Euroriding news 12/2003

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Euroriding news 12/2003

12/2003 – 02/2004

news

EURORIDING

Fachmagazin der Euroriding Reitsport-Fachgeschäfte

Pferdehaltung

Die Kosten im Griff

Ausbildung

Das passende

Springpferd finden!

Fürs Fest

Weihnachtliche

Geschenkideen

EURORIDING 1


Buchtipps

In neuer Auflage erscheint jetzt

der großformatige Fotobildband

von Gabriele Boiselle. In

zwölf Kapiteln reist sie durch

die Welt der Pferde, vom nördlichen

Island bis hin zum Königreich

Lesotho in Südafrika.

„Dieses Buch ist eine Einladung,

mir auf meinen Reisen

rund um die Welt zu folgen; es

soll Sie faszinieren und Lust machen, das Phänomen Pferd immer

wieder neu zu entdecken“, so Gabriele Boiselle.

320 Seiten, 600 großformatige Fotos auf Kunstdruckpapier,

ca. 29,90 €

Für Kinder ab 8 Jahre ist die liebevoll

illustrierte neue Kinderbuchreihe

„Cadmolino“ geschrieben.

Der erste Band

vermittelt Wissen rund ums

Pferdepflegen, im zweiten Band

erfahren kleine Pferdefans, wie

Pferde in der Natur leben, was

sie zum Wohlfühlen brauchen

und wie man richtig mit ihnen

umgeht. Auf den Spiel & Spaß–

Seiten gibt es Rätsel zu lösen.

32 Seiten, Cadmos Verlag,

je ca. 6,95 €

Das umfangreiche Nachschlagewerk

ist ein kompetenter Ratgeber

für Pferdebesitzer und eine

einzigartige Kombination aus

Schulmedizin und alternativen

Heilmethoden. Es bietet Informationen

zu den Themen Pferdekrankheiten

und Vorbeugung

und beweist, dass sich Schulmedizin

und alternative Heilmethoden

wirkungsvoll miteinander

verbinden lassen.

238 Seiten, FNverlag,

ISBN 3-88542-374-X, ca. 32,80 €

Dieser mit viel Pferdeverstand,

neuen Denkansätzen und vielen

Tipps und Tricks geschriebene

Ratgeber hilft bei alltäglichen

Problemen im Umgang mit dem

Pferd. Hier werden die Ursachen

analysiert und einfache, praxiserprobte

und pferdegerechte Lösungen

vorgestellt.

Die witzigen Illustrationen machen

den Ratgeber zur unterhaltsamen

Lektüre.

96 Seiten, BLV Verlag,

ISBN 3-405-16624-1, ca. 14,95 €

2 EURORIDING

Was für Kinder ganz selbstverständlich

ist, kostet Erwachsene

oft Überwindung: sich einfach

aufs Pferd zu setzen und loszureiten.

Diese didaktisch gut aufbereitete

Reitschule speziell für Erwachsene

arbeitet mit vielen Beispielen

und Anekdoten aus der Unterrichtspraxis;

vermittelt Know-how

rund ums Pferd, die erste Reitstunde, Sitz und Hilfengebung,

freies Reiten in der Bahn und im Gelände.

128 Seiten, BLV Verlag, ISBN 3-405-16480-X,

ca. 16,95 €

Pferde kennen, pflegen, reiten:

Weit über 50.000 Mal ist dieser

Jugendbuchklassiker bisher verkauft

worden. Witz und Wärme,

Praxisnähe und Sachkenntnis

verpackt in einer höchst attraktiven

Ausstattung sind die besonderen

Kennzeichen dieses

Sachbuches. Und dabei darf

auch gelacht werden: Dafür sorgt

das schlaue Pony Leo mit seinen

respektlosen Sprüchen.

256 Seiten, FNverlag,

ISBN 3-88542-331-6, ca. 19,80 €

Paul Belasik ist es in diesem Buch

gelungen, die klassische Reitkunst

nach den Lehren von

Newcastle, Pluvinel, Guérinière

und Steinbrecht für den Reiter

von heute wieder neu zu beleben.

Er gibt jedem Reiter – vom

Anfänger bis zum internationalen

Turnierreiter – Impulse zum

Nachdenken. Alle Aspekte der

Ausbildung von der Basisarbeit

bis hin zur hohen Schule werden beleuchtet.

182 Seiten, Großformat,

Cadmos Verlag, ISBN 3-86127-370-5, ca. 39,90 €

„Wenn das Pferd seinen Reiter im Rücken spürt, wenn es sanfte

Hilfen so deutlich wie klare Worte versteht und sie mit Eleganz,

Ausdruck und Präzision beantwortet, erweist sich der Begriff

Dressur als Offenbarung...“, so Ann Kathrin Linsenhoff

im Vorwort zu diesem kleinen Büchlein

mit wunderschönen Fotos aus der Welt

des Dressursports. Aufgenommen vor

und hinter den Kulissen wurden sie vom

international renommierten Fotografen

Jacques Toffi. Ein Rückblick auf die Saison

2003 für alle Dressurfans.

150 S., G Korff & Toffi Produktionen GbR,

E-Mail: mail@toffiimages.de,

ca. 12,50 €


Inhalt

Pferdehaltung

4 Die Kosten fest im Griff

Interview

6 „Wir müssen

frecher werden!“

Fachseminar

7 Reiten ist wie

Tango tanzen

Infos und Produkte

8 Neues von Euroriding

Marktinfos

10 Produktneuheiten

Ausrüstung

11 Zubehörpflege

Ausbildung

12 Gesucht: Das passende

Springpferd

Jugendseite

14 Hilfe, mein Pferd lässt

sich nicht auftrensen!

Im Überblick

15 Alle Euroriding-Händler

Titelbild:

Skikjöring in St. Moritz

Foto: Jacques Toffi

news

EURORIDING

Herausgeber

Euroriding GmbH & Co. KG

Datumer Straße 60

25469 Halstenbek

Auflage 31.000 Exemplare

Erscheinungsweise vierteljährlich

Anzeigenschluss 1.2./2.5./1.8./1.11.

Verlag

creatxx media consulting

Comeniusstr. 109

01309 Dresden

Fon: (03 51) 25 02 11 - 0

Fax: (03 51) 25 02 11 - 50

E-Mail: info@creatxx.de

Redaktion

Beate Uhlenbrok

E-Mail: b.uhlenbrok@creatxx.de

Anzeigenverwaltung

Ina Schofenberg

Fon: (03 51) 25 02 11 - 21

Druck

Druckerei Vetters GmbH

Alle angegebenen Preise sind

unverbindliche Verkaufsempfehlungen

der Euroriding GmbH & Co. KG.

Gastkommentar

„Stark am Gameboy,

schwach auf der Brust“

... lautete jüngst die Schlagzeile in einer großen überregionalen

Tageszeitung. Der Artikel beschäftigte sich mit einem der aktuellen

Lieblingsthemen deutscher Medien: Unsere Kinder sind zu dick,

bewegen sich zu wenig und sind sportlich nicht mehr zu denselben

Leistungen fähig wie noch die Jugendlichen vor 20 Jahren!

Doch sind unsere Kinder wirklich solche Schlaffis? Zum Glück nicht. Eine jetzt

veröffentlichte Analyse „Sport und Freizeit“ aus der Reihe BRAVO Faktor Märkte,

die auf den Untersuchungen ,Kids Verbraucher Analyse 2003’, ,Jugend & Sport 2003'

und ,Das Sportverhalten der Jugendlichen’ basiert, stellte fest, dass die meisten Jugendlichen

sportlich aktiv sind!

Aber: Mit Sport verbinden sie in erster Linie Begriffe wie „Spaß haben“ und „mit

anderen Leuten zusammensein“, der Gesundheitsaspekt interessiert sie weniger.

Das bedeutet, Turnvater Jahn hat endgültig ausgedient. Und auf den Pferdesport

übertragen, heißt das: Mit sturem „Kopf hoch, Absatz tief“ lockt man niemanden

aufs Pferd, schon gar nicht die Kinder. Neue Wege sind hier gefragt, Ideen und Phantasie.

Wie das aussehen kann, bewies die jüngste Schulsporttagung der Deutschen

Reiterlichen Vereinigung (FN) in Luhmühlen. In einem mehrstündigen Programm

konnten sich Ausbilder und Lehrer ein Bild davon machen, wie aus einer langweiligen

Reitstunde ein attraktiver Unterricht wird – ohne dabei weniger „lehrreich“ zu

sein.

Spaß haben zu wollen, bedeutet auch nicht automatisch mangelnde Leistungsbereitschaft.

Im Gegenteil: Gerade im Pferdesport erleben wir immer wieder, dass sich

Kinder mit Gleichaltrigen messen und ihr Können vorführen wollen. Führzügelklassen

und Reiterwettbewerbe boomen, Motivationsabzeichen wie Kleines und Großes

Hufeisen haben Hochkonjunktur.

Allein im Jahr 2002 erbrachten rund 45.000 Nachwuchsreiterinnen und -reiter den

Beweis, dass sie nicht nur auf dem Pferd fit sind, sondern dass sie sich auch theoretisch

damit auskennen, welche Bedürfnisse ihre vierbeinigen Lieblinge haben.

Und genau das ist unser Vorteil: das Pferd. Kein Ball, kein Tennisschläger – und auch

kein Gameboy – kann solche Emotionen hervorrufen wie das lebendige Wesen

Pferd. Diese Chance gilt es zu nutzen!

Maria Schierhölter-Otte

Leiterin der Abteilung Jugend der

Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN)

EURORIDING 3


Pferdehaltung

Kostenmanagement Die Kosten

fest im Griff

„Was ich mir zu Weihnachten

wünsche? Natürlich ein Pony!“

Ob Kinderwunsch oder heimlicher

Traum des erwachsenen

Reiters: Mit dem Besitz eines

Pferdes verknüpfen wir die

Sehnsucht nach einer sinnvollen

Freizeitbeschäftigung, die

Freude am Umgang mit dem

Tier. Mit seiner Anschaffung

übernehmen wir eine große

Verantwortung, denn wir bestimmen

über sein gesamtes

Lebensumfeld. Wer diese Aufgabe

ernst nimmt, denkt auch

bereits im Vorfeld über die damit

verbundenen Kosten nach.

Dass sich diese bewältigen lassen,

beweisen über eine Million

Pferde auf Deutschlands

Koppeln. Welchen Überlegungen

man sich am Anfang stellen

sollte, sagt dieser Beitrag.

Das billige Pferd kann

teuer werden

„Das war ein Schnäppchen!“

ist zweifellos ein willkommenes,

aber allein nicht ausreichendes

Argument für den

Kauf eines Pferdes. Für die Anschaffung

sollte das entsprechende

Guthaben schon vorhanden

sein. Jetzt bereits den

Sparstift anzusetzen, wird später

vielleicht mit bösen Folgekosten

bestraft: wenn sich das

billige Pferd als chronisch

krank erweist, der rohe Youngster

die eigenen Reitkünste

überfordert oder das unseriös

angerittene Tier korrigiert werden

muss. Wichtig: Je gründlicher

man die Eigenschaften vor

dem Kauf überprüft, desto

weniger groß ist das Risiko der

Enttäuschung. Tatsächlich sollte

die Entscheidung ebenso

umsichtig getroffen werden

wie bei jeder anderen privaten

oder geschäftlichen Partnerschaft!

Welcher Stall ist der

richtige?

Der monatliche Unterhalt

schlägt mit dem höchsten

Kostenanteil zu Buche. Es lohnt

sich, mehrere Reitanlagen unter

dem Preis-Leistungs-Aspekt

zu vergleichen. Das Optimum

– artgerechte Haltung bei niedrigem

Verletzungsrisiko, jederzeit

bereitbare Trainingsbahnen,

abwechslungsreiches Gelände,

aber auch Unterricht und Beritt

– schlägt sich im Monatsentgelt

nieder. Dies liegt in einem

Pensionsstall in etwa zwischen

130 € und 350 €, meist bewegt

es sich bei 180 bis 230 € *.

Wichtig ist die Frage: Was ist

im Pensionspreis inbegriffen?

Welche Serviceangebote (wie

4 EURORIDING

Reiten hat sich zum Lifetime-Sport entwickelt

und Pferdehaltung ist längst nicht mehr nur

den „gut Betuchten“ erlaubt.

Heute entscheiden sich Menschen quer durch

alle sozialen Schichten für ein Leben mit

Pferden. Umsichtige Planung bereits im

Vorfeld hilft, die Kosten im Griff zu behalten

und der Verantwortung für das Lebewesen

Pferd gerecht zu werden.

Führmaschine, Freilauf, Vorführen

des Pferdes bei Tierarzt

und Hufschmied, Verabreichung

von Zusatzfuttermitteln

oder Medikamenten) werden

extra berechnet? Manchmal

kann durch Eigenleistung – wie

Mithilfe beim Ausmisten oder

Heumachen – der Preis reduziert

werden. Dabei bitte den

höheren Zeitaufwand berücksichtigen!

Nicht nur Zeit, sondern

auch Geld kosten lange

Anfahrten, so dass der zunächst

günstigere Stall schließlich

vielleicht doch teurer wird.

Denken Sie in diesem Zusammenhang

auch gleich noch an

die Möglichkeiten, die der in

Frage kommende Reitstall für

eine solide Ausbildung bietet.

Bei regelmäßigem Gruppenoder

Einzelunterricht (ab 20 €/

Stunde aufwärts) wird das reiterliche

Können aufpoliert, wo-

von auch das Pferd profitiert

und das Unfallrisiko deutlich

sinkt. Bei Zeitknappheit lässt

sich der Trainingsstand durch

regelmäßigen Beritt des Pferdes

(ab 20 €/Trainingseinheit)

durch einen seriösen Ausbilder

halten oder verbessern.

Der Traum vom Pferd hinterm

eigenen Haus ist nicht unbedingt

der kostengünstigste. Er

rechnet sich oft erst bei mehreren

Pferden, eigenem oder

günstigem Pachtland und

Selbstversorgung beim Futter.

Pauschalangaben gibt es nicht,

da gegebenenfalls auch Ställe

gebaut, Weiden eingezäunt

oder Paddocks angelegt werden

müssen. Monatlich fallen

Futtermittel wie Kraftfutter ab

15 € /50 kg, Wiesenheu ab 2 €/

18 kg, Einstreu, Wasser, aber

auch Strom- und Versicherungskosten

an.

Wieviel Geld geben Sie monatlich für das Reiten aus, alles in

allem mit Füttern, Stallunterbringung, Reitunterricht und

Hufschmied?

Gesamt eigenes Pferd Reitbeteiligung

Vereinsmitglieder

234 € 305 € 111 €

Nicht-

Mitglieder 165 € 226 € 105 €

Quelle: „Marktanalyse Pferdesportler in Deutschland 2001“,

Herausgeber: Deutsche Reiterliche Vereinigung


Jährliche Ausgaben für

ein Pferd ca. *

Hufschmied 300 €

Wurmkur und

Impfung 100 €

Versicherung 115 €

Zusatzfutter 160 €

Reitkleidung und

Ausrüstung 225 €

Tierarzt 500 €

Gesamt 1400 €

*) Quelle: „Pferdesport und Öffentlichkeit

- Soziale und wirtschaftliche

Bedeutung von Pferdehaltung

und Pferdesport“,

Herausgeber: Landessportbund

Hessen

Die Reitausrüstung

Steht das Pferd endlich im

Stall, wird klar: ohne Ausrüstung

geht es nicht. Auch jetzt

ist Geiz langfristig die schlechteste

Entscheidung. Hochwertige

Produkte sind nicht nur

pferdegerechter und sicherer

für Mensch und Tier, sondern

haben auch eine längere Lebensdauer.

Funktionalität und

Pflegeleichtigkeit sind weitere

Faktoren, die sich durch Zeitersparnis

auch für den Geldbeutel

rechnen. Auf jeden Fall

gebraucht werden: 1 Halfter

und 1 Ersatzhalfter aus Leder

oder Nylon, 1 Führstrick mit

Panikhaken, Putzkasten mit

Inhalt, 1 Abschwitzdecke (insgesamt

etwa 100 €).

Reicht der Allround-Sattel oder

ist ein Spezialmodell erforderlich?

Akzeptable Sättel gibt es

um 500 €, aber den Unterschied

zum hochwertigen und

damit etwas teureren Markenprodukt

merken Pferderücken

und Reiter gleichermaßen! Es

lohnt, auf den Rat des Fachverkäufers

zu hören, denn beim

Sattelkauf handelt es sich um

eine mehrjährige Investition.

Auch bei der Zäumung (komplett

ab zirka 100 €) rechnet

sich Qualität, denn Kopf und

Pferdemaul sind sehr empfind-

lich. Seriöse Pferdeleute wissen

um den Wert der Bodenarbeit:

Für Longiergurt, Longe, Ausbinder

und Longierpeitsche

sind etwa 100 € zu veranschlagen.

Auch Beinschutzprodukte

(Gamasche, Bandage, Sehnenschützer

ab 20 €) und Lederpflegemittel

nicht vergessen!

Auch wenn die alten Jeans fürs

Ausmisten reichen... in funktionaler

Reitbekleidung fühlt

man sich nicht nur wohler,

sondern reitet auch sicherer.

Zur Erstausstattung gehören

ein nach der Sicherheitsnorm

CE EN 1384 zertifizierter Reithelm,

Reithose, Reitstiefel oder

-stiefeletten, Handschuhe und

Gerte. Diese Teile sind in Sparausführung

zwar für insgesamt

um 150 € zu haben, eine Mehrinvestition

zahlt sich aber in

einem Plus an Tragekomfort

und Sicherheit aus. Empfehlenswert:

eine ärmellose Weste,

eine praktische Outdoor-Reitjacke

und ein Allwetterhut.

Das persönliche Budget

Zur umsichtigen Planung gehört

der genaue Blick auf die

eigenen Finanzen. Am besten

schriftlich sämtlichen Einnahmen

(Gehalt, Einkünfte aus

selbständiger oder freiberuflicher

Tätigkeit, Zinserträge

usw.) den regelmäßig wiederkehrenden

monatlichen wie

mehrmonatlichen Ausgaben

gegenüberstellen. Dabei auch

Sparraten, Fortbildungsmaßnahmen,

Geschenke, Urlaube

und Reparaturen nicht vergessen!

Jetzt wird klar, wie viel

Geld für die Freizeit verbleibt

und was sich fürs Pferd erübrigen

lässt. Klug handelt, wer ab

sofort monatlich einen kleinen

Betrag auf ein Extrasparkonto

einzahlt, damit im Fall des Falles

ein Sümmchen für Notfälle

rund ums Pferd – einen Klinikaufenthalt

(meist 1000 € und

mehr) oder die spätere Gnadenpferdehaltung

(ab 180 €/Monat)

– bereitsteht.

Das hilft sparen: Wenn es Ihnen

schwer fällt, Ihr Geld einzuteilen,

dann richten Sie mehrere

Konten ein: eines für die

Haushaltsführung (auf das

Ihre Einkünfte fließen), ein

zweites für Ihren finanziellen

Schutz, ein drittes für Spaß

und Freizeit, ein viertes als

Sparkonto. Am Monatsanfang

zahlen Sie 5 Prozent Ihrer Einkünfte

auf das „Schutzkonto“

(das Sie nur in Notfällen anrühren),

etwas auf Ihr „Spaßkonto“

(das Sie unbeschwert

ausgeben) und etwas aufs Sparkonto.

Auch Kleinvieh macht

Mist! Können Sie bei günstigen

Einkäufen sparen, kommt

die ersparte Summe gleich aufs

Sparbuch und wandert nicht

zurück in den „großen Topf“!

Schütten Sie allabendlich alle

Kleinmünzen aus dem Porte-

- ANZEIGE -

monnaie in eine Dose. Wer das

ein Jahr durchhält, hat's leichter

beim Geschenkekauf. Bieten

Sie alles, was Sie nicht mehr

brauchen, über Internet, Anzeigenzeitungen,

als Second-

Hand-Ware oder auf dem Flohmarkt

an, statt es wegzuwerfen.

Wer seinen Haushalt preisbewusst

führt, Preise vergleicht,

auch mal auf ein paar teure

Restaurantbesuche verzichten

kann oder sich zwecks Kostenbeteiligung

erst mal einen

Reitpartner sucht, für den ist

Erfüllung des Pferdetraums

realisierbar.

Christine Lange

Buchtipp:

Christine Lange

Was kostet mich mein Pferd?

3,50 €, BLV, München,

ISBN 3-405-16320-X

EURORIDING 5


6

Foto: Julia Rau

Das alljährliche CCI**** Badminton

(GBR) gilt als das

schwerste Vielseitigkeitsturnier

der Welt und nur selten

wagt sich ein Deutscher dort

hin. Du bist bisher zweimal in

dieser Prüfung an den Start gegangen.

Wie gut muss man

sein, um sich dort mit den Besten

der Welt messen zu können

?

Als Reiter sollte man kontinuierliche

Leistungen im Drei-

Sterne-Bereich mitbringen. Da

der Turniertermin immer sehr

früh zu Saisonbeginn liegt,

braucht man zum einen die

Möglichkeit, bereits Anfang Januar

mit dem Konditionstraining

zu beginnen, und zum

anderen einen Pferdetyp, der

nicht viele Einlaufprüfungen

benötigt. Abgesehen davon

müssen wir Deutschen einfach

frecher werden. Nicht ohne

sachliche Überlegungen, aber

doch ein wenig selbstbewusster.

Es geht nur voran, wenn

man auch mal einen scheinbaren

Misserfolg riskiert. Dann

heißt es überlegen, was man

besser machen kann, und wieder

angreifen. Je öfter man sich

solchen Aufgaben stellt, desto

größer ist auch die Chance,

dass der Erfolg sich einstellt.

Was dir nach deinem ersten

Start mit Ginger in Badminton

an Häme in der Heimat ent-

gegenschlug, übertraf deine

schlimmsten Erwartungen.

Was hast du daraus gelernt ?

(lacht) Sachlich zu bleiben! Ich

habe das als sehr unfair empfunden,

aber ich glaube das

Ganze ist weniger ein persönliches

Problem als vielmehr

eine Mentalitätsfrage der Deutschen.

Man kann dies auch in

anderen Sportarten beobachten:

Die Deutschen sind der

Meinung, man darf sich solchen

Herausforderungen nur

stellen, wenn man auch gewinnen

kann. Und bei einer

schlechten Leistung wird einem

keine Zeit gegeben, das

wieder zu korrigieren, sondern

sofort steht das Urteil fest. Die

Engländer gehen damit anders

um. Schon die Teilnahme an

einer solchen Prüfung ist eine

Herausforderung, und keiner

würde ein negatives Wort darüber

verlieren, wenn man den

Kurs nicht beendet. Es wird als

normal angesehen, dass man

Zeit braucht, um an und mit

den Aufgaben zu wachsen.

Gelernt habe ich durch diese

Erfahrung auch, Erfolge sachlicher

zu bewerten. Wenn etwas

super gelaufen ist, klopfen

dir alle auf die Schulter und feiern

dich. Und ebenso prompt

kommen die Kommentare,

wenn etwas schief gegangen

ist, aber dann natürlich mehr

hinten herum.

Interview

„Wir müssen

frecher werden !“

Andreas Dibowski, bisher vier Mal in Folge bester

Deutscher in der Weltrangliste Vielseitigkeit, wird von

Euroriding gesponsert. Euroriding News unterhielt sich

mit ihm über das schwerste Vielseitigkeitsturnier der

Welt, die zu Ende gegangene Saison und den Blick nach

vorn auf die Olympischen Spiele in Athen.

EURORIDING

Du hast alle Zweifler eines Besseren

belehrt. Bei Deinem zweiten

Start mit Ginger in Badminton

erreichtest du die beste

Platzierung, die ein Deutscher

dort jemals erzielt hat.

Ja, wir wurden 2002 vierter und

konnten die Prüfung mit dem

Dressurergebnis beenden,

ohne Strafpunkte in Gelände

und Springparcours. Am Pferd

hat es beim ersten Start auch

nicht gelegen, sondern die Vorbereitung

und das Management

sind beim zweiten Mal

viel besser gelaufen.

Welche Gedanken hast du zur

zu Ende gegangenen Saison,

persönlich wie auch allgemein

im Hinblick auf die deutsche

Vielseitigkeitsreiterei ?

Für mich persönlich sind die

Ergebnisse der letzten Saison

weit hinter meinem Anspruch

an die eigene Leistung zurückgeblieben.

Mit einer gründlichen

Analyse werde ich mich

jetzt zum Jahresausklang beschäftigen,

und dann heißt es

wieder Blick nach vorn – eine

gewisse Steh-auf-Mentalität

braucht man schon.

Allgemein betrachtet denke

ich, die Deutschen müssen hart

daran arbeiten, eine konstant

starke Mannschaft für die

Championate aufzustellen. Der

Handlungsbedarf ist groß, den

Worten müssen Taten folgen.

Was den Geländeaufbau angeht,

ist man in Deutschland

zu sehr bemüht, selektive Kurse

zu schaffen. Doch wir brauchen

in allen Klassen mehr aufbauende

anstelle technischer

Kurse. Man motiviert ein Pferd

nicht mit einer geballten Ladung

technischer Hindernisse,

so lernt es eher, eben doch mal

vorbeizulaufen.

Du konntest bereits drei Pferde

für die Olympischen Spiele

2004 qualifizieren. Wie siehst

du deine Chancen ?

Meine beiden Favoriten sind

Little Lemon B und Serve Well.

Herakles ist der Dritte im Bunde.

Ich will versuchen, noch

zwei weitere Pferde zu qualifizieren:

Ruprecht und Leonas

Dancer. Letzterer hat bereits

Olympia- und WM-Erfahrung,

ist jedoch leider wenig vertrauenswürdig,

gewiss etwas zwischen

Genie und Wahnsinn.

Im Jahr 2003 habe ich ihm eine

Aus-Zeit gegönnt und hoffe,

dass der Wallach kommende

Saison gereift und ein wenig

weiser wieder voll durchstartet.

Er und Little Lemon wären für

mich auch Kandidaten für Badminton,

aber da der DOKR-

Ausschuss entschieden hat,

dass die Olympia-Pferde ausschließlich

über kurze Prüfungen

gesichtet werden, wird mit

Lemon daraus nichts werden

und mit Leonas Dancer bin ich

noch am Überlegen.

Interview: Beate Uhlenbrok


Fachseminar

Reiten ist wie

Tango tanzen

„Beim Tango führt der Mann und die Frau folgt

seiner Bewegung, beim Reiten führt der Reiter

und das Pferd folgt. Jede Bewegung, jeder

Impuls des Reiters muss sofort sichtbar im

Pferd ankommen.“

Mit diesem Vergleich begann

der Australier Richard Weis

sein Seminar „Reiten lernen

nach der Alexandertechnik“,

das kürzlich auf Einladung der

Persönlichen Mitglieder der

Deutschen Reiterlichen Vereinigung

(FN) in der Westfälischen

Reit- und Fahrschule in

Münster-Handorf stattfand.

Bei seinen Demonstrationen

ging es Weis nicht etwa um ein

neue Ausbildungsmethode –

im Gegenteil entpuppte sich

der Australier als großer Verfechter

der deutschen „Skala

der Ausbildung “ – vielmehr benutzte

er die Vorstellungskraft

der Reiter, um sie die Dressur

neu sehen und Bewegungen

neu erleben zu lassen.

„Stell Dir vor, Du würdest ohne

Sattel reiten und Deine Beine

wären am Pferderumpf festgeklebt“,

erklärte er seinem ersten

Probanden, den er zunächst

das Bewegungsmuster

im Schritt erfühlen ließ. Danach

ließ er ihn den Takt vorgeben,

um die Schritte des

Pferdes zu verkürzen oder zu

verlängern. „Du musst die Beine

wie Pedale verwenden, die

durch die Beine des Pferdes

gehen“, forderte Weis den Reiter

dabei auf. „Und Du musst

der Boss sein wollen.“ Ein weiteres

Bild, das Weis in die Köpfe

der Reiter und Zuschauer

pflanzte, war das der Bodenhaftung:

„Reiten ist eine Mischung

aus Gehen und Sitzen.

Das Gewicht des Reiters geht

durch den Körper über die

Hüfte durch die Beine zum

Boden. Würde man ein Foto

machen und das Pferd wegretuschieren,

müsste der Reiter

immer so aussehen, als ob er

flach auf dem Boden steht. Die

meisten stehen allerdings auf

den Zehenspitzen“, so Weis.

„Und meistens sind sie auch

hinter der Bewegung des Pferdes.

Sie sehen aus, als ob sie

eine Schubkarre vor sich her-

Weis demonstriert: Der Sitz des

Reiters müsste immer so aussehen,

als ob er flach auf dem Boden

steht. Die meisten stehen allerdings

auf den Zehenspitzen.

schieben würden. Aber nur

wenn ich vor der Bewegung des

Pferdes bin, kann ich das Pferd

führen. Der Reiter gibt die Bewegung

vor, das Pferd folgt.“

Das Geheimnis liegt im

Loslassen

Auf phantasie- und humorvolle

Art und Weise arbeitete sich

Weis während seines Seminars

durch die Skala der Ausbildung,

von Takt über Losgelassenheit,

Anlehnung, Geraderichten

bis hin zu Schwung

und Versammlung. „Jeder

deutsche Dressurrichter hat einen

Stempel, der kommt unter

jedes Protokoll: ‚nicht genug

Schwung‘, erklärte er zur

allgemeinen Erheiterung.

„Immer heißt es nur ‚mehr

Schwung, mehr Schwung,

mehr Schwung‘. Ich kann aber

nur soviel Schwung zeigen, wie

ich Losgelassenheit vorfinde.

Wenn ich als Reiter mehr

Schwung fordere, macht sich

das Pferd fest.“ Das Geheimnis

liege darin, so Weis, zwischendurch

immer wieder loszulassen.

So forderte er den Reiter

auf, abwechselnd Schwung für

eine Wertnote 3, dann wieder

für die Wertnote 5 oder 6 zu

reiten. Während so der Reiter

einmal „wabbelig“ auf dem

Pferd saß und dann wieder

Körperspannung erzeugte, veränderte

sich auch das Pferd

unter ihm.

FN/Uta Helkenberg

Fotos: Uta Helkenberg

„Es gibt kein anderes Mittel, als an sich selbst zu arbeiten“,

gab Weis seinen Zuhörern am Ende mit auf den

Weg. „Das große Abenteuer beim Reiten hast du mit dir

selbst.“

EURORIDING 7


Aktuelles der Marke Euroriding

Reithandschuhe für den Winter

8

EURORIDING

Exklusive Turnierjackets in attraktiven Farben

Transportgamaschen Reitstiefel „All Star“

Für den Schutz der wertvollen Pferdebeine bei Verladen

und Transport: dunkelblaue Gamaschen mit

attraktiver goldfarbener Borte. Sie verfügen über

eine stabile Form, strapazierfähiges Außenmaterial

und dicke Polsterung. Die Innenseite ist mit kuscheligem

Kunstfell versehen. Erhältlich im Zweier-Set

für Vorder- und Hinterbeine; die geschenktaugliche

Tragetasche gibt es gleich mit dazu.

erhältlich ab Mitte Dezember

„Euro-Exklusiv“ nennt sich die neue Serie hochwertiger Turnierjackets

von Euroriding. Feines Tuch mit einem hohen Schurwolle-Anteil wurde

in figurbetonender Schnittführung zu diesem eleganten Modell verarbeitet.

Der 4%-ige Elasthan-Anteil des Materials und die zweifache

Schlitzung des Rückenteils unterstützen die perfekte Passform. Die attraktive

Optik wird vollendet durch die farbliche Absetzung von Samtkragen

und Innenfutter sowie die Paspelierung an Kragen und Taschen.

Für Damen ist das Turnierjacket erhältlich in

silbergrau, Kragen bordeaux, Paspeln silber

steingrau, Kragen schwarz, Paspeln gold

blaugrau, Kragen marine, Paspeln gold

marine, Kragen marine, Paspeln gold

anthrazit, Kragen bordeaux, Paspeln silber

braun, Kragen hellbraun, Paspeln gold

Für Herren ist das Turnierjacket erhältlich in

anthrazit, Kragen schwarz, Paspeln silber

Amerikanisches Hirschleder. Ein elegantes, anschmiegsames Modell aus

feinstem Leder, gefüttert, mit Zügelverstärkung und verstellbarer Ärmelweite.

Erhältlich in natur und schwarz in den Größen XXS-XXL. Art.-Nr. K-

104-W.

Neopren. Sportliche Optik und super Funktionalität vereint dieses Modell

mit wärmender Thermofütterung und verstellbarer Ärmelweite. Erhältlich

in blau/grau und schwarz in den Größen XXS-XXL. Art.-Nr. K 106.

Amara. Leichtes, sportliches Modell mit sehr elastischem Außenmaterial.

Eine spezielle Silikonbeschichtung an der Innenhand sorgt dafür, dass die

Zügel jederzeit sicher in der Hand liegen. Erhältlich in schwarz, blau und

grün in den Größen XXS-XXL. Art.-Nr. K-223.

Fourway. Pflegeleichtes Außenmaterial in attraktiver Optik. Mit wärmender

Thermofütterung, extra abgesteppter Innenhand, Zügelverstärkung und

elastisch abschließenden Ärmelbündchen. Erhältlich in braun und blau

in den Größen XXS-XXL. Art.-Nr. K 615.

Fleece. Dieses Modell kombiniert kuscheligen Wohlfühl-Fleece mit einer

speziellen Silikonbeschichtung für die gesamte Innenhand. So behält man

die Zügel jederzeit rutschfest im Griff. Erhältlich in grau/schwarz in den

Größen XXS-XXL. Art.-Nr. K 66800.

Dieser elegante Lederreitstiefel

erfüllt alle Wünsche

nach einem qualitativ hochwertigen

Modell. Das vollnarbige

Rindboxleder wurde

mit größter Sorgfalt

ausgesucht.

Der Allroundstiefel wirkt

sehr attraktiv durch seine

elegante schlanke Beinform

mit gemäßigtem Außenbogen.

Ausgestattet ist er

mit hochwertigem Kalbfutter,

Comfort-Fußbett und

Hinterriemenversteifung.

Die geklebte Formsohle

mit Shockabsorber und

Supergrip sorgt für

besonders

sicheren Halt

und eine Entlastung

der Wirbelsäule.

Dieses Reitstiefel-Modell

ist

standardmäßig

in zwei Fußweiten

lieferbar.


Kunstfell

mit Kunstfell unterlegt, silberfarbenes

Pferdchenmotiv

auf den Seitenteilen, silberfarbene

Beschläge, zweifach

verstellbar, erhältlich in marine,

schwarz, rot und grün

Check

modisches Karodesign, passende

Führleine inklusive,

stabile Ausführung, bronzefarbene

Beschläge, einfach

verstellbar, dazu passende

Bandagen erhältlich

Bandagen „Check“

Ein echter Hingucker: Modische

Bandagen im Karodesign.

Der das Pferdebein

umhüllende Bandagenanfang

besteht aus grauem Vlies. Das

4-er Set gibt es inklusive Tragetasche.

Tipp: ideal zu kombinieren

mit Halfter und Führstrick

„Check“ (siehe oben)!

Halfterparade

Eco mit Führleine

einfache Ausführung,

messingfarbene Beschläge,

farblich passende Führleine

inklusive, einfach verstellbar,

erhältlich in natur, marine,

grau, babyblau und grün

Lederapplikation

stabile Ausführung mit Lederapplikation,

mit Nubuk unterlegt,

silberfarbene Beschläge,

zweifach verstellbar,

erhältlich in schwarz/braun

abgesetzt

Abschwitzdecke

„Elephant print“

Im modischen Design und mit attraktiver

goldfarbener Paspelierung präsentiert

sich diese für die kältere Jahreszeit

geeignete Abschwitzdecke mit

Obermaterial aus Fleece. Ausgestattet

ist sie am Brustteil mit Schnalle und

zusätzlichem Klettverschluss sowie

Kunstfellbesatz am Widerrist.

Erhältlich ist sie in den Rückenlängen

85-175 cm in den Farben dunkelblau,

dunkelgrün und schwarz.

erhältlich ab Mitte Dezember

Aktuelles der Marke Euroriding

Eco mit Nubuk

mit Nubuk unterlegt,

messingfarbene Beschläge,

einfach verstellbar, erhältlich

in marine, grau, babyblau,

grün schwarz, rot, royal blau

und gelb

Roma

stabile Ausführung mit sportlicher

Zierapplikation, mit

Nubuk unterlegt, zweifach

verstellbar, erhältlich in

camel/braun abgesetzt und

grau/schwarz abgesetzt

Echtfell

Luxusmodell, mit echtem

Lammfell unterlegt, goldfarbene

Beschläge, zweifach

verstellbar, erhältlich in marine

und grün

Geschenktipp:

In der Weihnachts-Umfrage,

die Euroriding

News unter Kunden in

Euroriding-Fachgeschäften

durchführte, fragten

wir: Was würden Sie sich

wünschen?

In der Preiskategorie bis

25 € wurde „Halfter“ mit

Abstand am häufigsten

genannt!

EURORIDING

9


Produktneuheiten

Nie mehr kalte Ohren Mikro-Algen stärken das Immunsystem

Die patentierten Ohrenwärmer

„earbags“ von

BUSSE gibt es in zehn verschiedenen

Designs, von

dezent schwarz in Fleece

über das modebewusste

Leoparden-Outfit bis hin

zum eleganten Lederlook.

Das Klick-Snap-System

ermöglicht einen angenehm

festen Sitz ohne

störenden Bügel.

Die earbags können beim Reiten, Joggen, Fahrradfahren etc.

auch in Verbindung mit einer Reitkappe oder anderen Mützen

getragen werden. Die praktischen kleinen Begleiter sind

einfach zu handhaben und erhältlich in den Größen S, M

und L für ca. 8,90–11,90 € je nach Ausführung.

Schermaschine – klein wie ein Handy Sicher ist sicher!

Im Innovationsforum der

spoga, der weltweit bedeutendstenFachhandelsmesse

für die Reitsportbranche,

wurde diese neue Akku-

Schermaschine von Waldhausen

zum Sieger gekürt.

Handlich und variabel einsetzbar,

erlaubt das Gerät

müheloses Scheren auch an schwierigen Körperpartien. Weiterer

Vorteil: größtmögliche Mobilität, unabhängig davon, ob

eine Steckdose in der Nähe ist. Die Schermaschine ist mit einem

Schneidsatz aus gehärtetem Stahl und einer Schnittlängenverstellung

von 0,6 bis 2,2 cm ausgestattet. Die praktische

Aufbewahrungstasche mit Aufhängehaken bietet mit

separaten Fächern Platz für jedes Zubehörteil: drei Aufsteckkämme,

Ölflasche, Reinigungspinsel und Netzkabel.

Hightech-Winterreitstiefel

Der Rimfrost Rider von BUSSE vereint die dezente Optik eines

klassischen Reitstiefels mit den Komforteigenschaften eines

hochwertigen Laufschuhs und den Isolierungseigenschaften

eines Moonboots. Die Laufsohle verfügt über

ein patentiertes Stahlgelenk zur Stabilisierung

des Mittelfußes. Das Außenmaterial

im Fußbereich ist aus extrem

haltbarem und wasserdichtem Hydro-

Tech. Innen sorgt eine fest integrierte,

wasserdichte und atmungsaktive Sokke

zusammen mit einer dicken Isolierung

für angenehm warmes Klima. Dieser

Hightech-Winterreitstiefel ist für

Kinder in den Größe 32–35 erhältlich,

für Erwachsene in den

Größen 36–46 in zwei Wadenweiten.

Preis: ca. 129,– €.

10 EURORIDING

Das Ergänzungsfutter „Mikro-Algen“ von HORSE fitform aus

dem Hause Pharmaka unterstützt die Immun-Abwehr, festigt

das Nervenkostüm, unterstützt den Muskelaufbau, steigert

die Leistungsbereitschaft und fördert die Schadstoff-Ausleitung.

Besonders empfehlenswert

ist es für Phasen erhöhten

Stresses, wie z. B. bei tragenden

und laktierenden Stuten, Fohlen

in der Absetzphase, Sportpferden

im Aufbautraining und Rekonvaleszenten.

Mikro-Algen stimulieren

schon bei Aufnahme geringer

Mengen die körpereigenen Abwehrkräfte.

Bei entsprechender

Fütterung der Muttertiere ist dieser

Effekt über die Milch sogar

auch auf ihre Fohlen übertragbar.

Der formschöne, leichte High-

Tech-Reithelm „Hi-Lite“ von Kavalkade

sitzt perfekt durch das

anatomisch geformte Nackenband,

welches gleich in die

seitlich stabilisierende 4-

Punkt-Halterung übergeht.

Die Helmoberfläche

ist mit einem hochwertigen,

edel aussehenden Velours aus

Microfasern überzogen. In das

weich gepolsterte Innenfutter sind Lüftungskanäle eingearbeitet.

Die Polystyrol-Schale sorgt für hervorragende Stoßabsorption

bei ultraleichtem Design. Das dezent in anthrazit

gehaltene Frontschild des Helms hat drei Öffnungen für die

Luftzirkulation und verleiht dem Helm eine schlanke, elegante

Optik. Erhältlich ist der Helm in den Größen 52–62.

Neue LPO macht Turniere bunter

Viele Neuerungen und Verbesserungen

bietet die von der Deutschen

Reiterlichen Vereinigung

herausgegebene Leistungs-Prüfungs-Ordnung

(LPO), die ab dem

1. Januar 2004 gültig ist. Sie regelt

den deutschen Turniersport für alle

Teilnehmer, Ausbilder, Richter, Veranstalter

und Organisatoren. Wichtige

Änderungen gibt es in u. a. in

den Bereichen Startfolge, Ehrenpreise, Nennungsbestimmungen,

Erfolgsanrechnung und Teilnahmeberechtigung.

Übrigens: Mit der Saison 2004 kann es auf den Turnieren

bunter werden. Denn ab dann gibt es keine Vorgabe mehr

für die Farbe der Jacketts. Lediglich die Farbe rot bleibt auf

Springprüfungen der Kategorie A beschränkt.

15,80 € (D)/16,30 € (A), ISBN 3-88542-399-5.


Ausrüstung

Das ABC der

Lederpflege

Ausrüstung guter

Qualität ist recht

kostspielig. Damit

sie uns über Jahre

hinweg gut erhalten

bleibt, bedarf es

regelmäßiger Pflege.

Wir sagen Ihnen, welche

Pflegemittel sich für welchen Zweck eignen.

Die Lederreinigung

Sättel, Trensen und andere Ausrüstungsteile

aus Leder reinigen

Sie mit Sattelseife. Diese

wirkt reinigend und rückfettend,

gibt dem Leder somit das

durch die Reinigung entzogene

Eigenfett wieder zurück.

Sie wird mit einem feuchten

Schwamm aufgeschäumt und

aufgetragen. Nach kurzer Einwirkungszeit

reibt man mit

einem sauberen saugfähigen

Lappen den angelösten

Schmutz ab und trocknet das

Leder sorgfältig ab.

Für Lederreitstiefel verwenden

Sie bitte keine Sattelseife, denn

Stiefelleder ist anders beschaffen.

Schmutz und Schweiß entfernen

Sie mit Wasser und

Schwamm. Zum anschließenden

Trocknen werden die Stiefel

mit Zeitungspapier gefüllt

und an die frische Luft gestellt –

nicht vor die Heizung oder in

die Sonne, das würde das Leder

mürbe machen.

Die Lederpflege

Auf das gereinigte, trockene

Glattleder der Ausrüstungsteile

wird gleichmäßig und dünn

Lederfett oder Ledercreme aufgetragen.

Es dringt in die oberste

Lederschicht ein, pflegt und

macht geschmeidig. Bei regelmäßiger

Anwendung bleibt das

Leder wasserabstoßend.

Sitzfläche und Knielage am Sattel

– also die Teile, die mit der

Reithose in Berührung kommen

– werden nur gereinigt,

nicht gefettet.

Für Reitstiefel ist Lederfett

nicht geeignet. Dadurch würde

die Oberfläche schwammigschmierig

und der Schaft verlöre

seinen Stand. Empfehlenswert

ist Stiefelcreme oder

Stiefelwachs mit einem geringen

Fett- und hohen Wachsanteil,

der die Poren verschließt.

Lederwachs konserviert die

Oberfläche des Leders und

schützt es vor eindringender

Nässe.

Für besondere Fälle

Bei verhärtetem Leder und zur

Pflege von dickeren Lederteilen

wie zum Beispiel Geschirren

eignet sich Lederöl. Es

durchdringt sämtliche Schichten

des Leders und macht es

weich und geschmeidig. Daher

ist es auch empfehlenswert für

Ausrüstungsteile, die oft der

Nässe ausgesetzt sind und daher

spröde werden, wie z.B.

Lederteile im Gebiss-Bereich

des Zaumes.

Eine Art Mittelweg zwischen

Öl und Fett ist Lederdressing.

Es dringt tiefer ein als Lederfett,

ist leichter aufzutragen

und verleiht dem Leder seidenmatten

Glanz mit einem leichten

Schutzüberzug.


Ausbildung

Gesucht:

Das passende Springpferd

Wer das Springreiten erlernen möchte, braucht den richtigen

Partner. Da ist das Beste oft gerade gut genug, ganz nach dem

Motto: „Der hat schon S gewonnen – der wird mich doch wohl

über ein L-Springen tragen!“ Doch das edle Ross kann den

glücklichen neuen Besitzer genauso frustrieren, als wollte er

mit Schumi’s Ferrari in die Stadt zum Einkaufen fahren.

Jedes Pferd kann einem etwas beibringen – wenn es zur

rechten Zeit kommt. Denn für die verschiedenen Stufen der

Springausbildung sind unterschiedliche Qualitäten gefragt.

Das ideale Anfängerpferd

im Umgang gutmütig, auch bei

Turnierstress

im Kaliber passend zum Reiter

vom Temperament her ausgleichend

zum Reiter

robustes Maul, doch Annehmen

der Parade auch bei geringer Durchlässigkeit

gleichmäßige, nicht zu große

Galoppade

eifrig und sehr willig

unauffälliger Sprungablauf, wenig

basculierend, wenig mit Körper

springend

ausgeprägtes Taxiervermögen

lässt sich nicht irritieren

Im Anfängerbereich ist der Sitz des Reiters

noch nicht so gefestigt. Deshalb sollte ein

gutes Anfängerspringpferd unaufwändig

springen und seinem Jockey alle anderen

Aufgaben außer dem Einhalten der Reihenfolge

der Hindernisse und dem im Sattel

bleiben abnehmen.

12 EURORIDING

Europameister Christian Ahlmann und Cöster –

ein perfekt aufeinander abgestimmtes Paar

Foto: Jacques Toffi

Jüngere Pferde springen, wenn es mal

nicht passt, gerne „auf groß“ ab. Wenn sie

durch einen hinter der Bewegung gebliebenen

Reiter mehrmals gestört worden

sind, fügen sie lieber noch einen zusätzlichen,

äußerst kleinen Galoppsprung ein.

Es gibt eine besonders tückische unter den

unpassenden Absprungsituationen, die

genau in der Mitte zwischen einem ‚auf

groß gehen’ und einem ‚drunter stehen’

liegt. Das sind Situationen, in denen sich

nur noch wenige Pferde helfen können.

Gute Springreiter übernehmen das Abschätzen

der Entfernung zum Sprung und

können eine unpassende Distanz bis zu

sechs Galoppsprüngen vor dem Absprung

korrigieren. Das Taxiervermögen ist dagegen

bei Anfängerpferden elementar wichtig,

auch wenn Pferde erst zwei bis drei

Galoppsprünge vorher reagieren. Diese

Fähigkeit des Pferdes, den Absprungspunkt

selbst zu erkennen, setzt sich aus

viel Veranlagung und etwas Schulung zusammen.

Selbst wenn sie von ihrem Körperbau,

ihrer Koordination und Beintechnik

in der Lage wären, einen kleinen

Galoppsprung ohne Schwungverlust einzufügen

und Vermögen und Mut genug

hätten, um früher abzuspringen, so sind

die meisten damit überfordert, überhaupt

eine Entscheidung zu treffen.

Das richtige Amateurpferd

willig

mutig

mit ‚Go’

vermögend

unkompliziert

schnelle Beintechnik

nicht zu vorsichtig

Taxiervermögen

keine Balanceprobleme

mit Übersicht

Meist sind die Tugenden ‚Vorsicht’ und

‚Mut’ gegenläufig. Pferde, die in einer

unpassenden Absprungdistanz immer wie-


der abspringen, sind meistens nicht die

vorsichtigsten. Ein harter Abwurf tangiert

sie nicht so stark wie die Pferde, die jeden

Stangenkontakt peinlichst vermeiden wollen.

Im A- und L-Bereich reiten die meisten

noch nicht absprungbestimmend. Die

Sprünge sind noch so klein, die Parcours

noch so wenig technisch gebaut, dass diese

Pferde sich gut und gerne selbst helfen

können. Ab der Klasse M benötigt das

Pferd einen Reiter, der eine unpassende

Distanz zum Sprung rechtzeitig korrigieren

kann. Doch Springreiter, die sich gerade

zur Mittleren Klasse hoch gearbeitet

haben, sind in ihrem ‚Auge’ noch nicht

so sicher wie ein S-Reiter. Deshalb ist gerade

im M-Bereich ein Pferd besonders

wichtig, das nach einem Abwurf unerschüttert

weiter springt. Würde es nach Art

der wirklich vorsichtigen Pferde zum

nächsten Sprung verhaltener galoppieren,

so würde es seinen Reiter überfordern.

Denn er ist ganz damit beschäftigt, seinen

Reiterfehler, der zum Abwurf führte, abzustellen

und kann sich nicht gleichzeitig

auf ein anderes Verhalten seines Pferdes

einstellen.

Das Vermögen, also die Höhe und Breite,

die ein Pferd aufgrund seiner Kraft springen

kann, ist im Springsport ein relativer

Begriff. Zwar ist dieses Vermögen an die

Übersetzung, d. h. an die Großzügigkeit

der Galoppade gekoppelt. Pferde mit kurzer

Galoppade haben in der Regel weniger

Springvermögen als raumgreifende

Galoppierer. Spätestens in Hindernisfolgen

und Kombinationen trennt sich die Spreu

vom Weizen. Doch wirkliche Könner im

Sattel verstehen es, selbst mit begrenzten

Pferden noch internationale Große Preise

zu gewinnen. Mit höchster Präzision bringen

sie ihr Pferd über Jahre weg ideal zum

Absprung, bauen es über leichte Vorbereitungsspringen

und gutes Management zu

Höchstleistungen auf. Damit ist ein Amateur

in der Regel überfordert. Deshalb ist

es beruhigend für ihn und weniger strapaziös

für sein Pferd, wenn es mit gutem

Vermögen ausgestattet ist und sich in den

Prüfungen seiner Wahl nicht am Limit bewegt.

Das perfekte Hochleistungspferd

sehr vorsichtig

intelligent

patent

grundschnell

ausreichend vermögend

mit großzügiger Galoppade

kämpferisch

von drahtiger Härte

Franke Sloothaak sagte einmal, dass es für

ihn kein Pferd gibt, was zu vorsichtig ist.

Auch Helena Weinberg meint zum Thema

Vorsicht lapidar: „Runter kommen sie

alle!“ Damit ist ausgedrückt, dass Pferde,

die anfangs noch übervorsichtig springen

und die Sprünge allzu sehr respektieren,

mit der Routine und durch viele gute Erfahrungen

gelassener werden. Doch das ist

ausschließlich eine Aufgabe für Profis. So

schön ein äußerst vorsichtig springendes

Pferd für den Könner ist – der Amateur

würde dem Pferd die Lust am Springen

nehmen, da er es in der Regel nicht präzise

genug bedienen kann.

Der Passer-Effekt

Die jeweilige Stärke von Pferd und Reiter

müssen zusammen passen. Das eine Pferd

braucht einen Reiter, der treiben kann, das

andere verträgt wenig Zügeleinwirkung

usw. Optimale Kombinationen bilden:

junges Pferd – erfahrener Reiter

temperamentvolles Pferd –

einfühlsamer Reiter

vorsichtiges Pferd –

entschlossener Reiter

unrittiges Pferd –

Reiter mit viel Einwirkung

Pferd mit geringem Taxiervermögen

– Reiter mit gutem Auge

charakterlich schwaches Pferd –

Reiter mit Durchsetzungsvermögen

Über eines sollte sich jeder, der das Springreiten

erlernen möchte, im Klaren sein:

Jeder, der lernt, macht auch Fehler. Deshalb

sollte ein Lehrpferd, vor allem im Lund

M-Bereich, immer wieder durch einen

guten Reiter gesprungen bzw. korrigiert

werden. Wie ein Klavier, das man auch

immer wieder stimmen lassen muss. Bis

zur Klasse M sollte man nie ohne Trainer

springen, ab M kann immer häufiger auch

mal alleine trainiert werden, je besser man

sich entwickelt. Sonst ist die Gefahr zu

groß, den Sportpartner Pferd zu verreiten.

Tipps vom Fachmann kann jeder Springreiter

– egal in welcher Ausbildungsstufe

er sich befindet – immer wieder gebrauchen.

Elmar Pollmann-Schweckhorst

Exklusiver Kunstdruck-Kalender

TOPSPORT

2004

TOPSPORT 2004 verzaubert Sie mit faszinierenden

Fotos von Weltklassereitern des

Pferdesports. In Szene gesetzt wurden sie

von dem international renommierten Fotografen

Jacques Toffi.

„Jacques Toffi ist ein Künstler in seinem

Metier und unbestritten weltweit die Nummer

eins der Szene.“ Reiterjournal 12/2002

Format: 60 x 42 cm • Preis: 27,00 EUR

Erhältlich bei Ihrem EURORIDING-Fachhändler

oder zzgl. 4 EUR Versandkosten

im Verlag creatxx media consulting

Comeniusstr. 109, 01309 Dresden

Tel.: (0351) 250 211- 0, Fax: - 50

EURORIDING 13

13

Online anschauen und bestellen unter:

www.equinews.de/topsport/


Jugendseite

Hilfe, mein Pferd lässt

sich nicht auftrensen!

Reißt euer Pferd den Kopf hoch, sobald ihr versucht,

ihm die Trense aufzuziehen? Dann hat es entweder

Angst, fürchtet Schmerzen im Maul oder hat gar keine

Lust auf die Reitstunde! Schimpfen hilft nichts – ihr

müsst euch vielmehr in die Gedankenwelt eures Pferdes

hinein versetzen, um dieses Problem zu lösen!

Die Reitlehre kennt ihr ja. Sie schreibt vor,

dass ihr beim Auftrensen mit der rechten

Hand sowohl die Trense als auch den

Pferdekopf festhalten sollt, während das

Gebiss in eurer linken Hand liegt. Ein gehorsames

Pferd öffnet jetzt das Maul und

lässt sich das Mundstück einlegen. Weniger

„willige“ jedoch pressen die Kiefer zusammen.

Nun solltet ihr eigentlich auf die

Laden drücken, bis es das Maul öffnet...

nur: Wie soll man das bewerkstelligen,

wenn es den Kopf hochreißt!?

„Gefahr im Anmarsch!“

Wisst ihr, was hinter dem Hochreißen des

Kopfes wirklich steckt? Das Pferd knipst

im Gehirn seinen „Fluchtknopf“ an. In der

Fluchttiersprache bedeutet nämlich eine

entspannte Körperhaltung, bei der sich

das Pferd nach vorn lang macht und den

Kopf senkt: „Alles in Ordnung – ich habe

nichts zu befürchten!“ Eine hohe Körper-

spannung, Aufrichtung im Hals und der

hoch getragene Kopf jedoch zeigen an:

„Achtung – Gefahr im Anmarsch. Ich bin

in Alarmbereitschaft!“ Wenn sich ein

Pferd also dem Auftrensen widersetzt,

dann ist irgend etwas im Verhältnis

Mensch-Pferd nicht ganz in Ordnung.

Zaumzeug in Ordnung?

Natürlich könnt ihr versuchen, das Problem

erst mal mit Sportlichkeit zu lösen,

indem ihr so lange herum hüpft, bis ihr

die Trense irgendwie am Kopf befestigt

habt. Klappt das nicht, wird möglicherweise

ein Trittbänkchen herangeschafft. Und

ist der Kopf immer noch außer Reichweite,

kann auch der geduldigste Reiter in Rage

geraten. Aber weder böse Worte noch ein

Klaps sind wirksame Maulöffner. Erst mal

müsst ihr nämlich erkunden, warum eurer

Pferd sich selbst in Alarmbereitschaft

versetzt.

14 EURORIDING

Hat es schmerzhafte Erfahrungen mit dem

Aufzäumen gemacht? Zwickt oder klemmt

das Gebiss? Prüft also, ob alle Teile des

Zaumzeuges in Ordnung sind und keine

scharfen Kanten oder raue Stellen aufweisen,

die drücken oder die Haut wund

scheuern könnten. Auch die Passform – sowohl

von Kopfstück als auch Gebiss – muss

perfekt stimmen. Das Gebiss liegt richtig

im Maul, wenn im Maulwinkel eine kleine

Falte entsteht. Und lasst unbedingt den

Tierarzt mal ins Maul schauen. Viele kopfscheue

Pferde haben einfach Probleme mit

den Zähnen oder Entzündungen in der

Maulhöhle!

Hilfreich: Massage

Sind hier keine Ursachen zu finden, verspricht

sanfte Umerziehung den nachhaltigsten

Erfolg. Lasst das Reiten ein paar

Tage lang ausfallen und baut über Bodenarbeit

mit Halfter Respekt und Vertrauen

auf, zum Beispiel bei Führübungen. Wichtig:

immer wieder das Pferd still stehen

lassen und seinen Gehorsam ausgiebig loben!

Auch Massage ist hilfreich: Nach dem

Longieren oder Freilaufen massiert ihr den

Mähnenkamm eures Pferdes und drückt

dabei seinen Kopf sanft nach unten. Eine

solche Genickmassage empfindet es als

entspannend und wohltuend. Und senkt

meist von allein den Kopf, um das Kneten

und Drücken richtig auszukosten! Ihr

dürft die gesenkte Kopfhaltung allerdings

niemals erzwingen, sondern als Belohnung

erlauben!

Süßes fürs Maul

Ein zusätzlicher bewährter Trick: Tunkt

eure Finger in Honigwasser und massiert

die Lippen und das Zahnfleisch eures Pferdes.

Reibt ein Gummigebiss (ohne Kopfzeug)

mit Honig ein, schiebt es ihm ins

Maul, lasst es darauf kauen und zieht es

wieder heraus. Sobald das klappt, schnallt

ihr das Gummigebiss ins Kopfzeug (ohne

Sperrhalfter), massiert den Mähnenkamm

des Pferdes, bis es den Kopf senkt, zieht

ihm das Zaumzeug über und lasst es damit

etwas Hafer fressen. Später müsste das

auch mit der normalen Metalltrense klappen.

So lernt es, dass das Auftrensen mit

angenehmen Gefühlen verbunden ist und

dass es keinen Grund gibt, davor Angst zu

haben oder sich dagegen zu wehren!

Christine Lange


Aus Erfahrung gut. Produkte der Marke

Übersicht der EURORIDING-Fachhändler

Name PLZ/Ort Name PLZ/Ort Name PLZ/Ort

PLZ 0

Sattlerei Thomas Büttner 01169 Dresden

Sattlerei Thomas Büttner 01468 Moritzburg

Roß & Reiter 03099 Kolkwitz

PLZ 1

Reitsportcenter Hoffschild 10713 Berlin

Reitsport Lübars 13469 Berlin

Reitsportfachgeschäft Manski 18273 Güstrow

PLZ 2

Der Reiterladen 22529 Hamburg

Kloster Pferdesport 24937 Flensburg

Von Rönne Reitsport 25337 Elmshorn

Reitsport Brüggemann 27568 Bremerhaven-Mitte

Sattelkammer Laffrenzen 25746 Heide

Reitsport-Spezialist Wortmann28203 Bremen

Steigbügel Linz 29227 Celle

PLZ 3

Der Steigbügel Engelke 30853 Langenhagen

Reit- und Fahrsport Rösler 32584 Löhne

Pferdesport Kentrup GmbH 33106 Paderborn

Pferdesport Kentrup GmbH 33397 Rietberg

Reitsport Weitkamp GmbH 33611 Bielefeld

Reitsport Weitkamp GmbH 33699 Bielefeld-Ubbedissen

Louis Völzing GmbH 35440 Linden

Reitsport Ebeling GmbH 37079 Göttingen/Ellershausen

Reitsport Ebeling GmbH 37586 Dassel/Amelsen

Der Steigbügel 38114 Braunschweig

Reiter und Pferd 38259 Salzgitter-Flachstöckh.

Reitstiefel Kandel 38723 Seesen/Harz

Reit-Fahrsportartikel 39112 Magdeburg

Reitsport Uwe Hase 39291 Nedlitz

PLZ 4

Cheval-Reitsport 42285 Wuppertal

Reitsport H. Lohmeier 46485 Wesel

Reitsport Thoholte 48143 Münster

Pferde Szene 49074 Osnabrück

Reitsport Hugenberg 49434 Neuenkirchen/Olb.

Reitsport Ottenhues 49479 Ibbenbüren-Dörenthe

Summerer GbR 44575 Castrop-Rauxel

PLZ 5

Der Reiter 50677 Köln

Reitsport Röttsches 52062 Aachen

Fritz Goertz GmbH, Sattlerei 52428 Jülich

Reitsport Ian McArthur 53340 Meckenheim-Merl

Die Tenne Reitsport GmbH 56218 Mülheim-Kärlich

Reitsport-Sattlerei Peter 57076 Siegen

Reitsport Ravenschlag 58239 Schwerte

Cheval-Reitsport GmbH 58515 Lüdenscheid

Pferdesport Kentrup GmbH 59555 Lippstadt

PLZ 6

Reitsport Frölich GmbH 64289 Darmstadt

Reitsport Frölich 64385 Reichelsheim

Reitsport Henrich 65719 Hofheim

Pferde Remise 66386 St. Ingbert

Reitsport Bassler 67433 Neustadt-Weinstr.

Reitsport Bassler 67657 Kaiserslautern

PLZ 7

Steckenpferd 71126 Gäufelden/Nebringen

Oettle‘s Sattelkammer 73033 Göppingen

Reitsport Rambacher 74211Leingarten

Reitsport Rambacher 74613 Öhringen-Unterohrn

Reitsportsattlerei Hintermayer 76694 Forst

Sattelkammer Breisgau 79111 Freiburg

Reitsport Kaufmann GmbH 79576 Weil-Haltingen

PLZ 8

Steigbügel Zitzler GmbH 80333 München

Reitsport Komplett 80469 München

Ross & Reiter 84359 Simbach/Inn

Reitsport Komplett Oberer Graben 27

Sattelkammer Kreid 86899 Landsberg

Reitsport Komplett 87700 Memmingen

Reitsport Moden 88212 Ravensburg

PLZ 9

Steigbügel GmbH 90403 Nürnberg

Krones & Müller GbR 93049 Regensburg

Steigbügel Harms 94036 Passau

Der Steigbügel 94315 Straubing

Lederhaus Neumeister 95028 Hof/Saale

Besuchen Sie uns auch im Internet: www.EURORIDING.de

Unsere Produktlinie der Marke

Euroriding beruht auf Erfahrung,

Fachkompetenz und den vielen

täglichen Gesprächen mit unseren

Kunden. Wir wissen, worauf es

Ihnen ankommt!

Bei Ihrem Euroriding-Fachhändler

finden Sie alles, was Sie für

Pferdehaltung, Reit- und

Fahrsport brauchen.

Große Auswahl, fachkundige

Beratung und freundlichen

Service inklusive.

Was wir nicht haben,

brauchen Sie nicht.

BELGIEN

Emmers & Co BVBA B-3930 Hamont

Kerckhaert Ruitersport B-9140 Temse

DÄNEMARK

Tattersall Riduedstyr DK-1358 Kopenhagen

FRANKREICH

Sarl Equiland F-54136 Bouxieres aux Dames

Sellerie Tillaux F-14130 Pont L´Eveque

Sellerie Fouilloux F-42100 Saint Etienne

Horse Center Equestra F-31100 Toulouse

Sellerie Nortier F-60120 Breteuil

Kineton Sports Equestres F-75016 Paris

Sellerie Leprince F-91640 Fontenay Les Briis

ÖSTERREICH

Reitsport Toscaninihof A-5020 Salzburg

Reitsport Zwerlin A-8054 Graz

NIEDERLANDE

J.J. van Rijs NL-2761 LB Zevenhuisen

STA-RHO Ruitersport NL-3161 Rhoon

Drunens Ruiterhuis NL-5151 BS Drunen

Ruitersport Den Besten NL-3849 AK Hierden

NORWEGEN

P.G. Lowenborg Sadelmaker N-0164 Oslo

SCHWEDEN

Ryttare & Häst I Lund AB S-24032 Flyinge

SCHWEIZ

Reiterboutique Wittich GmbH CH-8400 Winterthur

Spirig Pferdesport CH-9000 St. Gallen

TSCHECHISCHE REPUBLIK

Equiservis CZ-150 00 Prag

USA

European Equestrian Malibu, CA 90265

EURORIDING 15


Geschenktipp:

Attraktive Schabracken

16 EURORIDING

Neu in der Euroriding-Kollektion:

Dressurschabracken mit Waffelmuster

und Vielseitigkeitsschabracken

mit Wellenmuster.

Ein besonderer Blickfang ist die

aufwändige zweifache Kordel-

Paspelierung. Sie präsentiert sich

farblich perfekt abgestimmt zum

Grundton der Schabracke.

Die hautfreundliche Unterseite

der Sattelunterlage besteht aus

weichem Baumwollvlies.

Lieferbar ab Mitte Dezember in

den Farben schwarz, mokka, dunkelbraun,

jeans, hellblau, navy

und weiß, wahlweise mit

Euroriding-Logo oder neutral.

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