Projektjahr 2011 Modul 1 - Stiftung Partner für Schule NRW

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Projektjahr 2011 Modul 1 - Stiftung Partner für Schule NRW

Projektjahr 2011

Modul 1

Berufsorientierungsbüro –

Berufs- und Studienorientierung einen Raum geben

Schulform:

allgemein bildende weiterführende Schulen in NRW

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 – 13


Leitfaden zu Modul 1

Berufsorientierungsbüro –

Berufs- und Studienorientierung einen Raum geben

1. Überblick

2. Umsetzung

2.1. Inhaltliche Tipps

2.2. Verpflichtende Aspekte

2.3. Finanzen – Auszahlung der Fördergelder und deren Abrechnung

3. Weitere Informationen

2


1. Überblick

Die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit und das

Ministerium für Schule und Weiterbildung engagieren sich auch im Jahr 2011 mit

umfangreichen Finanzmitteln zur Förderung der vertieften Berufsorientierung. Die

nachhaltige Initiative „Zukunft fördern. Vertiefte Berufsorientierung gestalten“ bietet Ihnen

mit insgesamt zehn Modulen die Möglichkeit, die Berufs- und Studienorientierung an Ihrer

Schule weiter auszubauen und zu vertiefen. Mit der Umsetzung des Projektes ist die

Stiftung Partner für Schule NRW betraut.

Aktuell befindet sich „Zukunft fördern“ im vierten Projektjahr. Seit Projektbeginn haben

mehr als 60 % der allgemein bildenden weiterführenden Schulen mehr als 4000 Module in

der Praxis umgesetzt.

Dieser Leitfaden soll Sie dabei unterstützen, die verschiedenen Elemente des Moduls

langfristig und nachhaltig in Ihr bestehendes schulisches Konzept zur Studien- und

Berufsorientierung zu implementieren und die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit

Partnern der regionalen Wirtschaft, der lokalen Agentur für Arbeit, den regionalen

Bildungsbüros, Hochschulen sowie Bildungsträgern in die Ausbildung oder das Studium zu

begleiten.

Wir möchten Sie dazu einladen, die konzeptionelle Ausgestaltung des Moduls an Ihrer

regionalen Landschaft zur Berufsorientierung und weiteren Angeboten vor Ort

auszurichten, um so Synergien nutzen zu können. Sehen Sie die Modulumsetzung als

Möglichkeit zur dauerhaften Vernetzung mit den regionalen Akteuren. Wo bereits

eingerichtet, können die regionalen Bildungsbüros Sie bei Nachfragen unterstützen.

Der Leitfaden fasst die wichtigsten grundlegenden Überlegungen zur Einrichtung eines

Berufs- und Studienorientierungsbüros – im Folgenden BOB genannt – zusammen. Er

sollte allerdings nicht als ein „Rezeptbuch“ verstanden werden, das – Schritt für Schritt

befolgt – ein erfolgreiches BOB garantiert. Der Erfolg wird sich nur dann einstellen, wenn

Sie Ihre schulspezifische Ausgangslage berücksichtigen und das Modul Ihrem

Berufsorientierungskonzept anpassen.

Wir empfehlen Ihnen eine sehr bewusste Auseinandersetzung mit den Zielen, die Sie mit

der Modulumsetzung anstreben. Bedenken Sie auch, welchen qualitativen Anspruch Sie

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haben. Definieren Sie qualitative Standards der Modulumsetzung. Eine Hilfe dazu bieten

Ihnen die formulierten Qualitätsstandards des Projektes im internen Bereich. Sie können

somit in der Zusammenarbeit mit externen Anbietern auch leichter und bewusster

passende Angebote auswählen. Investieren Sie Zeit in die fundierte Vorbereitung und

Einbindung aller Akteure, um Mehraufwand während der Durchführung zu vermeiden. Eine

fundierte Nachbereitung und Auswertung ermöglicht es Ihnen zu überprüfen, ob die

Umsetzungsziele tatsächlich erreicht wurden und die Durchführung Ihren qualitativen

Ansprüchen entsprach.

Setzen Sie diesen Schritt um, bietet sich Ihnen die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge

abzuleiten und die Modulumsetzung im nächsten Jahr schon frühzeitig vorzubereiten. Dazu

können Sie verschiedene Methoden wählen, wie beispielsweise ein sogenanntes „Blitzlicht“,

in dem jeder Projektbeteiligte seine Eindrücke schildert. Darüber hinaus können schriftliche

Fragebögen und Projektberichte erstellt werden, um einzelne Arbeitsschritte und Resultate

zu dokumentieren 1 .

Wir empfehlen Ihnen außerdem, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, wie das Modul

nachhaltig in das Curriculum oder Programm zur Berufs- und Studienorientierung Ihrer

Schule eingebunden werden kann.

Mit dem BOB soll an der Schule eine zentrale Anlaufstelle für Maßnahmen zur vertieften

Berufsorientierung und zur Förderung der Studienorientierung für Schülerinnen und

Schüler geschaffen werden. Durch Maßnahmen verschiedenster Art werden Schülerinnen

und Schüler aller Jahrgangsstufen in ihrer Berufs- und Lebensplanung unterstützt. Die

Entscheidung zur Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums soll hier grundlegend

vorbereitet, unterstützt und reflektiert werden. Zielgruppenspezifisch können Gruppen- und

Einzeltermine während oder außerhalb der regulären Unterrichtszeit stattfinden. Das BOB

vereinigt zukünftig die Funktionen eines Informations-, Kommunikations- und

Beratungszentrums. Bei der Einrichtung des BOBs sollte daher idealerweise auf eine

differenzierte Ausstattung geachtet werden.

Eine Mediothek nimmt im BOB eine wichtige Stellung ein, indem sie den Schülerinnen und

Schülern ein niederschwelliges Informationsangebot rund um die Berufs- und Studienwahl

1

Hinweise zum Thema beinhaltet beispielsweise folgende Quelle: Bertelsmann Stiftung,

Bundesarbeitsgemeinschaft Schule/Wirtschaft, MTO Psychologische Forschung und Beratung GmbH,

„Leitfaden Berufsorientierung – Praxishandbuch zur qualitätszentrierten Berufs- und Studienorientierung an

Schulen“, Gütersloh, 2009

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anbietet. Hier werden Informationen seitens der Agentur für Arbeit, der Hochschulen und

weiterer Institutionen genauso angeboten wie Literatur zum Thema Bewerbung und

Karriereplanung sowie Informationen zu Ausbildungs- und Praktikumsplätzen in der Region.

Das Internet bietet weitreichende Recherchemöglichkeiten zur Thematik, wobei eine Link-

Liste die zielgerichtete Informationssuche der Schülerinnen und Schüler unterstützen kann.

Des Weiteren können beispielsweise Formulare der ZVS (Zentralstelle für die Vergabe von

Studienplätzen) oder die aktuelle Ausgabe der Handreichung „Studien- und Berufswahl“ der

Agentur für Arbeit bereit liegen.

Im Beratungsraum/-bereich werden die Schülerinnen und Schüler nicht nur durch die

Lehrkräfte, Sozialpädagoginnen und -pädagogen oder die Berufseinstiegsbegleitung der

Schule individuell und persönlich zu Fragen der Berufs- und Lebensplanung beraten,

vielmehr kann dieser Bereich auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Agentur für

Arbeit, der RAA, Vertreterinnen und Vertretern der Kammern, der Zentralen

Studienberatungen und anderer beauftragter Personen genutzt werden.

Ein Arbeitsplatz für den StuBo dient der Koordination des gesamten Prozesses der

Berufs- und Studienorientierung. Die gesamten Maßnahmen der Schule können von hier

aus vorbereitet, organisiert und evaluiert werden.

Im Veranstaltungsraum/-bereich werden die Informationen zum Thema Ausbildung,

Studium und Beruf durch Veranstaltungen mit Ausbilderinnen und Ausbildern,

Auszubildenden, Beraterinnen und Beratern der Agentur für Arbeit sowie ehemaligen

Schülerinnen und Schülern vertieft und reflektiert. Weiterhin können hier Workshops und

Projekte zur Berufs- und Lebensplanung von externen Trainern durchgeführt werden. Es

empfiehlt sich gerade zur Eröffnung des BOBs, durch mehrere besondere Aktionen für die

Jugendlichen das BOB und seine Vielfältigkeit dem Kollegium und allen anderen Beteiligten

vorzustellen.

Eine Datenbank und die PC-Nutzung dient der Vereinfachung, Praktikums-, Ausbildungsund

Studienmöglichkeiten zu finden. Die eigenständige Suche der Schülerinnen und Schüler

nach einem passenden Berufsfeld, geeigneten Unternehmen, Studienfächern, Hochschulen

oder Betrieben soll damit ermöglicht werden. Zudem können auf diese Weise Kontakte zu

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estehenden oder neu hinzukommenden Betrieben intensiv gepflegt und dokumentiert

werden. Weiterhin ist es sinnvoll, eine Sammlung von Musterbewerbungen bereitzuhalten,

um damit die Schülerinnen und Schüler bei der eigenständigen Erstellung aussagekräftiger

Bewerbungsunterlagen zu unterstützen.

Der Aufbau und die Ausstattung des BOBs sowie die Durchführung besonderer Projekte ist

ohne die Einbindung externer Partner –wie der Agentur für Arbeit, Vertreterinnen und

Vertreter der Kammern oder erfahrener Bildungsträger und Trainer – nur schwer zu

bewältigen. Diese können einerseits umfangreiches Material zur Verfügung stellen und

andererseits als Experten im Bereich des Übergangs von Schule und Beruf ihr Wissen mit

einbringen. Greifen Sie auf jeden Fall auf bereits bestehende Kontakte zurück und

akquirieren Sie weitere, für Sie interessante Partner. Ein BOB bietet Ihnen eine gute

Gelegenheit, über konkrete Ansatzpunkte neue Kontakte zu außerschulischen Partnern zu

knüpfen. Ein neu eingerichtetes BOB muss dabei noch nicht perfekt ausgestattet sein, es

wird mit der Zeit wachsen und sich differenzieren.

Wichtig zu beachten für die Projektschulen ist, dass im ersten Jahr 5000,- Euro für das

BOB zur Verfügung gestellt werden – max. 40 % für die Einrichtung und 60 % für die

Durchführung von Maßnahmen und Projekten. Gesamtschulen erhalten eine Förderung

von 8.000 Euro, von welchen maximal 2.000,- Euro der Gesamtfördersumme für die

Einrichtung genutzt werden dürfen. Im zweiten Jahr der Durchführung von Modul 1

erhalten die Schulen aufgrund einer degressiven Förderung ausschließlich Finanzmittel in

Höhe von 3000,- Euro (GES 6000,- Euro) zur Finanzierung von Maßnahmen und Projekten

innerhalb des BOBs.

2. Umsetzung

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige inhaltliche Tipps geben, die Sie bei der

Umsetzung des Moduls unterstützen sollen (2.1). Bitte beachten Sie, dass es auch einige

verpflichtende Aspekte gibt (2.2). Ebenfalls verbindlich einzuhalten ist der Finanzprozess

(2.3).

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Ein erfolgreiches BOB lebt vom Zusammenwirken verschiedenster Partner und

Institutionen. Diese Synergien unterstützen den Berufsfindungsprozess hinsichtlich der

eigenen Berufs- und Lebensplanung und helfen, die unterschiedlichsten

berufsvorbereitenden Initiativen in der Schule fest zu verankern.

2.1 Inhaltliche Tipps

Wenn Sie das BOB an Ihrer Schule einrichten, müssen Sie neue räumliche, zeitliche und

personelle Strukturen aufbauen. Hierbei können für Sie folgende Punkte hilfreich sein:

• Wählen Sie nach Möglichkeit einen zentralen Ort zur Einrichtung des BOBs.

• Schaffen Sie zeitliche Strukturen und bieten Sie regelmäßige, auch außer-schulische

Öffnungszeiten an.

• Nutzen Sie fächerübergreifende Ressourcen (z. B. können Sie den Politik-,

Wirtschafts-, Kunst- und Geschichtsunterricht über gemeinsame Themen mit

einbinden).

• Binden Sie bei der Planung und Organisation Schülerinnen und Schüler, Eltern, ein

Lehrerteam sowie die Berufsberatung mit ein.

• Beachten Sie die langfristige und nachhaltige Implementierung der Maßnahmen in

den Prozess der Berufs- und Studienorientierung der Schule.

• Abschließbare Schränke dienen zur Ablage von Unterlagen, z. B. des

Berufswahlpasses.

• Richten Sie einen gemütlichen Beratungs- und Besprechungsbereich her, um eine

vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre zu schaffen.

• Die Atmosphäre und Einrichtung des Raumes sollte sich von der eines

Klassenraums unterscheiden.

• Wir empfehlen Ihnen, ein Kurzkonzept zu entwickeln, wie das

Berufsorientierungsbüro langfristig in die Berufsorientierungsmaßnahmen der

Schule mit eingebunden werden kann.

Im BOB können vielfältige Maßnahmen, Aktionen oder regelmäßige Angebote, auch unter

Einbeziehung externer Partner, durchgeführt werden:

• Onlinegestützte und/oder handlungsorientierte Testverfahren zur

Kompetenzfeststellung

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• Berufsparcours zum Kennenlernen der eigenen Stärken und verschiedener

Berufsfelder

• Erweiterung des Berufswahlspektrums durch Informationsrecherche,

Expertengespräche, Berufsfelderkundungen, Studieninformationstage etc.

• Durchführung einer Berufsmesse mit der regionalen Wirtschaft

• Vorbereitung und Auswertung von Betriebspraktika, Präsentation und

Dokumentation der Erfahrungsberichte

• Reflexion der Berufswahlentscheidung unter Berücksichtigung der Aspekte

Gender Mainstreaming, Image von Berufen, Finanzierung

• Angebote zur Berufszielfindung und zur Berufs- und Lebensplanung

• Erstellung individueller Bewerbungsunterlagen

• Simulation und Auswertung von Vorstellungsgesprächen

• Stärkung des Selbstvertrauens z. B. durch erlebnispädagogische Angebote

• Kommunikationstraining: Selbstpräsentation und Verhalten im Betrieb

• BOB AG: z. B. zur Betreuung der Mediothek, Planung von Veranstaltungen

oder Pflege einer Praktikums- und Ausbildungsdatenbank

• Regelmäßige Nachmittagsangebote, z. B. Bewerbungswerkstatt durch

Honorarkräfte

• Kompetenztrainings zur Persönlichkeitsentwicklung und Förderung der

Ausbildungsreife

• Duales Orientierungspraktikum, Betriebspraktika im Ausland

• Projekte zum Thema Studienfinanzierung

• Aktive Einbindung der Eltern in Form von Gesprächsrunden oder Vorträgen zu

bestimmten Berufen

Zur individuellen Förderung bieten sich zielgruppenspezifische Angebote an. Durch

handlungsorientierte und kreative Methoden, wie z. B. ein Kunst-, Musik- oder Videoprojekt,

werden auch bildungsferne Schülerinnen und Schüler angesprochen.

Beispiele umgesetzter Projekte finden Sie auf dem Internetportal www.zukunftfoerdern.nrw.de

unter „Projekte/Praxis“.

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Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wichtiger Bestandteil einer gelingenden

Berufsorientierung. Wir möchten Sie hier dazu ermutigen, bei Ihren konzeptionellen

Überlegungen die aktive Einbindung der Eltern zu berücksichtigen.

Informieren Sie die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten regelmäßig über Inhalte und Ziele

des Moduls und binden Sie diese aktiv in die Umsetzung mit ein. Dabei sind in

Zusammenarbeit mit Trägern, der Berufsberatung und mit kommunalen Akteuren (RAA,

Jugendmigrationsdienste, Elternverbände, Jugendarbeit, Berater der IHKs etc.)

zielgruppenspezifische Formen der Elterneinbindung zu entwickeln.

Möglichkeiten zur Einbindung der Eltern in die Umsetzung der Maßnahme sind z. B.

Informationsabende der Eltern gemeinsam mit allen Akteuren (Schule, Berufsberatung,

Träger) über die Inhalte und Umsetzung sowie Kooperationen im Rahmen des BOBs,

Beratungsstunden von Eltern für Schülerinnen und Schüler oder Elterndiskussionsabende.

Zudem können Eltern über ihre Berufe berichten oder Betriebserkundungen (in ihren

Betriebsstätten) begleiten oder organisieren.

Wir empfehlen, in einem nachbereitenden Gespräch (Follow-up-Tag) mit dem

Kooperationspartner, der Hochschule, der lokalen Agentur für Arbeit, der zuständigen

Lehrkraft an der Schule und den beteiligten Betrieben die Durchführung der Maßnahmen

und Projekte zu besprechen sowie Vorbereitungen für eine längerfristige Kooperation und

eine weitere, nachhaltige Durchführung zu treffen.

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(Quelle: Peter Rensinghoff, Berufskoordinator; Falkschule Hamm)

2.2 Verpflichtende Aspekte

Die Schule verpflichtet sich zur Datenpflege im internen Bereich des Internetportals

www.zukunft-foerdern.nrw.de. Dazu gehören:

• das Ausfüllen und Aktualisieren des Schulstammdaten- und des Modulblattes,

• die Eingabe der Teilnehmerzahlen in kumulierter Form,

• die Dokumentation der Umsetzung des Moduls anhand von kurzen

Projektsteckbriefen, Schülerberichten und Fotos,

• das Ausfüllen eines 1-seitigen Auswertungsbogens zu Evaluationszwecken.

Die Schule verpflichtet sich des Weiteren:

• bis zum 31.12.2011 2 das Projekt durchzuführen,

2 Die operative Umsetzung des Moduls kann sich in Ausnahmefällen am Schuljahreskalender orientieren. In

diesem Falle muss jedoch beachtet werden, dass die Schule die Fördergelder innerhalb des Kalenderjahres –

spätestens bis zum 15.10.2011 – bei der Stiftung Partner für Schule NRW abrufen muss.

Die praktische Umsetzung des Moduls und Ausgabe der Fördergelder muss dann bis zum Ende des 1.

Schulhalbjahres 2011/2012 abgeschlossen sein und der Verwendungsnachweis vorgelegt werden.

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• die Berufsberatung der Arbeitsagentur frühzeitig in die Planung und Umsetzung des

Moduls einzubinden,

• die konzeptionelle Ausgestaltung des Moduls an der regionalen Landschaft zur

Berufsorientierung und weiteren Angeboten vor Ort auszurichten, um Synergien zu

nutzen (Absprachen mit der Agentur für Arbeit und regionalen Bildungsbüros – wo

vorhanden – sind verbindlich),

• die Öffentlichkeitsarbeit und die Durchführung von Presseterminen mit der Agentur

für Arbeit ausreichend früh (ca. vier Wochen vorher) abzustimmen und zu planen,

• bei jeder Pressearbeit die Fördergeber (Regionaldirektion NRW der Bundesagentur

für Arbeit und Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW) und die

Fördersumme des Projekts zu benennen,

• den Gender- und den Cultural-Mainstream-Gedanken bei der Umsetzung des

Moduls zu berücksichtigen,

• ein Teilnahmezertifikat für die Schülerinnen und Schüler zu erstellen (Vorlage im

internen Bereich des Internetportals),

• die in der Verpflichtungserklärung benannten Stunden einzubringen,

• mindestens einen Elterninformationsabend im Rahmen der Modulumsetzung

durchzuführen,

• an einer Qualifizierungsveranstaltung der Stiftung Partner für Schule NRW zum

Thema „Berufs- und Studienorientierung“ im ersten Quartal 2011 teilzunehmen,

• mindestens drei, bei einer doppelten Förderung (Gesamtschulen) mindestens sechs

Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung umzusetzen,

• die Fördermittel zweckgebunden zu verwenden,

• die konzeptionelle Weiterentwicklung und die Einbindung des Moduls ins

Berufsorientierungscurriculum zu prüfen und zu dokumentieren.

(Vgl. Verpflichtungserklärung)

2.3 Finanzen – Auszahlung der Fördergelder und deren Abrechnung

Im Rahmen der Modulförderung erhält die Schule Fördergelder, deren zweckgebundene

Verwendung sie selbst steuern und nachweisen muss. Dies ist in der

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Verpflichtungserklärung festgelegt. Die Fördergelder müssen ausschließlich für Personalund

Sachkosten im Zusammenhang mit der Durchführung der Maßnahme zur vertieften

Berufsorientierung für die Schülerinnen und Schüler genutzt werden. Investitionen dürfen

im Rahmen der Maßnahme nur wie folgt getätigt werden – siehe hierzu Passus 3 der

Verpflichtungserklärung:

• Bei einer Erstförderung: Von 5000,- Euro müssen 60 % der insgesamt genutzten

Fördersumme für mindestens drei Maßnahmen und Projekte genutzt werden.

Maximal 40 % (2000 Euro) der insgesamt genutzten Fördersumme dürfen für die

Einrichtung und Ausstattung genutzt werden.

• Bei Gesamtschulen: Von 8000,- Euro dürfen maximal 2000,- Euro für Investitionen

genutzt werden. Mindestens 6000,- Euro müssen für mindestens sechs

Maßnahmen und Projekte genutzt werden.

• Bei einer degressiven Förderung: Von 3000,- Euro müssen die gesamten

Fördermittel für mindestens drei Maßnahmen und Projekte genutzt werden.

Investitionen dürfen nicht getätigt werden!

• Bei Gesamtschulen: Von 6000,- Euro müssen die gesamten Fördermittel für

mindestens sechs Maßnahmen und Projekte genutzt werden. Investitionen dürfen

nicht getätigt werden!

Bitte beachten Sie folgende Verfahrensschritte:

1. Bei Eingang einer vollständig ausgefüllten und von der Schulleitung

unterschriebenen und mit Schulstempel versehenen Verpflichtungserklärung wird

die Schule Projektschule im Programm „Zukunft fördern“. Das Dokument muss im

Original auf dem Postweg spätestens bis zum 15. Februar 2011 bei der Stiftung

Partner für Schule NRW eingegangen sein.

2. Um die Fördergelder bei der Stiftung Partner für Schule NRW abzurufen, füllen Sie

im internen Bereich der Internetseite (www.zukunft-foerdern.nrw.de) den Mittelabruf

aus. Listen Sie darin die voraussichtlichen Kosten des Moduls detailliert auf. Je nach

Terminierung der Moduldurchführung kann der Zeitpunkt des Mittelabrufs von der

Schule variiert werden. Die Mittel müssen jedoch bis spätestens 15. Oktober 2011

abgerufen worden sein. Den vollständig ausgefüllten, von der Schulleitung

unterschriebenen und gestempelten Mittelabruf senden Sie per Post an die Stiftung

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Partner für Schule NRW. Bitte keine Rechnungen einreichen! Die Schule erhält die

Fördergelder in einer Rate. Bitte beachten Sie, dass erst mit der Überweisung

der Gelder die geplanten Kosten von der Stiftung Partner für Schule NRW

akzeptiert sind. Bis dahin sollten Sie keine Gelder ausgeben.

3. Bis spätestens 15. Juni 2011 teilt die Schule im Rahmen eines Haushaltsabgleichs

den Stand der Finanzplanung mit. Dazu findet sich ebenfalls im internen Bereich des

Internetportals eine Maske, in der Sie vier kurze Angaben machen müssen. Diese

Angaben helfen, ggf. nicht benötigte Fördergelder anderen interessierten Schulen

zur Verfügung zu stellen.

4. Nach Abschluss der Maßnahme, spätestens jedoch zum 15. Dezember 2011,

muss die Schule den „Verwendungsnachweis“ vorlegen, in dem abschließend die

Gesamtausgaben der Maßnahme, die Finanzierung und alle Rechnungen samt

Zahlungsdatum aufgelistet werden. Auch dieses Dokument ist im Original,

gestempelt und von der Schulleitung unterschrieben per Post an die Stiftung

Partner für Schule NRW zu senden. Bitte keine Rechnungen einreichen!

Zusammenfassung der einzuhaltenden Schritte:

Verpflichtungserklärung - 15. Februar 2011

Haushaltsabgleich - 15. Juni 2011

Mittelabruf - 15. Oktober 2011

Verwendungsnachweis - 15. Dezember 2011

Wichtig:

• Alle Dokumente, Rechnungen und Belege im Zusammenhang mit der Modulförderung

sind gesammelt in einem Ordner 5 Jahre an der Schule aufzubewahren.

Im Falle einer Prüfung durch einen Rechnungsprüfer des Bundes sind sie

vorzulegen.

• Bei externer Vergabe ist das Verfahren in den Unterlagen der Schule zu

dokumentieren. Die Beauftragung externer Partner zur Durchführung der Module

oder einzelner Inhalte sowie die Beschaffung von Verbrauchsmaterial müssen nach

den Bestimmungen der BHO i. V. m. der VOL/A stattfinden.

Das heißt, dass für Ausgaben und Aufträge von 500 bis 1.000 € (ohne MwSt.)

formlos bei drei Unternehmen Preise angefragt oder Angebote ermittelt werden

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müssen. Bei Ausgaben und Aufträgen von 1.000 bis 7.500 € (ohne MwSt.) müssen

von Seiten der Schule mindestens drei schriftliche Angebote eingeholt werden. Die

Entscheidung, welches Angebot den Zuschlag erhält, trifft allein die Schule. Es ist

das wirtschaftlichste Angebot zu ermitteln. Dabei bedeutet Wirtschaftlichkeit nicht

zwingend, sich für das günstigste Angebot zu entscheiden. Das wirtschaftlichste

Angebot ist dasjenige, bei dem Preis und Leistung im günstigsten Verhältnis stehen.

Bei der Wertung sind auch auftragsbezogene Umstände (gestalterische, qualitative,

technische Gesichtspunkte; Folgekosten) zu berücksichtigen. Bitte dokumentieren

Sie die Angebotseinholung, indem Sie einen Vergabevermerk schreiben. Die Vorlage

hierzu finden Sie im internen Bereich des Internetportals.

Soweit beauftragte Träger/Partner die Möglichkeit zum Vorsteuerabzug nach § 15

Umsatzsteuergesetz haben, dürfen bei der Weiterbelastung der Kosten nur die

Entgelte (Preise ohne Umsatzsteuer) bezahlt werden.

• Die Stiftung Partner für Schule NRW ist berechtigt und verpflichtet, bei

Nichterfüllung der beschriebenen Aufgaben, bei fehlender Dokumentation

(statistische Erfassung und Erfolgsbeobachtung) und nicht zweckentsprechender

Verwendung der Fördergelder die Zuwendung vollständig oder in entsprechender

Höhe zurückzufordern.

Wenn im Rahmen des Haushaltsabgleichs festgestellt wird, dass Fördergelder nicht

komplett verwendet werden, fordert die Stiftung die Gelder zurück, falls bereits

überwiesen, um sie an andere Schulen weiterzugeben.

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3. Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Modul 1 – Berufsorientierungsbüro – und zur Vertiefung der

schulischen Berufsorientierung sowie Studienorientierung finden Sie im internen Bereich

des Internetportals des Projekts. Projektschulen finden dort folgende weitere Materialien,

die sie bei der Umsetzung des Berufsorientierungsbüros unterstützen:

Informationsblätter

• Informationen zur Pressearbeit

• Leitfaden zur Einbindung externer Partner

• Leitfaden zur Elternarbeit

• Leitfaden Koop externer Partner

• Ideensammlung: Maßnahmen zur Berufsorientierung

• Ideensammlung: Maßnahmen zur Studienorientierung

• Beispiel-Stundenplan

• Beispiel-Curriculum

• Literaturliste

Vorlagen

• Checkliste

• Pressearbeit

• Link-Liste

• Elterninformation

• Anfrage Träger

• Beauftragung Träger

• Muster Pressemitteilung

• Muster Presseeinladung

• Muster Vergabevermerk

• Checkliste Gender Mainstream

• Checkliste Cultural Mainstream

• BOB-Logo

www.zukunft-foerdern.nrw.de

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Ansprechpartner Modul 1

• Vanessa Rudolph (neue Projektschulen)

rudolph@partner-fuer-schule.nrw.de

Tel: 0211/91312-573

• Murat Koc (alte/degressive Projektschulen)

koc@partner-fuer-schule.nrw.de

Tel: 0211/91312-592

Impressum

Stiftung Partner für Schule NRW

Roland Berger

Vorstand

Oststraße 86

40210 Düsseldorf

Redaktion

Dirk Förster, Murat Koc, Dörthe Koch, Anna Reucher, Vanessa Rudolph

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