Berufsorientierungscamp - Stiftung Partner für Schule NRW

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Berufsorientierungscamp - Stiftung Partner für Schule NRW

Projektjahr 2011

Modul 2

Berufsorientierungscamp

Orientierung schaffen

Schulform:

Zielgruppe:

allgemein bildende weiterführende Schulen in NRW

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 oder bei

Schulformen mit Sek. II auch der Jahrgangsstufe 10


Leitfaden zu Modul 2

Berufsorientierungscamp

Orientierung schaffen

1. Überblick

2. Umsetzung

2.1. Inhaltliche Tipps

2.2. Verpflichtende Aspekte

2.3. Finanzen – Auszahlung der Fördergelder und deren Abrechnung

3. Weitere Informationen

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1. Überblick

Die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit und das

Ministerium für Schule und Weiterbildung engagieren sich auch im Jahr 2011 mit

umfangreichen Finanzmitteln zur Förderung der vertieften Berufsorientierung. Die

nachhaltige Initiative „Zukunft fördern. Vertiefte Berufsorientierung gestalten“ bietet Ihnen

mit insgesamt zehn Modulen die Möglichkeit, die Berufs- und Studienorientierung an Ihrer

Schule weiter auszubauen und zu vertiefen. Mit der Umsetzung des Projektes ist die

Stiftung Partner für Schule NRW betraut.

Aktuell befindet sich „Zukunft fördern“ im vierten Projektjahr. Seit Projektbeginn haben

mehr als 60 % der allgemein bildenden weiterführenden Schulen mehr als 4000 Module in

der Praxis umgesetzt.

Dieser Leitfaden soll Sie dabei unterstützen, die verschiedenen Elemente des Moduls

langfristig und nachhaltig in Ihr bestehendes schulisches Konzept zur Studien- und

Berufsorientierung zu implementieren und die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit

Partnern der regionalen Wirtschaft, der lokalen Agentur für Arbeit, den regionalen

Bildungsbüros, Hochschulen sowie Bildungsträgern in die Ausbildung oder das Studium zu

begleiten.

Wir möchten Sie dazu einladen, die konzeptionelle Ausgestaltung des Moduls an Ihrer

regionalen Landschaft zur Berufsorientierung und weiteren Angeboten vor Ort

auszurichten, um so Synergien nutzen zu können. Sehen Sie die Modulumsetzung als

Möglichkeit zur dauerhaften Vernetzung mit den regionalen Akteuren. Wo bereits

eingerichtet, können die regionalen Bildungsbüros Sie bei Nachfragen unterstützen.

Der Leitfaden fasst die wichtigsten grundlegenden Überlegungen zur Umsetzung eines

Berufsorientierungscamps zusammen. Er sollte allerdings nicht als ein „Rezeptbuch“

verstanden werden, das – Schritt für Schritt befolgt – die erfolgreiche Umsetzung des

Berufsorientierungscamps garantiert. Der Erfolg wird sich nur dann einstellen, wenn Sie

Ihre schulspezifische Ausgangslage berücksichtigen und das Modul Ihrem

Berufsorientierungskonzept anpassen.

Wir empfehlen Ihnen eine sehr bewusste Auseinandersetzung mit den Zielen, die Sie mit

der Modulumsetzung anstreben. Bedenken Sie auch, welchen qualitativen Anspruch Sie

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haben. Definieren Sie qualitative Standards der Modulumsetzung. Eine Hilfe dazu bieten

Ihnen die formulierten Qualitätsstandards des Projektes im internen Bereich. Sie können

somit in der Zusammenarbeit mit externen Anbietern auch leichter und bewusster

passende Angebote auswählen. Investieren Sie Zeit in die fundierte Vorbereitung und

Einbindung aller Akteure, um Mehraufwand während der Durchführung zu vermeiden. Eine

fundierte Nachbereitung und Auswertung ermöglicht es Ihnen zu überprüfen, ob die

Umsetzungsziele tatsächlich erreicht wurden und die Durchführung Ihren qualitativen

Ansprüchen entsprach.

Setzen Sie diesen Schritt um, bietet sich Ihnen die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge

abzuleiten und die Modulumsetzung im nächsten Jahr schon frühzeitig vorzubereiten. Dazu

können Sie verschiedene Methoden wählen, wie beispielsweise ein sogenanntes „Blitzlicht“,

in dem jeder Projektbeteiligte seine Eindrücke schildert. Darüber hinaus können schriftliche

Fragebögen und Projektberichte erstellt werden, um einzelne Arbeitsschritte und Resultate

zu dokumentieren 1 .

Wir empfehlen Ihnen außerdem, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, wie das Modul

nachhaltig in das Curriculum oder Programm zur Berufs- und Studienorientierung Ihrer

Schule eingebunden werden kann.

Die Zielgruppe im Modul 2 besteht in erster Linie aus Schülerinnen und Schülern der

Jahrgangsstufe 8 und in begründbaren Ausnahmefällen der Jahrgangsstufe 9. Soll das

Thema Studienorientierung fokussiert werden, ist eine Durchführung auch in der

Jahrgangsstufe 10 möglich. Mindestens 25 Schülerinnen und Schüler (50 Schülerinnen

und Schüler bei GES) nehmen an einem BO-Camp im Rahmen des Projektes teil. Individuelle

Sondervereinbarungen, z. B. mit Förderschulen, die Schülerinnen und Schüler mit

besonderem Förderbedarf zu betreuen haben, sind vor Beginn der Maßnahme mit der

Stiftung Partner für Schule NRW zu klären. In Gymnasien sowie Gesamtschulen spielt

natürlich auch die Studienorientierung bzw. die Entscheidung über die weitere schulische

Laufbahn eine wesentliche Rolle im Orientierungsprozess. Wir haben uns der Einfachheit

halber allerdings dazu entschieden, den Begriff des Berufsorientierungscamps

beizubehalten.

1

Hinweise zum Thema beinhaltet beispielsweise folgende Quelle: Bertelsmann Stiftung,

Bundesarbeitsgemeinschaft Schule/Wirtschaft, MTO Psychologische Forschung und Beratung GmbH,

„Leitfaden Berufsorientierung – Praxishandbuch zur qualitätszentrierten Berufs- und Studienorientierung an

Schulen“, Gütersloh, 2009

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Die Teilnahme an einem Berufsorientierungscamp hat zum Ziel, die Jugendlichen mit Spaß

und Freude an das Thema Berufs- und Studienorientierung heranzuführen. Ohne

besonderen Erfolgsdruck soll die Einsicht in die Notwendigkeit, eine Entscheidung für die

eigene berufliche Biographie zu entwickeln, gefördert werden. Positive Assoziationen zu

diesem Thema stärken das weitere Interesse bzgl. der Berufswahlentscheidung und

ermöglichen den Jugendlichen über eine spielerische Herangehensweise, sich einer ersten

Entscheidung bzgl. des persönlichen Lebens- und Berufswegs zu nähern.

Während eines BO-Camps sollen die Jugendlichen von daher vorrangig die Möglichkeit

haben:

• sich selbst und ihre individuellen Stärken und Fähigkeiten zu entdecken,

• erste eigene Wünsche hinsichtlich einer persönlichen und beruflichen Zukunft zu

definieren und zu formulieren,

• das berufliche Spektrum zu erweitern (Kennenlernen unterschiedlicher

Anforderungen aus verschiedenen Berufsfeldern),

• sich darin weitestgehend zu orientieren (welches Berufsfeld / welche weitere

schulische Laufbahn bzw. welcher Studiengang entspricht meinen Fähigkeiten und

Interessen?) und

• frühzeitig erste eigene Bewerbungsstrategien (Erstellung von

Bewerbungsunterlagen, Simulation von Vorstellungsgesprächen, „Etikette-Training“

etc.) zu entwickeln.

• Des Weiteren sollen Sozial- und Teamfähigkeit trainiert und gefördert werden.

Oftmals wird im Kontext der Berufswahl die Entscheidung in die eine oder andere Richtung

als irreversibel gesehen und setzt somit die einzelnen Jugendlichen unter Druck, sich

frühzeitig richtig entscheiden zu müssen. Dies kann zu Ängsten führen, sich falsch zu

entscheiden. Diese Ängste wiederum können das Entstehen einer persönlichen,

individuellen und realitätsbezogenen Entscheidungskompetenz hemmen. Eine frühzeitige

Berufs- und Studienorientierung mit der Teilnahme an einem Berufsorientierungscamp

kann also über Spaß und Freude die Wahrnehmung der eigene Stärken und Fähigkeiten

insofern schärfen, dass das eigene Interesse bezüglich eines persönlichen Lebens-,

Studien- und Berufsplans geweckt wird.

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Wichtig zu beachten für die Projektschulen ist, dass im ersten Jahr 7500,- Euro (GES

doppelte Förderung) für das Berufsorientierungscamp zur Verfügung gestellt werden. In

weiteren Jahren der Durchführung von Modul 2 erhalten die Schulen im Rahmen eines

degressiven Förderungsmodells Finanzmittel in Höhe von 6000,- Euro (GES 12.000 Euro)

für das Berufsorientierungscamp.

2. Umsetzung

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige inhaltliche Tipps geben, die Sie bei der

Umsetzung des Moduls unterstützen sollen (2.1). Bitte beachten Sie, dass es auch einige

verpflichtende Aspekte gibt (2.2). Ebenfalls verbindlich einzuhalten ist der Finanzprozess

(2.3).

2.1 Inhaltliche Tipps

Ein Berufsorientierungscamp dauert in der Regel drei bis fünf Tage und findet bestenfalls

an einem außerschulischen Lernort statt. Über die Einbindung externer Partner in Form

von Erlebnispädagogen, Bildungsträgern, Vertretern und Vertreterinnen der Kammern,

Versicherungen, Volkshochschulen, Zentralen Studienberatungen und weiteren

Institutionen kann die Planung und Umsetzung eines BO-Camps auf mehrere Schultern

verteilt werden.

Eine umfangreiche Methodenvielfalt während eines Berufsorientierungscamps bietet an,

dass jede Schülerin und jeder Schüler individuelle Stärken und besondere Fähigkeiten zu

erkennen lernt und diese zukünftig zu nutzen weiß. Persönliche Entwicklungspotenziale

werden sichtbar und können im weiteren Verlauf der Orientierungsphase ausgebaut

werden.

Ausgehend von individuellen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler soll in diesem

Modul ein vielfältiges Angebot von außerschulischen Projekten optimal dazu führen, dass

die eigene Berufs- und Studienwahlorientierung frühzeitig beginnt und nachhaltig positiv

besetzt wird.

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Das BO-Camp soll die Möglichkeit bieten, in Kleingruppen oder sogar Einzelgesprächen

immer wieder auch näher auf einzelne Berufsbilder und die Möglichkeiten

unterschiedlicher Studiengänge einzugehen und möglicherweise typische Tätigkeiten und

Arbeitsfelder dieser Berufe darstellen und ausprobieren zu können. Mit verschiedenen

Übungen, praktischen Aufgaben und Rollenspielen wird die Findung der eigenen Rolle und

Stärkung des Selbstbewusstseins der Schülerinnen und Schüler gefördert und es werden

persönliche wie auch soziale Kompetenzen geschult.

Den speziellen Camp-Charakter erhält die Maßnahme im Besonderen aufgrund der

Durchführung an einem außerschulischen Lernort oder außerhalb des Schulalltags und

durch spannende Events wie Outdoor-, Team- oder Kletterübungen. Insbesondere werden

über solche Aktionen das Selbstbewusstsein und der Glaube an sich gestärkt und das

Verantwortungsgefühl gegenüber anderen gefördert.

Nach der Kenntnis über die individuellen Fähigkeiten und Interessen und dem Erkennen der

persönlichen Entwicklungspotenziale sowie einer weitestgehenden Orientierung in einem

bestimmten Berufsfeld entwickeln die Jugendlichen bereits zum Ende des BO-Camps

eigene Strategien zur nachhaltigen Nutzung des Erlebten, im besten Fall mit Tipps zur

erfolgreichen Bewerbung (in Form des Erstellens aussagekräftiger Bewerbungsunterlagen)

und Vorstellung (mit Übungen und Rollenspielen zum Ablauf eines Vorstellungsgesprächs)

oder beispielsweise mithilfe eines Etikette-Trainings.

Zur abschließenden Auswertung und Reflexion der gewonnenen Erkenntnisse aus einem

BO-Camp können sowohl die individuellen Wünsche und Vorstellungen als auch die

persönlichen Stärken und besonderen Fähigkeiten – auch unter Betrachtung der Gender-

Kriterien – mit den Anforderungen der Wirtschaft an die Auszubildenden bzw.

Studierenden von heute verglichen und zur weiteren Nutzung im Beratungsprozess der

Berufswahlorientierung bereitgestellt werden.

Besondere Fragen, die in einem Berufsorientierungscamp eine bedeutende Rolle spielen

können, sind somit:

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Wo liegen meine Stärken?

Durch praktische Übungen, beispielsweise Interaktionsspiele, erhalten die Jugendlichen die

Möglichkeit, ihre persönlichen Stärken zu entdecken und zu nutzen und gegebenenfalls zu

lernen, mit Defiziten oder Niederlagen umzugehen.

Was für ein Typ bin ich? Passt zu mir ein Studium oder eine duale Ausbildung?

Spätestens in Klasse 10 sollte ermittelt / darauf vorbereitet werden, was in beruflicher

Hinsicht alles möglich ist mit einer Allgemeinen oder Fachhochschulreife. Durch

Informationen über die unterschiedlichen Zugangswege zu bestimmten Berufen bzw.

Berufsfeldern werden die Jugendlichen auf den Übergang in die Sek. II vorbereitet.

Wie funktioniert eigentlich Studieren?

Ehemalige Schülerinnen und Schüler, Studierende oder Personen aus akademisch

geprägten Arbeitsfeldern können über ihren Weg zum Beruf bzw. das Studieren an einer

Hochschule berichten.

Wie finde ich meinen Beruf / den richtigen Studiengang?

Um die Berufswahlkompetenz zu fördern und eine erste Orientierung im Prozess der

Berufswahl zu geben, kann zum einen eine intensive Vor- und Recherchearbeit im

Unterricht stattfinden und zum anderen im Rahmen des Berufsorientierungscamps eine

Sammlung über alle bisher bekannten Berufe und deren Zugangsvoraussetzungen

zusammengestellt werden.

Welche Berufe werden in meiner Region angeboten?

Ob der Wunschberuf in der Region überhaupt als Ausbildungsberuf angeboten wird und

welche Anforderungen die Betriebe an Auszubildende stellen oder an welcher Hochschule

welcher Studiengang angeboten wird, kann entweder schon in Vorarbeit während des

Unterrichts herausgefunden werden oder als Arbeitseinheit in einem BO-Camp stattfinden.

Unter dem Titel „Mobilitätstraining“ können beispielweise erste Wege ausprobiert und

Entfernungen abgeschätzt werden.

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Welche Anforderungen stellt die Berufswelt an mich?

Um dieser Frage auf den Grund gehen zu können, kann nach einer Sammlung von

interessanten Berufsbildern und weiterer intensiver Recherche eine gewisse erste

Zuordnung von bestimmten aus der Wirtschaft geforderten schulischen, fachlichen sowie

persönlichen Voraussetzungen für einen bestimmten Beruf getroffen werden.

Hierbei besteht die Möglichkeit, ehemalige Schülerinnen und Schüler, die sich mittlerweile

in einem Ausbildungsverhältnis befinden, aus dem Berufsalltag vor Ort mit all seinen Höhen

und Tiefen berichten zu lassen.

Wie bewerbe ich mich?

Um frühzeitig erfolgversprechende Bewerbungsstrategien entwickeln zu können, ist es eine

dringende Notwendigkeit, sich rechtzeitig mit den eigenen Berufswünschen, persönlichen

Stärken und besonderen Kenntnissen und der Formulierung dieser Dimensionen

auseinanderzusetzen und somit zu lernen, wie dies inhaltlich im Bewerbungsanschreiben

formuliert, aber auch im Vorstellungsgespräch wiedergegeben werden kann.

Über weitere praktische Übungen und verschiedene Rollenspiele sollen das Vertrauen in

die eigene Person gestärkt und Sicherheit im Bewerbungsprozess, insbesondere bei

Vorstellungsgesprächen, geschaffen werden. Weitere Fragestellungen können

beispielsweise die Bewerbung über die ZVS für einen Studienplatz betreffen.

Weitere Elemente, die bei der Umsetzung des Moduls wichtig sein können, sind im

Folgenden:

Information:

Merkmale von Berufen finden (z. B. Berufsprofil erstellen), Wege der Informationssuche

kennenlernen (telefonische Anfrage, „Vitamin B“ etc.), Nutzung verschiedener

Informationsquellen (Telefon, Zeitung, Branchenbuch, Internet etc.) und Informationsgeber

aus unterschiedlichen Institutionen.

Recherche:

Schülerinnen und Schüler erkunden unterschiedliche Berufsfelder und -bilder,

Studienfächer und -orte, die Firmen in der Region (evtl. über Vorarbeit im Unterricht),

weiterhin über das Internet, das Branchenbuch oder per Telefon. Die Berufsberatung der

Agentur für Arbeit ist möglichst mit einzubinden.

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Praxis:

Konkrete Ausbildungsstellenanzeigen unter dem Aspekt der beschriebenen Anforderungen

betrachten: Auszubildende berichten den Schülerinnen und Schülern über Anforderungen

im Berufsleben. Studierende/Ehemalige berichten über das Leben an der Hochschule.

Event:

Interaktionsspiele und besondere Events zur Stärkung des Selbstbewusstseins und der

Teamfähigkeit der Jugendlichen (z. B. Klettergarten), Rollenspiele zum Verhalten in

besonderen Situationen (Simulation eines Vorstellungsgespräches, eventuell mit

Videoaufzeichnung und Einzelauswertung).

Präsentation:

Abschluss und Reflexion der Erkenntnisse aus dem Berufsorientierungscamp, Schülerinnen

und Schüler stellen beispielsweise den Eltern, der Berufsberatung und den übrigen

Mitschülerinnen und Mitschülern ihre Ergebnisse in einer Art Ausstellung vor.

TIPP: Das Erstellen einer Collage mit dem Thema „Mein Leben in 10 Jahren“

beispielsweise gibt hervorragend die Möglichkeit, ins Thema einzusteigen. Denn die

Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit den eigenen Zukunftswünschen

(immateriellen und materiellen) und darüber kann die Einsicht über die besondere

Bedeutung eines individuell gestalteten und erfolgversprechenden beruflichen Werdegangs

entstehen. Außerdem gibt Ihnen diese Methode Aufschluss darüber, mit welcher Reife Ihre

Schülerinnen und Schüler an das Thema herangehen und wie weit sie in ihren persönlichen

Überlegungen bisher sind.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wichtiger Bestandteil einer gelingenden

Berufsorientierung. Wir möchten Sie hier dazu ermutigen, bei Ihren konzeptionellen

Überlegungen die aktive Einbindung der Eltern zu berücksichtigen.

Informieren Sie die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten regelmäßig über Inhalte und Ziele

des Moduls und binden Sie diese aktiv in die Umsetzung mit ein.

Dabei sind in Zusammenarbeit mit Trägern, der Berufsberatung und mit kommunalen

Akteuren (RAA, Jugendmigrationsdienste, Elternverbände, Jugendarbeit, Berater der IHKs

etc.) zielgruppenspezifische Formen der Elterneinbindung zu entwickeln.

Möglichkeiten zur Einbindung der Eltern in die Umsetzung der Maßnahme sind z. B.

Elterninformationsabende (auch mehrsprachig) oder Eltern begleiten das BO-Camp und

berichten über ihre Berufe.

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Wir empfehlen Ihnen außerdem, ein Kurzkonzept zu entwickeln, wie das

Berufsorientierungscamp langfristig in die Berufsorientierungsmaßnahmen der Schule mit

eingebunden werden kann. So ist es ebenfalls ratsam, in einem nachbereitenden Gespräch

(Follow-up-Tag) mit dem Träger oder Kooperationspartnern, der lokalen Agentur für Arbeit,

der zuständigen Lehrkraft an der Schule und den beteiligten Betrieben die Durchführung zu

besprechen sowie Vorbereitungen für eine längerfristige Kooperation und eine weitere,

nachhaltige Durchführung zu treffen.

2.2 Verpflichtende Aspekte

Die Schule verpflichtet sich zur Datenpflege im internen Bereich des Internetportals

www.zukunft-foerdern.nrw.de. Dazu gehören:

• das Ausfüllen und Aktualisieren des Schulstammdaten- und des Modulblattes,

• die Eingabe der Teilnehmerzahlen in kumulierter Form,

• die Dokumentation der Umsetzung des Moduls anhand von kurzen

Projektsteckbriefen, Erfahrungsberichten und Fotos,

• das Ausfüllen eines 1-seitigen Auswertungsbogens zu Evaluationszwecken.

Die Schule verpflichtet sich des Weiteren:

• bis zum 31.12.2011 das Berufsorientierungscamp durchzuführen,

• die Berufsberatung der Arbeitsagentur frühzeitig in die Planung und Umsetzung des

Moduls einzubinden,

• die konzeptionelle Ausgestaltung des Moduls an der regionalen Landschaft zur

Berufsorientierung und weiteren Angeboten vor Ort auszurichten, um Synergien zu

nutzen (Absprachen mit der Agentur für Arbeit und regionalen Bildungsbüros – wo

vorhanden – sind verbindlich),

• die Öffentlichkeitsarbeit und die Durchführung von Presseterminen mit der Agentur

für Arbeit ausreichend früh (ca. vier Wochen vorher) abzustimmen und zu planen,

• bei jeder Pressearbeit die Fördergeber (Regionaldirektion NRW der Bundesagentur

für Arbeit und Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW) und die

Fördersumme des Projekts zu benennen,

• den Gender- und den Cultural-Mainstream-Gedanken bei der Umsetzung des

Moduls zu berücksichtigen,

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• ein Teilnahmezertifikat für die Schülerinnen und Schüler zu erstellen (Vorlage im

internen Bereich des Internetportals),

• die in der Verpflichtungserklärung benannten Stunden einzubringen,

• sicherzustellen, dass den am Modul teilnehmenden Schülerinnen und Schülern

keine Kosten entstehen,

• mindestens einen Elterninformationsabend im Rahmen der Modulumsetzung

durchzuführen,

• die Maßnahme mit mindestens 25 Schülerinnen und Schülern (einfache Förderung)

bzw. 50 Schülerinnen und Schüler (Doppelförderung GES) durchzuführen

• die Fördermittel zweckgebunden zu verwenden,

• die konzeptionelle Weiterentwicklung und die Einbindung des Moduls ins

Berufsorientierungscurriculum zu prüfen und zu dokumentieren.

(Vgl. Verpflichtungserklärung)

2.3 Finanzen – Auszahlung der Fördergelder und deren Abrechnung

Im Rahmen der Modulförderung erhält die Schule Fördergelder, deren zweckgebundene

Verwendung sie selbst steuern und nachweisen muss. Dies ist in der

Verpflichtungserklärung festgelegt. Die Fördergelder müssen ausschließlich für Personalund

Sachkosten im Zusammenhang mit der Durchführung der Maßnahme zur vertieften

Berufsorientierung für die Schülerinnen und Schüler genutzt werden. Investitionen dürfen

im Rahmen der Maßnahme nicht getätigt werden – siehe hierzu Passus 3 der

Verpflichtungserklärung.

Bitte beachten Sie folgende Verfahrensschritte:

1. Bei Eingang einer vollständig ausgefüllten und von der Schulleitung

unterschriebenen und mit Schulstempel versehenen Verpflichtungserklärung wird

die Schule Projektschule im Programm „Zukunft fördern“. Das Dokument muss im

Original auf dem Postweg spätestens bis zum 15. Februar 2011 bei der Stiftung

Partner für Schule NRW eingegangen sein.

2. Um die Fördergelder bei der Stiftung Partner für Schule NRW abzurufen, füllen Sie

im internen Bereich der Internetseite (www.zukunft-foerdern.nrw.de) den Mittelabruf

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aus. Listen Sie darin die voraussichtlichen Kosten des Moduls detailliert auf. Je nach

Terminierung der Moduldurchführung kann der Zeitpunkt des Mittelabrufs von der

Schule variiert werden. Die Mittel müssen jedoch bis spätestens 15. Oktober 2011

abgerufen worden sein. Den vollständig ausgefüllten, von der Schulleitung

unterschriebenen und gestempelten Mittelabruf senden Sie per Post an die Stiftung

Partner für Schule NRW. Bitte keine Rechnungen einreichen! Die Schule erhält die

Fördergelder in einer Rate. Bitte beachten Sie, dass erst mit der Überweisung

der Gelder die geplanten Kosten von der Stiftung Partner für Schule NRW

akzeptiert sind. Bis dahin sollten Sie keine Gelder ausgeben.

3. Bis spätestens 15. Juni 2011 teilt die Schule im Rahmen eines Haushaltsabgleichs

den Stand der Finanzplanung mit. Dazu findet sich ebenfalls im internen Bereich des

Internetportals eine Maske, in der Sie vier kurze Angaben machen müssen. Diese

Angaben helfen, ggf. nicht benötigte Fördergelder anderen interessierten Schulen

zur Verfügung zu stellen.

4. Nach Abschluss der Maßnahme, spätestens jedoch zum 15. Dezember 2011,

muss die Schule den „Verwendungsnachweis“ vorlegen, in dem abschließend die

Gesamtausgaben der Maßnahme, die Finanzierung und alle Rechnungen samt

Zahlungsdatum aufgelistet werden. Auch dieses Dokument ist im Original,

gestempelt und von der Schulleitung unterschrieben per Post an die Stiftung

Partner für Schule NRW zu senden. Bitte keine Rechnungen einreichen!

Zusammenfassung der einzuhaltenden Schritte:

Verpflichtungserklärung - 15. Februar 2011

Haushaltsabgleich - 15. Juni 2011

Mittelabruf - 15. Oktober 2011

Verwendungsnachweis - 15. Dezember 2011

Wichtig:

• Alle Dokumente, Rechnungen und Belege im Zusammenhang mit der Modulförderung

sind gesammelt in einem Ordner 5 Jahre an der Schule aufzubewahren.

Im Falle einer Prüfung durch einen Rechnungsprüfer des Bundes sind sie

vorzulegen.

• Bei externer Vergabe ist das Verfahren in den Unterlagen der Schule zu

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dokumentieren. Die Beauftragung externer Partner zur Durchführung der Module

oder einzelner Inhalte sowie die Beschaffung von Verbrauchsmaterial müssen nach

den Bestimmungen der BHO i. V. m. der VOL/A stattfinden.

Das heißt, dass für Ausgaben und Aufträge von 500 bis 1.000 € (ohne MwSt.)

formlos bei drei Unternehmen Preise angefragt oder Angebote ermittelt werden

müssen. Bei Ausgaben und Aufträgen von 1.000 bis 7.500 € (ohne MwSt.) müssen

von Seiten der Schule mindestens drei schriftliche Angebote eingeholt werden. Die

Entscheidung, welches Angebot den Zuschlag erhält, trifft allein die Schule. Es ist

das wirtschaftlichste Angebot zu ermitteln. Dabei bedeutet Wirtschaftlichkeit nicht

zwingend, sich für das günstigste Angebot zu entscheiden. Das wirtschaftlichste

Angebot ist dasjenige, bei dem Preis und Leistung im günstigsten Verhältnis stehen.

Bei der Wertung sind auch auftragsbezogene Umstände (gestalterische, qualitative,

technische Gesichtspunkte; Folgekosten) zu berücksichtigen. Bitte dokumentieren

Sie die Angebotseinholung, indem Sie einen Vergabevermerk schreiben. Die Vorlage

hierzu finden Sie im internen Bereich des Internetportals.

Soweit beauftragte Träger/Partner die Möglichkeit zum Vorsteuerabzug nach § 15

Umsatzsteuergesetz haben, dürfen bei der Weiterbelastung von Kosten nur die

Entgelte (Preise ohne Umsatzsteuer) bezahlt werden.

• Die Stiftung Partner für Schule NRW ist berechtigt und verpflichtet, bei

Nichterfüllung der beschriebenen Aufgaben, bei fehlender Dokumentation

(statistische Erfassung und Erfolgsbeobachtung) und nicht zweckentsprechender

Verwendung der Fördergelder die Zuwendung vollständig oder in entsprechender

Höhe zurückzufordern.

Wenn im Rahmen des Haushaltsabgleichs festgestellt wird, dass Fördergelder nicht

komplett verwendet werden, fordert die Stiftung die Gelder zurück, falls bereits

überwiesen, um sie an andere Schulen weiterzugeben.

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3. Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Modul 2 – Berufsorientierungscamp – und zur Vertiefung der

schulischen Berufs- und Studienorientierung finden Sie im internen Bereich des

Internetportals des Projekts. Projektschulen finden dort folgende weitere Materialien, die

sie bei der Durchführung des BO-Camps unterstützen:

Informationsblätter

• Informationen zur Pressearbeit

• Leitfaden zur Einbindung externer Partner

• Leitfaden zur Elternarbeit

• Übersicht „Beispiel-Ablaufplan“

• Broschüre zum Thema „Schulsponsoring“

Vorlagen

• Checkliste

• Link-Liste

• Muster Anfrage für externe Partner

• Muster Auftrag für externe Partner

• Muster Berufsprofil

• Checkliste Gender Mainstreaming

• Checkliste Cultural Mainstreaming

• Muster Pressemitteilung

• Muster Presseeinladung

• Muster Vergabevermerk

www.zukunft-foerdern.nrw.de

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Ansprechpartnerin Modul 2

• Vanessa Rudolph

rudolph@partner-fuer-schule.nrw.de

Tel: 0211/91312-573

Impressum

Stiftung Partner für Schule NRW

Roland Berger

Vorstand

Oststraße 86

40210 Düsseldorf

Redaktion

Dirk Förster, Murat Koc, Dörthe Koch, Anna Reucher, Vanessa Rudolph

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