Vertiefte Berufsorientierung an Förderschulen - Stiftung Partner für ...

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Vertiefte Berufsorientierung an Förderschulen - Stiftung Partner für ...

Modul 4

Vertiefte Berufsorientierung an Förderschulen –

Mit Handicaps einen Weg in den Beruf finden

Schulform:

Zielgruppen:

Förderschulen; Alle Schulformen mit Gemeinsamen Unterricht

Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 8 mit

sonderpädagogischem Förderbedarf


Leitfaden zu Modul 4

Vertiefte Berufsorientierung an Förderschulen –

Mit Handicaps einen Weg in den Beruf finden

1 Überblick

2 Umsetzung

2.1 Inhaltliche Tipps

2.2 Verpflichtende Aspekte

2.3 Finanzen – Auszahlung der Fördergelder und deren Abrechnung

2.4 Besonderheiten in der Modulumsetzung - Konzeptentwicklung

3 Weitere Informationen

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1 Überblick

Dieser Leitfaden soll Sie dabei unterstützen, die verschiedenen Elemente des Moduls

langfristig und nachhaltig in das bestehende Programm zur Berufswahlorientierung Ihrer

Schule implementieren und die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Partnern der

regionalen Wirtschaft, der lokalen Agentur für Arbeit oder Bildungsträgern in die

Ausbildung begleiten.

Er ist Bestandteil des Innovationsprojekts „Zukunft fördern. Vertiefte Berufsorientierung

gestalten“ der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit, des

Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und der

Stiftung Partner für Schule NRW. Die Regionaldirektion NRW engagiert sich somit auch im

Jahr 2010 mit umfangreichen Finanzmitteln zur Förderung der vertieften

Berufsorientierung. „Zukunft fördern“ bietet Ihnen mit verschiedenen Modulen die

Möglichkeit, die Berufsorientierung an Ihrer Schule weiter auszubauen. Im Rahmen des

Projekts soll die Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern mit

sonderpädagogischen Förderbedarf vertieft werden. Unser Anliegen ist es aber nicht nur,

Ihnen die finanzielle Möglichkeit zu geben, das Modul 4 „Vertiefte Berufsorientierung an

Förderschulen“ durchzuführen.

Dieser Leitfaden bietet Ihnen eine Unterstützung bei der Durchführung Moduls 4 „Vertiefte

Berufsorientierung an Förderschulen“, indem er die wichtigsten grundlegenden Aspekte

zusammenfasst, die es bei der Umsetzung zu beachten gilt. Der Leitfaden sollte nicht als

ein „Rezeptbuch“ verstanden werden, das – Schritt für Schritt befolgt – eine erfolgreiche

Umsetzung des Moduls an Ihrer Schule garantiert. Der Erfolg wird sich einstellen, wenn Sie

ihre schulspezifischen Eigenheiten und Besonderheiten berücksichtigen und das Modul der

jeweiligen Lerngruppe in dem Berufsorientierungskonzept anpassen.

Zielgruppe:

Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf ab der Jahrgangsstufe

8; die Zielgruppen werden ggf. in unterschiedlichen Bildungsgängen nach folgenden

Schultypen differenziert:

a) Lernen, Emotionale und soziale Entwicklung, Sprache

b) Hören und Kommunikation, Sehen, Geistige Entwicklung, Körperliche und

motorische Entwicklung

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Durch Modul 4 „Vertiefte Berufsorientierung an Förderschulen“ erhalten die Schülerinnen

und Schüler frühzeitig erste Einblicke in die Berufsorientierung. Ziel des Moduls ist eine

realistische Einschätzung ihrer individuellen Fähigkeiten wie auch Fertigkeiten. Ausgehend

von diesem Kompetenzprofil können nächste Schritte im Prozess der Berufsorientierung

geplant werden. Das Modul gliedert sich in vier Phasen:

I. Kompetenzanalyse

Zuerst wird an der Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler gearbeitet.

Dabei bildet der persönliche Erfahrungshorizont der Schülerinnen und Schüler die

Basis, indem er an ihre unmittelbare Lebenswelt anknüpft. In einem Interview werden

persönliche Interessen, Stärken und Ziele herausgearbeitet. Die Schülerinnen und

Schüler bewerten individuell, was sie besonders gut können und was sie noch

verbessern möchten. Neben den persönlichen Interessen wird erfragt, welche

Erfahrungen die Schülerinnen und Schüler bisher in der Arbeitswelt gesammelt

haben. Im nächsten Schritt wird eine Fremdeinschätzung der Schülerinnen und

Schüler erstellt. Dieser Teil soll nach Möglichkeit durch Externe umgesetzt werden

(Eltern, Trainerinnen und Trainer, Berufspraktiker,). Der Schwerpunkt dieser

Beobachtung soll in den Unterrichtseinheiten der Arbeitslehre liegen, um praktische

Eindrücke des Arbeitsverhaltens der Schülerinnen und Schüler zu erlangen. Beachten

Sie dabei, dass Sie bei der Konzeption nund Durchführung der Maßnahme den

Datenschutz berücksichtigen.

Abschließend werden die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Selbst- und

Fremdeinschätzung reflektiert. Diese Reflexion der Übereinstimmungen und

Unterschiede zwischen eigener Einschätzung und den Wahrnehmungen seitens der

Beobachterinnen und Beobachter schult die Kritikfähigkeit. Der Prozess ist schriftlich

zu dokumentieren.

II. Erstellung eines individuellen Fähigkeits- und Qualifikationsprofils

In ein individuelles Stärken- und Schwächenprofil fließen neben den fachlichen

Qualifikationen und praktischen Fähigkeiten im Arbeitskontext auch soziale

Kompetenzen ein. Das Profil stellt die Stärken in den Vordergrund, damit die

Schülerinnen und Schüler ihre Berufswünsche mit positiven Ausgangslage

auswählen und ihre Ressourcen für die Berufsorientierung nutzen. Die individuelle

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Förderplanung soll gleichwohl auch die Schwächen berücksichtigen. In dem Profil

sollen die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler perspektivisch

auf die bestehenden Kriterien der Ausbildungsreife hin definiert werden.

III. Kommunikations- und Verhaltenstraining im beruflichen Kontext und

Bewerbungsprozess

Idealerweise führen professionelle Experten das Kommunikations- und

Verhaltenstraining durch und gehen auf unterschiedliche Anforderungen in im

beruflichen Situationen wie auch im Bewerbungsprozess ein. In der Sensibilisierung

entwickeln Schülerinnen und Schüler eine Eigenwahrnehmung für den Körper wie

auch die Körperhaltung, den Sprachgebrauch und das Kommunikationsverhalten. Es

wird aufgezeigt, dass das Zusammenwirken dieser Faktoren Gesprächssituationen

mitgestaltet, Wirkung auf den anderen ausstrahlt und die weitere Entwicklung des

Gesprächs beeinflusst. In Rollenspielen werden verschiedene Situationen aus dem

Arbeitsleben und dem Bewerbungsverfahren simuliert. Dabei werden beispielsweise.

die telefonische Kontaktaufnahme zu Praktikums- bzw. Hospitationsplätzen, ein

Bewerbungsgespräch oder Konfliktsituationen bei einem Praktikum nachgestellt. Im

Rollenspiel können die Schülerinnen und Schüler die Position des Chefs einnehmen,

um die Situation aus unbekannter Perspektive zu erfahren. Durch die Dokumentation

der Rollenspiele können Jugendliche ihre eigene Darstellung im Nachhinein aus

Beobachter-Distanz erleben und Rückmeldungen anderer besser akzeptieren.

Abschließend erarbeiten die Schülerinnen und Schüler erste Bewerbungsunterlagen

und präsentieren diese. Diese Unterlagen können sie auch schon bei Bewerbungen

nutzen. In weiteren Prozess der Berufsorientierung bilden diese Bewerbungen die

Basis und werden von den Schülerinnen und Schüler überarbeitet, ergänzt und

gepflegt, um sie auf dem aktuellen Stand ihres Qualifikationsprofils zu halten.

IV. Reflexion der Modulinhalte

Die Schülerinnen und Schüler sollen ihren Entwicklungs- und Lern-Prozess im

Rahmen des Moduls reflektieren. Neben der (Selbst-)Reflexion sollen individuelle

Ziele definiert werden, auf die in der Berufsorientierung in den folgenden Schuljahren

eingegangen wird. Durch diese Punkte und deren schriftliche Dokumentation erhalten

die Schülerinnen und Schüler eine „Vorher-Nachher-Perspektive“ ihrer persönlichen

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Entwicklung. Sie stellen durch die Reflexion einen Bezug zu den unterschiedlichen

Inhalten des Moduls her. Jede Schülerin und jeder Schüler definiert individuelle

Lernziele, die in der weiteren Berufsorientierung erreicht werden sollen. Die Ziele

stellen eine Grundlage zur weiteren Arbeit in der Berufsorientierung dar.

2 Umsetzung

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige inhaltliche Tipps geben, die Sie bei der

Umsetzung des Moduls an Ihrer Schule unterstützen sollen (2.1). Bitte beachten Sie, dass

es auch verpflichtende Aspekte bei der Moduldurchführung gibt (2.2). Ebenfalls ist der

Finanzprozess verbindlich einzuhalten (2.3).

2.1 Inhaltliche Tipps

• Viele Anregungen zur Moduldurchführung finden Sie anhand der Dokumentation

anderer Schulen im Internetportal www.zukunft-foerdern.nrw.de. unter der

Verknüpfung Projekte/ Praxis.

• Arbeiten Sie im Rahmen des Moduls mit externen Spezialisten zusammen, die Sie

bei der Durchführung professionell unterstützen.

• Berücksichtigen Sie bei der Moduldurchführung die jeweiligen Voraussetzungen und

den Entwicklungsstand der Berufsorientierung an Ihrer Schule. Letztlich zeigt sich

die Nachhaltigkeit des Konzeptes anhand der Implementierung in den

nachfolgenden Schuljahren.

• Stellen Sie die Arbeit im Rahmen der Berufsorientierung an Ihrer Schule dar und

versuchen Sie, Kooperationspartner aus dem lokalen Wirtschaftsraum zu finden.

• Nutzen Sie während der Berufsorientierungsphase einen Ordner für die

Schülerinnen und Schüler, der als „Lern-Portfolio“ den Bewerbungsunterlagen

beigefügt wird.

• Bei Bedarf können Sie im Rahmen des Moduls Kontakt zum Integrationsfachdienst

(IFD) aufnehmen. Sie finden die Kontaktdaten unter folgenden Links:

o LVR:

Integrationsfachdienst Rheinland:

http://www.lvr.de/Soziales/Arbeit_Behinderung/beratung_begleitu

ng/integrationsfachdienste.htm

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Ansprechpartner im Bereich des Integrationsfachdienstes Rheinland:

http://www.lvr.de/soziales/service/ansprechpartner/datenbank.ht

m

o LWL:

Integrationsfachdienst Westfalen:

http://www.ifdwestfalen.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=57

o Informationen zur Elternarbeit und zur Einbindung von Externen Firmen z.B.

als Sponsoren finden Sie im internen Bereich unseres Internetportals.

o Wir empfehlen Ihnen außerdem, nach Beendigung des Moduls eine

Erfolgskontrolle durchzuführen. So können Sie überprüfen, ob Sie die

gesetzten Ziele Ihrer Maßnahme erreicht haben. Außerdem können Sie

Verbesserungsvorschläge ableiten und so die Modulumsetzung im nächsten

Jahr schon frühzeitig vorbereiten.

Dazu können Sie verschiedene Methoden wählen: Als sehr praktisch

erwiesen hat sich ein sogenanntes „Blitzlicht“, in dem jeder Projektbeteiligte

seine Eindrücke schildert. Darüber hinaus können schriftliche Fragebögen

und Projektberichte erstellt werden, um einzelne Arbeitsschritte und

Resultate zu verschriftlichen. Anregungen zu diesen Methoden sowie weitere

Ideen finden sich leicht im Internet. Hinweise zum Thema beinhaltet auch

folgende Quelle: (Bertelsmann Stiftung, Bundesarbeitsgemeinschaft

Schule/Wirtschaft, MTOPsychologische Forschung und Beratung GmbH,

„Leitfaden Berufsorientierung – Praxishandbuch zur qualitätszentrierten

Berufs- und Studienorientierung an Schulen“, Gütersloh, 2009)

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2.2 Verpflichtende Aspekte

Die Schule verpflichtet sich zur Datenpflege im internen Bereich des Internetportals

www.zukunft-foerdern.nrw.de.

Dazu gehören:

• die Ergänzung der Schulstammdaten und das Ausfüllen des Modulblattes,

• die Eingabe der Teilnehmerzahlen in kumulierter Form,

• die Dokumentation der Umsetzung des Moduls anhand von kurzen

Projektsteckbriefen, Schülerberichten und Fotos,

• das Ausfüllen eines 1-seitgen Auswertungsbogens zu Evaluationszwecken.

Die Schule verpflichtet sich des Weiteren:

• bis zum 31.12.2010 das Modul mit mindestens 10 Schülerinnen und Schülern

durchzuführen,

• die Reha-Fachberatung bzw. die Berufsberatung der Agentur für Arbeit frühzeitig in

die Planung und Umsetzung des Moduls einzubinden,

• die Öffentlichkeitsarbeit und die Durchführung von Presseterminen mit der

Arbeitsagentur ausreichend früh (ca. vier Wochen vor der Durchführung)

abzustimmen,

• bei jeder Pressearbeit die Fördergeber (Regionaldirektion NRW der Bundesagentur

für Arbeit wie auch das Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW) und die

Fördersumme des Projekts zu benennen,

• den Gender-Mainstream-Gedanken bei der Durchführung des Moduls zu

berücksichtigen,

• ein Teilnahmezertifikat für die Schülerinnen und Schüler zu erstellen (Vorlage finden

Sie im internen Bereich des Internetportals),

• die in der Verpflichtungserklärung benannten Stunden bei der Moduldurchführung

einzubringen,

• sicherzustellen, dass den am Modul teilnehmenden Schülerinnen und Schülern

keine Kosten entstehen,

• (mindestens) einen Elterninformationsabend durchzuführen,

• die Fördermittel ausschließlich zweckgebunden zu verwenden.

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Neben diesen Punkten verpflichtet sich die Schule verbindlich, folgende Punkte für Modul 4

zu erfüllen:

• Dokumentation des Berufsorientierungs-Konzeptes an der Schule anhand eines

Fragebogens. Das Konzept darf den Umfang von 3 DIN A4-Seiten nicht

überschreiten und muss nach dem Versand des Modulangebotes bis zum

31.03.2010 an die Stiftung Partner für Schule NRW per E-Mail-Anhang

gesendet werden. Bitte laden Sie die Vorlage „Fragebogen zur Umsetzung des

Berufsorientierungs-Konzepts“ im internen Bereich unseres Internetportals

herunter und füllen diese aus.

• Dokumentation der individuellen Entwicklungsprozesse hinsichtlich der Lernentwicklung

und der Ausbildungsreife.

2.3 Finanzen - Auszahlung der Fördergelder und deren Abrechnung

Im Rahmen der Modulförderung erhält die Schule Fördergelder, deren Verwendung sie

selbst steuern und nachweisen muss. Dies ist in der Verpflichtungserklärung festgelegt.

Bitte beachten Sie folgende Verfahrensschritte:

1. Bei Eingang einer vollständig ausgefüllten und von der Schulleitung

unterschriebenen und mit Schulstempel versehenen Verpflichtungserklärung wird

die Schule Projektschule im Programm „Zukunft fördern“. Das Dokument muss im

Original auf dem Postweg spätestens bis zum 15. Februar 2010 bei der Stiftung

Partner für Schule NRW eingegangen sein.

2. Um die Fördergelder bei der Stiftung Partner für Schule NRW abzurufen, füllen Sie

im internen Bereich der Internetseite (www.zukunft-foerdern.de) den Mittelabruf

aus. Listen Sie darin die voraussichtlichen Kosten des Moduls detailliert auf. Je nach

Terminierung der Moduldurchführung kann der Zeitpunkt des Mittelabrufs von der

Schule variiert werden. Die Mittel müssen jedoch bis spätestens 15. Oktober 2010

abgerufen worden sein. Den vollständig ausgefüllten, von der Schulleitung

unterschriebenen und gestempelten Mittelabruf senden Sie per Post an die Stiftung

Partner für Schule NRW. Bitte keine Rechnungen einreichen! Die Schule erhält die

Fördergelder in einer Rate. Nach Überweisung der Gelder erhält sie eine

Bestätigung, die an die offizielle Schulemailadresse geschickt wird. Bitte beachten

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Sie, dass erst mit der Überweisung der Gelder die geplanten Kosten von der

Stiftung Partner für Schule NRW akzeptiert sind. Bis dahin sollten Sie keine Gelder

ausgeben.

3. Bis spätestens 15.06.2010 teilt die Schule im Rahmen eines Haushaltsabgleichs

den Stand der Finanzplanung mit. Dazu findet sich ebenfalls im internen Bereich des

Internetportals eine Maske, in der Sie vier kurze Angaben machen müssen. Diese

Angaben helfen, ggf. nicht benötigte Fördergelder anderen interessierten Schulen

zur Verfügung zu stellen.

4. Nach Abschluss der Maßnahme, spätestens jedoch zum 15. Dezember 2010,

muss die Schule den „Verwendungsnachweis“ vorlegen, in dem abschließend die

Gesamtausgaben der Maßnahme, die Finanzierung und alle Rechnungen samt

Zahlungsdatum aufgelistet werden. Auch dieses Dokument ist im Original per Post

an die Stiftung Partner für Schule NRW zu senden. Bitte keine Rechnungen

einreichen!

Zusammenfassung der einzuhaltenden Schritte:

Verpflichtungserklärung - 15. Februar 2010

Haushaltsabgleich - 15. Juni 2010

Mittelabruf - 15. Oktober 2010

Verwendungsnachweis - 15. Dezember 2010

Wichtig:

a) Alle Dokumente, Rechnungen und Belege im Zusammenhang mit der Modulförderung

sind gesammelt in einem Ordner 5 Jahre an der Schule aufzubewahren.

Im Falle einer Prüfung durch einen Rechnungsprüfer des Bundes sind sie

vorzulegen.

b) Bei externer Vergabe ist das Verfahren in den Unterlagen der Schule zu

dokumentieren. Die Beauftragung externer Partner zur Durchführung der

Module oder einzelner Inhalte sowie die Beschaffung von Sachmitteln müssen nach

den Bestimmungen der BHO i. V. m. der VOL/A stattfinden.

Das heißt, dass für Anschaffungen und Aufträge von 500 bis 1.000 € (ohne MwSt.)

formlos bei drei Unternehmen Preise angefragt oder Angebote ermittelt werden

müssen.

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Bei Anschaffungen und Aufträgen von 1.000 bis 7.500 € (ohne MwSt.) müssen von

Seiten der Schule mindestens drei schriftliche Angebote eingeholt werden. Die

Entscheidung, welches Angebot den Zuschlag erhält, trifft allein die Schule. Es ist

das wirtschaftlichste Angebot zu ermitteln. Dabei bedeutet Wirtschaftlichkeit nicht

zwingend, sich für das günstigste Angebot zu entscheiden.. Das wirtschaftlichste

Angebot ist dasjenige, bei dem Preis und Leistung im günstigsten Verhältnis stehen.

Bei der Wertung sind auch auftragsbezogene Umstände (gestalterische, qualitative,

technische Gesichtspunkte; Folgekosten) zu berücksichtigen.

Soweit beauftragte Träger/Partner die Möglichkeit zum Vorsteuerabzug nach § 15

Umsatzsteuergesetz haben, dürfen nur die Entgelte (Preise ohne Umsatzsteuer)

bezahlt werden.

c) Die Stiftung Partner für Schule NRW ist berechtigt und verpflichtet, bei

Nichterfüllung der beschriebenen Aufgaben, bei fehlender Dokumentation

(statistische Erfassung und Erfolgsbeobachtung) und nicht zweckentsprechender

Verwendung der Fördergelder die Zuwendung vollständig oder davon bereits

gezahlte Raten zurückzufordern.

Wenn im Rahmen des Hauhaltsabgleichs festgestellt wird, dass Fördergelder nicht

komplett verwendet werden können, fordert die Stiftung die Gelder zurück, falls

bereits überweisen, um sie an andere Schulen weiterzugeben.

2.4 Besonderheiten in der Modulumsetzung

Degressive Förderung des Moduls

Schulen, die bereits in den Projektjahren 2008 und 2009 das Modul 4 „Vertiefte

Berufsorientierung an Förderschulen“ durchgeführt haben, erhalten bei der dritten

Durchführung des Moduls aufgrund des degressiven Verfahrens Fördermittel in Höhe von

3.000,- €.

Konzeptentwicklung

Nach der Modulzusage im Vergabeverfahren sind die Schulen aufgefordert, ein Konzept

einzureichen, in dem Fragen zur Moduldurchführung beantwortet werden. Die Vorlage

„Fragebogen zur Umsetzung des Berufsorientierungs-Konzepts“ finden Sie im internen

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Bereich unseres Internetportals. Bitte laden Sie das Formblatt herunter und füllen es

anschließend in der Datei aus,

Wichtig:

Schulen, die entweder im Projektjahr 2008 oder im Projektjahr 2009 das Modul „Vertiefte

Berufsorientierung an Förderschulen“ durchgeführt haben, werden dazu aufgefordert, ein

gesondertes Konzept einzureichen, welches die nachhaltige Umsetzung an der Schule

besonders betrachtet. Die Vorlage dazu finden Sie als Formblatt „Leitfragen zur Umsetzung

des Berufsorientierungs-Konzepts an der Schule – die 2. Durchführung“ im internen

Bereich unseres Internetportals.

Nachfolgend finden Sie die Zeitangaben, die von allen teilnehmenden Schulen verbindlich

einzuhalten sind, um das Konzept bei der Stiftung Partner für Schule NRW einzureichen.

Das Konzept darf bei allen Schulen den Umfang von maximal 3 DIN-A4-Seiten nicht

überschreiten.

Zeitleiste Konzeptentwicklung:

Schritte

Versenden der Modulangebotes und der -leitfäden durch die Stiftung

Partner für Schule Nordrhein-Westfalen

Einsenden der Verpflichtungserklärungen durch die Schulen bei der

Stiftung Partner für Schule NRW bis zum

Einreichen der Berufsorientierungskonzepte seitens der Schule bei der

Stiftung Partner für Schule NRW bis zum

Feedback durch die Stiftung Partner für Schule NRW an die Schulen,

die ein Konzept eingereicht haben,

Beginn der Implementierung des Moduls 4 Vertiefte

Berufsorientierung an Förderschulen an den Schulen, welche die

Zusage erhalten haben, ab dem

Termine

vom 11/01/10

bis zum

15/01/10

15/02/10

31/03/10

4 – 6 Wochen

nach Einreichen

des Konzeptes

Termin der

Modulzusage

Die Schulen erhalten nach Einsendung ihres Konzeptes eine Rückmeldung durch die

Stiftung Partner für Schule NRW.

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3 Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Modul 4 „Vertiefte Berufsorientierung an Förderschulen“ und zur

Vertiefung der schulischen Berufsorientierung finden Sie im internen Bereich des

Internetportals des Projekts. Projektschulen finden dort folgende weitere Materialien, die

sie bei der Durchführung des Moduls an der (Förder-)Schule unterstützen:

Informationsblätter

• Informationen zur Pressearbeit

• Good-Practice-Beispiele zu den Konzepten der „Vertieften Berufsorientierung an

Förderschulen“

• Informationsblatt zu den Rechten und Pflichten im Arbeitsleben nach SGB III und

SGB IX

• Informationsblatt zum Kriterienkatalog zur Ausbildungsreife

• Leitfaden zur Einbindung externer Partner

• Leitfaden zur Elternarbeit

Vorlagen

• Checkliste

• „Fragebogen zur Umsetzung des Berufsorientierungs-Konzepts – Erstmalige

Durchführung des Moduls“

• „Fragebogen zur Umsetzung des Berufsorientierungs-Konzepts – Die zweite

Durchführung des Moduls“

• Leitfragen zum Interview für die Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler

• Muster Pressemitteilung

• Muster Presseeinladung

www.zukunft-foerdern.nrw.de

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Ansprechpartner Modul 4

• Dirk Förster

foerster@partner-fuer-schule.nrw.de

Tel.: 0211 91312 591

Impressum

Stiftung Partner für Schule NRW

Roland Berger

Vorstand

Oststraße 86

40210 Düsseldorf

Redaktion

Dirk Förster, Murat Koc, Dörthe Koch, Jennifer Löbach, Sandra Mörs, Michael Weymanns

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