Jahresbericht 2009 Verein Parc Ela

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Jahresbericht 2009 Verein Parc Ela

Jahresbericht 2009

Verein Parc Ela

1. Januar bis 31. Dezember 2009

Region Albula-Bergün, Savognin-Bivio

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3. Felsenfest Bivio am 18. Juli 2009:

Steinklangkonzert mit Esther Alber und Jan Flendrie in der evangelischen Kirche.


Steinmetzin und Restauratorin Sabine

Steiner-Bellini mit einem ihrer Werke.

Am 3. Felsenfest in Bivio vom 18. Juli lassen sich die Kinder

trotz Schneetreiben faszinieren von der Welt der Steine.

Musiker und Instrumentenbauer Sigfried Jud lässt sein

Lithophon erklingen - und lässt auch andere heran.

Ruth Rederer gibt Steinmärchen zum

Besten.

Aus Stein wird Ton.

Jan Flendrie nimmt die Kinder mit auf eine Reise in die Welt der

Steinklänge.


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Vorwort

Allegra!

Schritt für Schritt im Berglertritt – so habe ich im ersten Jahresbericht unseres Vereins

vor vier Jahren die Strategie des Vorstandes erklärt. Wenn ich zurückblicke, darf ich

feststellen, dass der Parc Ela tatsächlich schrittweise, aber unaufhörlich vorwärts

gekommen ist.

Viele Ideen aus der Konzeptphase sind inzwischen aufgegriffen und umgesetzt worden.

Allein im Vereinsjahr 2009 sind viele wichtige Bausteine hinzugekommen. Wir

konnten die Richtlinien für ein Parkprodukte-Gütesiegel erarbeiten und in Kraft setzen

- und im Herbst die ersten Produkte damit auszeichnen. Auf der Alp Flix, einem

der sogenannten „Produkteräume“ des Parkkonzepts von 2004, konnte ein Forscherparcours

eröffnet werden, auf dem Kinder spielerisch die Artenvielfalt und deren

Erforschung erleben können. Neu können Gäste und Einheimische mit dem Bus

Alpin auf die Alp Flix fahren und sich in Tiefencastel ein Mobility-Fahrzeug stundenweise

ausleihen. Ein neues Buch stellt Natur, Kultur, Geschichte und Menschen unserer

Region vor und gibt Anregungen für Wanderungen und Besichtigungen. Und

auch in der Landschaft hinterlässt der Parc Ela zusehends Spuren – dank dem neu

lancierten Trockenmauer-Sanierungsprojekt oder dank Pflegemassnahmen in

Flachmooren und Hecken.

Der Parc Ela kann sich mittlerweile auf solide Strukturen abstützen. Ein kleines, aber

effizientes und hochmotiviertes Management-Team sorgt dafür, dass das breite Aufgabenfeld

eines Naturparks mit Aktivitäten und Inhalten gefüllt wird. Wir konnten 2009

die enge Kooperation mit Savognin Tourismus festigen und unterstützen die Tourismusorganisation

finanziell beim Aufbau und der Vermarktung natur- und kulturnaher

Angebote aus dem gesamten Parc Ela.

Wir sind bereit, den Parc Ela in eine gesicherte Zukunft als Park von nationaler Bedeutung

zu führen. Aber noch fehlt uns die Antwort auf die eine und alles entscheidende

Frage: Wollen wir Park sein? 2005 und 2008 hat die Bevölkerung in den 21

Parkgemeinden diese Frage vorerst bejaht. Doch immer war es ein Ja mit beschränkter

zeitlicher Gültigkeit. 2010 darf die Bevölkerung zum dritten Mal über die Zukunft

des Parc Ela befinden: Soll der Verein Parc Ela sich beim Bund bewerben für den

Betrieb als regionaler Naturpark? Auch Sie, liebe Mitglieder, werden sich an einer

ausserordentlichen Versammlung am 19. November 2010 zu dieser Frage äussern

können.

Ich bin zuversichtlich, dass die Bevölkerung den Schritt zu einem anerkannten Naturpark

mit Überzeugung machen wird. Denn in seiner noch jungen Geschichte hat der

Parc Ela gezeigt, dass er Werte schaffen und erhalten kann. Mit seinen Veranstaltungen

und Vorträgen, mit Schulaktionen und Massnahmen für eine bessere Mobilität

und effiziente Energieverwendung, mit vielfältigen touristischen Angeboten und Kur-

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sen hat der Parc Ela in den letzten Jahren zur Farbigkeit, Lebendigkeit und Attraktivität

im Albulatal und Surses beitragen können. Und dabei war dies erst der Anfang.

Erst zwei Jahre Probebetrieb liegen hinter uns, mindestens zwölf weitere Parkjahre

vor uns. Der Parc Ela kann noch viel bewirken. Der Verein Parc Ela ist bereit.

Jetzt brauchen wir grünes Licht zum Weitermachen und den Wunsch der Bevölkerung:

Ja, wir wollen Park sein!

Luzius Wasescha, Präsident Verein Parc Ela

preambel

Allegra!

Schritt für Schritt im Berglertritt – uscheia vaia declero aint igl amprem rapport annual

dalla nossa uniun la strategia dalla suprastanza. Schi ia vard anavos, dastga constattar

tgi igl Parc Ela è propi ia pass per pass, pero stediamaintg anavant.

Nous ans vagn dantant fatschento cun bleras ideias digl concept ed ellas èn er neidas

realisadas. Sulet igl onn 2009 èn blers elemaints impurtants nias vetiers.

Nous vagn savia elaborar e metter an vigour las directivas per en sagial da qualitad

per products digl parc – e signier cun chel igl aton igls amprems products. Sen l’Alp

Flex, egn digls schinumnos «spazis da products» digl concept digl parc digl 2004, ò

igl parcurs da perscrutaders gia sia avertura. Sen chel experimenteschan unfants

an moda plaschevla la diversitad dallas speztgas e lour perscrutaziun. Da nov vignan

giasts ed indigens manos cun igl Bus Alpin sen Flex ed a Casti son els piglier a

tschains ad ouras en vehichel mobility. En codesch nov preschainta nateira, cultura

e la gliout dalla nossa regiun e dat impuls per viandadas e visitaziuns. Ed er aint igl

territori lascha igl Parc Ela anavos fastezs – graztga agl project da sanaziun da

meirs sitgs lantschea da nov u graztga allas maseiras da tgira da paleis bassas e

seivs veivas.

Igl Parc Ela so dantant sa basar sen structuras solidas. En pitschen, pero effizient e

fitg mutivo team da management, procurescha tgi igl vast camp da pensums d’en

parc natural vigna amplania cun activitads e cuntigns. Nous vagn savia fixar ena

cooperaziun strètga cun Turissem Savognin e sustignagn finanzialmaintg

l’organisasziun turistica e l’organisaziun e la commerzialisaziun da purscheidas manevel

a nateira e cultura digl antier Parc Ela.

Nous ischan pronts da manar igl Parc Ela ainten en avigneir siero scu parc da muntada

naziunala. Pero a nous mantga anc la rasposta sen la dumonda tgi so decider

tot: Lainsa nous esser parc? Igl 2005 e 2008 ò la populaziun digls 21 cumegns digl

parc per antant detg casche a chella dumonda. Pero è chegl adegna sto en ea per en

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taimp limito. Igl 2010 dastga la populaziun puspe decider sur digl avigneir digl Parc

Ela: Duess l’Uniun Parc Ela candidar tar la confederaziun per en menaschi da parc

dalla nateira regiunal? Er Vous, stimos commembers, savez s’exprimer tar chella

dumonda a caschung d’ena radunanza extraordinaria igls 19 da november 2010.

Ia sung optimistic tgi la populaziun fò ord persvasiun chel pass vers en parc natural.

Pertge ainten la sia anc giovna istorgia ò igl Parc Ela demusso, tgi el so crear e mantigneir

valours. Cun las sias occurrenzas e referats, cun acziuns per las scolas e

maseiras per ena miglra mobilitad ed en adiever effizient dall’energeia, cun purscheidas

turisticas multifaras e curs ò igl Parc Ela savia contribueir igls davos onns a calour,

veta ed attractivitad an Val Alvra e Surses. E chegl è pir sto l’antschatta. Anfignen

ossa èn passos pir dus onns menaschi da prova, aglmanc anc dodesch onns

stattan avant nous, schi nous dastgagn antschever cugl travagl. Igl Parc Ela so reuscheir

anc bler. Nous duvragn pero igl sustign dalla populaziun persiva: Ea, nous lagn

esser parc!

Luzius Wasescha, president Uniun Parc Ela

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Projekte

2009 war das erste Jahr, in dem sich die Arbeit des Vereins Parc Ela nach der Ende

2008 abgeschlossenen Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Graubünden richtete.

Die folgende Berichterstattung orientiert sich an den darin vereinbarten Projekten.

Projekt A1. Vielfaltskiste Alp Flix

Neu können sich Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren

mit ihren Eltern auf der Alp Flix auf die Spur der

Artenvielfalt machen. Professor Fix begleitet sie auf

dem neuen Forscherparcours des Parc Ela. Mit

einem Forscherkit beobachten sie auf einer Rundwanderung

bei den Flixer Seen Insekten und Spinnen,

bauen ein Wasserrad oder giessen Tierspuren

mit Gips aus. Ein Forschertagebuch gibt Anweisungen

und vermittelt Wissenswertes zum Artenreichtum

und dessen Erforschung auf der Alp Flix.

Das Forscherkit ist bei Tourismusbüros und Hotels

für 32 Franken erhältlich.

Der Forscherparcours wird am 8. August 2009 im

Beisein von Standespräsident Corsin Farrér und in

Zusammenarbeit mit der ARGO-Werkstätte Tiefencastel eröffnet. Das Forscherkit

entwickelte Parc Ela-Mitarbeiterin Maria Anotta in Zusammenarbeit mit der ARGO

Tiefencastel, es wird dort von behinderten Personen gefertigt.

Projekt A2. Schul- und Gruppenangebote

2009 werden unter der Webadresse www.parc-ela.ch/schulklassen Infomappen und

Arbeitsblätter zur Durchführung von Lagern und Projektwochen im Parc Ela aufgeschaltet.

Neben Infos zum Wasserweg und dem Pfad der Pioniere gibt es auch Unterlagen

zur Wasserscheide am Pass Lunghin oder zu den Dinospuren im Parc Ela,

teilweise auch auf romanisch (Surmiran). Das Angebot wird weiterentwickelt.

Schweizer Lehrerweiterbildungswoche von swch.ch

Vom 12. bis 17. Juli 2009 organisiert das Parc

Ela Management zum zweiten Mal eine Schweizer

Lehrerweiterbildungswoche zum Parc Ela.

Fünf Wanderleiter bringen 20 Lehrkräften die

Natur und Kultur im Park näher. Die Woche ist

Teil der Sommerkurse der Lehrerweiterbildungsorganisation

swch.ch.

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Ferienpass-Tage

An drei Ferienpass-Tagen von Pro Juventute im

Juli und August zeigen Mitarbeiterinnen des Parc

Ela rund 30 Kindern spielerisch das Leben in der

Hecke und am Tümpel und Teich.

Projekt A3. Expeditionskoffer Porchabella

Eine 2009 erstellte Semesterarbeit versucht, die Idee eines Expeditionskoffers Porchabella

bei der Kesch-Hütte SAC zu konkretisieren (Mini, Luca: Konzeptionelle Entwicklung

eines Lehrpfades als touristisches Angebot für die Kesch-Hütte im Parc Ela,

zhaw Wädenswil). Die weitere Konzeption und Umsetzung erfolgt in den Jahren

2010/11.

Projekt A4. Zeitzeugen im Val d’Err

Das Projekt ist noch nicht gestartet.

Projekt A5. Angebotsunterstützung

Aus Mitteln dieses Projekts werden unter anderem die Signaletik und Flyer für die

neuen Naturwaldreservate Crap Furo und Val Faller sowie ein Druckkostenbeitrag

ans neue Buch „Alte Bilder – neu gedeutet. Kirchliche Kunst im Passland“ von Dieter

Matti finanziert.

Projekt Ö1. Natur-Kultur-Führer

Am 29. September 2009 feiert ein neues Buch über den Parc Ela mit einer Autorenlesung

Vernissage im Kurhaus Bergün. „Parc Ela – ein Wegweiser zu Natur und Kultur

im Albulatal und Surses“ erklärt die Geschichte der Region und Naturphänomene,

schlägt Touren vor und präsentiert Sehenswürdigkeiten. Porträts

von Parc Ela-Bewohnerinnen und Bewohner sowie ein umfangreicher

Service-Teil tragen dazu bei, dass auf knapp 200

Seiten in handlichem Format und in attraktiver Aufmachung ein

umfassendes Bild des Parc Ela gezeichnet wird.

Das Buch wurde verfasst von Hansjürg Gredig, Historiker, Milena

Conzetti, Geografin und Journalistin, Jürg Paul Müller, Direktor

des Bündner Naturmuseums, sowie Dieter Müller, Geschäftsleiter

Parc Ela. Erschienen ist es im Ott-Verlag und kostet

34 Franken. Die Schweizer Berghilfe (25‘000 Franken), Pro

Natura Graubünden (15‘000 Franken), diverse Stiftungen und

Parkgemeinden steuern Druckkostenbeiträge bei.

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Projekt Ö2. Kommunikations- und Marketinginstrumente

Newsletter La Tiba

Der Newsletter „La Tiba“ erscheint vier Mal und wird als gedruckte Version in alle

Haushalte im Parc Ela zugestellt. Rund 1100 Abonnentinnen und Abonnenten erhalten

La Tiba kostenlos per E-Mail (Abo-Eintrag auf www.parc-ela.ch/latiba).

Medienarbeit und Medienecho

In den Schweizer Printmedien wird der Parc Ela 2009 in 274 Berichten erwähnt (Vorjahr:

441).

RAI3 strahlt in der Sendung „Buongiorno Europa“ einen sechsminütigen Beitrag zum

Parc Ela aus.

Im August führt eine internationale Medienreise mit 12 Journalisten in den Parc Ela,

initiiert durch Schweiz Tourismus im Rahmen der Park-Vermarktungsinitiative „Naturreisen“.

Internet

Die Website www.parc-ela.ch weist 2009 rund 62‘000 Besuche auf, 28 % mehr als im

Vorjahr.

Vorträge zum Parkprojekt

Das Management-Team hält rund 20 Vorträge zum Parc Ela, unter anderem im Rahmen

von Park-Besuchen des Ranger-Ausbildungskurses Lyss, der Bryolich (Schweizerische

Vereinigung für Bryologie und Lichenologie), der kantonalen Natur- und

Heimatschutzkommission, dem Silbernen Bruch (weltlicher Orden zum Schutz von

Wald, Wild und Flur), der Academia Engiadina sowie einer Studienreise aus Norwegen.

Zudem kamen die Sieger der Wiesenmeisterschaft Toggenburg zu Besuch in

den Parc Ela.

Projekt Ö3. Info- und Buchungsstelle

Nach Abschluss eines Kooperationsvertrages mit Savognin Tourismus im Surses

(siehe Projekt W4. Productmanagement) übernimmt im Februar Savognin Tourismus

wieder die Führung der Info- und Buchungsstelle Parc Ela von Bergün Tourismus. Die

Gästeinformation beantwortet rund 750 Anfragen per Telefon (081 659 16 18) und

500 per E-Mail (info@parc-ela.ch), nimmt Buchungen entgegen und ist zuständig für

die Verteilung der Parc Ela-Informationsbroschüren.

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Projekt U1. Zupacken

Aufwertungskonzept

Ein 2009 erarbeitetes Konzept gibt eine Übersicht gibt über die relevanten Natur- und

Landschaftsschutzthemen in der Parkregion. Es umreisst die prioritären Handlungsfelder

des Parc Ela Management bis 2011, insbesondere auch die Schwerpunktgebiete

für Arbeitseinsätze.

Aktion „Der Schlingnatter auf der Spur“

Bereits zum dritten Mal kann die Umweltbildungsund

Aufwertungs-Aktion „Der Schlingnatter auf der

Spur“ durchgeführt werden. 109 Kinder der Primarschulen

Tiefencastel-Alvaschein, Mon-Salouf-

Stierva, Riom-Parsonz-Cunter sowie Davos-Wiesen

packen unter Anleitung des Reptilienexperten Hans

Schmocker zu, um die Lebensräume von Schlingnattern

und anderen Reptilienarten zu verbessern.

Mittlerweile hat jedes Kind im Primarschulalter im

Parc Ela an einer Schlingnatter-Aktion teilnehmen können. Die Aktion ist auch 2009

durch einen Beitrag der Suter-Caduff-Stiftung ermöglicht worden.

Weitere Arbeitseinsätze

In Lantsch/Lenz findet mit fachlicher Unterstützung

des Parc Ela-Managements ein Einsatztag mit einem

Lager der Pro Natura Luzern und Basel statt.

Gemeinsam mit der Forstgruppe und der Jägerschaft

lichten 70 Kinder und Jugendlichen einige

Moore, in denen das Grosse Wiesenvögelchen lebt,

eine äusserst seltene Schmetterlingsart. Zum Dank

führte der Hegeobmann Gianni Parpan auf eine

Wildexkursion. Die Tapferen erschienen – trotz strömendem Regen!

Das Parc Ela Team unterstützt ausserdem die Jägerschaft Surses am Bezirkshegetag

in Tinizong und organisiert einen Arbeitseinsatztag in Mon mit 18 Studenten einer

Genfer Fachhochschule.

Projekt Trockenmauer

2009 lanciert das Parc Ela-Management mit Vertretern

aus den Gemeinden Bergün, Lantsch/Lenz und

Mon ein Projekt zur Sanierung der Trockenmauern

im Parkgebiet. Im Oktober wird im Rahmen eines

Sanierungskurses in Lantsch/Lenz eine 24 Meter

lange Mauer wieder in Stand gestellt. An einem

„Tag der offenen Baustelle“ informieren sich rund

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20 Personen über die ausgeführten Arbeiten. Daneben beginnen die Arbeiten an der

Erhebung und Kartierung sämtlicher Trockenmauern im Park. Das dreijährige Projekt

wird vom Fonds Landschaft Schweiz mit 50‘000 Franken und von Pro Natura Graubünden

mit 32‘000 Franken unterstützt. Zudem beteiligen sich die Gemeinden Salouf

und Lantsch/ Lenz an den Kosten. Das Projekt wird mit den Vernetzungsprojekten

koordiniert.

Kartierung der Vogelfauna in der Heckenlandschaft Albula

In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und der Ornithologischen

Arbeitsgemeinschaft Graubünden (OAG) wird im Frühling die Vogelfauna in

den Heckenlandschaften von Alvaschein, Mon, Brienz/Brinzauls, Surava, Alvaneu

und Filisur systematisch erhoben. Die Kartierung zeigt: Die Albulataler Vogelwelt ist

generell sehr reichhaltig, in der Artenzusammensetzung zeigen sich jedoch lokale

Unterschiede. Die Erhebungen unterstreichen die Wichtigkeit einer fachgerechten

Heckenpflege, wie sie in den Vernetzungsprojekten gefördert wird. Die Kartierung

wird mit 5000 Franken von Pro Natura Graubünden unterstützt.

Amphibien-Inventar

Die Biologin Sabrina Schmid untersucht im Rahmen ihres

Praktikums beim Parc Ela-Management, wo im Park Frösche,

Kröten und Molche leben. Sie erhebt rund 130 Laichgewässer

und deren Fauna. Damit wird eine grosse Wissenslücke geschlossen:

Bei der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz

in der Schweiz lagen die bisher gemeldeten Beobachtungen

aus dem Parc Ela zum Teil schon mehrere Jahrzehnte

zurück, und aus vielen Gebieten waren überhaupt keine

Meldungen vorhanden.

Fledermaus-Inventar

Mit der finanziellen Unterstützung des Vereins Parc Ela kann sich die Fledermausschutzbeauftragte

des Kantons Graubünden, Miriam Lutz, im Sommer 2009 schwergewichtig

mit der Parkregion beschäftigen. Sie bringt das Inventar auf den neusten

Stand, auch mit Hilfe von Meldungen aus der Bevölkerung. Im Parc Ela kann sie fünf

Fledermausarten nachweisen. Die einst festgestellte Kleine Hufeisennase aber

scheint inzwischen verschwunden zu sein.

Vernetzungsprojekte

Regula Ott vertritt das Parc Ela-Management in den Arbeitsgruppen der Vernetzungsprojekte

Alvaschein-Vaz/Obervaz, Tiefencastel-Surava-Alvaneu-Schmitten-

Wiesen, Bergün/Filisur und Lantsch/Lenz-Brienz/Brinzauls. In Lantsch-Brinzauls und

in Mon-Salouf-Stierva finden Heckenkurse statt.

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Einweihung Naturwaldreservate Crap Furò und Val Faller

Seit Juni und Juli 2009 ist der Parc Ela um zwei

Naturwaldreservate reicher. Das Amt für Wald

schliesst mit den Waldbesitzern und Standortgemeinden

die nötigen Verträge für das Naturwaldreservat

Crap Furò (Gemeinden Alvaneu und Surava)

und das Naturwaldreservat Val Faller (Gemeinde

Mulegns) ab. In beiden Schutzgebieten kann sich

die Natur während mindestens 50 Jahren ungestört

entwickeln, Holznutzung oder Beweidung sind untersagt. Der Verein Parc Ela unterstützt

die Reservat in der Kommunikation (Projekt A5.)

Projekt U2. Infos vor Ort

InfoMobil

Das InfoMobil des Parc Ela ist an 24 Tagen inner- und ausserhalb

des Park im Einsatz, neu unter anderem am Wissenschaftsfestival

BaseCamp in Chur und an der Viamala Raststätte

in Thusis. Die diesjährige Ausstellung ist der Heckenlandschaft

Albulatal gewidmet. Ausstellung und InfoMobil werden

von der Antropologin Miriam de Vries im Rahmen Ihres

Praktikums beim Parc Ela-Management betreut. Sie wird am

InfoMobil von zahlreichen Freiwilligen unterstützt. Angraztg fitg!

InfoZentrum

Im Februar 2009 moderiert Hansjürg Büchi von der HTW Chur einen Workshop zu

einem Infozentrum Parc Ela und gibt in einem Bericht konkrete Empfehlungen zur

weiteren Vorgehensweise ab. Der Verein Parc Ela strebt an, im Rahmen des Projekts

für ein Regionales Dienstleistungszentrum in Tiefencastel auch ein Besucher- und

Informationszentrum verwirklichen zu können. Gleichzeitig eröffnen sich Möglichkeiten,

im Bahnmuseum Bergün und in der geplanten Schaukäserei Savognin mit zusätzlichen

Infopunkten Schaufenster für den Parc Ela zu realisieren.

Projekt U3. Mitwirkung

Der Verein Parc Ela wird eingeladen, bei folgenden laufenden Projekten mitzuwirken:

Resort-Projekt Aclas Ela und zugehörige Nutzungsplanung Lantsch/Lenz; Steinbruchprojekt

Farrirola, Filisur; Fischhof Mittelbünden, getragen durch Verein Wasserweg;

Wasserkraftwerk-Projekt Val d’Err, Tinizong-Rona; Wasserkraftwerk-Projekt Tiefencastel

plus, Tiefencastel.

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Projekt U4. Exkursionsangebot und Führerausbildung

Exkursionsangebot Sommer 2009

An den im Sommerprogramm ausgeschriebenen Exkursionen nahmen rund 400 Personen

teil; zwei Drittel der ausgeschriebenen Exkursionen konnten durchgeführt werden,

der Rest wurde aufgrund der Witterung oder mangels genügender Anmeldungen

abgesagt.

Studie Nutzung Exkursionsangebot

Nathalie Bossi begleitet im Rahmen eines Kurzpraktikums diverse Exkursionen im

Sommer 2009 und befragt die teilnehmenden Gäste. In einer Projektarbeit im Rahmen

ihrer Ausbildung zur „Natur- und Umweltfachfrau“ stellt Sie die Ergebnisse zusammen,

erstellt eine Praxishilfe und stellt diese im November an einer Schlussveranstaltung

Wanderleiterinnen und Wanderleitern des Parc Ela vor.

BWL-Wanderleiter-Weiterbildung Pfad der Pioniere

Maria Anotta vom Parc Ela-Management und Christian Barandun vom Amt für Wald

führen im Juni einen Weiterbildungstag für 20 Bündner Wanderleiterinnen und -leiter

auf dem Pfad der Pioniere durch.

Projekt U5. Events

3. Felsenfest Bivio, 17./18. Juli 2009

Die Naturgewalten machen dem 3. Felsenfest des

Parc Ela in Bivio zu schaffen. Bis kurz vor dem Vortrag

von Jürg Rageth, Archäologischer Dienst

Graubünden, zu den Ausgrabungen am Septimerpass

schneidet ein Steinschlag (!) Bivio am Freitag

stundenlang vom Strom ab. Und am Samstag

zwingt ein Wintereinbruch zur notfallmässigen Reduktion

des Programms auf ein Minimum, die Konzerte

von Klauss Fessmann müssen abgesagt werden

– und das Festzelt bricht unter den Schneemassen

zusammen.

Dennoch: Rund 300 Personen besuchen das

Rumpfprogramm im Saal des Hotels Grischuna,

und die Nachfrage nach den Steinklangkonzerten

von Jan Flendrie, Esther Alber und Urs A. Furrer in

der evang. Kirche sind so gross, dass Zusatzkonzerte

durchgeführt werden.

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Senda culinarica, 23. Juli 2009

Auf der Senda culinarica können rund 70 Gourmets

und Wanderlustige kulinarische Spezialitäten aus

dem Parc Ela kosten. Auf einer Rundtour im Raum

Savognin wird ihr Gaumen an sechs Posten mit

Köstlichkeiten aus der Region verwöhnt. Die kulinarische

Wanderung wird durchgeführt in Zusammenarbeit

mit alpinavera, Granalpin, der Käserei Bergsenn,

dem Bauernverein Albula, der Savogniner

Metzgerei Peduzzi, dem Hotel Piz Mitgel Savognin, dem Kiosk Lai Barnagn Savognin

sowie mit Savognin Tourismus.

Europäischer Tag der Pärke, 24. Mai 2009

Der Parc Ela beteiligt sich am Europäischen Tag der Pärke mit Vogel- und einer Botanikexkursionen

in der Heckenlandschaft von Filisur.

„Vogelflug und Heckenschmaus“, 28. Juni 2009

Das Parc Ela-Management und der Bauernverein

Albula laden ein zu einem Frühstück auf der Ranch

Farsox in Alvaneu Bad und anschliessenden Exkursionen

in die Heckenlandschaft des Albulatals.

Rund 50 Personen lassen sich diese aussergewöhnlichen

Entdeckungsreisen nicht entgehen.

Vortragsreihe „Leben in Schnee und Eis“, 4./12./25. Februar und 11. März 2009

Erstmals ist der Parc Ela auch im Winterhalbjahr mit Veranstaltungen präsent. Jeweils

rund 30 bis 50 Personen informieren sich an insgesamt vier Vorträgen über

„Leben in Eis und Schnee“ – die Überlebensstrategien der Alpenpflanzen (4.2., Veronika

Stöckli, SLF Davos), der Wildtiere (12.2., Flurin Camenisch, Bündner Naturmuseum)

und der Schneemäuse (25.2., Jürg Paul Müller, Bündner Naturmuseum) sowie

die Dynamik der Lawinen (11..3, Birgit Ottmer, SLF Davos).

Vortrag Naturpark Kaunergrat, 28. März 2009

Ernst Partl, Geschäftsleiter des österreichischen Naturparks Kaunergrat, informiert an

der Mitgliederversammlung über die Erfahrungen „ennet der Grenze“.

Projekt W1. Mobil im Park

Mobility Standort in Tiefencastel

Mitte März kann dank der Initiative des Vereins Parc Ela am Bahnhof Tiefencastel ein

Mobility-Standort eröffnet werden. Der Verein Parc Ela übernimmt die Garantie für

einen jährlichen Mindestumsatz, gewinnt Savognin Tourismus im Surses und die

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Gemeinde Tiefencastel dafür, ebenfalls einen Beitrag

ans allfällige Defizit zu begleichen, und nutzt

das Fahrzeug zudem für Fahrten des Parc Ela-

Management. Das Carsharing-Angebot wird gut

genutzt: Der vertraglich jeweils für 12 Monate festgelegte

Mindestumsatz wird bereits nach 8,5 Monaten erreicht.

Bus alpin Alp Flix

Im Juni 2009 nimmt der Bus alpin von Sur auf die

Alp Flix den fahrplanmässigen Betrieb auf. Das

Parc Ela Management ist Mitglied der Arbeitsgruppe

Bus alpin Alp Flix und produziert den Fahrplan-

Flyer. Betreiberin des Busses ist die Gemeinde Sur.

Der Bus alpin befördert im ersten Betriebsjahr 2400

Fahrgäste.

Projekt W2. Energiestadt Parc Ela

Wettbewerb 44 neue Solarwärmeanlagen

Der Verein Parc Ela schreibt in Zusammenarbeit mit

den Energiestädten Region Albulatal und

Vaz/Obervaz einen Wettbewerb zur Förderung von

Solarwärme-Anlagen aus. Falls bis September

2010 in Mittelbünden mindestens 44 neue Solarwärme-Anlagen

erstellt werden, wird unter den eingereichten

Anlagen ein Betrag von 3000 Franken

verlost. An einem Sonnen-Apero am 13. Juni in Salouf

werden der Wettbewerb lanciert, Infos zu Erstellung und Finanzierung gegeben

und zwei kürzlich erstellte Anlagen besichtigt.

Energiestadt Surses

Die Allianza an Surses, die Gemeindepräsidentenkonferenz der Gemeinden im Surses,

beschliesst auf Anregung des Parc Ela-Managements, ebenfalls die Vorarbeiten

für das Energiestadt-Label aufzunehmen. Im November organisiert das Parc Ela-

Management die ersten Workshops mit Gemeindevertretern. Der Prozess wird vom

Verein Parc Ela und vom Amt für Energie und Verkehr Graubünden mitfinanziert.

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Projekt W3. Produktelabel lancieren

2009 erarbeitet die Labelkommission nicht nur die

Grundlagen für die Auszeichnung von Produkten

und Dienstleistungen aus dem Parc Ela mit einem

Gütesiegel, sondern kann auch bereits die ersten

Produkte zur Auszeichnung vorschlagen. Dazu trifft

sich die Kommission zu zwei Sitzungen.

Am 21. Januar informiert die Labelkommission in

Tiefencastel Produzenten aus dem Parc Ela über

die Entwürfe zu den Richtlinien für das Parkproduktelabel.

Sie richten sich nach dem Grundsatz, dass

mindestens 75 Prozent der Rohstoffe aus dem Parc

Ela stammen und zwei Drittel der Wertschöpfung im

Parkgebiet anfallen soll. Neben handwerklichen und

landwirtschaftlichen Erzeugnissen können auch

Gastro- und Hotelleriebetriebe als Park-Partner

ausgezeichnet werden.

Die Mitgliederversammlung verabschiedet am 28.

März das Labelreglement und die dazugehörenden

Richtlinien. Für die Kontrolle und Zertifizierung im

Landwirtschaftsbereich schliesst der Verein Parc

Ela eine Partnerschaftsvereinbarung mit der Regionalmarken-Organisation

alpinavera ab und wird

Mitglied im Verein alpinavera. Produzenten mit dem

Parc Ela-Produktelabel profitieren dadurch von den

Marketingkanälen, die alpinavera anbietet. Das

Parc Ela-Produktelabel wird im Erscheinungsbild

der Marke Graubünden gestaltet.

Am 3. Oktober kann der Verein Parc Ela in Bergün den ersten Produkten das Parc

Ela-Produktelabel verleihen. Ausgezeichnet werden Arven- und Lärchen-Massivholz-

Möbel der Schreinerei Rozzi Bergün, Holz-Stein-Schmuck von Susanne Rösli, Bergün,

sowie Fleischprodukte von Cordo Simeon und Gabi Mani, Alvaneu Bad.

Projekt W4. Productmanagement

Kooperation mit Savognin Tourismus

Im März 2009 schliesst der Verein Parc Ela mit Savognin Tourismus im Surses einen

Kooperationsvertrag über zwei Jahre ab. Er basiert auf einem eigens dazu erarbeiteten

Grundsatzpapier für die Zusammenarbeit. Der Vertrag regelt die Führung der Infound

Buchungsstelle sowie die Schaffung einer Stelle für das Produktmanagement

Parc Ela. Ein detailliertes Pflichtenheft und ein Aktionsplan legt die Aufgaben dieser

neuen Stelle fest. Das Produktmanagement baut unter anderem natur- und kulturna-

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he Angebote im gesamten Parkgebiet auf und vermarktet sie über geeignete Kanäle

und Partnerschaften. Die Leistungen von Savognin Tourismus entschädigt der Verein

pauschal mit 50‘000 Franken jährlich. Zusätzlich unterstützt das Amt für Wirtschaft

und Tourismus Graubünden die Tourismusorganisation über 2 Jahre mit jährlich

50‘000 Franken beim Produktmanagement Parc Ela. Die 100%-Stelle kann am 1. Juli

2009 mit Marieke Jelic-van Ommeren besetzt werden. Sie arbeitet unter anderem vier

neue Pauschalangebote für den Sommer 2010 aus.

Sommerprogramm 2009 und 2010

Anfangs März 2009 erscheint das Sommerprogramm 2009,

erarbeitet vom Parc Ela-Management. Bereits im Dezember

2009 erscheint – in neuer Aufmachung als kompaktes Büchlein

– das Sommerprogramm 2010, erarbeitet von der Produkt Managerin

Parc Ela.

Projekt M1. Chartaentwicklung

Folgende im Sommerprogramm 2009 publizierten Mehrtagesangebote

können durchgeführt werden: Fotokurs auf der Alp

Flix, Kunst-Wanderwoche, Botanikkurs in Preda, „Gletscher,

Geigen und Getreide“ auf der Kesch-Hütte SAC, Pilzkurs-

Wochenende in Savognin. Die Parc Ela-Wanderwochen von

Baumeler Reisen, Arca Tours, Per Pedes Bergferien und dem

Hotel Post in Bivio können ebenfalls durchgeführt werden.

Im Oktober startet der Verein Parc Ela eine Ideenbörse für Projekte, die in der Betriebsphase

ab 2012 umgesetzt werden sollen. Die Bevölkerung wird aufgerufen,

Ideen per Formular einzureichen und an Ideen-Workshops teilzunehmen, die am 11.

und 18. November 2009 in Tiefencastel durchgeführt werden. Insgesamt kommen

rund 260 Anregungen zusammen.

Projekt M2. Management allgemein

Vorstand

Der Vorstand trifft sich zu acht ordentlichen Vorstandssitzungen. An der Mitgliederversammlung

am 28. März 2009 werden neu Andrea Florinett, Forstunternehmer,

Latsch-Bergün, und Toni Sonder, Inhaber Vermessungs- und Tiefbaubüro, Salouf, in

den Vorstand gewählt. Sie treten die Nachfolge an von Patrick Müller, Filisur, und

Giovanni Netzer, Savognin.

Am 14. November 2009 müssen wir Abschied von unserem engagierten Vorstandsmitglied

und Kassier Andri Camichel nehmen. Er erliegt einem Krebsleiden. Andri

Camichel hat sich mit viel Engagement, Besonnenheit und Weitblick für den Parc Ela

eingesetzt.

Wir vermissen ihn.

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Jahresbericht 2009, Verein Parc Ela

www.parc-ela.ch

Entsprechend setzt sich der Vorstand Ende 2009 wie folgt zusammen:








Luzius Wasescha, Präsident, Botschafter/Leiter der Schweizer Mission bei WTO

und EFTA, Bern

Doris Schweighauser, Ko-Vizepräsidentin, Hausfrau, Filisur

Gianna Luzio, Ko-Vizepräsidentin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Finanzdelegation

der eidg. Räte, Bern/stv. Grossrätin, Savognin

Andri Camichel, †, Kassier, Tiefencastel

Andrea Florinett, Forstunternehmer, Bergün

Toni Sonder, Inhaber Tiefbau- und Vermessungsbüro, Salouf

Bruno Salis, Landwirt, Bivio

Management-Team

Das Management-Team Parc Ela erfährt im Jahr

2009 eine Umstrukturierung und einen Ausbau. Maria

Anotta-Gredig, Projektleiterin Umweltbildung und

Angebote (80 Prozent-Pensum), wird im September

Mutter (Diego, geboren an 17. September) und geht

in Mutterschaftsurlaub. Sie wird ab Januar 2010 in

einem 40 Prozent-Pensum den Themenbereich

Umweltbildung weiterbetreuen. Neu wird eine 80

Prozent-Stelle „Kommunikation, Events und Erlebnis-Angebote“

geschaffen. Am 1. September tritt

Anja Eigenmann, Journalistin und studierte Kommunikationswissenschaftlerin,

diese neue Stelle an.

Ab Januar 2010 beschäftigt der Verein somit vier Personen mit einem Pensum von

280 Prozent:






Dieter Müller, Geschäftsleiter, 80 Prozent

Regula Ott, Projektleiterin Natur und Landschaft, 80 Prozent

Anja Eigenmann, Projektleiterin Kommunikation, Events und Erlebnis-Angebote,

80 Prozent

Maria Anotta-Gredig, Projektleiterin Umweltbildung, 40 Prozent

Hinzu kommt die 100 Prozent-Stelle der Produkt Managerin Parc Ela, Marieke

Jelic-van Ommeren, bei Savognin Tourismus (siehe Projekt W4. Productmanagement).

Praktikanten und Freiwillige

Folgende Personen haben mit viel Engagement und für wenig Geld im Rahmen eines

Praktikums den Parc Ela unterstützt:



Sabrina Schmid, Davos, vom 1.2. bis 31.8.2009. Praktikum, Hauptaufgabe Amphibieninventar.

Miriam de Vries, Zürich, vom 1.5. bis 31.10.2009, Praktikum Hauptaufgabe Ausstellung

und Betreuung Infomobil.

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Jahresbericht 2009, Verein Parc Ela

www.parc-ela.ch

Nathalie Bossi, Basel, insgesamt rund 6 Wochen im Juli, August und Oktober,

Kurzpraktikum und Projektarbeit zum Exkursionsangebot im Parc Ela.

Thomas Walder, Uster, Betriebspraktikum als Teil der Intensivweiterbildung IWB

an der PH Zürich, Hauptaufgabe Trockenmauer-Inventar.

Sieben Freiwillige haben im Sommer 2009 am InfoMobil mitgeholfen, die vielen Fragen

zum Park zu beantworten und das Verständnis bei Gästen und Einheimischen

über den Parc Ela zu fördern – vielen Dank!

Labelkommission

Die Labelkommission ist zuständig für die Vergabe des Produktelabels, siehe Projekt

W3. Sie setzt sich zusammen aus:





Joseph Sauter, Präsident, Raumplaner, Chur

Christian Barandun, Leiter Amt für Wald Region Mittelbünden/Moesano, Bergün

Thomas Rüegg, Hotelier Weiss Kreuz, Thusis

Paul Urech, Landwirtschaftlicher Beratungsdienst, Regionalbüro Thusis

Beirat

Der Beirat trifft sich zu einer Sitzung und lässt sich dabei von Geschäftsleiter und

Vorstand über den Stand der Projekte informieren. Der Beirat hat folgende Mitglieder:







Gian Jegher, Gemeindepräsident Tinizong-Rona

Roland Ostermeier, Gemeindepräsident Surava

Peter Baumgartner, Amt für Natur und Umwelt Graubünden

Walter Castelberg, Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden

Jürg Paul Müller, Direktor Bündner Naturmuseum

Flurin Filli, Leiter Forschung im Schweizerischen Nationalpark

Revisoren




Remo Cereghetti, Gemeindekanzlist Filisur

Sandra Baltermia-Guetg, Gemeindekanzlistin Salouf

Silvana Mark, Gemeindekanzlistin Mon

Zusammenarbeit mit anderen Pärken

Das Netzwerk Schweizer Pärke , in dem auch der Verein Parc Ela Mitglied ist, stellt

im Februar 2009 Andreas Weissen als Geschäftsleiter ein und kann damit seine Aktivitäten

zur Vernetzung der Parkprojekte und zu deren Interessenwahrung ausbauen.

Das Parc Ela Management ist vertreten an Erfahrungsaustausch-Treffen am 14./15.

Mai 2009 im Naturpark Thal und am 12./13. November 2009 im Parc régional Chasseral.

Ausserdem arbeitet das Parc Ela-Management an der Ausarbeitung eines

Grundsatzpapier zum Thema „Parkverträglichkeit“ mit.

Die informelle Plattform Bündner Pärke trifft sich am 7. August 2009 in Wergenstein

zu einem Koordinationstreffen. Ausserdem findet auf strategischer Ebene ein Treffen

zum Gedankenaustausch mit der Direktion des Bundesamtes für Umwelt statt.

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Schlingnatter-Baby in

Alvaschein am 8.9.

Schlingnatter-Aktion: 130 Schülerinnen und Schüler packen kräftig zu.

Es gilt, Hecken zu pflegen und Trockensteinmauern freizulegen.

Auch in Wiesen gibt es am 11.9. zwischen schwungvoller Arbeit einmal

eine kleine Verschnaufspause.

Faszination Schlange am 15.9.

in Cunter.

Nach getaner Arbeit: Neuaufbau einer Trockensteinmauer in Parcom, Lantsch/Lenz unter der Leitung von

Pius Walker (5. von links). 5.-8. Oktober.


Frisch zertifiziert: Holz- und Steinschmuck

von Susanne Rösli.

Die ersten Parc Ela-Produktelabel werden am 3.10. verliehen

an (v.l.) Susanne Rösli, Bergün, Gabi Mani und Cordo Simeon,

Alvaneu Bad, sowie Barbara Schuler-Rozzi, Bergün.

Käser Samuel Moser bereitet

das Savogniner Fondue zu.

An der Senda culinarica vom 23.7. rund um Savognin und Tinizong

bieten einheimische Produzenten ihre kulinarischen Leckereien an.

Peter Odermatt führt die Gäste durch die Bergkäserei Savognin.

Wandernd geht Gross und Klein von

einem Menu-Gang zum nächsten.

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