VISIER: Das internationale Waffen-Magazin AR-10 (Vorschau)

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5

5/2014

www.visier.de

€ 5,50

Österreich: € 6,50

Italien: € 6,90

Luxemburg: € 6,50

Niederlande: € 6,50

Belgien: € 6,50

Slowenien: € 7,80

Schweden: SEK 78,00

Dänemark: DKK 59,00

Ungarn: HUF 2.415,00

4 191314 205505 05

G13142

TESTS

Remington R51

Was bringt die kompakte

Pistole im Retro-Look?

Browning BAR Tracker

Neue Selbstladebüchse –

für Sie gecheckt!

Havalon Knives

Klappmesser mit Wechsel-

Klingen – praxistauglich?

Mythos

Schnelles

Ziehen

AR-10

Selbstlader in .308

Heckler & Koch vs. DPMS

Großer Test:

HS -Pistolen in

■ 9 mm Para ■ .45 ACP


Startschuss | EDITORIAL

Werbung – ja, aber wie?

Man mag von Stefan Raab halten, was man will – aber eines kann man

dem blonden Showmaster mit dem blauen Sakko nicht absprechen: Er

integriert in seinen Shows immer wieder zwanglos und selbstverständlich

Wettkampfelemente, bei denen es ums Schießen geht. Vielleicht

liegt das daran, dass Raab all seinen Erfolgen zum Trotz die Bodenhaftung

nie verloren hat. Immerhin hat er vor seiner TV-Karriere eine

Metzgerlehre und davor seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr absolviert

– beides im an Vegetariern und „Ökopaxen“ reichen deutschen TV

nicht gerade selbstverständlich. Jedenfalls lässt Raabs unübersehbarer

sportlicher Ehrgeiz auch bei diesen Übungen erkennen, dass es ihm

hier nur um eins geht, nämlich um den Sport. So auch Ende März bei

jener Ausgabe seiner Sendung „Schlag den Raab“, bei der sich eine sehr

sportliche Soldatin mit ihm angelegt hat. Nun sollte man meinen, dass

die damit verbundene Möglichkeit zur positiven Selbstdarstellung auf

breite Resonanz bei den Sportschützen und damit den Verbänden

stößt. Wären wir in Amerika, hätten die Verbände zu solch einem Anlass

ihre besten „Aushängeschilder“ geschickt. Sprich: Die derzeit aktiven

Sportler aus der Leistungsspitze, idealerweise junge Leute. Immerhin

gehören zu der unter Werbern so häufig ins Feld geführten „Zielgruppe“

von Raabs Sendung ja vor allem Zuschauer jungen, allenfalls mittleren

Alters. Und die kann man in so einem Umfeld am besten ködern, indem

man ihnen die zu ihnen passenden Leitfiguren präsentiert. Also solche,

mit denen sich diese Klientel identifizieren kann. Rein äußerlich zählen

dazu aber keine in finstere Trainingsanzüge gekleideten Standaufsichten

sichtlich vorgerückten Alters. So tadellos und ruhig diese Herren

ihre Arbeit vor den Kameras erledigt haben mögen, hier waren sie meiner

Meinung nach fehl am Platz. Und damit das keiner in den falschen

Hals bekommt: Mit mehr als einem halben Jahrhundert Lebenszeit, fast

so vielen Falten wie Keith Richards und einer Gewichtsklasse der Kategorie

„Rettet die Wale!“beträfe das auch mich. Merke: Hier muss man

auch mal den Nachwuchs (mit) ran lassen, will man Nachwuchs ködern.

GECO

KURZWAFFEN MUNITION

6,35 Browning/VMRK/3,2g

7,65 Browning/VMRK/4,75g

7,65 Browning/BRK verk./4,6g

9mm Browning kurz/VMRK/6,15g

9mm Browning kurz/BRK verk./6,2g

9x18 Makarov/VMRK/6,0g

9mm Luger/VMRK/8,0g

9mm Luger/Verkapseltes VMRK/8,0g

9mm Luger/HS/7,5g

9mm Luger/VMFK/10,0g

9mm Luger/Verkapseltes VMRK/9,0g

9x21/VMRK/8,0g

9x21/BRK verk./8,0g

.38 Super Auto/VMRK/8,0g

.40 S&W/VMFK/11,7g

.40 S&W/HS/11,7g

.45ACP/VMRK/14,9g

.45 ACP/HS/14,9g

.32 S&W long/WC/6,5g

.38 Special/VMFK/10,2g

.38 Special/HS/10,2g

.38 Special/BRK/10,2g

.38 Special long/WC/9,6g

.357 Magnum/VMFK/10,2g

Matthias S. Recktenwald

Chefredakteur

Mai 2014

VISIER.de | 3

.357 Magnum/HS/10,2g

.44 Rem. Mag./TMFK/15,6g

www.geco-munition.de


INHALT | In dieser Ausgabe

12

Großer Test: HS-Pistolen in 9 mm Para und .45 ACP

Endlich sind sie auch in Deutschland auf dem Markt – es geht um die Waffen des

kroatischen Herstellers HS Produkt. Wie sie sich schlugen, lesen Sie ab Seite 12.

40

Remington R 51: kompakte Pistole im Retro-Look

Ihre Technik hat einen altbewährten Vorfahren – welcher das ist, lesen Sie

ab Seite 24 ebenso wie die Antwort auf die Frage, was die R 51 bringt.

112

24

Jetzt wird‘s laut

Christoph Hermann baut sich seine eigenen Böller. VISIER war beim „großen

Knall“ mit dabei. Wie die Böller vom Rhein entstehen, lesen Sie ab Seite 112.

4 | VISIER.de

Browning BAR Tracker ...

... das ist eine neue Selbstladebüchse – von

VISIER für Sie gecheckt. Was das leichte Gewehr

im Kaliber .30-06 Springfield im Test geleistet hat,

das erfahren Sie ab Seite 40.

Auf einen Blick

KURZWAFFEN:

HS Produkt HS 9 Subcompact, S. 12

9 mm Luger

HS Produkt HS 9 Tactical, 9 mm Luger S. 12

HS Produkt HS 9 V8, 9 mm Luger S. 12

HS Produkt HS 45 Tactical, .45 ACP S. 12

HS Produkt HS 45, .45 ACP S. 12

Remington R51, 9 mm Luger S. 24

LANGWAFFEN:

Heckler & Koch MR 308, .308 Win. S. 30

Heckler & Koch MR 308 (G 28 Kit), S. 30

.308 Win.

DPMS LR-308 B, .308 Win. S. 30

DPMS LR-308 A3, .308 Win. S. 30

Browning BAR Longtrack Tracker HC, S. 40

.30-06 Springfield

Dreyse M/62, 15,3 mm S. 52

Mai 2014


S 5 001-001 Titel.indd 1 11.04.14 08:58

In dieser Ausgabe | INHALT

Test & Technik

Werks-Verkauf 12

Der große Test: HS-Pistolen in 9 mm Para

und .45 ACP.

R wie Retro? 24

Remington R51: Was bringt die kompakte

Pistole im Retro-Look?

Eine Nummer größer 30

AR-10, Selbstlader in .308.

Teil 1: Heckler & Koch vs. DPMS.

Auf frischer Fährte 40

Browning BAR Tracker: Die neue Selbstladebüchse

– für Sie gecheckt!

Klinge, wechsle dich! 46

Havalon Knives: Klappmesser mit Wechselsystem

– praxistauglich?

Nadelprobe 52

Dreyse Zündnadelgewehre: Wie macht man

die Schätzchen fit für den Schießstand?

52

Geschichte & Geschichten

Heeres-Kunde 78

Vor 100 Jahren starb Richard Knötel. Zu

Lebzeiten die Koryphäe der Uniformmaler.

Recht & Ordnung

Der Schießstand – Verbotszone

für Waffensammler? 86

Rote WBK: Kein Schießen mit Sammler-

Waffen laut Stuttgarter Verwaltungsgericht.

Vor Ort

Jetzt wird‘s laut 112

Christoph Hermann baut Böller-Kanonen.

VISIER schaute ihm dabei über die Schulter.

Blendende Aussichten ... 118

2014 lief die Law-Enforcement-Messe

EnforceTac erstmals getrennt von der IWA.

News

Deadringer-Visierung 6

Peli ProGear 2350 7

Cylinder & Slide M 1908 7

Namen & Nachrichten

VISIER-Gewinnspiel 102

VISIER sucht Volontär(in) 102

Ständige Rubriken

Startschuss 3

Leserbriefe 10

Die Anzeige des Monats 89

Anzeigen-Coupon 90

Termine 106

VISIER-Shop-Bestellcoupon 109

Impressum 111

Vorschau 130

Mai 5/2014

Sammeln & Selbermachen

Top Secret 60

Vom Repetierer zum Halbautomat mit

wenigen Handgriffen: Das Pedersen Device.

Faszination Waffen

Schneller als der Schatten 68

Mythos Schnelles Ziehen: Wie fix geht´s

wirklich?

118

Neue Munition: Blei oder 124

doch eher nicht?

IWA 2014, Teil 2 des Messeberichts.

Hunter Pro

von Victorinox

Robustes Klappmesser für

den Jagdgebrauch

Kel-Tec-

Pistole

in .223 Remington

Argumente

Bei der Abstimmung geht es

für den Gripen nicht nur um ein Flugzeug

Außerhalb der Schweiz gibt es das in

VISIER beigefügte Supplement des

Schweizer Waffen-Magazins nicht am

Kiosk, sondern nur im XXL-Abo vom Verlag.

Mai 2014

VISIER.de | 5


NEWS | Produkt-Neuheiten

Diamondback

DB FS Nine

Giftschlange in Neun Para

US-Hersteller Diamondback (Diamant-Klapperschlange),

bisher vor allem für 380er Taschenpistolen bekannt,

erweitert sein Portfolio. Das neue Modell DB FS Nine ist

eine Full-Size-Pistole mit Polymergriffstück und doppelreihigem

Magazin. Im Gegensatz zu Konkurrenzmodellen

wie der Glock löst das Schlagstück der DB FS Nine über

einen Double-Action-Abzug aus. Der verchromte Lauf ist

4,75 Zoll lang, der Schlitten besteht aus Stainless Steel.

Das Magazin fasst 15 Schuss im Kaliber 9 mm Para.

Diamondback legt die Waffe konsequent für taktische

Anwendungen aus: Der Schlitten besitzt vorn und hinten

tief eingeschnittene Greifrillen. Der Magazinschacht

verfügt über einen Trichter zum schnellen Nachladen.

Unter dem Dust Cover sitzt eine Pictatinny-Schiene mit

fünf Rippen zur Montage von Lampen und Ähnlichem. Als

äußere Bedienelemente verfügt die Pistole neben dem

Abzug nur über den Schlittenfanghebel sowie den

konventionell links im Griffstück sitzenden Magazindrücker.

Kimme und Korn kommen standardmäßig mit drei

weißen Kontrastpunkten. In den USA soll die Waffe für 483

Dollar über den Ladentisch gehen, ein Euro-Preis steht

noch nicht fest. www.diamondbackfirearms.com TQ

Deadringer

Snake Eyes

Schnelle Zielerfassung

Die Firma Deadringer aus den USA bringt mit ihren Snake-Eye-

Visierungen den Ghost-Ring ins 21. Jahrhundert. Die Firma

aus dem Staat New York verbindet das Prinzip des großen

Kimmenrings mit Lichtsammlern, Kontrastpunkten und einem

Korn mit Leuchtpunkt in einer kontrastierenden Farbe. Das

soll für unübertroffen schnelle Zielerfassung auch unter

schlechten Sichtbedingungen sorgen. Die Snake Eyes gibt es

für Pistolen verschiedener Hersteller wie Glock, Smith & Wesson

und HK. Sie unterscheiden sich in der Art der Beleuchtung

(Lichtsammler oder Tritium) sowie in den Farben. Ein Set aus

Kimme und Korn kostet 119,99 Dollar.

Infos: www.deadringerhunting.com

TQ

H&N Red Scorpion

Neue Jagdkugel in 4,5 mm

Der Mündener

Munitionshersteller

Haendler

& Natermann

stellte

auf der

diesjährigen

IWA seine neue

„Red Scorpion“-

Linie von

Jagdgeschossen vor. Die Munition kommt im Kaliber 4,5 mm /

.117 und wiegt 0,54 Gramm / 8,33 Grains. Laut H & N ist die

Jagdkugel vornehmlich für mittlere Distanzen bis 30 Meter

gedacht. Auf diese Entfernung soll die Kugel dank der

Kunststoffspitze tief eindringen und sicher aufpilzen. Die

Red Scorpion soll ab April erhältlich sein. Die 225er Dose

kostet im Fachhandel um 15 Euro. www.hn-sport.de TQ

6 | VISIER.de

Mai 2014


Produkt-Neuheiten | NEWS

Cylinder

& Slide

M 1908 in XL

Bill Laughridge von der US-Firma Cylinder &

Slide hat sich schon öfter durch sein Können

rund ums Auffrischen alter US-Modelle

hervorgetan. Hier ist eine davon: Die „Pocket

Model“. Unverkennbar hat sie Colts Klassiker

M 1908 Hammerless als Vorbild und ist daher

äußerlich identisch mit den feinen Linien des

Originals. Aber für den Aha-Effekt sorgt der

Blick auf die dicke Mündung: Statt auf das

kleine Kaliber .380 ACP setzt Cylinder & Slide

beim Pocket Model auf .45 ACP. Zudem änderte

Cylinder & Slide auch die Sicherungen der

Waffe in Richtung 1911 ab: Griffstück- und

Daumensicherung stammen von der „Gouvernante“. Die Optik wird ergänzt durch Holzgriffschalen und ein fein brüniertes Finish.

Die Waffe kommt mit zwei siebenschüssigen Magazinen. Jedes Pistolen-Exemplar fertigen die Büchsenmacher von Cylinder &

Slide in Handarbeit, einen Verkaufspreis gibt es daher nur auf Anfrage. PUMA_MM_02-14RZ_Layout Mehr Info: www.cylinder-slide.com/pocketmodel

1 01.04.14 14:34 Seite 1 TQ/

Peli ProGear 2350

Neue LED-Taschenlampe

Drei Leuchtstufen, eine LED und nur eine Batterie. Mit diesen

Eckdaten soll sich die neue ProGear 2350 laut Peli für

Anwendungen vom Campen bis zum Werkzeugkasten eignen.

Die kleine Lampe wiegt 100 Gramm. Die Lichtausbeute lässt

sich in drei Stufen – „Hoch, Blinken, Niedrig“ – regeln. In

der höchsten Einstellung mit 100 Lumen soll die Batterie

laut Hersteller rund 100 Minuten durchhalten. Das Gehäuse

der 2350 besteht aus schwarz eloxiertem Aluminium. Ein

Trageclip ist in den Körper integriert und lässt sich bei Bedarf

auch abnehmen. Ein Euro-Preis steht noch nicht fest.

Mehr Infos: www.peli.com

TQ

+++ Mehr News finden Sie unter www.all4shooters.com +++

Mai 2014

VISIER.de | 7


NEWS | Produkt-Neuheiten

Iver Johnson Arms

Hawk Digital Navy 1911er

Der für seine ausgefallen beschichteten Waffen bekannte

US-Hersteller Iver Johnson bringt eine neue 1911er in

blauem Digital-Camo. Die im Commander-Style gehaltene

Pistole kommt mit 4,25-Zoll-Lauf im Kaliber .45 ACP. Zur

Ausstattung gehört ein verlängertes Beavertail mit

Memory Groove und ein verlängerter Sicherungshebel auf

der linken Seite. Die Griffschalen bestehen aus schwarzem

Dymondwood-Schichtholz und verfügen pro Seite über

zwei unterschiedliche Texturen. Das soll die Optik unterstreichen

und die Griffigkeit erhöhen. Die Hawk Digital

Navy kommt neben den normalen Greifrillen hinten am

Schlitten mit Serrations vorne sowie an den Flanken der

Kimme. Ein Preis für die Waffe steht noch nicht fest. Mehr

Informationen: www.iverjohnsonarms.com

TQ

Hexmag HX-30

Neue Magazine fürs AR-15

Extrem leicht und fehlerfrei zu identifizieren. Damit wirbt

US-Hersteller Hexmag für sein erstes Produkt. Die HX30

genannten Magazine sind momentan ausschließlich fürs

AR-15 erhältlich. Sie bestehen aus Kunststoff mit einem

namensgebenden Hexagonal-Griffmuster an der Außenseite.

Der Clou: Die Magazine sind mit Zubringern in sechs Farben

erhältlich, die sich auch in geladenem Zustand durch ein Loch

in der Unterseite des Magazins erkennen lassen. Das hat

weniger stylische Gründe, die Farben sollen Besitzern helfen,

sofort zu erkennen, welche Munition verladen ist (z.B. blau =

Jagdmunition, rot = Trainingspatronen etc.). In den USA

sollen die Tanks für 13,99 Dollar über den Ladentisch gehen.

Momentan läuft der Vertrieb über Apex gun parts, ein

deutscher Importeur existiert bislang noch nicht.

www.hexmag.com / www.apexgunparts.com

TQ

SOG BladeLight

Licht ins Dunkel

US-Hersteller SOG geht mit dem „BladeLight“-Folder ein altes Problem

mit einer neuen Lösung an: Schneidarbeiten in der Dunkelheit. Das

kennt zumindest jeder Jäger, der schon mal nächtens ein Stück Wild

mit der Taschenlampe im Mund an Ort und Stelle zerwirken wollte. Bei

dem Klappmesser von SOG haben die Ingenieure einfach beides

kombiniert: Klinge und Lampe in einem Gehäuse. Das Messer kommt

mit sechs integrierten LED an der Stirnseite. Laut Hersteller soll das

ausreichen, um die Schnittfläche immer in hellem Licht erstrahlen zu

lassen. Zwei AAA-Batterien im Griffrücken treiben die Dioden an, laut

SOG leuchten die mit 35 Lumen. Weitere Features: Liner Lock, 99 mm

lange Klinge mit satiniertem Finish, wasserdicht nach Klasse IPX-7.

Preis: rund 85 Dollar. www.sogknives.com

TQ

8 | VISIER.de

Mai 2014


Netzfundstück

X Products Soda can launcher

Nein, das ist kein verspäteter Aprilscherz. Der US-Hersteller X Products will bald

einen „Soda can launcher“, also einen Getränkedosen-Werfer in sein Portfolio

aufnehmen. Das Teil besteht aus einem AR-15 Upper mit angeschlossenem Lauf im

Kaliber 0,33 Liter. Gefeuert wird über Platzpatronen, ein Gasrohr oder -gestänge

wie beim AR üblich gibt es nicht, man muss also händisch repetieren. Laut

Hersteller soll man eine volle Dose mit dem Teil rund 100 bis 150 Yards (91 - 137

Meter) weit katapultieren können. Ein Preis steht noch nicht fest, ebenso das

offizielle Erscheinungsdatum. Mehr Infos: www.xproducts.com

TQ

5.11 Tactical

Neue Messenger Bags

Ende vergangenen Jahres beendete Tactical-

Ausrüster 5.11 seine Messenger-Bag-Linie „Rush

Delivery“. Jetzt kommt die Umhängetasche

zurück – in Form einer auf drei Modelle aufgestockten

Serie gleichen Namens. Die neuen

Varianten unterscheiden sich in der Größe

untereinander und durch den dadurch entstehenden

Namenszusatz „Mike“ (klein) „Lima“ (mittel)

und „Xray“ (groß). Lima entspricht in ihren

Abmessungen (430 x 80 x 280 mm) in etwa dem

alten Modell, die beiden anderen Varianten sind

jeweils etwa 75 Millimeter schmäler beziehungsweise

breiter. Alle Taschen sind in Schwarz, Grau,

Oliv und Sandfarben erhältlich und verfügen über

eine verdeckte Holstertasche an der Rückseite

sowie MOLLE-Schlaufen mit Klett auf der

vorderen Klappe und ein Laptop-Fach im Innern.

Direkt bei 5.11 kostet die Mike-Tasche 99,95 Euro,

Lima 114,95 und die Xray geht für 129,99 über

den Ladentisch. www.511tactical.com TQ

FOR VETERANS AND

OTHER PROFESSIONALS

HK243 S SAR | HK243 S TAR

Die neue Selbstladebüchse auf Basis des bewährten Bundeswehr-Gewehrs G36. Erhältlich

als HK243 S SAR in der Sporter Basisvariante oder als HK243 S TAR in der Sporter

Professional Variante im modernen taktischen Design. Mehr unter www.heckler-koch.com

Im Fachhandel erhältlich. Abgabe von Waffen nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis.

Schwarz

RAL8000

Schwarz

RAL8000


LESERBRIEFE | Ihre Meinung zählt

Leser-Post

E-Mail: visier@vsmedien.de

oder: visier@visier.de

Brief: VS Medien GmbH,

Redaktion VISIER,

Wipsch 1, 56130 Bad Ems

Kleinvieh

Heizer Double-Tap, VISIER

04/2014

Ihr Artikel stürzte mich in

Verwirrung: Auch wenn ich ja

grundsätzlich den Sinn hinter

solchen Taschenpistölchen

verstehe, kann man doch bei

der Double-Tap nicht von

Kleinvieh sprechen. So zumindest

scheints mir beim

Betrachten des Titelbildes.

So klein ist die Waffe doch gar

nicht. Da würde ich mir doch

im Zweifelsfall lieber einen

Kraftzwerg aus Österreich ins

Holster packen, da hab ich

wenigstens die x-fache Kapazität

und ein Magazin.

j_hofreiter, per E-Mail

Eure Amerika-Artikel sind der

Grund, warum ich VISIER immer

wieder kaufe. Ob das

jetzt nun der Double-Tap-

Derringer ist oder andere

Waffen, die hier wohl nie auf

den Markt kommen werden.

Aber es ist schön, dass Ihr

über den Tellerrand schaut

und auch die Neuheiten testet,

denen BKA oder Regularien

der BRD einen Riegel vorschieben.

Würde man nur

über in Deutschland erhältliche

Waffen schreiben, wäre

es, glaube ich, eine sehr traurige

Sammlung vom x-ten

10 | VISIER.de

Jagdrepetierer bis zur 99. Polymerpistole

von irgendeinem

der großen Hersteller.

dan_baltes, per E-Mail

Böse Amis?

Recht & Ordnung, VISIER

04/2014

Ich bin mittlerweile an einem

Punkt angelangt, an dem ich

jegliche durch Obrigkeiten

veröffentlichte Zahlen und

„Wahrheiten“ im Bezug auf

Waffen als verlogene Propaganda

abtue. Das hat nicht

nur mit der schieren Masse an

angeblichen Fakten zu tun,

die aus Brüssel oder Berlin

kommen, sondern schlicht

VISIER-Service

und ergreifend damit, dass

man grundsätzlich und immer

die Mär vom bösen,

waffenschwingenden Ami als

Negativbeispiel heranzieht.

Die meisten Straftaten mit

Schusswaffen passieren jedoch

gerade in den US-Staaten

und Countys mit den

strengsten Waffengesetzen.

Das lässt sich im Internet auf

unzähligen und seriösen Seiten

von Nachrichtensendern

und -magazinen nachlesen –

sofern man denn mal zwischen

die Zeilen blickt. Warum

nimmt man sich nicht mal

andere Länder mit liberalen

Waffengesetzen vor? Beispiel

Hotline: (02603) 5060-201

Finnland, ein Land mit einer

(je nach Zählweise) höheren

Pro-Kopf-Bewaffnung als die

USA. [...] Hört man von Finnland

im Zusammenhang mit

Straftaten? Eher nicht. Okay,

vielleicht sind die Finnen zu

weit weg, dann eben die

Schweiz. Auch hier jede Menge

Waffen im Volk. Glaubt

man Brüssel und Berlin,

müssten hier ja geradezu Leichen

die Straßen pflastern.

Komisch, auch hier passiert

aber so gut wie nie etwas.

Liegt das vielleicht daran,

dass in diesen Ländern noch

konservativere Werte gelten?

Oder vielleicht daran, dass

Einmal in der Woche, dienstags, von 14 bis 16 Uhr, stehen Ihnen die

Fachleute von VISIER Rede und Antwort. Wenn Sie also Fragen zu

älteren Artikeln haben, Angaben zu bestimmten Waffen brauchen oder

eine Adresse benötigen — rufen Sie an!

Aus Platzgründen können wir nicht alle eingesandten Briefe abdrucken. Solange Sie

in Ihren Briefen nichts anderes vermerken, gehen wir davon aus, dass Sie mit einem

Abdruck oder einer eventuell nötigen Kürzung einverstanden sind. Leider können wir

keine Einzelrecherchen durchführen oder Waffen beurteilen, die nicht von uns getestet

wurden. Aus juristischen Gründen dürfen wir keine Rechtsberatung erteilen. Dafür bitten

wir Sie um Verständnis.

Mai 2014


Ihre Meinung zählt | LESERBRIEFE

die meisten Mitteleuropäer

sich in einem Nanny-Staat am

wohlsten fühlen wo sie schön

in Watte gepackt und mit Verboten

und Regularien vor

allem Negativen geschützt

werden?

der_kritisator, per E-Mail

Als ich Mitte der 70er mein

Abitur baute, brachte sich ein

Junge aus der Parallelklasse

um, Liebeskummer hieß es damals.

Seine ganze Familie bestand

aus Jägern, er selbst

war in der Schule dafür bekannt,

ein echter Naturschwärmer

zu sein, der kaum

abwarten konnte, selbst einen

Jagdschein zu machen.

Ab hier würde jetzt so mancher

Waffengegner sicherlich

schlussfolgern, dass der

Selbstmord natürlich mit einer

Waffe aus dem Bestand

der Familie stattfand – mitnichten,

der Junge sprang

schlicht von einer Brücke. Was

ich damit sagen will: Nicht immer

kommt solches von solchem:

Wer Suizid begehen

will, der tut das, der verspürt

einen unbändigen Drang danach,

das wird jeder Psychologe

bestätigen – und dann hilft

auch kein strenges Waffengesetz,

denn dem potentiellen

Selbstmörder ist dann jedes

Mittel recht. Meine Waffen

sind alle gesetzeskonform im

Tresor, die Kombination kenne

ausschließlich ich. Glaubt

trotzdem einer, dass das etwa

eines meiner Kinder von einem

hypothetischen Selbstmord

abhalten würde? Hier auf

das Tatwerkzeug zu schielen,

ist der gleiche falsche Ansatz,

der auch bei Amokläufen in

trauriger Regelmäßigkeit von

Medien und Politikern vollzogen

wird. Äußere Umstände

machen Menschen zu Mördern

oder Selbstmördern, nicht das

Vorhandensein einer Waffe.

Name der Redaktion bekannt

Zu groß

IWA-Bericht, VISIER 04/2014

So sehr ich es auch schätze,

dass die IWA alljährlich neue

Rekorde in allen Bereichen

verkünden kann (was davon

zeugt, dass sich die Branche

trotz aller Versuche aus Brüssel

nicht unterkriegen lässt),

so sehr denke ich aber auch

mittlerweile: Das Ding wird

einfach zu groß. Ich habe es

an einem Tag nicht geschafft,

alle für mich interessanten

Firmen abzuklappern, und

das passierte mir in rund 15

IWA-Jahren noch nie. Vor allem

hatte ich aber an sehr

vielen Ständen die Frage: Was

hat das hier zu suchen? Das

betraf nicht nur die Einrichtungen

von Jagdzimmern mit

Stühlen aus Geweihen, sondern

auch Hundespielzeug

und vieles mehr. Das „W“ in

IWA steht ja schließlich immer

noch für Waffen. Outdoor

und das ganze Drumherum ist

ja gut und schön, aber dann

sollte man vielleicht doch

eher IWA und Outdoor Classics

zeitlich oder räumlich

splitten. Der Ansatz, alles in

einzelnen Hallen zu bündeln,

schon ok, trotzdem wäre eine

echte Abgrenzung meiner

Meinung nach mittlerweile

wirklich mehr als angebracht.

H. Goehst, per E-Mail

Danke VISIER

GRA-Convention am 5. 4. 14

Hallo, ich war am Samstag auf

dem 2. Treffen der GRA (German

Rifle Association. Die

Red.) in Wiesloch und war begeistert.

Es ist super, dass Sie

mitgeholfen haben, dieses

Event zu dem zu machen, was

es geworden ist. Ich bin selbst

LWB und reiste aus Neustadt

an der Weinstraße in 60 km

Entfernung mit einem Arbeitskollegen

an, und siehe

da, auf dem Rückweg sprachen

wir über seinen Eintritt

in den Schützenverein, in dem

ich im Vorstand bin. Es hat

also genau das gebracht, was

es sollte. Mitgliederwerbung

im Schützensport! Durch die

zur Verfügung gestellten

Leihwaffen konnte ich mir einen

Überblick über weitere

Käufe machen, und der Kollege

konnte sehen was es denn

überhaupt auf dem Markt

gibt. Weiter so! Zum Termin

nächstes Jahr werde ich auf

jeden Fall wieder versuchen

anzureisen. [...]

Dennis Weiß,

SG Neustadt 1485 e.V.

Dankbare Cowboys

10. Hessische Landesmeisterschaft

CAS

Hallo VISIER, alles pünktlich

angekommen. Die Hefte,

Schlüsselbänder usw. sind

uns aus den Händen gerissen

worden. Die Preise, die wir für

die Tombola verwendet haben,

sind begeistert angenommen

worden. Im Namen

des LV 6 Hessen bedanken

sich die Cowboys für die Sachspenden

recht herzlich.

Peter Loch, Landessportleiter

Western, BDS Hessen

Sportliche Verwendung

Anregungen eines Lesers

Sehr geehrtes VISIER Team,

erst einmal möchte ich mich

bei Ihnen für die vielen interessanten

und von mir monatlich

mit Sehnsucht erwarteten

Ausgaben bedanken. Ihre Artikel

bereichern mich immer

wieder aufs Neue. Auch habe

ich mich für die problemlose

Nachsendung einer weiteren

Ausgabe im Rahmen meines

Abos zu bedanken, als dieser

vor kurzem das SWM nicht beilag.

Gern würde ich mir in Ihren

Artikeln eine weitergehende

Verwendungs- bzw.

Erwerbungsmöglichkeit z. B.

bei Büchsen und Flinten (Jäger

/ Sport ggf. mit Verweis

aufs Sporthandbuch) von Ihnen

wünschen – analog Artikel

B&T Pistolenkarabiner

4/2014 Seite 26 und 31. Sollte

sich dies bei dem ein oder anderen

Artikel verwirklichen

lassen, würde ich mich darüber

freuen. Als einen Vorschlag

für einen sicherlich

nicht nur für mich interessanten

Artikel, würde ich Ihnen

gern das HK 243 in beiden verfügbaren

Versionen vorschlagen

wollen. Das G36 habe ich

nicht im dienstlichen Einsatz

erlebt. Auch habe ich mich bisher

vorrangig mit Kurzwaffendisziplinen

beschäftigt. ABER,

seit ich das HK 243 sowohl in

Ihrer Ausgabe 04/2014 und

auf www.all4shooters.com gesehen

habe, verspüre ich ein

sehr starkes „haben wollen“.

Daher würde ich mich über einen

ausführlichen Test durch

Ihre Redaktion sehr freuen.

Auch würde ich mich (wie bereits

oben genannt), über Angaben

zu einer möglichen

sportlichen, statischen und

dynamischen Verwendung (ich

selbst bin im BDS organisiert)

freuen. Ihnen alles Gute und

machen Sie weiter so.

Name der Redaktion bekannt

Mai 2014

VISIER.de | 11


TEST & TECHNIK | Selbstladepistolen HS Produkt Standard Series

WERKS-V

Das kroatische Unternehmen HS Produkt fertigt bereits seit der

Jahrtausendwende Polymerpistolen, die sich in den USA prächtig

verkaufen – jedoch unter anderem Markennamen. Hierzulande waren

die Pistolen nur sporadisch erhältlich. Dies scheint sich aber durch

die Neustrukturierung von Vertrieb und Import zu ändern.

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Mai 2014


Selbstladepistolen HS Produkt Standard Series | TEST & TECHNIK

ERKAUF

Mai 2014

VISIER.de | 13


TEST & TECHNIK | Selbstladepistolen HS Produkt Standard Series

Technische Daten

Modell: HS 9 Subcompact HS 9 Tactical HS 9 V8 HS 45 Tactical HS 45

Preis: € 629,- € 629,- € 689,- € 669,- € 669,-

Kaliber: 9 mm Luger 9 mm Luger 9 mm Luger .45 ACP .45 ACP

Kapazität: 13 + 1 Patronen 16 + 1 Patronen 16 + 1 Patronen 13 + 1 Patronen 13 + 1 Patronen

Maße (L x B x H): 156 x 33 x 120 mm 200 x 33 x 140 mm 176 x 33 x 140 mm 202 x 33 x 144 mm 180 x 33 x 144 mm

L a u fl ä n g e : 75 mm 125 mm 100 mm 125 mm 100 mm

Visierlänge: 128 mm 179 mm 151 mm 179 mm 154 mm

Kimme: Stahl, 3,8 mm Stahl, 3,8 mm Stahl, 3,8 mm Stahl, 3,8 mm Stahl, 3,8 mm

Korn: Stahl, 3,6 mm Stahl, 3,6 mm Stahl, 3,6 mm Stahl, 3,6 mm Stahl, 3,6 mm

Abzugsgewicht: 3100 g (USA-System) 2900 g (USA-System) 2850 g (USA-System) 3150 g (USA-System) 3404 g (USA-System)

Gewicht: 740 g 840 g 785 g 915 g 845 g

HS Produkt bietet die

HS-Pistolen in 9 mm, .40 S & W

und .357 SIG in drei Größen

an: als Tactical mit Fünf-Zoll-

Schlitten (o.), die Subcompact

mit 75-mm-Lauf und kurzem

Griffstück (M.) sowie als

Vier-Zoll-Standardmodell.

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Mai 2014


PRÄZISIONSFAKTOR

Nein, um einen Neuling im Waffenbau

handelt es sich bei HS Produkt

wahrlich nicht. So produziert das

kroatische Unternehmen bereits seit

1991 Pistolen. Und schon einige Jahre

später gelang der große Durchbruch –

mit dem Modell HS 2000, das der Hersteller

heute unter der Bezeichnung

„Standard Serie“ verkauft. „HS“ steht

dabei für „Hrvatski Samokres“ (auf

deutsch: kroatische Pistole); das Modell

2000 ist nunmehr seit 15 Jahren die

Standardpistole der kroatischen Armee

und Polizei; auch bei Militär und Behörden

anderer Nationen steht diese Ausführung

in Diensten.

Der Löwenanteil der Produktion geht

aber in die USA: Anfangs vertrieb man

dort die HS 2000 unter eigenem Namen

zu einem sehr günstigen Preis, allerdings

nur mit mäßigem Erfolg. Dies änderte

sich jedoch schnell, nachdem

Springfield Armory den Vertrieb übernahm,

den Preis tüchtig erhöhte und die

Pistolen seitdem unter eigenem Namen

als „Springfield XD“ verkauft. Springfields

XD-Baureihe gehört seit Jahren zu

den beliebtesten Polymerpistolen auf

dem US-Zivilmarkt. Von der HS Standard

Serie unterscheidet sich die Springfield

XD ausschließlich im Markennamen, die

Waffen sind grundsätzlich baugleich

und immer „Made in Croatia“. Aus Sicht

der meisten Euro-Schützen blieb aber

jahrelang die Krux, dass Springfield Armory

keine XD-Pistolen exportieren

darf, HS Produkt selbst aber mit der Belieferung

der europäischen Nachbarländer

nie so recht nachkam. Das hat sich

nun hoffentlich erledigt: Inzwischen

importiert die Firma Delcro Tactical die

kroatischen Selbstlader, der Verkauf erfolgt

über den Fachhandel.

Das Grundgerüst: In ihrem Gesamtkonzept

können die HS-Pistolen eine

gewisse Ähnlichkeit mit Glock nicht verleugnen,

ohne jedoch Kopien der bekannten

Kurzwaffen aus Österreich darzustellen.

Wie bei der Mehrzahl der

Großkaliber-Pistolendesigns aus den

vergangenen 20 Jahren entschied man

sich auch in Kroatien für ein Polymer-

Griffstück und einen verbesserten

Browning-Verschluss, bei dem der Lauf

direkt im Auswurffenster verriegelt. Ursprünglich

schützte eine schlichte Brünierung

die Oberflächen vor Rost. Aber

inzwischen setzt HS Produkt auf eine

Unter Leistungsdruck die volle

Konzentration beizubehalten, ist die größte

Herausforderung beim Präzisions schießen.

Die Waffe kann dazu einen wesentlichen

Beitrag leisten. Geradliniges Repetieren im

Anschlag bei unveränderter Körperhaltung

und rundum verlässliche Technik sind die

Merk male der Tactical 2. Sie sorgen für

das Plus an Ruhe beim Schuss.

Abgabe nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis.

Sowohl das 9-mm-Griffstück als auch der 45er Rahmen sind im Griffbereich nicht

einmal 31 mm breit. Und durch den kleineren Hohlraum im Griffrücken entspricht

der Griffumfang der 45er fast genau demjenigen der 9-mm-Version.

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TEST & TECHNIK | Selbstladepistolen HS Produkt Standard Series

Bei der Demontage fallen nicht mehr Baugruppen an als unbedingt

nötig. Technisch unterscheidet sich die lange Fünf-Zoll-Tactical

von den kürzeren Varianten nur durch das offene Design der

Schließfeder-Führungsstange.

Tenifer-Vergütung als Korrosionsschutz.

Das Abzugssystem hört zumindest in

den Vereinigten Staaten auf die Bezeichnung

„Ultra Safety Assurance“

(USA) und imitiert in Widerstand und

Charakteristik eine teilvorgespannte

Mechanik. Tatsächlich handelt es sich

aber bei der XD rein konstruktionstechnisch

um ein Single-Action-System, bei

dem der Schlitten im Rücklauf die

Hauptfeder komplett spannt. Für ausreichend

Sicherheit ist dennoch gesorgt:

Neben dem verlängerten Abzugsweg

bietet die HS-Standard-Serie eine

automatische Schlagbolzensicherung,

eine Abzugssicherung sowie eine Griffstücksicherung.

Drückt man letztere nicht ein, dann

bleiben sowohl der Schlagstollen als

auch der Schlitten blockiert. Unabhängig

von der eingesetzten Technik gelten

die HS-Waffen als regelkonform im Sinne

der IPSC-Production-Division. Abgesehen

vom Griffstück selbst fertigt

16 | VISIER.de

HS Produkt seine Pistolen größtenteils

aus Stahl. Dies gilt auch für diverse

Kleinteile, die bei vielen anderen Firmen

gern einmal durch Plastikteile ersetzt

werden. Neben dem Rahmen besteht

auch der Flügel der Abzugssicherung

aus Plastik, ebenso Boden und

Zubringer des 29 Euro teuren Magazins.

Das längsgerillte Abzugszüngel selbst

fertigt HS Produkt aus Stahl, ebenso den

Magazinkorpus, der durch Verchromen

vor Korrosion geschützt wird. Auch die

Federführungsstange, die Bedienhebel

und die Visierung bestehen aus Stahl.

Apropos Visierung: Die Abmessungen der

Schwalbenschwanzfräsungen für Kimme

und Korn entsprechen ziemlich genau

denen der 220-Serie von SIG-Sauer, so

dass in den USA häufig auch für die SIG-

Pistolen passende Visiere auf den XD-

Pistolen von Springfield Armory verwendet

werden.

Einfache Handhabung: Wie nahezu

alle modernen Pistolendesigns stellt

Die Griffstücksicherung gehört bei

Polymerpistolen von HS Produkt zu

den Alleinstellungsmerkmalen. Ein

silberfarbener Signalstift zeigt an,

ob der Schlagbolzen gespannt ist.

Mai 2014


Selbstladepistolen HS Produkt Standard Series | TEST & TECHNIK

auch die HS-Serie niemanden vor größere

Probleme. Das stets gleichbleibende

Abzugsgewicht, der Verzicht auf eine

Daumensicherung entsprechen heute

gängigen Standards für Dienst- und Verteidigungspistolen.

Jedoch gehört die

Griffsicherung im Stil der M 1911 im Bereich

der Polymerpistolen zu den Alleinstellungsmerkmalen

der HS-Pistolen. In

US-Foren äußern sich manche gegenüber

dem Sicherungselement kritisch,

denn der Schlitten läßt sich nur dann

manipulieren, wenn man die Taste hinten

im Rahmen komplett eindrückt –

schwierig vor allem bei Drills, in denen

das rein einhändige Nachladen geübt

wird. Im Test ließ sich die Griffsicherung

aber bei allen Pistolen jedesmal

problemlos betätigen, solange man die

Waffe auch nur halbwegs korrekt greift.

Linkshänder haben dagegen bei der

Standardserie von HS Produkt mit einigen

Nachteilen zu kämpfen: Der Verschlussfanghebel

und der Demontagehebel

finden sich nur auf der linken Seite

des Griffstücks. Nur den Magazinauslöser

konzipierte man beidseitig. Apropos

Magazinauslöser: Versucht man ein

komplett bis zur letzten Patrone geladenes

Magazin aus dem Griffstück zu

bekommen, dann arbeitet der Magazindrücker

deutlich schwergängiger als bei

HS Produkt setzt auf ein

komplett vorgespanntes

Schlagbolzenschloss und eine

innenliegende Auszieherkralle.

Bis auf die Fünf-Zoll-

Modelle verfügen die

Pistolen über eine doppelte

Schließfeder-Konstruktion.

einer geringeren Anzahl von Patronen

im Container. Die Handlage, der Griffwinkel

und die Balance der Standardmodelle

mit dem schlankeren 9 mm-Rahmen

entsprechen in etwa einer FN High

Power mit den klassischen 1960er-Jahre-Griffschalen

aus schwarzem Kunststoff

– gute Voraussetzungen also für

ein Griffdesign, mit dem sich große

Pranken wie auch kleinere Hände gut

anfreunden können.

Sehr lobenswert: Durch ihren extrakleinen

Griffrücken liegen auch die dickeren

45er Griffstücke trotz hoher Magazinkapazität

noch gut in mittelgroßen

Händen. Denn das klappt bei vielen anderen

45ern mit einer Magazinkapazität

von über zehn Patronen oft nicht so gut

wie bei denen von HS Produkt.

Das Zerlegen funktioniert unkompliziert,

und unnötig viele einzelne Baugruppen

fallen dabei auch nicht an:

Nach dem Entfernen des Magazins arretiert

man den Schlitten via Fanghebel in

seiner hinteren Stellung. Nur in dieser

Position kann der Demontagehebel

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TEST & TECHNIK | Selbstladepistolen HS Produkt Standard Series

hochgeschwenkt werden. Anschließend

abnehmen kann man das gesamte Oberteil

aber erst, wenn man die HS Standard

per Abzug entspannt. Der Ablauf nötigt

zwar geradewegs dazu, vor dem Abschlagen

einen Blick in das Patronenlager

zu werfen. Dennoch entspricht eine

Im Kaliber .45 ACP offeriert

HS Produkt wahlweise die

normale Vier-Zoll-Version (u.)

oder die lange Tactical-Variante

mit Fünf-Zoll-Lauf (o.). Viele

Modellvarianten sind optional

auch mit braunem oder

olivgrünem Griffstück anstelle

von Schwarz zu haben.

Demontage über das Auslösen nicht

mehr dem aktuellen Stand an Bediensicherheit

im Waffenbau – und bei der

neuen Baureihe XDM geht das Zerlegen

dann auch komplett ohne Druck auf den

Abzug vonstatten. Was die Verarbeitung

betrifft, unterscheiden sich die kroatischen

Selbstlader nicht von westeuropäischen

Polymerpistolen. Die Metalloberflächen

werden genauso sorgsam

überschliffen wie etwa bei Glock oder

Steyr. Und auch die klapperfreien Passungen

der wesentlichen Bauteile konnten

die Tester überzeugen. Die USA-Abzugssysteme

schwankten beim Auslösegewicht

je nach individueller Waffe um

3000 Gramm, fühlen sich aber durch

das breite Züngel und die vergleichsweise

saubere Charakteristik subjektiv

leichter an. Der USA-Abzug bietet dem

Zeigefinger einen im Vergleich zu den

meis-ten teilvorgespannten Systemen

mit Schlagbolzenschloss etwas klarer

definierten „Druckpunkt“. Dafür erfolgt

das Rückstellen des Züngels („reset“)

nicht ganz so knackig wie etwa bei einer

Glock.

Modellvielfalt: Über mangelnde Auswahl

kann man sich bei HS Produkt nicht

beschweren. Auf der Preisliste des Importeurs

finden sich insgesamt 58 Modellversionen

der Standardserie: Die

günstigsten Versionen kosten 629 Euro,

die teuersten Spielarten 739 Euro. Der

Variantenreichtum kommt aber in erster

Linie dadurch zustande, dass HS Produkt

viel Auswahl im Bereich Optik und

Finish offeriert. Denn eigentlich gibt es

nur fünf Basismodelle: Das „kleine“

Griff-stück für die Kaliber 9 mm, .357 SIG

und .40 S & W sowie den „großen“ Rahmen

für die .45 ACP. Auf das kleine

Griffstück setzt der Hersteller entweder

einen Schlitten in der Standardlänge

von 4“, oder aber den verlängerten

„Tactical“-Schlitten für 5“-Läufe.

Bis auf das Polymergriffstück selbst, den Zubringer und den Boden des Magazins

fertigt HS Produkt seine Pistolen nahezu komplett aus Stahl.

18 | VISIER.de

Alternativ produziert man in Kroatien

das kleine Griffstück auch in einer gekürzten

Version mit leicht verringerter

Magazinkapazität. Dies bildet dann die

Ausgangsbasis für die „Subcompact“-

Modelle, bei denen zusätzlich auch die

Läufe und die Schlitten gekürzt werden.

Die Metallteile werden entweder im

QPQ-Verfahren mattschwarz oberflächenvergütet

oder aber metallisch blank

in Stainless-Steel angeboten (QPQ =

Mai 2014


VISIER-Abzugsprofil: HS 45

Kraft

5,0

4,5

4,0

3,5

3,0

2,5

2,0

1,5

Messdaten

Single

Action

Double

Action

Maximale Kraft

3,404 –

Auslöseweg

7,83 –

Vorzug

1,0

3,61 –

0,5

Auslöseenergie

0,0

0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20

Weg –

Waffenart Fabrikat Modell Abzug Zündverzugszeit

Pistole HS 45 Single Action – –

Erstellt mit Manthei Mess Systeme TriggerScan 3.0

Der „USA“-Abzug simuliert ein teilvorgespanntes System mit mittellangem

Abzugsweg und vergleichsweise sauberem Druckpunkt. Tatsächlich handelt

es sich aber um ein komplett gespanntes System.

Quench – Polish – Quench, also Abschrecken

– Polieren – Abschrecken). Rostträge

Oberteile kombiniert der Hersteller

grundsätzlich mit schwarzen Polymer-Griffstücken.

Anders bei den Modellen

mit QPQ-Oberteilen: Hier hat man

je nach Kaliber und Modell die Wahl zwischen

schwarzem, braunem (flat dark

earth) oder olivgrünem Plastik. Und

dann wären da noch die kompensierten

V8-Versionen, bei denen Bohrungen im

Lauf dafür sorgen sollen, den Hochschlag

zu verringern. Letztere kommen

grundsätzlich mit kleinem 9 mm- /

.40- / .357-Rahmen und Vier-Zoll-Oberteil.

Auch den etwas wuchtigeren 45er

Rahmen kombiniert der Hersteller wahlweise

mit einem vierzölligen Oberteil

oder aber einem ausgewachsenen Tactical-Modell

mit 5“-Lauf.

Gute Schussleistung: Auf dem

Schießstand mussten sich die beiden

Tactical-Versionen mit 5“-Läufen bewähren.

Besondere Auffälligkeiten zeigten

sich dabei aber nicht: Die Tactical-

Modelle schossen sich so angenehm, wie

man das von einer modernen Polymerpistole

im ausgewachsenen Dienstformat

erwarten kann. Leider verdarben

vereinzelte Ausreißer die kleinsten Trefferbilder

der beiden Waffen; ansonsten

Schießtest: HS Produkt Standard Series HS 45 Tactical

Nr. Fabrikpatronen (grs) SK (mm) v 2

(m/s) E 2

(J) Faktor

1 165 grs Magtech SCHP 76 (32) 354 670 192

2 200 grs WM Bullets SWC 57 279 504 183

3 230 grs GECO FMJ 135 (67) 243 440 183

4 230 grs Fiocchi JHP 74 (58) 265 523 200

5 230 grs PMC FMJ 79 (46) 235 412 77

6 230 grs Federal Classic JHP 90 (44) 251 469 189

Anmerkungen/Abkürzungen: Entfernung 25 Meter, Fünf-Schuss-Trefferbilder, ermittelt

sitzend mit aufgelegter Waffe; Werte in Klammern nach Abzug eines Ausreißers. v 2

(m/s) =

Geschossgeschwindigkeit in Meter pro Sekunde, zwei Meter vor der Laufmündung gemessen.

E 2

(J) = Geschossenergie in Joule, zwei Meter vor der Mündung. SCHP: Solid Copper Hollow Point,

Kupfersolid-Hohlspitzgeschoss), SWC: Semiwadcutter (Kegelstumpfgeschoss mit Scharfrand),

JHP: Jacketed Hollow Point (Mantel-Hohlspitz), FMJ: Full Metal Jacket (Vollmantel).


TEST & TECHNIK | Selbstladepistolen HS Produkt Standard Series

wären Streukreise unter 35 mm möglich

gewesen. Insgesamt schienen die Prüflinge

in beiden Kalibern über ein nahezu

identisches Präzisionspotential zu verfügen.

Im Endergebnis konnte sich hier

die 45er Variante gegenüber dem Exemplar

in 9 mm Luger allein durch ihr größeres

Kaliber um ein paar Punkte absetzen.

Funktionsstörungen traten nicht

auf. Sowohl die 45er Tactical als auch

das schlankere 5“-Modell in 9 mm Parabellum

verdauten sämtliche ihnen „vorgesetzten“

Patronensorten ohne Murren

und warfen auch den Testern niemals

die abgefeuerten Hülsen ins Gesicht.

Selbst einhändig locker im Drei-Finger-

Griff gehalten, ließen sich keine Ladehemmungen

provozieren.

Allerdings fiel bei der fünfzölligen

Neun-Para-Version auf, dass die besonders

weich geladenen 140-Grains-Patronen

von Sellier & Bellot nur behäbig

ausgeworfen wurden und im Gegensatz

zu allen anderen Laborierungen der Ver-

HS Produkt produziert

diverse Standardmodelle

auch als „V8“-Variante mit

Gasentlastungsbohrungen

oben im Lauf.

Alle Bedienelemente lassen sich gut erreichen und problemlos betätigen: Oberhalb des Abzugsbügels findet sich

der Demontagehebel, hinter dem Bügel sitzt der beidseitig angeordnete Magazindrücker. Den Verschlussfang

über der Daumenmulde des Griffes gibt es nur auf der linken Seite des Rahmens.

20 | VISIER.de

Mai 2014


Selbstladepistolen HS Produkt Standard Series | TEST & TECHNIK

Schießtest: HS Produkt Standard Series HS 9 Tactical

Nr. Fabrikpatronen (grs) SK (mm) v 2

(m/s) E 2

(J) Faktor

1 115 grs GECO JHP 89 368 505 139

2 124 grs Remington Golden Saber JHP 105 (37) 367 541 149

3 124 grs Federal Tactical JHP 81 (28) 376 568 153

4 124 grs Speer Gold Dot JHP 55 394 624 160

5 140 grs Sellier & Bellot FMJ 94 282 361 130

6 147 grs Hornady TAP JHP 75 (39) 317 479 143

Anmerkungen/Abkürzungen: Entfernung 25 Meter, Fünf-Schuss-Trefferbilder, ermittelt

sitzend mit aufgelegter Waffe; Werte in Klammern nach Abzug eines Ausreißers. v 2

(m/s) = Geschossgeschwindigkeit

in Meter pro Sekunde, zwei Meter vor der Laufmündung gemessen.

E 2

(J) = Geschossenergie in Joule, zwei Meter vor der Mündung. JHP: Jacketed Hollow Point

(Mantel-Hohlspitzgeschoss), FMJ: Full Metal Jacket (Vollmantelgeschoss).

schluss nach dem letzten Schuss nicht

vom Schlittenfanghebel arretiert wurde.

Bei der weichen Laborierung von

S & B handelt es sich aber auch um eine

Spezialmunition, die sich aus 4“-Läufen

gerade noch über den IPSC-Minor-Faktor

von 125 retten soll – normale Fabrikmunition

in 9 x 19 mm ist deutlich härter

geladen. Wer ausschließlich schlapp geladene

Wettkampfmunition mit einem

Faktor um 130 aus der Tactical mit ihrem

extralangen (und besonders schweren)

Schlitten verschießen möchte, der sollte

zur Sicherheit wohl besser auf eine

etwas schwächere Schließfeder ausweichen.

Anders als bei den kürzeren HS-

Pistolen wird die Vorholfeder bei der

Tactical auf ihrer Führungsstange nicht

fest verkapselt und läßt sich problemlos

mit einem Griff auswechseln.

Ivan Peroš von Delcro-Tactical importiert

sowohl die Pistolen der Standard

Series von HS Produkt als auch die

modifizierte Baureihe „HS-XDM.

Mai 2014

VISIER.de | 21


TEST & TECHNIK | Selbstladepistolen HS Produkt Standard Series

Kosten und Nutzen: HS Produkt bietet

mit der Standardserie eine gut verarbeitete,

moderne Pistolenkonstruktion

zu einem sehr günstigen Preis. Erfreulicherweise

passt auch der Preis (29 Euro)

für die Ersatzmagazine – hier langen

viele andere Hersteller leider allzu oft

kräftig in die Brieftasche ihrer Fans. Der

Löwenanteil des Punkteabzugs vom

möglichen Maximalwert geht auf das

Konto der Präzision. Letztere konnte

zwar unter praktischen Gesichtspunkten

mit Bestwerten um 55 Millimeter

durchaus überzeugen. Aber es handelt

sich halt nicht um Target-Pistolen für

das reine Scheibenschießen. Mit einem

leichter justierten Abzug hätten sich

höchstwahrscheinlich deutlich bessere

Streukreise umsetzen lassen.

Die VISIER-Bewertungen

Modell: HS 9 Tactical 9 mm Luger HS 45 Tactical .45 ACP

Präzision: 40 Punkte 44 Punkte

Repetierablauf / Sicherheit: 8 Punkte 9 Punkte

Abzugscharakteristik: 8 Punkte 8 Punkte

Abzugs-Griff-Design: 4 Punkte 4 Punkte

Charakteristik Bedienelemente: 9 Punkte 9 Punkte

Visierung: 4 Punkte 4 Punkte

Verarbeitung: 9 Punkte 9 Punkte

Gesamtwertung: 82 Punkte 87 Punkte

Der Ladestandsanzeiger ragt bei einer

Patrone im Lager fühl- und sichtbar

aus dem Schlitten. Die Konstruktion

erinnert an die Parabellum-Pistole.

Ansonsten gaben sich die Waffen aus

Kroatien nur minimale Blößen, die zu

einem Punkteabzug führten. Etwa das

nicht modifizierbare Griffstück, die Demontage

über den Abzug oder die praxistaugliche,

aber insgesamt doch etwas

schlichte Visierung. Ultimativ

empfiehlt sie sich besonders potentiellen

Käufern, die theoretisch den Waffen

von Glock zugeneigt sind, sich aber mit

deren Griffstückergonomie oder dem

ungewöhnlichen Griffwinkel nicht so

recht anfreunden können. Besonders

empfehlenswert erscheinen gerade die

45er Modelle für Schützen mit mittelgroßen

bis kleinen Händen, die dennoch

nicht auf eine hohe Magazinkapazität

verzichten wollen.

Text: Hamza Malalla und

Matthias S. Recktenwald

Fotos Michael Schippers und

Matthias S. Recktenwald

Die kroatischen HS-Pistolen wurden

vom Importeur (Delcro Tactical, Oberer

Wiesenweg 25, 89134 Blaustein, www.

delcro-tactical.com, beziehungsweise

www.hs-produkt.de) zur Verfügung gestellt

– vielen Dank! Der Verkauf erfolgt

direkt über Delcro Tactical sowie über

ausgewählte Stützpunkthändler.

In den USA hat jeder Hersteller Holster für die HS-Pistolen im Sortiment.

Die meisten der hier abgebildeten Holster stammen von Safariland.

22 | VISIER.de

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Selbstladepistolen HS Produkt Standard Series | TEST & TECHNIK

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VISIER.de | 23

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TEST & TECHNIK | Remington R51

NEUHEIT

wie

Retro?

Auf der diesjährigen SHOT Show war Remingtons Taschenpistole R51 einer

der Publikumsmagneten. Kein Wunder, die kleine Waffe verbindet auf

clevere Weise Tradition und Moderne. VISIER-Autor Gary Paul Johnston

schoss auf Einladung des US-Herstellers die ersten Stücke Probe.

24 | VISIER.de

Mai 2014


Remington R51 | TEST & TECHNIK

John D. Pedersen - den Namen kennt die Fachwelt vor allem

wegen dem nach ihm benannten Pedersen Device

(siehe Seite 58). Trotz seines großen Talents gelang dem

in Nebraska geborenen Konstrukteur nie der ganz große

Durchbruch – obwohl John Moses Browning höchstselbst ihn

als „greatest gun designer in the world“ (= bester Waffenkonstrukteur

der Welt) adelte. Dass der mangelnde Erfolg nicht

an seinen Konstruktionen lag, zeigt sich bei Remingtons

klassischer Taschenpistole Model 51. Die kleine Waffe stach

bei ihrer Einführung 1918 andere zeitgenössische Pistolen

nicht nur durch die schmalen Abmessungen aus. Vielmehr

hatte Pedersen durch seine Interpretation des verzögerten

Masseverschlusses nicht nur ein simples, sondern auch

höchst effektives Verschlusssystem verbaut. Doch nach dem

Ende der Model-51-Produktion verstaubte das Prinzip in den

Schubladen von Remington – bis Adam Walker kam. Der junge

Remington-Konstrukteur holte das Konzept 2013 für die

neue, in Retro-Optik gehaltene R51 wieder hervor. Und so erweckte

er 98 Jahre nach Einreichung von Pedersens Patent

das „Pedersen hesitation locked“-System wieder zum Leben.

Mai 2014

VISIER.de | 25


TEST & TECHNIK | Remington R51

Etwas Theorie: Prinzipiell verfügen

sowohl Model 51 als auch die neue R51

über ein ziemlich ähnliches Verschlusssystem:

Der Lauf ist starr, Schlitten und

Verschlussblock bestehen nicht wie üblich

aus einem, sondern zwei getrennten

Elementen. Im Schuss bewegen sich

diese beiden Bauteile zunächst wie bei

einem Masseverschluss um gut zwei Millimeter

nach hinten. Dann stoppt eine

Nase im Griffstück den Verschlussblock

für Bruchteile einer Sekunde, bis das

Geschoss den Lauf verlassen hat und der

Druck im Rohr abgesunken ist. Der

Schlitten bewegt sich derweil weiter

nach hinten. Dann greift ein Umlenk-

Neben dem Checkering an der

Vorderseite des Griffs verfügt die

R51 auch über Riffelungen über dem

Abzugsbügel – als Ablagepunkt für

den „geparkten“ Abzugsfinger.

Das Vorbild Remington Model 51 wurde von 1918 bis 1927 gefertigt. Hier sieht man auch schön,

wie der Hersteller die Linienführung auf die R51 übertrug, ohne eine bloße Kopie zu erschaffen.

26 | VISIER.de

Mai 2014


Remington R51 | TEST & TECHNIK

Dieses Paket voll Spaß wartete auf die

VISIER-Tester. Die meisten Stücke waren

Vorserienmodelle, allerdings gehörten auch

zwei späte Prototypen zu den Testwaffen.

In zerlegtem Zustand zeigt sich der einfache

Aufbau: Die Rückholfeder wird über den Lauf

gestülpt. Zwischen Griffstück und Schlitten

liegt der Verschlussblock. An seinen Flanken:

Die Einfräsungen, in die der Mitnehmer im

Schlitten eingreift, um den Verschluss über die

Nase (hier verdeckt) im Griffstück zu heben.

Element an der Innenseite des Schlittens wieder den Verschlussblock,

hebt ihn über die Nase im Griffstück und beide

Bauteile gleiten weiter nach hinten. Dabei entfernt der am

Verschlussblock sitzende Auszieher die Hülse aus dem Lager.

Was hier kompliziert klingt, funktioniert in der Realität einfach

und höchst zuverlässig. Der Vorteil des Prinzips liegt im

starren Lauf, das kommt der Präzision zugute. Für das alte

Model 51 im Kaliber .380 ACP war das System ein wenig überdimensioniert,

hier hätte es auch ein einfacher Feder-/Masseverschluss

getan. Für die R51 und die stärkere Neun Para ist

es jedoch genau richtig.

Richtig retro: Obwohl die R51 mit einem modernen Polymer-Griffstück

daherkommt, sieht man gleich, wer für die

sanft geschwungenen Linien Pate stand. Eine optisch sehr

gelungene Waffe ist das Ergebnis: Keine Picatinny-Rail-Zacken

verunzieren das Äußere, keine Ecken, an denen man

hängen bleiben könnte. Trotzdem bleibt die R51 eine optisch

eigenständige Waffe und kein aufgewärmtes Model 51. Allerdings

übernahm man bei der Konstruktion auch einige Merkmale

des Vorgängers, etwa das einreihige Magazin. Dadurch

passt die Pistole auch in kleine Hände und trägt im Holster

kaum auf. Im Gegensatz zum Model 51 kommt die Neue ohne

Sicherungshebel aus. Dafür blieben die Konstrukteure bei der

Handballensicherung im Griffrücken. Eine zeitgemäße Ergänzung

stellt der Schlittenfang dar, er lässt sich, im Gegensatz

zum Magazindrücker, nur von der linken Seite aus bedienen.

Mai 2014

Die gummierten Griffschalen sitzen in einer Vertiefung und

schließen so bündig mit den Flanken des Griffstücks ab. Remington

bietet allerdings auch dickere als Austausch an. Deren

Checkering erwies sich, wie die angeraute Griffvorderseite,

als echter Handschmeichler: Absolut rutschfest, aber

nicht zu bissig für den Dauereinsatz.

Der Schlitten besteht aus teniferiertem Stainless Steel. Er

verfügt an den hinteren Flanken über neun ergonomische

Greifrillen. Das Auswurffenster zieht sich fast über die gesamte

Höhe des Schlittens. Remington will so Störungen

beim Auswerfen vorbeugen und zerlegungsfreies Reinigen

ermöglichen. Der Lauf misst 86 mm in der Länge und besteht

ebenfalls aus Stainless Steel. Das Werk bietet als Option auch

eine längere Variante mit Mündungsgewinde zur Aufnahme

von Schalldämpfern an. Kimme und Korn kommen mit weißen

Kontrastpunkten. Beide Visierelemente lassen sich seitlich,

jedoch nicht in der Höhe verstellen. Ihre geschwungene Form

erweitert die eingefrästen Linien im Schlitten. Für die Serienmodelle

sollen auch Visierungen von Novak erhältlich sein.

Insgesamt punktete das Äußere der R51 bei den Testern. Alles

wirkt glatt und wie aus einem Guss. Durch die geringen Abmessungen

und das ecken- und kantenfreie Design bleibt

man beim Ziehen nirgendwo hängen.

Auch das Zerlegen der R51 geht leicht von der Hand und dürfte

1911er-Besitzern bekannt vorkommen. Man zieht den

VISIER.de | 27


TEST & TECHNIK | Remington R51

Modell:

Preis: € 549,-

Remington R51

Kaliber:

Kapazität:

Maße (L x B x H):

L a u fl ä n g e :

9 mm Para

7 + 1 Patronen

170 x 25 x 120 mm

86 mm

Bereits ab Werk bietet Remington die

R51 wahlweise auch mit Lasermodul von

Crimson Trace an. Dessen Design orientiert

sich an der Linienführung der Pistole. Der

Schalter liegt unter dem Abzugsbügel und

wird vom Mittelfinger betätigt.

Gewicht:

620 g

Ausführung: Taschenpistole mit verzögertem

Masseverschluss des Typs

“Pedersen hesitation locked“,

Polymergriffstück, Single-Action-

Abzug, Handballensicherung, Magazindrücker

beidseitig.

Schlitten soweit zurück, bis sich die

kleine Einfräsung auf der linken Schlittenseite

auf Höhe des Verschlussfangs

befindet. Dann drückt man dessen Achse

von rechts durchs Griffstück heraus und

zieht den Schlitten nach vorne über den

Lauf. Der Verschlussblock lässt sich anschließend

nach unten entnehmen.

Auf der Range: Das Testschießen fand

wie schon erwähnt auf Einladung von

Remington mit Vorserienwaffen statt.

Zudem versorgte der Hersteller die Anwesenden

mit mehreren Tausend Schuss

hauseigener Hohlspitzmunition. Aufgrund

dieser eingeschränkten Auswahl

mussten die VISIER-Tester auf das übliche

Prozedere mit unterschiedlichen Laborierungen

verzichten. Vorab kann

man schon sagen: Sollten sich die auf

der Range gemachten Erfahrungen auf

die Serienwaffen übertragen lassen,

kann man Remington attestieren, alles

richtig gemacht zu haben: Die Handvoll

bereitgestellten R51-Pistolen mussten

an diesem Nachmittag insgesamt 5000

Schuss ohne Abkühlung oder Reinigung

verdauen. Bei zwei der Testwaffen sorgte

das volle Magazin je einmal für Zufuhrstörungen.

Ansonsten schossen die

Waffen ohne Beanstandungen. Auch auf

der Präzisions-Seite können sich die

Trotz der geringen Größe lässt sich die R51 gut im beidhändigen Weaver-

Anschlag schießen. Wie hier zu sehen, hebt sich die Mündung auch bei

schnellen Serien kaum aus dem Ziel.

Werte für eine Taschenpistole sehen lassen:

Sitzend mit aufgelegten Ellbogen

feuerten die Tester auf zehn Meter Fünf-

Schuss-Streukreise von 63 mm Durchmesser.

Im Stand auf 15 Meter lagen die

Treffer immerhin noch 100 mm auseinander.

Auch auf 50 Meter warf die R51

noch zuverlässig stählerne Fallscheiben

um. Wie schon bei der ersten Inaugenscheinnahme

bestätigte sich der positive

Eindruck der Griffschalen auch im

scharfen Schuss. Der Griffwinkel erwies

sich zudem als sehr angenehm und fast

perfekt für instinktives Schießen, darin

waren sich die Tester einig.

Fazit: Remington schafft es mit der

R51, das Pedersen-Konzept ins 21. Jahrhundert

zu bringen. Vor allem in den

USA wird die Taschenpistole mit ihrem

Retro-Look sicherlich einige Käufer anziehen.

Die können sich dann entscheiden,

ob sie die R51 als Waffe zum verdeckten

Führen oder als Sport- und

Spaßwaffe verwenden – die Remington

kommt mit jeder dieser Rollen gut zurecht.

Nach Deutschland kommt die R51

übrigens über Großhändler Helmut Hofmann

(www.helmuthofmann.de), zum

Preis von 549 Euro.

Text & Fotos: Gary Paul Johnston

Übersetzung & Bearbeitung:

Thomas Quirin

28 | VISIER.de

Mai 2014


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TEST & TECHNIK | Selbstlader AR-10, Teil 1

30 | VISIER.de

Mai 2014


Selbstlader AR-10, Teil 1 | TEST & TECHNIK

In den USA boomt der Markt

für 308er Selbstlader im Stil

des AR-10. Aber die Nachfrage

wächst auch hierzulande

stetig: Immer mehr Firmen

fertigen oder importieren die

Gewehre in .308 Winchester.

Für einen ersten Überblick

gingen die großkalibrigen

Halbautomaten von DPMS und

Heckler & Koch an den Start.

Eine Nummer

Inzwischen lässt sich bei AR-15-Herstellern

aus den USA kaum ein Unternehmen finden,

das noch keine 308er Modelle im Stil des AR-

10 anbietet: Ob nun Bushmaster, Colt, DPMS,

Knight‘s Armamant, LaRue, LWRC, Lewis Machine

& Tool (LMT), Noveske, Palmetto State Armory,

Ruger, SIG Sauer oder Smith & Wesson – sie

alle fertigen Varianten ihrer Selbstladebüchsen

im Kaliber .308 Winchester. Und selbstverständlich

sollte auch ArmaLite nicht fehlen, denn der

ursprüngliche, heute in Illinois ansässige Entwickler

des AR-10 fertigt Waffen dieses Typs nach

wie vor. Apropos „AR-10“: Dieser Terminus wird

zwar international von Fans der Waffen synonym

für die Systeme diverser Hersteller genutzt, aber

diese Bezeichnung ist seitens ArmaLite rechtlich

geschützt. Daher gibt es Waffen mit der offizielgrößer

Mai 2014

VISIER.de | 31


TEST & TECHNIK | Selbstlader AR-10, Teil 1

len Benennung AR-10 eben nur von diesem

Werk. Zwar kocht jeder Hersteller

bei Detail-Konzepten und Maßen seines

AR-10-Derivates – im Unterschied zum

AR-15 – ein eigenes Süppchen. Aber es

scheint sich bei den jüngsten Entwürfen

ein Trend zu Short-Stroke-Pistonsystemen

abzuzeichnen, etwa bei HK, LWRC,

SIG Sauer und Ruger. Ob dies nun die

Funktion in der Praxis verbessert oder

nicht, bleibt abzuwarten: HK ist auf dem

Behördenmarkt mit einem Pistonsystem

erfolgreich, Firmen wie Knight‘s und

LMT dagegen mit klassisch-direkter

Gasübertragung (DI: direct impingement).

Und Colt hat jüngst das auf Pistonsysteme

spezialisierte Unternehmen

LWRC für 60 Millionen Dollar gekauft.

Mit Lieferzeiten ist bei AR-10-Modellen

leider häufig zu rechnen: SIG Sauer stellt

seine 308er Selbstlader bereits seit drei

Jahren auf der Nürnberger IWA aus – die

ersten Stücke gelangten aber erst vor

wenigen Wochen in den Handel. Bei

Oberland Arms haben die OA-10 üblicherweise

mehrere Monate Lieferzeit, eine

fabrikneue Remington R 25 war ab Importeur

über einen Zeitraum von gut einem

halben Jahr nicht zu beschaffen.

Dynamic Arms Research (DAR) aus Lichtentanne

wollte den ersten Ausflug in

die Welt der AR-10-Modelle aus Eigenproduktion

eigentlich ebenfalls auf der

IWA 2014 präsentieren, aber auch daraus

wurde leider (noch) nichts. 308er Selbstlader

von Armi Dallera Custom (ADC) waren

bei U. S. Kempf Waffentechnik aktuell

auch nicht im Sortiment. Für einen

ersten Blick ließen sich nur die Modelle

von DPMS und Heckler & Koch direkt beschaffen.

Die anderen Fabrikate sollen

baldmöglichst folgen – das VISIER-Team

freut sich darauf, auch diese Waffen zu

testen und Ihnen vorzustellen.

DPMS LR-308: Defense Procurement

Manufacturing Systems (Panther Arms)

hat das AR-10 nicht erfunden, aber der

Popularität von 308er Selbstladern auf

dem US-Zivilmarkt zum Durchbruch verholfen.

Die Beliebtheit des DPMS LR-308

erscheint angesichts der Preise in ihrem

Heimatland nicht verwunderlich: Die einfachsten

Versionen gehen teilweise für

weniger als 1000 Dollar über den Ladentisch,

der empfohlene Verkaufspreis beträgt

laut Hersteller knapp 1200 Dollar.

Zum Vergleich: Ein SR 25 von Knight‘s Armament

kostet je nach Version aktuell

etwa 4000 bis 6000 Dollar. Die Helmut

Hofmann GmbH stellte zwei Varianten

zur Verfügung: eine einfache LR-308 B

sowie das Modell LR-308 A3 mit 61 Zentimeter

langem Rohr aus rostträgem Stahl.

Das LR-308 wird seit nunmehr acht Jahren

in diversen Variationen produziert

und ist wahrscheinlich das am weitesten

verbreitete Basismodell in diesem Marktsegment.

Ein Grund dafür mag sicherlich

auch das günstige Preis-/Leistungsverhältnis

sein. Denn in den USA gehört das

LR-308 zumindest in den einfacheren

Modell: DPMS LR-308 B (o.) DPMS LR-308 A3 (u.)

Preis: € 1889,- € 1919,-

Kaliber: .308 Winchester .308 Winchester

Magazinkapazität: 2, 10, 20 Patronen 2, 10, 20 Patronen

Länge: 959 mm 1106 mm

Lauf: 460 mm 610 mm (ohne Feuerdämpfer)

Gewicht: 4600 g 7050 g

Abzugsgewicht: 3550 g 2450 g

Die DPMS LR-308 A3 (unten) mit ihrem 61 cm langen Lauf unterscheidet sich von der LR-308 B

hauptsächlich durch den anderen Upper Receiver sowie das rostträge Laufmaterial.

32 | VISIER.de

Mai 2014


Selbstlader AR-10, Teil 1 | TEST & TECHNIK

Versionen mit zu den preiswertesten AR-

10-Gewehren. Zwar hat das 1985 gegründete

Werk jüngst die „G2“-Baureihe vorgestellt,

die mit vielen Modifikationen

gegenüber älteren LR-308 aufwartet und

in einigen Bereichen nicht mehr mit der

ersten Generation kompatibel ist. Aktuell

offeriert DPMS aber jenseits des Atlantiks

beide Waffengenerationen des LR-308.

Und hierzulande sind über Importeur Helmut

Hofmann bislang nur Modelle der

ersten Generation erhältlich. Was Zubehör

auch von Fremdherstellern betrifft,

ist die Auswahl für ein AR-10-System bei

DPMS besonders gut: Firmen wie etwa JP

Enterprises bieten eine Menge passender

Bauteile fürs sportliche Schießen an.

Als Hinterschaft dient ein gewöhnlicher

A2-Kolben. Auch der Pistolengriff entspricht

einem normalen A2-Griff. Weil

der Lower Receiver hinten etwas länger

ist als bei einem konventionellen AR-15,

steigt der Abstand vom Abzugszüngel bis

zur Schaftkappe auf 362 Millimeter – hier

werden kleinere Schützen womöglich

einen kürzeren Schubschaft bevorzugen.

Vorn setzt das Werk auf einen runden

Dural-Handschutz mit einem Durchmesser

von 57 Millimetern, was dem Lauf

freies Schwingen ermöglicht. Auf Ausstattungsmerkmale

wie ein Mündungsgewinde

oder eine mechanische Visierung

muss man bei den einfacheren

DPMS-Modellen verzichten. Und die Basisvariante

LR-308 B besitzt im Gegensatz

zur LR-308 A3 nicht einmal eine

Schließhilfe, einen Staubschutzdeckel

oder einen Hülsenabweiser. Außerdem

sitzt bei dem schlichteren Upper Receiver

des 308 B die Picatinny-Montageschiene

zirka sechs Millimeter höher als bei dem

Modell LR-308 A3. Immerhin fehlt die

vordere Riemenbügelöse nicht, damit

ließe sich bei Bedarf auch ein Zweibein

problemlos montieren.

Bei Verarbeitung und Finish merkt man in

einigen Bereichen schon, dass es sich bei

DPMS um einen der günstigeren US-Anbieter

handelt. Die Schaftteile sind einfacher

Standard und qualitativ nicht anders

Mai 2014

Bei der DPMS LR-308 B (o.) verzichtet der Hersteller auf Staubschutzdeckel,

Hülsenabweiser und Schließhilfe, wie sie das LR-308 A3 besitzt. Außerdem

verfügt das LR-308 B über eine höhere Montageschiene auf dem Gehäuse.

als bei anderen AR-15-/AR-10-Herstellern.

Die Gehäusehälften oder der Gasblock

wirken in der Qualität aber schlichter

als das, was man zwischen Emsland

und Alpenrand von den meisten Firmen im

AR-15 / AR-10-Bereich zu sehen bekommt.

Zudem klapperte der Upper beim 308 B

auf der unteren Gehäusehälfte.

HK MR 308: Das Heckler & Koch MR 308

stellt mehr oder weniger die Zivilversion

des G28 dar, dem aktuellen Designated

Marksman Rifle (DMR) der Bundeswehr.

Grundsätzlich ähnelt es in seinem Basiskonzept

anderen AR-10, aber mit Pistonsystem

statt direkter Gasübertragung.

Auch lassen sich die meisten Teile nicht

durch die anderer Hersteller austauschen,

eher schon mit denen des HK

MR 223 aus eigenem Haus. Ein Hauptunterschied

zu den militärischen Modellen

G28 und auch dem 7,62er Sturmgewehr

HK 417 ist der nicht verstellbare Gasblock

des MR 308. Die Militärgewehre

bieten eine Gasabnahme mit einer zweiten

Position speziell für den Betrieb mit

Schalldämpfern. Und darauf weist auch

die Beschriftung auf dem langen Handschutz

des neuerdings erhältlichen G28-

Umrüstkits hin. Warum man in Oberndorf

auf diese Option beim MR 308 verzichtet

hat, bleibt rätselhaft: In vielen Ländern

können auch zivile Kunden problemlos

Schalldämpfer erwerben. Und unabhängig

davon experimentieren manche

Sportschützen je nach verwendeter Munition

gern mit anderen Einstellungen an

ihren Gasdruckladern. Heckler & Koch fertigt

das MR 308 in den Lauflängen 510 mm

und 421 mm. Für den Artikel lieferte das

Werk zwei 421-mm-Stücke: Eins mit kurzem

Handschutz in Schwarz, und eins

in RAL 8000 mit vielen Extras, etwa einem

G28-Hinterschaft und einem langen

Handschutz mit integriertem Klappkorn.

Fit & Finish: Was die Verarbeitung angeht,

bietet das MR 308 die von der Firma

Heckler & Koch gewohnte feine Qualität.

Die zwei Testgewehre zeigen vom

Feuerdämpfer bis zur Schaftkappe sauber

überschliffene Oberflächen und

kleine Spaltmaße. Auch die gehämmerten

Läufe mit 18,7 mm Durchmesser wirken

außen wie innen tipptopp verarbeitet.

Nichts klappert oder wackelt, das

Spiel zwischen den Gehäusehälften ist

bei beiden Waffen minimal. Auch die

Kunststoffteile machen einen so durchdachten

wie stabilen Eindruck. Der einzige

Wermutstropfen ist die Abzugscharakteristik

der Kurzversion: Prinzipiell

VISIER.de | 33


TEST & TECHNIK | Selbstlader AR-10, Teil 1

Modell: HK MR 308 (o.) HK MR 308 (G28-Kit, u.)

Beide MR 308-Testwaffen zeigen

kostenpflichtige Zusatzausstattungen,

etwa die Feuerdämpfer und die

mechanischen Visierungen.

handelt es sich beim MR 308-Abzug um

einen Direktabzug, der üblicherweise

leichter auslöst als ein AR-15-Standardabzug,

ohne gleich reinrassigen Wettkampfabzügen

Konkurrenz zu machen.

Bei dem vorliegenden Exemplar fiel das

Schlagstück aber nicht direkt am Druckpunkt,

sondern erst nach einer weiteren

Wegstrecke, und die war in ihrem Widerstand

nicht immer gleichmäßig. Leichtere

Abzüge für das MR 308 offerieren

die Uhl GmbH sowie Geissele, wobei

letzterer laut Hersteller einen Listenpreis

von 465 Dollar hat.

Zubehör: In seiner Basiskonfiguration

ohne Extras kostet das MR 308 knapp

2900 Euro und ist damit rund 50 Prozent

teurer als die einfachsten Versionen von

DPMS oder Oberland Arms. Im Gegensatz

zu diesen bietet es aber ab Werk einige

nützliche Details wie den in seiner

Länge verstellbaren Schubschaft mit

auswechselbarer Kappe, einen kurzen

Quadrail-Handschutz sowie einen beidseitigen

Sicherungsflügel. Anders als

34 | VISIER.de

Preis: ab € 2985,- € 3490,- (wie abgebildet)

Kaliber: .308 Winchester .308 Winchester

Magazinkapazität: 2, 10, 20 Patronen 2, 10, 20 Patronen

Länge: 915-993 mm 922-985 mm

Lauf: 421 mm (ohne Feuerdämpfer) 421 mm (ohne Feuerdämpfer)

Gewicht: 4650 g 5200 g

Abzugsgewicht: 2670 g 2650 g

die meisten AR-10 (und AR-15) lässt sich

das MR 308 auch in entspanntem Zustand

sichern – zumindest bei Verwendung

der originalen Abzugsmechanik.

Der Hauptnachteil des MR 308 liegt neben

dem stolzen Waffenpreis im Bereich

Zubehör. Die Oberndorfer orientieren

sich zwar in Form und Funktion abseits

des Piston-Systems weitgehend am

Grundkonzept des AR-10. Es lassen sich

aber mehr oder weniger gar keine Zubehör-

oder Nachrüstteile anderer Hersteller

verwenden. Wenn ein Teil nicht

mittels einer Picatinny-Schnittstelle

mit dem MR 308 verbunden werden

kann, dann sieht man sich zu fast 100

Prozent auf originales Zubehör von

HK angewiesen (löbliche Ausnahme:

der von der Firma Waffen Burk entwickelte

Schubschaft, www.waffen-burk.

de). Und die Auswahl dort ist recht übersichtlich.

Das beginnt bereits beim

Magazin: Das Unternehmen offeriert

sowohl 10- als auch 20-schüssige Container

aus durchsichtigem Plastik. Die

HK-Magazine wirken sehr stabil, lassen

sich problemlos befüllen und kosten

happige 89 Euro, die Zehn-Schuss-Version

mit RAL 8000-Boden sogar 101 Euro.

Immerhin, auf die Mündung lässt sich

alles Gängige an Feuerdämpfern und

Bremsen aufsetzen, was ein 308er

Projektil durchlässt und über ein

M 15 x 1-Gewinde verfügt. Gut so, denn

ab Werk gibt es bei den Basisvarianten

nur eine simple Abschlusskappe, und

selbst der einfache Feuerdämpfer kostet

bereits über 50 Euro. An Pistolengriffen

hat der Hersteller drei Varianten im Programm,

und der Handschutz findet sich

in zwei Längen und zwei Farben. Bei

dem langen Vorderschaft hat man noch

die Wahl, ihn mit oder ohne integrier-

Mai 2014


Selbstlader AR-10, Teil 1 | TEST & TECHNIK

Das MR 308 lässt sich anders als die meisten AR-15 / AR-10

auch entspannt sichern. Der Sicherungsflügel findet

sich auf beiden Seiten des Gehäuses.

Bei Verwendung extrahoher Ringe von Weaver passte die

HK-Klappkimme gerade so unter das Okular des von Helmut

Hofmann gelieferten Leupold Mark AR Mod1 6-18 x 40 mm.

tem Klappkorn zu ordern. Beim kurzen

Handschutz wandert das Korn vorn auf

die Gasabnahme. Mechanische Visierungen

gehören bei HK übrigens nicht regulär

zum serienmäßigen Lieferumfang

des MR 308. Korn und Klappkimme sind

sehr kompakt, sie wirken auch gut verarbeitet

und robust – es handelt sich aber

eher um ein handliches Back-Up-Visier

als um eine Matchvisierung. Alternativ

bietet man in Oberndorf aber auch die

vom G3 bekannte Trommelkimme mit einer

Picatinny-Schnittstelle an. Diese

lässt sich dann aber natürlich nicht

platzsparend umfalten. Der G28-Hinter-

Mai 2014

VISIER.de | 35


TEST & TECHNIK | Selbstlader AR-10, Teil 1

schaft mit der höhenverstellbaren

Schaftbacke erscheint als praktische

Lösung, wenn man Optiken mit einem

Objektivdurchmesser über 40 mm verwenden

will. Zudem bleibt die Backe unabhängig

von dem Auszug des G28-

Teleskopschaftes immer an der gleichen

Position auf der Buffer Tube. Alternativ

bietet HK aber auch einen schlankeren

“Slim Line“-Hinterschaft an. Und auf der

diesjährigen IWA wurde auch ein schlanker

„Keymod“-Handschutz gezeigt.

Auf dem Schießstand: Als Testwaffe

für Heckler & Koch ging die kurzläufige

Version mit G28-Umrüstkit in grünbraunem

RAL 8000 ins Rennen. Für DPMS

musste die kurze LR-308 B mit 460-mm-

Lauf ihre Präzision beweisen. Sowohl

die US-Waffe als auch der Halbautomat

aus deutscher Fertigung wurden in erster

Linie mit Matchmunition geschossen,

als preisgünstige Patrone fiel die

Wahl auf die Vollmantel-Laborierung

von Tulammo mit Stahlhülse. Schießtechnisch

gab es kaum besondere Erkenntnisse

zu gewinnen: Beide Waffen

funktionierten mit allen Munitionssorten

tadellos. Der Rückstoß fiel natürlich

merklich kräftiger aus als bei kleinkalibrigeren

Halbautomaten, aber die .308

Winchester schießt sich dennoch auch

ohne spezielle Kompensatoren oder

Pufferelemente sanft aus den AR-10-Gewehren.

Trotz moderat verkürztem Augenabstand

des Leupold-AR-Zielfernrohrs

war die Augenbraue niemals in

Gefahr, vom Okular einen schmerzhaften

Pferdekuss zu erhalten. Rein subjektiv

fiel der Rückstoß bei der HK MR 308,

trotz Pistonsystem anstelle einer direkten

Gasübertragung auf den Verschlussträger,

ein klein wenig angenehmer aus

als bei der LR-308, der Unterschied war

aber in der Praxis vernachlässigbar.

Bereits nach wenigen Schüssen verunzierten

Messingablagerungen das

DPMS-Verschlussgehäuse hinter dem

Auswurffenster – möglicherweise wäre

hier ein Hülsenabweiser keine schlechte

Idee, die A3-Variante verfügt ja auch

über einen solchen. Die Tulammo-Muni-

36 | VISIER.de

Bei DPMS gibt es nur einen Ausstoßer (l.), im Gegensatz dazu setzt Heckler & Koch

beim MR 308 (r.) auf doppelte Austoßer. Erst die hierzulande noch nicht erhältliche

Generation 2 von DPMS verfügt ebenfalls über zwei Ausstoßer im Verschlusskopf.

Beim DPMS-Gen1-Verschlussträger (unten) findet sich anders als bei HK noch wie

beim klassischen AR-15 / M 16 eine von zwei Schrauben gehaltene Gasaufnahme

auf der Oberseite – auch das soll sich bei der Gen2 des US-Herstellers ändern.

Mai 2014


Selbstlader AR 10, Teil 1 | TEST & TECHNIK

tion fiel vor allem durch ihren mächtigen

Feuerball vor der Mündung des

DPMS-Gewehrs auf. Hier schaffte der

Feuerdämpfer des MR 308 durchaus Abhilfe,

aber nichts half gegen die eigentümlich

„duftende“ Abschuss-Signatur

der russischen Vollmantelmunition –

„riecht nach Kabelbrand“, so urteilte ein

anwesender Schütze. Leider fiel bei den

anschließenden v 2

-Messungen das Mehl

BMC 17 einer unglücklichen Kombination

von kurzem Verbindungskabel und

ultraleichtem Dreibein-Stativ zum Opfer

– bei der vierten Testlaborierung pustete

es das Messgerät um.

Trotz baugleicher Optik, einer wuchtigen

Laufkontur von 23,5 mm und einem besser

für das aufgelegte Schießen geeigneten

Handschutz brachte das vorliegende

LR-308 B leider nicht vergleichbar gute

Trefferbilder zustande wie das HK MR 308.

Der beste Streukreis des DPMS lag bei 39

mm mit der 190-grs-Matchpatrone von

RWS. Nach Abzug eines Ausreißers wären

es 21 mm gewesen. Ansonsten bewegten

sich die Fünf-Schuss-Streukreise im Bereich

von etwa 55 Millimetern. DPMS

selbst äußert sich zur Treffgenauigkeit

auf der Firmen-Website dahingehend,

dass ihre Läufe in eigenen Testreihen

Ergebnisse zwischen 0,8 und 1,5 MOA

(Winkelminuten) bringen würden. Der

Hersteller würde sich zwar wünschen,

vornehmlich 0,8-MOA-Läufe zu produzieren,

aber garantieren könne man derartige

Ergebnisse keinesfalls. 39 mm wären

auf 100 Meter rund 1,2 Winkelminuten.

Dass DPMS präzisionstechnisch tatsächlich

auch anders kann, zeigt etwa der

VISIER-Test der Remington R-25 (Heft

8/2011): Die bis auf den Tarnlack mit dem

LR-308 A3 mehr oder weniger völlig identische

Waffe brachte es im Test auf Bestleistungen

von 34 Millimetern mit der Remington-Patronensorte

Premium Match.

Das vorliegende MR 308 produzierte häufig

bei Fünf-Schuss-Trefferbildern einen

Ausreißer, der die Gruppen deutlich vergrößerte.

Dabei handelte es sich durchaus

nicht regelmäßig um den ersten, von

www.reload-swiss.com

Egal ob Kurz- oder Langwaffe, egal welcher

Einsatzzweck, egal welche Disziplin,

egal welche Waffe – Reload Swiss

RS ® bietet den richtigen Antrieb für Ihre

individuellen Laborierungen! Drei Kurzwaffenpulver

und sieben Langwaffenpulver

stehen zur Auswahl.

Reload Swiss RS ® , die neue Marke der

Nitrochemie, bietet das perfekte Pulver

für perfekte Treffer – dank purer Präzision

aus der Schweiz!

Heckler & Koch bietet als Zubehör zwei verschiedene Kimmen an: Das

Back-Up-Visier links lässt sich umklappen, während die Trommel-Lochkimme

an die jedem älteren Bundeswehr-Soldaten vertraute G3-Visierung erinnert.

Mai 2014

VISIER.de | 37


TEST & TECHNIK | Selbstlader AR-10, Teil 1

Schießtest Selbstladegewehre in .308 Winchester

Modell Heckler & Koch MR 308, 421-mm-Lauf DPMS LR-308 B, 460-mm-Lauf

Nr. Laborierung SK (mm) v 2

(m/s) E 0

(J) SK (mm) v 2

(m/s) E 0

(J)

1 150 grs Tulammo FMJ 48 762 2822 62 (26) - -

2 167 grs Lapua Scenar HP-BT 23 (19) 771 3216 56 (31) - -

3 168 grs Hornady HP-BT 25 (20) 737 2957 55 (29) 746 3029

4 168 grs Sellier & Bellot HP-BT 29 (13) 688 2577 49 (27) - -

5 168 grs Remington M‘king 22 724 2853 40 - -

6 168 grs RWS Target Elite HP-BT 33 (19) 730 2901 54 (30) 742 2997

7 168 grs Prvi Partizan HP-BT 54 698 2762 64 - -

8 190 grs RWS Target Elite HP-BT 36 690 2931 39 (21) 713 3130

Anmerkungen/Abkürzungen: Entfernung 100 Meter, Fünf-Schuss-Trefferbilder, sitzend mit aufgelegter Waffe ermittelt. Werte in Klammern nach Abzug

eines Ausreißers. Optik: Leupold Mark AR Mod1 6-18 x 40. Abkürzungen: FMJ = Full Metal Jacket( Vollmantelgeschosss). HP-BT = Hollow Point-Boat Tail

(Hohlspitzgeschoss mit Bootsheck). M’King = Matchking (Sortenbezeichnung des Herstellers). Beim Schießtest des DPMS mussten aufgrund eines beschädigten

Messgerätes die v 0

-Werte entfallen; da die E 0

-Werte aufgrund von Geschossgewicht und v 0

berechnet werden, fehlen diese hier ebenfalls.

Hand repetierten Schuss. Dennoch war

es nicht schwierig, Streukreise unter

30 mm und teilweise auch unter 25 mm

mit Matchmunition zu schießen. Das beste

Ergebnis gelang mit Remington-Munition

(168 grs Matchking). Zwei hilfsbereite

Schützenkollegen äußerten sich zwar

ebenfalls negativ über den Abzug der

Testwaffe, schossen aber beide mit der

168-grs-Hornady auf Anhieb einen Streukreis

um 25 mm.

Unter dem Strich bietet Heckler & Koch

mit dem MR 308 eine präzise und sauber

verarbeitete Waffe, die sowohl sportlich

als auch auf der Jagd gute Dienste leisten

sollte. In diesem Fall schoss die Testwaffe

von DPMS zwar schlechter als erwartet,

aber selbst bei gleicher Schussleistung

gegenüber dem Oberndorfer Selbstlader

ist der Preisunterschied der Basiswaffen

gerechtfertigt – man sieht den Qualitätsunterschied

deutlich, und das MR 308 besitzt

mehr Extras. Wer seine Büchse aber

später einmal gern um- oder nachrüsten

will, der muss bei HK für das Zubehör und

die Magazine sehr tief in die Tasche

greifen – hier eröffnen sich dann mehr

und oft viel günstigere Optionen bei dem

amerikanischen Halbautomaten.

Text: H. Malalla und M. S. Recktenwald

Fotos: Michael Schippers

Die Testwaffen kamen von der Helmut

Hofmann GmbH, Mellrichstadt (www.hel

muthofmann.de) und von der Heckler &

Koch GmbH, Oberndorf (www.hecklerkoch.com/de/sport/produkte.html).

Hofmann lieferte auch die Leupold-ZFs.

Ihnen beiden vielen Dank! Wichtig: Beide

liefern nur über den Fachhandel.

Den langen Handschutz für das MR 308 gibt es in Schwarz

sowie in RAL 8000, wahlweise mit oder ohne integriertes

Klappkorn. Beim MR 308 mit kurzem Vorderschaft (u.) wird

das Klappkorn direkt vor dem Handschutz montiert.

38 | VISIER.de

Wie sich im VISIER-Test herausstellte, bevorzugte das

DPMS LR-308 B (links) 190-Grains-Matchmunition von RWS.

Beim HK MR308 hingegen brachte die 168 Grains schwere

Matchking-Sorte von Remington beste Ergebnisse.

Mai 2014


Berufung Polizei & Militär

Selbstlader AR-10, Teil 1 | TEST & TECHNIK

Highlights Neuheiten 2014

3-27x56 PM II High Power

5-20x50 PM II Ultra Short

USSOCOM

5-25x56 PM II

PSR Digital

3-27x56 PM II

High Power

Digital

NEU

NEU

1-8x24 PM II ShortDot DMR

3-20x50 PM II

Ultra Short

NEU

5-25x56 PM II PSR

3-12x50 PM II USMC

5-20x50 PM II

Ultra Short

ECOS–O

1.5-8x26 PM II

ShortDot

NEU

NEU

3-20x50 PM II DMR

Nightvision

NEU

Mai 2014

Präzision macht den Unterschied!

VISIER.de | 39

Schmidt & Bender GmbH & Co. KG | Am Großacker 42 | D – 35444 Biebertal, Deutschland | Telefon: +49 (0) 6409 - 8115 - 0 | info@schmidt-bender.de | www.schmidt-bender.de


TEST & TECHNIK | Browning BAR LT Tracker HC in .30-06

40 | VISIER.de

Mai 2014


Browning BAR LT Tracker HC in .30-06 | TEST & TECHNIK

Auf

frischer

Fahrte

Wenn sehr kurzläufige und führige Selbstlade-

Büchsen jagdlich zum Einsatz kommen, dann meist,

wenn es darauf ankommt, sehr schnell einen potenziellen

dritten Schuss antragen zu können. VISIER

prüfte dahingehend die neue Browning BAR Tracker.

Fast genauso schnell, wie die VISIER-

Redakteure von der IWA heimkehrten,

schickte Browning-Importeur

AKAH die im letzten Jahr vorgestellte

und nun auch in Deutschland verfügbare

BAR Longtrac Composite Tracker HC zum

Test in die Redaktion nach Bad Ems.

„Tracker“ steht im Englischen für Fährtensucher,

also das, was der deutsche

Waidmann mit Nachsuchenführer bezeichnet.

Diese zusammen mit ihrem

Hund auf das Aufspüren von insbesondere

„krank geschossenem“ (verwundetem)

Wild spezialisierten Jäger legen

dabei zum Teil große Strecken zurück,

Nach dem Spannen tritt unter dem

dafür vorgesehenen Schieber

ein roter Signalpunkt zutage.

Mai 2014

VISIER.de | 41


TEST & TECHNIK | Browning BAR LT Tracker HC in .30-06

Modell:

Browning BAR Longtrac Tracker HC

Preis: € 1590,-

Kaliber:

Kapazität:

.30-06 Springfield

2 + 1 Patronen

L a u fl ä n g e : 470 mm (18,5")

auch durch Dickungen und Unterholz. Sie benötigen daher

leichte, sehr handliche und bequem in Anschlag zu bringende

(führige) Büchsen. Diese sollen es genauso erlauben, etwa in

einer dichten Brombeerhecke schnell mit mehreren Schüssen

auf einen wehrhaften Keiler zu reagieren, wie bei Bedarf auch

mal einen Fangschuss auf ein krankes Stück Rehwild über größere

Entfernungen hinweg antragen zu können.

Steckbrief: Der entscheidende Unterschied zwischen der

Tracker und Brownings bereits länger erhältlichen BAR-

Short-/Longtrac-Modellen mit Handspanner liegt daher in

der von 51 auf 47 Zentimeter verkürzten Lauflänge. Solche

Büchsen eignen sich auch für Jagdarten, bei denen man in relativ

kurzer Zeit auf nahe Distanzen zwischen 20 und um die

50 Metern schnell mehrere Schüsse abgeben muss – wie etwa

den hierzulande aufgrund der vielzitierten Schwarzwildproblematik

immer öfter stattfindenden Drückjagden. Inzwischen

gelten Selbstladebüchsen und die über die vorgeschriebenen

Warnmittel hinausgehende signalorange-farbene Tarnkleidung

dabei als „salonfähig“. So sorgt auch der mit orangenen

Elastomereinlagen an Handschutz und Pistolengriff bestückte,

ansonsten schwarze Polymerschaft der Tracker heute kaum

mehr für Aufsehen. „Querfurchen“ in den eh schon sehr griffigen

und angenehm anzufassenden Gummieinsätzen erhöhen

deren Grip zusätzlich. Am Ende des Kolbens sitzt eine

schnell zu wechselnde 21 mm starke Gummischaftkappe. Über

zwei mitgelieferte Wechselkappen (7 und 14 mm stark) lässt

sich die Schaftlänge bei Bedarf um insgesamt 14 mm verkürzen.

Allerdings nimmt mit schwindender Stärke auch die Härte

der Gummiteile zu. Die Befestigungschraube des Vorderschaftes

dient gleichzeitig zur Aufnahme einer der beiden

mitgelieferten abnehmbaren Riemenbügelösen, die zweite

findet an der Unterseite des Hinterschafts Platz. Auf dem

achtfach kannelierten Rohr thront eine kontrastreiche Drückjagdvisierung

mit Lichtsammeleinsätzen. Die Kimme sitzt auf

einer mit einer weißen Linie versehenen Rampenschiene. Dieser

Strich leitet das Auge zuverlässig auf die Achse „Kimme-

42 | VISIER.de

Abzugsgewicht:

Gesamtlänge:

Gewicht:

1420 g

996 bis 1010 mm

3100 g

Ausführung: Gasdrucklader mit Sieben-Warzen-Drehkopfverschluss,

Handspannung, Druckpunktabzug, entnehmbares

Magazin, Drückjagdvisierung mit Fiberglas-Kimme und -Korn,

Universal-Polymerschaft mit signalorangenen Elastomer-Einsätzen

an Vorderschaft und Pistolengriff, verschieden starke

Wechselschaftkappen, kannelierter Lauf, Montagebohrungen.

Korn“ und erlaubt eine extrem schnelle Zielerfassung. Nachsuchenführer

und Drückjagdschützen, die ohne Optik jagen,

werden dies zu schätzen wissen. Im Inneren unterscheidet

sich die Waffe nicht von anderen BAR-Handspanner-Modellen

der zweiten Generation. Die hat übrigens außer dem Namen

kaum etwas gemein mit der ersten Generation, die auf dem

zuschießenden militärischen Gasdrucklader BAR M 1918 (siehe

dazu VISIER 10/2010) beruht.

Die heutigen BAR (II) sind jagdlich ausgelegt und operieren

mit einem Kurz-Hub-Pistonsystem und einem Drehkopf-Ver-

Das Gassystem der neuen BAR: Ein kurzhubiger Kolben setzt

den über die Führungsschienen mit dem Verschlussträger

verbundenen Schlitten gegen die Schließfeder in Bewegung.

Mai 2014


Browning BAR LT Tracker HC in .30-06 | TEST & TECHNIK

schluss, der mit sieben Warzen direkt im Lauf verriegelt.

Durchladehebel und Kammerfang finden sich auf der rechten

Gehäuseseite. Der Magazinlöser liegt – bequem erreichbar –

an der Vorderseite des Abzugsbügels. Der Tank ließ sich bei

der Testwaffe in .30-06 Springfield komplett entnehmen. Der

Abzugsfinger erreichte hier auf dem Trigger nach knapp zwei

Millimetern ohne spürbaren Widerstand den Druckpunkt, den

er bei leichtem Kratzen überwinden musste, fiel aber dann

nicht weiter durch.

Wie auf der Nürnberger Messe besprochen, kam die führige

Selbstladebüchse mit der für 36 Euro optional erhältlichen

passenden Weaver-Schiene. Vereinbarungsgemäß lag zusätzlich

das neue Sightmark Ultra Shot Reflexvisier „Pro Sight“

mit im Karton. Genauer gesagt: die Variante für 149 Euro mit

Schnellspannklemme. Die kostet 20 Euro mehr als die Basisversion

mit Schraubklemmen und Drehschalter zur Leuchtstärkenregulierung

statt eines Tasters.

Auf dem Schießstand: Um zu ermitteln, was die Tracker in

Sachen Präzision zu bieten hat, musste sie zunächst mit montiertem

Reflexvisier auf der ihrem angedachten Einsatzweck

nahe kommenden 50-Meter-Bahn antreten. Das von seiner

äußeren Form eher an ein aufwendiges Holo Sight erinnernde

Sight Mark Pro besitzt insgesamt vier verschiedene Absehen,

Der mit insgesamt sieben in drei Reihen hintereinander

liegenden Warzen bestückte Verschlusskopf verriegelt

mit einer Drehbewegung direkt im Lauf.

die jeweils in fünf Helligkeitsstufen dargestellt werden können.

Zum Anvisieren der Anschussscheibe wählten die Tester

einen von horizontalen und vertikalen Linien eingeschlossenen

Zielpunkt und regelten die Lichtstärke auf die unterste

Stufe. Denn sonst überstrahlte das Absehen und verschwamm.

Auf der geringsten Stufe lieferte das Sight jedoch eine überraschend

scharfe Zielmarke. Die mit dieser Optik nur gut 3,3

Kilo schwere Tracker schoss sich trotz des relativ geringen

Gewichts recht angenehm. Die dicke, weiche Gummischaft-

Für deutsche Jäger

liefert der Importeur

die Waffe mit einem

auf zwei Schuss

begrenzten

Magazin. Andernorts

passen vier 30-06er

Patronen hinein.

Mai 2014

VISIER.de | 43


TEST & TECHNIK | Browning BAR LT Tracker HC in .30-06

Vor der versenkten Mündung thront ein

seitlich driftbares, rotes Lichtsammelkorn

samt Skala auf dem gefluteten Lauf.

kappe absorbierte einen guten Teil des

Rückstoßes und, um es vorwegzunehmen:

Während des gesamten Testverlaufs

gab es keine einzige Funktionsstörung.

Die Tracker verdaute alle ihr

vorgesetzten Laborierungen (siehe

Schießtest-Tabelle) anstandslos. Allerdings

begannen die an und für sich recht

engen Gruppen bereits mit dem dritten

Schuss „aufzugehen“. Der stark kannelierte,

kurze Lauf erhitzte sich offenbar

zu schnell, wie es die beim Anfassen zurückzuckenden

Finger der Tester dann

auch belegten. Also begnügten sich diese

dann auch mit den maximal drei in die

Waffe zu ladenden Patronen und verzichteten

auf ein Nachladen von Hand.

Vor dem Wechsel auf die 100-Meter-Distanz

bekam die Tracker ein 600 Gramm

schweres 1-6 x 24-Drückjagdglas mit

dimmbarem, wahlweise rotem oder grünem

Leuchtpunkt aus der Walther PSR-

Serie (www.umarex.de). Nach dem Einschießen

zogen die Tester – wie

zwischen jeder Schussserie – die „Bore

Snake“ durch das Rohr und gaben diesem

genug Zeit zum Abkühlen. Das ging

wegen der Kannelierung recht schnell.

Aufgrund der Erfahrungen von der 50-Meter-Bahn

wurden auch hier nur Drei-

Schuss-Gruppen ermittelt. Mit der vergrößernden

Optik war der Haltepunkt auf der

44 | VISIER.de

nunmehr doppelt so groß erscheinenden

Anschussscheibe freilich besser auszumachen.

Auch hier lagen offensichtlich die

ersten beiden Schüsse dichter zusammen.

Bei den jeweils mit 165 Grains schweren

Geschossen versorgten Laborierungen

GECO Express und Hornady Interbond saßen

sie sogar nahezu deckungsgleich

übereinander. Das spricht für die hohe

Grundpräzision, die der Lauf der Browning

mitbringt. Aber auch hier passten schließlich

alle Dreier-Gruppen zumindest noch

auf den obligatorischen Bierdeckel und

hätten damit sicher „ins Leben“ getroffen.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt,

dass zwei „Fünf-Schuss-Kontrollserien“

auf 100 Meter mit den beiden

besten Laborierungen im Test auch noch

locker auf dem „Deckel“ unterkamen .

Auf der Rampenschiene der Flüchtigvisierung

leitet ein weißer Streifen das

Auge zur grünen „Fiberglas-Kimme“.

Fazit: Für knapp 1600 Euro bekommen

Nachsuchenführer und Jäger eine moderne,

führige Selbstlade-Büchse mit

sicherem Handspannersystem. Die Waffe

wird den ihr zugedachten Anforderungen

voll gerecht.

Text: Andreas Wilhelmus

Fotos: Michael Schippers

Die Testwaffe stellte Browning (www.

browning.eu) über den Importeur AKAH

(www.akah.de) bereit – vielen Dank!

Schießtest Browning BAR LT Tracker HC in .30-06 Springfield

Nr. Fabrikpatronen SK 50 * SK 100 **

1 165 grs GECO Express 43 (22) mm 32 (4) mm

2 165 grs Hornady Interbond 61 (17) mm 72 (3) mm

3 165 grs RWS Doppelkern 45 (10) mm 52 (23) mm

4 180 grs Remington Express Core-Lokt 90 (21) mm 55 (29) mm

5 185 grs Lapua Mega 47 (22) mm 96 (39) mm

Anmerkungen / Abkürzungen: SK 50 / SK100 Streukreise aus 50 m / 100 m Distanz sitzend

aufgelegt geschossen (* = mit Reflexvisier, ** = mit auf vierfache Vergrößerung gestelltem

Zielfernrohr) von der Sandsackauflage. Gruppen zu je drei Schuss gemessen von Einschussmitte

zu -mitte, angegeben in Millimetern. Werte in Klammern nach Abzug eines Ausreißers.

Mai 2014


Browning BAR LT Tracker HC in .30-06 | TEST & TECHNIK

Das neue SRT Speed Trigger System mit einem Rückstellweg

von nur 1,2mm erlaubt atemberaubend schnelle Schussfolgen.

Zusätzlich ist der Triggerstop vom Schützen einstellbar. Durch

das verlängerte Dustcover wird die Balance optimiert, ein Hochschlagen

der Waffe deutlich reduziert.

Eine verstellbare LPA Micrometervisierung und das HiViz Korn

ermöglichen eine schnelle und klare Zielerfassung. Für einen

sicheren und ergonomisch perfekten Halt sorgen SIG Sauer E²

Griffschalen. Die integrierte SIG Sauer Schiene erlaubt die Montage

Mai des 2014SIG Sauer Optics Package.

The new SRT Speed Trigger System with a reset of only

1,2mm allows unseen firing rates. An additional adjustable

triggerstop enables the shooter to set the triggerstop to his

needs. Due to the Long Dust Cover the weight balance is

optimized and the recoil jump is significantly reduced.

An adjustable micrometer rear sight and the HiViz front sight

provide a fast and clear aiming. SIG Sauer E² grips guarantee

a safe and ergonomic grip in any situation. The integrated

SIG Sauer rail makes it possible to mount the SIG Sauer

Optics Package.

VISIER.de | 45

Technische Änderungen vorbehalten. Sämtliche Abbildungen sind beispielhaft und können abweichen. Abgabe von Waffen nur über den qualifizierten SIG SAUER Fachhandel und nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis.


TEST & TECHNIK | Klappmesser von Havalon Knives

NEUHEIT

Klinge, we

Klappmesser mit Wechseloption – Klinge hinten

anheben und vom Trägerstück nach vorn abziehen.

Ist die Klinge bei einem Havalon-Knives-Modell

montiert, lässt sie sich wie bei jedem Einhandmesser

ein- und ausklappen. Hier noch die 60-Klinge ohne

daumenfreundlichen Höcker hinter der Schneide.

46 | VISIER.de

Mai 2014


Klappmesser von Havalon Knives | TEST & TECHNIK

Ist das Messer stumpf, heißt es schärfen

– das will und kann nicht jeder, zumal

diese Prozedur meistens dann anfällt,

wenn garantiert das dazu nötige

Werkzeug fehlt. Wozu der ganze

Aufriss, fragte sich ein US-Hersteller

und ersann ein Klappmesser, bei dem

man einfach alte stumpfe gegen

frische scharfe Klingen austauscht.

Auf jeder Messe stellen Journalisten sie unweigerlich –

die Fragen nach den Neuheiten, den aktuellen Trends

und dem Produkt, von dem man sich am meisten fürs

kommende Jahr verspricht. So geschehen auch auf der IWA

2014 bei Matthias Hart von der Bergtheimer Firma Acma Dis-

chsle dich!

tributor For Fine Knives. Die Antwort des Messerfachmannes

kam wie aus der Pistole geschossen: „Ich zeige Ihnen etwas,

von dem ich glaube, dass es im kommenden Jahr sehr viel Erfolg

haben wird.“ Und packte etwas auf die Glasabdeckung der Vitrine,

das auf den ersten Blick aussah wie ein ganz normales

Einhand-Messer: Ein schlanker Griff, mit 109 mm Länge und

13,5 mm Dicke nicht gerade groß, sondern sozusagen Kompakt-Klasse.

Hinten eine Fangriemenöse, unten vorn aus dem

Griffbauch herausragend die quer auf dem Klingenrücken befestigte

Metallscheibe, mittels derer sich die Klinge über den

Daumen der haltenden Hand in einer Bewegung ausfahren und

feststellen lässt. Wie der schnelle Kontrollblick zeigte, saß im

Griff direkt neben der Öffnungshilfe die geriffelte Handhabe

eines Linerlock (= Stützplatinenverschluss): Ein Klingenverriegelungsprinzip,

das die Klappmesserwelt im Sturm erobert

hat, seitdem der US-Messermacher Michael Walker es vor 34

Jahren erfunden und als Warenzeichen angemeldet hatte. Was

also soll an diesem Messer der US-Firma Havalon Knives aus

Cincinnati in Ohio das Besondere sein? Matthias Hart deutet

den fragenden Blick richtig und fährt lächelnd die Klinge aus

Mai 2014

VISIER.de | 47


TEST & TECHNIK | Klappmesser von Havalon Knives

– und deren Konstruktion ist dann tatsächlich

anders als alles, was man sonst

so von Klappmessern kennt.

Steckverbindung: Die Klinge besteht

aus zwei Hauptelementen. Zum einen

dem Stück, dessen Angel genau wie bei

der Klinge jedes anderen Klappmessers

drehbar im Griff montiert ist. Dieses

Stück hat keinerlei Schneideigenschaften,

sondern dient nur als Träger der eigentlichen

Klinge. Für diese gibt es am

Träger eine ovale Aufnahme, versehen

mit einer feinen umlaufenden Nut. Zum

anderen die Skalpellklinge. An der findet

sich hinten ein zur Aufnahme korrespondierender,

flaschenförmiger Ausschnitt.

Den setzt man so an der Nut an,

dass die Ausschnittkanten darin geführt

werden. Dann schiebt man die Klinge soweit

nach hinten, bis die untere Rundung

des Klingenausschnitts über das

Oval des Trägerstücks schnappt. Nun

sitzt die Klinge fest und lässt sich bei

Bedarf austauschen, sollte die Schneide

Drei Messer aus der Piranta-Serie von Havalon Knives (v.o.): Edge heißt das Messer

mit dem orangefarbenen Kunststoffgriff – die meistverkaufte Variante, hier noch mit

60-Klinge ohne Höcker zum bequemeren Wechseln. Das Piranta-Z hat einen Griff aus

demselben Material wie das Edge und wie alle Messer der Reihe eine Trageklemme.

Rechts: Torch Lime Green mit 60A-Klinge und Alu-Griff samt Kraton-Einlage. Alle Pirantas

kommen mit zwölf steril und schnittsicher verpackten Ersatzklingen. Diese lassen

sich in einem Extrafach der zum Lieferumfang gehörenden Tragetasche unterbringen.

Havalon Knives fertigt zwei

Hauptlinien – die großen Barracuta-

Versionen (hinten) und die kleineren

Piranta-Stücke. Die Messer haben

Griffe aus anodisiertem Aluminium

oder aus Kunststoff, jeweils mit

Kraton-Einlage. Sind die Pirantas

geöffnet 185 mm lang und haben

Standard-Klingen von 70 mm

(hier 60 und 60A), so messen die

Barracutas 265 mm und warten

mit Filetier- und Ausbeinklingen von

bis zu 127 mm Länge auf.

48 | VISIER.de

Mai 2014


abgenutzt sein. Um dem Test vorzugreifen: Das geht kinderleicht.

Man biege dazu einfach das untere Klingenende über

die Aufnahmekante und ziehe die Klinge nach vorn ab. Wer

auf Nummer Sicher gehen will, verwende Handschuhe und/

oder eine Zange. Mit etwas Sorgfalt und kräftigen Fingern

klappt es aber auch ganz gut ohne diese Hilfsmittel.

All das machte natürlich neugierig. Und so stellte Matthias

Hart zuerst die einzelnen Varianten der Havalon-Messer vor

und knüpfte dann den Kontakt zum Hersteller dieser IWA-

Neuheit: Patrick Carrothers, Gründer von Havalon Knives. Der

wiederum kam auf ungewöhnlichem Weg zu seiner Beschäftigung:

Er ist Geschäftsführer der ebenfalls in Cincinnati ansässigen

US-Firma Havel‘s (www.havels.com). Und die produziert

seit über 30 Jahren Medizinbedarf-Artikel. Darunter

Nadeln und Fäden für chirurgische Nähte, zahnmedizinische

Bohrer mit Karbid- und Diamantköpfen, aber auch chirurgische

Skalpelle und Klingen für den human- wie den veterinärmedizinischen

Bereich. Letzteres brachte Havel‘s auch eine

Klientel, die das Werk anfangs nicht so recht auf dem Schirm

hatte: „Tierpräparatoren, Fallensteller und Jäger, bei uns in

den USA wie auch in Kanada,“ wie Carrothers erzählt. „Die benutzten

unsere Skalpelle für die ganzen Arbeiten beim Abhäuten

und Zurichten, bei denen es auf wirklich präzise und feine

Schnitte ankommt und bei denen die Klinge absolut zuverlässig

und akkurat schneiden muss.“ Nun gibt es bei Skalpellen im

medizinischen wie auch im grafisch-künstlerischen Feld

schon seit Jahren Geräte, bei denen man abgenutzte Klingen

einfach vom Griff abnimmt und sie ersetzt, indem man neue

Schneidelemente aufsteckt und/oder per Überwurfmutter

wieder fixiert. Im Lauf der Jahre reifte dann bei Havel‘s die

Idee, dieses Konzept auf ein Klappmesser zu übertragen. Das

führte erstens zu dem seit 2005 bestehende Firmenableger

Havalon Knives und zweitens zu den da gebauten Produkten.

Die Messer: Prinzipiell handelt es sich bei einem Havalon

Knife um ein Hybrid zwischen Einhand-Klappmesser, Cutter

und Skalpell. Und das gibt es, wie Matthias Hart erläutert, in

den Preisklassen zwischen zirka 45 und 75 Euro. Die Modelle

kommen alle mit Cordura-Etui, das zum einen das Messer,

zum anderen die steril verpackten Ersatzklingen aufnimmt.

Die bislang vorgestellten Havalon-Knives-Reihen heißen:

- Barracuta. Das sind die längeren Ausführungen; zu jedem

Messer liefert das Werk fünf Ersatzklingen mit.

- Piranta. Aus dieser Serie stammen die Testmuster. Jedes

Messer kommt mit zwölf Ersatzklingen in der für Skalpelle üblichen,

dünnen Ausführung. Und alle ab sofort mit der neuen

Aufnahme für die etwas stärkeren Klingen des Typs 60A, die

unten einen fingerfreundlichen Demontagehöcker haben.

Von den beiden Reihen hat das Werk aus der als „Queen of the

West“ bekannten Stadt am Ohio-Fluss auch diverse Versionen

vorgestellt. In den Test gingen die drei Pirantas Torch Lime

Mai 2014

Klappmesser von Havalon Knives | TEST & TECHNIK

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Waffen Will & Apel GmbH · 30159 Hannover · Tel.: 05 11- 30 66 00

Waffen-Service Werthe · 39576 Stendal · Tel.: 0 39 31- 21 22 78

Waffen Will & Apel GmbH · 44803 Bochum · Tel.: 02 34 - 35 09 85

Büchsenmacherwerkstatt Burkhard Habel · 48159 Münster · Tel.: 02 51 - 1 44 07 48

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Büchsenmacherbetrieb Schuhbauer-Struck · 67269 Grünstadt · Tel: 0 63 59 - 96 03 75

Waffen Prechtl · 69488 Birkenau · Tel.: 0 62 01 - 1 67 88

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Büchsenmacherei Prommersberger · 86556 Kühbach · Tel.: 0 82 51- 5 08 56

Waffen Rabitsch GmbH · 90402 Nürnberg · Tel.: 09 11 - 22 59 82

Kümmet OHG · 96317 Kronach · Tel.: 0 92 61- 35 21 VISIER.de | 49

SCAN ARMS · 97421 Schweinfurt · Tel.: 0 97 21- 2 16 13 · Mobil: 0160 - 96 68 92 30

Armurerie Paul Frauenberg S.À.R.L. · L-9176 Niederfeulen · Tel.: +352 - 81 14 37-1

Abgabe nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis


TEST & TECHNIK | Klappmesser von Havalon Knives

Die Klinge (hier 60A mit dem neuen

Montagehöcker) sitzt per Nut- und Federsystem

am klappbaren Trägerstück,

das auch die Öffnungshilfe aufnimmt.

Green (70,50 Euro), Edge und Z (jeweils

47,50 Euro). Und die Klingen? „Die stammen“,

so Carrothers, „aus Fernost, aber

nicht wie in der Messerwelt sonst allgemeiner

Usus aus Japan, China oder Taiwan,

sondern aus Indien. Denn dabei handelt

es sich um das Land, das mehr als

jedes andere auf der ganzen Welt Klingen

für medizinische Skalpelle anfertigt und

da Marktführer ist.“

In der Praxis: Mit mehreren Messern

aus der Piranta-Serie versehen, machten

sich die VISIER-Redakteure ans Ausprobieren.

Im ersten Schritt prüften sie

das äußere Erscheinungsbild und die

Verarbeitung. Und da gab es nur Lob:

Erstens wogen die drei Pirantas nur zwischen

43 und 62 Gramm, gehörten also

nicht zu den Klappmessern vom Typ

wuchtiger Hosentaschen-Zerstörer, der

sich spätestens beim Am-Lagerfeuer-

In-Die-Hocke-Gehen unangenehm in

der Leiste bemerkbar macht. Zweitens

gefiel das Design des Griffs: So lagen

Griffbauch und -rücken bis auf drei Verbindungsstege

und den Anschlag für die

geöffnete Klinge komplett offen, damit

erwies sich das Griffinnere als reinigungsfreundlich.

Außerdem registrierte

der Tastsinn rund um den Griff handfreundlich

gebrochene Kanten und eine

in puncto Passungen insgesamt tadellose

Qualität. Und drittens ließen sich die

tipptopp ausbalancierten Stücke wunderbar

leicht und schnell in der Hand in jede

gewünschte Arbeitsposition bringen.

Das Öffnen des Kombi-Elements Träger/

Klinge funktionierte sehr gut, die arretierte

Klinge stand wackelfrei, der Linerlock

stellte sich anstandslos in die

Stützfunktion – und widerstand nicht

der als „Spine Whacking“ bekannten

Prozedur, bei der man den Rücken der

geöffneten Klinge gegen eine stabile

Kante schlägt. Dieser Prüfschritt soll

zeigen, wie stabil die Verriegelung ist.

Nun, normalerweise hat das dort seine

Berechtigung, wo man mit dem Klappmesser

auch mal andere Arbeiten verrichtet

als nur zu schneiden. Im Fall der

Havalon Knives mit ihren filigranen Aufsteck-Skalpellklingen

scheiden aber

Stoß und Stich ebenso aus wie sämtliches

Hacken und Hebeln. Für feines

Schneiden mit einem „Klappi“ braucht

es keinen derart starken Verschluss. Da

reicht die hier verwendete Variante allemal.

Apropos Linerlock und Einhandmesser:

Fragt sich, ob bei dieser grazilen,

zum Stoß absolut nicht geeigneten

Klingenkonstruktion die entsprechenden

WaffG-Einschränkungen für feststellbare

Einhandmesser gelten oder ob

man das nicht von vornherein nur als

das klassifizieren sollte, was es ist – ein

Werkzeug mit Klappklinge.

Patrick Carrothers, Geschäftsführer

der Firmen Havel‘s und Havalon Knives

– er ließ die Idee für Klappmesser mit

Skalpell-Wechselklingen Wirklichkeit

werden. Hier auf der IWA 2014 im

Gespräch mit VISIER-Chefredakteur

Matthias S. Recktenwald.

Die Piranta-Messer von Havalon Knives verfügen über einen

Linerlock-Verschluss. Ihre Griffe sind auch am Rücken

durchgängig offen, um so die Reinigung zu erleichtern.

50 | VISIER.de

Mai 2014


Klappmesser von Havalon Knives | TEST & TECHNIK

Beim Schneiden gab es überhaupt

nichts zu kritisieren. Die rasiermesserscharfen

Messer erledigten alle ihnen

auferlegten Schnippeleien an Tomaten,

Möhren, Wildbret, Papier, Pappe, Holz

und Rindsleder tadellos. Mit Blick auf

die Jagd: Mit der ausgelieferten Klingenform

eigneten sie sich vorzüglich

zum Abhäuten, jedoch äußerten die befragten

Jäger im Hinblick aufs Aufschärfen

ihre Bedenken: „Wenn dieser extrem

scharfe Bereich der Klingenspitze ins Gescheide

gerät, ist ruckzuck das schöne

Wildbret verdorben!“ Einen ähnlichen

Einwand gab es bei einem anderen Testabschnitt:

Zwei der Folder aus Ohio trugen

das Ihre dazu bei, um der Nichte eines

Redakteurs bei einer Découpage-

Bastelaktion zu helfen: Dazu hatte sich

die junge Dame ein gezeichnetes Pferdemotiv

ausdrucken lassen. Das sollte

nun haargenau ausgeschnitten und

dann auf eine – natürlich pinkfarbene –

Holzkiste aufgeklebt und da mit mehreren

Lackschichten versiegelt werden.

Statt nun ein Skalpell aus dem Bastelladen

herzunehmen, setzten die Tester

das schwarze Piranta ein. Das filigrane

Ausschneiden ließ sich damit prima erledigen,

aber es zeigte ein Handikap:

Bastelskalpelle haben an der Klinge einen

„Business Sector“ von allenfalls

zwei bis drei Zentimetern Länge. Dank

dieses geringen Maßes lassen sich die

Messer sehr nahe an der Spitze und mit

viel Gefühl führen: Das ging bei der gut

sechs Zentimeter langen Schneide des

Prüflings nur, indem man sich durch eine

Wicklung aus Papiertaschentuch und

Kreppband behalf. „Vielleicht“, sagte

ein Tester, „wäre es aber eine Sache, Klingen

mit diversen Schliffformen und -längen

anzubieten? Dann könnte sich jeder

sein Messer so ausstatten, wie er es gerade

braucht.“ Eine gute Idee – und eine,

die das Team um Patrick Carrothers auch

schon hatte: Derzeit gibt es laut Hersteller-Website

für das Piranta sechs

verschiedene Klingenformen, die alle

auf den klappbaren Träger passen.

Das Fazit: Havalon Knives hat ein perfektes

Hosentaschen-Tool für feine

Schneidarbeiten entworfen. Leicht im

Gewicht, mit ausgezeichnetem Preis-

Leistungs-Verhältnis, einfach zu bedienen

und mit mühelos auszuführender

Wechseloption: Einmal mehr der Beleg,

welche kreativen Ideen das älteste

Werkzeug der Menschheit immer noch

auszulösen imstande ist.

Text: Matthias S. Recktenwald

Fotos: Michael Schippers, Andreas

Wilhelmus und Matthias S. Recktenwald

Die ausprobierten Havalon-Messer

stammten vom Hersteller Havalon Knives

(www.havalon.com) und vom

Deutschland Importeur Acma Distributor

For Fine Knives (09367/9816-16,

www.acma.de) – Ihnen beiden herzlichen

Dank!

Mai 2014

VISIER.de | 51


TEST & TECHNIK | Schießen mit dem Zündnadelgewehr M/62

N

52 | VISIER.de

Mai 2014


Schießen mit dem Zündnadelgewehr M/62 | TEST & TECHNIK

adelprobe

Das preußische Zündnadelgewehr nach Johann

Nikolaus von Dreyse gilt als ein Meilenstein der

Waffengeschichte. Doch wie macht man dieses

Schätzchen fit für den Schießstand? VISIER-Autor

Wolfgang Finze unternahm den Versuch.

Die modernste Armee der Welt – zu

diesem selbstgesteckten Anspruch

verhalf der preußischen Armee

anno 1841 ein neues Gewehr, um das

man aus strategisch-taktischen Gründen

wenig Aufhebens machte. Es kam unter

der Tarnbezeichnung „Leichtes Perkussionsgewehr

M/41“, war aber kein Vorderlader,

sondern ein Hinterlader mit Zündnadelverschluss:

Als alle anderen Armeen

ihre Waffen noch von der Mündung

her luden, stellte diese Erfindung des

Konstrukteurs Johann Nikolaus von

Dreyse aus Sömmerda einen Quantensprung

der Waffentechnik dar: Zum ersten

Mal konnten damit ausgerüstete

Truppen bequem im Liegen nachladen;

kein Gardemaß-Soldat musste mehr wegen

schlechter Zähne ausgemustert werden,

weil er die Papierumhüllung der Patrone

nicht aufbeißen konnte – nur so

ließ sich der Vorderlader verfüllen. Wie

groß der technische Fortschritt gegenüber

anderen Armeen war, lässt sich an

der damaligen Vorgehensweise des preußischen

Staates ablesen: Dreyse erhielt

den Auftrag zum Bau von 60 000 der

M/41-Gewehre sowie einen saftigen

Staatskredit für eine Fabrik mit ausreichender

Kapazität. Jedoch gab man die

neuen Waffen nicht sofort aus, sondern

sammelte sie unter strenger Bewachung

in den Zeughäusern, bis die Stückzahlen

ausreichten, um auf einen Schlag die Füsilier-Bataillone

zu bewaffnen.

Bis hierher kennt fast jeder Fan historischer

Ordonnanzwaffen die Story. Freilich

trauen sich die wenigsten Besitzer so

eines Oldies, auch auf dem Schießstand

auszuloten, wie die ersten Hinterlader

mit Zylinderverschluss schießen. Dabei

können sich schon die Werte auf dem

Papier preußischer Dienstvorschriften

durchaus sehen lassen:

- Auf Köpfe stehender Schützen konnte

mit Erfolg auf zirka 150 Schritt gefeuert

werden (ein Schritt = 75 Zentimeter).

- Auf einzelne, aufrecht stehende Gegner

war ein erfolgreiches Feuern bis auf

300 Schritt möglich, bei Windstille sogar

bis auf 400.

Mai 2014

VISIER.de | 53


TEST & TECHNIK | Schießen mit dem Zündnadelgewehr M/62

Ein so schön erhaltenes Stück findet

sich nicht alle Tage: Das M/62, das bei

diesem Test zum Einsatz kam.

Zwei Reserve-Zündnadeln. Trotz des geringen Durchmessers hält das filigrane

Gebilde mehrere hundert Schuss ohne Probleme aus. Bricht sie dennoch einmal,

lässt sich die Nadel dank des Gewindes flugs austauschen.

kann man sie heute kaum in Eigenregie

fertigen: Die Steigung des preußischen

Gewindes unterscheidet sich von den

modernen Varianten, es gibt also keine

passenden Gewindeschneider. Das Gewinde

lässt sich zuverlässig nur vom

Fachmann reproduzieren. Für einen solchen

Nachbau sollte man etwa 25 Euro

pro Stück einkalkulieren.

Zudem dürfen Volljährige in Deutschland

vor dem 1. Januar 1871 entwickelte

Zündnadelwaffen erlaubnisfrei erwerben

und besitzen. Zum Schießen ist also

nur eine Erlaubnis nach § 27 des Sprengstoffgesetzes

notwendig.

Kauf mich: Um auszuloten, was die

preußischen Zündnadelgewehre in der

Praxis taugen und wie man mit ihren Tücken

zurechtkommt, besorgten sich die

VISIER-Tester ein M/62. Dieses Modell

war mit fast 400 000 Exemplaren die am

zweitmeisten gebaute Variante – nach

dem ursprünglichen M/41 mit seinen

Vier selbst gebaute Patronen. Für die

Schnürung an der Spitze kann man

handelsübliches Garn verwenden. Mehr

zur Fertigungsmethode auf Seite 58.

54 | VISIER.de

über 450 000 Stück. Wer sich für preußische

Zündnadelwaffen interessiert,

sollte besonders auf das M/62 achten.

Denn die Preise für Schussfähiges beginnen

bereits bei rund 1500 Euro. Meist

liegt der Kurs jedoch bei 2000 Euro und

mehr – und damit immer noch eher niedrig:

Wer sich etwa für die nur knapp

25 000-mal gebaute Jägerbüchse M/65

interessiert, muss deutlich tiefer in die

Tasche greifen. Vor dem Kauf sollte man

sich das auserkorene Objekt genau ansehen

und nicht nur Lauf und Schloss

prüfen, sondern auch darauf achten,

dass der Schaft keine Risse oder Wurmlöcher

aufweist. Gerade bei Letztgenannten

kann der Schaden riesig sein,

auch wenn außen nur wenige Löcher zu

sehen sind. Natürlich lassen sich auch

rissige oder wurmstichige Schäfte stabilisieren.

Aber das erfordert Kenntnisse

und Materialien, über die nicht jeder

Heimwerker verfügt. Ein heikles Thema

ist das Herzstück – die Zündnadel. Oft

fehlt sie oder ist abgebrochen. Obwohl

sie nur mittels Gewinde im Verschluss

sitzt und sich leicht austauschen lässt,

Der Aufbau des Dreyse‘schen Zündnadelschlosses

aus einem zeitgenössischen

Handbuch. Über das Schlösschen lässt

sich das Gewehr auch bei geschlossenem

Verschluss problemlos spannen und

entspannen.

Mai 2014


Schießen mit dem Zündnadelgewehr M/62 | TEST & TECHNIK

Modell:

Hersteller:

Kaliber:

Kapazität:

Lauflänge:

M/62 Zündnadelgewehr

Dreyse, Sömmerda

15,3 mm

1 Patrone

839 mm

Laufprofil / Drall: 4 Züge, rechts / 1:732 mm (1:28,81")

Gesamtlänge:

Abzugsgewicht:

Gewicht:

1368 mm

3510 g

4865 g

Die Technik: Wie erwähnt, stellt das

Zündnadelgewehr den ersten erfolgreichen

Versuch dar, einen Hinterlader

mittels Zylinderverschluss nach hinten

abzudichten. Freilich muss hier jeder an

heutige Repetierer gewohnte Schütze

umdenken. Entgegen späterer Verschlüsse

hat Dreyses Schloss nämlich

noch keine Riegelwarzen: Das angetrichterte

hintere Laufende verhindert

ein axiales Verschluss-Spiel nach vorn.

Nach hinten stützt sich der Verschluss

nur über den Kammerstengel am Systemgehäuse

ab. Erst später erkannten

Konstrukteure, dass diese einseitige

Auflage im Schuss zu Verspannungen

führen kann. Zudem bleibt die Zündnadel

beim Dreyse-Gewehr auch dann entspannt,

wenn man den Verschluss

schließt. Vor dem Schuss muss man erst

mit dem Daumen das Schlösschen ein

paar Zentimeter weit nach vorne schieben,

bis es einrastet. Erst diese Bewegung

spannt die Feder der Zündnadel.

zeigten sich die Schussgruppen bei dieser

Ladeweise etwas kleiner als die nach

Militärart geschossenen.

Nach dem Deutschen Krieg von 1866 bemerkte

man, dass das Zündnadelgewehr

leistungstechnisch nicht mehr mit anderen

Entwürfen mithalten konnte: Der

Zylinderverschluss dichtete in der Praxis

nicht so perfekt ab wie auf dem Papier

gedacht. Das bedeutete nicht nur,

dass beim Schießen Funken aus der Waffe

schlugen: Die mangelnde Dichtung

minderte auch die Geschwindigkeit der

Geschosse durch den Energieverlust.

Auftritt Johannes Beck, Ingenieur der

Gewehrfabrik Potsdam Spandau: Nach

seinem Konzept baute man die Gewehre

mittels Dichtungen aus Leder und Gummi

um. Diese „Beck‘sche Aptierung“ begann

1868, wurde aber durch den Beginn

des Krieges 1870/71 unterbrochen

und erst danach wieder aufgenommen.

Auch die M/62-Testwaffe kam mit dieser

Verbesserung. Wie alle preußischen

Zündnadelgewehre verfügt sie über einen

vierzügigen Lauf mit einem 732 Millimeter

langen Rechtsdrall. Die gestempelte

Zahlengruppe „585“ auf dem

Laufansatz verrät das Feldkaliber auf

1/1000 preußischen Zoll. Da ein solcher

preußischer (auch rheinischer) Zoll

26,15 mm misst, verfügt der Lauf über

ein Feldkaliber von 15,3 Millimetern.

Die Waffe verließ 1865 die Gewehrfabrik

des Nicolaus von Dreyse, wurde aber

erst 1873 in Dienst gestellt. Das belegen

die zwei Jahreszahlen an der rechten

Seite des Systemgehäuses: Die niedrigere

markiert das Fertigungsjahr, die

höhere das erstmalige Ausgabedatum.

Betätigt man den Abzug, schnellt der

dünne Vorgänger des Schlagbolzens

nach vorne, durchschlägt die Papier-

“Hülse“ der Patrone samt Schwarzpulverladung

und trifft auf die am hinteren

Ende des Treibspiegels sitzende Zündpille.

Im Schuss verbrennt das Papier

der Patrone nur teilweise. Die hintere

Hälfte mit der Bodenplatte bleibt im Patronenlager.

Natürlich kann man sie

(wie es bei Preußens üblich war) mit der

nächsten Patrone herausschießen. Wer

aber auf Präzision Wert legt, sollte den

Hülsenrest entfernen, denn im Test

Mai 2014

Die über das originale Korn geklebte

Erhöhung erleichtert das Treffen auf der

50-Meter-Bahn ungemein. Allerdings

passt dadurch die Halterung des Tüllenbajonetts

nicht mehr über die Mündung.

VISIER.de | 55


TEST & TECHNIK | Schießen mit dem Zündnadelgewehr M/62

Die Visierung des M/62 ist militärischpraktisch,

daher aber weniger für den

Stand geeignet. Das Blatt der Standkimme

ist auf 350 Meter justiert. Die

Klappe kommt auf einen Verstellbereich

zwischen 600 und 1200 Meter.

Das Test-Gewehr lag also acht Jahre im

Zeughaus und erlebte nicht den Deutsch-

Französischen Krieg von 1870/71. Das

erklärt auch den recht guten Zustand.

Und auch sonst zeigte sich die Waffe

schön und vor allem üppigst bestempelt:

Lauf, Systemgehäuse, Verschluss und Visier

tragen die Seriennummern. Alle

Schrauben versah das Werk zudem mit

den letzten beiden Ziffern dieser Nummer.

Auch wenn es für diesen Test nicht

von Relevanz war, freut sich natürlich das

Sammlerherz enorm über solche Nachweise

preußischer Gründlichkeit.

Der aus Gussstahl bestehende Lauf ist

gebräunt. Laufringe und Abzugsbügel

bestehen aus Messing, die Schaftkappe

aus Eisen. Der Schaft kommt ohne Backe,

der Abzug ist ein sehr gut eingestellter

Druckpunktabzug – übrigens

der erste, der bei einer preußischen Militärwaffe

verbaut wurde. Die Kimme

besteht aus Standkimme, Klappe und

aufstellbarem Rahmen; sie lässt sich im

Schwalbenschwanz seitlich verschieben.

Wie bei preußischen Waffen üblich,

könnte der V-förmige Kimmenausschnitt

etwas gröber sein. Über der Mündung

thront das Dachkorn, jedoch gut zwei

Millimeter zu niedrig, um auf der 50-Meter-Bahn

„Spiegel aufsitzend“ zielen zu

können. Wer einen wertmindernden Umbau

vermeiden will, sollte daher schlicht

eine Erhöhung auf das Korn kleben. Freilich

passt dann das originale Tüllenbajonett

nicht mehr – aber das braucht

man zur sportlichen Jagd auf Ringe nun

wirklich nicht.

Papierpatrone: Wie mit dem Gewehr,

betrat man auch mit der Patrone waffentechnisches

Neuland. Ihr Herzstück

bildet der Treibspiegel. In dessen Boden

sitzt die Zündpille, im oberen Teil das

unterkalibrige Geschoss. Der Treibspiegel

sollte den Drall auf das Projektil

übertragen, sich aber nach dem Verlassen

der Mündung sofort vom Geschoss

lösen. Dazu war er im vorderen Bereich

mehrfach geschlitzt. Das Ablösen funktionierte

in der Realität freilich nicht

immer so wie erwartet. Geschosse, bei

denen der Treibspiegel nicht abflog, bezeichneten

die Soldaten nach ihrem charakteristischen

Fluggeräusch als „Brummer“.

Hinzu kam, dass Schwankungen

bei der Treibspiegelfertigung bei etwa

zehn Prozent aller Schüsse schon ab einer

Entfernung von 200 Schritt zu Pendelbewegungen

des Projektils führten.

Die Preußen führten insgesamt vier verschiedene

Gewehrpatronen ein: Alle waren

mit 29 preußischen Zent Schwarzpulver

(etwa 4,9 Gramm) geladen und außen

an der Stelle, wo das Geschoss saß, mit

Geschossfett eingestrichen. Für den

Zündnadelkarabiner gab es die Karabinerpatrone

M/57, die bei gleichem Geschoss

eine auf 3,9 Gramm verringerte

Ladung hatte. Bis zur Einführung der

Patrone M/47 mit einer 28-Gramm-

56 | VISIER.de

Die Patrone M/55 (l.) kam 1855

zur Truppe. Ihr 31,3 Gramm

schweres „preußisches Langblei“

erreichte Mündungsgeschwindigkeiten

von etwa

290 m/s. Das Geschoss kam

sowohl im dänischen als auch

preußisch-deutschen Krieg

sowie 1870/71 zum Einsatz.

Ihr Nachfolger war die fünf

Millimeter kürzere M/72 (r.) mit

einem auf 21 Gramm erleichterten

Geschoss. Im Boden der

Hülse lag eine gefettete Stoffscheibe,

die die Verschmutzung

der Nadel reduzieren sollte.

Mai 2014


Schießen mit dem Zündnadelgewehr M/62 | TEST & TECHNIK

“Spitzkugel“ im Jahr 1847 verschossen

die Preußen kugelförmige Geschosse.

Schon 1855 löste man die M/47 durch

die Patrone M/55 ab. Deren Projektil,

das 31,3 Gramm schwere „preußische

Langblei“, erreichte eine Anfangsgeschwindigkeit

von 290 Metern pro

Sekunde. Diese Patrone wurde im

Deutsch-Dänischen Krieg (1864), dem

Preußisch-Deutschen Krieg (1866) und

im Deutsch-Französischen Krieg von

1870/71 verwendet. Zusammen mit der

Aptierung der Zündnadelgewehre nach

Beck nahm man 1872 die um fünf Millimeter

kürzere Patrone M/72 mit dem auf

21 Gramm „erleichterten Langblei“ an.

Das Geschoss dieser Patrone erreichte

340 m/s. Im Boden der Hülse der Patrone

M/72 legten die Hersteller eine

gefettete Stoffscheibe ein. Das verringerte

die Verschmutzung der Nadel

beim Schuss.

Obwohl früher massenhaft gefertigt,

gibt es heute keine industriellen Papierpatronen

mehr. Vor dem Schießspaß

steht daher Bastelarbeit auf dem Programm.

Wie man die Laborierungen und

das benötigte Werkzeug selbst herstellt,

steht im Kasten auf Seite 58. Vorab nur so

viel: Die originale Ladung von 4,83

Gramm (ungefähr 75 Grains) ist unnötig

groß. Im Test zeigte sich, dass bereits Ladungen

von 50 Grains Schweizer Pulver

Nr. 3 eine sehr gute Präzision erreichten.

Schießtest M/62 Zündnadelgewehr

Nr. Ladung SK 50 dünnes Papier (mm) SK 50 dickes Papier (mm)

1 45 grs Ch 3 210 74

2 50 grs Ch 3 114 58

3 55 grs Ch 3 136 60

Anmerkungen: SK 50 (mm) = Streukreis in Millimetern auf 50 Meter Distanz. Streukreise sind

Bestwerte von mindestens zwei Serien zu je fünf Schuss, gemessen von Lochmitte zu -mitte,

geschossen sitzend aufgelegt von der Sandsack-Auflage. grs = Grains (1 Gramm = 15,432 grs).

Ch 3 = Schwarzpulver der Sorte Schweizer Nummer 3. Alle Ladedaten ohne Gewähr!

Die beiden

Jahreszahlen

bezeichnen die

Einlagerung sowie

die Ausgabe der

Testwaffe. Sie

stehen auf der

rechten Gehäuseseite

– allerdings

auf dem Kopf.

Uuund Action: Für den ersten Durchgang

fertigten sich die Tester 60 Patronen

mit Ladungen von 45, 50 und 55

Grains und zwei Papiersorten: Zum einen

das oftmals in der Szene angeratene

„Butterbrotpapier“, zum anderen dünnes

Packpapier. Damit kamen die Patronen

am Treibspiegel auf einen Durchmesser

von etwa 16,3 Millimetern. Auf

dem Schießstand sorgten die unterschiedlichen

Papiersorten für Änderungen

am Trefferbild: Mit dünnem Papier

lagen die Einschüsse auf 50 Meter bei

allen Ladungen ein gutes Stück weiter

auseinander als mit der dickeren Variante.

Nachdem diese 60 Schuss ohne jegliche

Störungen im Kugelfang gelandet

waren, bauten sich die Tester neue Patronen.

Diesmal kam ein noch dickeres,

sehr grobes Papier zum Einsatz. Damit

bekam die Munition einen Durchmesser

zwischen 16,6 und 16,7 Millimetern –

beim zweiten Standbesuch sorgte das

für einen dicken Aha-Effekt: Die Streukreise

lagen mit allen Ladungen doppelt

bis dreifach enger beieinander als mit

dem dünnen Papier. Auch hier gab es

keine Probleme mit verschmutztem Lager.

Jedoch sollte man sich davon nicht

verleiten lassen, hundert Schuss „in einem

Rutsch“ zu schießen: Trotz Zylinderverschluss

handelt es sich bei der

Dreyse-Konstruktion immer noch um

eine Schwarzpulverwaffe – und die ver-

M4 – 22

Nachbau des legendären AR 15 / M 16 Selbstladegewehrs im kostengünstigen

Kaliber 22 LR. Gefertigt nach MIL-Spec. Im Lieferumfang enthalten sind

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Produziert im Kaliber 22 LR nach den Original-

Spezifikationen Mai 2014 des G.I.-Modells, welches bei

der US-Infanterie im 2. Weltkrieg und in Korea eingesetzt wurde.

Für das sportliche Schießen zugelassen. Empf. VK.: 450,00 €

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VISIER.de | 57

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TEST & TECHNIK | Schießen mit dem Zündnadelgewehr M/62

Selbermachen: Papierpatronen fürs Zündnadelgewehr

Die benötigten Materialien finden sich in jedem Bastelladen. Als Geschosse kommen handelsübliche Rundkugeln mit einem

Durchmesser von zirka 16,1 mm zum Einsatz . Von Druckerpapier sollte man die Finger lassen, sein Kreide- bzw. Kaolinanteil

wirkt als Schleifmittel. Hat man die Werkzeuge zur Hand, ist der Rest eigentlich ein Kinderspiel. Auf den Fotos sehen Sie

selbstgemachte Geräte: Wickelstab und Pressform aus gedrehtem Kunststoff bzw. Messing. Allerdings kann man hier auch

Holz und andere Materialien nutzen. Ein wenig knifflig ist die Fertigung des Treibspiegels. Er sollte 19 bis 20 mm lang sein

und einen Durchmesser zwischen 16 und 16,2 mm haben. Für seine Herstellung gibt es mehrere Wege, die sich nach der

Werkzeugausstattung richten. Natürlich kann man die Treibspiegel nach preußischer Art aus mit Leim bestrichenen Papierstreifen

über einem Dorn wickeln. Man kann sie aber auch drechseln oder aus mehreren Papp-, Gummi- oder Filzscheiben

zusammenkleben. Der Autor presste sie aus Papiermaché, das man am besten als gebrauchsfertige Mischung im Bastlerbedarf

oder im Internet kauft. Wichtig: Papiermaché schrumpft beim Trocknen, deshalb hat die Pressform einen Innendurchmesser

von 17,1 Millimetern. Als Zünder eignen sich normale Flügelzündhütchen für Vorderlader.

WF

Treibspiegel:

Die Pressform besteht aus dem Oberund

Unterteil, dem (hier roten) Abstandshalter

und der Form aus innen

auf Maß ausgedrehtem Messing.

Patrone:

Für die Fertigung der Hülsen benötigt

man neben Klebestift und Schere:

- Ein rechteckiges Papierstück, 70 mm

breit und etwa 100 mm lang.

- Wickelstab: Unten 16 mm Durchmesser,

bei der Höhe von 65 mm auf

16,2 mm erweitert, dann weiter

16,2 mm bis zum Ende.

- Locheisen, Durchmesser 16 mm zum

Ausstanzen der Pappscheiben.

Zunächst wird ein

Zündhütchen auf

den kleinen Nippel

auf der Oberseite

des Unterteils gesetzt

...

Man bestreicht den markierten Bereich

des Papierstücks mit dem Klebestift

und wickelt es danach straff um den

Wickelstab.

Danach schiebt man die Hülse etwa

fünf Millimeter über das Ende des

Wickelstabs und schneidet das überstehende

Material schräg ein.

... dann kommen Abstandshalter

und die eigentliche Form darauf.

Das Formteil schiebt man auf, füllt

es mit Papiermaché, darauf nun das

Oberteil. Durch kräftigen Druck auf

dieses Element wird dann die Masse

in die Form gepresst. Das Ergebnis

kann sich sehen lassen.

Diese Enden bördelt man um, bestreicht

sie mit Klebstoff und setzt einen

Hülsenboden darauf. Mit dem Daumen

drückt man das Ganze dann

wieder fest gegen den Wickelstab.

Anschließend zieht man den Stab heraus und füllt die Pulverladung ein . Darauf

kommt der Treibspiegel mit dem Zündhütchen. Dann setzt man das Geschoss. Das

überstehende Papier verdrillt man und verschnürt es mit dünnem Faden. Vor dem

Schießen sollte man dann die Patrone im Treibspiegel- und Geschossbereich mit

Geschossfett einstreichen (ein Teil Bienenwachs, fünf Teile Talg).

58 | VISIER.de

Mai 2014


Schießen mit dem Zündnadelgewehr M/62 | TEST & TECHNIK

Bestandszahlen des Dreyse-Zündnadelgewehrs

Modell Bezeichnung Bestand am 25.2.1870

M/41 Zündnadelgewehr 450 411

M/57 Karabiner 39 269

M/60 Füsiliergewehr 102 559

Die nach dem Test gesammelten Papierreste

zeigen, wie wenig von der Hülse

im Schuss verbrennt.

schmutzt nun mal stärker. Zweifel an der

Zündnadel kann man hingegen beiseite

schieben: Trotz des geringen Durchmessers

und der Position „im Feuer“ hält das

Stück problemlos Hunderte Schuss aus.

M/62 Zündnadelgewehr 372 085

M/65 Jägerbüchse 23 261

M/69 Pioniergewehr 12 949

Fazit: Alles in allem ein großer Schießspaß,

der zudem auch noch den Basteltrieb

befriedigt. Wer mit dem Zündnadelgewehr

wettkampfmäßig unterwegs

sein will, der sollte direkt in die Heimat

seines Konstrukteurs: Jedes Frühjahr

(2014: 3. Mai) trifft sich die kleine, aber

aktive Szene in Sömmerda zur deutschen

Meisterschaft. Eine bessere Gelegenheit,

Erfahrungen auszutauschen

und Tipps und Tricks zu sammeln, gibt es

nicht. Der Weg nach Sömmerda lohnt

sich übrigens auch für den, der noch

nicht stolzer Besitzer von Preußens

Gloria ist: Bei der Deutschen Meisterschaft

warten Leihwaffen und Patronen

in Hülle und Fülle.

Text: Wolfgang Finze

und Thomas Quirin

Fotos: Wolfgang Finze und

Michael Schippers

Ohne die hier gezeigte Abdichtung des Verschlusses nach Beck

sorgten die nach hinten ausströmenden Gase oft dafür, dass sich

der Verschluss von Schuss zu Schuss schwerer öffnen ließ. Erst

der Umbau machte die Zündnadelgewehre wirklich gasdicht.

Bei der Aptierung wurde das Nadelrohr abgeschnitten und die

Luftkammer mit einem Stahlzylinder ausgebuchst. Durch den

führte man ein bewegliches Nadelrohr, das vorn in einer Stahlplatte

endete. Dahinter lag ein Kautschukring. Der beim Schuss

entstehende Gasdruck drückte diese Stahlplatte nach hinten,

so dass der Kautschukring zusammengedrückt wurde und den

Verschluss abdichtete.

Mai 2014

VISIER.de | 59


SAMMELN & SELBERMACHEN | Pedersen Device

60 | VISIER.de

Mai 2014


Pedersen Device | SAMMELN & SELBERMACHEN

Sie galt als das geheimste

Projekt der US-Armee im

Ersten Weltkrieg: Eine

„Pistole“, die eigentlich

ein Verschluss für ein

Gewehr war. VISIER wollte

wissen, was sich alles

hinter der „US Caliber .30

Automatic Pistol, Model

of 1918 - Mark I“ verbarg.

Obwohl zig-tausendfach produziert,

gilt es heute als extrem rar

und adelt jede Sammlung von

Ordonnanz-Waffen vom Anfang des

20. Jahrhunderts. Kein Wunder also,

dass US-Sammler gerne auch mal bereit

sind, 50 000 Dollar und mehr für ein solches

Stück zu zahlen. Die Rede ist hier

von dem nach seinem Entwickler bezeichneten

Pedersen Device.

Entstehungsgeschichte: Am 16.

März 1915 verfasste John D. Pedersen,

ein unabhängiger, aus Grand Island in

Bei Remington hielt man sich strikt an die Verpflichtung zur

Geheimhaltung: Auch auf der Munitionsschachtel stand kein

Hinweis darauf, dass die Patronen eigentlich zum Verschießen

aus einem Gewehr bestimmt waren.

Mai 2014

VISIER.de | 61


SAMMELN & SELBERMACHEN | Pedersen Device

Die Ansicht vom besten Waffenkonstrukteur

auf der Welt teilten offenbar

auch andere, und so konnte Pedersen

seine neue Entwicklung am 8. Oktober

1917 auf der Congress Heights Rifle Range

außerhalb von Washington D.C. dem

Chief of Ordnance, General William Crozier,

sowie einigen Kongressabgeordneten

vorführen. Pedersen begann die

Vorführung, indem er sein Springfield

M 1903 so schnell wie möglich leer

schoss. Nachdem er fünf Schüsse abgegeben

hatte, zog er plötzlich den Verschluss

aus der Waffe und steckte ihn in

ein mitgebrachtes Holster. Anstelle

dessen schob er nunmehr ein mysteriöses

langes Ding in die Waffe und steckte

ein 40-Schuss-Pistolenmunition fassendes

Magazin an das ominöse Teil.

Gleich darauf begann er den Abzug zu

ziehen und feuerte 40 Patronen ab, so

schnell, wie es sein Finger erlaubte.

General Crozier war von der Vorführung

so unglaublich beeindruckt, dass Captain

J. C. Beatty vom Ordnance Department

im November 1917 unter Beachtung

größter Geheimhaltung mit dieser

Erfindung per Schiff nach Frankreich

reiste. Sein Auftrag: Pedersens Konstruktion

dem Oberbefehlshaber der US-

Truppen an der Westfront, General John

J. Pershing, persönlich vorzustellen.

Über dem als „US Caliber .30 Automatic Pistol, Model of 1918 - Mark I“ bezeichneten

Wechselverschluss liegt das ansteckbare 40-Schuss-Magazin.

Nebraska stammender Waffenentwickler,

einen handgeschriebenen Brief an

Samuel Frazier Pryor, den damaligen Vizepräsidenten

der Remington Arms and

Ammunition Company. Pedersen teilte

Pryor mit, dass er den Prototypen eines

militärischen Selbstladegewehres entwickelt

hätte. Da Pedersen sich bei Remington

bereits erfolgreich mit der

Konstruktion von Pump-Action-Shotguns,

der Remington Automatic Pistol

und Trombone-Action-Gewehren bewiesen

hatte, nahm Pryor darauf hin unmittelbar

Verhandlungen mit dem „Ordnance

Department“ (Beschaffungsamt)

auf. Auch bei seinen Kollegen stand der

Sohn dänischer Einwanderer hoch im

Kurs: So erwähnt etwa der US-Waffenexperte

und Fachautor Julian S. Hatcher

in seinem „Hatchers Notebook“, dass

John Moses Browning ihm gegenüber

John D. Pedersen als „the greatest gun

designer in the world“ bezeichnet hatte.

Einer der besten Waffenkonstrukteure:

John Douglas Pedersen (1881-1951),

mit einem Springfield M 1903 und dem

dafür entwickelten „Pedersen Device“.

Eines der wenigen erhaltenen M 1903 Gewehre mit dem

dazugehörenden Pedersen Device. Das Gerät erhöht die

Feuerkraft auf kurze Distanz um ein Vielfaches.

62 | VISIER.de

Mai 2014


Pedersen Device | SAMMELN & SELBERMACHEN






Das Pedersen Device in seine Hauptbestandteile zelegt: (1) Schlösschenkappe, (2) Verschlussträger mit Schlossmechanik und

Magazinaufnahme, (3) Schlagbolzen samt -feder, Schließfeder und dazugehörige Führungsbuchse, (4) Schlitten, (5) Lauf mit

.30-06 Springfield-Patronen-förmiger Kontur am vorderen Ende und Justierring hinten.

Am 9. Dezember 1917 prüfte ein aus fünf hochrangigen Militärs

bestehendes Board (= Gremium) das „Pedersen Device“

hinsichtlich Penetration, Präzision, Feuergeschwindigkeit

und Zuverlässigkeit. Folgende Vorteile sah das Board im Hinblick

auf den mit einem solchen Gerät ausgerüsteten Soldaten:

• ein Verschlusswechsel dauerte nur etwa 15 Sekunden, dabei

blieben die ursprünglichen Funktionen und die Präzision der

Waffe erhalten,

• er konnte zusätzlich 400 Patronen im neuen Kaliber mit sich

führen,

• im Falle eines Grabenkampfes oder beim Angriff sollte er

den Gegner durch die unglaublich hohe Schusskadenz in die

Knie zwingen können.

Offenbar war auch General Pershing sofort von dem Device

(= Gerät) überzeugt. Mit höchster Priorität versehen, gab er

100 000 davon in Auftrag. Den größten Vorteil sah man aber

vor allem im Überraschungseffekt: Das Board war davon überzeugt,

dass auf der Seite der Deutschen niemand mit so einem

„Feuerhagel“ rechnen würde und man selbst dadurch kriegsentscheidende

Fortschritte erzielen könne.

Vor diesem Hintergrund verpflichtete man alle Beteiligten zur

völligen Verschwiegenheit. Um keine Aufmerksamkeit zu erregen,

nannte man das heute eher als Pedersen Device geläufige

Gerät „ US Caliber .30 Automatic Pistol Model 1918 Mark

I“. In aus heutiger Sicht eher amüsanter Weise sorgte dieser

Deckname bei einigen, die dann zufällig die Bezeichnung erfuhren,

dafür, dass sie sich über die Einführung eines so kleinen

Pistolenkalibers mokierten. Überdies keimte die Frage

auf: Warum man eine neue Pistole brauche, und das auch noch

in Kriegszeiten? Zur Sicherheit beschriftete man auch die

Holzkisten, in denen jeweils 50 Pedersen Devices ausgeliefert

Mai 2014

wurden, mit „DO NOT OPEN WITHOUT SPECIFIC AUTHORITY

FROM THE CHIEF OF ORDNANCE OFFICE A.E.F“ (Nicht öffnen

ohne ausdrückliche Genehmigung des Leiters des Beschaffungsamtes

des Amerikanischen Expeditions-Korps). Die gleiche

Aufschrift fand sich auch auf den Kisten für die Magazine.

Pershings erste Bestellung über 100 000 Pedersen Devices

ging am 28. März 1918 bei der Remington Arms Company ein

und wurde kurz darauf auf 133 450 erhöht, da größere Produktionskapazitäten

zur Verfügung standen. Ursprünglich für das

Springfield M 1903 entwickelt, passte man das Pedersen Device

nun dahingehend an, dass es auch im Gewehr U.S. Model

of 1917 einzusetzen war. Dadurch erhoffte man sich bei Remington

wohl mehr Aufträge, da man mit dem eigenen Werk in

Eddystone einer der größten Produzenten des M 1917 war.

Dies führte im späteren Kriegsverlauf schließlich auch dazu,

dass man seitens der US-Streitkräfte die ursprüngliche Bestellung

auf nunmehr 500 000 Pedersen Devices aufstockte,

wobei die zusätzliche Stückzahl auf das M 1917 entfiel. Zu-

Werkzeug mit Hakenschlüssel

zum Justieren

des Pedersen Device-

Laufes im Patronenlager

des Springfield M 1903.

VISIER.de | 63


SAMMELN & SELBERMACHEN | Pedersen Device

Das Pedersen Device wurde ausschließlich im Stamm-Werk von Remington Arms

in Bridgeport produziert. Zu einer geplanten Fertigung im Werk in Ilion kam es

nicht mehr – der I. Weltkrieg endete früher, als die Verantwortlichen annahmen.

Die Aufgabe bestand darin, Mannscheiben

zu treffen, wobei nach einer gewissen

Anzahl von Treffern eine Flagge

hochging. Das war das Signal für die Soldaten,

sich zur nunmehr nächsten, näher

zum Ziel gelegenen Station zu begeben.

Es begann bei einer Distanz von

1000 Yards, wobei sich beide Gruppen

unter Verwendung der originalen Patrone

des Kalibers .30-06 Springfield bis

etwa 600 Yard vorarbeiteten. Dann

wechselte die Mannschaft mit dem Pedersen

Device den Verschluss und arbeitete

sich mit einem unglaublichen Feuerhagel

von einer Station bis zur

nächsten durch, während die andere

Gruppe kaum von der 600-Yards-Linie

wegkam: Nachvollziehbar, dass die Beobachter

dieses Schauspiels davon

überzeugt waren, eine neue Epoche im

Bereich der Handfeuerwaffen eingeläutet

zu sehen.

sätzlich bestellte man 800 Millionen Patronen,

welche gemeinsam mit den Devices

für eine große Offensive im

Frühling 1919 an die Front geliefert werden

sollten.

Nachdem man allerdings die Deutschen

schon im Oktober 1918 erfolgreich mit

den bisherigen Waffen aus den Gräben

getrieben hatte und der Krieg einen Monat

später endete, kam für die bis dato

nicht gefertigten Pedersen Devices das

Storno. Produziert hatte man bis zu diesem

Zeitpunkt aber lediglich rund

65 000 von den feuerkräftigen Wechselverschlüssen.

Mit dem vorzeitigen Aus

Die Magazine für das Pedersen Device

besaßen bereits damals eine Füllstandsanzeige,

wie man sie heute bei etlichen

Dienstpistolen vorfindet.

64 | VISIER.de

hatte man bei Remington offenbar nicht

gerechnet. Das belegen Fertigungszeichnungen,

die schon Herstellerstempel

für eine Fertigung im Werk in Ilion

sowie Seriennummernstempel bis sieben

Ziffern vorsahen.

Nach dem Waffenstillstand von Compiègne

am 11. November 1918 führte man

intensive Studien durch, wie man in Zukunft

mit Pedersens Konstruktion weiter

verfahren könne. Einer dieser Tests fand

unter den Augen von General Pershing im

französischen LeMans statt. Pedersen

reiste dazu gemeinsam mit dem damaligen

Springfield Armory-Entwicklungschef

Julian S. Hatcher, einigen Pedersen

Devices und Munition nach Europa, wo

sie am 10. April 1919 landeten. Bei dieser

im April und Mai 1919 stattfindenden

Erprobung mussten zwei Gruppen von

Soldaten gegeneinander antreten. Während

die eine mit dem herkömmlichen

Springfield M 1903-Repetiergewehr ausgerüstet

war, durfte die andere Gruppe

(natürlich nach entsprechender vorheriger

Einweisung) zusätzlich mit Pedersen

Devices bestückt antreten.

Funktionsweise: Zum Verwenden des

Pedersen Device musste auch das

Springfield-Gewehr M 1903 modifiziert

werden. Da man weiterhin plante, das

Pedersen Device offiziell einzuführen,

musste man auch eine entsprechende

Variante des Gewehrs vorlegen. Diese

erhielt die Bezeichnung „Springfield

Model 1903 Mark I“. Zirka 145 000 von

diesen Büchsen entstanden zwischen

Dezember 1918 und dem 30. Juni 1919.

Das erste Springfield Model 1903 Mark I

trug die Seriennummer 1 034 503, die

höchste in der Literatur erwähnte Seriennummer

ist 1 197 834 – daraus lässt

sich auch ableiten, dass diese Gewehre

parallel zur normalen M 1903-Produktion

gebaut wurden und keinen eigenen

Seriennummernkreis besaßen.

Die Mark-I-Variante unterschied sich

von dem Ursprungsmodell M 1903 durch

die geänderte Beschriftung, durch die

links an Hülse und Schaft zum Auswurf

der leeren Hülsen angebrachte Ausfräsung

sowie durch einen modifizierten

Abzug und einen geänderten Magazinabschalter

(Cutoff).

Der Magazinabschalter verfügt über drei

mögliche Stellungen: In der „OFF“-Position

begrenzt er die Bewegung des Verschlusses

nach hinten so, dass die Kammer

nach dem Hülsenauswurf über der

obersten Patrone im Kastenmagazin

zum Stehen kommt und diese nicht zugeführt

werden kann. In der „ON“-Stellung

erreicht der Verschluss seine hin-

Mai 2014


Pedersen Device | SAMMELN & SELBERMACHEN

terste Position – dem Schützen stehen

die Patronen aus dem Vorratsbehälter

(wieder) zur Verfügung. Die zusätzliche

Mittelstellung des Cutoffs dient zur Entnahme

des Verschlusses aus der Waffe

respektive zum Einführen oder Entnehmen

des Pedersen Device. Allerdings bedarf

es wiederum der „ON“-Stellung, um

den Device in der Waffe zu verriegeln.

Dazu bekam der Schalter eine spezielle

Ausfräsung. Des Weiteren verstärkten

die Konstrukteure auch den Magazinabschalter

führenden Stift, um die nunmehr

hierauf wirkenden Rückstoßkräfte

abzufangen. Der spezielle Abzug des

Mark I weist einen zusätzlichen Stollen

auf, der neben der auch weiterhin durchgeführten

normalen Abzugsbewegung

eine zusätzliche Hebelbewegung nach

vorne ausführt und dabei gegebenenfalls

den Schlagbolzen im Pedersen

Device betätigt. Zudem bekam der

standardmäßige Abzugszüngel an der

Oberseite eine Nut, in welcher der erwähnte

zusätzliche Abzugsstollen läuft.

Die Funktionsweise des Pedersen Devices

entspricht im Wesentlichen der

einer Pistole mit unverriegeltem Masse-

Verschluss. Der hinten am Device sitzende

Metallblock dient dabei als

„Schlitten“, den man zum Durchladen

gegen eine Schließfeder nach hinten

tacbackup_visier_0514.qxd 03.04.2014 17:50 Uhr Seite 1

ziehen kann. Er wurde so konfiguriert,

dass seine Masse für ein zuverlässiges

Repetieren sorgen sollte.

Der Lauf des Pedersen Device entspricht

in der Außenkontur der Patrone .30-06

Springfield. Er kann mit speziellen Justierwerkzeugen

noch an das Patronenlager

des jeweiligen M 1903 Gewehrs

angepasst werden. Das Magazin des Pedersen

Device besitzt vorne und hinten

auf Höhe der Haltelippen aufgeschweißte

Profile. Korrespondierende, federbelastete

Gegenstücke fixieren den Tank

mit diesen Haltenasen im Device. Dabei

steht dieser im 45-Grad-Winkel nach

oben rechts aus der Waffe. Er fasst 40

Patronen in zwei Reihen und besitzt

– analog zu modernen Pistolenmagazinen

– bezifferte Löcher als Füllstandsanzeige

an der Rückseite. Der Magazinkörper

wurde in einem sehr aufwändigen

Tiefziehverfahren gefertigt, dann nochmals

gekantet und verschweißt.

Die originale Ladung der .30 Auto Pistol

Ball basierte auf 3½ Grains Pulver, die

das 80 Grains schwere Geschoss auf etwa

1300 Feet per Second (knapp 400 m/s)

beschleunigten. Tests ergaben, dass die

.30-06 Patrone in der Lage war, kurz

nach der Mündung etwa 60 Zoll Holz (ca.

1,5 Meter) zu penetrieren, während das

Im Lager des ausgeschraubten

Laufes steckt zu Demonstrationszwecken

die passende Patrone.

neue Kaliber lediglich 8 Zoll (ca. 20 Zentimeter)

tief ins gleiche Material eindringen

konnte. Dies entspricht in etwa

der Durchschlagskraft der .30-06 auf

800 Meter. Damit erreichte die Munition

des Pedersen Device zwar nur rund zehn

Prozent der Mündungsenergie der originären

.30-06 Springfield, war aber

trotzdem in der Lage, auf 500 Yards noch

tödliche Verletzungen zu verursachen.

Erneuter Anlauf: Remington sah im

Pedersen Device wohl mehr Potential,

als man dann tatsächlich umsetzen

konnte. Aufgrund dieser Fehleinschätzung

ließ man sich – wie erwähnt – auch

Mai 2014

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SAMMELN & SELBERMACHEN | Pedersen Device

Das Pedersen Device wird analog zum originalen M 1903-

Verschluss in die Waffe eingesetzt. Hier gut zu erkennen: die

Aufnahme für das Magazin bei geschlossenem Verschluss.

In die Systemhülsen der für das Device vorgesehenen M 1903-

Gewehre musste man unter anderem ein Auswurffenster für

die Pistolenmunition fräsen und den Schaft ausklinken.

dazu verleiten, das Pedersen Device für

die selbst produzierten Gewehre zu aptieren:

das U.S. Model of 1917 sowie die

ebenfalls von Remington für das zaristische

Russland produzierten Mosin-Nagant

M 91 Gewehre. Man plante hierbei

eine Produktionsmenge von 1,5 Millionen

Stück für das M 1917 Gewehr, sowie

weitere zwei Millionen für die russischen

M 91 Gewehre.

Bereits bei dem Pedersen Device für das

M 1917, dem M 1918 Mark II, nahm Remington

erste Verbesserungen vor: So

verriegelte dieses Device federgestützt

in der Ausnehmung für den Kammerstängel.

Das M 1918 Mark II verwendete noch

66 | VISIER.de

die gleichen Magazine wie das M 1918

Mark I, was ebenfalls eine Ausfräsung

seitlich in der Hülse erforderlich machte.

Dagegen nutzte man beim M 1918 Mark

II* für das Mosin-Nagant M 91 ein um 1/8

Zoll kürzeres Magazin ohne die typischen

Haltenasen vorne und hinten. Zudem

stand hier der Behälter nach oben links

heraus, was die Ausfräsung in der Systemhülse

obsolet machte. Auch trieb

man den Sicherheitsgedanken weiter voran:

So konnte man das M 1918 Mark II*

nur dann aus dem Gewehr entnehmen,

wenn das Magazin entfernt, die Kammer

leer und das Device abgeschlagen war.

Gleich dem M 1918 Mark II verriegelte das

M 1918 Mark II* federgestützt, diesmal

Beim Pedersen

Device handelt es

sich quasi um eine

Pistole ohne Griffstück.

„Rahmen“und

Abzug steuert hier

das Gewehr bei.

aber vorne an der offenen Hülsenbrücke.

Trotz aller Fortschritte musste auch am

M 1917 sowie am Mosin-Nagant M 91 der

Abzug gleich dem M 1903 modifiziert

und ein zusätzlicher Stollen, der besagte

Vorwärtsbewegung ausführte, integriert

werden.

Über die tatsächlich gefertigte Stückzahl

der Pedersen Devices für das M 1917

und das Mosin-Nagant M 91 lässt sich

nur spekulieren. Tatsache ist, dass der

renommierte US-Autor William B. Edwards

jeweils ein Exemplar in seiner

Sammlung hatte und dass das Magazin

seines heute als verschollen geltenden

M 1918 Mark II* die Seriennummer 28

aufweist. So kann man wohl davon ausgehen,

dass einige Exemplare in russischen

Händen verblieben sind.

Abgesang: Nachdem im April und Mai

1919 die Tests noch sehr vielversprechende

Ergebnisse lieferten, bot Remington

das Pedersen Device in Folge verschiedenen

behördlichen Stellen an. Diese lehnten

es jedoch allesamt ab. Daraufhin

lagerte man am 4. November 1919 insgesamt

101 775 Gewehre Mark I und 65 000

Devices ein, bis man sie im März 1931 erneut

der Navy und dem Marine Corps erfolglos

anbot. Daraufhin erfolgte im April

1931 die Zerstörung von 64 873 Pedersen

Devices und 60 Millionen Schuss der dazugehörigen

Munition. Von 1937 bis 1938

Mai 2014


Pedersen Device | SAMMELN & SELBERMACHEN

➊ ➋

Der „Mark I“-Abzug dieses M 1903 weist einen zusätzlichen Stollen (1) auf, der durch eine zusätzliche Vorwärtsbewegung (r.) auch

den Schlagbolzen des von Pedersen entwickelten Wechselverschlusses auslösen kann.

rüstete man zudem alle eingelagerten

Mark I-Gewehre hinsichtlich des Abzuges

und des speziellen Magazinabschalters

wieder auf M 1903-Standardteile zurück.

Wie gut die Geheimhaltung rund um den

mysteriösen Pedersen Device wirklich

funktioniert hatte, stellte sich erst im

Sommer 1945 nach dem Ende des II. Weltkrieges

heraus: Die US Army Ordnance Intelligence,

vertreten durch Captain Philip

Burdette Sharpe, der als „Chief of Small

Arm Unit“ für „Enemy Equipment Intelligence

Service“ verantwortlich war, entdeckte

ein komplettes Springfield M 1903

Mark I mit Pedersen Device in der Referenzsammlung

der Rheinisch-Westfälischen

Sprengstoff A.G. in Nürnberg. Das

Set lag bereits seit einem Vierteljahrhundert

im Archiv der heute besser als RWS

bekannten Firma – das geheimste Projekt

der US-Armee im I. Weltkrieg war durchgesickert!

Text: Georg Oberaigner

und Andreas Wilhelmus

Fotos: VISIER-Archiv

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des I. Weltkrieges finden Sie im aktuellen

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VISIER.de | 67


FASZINATION WAFFEN | Mythos Schnelles Ziehen

SCHNELLER ALS

Wirklich gute Reflexe, passgenaues Equipment, eisernes Training und dazu viel

Western-Flair – all das sind wichtige Zutaten für jene Sportart, die als eine der

schnellsten der Welt gilt: Fast Draw.

Zuschauer müssen genau hinsehen,

wollen sie etwas mitbekommen:

Weltklasse-Schützen wie Nicole

Franks, Bob Mernickle, Nick „The Quick“

Nica oder Cal Eilrich schaffen ihre Durchgänge

in weniger als einer halben Sekunde,

oft unter einer Viertelsekunde. Der

von Ernie Hill aufgestellte offizielle

Weltrekord steht bei 0,208 Sekunden in

der „Open Class“-Kategorie bei der

Sportart des „Fast Draw“. Auf Deutsch

beschreibt man das am besten als

„Schnelles Ziehen“. Man benutzt dazu

nur Single-Action- oder Hahnspanner-

68 | VISIER.de

Revolver im Baustil des Colt M 1873 Single

Action Army alias „Peacemaker“. Das

mit der Schnelligkeit nehme man wörtlich:

Normalerweise haben Menschen

eine Reaktionszeit von einer Fünftel- bis

zu einer Viertelsekunde – damit wäre

mancher Schnellzieh-Durchgang vorbei,

ehe die meisten Leute reagiert haben.

Das wiederum dauert bei manchem Fast-

Draw-Crack nur 0,145 Sekunden. Um im

Weltrekord-Bereich zu bleiben, muss

man also nach dem Reagieren seinen Colt

binnen 0,06 Sekunden packen, spannen,

ziehen, von der Hüfte aus aufs Ziel ausrichten

und abfeuern. Der 2012 verstorbene

Bob Munden aus Montana erledigte

das so fix wie kaum ein anderer. Vor laufender

Kamera zückte er seinen Sixshooter,

zerfetzte per Platzpatronen-Schuss

einen Ballon und steckte das Eisen wieder

weg – alles binnen 0,16 Sekunden und

vermutlich wirklich schneller als der

Schatten: Da wird selbst Comic-Held Lucky

Luke vor Neid so gelb wie sein Hemd.

Fast Draw. Kaum ein westernbegeisterter

Junge, der in den 1960er und 1970er

Jahren aufgewachsen ist und sich nach

Mai 2014


Mythos Schnelles Ziehen | FASZINATION WAFFEN

DER SCHATTEN

Der vielfache Fast-Draw-Weltmeister Bob Mernickle

aus Nevada zeigt die Abfolge beim Wettkampf: Er

steht nach hinten geneigt, die Hand greift den

Sixshooter, spannt ihn beim Ziehen, dreht

ihn beim Passieren des Holstermundes

in die Waagerechte, gefolgt vom

Schuss auf das ans Zeitmessgerät

gekoppelte Ziel. Gut zu sehen,

dass sich Mernickles Rumpf

im Lauf der Bewegung fast

so weit wie beim Limbo-

Tanz nach hinten biegt.

dem Konsum von TV-Serien wie „Rauchende

Colts“, „High Chapparal“ oder

„Die Leute von der Shiloh Ranch“ nicht

mal daran versucht hätte. Klar, als saarländischer

Rotzlöffel hatte man weder

Colt noch Revolvergurt (Gun Rig). Aber

die Käpseles-Pistole ersetzte das eine.

Und die als überflüssig erachtete Schultasche

verhalf zum Rohstoff für das andere

– für ein selbst gebautes Gun Rig,

dessen Herstellung nicht nur lehr-, sondern

bei Entdeckung durch die Eltern einige

Tage später auch schmerzensreich

war. Später kam dann die Teilnahme an

Western- und Vorderlader-Treffen. Da

gehörte das Schnellziehen jahrelang

ebenso zum Repertoire wie Armdrücken,

Nägeleinschlagen oder Hufeisenwerfen

und machte wie all das mächtig Spaß.

Mai 2014

Kein Wunder: Das Fast Draw liefert einen

spannenden, sportlichen Vergleich und

lebt vom gleichen Enthusiasmus, mit

dem andere Rock ‘n‘ Roll tanzen oder mit

flossenbewehrten Benzinschluckern der

Petticoat-Ära durch die Gegend cruisen.

Es ist ein Geschenk der Neuen Welt, im

besten Sinne amerikanisch – aber längst

eine internationale Sache: Die Sportverbände

haben weltweit Tausende von

Mitgliedern, zu finden in allen Bevölkerungsschichten:

Der Gründer der US-

Fluglinie Continental Airlines, Robert F.

Six, war davon begeistert und sponserte

zeitweise ein eigenes Team, bekannt als

„The Sixguns“ (Wortspiel: Im US-Slang

bezeichnet „Sixgun“ auch einen sechsschüssigen

Revolver). Zudem wirft Fast

Draw auf andere, jüngere Schieß-Sport-

arten einen langen Schatten. Wer heute

bei Disziplinen wie IPSC oder Bianchi

Cup antritt, der verwendet einiges Zubehör,

das ohne das Equipment fürs Fast

Draw im Western-Stil nicht denkbar gewesen

wäre. Ernie Hill etwa nutzte sein

Fast-Draw-Fachwissen auch jahrelang

für Waffengurte anderer Turniersparten.

Die Wurzeln dieses Sports reichen

tief. Den gegen Ende des 19. Jahrhunderts

aktiven Pistoleros sagt die Wildwest-Legende

einen nachgerade übermenschlich

sicheren und quicken Umgang

mit ihren Schießeisen nach. Demnach

konnten sie im Bruchteil einer Sekunde

ziehen, schießen und treffen,

wichtig vor allem bei dem als „Showdown“

bekannten Duell: Es heißt, da

VISIER.de | 69


FASZINATION WAFFEN | Mythos Schnelles Ziehen

hätten die Streithähne einander gegenüber

gestanden, auf der staubigen

„Main Street“, beide die Colts umgegürtet,

um wie auf ein geheimes Signal hin

dem Gegner beim Ziehen und Feuern

zuvorzukommen. Ein Szenario voll spannender

Action. Folgerichtig ging es

nach 1900 direkt in den Wild-West-Kanon

des damals neuen Kinos ein. In Hollywood

spielte es keine Rolle, dass es in

der Realität kaum je so abgelaufen war:

Es gab bei weitem nicht so viele Duelle,

und wenn, spielte maximales Tempo nur

selten eine Rolle. Etwa, als die Pistoleros

Clay Allison und Chunk Colbert „es

ausschossen“ – sitzend beim Tafeln:

Colbert unterlag, weil er mit dem Korn

seines Sechsschüssers am Tisch hängen

blieb. Fast alle seinerzeit befragten Revolverhelden

sagten aber, dass weder

rasches Ziehen noch schnelles Feuern

für Zweikampf oder Notwehr überle-

benswichtig seien. Vielmehr müsse man

cool bleiben, zielen und mit dem ersten

Schuss treffen. Auch ließen Gürtel und

Holster (= Revolvertaschen) ein schnelles

Ziehen nur bedingt zu. Viele Taschen

hatten Schutzklappen. Einige Varianten

wie die sogenannten Mexican-Loop-

Holster fixierten die Waffen zum Teil

sehr stramm, um die darin geparkten

Eisen etwa im Galopp nicht zu verlieren.

Und dann sorgte die Waffentechnik für

Entschleunigung: Bei der Masse der für

den Westen als typisch angesehenen

Drehpistolen handelte es sich um Hahnspanner-Revolver,

allen voran des Typs

Colt Peacemaker. Ehe man da sein Blei

losschicken konnte, musste man erst

den Hahn spannen – alles nicht so fix,

wie es die Leinwandgötter verlangten.

James Arness alias Matt Dillon (l.) aus „Rauchende Colts“ lässt sich vom Schnellzieh-

Experten Arvo Ojala (r., 1920 - 2005) ein Holster für einen S & W M 29 zeigen. Arness

trägt ein Ojala-Holster. Ojala arbeitete mehr als jeder andere seines Faches auch für

Hollywood.

Stuntman und Schnellzieh-Schütze Dee

Woolem (†2001), der seinerzeit als

„The Daisy Kid“ für die US-Firma Daisy

Werbung machte: Er war einer der

Pioniere des Fast-Draw-Sportes.

Also wurde beim Drehen getrickst. Statt

Hahnspannern gab es für die einschlägi-

gen Szenen einen moderneren Spannabzugrevolver,

weil der sich schneller schießen

ließ. Damit er rasch ins Freie kam,

steckte er bei mancher Action-Szene nur

halb im Holster. Und mit neuen Gun Rigs

ging es in Richtung Fast Draw: Seit den

1920ern sah man im Kino zusehends das

als „Buscadero-Rig“ bekannte Set von

Holster und Revolver: Saßen früher die

Taschen per Schlaufe hoch auf dem Gurt,

verbreiterte sich beim Buscadero der

Gurt hüftseitig nach unten. Da gab es

einen Querschlitz, in dem das Holster

hing. So lag der Revolvergriff näher am

Handgelenk und nicht mehr auf Ellbogenhöhe

– besser fürs schnelle Ziehen.

Das vermutlich von Sattler S. D. „Tio“

Myres und Texas Ranger John B. Hughes

ersonnene Buscadero-Set löste die Gun

Rigs im alten Stil ab. Doch erst in den

1950ern kamen die Haupt-Änderungen

– und mit ihnen die Gründerzeit des Fast

Draw. Es begann mit zwei Männern, deren

Namen nicht sehr amerikanisch klingen:

Dee Woolem und Arvo Ojala.

Woolem arbeitete Anfang der 50er Jahre

als Stuntman im Vergnügungspark

Knott‘s Berry Farm. Und wie mit Schnellzieh-Champ

Bob Arganbright der Guru in

Sachen Fast-Draw-Historie herausfand,

wollte Woolem wissen, wie schnell und

70 | VISIER.de

Mai 2014


Mythos Schnelles Ziehen | FASZINATION WAFFEN

gleichzeitig spektakulär er ziehen konnte:

„Zuerst probierte er es, indem er einen

Silberdollar vom Handrücken fallen ließ,

dann zog und feuerte, ehe der Dollar auf

dem Boden aufschlug. Dee war (...) nach

zirka einer Woche Training imstande, den

Dollar zu schlagen. Und mit verbesserten

Holster-Designs und Ziehmethoden konnte

Dee auch zwei-, dreimal schießen, ehe

der Dollar den Boden berühte.“ Der Dollar-Stunt

war freilich älter. Schon der

seit den 1870er Jahren im Indianer-Territorium

als Gesetzeshüter tätige Frank

„Pistol Pete“ Eaton beschrieb diese Methode

in seinen Memoiren „Pistol Pete“.

Doch feierte die Nummer erst fröhliche

Urständ, als Woolems Kollegen sie kopierten

und nach einem Gerät fragten,

um den Schnellsten zu ermitteln: sowohl

der Beginn des modernen, später

von zig Tüftlern wie Robert Mythen und

Marshall L. Faber weiter optimierten

Wettkampf-Zeitmessgeräts (Timer) als

auch der Schnellziehturniere. Diese

Sportwettkämpfe eroberten nun von

Knott‘s Berry Farm aus die USA im Sturm.

Die zweite treibende Kraft bestand in

einem kleinen blonden Mann namens

Arvo Ojala. In Oregon als Sohn finnischer

Einwanderer geboren, jagte er von

Kindesbeinen an Klapperschlangen –

auf der elterlichen Apfelfarm eine Plage

– und lernte so das schnelle Ziehen. Seit

1950 in Hollywood, galt er fix als erstklassiger

Schnellzieh-Trainer. Bald ent-

Holster-Entwicklungsstufen: Oben links ein hoch auf dem Gurt sitzendes Holster im Stil der 1880er Jahre, dies ist die vom deutschen

Holstermacher Andy Rombach gebaute Kopie des Stückes, das einst US-Präsident Teddy Roosevelt gehört hat. Rechts daneben

ein silberbeschlagenes Buscadero-Rig, produziert von „Leathersmith“ Ed Bohlin für Stummfilmstar Ken Maynard. Darunter das

Fast Draw Rig, das Ojala für James Arness angefertigt hat. Den Baustil mit der Stahleinlage im Holster ließ sich Ojala per Patent

schützen – heute nennt die Fachwelt derart aufgebaute Gurt- und Taschen-Sets auch „Hollywood-Holster“.

Mai 2014

VISIER.de | 71


FASZINATION WAFFEN | Mythos Schnelles Ziehen

In den 1950ern trug man sogar Schnellziehmatches aus, bei denen die mit

dem Timer gekoppelte Zielanlage zwischen den Schützen stand. Gut zu

sehen, wie der vordere Mann den Revolver vorm Schuss um 90 Grad in der

Hand dreht („twist draw“). Gespannt wird per „Fanning“ mit der Linken.

Hauptberuflich Hollywoods berühmtester Komiker

der 1950er Jahre, war der Schauspieler Jerry Lewis

ein begeisterter Fast-Draw-Sportler. Kaum ein

anderer Filmstar kam ihm darin gleich. Und er war

ein Meister im „Gun Spinning“, im Jonglieren mit

dem Colt Peacemaker. Auch er trägt ein Ojala-Rig.

stand Ojalas 1958 patentierte Version

des Buscadero-Gurts, bekannt als „Fast

Draw Rig“. Der Gurt bestand aus bogenförmig

geschnittenem Leder, so dass die

breite, geschlitzte Aufnahme fürs Holster

noch tiefer ans Bein und der Revolvergriff

akkurat auf Handhöhe kam. Das

schlanke Holster wiederum erhielt eine

zwischen zwei Lederlagen angebrachte

Stahlblecheinlage. Dazu das Buch „Packing

Iron“ von Richard Rattenbury:

„Dies ermöglichte das Spannen des Hahns

(und das damit verbundene Drehen der

Revolvertrommel), noch ehe das eigentliche

Ziehen der Waffe begann.“ Um das zu

beschleunigen, lagen hier der Abzugsbügel,

der obere Teil des Griffrahmens

und der Hahn offen – bei den alten Originalen

bedeckte das Leder oft alles außer

dem Griff; es gab nur einen schmalen

Durchlass zum Abzug. Bis Mitte der

1950er hatte sich Ojalas Version als

Standard in Hollywood etabliert. Wie

US-Autor John Lachuk 1958 feststellte,

katapultierte sich Ojala binnen zweier

Jahre an die Spitze der Hersteller von

Western-Waffengürteln: „Seine Ferti-

Fast-Draw-Vorführung in Dänemark. Fast überall in Europa trainieren das die

Western-Fans, ohne dass die Innere Sicherheit leidet – nur in Deutschland ist

da das böse Wort vom Deutschuss und dessen sportlichem Verbot per AWaffV.

Sehr weit ausgeschnittenes

Matchholster,

mit zwei Riemen

fest ans Bein

geschnallt. Die

Metallplatte

leitet das Feuer

sicher ab, wenn

man einmal den

Platzpatronen-

Schuss zu früh

lösen sollte – das

kommt immer

wieder mal vor.

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Mai 2014


Mythos Schnelles Ziehen | FASZINATION WAFFEN

gung wuchs von zwei oder drei Holster-

Gurt-Sets, hergestellt in seiner Garage, bis

zu dem derzeitigen Punkt, an dem er einen

Vorarbeiter und einige Helfer beschäftigt,

dazu kommen Bürokräfte und eine Fertigung

von qualitativ hochwertigen, individualisierten

Holstern von 300 bis 500 Einheiten

pro Woche“. Denn gegen Ende der

1950er Jahre erlebten die fürs US-TV gedrehten

Western-Serien ihren Boom. Die

Regisseure nützten Ojalas Holster-Design

weidlich für das, wofür es gemacht

war. Und wie bereits die von Woolems

Dollar-Nummer initiierten Matches hatte

die ganze Schnellzieherei im Glotzkasten

Folgen – Rattenbury: „Ende der 1950er

Jahre erwachte ein allgemeines Interesse

an Wettbewerben im schnellen Ziehen.“

Western-Darsteller die besten: „Seinem

Image als harter Macker gemäß war Kirk

Douglas gut. Ebenso Glenn Ford und Steve

McQueen. Aber es gab noch andere, an die

jetzt niemand denkt. Oder warum sagt

keiner Sammy Davis Jr.? Und der schnellste

Schauspieler war Jerry Lewis.“ Binnen

kürzester Zeit machten sich auch die

Stars daran, sich untereinander zu messen.

So ließ der als Darsteller des Revol-

Für Hollywood-Stars wurde es schick,

sich damit zu befassen. Wie Bob Munden

berichtete, waren nicht unbedingt die

Ein Fast-Draw-Gurt aus der Signature-

Series des Champions Bob James,

gefertigt von Alfonso‘s of Hollywood

(www.alfonsosgunleather.com).

Typisch das stark geneigte Holster, das

oben in einer Kerbe auf dem Gurt sitzt.

Mai 2014

VISIER.de | 73


FASZINATION WAFFEN | Mythos Schnelles Ziehen

Gesehen bei Bob Munden (1942 - 2012):

ein gravierter und goldfarbener Fast-

Draw-Revolver mit hoch stehendem

Hahn, wie man ihn für die „Fanning“-

Spannbewegung braucht.

Ein zum Schnellzieh-Revolver gewandelter Ruger: kornloser Lauf und

weit aufragender Hahnsporn, um ihn per „Fächern“ mit der linken

Hand zu spannen. Dies ist die Waffe von Nicole Franks aus Kanada.

verhelden Wyatt Earp berühmte Hugh O‘Brian verlauten, kein anderer

Hollywood-Akteur könne ihn schlagen. Prompt gab es Widerspruch,

eine von diversen Stars zusammengetragene Wettbörse und ein

Match namens „National Fast Draw Championships“, ausgetragen im

Sahara-Hotel in Las Vegas und mitfinanziert von der Firma Colt. Von

1959 bis 1962 trafen sich da die Darsteller, darunter der heute weltberühmte

Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood.

Als „Fast Draw Craze“ (=„Schnellzieh-Fimmel“) bekannt, verlangte

das Ganze bald nach Struktur. Das führte zu den bis heute tätigen

Verbänden wie der World Fast Draw Association (WFDA, www.

fastdraw.org) und der Cowboy Fast Draw Association (CFDA, www.

cowboyfastdraw.com) und einer Vielfalt an Regeln und Wettkampfvarianten,

bei denen man mal nur gegen die Uhr und mal im K.O.-System

startet. Auch gibt es verschiedene Zieh-Techniken. Früh zeigte

sich, dass man für den Sport eigene Revolver brauchte: Sämtliche

Federkräfte und Rastenwinkel wurden auf den Zweck des Schnell-

spannens und -auslösens ausgerichtet. Da man nicht zielte, war eine

Der Revolver von Becky Munden,

Frau von Bob Munden. Wieder mit

Fanning-Hahn – und mit einem Griff

in fraglos sehr weiblichem Design.

Das Speed Rig, das Bob

Munden für die US-

Firma Galco entwarf.

Auch da sitzt die

Tasche hoch auf einem

Gurt mit spezieller

Kerbe. Die zwei

Riemen dienen zum

Anschnallen am Bein.

Bob und Becky Munden mit von Galco gebauten

Munden Speed Rigs – Mann und Frau absolute

Könner ihres Faches, die die Kunst des Fast Draw

in unzähligen Shows vorgeführt haben.

74 | VISIER.de

Mai 2014


Mythos Schnelles Ziehen | FASZINATION WAFFEN

Zum Fast-Draw-Gerät modifizierter Hahnspanner-

Revolver von Ruger: Lauf und Trommel aus Titan, der

Abzugsbügel mit fingerfreundlicher Aussparung, der

Rahmen „flattop“, also ohne Kimmenrinne. Und der

Lauf ohne Korn, denn das könnte beim Ziehen stören.

Visierung überflüssig – also haben

Schnellzieh-Eisen oft kein Korn und

häufig Flattop-Rahmenbrücken. Weil

man den Hahn bei bestimmten Schnellzieh-Disziplinen

mit der Kante der helfenden

Hand in fächerartiger Bewegung

spannte („Fanning“), erkennt man viele

Fast-Draw-Revolver an einem extralangen,

steilen Hahnsporn. Auch verfeuert

man nur schwache Ladungen und greift

daher soweit wie möglich zu Leichtmetallen:

erst Alu, dann Titan, etwa an

Visier KZ 1/14 210x74+5 13.02.2014 13:14 Uhr Seite 1

Trommeln und Läufen. Und überhaupt,

die Ladungen: Schnell war klar, zugunsten

der eigenen Zehen auf im Stil der Altvorderen

mit Blei laborierte „Ammo“ zu

verzichten. „Platzpatronen“ hieß eine

Option, sie sind heute in Europa allgemein

üblich. Aber schon 1959 ließ sich

Schnellzieh-Artist Joe Bodrie von der

Munition französischer Salon-Pistolen

inspirieren, die Dr. Devillers um 1900 in

Paris zum „sportlichen Duellieren“ erfunden

hatte: Bodrie entwickelte ganz

schwach geladene Patronen mit Wachsgeschossen

– heute werden diese Pfropfen

industriell gefertigt.

Apropos Industrie. Bei der sorgte dieser

Sport für einen Boom: Die Fans kauften

Revolver, Zeitmessgeräte, Ziele und Revolvergürtel.

Die Welle regte zur Entwicklung

weiterer Schnellziehsets mit

Western-Touch an. Andy Anderson, Mitarbeiter

von Ojala, schuf das „Walk and

Draw“-Modell (= Gehen und Ziehen). Es

Charakterstark

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FASZINATION WAFFEN | Mythos Schnelles Ziehen

Clint Eastwood mit Marianne Koch in den Armen und mit

seinem „Walk and Draw“-Revolvergurt von Andy Anderson.

Eastwood trug dieses Set in drei Italo-Western der 60er und

in Hollywood-Filmen wie „Hängt ihn höher“, “Ein Fremder

ohne Namen“ und „Sinola“ aus den 60er und 70er Jahren.

besaß eine auf oder hinter dem Gürtel befestigte, mit Leder

überzogene Platte aus Metall, die der Hüftkontur folgte und

das Holster noch besser fixierte. Zudem schnitt Anderson das

Etui so zu, dass sich seine Mündungspartie nach vorn neigte.

Dies sollte das Ziehtempo steigern und bot mehr Sicherheit:

Löste sich mal beim Ziehen ein Schuss im Holster, dann leitete

dessen Winkel das Mündungsfeuer weg vom Schenkel. Rattenbury:

„Clint Eastwood machte dieses Holster durch seine Spaghetti-Western

bekannt. Bis in die 1970er Jahre blieb es die

gebräuchlichste Ausrüstung der Western-Helden in Film und Fernsehen.“

Anderson und Ojala blieben nicht die einzigen: Alfonso

Piñeda von Alfonso‘s of Hollywood kreierte ebenso eigene

Schnellzieh-Rigs. Und alle großen Schnellziehartisten haben

ihre eigenen Sets geschaffen oder zusammen mit Lederfachleuten

hergestellt – das gilt für Ernie Hill ebenso wie für Bob

Munden, Bob James oder Bob Mernickle.

Würden sich inzwischen verstorbene Fast-Draw-Pioniere aber

manche heutigen Schnellzieh-Holster ansehen, würden sie

ebenso darüber staunen, wie ein alter Revolverheld das über

die Stücke der 50er Jahre getan hätte: Nicht wenige Holster

haben heute unten am „Ausgang“ ein schuhlöffelartiges Stück

Blech – als Ableitung für den Fall der Fälle. Und die Kanadierin

Nicole Franks trägt ein Holster, dessen Mund stahlgefasst ist

und das oben gar nicht mehr per klassischer Schlaufe am Gurt

befestigt ist. Statt dessen gibt es eine Leder-ummantelte Verlängerung,

oben in einem Schrägschlitz des Gürtels eingesteckt

und zwischen dessen Lederlagen fixiert. Dieses Element

besteht aus abgewinkeltem Stahlblech und sorgt so dafür, dass

das Holster ziehgerecht zum Körper steht: Kein Revolverheld

des alten Westens hätte das zum Rindertreiben, Mustangjagen

und Banditenfangen hergenommen. Aber hätte er es mal angelegt,

um sich im sportlichen Schnellziehen mit anderen zu

messen, hätte er es nicht mehr hergegeben. Wetten?

Text: Matthias S. Recktenwald

Fotos: Garry James, Thomas Bloss, M. S. Recktenwald, Archiv

Dank an Bob Mernickle, Raymond Leefmans, Tommy Trans,

Thomas Bloss, Carsten Strauch und Bernd Helbach für

reichlich Informationen zu diesem Thema!

Sie ist eine der schnellsten Ladies in diesem Sport: Nicole Franks, die unglaubliche 53 WFDA-Weltrekorde erzielt hat (www.

nicolefranks.com). Ihr prächtiges Holster hat einen stahlgefassten Mund und ist oben nicht per Schlaufe, sondern durch eine

schräg ins Leder gesteckte, umkleidete Federstahleinlage am Gurt fixiert. Diese Bauweise sieht man auch an dem braunen Fast-

Draw-Set im Bild rechts. Der Vorteil dieses Aufbaus: Futteral und Eisen stehen immer in der gewünschten Position vom Bein ab.

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Mythos Schnelles Ziehen | FASZINATION WAFFEN

Er hält die

meisten

WFDA-Weltrekorde

(25) der

Männer: Bob

Mernickle, auch

bekannt als

Holstermacher

und Trainer

(www.mer

nickleholsters.

com). Bei seinem

Rig sitzt die Tasche mit der klassischen Schlaufe auf dem

Gurt, unten gibt es eine gebogene Feuerableitung. Nebenbei

bemerkt: Das Set mit dem punzierten, geschnittenen und

gefärbten Blumenmotiv ist eine wunderschöne Arbeit.

Fast Draw und das richtige Leben

Ein Vorbehalt gegen den Sport liegt im „Deutschuss“ – der zählt

in Deutschland mit Ausnahme des Tontauben-Schießens zu den

„unzulässigen Übungen im Schießsport“ (Allgemeine Waffengesetz-Verordnung,

§ 7, Nr. 6). Der Deutschuss ist Teil des Combatschießens,

dessen Training bestimmten Personen vorbehalten

ist (z. B. Behördenvertretern, Waffenschein-Trägern). Beim

Deutschuss zielt man nicht über Kimme und Korn, sondern richtet

die Waffe davon unabhängig ins Ziel. Etwas, das nur mit perfekt

trainierter Hand-Auge-Koordination funktioniert. Gehört

die Fast-Draw-übliche Hüftschuss-Technik in die Kategorie

Deutschuss? Als Antwort darauf sei dieser Sport mit tatsächlichen

Combat-Situationen verglichen: In Notwehrlagen reagiert

man stets auf Unvorhergesehenes. Hingegen ist beim Fast Draw

der Ablauf vorher bekannt; es geht stets um eine auf Kommando

abzurufende Schnelligkeitsbewegung. Das Equipment ist völlig

auf den einen Zweck abgestellt. Man benutzt in Europa eigentlich

nur geschosslose Platzpatronen, die Amerikaner setzen

auch Wachspfropfen ein, die nur ein paar Schritt weit fliegen.

Durch dicke Lagen von Leder und Stahl versteifte Revolvergurte

mit straffestmöglich oben ans Bein geschnalltem Holster taugen

nur fürs Match – schon beim Hinsetzen wird es arg ungemütlich.

Will man mit so einem Holster am Leib etwas anderes

tun, muss man den Revolver per Hahnschlaufe fixieren, sonst

hüpft er raus. Bei behördlich genutzten Holstern hingegen geht

es nicht nur um reibungsloses Zücken, sondern auch um komfortables,

dauerhaftes Tragen und den Schutz der Dienstwaffe

vor unbefugtem Zugriff. Die wiederum verfeuert „richtige“ Munition

mit starker Ladung und Metallgeschoss: Das hat mit diesem

Sport nichts zu tun und der nichts mit dem Leben eines

Polizisten oder Personenschützers. Fast Draw gleicht Combat so

wie Sebastian Vettels Rennwagen einem Allzweck-Pick-up.

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GESCHICHTE & GESCHICHTEN | Historienmaler Richard Knötel

Heeres-Kunde

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Historienmaler Richard Knötel | GESCHICHTE & GESCHICHTEN

Richard Knötels „Uniformkunde“ gilt bis heute

als Maßstab für Heereskundler, Reenactors und

in der Zinnfigurenszene. Curt Hoffmann stellt

den Historienmaler Richard Knötel vor, der am

26. April vor 100 Jahren starb.

Künstler mit Orden zu überhäufen,

ist heute aus der Mode, doch im

vorletzten Jahrhundert war das

anders. 1896 erhielt Richard Knötel den

Preußischen Kronenorden und die Herzoglich

Anhaltische Silberne Medaille

zum 25-jährigen Regierungsjubiläum,

1897 folgte der Herzoglich Anhaltische

Hausorden Albrechts des Bären, 1900

der Rote Adlerorden. Ein Jahr später gab

es die Osmanische Goldene Medaille für

Kunst und Gewerbe, 1910 das Fürstlich

Lippische Ehrenzeichen für Kunst und

Wissenschaft. Da durfte Richard Knötel

schon seit vier Jahren den Professorentitel

führen. Eine Menge Ehrungen für

jemanden, der nur das 57. Lebensjahr

erreicht hat – doch Richard Knötel war

schon zu Lebzeiten eine internationale

Größe in Sachen Uniform- und Heereskunde.

Früh übt sich... Künstler, die sich so

intensiv der Uniformgeschichte widmen,

gibt es im 21. Jahrhundert auch

nicht mehr. Doch wie kam jemand im 19.

Jahrhundert zu so einer Tätigkeit? Die

Antwort ist einfach: durch Vorbilder. Vater

Augustin zeichnete und malte in seiner

Freizeit, und der Sohn ließ sich offenbar

von dieser Leidenschaft

anstecken. Zusammen mit seinem Bruder

Paul steckte er das Taschengeld in

Münchner und Neuruppiner Bilderbögen

– insbesondere die aus den deutschen

Einigungskriegen. Bald zeichnete der

junge Richard selbst Episoden aus der

Bibel, Geschichten und Sagen des Altertums

und ganze Bilderfolgen militärischen

Inhalts. Die schenkte er seinem

Vater zu Geburtstagen und zu Weihnachten.

Das niederschlesische Städtchen

Glogau, in dem der spätere Professor

aufwuchs, sorgte früh für eine Nähe

zum Militär: Die Festung Glogau verfügte

über eine starke Besatzung und zahlreiche

Zeughäuser. Richard Knötel erlebte

in der Stadt 1864, 1866 sowie

1870/71 auch drei Mobilmachungen und

sah in diesen Jahren zahlreiche

dänische, österreichische und französische

Kriegsgefangene in der Stadt. Bei

seinen militärischen Darstellungen

orientierte er sich an den Illustrationen

des damals populären Militärmalers

August Beck, der als Zeichner für die

Leipziger Illustrierte Zeitung die Feldzüge

von 1864, 1866 und 1870/71 mitgemacht

hatte. Beck war ein guter

Zeichner, der das Charakteristische

Porträtfotos vom Historienmaler

Richard Knötel (12. 1. 1857 - 26. 4. 1914)

sind nur wenige überliefert.

einer Situation treffsicher wiedergeben

konnte und auch Pferde besonders

lebendig darstellte. Ein besonderes

Merkmal seiner Illustrationen war die

Aufmerksamkeit, die er den landschaftlichen

und architektonischen Hintergründen

widmete – diese Eigenheit fällt

später auch in den Blättern von Knötels

„Uniformenkunde“ auf. Förderer fand

das Talent schon in seiner Heimatstadt:

Neben seinem Zeichenlehrer, dem Maler

August Senftleben, half ihm der Kommandeur

des 59. Infanterie-Regiments.

Jahrelang ermöglichte ihm Oberst von

Netzer, diesem Regiment zu Studienzwecken

ins Manöver zu folgen – die dabei

angefertigten Skizzenbücher waren

eine wichtige Vorbereitung für den späteren

Beruf. Der Oberst empfahl ihn

schließlich dem Akademiedirektor Anton

von Werner, und so durfte Richard

Knötel ab Ostern 1880 an der Berliner

Kunstakademie studieren.

Danach ließ er sich dauerhaft in Berlin

nieder und heiratete 1888. Sein Geld

verdiente Knötel bei verschiedenen Verlagen.

Er illustrierte Bücher – vorwiegend

zu militärischen Themen, aber

auch zu Märchen und Sagen. Daneben

lieferte er Zeichnungen für Zeitungen

und Zeitschriften, in denen er gelegentlich

auch selbst verfasste und illustrier-

Mai 2014

VISIER.de | 79


GESCHICHTE & GESCHICHTEN | Historienmaler Richard Knötel

Richard Knötel illustrierte auch zahlreiche Regimentsgeschichten, hier das Königlich

Preußische Leib-Kürassier-Regiment „Großer Kurfürst (Schlesisches) Nr. 1. Das Bild

zeigt „Kurfürstliche Dragoner vor Spandau als Straßenpolizei (1643)“.

Knötels Hauptwerk, die Uniformkunde, erschien in farbigen Einzelblättern. In kleiner

Schrift (hier nicht abgedruckt) gab es zu jedem Blatt kurze Erläuterungen, hier: Das

Regiment Garde zu Fuss wurde mit zwei Grenadierbataillonen 1808 errichtet. Mit

einer Ausnahme (2. v. rechts) sind alle „Typen“ in Paradeuniform dargestellt.

80 | VISIER.de

te Beiträge veröffentlichte. In dieser

Zeit steckten die Fotografie und die Reproduktionstechnik

noch in den Anfängen.

Das Publikum machte sich

üblicherweise anhand von Zeichnungen

ein Bild von den Tagesereignissen. Gute

Illustratoren waren deshalb damals gesuchte

Leute. Schon im zweiten Semester

seines Studiums engagierte der Verlag

Velhagen & Klasing Richard

Knötel für die Wochenzeitschrift

„Daheim“. Die ersten Illustrationen

zeigten Straßenszenen vom Einzug der

späteren Kaiserin in Berlin anlässlich

ihrer Vermählung 1881. Bald erhielt

Knötel auch Aufträge von anderen Verlagen,

entwickelte sich innerhalb

weniger Jahre zu einem brillanten

Zeichner und wurde schließlich zu

einem der meistgedruckten und populärsten

Illustratoren in Deutschland.

Einfach war dieses Handwerk nicht,

auch große Talente kämpften damals

mit der Technik: Die Entwürfe der Illustratoren

wurden noch durch Xylographen

(= Holzstecher) mittels Holzstich zu

Druckstöcken verarbeitet, wobei Halbtöne

in Schraffuren umgesetzt werden

mussten. Vor allem in Büchern druckte

man mehrfarbige Illustrationen als sogenannte

Chromolithographien. Dabei

zeichnete der Lithograph zahlreiche

Farbplatten zum Übereinanderdrucken

auf Stein. Halbtöne mussten durch verschieden

große und unterschiedlich

dichte Punkturen manuell erzeugt werden,

deren Strukturen auf den Drucken

mit bloßem Auge sichtbar waren. Beim

Übereinanderdruck der vielen Farbplatten

kam es auch zu Passerproblemen

und dadurch zu Unschärfen bei der Wiedergabe

mehrfarbiger Bilder. Wie gut

die von den Künstlern geschaffenen

Entwürfe umgesetzt wurden, hing also

sehr stark von der Qualifizierung der

damit befassten Xylographen und Lithographen

sowie vom Stand der Drucktechnik

ab. Unter diesen Mängeln der

Reproduktionstechnik, die nach Möglichkeit

schon bei der Anfertigung der

Entwürfe berücksichtigt werden muss-

Mai 2014


Historienmaler Richard Knötel | GESCHICHTE & GESCHICHTEN

ten, hatten damals viele ausübende

Künstler zu leiden. Erst fotografische

Verfahren der Reproduktionstechnik

und mehrfarbiger Rasterdruck schufen

bessere Bedingungen. In Richard Knötels

grafischem Werk lassen sich diese

Veränderungen erkennen.

Vom Zeichner zum Maler: Die Zahl

der von ihm illustrierten Bücher und

Regimentsgeschichten lassen sich in

diesem Artikel nicht aufzählen – es sind

schlicht zu viele. Im Laufe der Zeit

machte Richard Knötel eine interessante

Wandlung durch: Als er zu malen begann,

hatten seine wenigen Bilder noch

sehr stark zeichnerische Züge und ließen

in den Gemälden den vielbeschäftigten

Illustrator erkennen. Doch das

änderte sich. Selbst Schwarz-Weiß-

Zeichnungen waren zunehmend malerisch

ausgeführt – deutlich zu erkennen

zum Beispiel im 1908 erschienenen, von

mehreren Künstlern illustrierten Werk

„Die deutschen Befreiungskriege“ von

Hermann Müller-Bohn. Diese Entwicklung

lässt sich auch an Knötels Gemälden

ablesen. Die kennen heute allerdings

nur noch wenige. Das liegt nicht

nur daran, dass sich Richard Knötel erst

relativ spät, etwa um 1900, der Malerei

zuwandte. Seine teils großformatigen

Gemälde waren vorwiegend Auftragswerke,

die der breiten Öffentlichkeit

kaum gezeigt wurden. Darunter waren

auch zwei mehrteilige, monumentale

Wandbilder zur Geschichte der preußischen

Fahnen und Standarten, die der

Künstler 1902 für das Meldezimmer des

preußischen Kriegsministers malte. Sie

sind heute leider verschollen.

Für Sammler – darunter übrigens auch

Grafiksammler – sind die Originalblätter

begehrte Objekte. Der Untertitel „Lose

Blätter zur Geschichte der Entwicklung

der militärischen Tracht“ war Programm:

Knötel war bestrebt, Material zu bisher

unbekannten oder noch wenig bekannten

Sachverhalten aufzuspüren, um es

dann in den Blättern der „Uniformenkunde“

zu verarbeiten. Vor dem Zeichnen

recherchierte, sammelte und dokumentierte

der Künstler. Bis zu seinem

Tod 1914 häufte er in seinem Atelier Archivschränke

voller Mappen mit unzähligen

Uniformbildern an. In dem Buchhändler

Max Babenzien in Rathenow

fand er schließlich einen Verleger, der

sich für eine fortlaufend erscheinende

Uniformenkunde begeistern konnte.

Der Erfolg gab beiden recht: Die ersten

beiden, 1890 und 1891 erschienenen

Bände mit je 50 Bildtafeln wurden ein

Erfolg. Ab 1892 erscheinen weitere Bände

mit je 12 Lieferungen. Jede enthielt

fünf Uniformtafeln, pro Band kamen

also 60 Tafeln zusammen. Bis 1900 folgte

regelmäßig einer pro Jahr, danach

erschienen weitere im Abstand von etwa

Eine Wissenschaft für sich: Sein

Hauptwerk ist wesentlich bekannter.

Denn damit wurde Richard Knötel zum

Begründer der wissenschaftlichen Uniformkunde.

Die 18-bändige „Uniformenkunde“

erschien zwischen 1890 bis

1921. Obwohl teilweise durch neuere

Forschungen überholt, ist sie bis heute

ein Standardwerk für Militärhistoriker,

Reenactors und in der Zinnfigurenszene.

Mai 2014

Viele Blätter der „Uniformkunde“stellen die zeitliche Entwicklung der Uniformen

und Bewaffnung dar. Knötel wusste, dass seine Zeichnungen nur idealtypische

Darstellungen sind. In der hier nicht abgedruckten Beschreibung weist er etwa

darauf hin, dass zeitweise neben Pelzmütze und Tschako auch der Hut getragen wurde

und dass die Trageweise der Bajonettscheiden nicht einheitlich war. Meist hingen

diese am Säbelbandelier über dem Säbel, teils auch am Patronentaschenbandelier.

VISIER.de | 81


GESCHICHTE & GESCHICHTEN | Historienmaler Richard Knötel

zwei Jahren. Alle Uniformtafeln waren als Federzeichnungen

mit den Maßen 17 x 25 cm angelegt, die zunächst als Schwarzdrucke

vervielfältigt wurden und mittels Bleiletternsatz kurze

Erläuterungstexte erhielten. Anschließend wurden die Tafeln

nach von Knötel vorgegebenen farbigen Vorlagen mit

Wasserfarben manuell koloriert. Mit Schablonen wurde dieser

Vorgang rationell gestaltet.

Von den Nutzern gab es immer wieder Anfragen – und Hinweise

auf weiteres Quellenmaterial. Deshalb entschloss sich Richard

Knötel ab Band III zur Herausgabe zusätzlicher „Mitteilungen“.

Sie erschienen pro Band in zwölf Monatslieferungen zu je

vier Seiten, zusammen also 48 Seiten pro Band. Auch die Mitteilungen

sorgten im Laufe der Jahre für zahlreiche Kontakte

zu Interessenten, die ihm immer wieder neues Quellenmaterial

lieferten – auch aus dem Ausland. Bis 1912 entstanden so 17

Bände mit insgesamt 1000 Uniformtafeln – ein gigantisches

Nachschlagewerk mit wissenschaftlichem Anspruch. Als der

Professor im April 1914 starb, gab es für den folgenden Band

erst zwölf Blätter. Die übrigen achtundvierzig fertigte deshalb

sein Sohn Herbert Knötel – zum Teil nach Entwürfen des

Vaters. Kurz darauf zog er als Infanterieoffizier in den Ersten

Weltkrieg. Die Fertigstellung des Bandes XVIII zog sich bis

1921 hin. An den Blättern von Band XVIII lässt sich erkennen,

wie „Knötel der Jüngere“ nach der Verwertung der noch vorhandenen

Entwürfe seines Vaters im Laufe der Jahre zu seinem

eigenen, unverwechselbaren Stil fand. Der 1921 abgeschlossene

18. Band erschien noch im Verlag des schon 1909

verstorbenen Max Babenzien. Später übernahm Diepenbroick-Grüter

& Schulz in Hamburg die Bestände der „Uniformenkunde“,

brachte die inzwischen vergriffenen Blätter neu heraus

und ergänzte das Werk 1932 durch ein Gesamtverzeichnis.

Vom Zeichner und Illustrator zum Historienmaler: Richard

Knötel vor der Staffelei mit dem Gemälde „Schlacht von

Krefeld“, welche die Franzosen trotz Übermacht gegen die

Alliierten am 25. Juni 1758 verloren (Siebenjähriger Krieg).

Herbert Knötel konnte hier erst zwischen 1936 und 1938 eine

Fortsetzung mit dem Titel „Uniformenkunde - Neue Folge I“

herausgeben. Durch den Titel lässt sie sich gut vom Werk seines

Vaters unterscheiden. Knötel der Jüngere zeichnete die

etwas größeren Blätter (20 x 28 cm) übrigens nicht alle

selbst, sondern ließ einen Teil der Blätter auch von Mitarbeitern

gestalten. 1939 begann er mit der Herausgabe der „Neuen

Folge II“, ebenfalls bei Diepenbroick-Grüter & Schulz,

„Die Schlacht von Krefeld“ war kein einzelnes Gemälde, sondern ein Triptychon – das zum 150. Jahrestag der Schlacht im Jahr

1908 entstand. Abmessungen: 160 x 140 cm (Mittelteil) / 76 x 115 cm (linke Seitentafel) / 77 x 117 cm (rechte Seitentafel).

82 | VISIER.de

Mai 2014


doch nach Beginn des Zweiten Weltkrieges erschienen von

den geplanten 60 nur 18 Blätter und drei Textbeilagen. Die

neuen Folgen erreichten insgesamt nur eine geringe Auflagenhöhe,

deshalb sind deren Originalblätter heute Raritäten.

1986 bis 1995 wurde die „Uniformenkunde“ einschließlich der

neuen Folgen in den Editionen Friese & Lacina als Faksimile-

Reprint vollständig nachgedruckt und – wie das Original – in

Mappen herausgegeben. Einen weiteren, broschierten Nachdruck

bietet seit 2009 das Militärgeschichtliche Forschungsamt

Potsdam (heute: Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften

der Bundeswehr, www.zmsbw.de) in der

Reihe „Potsdamer Reprints“ an.

Text: Curt Hoffmann

Redaktion: Andreas Skrobanek

Bilder: Richard Knötel, Archiv Curt Hoffmann

Besser handhabbar als das Original

1898 gehörte Richard Knötel zu den Gründungsmitgliedern

der Deutschen Gesellschaft für Heereskunde und

war einige Zeit auch deren zweiter Vorsitzender. Im Jahr

2013 gab die Gesellschaft eine „Knötel-DVD“ mit der

kompletten „Uniformenkunde“ heraus. Curt Hoffmann

trug das Material zusammen, digitalisierte die Bilder und

restaurierte diese aufwändig digital. Die Vorteile: Weiße

Hintergründe, korrigierte Druckfehler und eine hohe

Auflösung – Bildtafeln und Texte lassen sich im JPG-Format

mit einer Auflösung von 300 dpi (zirka 5,9 Mio Pixel)

ausdrucken. Alle übrigen Dateien sind im Format DIN A4

gespeichert. Eine Installation ist nicht erforderlich. Die

DVD enthält die 18-bändige Uniformenkunde (ursprünglich

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RECHT & ORDNUNG | Schießen mit Sammlerwaffen

Der Schießstand –

Verbotszone für

Waffensammler?

Eine Sammler-WBK ermöglicht nicht das Schießen mit Sammlerwaffen,

entschied das Verwaltungsgericht Stuttgart. Das wenig überzeugende

Urteil hat unangenehme Konsequenzen.

86 | VISIER.de

Mai 2014


Schießen mit Sammlerwaffen | RECHT & ORDNUNG

Grundsätzlich dürfen Sammler mit

ihren „Schätzchen“ auf der Basis

ihrer roten WBK nicht schießen.

Doch bis jetzt akzeptierten die zuständigen

Behörden regelmäßig eine wichtige

Ausnahme: die Prüfung der Funktionsfähigkeit

aus Anlass eines Kaufs

oder Verkaufs. Denn diese beeinflusst –

genau wie der technische Zustand bei

Oldtimern oder antiken Uhren – erheblich

den Wert des jeweiligen Stücks. Das

Verwaltungsgericht Stuttgart legt das

Waffengesetz (WaffG) leider anders aus.

Am 11. Juli 2013 (AZ: 5 K 1614/11) entschied

es: „Eine Waffenbesitzkarte für

Sammler ermöglicht nicht das Schießen

mit Sammlerwaffen.“

Die Vorgeschichte: Der spätere Kläger

besaß eine Waffenbesitzkarte für

Waffensammler und Waffensachverständige,

unter anderem für folgendes

Sammelthema: „Die von preußischen und

deutschen Truppenverbänden geführten

Kurzwaffen von 1869-1945 unter besonderer

Berücksichtigung der Offiziersbewaffnung

incl. Beutekurzwaffen“. Von

seiner Ordnungsbehörde hatte der Betroffene

auch einen Munitionserwerbsschein

erhalten. Dieser berechtigte zum

Erwerb von Munition in der jeweils

kleinsten erhältlichen Stückzahl – zum

Testen sämtlicher derzeit in der Waffensammlung

befindlichen Waffen auf ihre

Funktionsfähigkeit.

Am 23. Februar 2010 beantragte der

Sammler „die Ergänzung der vorhandenen

Waffenbesitzkarte zum Munitionserwerb

entsprechend § 10 Abs. 3 WaffG“.

Doch das zuständige Landratsamt lehnte

mit folgender Begründung ab: Die

Prüfung der Funktionsfähigkeit einer

Waffe aus Anlass eines Kaufs oder Verkaufs

durch eine Schussabgabe sei zwar

durchaus sinnvoll, um die für die Feststellung

des Waffenwertes notwendigen

Schlussfolgerungen ziehen zu können.

Für diese Fälle sei es allerdings dem Antragsteller

und späteren Kläger zumutbar,

die hierfür notwendige passende

Patronenmunition auf dem Schießstand

Mai 2014

zu erwerben. Daraufhin zog der Sammler

vor das Stuttgarter Verwaltungsgericht

– und verlor.

Im Zweifel gegen Waffenbesitzer:

Nach diesem Grundsatz scheinen – mit

zunehmender Tendenz – in letzter Zeit

die meisten Verwaltungsgerichte das

Waffenrecht auszulegen. Entsprechend

liest sich auch die Urteilsbegründung in

diesem Fall: Das VG weist darauf hin,

dass das Schießen mit zu einer Waffensammlung

gehörenden Schusswaffen

nicht von den in § 17 Abs. 1 WaffG geregelten

beiden Umgangsarten „Erwerb“

und „Besitz“ umfasst werde. Zur Begründung

dieser Auffassung zieht es die

Bestimmungen im WaffG für Jäger und

das sportliche Schießen heran. Beide

Vorschriften regeln auch die Nutzung

der Jagd- beziehungsweise Sportwaffen

zum Zwecke des Schießens näher. Mit

Blick auf diese Textstellen im WaffG

führt das Verwaltungsgericht aus, dass

der Begriff des „Erwerbs oder auch des

Besitzes“ bereits sprachlich deutlich

von der – im WaffG ebenfalls ausdrücklich

geregelten – Umgangsart „Schießen“

abgegrenzt ist. Nun deckt die Waffensammler-WBK

nur den Erwerb der

vom Sammelthema umfassten Waffen

und den nachfolgenden Besitz ab, nicht

jedoch das Schießen damit. Daraus

schlussfolgern die Stuttgarter Richter,

dass die dem Sammler erteilte Erlaubnis

das Schießen unter keinem Gesichtspunkt

umfassen könne. Dies würde sich

auch aus der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung

ergeben. Denn nach

§ 9 AWaffV darf auf einem Schießstand

unter anderem nur dann geschossen

werden, wenn

- der Schütze die Berechtigung zum Erwerb

und Besitz von Schusswaffen

nachweisen kann und

- das Schießen mit Schusswaffen dieser

Art innerhalb des der Berechtigung zugrunde

liegenden Bedürfnisses erfolgt.

Weil die Sammler-WBK selbst das Schießen

mit den dort vermerkten Sammlerwaffen

auf Schießständen nicht erlaube,

muss der Kläger nach Ansicht des

Gerichts

- entweder über eine Ausnahmegenehmigung

nach § 9 Abs. 2 AWaffV verfügen

oder

- Inhaber einer separaten Schießerlaubnis

nach § 10 Abs. 5 WaffG sein.

Auf eine gravierende Folge dieser Sichtweise

weist das Gericht selbst hin: Der

Waffensammler benötige für den Transport

seiner Sammlerwaffen von der Wohnung

zur Schießstätte und zurück einen

Waffenschein. Dies ergibt sich dann daraus,

dass das WaffG auch das Transportieren

als „Führen“ definiert. Selbst im

ungeladenen und nicht zugriffsbereiten

Zustand ist das Führen aber nur erlaubnisfrei,

wenn der entsprechende Transport

von dem Bedürfnis zum Schießen

umfasst ist. Dieses Bedürfnis bestehe

bei Waffensammlern jedoch nicht, so das

Verwaltungsgericht.

Eine enge Sichtweise: Nach Auffassung

der VISIER-Autoren legten die

Stuttgarter Richter § 17 WaffG zu restriktiv

aus. Diese Vorschrift regelt das

Bedürfnis zum Erwerb und Besitz von

Schusswaffen und auch die Erlaubnis

zum Erwerb von Schusswaffen für

Sammler. Von „Schießen“ ist dort tatsächlich

nicht die Rede. Betrachtet man

ausschließlich den Text von § 17 WaffG,

könnte man tatsächlich der Ansicht des

Verwaltungsgerichts folgen, dass der

Gesetzgeber den Inhabern einer roten

WBK das Bedürfnis zum Schießen mit ihren

Sammlerwaffen ausdrücklich nicht

zugesteht.

Das Stuttgarter Urteil erweist sich allerdings

als zu restriktiv, wenn man auch

andere Vorschriften im WaffG berücksichtigt,

welche ebenfalls das Bedürfnis

zum Erwerb bestimmter Schusswaffen

und / oder Munition regeln. Auch diese

nennen nämlich die Befugnis zum Schießen

nicht explizit. Trotzdem ist nach

dem vom jeweiligen Bedürfnis umfassten

Zweck die Umgangsart „Schießen“

geradezu notwendig. Das gilt für:

VISIER.de | 87


RECHT & ORDNUNG | Schießen mit Sammlerwaffen

- § 18 (Erwerb und Besitz von Schusswaffen

oder Munition durch Waffen-

oder Munitionssachverständige),

- § 19 (Erwerb und Besitz von Schusswaffen

und Munition, Führen von Schusswaffen

durch gefährdete Personen),

- § 21 (Gewerbsmäßige Waffenherstellung,

Waffenhandel) sowie

- § 28 (Erwerb, Besitz und Führen von

Schusswaffen und Munition durch Bewachungsunternehmer

und ihr Bewa-

chungspersonal).

Alle diese Vorschriften regeln nur, wann

ein Bedürfnis zum Erwerb von waffen und / oder Munition besteht. Zur

Frage des Schießens mit den entsprechenden

Waffen sagen sie nichts. Nun

wird aber niemand ernsthaft behaupten

wollen, dass Waffensachverständige,

die Schusswaffen erproben, nicht zu

eben diesem Zweck den Schießstand

aufsuchen dürfen. Das gilt analog für

gefährdete Personen, die zum Selbstschutz

Schusswaffen führen, für Bewachungsunternehmer

sowie für Waffenhersteller,

-händler und Büchsenmacher.

Die Erfüllung der vom Gesetz anerkannten

– teilweise sogar berufsbedingten –

Aufgaben setzt den Besuch des Schießstandes

geradezu voraus. So sieht es

auch die Allgemeine Verwaltungsvor-

Schuss-

schrift zum Waffengesetz: In Ziffer 18

Punkt 2 findet sich für die Waffensachverständigen

zum Beispiel folgende

Regelung: „Dies schließt das Vorhalten

von Vergleichsstücken (Referenzsammlung)

und die Befugnis zum Schießen mit

den Untersuchungsgegenständen ein.“

Träfe die Auslegung des Waffengesetzes

durch das Verwaltungsgericht zu, dürfte

auch kein technisch tätiger Waffen- und

Munitionssachverständiger mit den ihm

zu Erprobungszwecken überlassenen

Schusswaffen auf dem Stand schießen.

88 | VISIER.de

Deshalb fragt sich, ob Waffensammler

nicht doch ein Bedürfnis zur Erprobung

ihrer Sammlerwaffen auf dem Schießstand

haben. Hier lohnt sich ein Blick in

§ 17 Ziffer 1 der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift:

Das Schießen mit

Sammlerwaffen ist unter Berücksichti-

gung der weiteren gesetzlichen Vorgaben

nur dann zulässig, wenn die technischen

Voraussetzungen der Waffe (z.B. schuss) erfüllt sind.“ “ Die Verwaltungsvorschrift

schließt also ein Bedürfnis

zum Schießen mit Sammlerwaffen nicht

von vornherein aus. Deshalb überzeugt

auch die Urteilsbegründung des Verwaltungsgerichts

nicht.

Be-

Vorsicht ist geboten:

Trotzdem soll-

te kein Sammler das Urteil mit Missachtung

strafen. Denn es gibt bundesweit

eine Tendenz, das Waffengesetz so eng

und so streng wie möglich auszulegen.

Verwaltungs- und Strafverfolgungsbehörden

werden sich mit großer Wahrscheinlichkeit

künftig auf die Stuttgarter

Entscheidung berufen, wenn

Waffensammler mit ihren Sammlerstücken

den Schießstand aufsuchen und

dabei erwischt werden. Dann steht sofort

der Vorwurf des illegalen Führens

von Schusswaffen im Raum. Geht es bei zum Beispiel um halbautomatische

Kurzwaffen, droht nach § 52 Abs. 1 Ziffer

2 Buchstabe C eine Freiheitsstrafe

zwischen sechs Monaten und fünf

Jahren! Wer auf der Basis seiner roten

WBK eine kulturhistorisch bedeutsame

Sammlung aufbaut, sollte daher vor der

Fahrt zum Schießstand bei seiner zu-

daständigen

Behörde eine Erlaubnis zum

Schießen nach § 10 Abs. 5 WaffG beantragen

– und dabei auf das insoweit bestehende

Bedürfnis verweisen. Wenn

die Behörde den Antrag ablehnt, bleibt

immer noch die Möglichkeit des Widerspruchs

(falls in dem jeweiligen Bundesland

vorgesehen) oder der Klage.

Doppelrolle: Besser sieht die Lage

nach Ansicht der Autoren aus, wenn der

Inhaber der Sammler-WBK auch Sportschütze

oder Jäger ist: Die Paragraphen

13 und 14 WaffG regeln den Umgang mit

Schusswaffen und Munition zum Zwecke

der Jagd beziehungsweise des Schießsports.

Will man zum Beispiel mit Waffen

aus der Sammlung auf der Grundlage

einer vom Bundesverwaltungsamt genehmigten

Sportordnung schießen,

dann besteht ein sportliches Bedürfnis.

Dies lässt sich auch mit einem Hinweis

auf § 12 WaffG begründen: Dieser Paragraph

erlaubt WBK-Inhabern bekanntlich

den vorübergehenden Erwerb und

Besitz einer Waffe ohne Erlaubnis. Es ist

also zulässig, dass der Inhaber einer

Sammler-WBK einem anderen WBK-Inhaber

etwa eine bestimmte Pistole aus

seiner Sammlung überlässt, damit dieser

sie zum sportlichen Schießen verwendet.

Demnach muss es auch möglich

sein, dass der Inhaber einer Sammler-

WBK diese Waffe an sich selbst überlässt

– wenn er auch Sportschütze ist

und nach den Regeln eines anerkannten

Schießsportverbandes den Schießsport

ausübt. Das Schießen außerhalb eines

staatlich genehmigten Regelwerks wäre

dagegen unzulässig. Das gleiche gilt,

wenn die Sammlerwaffe nach § 6 AWaffV

vom Schießsport ausgeschlossen ist.

Text: Hans Peter Lindner und

Andreas Skrobanek

Fotos: Michael Schippers,

VISIER-Archiv

Der Autor dieses Beitrags, Hans Peter

Lindner, ist Rechtsanwalt, Notar sowie

öffentlich bestellter und vereidigter

Sachverständiger für Schusswaffen und

Munition ab dem Jahr 1900.

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Richtpreis €5668,- Art.Nr.: 54092 Rarität €2.295,-

Pistolen: Mauser –Oberndorf Mod. C96 /1926 Zivil, Lauflänge: 14 cm,

Baujahr: ca. 1930, Originalzustand nicht überarbeitet, aus hochwertiger ziviler

Fertigungsserie, gut sichtbare Beschriftung und Bestempelung, mit leichter

Alterspatina, einstellbare Visierung bis 1.000 m, original Holzgriffschalen,

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Pistolen: Walther –Ulm Mod. P99, Lauflänge: 4‘‘, Baujahr: 1998, selten

geschossen aus jagdlichem Nachlass, DA-Schloss mit zusätzlicher

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gleichermassen gut geeignet aus hochfestem Verbundwerkstoff, einstellbare

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Pistolen: Colt –USA Mod. Gold Cup National Match, Lauflänge: 5‘‘,

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100-jährigen Jubiläum der bekannten Royal Canadian Mounted Police

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eines reitenden Mounties mit den Jahreszahlen 1873–1973 sowie leichter

Arabeskeneinfassung, rechte Systemseite mit leichter Arabeskengravur,

Dienststempel der Mounties „MP“, mit Gravur auf Scheibe mit dem Leitspruch

der Mounties „Maintiens Le Droit“ (Hüter des Gesetzes), fast mündungslange

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NAMEN & NACHRICHTEN | Aktuelles aus der Branche

In eigener Sache

... für die VISIER-Redaktion in Bad

Ems. Was Sie mitbringen sollten: Ein

Gefühl für lebendige Sprache sowie

das Talent, komplizierte Sachverhalte

allgemeinverständlich und unter

Termindruck zu vermitteln, sollten

vorhanden sein. Gute Deutsch- und

Englisch-Kenntnisse setzen wir

ebenso voraus wie den Besitz einer

WBK und / oder eines Jagdscheins sowie

einer gültigen Fahrerlaubnis der

Klasse B. Die Fachgebiete von VISIER

und VISIER-Special reichen vom

Sportschießen über den Test aktueller

Neuheiten aus allen Bereichen

von Lang- und Kurzwaffen, der Ausrüstung

und der Messer bis hin zum

Sammeln von Schuss- und Blankwaffen,

Geschichte oder Waffenrecht –

eben die gesamte Bandbreite rund

um das Thema Waffen. Und keine

Angst vor Einseitigkeit: Wie der Redaktionsalltag

zeigt, wird man rasch

zum Allround-Talent und lernt stets

dazu. Wir lassen uns überraschen

von Ihren Ideen, Ihren Vorkenntnissen

und Ihrem Einsatzwillen. Senden

Sie daher bei ernsthaftem Interesse

postalisch oder per E-Mail eine Bewerbung

mit den üblichen Unterlagen,

etwaigen Arbeitsproben und

dem Datum, wann Sie Ihr Volontariat

in Bad Ems antreten könnten. Hier

die Adressangabe:

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Redaktion VISIER,

z. Hd. Frau Mullins,

Wipsch 1,

56130 Bad Ems

E-Mail: visier@visier.de

VISIER-Gewinnspiel

Gewinner stehen fest

Ende 2013 rief VISIER zum großen Walther-Poster-Gewinnspiel auf. Dem Ruf

kamen viele Leser nach, jetzt stehen die Gewinner fest: Der Hauptpreis, ein

großer Walther-Trolly, geht an Klaus Heise vom Schützenverein Adelebsen, er

schoss das hier gezeigte Siegerfoto. Über die Hämmerli-Sporttasche darf sich

Klaus Swoboda vom Schützenverein Hamm / Sieg freuen. Je eine Walther-Basecap

gehen an Heinz Dieter Werner von der St. Sebastianus Bruderschaft

Euskirchen und Dirk Stadelhoff vom Schützenverein St. Vitus Bokeloh. Last but

not least trinkt Hans Gestrich, Jugendleiter beim SV Gruol zukünftig seinen

Morgenkaffee aus der Walther-Tasse. Allen Gewinnern herzlichen Glückwunsch!

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Leader Trading

SPS im Programm

Der Ratinger Großhändler Leader Trading GmbH übernimmt

ab sofort den Deutschlandvertrieb für SPS. Der

spanische Hersteller fertigt seit 1996 Pistolen verschiedener

Ausbaustufen von der Standard- bis zur Racegun. Laut

Pressemitteilung werden alle SPS-Modelle auf CNC-

Maschinen gefräst und in Handarbeit zusammengesetzt,

wie beispielsweise das Modell Vista (im Bild) in

9 mm Para, 9 x 21 mm oder .38 Super. www.spsguns.es /

www.leader-trading.com

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102 | VISIER.de

Mai 2014


Aktuelles aus der Branche | NAMEN & NACHRICHTEN

Nachruf

Wolfgang Krüper (1931 - 2014)

Am 21. März starb der Waffensachverständige Wolfgang Krüper nach langer,

schwerer Krankheit. Der aus Menden stammende Ingenieur arbeitete von

1972 bis 1977 bei Umarex als Konstrukteur im Bereich Fertigung und

Entwicklung. Von 1977 an war er 17 Jahre lang bei der Deutschen Versuchsund

Prüfanstalt für Jagd- und Sportwaffen (DEVA) in Altenbeken-Buke

beschäftigt. Darüber hinaus machte er

sich als Autor und Co-Autor von über 100

Publikationen einen Ruf als Experte für

Wiederladen, Ballistik, Waffentechnik

und als Gerichtsgutachter. Auch im

hohen Alter und bereits von der Parkinson-Krankheit

beeinträchtigt, blieb er

seinem Forschungsdrang treu. Mit

Wolfgang Krüper verliert die Waffenwelt

ein echtes Original. Am treffensten

beschrieb ihn wohl seine Frau: „Ich

glaube, dass sich jeder, der ihn gekannt

hat, gern an ihn erinnern wird.“

Axel Manthei

WM Bullets

Hausmesse im Mai

Munitionshändler WM Bullets veranstaltet am

31. Mai von 10 bis 18 Uhr eine Hausmesse. Die

Messe findet in den Räumlichkeiten der Firma

im Nordrhein-Westfälischen Erwitte statt.

Extra für diesen Termin gibt es Sonderangebote

bei Geschossen, Hülsen und fertigen Laborierungen.

Mehr Infos: www.wm-bullets.de TQ

Waimex

Zastava wieder im Programm

Die Waimex GmbH aus Fürth vertreibt ab sofort

Waffen des serbischen Herstellers Zastava.

Dessen Produkte waren einige Zeit nicht mehr

auf dem deutschen Markt erhältlich. Mehr

Infos: www.zastava-arms.rs / www.waimex.

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TQ

ISSF Worldcup

Deutsche sorgen für Spannung

Bis zum letzten Tag der ISSF-Weltmeisterschaften vom 26. 3. bis zum 2. 4. 2014

mussten sich die Fans des deutschen Teams gedulden. Erst dann gab es den

ersehnten Medaillenregen: Henri Junghänel (Bild), ISSF-Schütze des Jahres

2013 und Weltcup-Finalsieger, errang nach einem Finalkrimi gegen Nickolaus

Mowrer (USA) und Gang Liu (China) das begehrte Gold in der Disziplin

KK-Gewehr liegend auf 50 Meter. Der 26-Jährige ist damit zum bereits vierten

Mal Weltcup-Sieger. Bei der olympischen Schnellfeuerpistole holte sich Teamkollege Christian Reitz die Silbermedaille. Die

beiden Titel reichten, um Deutschland am Ende auf Rang vier des Medaillenspiegels zu bringen. Foto: Deutscher Schützenbund,

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NAMEN & NACHRICHTEN | Aktuelles aus der Branche

Neues fürs Bücherregal

Die HK P9 und ihre Nachfolger / Die HK P9 Dokumente

Platz, Platz und

noch mehr Platz

Neueröffnung der Ferkinghoff-

Verkaufsfiliale

Das Autorenduo Manfred Kersten und Markus Kaiser begab sich auf die Spuren von

Heckler & Kochs Spannabzugsklassiker. Im ersten Band behandeln die Autoren die

technische Entwicklung der Pistole, ihre Modelle sowie Varianten für Behörden und das

Ausland. Der zweite Band widmet sich komplett der Technik: Patentschriften, Vergleichstests

sowie Handhabung und Zerlegen der P9 stehen hier im Vordergrund. Beide Bücher

kommen im Format 220 x 300 mm und enthalten viele Fotos und technische Zeichnungen.

382 bzw. 294 Seiten. Hardcover. Erhältlich bei US-Books für 76 respektive 56 Euro.

C 96 Export I / C 96 Export II

Mit diesen Büchern von Manfred Kersten, F. W. Moll und Walter Schmid liegen der fünfte

und sechste Band der C 96-Reihe vor. Inhalt: die ausländischen Varianten der legendären

Selbstladepistole von Mauser. Export I widmet sich dem „Italian Contract“, also jenen

Waffen, die vor dem Ersten Weltkrieg nach Italien geliefert wurden. Diese seltenen

Modelle weisen einige technische Feinheiten auf, die sie von der Standard-C 96 unterscheiden.

Das zweite Buch folgt dem Weg der Mauser über den Großen Teich nach

Amerika. Auch dort konnte die Pistole mit Magazin vor dem Abzug einige Exporterfolge

feiern. Beide Bücher sind durchgehend farbig bebildert und kommen im Format

215 x 305 mm. 210 bzw. 228 Seiten. Die Werke gibt es zum Preis von je 68 Euro ebenfalls

bei US-Books. www.usbooks.de

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„Endlich mehr Platz“, das war der Grundtenor bei der

Eröffnung der neuen Räumlichkeiten von Waffen Ferkinghoff

im unterfränkischen Bergtheim-Opferbaum. Bei feinstem

Frühlingswetter konnte das geschäftsführende Ehepaar

Achim und Andrea Ferkinghoff zusammen mit dem Landtagsabgeordneten

Manfred Ländner die Filiale per Schere

offiziell in Betrieb nehmen. Das ehemalige kommunale

Gebäude stand seit einiger Zeit leer und benötigte erst

einmal eine Sanierung. „Das lohnte sich alleine schon wegen

der grundsoliden Bauweise“, so Achim Ferkinghoff bei seiner

Eröffnungsrede. Zudem beruhigt der Umbau auch das grüne

Gewissen. Eine moderne Pellet-Heizung nimmt nun den

Platz der alten Elektroöfen ein. Innen unterteilt sich die

Filiale in ein großzügiges Lager, einen Verkaufsraum und

Büros. Für den Importeur von Kimber, Magnum Research,

Taurus und mehr war es indes nicht der letzte Feier-Termin in

diesem Jahr: 2014 steht nämlich auch noch das 25-jährige

Firmenjubiläum an. VISIER gratuliert zum Einzug. TQ

104 | VISIER.de

Mai 2014


ME-Anz.CC_Visier8-14RZ_Layout 1 01.04.14 12:18 Seite 2

NAMEN & NACHRICHTEN

Benchmade

Jetzt via Vertriebssystem

US-Messerhersteller Benchmade führt in diesem Jahr ein

selektives Vertriebssystem zum Schutz seiner Waren ein. Den

Deutschlandvertrieb übernimmt dann die Firma ACMA, die

bereits seit über zwölf Jahren als Benchmade-Großhändler

agiert. Davon unangetastet bleibt der Verkauf über Benchmade-Fachhändler

– für Endverbraucher ändert sich also

nichts.

TQ

Neue Kataloge

EAW Ernst Apel

Der EAW-Hauptkatalog 2014 - 2016 enthält das komplette

Sortiment des Würzburger Montagespezialisten. Das Werk

lässt sich, komplett oder wahlweise nach Kategorien

unterteilt, auf der Homepage des Unternehmens als PDF

herunterladen. Alternativ kann man online auch die gedruckte

Variante bestellen. 150 Seiten, A4-Format. www.eaw.de

Heinz Henke

Die 25. Ausgabe des „Katalog und Handbuch“ aus dem Hause

Heinz Henke enthält das Sortiment an Waffen, Optiken,

Montagen, Zubehör und vieles mehr. Druck- und PDF-Varianten

des Werks können Sie auf der Homepage bestellen

beziehungsweise als PDF herunterladen. 82 Seiten, A4-

Format. www.henke-online.de

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Erhältlich über autorisierte Benchmade-Händler

www.acma.de

Mai 2014

VISIER.de | 105


TERMINE | Mai und Juni

Terminsache

VISIER veröffentlicht alle Termine

von Auktionen, Messen,

Ausstellungen, Schießsportveranstaltungen

und Lehrgängen,

wenn sie rechtzeitig schriftlich

vorliegen.

Redaktionsschluss

für die nächsten Ausgaben:

Heft 7/14 25.5.2014

Heft 8/14 25.6.2014

Heft 9/14 25.7.2014

Senden Sie uns Ihre Termine

bitte per E-Mail an

termine@vsmedien.de,

an die Fax-Nummer (02603)

5060-202 oder als Brief an

„Redaktion VISIER, Wipsch

1, 56130 Bad Ems“. Bitte

denken Sie daran, nicht nur

Veranstalter, Ort und Datum,

Waffen und Disziplinen,

sondern auch einen Kontakt

(E-Mail, Telefon- oder Fax-

Nummer) mitzuteilen. Geben

Sie bitte ebenfalls an, ob der

Wettkampf eine Qualifikation

erfordert, eine Anmeldung

nötig ist oder die Teilnehmeranzahl

begrenzt ist. Selbstverständlich

können Sie auch

komplette Ausschreibungen

einsenden. Die kostenlose

Veröffentlichung erfolgt

ohne Gewähr.

Den VISIER-Terminkalender

mit zusätzlichen (oft

aktuelleren) Veranstaltungstipps

finden Sie auch im

Internet auf der VISIER-

Homepage www.visier.de

Auktionen, Messen,

Börsen

1. 5. Großbritannien: Auktion

bei Bonhams in London

Knightsbridge, moderne

Sportwaffen, Ort: Montpellier

Street, Knightsbridge, London;

SW7 1HH, Info und Auktionskatalog

bei Patrick Hawes, E-Mail:

hawes@bonhams.com sowie

www.bonhams.com

2. - 4. 5. USA: Versteigerung

bei der Rock Island Auction

Company, antike und moderne

Lang- und Kurzwaffen, komplette

Sammlungen, Info und Auktionskatalog

bei R.I.A. 7819 42nd

Street West, Rock Island, IL

61201, oder unter

www.rockislandauction.com

106 | VISIER.de

3. 5. und 31. 5. Niederlande:

Militariabörse im Zalencentrum

CCOG Duiven, Kastanjelaan

2, NL-6921 ES Duiven, Gelderland,

Militaria, Waffen, Blankwaffen,

Orden, Uniformen, Info nur

telefonisch unter (0031) 570

618335 oder (0031) 627534177

3. 5. Auktion bei Kunsthandel

Kube, altes Schloss in 91484

Sugenheim, antike Waffen,

Militaria, Uniformen und Orden,

Info und Katalog unter Fax

(09165) 1292 oder

www.kube-auktionen.de

5. - 15. 5. Frühjahrsauktion bei

Hermann Historica in München

Schusswaffen aus fünf Jahrhunderten,

Antiken, Orden und

Ehrenzeichen, Vorbesichtigung

28. - 30. 4. und 2. - 4. 5., Info und

Ausstellungskatalog bei Hermann

Historica oHG, Linprunstr. 16,

80335 München, Tel. (089) 54 72

64 90 sowie unter

www.hermann-historica.com

17. - 18. 5. KAMFT - Karlsruher

Messerforum Treffen bei

Messermacher Jürgen Schanz,

Karlsfelderstr. 13, 76297 Stutensee,

Messerausstellung mit

Vorführungen von Scrimshaw,

Schmieden, Sattlerarbeiten

u.v.m., Info unter Tel. (07249)

952509, oder unter

www.schanz-messer.de

18. 5. Österreich: Sammlerbörse

in A-4482 Ennsdorf bei Enns,

Gewäxhaus, Flurweg 6, Jagd-,

Sport- und Sammlerwaffen,

Munition, Orden, Optik,

Uniformen, Literatur, Info bei

Klaus Wiesinger, Tel. (0043)

7223-82826

24. 5. Militaria- und Antikbörse

in 75245 Neulingen-Göbrichen,

Büchighalle am Sportplatz,

Hohwaldstraße, Info unter Tel.

(0160) 5020775, E-Mail:

info@militariacompany.de

oder www.militariacompany.de

24. - 25. 5. Internationale

Bogen- und Messermacher-

Messe im Bogenschießcenter,

Schweigerstr. 12, 38302

Wolfenbüttel, Info unter Tel.

(05331) 908387, E-Mail:

info@bsc-wf.de oder

www.bsc-wf.de

30. - 31. 5. Hausmesse bei

Transarms, Im Winkel 6, in 67547

Worms, Sport-, Sammler- und

Dekowaffen sowie Munition zu

Sonderpreisen, Info unter Tel.

(06241) 97770 , E-Mail:

verkauf@transarms.de oder

www.transarms.de

9. 6. USA: Auktion bei

Bonhams in San Francisco,

Edle Waffen und Ausrüstungsgegenstände, darunter auch eine

osmanische Miquelet-Büchse, eine Schaschka aus Kaukasien

sowie ein Kulah-Khud-Helm aus Persien, kommen vom 5. bis 15.

Mai bei Hermann Historica zum Aufruf. Mehr dazu im Kalender.

erlesene antike Waffen aus dem

Besitz von Joseph A. Murphy, Ort:

220 San Bruno Avenue, San

Francisco, CA 94103, Info unter

Tel. (001) 415 861 7500 oder

E-Mail: us@bonhams.com

10. 6. Großbritannien: Auktion

bei Wallis & Wallis, antike

Waffen, Blankwaffen, Rüstungen

und Militaria, Info und Katalog

bei: West Street Auction

Galleries, Lewes, Sussex, England

BN 7 2NJ und unter

www. wallisandwallis.org

13. - 14. 6. Auktion in der

Landshuter Rüstkammer,

antike Waffen, Militaria, Orden,

Info bei Auktionshaus Landshuter

Rüstkammer oHG, Klötzlmüllerstr.

43, 84034 Landshut, Tel.

(0871) 4 30 87 40 sowie

www.landshuter-ruestkammer.

de oder unter

www.pfannenberg.com

28. 6. Niederlande: Militariabörse

im Zalencentrum CCOG

Duiven, Kastanjelaan 2, NL-6921

ES Duiven, Gelderland, Militaria,

Waffen, Blankwaffen, Orden,

Uniformen, Info nur telefonisch

unter (0031) 570 618335 oder

(0031) 627534177

Schießveranstaltungen

Großkaliber-Schießen

3., 10. und 17. 5. Landesmeisterschaft

beim BDMP, LV

Bayern in Friedenfels, Disziplinen:

ZG2-Nord, ZG3-Nord und

DG2, Info bei Thomas Katzenberger,

Hauptstr. 22, 97493 Rheinfeld,

Tel. + Fax: (09721) 9468814,

E-Mail: ThKaBe@t-online.de

17. - 18. 5. Landesmeisterschaft

beim BDMP, LV Bayern in

Gundihausen, Disziplinen: PPC

1500, Rev/Pistole, Open Match

und alle 40 / 48er Nebenmatches,

Info bei Sven Schultz, Am Kurpark

25a, 88175 Scheidegg, Tel.

(08381) 8309772 und E-Mail:

sti-crack@arcor.de

17. - 18. 5. Landesmeisterschaft

beim BDMP, LV Bayern in

Gundihausen, Disziplinen: EPP

und PP2, Info bei Randolf Mayr,

Am Geisbichel 61, 86700

Kaufbeuren, Tel. (0163) 2632607,

E-Mail: Randolf.Mayr@web.de

30. - 31. 5. Österreich:

Bavarian Open PPC 1500 und

EPP Ranglistenturnier auf der

Schießanlage SSCW Weitwörth,

Mai 2014


Info und Anmeldung bei Achim

Biller, Reichenhaller Str. 78,

83395 Freilassing, Tel. (08654)

485840 oder E-Mail:

billers@t-online.de

14. 6. KÄT-Pokalschießen der

PFG Annaberg-Buchholz für

Ordonnanzgewehre mit offener

und geschlossener Visierung

(getrennte Wertung) sowie 98er

(8 x 57 IS), Ort: Schießstand der

PFG in 09488 Wiesa (ehem.

Gerätewerk), Info bei Michael

Weber, Tel. (03733) 2 29 74

22. 6. Landesmeisterschaft

beim BDMP, LV Bayern in

Gundihausen für die Disziplin

DG1 Info und Anmeldung bei

Karl Georg, Zinnkopfstr. 9,

83324 Ruhpolding, Tel. (08663)

419496, E-Mail:

Sandratscharly@aol.com

27. - 28. 6. Landesmeisterschaft

beim BDMP, LV Bayern

in Lauf a. d. Pegnitz, Disziplinen:

RF / SF1, RF2, SF2 und DF2,

Info und Anmeldung bei Achim

Biller, Reichenhaller Str. 78,

83395 Freilassing, Tel. (08654)

485840, Fax: (08654) 485859

und E-Mail: billers@t-online.de

14. - 15. 6. Ordonnanzgewehrschießen

beim SV „Tell“ 1927

Hundsangen, 100 m Großkaliberschießen

für Ordonnanzgewehre

bis Baujahr 1945 im Originalzustand

ohne ZF, Info bei

Engelbert Hoffmann, Tel.

(06435) 6519 oder E-Mail:

enghoffmann@rz-online.de

28. - 29. 6. Militärgewehrschießen

des KKSV Bretten 1923 e.V.

und Wertung für den Leader-

Sportarms Cup, für Militärgewehre

im Originalzustand ab Kaliber

6,5 mm auf 50 Meter, Einzel- und

Mannschaftswertung, Altersklasse

und Damenwertung Info bei

Jürgen Eckert, Kopernikusweg 22,

75015 Bretten, Tel. (07252) 4522,

Fax: 5356545 oder E-Mail:

eckert.ju-eri@vodafone.de

Schwarzpulver- und

Westernschießen

Mai 2014

Mai und Juni | TERMINE

1. - 4. 5. Internationales

Vorderlader- und Schwarzpulverschießen

beim SV Sersheim

1923 e.V. für Langwaffen, Pistole,

Revolver und Modellkanone,

Westernlager und Festbetrieb,

am 3. 5. Süddeutsche Meisterschaft

der SPI, Info und

Anmeldung bei Robert Supper,

Tel. (07042) 34045, E-Mail:

robertgraubart@web.de und

www.svsersheim.de

3. 5. Deutsche Meisterschaft

Hinterlader-Zündnadeldienstgewehr

beim SV „Nicolas von

Dreyse“ in Sömmerda, für alle

Hinterlader-Dienstgewehre mit

Zündnadelzündung, zeitgleich

Zündnadelgewehr Pokal

„sitzend aufgelegt 100 m“

sowie Pokalschießen Dreyse-

Pistole für alle Hinterlader-

Dienstpistolen und Revolver mit

Zündnadelzündung, alle Waffen im

Original, die bei einer regulären

Armee geführt wurden sowie

Repliken, die dem Original

entsprechen, Anmeldung bis 30. 4.

an Michael Büchner, Tel. (03634)

623741 und E-Mail:

anmabue@web.de

10. 5. Western-Unterhebelschiessen

des SV Oberteuringen,

25 m Unterhebel in Pistolenkalibern

auf Ring- und

Motiv-Scheiben, sowie eine

Fallscheibendisziplin, Info bei

Hannes Lerchenmüller, Tel:

(0176) 24 44 60 62, E-Mail:

Hannes.Lerchenmueller@gmx.de

und www.westernschiessen

-ssg.de

28. 5. - 1. 6. Piesteritzer

Vorderlader- und Westerntreffen

mit Westerncamp,

Wettbewerbe für Schwarzpulverund

Westernwaffen auf dem

Schießplatz des SV im Volkspark

Piesteritz, historisches Outfit

erwünscht, Anmeldung bis 20. 4.

an Klaus Opitz, Karl-Marx-Str. 7,

06886 Lutherstadt Wittenberg,

Tel. (03491) 611909 oder per

E-Mail an: opitz.k@t-online.de

29. 5. - 1. 6. Vorderlader-Treffen

und Unterhebelschießen

beim SC 1968 e.V. Klein-Umstadt

für Perkussions- und

Steinschlosswaffen, Unterhebelgewehre

und einschüssige

Patronenwaffen auf 25, 50 und

100 Meter, Böllerschützen und

Kanoniere willkommen, Campingmöglichkeit,

Händler vor Ort,

Kontakt und Anmeldung Jörg

Knöll, Tel. (06071) 35 92 1,

E-Mail:

jusknoellmuenster@t-online.de

und www.sc-klein-umstadt.de

7. - 9. 6. Internationales

Pfingstturnier mit Freundschaftsmatch

„Hessen gegen

den Rest der Welt“ beim SV

„Tell“ Mörfelden e.V., für die

Disziplinen: Perkussionspistole,

-revolver, -gewehr (50 Meter),

-freigewehr (100 Meter) und

-dienstgewehr (Minié) sowie 25 m

VL-Kurzwaffen, 50 m VL-Langwaffen,

50 m Westerngewehre und

100 m SP-Hinterlader, Zeltmöglichkeit,

Info und Anmeldung bei

Evelyn Schönhaber, Tel. (06105)

2 67 31 oder unter

www.tell-moerfelden.de

Bei Fragen zu VISIER-DIGITAL:

+49 (0)2603 / 50 60-104

shop@vsmedien.de

www.visier.de

www.vsmedien-shop.de

VISIER-Leserservice Schweiz: Tel: +41 (0) 44 586 97 94

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VISIER ist als Einzelausgabe oder im DIGITAL-Abo zum

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■ Alle Artikel, Tests etc. sind ausdruckbar

■ Links und E-Mails sind durch anklicken direkt aufrufbar

So bestellen Sie:


TERMINE | Mai und Juni

13. - 15. 6. Sommercamp in

27612 Düring, für Vorderlader-

Gewehr und Pistole, Perkussionsund

SA-Revolver, Einzelladerlangwaffen

und Unterhebelrepetierer,

Anreise ab Donnerstag möglich,

Kontakt: Ralf Runkler, Tel.

(04744) 5983 oder E-Mail:

rolf.runkler@t-online.de

14. 6. „Hours of Truth“ offene

badische Bezirksmeisterschaft

auf der Schießanlage Philippsburg,

Disziplinen: 1890 Mavericks,

Buckaroos, Traditionals,

49er, Senior, Ladies, Duelist und

Double Duelist, 1880 NC, BP und

Gentlemen Class sowie 1870,

Meldeschluss 31. 5., Info und

Anmeldung bei Michaela

Schweizer, Lachenäckerweg 5,

76593 Gernsbach und E-Mail:

slow-long-john@bossmail.de

27. - 29. 6. Vorderlader- und

Westernwaffen-Schießen mit

Westerntreffen beim KKS

Osterburken 1876 e.V. für

Vorderlader-Gewehre, -Pistolen

und -Revolver bis Kaliber .58,

Flinten im Kaliber 12 und 16 und

Unterhebel-Repetierer, Rolling

Block, Browning, Trapdoor und

Sharps alle Kaliber ausser .22 l.r.,

Campingmöglichkeit, Info und

Ausschreibung bei Bernhard

Karle, Wemmershöferstr. 23,

74706 Osterburken, Tel. (06291)

8837 und Ludwig Metzger, Tel.

(06281) 1474

28. 6. Summer Challenge auf

der Schießanlage der Firma

Waffen Albert in Schweinfurt,

sechs Stages CAS: 1890er

Mavericks, Buckaroos, Trad. 49er,

Senior, Elder Statesman, Duelist,

Double Duelist, Ladies, 1880er

Nitro, Meldeschluß: 15. 6., Info

und Anmeldung unter

www.lightrockcowboys.de

Andere

Schießveranstaltungen

28. 4. - 4. 5. ISCH - Freier

internationaler Wettkampf

beim Niedersächsischen

Sportschützenverband e.V.,

Wilkenburger Str. 30, 30519 Hannover,

für die Disziplinen: Gewehr,

Pistolen, Armbrust, Behindertensport

SH1 und SH2, parallel EC

CUP Pistol, Info unter Tel. (0511)

220021-17, E-Mail:

ISCH@nssv-hannover.de oder

www.dsb.de

2. - 3. 5. Rottweil Wanderpreis

Jagd auf dem LJN-Rottweil-

Schießstand in Liebenau/Weser

über 70 Wurfscheiben jagdlich in

einer Kombination von Trap,

Skeet und Parcours, Ausschreibung

und Anmeldung bei RUAG

108 | VISIER.de

Ammotec GmbH, Frau Hannelore

Schönfeld, Kronacher Str. 63,

90765 Fürth, Tel. (0911) 7930-201

oder E-Mail: hannelore.schoen

feld@ruag.com

4. 5. „OX-BoW Cup“, traditionelles

Jagdbogenturnier auf dem

Stolzenhof 3 in 74249 Jagsthausen,

Info bei OX-BoW Events,

Consulting & Services, Tel. (0151)

43238925 oder www.ox-bow.de

Kommerzielle Lehrgänge

Kostenpflichtiger Eintrag für

die Rubrik kommerzielle

Lehrgänge.

Je angefangene Druckzeile

(ca. 30 Zeichen inkl. Leerräume

und Satzzeichen)

5,60 € zzgl. 19 % MwSt.

je Veröffentlichung.

Weitschuss-Seminare der

Firma Blaser: präzises

Schießen auf Entfernungen bis

400 Meter auf dem Versuchsgelände

der Firma Rheinmetall in

Unterlüß in der Lüneburger

Heide, Gruppenbuchungen bei

Gunther Stoschek, Tel. (07562)

702-324, Fax: (07562) 702-343,

Einzelbuchungen sind über den

Blaser-Fachhandel möglich,

Termine (auch wochentags)

nach Vereinbarung.

DEVA-Lehrgänge für

Vorderlader und Wiederlader

sowie Sachkundelehrgänge

nach § 7 WaffG, Sachkunde für

Schießstandaufsichten und für

Damtierhalter in NRW (jeweils

nach Vereinbarung), Kontakt

und Anmeldung: DEVA, Dune 3,

33184 Altenbeken, Telefon

(05255) 73-3, Fax: (05255)

7305, E-Mail: info@devainstitut.de

oder unter

www.deva-institut.de

Schulungszentrum Mayr,

Marktplatz 6, 86556 Kühbach,

Tel. (08251) 82 92 5, E-Mail:

WMAYR@aol.com sowie

www.Schulungszentrum-Mayr.com

Termine:

Böllerkurs: 16. 6.

Handböller - Standböller -

Kanone: Kosten: 90,00 Euro für

eine Böllerart, jede weitere

zzgl. 10,00 Euro

Wiederladekurs: 22. - 23. 6.

– Kosten: 100,00 Euro

Vorderladerkurs: 23. 6.

– Kosten: 90,00 Euro;

Kombination Wiederlader-/

Vorderladerkurs: 160,00 Euro

26. 5. - 1. 6. Internationaler

Junioren Wettkampf im

Schiesssportzentrum Suhl für

Gewehr, Pistole und Flinte mit

Walther-RWS-Pistolen Team Cup

und ISSF „Target Sprint“, zeitgleich:

Internationaler Shotgun

Cup für Erwachsene, Info unter

www.dsb.de

29. 5. Deutsche Blasrohr- Meisterschaft

3D auf dem Hunsrückhaus

am Erbeskopf, Nähe 54411

Meldeschluss für die

nächsten Ausgaben:

Heft 6/2014 25. 4. 2014

Heft 7/2014 26. 5. 2014

Heft 8/2014 25. 6. 2014

Waffensachkunde für

Sportschützen, Waffenherstellung

und Gehegebesitzer:

13. - 14. 6.

- Kosten: 160,00 Euro

Waffenschein: 13. - 15. 6.

- Kosten: 200,00 Euro

Bei Nichtbestehen können die

Kurse mit Prüfung kostenlos

wiederholt werden. Zusätzliche

Termine je nach Bedarf

möglich. Außerdem Lehrgänge

Schießstandaufsicht, kundige

Person, Fallenlehrgang, Reinigung

von Schießstandanlagen

– Termine auf Anfrage.

Vorbereitungslehrgang für

die Fachkundeprüfung im

Waffenhandel, Info: M. Burg,

82393 Iffeldorf, Tel. (0176) 20

13 90 88, E-Mail:

info@waffen-burg.de oder

R. Herrmann, 74677 Dörzbach,

Telefon (07937) 80 37 17, Kurse

monatlich, Termine auf

Anfrage. E-Mail:

guns-n.more@gmx.com

ISS International Security

School & Services GmbH

Termine:

Krav Maga Training (israelische

Selbstverteidigung):

17. -18. 5. in Köln

Surveillance - Observation:

31. 5. - 1. 6. in Overath (Nähe

Köln)

Krav Maga Training (israelische

Selbstverteidigung):

28. 6. in Köln

Einführung und Aufbaukurs

Personenschutz (Selbstschutz):

Deuselbach, Infos, Terminplan

und Anmeldung bei Karl-Heinz

Hörnig, Tel. (0172) 7034676 oder

Mail: kalles-longbows@gmx.de

29. - 31. 5. Deutsche Meisterschaft

der DSU in Berlin und

Philippsburg für Kurz- und

Langwaffen, Info und Anmeldung

bei der DSU Geschäftsstelle in

Weißenthurm, Tel. (02637) 2347,

E-Mail: info@d-s-u.de oder

www.d-s-u.de

Senden Sie uns Ihren Text bitte

per E-Mail an

anzeigen@vsmedien.de,

per Fax an (02603) 5060-107 oder

per Post an: VS Medien GmbH,

Anzeigenabteilung VISIER

Postfach 1351, 56120 Bad Ems.

28. - 29. 6. in Köln

Kurzwaffentraining für Jäger

und Sportschützen:

26. 6. in Köln

Info bei: ISS International

Security School & Services

GmbH, Zur Friedenskirche 30,

51491 Overath, Telefon

(02204) 20119-0, Fax: (02204)

20119-10 oder

www.vipprotection.de

und unter E-Mail:

info@vipprotection.de

Wiederladelehrgänge bei

“Wiederladen/Reloaders

Help”, Kontakt: Dirk Landwehr,

Richard-Byrd-Straße 27 in

50829 Köln, Tel. (0221) 70

9006-748, Fax: -79, E-Mail:

reloaders.help@gmx.net

Dipl.-Ing. (FH) Uwe Kotthaus

Termine:

Kombilehrgang Vorder-/

Wiederlader:

17. - 19. 5.

Waffensachkundelehrgang

Sportschütze/Waffensammler:

13. - 15. 6.

Alle Lehrgänge finden in 66453

Gersheim/Walsheim statt. Info

und Anmeldung unter Tel.

(06843) 589863, Fax: (06843)

589864 oder E-Mail:

info@waffenwesen.de

und www.waffenwesen.de

Vorbereitungslehrgang für

die Fachkundeprüfung

Waffenhandel:

Info und Kontakt unter:

www.waffenschule-berlin.de

Mai 2014


VISIER – Mai 2014 | Bestellcoupon

Ein Angebot der VS Medien GmbH, vertreten durch Dirk Schönfeld, Amtsgericht Koblenz HRB 7007. Produktänderungen vorbehalten. Lieferung solange Vorrat reicht.

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Jubiläumswerk in zwei Bänden

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___ 25 891 Buch: “Im Zeichen des Waffenschmieds“ 24,50 € ______

___ 25 896 Buch: “Luftgewehre und Luftpistolen“ 28,90 € ______

___ 25 875 Buch: “History Writ in Steel” 89,00 € ______

___ 25 872 Buch: “Leistungsplaner Gewehr” 11,90 € ______

___ 25 840 Buch: “Perfect Practice”, (deutsch) 25,00 € ______

___ 25 850 Buch: “Thinking Practical Shooting”, (deutsch) 29,50 € ______

___ 25 901 Buch: “Dienstwaffen der deutschen

Polizei und Gendarmerie” Band III

___ 25 893 Buch: “Dienstwaffen der deutschen

Polizei und Gendarmerie” Band II

___ 25 892 Buch: “Dienstwaffen der deutschen

Polizei und Gendarmerie” Band I

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Nr. 72: Die Waffen des

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Mai und Juni | TERMINE

IMPRESSUM

29. 5. - 1. 6. Internationaler

Wettkampf Pistole in Frankfurt/

Oder, Info unter www.dsb.de

4. - 13. 6. ISSF Worldcup

Gewehr, Pistole und Flinte auf der

Olympiaschießanlage in München

Hochbrück, Info: www.dsb.de

13. - 14. 6. Internationale

Meisterschaft der historischen

leichten Feldartillerie des

VDSK mit Feldlager auf dem

Standortübungsplatz Sondershausen,

für Geschütze im Kaliber

51 mm bis 90 mm auf 100 und 200

Meter mit und ohne Visiereinrichtung,

Info und Anmeldung bei

Volker Grabow, Tel. (03464) 52

0935, E-Mail:

volkergrabow@vdsk.eu

14. - 15. 6. Deutsche Jugendmeisterschaft

der DSU in

Wershofen, Am Zahnkreuz, DSU

Bundesstützpunkt Jugendsport,

Disziplinen: LG und LP, Info: DSU

Geschäftsstelle, Stierweg 54,

56575 Weißenthurm, Tel. (02637)

2347, E-Mail: info@d-s-u.de und

www.d-s-u.de

Ausstellungen & Treffen

bis Mai 2014: Sonderschau „Auf

der Pirsch mit Pinsel und

Palette“ im Schloss Berchtesgaden

mit Werken von Bernd E. Egert,

Info: www.haus-bayern.com

bis 22. 6. 2014: USA: Messerausstellung:

„A Sure Defense:

The Bowie Knife in America“

Bowie-Messer-Ausstellwung

im Historic Arkansas Museum in

Little Rock, AR, Info unter

www.HistoricArkansas.org

bis 9. 11. Österreich: Ausstellung

„Jubel & Elend. Leben mit

dem Großen Krieg 1914 - 1918“

im Renaissanceschloss Schallaburg,

A-3382 Schallaburg 1, Info

unter Tel. (0043) 02754-6317-0

und www.schallaburg.at

4. 5. Sammlertreffen „Munition“

im Museum für historische

Wehrtechnik in der Heinrich-

Diehl-Straße in 90552 Röthenbach/Pegnitz,

Info unter www.

wehrtechnikmuseum.de

10. 5. Großtausch der Sammlergruppe

Sachsen-Anhalt des

Bundes Deutscher Ordenssammler

(BDOS), Tausch und

Kauf von Auszeichnungen, Urkunden,

Fachliteratur, Münzen und

Medaillen sowie militärhistorischen

Uniformen im Sport- und

Freizeitzentrum „Bördeland“,

Bahnhofstraße in 39221 Eggers

dorf, Info: Reinhard Banse, Tel.

(03928) 46 95 85 oder unter

www.bdos.de

Mai 2014

17. - 18. 5. Niederlande:

Miltracks in Overloon, Militärfahrzeugtreffen

fürMotorräder,

PKWs, LKWs, Halbkettenfahrzeuge

und Panzer, u. a. Mitfahrgelegenheit

auf Panzern, Militariabörse

an beiden Tagen, Info unter

www.militracks.nl

24. - 25. 5. „Kimme, Korn und

ruhige Hand – der Schütze im

Wandel der Zeit“ , Ausstellung

des Rheinischen Sammlerkreises

im Kultur- und Medienzentrum,

Steinstr. 15, 50259 Pulheim,

Eintritt frei, Spenden zugunsten

des Fonds „Cents für Pänz“

willkommen, Info unter www.

waffensammler-kuratorium.de

14. 6. Treff der Sammlergruppe

Sachsen-Anhalt des Bundes

Deutscher Ordenssammler

(BDOS), Ort: Hotel “Domicil” in

39218 Schönebeck (Elbe),

Kontakt: Reinhard Banse, Tel.

(03928) 469585 und www.bdos.de

Reenactments & Feste

29. 5. - 1. 6. Stauferspektakel

in 73033 Göppingen: mittelalterliches

Spectaculum mit Handwerkermarkt,

Lagerleben, Rittern

zu Pferd, Gauklern, Feuershows

und Bogenturnier, Info unter

www.stauferspektakel.de

7. - 9. 6. Mittelalterliches

Spectaculum in 55430 Oberwesel,

Ritterlager, Gaukler,

mittelalterliche Handwerkskunst,

Rahmenprogramm für Kinder, Info

beim Verein zur Erhaltung

mittelalterlichen Brauchtums in

Oberwesel e.V.,Wolfgang Hüttl,

Chablisstraße 18, Oberwesel oder

www.spectaculum-oberwesel.de

Lehrgänge

Lehrgänge der Deutschen

Schießsport Union (DSU)

Info und Anmeldung bei Ulrike

Mäder, Geschäftsstelle,

Stierweg 54, 56575 Weißenthurm,

Tel. (02637) 2347,

E-Mail: info@d-s-u.de oder

unter www.d-s-u.de

DSB-Lehrgänge und Wettkampf-Termine

in der Schießsportschule

des Deutschen

Schützenbundes, Wiesbaden.

Anmeldung beim DSB, Ute

Fieseler, Lahnstraße 120, 65195

Wiesbaden, Tel. (0611) 4 68 07-41.

Termine gibt es auf Anfrage bei

der DSB-Geschäftsstelle oder auf

www.dsb.de. Alle Wettkampf-

Termine des Schützenbundes

finden Sie unter www.dsb.de/

termine/wettkaempfe

CM

Verlags-/Redaktionsanschrift: Wipsch 1, 56130 Bad Ems

E-Mail-Adressen: Redaktion: visier@vsmedien.de

Anzeigen: anzeigen@vsmedien.de

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Internet: www.visier.de

VERLEGER: Peter Grieder

GESCHÄFTSFÜHRER: Dr. Christian Müller, Dirk Schönfeld

CHEFREDAKTEUR: Matthias S. Recktenwald (MSR)

verantwortlich gemäß rheinland-pfälzischem Pressegesetz

STELLVERTRETENDER CHEFREDAKTEUR: Andreas Wilhelmus (AW)

REDAKTION: Andreas Skrobanek (AS), Thomas Quirin (TQ), Redaktionsassistenz:

Claudia Mullins (CM), Durchwahl: -201

AUTOREN: Louis Breternizer (LB), Robert Cadek (RC), Wolfgang Dicke (WD),

Wolfgang Finze (WF), Horst Friedrich (HF), Michael Hammer (MiH), Michael Heidler

(MH), Christopher Hocke (CH), Frank W. James (FWJ), Garry James (GJ), Gary

Paul Johnston (GPJ), Wolfgang Kroker (WK), Tobias Kruger (TK), Hamza Malalla

(HM),Hartmut Mrosek (HMro), Wolfgang Müller (WM), Dietmar Noss (DN), Philip Pai

(PP), Franco Palamaro (FP), Dieter Plößl (DP), Walt Rauch (WR), Heinz Reinkemeier

(HR), Lemis und Robert Riegel (LR/RR), Andreas Rockstroh (AR), Stephan Rudloff

(SR), Bruno Schneider (BS), Pierangelo Tendas (PT), Egon Thiel (ET), Dr. Jan-

Phillipp Weisswange (JPW), Jürgen Weber (JW), Joachim Wenzel (JWn)

LAYOUT & PRODUKTION: Marc Bauer, Marianne Lawen, Thomas Jason Wieger

FOTOGRAFIE: Michael Schippers

ANZEIGENVERKAUF: Leitung Karola Göth +49 (0)2603/5060-106,

E-Mail: karola.goeth@vsmedien.de

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VISIER erscheint monatlich jeweils am letzten Mittwoch des Vormonats.

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VISIER.de | 111


VOR ORT | Böllerbauer Christoph Hermann

Jetzt

wird‘s

LAUT

Anlässe zum Salutschießen mit „schwerem Gerät“ gibt es viele. In einem

beschaulichen Weinort am „Vater“ Rhein lernte VISIER eine weitere

kennen – und den verantwortlichen Macher drum herum gleich mit dazu.

114 | VISIER.de

Mai 2014


Böllerbauer Christoph Hermann | VOR ORT

Folgt man entlang des rechten

Rheinufers der vielbefahrenen Bundesstraße

42 von Koblenz in Richtung

Bonn, passiert man etwa auf halber

Strecke die malerisch am Fuße von

steilen Weinlagen gelegene 4000-Seelen-Gemeinde

Rheinbrohl. Dominiert

wird das kulturelle Leben des kleinen

Örtchens eigentlich von der überall präsenten

römischen Geschichte. Die Römer

hatten dieses Fleckchen Erde einst

zum „Caput Limes“ auserkoren, also zum

Haupt respektive Ausgangspunkt des

insgesamt etwa 550 Kilometer langen

obergermanischen Schutzwalls.

Mai 2014

Doch einmal im Jahr – genauer gesagt:

am ersten und zweiten Wochenende im

September – treten die Römer in den

Hintergrund. Dann feiern die Rheinbrohler

zu Ehren des Heiligen Suitberts

ihre Kirmes samt Königschießen und feierlichen

Umzügen. Wenn dann noch die

mit jeweils 250 Gramm Pulver bestückte

Böllerkanone des Katholischen Junggesellenvereins

(KJGV) 1797 e.V. alle

wichtigen Programmpunkte inklusive

Wandlung bei Gottesdienst und Kranzniederlegung

in der St. Suitbertkirche

untermalt, wird es richtig laut im ansonsten

eher ruhigen Weinort.

Das Bodenstück der Hermannschen

„Feldkanone“ mit, hier verriegeltem,

Querkeilverschluss und Zündvorrichtung.

VISIER.de | 115


VOR ORT | Böllerbauer Christoph Hermann

Metallbaumeister Hermann nutzt für die Planung und Konstruktionszeichnungen

seiner Böllerkanonen modernste 3D-CAD-Software.

Bereits kurz nach seiner Unternehmensgründung reifte im Sport- und Böllerschützen

Hermann die Idee, seinen umfangreichen und modernen Maschinenpark auch für die

Konstruktion und Herstellung von Böllerkanonen und Zubehör zu nutzen.

Per Elektrokran wird das an historische Feldkanonen angelehnte Böller-Gerät auf

einen KFz-Anhänger verladen. Auf Wunsch montiert Hermann Rohr samt Verschluss

auch gleich auf eine zwar nicht authentische, aber dafür StVO-konforme Protze.

116 | VISIER.de

Das Böllern hat in Rheinbrohl wie auch in

anderen Gemeinden entlang des Mittelrheintals

eine lange Tradition. Inzwischen

kümmert sich das Böllerkommando, dem

auch Christoph Hermann angehört, um das

Böllern im Rahmen der Kirmes. Übers Wochende

hinweg gehen dabei gut 60 Schuss

und einige Kilo Pulver durch das Rohr. Hermann

zeichnet auch verantwortlich für das

aktuell vom Verein genutzte Böller-Gerät.

Rein rechtlich handelt es sich dabei wirklich

um ein „Gerät“ und nicht um eine Kanone.

Letztgenannte würde auch unter das

Waffengesetz fallen und es gälten strengere

rechtliche Regelungen. Aber so unterliegt

die Böller-Apparatur lediglich dem

Beschussgesetz. Sie darf so nach erfolgter

(und alle fünf Jahre zu wiederholender)

Prüfung und entsprechender Freigabe

durch das Beschussamt von entsprechend

fachkundigen Personen bedient werden.

Dank des „Geräte-Status“ bedarf es auch

keiner waffenrechtlichen Herstellungserlaubnis,

das heißt: Jedermann darf solche

Böller herstellen.

Fragt man Christoph Hermann, wie er zum

Böllerbauen kam, antwortet der Rheinbrohler

Metallbaumeister mit traditioneller

Schlosserausbildung und internationale

Schweißfachmann: „Nach meiner Heirat

schied ich zwangsläufig aus dem katholischen

Junggesellenverein aus. Um den KGJV

auch weiterhin unterstützen zu können,

schloss ich mich dem Böllerkommando an.

Zunächst böllerten wir mit einer aus unserer

Nachbargemeinde Brohl geliehenen ’Kanone’.

2004 machte ich mich als Maschinenbauer

selbständig und gründete einen Betrieb

zur Herstellung von Präzisionsteilen

und insbesondere Spezialmaschinen für die

glasveredelnde Industrie, genauer gesagt:

zur Vorbereitung für Glasdekore.“ Dabei

hält er stolz einen 2 cl-Stamper mit dem

Hirschkopf-Logo eines nicht nur Waidmännern

bekannten Kräuterlikörherstellers

hoch und sagt: „Die sind auch über

eine meiner Maschinen gelaufen.“ Apropos

Maschinen: Blickt man sich in der für Hermanns

Betriebsgröße (je nach Auftragslage

zwischen ein und drei Mann) recht ansehnlichen

Fertigungshalle um, so findet

Mai 2014


Böllerbauer Christoph Hermann | VOR ORT

Zum Verdämmen der Pulverladung wird

mit Hilfe eines Rundholzes und eines

Holzhammers ein überkalibriger,

konischer Korken in die Kartusche

geschlagen. Vereinskamerad Christoph

Schmitz (r.) assistiert dabei.

man neben herkömmlichen Drehbänken

und Fräsen auch je eine moderne

CNC-gesteuerte Fräsmaschine und Drehmaschine,

die die per 3D-Programm am PC

konstruierten Teile bearbeiten. „Angesichts

der vorhandenen Maschinen lag es für

mich nahe, die bislang zur Kirmes geliehene

Böllerkanone durch eine selbst gebaute zu

ersetzen“, erläutert Hermann. „Als Vorbild

hatte ich sofort die Kruppschen Hinterladerkanonen

aus der Zeit der Einigungskriege im

Kopf. Allerdings sollte es kein Doppelkeilverschluss,

sondern ein komfortablerer sprich:

weiterentwickelter Querkeilverschluss sein.“

topshot_sportschrot_210x96+5_210x96+5 26.02.14 09:19 Seite 1

Die Munitionskiste samt Putzzeug

und Werkzeugsatz sowie drei der hier

abgebildeten Kartuschen gehören zur

mitgelieferten Grundausstattung.

Auch die Kaliberfrage ließ sich schnell

klären: „Hier stand das in Vereinskreisen

bekannte Stubbi-Maß von 70,5 mm Pate“,

erläutert Hermann und fügt an, dass sich

dies auf den unteren Durchmesser einer

bauchigen, kleinen Bierflasche bezieht.

Die Lafette schweißte und nietete er aus

starken Stahlplatten zusammen. Die Räder

steuerte ein bekannter Stellmacher

bei. Nachdem Hermann sein erstes Böllerbauprojekt

erfolgreich abgeschlossen

hatte, sann der 40-jährige Familienvater

über eine weitere Nutzung der darin investierten

Arbeit nach. Also bietet Hermann

sein Böllerkanonenmodell nun

auch zum Kauf an. Für die insgesamt 350

Nach erfolgreichem Böllereinsatz nimmt der sichtlich zufriedene Metallbaumeister

mit einem entspannten Lächeln auf den Lippen den Gehörschutz aus

den Ohren. Die noch stehende Pulverwolke gibt einen Anhaltspunkt, wie die

Sichtverhältnisse auf alten Schlachtfeldern gewesen sein müssen.

• top Preis-Leistungs-Verhältnis

• sehr gute Deckung

• ausgesuchte Komponenten

Erhältlich im ausgewählten

Fachhandel und bei

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Mai 2014

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VOR ORT | Böllerbauer Christoph Hermann

Kilo schwere Böllerkanone ruft er einen hohen vierstelligen Betrag

plus Mehrwertsteuer auf. „Das hört sich viel an, relativiert

sich jedoch beim Blick auf die Entwicklungs- und Gestehungskosten

der einzelnen Komponenten. Allein der Stellmacher verlangt 500

Euro pro Rad von mir“, betont Hermann. Dazu muss der Metallbauer

noch die Kosten für den Beschuss sowie den Hin- und

Rücktransport zum Beschussamt mit in die Preiskalkulation

nehmen. Auch die anschließende Einweisung und Übergabe sowie

das mitgelieferte Zubehör fließen in den Preis ein.

Als weitere Folge des geglückten ersten Böllerprojektes von

Hermann reifte in ihm der Wunsch nach Größerem: „Beim Recherchieren

im Internet stieß ich dann neben einer Prinzipskizze zum

Kruppschen Leitwellenverschluss auch auf eine des Schubkurbelverschlusses

nach Ehrhardt.“ Heinrich Ehrhard stand bis 1920 dem

Rheinmetall-Konzern vor, in dem auch seine Firma aufgegangen

war. Den zuvor vom Ehrhardt-Ingenieur Koch entwickelten Verschluss

wählte Hermann als Ausgangspunkt für seine weitere Planung.

Dazu machte er sich auf ins nah gelegene Koblenz und

besuchte die Wehrtechnische Studiensammlung der Bundeswehr.

Hier nahm er das ausgestellte Artilleriegerät in Augenschein

und blieb mit seinem Blick am Verschluss der Feldhaubitze

FH 105 mm (L) haften. Dabei handelt es sich um die

leistungsgesteigerte und von der Bundeswehr bis in die 1990er

zum scharfen Schuss, heute aber nur noch beim Wachbataillon

zum Salutschießen für Staatsgäste eingesetzte Version des

WK II-Geschützes M 101 der US-Streitkräfte. Und genau dieses

Modell sollte für den Verschluss seiner „Großen“ als Vorlage

dienen. Allerdings mit den beschussrechtlichen Einschränkungen.

So begrenzten die Prüfmöglichkeiten der zuständigen Behörden

das maximale Kaliber von vornherein auf 85 mm, „etwas

Größeres kann man derzeit in Deutschland ohne weiteres nicht

beschießen lassen und mehr als die geplanten 300 Gramm Böllerpulver

Gebrauchsladung geht auch nicht“, bedauert Hermann

und deutet auf den bereits weißfertigen Verschlussblock, der in

seiner Halle steht. „Das dazugehörige ‚Rohr‘ liegt da vorn auf der

Euro-Palette. Es geht demnächst zum Tiefbohren“. Die mächtige,

320 kg schwere Stahlwelle liefert einen ersten Eindruck über

die Endmaße, die der fertige Böller haben wird. Da der Preis

hierfür sehr von der endgültigen Ausführung und dazugehörigen

Ausstattung abhängen wird, möchte der Böllerbauer ihn

nur auf Anfrage kundtun. Nur so viel lässt Hermann blicken: Der

Käufer muss dafür sicher einen guten fünfstelligen Euro-Betrag

auf den Tisch legen. Wem die Böller von Christoph Hermann

zu teuer sind, aber über die entsprechenden Produktionskapazitäten

verfügt, der kann auch die kompletten Konstruktionsunterlagen

erwerben. Den Zeichnungssatz gibt es dann zusammen

mit der Lizenz zum Bau eines einzelnen Böllers. Auch hier

gibt es den Preis wie auch weitere Informationen nur auf Anfrage

beim Konstrukteur selbst (www.maschinenbau-hermann.de).

Text: Andreas Wilhelmus,

Fotos: A. Wilhelmus, Firmenfotos

118 | VISIER.de

Für den weißfertigen Böllerverschluss im Kaliber 85 mm

standen eine rudimentäre historische Zeichnung des

Erhardtschen Schubkurbelverschlusses sowie eine von

Hermann in der WTS in Koblenz beäugte Feldhaubitze

FH 105 mm aus Bundeswehrbestand Pate.

Liebe zum Detail: An der Seite des Querkeils erkennt man die

mit „Feuerbereit“ und „Gesichert“ per Gravur beschriftete

Sicherungseinrichtung sowie den am „Abzug“ angebrachten

Messingring zum Einhängen der Abzugsleine.

Die Stahlwelle für das Rohr der noch im Bau befindlichen

85-mm-Böllerkanone wartet noch auf ihre kalibergroße Tiefbohrung

sowie die endgültige äußere Kontur und Oberfläche.

Mai 2014


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Böllerbauer Christoph Hermann | VOR ORT

SPECIAL Nr. 72

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und Geschichte

■ Taktik & Schießen

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Ein Angebot Mai der 2014 VS Medien GmbH, Wipsch 1, 56130 Bad Ems, Deutschland, vertreten durch Dirk Schönfeld und

Dr.Ch. Müller, Amtsgericht Koblenz HRB 7007

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und technische

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4 194208 909107 45

G 42089

45

14545

17245

Die Waffen des

Ersten Weltkrieges

Zum 100. Mal jährt sich 2014 der Beginn des

Ersten Weltkrieges. Er beendete nicht nur die

„belle epoque“, das Viktorianische respektive

Wilhelminische Zeitalter, sondern bedeutete

auch eine Zeitenwende in Kriegsführung und

Waffentechnik. Maschinengewehre, metertiefe

Drahtverhaue und tagelange Artilleriebombardements

zwangen die Armeen aller

beteiligten Nationen zu einer radikalen Abkehr

von bisher verwendeten Taktiken. Zwar

standen sich auch 1918 deutsche Landser,

französische Poilous und amerikanische

Doughboys noch mit langen Repetierern gegenüber,

doch die vier Kriegsjahre brachten

viele Veränderungen in Bewaffnung und Ausrüstung

des Infanteristen mit sich. Das neue

VISIER Special „Waffen des Ersten Weltkriegs“

stellt die herausragenden Infanteriewaffen

und Ausrüstungsgegenstände der Soldaten

aus den wichtigsten beteiligten Nationen

vor. Es beginnt mit einem Überblick über

die Ursachen des Krieges, Bündnisse und

andere Waffen wie Panzer oder Flugzeuge,

um sich dann in einzelnen Kapiteln den Infanteriewaffen

von Deutschland, Frankreich,

England, Österreich und den USA zu widmen.

Weitere Artikel informieren über Maschinengewehre,

Grabendolche und improvisierte

Waffen, die an der Westfront einen

wichtigen Versuch darstellte, die Unbeweglichkeit

des Grabenkrieges zu überwinden.

Wie üblich rundet ein umfangreicher Anhang

mit Adressen von Museen, Schlachfeldern,

Reenactment-Zulieferern und weiteren

Zusatzinformationen das Special ab.

So bestellen Sie:

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VISIER.de | 119

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VOR ORT | IWA 2014 Teil 2

Blendende

Aussichten …

… hat seit Jahren der Law-Enforcement-Sektor auf der IWA & Outdoor Classics.

Dieses Jahr lief die Behördenfachmesse „EnforceTac“ in Nürnberg erstmals

entkoppelt von der Hauptveranstaltung.

Einst parallel zu Fachtagungen als Tischausstellung gestartet,

konnte die EnforceTac erneut zulegen: Gegenüber

dem Vorjahr stieg nicht nur die Zahl der Aussteller

von 50 auf 79, sondern die Ausstellungsfläche verdoppelte

sich auch. Die Zahl der Besucher blieb mit fast 1700 konstant.

Ebenso die Internationalität: 39 Prozent der Gäste reisten

aus dem Ausland an. Das Ganze ließ die unter Schirmherrschaft

des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann

stehende EnforceTac gerade am Mittwoch deutlich weniger

hektisch ausfallen. Besucher, aber auch Aussteller lobten

unisono die hierdurch geschaffenen Möglichkeiten zu intensivem

Gedankenaustausch und Kontaktpflege. Ein weiterer

Vorteil der Entzerrung: Auch kleinere Aussteller konnten auf

beiden Messen Präsenz zeigen.

bezüglich ihres Gefahrenradars und ihrer Einsatzbereitschaft.

Neben schweißtreibenden Nahkampftrainings standen das

Vorgehen in Gebäuden bei Tag und bei Dunkelheit sowie taktische

Verwundetenversorgung auf dem Programm. In Zusammenarbeit

mit 5.11 Tactical erlernten die „Cops“ außerdem

Türöffnungstechniken.

„Tactical Nine“: Die NürnbergMesse GmbH sieht die Enforce-

Tac als Ergänzung zur IWA. Denn deren ab Freitag gestartete

41. „Ausgabe“ wartete ebenfalls mit der eigenen Halle 9 für

den Law-Enforcement-Bereich auf. Schwerpunkt bildeten hier

Konstant gewohnte Qualität zeigten erwartungsgemäß die

Europäische Polizeitrainerkonferenz der Polizeitrainer in

Deutschland (PiD, www.polizeitrainer.de) sowie die Fachtagung

der Deutschen Hochschule der Polizei. Die PiD-Chefs

„Ecko“ Niebergall und Bernd „Poko“ Pokojewski sorgten mit

ihren Kollegen zudem am nächsten Tag für eine breite Mischung

an praxisbezogenen Ausbildungen. Gemäß des Mottos

„Watch your Six“ sensibilisieren die PiD engagiert gerade

„die Frauen und Männer auf der Straße, die Streifenpolizisten“

Auf der PID-

Fachkonferenz

üben zwei

Gesetzeshüter

das Vorgehen zu

zweit in dunklen

Gebäuden.

Die Konzeptstudie des HK G36 A4 mit Leichtmetall-Vorderschaft

einschließlich „HKey“-Befestigungspunkten, schlankerem

Magazin und verstellbarer Schulterstütze hängt über der

G 36 K-Basiswaffe und einer neuen Variante des G 36 C.

118 | VISIER.de

Mai 2014


IWA 2014 Teil 2 | VOR ORT

Ein Fuhrpark der bayerischen Polizei begrüßte die Fachbesucher der EnforceTac.

Komplettangebote an taktischer Ausrüstung

und Bekleidung, dazu natürlich

Waffen, Optiken, ballistische Schutzaufbauten

oder Messer. Darüber hinaus

gab es für die Cargohosen- und Camorucksack-Fraktion

mit den umgedrehten

Namensschildern außerhalb

dieser „Tactical Nine“ ebenfalls etliches

auf den Behörden- und Streitkräftesektor

Zugeschnittenes zu entdecken.

Dabei bestätigten sich zunächst die seit

einigen Jahren gesetzten neuen Standards.

Neue, hoch reißfeste Hybridma-

terialien tragen zu Modularität und Gewichtsersparnis

bei. Dabei schneiden

die Hersteller in die Außenschichten der

Tragesätze oder Plattenträger Strukturen

zum Einflechten der individuellen

Magazin- und Ausrüstungstaschen ein.

Hierdurch kann das aufgenähte Bandgeflecht

entfallen – und das senkt Materialverbrauch

und damit Gewicht. Bei den

Mustern erhält das allgegenwärtige,

von Crye Precision entwickelte „Multicam“

Gesellschaft. Crye selbst stellte

weitere Muster für Wüste, Dschungel und

urbanes Gelände vor; Hyde Definitions

Am IEA-Stand trägt der Fahrer dieses Polaris Big Boss 6 x 6 die L3-Nachtsichtbrille

GPNVG 18 am Opscore-Helm. Der Plattenträger kommt von Lindnerhof.

Mai 2014

Diese von The Invictus entworfene

Kampfbekleidung wartet in dem

Kryptek-Mandrake-Tarnmuster auf.

VISIER.de | 119


VOR ORT | IWA 2014 Teil 2

„PenCott“ setzt sich bei europäischen

Herstellern wie Helikon, UfPro und

JK Defence/Sabre (neuer Markenname:

„Ghostwalker Gear“) durch. Inzwischen

fassen zudem die schlangenhautartigen

Kryptek-Muster mehr und mehr Fuß. Und

neben Arcteryx bietet inzwischen auch

5.11 einen uni-grauen Ton für urbanes

Gelände an. Schließlich dauert die Feminisierung

der Sicherheitskräfte an – inzwischen

gibt es ganze eigene Bekleidungslinien

für Damen.

Als neuer Trend zeichnet sich die enge

Verquickung der „Tactical Community“

mit sportlichen Aktivitäten ab, vor allem

der „Cross-Fit“-Bewegung. 5.11

ergänzt seine taktische Bekleidung um

ein komplettes Sportartikelprogramm.

JK Defence bietet neben seiner, jetzt

als „Ghostwalker“ bezeichneten, taktischen

Bekleidung Trainingsequipment

an. Ein platzsparend auch beim Lauftraining

mitzuführendes Schlaufen-System

erlaubt eine Vielzahl von Krafttrainingsmöglichkeiten.

SIG 556 xi, hier im Kaliber

5,56 x 45 mm, mit klappbarer

Schulterstütze und in der

Behörden vorbehaltenen

vollautomatischen Ausführung.

Desertech, vormals Desert

Tactical Arms, zeigte erstmals

in Europa den Prototyp seines

Bullpup-Multikalibersystems

MDR. Es soll sich für die Kaliber

.223, .308, .300 BLK, 6,8 SPC und

7,62 x 39 mm einrichten lassen.

Tom Davin, CEO von 5.11, zeigt die

zum Konzern gehörige neue Beyond-

Clothing-Hochleistungsbekleidung

in Multicam.

120 | VISIER.de

Der „Kraken“-Plattenträger von FirstSpear (rechts) verfügt über das neue material-,

platz- und gewichtsparende Befestigungssystem „6/12“. Andere Hersteller arbeiten

an ähnlichen Konzepten. Links die für den verdeckten Einsatz entworfene flache

Schutzweste „Non Offical Cover“.

Mai 2014


IWA 2014 Teil 2 | VOR ORT

Abwechslungsreich: Einiges Neues

tat sich im Bereich der Handwaffen.

Bei den Dienstpistolen gibt es unterdessen

kaum jemanden, der keine Kurzwaffen

mit Schlagbolzenschloss anbietet.

Jüngster Vertreter war SIG Sauer mit der

P 320. Auf hohes Interesse stießen die

Walther CCP sowie die Glock 42, die beide

freilich auf den Concealed-Carry-Markt in

den USA zugeschnitten sind. Die Walther

greift dabei ein interessantes Konstruktionsprinzip

wieder auf, nämlich den von

der P7 bekannten gasgebremsten Masseverschluss.

Ein heimlicher Star war die

Veterinärpistole VP 9 von B & T. Dabei

handelt es sich im Prinzip um einen

Schalldämpfer mit integrierter Pistole.

Die Konstruktion erinnert äußerlich

etwas an die im Zweiten Weltkrieg an

alliierte Spezialkräfte ausgegebene

Woodstock-Pistole. B & T sieht Einsatzmöglichkeiten

aber durchaus auch bei

der Streifenpolizei. Etwa, um diskret einen

Fangschuss auf angefahrenes Wild

abgeben zu können.

Bei Sturm- und Zielfernrohrgewehren

gab es neben AR-15- und AR-10-Derivaten

vermehrt wieder andere Ausführungen

zu sehen. HK stellte sein Konzept

eines G 36 A4 oder auch „Basiswaffe,

lang“ vor. SIG Sauer präsentierte das

Multikalibersystem SIG 556 xi, welches

Schmeisser übernimmt

den Vertrieb

der modularen, komplett wiederverwendbaren

Blitz-Knall-Granaten von Primetake.

sich für die Kaliber 5,56 x 45 mm,

7,62 x 39 mm und .300 Blackout einrichten

lässt. Und FN erweitert gerade seine

SCAR-Familie um eine Personal Defence

Weapon. B & T war zudem mit verschiedenen

Varianten seines APC am Start,

Beretta mit dem ARX-160 und CZ mit

dem 805 Brno.

Des Weiteren wirft das G 29-Projekt der

Bundeswehr seine Schatten voraus. Die

deutschen Streitkräfte starteten eine

Schalldämpfer,

Gehäuse mit

Lauf, Abzugseinrichtung

und Magazin

bilden die

drei Hauptbaugruppen

der

B & T VP9.

Mai 2014

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VOR ORT | IWA 2014 Teil 2

Ausschreibung für ein Scharfschützen-Repetiergewehr im

Kaliber .338 Lapua Magnum. Dieses könnte langfristig zudem

das G 22 ersetzen. Denn dessen Hersteller Accuracy International

stellt gerade seine komplette Modellpalette um. Und

nun endet die Herstellung der Arctic Warfare-Baureihe, der

das G 22 angehört. Neben AI stehen unter anderem Haenel,

PGM, Sako, Steyr Mannlicher, Unique Alpine oder Voere in den

Startlöchern. Albert Arms und Liemke Defence halten zudem

an Selbstladern in diesem leistungsstarken Kaliber fest.

Auch bei den Waffen setzt sich der Trend zur Gewichtsersparnis

fort. So ersetzen immer öfter „Key Mod“-Systeme lange

„Picatinny“-Rails. Denn über die schlüssellochförmigen Befestigungspunkte

lassen sich kürzere Mil-Std-1913-Schienen anbringen,

auf denen dann das Anbauteil wie etwa ein Laser-

Licht-Modul an Ort und Stelle sitzt. Einige Waffenhersteller

bieten gar eigene Systeme an, wie etwa AI das Key-Slot oder

Heckler & Koch das HKey.

Durchblick: Was wäre ein Scharfschützengewehr ohne Optik?

Neben den bewährten Branchengrößen Hensoldt und

Schmidt & Bender können im Bereich der Zielfernrohre zunehmend

Kahles, Leupold und Steiner auf dem Behördensektor

Fuß fassen. Und ein weiterer deutscher Hersteller feierte

IWA-Premiere. Minox bietet gleich drei Linien für unterschiedliche

Kundensegmente an. Es fällt auf, dass sich neben

leistungsfähigen Scharfschützenoptiken kompakte „DMR-

Gläser“ wie das Schmidt & Bender 1-8 x 24 Short Dot ebenso

durchsetzen wie Universaloptiken mit geringer Vergrößerung,

etwa die Hensoldt Zieloptik 4 x 30i. Fast alle Hersteller

bieten inzwischen Ähnliches an. Ungebrochen bei den Rotpunktvisieren

dominieren Aimpoint, L3 und Trijicon. Neben

den Zieloptiken gewinnt die Nachtsichtfähigkeit immer mehr

an Bedeutung. Die Geräte fallen inzwischen immer kleiner

und leistungsfähiger aus – und bezahlbarer! Mit der fortschreitenden

Verfügbarkeit von Nachtsichtgeräten wächst

Die Frankfurter

Tactics Group

zeigte unter

anderem eine

Konzeptstudie

ihres Zwillings-

Maschinengewehrs

MG 14 Z

in 7,62 x 51 mm.

Das Anlegen der von Wero Medical

vertriebenen Emergency-Bandage

mit integriertem Tourniquet.

Moderne Schnitte wie hier bei Lowas neuer Z-Serie

setzen sich bei Einsatzstiefeln weiter durch. Neben

klassischem Schwarz und Sandfarben kommen

braune und laubgrüne („foliage“) Töne in Mode.

122 | VISIER.de

Tactical Sports vertreibt das Duellsimulationssystem

Simgun. Damit lassen sich Einsätze laserbasiert trainieren,

ohne dass die Originalwaffen umgebaut werden müssen.

Mai 2014


IWA 2014 Teil 2 | VOR ORT

Das Accuracy

International AX

Multi Caliber bildet

eines der Flaggschiffe

der neuen AI-Baureihen.

Standardmäßig fassen

die Magazine jetzt

zehn Patronen –

das AX 338 ist im

Rennen um das G 29-

Scharfschützengewehr

der Bundeswehr.

umgekehrt der Bedarf, sich davor zu

schützen. Das geschieht zum Beispiel

mit besonderen Textilien für Tarnanzüge.

Ebenfalls fiel auf, dass in den Munitionssektor

vermehrt Bewegung kommt

– aber dazu lesen Sie mehr auf den folgenden

Seiten.

Lessons Learned: Das Konzept, die

EnforceTac der IWA vorzuschalten, ging

auf. Die NürnbergMesse GmbH wird im

kommenden Jahr daran festhalten und

am 4. und 5. März die vierte EnforceTac

laufen lassen. Die IWA schließt sich daran

vom 6. bis zum 9. März an. Bis dahin

vertieft VISIER natürlich einige der hier

nur schlaglichtartigen Einblicke in die

beiden Messen.

Text und Fotos:

Dr. Jan-Phillipp Weisswange

Das Kampfmesser

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lässt sich dank

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VISIER.de | 123

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VOR ORT | IWA 2014, Teil 2

Neue Munition:

Blei oder doch eher nicht?

Bei den in Nürnberg gezeigten Patronen ging es um das Verformen im Ziel ebenso

wie um Massestabilität und um die Effizienz diverser Metalle – das Wichtigste

aus dem Neuheiten-Feld der IWA finden Sie in der folgenden Übersicht.

Die präziseste Büchse, die schönste

Schrotflinte nutzen nichts,

wenn nichts mit der Option auf

Blitz, Krach, Rückstoß und Wirkung

drin steckt – natürlich gab es auf der

IWA 2014 auch einiges Neues aus dem

Munitionsbereich: Hier das Wichtigste

in alphabetischer Reihenfolge:

Blaser: Der Waffenhersteller aus Isny

bringt nach dem Blaser CDP nun mit dem

Blaser CDC (Controlled Deformation

Copper) sein zweites Geschoss auf den

Markt. Gefertigt von Barnes und laboriert

bei Norma, soll es sich speziell für

leichteres und mittelschweres Wild eignen.

Der Aufbau des Kupfersolidprojektils

ähnelt dem Barnes TTSX sehr stark.

Blaser bietet die CDC in insgesamt 12

Kalibern von 7 x 64 bis 9,3 x 74 R an.

Brenneke: Das bislang nur in den Kalibern

12/70 und 28/70 verfügbare Camou-

Flintenlaufgeschoss wird ab Mai auch im

Kaliber 16/70 erhältlich sein. Die grünliche

Beschichtung soll den Lauf vor Bleiabrieb

schützen. Laut Brenneke eignet

sich das 23 Gramm (355 Grains) schwere

Camou für den jagdlichen Einsatz bis 40

Meter sowie das Schießkino. Vorerst im

Kaliber .30-06 Springfield wird es eine

Weiterentwicklung des 2009 eingeführten

bleifreien Jagdgeschosses TUG nature

geben. Das 9,5 Gramm (147 Grains) schwere

TUG nature + hat anstatt des bisherigen

Rundkopfes nun eine flache Kopfplatte,

welche den jagdlichen Einsatzbereich auf

124 | VISIER.de

200 Meter erweitern soll. Weitere Kaliber

befinden sich in Vorbereitung.

Zwei bleifreie Neuheiten von GECO

im Gewehrbereich: Zum einen die

GECO Zero (oben, in 7 RemMag): ein

Mantelhohlspitzgeschoss mit zwei Zinnkernen.

Und dann fand sich in Nürnberg

das neue TTSX-Jagdgeschoss, ein massestabiler

Deformator auf Kupferbasis –

hier rechts bei der GECO .300 WinMag.

Fiocchi: Auch der italienische Munitionshersteller

aus Lecco laboriert nun in

.308 Winchester und .30-06 Springfield

bleifreie und massestabile Kupferdeformatoren.

Sie heißen Freccia Nera. Nera

bezieht sich auf die schwarze Oberflächenbeschichtung,

die den Kupferabrieb

im Lauf minimieren soll. Die Geschosse

gibt es mit 10,7 Gramm (168

Grains) und 11,7 Gramm (180 Grains).

Mit dem „New Expansion Slug“ N-EX-S

bringt Fiocchi im Kaliber 12/67 ein

konstruktiv massestabiles Jagd-Flintenlaufgeschoss

auf den Markt. Die Besonderheit

hierbei: Stahl dient als Geschossmaterial.

Sechs Fahnen um einen

mittigen, konvexen Dom sollen ausklappen

und somit den Querschnitt und die

Energieabgabe erhöhen. Gewisse Paral-

Mai 2014


IWA 2014, Teil 2 | VOR ORT

Links und rechts etwas

Neues bei der Kurzwaffenmunition

– die auf

Präzision ausgelegte GECO

Hexagon: Eine Neun-Para-

Patrone mit 124-Grains-

Hollowpoint und sechs

Stabilisierungsrillen.

lelen zu Hirtenbergers EMB oder DDupleks

Hexolit lassen sich erkennen.

Für den Polizei-Scharfschützen konzipiert (r.):

Die MEN Quiet Hinder in .308, eine bleifreie

Subsonic-Variante. Reichweite rund 100 Meter.

FN Herstal: Für den behördlichen Kundenkreis

stellten die Belgier eine .50

BMG-Kurzbahnpatrone vor. Sie soll die

maximale Flugweite einer gängigen

.308 Winchester haben und bis etwa 800

Meter eine ähnliche Flugbahn wie die

Standard .50 BMG Ball. Unter der Bezeichnung

Europolice (EP) wurden zwei

Auch Sako verlädt nun das

TTSX mit Polymerspitze,

eine optimierte Version des

bekannten Barnes TSX.

AUS BEGEISTERUNG

AM SPORT

Das MR308 ist die zivile Version des militärisch genutzten HK417 im Kaliber .308.

Der Halbautomat überzeugt vor allem durch hervorragende Präzision, exzellentes Handling und

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Sportschützen. Mehr unter www.heckler-koch.com

Im Fachhandel erhältlich. Abgabe von Waffen nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis.

Mai 2014

VISIER.de | 125


VOR ORT | IWA 2014, Teil 2

Schießen. Im Bereich Hülsen fertigt Lapua mit der .221 Fireball

und der .50 BMG zwei Extreme.

Unter dem Kürzel CDC präsentiert Blaser eine weitere

Patronenlinie mit neuem Geschosstyp – auch der ist

bleifrei, da ebenfalls aus Kupfer bestehend.

Varianten einer Polizeipatrone für Einsatz und Training gezeigt.

Die EP ist jedoch nicht neu, sondern existiert in vergleichbarer

Form bereits mehrere Jahre.

GECO: Auch hier fertigt man einen bleifreien und massestabilen

Deformator. Mit dem bekannten TTSX-Geschoss verladen

die Fürther insgesamt sechs Kaliber 7 x 64, 7 x 65 R,

7 mm Remington Magnum, .308 Winchester, .30-06 Springfield

und .300 Winchester Magnum. Verfügbar ab dem dritten

Quartal, Preis: ab 49 Euro pro 20er Packung. Zu den GECO-

Neuheiten zählen zudem zwei neue Geschosskonstruktionen

für Sport und Jagd: Das GECO Zero ist ein bleifreies Teilzerlegungs-Jagdgeschoss.

Konstruktiv besitzt es zwei Kerne aus

Zinn. Der Bugkern hat Sollbruchstellen, und der Tombakmantel

bildet eine Hohlspitze. Damit wird ein Zerlegen des Bugkernes

auch auf weitere Distanzen unterstützt. Die GECO Zero

wird es zunächst in den Kalibern 7 x 64, 7 x 65 R und 7 mm Remington

Magnum mit einem Geschoss von 8,2 Gramm (127

Grains) sowie in .308 Winchester, .30-06 Springfield und .300

Winchester Magnum mit einem Geschossgewicht von 8,8

Gramm (136 Grains) geben. Die GECO Hexagon ist eine am

Schweizer Standort Thun entwickelte und gefertigte Kurzwaffenpatrone

für die 9 x 19 Parabellum alias Luger. Im Design

eines Hohlspitzgeschosses mit geschlossenem Heck und

schadstoffarmer Sintox-Anzündung eignet sie sich vor allem

für den präzisen Schuss. Die Geschossmasse von 8 Gramm

(124 Grains) folgt dem Standard in diesem Kaliber, die 50er

Packung wird es für 17,90 Euro im Handel geben.

MEN: Der Nassauer Hersteller von Behördenmunition zeigte

eine Neuentwicklung

für den Nahdistanzschuss.

Hinter dem Namen

„Quiet Hinder“

verbirgt sich ein Kupfersolidgeschoss

mit

Aluminium-Deformationsstarter.

Um ein sicheres

Verformen und

Zerlegen im Unterschallbereich

zu gewährleisten,

hat das FN präsentierte zwei Varianten

Geschoss eine tiefe der für Polizeizwecke bestimmten

Sacklochbohrung sowie Europolice (EP).

mehrere Sollbruchstellen.

Die Projektile wiegen 13 Gramm (200 Grains) und sind im

Kaliber .308 Winchester erhältlich. Laut MEN ist der Einsatz

aus schallgedämpften Waffen für den finalen Schuss oder unbemerktes

Annähern mit Bekämpfung von Sonderzielen wie

Hunden vorgesehen. Der Verkauf erfolgt nur an Behörden.

Links: RWS bringt 2014 das neue

HIT-Geschoss in sechs Kalibern:

Ein vernickeltes, bleifreies und

massestabiles Kupfersolidgeschoss

mit Hohlspitze und

dem als HIT Matrix bekannten

Kunstoffeinsatz. HIT heißt

High Impact Technology.

Unten: Das Evo-Geschoss gibt

es nun auch in 6,5 x 55.

Lapua: Der für seine Munition und Komponenten bekannte

finnische Hersteller führt vier Neuheiten für Wiederlader ein.

Für das Kaliber 7 mm gibt es das Lapua-Scenar-L OTM-Geschoss

mit 9,7 Gramm (150 Grains) und 11,7 Gramm (180

Grains). Das Scenar eignet sich vor allem für das sportliche

126 | VISIER.de

Mai 2014


IWA 2014, Teil 2 | VOR ORT

Die RWS R 50 ist eine der bekanntesten

KK-Laborierungen der Welt – zum

75-Jahr-Jubiläum gibt es den

Klassiker in einer Retro-

Verpackung.

Power Bolt nennt sich

der schwerste Luftgewehr-Geschosstyp

von RWS, bestimmt

für Field Target und

Schädlingsbekämpfung.

Und mit der

HyperMatch kommt

das erste bleifreie

RWS-Diabolo aus

der hauseigenen

Premium Line.

Nosler: Die renommierte US-Firma zeigte mit der .26 Nosler

eine neue Patrone. Laut Hersteller soll ein 129 Grains schweres

6,5-mm-Geschoss auf eine Mündungsgeschwindigkeit von

1036 m/s beschleunigt werden. Die maximale Patronengesamtlänge

von 84,9 mm ermöglicht den Einsatz in Standard-

Kammern, welche die .30-06 Springfield aufnehmen können.

Nosler verspricht eine sehr gestreckte Flugbahn, die auf gut

900 Metern über einen Meter weniger Geschossabfall als die

.338 Lapua (nicht konkretisiert) haben soll.

Prvi Partizan: Über den deutschen Importeur Leader

Trading wird für die 1873 im amerikanischen Frankford Arsenal

als Schwarzpulver-Patrone entwickelte .45-70 Government eine

neue Laborierung mit einem Teilmantel-Flachkopfgeschoss erhältlich

sein – heute natürlich mit Nitropulver geladen. Ab Mitte

2014 soll auch die Neuauflage der alten Försterpatrone 9,3 x 72 R

über Leader Trading nach Deutschland kommen.

RWS: Für den Luftgewehrbereich stellte RWS mit der Power

Bolt ein besonders schweres Diabolo vor. Verfügbar in 4,5 mm

mit 0,92 Gramm und 5,5 mm mit 1,6 Gramm eignen sich die

Kugeln vor allem für den Zweck des Field Target und für den

jagdlichen Bereich. Aufgrund der hohen Masse empfiehlt sich

der Verschuss aus leistungsstarken Gewehren jenseits der

7,5-Joule-Grenze. Erhältlich in der 150er respektive 100er

Dose zu je 6,70 Euro. Mit der Hypermatch erweitert RWS sein

Programm der bleifreien Diabolos nun in der Premium Line.

Die Kugeln aus Zinn in der klassischen Doppelkegelstumpfform

wiegen nur 0,33 Gramm und sind in der 250er Dose für 11

Euro zu haben. Für Kleinkaliberschützen gibt es die RWS Semi

Auto. Diese Laborierung mit 2,6-Gramm-Bleigeschoss wurde

speziell für halbautomatische Waffen entwickelt. Die 50er

Packung wird 5,20 Euro kosten. Zum 75. Geburtstag der

RWS R 50 kommt diese für kurze Zeit in einer historisch von

1939 nachempfundenen Verpackung zu 500 Patronen für 157

Euro (mehr dazu lesen Sie demnächst in VISIER).

Im Büchsenkaliberbereich zeigte RWS zwei Neuerungen. Das

RWS-Evo-Geschoss mit 10,1 Gramm (156 Grains) wird nun

auch im Kaliber 6,5 x 55 verladen und ist somit in insgesamt

Ein neues Kaliber gab‘s bei Nosler: Die .26 Nosler, vorgestellt

als „stärkste kommerzielle 6,5 mm-Patrone der Welt“ und

bestückt mit AccuBond-Range-Geschoss (129 Grains).

Mai 2014

Bleifrei auch die neuen Slugs von Fiocchi: N-EX-S nennt

sich dieser stählerne Flintenlauf-Geschosstyp, das

Kürzel steht für „New Expansion Slug“.

VISIER.de | 127


VOR ORT | IWA 2014, Teil 2

Teilnehmer eines Guns and Ammo Live Workshops, zwischen ihnen diverse

Seifenblöcke. Die Nahaufnahme (r.o.) zeigt die Wirkung eines 150 Grains

schweren Hornady-Geschosses GMX-Superformance im Kaliber .308 in Seife.

16 Kalibern verfügbar. Ab dem dritten

Quartal 2014 wird ein neues Jagdgeschoss

namens HIT in den Kaliber 7 x 64,

7 x 65 R, 7 mm Remington Magnum, .308

Winchester, .30-06 Springfield und .300

Winchester Magnum erhältlich sein.

Beim HIT handelt es sich um ein massestabiles

Kupfersolid. Um den Abrieb im

Lauf zu reduzieren, besitzt das Geschoss

eine dünne Nickelschicht. Die Hohlspitze

ist mit einem neuen Kunststoffeinsatz

verschlossen, welcher früher anspricht

und so auch eher die Deformation

einleitet.

Sako: Die Finnen verluden bislang unter

der Bezeichnung Sako Powerhead

das Barnes-TSX-Geschoss. Nun ist auch

die Weiterentwicklung des TSX, das TTSX

mit Polymerspitze in Sako-Fabrikpatronen

erhältlich. Unter der Bezeichnung

Sako Powerhead II finden sich insgesamt

14 Kaliber von .222 Remington bis

.375 Holland & Holland Magnum. Beide

Geschosstypen sind bleifrei und wirken

als nahezu massestabiler Deformator.

128 | VISIER.de

Munitionsfachmann Jens Tigges

Text: Christopher Hocke

und Matthias S. Recktenwald

Fotos: Christopher Hocke,

Dr. Jan-Phillipp Weisswange,

Oliver Falk, Matthias S.

Recktenwald, Firmenfotos

Munition – was taugt bleifrei?

Mittlerweile seit gut zwei Jahren am Start, haben sich die „Guns and Ammo Live

Workshops“ von Outdoor Marketing International als feste Größe zur Info-Gewinnung

im Munitionsbereich etabliert (www.ballistik-workshop.de). VISIER bat

Jens Tigges (Bild links oben), Marketing-Direktor von Outdoor Marketing International

und seines Zeichens ausgewiesener Munitions- und Wiederladefachmann,

um ein Fazit zu der aktuellen Entwicklung bei den bleifreien Munitionssorten:

„Zusammenfassend kann aus unserer Sicht als Erkenntnis aus den Workshops

Folgendes festgehalten werden:

* Es gibt unter den bleifreien Munitionssorten einige (ca. 6 - 8 von 21), die in der

Wirkung mit bewährten Bleipatronen vergleichbar oder sogar besser sind (vor

allem in der Tiefenwirkung / Ausschusswahrscheinlichkeit).

* Es muss mit der Ausnahme bei reinen Kupfergeschossen nicht häufiger gereinigt

werden, wenn man in der entsprechenden Materialgruppe bleibt.

* Etwaig auftretende Präzisionsprobleme haben ihre Ursache praktisch ausschließlich

in dem ungünstigen Zusammenspiel von stromlinienförmigen Geschossen

und langen Übergangskegeln der Waffen. Drallprobleme gibt es nur bei den

sehr wenigen bleifreien Geschossen, deren Masse im oberen Bereich von Bleikernprojektilgewichten

angesiedelt ist.

* Es sollten Waffen, die nicht regelmäßig gereinigt worden sind bzw. bei denen

nicht regelmäßig nach dem Schiessen der Pulverschmauch neutralisiert worden

ist, auf keinen Fall vor dem Umschießen chemisch grundgereinigt werden, da dabei

häufig die durch mangelnde Reinigung entstandene Oxidschicht inklusive dem

anhaftenden Laufmaterial entfernt wird und sich dadurch die Laufinnendimensionen

vergrößern können.

* Der Jäger sollte bei bleifreier Munition eher zu kleineren / schnelleren Kalibern

wie .270 Winchester, 7 x 64, .308 Winchester, .30-06 Springfield als zu größeren /

langsameren Kalibern wie 8 x 57, 9,3 x 62 greifen, da die meisten Geschosse bei

höherer Geschwindigkeit besser funktionieren. (Vorsicht vor zu leichten Geschossen,

die zu schnell die Geschwindigkeit und damit Energie verlieren.)

* Bei den splitterfreien Deformationsgeschossen hat der Jäger erstmals die Möglichkeit,

leichtere, flachschiessende Projektile zu verwenden, ohne sich deren höhere

Energie und die bessere Trefferwahrscheinlichkeit durch eine erhöhte Wildbretentwertung

erkaufen zu müssen.“

Mai 2014


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Versandkostenanteil von 20 Euro berechnen. Ein Angebot der VS Medien GmbH, Wipsch 1, 56130 Bad Ems, Deutschland, vertreten

durch Dirk Schönfeld und Dr.Ch. Müller, Amtsgericht Koblenz HRB 7007

Für den Versand ist ein Altersnachweis ab 18 erforderlich. Bitte eine Kopie Ihres Ausweises mitsenden, an den Vertrieb faxen:

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VORSCHAU | In der nächsten Ausgabe

ab 28. Mai 2014 im Handel

Was Großes, was Kleines: Glock 41 & Glock 42

41 und 42 – so nennt Pistolenhersteller Glock zwei Neuheiten,

die eine in .45 ACP, die andere in .480 Auto. Was das Duo aus

Österreich kann, haben die Tester geprüft, auf dass Sie es im

kommenden Heft nachlesen können.

Mit gepresster Luft

Hämmerli AP20 Pro und

Walther LP 400 Club

heißen die zwei Neuheiten

aus dem Bereich der

Match-Luftpistolen.

VISIER war mit dem Duo

auf Ringejagd – das

Ergebnis wartet auf Sie in

der Juni-Ausgabe.

Der Letzte seines Stammes: MAS Mle 36

Als die Amerikaner bereits ihr Selbstladegewehr M 1 Garand

einführten, bekamen Frankreichs Soldaten noch den

Zylinderverschluss-Repetierer MAS Modèle 36. Was damals

technisch veraltet war, ist heute ein Sammelstück. Und es

fordert den Wiederlader: Mehr dazu gibt es im Mai.

Bock auf Block: Peabody Raton

Providence Tool Company, das war der

Hersteller eines US-Hinterladers mit

Blockverschluss – jetzt endlich kommt eine

Replika des seit den 1860er Jahren weltweit

genutzten Peabody-Gewehrs. VISIER-Autor

Gary Paul Johnston hat für Sie in den

Bergen Colorados ein Exemplar der neuen

Reihe Peabody Raton ausprobiert.

Aktuelle SWM-Ausgabe

Leser der VISIER-Abo-Ausgabe

mit dem 24-seitigen SWM

(VISIER XXL) wissen mehr:

Die Firma Grünig + Elmiger AG in Malters ist

bekannt als Produzentin von Sportgewehren.

Seit kurzem sind auch ihre Läufe für

das Sturmgewehr 57 offiziell zugelassen

und dürften auf grosse Resonanz stossen.

Hunter Pro

von Victorinox

R ob uste s Kl ap pme ss er f ür

den Jagdgebrauch

Das SWM hat sich

die Herstellung

näher angeschaut.

Kel-Tec-

Pistole

in .223 Remington

Mai 5/2014

VISIER-Service

Hier erreichen Sie uns:

Postanschrift:

VISIER, Postfach 1351,

D-56120 Bad Ems

Redaktion:

Telefon: +49 (0)2603/5060-201

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dienstags von 14 bis 16 Uhr

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130 | VISIER.de

Argumente

für den Gripen

Bei der Abstimmung geht es

nicht nur um ein Flugzeug

S 5 01- 01 Titel.in d 1 1.04.14 08:58

Mai 2014


ZWEI STARKE ANGEBOTE FÜR HÖCHSTE ANSPRÜCHE

Sie können drehen und wenden; unsere Präzision bleibt top.

Die Erscheinung der Law Enforcement-Modellreihe ist radikal wie ihre Präzision.

Ihr Aufbau basiert auf dem legendären System „Modell 110“ von Savage Arms –

das präziseste seriengefertigte Repetiersystem der Welt.

Die modulare Bauweise ermöglicht eine einfache Anpassung

an die Anforderungen des Schützen.

Savage Arms

Law Enforcement

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2.899,–

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10 Schuss Magazin, Länge 116 cm, 6.080 g, UVP € 2.899,-

110 BA & 110 BA Linkssystem – Kal. .300 Win Mag,

.338 Lapua Mag, Lauf 66 cm, Lang-System, 5 Schuss Magazin,

Länge 121 cm, 7.144 g, UVP € 3.099,-

„ZEHN GESCHOSSE DURCH EIN LOCH“

Das war die Philosophie von Joyce Hornady, unserem Firmengründer. Seine großartige Vision

lebt seit über sechzig Jahren bis heute. Auch beim Herstellen unserer Munition, in der

ausschließlich nur unsere Geschosse Verwendung finden, ist seine Vision unsere Motivation.

Als mehrfach mit Innovationspreis ausgezeichneter, größter, unabhängiger Geschosshersteller der Welt

entwickeln und optimieren wir Lösungen, die ein Jahrhundert lang als nicht verbesserungsfähig galten.

Der Meilenstein in der Munitionsgeschichte „Superformance Matchmunition“ erreicht bei gleichem

Gasdruck bis zu 60 m/s höhere Mündungsgeschwindigkeiten als vergleichbare Produkte.

Unsere Wettbewerbsmunition laden wir mit unseren herausragenden Matchgeschossen A-Max Polymerspitz

oder BTHP (Torpedoheck-Hohlspitz). Sie weisen mit nahe „null“ die gleichmäßigsten Mantelwandstärken

in der Industrie auf. In Kombination mit ihren äußerst präzise gepressten

Bleikernen und hohen ballistischen Koeffizienten setzen sie die Standards für die Präzision.

.223 Rem. 3,4 g / 52 gr BTHP UVP € 37,95* / 69,- # 5580235

.223 Rem. 4,4 g / 68 gr BTHP UVP € 38,80* / 72,- # 558029

6,5x55 9,1 g / 140 gr BTHP UVP € 62,50* / 119,- # 5581477

.308 Win. 10,9 g / 168 gr BTHP UVP € 26,- / 120,- # 558097

.308 Win. 10,9 g / 168 gr BTHP UVP € 50,-* / 99,- # 5580972

.308 Win. 10,9 g / 168 gr A-MAX SPF UVP € 37,- / 168,- # 5580964

.308 Win. 10,9 g / 168 gr A-MAX UVP € 36,30 / 165,- # 558096

.308 Win. 11,5 g / 178 gr BTHP UVP € 35,- / 160,- # 558105

.300 Win. Mag. 12,6 g / 195 gr BTHP UVP € 36,- / 165,- # 558218

.303 British 11,3 g / 174 gr BTHP UVP € 36,30 / 165,- # 558228

8x57 JS 12,7 g / 196 gr BTHP UVP € 29,70 / 135,- # 5582298

.338 Lapua Mag. 16,2 g / 250 gr BTHP UVP € 108,- / 495,- # 558230

.338 Lapua Mag. 18,5 g / 285 gr BTHP UVP € 108,- / 495,- # 5582306

www.hornady.com

UVP € pro Verpackungseinheit (20 Stück bzw. * = 50 Stück) und bei Abnahme von 100 Stück

BTHP = Boat Tail Hollow Point (Torpedoheck Hohlspitz)

A-MAX = Polymerspitz Matchgeschoss

SPF = Superformance

Erhältlich über Alljagd Fachgeschäfte und Versand, Frankonia Filialen und Versand, MSZU Ulm und den guten Fachhandel.

Importeur für Deutschland: Helmut Hofmann GmbH, Scheinbergweg 6–8, 97638 Mellrichstadt, Tel. +49 (0)9776 606-0, Fax +49 (0)9776 606-21, info@helmuthofmann.de, www.helmuthofmann.de · ABGABE NUR AN INHABER EINER ERWERBSERLAUBNIS. SOLANGE VORRAT REICHT. SATZFEHLER, IRRTÜMER VORBEHALTEN.


GECO steht für ein modernes Sortiment an Munition

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Über 100 Jahre Erfahrung in Entwicklung und

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