Newsletter Ausgabe 1 Oktober 2011 - Netzwerk - Pflege und ...

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Newsletter Ausgabe 1 Oktober 2011 - Netzwerk - Pflege und ...

INHALT:

Themenschwerpunkt: Das Netzwerk stellt sich

vor

o Versorgungsforschung – eine

Standortbestimmung

o Das Netzwerk – ein Überblick

o Netzwerkhistorie – was bisher geschah

o Mitglieder – wer derzeit aktiv ist

Aus dem Netzwerk

o Veranstaltungen

o Neues von den Mitgliedern

o Aktuelles aus den Arbeitsgruppen

o AG übergreifende Infos

Förder-News

Veranstaltungen

NETZWERK PFLEGE- UND VERSORGUNGSFORSCHUNG, 1. AUSGABE OKT.2011 1


Themenschwerpunkt: Das Netzwerk stellt sich vor !

Versorgungsforschung – Eine Standortbestimmung

Forschungsbedarf

„Das deutsche Gesundheitssystem zeichnet sich im internationalen Vergleich durch

einen guten Zugang zur Gesundheitsversorgung, einen umfassenden

Leistungskatalog und einen hohen Versorgungsstandard aus“ (Westrick, 2010).

Mit der Zunahme chronischer Krankheitsbilder aber ergeben sich angesichts der

damit einhergehenden Komplexität der Versorgungsbedarfe unter Anderem hohe

Anforderungen an eine gute Steuerung der Versorgung und eine gute institutionelle

Kooperation und Vernetzung. Die bereits in den 90-iger Jahren festgestellten

Defizite in diesen Bereichen beziehen sich auf

- Kooperationsbarrieren und Desintegration (Schaeffer und Muller-Mundt,

2002 1 ),

- eine teils nicht angemessene Dominanz biomedizinischer Behandlung

(Hüper, 1994)

- eine Intransparenz aus Sicht des Patienten (Kröner- Herwig, 1997).

Fehl- Über- und Unterversorgung, besonders bei den großen Volkskrankheiten

stellte der Sachverständigenrat bereits 2001 in seinem Gutachten fest.

Im Gegensatz zu anderen Ländern, in denen im Rahmen von health services

research Versorgungsqualität seit Jahrzehnten thematisiert wird, fand hier zu

Lande eine systematische wissenschaftliche Analyse des Versorgungsgeschehens im

Rahmen von Versorgungsforschung jedoch lange Zeit kaum statt (vgl. Bormann,

2008)

Förderschwerpunkte

Diesem Forschungsdefizit wird seit Anfang der 90-iger Jahre unter anderem durch

Förderprogramme des Bundes entgegen gesteuert. Um die Versorgungsforschung

voran zu bringen, haben die Spitzenverbände der Krankenkassen 1999 gemeinsam

mit BMBF und BMG vereinbart, Versorgungsforschungsprojekte für sechs Jahre –

gegliedert in drei Phasen- zu fördern: Als Themenkomplexe wurden beschlossen:

1. Phase: 2000 - 2002

• Behandlungsvariationen in Deutschland

• Versorgungsverläufe bei multimorbiden, älteren Menschen

• Patienten mit starker Inanspruchnahme des Versorgungssystems.

1 Literaturverzeichnis unter www.pflege-versorgungsforschung.net „Fachinformationen“

„Versorgungsforschung“

NETZWERK PFLEGE- UND VERSORGUNGSFORSCHUNG, 1. AUSGABE OKT.2011 2


2. Phase: 2002-2004

• Steuerungsmöglichkeiten der Versorgungsqualität und Leistungsdichte im

Verlauf chronischer Krankheiten

3. Phase: 2004-2006

• Input-Output Relation von Leistungen und Prozessabläufen in der Versorgung

insbesondere chronisch Kranker

(BMBF, 2005)

Seit 2006 wird der Förderschwerpunkt

"Versorgungsnahe Forschung – Patientenorientierung

und Chronische Krankheiten"

gemeinsam vom BMBF, der Deutschen

Rentenversicherung Bund (DRV), der

Verbände der gesetzlichen Krankenkassen

auf Bundesebene und dem Verband der

privaten Kranken-versicherungen e.V.

finanziert und vom BMG und BMAS

mitgetragen (zwei Förderphasen: 2007-

2011 und 2011-2014).

Dabei werden zunehmend Forschungsaktivitäten

nicht mehr nur in der

Rehabilitationsforschung, sondern auch in

den Bereichen „Pflegeund „Prävention“

gefördert. Versorgungsforschung ist somit

„Querschnittsdisziplin“ über die

Indikationen und Sektoren hinweg.

BMBF, 2008

Forschungsfelder

Pfaff definiert „Versorgungsforschung“ als „ein fachübergreifendes Forschungsgebiet,

das die Kranken- und Gesundheitsversorgung und ihre

Rahmenbedingungen beschreibt und kausal erklärt, zur Entwicklung

wissenschaftlich fundierter Versorgungskonzepte beiträgt, die Umsetzung neuer

Versorgungskonzepte begleitend erforscht und die Wirksamkeit von Versorgungsstrukturen

und -prozessen unter Alltagsbedingungen evaluiert.“ (Pfaff, 2003).

Damit beschäftigt sich die Versorgungsforschung vor allem mit Schnittstellen und

Versorgungsübergängen, mit dem Zusammenspiel verschiedener Sektoren

(ambulant, stationär, Rehabilitation, Pflege), verschiedener Professionen und deren

Kooperation sowie verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen (Wetterauer, 2008)

In der Veröffentlichung des BMBF, Versorgungsforschung“ (2008) benennt

Bormann als Forschungsfelder:

- Forschung zur Beschreibung der Versorgungssituation und von

Versorgungsabläufen inklusive Bedarfsplanung im Versorgungsbereich

NETZWERK PFLEGE- UND VERSORGUNGSFORSCHUNG, 1. AUSGABE OKT.2011 3


- Forschung zur Organisation, Gestaltung und Entwicklung von

Versorgungsstrukturen und innovativen Versorgungsansätzen,

- Forschung zur Qualitätssicherung, zum Qualitätsmanagement, zur

Patientensicherheit und Fehlerprävention

- Forschung zur Gesundheitskommunikation, Patienteninformation

- Forschung zur Politik- und Gesetzesfolgenabschätzung

Des Weiteren rücken im Zuge steigender Anforderungen an eine Individualisierung

der Versorgung der Patient und dessen Sichtweise mehr und mehr in den

Mittelpunkt von Forschung.

Patient im Fokus

Durch eine Studie im Jahr 2007 zu „Versorgungsdefiziten bei Patienten mit

komplexem Versorgungsbedarf“ verschaffte bereits die Beauftragte für die Belange

der Patientinnen und Patienten der damaligen Bundesregierung Kühn-Mengel dem

Patienten selbst ein Gehör, in dem sie geäußerte Anfragen und Beschwerden von

Bürgerinnen und Bürgern zum Thema „IGeL Leistungen“ auswerten ließ (Kreiß,

2007).

Im Regierungsprogramm „Gesundheitsforschung: Forschung für den Menschen“

2011 unterstützt auch das BMBF solche Fachdisziplinen, die traditionell einen

stärkeren Fokus auf der Patientenversorgung besitzen wie die Allgemeinmedizin

und die Pflege (vgl. Bormann, 2008). Der o.g. Förderschwerpunkt "Versorgungsnahe

Forschung - Patientenorientierung und Chronische Krankheiten" beinhaltet deshalb

Themen wie die den Einbezug von Patientenwünschen in der Allgemeinarztpraxis.

Unter dem Stichwort „shared desicion making“ (partizipative

Entscheidungsfindung) geht es beispielsweise darum, Konzepte zu entwickeln,

Patienten zu einer stärkeren Beteiligung am Versorgungsprozess zu befähigen, um

zu einer „informierten Entscheidung“ (vgl. Simon et al. 2008) zu kommen.

Standortbestimmung: Netzwerk Pflege- und Versorgungsforschung

In diese Richtung zielt auch die Förderung von Selbstmanagementprozessen, also

der „Fähigkeit, das Leben mit gesundheitlichen Handicaps so zu beeinflussen, dass

eine befriedigende Lebensqualität erreicht wird- Voraussetzungen dafür sind zum

Einen ausreichende Kenntnisse über die Erkrankung/Behinderung, ihre Komplexität,

ihre Verlaufsdynamik und erprobte Strategien des Monitorings zur Stärkung der

Handlungssicherheit. Zum Anderen bedarf es einer Alltagsgestaltung, die häufig

erforderliche Modifikationen von Gewohnheiten und Rollenveränderungen mit

biographischen Neuausrichtungen ausbalanciert.“ (Hellige; Hüper, 2011)

Selbstmanagementfähigkeiten können unterstützt werden durch Beratung,

Schulung, Selbsthilfe zunehmend aber auch durch technische Hilfesysteme. Diese

Bereiche haben bereits in der rehabilitationswissenschaftlichen Forschung und

damit im Kontext der Rehabilitation eine Tradition und werden im genannten

Förderschwerpunkt unter dem Aspekt der Patientenorientierung / chronische

Krankheit auch thematisiert (s.o). Im Kontext der Pflegewissenschaften und auch

aus der Sicht von Pflegepraktikern sollen nun diese Aspekte als Inhalte zukünftiger

pflegewissenschaftlicher Forschung ebenfalls stärker beleuchtet werden (Robert-

Bosch Stiftung, 2011).

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Diese Sichtweise trägt den Herausforderungen des demografischen Wandels

Rechnung und rückt die pflegewissenschaftliche Perspektive stärker ins Blickfeld.

Die Verbindung von Inhalten und Methoden der Versorgungsforschung (s.o.) mit

Inhalten auch aus dem Pflegebereich ist daher Aufgabe des Forschungsnetzwerkes

Pflege- und Versorgungsforschung“.

Auftrag ist nicht nur eine an der Lebenswelt (z.B am Wohnquartier) der Menschen

ansetzende Betrachtung, sondern auch ein direkter Kontakt von

anwendungsorientierter Hochschulforschung zu Akteuren der

Gesundheitswirtschaft und des Gesundheitswesens.

Dr. Tanja Kreiß

Das Netzwerk: Ein Überblick

Forschungsnetzwerk für Pflegeund Versorgungsforschung zur Stärkung des

Selbstmanagements bei Menschen mit gesundheitlichen Handicaps

(Projektantrag Kurzfassung)

Allgemeine Zielsetzung

Zentrales Ziel des Netzwerkes ist die Bündelung und Erweiterung der jeweils

spezifischen aber auch übergreifenden theoretischen und praktischen

Wissensbestände der Pflege- und Gesundheitsdisziplinen, um eine verbesserte

Versorgung der gesellschafts- und gesundheitspolitisch relevanten Zielgruppen der

chronisch Kranken, Behinderten, Pflegebedürftigen und ihrer Mitlebenden zu

erreichen.

Der Schwerpunkt des Netzwerkes liegt auf der Förderung und Stärkung des

Selbstmanagements und der Gesundheitsförderung von Menschen mit

gesundheitlichen Handicaps durch Edukation, Beratung, Selbsthilfe, gezielte

ambulante Rehabilitation und Technikunterstützung. Gestärkt werden soll der

Settingansatz der WHO, mit dem eine lebensweltliche und gesundheitsfördernde

Perspektive assoziiert wird. Unterstützend sind hierzu Qualifizierungsmaßnahmen

und Bildungsangebote für professionelle AkteurInnen sowie Betroffene und ihre

Angehörigen zu entwickeln.

Um die Ressourcen optimal einzusetzen, sind betriebswirtschaftliche Instrumente,

Ansätze und Konzeptionen zu entwickeln. Durch den intensiven interdisziplinären

Diskurs in themenspezifischen Arbeitsgruppen soll das im Netzwerk zusammengeführte

Forschungspotenzial innovative und zukunftsrelevante Projekte initiieren

und marktadäquate Existenzgründungen forcieren.

Handlungs- und Forschungsfelder

Die Handlungs- und Forschungsfelder erstrecken sich ausgehend vom Individuum

über den Settingansatz bis zur Qualifizierung der professionellen Akteure. Für diese

Felder wird im Kontext der Versorgungsforschung insbesondere die

Wirksamkeitsforschung relevant (s. Abbildung 1).

Hochschulmitglieder des Netzwerks und Kompetenzen

Im neuen NetzwerkPflege“ sind Professorinnen und Professoren aus

unterschiedlichen Fachschulen und verschiedenen Fachdisziplinen vertreten.

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Arbeit- und Zeitplan

Im nachstehenden Arbeits- und Zeitplan sind die kurz-, mittel- und langfristigen

Ziele aufgeführt. Die Geschäftstelle übernimmt die Umsetzung dieser Ziele,

koordiniert die dazu notwendigen Teilprozesse/Arbeitspakete und evaluiert zeitnah

die Einhaltung des Arbeits- und Zeitplans. Darüber hinaus unterstützt sie die

einzusetzenden Arbeitsgruppen.

1. Kurzfristige Ziele: Organisation und Koordination der AkteurInnen

plant und organisiert das vertiefte Kennenlernen durch regelmäßige Treffen der

AkteurInnen verschiedener Fachhochschulen und der Praxispartner,

unterstützt die Kompetenzbündelung zur disziplinären und interdisziplinären

Zusammenarbeit zur Ideenfindung, Problembeschreibung, Schwerpunktbildung

(Arbeitsgruppen) von Forschungs- und Entwicklungsprojekten.

2. Mittelfristige Ziele: Antragstellungen

unterstützt Antragstellung und Drittmittelakquise,

hält die AkteurInnen über Ausschreibungen zu relevanten Themenfeldern der

Netzwerkes auf dem Laufenden,

erweitert das Netzwerk für neu berufene ProfessorInnen und VertreterInnen aus

den Praxisfeldern der KMU sowie der Kommunen, ambulanten

Gesundheitseinrichtungen, Krankenkassen.

3. Langfristige Ziele: Netzwerkidentität/Netzwerkmehrwert

Schaffung einer Netzwerkidentität mit weitgehender Selbststeuerung,

Gewährleistung eines fachlichen Austauschs (persönlich, virtuell),

Weiterentwicklung von partizipativen, interdisziplinären Forschungsmethoden,

Entwicklung von innovativen Lehr- und Lernmethoden zur Realisierung eines

Theorie-Praxistransfers,

Initiierung von nachhaltigen, gesundheitsfördernden Projekten in Kommunen.

Unterstützende Maßnahmen zur Zielerreichung

Entwicklung einer Homepage und öffentlichkeitswirksamen Materialien zur

Darstellung der im Netzwerk vorhandenen Kompetenzen und Ziele,

Erarbeitung und Pflege eines Newsletters zur Information der AkteurInnen und

weiterer InteressentInnen über aktuelle Forschungsprogramme,

Netzwerkaktivitäten,

Pflege und Erweiterung der Internetseite des Netzwerkes incl. Verlinkungen,

Organisation von Veranstaltungen zum Netwerkthema (z.B. Tagungen,

Ringvorlesungen) an wechselnden FH Standorten,

Organisation von themenspezifischen Veranstaltungen der Arbeitsgruppen,

Publikation von nachhaltigen Projekten der best practise.

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Bisherige Meilensteine:

Dezember 2010: Projektstart und Einrichtung der Geschäftsstelle

an der Fakultät V der Fachhochschule Hannover, Abteilung Pflege und Gesundheit

30. März 2011: Kick Off Veranstaltung an der Fachhochschule Hannover

9. Mai 2011: Fachtagung „Arbeitsgruppen und Forschungsförderung“

SILQUA (Soziale Innovation für Lebensqualität im Alter) Förderlinie des BMBF im

Rahmen des Förderprogramms Forschung an Fachhochschulen

Konstituierung der Arbeitsgruppen

30. Mai 2011: Erste Sitzung der Arbeitsgruppe: „Wohnquartiere-

Versorgungssettings- Schnittstellenmanagement“

31. Mai 2011: Erste Sitzung der Arbeitsgruppe: „Mitarbeiterfindung,

Mitarbeiterbindung“

Aktive Mitglieder:

Forschung:

Fachhochschule Hannover, Fakultät V, Diakonie, Gesundheit und Soziales

Michael Doege, Prof. Barbara Hellige, Prof. Christa Hüper, Dr. Tanja Kreiß

Fachhochschule Hannover, Fakultät III, Medien, Information und Design

Prof. Martin Traub

Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Fakultät Gesundheitswesen

Prof. Dr. Ludger Batzdorfer, Tobias Immenroth

Hochschule Osnabrück, Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Prof. Dr. Elke Hotze, Prof. Dr. Winfried Zapp

Praxis:

Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Landesverband Niedersachsen e.V.

Sabine Behrens,

Diakoniestationen Hannover gGmbH Johanna Sandersfeld, Melanie Schlöndorf

EXCURS Consult GmbH, Hannover Christian Bock

hannoverimpuls GmbH Frank Kettner –Nikolaus

Haus am Berg Seniorenpflege und –betreuung GmbH und Co.KG, Osnabrück

Andreas Pinke, Heiko Langheim

Kanzlei Judith Ahrend: Judith Ahrend

Klinikum Region Hannover, Psychiatrie Wunstorf Elke Heidorn, Antke, Tammen

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medicon training & beratung im gesundheitswesen, Hannover

Corinne Woll, Susanne Mönkhoff

Mein Pflegedienst Köhler, Peine, Salzgitter, Lafferde Michael Köhler

Aus dem Netzwerk

Veranstaltungen

Nächste Sitzung der AG „Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterfindung“ 19.10.2011

Neues von den Mitgliedsorganisationen

Hochschule Osnabrück:

Am 14.10.2011 findet das 9. Osnabrücker Gesundheitsforum statt. s. unter

www.wiso.hs-osnabrueck.de

Hannoverimpuls:

Die Tagungsdokumentation der Veranstaltung „Next Change - Wandel für

Innovation - Zukunft Gesundheit" am 16. Juni 2011 in der AWD- Arena ist unter

www.pflege-versorgungsforschung.net unter „Fachinformationen“ einzusehen.

Außerdem: 5.Hannoverscher Strategietag der Gesundheitswirtschaft:

„Die Macht der Netze - Wie Informationen die Gesundheitswirtschaft verändern“,

17.11.2011, www.strategietag-hannover.de

Fachhochschule Hannover Fakultät V

Im September 2011 wurde an der Fakultät V das Institut für angewandte

Gesundheits-, Bildungs- und Sozialforschung (GBS) ins Leben gerufen. Es dient der

interdisziplinären Forschung und Beratung in den Themenfeldern Soziale Arbeit,

Heil- und Elementarpädagogik, Gesundheit und Pflege, Religionspädagogik und

Diakonie. Im Fokus der Arbeit steht dabei der Transfer von Wissen und

Erfahrungen aus der Praxis und in die Praxis ebenso wie innerhalb der Hochschule.

Geschäftsführerin des Instituts ist Sabine Seidel (Tel.: 0511/9296-3185 E-Mail:

sabine.seidel@fh-hannover.de)

Aktuelles aus den Arbeitsgruppen

AG1 „Wohnquartiere- Versorgungssettings- Schnittstellenmanagement“

Sprecherin: Melanie Schlöndorf, Diakoniestationen gGmbh, Hannover

Aktuelle Themen der Arbeitsgruppe:

Thema: „Versorgungsbedarfe nach Krankenhausentlassung“

Inwieweit insbesondere ältere Patienten ohne nennenswerte soziale und finanzielle

Ressourcen nach einer Entlassung aus der akutstationären Behandlung

NETZWERK PFLEGE- UND VERSORGUNGSFORSCHUNG, 1. AUSGABE OKT.2011 8


zusätzlicher Hilfen bedürfen, wird seit Jahren diskutiert. Dieser Thematik widmet

sich auch das Forschungsnetzwerk.

Zusatzinfos: In Bremen hat sich mit dem Verein „ambulante Versorgungslücken

e.V.“ bereits im August 2009 eine Plattform konstituiert, die sich für Lösungen zur

Weiterversorgung hilfebedürftiger Patienten nach Entlassung aus dem

Akutkrankenhaus einsetzt. www.ambulante-versorgungsluecke.de

Thema: „Das Trialogische Gespräch als Methode zur Förderung von

Selbstmanagementfähigkeiten“

Diese Methode wird vom Klinikum Wunstorf seit Längerem praktiziert.

Zusatzinfos: unter http://www.trialog-psychoseseminar.de/de/34/Trialogische-

Forschungsgruppen.html

Thema: „Zukunftsweisende Wohnformen im Alter“

Mit einem Quartiersprojekt in Hannover-Stöcken planen die Diakoniestationen

gGmbH, Hannover eine Wohnform, bei der nach dem Vorbild des sog. „Bielefelder

Modells“ mit einer Wohnungsgesellschaft kooperiert wird, um Menschen eine

alternative Form des Wohnens – auch bei eintretender Pflegebedürftigkeit – zu

bieten. Zusatzinfos:

Einen Link zur Seite der Diakoniestationen finden Sie demnächst auf www.pflegeversorgungsforschung.net.

unter „Fachbeiträge zu den Arbeitsgruppen“

AG2 „Mitarbeiterfindung , Mitarbeiterbindung“

Sprecherin: Corinne Woll, medicon Consulting, Hannover

Aktuelle Themen der Arbeitsgruppe:

Thema: „Fachkräftemangel und Mitarbeiterbindung“

Um das Problem des Fachkräftemangels im Rahmen von praktischen Projekten zu

bearbeiten wurde unter dem Dach des Vereins Gesundheitswirtschaft e.V. die

Initiative VIP Pflege gestartet. Diese setzt sich zusammen aus Pflegepraktikern und

Hochschulvertretern und initiiert praktische Projekte für regionale Lösungen.

Inwieweit die berufliche Identität speziell in der Pflege mit der Bindung an ein

Unternehmen korreliert, wurde im Rahmen der Diplomarbeit von C. Bock beforscht

(Veröffentlichung beim Diplomica Verlag: „Unternehmensbindung in Pflegeberufen -

Pflegende im Spannungsfeld von beruflicher Identität und Realität“. Hamburg,

2009.)

Weitere Infos: Präsentation der Initiative „VIP Pflege“ unter www.pflegeversorgungsforschung.net.unter

„Fachbeiträge zu den Arbeitsgruppen“

Thema: „Neue Medien in der Pflege

Die Nutzung sozialer Netzwerke und neuer Medien wird auch im Bereich der Pflege

gezielt zur Akquisition von Personal genutzt. In einer Studie des Verbandes der

Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) und KU Gesundheitsmanagement zu

„Social-Media Aktivitäten im Gesundheitswesen“ hat sich gezeigt, dass Community-

Websites wie Xing, Facebook, Twitter oder Linkedin zukünftig eine immer größere

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Rolle im Gesundheitswesen spielen werden (Quelle: „Wer hat Angst vorm blöden

web“ In: KU Gesundheitsmanagement 8/011)

Thema: „Innovatives Personalmarketing“

Im Rahmen des „Niedersächsischen Ideenwettbewerbs Pflege“ wurde unter anderem

auch ein Beispiel für besonders innovatives Personalmarketing in der Pflege

prämiert. Das Konzept „Außen Flower – Innen Power“ der Deutschen Seniorenstift

Gesellschaft erachtete man als besonders innovativ. Näheres unter

http://www.ms.niedersachsen.de

Thema: „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist bislang vor allem unter dem Aspekt der

Kindererziehung und der Unterstützung von Frauen noch betreuungsbedürftiger

Kinder beleuchtet worden. Pflegende Angehörige in der Arbeitswelt, deren

Bedürfnisse und Belastungen werden noch vergleichsweise wenig thematisiert.

Literaturhinweise zu dem Thema:

www.pflege-versorgungsforschung.net.unter „Fachbeiträge zu den Arbeitsgruppen“

Arbeitsgruppenübergreifende Infos:




Das Projekt „Niedrigschwellige Betreuungsangebote für Demenzerkrankte mit

Migrationshintergrund in Hannover“ ist im August unter wissenschaftlicher

Begleitung durch die Fachhochschule Hannover, Fakultät V.

gestartet Themenschwerpunkt der nächsten Ausgabe !

Einen Artikel zum Netzwerk finden Sie in der nächsten Ausgabe der

Zeitschrift „Spektrum“ der Fachhochschule Hannover.

Informationen auch auf der Homepage der Fakultät V www.fh-hannover.de

Förder – News



EFRE- Förderung: Aufgrund der aktuellen Antragslage und der eingeplanten

Projekte wird davon ausgegangen, dass zur Zeit EFRE-Mittel für neue

Projekte nicht zur Verfügung stehen. Nächste Abgabefrist für Projektanträge

ist der 30.3.2012 Näheres unter www.agip.fh-hannover.de

BMBF Förderprogramm: „Assistierte Pflege von morgen – ambulante

technische Unterstützung und Vernetzung von Patienten, Angehörigen und

Pflegekräften“ unter: www.bmbf.de/Foerderung

SILQUA: Ausschreibung für 2012 unter: www.bmbf.de unter „Forschung“ -

„Lebenswissenschaften“ – „Fachhochschulen“ oder www.pflegeversorgungsforschung.de

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Veranstaltungen

5.10.2011

Hanging around – nothing to do: Bildungs-, Gesundheits- und Teilhabechancen

von jungen Arbeitslosen. Oldenburg

www.gesundheit-nds.de/CMS/index.php/veranstaltungen/182-hanging-around

20.-22.10. 2011

10. Dt. Kongress für Versorgungsforschung, Köln

www.dkvf2011.de

11.10.2011

Fit For Health, Hannover

www.fitforhealth.eu

20.-21.10.2011

DGIV (Dt. Gesellschaft für Integrierte Versorgung im Gesundheitswesen)

Bundeskongress, Berlin

www.dgiv.org

2.11.2011

7. Dt. Demenzforum, Leipzig

www.careum-explorer.ch

Nächste Ausgabe:

Januar 2012

Herausgeber:

Netzwerk Pflege- und Versorgungsforschung

Geschäftsstelle

Fachhochschule Hannover

Blumhardtstr. 2

30625 Hannover

Fon: +49 (511) 9296 3212

Fax: +49 (511) 9296 3195

Email: tanja.kreiss@fh-hannover.de

Internet: www.pflege-versorgungsforschung.net

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