Protokoll über das Gespräch von Beate Schön, Tante ... - Petra Heller

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Protokoll über das Gespräch von Beate Schön, Tante ... - Petra Heller

Protokoll über das Gespräch von Beate Schön, Tante von Aeneas Heller

mit der Leiterin der Geschwister-Gummi-Stiftung, Frau Edeltraud Burger:

Am 10.09.2008 habe ich ab ca. 14.30 Uhr versucht, Frau Burger-Dahlhoff zu erreichen.

Die Sekretärin, Frau Leininger, war sehr nett. Sie teilte mir mit, dass Frau Burger-Dahlhoff erst

gestern aus dem Urlaub gekommen sei. Sie sei unterwegs und werde erst gegen 15.00 Uhr

zurückerwartet.

Um 15.00 Uhr teilte Frau Leininger mir mit, dass sich die Ankunft von Frau Burger-Dahlhoff

verzögern werde. Bei meinem erneuten Anruf erfuhr ich, dass Frau Burger Dahlhoff heute wegen

vieler Termine außer Haus und wegen Gesprächsterminen kaum Zeit habe.

Ich bat darum, dass sich Frau Burger-Dahlhoff doch heute noch Zeit nehmen möge, mit mir zu

sprechen. Es sei dringend. Ich hinterließ meine Rufnummer.

Gegen 15.40 Uhr rief mich Frau Burger-Dahlhoff zurück.

Ich bedankte mich und sagte, dass ich wegen Aeneas mit ihr sprechen müsse. Sie erwiderte, dass sie

keine Zeit habe. Ich betonte daraufhin, dass ich Gesprächsbedarf sähe zwischen mir und ihr. Dies

stellte sie in Frage, sie sähe derzeit keinen Gesprächsbedarf zwischen uns.

Wenn ich jedoch möchte, könne sie mir den Donnerstag, 18.09.2008, 14.00-14.30 Uhr anbieten.

Auf meinen Einwand, dass ich so lange nicht warten möchte, erklärte sie mir, dass sie ab morgen,

11.09.2008, wieder in Urlaub sei und Montag oder auch erst Mittwoch zurück sei. Ich fragte noch

einmal nach einem Termin heute. Das sei nicht möglich, sagte sie.

Ich könne morgen gerne bei Frau Leininger den Termin bestätigen.

Dieses Gespräch war nach etwa zweieinhalb Minuten beendet.

Ich meldete mich daraufhin noch einmal bei Frau Leininger.

Ich sagte (sinngemäß): „ Ich bin befremdet, dass ein Gespräch so schnell abgebrochen wird. Denn

es geht ja schließlich um ein Kind. Wenn es ihre Zeit noch ermöglicht, wäre es schön wenn Frau

Burger-Dahlhoff mir eine Nachricht zukommen lässt, wie es Aeneas geht. Das ist ja kein großer

Zeitaufwand.“

Frau Leininger versprach mir sehr freundlich, dass sie das weitergeben würde.

Sehr verwundert über die Aussage - es gäbe keinen Gesprächsbedarf – rief ich wenig später erneut

an. Ich fragte, wer denn die Vertretung der Heimleiterin sei, wenn Frau Burger-Dahlhoff in Urlaub

oder verhindert sei. Frau Leininger nannte Frau Schmitt als Vertreterin. Ich bat darum, mit ihr

sprechen zu können.

Wenige Sekunden später war Frau Burger-Dahlhoff selbst am Telefon. Ich war überrascht, da ich

sie außer Haus vermutete.

Sie sei soeben zurückgekommen, müsse noch etwas schreiben und habe dann ein Gespräch, sagte

sie. Sehr barsch erklärte Frau Burger mir gegenüber sinngemäss: „ Frau Schmitt wird heute nicht

mit Ihnen sprechen. Sie können mit mir zum vereinbarten Termin sprechen, wenn Sie wollen. Sie

haben bei mir Gesprächsbedarf angemeldet. Wenn Sie diesen sehen, können Sie mit mir sprechen.“

Ich erwiderte, dass ich mit ihr als Heimleiterin sprechen wollte, wenn sie jedoch verhindert sei,

könne ich ja ...

Wiederum ungehalten unterbrach mich Frau Burger-Dahlhoff und sagte, sie sei nicht verhindert,

sie stehe nur nicht früher zur Verfügung, weil sie Urlaub habe.

Ich erwähnte, dass wir in den vergangenen Minuten schon hätten miteinander reden können.


Frau Burger-Dahlhoff bekräftigte daraufhin noch einmal, dass sie nicht vor Donnerstag kommender

Woche 18.9.2008 zur Verfügung stehe und beendete das Gespräch sehr unfreundlich: „Also Frau

Schön, bis nächste Woche, ade!“ und legte auf.

Kurz nach 16.00 Uhr rief ich schließlich noch einmal unter der Nummer 09221/ 828212 an.

Das Büro war bereits geschlossen. Ich sprach auf Band.

Sinngemäß erklärte ich: „ Ich bin über das Gespräch mit Ihnen, Frau Burger, doch sehr

befremdet. Aus der Zusammenarbeit mit Eltern und Familienangehörigen in meinem Beruf

kenne ich es anders. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass eine Zusammenarbeit mit der

Familie nicht gewünscht ist. Ich bin der Ansicht, dass im Sinne des Kindeswohles von Aeneas

kein Aufschub geduldet werden kann. Ich sehe nach wie vor dringenden Gesprächsbedarf

und bin auch gesprächsbereit.“

Beate Schön

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