Familiengottesdienst im Advent 2009

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Familiengottesdienst im Advent 2009

Gott lässt Wüsten erblühen (Jes 35,1-10)

Familiengottesdienst im Advent 2009

Eingangslied: Längeres Vorspiel mit Melodie von 115 und dann Str. 1

Begrüßung

Im Namen des Vaters. . .

Der Herr will, dass wir quicklebendig werden. Er ist mit euch

Gespräch mit den Kindern

Liebe Kinder, liebe Familien

Beim Hereingehen in die Kirche habt ihr es gleich gesehen.

Hier liegt im Gang zwischen den Bänken ein breiter Streifen Sand.

Das soll eine Wüste darstellen.

Vielleicht die Wüste Sahara in Nordafrika, oder die Wüste Gobi. –

Natürlich ist eine Wüste in Wirklichkeit viel viel größer,

so weit das Auge reicht und darüber hinaus

Und so stellen wir uns eine Wüste vor:

Sand, nichts als Sand

Sand und sengende Sonne,

Sand, Steine – tagsüber glühende Hitze, nachts eiskalt.

Sand und Trockenheit und Durst

Wo ist Wasser?

Unbewohnbar wie der Mond

Alles ist Eintönig und trostlos

Ohne Farbe und Abwechslung

Kein Baum, kein Strauch

Wüste, das ist Einsamkeit, Verlassenheit

Keine Straße, kein Haus

Nirgendwo ein Mensch

Nur Sand, sengende Sonne, glühende Hitze

Und Wind,

der Spuren verwischt, Steine verformt, Sandhügel baut,

Wirbelsturm, der die Sonne verfinstert

Sand, der knirscht zwischen den Zähnen

Wir wollen in diesem Gottesdienst darauf achten, und ich bitte Euch Kinder und Sie,

die Erwachsenen, nicht über unsere Wüste zu gehen.


Bußakt

So wie es in verschiedenen Erdteilen Wüsten gibt, so gibt es auch Wüsten in uns

Menschen. Wüsten in uns!

Denken wir mal nach, wie die Wüsten heißen könnten, die manchmal in unserem

Herzen sind.

– Stille –

Meditative Musik während der ganzen Aktion

Pfarrer:

Wenn wir einsam sind, ganz alleine sind und niemanden haben, der uns zuhört,

wenn wir dann große Angst haben – dann ist das wie eine Wüste in uns

Herr, erbarme dich unser

Ein Kind legt einen kleinen Stein in die Wüstenlandschaft

Pfarrer

Wenn wir nicht gut miteinander umgehen, wenn wir uns gegenseitig krallen,

beschimpfen, verletzten, und Steine in den Weg legen – dann ist das wie eine

Wüste in uns. – Christus, erbarme dich unser

Ein Kind legt einen kleinen Stein in die Wüstenlandschaft

Pfarrer

Wenn wir zu nichts Lust haben, uns selber anöden und schrecklich langweilig sind

- dann ist das wie eine Wüste in uns – Herr, erbarme dich unser

Ein Kind legt einen kleinen Stein in die Wüstenlandschaft

Der allmächtige Gott vergebe uns, er wandle uns um von einer trostlosen Wüste zu

einem blühenden Land, durch Christus, unseren Herrn. Amen

1. Zwischengesang: GL 107, 1 + 5

Tagesgebet

Allmächtiger Gott,

manchmal umgibt uns eine Wüstenlandschaft, manchmal ist die Wüste mitten in uns.

Sand ist oft im Getriebe unsres Christseins und Steine haben wir anderen in den

Weg gelegt. So vieles erscheint uns öde und trostlos.

Komme zu uns, richte uns auf, zeige uns, wie wir durch die Wüsten unseres Lebens

einen Weg zu dir finden. Das erbitten wir durch Jesus Christus


Hinführung zur Lesung (Jes 35, 1 – 10)

In unserer Lesung heute hören wir, was geschieht, wenn Gott sich der

Wüste annimmt und wie sie sich dann verändert – ein Zustand, den man

sich normalerweise gar nicht vorstellen kann.

Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja

Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen, /

die Steppe soll jubeln und blühen.

Sie soll prächtig blühen wie eine Lilie, /

jubeln soll sie, jubeln und jauchzen.

Die Herrlichkeit des Libanon wird ihr geschenkt, /

die Pracht des Karmel und der Ebene Scharon.

Man wird die Herrlichkeit des Herrn sehen, /

die Pracht unseres Gottes.

Macht die erschlafften Hände wieder stark /

und die wankenden Knie wieder fest!

Sagt den Verzagten: /

Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott! /

Die Rache Gottes wird kommen und seine Vergeltung; /

er selbst wird kommen und euch erretten.

Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, /

auch die Ohren der Tauben sind wieder offen.

Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, /

die Zunge des Stummen jauchzt auf.

In der Wüste brechen Quellen hervor /

und Bäche fließen in der Steppe.

Der glühende Sand wird zum Teich /

und das durstige Land zu sprudelnden Quellen.

An dem Ort, wo jetzt die Schakale sich lagern, /

gibt es dann Gras, Schilfrohr und Binsen.

Eine Straße wird es dort geben; /

man nennt sie den Heiligen Weg.

Kein Unreiner darf ihn betreten. /

Er gehört dem, der auf ihm geht.

Unerfahrene gehen nicht mehr in die Irre.

Es wird keinen Löwen dort geben, /

kein Raubtier betritt diesen Weg,

keines von ihnen ist hier zu finden. /

Dort gehen nur die Erlösten.

Die vom Herrn Befreiten kehren zurück /

und kommen voll Jubel nach Zion.

Ewige Freude ruht auf ihren Häuptern. /

Wonne und Freude stellen sich ein, /

Kummer und Seufzen entfliehen.

Wort des lebendigen Gottes


Nach der Lesung

Pfarrer:

In der Lesung haben wir gehört, was geschieht, wenn Gott sich um die Wüste in der

Natur und um die Wüste in unseren Herzen kümmert

Wisst Ihr´s noch? Die Josy wird es uns jetzt nochmal sagen:

Jousy

Blumen fangen an zu wachsen

Ein Kind legt eine Blume in die Wüstenlandschaft

Jousy

Menschen werden gesund und heil, Taube hören

Kinder lassen kleine Muskinstrumente ertönen und legen sie hinein

Jousy

Blinde sehen wieder

Kinder stellen Kerzen in die Wüstenlandschaft

Pfarrer

Und wie ist das bei uns? Wann kann die Wüste in uns zum Blühen anfangen?

Das sagen uns jetzt abwechselnd Lara und Mona

Nach jedem Satz eines Kindes am Mikrophon

legen andere Kinder je eine Blume in die Wüstenlandschaft

Lara + Mona

− wenn ich nach einem Streit dem anderen die Hand zur Versöhnung reiche

− wenn ich den Mut aufbringe, auf andere zuzugehen

− wenn ich durch meinen Glauben froh werde

− wenn ich den anderen annehme, so wie er ist

− wenn ich mich einbringe und interessiert mitmache in Schule und Familie

− Wenn ich beim Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel mich nicht ärgere

− wenn ich mich Gott im Gebet und Gottesdienst zuwende

− wenn ich Mitleid habe mit einem, den alle nicht mögen.

2. Zwischengesang : GL 106, 1+3+4


Evangelium: Lk, 3, 1 – 6

Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius;

Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa,

Herodes Tetrarch von Galiläa, sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und

Trachonitis,

Lysanias von Abilene;

Hohepriester waren Hannas und Kajaphas.

Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes,

den Sohn des Zacharias.

Und er zog in die Gegend am Jordan und verkündigte dort überall

Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden.

So erfüllte sich, was im Buch der Reden des Propheten Jesaja steht:

Eine Stimme ruft in der Wüste: /

Bereitet dem Herrn den Weg! / Ebnet ihm die Straßen!

Jede Schlucht soll aufgefüllt werden, / jeder Berg und Hügel sich senken.

Was krumm ist, soll gerade werden, / was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden.

Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.

Kurzpredigt für die Erwachsenen

Credo

Zu den Fürbitten kommen bitte ans Mikrophon

Albert und Mario, Gisela und Oliver, Tobias und Monika/Michaela


Fürbitten

Pfarrer

Guter Gott, im Vertrauen darauf, dass du uns auch in den Wüsten

unseres Lebens begleitest, kommen wir zu dir und bitten dich:

Du Gott des Lebens – Wir bitten dich, erhöre uns

Albert Friedrich

• Dort, wo Menschen miteinander im Streit sind: Lass in ihrer Wüste eine

Blume der Versöhnung und des Friedens wachsen.

Mario

• Dort, wo Menschen nur an sich selbst denken: Lass in ihrer Wüste eine

Blume der Nächstenliebe wachsen.

Gisela Rippl

• Dort, wo Menschen unter Sorgen, Ängsten, Krankheiten leiden: Lass in

ihrer Wüste eine Blume der Zuversicht wachsen.

Oliver Kreuzer

• Dort, wo Menschen eine Durststrecke in ihrem Leben erleiden: Lass in

ihrer Wüste eine Blume der Ermunterung wachsen

Tobias

• Dort, wo Menschen die Wüste der Enttäuschung erleben müssen: Lass

in ihrer Wüste eine Blume der Ermutigung wachsen.

Monika Mrosek oder Michaela Kreuzer

• Dort, wo Menschen nicht mehr ein noch aus wissen: Lass in ihrer Wüste

eine Blume der Orientierung wachsen.

Pfarrer

Denn du bist ein Gott, der unsere Wüsten mit Leben erfüllt, durch

Christus, unseren Herrn. Amen.


Lied zur Gabenbereitung: 105, 1 + 4 + 6

Sanktus: 469

Agnus: 470, 2

Kommunion: Stille und dann ganz leises Orgelspiel

Dankgesang : 108, 1 + 2

Meditation nach der Kommunion

Gott, du mein Gott, dich will ich suchen,

meine Seele dürstet nach dir,

so, wie ich an einem heißen Sommertag

nach einem kühlen Getränk lechze.

Nach dir verlangt mein Innerstes

wie dürres, ausgetrocknetes Land nach Wasser.

So blicke ich auf zu dir,

um zu schauen dein Wohlwollen, deine Herrlichkeit.

Ich suche dich leider viel zu wenig,

aber in Not und Gefahr verlange ich nach dir,

dann denke ich an dich in der Nacht

und sinne über dich nach, wenn ich wache.

0 Gott, ich will dich suchen und nach dir verlangen.

Schlußgebet

Herr, unser Gott, wir hörten deinen Ruf, wie er

einst von Johannes aus der Wüste an das Volk

Israel erging. Laß uns das Fest der

Menschwerdung deines Sohnes gut vorbereiten,

alles Krumme beseitigen, die Hügel abtragen

und die Täler einebnen, damit sein Kommen uns

froh macht und befähigt, seine Botschaft zu

verwirklichen. Der du lebst uns herrschest in alle

Ewigkeit. Amen.


Segen

Der Herr sei vor dir,

um dir den rechten Weg zu zeigen.

Der Herr sei neben dir,

um dich in die Armen zu schließen,

um dich zu schützen gegen Gefahren.

Der Herr sei hinter dir,

um dich aufzufangen,

wenn du fällst.

So segne euch der gütige und treue Gott

Der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

Alle Kinder sind eingeladen, nach dem Schlusslied nach vorne

zu kommen. Sie bekommen eine kleine Tüte mit Sand.

Dieser Sand soll Euch und Eure Familien die ganze Adventszeit daran

erinnern, dass Gott bei uns ist, auch wenn es mal in unserem Alltag in uns

und um uns wie eine Wüste aussieht

Schlusslied: 809, 1

Gebet für die Tüte mit Sand.

Gott, du bist bei uns:

Wenn wir lachen und wenn wir weinen,

wenn wir bei unseren Eltern sind und wenn wir uns alleine fühlen,

wenn wir mutig sind und wenn wir Angst haben.

Du sagst uns: Ich bin immer für dich da –

auch wenn wir uns wie in der Wüste fühlen.

Danke Gott – für die Menschen, die Blumen, das Licht, die Freude,

die uns sagen, dass du immer bei uns bist. Amen.

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