Kirchengemeinden für die Sonnenenergie - Deutsche ...

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Kirchengemeinden für die Sonnenenergie - Deutsche ...

Kirchengemeinden

für die Sonnenenergie

Wir fördern Innovationen.


Kirchengemeinden

für die

Sonnenenergie

Osnabrück 2003

Wir fördern Innovationen.

3


Inhalt

Vorwort ............................................................................................................................................... 5

Geleitwort der Umweltbeauftragten der Kirchen

Die Schöpfung erhalten....................................................................................................................... 6

Inhalt und Ziele der DBU-Förderung

Signal für den verstärkten Einsatz von Sonnenenergie....................................................................... 9

Evaluation

Wirkungsvolle Initiative ..................................................................................................................... 14

Wissenschaftliche Projektbegleitung

Auswertung breiter Datenbasis ......................................................................................................... 16

Von der Idee zur Anlage

Der Erfolg entschädigt für die Mühen ............................................................................................... 18

Finanzierung

Der Kreativität sind keine Schranken gesetzt .................................................................................... 22

Gelebte Gemeinde

Die Sonne spendet Wärme ................................................................................................................. 26

Architektur und Denkmalschutz

Kompromissbereitschaft gefragt ........................................................................................................ 32

Agenda-Aktionen und Kooperationen

Gemeinsam sind wir stark .................................................................................................................. 38

Folgeprojekte und weitere Aktivitäten

Akzente für die Zukunft ..................................................................................................................... 42

Ökumene

Gib uns die Kraft zum Umdenken...................................................................................................... 45

Die Checkliste für den Anlagenbetreiber

Das sollten Sie beachten .................................................................................................................... 48

Übersicht

Auflistung der in der Broschüre erwähnten Kirchengemeinden ....................................................... 52

Deutsche Bundesstiftung Umwelt ................................................................................................... 54

Zentrum für Umweltkommunikation ........................................................................................... 55

Stichwortverzeichnis ........................................................................................................................ 56

Impressum ......................................................................................................................................... 57

4


Vorwort

In zahlreichen internationalen

Klimaschutzkonferenzen wurde

wiederholt die Notwendigkeit zur

drastischen Verringerung des

Kohlendioxid-Ausstoßes

manifestiert. Als nationales Ziel

hat die deutsche Bundesregierung

beschlossen, die CO2-Emissionen

bis 2008/2012 um 21 Prozent auf

der Basis von 1990 zu reduzieren.

Dieses Ziel ist nur erreichbar,

wenn die technischen Potentiale

zur Energieeinsparung genutzt,

regenerative Energien in breiter

Anwendung erschlossen und energiesparendes

Nutzerverhalten

erreicht wird.

Das Förderprogramm „Kirchengemeinden

für die Sonnenenergie

setzte genau hier an: Ganz gezielt

wurde das kirchliche Engagement

in Umwelt- und Energiefragen

unterstützt. Ursprünglich auf 300

Gemeinden begrenzt, entschloss

sich die Deutsche Bundesstiftung

Umwelt (DBU) auf Grund der

riesigen Nachfrage, das Programm

auf letztlich 700 Gemeinden zu

erhöhen. Insgesamt über dreizehn

Millionen Euro wurden hierfür

von Seiten der DBU an

Fördermitteln bereit gestellt.

Dank der Vorbildfunktion von

Kirchengemeinden im Sinne der

„Bewahrung der Schöpfung“ soll

es auf diesem Wege auch gelingen,

das Bewusstsein in der Bevölkerung

zu Gunsten der erneuerbaren

Energiequelle Sonne zu

verbessern. Gerade deshalb

wurden im Rahmen unserer

Förderinitiative nur solche

Projekte unterstützt, bei denen die

Gemeinden besonders öffentlichkeitswirksame

Maßnahmen

(Publikationen, Veranstaltungen

etc.) durchgeführt haben.

Die Erfolgsbilanz des nun

beendeten Förderprojekts wird

interessierten Kirchengemeinden

bereits heute in Form unserer

Internetplattform zugänglich

gemacht: www.kirchendaecher.de

Geförderte Gemeinden können

ihre Projekte zum Thema

Solarenergie auf diesen von der

DBU eingerichteten Internetseiten

eigenständig vorstellen.

Der weiteren Verbreitung der

Solarenergienutzung und -anwendung

dient auch die vorliegende

Broschüre, die über 50 herausragende

Beispiele für kirchliches

Engagement im Rahmen des

Förderprogramms „Kirchengemeinden

für die Sonnenenergie

enthält. Im Sinne eines Ratgebers

will sie weiteren interessierten

Kirchengemeinden Mut machen

und Hilfestellung geben, die

Vorteile der Sonnenenergie

verstärkt zu nutzen.

Fritz Brickwedde

Mein besonderer Dank gilt den

Umweltbeauftragten der Kirchen,

den Mitarbeitern im Fachreferat

und im ZUK sowie den

Evaluatoren für ihre Unterstützung

und die vielen wertvollen

Anregungen.

Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde

Generalsekretär der

Deutschen Bundesstiftung

Umwelt

5


Geleitwort der Umweltbeauftragten der Kirchen

kirchliche Einrichtungen wollen

Beratung, welche Energiesparpotenziale

in ihren Gebäuden gegeben sind,

worauf beim Kauf elektrischer Geräte

zu achten ist und welche Heizungssysteme

energiesparend und umweltfreundlich

sind. Eine zunehmend

wichtige Rolle spielen dabei

praktische Hilfestellungen bei der

Nutzung regenerativer Energieträger.

Ev. Kirchengemeinde Herten-Disteln (Nordrhein-Westfalen)

Die Schöpfung

erhalten

Ob eine Gesellschaft zukunftsfähig ist

oder nicht, entscheidet sich auch

daran, wie sie mit ihren Energieressourcen

umgeht. Im gemeinsamen

Wort des Rates der Evangelischen

Kirche in Deutschland und der

Deutschen Bischofskonferenz zur

wirtschaftlichen und sozialen Lage in

Deutschland „Für eine Zukunft in

Solidarität und Gerechtigkeit“ wird

im Blick auf eine nachhaltige Entwicklung

der Energiesektor als ein

besonders wichtiger und sensitiver

Bereich bezeichnet. Energieeffizienz

und die Förderung der Forschung und

Entwicklung regenerativer Energieträger

werden dort als leitende

Prinzipien bezeichnet.

Im Aufgabenfeld der kirchlichen

Umweltbeauftragten nimmt der

Energiebereich schon immer einen

besonderen Platz ein. Gemeinden und

Aus unserer Verantwortung für die

Schöpfung ergibt sich grundsätzlich

die Aufgabe, sparsam und effizient

mit Energieressourcen umzugehen. Es

zeigt sich jedoch, dass Anstöße zum

Handeln erst dann entstehen, wenn

das Bewusstsein über die Begrenztheit

der nicht erneuerbaren Energien

und vor allem für die mit der Nutzung

dieser Energien verbundenen

möglichen Klimaveränderungen

wächst.

Viele Gemeinden und kirchliche

Einrichtungen haben in den vergangenen

Jahren entsprechende Anlagen

auf ihren Gebäuden installiert. Dabei

sind sie freilich oft von Gemeindemitgliedern

und Verantwortlichen

kirchlicher Bauämter und Finanzabteilungen

kritisch befragt worden:

Die Anlagen seien zu teuer, daher

unwirtschaftlich, die Technik noch

nicht ausgereift. Derartige Kritiken

waren oft auch der Grund, wenn es

letztlich dann doch nicht zur Realisierung

von Solaranlagen kam.

6


Die Idee der Deutschen Bundesstiftung

Umwelt, ein Förderprojekt

Kirchengemeinden für die Sonnenenergie

auf den Weg zu bringen,

stieß bei den Umweltbeauftragten von

Anfang an auf großes Interesse. Wir

dachten dabei zuerst an die Gemeinden,

bei denen der Bau von Solaranlagen

an den Finanzen scheiterte.

Eine „Finanzspritze“ würde gut tun.

Der Restbetrag sollte dann schon

irgendwie erbracht werden.

Aber eine Solaranlage auf dem Dach

eines kirchlichen Gebäudes ist nicht

nur eine Baumaßnahme, sondern eben

vielmehr ein Zeichen, das einen

anderen Umgang mit Energie

symbolisiert und auf das deswegen

auch immer wieder hingewiesen

werden sollte. Deshalb

erschien eine entsprechende

Öffentlichkeitsarbeit

ganz entscheidend.

Kirchliche Gebäude haben

zudem in den Orten meist

eine exponierte Lage und

sind damit schon öffentlichkeitswirksam.

Projekt war

entscheidender Anstoß

Die Anträge für die anfänglich 300

geplanten Projekte waren bald

gestellt. Die Fördersumme wurde auf

weitere 300 Projekte erweitert und

letztlich wegen der großen Nachfrage

noch einmal aufgestockt.

In einer großen Zahl von Gemeinden

war das Förderprojekt der entscheidende

Anstoß für die Realisierung

einer schon seit längerer Zeit

geplanten Solaranlage. Pfarrer und

gemeindliche Gremien konnten die

Gemeindemitglieder für eine ideelle

und finanzielle Unterstützung

gewinnen. Die Solaranlage war

Thema in Pfarrgemeinderat und

Kirchenvorstand, im Gemeindebrief

war darüber zu lesen, da und dort auch

in der sonntäglichen Predigt zu hören.

In anderen Gemeinden erfuhren die

Menschen, die sich für die Solarenergie

engagieren, durch das Projekt

die entscheidende Unterstützung. Da

es nun dieses Projekt gab, war es

möglich, bislang eher kritische und

„Die Resonanz in den

Landeskirchen und

Diözesen war von

Anfang an gut.“

ablehnende Gemeindemitglieder,

manchmal auch Pfarrer, Pfarrgemeinderäte

und Kirchenvorstände,

zu überzeugen. Dies war oft ein

langwieriger und zeitlich aufwändiger

Prozess. Hier konnten die kirchlichen

Umweltbeauftragten in manchen

Fällen „Eisbrecher“ sein.

Denkmalgeschützte Kirche mit Solarzellen in

Billigheim-Ingenheim (Rheinland-Pfalz).

Das gemeindliche Engagement für

eine Solaranlage war natürlich auch

für die kirchlichen Bauämter und

Finanzabteilungen eine Herausforderung.

Intensive Diskussionen über

technische Fragen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen,

Amortisationszeiten

und andere Fragen führten auch

hier zu manchem Einstellungswandel

und einer anderen Beurteilung der

Solarenergie.

Nicht zu unterschätzen war ferner,

dass die Gemeinden mit ihrem

Engagement für die Sonnenenergie

zuweilen auch bei Menschen, die der

Kirche eher distanziert gegenüber

stehen, große Sympathien gewannen

und Unterstützung fanden.

7


Geleitwort der Umweltbeauftragten der Kirchen

Gotthard Dobmeier

Hans Diefenbacher

Die Suche nach dem geeigneten

Gebäude für die Solaranlage führte

häufig zu anhaltenden Diskussionen.

Vielen erschien die Kirche selbst als

der geeignetste Ort, ein Zeichen für

die Schöpfung zu setzen. Entscheidungen

kirchlicher Bauämter oder

denkmalschützerische Bedenken standen

dem manchmal entgegen. So

wurden dann Pfarrheime, Pfarrhäuser,

Kindergärten, Bildungshäuser oder

Seniorenheime als Standorte gewählt.

Was kann das Projekt

bewirken?

Die 700 Projekte sind bundesweit ein

Signal für den verstärkten Einsatz für

die Solarenergie, denn sie ist

zukunftsfähig und nachhaltig.

Die Öffentlichkeitsarbeit wird Langzeitfolgen

haben, weil bei vielen

Menschen vorher bestehende Bedenken

ausgeräumt werden konnten und

die Solarenergie insgesamt als eine

Zukunftstechnologie ins Bewusstsein

kam.

Die Anlagen, ob auf Kirchen oder

kirchlichen Gebäuden, sind auf lange

Zeit sichtbare Zeichen für einen

neuen Umgang mit Energie. Sie

können beispielgebend für die

Gemeindemitglieder sein, auf dem

eigenen Haus eine Solaranlage zu

installieren. Das ist an vielen Orten

bereits geschehen, die „kirchliche

Solaranlage“ hat „weltliche“ Geschwister

bekommen. Es wäre zu

wünschen, dass von den kirchlichen

Solaranlagen eine große Breitenwirkung

ausgeht.

In den geförderten Gemeinden wird

die Energiethematik immer wieder

auf die Tagesordnung kommen − z.B.

bei Neubaumaßnahmen und Renovierungen

oder bei der Entscheidung für

ein neues Heizsystem.

Von den „Solargemeinden“ kann für

andere Gemeinden ein Impuls

ausgehen. Man wird auf sie zugehen

und sich von ihnen beraten lassen. Sie

haben in den Diözesen und Landeskirchen

eine Multiplikatorfunktion.

Die Diskussion über Denkmalschutz

und Solarenergie wird weitergeführt

werden müssen, um auf diesem

bislang oft sehr schwierigen Feld zu

konstruktiven Lösungen zu kommen.

Letztlich haben auch wir Umweltbeauftragte

durch das Förderprojekt

der DBU vorzeigbare „Anschauungsobjekte“

für die Nutzung der Solarenergie

und damit eine wichtige

Unterstützung unserer „Energiepolitik“

bekommen.

Gotthard Dobmeier, München,

Dr. Hans Diefenbacher, Heidelberg

8


Inhalt und Ziele der DBU-Förderinitiative

Signal für den

verstärkten

Einsatz von

Sonnenenergie

Die Nutzung von Kirchendächern als Anlagenstandort ist eher die Ausnahme, überwiegend wurden die

Demonstrationsanlagen auf anderen Gebäuden wie z.B. Kindergärten realisiert.

Nicht erst seit den neunziger Jahren

setzen sich vielerorts Kirchengemeinden

für den Umweltschutz und den

Erhalt der Schöpfung ein. Da

kirchliche Einrichtungen in unserer

Gesellschaft eine besondere Vorbildfunktion

übernehmen, entschied das

Kuratorium der DBU 1998 das Umweltengagement

der Kirchengemeinden

zu unterstützen. Mit der in den

Jahren 1999 bis 2001 laufenden Förderinitiative

Kirchengemeinden für

die Sonnenenergie“ hat die Deutsche

Bundesstiftung Umwelt über 700 Kirchengemeinden

motivieren können,

Solaranlagen zu installieren und damit

diese umweltfreundliche, unerschöpfliche

Energiequelle zu nutzen. Antragsberechtigt

waren Religionsgemeinschaften

(Kirchengemeinden

und Kirchenstiftungen sowie Ordensgemeinschaften

öffentlich-rechtlicher

Religionsgemeinschaften).

Schwerpunkt:

Öffentlichkeitsarbeit

Das Ziel, auf das die DBU mit ihrer

Förderinitiative hinwirken wollte, ist

die Nutzung der Solarenergie in privaten

Haushalten in Zusammenarbeit

mit klein- und mittelständischen

Unternehmen (z.B. örtlichen Installationsbetrieben)

zu forcieren. Deshalb

wurden insbesondere Demonstrationsanlagen

bei kirchlichen Einrichtungen

gefördert, deren Anlagengröße

eine gute Übertragbarkeit im Privathaushalt

ermöglicht. Die geförderten

Anlagen sollten daher eine Kollektorfläche

von etwa 20 m² bei thermischen

Solaranlagen und etwa 50 m²

Generatorfläche bei Fotovoltaik-

Anlagen nicht überschreiten. Im

Gegensatz zu anderen Förderprogrammen

erfolgte ein deutlicher

Schwerpunkt bei der aktiven Umsetzung

von öffentlichkeitswirksamen

Maßnahmen. Diese „Vermarktung in

der Öffentlichkeit“ wurde in der

Regel zu 75 Prozent gefördert. Ein

Kernstück dieser Maßnahmen ist die

Visualisierungstechnik: Auf einer

Tafel werden die Ertragswerte der

Anlage angezeigt und die Anlagentechnik

kurz beschrieben. Alle realisierten

Vorhaben mussten mit einer

solchen Anzeigentafel ausgestattet

werden (siehe z.B. Seite 31). Daneben

sollten aber auch durch aktive

Gemeindearbeit bei den Gemeindegliedern

Problembewusstsein entwickelt

sowie Verhaltensänderungen

ausgelöst werden. Dadurch lässt sich

bereits ohne Investitionen und ohne

Komforteinbuße in erheblichem Maß

Energie einsparen. Auf der anderen

Seite sollen die Gemeindeglieder

natürlich auch motiviert werden, in

energiesparende Technik oder in

Solaranlagen zu investieren. Dies

9


Inhalt und Ziele der DBU-Förderinitiative

motivieren über die Homepage der

DBU ihr Projekt auch im Internet

darzustellen. Motivieren wollen wir

aber auch all diejenigen, die sich mit

der Thematik der Solarenergienutzung

noch nicht auseinandergesetzt

haben, dies in der Zukunft zu

tun. Wir wissen zwar, dass dies ein

mühevoller Weg ist und viel Engagement

und ehrenamtliche Arbeit

erfordert, jedoch wurde uns von der

überwiegenden Mehrzahl unserer

Projektpartner immer wieder versichert,

dass es sich lohnt ihn zu verfolgen.

Die Anlage der Kirchengemeinde Großtöpfer (Thüringen) deckt an Sonnentagen den kompletten Warmwasserbedarf

des Pfarrhauses.

bedeutet letztendlich auch Verantwortung

für nachfolgende Generationen

zu übernehmen.

Zu den Maßnahmen zur Verbreitung

gehörten u. a. das Erstellen von Broschüren,

Faltblättern, besondere

Aktionen bzw. Aktionstage in

Zusammenarbeit mit Schulen sowie

Projekt-Präsentationen (Infostand bei

Veranstaltungen). Diese Maßnahmen

zur gezielten Ansprache wurden auch

im besonderen Maße gefördert. Ganz

besonders erfreulich war das außerordentliche

Engagement und die

Kreativität der Kirchengemeinden bei

ihren Maßnahmen zur Verbreitung.

Dies war in aller Regel in doppelter

Hinsicht positiv, da zum einen eine

Vielzahl von Gemeindegliedern

erreicht und zum andern auch der

Klingelbeutel zur Finanzierung der

Anlage gefüllt werden konnte.

Mit dieser Broschüre will sich die

Deutsche Bundesstiftung Umwelt bei

den Kirchengemeinden für ihr ganz

ausgezeichnetes Engagement bedanken.

Die ausgewählten Beispiele belegen

die hervorragende Arbeit, die geleistet

wurde. Hier soll betont werden,

dass es sich leider nur um eine kleine

Auswahl handeln kann. Die überwiegende

Zahl der geförderten Gemeinden

hat gute bis hervorragende Arbeit

geleistet; 700 Beispiele hätten jedoch

die Broschüre gesprengt. Gerne würden

wir Sie an dieser Stelle jedoch

Die Förderinitiative wurde in der

Förderstrategie inhaltlich/konzeptionell,

fachlich, finanziell und organisatorisch

von der Fachabteilung

Umwelttechnik verantwortet und

durchgeführt. Das ZUK wurde mit der

Bearbeitung der Anträge und Skizzen

nach Maßgabe der Geschäftsstelle

beauftragt.

Statistik

Die insgesamt 714 Vorhaben

verursachten für die DBU eine

Fördersumme von über 13 Mio. Euro.

Summa summarum erfolgte die

Bewilligung von 768 solartechnischen

Demonstrationsanlagen

sowohl für die Stromerzeugung als

auch für die Warmwasserbereitung,

zum Teil mit Heizungsunterstützung.

Insgesamt 58 Kirchengemeinden

errichteten sowohl eine thermische als

auch eine fotovoltaische

10


Deutschlandkarte: Verteilung der Anlagetypen auf die Bundesländer

11


Inhalt und Ziele der DBU-Förderinitiative

Anträge von katholischen Antragstellern

vorliegen, somit ein Verhältnis

von 2:1. Dieses Verhältnis ist auch

bei den Bewilligungen festzustellen:

444 Vorhaben aus der EKD, 19

Vorhaben anderer ev. Kirchen und

251 Vorhaben der kath. Kirche.

Insgesamt wurden auch 107 Anlagen zur solaren Warmwasserbereitung unterstützt.

Solaranlage. Bereits nach der Hälfte

der dreijährigen Laufzeit lagen mit

über 300 Anträgen mehr Nachfragen

vor, als mit der ersten Bewilligung in

Höhe von rund 5,1 Mio. Euro finanziert

werden konnten. Der unerwartete

Ansturm strapazierte nicht nur die

Kassen der DBU, welche noch zweimal

Fördermittel nachbewilligte,

sondern auch das Team in Fachreferat

und ZUK. Aus diesem Grund ließen

sich Verzögerungen nicht immer ganz

vermeiden.

Die konfessionelle Aufschlüsselung

der insgesamt 930 Anträge ergibt,

dass 600 Anträge von Antragstellern

aus dem Bereich der EKD, 19 Anträge

anderer evangelischer Kirchen (Ev.-

Freik., Neuapost. etc.) und 311

Eine konfessionelle Ausgewogenheit

wurde bei der Förderinitiative nicht

angestrebt, gleichwohl aber eine

ziemlich ausgewogene regionale

Verteilung der Demonstrationsanlagen.

Sie sollte sich an der Bevölkerungsanzahl

der Bundesländer

orientieren und spiegelt sich in der

verhältnismäßig hohen Bewilligungsanzahl

der Bundesländer Nordrhein-Westfalen,

Bayern und Baden-

Württemberg wider.

Stattliche 622 fotovoltaische Anlagen

mit einer Anlagenleistung von insgesamt

rund 2.680 kWp, 107 Anlagen

zur solaren Warmwasserbereitung sowie

39 solarthermische Anlagen zur

Heizungsunterstützung mit einer Kollektorfläche

von insgesamt ca. 1.690

m² demonstrieren die Funktionsfähigkeit

von Solaranlagen auf

Kindergärten, Gemeindezentren,

Pfarrhäusern und Kirchen.

Die Nutzung der Dächer von Kirchen

als Anlagenstandort ist eher die Ausnahme,

überwiegend wurden die Demonstrationsanlagen

auf anderen

Gebäuden wie z.B. Gemeindezentren,

Kindergärten etc. realisiert. Konflikte

12


ei Vorhaben auf oder in der Nähe von

denkmalgeschützten Gebäuden traten

bei 13 Prozent aller beantragten Projekte

auf. Zwei Drittel dieser Konfliktfälle

ließen sich bisher im Einvernehmen

mit der Denkmalpflege

klären. Hilfreich waren hierbei technische

Lösungen, wie z.B. die Dachintegration

von Solarmodulen. Die

Abwägung zwischen einer umweltfreundlichen

Energieerzeugung und

dem berechtigten Schutzinteresse der

Denkmalpflege wurde von den beteiligten

Stellen vor Ort ohne

Beteiligung der DBU entschieden.

Fazit/Ausblick

Die in dieser Broschüre vorgestellten

Kirchengemeinden sind nur eine

kleine Auswahl hervorragender Projekte,

deren Erfolg überwiegend

durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen-

und Mitarbeiter der

Kirchengemeinden realisiert wurde.

An dieser Stelle sei diesen engagierten

Mitbürgern nochmals gedankt.

Mit der Förderinitiative „Kirchengemeinden

für die Sonnenenergie

sollte auch ein Diskussionsprozess in

den beiden großen Kirchen zum

Thema der Energieeinsparung bzw.

der Nutzung erneuerbarer Energien

unterstützt werden. Zwar ist eine

Fortführung der Initiative durch die

DBU nicht möglich, jedoch bieten

staatliche Förderprogramme auch

weiterhin eine solide finanzielle Basis

für die Realisierung energiesparender

Gefördert wurden insbesondere Anlagengrößen, die eine gute Übertragbarkeit auf den Privatsektor

ermöglichen. Hier ein Beispiel aus Vogt (Baden-Württemberg).

Maßnahmen und für den Einsatz von

Solarenergie. Zum weiteren Erfahrungsaustausch,

als Diskussionsbasis

und für Anregungen zur Umsetzung

von weiteren Solaranlagen bzw. zur

Auseinandersetzung mit dem Thema

Maßnahmen zur Energieeinsparung

steht die Internetplattform

www.kirchendaecher.de mit einer

Vielzahl von Projektbeispielen auch

weiterhin zur Verfügung. Auf diese

Weise kann ein Netzwerk von in

diesem Bereich engagierten Kirchengemeinden

geschaffen werden.

Projektleitung:

Dr.-Ing. Roland Digel,

Referat Energietechnik der DBU

Projektdurchführung bis 30.06.02:

Dipl.-Ing. Martin Heins,

Zentrum für Umweltkommunikation

der DBU

Projektdurchführung ab 01.07.02:

Dipl.-Ing. Christian Feige,

Zentrum für Umweltkommunikation

der DBU

13


Evaluation

Alle aufgesuchten Kirchengemeinden haben ihr Solarprojekt zum Erfolg gebracht − hier am Beispiel der Kath.

Kirchengemeinde St. Maria Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg).

Wirkungsvolle

Initiative

Die Förderinitiative „Kirchengemeinden

für die Sonnenenergie“ wurde

bewusst auf einen Bereich gesetzt, der

aufgrund seiner Vorbildwirkung gut

geeignet ist, zu einem Wertewandel in

der Gesellschaft beizutragen und

Klimaschutzaktivitäten zu beleben.

Hat sich diese Erwartung erfüllt,

wurde mit der Errichtung der Solaranlagen

der Prozess der Nachdenklichkeit

und Aufgeschlossenheit zur

Nutzung regenerativer Energien

angeregt und unterstützt? Die von der

DBU für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit

beschlossene, projektbegleitende

Evaluation von externer Seite,

mit der ich beauftragt wurde, sollte

genau diese Fragen beantworten

helfen.

Nach dem Besuch von über 50

Kirchengemeinden im gesamten Bundesgebiet

sowie in zahlreichen Gesprächen

mit den Vertretern der

Kirchen konnte ich Erfahrungen und

Ergebnisse dieser beispiellosen Initiative

zusammentragen und bewerten.

Beeindruckend war, wie vielgestaltig

die Solaranlagen in den Kirchengemeinden

geplant und errichtet, wie

ideenreich die Bürger angesprochen,

für die Projektidee gewonnen und

überzeugt sowie zur Mitwirkung

angeregt wurden. Überall war der

Wille zu spüren, die Schöpfungsverantwortung

nicht allein zum

Thema der Verkündigung zu machen,

sondern selbst zu handeln und christliche

Verantwortung in die Tat umzusetzen.

So unterschiedlich die Vorgehensweise

war, so verschieden die Methoden

und Arbeitsschritte; überall war

der Geist spürbar, konkrete Schritte

gemeinsam zu tun und nicht nur theoretisch

zu diskutieren oder Forderungen

aufzustellen.

Natürlich waren die Bedingungen und

Voraussetzungen nicht überall gleich

und forderten eine breite Vielfalt von

Ideen und Formen in der aktiven

Mitwirkung. Da gab es zum Beispiel

Kirchengemeinden in den neuen

Ländern, die sich noch im Aufbau der

Gemeindearbeit befinden. Vielfach

konnte aber auch an eine langjährige

ökologische Arbeit angeknüpft

werden. Vor einem solchen Hintergrund

fanden die Solarprojekte überwiegend

eine sofortige Zustimmung.

14


Selbstverständlich musste man sich

mit auch mit kritischen Stimmen

auseinandersetzen. So gab es Argumente

wie: Lohnt sich diese geringe

Stromerzeugung aus der Sonnenenergie,

wenn ein Vielfaches an

Atomenergie genutzt wird? Gibt es

nicht wichtigere Aufgaben, welche

die Aufmerksamkeit und finanzielle

Kraft der Kirchengemeinde voll

erfordern?

Beeindruckend waren die öffentlichkeitswirksamen

Aktionen. Solarfeste,

Begegnungen und Veranstaltungen

wurden genutzt, um interessant,

erlebnisreich und überzeugend die

Solartechnologie zu zeigen. In

Kindergärten fanden Malwettbewerbe

statt, Jugendliche haben an Quizspielen

teilgenommen und sich an

Modellbauten beteiligt. Andere

Bürger haben Reime und Verse zur

Beieindruckend waren die öffentlichkeitswirksamen

Aktionen (siehe Seite 26) beispielsweise auch in der

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Krummesse (Schleswig-

Holstein).

Solarenergie verfasst und thematische

Zusammenkünfte durchgeführt.

Vielfältig war die theologische Arbeit.

Ob in Predigten, im Konfirmationsunterricht

oder in Vorbereitung der

Kommunion, der Gedanke der Nachhaltigkeit

wurde verbreitet und war

einbezogen. Ideenreich und vielgestaltig

wurden Bürger und Sponsoren

angesprochen, sich finanziell zu

engagieren. Nicht zuletzt beeindruckten

die Ideen, neue ökologische

Projekte zu initiieren und von den

Erlösen auch Unterstützung in Entwicklungsländer

zu geben.

Einige dieser Erfahrungen werden

nachfolgend dargestellt. Es sind nur

wenige Beispiele.

Ich möchte allen, denen ich bei

meinen Aufenthalten begegnet bin,

herzlich danken: Es waren Menschen,

die sich der Aufgabe mit Freude,

Einsatzbereitschaft und hoher Motivation

angenommen haben.

Die Förderinitiative der DBU war

richtig und hatte Wirkung. Alle

aufgesuchten Kirchengemeinden

haben ihr Projekt zum Erfolg

gebracht. Ich bin sicher, dass es auch

bei allen anderen kirchlichen Einrichtungen

gleichermaßen festgestellt

werden könnte.

Dipl. Ing. Klaus-Eberhard Müller,

Berlin

15


Wissenschaftliche Projektbegleitung

Solarertrag der Anlagen zu ermitteln

und mögliche Ursachen für eine zu

geringe Solarausbeute zu erkennen.

Jede Kirchengemeinde erhält jährlich

eine Auswertung, die auch einen

Vergleich zum Mittelwert aller beteiligten

Kirchengemeinden erlaubt.

Kirchengemeinde Elgershausen in Schauenburg (Hessen)

Auswertung

breiter

Datenbasis

Mehr als 500 Kirchengemeinden aus

dem DBU-Kirchendächer-Programm

zapfen bereits heute die Sonne an

(Stand: 31.12.2002). Weitere Anlagen

sind in Bau. Rund 100 von ihnen betreiben

dazu eine solarthermische Anlage

zur Bereitstellung von Warmwasser

oder zur Unterstützung der

Heizungsanlage. Die weitaus größere

Anzahl hat sich für die Stromerzeugung

aus Sonnenlicht (Fotovoltaik)

entschieden.

Das Fraunhofer Institut für Solare

Energiesysteme ISE in Freiburg führt

im Auftrag der DBU die technische

Evaluation durch. Es erhält von den

Kirchengemeinden die monatlichen

Ablesungen der Wärmemengen bzw.

der Stromeinspeisezähler. Die Werte

werden in einer Datenbank gespeichert

und regelmäßig ausgewertet.

Dabei geht es vor allem darum, den

Die Förderinitiative „Kirchengemeinden

für die Sonnenenergie“ ist für die

Solarforscher in Freiburg derzeit die

einzige Möglichkeit, von einer größeren

Anzahl von Solaranlagen im

gesamten Bundesgebiet Ertragsdaten

zu erhalten. Für das Jahr 2002 liegen

von 150 Fotovoltaik-Anlagen die

kompletten Jahreswerte vor. Weitere

Anlagen wurden im Jahr 2002 in

Betrieb genommen.

Die Verteilung zeigt für Süddeutschland

eine auffällige Häufung der

Jahreserträge im Bereich von 850 bis

900 kWh/kWp. Etwa 25 Prozent der

Anlagen erreichen Erträge größer 900

kWh/kWp. Es gibt nur wenige Anlagen,

die unter 700 kWh/kWp liegen.

Der Mittelwert für die insgesamt 70

Anlagen in Süddeutschland beträgt

830 kWh/kWp. In Norddeutschland

erreichen ein Viertel der Anlagen

einen Ertrag über 800 kWh/kWp, 40

Prozent der Anlagen liegen unter 700

kWh/kWp. Der Mittelwert für die insgesamt

80 Anlagen beträgt 720

kWh/kWp. Im Mittel erreichen ergo

die süddeut. Anlagen einen um ca. 15

Prozent höheren Ertrag als Anlagen

im nördlichen Teil Deutschlands.

16


den Solarmodulen führen. Mitteilungen

über Anlagenausfälle sind

erfreulicherweise sehr selten. Um

allen Gemeinden Informationen über

die Anlagenleistung zu geben, wird

die Evaluation bis Ende 2003

fortgesetzt. Die aus den Auswertungen

gewonnenen Erkenntnisse

nutzen nicht nur den Kirchengemeinden,

sondern der gesamten

Solarbranche. Jede gut funktionierende

Solaranlage trägt zur weiteren

Verbreitung der Solarenergie bei.

Unter http://www.kirchendaecher.de

finden Sie auch den Jahresbericht des

Fraunhofer-Instituts, der ausführlichere

Informationen enthält.

Verteilung der Jahreserträge der Fotovoltaik-Anlagen in Nord- und Süddeutschland in kWh pro kWp. Damit

man Anlagen vergleichen kann, wird die absolute ins Netz eingespeiste Energie durch die Nennleistung des

jeweiligen Solargenerators geteilt.

Klaus Kiefer, Fraunhofer-Institut für

Solare Energiesysteme ISE (Freiburg)

Die noch sehr geringe Datenbasis bei

den solarthermischen Anlagen − für

das Jahr 2002 liegen bisher von 31

Anlagen die plausiblen Messdaten für

das gesamte Jahr vor − erlaubt derzeit

noch keine generellen Aussagen. Der

Mittelwert der erzeugten Solarwärme

liegt in 2002 bei etwa 300 kWh pro m²

installierter Absorberfläche, was für

die Trinkwassererwärmung ein in der

Praxis gängiger Wert ist. Bei den

bisherigen Auswertungen wurde

festgestellt, dass Teilverschattungen

durch umliegende Gebäude,

Dachgauben, hohe Bäume und

manchmal auch durch den Kirchturm

zu ertragsmindernden Schatten auf

Jahresauswertung der Fotovoltaik-Anlage der Evangelischen Kirchengemeinde in Elgershausen. Der Ertrag in

2002 liegt bei 850 kWh pro kWp. Die Leistung der Anlage beträgt 5 kWp, die Modulfläche 38 m².

17


Von der Idee zur Anlage

dass im damaligen 1000-Dächer-

Programm keine Kirchengemeinden

vorgesehen waren.

Wie bringt man eine Dreierkombination aufs Dach? In Rinteln fand sich eine Gruppe aus engagierten

Ruheständlern . . .

Der Erfolg

entschädigt

für die Mühen

Bei der Ev.-Luth. Johannis-

Kirchengemeinde (Rinteln/Niedersachsen)

gehen die ersten Überlegungen,

sich in Sachen Solarenergie

zu engagieren, bereits auf das Jahr

1990 zurück. Das Unterfangen

scheiterte an der schlichten Tatsache,

Ein zweiter Anlauf, Sonnenenergie zu

nutzen, wurde im Jahr 1998 gestartet:

Seinerzeit sollte das Kreuz auf der

Spitze des Glockenturms mittels

Solarstrom erleuchtet werden. Auch

aus diesem Plan wurde nichts, weil

man zur damaligen Zeit nicht bereit

war, Solarzellenmodule auf dem

Kupferdach des Turmes anzubringen.

Den eigentlichen Anstoß für das

Projekt gab ein Ehepaar, das sich mit

der Bitte an den Kirchenvorstand

wandte, mit Heizung und Beleuchtung

sparsamer umzugehen. Von

diesem Ehepaar stammte auch der

Hinweis auf eine Zeitungsnotiz, in der

vom DBU-Förderprogramm „Kirchengemeinden

für die Sonnenenergie

die Rede war. Der Kirchen-

. . . die diesen Job unter fachkundiger Anleitung in Eigenleistung erledigte.

18


vorstand griff diesen Hinweis auf und

beschloss im Januar 1999 einen

Antrag bei der DBU zu stellen. Da

auch die Stadtwerke das Vorhaben

begrüßten, wurden die Antragsunterlagen

bereits am 12. März 1999

ausgefüllt an die DBU übersandt. Auf

dem Gemeindefest am 2. Juli 1999

konnte ein Modell der Fotovoltaikanlage

präsentiert werden. Mit der

Förderzusage durch die DBU am

9. August 1999 stand der praktischen

Umsetzung des Vorhabens nichts

mehr im Wege.

Solar-Aufschwung in Rinteln

Bevor man zur Tat schritt, wurde

mittels maßstabsgetreuer Zeichnungen

ermittelt, welche Dachbereiche

aufgrund ihrer Verschattungsfreiheit

am besten für die Installation der

Fotovoltaikmodule geeignet waren.

Am 6. Oktober war es dann soweit:

Fünf Ruheständler aus der Gemeinde

− vom Bauingenieur über den Physiklehrer

bis zum Baustellenleiter −

machten sich unter fachkundiger

Anleitung dreier Monteure der Stadtwerke

daran, die Solarzellenmodule

zusammenzubauen und auf dem Dach

des Kirchzentrums zu installieren.

Bereits zehn Tage später ging die

Anlage „ans Netz“. War diese Anlage

im Oktober 1999 noch die erste nichtkommerzielle

Solaranlage in Rinteln,

zählte die Stadt Anfang 2001 bereits

neun Fotovoltaikanlagen. Heute sind

es − kommerzielle Anlagen inbegriffen

− 17 an der Zahl.

Noch früher begann die Geschichte

umweltbewusster Energienutzung in

der Kath. Kirchengemeinde St.

Bonifatius Haspe (Hagen/Nordrhein/

Westfalen). In den Jahren nach 1985

ging es allerdings noch nicht um die

Nutzung von Sonnenenergie. Vielmehr

wurden damals im Zuge der

Pfarrheimrenovierung Doppelfenster,

Zeitschaltuhren, Thermostatventile

und ein neuer Heizkessel eingebaut.

Mit dem Erfolg, dass sich die Heizkosten

auf die Hälfte des

bisherigen Niveaus senken

ließen.

Die Vorarbeiten zur

Fotovoltaikanlage wurden

vom so genannten

Schöpfungs-Ausschuss

geleistet, der aus Mitgliedern

des Pfarrgemeinderats

bestand.

Seinerzeit war die Anlage

lediglich zur Ergänzung

des Eigenstrombedarfs

geplant. Die zu

erwartenden, höheren

Erlöse durch das Energieeinspeisegesetz

haben

letztlich den Entschluss

befördert, eine weitere

Fotovoltaikanlage auf

dem zweiten Kindergarten

sowie eine neue

Heizung fürs Pfarrhaus

zu finanzieren, die Gasund

Sonnenenergie kombiniert

nutzt.

Bei der Ev.-Luth. Kirchengemeinde

Broitzem (Braunschweig/Niedersachsen)

geht das Engagement auf

einen Öko-Wettbewerb im Jahr 1998

zurück. Eine rührige Gruppe aus

sechs Ruheständlern hatte damals den

3. Preis im Wettbewerb „Intelligenter

Umgang mit Energie und Wasser −

die Kirchengemeinden in Braunschweig

tun was“ gewonnen. Das für

ökologische Maßnahmen zweckgebunden

vergebene Preisgeld in

Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Kindergartens der Kirchengemeinde

St. Bonifatius Haspe in Hagen.

19


Von der Idee zur Anlage

Höhe von 1.920.- Euro floss in die

Erarbeitung eines symbolischen

Schlüssels ein (siehe Bild), der

zahlreiche Spartipps enthält. Außerdem

wurde das Preisgeld als

Grundstock für die Fotovoltaikanlage

verwendet, deren Planung, Vorbereitung

und Realisierung ebenfalls von

der Aktionsgruppe übernommen

wurde.

Vielen Gemeinden ist es ähnlich

ergangen wie der Ev. Kirchengemeinde

Nack (Nieder Wiesen/

Rheinland-Pfalz): Die im Förderantrag

angegebene Zahl an freiwillig

geleisteten Stunden war hoffnungslos

unterschätzt worden. Als Fazit bleibt

aber, so Pfarrer Tobias Kraft, dass das

Mit Hilfe eines Schlüssels hat die Aktionsgruppe

der Kirchengemeinde Broitzem (Braunschweig)

Energiespartipps in Umlauf gebracht.

In der Ev.-Luth. Stadtkirchengemeinde

Hersbruck (Hersbruck/

Bayern) beschäftigt man sich

ebenfalls bereits seit den 80er-Jahren

mit Energiefragen. Damals

„entdeckte“ man die Energiesparlampe

fürs Gemeindehaus − und

zahlte fortan jährlich 1.000 DM

weniger an Stromkosten. Die

letztendliche Entscheidung zum Bau

der Fotovoltaikanlage auf dem

Nikolaus-Selnecker-Haus erfolgte

durch die Förderzusage der DBU.

Besonderer Ansporn für das neunköpfige

mittelfränkische Projektteam

„Schöpfung bewahren“ war allerdings

die zunächst ablehnende Haltung des

Hersbrucker Stadtrats und der Hersbrucker

Stadtwerke zur Finanzierung

von regenerativen Energien. Wie in

Rinteln wurde ein Großteil der

Installationsarbeiten in Eigenleistung

erbracht. Eine Broschüre informiert

ausführlich über die Geschichte der

Anlagenentstehung.

Titelseite der Broschüre, die ausführlich über die

Geschichte der Anlagenentstehung in Hersbruck

informiert.

Projekt ein großes freiwilliges

Engagement mit sich gebracht hat und

dass sich die Projektmitarbeiter noch

heute mit Stolz weiterhin für den

Schutz der Umwelt und den Erhalt der

Schöpfung einsetzen. Angefangen

von der Einarbeitung in die Materie

über das Einholen der Angebote mit

entsprechenden Ortsterminen, die

Erörterung im Kirchenvorstand, die

Aufstellung eines Finanzierungs-

20


Die drei Phasen der Anlageninstallation: Dach decken, Halterungsgestänge anbringen und Solarmodule verankern: So geschehen in der Kath. Kirchengemeinde St.

Hedwig in Stuttgart (siehe auch Seite 36).

plans, die Begleitung während der

Bauphase, die Überwachung der Inbetriebnahme

und Funktionstüchtigkeit,

die Erstellung und Verteilung von

Broschüren und Flyern, die Planung,

Vorbereitung, Durchführung und

Nachbereitung des Einweihungs-

Solarfestes gab es sehr, sehr viel zu

tun. Der Erfolg aber entschädigte für

den unermüdlichen Einsatz.

Bei der Kath. Pfarrgemeinde Heilig

Kreuz und Maria (Scheyern/Bayern)

übernahm ein siebenköpfiges Team

die Projektarbeiten für den Bau der

Fotovoltaikanlage. Da sich im Besitz

der Pfarrgemeinde Scheyern keine

geeigneten Dachflächen finden

ließen, wurde das Caritas-Altenheim

für dieses Projekt ausgewählt; dies

erforderte zwar zahlreiche Zusatzverhandlungen

und eine gewisse Zeitverzögerung,

schlug sich aber in der

Erarbeitung eines Mustervertrages für

die Nutzung von nicht pfarreigenen

Dächern nieder.

.

In Scheyern entstand die Solarzellenanlage auf dem Dach des Caritas-Altenheims.

21


Finanzierung

2,2 Euro das Stück ausgegeben. Bei

den Geldgebern handelte es sich in

diesem Fall um reine Spender, die mit

der Solaraktie lediglich ein ideelles

Zertifikat für ihre „gute Tat“ erhielten.

Für die Solaranlage auf dem Dresdner Hans- und Sophie-Scholl-Haus hat ein einzelner Spender tief in die

Tasche gegriffen.

Der Kreativität

sind keine

Schranken

gesetzt

Die Bemühungen der Kirchengemeinden

ihren Eigenanteil für die

Solaranlagen im Rahmen der DBU-

Förderinitiative darzustellen, reichen

von der bewussten Ablehnung eines

Spendenaufrufs bis hin zu kreativen

Sonderaktionen, um Gemeindemitglieder

zu erhöhter Spendenbereitschaft

zu bewegen.

In einer vergleichsweise komfortablen

Situation fand sich die Initiative

Christen für Europa e.V. (ICE/Dresden/Sachsen).

Ihr Eigenanteil an der

solartechnischen Demonstrationsanlage

wurde zu fast 70 Prozent von

einem einzelnen Spender aus der

Wirtschaft übernommen. Grund hierfür:

Als Zentrum für europäische

Freiwilligendienste nehmen rund 200

Jugendliche aus allen Bundesländern

und zahlreichen europäischen Ländern

an Seminaren im Hans- und

Die DBU-Förderinitiative wurde

speziell von den Ländern

Mecklenburg-Vorpommern,

Nordrhein-Westfalen und Thüringen

mit weiteren Finanzmitteln flankiert.

Gute Erfahrungen mit der Ausgabe

von so genannten Solaraktien hat man

in der Prot. Kirchengemeinde

Rheingönheim (Ludwigshafen/

Rheinland-Pfalz) gemacht. Dort

wurden rund 2500 solcher Aktien mit

einem durchschnittlichen Wert von

In Ludwigshafen erhielten Spender als Dankeschön

eine Solaraktie.

22


20 Jahre gewährleistet ist.

Für die Solaranlage auf der KiTa „Edith-Stein“ in Wolfsburg haben sich zahlreiche Spender gefunden.

Sophie-Scholl-Haus der ICE teil.

Diese Freiwilligen leisten in rund 20

Ländern West- und Osteuropas

überzeugende Arbeit. Das hat die

Spendenbereitschaft positiv beeinflusst.

Auch die Kath. Kirchengemeinde

St. Christophorus (Wolfsburg/

Niedersachsen) war mit drei

zahlungskräftigen Spendengebern

relativ gut bedient: Die Stadt Wolfsburg,

die Stadtwerke Wolfsburg und

das Bistum Hildesheim unterstützten

das Projekt jeweils mit einem ansehnlichen

Geldbetrag. Die Restfinanzierung

erfolgte über Kleinspender,

Kirchenkollekte und Sammlungen

beispielsweise in der Kindertagesstätte

(KiTa) „Edith Stein“, wo die

Fotovoltaikanlage realisiert wurde.

Zu mehr Einfallsreichtum, was die

Beschaffung des Eigenanteils angeht,

war man in der Kath. Kirchengemeinde

St. Mariä Himmelfahrt

(Geilenkirchen/Nordrhein-Westfalen)

gezwungen. Dort hat man Anteilscheine

im Wert von je 200 Euro das

Stück verkauft, die mit 4 Prozent verzinst

werden. Pro Interessent wurden

nicht mehr als fünf Anteilscheine

ausgegeben, um eine möglichst breite

Streuung der „Aktie“ zu erreichen.

Schon nach acht Wochen waren alle

Anteilscheine verkauft und die

Finanzierung des Projekts stand auf

gesicherter Basis. Rückzahlung und

Verzinsung der Anteile erfolgen alle

drei Jahre aus dem Stromertrag der

Anlage, die durch das Erneuerbare-

Energien-Gesetz (EEG) mit 0,48 Euro

pro eingespeister Kilowattstunde über

Der künstlerischen Fähigkeiten ihrer

Gemeindemitglieder besann man sich

im Ev. Pfarramt der St. Andreas

Kirche Dürrmenz (Mühlacker/

Baden-Württemberg). Dort hat man

einen sehenswerten Kalender mit Kindergemälden

gestaltet, dessen Verkaufserlös

nicht unwesentlich zur

Finanzierung des Eigenanteils beigetragen

hat. Ein ortsansässiger Goldschmied

hat zudem aus Teilen von

Solarzellen einen speziellen Solarschmuck

gefertigt (siehe Bild), der

ebenfalls verkauft werden konnte.

Wie findig die Gemeinde in der

Finanzierung des Eigenanteils war,

zeigt auch die Tatsache, dass neben

diesen Aktionen ein Preisausschreiben

veranstaltet wurde, bei dem man

die reale Einspeiserate der Anlage im

Jahr 2000 schätzen sollte. Hilfreich

für die Abwicklung des Projekts war

schließlich auch, dass der Kir

Zur Finanzierung der

Kirchen-Solaranlage in

Dürrmenz trug auch der

Verkauf des Solarschmucks

bei, der von

einem ortsansässigen

Goldschmied gefertigt

wurde.

23


Finanzierung

Als "Kassenschlager" erwies sich der von Kindern gestaltete Kalender "Sonnige Zeiten" in Dürrmenz.

chenpfleger in Dürrmenz eine eigene

Kostenstelle für das Kirchendächerprogramm

eingerichtet hat.

Mit der Aktion „Sonnenfenster“ wurde der Spendenfortschritt

in der Ev. Kirchengemeinde March-

Hochdorf eindrucksvoll versinnbildlicht.

Mit rund 300 Objekten, die von

insgesamt 24 Künstlern aus Rissen

bei Hamburg gestiftet waren, konnte

die Ev.-Luth. Johannes-Kirchengemeinde

in Hamburg-Rissen

(Hamburg) eine große Versteigerungsaktion

zugunsten ihrer Solaranlage

durchführen. Der Reinerlös

aus dieser Veranstaltung plus dem

Verkauf von Kunstkarten, Johannisbeerbowle

und Kuchen sowie die

Kollekte erbrachten das erforderliche

Budget zur Bereitstellung des Eigenanteils,

so dass bald in der Gemeindezeitung

die Schlagzeile zu lesen war:

„Die Solaranlage ist finanziert!“

Um Spender zu höheren Spendenbeträgen

zu bewegen, griff man in der

Ev.-Luth. Verheißungs-Kirchengemeinde

Niendorf (Hamburg)

ebenfalls auf die Attraktivität von

Kunstwerken zurück. Wer mehr als

100 DM spendete, erhielt die auf 100

Stück limitierte Grafik

„Sonnenschein“ eines namhaften

Bremer Künstlers. Der hiermit zu erbringende

Geldbetrag übertraf im

Laufe eines knappen halben Jahres

sogar die geplante Höhe.

Eine besonders kreative Aktion, um

die Spendenbereitschaft zu erhöhen,

andererseits aber den Spendenfortschritt

zu dokumentieren, hat die Ev.

Kirchengemeinde March-Hochdorf

(March/Baden-Württemberg) ins

Leben gerufen. Bei der Aktion

„Sonnenfenster“ wurden je sechs

24


Kirchenfenster links und rechts vom

Altar mit schwarzem Papier verkleidet.

Immer wenn 500 bzw. 1.000 DM

gespendet waren, öffnete sich eine

gelbe Sonne im Fenster und ließ

zusätzlich Licht in den „Chorraum“

fallen. Gestartet wurde die Aktion am

Ersten Advent 2000 mit eineinhalb

In Hamburg-

Rissen stifteten

Künstler und

Künstlerinnen

ihre Werke, um

zur Finanzierung

der

Solaranlage

beizutragen.

Sonnenfenstern. Im Juni 2001 waren

dann alle 15 Sonnenfenster geöffnet.

Allen Spendern hat die Kirchengemeinde

mit einem persön-lichen

Schrei-ben gedankt, was dazu führte,

dass manche

Spender die

Solaraktion

sogar zweimal

finanziell unterstützt

haben.

Letztlich haben

sich in March-

Hochdorf rund

100 Spender an

der Aktion beteiligt.

der Ev. Ufergemeinde Rostock-

Groß Klein (Rostock/

Mecklenburg-Vorpommern) war von

Anfang an groß (siehe auch Seite 41).

So haben sich etliche Bürger bereit

erklärt, zinslose Darlehen in Höhe

von je 1.000 DM zu gewähren. Einige

davon haben den Kredit mittlerweile

in eine Spende umgewandelt. Allein

dadurch konnten rund 50 Prozent des

Eigenanteils finanziert werden.

Generell ist festzuhalten, dass die

Verbesserung der Erlössituation aus

dem Betrieb der Fotovoltaikanlagen

durch das Erneuerbare Energiengesetz

(EEG) viele noch unschlüssige

Kirchengemeinden bewogen hat,

letzte Zweifel hinsichtlich der Finanzierbarkeit

der Solarprojekte ad acta

zu legen.

Die gestifteten Werke wurden im Rahmen einer

Auktion versteigert.

Die Bereitschaft

zur finanziellen

Unterstützung

der Solaranlage

In Oberkotzau (Bayern) haben die Mitarbeiter des Jugendbistros „Hang over“

ihren Geschäftsgewinn für den Bau der Solaranlage gespendet. Pfarrer Dieter

Baderschneider (links im Bild ) nahm die Spende in Form eines Modells entgegen.

25


Gelebte Gemeinde

Mit einem Umzug warb die Aktionsgruppe Umwelt der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Broitzem in Braunschweig

für das Solarprojekt (siehe auch Seite 19/20).

Die Sonne

spendet

Wärme

Breite Öffentlichkeitsarbeit war Teil

der Fördervoraussetzungen für die

Vergabe von Fördermitteln an die

unterstützten Kirchengemeinden. Insofern

hat jeder Projektpartner mehr

oder weniger erfolgreiche Anstrengungen

unternommen, „sein“ Solarprojekt

bekannt zu machen. Wie

ideenreich und vielfältig die Aktionen

im Einzelfall waren, belegen einige

der nachfolgenden Beispiele:

Das Kirchenblatt war in der Ev.-

Luth. Kirchengemeinde Krummesse

(Krummesse/Schleswig-Holstein)

− wie in vielen anderen

Gemeinden auch − zunächst das

zentrale Organ für Berichte und Infos

über das Solarprojekt. Den ersten

Höhepunkt der Gemeindearbeit markierte

das Erntedankfest 2001, das

ganz im Zeichen des Themas „Sonne“

stand. Das Fest war mit eigenen

Plakaten gestaltet, Kinder haben

Sonnenlieder vorgetragen, die Senioren

einen „Sonnentanz“ zum Besten

gegeben. Beim Malwettbewerb „Wer

malt die schönste Sonnenblume?“

konnten sich kleine und große Künstler

verwirklichen. Weitere erwähnenswerte

Veranstaltungen waren ein

Kindergartenfest zum Thema Sonne

sowie eine Solarrallye für Jugendliche

ab 16 Jahre. Später wurde die Solarthematik

durch Predigten u.ä. auch in

Gottesdienste einbezogen und bei

Einschulungen berücksichtigt. Zur

Anlageneinweihung wurde eine Ausstellung

mit Solarfirmen veranstaltet,

bei der sich Interessierte rund um das

Thema Solarenergie beraten lassen

konnten.

Vor allem bei jungen Eltern, bei

Jugendlichen, Mutter-Kind-Gruppen

und im Kindergarten stieß das

Solarprojekt der Ev.-Luth. Kirchengemeinde

St. Georg (Braunschweig/

Niedersachsen) auf große Resonanz.

Die vielfältigen Aktionen der dortigen

Umweltgruppe sind in einer umfangreichen

Dokumentation niedergelegt,

die alle Maßnahmen und Veranstaltungen

zum Thema „Intelligenter

Umgang mit Energie und Wasser“

umfassen. So ließ man u.a. auf einem

Mitarbeiterfest Strom mit eigener

Kraft erzeugen. Im Rahmen eines

Umweltwettbewerbs fand zudem ein

thematisch ausgerichteter Gottesdienst

statt, der den sparsamen Umgang

mit Wasser behandelte. Sein

26


Eine solche Patenschaftsurkunde konnte man erwerben, wenn man die Solaranlage auf dem Kindergarten der

Ev-Luth. Kirchengemeinde St. Georg (Braunschweig) unterstützt hat.

Motto: „Wasser als Geschenk der

Schöpfung“.

Bereits über die vergangenen zehn

Jahre ist in der Kath. Pfarrkirchenstiftung

Hutthurm (Hutthurm/

Bayern) eine starke Gruppenbildung

und Dynamik entstanden, die sich

unter der Devise „Eine Pfarrgemeinde

baut sich etwas auf“ mit Engagement

in Form des Arbeitskreises „Schöpfung

und Umwelt“ auch der DBU-

Förderinitiative angeschlossen hat.

Zahlreiche Vortragsveranstaltungen

sind hier zu erwähnen, die von

namhaften Persönlichkeiten aus dem

öffentlichen Leben der Gemeinde

gehalten wurden und sich großen

Zuspruchs erfreuten. Gemeinsam mit

anderen Kirchengemeinden, die

ebenfalls Solaranlagen installiert

haben, haben die Hutthurmer ihre

Projektergebnisse außerdem auf

einem ökumenischen Baukirchentag

vorgestellt. Für ihr vorbildliches Handeln

wurden sie mit der Ehrenurkunde

des Landkreises Passau ausgezeichnet.

Auch im Hinblick auf den Erfolg

ihrer Öffentlichkeitsarbeit war die

Kath. Pfarrkirchenstiftung erfolgreich.

So bezeichnete der Bayerische

Rundfunk das Pfarrzentrum Hutthurm

beispielsweise als „ökologisches Vorzeigeprojekt“.

In der Passauer Neuen

Presse war zu lesen: „Unter modernen

ökologischen Gesichtspunkten entsteht

in Hutthurm ein Vorbild für

kirchliches Umweltverhalten − mit

engagierten Gemeindemitgliedern als

Motor“.

27


Gelebte Gemeinde

Passau und bei weiteren Gelegenheiten

gehalten. Ihrer Vorbildwirkung

voll bewusst, haben die Niederbayern

auch zehn Gründe zusammengetragen,

die für die Errichtung einer Fotovoltaikanlage

sprechen, Hinweise für

Förder- und Kreditprogramme für

Solaranlagen zusammengestellt und

im Gemeindebrief regelmäßig über

die Leistungserträge der Solaranlage

informiert. Pfarrer Thomas Plesch hat

seine Gedanken zur Nutzung von

Solarstrom in ein Gedicht gefasst

(siehe Kasten Seite 31).

Typisch für das Projekt der Tittlinger Kirchengemeinde ist die breite Ausstrahlung in andere Kirchengemeinden

hinein.

Nicht weniger aktiv zeigte sich die

Nachbargemeinde von Hutthurm. Die

Evangelische Kirchengemeinde

Tiefenbach-Tittling (Tittling/

Bayern) beteiligte sich mit dem

Solarprojekt an der Aktion „Sonnenstrom“.

Die Aktion ist eine Energie-

Initiative der Landkreise Rottal-Inn,

Freyung-Grafenau, Passau sowie der

Stadt Passau mit Unterstützung des

NABU. Ziel der Aktion ist die

Errichtung möglichst vieler Solaranlagen.

Typisch für das Projekt der

Tittlinger, deren Leitgedanke „Sonnig

bedacht und Gott 'ne Freude gemacht“

lautete, ist die breite Ausstrahlung in

andere Kirchengemeinden hinein. So

wurden zahlreiche Vorträge in Nachbargemeinden,

auf der Dekanatssynode,

beim Kirchenvorstand in

Bei der Ev. Kirchengemeinde

Rostock-Toitenwinkel (Rostock/

Mecklenburg/Vorpommern) stand und

steht das schwierige soziale Umfeld

im Zentrum der Glaubensarbeit −

damit auch im Mittelpunkt der Auseinandersetzung

mit dem Thema

Solarenergie. Neben dem Gemeindehaus

befindet sich die Jugend- und

Begegnungsstätte „Fischkutter“, wo

die Solaranlagen installiert wurden. In

Rostock hat man versucht, die

Werbe-Aufkleber der Kirchengemeinde Rostock-

Toitenwinkel

28


„Sonnig bedacht und Gott

'ne Freude gemacht“

Leitgedanke der Kirchengemeinde Tittling

(IGA/25.4.-12.10.2003)

soll das Solar-Engagement

der Kirchengemeinde

einer breiten

Öffentlichkeit vorgestellt

werden.

Thematik im Rahmen von Stadtteilgesprächen

und Bildungsarbeit

unter Einbeziehung der Schulen

populär zu machen: Aufkleber, Videobeiträge

und Faltblätter kamen hierbei

als zielgruppengerechte Medien zum

Einsatz. Ein Projekt der „Fischkutter“-Leute

reicht auch in die

Zukunft: Bei der Internationalen

Gartenbauausstellung in Rostock

Nahezu einstimmig fällt

das Echo aller am Kirchendächer-

Programm beteiligten Kirchengemeinden

in Sachen Visualisierungstafel

aus: Sie hat entscheidenden

Anteil an der positiven Öffentlichkeitswirkung

der Solaranlagen, weil

man dort die geleistete Arbeit direkt

gezeigt bekommt und ablesen kann.

Bei der Ev. Kirchengemeinde

Großtöpfer (Geismar/Thüringen) hat

Homepage der Kirchengemeinde Schwarzenbach

dies zu dem Entschluss geführt, sogar

zwei Visualisierungstafeln aufzustellen.

Und weil die „klassische“

Anzeigentafel von „Skytron“ ortsfest

installiert sein muss und somit nicht

transportabel ist, hat man sich in

Geismar dazu entschlossen, die

zweite Visualisierungstafel in Form

eines mobilen Schaukastens anfertigen

zu lassen. Dieser kann auch bei

Großereignissen wie Kirchentagen

gezeigt werden, hat aber mittlerweile

in der Ortsmitte der thüringischen

Gemeinde seinen ständigen Platz

gefunden, weil dort der stärkste

Publikumsverkehr herrscht.

„Gemeinsam sind wir stark“ lautete die Devise bei der Kath. Kirchengemeinde St. Franziskus (Schwarzenbach/

Bayern): Sechs Mann wuchten den Warmwasserspeicher in den Kindergarten.

Im Zeitalter von Computer und

Fernsehen kommt natürlich auch der

Informationsvermittlung via digitaler

Medien große Bedeutung zu. Neben

zahlreichen anderen Aktivitäten wie

Fest-, Vortrags- und Wettbewerbsveranstaltungen

hat hier die Kath.

Pfarrgemeinde St. Franziskus

(Schwarzenbach/Bayern) beispielhafte

Arbeit geleistet (siehe Bild).

29


Gelebte Gemeinde

zu Beginn des Projekts viel Überzeugungsarbeit

zu leisten war, bis

kirchliche und staatliche Behörden

das Vorhaben unterstützt haben. Auch

wenn das Solarprojekt in Edermünde

wohl eher eine Maßnahme des

Pfarrers und des Kirchenvorstands

geblieben ist, wie Krause selbstkritisch

anmerkt, fällt sein Fazit alles

in allem positiv aus: „In unserer

Gemeinde ist nicht allein das Vorzeigbare

gewachsen, sondern vor allem

die feste Überzeugung, dass wir auf

dem richtigen Weg sind.“

Die Einweihungsfeierlichkeiten für die Solaranlagen im Rahmen der Förderinitiative waren häufig ein

Großereignis in der jeweiligen Kirchengemeinde, wie hier bei der Ev. Kirchengemeinde March-Hochdorf (siehe

auch Seite 45).

Unter dem Motto „Sonnige Zeiten“ in

St. Klara wurde die Internetseite der

Kirchengemeinde in die Präsentation

der Stadt Schwarzenbach a.d. Saale

(http://www.schwarzenbachsaale.de)

eingebunden. Sie gibt Auskunft

über das Solar-Projekt, die

Anlage, Messwerte, Kindergartenarbeit

und vieles mehr. Selbst die

Website der Installationsfirma berichtete

einige Monate lang auf ihrer

Startseite über das erfolgreiche

Kirchenprojekt.

Auch am Anfang des Solar-Projektes

war das Wort, sagt Pfarrer Uwe

Krause von der Evang. Kirchengemeinde

Grifte (Edermünde/

Hessen) und meint damit, dass gerade

Einer der Höhepunkte der Solaraktionen der Kath.

Kirchengemeinde St. Maria Rosenkranz (Mönchengladbach/Nordrhein-Westfalen)

war das Solarfest im

Kindergarten.

30


Es ist schön

Oh, wie es schön, wenn die Sonne scheint!

Die warmen Strahlen tun der Seele gut. Ja, und jetzt tun sie auch dem

Gefühl gut; dem Gefühl, ein bisschen was zu tun für die Bewahrung der

Schöpfung; dem Gefühl, Strom und Energie geschenkt zu bekommen.

Nichts dampft und raucht, nichts muss end- oder zwischengelagert

werden.

Es ist schön an einem sonnigen Tag voller Spannung zum Zähler zu

laufen, zu schauen, wie viel Watt gerade gewonnen werden, wie viele am

Tag schon „reingekommen“ sind.

Es ist schön zu sehen,wie der Umgang mit dem Verbrauch von Strom von

den Gemeindegliedern sensibler gehandhabt wird.

Pfarrer Thomas Plesch,

Tittling

Bedeutung und Wert des Wassers haben die Kinder

im Schwarzenbacher Kindergarten der Kath.

Pfarrgemeinde St. Franziskus im Rahmen des

Solarprojekts kennen gelernt.

Die Visualisierungstafel hat nahezu in allen Kirchengemeinden entscheidenden Anteil an der positiven

Öffentlichkeitswirkung der Solaranlagen.

31


Architektur und Denkmalschutz

Auf dem Dach des Lukas-Reute-Hofes in Isny (Bayern) wurde die Solaranlage von der Ev. Kirchengemeinde in

einem denkmalgeschützten Stadtteil errichtet.

Kompromissbereitschaft

gefragt

Denkmalschutz und Solarenergienutzung

stellten und stellen auch im

DBU-Programm „Kirchengemeinden

für die Sonnenenergie“ nicht von

vorneherein eine harmonische Gleichung

dar. Immerhin handelt es sich

bei Kirchen ja − und das ist unumstritten

− um besonders sensible Bausubstanz.

Oft bedurfte es großer

Anstrengungen von Seiten der

Kirchenvertreter wie der

Denkmalschutzbehörden,

bis beiderseits tragbare

Kompromisse gefunden

waren. Und jedes

Projekt erforderte dabei

eine Einzelfallbetrachtung

und -entscheidung.

2002 ein Osnabrücker Umweltgespräch

durch. Damit sollte ein

Plenum geboten werden, um Standpunkte

auszutauschen und gemeinsame

Lösungsansätze zu finden, die

eine denkmalschutzverträgliche

Solarenergienutzung ermöglichen. In

etwa zwei Drittel der Fälle ließ sich

dabei ein Einvernehmen herstellen. In

verschiedenen Fällen wurde eine

komplette Dacheindeckung mit

Fotovoltaikmodulen gefordert. In

diesen Fällen förderte die DBU

ausnahmsweise auch größere Anlagen,

in der Regel jedoch mit

reduzierter Förderquote.

So auch in der Ev. Kirchengemeinde

Isny (Isny/Bayern): Sie stellt mit

ihrem Projekt insofern einen

Modellfall dar, als hier zum erstenmal

die Installation einer Solaranlage in

einem denkmalgeschützten Stadtteil

verwirklicht werden konnte. Die 5

kWp leistungsstarke Fotovoltaik-

Anlage ist auf dem Dach des

Die DBU führte zum

Thema „Solarenergienutzung

und Denkmalschutz“

am 23. April

Streitbare Argumente zur Durchsetzung von Solararchitektur an

denkmalgeschützten Gebäuden wusste der Ev. Kirchengemeinderat

Schönau (Baden Württemberg) ins Feld zu führen.

32


Stallgebäudes im Lukas-Reute-Hof

angebracht, das als Gemeindezentrum

und Geschäftshaus genutzt wird. Mit

der Ev. Hospitalpflege, die das Dach

kostenlos zur Verfügung stellt, hat die

Kirchengemeinde einen Dachnutzungsvertrag

abgeschlossen.

Der Ev. Kirchengemeinderat

Schönau (Schönau/Baden-Württemberg)

hat für seine Fotovoltaik-Anlage

eine der originellsten Bezeichnungen

gefunden: Dort heißen die Solarmodule

„Schönauer Schöpfungsfenster“.

Aber nicht nur in dieser Hinsicht

hat man im Schwarzwald viel

Phantasie und Durchsetzungsvermögen

entwickelt. Auch die Argumentationslinie,

die man gegen die

Einwände der Denkmalschutzbehörde

aufbaute, war äußerst streitbar. Pfarrer

Peter Hasenbrink gelang es mit

seinem flammenden Plädoyer für die

Anbringung von Solaranlagen an

Kirchgebäuden, dass die Schönauer

Schöpfungsfenster selbst von der

Badischen Landeskirche zum vordringlichen

Umweltprojekt erklärt

wurden. Diesem Votum wollte sich

dann auch die Denkmalschutzbehörde

nicht mehr widersetzen. Wer die

interessante Geschichte der Schönauer

Schöpfungsfenster ausführlich

recherchieren will, sei auf die Internetdarstellung

der Kirchengemeinde

verwiesen unter:

http://www.bergkirche-schoenau.de/

Fundierte Argumente haben auch im

Prot. Pfarramt Billigheim (Billigheim-Ingenheim/Rheinland-Pfalz)

dazu geführt, die ursprünglich

ablehnende Haltung der Denkmalschutz-Vertreter

dem Solarprojekt

gegenüber in ein positives Votum

umzuwandeln. Allerdings bedurfte es

hierzu des Flankenschutzes der

Landessynode, dem höchsten gesetzgebenden

Organ der Landeskirche

von Rheinland-Pfalz. Mehr über die

Kirchengemeinde findet sich unter:

http://www.evpfalz.de/ingenheim/

Anfänglich große Widerstände hatte

auch das Ev.-Luth. Pfarramt St.

Nikolai − St. Johannis (Leipzig/

Sachsen) auszuräumen. Mit einer

Solarstromanlage auf der Nikolaikirche,

die als Wahrzeichen der friedlichen

Revolution zur Zeit der Wende

gilt, sollte aus Sicht der Kirchenvertreter

ein Zeichen für die Chancen

zukünftiger Generationen gesetzt

werden. Allerdings wollten das

kirchliche Büro für Baupflege in

Leipzig und die Leipziger Denkmalschützer

die Solaranlage auf dem

Kirchendach mit aller Macht verhindern.

Folgerichtig verweigerte die

Denkmalschutzbehörde zunächst ihre

Zustimmung. Mit der Auflage, die

Solaranlage an einer Stelle des

Daches anzubringen, an der sie von

der Straße her so gut wie nicht zu

sehen ist, gab dann allerdings der

Zu den wohl bekanntesten Gotteshäusern im DBU-

Förderprogramm „Kirchengemeinden für die

Sonnenenergie“ gehört die Leipziger Nikolaikirche.

Denkmalschützer des Regierungspräsidiums

seine Zustimmung − und

schließlich erklärte auch die Baubehörde

des Landeskirchenamtes in

Dresden ihr Einverständnis. Die

Anlage wurde im Rahmen der

Rekonstruktion des Süddaches auf der

Holzverschalung des Daches anstelle

der Schieferdeckung errichtet. Um die

geringe Wahrnehmbarkeit der Solaranlage

auszugleichen, wurde die

Visualisierungstafel an einer zentralen

und stark frequentierten Stelle in der

Leipziger Innenstadt angebracht.

33


Architektur und Denkmalschutz

So war es auch in Burgwalde

(Thüringen), wo das Kirchendach der

Kath. Kirchengemeinde St. Georg

anlässlich des 300-jährigen Kirchenjubiläums

zur Renovierung anstand.

Der Kirchenvorstand sprach sich zwar

für eine Dachsanierung mit gleichzeitiger

Integration von Fotovoltaik-

Modulen aus, erhielt dafür aber zunächst

vom Landesamt für Denkmalpflege

in Erfurt keine Erlaubnis.

Begründung: Es existiere hierfür

keine generelle Regelung in Deutschland.

Als man jedoch die Untere

Denkmalbehörde zu einer Ausnahmegenehmigung

bewegen konnte,

schloss sich auch die Erfurter Behörde

diesem Placet an. Bald war

St. Georg die seinerzeit erste

denkmalgeschützte Kirche in

Deutschland, die eine Fotovoltaikanlage

ihr eigen nennen konnte. „Die

weitgehende Integration der Solar-

Module in die Dacheindeckung

verändert den Charakter des Kirchengebäudes

nicht“, erinnert sich Pfarrer

Michael Ipolt an den letztlich ausschlaggebenden

Grund für die Erteilung

der Ausnahmegenehmigung. Im

Internet ist die Kirchengemeinde mit

einer kurzen Darstellung vertreten

unter:

http://home.t-online.de/home/

pfarramt-rohrbergeichsfeld/buchwald.htm.

Mit dem Umweltpreis der Erzdiözese Freiburg wurde das Kirchendach der Kath. Pfarrgemeinde St. Peter und

Paul in Salem-Neufrach (Baden-Württemberg) ausgezeichnet.

Einen tollen Preis für ihr Solarprojekt

hat die Kath. Pfarrgemeinde St. Peter

und Paul (Salem-Neufrach/Baden-

Württemberg) entgegen nehmen

dürfen. Die Anlage ist in Form eines

Kreuzes auf dem Dach der Neufracher

Kirche angebracht (siehe

Bild) − weithin sichtbar auch für

Passanten, die nur an Salem vorbeifahren.

Diese Konstruktion erschien

der Erzdiözese Freiburg als vorbildlich,

so dass sie die Kirchengemeinde

Katholische Kirche in Rohrberg/Burgwalde

(Thüringen), die mit Solardachziegeln gedeckt wurde.

34


Mit dem Prädikat zu den größten

Solar-Anlagen zu gehören, die je auf

Kirchendächern in Deutschland

installiert wurden, kann sich die Ev.-

Luth. Nicolai-Kirchengemeinde

(Zwickau/Sachsen) schmücken. Ihre

Bockwaer Matthäuskirche ist allerdings

schon seit Jahren aus ganz

anderen Gründen rekordverdächtig:

1856 als schönste Dorfkirche

Sachsens gebaut, sank sie seither

durch den Steinkohlenbergbau erstaunliche

9,80 Meter in die Tiefe. Zu

diesem Rekord gesellt sich nun ein

zweiter: Mit 260 Quadratmetern

Fläche gehört das Zwickauer Projekt

in der Tat zu den ganz Großen im

Rahmen der DBU-Förderinitiative.

Das Gemeindezentrum Auferstehungskirche Waltenhofen (Kempten/Bayern) installierte die Solaranlage zur

Abrundung eines gesamtökologischen Energiekonzepts, das bereits mit Preisen ausgezeichnet wurde.

neben neun anderen Preisträgern mit

dem Umweltpreis 2002 ausgezeichnet

hat. Für Projektleiter Winfried

Neumann stellt dies insofern eine

angenehme Bestätigung dar, als die

Reaktionen auf die Anbringung einer

Solaranlage auf dem Kirchendach in

Salem anfangs durchaus kritisch bis

ablehnend waren. Sein Fazit fällt in

der Rückschau deshalb insgesamt

positiv aus: „Es war ein guter Beginn,

es geht weiter!“

Mit einem Preis wurde auch die Ev.-

Luth. Gesamtkirchengemeinde

Kempten (Kempten/Bayern) für ihr

Gemeindezentrum Auferstehungskirche

in Waltenhofen ausgezeichnet.

Beim „Global Energy Award“, einem

weltweit ausgetragenen Energiesparwettbewerb,

landete sie unter den

besten 50 von insgesamt knapp 2000

Teilnehmern aus 80 Ländern. Preiswürdig

war insbesondere das

ausgeklügelte Energiekonzept des

Gemeindezentrums, das den Verbrauch

auf 50 Prozent eines vergleichbaren

Komplexes konventioneller

Bauart senkt. Quasi als i-Tüpfelchen

auf diese Konzeption sorgt die

Fotovoltaik-Anlage nun dort dafür,

dass das Gemeindezentrum zusätzlich

mit umweltfreundlichem Strom

versorgt wird.

35


Architektur und Denkmalschutz

Auf die Größe ihrer Anlage kann sich

auch die Kath. Kirchengemeinde St.

Hedwig (Stuttgart-Möhringen/Baden-

Württemberg) etwas einbilden. Mit

420 Quadratmetern Fläche gehört sie

zu den Spitzenreitern im DBU-

Förderprogramm. Das hat nicht zuletzt

mit den Vorgaben des Bauamts

zu tun. Dort war man ursprünglich

skeptisch gegenüber den Planungen

der Kirchengemeinde. Das bischöfliche

Bauamt hatte vorwiegend

ästhetische Bedenken geäußert, weil

es befürchtete, dass sich das rot gedeckte

Satteldach des Sakralbaus

durch vereinzelt angebrachte Solarzellen

in einen Flickenteppich verwandeln

könnte. Die Möhringer

haben diese Bedenken auf elegante

Art und Weise zerstreut, indem sie

nun die gesamte Südseite des

Kirchendachs mit Dünnschichtzellen

versehen haben.

Solarmodule soweit das Auge reicht: Zu den flächenmäßig größten Anlagen gehört das Projekt der Kath.

Kirchengemeinde St. Hedwig in Stuttgart-Möhringen.

Infolge der Forderungen des Denkmalschutzes,

die Module in schwarzem

oder anthrazitfarbenem Farbton

entsprechend der Schieferdeckung

einzusetzen, hat sich die Maßnahme

erheblich verteuert, so die Projektverantwortlichen.

Glücklicherweise

gelang es in Verhandlungen mit den

beteiligten Unternehmen, diese Mehrkosten

an anderer Stelle wieder

einzusparen.

Entsprechend der denkmalpflegerischen Vorgaben

wurde die Solaranlage der Johanniterkirche der Ev.-

Luth. Kirchengemeinde Mirow (Mecklenburg-

Vorpommern) ins Dach integriert.

36


In einem anderen Fall hatte das Veto

des Denkmalamtes gerade gegenteilige

Auswirkungen. Beim Kath.

Pfarramt St. Leonhard Viehhausen

(Sinzing/Bayern) entschied man sich

dafür, die Solaranlage auf dem Dach

des Klosterstadls nahe der Kirche zu

errichten. Ein Privatinvestor wollte

zusätzliche Module dort anbringen,

was aber am Einspruch der Denkmalschutzbehörde

scheiterte. Begründung:

Man solle nicht das gesamte

Dach mit Solarzellen bedecken.

Fand die Zustimmung der Denkmalschützer: Die Solaranlage auf dem Dach des Klosterstadls beim Kath.

Pfarramt St. Leonhard Viehhausen in Sinzing (Bayern).

Die Bockwaer Matthäuskirche in Zwickau wurde mit anthrazitfarbenen Solarmodulen entsprechend der

Schieferdeckung bestückt.

37


Agenda-Prozess und Kooperationen

gabenteilung vorgenommen, in dem

KATE die Koordination der übergemeindlichen

Publikations- und

Öffentlichkeitsarbeit übertragen

wurde; auch die Verknüpfung zur

Lokalen Agenda 21 in Stuttgart war

über KATE organisiert.

Hoch über den Dächern von Stuttgart-Bad Cannstatt ist die Solaranlage der evangelischen Stephanusgemeinde

angebracht. Rechts im Bild: Pfarrer Matthias Wagner.

Gemeinsam

sind wir stark

Für das Ev. Pfarramt Hohenheim

(Stuttgart/Baden-Württemberg) besaß

die Gründung eines lokalen Solarvereins

zentrale Bedeutung im Hinblick

auf die Realisierung der Solaranlage.

Hier wurden die interessierten

und kompetenten Kräfte gebündelt

und organisiert, nebenbei wurde auch

nichtkirchennahen Personen die

Möglichkeit zur Mitarbeit eröffnet. In

vier thematisch unterschiedlich ausgerichteten

Arbeitskreisen (Kommunikation,

Technik+Visualisierung,

Finanzen und Ethik) konnte sich jeder

gemäß seinen Neigungen einbringen.

Als besonders hilfreich und

befruchtend wirkte die Vernetzung

mit der Stephanusgemeinde (siehe

unten), der örtlichen Agendagruppe

sowie der Kontaktstelle für

Umwelt&Entwicklung (KATE). Per

Vertrag (siehe Kasten „Kooperationsvereinbarung“)

hat man eine Auf-

Kraft Kooperationsvereinbarung

(siehe Kasten) bestand und besteht

eine enge Verbindung zwischen dem

Pfarramt Hohenheim und der Ev.

Stephanusgemeinde (Bad Cannstatt/

Baden-Württemberg). Wie in Hohenheim

so nahm auch hier ein

überkonfessioneller und überparteilicher

Solarverein, genannt Solarfeld

e.V., die wesentlichen Arbeiten in die

Hand, um die Solaranlage in der

Kirchengemeinde Wirklichkeit

werden zu lassen. Über „Ecovision“

(siehe Kasten Seite 39) besteht die

gute Zusammenarbeit mit der Nachbarkirchengemeinde

auch für die

Zukunft fort. Positiver Nebeneffekt:

Durch das Engagement der Kirchengemeinde

ist das Interesse an

Umweltthemen auch in den Gottesdiensten

gestiegen, so Pfarrer

Matthias Wagner. Selbst neue

Gemeindeglieder konnten für die

Kirchengemeinde gewonnen werden.

Die Ev. Kirchengemeinde Mochenwangen

(Wolpertswende/Baden-

Württemberg) gehört gleich in

mehrerlei Hinsicht zu den Pionieren

im Bereich kirchlicher Umweltschutzbemühungen.

Im September

38


Kooperationsvereinbarung

Die beiden Kirchengemeinden Stephanus (Stuttgart-Bad Cannstatt) und Hohenheim-Steckfeld (Stuttgart) möchten

mit ihren Solarprojekten im Rahmen des ökumenischen Programms „Ecovision − auf dem Weg zur

schöpfungsgerechten Gemeinde“ eine Solarkampagne für Stuttgart starten. Dabei soll durch Informations- und

Beratungsarbeit für die breitere Nutzung der Solarenergie geworben werden.

Hiermit vereinbaren die beiden Kirchengemeinden im Rahmen der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

geförderten Solarkampagne in Stuttgart eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und bei den geplanten

Aktionen weitmöglichst zu kooperieren. Ziel der Kooperation ist die gegenseitige Anregung und Unterstützung, die

Nutzung von Synergien und eine breite Öffentlichkeitswirkung.

2002 erhielten die Mochenwangener

das Ökosiegel „Umweltaudit in Kirchengemeinden“,

das ihnen laut Prüfbericht

des Umweltgutachters bestätigt,

„dass die Evangelische Kirchengemeinde

Mochenwangen über ein

Umweltmanagementsystem verfügt,

das den Forderungen der Öko-Audit-

Verordnung in vollem Umfang gerecht

wird. Wichtige Erfolgsfaktoren

sind dabei das Engagement des

Umweltmanagers und des Umweltteams“.

Diese Auszeichnung im

Rahmen des Pilotprogramms der Ev.

Internet-Startseite der evangelischen

Kirchengemeinde Mochenwangen

Landeskirche in Württemberg nach

europäischem EMAS-II-Standard − in

Kirchengemeinden nach wie vor eher

die Ausnahme als die Regel − ist

Würdigung und Verpflichtung

zugleich. So lauten einige der Ziele

der Kirchengemeinde aus dem Kreis

Ravensburg: die Heizung im Gemeindehaus

so optimal und energiesparend

wie möglich einzusetzen, wenn

möglich Fahrgemeinschaften zu

bilden, beim Einkauf für Gemeindefeste

ökologische Produkte zu

berücksichtigen und beim Kopieren

möglichst Umweltschutzpapier in den

Kopierer zu legen. Ein weiteres Beispiel

für die reichhaltigen Aktivitäten

der Mochenwangener ist die

Durchführung eines Fahrkurses zum

Spritsparen, durchgeführt von einem

Öko-Trainer der Verkehrswacht in

Ravensburg. Insofern ist die Teilnahme

am DBU-Programm „Kirchengemeinden

für die Sonnenenergie“ als

ein Mosaikstein im weitgespannten

Umweltengagement der Mochenwangener

zu sehen.

Mehr zum Pilotprogramm der Ev.

Landeskirche unter:

http://www.umweltaudit-kgm.de

Auch die Mochenwangener Kirchengemeinde

präsentiert sich im Internet.

Ihre Adresse lautet:

http://www.evkirchemochenwangen.de

39


Agenda-Prozess und Kooperationen

hat man sie der Intervention des

Bistums wegen in das Dach des

Gemeindesaals integriert, der wiederum

Teil des umgestalteten Kirchenschiffes

ist.

Die Solaranlage der Ev. Kirchengemeinde Klein Wesenberg&Hamberge wurde auf dem Dach des Kindergartens

installiert. Die Solar-Arbeitsgruppe der Kirchengemeinde hat im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit auch einen

gemeinsamen Informationsstand mit dem lokalen Agenda-21-Büro organisiert (siehe auch Seite 42).

Frei nach dem Motto „Gemeinsam

sind wir stark“ kooperierte die Kath.

Kirchenstiftung St. Ludwig

(Lindau/Bayern) mit starken Partnern

vor Ort. Die Solar-Projektgruppe der

Kirchengemeinde pflegte und pflegt

regelmäßige Kontakte zum Arbeitskreis

Agenda 21 des Landkreises und

der Stadt Lindau. Die Realisierung

der Fotovoltaikanlage am Bodensee

ist Bestandteil der Gesamtsanierung

und Umgestaltung der Kirche. Insofern

hatten die Lindauer größere

Flexibilität in der Gestaltung ihrer

Anlage als andere Kirchengemeinden

und wussten diese auch vorteilbringend

zu nutzen: Anstatt die Solaranlage

− wie ursprünglich vorgesehen

− auf dem Kirchendach anzubringen,

Die Ev. Kirchengemeinde Guben

(Guben/Brandenburg) durfte für ihre

solarthermische Anlage bereits einen

Preis in Empfang nehmen. Es handelt

sich um das Ehrenbuch der Stadt

Guben zum Agenda-Prozess. In

diesem Buch werden gute Initiativen

und Ergebnisse zur erfolgreichen

Kohlendioxid-Minderung eingetragen

und die handelnden Personen genannt.

Die Kirchengemeinde gehört

mit ihrer Solaranlage und der

eindrucksvollen Öffentlichkeitsarbeit

zu diesen geehrten Einrichtungen. Die

Würdigung war mit einer Urkunde

und einer Prämie in Höhe von 1.000

DM verbunden. Die Öffentlichkeitsarbeit

erstreckte sich von der guten

Zusammenarbeit mit der örtlichen

Presse über thematische Gottesdienste,

Gemeindeabende und Ausstellungen

bis hin zu Projektvor-stellungen

in anderen Kirchengemeinden.

Erfolgreiche Agenda-Arbeit in den

neuen Bundesländern betreibt auch

das Kath. Pfarramt St. Elisabeth

(Gera/Thüringen). Vertreter der Kirchengemeinde

sind im Beirat der

Stadt vertreten, wo ein Agenda-

Wörterbuch erarbeitet und ein CO 2 -

Atlas herausgegeben wurden. Via

Beirat ist auch ein guter Zugang zu

40


Prof. Dr. Wolfgang Methling, Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, beim Enthüllen der

Visualisierungstafel. Schauplatz ist die Ev. Ufergemeinde Rostock.

den Schulen der Stadt möglich, um

den Beitrag der Kirche bei der Nutzung

regenerativer Energien sichtbar

zu machen und erläutern zu können.

Bilder vom großen Sommer-Zirkus-Solarfest der Ev.

Ufergemeinde Rostock Ende Juli 2001

Im Dienste sozialer Arbeit im Stadtteil

steht auch das Engagement der Ev.

Ufergemeinde Rostock-Groß Klein

(Rostock/Mecklenburg-Vorpommern).

Erst 1983 im Neubaustadtteil

der Hansestadt gegründet,

muss sie ihre Arbeit heute durch den

Wegzug vieler Einwohner unter völlig

veränderten Rahmenbedingungen in

einem tristen Plattenbaustadtteil

leisten. Die Solaranlage gilt vielen als

Zeichen der Hoffnung, das auch in das

Programm der diesjährigen, internationalen

Gartenbauausstellung

(IGA 2003) integriert werden soll.

41


Folgeprojekte und weitere Aktivitäten

Akzente für die Zukunft setzte auch

die Ev. Kirchengemeinde Klein

Wesenberg&Hamberge (Klein Wesenberg/Schleswig-Holstein)

mit der

Entscheidung, die durch die Fotovoltaikanlage

eingesparten Energiekosten

an eine Schwesterkirche in

Tansania weiter zu geben. Ein Tansaniafest,

das auf dem Ökumenischen

Kirchentag stattfinden soll, wird

hierfür den Starschuss geben und den

entsprechenden feierlichen Rahmen

bieten.

Gut mit Solarzellen bestückt: die Kindertagesstätte der Ev. Taborgemeinde in Berlin

Akzente für

die Zukunft

Erfreulicherweise haben die vielfältigen

Aktivitäten der Kirchengemeinden

im Zusammenhang mit der

Installation von Solaranlagen über die

eigentliche Projektarbeit hinaus den

Impuls gegeben, weiterführende

Kampagnen, Initiativen und Programme

zu starten. Einige Beispiele

finden sich im folgenden Kapitel.

So sind im Rahmen und im Gefolge

der Solaraktionen von vielen Kirchengemeinden

sehens- und lesenswerte

Publikationen herausgegeben worden.

Nur ein Beispiel aus zahlreichen

anderen ist das Sonderheft der Ev.

Taborgemeinde (Berlin). Hier wird

nicht nur die Entstehungsgeschichte

der Solaranlage vor Ort ausführlich

beschrieben. Ein Kapitel ist z.B. der

Frage gewidmet „Wie komme ich zu

einer Solaranlage?“ und besitzt damit

deutlichen Ratgebercharakter.

Unterstützen mit ihrem Solarprojekt eine

Schwesterkirche in Tansania: die Mitglieder der Ev.

Kirchengemeinde Klein Wesenberg&Hamberge

(Schleswig-Holstein).

Einen ganz anderen Weg, das Solarprojekt

fortzuführen, hat man bei der

Kath. Kirchengemeinde St.

Hubertus (Nideggen/Nordrhein-

Westfalen) beschritten. Dort hat die

Kirchengemeinde mit der bauaus-

42


führenden Firma eine langfristige

Kooperation geschlossen, die der

weiteren Verbreitung von Sonnenenergie

in der Umgebung der

Gemeinde dienen soll. Zu den

Zielsetzungen heißt es im Projektkennblatt

von St. Hubertus: „Der von

der Kirchengemeinde eingeschlagene

Weg, durch eine enge Kooperation

mit einem lokalen Handwerksunternehmen

die Nutzung der Solarenergie

in Privathaushalten zu

stimulieren, hat sich bislang bewährt.

In den Gesprächen mit potentiellen

Anlagebetreibern zeigt sich immer

wieder, dass eine glaubwürdige Überzeugungsarbeit

ohne ein vertieftes

Beratungsangebot kaum möglich ist.

Dies gilt insbesondere, wenn es

Ein Beispiel für Folgeprojekte im DBU-Programm

Kirchengemeinden für die Sonnenenergie“ sind

Kooperationen mit Handwerksbetrieben, die der

weiteren Verbreitung der Solarenergie in der

Gemeinde dienen.

darum geht, Vertrauen in die Leistungsfähigkeit

und in die technische

Ausgereiftheit der Solaranlagen zu

schaffen. Ohne das notwendige

Detailwissen zur Anlagentechnik ist

die nötige Bewusstseinsänderung nur

schwer zu vermitteln. Selbst vor dem

Hintergrund der meinungsbildenden

Funktion der Kirche braucht es letztendlich

der qualifizierten Beratung

durch speziell geschulte Fachbetriebe.

Gerade bei kritischen Fragestellern

erweist sich deren Unterstützung als

notwendig, um Unsicherheit und

Skepsis gegenüber der Technik auszuräumen.

Damit die Solarinitiative

nicht ins Stocken gerät und Interessierte

keinen Informationslücken

ausgesetzt sind, wird die Kirchengemeinde

die Firmen-Kooperation

einen ausreichend langen Zeitraum

fortsetzen. Auf diese Weise soll eine

kontinuierliche Begleitung des Entscheidungsprozesses

potentieller

Käufer sichergestellt werden.“

Strombedarf komplett gedeckt

Wie variantenreich die Möglichkeiten

sind, neue Ansatzpunkte für die

Verbreitung der Solarenergie aus der

Gestaltung der eigentlichen Solaranlage

heraus zu finden, zeigt ein

kreatives Beispiel aus Mecklenburg-

Vorpommern. Das Solarprojekt der

Ev.-Meth. Kirche Wiepkenhagen

(Wiepkenhagen/Mecklenburg/Vorpommern)

zeichnet sich schon

insofern aus, als der gesamte

Energiebedarf der kleinen

Homepage der Ev.-Meth. Kirche in Wiepkenhagen in

Mecklenburg-Vorpommern. Für Gäste gibt es

„Solarkaffee“.

Methodistenkirche aus erneuerbaren

Energien gedeckt werden kann. Gäste

können sich bei einer Tasse

„Solarkaffee“ erholen. Der

Strombedarf der Kaffeemaschine wird

ebenfalls über die Solarmodule

gedeckt. Zur Solar-Kirche werden die

Gäste über ein verkehrsgenormtes

Schild geleitet. Aus der Zusammenarbeit

mit dem örtlichen Tourismusverband

entstand eine Karte mit

Radwegen in der Umgebung der

Kirche. Gezielt werden Bildungseinrichtungen

in die Kirche zu sogenannten

„Solarsprechstunden“ eingeladen.

Gemeinsam mit dem Allgemeinen

Deutschen Fahrradclub soll

die Kirche zudem als „Raststation für

Radfahrer“ ausgebaut werden. Bei so

viel Einfallsreichtum sind weitere

Vorhaben wahrscheinlich nur eine

Frage der Zeit . . .

http://www.darss.net/solarkirche_

infostelle.htm.

43


Folgeprojekte und weitere Aktivitäten

können. Weiter in die Zukunft reichen

Pläne, eine Kooperation zwischen der

Kindertagesstätte „Edith Stein“, wo

die Fotovoltaik installiert ist, mit der

vom Volkswagenwerk getragenen

neuen Auto-Universität herzustellen,

die im Jahr 2004 eröffnet werden soll.

Im Rahmen der Wolfsburg-Vision

„Gesündeste Stadt Deutschlands“ will

man hier die wissenschaftliche

Begleitung eines Programms für

gesundheitliche Prävention leisten.

Konkret ist vorgesehen, eine Studie

von der Körperpflege über die

Ernährung bis hin zum sozialen

Verhalten mit Kindern ab dem dritten

bis zum zehnten Lebensjahr durchzuführen,

die in der Kindertagesstätte

durchgeführt sowie wissenschaftlich

begleitet werden soll.

Der Kindergarten der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Marktbergel (Bayern) ist nach dem DBU-Solarprogramm

benannt und heißt: „Im Sonnenschein". Intensiv haben sich die Kinder dort unter dem Jahresthema „Mit der

Sonne durch das Jahr“ mit dem Thema Sonne beschäftigt. Angeregt durch den Antrag der Kirchengemeinde bei

der DBU beschloss der Gemeinderat Förderrichtlinien für alle Fotovoltaikanlagen, die auf dem Gemeindegebiet

errichtet werden. Danach wird jede Fotovoltaikanlage in Marktbergel mit umgerechnet rund 255 Euro/kW

gefördert.

Die Aktivitäten der Kath. Kirchengemeinde

St. Christophorus

(Wolfsburg/Niedersachsen) erstrecken

sich auf ganz unterschiedliche Felder.

So plant die Kirchengemeinde selbst,

noch im Jahr 2003 eine Zisterne

einzubauen, um das anfallende Regenwasser

aufzufangen und mit dem

Wasser die Bewässerung der Außenanlagen

durchführen beziehungsweise

die Toilettenspülungen bedienen zu

In diesem Kontext ist eine weitere aus

der Projektarbeit heraus entstandene

Reaktion nicht minder wichtig, aber

vergleichsweise unspektakulär: Die

Stadt Wolfsburg hat das erfolgreiche

Solar-Engagement der Kirchengemeinde

nämlich zum Anlass für

ihren Beschloss genommen, alle

Individualanlagen auf dem Gebiet der

Solartechnik in Wolfsburg von Seiten

der Stadt zu fördern (Stand: Feb.

2003).

44


Ökumene

Gib uns die

Kraft zum

Umdenken

Die beiden Freiburger Kirchengemeinden St. Martin und March-Hochdorf weihten ihre Anlagen im Rahmen von

ökumenischen Gottesdiensten ein.

Auch die ökumenische Gemeindearbeit

hat durch die DBU-Förderinitiative

vielerorts neue Anstöße

erhalten. Dabei hat es sowohl Projekte

gegeben, die vom DBU-Programm

die Initialzündung zur ökumenischen

Zusammenarbeit erhalten haben, als

auch solche, die die schon bestehende

ökumenische Arbeit verstärkt in den

Dienst der Solaraktion gestellt haben.

Die Kath. Pfarrgemeinde St.

Martin (Freiburg/Baden-Württemberg)

und die Ev. Kirchengemeinde

March-Hochdorf (March/Baden-

Württemberg) nutzten die räumliche

Nachbarschaft wie das beide verbindende

Wirken am DBU-Solarprojekt

dazu, ihre Anlagen im

Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes

gemeinsam einzuweihen. Die

Einweihung begann mit einem

ökumenischen Gottesdienst im

Katharina-von-Bora-Haus, dem evangelischen

Gemeindehaus, auf dessen

Dach die Fotovoltaikanlage montiert

ist. Im Anschluss an den Gottesdienst

wurde die Solaranlage in Betrieb

genommen. Gleich anschließend

bewegte sich die Prozession zum

katholischen Gemeindehaus, um dort

die Informationstafel zu enthüllen und

die Anlage ihrer Bestimmung zu

übergeben. Es folgte ein buntes

Programm, bestehend aus Informationsständen,

Kinderspielen, gesanglichen

Darbietungen des Frauenchors

„Just for Fun“ unter dem Motto „Let

the sunshine in“, einem Umwelt-Quiz

sowie einem Fachvortrag. Als Nachbereitung

haben die beiden Kirchengemeinden

zusammen mit dem Kath.

Bildungswerk eine Informationsveranstaltung

durchgeführt. Thema:

„Mein Strom: Billig und sauber − Wie

geht das?“ Die Gemeinde March-

Hochdorf bilanziert die gute ökumenische

Zusammenarbeit mit den

Worten: „Die sich ab Dezember 2000

herauskristallisierende ökumenische

Zusammenarbeit mit der katholischen

Gemeinde Hochdorf war ein

(weiterer) Glücksfall für das Gelingen

des gesamten Projekts.“

45


Ökumene

Widmungsspruch für die Solaranlagen in March-Hochdorf

„Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass es ihn bebaue und bewahre.' (Genesis

2, 15) - Im Geiste dieses biblischen Gebotes, die Schöpfung Gottes zu bewahren, haben die evangelische und die

katholische Gemeinde in Hochdorf gemeinsam am 1. April 2001 Fotovoltaikanlagen auf ihren Gemeindehäusern

eingeweiht. Möglich wurden die „Sonnenfenster“ auf diesem Katharina-von-Bora-Haus durch Spenden aus der

Gemeinde, durch Zuschüsse der Evangelischen Landeskirche Baden, der Freiburger Energie- und

Wasserversorgung und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Der Dank für die Förderung verbindet sich mit der

Hoffnung auf viele weitere Sonnenfenster in Hochdorf und anderswo zur Bewahrung der Schöpfung für die

kommenden Generationen.

Hochdorf, 1. April 2001“

Eine ganz andere Entstehungsgeschichte

hat die ökumenische Gemeindearbeit

in Osnabrück (Niedersachsen),

wo die Zusammenarbeit der

Ev.-Luth. Kirchengemeinde St.

Katharinen und der Kath. Kirchengemeinde

St. Johann bereits seit

vielen Jahren Tradition hat. Der

eigentliche Auslöser für die Überwindung

der konfessionellen Grenzen,

war seinerzeit die Erneuerung der

Kirche St. Johann. Damals fanden die

Katholiken für ein Jahr „Asyl“ im

Gotteshaus von St. Katharinen,

erinnert sich Dechant Dr. Hermann

Wieh. Seither gibt es viele

Veranstaltungen wie Dienstbesprechungen

oder Bibelwochen, die gemeinsam

organisiert und durchgeführt

werden. Das DBU-Programm

Kirchengemeinden für die Sonnenenergie

ist ein willkommener Anlass,

die Zusammenarbeit weiter auszubauen

und fortzusetzen. Das belegt

die Tatsache, dass man sich von

katholischer Seite zu einem Drittel an

den Kosten der Solaranlage auf dem

DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde (Mitte)

bei der Einweihungsfeier in Osnabrück mit den

Verantwortlichen des ökumenischen Solardächer-

Projekts St. Katharinen (im Hintergrund) und

St. Johann.

46


Dach des evangelischen Gemeindesaals

beteiligt. Und es dokumentiert

sich folgerichtig in Form eines gemeinsamen

Auftritts auf dem Gemeinschaftsstand

der DBU beim Ökumenischen

Kirchentag Ende Mai 2003 in

Berlin.

Bei der Ev. Matthäusgemeinde

(Offenburg-Weier/Baden-Württemberg)

ist der Zusammenhang

zwischen Solarenergie und Ökumene

ein sehr offensichtlicher: Die Fotovoltaikanlage

ist dort nämlich auf dem

ökumenischen Gemeindezentrum

untergebracht. Mit der Einweihung ist

aus dem „ökumenischen“ zudem ein

„ökomenisches“ Zentrum geworden,

sagte Pfarrer Christian Kühlewein-

Roloff in seiner Festansprache zur

Sehr wirkungsvoll angebracht unterhalb des

Glockenturms sind die Solarzellen der Kath.

Studentinnen- und Studentengemeinde in St. Thomas

Morus Berlin.

Aus dem ökumenischen Gemeindezentrum in Offenburg-Weier ist dank der Solaranlage ein "ökomenisches"

geworden.

Einweihung der Weierer „Schöpfungsfenster“.

Der Geistliche wörtlich:

„Die Schöpfungsfenster nehmen

die Kräfte des Himmels auf und

wandeln sie um in Kraft für den

Alltag, in Strom.“ Die von der DBU

geförderte Anlage wurde inzwischen

sogar noch erweitert.

Wiederum ein anderer Berührungspunkt

zur Ökumene liegt dem Engagement

der Kath. Studentinnen- und

Studentengemeinde (KSG) St.

Thomas Morus (Berlin) zugrunde.

Die ausgesprochen rührige Gruppe

wurde von der Evangelischen Kirche

Berlin-Brandenburg und dem Erzbistum

Berlin bereits 1999 mit dem

ökumenischen Umweltpreis ausgezeichnet.

Charakteristisch für die

KSG St. Thomas Morus ist nicht nur

die konfessionsübergreifende Arbeit,

sondern vor allem die Einbindung

vieler ausländischer Projektmitarbeiter/-innen.

Von diesen stammten

auch zahlreiche Spenden für das

Solarprojekt der Studentengemeinde.

Ein Student aus Ecuador widmete

sogar einen Teil seiner Praktikumsarbeit

der Solarthematik, bezogen auf

sein Heimatland.

47


Die Checkliste für den Anlagenbetreiber

Wählen Sie den Installationsbetrieb

in Ruhe aus, holen Sie

mehrere Vergleichsangebote ein.

Erkundigen Sie sich nach

Referenzanlagen.

Achten Sie auf eine verschattungsfreie Montage des Solargenerators. Selbst der zeitweise Schatten

beispielsweise von Bäumen (siehe Bild) beeinträchtigt den Anlagenertrag.

Als Richtgröße für Deutschland

gilt, dass eine Fotovoltaik-Anlage

mit einer Leistung von einem Kilowatt

− das entspricht einer Solargeneratorfläche

von 8 bis 10 m² −

einen Jahresertrag von 800 kWh

liefert. Eine vierköpfige Familie

verbraucht etwa das Fünffache an

Strom im Jahr.

Das sollten Sie

beachten ...

Grundsätzlich sollte die Realisierung

einer Solaranlage Hand in Hand

gehen mit ergänzenden Maßnmahmen

zur Energieeinsparung. Häufig sind

Maßnahmen zur Energieeinsparung

wie z.B. Erneuerung alter Heizungsanlagen,

Wärmedämmmaßnahmen,

Einsatz stromsparender Lampen und

Elektrogeräte wirtschaftlicher als

Solaranlagen. Aber auch durch eine

Änderung des Verbraucherverhaltens

wie z.B. Stoßlüftung statt Dauerlüftung,

Vermeidung von Stand-by-Verbrauch

kann Energie in erheblichem

Umfang eingespart werden.

Bei der Planung einer Fotovoltaikanlage

sollten unbedingt die nachfolgenden

Regeln beachtet werden

(Quelle: FhG-ISE, Freiburg):

Nehmen Sie die Fotovoltaikanlage

zum Anlass, sich von einem Fachmann

ein Energiekonzept für das

betreffende Gebäude erstellen zu

lassen.

Fragen Sie nach dem Abschneiden

der eingesetzten Module bei unabhängigen

Untersuchungen. Informieren

Sie sich über Preise, Leistungsfähigkeit

der Solarsysteme

und Fördermöglichkeiten bei neutralen

Stellen (kirchliche Umweltbeauftragte,

Verbraucherzentralen,

Beratungsstellen der Stadtwerke

usw.).

Achten Sie auf eine verschattungsfreie

Montage des Solargenerators;

selbst der zeitweise Schatten kleiner

Gebäudevorsprünge, dünner

Äste oder von Telefonleitungen

beeinträchtigt den möglichen Anlagenertrag

überproportional. Die

Ursache dafür ist, dass in einem

Solarmodul die Solarzelle mit der

geringsten Bestrahlung den Strom

aller mit ihr in Reihe geschalteten

Zellen bestimmt.

Um einen optimalen Jahresertrag

zu erreichen, sollte der Solargenerator

möglichst nach Süden

ausgerichtet sein; der Anstellwinkel

sollte etwa 30° betragen.

Abweichungen von bis zu 45° von

der Südrichtung sowie Neigungswinkel

zwischen 20 und 50° verringern

den zu erwartenden Anlagenertrag

jedoch nur jeweils um

48


Um einen optimalen Jahresertrag zu erreichen, sollte

der Solargenerator möglichst nach Süden ausgerichtet

sein; der Anstellwinkel sollte etwa 30°

betragen.

2 bis 3 Prozent. Größere Abweichungen

führen zu weitaus höheren

Ertragseinbußen.

Beachten Sie bei der Auswahl des

Aufstellungsstandortes, dass eine

Fotovoltaik-Anlage eine Lebensdauer

von mehr als 20 Jahren hat.

Provisorische Aufstellungsorte

sollten generell vermieden werden.

Es sollte eine möglichst gelungene

architektonische Einbindung der

Anlage in das betreffende Gebäude

angestrebt werden.

Für die Einhaltung baurechtlicher

Bestimmungen wie der Landesbauordnung,

etc. ist der Bauherr verantwortlich.

Sie sollten sich mit

den kommunalen und kirchlichen

Bauabteilungen sowie ggf. mit der

zuständigen Denkmalschutzbehörde

über Ihr Vorhaben ins Benehmen

setzen.

Achten Sie auf Garantie- und

Gewährleistungszeiten für die

Gesamtanlage. Typische Gewährleistungszeiträume

sind für Module

zwischen 20 und 25 Jahre und für

Wechselrichter zwei Jahre.

Fordern Sie die Angabe eines

garantierten Mindestertrages für

die Fotovoltaik-Anlage sowie die

Nennung der Kosten für einen

Ein Stromzähler am Wechselrichterausgang

ermöglicht Ihnen eine unabhängige Kontrolle der

Stromerzeugung.

Wartungsvertrag. Ein Stromzähler

am Wechselrichterausgang ermöglicht

Ihnen eine unabhängige

Kontrolle der Stromerzeugung.

Prüfen Sie, ob die Anlage in die

Gebäudeversicherung aufgenommen

werden soll.

Lassen Sie sich Betriebsanleitungen,

Wartungsempfehlungen und

Dokumentationen für Ihre Anlage

vollständig aushändigen. Machen

Sie davon unter Umständen die

vollständige Bezahlung der Rechnung

abhängig.

Anlagen- Spezifische

größe Kosten

< 2 kWp 8.450 €/kWp

2-4 kWp 8.050 €/kWp

4-6 kWp 7.750 €/kWp

Im Rahmen der Förderinitiative

Kirchengemeinden für die

Sonnenenergie“ konnten diese

Durchschnittskosten bestätigt

werden.

Quelle: KfW Förderergebnisse des 100.000

Dächer-Solarstrom-Programms − eine

Zwischenbilanz, 18. Symposium Photovoltaische

Solarenergie

49


Die Checkliste für den Anlagenbetreiber

neutralen Stellen (kirchliche

Umweltbeauftragte, Verbraucherzentralen,

Beratungsstellen der

Stadtwerke usw.).

Wählen Sie den Installationsbetrieb

sorgfältig aus und holen Sie

mehrere Vergleichsangebote ein.

Erkundigen Sie sich nach Referenzanlagen.

Achten Sie auf eine vernünftige

Dimensionierung der Anlage:

Je Quadratmeter Kollektorfläche sind rund 60 bis 70 Liter Warmwasserspeichervolumen erforderlich.

Bei der Planung einer solarthermischen

Anlage sollten unbedingt

die nachfolgenden Regeln beachtet

werden (Quelle: FhG-ISE, Freiburg):

1 m² Kollektorfläche deckt einen

täglichen Warmwasserbedarf von

ca. 50 l/Tag ab. Je m² Kollektorfläche

sind ca. 60 - 70 l Speicherkapazität

erforderlich.

Nehmen Sie die Solaranlage zum

Anlass, sich von einem Fachmann

ein Energiekonzept für das betreffende

Gebäude erstellen zu

lassen.

Solarenergienutzung und Energieeinsparung

sollten Hand in Hand

gehen. Achten Sie deshalb auch auf

einen guten Wärmeschutz am

betreffenden Gebäude. Nutzen Sie

möglichst energiesparende Geräte

und ein modernes Heizungssystem.

Regelung und Konzept der solarthermischen Anlage

sollten möglichst einfach sein.

Informieren Sie sich über Preise,

Leistungsfähigkeit der Solarsysteme

und Fördermöglichkeiten bei

50


Neigungswinkel jedoch keinesfalls

30° unterschreiten.

Achten Sie auf eine verschattungsfreie

Montage der Kollektoren.

Eine Teilverschattung ist allerdings

nicht ganz so gravierend wie bei

Fotovoltaikanlagen (s. oben).

Regelung und Konzept der Anlage

sollten möglichst einfach sein.

Achten Sie auf einen guten Wärmeschutz.

Hinsichtlich Anlagenorientierung

und Neigungswinkel gilt:

Eine Abweichung von der südlichen

Richtung um bis zu ca. 45°

ist unkritisch.

Typische Neigungswinkel liegen

zwischen 15° und 60°. Bei solarer

Heizungsunterstützung sollte der

Für die Einhaltung baurechtlicher

Bestimmungen wie der Landesbauordnung,

etc. ist der Bauherr

verantwortlich. Sie sollten sich mit

den kommunalen und kirchlichen

Bauabteilungen sowie ggf. mit der

zuständigen Denkmalschutzbehörde

über Ihr Vorhaben ins

Benehmen setzen.

Verlangen Sie eine Gewährleistung

für die Funktionsfähigkeit der Anlage.

Typische Gewährleistungszeiträume

sind 5 bis 10 Jahre.

Wichtig ist auch die richtige Dimensionierung der

Anlage.

Bezüglich marküblicher Investitionskosten

der solarthermischen

Anlagen verweisen wir auf die

durchgeführten Tests von Kombi-

Solaranlagen durch die Stiftung

Warentest im April 2003 und von

Solaranlagen zur Warmwasserbereitung

im April 2002.

51


Übersicht

Auflistung der in der Broschüre erwähnten Kirchengemeinden

Antragsteller

Anlagentyp

Größe*

Einheit

Erzb. Pfarramt St. Peter und Paul

Ev. Kindergarten Oberkotzau

Ev. Kirchengemeinde Großtöpfer

Ev. Kirchengemeinde Guben

Ev. Kirchengemeinde Isny

Ev. Kirchengemeinde March

Ev. Kirchengemeinde Nack

Ev. Kirchengemeinde Rostock-Toitenwinkel

Ev. Kirchengemeinde St. Georg

Ev. Kirchengemeinderat Schönau

Ev. Matthäusgemeinde

Ev. Pfarramt der St. Andreas Kirche Dürrmenz

Ev. Pfarramt Grifte

Ev.-Luth Pfarramt St. Nikolai - St. Johannis

Ev.-Luth. Gesamtkirchengemeinde Kempten

Ev.-Luth. Johannes-Kirchengemeinde Hamburg-Rissen

Ev.-Luth. Johannis Kirchengemeinde

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Broitzem

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Klein Wesenberg+Hamberge

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Krummesse

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Marktbergel

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Mirow

Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Katharinen

Ev.-Luth. Nicolai-Kirchengemeinde

Ev.-Luth. Pfarrstelle Tiefenbach-Tittling

Ev.-Luth. Stadtkirchengemeinde Hersbruck

Ev.-Luth. Verheißungskirchengemeinde HH-Niendorf

Ev.-Method. Kirche Wiepkenhagen

Ev. Pfarramt Hohenheim

Ev. Pfarramt Mochenwangen

Ev. Taborgemeinde

Ev. Ufergemeinde Rostock-Groß Klein

Initiative Christen f. Europa (ICE) e.V. Dresden

Kath. Kirchengemeinde St. Bonifatius Haspe

Kath. Kirchengemeinde St. Christopherus

Kath. Kirchengemeinde St. Hedwig

Kath. Kirchengemeinde St. Hubertus

Kath. Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt

Kath. Kirchengemeinde St. Maria Rosenkranz

Kath. Pfarramt „St. Elisabeth“, Gera

Kath. Pfarramt Rohrberg

Kath. Pfarramt Sinzing

Kath. Pfarrgemeinde Heilig Kreuz und Maria

Kath. Pfarrgemeinde St. Franziskus Schwarzenbach

Kath. Pfarrgemeinde St. Martin

Kath. Pfarrkirchenstiftung

Kath. Studentinnen-/Studenten KSG St. Thomas Morus

Kirche St. Ludwig

Kirchengemeinde St. Bonifatius

Prot. Kirchengemeinde Rheingönheim

Prot. Pfarramt Billigheim

Stephanus Kirchengemeinde

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Solare Warmwasseraufbereitung

Solare Warmwasseraufbereitung

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Solare Heizungsunterstützung

Solare Warmwasseraufbereitung

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Solare Warmwasseraufbereitung

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Solare Heizungsunterstützung

Fotovoltaikanlage

Solare Heizungsunterstützung

Fotovoltaikanlage

Solare Heizungsunterstützung

Fotovoltaikanlage

Solare Warmwasseraufbereitung

Fotovoltaikanlage

Solare Warmwasseraufbereitung

Fotovoltaikanlage

Solare Warmwasseraufbereitung

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Solare Heizungsunterstützung

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Solare Warmwasseraufbereitung

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

Fotovoltaikanlage

5,52

3,94

7,17

9,35

6,00

3,06

4,80

5,10

9,75

7,62

4,20

53,36

5,00

5,10

5,10

4,84

8,58

3,08

3,24

3,15

4,95

5,00

10,60

2,88

12,00

5,28

31,48

1,14

2,28

4,56

5,10

20,28

2,20

20,00

2,12

14,25

5,70

9,00

4,20

14,00

5,10

25,00

9,90

4,93

22,40

9,33

5,12

5,04

5,94

5,00

5,04

2,50

19,12

4,32

2,20

4,90

3,30

5,60

4,56

5,44

1,90

kWp

kWp



kWp

kWp

kWp

kWp



kWp

kWp

kWp

kWp

kWp

kWp

kWp

kWp

kWp

kWp

kWp

kWp


kWp

kWp

kWp

kWp

kWp

kWp

kWp

kWp


kWp


kWp


kWp


kWp


kWp


kWp

kWp

kWp


kWp

kWp

kWp

kWp

kWp

kWp


kWp

kWp

kWp

kWp

kWp

kWp

kWp

kWp

* in m² entspricht Nettoabsorberfläche kWp=Kilowatt Peak

52


Anschrift

Ansprechpartner

Telefon

Seite

Fridolin-Amann-Str. 2

Antengrüner Str. 7

Anger 5

August-Bebel-Str. 4

Marktplatz 12

Konrad-Stürzel-Str. 27

Kriegsfelder Straße 10

Toitenwinkel

88682

95145

99084

03172

88316

79232

55234

18147

Salem

Oberkotzau

Erfurt

Guben

Isny

March

Nieder-Wiesen

Rostock

Pastorreferent

Pfarrer

Herr

Pfarrer

Herr

Herr

Pfarrer

Pastorin

Neumann

Baderschneider

Möller

Zörner

Häußler

Stemmer

Kraft

Finger

0 75 53 / 82 90 02

0 92 86 / 3 82

03 61 / 3 40 56 30

0 35 61 / 26 18

0 75 62 / 9 1018

0 76 65 / 17 21

0 67 36 / 230

0381 / 63 73 416

34, 35

25

10, 29

40

32

30, 45, 46

20

28

Donnerburgweg 36

38106

Braunschweig

Pfarrer

Austen

0531 / 32 15 85

34

Letzbergstr. 4

Jahannesweg 11

St.-Andreas-Str. 4

Kirchring 15

Nikolaikirchhof 3

Dietrich-Bonhoeffer-Str. 2

Raalandsweg 5

Wilhelm-Raabe-Weg 24

Große Grubenstraße 2a

Am Kirchberg

Niedernstraße 2

79677

77656

75417

34295

04109

87435

22559

31737

38122

23860

23628

Schönau

Offenburg

Mühlacker

Edermünde

Leipzig

Waltenhofen

Hamburg

Rinteln

Braunschweig

Klein Wesenberg

Krummesse

Pfarrer

Pfarrer

Pfarrer Dr.

Herr

Superintendant

Herr

Pastor

Herr

Herr

Pastor

Pastor

Hasenbrink

Kühlewein-Roloff

Hörnig

Krause

Vollbach

Kennerknecht

Wirtz

Rietz

Klink

Uecker

Kaufmann

0 76 73 / 3 89

0781 / 5 78 40

0 70 41 / 34 39

0 56 65 / 57 37

0341 / 9 60 52 70

0 831 / 5 22 58 29

0 40 / 81 84 52

0 57 51 / 7 42 43

0531 / 87 36 08

0 45 33 / 14 16

0 45 08 / 420

32

47

23, 24

30

33

35

24

18

19, 20, 26

42

26

Würzburger Straße 18

Schloßstraße 1

An der Katharinenkirche 4

Bockwaer Weg 5

Sonnenwaldstr. 10

Nikolaus-Selnecker-Pl. 4

Sachsenweg 2

Bartelshäger Damm 4

91613

17252

49074

08056

94104

91217

22455

18320

Marktbergel

Mirow

Osnabrück

Zwickau

Tittling

Hersbruck

Hamburg

Wiepkenhagen

Pfarrer

Herr

Herr

Pfarrer

Herr

Herr

Herr

Pastor

Scheller

Heinrich

Tilebein

Nitzsche

Plesch

Förthner

Schimanski

Klug

0 98 43 / 39 22

03 98 33 / 2 04 26

0541/60 08 215

03 51 / 21 38 25

0 85 04 / 48 80

0 91 51 / 8 13 15

040 / 552 43 83

03 82 25 / 30 062

44

36

46

35

28

20

24

43

Steinwaldstr. 4

70599

Stuttgart

Pfarrer

Jetter

0711 / 45 48 13

38

Haydnstraße 20

88284

Wolpertswende

Pfarrer

Brückner

0 75 02 / 91 066

38, 39

Taborstr. 17

10997

Berlin

Herr

Gahlbeck

030 / 61 23 129

42

F.-M.-Scharffenberg-Weg 7a

18109

Rostock

Pastor

Schnauer

0381 / 120 00 45

25

Wachwitzer Höhenweg 10

01474

Pappritz

Pater

Rieth

0351/2150020

22

Berliner Straße 125

Kettelerstr. 15

Lieschingstraße 44

Nideggener Straße 110

An St. Marien 3

Am Bour 15

Nicolaistraße 4

Kirchstr. 61

Kirchplatz 6

Schyrenplatz 1

Spinnereisiedlung 11

Benzhauserstraße 3

Marktplatz 4

Klopstockstr. 31

Holbeinstraße 46

Ihringshäuserstraße 3

Hauptstraße 214

Hauptstraße 48

Einsteinstr. 71

58135

38440

70567

52385

52511

41061

07545

37318

93161

85298

95126

79108

94116

10557

88131

34125

67067

76831

70374

Hagen

Wolfsburg

Stuttgart

Nideggen

Geilenkirchen

Mönchengladbach

Gera

Rohrberg

Sinzig

Scheyern

Schwarzenbach

Freiburg

Hutthurm

Berlin

Lindau

Kassel

Ludwigshafen

Billigheim-Ingenheim

Stuttgart

Pfarrer

Herr

Herr

Herr

Frau

Herr

Pfarrer

Pfarrer

Pfarrer

Herr

Pfarrer

Herr

Herr

Frau

Pfarrer

Pfarrer

Pfarrer

Pfarrer

Pfarrer

König

van Ledden

Bleicher

Schöller

Volles

Scholz

Schreiter

Ipolt

Weindl

Kainz

Seidl

Brachmann

Ehrlich

Fehrenbach

Bihler

Bulowski

Hofmann

Piepenbrink

Wagner

0 23 31 / 411 06

0 53 61 / 20 65 00

0711 / 67 976 25

0 24 74 / 99 180

0 24 51 / 25 55

0 21 61 / 24 89 213

0365 / 26 461

03 60 83 / 4 09 53

0 94 04 / 20 51

0 84 41 / 80 92 44

0 92 84 / 45 33

0 76 65 / 17 05

0 85 05 / 24 02

0 30 / 3 91 70 71

0 83 82 / 944 544

0561 / 81 42 21

06 21 / 54 185

0 63 49 / 929 283

07 11 / 53 53 78

19

44

36

42, 43

23

30

40

34

36, 37

21

29, 30

45

27

47

40

19

22

33

38

53


Deutsche Bundesstiftung Umwelt

integrierten Umweltschutzes intensiv

voranzutreiben und das Umweltbewusstsein

der Menschen durch

Maßnahmen der Umweltbildung mit

dem Ziel von Verhaltensänderungen

zu fördern. Im Mittelpunkt der Förderung

stehen kleine und mittlere

Unternehmen.

Allgemeine Voraussetzungen für eine

Förderung sind die folgenden drei

Kriterien:

Blick auf das Generalsekretariat der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, vom Park aus gesehen.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt

(DBU) wurde durch Gesetz des

Bundestages vom 18. Juli 1990 als

Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet.

Mit dem Privatisierungserlös der

Salzgitter AG in Höhe von rund 1,3

Mrd. Euro als Startkapital gehört sie

zu den größten Stiftungen in Europa.

Die Erträge aus dem Stiftungsvermögen

stehen für Förderaufgaben

zur Verfügung. Die DBU fördert

innovative beispielhafte Projekte zum

Umweltschutz. In den mittlerweile

zwölf Jahren ihres Bestehens hat sie

rund 5.500 Projekte mit einer Summe

von rund 1 Mrd. Euro unterstützt.

Leitbild der Fördertätigkeit der DBU

ist nach den neuen Leitlinien die

nachhaltige Entwicklung. Es ist ein

zentrales Anliegen der DBU, die Entwicklung

und Nutzung neuer umweltentlastender

Technologien und Produkte

im Sinne eines vorsorgenden

Innovation

Die Vorhaben müssen sich klar vom

gegenwärtigen Stand der Forschung

und Technik abgrenzen und eine

Weiterentwicklung darstellen.

Modellcharakter

Die Innovation soll für eine breite

Anwendung, z.B. eine ganze Branche,

interessant sein und sich unter

marktwirtschaftlichen Konditionen

zeitnah umsetzen lassen.

Umweltentlastung

Mit der Innovation sollen neue,

ergänzende Umweltentlastungspotenziale

erschlossen werden.

Aktuelle Informationen über Förderschwerpunkte

und weitere Aktivitäten

können auch über das Internet unter

der Adresse http://www.dbu.de

abgerufen werden.

54


Zentrum für Umweltkommunikation

Vorrangige Aufgabe des Zentrum für

Umweltkommunikation gGmbH

(ZUK) ist es, die Ergebnisse von

geförderten Vorhaben für unterschiedliche

Zielgruppen aufzubereiten

und in Form von Broschüren,

Dokumentationen, Internet-Präsentationen,

aber auch durch Ausstellungen

und Fachveranstaltungen der Öffentlichkeit

zu vermitteln.

Daneben hat die Stiftung durch das

ZUK künftig die Möglichkeit, eigene

Projektinitiativen selbst umsetzen zu

können. Die gGmbH wird als operativer

Arm in Zukunft zu einer noch

stärkeren Profilbildung der Stiftung

beitragen.

Das neue Konferenzund

Ausstellungsgebäude

Der große Konferenzraum im ZUK

hat eine Fläche von rund 300 m² und

kann maximal 199 Personen aufnehmen.

Er lässt sich in kurzer Umbauzeit

in drei Räume mit je rund 100

m² aufteilen. In diesen Räumen können

beispielsweise bis zu 90 Personen

Der große Konferenzsaal im ZUK bietet Platz für rund 200 Personen.

in Reihenbestuhlung, 60 Personen in

parlamentarischer Bestuhlung oder

rund 40 Personen hufeisenförmig

platziert werden. Zusätzlich können

bis zu vier Räume mit Kapazitäten

von 10-40 Personen bereitgestellt

werden. Alle Räume sind mit

moderner Kommunikationstechnik

wie Computer mit Internetanschluss,

Beamer, Video, DVD, Overhead- und

Diaprojektoren ausgestattet. Natürlich

bietet das ZUK eine komplette

Versorgung der Teilnehmer mit

Speisen und Getränken an. Über die

Vermietung der Räume hinaus

bereichern weitere Dienstleistungen

für die Durchführung von Tagungen

das Leistungsspektrum. Dies reicht

von der Programmkonzeption über

das Einladungsmanagement, die

Organisation der Unterkunft und die

Moderation bis hin zu Gestaltung und

Druck aller gewünschten Tagungsunterlagen.

Überdacht und doch im Freien: Konferenz- und Ausstellungsgäste finden im ZUK angenehme

Tagungsbedingungen vor.

Kontakt:

Zentrum für Umweltkommunikation

der Deutschen Bundesstiftung

Umwelt gGmbH

Nicole Frommeyer

An der Bornau 2

49090 Osnabrück

Telefon (05 41) 96 33-915

Telefax (05 41) 96 33-990

n.frommeyer@dbu.de

55


Stichwortverzeichnis

Stichwort

Absorberfläche

Agenda

Antrag

Atomenergie

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin

Brandenburg

Broschüre

Datenbank

Demonstrationsanlagen

Denkmalschutz/-pflege

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Deutschlandkarte

Energie

-einsparung

-quelle

-ressourcen

-sparpotenziale

-systeme

-träger

EEG

Ertrag

Evaluation

Finanzierung

Förderinitiative

Förderung

Fotovoltaik/-anlagen

Fraunhofer Institut

Seite

17

36,38,40

19,44

15

23,24,32,34,38,45,47

12,20,21,28,29,32,35,

36,37,40,44

42,47

40,47

4,5,10,13,20,21,52,55

16

9,12,13

4,7,8,13,32ff.,49,51

4,5,54,55

11

5,8,10,14,17,19,20,

26,31,41,43,46

5,13,48ff.

5,9

6

6

16

6

23,25

16/17

14

20,22ff.

5,9ff.,16,30,35,45

4,6,46,54

19,25,44,46,48,50

16

Stichwort

Hamburg

Heizung

Hessen

Homepage

Internet

Kindergarten

Klima

Kollektor

Kuratorium

Malwettbewerb

Mecklenburg-Vorpommern

Nachhaltige Entwicklung

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Öffentlichkeitsarbeit

Pfarrhäuser

Predigt

Rheinland-Pfalz

Sachsen

Schleswig-Holstein

Sonnen-/Solarenergie

Spartipps

Spende

Stromerzeugung

Thüringen

Umweltbeauftragte

Vertrag

Visualisierungstafel

Warmwasseraufbereitung

Zentrum für

Umweltkommunikation

Seite

24,25,52,53

18,19,39,52

16,30

10,29,43

10,34,39,54,55

19,26,27,29,30,31,44

5,6,14

9,13,50

9

15,26

43

4,6,14,15,54

18,19,23,26,44,46

12,23

7,8,26,27,38ff.

8

7

7,20,22,23

22,33,35,

26,42

1,3,5ff.,9,13ff.,26,28,

32ff.,39,43ff.,46/47

20

22ff.,46,47

12,15,16,49

29,34,40

8,48,50

21,32,38,49,58

29,31,33,41

52

4,12,55,58

56


Impressum

Herausgeber

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

DBU

Text und Redaktion

Stefan Rümmele

Zentrum für Umweltkommunikation der

Deutschen Bundesstiftung Umwelt gGmbH ZUK

Layout

Birgit Majewski

Zentrum für Umweltkommunikation der

Deutschen Bundesstiftung Umwelt gGmbH ZUK

Verantwortlich

Dr. Markus Große Ophoff

Zentrum für Umweltkommunikation der

Deutschen Bundesstiftung Umwelt gGmbH ZUK

Druck

Print- und Mediateam

Kroog

Gartenkamp 6

49492 Westerkappeln

Weitere Informationen

Deutsche Bundesstiftung Umwelt DBU

An der Bornau 2

49090 Osnabrück

Telefon (05 41) 96 33-0

Telefax (05 41) 96 33-190

http://www.dbu.de

Zentrum für Umweltkommunikation der

Deutschen Bundesstiftung Umwelt gGmbH ZUK

Telefon (05 41) 96 33-965

Telefax (05 41) 96 33-990

Gedruckt auf 100% Altpapier

Bildnachweis:

Seite 37: Matthäuskirche Zwickau - SachsenSolar AG

Seite 1, 46: Osterfeld

Seite 52: Karl Johaentges

Alle anderen Fotos:

Quelle: Jeweiliger Projektpartner/

K.-E. Müller/ZUK-Archiv

Ich möchte mit Ihnen in Kontakt bleiben und habe Interesse an weiteren Informationen über die

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (Entsprechendes bitte ankreuzen)

Jahresberichte (regelmäßiger Bezug)

Newsletter DBU aktuell

ZUK Info-Broschüre

aktueller Jahresbericht (einmalig)

Kurzinfo zur Deutschen Bundesstiftung Umwelt

Broschüre „Innovationen“

Broschüre „Umweltzentren − Umweltbildung für Kinder, Schüler und Jugendliche“

Broschüre „Neue Chancen für Landwirtschaft und Umwelt“

Broschüre „Naturschutz“

Broschüre „Ausstellung Faszination Biotechnologie“

Info-Mappe „Regenerative Energien“

Faltblattreihe „Denkmalschutz“

Förderleitlinien

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Wie hat Ihnen unsere Broschüre „Kirchengemeinden für die Sonnenenergie“ gefallen?

Inhalt

Gestaltung

Anmerkung

An welchen weiteren Themen sind Sie interessiert?

57


Name, Vorname

Firma

Anschrift

Telefon Fax

E-Mail

Zu welcher unserer

Zielgruppen würden

Sie sich zählen?

(bitte ankreuzen)

Wirtschaft/Unternehmen

Mitarbeiterzahl

Politik/Verwaltung

Forschung/Hochschule

Bildungseinrichtung

Umweltverband

Privat

Interessengebiete:

Abfallentsorgung/Recycling

Abwasserreinigung

Architektur und Bauwesen

Biotechnologie

Energieeinsparung

Integrierte Umwelttechnik

Landwirtschaft,

Landnutzung

Luftreinhaltung

Naturschutz

Regenerative Energien

Schulische

Umweltbildung

Umwelt und Kulturgüter

Umweltausstellungen

Umweltchemie

Umweltforschung

Umweltkommunikation

Umweltmanagement

Stipendien

49090 Osnabrück

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

An der Bornau 2

Bitte

freimachen

Postfach 17 05 · 49007 Osnabrück

An der Bornau 2 · 49090 Osnabrück

Telefon (05 41) 96 33-0

Telefax (05 41) 96 33-190

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