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Kapitel 3 – Netzwerke und Internetworking

IEEE-Standard mit 1.518 Bytes festgelegt, obwohl es keine technische Begründung für

eine begrenzte Länge gibt, außer der Notwendigkeit, durch Überlast verursachte Verzögerungen

zu vermeiden.

Die Adresse der Zielstation verweist normalerweise auf eine einzelne Netzwerkschnittstelle.

Die Controller-Hardware auf jeder Station erhält eine Kopie eines jeden

Pakets. Sie vergleicht die Zieladresse in jedem Paket mit einer fest verdrahteten lokalen

Adresse, wobei Pakete ignoriert werden, die an andere Stationen adressiert sind,

und Pakete mit einer übereinstimmenden Adresse an den lokalen Host weitergegeben

werden. Die Zieladresse kann auch eine Broadcast- oder Multicast-Adresse angeben.

Normale Adressen werden nach ihrem höchsten Bit (0 bzw. 1) zwischen Broadcast-

und Multicast-Adressen unterschieden. Eine Adresse, die ausschließlich aus

Einsen besteht, ist für die Verwendung als Broadcast-Adresse reserviert; sie wird verwendet,

wenn eine Nachricht von allen Stationen im Netzwerk empfangen werden

soll. Dies wird beispielsweise für die Implementierung des ARP IP-Adressauflösungs-Protokolls

verwendet. Jede Station, die ein Paket mit einer Broadcast-Adresse

empfängt, gibt dieses an ihren lokalen Host weiter. Eine Multicast-Adresse stellt eine

beschränkte Form des Broadcasts dar, die von einer Gruppe von Stationen empfangen

wird, deren Netzwerkschnittstellen so konfiguriert sind, dass sie Pakete mit dieser

Multicast-Adresse entgegennehmen. Nicht alle Implementierungen von Ethernet-

Netzwerkschnittstellen erkennen Multicast-Adressen.

Das Ethernet-Netzwerk-Protokoll (das für die Übertragung von Ethernet-Paketen

zwischen Hosts vorgesehen ist) ist in der Ethernet-Hardwareschnittstelle implementiert;

für die Transportschicht und die darüber liegenden Schichten ist Protokoll-Software

erforderlich.

Layout von Ethernet-Paketen Die Pakete (genauer gesagt, die Frames), die von

Stationen im Ethernet übertragen werden, haben das folgende Layout:

Bytes: 7 1 6 6 2 46 ≤ Länge ≤

1500

4

Präambel S Zieladresse Quelladresse

Länge der

Daten

Daten für die

Übertragung

Prüfsumme

Neben den bereits erwähnten Ziel- und Quelladressen beinhalten Frames ein feststehendes,

acht Byte großes Präfix, ein Feld für die Länge, ein Feld für die Daten sowie

eine Prüfsumme. Das Präfix wird für Hardware-Timing-Zwecke verwendet und

besteht aus einer Präambel mit sieben Bytes, die je das Bitmuster 10101010 gefolgt

von einem ein Byte großen Start-Frame-Kennzeichner (in der Abbildung ist das S)

mit dem Bitmuster 10101011 enthält.

Obwohl die Spezifikation nicht mehr als 1.024 Stationen auf einem einzelnen

Ethernet erlaubt, belegen Adressen sechs Bytes, sodass 2 48 unterschiedliche Adressen

möglich sind. Aus diesem Grund kann jeder Ethernet-Hardwareschnittstelle von

ihrem Hersteller eine eindeutige Adresse zugewiesen werden, wodurch sichergestellt

ist, dass alle Stationen in jeder Kombination aus beliebigen Ethernets eindeutige

Adressen haben. Das US Institute of Electrical and Electronic Engineers (IEEE) ist die

zuständige Stelle für Ethernet-Adressen und erteilt den Herstellern von Ethernet-

Hardwareschnittstellen jeweils separate Bereiche von 48-Bit-Adressen.

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