Nr. 8.Oktober - bei den Missionsschwestern des hl. Petrus Claver

petrus.claver.ch

Nr. 8.Oktober - bei den Missionsschwestern des hl. Petrus Claver

Zeitschrift der

St.-Petrus-Claver-Sodalität

125. Jahrgang

Heft8 Oktober 2013

ISSN 1422-3821


170

Echo ausAfrika

und andern Erdteilen

Zeitschrift der St.-Petrus-Claver-Sodalität.

Erscheintzehnmal jährlich.

Herausgeber: St.-Petrus-Claver-Sodalitätfür die

katholischenMissioneninEntwicklungsländern

St.-Oswalds-Gasse 17,6300Zug

Redaktion: Sr. Barbara Tabian,SSPC

Druck: Speck Print AG, 6301 Zug

JährlicherBezugspreis: Fr.20,–

Adressen der St.-Petrus-Claver-Sodalität:

Deutschland:

Billerstraße 20, 86154 Augsburg, Tel. 0821/414077

srs.claver@googlemail.com

www.srsclaver.de

Ligabank Augsburg, BIC: GENODEF1M05

IBAN: DE577509 0300 0000 1005 60

Tiergartenstr.74, 01219Dresden, Tel. 0351/4701435

sspcdresden@gmail.com

www.sspc-dresden.wg.am

Österreich:

Missionshaus Maria Sorg

Lengfelden, Maria-Sorg-Str. 6

5101 Bergheim bei Salzburg

Schweiz:

St.-Oswalds-Gasse 17, 6300 Zug

Postscheckkonto 80-2873-8

Telefon 041/7110417, Fax 041/7115917

petrus-claver@bluewin.ch

www.petrus-claver.ch

Route du Grand-Pré 3, 1700 Fribourg

Compte de chèques postaux 17-246-7

Telefon 026/4254595, Fax 026/4254596

Trentino–Südtirol:

Via della Collina 18, 38121 –Trient

Tel. 0461/263645, Fax 0461/268435

claver.trento@gmail.com

Banca Trento eBolzano,BIC: BATBIT2T

IBAN: IT95 G032 4001 8010 0001 1723769

Aus dem Inhalt:

172 Beziehung zu Gott–2.Teil

174 Gedanken zur Ernte

180 Arbeitsfeldfür Neupriester

186 St. Josef

Zum Titelbild:Indien (Foto: Redaktion)

Letzte Umschlagseite:

Foto: Sr. Maria Paula Wojak, SSPC

Teilen Sie uns bitte per Post, Telefon oder

E-Mail mit, wenn Sie den Wohnsitz wechseln.

Herzlichen Dank!

Ihre Petrus-Claver-Schwestern

Lebendige Bausteine

sind wirmit Rissen

undBeschädigungen.

LebendigeBausteine,

wiralle,

häufiggenug unansehnlich

undhässlich.

Gottbaut aufuns;

jedemund jedervon uns

hater

einen Platzzugewiesen.

Du,

manchmal schimpfstdu

über dieKirche,

du bist enttäuscht

über ihre Enge

undKleinkariertheit,

über ihre oft düstere

Vergangenheit.

Vergissesnicht:

Gottbaut immer

aufschwacheMenschen,

auch aufdich.

KlemensSchneider


Irland, Foto:Sr. Barbara Tabian, SSPC


Beziehung zu Gott

Lesungen unddas Evangelium

Im Heft des »Echo« vomSeptember

2013haben wir uns unter dem Titel

»BeziehungzuGott« zuletzt Gedankenüberdie

Feier der hl. Messe gemacht.

Wir stellten fest, dass die Intensität

der Eucharistiefeier in hohemMaße

von unserer Initiative im Mitfeiern

abhängt.

Im Wortgottesdienst nun werden

wir aufgefordert, gut hinzuhören,

um Gottes Antwort auf unsere Fragen

und Probleme zu erkennen.

172

Die Texte erfordern besondere Aufmerksamkeit.

Durch sie hat Gott

schon früher zu den Menschen gesprochen

und damals schon uns mit

dem gemeint, was er gesagt und getan

hat.

Gott versucht ständig, uns zu erreichen,

und obwohl wir häufig »besetzt«

sind, gibt er nicht auf. Wir kommen

Gott allerdings ein ganzes Stück entgegen,

wenn wir Ihm ein deutliches:

«Gesprächsbereit!» signalisieren.

Worte im Gottesdienst sprechen uns

nicht immer gleich an. Das Evangelium

allerdings ist mehr als nur einBericht.

Es geht um dasWortder LiebeGottes

zu uns Menschen. Wir sollten Gott

und Sein Wort feiern, seine Botschaft

aufnehmenwie einen Liebesbrief, beglückt

sein darüber, dass Gott uns so

sehrgeliebthat, dass Er uns Seinen eigenenSohn

gesandt hat, deruns vom

Vater erzählen konnte. Deshalb heißt

es ja auch am Ende: «Evangelium unseres

Herrn Jesus Christus –Lob sei

Dir Christus!»

Die Auslegung des Wortes Gottes in

der Predigt geschieht durch denPries-


ter, der in der Person Christi handelt,

bestimmte Aspekte anspricht und sie

in den großen Zusammenhang unseresGlaubenslebens

stellt.

Credound Fürbitten

Das Glaubensbekenntnis schließt sich

an diePredigtan. Es handelt sich dabei

nicht um ein Parteiprogramm, nicht

um eine Verfassung, sondern um ein

Gebet. Im Credo komme ichallerdings

persönlich nicht vor, dort sind keine

Bitten formuliert, kein Dank,keinLob.

Hier werden die Grundlagen meines

Glaubens formuliert.

Die Fürbitten sind die Plattform, auf

der die Familie der Gläubigen ihre

Ängste, Sorgen, Probleme vor Gott

ausbreiten darf.

Wenn wir bitten, dann tragen wir

Gott mit unseren Worten vor, woder

»Schuh drückt« und dass wir Hilfe

brauchen.

Wer bittet, der bekennt, dass erabhängig

ist, der gibt ein Stück seiner

Freiheit ab, weil er nun die Entscheidung

über seine Not einen anderen

fällen lässt. Wir überlassen es dem

Herrn, wie es weitergehen soll.Die Familie

der Glaubenden vertraut auf die

richtige Entscheidung Gottes.

Gabenbereitung undKollekte

Bei der Gabenbereitung übergeben

wir neben Brot und Wein Gott auch

unser ganzes Sein. Wir reichen Gott

unsere guten Werke dar und überlassen

es Ihm, daraus Ewiges zu wirken.

Wir geben all unsere Schwächen

ab, Stück für Stück, und hoffen, dass

Gott daraus doch noch Gutes entstehen

lässt. Mit derKollekte bringenwir

zum Ausdruck, dass wir durch unseren

Beitrag beim Unterhalt der Liturgie,

an Werkender Nächstenliebe, bei

der Verkündigung des Glaubens mithelfen

wollen.

Sr.Barbara Tabian, SSPC

Fortsetzung folgt

GEBETSMEINUNGEN

des Papstes

Oktober:

Wir beten für die Menschen, die

verzweifeln: Gott schenke ihnen

Gespür fürseine Nähe undLiebe.

Wir beten, dass der Sonntag der

Weltmission alle Christen zum Zeugnis

für die Gute Botschaft ermutige.

173


GEDANKEN zur ERNTE

ImOktober oder schon im September feiern viele Pfarreien das

Erntedankfest im Gedenken daran, dass die Erntegaben nicht

nur Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit, sondern auch

Zeichen des Segens und der Liebe Gottes sind.

174

Gleichzeitig ist Erntedank eine Einladung zurückzuschauen, um

dankbar zu sein.


»Ich bin der Weinstock« (Joh 15,5)

Diese Worte Jesu weisen darauf hin, dass ich durch

meine Taufe ein Rebzweig bin, eingepfropft in den

Weinstock Gottes. Ich bin Sonnenschein, aber auch

Wind, Regen oder gar Hagel ausgesetzt, der meine

Blätterzerfetzt.

Andere Rebzweige umgeben mich, manche helfen

mir, meine Ranken auszustrecken, andere drücken

mich weg und rauben mir das Sonnenlicht. Der Gärtner

schneidet mich zurück, Insekten kommen und

befruchten die Blüten, die ich hervorbringe. Andere

Insekten hinterlassen winzige Eier, und meine Früchte

und Blätter fallen der Gefräßigkeit der Larven zum

Opfer.

Wenn ich mir meine Misserfolge und verpassten Chancen

sowie das, was meine Umgebung dazu beigetragen

hat, näher betrachte erfasst mich Unzufriedenheit.

Diese jedoch ist ein Alarmzeichen dafür, dass ich

den Überblick verloren habe und Ablenkungen zum

Opfer gefallen bin. Denn Ablenkung ist es, Vergangenes

durch dasVergrößerungsglas der Unzufriedenheit

zu sehen und am Ende zu meinen: »Keiner liebt mich!«

Dankbarkeit

Die Alternative heißt Dankbarkeit. Wenn ich in Dankbarkeit

zurückblicke, erkenne ich, dass Gott mich nie

alleingelassen hat. Ich magzwarein etwas mitgenommener,

von Schädlingen befallener Rebzweig sein,

doch wenn ich auf den Weinstock schaue, darf ich erkennen,

dass er mich trotzdem immer getragen hat

und dass ich ihm vertrauen darfinallem,was kommt.

Er ist es, dermir Kraft gibt, wenn ich gebeutelt werde.

Nie hat er aufgehört, mir seinen lebensspendenden

175


Saft zugeben. Wenn ich Einschnitte verkraften musste,stärkte

er mich undbaute mich auf.

Wenn meine Früchte trotz meiner Bemühungen zu

klein gerieten oder von Schädlingen befallen wurden,

war der Weinstock für mich da, versorgte mich mit

neuer Kraft und half mir, neue Knospen hervorzubringen.

Selbst wenn derHerbst meines Lebens kommt, wenn

ich all meine Blätter und Früchte loslassen muss und

keine Schönheit mehr zeigen kann, wird der Weinstock

da sein und mich stützen. Er schenkt mir die innereKraft,die

demAuge verborgen bleibt…

Die Versuchung

In Kalifornien lebt Nic Vujicic,

deram4.Dezember 1982

in

Australien

ohne Arme

und

Beine

geboren

wurde.

Seine Geburt war ein Schock für seine Eltern. Einige

Jahre haderte auch Nick mit seinem Schicksal: »Gottes

Ebenbild? Ich, das ist wohl ein Witz!«

Inzwischen sagt er: »Keine Arme, keine Beine –keine

Sorgen! Schau nicht auf das, was du nicht hast, sondern

auf all das, was du hast!« (vgl. Nick Vujicic, Mein

Leben ohne Limits, Brunnen VerlagGießen).

Dieselbe Lektion musste das Volk Israel

lernen:

40 Jah-

re lang waren sie durch die Wüste gezogen,

Gott

hatte

ihnen Manna,

Wachteln, Wasser

und alles

Lebensnot-

wendige

zur

Verfügung

gestellt.

Als

sie

am Rand

der

Wüste Sin ihr Lager aufschlugen und kein Wasser mehr

hatten, murrten sie und verfielen in Undank gegen

Gott(vgl. Ps 95,7-10).

Lernen

wir

aus

der

Geschichte,

um

die

Gaben

und

Schätze

in

unserem

Leben

zu

entdecken

und

dafür

Gottdankbar zu sein.

176


Danken

Die Zeit der Ernte ist eine Einladung,Gottnicht nurfür

das gute Wetter und die Erträge aus Acker, Weinberg

und Wald zu danken, sondern auch ein Aufruf, dankbar

zurückzuschauen undzuerkennen,wie sehr wir in

Gottund seiner Liebe verwurzelt sein dürfen –zujeder

Jahreszeit!

Mehr als die besten irdischen Eltern ist Gott stets für

unsda, lässt unsnie fallen –außer dann,wenn wir uns

aus freiem Willen von ihm lossagen…

Erkennen wir, wie großzügig, treu und liebevoll Gott,

unser Weinstock ist, und dankenwir ihm aufrichtig für

alle guten Früchte in unserem Leben. Mit seiner Hilfe

durften wir sie hervorbringen, denn er sagte: »Ohne

mich könnt ihr nichts vollbringen!« (Joh 15, 5).

Dieser Dank wirduns als wahre Rebzweige ausweisen,

als liebende Kinder deshimmlischen Vaters.

nach Beatrix Zureich

Gott hält immer das Beste für uns bereit. Aber

er verlangt, dass wir uns von seiner Liebe überraschen

lassen, dass wir seine Überraschungen

annehmen. Vertrauen wir auf Gott! Fern

von ihm erschöpft sich der Wein der Freude,

der Wein der Hoffnung. Wenn wir inseine

Nähe kommen, wenn wir bei ihm bleiben,

verwandelt sich das, was kaltes Wasser zusein

scheint, das, was Not, was Sünde ist, inneuen

Wein der Freundschaft mit ihm.

Papst Franziskus

(Aparecida, 24. Juli 2013)

177


178

Müttersterblichkeit

Kapstadt/Südafrika –Seit 1990 hat

sich in Südafrika die Müttersterblichkeitsrate

vor allem infolge unzureichender

Kontrollen während der

Schwangerschaft und Nachlässigkeit

sowie Diskriminierung gegenüber

HIV- infiziertenFrauen vervierfacht.In

allen anderen afrikanischen Ländern

südlich derSaharaging die Sterblichkeitsrate

bei werdenden Müttern im

gleichen Zeitraum um ein Viertel zurück.

InSüdafrika stieg die Zahl von

150 Todesfällen bei werdenden MütternimJahr1990

auf 625 im Jahr2010

je 100.000 Lebendgeburten.

Nach Angaben von Human Rights

Watch gehören HIV-Infektionen zu

den Hauptgründen für die Zuspitzung

des Phänomens.Eine Studie berichtet

von HIV-infizierten Frauen, die

mit starken Wehen ins Krankenhaus

kommen, dort aber nicht einmal untersucht,

sondern wieder nach Hause

geschicktwerden; dasPflegepersonal

ignoriert diese Patientinnen, die oft

tagelang warten; Frauen werden vom

Krankenhauspersonal verbal oder körperlich

schlechtbehandelt, sie müssen

ihreBettwäsche selbst wechseln oder

trotz körperlicher Schwäche nach der

Entbindung ihre Neugeborenen durch

das ganzeKrankenhaus tragen.

Es wird auch von HIV-infizierten

Frauen aus anderen Teilen Afrikas

berichtet, die diskriminiert wurden.

Die Ursachen derMängel im Gesundheitswesen

liegen vor allem beim

Krankenhauspersonal, das überlastet

ist, oder nicht angemessen bezahlt

wird. Besondere Maßnahmen beim

Einkaufvon Medikamentenführenzu

einer Monopolisierung der Kontrolle

über die Arzneimittel, so dass inden

einzelnen Krankenhäusern oft keine

lebensrettenden Medikamente verabreichtwerden

können. Hauptursache

der Müttersterblichkeit ist zwar HIV,

doch die nationalen Gesundheitsbehörden

bekämpfen diese Pandemie

nicht in angemessenem Maß. Frauen

wissen oft nicht, wo sie Kontrollen

während der Schwangerschaft durchführen

lassen sollen, weil die Kliniken

bereits mit der Behandlung kranker

Patienten überlastetsind. (AIF)

Hunger oder Drogenhandel

Oaxaca/Mexiko –6%der Häftlinge in

Oaxaca sindFrauen. Größtenteils sind

es arme undmeistalleinstehende Frauen

mit Kindern im Alter unter fünfJahren,

die im Falle der Inhaftierung oft

bei Verwandten untergebracht oder

einem Vormund anvertraut werden


müssen. Viele der Inhaftierten wurden

wegen Drogenhandel verurteilt. Von

234 Inhaftierten inOaxaca stammen

29 aus den verschiedenen dort angesiedelten

Indio-Völkern. Da die Haftanstalten

überfüllt sind, befinden sich

Frauen in der Untersuchungshaftoft in

derselben Zelle wie bereitsverurteilte

Inhaftierte oderschwangere Frauen.

Diese werden nur zur Entbindung in

ein ziviles Krankenhausgebracht. Neugeborene,die

sich mit ihren Müttern

in einer Zelle aufhalten, sind vielenUnannehmlichkeiten

ausgesetzt.

Die meisten Frauen wurdenaufgrund

ihrer tragischen finanziellen Lage

straffällig. Die Armut lässt ihnen oft

wenige Möglichkeiten: entweder sie

hungern oder sie handeln mit Drogen.

So lange Mexiko das Problem

der Armut nicht in angemessenem

Maß bekämpft, werden sich immer

mehr Frauen gezwungen sehen, in

den Norden oder indie Vereinigten

Staaten auszuwandern und sie werden

weiterhin leichte Opfer für die

Drogenkartelle bleiben. (AIF)

Katechismus in Urdu

Islamabad/Pakistan –Noch in diesem

Jahr veröffentlicht die katholische Kirche

in Pakistan die Übersetzung des

Katechismus derkatholischenKirche

in die pakistanische Amtssprache

Urdu. Die Initiativeordnet sich in den

Rahmen des bevorstehenden Jahres

des Glaubens ein: zunächst werden

die ersten beiden Teile des Katechismus

in der Landessprache veröffentlicht.

Die Teile drei und vierdes Katechismus

werden zueinem späteren

Zeitpunkt erscheinen.

»Die Übersetzung«, so einerder Übersetzer,

P. McCulloch, »war eine Herausforderung,

denn wir mussten oft

eine neue Terminologie entwickeln.

Damit haben wir auch einen Beitrag

zur Entwicklung der Sprache geleistet

und gezeigt, dass sie für die Verkündigungder

christlichenBotschaft

geeignetist.Auf dieseWeise werden

auchjunge Menschen daraus Nutzen

ziehen, wenn sie Glaubensinhalte

auch über soziale Netzwerke und SMS

weitergeben möchten«. (AIF)

Xavante-Indianer

Maraiwatsede/Brasilien –InMaraiwatsedeimbrasilianischen

Bundesstaat

Mato Grosso kämpfen die Xavante-Indianer

um ihren Grundbesitz. Obschon

die brasilianische Regierung 1998 durch

FundacionNacionaldel Indio(FUNAI)

Maraiwatsede mit rund 165.241 Hektar

Land zum Eigentum derIndios erklärte,

kam es in den darauf folgenden Jahren

zu einerillegalen Invasion in derRegion,

die verhinderte, dassdie Indios ihr

Land in Anspruch nehmen konnten. Erst

2004 wurde der Grundbesitz rechtlich

anerkannt, doch auch heute nochbeanspruchen

Viehzüchter und Farmer

weite Teile der Region und drohen den

Indios mit Gewalt und Unterdrückung.

Nach 40jährigem Exil bot sich den Indianern

ein schreckliches Panorama:

rund 90% des Amazonaswaldeswurden

zerstörtund in großen Teile derRegion

wurden durch Rodungen Fauna und

Flora zerstört. (AIF) 179


180


Ganz herzlichen Dank Ihnen und Ihren

Wohltätern für den Unterhalt

von zwei neugeweihten Priestern:

Mlulami Matiwane und Themba Goliash

in Molteno in derDiözese Aliwalin

Südafrika.

Es waren die einzigen PriesteramtskandidatenindieserentlegenenDiözese.

Die meisten Priester inder Diözese

sind derzeitaus anderen afrikanischen

Ländern ausgeliehen. Wir sind froh,

dass die Anzahl der einheimischen

Priestersoetwas angestiegenist.

Beide sind inzwischen in Gemeinden

stationiert, auch in denvielenverstreuten

Ortschaften. Sie arbeiten eng mit

all den Laienmitarbeitern zusammen

und bilden sie aus. In vielen Gemeindenwirdnur

einmal im Monat dieMesse

gefeiert; an denanderen Sonntagen

leiten Teams von Gottesdienstleitern

den Wortgottesdienst. Ähnliches geschieht

mit Beerdigungen.

Neben derGemeindearbeitist Mlulami

Matiwane in der diözesanen Ausbildung

der Katecheten und der Diözesanjugendseelsorge

tätig. Themba Goliash

hat auf diözesaner Ebene einen

Schwerpunkt in der Begleitung der

Kleinen Christlichen Gemeinschaften.

Das sind Nachbarschaftsgruppen, die

wesentlich zum Glaubens- und Gemeindeleben

beitragen. Das Bibelteilen

ist ein Merkmal ihrer wöchentlichen

Treffen.

Natürlich brauchen die beiden für diese

Tätigkeiten weitere Ausbildungund

den Austausch mit anderen, die in Katechese

und Gemeindebildung tätig

sind. Zu meiner Freude bekomme ich

sehrpositive Meldungen von dort über

die Beteiligung meiner Priester und

KleineChristlicheGemeinschaftensind dasRückgrat derGemeinden. Im Zentrumsteht

dasBibel-Teilen. Beim Fest derKleinen Gemeinschaftenziehensie mit derBibel in Prozession

durchs Dorf und predigen fürdie Mitbewohner.

DiealteFraumit demKind repräsentiertdie Bevölkerungsstruktur unsererGegend.

WirhabenvorwiegendalteLeute undKinder.Wer kann,verlässt dieverarmte Gegend.

181


Kinder tragen auch

beizur internationalen

Solidarität

desKindermissionswerkes.

Es istnicht viel,aber

ein gutesZeichen.

ihre Begeisterung, die sie mit demTrainings

Team der Heilig Kreuz Schwestern

teilen.

Die Überzeugung vieler, dass Südafrika

ein reiches Land sei, in demman keine

Hilfe mehr braucht, hat neulich einen

deutlichen Dämpfer erfahren. Die

Unruhen, von denen weltweit berichtet

wurde, haben eine Ursache in der

großen und ungerechten Ungleichver-

teilung der Güter. Die wohlhabenden

Gebiete in Johannesburg, Durban und

Kapstadt stehen in starkem Kontrast

zu den armen Gebieten im Hinterland.

Unsere Katholiken sind überwiegend

arm und hängen von sozialen Hilfen

ab. Sie sind nichtinder Lage, die Kirche

zu finanzieren,auch wenn sie mit dem

Wenigen, das sie haben, großzügig

sind. Sosind wir alle dankbar für die

182

Wirbauen eine „Kinderfarm“

auf. Dazu

brauchen wirnoch

viele Mittel,umbessere

Unterkunft und

Wasserversorgung

zu sichern. Es istdas

einzige Zentrumweit

undbreit,woKinder,

Jugendliche undauch

Erwachsene sich treffenkönnenfür

Kurse

undFreizeitbeschäftigung.Besonders

werden auch die von

HIV/AIDSBetroffenen

angesprochen. Sie

feiern dann auch den

Gottesdienst aufdem

Bergemit.


DerBischof beauftragt durchSegnungjährlichdie vielenLaien,die Verantwortungübernommenhabenfür

dieWortgottesdienste an Sonntagen, da derPriestereinmal im Monat

kommt, ebenso fürBeerdigungen, Katecheseusw.Einewesentliche Aufgabe derPriester

istdie Schulung dieser Laienkräfte.

Hilfe, die wir immer wieder auch von

den St. Petrus Claver Schwestern und

ihren Wohltätern erfahren. Sie macht

es möglich, dass wir uns weiterhin für

Evangelisierung und Menschlichkeit

einsetzen können für Menschen, deren

Würde immer wieder bedroht ist.

Ein herzliches Vergelt’s Gott und Gottes

reichen Segen allen, die Gottes

Großzügigkeit wiederspiegeln!

+Michael Wüstenberg

Diözese Aliwal

Südafrika

Diefrüheren

Missionsschulen

gehörenzwar

nochder Kirche,

abersie werden

vomStaat betrieben.

DieDiözese

versucht,Einfluss

aufdie Kultur des

Lehrensund Lernens

zu nehmen.

Zu viele Schüler

fallenimmer noch

durch. Da istviel

zu tun. DieseLehrerund

Elternräte

treffen sich auch

aufder Jugendfarm.

183


Von BLINDHEIT

Die WHO schätzt das 180 Mio. Menschen blind sind oder

erblinden werden. Die Tragödie ist, dass 75% dieser Fälle

verhütet werden könnten durch frühe Untersuchungen und

korrekte Behandlung, aber in vielen Teilen der Welt gibt es

dieses Hilfsangebotnicht oder ist zu teuer.

Nigeria hat etwa 140 Mio.Menschen, daraus sind etwa 2Mio.

(1,5 %der Bevölkerung) blind, und weitere 4Mio. Menschen

sehen schlecht. Gründe der Erblindung sind: altersbedingter

Katarakta, Infektionen, Trauma, Glaukom, Erblindung in der

Kindheit und unbehandelte Lichtbrechungsfehler.

Die katholischeaugenärztliche Versorgung Ijebu-Ode isteine

Initiative des diözesanen Gesundheitsdienstes. Das Ziel dieser

Einrichtung ist, die augenärztliche Betreuung direkt zu

den Menschen in unseren Gemeinden und deren Umfeld zu

bringen, insbesondere zu den Mittellosen. Ernste Fälle kommenzuunseren

katholischen Augenkliniken für eine sofortige

Behandlung. Wir behandeln auch Lichtbrechungsfehler

184


etroffen

undverordnen Linsen, die keine besondere Verschreibung brauchen, um dadurch

Kosten durch Brillen zu verhindern, und den Transport zu unseren

Augenkliniken, die weitentfernt sind und für die Betroffenen zu teuer.

Kinderund Jugendliche zwischen 5und 17 Jahren, die in derSchule Sehprobleme

haben, werdendurch Screening (Computer-Augenuntersuchung) ermittelt.

Wir geben erschwingliche Brillenaus und behandeln medikamentös

Infektionen. Solche die operiertwerdenmüssen, schickenwir in unsereAugenklinik

zu denSpezialisten.

Bei unserenUntersuchungen haben wir viele armeKindergefundendie die

Schule verlassenmussten, weilsie denAnforderungen nicht gewachsenwaren.

Einige wurden sogar mit Schimpfnamen bedacht, weil sie dem Unterricht

nicht folgenkonnten. Durch unser Screening erkannten wir,dass viele

dieser Kinderschlecht sahen, diesnicht wussten, und auch die Lehrer nicht,

da die Kindersich nicht entsprechend äußerten. Es bleibt allerdings das Problem

der Kosten oder der weiten Entfernung von den Dörfern. Wir sind

überzeugt, wenn diese Kinderdie richtige Behandlung bekommen oderBrillen,

die ihre Sicht verbessern würden, wären sie so gut wie die anderen Kindern

in ihren Klassen. Deshalb haben wir beschlossen, in der Diözese Ijebu-

Ode und angrenzenden Orten eine Untersuchung zu starten für kostenloses

Augenscreening von Schulkindern und anderen im Alter zwischen 5-17 Jahren.

Da unsere Diözese aufgrundihrerländlichen Lage die finanziellenMittel für

die augenärztliche Versorgung auf dem Lande in Ijebu-Ode nicht zur Verfügung

stellen kann, bitte ich Sie, liebe Wohltäter der Petrus Claver-Missionsschwestern,uns

miteiner Spendeentgegenzukommen.

Dankefür alles,was Sietun zum Aufbau derchristlichenHilfsorganisationen

in unserer Gegend.

Möge der Herr Sie weiterhin segnen und Ihnen Ihre Güte tausendfach vergelten!

Im Gebet verbunden,

+Albert A. Fasina

Bischofvon Ijebu-Ode

Nigeria

Kennwort:

Augentest

(Nr. 89)

185


St. Josef

186

Der hl. Josef ist in Süd-Indien ein sehr bekannter Heiliger.

Die Karwar und die Bangalore Diözese sind ihm gewidmet.

Während wir schon eine gute Zahl Kapellen und Wallfahrtsstätten

zu Ehren des Kindes Jesus, der Muttergottes,

des hl. Antonius, des hl. Franz Xaver, des hl. John Britto in

Indien besitzen, haben wir aber noch keine zu Ehren des hl.

Josef.

Mr. Paulous, ein Verehrer des hl. Josef, schenkte 1964 dem

Ordender Brüder vomHl. Kreuz,dessen Patronder hl Josef

ist,ein bergigesStück Land.Erverlangte dafür,dassauf dem

Hügelein Zentrum fürPilgererrichtetwürde.

Die Brüder begannen inCoorg mit dem Bau. Eine kleine Kapelle

entstand und eine Statue des hl. Josef wurde aufgestellt.Seitdem

finden dortwöchentliche Messfeiernund Gebetskreise

statt.

1990 wurde die Kapelle eingeweiht. Viele Gläubige aus der

Region waren dabei zugegen. Auch wenn jetzt sonntäglich

dort die hl. Messe gefeiert wird, braucht das Pilgerzentrum

noch eine formaleStruktur.

Der Bischof möchte das Zentrum in denDienstder gesamten

Diözesevon Mysorestellen mit demZieleiner religiösenWeiterbildungder

Laien, derSeelsorgerund Religionslehrer. Wir

möchten noch weiter gehen und das Zentrum in den Dienst

derKirche von Karnatakastellen.

Die spirituellenBedürfnisse sind:

• Tägliche Eucharistiefeier

• Seelsorge für kranke und alte Menschen

• Heilige Stunde an jedem Freitag

• Beichte, Feier derVersöhnung

• Andacht zumhl. Josefanjedem Mittwoch

• Novene zum hl. Josef undzur Gottesmutter

• Einkehrtageund Beratung bei geistlicher Berufung für die

christliche Jugend von Karnataka.


St. Josef

Kennwort:

Josefsverehrung

(Nr.90)

Um dieses Vorhaben verwirklichen zu können, brauchenwir

eine

Mindestausstattung an

Infrastruktur.

Dazu

gehört

eine

größereKapelle, wieauch dieRenovierung derKreuzwegsta-

tionen.

Mit €2.500 könnten Sie uns ein wesentliches Stück unserer

ArbeitimWeinberg im des

Herrn weiterhelfen.

Wir

bitten

Sie

daher inständig,

liebe

Missionsschwestern

vom hl.

Petrus Claver,IhreWohltäterauf auf unserVorhaben zur

Verehrungdes hl. Josefund zur Glaubensvertiefunginunse-

in unserer

Diözese aufmerksam zumachen und sie in unserem Namen

umihre Hilfe zu bitten. Wir wären Ihnen allen überaus

dankbar!

Gottes Segen und reicheGnadenfür Sie alle!

Br.Sessuraj, csc

Diözese Mysore

Karnataka

Indien

188

D

ie Glaubenserfahrung zu teilen, den Glauben zu bezeugen, das Evangelium

zu verkünden ist ein Auftrag, den der Herr der gesamten Kircheüberträgt,

auch dir; es ist ein Befehl, der jedoch nicht aus dem Willen zu herrschen,

nicht aus dem Willen zur Macht entspringt, sondern aus der Kraftder Liebe, aus

der Tatsache, dass Jesus als erster in unsere Mitte gekommen ist und uns nicht

nur etwas von sich gegeben hat, sondern ganz sich selbst gab. Er hat sein Leben

hingegeben, um uns zu retten und uns die Liebe und die Barmherzigkeit Gottes

zu zeigen. Jesus behandelt uns nicht wie Sklaven sondern wie freie Menschen, wie

Freunde, wie Brüder und Schwestern. Und er sendet uns nicht nur, sondern er

begleitetuns, ist in dieser Mission der Liebe immer an unserer Seite.

Papst Franziskus

(Rio de Janeiro, 28.07.2013)


Messstipendien

Wir dankenIhnen herzlich für die Überweisung von Messstipendien, über

die wir hier sehr glücklich sind. Ich versichere Ihnen, dass diese Messen

von unseren Priestern inder Mission ohne große Verzögerung gelesen werden.

Von Herzen danken wir auch für die spirituelle Hilfe. In beiden Hilfsformen

sehen wir ein Zeichen Ihrer Liebe und Verbundenheit mit der weit entferntenKarmeliterMission

in Indonesien.

Ihre Messstipendien bedeuten eine große, auch moralische Unterstützung

unserer jungen einheimischen Priester. Zuwendungen dieser Art ermutigen

uns dazu, in unserer Arbeitbeharrlich undmit Freude fortzufahren.

Gerne denkenwir an Sie und IhreWohltäterinunseren Gebeten und bleiben

so im Gebetverbunden.

P. Felix Elavunkal, OCD

DiözeseSemarang

Kentungan –Yogyakarta

Indonesien

Unsere Theologiestudenten

189


In der Beilage sende ich eine Gabe

zur Ehre der sel. Maria Theresia Ledochowska,

als Dank für ihre Hilfe.

N. N.

Sende hier diese Gabe für zwei hl.

Messen zu Ehren der seligen Maria

Theresia, als Dank für erhaltene Hilfe

von Gott auf ihre Fürsprache. N. N.

GEBETS-

ERHÖRUNGEN

Ich möchte mein Versprechen zur

seligen Maria Theresia Ledochowska

hiermit einlösen. Ich habe großes

Vertrauen zuihr. Ich war von einer

starken Blasenentzündung befallen,

was sehr schmerzhaft war. Versprochen

habe ich, für die armen Kinder

in der weiten Welt etwas zu opfern,

wo es am nötigsten ist. Ich bete jeden

Tag zuMaria Theresia, dass sie

mir weiter beisteht. Eine treue Leserin

vomEcho. H. W.

Die selige Maria Theresia Ledochowska

hatwunderbargeholfenzur vollständigen

Heilung von den Verletzungen

nach einem schweren Sturz.

Anbei die versprochene Missionsgabe.

M. R.

Die Spende für die Mission ist nach

Ihrem Gutdünken zu verwenden,

zum Dank für erlangte Hilfe durch

die Fürbitte von Maria Theresia Ledochowskaund

Bitteineinem neuen

Anliegen. N. N.

Sel. MariaTheresia, bitte füruns!

Herzlichen Dank der seligen Maria

Theresia Ledochowska für alles.

Spende für die Mission. N. N.

Gleichzeitig eine Gabe für eure Missionsaufgaben,

als Dank an Maria

Theresia Ledochowska. Sie hilft immer

so wunderbar. N. N.

Tausendmal Dank für die Fürsprache

dersel.MariaTheresia Ledochowska

um Gesundung meines Ehemannes.

Sie hat mich erhört! E. M.

190


GEBETS-

GEDENKEN

für

Verstorbene

Herr Josef Prinz-Jenal, Samnaun Compatsch; Herr Hermann Stutz-Geissmann,

Wohlen; Herr Hans Kottmann-Egli, Beromünster; Herr Alfred Keller, Horw;

FrauMarie Theres Hänggi, Boswil;FrauElisabeth Maier, Trachslau;

Frau Anna Schuler,Steinerberg; Frau VeronikaHuser, Wettingen;FrauAgnes

Fasolin-Giger, Sils im Domleschg.


Herr,gib ihnen die ewigen Freuden!

Bestellschein für die Schweiz Missionsschwesternvom Hl. Petrus Claver

Übrige Bestelladressen siehe Seite 170 St.-Oswalds-Gasse 17

6300 Zug


Hiermit bestelleich (bitte Zutreffendesankreuzen)

«Echo aus Afrika und andernErdteilen»

Claver Missionskalender

«WoanderslebenKinder anders»

für ein Jahr

Exemplar(e)

(Bitte klar leserlich schreiben!)

Name u. Vorname:

Straße:

PLZ/Ort:


AZB

6304 Zug 4

Probenummer

Wernicht tief blickt,

kann nicht

an Wunder glauben.

Rupert Schützbach

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine