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Presseinformation

Ausbau von Partnerschaften zwischen Schulen und

Unternehmen

10. Februar 2010

Land Nordrhein-Westfalen und Spitzenverbände der

Wirtschaft schließen Vereinbarung

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie und das

Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen

teilen mit:

Joachim Neuser

Pressesprecher MWME

Telefon 0211 837-2417

Fax 0211 837-2249

Joachim.neuser@

mwme.nrw.de

www.wirtschaft.nrw.de

Düsseldorf. Mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung zum Ausbau von

Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen haben sich das

Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie und das Ministerium

für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen

gemeinsam mit der Vereinigung der Industrie- und Handelskammern in

Nordrhein-Westfalen, dem Westdeutschen Handwerkskammertag und

der Landesvereinigung der Unternehmensverbände auf eine

flächendeckende Versorgung der Schulen in Nordrhein-Westfalen mit

Partnern aus der Wirtschaft verpflichtet. Zurzeit hätten 67 Prozent aller

allgemein bildenden weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen

eine über einen längeren Zeitraum dauernde Kooperation mit einem oder

mehreren Unternehmen. „Jetzt streben wir an, jeder weiterführenden

Schule, die dies wünscht, einen Partner aus der Wirtschaft zu vermitteln.

Unser Ziel sind 100 Prozent“, so Wirtschaftsministerin Christa Thoben.

In einer sich rasch verändernden Weltwirtschaft und einer Verdrängung

gering qualifizierter Jobs durch wissensbasierte Berufe sei es

unerlässlich, dass Schulen und Unternehmen enger zusammenarbeiteten

und es einen wechselseitigen Informationsaustausch über die Belange

und Anforderungen der Unternehmen einerseits und die

Informationsbedürfnisse und aktuellen Lernangebote der Schulen

andererseits gebe.

Im Idealfall könnten die Unternehmen sowohl unmittelbar als auch auf die

Zukunft bezogen ihr Marktwissen in die schulische Arbeit einbringen und

damit die Möglichkeit eröffnen, die Bildungsangebote darauf

abzustimmen und zeitgemäßer auszurichten.

Schulministerin Barbara Sommer lobte das bisherige Engagement der

Schulen und der Wirtschaft: „Vielerorts haben beide Seiten gemeinsam

über mehrere Jahre hinweg erfolgreiche Partnerschaften entwickelt. Es

gibt aber auch noch Schulen, die einen Partner aus der Wirtschaft

suchen. Ich appelliere hier an die Unternehmen, sich gegenüber allen

weiterführenden Schulen zu öffnen. Jeder Betrieb, jedes Unternehmen,

das im Rahmen einer Partnerschaft Einblicke in betriebliche Prozesse

und alltägliche berufliche Herausforderungen ermöglicht, investiert in die


eigene Zukunft und die unserer Kinder und Jugendlichen.“

Wirtschaftsministerin Thoben machte deutlich, dass es trotz der in den

letzten Jahren erzielten Erfolge noch ein großes Potenzial zur

quantitativen und qualitativen Weiterentwicklung der Partnerschaften

zwischen Schulen und Unternehmen gibt. So könne in den

Partnerschaften von Seiten der Unternehmen ein breiteres Spektrum von

Maßnahmen und Instrumenten zum Einsatz kommen; darüber hinaus sei

eine breite Verankerung der Partnerschaft in den Unternehmen, aber

auch in den Schulen wünschenswert.

Der Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertags, Franz-Josef

Knieps, stellte heraus, dass Partnerschaften zwischen Schulen und

Handwerksunternehmen dazu beitragen können, die Betriebe als

attraktive Arbeitgeber vorzustellen und potentielle Auszubildende zu

gewinnen.

Friedhelm Sträter, Vizepräsident der Vereinigung der Industrie- und

Handelskammern in Nordrhein-Westfalen machte deutlich, dass für den

Erfolg der Partnerschaften eine Analyse der gegenseitigen Erwartungen,

ein regelmäßiger Austausch beider Seiten und die Weiterbildung der

Lehrerinnen und Lehrer in wirtschaftlichen Fragestellungen notwendig

seien. Allerdings könne es kein Einheitsrezept für eine gelingende

Kooperation geben; es müssten vielmehr Formen der Zusammenarbeit

gefunden werden, die gleichermaßen an die Möglichkeiten der

Unternehmen und die Bedürfnisse der Schulen angepasst sind.

Dr. Hans-Jürgen Forst, Vorstand der Landesvereinigung der

Unternehmensverbände und Vorsitzender des Bildungswerks der

nordrhein-westfälischen Wirtschaft wies darauf hin, dass Kooperationen

von Schulen und Unternehmen heute enger sind als je zuvor.

Hervorzuheben sei in diesem Zusammenhang das Engagement der

Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT. Für die Weiterentwicklung der

Partnerschaften seien klare Zielsetzungen und Verantwortlichkeiten in

den Unternehmen und den Schulen sinnvoll. Das freiwillige Engagement

der Unternehmen in den Schulen könne aber eine systematische

Vermittlung von Wirtschaftswissen in den Schulen nicht ersetzen.

Nach den Worten von Wirtschaftsministerin Thoben soll in einem

überschaubaren Zeitraum eine erneute Befragung der Schulen zum

Stand der Unternehmenspartnerschaften durchgeführt werden, um den

Erfolg der Initiative zu überprüfen.

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