Bibelteilen – 23. Sept. 2011 - 22., Pfarre Stadlau

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Bibelteilen – 23. Sept. 2011 - 22., Pfarre Stadlau

Bibelteilen 23. Sept. 2011

Lesungen des 26. Sonntages im Jahreskreis 25. Sept. 2011

(Quelle: Schott)

Zur 1. Lesung Die Jahre des babylonischen Exils (6. Jh. v. Chr.) waren auch Jahre

einer tief gehenden Krise des Gottesglaubens. Ein Gott, der die Söhne für die Schuld

der Väter sterben lässt, ist ungerecht; ein ungerechter Gott ist aber kein Gott. Der

Prophet stellt richtig: Gott bestraft jeden nur für seine Schuld, und auch dafür nicht,

wenn er sich bekehrt hat. Gott ist auf göttliche Weise gerecht: er ist barmherzig. In

der Krise sollen die Menschen sich nicht zu Tode trauern, vielmehr dem gnädigen

Gott und sich selbst einen neuen Anfang zutrauen.

1. Lesung Ez 18, 25-28

Wenn sich der Schuldige von seinem Unrecht abwendet, wird er sein Leben

bewahren

Lesung aus dem Buch Ezechiel

So spricht der Herr:

25 Ihr sagt: Das Verhalten des Herrn ist nicht richtig. Hört doch, ihr vom Haus

Israel: Mein Verhalten soll nicht richtig sein? Nein, euer Verhalten ist nicht

richtig.

26 Wenn der Gerechte sein rechtschaffenes Leben aufgibt und unrecht tut, muss

er dafür sterben. Wegen des Unrechts, das er getan hat, wird er sterben.

27 Wenn sich der Schuldige von dem Unrecht abwendet, das er begangen hat,

und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, wird er sein Leben bewahren.

28 Wenn er alle Vergehen, deren er sich schuldig gemacht hat, einsieht und

umkehrt, wird er bestimmt am Leben bleiben.

Zur 2. Lesung Die Eintracht in einer Gemeinschaft von Christen hat ihren Grund in

der gemeinsamen Zugehörigkeit zu Christus Jesus, und diese ist das Werk des

Heiligen Geistes. Das Christuslied im 2. Teil der Lesung (Verse 6-11) deutet die

Situation, die sich aus dem Christusereignis ergibt: Eine neue Ordnung in der Welt,

eine neue Freiheit wird dort erfahren, wo Christus in seiner Erniedrigung erkannt und

in seiner Erhöhung als der Herr, der Kyrios, geehrt wird.

2. Lesung Phil 2, 1-11

Seid so gesinnt wie Christus Jesus


Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper

Brüder!

1 Wenn es Ermahnung in Christus gibt, Zuspruch aus Liebe, eine Gemeinschaft

des Geistes, herzliche Zuneigung und Erbarmen,

2 dann macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid,

einander in Liebe verbunden, einmütig und einträchtig,

3 dass ihr nichts aus Ehrgeiz und nichts aus Prahlerei tut. Sondern in Demut

schätze einer den andern höher ein als sich selbst.

4 Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das des anderen.

5 Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus

entspricht:

6 Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein,

7 sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen

gleich. Sein Leben war das eines Menschen;

8 er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.

9 Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer

ist als alle Namen,

10 damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor

dem Namen Jesu

11 und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr - zur Ehre Gottes, des

Vaters.

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