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N E U E

HILFE

Ausgabe Nr. 171 | März 2010

W e g

Etappen

Menschen

Feste

Dank

Sonderausgabe


EDITORIAL

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Wir in der HHO haben in

den letzten 50 Jahren viel

erreicht. Jetzt dürfen wir

feiern. Wenn Sie die nächsten

Seiten der Neuen Hilfe

lesen, spüren Sie, dass

wir voller Vorfreude sind.

Wir sind gespannt auf viele

Begegnungen, Spaß und

gemeinsame Ausblicke in

eine gute Zukunft.

Unseren Verein gibt es seit 50 Jahren.

Allerdings feiern wir nicht eine formale

Vereinsgründung, sondern das, was wir

bewegen konnten und geleistet haben.

Vor 50 Jahren setzte sich der Sonderschullehrer

Heinrich Gerdom über viele

Barrieren hinweg und gründete mit weiteren

Mitstreitern den „Verein für Heilpädagogische

Hilfe“. 1960 waren es vier

Kinder, die in der ersten Einrichtung eine

gezielte Förderung erhielten. Bald folgte

die erste Werkstatt, danach die Wohnheime,

es gab Bildungs-, Förder- und Betreuungseinrichtungen

für alle, vom Kleinkind

bis zum Senior.

Die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück

gewann immer mehr Mitstreiter. Endlich

gab es eine gute Adresse für Menschen

mit Behinderung und ihre Angehörigen.

Endlich waren die Zeiten vorbei, als geistige,

körperliche oder psychische Einschränkung

ausgeklammert oder nur am

Rande akzeptiert wurde. Menschen mit

Behinderung sind ein unverzichtbarer Teil

der Gesellschaft.

Die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück

gab in dieser Entwicklung den Takt vor.

Heute fördern, beschäftigen und betreuen

wir über 2.700 Kinder, Jugendliche

und Erwachsene. Es gibt mehr als 60 Einrichtungen

unter dem Dach der HHO. Auf

unser Team mit rund 1.400 Mitarbeitern

und 500 Ehrenamtlichen können wir uns

verlassen.

Die vergangenen 50 Jahre sind in ihrer

rasanten Entwicklung kaum zu überbieten.

Auch eine noch so umfangreiche

Sonderausgabe der Neuen Hilfe könnte

nicht alles beschreiben. Einige Beispiele

finden Sie als „Meilensteine“ auf den

nächsten Seiten.

Wir von der Heilpädagogischen Hilfe

Osnabrück wünschen uns viele Menschen,

die die Freude teilen, viele Gäste

aus nah und fern, die mitmachen. Im Laufe

des Jubiläumsjahres wird es zahlreiche

und ganz unterschiedliche Veranstaltungen

geben. Das Jubiläumsjahr wird so

werden wie wir: kunterbunt und vielfältig,

fröhlich und voller Freude. Am Freitag, 9.

April geht es richtig los. Diese Ausgabe

der Neuen Hilfe gibt Ihnen ab Seite 16

einen Vorgeschmack auf das, was Sie erwartet.

Wir sind dankbar und glücklich für das

Erreichte, besonders weil wir trotz aller

Veränderungen unseren christlichen Wurzeln

treu geblieben sind. So soll es weitergehen.

Lassen Sie uns feiern


und machen Sie mit!

Ihr

Heiner Böckmann

Geschäftsführer


INHALT

7

Der lange Weg bis zur Inklusion 5

Die Meilensteine in fünf Jahrzehnten 6

Meilensteine 1970 bis 1980 7

Meilensteine 1980 bis 1990 8

Meilensteine 1990 bis 2000 9

Meilensteine 2000 bis heute 10

10

Die HHO in Zahlen 11

Die Köpfe der HHO 13

Menschen in der HHO 14

Gut Ding braucht Weile... 16

17

Und einiges fiel auf gutes Land... 19

Veranstaltungskalender / Impressum 20


Seite 5

Seite 6

Seite 11

Der lange Weg

Die Meilensteine in

fünf Jahrzehnten

Die HHO in Zahlen

Nicht immer leicht, häufig auch mühsam und steinig

war der Weg, den Menschen mit Behinderungen in

den letzten Jahrzehnten gegangen sind. Wie viele Demütigungen

mussten sie erdulden, sie wurden ermordet,

totgeschwiegen und weggesperrt. Im 50. Jahr

der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück wissen wir,

dass die Gesellschaft nur gemeinsam – mit und ohne

Behinderung – gelingen kann. Wir können und wollen

nicht ohne unsere behinderten Mitmenschen leben

und sie nicht ohne uns. Gemeinsam werden wir in den

nächsten 50 Jahren wieder neue Wege in der Behindertenhilfe

gehen. „Wir Menschen leben nicht primär

aus unserer Tüchtigkeit und Leistungsfähigkeit, sondern

aus dem Vertrauen und der Mitmenschlichkeit,“

sagt der Tübinger Theologe und Ethiker Prof. Dr. Dietmar

Mieth.


Behindertenhilfe im Wandel

Der lange Weg

bis zur Inklusion

Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts

gab es Einrichtungen für Behinderte.

1838 wurde die „Rettungsanstalt

für schwachsinnige Kinder“ in Wildberg

gegründet. 1867 die Anstalt Bethel in

Bielefeld, dessen Leitung Friedrich von

Bodelschwingh 1877 übernahm. Es gab

durchaus Erfolg versprechende Gehversuche

im sozialpädagogischen Bereich.

„Die Zeitspanne zwischen 1820 und

1920 kann ohne Übertreibung das Jahrhundert

der Heil- und Behindertenpädagogik

genannt werden,“ schreibt der

ehemalige HHO-Geschäftsführer Wilfried

Windmöller in seinem Buch „Die politische

Durchsetzung der Werkstätten zur

Arbeits- und Berufsförderung.“

Am liebsten möchte man die Zeit von

1933 bis 1945 vergessen. Als Mahnung

muss sie genannt sein. Die Reinheit der

Rasse war der ideologische Wahn im Nationalsozialismus.

Das sogenannte „unwerte

Leben“ passte nicht in das Bild.

Begriffe wie Eugenik und Euthanasie waren

salonfähig. Es gab die schreckliche

„Aktion T4“. 100.000 psychisch Kranke

und behinderte Menschen wurden ermordet.

Der Neuanfang

Die stationären Einrichtungen der

Behindertenhilfe nahmen nach dem

Krieg ihre Arbeit auf. Dennoch – in der

Öffentlichkeit waren Menschen mit Behinderung

kaum sichtbar. Die Angehörigen

mussten Mitspracherecht und

Meinungsäußerung erst lernen. In den

Zeiten des wachsenden Wohlstandes

hatte Behinderung wenig Platz. Der Osnabrücker

Sonderschullehrer Heinrich

Gerdom ergriff die Initiative, holte die

Kirche sowie die Politik ins Boot. Der

Verein für Heilpädagogische Hilfe Osnabrück

wurde gegründet – er wurde Vorreiter

einer neuen Bewegung zum Wohle

behinderter Menschen.

Der Schutz

Viele Jahre gab es die „Beschützende

Werkstatt“. Endlich konnten Menschen

mit gesundheitlichen Einschränkungen

arbeiten, lernen und zeigen, was sie

können. Der Schutz der Werkstätten

war anfangs unerlässlich, um das Leben

unter den veränderten Vorzeichen

meistern zu können. Für diesen Arbeitseifer

mussten Auftraggeber und entsprechende

Arbeiten gefunden werden.

Neue Werkstätten mit immer höheren

technischen Standards entstanden. Die

Arbeit der Werkstätten lebte immer weniger

vom Mitleidbonus, sondern von qualifizierter

Arbeit. Der umhüllende Mantel

des Schutzes konnte sich öffnen. Die

Beschäftigten in den Werkstätten entwickelten

mehr Selbstständigkeit, sie

erhielten Aufgaben, die ihren individuellen

Fähigkeiten entsprachen und eine

gezielte Förderung. Der Berufsbildungsbereich

nahm die Arbeit auf und das

Freizeitwerk wurde zum Begleiter außerhalb

der Arbeit.

Die Integration

Für Kinder mit Einschränkungen ist

die frühstmögliche Förderung die erfolgreichste.

Deshalb gibt es seit 1982 die

Frühförderung. Besonders im Kinderund

Jugendbereich wurde die Integration

die Aufgabe der Zukunft. Kinder mit und

ohne Behinderung gehen fortan in integrative

oder heilpädagogische Kindergärten,

spielen und lernen gemeinsam.

Danach geht es zur Regelschule oder in

das Heilpädagogische Bildungszentrum,

heute Horst Koesling Schule. Stück für

Stück werden Kinder nach ihren Fähigkeiten

auf das Leben vorbereitet.

Menschen mit Behinderung möchten

ein eigenes Zuhause. Je nach Betreuungsbedarf

leben sie in stationären Einrichtungen,

die nach ihren Bedürfnissen

ausgerichtet sind, in Wohngruppen oder

in der eigenen Wohnung. In jedem Fall

wollen sie möglichst eigenständig leben.

Auch in den eigenen vier Wänden ist niemand

allein auf sich gestellt. Die ambulante

Assistenz ist der Begleiter bei allen

großen und kleinen Problemen.

Die Inklusion

Der Weg in die Zukunft lautet für die

HHO Inklusion. Im Dezember 2006 verabschiedete

die Vollversammlung der

Vereinten Nationen das Übereinkommen

auf Rechte für Menschen mit Behinderung.

Für die Bundesrepublik gilt diese

Regelung seit März 2009 verbindlich.

Damit sind alle Menschen gleichgestellt,

sie genießen die gleichen Rechte

auf Arbeit, Bildung und Teilhabe am

gesellschaftlichen Leben. Es soll keine

Sondereinrichtungen mehr geben, statt

dessen Kindertagesstätten, Schulen

und Arbeitsplätze für alle. Integration bedeutet,

Menschen mit Behinderung in so

genante „normale“ Lebensverhältnisse

einzufügen. Inklusion ist das gleichberechtigte

Leben ohne Unterschiede und

in gegenseitiger Wertschätzung.

Die HHO hat heute rund 180 Arbeitsplätze

außerhalb der Werkstätten geschaffen,

es gibt die Unterstützung der

ambulanten Assistenz beim Wohnen

und es gibt fünf integrative Kindertagesgruppen

unter dem HHO-Dach. Damit die

Gemeinsamkeit schon im Krabbelalter

beginnt, wurde vor über einem Jahr die

erste integrative Kinderkrippe „Regenbogen“

in Osnabrück eröffnet und in

diesem Jahr mit dem „Wasserwerk“ die

zweite an der Mindener Straße. So kann

Inklusion Schritt für Schritt gelingen.

5


HEILPÄDAGOGISCHE HILFE

OSNABRÜCK

1960 bis 1970

Die Meilensteine

in fünf Jahrzehnten

1960 wird der Verein für Heilpädagogische

Hilfe gegründet. Vier geistig

behinderte Kinder werden im evangelischen

Kindergarten an der Tannenburgstraße

aufgenommen.

1961 im November wird die Heilpädagogische

Tagesheimstätte an der Ernst

Sievers Straße eröffnet. Das Haus ist

sofort belegt. 50 Kinder werden hier

betreut.

1963 wird der Ruf nach einer Beschützenden

Werkstatt lauter. 1962

arbeiten sieben behinderte Menschen

im Stüvehaus, Osnabrück. Die Karosseriebauer

Karmann gehört zu den ersten

Auftraggebern. Es beginnt die intensive

Suche nach einem Grundstück für die

erste Beschützende Werkstatt.

1964 ist die Werkstatt in Sutthausen

fertig. 48 Beschäftigte ziehen ein und

beginnen ihre Arbeit in drei Gruppen.

Das Areal ist auf Wachstum ausgerichtet.

300 bis 400 Menschen sollen hier

beschäftigt werden. Nach und nach werden

Werkstattbereiche angebaut.

Die erste

Osnabrücker

Werkstatt für Menschen

mit Behinderung

in Sutthausen.

1965 und 1967 wird die Heilpädagogische

Tagesstätte erweitert.

1968 werden 95 Kinder mit geistiger

und 45 Kinder mit körperlicher Behinderung

betreut.

In der Werkstatt arbeiten schon 130

Menschen.

Arbeit im Stüvehaus

Diese Menschen werden in der Werkstatt gebraucht

6


1970 bis 1980

Meilensteine 1970 bis 1980

1972 ist der Holterberg erstes Wohnheim

für behinderte Menschen in Niedersachsen.

Zunächst finden hier 14

Menschen ein Zuhause.

1973 öffnet der Sonderkindergarten

und Tagesbildungsstätte Montessori Kinderhaus

Haltern. Durch die gute Nachbarschaft

zum Regelkindergarten kommt

es zu ersten integrativen Begegnungen.

1974 am 22. Mai wird der Grundstein

für das Wohnheim an der Aschendorfer

Straße gelegt. Hier ziehen 50 Menschen

mit Behinderung ein. Zentral gelegen

sind die Bewohner mittendrin, die Integration

schreitet voran.

Ein weiteres Wohnheim wird an der

Weißenburger Straße eröffnet.

1976 folgt das Wohnheim an der

Moltkestraße mit 20 Plätzen und das

Wohnheim Gut Krebsburg in Ostercappeln.

In dem wohl 700 Jahre alten Gut

finden zunächst 35 und jetzt 43 Bewohner

ein naturnahes Zuhause. Die Einrichtung

wird auch als Tagesstätte für behinderte

Senioren genutzt.

1977 stirbt

Heinrich Gerdom

im Alter von 79

Jahren an den

Folgen eines Verkehrsunfalls.

Die erste Tagesbildungsstätte der HHO in der

Ernst Sievers Straße.

1978 erhält die Tagesbildungsstätte,

das Heilpädagogische Bildungszentrum

an der Ernst Sievers Straße, ein Therapiebad

und ein neue Küche. Demnächst

ist neben den Bewegungserlebnissen im

Wasser auch die Reittherapie möglich.

Die Heilpädagogische Hilfe übernimmt

den Ellernhof in Bissendorf-Ellerbeck.

Hier leben anfangs 14 Menschen. Heute

fühlen sich in der ländlichen Umgebung

besonders die Senioren und viele Reitkinder

wohl. Die Halle der Reittherapie

befindet sich auf dem Gelände.

1979 gibt es im Splitterkeller Freizeitvergnügen

für alle. Das Freizeitwerk hat

seine Arbeit aufgenommen.

1980 arbeiten 460 Menschen in der

Werkstatt Sutthausen.

7


HEILPÄDAGOGISCHE HILFE

OSNABRÜCK

1980 bis 1990

Meilensteine 1980 bis 1990

Uwe Bergfeld

bei der

Eröffnungsfeier

in

Schledehausen

1981 ist die zweite

Werkstatt fertig. 180 Beschäftigte

ziehen nach

Schledehausen, es gibt

dort 240 Plätze. Zum Einstieg

wird mit 300 närrischen

Gästen Karneval

gefeiert. Diese Sitzung

hat bis heute Tradition.

1982 professionalisiert die HHO das

Angebot der Frühförderung. Vom Babyalter

bis zum Kindergartenalter wird gezielt

gefördert. Für 65 Kinder und ihre Eltern

ist die „Frühförderung und Entwicklungsberatung“

am Blumenhaller Weg erste

Anlaufstelle.

1982 begibt sich der Turnverein Schledehausen

auf Neuland, indem er eine

Behindertensportgruppe gründet. Montagabends

gehen 15 Männer, zumeist

aus dem Ellernhof, in die Sporthalle.

1983 besucht Bundespräsident Karl

Carstens die Werkstatt Sutthausen. Als

Dankeschön erhält er eine Gartenbank

aus eigener HHO-Herstellung. Sie findet

im Garten der Villa Hammerschmidt ihren

Standort.

1983 gibt es den ersten Werkstatttag

in Sutthausen. 52 Werkstätten für Behinderte

aus dem gesamten Bundesgebiet

sind mit ihren Produkten vertreten.

Blickfang ist das Spielzeug Cubio, das

von Sutthausen aus weltweit vertrieben

wird.

1985 wird am 7. Juni ein großes Fest

in der Halle Gartlage gefeiert. Die Heilpädagogische

Hilfe Osnabrück ist 25

Jahre alt.

1986 wird ein Grundstück in Hilter gekauft.

Hier entsteht die dritte Werkstatt.

1987 ist der Werkstattladen in Sutthausen

eine gefragte Adresse für alle,

die gut kaufen und dabei Gutes tun wollen.

Hier wird erweitert und ein neuer

Werkstattladen im Stadtzentrum eröffnet.

1988 ziehen 22 Menschen in das

Wohnheim Bergerskamp. Das Montessori

Haus Melle steht jetzt in Trägerschaft

der HHO.

1989 übernimmt die HHO den Sprachheilkindergarten

an der Lotter Straße.

1990 arbeiten 861 behinderte und

215 Mitarbeiter ohne Behinderung in

den Werkstätten und den HHO Einrichtungen.

144 Kinder und Jugendliche werden

betreut und 177 Menschen wohnen

in den HHO-Heimen.

Der Werkstattladen:

Ein Ort zum Stöbern,

Kaufen und Gutes tun.

Vor 25 Jahren wird das erste

große Jubiläum gefeiert.

8


1990 bis 2000

Meilensteine 1990 bis 2000

1991 wird die OSNA Technik 1 gegründet.

60 psychisch behinderte Menschen

erhalten hier einen Arbeitsplatz. Die

Werkstatt Hilter geht mit 240 Arbeitsplätzen

an den Start.

1992 folgt die Eröffnung der OSNA-

Technik II mit 45 Plätzen.

1993 wird das Montessori Haus Melle

integrative Kindertagesstätte.

1994 wird der Vogelsang Kindergarten

mit einer heilpädagogischen Gruppe

eingeweiht. Auch in Bad Essen-Wittlage

läuft eine Gruppe integrativ.

1995 übernimmt die HHO die Burg

Wittlage. Das Haus wird als Freizeitstätte

und als Kurzzeitpflegeeinrichtung geführt.

1996 richtet das Montessori Haus

Melle eine weitere Integrativgruppe ein

und die integrative Kindertagesstätte

Melle-Neuenkirchen wird eröffnet.

Außerdem gibt es die ersten Arbeitsplätze

außerhalb der Werkstätten. Die

Cafeteria der Berufsbildenden Schulen

wird von Beschäftigten der HHO bewirtschaftet.

In den Folgejahren entstehen

weitere ausgelagerte Arbeitsplätze in

Cafeterien.

In Bad Iburg nimmt die OSNA-Technik

ihre Arbeit auf.

1997 nimmt die Tischlerei in Hasbergen

mit 60 Arbeitsplätzen ihre Arbeit auf.

Die Elfriede Hilmer Stiftung wird gegründet.

1998 beginnen 120 Mitarbeiter ihre

Tätigkeit in der neuen Werkstatt Wallenhorst.

1999 wird die OSNA-Technik IV in

Bohmte eröffnet.

Der Splitterkeller wird geschlossen,

stattdessen trifft man sich im neuen

Begegnungszentrum in Sutthausen, dem

Regenbogentreff. Im Hörner Bruch eröffnet

die HHO den Waldkindergarten.

2000 kann auf dem Ellernhof auf den

Rücken von vier Pferden die Welt der

Bewegung neu entdeckt werden. Die

ON steuert mit ihrer Weihnachtsaktion

120.000 DM bei.

2000 arbeiten 1365 behinderte Menschen

in den Werkstätten, 361 Kinder

und Jugendliche spielen und lernen in

den Einrichtungen und 378 Bewohner

haben unter dem HHO-Dach ein gemütliches

Zuhause.

Die Reittherapie:

Viel Glück auf dem

Rücken der Pferde.

Ein offenes Tor für Menschen mit und ohne

Behinderung: Die Burg Wittlage

9


HEILPÄDAGOGISCHE HILFE

OSNABRÜCK

2000 bis heute

Meilensteine 2000 bis heute

2001 gibt es die Kurzzeitpflege auf

Burg Wi ttlage.

2003 wird Wilfried Windmöller an seinem

65. Geburtstag im Juni in den Ruhestand

verabschiedet. Zahlreiche Weggefährten,

an der Spitze Ministerpräsident

Christian Wulff, begleiten ihn in den

neuen Lebensabschnitt. Der Dipl. Volkswirt

leitete und prägte seit 1970 als Geschäftsführer

die Heilpädagogische Hilfe

Osnabrück. Neben seiner beruflichen Tätigkeit

war er ehrenamtlich in mehreren

sozialen und kirchlichen Gremien engagiert.

Für seine beispielhafte Arbeit

erhält Wilfried Windmöller im Juni 2007

das Verdienstkreuz der Bundesrepublik

Deutschland.

Neuer Geschäftsführer der HHO ist

Heiner Böckmann. Wilfried Windmöller

bleibt der Heilpädagogischen Hilfe treu.

Im November 2003 wird er zum neuen

Vorsitzenden gewählt. Windmöller ist damit

Nachfolger von Dr. Friedel Baurichter,

der fast 20 Jahre lang dem Vorstand angehörte.

2005 der Grundstein für die Werkstatt

in Melle, der fünften Werkstatt der HHO,

ist gelegt, am 15. Dezember folgt die

Einweihung. 120 Beschäftigte arbeiten

hier an hochmodernen Maschinen, es

gibt die Spezial- und Intensivförderung.

2006 ist der CAP-Markt in Glane als

der 32. dieser Art in Deutschland eröffnet.

In Niedersachsen ist es der erste

Supermarkt, in dem Menschen mit körperlichen

und geistigen Behinderungen

einen Arbeitsplatz finden.

2006 widmen sich Beschäftigte der

HHO der Kunst, unter professioneller

Leitung des Malers Christoph Seidel.

Der Kunstcontainer in Sutthausen wird

zum beliebten Kreativ-Treffpunkt und die

HHO-Künstler sind bei etlichen Ausstellungen

in aller Munde.

2007 wird die Förderstiftung gegründet,

Antonius Fahnemann übernimmt

den Vorsitz. Im Jubiläumsjahr 2010

beträgt das Stiftungskapital bereits

500.000 Euro.

2007 unterzeichnen Wladimir Geldt

und Heiner Böckmann eine neue Werkstattvereinbarung,

die Arbeits- und

Urlaubszeiten, Sonderregelungen für

Schwerbehinderte und Entgelte festlegt.

2007 wird im neuen FreizeitTreff an

der Industriestraße 13 in Sutthausen

und auf dem neuen Boule Parcours am

Wohnheim in Hilter Eröffnung gefeiert.

2008 lassen sich die Bewohner in Bad

Rothenfelde von RWE-Experten zu Energiesparfüchsen

ausbilden. RWE-Chef Dr.

Jürgen Großmann informiert sich persönlich.

2008 öffnet die erste integrative Kinderkrippe

mit dem schönen Namen „Regenbogen“

an der Schützenstraße. In

der ehemaligen Postfiliale fühlen sich 12

Kinder zwischen neun Monaten und drei

Jahren wie Zuhause.

2008 besuchen erstmals Sozialarbeiter

und Verwaltungskräfte der Behinderteneinrichtung

im polnischen Pila die

Osnabrücker Werkstätten. Daraus entwickelt

sich eine Partnerschaft. Diese

wird ebenso gepflegt wie die mit Einrichtungen

in Twer in Zentralrussland.

Die fünfte Osnabrücker

Werstatt geht in Melle an

den Start.

10


2008 kommt mit Ministerpräsident

Christian Wulff ein weiterer hoher Besucher.

Er tauscht für einen Tag die Staatskanzlei

in Hannover mit der Werkbank in

Melle.

2009 ziehen 24 Bewohner in das umgebaute

und vergrößerte Wohnheim Holterberg.

Gesamtkosten: 2,2 Millionen

Euro.

2009 ist das

Jahr der Umzüge.

In Sutthausen erhalten

der Kleiderladen,

die Lattenrostmontage

und

die Spezialförderung

neue Hallen.

In der OSNA Technik

Hasbergen wird

angebaut und es

entstehen 40 neue

Arbeitsplätze.

Ein neues gemeinsames Dach für drei Einrichtungen: Der Kleiderladen,

die Lattenrostmontage und die Spezialförderung.

2009 steht PEZ für Persönlichkeitsentwicklung

und Zufriedenheitsermittlung.

In diesem Projekt werden Instrumente

zur Eingliederungsplanung und

Teilhabe entwickelt. Die Beschäftigten

spielen dabei die wichtigste Rolle.

2009 läuft das Stadtgaleriecafe unter

HHO-Regie. Die Förderstiftung investiert

15.000 Euro u.a. in eine Gastronomie-

Kaffeemaschine. Menschen mit psychischen

Behinderungen qualifizieren

sich im Service- und Gastronomiebereich.

2010 betreut die HHO 2.700 Kinder,

Jugendliche und Erwachsene mit körperlichen,

geistigen oder psychischen

Behinderungen in über 60 Einrichtungen,

zum Team gehören 1.400 Mitarbeiter,

unterstützt von 500 Ehrenamtlichen. Die

Heilpädagogische Hilfe Osnabrück feiert

ihren 50. Geburtstag und eine rasante,

äußerst erfolgreiche Entwicklung.

DIE HHO IN ZAHLEN

Die Gesamtzahlen der

Mitarbeiter beziehen

sich auf Voll- und Teilzeitbeschäftigte.

Nicht

enthalten sind Angaben

über gering-fügig beschäftigte

Mitarbeiter.

Die Gesamtzahlen der

Betreuten im Bereich

Wohnen beziehen

sich auf Wohnheime,

Wohngruppen sowie die

Ambulante Assistenz.

11


Seite 13

Seite 14

Seite 11

Seite 19

Die Köpfe der HHO

Menschen in der HHO

Gut Ding braucht Weile...

Und einiges fiel auf gutes Land...


Die Köpfe

der


Heilpädagogischen Hilfe

Osnabrück

Im Vorstand der Heilpädagogischen

Hilfe Osnabrück wirken 13 Menschen

ehrenamtlich mit. Warum engagieren

sich diese Persönlichkeiten eigentlich für

die HHO? Wer sind sie und was verbindet

sie mit dem Unternehmen, was mit

den Menschen? Diesen Fragen ist die

Neue Hilfe nachgegangen.

Der geschäftsführende Vorstand

Klaus Wamhof

ist Vorstandsvorsitzender

der HHO.

Bis zu seiner Berufung

durch den ev.-

luth. Kirchenkreis

Osnabrück hatte

er jedoch keinen Kontakt zu dem Unternehmen.

Umso größer ist jetzt seine Begeisterung

für die Behindertenhilfe: die

Arbeit macht ihm Freude und der Kontakt

mit Menschen mit Behinderung hat sein

Leben sehr bereichert. Der Pensionär

spielt leidenschaftlich gern Tennis – auf

der Platte wie auf dem Rasen. Und auch

in seinem großen Garten verbringt er viel

Zeit. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften

war er als Richter am Landgericht

Osnabrück tätig. Hier arbeitete er

bis zu seiner Pension in verschiedenen

Positionen. Neben der Vorstandsarbeit

in der HHO, wirkt Klaus Wamhof auch im

Vorstand des Heywinkel-Altenheims mit.

Brigitte Otto

engagiert sich seit

1999 in der Heilpädagogischen

Hilfe

Osnabrück. Für sie

ist ehrenamtliches

Engagement absolut

notwendig und eine Selbstverständlichkeit

im gesellschaftlichen Leben. So

ist die sportbegeisterte Frau aufgewachsen.

Eine besondere Verbindung zur

HHO hat Brigitte Otto durch Ihre Tochter

Kathrin, die in der Cafeteria des Ratsgymnasiums

Osnabrück arbeitet.

Maria Kaminski

ist eine Familienfrau,

die sich sehr

für fremde Kulturen,

Reisen und

Theater interessiert.

Sie ist seit

rund 30 Jahren im Vorstand der HHO aktiv.

Aber auch außerhalb der Heilpädagogischen

Hilfe macht sich Maria Kaminski

stark – vor allem für Menschen mit Autismus.

Als betroffene Mutter gründete sie

1981 das Autismus-Therapiezentrum in

Osnabrück und sie hat es sich zum persönlichen

Ziel gemacht, die Lebens- und

Arbeitsqualität von Menschen mit Autismus

zu verbessern. Im Jahr 2002 wurde

ihr hierfür das Bundesverdienstkreuz am

Bande durch den ehemaligen Bundespräsidenten

Johannes Rau verliehen.

Der Geschäftsführer...

Heiner Böckmann

begegnet

man bei vielen Veranstaltungen

und

Terminen. Privat ist

er begeisterter Aikido-Schüler.

Wenn

er sich nicht mit asiatischer Kampfkunst

beschäftigt, widmet er sich der Musik,

Büchern oder der Natur.

Der studierte Sozialpädagoge und

Betriebswirt leistete schon seinen Zivildienst

in einer Werkstatt für Menschen

mit Behinderungen. Seiner Berufung für

die Arbeit in der Behindertenhilfe folgte

er durch Tätigkeiten im Begleitenden

Dienst, als Heimleiter und Dezernatsleiter.

Im Juli 2003 wurde er schließlich

neuer Geschäftsführer der HHO.

Er schätzt die vielseitige Arbeit in der

Heilpädagogischen Hilfe und hat viel

Freude an der Weiterentwicklung des Unternehmens.

Persönlich verbunden fühlt

er sich vor allem mit den Menschen, den

Persönlichkeiten in der HHO.

… und sein Vorgänger

Wilfried

Windmöller war

mehr als 30 Jahre

als Geschäftsführer

der HHO tätig.

Er leitete und

prägte das Unternehmen

seit 1970

mit viel Engagement. Aber auch neben

dieser Tätigkeit war er ehrenamtlich in

mehreren sozialen und kirchlichen Gremien

engagiert. Für seine beispielhafte

Arbeit erhielt Wilfried Windmöller im Juni

2007 das Verdienstkreuz der Bundesrepublik

Deutschland.

„Einfach Gutes tun“ war sein Motto!

13


HEILPÄDAGOGISCHE HILFE

OSNABRÜCK

Menschen in der HHO –

viele Jahre MitWirkung

In der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück gibt es viele interessante Menschen.

Sie alle haben eine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Die Neue Hilfe hat drei

von ihnen getroffen. Sie berichten von ihrem Leben mit der HHO, ihren Erfahrungen

und Wünschen für die Zukunft. Und sie geben einen Einblick in viele Jahre

MitWirkung.

„Du musst Michael eine Chance geben, er hat ja mich!“


Vom Wohnheim zum selbstständigen Leben

Monika Pleiter und Michael Schabirosky

haben es geschafft! Das Paar lebt

seit 2004 selbstständig in einer eigenen

Wohnung. Die beiden ergänzen sich

prächtig und meistern den Alltag wie

jeder andere auch. Sie

sind ein gutes Beispiel

dafür, wie die Förderung

und Unterstützung der

HHO Wirkung zeigt.

Monika Pleiter kommt

aus Cloppenburg. Sie

ist dort in einem Heim

aufgewachsen. 1986

kam sie dann nach

Osnabrück. Sie zog in

das Wohnheim Moltkestraße,

lang gehalten

hat es die selbstbewusste

Frau dort jedoch

nicht. Als eine der ersten Bewohner

wechselte sie zwei Jahre später in das

neue Wohnheim Bergerskamp. In dem

früheren Bauernhof fühlte sie sich wohl.

Einige Monate später zog auch Michael

Schabirosky zum Bergerskamp. Der gebürtige

Osnabrücker wohnte vorher am

Holterberg und arbeitete in der Werkstatt

Schledehausen. 1988 zog es ihn dann

in die Stadt – er hatte genug vom Landleben.

14

Im Wohnheim Bergerskamp lernten

sich die beiden kennen und bald auch

lieben. Beide wohnten in der gleichen

Gruppe und fuhren zusammen zur Arbeit.

Irgendwann war die räumliche Trennung

im Wohnheim jedoch zunehmend störend.

Sie wünschten sich mehr Gemeinsamkeit.

Als dann ein Appartement im

Haus frei wurde, sahen sie ihre Chance.

Während der ersten Monate wurden die

Bedenken der gesetzlichen Betreuer und

der Mitarbeiter endgültig ausgeräumt.

Monika und Michael waren sich ihrer

Sache sicher und kamen mit der gewonnenen

Selbstständigkeit super zurecht.

Beide ergänzen sich sehr gut. „Ich stehe

jeden Tag ohne Wecker auf“ erzählt Monika

Pleiter. Ihre innere Uhr sorgt dafür,

dass beide pünktlich zur Arbeit kommen.

Monika arbeitet in der Metallverarbeitung,

Michael ist ein Holzwurm – die

Tischlerei macht ihm Spaß.

Über 16 Jahre ging es nach Feierabend

zurück in die Wohnung am Bergerskamp.

Seit 2004 haben sie ein eigenes

Zuhause. Die Suche nach den eigenen

vier Wänden war jedoch schwierig, erzählen

die Beiden. Nicht jede Wohnung

entsprach ihren Anforderungen. Und

auch Michaels Pflegemutter hatte Zweifel.

Monika hingegen war zuversichtlich:

„Du musst Michael eine Chance geben,

er hat ja mich!“ Über Freunde erhielten

sie dann eine 3-Zimmer-Wohnung am Rosenplatz.

Ein Herzenswunsch

war in Erfüllung

gegangen. Monika und

Michael hatten ihr eigenes

gemütliches Nest.

Mit den Nachbarn im

Haus haben die Beiden

guten Kontakt: Man

borgt einander Eier und

Salz, bringt den Müll

raus oder reinigt das

Treppenhaus – eben

ganz normal.

Anfangs wurden Monika

und Michael noch

durch die Ambulante Assistenz betreut.

Mittlerweile nehmen sie aber auch

dieses Angebot nicht mehr in Anspruch.

Einmal im Monat begegnet man beiden

im Nachbarschaftstreffpunkt an der

Sutthauser Straße. Hier kochen sie und

tauschen sich mit anderen aus. Urlaub

machen sie am liebsten im Garten.

Monika und Michael wohnen zwar

nicht mehr am Bergerskamp – die

Freundschaften von damals bestehen

aber noch heute.


„Ich schätze an meiner Arbeit,

dass man selbst sehr lebendig bleibt.“

Menschlichkeit, Staunen, Freude, Bereicherung

und Achtung vor dem Leben,

mit diesen fünf Begriffen beschreibt

Sabine Petry ihre Zeit in der Heilpädagogischen

Hilfe Osnabrück. Und sie muss

es wissen. Immerhin ist sie die am längsten

beschäftigte Mitarbeiterin. Seit fast

41 Jahren arbeitet sie in der HHO.

„So etwas wurde mit mir noch nie

gemacht“, meint Sabine Petry leicht

nervös beim Besuch der Neuen Hilfe.

Nach einigen Minuten taut die Kollegin

jedoch auf und erzählt ihre Geschichte.

Sie berichtet von den Entwicklungen der

vergangenen Jahre und besonderen Erlebnissen.

Geboren wurde Sabine Petry im thüringischen

Oberhof. Ihren Schulabschluss

machte sie im Jahr 1963. Damals lebte

sie mit ihrer Familie bereits in Bad Essen.

Zehn Jahre zuvor gründete ihre Mutter

im Ort ein Hirnverletztenheim, in dem

Kriegsverletzte und Körperbehinderte

Zuflucht fanden. Der frühe Umgang mit

diesen Menschen prägte ihr weiteres Leben.

Nach der Schule begann sie eine

dreijährige Ausbildung zur Kinderpflegerin.

Die frühere Leiterin des Heilpädagogischen

Zentrums an der Ernst-Sievers-

Straße, Waltraud Müller, bot der jungen

Frau dann eine Stelle an.

Ihren ersten Arbeitstag hatte Sabine

Petry am 15. April 1969 im Gebäude

der heutigen Horst-Koesling-Schule. Hier

betreute sie mehrere Kindergruppen bis

sie mit den Kleinen 1994 in die Dodesheide

zog. Im dortigen Vogelsang-Kindergarten

arbeitet sie noch heute und hat

viel Freude an ihrem

Beruf.

„Ich hätte nie

gedacht, dass es

so viele Jahre werden,“

gesteht sie

schmunzelnd. Sie

hat sich mit ihrem

Beruf entwickelt.

Mit Leib und Seele

ist sie bei ihrer

Tätigkeit. Sabine

Petry schätzt die Arbeit

mit Menschen,

insbesondere mit

Kindern. „Sie sind

quirliger und man bei der Arbeit.

selbst bleibt sehr lebendig,“

findet die jung gebliebene Frau.

Die Freude am Beruf und das Gefühl, einen

sicheren Arbeitsplatz zu haben, sind

der Grund für ihre fast 41-jährige Zugehörigkeit

zur HHO. Auch wenn sich in all

den Jahren viel verändert hat.

Sabine Petry 1970 − mit Leib und Seele

Sabine Petry erinnert sich noch gut an

die Anfänge des „Vereins für Heilpädagogische

Hilfe“. Fachkräfte und Eltern waren

damals sehr stark gefordert. Zusammen

mit den Vätern und Müttern wurden

beispielsweise Spielplätze aufgebaut.

Heute sind die Gruppen wesentlich kleiner

und besser besetzt. Vor allem die

Unterstützung durch Zivildienstleistende

und BSJ’lerinnen weiß sie zu schätzen.

Lobenswert findet sie auch die gesellschaftliche

Position von Menschen mit

Behinderung: Sie finden sich weit besser

in der Gemeinschaft wieder als damals

– ebenfalls eine Entwicklung

der Zeit.

Auch die Hilfs- und

Lernmittel, mit denen

Sabine Petry

heute arbeitet, ermöglichen

eine umfangreichere

Förderung

der Kinder.

Gerne denkt sie

an gemeinsame

Feste mit Eltern

und an die verschiedenen

Freizeiten

zurück. Dort erlebte

sie die Kinder

besonders intensiv.

Prägend war für sie

ein Sandkasten-Moment: Das Kind einer

anderen Gruppe zeigte sich ihr gegenüber

anfangs scheu und ängstlich. Auch

sprach es nicht sonderlich viel. Als sich

Sabine Petry dem Kind später auf dem

Spielplatz näherte, berührte es ihre Wange.

Diese rührenden Momente sind es,

die Sabine Petry an ihrer Arbeit liebt. Zu

sehen, wie sich selbst Kinder mit hohem

Förderbedarf entwickeln und Sicherheit

gewinnen, fasziniert sie.

Ein Leben ohne die HHO will sich die

fast 63-Jährige nicht vorstellen. Gerne

möchte sie über den Ruhestand hinaus

weiter im Kinderbereich arbeiten. Einen

ganz privaten Traum hat sie auch: eine

Südseereise.

Das Jubiläum der Heilpädagogischen

Hilfe feiert Sabine Petry selbstverständlich

mit. Ganz besonders freut sie sich

auf das Kinderfest in der OsnabrückHalle.

15


HEILPÄDAGOGISCHE HILFE

OSNABRÜCK

Gut Ding

braucht Weile...

Im Jubiläumsjahr der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück stehen eine Vielzahl von

Veranstaltungen auf dem Programm. Ein 50. Geburtstag will schließlich groß gefeiert

werden. Doch bevor der Spaß beginnen kann, gibt es viel vorzubereiten.

Was genau die verschiedenen Arbeitsgruppen planen, was alles zu organisieren

ist und worauf man sich in den kommenden Wochen freuen kann, haben

wir versucht herauszubekommen. Allerdings wird nicht alles verraten.

Lassen Sie sich überraschen!

Festakt zum Jubiläum

Gemeinsames Fest

Erwarten Sie nicht ein übliches Bühnenprogramm

- es gibt auch mitten unter

den Gästen allerhand zu sehen. Pantomimen,

Lebenskünstler wie „Dick &

Doof“, Bänkelsänger und weitere humorvolle

Zeitgenossen werden sich unter die

Zuschauer mischen.

Der Kartenvorverkauf in den Werkstätten

und der Horst-Koesling-Schule (10€

inklusive 10€ Getränke-Verzehrwert) ist

bereits in vollem Gange.

Gemeinsames Fest

in der OsnabrückHalle

(vormals Stadthalle), Schlosswall 5-9

am 09.04.2010

14:00 Uhr Kinderfest

ab 18:00 Party für Mitarbeiter

und Angehörige

Eröffnet wird das 50-jährige Jubiläum

der HHO mit einem feierlichen Festakt

in der Werkstatt Sutthausen. Die Vorbereitungen

hierfür werden unter der Federführung

der Geschäftsleitung seit Januar

2008 getroffen.

Eröffnet wird das Programm mit einem

Ausschnitt des integrativen Musicals

„On the telly“. Die Tanzschule Hull wird

die Darsteller unterstützen. Durch das

weitere Programm begleiten Joachim

Böhmer und Lydia Neiberger. Nach der

Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden

Klaus Wamhof, werden Ministerpräsident

Christian Wulff und weitere

Festredner zum Jubiläum der HHO gratulieren.

Zu sehen sind erstmals auch die 50

Stühle vom Gut Krebsburg. Mit dem Kinderchor

des Montessori Hauses Melle

schließt die Veranstaltung dann ebenso

musikalisch ab, wie sie begonnen hat.

Jubiläums-Festakt

am 09.04.2010

in der Werkstatt Sutthausen

Die Organisation

eines gemeinsamen

Festes für groß und

klein ist sehr aufwendig.

Da verwundert es

nicht, dass bereits im

Frühjahr 2008 die ersten Treffen der

Arbeitsgruppe unter der Leitung von

Matthias Malcher stattfanden. Es ist immerhin

erklärtes Ziel, ein umfangreiches

Programm zu gestalten, das bunt und

fröhlich ist. Aber auch die Rahmenbedingungen,

wie Fahrdienste, der Kartenvorverkauf,

die Bestellung von Merchandising-Produkten,

die Dekoration und auch

die Gesamtpräsentation der HHO im Herzen

der Stadt, müssen vorab organisiert

werden. Unterstützung holt sich die AG

dabei von vielen „HHO-Experten“. Regelmäßig

werden Verantwortliche verschiedener

Bereiche, wie beispielsweise dem

Marketing, eingeladen, um bestimmte

Fragen zu klären.

Das Ergebnis kann sich mit Sicherheit

sehen lassen. Das gemeinsame

Fest bietet Kindern und Erwachsenen

ein unterhaltsames Programm mit einigen

Überraschungen. Beim Kinderfest

können sich Kinder und Mitarbeiter des

Bereichs Kindheit & Jugend auf jede

Menge Spiel und Spaß freuen. Zur Party

am Abend sind dann alle Mitarbeiter und

Freunde der HHO herzlich eingeladen.

Gottesdienst im

Dom Osnabrück

Die Gottesdienste

werden so

sein wie die HHO:

Bunt, fröhlich und

mit viel Musik. Der

erste gemeinsame

Festgottesdienst

findet im Osnabrücker

Dom statt.

Weihbischof Theodor

Kettmann und

Landessuperintendent

Dr. Burghard

Krause feiern mit

uns zusammen den Wortgottesdienst.

Für die Begleitung und die stimmgewaltige

MitWirkung aller Besucher sorgen

der Chor der Horst-Koesling-Schule, die

Sutthauser Superstars, der Chor Sutthausen

sowie OsnaMagic. Nach dem

Gottesdienst wird auf dem Domplatz

weiter musiziert. Mehr verrät die Arbeitsgruppe

von Elisabeth Müller-Suttmeyer

jedoch noch nicht. Man darf also gespannt

sein.

Gottesdienst im Dom Osnabrück

am 23.04.2010

Beginn: 10:00 Uhr

16


Aktionstag für Menschen

mit Behinderung

HHO-Stand auf

dem Geranienmarkt Melle

Der Aktionstag für Menschen mit Behinderung

wird auch in der Osnabrücker

Innenstadt deutliche Spuren hinterlassen.

Verantwortlich dafür ist die Arbeitsgruppe

um Monika Steinkühler. Am Europäischen

Aktionstag zur Gleichstellung

behinderter Menschen beteiligt sich die

Heilpädagogische Hilfe Osnabrück mit

verschiedenen Aktionen.

Zu finden sind die HHO’ler im Kaufhaus

L+T bei der Gestaltung einer Kinderaktion,

auf dem Nikolaiort mit viel Musik

und einer Tombola, im Werkstattladen

am Dom, dem StadtgalerieCafé und der

Stadtsparkasse in der Bierstraße. Treffen

Sie auf Menschen mit und ohne Behinderung,

seien Sie gemeinsam kreativ

und machen Sie neue Erfahrungen.

Feiern Sie mit uns das 50-jährige Bestehen

der HHO und setzen Sie besonders

am internationalen Aktionstag für

Menschen mit Behinderung ein Zeichen

für die aktive Teilhabe von Menschen

mit Behinderung am gesellschaftlichen

Leben.

Aktionstag für Menschen

mit Behinderung

in der Osnabrücker Innenstadt

am 05.05.2010

von 11:00 – 16:00 Uhr

Werkstätten-FuSSball-WM

Sport darf beim Jubiläum der HHO natürlich

nicht fehlen. Das Turnier verschiedener

Werkstätten aus ganz Niedersachsen

gehört für Fußballfans einfach zum

Pflichtprogramm.

In den Nationaltrikots ausgewählter

Teams werden insgesamt 16 Werkstatt-

Mannschaften um den WM-Pokal kämpfen.

Das Organisationsteam mit Thomas

Hesselbarth, Kurt Rietenbach, Farhat

Dahech und Harald Landwehr ist engagiert

dabei, ein großes Ereignis auf die

(Fußball-)Beine zu stellen. Damit dies gelingt,

wird eifrig nach Sponsoren gesucht.

Neben den Spielen auf dem Feld

können sich die Besucher auf Torwandschießen,

einen Menschenkicker, Radarschussmessung

und eine Hüpfburg freuen.

Selbstverständlich wird auch für das

leibliche Wohl aller Gäste gesorgt. Der

Eintritt ist natürlich frei.

In der Region Melle bewegt sich während

des Jubiläums so einiges. Und hoffentlich

auch viele Besucher auf dem

traditionellen Geranienmarkt. Die HHO

ist natürlich auch mit dabei. An einem

Stand in der Stadt sind groß und klein

herzlich willkommen. Damit alles reibungslos

abläuft, treffen sich Marianne

Schiermeier und ihre Vorbereitungsgruppe

regelmäßig. Neben Informationen

über die Arbeit der HHO, Kinderschminken

und Weinproben, geht es auf dem

Geranienmarkt vor allem um MitWirkung.

Der Aktionskünstler „Jonathan“

wird gemeinsam mit den Besuchern

eine Skulptur erschaffen. Bewaffnet mit

Plasmaschneider und Schweißgerät soll

unter MitWirkung vieler Menschen eine

einmalige Figur entstehen. Diese wird

hinterher im Meller Stadtbild einen Platz

finden.

Besuchen Sie uns auf

dem Geranienmarkt Melle

am 15.05.2010

von 9:00 bis 18:00 Uhr

Gottesdienst in

der St. Petri-Kirche Melle

Auch beim zweiten

gemeinsamen Gottesdienst

in der St.

Petri-Kirche in Melle

erwartet die Besucher

ein stimmungsvolles

Programm.

Gemeinsam mit Superintendent

Wolfgang

Loos und Dechant

Josef Ahrens

begehen wir den

Wor tgottesdienst.

Musikalisch wird es auch hier: Der Kinderchor

des Montessori Hauses Melle

und weitere Chöre der HHO werden die

Besucher zum Mitsingen animieren. Wir

freuen uns auf Ihren Besuch!

Werkstätten-Fußball-WM

am 08.05.2010 ab 11:00 Uhr

auf dem Carl-Starcke-Platz

des SC Melle 03

Gottesdienst in

der Kirche St. Petri Melle

am 11.06.2010

Beginn 10:30 Uhr

17


HEILPÄDAGOGISCHE HILFE

OSNABRÜCK

Stimme und mehr – MitWirkung

Aktion 50 Jahre – 50 Stühle

Zum Abschluss der Jubiläumsveranstaltungen

dreht die HHO noch

einmal richtig auf. In der Kirche

„St. Johannes der Täufer“ in Hilter

kommen Menschen mit und

ohne Behinderung zusammen,

um zu singen. Unter der Leitung

von Vera Prause organisiert die Arbeitsgruppe

ein integratives Chor-

Event, das es in sich hat. Teilnehmer

sind der integrative Kinderchor

aus Georgsmarienhütte, der

Frauenchor Hilter, der Gospelchor

„Mauritius Singers“

aus Dissen, der Gospelchor

„Shine“ der Kirchengemeinde

Bissendorf-Achelriede sowie

der katholische Kirchenchor

aus Borgloh. Gemeinsam mit

HHO’lern der Region Hilter studieren die

Chöre Texte ein. Die Chorproben

beginnen Ende Mai.

Neben den Chören und Gesängen

können die Besucher

auch alle bunten 50 Stühle

des Jubiläumsjahres bestaunen.

Im Anschluss klingt der

Abend dann bei Speisen und Getränken

– organisiert durch den CAP-Markt Glane

und die Kirchengemeinde Hilter – aus.

Seien Sie dabei, wenn die HHO für

Stimm(e)ung sorgt!

Stimme und mehr - MitWirkung

am 24.06.2010 Beginn: 18:00 Uhr

in der Kirche‚ St. Johannes der

Täufer Hilter a.T.W.

Wie kommt man auf die Idee 50 Holzstühle

zu sammeln, aufzubereiten und

anschließend bunt zu bemalen? Das

sollte man Astrid Hildebrandt und Joachim

Böhmer fragen. Sie waren es nämlich,

die den Vorschlag in die Arbeitsgruppe

von Wolfgang Pietsch-Neumann einbrachten.

Gesucht wurde eine Aktion, die unter

MitWirkung vieler Menschen umgesetzt

werden kann. Ein ähnliches Projekt

führte die Evangelische Kirche im Rheinland

2007 durch. Über gewohnte Grenzen

hinweg zu wirken, ist somit schon

von Anfang an Grundidee der Aktion. Im

darauf folgenden Schritt wurde dann

überlegt, wie man eine so große Menge

verschiedener Holzstühle überhaupt

zusammen bekommen kann. Es wurde

Werbung gemacht, Telefonate geführt

und wie das so ist, kennt einer den anderen

und fragte nach.

Die ersten Stühle wurden aus Bramsche

und Ostercappeln gespendet. Als

der Stein ins Rollen kam, waren alle 50

bald komplett. In den Wohnheimen, der

Ambulanten Assistenz, den Werkstätten

und den Kindergärten der HHO wurden

die Stühle verteilt und bunt bemalt. Wie

hier im Agnes-Schoeller-Haus ging man

professionell und konzentriert mit dem

Pinsel um. Aber auch außerhalb der HHO

beteiligten sich Kindereinrichtungen und

Kirchengemeinden an der Aktion. Darum

ging es schließlich: MitWirkung.

Das gesamte Jahr über werden die

Kunstwerke bei verschiedenen Veranstaltungen

zu sehen sein. Ihr Debüt feiern

die Stühle beim Jubiläums-Festakt

am 9. April in Sutthausen. Und sogar

zur Landesgartenschau in Bad Essen

werden die „Hingucker“ aufgestellt. Am

Ende des Jahres werden die Stühle dann

zu Gunsten der Förderstiftung Heilpädagogische

Hilfe Osnabrück versteigert. So

bleibt die Aktion auch über das Jubiläum

hinaus MitWirkung.

18


Und einiges fiel

auf gutes Land…

„Und einiges fiel auf gutes Land, ging auf und wuchs und

brachte Frucht, und einiges trug dreißigfach und einiges trug

sechzigfach und einiges hundertfach.“ (Markus 4,8)

Wie der Sämann aus dem Markus Evangelium können wir

heute, 50 Jahre nach Gründung der Heilpädagogischen Hilfe

Osnabrück, einen Blick auf fruchtbares Land und die ersten

Ernten werfen. Dafür danken wir unserem Schöpfer. Dafür danken

wir auch all den Menschen, die wir begleiten und betreuen

durften und denen, die die HHO in so vielfältiger Weise unterstützt

haben, mit ihrer Arbeitskraft, ihrem Idealismus und

ehrenamtlichem Engagement und finanzieller Förderung.

Der Boden ist bereitet – die Saat keimt!

1960 sind es engagierte Bürger wie Irmgard Kestner, Heinrich

Gerdom, die evangelische und die katholische Kirche, die

den Acker bestellen. Unter dem Gedanken von „Fürsorge“ und

von „beschützen“ entwickeln die Gründermütter und –väter

der HHO eine solidarische, mitfühlende Haltung für Familien

mit behinderten Kindern. Erste Mitarbeiterinnen leben diese

Haltung, indem sie vier Kinder mit Behinderung an der Tannenburgstraße

und später in der Tagesstätte an der Ernst-Sievert-

Straße fördern und begleiten.

Diese erste Saat geht auf. Die Gesellschaft öffnet sich langsam

den Bedürfnissen und Ansprüchen von Menschen mit

Behinderung und ihren Familien. Aus der Familienberatung der

ersten Mitarbeiterinnen erwächst die Frühförderung der HHO.

Im Stüvehaus arbeiten Menschen mit Behinderung, in Sutthausen

formiert sich die erste Werkstatt als sozialrechtliche

Teilhabeleistung.

Die Einrichtungen entwickeln sich, neue entstehen. Die

Saat der Menschenwürde für alle geht auf. Ein Leben so

normal wie möglich zu führen, fällt auf fruchtbaren Boden.

In betreuten Wohnformen, dezentral in Stadt und Landkreis

Osnabrück, können Menschen mit Behinderung immer selbstständiger

und selbst bestimmter leben. In den Osnabrücker

Werkstätten, den OSNA Techniken und ausgelagerten Arbeitsplätzen

leisten heute rund 2.000 behinderte Menschen qualifizierte

Arbeit. In den Kinder- und Jugendeinrichtungen wirkt

die frühe Förderung für ein ganzes Leben. Schließlich bieten

wir unseren Senioren einen erfüllten Lebensabend und bleiben

an ihrer Seite bis zum Tod.

Bürger verhalten sich solidarisch, sie engagieren sich ehrenamtlich.

Menschen mit Behinderungen nehmen am gesellschaftlichen

Leben teil. Aus dem „Schutz“ entwickelt sich in

50 Jahren die Integration. Jetzt sind wir auf dem Weg zur Inklusion.

Eine gute Saat ist aufgegangen. Und der Acker wird weiter

gepflegt und gedüngt, das sind wir jedem einzelnen Menschen

mit Behinderung schuldig. Das christliche Leitbild unseres Unternehmens

ist ein sicherer Wegweiser und Verpflichtung.

Wir danken Gott, dass in 50 Jahren Heilpädagogischer Hilfe

Osnabrück so viele Saatkörner aufgehen konnten und unser

Unternehmen zu einem fruchtbaren Boden wurde. Wir bitten

darum, dass ER uns in die Zukunft geleiten möge, damit die

Würde jedes Menschen unser Mittelpunkt bleibt.

DANKGEBET

Danke

(von Gerhard Engelsberger)

Wie können wir dir danken, Gott?

Ehe wir denken, hast du geschaffen.

Ehe wir bitten, hast du uns beschenkt.

So wollen wir dir danken,

indem wir leben, wie du uns gedacht hast:

Ebenbilder deiner grenzenlosen Liebe,

Schwestern und Brüder deiner Geschöpfe,

Engel auf dem Weg zu denen,

die unsere Hilfe brauchen.

Gib unserer Dankbarkeit Hand und Fuß.

Und nimm uns jede Widerrede von der Seele.

19


VERANSTALTUNGSKALENDER

50 Jahre Heilpädagogische Hilfe Osnabrück

Das Jubiläumsjahr:

Festakt, Party und Aktionen

„50 Jahre – 50 Stühle“ - diese Aktion zieht sich durch das

gesamte Jubiläumsjahr. Kunterbunt gestaltete Stühle werden

bei verschiedenen Veranstaltungen im Osnabrücker Land ausgestellt.

So farbenfroh bearbeitet wurden sie von Menschen

mit und ohne Behinderung. Sie symbolisieren die Vielfalt der

HHO und ihr Bestreben, eine Kultur zu schaffen, in der jeder

Mensch einen Platz hat. Im Anschluss an das Jubiläum werden

die Stühle zu Gunsten der Förderstiftung der Heilpädagogischen

Hilfe Osnabrück versteigert.

V e r a n s t a l t u n g s

k a l e n d e r

09.04.2010

Festakt zum Jubiläum in der Werkstatt Sutthausen

Gäste sind u.a. Ministerpräsident Christian Wulff

Gemeinsames Fest in der OsnabrückHalle

14:00 Uhr Kinderfest

18:00 Uhr Party für Mitarbeiter und Angehörige

Karten im Vorverkauf

23.04.2010

Gemeinsamer Gottesdienst im Dom Osnabrück

10:00 Uhr

05.05.2010

Aktionstag für Menschen mit Behinderung

die HHO ist mit verschiedenen Aktionen in der

Osnabrücker Innenstadt vertreten

11:00 – 16:00 Uhr

08.05.2010

Werkstätten-Fußball-WM für Mannschaften

verschiedener Träger der Behindertenhilfe

Carl-Starcke-Platz des SC Melle

11:00 Uhr

15.05.2010

HHO-Stand auf dem Geranienmarkt in Melle

9:00 – 18:00 Uhr

11.06.2010

Gottesdienst in der St. Petri-Kirche Melle

10:30 Uhr

24.06.2010

„Stimme und mehr - MitWirkung“

in der Kirche St. Johannes der Täufer Hilter a.T.W.

Musikveranstaltung verschiedener Chöre

18:00 Uhr

IMPRESSUM

Herausgeber: Heilpädagogische Hilfe Osnabrück, Industriestraße 17, 49082 Osnabrück

Verantwortlich: Heiner Böckmann V. i. S. d. P.

Redaktion: Bärbel Recker-Preuin

Autoren dieser Ausgabe: Heiner Böckmann, Joachim Böhmer, Stephan Knorre, Bärbel Recker-Preuin

Fotos: Stephan Knorre, Hermann Pentermann, Laura Windheuser, Bärbel Recker-Preuin, HHO Foto Archiv

Spendenkonto: Sparkasse Osnabrück, BLZ 265 501 05, Kto. 58 057

Druck: Osnabrücker Werkstätten gGmbH

Die nächste Ausgabe der „Neuen Hilfe“ erscheint im Mai 2010!

Wir freuen uns über Ihre Anregungen, Leserbriefe oder Artikelvorschläge!

neue-hilfe@os-hho.de

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