Leitfaden - Stiftung Partner für Schule NRW

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Leitfaden - Stiftung Partner für Schule NRW

Modul 3

Kompetenzfeststellungsverfahren –

Kompetenzen individuell fördern

Schulform:

Haupt-, Gesamt- und Realschulen

Zielgruppen: Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8


Leitfaden zu Modul 3

Kompetenzfeststellungsverfahren –

Kompetenzen individuell fördern

1. Überblick

2. Umsetzung

2.1. Inhaltliche Tipps

2.2. Verpflichtende Aspekte

2.3. Finanzen – Auszahlung der Fördergelder und deren Abrechnung

2.4. Datenschutz

3. Weitere Informationen

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1 Überblick

Dieser Leitfaden ist Bestandteil des Innovationsprojektes „Zukunft fördern. Vertiefte

Berufsorientierung gestalten“ der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der

Bundesagentur für Arbeit, des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes

Nordrhein-Westfalen und der Stiftung Partner für Schule NRW. Die Regionaldirektion

NRW engagiert sich somit auch im Jahr 2009 mit umfangreichen Finanzmitteln zur

Förderung der vertieften Berufsorientierung. „Zukunft fördern“ bietet Ihnen mit

verschiedenen Modulen die Möglichkeit, die Berufsorientierung an Ihrer Schule weiter

auszubauen. Im Rahmen des Projekts soll die Berufsorientierung von Schülerinnen und

Schülern vertieft werden. Unser Anliegen ist es aber nicht nur, Ihnen die finanzielle

Möglichkeit zu geben, ein Kompetenzfeststellungsverfahren durchzuführen. Vielmehr geht

es darum, dass Sie die verschiedenen Elemente der Berufsorientierung langfristig und

nachhaltig in das bestehende Programm zur Berufsorientierung Ihrer Schule

implementieren und die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Partnern der regionalen

Wirtschaft, der lokalen Agentur für Arbeit oder Bildungsträgern in die Ausbildung begleiten.

Dieser Leitfaden bietet Ihnen eine Unterstützung bei der Durchführung eines

Kompetenzfeststellungsverfahrens, indem er die wichtigsten grundlegenden Überlegungen

zusammenfasst, die es dabei zu beachten gilt. Er sollte allerdings nicht als „Rezeptbuch“

verstanden werden, das – Schritt für Schritt befolgt – ein erfolgreiches

Kompetenzfeststellungsverfahren garantiert. Wichtig ist, dass Sie bei der praktischen

Umsetzung des Moduls Ihre schulspezifischen Eigenheiten berücksichtigen und den Kurs

Ihrem Berufsorientierungskonzept anpassen.

In Kompetenzfeststellungsverfahren entdecken Schülerinnen und Schüler ihre Stärken,

Interessen und Fähigkeiten und nutzen diese zur ersten beruflichen Orientierung. Die

Kompetenzen, die unter den Begriff der Ausbildungsreife fallen, sollen mithilfe einer

individuellen Beratung ermittelt und weiterentwickelt werden. Durch die

Informationsvermittlung wird eine individuelle Perspektive zur geschlechterunabhängigen

Berufsorientierung erzielt.

Die Ergebnisse des Kompetenzfeststellungsverfahrens sollen im Rahmen der individuellen

Förderung nutzbar gemacht werden, was durch Dokumentation und

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Auswertungsgespräche mit den Schülerinnen und Schülern sowie durch eine

Förderplanung mit den Partnern im Berufsorientierungsprozess sichergestellt werden soll.

Das Kompetenzfeststellungsverfahren bietet die Möglichkeit, Jugendliche frühzeitig für ihre

eigene berufliche Orientierung zu begeistern und diese aktiv zu gestalten.

Das Kompetenzfeststellungsverfahren wendet sich vorrangig an Schülerinnen und Schüler

der Jahrgangsstufe 8, um den Berufsorientierungsprozess frühzeitig anzustoßen. Zudem

ist sicherzustellen, dass der komplette Jahrgang der Schule partizipieren kann. In

begründeten Ausnahmen, die mit der Stiftung Partner für Schule NRW abzusprechen sind,

kann das Modul auch im Jahrgang 9 umgesetzt werden.

Die Umsetzung des Moduls erfolgt verbindlich in den folgenden drei Schritten, um einen

beruflichen Orientierungsprozess in Gang zu setzen:

Phase 1 Berufsorientierungstest und Auswertung

Die Schülerinnen und Schüler durchlaufen im Falle einer entsprechenden eigenen

Einwilligung sowie einer ihrer Erziehungsberechtigten (vgl. 2.4) ein

Kompetenzfeststellungsverfahren bei einem externen Partner, bei dem sowohl

handlungsorientierte, online-basierte als auch herkömmliche schriftliche Tests passgenau

zur Schülerklientel genutzt werden können. Durch das Testverfahren erkennen die

Jugendlichen sowohl ihre Stärken als auch persönliche Entwicklungsfelder in der

Berufsorientierung.

Der externe Partner führt mit den Schülerinnen und Schülern ein Auswertungsgespräch

und stellt in diesem Rahmen die Ergebnisse sowie mögliche Entwicklungsfelder und

Berufsmöglichkeiten dar.

Phase 2 Recherche und Beratung zur Berufsorientierung

Im Falle einer Einwilligung durch Schülerin und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigte

sollen die Lehrkraft sowie eine Fachkraft der Agentur für Arbeit eine individuelle Beratung

anbieten sowie eine Förderplanung erstellen. Das persönliche Kompetenzprofil wird

bezüglich beruflicher Möglichkeiten ausgewertet. Hier werden Kenntnisse über

angestrebte Berufe und ihre Anforderungen sowie Möglichkeiten weiterer

Informationsbeschaffung vermittelt.Ziel des Gesprächs ist es, aufbauend auf dem Ergebnis

des Tests die weitere berufliche Orientierung zu initiieren und zu planen.

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Die Schülerinnen und Schüler recherchieren daraufhin nach geeigneten Ausbildungsberufen,

-inhalten und -betrieben in der Region und sollen, falls nötig, alternative

Berufsbilder erarbeiten. Auch Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf wie Praktika können hier

ausfindig gemacht werden. Darüber hinaus setzen sich die Jugendlichen mit

Bewerbungsstrategien und der Rolle von Auszubildenden auseinander, ggf. auch in

Gesprächen mit Auszubildenden aus entsprechenden Berufssparten. Zur Unterstützung

der Recherchearbeit stehen ebenfalls Beraterinnen und Berater der lokalen Agentur für

Arbeit zur Verfügung.

Phase 3 Präsentation der Ergebnisse

Die Jugendlichen stellen die Ergebnisse ihrer Arbeit (Berufsbilder, Strategien der

Bewerbung, Informationen über den Ausbildungsmarkt etc.) den Erziehungsberechtigten,

der Schülerschaft und Lehrkräften im Rahmen einer Ausstellung oder eines Elternabends

vor. Ebenfalls können weitere Partner wie Unternehmen oder die Agentur für Arbeit

eingeladen werden. Die Präsentation gilt zum einen der Reflexion der Arbeit eines jeden

Einzelnen, zum anderen aber auch der Einbettung der Berufsorientierung in den

Schulalltag. Die Einbindung der Eltern ist für den Berufsorientierungsprozess von enormer

Wichtigkeit, da diese auf entsprechende Entscheidungen Einfluss haben.

2 Umsetzung

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige inhaltliche Tipps geben, die Sie bei der

Umsetzung des Moduls unterstützen sollen (2.1). Bitte beachten Sie, dass es auch einige

verpflichtende Aspekte gibt (2.2), Ebenfalls verbindlich einzuhalten sind der Finanzprozess

(2.3) und die Vorgaben zum Datenschutz (2.4).

2.1 Inhaltliche Tipps

• Für das Kompetenzfeststellungsverfahren bieten sich sowohl online-basierte als

auch handlungsorientierte oder herkömmliche schriftliche Tests an. Die Auswahl

wird vor dem Hintergrund der schulischen Situation und insbesondere der

Schülerklientel getroffen. Das Testverfahren sollte von professionellen externen

Partnern durchgeführt werden.

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• Bei der Auswahl des externen Partners ist es sinnvoll, auch auf mögliche zusätzliche

Angebote zu den Testungen zu achten (Erläuterung der Ergebnisse, weiterführende

Arbeitsmaterialien, Beratungsgespräche etc.)

• Bei der Vergabe an einen externen Partner dürfen Sie auch auf bewährte

Kooperationen zurückgreifen, sofern Sie die gültigen Vergabebestimmungen

beachten (vgl. 2.3 Finanzen)

• Weitere Anregungen zur Durchführung des Kompetenzfeststellungsverfahrens

erhalten Sie auch bei den Praxisbeispielen in unserem Internetportal: www.zukunftfoerdern.nrw.de

2.2 Verpflichtende Aspekte

Die Schule verpflichtet sich zur Datenpflege im internen Bereich unseres Internetportals

www.zukunft-foerdern.nrw,de.

Dazu gehören

• das Ausfüllen des Schulstammdaten- und Modulblattes,

• die Eingabe der Teilnehmerzahlen in kumulierter Form,

• die Dokumentation der Modulumsetzung anhand von kurzen Projektsteckbriefen,

Erfahrungsberichten und Fotos,

• das Ausfüllen des 1-seitigen Auswertungsbogens zu Evaluationszwecken.

Die Schule verpflichtet sich des Weiteren:

• bis zum 31.12.2009 das Kompetenzfeststellungsverfahren durchzuführen,

• die Berufsberatung der Agentur für Arbeit frühzeitig in die Planung und Umsetzung

des Moduls einzubinden,

• die Öffentlichkeitsarbeit und die Durchführung von Presseterminen mit der Agentur

für Arbeit ausreichend früh (ca. vier Wochen vorher) abzustimmen und zu planen,

• bei jeder Pressearbeit die Fördergeber (Regionaldirektion NRW der Bundesagentur

für Arbeit und Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW) und die

Fördersumme des Projekts zu benennen,

• den Gender-Mainstream-Gedanken bei der Umsetzung des Moduls zu

berücksichtigen,

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• ein Teilnahmezertifikat für die Schülerinnen und Schüler zu erstellen (Vorlage im

internen Bereich des Internetportals),

• die in der Verpflichtungserklärung benannten Stunden einzubringen,

• sicherzustellen, dass den am Modul teilnehmenden Schülerinnen und Schülern

keine Kosten entstehen,

• (mindestens) einen Elterninformationsabend durchzuführen,

• die Fördermittel zweckgebunden zu verwenden.

(vgl. Verpflichtungserklärung)

Darüber hinaus sind die Vorgaben des Datenschutzes zwingend umzusetzen (vgl. 2.4)

2.3 Finanzen - Auszahlung der Fördergelder und deren Abrechnung

Die Schule hat gemäß der Verpflichtungserklärung die Verwendung der Zuwendung

(Fördergelder) für das bewilligte Modul zu steuern und nachzuweisen. Dies bestätigt die

Schulleitung, ggf. gemeinsam mit dem Förderverein, mittels rechtsverbindlicher

Unterschrift auf der Verpflichtungserklärung. Die Fördergelder für das Modul werden in

einer Rate (modulspezifisch) gezahlt. Die Auszahlung der Rate erfolgt auf der Basis eines

„Mittelabrufs“, den die Schule ausfüllt und der Stiftung Partner für Schule NRW zusendet.

Zum Abschluss der Maßnahme ist ein „Verwendungsnachweis“ vorzulegen.

Sie müssen folgende Verfahrensschritte beachten:

1. Bei Eingang einer vollständig ausgefüllten und von der Schulleitung

unterschriebenen Verpflichtungserklärung wird die Schule Projektschule im

Programm „Zukunft fördern“. Die Verpflichtungserklärungen müssen im Original auf

dem Postweg spätestens bis zum 30.01.2009 bei der Stiftung Partner für Schule

NRW eingegangen sein. (Es werden ausschließlich Originale, keine Faxe

angenommen!)

2. Die Schule erhält die Fördergelder in einer Rate. Die Auszahlung der Fördergelder

erfolgt nach Vorlage des Vordrucks „Mittelabruf“ (Dokument 01 zum Download im

internen Bereich des Internetportals www.zukunft-fördern.nrw.de). Darin sind die

voraussichtlichen Gesamtkosten des Moduls detailliert und nachvollziehbar auf

einzelne Positionen bezogen anzugeben. Diesen vollständig ausgefüllten und von der

Schulleitung unterschriebenen „Mittelabruf“ sendet die Schule dann per Post an die

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Stiftung Partner für Schule NRW. Es sind keine Rechnungen bei der Stiftung

Partner für Schule NRW einzureichen!

3. Zum 30.06.2009 erfolgt ein Haushaltsabgleich zwischen der Schule und der

Stiftung Partner für Schule NRW. Die Schulen berichten mittels eines

standardisierten Vordrucks (Download im internen Bereich unseres Internetportals)

über den Sachstand (inhaltliche und finanzielle Umsetzung) der Maßnahme.

4. Nach Abschluss der Maßnahme, spätestens zum 31.12.2009, muss die Schule

den „Verwendungsnachweis“ (Dokument 02 zum Download im internen Bereich des

genannten Internetportals) vorlegen, in dem abschließend die Gesamtausgaben der

Maßnahme, die Finanzierung und alle Rechnungen samt Zahlungsdatum aufgelistet

werden. Es sind keine Rechnungen bei der Stiftung Partner für Schule NRW

einzureichen!

Wichtig:

a) Alle Dokumente, Rechnungen und Belege im Zusammenhang mit der Modulförderung

sind gesammelt in einem Ordner 5 Jahre an der Schule aufzubewahren

und im Falle einer Prüfung durch einen Rechnungsprüfer des Bundes vorzulegen.

b) Bei externer Vergabe ist das Verfahren in den Unterlagen der Schule zu

dokumentieren. Die Beauftragung externer Partner zur Durchführung der

Module oder einzelner Inhalte sowie die Beschaffung von Sachmitteln müssen nach

den Bestimmungen der BHO i. V. m. der VOL/A stattfinden.

Das heißt, dass für Anschaffungen und Aufträge von 500 bis 1.000 € (ohne MwSt.)

formlos bei drei Unternehmen Preise angefragt oder Angebote ermittelt werden

müssen.

Bei Anschaffungen und Aufträgen von 1.000 bis 7.500 € (ohne MwSt.) müssen von

Seiten der Schule mindestens drei schriftliche Angebote eingeholt werden. Die

Entscheidung, welches Angebot den Zuschlag erhält, trifft allein die Schule. Es ist

das wirtschaftlichste Angebot zu ermitteln. Dabei bedeutet Wirtschaftlichkeit nicht

zwingend günstigstes Angebot. Das wirtschaftlichste Angebot ist dasjenige, bei dem

Preis und Leistung im günstigsten Verhältnis stehen. Bei der Wertung sind auch

auftragsbezogene Umstände (gestalterische, qualitative, technische Gesichtspunkte;

Folgekosten) zu berücksichtigen.

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Soweit beauftragte Träger/Partner die Möglichkeit zum Vorsteuerabzug nach § 15

Umsatzsteuergesetz haben, dürfen nur die Entgelte (Preise ohne Umsatzsteuer)

bezahlt werden.

c) Die Stiftung Partner für Schule NRW ist berechtigt und verpflichtet, bei

Nichterfüllung der beschriebenen Aufgaben, bei fehlender Dokumentation

(statistische Erfassung und Erfolgsbeobachtung) und nicht zweckentsprechender

Verwendung der Fördergelder die Zuwendung vollständig oder davon bereits

gezahlte Raten zurückzufordern.

Die Fördergelder müssen bis spätestens 15.12.2009 bei der Stiftung Partner für

Schule NRW abgerufen sein. Wenn im Zuge des Hauhaltsabgleichs (30.06.2009)

festgestellt wird, dass Fördergelder nicht bis zum 15.12.2009 verwendet bzw.

abgerufen werden können, fordert die Stiftung die Gelder zurück, um sie an andere

Schulen weiterzugeben.

2.4 Datenschutz

Vor dem Hintergrund datenschutzrechtlicher Bestimmungen sind folgende Aspekte beim

Kompetenzfeststellungsverfahren zwingend umzusetzen:

Die Jugendlichen und deren Erziehungsberechtigte sind schon vor Teilnahme am

Kompetenzfeststellungsverfahren über den gesamten Prozess und die Nutzung der

personenbezogenen Daten der Schülerinnen und Schüler zu informieren (1.

Informationsblatt/Einverständniserklärung I, siehe Dokumente im internen Bereich

unseres Internetportals, jeweils versehen mit dem Briefkopf der Schule). Hierin wird

dargestellt, dass die Teilnahme auf freiwilliger Basis erfolgt, jederzeit widerrufen werden

kann und eine Verweigerung der Einwilligung keine Nachteile für die Schülerin oder den

Schüler nach sich ziehen wird. Dem 1. Informationsblatt angehangen ist außerdem eine

Information des externen Partners, in der das konkrete Testverfahren näher beschrieben

und insbesondere auch dargestellt wird, welche Themenkomplexe behandelt werden und

welche Daten erhoben werden. Außerdem ist ein Ansprechpartner mit Kontaktdaten für

Rückfragen zu nennen.

Darüber hinaus ist ein von schulischer Seite Verantwortlicher für die Durchführung des

Kompetenzfeststellungsverfahrens zu benennen. Dieser hat u. a. die Aufgabe, die

Informationsblätter an die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Erziehungsberechtigten zu

verteilen, die Einverständniserklärungen einzuholen und diese in der Schule für Dritte

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unzugänglich aufzubewahren, Teilnahmelisten an den externen Träger weiterzugeben und

Unterlagen zu gegebenem Zeitpunkt (siehe unten) zu löschen. Außerdem ist er dafür

verantwortlich, im Falle eines Widerrufs einer Einverständniserklärung umgehend den

externen Partner zu informieren, so dass dieser bereits erhobene Daten unverzüglich

vernichtet. Zudem müssen im Falle eines Widerrufs die in der Schule gespeicherten Daten

auf der Teilnehmerliste sowie die Einwilligungserklärung gelöscht werden.

Die Schule übermittelt dem externen Träger, welcher die Tests durchführt, ausschließlich

die Namen der Schülerinnen und Schüler, die einer Teilnahme zugestimmt haben. Die

verantwortliche Lehrkraft sorgt dafür, dass die Jugendlichen, die oder deren

Erziehungsberechtigte keine Einwilligung erteilt haben, nicht an den Tests teilnehmen. Sie

können stattdessen am Unterricht einer anderen Jahrgangsstufe partizipieren oder zu

ausbildungsrelevanten Themen recherchieren.

Nach Durchführung der Tests bei den übrigen Schülerinnen und Schülern übergibt der

externe Partner den Jugendlichen oder ihren Erziehungsberechtigten die persönlichen

Ergebnisdaten und führt mit ihnen ein Auswertungsgespräch. Die Ergebnisdaten können

auch in einzelnen, mit den Namen der Schülerinnen und Schüler versehenen Kuverts

gesammelt an die Schule versandt werden. Nach einem zwischen der Schule und dem

externen Partner festzulegenden Zeitraum werden alle personenbezogenen Daten beim

externen Partner gelöscht. Dies muss explizit in der Vereinbarung zwischen Schule und

externem Partner geregelt sein („Selbstverpflichtung externer Partner“, siehe Dokumente

im internen Bereich unseres Internetportals).

Die Erziehungsberechtigten und Jugendlichen selbst haben nun nach Erhalt des 2.

Informationsblattes und der Einverständniserklärung II (jeweils versehen mit dem Briefkopf

der Schule) sowie nach Studium der Ergebnisdaten die Möglichkeit, diese komplett oder in

Auszügen (Passagen können auch geschwärzt werden) zur Grundlage einer Beratung und

zur Erstellung eines Förderplans mit dem Lehrer oder der Lehrerin und/oder einem

Berater der regionalen Agentur für Arbeit zu nutzen. Die Ergebnisdaten werden jedoch

keinesfalls in der Schule gespeichert oder in Kopien an Lehrkräfte oder Fachkräfte der

Agentur für Arbeit weitergegeben.

Im Falle des nicht gegebenen Einverständnisses zur Nutzung der Ergebnisdaten in einem

Auswertungsgespräch kann dieses Gespräch ohne diese Daten stattfinden. Es ist dann

eine allgemeine Beratung zu Ausbildungsmöglichkeiten und Interessen der Schülerinnen

und Schüler durchzuführen.

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Die Schule ist verpflichtet, die Namen der Teilnehmenden am Kompetenzfeststellungsverfahren

6 Monate nach Beendigung zu löschen, ebenso die Einwilligungserklärungen, die

zuvor gesammelt und für Dritte unzugänglich in der Schule aufbewahrt wurden.

Der Prozess der Verarbeitung von Daten im Überblick:

Im Falle einer ersten Einwilligung (Einverständniserklärung I) übermittelt die Schule dem

externen Partner den Namen des Teilnehmers. Der externe Partner teilt der Schule nach

dem Test mit, ob diese Person tatsächlich teilgenommen hat. Der externe Partner übergibt

Schüler und/oder Erziehungsberechtigten die Ergebnisdaten und löscht diese in seinem

Institut nach einem von Schule und externem Partner definierten Zeitraum bzw.

anonymisiert diese so, dass kein Rückschluss auf die Person mehr möglich ist. Die

personenbezogenen Daten werden ebenfalls gelöscht. Im Falle einer zweiten Einwilligung

(Einverständniserklärung II) kann ein Beratungsgespräch zustande kommen, in dem der

Schüler oder die Schülerin die Ergebnisdaten teilweise oder komplett als

Gesprächsgrundlage vorlegt. Nach Beendigung des Kompetenzfeststellungsverfahrens

löscht auch die Schule die personenbezogenen Daten der Teilnehmenden.

Weiterhin ist im Rahmen der Pressearbeit, z.B. bei Fotos oder Interviews von oder mit

Schülerinnen und Schülern, darauf zu achten, dass auch in diesem Falle im Vorhinein ein

entsprechendes Einverständnis von Schülerinnen und Schülern sowie Erziehungsberechtigten

eingeholt wurde. Dies ist ebenfalls schriftlich über eine Einverständniserklärung

umzusetzen.

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3 Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Modul 3, Kompetenzfeststellungsverfahren, und zur Vertiefung

der schulischen Berufsorientierung finden Sie im internen Bereich des Internetportals des

Projekts. Dort sind folgende Materialien hinterlegt, die Sie bei der Durchführung des

Kompetenzfeststellungsverfahrens unterstützen:

Informationsblätter

• Finanzen – Auszahlung der Fördergelder und deren Abrechnung

• Informationen zur Pressearbeit

• Prozessablauf der Verwaltung und Abrechnung

• Hinweise zu Testverfahren

• Literaturtipps und Links

Vorlagen

• Checkliste der einzelnen Arbeitsschritte

• Finanzdokumente 01 und 02

• Einverständniserklärung der Eltern für die Agentur für Arbeit

• Informationsblätter I & II für Schülerinnen und Schüler sowie Erziehungsberechtigte

• Einverständniserklärung I & II für Schülerinnen und Schüler sowie

Erziehungsberechtigte

• Muster Anfrage externer Partner

• Muster Auftragsvergabe externer Partner

• Muster Selbstverpflichtung externer Partner

• Muster Berufsprofil

www.zukunft-foerdern.nrw.de

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Ansprechpartner Modul 3

• Michael Weymanns

weymanns@partner-fuer-schule.nrw.de

Tel.: 0211 – 91312- 593

Impressum

Stiftung Partner für Schule NRW

Roland Berger

Vorstand

Oststraße 86

40210 Düsseldorf

Redaktion

Dirk Förster, Murat Koc, Dörthe Koch, Jennifer Löbach, Michael Weymanns

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