Schülerbetriebspraktika im Ausland - Stiftung Partner für Schule NRW

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Schülerbetriebspraktika im Ausland - Stiftung Partner für Schule NRW

Modul 7

Schülerbetriebspraktika im Ausland

Horizonte erweitern

Schulform:

Allgemein bildende, weiterführende Schulen

Zielgruppen: Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 – 11


Leitfaden zu Modul 7

Schülerbetriebspraktika im Ausland

Horizonte erweitern

1. Überblick

2. Umsetzung

2.1. Inhaltliche Tipps

2.2. Versicherungsschutz im Ausland

2.3. Verpflichtende Aspekte

2.4. Finanzen – Auszahlung der Fördergelder und deren Abrechnung

3. Weitere Informationen

2


1 Überblick

Dieser Leitfaden soll Sie dabei unterstützen, die verschiedenen Elemente des

Auslandspraktikums langfristig und nachhaltig in das bestehende schulische Konzept zur

Studien- und Berufsorientierung zu implementieren und die Schülerinnen und Schüler

gemeinsam mit Partnern der regionalen Wirtschaft, der lokalen Agentur für Arbeit oder

Bildungsträgern in die Ausbildung oder ins Studium zu begleiten.

Er ist Bestandteil des Innovationsprojekts „Zukunft fördern. Vertiefte Berufsorientierung

gestalten“ der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit, des

Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und der

Stiftung Partner für Schule NRW. Die Regionaldirektion NRW engagiert sich auch im Jahr

2010 mit umfangreichen Finanzmitteln zur Förderung der vertieften Berufsorientierung.

„Zukunft fördern“ bietet Ihnen mit insgesamt zehn Modulen die Möglichkeit, die

Berufsorientierung an Ihrer Schule weiter auszubauen und zu vertiefen.

Dieser Leitfaden fasst die wichtigsten grundlegenden Überlegungen zur Durchführung von

Modul 7 zusammen. Er sollte allerdings nicht als ein „Rezeptbuch“ verstanden werden, das

– Schritt für Schritt befolgt – ein erfolgreiches Auslandspraktikum garantiert. Der Erfolg

wird sich nur dann einstellen, wenn Sie Ihre schulspezifischen Ausgangslagen

berücksichtigen und das Modul Ihrem Studien- und Berufsorientierungskonzept anpassen.

Die Kombination von Betriebspraktikum und Auslandserfahrung in der schulischen Bildung

kann heutzutage die Chancen der Schulabgängerinnen und Schulabgänger auf einen

erfolgreichen Einstieg in das spätere Berufsleben erheblich verbessern.

Auslandsbetriebspraktika dienen somit als Teil der schulischen Ausbildung folgenden

Zielen:

• Kennenlernen der ökonomischen, technologischen, sozialen und kulturellen

Lebensbedingungen des jeweiligen Landes

• Erweiterung der berufsbezogenen fremdsprachlichen Kompetenzen

• Überprüfung von Berufsentscheidungen unter Einbeziehung realer Chancen, die

die europäische und weltweite Marktwirtschaft jungen Menschen bietet

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Zusammengefasst werden mit dem Auslandsbetriebspraktikum im Rahmen der

beruflichen und persönlichen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler nachfolgende Ziele

angestrebt:

• Das Schülerbetriebspraktikum im Ausland sollten die Schülerinnen und Schüler

als wichtige schulische und persönliche Erfahrung erleben.

• Im Rahmen eines Schülerbetriebspraktikums im Ausland soll das berufliche

Spektrum erweitert werden und es soll eine berufliche Orientierung stattfinden.

• Vorhandene Kompetenzen sollen gefestigt, neue entdeckt und Entwicklungspotenziale

hinsichtlich berufsbezogener Kenntnisse gefördert werden.

• Im Hinblick auf die Erweiterung des Verständnisses für das Gastland sollten

Vorurteile abgebaut und berufsbezogene Fremdsprachenkenntnisse verbessert

werden.

• Die grundsätzliche Mobilitätsbereitschaft soll gesteigert werden.

• Eine konstante Reflexion und Dokumentation der Erlebnisse aus dem Auslandspraktikum

ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine breite Nutzung der

gewonnenen Erkenntnisse für den weiteren individuellen, beruflichen Werdegang.

• Der Nachweis eines Schülerbetriebspraktikums im Ausland ist ein Qualifikationsmerkmal,

das die Einstellungschancen der Schulabgängerinnen und Schulabgänger

erheblich verbessern kann. Insbesondere gilt dies für mittlerweile

immer häufiger angebotene Ausbildungen, die anteilig im europäischen Ausland

stattfinden.

• Die Organisation eines Abschlussevents soll den beteiligten Schülerinnen und

Schülern Gelegenheit zur Präsentation geben und der Schulgemeinde die

Möglichkeit zum Austausch der gemachten Erfahrungen eröffnen. Die

Veranstaltung könnte z. B. ähnlich einer Ausstellung mit Festcharakter unter dem

Motto „Jugend informiert“ unter Einbindung der Eltern und der zuständigen

Berufsberatung der Agentur für Arbeit organisiert werden.

TIPP: Zur persönlichen Dokumentation der Erfahrungen und einer weiteren

Verwendung der beruflichen Erfahrungen im Ausland wird der „europass als

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Mobilitätsnachweis (europass Mobilität)“ empfohlen 1 . Dieser enthält Inhalte, Ziel und

Dauer des konkreten Auslandsaufenthaltes und dokumentiert im Ausland gemachte

Lernerfahrungen jeder Art, jeden Niveaus, jeder Zielsetzung und jeder Person. Vgl.

hierzu www.europass-info.de/de/europass-mobilitaet.asp

2 Umsetzung

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige inhaltliche Tipps geben, die Sie bei der

Umsetzung des Moduls unterstützen sollen (2.1). Eine kurze Zusammenstellung der

Informationen zum Versicherungsschutz finden Sie unter 2.2. Bitte beachten Sie, dass es

auch einige verpflichtende Aspekte gibt (2.3). Ebenfalls verbindlich einzuhalten ist der

Finanzprozess (2.4).

2.1 Inhaltliche Tipps

Schülerbetriebspraktika im Ausland im Sinne des Moduls 7 im Projekt „Zukunft fördern.

Vertiefte Berufsorientierung gestalten“ gelten generell als Schulveranstaltungen. Im

Rahmen der rechtlichen Vorgaben entscheiden die Schulen eigenverantwortlich über die

Durchführung eines Schülerbetriebspraktikums im Ausland.

Zumeist erwachsen Praktika dieser Art aus einer Schulpartnerschaft und werden mit

Unterstützung der Partnerschule im Ausland organisiert, so dass die Praktikantinnen und

Praktikanten als Gruppe reisen und von Lehrerinnen oder Lehrern der Schule im Ausland

vor Ort betreut und in Gastfamilien aufgenommen werden können. Auch in Kooperation mit

ausländischen IHKs oder sonstigen Partnerbetrieben im Ausland können

Auslandsbetriebspraktika geplant und durchgeführt werden. Dies stellt besondere

Anforderungen an die Koordination und kann einen höheren Organisationsaufwand

bedeuten. Um Kontakte im Ausland knüpfen zu können, helfen Ihnen möglicherweise

folgende Plattformen: http://www.etwinning.de/ und http://www.kmk-pad.org/

Individualpraktika können unter Berücksichtigung besonderer Aspekte bezüglich des

Versicherungsschutzes sowie schriftlich festgehaltener Vereinbarungen mit der

Partnerorganisation im Ausland durchgeführt werden.

1

Der Europass wurde als koordinierendes Portfolio von Dokumenten eingeführt, mit dessen Hilfe

erworbene Kompetenzen und Qualifikationen in ganz Europa verständlicher präsentiert werden können.

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Fachliche Hinweise zu Schülerbetriebspraktika im Ausland werden außerdem vom

Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen auf der

Internetseite

www.schulministerium .nrw.de/BP/Internationales/Schulen/Praktikum

zur Verfügung gestellt.

Diese enthält neben konkreten Beispielen aus unterschiedlichen Ländern unter anderem

folgende Informationen:

o

o

o

o

Berufswahlorientierung in der Sekundarstufe I, in der gymnasialen Oberstufe,

im Berufskolleg und im Weiterbildungskolleg [pdf-Datei]

(Runderlass vom 06.11.2007)

Richtlinie 94/33/EG des Rates vom 22. Juni 1994 über den

Jugendarbeitsschutz

Informationen zum europass Mobilität

Unfallversicherung bei Auslandsfahrten

(Broschüre der Unfallkasse NRW)

Wir empfehlen Ihnen außerdem, nach Beendigung des Moduls eine Erfolgskontrolle

durchzuführen. So können Sie überprüfen, ob die gesetzten Ziele Ihrer Maßnahme erreicht

wurden. Außerdem können Sie Verbesserungsvorschläge ableiten und so die

Modulumsetzung im nächsten Jahr schon frühzeitig vorbereiten.

Dazu können Sie verschiedene Methoden wählen: als sehr praktisch erwiesen hat sich ein

sogenanntes „Blitzlicht“, in dem jeder Projektbeteiligte seine Eindrücke schildert. Darüber

hinaus können schriftliche Fragebögen und Projektberichte erstellt werden, um einzelne

Arbeitsschritte und Resultate zu dokumentieren. Hinweise zum Thema beinhaltet

beispielsweise folgende Quelle: (Bertelsmann Stiftung, Bundesarbeitsgemeinschaft

Schule/Wirtschaft, MTOPsychologische Forschung und Beratung GmbH, „Leitfaden

Berufsorientierung – Praxishandbuch zur qualitätszentrierten Berufs- und

Studienorientierung an Schulen“, Gütersloh, 2009)

Wir empfehlen Ihnen, ein Kurzkonzept zu entwickeln, wie das Auslandspraktikum langfristig

in die Berufsorientierungsmaßnahmen der Schule mit eingebunden werden kann.

Als direkter schulfachlicher Ansprechpartner steht Schulen und Eltern die Bezirksregierung

Düsseldorf, Teildezernat „Internationaler Austausch“ zur Verfügung

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2.2 Versicherungsschutz im Ausland

Schülerinnen und Schüler sind bei allen Veranstaltungen gesetzlich unfallversichert, die im

organisatorischen und rechtlichen Verantwortungsbereich der Schule liegen.

Bei Betriebspraktika im Ausland ist das der Fall, wenn diese im Rahmen einer

Auslandsfahrt der Schule durchgeführt werden. Das Auslandspraktikum muss als

Schulveranstaltung organisiert und durchgeführt werden, d.h. Schülerinnen und Schüler

müssen vor Ort von den deutschen und/oder ausländischen Lehrkräften einer

Partnerschule regelmäßig im Betrieb besucht werden und die Schule sollte gewisse

Einflussmöglichkeiten hinsichtlich der Art, Dauer und Inhalte der Tätigkeiten im Betrieb

haben. Außerdem muss sichergestellt werden, dass der ausländische Betrieb die gängigen

nationalen Standards der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes einhält und eine

Betreuungsperson für die Praktikantin/ den Praktikanten zur Verfügung stellt.

Bei Individualpraktika sollte mit der Unfallkasse NRW geklärt werden, inwieweit die

gesetzliche Unfallversicherung im Fall der Fälle in Kraft tritt.

Sollten Praktika in außereuropäischen Ländern stattfinden, so ist die Unfallkasse NRW

mindestens 6 Wochen vor Praktikumsbeginn zu informieren.

Es ist ratsam, den Versicherungsschutz im Einzelnen vor Antritt abzuklären und unter

Umständen mit einer privaten Zusatzversicherung auszuweiten. Insbesondere bieten sich

Auslandsreisekrankenversicherungen an, weil die Schülerinnen und Schüler nicht rund um

die Uhr im Ausland gesetzlich unfallversichert sind. Der Versicherungsschutz der

Unfallkasse NRW bezieht sich ausschließlich auf die Arbeit im Betrieb, nicht jedoch auf den

Freizeitbereich des Auslandsaufenthalts.

Findet die Betreuung vor Ort während eines Auslandsbetriebspraktikum von einer anderen

Person, als der deutschen oder der beauftragten Lehrkraft der Partnerschule statt, sollten

Zusatz- und Sondervereinbarungen in schriftlicher Form festgehalten werden (siehe

„Einverständniserklärung Individualpraktikum“ im internen Bereich des Internetportals).

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2.3 Verpflichtende Aspekte

Die Schule ermöglicht mindestens 8 Schülerinnen und Schülern ein Betriebspraktikum im

Ausland (als Gruppe oder individuell organisiert). Ferner verpflichtet sich die Schule mit der

Teilnahme am Projekt „Zukunft fördern“ zur Datenpflege im internen Bereich des

Internetportals www.zukunft-foerdern.nrw.de.

Dazu gehören:

• das Ausfüllen des Schulstammdaten- und Modulblattes,

• die Eingabe der Teilnehmerzahlen in kumulierter Form,

• die Dokumentation der Umsetzung des Moduls anhand von kurzen

Projektsteckbriefen, Schülerberichten und Fotos im Internetportal

• das Ausfüllen eines 1-seitigen Auswertungsbogens zu Evaluationszwecken.

Die Schule verpflichtet sich des Weiteren:

• bis zum 31.12.2009 2 das Auslandsbetriebspraktikum durchzuführen,

• die Berufsberatung der Arbeitsagentur frühzeitig in die Planung und Umsetzung des

Moduls einzubinden,

• die Öffentlichkeitsarbeit und die Durchführung von Presseterminen mit der Agentur

für Arbeit ausreichend früh (ca. vier Wochen vorher) abzustimmen und zu planen,

• bei jeder Pressearbeit die Fördergeber (Regionaldirektion NRW der Bundesagentur

für Arbeit und Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW) und die

Fördersumme des Projekts zu benennen,

• den Gender-Mainstream-Gedanken bei der Umsetzung des Moduls zu

berücksichtigen,

• ein Teilnahmezertifikat für die Schülerinnen und Schüler zu erstellen (Vorlage im

internen Bereich des Internetportals www.zukunft-foerdern.de),

• die in der Verpflichtungserklärung benannten Stunden einzubringen,

• die Fördermittel zweckgebunden zu verwenden.

• (mindestens) einen Elterninformationsabend durchzuführen und

Einverständniserklärungen einzuholen (vgl. Vorlagen im internen Bereich des

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Die operative Umsetzung des Moduls kann sich in Ausnahmefällen am Schuljahreskalender orientieren. In

diesem Falle muss jedoch beachtet werden, dass die Schule die Fördergelder innerhalb des Kalenderjahres –

spätestens bis zum 15.12.2010 – bei der Stiftung Partner für Schule NRW abrufen muss.

Die praktische Umsetzung des Moduls und Ausgabe der Fördergelder muss dann bis zum Ende des 1.

Schulhalbjahres 2010/2011 abgeschlossen sein und der Verwendungsnachweis vorgelegt werden.

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genannten Internetportals),

• sicherzustellen, dass die Fördersumme von 2000,- ausschließlich den Schülerinnen

und Schülern im Projekt zugute kommt,

• das Angebot „Schülerbetriebspraktika im Ausland“ in ihr Schulprogramm

aufzunehmen,

(vgl. Verpflichtungserklärung)

2.4 Finanzen - Auszahlung der Fördergelder und deren Abrechnung

Im Rahmen der Modulförderung erhält die Schule Fördergelder, deren Verwendung sie

selbst steuern und nachweisen muss. Dies ist in der Verpflichtungserklärung festgelegt.

Bitte beachten Sie folgende Verfahrensschritte:

1. Bei Eingang einer vollständig ausgefüllten und von der Schulleitung

unterschriebenen und mit Schulstempel versehenen Verpflichtungserklärung wird

die Schule Projektschule im Programm „Zukunft fördern“. Das Dokument muss im

Original auf dem Postweg spätestens bis zum 15. Februar 2010 bei der Stiftung

Partner für Schule NRW eingegangen sein.

2. Um die Fördergelder bei der Stiftung Partner für Schule NRW abzurufen, füllen Sie

im internen Bereich der Internetseite (www.zukunft-foerdern.de) den Mittelabruf

aus. Listen Sie darin die voraussichtlichen Kosten des Moduls detailliert auf. Je nach

Terminierung der Moduldurchführung kann der Zeitpunkt des Mittelabrufs von der

Schule variiert werden. Die Mittel müssen jedoch bis spätestens 15. Oktober 2010

abgerufen worden sein. Den vollständig ausgefüllten, von der Schulleitung

unterschriebenen und gestempelten Mittelabruf senden Sie per Post an die Stiftung

Partner für Schule NRW. Bitte keine Rechnungen einreichen! Die Schule erhält die

Fördergelder in einer Rate. Nach Überweisung der Gelder erhält sie eine

Bestätigung, die an die offizielle Schulemailadresse geschickt wird. Bitte beachten

Sie, dass erst mit der Überweisung der Gelder die geplanten Kosten von der

Stiftung Partner für Schule NRW akzeptiert sind. Bis dahin sollten Sie keine Gelder

ausgeben.

3. Bis spätestens 15.06.2010 teilt die Schule im Rahmen eines Haushaltsabgleichs

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den Stand der Finanzplanung mit. Dazu findet sich ebenfalls im internen Bereich des

Internetportals eine Maske, in der Sie vier kurze Angaben machen müssen. Diese

Angaben helfen, ggf. nicht benötigte Fördergelder anderen interessierten Schulen

zur Verfügung zu stellen.

4. Nach Abschluss der Maßnahme, spätestens jedoch zum 15. Dezember 2010,

muss die Schule den „Verwendungsnachweis“ vorlegen, in dem abschließend die

Gesamtausgaben der Maßnahme, die Finanzierung und alle Rechnungen samt

Zahlungsdatum aufgelistet werden. Auch dieses Dokument ist im Original per Post

an die Stiftung Partner für Schule NRW zu senden. Bitte keine Rechnungen

einreichen!

Zusammenfassung der einzuhaltenden Schritte:

Verpflichtungserklärung - 15. Februar 2010

Haushaltsabgleich - 15. Juni 2010

Mittelabruf - 15. Oktober 2010

Verwendungsnachweis - 15. Dezember 2010

Wichtig:

a) Alle Dokumente, Rechnungen und Belege im Zusammenhang mit der Modulförderung

sind gesammelt in einem Ordner 5 Jahre an der Schule aufzubewahren.

Im Falle einer Prüfung durch einen Rechnungsprüfer des Bundes sind sie

vorzulegen.

b) Bei externer Vergabe ist das Verfahren in den Unterlagen der Schule zu

dokumentieren. Die Beauftragung externer Partner zur Durchführung der

Module oder einzelner Inhalte sowie die Beschaffung von Sachmitteln müssen nach

den Bestimmungen der BHO i. V. m. der VOL/A stattfinden.

Das heißt, dass für Anschaffungen und Aufträge von 500 bis 1.000 € (ohne MwSt.)

formlos bei drei Unternehmen Preise angefragt oder Angebote ermittelt werden

müssen.

Bei Anschaffungen und Aufträgen von 1.000 bis 7.500 € (ohne MwSt.) müssen von

Seiten der Schule mindestens drei schriftliche Angebote eingeholt werden. Die

Entscheidung, welches Angebot den Zuschlag erhält, trifft allein die Schule. Es ist

das wirtschaftlichste Angebot zu ermitteln. Dabei bedeutet Wirtschaftlichkeit nicht

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zwingend, sich für das günstigste Angebot zu entscheiden.. Das wirtschaftlichste

Angebot ist dasjenige, bei dem Preis und Leistung im günstigsten Verhältnis stehen.

Bei der Wertung sind auch auftragsbezogene Umstände (gestalterische, qualitative,

technische Gesichtspunkte; Folgekosten) zu berücksichtigen.

Soweit beauftragte Träger/Partner die Möglichkeit zum Vorsteuerabzug nach § 15

Umsatzsteuergesetz haben, dürfen nur die Entgelte (Preise ohne Umsatzsteuer)

bezahlt werden.

c) Die Stiftung Partner für Schule NRW ist berechtigt und verpflichtet, bei

Nichterfüllung der beschriebenen Aufgaben, bei fehlender Dokumentation

(statistische Erfassung und Erfolgsbeobachtung) und nicht zweckentsprechender

Verwendung der Fördergelder die Zuwendung vollständig oder davon bereits

gezahlte Raten zurückzufordern.

Wenn im Rahmen des Hauhaltsabgleichs festgestellt wird, dass Fördergelder nicht

komplett verwendet werden können, fordert die Stiftung die Gelder zurück, falls

bereits überweisen, um sie an andere Schulen weiterzugeben.

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3 Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Modul 7, Schülerbetriebspraktikum im Ausland, und zur

Vertiefung der schulischen Berufsorientierung finden Sie im internen Bereich des

Internetportals des Projekts:

Informationsblätter

• Informationen zur Pressearbeit

• Versicherungsschutz

• Umsetzungsbeispiel zum Auslandspraktikum

• Hilfe zur Betriebssuche im Ausland

• Surfcard mit Links zur Studien- und Berufsorientierung

• Leitfaden zur Einbindung externer Partner

• Leitfaden zur Elternarbeit

Vorlagen

• Checkliste zur schrittweisen Umsetzung

• Masken zur Generierung der Dokumente zum Finanzprozess

• Einverständniserklärung der Eltern zur Teilnahme am Auslandspraktikum

• Mitteilung für die Unfallkasse NRW bei außereuropäischen Praktika

• Verlinkung Internetseite MSW/Internationales

• Muster Pressemitteilung

• Muster Presseeinladung

www.zukunft-foerdern.de

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Ansprechpartner Modul 7

• Michael Weymanns

weymanns@partner-fuer-schule.nrw.de

Tel: 0211 91312 593

Impressum

Stiftung Partner für Schule NRW

Roland Berger

Vorstand

Oststraße 86

40210 Düsseldorf

Redaktion

Dörthe Koch, Murat Koc, Jennifer Löbach, Dirk Förster, Sandra Mörs, Michael Weymanns

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