Leseprobe - Pearson Studium

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3 Gewebe und frühe Embryologie

EINSCHICHTIGES ZYLINDEREPITHEL

Vorkommen: Auskleidung von

Magen, Darm, Gallenblase,

Eileitern und Nierentubuli

Funktionen: Schutz, Sekretion,

Absorption

Mikrovilli

Zytoplasma

Zellkern

(a) Innenwand des Darmes

Basallamina

loses Bindegewebe

Lichtmikroskop, 350-fach

MEHRSCHICHTIGES ZYLINDEREPITHEL

Vorkommen: einige Bereiche

des Rachens, Kehlkopf, Anus,

Brustdrüse, Ausführungsgänge

der Speicheldrüsen, Urethra

Funktion: Schutz

Lumen

loses Bindegewebe

tiefer liegende

Basalzellen

oberflächliche

zylindrische Zellen

Lumen

Zytoplasma

Zellkerne

Basallamina

(b) Ausführungsgang Speicheldrüse

Lichtmikroskop, 175-fach

Abbildung 3.6: Histologie des Zylinderepithels. (a) Einschichtiges Zylinderepithel. Die lichtmikroskopische Aufnahme zeigt die Charakteristika des einschichtigen

Zylinderepithels. Beachten Sie das Verhältnis zwischen Höhe und Breite der einzelnen Zellen, die relative Größe, Form und Lage der Zellkerne

und die Entfernung zwischen benachbarten Zellkernen. Vergleichen Sie diese Beobachtungen mit den Charakteristika des einschichtigen kubischen Epithels

(siehe Abbildung 3.5a). (b) Mehrschichtiges Plattenepithel. Man findet es manchmal an langen Ausführungsgängen, wie an der Speicheldrüse. Beachten

Sie die Gesamthöhe des Epithels sowie die Lage und Orientierung der Zellkerne.

higen Zylinderepithel , das verschiedene Zelltypen enthält.

Da sich ihre Zellkerne unterschiedlich weit von der

Oberfläche befinden, wirkt das Epithel geschichtet oder

mehrschichtig. Es sitzen jedoch alle Zellen auf der Basallamina

auf; daher handelt es sich eigentlich um ein

einschichtiges Epithel. Man nennt es jedoch mehrreihig.

Die exponierten Zellen sind mit Kinozilien besetzt, sodass

man oft von einem mehrreihigen Flimmerepithel spricht

(Abbildung 3.7a). Dieser Epitheltyp kleidet den Großteil

der Nasenhöhle, die Trachea (Luftröhre) und die mittelgroßen

Bronchien aus.

ÜBERGANGSEPITHEL Diese Epithelform, das Urothel (Abbildung

3.7b), befindet sich im Nierenbecken, den Harnleitern,

der Harnblase und im oberen Teil der Urethra. Es

handelt sich um ein mehrschichtiges Epithel mit der besonderen

Eigenschaft der Dehnbarkeit. In gedehntem Zustand

sieht das Übergangsepithel wie ein mehrschichtiges,

nicht verhorntes Epithel mit zwei bis drei Schichten aus.

In der leeren Harnblase (siehe Abbildung 3.7b) scheint es

viel mehr Schichten zu haben; die äußere Schicht besteht

je nach Füllungszustand typischerweise aus abgerundeten

kubischen Zellen oder im Falle der Füllung aus platten

Deckzellen (Umbrella Cells). Der Aufbau des Übergangsepithels

ermöglicht eine erhebliche Dehnung des Epithels,

ohne dass die einzelnen Zellen Schaden nehmen.

3.1.5 Drüsenepithelien

Viele Epithelien enthalten sezernierende Drüsenzellen.

Exokrine Drüsen geben ihr Sekret auf eine Epithelaußenfläche

ab. Sie werden nach ihrem Sekret, der Struktur der

Drüse und der Art der Exkretion in Kategorien eingeteilt.

Exokrine Drüsen, die entweder aus einer einzelnen oder

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