Die Gabe der Freude - Pfarreiforum

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Mission

Glauben verändert

Die Kampagne von Missio Schweiz-

Liechtenstein zum Monat der Weltmission

Die neue Missio-Kampagne steht unter

dem Titel «Glauben verändert». Im Missionsmonat

Oktober stellt Missio die

Kirche im peruanischen Amazonasgebiet

vor und lädt Christinnen und Christen

ein, der verändernden Kraft des

Glaubens im eigenen Leben Raum zu

schaffen.

«Indem ich den Glauben hier lebte, lernte

ich, dass er nicht etwas in sich Abgeschlossenes

ist. Glaube ist nicht eine Lehre,

sondern Lebenserfahrung. Wer den

Glauben zusammen mit den Leuten hier

erfährt, verändert sich zwangsläufig.»

Glauben verändert. Davon ist Victor de la

Peña, Bischof des Vikariats Requena im

peruanischen Amazonasgebiet, überzeugt.

Die Erfahrungen von Bischof

Victor und der Christinnen und Christen

aus Peru sind der Ausgangspunkt für die

diesjährige Kampagne zum Monat der

Weltmission im Oktober. Sie steht unter

dem Titel «Glauben verändert». Das Leben

der Menschen an den Flüssen des

Amazonas ist sehr einfach und wird bestimmt

von den Notwendigkeiten des

Alltags. Zwar lässt die grosszügige Natur

niemanden verhungern. Die Armut aber

ist wegen fehlender wirtschaftlicher Entwicklung,

ungenügenden Bildungsmöglichkeiten

und mangelnder Gesundheitsversorgung

allgegenwärtig.

Im peruanischen Amazonasgebiet spielt

sich das Leben am und auf dem Wasser

ab.

© Missio Schweiz-Liechtenstein

Leute im Gespräch mit Bischof Victor de la Peña, Jenaro Herrera, Peru.

Die Bedürfnisse erkennen

Daran, dass es immer irgendwo an etwas

fehlt, hat sich Bischof Victor in den über

dreissig Jahren seines Wirkens im Vikariat

gewöhnt. Trotzdem oder gerade deshalb

hilft er zusammen mit engagierten Laien

und den wenigen Priestern und Ordensschwestern

wo er kann. Er hat gelernt, dass

alle zusammen auch mit bescheidenen

Mitteln etwas erreichen können. Dabei

stehen immer die Menschen im Mittelpunkt.

«Wir sagen den Verantwortlichen

von Familien und Gemeinschaften sowie

den Behörden: Ihr müsst versuchen, die

Bedürfnisse eurer Kinder zu erkennen. Ihr

müsst da sein, wenn sie krank sind oder

wenn sie weinen, ihr müsst ihre Nöte sehen.

Was hat Gott angesichts des Elends

getan? Hat er einfach die Hände in den

Schoss gelegt? Nein, er hat Mose beauftragt,

sein Volk zu retten. Auch wir müssen

nach dem Beispiel von Mose handeln!»

Gott selbst verändert

Bischof Victor und die peruanischen

Christinnen und Christen zeigen, dass

Leben und Glauben zusammengehören.

Immer und überall gilt: Glaube ist gelebter

Glaube oder er existiert nicht. Es ist

der gelebte Glaube, der die Menschen verändert.

Indem sie sich am heilenden Handeln

Jesu und an seiner Frohen Botschaft

orientieren, lassen sie sich von innen her

verwandeln. So meint der Slogan glauben

verändert zuerst den Menschen, der

durch den Glauben von Grund auf verändert

und umgeformt wird. Er zielt aber

auch auf die Veränderung und Umgestaltung

von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen,

ökologischen oder politischen Situationen

und Bedingungen. Diese Veränderungen

bewirken Frauen und Männer,

die aus dem Glauben handeln. Letztlich

aber ist es Gott selbst, der in den Menschen

handelt und auf diese Weise die

Welt nach seinem Plan verändert.

Zeuginnen und Zeugen werden

Wenn der Monat der Weltmission in diesem

Jahr unter dem Thema «Glauben veränder

steht, ist das eine Einladung an die

Gläubigen in der Schweiz und in Liechtenstein,

glaubwürdige Zeuginnen und Zeugen

zu werden für eine Kirche, die sich als

Gemeinschaft in der Nachfolge Jesu Christi

versteht und seiner menschen- und lebensfreundlichen

Botschaft verpflichtet

ist. Deshalb ist die Kollekte, die für die

Bistümer in den finanziell benachteiligten

Regionen der Welt aufgenommen wird,

mehr als ein einfacher Ausdruck der Solidarität

zwischen den Ortskirchen. Sie

schafft weniger bemittelten christlichen

Gemeinschaften die Möglichkeit, ihren

Glauben im eigenen kulturellen Umfeld

leben und feiern und so Zeugnis für die

Frohe Botschaft geben zu können.

Urban Schwegler, Missio

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© Missio Schweiz-Liechtenstein

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