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Im Notfall kann jeder helfen - DRF Luftrettung

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Luftrettung 3 | 2009

Das Förderermagazin

GESUND LEBEN

So lernt Ihr Kind

von Geburt an

NOTFALL

Giftiger Schlangenbiss

im Schwarzwald

KEINE ANGST VOR ERSTER HILFE

Im Notfall

kann jeder helfen


2

Editorial

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

waren Sie schon einmal in einer Situation, in

der Sie auf fremde Hilfe angewiesen waren?

Weil die Haustür ins Schloss fiel, der Schlüssel

aber auf dem Küchentisch lag? Auch wenn

dieses Beispiel vergleichsweise harmlos ist,

waren Sie mit Sicherheit erleichtert, als Ihnen

geholfen wurde.

Die Besatzungen der DRF Luftrettung helfen

jeden Tag Menschen in medizinischen Not-

situationen. Häufig hängt das Leben der Betroffenen

davon ab. Bei lebensbedrohlichen

Erkrankungen oder Verletzungen können die

ersten Minuten über Leben oder Tod entscheiden.

Daher wird die Rettungsleitstelle immer

den Notarzt alarmieren, der am schnellsten vor

Ort sein kann. Selbst wenn die DRF Luftrettung

nur wenige Minuten nach der Alarmierung

am Notfallort eintrifft, kann dies bei

einem reanimationspflichtigen Patienten zu

spät sein. Sein Überleben hängt im ersten

Schritt vom Einsatz engagierter Laienhelfer ab.

Doch die Bereitschaft der Deutschen, Erste

Hilfe zu leisten, liegt versteckt unter Ängsten,

Hemmungen, Unsicherheiten. Das belegen

wissenschaftliche Studien zum Beispiel des Instituts

für Notfallmedizin und Medizinmanagement

aus München oder der Charité in Berlin.

In unserer Titelgeschichte berichten wir über

die Gründe für diese dramatische Entwicklung

und möchten Sie auffordern, Ihre Kenntnisse in

Erster Hilfe zu überprüfen und einen Auffrischungskurs

zu besuchen. Denn bei den untersuchten

Notfällen stellte sich heraus, dass in

der Mehrzahl Personen aus dem privaten Umfeld

der Ersthelfer betroffen waren. Daher leisten

Sie aktiv einen Beitrag und schützen damit

auch Ihre Freunde und Familie.

Ihr

Helmut Nanz

Präsident

Titelfoto: Christoph von Haussen

Foto: Irina Wonneberg

12

Mit Singen, Vorlesen und regelmäßigem

Spielen können Eltern die frühkindliche

Bildung ihrer Babys schon von Geburt an

fördern.

Foto: DAK/Wigger

Inh

22

Vier Wochen

nach ihrem

Giftschlangenbiss

ist

Monika Meise

wieder wohlauf.


alt

04 Aktuell

Halbjahresbilanz der DRF Luftrettung; Einladung zur Mitgliederversammlung

des DRF e.V.; Stationsjubiläum in Suhl;

Spenden für die Stationen.

06 Titelthema

Laienhelfer sind das erste Glied in der Rettungskette. Sie

alarmieren den Rettungsdienst und leisten Erste Hilfe.

Studien zeigen jedoch: Je schwerer die Verletzung oder

Erkrankung, desto höher die Angst vor Erster Hilfe.

10 Mitarbeiterporträt

Viele Jahre hat Michael Zürn im Rettungsdienst gearbeitet.

Seit 2001 organisiert er Ambulanzflüge für die weltweite

Rückholung schwer kranker Menschen.

12 Gesund leben

Babys sind reine Reflexbündel? Von wegen! Sie lernen ab

ihrer Geburt – und Eltern können sie dabei unterstützen.

14 Christopher Kids

Wie die DRF Luftrettung Patienten „angelt“.

16 Von den Stationen

Nachrichten aus den Regionen.

22 Notfall

Monika Meise dachte, im Schwarzwald gäbe es keine Giftschlangen.

Sie wurde schmerzhaft eines Besseren belehrt.

24 Technik

Im eigenen EASA-Part-147-Ausbildungsbetrieb besuchen

die Techniker der DRF Luftrettung jetzt Musterlehrgänge.

26 Leserforum

Zuschriften unserer Leser in Wort und Bild;

Kinderzeichnungen; Impressum.

28 Shop

Geschenk-Ideen für Groß und Klein.

Luftrettung 3 || 2009

Foto: Jens Eber

24

06

Im EASA-Part-147-Ausbildungsbetrieb

der DRF Luftrettung erwerben Fluggerätemechaniker

die Musterberechtigung

für

die Typen EC

135, BK 117

und BO 105.

Die Kinder von heute sind die Ersthelfer

von morgen: Seit 2003 macht die DRF

Luftrettung Grundschüler mit dem Thema

Erste Hilfe vertraut.

10

Michael Zürn ist Teamleiter in

der Alarmzentrale (MCC) der

DRF Luftrettung. Der Wunsch,

Menschen zu helfen, lässt

den 39-Jährigen seit dem

Zivildienst nicht mehr los.

Foto: Christoph von Haussen

Foto: Andrea Fabry

3


4

Aktuell

Kurz berichtet

Bedeutung der Luftrettung wächst

16.370 Mal starteten die Hubschrauberbesatzungen

der DRF Luftrettung im ersten Halbjahr 2009 in

Deutschland zu ihren oft lebensrettenden Einsätzen.

In 4.050 Fällen wurden die Luftretter

für dringende Intensivtransporte

zwischen Kliniken alarmiert. 12.320

Mal brachten sie Notfallpatienten

schnelle medizinische Hilfe, darunter

1.370 Herzinfarktpatienten, 1.229 Schlaganfallpatienten

und 1.384 Unfallopfern. „Ohne den

täglichen Einsatz von Rettungshubschraubern ist

in weiten Teilen Deutschlands eine lückenlose

medizinische Versorgung der Bevölkerung nicht

Von Januar bis Juni 2009 brachten die Hubschrauberbesatzungen der DRF

mehr zu leisten. Immer mehr Notaufnahmen an

Luftrettung über 12.000 Notfallpatienten schnelle Hilfe.

Krankenhäusern werden geschlossen, die Notarztdichte

vor allem abseits städtischer Zentren nimmt

kontinuierlich ab. Hinzu kommt, dass sich viele Kliniken spezia- Die Luftrettung bietet hier erhebliche Zeitvorteile“, unterlisieren.

Notfallpatienten müssen über weitere Distanzen in streicht Vorstand Steffen Lutz die wachsende Bedeutung der

für die Behandlung geeignete Kliniken transportiert werden. Luftrettung.

Bei ihrem Besuch der Niebüller Station

überreichte das Ehepaar Bosse der Besatzung

einen Dankesscheck über 420 Euro.

Foto: DRF Luftrettung

Foto: DRF Luftrettung

Spenden für Niebüll, Ochsenfurt und Rendsburg

Ende Mai besuchte Axel Bosse gemeinsam mit seiner Frau die Niebüller Station

der DRF Luftrettung. Die Besatzung hatte den schwer kranken Mann vergangenen

Oktober vom Krankenhaus Niebüll ins Westküstenklinikum Heide geflogen. Auch

dank des schnellen Transports wurde er wieder gesund und beschloss, sich tatkräftig

zu bedanken. Beim Besuch auf der Station übergab das Ehepaar der diensthabenden

Besatzung eine Spende über 420 Euro. Außerdem hat Ute Decker aus Amrum im

Mai wieder ihre Spardose geleert: 3.051,80 Euro waren von Urlaubern für die Sta-

tion in Niebüll zusammengekommen.

Spenden gab es vor Kurzem auch für die Ochsenfurter Station der DRF Luftrettung.

600 Euro spendeten die Landfrauen Michelfeld Anfang Juli. Bereits im Mai überreichte

Ingrid Dorsch aus Düllstadt der Besatzung 650 Euro. Die Landwirtin veranstaltet

jedes Jahr einen Markt auf ihrem Hof, auf dem selbst hergestellte Erzeugnisse

wie Wurst oder Marmelade verkauft werden. Im Rahmen des Bauernmarkts findet

auch eine Tombola statt, deren Erlös für einen guten Zweck gespendet wird.

Nicht zuletzt erhielt die Station Rendsburg 500 Euro von der Firma Fliesenhof

Fockbeck. Wir danken allen Spendern recht herzlich!


Nachruf

Am 5. Juli ist Polizeihauptkommissar a. D. Georg Fetzer im Alter von

76 Jahren verstorben. Der frühere Leiter der Polizeihubschrauberstaffel

Baden-Württemberg gehörte unserem Vorstand von 1985 bis 2006 an.

Während dieser Zeit engagierte sich Georg Fetzer insbesondere für die

Belange des Flugbetriebs und der Technik. In allen Fachfragen war er

ein ebenso geschätzter wie kompetenter Ansprechpartner, der uns

insbesondere beim Aufbau des technischen Betriebs und beim Aufund

Ausbau der Hubschrauberflotte wertvolle Dienste leistete.

Georg Fetzer wurde aufgrund seines sympathischen Wesens, seiner

Hilfsbereitschaft und Verlässlichkeit sehr geschätzt. Wir werden ihm

ein ehrendes Andenken bewahren.

Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

Helmut Nanz, Präsident des DRF e.V.

Die regionale Bedeutung des Rettungshubschraubers Christoph 60

stand beim 15-jährigen Bestehen der Station Suhl am 19. Juni im

Mittelpunkt der Feier. Zu den Gästen des offiziellen Festakts zählte

auch der Suhler Oberbürgermeister Dr. Jens Triebel. Er betonte in

seiner Ansprache die Bedeutung des Hubschraubers für Südthüringen.

Insbesondere im Thüringer Wald habe der Hubschrauber als

schneller Notarztzubringer einen klaren Zeitvorteil. Zwei Tage später

konnte sich die Bevölkerung bei einem Tag der offenen Tür über

die Arbeit der Luftretter informieren.

Foto: DRF Luftrettung 15 Jahre Station Suhl

Luftrettung 3 || 2009

Teddybären handgemacht

Einladung zur

Mitgliederversammlung

Nach der Satzung des DRF e.V. (Deutsche

Rettungsflugwacht Förderverein e.V.)

dürfen wir die Fördermitglieder gemäß

§7 Absatz 2 der Vereinssatzung zur Mitgliederversammlung

2009 (Berichtsjahr

2008) am 6. Oktober 2009 um 16:00

Uhr in die Räumlichkeiten der DRF

Luftrettung, Rita-Maiburg-Straße 2, in

70794 Filderstadt-Bernhausen einladen.

Themen der Tagesordnung:

1. Verabschiedung des Protokolls der

ordentlichen Mitgliederversammlung

vom 23.09.2008.

2. Bericht des Vorstands über das

Geschäftsjahr 2008 und Bericht über

das laufende Geschäftsjahr.

3. Entgegennahme und Genehmigung des

durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ernst & Young geprüften und

testierten Jahresabschlusses für das

Geschäftsjahr 2008.

4. Entlastung des Vorstands für das

Geschäftsjahr 2008.

5. Bestellung der Abschlussprüfer für das

Geschäftsjahr 2009.

6. Verschiedenes

Wir bitten die Fördermitglieder um Anmeldung

bis zum 30. September 2009

unter der Telefonnummer 0711/7007-0.

Eine recht ungewöhnliche Übergabe fand am 13. Mai am Stand der DRF Luftrettung auf

der Messe RETTmobil statt. Doris Watkins und Michael Kümmel von der Initiative „Hilfe

für Frühchen Deutschland“ übergaben der Luftrettungsorganisation rund 200 selbst

gestrickte Teddybären. An der Untergruppe „Frühchen Teddytanten“ beteiligen sich

18 Frauen aus ganz Deutschland, die für gemeinnützige Organisationen Teddybären

stricken. Die „Trostbärchen“ werden kleinen Patienten bei Notfällen in die Hand gegeben.

So auch bei der DRF Luftrettung. „Die Kuscheltiere trösten die Kinder an Bord der Rettungshubschrauber

und sollen ihnen die Angst nehmen“, erläutert Doris Watkins die Beweggründe

für die Spende. Die DRF Luftrettung freut sich über den Zuwachs des Kuscheltierbestands

und bedankt sich herzlich bei den Handarbeiterinnen.

5


6

Titelthema

Plötzlich ein brennender Schmerz hinter

dem Brustbein, Sie ringen nach Luft und

benötigen dringend Erste Hilfe.

Doch keiner der Anwesenden traut sich ...

Das ist keine Szene aus einem Alptraum,

sondern bittere Realität. Die Ursachen für

W

Erste Hilfe

in Not

diese Befangenheit bringen notfall-

medizinische Studien ans Licht.

ie lange ist es her, dass Sie einen Erste-Hilfe-

Kurs besucht haben? 15 Jahre oder noch länger?

Als Sie den Führerschein gemacht haben? Bis der Notarzt

oder der Rettungsdienst am Unfallort eingetroffen

ist, kommt gerade dem kompetenten und verantwortungsvollen

Handeln von Ersthelfern eine Rolle

zu, die in ihrer dramatischsten Form über Leben und

Tod entscheiden kann. Umso schlimmer, dass im Jahr

2000 mehr als ein Fünftel der deutschen Bevölkerung

gar keine Ausbildung in Erster Hilfe hatte. Zu diesem

Ergebnis kommt die 2007 veröffentlichte Studie

„Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Notfällen“ des Instituts

für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM)

am Klinikum der Universität München, die im Zusammenhang

mit Notfalleinsätzen des Rettungshubschraubers

Christoph 1 durchgeführt wurde.


Foto: Yuri Arcurs – fotolia.com

Im Rahmen der Studie wurde bei 431 Einsätzen unter

anderem Folgendes dokumentiert:

✚ Waren Ersthelfer vor Ort? Wenn ja, wie viele?

✚ Welche Qualifikation hatten die Ersthelfer?

✚ Welche Maßnahmen wurden durchgeführt?

✚ Wer hat den Notruf abgesetzt?

Nur 53 Prozent der Notrufe gingen über die 112

direkt in der Rettungsleitstelle ein. Selbst nach absolviertem

Erste-Hilfe-Kurs betrug der Anteil richtig

durchgeführter Maßnahmen (zum

Beispiel Basismaßnahmen der

Reanimation, richtige Lagerung,

Wärmeerhalt, Anle-

112

gen von sterilen Verbänden)

nur 62,5 Prozent. Dabei

zeigten sich Ersthelfer bei internistischen

Erkrankungen

oder schweren Unfällen häufig von

der Situation überfordert.

Die Autoren der INM-Studie (K.

Burghofer, C. Lackner, M. Köhler

und E. Stolpe) sehen die Wurzeln

der Misere unter anderem in der

mangelnden Sensibilisierung für

internistische Notfälle. Dies belegt

eine weitere wissenschaftliche Arbeit

der Klinik für Anästhesiologie

am Campus Benjamin Franklin der

Charité in Berlin. Darin zeigt der

Notfallmediziner Dr. Jan Breckwoldt

auf, dass 66 Prozent der Ersthelfer

einen Herz- oder Atemstillstand

zwar erkennen, doch nur 12,5

Prozent davon eine effektive Wiederbelebung

einleiten. Dabei sinken mit jeder Minute,

die ohne Hilfe verstreicht, die Überlebenschancen

um etwa 10 Prozent. Engagierte Ersthelfer können die

Wahrscheinlichkeit, dass der Betroffene überlebt, um

30 bis 60 Prozent erhöhen.

Eine weitere Ursache bedingt die Tatsache, dass Verkehrsteilnehmer

den kleinen Erste-Hilfe-Kurs (Lebens-

NotRUf

Nach einem Verkehrsunfall mit

Verletzten muss sofort ein Notruf

abgesetzt und die Unfallstelle

gesichert werden, um weitere Unfälle

zu vermeiden.

Luftrettung 3 || 2009 7

Foto: IFZ


8

Titelthema

Foto: Markus Tönnishoff

Ersthelfer sind versichert

Wer Erste Hilfe leistet, bekommt alle Gesundheitsschäden,

die ihm dabei prinzipiell entstehen können,

von der örtlich zuständigen Unfallkasse ersetzt.

Fakten zum rechtlichen Rahmen von Erster Hilfe am

Unfallort hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung

in einer Broschüre zusammengefasst.

Sie steht unter www.dguv.de/inhalt/medien/

bestellung/documents/erstehilfe.pdf zum

Download bereit.

Bei Fragen kann man sich auch an die

Unfallkasse des Bundes wenden,

Weserstraße 47, 26382 Wilhelmshaven;

Telefon 04421/407-0.

Foto: DRF Luftrettung

Auch Profis lernen nie aus: Die medizinischen Besatzungen der DRF Luftrettung trainieren mit dem Patientensimulator

regelmäßig die Zusammenarbeit, damit bei einem Einsatz der Patient innerhalb kürzester Zeit vom Team optimal

versorgt wird (oben). Bei einem Herzkreislaufstillstand entscheiden die ersten Minuten über Leben oder Tod. Eine Laien-

reanimation von Anwesenden kann ein Herz bereits wieder zum Schlagen bringen, bevor der Notarzt eintrifft (rechts).

rettende Sofortmaßnahmen am Unfallort) nicht in regelmäßigen

Abständen wiederholen müssen. Die Notärzte

und Rettungsassistenten der DRF Luftrettung

gehen hier mit gutem Beispiel voran: Sie bilden sich

regelmäßig fort, um beispielsweise neueste Verfahren

bei der Reanimation in Theorie und Praxis kennenzulernen

oder die Teamkoordination bei der Behandlung

kritischer Patienten mit Hilfe hochmoderner Simulationspuppen

zu überprüfen. Darüber hinaus trainiert

die DRF Luftrettung jedes Jahr zum Beispiel im Rahmen

der Windenrettungsübungen die Zusammenar-

beit mit Bergrettern bzw. mit Rettungsschwimmern

bei ihren Wasserrettungsübungen. So ist gewährleistet,

dass die Teamarbeit auch im Ernstfall reibungslos

funktioniert. Denn wenn die Leitstelle den Rettungshubschrauber

alarmiert, ist stets Eile geboten. Dann

ist der Hubschrauber das Rettungsmittel, das den Notarzt

auf dem schnellsten Weg zum Patienten bringt.

Wenn der Patient zum Beispiel nach einem Schlaganfall

oder Herzinfarkt in eine Spezialklinik gebracht

werden muss, geschieht auch dieser Transport häufig

mit dem Hubschrauber, vor allem wenn dafür größere

Entfernungen zu bewältigen sind. Zum Vergleich:

Der Rettungshubschrauber legt in 15 Minuten circa

50 Kilometer zurück, der Rettungswagen im Durchschnitt

nur 12,5 Kilometer.

Zu theoretisch, zu realitätsfern

Doch zurück zum Ersthelferproblem in Deutschland:

In den unzureichenden Ausbildungskonzepten von

Erste-Hilfe-Kursen manifestiert sich ein weiteres Problem.

Wissenschaftler fordern bereits seit längerer Zeit

eine neue Form der Kurse. Die bestehenden seien zu

theoretisch und zu realitätsfern. Bei der überwiegenden

Mehrheit der Notfälle geht es um Atemnot,

um kardiologische Notfälle oder um Schlaganfälle,

was die Einsatzstatistik 2008 der DRF Luftrettung bestätigt.

Zu den häufigsten Alarmierungsgründen zählten

Herzinfarkte und Schlaganfälle. Nur jede 16. Alarmierung

war durch einen Unfall bedingt.

Foto: Johanniter-Unfall-Hilfe


Ein weiterer

Kritikpunkt

betrifft die

Dauer der

Kurse. Hilfsorganisationen

wie das

DRK haben

reagiert und

bieten seit

Mai 2008

kürzere Kompaktkurse

an. Die Auffrischungskurse bestehen aus

zwei Modulen à 90 Minuten, für den Erwerb des Pkw-

oder Motorradführerscheins ist ein Besuch jedoch

nicht ausreichend. Wer den Lkw-, Bus- oder Taxiführerschein

machen möchte, benötigt den großen Erste-

Hilfe-Kurs mit vier doppelten Schulstunden.

„Mein Traum ist, dass Erste Hilfe eines Tages Teil

der Lehrpläne an unseren Schulen wird“, wünscht sich

Rotkreuz-Präsident Rudolf Seiters. Die DRF Luftrettung

hat schon vor Jahren damit begonnen, Kinder an

das Thema Erste Hilfe heranzuführen: Sie hat 2003

die Initiative „Kinder lernen helfen“ ins Leben gerufen.

Das Schulungskonzept ist auf Mädchen und Jungen

zwischen 6 und 10 Jahren in Gruppen bis zu 20

Kindern ausgerichtet. Von pädagogisch geschulten

Trainern der DRF Luftrettung lernen sie, wie sie sich

in einer Notfallsituation richtig verhalten, woran sie

Gefahren erkennen und wie sie sie vermeiden können,

gerade wenn die Eltern nicht dabei sind. So soll den

Kindern die Angst vor kleinen Unfällen und Notsituationen

genommen werden. „Wir bringen den Kindern

bei, wie sie einen Notruf tätigen und Fragen zum

Notfall richtig beantworten“, berichtet Carmen Butschkus,

Leiterin der Stabsstelle Fundraising der DRF

Luftrettung. Die Kinder lernen die stabile Seitenlage

und weitere Notfallmaßnahmen kennen und erfahren,

wie man kleine Wunden mit Mullbinden und Pflastern

versorgt. „Wir haben zwar das fachliche Wissen, nicht

aber die finanziellen Mittel, um die Kurse auf eigene

Kosten durchzuführen. Deshalb ist die DRF Luftrettung

auf die finanzielle Hilfe von Firmen und Sponsoren

angewiesen“, fährt Butschkus fort (siehe auch

www.drf-luftrettung.de/kinder-lernen-helfen.html).

Das Schlimmste ist: nichts tun

Was Hänschen schon lernt, kann Hans nicht mehr

ängstigen: Dennoch ist Erste Hilfe ein mit Angst besetztes

Thema. Potenzielle Helfer zum Beispiel am

Unfallort befürchten, etwas falsch zu machen und dafür

später geradestehen zu müssen. Wegschauen und

weiterfahren ist daher oft die impulsive Reaktion.

Doch sie ist falsch – und strafbar. Hilfeleistung ist eine

Bürgerpflicht, die im Strafgesetzbuch (§ 323c) verankert

ist. Nicht der Ersthelfer muss mit juristischen Folgen

rechnen, sondern derjenige, der die gebotene Hilfeleistung

unterlässt, obwohl dies laut Gesetzestext

„erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten“

ist. Die Alarmierung des Rettungsdienstes unter

der Notrufnummer 112 ist das Mindeste, was jeder

tun kann. Nur eines ist wirklich verhängnisvoll:

nichts zu tun. IRINA WONNEBERG

Hier lernen Sie Erste Hilfe

Auf dem Markt der „Erste-Hilfe-Kurse“ tummeln sich

neben kompetenten Ausbildern auch zweifelhafte

Anbieter. Unser Tipp: Wenden Sie sich an einen

Kreis- oder Ortsverband der Hilfsorganisationen ASB

(Arbeiter-Samariter-Bund), DRK (Deutsches Rotes

Kreuz), MHD (Malteser Hilfsdienst), DLRG (Deutsche

Lebens-Rettungs-Gesellschaft) und JUH (Johanniter-Unfall-Hilfe).

Dort werden auch spezielle

Erste-Hilfe-Lehrgänge zum Beispiel bei Kindernotfällen,

Sportunfällen oder für spezielle Risikogruppen

wie Herz-/Kreislaufpatienten angeboten. Es

gibt Lehrgänge, die auf bestimmte Gruppen von

Ersthelfern wie Medizinstudenten oder betriebliche

Ersthelfer abgestimmt sind.

Luftrettung 3 || 2009 9


10

Mitarbeiterporträt

Mit der Welt verbunden

Teamarbeit ist

Michael Zürn

und seinen Kol-

legen vom MCC

sehr wichtig.

Wenn irgendwo in der Welt ein Mitglied des DRF e.V. Hilfe benötigt,

klingelt bei Michael Zürn und seinen Kollegen das Telefon.

Für die Mitarbeiter der Alarmzentrale (Mission Control Center – MCC)

Foto: Jens Eber

beginnt mit der Organisation von Rückholflügen eine hochkomplexe

Aufgabe, die viel Erfahrung und absolute Konzentration erfordert.

D

er Morgen des 14. Juli ist relativ ruhig im MCC am

Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. Ein Learjet-

Pilot meldet über Satellitentelefon, dass der Transport

eines Patienten aus dem kasachischen Almaty nach

Stuttgart nicht wie vorgesehen durchgeführt werden

kann. Der Gegenwind ist stärker als vorhergesagt, eine

frühere Zwischenlandung ist notwendig, um die Maschine

aufzutanken. „Wir organisieren jetzt in kürzester

Zeit die Landung, holen eine neue Startgenehmigung

ein und kümmern uns darum, dass die Maschine

am Boden auf getankt wird“, erklärt Michael

Zürn ruhig. Dann macht er sich mit seinen Kollegen

an die Arbeit, führt Telefonate, klärt Wetterbedingungen

ab, gibt der Crew in der Luft neue Informationen.

„Natürlich ist das Stress“, gibt der 39-Jährige

offen zu, „aber positiver Stress.“

Erster Ansprechpartner und Ausbilder

Michael Zürn ist seit Oktober 2001 bei der DRF Luftrettung.

Bis März 2008 arbeitete er als Einsatzleiter

in der Alarmzentrale der DRF Luftrettung in Filderstadt.

Seit deren Umzug nach Rheinmünster ist der

sportliche Schwabe als Teamleiter für die European

Air Ambulance (EAA) tätig, eine Kooperation der

DRF Luftrettung und der Luxembourg Air Rescue.

„Als Teamleiter sind mein Kollege Klaus von der

Heydt und ich immer die ersten Ansprechpartner im

MCC“, erklärt Zürn. „Wenn wir zum Beispiel binnen

zwei Stunden einen Flug nach Afrika koordiniert haben

und den Angehörigen eines Patienten positive

Rückmeldung geben können, ist das schon sehr befriedigend“,

beschreibt er den Reiz seines Berufs. Nicht

zuletzt ist der Teamleiter für die Ausbildung der MCC-

Mitarbeiter verantwortlich. „Für unseren Bereich gibt

es keine Berufsschule

oder Ähnliches“, erklärt

Zürn, „bei der EAA absolvieren

junge Mitarbeiter

deshalb eine maßgeschneiderteAusbildung,

in der wir unsere

langjährige Erfahrung

mit Einsätzen in aller

Welt weitergeben können.“

Wichtigste Voraussetzung

sei dabei

ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit.

Menschen zu helfen ist

für Zürn ein Grundbedürfnis.

Bereits beim

Zivildienst fand der

heutige Mission Coordinator

seine Berufung:

„Ich wollte unbedingt im Rettungsdienst arbeiten“, erinnert

sich der 39-Jährige. Zunächst blieb er ehrenamtlich

im Rettungsdienst, später arbeitete er jahrelang

als Rettungsassistent im württembergischen

Backnang.

Bestmögliche Versorgung der Patienten

Der Kontakt mit Menschen sei für ihn bis heute faszinierend,

sagt der frisch gebackene Familienvater.

Dazu gehören die medizinischen und fliegerischen

Crews einerseits, die sich auf die präzise und zielgerichtete

Arbeit der Koordinatoren verlassen. Wichtig

sei aber auch, auf besorgte Angehörige einzugehen.

„Spreche ich mit einer Ehefrau, deren Mann im Ur-


laub einen Herzinfarkt erlitten hat, vermittle ich ihr

das Gefühl, dass alles getan wird, um ihnen zu helfen“,

so Zürn.

„Wir sind ein sehr motiviertes, engagiertes Team,

das an einem Strang zieht“, betont der Teamleiter.

„Denn wir haben alle das gleiche Ziel: einen Patienten

bestmöglich versorgt von A nach B zu bringen.“ Minuten

später erkundigt sich Michael Zürn bei seinen

Kollegen nach dem Flug von Almaty nach Stuttgart:

„Sie sind eben wieder gestartet“, erfährt er. „Prima“,

sagt er ruhig, verschafft sich einen Überblick über die

vier Monitore vor ihm und nimmt hoch konzentriert

seine Arbeit wieder auf.

JEns EbEr

Zur Person

beruflich hat Michael Zürn rund um die Uhr mit Menschen

zu tun. Privat dringt er hingegen in regionen

vor, in denen es völlig einsam ist: Höhlen. Die Falkensteiner

Höhle oder das Mordloch auf der schwäbischen

Alb begeht Zürn besonders gern. „Das schöne

daran ist, dass ich bereiche entdecke, wo fast nie

Menschen sind“, erklärt er. Ausgleich findet er zudem

beim sport: Fußball, Volleyball, Joggen, radfahren,

Tauchen, Inliner- und skifahren. In den vergangenen

Monaten blieb dafür aber wenig

Zeit. Im Juli wurden Michael

Zürn und seine Frau

Daniela Eltern von sohn Lasse.

Zudem zog er mit seiner

Familie von seinem Geburtsort

Plüderhausen nach bühl,

um näher an seinem Arbeitsplatz

zu wohnen.

Michael Zürn freut sich

auf den nächsten sommer,

wenn er wieder mehr Zeit

fürs Fahrradfahren hat.

Luftrettung 3 || 2009 11

Foto: Jens Eber; Hintergrund: spotlight studios – fotolia.com

Foto: privat


Gesund leben

Wenn der Vater

mit dem Sohne:

Sprechen und

Vorlesen gelten

als „Erfolgsduo“

für die Sprachentwicklung

in

den ersten

Lebensmonaten.

Kinderleicht lernen

Bereits direkt nach der Geburt beginnt ein Baby damit, seine Sinne

auszubilden. Die Wahrnehmungen werden geschärft und im Laufe der

ersten Lebensmonate immer differenzierter.

W

enn Babys zum ersten Mal bewusst lächeln,

reagiert die Umwelt entzückt auf die kleinen

Wonneproppen, ohne zu wissen, dass sie ein überlebenswichtiges

Verhaltensmuster der kleinen Erdenbürger

unterstützen. Mit Lächeln, Augenkontakt und

Brabbeln bauen Babys erste Bindungen zu ihren nächsten

Angehörigen auf. Je stabiler und harmonischer

diese Bindungen sind, desto besser verläuft die geistige

und körperliche Entwicklung der Neugeborenen.

„Ohne Bindung keine Bildung“, weiß PD Dr. Fabienne

Becker-Stoll, Leiterin des Staatsinstituts

für Frühpädagogik (IFP). „Bei der Bindungsentwicklung

in den ersten Monaten

kommt es sehr auf die Erfahrungen an,

die der Säugling mit seiner unmittelbaren

Umwelt macht.

Das frühkindliche Ge-

hirn benötigt eine liebevolle feinfühlige Zuwendung

durch die wichtigsten Bezugspersonen.“

Zu einer feinfühligen Eltern-Kind-Beziehung und

damit zu einer gesunden Entwicklung gehört viel mehr

als waschen, wickeln und füttern: Durch altersgerechte

Spiele und Bewegung entsteht ein Grundmuster da-

Foto: Renee Jansoa – fotolia.com


Foto: Yvonne Bogdanski – fotolia.com

für, wie das Kind

später Bindungen

aufbaut

und seine Umwelt

erforscht. Neugeborene verfügen bereits über alle

Sinne, können hören, riechen, schmecken, fühlen und

auf eine Entfernung von etwa 20 Zentimeter präzise

sehen. Mit seiner Mimik zeigt das Neugeborene deutlich

seine Stimmung, und ab der 6. Woche ist sein Lächeln

bereits ein sozial motiviertes Zeichen von Wohlgefühl.

Auch Quietschen oder Weinen gehören zum

angeborenen Kommunikationsrepertoire.

Lernstadien aktiv gestalten

Natürlich durchlaufen Babys auch offensichtliche Entwicklungs-

und Lernstadien, die von den Eltern aktiv

gestaltet werden. So können sie ihrem Nachwuchs in

den ersten drei Monaten antworten, indem sie die Laute

wiederholen, die ihr Baby von sich gibt. Sprachliche

Wiederholungen sind keinesfalls ein Zeichen für

„einfältige Babysprache“: Sie tragen vielmehr dazu

bei, dass sich das Baby sogar kurze Sätze merken kann,

wie französische Wissenschaftler herausgefunden haben.

Gerade die verbale Liebkosung präge sich schon

Herzlichen Glückwunsch !

In Ausgabe 2-2009 des Förderermagazins

Luftrettung“ haben wir in unserem Gewinnspiel

gefragt, warum sich Funktionswäsche so gut für

den Urlaub eignet.

Die richtige Antwort lautet: c) Sie ist bügelfrei,

trocknet schnell und wiegt nicht viel.

Je ein Hörbuch „Deutschlandalbum“ haben gewonnen:

Elisabeth Backhaus aus Söhlde, Walter Bonert aus

Forst und Werner Schuler aus München.

Wir gratulieren!

überraschend früh im Gehirn eines Babys

ein. Mit drei Monaten nehmen sie

Sätze auf und speichern sie in der

Sprachregion im Gehirn ab, die

immer dann mit erhöhter Blutzufuhr

reagiert, wenn ein Wortlaut oft

wiederholt wird.

Zwischen dem dritten und sechsten

Monat dreht sich das Baby auch

selbstständig vom Bauch auf den Rücken

und hat Spaß an Spielzeug, das ordentlich Lärm

macht, oder an weichen und bunten Gegenständen

zum Greifen. Ab sofort wird auch der Mund als sinnliches

Tastorgan genutzt. Spätestens wenn das Baby

beginnt, auf dem Bauch zu robben oder auf allen Vieren

zu krabbeln, sollte die Wohnung kindersicher sein,

sprich: Alles was für das Kind gefährlich werden

könnte – Reiniger, Scheren, Messer, Zahnstocher und

Ähnliches – unbedingt außer Reichweite bringen. Eltern

können diese Erkundungsphasen unterstützen, in

dem sie Möbel eng zusammenstellen, damit sich die

Kleinen daran entlanghangeln können. Auch Babyschwimmen

begünstigt eine optimale sensorische und

psychomotorische Entwicklung. Geschützt vor äußeren

Reizen genießt das Baby das warme Wasser und

die Freude am Planschen. Für „geistige Nahrung“ sorgen

dagegen Singen, Kinderreime, Spielzeug und Bilderbücher.

Es gibt sogar bereits Englischkurse für Babys:

„Baby‘s best start“ heißt das Angebot der Sprachwissenschaftlerin

Helen Doron und richtet sich an Kinder

zwischen drei und 18 Monaten. Die meisten

Kleinkinder vergnügen sich in diesem Alter allerdings

damit, Gegenstände fallen zu lassen und die Nerven

Dritter zu strapazieren. Doch das tut der Elternliebe

keinen Abbruch. Nichts ist faszinierender, als die Entwicklung

von Babys zu begleiten und zu erleben, wie

aus kleinen Menschen große werden.

NIcoLE caRINa FRItZ

Die verschiedenenLernstadien

der

Babys machen

Eltern deutlich,

dass Greifen in

direktem Zusammenhang

mit

dem bewussten

Begreifen steht.

Luftrettung 3 || 2009 13

Fotos: stoneman, lucastor, Franz Pfluegl – fotolia.com


GEWINNSPIEL

Christopher Kids

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VoN kleiNeN

uND groSSeN ANglerN

Wie fangt ihr einen Fisch, ohne im kalten Wasser zu stehen und nasse Füße

zu bekommen? Genau, ihr nehmt eine lange Angel mit Spule und Haken, die

weit über das Wasser reicht. So bleibt ihr trocken am Ufer stehen. Ganz ähnlich

macht das die Besatzung eines Rettungshubschraubers, wenn der Pilot

am Einsatzort nicht landen kann, weil der Berg zu steil oder der Wald zu dicht

ist. Dann wird der Patient aus der Luft „geangelt“. Dazu werden Hubschrauber

mit einer sogenannten Winde ausgerüstet, die ähnlich wie eine Angelspule

gebaut ist, nur viel stärker und sicherer.

Der Notarzt hängt am Haken

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Am Haken hängen – sicher in einem Gurt – der Notarzt und ein Bergretter,

die zur Unfallstelle abgeseilt werden. Auf der Erde angekommen, haken sie

sich schnell aus und behandeln den Verletzten. Während der Patient versorgt

und in eine Art Schlafsack gebettet wird, zieht der Windenführer das Seil ein,

damit es sich nicht verhaken kann. Über Funk sagen der Notarzt und der Bergretter

dann dem Piloten, wenn sie fertig sind. Daraufhin wird das Seil wieder

abgerollt, und die beiden haken sich und den Patienten ein. Danach fliegt der

Pilot mit seinem „Fang“ zu einem sicheren Landeplatz ganz in der Nähe, wo

der Patient im Hubschrauber auf eine Trage gebettet und in eine Klinik geflogen

wird. Ist der Patient nicht so schwer verletzt, kann es auch sein, dass

am Landeplatz bereits ein Rettungswagen wartet, der ihn dann mit Blaulicht

und Tatütata in ein Krankenhaus fährt. Habt Ihr‘s gemerkt? Gute Ideen gibt

es überall, ihr müsst nur genau hinsehen und ein bisschen pfiffig sein!

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Damit bei euch keine langeweile aufkommt,

haben wir eine tolle Beschäftigung

für euch: Verbindet die Zahlen von 1 bis

44 und malt das „summende Flügeltierchen“

mit bunten Farben aus. Das Bild

schneidet ihr aus, klebt es auf eine Postkarte

und schickt es an: DrF luftrettung,

gewinnspiel, rita-Maiburg-Straße 2,

70794 Filderstadt.

Mit etwas glück könnt ihr einen von

insgesamt 5 Plüschhubis zum Drücken

und kuscheln gewinnen. Vergesst nicht,

euren Namen, eure Adresse und euer

Alter anzugeben. Mitmachen können kinder

und Jugendliche bis 18 Jahre. Mitarbeiter

der DrF luftrettung und deren Angehörige

sind von der Teilnahme leider ausgeschlossen.

einsendeschluss ist der

30. September 2009.

Die Zahlen

verbinden

und bunt

ausmalen!


Illustrationen: Peter Puck

Christopher und das fleißige Bienchen

Kürzlich wollte sich Christopher vor der Arbeit drücken. Er

legte sich unter einen Baum, um ein bisschen zu dösen.

Doch daraus wurde nichts. Er hatte sich direkt neben ein

Bienennest gelegt und plötzlich war ihm gar nicht mehr

langweilig! Er schaute den Bienen interessiert beim Nektarsammeln

zu und kam sogar mit einer ins Gespräch. „Ihr seid

aber fleißig“, staunte Christopher. „Stimmt, bei schönem

Wetter starten wir zehn Mal pro Tag und fliegen bei jedem

Honigeinsatz über 70 Blüten an, um mit unserem Rüssel

Nektar oder Honigtau aufzunehmen“, antwortet eines der

Bienchen.

„Aber wie macht ihr daraus Honig?“,

fragt Christopher. „Oh,

das ist sehr kompliziert“, sagt

das Bienchen. „Wir haben einen

Honigmagen, in dem wir

gemeinsam mit eigenen Körpersäften

Honig machen. Den

Honig legen wir dann Tropfen

für Tropfen in Waben ab und

lassen ihn reifen.“ Christopher denkt an das kleine Honiggläschen,

das heute Morgen auf dem Frühstückstisch stand.

„Wie viel Nektar müsst ihr denn sammeln, damit es 150 ml

Honig ergibt?“ „Etwa einen Liter“, sagt das Bienchen. „Dafür

flieg ich etwa 20.000 Nektareinsätze. Und für ein Kilogramm

Honig flieg ich etwa dreieinhalb Mal um die Welt. Und was

ist mit dir? Solltest du nicht so langsam wieder starten, um

Leben zu retten?“, zwinkert es Christopher zu. „Du hast

recht, ich muss los. Mach’s gut und danke für die tolle Unterhaltung,

das war echt spannend, was du erzählt hast!“

15


Foto: DRF Luftrettung

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Hannover

Dortmund

Bremen

Göttingen

Mannheim

Karlsruhe

Rheinmünster

Rendsburg

Freiburg

Villingen-Schwenningen

Bremen

Leonberg

Stuttgart

Friedrichshafen

Niebüll

Kürzlich flog die Bremer Besatzung

eine schwer kranke Patientin von Fallingbostel

in die Medizinische Hochschule

Hannover. Die Frau stand auf

der Warteliste für eine Lungentransplantation.

Um 12:51 Uhr alarmierte

die Leitstelle Bremen die Luftretter.

Christoph Weser traf um 13:17 Uhr in

Fallingbostel ein, um die Patientin, die

künstlich beatmet werden musste, unter

intensivmedizinischer Betreuung

nach Hannover zu fliegen. Dort wurde

sie den Ärzten der Medizinischen

Halle

Suhl

München

Greifswald

Magdeburg

Berlin

Bad Saarow

Nordhausen

Zwickau

Bad Berka

Ochsenfurt

Nürnberg

Regensburg

Dresden

Lokal-

Nachrichten

Hochschule übergeben. Nachdem ihr

das neue Organ in einer mehrstündigen

Operation verpflanzt worden

war, erholte sich die Frau so gut, dass

sie nach nur wenigen Wochen bereits

in die Reha entlassen werden konnte.

Dortmund

Dortmund: Nach einem Unfall auf der A 43 wurde ein schwer verletzter

Motorradfahrer von der DRF Luftrettung in eine Klinik geflogen.

Im Juni ereignete sich auf der A 43

auf der Hammerthalbrücke bei Witten

ein schwerer Verkehrsunfall, als ein

Motorradfahrer rechts überholen

wollte. Er übersah dabei einen Pkw

Foto: DRF Luftrettung

mit Anhänger und fuhr mit hoher

Geschwindigkeit auf diesen auf. Der

Motorradfahrer erlitt dabei schwere

Verletzungen. Der Dortmunder Hubschrauber

der DRF Luftrettung wurde

um 13:21 Uhr von der Leitstelle Unna

alarmiert. Nach kurzem Flug konnte

der Pilot den Hubschrauber direkt auf

der von der Polizei gesperrten Autobahnbrücke

landen. Notarzt und Rettungsassistent

versorgten den Patienten

und stabilisierten ihn für den

Transport. In nur vier Minuten wurde

er anschließend in eine Spezialklinik

geflogen.

Freiburg: Eine lebensgefährlich verletzte Sozia gelangte an Bord von

Christoph 54 in eine Spezialklinik.


Freiburg

Ende Juni wurde die Freiburger

Besatzung zu einem schweren Motorradunfall

am Feldberg gerufen. Ein

Motorradfahrer war mit seiner Sozia

in einer Kurve gestürzt. Während der

Fahrer mit leichten Verletzungen davongekommen

war, war die Sozia unter

ein entgegenkommendes Fahrzeug

geschleudert und schwer verletzt worden.

Hubschrauber-Notarzt und Rettungsassistent

übernahmen die Versorgung

der Patientin vom bodengebundenen

Rettungsdienst. Anschließend

wurde sie schnell und schonend in

eine Spezialklinik transportiert.

Friedrichshafen

Ein Mann im Bodenseekreis benötigte

notärztliche Hilfe. Er war beim

Ästeschneiden vom Baum gestürzt.

Die Friedrichshafener Luftretter waren

nur sieben Minuten nach der Alarmierung

vor Ort. Notarzt und Rettungs-

assistent der DRF Luftrettung untersuchten

den Patienten, der sich

schwere Verletzungen am Brustkorb

zugezogen hatte und unter akuten

Atembeschwerden litt. Nach der notärztlichen

Versorgung wurde der Mann

in eine Klinik gebracht.

Göttingen

Friedrichshafen: Ein Mann war vom Baum gestürzt. Er wurde von

der DRF Luftrettung medizinisch versorgt.

Ein Gleitschirmflieger hatte im April

Glück im Unglück, als er am Rande

des Naturparks Eichsfeld-Hainich-

Werratal in einen Steilhang stürzte.

Um 15:45 Uhr alarmierte die Leitstelle

Eichsfeld den Göttinger Hubschrauber

der DRF Luftrettung, um 16:00 Uhr

war die Besatzung als erstes Rettungsmittel

vor Ort. Gemeinsam mit Einsatzkräften

der Freiwilligen Feuerwehr

sicherte der Notarzt der DRF Luftrettung

den Patienten auf einem Spineboard.

Nach der medizinischen Erstversorgung

wurde er mit einem sogenannten

„Schleifkorb“ von Höhenrettern

der Freiwilligen Feuerwehr aus

Foto: Andreas Lander

dem Steilhang befreit. Anschließend

wurde er zur weiteren Behandlung in

ein Krankenhaus gebracht. Alle Beteiligten

lobten die gute Teamarbeit bei

diesem schwierigen Einsatz.

Zwei Arbeiter erlitten lebensgefährliche

Verletzungen, als sich ein Seil an

einem Autokran löste und der Arbeitskorb,

in dem sich die Männer befanden,

zu Boden stürzte. Die Rettungsleitstelle

Goslar alarmierte den Göttinger

Rettungshubschrauber zu dem

rund 60 km Luftlinie entfernten Einsatzort.

Auch die Wolfenbütteler Luftretter

waren vor Ort. So konnten beide

Patienten zeitgleich medizinisch versorgt

und anschließend in für sie geeignete

Kliniken transportiert werden.

Rettungsassistent und Notarzt der

DRF Luftrettung versorgten einen der

Arbeiter, der ein Schädelhirntrauma

sowie Thoraxverletzungen erlitten

hatte. Der Zustand des Patienten war

kritisch, aufgrund des Verdachts innerer

Blutungen war keine Zeit zu verlieren.

Nach nur 14 Minuten landete

Göttingen: Bei einem Sturz aus großer Höhe wurden zwei Arbeiter lebensgefährlich

verletzt. Mit Hubschraubern wurden sie in Kliniken geflogen.

Luftrettung 3 || 2009 17

Foto: DRF Luftrettung


Foto: DRF Luftrettung

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Christoph 44 am Universitätsklinikum

Göttingen. Dort wurde der 25-jährige

Mann sofort operiert. Wenige Tage

später erhielt die Station die gute

Nachricht, dass der Patient überlebt

hatte und sein Zustand stabil war.

Leonberg

Kürzlich alarmierte die Leitstelle

Calw den Leonberger Rettungshubschrauber

zu einem Unfall mit einem

Kind in Altensteig. Ein 5-Jähriger war

in einen Kanal gestürzt. Als ihn sein

Vater fand, atmete er nicht mehr, und

auch sein Herz hatte aufgehört zu

schlagen. Gemeinsam mit einem weiteren

Ersthelfer begann der Vater sofort

mit der Reanimation und rettete damit

seinem Kind das Leben. An Bord des

Rettungshubschraubers wurde der Junge

in nur elf Minuten in die Tübinger

Uniklinik geflogen, wo er zwei Wochen

lang behandelt wurde. Vor Kurzem besuchten

Vater und Sohn die Leonberger

Station. „Wir haben uns sehr gefreut,

dass unser kleiner Patient wieder vollständig

gesund ist“, berichtet der Pilot,

der mit im Einsatz war.

Magdeburg

Leonberg: Die Besatzung der DRF Luftrettung brachte einen

5-jährigen Jungen nach erfolgreicher Reanimation in die Klinik.

Im Mai wurde der Magdeburger

Hubschrauber der DRF Luftrettung

zu einem schweren Unfall auf der

B 81 alarmiert. Der Pilot konnte direkt

auf der abgesperrten Bundesstraße

landen: Hubschrauber-Notarzt

und Rettungsassistent konnten den

Patienten medizinisch versorgen,

während der Mann, der in seinem

Fahrzeug eingeklemmt war, von der

Feuerwehr befreit wurde. Anschließend

wurde er mit zahlreichen Frakturen

und Quetschungen an Kopf

und Brust in nur fünf Minuten in ein

Krankenhaus geflogen, das auf die

Versorgung von Schwerstverletzten

spezialisiert ist.

Die Leitstelle Harz alarmierte Christoph

36 im Juni zu einem Mann mit

Foto: DRF Luftrettung

Bewusstseinseintrübung. Notarzt und

Rettungsassistent des Magdeburger

Hubschraubers der DRF Luftrettung

untersuchten den Patienten. Da der Verdacht

auf eine Hirnblutung bestand,

wurde der Mann sofort in das Universitätsklinikum

Magdeburg geflogen. Je

schneller ein Patient, der eine Hirnblutung

erlitten hat, in einer Spezialklinik

behandelt werden kann, desto größer

sind seine Überlebenschancen und die

Möglichkeiten, neurologische Folgeschäden

einzudämmen.

Niebüll

Eine Frau stürzte bei einem Ausritt

auf der dänischen Insel Mandø vom

Pferd und war kurze Zeit bewusstlos.

Neben dem örtlichen Rettungsdienst

wurde auch der in Niebüll stationierte

Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung

alarmiert. Die Besatzung des

Hubschraubers traf zeitgleich mit dem

Rettungswagen ein. Der Notarzt stellte

bei der Reiterin schwere Kopfverlet-

Magdeburg: In nur wenigen Minuten traf die Besatzung von Christoph 36

bei einem Mann mit Verdacht auf Hirnblutung ein.

Foto: DRF Luftrettung


zungen fest, sodass die Rettungskräfte

entschieden, sie so schnell wie möglich

in ein Krankenhaus zu bringen.

Der Flug von der Insel in das Krankenhaus

Apenrade dauerte lediglich

19 Minuten, der Rettungswagen hätte

für die rund 80 Kilometer wesentlich

länger benötigt.

Nordhausen

„Ein herzliches Danke an Ihr Rettungsteam

für Ihre unglaublich schnelle

Hilfe...“ So lauten die ersten Zeilen

eines Briefes, den die Nordhäuser

Luftretter Ende Juni erhielten. Die

Frau eines ehemaligen Patienten bedankte

sich für den Einsatz, der ihrem

Mann am 30. Mai das Leben gerettet

hat. Die Besatzung von Christoph 37

hatte gerade einen Einsatz beendet, als

sie von der Leitstelle Nordhausen um

12:37 Uhr alarmiert wurde. Nach nur

acht Minuten landete der Pilot den

Hubschrauber am Einsatzort. Notarzt

und Rettungsassistent eilten zum Pa-

Hat Die aRa Das tRaiNiNG NicHt soGaR

oRGaNisieRt uND ausGeRicHtet?

tienten. Dieser hatte bei einem Motorradunfall

eine Reihe schwerer Verlet-

zungen am Oberkörper erlitten und

schwebte in Lebensgefahr. Im Vordergrund

der notärztlichen Maßnahmen

steht in einem solchen Fall, die Vitalfunktionen

des Verletzten zu stabilisieren,

das heißt, Atmung und Kreislauf

aufrechtzuerhalten. Notarzt und Rettungsassistent

legten dazu den Motorradfahrer

in Narkose und intubierten

ihn. Nach der Erstversorgung vor Ort

wurde der Mann mit dem Hubschrauber

schnell und schonend in ein Klinikum

geflogen, das auf die Versorgung

schwerstverletzter Patienten spezialisiert

ist.

Rheinmünster

Niebüll: Eine Reiterin war auf Mandø vom Pferd gestürzt. Christoph

Europa 5 flog sie in wenigen Minuten in eine Klinik nach Apenrade.

„Dringender Ambulanzflug von Lissabon

nach Köln zur Nierentransplantation“

– diese Meldung ging am 24.

April in der Alarmzentrale (Mission

Control Center – MCC) ein. Eine

71-jährige Frau hatte während ihrer

Foto: DRF Luftrettung

Atlantik-Kreuzfahrt den Anruf bekommen,

dass eine Niere für sie

bereitsteht. Voraussetzung für die

Transplantation war jedoch, dass die

Patientin bis spätestens 12 Uhr am

nächsten Tag in der Klinik Köln eintreffen

musste. Nach Rücksprache

mit dem Transplantationsteam in Köln

wurde im MCC umgehend mit der

Flugplanung begonnen, um die Frau

rechtzeitig nach Köln zu bringen.

Um 23:56 Uhr startete ein Flugzeug

der DRF Luftrettung vom Heimatflughafen

Karlsruhe/Baden-Baden aus.

Um 1:39 Uhr Lokalzeit erreichte die

Besatzung den Flughafen Lissabon.

Das MCC hatte bereits einen Transport

für die Patientin organisiert, der

sie und ihren Mann vom Hotel direkt

zum Flughafen von Lissabon gebracht

hatte. Bereits um 2:40 Uhr startete der

Learjet wieder und landete nach rund

drei Stunden am Flughafen Köln/

Bonn. Dank der reibungslosen Organisation

seitens des MCC stand dort

bereits ein Fahrzeug bereit, das die Patientin

auf

Nordhausen: Der schnelle Einsatz von Christoph 37 rettete einem

schwer verletzten Motorradfahrer Ende Mai das Leben.

Luftrettung 3 || 2009 19

Foto: DRF Luftrettung


Foto: DRF Luftrettung

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direktem Weg in die Kölner Klinik

transportierte. So konnte die Rentnerin

am nächsten Tag erfolgreich transplantiert

werden.

Im April erreichte die DRF Luftrettung

ein Notruf aus Abidjan an der Elfenbeinküste.

Bei einer Frau drohte in

der 26. Schwangerschaftswoche eine

Frühgeburt, sie sollte so schnell wie

möglich in ein Krankenhaus in Beirut/

Libanon transportiert werden. Um

8:00 Uhr startete die Crew der DRF

Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/

Baden-Baden, um 18:00 Uhr deutscher

Zeit landete sie in dem westafrikanischen

Land. Normalerweise besteht

die Besatzung eines Ambulanzflugzeugs

der DRF Luftrettung aus einem

Piloten, einem Kopiloten, einem Notarzt

und einem Rettungsassistenten. In

diesem besonderen Fall waren jedoch

zwei Ärzte im Dienst, ein Gynäkologe

und ein Anästhesist, um die Patientin

und ihr Ungeborenes optimal zu versorgen.

Vor Ort in Abidjan übernahmen

die beiden Ärzte die Patientin di-

rekt im Krankenhaus und untersuchten

sie sorgfältig, um ihren Zustand und

ihre Flugfähigkeit zu prüfen. Anschließend

wurde sie zum Flugzeug transportiert,

das um 9:00 Uhr lokaler Zeit

abhob in Richtung Beirut. Dank der

guten Vorbereitung, der lückenlosen

Überwachung während des Fluges und

der Gabe wehenhemmender Medikamente

konnte die Patientin am Abend

in gutem Zustand und ohne Komplikationen

ihren Ärzten in Beirut übergeben

werden.

stuttgart

Rheinmünster: Die DRF Luftrettung kümmerte sich bei einer Frau mit

Schwangerschaftskomplikationen um den Transport von Bett zu Bett.

Der Fahrradausflug einer Familie endete

jäh. An einem Grillplatz im

Schönbuch legten die Radler eine Pause

ein. Plötzlich stürzte die zehnjährige

Tochter von einem Hochsitz. Die

Besatzung des Rettungswagens, die

zuerst alarmiert worden war, meldete

der Leitstelle Tübingen, dass ein Notarzt

vor Ort unbedingt erforderlich sei.

Die Leitstelle prüft in einem solchen

Foto: DRF Luftrettung

Fall, welcher Notarzt in der Region

verfügbar ist und am schnellsten am

Einsatzort sein kann. Zu diesem Zeitpunkt

war das der Notarzt von Christoph

51, dem am Stuttgarter Flughafen

stationierten Hubschrauber der

DRF Luftrettung. Die Besatzung war

nur wenige Minuten nach der Alarmierung

vor Ort. Notarzt und Rettungsassistent

übernahmen die Versorgung

der jungen Patientin, bevor sie

zusammen mit ihrer Mutter in die

Tübinger Uniklinik geflogen wurde.

Zu zwei Motorradunfällen wurde

der Stuttgarter Hubschrauber am

1. Mai angefordert. In Wildgarten bei

Gschwend war ein Motorradfahrer gestürzt

und in eine Wiese geschleudert

worden. Die Rettungsleitstelle Ostalb

alarmierte um 14:54 Uhr Christoph

51, der nur wenige Minuten später den

circa 50 km entfernten Einsatzort erreichte.

Der junge Mann hatte ein

Wirbelsäulentrauma erlitten, er wurde

medizinisch bereits erstversorgt. Es

bestand Verdacht auf eine Wirbelsäu-

stuttgart: Beim Sturz von einem Hochsitz hatte sich eine 10-Jährige

schwer verletzt. Sie wurde von der DRF Luftrettung medizinisch behandelt.


lenfraktur, sodass er so schnell und

schonend wie möglich in eine Klinik

geflogen werden musste. An Bord von

Christoph 51 gelangte er innerhalb

kürzester Zeit ins Katharinenhospital

nach Stuttgart. Wenig später erlitt in

Deckenpfronn ein weiterer Motorradfahrer

schwere Verletzungen. Der

24-Jährige war wahrscheinlich als

Vorfahrtberechtigter an einer Straße

übersehen und von einem Auto angefahren

worden. Der Patient hatte sich

Bauchverletzungen und mehrere

Brüche zugezogen. Gemeinsam mit

dem bodengebundenen Rettungsdienst

versorgte die medizinische Besatzung

von Christoph 51 den Patienten. Anschließend

wurde er ins Krankenhaus

Sindelfingen geflogen.

Villingen-schwenningen

Im April wurde die DRF Luftrettung

zu einem Verkehrsunfall auf der A 81

gerufen. Die Leitstelle alarmierte die

Besatzung aus Villingen-Schwenningen

um 12:28 Uhr, kurze Zeit später landete

der Pilot die Maschine auf der

abgesperrten Autobahn. Alle vier Insassen

eines Wagens waren schwer

verletzt worden, als der Pkw ins

Schleudern geriet und von der Fahrbahn

abkam. Zwei Personen waren aus

dem Auto herausgeschleudert worden.

Die Besatzung von Christoph 11 versorgte

eine Patientin und flog sie ins

Klinikum Tuttlingen. Mit den Luftrettern

im Einsatz war ein Großaufgebot

an Rettungskräften, darunter mehrere

Notärzte, die Feuerwehr und das Technische

Hilfswerk.

Zwickau

Villingen-schwenningen: Eine schwer verletzte Patientin wurde nach

einem Unfall von Christoph 11 in eine Tuttlinger Klinik geflogen.

Dringender Transport am 20. Juni

durch die Zwickauer Station der DRF

Luftrettung: Bei einer schwangeren

Frau war in der 26. Schwangerschaftswoche

die Fruchtblase geplatzt, die

Geburt stand unmittelbar bevor. Da ein

so früh geborenes Kind eine hoch spezialisierte

Versorgung benötigt, wurde

Foto: DRF Luftrettung

beschlossen, die Patientin schnell und

schonend mit dem Hubschrauber von

Zwickau ins Klinikum Leipzig zu

transportieren, das hierfür optimal

ausgerüstet ist. Um für eventuelle Probleme

während des Fluges vorbereitet

zu sein, wurde zusätzlich eine Hebamme

des Klinikums Zwickau mit an

Bord genommen. Der Transport ver-

lief gut, die Patientin konnte ohne

Zwischenfälle den Ärzten in Leipzig

übergeben werden.

Weitere Meldungen

auch im internet:

www.drf-luftrettung.de

Zwickau: An Bord von Christoph 46 wurde eine schwangere Frau

mit drohender Frühgeburt in eine Spezialklinik geflogen.

Luftrettung 3 || 2009 21

Foto: DRF Luftrettung


Notfall

H

at es sehr wehgetan?“ Als Monika Meise an jenem

Morgen Ende Juni wieder in den Kindergarten

kommt, überfallen sie die Kleinen förmlich mit Fragen.

Sechs Tage war sie in der Klinik, davon zwei auf

der Intensivstation. „Wer weiß, was geschehen wäre,

hätte die DRF Luftrettung nicht binnen weniger Stunden

das für mich so wichtige Gegengift mit dem Hubschrauber

eingeflogen“, grübelt die 55-Jährige.

„Dabei hatte der Tag so schön angefangen“, erinnert

sich ihr Mann Thomas Meise. „Es war Traumwetter

und wir haben mit dem Cabrio eine Spritztour unternommen.“

An der Schwarzwaldhochstraße steigen

die beiden aus und gehen nur wenige Schritte bis

zum Panorama-Ausblick. Monika Meise läuft

dicht hinter ihrem Mann, vorsichtig setzt ihre

Sandalen im niedrigen Gras auf. Plötzlich

spürt sie einen stechenden Schmerz auf dem

Spritztour mit Biss

Die Wahrscheinlichkeit, in Deutschland in freier Natur von einer Schlange

gebissen zu werden, ist geringer als ein Sechser im Lotto. Der Kindergärtnerin

Monika Meise wäre der Lottogewinn auch lieber gewesen …

Spann ihres rechten Fußes. Sie dreht sich um und sieht

gerade noch, wie die Schlange ins Unterholz flüchtet.

„Thomas, mich hat eine Schlange gebissen!“, ruft die

gebürtige Berlinerin ihrem Mann zu. „Nur gut, dass

es hier keine Giftschlangen gibt“, ist sie sicher. Das

jedenfalls hatte sie erst vor wenigen Wochen bei einer

Veranstaltung im Kindergarten erfahren.

Doch die Körperreaktion der Gebissenen lässt Gegenteiliges

vermuten. Innerhalb von wenigen Sekunden

schwillt die Bissstelle am Fuß fingerdick an. „Ich

habe meine Frau sofort in eine Klinik nach Baden-

Baden gefahren“, berichtet Thomas Meise. Eine Entscheidung,

die Dr. Jörg Braun,

Ärztlicher Leiter

Foto: Irina Wonneberg


der DRF Luftrettung, als riskant

einstuft. „Die Gefahr, einen

allergischen Schock zu erleiden,

ist nach einem Giftschlangenbiss

immer gegeben.

Innerhalb von Minuten kann

eine lebensbedrohliche Situation

entstehen. Daher sollte

nach einem Giftschlangenbiss

über die Notrufnummer 112 gen sehr ähnlich.

immer sofort der Rettungsdienst

alarmiert werden!“

Als Thomas Meise nach 60 Minuten Autofahrt im

Krankenhaus eintrifft, kann seine Frau schon nicht

mehr auftreten. Schnell war klar: Ein passendes Gegenserum

muss her. Wie die Schlange aussah, wusste

Monika Meise noch ganz genau: „Zwei Daumen dick,

braun-schwarz und etwa 80 Zentimeter lang.“ Aufgrund

der Beschreibung vermuten die Ärzte, dass Monika

Meise von einer Aspisviper gebissen wurde. „Unwahrscheinlich“,

zweifelt hingegen Isabel Koch,

Schlangenfachfrau der Stuttgarter Wilhelma, die das

Antiserum für die Patientin bereitstellt. „Doch das Serum

ist polyvalent, es wirkt bei allen europäischen Vipern,

also auch gegen das Gift einer Kreuzotter“, fährt

die Diplombiologin fort.

Notwendiges Antiserum wird eingeflogen

Die Rettungsleitstelle Bühl alarmiert Christoph 43,

den Hubschrauber der DRF Luftrettung aus Karlsruhe,

das Medikament in Stuttgart abzuholen und ins

Klinikum nach Baden-Baden zu bringen. Knappe 45

Minuten nach der Alarmierung setzt Pilot Michael

Niegisch Christoph 43 auf dem Hubschrauberlandeplatz

des Klinikums Mittelbaden auf. Mit an Bord ist

Rettungsassistent Rolf Bronner, der dem Piloten während

des Fluges in seiner Funktion als HEMS-Crew-

Member assistiert. „Ich fliege seit 17 Jahren für die

DRF Luftrettung: Es war das erste Mal, dass ich ein

Serum gegen Schlangengift transportiert habe“, berichtet

Stationsleiter Niegisch.

Als die Besatzung der DRF Luftrettung in Baden-

Baden eintrifft, ist das Bein der Kindergärtnerin schon

doppelt so dick und tiefblau angelaufen. Das Gift hatte

bereits begonnen, das Gewebe zu zersetzen. Frau

Meise ist es übel, sie muss sich mehrfach übergeben.

Luftrettung 3 || 2009

Foto: smartpicture – fotolia.com

Im Unterschied zur Kreuzotter (rechts) hat die Aspisviper

eine kantige Schnauze. Sonst sehen sich beide Giftschlan-

Höchste Zeit also, das Antiserum zu injizieren. Danach

bleibt Monika Meise noch zwei Tage zur Be-

obachtung auf der Intensivstation, nach vier weiteren

Tagen auf der Normalstation darf ihr Mann Thomas

sie mit nach Hause nehmen. Ihren Alltag kann sie allerdings

noch nicht bewältigen. „Mein Hausarzt hat

mich für drei Wochen krank geschrieben, ich musste

mein Bein noch einige Zeit kühlen und hochlegen, bei

Belastung wurde es sofort wieder dick.“ Doch die Wochen

zu Hause vergehen wie im Flug. Sie lächelt:

„Meine Kindergartenkinder haben mit Anrufen und

Besuchen schon dafür gesorgt, dass mir die Decke

nicht auf den Kopf fällt.“ IRINA WoNNEBERG

Foto: Hansderzweite – fotolia.com

Schlangengifte

schädigen Zellen

und Gefäße.

Nach einem Biss

schwillt die Extremität

schnell

an und färbt sich

blau.

Expertenmeinung „Erste Hilfe nach Schlangenbiss“

Nach einem Schlangenbiss sollte man über die Notrufnummer 112 sofort den

Rettungsdienst alarmieren! Das Schlangengift kann eine allergische Reaktion

bis hin zum anaphylaktischen Schock hervorrufen. Daher ist es wichtig, dass

die Person so schnell wie möglich professionelle Hilfe erhält. Bis der Notarzt

eintrifft, sollte die gebissene Extremität möglichst nicht bewegt werden. Die

Bisswunde steril abdecken, auf keinen Fall die Wunde selbst versorgen oder

gar aussaugen, dabei könnte das Gift in den Blutkreislauf der helfenden Person

gelangen. Nicht mit Eis kühlen! Durch zu starkes Kühlen

können sich bildende Gewebsnekrosen verstärken. Hierzulande

werden mehr Menschen von Schlangen in Terrarienhaltung

als in freier Natur gebissen. Diese Reptilien

sind oft exotisch, die Symptome einer Vergiftung können

sehr unterschiedlich sein. Daher unbedingt die

Schlange identifizieren bzw. ihr Aussehen genau beschreiben

und sich den Zeitpunkt des Bisses notieren.

Foto: privat

Prof. Dr. med. Christian Madler, Mitglied des

Medizinischen Beirats der DRF Luftrettung

Foto: Thomas Meise

23


24

Technik

K



ein Hubschrauber der DRF Luftrettung hebt nach

einem der regelmäßigen technischen Checks oder

einer Instandhaltungsmaßnahme ab, ohne dass ein Prüfer

in der Werft dafür grünes Licht gegeben hat.

„Diese verantwortungsvolle Aufgabe übernimmt freigabeberechtigtes

Personal, das sehr viel Berufserfahrung

mitbringt. Die Kollegen müssen für jeden Hubschraubertyp,

den sie prüfen, einen Musterlehrgang

absolvieren; das ist gesetzlich vorgeschrieben“, erklärt

Werner Rödel, der als Ausbildungsleiter für den

Bereich Technik der DRF Luftrettung den Schulungsbetrieb

über eineinhalb Jahre hinweg vorbereitet hat.

Bei diesen Musterlehrgängen erlangen die angehenden

Prüfer detailliertes Wissen über die einzelnen

Fotos: Jochen Digel (1), Andrea Fabry (2)


Foto: Robert Kneschke - fotolia.com

Muster in Theorie und Praxis. „Es gibt für jeden Hubschraubertyp

ein gut 700 Seiten starkes Trainingshandbuch,

das wir in den Lehrgängen theoretisch und praktisch

durcharbeiten“, sagt Rödel.

Nach aktueller Gesetzeslage darf nur ein Ausbildungsbetrieb

diese Schulungen anbieten, der nach der

europäischen Vorschrift EASA Part-147 zugelassen

ist, welche die Lizenzierung luftfahrttechnischer Ausbildungsbetriebe

regelt. „Bisher besuchten unsere Prüfer

Lehrgänge beim Hubschrauberhersteller“, erklärt

Rödel. Das hatte den Nachteil, dass sich die Mitarbeiter

nach den Terminplänen des externen Ausbildungsbetriebs

richten mussten. „Wir wollten die Lehrgänge

dagegen flexibler gestalten, damit wir unsere Mit-


Ausbildungsbetrieb nach

europäischen Vorgaben

Als erste deutsche Luftrettungsorganisation hat die DRF Luftrettung seit Mai 2009 die

Berechtigung, Musterlehrgänge für Fluggerätemechaniker durchzuführen. Die Nachfrage

für diese anspruchsvolle Ausbildung ist groß, wie die ersten Lehrgänge zeigen.

arbeiter präzise nach unserem Bedarf einsetzen können.

Anfang 2008 haben wir deshalb begonnen, einen

eigenen Ausbildungsbetrieb aufzubauen“, berichtet

Werner Rödel, der neben seiner Lehrtätigkeit auch

Werkstattpilot bei der DRF Luftrettung ist.

Flexiblere Planung der Schulungen

Ein Unterrichtsraum reicht für die Genehmigung eines

so hoch spezialisierten Schulungsbetriebs natürlich

nicht aus. Rödel erklärt: „Wir haben ein rund 200 Seiten

starkes Ausbildungshandbuch erstellt, in dem wir

minutiös darlegen, was und wie wir in den Musterlehrgängen

ausbilden.“ Darin sind namentlich alle

Ausbilder aufgeführt. Sie gehören durch die Bank zum

freigabeberechtigten Personal und bilden sich regelmäßig

für ihre Aufgabe im Schulungsbetrieb in Methoden

für praktische und theoretische Wissensvermittlung

fort. Neben dem Ausbildungsleiter gehören

die Prüfer Edwin Ernst, Thorsten Franke, Anton Eisner

und Thorsten Grether zum Ausbildungsteam.

Nach eingehender Prüfung erteilte das Luftfahrtbundesamt

im Mai 2009 die Zulassung: Für Hubschrauber

der Typen EC 135, BK 117 und BO 105

kann die DRF Luftrettung jetzt Musterlehrgänge anbieten.

Der eigene Ausbildungsbetrieb hat sich seither

schon in vier Kursen bewährt. Neben der flexibleren

zeitlichen Planung spart die neue Schule auch

Kosten, weil die internen Fluggerätemechaniker vor

Ort in Rheinmünster geschult werden können und

Lehrgangsgebühren bei externen Anbietern entfallen.

Die Einsparungen kommen wiederum dem Erhalt der

Luftrettung zugute.

Luftrettung 3 || 2009

„Ein Lehrgang dauert fünf Wochen“, sagt

Werner Rödel. Nach einer Woche Triebwerkslehrgang

und zwei Wochen Theorie

trainieren die Teilnehmer über weitere

14 Tage intensiv am Hubschraubermuster.

„Wir zerlegen ganze Baugruppen

und setzen sie wieder zusammen,

damit die künftigen Prüfer für den Alltag

perfekt vorbereitet sind.“ Rödel ergänzt:

„Außerdem legen alle Teilnehmer

eine theoretische und praktische Prüfung

ab.“ Im Praxisteil stellen die Fluggerätemechaniker

dann ihre Fähigkeiten unter Beweis,

etwa bei der hochkomplexen Einstellung eines Kraftstoffreglers.

Die Musterlehrgänge stoßen auch außerhalb der

DRF Luftrettung bereits auf rege Nachfrage: Zu zwei

von vier Lehrgängen wurden bereits Techniker externer

Firmen nach Rheinmünster geschickt, um dort die

Musterprüfung abzulegen. „Alle mit Erfolg“, wie Rödel

betont.

Seit 2004 eigene Schule für Piloten

Das Prinzip der eigenen Schule hat sich bei der DRF

Luftrettung übrigens schon bei der Type Rating Training

Organisation (TRTO) als Erfolgsmodell erwiesen,

in der seit 2004 Piloten die vorgeschriebenen Musterlehrgänge

für die Hubschraubertypen EC 135,

BK 117 und BO 105 absolvieren (siehe unser Bericht

in Luftrettung 2-2008 bzw. in der Internetlounge von

www.drf-luftrettung.de).

Jens ebeR

Der langjährige

Luftfahrtgeräteprüfer

Werner

Rödel leitet den

Ausbildungsbetrieb

der DRF

Luftrettung für

Techniker.

Foto: Irina Wonneberg

25


Leserforum

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Telefon

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von unseren Lesern

An die Besatzung, die mich am 28. März 2009 ins Katharinenhospital

nach Stuttgart geflogen hat:

Mir geht es wieder gut. Ich musste eine Woche im Krankenhaus beiben, dort

wurden viele Untersuchungen gemacht. Woher mein Krampfanfall jedoch kam,

konnte nicht festgestellt werden. Vielen Dank für Eure schnelle Hilfe!

Meine Eltern sind Familienmitglied bei Euch, deshalb habe ich Eure Zeitschrift

schon oft angeschaut und wollte schon immer mal in

einen Hubschrauber

reinschauen. Schade,

dass ich mich an

nichts mehr erinnern

kann. Viele Grüße

aus Schlaitdorf!

CELiNa JEROMiN,

9 JaHRE

Celina Jeromin aus Schlaitdorf, 9 Jahre

Meine/unsere Bankverbindung hat sich geändert.

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Hallo liebes Team

der DRF Luftrettung,

Anfang April hatte der Verlobte

meiner Schwester in Helmstedt

einen schweren Autounfall. Das

Ochsenfurter Team mit Christoph 18

hat ihn sehr gut versorgt und schnell

in die Uniklinik nach Würzburg gebracht.

Ich möchte mich im Namen

aller ganz herzlich für den schnellen

und guten Einsatz der DRF Luft-

rettung und des Teams von Christoph

18 bedanken. Als Dank und als

kleines Symbol würde ich gerne im

Zuge der Spendenaktion „100 g

Christoph 18“ eine Spende abgeben.

OLiVER GöBEL, STUTTGaRT


Leonie Huber aus Oberkirch, 9 Jahre

Constantin Geiger aus Frickingen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte mich herzlich bedanken für die Rettung meines Lebens.

Auf Fuerteventura habe ich mir im Hotelzimmer einen Oberschenkelhalsbruch

zugezogen. Da ich bereits eine Herzoperation sowie eine

Operation meiner kurz vor dem Platzen stehenden Bauchaorta hinter

mir hatte, war eine erforderliche Operation des Bruches nur in der Klinik

Großhadern in München möglich. Die Überführung war meine

Rettung, denn während der Operation hatte ich einen Herzinfarkt. Nur

weil meine Daten vorlagen, konnte schnell gehandelt werden.

RENaTE NELLiSSEN, MüNCHEN

Luftrettung 3 || 2009

Hallo Hallo

Kinder Kinder

Ist euer Bild

Kinderzeichnung des

Monats geworden? Schaut einfach

in der Lounge im Internet nach unter

www.drf-luftrettung.de

iMPRESSUM

Herausgeber: DRF e.V.

Rita-Maiburg-Straße 2

70794 Filderstadt

Telefon: (0711) 7007-0

Fax: (0711) 7007-2349

internet: www.drf-luftrettung.de

Vorstand: Helmut Nanz, Nicole Steiger, René Closter

amtsgericht Nürtingen: VR1392

Der DRF e.V. ist vom Finanzamt Stuttgart als gemeinnützig

und mildtätig anerkannt. Für Fördermitglieder ist die

Zeitschrift „Luftrettung“ im Rahmen des Förderbeitrags

enthalten.

Erscheinungsweise: vierteljährlich

auflage 2/2009: 320.400 Exemplare

iSSN 1864-3140

Gesamtverantwortung: Petra Hentschel (v.i.S.d.P.)

Telefon: (0711) 7007-2203

Fax: (0711) 7007-2279

E-Mail: info@drf-luftrettung.de

Projektleitung: agentur wortweber

inhaberin: irina Wonneberg

Mettinger Straße 103-105

73728 Esslingen

Telefon: (0711) 6070-831

Fax: (0711) 6070-832

E-Mail: info@wortweber.de

Redaktion: Jens Eber, Nicole Fritz, Gabriele von

Stackelberg, Max Torque, irina Wonneberg (Ltg.)

Gestaltung: inkje Dagny von Wurmb

Comic: Peter Puck

Druck: Hofmann Druck, Nürnberg

Namentlich gekennzeichnete Beiträge sind nicht

unbedingt identisch mit der Meinung der Redaktion.

alle in dieser ausgabe veröffentlichten Beiträge und Fotos

sind urheberrechtlich geschützt, auch gegenüber Datenbanken

und ähnlichen Einrichtungen. Jede Vervielfältigung,

sei es durch Nachdruck, Kopie, Mikrofilm oder andere

Verfahren, bedarf ausdrücklich der schriftlichen Genehmigung

des Herausgebers. Entsprechendes gilt auch für die

Verbreitung in elektronischen Medien. alle Rechte bleiben

beim Herausgeber. Die Redaktion behält sich das Recht vor,

Leserbriefe gekürzt wiederzugeben. Für unaufgefordert eingesandte

Manuskripte wird keine Haftung übernommen.

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der DRF Luftrettung zugute!

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37081 Göttingen

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Hiermit ermächtige ich den Shop-Versand der DRF Stiftung Luftrettung

gemeinnützige AG widerruflich, den jeweils fälligen Rechnungsbetrag

mittels Lastschrift von meinem angegebenen Konto (siehe rechts) einzuziehen.

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keine Verpflichtung zur Einlösung.

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Fragen zum Shop und Ihrer Bestellung beantworten

wir unter: 0711 / 7007-2025

Fragen zu Ihrer Fördermitgliedschaft beantworten

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Telefonische Bestellungen sind nicht möglich.


Fördern Sie die Luftrettung!

Ja

Bitte gut leserlich ausfüllen:

01. 2009

Mitgliedschaft ab (Datum)

Vorname, Nachname

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PLZ, Wohnort

„Christoph Weser hat mich in nur 14 Minuten in

eine Spezialklinik transportiert, nachdem ich mir mit

einem Holzspalter die rechte Hand abgetrennt hatte.

Ich möchte Fördermitglied im DRF e.V. werden. Ich unterstütze damit die lebensrettende Arbeit

der DRF Luftrettung. Bei bezahltem Jahresbeitrag habe ich außerdem die Sicherheit, dass mich

die DRF Luftrettung im Notfall aus dem Ausland zurückholt, wenn dies medizinisch sinnvoll ist.

Telefon Geburtsdatum

Jahresbeitrag Einzelmitgliedschaft (30,– e pro Person)

Jahresbeitrag Einzelmitgliedschaft für Schüler, Studenten und

Azubis bis 26 Jahre (15,– e pro Person)

Jahresbeitrag Familienmitgliedschaft für 60,– e pro Familie

(Ehepartner einschließlich Kinder bis zum 18. Lebensjahr)

Bitte listen Sie nachfolgend die vollständigen Namen der Familienmitglieder

und deren Geburtsdatum auf.

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Meine Hand konnte wieder angenäht werden.

Darüber und über die Tatsache, dass es die DRF Luft-

rettung gibt, bin ich sehr dankbar.“

Die Fördermitgliedschaft kann jederzeit schriftlich gekündigt werden.

Andernfalls verlängert sie sich jeweils um ein weiteres Jahr bis auf Widerruf.

Annette Riechmann, Heslingen

Sie können einen wertvollen Beitrag zur Luftrettung

leisten, indem Sie Ihre Verwandten, Freunde und Kollegen

über die Möglichkeit einer Mitgliedschaft im DRF e.V.

informieren. Dank Ihrer Hilfe kann die DRF Luftrettung Jahr

für Jahr viele tausend Menschenleben retten.

Zahlungsweise per Lastschrift:

Name des Geldinstituts

Kontonummer Bankleitzahl

Hiermit ermächtige(n) ich/wir Sie, bis auf schriftlichen Widerruf den

Jahresbeitrag von meinem/unserem Konto abzubuchen (nicht Zutreffendes

bitte streichen).

Ort, Datum

Unterschrift des Antragstellers/Kontoinhabers

Für Fördermitglieder ist die Zeitschrift „Luftrettung“ im Rahmen des

Förderbeitrags enthalten.

Widerrufsbelehrung: Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von zwei

Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform, also z.B. per Brief, per Fax

oder per E-Mail, widerrufen. Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser

Belehrung. Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung

des Widerrufs. Der Widerruf ist zu richten an: DRF e.V., Rita-Maiburg-Straße 2,

70794 Filderstadt. Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits

empfangenen Leistungen zurückzugewähren sowie ggf. gezogene Nutzungen,

z.B. Zinsen, herauszugeben.

Datum, Unterschrift Widerrufsbelehrung

Den Coupon ausschneiden und einsenden an:

DRF e.V.

Rita-Maiburg-Straße 2

70794 Filderstadt

00820

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