Info 12-17 - Paritaetischer-freiwillige.de

paritaetischer.freiwillige.de

Info 12-17 - Paritaetischer-freiwillige.de

PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND

NIEDERSACHSEN e. V.

BUNDESFREIWILLIGENDIENST

Zeißstr. 60 • 30519 Hannover

www.paritaetischer-freiwillige.de

Mail: Kontakt@paritaetischer-freiwillige.de

Ansprechpartner: Heino Wolf, 0511 / 987 83-10

Hannover, den 20.12.2012

Bundesfreiwilligendienst Info 17/2012

Frohe Weihnachten, ein gutes neues Jahr

. . . und ein paar Kleinigkeiten zum BFD

Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Gemeinsam haben wir es geschafft, das erste volle Kalenderjahr

des BFD mehr als nur zu überstehen. Noch immer merkt man dem BFD deutlich an, dass er mit der Brechstange

ins Leben gerufen worden ist. Noch immer hakt und holpert es durch Veränderungen seitens des Bundesamts, die uns

teilweise sehr ad hoc präsentiert werden. Noch immer zieht es sich teilweise gewaltig, wenn es gilt, z. B. Regelungen

zwischen dem Bundesamt und den Zentralstellen und BFD-Trägern inhaltlich sinnvoll und vor allem rechtzeitig zu vereinbaren.

Sie haben all das und mehr als auch meine zahlreichen Infos zum BFD mit einer erstaunlichen Gelassenheit

ertragen und das getan, was am meisten Sinn macht. Nämlich inhaltlich gute und sinnvolle Arbeit mit den Freiwilligen

vor Ort.

Und gemeinsam ist es uns trotz aller nach wie vor bestehenden Widrigkeiten auch gelungen, das uns zur Verfügung

gestellte Kontingent zu kaufmännisch gerundeten 99 % auszuschöpfen. Ein tolles Ergebnis, dass für das Jahr 2013 von

erheblicher Bedeutung ist. Zwar wird das Bundesamt erst Ende Januar das Gesamtkontingent für 2013 bekannt geben.

Und erst in der Folge dessen kann die Verteilung auf die jeweiligen Zentralstellen und deren BFD-Träger erfolgen. Aber

bereits jetzt kann ich Ihnen, wenn auch noch nicht verbindlich mitteilen, dass wir aller Voraussicht nach mindestens ein

Kontingent in derselben oder nahezu derselben Höhe wie für 2012 erhalten werden. Vielleicht sogar ein wenig mehr. So

zumindest die Ankündigung unserer Zentralstelle.

Nun aber noch zu einigen zum Teil nicht unwesentlichen „Kleinigkeiten“ aus den alltäglichen Niederungen des BFD.

Schließzeit zwischen Weihnachten und Neujahr

Das Wichtigste zuerst. Vom 24. Dezember bis einschließlich 01. Januar ist unser Büro geschlossen.

Ich gehe davon aus, dass in den 1 ½ Arbeitstagen in dieser Zeit nichts anfallen wird, was nicht auch

ab dem 02. Januar bearbeitet und erledigt werden kann.

Bezüge der Freiwilligen ab 2013

1. Höheres Taschengeld ab 2013 für neue Freiwillige möglich

Die Bundesregierung hat zwischenzeitlich die neue Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen

Rentenversicherung in Höhe von € 5.800,00 bekannt gegeben. Da die Höhe des maximalen Taschengeldes

für FW im BFD hiervon in Abhängigkeit steht (Maximal 6 %), könnten Sie für künftige Freiwillige

ein Taschengeld in Höhe von maximal € 348,00 anstelle der bislang maximal € 336,00 zahlen. Aber nur

wenn Sie wollen. Und unter Berücksichtigung der Höhe des Taschengeldes, dass ggf. bei Ihnen tätige

Freiwillige im FSJ erhalten. Die maximalen Zuschussbeträge für Taschengeld und Sozialversicherung, die Sie vom Bundesamt

erhalten, bleiben bei bis zu € 250,00 bzw. für FW ab 26 Jahre bis zu € 350,00.

2. Sachbezugswerte 2013 für Unterkunft und Verpflegung

Die Beträge im Rahmen der Sozialversicherungsentgeltverordnung sind ab 2013 geändert worden.

Für Verpflegung kann ab 2013 bei neuen Vereinbarungen künftig ein Zuschuss von bis zu € 224,00, und für Unterkunft

von bis zu € 216,00 gewährt werden. Sofern Sie Verpflegung und/oder eine Unterkunft in natura zur Verfügung stellen,

Seite 1 von 3


Paritätischer Wohlfahrtsverband Niedersachsen e. V., Bundesfreiwilligendienst

BFD-Info 17/2012 Seite 2 von 3

sind die aktuellen Beträge, ggf. auch die entsprechenden Teilbeträge bei Gestellung einzelner Mahlzeiten, ab 2013

natürlich weiterhin bei der Sozialversicherung zu berücksichtigen.

3. Besteuerung der Bezüge ab 2013

Faktisch wird sich wenn überhaupt nur in seltenen Ausnahmefällen, vermutlich nur in Kombination

mit einer Nebentätigkeit, ggf. etwas ändern. Es bleibt dabei, dass das Taschengeld für FW bis auf

weiteres steuerfrei zu behandeln ist. Neu ist, dass Einkünfte für Unterkunftszuschuss und Verpflegungszuschuss

bzw. die obigen Beträge für Unterkunft und Verpflegung grundsätzlich steuerpflichtig

werden. Der der avisierte neue Grundfreibetrag in Höhe von € 8.130,00 pro Jahr auch bei

Ausschöpfung der Maximalbeträge nicht überschritten werden kann, werden die gesamten Bezüge in der Praxis im

Regelfall auch weiterhin steuerfrei bleiben. Eine Anmeldung zur Lohnsteuer basierend auf den Einkünften aus dem BFD

ist daher grundsätzlich nicht erforderlich. Bei den Steuerklassen fünf oder sechs sollte jedoch vorsorglich geprüft werden,

ob durch eventuelle Unterkunfts- und/oder Verpflegungszuschüsse bzw. die anzuwendenden Sachbezugswerte bei

Gestellung in natura Lohnsteuer fällig wird.

Sollten jedoch Freiwillige eine selbstverständlich zuvor von der Einsatzstelle genehmigte Nebentätigkeit ausüben und

sollte durch die Einkünfte aus dieser Nebentätigkeit zusammen mit den Bezügen des BFD der obige Freibetrag überschritten

werden, ist im Rahmen der elektronischen Lohnsteuerkarte damit zu rechnen, dass das Finanzamt auf den/die

Freiwillige/n oder die Einsatzstelle hinsichtlich Lohnsteuer zukommen wird.

Unentschuldigtes Fernbleiben vom BFD

Es sind nur seltene Einzelfälle. Doch auch im BFD kommt es vor, dass FW dem BFD unentschuldigt fernbleiben. Ich

empfehle, in einem solchen Fall unsere Beratung in Anspruch zu nehmen. Bitte ignorieren Sie es jedoch keinesfalls, falls

FW unentschuldigt fernbleiben sollten. Eine grundsätzliche Information des Bundesamts zu diesem Thema finden Sie

auf unserer Homepage www.paritaetischer-freiwillige.de im Bereich Download Merkblätter und sonstige Informationen

des Bundesamts.

Grundsätzliche Änderungen bei den BFD Seminaren ab 2013

Schon vor einigen Monaten und danach mehrfach habe ich darüber berichtet, dass in diesem Bereich

seitens des Ministeriums ab 01.01.2013 verschiedene nicht nur kleine Veränderungen angekündigt

worden sind. Am 19.12.2012 sind diese nun wenn auch nicht gerade frühzeitig, so doch

zumindest formal rechtzeitig vor Inkrafttreten ab 01.01.2013 bestätigt worden. Und natürlich ohne

eine Übergangsfrist, wie sich ja fast von selbst versteht.

1. Ab 2013 werden wir für die Freiwilligen bis 27 Jahre 20 Seminartage in eigener Regie gestalten können. Verbindlich

bleiben weitere fünf Tage politische Bildung an einem Bildungszentrum des Bundesamts. Die Höhe des

Zuschusses für die pädagogische Begleitung in Höhe von € 100,00 bleibt allerdings trotz mehr von uns durchzuführender

Bildungstage für die ersten 12 Dienstmonate unverändert und wird ab dem 13. Dienstmonat um 50

% auf € 50,00 reduziert.

2. Ähnliches gilt für die zweite einschneidende Veränderung. Auch Freiwillige, die zum Beginn des BFD das 27.

Lebensjahr vollendet haben, müssen ab 2013 an Seminartagen teilnehmen. Dies gilt für alle neuen Vereinbarungen

mit einem Beginn ab 2013 sowie für Verlängerungen von Vereinbarungen. Im letzteren Fall muss dann

für jeden Dienstmonat in 2013 ein Seminartag zugrunde gelegt werden. Bei 12 Dienstmonaten sind 12 Seminartage

vorgeschrieben. Das in Verbindung mit einem für uns bürokratischen Mehraufwand bei Einreichung Ihrer

BFD-Vereinbarung an das Bundesamt, einem voraussichtlich wenig flexiblen Handlungsrahmen und einer

Kürzung des Zuschusses für die pädagogische Begleitung von € 100,00 auf € 75,00 für die ersten zwölf

Dienstmonate. Ab dem 13. Dienstmonat wird der Zuschuss um weitere 25 % auf € 50,00 gekürzt.

Die Kürzung der Zuschüsse für die älteren Freiwilligen, die völlig überraschend und ohne Vorankündigung

präsentiert worden ist, ist eine Entscheidung des Bundesministers der Finanzen.

Sofern die Zentralstellen und BFD-Träger höhere Kosten nachweisen können, wurde seitens

des Bundesfamilienministeriums zumindest die Option in Aussicht gestellt, ab 2014 mit dem

Finanzministerium über eine Erhöhung verhandeln zu können.

3. Eine Folge der oben beschriebenen Veränderungen ist, dass auch wir trotz schlanker Ausgestaltung des BFD

unweigerlich eine Umlage für die pädagogische Begleitung einführen müssen. Vermutlich in der Höhe differenziert

für jüngere Freiwillige und für ältere Freiwillige sowie auch differenziert für die ersten 12 Dienstmonate und

bei eventuellen Verlängerungen des Dienstes ab dem 13. Dienstmonat. Hierzu werden Sie sobald als möglich

konkrete Informationen erhalten.

Seite 2 von 3


Paritätischer Wohlfahrtsverband Niedersachsen e. V., Bundesfreiwilligendienst

BFD-Info 17/2012 Seite 3 von 3

Erforderlich wird die Umlage für die pädagogische Begleitung einerseits aufgrund der beschriebenen

Änderungen und andererseits auf Grundlage der brandaktuellen Kostenerstattungsrichtlinie

des Bundesfamilienministeriums zu § 17 BFDG vom 17.12.2012, im Rahmen dessen analog

des FSJ eine finanzielle Beteiligung der Einsatzstellen an den Kosten der pädagogischen Begleitung

zwingend vorgegeben wird. Es ist schon ein echter vorgezogener Sylvesterknaller,

der uns wenn auch nicht völlig unerwartet kurz vor Weihnachten präsentiert worden ist.

Die Vorgabe, dass auch ältere Freiwillige künftig an Seminaren teilnehmen müssen, lässt sich

nicht von heute auf morgen umsetzen. Wir arbeiten mit Hochdruck daran. Ich hoffe, dass wir nicht zwischenzeitlich

gezwungen sein werden, einen vorübergehenden Einstellungsstopp für ältere Freiwillige auszusprechen.

Mit mehr aus dem BFD möchte ich Sie mit meinem letzten BFD-Info dieses Jahres nicht belästigen. Allein aus den letzten

Ausführungen wird deutlich, es wird nicht langweilig werden im nächsten Jahr. Zumal auch die Verabschiedung der

Rahmenrichtlinien zur pädagogischen Begleitung für das erste Halbjahr 2013 angekündigt worden ist.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

H. Wolf

Heino Wolf

Was noch bleibt und mir sehr wichtig ist, ist Danke zu sagen auch für die

zahlreichen guten Wünsche zum Weihnachtsfest und für das neue Jahr, die

wir von Ihnen erhalten haben! Irgendwie habe ich das Gefühl, wir werden sie

gut brauchen können, Ihre gute Wünsche.

Aber auch wir, das kleine BFD-Team des Paritätischen Niedersachsen, sowie

die Kolleginnen und Kollegen des Paritätischen Bildungswerks Bundesverband,

die für uns die BFD-Seminare durchführen, möchten Ihnen und

„unseren“ Freiwilligen von Herzen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest

wünschen. Auf ein gutes neues Jahr und auf eine weiterhin so gute und nette

Zusammenarbeit mit Ihnen.

In eigener Sache:

• Haben Sie einen Wunsch, welches Thema zum BFD in einem Newsletter mal behandelt werden sollte? Dann rufen Sie mich einfach

an oder senden Sie mir eine Mail an Heino.Wolf@paritaetischer-freiwillige.de

• Möchten Sie, dass ein/e weitere/r Kollege bzw. Kollegin Ihrer Einrichtung unser Info zum Bundesfreiwilligendienst erhält? Sie können

uns pro Einsatzstelle maximal zwei Mailadressen für diesen Zweck mitteilen. Und zwar einfach telefonisch (0511 98783-10) oder

per Mail an kontakt@paritaetischer-freiwillige.de

Informationen rund um den BFD als auch entsprechende Vordrucke für den BFD finden Sie auch auf unserer Homepage

www.paritaetischer-freiwillige.de

• Sie interessieren sich leider für unseren Newsletter nicht mehr? Schade. Bitte teilen Sie uns dies telefonisch, per Mail oder schriftlich

unter Angabe Ihrer Anschrift und ggf. Ihrer Einsatzstellennummer mit. Wir werden Ihre Mailadresse/n dann selbstverständlich aus

dem Datenstand Ihrer Einsatzstelle entfernen.

Inhalt und Gestaltung: Paritätischer Wohlfahrtsverband Niedersachsen e. V., Bundesfreiwilligendienst, Zeißstr. 60, 30519 Hannover

C:\Dokumente und Einstellungen\Admin\Eigene Dateien\BFD\BFD Info 12-17.docx

Seite 3 von 3

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine