-Fi-Rack zum leichten

Mitschwingen ein. Im Stereo-Test blieben

die Grundeigenschaften des Systems im

Normalbetrieb weitestgehend erhalten,

was wir am gleichmäßigen Panorama,

dem kräftigen Bass, der guten Impulstreue

und dem angenehmen Abstrahlverhalten

festmachen konnten. Beim Wechsel in

den Surround-Modus wirkten einzelne

Musiktitel etwas zu räumlich, was jedoch

eine Frage des individuellen Geschmacks

darstellt. S-Laute bekamen mitunter eine

leichte Schärfe mit auf den Weg, welche

sich jedoch mit dem gut agierenden Equalizer

eindämmen ließ. Zusammenfassend

ist die akustische Auslegung vornehmlich

auf Sprachverständlichkeit getrimmt. Das

Angebot an Soundboards ist mittlerweile

sehr groß doch Quadral versteht es als einer

der wenigen Hersteller, sich auf Hi-Fitypische

Gesichtspunkte zu konzentrieren

und das System neben Filmen auch für

Musik auszulegen.

Wertung

Das Soundboard von Quadral proftiert hörbar von der Erfahrungen

der Hi-Fi-Profis. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie einen Film schauen

oder Musik hören: Der Sound überzeugt immer.

Durch die gebürstete Aluminiumfront, einer blau leuchtenden Status-LED, sowie den offenliegenden

Treibern hebt sich die Magique allein schon von der Optik positiv ab.

sehr gut 85 %

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 59


Test Audio/Multimedia

Soundboards

3.2014

82 %

gut

Sony

HT-XT1

Testergebnis

Sony zeigt, dass ausgeglichene

Tiefen auch ohne

zusätzlichen Subwoofer

möglich sind.

SONY HT-XT1

Aparte Eleganz in Optik und Klang

Trotz unauffälligem Anblick weiß auch

Sony sein Soundboard optisch zu präsentieren,

denn dieses steht auf pyramidenförmigen

Füßen und ist auf der

Oberseite mit einer Glasplatte versehen.

Drei berührungsemfindliche Bedienelemente

runden die edle Anmutung ab,

welche das Gerät vermittelt und selbst die

Seitenverkleidung aus Kunststoff mindert

die hochwertige Optik und Haptik keineswegs.

Das gesamte Gehäuse ist sauber

verarbeitet und wirkt stabil. Bezüglich

der Anschlussmöglichkeiten hat man hier

mitgedacht: Gleich drei HDMI*-Eingänge

für verschiedene Quellen, sowie ein

HDMI-Ausgang mit Pass-Through-Funktion

und Audio Return Channel (ARC)*

stehen zur Verfügung. Weiterhin hat man

die Möglichkeit, seine Zuspieler digital

mittels optischem Kabel oder mit analoger

Miniklinke anzuschließen. Auch die

Bluetooth*-Verbindung – mit unterstützten

Geräten sogar per NFC – ist problemlos

möglich. Die Fernbedienung erscheint

in ihrer eckig-stabförmigen Bauweise auf

den ersten Blick ungewöhnlich und erinnert

ein wenig an den Neutralisator

aus dem Film „Men in Black“. Hier sind

Die schwarze Glasabdeckung beheimatet drei berührungsempfi ndliche Steuerelemente für die

wichtigsten Grundfunktionen.

die grundlegenden Bedienelemente direkt

auf der Oberseite, zusätzliche Taster für

Optionen finden sich in einem verborgenen

Schubfach. So bleiben sowohl Übersicht

als auch extravagante Optik stets

gewahrt. Wem die Fernbedienung noch

nicht übersichtlich genug ist, dem wird

beim Aufbau der Bluetooth-Verbindung

zum Smartphone direkt die zugehörige

Bedienungs-App empfohlen. Auf Wunsch

kann man sich direkt in den Appstore

umleiten lassen, um diese zu herunterzuladen.

Hier finden sich nochmals sämtliche

Funktionen ohne die Notwendigkeit,

sich am einzeiligen Display des Geräts

durch die Optionen hangeln zu müssen.

Mit Decodern für Dolby Digital, DTS,

sowie deren HD-Pendants ist auch an

interner Ausstattung alles gegeben, was

man für ungetrübten Filmgenuss braucht.

Im Klang gibt sich das HT-XT1 ebenso

apart und edel, wie in der äußeren

Erscheinung. Im Test mit Filmmaterial

überzeugt die Lebendigkeit, mit der Impulse

wiedergegeben werden. Zu überzeugen

weiss auch die räumliche Darstellung

von Surroundmaterial: Ohne zu starke

Phasing-Effekte wird hier ein umhüllendes

Klangfeld erzeugt, das eine gewisse

Weite simuliert. Einzelereignisse werden

zwar auch hier nicht hinter, jedoch zumindest

neben dem Zuhörer platziert und

bieten so auch die Illusion von Tiefe. Dialoge

sind gut verständlich, zudem werden

Optionen geboten, diese stufenweise

anzuheben. Die sieben unterschiedlichen

Klangmodi bieten für jede Anwendungsart,

von Film über Videospiele bis hin zur

Musik von tragbaren Geräten die passend

optimierte Einstellung. Bei der Wiedergabe

von musikalischem Material gibt sich

das Soundboard transparent. Gerade in

den Bässen überrascht der ausgewogene

und druckvolle Klang, der nur selten zum

Dröhnen tendiert. Ein Orchester wirkt

durch alle Lagen hinweg ausgewogen,

Konzertflügel und selbst mächtige Orgeln

erscheinen voll im Klang. Höhen werden

sauber wiedergegeben ohne zu verzerren

oder überspitzt zu wirken. Lediglich eine

Anhebung in den Hochmitten trübt das

Klangbild etwas und verleiht ihm eine

dezente Färbung. Leider schaffen hier

auch die eingebauten Filter für Höhen

und Bässe keine Abhilfe. Jedoch kann

das weite Stereo-Panorama und die gelungene

Tiefenstaffelung gut über dieses

Manko hinwegtrösten und Sony liefert

ein System, das für Film und Musik gleichermaßen

geeignet ist.

Wertung

Der Vertreter von Sony bietet Eleganz in allen Facetten und kann

neben dem Äußeren auch klanglich bei Filmen und Musik deutlich

punkten.

gut 82 %

Bilder: © 2707195204 - Fotolia.com, Auerbach Verlag, Sony

60 | DIGITAL TESTED 3.2014

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Überraschend gut

Zugegeben, ein wenig

voreingenommen

war ich schon

vor dem Test. Umso

positiver war ich

dann überrascht,

dass die fl achen

Quader bei Musik

und Filmen tatsächlich

richtig guten

Tobias Häußler,

Redakteur

Sound abliefern

können.

Von den Soundboards wurde im Testbetrieb

so einiges erwartet. Sowohl sollten

sie den Fernsehton aufwerten, aber auch

Musik wiedergeben und zeigen, ob sich

die Anschaffung in mehrerlei Hinsicht

lohnt. Quadral konnte sich hier ganz klar

an die Spitze setzen. Mit ihren Erfahrungen

im Hi-Fi-Sektor haben sie gerade

bei der Musikwiedergabe gepunktet, aber

zeigen mit Bravour, dass es ihnen keine

großen Probleme bereitet, sich auch auf

die Anforderungen von Filmton einzulassen.

Allerdings läuft das Magique den

anderen Kandidaten auch preislich um

Längen vorneweg, weshalb das Soundboard

im Preis-Leistungs-Verhältnis

ganz klar die Führung abgeben muss.

Hier kann hingegen Philips massiv punkten.

Mit einer überraschenden Steigerung

von über 20 Prozent gegenüber der im

Vorjahr getesteten Soundbar, wurde hier

ein gewaltiger Sprung hingelegt. Das

HTB4150B bewegt sich als vollständiges

Mediencenter dennoch auf dem preislichen

Niveau anderer Soundboards und gibt sich

mit seinem resonanten Holzgehäuse sehr

wohlklingend. Einen guten dritten Platz

im Vergleich belegt Sony. Hier zeigt sich

deutlich, dass Erfahrungen auf sämtlichen

abgedeckten Bereichen vorhanden sind

und das System macht sowohl bei Film,

als auch bei Musik eine gute Figur. Mit

eleganter Finesse wird hier eher aus dem

Hintergrund eine gute klangliche Basis

geschaffen, die sehr ausgewogen wirkt.

Das Schlusslicht im Vergleich liefert das

Soundboard von Panasonic. Die Differenziertheit

und Impulstreue eines Systems

mit externem Subwoofer ließen sich augenscheinlich

nicht in das flache Gehäuse

pressen und sorgen so für übermächtige

Bässe, die sich auch mit dem Equalizer

nicht bändigen lassen.

Die anderen drei Mitbewerber schlugen

sich in der Testreihe ebenfalls durchweg

gut, hatten jedoch allesamt kleine

bis mittelschwere Mankos. Diese sind oft

von Hersteller zu Hersteller verschieden,

jedoch gibt es stets Parallelen. So wurden

oft die Mitten zugunsten der Sprachverständlichkeit

angehoben. Allerdings geht

dies wiederum meist zu Lasten der Musikwiedergabe

und Frequenzbereiche werden

überbetont, was sich bei vielen Instrumenten

unangenehm auswirkt. Die Bassreflexgehäuse

sorgen zwar für kräftige Tiefen,

lassen diese aber auch verschwimmen

und so undifferenziert erscheinen. Unbedingt

vermeiden sollte man es, die Soundboards

in ein Regalfach des Hi-Fi-Racks zu

stellen, da sich Bässe sonst durch Reflexionen

an Unter- und Oberseite summieren

und so ein undurchhörbares Bassinferno

verursachen. Eine weitere Gemeinsamkeit

fast aller Testgeräte waren Probleme in der

Phasenlage, besonders bei eingeschalteter

Virtual-Surround-Funktion. Zwar fielen

diese unterschiedlich stark aus, jedoch ist

es den Funktionsprinzipien durch Faltung

und Verzögerung von Signalen geschuldet,

dass sich Klänge überlagern und damit zu

den entsprechenden Kammfiltereffekten

führen. Somit sind diese in gewissem Umfang

unvermeidbar. Eine Wechselwirkung

zwischen Ausprägung des Surround-Effektes

und Stärke des Phasings ist hierbei

nicht zwingend vorhanden. Systeme, die

einen besseren Raumklang ermöglichen,

sind nicht unbedingt stärker von Phasenfehlern

betroffen.

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Der SoundLink III von Bose klingt überraschend satt

und soll bis zu 14 Stunden durchhalten

24.03.14 13:55


Test Audio/Multimedia

Soundboards

Ausstattung Testsieger Sieger Preis/Leistung

Allgemein

Hersteller Quadral Philips Sony

Modell Magique HTB4150B HT-XT1

Preis(UVP)/

Straßenpreis

599 Euro/

449 Euro

Maße (B/H/T) 60 × 10 ,4× 36,3 cm 70,1 × 7 × 31,7 cm 72 × 7,2 × 31 cm

Gewicht 5,7 kg 6,8 kg keine Angabe

Informationen www.quadral.de www.philips.com www.sony.de

Technische Daten

Subwoofer nein nein nein

Fernbedienung ja ja ja

Sonstige Bluetooth (aptX) Bluetooth, NFC Bluetooth, NFC

Funktion

Individuelle Klangeinstellungen Bass, Treble zwei sieben

3D-Raumklag Stereobasis-Verbreiterung ja ja

Drahtlose Verbindung Subwoofer

Bewertung

Basswiedergabe gut 4/5 gut 4/5 gut 4/5

Mittenwiedergabe ausgezeichnet 4,5/5 gut 4/5 gut 3,5/5

Höhenwiedergabe ausgezeichnet 4,5/5 gut 4/5 gut 4/5

Neutralität gut 4/5 gut 4/5 gut 4/5

Räumlichkeit gut 4/5 gut 3,5/5 gut 4/5

Transparenz/Impulstreue gut 3,5/5 gut 4/5 gut 4/5

Abstrahlverhalten ausgezeichnet 4,5/5 gut 3,5/5 gut 3,5/5

Wiedergabequalität gut 29/35 gut 27/35 gut 27/35

3D-Raumklang-Bild sehr gut 31/35 ausgezeichnet 32/35 ausgezeichnet 32/35

Ausstattung gut 12/15 gut 12/15 gut 11,5/15

Benutzerfreundlichkeit sehr gut 13/15 sehr gut 13/15 gut 11/15

Gesamt 85 von 100 Punkten 84 von 100 Punkten 81,5 von 100 Punkten

Preis/Leistung gut ausgezeichnet sehr gut

Gesamtwertung

349 Euro/

308 Euro

349 Euro/

343 Euro

sehr gut gut gut

85 % 84 % 82 %

Ausstattung

Allgemein

Hersteller Denon Onkyo LG Panasonic

Modell DHT-T100 LS-T10 LAP341 SC HTE180

Preis(UVP)/

Straßenpreis

299 Euro/

240 Euro

Maße (B/H/T) 60,8 × 7,1 × 35,5 cm 70 × 10,5 × 43,2 cm 70 × 3,5 × 30 cm 70 × 6 × 36,5 cm

Gewicht 4,3 kg 8,7 k g 3,8 kg keine Angabe

Informationen www.denon.de www.onkyo.com www.lg.com www.panasonic.com

Technische Daten

Subwoofer nein nein nein nein

Fernbedienung ja ja ja ja

Sonstige Bluetooth (aptX) Bluetooth Bluetooth Bluetooth, NFC

Technische Daten

Individuelle Klangeinstellungen fünf Presets drei zwei sechs Modi + Zusatzoptionen

3D-Raumklag ja ja ja ja

Drahtlose Verbindung Subwoofer

Bewertung

Basswiedergabe gut 3,5/5 befriedigend 3/5 gut 3,5/5 ausreichend 2/5

Mittenwiedergabe gut 4/5 gut 3,5/5 gut 4/5 gut 4/5

Höhenwiedergabe gut 4/5 gut 4/5 gut 4/5 befriedigend 3/5

Neutralität gut 4/5 gut 3,5/5 gut 3,5/5 befriedigend 3/5

Räumlichkeit befriedigend 3/5 gut 4/5 befriedigend 3,5/5 gut 4/5

Transparenz/Impulstreue gut 3,5/5 befriedigend 3/5 gut 4/5 ausreichend 2,5/5

Abstrahlverhalten befriedigend 3/5 befriedigend 3/5 befriedigend 4/5 gut 3,5/5

Wiedergabequalität gut 25/35 befriedigend 24/35 gut 26,5/35 befriedigend 22/35

3D-Raumklang-Bild sehr gut 30/35 sehr gut 31/35 gut 25/35 sehr gut 30/35

Ausstattung befriedigend 9/15 ausreichend 8/15 befriedigend 9/15 gut 11/15

Benutzerfreundlichkeit gut 12/15 befriedigend 10/15 gut 12/15 ausreichend 8/15

Gesamt 76 von 100 Punkten 73 von 100 Punkten 72,5 von 100 Punkten 71 von 100 Punkten

Preis/Leistung gut befriedigend befriedigend befriedigend

Gesamtwertung

399 Euro/

325 Euro

349 Euro/

294 Euro

349 Euro/

319 Euro

gut gut gut gut

76 % 73 % 73 % 71 %

Bilder: Auerbach Verlag

62 | DIGITAL TESTED 3.2014

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


TV-Sound effektiv aufwerten

Immer schlanker werden sie, die Flachbildschirme. Der Optik des Gerätes ist das natürlich zuträglich und die Bildqualität

wird durch diese Bauweise im Grunde nicht negativ beeinflusst. Doch Sound braucht Platz, um sich zu entfalten. Um

diesen zu schaffen, geben wir ein paar Tipps, ohne dass Sie gleich ein 7.1-Surround-System aufstellen müssen. TOBIAS HÄUSSLER

Die aktive Alternative

Die einfachste Variante, um den Klang eines

Systems aufzuwerten, kennen Sie vermutlich von

Ihrem PC oder Mac: Desktoplautsprecher. Praktisch:

Aktive Varianten, wie beispielsweise die

Nubert nuPro A-300, benötigen keine zusätzliche

Verstärkerstufe. In der Regel liefern Fernseher

eine Reihe von Ausgängen für externe Soundlösungen.

Das angesprochene Lautsprecherpaar

zeigt sich hier besonders fl exibel. So kann das TV

sowohl über ein digitales Koaxial- oder TOSLINK-

Kabel, als auch analog über den vorhandenen

Line-In-Eingang verbunden werden. Wer eine Erweiterung

in die tiefen Frequenzen braucht, kann

über einen separaten Ausgang einen zusätzlichen

Subwoofer einbinden. Eine Fernbedienung

erlaubt die Wahl der Eingangsquelle, als auch die

Steuerung von Grundfunktionen, wie Lautstärke

und Equalizer-Einstellungen. Mit knapp über

1 000 Euro bekommt man so ein echtes Stück

Hi-Fi-Sound fürs Fernsehprogramm.

Der Stille

Wenn man ungestört und ohne andere zu

stören einen satten Sound erleben will, denkt

man wohl zuerst an Kopfhörer. Um frei von

störenden Kabeln zu sein, sollten sie möglichst

über Funk betrieben werden. Hier kommt der

AKG K 935 ins Spiel. Im vollen Ladezustand bietet

der Kopfhörer laut Hersteller eine Laufzeit

von mindestens acht Stunden. Mit Ohrpolstern

aus Samt soll dafür gesorgt werden, dass auch

bei längerem Tragen nichts drückt. Mit bis zu 30

Metern Reichweite kann man das laufende Programm

auch mal beim Gang in die Küche ohne

Tonunterbrechung weiterverfolgen. Das System

ist zudem äußerst einfach einzurichten: Mit nur

einem Knopfdruck verbindet sich der Kopfhörer

mit der Basiseinheit. Diese dient gleichzeitig

als Ladeschale und bietet die Möglichkeit der

Wandmontage. Für 149 Euro ist der Kopfhörer

eine vergleichsweise günstige Variante, um den

TV-Klang hautnah zu erleben.

Die schlanke Variante

Wer aus Platzmangel oder rein optischen

Gründen keine Lautsprecher links und rechts

vom Bildschirm aufstellen oder gar installieren

möchte, ist wahrscheinlich mit einer Soundbar,

wie zum Beispiel der SC-HTB680 von Panasonic,

bestens beraten. Hier muss man sich selten

Gedanken um die Positionierung machen – sie

wird einfach unter oder über des Fernsehers

platziert. Verbunden wird sie im besten Fall per

HDMI* und der Ton gelangt via Audio-Rückkanal

(ARC*) zur Lautsprecherleiste. Ein zusätzlicher

Subwoofer für die Bässe wird kabellos

eingebunden und benötigt damit außer der

Stromzufuhr keine weiteren Strippen. Im Vergleich

zum ebenfalls in der Serie angebotenen

Soundboard, ist die 349 Euro teure Soundbar

deutlich breiter und bietet daher mehr Raum

für ein weites Stereopanorama. Um Mittenlöcher

zu vermeiden, ist im System übrigens ein

zusätzlicher Center-Lautsprecher verbaut.

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 63


Test Audio/Multimedia

TV-Sound aufwerten

Von High-End bis THX

Wenn es räumlicher klingen soll, lohnt es sich,

wenn man einen Blick auf die Produktpalette

von Teufel wirft, denn die Schallwandler der

Cinebar-Reihe bieten virtuellen Surroundsound

auf hohem Niveau. Die Cinebar 11 verfügt über

einen Dolby Digital-/DTS-Decoder, welcher die

Signale mittels psychoakustischer Verfahren

auf die acht integrierten Lautsprecher verteilt.

Die Cinebar 51 wartet zwar nur mit sechs Lautsprechern,

dafür aber mit Class-D-Endstufe und

THX-Zertifizierung auf. Dies soll einen Klang

gewährleisten, der dem im Kino möglichst

nahe kommt. Außerdem liefert Teufel hier ein

Streaming*modul mit, das Zugriff auf diverse

Onlinemusikdienste ermöglicht. Beide Varianten

verfügen über einen externen Subwoofer,

der kabellos ins System integriert wird. Preislich

ist man mit der Cinebar 11 mit rund 400 Euro

dabei, für die THX-zertifizierte Variante muss

man etwa 900 Euro investieren.

Die Surround-Lösung

Stereo schön und gut, aber Filme werden selbst

im Fernsehen oft mit Mehrkanalton in Dolby Digital

übertragen. Wer also der Meinung ist, wenn

schon ein Extra-System, dann auch gleich eines

mit echtem Surroundsound, der sollte vielleicht

einen Blick auf die neue Concept E-Serie von

Teufel werfen. Der 5.1-Allrounder besteht aus

vier Zwei-Wege Satellitenlautsprechern, einem

Centerlautsprecher und einem Subwoofer. Ein

zusätzlicher AV-Receiver* wird nicht benötigt,

denn die Verstärkung sowie die Decodierung der

Surround-Signale übernimmt das System selbst.

Die Basiseinheit ist hierbei gleichzeitig auch der

Subwoofer. Die nötige Flexibilität gewähren sowohl

die vielfältigen Anschlussmöglichkeiten, als

auch die Möglichkeiten der Aufstellung. Ob im

Regal, auf ein Stativ oder an der Wand montiert –

man hat freie Hand. So schafft man sich ohne

großen Aufwand ein vollständiges Surround-

Setup für knapp 450 Euro.

Das Komplettpaket

Der mittlerweile etwas aus der Mode gekommene

DVD-Player fi ndet nach wie vor

noch in vielen Wohnzimmern seinen Platz.

Wenn schon aufgerüstet wird, warum dann

nicht gleich vollständig? Denn mittlerweile

sind Blu-ray-Komplettsysteme von fast allen

Herstellern vergleichsweise günstig zu haben.

Sie beinhalten in der Regel ein 5.1-System mit

aktivem Subwoofer und einem Blu-Ray-Player,

der gleichzeitig die Funktion als Verstärkerstufe

erfüllt. Diese All-In-One-Geräte brauchen

wenig Platz, ersparen einem mühsame Verkabelung

mehrerer Quellgeräte und einer zusätzlichen

Verstärkerstufe. Das LG BH9430PW

verspricht für seine 699 Euro statt 5.1-Surround

gleich 9.1-3D-Sound, trotz einer üblichen Kombination

aus fünf Lautsprechern. Beim der

angesprochenen Kombination ist in jedem der

vier Lautsprecher ein Zusatztreiber verbaut, um

den Raum nach oben hin mit Klang zu füllen.

Neue TV-Bauweisen

Mittlerweile sehen Hersteller von Flachbildfernsehern

die Mankos beim Klang ihrer

Geräte und fangen an, umzudenken. So setzt

Sony mit seiner neuen Bravia-Reihe auf eine

keilförmige Bauweise. Diese schafft Platz in

der Tiefe für größere Lautsprecher und Röhren

zur Schallausbreitung. So hat der Klang

ein größeres Volumen und der Frequenzumfang,

den das Gerät wiedergeben kann, wird

erheblich gesteigert. Die Serie W950B verfügt

beispielsweise über einen Resonanzkanal,

welcher auch die Wiedergabe von Frequenzen

in den tiefen Mitten bis in den oberen Bassbereich

erlaubt. Um das Frequenzspektrum nach

unten zu erweitern, wird auch hier optional

ein kabelloser Subwoofer angeboten. Philips

zieht nach und legt seiner neuen 7500er-

Reihe ebenfalls einen drahtlosen Tieftöner

bei. Somit spart man Platz im Wohnzimmer

und Kosten für eventuelle Zusatzlösungen.

Was Sie im Allgemeinen beachten sollten

Zusatzgeräte kommen meist mit eigener Fernbedienung

daher. Behalten Sie im Blick, dass diese

multifunktional und mit anderen Geräten kompatibel

sind. So müssen Sie nicht für jede Einstellung

auf einen anderen Signalgeber zurückgreifen. Ein

weiterer Tipp: Schließen Sie externe Lautsprecher

nicht an die Kopfhörerbuchse an. Diese ist von der

Impendanz und dem Frequenzgang auf Kopfhörer

angepasst. Bei Verwendung von anderem Equipment

kann es zu Überbetonungen von Frequenzen

und Verzerrungen kommen. Im schlimmsten Fall

zerstören Sie sogar Ihre Lautsprecher. Ein weiterer

Stolperstein: Nicht an allen Audioausgängen am

Fernseher wird beim Anschluss eines weiteren

Gerätes der Ton der internen Lautsprecher abgeschaltet.

Regeln Sie also am besten den Fernsehton

auf Null, um Phasenverschiebungen und die

Auslöschung von Frequenzen zu vermeiden.

Bilder: AKG, Nubert, Panasonic, Teufel, LG, Sony

64 | DIGITAL TESTED 3.2014

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


0.2013

78 %

gut

LG

BH9430PW

Testergebnis

Bilder: © RoyStudio - Fotolia, LG

VIEL MEHR ALS SURROUND

3D-Klang für zuhause

Im Kino hält er langsam Einzug – der 3D-Klang mit der Höhe als dritter Dimension.

Schnell reagieren Hersteller von Heimkinoanlagen und ziehen nach. Wir

haben uns einen der Vorreiter in den Hörraum geholt und getestet. TOBIAS HÄUSSLER

Die Ankündigungen auf der Website

des Herstellers lesen sich gut:

da ist die Rede von 9.1 Cinema-

Sound und räumlichem Erleben in „neuen

Dimensionen“. Auch die restliche Ausstattung

scheint opulent, mit zahlreichen

Web-Funktionen, UHD-Upscaling und

3D-Konvertierung herkömmlicher 2D-

Filme. Der vergleichsweise geringe Listenpreis

macht demnach umso neugieriger,

was sich hinter dem Angebot verbirgt.

Beim Auspacken wirkt das System optisch

hochwertig, jedoch ist das Gros der Komponenten

leider aus Kunststoff gefertigt,

was den positiven Eindruck leicht trübt.

Auffällig ist der zusätzliche Treiber an

der Oberseite jedes Lautsprechers. Dieser

strahlt den Klang in Richtung Decke ab,

um später den versprochenen 3D-Sound

zu realisieren. Der Aufbau geht zügig

vonstatten. Farbig markierte Stecker und

zusammengefasste Leitungen machen das

korrekte Verkabeln leicht und die hinteren

Lautsprecher können sogar drahtlos angebunden

werden.

Die Anschlussmöglichkeiten für

externe Geräte sind reduziert: hier finden

sich an der Rückseite lediglich zwei

HDMI*-Eingänge, ein optischer, sowie

ein Cinch-Eingang für zusätzliche

Komponenten wieder. Ein versteckter

USB*-Port an der Vorderseite erlaubt

es, einen externen Datenträger oder das

Smartphone anzuschließen. Stattdessen

lässt die Konnektivität dank integriertem

WLAN*-Modul, LAN*-Port, sowie

einer Bluetooth*-Schnittstelle wenig zu

wünschen übrig. Beim Starten gibt sich

der Player bemerkenswert schnell und

die Menüführung ist intuitiv. Zahlreiche

Apps lassen erkennen, dass LG mit den

angepriesenen Online-Features nicht zuviel

versprochen hat. Auch an Bildqualität

fehlt es nicht: Die Wiedergabe von Filmen

auf Blu-Ray ist so stabil wie lupenrein und

Inhalte von DVD werden sauber skaliert.

Klanglich schlägt sich das System

nicht ganz so gut. Der Sound ist wirkt

ziemluch unnatürlich. Nach dem Testen

einiger Einstellmöglichkeitn war festzustellen,

dass der angepriesene 3D-Sound

weder Film noch Musik sonderlich zuträglich

ist, da er aufdringliche Phasing-

Effekte verursacht. Eine Bypass-Einstellung

in der Klangregelung, die das direkte

Signal an die Lautsprecher weiterleitet,

lässt die Schwächen selbiger erkennen:

der Mittenbereich ist in bestimmten Frequenzen

überdeutlich ausgeprägt und die

Hochtöner sind im Klang äußerst scharf.

Der Bass kommt kräftig aber undefiniert.

Beim Film neigen die Höhen gerade bei

Klangereignissen wie Explosionen, zum

Klirren. Die Frequenzeinstellungen im

Equalizer können dem nur schwer gegensteuern.

Lediglich die Voreinstellung „Natural“

scheint die Ungeschliffenheit der

Lautsprecher ein wenig auszugleichen.

Ausstattung

Allgemein

Hersteller

LG

Modell

BH9430PW

Preis (UVP)/Straßenpreis

699 Euro/599 Euro

Maße (B/H/T)

44,4 × 6,5 × 29,3 cm

Leistungsaufnahme

21/0,3 W

Betrieb/Standby

Informationen

www.lg.com

Blu-ray-Player

HD-Audio-Decoder/-Bitstream /

HDMI 1.4

3D-Ausgabe

DNLA/WiFi /

Verstärkereinheit

Lautsprecher

9.1 Standlautsprecher

Einmessungsautomatik

Ipod/USB /

Vorteile

Nachteile

+ Optik / Verarbeitung

+ leichter Aufbau und Bedienung

+ gute Bildwiedergabe

+ zahlreiche Streaming – und

Online-Funktionen

Bewertung

– „billige“ Haptik durch Kunststoff

– klanglich nur befriedigend

– keine automatische Einmessung

Abstrahlverhalten befriedigend 2/3

Neutralität befriedigend 2,5/4

Dynamik gut 3/4

Räumlichkeit gut 3/4

Basswiedergabe befriedigend 2,5/4

Mittenwiedergabe gut 3/4

Höhenwiedergabe befriedigend 2,5/4

Skalierung befriedigend 3/5

Vollbildkonvertierung gut 4/5

Bildverbesserer befriedigend 2/3

Ton-/Bildqulität befriedigend 27,5/40

Bedienung/Installation sehr gut 31/35

Ausstattung/Verarbeitung befriedigend 23,5/34

Gesamt

82 von 109 Punkten

Preis/Leistung

befriedigend

Wertung

Für einen erstaunlichen Preis liefert LG ein Heimkinosystem, das

insbesondere durch seine Featurevielfalt glänzt – leider zu Lasten

des Klangs, denn hier wird nicht viel geboten.

gut 75 %

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 65


Test Audio/Multimedia

Netzwerkspeicher (NAS)

3.2014

76 %

gut

Qnap

HS-210

Testergebnis

QNAP HS-210

Lautlos HD-Filme streamen

Der Netzwerkspeicher HS-210 von Qnap kommt in einer der Gerätekategorie eher untypischen Bauform daher. Der fl ache

Quader gibt sich so erfreulich unauffällig und das Beste dabei ist: Qnap verzichtet bei der Konstruktion komplett auf einen

Lüfter und mit einer SSD-Festplatte geht der Betrieb lautlos vonstatten.

DENNIS SCHIRRMACHER

Wärmebild

Der NAS heizt sich sichtbar, aber zu

keinem Zeitpunkt kritisch auf.

Qnap setzt beim HS-210 auf einen

besonderen Formfaktor und der

Netzwerkspeicher kommt ungemein

flach und breit daher. Die Oberseite

besteht aus gebürstetem Aluminium

und dient gleichzeitig der Wärmeabfuhr.

Denn auf einen Lüfter verzichtet der

Hersteller ganz bewusst und so haben

wir den NAS im Test lautlos mit SSD-

Festplatten betrieben. Wie der Test bewies,

geht das Konzept auf und der Netzwerkspeicher

wird selbst unter extremen

Bedingungen nicht mehr als handwarm.

Setzen Sie auf günstigere mechanische

Festplatten, bestimmen diese natürlich

die Betriebslautstärke und ein leichtes

Rauschen ist nicht vermeidbar.

Die Einrichtung geht zügig vonstatten,

wenngleich Sie für die Montage

der Massenspeicher einen Schraubenzieher

benötigen. Der NAS kann mit

maximal 8 Terabyte (TB) Speicher umgehen

und dank verschiedener RAID-

Verfahren holen Sie das letzte Quäntchen

Geschwindigkeit heraus oder setzen

auf eine besondere Datensicherheit.

Im Test nutzten wir die höchste Datensicherheit

und die Transferraten beim

Lesen und Schreiben pendelten sich so

nur auf einem befriedigendem Niveau

ein. Über jeweils zwei USB*-2.0- und

3.0-Anschlüsse lassen sich externe Festplatten

und Sticks anschließen; rückseitig

findet sich auch noch ein Schacht

für SD-Karten wieder. Die Bedienung

geschieht über einen Webbrowser Ihrer

Wahl und geht gut von der Hand.

Bei der grafischen Oberfläche hat sich

Qnap augenscheinlich von Smartphones

inspirieren lassen. Im Betrieb legt der

HS-210 bei zwei installierten HDDs mit

8 TB eine Leistungsaufnahme von rund

15 Watt an den Tag. Auf Wunsch können

Sie die Bereitschaft nach einem Zeitplan

festlegen und der Netzwerkspeicher unterstützt

auch Wake-on-LAN*.

Die einzelnen Anwendungen öffnen

sich nach einer kurzen Ladezeit und

können etwa zum Verteilen von Musik,

Fotos und Videos eingesetzt werden.

Dabei stellt der HS-210 entweder einen

DLNA-Server bereit oder Sie rufen Ihre

Medien direkt über die Ordnerfreigabe

(SMB/CIFS) ab. Zudem ist eine direkte

Weiterleitung via AirPlay denkbar. Im

Test konnten wir problemlos verschiedene

Musikdateien streamen. Vom gängigen

verlustbehafteten MP3*-Format

mit konstanter und variabler Bitrate*

war es auch möglich, anspruchsvolle

Bilder: Auerbach Verlag, Qnap

66 | DIGITAL TESTED 3.2014 * Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Screenshots

Die Benutzeroberfl äche ist über einen

Browser abrufbar.

Dank kostenloser Anwendungen können

Sie umgehend Medien streamen.

Der kompakte Überblick gibt Auskunft

über die Systemstabilität.

FLAC-Dateien mit 192 Kilohertz und

24 Bit zu streamen. Obacht: Derartige

hochauflösende Musik wird nur von geeigneten

Clients, etwa Audionetzwerkplayern,

wiedergeben. Versteht sich das

jeweilige Gerät nicht auf das Format,

findet eine Transkodierung in den MP3-

Dateityp statt. Im Videobereich werden

alle gängigen Codecs unterstützt

und natürlich kann ein geeigneter Client

auch die Mehrkanaltonspuren akkurat

wiedergeben. Beim Streamen von Full-

HD-Filmen zeigte sich hingegen ein gemischtes

Bild und via DLNA konnte ein

aktuelles Smart TV* etwa MKV-Dateien

nicht abspielen. Auch Sonys Playstation 3

ließ sich zu keiner Wiedergabe überreden.

Per Ordnerfreigabe wendete sich

das Blatt wiederum und die Testdateiern

wurden auf Smartphones und Tablets

weitgehend anstandslos abgespielt.

Mit einem Netzwerk-Mediaplayer war

es dann möglich, alle Filme problemlos

zu streamen.

Bei eingerichtetem Fernzugriff haben

Sie auch von unterwegs Einblick

auf den Netzwerkspeicher und können

Ausstattung

Allgemein

Hersteller

Qnap

Modell

HS-210

Preis (UVP)/Straßenpreis

273 Euro/

255 Euro (Leergehäuse)

Maße (B/H/T)

30,2 × 4,1 × 22 cm

Gewicht

2,6 kg

Informationen

www.qnap.com

Anschlüsse

Festplattenschächte 2

USB 2.0/USB 3.0 2/2

LAN/WLAN /

eSATA

SD-Karte

Merkmale

Prozessor

1,6 GHz

RAM

512 MB

RAID-Betrieb

automatisierbare Backups (z. B. Apple Time Machine)

FTP-Server

Webserver

Audio-, Videoserver

AirPlay

Druckerserver

Benutzerverwaltung

Wake on LAN

Besondere Merkmale

lautloser Betrieb

Apps für Medienwiedergabe

Betrieb

Datendurchsatz Lesen

rund 70 MByte/s

Datendurchsatz Schreiben

rund 50 MByte/s

Leistungsaufnahme

Betrieb: rund 15 W

Stand-by: rund 7 W

Lautheit

Betrieb: lautlos

Stand-by: lautlos

autom. Stand-by

gepl. Ein-, Ausschalten

automatische Lüftersteuerung

kein Lüfter verbaut

Vor-/Nachteile

Vorteile

+ Mit SSD lautlos im Betrieb

+ Streamt viele Audioformate

+ Schickes Äußeres

+ Bedienoberfläche

Nachteile

– Videowiedergabe über DLNA

– kein WLAN

Bewertung

Installation gut 46/57

Ausstattung gut 29/40

Video-Streaming gut 45/61

Gesamt

120 von 158 Punkten

Preis/Leistung

gut

Wertung

Der lautlose Betrieb des Netzwerkspeichers ist äußerst attraktiv, allerdings

müssen Sie dafür zwingend auf eine teure SSD-Festplatte

setzen. Beim Streaming punktet vor allem der Audiobereich.

gut 76 %

so etwa Musik aus Ihrer eigenen Cloud

auf Ihr Smartphone streamen. An dieser

Stelle ist es auch denkbar, etwa im

Hotel FLAC-Dateien von zu Hause auf

Ihrem Laptop wiederzugeben und so

hochauflösende Musik an jedem Ort zu

genießen. Natürlich muss Ihr Internetanschluss

über eine ausreichend hohe

Uploadrate verfügen, denn bei einer

Qualitätsstufe von 192 kHz und 24 Bit

können da schonmal über 4 Megabit die

Sekunde anfallen. Qnap bietet auch verschiedene

Apps an und über die kostenlosen

Anwendungen können Sie etwa

Dateien von unterwegs aus auf den NAS

laden oder Musik wiedergeben.

Anzeige

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 67


Test Audio/Multimedia

Media-Netzwerk-Player

3.2014

84 %

gut

Western Digital

WD TV Live

Testergebnis

Dank Touchscreen

geht die Bedienung

über die App fl üssig

von der Hand.

WESTERN DIGITAL WD TV LIVE

Kompakter Allesabspieler

Klein, lautlos, multimedial: Der WD TV Live ist winzig, passt auf jede Handfläche,

will im Wohnzimmer aber mit 1A-Bildqualität, HD-Streaming und

hoher Dateikompatibilität beeindrucken.

DENNIS SCHIRRMACHER

Der WD TV Live ist Western Digitals

Antwort auf den Netzwerk-Mediaplayer

Apple TV und der Winzling

will trotz seiner Kompaktheit mit einer

allumfassenden Medienkompatibilität und

Apps punkten. Filme, Musik und Fotos spielt

der WD TV Live von USB*-Datenträgern

ab, die über die zwei Buchsen, eine davon

auf der Front, angeschlossen werden. Das

Abspielen funktioniert aber auch über das

Netzwerk im Stream. Der Anschuss findet

dabei entweder kabelgebunden oder auch

ohne Strippe mithilfe des internen WLAN*-

Moduls statt. Egal, für welchen Weg Sie

sich entscheiden, der WD TV Live spielt

im Grunde alle relevanten HD-Videoformate

anstandslos ab. So sind MKV-Dateien

kein Problem und der Player schaltet sogar

automatisch auf die passende Bildwiederholfrequenz

um, sodass der Filmspaß von

keinerlei Rucklern getrübt wird. Natürlich

wird auch Surroundsound wiedergegeben

und selbst die hochauflösenden Tonformate

der Blu-ray Disc stellen kein Hindernis dar.

Diese müssen aber zwingend über HDMI*

übertragen werden, denn der optische Tonausgang

stellt nicht genügend Bandbreite

zur Verfügung. Audiofans freuen sich über

FLAC-Unterstützung, so steht auch der qualitativen

Musikwiedergabe nichts im Weg.

Bei der Medienwiedergabe gibt es also

nichts zu meckern und der Abspieler

überzeugt auf ganzer Linie. Der Apple-TV-

Abspieler wird an dieser Stelle übrigens klar

ausgestochen, denn die Lösung von Western

Digital gibt sich in diesem Bereich wesentlich

flexibler. Das Onlineangebot fällt

verglichen mit Apple TV hingegen übersichtlich

aus und auch die Qualität der Apps

kann nicht mithalten. Wenngleich Anwendungen

wie etwa der Musikstreamingdienst

Spotify schon Sinn und auch Spaß auf dem

WD TV Live machen. Videoanwendungen

wie Hulu oder Netflix sind hierzulande aber

nicht nutzbar und Apps wie etwa YuppTV

richten sich ausschließlich an indischsprachige

Nutzer. Bei der Bedienung der Onlineinhalte

sollte Sie in jedem Fall auf die

kostenlose App für Apple- und Android-

Geräte zurückgreifen. Denn so gelingt etwa

die Texteingabe über den berührungsempfindlichen

Bildschirmen wesentlich flüssiger,

als mit der doch etwas klobigen beiliegenden

Fernbedienung. Darüber hinaus

ist es auch möglich, eine kabellose USB-

Tastatur anzuschließen.

Wer einen reinen Mediaplayer für

seine Filmsammlung auf USB-Datenträgern

oder Netzwerkfestplatten sucht, wird

mit dem WD TV Live rundum glücklich

werden. Denn neben seiner Codec-Vielfalt

legt der Abspieler mit rund 8 Watt eine

verschindend geringe Leistungsaufnahme

an den Tag. Internetfans sollten sich

den Kauf hingegen nochmal überlegen,

wenngleich die Bedienung über die App

auf dem Smartphone fühlbar gut von der

Hand geht.

Ausstattung

Allgemein

Hersteller

Modell

Preis (UVP)/Straßenpreis

Maße (B/H/T)

Gewicht

Informationen

Anschlüsse

HDMI

Western Digital

WD TV Live

90 Euro/78 Euro

12,5 × 3 × 10 cm

191 g

www.wdc.com

Netzwerk

Audio

optisch

Eingänge 1 1 1

Sonstige

2 × USB, WLAN

Medienformate

Video

AVI (Xvid, AVC, MPEG1/2/4),

MPG/MPEG, VOB, MKV (h.264,

x.264, AVC, MPEG1/2/4, VC-1),

TS/TP/M2T (MPEG1/2/4, AVC, VC-

1), MP4/MOV (MPEG4, h.264),

M2TS, WMV9, FLV (h.264)

Audio

MP3, WAV/PCM/LPCM, WMA,

AAC, FLAC, MKA, AIF/AIFF,

OGG, Dolby Digital, DTS, PLS,

M3U, WPL

Bilder

JPEG, GIF, TIF/TIFF, BMP, PNG

Untertitel

SRT, ASS, SSA, SUB, SMI

Merkmale

Festplattenkapazität

Lautheit

lautlos

Vorteile

Nachteile

+ spielt alle Formate

+ lautlos im Betrieb

+ WLAN intern

+ Menü

Bewertung

– Fernbedienung

– Qualität einiger Internetfunktionen

Installation gut 13/16

Benutzerfreundlichkeit befriedigend 15/22

Stromverbrauch

Stand-by:

Betrieb:

0,6 W

8 W

3/3

Wiedergabe ausgezeichnet 37/39

Gesamt

65 von 77 Punkten

Preis/Leistung

ausgezeichnet

Wertung

Der WD TV Live von Western Digital ist winzig, verbraucht wenig

Strom, spielt aber alle relevanten Video- und Tonformate zum kleinen

Anschaffungspreis ab.

gut 84 %

Bilder: Western Digital

68 | DIGITAL TESTED 3.2014

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


3.2014

ausgezeichnet

Bose

Soundlink III

Testergebnis

BOSE SOUNDLINK III

Der Mittendrin-Lautsprecher

Bilder: Bose

Bose setzt eigentlich auf lange Produktzyklen, die mobilen Bluetooth*-Lautsprecher der SoundLink-Familie bekommen

aber regelmäßig eine überarbeitete Version spendiert. Aktuell liegt der kompakte Krachmacher in seiner dritten Auflage

vor.

DENNIS SCHIRRMACHER

Besonders stolz ist der Hersteller auf

die Akkulaufzeit, die mit satten 14

Stunden angegeben wird; das Vorgängermodell

kam auf acht Stunden. Im

Test stellte sich dieser Wert bei Zimmerlautstärke

als sehr realistisch heraus. Befinden

Sie sich jedoch auf einer freien Fläche,

etwa im Park, muss der Lautsprecher fühlbar

lauter tönen, damit Musik hören noch

Spaß macht und unter Vollast geht dem

SoundLink schon eher die Puste aus.

Seit dem ersten Vertreter der Sound-

Link-Familie von 2011 hat Bose kontinuierlich

an der Wiedergabequalität gefeilt

und vor allem im Höhenbereich hat sich

einiges getan. So klingt der erste Sprössling

nun vergleichsweise dumpf und die

3er Version hat nochmals deutlich an Brillanz

zugelegt. Obacht: Der SoundLink III

entfaltet sein volles Klangpotential erst,

wenn Sie den Lautsprecher auf Ohrenhöhe

aufstellen, ansonsten gibt sich der Sound

leicht bedeckt. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen

steht der SoundLink III

übrigens nicht mehr leicht angeschrägt auf

der jeweiligen Unterlage. Auch eine Abdeckung

ist nicht mehr im Lieferumfang enthalten

– kann aber in verschiedenen Farben

für 35 Euro separat erworben werden.

Im Inneren sorgen vier Treiber und zwei

Passivstrahler für den beeindruckenden

Klang. Vor allem das satte Klangfundament

traut man dem Winzling nicht zu.

Um das zu erreichen, setzen die Ingenieure

von Bose auf den sogenannten Waveguide.

Mit diesem langen und verzweigten Kanal

will man das fehlende Volumen des kleinen

Gehäuses ausgleichen und einen satten

Sound garantieren. Das funktioniert auch

auf beeindruckende Art und Weise und

der SoundLink III klingt wie beschrieben

überraschend satt. Dabei kommt Bosetypisch

eine automatische Loudnessfunktion

zum Einsatz, sodass der Lautsprecher

bei geringen Lautstärken präsenter ertönt,

gleichzeitig wird der Bass bei hohen Lautstärken

zurückgenommen, was einen nahezu

verzerrungsfreien Sound garantiert.

Bei Lautstärken von über 90 % neigt der

Bose SoundLink III aber bei bassintensiver

elektronischer Musik oder Hip-Hop

zu leichten Verzerrungen. Im Vergleich

zum SoundLink Mini spielt der „Große“

übrigens minimal klarer auf und kann

sich darüber hinaus mit einer höheren und

stabileren Gesamtlautstärke absetzen.

Insgesamt kann der SoundLink III

der Baugröße entsprechend mit einem

bravourösen Sound auftrumpfen und eine

kontinuierliche Weiterentwicklung ist in

diesem Bereich unüberhörbar. Doch bei

der Ausstattung hätten wir uns ein wenig

mehr Fortschritt gewünscht, denn immer

noch wird die Lautstärke getrennt am Zuspieler

oder Lautsprecher geregelt. Doch

die lange Akkulaufzeit macht den kompakten

Lautsprecher derzeit einmalig am

Markt und der Konkurrenz geht unterwegs

deutlich früher die Puste aus.

Ausstattung

Allgemein

Hersteller

Modell

Preis (UVP)/Straßenpreis

Maße (B/H/T)

Informationen

Technische Daten

Bose

SoundLink III

300 Euro/285 Euro

25,6 × 13,5 × 4,8 cm

www.bose.de

Anschlüsse

Klinke, Micro USB

Merkmale

Akku, Bluetooth

Leistung k. A.

Akkulaufzeit laut Hersteller

14 Stunden

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 69


Test Blu-rays

Intro

Einleitung

Tiemo

Weisenseel,

Redakteur

Kino ist Kunst. Kino ist Unterhaltung.

Kino ist Ablenkung

und Weltflucht und

ein Fenster zur Welt: Alles

auf einmal, alles im gleichen

Augenblick. Je mehr Filme

ich sehe, desto intensiver

beschäftigt mich die Frage,

warum ich diese Kunstform

so sehr schätze. Wonach suche ich im Kino,

welche Qualitäten sind es, die einen sehr

guten von einem außergewöhnlichen Film

unterscheiden? Wodurch wird ein Streifen

zum Klassiker seines Genres, während ein anderer,

eigentlich ebenso toller Kandidat, nach

und nach der Vergessenheit anheimfällt?

Bei der Arbeit an dieser Ausgabe sind mir

so einige bemerkenswerte Thriller-Produktionen

in die Hände gefallen. Doch ein Film

ragte besonders heraus: Es ist Ridley Scotts

„The Counselor“, dessen geradezu vernichtende

Rezeption schlicht und einfach auf

eine völlig falsche Erwartungshaltung seitens

Publikum und Kritik zurückzuführen sein

muss. Denn wie soll man sich sonst erklären,

dass ein Film in der öffentlichen Wahrnehmung

völlig durchfällt, wo er einem selbst

doch als eines der besten Werke dieses Regisseurs

erscheint? Die Thriller-Elemente finden

hier, zusätzlich zu den gewohnten Genre-

Zutaten, vor allem im Kopf des Zuschauers

statt, was die Seherfahrung erweitert und

den Spannungspegel enorm steigert.

Überblick: Aktuelle und kommende Thriller-Highlights auf Blu-ray

Identity Report

8.5.

„Memento“ meets

„Vanilla Sky“– begeben

Sie sich auf eine verwirrende

Reise zwischen

Schein und Wirklichkeit.

Cold War

13.5.

Ein echter Hongkong-

Blockbuster in der stylishen

und ernsten Tradition

von Meisterwerken

wie „Infernal Affairs“.

Red Sky

bereits

erhältlich

Kein Überflieger wie

„Top Gun“, aber immerhin

ein unterhaltsamer

Action-Thriller, der die

Schallmauer durchbricht.

Lillyhammer (1. Staffel)

8.5.

Steven van Zandt ist

Frank Tagliano, Ex-Mafia-

Boss und neuester Einwohner

von Lillehammer,

Norwegen. Grandios!

McCanick – Bis in den Tod

bereits

erhältlich

Ein Thriller mit Ambitionen

wie ein Kunstfilm.

Manchmal etwas langwierig,

aber mit einem

überraschenden Ende.

Cold Comes The Night

bereits

erhältlich

„Breaking Bad“-Star

Bryan Cranston liefert

in diesem beinharten

Heist-Thriller eine bärenstarke

Leistung ab.

Der blinde Fleck

13.5.

Inhalt

Die Hintergründe des

Oktoberfest-Attentats

von 1980 als akribischer

und hochspannender

Recherche-Thriller.

Prisoners 71

Captain Phillips 72

Runner Runner 73

Drecksau 73

Trance 74

The Canyons 74

House Of Cards 75

Bild

Die Blu-ray wird nicht nur am klassischen

Fernseher geprüft, sondern auch über einen

HDTV-Beamer auf einer Leinwand mit einer

Bilddiagonale von 3,35 Metern. Wir prüfen

fünf Kategorien, wobei jeweils maximal zwei

Punkte zu erreichen sind. Insgesamt kann die

Disc im Bildtest also zehn Punkte erhalten.

DIGITAL TESTED achtet auf „Kontrast“ und

„Schärfe“, „Nachzieheffekte/Artefakte“ (also

Ruckler, Standbilder, digitale Fehler, doppelte

Konturen), „Farbdarstellung“ (feine Farbabstufungen

sollten zur Geltung kommen) und

den „Schwarzwert“ (das heißt, am Fernseher

wird getestet, wie tief das Schwarz in dunklen

Szenen wirklich ist).

Inside WikiLeaks

bereits

erhältlich

Benedicht Cumberbatch

und Daniel Brühl geben

den Drahtziehern hinter

der WikiLeaks-Affäre ein

Gesicht. Brandaktuell!

Blu-ray-Tests: Frisches Thriller-Futter in High-Definition

So prüft DIGITAL TESTED die Blu-rays

Broken City 76

Passion 76

Only God Forgives 77

The Company You Keep/Hours 78

Memory Effect/The Iceman 79

Cold Blood 80

Get The Gringo/7 Psychos 81

Ton

Wir prüfen Tonformat und Klang, wobei

nicht gemessen, sondern gehört wird.

Schließlich geht es beim Thema Heimkino

um den Spaß am Erlebnis. Dabei berücksichtigen

wir in jedem Fall die Originalmischung

eines Films. Zum Testen ziehen

wir jeweils die deutsche Tonspur und die

Originalsprache heran. Die Disc muss sich in

fünf Kategorien bewähren: Je zwei Punkte

sind maximal zu erreichen bei „Tonformat“,

„Raumklang/Raumtiefe“, „Rauschen“,

„Dynamik“ (erleben wir beim Test einen

lebendigen Ton, der die Lautsprecher entsprechend

der Filmhandlung belastet?) und

„Verständlichkeit der Dialoge“.

Topfavorit der Redaktion

The Counselor

bereits

erhältlich

Javier Bardem, Cameron Diaz,

Michael Fassbender und Penélope Cruz

in einem dialoglastigen Drogenthriller

der Extraklasse. Unvergessliche Szenen

und betörende Bilder en masse!

Bilder: 20th Century Fox, Ascot Elite Home Entertainment, Auerbach Verlag, Constantin Film, Koch Media, KSM, Sony Pictures Home Entertainment, Studiocanal, Tiberius Film

70 | DIGITAL TESTED 3.2014


Prisoners

Drama/Thriller

Originaltitel Prisoners

Vertrieb Tobis

Bild MPEG-4, 1.78 : 1

Ton DTS-HD MA 5.1

Regisseur Denis Villeneuve

Darsteller Hugh Jackman

Jake Gyllenhaal

Laufzeit 153 min

FSK 16

Wendecover k. A.

Start 13. Februar 2014

Wenn es um die Moral geht, dann kennen die

meisten Hollywoodfilme ganz klare Grenzen,

definieren einfach „Gut“ und „Böse“ und das

war’s. „Prisoners“ hingegen ist weitaus komplexer,

sodass sich die Schuldfrage nicht so simpel

klären lässt. Einfach jeder ist ein Gefangener

seiner Situation. Und so beginnt das Drama mit

einer Familienidylle, die sich in kürzester Zeit

in ein dramatisches Horrorszenario verwandelt.

Keller Dover (Hugh Jackman) ist ein gläubiger

Mann, vaterlandstreu und bodenständig,

wie es ein konservativ geprägter Mann nur

US/2013

sein kann. Sein Leben als Familienvater könnte

kaum besser sein, denn seine Frau liebt ihn und

seine Kinder entwickeln sich prächtig. Zudem

wohnen gleich nebenan mit den Birches eine

befreundete Familie, mit der sie ihr Thanksgiving

zusammen verbringen. Auf einem kurzen

Spaziergang laufen die jüngsten Töchter beider

Familien ein Stückchen vor und spielen an

einem unbekannten Wohnwagen. Wieder in

der elterlichen Wohnung angelangt, möchten

die beiden Kinder noch einmal kurz ins Nachbarhaus

zum spielen. Nach über einer Stunde

sind die Kleinen immer noch nicht zurück

und die Eltern beginnen sich zu sorgen. Keller

begibt sich auf die Suche nach den Kindern.

Erfolglos. Es gibt keinen einzigen Hinweis über

ihren Verbleib. Nur der ominöse Wohnwagen

scheint ein Anlaufpunkt für die Suche der

Polizei zu sein. Schließlich findet man einen

verwirrten Fahrer. Auf der Polizeiwache ist der

offenbar geistig zurückgebliebene Alex Jones

(Paul Dano) alles andere als kommunikativ.

Ebenso befinden sich keine verdächtigen Spuren

im Wohnmobil, weshalb er wieder auf freien

Fuß gesetzt wird. Doch was ist an jenem Tag

des Verschwindens wirklich passiert?

Aufgrund seiner überaus authentischen Erzählweise

entsagt „Prisoners“ jedwedem Klischee

eines gängigen Hollywoodthrillers und

lässt den Zuschauer über den Verbleib der Kinder

zunächst einmal genauso im Dunkeln wie die

Ermittler bzw. Eltern. Hier scheint einfach alles

möglich zu sein, weshalb die übergroße Ungewissheit

qualvoll an einem nagt. In seinem ersten

Film mit englischsprachigen Schauspielern beweist

der französische Regisseur Denis Villeneuve

sein Händchen für das richtige Tempo, überraschende

Wendungen sowie für eine intelligente

Erzählweise. Hierbei serviert er dem Zuschauer

nicht einfach alles auf einem silbernen Tablett.

Ob trostlose Farben, überbelichtete Außenaufnahmen

oder düstere Innenaufnahmen sowie

Nacht-Szenerien: Die Kantenschärfe bleibt

hochwertig, während die Details so manches

Mal in einem dunklen Schatten verschwinden.

Beim Audiomix spielen hauptsächlich die Dialoge

eine Rolle, Musik gibt es kaum und die

Effekte treten ebenfalls nur selten in den Vordergrund.

An Bonusmaterial bietet die Blu-ray

einen Beitrag zur deutschen Filmpremiere (3

Min.), zu den Darstellern (9 Min.), das Featurette

„Jede Sekunde zählt“ (3 Min.) sowie eine

kleine Bildergalerie.

FT

Bilder: Tobis

Die Verhörszene weckt Mitleid für den Hauptverdächtigen Alex Jones (Paul Dano).

Technik 6,5/10

Bildqualität 8/10

Tonqualität 5/10

Film 7,5/10

Intelligent bebildert „The Prisoners“ ein Szenario, in dem

man sich unmöglich moralisch einwandfrei verhalten

könnte. Jake Gyllenhaal und Hugh Jackman spielen brillant!

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 71


Test Blu-rays

Thriller

Captain Phillips

Drama/Thriller

Originaltitel Captain Phillips

Vertrieb Sony Pictures

Bild MPEG-4, 2.35 : 1

Ton DTS-HD MA 5.1

Regisseur Paul Greengrass

Darsteller Barkhad Abdi,

Tom Hanks

Laufzeit 134 min

FSK 12

Wendecover k. A.

Start 14. März 2014

Der ehemalige Dokumentarfilmer Paul Greengrass

beschäftigt sich in seinem neuesten Blockbuster,

der insgesamt 6 Oscar-Nominierungen

erhielt, mit der brandaktuellen Piratenproblematik.

Dabei verzichtet er sowohl auf dramaturgische

Übertreibungen als auch auf simple

Gut-Böse-Schemen und konzentriert sich eher

auf die nachvollziehbaren Menschenschicksale.

Eine der Kernfragen, denen der Film nachgeht,

ist jene nach dem Motiv der vier jungen, somalischen

Entführer, die das amerikanische

Frachtschiff überfallen. Muse (Barkhad Abdi)

liegt schlafend auf dem Fußboden einer kleinen

Hütte, als mehrere Geländewagen mit bewaffneten

Männern im somalischen Dorf eintreffen.

Die Soldaten wurden vom Warlord Garaad geschickt,

um die Bewohner zur Geldbeschaffung

anzutreiben. Von einem Jungen geweckt, wird

der schlaftrunkene, dürre Muse zum Dorfchef

beordert, der ihm und einem weiteren Einwohner

die Order gibt, mit zwei Motorbooten einen

Frachter zu überfallen und mehrere Millionen

Dollar einzunehmen. Wie auf einem Arbeitsbasar

suchen die Kapitäne nach Freiwilligen. Diese

streiten sich sogar um die Posten, da die Fischerei

kaum noch Erträge abwirft und jeder nach

Einkommensquellen sucht. Muse entscheidet

sich für den zuverlässigen Elmi (Mahat M. Ali),

den jungen Bilal (Barkhad Abdirahman), dem er

einen Gefallen schuldet, und den fremden Najee

(Faysal Ahmed), der ihm stark genug erscheint,

um einschüchternd zu wirken.

„Muse ist ein junger Mann, der in einem

armen Land aufwuchs“ erklärt uns Hauptdarsteller

Barkhad Abdi am Telefon. „Er ist ein

Mann, der nichts mehr zu verlieren hat. Und

er sieht den Überfall als einzigen Ausweg, als

einzigen Weg Geld zu machen und jemand zu

sein. Das ist sein Motiv. Er will niemanden

töten, aber er nutzt diese 50/50-Chance für

sein Leben.“

Den zweiten Schwerpunkt des Films nimmt

der Weltstar Tom Hanks ein, der den amerikansichen

Schiffs-Kapitän Richard Phillips spielt.

Die Piraten-Warnung an der somalischen Küste

versetzt ihn in einen Zustand innerer Unruhe.

Als er auf seinem Frachter ankommt, bemerkt

er die fahrlässigen Sicherheitsmaßnahmen und

versucht, die Crew bezüglich einer möglichen

Schiffs-Karperung zu sensibilisieren. Doch

nichts kann sie auf die schreckliche Situation

vorbereiten, die sie auf hoher See ereilen wird.

Als vier Fremde an Bord gelangen und mit

Waffengewalt vordringen, ist klar: Die Situation

ist todernst. Die Tür zur Brücke öffnet sich.

Captain Phillips und seine Crew bekommen

Gewehre ins Gesicht gehalten und keiner weiß,

was als nächstes passieren wird.

Paul Greengrass dokumentarischer Wackelkamera-Stil

wird von den einen gefeiert

und den anderen gefürchtet. Auch in diesem

Film kommt er vor, jedoch dermaßen ausgeglichen

und kontrolliert, dass ein guter Kompromiss

zwischen Glaubwürdigkeit und Sehkomfort

gefunden wurde. Trotz der schwierigen

Drehbedingungen ist das Bild weitestgehend

mit ausgesprochen guten Parametern ausgestattet.

Die Audio-Inszenierung lebt von Henry

Jackmans Thriller-Soundtrack, zum anderen

US/2013

tut sich die extrem gute Signalortung hervor,

die Sie mitten in das dramatische Horror-

Szenario hineinzieht.

FT

Für seine Rolle wurde Barkhad Abdi für einen

Oscar nominiert, gewonnen hat er ihn nicht.

Technik 9/10

Bildqualität 9/10

Tonqualität 9/10

Film 8,5/10

Greengrass’ „Captain Phillips“ beginnt als hochspannender

Thriller und läuft zunehmend auf ein menschliches

Drama hinaus. Trotz Längen Spannung pur!

Bilder: Sony Pictures

72 | DIGITAL TESTED 3.2014


Runner Runner

US/2013

Thriller

Originaltitel Runner Runner

Vertrieb 20th Century Fox Home

Bild MPEG-4, 2.40 : 1

Ton DTS 5.1

Regisseur Brad Furman

Darsteller Ben Affl eck,

Justin Timberlake

Laufzeit 92 min

FSK 12

Wendecover k. A.

Start 3. März 2014

Richie Furst (Justin Timberlake) studiert Mathe

in Princeton. Allerdings ist er nicht ganz so liquide,

dass er sich die enormen Studiengebühren der

Elite-Universität leisten kann. Die Exmatrikulation

droht und Richie kratzt alle seine Ersparnisse

zusammen, um beim Online-Poker alles auf eine

Karte zu setzen. Normalerweise gilt er als absoluter

Poker-Crack, der so ziemlich jeden Trick

kennt, um den Mitspielern das Geld aus der Tasche

zu ziehen. Doch unerwartet verliert er seinen

gesamten Einsatz. Schnell wird ihm klar, dass er

von dem Onlineanbieter über den Tisch gezogen

wurde. Nach einer mathematischen Analyse

des Spielverlaufs bestätigt sich seine Vermutung.

Kurzerhand reist Richie nach Costa Rica, um

den schwerreichen Betreiber der Internetseite,

einen gewissen Ivan Block (Ben Affleck), aufzusuchen,

damit dieser ihm Rede und Antwort

steht. Block findet Gefallen an dem ambitio-

Drecksau

Mathegenie Richie Furst (Justin Timberlake) will sich mit dem korrupten Onlineanbieter Ivan

Block (Ben Affl eck) anlegen.

nierten Studenten und bietet ihm einen Job in der

Firma an. Doch bald wird ihm klar, dass Ivans

Geschäfte durch Korruption zustandekommen.

Brad Furmans Thriller „Runner Runner“ weist

ein großes Staraufgebot auf: Justin Timberlake,

Ben Affleck und Gemma Arterton geben sich die

Ehre. Doch trotz dieser Hollywoodgrößen fehlt es

am nötigen Biss. Die Handlung ist sehr stringent

und hält keinerlei Überraschungen bereit. LF

Technik 7,5/10

Bildqualität 8/10

Tonqualität 7/10

Film 5,5/10

Optisch eine wahre Augenweide – inhaltlich dagegen ein

Flop: Trotz Hollywood-Staraufgebot eine fade und allzu

vorhersehbare Story.

GB/2013

Bilder: 20th Century Fox Home, Ascot Elite Home

Thriller/Groteske

Originaltitel Filth

Vertrieb Ascot Elite Home

Bild MPEG-4, 2.40 : 1

Ton DTS-HD MA 5.1

Regisseur Jon S. Baird

Darsteller James McAvoy,

Jamie Bell

Laufzeit 98 min

FSK 16

Wendecover ja

Start 25. Februar 2014

Nicht mal Kinder genießen Artenschutz:

Wenn Sergeant Bruce Robertson austeilt ...

Wenn man an erwähnenswerte Verfilmungen

der Romane des schottischen Kult-Autoren

Irvine Welsh denkt, dann fiel einem bisher

immer nur Danny Boyles kongeniale Adaption

von „Trainspotting“ aus dem Jahre 1996

ein. Mit Jon S. Baird musste wohl erst ein

Landsmann von der Insel daherkommen, um

die abgründig-brutalen und meistenteils völlig

durchgedrehten Figuren und Geschichten von

Welsh auf der Leinwand wieder einmal adäquat

zum Leben zu erwecken.

Das Drehbuch von „Drecksau“ basiert auf

dem 1998 veröffentlichten Roman „Filth“. Im

Mittelpunkt dieses Monsters von einem Film

steht der rücksichtslose Cop Bruce Robertson,

der zur Durchsetzung von Recht und Ordnung

so ziemlich jedes Gesetz bricht, das man sich

nur vorstellen kann. Seine Sucht nach Sex,

Drogen, Alkohol und Adrenalin springt ihm

förmlich aus den Augen; er ist ein explosives

Energiebündel, steht jede Sekunde unter Strom

und ist bereit, für eine anstehende Beförderung

über Leichen zu gehen. Jungstar James

McAvoy ist in dieser Rolle kaum wiederzuerkennen:

Vor diesem Ausbund an Aggressivität,

Übermut und Amoralität muss man als

Zuschauer fast Angst bekommen. Andererseits

reißt er einen mit seiner kraftvollen Art mit

– eben ein Anti-Held, wie er im Buche steht!

Nach dem Höllentrip dieses Films bleiben

zwangsläufig jede Menge Fragen offen, man

will einfach mehr wissen über die Köpfe, die

hinter solch einem atemlosen Projekt stecken.

Am meisten erfährt man in den Interviews

mit James McAvoy und Regisseur Jon S. Baird;

dazu kommen noch ein paar Schnipsel von den

anderen Darstellern.

TW

... dann wächst kein Gras mehr! James

McAvoy ist schlichtweg brillant in der Rolle.

Technik 7,5/10

Bildqualität 7/10

Tonqualität 8/10

Film 8/10

Ein intensiver, kompromissloser und ziemlich harter Film

– dennoch voller absurder Komik, lakonischem Witz und

mit großem Unterhaltungswert!

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 73


Test Blu-rays

Thriller

Trance

Thriller/Drama

Originaltitel Trance

Vertrieb 20th Century Fox Home

Bild MPEG-4, 2.35 : 1

Ton DTS 5.1, DTS-HD MA 7.1

Regisseur Danny Boyle

Darsteller Vincent Cassell,

James McAvoy,

Laufzeit 102 min

FSK 16

Wendecover k. A.

Start 6. Dezember 2013

Auch wenn es erst nicht so aussieht: Rosario

Dawson mausert sich zur Hauptfi gur.

Nachwuchsauktionator Simon (James McAvoy)

hat Schulden. Also stiehlt er ein Gemälde.

Dumm nur, dass er anschließend

von Gangsterboss Franck (Vincent Cassell)

dermaßen einen über den Schädel gezogen

bekommt, dass er das geniale Versteck, wo

er die millionenschwere Beute aufbewahrt,

ganz und gar vergisst. Es hilft nichts: Ein Außenstehender

muss eingeweiht werden, und

in die aparte Hypnose-Therapeutin Elizabeth

(Rosario Dawson) setzen beide nun die letzte

Hoffnung, um der Erinnerung wieder auf die

Sprünge zu helfen.

Doch Regisseur Danny Boyle wäre nicht

er selbst, wenn er alles sicher Geglaubte

nicht kurz vor dem Ende wieder völlig auf

den Kopf stellen würde, womit er uns als

Zuschauer gleichermaßen verblüfft wie begeistert

zurücklässt. Beim erneuten Anschauen

entfaltet „Trance“ neben der atemlosen

Thriller-Qualität dann seine ganze

geniale Bandbreite, voller Andeutungen und

Zeichen. Alles, was zuerst nur spannend und

mysteriös war, ergibt nun Sinn und lässt einen

dieses hypnotische Kinopuzzle mehr und mehr

durchschauen.

Am Ende ergibt sich ein atemberaubender

Film, der auf vielen verschiedenen Ebenen parallel

funktioniert: Vom vertrackten erotischen

Thriller über das kunstvolle Arthouse-Bra-

US/2013

vourstück bis hin zur psychologischen Charakterstudie

ist hier für wirklich jeden Filmgeschmack

was dabei. Und in Kombination ergibt

das für uns einen DER Filme des letzten Jahres!

Die mutige und flirrende Optik des Streifens,

die zuweilen an einen heftigen Traum

erinnert, kommt auf Blu-ray bestens zur

Geltung. Mit rauschhaften Farben und

schnellen Schnitten entsteht ein passendes

visuelles Pendant zur überbordenden Story.

Wer seine Gedanken zum Film auf die Probe

stellen will, dem sei das versteckte Easter-Egg

„Trance entschlüsselt“ empfohlen.

Sie finden es, wenn Sie nach dem letzten Bonus-Menüpunkt

noch einmal mit der Fernbedienung

nach rechts drücken. Ansonsten

gibt es einige sehenswerte entfernte Szenen,

Beiträge zur Entstehung des Films und ein

Featurette zu Danny Boyles ganz speziellem

und unverwechselbsten Stil.

TW

Technik 9/10

Bildqualität 9/10

Tonqualität 8,5/10

Film 8,5/10

Spannendes fi lmisches Vexierspiel, das genussvoll mit

den Figuren und dem Zuschauer spielt und erst beim

zweiten Durchlauf halbwegs zu entschlüsseln ist.

The Canyons

US/2013

Genre

Originaltitel The Canyons

Vertrieb KSM

Bild MPEG-4, 2.35 : 1

Ton DTS-HD MA 5.1

Regisseur Paul Schrader

Darsteller Lindsay Lohan,

James Deen

Laufzeit 100 min

FSK 16

Wendecover ja

Start 17. März 2014

Mit Skandalnudel Lindsay Lohan in der weiblichen

Hauptrolle und Pornostar James Deen

als männlichem Gegenpart, war dieser Produktion

reichlich Publicity (und viel Gegenwind)

bereits im Vorfeld der Veröffentlichung sicher.

Letzterer spielt seinen abgründigen Charakter

mit erschreckend-überzeugender Gefühlskälte,

und auch „LiLo“ beweist in der Haut ihrer angegriffenen

und zerbrechlichen Figur endlich

mal wieder, dass sie eine talentierte Schauspielerin

und nicht nur dankbares Opfer für die

Klatschpresse ist.In „The Canyons“ geht es um

das scheinbar perfekte Leben der oberen Zehntausend,

um die hinter all der schönen Fassade

lauernde Dekadenz, speziell in der Filmbranche.

Sie suchen nach Ablenkung, Zerstreuung,

Amüsement. Man propagiert die endgültige

Entmystifizierung jeglicher Erotik: Sex dient

nur noch als Unterhaltung, als Waffe, als aus-

Bei all den Skandalen lässt sich Lindsay Lohans schauspielerisches Talent leicht übersehen.

tauschbarer Zeitvertreib, als Druckmittel. Es

entwickelt sich ein scheinbar beliebiges „jeder

mit jedem“, bei dem am Ende natürlich dennoch

jede Menge Eifersucht und (böses) Blut im

Spiel ist. Mit variabler Kameraarbeit wird ein

abwechslungsreicher und dennoch charakteristischer

Stil voller Lässigkeit und Eleganz erzielt.

Das Bild erscheint in Totalen oftmals etwas unruhig;

der satte Schwarzwert überzeugt. TW

Technik 7,5/10

Bildqualität 8/10

Tonqualität 7/10

Film 7,5/10

Bitterböser und unterkühlter Blick auf das sinnentleerte

(Sex-)Leben der Reichen und Schönen – gewöhnungsbedürftig,

hart, gut.

Bilder: 20th Century Fox Home, KSM

74 | DIGITAL TESTED 3.2014


House Of Cards (1. Staffel)

Politthrillerserie

Originaltitel House Of Cards – Season 1

Vertrieb Sony Pictures Home

Bild MPEG-4, 2.00 : 1

Ton DD 5.1, DTS-HD MA 5.1

Regisseur David Fincher u. a.

Darsteller Kevin Spacey, Robin

Wright, Kate Mara

Laufzeit 13 × 52 min

FSK 12

Wendecover k. A.

Start 17. Dezember 2013

Seit einiger Zeit ist „Netflix“, der führende

„Video-on-Demand“-Anbieter der USA, auf

den Serientrichter gekommen und wagt sich

an kostspielige Eigenproduktionen. Für die

ersten beiden Staffeln des exzellenten episodischen

Politthrillers „House Of Cards“ nahm

man geschätzte 100 Millionen Dollar Budget

in die Hand – doch das Risiko hat sich gelohnt,

denn mit einer Traumbesetzung vor und

hinter der Kamera hat man gleich im ersten

Anlauf einen veritablen Volltreffer gelandet!

Doch worum geht es eigentlich genau? Im

Mittelpunkt steht – von der ersten Sekunde

an und mit einer schlichtweg umwerfenden

Präsenz – Mister Kevin Spacey als machthungriger

und gerissener Politiker Francis Underwood.

Als Senator in Washington befindet

er sich seit Jahren im Zentrum der Macht –

doch nun soll endlich der nächste, entscheidende

Schritt auf die ganz große weltpolitische

Ebene folgen. Sein langjähriger Weggefährte

Alan Walker (Michael Gill) ist der frisch gewählte

neue Präsident der Vereinigten Staaten,

und da er dessen Karriere maßgeblich mit auf

diesen Höhepunkt geleitet hat, ist der ihm

versprochene Außenministerposten im neu zu

bildenden Kabinett eigentlich nur noch Formsache.

Doch alles kommt anders als geplant

– der Augenblick seines größten Triumphes

wird zum Moment seiner schmerzlichsten

Niederlage. Statt feierlich und formell vom

frischgebackenen Staatsoberhaupt in seinem

ersehnten Amt bestätigt zu werden, wird er

zwischen Tür und Angel von der Sprecherin des

Präsidenten davon in Kenntnis gesetzt, dass

US/2012

seine unschätzbare Erfahrung weiterhin im

Senat gebraucht wird. Die beiläufige Information,

dass sein Konkurrent Michael Kern (Kevin

Kilner) den Posten bekommt, macht die Sache

auch nicht unbedingt besser.

An dieser Stelle kommt schon der feine, ironische

und äußerst bissige Humor der Serie zum

Tragen: Spacey sagt mit einem süffisanten Lächeln

im Blick: „Das ist eine exzellente Wahl!“ –

was im Kontext der Handlung und für sein

Gegenüber durchaus ehrlich rüberkommt, mit

einem subtilen Blick zum Zuschauer aber im

nächsten Moment als bitterer Sarkasmus enttarnt

wird. Ohnehin wird die direkte Kommunikation

mit „seinem“ Publikum hier großgeschrieben:

Spacey wendet sich regelmäßig

aus der Geschichte heraus an den Zuschauer,

kommentiert sein Verhalten, seine Motive, seziert

die Befindlichkeiten all der Figuren, die

ihn umgeben und mit denen er spielt wie ein

Großmeister am Schachbrett.

„House Of Cards“ ist ein absoluter Serien-

Glücksfall: Das Sittenbild eines politischen

Apparats, der wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt,

wenn man nur geschickt genug

an den Pfeilern der Macht sägt, wurde noch nie

so zeitgemäß und spannend in Szene gesetzt

wie hier. Ob das nun besonders glaubwürdig

oder authentisch ist, darüber mögen andere

urteilen: Unterhaltsam und süchtig-machend

ohne Ende ist es in jedem Fall!

TW

Bilder: Sony Pictures Home

Kevin Spacey und Robin Wright geben ein diabolisches Pärchen im Zentrum der Macht ab.

Technik 9/10

Bildqualität 9/10

Tonqualität 8,5/10

Film 9/10

Geben Sie diesem Politzirkus der unterhaltsamen Sorte nur

fünf Minuten lang eine Chance – wir gehen jede Wette ein,

dass Sie danach zum Stammwähler dieser Serie werden!

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 75


Test Blu-rays

Thriller

Broken City

Thriller

Originaltitel Broken City

Vertrieb Universum Film

Bild MPEG-4, 2.40 : 1

Ton DTS-HD MA 5.1

Regisseur Allen Hughes

Darsteller Mark Wahlberg,

Russell Crowe

Laufzeit 109 min

FSK 12

Wendecover ja

Start 4. Oktober 2013

Nicolas Hostetler (Russel Crowe) ist misstrauisch.

Hat seine Frau ein Verhältnis?

Passion

Billy Taggart (Mark Wahlberg) ist ein Cop.

Allerdings endet seine Karriere schlagartig, als

er auf der Straße einen Gangster brutal niederschießt.

Dass ihm dieser Einsatz polizeilicher

Gewalt nicht zum Verhängnis wird, verdankt

er dem amtierenden Bürgermeister von New

York, Nicolas Hostetler (Russel Crowe). Taggert

bleibt zwar der Gefängnisaufenthalt erspart, er

muss aber den Dienst quittieren. Von nun an

verdient er seine Brötchen als Privatdetektiv

und die Detektei läuft eher schlecht als recht,

obwohl er einen Ehebetrug nach dem anderen

aufdeckt. Bis eines Tages das Telefon klingelt

und Bürgermeister Hostetler einen Auftrag

für Taggert hat: Er soll herausfinden, ob seine

Gattin Cathleen (Catherine Zeta-Jones) eine

Affäre hat. Doch bald liegt Cathleens Geliebter

tot auf der Straße und der Detektiv erkennt

die üblen Machenschaften, in die Hostetler

verstrickt ist. „Broken City“ ist der erste größere

Film, bei dem Allen Hughes („The Book

Of Eli“) ohne seinen Zwillingsbruder Albert

Regie führte. Zwar lockt dieser Politthriller

mit ausdrucksstarken Bildern und einem vortrefflich

gewählten Cast, aber die Handlung

kann trotzdem nicht überzeugen. „Broken City“

erscheint in einem urbanen Look und weist

sowohl warme Braun- als auch kalte Blautöne

auf. Die vortreffliche Schärfe des Bildmaterials

lässt auch kleinste Details mit bloßem Auge er-

US/2013

kennen. Soundtechnisch überzeugt der 5.1-Mix

mit zahlreichen Effekten, die für Nervenkitzel

im heimischen Wohnzimmer sorgen.

Als Bonus befinden sich auf der Scheibe ein

Making-Of, dem Schnitt zum Opfer gefallene

Szenen, ein alternatives Ende sowie die Originaltrailer

zum Film.

LF

Privatdetektiv Billy Taggart (Mark Wahlberg)

will Gerechtigkeit.

Technik 8/10

Bildqualität 8,5/10

Tonqualität 8/10

Film 6/10

Die Story von „Broken City“ weist gutes Potential auf,

strotzt allerdings vor Selbstjustiz. Russell Crowe glänzt

in seiner Rolle.

DE,FR/2012

Thriller

Originaltitel Passion

Vertrieb Ascot Elite Home

Bild MPEG-4, 1.78 : 1

Ton DTS-HD MA 5.1

Regisseur Brian De Palma

Darsteller Noomi Rapace,

Rachel McAdams

Laufzeit 98 min

FSK 16

Wendecover ja

Start 19. November 2013

Brian De Palma legt mit seinem neuesten Streifen

„Passion“ ein raffiniertes Katz-und-Maus-

Spiel vor, bei dem man erst ganz zum Schluss

durchschaut, wer hier wen übers Ohr haut. In

den Hauptrollen: Zwei faszinierende Frauen, die

von der eigentlich auf ganz andere Parts abonnierten

Kanadierin Rachel McAdams und der

kühlen Schwedin Noomi Rapace mit prickelndem

Leben erfüllt werden. Zwischen den beiden

entspinnt sich ein erbitterter Kleinkrieg um berufliche

Kompetenzen und amouröse Verwicklungen

– und am Ende geht es gar ums nackte

Überleben! Das ist alles hübsch atmosphärisch

inszeniert und mit knisternder Erotik sowie

stetig steigendem Spannungsgrad inszeniert,

sodass man dem wilden und kurzweiligen Treiben

gerne folgt. Was zu einem sehr guten Film

noch fehlt, ist der eine oder andere inhaltliche

Kunstgriff, der das klar als Thriller entworfene

Zwischen Rachel McAdams und Noomi Rapace knistert’s gewaltig: Ob die Funken allerdings

tatsächlich fl iegen oder nur manipulative Strohfeuer sind, das lässt das Drehbuch lange offen.

Konstrukt (das notwendigerweise die eine oder

andere Unglaubwürdigkeit und Übertreibung

birgt...) über die Genregrenzen hinaus erweitert

hätte. Optisch setzen die Macher auf ein starkes

Filmkorn, das deutliches Rauschen erzeugt. Dadurch

bleibt eine Beeinträchtigung der Schärfe

natürlich nicht aus. Abgesehen davon geht das

Bild aber in Ordnung und vermittelt annähernd

gewohntes Blu-ray-Feeling.

TW

Technik 7/10

Bildqualität 7/10

Tonqualität 6,5/10

Film 7,5/10

Raffi nierter, spannender und fl otter Rache-Thriller mit

zwei tollen Frauen und einem aufregend-erotischen

Einschlag.

Bilder: Ascot Elite Home, Universum Film

76 | DIGITAL TESTED 3.2014


Only God Forgives

Thriller/Drama

Originaltitel Only God Forgives

Vertrieb Sunfi lm

Bild MPEG-4, 1.77 : 1

Ton DTS-HD MA 7.1

Regisseur Nicolas Winding Refn

Darsteller R. Gosling,

K. S. Thomas

Laufzeit 90 min

FSK 16

Wendecover k. A.

Start 18. November 2013

Regisseur Nicolas Winding Refn, der zuletzt

mit „Drive“ (2011) große Erfolge bei Kritikern

und Zuschauern verzeichnen konnte, kehrt mit

„Only God Forgives“ wieder zu seinen Ursprüngen

zurück, was hinsichtlich der Darstellung

und stillen Intensität vor allem an „Valhalla

Rising“ (2009) erinnert. Mit bewegungslosem

Gesicht lässt er Ryan Gosling durch die Unterwelt

Bangkoks streifen, auf der Suche nach dem

Mörder seines Bruders und auch nach Sühne für

seine eigene Schuld. Ein starker Charakter tritt

ihm mit seiner Mutter Crystal gegenüber, ver-

körpert von Kristin Scott Thomas, eine tödlich

schöne Teufelin, die im Hintergrund die Fäden

zieht und ihre Söhne in einem ödipalen Abhängigkeitsverhältnis

an sich bindet. In diesem

Netz gefangen, kann sich Julian nicht von ihrem

Einfluss befreien und gerät immer mehr in den

Strudel von Blut und Tod, dem er eigentlich zu

entgehen versucht. Doch am Ende kann nur Gott

die Taten vergeben und sein Streiter erscheint

in Gestalt des gnadenlosen Polizisten Chang,

der die Verantwortlichen richtet und durch die

authentische Darstellung von Vithaya Pansringarm

ein strenges, forschendes Gesicht bekommt.

Die Antriebsräder dieses einnehmenden

und bildgewaltigen Kunstfilms sind keine geschliffenen

Dialoge – getragen wird die Handlung

von kräftigen Farben, die das Rotlichtmilieu

Bangkoks in eine unwirkliche und düstere

Szenerie tauchen, untermalt von einem mitreißenden

Soundtrack, der alles andere überlagert.

Bewegungsabläufe in Zeitlupe inmitten

des schummerigen Spiels von Farben, Licht

und Dunkelheit machen aus jeder Szene ein

US, TH/2013

Kunstwerk, in der Gewalt das allgegenwärtige

Stilmittel ist. Wenn Körper verstümmelt oder

Ryan Goslings Gesicht in ästhetischen und gut

choreografierten Thaibox-Szenen bis zur Unkenntlichkeit

zu Brei geprügelt wird, ist dies die

gezielte Stilistik dieses Films, der die Geschichte

durch das rote Tuch der Gewalt präsentiert und

interpretiert. Dieser Film spaltet und hat nicht

umsonst bei Kritikern sowie Zuschauern kontroverse

Diskussionen ausgelöst.

Besonders die Bilder sind es jedoch, die

diesen komplexen Film sehenswert auch für

jene machen, die mit dieser Art des Kinos nicht

viel anfangen können. Der Kontrast ist meist so

stark gehalten, dass die Gesichter im Dunkeln

verschwinden, nur ein Hauch von Mimik ist

erkennbar und macht die Darstellung dabei

in den Köpfen der Zuschauer umso wirkungsvoller.

In optimaler Schärfe jagen sich Chang

und Julian gegenseitig durch die Nacht, stets

in warme Farben getaucht, durchbrochen von

grell-bläulichen Leuchtschriftzügen. Die musikalische

Untermalung passt an jeder Stelle

und ersetzt gesprochene Worte mit ihrer ganz

eigenen Interpretation der Szene. Dies macht

den Ton zu einem besonders wichtigen Faktor

der Handlung. Er ist ebenso wie die Gewalt ein

künstlerisches Element des Films, und auch

wenn dem einen oder anderen dies zu unnatürlich

wirken dürfte, so gehört es dennoch zur

Kunst, die Refn damit erschaffen hat. SR

Bilder: Sunfilm

Chang (V. Pansringarm) steht dem Teufel gegenüber, der Mutter allen Übels (K. S. Thomas).

Technik 9/10

Bildqualität 9/10

Tonqualität 9/10

Film 7,5/10

Bilder, die so schnell niemand vergisst, machen aus diesem

Film ein Filmkunstwerk, das die Gemüter spaltet.

Die Blu-ray kommt natürlich uncut.

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 77


Test Blu-rays

Thriller

The Company You Keep

US/2012

Polit-Thriller

Originaltitel The Company You Keep

Vertrieb Concorde Home

Bild MPEG-4, 2.35 : 1

Ton DTS-HD MA 5.1

Regisseur Robert Redford

Darsteller Redford,

Shia LaBeouf

Laufzeit 122 min

FSK 12

Wendecover k. A.

Start 12. Dezember 2013

Ben Shepard (Shia LaBeouf) deckt Jim

Grants wahre Identität auf.

Ende der 1960er bis in die 1970er Jahre standen

weltweit viele Menschen der US-Politik

kritisch gegenüber. Darunter befanden sich

linke extremistische Vereinigungen, die

auch nicht zögerten, mit Gewalt ihre Vorhaben

durchzusetzen. Ähnlich den Zuständen

in der Bundesrepublik Deutschland, wo vor

allem die RAF die Regierung auf Trab hielt,

sorgte in den Vereinigten Staaten die Untergrundorganisation

Weathermen für Unruhe.

Ziel ihrer Anschläge waren staatliche, vor

allem militärische und polizeiliche Institutionen.

Personen sind bei ihren Bombenattentaten

jedoch glücklicherweise kaum zu

Schaden gekommen. Robert Redford setzt sich

in seinem neuesten Polit-Thriller „The Company

You Keep“ mit den Personen auseinander,

die hinter den Weathermen steckten. Bis heute

sucht das FBI noch immer ehemalige Aktivisten,

die als untergetaucht gelten. Eine davon

ist die Hausfrau und Mutter Sharon Solarz (Susan

Sarandon). Das ehemalige Mitglied ist das

ewige Versteckspiel leid und beschließt, sich

der Polizei zu stellen. Allerdings kommt diese

ihr zuvor. Der Provinz-Journalist Ben Shepard

(Shia LaBeouf) wittert eine gute Story und

versucht, weitere Beteiligte der Weathermen

zu enttarnen. Bei seinen Recherchen stößt er

auf den Anwalt Jim Grant (Robert Redford),

der sich schließlich als der gesuchte Nick Sloan

Robert Redford vor und hinter der Kamera,

das könnte interessant werden!

entpuppt. Nach Shepards Enttarnung begibt

sich Sloan, vom FBI gejagt, auf die Flucht.

Doch ist der alleinerziehende Vater wirklich

ein Mörder? Die Bildkomponente dieser Blu-ray

erscheint bläulich. Ab und zu sind Ruckler und

Artefakte zu sehen. Akustisch bietet die Disc

zwar nur wenige Klangeffekte, kann aber mit

einer kräftigen Dynamik auftrumpfen. LF

Technik 8/10

Bildqualität 7/10

Tonqualität 9/10

Film 6,5/10

Shia LaBeouf, Susan Sarandon und Nick Nolte – Robert

Redford sorgt in seinem neuesten Polit-Thriller für ein

großes Staraufgebot.

Hours Wettlauf gegen die Zeit

US/2013

Drama/Thriller

Originaltitel Hours

Vertrieb Splendid/WVG

Bild MPEG-4, 2.40 : 1

Ton DTS-HD 5.1

Regisseur Eric Heisserer

Darsteller Paul Walker,

Nick Gomez u.a.

Laufzeit 97 min

FSK 16

Wendecover ja

Start 29. November 2013

Während sich im Jahr 2005 der Hurrikan Katrina

langsam der Stadt New Orleans nähert, stirbt

Nolan Hayes Frau Abigail (Genesis Rodriguez)

bei der Geburt der gemeinsamen Tochter und

lässt ihren Mann (Paul Walker) völlig geschockt

mit der Frühgeburt zurück. Irgendwann muss

das Krankenhaus evakuiert werden und Nolan

bleibt ohne ärztliche Unterstützung bei dem

Baby. Während draußen das Chaos tobt, fällt in

dem Gebäude der Strom aus und der verzweifelte

Vater sucht fiebrig nach einer Möglichkeit,

die Beatmungsmaschine des Frühchens am

Laufen zu halten. Eine schwächelnde Batterie,

Schlafmangel, Hunger und einsetzende Plünderungen

machen das Warten auf Hilfe zu einem

erbitterten Kampf um das Leben seiner Tochter.

Paul Walker, Mitproduzent des Films und

erst kürzlich bei einem tragischen Autounfall

verstorben, spielt hier im Alleingang den trau-

Paul Walker als verzweifelter Vater Nolan muss durch Kurbeln die Batterie der Beatmungsmaschine

alle drei Minuten aufl aden.

matisierten Familienvater, der inmitten eines

Sturms um das Leben des letzten Restes seiner

Familie kämpft. Dies macht er auch erstaunlich

gut, wenngleich die Handlung kaum Abwechslung

zu bieten hat. Die Grundidee des Regiedebuts

von Drehbuchautor Eric Heisserer („The

Thing“, 2011) hat viel Potenzial, lässt durch

die unnötigen Wiederholungen im Storyablauf

jedoch Langeweile aufkommen.

SR

Technik 7/10

Bildqualität 6/10

Tonqualität 7,5/10

Film 6,5/10

Paul Walker meistert seinen Alleingang ziemlich gut,

auch wenn das Drehbuch nicht viel Abwechslung

hergibt.

Bilder: Concorde Home, splendud/WVG

78 | DIGITAL TESTED 3.2014


Memory Effect

US/2012

Science-Fiction-Thriller

Originaltitel Extracted

Vertrieb Sunfi lm

Bild MPEG-4, 2.40 : 1

Ton DTS-HD MA 7.1

Regisseur Nir Paniry

Darsteller Sasha Roiz,

Jenny Mollen

Laufzeit 86 min

FSK 16

Wendecover k. A.

Start 5. Dezember 2013

Mit seiner Erfindung ist es Tom (Sasha Roiz)

möglich, in die Gedanken und Erinnerungen

eines Menschen einzudringen. Schnell wird

klar, dass seine bahnbrechende Schöpfung

dafür genutzt werden soll, die Gedanken von

Kriminellen zu lesen, um deren Taten unwiderlegbar

aufdecken zu können. Schließlich

testet Tom selbst seine Kreation und reist

in die Erinnerungen des mordverdächtigen

Drogensüchtigen Anthony (Dominic Bogart).

Doch etwas geht schief und er kann

sich nicht mehr aus dessen Verstand befreien.

Dem Zuschauer eröffnet sich hier eine

komplexe Story mit geschickt verwobenen

Handlungsebenen. Da ist einmal Tom, der

in den Erinnerungen Anthonys umherwandert

sowie seine Frau Abbey, die mit dem

plötzlichen Verlust ihres Mannes klarkommen

muss. Selten erkennt man, dass der Film

The Iceman

Seine bahnbrechende Erfi ndung lässt Tom in den Verstand eines anderen Menschen reisen,

wo er sowohl Gedanken als auch Erinnerungen sieht.

nur ein begrenztes Budget zur Verfügung

hatte, lediglich die wacklige Kameraführung

erinnert hin und wieder daran. Die Erinnerungen

von Anthony stehen in warmen Farben

den kalten Tönen der Realität und Toms

Lebenswelt gegenüber. Dabei ist allerdings

der Kontrast oft deutlich zu hoch. Die musikalische

Untermalung ist sehr leise wie auch die

Tonspur generell.

SR

Technik 7/10

Bildqualität 7,5/10

Tonqualität 6/10

Film 7,5/10

Ein brillanter Psychotrip im Stile von „Inception“, packend

inszeniert und trotz kleinem Geldbeutel der Produktion

ein echter Geheimtipp!

US/2013

Bilder: Splendid, Sunfilm

Gangsterthriller

Originaltitel The Iceman

Vertrieb Splendid

Bild MPEG-4, 1.85 : 1

Ton DTS-HD MA 5.1

Regisseur Ariel Vromen

Darsteller Michael Shannon,

Winona Ryder

Laufzeit 105 min

FSK 16

Wendecover ja

Start 30. August 2013

Kuklinski (Michael Shannon) bei der Arbeit

– kalt, berechnend und ohne Skrupel.

Nach einer wahren Begebenheit erzählt „The

Iceman“ die Geschichte von Richard Kuklinski,

einem amerikanischen Auftragskiller, der

für verschiedene Mafia-Organisationen über

200 Menschen getötet haben soll. Nebenbei

pflegte er ein normales, bürgerliches Familienleben.

Seine Frau und seine Kinder wussten

bis zu seiner Verhaftung nichts von seinen

kriminellen Machenschaften. Im Film steht

vor allem Kuklinskis persönliche Motivation

im Vordergrund. Michael Shannon, bekannt

als durchgeknallter Cop aus „Premium Rush“,

stellt eine gelungene Besetzung für den „Iceman“

dar und verbindet gekonnt dessen stoische

Gleichgültigkeit und seine ungezügelte

Aggression mit der bedingungslosen Fürsorge

für seine Familie. Insbesondere Kuklinskis

paranoide Anwandlungen bringt Schannon in

der richtigen Mischung aus Verzweiflung und

gnadenloser Kaltblütigkeit rüber. Hin und wieder

erlebt man aber so manches Déjà-vu. Das

liegt vornehmlich an der traditionsbewussten

Inszenierung, die sich an bekannten Mafia-

Filmen orientiert, und ebenso an den allseits

bekannten Gangstermimen wie Ray Liotta, der

hier wieder mal den xten Mafiaboss verkörpert.

„The Iceman“ punktet dafür mit seinem eigenen,

kühlen, fast schon klinischen Stil, der zum

Schluss ins Tragisch-Melancholische abdriftet.

Dass das letztlich nicht aufgesetzt wirkt,

ist vorzugsweise einem glaubhaft agierenden

Michael Shannon zu verdanken. Optisch passt

das blass-matte Farbbild zur abgründigen Atmosphäre.

Durch ein leichtes Rauschen wirkt

das Bild aber ein wenig verwaschen. Die Klangqualität

überzeugt besonders bei der Synchronisation

und den vollen Waffensounds. FR

Für Ray Liotta ist dies wohl die gefühlte

Gangsterboss-Imitierung Nummer 1000...

Technik 7,5/10

Bildqualität 7/10

Tonqualität 8/10

Film 7/10

„The Iceman“ ist alles in allem ein solides Mafi a-Epos

mit einer kühlen, melancholischen Note. Zum Klassiker

reicht’s jedoch nicht, dafür fehlt‘s an Originalität.

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 79


Test Blu-rays

Thriller

Cold Blood

Thriller

Originaltitel Deadfall

Vertrieb Studiocanal

Bild MPEG-4, 2.35 : 1

Ton DTS-HD MA 5.1

Regisseur Stefan Ruzowitzky

Darsteller Eric Bana,

Olivia Wilde

Laufzeit 94 min

FSK 16

Wendecover k. A.

Start 02. Mai 2013

Die beiden Geschwister Addison (Eric Bana)

und Liza (Olivia Wilde) haben bei einem Casino-

Raub eine ordentliche Beute abgezogen und

sind mit dem Auto auf der Flucht Richtung

Kanada. Aber bevor noch jemand sagen konnte:

Fahrten durch den dichten Schneesturm sollte

man nicht unterschätzen... hat sich der Wagen

auch schon überschlagen und liegt im Straßengraben.

Plötzlich sitzen die beiden also mitten

im Nirgendwo in der Kälte fest und müssen

einen Riesenhaufen Geld in kleinen Scheinen

über die Grenze transportieren. Addison hält es

daher für das Beste, dass sie das Geld aufteilen,

sich trennen und erst in Kanada wieder treffen.

Und während er seinen Weg ohne Rücksicht auf

Verluste mit Leichen pflastert und so die Polizei

dicht hinter sich her zieht, lässt sich Liza per

Anhalter vom jüngst aus dem Knast entlassenen

Ex-Boxer Jay (Charlie Hunnam) mitnehmen und

verdreht ihm mit den gottgegebenen Mitteln,

die ihr zur Verfügung stehen, gehörig den Kopf.

So schafft sie es, dass er sie zu seinen in der

Nähe wohnenden Eltern mitnimmt, und gibt

ihrem Bruder heimlich die Adresse durch, was

schließlich unwiderruflich in einen tragischen

Showdown mündet.

Der deutsche Regisseur Stefan Ruzowitzky

(„Anatomie“) hat sich für „Cold Blood“ offensichtlich

von Filmen wie „Fargo“ (1996) inspirieren

lassen. Und tatsächlich schafft er es, in

seinen Bildern auf ähnliche Weise die Schneeästhetik

atmosphärisch dicht in Szene zu setzen

und so eine bedrohliche und lebensfeindliche

Stimmung zu schaffen, in die alle seine Figuren

eingeschlossen werden. Das liegt unter anderem

US/2012

an der professionellen Kameraführung, die stets

die richtige Perspektive findet, in der der Einzelne

entweder zu einem kleinen schwarzen Punkt

wird, der im Schneemeer unterzugehen droht,

oder in der eine eindringliche Nähe entsteht, die

die Abhängigkeiten der Figuren untereinander

verdeutlicht. Dieser Ansatz, die psychologischen

Feinheiten und auch Härten in der Beziehung

zwischen Addison und Liza offenzulegen, wird

über die Dauer des Films allerdings nicht genügend

ausgebaut. Das lässt die spürbare Intensität

zwischen den beiden, die sich auch auf

die anderen Charaktere überträgt, zum Schluss

letztendlich verpuffen. Spannend bleibt „Cold

Blood“ aber trotzdem. Die Verfolgungsjagd, die

sich Addison mit der Polizei liefert und die alle

Beteiligten an ihre Grenzen bringt, bietet ein

packendes und dynamisches Tempo. So ist Ruzowitzkys

Film alles in allem ein mitreißender

Thriller geworden. Das angelegte verstörende

Psychospiel bekommt man allerdings nur bedingt

geboten. Dafür besticht die gelungene

Atmosphäre und das Western-Flair. Das kühle

Farbklima vermittelt passend die bedrohliche

Menschenfeindlichkeit der Schneelandschaft

und baut so gezielt einen Gegensatz zum eher

warmen Bild aus den Innenräumen auf. Schärfe

und Details bieten einen angemessen guten

Standard. Auch akustisch gefällt die Stimmung

– das Schneetreiben klingt aggressiv und die

Musik baut die gewollte Beklemmung auf. FR

Er liebt sie. Doch liebt sie auch ihn, oder benutzt Liza (O. Wilde) Jay (C. Hunnam) nur?

Technik 7/10

Bildqualität 7,5/10

Tonqualität 7/10

Film 6,5/10

Düsterer Schneethriller, der an die menschlichen Abgründe

führt, dann aber nicht springt – das ist ein wenig

schade, fesselt aber nichtsdestotrotz bis zum Schluss.

Bilder: Studiocanal

80 | DIGITAL TESTED 3.2014


Get The Gringo

US/2012

Action/Thriller

Originaltitel Get The Gringo

Vertrieb Concorde Home

Bild MPEG-4, 2.35 : 1

Ton DTS-HD MA 5.1

Regisseur Adrian Grunberg

Darsteller Mel Gibson,

Kevin Hernandez

Laufzeit 97 min

FSK 18

Wendecover k. A.

Start 11. Juli 2013

Der unverbesserliche Kriminelle Driver (Mel

Gibson) hat sich mit den Falschen angelegt und

landet in einem dreckigen kleinen Gefängnis an

der mexikanischen Grenze. Durch seinen unsteten

Lebenswandel ist Driver mit allen Wassern

gewaschen und findet schnell Mittel und Wege,

sich in der Hierarchie dieser mehr als rauen Welt

nach oben zu kämpfen. „Get The Gringo“ ist sehr

witzig, sehr hart und sehr schnell: Dieser Streifen

entspricht ganz Mel Gibsons neuem Weg abseits

ausgetretener Hollywood-Pfade. Seit er bei

den großen Studios ob seines exzessiven Privatlebens

und so manchem öffentlichen (Alkohol-)

Fauxpas in Ungnade gefallen ist, muss er sich

seine Brötchen mit mittelgroßen Independent-

Produktionen verdienen und seine eigene Filmschmiede

(„Icon Productions“) stärker einbinden.

Künstlerisch gesehen ist dieser Umstand

ein Glücksfall, denn die letzten Jahre haben

Man kann ihm einfach nicht lange böse sein, unserm Mel, auch wenn er privat mehr als nur

einmal gehörig vom rechten Pfad abgekommen ist.

uns mit „Auftrag Rache“, „Der Biber“ oder nun

eben „Get The Gringo“ sehr unterschiedliche,

aber durchweg tolle neue Gibson-Filme gebracht,

die in dieser Form im starren Hollywood-

Korsett sicher nicht möglich gewesen wären.

Der Gesamteindruck der Blu-ray ist ebenfalls

richtig gut (Rot- und Gelbtöne sind dominant –

was aber zum Inhalt passt), wobei sich besonders

der Sound als wirklich stark erweist. TW

Technik 9/10

Bildqualität 8,5/10

Tonqualität 9,5/10

Film 7,5/10

Knallharter Crime-Reißer mit Herz – klingt komisch, ist

aber so! Mel Gibson beweist erneut, dass seine „zweite

Karriere“ die bessere ist.

7 Psychos US, GB/2012

Bilder: Concorde Home, Euro Video Home

Komödie

Originaltitel Seven Psychopaths

Vertrieb Euro Video Home

Bild MPEG-4, 2.40 : 1

Ton DTS-HD MA 5.1

Regisseur Martin McDonagh

Darsteller Colin Farrell,

Sam Rockwell

Laufzeit 110 min

FSK 16

Wendecover k. A.

Start 17. April 2013

Colin Farrell und Sam Rockwell sind nur zwei

der Kandidaten, die auf die Couch müssten.

Mit „7 Psychos“ erschafft der Dramatiker und

Regisseur Martin McDonagh eine britische

schwarze Komödie, die eine durchgeknallte Idee

an die nächste reiht. Dadurch ergibt sich ein

filmisches Flickwerk, das ebenso absurd wie urkomisch

und absolut kultverdächtig ist. Neben

McDonaghs Regie- und Drehbucharbeit ist dies

jedoch auch dem beeindruckenden und erstklassigen

Cast zu verdanken, denn Christopher

Walken, Colin Farrell, Sam Rockwell und Woody

Harrelson zaubern reichlich Seele und Charakter

in die durchgeknallte Komödie.

Marty (Colin Farrell) ist Hollywood-Drehbuchautor

und gerade von seiner Muse völlig

verlassen. Inspiration sucht er viel zu oft

im Alkohol und gefährdet dabei auch seine

freudlose Beziehung. Hilfe erhält Marty schließlich

von seinem Kumpel Billy (Sam Rockwell),

einem arbeitslosen Schauspieler, der sich seinen

Lebensunterhalt damit verdient, geliebte

Schoßhündchen zu entführen und dann den

Finderlohn von den Besitzern zu kassieren. Als

Billy und sein Kollege Hans (Christopher Walken)

den Shih Tzu Bonny entführen, bringen

sie damit dessen durchgeknallten Besitzer, den

Gangsterboss Charlie (Woody Harrelson) gegen

sich auf und geraten auf eine völlig abstruse

und urkomische Odyssee, die für Marty mehr

Inspiration bereit hält, als ihm lieb ist. Der

Zuschauer stolpert auf diesem unvorherseh-

baren Roadtrip von einer schrägen Idee in die

nächste und wird mit mindestens sieben völlig

verrückten Charakteren konfrontiert. Bei allem

Durcheinander schafft es McDonagh dennoch,

einen geschlossenen Rahmen um seine Story

zu ziehen und den Zuschauer mit geschickten

Turns das eine ums andere Mal zu überraschen.

Weit weniger erfreulich gestaltet sich die technische

Seite der Blu-ray. Vor allem die Optik

von „7 Psychos“ hat mit einigen Schwächen zu

kämpfen. Angesichts des Settings im sonnigen

Kalifornien und der komischen Grundstimmung

des Films ist die Farbgestaltung bewusst

kräftig und warm gewählt, wirkt aber durch den

hohen Kontrast stets etwas zu dunkel. Tontechnisch

sieht es da schon etwas besser aus. Zwar

zeigt sich auch der Sound hin und wieder ein

wenig flach und komprimiert, ist aber räumlich

wirkungsvoll inszeniert und kann auch mit seiner

klanglichen Abwechslung und einer tollen

Synchronisation punkten.

NR

Technik 7/10

Bildqualität 6,5/10

Tonqualität 7,5/10

Film 8/10

„7 Psychos“ bietet reichlich Unterhaltung, viele sympathische,

schräge Charaktere, durchdachtes, wirkungsvolles

Chaos und natürlich einen süßen „Shih Tzu“.

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 81


Test Blu-rays

Genre-Special: Thriller

IM GESPRÄCH MIT REGIE-LEGENDE OLIVER STONE

„Mein Humor war schon immer

Mister Stone, geht Ihnen so ein Thriller

wie Ihr letzer Film „Savages“ eigentlich

leichter von der Hand als ihre anderen,

stark politisch geprägten Stoffe?

So sehe ich das gar nicht. Ich bin Dramatiker,

es geht mir vor allem darum, eine

gute Geschichte zu erzählen! Ob es nun

um Nixon oder Bush geht: Es ist immer

eine Herausforderung, es unterhaltsam

zu machen. Und mit „Savages“ ist es

genauso, diese komplizierte Geschichte

im Drogenkriegsmilieu muss glaubhaft

sein, was ein enormes Maß an Recherche

erfordert. Und zwar auf beiden Seiten:

Sowohl was die Dealer, als auch was die

Polizei betrifft.

Was denken Sie, wie nahe dran an der

Realität sind Sie mit Ihrem Film?

Nun, es ist immer noch Fiktion. Don

Winslow hat vor ein paar Jahren einen

fantastischen Roman geschrieben („The

Power Of The Dog“ – „Tage der Toten“,

Anm. d. Red.), eine verrückte und

ziemlich ausufernde Fantasie darüber,

was wohl passieren würde, wenn zwei

völlig unterschiedliche Welten aufeinanderprallen.

Das war natürlich auch eine

großartige Idee für einen Film. Die ganze

Welt ist inzwischen leider noch viel

barbarischer geworden – denken Sie nur

an die grausamen Szenen aus dem Irak –

auch das haben wir bewusst in unseren

Film mit einfließen lassen.

Glauben Sie, dass man die ausufernde

Gewalt zwischen den Kartellen und der

Polizei durch eine schrittweise Legalisierung

von Marihuana in den Griff

bekommen könnte?

Nun, wir hatten in unserer Geschichte

schon einmal die Chance dazu, aber

Nixon entschied sich dagegen, und das

ist jetzt vierzig Jahre her. Inzwischen hat

sich das Ausmaß dieses Konfliktes zu

einem regelrechten Krieg ausgeweitet,

einem erbarmungslosen Kreislauf, den

keiner mehr aufhalten kann. Es gibt da

Parallelen zum Krieg gegen den Terror,

zum Krieg im Irak oder in Afghanistan.

Es geht um das ganz große Geld und

keiner wird es jemals freiwillig hinnehmen,

wenn ihm ein Stück vom großen

Kuchen weggenommen werden soll. Das

ist absolut hoffnungslos, glauben Sie mir!

Es wurden ja so einige Parallelen zwischen

„Savages“ und „Pulp Fiction“

gezogen – können Sie mit diesem Vergleich

eigentlich etwas anfangen?

Ich würde die beiden nicht vergleichen

– welchen Sinn hätte das auch? „Pulp

Bilder: 20th Century Fox, Oliver Stone, Studiocanal, Universal (Pictures Home)

82 | DIGITAL TESTED 3.2014


von der bösen Sorte!“

Fiction“ hatte einen anderen Stil...aber

ich mochte den Film! Vielleicht geht

„Savages“ eher in Richtung „U-Turn“ –

mein Humor war ja schon immer ein

wenig von der bösen Sorte, und so ist es

auch diesmal wieder!

Es ist ja kein Geheimnis, dass Sie auch

persönlich so einige Erfahrungen mit

Drogen gesammelt haben – bereuen Sie

irgendetwas davon?

Schauen Sie: Ich weiß nicht, ob ich etwas

bereue, ich habe jedenfalls viel gelernt dabei.

Na klar, ich hab meine Erfahrungen

gemacht; nach dem Vietnam-Krieg, das

war schon ein ziemlicher Kampf, damit

klarzukommen. Aber man lernt dazu im

Leben und ich bin nun frei von diesen

Dämonen, würde ich sagen. Ich habe nie

einen Film über einen Drogenabhängigen

gemacht – wenn man Al Pacino als

„Scarface“ nicht als solchen ansieht – für

mich waren die Drogen immer nur das

Mittel zum Zweck, das den eigentlichen

Plot ins Rollen brachte. Ich mag Themen

wie „Macht“ und „Geld“, da drängt sich

das Milieu förmlich auf!

Es gibt ja das Gerücht, dass Sie bei den

Dreharbeiten zu „Platoon“ mit ihren

Darstellern geraucht hätten...

...Nein, da ist nichts dran, ich würde

niemals auf einem Set rauchen, das ist

Arbeit und jeder reagiert auch ganz unterschiedlich

darauf. Ich wäre niemals so

dumm, so etwas zu tun. Wenn ich Lust

auf Party hätte, dann würde ich das ganz

privat für mich machen – und ich wäre

sehr wählerisch, was für eine Art von

Party das dann werden würde!

Sie sagten vor einiger Zeit einmal, dass

Marihuana eine Gabe der Götter sei.

Es heißt nicht Marihuana, sondern „Mariuannahhh“

(lacht)! Es ist keine Droge,

es ist ein Heilkraut, eine Pflanze. Sie

hat starke medizinische Eigenschaften,

was von Wissenschaftlern und Ärzten

wieder und wieder nachgewiesen wurde.

Sie hilft den Menschen bei Schmerzen

und in vielen anderen Bereichen – es

ist einfach ein spirituelles Geschenk. Es

liegt natürlich immer an einem selbst:

Manche Leute können einfach alles ins

Gegenteil verdrehen, es missbrauchen –

manche schnappen sich ein Fahrrad

und rauschen irgendwo rein (lacht) –

es kommt also immer darauf an, was

man aus den Dingen macht, die einem

gegeben werden.

Vielen Dank für das Gespräch!

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 83


Test

Apps, Spiele, Web

Test: Yoshi’s New Island

NJAM, BAM! So klingt es, wenn der Dinosaurier

Yoshi einen Gegner verschluckt

und diesen in seinem Verdauungstrakt in

sekundenschnelle in ein Ei verwandelt –

eine reife Leistung! Tauchte der grüne

Dino im SNES-Klassiker „Super Mario

World“ noch als Nebendarsteller in Form

von Marios Reittier auf, absolviert er nun

auf Nintendos Handheld 3DS ein weiteres

Solo-Abenteuer. Dabei sitzt Baby-

Mario auf seinem Rücken und muss quasi

beschützt werden. So bombardieren Sie

Gegner mit Eiern, zappeln sich kurz vor

einem Abgrund mit den Beinen nochmal

nach oben und dank verschiedenster

Power-ups wachsen Yoshi auch schonmal

Flügel. In manchen Spielabschnitten ver-

wandelt sich der Dino zudem in einen

Helikopter oder Presslufthammer und

die Steuerung wird in diesen Situationen

über Kippbewegungen der

Konsole ausgeführt. Das Alles findet

in kunterbunten und zuckersüßen Levels

in echtem 3D statt und die wie mit

der Hand gemalte Grafik ist seit jeher

ein Aushängeschild der Yoshi-Spiele.

Das klingt natürlich nach Kinderkram

und der sehr niedrige Schwierigkeitsgrad

verstärkt diesen Eindruck weiter.

„Yoshi’s New Island“ macht

dank des beispielhaften Leveldesigns,

vielen kreativen

Ideen, der audiovisuellen

Ästhetik und der perfekt sitzenden

Steuerung aber richtig

Spaß und lädt immer wieder zu

einer entspannten und lockeren

Hüpfpartie ein.

DS

App-Tipp: South Park

Die Zeichentrickserie mit dem simplen

Animationsstil spaltet die Geister und entweder

man liebt oder hasst sie. Im Grunde

halten die Serienschöpfer der Gesellschaft

aber nur einen riesigen Spiegel vor und die

Vorwürfe des Pippi-Kakka-Humors und

politischen Unkorrektheit können nur bedingt

gelten. Denn irgendwo müssen die

Erschaffer ja die Inspiration für den Tenor

der Serie herbekommen. Und da sollte

sich im Grunde niemand auf den Schlips

getreten fühlen, denn schließlich steht die

Menschheit augenscheinlich Pate und bildet

die Basis für die abstrusen Geschichten

im South-Park-Universum. Alter, jetzt ist

aber Schluss mit der pseudo-philosophischen

Scheiße: Ab sofort kann man alle

Folgen über eine kostenlose App auf Apple-

Geräten schauen.

DS

Bilder: Apple, Comedy Central, Nintendo

84 | DIGITAL TESTED 3.2014 * Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Die besten Filme auf Abruf im Mai und Juni

The Wolf of Wall Street

u. a. bei Sky Select

Robocop

u. a. bei Kabel BW/Unitymedia

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

u. a. bei Videoload auf Entertain

Paranormal Activity – Die Gezeichneten

(Extended Cut)

u. a. bei Sky Select

Die Pute von Panem – The starving games

u. a. bei Kabel BW/Unitymedia

Der Medicus

u. a. bei Videoload auf Entertain

jOBS – Die Erfolgsstory von Steve Jobs

u. a. bei Sky Select

Fack ju Göhte

u. a. bei Kabel BW/Unitymedia

I, Frankenstein

u. a. bei Videoload auf Entertain

Bilder: C20th Century Fox, Concorde, Constantin Film, Lionsgate, Paramount, Sony Pictures, Universal, Universum, Warner Bros.

Zwei vom alten Schlag

u. a. bei Sky Select

Mud – Kein Ausweg

u. a. bei Sky Select

Der Lieferheld – Unverhofft kommt oft

u. a. bei Kabel BW/Unitymedia

Homefront

u. a. bei Kabel BW/Unitymedia

47 Ronin

u. a. bei Videoload auf Entertain

Machete Kills

u. a. bei Videoload auf Entertain

WWW.DIGITAL-TESTED.DE | 85


Service

Workshop

Googles im Wohnzimmer

Googles TV-Stick Chromecast wechselt für einen geradezu lächerlichen Preis von 35 Euro den Besitzer

und geht in Elektronikmärkten an der Kasse ausliegend weg wie warme Semmeln. Doch handelt es sich

Workshop

dabei wirklich um die kompakte multimediale Lösung aller Probleme? DENNIS SCHIRRMACHER

1

TV-Stick anschließen

Bei Googles Chromecast handelt es sich im

Grunde um einen Dongle, der mit einem HDMI-

Stecker ausgerüstet ist. Der Stick wird demnach

direkt an einer passenden Buchse am Flachbildfernseher

betrieben. Strom bezieht Chromcast

mittels Adapter aus einer Steckdose, mittels des

beiliegenden USB-Kabels kann dieser aber auch

direkt vom Flachbilfernseher abgezapft werden.

2

Über Smartphone einrichten

Befi ndet sich der Stick am Fernseher, müssen

Sie sich für Erstinbetriebnahme die

kostenlose Chromcast-App herunterladen.

Diese ist für Apple- und Android-Geräte

erhältlich. Verfügen Sie über kein Smartphone

oder Tablet, gelingt die Einrichtung

auch über einen Computer. Im ersten Schritt

müssen Sie sich dann via WLAN mit dem

Stick verbinden, damit die Geräteerkennung

abgeschlossen werden kann. Anschließend

müssen sich die jeweiligen Zuspieler immer

im gleichen WLAN-Netzwerk wie der Chromecast

befi nden.

3

Filme ab!

Im Grunde fungiert Chromecast nur als Vermittler

für Bild und Ton und so können Sie

Filme und Musik über kompatible Apps über

Ihr Smartphone zuspielen. Derzeit arbeitet

der TV-Stick aber nur mit einer Handvoll Apps

zusammen und Sie können etwa ein YouTube-

Video auf dem iPhone starten und dann an

den Stick schicken, um die Wiedergabe auf

dem großen Bildschirm zu realisieren. Das

funktioniert einwandfrei und Sie können das

Video auch mit einem Fingerwisch auf dem berührungsempfi

ndlichen Bildschirm des Smartphones

oder Tablets vorspulen oder pausieren.

Attraktive Apps wie etwa die Onlinevideothek

Netflix oder Hulu sind in Deutschland leider

nicht nutzbar und der Nutzen von Chromecast

steht und fällt mit dem hoffentlich bald größer

werdenden Angebot an Apps.

Bilder: Auerbach Verlag, Apple, Sony

86 | DIGITAL TESTED 3.2014


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Philips

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Sony

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LG

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Die Verarbeitungsqualität setzt Maßstäbe.

Dabei überzeugt auch das Bild

Üppig ausgestatteter Edge-LED-LCD mit

authentischer Bildqualität

Die Kombination aus blickwinkelstabilem IPS-

Panel und Dimming ist brillant

Äußerst ansprechendes Gesamtpaket. Tolles

trifft auf gute Bildqualität.

Umfangreich ausgestatteter LED-LCD mit

toller Bewegtbildschärfe

XXL-Smart-TV zu einem überzeugenden

Preis-Leistungs-Verhältnis

Topmodell mit realistischen Farben und ausgezeichneter

Bewegtbildschärfe

Flinker Smart TV mit tollem Bild aber nicht

optimaler 3D-Darstellung

46-Zoll-Preistipp mit strahlenden und authentischen

Bildern

Grundsolide Bildqualität trifft auf eine komfortable

Bedienung

Extrem günstiger Smart TV mit optimaler

Bewegtbildschärfe

Rundum gelungenes Gesamtpaket mit stabilem

Blickwinkel

Interessantes Design trifft auf eine solide

technische Leistung

Die Mittelklasse punktet mit satten Bildern

und toller 3D-Darstellung

Metz

Taros Media twin R 3/13 1 199 Echter TV-Allroundder mit toller Bild- und

Tonqualität

Panaosonic

TX-L42ETW60

LG

60LA8609

Samsung

UE75F6470

Sony

KDL-47W805A

Sony

KDL-42W805A

Philips

40PFL5507K

Panasonic

TX-L47ETW5

Sony

KDL-42W655

Philips

32PFL5007K

Philips

46PFL6806K

Toshiba

42VL863G

Sharp

LC-70LE857

Samsung

32ES5700

Peaq

PTV552403-S

Philips

40PFL6606K

3/13 999

6/13 3 199

6/13 3 644 – 5 999

4/13 1 068 – 1 499

1/14 823 – 949

3/12 555 – 649

2/12 938 – 1 224

1/14 529 –749

4/12 417 – 567

2/12 935 – 1 080

2/12 649 – 799

4/13 3 999 – 4 499

4/12 409 – 619

1/13 799

2/12 769

Toller Mittelkasse-LED-LCD mit effektivem

Dimming

XXL-Fernseher mit flüssigen Bildern und

stabilem Blickwinkel

XXL-Smart-TV mit solider Bildqualität und

toller Ausstattung

Tolles Preis-Leistungsverhältnis. Knackige

Bilder nebst stabilem Blickwinkel

Heller LED-TV mit stabilem Blickwinkel.

Defizite beim Kontrast

Trotz Edge-LED-Bauweise effektives Dimming.

Alles an Bord, was man braucht

Blickwinkelstabiler Einsteiger mit

üppiger Ausstattung

Einstiegs TV mit sehr geringer Eingabeverzögerung

Knackige Bilder treffen üppiges Ausstattungspaket:

Eine runde Sache!

Sparsamster Fernseher der Welt mit solider

Bildqualität und Ausstattung

Helles und plastisches 3D-Bild. Solider

Kontrast und Farbabbildung

Sparsamer XXL-Fernseher mit Defiziten bei

der Ausstattung

Nachzieheffekte sind nicht vermeidbar. Dafür

gibt es HbbTV und Bild-in-Bild

Günstiger Allrounder, ohne tiefschürfende

Patzer

Knackige Bilder dank gutem Kontrastfilter, Zwischenbildberechnung

und Ausstattung überzeugen

88 %

87 %

87 %

86 %

86 %

85 %

85 %

80 %

77 %

87 %

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88 %

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88 %

88 %

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88 %

88 %

87 %

86 %

86 %

86 %

86 %

85 %

85 %

85 %

84 %

83 %

83 %

83 %

83 %

82 %

82 %

81 %

80 %

79 %

79 %

78 %

78 %

78 %

77 %

Hersteller / Modell Heft Straßenpreis Kurzfazit Wertung

1.

2.

3.

Sharp

LC-40LE632E

2/12 699

Sony

KDL-22EX555

2/13 327 – 399

Sharp

LC-60LE635E

2/12 1 039 – 1 579

Panasonic

TX-L32EW5

4/12 413 – 729

Toshiba

58M8365D

1/14 1 999

Telestar

Visioflat 32

4/12 399 – 775

LG

42LM615S

4/12 489 – 799

Philips

24PFL3507H

2/13 270 – 490

Hannspree

SE40LMNB

2/12 349 – 459

Hannspree

AD32UMMB

4/12 248 – 310

Enox

AIL-272452DVD

6/12 379 – 499

Orion

32LB132S

4/12 308 – 341

Thomson

40FT5455

2/12 399 – 649

Telefunken

T40N970FHD

2/12 359

PLASMAFERNSEHER

Panasonic

TX-P60ZT60

4/13 3 706 – 4 270

Panasonic

TX-P65VTW60

4/13 3 799 – 4 769

Samsung

PS64F8590

4/13 3 699 – 3 999

Panasonic

TX-P65VT50E

1/13 2 489 – 3 799

Panasonic

TX-P55STW60

6/13 1 589 – 1 699

Panasonic

TX-P50STW50

5/12 1 079 – 1 199

Panasonic

TX-P50GT30E

4/11 949

Panasonic

TX-P42ST33E

2/12 999

LG

60PA6500

5/12 799 – 1591

LCD-FERNSEHER (CCFL)

CMX

LCD 7322H

4/12 249 – 369

DIE BESTEN FLACHBILD-TVS

Sony KDL-46HX925

(Direct-LED)

Schwache Software und Menüstruktur. Solider

Kontrast und gute Bildschärfe

Günstiger Fernseher mit überzeugender Ausstattung

und Bildqualität

Riesiges LC-Display mit extrem niedriger

Leistungsaufnahme

Dank IPS-Panel stabiler Blickwinkel, dafür

kann der Kontrast aber nicht überzeugen

Erster guter Smart TV von Toshiba mit Abstrichen

bei der Bildqualität

Gelungener Markteintritt der DVB-Receiver-

Profis mit solider Bildqualität

Günstiger Großbildfernseher, der aber bei

Bildqualität und Ausstattung mängelt

Günstiger Mini-TV mit Schwächen bei der

Ausstattung. Das Bild ist solide

Die Farbdarstellung überzeugt nicht und auch

die Bewegtbildschärfe hat ihre Schwächen

Die solide Bildqualität kann über die eingeschränkte

Ausstattung nicht hinwegtäuschen

Flexibler Mini-TV mit solider Bildqualität und

intergriertem DVD-Player

Von der Verarbeitungs- bis zur Bildqualität

kann der LED-LCD kaum punkten

Unausgewogene Farbdarstellung gepaart mit

einer verwischten Abbildung

Offensichtliche Schwächen in der Aus stattung

und Bildqualität

Referenzplasma mit beeindruckender Farbdarstellung

und Bildschärfe

High-End-Plasma mit sehr guter Bildqualität

und umfassender Ausstattung

Extrem leuchtstarker Plasma-Fernseher mit

authentischen Farben

Profi-Plasma mit hervorragender Farbtreue

und stabilem Blickwinkel

Günstiger Plasma-TV mit tollem Bild. Ausstattung

mit leichten Abstrichen

Großer und günstiger Plasma-Fernseher mit

einem authentischen Bild

Kontraststarker Vertreter der Mittelklasse mit

ungemein authentischer Farbdarstellung

Der knackige Kontrast und eine hohe Bildschärfe

lassen Filme zum Erlebnis werden

Extrem günstiger Plasma-TV mit wenig Ausstattung,

aber gutem Bild

Eingeschränkte Auflösung und die nicht optimale

Durchzeichnung trüben den Eindruck

1. 1. 1.

Computermonitore

Samsung

1.

T24B350EW

Eizo

2.

FS2333

Benq

3.

VW2430H

Philips

239C4QHSB

Dell

SL440L

BLU-RAY-PLAYER

Philips

1.

BDP9700

Sony

2.

BDP-S790

Marantz

3.

UD5007

Samsung

BD-F7500

Philips

BDP7750

LG

BP730

Panasonic

DMP-BDT33-5

Samsung

BD-6300S

2/13 194 – 289

2/13 297 – 299

2/13 194 – 219

2/13 146 – 249

2/13 200 – 300

4/13 430 – 550

6/12 188 – 263

4/13 498 – 549

1/14 193 – 249

1/14 184 – 199

1/14 134 – 199

1/14 134 – 199

5/12 149 – 290

Panasonic TX-L55WTW60

(Edge-LED)

Panasonic TX-P60ZT60

(Plasma)

Computermonitor mit DVB-C/T-Tuner und

guter Farbdarstellung

Professionell anmutender Bildschirm mit fast

exakter Farbnormdarstellung

Günstiger Monitor mit tollem Design und

überzeugender Bildqualität

Bildschirm mit entspiegelter Front und authentischer

Farbabbildung

Tolle Kontrastdarstellung, Farben werden

jedoch leicht verschoben dargestellt

Edel-Player mit vielen Schnittstellen und

exzellenter Bildqualität

Top-Blu-ray-Player mit Refrenzbildqualität

und 4K-Bildausgabe

Referenzverarbeitung trifft auf eine exzellente

Bildverarbeitung inkl. SACD-Unterstützung

Extrem flinker Player mit mustergültiger

Bildqualität

Anschlussfreudiger Abspieler mit vielen

Features und tollem Bild

Flinker Blu-ray-Player mit 1A Bildqualität.

Gewöhnungsbedrüftige Fernbedienung

Hübsches Erscheinungsbild trifft auf tolle

Bildqualität

Leistungsfähiger Blu-ray-Player mit eingebautem

Sat-Empfänger

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenz, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft; alle Straßenpreise in Euro (Stand zu Redaktionsschluss)

77 %

77%

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75 %

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73 %

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92 %

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85 %

85 %

Bilder: Auerbach Verlag, Denon, JBL, Marantz, Nubert, Panasonic, Philips, Sony

88 | DIGITAL TESTED 3.2014


Hersteller / Modell Heft Straßenpreis Kurzfazit Wertung

1.

2.

3.

1.

2.

3.

1.

2.

3.

1.

2.

3.

Sony

BDP-S5100

Onkyo

BD-SP809

Sony

BDP-S590

Sony

BDP-S1100

Toshiba

BDX4350KE

Kennwood

BD-7000

Funai

B4-M500

1/14 106 – 159

4/12 389 – 499

4/12 129 – 197

3/13 66 – 85

4/12 66 – 129

4/12 227 – 299

4/12 114 – 129

DIE BESTEN BLU-RAY-PLAYER

Schickes Design trifft lupenreine Bildqualität.

Vorjahres Modelle hatten mehr Funktionen

Rundum solider Abspieler mit hochwertiger

Verarbeitung. Die Ausstattung überzeugt nicht

Sehr gute Bildqualität und viele Multimediafunktionen,

DLNA-Nutzung aber eingeschränkt

Funktionswunder zum kleinen Preis mit super

BIld- und Tonqualität

Gute interne Bildverarbeitung, schnelles Laufwerk,

aber nur wenige Multimediafunktionen

Kaum Ausstattung und auch das langsame

Laufwerk kostet Punkte

Das außergewöhnliche Design gleicht nicht die

Mängeln bei Ausstattung und Bildqualität aus

1. 2. 3.

Philips BDP9700 Sony BDP-S790 Marantz UD5007

BLU-RAY-REKORDER

Panasonic

DMR-BCT721

5/12 588 – 699

PROJEKTOREN (EINSTIEGSKLASSE)

BenQ

W703D

5/12 489 – 655

Viewsonic

Pro6200

5/12 449 – 796

Optoma

HD600X

5/12 425 – 553

Acer

H5360BD

5/12 525 – 899

LG

BX327

5/12 475 – 727

SceneLights

DL-455m

5/12 299

PICO-BEAMER

LG

HW300Y

1/12 399 – 599

Viewsonic

PLED-W500

1/12 499 – 779

Echte Allroundlösung, die es Fernseh- und

Blu-ray-Liebhabern Recht macht

Solide Bildqualität zum günstigen Preis. Farbblitzer

im Betrieb kaum wahrnehmbar

Gut geschnürtes Gesamtpaket mit ordentlicher

2D- und 3D-Darstellung

Solider Projektor in allen Belangen. Farbblitzer

sehr auffällig

Sauberes 3D-Bild und gute Farbdarstellung.

Regenbogeneffekt stark sichtbar

Extrem heller Beamer mit stark verfälschter

Farbdarstellung

Extrem günstig, aber auch extrem schlechtes

Bild

Hosentaschen-Unterhalter mit integriertem

Media player, Streaming-Client und solidem Bild

Hohe Leuchtkraft, nur befriedigende Wiedergabequalität;

dafür überzeugt die Multimediasektion

Aiptek

Pocket Cinema V50 1/12 226 – 371 2 Stunden Akkulaufzeit, aber ein hörbarer Lüfter –

die Leuchtkraft ist deutlich eingeschränkt

Optoma

PK120

1/12 178 – 271

Philips

PicoPix PPX1430

1/12 199 – 386

HDTV-SATELLITENRECEIVER

Kahtrein

UFS 924

2/13 407 – 439

VU+

Ultimo

2/12 428 – 635

Dreambox

DM7020 HD

2/12 503 – 679

Vu+

Solo2

3/13 308 – 329

Panasonic

DMR-HST230

5/13 390 – 700

Telestar

TD 2510 HD

5/13 75 – 110

Smart Electronic

CX01

1/12 56 – 95

Digitalbox Europe

Imperial HD 3 K

1/12 136

Logisat

1200 HD

1/12 59 – 84

Telefunken

TF 4000

5/12 100 – 119

SOUNDBARS

Harmann Kardon

SB 30

5/13 499 – 769

AudioXperts

4TV 5122

5/13 3 999

Samsung

HW-F550

5/13 249 – 394

Bowers & Wilkins

Panorama 2

5/13 1 999

Sony

HT-CT660

5/13 355 – 414

Polk Audio

Surroundbar 9000

5/13 899

Bildqualität, Bedienung und Medienwiedergabe

mit Schwächen, nur wenige Parameter regelbar

Sowohl bei der Bilddarstellung als auch bei der

Medienwiedergabe kann das Gerät kaum punkten

Multimedia-Sat-Receiver mit Red-Bull-Unterstützung

und technischen Topwerten

Dank Triple-Tuner stehen alle Empfangswege

offen. Großes Display erleichtert Bedienung

Extrem leistungsfähiger Linux-Receiver, der

sich umfangreich erweitern lässt

Extrem flinker und flexibler Linux-Sat-

Receiver

Guter Allrounder mit Bedienkomfort für

höhere Ansprüche

Stark in Multimedia und Bedienung,

Onlineangebot weniger überzeugend

Einsteigerbox, die alle wichtigen Grundfunktionen

für den HD-Empfang mitbringt, bis auf Pay-TV

Günstiger Receiver mit USB-Aufzeichnung, aber

Instabilitäten bei der anschließenden Wiedergabe

Anspruchslose Box für den Einstieg ins hochauflösende

Fernsehen samt PVR-Option via USB-Port

Flinker Sat-Receiver mit CI+. PVR-Funktion

kostenpflichtig

Top Surround-Klang durch

Wellenfeldsynthese-Ansatz

Überzeugendes Design und absolut angenehmes

Klangbild bei Musik und Film

Surround-Effekt-Wunder spielt auch die meisten

Musikformate

Angenehmer Klang und hochwertiges Äußeres.

Uneingeschränkt geeignet für Musik

Selbstsicher in allen Bereichen. Surround-

Modus wertet Filme deutlich auf

Echtes Kinofeeling besonders in actionreichen

Szenen durch kräftigen Subwoofer

85 %

83 %

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83 %

Hersteller / Modell Heft Straßenpreis Kurzfazit Wertung

Teufel

Cinebar 51 THX

5/12 763 – 829

Teufel

Cinebar 50

5/11 500 – 700

Boston Acoustics

TVee 26

5/13 245 – 349

Teufel

Cinebar 21 XL

5/13 372 – 680

Panasonic

SC-HTB570

5/13 278 – 513

Harman Kardon

SB 16

5/11 479 – 569

Sonos

Playbar

3/13 669 – 699

LG

LAP340

1/14 362 – 399

Blaupunkt

LS 215

5/13 170 – 300

Samsung

HW-D570

5/11 327 – 449

Auna

YC-3.2 Surround

5/13 127 – 145

Philips

HTL2110

5/13 99 – 131

DIE BESTEN SOUNDBARS

Leisutngsstarke Soundbar mit THX-Zertifikat

und guter Surround-Simulation

Soundbar-Kraftpaket mit üppigen Tuning-

Möglichkeiten und sechs Lautsprecherchassis

Grandioser Klang trifft saubere Verarbeitung.

Da ohne DTS-Decoder, nicht für Film geeignet

Rundum solider Klang bei Filmen, sowie bei

moderner und elektronischer Musik

Flexible Aufstellungsmöglichkeiten. Eher für

Film als für Hi-Fi geeignet

Klangbrillanz gepaart mit Einstellungsvielfalt

und angenehm weich klingendem Bass

Deutliche Klangverbesserung für Flachbild-

TVs, vor allem im Bassbereich

Die Soundplate fügt sich unauffällig ins

Wohnzimmer ein. Klingt leicht überbetont

Modulares System mit umfangreichen Anschlussmöglichkeiten

Premium-Soundbar mit 3D-Sound Plus, bei der

Klangverfärbungen das Gesamtbild trüben

Eigene Technologie mit guten Ansätzen.

Ausbaufähig bei Ausstattung und Klang

Guter Einstieg. Geeignet für Klanganspruch

zwischen Fernsehton und High-End-System

1. 2. 3.

Harmann Kardon SB 30 AudioXperts 4TV 5122 Samsung HW-F550

LAUTSPRECHER-KOMPLETTSYSTEME

1.

Teufel System 10

THX Ultra 2

6/11 7 999 – 7 999

2.

Teufel

Cubycon 2 Wireless

2/13 1 200

Heco

3.

Music Colors 100

Music Colors 80

5/12 rund 900

Phalanx Micro 200a

KEF

T305

4/11 1 795 – 1 799

Sonos

Sub

1/13 679 – 700

EINZELLAUTSPRECHER

1.

2.

3.

Nubert

nuVero 4

ASW

Cantius 512

Elac

BS 243

Nubert

NuLine 24

Audioengine

A5+

3/11

1/13