Planungsrechtliche Möglichkeiten zur Ausweitung der ... - Olsberg

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Planungsrechtliche Möglichkeiten zur Ausweitung der ... - Olsberg

Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Planungsrechtliche

Möglichkeiten zur

Ausweitung der

Windenergienutzung

in der Stadt Olsberg

vor dem Hintergrund eine Neubewertung unserer

Energieversorgung nach Fukushima

Dipl.-Ing. Michael Ahn, Stadtplaner AKNW / DASL • michael.ahn@wolterspartner.de

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Planungsstand heute

FNP-Darstellung einer sehr kleinen

Konzentrationszone nahe Esshof.

Substanziell Raum?

Energiewende:

- Änderung Atomgesetz

- Klimaschutznovelle BauGB

- EEG 2012

- Windenergieerlass

- LEP 2025 (in Aufstellung)

Leitziele:

- CO2-Ausstoß 2050 -80%

- Strom aus Wind von 3 auf 15%

(bis 2020 in NRW)

Konsequenz:

neue Tabuflächenanalyse mit zwei

Prüfaufträgen:

- außerhalb des Waldes ausreichend

Raum?

- wenn Wald, wo?

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Situation aktuell

Die Situation heute

Der Wunsch, die Windenergienutzung in den Kommunen auszubauen

ist weit verbreitet, auch dort, wo bislang der „Gegenwind“ die Planung

bestimmt hat.

Handlungsdruck entsteht durch:

Politik vor Ort, da Klimaschutz und/oder Förderung der regenerativen

Energien als kommunalpolitische Aufgabe erkannt worden ist.

Örtliche Investoren, meist Landwirte und erprobte Windanlagenbetreiber,

die nicht nur an das Repowering, sondern auch an

Erweiterung denken.

Stadtwerke und örtliche Energieversorger die begriffen haben, dass

dezentrale Stromerzeugung zum einen Geld bringt, zum anderen die

Wirtschaft fördern.

Heuschrecken! Investoren mit ausschließlichem Rendite-Interesse,

gewaltigen Pachtzahlungen und viel heißer Luft.

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

WKA-Entwicklung

Entwicklung

Windenergienutzung

bis zur

Energiewende

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Windenergieerlass

Der neue Windenergieerlass

Zitat Umweltminister Remmel vom 01.06.2011 (Halterner Zeitung): „Wir

wollen Mitte Juni einen Windkraft-Erlass veröffentlichen, der ist so gut wie fertig.

Oberste Priorität hat der Austausch der rund 2.800 Anlagen in NRW durch höhere

und leistungsstärkere Windräder. Auf diese Weise könnte man es bis 2020

schaffen, 15 Prozent des Strombedarfs durch Windkraft zu decken. Das

bestätigen Gutachten. Wir wollen aber auch entlang von Autobahnen und

Bahntrassen neue Gebiete erschließen. Und wir wollen in Gebiete gehen, die

bisher tabu waren. (...) In den Wald zum Beispiel. Da wo Kyrill uns gezeigt hat:

Vorsicht! Hier ist das mit der Forstwirtschaft schwierig, da bläst beizeiten ein

heftiger Wind.“

Das Thema „Wind im Wald“ ist allerdings nur dann ein Thema, wenn

außerhalb substanziell kein Raum für Windenergienutzung geschaffen

werden kann.

Am Tabu für Natur- und Artenschutz rüttelt der Erlass nicht – im

Gegenteil.

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Repowering

Repowering: in Olsberg mangels

Windpark kein Thema!

Quelle: Potenzialatlas • Agentur für erneuerbare Energien

e.V. 2010

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Neuplanung

Neue Planungsanforderungen

FNP-Darstellung von Konzentrationszonen gemäß § 35 Abs. 3 Satz 3

gelten als „qualifizierte FNP-Darstellung“, die den Festsetzungen in einem

Bebauungsplan gleichzusetzen sind (massiver Eingriff in das Eigentum

gemäß Artikel 14 GG).

Die FNP-Darstellung kann auf dem Weg der Normenkontrolle direkt

angegriffen werden.

Es ist ein Umweltbericht erforderlich.

Es sind Artenschutzfachliche Prüfungen gemäß § 44 BNatSchG

erforderlich.

Der Immissionsschutz umfasst nicht nur Lärm und Schattenwurf, sondern

auch die „optisch bedrängenden Wirkung“.

Das Landschaftsbild ist massiv betroffen. Waldflächen stellen eine völlig

neue Planungsaufgabe dar.

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Technikentwicklung

Onshore-Anlagen (des deutschen Markführers)

ca. 180 m GH

ca. 5 Mio €

Grenzertragsstandorte und

schallreduzierter Betrieb

(Nachabschaltung) sind damit

praktisch ausgeschlossen

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Artenschutz

Avifaunistisch sind Windkraftanlagen

überaus kritisch zu bewerten.

Zugvögel fliegen beispielsweise in der

Nähe von Rastflächen oder bei

Nebellagen im Schlagbereich der

Rotoren.

Verschiedene Vogelarten, z.B. der

Rotmilan, suchen auf den in der Regel

offenen Flächen, die auch für

Windkraftanlagen vorrangig genutzt

werden, Nahrung und bewegen sich

(wie auch verschiedene Fledermausarten)

in Höhe der Rotoren. Während

des Jagdflugs ist die Aufmerksamkeit

auf den Erdboden gerichtet, so dass

es zu Kollision mit den Rotoren

kommen kann.

Der Unterdruck an einer WKA lässt die

Luftsäcke einiger Vogelarten bzw. die

Lungen von Fledermäusen platzen.

ARTEN

SCHUTZ

Bewertung OVG MS (8 A 2357/08)

„Soll das Tötungs- und Verletzungsverbot des

§ 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG nicht zu einem

unverhältnismäßigen Hindernis für die

Realisierung von Vorhaben werden, so ist zur

Erfüllung des Tatbestandes allerdings zu

fordern, dass sich das Risiko des Schadenseintritts

durch das Vorhaben in signifikanter

Weise erhöht. Der Begriff der "Signifikanz" ist

dabei als eine deutliche Steigerung des

Tötungs- und Verletzungsrisikos zu verstehen.

Dazu reicht es regelmäßig nicht aus, dass

einzelne Exemplare durch das Vorhaben zu

Schaden kommen. (...) Hiernach ist das

Tötungs- und Verletzungsverbot grundsätzlich

nicht erfüllt, wenn das Vorhaben nach naturschutzfachlicher

Einschätzung jedenfalls

aufgrund von Vermeidungsmaßnahmen kein

signifikant erhöhtes Risiko kollisionsbedingter

Verluste von Einzelexemplaren verursacht,

mithin unter der Gefahrenschwelle in einem

Risikobereich bleibt, der im Naturraum immer

gegeben ist, vergleichbar dem ebenfalls stets

gegebenen Risiko, dass einzelne Exemplare

einer Art im Rahmen des allgemeinen

Naturgeschehens Opfer einer anderen Art

werden.“

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Herleitung der Zonen

Herleitung von Konzentrationszonen

Die Kommune hat die Planungshoheit und nur zwei Regeln einzuhalten:

Der Windenergie ist substanziell Raum zu geben. (vgl. OVG Berlin-Brandenburg

24.02.2011 - 2 A 2.09)

„Der Ausschluss der Anlagen auf Teilen des Plangebiets lässt sich nach der Wertung des

Gesetzgebers nur rechtfertigen, wenn der Plan sicherstellt, dass sich die betroffenen Vorhaben

an anderer Stelle gegenüber konkurrierenden Nutzungen durchsetzen.“ –BVerwG 4 C 2.04–

„Die Gemeinde muss ihre zunächst gewählten Kriterien (z.B. Pufferzonen) für die Festlegung der

Konzentrationsflächen nochmals prüfen und gegebenenfalls ändern, wenn sich herausstellt,

dass damit der Windenergie nicht substanziell Raum geschaffen wird. Will sie an den Kriterien

festhalten, muss sie auf eine planerische Steuerung nach § 35 Abs. 3 Satz 3 BauGB verzichten.“ –

BVerwG 4 CN 2.07 Leitsatz des Urteils–

Die Gemeinde ist nicht verpflichtet, einen optimalen wirtschaftlichen

Ertrag zu gewährleisten. –BVerwG, Urteil vom 17.12.2002, AZ 4 C 15.01–

„Die Gemeinde muss nicht sämtliche Flächen, die sich für Vorhaben nach § 35 Abs. 1 Nrn. 2 bis 6

BauGB (hier: Windkraftanlagen) eignen, gemäß § 35 Abs. 3 Satz 3 BauGB in ihrem Flächennutzungsplan

darstellen. Bei der Gebietsauswahl und dem Gebietszuschnitt braucht sie die

durch § 35 Abs. 1 Nrn. 2 bis 6 BauGB geschützten Interessen (hier: Windenergienutzung) in der

Konkurrenz mit gegenläufigen Belangen nicht vorrangig zu fördern. Sie darf diese Interessen

nach den zum Abwägungsgebot entwickelten Grundsätzen zurückstellen, wenn hinreichend

gewichtige städtebauliche Gründe dies rechtfertigen.“ (Leitsatz)

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Rechtsprechung

Urteil des OVG NRW vom

28.08.2008:

Die Sicherheit des Verkehrs kann

durch Abstand, oder durch andere

Vorkehrungen gewährleistet

werden

Urteil des OVG NRW vom

09.08.2006

Mit einer „optisch bedrängende“

Wirkung ist ab der zwei- bis

dreifachen Gesamthöhe der Anlage

zu rechnen.

Landschaftsschutzgebiete:

Ausschlusskriterium nur dann, wenn

der Konflikt nur durch Aufhebung

gelöst werden kann.

OVG NRW 19.5.2004

Waldflächen sind für

Windkraftnutzung prinzipiell

ungeeignet. So auch die geltenden

Ziele der Landesplanung.

Hier: 200 m Abstand aus

Brandschutz-Gründen

Die Rechtsprechung hat Abstände

zu Siedlungsflächen von 800 m

akzeptiert.

Nur wenn der Horizont vollständig

durch Windkraftanlagen verstellt

wird, gilt der Blick von innen nach

außen als gestört.

Zum Außenbereichswohnen sind

Abstände zwischen 300 und 400 m

durch die Rechtsprechung

bestätigt. Die Anlagen-hersteller

haben diesen Wert mittlerweile auf

400 bis 500 m erhöht

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Tabu-Maßstäbe

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Windzone heute

Ausgangspunkt:

Stadtgebiet

Dieses Gebiet ist auch der Maßstab

für den „substanziellen Raum“, den

man der Windenergie einräumen

muss.

Gemäß dem neuen § 249 BauGB

verliert die alte Konzentrationszone

nicht ihre Rechtmäßigkeit durch eine

Neuplanung.

Die damals gewählte Höhenbeschränkung

von 100 m (GH) dürfte

heute keinen Bestand mehr haben.

Die Windverhältnisse sind nicht

optimal – ein wesentlicher Grund für

fehlende Ansiedlungsvorhaben.

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Infrastruktur

Infrastruktur:

Straßen und Bahn

40 m Tabu, 200 m Restriktion

Autobahn in Bau bereits

berücksichtigt

(nach Erlass und Wunsch ULB größere

Annährung von WKA erwünscht,

jedoch aufgrund ungünstiger Windverhältnisse

nicht umsetzbar)

Freileitungstrassen ab 110 kV)

(100 m als Minimum)

Richtfunkttrassen

20 m

WDR-Sender

600 m Tabu

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Kulturgüter

Kulturgüter:

Erholungsfunktion (landschaftsorientiert)

gemäß Regionalplan

(lediglich ein Merkposten)

Bodendenkmal Bruchhauser Steine

(hier: Radius 1 km Tabu; gemäß Urteil OVG vom

18.11.2005 - 7 A 3329/01 - sind WKA im Umfeld

von 2 km landschaftsverunstaltend)

„Die strittigen Anlagen in nur zwei Kilometer Entfernung zu den

Bruchhauser Steinen würden hingegen geradezu auffällig in

das Blickfeld des Betrachters treten, der sich ihren durch die

Drehbewegungen der Rotoren verstärkten optischen

Auswirkungen nicht entziehen könnte. Sie würden zudem

gerade bei der dort vorhandenen unbeeinträchtigten Aussicht in

Richtung Norden bis Osten, die sich weit hin bis zu den

Paderborner Höhen erstreckt, unvermeidbar in das Blickfeld

treten und diese Fernsicht so gravierend negativ beeinflussen,

dass bereits dies als grob unangemessene Belastung für den

ästhetischen Eindruck der Landschaft zu werten ist. Der

besondere Wert dieser Landschaft liegt gerade darin, in Muße

den Blick immer wieder über die Ruhe ausstrahlende Weite

dieser Landschaft mit den wechselvollen Elementen des wie

ein Gemälde wirkenden Bilds schweifen lassen zu können,

ohne von der Hektik des menschlichen Lebens gestört zu

werden. Die geplanten Windenergieanlagen würden

demgegenüber optisch im Wortsinn eine ,Unruhe‘ stiften, die

diesem Bild fremd ist und seine ästhetisch wertvolle

Einzigartigkeit massiv beeinträchtigt.“

Schlösser / Baudenkmale / Bildstöcke

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Naturraum

Natur und Landschaft:

LSG und Naturpark nur Merkposten

WSG Zone II hier nur Restriktion

wegen geringer Gefahr des Eintrags

wassergefährdender Stoffe, gemäß

UWB jedoch kritisch wegen

Veränderung der oberflächennahen

Grundwasserströme durch die

Fundamente

BSN der Regionalplanung Tabu

NSG / ND / GLB plus 100 m Tabu

FFH mit Bedeutung für die Avifauna

Tabu plus 200 m

Nur im Detail zu bestimmen:

Artenschutz

Landschaftsbild indirekt beachtet

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Waldgebiete

Wald:

Windenergieerlass:

Die Ausweisung von Gebieten für die

Windenergienutzung in Waldbereichen kommt

nach Maßgabe des Zieles B.III.3.2 des LEP NRW in

Betracht.

LEP Ziel B. III. 3.2:

Waldgebiete sind so zu erhalten, zu pflegen und

zu entwickeln, dass der Wald seine Nutz-, Schutzund

Erholungsfunktionen nachhaltig erfüllen

kann. Waldgebiete dürfen nur für andere

Nutzungen in Anspruch genommen werden, wenn

die angestrebten Nutzungen nicht außerhalb des

Waldes realisierbar sind und der Eingriff in den

Wald auf das unbedingt erforderliche Maß

beschränkt wird.

Ist die Inanspruchnahme von Waldgebieten

unabweisbar, ist durch Planungen und Maßnahmen

möglichst gleichwertiger Ausgleich/

Ersatz vorzusehen. Davon kann aus landesplanerischer

Sicht abgesehen werden, wenn der

Waldanteil einer Gemeinde mehr als 60% ihres

Gemeindegebietes beträgt.

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Siedlungsflächen

Siedlung:

Siedlungsflächen / Ortschaften

mit 800 m Abstand Tabu

Streubebauung

mit 400 m Abstand Tabu

Puffer von weiteren 100 m aufgrund

der Anforderungen der Hersteller

sinnvoll.

Erholungsgebiet von Assinghausen

als Merkposten berücksichtigt.

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Zwischenergebnis

Ergebnis Tabuflächenanalyse:

Es gibt nur sehr kleine Restflächen,

die in der Summe keine substanzielle

Fläche außerhalb der Waldgebiete

bereitstellen und für sich genommen

zu klein sind, um eine Konzentration

moderner Anlagen zu begründen.

Waldflächen sind daher ins Auge zu

fassen.

Dabei ist zu beachten, dass die

Flächen mit Transporten erreicht

werden müssen, die 52 m starre

Länge aufweisen.

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Waldfilter Nr. 1

1. Waldfilter:

Windhöffigkeit

es werden 6,3 m/s in 138 m Höhe

zugrunde gelegt. Dies entspricht der

unteren grenze der Wirtschaftlichkeit

zum Betrieb einer 3 MW-Anlage mit

einer Gesamthöhe von ca. 180 m.

Zwei Kernzonen größter Windhöffigkeit

liegen in der Mitte der Stadt

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Waldfilter Nr. 1

1. Waldfilter:

Windhöffigkeit

es werden 6,3 m/s in 138 m Höhe

zugrunde gelegt. Dies entspricht der

unteren grenze der Wirtschaftlichkeit

zum Betrieb einer 3 MW-Anlage mit

einer Gesamthöhe von ca. 180 m.

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Waldfilter Nr. 1

1. Waldfilter:

Windhöffigkeit

Die mittleren bis guten Windlagen

werden verschnitten mit allen Tabuflächen,

mit Ausnahme der Waldflächen.

Der Sendemast des WDR beseitigt

damit einen der ertragreichsten

Standorte. Die übrigen Reduzierungen

beruhen auf Siedlungsnähe

und Naturschutzbelangen.

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Waldfilter Nr. 2

2. Waldfilter:

Wälder mit besonderer Funktion.

Die ehemalige LÖBF, heute LANUV,

hat vor einigen Jahren den Wald in

einem Waldfunktionskartenwerk

qualifiziert.

Schraffiert hervorgehobene Wälder

haben besondere Funktionen.

Im Stadtgebiet Olsberg gibt es

allerdings nur Waldflächen mit der

Funktion „Wasserschutz“

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Waldfilter Nr. 2

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Waldfilter Nr. 2

2. Waldfilter:

Wälder mit besonderer Funktion.

Die ehemalige LÖBF, heute LANUV,

hat vor einigen Jahren den Wald in

einem Waldfunktionskartenwerk

qualifiziert.

Schraffiert hervorgehobene Wälder

haben besondere Funktionen.

Im Stadtgebiet Olsberg gibt es

allerdings nur Waldflächen mit der

Funktion „Wasserschutz“.

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Waldfilter Nr. 3

3. Waldfilter:

Geländeneigung.

Die Fundamentierung und die

Zuwegung zu Windkraftanlagen

lassen sich in Steilhanglagen nicht

mehr verwirklichen.

Bereits bei über 10% Neigung steigt

der Aufwand.

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Waldfilter Nr. 3

3. Waldfilter:

Geländeneigung.

Die Fundamentierung und die

Zuwegung zu Windkraftanlagen

lassen sich in Steilhanglagen nicht

mehr verwirklichen.

Bereits bei über 10% Neigung steigt

der Aufwand.

Für die Nutzung von Flächen als

Konzentrationszonen wurden Flächen

> 35% Neigung ausgenommen.

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Waldfilter Nr. 4

4. Waldfilter:

Konzentrationswirkung.

Gemeinhin wird aus dem Umweltrecht

abgeleitet, dass eine

Ansammlung von drei Windkraftanlagen

einen Windpark bildet.

Zum Schutz des Landschaftsbild in

den touristisch geprägten Strukturen

Olsbergs wird definiert, dass eine

Konzentrationszone Raum für

mindestens vier Windkraftanlagen

der 3 MW-Klasse bieten muss.

Annahme:

3 MW-Anlage

mit 100 m

Rotordurchmesser

3-facher Rotordurchmesser

in Nebenwindrichtung

50 ha

Diese Annahme beruht auf der

Kenntnis, dass der Windenergienutzung

dennoch substanziell Raum

gegeben werden kann.

5-facher Rotordurchmesser

in Hauptwindrichtung

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Waldfilter Nr. 4

4. Waldfilter:

Konzentrationswirkung.

Gemeinhin wird aus dem Umweltrecht

abgeleitet, dass eine

Ansammlung von drei Windkraftanlagen

einen Windpark bildet.

Zum Schutz des Landschaftsbild in

den touristisch geprägten Strukturen

Olsbergs wird definiert, dass eine

Konzentrationszone Raum für

mindestens vier Windkraftanlagen

der 3 MW-Klasse bieten muss.

Diese Annahme beruht auf der

Kenntnis, dass der Windenergienutzung

dennoch substanziell Raum

gegeben werden kann.

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Waldfilter Nr. 4

4. Waldfilter:

Konzentrationswirkung.

Gemeinhin wird aus dem Umweltrecht

abgeleitet, dass eine

Ansammlung von drei Windkraftanlagen

einen Windpark bildet.

Zum Schutz des Landschaftsbild in

den touristisch geprägten Strukturen

Olsbergs wird definiert, dass eine

Konzentrationszone Raum für

mindestens vier Windkraftanlagen

der 3 MW-Klasse bieten muss.

Dieses Maß gilt nur, wenn der

Windenergienutzung dennoch

substanziell Raum gegeben werden

kann.

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Waldfilter Nr. 5

5. Waldfilter:

Erschließungsmöglichkeit und

Landschaftsbild (als „Ampel“).

Die Erschließung ist eine Funktion der

Wirtschaftlichkeit und daher nur als

Empfehlung zu definieren.

Das Landschaftsbild ist ein weicher

Standortfaktor und daher nur dann

anzuwenden, wenn im Stadtgebiet

ausreichend Raum für die Windenergienutzung

geschaffen werden

kann.

Eine Vorab-Einschätzung der Hochsauerlandkreises

wurde bereits

berücksichtigt.

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Arnsberger Wald

Schwachwindlage

Raum für

bis zu 13 Anlagen

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Nördlich Antfeld

längs der künftigen

Autobahn

Nutzung Jagdhütte

klären

Raum für

bis zu 6 Anlagen

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Langerberg

Ortsnähe kritisch

Artenschutz und

Erschließung

werden die Anzahl

der möglichen

WKA unter das

Minimum einer

Konzentration

reduzieren

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Heidkopf

Elleringhausen

Steinhelle

Produktiver

Standort

Raum für 5

Anlagen

Bruchhausen

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

westlich Helmering-/Wulmeringhausen

Ortsnähe kritisch

Artenschutz und

Erschließung

werden die Anzahl

der möglichen

WKA unter das

Minimum einer

Konzentration

reduzieren

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

nördlich Brunskappel / nordöstlich Elpe

höchst Anteil von

Windwurfflächen

Raum für 8

Anlagen

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Ochsenkreuz

Wiemeringhausen

im Landschaftsbild

eher unkritisch

Raum für 6

Anlagen

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Sperrenberg

Artenschutz und

Erschließung

werden die Anzahl

der möglichen

WKA unter das

Minimum einer

Konzentration

reduzieren

Nur

interkommunal

sinnvoll

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Bestwig / Schmallenberg / Winterberg

In Winterberg

Altenfeld laufen

Planungen für ca. 6

Anlagen.

Die Grenzlage

ermöglicht hier

ggf. einen

größeren Park

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

weiteres Vorgehen

Weitere Vorgehensweise:

Es sind noch Abstimmungen mit dem

Landesbetrieb Wald erforderlich.

Mit den Interessierten an allen

Standorten sind Gespräche zu führen.

Die Investoren müssen auf eigenes

Risiko folgende Daten erarbeiten:

- Immissionsschutz

- Artenschutz

- Wirtschaftlichkeit

Erst dann entscheidet der Rat der

Stadt über die Aufstellung einer FNP-

Änderung.

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Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Planverfahren

Planungsbeteiligung

Die Dimension der Planungsaufgabe vor dem Hintergrund einer überaus

großen Gewinn-Erwartung Einzelner bei gleichzeitigem Ausschluss einer

Vielzahl von anderen Interessierten begründet zwei Planungsforderungen:

Die potenziellen Bauherren / Investoren beteiligen sich (ggf. über

städtebauliche Verträge gemäß § 11 BauGB) an den Planungskosten für

ohnehin erforderliche Fachgutachen für das formelle Planverfahren (das

Verfahren selbst bleibt vollständig hoheitlich). Eine Abschöpfung der

Bodenwertsteigerung oder eine Übertragung des Beitrags- und Erschliessungsrechts

sowie des Umlegungsrechts auf die Windstandortplanung ist

–bislang– ausgeschlossen.

Vorhaben, die eine breite Einbeziehung von Nachbarn bzw. von „Stadt-

Bürgern“ ermöglichen, sind aus Gründen des Interessensausgleichs und

der Akzeptanzerhöhung zu bevorzugen.

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Empfehlung

Empfehlung an Interessenten

Beachten Sie die Suchbereiche und Bedingungen!

Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn!

Holen Sie sich Rat: sprechen Sie die landwirtschaftlichen Verbände an,

fragen Sie bei erprobten Windparks an!

Wenn Sie sich „gefunden“ haben: sprechen Sie mit der Stadt!

Nehmen Sie sich Zeit: der Weg zu einem Bürgerwindrad ist lang und

steinig und dürfte sicherlich 3 und mehr Jahre Zeit beanspruchen.

Unterstützen Sie die Stadt bei den notwendigen Fachgutachten. Die

Ermittlung artenschutzfachlicher Belange dauert sehr lange, die Anzahl

der Fachbüros ist begrenzt und die Planung ist kostspielig: Planen Sie

hier rechtzeitig, aber verbuchen Sie die Planungskosten als

„Risikokapital“! Eine seltene Art hat schon größere Projekte in Stolpern

gebracht.

© Stadt Olsberg


Planungen zur Ausweitung der Windenergienutzung in der Stadt Olsberg

Ausblick

Quelle: Potenzialatlas • Agentur für erneuerbare Energien

e.V. 2010

Die Energiewende findet im

ländlichen Raum statt.

Die Region stellt aber nicht nur die

Flächen bereit. Es muss zu einer

regionalen Wertschöpfung kommen.

Dazu brauen wir kommunale

Planungshoheit!

Wer von der EEG-Förderung profitiert,

soll auch das Risiko und die Kosten der

notwendigen Planungen tragen!

Danke für‘s Zuhören! Michael Ahn,

Stadtplaner

© Stadt Olsberg

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