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D 49 45 F 41. Jahrgang November 2010

Meinung:

Helene Karmasin: Analyse Winterbilder

Mountain-Manager 75:

J. Sutter, LSB Reigoldswil-Wasserfallen

Gaislachkogel:

Weltneuheit und Weltrekord

Special:

TRENDS

7/10

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Marcus Hasler,

Direktor (CEO)

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Randtemperaturbereich bis zu 50%. Die Qualität des

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werden massiv gesteigert. Mit Snomax ® werden

bedeutend kürzere Einschneizeiten erreicht, dadurch

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Snomax ® reduziert die Kosten der Beschneiung. Die

kürzere Pistenpräparierungszeit verringert den C O 2

Ausstoss, reduziert Lärmemissionen, Maschinenstun-

Neues Preis-

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wird bestätigt durch die Bewilligung des Bundesamtes

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INHALT

IMPRESSUM

Internationale Zeitschrift

für Berg- und Wintersporttechnik

und bergtouristisches Management

Verlag:

EuBuCo Verlag GmbH

Geheimrat-Hummel-Platz 4

D-65239 Hochheim/M

Tel. +49(0)61 46/605–142, Fax –204

Herausgeber:

Horst Ebel, Tel. +49(0)61 46/605–100

Geschäftsleitung:

Alexander Ebel, Tel. +49(0)61 46/605–141

Chefredakteur:

Dr. Markus Kalchgruber

Mobil +43(0)6 64/1 00 21 50

E-Mail: m.kalchgruber@aon.at

Habichtweg 16, A-5211 Lengau

Anzeigenmanagement gesamt:

Joyce Hoch, E-Mail: j.hoch@eubuco.de

Tel. +49(0)61 46/605–142

Anzeigenleitung:

Otto Roman Fosateder

Mobil +43(0)6 64/4 42 06 80

Verlagsbüro Österreich:

Scherenbrandtnerhof-Str. 6, A-5020 Salzburg

Tel. +43(0)6 62/42 30 12

Fax +43(0)6 62/42 15 15

Redaktion Österreich:

Dr. Luise Weithaler

Tel. +43(0)6 62/88 38 32

E-Mail: weithaleripr@aon.at

Kirchenstr. 31, A-5020 Salzburg

Redaktion Schweiz:

Thorsten Block

Tel. +49 (0) 7 21/9 82 25 27

Fax +49 (0) 7 21/9 82 25 28

E-Mail: tbka68@aol.com

Gerwigstr. 22

D-76131 Karlsruhe

Produktionsleitung:

Frank Freitag, E-Mail: f.freitag@eubuco.de

Tel. +49(0)61 46/605–160

Layout: Dagmar Wedel, Wiesbaden

Druck: Frotscher Druck GmbH, Darmstadt

MM-online: www.mountain-manager.com

Christian Schmickler

Anzeigenpreise:

Preisliste Nr. 34 vom 01.01.2010

Vertrieb:

Tel. +49(0)61 46/605–112

Fax +49(0)61 46/605–201

E-Mail: vertrieb@eubuco.de

Bezugspreise

Einzelpreise 9,– €

inkl. Versandkosten und ges. MwSt.

Jahresabonnement

Deutschland: 64,– € inkl. Versandkosten und

ges. MwSt./Europa: 74,– € inkl. Versandkosten

Übersee: 74,– € + Versandkosten

41. Jahrgang, 2010

ISSN 1618–3622

Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit

Genehmigung des Verlages. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr

übernommen.

MOUNTAINMANAGER 7/2010

4

MM-MAGAZIN

Inhalt 4

Editorial 6

TRENDS

• Meinung: Helene Karmasin: 1 Bild sagt mehr als 1 000 Worte 8

• 1. flächendeckendes Infotainment-System in einem Skigebiet 12

• Report „Best Ski Resort“ 16

• Tagesskipass um nur 10 Euro 18

• Erlebnisinszenierungen von pronatour 20

• Snow Dome Bispingen setzt auf Ideenvielfalt 23

• GBL: Strom aus historischen Wasserrädern 24

ÖKOLOGIE

• Studie Energiemanagement Bergbahnen Schweiz 26

• 2. Kompetenztag PistenManagement in Salzburg 28

NEUE BAHNEN

• Anton Seeber: The Renaissance of the Cableway 31

• Leitner: Komfortschub für Hahnenkammbahn Höfen 32

• Doppelmayr in Sölden: Dem Himmel ein Stück näher 36

• Loipolder: Erfolg durch Kompetenz und Zuverlässigkeit 38

• Doppelmayr Italia: Cable Liner in Venedig 40

MARKETING & MANAGEMENT

• Neupositionierung der Sörenberger Bergbahnen 35

• 75. MM-Interview: Johannes Sutter, GF Luftseilbahn

Reigoldswil-Wasserfallen 44

• Salzburger Seilbahntagung: Verfahren gehören beschleunigt 48

• 3. D-A-CH Tagung: Dynamik im Alpenraum 50

• Zermatt Bergbahnen AG trotzt der Krise 52

TECHNIK & WIRTSCHAFT

ELEKTROTECHNIK & ELEKTRONIK

• Elektro Berchtold: Qualität zahlt sich aus 53

• R&S Group: Verstärkte Konzentration auf Schneeanlagen

trägt Früchte 54

• Kriwan: Kompetenz in Windmesstechnik 56

• Industrielle Steuerungssysteme zwischen Innovation und

Beständigkeit 58

• Mit Fatzer zur Bundesgartenschau 2011 60

ÜBERSCHNEEFAHRZEUGE

• Kässbohrer: Maximale Vorteile durch Ökologie 62

• Prinoth: Beast auf internationalem Erfolgskurs 64

• Holleis: Arctic Cat ATV Special: Raupen statt Räder 66

• Bacher Harald: Top Service für Spezialisten 68

• Pfeifer: Voller Erfolg für PYTHON 6R+F-V 69

• Alpine Ski WM 2011 in Garmisch setzt SnowMeter ein 70

BESCHNEIUNG

• IDE Snowmaker: Erfolgreicher Herbsteinsatz auf den Gletschern 72

• 450 000 m 3 Speicherteich im HotSpot der Alpen 74

• Schneesicherheit von TechnoAlpin für nordische Anlagen 75

• Deutschlands größter Speicherteich in Ofterschwang 77

FIRMEN NEWS

• AEP und PowerGIS kooperieren 73

• Mair Wilfried: Bewährtes Know-how für mehr Sicherheit 81


„Ein Bild sagt mehr als 1 000 Worte“ lautet der Titel des diesmaligen

Meinungs-Artikels von der Motivforscherin Dr. Helene

Karmasin. Dabei geht es um Erkenntnisse aus einer von

Netzwerk Winter gemeinsam mit den Salzburger Seilbahnen

beauftragten Studie über den Motivationswert der verwendeten

Winter-Bilder. Laut Analyse wird nur abgebildet, ohne

dass man Zusatzwerte aufbaut. Durch richtige Inszenierung

wäre noch eine beträchtliche Emotionalisierung drinnen!

Mehr darüber von Seite 8 –10

INSERENTENLISTE

AGB 79

Alp Media 4

Bacher SKIDOO Metall 30

Bibus Hydraulik 57

Brandner Andreas 67

CWA 19

Doppelmayr Seilbahnen GmbH 1

Dobler GmbH & Co 78

Duktus Tiroler Rohrsysteme 77

Fatzer AG 30

Feratel Sitour 14

Freimoser U3

Frey AG 45

Gröbner Ziviltechniker GmbH 39

Haider 6

Hollaus Bau GmbH 17

Holleis/Snopex 49

Hydrosnow GmbH 71

ILF Beratende Ingenieure 74

Jakob AG 25

Kässbohrer 2

Klenkhart & Partner 5 + 80

Kriwan 61

Pool Alpin 9

Seilbahn.net 37 + 52

SnowMeter 65

SMI Snow Makers AG 3

Softwerk 15

Sutter Ingenieur & Planungsbüro 11

TechnoAlpin U4

Teerag Asdag 47

Ticketcorner AG 7

Suche/Biete

Lingg, Werner 66

INHALT

Die Bergbahn AG Kitzbühel zeichnet sich wieder einmal als

Trendsetter aus und setzt erstmals ein flächendeckendes, technisch

brillantes Infotainmentsystem an 31 Stellen im Skigebiet

ein. Weitere Beiträge aus dem Bereich TRENDS präsentieren u. a.

Erlebnisinszenierungen, neue Wege in der Angebotsgestaltung

und die Umfrage„Best Ski Resort“.

Lesen Sie von Seite 12 – 25

Für das Mountain Manager-Interview

75 wurde Johannes Sutter,

Geschäftsführer der Luftseilbahn

Reigoldswil-Wasserfallen (CH) sowie

des Ingenieurbüros Sutter AG

gewonnen. Sutter entwickelte als

Jurist und „Flachländer“ schon früh

eine Affinität zu Bergbahnen, eher

er 2006 als Projektleiter den Neubau

der Wasserfallenbahn begleitete

und schließlich als Geschäftsführer

„endete“. Im Interview geht

Sutter auf die Besonderheiten einer Seilbahn im Jura ein, die noch

dazu als Stiftung firmiert.

Interview von Seite 44 – 48

Deutschlands größter Speicherteich mit 106 000 m 3 Volumen

wurde kürzlich in Ofterschwang (Oberallgäu) von

Klenkhart&Partner realisiert. Generalunternehmer für die

Schneitechnik inklusive Pumpstation war SUFAG, insgesamt

91 Schneeerzeuger werden aus Kennelbach geliefert.

Lesen Sie von Seite 77– 80

ZUR TITELSEITE

Die neue Gaislachkogel-Bahn in Sölden von Doppelmayr verkehrt in

der 1. Sektion als kuppelbare 8er Kabinenbahn und in der 2. Sektion

als 3S-Bahn.

Die Weltneuheit: Doppelmayr hat ein Räumungssystem entwickelt,

das eine eigene Bergebahn überflüssig macht. Das redundante System

stellt sicher, dass die Kabinen unter allen Umständen in die Stationen

gefahren werden können. Dieses Konzept wird erstmals bei der

3S Gaislachkogel 2 und der 3S Stadtseilbahn in Koblenz eingesetzt.

Der Weltrekord: Weltweit erstmalig wurde mit der kuppelbaren

Gondelbahn Gaislachkogel 1 die theoretische Transportkapazität

von 3 600 P/h erreicht!

7/2010 MOUNTAINMANAGER

5


Chefredakteur

Dr. Markus Kalchgruber

Das schier Unmögliche reizt Pioniere

Im nachhinein betrachtet war es positiv, dass auf der 3. D-A-CH-

Tagung in Interlaken als Hauptthema „Energiemanagement

Bergbahnen“ gewählt wurde. Dank des Eröffnungsredners Dr.

Bertrand Piccard, der mit seiner unglaublichen Geschichte „Solar

Impulse“ über das erste weltumrundende Solarflugzeug das Publikum

faszinierte, war infolge der Glaubwürdigkeit eine Aufbruchsstimmung

im Saal erzeugt worden. Mit der Ansage „Ideen

auch in die Praxis zu implementieren ist der entscheidende

Faktor, ob man ein Pionier ist oder nicht“, dürfte Piccard die anwesenden

Seilbahner getroffen haben. Die Bergbahnbranche

wird ja allgemein mit Pionierleistungen in Verbindung gebracht

– wenngleich die spektakulärsten Taten bereits aus ferneren Zeiten

stammen. Trotzdem sind die Bergbahnen noch immer in vielen

Bereichen Zugpferde und Visionäre, was soviel bedeutet wie

Neuem gegenüber aufgeschlossen zu sein und Kraft zum Leadership

zu haben. Aber es gibt auch Bereiche wie z. B. das Energiemanagement,

wo die Bergbahnbranche erst langsam angesichts

der bedrohlich steigenden Kostenbelastung zu reagieren beginnt.

Das ist eigentlich untypisch, weil dieses Thema einen hohen visionären

Gehalt aufweist – sowohl ökonomisch (steigender Energiebedarf

gekoppelt mit steigenden Preisen) als auch ökologisch

(schonender Umgang mit den Ressourcen, Nachhaltigkeit) betrachtet.

Egal von welcher Seite man es sehen will, das Energiethema hat

immer mit der erfolgreichen Bewältigung der Zukunft zu tun:

Entweder wir können uns das Ganze finanziell nicht mehr leisten,

oder wir verlieren zuviel Image bzw. Akzeptanz bei den Gästen

und somit Einnahmen, oder die Natur selbst macht uns einen

Strich durch die Rechnung. Anders ausgedrückt: Wenn wir dieses

Thema ignorieren, büßen wir letztlich nicht nur den „Status“ als

Pioniere und Visionäre ein, sondern wir büßen irgendwann auch

unsere Existenzgrundlagen ein.

A-8607 Kapfenberg

Industriestraße-Ost 3

Tel.: +43(0)3862/32612

Fax: +43(0)3862/32613

E-Mail: office@haider-co.at

MOUNTAINMANAGER 7/2010

6

Ihre

Spezialisten

für Skipisten-

u. Liftbau

Die Sicherheitszone verlassen

Warum aber ist die Bergbahnbranche bisher noch nicht mit voller

Power auf dieses Feld losgegangen – von einigen Vorreitern

einmal abgesehen – so wie es etwa bei der Beschneiung seit Jahren

der Fall ist? Vermutlich weil man es total unterschätzt hat.

Und jetzt, nach Vorträgen wie jenem von Piccard und den ersten

branchenbezogenen Pionierstudien (vgl. Artikel S. 26/27) wird

es ernster genommen. Insofern war der Impuls auf der D-A-CH

Tagung goldrichtig. Speziell dann, wenn folgende Statements in

Erinnerung geblieben sind: „Es ist besser, das Unbekannte zu lieben

statt es (wie allgemein üblich) zu hassen, denn sonst wird

das Leben zum Alptaum! Dazu gehört, Ballast abzuwerfen in

Form von Gewohnheiten, Überzeugungen und Dogmen. Diese

hindern uns, eine andere Art zu denken auszuprobieren. Oft

müssen wir nämlich nur den Blickwinkel ändern für neue Lösungen

oder neue Wege. Das bedeutet aber, die Sicherheitszone zu

verlassen und keine Angst zu haben, außerhalb zu agieren!“, so

Piccard.

Es gibt nicht genug Pioniere

Insgesamt gibt es aber nicht genug Pioniere, die den ersten

Schritt wagen. Auch deshalb, weil es zu lange dauert, bis sichtbare

Ergebnisse auftauchen. Aber wollen wir sehr schnell in die falsche

oder langsam in die richtige Richtung gehen? Laut Piccard

verbraucht die Menschheit jede Stunde eine Million Tonnen Erdöl!

Diese Abhängigkeit von fossiler Energie bezeichnet er als

Wahnsinn. Die Preise gehen nur runter, wenn wir gegensteuern.

Wir sollten daher den Ehrgeiz entwickeln, unabhängig von Öl zu

werden – nicht nur wegen der Umwelt. Ja wir sollten die Vision

entwickeln, dass im Jahr 2030 nur noch Sonne, Wind und Wasser

unsere Gäste auf den Berg bringen! Die Bergbahnen hätten auch

beim Energiethema die Chance, zur Leitbranche im Tourismus

zu werden. Das wäre eine Vision, die echter Pioniere würdig ist.

A-4463 Großraming 40

Tel.: +43(0)7254/7355-0

Fax: +43(0)7254/7355-29

E-Mail: office@gebr-haider.at

A-8904 Ardning 44

Tel.: +43(0)3612/7575-0

Fax:+43(0)3612/7575–20

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MAGAZIN

TRENDS

MOUNTAINMANAGER 7/2010

8

Dr. Helene Karmasin

Motivforschung

Ein Bild sagt mehr

als 1000 Worte –

aber welche?

Gewinner bei den Bildern,

die am ehesten Lust auf

Winterurlaub machen, waren

romantische Stimmungen wie

„die Hütte im Schnee“ oder

verzaubernde Ortskerne.

Foto: KAM

Motivforscherin Dr. Helene Karmasin wurde von Netzwerk Winter

gemeinsam mit den Salzburger Seilbahnen und der österreichischen

Skiindustrie mit einer Studie beauftragt, welche den

motivatorischen Wert der üblicherweise verwendeten Winter-

Bilder erhebt. Die Ergebnisse der qualitativen und semiotischen

Analyse zeigen, dass nur eine durchschnittliche und herkömmliche

Ästhetik geboten wird und der Grad der Berührung und

Emotionalität gering ist. Es wird abgebildet, aber es werden

wenig Zusatzwerte aufgebaut. Laut Karmasin wäre durch richtige

Inszenierung noch eine beträchtliche Emotionalisierung drinnen!

Motivforscherin Dr. Helene Karmasin.

Foto: Karmasin Motivforschung

MM-Frage: „Warum soll man sich

mit der Frage des Bildwelten-Effekts

beschäftigen, wenn der Wintersport

ohnehin gut läuft?“

Karmasin:

„Erstens kann man alles optimieren

und wie sich zeigen wird, ist in diesem

Feld noch Beträchtliches drinnen.

In der Konsumgüterindustrie

z. B. weiß man, dass man die Produkte

bzw. die Angebote aufladen

muss, damit sie Begehrlichkeiten

wecken, dass man die Dinge wertvoll

machen und Botschaften kommunizieren

muss. Diese Erkenntnis


trifft auf jedes Geschäftsfeld zu. Das

geschieht immer, indem man bestimmte

Motive anspricht, Emotionen

weckt und Konzeptionen des

Wünschenswerten dargestellt werden.

Das heißt, indem man bestimmte

Werte inszeniert, die uns

derzeit einfach wichtig sind. Und

das kann man immer wieder machen,

indem man Zeichenwelten an

die Produkte anschließt. Davon habe

ich in der Studie einmal zwei näher

betrachtet: die Bilder und den

verwendeten Stil, also die Ästhetik.

Grundsätzlich sollte die Strategie

darin bestehen, mit Bildern zu emotionalisieren.“

MM-Frage: „Wie könnten die in

Prospekten und auf Homepages verwendeten

Bilder mehr Lust auf Winterurlaub

machen?“

Karmasin:

„Häufig geht es in der Werbung ja

um die Inszenierung von Sehnsuchtsorten,

um Ursprung, Heimat,

reine und heile Welt oder um die

Überhöhung einer normalen Tätigkeit

(Hornbach: ,Wieviel Wahnsinn

steckt in dir?‘). Wenn schon z. B.

Bierwerbung Sehnsuchtsorte inszenieren

kann, um wieviel mehr

müssten das eigentlich die Leute

machen, die diese Landschaften

tatsächlich haben? Ihre Gäste sind

auch Konsumenten und daher von

der Konsumgüterindustrie her an

unglaubliche ästhetische Niveaus

gewöhnt. Wenn Sie mit einer Ästhetik

daherkommen, die vor 20

Jahren super war, aber es jetzt halt

nicht mehr ist, dann macht das

schon einen gewissen Abstand

sichtbar. Das bedeutet, ihre Winter-

Bilder sollen:

. als Auslöser fungieren

. Lust erzeugen

. Sehnsucht wecken.

Folglich dürfen wir nicht nur abbilden,

was da ist! Das allein weckt

noch keine Sehnsucht – wenn ich

z. B. die imposanten Seilbahnstützen

zeige. Sondern Sie müssen inszenieren,

was der Betrachter davon hat.

Etwa wenn mich diese Bahn in ein

paar Minuten in eine tolle Höhe

bringt. Sozusagen ,in 5 Minuten

Herr des Gipfels sein!‘ Sie müssen daher

so abbilden, dass Gefühle und

Sehnsüchte ausgelöst werden. Inszenieren

muss man konkret die Stimmung,

den Genuss – etwa durch den

Schnee zu fahren – das Erlebnis an

sich, das einen da erwartet.“

MM-Frage: „Worauf ist beim Inszenieren

speziell zu achten?“

Karmasin:

„Ein wichtiger Aspekt ist immer die

Identifikation – daher nicht nur

typische ,Werbemenschen‘ zeigen.

Idealerweise würde man das Bild ansehen

und sagen: das könnte ja ich

sein, oder jedenfalls mein ,wahres

Ich‘ jenseits des grauen Alltags. Die

Psychologie spricht da von dem Motiv

,antizipatorischer Hedonismus‘.

Man träumt sich sozusagen in eine

Situation hinein. Das Ganze muss so

dargestellt sein, dass der Betrachter

sagt: da möchte ich jetzt sein! Denken

Sie mal daran, was beim Sommerurlaub

inszeniert wird: blaues

Meer, Palmen, weißer Sand. Der Betrachter

möchte sofort dort sein...

Was Sie also inszenieren müssen,

sind die zentralen Motive des Winterurlaubs.

Warum soll jemand eigentlich

Skifahren? Weiters gilt es zu

beachten, dass Winterurlaub ,Ur-

laub‘ und ,Winter‘ ist. Daher müssen

Sie auch alles inszenieren, was zum

Urlaub gehört. Und im Urlaub liegt

immer eine Gegenwelt drinnen zur

Welt des Alltags. In dieser Gegenwelt

finden sich drei große Themenfelder:

. Genuss im Bereich des Körpers

(die Funktionslust, das Verwöhnen,

die vielen sinnlichen Reize)

. das Erleben (Spaß, sich selbst erfahren,

Abenteuer, Stimmung, Romantik,

Gemeinschaft erleben, etwas

Schönes sehen, Freiheit von sozialen

Zwängen, jenseits der normalen

Rolle sein)

. Gesundheit (gibt die Legitimation

dazu, dass man sich das Ganze

leistet. Motto: dabei werden Sie

auch gesünder!).

Der Winter wiederum hat auch mindestens

drei Bedeutungen:

. romantisch

(gehört unbedingt inszeniert, wenn

Frauen im Spiel sind. 80 % der Urlaubsentscheidungen

werden von

Frauen beeinflusst und diese sind

außerordentlich anfällig für diese

Komponente. Erst mal die Romantik

des Schnees, das Glitzernde, das

Weiße, das Verzaubernde. Die herrlichen

Winterlandschaften. Dann

natürlich Sonne und Schnee. = Einbindung);

. heroisch: (Sportler, Selbsterfahrung,

an die Grenzen gehen, Abenteuer,

Schnelligkeit und Kraft, Leistung

Spaß. = Entgrenzung);

. bedrohlich: (Lawinen, Eiseskälte,

Verletzungen, unbequem und aufwändig,

Menschenmassen, Kommerz.

= Ausgrenzung);

Die Bedeutung ist je nach Alters-

und Zielgruppe etwas verschieden.“

MAGAZIN

TRENDS

7/2010 MOUNTAINMANAGER

9


MAGAZIN

TRENDS

Häufig geht es in

der Werbung um

Inszenierung von

Sehnsuchtsorten,

um Ursprung,

Heimat, reine

und heile Welt.

Wenn das sogar

bei Bierwerbung

klappt, um wieviel

mehr müssten

Touristiker

auf dieses Pferd

setzen. Foto:

Dolomiti SuperSki

MOUNTAINMANAGER 7/2010

10

MM-Frage: „Welche Rolle soll dabei

eigentlich das Thema Skifahren

spielen?“

Karmasin:

„Skifahren ist nach wie vor das

Hauptmotiv für den Winterurlaub.

Es bedeutet vielerlei für die Leute.

Z. B. auch die Lust, sich auf perfekten

Pisten zu bewegen. Die Bergbahnen

geben ja sehr viel Geld für

die Pistenpräparierung aus. Aber

was man davon hat, wird eigentlich

nie richtig inszeniert: das herrliche,

mühelose, schnelle Gleiten auf einer

perfekten Piste! Der Rhythmus, die

Eleganz, das Tempo. Manche wieder

finden das Fahren abseits der

Pisten toll, das Verbotene.

Und noch etwas kommt beim Skifahren

dazu: man misst sich mit anderen.

Das beinhaltet u.a. auch die

Angst, sich zu blamieren. Last but

not least verbindet sich Skifahren

auch mit einem Genussaspekt (Einkehr

in Hütte, Gaudi, etc.). Die Vorlieben

differenzieren sich dabei je

nach Altersgruppe:

. Die Jungen lieben vor allem das

Zusammensein in der Gruppe: Spaß,

Abenteuer, auch etwas das Verbotene.

. Familien legen großen Wert darauf,

dass Kinder etwas lernen, wollen

aber auch mal die Kinder abgeben,

grundsätzlich suchen sie aber

das „Wir-Gefühl“. Und sie müssen

immer wissen: was tun wir, wenn

schlechtes Wetter ist?

. Mittelalter: die freuen sich, dass

sie noch gut skifahren können, dass

sie noch mitkommen.

. Die Senioren, die nicht (mehr)

skifahren können, genießen den

Spaß der Jungen.

Die zentralen Motive gegen das Skifahren

lauten:

. zu teuer (dagegen sind Sommerurlaube

Schnäppchen),

. das Wetter ist höchst unsicher,

. man muss den Sport lernen,

. Angst vor Lawinen und Menschenmassen,

. es ist extrem umständlich – purer

Stress

. Angst vor Blamage.“

MM-Frage: „Wie sehen die Ergebnisse

der Winterbild-Analyse nun

konkret aus?“

Karmasin:

„Wir haben die verwendeten Bildwelten

in verschiedene Gruppen

gegliedert:

. Extreme Skifahrer (normale gab

es kaum!)

. Menschen im Schnee / auf Piste

. Spaß (z. B. Bergrestaurant)

. Romantik (z. B. Hütte im Schnee)

. Landschaften

. Andere Sportarten

. Kinder / Skizwerge

. Rennläufer

. Technik

Die generellen Ergebnisse der Bildanalysen

lauten:

. Es wird eine durchschnittliche

und herkömmliche Ästhetik geboten.

. Der Grad der Berührung und

Emotionalität ist gering.

. Es wird abgebildet, aber es werden

wenig Zusatzwerte aufgebaut.

. Die Bilder sind nicht eigenständig

oder authentisch, sie könnten

für jedes Land/jede Region/jeden


Ort stehen. Sie inszenieren nicht das

Spezifische oder Authentische

. Es fehlen eine Reihe von Themen

wie:

, Der Zauber der perfekten Piste

, Die Erlebnisse des ,normalen‘

Skifahrers

, Die inszenierte Landschaft

, Die Orte, Ortskerne

, Die Erlebnisse (Gemeinschaft,

Stolz, Genuss)

, Gruppenspezifische Schlüsselbil

der

. Die Konzeptionen des Wünschenswerten

sind nicht inszeniert

Diese Punkte verraten deutliche

Steigerungs- und Optimierungsmöglichkeiten.

Am meisten Treffer

landeten Bilder aus dem Bereich

,Romantik‘ (!), gefolgt von ,Andere

Sportarten‘ – eigentlich müssten

hier Bilder ,normaler Skifahrer‘ stehen!,

dann ,Landschaft‘, Menschen

im Schnee und ,Extreme Skifahrer‘.

Bilder, die nicht gefallen, sondern

eher abschrecken, sind tendenziell

die extrem überfüllte Skihütte oder

Schneebar, gefolgt von ,Extreme

Skifahrer‘ und ,Andere Sportarten‘.

Wobei auch hier Wintersport Affine

etwas anders antworten als Averse

sowie Jung und Alt. Wo die einen

mehr Ruhe möchten, haben die an-

deren Bedenken wegen Langeweile.“

MM-Frage: „Für die treffende

Bildsprache muss man also auch

seine Zielgruppe(n) kennen. Welche

,Geschmacksgruppen‘ unterscheidet

man?“

Karmasin:

„Das Zielgruppenmodell nach Geschmacksgruppen

kennt 3 Schemata:

. Das Perfektionsschema. Hier finden

wir Leute, die alles hassen, was

ihnen barbarisch vorkommt. Sie

wollen das Ruhige, Gelassene, das

Kultivierte, das Perfekte. Es ist eine

kleine Gruppe, die hohe Ansprüche

stellt und bereit ist, dafür auch Geld

auszugeben. Hier werden elegante

Bilder gewünscht! Da müssen Sie

dann aber auch das entsprechende

Angebot haben.

. Das Trivialschema: In dieses fallen

Leute, die nur nichts Fremdes,

nichts Anstrengendes wollen. Sie

lieben es gemütlich und vertraut,

sind Fans von Volksmusiksendungen.

Das ist eine sehr große Gruppe.

. Das Spannungsschema. Diese

Leute wollen alles, nur nicht konventionell

sein. Sie lieben das Aufre-

gende, das Schnelle, das Schrille. Sie

suchen immer wieder neue Reize.

Alle diese Gruppen brauchen andere

Angebote und andere Bilder.

Die von Bergbahnen und TVBs eingesetzten

Bilder sind aber alle so in

einem mittleren Maß. Weder sprechen

sie wirklich das Perfektionsschema

an, noch das Spannungsschema.

Also eigentlich sind diese

Bilder gar nicht zielgruppenspezifisch

ausgerichtet.“

MM: Wir danken für die Ausführungen.

Die Studie ist inzwischen übrigens

auch downloadbar unter www.

netzwerk-winter.at.

MAGAZIN

TRENDS

Helene Karmasin

gab der Bergbahnbranche

schon oft Ezzes,

zuletzt auf der

Salzburger Seilbahntagung

mit

einem Vortrag

über die Studie

„Bildwelten für

den Winterurlaub“.

Foto: mak

7/2010 MOUNTAINMANAGER

11


MAGAZIN

TRENDS

BB Kitzbühel AG und feratel präsentieren Weltneuheit:

Erstes flächendeckendes Infotainment-System

in einem Skigebiet

900 000 Euro hat die Bergbahn AG

Kitzbühel in das neue Gästeinformationssystem

„DigitalSignage“ investiert

und wird damit wieder seiner Rolle als

Trendsetter gerecht. Fotos: feratel (3)

Die Bergbahn AG Kitzbühel zeichnet sich wieder einmal als Trendsetter aus: zur Wintersaison

2010/2011 bringt Österreichs größtes Bergbahnunternehmen erstmals ein Infotainmentsystem

für alle Skigäste zum Einsatz, das flächendeckend und vernetzt an 31 Stellen in bisher unerreicht

hoher technischer Brillianz ein neues Kapitel in der Gästeinformation aufschlägt. Realisiert wird das

umfangreiche Projekt vom führenden Anbieter feratel media technologies AG in Kooperation mit

seiner Tochtergesellschaft sitour. Die Erwartungen an die zukunftsweisende Innovation sind

Die Vorstände der BB AG Kitzbühel Josef Burger und

Dr. Georg Hechenberger (3. und 4. v. l.) präsentierten mit

Dr. Markus Schröcksnadel, Vorstandsvorsitzender der feratel

media technologies AG (2. v. l) und DI Dr. Ferdinand Hager,

technischer Vorstand der feratel (1. v. l) der Presse am

15. 10. die Weltneuheit. Foto: mak

MOUNTAINMANAGER 7/2010

12

„Den Gast im Skiraum intelligent

und nützlich informieren aber auch

orientieren und gleichzeitig unterhalten

– und zwar zeitgemäß und

in Echtzeit. Der Gast soll den Eindruck

gewinnen, dass alles für ihn

getan wird.“ So formulierte Dr.

Josef Burger, Vorstand der BB AG

Kitzbühel das Ziel des neuen Systems,

das man bei feratel „Digital-

Signage“ nennt (digitales Plakat).

Obendrein leistet diese Technologie

einen Beitrag zur Sicherheit im

170 km großen Skiraum und ergänzt

die bestehenden analogen

Informationssysteme. Das bisher

im Einsatz befindliche analoge System

im Bereich der Panoramainformationsanlagen

sowie Liftzutritt-

durchaus ehrgeizig.

sportale konnte nahezu ausschließlich

statische Inhalte übermitteln.

Aber nur vernetzte audio-visuelle

Informationssysteme, deren Inhalte

schnell und unkompliziert programmgesteuert

oder manuell zusammengestellt

werden können,

ermöglichen Kommunikation auf

höchstem Niveau.

Über das auf dem letzten Stand der

Technik befindliche Infotainment-

System „DigitalSignage“ können

den Wintersportgästen Infos (wie

Pisten- & Liftstatus, Wetter- &

Schneeverhältnisse, etwaige Gefahrenhinweise

wie Lawinensituation,

Liftauslastung & Wartezeiten, aktuelle

Veranstaltungen und Tipps,...

etc.) kommuniziert werden, die das


Skivergnügen erleichtern und unterstützen

sollen.

Mit diesem Gästeinformationssystem

gelingt es erstmals in der alpinen

Bergwelt, aktuell, in Echtzeit

und flächendeckend in einem Skigroßraum

zu informieren!

Damit lassen sich zum einen relevante

Informationen besser streuen,

zum anderen wollen und können

wir nun den Skigast überall erreichen,

um ihn mit aktuellen und dynamischen

Informationen zu versorgen

und so als Seilbahnunternehmen

zu einem gelungenen wie

sicheren Skivergnügen beizutragen.

Ein Projekt, das mit Sicherheit jenem

Pioniergeist entspricht, welcher die

Bergbahn AG Kitzbühel zu einem

der führenden Seilbahnunternehmen

in Österreich werden ließ“, so

Dr. Josef Burger, Vorstand der Bergbahn

AG Kitzbühel.

Flexibel auf Informations -

bedürfnisse reagieren

„Der Skigast kann in der Tal-, Mittel-

oder Bergstation oder im Skigebiet

selbst verschiedenste Informationsbedürfnisse

haben. Und diese Informationsbedürfnisse

können wiederum

zu verschiedenen Tageszeiten

variieren. Mit dem neuen digitalen

Infotainmentsystem können wir

jetzt völlig individuell und vor allem

flexibel auf die einzelnen Bedürfnisse

reagieren und somit ihren Gästen

ein Optimum an Informations- und

Serviceleistungen bieten“, erläutert

DI Dr. Ferdinand Hager, technischer

Vorstand der feratel, die Flexibilität

des Systems.

Dementsprechend geht es auch darum,

herauszufinden, woran der

Gast an welchem Ort und zu welcher

Zeit interessiert ist und diese Informationen

anzubieten. Nichts wäre

schlimmer, als den Gast mit irrelevanten,

uninteressanten Informationen

zu langweilen oder sogar zu

nerven. „Bei den unzähligen Möglichkeiten,

die das System bietet, ist

es daher sicherlich eine Herausforderung,

die Informationen dauernd

aktuell und spannend zu halten.

Und hier sorgen wir mit unseren Inhalten

dafür, dass das Skigebiet seinen

Gästen ein Optimum an Informations-Dienstleistungen

bieten

kann, ohne selbst damit über Gebühr

arbeitsmäßig belastet zu sein,“

so Ferdinand Hager weiter.

MAGAZIN

TRENDS

Ein Quantensprung in der Gästeinfo ist ab Anfang Dezember Realität in Kitzbühel. Im Bild ein Beispiel

aus dem Bereich Lawinenstatus.

Jetzt gibt es auch die Technologie in jener Qualität, wie schon seit Jahren gewünscht. Bisher waren die

40 Zoll-Monitore nicht hell genug gewesen. Im Bild ein Beispiel aus dem Bereich Gastronomie.

Content is King

Mit dem einzigartigen Content von

feratel und sitour werden Lift- und

Pisteninformationen (vom feratel

CPS Computer Panorama System),

Livebilder der Panoramakameras,

aktuelle Wetterdaten, Wetterprognosen

(3-Tages-Vorschau), Gefahrenhinweise,

dynamische Panorama

Übersichtskarten des Skigebietes

etc. direkt übertragen. Veranstaltungshinweise

können ebenfalls in

Echtzeit übernommen werden, zusätzliche

Filmeinschaltungen (z. B.

Liveübertragung von Skirennen)

runden dieses Angebot ab und liefern

den Gästen spannend abwechslungsreiche

Informationen,

bieten aber gleichzeitig eine optimale

Orientierung und Unterhal-

tung. Laufschriften, alle Arten von Newstickern aus

dem Internet – all das ist möglich.

Die beiden Innovationsführer BB Kitzbühel AG und feratel

verbindet übrigens eine jahrzehntelange Partnerschaft.

„Wir freuen uns natürlich, dass wir dieses umfangreiche

und zukunftsweisende Projekt gemeinsam

mit der renommierten Bergbahn AG Kitzbühel realisieren

können und damit einen neuen Maßstab in der

Gästekommunikation in Skigebieten setzen“, sagte Dr.

Markus Schröcksnadel, Vorstandsvorsitzender der feratel

media technologies AG auf der Pressekonferenz.

31 DigitalSignage Systeme postiert

Die insgesamt 31 Digital Signage Systeme (15 Digital-

Signage Banner Systeme sowie 16 DigitalSignage Panorama

Systeme) in Tal-/Bergstationen sowie auf besonderen

Hot Spots zeichnen sich durch qualitativ

hochwertige LCD Monitore, Outdoor-optimierte Gehäuse

sowie ein topmodernes Konstruktionsdesign aus.

Eine Lichtkraft von 1 500 cd/m 2 sowie höchste Kon-

7/2010 MOUNTAINMANAGER

13


MAGAZIN

TRENDS

trastwerte sorgen dafür, dass selbst bei direkter Sonneneinstrahlung

und heller Umgebung beste Lesbarkeit

gewährleistet ist. Speziell konstruierte Frontscheiben

mit integriertem IR und UV Filter stellen sicher,

dass das Glas weder reflektiert – und damit die Lesbarkeit

beeinflusst – noch, dass es beschädigt werden

kann. Das spezielle Gehäusedesign garantiert optimalen

Witterungsschutz. Und die volle Klimatisierung mit

Heiz- und Kühlsystem ermöglicht einen Ganzjahres-

Einsatz in jeglichem Umfeld, egal ob im hochalpinen

Gelände oder am Badestrand. „Diese Klimatisierung

ist eigentlich das kostenintensivste an der Sache, nicht

der Monitor, obwohl dieser erstmals gestochen scharfe

Bilder wie im Druck liefert“, kommentiert Hager.

Natürlich müssen die infrastrukturellen Voraussetzungen

stimmen, um so eine Flächendeckung erreichen

zu können. Die BB Kitzbühel AG hat in der Vergangenheit

ca. 100 km an Glasfaserleitungen und Funk LAN-

Strecken aufgebaut. Nur dadurch können bis zu

30 000 Gäste gleichzeitig informiert werden. Der

durchschnittliche Skifahrer nützt pro Tag elf Aufstiegshilfen,

also kann er zumindest an elf Liftportalen kommunikativ

mit den Banner-Systemen erreicht werden.

Zusätzlich wird er einige der 16 Hot Spots passieren,

wo die umfangreicheren digitalen Panorama-Systeme

platziert sind.

Es ist damit zu rechnen, dass künftig bei den großen

Leitbetrieben der Seilbahnbranche das „DigitalSignage“

State of the Art werden wird – wenn dieses Gäs-

feratelDigitalSignage

Integrieren Sie den gesamten feratel-/sitour-Content einfach und schnell:

> Panorama Livebild > Aktuelle Wetterdaten > Wettervorschau > PanoramaMap

> Pisten-/ Liftinformationen > Einbindung ins Kabel-TV-Netz via InfoChannel > u.v.m.

Weitere Infos: Helmuth Felber, Tel. +43 6468-8901-0

MOUNTAINMANAGER 7/2010

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teinfo-System nicht gar aus sicherheitsrelevanten

Gründen von der

Behörde vorgeschrieben werden

könnte... Davon abgesehen taugt

das System auch als Leitsystem zur

Lenkung der Gästeströme!

Top-Standorte für

Werbewirtschaft

Das System eignet sich natürlich

auch als perfektes Werbemedium.

Agenturen und Mediaplanern stehen

in einem der attraktivsten Skiräume

in den Alpen ab Dezember

stark frequentierte Hotspots für ihre

Werbebotschaften zur Verfügung.

Rund 1,7 Millionen Gäste bzw. 17,1

Millionen Beförderungen verzeichnen

die Bergbahnen Kitzbühel jährlich.

Die Kombination aus modernster

Digital Signage- Technologie,

der Größe und der Bewegung der

Bilder macht diese Art der Werbung

zur aufmerksamkeitsstarken und effizienten

POS. Als Vermarkter alpiner

Werbung ist es sitour ein besonderes

Anliegen, eine gute Kombination

aus Information für den Wintersportler

und der Werbebotschaft zu

bieten. Mit Werbespots belegt werden

können sowohl die DigitalSignage

Panorama Systeme an den

Hotspots des Skiraums als auch die

DigitalSignage Banner Systeme direkt

bei den frequenzstarken Zutrittsportalen

einzelner Bahnen.

„Dabei legen wir jedoch großen

Wert darauf, dass der Informationscharakter

nicht verloren geht. Wir

haben daher gemeinsam mit der

Bergbahn AG Kitzbühel die Werbezeit

auf 12 Sekunden pro Minute limitiert.

Das hat sowohl für den Skigast

als auch für den Werbenden

ausschließlich Vorteile. Der Gast

wird nicht mit Werbung überfordert

und der Werbetreibende hat einen

exklusiven Werbeplatz, da sich die

jeweilige Marke nicht mit X anderen

in Abfolge einreiht“, so Markus

Schröcksnadel.

Letztlich soll der Gast diese Innovation

als Mehrwert betrachten und

nicht „genervt“ sein. Er soll sagen:

Sogar der Service ist in Kitzbühel

um einen Grad besser als anderswo!

mak


MAGAZIN

TRENDS

Große Zufriedenheitsstudie im deutschsprachigen Alpenraum

ON MOUNTAIN Umfrage

„Best Ski Resort“

Mike Partel,

Geschäftsführer

von Mountain

Management

Consulting, erstellte

eine der

größten Zufriedenheitsstudien

im Alpenraum.

Fotos: MMC

Zwischen Weihnachten/Neujahr 2009/10 sowie im

Februar 2010 – also zu den Hauptstoßzeiten – waren

die Interviewer in folgenden Top-Skigebieten unterwegs:

Österreich: Schweiz :

Bad Kleinkirchheim Adelboden-Lenk

Flachau Aletsch-Arena

Ischgl Arosa

Kitzbühel Davos/Klosters

Lech/Zürs Engelberg-Titlis

Mayrhofen Grindelwald-Wengen

Obertauern Gstaad

Saalbach-Hinterglemm Laax

Schladming Lenzerheide

Serfaus-Fiss-Ladis Meiringen-Hasliberg

Silvretta-Montafon Saas Fee

Sölden St. Moritz

St. Anton Verbie r

Stubaier Gletscher Zermatt

Italien: Deutschland:

Alta Badia/Corvara Garmisch

Bormio Oberstdorf/Kleinwalsertal

Cortina d‘Ampezzo Feldberg

Gröden

Kronplatz

Madonna di Campiglio

Obereggen

Sestriere

Sextener Dolomiten

Sulden

MOUNTAINMANAGER 7/2010

16

Einen Skigebietstest der „anderen Art“ hat Mountain Management

Consulting vergangene Wintersaison in den 40

Top-Skiregionen des deutschsprachigen Alpenraums

durchgeführt. Das Voting kam ausschließlich durch Gäste

zustande, und zwar konkret durch 18 000 Befragungen

direkt am Berg! Damit zählt diese Zufriedenheitsstudie zu

den größten und wahrscheinlich aussagekräftigsten, die

je im Alpenraum durchgeführt wurden. Den höchsten

Durchschnittswert erreichte übrigens Schladming mit

8,03 Punkten.

Die Befragten (pro Skigebiet durchschnittlich

400) hatten insgesamt

19 Kriterien zu bewerten (Skala

1–10): zuerst bezüglich der Wichtigkeit

und in einer weiteren Frage

bezüglich der jeweiligen Zufriedenheit

im momentan gewählten Skigebiet.

Chart 1 zeigt das Ergebnis für die

5 wichtigsten Kriterien. Die Nummer

1 wurde – wie erwartet – „Skigebietsgröße/Pistenangebot“

mit

72,3 %

Auf Skigebiete umgelegt ergeben

sich folgende „Stockerl-Plätze“:

1. Skigebietsgröße:

1. Ischgl

2. Zermatt

3. Corvara

2. Schneesicherheit:

1. SaaS Fee

2. Zermatt

3. Stubaier GL./Aletsch Arena

3. Sicherheit auf den Pisten:

1. Zermatt

2. Schladming

3. Lech-Zürs

4. Freundlichkeit:

1. Schladming

2. Sulden

3. Serfaus-Fiss-Ladis

5. Beförderungskomfort:

1. Lech-Zürs

2. Zermatt

3. Serfaus-Fiss-Ladis

Geringe Abstände

unter den Besten

Das 2. Chart zeigt die 5 besten Ski

Resorts in der Gesamtzufriedenheit

mit dem Sieger Schladming vor

Lech-Zürs. Prinzipiell ist zu bemerken,

dass die Abstände zwischen

den Plätzen sehr gering sind – sogar

zum 40. Platz besteht nur eine Differenz

von 11 %. Bei „erstmaligen Besuchern“

ergibt sich eine etwas veränderte

Reihung, nämlich Schladming

vor Sestriere, Ischgl, Serfaus-

Fiss-Ladis und Aletsch Arena.

Würde man nur die 5 wichtigsten

Kriterien berücksichtigen, wäre Zermatt

an der Spitze (8,41) vor Lech-

Zürs (8,40) und Schladming (8,33).

Diese Ranking zeigt Chart 3.

Laut Geschäftsführer Mike Partel ist

in ca. 3 Jahren die nächste Umfrage

geplant, wobei das Sample dann mit

800 Fragebögen je Skigebiet und jeweils

4 Befragungen noch größer

wird. Aber schon jetzt taugen die Ergebnisse

gut für eine internationale

Benchmark, die es in dieser Weise

bisher nicht gegeben hat.

Die Kernaussagen

der Umfrage

. Die Loyalität nimmt mit Fahrkönnen

und Intensität zu! Die treuesten

Gäste haben Lech-Zürs, Lenzerheide

und Arosa.


. Jeder 4. Gast (26 %) war erstmalig

in einem dieser 40 Top-Wintersport-Gebiete.

. 68 % der Befragten empfehlen

die besuchte Skiregion (Durchschnittswert).

Lech-Zürs erzielt hier mit fast 83 %

den Höchstwert; gefolgt von der

Aletsch-Arena und Grindelwald.

. Dennoch liegt die durchschnittliche

Wiederkommensrate („Ja, ganz

sicher“) mit 45,6 % deutlich tiefer.Dies

lässt darauf schließen, dass

Gäste, trotz Empfehlung und Zufriedenheit,

vermehrt andere Skigebiete

kennen lernen wollen. Das belegen

auch die Steigerungen der

„erstmaligen“ Besucher.

. Am intensivsten wird in den Skigebieten

Obertauern und St. Anton

Ski gefahren. Man fährt hier zu über

80 % „jeden Tag“ während des Urlaubs.

Oberstdorf z.B. liegt im Vergleich

bei 54 %.

. 6 % stufen sich selbst als „Beginner“

ein. Lernt man also das Skifahren

nicht im Kindesalter, so kommen

nur sehr wenige „neue Kun-

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den“ zum Skisport. Teilweise kann

diese geringe Zahl auch daran liegen,

dass Anfänger nicht unbedingt

ein Top-Skigebiet wählen!

. Es scheint, dass trotz zunehmender

Fitness und Zeit im Alter

sich nur wenige Skifahrer über 65

Jahre (konkret ca. 3 %) auf den Pisten

wieder finden. Auch in der Befragung

06/07 gab es ähnliche

Werte.

. In den Top-Skigebieten halten

sich vorwiegend gute Skifahrer auf:

bis zu 71,5 %!

20,6 % stufen sich als Könner/Profi

und 50,9 % als gute Skifahrer

ein.

. Fast jeder 2. Skifahrer fährt über

10 Tage pro Saison Ski.

. „Erstmalige“ Besucher bewerten

geringfügig kritischer (ca. 3 % niedere

Werte).

. Die Kundenzufriedenheit hat sich

im Vergleich zu 2006/2007 leicht

verschlechtert. Positiv entwickelt

haben sich hingegen Kitzbühel,

Grindelwald, Gstaad, Sestriere, Garmisch

und Oberstdorf. mak/mp

HOLLAUS BAU

A-6271 UDERNS · Gewerbestraße 6 · Tel. 05288/62567 · info@hollaus-bau.at · www.hollaus-bau.at

MAGAZIN

TRENDS

Für weitere Details kann die Umfrage auch

bestellt werden:

Mountain Management C.E

Industriering 21, FL 9491 Ruggell

Tel.: +423-231-1331, Mobil: +43-664-4417971

Email: mpartel@mountain-management.com

7/2010 MOUNTAINMANAGER

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MAGAZIN

TRENDS

Tagesskipass um nur 10 Euro!

Die drei Pinzgauer Topskigebiete Schmitten in Zell am See, Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang

und Kitzsteinhorn-Kaprun haben diesen Winter für Kinder und Jugendliche ein besonderes Angebot

ausgearbeitet. Jeden Samstag gibt es den Tages-Skipass um zehn Euro.

„Power of Zehn“

heißt das neue

Angebot für Kinder

und Jugendliche

im Skicircus

Saalbach Hinterglemm

Leogang,

auf der Schmitten

in Zell am

See und im SkigebietKitzsteinhorn-Kaprun.

Foto: Power of

Zehn

MOUNTAINMANAGER 7/2010

18

Mit 108 Aufstiegsanlagen und 338

Pistenkilometern zählen die drei

Pinzgauer Skigebiete Schmitten in

Zell am See, der Skicircus Saalbach

Hinterglemm Leogang und Kitzsteinhorn-Kaprun

zu den Top-Anbietern

im SalzburgerLand. Dabei

hatte man in den letzten Jahren keine

Mühen gescheut und kräftig in

das Angebot für seine Gäste investiert.

So wurden allein für die Wintersaison

2010/11 insgesamt 41,6

Mio. Euro in die Verbesserung von

Komfort, Technik und Schneesicherheit

gesteckt.

Nachdem man seinen Gästen schon

bisher im Rahmen der Ski Alpin

Card, der gemeinsamen Saisonkarte,

die Möglichkeit zum umfassenden

Skierlebnis geboten hatte, geht

man diesen Winter einen Schritt

weiter und wendet sich dabei an

Kinder und Jugendliche zwischen 6

und 19 Jahre. Unter dem Motto

„Power of Zehn“ können sie an allen

Samstagen in der Saison zwischen

27. 11. 2010 und 1. 5. 2011 einen

Samstags-Skipass um lediglich 10

Euro erwerben. Die Botschaft dahinter

ist klar: Kids und Jugendliche sol-

len vermehrt zum Skifahren und

Snowboarden animiert werden, die

„Power of Zehn“ soll „den Geist in

Bewegung und die Lebensenergien

zum Fließen bringen“.

Investitionen als Basis

Das Augenmerk der Investitionen

für dieses Jahr lag auf leistungsfähigen

neuen Bahnen, dem kontinuierlichen

Ausbau der Beschneiungsanlagen,

topdesignten Tal- und Bergstationen

sowie tollen Serviceeinrichtungen

für den Gast. Dazu wurde

wieder viel Geld in die Pistenqua-


lität gesteckt. So gelten drei Viertel

aller Pisten als schneesicher, 925

Mitarbeiter und 85 Pistenfahrzeuge

stehen im Winter im Einsatz, um

beste Bedingungen für den Skispaß

zu schaffen.

Neu im Skigebiet Schmitten/Zell

am See ist die Talstation der Schmittenhöhebahn,

die in modernem

Design mit einem neuen Kassen-

und Infocenterbereich, einem

Sportshop, Skidepots, Parkplätzen

und Rolltreppen punktet. Damit bekommen

die Kabinen im Porsche-

Design, die schon letztes Jahr für

Aufsehen sorgten, ein würdiges

„Entrée“. Gebaut wurde außerdem

ein neuer Speicherteich auf dem

Plettsaukopf, der die Schneesicherheit

der Pisten weiter absichert.

Auf dem Kitzsteinhorn entsteht die

neue Gipfelwelt 3000. Dabei handelt

es sich um den Ausbau der bestehenden

Bergstation zu einer sehenswerten

Sommer- und Winterattraktion,

für die man 6,5 Mio.

Euro investiert hat. Neu ist ab diesem

Winter auch das Gratis-WLAN

in der Gipfelstation, sodass ein Inter-

Bewegt...

netsurfen auch hier jederzeit möglich

ist.

Im Skicircus Saalbach Hinterglemm

Leogang nimmt die moderne 8er-

Kabinenbahn „Unterschwarzach“,

die sogenannte „U-Bahn“, ihren Betrieb

auf. Sie ist mit Sitzheizung ausgerüstet

und kann bequem über einen

Personenaufzug vom Hinterglemmer

Ortszentrum aus erreicht

...Gäste, Herz und Verstand.

International ausgerichtet, weltweit vertreten und doch immer eins

im Focus: Menschen zu bewegen.

Die CWA Constructions, eine Schweizer Traditions-Unternehmung,

bringt Höchstleistungen - immer und überall.

Mit seil- und schienengebundenen Fahrzeugen sowie auch Spezial-

konstruktionen in Aluminium, übertreffen wir als globaler Branchen-

DESIGN CONSTRUCTION SERVICE

werden. Erweitert wurden auch der

Nightpark und die Flutlichtpisten. In

Leogang kann man dazu mit dem

neuen Nitro Snowpark und Wellenbahnen

aufwarten. Weiters wird das

Sportgeschäft bei der Talstation umfangreich

erweitert und ein Skidepot

für über 540 Paar Ski errichtet.

i

Infos: www.powerofzehn.at

MAGAZIN

TRENDS

Snowboarden

und Skifahren

soll für junge

Leute erschwinglicher

werden.

Foto: Power of

Zehn

leader marktweite Standards. Durch ständige Weiterentwicklung in

modernstem Design, zukunftsorientierten Konstruktionslösungen und

umfassenden Service.

All das, damit wir immer unser Ziel erreichen:

Die volle Zufriedenheit unserer Kunden.

7/2010 MOUNTAINMANAGER

19


MAGAZIN

TRENDS

Erlebnisinszenierungen von pronatour

Mit Erfahrung zum sicheren Erfolg

Kinder erobern den Genuss-Erlebnisweg in der Erlebniswelt Garmisch-Classic (Garmisch-Partenkirchen, D) auf ihre Art - pronatour garantiert dafür

eine qualitativ hochwertige und stabile Ausführung. Foto: Bayerische Zugspitzbahn/Lechner

Um ein touristisches Highlight zu schaffen, bedarf es einer einzigartigen Idee, die den Unterschied

zur Konkurrenz ausmacht. So weit, so gut. Doch was tun, wenn die Ideen durchgehen, Qualität und

Sicherheit aber unter die Hufe kommen? Die Erfahrung ist der Kutscher der Kreativität! pronatour

plant und realisiert seit 12 Jahren Erlebnisprojekte im Sommer- und Wintertourismus und hat dabei

die Zügel fest in der Hand.

„Erlebnis-Kutscher“

Christian Lang,

Geschäftsführer von

pronatour.

Foto: pronatour

MOUNTAINMANAGER 7/2010

20

Alleinstellung. Dieses einsame Wort

beschreibt den Traum jedes Touristikers.

Leider stehen viele Tourismusdestinationen

gar nicht mehr

so alleine am Markt. Kreative Lösungen

sind daher mehr denn je

gefragt. „Kreativität ist nach unserem

Verständnis eine Mischung aus

Fantasie, der Fähigkeit, gewohnte

Wege des Denkens verlassen und

damit neue Sichtweisen entwickeln

zu können, sowie das Anpassen der

eigenen Ideen an die Realität“, er-

klärt Christian Lang, Geschäftsführer

von pronatour. Das niederösterreichische

Unternehmen hat sich

Kreativität groß auf die Fahne geschrieben

– auf einer zweiten Fahne

steht aber genauso groß Professionalität.

„Wir entwickeln Ideen für

Erlebniswege, Themenparks, Ausstellungen,

Winterinszenierungen

und Aussichtsplattformen. Ein unglaublich

breites Spektrum, das

nicht unserem Erfindungsreichtum

entsprungen ist, sondern sich lang-


sam aus unserer Arbeit heraus entwickelt

hat.“

Von der Idee bis

zur Umsetzung

„Wir haben an den Projekten, die

wir geplant und umgesetzt haben

kontinuierlich gelernt – der Erfahrungsschatz

ist immer reicher geworden.

Und wir haben immer geplant,

um es dann auch zu bauen.

Jeder Kreativprozess bei uns ist von

vornherein auf die Umsetzung programmiert“,

so Lang weiter. Der Erfolg

einer Planung hänge wesentlich

von der Umsetzungsorientierung

ab: „Unsere jahrelange Erfahrung

und die bewährte Zusammenarbeit

mit einer Reihe von ausführenden

Unternehmen machen

unsere Konzepte zu kompetenten,

arbeitsfähigen Vorlagen für die Umsetzungsphase.“

Detailierte Stationsplanungen

und Kostenkalkulationen

garantieren so auch die hervorragende

Realisierung von hervorragenden

Ideen.

Mit Sicherheit zum Erfolg

Das Thema Sicherheit spielt dabei

eine entscheidende Rolle. Gerade

Themenwege mit interaktiven Stationen

und Erlebnisplätzen sind da

oft nicht einfach einzuordnen. Stellen

sie doch keinen Spielplatz im

klassischen Sinn dar, verwenden

aber oft ähnliche Elemente oder

Spielgeräte, die neu entwickelt wurden

und daher nicht standardisiert

sind. „Wir halten uns da prinzipiell

streng an die Spielplatznormen.

Auch unsere Neuentwürfe werden

gemeinsam mit unseren Firmenpartnern

aus der Spielgerätebranche

immer auf Freiräume, Fallräume,

Fallschutz, Fangstellen u. ä.

überprüft“, betont der Geschäftsführer.

Hoher Erlebniswert

braucht Qualität

Aufgrund der zahlreichen verwirklichten

Projekte im Bereich Outdoor-Erlebniseinrichtungen

hat

pronatour in Punkto Qualität mittlerweile

einen großen Technologievorsprung,

der den Kunden optimale

Produkte bezüglich Haltbarkeit

und Witterungsbeständigkeit sichert.

Die einzelnen Stationen oder

Erlebniselemente werden so konzipiert

und konstruiert, dass sie nur ei-

nes minimalen Betreuungsaufwands

bedürfen und praktisch wartungsfrei

sind. Denn die Anforderungen

an moderne Erlebnisinszenierungen

sind in den vergangenen

Jahren stetig gewachsen – in pädagogischer,

gestalterischer aber auch

technischer Hinsicht. „Wir haben

heute bereits ein sehr hohes Level

erreicht was die Inhalte aber auch

das Design und die Fertigung von

Erlebniselementen betrifft.“

Pioniere der

Erlebnisinszenierung

Als Christian Lang mit seinem Studienkollegen

Werner Stark vor 12 Jahren

das gemeinsame Kreativbüro für

die Gestaltung von Themenwegen

gründete, waren sie die ersten, die

Lehrpfade mit interaktiven und spielerischen

Elementen verknüpft haben

und sich dadurch vom herkömmlichen

„Frontalunterricht“

mit textlastigen Infotafeln verab-

MAGAZIN

TRENDS

Bayernpark,

Olymp der Tiere

(Reisbach, D):

Die Erlebnisstationen

und interaktiven

Elemente

von pronatour

bestechen durch

modernstes Design

und Funktionalität.

Foto:

Werner Berthold

Beispiel Wasserpark-Planung:

Eine Vision auch

in die Praxis

umzusetzen,

erfordert Erfahrung

und Pro -

fessionalität.

Foto: pronatour

Kren-Erlebnisweg(Mettersdorf,Steiermark):

Auch

wenn Erlebniselemente

nicht

eindeutig Spielgeräte

sind, wird

trotzdem auf die

Einhaltung der

TÜV-Normen

geachtet.

Foto: pronatour

7/2010 MOUNTAINMANAGER

21


MAGAZIN

TRENDS

Erlebniswelt

Garmisch-Classic,Genuss-Erlebnisweg:LangjährigesKnowhow

garantiert

auch im HochgebirgeWitterungsbeständigkeit

und lange

Lebensdauer.

Foto: Bayerische

Zugspitzbahn/

Lechner

Beispiel Winterinszenierung:

pronatour wird

auch nur zur

Umsetzung von

Projekten herangezogen,

wie

hier im Skidorf

Galstiland

(Pruggern, Steiermark).

Foto:

Erich Hagspiel

MOUNTAINMANAGER 7/2010

22

schiedeten. „Heute ist ,Edutainment‘

die Standardmethode, mit

dem Themenwege, Ausstellungen

oder auch größere Projekte arbeiten.

Interaktive und multisensorische

Bespielungen entfesseln die

Neugierde, wecken den Spieltrieb

und vermitteln durch Mitmachen

nebenbei die Inhalte“, erläutert

Lang. Die Besucher werden Teil des

Erlebnisses. Damals haben die beiden

Biologen alles noch in Eigenregie

selbst gemacht, das wäre heute

nicht mehr denkbar. Im Team von

pronatour sorgt mittlerweile ein

breitgefächertes Team von Planern,

Grafikern und Tischlern für die notwendige

Qualität. Die wichtigsten

Elemente der Erlebniswege werden

in der hauseigenen Werkstatt selber

gebaut. Kreativprozess, Planung,

Produktion und Bau fließen hier ineinander.

Moderne Erlebnis -

pädagogik boomt

Das Niveau hat sich also stetig erhöht.

Dazu kommt noch, dass die

Branche insgesamt immer stärker

wächst: „Erlebnisprojekte boomen“,

ist Lang überzeugt. „Der

Bergsommer wurde bislang immer

stiefmütterlich behandelt. Mittlerweile

wird das Sommergeschäft

aber immer wichtiger und viele

Bergbahnen haben erkannt, dass

hier ein gewaltiges Potenzial

schlummert.“ Auch im Winter setze

sich immer mehr die Einsicht durch,

dass eine gute Infrastruktur allein

nicht mehr ausreiche. „Perfekt präparierte

Pisten und moderne Liftanlagen

erwartet sich heute jeder Gast

von vornherein. Wirklich begeistert

sind die Urlauber nur dann, wenn

etwas Besonderes geboten wird,

das es sonst nirgends gibt. Man

muss die Gäste überraschen“, betont

der Experte.

Mit Hirn, Hand und Herz

Die Konkurrenz im Tourismussektor

ist hier bereits groß. Umso

schwieriger, eine einzigartige Lösung

zu schaffen, die noch dazu individuell

und authentisch sein soll.

Hier kommt die Kreativität ins

Spiel. Denn die Idee macht meist

den Unterschied aus. „Eine gute

Idee zeichnet sich dadurch aus,

dass sie aus den Ressourcen des jeweiligen

Standorts heraus entwickelt

wird und nicht aufgesetzt

ist“, so Lang. „Und dass sie auch

umsetzbar ist“. Denn das sei bei

vielen Konzepten der Pferdefuß:

Großartige Ideen, die aber in der

Praxis nicht funktionieren. pronatour

unterscheidet sich dabei von

vielen Mitbewerbern. Das Kreativunternehmen

bietet von der ersten

Vision bis zur Fertigstellung alles

aus einer Hand an:

. Tourismusberatung

. Machbarkeitsstudien

. Konzeption

. Design

. Detailplanung

. Produktion

. Umsetzung

Dazu kommt die Nachbetreuung

sowie bei Bedarf auch die Vermarktung

der umgesetzten Projekte. Die

Kreativpferde ziehen dabei die Kutsche,

die Erfahrung lenkt. „Wir haben

ein paar Heißblüter im Stall, die

uns im Galopp vorwärts bringen.

Aber wir kommen auch sicher ans

Ziel!“, so der „Kutscher“ abschließend.

i Infos:

pronatour GmbH

Entwicklung und Umsetzung von

Erlebnisprojekten

Industriestraße 10a

A-2104 Spillern

Tel. +43 (0) 2266/81250-0

Fax +43 (0) 2266/81250-50

office@pronatour.at

www.pronatour.at


Snow Dome Bispingen

setzt auf Ideenvielfalt

Am 2. Oktober war im

Snow Dome Bispingen

offizieller Winterbeginn.

Zum Opening hatte man

sich viel einfallen lassen.

Europas längste Indoor-Rodelbahn ist 300 m lang. Fotos: Snow Dome Bispingen

Gleich zwei neue Attraktionen feierten

Premiere zur Saison-Eröffnung:

Europas längste Indoor-Rodelbahn

und das neue „Snowy Land “. Auch

der Sportshop öffnete seine Türen

und lockte beim großen Lagerverkauf

mit Rabatten bis zu 70 %. Zauberkünstler,

Walking Acts, Bastelaktionen,

Rodelwettbewerbe und

Live-Musik rundeten das Eröffnungsprogramm

unterhaltsam ab.

Beim „Snowy Land“ handelt es sich

um ein kostenfreies Angebot zur professionellen

Kinderbetreuung für die

jüngsten Gäste zwischen 4 und 14

Jahren. Mit viel Liebe zum Detail wurde

das neue Kinderland über zwei

Etagen gestaltet. Der obere Bereich

ist für Kinder von 4 bis 9 Jahren reserviert

und bietet viel Platz zum Toben

und Spielen. Vom Klettergerüst über

eine Rutsche mit Bällebad, der Bastel-

und Malstube bis hin zur Wiesenalm

sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Ein besonderes Highlight ist eine

originale Skigondel.

In der unteren Etage des „Snowy

Land“ befindet sich die „Teen Area“,

die ausschließlich für Jugendliche

von 10 bis 14 Jahren gedacht ist. Ne-

ben Spielkonsolen, können sich die

Teens am Airhockey oder Tischkicker

auslassen und aktiv in Teams kleine

Wettkämpfe gestalten. Die Chillecke

lädt zu Pausen und zum Musikhören

ein. Ganz bewusst hat sich der Snow

Dome in beiden Bereichen gegen

Filme und DVDs entschieden, damit

die Kinder und Jugendlichen das

vielfältige Angebot rund um Bewegung

und Kreativität erleben.

Zum ersten Mal konnte am 2. Oktober

auch die neue 300 m lange Rodelstrecke

ausprobiert werden. Hier

geht es von der Bergstation am „Heidegletscher“

in rasanter Fahrt auf

den Zipflbobs oder den Zwei-Personen-Schlitten

bis ins Tal. Schnell wieder

auf den Berg fahren die Rodler

entspannt mit dem 6er-Sessellift. Zur

Einweihung von Europas längster Indoor-Rodelbahn

veranstaltete der

Snow Dome Rodelwettbewerbe für

Kinder und Erwachsene.

Erfrischende Idee

Weil es im Snow Dome Bispingen

aufgrund der Winterattraktionen

das ganze Jahr hindurch Schnee

gibt, bietet man Interessierten auch

MAGAZIN

TRENDS

die Möglichkeit, Winterfeeling nach Hause zu holen

oder für Unternehmensveranstaltungen einzusetzen.

Egal, ob ein einfacher Schneeberg als auffälliger Hingucker,

eine attraktive Schnee-Winterlandschaft, die

zum Rodeln und Spielen einlädt, eine Schneebar oder

eine Schneeskulptur – Schnee ist eine willkommene

und ausgefallene Abwechslung, so das Credo. Nach

diesem Motto werden in Bispingen Vorschläge erstellt,

wie man eine Veranstaltung am besten in Szene setzt.

Der benötigte Schnee wird dann durch Partner-Speditionen

in Alu-Kipplastern deutschlandweit und ins angrenzende

Ausland versandt.

Größte stehende Welle

Wer neben dem Winter noch Sommerfeeling genießen

möchte, hat dazu seit dem 4. September vor dem Snow

Dome mit der größten stehenden Welle Europas Gelegenheit.

Die stehende Welle bietet eine surfbare Breite

von 8,40 m und verfügt über eine Wasserbeckenlänge

von 20 m. Gleich acht Pumpen sorgen für den richtigen

Swell und bewegen 16 m 3 Wasser pro Sekunde. Die gesamte

Anlage hat eine Größe von 24 mal 30 m.

Die Welle wird stundenweise betrieben, wobei die Zeiten

nach Anfänger- und Fortgeschrittenenstunden unterteilt

sind. Als Fortgeschrittener kann man frei auf der

Welle surfen. Während einer Anfängerstunde wird eine

Haltestange am Becken befestigt, mit der die ersten

Bewegungsabläufe auf der Welle vereinfacht werden.

i

Infos: www.snow-dome.de

7/2010 MOUNTAINMANAGER

23


MAGAZIN

TRENDS

GBL Liezen ist Spezialist für naturnahe Erlebnisparks

Strom aus historischen

Wasserrädern und andere Hits

In der Eisenwurzen

in St. Gallen

(Steiermark)

wurde mit dem

Wasserspielpark

eine Welt zum

spielerischen Erleben

von Interaktion,

Wasser

und historischer

Technik geschaffen.

Foto: GBL

MOUNTAINMANAGER 7/2010

24

Ausgehend von dem bestehenden

Portfolio hat die GBL bereits 2007

die Entscheidung getroffen, ein einzigartiges

Projekt mit der HTL Trieben

und der Montanuniversität Leoben

zu starten. Ziel dieses Projektes

war es, mittels historischer Wasserräder

in abgelegenen Bergregionen

nahezu ganzjährig und tageszeitunabhängig

Strom zu erzeugen.

Nach 2 Jahren Entwicklungszeit hat

der entwickelte Generator Serienreife

erreicht und wird nun in einer

Kleinstserie gebaut.

Diese spezielle Entwicklung hat

zwei Vorteile: zum einen ist das

Wasserrad 24 Stunden am Tag zur

Energiegewinnung geeignet, zum

anderen wird durch das Wasserrad

kein Stilbruch mit den traditionellen

Werten begangen. Es fügt sich optisch

perfekt in die Umgebung ein

und bereichert Wandergebiete genauso

wie Erlebnisparks oder Almen.

Diese Idee wurde aus einer Kompetenz

herausgeboren, die GBL sich

in den letzten Jahren gezielt aufgebaut

hat: die Restaurierung von

Mühlen und Wasserrädern. Dies

und individuelle Projekte auf dem

Sektor der Freizeitwirtschaft stellen

inzwischen wesentliche Standbeine

der GBL dar, die 1996 durch GF

Franz Enhuber gegründet wurde

(60 Mitarbeiter). Auf diesem Weg

konnten in den letzten Jahren im

Auftrag verschiedener Tourismusgemeinden

oder Freizeitbetriebe

einige große Referenzprojekte realisiert

werden. Alle Betreiber der

In Mutters lernen

unter dem Motto

„Expedition auf

den Abenteuerberg

– Erleben – Spielen

– Genießen“

Familien auf ganz

besondere Art die

Themen Wasser,

Sand, Holz und

Stein näher kennen.

Foto: Zauberberg

by NaturIdea

Die Gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft

Liezen (GBL) ist spätestens seit

dem TierHolzPark in Donnersbachwald

auch in der Bergbahnbranche ein Begriff.

In Kooperation mit NaturIdea wurde aber

bereits eine Reihe attraktiver Erlebnispark-

Projekte verwirklicht, die sich durch Ori -

ginalität und besondere Naturnähe auszeichnen.

Seit kurzem konnte GBL seine

Angebotspalette um eine neuerliche Attraktion

erweitern: historische Wasserräder

– als Blickfang und zur Stromerzeugung!

realisierten Projekte haben eines

gemeinsam: sie haben erkannt,

dass vor allem für Seilbahnbetreiber

nur bei Ganzjahresnutzung ein

langfristiger Erfolg gesichert werden

kann!

Mit der Natur

in Kontakt treten

Obwohl thematisch gänzlich verschieden,

haben alle Projekte aber

doch etwas gemeinsam: sie bieten


Besuchern die Möglichkeit, mit den

Elementen der Natur in Kontakt zu

treten. Dabei steht für Kinder meist

das Spielen und für Erwachsene die

Entspannung im Vordergrund. Ein

Teil des Gesamtkonzeptes ist dabei

immer das Lernen von Tradition und

Wertschätzung. In jedes Projekt

werden wiederum neue innovative

Ideen eingebracht. In Absprache

mit den Auftraggebern und in Übereinstimmung

mit den Bedingungen

vor Ort ergeben sich unterschiedlichste

Resultate. So gleicht schlussendlich

kein Projekt dem anderen,

wie die folgenden Kurzvorstellungen

zeigen:

Wasserspielpark

Eisenwurzen/St. Gallen

Unter dem Motto „Wasser fließen

lassen, umleiten und hinauf transportieren,

am Strömungstisch planschen

und über den Kanal balancieren“,

wurde in St. Gallen in der Steiermark

eine Welt zum spielerischen

Erleben von Interaktion, Wasser und

historischer Technik geschaffen. Bis

zu 70 000 Besucher erfreuen sich ei-

ner heiteren und informativen Abkühlung

Jahr für Jahr. Egal ob Bootsfahrten

oder ein Hamsterrad für

Menschen, Spiel und Spaß für die

gesamte Familie stehen hier im Vordergrund.

Venezianersäge

Mendlingtal

Für das Ausflugsziel „Erlebniswelt

Mendlingtal“ in Göstling an der

Ybbs wurde eine historische Venezianersäge

wieder in Betrieb genommen.

Dort werden nunmehr

Schauführungen zur historischen

Holzbearbeitung durchgeführt. Die

durch Holzknechte über die

Schlucht eingebrachten Baustämme

werden nach Arbeitsweise von

anno dazumal durch die Säge gelassen.

Für den Besucher entsteht ein

reales Bild von der Holzbearbeitung

aus der Vergangenheit.

Zauberberg Muttereralm

In Mutters lernen unter dem Motto

„Expedition auf den Abenteuerberg

– Erleben – Spielen – Genießen“

Jung und Alt in den Sommermona-

Förderseile für Seilbahnen & Skilifte

Jakob AG, CH-3555 Trubschachen

Tel. +41 (0)34 495 10 10,, eMail: seil@jakob.ch

ten auf ganz besondere Art die Themen

Wasser, Sand, Holz und Stein

näher kennen. Der Abenteuerspielplatz

bietet für die ganze Familie

entsprechende Möglichkeiten.

Während Kinder nach Gold schürfen,

können ihre Eltern die Seele

baumeln lassen. Diese einzigartige

Welt in Kooperation mit dem NaturIdea-Team

lädt Eltern und Kinder

auch im Sommer zu Wanderungen

mit fantastischer Aussicht auf das

Inntal ein.

TierHolzPark Riesneralm

Überdimensionale Tiere aus heimischen

Materialien gefertigt, zeigen

von der Tierwelt der steirischen Region

Donnersbachwald. Mit einer

Größe von 4–5 Metern sind diese

Tiere am Grad entlang weithin für

alle sichtbar. Aufgrund der Größe

der Tiere sind diese begehbar, wobei

der Besucher im Inneren mehr

über Art und Wesen des jeweiligen

Tieres erfährt. Die Eigenkreation der

GBL wurde 2009 auch mit dem steirischen

TourismusInnovationspreis

ausgezeichnet.

MAGAZIN

TRENDS

Oben links: In

der Erlebniswelt

Mendlingtal bei

Göstling/Ybbs

wurde die historischeVenezianersäge

wieder

in Betrieb genommen.

TierHolzPark

auf der Riesneralm

im Winterkleid.

Im Sommer

kann in den

begehbaren Tieren

auch gespielt

werden.

7/2010 MOUNTAINMANAGER

25


MAGAZIN

ÖKOLOGIE

grischconsulta erstellt für SBS wertvolles Handbuch

Energiemanagement Bergbahnen

Schweiz – eine Pionierstudie

Die Schweizer Bergbahnen reagieren

mit aktivem Energiemanagement auf die

Veränderungen im Energiemarkt und die

wachsenden Qualitäts- und Leistungs -

anforderungen der Gäste. Die auf der

D-A-CH Tagung präsentierte Studie

„Energiemanagement Bergbahnen“ von

Seilbahnen Schweiz (SBS) und grischcon-

sulta ermittelt ein Energie-Einsparungs -

potenzial von rund 15 %. Allerdings be-

nötigen die Schweizer Bergbahnen jähr-

lich „nur“ ähnlich viel Strom wie die Ho-

tel- und Gastrobetriebe in Zürch, nämlich

183 GWh. Und sie verursachen nur einen

geringen Teil der gesamten CO 2 -Emissio-

Der Schweizer Seilbahnverband hat 2009 – unterstützt

von Innotour (seco) – grischconsulta aus Chur

mit der Erarbeitung der umfangreichen Studie zum

Energiemanagement beauftragt. Die nun vorliegende

internationale Pionierarbeit bringt, abgeleitet aus den

Studienergebnissen, konkrete Handlungsanleitungen

für die unternehmerische Praxis. Sie hilft den Verantwortlichen,

die Sensibilität zum Thema Energie und

Energie-Image in der Seilbahnbranche zu erhöhen

und versachlicht die Diskussion um Energie- und Emissionsfragen

bei touristischen Aktivitäten.

Skifahren verbraucht

weniger Strom als Wellness

Der gesamte Strombedarf der Schweizer Bergbahnen

von rund 183 GWh pro Jahr wird zu 55 % von den

Transportanlagen, zu 32 % von der technischen Beschneiung

und zu 13 % für weitere Dienstleistungen

MOUNTAINMANAGER 7/2010

26

nen eines Skiurlaubs!

HINWEIS:

Die Studie „Energiemanagement Bergbahnen“ und das

Praxis-Handbuch können bei Seilbahnen Schweiz (SBS)

www.seilbahnen.org und grischconsulta AG www.grisch

consulta.ch bezogen werden.

Dr. Ing. Roland Zegg, Geschäftsführer

von grischconsulta, präsentierte am

21. 10. dem Fachpublikum die neue

Studie „Energiemanagement Berg -

bahnen“. Foto: mak

inkl. Gastronomie im Gebiet benötigt.

Der Strombedarf entspricht

rund 0,27 %, also weniger als 3 Promille

des in der Schweiz produzierten

Stroms, dabei ist der Strombedarf

pro Arbeitsplatz mit 33 MWh

ungefähr gleich hoch wie in der

Nahrungsmittelbranche. Der

Stromverbrauch pro Besucher und

Skitag ist dabei mit 5,3 kWh um einiges

geringer als beispielsweise bei

einem Besuch in einer Therme oder

einem Hallenbad.

Wintersportferien

verursachen geringe

CO 2 -Emissionen

Die Untersuchung des Treibhausgas-Ausstoßes

von vier unterschiedlichen

Bergbahnen in den Schweizer

Alpen zeigt, dass der Qualitätsstandard,

die Topografie und der

Ausbau einen großen Einfluss auf

die Höhe der Treibhausgas-Emissionen

haben. Die Emissionen pro Ferienaufenthalt

sind aber in erster Linie

von der Wahl des Verkehrsmittels,

der Länge des Anreiseweges und

der Art der Unterkunft abhängig.

Die Emissionen der Bergbahnen haben

dabei nur einen geringen Anteil.

Im Vergleich zu anderen Ferienszenarien

wie z. B. Kreuzfahrt, Bade-

oder Tauchferien sind die Emissionen

von Wintersportferien wesentlich

geringer.

Lawinenverbauungen

als Solarkraftwerke

Schon heute sind die Bergregionen

das Energiezentrum der Schweiz

(Wasser-, Sonnen- und Windenergie).

Es gibt dabei verschiedene

Möglichkeiten, wie Bergbahnen

selbst Energie produzieren können.

Besonders geeignet sind die bessere

Nutzung von Abwärme, Photovoltaik,

Geo- und Solarthermie. Lawinenverbauungen

an Südhängen,

auch ohne Pisten, eignen sich hervorragend

für ertragsstarke Solarkraftwerke.

Beschneiungsanlagen können in

Umkehrfunktion auch als Wasserkraftwerke

betrieben werden. Die

erforderlichen Infrastrukturen wie

Speicherseen, Druckleitungen und

Pumpstationen sind in den meisten

Fällen vorhanden. Was in der

Schweiz noch Planungscharakter

hat, ist in Österreich vorbildhaft bereits

Realität.

Energiemanagement

als Strategie und

Werbeargument

Berechnungen haben gezeigt, dass

bei Bergbahnunternehmen und Ski-

bzw. Ausflugsgebieten mit aktivem

Energiemanagement Reduktionen

des Energieverbrauchs und der -kosten

von bis zu 15 % möglich sind.

Das Management von Lastspitzen

verspricht ein großes Kostensenkungspotenzial.

Doch auch bereits

mit einfacher umsetzbaren, rein organisatorischen

Maßnahmen sind

substanzielle Einsparungen möglich.

Die Autoren empfehlen, das Thema


Energiemanagement als festen Bestandteil

in die Unternehmensstrategie

aufzunehmen. Wichtig sind

klare organisatorische Regelungen

von Verantwortlichkeiten und regelmäßiges

Controlling. Das darf auch

kommuniziert werden, denn Energie

ist auch ein Marketing-Thema.

Kunden sind heute bereit, für umweltfreundliche

Produkte mehr zu

bezahlen, weil sie damit einen zusätzlichen

ideellen Wert erhalten.

Wichtig ist die Glaubwürdigkeit solcher

Maßnahmen, die durch Zertifizierungen

von neutralen Stellen erhöht

werden kann.

Was bringt und was kostet

Energiemanagement?

Die Energiekosten sind heute – nach

den Personalkosten – der zweitgrößte

Kostenblock bei den meisten

Bergbahnunternehmen. Ein aktives

Energiemanagement kann Einsparungen

bei den Energiekosten von

bis zu 15 % bewirken. Man muss dabei

zwischen rein organisatorischen

Maßnahmen ohne Investitionsfolgen

und Schritten, die Investitionen

mit sich bringen, unterscheiden.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist

es sinnvoll, zuerst Maßnahmen umzusetzen,

welche große Wirkung für

die jeweilige Unternehmung haben.

Die notwendige Aufbereitung von

zusätzlichen Daten kann auch für

das betriebswirtschaftliche Controlling

eingesetzt werden.

Ist Maschinenschnee energetisch

zu verantworten?

Roland Zegg: „Es ist klar, dass durch

technisch erzeugten Schnee der

Strombedarf einer Bergbahn steigt.

Man darf aber nicht vergessen, dass

sich die Energieeffizienz in diesem

Bereich in den letzten Jahren rasant

verbessert hat. Der Energiebedarf

pro Arbeitsplatz der Bergbahnen in

ist vergleichbar mit demjenigen in

der Nahrungsmittelbranche, welche

aber kaum Arbeitsplätze in peripheren

Berggebieten sichert. Betrachtet

man den Strombedarf

durch die Beschneiung im Vergleich

mit Verbrauchssteigerungen bspw.

bei einem Angebotsausbau der SBB

oder der Swisscom, so scheint die

alljährliche Kritik unverhältnismäßig.

Der Strombedarf aller Schweizer

Bergbahnen entspricht weniger

als 45 % von jenem der Swisscom.

MAGAZIN

ÖKOLOGIE

Der Stromverbrauch der Schweizer Bergbahnen im Vergleich. Insgesamt benötigt die Bergbahnbranche

nur 0,27 % des in der Schweiz hergestellten Stroms. Grafiken: grischconsulta (3)

Stromverbrauch pro Ersteintritt resp. Besucher im Vergleich. Die Bergbahnenn sind auf Augenhöhe mit

einem Thermalbad oder Sportstadion.

Treibhausgas-Emissionen verschiedener Ferienszenarien ab Bern. Badeferien und Kreuzfahrten schneiden

schlechter ab. Co 2 -Treiber sind die An- und Abreise.

7/2010 MOUNTAINMANAGER

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MAGAZIN

ÖKOLOGIE

MOUNTAINMANAGER 7/2010

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2. Kompetenztag PistenManagement in Salzburg

Ökologisch Sinnvolles

rechnet sich letztlich auch

Am 14. Oktober luden PowerGIS und Prinoth nach Salzburg ins Kavalierhaus Klessheim zu einem

besonderen Termin im Zeichen des perfekten PistenManagements ein: dem 2. Kompetenztag.

Künftig werden nicht nur die Qualität, sondern auch eine ressourcenschonende Vorgangsweise bei

Pistenbau, Beschneiung und Präparierung von maßgeblicher Bedeutung sein. Namhafte Referenten

spannten daher den Bogen von der Planung bis zum Betrieb der Piste mit jeder Menge verwertbarer

Praxisbezüge.

Ökologie und

Ökonomie vertragen

sich, ist

man bei der

Bergbahn AG

Kitzbühel überzeugt.

Aus dem

PistenManagement

für das

Hahnenkammrennen

heraus ist

inzwischen eine

flächendeckende

Anwendung geworden.

Foto:

Bergbahn AG

Kitzbühel

Was ist eine gute Piste?

Der Vormittagsblock des 2. Kompetenztages

PistenManagement war

den Bereichen

. Pistenplanung und Pistenbau

. Pistenplanung und Beschneiung

. Gästeorientierte Pistenpräparierung

gewidmet, während der Nachmittag

den Anwendungsbeispielen des

ARENA PistenManagementsystems

in Lech und Kitzbühel vorbehalten

war. DI Christoph Gunz, Geschäftsführer

der Gunz ZT GmbH Steyr, eröffnete

den Reigen der Fachvorträge

mit der Thematik „Skipistenpla-

nung als Beitrag zu einem optimierten

Schneemanagement“. Gunz

warf die Frage auf, was eine gute

Piste sei und kam zu dem Schluss:

Diese funktioniert bei minimaler

Schneeauflage, fügt sich in den Naturraum

und ist gut begrünt. Die

Planungskriterien sind grundsätzlich

Übersichtlichkeit, Breite und

Quergefälle, wobei ein falsches

Quergefälle immer hohen Schneeverbrauch

nach sich zieht – wie übrigens

alle Pistenfehler. Daher sollten

schon im Pistenbau entsprechende

Korrekturen angebracht

werden, um die Basis für spätere

Ressourcenschonung beim Beschneien

zu schaffen. Die Schneehöhenmessung

ist laut Gunz auch

eine gute Grundlage für die Stärken-/Schwächenanalyse

von Pisten.

Bei der anschließenden Diskussion

wurde auf den von der EU geplanten

erhöhten Schutz der Wasserresourcen

hingewiesen. Schon jetzt

werden auch die Bestimmungen

seitens der Wildbach- und Lawinenverbauung

intensiviert. Österreich

verfügt über 84 Milliarden Kubikmeter

reines Wasser, davon werden

ca. 3 % genutzt.


Unterteilung in

diverse Schneikreise

Dem Bereich „Pistenplanung und Beschneiung

im Wandel der Zeit“ widmete

sich DI Mario Seebacher, AEP Planung

und Beratung GmbH und lieferte – neben

Erläuterungen zu den neuen Leitfäden für

wasserrechtliche Behördenverfahren –

zuletzt Auslegungsbeispiele von modernen

Schneeanlagen. Seebacher schlug

bei der Planung eine Unterteilung in diverse

Schneikreise vor samt Erhebung des

jeweils erforderlichen Wasserbedarfes

bzw. der benötigten Wasserleistungen

und davon abgeleiteter Auslegung der

Wasserspender (dzt. 5 Tage). Der Bedarf

an Speicherteichen werde seiner Meinung

nach aufgrund des restriktiven neuen

Gerinne-Entnahmebescheides im

Die Veranstalter des 2. Kompetenztages

PistenManagement, PowerGIS Geschäftsführer

Robert Sölkner (l.) und Martin Runggaldier

von der Prinoth AG (re.), konnten über 60

Teilnehmer im Schloss Klessheim begrüßen.

Foto: mak 4

Sommer noch steigen. Bei den Druckreduzierstationen

entspräche vieles nicht

dem Stand der Technik, da sei ebenfalls

Handlungsbedarf, so Seebacher. Grundsätzlich

sei eine gesamtheitliche Betrachtung

der Beschneiung wichtig, daher

sollte man einen Masterplan entwickeln.

Auf die Frage nach der Machbarkeit und

Wirtschaftlichkeit von Stromgewinnung

über die Schneeanlage (rückwärtslaufende

Kreiselpumpen) meinte Seebacher,

dass dies technisch mit relativ geringem

Aufwand realisierbar, jedoch durch das

geänderte Wasserrecht vielen Betreibern

nur ein dafür zu schwaches Gerinne erlaube.

Auch diverse (fragwürdige) Praktiken

des Naturschutzes stünden dagegen,

sagte Hannes Mayer von der Schmittenhöhebahn.

So wollen die Naturschützer

MAGAZIN

ÖKOLOGIE

z. B. aus „ästhetischen Gründen“ keine

Schwankungen der Wasserspiegelhöhe

bei Schneiteichen im Sommer dulden!

„Da fragt man sich, ob der Naturschutz

eigentlich mehr saubere Energie oder etwas

anderes will?“, so Mayer.

Von „unheimlichen“ Beschränkungen

berichtete auch Kitzbühels Pistenchef Richard

Profanter: „Wir dürfen laut Umweltschutz

nicht einmal das von uns in

Form von Schnee aufgebaute Wasser auf

den Pisten bei der Schneeschmelze zur

Stromgewinnung verwenden. Begründung

ist die Höhenlage.“

Zu dieser Thematik wird also künftig

noch viel Diskussionsbedarf herrschen.

Kompakter Grundaufbau

verringert Schneebedarf

Einem anderen Aspekt, nämlich der

„gastorientierten Pistenpräparierung“

widmete sich Martin Runggaldier von der

Prinoth AG. Der Gast wolle positive Erlebnisse

und die Piste sei dafür prädestiniert.

Allerdings habe man es heute mit gesteigerten

Anforderungen an Schneesicherheit

und Pistenqualität zu tun. Zentral

wichtig sei der richtige Grundaufbau, da

man den ganzen Winter nicht mehr aufholen

könne, was man am Beginn versäume,

so Runggaldier. Außerdem verringere

ein kompakter Grundaufbau den

Schneebedarf. Pistenqualität sei mehr als

das Pistenbild – etwa auch das erzielte

Fahrgefühl. Die in die Fräse investierte

Kraft sei eine Investition in die Piste, allerdings

sollte man nach dem Motto vorgehen:

So viel wie notwendig und so wenig

wie möglich.

In punkto Schneeverteilung gab es einen

Tipp von den Anwendern aus Schladming:

aufgrund des Einsatzes der

Schneehöhenmessung sollte man bei der

Schneeerzeugung künftig nicht mehr auf

Depot schneien, sondern die Schwenkeinrichtung

hernehmen und in die Länge

schneien.

Die Prinoth Pistenfahrzeuge sind bereits

mit allen erforderlichen Schnittstellen für

Fleetmanager-Systeme und das ARENA

PistenManagement ausgerüstet. Außerdem

arbeitet Prinoth intensiv an alternativen

Antriebssystemen.

Anwendungsbeispiele

aus Lech und Kitzbühel

Erwartungsgemäß beeindruckten die

Anwenderberichte des ARENA PistenManagement-Systems

die Zuhörer am

meisten. Roland Juen stellte die Pistenpräparierung

und Schneehöhenmessung

der Skilifte Lech und Ing. Richard

Früher transportierten

wir Personen -

heute auch Daten!

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INTEGRA DATA

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FATZER AG Drahtseilwerk

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MM-Frage: „Sie haben ein Buch

über städtische Seilbahnen geschrieben.

Warum?“

Anton Seeber:

„Weil es das braucht und noch nicht

gibt. Wenn heute Städte den Einsatz

seilgezogener Personentransportsysteme

erwägen, müssen die Entscheidungsträger

informiert sein, also

Verwalter, Mobilitätsplaner, Architekten

und natürlich auch die Bevölkerung.

Denn, wie ein Bus oder

eine Straßenbahn funktioniert, wissen

alle – aber eine Seilbahn?“

MM-Frage: „Sind Seilbahnen in der

Stadt nicht ein Anachronismus?“

Anton Seeber:

„Seilbahnen in der Stadt gibt es schon

seit vielen Jahren, denkt man z.B. an

San Francisco (1872). Heute gibt es

einen Trend zur Kleinräumigkeit, und

genau dort können seilgezogene Systeme

ihre Stärken ausspielen, also eine

hohe Effizienz und Verfügbarkeit

verbunden mit geringen Errichtungs-

und Betriebskosten sowie einer überdurchschnittlichenÖkokompatibilität.

Dazu kommt der Vorteil, dass es

für die Fahrgäste quasi keine Wartezeiten

gibt.“

MM-Frage: „Was hat Sie als Verleger

an diesem Thema gereizt?“

Klaus Prokopp:

„Mobilität ist ein zentrales Thema,

sie beeinflusst unser Leben in sozialer,

wirtschaftlicher und auch ökologischer

Hinsicht. Ein Sachbuch, das

Wissen in diesem Bereich vermittelt,

kann und soll etwas bewegen. Das

ist uns wichtig.“

MM-Frage: „Was bietet dieses

Buch?“

Klaus Prokopp:

„Der Form nach gibt es verständlich

aufbereitete Sachtexte, Infografiken

und viele hervorragende Fotos. Inhaltlich

geht es um die Geschichte

der Stadtseilbahnen, deren Technik,

die Möglichkeiten der architektonischen

Gestaltung mit Beispielen u.a.

von Architektur-Stars wie Zaha Hadid

und Jean Nouvel, dann geht es

natürlich auch um die Stadt- und

Verkehrsplanung mit besonderem

Schwerpunkt „seilgezogene Systeme“.

Kurz: Wer dieses Buch liest,

kann beim Thema „urbane Seilbahnen“

kompetent mitreden.“

MM-Frage: „Sie sind auch unternehmerisch

im Bereich urbane Personentransportsysteme

tätig. Was machen

Sie da?“

Anton Seeber:

„Innerhalb der Gruppe haben wir in

den vergangenen Jahren eine Reihe

von Systemen in den verschiedensten

urbanen Umfeldern implementiert

bzw. sind wir gerade dabei, das

zu tun. Wir sind aktiv etwa in Hongkong,

New York City, Detroit, Sydney,

Paris, Barcelona, Algier, Kairo,

Istanbul, Medellin, Rio de Janeiro,

Quito, Perugia, Mailand, Neapel,

Bozen, Innsbruck, Zürich, Stuttgart

und Frankfurt.“

TECHNIK

NEUE BAHNEN

LEITNER TECHNOLOGIES:

„The Renaissance of the Cableway“

Anton Seeber und Martin Leitner, zusammen zuständig für MiniMetro bei Leitner Technologies,

haben ein Sachbuch zum Thema „seilgezogene Personentransportsysteme in der Stadt“ vorgelegt.

Der MOUNTAIN MANAGER hat mit Autor und Verleger gesprochen.

MM-Frage: „Haben urbane seilgezogene

Systeme heute bereits den

Stellenwert, den sie verdienen?“

Anton Seeber:

„Ich glaube nicht. Viele Menschen,

die urbane Mobilität planen, sind

noch stark herkömmlichen Denkweisen

verhaftet. In diesen existiert

die Seilbahn in der Stadt höchstens

als Sonder-Transportsystem. Mit

dem Buch möchten wir dazu anregen,

seilgezogene Systeme künftig

in einem etwas allgemeineren Zusammenhang

zu sehen. Mit diesem

Buch „The Renaissance of the Cableway“

wollen wir die Merkmale

der seilgezogenen Verkehrssysteme

vorstellen.“

Anton Seeber, The Renaissance of

the Cableway. Innovative Urban

Solutions from Leitner Technologies.

Funicular – Automated People

Mover – MiniMetro – Aerial tramway.

Dreisprachige Ausgabe englisch,

deutsch, italienisch. Hardcover

144 Seiten, Preis 40 Euro, ISBN:

978–88–6069–006–7, Verlag Prokopp

& Hechensteiner

Martin Leitner,

Michael Seeber,

Anton Seeber

und Herausgeber

Klaus Prokopp,

Verlag Prokopp

& Hechensteiner,

bei der Buchpräsentation.

Foto: Leitner

7/2010 MOUNTAINMANAGER

31


TECHNIK

NEUE BAHNEN

MOUNTAINMANAGER 7/2010

32

LEITNER:

Komfortschub für

Hahnenkammbahn Höfen

Die Idee zur neuen Bahn hatte schon

länger bestanden. Für die Wintersaison

2010/11 wird sie jetzt Realität: Die

Reuttener Seilbahnen GmbH & Co KG

investiert in den Bau einer modernen

kuppelbaren 8er Einseilumlaufbahn von

LEITNER.

Verlauf der neuen 8er Kabinenbahn „Hahnenkamm/Höfen“.

Foto: Reuttener Seilbahn GmbH & Co KG

Schon bald nach Kriegsende 1945

mehrten sich in Reutte die Stimmen,

die sich für die Errichtung eines

Skiliftes bzw. einer Pendelbahn

auf den Hahnenkamm in Höfen einsetzten.

Es sollte aber noch 11 Jahre

dauern, bis man dann mit den Bauarbeiten

beginnen konnte und der

Grundstein für das heutige Skigebiet

gelegt wurde. 1957 wurde die

Reuttener Bergbahn in Betrieb ge-

nommen, die Entwicklung der Skiregion

nahm ihren Lauf. 1967 wurde

dabei der Jochhalde-Lift gebaut,

1984 der Doppelsessellift Höferer

Alm.

Nach dem Konkurs der Reuttener

Bergbahn AG 2002 wurde noch im

selben Jahr die Reuttener Seilbahnen

GmbH sowie die Reuttener Seilbahnen

GmbH & Co KG gegründet,

deren Gesellschafter die Elektrizi-


tätswerke Reutte, die Raiffeisenbahn

Reutte, die Sparkasse Reutte und

der Tourismusverband Ferienregion

Reutte sind. Seit 8 Jahren wird auch

wieder kontinuierlich investiert.

2002 wurde etwa der Schlepplift

Höferer Alm durch eine kuppelbare

4er-Sesselbahn ersetzt, die von

LEITNER gebaut wurde. In den Folgejahren

stand die Beschneiung im

Mittelpunkt des Interesses, bis dann

neuerlich die Aufstiegsanlagen ins

Blickfeld rückten.

So wurde der Bau einer 8er Einseilumlaufbahn

und eines Bergrestaurants

2009 durch die notwendigen

Begehungen und Planungen konkret.

Die Planungsarbeiten wurden

an die Arbeitsgemeinschaft DI

Gröbner ZT GmbH und Architekt

Walch ZT GmbH, Reutte, übergeben.

Im Dezember 2009 erfolgte

dann die Ausschreibung des Seilbahn-

und elektrotechnischen Teiles,

den LEITNER für sich verbuchen

konnte.

Investiert werden rund 9,5 Mio.

Euro, die zum größten Teil von den

Gesellschaftern aufgebracht werden.

Einen Beitrag leisten auch das

Land Tirol sowie die Umlandgemeinden,

sodass nur rund 10 %

fremdfinanziert werden müssen.

Ausgeklügeltes Konzept

Um das Baumaterial für die anstehenden

Arbeiten transportieren zu

können, wurde beschlossen, den

vorhandenen Güterweg, der bisher

bis zur Bergstation des Doppelsesselliftes

geführt hatte, zu verlängern.

Als Bauherren fungierten die

Agrargemeinschaft sowie die Gemeinde

Höfen. Die Bauverhandlung

über den Erschließungsweg zur Höferer

Alm verlief am 14. Januar 2010

positiv. Der Auftrag zum Wegebau

wurde in der Folge an die Fa. Alfred

Neuberger vergeben, am 18. Mai

wurde mit den Bauarbeiten begonnen.

Der positive Bescheid für den Bau

der 8er Kabinenbahn kam am 13.

Juli vom Bundesministerium für Verkehr,

Innovation und Technologie,

die Arbeiten wurden im Anschluss

sofort aufgenommen. Die neue

LEITNER Bahn mit Zwischenstation

dient als Zubringer von Höfen zum

Höhenskigebiet Höferer Alm/Hahnenkamm

und soll den Doppelsessellift,

den Jochhalde-Lift und in wei-

terer Folge die Pendelbahn ersetzen.

Die Talstation der Kabinenbahn

wird am ehemaligen Standort der

Sessellift-Station auf rund 919 m

Seehöhe gebaut. Hier ist die hydraulische

Abspannung positioniert.

Direkt neben der Station findet der

Bahnhof für alle 69 Kabinen Platz. Er

wurde als vollautomatischer Schleifenbahnhof

konzipiert, wobei die

Verbindung zur Station zweigleisig

mittels Verbindungsförderer erfolgt.

Wartungsstand und Revisionsbühnen

sind integriert.

Als weiterer Schritt ist in diesem Bereich

auch ein Parkplatz geplant, so-

TECHNIK

NEUE BAHNEN

dass sich die Besucher über kurze

Wege zur und von der Bahn freuen

können.

Die Zwischenstation „Alpeggle“

wird auf rund 1 520 m Seehöhe gebaut.

Sie ist als einseitige Zwischenstation

mit Zustieg auf der Auffahrtsseite

konzipiert. Mit ihrer Hilfe

sollen auch weniger geübte Skifahrer

das Angebot des Höhenareals

nutzen können, ohne bis ins Tal abfahren

zu müssen. Durch diesen Zustieg

und ergänzende Pistenkorrekturen

wird der Aktionsradius für alle

Skifans größer. Im Sommerbetrieb

bleibt die Mittelstation geschlossen.

Die Bergstation wird am Jochhaldekopf

auf rund 1 730 m Seehöhe ge-

Talstation mit

angeschlossenem

Schleifenbahnhof.

Fotos: dwl

Die Kabinen des

Typs „Diamond“

von SIGMA warten

bereits auf

ihren Einsatz.

7/2010 MOUNTAINMANAGER

33


TECHNIK

NEUE BAHNEN

Die einseitige

Mittelstation

bietet im Winter

die Möglichkeit

zum Zusteigen.

Blick auf die

Bergstation

und das neue

Restaurant.

MOUNTAINMANAGER 7/2010

34

baut. Hier findet der Oberflurantrieb

Platz. Dazu wird in unmittelbarer

Nähe der Bergstation ein Panoramarestaurant

realisiert, das über

80 Sitzplätze im Inneren und rund

150 Terrassensitzplätze verfügt. Die

Beschneiungsanlage wird bis zur

neuen Bergstation erweitert, sodass

dem schneesicheren Ski fahren

nichts im Wege steht.

Im Anfangsausbau werden 48 rote

Diamond-Kabinen von SIGMA eingesetzt,

die 8 Fahrgästen bequem

Platz bieten. Bei einer Fahrgeschwindigkeit

von 6 m/s wird die

Förderleistung 1 400 P/h betragen.

Im Endausbau sollen dann 69 Kabinen

in Dienst gestellt werden, so-

dass man dann die Beförderungskapazität

auf 2 000 P/h erhöhen

kann.

Auf der insgesamt 2 559,27 m langen

Strecke wurden 15 Stützen eingeplant,

die als Rundrohrstützen

ausgeführt wurden. Aufgrund des

verlängerten Güterweges musste

nur beim Setzen von 6 Stützen die

Hilfe eines Helikopters in Anspruch

genommen werden.

Am 26. Juli wurde mit den Aushubarbeiten

für die Talstation begonnen,

am 16. August mit jenen für die

Bergstation. LEITNER hat mit den

Montagearbeiten an der Talstation

am 13. September begonnen, an

der Bergstation am 23. September.

Die ersten Kabinen wurden Ende

September geliefert.

Mit den Bauarbeiten liege man gut

in der Zeit, so Prokurist Winfried

Scheucher zum „Mountain Manager“

bei einem Besuch vor Ort, sodass

man rechtzeitig zum Saisonbeginn

fertig sein werde. Ein Kompliment

sprach er dabei allen beteiligten

Unternehmen aus, die mit großem

Engagement und entsprechender

Professionalität bei der

Arbeit wären. Mit dieser Bahn und

den einhergehenden Modernisierungen,

so ist sich die Seilbahn -

gesellschaft sicher, werde es auch

gelingen, wieder mehr Gäste in die

Region zu holen. dwl

Technische Daten GD8

„Hahnenkamm Höfen“

Seilbahnbau/Elektrotechnik: LEITNER

Seilhöhe Talstation: 919,25 m

Seilhöhe Zwischenstation: 1 519,75 m

Seilhöhe Bergstation: 1 729,75 m

Höhenunterschied

Berg/Tal: 810,50 m

Schräge Länge: 2 559,27 m

Mittlere Neigung: 33,62 %

Größte Neigung: 70,47 %

Anzahl der Stützen: 15

Spurweite: 5,30 m

Anzahl Fahrzeuge: 48 (Anfangsausbau)

69 (Endausbau)

Nennfahrgeschwindigkeit: 6 m/s.

Fahrzeit: 7 min 42 s.

Förderleistung: 1 400 P/h (Anfangsausbau)

2 000 P/h (Endausbau)

Antrieb: Berg

Abspannung: hydr./Tal


Betriebsbewilligungen und Konzessionen

für die Pendelbahn „Sörenberg-Rothorn“

und die Sesselbahn

auf dem Eisee waren der Anlass, sich

mit grundsätzlichen Fragen zur Unternehmensstrategie,

zur Gebietskonzeption

und zur Ausrichtung der

Destination Sörenberg zu beschäftigen.

Unter Moderation des international

bekannten Bergbahnspezialisten

Dr. Roland Zegg von Grischconsulta,

Chur, wurden die offenen

Fragen in einer längeren Klausur

und in Workshops vom Verwaltungsrat

systematisch aufgearbeitet.

Ergänzend zu diesen Arbeiten

lieferte die im Oktober 2009 durchgeführte

Gästebefragung weitere

Anhaltspunkte für die Situationsbeurteilung,

insbesondere zur Bedeutung

des Skigebiets Rothorn. Dabei

wurden Schwachstellen der Destination

offenkundig: veraltete Anlagen,

Verbindungstunnel zum Skigebiet

Eisee als Handicap und das Fehlen

eines direkten Anschlusses an

das Skigebiet Dorf Sörenberg.

Auf die Zukunft gerichtet

Vor diesem Hintergrund entschied

sich der Verwaltungsrat der Sörenberger

Bergbahnen schließlich für

eine umfangreiche Neuausrichtung

des Skigebietes unter dem Arbeitstitel

„Rothorn Ost“. Das Konzept

sieht folgende Zukunftsstrategie

vor:

. Bau einer neuen 8er Kabinenbahn

mit Talstation im Bereich Witmoos

Sörenberg und Bergstation (Rothorn

Ostseite) bei der heutigen

Bergstation der Sesselbahn Eisee.

Folglich würde für die Erreichung

des Skigebietes Rothorn-Eisee der

als Handicap empfundene Tunneldurchgang

wegfallen.

. Das Skigebiet Eisee soll mit einer

modernen 4-er Sesselbahn (Ersatzbau)

erschlossen werden. Dort, wo

sich Kabinen- und Sesselbahn auf

dem Rothorn treffen, soll ein neues

Bergrestaurant errichtet werden.

. Ein modernes Beschneiungssystem

und ein ausgebauter Skiweg

am Rothornfuß sollen vom Bereich

Emmensprung zur Talstation eine

direkte Pistenverbindung garantieren.

Die Investitionen wurden auf rund

30 Mio. Franken geschätzt, wobei

als entscheidend galt, die Finanzierung

des Vorhabens noch 2010/11

sicherzustellen. Dann könnte spätestens

2013/14 mit den Bauarbeiten

begonnen werden.

Erste Gespräche zeigten sich vielversprechend,

sodass auch eine zweite

Phase des Plans, nämlich die Verbindung

zum Dorf mit einer zusätzlichen

Sesselbahn von Witmoos nach

Witenlauenen, realistisch scheint.

Dazu soll dann das Skigebiet Dorf

im Bereich Rossweid mit einem Kinderskiparadies

und im Sommer mit

einer biosphärengerechten Erlebniswelt

aufgewertet werden.

Gestärktes Management

Nach intensiven Arbeiten an Arbeitsabläufen,

Dokumentationen und

Schulungen erhielt die Bergbahnen

Sörenberg AG im Sommer 2010 außerdem

die Zertifizierung nach ISO

9001 und somit auch das Qualitätsgütesiegel

QIII vom Schweizer Tourismusverband.

„Dies bedeutet für

uns Motivation und zugleich Verpflichtung,

Außergewöhnliches zu

leisten und unsere Gäste zu begeistern“,

so die Verantwortlichen des

Unternehmens.

i Infos:

www.soerenberg.ch/bahnen

MARKETING

TRENDS

Neupositionierung

der Sörenberger Bergbahnen

Die Sörenberger Bergbahnen nutzen die Betriebsbewilligung und Konzessionserneuerung der

Rothornbahn für die Vorbereitung eines Quantensprungs im Zentralschweizer Bergbahntourismus.

Mit einer Investition von rund 30 Mio. Franken will das Unternehmen das Skigebiet Rothorn neu

positionieren. Parallel dazu sind Investitionen im Skigebiet Dorf vorgesehen.

Doppelskilift in

Sörenberg.

Foto: Bergbahnen

Sörenberg AG

7/2010 MOUNTAINMANAGER

35


TECHNIK

NEUE BAHNEN

DOPPELMAYR/GARAVENTA:

Dem Himmel ein Stück näher

Mitte Dezember 2010 soll die neue Gaislachkoglbahn von DOPPELMAYR offiziell in Betrieb gestellt

werden. Die Bahn, die in 2 Sektionen von 1 363 m auf 3 040 m führt, kombiniert 2 Systeme und kann

mit einigen Superlativen aufwarten.

Talstation der

Gaislachkoglbahn.

Foto:

Architekturbüro

Obermoser

Technische Daten

Gaislachkoglbahn Neu

1. Sektion (1 363–2 174 m)

Seilbahnsystem: 8-er Einseilumlaufbahn

Höhendifferenz: 811 m

Länge: 2 040 m

Förderleistung: 3 600 P/h

Personen/Kabine: 8

Anzahl Kabinen: 107

Stützen: 13

Förderseildurchmesser: 56 mm

Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s

Fahrzeit: ca. 7 min

2. Sektion (2 176–3 040 m)

Seilbahnsystem: 3S Bahn

Höhendifferenz: 864 m

Länge: 1 978 m

Förderleistung: 1 400 P/h

Personen/Kabine: 30

Anzahl Kabinen: 9

Stützen: 3

Durchmesser Tragseile: 56 mm

Zugseil: 52 mm

Längstes Spannfeld: 1 200 m

Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s

Fahrzeit: ca. 6 min

MOUNTAINMANAGER 7/2010

36

Die Geschichte der Seilbahnen auf

den Gaislachkogl war schon immer

mit Rekorden verbunden. So wurde

1966 eine Pendelbahn gebaut, die

450 P/h befördern konnte und damals

die höchste Seilbahn Österreichs

war. 1988 wurde sie durch eine

Doppelseilumlaufbahn ersetzt,

die als größte und modernste Seilbahn

der Welt gehandelt wurde.

Mit dem Projekt „Gaislachkoglbahn

neu“ setzt man diese Geschichte

fort. Die erste Sektion der Gaislachkoglbahn

wird als 8er-Einseilumlaufbahn

geführt, die eine Beförderungskapazität

von 3 600 P/h aufweist

und damit einen neuen Weltrekord

aufstellt. Nach einer Fahrzeit

von rund 7 Minuten erreicht man

die Zwischenstation auf 2.174 m

Seehöhe, in der ein Systemwechsel

stattfindet. Die 2. Sektion ist nämlich

als 3S-Bahn konzipiert, die mit ihrer

Bergstation auf 3 040 m Seehöhe als

höchste Variante dieses Bahntyps

gilt. Gleichzeitig kommt für die

3S-Bahn ein Bergesystem zum Einsatz,

das weltweit einzigartig ist. In-

vestiert wurden insgesamt 38 Mio.

Euro.

Komfort –

Komfort – Komfort

Mit dieser Aussage bringt Jakob

Falkner, Geschäftsführer der Bergbahnen

Sölden, seine Erwartungen

an die neuen Bahnen auf den Punkt.

Die Bergbahnen Sölden profitieren

durch ihre Entscheidung, die 2. Sektion

als 3S-Bahn auszuführen, außerdem

von den umfangreichen

Vorzügen dieses Systems wie sehr

gute Windstabilität (bis 100 km/h),

geringe Fahrzeit und geringer Energieverbrauch,

große Förderleistung

sowie der Realisierung langer

Spannfelder. Mit 1 200 m ist denn

auch der längste Abschnitt am Beispiel

Gaislachkoglbahn zwischen 2

Stützen beachtlich.

Komfort bieten die Bergbahnen

Sölden ihren Gästen schon von Anfang

an. So erfolgt der Zugang zur

Talstation der 8EUB über Rolltreppen

und Aufzug, wobei barrierefreie

Ein- und Ausstiege für alle Be-


Technische Daten

Standseilbahn

„City Shuttle“

Anzahl Fahrzeuge: 2

Fahrzeugkapazität: 40 P

Nutzlast/Kabine: 4 000 kg

Schräge Länge: 267 m

Fahrbahnneigung: 23–32°

Haltestellen: 2

Kapazität/Fahrzeug: 400 P/h

Fahrzeit: ca. 3 min.

Geschwindigkeit : 2 m/s.

Höhe Tal: 1 350 m

Höhe Berg: 1 457 m

Höhendifferenz: 107 m

Investitionsvolumen: 4,5 Mio.

nutzergruppen wichtige Aspekte

bei der Planung waren. Die Stationen

wurden großzügig dimensioniert,

sodass sowohl Ein- als auch

Ausstieg im geraden Stationsbereich

erfolgen können. Ebenfalls aus

Komfort- und Sicherheitsgründen

wird in der Talstation die Bahngeschwindigkeit

der 8EUB auf 0,3 m/s

abgesenkt und damit im Vergleich

mit der Standardgeschwindigkeit

von 0,4 m/s in diesem Bereich

nochmals reduziert.

Die Architektur

Auch architektonisch setzt die Gaislachkoglbahn

Akzente. Gemeinsamer

Nenner der modernen Stationsgebäude,

die vom Architekturbüro

Johann Obermoser aus Innsbruck

entworfen wurden, ist die

harmonisch geschwungene Gebäudeform.

Im Inneren dominiert ein

Stahlskelett, das von einer Kunststoffhaut

überspannt wird. Auf diese

Weise wird ein helles und durchscheinendes

Raumkonzept verwirklicht,

das den Blick auf das Innere

freigibt. Da der gesamte Bergstationsbereich

auf Permafrost gegründet

ist, war hier eine besondere

Bautechnik gefragt. So wird die Station

auf einem computergesteuerten

Hydrauliksystem platziert, mit

DAS INFORMATIONSPORTAL

DER SEILBAHNBRANCHE IM INTERNET

dessen Hilfe Geländebewegungen

ausgeglichen werden. Ein Durchlüftungssystem

sorgt dafür, dass der

natürliche Untergrund stets „tiefgekühlt“

bleibt.

Weitere technische

Besonderheiten

Da auch die Stütze 3 im Bereich der

3S-Bahn auf Permafrost gründet

und damit Setzungen und Verschiebungen

des vereisten Bodens zu erwarten

sind, wurden die Fundamente

längs und quer zur Bahnachse um

jeweils 60 cm verschiebbar gebaut.

Zusätzlich sind die 6 Fundament-

Teile einzeln um bis zu 60 cm anhebbar.

Insgesamt sind die Dimensionen

der Stütze 3 als letzte vor der

Bergstation beachtlich. Die Höhe

beträgt 37,1 m, die Sattellänge 40,5

m und die Spur 11 m. Ihr Gesamtgewicht

beträgt 200 t, wobei sie Belastungen

bis 7 000 kN gewachsen ist

(reguläre EUB-Stützen ca. 180 kN).

Zum Einsatz kommen wird in der 2.

Sektion ein neuartiges Bergekonzept,

das eine „Evakuierung der

Bahn ohne Bergung“ möglich

macht. Fahrgäste müssen damit die

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Die Bergstation

der 3S-Bahn auf

3 040 m See -

höhe. Foto:

Architekturbüro

Obermoser

Kabinen nicht mehr verlassen. Erreicht wird das durch

zahlreiche Zusatzmaßnahmen wie z. B. einen 2. Notantrieb,

die einen redundanten Betrieb sicherstellen.

Noch mehr Investitionen

Die Gaislachkoglbahn bleibt nicht die einzige Investition,

die man in Sölden für den Winter 2010/11 realisiert.

So rückt das Anfängerareal „Innerwald“ mit

Hilfe eines Shuttlesystems näher an Sölden. Der

People Mover wird behindertengerecht ausgeführt

und stellt eine Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr

dar. Die Streckenlänge beträgt 267 m, die Transportkapazität

400 P/h. Der Höhenunterschied zwischen

Berg- und Talstation beträgt 107 m und wird in

nur 3 Minuten zurückgelegt. Investiert werden rund

4,5 Mio. Euro. Gebaut wurde außerdem ein neuer

Speicherteich „Panorama“ auf 2 919 m Seehöhe, der

damit der höchstgelegene Speichersee Tirols ist. Sein

Fassungsvolumen beträgt 405 000 m 3 , die Tiefe 17 m.

Die Wasseroberfläche beträgt beachtliche 35 000 m 2 .

Investiert wurden rund 9 Mio. Euro. Und auch der Zugang

ins Skigebiet wird in der kommenden Wintersaison

um eine Variante ergänzt. Dann hat der Gast die

Möglichkeit, Skitickets einfach und bequem via Internet

zu bestellen. Nach der Bezahlung mit Kreditkarte

erhält man einen 6-stelligen alphanumerischen Code

per Mail, mit dem dann die bezahlten Tickets an den

Abholautomaten in Sölden, an allen Kassen und bei

den über 70 Verkaufsstellen im Ötztal abgeholt werden

können.

V. r.: Jakob Falkner, Geschäftsführer

Bergbahnen Sölden, Oliver Schwarz,

Direktor Ötztal Tourismus, Johann

Obermoser, Architekturbüro Obermoser

arch-omo zt gmbh, und Ekkehard

Assmann, Doppelmayr Seilbahnen

GmbH, präsentieren Wissenswertes

rund um das Projekt „Gaislachkoglbahn“.

Foto: dwl

7/2010 MOUNTAINMANAGER

37


TECHNIK

NEUE BAHNEN

MOUNTAINMANAGER 7/2010

38

LST Loipolder:

Erfolg durch Kompetenz

und Kundennähe

2010 ist für LST Loipolder wieder ein gutes Jahr mit

interessanten Aufträgen aus vielen Ländern der Welt.

Technische Daten

Doppelsessel Garmisch-Partenkirchen

Schräge Länge: 582 m

Förderleistung: 500 P/h

Position Antrieb: Tal

Position Spannanlage: Tal

Anzahl Stützen: 6

Die wirtschaftlich schwierigen Zeiten

der letzten 2 Jahre haben auch

vor der Seilbahnbranche nicht Halt

gemacht. Dennoch konnte die LST

Loipolder GmbH einen guten Auftragseingang

verzeichnen. So ist

das Unternehmen, das bisher schon

immer gut am heimischen Markt

und im skandinavischen Raum verankert

war, auch verstärkt in Übersee

vertreten. Besonders erfreulich

an dieser Entwicklung ist, dass viele

Interessenten von sich aus den Weg

zum Unternehmen finden, weil sich

die hohe Kompetenz von LST

Loipolder herumgesprochen hat.

Bügel-Lift

Tauplitz.

Doppelsessellift Garmisch Partenkirchen.

Fotos und Grafiken: LST Loipolder

Auch im südlichen Nachbarland Österreich

ist das Know-how aus Bayern

gefragt. So wurde in Tauplitz für

die Saison 2010/11 ein neuer Bügel-

Lift gebaut. Er fungiert als Zubringer

zur Bergstation der neuen 8er-Einseilumlaufbahn,

die für die kommende

Wintersaison realisiert wird.

Ein bestehender Schlepplift in diesem

Bereich konnte die Aufgaben

aufgrund seiner Position nicht zufriedenstellend

erfüllen, sodass er

abgebaut und durch den Loipolder-

Lift ersetzt wurde.

In Österreich ist LST Loipolder nun

auch direkt durch den Seilbahn-

Technische Daten SL Tauplitz

Schräge Länge: 304 m

Förderleistung: 1 200 P/h

Position Antrieb: Tal

Position Spannanlage: Tal

Anzahl Stützen: 3


und Maschinenhandel Gerald Wodl

vertreten, sodass die Wege zu den

einzelnen Skigebieten kurz gehalten

werden können. Durch die

gemeinsamen Aktivitäten möchte

LST Loipolder den österreichischen

Markt in Zukunft auch verstärkt bedienen.

Erfolge am

heimischen Markt

In Garmisch Partenkirchen konnte

Loipolder in den letzten Jahren

hauptsächlich Wartungsaufträge für

sich verbuchen. Im Rahmen der Investitionen

für die Alpine Ski WM

2011 erhielt man jetzt von der Gemeinde

erstmals den Auftrag zum

Bau eines fixgeklemmten Doppelsessellifts.

Mit seiner Hilfe wird ein Schlepplift

im Bereich des Slalomhanges ersetzt,

der den Anforderungen nicht

mehr gerecht werden konnte. Der

Doppelsessellift wird für den Transport

der Sportler zum Wettkampf

benötigt und soll nach der WM den

leichten Zugang für Trainingsfahrten

ermöglichen. Der Lift führt über

steiles Gelände, sodass bei den Bauarbeiten

entsprechendes Fingerspitzengefühl

und Know-how gefragt

ist. Fertig sein wird der Sessellift im

November.

Für das Skigebiet Winterberg war

LST Loipolder seit der Firmengründung

vor 20 Jahren immer wieder

aktiv. Umso mehr freut man sich,

dass man auch dieses Jahr den Auftrag

für die Umrüstung eines fixgeklemmten

4er-Sesselliftes auf eine

kuppelbare Anlage erhalten hat.

Ausschlaggebend für die Entscheidung

des Auftraggebers war, den

Komfort für die vielen Skianfänger

zu erhöhen und gleichzeitig die Förderleistung

auf den Berg zu steigern.

Erhalten bleiben nach sorgfältiger

Prüfung Seil, Stützen, Spannanlage,

Seilscheiben und Bremsanlage,

neu hinzu kommen hingegen alle

Komponenten für die Kuppeltechnik

sowie neuer Antriebsstrang,

Steuerung, Sessel und Kuppelklemmen.

Die Arbeiten sollen bis Saisonbeginn

2010/11 abgeschlossen

sein.

Erlebnis Korea

Ein besonderes Highlight stellen

für LST Loipolder zwei Gruppen-

Umlaufbahnen dar, die für einen

staatlich geförderten Freizeitpark

in Süd-Korea realisiert werden. Mit

einer der Bahnen werden die Fußgänger

auf eine Aussichtsplattform

transportiert, mit dem zweiten

System auf der anderen Seite

wieder ins Tal befördert. Verbunden

werden auf diese Weise zwei

bisher getrennte Bereiche des Freizeitparks.

Realisiert wird einmal eine 6er- und

zum anderen eine 8er-Gruppen-

Umlaufbahn. Die Herausforderung

bei diesen Arbeiten liegt in den Besonderheiten

der Umgebung. So

führen die Bahnen über einen geschützten

Baumbestand, der durch

die Arbeiten nicht in Mitleidenschaft

gezogen werden darf. Dazu

sind zwar Transportaufgaben mit

dem Helikopter zulässig, nicht aber

das eigentliche Setzen der Stützen.

Vor diesem Hintergrund sind Knowhow,

Engagement und gute Ideen

von LST Loipolder und seinem koreanischen

Partner gleichermaßen

gefragt. Abschließen will man die

Arbeiten im März 2011.

4er-Sesselbahn Winterberg/Sauerland.

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Technische Daten

Umbau 4er-Sessellift zur Kuppelbahn

Schräge Länge: 451 m

Förderleistung: 2 400 P/h

Position Antrieb: Tal

Position Spannanlage: Berg

Anzahl Stützen: 7

Gruppen-Umlaufbahn Tae-Baek Korea.

Technische Daten Gruppen-

Umlaufbahnen Tae-Baek Süd-Korea

2x2x6 GUB 2x3x8 GUB

Schräge Länge: 593 m 828 m

Förderleistung. 250 P/h 400 P/h

Position Antrieb: Tal Tal

Position Spannanlage: Tal Tal

Anzahl Stützen: 6 7

7/2010 MOUNTAINMANAGER

39


TECHNIK

NEUE BAHNEN

DOPPELMAYR Italia Srl/DCC:

In 3 Minuten von Tronchetto

zum Piazzale Roma

Wer an Venedig denkt, erwartet Gondeln

und Vaporetti als traditionelle Verkehrs -

träger sowie Bus, Bahn, Flugzeug oder

Autos als moderne Zubringer. Seit einigen

Monaten findet man hier mit dem Cable

Liner zusätzlich ein innovatives Verkehrssystem,

das auf ganz spezielle Weise

Tradition mit Moderne verbindet und

gleichzeitig Maßstäbe in der Personen -

beförderung setzt.

MOUNTAINMANAGER 7/2010

40

Neues Verkehrssystem für Venedig: Der Cable Liner von DOPPELMAYR überquert

die Brücke „Canale Columbuola“. Foto: DOPPELMAYR

Die Verkehrssituation im Zentrum

von Venedig unterscheidet sich

zwar durch das Fehlen jeglichen Autoverkehrs

grundsätzlich von vielen

anderen europäischen Metropolen,

doch ist hier das hohe Verkehrsaufkommen

zur Lagunenstadt schon

seit längerem zum Problem geworden.

Immerhin strömen jeden Tag

Tausende Menschen von den Außenbezirken

ins Zentrum zur Arbeit,

dazu kommen jährlich Millionen an

Touristen.

Um die Verkehrsströme zu entflechten,

setzen die Verantwortlichen der

Stadt auf ein neues Verkehrssystem.

So erteilte die Stadt Venedig, die

Azienda Servizi Mobilità Venezia

Spa, den Auftrag zum Bau eines

Cable Liner Systems, das bei den

Einheimischen als „People Mover“

zum Begriff geworden ist. Die Planung

wurde dem Studio Coccoas-

sociato/Trient übertragen, die Bauarbeiten

wurden der Bietergemeinschaft

DOPPELMAYR Italia Srl (in Kooperation

mit DCC), SACAIM Spa

und SICOP Srl anvertraut. Mit den

Bauarbeiten wurde 2007 begonnen.

Das Investitionsvolumen betrug

rund 20 Mio. Euro.

Modern und

umweltfreundlich

Der Cable Liner verbindet die künstlich

errichtete „Isola del Tronchetto“,

auf der sich Parkhäuser, Dienstleistungs-

und Bürozentren befinden,

mit dem „Piazzale Roma“ in

Venedig, der als Knotenpunkt zum

Erreichen der Innenstadt gilt. Die

Strecke ist 832 m lang und wird aufgrund

der Platzverhältnisse einspurig

geführt.

Für die Station Tronchetto wurden

die Bauarbeiten im April 2008 mit


dem Abbruch einer bestehenden

Markthalle begonnen. In der Folge

wurden für diese Station ein übersichtlich

gestalteter Zugangsbereich

sowie technische Räumlichkeiten

gebaut, in denen u. a. der Kommandobereich,

die Steuerschränke

sowie der Antrieb Platz finden.

Im Kommandoraum wird das Steuerpult

für Haupt- und Notantrieb

bedient. Dazu findet man hier einen

Bildschirm für die Systemüberwachung

SCADA und 3 Bildschirme für

die Videoüberwachung. Die Steuerung

stammt von Siemens und ist

für einen vollautomatischen Betrieb

des Systems ausgelegt.

Der Antrieb erfolgt mit Hilfe zweier

Elektromotoren von Siemens mit einer

Leistung von jeweils 460 kW und

2 Stirnradgetrieben (2 x 200 kNm).

Der elektrohydraulische Notantrieb

hat eine Leistung von 105 kW. Die

maximale Fahrgeschwindigkeit mit

dem Hauptantrieb beträgt 8 m/s.,

jene mit dem Notantrieb 1 m/s. Befördert

werden können mit dem

Cable Liner 3 000 P/h und Richtung.

Die Bremsanlage besteht aus zwei

pneumatischen Betriebsbremsen

und 2 pneumatischen Sicherheitsbremsen

mit Bremskraftregelung.

Zusätzlich wurde in der Station

„Tronchetto“ noch eine Waschanlage

für die Fahrzeuge realisiert. Die

Wasseraufbereitung erfolgt um-

TECHNIK

NEUE BAHNEN

weltfreundlich mit Hilfe einer Osmose-Anlage.

Mit den Bauarbeiten der Mittelstation

„Marittima“ wurde Anfang 2008

begonnen, abgeschlossen waren sie

im Juni 2009. Hier wurde die Ausweiche

für das einspurige Cable Liner

System platziert. Außerdem befinden

sich vor Ort der Zugang zum

Hafen und im Zwischendeck der Zugangsbereich

zum geplanten Handelszentrum.

Mit den Bauarbeiten zur Station

Piazzale Roma wurde im August

2007 begonnen. Im Juni des folgenden

Jahres mussten sie teilweise eingestellt

werden, weil Wasserrohrleitungen

gefunden wurden, die in

Mittelstation

„Marittima“ mit

Abt’scher Weiche.

Fotos: dwl

Station „Isola

del Tronchetto.

7/2010 MOUNTAINMANAGER

41


TECHNIK

NEUE BAHNEN

Ekkehard

Assmann, Leiter

Marketing und

Öffent -

lichkeitsarbeit

DOPPELMAYR,

und Thomas

Pichler, Vertriebsleiter

DOPPELMAYR

Italia, präsentierten

den Cable

Liner in Venedig.

MOUNTAINMANAGER 7/2010

42

keiner Karte verzeichnet gewesen

waren. Im Mai 2009 konnte dann

wieder voll gearbeitet werden. Eine

weitere Verzögerung ergab sich außerdem

aus dem Fund eines alten

Friedhofs in der Nähe der ehemaligen

Kirche S. Andrea und den daraus

resultierenden archäologischen

Technische Daten

Cable Liner Shuttle Venedig

Horizontale Länge: 831,98 m

Fassungsvermögen des Zuges: 2 x 200 P

Aufbau des Zuges: 4 Fahrzeuge

Gewicht des beladenen Zuges. 38 000 kg

Maximale Fahrgeschwindigkeit mit Hauptantrieb: 8 m/s.

Fahrgeschwindigkeit mit Notantrieb: 1 m/s.

Fahrzeit (inklusive Halt Mittelstation): 3 min.

(Haltezeit in der Station 2x 30 s.)

Maximale Förderleistung pro Fahrtrichtung: 3 000 P/h

Leistung des Hauptmotors: 2 x 460 kW

Durchmesser Zugseil, 6-litzig: 42 mm

Spurweite zwischen den Schienen: 1 220 mm

Schienenprofil: HEA 220

Stromschiene für Fahrzeug: 400 V

Grabungsarbeiten. Abgeschlossen

wurden die Arbeiten schließlich Ende

2009.

In der Station Piazzale Roma befindet

sich ein großzügig gestaltetes

Zugangsareal mit automatischer Ticketausgabe

und Warteraum, wobei

der Abfahrtsbereich des Cable Liners

mit Rolltreppen oder einem Aufzug

erreicht wird. Von den technischen

Komponenten wurden hier die mechanische

Spannanlage sowie eine

Umlenkseilscheibe untergebracht.

Da der Cable Liner im Bereich der

Piazzale Roma direkt neben Wohnbauten

verläuft, war die Lärmentwicklung

ein besonders heikles Thema.

Die Vorgaben in der Ausschreibung

besagten, dass ein Wert von

72 dBA im Mittel nicht überschritten

werden durfte. Diese Anforderung

konnte von DOPPELMAYR ohne

Probleme eingehalten und durch

differenzierte Messungen auch entsprechend

bewiesen werden.

Die Stationsüberdachungen wurden

allesamt als augenfällige Fach-

werkstruktur mit Glaselementen

ausgeführt. Ihr Design stammt genauso

wie jenes der Brücken „Canale

Columbuola“ und „Santa Chiara“

vom venezianischen Architekten

Francesco Cocco. Von den beiden

Brückenbauwerken sticht besonders

die „Canale Columbuola“ ins

Auge, die 168 m lang ist und eine

Spannweite von 84 m über den Kanal

hat. Sie wurde in vier Teilstücken

realisiert und vor Ort verschweißt.

Die fertige Konstruktion erinnert,

wie auch der Name besagt, an die

Form einer Taube.

Tragkonstruktion

und Wagen

Die Stahlschienen, auf denen der

Cable Liner läuft, werden im Durchschnitt

5 bis 7 m über dem Boden

geführt. Für die Tragkonstruktion

kommen Träger des Typs IPE 500

zum Einsatz, die feuerverzinkt,

grundiert und danach mit einem

Deckanstrich aus Acrylfarbe (RAL

9002) versehen wurden. Das Gesamtgewicht

der Tragstruktur mit

Stützen beträgt rund 1 800 t. Die

Schienenkonstruktion besteht aus

HEA 220 Stahlträgern mit hochwertigem

Korrosionsschutz. Gezogen

wird der Cable Liner mit Hilfe eines

6-litzigen Fatzer-Seils des Typs „Performa

kompaktiert“ mit einem

Durchmesser von 42 mm (Seilgewicht

6,40 kg/m, Festigkeitsklasse

1 860 N/mm), das über 2 x 40

schräge Seilrollen mit einem Durchmesser

von jeweils 400 mm sowie 2

x 108 vertikale Seilrollen, ebenfalls

mit einem Durchmesser von 400

mm, geführt wird. Für den großzügig

dimensionierten Seildurchmesser

von 42 mm hat man sich entschieden,

um trotz eines zügigen

Einfahrens in die Stationen Pendelbewegungen

des Zuges beim Stehenbleiben

zu vermeiden.

Die Züge, die aus jeweils 4 Fahrzeugen

bestehen, wurden von CWA gebaut.

Bei den Wagen handelt es sich

um Varianten mit selbsttragendem

Rahmen und einer Karosserie aus

Aluminium, die 200 Personen

(4x50) bequem Platz bieten. Die Innenausstattung

wurde nach Kundenwunsch

gefertigt und behindertengerecht

ausgeführt. Die Wagen

verfügen über eine Brandmeldeanlage,

eine Klimaanlage, eine ansprechende

Beleuchtung, eine Gegen-


sprechanlage sowie je 1 Überwachungskamera

in den Fahrzeugabteilen

und eine weitere Kamera am

Ende des Zuges. Die großzügig dimensionierten

automatischen Fahrzeugtüren

können im Notfall mit einer

Notentriegelung geöffnet werden.

Ein abgetrennter Bereich steht

für die Elektrosteuerung und das

Hydraulikaggregat der Schienenbremse

zur Verfügung. Bei der

Schienenbremse am Fahrzeug/

Fangbremse handelt es sich um eine

hydraulische Negativbremse, wobei

die Bremsbacken direkt auf die

Schiene wirken. Die Stromversorgung

der Fahrzeuge erfolgt über eine

Stromschiene von Vahle (400 V),

die entlang der Strecke geführt

wird.

Verfügbarkeit

Hatte man bisher für die Strecke Isola

del Tronchetto/Piazzale Roma zu

Fuß rund 23 Minuten gebraucht,

hat sich die Zeit mit Hilfe des Cable

Liners nun auf nur 3 Minuten Fahrtdauer

verkürzt. In Betrieb ist das System

von 6 bis 23 Uhr, wobei die vorhandenen

Kapazitäten im Moment

nur zu rund einem Drittel genutzt

werden. Gerechnet wird in absehbarer

Zeit allerdings mit rund 15

Mio. Fahrgästen jährlich. dwl

Nach Projekten in Caracas/Venezuela, Las Vegas/USA, Birmingham/GB,

Mexiko-Stadt/Mexiko, Toronto/Kanada, Venedig/Italien und Doha/

Qatar hat Doppelmayr Cable Car/ DCC den Zuschlag für die Errichtung

eines Nahverkehrssystems in Oakland/Kalifornien, USA erhalten. Das

System ist integrierter Teil des San Francisco Bay Area Rapid Transit Systems

(BART) und verbindet den Internationalen Flughafen von Oakland

mit der Coliseum Bahnstation, einem Verkehrsknotenpunkt der Stadt

Oakland. In Zusammenarbeit mit dem für den Bau zuständigen Konsortium

Flatiron/Parsons errichtet DCC ein 5,1 km langes System mit einem

Gesamtauftragsvolumen von 265 Mio. Euro. Der seilbahntechnische

Auftragsanteil von DCC beläuft sich auf 122 Mio. Euro.

Das Cable Liner Pinched Loop System mit einer Streckenlänge von 5,1

km, und einer Kapazität von knapp 1 500 P/h und Richtung verkehrt

mit einer Maximalgeschwindigkeit von 50 km/h (14 m/s). Das System

besteht aus insgesamt vier Zügen mit jeweils drei Fahrzeugen und 158

Personen Fassungsvermögen und wird das Rückgrat des sogenannten

Oakland Hegenberger Korridors sein. Die Fahrzeit wird rund 10,5 min.

betragen.

Der Baubeginn ist für Ende 2010, die Fertigstellung sowie Inbetriebnahme

für 2014 geplant. Zudem erhielt DCC den Zuschlag für den Betrieb

der Anlage für 20 Jahre mit einem Auftragswert von 100 Mio.

USD.

Bei der Auftragsvergabe konnte das DCC-System insbesondere durch

die einfache und bewährte Technologie, die Wirtschaftlichkeit und die

FLUGHAFEN OAKLAND BEKOMMT CABLE LINER

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Umweltverträglichkeit punkten und sich gegen starken internationalen

Wettbewerb durchsetzen. Dazu Dipl.-Ing. Stephan Wabnegger, GF

DCC: „Der Zuschlag für das Projekt in Oakland ist für uns der Vertrauensbeweis

des Kunden, dass unsere Technologie reif für den urbanen

Verkehr ist. Bei unseren seilgezogenen Systemen bemerkt der Benutzer

keinen Unterschied zu wesentlich teureren Anlagen. Der Besitzer hingegen

profitiert von der Sicherheit, der Verlässlichkeit, den niederen

Kosten und den geringen Wartungskosten.“

Die Streckenlänge des Cable Liner Systems für Oakland beträgt

5 100 m. Foto: DCC

Der Antrieb hat

eine Leistung

von 2 x 460 kW.

Blick in den

Kommandoraum.

7/2010 MOUNTAINMANAGER

43


MANAGEMENT

Johannes Sutter, Luftseilbahn Reigoldswil-Wasserfallen

Wie positioniert sich die einzige als

Stiftung firmierende Bergbahn?

Johannes Sutter, ein „gelernter“ Jurist

und Geschäftsführer des Ingenieur-

und Planungsbüros Sutter AG aus

Arboldswil (CH) begleitete 2006 als

Projektleiter den Neubau der Wasserfallenbahn

im Baselbieter Jura. Prompt

wurde ihm die Geschäftsführung der

Stiftung Luftseilbahn Reigoldswil-

Wasserfallen im Nebenamt angetragen

und Sutter, der – obwohl „Flachländler“

– schon seit seinen Schulferien

in Flims eine Affinität zu Bergbahnen

entwickelt hatte, willigte ein. Welche

Besonderheiten die Wasserfallenbahn

im Vergleich mit Bergbahnen im

Alpenraum aufweist und wie sie mit

den Herausforderungen umgeht, war

der Fokus des 75. MM-Interviews.

MOUNTAINMANAGER 7/2010

44

Interviewpartner

Johannes Sutter,

Geschäftsführ der

Stiftung Luftseilbahn

Reigoldswil-

Wasserfallen und

Geschäftsführer

des Ingenieur- und

Planungsbüros

Sutter AG

Arboldswil.

Fotos: Sutter AG

SERIE: 75

Die neuer 6er-Gondelbahn wurde 2006 errichtet und bedingte die Konzipierung

neuer Freizeiteinrichtungen.

MM-Frage: „Als Quereinsteiger in

diese Branche einerseits und als Jurist

bzw. Geschäftsführer eines Planungsbüros

andererseits haben Sie

sicher eine besondere Sicht der Bergbahnrealität.

Wie stellt sich diese für

Sie im Allgemeinen dar – und wie im

Besonderen?“

Johannes Sutter:

„Ich empfinde die Bergbahnbranche

als höchst interessant und vielseitig.

Zahlreiche betriebswirtschaftliche

Teildisziplinen gelangen zur Anwendung.

Damit eng verbunden ist die

Technik, sei es im täglichen operativen

Geschäft (Stichworte Betriebssicherheit

und Sicherheit von Gästen

und Personal), aber auch in strategischer

Hinsicht (Stichworte Lebensdauer,

Unterhaltsplanung, technische

Möglichkeiten). Tägliche Herausforderung

ist es, nebst der Leitung

des operativen Geschäfts die

strategischen, ja nachgerade visionären

Überlegungen nicht auf der Strecke

zu belassen. Hier kommt mir

meine Grundausbildung als Jurist

zugute – Juristen neigen bekanntlich

dazu, sich stellende Herausforderungen

systematisch durchdacht anzugehen.

Und gerade im Kontakt mit

Behörden, Grundeigentümern usw.

erweist es sich keineswegs als Nachteil,

in der Juristerei geübt zu sein.

Im Besonderen ist es so, dass die

Wasserfallenbahn im Vergleich mit

Bergbahnen im Alpenraum einige

Be sonderheiten aufweist, welche die

Tätigkeit aber erst recht reizvoll machen.“

MM-Frage: „Schildern Sie kurz die

Geschichte der Luftseilbahn Reigoldswil-Wasserfallen

sowie geplante

Modernisierungsmaßnahmen und

auf Eis gelegte Projekte.“


Sutter:

„Im Jahre 1956 waren im Baselbieter

Jura Pioniere am Werk, die eine

„Müller-Gondelbahn“ erstellt haben.

Beispielsweise wurden die

Stützen damals noch mit Traktor

und Wagen mühselig an ihre Standorte

transportiert. Mitte der 90er

Jahre entließ die damalige Besitzerin,

die Autobus AG Liestal, die Bahn

als Stiftung in die Selbständigkeit.

Bereits 2003 indessen zeigte sich,

dass eine Verlängerung der Betriebsbewilligung

über 2006 hinaus

nicht realistisch war. Die Stiftung

schickte sich an, für CHF 11 Mio. eine

neue 6er-Einseilumlaufbahn zu

planen. Dabei sollte die Streckenführung

von der bisherigen Bergstation

,Wasserfallen‘ auf den Vogelberg

verlängert werden. Damit hätte

ein Punkt erreicht werden können,

der Ausgangspunkt für viele

zusätzliche Wanderstrecken gewesen

wäre. Doch das fehlende Einverständnis

einer Grundeigentümerin,

Widerstände seitens der Umweltverbände

und einer lokalen Gruppierung

sowie fehlende Mittel verunmöglichten

die Umsetzung dieser

Vision. Stattdessen war den Verantwortlichen

damals schon klar, dass

mit der neuen Bahn (auf der bisherigen

Streckenführung) zusätzliche

Freizeiteinrichtungen zu konzipieren

sind. Ziel und Zweck der Stiftung

ist es nämlich, den langfristigen

Fortbestand der Wasserfallenbahn

zu sichern.“

MM-Frage: „Die Wasserfallenbahn

charakterisiert sich durch einige Eigenheiten

(wie z. B. die Rechtsform

Stiftung, Fanclub, Finanzierung

Neubau, Naturschutz etc). Wollen

Sie uns diese bitte näher beschreiben?“

Sutter:

„Ermöglicht wurde der Bau der neuen

Bahn dank einer Spenden- und

Sponsoringkampagne, die Ihresgleichen

sucht: mit öffentlichen Beiträgen,

Spenden und Sponsoring

konnten 80 % der gesamten Investitionskosten

finanziert werden. Die

Bandbreite reichte dabei von einem

Beitrag von mehreren Millionen

(Kanton Basel-Landschaft) bis hin

zur Seniorin, die mit einem Einzahlungsschein

CHF 5.– überwies. Bereits

Mitte der 90er Jahre hat sich

der sogenannte ,Bähnli-Club‘ formiert.

Dieser Unterstützungs- und

Fanclub unserer Bahn weist fast 400

Mitglieder auf. Der Club unterstützt

mit seinen Mitteln Investitionen der

Stiftung – beispielsweise für das Gesamtbild

wichtige Maßnahmen ohne

direkten Payback. Der Club hat

aber auch bei der Finanzierung des

Bahnneubaus eine wichtige Rolle

gespielt. Sodann hat er während

mehreren Jahren die Wirtschaft bei

der Bergstation in Eigenregie betrieben.

Der Status der Stiftung – meines

Wissens die einzige Bergbahn in

der Schweiz, die als Stiftung ,geschäftet‘

– rührt daher, dass die

Bahn in den 90er Jahren, aber auch

rund um den Neubau 2006, mit öffentlichen

Geldern und privaten

Spenden alimentiert wurde. Die

Bahn wurde gewissermaßen der Öffentlichkeit

gestiftet. Auf der einen

Seite verpflichtet dieser Status. Auf

der anderen Seite ist es aber auch

so, dass die Stiftung über absolute

unternehmerische Handlungsfreiheit

verfügt – und von dieser auch

MANAGEMENT

Im Juni 2010 konnte der Waldseilpark eröffnet werden –

mit dem Resultat, dass die Sommerfrequenzen hinterher

explodiert sind.

Seilbahnsteuerungen für höchste Ansprüche

Auf Seilbahnsteuerungen und -antriebe von

FREY AG STANS vertrauen weltweit viele bekannte

Tourismus- und Sportregionen. Denn zwischen

Himmel und Erde überlassen wir nichts dem Zufall.

Seit 1966 haben wir weltweit hunderte Projekte

realisiert. Auf jedes einzelne Werk sind wir stolz.

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7/2010 MOUNTAINMANAGER

45


MANAGEMENT

Der Betrieb

einer Trotti-Bike-

Strecke gehört

seit Jahren zum

Freizeitangebot

der Wasser -

fallenbahn.

MOUNTAINMANAGER 7/2010

46

Gebrauch macht. Am Rande sei erwähnt,

dass der Status als Stiftung

bisweilen eigenartige Blüten treibt.

So kommt es vor, dass Gäste sich

Rechte herausnehmen wollen, die

den Betriebsbestimmungen widersprechen

– mit der Begründung, die

Bahn gehöre ja allen Steuerzahlerinnen

und Steuerzahlern…“

Erwähnenswert ist schließlich, dass

der überwiegende Teil des Wasserfallengebiets

unter Naturschutz

steht. Die Entwicklung von Freizeiteinrichtungen

ist aufgrund dessen

der Naturnähe und Nachhaltigkeit

verpflichtet. Dies darf aber nicht als

Nachteil gesehen werden. Denn ohnehin

besucht uns ein wesentliches

Kundensegment, die Wanderer,

eben gerade wegen der intakten

Natur und Landschaft.“

MM-Frage: „Welche Positionierung

kann eine Seilbahn im Kanton Baselland

im Jura erfolgreich anstreben?

Mit welchen speziellen Gegebenheiten

hat man es zu tun, worauf ist zu

achten?“

Sutter:

„Die Bahn liegt in einem Höhenbereich

(550–950 m.ü.M.), der die

Budgetierung von Einnahmen aus

dem Wintersport nicht eben einfach

gestaltet. Die beiden Skilifte auf der

Wasserfalle wurden anfangs der

90er Jahre aus wirtschaftlichen

Gründen abgebrochen. Die Hauptsaison

dauert bei uns von Juni bis

Oktober. Wir sind eine klassische

Ausflugsbahn, die vor allem von

Gästen aus der Nordwestschweiz,

dem französischen Elsass und dem

deutschen Südbaden frequentiert

wird. Insofern stehen wir mit Ausflugsgebieten

im Schwarzwald und

im Elsass in direkter Konkurrenz. Un-

sere Bahn profitiert indessen von ihrer

Einmaligkeit in der Region. Wir

werden von vielen Gästen besucht,

die keinen Bezug zu den Alpen und

sonst keine Gelegenheit haben, eine

Gondelbahn zu benützen. Ausgerichtet

sind wir traditionellerweise

auf das Kundensegment der Familien,

Senioren und Gruppenreisenden,

die in wunderschöner Landschaft

und intakter Natur wandern.

Derzeit positionieren wir uns ergänzend

(und bislang sehr erfolgreich)

im Markt des Erlebnistourismus.

Dies indessen nicht, ohne die

Stammgästegruppe – die Wanderer

und Spaziergänger – zu vergraulen

und zu vertreiben. Eine Überlegung,

die manche Alpenregion meines Erachtens

zu wenig macht, ist bei uns

das Thema: die Verträglichkeit der

Kundengruppen untereinander!“

MM-Frage: „Eure Freizeitangebote

haben sich ausgeweitet und sollen

noch mehr expandieren. Wie sieht

das Spektrum derzeit aus und wie

wird es weitergehen?“

Sutter:

„Bereits 2005 war dem Stiftungsrat,

der strategischen Führung der Unternehmung,

klar, dass mit dem

schlichten Transport von Wanderern,

dem Vermieten von Rodeln an

ein paar schneereichen Tagen im

Winter und dem Betreiben einer

Trotti-Bike-Strecke das langfristige

Überleben der Bahn nicht sichergestellt

ist. Er hat damals das Entwicklungskonzept

,Wasserfallen Plus‘ initialisiert.

Im Jahre 2008 habe ich zu

dessen Umsetzung dem Stiftungsrat

konkrete Vorschläge unterbreitet.

Ein erster Umsetzungsschritt

wurde bereits gemacht. Im Juni

2010 haben wir nach fünfmonati-

ger Bewilligungsverfahrens- und

fünfwöchiger Bauzeit einen Waldseilpark

eröffnet. Mit dem Resultat,

dass unsere Sommerfrequenzen

nachgerade explodiert sind und der

neue Waldseilpark praktisch andauernd

ausgebucht war – was den Bedarf

an Freizeiteinrichtungen, die in

die Landschaft passen, eindrücklich

manifestiert. Weitere Projektschritte

sehen vor, einen speziellen Familienerlebnisweg

,Wassi‘, einen Familienspielplatz

,Elements Park‘, einen

Geschichte(n)weg für Senioren sowie

die Erweiterung des Waldseilparks

für Kinder zu realisieren.“

MM-Frage: „Welchen Effekt soll

das verstärkte Freizeitangebot – vor

allem der neue Waldseilpark – auf

die Bahnfrequenzen haben?“

Sutter:

„Der neue Waldseilpark, aber auch

die noch folgenden Angebote, sollen

der Bahn insgesamt zu zusätzlichen

Frequenzen verhelfen. Vor allem

möchten wir die Auslastung an

bislang frequenzschwachen Zeiten

– Vorsaison, schlechte Witterung,

werktags – verbessern. Wie die zu

Ende gegangene Sommersaison gezeigt

hat, ist dies sehr gut gelungen.

Es fand eine deutliche Belebung des

Gebietes unter der Woche statt.

Und vor allem dank vielen Gruppenbuchungen

waren wir auch bei

schlechter Witterung gut ausgelastet.

Zu erwähnen bleibt, dass ein

Wachstum an Wochenenden ohnehin

an Grenzen stoßen würde: einerseits

an Kapazitätsgrenzen der

Bahn (bei einer Förderleistung von

650 Pers./h), wie aber auch an Kapazitätsengpässe

beim Parkplatzangebot.

Quantitatives Wachstum

streben wir deshalb in besagten bisherigen

frequenzschwachen Perioden

an.“

MM-Frage: „Wie sieht die Verteilung

Sommer- zu Wintergeschäft

aus? Kann man das Gebiet auch für

Skilauf nutzen – bzw. als ,Breeder‘-Station

für Anfänger aus den Agglomerationen–

oder nur für alternative

Sportarten wie Rodeln, Schneeschuhwandern

etc.?“


Sutter:

„Wie erwähnt, bestehen keine Skilifte

mehr. Die Strecke von Berg- zu

Talstation wird als Rodelbahn genutzt.

Da die schneereichen Tage in

unserem Breitengrad und auf unserer

Höhe selten sind, werden diese

dafür umso exzessiver genutzt. An

solchen Wochenendtagen stehen

Rodelgäste bei uns auch mal zweieinhalb

Stunden für eine Bergfahrt

an. Wir möchten indessen das Wintergeschäft

beleben. Einerseits mit

einer deutlich verbesserten Zusammenarbeit

unter den Gastbetrieben

im Gebiet, die diesen Winter erstmals

greift: Vollmondrodeln mit

speziellen Angeboten der Bergwirtschaften

und Fondueabende werden

hoffentlich für Betrieb auf und

an der Wasserfalle sorgen. Im Köcher

für übernächste Wintersaison

haben wir zudem ein Projekt, das eine

Aufstiegshilfe für Familien mit

Kindern auf dem Berg vorsieht. Mit

einem Förderband oder einem kleinen

Skilift möchten wir den Umstand

nutzen, dass im Tal sehr selten,

auf dem Berg hingegen häufig

genug Schnee liegt, damit Kinder

mit allem was rutscht die Hänge befahren

können. Von einer eigentlichen

,Breeder“-Station würde ich in

diesem Zusammenhang indessen

nicht reden.“

MM-Frage: „Wie sieht die Zusammenarbeit

mit dem Tourismusbüro

der Region Wasserfallen aus, welche

Ziele werden hier gesetzt? Welche Be-

deutung hat die Bahn für den regionalen

Tourismus?“

Sutter:

„Im Auftrag der beteiligten Gemeinden

bzw. des von diesen gegründeten

Trägervereins hat unsere Stiftung

das Tourismusbüro selbst aufgebaut.

Die ,Region Wasserfallen – das Juraparadies‘

soll die wunderbare Juralandschaft

um die Wasserfalle herum vom

Tourismus profitieren lassen. Die Gemeinden

sollen einen Teil des Aufwandes,

den sie für Ausflugsgäste

heute schon treiben, über die Gewerbebetriebe

zurück erhalten. Den Gästen

ihrerseits soll ein vielfältiges Angebot

unter dem Motto ,Schätze entdecken‘

zur Verfügung stehen. Denn

klein aber fein ist sie, die junge Tourismusregion

und Schätze gibt es wahrhaftig

viele zu entdecken in der ,touristisch

unverbrämten‘ Region!“

MM-Frage: „Wie sehen eure Zukunftsstrategien

aus, um die Bahn

noch lukrativer zu machen? Ist

Schlitteln im Sommer noch eine Option?

Oder andere Ideen zusätzlich

zum Wandern? (Mountaincart, Trot-

TEERAG-ASDAG Aktiengesellschaft

Niederlassung Tirol

A-6175 Kematen i.T., Porr-Straße 1

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www.teerag-asdag.at | nl_tirol@teerag-asdag.at

MANAGEMENT

tinet). Wieviel Umsatz wird damit

erwirtschaftet?“

Sutter:

„Unsere Freizeiteinrichtungen liefern

einen Umsatzanteil von rund

20 %. Dieser Anteil soll zum einen

mit den erwähnten zusätzlichen Angeboten

gesteigert werden. Aber

auch in einem mittelfristigen Zeithorizont

sind neue Freizeitangebote

vorzusehen, was auch in nachhaltiger

und naturverträglicher Weise

möglich ist, wie wir dieses Jahr

schon bewiesen haben. An diesen

Vorgaben ist beispielsweise auch das

geprüfte Angebot ,Mountaincart‘

gescheitert. Schließlich muss unsere

Stiftung nicht lukrativ im Sinne von

gewinnmaximierend wirtschaften.

Aber sie muss dennoch möglichst

große Reserven schaffen, um sich

selber tragen zu können. Denn eine

erneute großangelegte Spendenaktion

verträgt es kurz- und mittelfristig

nicht – wir sind ja kein Fussballclub,

sondern eine Bergbahn…“

MM: „Herr Sutter, wir danken für

das informative Gespräch.“

Da keine Skilifte

mehr bestehen in

Reigoldswil, wird

die Strecke von

der Berg- zur

Talstation als

Rodelbahn genutzt.

Baubüro Oberland Baubüro Unterland

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7/2010 MOUNTAINMANAGER

47


MANAGEMENT

TAGUNG

Salzburger Seilbahntagung in Mittersill

121 Mio. € investiert –

aber Verfahren gehören beschleunigt

Salzburgs

wiedergewählter

Fachgruppenobmann

Ferdinand

Eder konnte auf

der Tagung in

Mittersill ein

„volles Haus“

begrüßen.

Fotos: mak

MOUNTAINMANAGER 7/2010

48

„Dass die vergangene Wintersaison

(trotz Krise) so gut für die 52 Salzburger

Skigebiete lief, ist im Wesentlichen

auf die Investitionen zurückzuführen.

Kontinuierliche Qualitätsverbesserungen

sind absolut

notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit

zu erhalten. Das Gästeaufkommen

bewegte sich trotz allgemeiner

Krisenstimmung auf dem

Niveau der Saisonen davor. Ohne

technische Beschneiung wäre das

allerdings nicht möglich gewesen,“

sagte Eder (über 80 % der Pistenflächen

sind in Salzburg bereits beschneibar,

in 110 Speicherteichen

werden 4 Mio. Liter Wasser angesammelt).

Die größten Investitionen

in diesem Jahr sind die 8 EUB

Hintermoos und die 6 SBK Hochmais

der Aberg Hinterthal Bergbahnen

AG um 17,2 Mio. Euro. Je 15

Mio. € investieren die Gerlospass-

Der wiedergewählte Obmann der Salzburger Fachgruppe

der Seilbahnen Ferdinand Eder konnte auf der diesjährigen

Seilbahntagung im Nationalparkzentrum Mittersill

ein volles Haus und etliche Prominenz – allen voran LH

Stv. Dr. Haslauer und NR sowie FVB Obmann Franz Hörl –

begrüßen. Allein im Land Salzburg investiert die Seilbahnwirtschaft

heuer wieder ca. 121 Mio. Euro, davon 63 Mio.

in neue Bahnen und 22 Mio. in Beschneiung. Es ist jedoch

fast unmöglich, Projekte voranzutreiben, da auch

die „Branche der Gutachter boome“, lautete die einhellige

Kritik auf der Versammlung. Die Politik müsse sich

wieder trauen, Verfahren zu beschleunigen.

Königsleiten GmbH in die neue EUB

Dorfbahn sowie die Wildkogelbahnen

in die Errichtung der Smaragdbahn.

11,3 Mio € kostet der

neue Speicherteich der Schmittenhöhebahn

mit 174 000 m 3 Volumen.

Insgesamt werden derzeit vier

neue 8 EUB und eine 6er-Sesselbahn

gebaut sowie eine Sesselbahn mit

einer Kindersicherung ausgestattet.

Die Überregulierung

eindämmen

Auch Fachverbandsobmann NR

Franz Hörl griff in seinen Grußworten

das Thema „Konjunkturlokomotive“

Bergbahnen und Tourismus

auf und meinte: „Wir hätten mehr

Respekt verdient. Es wurde trotz Krise

weiter investiert. Aber 25 Jahre

Umweltgesetzgebung haben eine

tiefe Spur hinterlassen und behindern

uns heute. Das ist eine Selbstbeschäftigungsmaschine

für Beamte

geworden. Wir wollen sicherlich

eine Zusammenarbeit mit allen

Partnern, aber keine Doppelgleisigkeiten“,

wetterte Hörl kämpferisch

wie immer.

Parteifreund LH-Stv. Haslauer nahm

daraufhin Salzburgs Beamten in

Schutz und meinte: „Schuld sind

wir (Politiker) selber, die wir immer

nach neuen Regularien rufen. Und

unsere Beamten müssen mit einer

ausgedünnten Personaldecke aus

dem Wust an Richtlinien und Gutachten

in einer vertretbaren Zeit ein

Ergebnis zustande bringen. Wir sollten

nachdenken, was wir wirklich an

gesetzlichen Vorschriften und Aufsichtsfunktionen

von der öffentlichen

Hand brauchen.“

In Folge ging Dr. Haslauer u. a. auf

die Problematik Nachtskifahren und

Tourengehen auf gesperrten Pisten

ein. Der Trend sei nicht wegzuleugnen,

aber die Unfallgefahr mit Windenseilen

sei ebenso ein Faktum,

daher Pistensperre. Die Frage, wer

dieses Gesetz exekutieren solle, sei

jedoch weiterhin ungelöst – die Polizei

sei vom Personalstand und der

Ausrüstung her jedenfalls dazu nicht

in der Lage. Oder soll man Liftmitarbeiter

mit behördlichen Befugnissen,

ähnlich wie die Bergwacht, ausstatten?,

fragte sich der Landeshauptmann.

Schulskikurse

und Lehrberuf

Weitere interessante Statements auf

der Salzburger Seilbahntagung be-


trafen die Schulskikurse und den

Lehrberuf Seilbahnfachmann/-frau.

„Andere Bundesländer kaufen uns –

politisch motiviert – durch Gratisaktionen

inzwischen die Schüler ab.

Salzburg geht hier einen anderen

Weg: wir kümmern uns um die Lehrer,

informieren sie und laden sie

kostenlos zum Kennenlernen in unsere

Skigebiete ein. Außerdem gibt

es bei Kauf einer Ski- oder Snowboardausrüstung

einen Meinungsbildner-Rabatt.

Unsere Leistung wollen

wir jedoch nicht verschenken, dazu

investieren wir zuviel Geld“, erklärt

Obmann Eder.

Der Lehrberuf mit Standort in der

Landesberufsschule Hallein hingegen

entwickelt sich prächtig. Und

zwar so sehr, dass bereits aus

Deutschland und Südtirol angefragt

wurde, ob das Modell übernommen

werden könne oder man gar in den

Schulbesuch einsteigen dürfe! Derzeit

befinden sich in 3 Klassen 110

Lehrlinge in Ausbildung. Am 9. Juli

2010 wurden übrigens bereits die

ersten Fachmänner verabschiedet,

welche die Ausbildung auf dem zweiten

Bildungsweg absolviert hatten.

LIMITED

EDITION

Für die Zukunft sieht Eder Salzburgs

Seilbahnen gut gerüstet. Wie sich

die nächste Saison letztlich entwickelt,

hängt viel mehr vom Wetter

als von der Konjunktur ab. Das hat

die Vergangenheit gezeigt. „Dass

wir im November einen Wintereinbruch

erhalten und dass die Botschaft

von Schnee in den Bergen hinausgeht“,

darauf kommt es an,“ so

Eder. An Investitionen werden für

2011 etwa 70–80 Mio. € erwartet.

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MANAGEMENT

TAGUNG

Weitere Beiträge zur Tagung steuerten

Mag. Viktoria Haberl über

„Aktuelles vom Fachverband“, Walter

Steiner über „Neuheiten aus

dem Technikerkomitee“, Gerhard

Sint vom Salzburger Ski- und

Snowboardlehrer Verband über

„das veränderte Berufsbild Skilehrer“

und Dr. Helene Karmasin über

die Studie „Ein Bild sagt mehr als

1 000 Worte“ bei (siehe Artikel

Meinung). mak

Gerhard Sint,

Obmann des

Salzburger Ski-

und Snowboardlehrer-Verbandes

referierte über

„das veränderte

Berufsbild Skilehrer“.

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7/2010 MOUNTAINMANAGER

49


MARKETING

TAGUNG

3. D-A-CH Tagung in Interlaken

Seilbahnen –

Dynamik im Alpenraum,

Kooperation auf höchster Ebene

Nach Innsbruck (A, 2000) und Friedrichshafen (D, 2005) war am 21./22. Oktober 2010 das Schweizer

Interlaken Gastgeber der internationalen Seilbahntagung D-A-CH, die unter dem Motto „Seilbahnen –

Dynamik im Alpenraum stand“. Auf der Gemeinschaftsveranstaltung der Verbände aus Deutschland,

Österreich und der Schweiz wurden einerseits Herausforderungen und andererseits nachhaltige Wege

in die Zukunft eines grenzüberschreitenden Alpenraumes aufgezeigt. Die großen Themen waren

„Energiemanagement“, Erfolgsfaktor Sicherheit und „Architektur, Kultur & Wintertourismus“.

In der Schweizer

Region Interlakenversammelten

sich dieses

Mal die Seilbahnverbände

des deutschsprachigenAlpenraums

zur 3.

D-A-CH-Tagung.

Foto: Jungfraubahnen

MOUNTAINMANAGER 7/2010

50

Der den Mitgliedsversammlungen

vorbehaltene Vormittag machte bei

den Seilbahnen Schweiz (SBS) Personalveränderungen

offenkundig:

sowohl Präsident Hans Höhener als

auch SBS-Direktor Peter Vollmer

räumen ihren Stuhl. Ersterer wird

per Jahresende von Nationalrat Dominique

du Bumann, derzeit u. a.

Präsident des Schweizer Tourismusverbandes

(STV) abgelöst und Letzterer

am 1. April 2011 von Ueli Stückelberger,

derzeit Chef der Politik

im BAV. Der 4. Swiss Mountain

Award – ein von SISAG gestifteter

Innovationspreis – ging dieses Mal

aus 26 Bewerbungen an die Thunersee-Beatenberg-NiederhornBahnen

für ihre 3 Kinder-Orientierungslauf-Trails,

die eine attraktive Verbindung

von Ausflug, Natur und Bewegung

schaffen. Den Sonderpreis für

Gestaltung & Architektur erhielten

die Arosa Bergbahnen (Sesselbahn

Carmenna 2001).

In seiner letzten Rede vor der GV bezeichnete

Peter Vollmer seine elfjährige

Tätigkeit als Zeit des Umbruchs

sowohl bei den Unternehmen als

auch bei der Tourismuspolitik und

den gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Es gab einen Strukturanpassungsprozess,

Fusionierungen und

eine hohe Professionalisierung. Daher

müsse der Ausbildung künftig

viel Bedeutung beigemessen werden.

Auch das Freizeitverhalten habe

sich massiv verändert und globalisiert,

sagte Vollmer. Der wesentliche

Treiber des Umbruchs sei der betriebswirtschaftliche

Druck. Den

heutigen Gäste-Ansprüchen aber

auch den vielen Vorschriften genüge

zu tun koste sehr viel Geld! Um die

Herausforderungen optimal bewältigen

zu können, sollten die Bergbahnen

soviel als möglich in Form

von Branchenlösungen selber regeln

können. „Und schließlich sollten wir

aus den Herausforderungen Chancen

machen“, so die Schlussworte

des scheidenden Direktors.

Seiltanz zwischen

Umweltschutz und

Umweltverträglichkeit

Hans Höhener leitete den gemeinsamen

Nachmittag mit dem Slogan

„Wer über die Grenzen denkt, denkt

weiter“ ein. Man wolle den gemeinsamen

Herausforderungen gemeinsame

Antworten geben. Als wesentlicher

Wirtschaftsfaktor im Alpintourismus

sei sich die Seilbahnbranche

der Mitverantwortlichkeit für den

gepflegten Umgang mit der Natur


durchaus bewusst. Durch ein komplexes

und profitables Energiemanagement

sollen z. B. künftig Kosten

reduziert und vorhandene Energieressourcen

noch besser genutzt

werden. So stand im Zeichen einer

engen Kooperation zwischen den

drei Ländern aus dem deutschsprachigen

Alpenraum am ersten Tag

die anspruchsvolle Thematik „Energiemanagement

– Seiltanz zwischen

Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit»

im Zentrum. Eröffnet

wurde der Anlass von Bertrand Piccard

mit der Vorstellung seines Weltumrundungs-Projektes

per Flugzeug

ohne Treibstoff: „Solar Impulse

– Eine neue Vision der nachhaltigen

Entwicklung.“

Hierauf skizzierte Christian Oberlader,

Betriebsleiter-Stv. der Leoganger

Bergbahnen mit der Branchenanalyse

„Österreich Energiemanagement“

die Vorreiterrolle bei der

ökologischen Verantwortung und

der nachhaltigen Energienutzung.

Roland Zegg, GF der grischconsulta,

stellte die Studie „Energiemanagement

Bergbahnen“ von Seilbahnen

Schweiz und grischconsulta vor

(vgl. Artikel S. 26/27). Diese internationale

Pionierarbeit bringt konkrete

Handlungsanleitungen für die Seilbahnbranche

hinsichtlich der Diskussion

um Energie-, Energieeffizienz-

und Emissionsfragen bei touristischen

Aktivitäten.

Anlässlich der Abendveranstaltung

im Casino Kursaal richtete sich Nationalratspräsidentin

Pascale Bruderer

Wyss an die Dreiländertafelrunde

und dankte für das „Engagement

im Sinne einer länderübergreifenden

Kooperation und im Interesse

unseres gemeinsamen Alpenraums,

der 13 Mio. Menschen beherbergt“.

Sicherheit und

Nachfragetrends

Am zweiten Tag widmet sich die Tagung

den Themen „Sicherheit auf

den Schneesportabfahrten“, „Architektur,

Kultur und Wintertourismus“

sowie „Nachfragetrends im

Wintertourismus“. Im Rahmen

zweier Workshops „D-A-CH II“ und

„D-A-CH III“ wurden die Fragestellungen

vertieft diskutiert und aufgearbeitet.

Dabei stellte sich heraus,

dass Skifahren weiterhin im Trend

liegt, wie Markus Lamprecht von

der Lamprecht & Partner Sozialforschung

die langläufige These widerlegte,

wonach immer weniger Leute

Ski fahren würden. Skifahren ist in

der Schweizer Bevölkerung nach

wie vor sehr populär und gehört zu

den fünf beliebtesten Sportarten.

Ein Viertel der Schweizer Wohnbevölkerung

fährt Ski. Dieser Anteil hat

in den letzten 10 Jahren nicht etwa

ab-, sondern zugenommen. Zwei

Drittel aller 10- bis 14-jährigen Kinder

können nach wie vor Skifahren.

Das Unfallrisiko im Skifahren liegt

zudem tiefer, als häufig angenommen.

Es ist weniger gefährlich als

die meisten Team- und Ballsportarten.

Mag. Klaus Grabler, Manova

GmbH, wusste ebenfalls Erfreuliches

von der Europäischen Wintersportanalyse

zu berichten. Das Potenzial

und die möglichen Wachstumschancen

– vor allem über Osteuropa

– sind vielversprechender als

angenommen; 53 Mio. oder 23 %

der Europäer sind Skifahrer, 38 Mio.

sind Interessierte!

Aufklärungsarbeit

und mehr Eigenver -

antwortung

Auch Michael Berner von der Stiftung

Sicherheit im Skisport DSV

konnte in seinem Referat mit vielen

positiven Elementen aufwarten.

Beim Faktor „Piste“ gäbe es enorme

Verbesserungen wie beispielsweise

Pistenführung, Pistenpräparation

und Pistensicherung. Alle Beteiligten

leisten ihren Beitrag zur Verbesserung

der Sicherheit. Die Unfallzahlen

hätten sich, seit Erfassung

durch die ASU, halbiert!

Dr. med. Karl-Heinz Kristen, Facharzt

für Sportorthopädie, Orthopädie

und Orthopädische Chirurgie,

unterstreicht in seinen Ausführungen,

dass die Seilbahnen auf Aufklärungsarbeit

und mehr Eigenverantwortung

setzen.

Bezogen auf die Eigenverantwortung

der Sporttreibenden wies der

Facharzt darauf hin, dass trotz der

sehr hohen Sicherheitsstandards bei

den Liftanlagen und auf den Pisten

90 % aller Ski- und Snowboardverletzungen

durch Müdigkeit, Selbstüberschätzung

und mangelndes

technisches Können entstünden.

Dem schloss sich Edith Müller Loretz,

Leiterin Aktionen/Kampagnen

der SUVA, an. Auch die SUVA und

die Seilbahnen würden die Sportler

mit präventiven Maßnahmen unterstützen.

Ein Beispiel dafür seien die

Banner „Langsam“, welche ein Hindernis

darstellen und den Schneesportler

zwingen, sein Tempo anzupassen.

Ziel aller Maßnahmen sei es,

dass die Leute unversehrt und dem

Schneesport „treu“ bleiben. mak

MARKETING

TAGUNG

Immer in Bewegung:

die Präsidenten

der Fachverbände

von

Österreich

(Franz Hörl,

1. v. r.), Deutschlands

(Peter

Huber, 1.v.l.)

und der Schweiz

(Hans Höhener,

Mitte) zogen

Bilanz auf der

Pressekonferenz.

Fotos: mak (2)

Dr. Bertrand

Piccard, Mediziner,

Flugpionier

und Initiator des

Projektes Solar

Impulse, begeisterte

mit seinem

Vortrag „Vision

der nachhaltigen

Entwicklung“.

7/2010 MOUNTAINMANAGER

51


MARKETING

TRENDS

Bilanz 2009/10 Zermatt Bergbahnen AG:

Erfolgreiches Jahr trotz Krise

Pendelbahn

„Matterhorn

glacier paradise“.

Foto: Zermatt

Bergbahnen AG

MOUNTAINMANAGER 7/2010

52

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen

Rahmenbedingungen war das

Geschäftsjahr 2009/10 für die Zermatt

Bergbahnen AG sehr erfolgreich.

Dazu beigetragen haben ein

weiteres Rekordergebnis im Sommer

sowie ein gutes Winterergebnis.

Bei einem Betriebsertrag von

65,1 Mio. CHF und einem Aufwand

von 33,8 Mio. CHF wurde ein EBIT-

DA von 31,3 Mio. erzielt, das sind

48 % des Betriebsertrages. Auch der

Cashflow von über 25 Mio. CHF

bzw. 38,4 % des Betriebsertrages

kann als ein sehr gutes Resultat bezeichnet

werden. Vor diesem Hin-

DAS INFORMATIONSPORTAL

DER SEILBAHNBRANCHE IM INTERNET

seilbahnnet

Ende September 2010 fand die 9. Generalversammlung

der Zermatt Bergbahnen AG statt. Trotz Wirtschaftsund

Eurokrise kann sich das Unternehmen über ein

erfolgreiches Jahr freuen.

tergrund hat die Generalversammlung

dem Antrag des Verwaltungsrates

zugestimmt und eine Ausschüttung

einer Dividende von 7 %

beschlossen.

Erfolg für Marketing-

und Verkaufsaktivitäten

Nachdem in den vergangenen Jahren

die Anlagen und Stationen kontinuierlich

erneuert und verbessert

wurden, sind die Marketing- und

Verkaufsaktivitäten aufgebaut und

verstärkt worden. Diese breite, internationale

Ausrichtung der Verkaufsaktivitäten

zeigte Wirkung, sodass

der Sommer trotz Eurokrise erneut

mit einem Rekordergebnis abgeschlossen

wurde. Durch die breit

gestreuten Aktivitäten, so der Tenor,

könne das Minus in einem Markt

durch die positive Entwicklung in einem

anderen Markt aufgefangen

werden. Die Bearbeitung sei zwar in

Bezug auf Personal und Kosten intensiver,

doch entstünde so kein

Klumpenrisiko.

Solarrestaurant

Matterhorn glacier

paradise erfolgreich

Nach bald zwei Jahren in Betrieb ist

das „restaurant & shop Matterhorn

glacier paradise“ bei der höchstgelegenen

Bahnstation Europas auf

3 883 m Seehöhe nicht mehr wegzudenken.

So stößt das Restaurant

praktisch täglich an seine Kapazitätsgrenzen

und begeistert durch

seine Architektur und Lage. Nach

wie vor werden auch wöchentlich

Besichtigungen für Medien, Berufsverbände

und ausländische Delegationen

durchgeführt. Die Entscheidung,

Mehrinvestitionen für ein autarkes,

mit Solarenergie betriebe-

nes Restaurant in Kauf zu nehmen,

hat sich für die Zermatt Bergbahnen

AG bezahlt gemacht. Dafür

sprechen auch die Auszeichnungen,

die der Bau national und international

für sich gewinnen konnte.

Sie werden von den Verantwortlichen

als Dank an alle involvierten

Parteien gesehen, auf dieser Höhe

ein solches Projekt in Angriff zu nehmen.

Ausblick

Neben den bereits mit Solarzellen

ausgestatteten Gebäuden des Restaurants

„Matterhorn glacier paradise"

und der Garagierung Trockener

Steg kommt diesen Herbst noch

das Lokal des Pistenrettungdienstes

auf Trockener Steg hinzu. Insgesamt

sind dann über 370 m² Solarzellen

an Gebäuden der Zermatt Bergbahnen

AG angebracht. Bei 70 % mehr

Produktionsleistung als im Flachland

habe man damit eine nachhaltige

Art Energie zu produzieren gefunden,

so das Unternehmen, das

auch in Zukunft in die Nachhaltigkeit

und eine möglichst naturnahe

Bauweise investieren möchte. So

würden, wo immer möglich, auch

weitere oder neue Gebäude mit Solarzellen

bestückt.

Neben den baulichen Investitionen

wird die Zermatt Bergbahnen AG

weiterhin den Ausbau des Familien-

und Bikeangebots vorantreiben. Auf

diese Weise will man mit dem Sommergeschäft

weiter wachsen und

neue Kundensegmente ansprechen.

i Infos:

www.matterhornparadise.ch


Teich PW1 in Stuhleck beim Füllbeginn. Fotos: Elektro Berchtold

Gerade in wirtschaftlich schwierigen

Zeiten stellt sich heraus, ob

ein Unternehmen gut aufgestellt ist

und Kunden durch seine Leistung

überzeugen kann. Bei Elektro Berchtold

hat man von Anfang an auf

Qualität und Zuverlässigkeit gesetzt

und darf sich deshalb auch 2010

über einen guten Auftragsbestand

bis Ende des Jahres freuen.

Nach einem schleppenden Anfang

waren es viele langjährige Kunden,

die Elektro Berchtold wieder ihr Vertrauen

ausgesprochen haben, sodass

man mittlerweile voll ausgelastet

ist. Auch dieses Jahr hat sich damit

die Tendenz weiter zugespitzt,

dass Aufträge nicht am Jahresanfang

erteilt werden, wo noch entsprechend

Planungs- und Organisationszeit

zur Verfügung steht. Die Entscheidungen

werden vielfach erst

Wochen nach Ende der Wintersaison

gefällt, sodass die Arbeiten im Spätsommer

und Herbst entsprechend

umfangreich sind und der Terminplan

dann dicht gedrängt ist. Dazu

Firmenchef Ing. Peter Berchtold im

Touch-Paneel mit

Fließschema der PW1.

Gespräch: „Bei uns wird jede Anlage

für den einzelnen Kunden extra auf

seine Anforderungen hin geplant

und gebaut. Die Lieferzeiten einzelner

Komponenten haben sich bis zu

14 Wochen hin verlängert. Da wäre

es auch für den Kunden nur von Vorteil,

wenn er sich früher entscheiden

würde, dann könnte auch er dem

ersten Kälteeinbruch gelassener entgegensehen."

Auf dem richtigen Weg

Erst im Jänner 2010 wurde die Fa.

Hydrosnow aus der Taufe gehoben.

An der Spitze des jungen Unternehmens

steht mit Gerhard Fladenhofer

ein Spezialist aus der Beschneiungsbranche,

der so wie Elektro Berchtold

auf jahrelanges Know-how und

einen entsprechenden Ruf verweisen

kann. Eine Zusammenarbeit der

beiden Profis hatte schon in der Vergangenheit

sehr gut funktioniert

und viele Kunden überzeugt.

Auch unter neuen Voraussetzungen

zeigen Erfahrung und Zuverlässigkeit

der Partner Wirkung. So konnte eine

TECHNIK

ELEKTROTECHNIK & ELEKTRONIK

Elektro Berchtold:

Qualität zahlt sich aus

Die Ausgangslage für das Jahr 2010 war

aufgrund des wirtschaftlichen Umfeldes

nicht einfach. Dennoch konnte Elektro

Berchtold wieder punkten und gute

Aufträge für sich verbuchen.

ganze Reihe an Aufträgen wie z. B.

am Stuhleck, in Obergurgl, Jungholz

oder Galtür in bewährter Kooperation

durchgeführt werden, wobei die

Anforderungen durchaus unterschiedlich

ausfielen. Auf diese Weise

konnte man die ganze Bandbreite

der gewachsenen Kompetenz unter

Beweis stellen und demonstrieren,

dass gute Zusammenarbeit für den

Kunden beste Ergebnisse liefert.

Wartung macht sicher

Schon für diese Saison hatte man

bei Elektro Berchtold Kunden auf die

Vorzüge einer regelmäßigen Wartung

bei Beschneiungsanlagen aufmerksam

gemacht und war damit

auf großes Interesse in der Branche

gestoßen. Für die Zukunft möchte

man diese Schiene noch ausbauen

und eine regelmäßige Wartung

vom Profi anbieten, denn wer in

Wartung investiert, so das Credo,

kann sich vielfach hohe Kosten bei

Störfällen sparen.

i

Infos: www.berchtold.at

7/2010 MOUNTAINMANAGER

53


TECHNIK

ELEKTROTECHNIK & ELEKTRONIK

R+S Group Regeltechnik und Schaltanlagenbau GmbH

Verstärkte Konzentration auf

Schneeanlagen trägt Früchte

Das neue Firmengebäude

der R+S

Regeltechnik und

Schaltanlagenbau

GmbH in Groß -

gmain bei Salzburg.

Fotos: R+S

Die 1993 gegründete R+S Group Regeltechnik und Schaltanlagen GmbH

– in der Bergbahnbranche vor allem vom Pumpstationsbau her bekannt

(und geschätzt) – expandiert seit zwei Jahren kräftig. Nicht nur, dass in

der Person von Josef Lukanz inzwischen ein spezieller Mitarbeiter für

Schneeanlagen zuständig ist, um diesen Bereich zu forcieren, und dass

gezielt Know-how in der IT-Technik aufgebaut wurde, auch der Hauptsitz

in Salzburg platzte aus allen Nähten. Seit Oktober firmiert die R+S Group

mit ihren nunmehr 70 Mitarbeitern im benachbarten Großgmain am Fuß

des Untersberges auf einem zweieinhalb Mal so großen Areal!

MOUNTAINMANAGER 7/2010

54

Die verstärkte Konzentration auf die

Schneeanlagen bei der R+S Group,

die in den zwei Bereichen Anlagentechnik

sowie Gebäudetechnik ein

breites Betätigungsfeld hat (Fernheizwerke,Abwasserpumpstationen,

Kläranlagen und Regeltechnik

für Heizung/Klima/Lüftung), trägt

bereits Früchte, wie Geschäftsführer

Ing. Franz Badergruber verrät. „Viele

Kunden beauftragen uns immer

wieder und das ist sicher kein

Glücksfall, sondern ein Vertrauensbeweis.“

Die Strategie „Gesamtlösungen

mit individuellem Zuschnitt“

hat bereits schöne Referenzen

nach sich gezogen: das EM-Stadion

in Klagenfurt, das Landhaus in

Innsbruck, das Nationalparkzentrum

Mittersill, das Red Bull Trainingscenter

Salzburg und Motorsportcenter

Spielberg oder den Unipark

in Salzburg mit gänzlich kabelloser

Technik, um nur einige zu nennen.

Typischer Schaltschrank der Firma R+S

für eine Beschneiungsanlage.


Anlagen mit

dreifacher Sicherheit

Bei den Schneeanlagen hat sich die

R+S Group von Anfang an etwas

von den Mitbewerbern unterschieden.

„Wir bauen die Anlagen mit

dreifacher Sicherheit. Wenn das

Leitsystem steht, kann man die Anlage

noch immer über das Display

starten. Falls es hier ein Problem

gibt, kann man über die Betriebsar-

ten-Taste ohne Display starten und

– im schlimmsten Fall – wenn die

SPS gestört ist, kann man die Anlage

immer noch über die Serviceschalter

starten,“ erklärt Josef Lukanz.

„Die Betreiber schätzen das, es erhöht

die Verfügbarkeit. Denn um 11

Uhr nachts, wenn es draußen kalt

ist, muß man schneien können,

auch wenn z. B. die Steuerung ausfällt!

Da haben wir unsere eigene

Steuerungsphilosophie, die total auf

die Anforderungen, Wünsche und

Gegebenheiten der Betreiber ausgerichtet

ist. Der Mitbewerb hingegen

baut meist keine Schalter mehr

ein. Jedoch kann z. B. ein Blitzschlag

schnell einmal zu einer Störung

beim Display führen und da ist es

dann wichtig, dass sich die Schneeanlage

trotzdem bedienen lässt.

Auch wenn wir einen 24-Stunden

Service anbieten, ergibt sich im Anlassfall

ein Zeitverlust von einigen

Stunden“, so Lukanz weiter. Am

Stubaier Gletscher hat die Bergbahn

die Schieberschächte extra nachträglich

mit einem Überspannungsschutz

ausgestattet, weil wiederholt

Schäden aufgetreten sind.

In punkto Verfügbarkeit hat R+S

noch einen weiteren Trumpf: „Bereits

seit Jahren werden typengeprüfte

Schaltanlagen verbaut. Vom

Servicegeschäft könnten wir daher

sicher nicht leben!“, meint Badergruber.

Kleinwasserkraftwerke mit rückwärtslaufenden Kreiselpumpen sind auch

eine interessante Möglichkeit zur Stromerzeugung bei Schneeanlagen. R+S ist

Spezialist für solche Lösungen. Beispiel: Alpendorf St. Johann im Pongau.

Eigenständiges System

für Teichüberwachung

Ein anderes Thema ist die Speicherteich-Überwachung.

Die R+S

Group hat vor Jahren als erster ein

eigenständiges System entwickelt.

Inzwischen ist eine Überwachung

Teil der Vorschriften beim Speicherteich-Bau.

Das ausgereifte

System von R+S lässt sich auch

nachrüsten und wird sofort abgenommen.

An Trends erkennt Badergruber jenen

zur Vernetzung der Stationen

sowie zur Automatisierung der Anlagen.

Deshalb hat man sich bei R+S

spezielles Wissen in der IT-Technik

für alle möglichen Medien (Glasfaser,

Kupfer etc.) und das hydraulische

Wissen dazu angeeignet. Dass

die Technik einwandfrei funktioniert,

wird heutzutage vorausgesetzt.

Ebenso selbstverständlich sollten

offene Schnittstellen sein – wer

bindet sich schon gerne an einen

einzigen Hersteller? R+S jedenfalls

TECHNIK

ELEKTROTECHNIK & ELEKTRONIK

baut eine normale Industrie SPS ein und bindet sich

daher an kein Fabrikat.

Kleinwasserkraftwerke sind im Kommen

Bergbahnunternehmen können von R+S aber auch

noch ganz andere Leistungen beziehen – etwa die

Trinkwasserversorgung für die Almhütte oder die Kläranlage.

Oder ein Kleinwasserkraftwerk zur Stromversorgung.

Gerade diese werden jetzt wieder populär, auch

im Zusammenhang mit der Schneeanlage. Denn sogar

eine rückwärtslaufende Standard-Kreiselpumpe kann

Gehen optimistisch in die Zukunft: R+S Geschäftsführer Ing. Franz

Badergruber (l.) und der auf den Bereich Beschneiung spezialisierte

Josef Lukanz.

bei Beschneiungsanlagen zur Stromerzeugung eingesetzt

werden. Wo normalerweise der Druck hinausgeht,

fließt in diesem Fall das Wasser ein! Diese Lösung ist im

Vergleich zu konventionellen Verfahren kostengünstiger.

Ist ein entsprechendes Wasserdargebot vorhanden,

können schon wenige Meter Fallhöhe genutzt

werden. „An diese Möglichkeit denken viele Betreiber

noch gar nicht. Die Höhengebiete haben im Sommer ja

einen gewissen Eigenstrombedarf und könnten damit

einen Teil komplett abdecken“, meint Badergruber.

Ob es sich rechnet oder nicht, muss man jeweils bewerten.

R+S berechnet auf Wunsch auch die Wirtschaftlichkeit.

Ein Öko-Signal wäre es allemal. Da R+S

etwa 200 Abwasserpumpstationen pro Jahr errichtet

und laufend mit EVUs zu tun hat, kennt man die Vorschriften

für die Einspeisung sehr gut. R+S ist also prädestiniert

für derartige Aufträge und hat bereits 4 verschiedene

Varianten mit installierten Einzelleistungen

von 2 kW bis 160 kW realisiert, darunter:

. Götzis (Trinkwasserkraftwerk),

. Alpen Adria Energie AG am Plöckenpass,

. Trinkwasserkraftwerke in Mödling, Flachau und St.

Johann im Pongau

Die bewährte Zusammenarbeit mit Pumpenhersteller

KSB ist auch auf diesem Sektor sehr intensiv. Auf weitere

Projekte darf man gespannt sein. mak

7/2010 MOUNTAINMANAGER

55


TECHNIK

ELEKTROTECHNIK & ELEKTRONIK

KRIWAN Industrie Elektronik Austria GmbH:

Kompetenz in Windmesstechnik

auf hohem Niveau –

Lösungen für den Markt

Produktlösungen für den

Markt aus dem Hause

Kriwan Austria. Diesen

Weg setzt man gemeinsam

mit Kunden und

Partnern erfolgreich fort.

MOUNTAINMANAGER 7/2010

56

Seit nahezu 50 Jahren produziert

Kriwan in Forchtenberg (D) Windsensoren.

Schon damals waren die

hohe Qualität und die enorme Kundenorientierung,

die Kriwan so erfolgreich

machen, oberste Maßgabe.

Längst sind mechanische durch

elektronische Bauteile ausgetauscht

worden, aber die Unternehmensgrundsätze

sind dieselben geblieben:

Qualität auf hohem Niveau.

Kriwan Industrie-Elektronik Austria

GmbH lebt diese Maxime bis heute.

Kundenorientierung und Qualität

sind auch für die österreichische

Tochter der Garant für den Erfolg im

Unternehmen gemeinsam mit den

Partnerunternehmen im Bereich alpiner

Anwendungen.

Viele Kunden schätzen die „Speziallösungen“

wie zum Beispiel die

Montagemöglichkeiten. So stellt etwa

die Masttraverse zusammen mit

den Sensoren ein vollständiges

Blitzschutzkonzept dar, wie es kein

zweites am Markt gibt.

Blitzfein- und Mittelschutz in den

Windsensoren und Grobschutz mittels

Duktoren an der Traverse, dazu

der mechanische Blitzschutz mittels

Blitzschutzstange. Zusammen mit

den Montagemöglichkeiten, die auf

den Kundenwunsch abgestimmt

werden, wird ein Konzept abgerundet,

das es allen Kunden extrem

leicht macht, Windmesstechnik

einzusetzen und dabei auch einen

vollwertigen Blitzschutz zu haben.

Damit werden gemeinsam mit den

Kunden Sensorstandzeiten jenseits

der 10 Jahre erreicht.

Windmessgerät - WMS.. Fotos: Kriwan

Gut informiert

Bergbahnunternehmen benötigen

Sensorsignale an der Berg- und

Talstation gleichermaßen, um so Informationen

über die aktuelle Situation

an der Trasse zu haben. Speziell

an uneinsehbaren oder exponierten

Stellen ist die Wetterstation eine

wichtige Hilfe für das Bedienpersonal

der Bahn. Mit Hilfe des Kriwan

Windmessgeräts WMS ist eine Anzeige

der Windrichtung und Windgeschwindigkeit

möglich, die im

täglichen Betrieb unbedingt benötigt

werden. Der Nutzer hat damit

einen Blick für den momentanen

Zustand der Anlage und bekommt

darüber hinaus 2 Relaiskontakte z. B.

zur Vorwarnung und zur theoretischen

Abschaltung der Anlage.


TECHNIK

ELEKTROTECHNIK & ELEKTRONIK

Masttraverse mit Windsensoren.

Problemlose Übertragung

Immer öfter wird am Berg ein Sensorsignal

benötigt, das mittels Funk

oder GPS/GPRS übertragen werden

muss, da es keine Kabelverbindung

gibt. Diese Übertragung sollte dann

natürlich möglichst störungsfrei

und ohne große Stromzufuhr erfolgen.

Im Idealfall mittels einem sehr

kleinen Solarpaneel.

Auch für diese Aufgabenstellung ist

Kriwan Austria der kompetente

Partner am Markt. So ist man in der

Lage, eine Datenübertragung bis zu

40 Wetterdaten (mit SDI-12 Schnittstelle)

mit hoher Präzision anzubieten,

die mittels Funk oder GPS/GPRS

erfolgt.

Außerdem ist es mit diesem System

möglich, mehrere 100 Stationen in

Anlagen, Regionen oder ganzen Tälern

wetterdatenmäßig zu erfassen,

die Daten aufzubereiten und für

diverse Analysen, Statistiken und

Graphiken zur Verfügung zu stellen.

Auch hier finden Kriwan Sensoren

erfolgreich Anwendung.

i Infos:

KRIWAN Industrie Elektronik Austria GmbH

Porschestraße 13–23/2/24, A – 1230 Wien

Tel.: +43 (0) 1/699 20 90 – 0

Fax: +43 (0) 1/699 20 90 – 99

E-Mail: office@kriwan.at

Homepage: www.kriwan.com


TECHNIK

ELEKTROTECHNIK & ELEKTRONIK

Industrielle Steuerungssysteme

zwischen Innovation

und Beständigkeit

Produktionsanlagen sind oft über Jahrzehnte im Einsatz, jedoch haben Steuerungssysteme kürzere

Innovationszyklen bzw. die Verfügbarkeit ist meistens begrenzt. So sind derzeit noch etliche Anlagen

mit veralteten Leitsystem, Visualisierungs-und Steuerungstechnik eingesetzt, deren Wartung und

Ersatzteile offiziell abgekündigt sind. Im Störfall ist ein längerfristiger Stillstand bis Totalausfall der

Anlage wahrscheinlich. Um diese Problematik zu umgehen, bietet SOFTwerk den perfekten Mix aus

(Foto links)

Mehr als 25 000

lagernde Komponenten

sind rund

um die Uhr verfügbar.

Fotos:

Softwerk

(Foto rechts)

SOFTwerk bietet

einen raschen

PC- Reparatur/

Service

MOUNTAINMANAGER 7/2010

58

Bis 30 Jahre Ersatzteilversorgung

& Servicegarantie

„Unsere Ersatzteilversorgung für

SPS –Steuerungen und Antriebstechnik

ist einzigartig“, kann Geschäftsführer

Horst Neulinger stolz

behaupten! Vor allem durch ihr umfangreiches

Lager kann die Firma

SOFTwerk dies gewährleisten.

Mehr als 25 000 lagernde Komponenten

sind rund um die Uhr verfügbar,

denn SOFTwerk bietet nicht

nur eine Servicegarantie bis zu 30

Jahre, sondern auch einen 24-Stunden

Service, der es den Kunden erlaubt

bei einem Anlagenstillstand jederzeit

auf funktionsfähige Produkte

zurückzugreifen!

24 h Stunden Service

Mit einem zuverlässigem Service, der

24 h Stunden am Tag verfügbar ist,

werden Anlagenstillstände verkürzt

und die Produktivität der SOFTwerk

Kunden wesentlich erhöht! Diese

Dienstleistung machen 20 erfahrene

Techniker mit ihrem Fachwissen

möglich. Im Störfall werden die

eventuell notwendigen Ersatzteile

vom Techniker schon mitgeliefert

bzw. wird das gesamte Steuerungssystem

als Ersatz bereitgestellt und

im Bedarfsfall eingesetzt.

Zuverlässige Reparatur

vom Experten

Im Technikum der Firma SOFTwerk

werden nicht nur einzelne Baugruppen

überprüft und getestet, Reparaturen

von sämtlichen elektrotechnischen

Modulen stehen hier an der

Tagesordnung. Die defekten Teile

müssen nur mit einer kurzen Fehlerbeschreibung

eingeschickt werden,

Sach- und Dienstleistungen an!

umgehend erstellt SOFTwerk für Sie

ein kostenloses Angebot! Express-

und Austauschreparaturen sind

auch am selben Tag möglich.

PC-Reparaturen

SOFTwerk bietet einen raschen PC-

Reparatur/Service. Mit den über

200 lagernden IPC’s kann immer eine

rasche funktionsfähige Lösung

erbracht werden! Die IPC’S werden

auf ihre Funktionalität getestet,

nicht funktionierende Teile werden

ersetzt, sämtliche Daten werden gesichert.

Ebenso sind auch Backup Erstellungen

problemlos möglich.

Sollte eine Reparatur unwirtschaftlich

sein, werden dem Kunden

selbstverständlich entsprechende

Austausch-, oder Modernisierungspakete

angeboten. Baugruppen

werden auf Wunsch auch entsorgt!


Um Kundenspezifischen Problemen

nachgehen zu können, werden im

Technikum der Firma SOFTwerk

Kundenanlagen 1:1 nachgebaut.

Damit besteht die Möglichkeit realitätsnahe

Tests durchführen zu können

und Störungen rasch zu beheben.

So kann eine rasche Wiederinstandsetzung

/Lösung erbracht werden.

Webshop –

über 25 000 Teile lagernd

Ein eigener Webshop biete den

Kunden die Möglichkeit, sich mit

nur einem Klick über die sofortige

Verfügbarkeit der Ersatzteile zu informieren.

Mit der praktischen Option „Schnellsuche“

können die passenden Ersatzteile

inklusive wichtiger techni-

scher Informationen abgerufen werden.

Speziell die im Webshop eigens

eingerichtete Knowledge-Base ist

einzigartig und bringt unzählige Vorteile.

Alle wichtigen Informationen/Manuals/Software/Migration

auf einen

Blick – und dies für jede einzelne

Baugruppe! Auch bei Fragen bietet

die Knowledge-Base alle Möglichkeiten

und auch gleich die passende

Antwort.

Somit punktet SOFTwerk mit einer

Auswahl die kaum zu übertreffen ist.

Der Ersatzteilversand erfolgt hierzu

global und sichert SOFTwerk Professional

Trading eine guten Namen

weit über die Grenzen Österreichs

hinaus. Artikel von Herstellern wie

Siemens, B&R, AEG, Allen Bradley

und vieles mehr sind standardgemäß

bei SOFTwerk lagernd. Mit ei-

ner Exportquote von über 60 %

wird man auch dem Sprachwissen,

dass sich bei SOFTwerk findet, gerecht.

Jegliche Anfragen werden in

sechs verschiedenen Sprachen erledigt.

(DE,E,FR,ESP, IT, RU) Selbstverständlich

steht einem der Webshop

auch in verschiedenen Sprachen zur

Verfügung!

Ersatzteilmanagement

mit 24 Stunden

Verfügbarkeit

Ein SOFTwerk Techniker führt eine

Detailaufnahme der in den Anlagen

verwendeten Bauteile durch. Anschließend

wird vom Techniker eine

Tabelle erstellt, die einen Überblick

über alle eingesetzten Steuerungseinheiten

und Bauteiletypen verschafft.

Schließlich wird eine Verfügbarkeits-

und Servicierbarkeitsanaly-

TECHNIK

ELEKTROTECHNIK & ELEKTRONIK

se durchgeführt. Durch Optimierungsmaßnahmen,Datensicherungen

und individuelle Wartungsintervalle

lassen sich Anlagen stillstände

und Betriebsunterbrechungen vermeiden!

All diese Dienstleistungen

bietet die Firma SOFTwerk für Steuerungshersteller

wie z. B.: Siemens,

B&R, AEG, Allen Bradley, Klöckner

Moeller, Phönix, Omron, Mitsubishi

sowie Antriebstechnik der Firmen

Siemens, Danfoss, SEW u.v.m. an.

i Infos:

SOFTwerk Professional Trading Ltd

Durisolstrasse 7, 4600 Wels/Austria

EUR –Ing. Horst C. Neulinger

Mail: hc.neulinger@softwerk.at

Tel.: +43 (0) 7242/22 40 40-0

Fax: +43 (0) 7242/22 40 40-100

http://shop.SOFTwerk.at

shop@SOFTwerk.at

Testaufbauten

für verschiedene

Hersteller.

im Technikum

der Firma SOFTwerk

werden

Kundenanlagen

1:1 nachgebaut

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TECHNIK

ELEKTROTECHNIK & ELEKTRONIK

MOUNTAINMANAGER 7/2010

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Mit Fatzer zur

Bundesgartenschau 2011

Kaum ein Ereignis hat die fast 2000 Jahre alte Stadt Koblenz derart

in Bewegung gebracht wie die Bundesgartenschau, die hier vom

15. April bis 16. Oktober 2011 stattfinden wird. Es scheint, als finde

ein täglicher Wandel statt, der wohl am eindrucksvollsten in der

BUGA-Bahn

Koblenz.

Foto: Doppelmayr

Umgebung der Festung Ehrenbreitstein sichtbar wird.

Fatzer verbindet

Als einen der Höhepunkte der BUGA

darf man sicherlich schon heute die

atemberaubende Fahrt mit der Seilbahn

vom Deutschen Eck zur Festung

Ehrenbreitstein bezeichnen.

Auf der Suche nach einer attraktiven

und ökologisch sinnvollen Verkehrsverbindung

über den Rhein wurde

im klimasensiblen 21. Jahrhundert

der Seilbahn eine positivere Ökobilanz

als dem Pendelverkehr mit dem

Bus attestiert. Dem bereits 1951 angedachten

Vorhaben konnte grünes

Licht gegeben werden und die Dreiseilumlaufbahn

konnte im Jahr

2010 nach einer Bauzeit von 14 Monaten

in Betrieb gehen.

INTEGRA DATA.

Nicht nur die Umweltbilanz ist markant:

mit 7 600 Personen, welche

die Bahn mit ihren 18 Kabinen über

die 850 Meter lange Rheinüberquerung

pro Stunde transportieren

kann, ist der Firma Doppelmayr wieder

einmal ein Weltrekord gelungen.

Die 4 vollverschlossenen Seile vom

Typ INTEGRA wurden von Fatzer im

neuen Werk 2 in Romanshorn hergestellt.

Sie haben einen Durchmesser

von 54 mm und eine Gesamtlänge

von 4 540 Meter. Eines der Tragseile

ist vom Typ INTEGRA DATA und bietet

mit dem im Kern integrierten

Lichtwellenleiter eine Datenübertragungsrate

entsprechend einem 10

GBit-Ethernetnetzwerk.

Der im Tragseil eingebaute Lichtwellenleiter

(LWL) bringt dem Betreiber

eine ganze Reihe von Vorteilen. Einerseits

dient er als universelle Datenverbindung

zwischen Berg- und

Talstation, andererseits ersetzt er zusätzliche,

risikobehaftete Signal- und

Steuerseile bzw. teuere, aufwändige

Richtstrahlanlagen. Zusätzlichen

Nutzen bringt der LWL aber auch für

Dritte: So kann er zum Beispiel einem

Telecom-Provider als Miet-Leitung

zur Verfügung gestellt werden.

Anzahl und Art der Lichtwellenleiter

werden den örtlichen Bedürfnissen

und Kundenwünschen angepasst.

Je nach Anwendung können Singlemode-

oder Multimode-Fasern eingesetzt

werden:

. Singlemode-Fasern eignen sich

für die Übertragung sehr großer Datenmengen

(Computernetzwerke

10 GBit-Ethernet) auch über lange

Distanzen hinweg. Sie werden insbesondere

in der Telekommunikation

und für das Ticketing-/Kassensystem

eingesetzt.

. Multimode-Fasern sind – bei kurzen

Distanzen – bestens für Anwendungen

in der Bahnsteuerung geeignet.

Selbstverständlich lassen sich Single-

und Multimode-Fasern auch im gleichen

Röhrchen innerhalb des INTE-

GRA DATA-Seils kombinieren. In der

Praxis wurde so bereits eine Konfigu-


Vergusskopf INTEGRA DATA.

ration mit sechs Multimode-Fasern für die

Steuerung und zehn Singlemode-Fasern

für EDV, Video, Funk und Telefon realisiert.

Darüber hinaus bietet Fatzer auch die gesamte

Anschlusstechnik der LWL und gewährleistet

eine einwandfreie Funktion aller

Schnittstellen. Der Kunde muss lediglich

den benötigten Steckertyp angeben –

die Ingenieure von Fatzer konfigurieren

die gesamte Peripherie.

Nicht für die Ewigkeit

Wer einmal das Vergnügen haben will, aus

der Vogelperspektive in 40 Metern Höhe

die Rheinschifffahrt zu bestaunen, hat

hierfür allerdings nur noch bis in das Jahr

2013 Zeit. Danach soll diese Seilbahn wieder

abgebaut werden um den Status der

Stadt Koblenz als UNESCO-Weltkulturerbe

nicht zu gefährden.

i

Infos: www.fatzer.com

TECHNIK

ELEKTROTECHNIK & ELEKTRONIK

Verankerung INTEGRA DATA.

Fotos und Grafik: Fatzer

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7/2010 MOUNTAINMANAGER

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TECHNIK

ÜBERSCHNEEFAHRZEUGE

Michael Kuhn, Leiter der Entwicklungsabteilung

Kässbohrer Geländefahrzeug AG:

„Maximale Vorteile durch

Ökologie und Wirtschaftlichkeit“

Mit kommendem Jahr treten die Off-Road-Emissionsvorschriften für nicht straßengebundene

Maschinen mit der EU Abgasstufe 3B und der amerikanischen EPA Tier 4 interim in Kraft, 2014

sollen die EU Stufe 4 bzw. EPA Tier 4 final folgen. Die PistenBully-Flotte zeigt sich für die neuen

Anforderungen bestens vorbereitet. Michael Kuhn, Leiter der Entwicklungsabteilung der Kässbohrer

Geländefahrzeug AG, fasst im Gespräch mit dem Mountain Manager die wichtigsten

Punkte zusammen.

SCR-Technologie

im Überblick.

MOUNTAINMANAGER 7/2010

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MM-Frage: „Wie wichtig sind ökologische

Aspekte im Bereich der Pistenfahrzeuge?“

Michael Kuhn:

„Diese Aspekte sind uns schon immer

wichtig gewesen, auch in der

Vergangenheit. Dabei legen wir allerdings

Wert darauf, Ökologie und

Wirtschaftlichkeit zu verbinden.

Ökologie für sich allein genommen

ist ein hohes Ziel. Wenn aber dieses

hohe Ziel nur mit Mehrkosten für

den Kunden verbunden ist und keinen

Mehrwert bringt, würde sich

schnell die Frage stellen, ob man

sich Ökologie überhaupt leisten

kann. Deshalb glauben wir, dass

Ökologie nur in Verbindung mit

Wirtschaftlichkeit Sinn macht.“

MM-Frage: „Was sind hier die

Pluspunkte der PistenBully und wie

lange setzt man bei Kässbohrer

schon auf ‚Ökologie’?“

Kuhn:

„Der Vorteil bei unseren Fahrzeugen

ist, dass wir alle Baureihen, beginnend

beim PistenBully Paana über

den PistenBully 100, 400, 600 und

den PistenBully 600 Polar mit Partikelfilter

anbieten. Das heißt, man

kann bereits heute die beste verfügbare

Abgastechnologie wählen. Mit

dem Thema Ökologie beschäftigen

wir uns seit geraumer Zeit, also sicher

seit über 10 Jahren. Wie schon

erwähnt, haben wir dabei aber von

Anfang an Wert auf die Verbindung

Ökologie und Wirtschaftlichkeit ge-

legt, nur dann kann man maximale

Vorteile erzielen.“

MM-Frage: „Welche Abgasnormen

erfüllt die PistenBully Flotte

heute, welche Neuerungen stehen

bevor?“

Kuhn:

„Unsere komplette Fahrzeugflotte

erfüllt heute die EUROMOT Stufe

3A/Tier 3, die 2006 eingeführt wurde.

Unsere aktuellen Entwicklungen

gehen nun dahin, alle Fahrzeuge für

die nächste Stufe, die EUROMOT 3B

bzw. EPA Tier 4i, fit zu machen. Das

wird größere Auswirkungen auf die

Fahrzeuge haben, weil sich die Motorperipherie

deutlich verändern

wird, also etwa zusätzliche Bauteile

notwendig sind. Die neue Abgasstufe

wird mit 1. Januar 2011 in Kraft

treten.“

MM-Frage: „Wie und mit welcher

Technik reagiert Kässbohrer auf die

neuen Anforderungen?“

Kuhn:

„Das hängt vom Motorhersteller

ab. Beim PistenBully 600, 600 Polar

als auch beim PistenBully 100 verwenden

wir Mercedes-Benz-Motoren.

Hier werden die Anforderungen

von EUROMOT 3B mit der SCR-

Technologie, der Selektiven Katalytischen

Reduktion, erreicht. Dabei

wird in die Abgasstrecke eine wäss-


ige Harnstofflösung, AdBlue, eingespritzt.

Mit ihrer Hilfe erfolgt

dann im Katalysator die Umwandlung

der Stickoxide in natürliche

Bestandteile der Luft, also Wasserdampf

und Stickstoff. Dieses Verfahren

bedingt den Einsatz zusätz -

licher Bauteile wie z. B. einer Abgasanlage

aus Edelstahl, um der erhöhten

Korrosion durch den Harnstoff

vorzubeugen, eine aufwändige SCR-

Peripherie oder einer Druckluftanlage

zum Einspritzen der Harnstofflösung.

Beim PistenBully 400 und dem Formatic

350 kommen Cummins-Motoren

zum Einsatz. Hier werden die

Werte der Abgasnorm durch die

Abgasrückführungs/AGR-Technologie

erreicht. Dabei wird ein Teil der

Abgase gekühlt in den Motor rückgeführt,

um die Bildung von Stickoxiden

niedrig zu halten. Durch diese

Maßnahme wird allerdings die

Partikelmenge erhöht, sodass ein

Partikelfilter nachgeschaltet werden

muss.“

MM-Frage: „Werden sich diese umfangreichen

Änderungen nicht auch

auf den Preis auswirken müssen?“

Kuhn:

„Leider ja. Das ist allerdings nicht

nur durch die Abgasanlagen als solche

bedingt, sondern durch das

komplette Paket. Das beginnt mit

dem Grundmotor, geht über die zusätzlichen

Komponenten, die man

benötigt, und zusätzlichem Platzbedarf.

Alles in allem ergeben sich

Mehrkosten, die wir auch an die

Kunden weitergeben müssen.“

Michael Kuhn, Leiter Entwicklungsabteilung der Kässbohrer

Geländefahrzeug AG. Fotos: Kässbohrer Geländefahrzeug AG

MM-Frage: „In welchem zeitlichen

Rahmen werden sich die neuen Vorgaben

auf die Ausstattung der Pisten-

Bully auswirken?“

Kuhn:

„In Kraft tritt EUROMOT 3B bzw. Tier

4i am 1. Januar 2011. In Gesprächen

mit unseren Kunden haben wir aber

festgestellt, dass man dort vom Aufbau

der zusätzlich benötigten Infrastruktur,

also der AdBlue-Tanks, noch

in einem sehr frühen Stadium ist. Die

Kässbohrer Geländefahrzeug AG hat

deshalb beschlossen, das Jahr 2011

als Übergangsjahr einzuplanen, in

dem noch die bisherige Technologie

angeboten wird. Ab 2012 werden

dann alle Fahrzeuge gemäß Abgasstufe

3B zu haben sein.“

MM-Frage: „Welche Auswirkungen

hat die neue Norm auf die älteren

Fahrzeuge, muss man um- oder

nachrüsten?“

Kuhn:

„Nach europäischem Recht müssen

die Fahrzeuge nicht umgerüstet

werden. In Kalifornien gibt es allerdings

derzeit Überlegungen, dass

auch ältere Fahrzeuge nachgerüstet

werden sollen.“

MM-Frage: „Wie steht es um die

Entwicklung des dieselelektrischen

Antriebs, der zur letzten Interalpin

vorgestellt wurde?“

Kuhn:

„Zur Interalpin 2009 wurde die Studie

zum dieselelektrischen Antrieb

TECHNIK

ÜBERSCHNEEFAHRZEUGE

erstmals präsentiert. Im Winter

2010/11 stehen jetzt intensive Erprobungen

mit den Prototypen am

Programm. So soll es über einen längeren

Zeitraum Vergleichsfahrten

von dieselelektrisch betriebenen mit

herkömmlichen Modellen geben,

um aussagekräftige Praxisdaten

zum Minderverbrauch im gleichen

Skigebiet und bei gleichen Einsätzen

zu erhalten.“

MM-Frage: „Wo liegen die Vorzüge

des dieselelektrischen Antriebs?“

Kuhn:

„Wir sind überzeugt, dass wir mit

dem dieselelektrischen Antrieb unser

Ziel erreichen, Ökologie und

Wirtschaftlichkeit optimal zu verbinden.

Ein solcher PistenBully wird

dann das Pistenfahrzeug mit dem

weltweit geringsten Schadstoffausstoß

sein, weil sowohl Stickoxide

als auch Partikel auf sehr niedrigem

Niveau gehalten werden können

und weil der Kraftstoffverbrauch

minimiert wird. Ein solcher Pisten

Bully wird zwar einen höheren Preis

haben als ein herkömmlicher

PistenBully, doch kann der Kunde

durch den geringeren Kraftstoffverbrauch

von einer vernünftigen

Amortisationszeit ausgehen. Wir

rechnen damit, dass sich ein Pisten

Bully nach der Hälfte seiner durchschnittlichen

Einsatzzeit amortisiert

hat, sodass der Kunde dann sogar

noch zusätzlichen Gewinn machen

kann.“ dwl

So funktiniert

die AGR-Tech -

nologie.

7/2010 MOUNTAINMANAGER

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TECHNIK

ÜBERSCHNEEFAHRZEUGE

MOUNTAINMANAGER 7/2010

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PRINOTH Beast auf internationalem Erfolgskurs:

70. Fahrzeug verkauft

Nach seiner erfolgreichen Einführung auf dem europäischen Markt im Jahre 2009, ist der Beast seit

2010 nun auch in Nordamerika, Norwegen, Russland und Japan unterwegs und begeistert immer

mehr Kunden von seinen außergewöhnlichen Fahrleistungen. Mittlerweile hat PRINOTH bereits den

70. Verkauf des Beast verzeichnen können – ein Aufwärtstrend, der sich als stetig erweist.

V. l. n. r.: Ing. Michael Emberger,

Gesamtleitung Technik & Prokurist

Bergbahnen Flachau GmbH, Oskar

Schenk, Marketing- und Vertriebsvorstand

PRINOTH, Franz Krenmayr,

Verkauf Österreich Ost, Hans Maierbrugger,

Verkaufsleitung Österreich

und Bayern. Fotos: PRINOTH

Dass immer mehr Kunden von der

Innovationskraft des Beast überzeugt

sind und von einer höheren

Flächenleistung durch mehr Arbeitsbreite

profitieren möchten, bestätigt

ein Blick nach Österreich:

Nachdem in der letzten Wintersaison

2009/2010 die Kreischbergbahnen

den ersten Beast in Österreich

gekauft haben, hat sich kurz

darauf auch die Flachau entschieden,

ein solches Fahrzeug anzuschaffen.

Die Begeisterung hat sich

herumgesprochen, weitere Skigebiete

zogen nach: Auch die Planai

Bergbahnen haben sich zwei Beast

angeschafft, auf der Turracher Höhe

ist ein Fahrzeug im Einsatz und auf

der Reiteralm wurden zwei Beast, eines

davon mit Winde, gekauft.

Nachdem die Bergbahnen Flachau

GmbH das Fahrzeug eine Saison stetig

im Einsatz hatte, hat man sich

dazu entschlossen den Fuhrpark für

die Saison 2010/2011 mit einem

weiteren Beast aufzustocken. „Dieses

Vertrauen beweist mehr denn je,

dass uns viele Kunden ihr Vertrauen

schenken, indem sie zu Wiederholungskäufern

werden“, freut sich

der PRINOTH Marketing- und Vertriebsvorstand

Oskar Schenk und

verweist auf weitere internationale

Topkunden wie die Aspen Mountains,

das Okemo Mountain Ski Resort,

Téléverbier SA und Val d’Isère.

Auch Ing. Michael Emberger, Technischer

Leiter der Bergbahnen Flachau

GmbH, ist von der Leistung

des Beast überzeugt: „Durch die topographischen

Gegebenheiten und

den hohen Ausbaugrad findet man

in der Flachau hauptsächlich breite

Pisten vor. Dadurch bieten sich Pistenfahrzeuge

mit hoher Arbeitsbreite

und großer Flächenleistung

selbstverständlich an.“

Perfekte Pisten

Kostenersparnis und Arbeitsökonomie

sind immer wichtiger werdende

Schlagwörter, die in der Praxis nicht

mehr weg zu denken sind. Die von

PRINOTH jährlich stattfindenden


Test Drive Days, bei denen die Fahrer

ihr Können und Wissen rund um

die Pistenpräparierung erweitern

und sich mit Themen wie Arbeitsökonomie

und perfekte Pistenpräparierung

in Theorie und Praxis beschäftigen,

bieten die optimale Ergänzung

zum Fahrzeug selbst.

Denn nicht nur die Qualität der

Fahrzeuge, sondern auch die Qualität

der Fahrweise spielt für das Skigebiet

eine entscheidende Rolle,

um höchsten Qualitätsanforderungen

gerecht zu werden. „Wir müssen

unseren Kunden täglich eine

perfekte Piste bieten, der Pistenfahrzeugfahrer

muss mit Leidenschaft

dabei sein, muss bestens geschult

und ausgebildet sein, um Tag für

Tag optimale Pistenergebnisse liefern

zu können“, weiß Michael Emberger.

„Zudem sind wir mit der

Steigfähigkeit des Beast in der Lage,

1/3 der Windenstunden einzusparen

– eine enorme Kosten- und Zeitersparnis.“

Weiters überzeugt der Beast durch

seine Steigfähigkeit bei jeder Schnee-

TECHNIK

ÜBERSCHNEEFAHRZEUGE

art sowie seine außergewöhnliche Schubleistung bei der Präparierung von

Kunstschnee, was gerade bei schneearmen Wintern immer mehr an Bedeutung

gewinnt.

PRINOTH bedankt sich bei all seinen Kunden für das entgegengebrachte

Vertrauen und wünscht eine erfolgreiche und sichere Saison!

Der Beast in

Aktion.

7/2010 MOUNTAINMANAGER

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TECHNIK

ÜBERSCHNEEFAHRZEUGE

MOUNTAINMANAGER 7/2010

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Arctic Cat ATV-Spezial:

Raupen statt Räder:

Quads im Winterbetrieb

Die Durststrecke für Quad-Fahrer ist

vorbei: Wer auch im Winter nicht auf

sein ATV-Vergnügen verzichten und

sein Quad-Fieber voll ausleben will,

kann dies ganz leicht bewerkstelligen

– die Räder werden einfach auf Rau-

penbetrieb umgestellt und raus

geht’s ins Gelände. Damit ist kein

Schnee zu tief und mit der Raupe ist

man immer oben auf.

Die Fundgrube

Gebrauchte Doppelmayr

Schlepplift-Teile aller Art

An- und Verkauf

Instandsetzung v.

Doppelmayr

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E-Mail: siegrid.braun@skilift-weitnau.de

Ungebremster Spaß im Schnee – ATV mit Raupenantrieb. Fotos: Arctic Cat

Wer den Schnee nur vom Motorschlitten kennt, sollte sich auch

mal den ATV-Raupenantrieb zu Gemüte führen. Das Fahrgefühl ist

wieder ein bisschen verschieden – statt auf einer Raupe wie beim

Schlitten ist man auf 4 Raupen unterwegs. Außerdem sitzt man höher

und erlebt damit den Schnee auf eine ganz eigene Art und Weise.

Fest steht auf jeden Fall eines: Wer mit seinem Gerät auch im

Winter das Gelände unsicher machen will, sollte den Weg zu seinem

Arctic Cat Partner nicht scheuen.

Ihr Arctic Cat-Partner bietet für jeden Geschmack die richtige Auswahl

– vom robusten Arbeitsgerät bis zum wendigen Sportflitzer.

Grenzenlose Freiheit auch im Winter – mit der Raupe kein Problem.


Somit der beste Weg, sich auf die neue Quad-Sommersaison einzustellen

und gut vorbereitet das nächste Jahr in Angriff zu nehmen.

Arctic Cat: Bearcat Z1 XT Limited

Achtung: Zeitlich begrenzte Sonderausgabe!

Die Zeit läuft – wer vom neuen Bearcat Z1 XT Limited Edition noch

nichts gehört bzw. diesen noch nicht Probe gefahren hat, sollte

dies schleunigst nachholen. Eine solche Gelegenheit bekommt

man nämlich nicht alle Tage, diese Extraportion unter seine Fittiche

zu bekommen. In dieses Sondermodell wurde alles hineingepackt,

was das Herz des Motorschlitten-Fans höher schlagen lässt. Ein

dritter Sitz, der neue rückseitige Packsack, der Motor-Vorwärmer,

der beheizbare Fahrersitz, das digitale Armaturenbrett und das extragroße

Windschild. Ausgehend von der überlegenen Bearcat-

Technologie (auf Basis des körperschonenden Twin Spar Chassis

und des kraftvollen Z1-Viertaktmotors) wurde zusätzlich an den

Touring-Qualitäten geschraubt. Das ergibt ein Luxus-Fahrgefühl

BEARCAT Z1 XT LIMITED EDITION

Alle Extras auf einen Blick:

. 4 Takt Motor (123 PS)

. Motor-Vorwärmer

. Planetengetriebe

. 3. Sitzplatz

. Stabilisatoren

. Breitere Raupe (50 cm)

Snopex SA

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Sottobisio

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. Beheizbarer Fahrersitz

. Rückseitiger Packsack

. Extrem hohes Windschild

. Breitere Skier

. Optimale Tiefschnee-

Eigenschaften

WEITERE INFORMATIONEN:

Holleis Handels GmbH

Saalfeldner Straße 41

A-5751 Maishofen

Telefon:

+43 (0) 6542/683 46–0

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TECHNIK

ÜBERSCHNEEFAHRZEUGE

der Sonderklasse und man merkt schon beim Wegfahren, dass

bei diesem Schlitten an allen Ecken und Enden gedreht wurde,

um der Bezeichnung „Sondermodell“ wirklich gerecht zu werden.

Also: Wer schweben will statt nur fahren, sollte so bald wie

möglich seinen Arctic Cat-Partner aufsuchen, um zumindest

zu spüren, wie es sich in der Königsklasse fährt.

7/2010 MOUNTAINMANAGER

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TECHNIK

ÜBERSCHNEEFAHRZEUGE

Bacher Harald GmbH:

Top-Service vom Spezialisten

Technisches Know-how, Top- Service und Zuverlässigkeit sind die Vorzüge der Bacher Harald GmbH,

die man in der Branche schätzt. Sie werden täglich unter Beweis gestellt.

MOUNTAINMANAGER 7/2010

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Die vielen Stammkunden der Bacher

Harald GmbH wissen, was sie vom

Unternehmen erwarten dürfen:

Top-Service, Qualität und Zuverlässigkeit

sind bei Harald und Willi Bacher

und ihrem Team nicht nur

Schlagworte, sondern täglich gelebte

Firmenphilosophie. „Service ist

nicht alles, aber ohne Service ist alles

nichts“, bringt dann auch Harald Bacher

seine jahrelange Erfahrung am

Motorschlittensektor auf den Punkt.

Deshalb hat man von Anfang an

nicht nur den Verkauf mit perfekter

individueller Beratung und die optimal

angepasste Motorschlittenausstattung

für jeden Anwendungszweck

in den Mittelpunkt der Aktivitäten

gestellt, sondern auch zuverlässigen

Service und Erreichbarkeit.

Mit diesem Standpunkt, der seit Jahren

praktiziert wird, gilt das Unternehmen

sowohl als Vorreiter bei der

Profi-Ausstattung von Motorschlitten

als auch beim Service.

Da die Bacher Harald GmbH die Anforderungen

für so unterschiedliche

Bereiche wie Bergbahnunterneh-

men, Hüttenwirte, Jäger, Skifirmen

oder Rettungsorganisationen abdeckt,

sind profundes Wissen, ständige

Weiterbildung und hohe Einsatzbereitschaft

für Geschäftsführung

und Mitarbeiter unabdingbar.

Auch dafür ist die Bacher Harald

GmbH bestens gerüstet, hat man

sich doch völlig auf Motorschlitten

und damit Beratung, Verkauf und

Service spezialisiert.

Solide Basis

13 eingespielte Mitarbeiter sorgen

dafür, dass Anfragen oder Problemstellungen

sofort behandelt werden

können. Dazu verfügt man im Unternehmen

über 5 Handwerksmeistertitel

und gewachsenes Knowhow,

das jederzeit abrufbar ist. Mit

einer ständigen Aus- und Weiterbildung

des Teams wird dafür gesorgt,

dass man immer am neuesten Stand

der Technik ist.

Der Firmen-Fuhrpark wurde ebenfalls

speziell auf Motorschlitten und

deren Betreuung abgestimmt. Wenn

die Service-Mitarbeiter für den Kun-

Mitarbeiter und Familie ziehen bei der

Bacher Harald GmbH an einem Strang.

Foto: Bacher Harald GmbH

den unterwegs sind, haben sie deshalb

immer alles Nötige an Board.

Dabei legt man auch Wert darauf,

schnell und flexibel reagieren zu

können. Die wesentlichen Ersatzteile

sind daher immer lagernd und stehen

auf Abruf zur Verfügung.

Prestigeträchtiger Preis

Die Einsatzbereitschaft der Bacher

Harald GmbH blieb auch dem Hersteller

BRP nicht verborgen. So wurde

man 2008 als „beste Werkstatt

mit bestem Service in Mitteleuropa“

ausgezeichnet – eine Ehre, die hoch

einzuschätzen ist. Schließlich ist BRP

ein weltweit tätiges Unternehmen,

das stolz darauf ist, nicht einfach nur

neue Produkte zu entwickeln, sondern

Maßstäbe am Markt zu setzen.

Vor diesem Hintergrund stellt BRP

auch an seine Partnerbetriebe hohe

Anforderungen, die genau überprüft

werden. Die Bacher Harald

GmbH hat auch hier überzeugt.

i Infos:

www.bacher-skidoo-metall.at


Das neue verzinkt/trockene Pistenwindenseil

PYTHON 6R+F-V für

Trommelwinden, für das PFEIFER in

Österreich die Generalvertretung

hat, konnte seit seiner Markteinführung

in der Saison 2009/10 voll

überzeugen. Immerhin wurden bisher

schon über 11 000 m Seil zur absoluten

Zufriedenheit der Betreiber

verkauft.

Der Ursprung dieses Seiles, das

durch Robustheit und Flexibilität

gleichermaßen punktet, liegt im anwendungsverwandtenForstbereich.

PYTHON-Forstseile bewähren

sich seit Jahrzehnten weltweit und

millionenfach unter härtesten Bedingungen

und können sich auch

gegen nachfolgende Produkte erfolgreich

behaupten.

Bevor dieses Seil für den Einsatz bei

Pistenwinden angeboten wurde,

hat man es konsequent für diesen

Zweck optimiert. Auf diese Weise

steht nun ein Produkt zur Verfügung,

das in der Praxis überzeugt.

Die Vorzüge

Das Windenseil PYTHON 6R+F-V ist

eine verzinkt/trockene, für den Einsatz

auf Trommelwinden optimierte

Spezialkonstruktion. Dabei vereint

die neuartige Seilkonstruktion die

äußere Robustheit einer Seale-Konstruktion

mit der Flexibilität einer

Filler-Konstruktion. Die äußerst glatte

Oberfläche der Außenlitzen, die

durch einen speziellen Verdichtungsprozess

erreicht wird, wirkt

außerdem einem vorzeitigen Verschleiß

durch mechanische Beanspruchung

entgegen. So zeigt sich

das 6-litzige Seil äußerst flexibel und

biegewechselfreudig bei extremer

Robustheit in der Außenlage.

Bewährte Technik

Neben dem neuen PYTHON 6R+F-V

hat PFEIFER weiterhin das bewährte

Seil D265C für Spillkopfwinden im

Programm. Dieses 8-litzige, verdichtete

Seil ist durch seine kunststoffummantelte

Stahleinlage und

doppelparallele Machart in Verbindung

mit der verzinkt/trockenen

Oberfläche speziell für den Einsatz

auf Spillkopfwinden entwickelt worden

und bewährt sich mittlerweile

seit vier Saisonen.

Dazu bieten die Spezialisten von

PFEIFER persönliche Schutzausrüstung

gegen Absturz bzw. für die

Evakuierung von verunfallten Personen,

Produkte zum Heben und Be-

TECHNIK

ÜBERSCHNEEFAHRZEUGE

Für Pistenfahrzeuge stellt der Windenbetrieb eine besondere

Herausforderung dar, wobei der Seil qualität

größte Bedeutung zukommt. Die PFEIFER Seil- und

Hebetechnik GmbH hat für Windenfahrzeuge

Spezialprodukte im Angebot.

PYTHON 6R+F-V. Foto: PFEIFER Seil- und Hebetechnik GmbH

PFEIFER Seil- und Hebetechnik GmbH:

Voller Erfolg für PYTHON 6R+F-V

wegen schwerer Lasten von oben

und unten, Anschlagmittel für Hallenkrane,

Prüfservice für Anschlagmittel

und Lastaufnahmemittel entweder

direkt beim Kunden oder stationär

in Asten.

35 Jahre in Österreich

„Wir bringen Technik in Anwendung“,

so lautet das Motto der

PFEIFER Seil- und Hebetechnik

GmbH mit Sitz in Asten/Oberösterreich,

die letztes Jahr ihr 35-jähriges

Firmenjubiläum feiern konnte.

Nach einem leichten Umsatzrückgang

im Jahr 2009, der durch die

schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

ausgelöst wurde,

peilt der Premiumanbieter 2010

wieder ein deutliches Wachstum an,

das nach Einschätzung von Geschäftsführer

Michael Stadler auch

durchaus realistisch ist.

i Infos:

PFEIFER Seilund

Hebetechnik GmbH

Harterfeldweg 2

A-4481 Asten

Telefon: +43(0)7224–66224-DW

Telefax: +43(0)7224–66224–13

Homepage: www.pfeifer.info

7/2010 MOUNTAINMANAGER

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TECHNIK

SCHNEEHÖHENMESSUNG

FIS Alpine Ski-WM GAP2011 in

Garmisch vertraut auf snowMeter ®

Die FIS Alpine Ski-WM GAP2011 rückt

immer näher und die damit verbundene

Anspannung und Vorfreude ist in Gar-

misch-Partenkirchen schon stark spürbar.

Die Vorbereitungsarbeiten laufen auf

Hochtouren um bei der Abwicklung der

geplanten Rennen und Events nichts dem

Zufall überlassen zu müssen. Auch bei der

Beschneiung und Präparierung der WM-

Pisten wird höchste Qualität verlangt.

Daher wird für die WM-Pisten erstmalig

die Schneehöhenmessung snowMeter ®

auf vier Pistengeräten verwendet – ein

Meilenstein für die verantwortlichen

Pistenchefs, Schneimeister, Betriebsleiter

und eine wertvolle Unterstützung für die

Sicherstellung der besten Pisten für die

MOUNTAINMANAGER 7/2010

70

Pistenfahrzeug mit snowMeter. Fotos: Klenkhar & Partner

Weltmeisterschaft.

Seit 2001 ist das Ingenieurbüro

Klenkhart & Partner Consulting ZT

GmbH aus Absam in Tirol, für die

Planung, die Bauaufsicht, sowie die

Oberbauaufsicht der Umbau und

Ausbau der Rennpisten, der Beschneiungsanlagen

und der erforderlichen

Infrastrukturen für die

WM in Garmisch tätig. Klenkhart &

Partner konnte immer wieder durch

die hohe Planungsqualität, der

langjährigen Erfahrung mit den Beteiligten

sowie der Flexibilität überzeugen.

Dass die Skigebietsbetreiber

qualitativ hochwertige Arbeit

verlangen, wurde mit der Entscheidung,

die Ski-WM GAP2011 mittels

der snowMeter ® Schneehöhenmessung

auszustatten bestätigt.

snowMeter ® ist ein auf GPS-Komponenten

basierendes Schneehöhenmesssystem,

welches nur dann

hochgenau arbeiten kann, wenn die

Qualität der GPS-Hardwarekomponenten

(GPS-Empfänger, Funkgerät,

Baisstation) einerseits, sowie

auch die Auswertungssoftware und

das dahinterstehende Fachwissen

andererseits gegeben ist. Durch die

Verwendung von industrieerprobten

Hardwarekomponenten von

Trimble, als auch der professionellen

Bearbeitung der Basisdaten durch

die Professionisten der Fa. Klenkhart

sowie Trimble, Sitech-Süd und Geodaesie

Austria steht einer exakten

Schneehöhenmessung nichts mehr

im Wege. Um den optimalen Einsatz

schon von Anfang an gewährleisten

zu können, erfolgt die Umsetzung

schon zu Beginn der Saison. Dadurch

können sich die Pistengerätefahrer

auf die herannahende Herausforderung

und den Einsatz von

snowMeter ® während der Ski-WM

bestens vorbereiten. Zusätzlich gibt

es professionelle Unterstützung

durch Klenkhart, Sitech-Süd sowie

Trimble, um die erfolgreiche Implementierung

und Nutzung auf hohem

Niveau sicherzustellen.

Präzision im

Zentimeterbereich

snowMeter ® verwendet die vorhandenen

GPS-Satelliten, um eine

Position des Pistengerätes, im Prinzip

ähnlich wie im GPS-Navigationsbereichen

im Automobilsektor,

abzubilden. Die Unterschiede zu

diesen Geräten liegen eindeutig in

der Genauigkeit sowie der Einsatzfähigkeit

von – 40 bis +60°C. Diese

hochwertigen GPS-Empfänger von

Trimble werden am Pistengerät

verbaut und exakt eingemessen,

um eine genaue 3D-Lageposition

zu erhalten. Damit von einer Präzision

im cm-Bereich gesprochen

werden kann, ist eine GPS-Basisstation,

welche einen Fixpunkt im Skigebiet

darstellt und permanent

Korrekturdaten an die Pistengeräte

übermittelt, notwendig. Durch das

Wissen um die exakte Position des

Pistengerätes können Schneehöhen

unmittelbar unter dem Gerät

errechnet werden. Um als Endergebnis

eine flächendeckende

Schneehöhe bekommen zu können,

ist das Erstellen eines digitalen

Geländemodells Grundvoraussetzung.

Je genauer das Geländemodell

aufbereitet wird, umso genauer

wird die Schneehöhe errechnet

und angezeigt. Diese kann einer-


seits auf einem Monitor im Pistengerät

oder im Auswertemodul

snowMeter-Analyzer ® angezeigt

werden. Das System snowMeter ®

wurde so konzipiert, dass es den

hohen Anforderungen der heutigen

Zeit gewachsen ist.

Bohren nicht

mehr notwendig

Durch den Wandel der Zeit, werden

die Anforderungen im Hinblick auf

hohe Pistenqualitäten sowohl für

den Skitouristen, die Rennläufer als

auch für die FIS immer wichtiger.

Nicht zuletzt aufgrund der immer

prekärer werdenden Situation betreffend

Ressourcenschonung (Wasser,

Energie, Manpower,) welche im

Speziellen bei der Vorbereitung einer

Rennpiste eher etwas in den

Hintergrund gerückt wird, muss auf

diese Sichtweise ab heute nicht

mehr verzichtet werden. Der Einsatz

von snowMeter ® ermöglicht es, flächendeckende

Informationen über

die Schneehöhe sowie die Schneehöhenverteilung

über die gesamte

Saison hinweg zu erhalten. Mit Hilfe

dieser Informationen können die

Pisten zielgerichtet für den normalen

Winterbetrieb vorbereitet werden.

Speziell bei der Herstellung der

WM-Rennpisten kann somit eine flächendeckende

Schneehöhe generiert

und visualisiert werden, ohne

dabei in den Schnee bohren zu

müssen.

Spielend leicht und in unterschiedlichen

Darstellungsvariationen ist es

möglich, die Schneehöhen flächendeckend

darstellen zu lassen. Dem

Pistengerätefahrer wird die Möglichkeit

geboten in Echtzeit auf ungünstig

verteilte Schneehöhen aufmerk-

sam zu werden und diese im Zuge

der laufenden Präparierungsarbeiten

zu beseitigen. Aber nicht nur die Pistengerätefahrer,

sondern auch die

Betriebsleiter, Schneimeister und sogar

Renndirektoren der FIS können

das System snowMeter ® durch die

pumpstationen aus einer hand

TECHNIK

SCHNEEHÖHENMESSUNG

Auswertesoftware snowMeter-Analyzer

® unterstützend und gewinnbringend

einsetzen.

Man kann auf die erfolgreiche Umsetzung

von snowMeter ® und deren

positive Effekte bei der Alpinen Ski-

WM GAP2011 gespannt sein! go

WM-Piste in

Garmisch

Partenkirchen.

Single GPS-Funk.

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7/2010 MOUNTAINMANAGER

71


TECHNIK

BESCHNEIUNG

IDE-Snowmaker:

Erfolgreicher Herbsteinsatz am

Pitztaler Gletscher und in Zermatt

Diesen Herbst konnte der IDE-Snowmaker aus Israel seine Leistungsfähigkeit zur temperaturunab -

hängigen Schneeproduktion am Pitztaler Gletscher und in Zermatt eindrucksvoll unter Beweis stellen.

MOUNTAINMANAGER 7/2010

72

Die von IDE hergestellte Verbindungspiste im Pitztal. Fotos: Viehauser

Zermatt gelang die Schneeverbindung

vom Gletscherrand zur Station

Trockener Steg nach 9 Tagen.

Am Pitztaler Gletscher

ist ein neues

Pneumatisches

Schneeverteilsystem

im Einsatz.

25 Tage Betrieb

am Pitztaler Gletscher

Anfang September wurde der IDE-

Snowmaker in Betrieb genommen.

Vorerst wurde der produzierte

Schnee als Depot angelegt, um die

Schmelze bei Temperaturen teilweise

über 20°C so gering wie möglich zu

halten. Als sich Ende September eine

Kaltfront näherte, wurde der Schnee

mit Pistenmaschinen verteilt. Es entstand

eine Piste von knapp 1 km

Länge. Gemeinsam mit dem im Frühjahr

angelegten und abgedeckten

Schneedepots konnte die angestrebte

Verbindung der beiden Gletscher

hergestellt werden. Bereits Anfang

Oktober gelang es somit, alle Seilbahnanlagen

und Pisten in Betrieb zu

nehmen. Die Piste erwies sich bei der

nachfolgenden Warmwetterperiode

als sehr stabil und widerstandfähig.

Insgesamt war der IDE-Snowmaker

ca. 25 Tage in Betrieb. Je nach Erfor-


dernis kann die Anlage jederzeit wieder

in Betrieb genommen werden. Dr. Hans

Rubatscher, Geschäftsführer Pitztaler Gletscherbahnen:

„Der Snowmaker hat uns

sehr geholfen, den frühen Saisonstart mit

allen Anlagen zu ermöglichen“.

Zermatt:

Ziel nach 9 Tagen erreicht

Der IDE-Snowmaker wurde am 30. September

in Betrieb genommen. Das Ziel,

eine stabile Schneeverbindung vom Gletscherrand

zur Station Trockener Steg her-

zustellen, konnte bereits nach 9 Betriebstagen

erreicht werden. Am 9. Oktober

wurde die Rückfahrpiste vom Gletscherskigebiet,

welches den ganzen Sommer offen

war, zur Station Trockener Steg geöffnet.

Christen Baumann, CEO Zermatt

Bergbahnen: „Für die Skitests, welche am

9. Oktober begonnen haben, ist dies eine

erhebliche Komfortverbesserung.“

Der Skiwechsel auf dem Trockenen Steg,

wo 1 000 Paar Skis bis Ende November

zum Testen zur Verfügung stehen, wird

dadurch stark vereinfacht. Die Verbin-

Stark: AEP und PowerGIS

beschließen Kooperation

Markus Egger hat sich seine Sporen im

Seilbahnbereich, in dem er seit nunmehr

knapp 20 Jahren tätig ist, zunächst 12 Jahre

als Seilbahn-Betriebsleiter und die letzten

8 Jahre für TechnoAlpin im Bereich Beratung

und Verkauf von Beschneiungsanlagen

verdient.

Die freie Entscheidung für die neue Aufgabe

sieht Markus Egger als sehr motivierende

und herausfordernde Tätigkeit an. Dabei

wird er Bogen überspannend im Vertrieb

von einerseits Planungsleistungen

auf höchstem Qualitätsniveau von AEP bis

andererseits hin zur optimalen Piste mit

dem optimierenden, effizienzsteigernden

sowie ressourcenschonenden Pistenmanagement

von PowerGIS seine Erfahrungen

zum größtmöglichen Kundennutzen

einbringen.

Ganzheitliche

Betrachtung der „Piste“

Der Nutzen für die Kunden, der sich bei einer

Zusammenarbeit mit den beiden Unternehmen

AEP und PowerGIS, die sich

höchster Qualitätsstandards bei gleichzeitig

maßgeschneiderten Lösungen verschrieben

haben, ergibt, besteht in ganzheitlicher

und konzeptioneller Betrachtungsweise

des Bereichs „Piste“.

Das beginnt bei einer Begehung vor Ort,

geht weiter über eine gebietsspezifische

Machbarkeitsstudie, Projektentwicklung,

effiziente und rasche Behördenverfahren,

Detailplanung- und Ausschreibung aller

Teilbereiche, Vergabeverhandlungen, Bauoberleitung

und -Überwachung bis hin zur

Entwicklung und Umsetzung von Schneistrategien

mit den Tools des Pistenmanagements.

Letztere stellen ja eigentlich den

entscheidenden Wettbewerbsvorteil für

die Betreiber dar, indem sie beste Pisten

und ungetrübtes Wintersportvergnügen

für die Gäste anbieten können. Durch diese

optimal geplanten Maßnahmen wird der

Kunde den o. e. Wettbewerbsvorteil spür-

TECHNIK

FIRMEN NEWS

dungspiste ist knapp 600 m lang, die

Schneehöhe beträgt mehr als einen Meter.

Pneumatisches

Schneeverteilsystem

Diesen Herbst wurde auch ein neu entwickeltes

pneumatisches Schneetransportsystem

im Pitztal erfolgreich zum Einsatz

gebracht. Das System erwies sich als überaus

effektiv, der Schnee kann an unterschiedliche

Orte transportiert werden,

was eine nachträgliche Präparierung erheblich

erleichtert.

Das Ingenieurbüro AEP aus Schwaz und die Fa. PowerGIS aus Salzburg haben kürzlich eine Kooperation

im Bereich Alpintechnik geschlossen. Als Bindeglied der beiden Unternehmen fungiert ab Oktober

2010 Markus Egger – seines Zeichens kein Unbekannter in der österreichischen Seilbahnlandschaft.

Diese neue Kooperation

wird man

sich merken müssen

(v. l. n. r.): Robert

Sölkner (GF Power-

GIS), Markus Egger,

DI Mario Seebacher

(AEP) und Robert

Wendlinger (GF

AEP). Foto: mak

bar erkennen und mit seinen perfekten

„Pisten“ ausspielen können.

Es ist die oberste Devise und gleichzeitig

das Leitbild der Kooperation AEP und

PowerGIS, dieses Konzept und die damit

verbundenen Vorteile gemeinsam mit

den Seilbahnkunden auszuarbeiten. Somit

steht den Seilbahnunternehmen ein

starker Partner zum Thema Pistenbewirtschaftung

von der Planung über den Bau

bis hin zum Ressourcen-Management zur

Verfügung! rw

7/2010 MOUNTAINMANAGER

73


TECHNIK

BESCHNEIUNG

Ingenieurebüro ILF aus Rum

plant Großprojekt in Sölden

450 000 m 3

Speicherteich

im Hot Spot

der Alpen

Am Tiefenbachgletscher in Sölden entstand auf 2 920 m Höhe etwas oberhalb des erneuerten Bergrestaurants

einer der größten Speicherteiche der Alpen mit 450 000 m 3 Volumen und 17 m Tiefe! Mit

dem gespeicherten Wasser können die Schneeerzeuger nahezu im gesamten Skigebiet versorgt werden.

Nach nur zweijähriger (reduzierter) Bautätigkeit und dank enormen Einsatzes aller Beteiligten

konnte die Erstfüllung Mitte September 2010 und die Inbetriebnahme Anfang November termingerecht

durchgeführt werden. Die Planung und Realisierung oblag der ILF aus Rum, die seit 1984 – in Kooperation

mit Dr. Wechsler – alle Schneeanlagen für die Bergbahnen Sölden konzipiert.

www.ilf.com

SCHNEEANLAGENPLANUNG

■ Interdisziplinäre Gesamtplanung aus einer Hand

■ Beschaffung der Schlüsselkomponenten inkl.

Ausschreibung und Vertragswesen am freien Markt

■ Unterstützung der Örtlichen Bauaufsicht

■ Leitung der Inbetriebnahme

MOUNTAINMANAGER 7/2010

74

FASZINATION ENGINEERING

■ Zusammenstellung der Betriebs- und Wartungsunterlagen

ILF Beratende Ingenieure ZT GmbH

Feldkreuzstraße 3 Tel. +43 (512) 24 12 - 0

6063 Rum bei Innsbruck Fax +43 (512) 24 12 - 5900

Österreich Email info@ibk.ilf.com

Der neue Speicherteich „Panorama“ in Sölden fasst 450 000 m 3

Wasser. Fotos:ILF

„Nach der Planung und Realisierung der großen und sehr leistungsfähigen

Schneeanlage am Rotkogl mit dem dortigen Speicherteich

Rotkogl in den Jahren 2006 und 2007 wurde ILF mit weiteren

Planungstätigkeiten für den Rettenbach- und Tiefenbachgletscher

beauftragt. Nachdem der Weltcup-Auftakt im Oktober

2006 aufgrund der schwierigen Witterungsverhältnisse abgesagt

wurde, entschied die Ötztaler Gletscherbahn (ÖGLB) die umgehende

Planung der Schneeanlage Rettenbachgletscher. Da zu diesem

Zeitpunkt kein geeigneter Speicherteich-Standort zur Verfügung

stand, wurde im Jahr 2007 die Schneeanlage am Rettenbachgletscher

für die Weltcup-Piste nach einer sehr intensiven Planungs-

und Umsetzungszeit realisiert. Das Wasser für diese Schneeanlage

wird vom Speicherteich Rotkogl bezogen“, beschreibt ILF-

Geschäftsführer Alexander Speckle die Vorgeschichte. Bereits

2005 beschäftigten sich die ÖGLB mit der Suche nach einem

Schnappschuss während der Bauphase.


weiteren Speicherteich-Standort

im Gletscherbereich. Zuerst wurde

am Rettenbachgletscher ein Standort

ausgemacht, der jedoch nach

geologisch-geotechnischen Untersuchungen

aufgrund des Permafrost-Vorkommens

nicht weiter

verfolgt wurde. Schließlich entschied

ÖGLB die Planung am Tiefenbachgletscher

an einem Standort

auf ca. 2 920 m unmittelbar unterhalb

des Gletschers.

Die Entwicklungsabteilung von Techno-

Alpin sucht die beste Lösung für alle

Anforderungen des Schneemachens.

Der enge Schneiwinkel des neuen Lanzenkopfes

eignet sich besonders für

Rodelbahnen, schmale Skiwege und

Sprungschanzen. Fotos: TechnoAlpin

Dammhöhen bis 25 Meter

Aufgrund der Dammhöhen bis 25

m musste das Projekt bei der Staubecken-Kommission

beim Bundesministerium

für Land- und Forstwirtschaft,

Umwelt- und Wasserwirtschaft

in Wien eingereicht werden.

Dazu fanden im Sommer 2008

Begehungen mit den Berichterstattern

der Staubecken-Kommission

statt. Das Projekt wurde unter Zugrundelegung

des hohen Qualitätsanspruches

der Staubecken-Kommission

von ILF ausgearbeitet und

in der Sitzung Ende März 2009 positiv

behandelt. Im Mai 2009 fand

schließlich die wasser- und naturschutzrechtlicheBewilligungsverhandlung

durch das Amt der Tiroler

Landesregierung als federführende

Behörde statt. Die Teichabdichtung

wurde aufgrund des hohen Volumens

und der Steilheit nicht mit Folie,

sondern mit Asphalt ausgeführt

(WALO Bertschinger AG, Zürich).

Auch Gletscher stabilisieren

Insgesamt 9 Millionen Euro investierten

die Ötztaler Gletscherbahnen in

den neuen Speichersee „Panorama“,

TECHNIK

BESCHNEIUNG

der das künftige Rückgrat der Schneeanlagen von ganz

Sölden bilden wird. Das Wasser wird in alle Teile des Skigebietes

fließen, gepumpt werden muss nur noch in

den unteren Abschnitten der Pisten. Dort kommt das

Wasser weiterhin aus der Ötztaler Ache.

„Wir wollen die beiden Gletscher in den Skigebieten

stabilisieren“, erklärte Jakob Falkner, Geschäftsführer

der Seilbahnen Sölden, bei der Vorstellung des Projekts

in Wien. Der Teich soll nicht nur die Schneesicherheit

im Skigebiet Sölden erhöhen, sondern in Zukunft

auch die Gletscher mit technischem Schnee versorgen.

Noch ist dies zwar in Tirol verboten, aber vermutlich

wird die Zeit kommen, in der man auch auf

den Gletschern künstlich beschneien darf. Die Abdeckung

des Gletschereises könnte damit Geschichte

werden. mak

Professionisten

Speicherteich Panorama

Dammschüttung: HILTI & JEHLE, Ried/Oberinntal

Asphaltdichtung: WALO Bertschinger AG Zürich

Betonbauwerke: ARGE Swietelsky – HTB, Imst

Rohrtiefbau: Fiegl-Tiefbau GmbH, Ötztal Bahnhof

Rohrbau: BIS Industrietechnik Salzburg

EMSR-Arbeiten: Siemens, Abt. A & D, Innsbruck

Gussrohre: Duktus Tiroler Rohrsysteme GmbH, Hall

Pumpen: KSB, Wien

Filter: Schmachtl, Linz

Kompressoren: Kaeser, Linz

Schneesicherheit von TechnoAlpin

für nordische Anlagen

Seit 20 Jahren sorgt TechnoAlpin in Skigebieten weltweit für

Schneesicherheit. Doch nicht nur alpine Pisten brauchen Schnee.

Egal ob Langlaufstrecke, Sprungschanze, Rodelbahn oder Skiweg

– ohne sicheren Untergrund geht nichts. Immer häufiger rüsten

die snow experts daher auch nordische Zentren und Rodelbahnen

mit Schneeerzeugern aus. Dafür wurden in den vergangenen Jahren

Sonderlösungen entwickelt, die speziell für den Einsatz abseits

der alpinen Pisten gemacht sind. Spezielle Lanzen und Zubehör für

mobile Maschinen erleichtern das Beschneien von schmalen

Wegen, Sprungschanzen und Loipen.

Spitzer Schneiwinkel für schmale Wege

Speziell für den Einsatz auf Rodelbahnen und Skiwegen wurde ein eigener Lanzenkopf mit besonders

spitzem Schneiwinkel entwickelt. Durch den engen Winkel kann der technische

Schneefall gezielt erfolgen und es fällt kaum Schnee über den Wegrand hinaus. Zum Einsatz

kommen diese Lanzen seit dem vergangen Jahr beispielsweise im Skigebiet Obereggen (ITA).

7/2010 MOUNTAINMANAGER

75


TECHNIK

BESCHNEIUNG

15 Lanzen mit zentraler Luft sorgen dort für Schneesicherheit

auf der Rodelbahn. Durch die Installation einer Lanzenanlage

wird auch die Präparierung der schmalen Wege erleichtert. Die

Pistenfahrzeuge müssen weniger Schnee verschieben, da er

gleichmäßig entlang der Strecke erzeugt werden kann.

Geeignet ist dieser Spitzwinkel-Lanzenkopf auch für die Beschneiung

von Anlaufspuren auf Sprungschanzen. Hier muss

Schneesicherheit unter besonders schwierigen Umständen gewährleistet

werden. TechnoAlpin bietet daher die Möglichkeit

die Lanze mit engem Schneiwinkel (in Ausführung 3 m) auf einem

mobilen Unterwagen zu montieren. Damit kann die Lanze

entlang der Anlaufspur auf- und ab gefahren werden und sorgt

so für eine gleichmäßig präparierte Spur.

Mobiler Einsatz entlang der Loipen

Eine Sonderlösung wurde auch für die Beschneiung von Loipen

entwickelt. Ein Unterwagen mit mobiler Pumpe ermöglicht die

Beschneiung von Streckenteilen, die nicht mit einer Luftleitung

versehen sind. Der Unterwagen ermöglicht durch ein steuerbares

Vorderrad den Transport von mobilen Maschinen mit kleinen

Pistenfahrzeugen und Traktoren. Der Unterwagen mit mobiler

Pumpe ist zudem mit einer Tauchpumpe kompatibel, die

eine Bachwasserentnahme ermöglicht. Damit wird äußerste

Mobilität und eine Unabhängigkeit von technischer Infrastruktur

gewährleistet. Der mobile Unterwagen hat sich bereits bei

Großereignissen bewährt, wie beispielsweise beim Langlaufweltcup

in Toblach (ITA).

TechnoAlpin schneit für Weltmeister

Auch bei kommenden nordischen Großereignissen verlassen

sich die Organisatoren auf die Entwicklungsfreude und Zuverlässigkeit

von TechnoAlpin. Die snow experts sind etwa Ausrüster

der nordischen Ski-WM in Val di Fiemme 2013 (ITA) und am

Holmenkollen 2011 (NOR). Außerdem baut TechnoAlpin derzeit

in Ruhpolding (GER) an einer neuen Beschneiungsanlage

für die Chiemgau Arena. Dort finden 2012 die Weltmeisterschaften

im Biathlon statt. Im kasachischen Almaty verlässt man

sich bei den Asienwinterspielen (englisch: Asian Winter Games)

ebenfalls auf Schneesicherheit von TechnoAlpin.

Die Veranstalter von Großereignissen überlassen bei der Planung ihrer

Events nichts dem Zufall. Auch nicht in Sachen Schneesicherheit. So

vertrauen die Organisatoren am Holmenkollen (NOR) bei der nordischen

Ski-WM 2011 auf die 20 jährige Erfahrung von TechnoAlpin.

MOUNTAINMANAGER 7/2010

76

Der mobile Unterwagen mit Pumpe ist Garant für

hohe Mobilität und Unabhängigkeit von technischer

Infrastruktur. Besonders bei Loipen hat sich das System

inzwischen bewährt.

In Val di Fiemme (ITA) findet 2013 die nordische Ski-WM

statt. Die Arbeiten dafür laufen bereits auf Hochtouren. Die

Wettkampf stätten werden erneuert und mit einer neuen

Beschneiungsanlage ausgestattet.


Die Bergbahnen Ofterschwang-

Gunzesried GmbH & Co.KG haben

heuer die Schneiflächen von bisher

33 ha auf rund 53 ha erweitert.

Schon beim Altbestand der Beschneiungsanlage

(23 HKD-Lanzen)

bestand eine große Diskrepanz zwischen

der tatsächlichen Wasserbereitstellung

und den zu beschneienden

Pistenflächen. Schneizeiten von

über 200 Stunden für die Grundbeschneiung

waren die Regel. In den

Jahren mit Weltcupveranstaltungen

musste zudem die Weltcuppiste vor-

rangig beschneit werden, weshalb

die touristisch genutzten Pistenflächen

teilweise zu den Hauptsaisonzeiten

nicht oder nur eingeschränkt

zur Verfügung standen!

Aufgrund des Wasserbedarfes von

rund 170 000 m 3 im Endausbau, davon

zwei Drittel für die Grundbeschneiung,

war die Errichtung eines

entsprechend groß dimensionierten

Speicherteiches zwingend erforderlich.

Gleichzeitig wurde eine deutliche

Erhöhung der Schlagkraft der

Beschneiungsanlage angestrebt, um

TECHNIK

BESCHNEIUNG

Klenkhart und SUFAG realisieren BSA Ofterschwang

Deutschlands größter Speicherteich

für 91 neue SUFAG-Geräte

Der größte Speicherteich Deutschlands mit 106 000 m 3 Volumen liegt nun in

Ofterschwang, Oberallgäu. Foto: mak

SCHNEESICHER!

Mit einer Versorgungsleitung aus duktilem Gusseisen und der

längskraftschlüssigen VRS®-T-Verbindung bis 100 bar.

Das Weltcup-Skigebiet Ofterschwang-

Gunzesried im Oberallgäu (D) realisiert

um 5, 5 Mio. Euro einen mächtigen

Sprung bei der Beschneiung: während

des Sommers wurde der größte Speicherteich

Deutschlands mit 106 000 m 3 Volumen

errichtet sowie 91 Schneerzeuger

von SUFAG – konkret 21 Propellermaschinen

und 70 regelbare Lanzen Gemini

Power Plus – angeschafft. Speicherteich

und Hybridanlage sichern die Beschneiung

der Weltcuppiste (Slalom und Riesenslalom

Damen) sowie aller touristisch genutzten

Pistenflächen. Als kompetenter

Partner beim umfangreichen Behördenverfahren(Umweltverträglichkeitsprüfung),

den Ausschreibungen sowie bei

der Überwachung der komplexen Bautätigkeiten

wurde das Ingenieurbüro Klenkhart

& Partner Consulting ZT GmbH aus

Absam/Tirol beigezogen.

Besuchen Sie uns im Internet

unter www.duktus.com

7/2010 MOUNTAINMANAGER

77


TECHNIK

BESCHNEIUNG

die Grundbeschneiung künftig in 70–80 Schneistunden

ausführen zu können.

Umfassendes Variantenstudium

für Teichstandorte

Es wurde daher basierend auf einem umfassenden

schneitechnischen Grundsatzkonzept des Ingenieurbüros

Klenkhart&Partner Consulting ZT GmbH ein behördliches

Vorverfahren eingeleitet, um den optimalen

Standort für die Realisierung des Speicherteiches

zu finden. Aufgrund der Sensibilität des Bauvorhabens

– das Skigebiet grenzt an ein FFH-Gebiet sowie an Naturschutz-

und Landschaftsschutzgebiete und ist ein

beliebtes Wandergebiet sowie Naherholungsraum für

die Allgäuer Bevölkerung – musste ein umfassendes

Variantenstudium diverser, potenziell geeigneter

Teichstandorte durchgeführt werden. Dieses stellte

die Basis für das nachfolgende UVP-Verfahren dar.

„Gemeinsam mit den involvierten Behördenvertretern

sowie den Umweltfachverbänden wurde letztlich der

Teichstandort an der Gaisrückenalpe mit einem Fassungsvermögen

von 106 000 m 3 gewählt. In diesem

Bereich waren auch großflächige Pistenbaumaßnahmen

vorgesehen. Folglich konnten die erforderlichen

Deponieflächen für das ungeeignete Aushubmaterial

beim Speicherteichbau mit den Pistenbauflächen zusammengelegt

werden“, erklärt DI Christian Weiler,

GF bei Klenkhart & Partner Consulting.

Auf Wunsch des Grundeigentümers wurde der Speicherteich

von der Firma J. Dobler landschaftsgerecht

als Bergsee geplant und verwirklicht; eine touristische

Nutzung dieses Bergsees ist jedoch nicht beabsichtigt.

Dank des frühen Baubeginns am 7. 6. 2010 konnte der

Speicherteich trotz des niederschlagsreichen Sommers

2010 weitgehend termingerecht ab dem 16. 10. 2010

befüllt werden.

240 Sekundenliter

Schneiwasser verfügbar

Zusätzlich zur bestehenden wurde eine neue, zentrale

Hauptpumpstation am Dammfuß des Speicherteiches

errichtet, von welcher künftig alle Schneiflächen zentral

mit Schneiwasser versorgt werden – und zwar mit

bis zu 240 l/s (vormals nur) 90 l/s. Dazu sind 3 Hochdruckpumpen

mit 400 kW und 2 Vorpumpen mit je

MOUNTAINMANAGER 7/2010

78

Beim MM-Lokalaugenschein versammelten sich in der Pumpstation (v. l. n. r.):

DI Rainer Hartmann (GF + BL Bergbahnen Ofterschwang-Gunzesried), Hermann

Felder (SUFAG Deutschland), Hans Peter Schratt (GF Bergbahnen Ofterschwang-

Gunzesried), Christoph Amann (Bauleitung Fa. Dobler), DI Christian Weiler (GF

Klenkhart & Partner Consulting) und Werner Kresser (SUFAG Kennelbach). Foto: mak

90 kW (alle ITT Vogel) notwendig.

Das mit Holz verkleidete Bauwerk

wurde bewusst etwas versteckt vom

Damm abgesetzt, damit man

gleichzeitig Teich- und Stationsbau

erledigen konnte. Außerdem hätte

man das Bauwerk dann stärker ausführen

müssen, da es ungleich höheren

Belastungen ausgesetzt gewesen

wäre. In dieser Hauptpumpstation

wurden auch Räumlichkeiten

für die Lagerung von Schnee-Erzeugern

vorgesehen. Als Generalunternehmer

fungierte hier die

SUFAG, welche nach Kundenanforderungen

das Konzept erstellte und

als Subunternehmer AGB Hall sowie

Elektro Kirsch beizog. SUFAG-Spezialist

Hannes Stadler ließ sich einige

Besonderheiten einfallen wie z. B.

Ihr kompetenter Partner

im hochalpinen Raum

Wir bauten den Speicherteich und das Pumpwerk.

Herzlichen Dank für die angenehme Zusammenarbeit und

das uns entgegengebrachte Vertrauen.

DOBLER Bauunternehmung

Mittagstraße 26 – 87527 Sonthofen – Tel. 08321/78845-0

die gleichzeitige Verwendung der

Füllleitung als Schneileitung Tal. Das

bedeutet, wenn es beim Beschneien

eine Restwassermenge gibt, wird

diese parallel in den Speicherteich

eingespeist. Die Wasserentnahme

geschieht aus einem Tal-Bach etwa

250 Höhenmeter unterhalb des

Speicherteiches (27 bar Druck). Für

die spätere Einbindung von Kühltürmen

ist hydraulisch alles vorbereitet.

Derzeit muss man mit einer

Drucklufteinblasung via Atlas Copco-Kompressoren

in den Speicherteich

das Auslangen finden.

Die Pistenqualität

hat jetzt Vorrang

„Der Unterschied zu vorher ist gewaltig,

vor allem von der Gleichzei-


An der Station „Weltcup-Berg“ steht die Nummer 1 der SUFAG-Flotte, eine Compact

Power. Betriebsleiter Franz Abrel schwört darauf. Foto: Kresser

tigkeit der Schneerzeugung her gesehen“,

sagt Geschäftsführer und

Betriebsleiter DI Rainer Hartmann

zur MM-Redaktion. „Wir konnten

bei den Kältefenstern immer nur

partiell beschneien und mussten

dann wieder umrüsten. Die Weltcuppiste

wurde natürlich bevorzugt,

und die Familienpisten daher

oft vernachlässigt. Die Zeitgleichheit

hat nie funktioniert, aber jetzt

ist sie gewährleistet. Mit der Anlagenerweiterung

bzw. –Umrüstung

auf hybrid sind nun über zwei Drittel

unserer 18 km Pisten technisch

beschneibar – und zwar in ca. 70

Stunden –, was für diese Region ein

ganz guter Wert ist. Uns war nach

den letzten Wintern klar, dass wir

jetzt mehr in die Pistenqualität

investieren müssen und erst im

Folgeschritt wieder in die Aufstiegshilfen.

Auch hierzu existieren bereits

Pläne, wahrscheinlich wird eine

2 km lange Kombi-Bahn mit

Gondeln und Sessel realisiert“; so

Hartmann weiter. „Das bringt Prestige

bzw. Bewertungspunkte im

Kartenverbund (Allgäu Superschnee

etc.) und passt zu unserer

Gästeklientel, die ja nicht nur aus

sportlichen Fahrern, sondern auch

aus Familien mit Kindern und Skischulen

besteht.“

TECHNIK

BESCHNEIUNG

Abdichtungsarbeiten von IAT im Spätsommer. Foto: Weiler

Die Praktiker sprachen sich für SUFAG aus

Der Auftrag „Beschneiungsanlage Ofterschwang“ war

unter 5 Anbietern letztlich an SUFAG vergeben worden,

zumal die Bergbahnen nicht nur die Zahlen sprechen

lassen haben, sondern auch die Erfahrung und das

Urteil der Schneier. Die Praktiker hatten bereits vor 3

Jahren testweise 25 manuelle SUFAG-Lanzen eingesetzt

und inzwischen auch andere Typen ausprobiert. Die

Performance der SUFAG-Geräte sowie die geografische

Nähe zu Kennelbach und der optimale Support haben

schließlich den Ausschlag gegeben. „Und der Preis hat

zum Schluss auch gestimmt“, verrät Hartmann.

Der Lieferumfang von SUFAG umfasst nunmehr – neben

130 kompletten Zapfstellen – bei den Lanzen 44 vier -

stufig regelbare Gemini Power Plus und 26 zweistufig

regelbare Gemini Power, bei den Propellermaschinen

10 Compact Power, 6 Compact Eco und 5 SuperSilent.

7/2010 MOUNTAINMANAGER

79


TECHNIK

BESCHNEIUNG

Für die großflächigen Pistenbaumaßnahmen konnte Aushubmaterial

vom Speicherteichbau verwendet werden. Foto: mak

Hauptdaten Speicherteich

Nutzbares Fassungsvermögen: 106 000 m 3

Maximale Stauhöhe: 10m

Maximale Dammhöhe: 10m

Wasserfläche: 1,6ha

Folie: 20 000 m 3

Notentleerung binnen 24 Stunden (!) möglich (Forderung

Wasserwirtschaftsamt)

MOUNTAINMANAGER 7/2010

80

Weiters werden auf sensiblen Punkten

der Weltcuppiste 5 Gunlifter und

1 Schwenkarm platziert, letzterer an

einer kupierten Stelle, wo sich 2 Strecken

teilen. Die Steuerungszentrale

für die Vollautomatik wird an der

Bergstation „Weltcup-Berg“ der 6er

Sesselbahn untergebracht werden,

eine weitere Steuerungsmöglichkeit

Professionisten

im E-Raum der Pumpstation. Bei der

Lanzen-Steuerung wird übrigens das

Master-Slave System angewendet,

sprich eine Lanze gibt mit der Wetterstation

einen Wert vor, über den auch

noch zwei weitere Lanzen mitgesteuert

werden. Also „Glück auf Ofterschwang“

für den nächsten Weltcup

am 4.+ 5. März 2012. mak

Klenkhart&Partner Consulting ZT GmbH, Absam: Technische Gesamtplanung,

Ausschreibungen, Oberbauaufsicht Speicherteich und Hauptpumpstation,

kaufmännische Bauaufsicht, Kollaudierung

Büro Geo-Consult, Blaichach: Geologie und Geotechnik

Thomas Dietmann, Immenstadt: landschaftspflegerische Begleitplanung, UVS

DI Thomas Schneider, Sonthofen: PSW

Ing. Büro Häußler & Hartmann, Lindenberg: Statik

zeller.engstler-Architekten.Partnerschaft, Sonthofen: Baustellenkoordination

Vermessungsbüro Martin Köhler, Immenstadt: Vermessung

Sufag, Kennelbach: Schneitechnik, Hydraulik, Elektrotechnik + Steuerung

Elektro Kirsch GmbH, Sonthofen: Hauselektrik

J. Dobler, Lindenberg: Speicherteich

J. Dobler, Kempten: Baumeisterarbeiten Hauptpumpstation

Allgäuer Landschaftspflege

Gerd-Heinz Buchelt GmbH: Rohr- und Kabelverlegearbeiten

IAT, Weitensfeld: Abdichtungsarbeiten Speicherteich

Duktus Tiroler Rohrsysteme, Hall i.T.: Lieferant Gussrohrleitungen


Lawinenschutzbauten Skiarena Klausberg, Südtirol. Fotos: Mair Wilfried GmbH

Mair Wilfried GmbH:

Bewährtes Know-how

für mehr Sicherheit

Die Grundlage des heutigen Unternehmens

mit Sitz in St. Lorenzen in

Südtirol ist das Schmiedehandwerk,

das von Mitgliedern der Familie seit

Generationen ausgeübt wird. 1968

wurde die Wilfried Mair & Co OHG

gegründet und die Werkstätte in eine

neue Werkshalle verlegt. In diese

Zeit fallen auch erste Aufträge für

den Bau von Lawinenschutzvorrichtungen.

In den Jahren 1995 bis

2002 wuchs das Unternehmen kräftig,

sodass man die Werksfläche auf

5 000 m 2 erweitern konnte. 2004

wurde die Gesellschaft in eine

GmbH umgewandelt.

Das Angebot des mittelständigen

Betriebes mit 20 qualifizierten Mitarbeitern

ist vielfältig, wobei sich

die Bereiche Planung und Herstellung

von Lawinenschutzbauten,

Vorrichtungen für die Härtereitech-

TECHNIK

FIRMEN NEWS

Wenn es um Sicherheit im alpinen Bereich geht, sind Profis gefragt. Die Mair Wilfried GmbH kann

im Bereich der Lawinenschutzbauten auf langjährige Erfahrung und einen ausgezeichneten Ruf

verweisen.

nik, Bauteile für Industrieöfen,

Schweißkonstruktionen, die Blechbearbeitung,

forst- und landwirtschaftliche

Geräte sowie Bildhauereisen

als Schwerpunkte herauskristallisiert

haben.

Top im Lawinenschutz

Für die Seilbahnbranche ist man

speziell im Bereich der Lawinenschutzbauten

tätig. Kunden wissen

7/2010 MOUNTAINMANAGER

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TECHNIK

FIRMEN NEWS

Lawinenschutzbauten

Berg -

bahnen Mellau,

Vorarlberg.

Lawinen -

schutzbauten

Gletscherbahnen

Kaprun, Kitzsteinhorn.

MOUNTAINMANAGER 7/2010

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die lange Erfahrung im Bereich Planung

und Konstruktion, die kurzen

Lieferzeiten sowie die montagefreundlichen

Systeme zu schätzen.

Das Know-how der Mair Wilfried

GmbH findet man deshalb in zahlreichen

Skigebieten im Alpenraum.

Das Angebot auf einen Blick:

. Stahlschneebrücken: Sie haben

die Aufgabe, das Anbrechen von Lawinen

zu verhindern und das Rutschen

von Schnee auf ein unschädliches

Maß zu beschränken. Erreicht

wird das, indem man dem Schnee

eine im Boden verankerte Schutzfläche

entgegenstellt. Stahlschneebrücken

werden für Schneehöhen

bis 5 m eingesetzt. Die Verankerung

erfolgt sowohl berg- als auch talsei-

tig, wobei die auftretenden Zugkräfte

durch Injektionsanker aufgenommen

werden. Der Druck auf die

Stütze wird je nach Bodenbeschaffenheit

über Druckpfähle oder

Grundplatten aufgenommen. Die

statische Berechnung der Stahlschneebrücken

erfolgt generell gemäß

den schweizerischen „Richtlinien

für den Lawinenverbau im Anbruchgebiet“.

. Triebschneewände aus Stahl: Das

Prinzip der Triebschneewände besteht

darin, dass der vom Wind anströmende

Schnee an der Wand gebremst

und verwirbelt wird, sodass

er in einem bestimmbaren Abstand

zur Wand auf der Leeseite abgelagert

wird.

. Lawinenablenkwände aus Stahl:

Der Zweck dieser Wände ist die Ablenkung

von kleinen Lawinen, die

sich oberhalb der zu schützenden

Objekte lösen können.

. Stahlbau für Schnee- und Steinschlagnetze.

. Ankerteile für Holzschneerechen:

Im Gegensatz zu Stahlschneebrücken

haben Holzschneerechen eine

begrenzte Standzeit. Deshalb werden

sie hauptsächlich im Forstbereich

eingesetzt, weil damit gerechnet

wird, dass der Wald später die

Schutzfunktion übernimmt. Für

Holzschneerechen werden sowohl

berg- als auch talseitige Ankerteile

geliefert.

Erfahrung macht

sich bezahlt

Die Montage von Lawinenschutzbauten

erfordert Erfahrung und viel

Fingerspitzengefühl im Umgang

mit der Natur, wobei die eigentlichen

Einbauarbeiten von spezialisierten

Bauunternehmen durchgeführt

werden. Im steilen, hochalpinen

Gelände wird in der Regel die

Hilfe eines Hubschraubers in Anspruch

genommen. Vormontierte

Baueinheiten werden direkt auf die

Verankerung abgesetzt. Die Lücken

zwischen den einzelnen Werken

werden mit Zwischenwerken geschlossen,

sodass sich eine zusammenhängende

Werksreihe ergibt.

Bewährt haben sich bei den Arbeiten

eigens konstruierte Hilfseinrichtungen

wie Absteck- und Bohrlehren,

Stützenmesslehren, Abstandlehren

etc.

Arbeitsabläufe müssen exakt geplant

und koordiniert, nichts darf

dem Zufall überlassen werden. Gerade

hier können montagefreundliche

Systeme wie jene der Mair Wilfried

GmbH mit ihren Vorzügen

punkten. Um mögliche Probleme

erst gar nicht aufkommen zu lassen

und den reibungslosen Ablauf der

Arbeiten zu gewährleisten, wird

während der ganzen Zeit Kontakt

mit dem Partieführer der Baustelle

gehalten. Für den Kunden hat das

zur Folge, dass er sich auf die Arbeit

von Profis verlassen kann.

i Infos:

www.mairwilfried.it


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