Newsletter Ausgabe 6 Januar 2013 - Netzwerk - Pflege und ...

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Newsletter Ausgabe 6 Januar 2013 - Netzwerk - Pflege und ...

INHALT:

Themenschwerpunkt: Subjektzentrierte Beratung

älterer Menschen zur selbstbestimmten Nutzung von

AAL-Technologien

Aus dem Netzwerk

o Veranstaltungen

o Aktuelles von den Netzwerkpartnern

Förder-News

Veranstaltungen

Aus der Politik

Studien/Veröffentlichungen/Ausschreibungen

NETZWERK PFLEGE- UND VERSORGUNGSFORSCHUNG, 6. AUSGABE JANUAR 2013 1


Themenschwerpunkt:

Subjektzentrierte Beratung älterer Menschen zur

selbstbestimmten Nutzung von AAL-Technologien

Prof. Dr. Sigrun Goll , M.A. Michel Nitschke, Silke Quast – Hochschule Hannover,

Fakultät V- Diakonie, Gesundheit und Soziales. Kontakt: michel.nitschke@hshannover.de

Einleitung

In dem Verbundprojekt MHH-QuAALi [1] wird eine Qualifizierungsmaßnahme für

beruflich und akademisch Qualifizierte aus Gesundheitsberufen und aus technischen

Berufen im Bereich Ambient Assisted Living (AAL) entwickelt. Diese

Qualifizierungsmaßnahme soll in erster Linie Pflegekräfte und TechnikerInnen dazu

befähigen, die Anwendungsgebiete von AAL zu erfassen und potentiellen NutzerInnen

gegenwärtige und zukünftige Einsatzmöglichkeiten von AAL-Technologien zu

vermitteln (weitere Informationen und Termine im nachfolgenden Informationskasten).

Doch gerade diese Vermittlung ist oft mit Schwierigkeiten verbunden. Ein

Grund hierfür ist, dass die NutzerInnen auf die Einführung von technischen

Assistenzsystemen mit Skepsis oder sogar Ablehnung reagieren. In diesen Bedenken

bildet sich das Spannungsfeld von „Mensch und Maschine“ ab. Zwar führt die

Nutzung von Technologien zu Vereinfachungen im Alltag und der Erweiterung von

Handlungsmöglichkeiten, zugleich birgt eine Nutzung auch die Gefahr der

Abhängigkeit und er-fordert Anpassungsleistungen der Subjekte an die verschiedenartigen

Technologien. Das bedeutet, dass die Einführung von AAL, mit einer Reihe

von kritischen Fragen (Datenschutz, Finanzierung, Autonomie und Teilhabe)

einhergeht. Zurzeit gibt es jedoch noch keine adäquaten Beratungskonzepte, die

kritische Aspekte von AAL so aufbereiten, dass BeraterInnen in die Lage versetzt

werden, nutzerorientierte Beratungsgespräche durchzuführen.

In diesem Beitrag sollen Überlegungen zur Entwicklung eines subjektzentrierten

Beratungskonzeptes vorgestellt werden, in dem bereits erprobte und lösungsorientierte

Beratungsmodelle aus der Sozialen Arbeit und Pflegewissenschaft auf die

AAL-Thematik angewendet werden. Den Schwerpunkt des Beratungskonzeptes

bilden fünf aufeinander aufbauende Phasen, die sowohl die Auseinandersetzung mit

Haltungen und Präferenzen der NutzerInnen beinhalten, als auch eine Aufklärung

und Informationen über Vor- und Nachteile bzw. kritische Aspekte von AAL bieten.

Ziel ist es, die Entscheidungskompetenz alternder Menschen zu erhöhen, so dass sie

eigenverantwortlich und unabhängig über den Einsatz von AAL-Technologien

entscheiden können.

NETZWERK PFLEGE- UND VERSORGUNGSFORSCHUNG, 6. AUSGABE JANUAR 2013 2


Subjektzentrierte Beratung im AAL-Kontext

Ausgangslage und Erfordernisse

In der Pflege wird der Hilfebedarf von Pflegebedürftigen vorwiegend durch den

Unterstützungsbedarf in den Bereichen Ernährung, Pflege und Betreuung nach §14

(4) SGB XI festgelegt. Im Rahmen von Altenhilfe nach §71 (1) S.2 SGB XII ist der

Anspruch auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gesetzlich verankert. Um die

Interessen und Bedürfnisse des Subjekts bezüglich der Unterstützungsleistungen

durch AAL-Technologien in allen Bereichen (sowohl Pflege als auch Teilhabe) in den

Vordergrund zu stellen, bedarf es einer Kombination bereits existierender

Rechtsansprüche, die eine Förderung in allen Lebensbereichen zum Ziel hat.

Hingegen wird im aktuellen wissenschaftlichen Diskurs über AAL das Subjekt

primär aus einer ökonomischen Perspektive gesehen, die darauf zielt, die Nachfrageseite

eines noch nicht etablierten Marktes zu erkunden, um diesen bedienen zu

können [2]. Im Sinne eines subjektzentrierten Ansatzes greift diese Sichtweise jedoch

zu kurz, da vielfach unterschätzt wird, inwieweit jenseits eines Bedarfs nach einem

bestimmten Produkt die Haltungen und Präferenzen der Subjekte bzw. NutzerInnen

gegenüber der AAL-Technologie relevant sind. Es gilt, potenzielle NutzerInnen von

AAL-Technologien als Subjekte ernst zu nehmen, die angesichts ungeklärter Fragen,

die sich auch aus rechtlicher Perspektive nicht hinreichend beantworten lassen,

individuelle Abwägungen vornehmen und Präferenzen festlegen. Das wiederum

bedeutet, dass die Einführung neuer Technologien in den Alltag der NutzerInnen nur

dann gelingt, wenn sie in das subjektive Denken, Handeln und Fühlen der Individuen

positiv aufgenommen werden und neben dem konkreten Nutzen einen

Mehrwert hinsichtlich der subjektiven Präferenzen darstellen. Um diesem Anspruch

gerecht zu werden, müssen Entscheidungshilfen auf der Ebene der Interaktion

zwischen BeraterInnen und NutzerInnen, also auf der individuellen bzw. subjektiven

Ebene, geboten werden. Aus diesen inhaltlichen Anforderungen an das Beratungskonzept

ergeben sich unter Bezugnahme auf das Integrative Beratungsmodell nach

Sander [3] Lösungsangebote auf den drei Ebenen:

1. Information und Orientierung: Gezielte Informationen werden als

Orientierungshilfe zur Verfügung gestellt und bilden die Basis für

Entscheidungen.

2. Deutung und Klärung: Das Erfassen der subjektiven Haltung und die

gemeinsame Reflexion geben Aufschlüsse über die subjektive Lebenswelt und die

dem Subjekt zur Verfügung stehenden Ressourcen.

3. Handlung und Bewältigung: Entscheidungen werden forciert und in der

Umsetzung auf ihren Erfolg hin überprüft.

Das methodische Vorgehen einer Beratung im Kontext von AAL setzt sich demnach

zusammen aus direktiver Gesprächsführung, in der konkrete Informationen geboten

werden, sowie non-direktiver Gesprächsführung, in der die persönlichen Inhalte in

Form von Wünschen, Ansprüchen und Befürchtungen der NutzerInnen aufgegriffen

und transparent gemacht werden. Insbesondere in der personenzentrierten Beratung

[4] liegt die Möglichkeit, einen Zugang zu den subjektiven Deutungsmustern zu

bekommen, die über ein

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standardisiertes Assessmentinstrument nur schwer zu erfassen sind. So ist der

Beratungsprozess zugleich klientenzentriert und lösungsorientiert, die Beratenden

sind sowohl Inhalts- als auch ProzessexpertInnen. Als ProzessexpertInnen begleiten

sie den Verlauf der Entscheidungsfindung und forcieren die Artikulation von

Präferenzen. Als InhaltsexpertInnen bieten sie konkrete Informationen über

existierende AAL-Produkte und klären über kritische Aspekte auf, die eine Nutzung

assistiver Technologien enthalten. Die Kombination der klassischen Beratungsmethoden

trägt dazu bei, dass das Subjekt autonom zu Entscheidungen gelangen

kann, die im Anschluss im partnerschaftlichen Dialog daraufhin überprüft werden

können, ob alle wesentlichen Aspekte berücksichtigt wurden und ob weitere Schritte

vonnöten sind.

Beratungsinhalte

Ausgehend davon, dass den NutzerInnen zur Entscheidungsfindung eine

umfassende Orientierung und Aufklärung geboten werden müssen, damit sie die

Nutzung von AAL-Technologien positiv für sich deuten können, bedarf es

insbesondere der Auseinandersetzung mit den kritischen Aspekten, die im

Wesentlichen folgenden Problemfeldern zuzuordnen sind (siehe Abb. 1):

Datenschutz

Autonomie

Teilhabe

Finanzierun

g

Abb. 1: Kritische Aspekte im Kontext von AAL

Im Besonderen die ungeklärten Fragen des Datenschutzes und der Finanzierung

sowie die Gefährdung des Rechts auf Selbstbestimmung und Partizipation sind es,

auf die NutzerInnen bei der Einführung von AAL mit Skepsis oder sogar Ablehnung

reagieren [5]. Im fachlichen Diskurs werden die kritischen Aspekte zwar in

umfassender Weise diskutiert, [6] jedoch wird konstatiert, dass die Fragen bislang

nicht ausreichend beantwortet werden. Obgleich die skizzierten Problemfelder als

bedeutsam für die AAL-Nutzung erkannt werden und auf verschiedenen Gebieten

politische Maßnahmen gefordert werden, bleibt offen, inwieweit dies zu einer

erfolgreichen Implementierung von AAL-Technologien beitragen kann. Neben dem

gesellschaftlichen Handlungsbedarf gilt es, die kritischen Inhalte, die den Einsatz

von neuen Technologien begleiten, dem Subjekt im direkten Kontakt zu verdeutlichen,

um diese Aspekte in den Entscheidungsprozess mit einfließen zu lassen.

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Beratungsprozess

Aus den oben skizzierten Anforderungen im Sinne einer subjektzentrierten Beratung

ergeben sich die fünf aufeinander folgenden Phasen im Beratungsprozess (siehe Abb.

2):

Abb. 2: Beratungsphasen im AAL-Kontext

Erkundungsphase:

Das Ziel der Erkundungsphase ist die Erstellung einer individuellen

Personalbeschreibung [7] der NutzerInnen.

Individuelle Eigenschaften und Bedürfnisse erfassen,

Psychosoziale Voraussetzungen [8] ermitteln,

Bedürfnisse und Erwartungen erfragen.

Informationsphase:

In dieser Phase informieren die BeraterInnen auf der Basis gesammelter Daten über

konkrete Produktangebote und informieren über die kritischen Aspekte, die mit der

Nutzung der AAL-Systeme einhergehen.

Subjekt- und situationsgerechte AAL-Anwendungsmöglichkeiten aufzeigen,

Möglichkeiten und Grenzen der AAL-Technologien transparent kommunizieren.

Reflexionsphase:

In einem partnerschaftlichen Dialog findet ein Austausch über die kritischen Aspekte

statt. Dabei verbalisieren die BeraterInnen die genannten Ansprüche der

NutzerInnen und thematisieren die gegebenenfalls auftauchenden Widersprüche

(zum Beispiel Sicherheit versus Kontrolle), um im Anschluss Priorisierungen zu

ermöglichen.

Sich mit den kritischen Aspekten von AAL auseinandersetzen,

Ängste und Befürchtungen verbalisieren,

Haltungen und Präferenzen aufnehmen und Widersprüche thematisieren,

ggf. weitere Informationen liefern bzw. Aufklärungsarbeit leisten.

Entscheidungsphase:

Aufgrund der bisherigen Beratungsinhalte können die NutzerInnen unterstützt

durch die BeraterInnen autonome Entscheidungen fällen, bzw. es wird ersichtlich,

was es zusätzlich an Unterstützungsleistung bedarf, um Entscheidungen zu

befördern.

Abwägen der Vor- und Nachteile von AAL-Technologien durch NutzerInnen,

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überprüfen (durch BeraterInnen) der Entscheidungskompetenz der NutzerInnen,

ggf. Klären der weiteren Vorgehensweise (z.B. Einbindung weiterer ExpertInnen

etc.).

Evaluationsphase:

Der Prozess der Beratung wird auf Basis der gesammelten Inhalte der einzelnen

Phasen reflektiert. Es erfolgt ein Abgleich der vorherigen Abwägungen, Bedürfnisse

und Befürchtungen mit den getroffenen Entscheidungen. Im Bedarfsfall müssen

weitere Schritte geplant werden.

Überprüfen des Beratungserfolgs (Perspektive der NutzerInnen und

BeraterInnen),

dokumentieren der Inhalte von Erkundungs-, Informations- und Reflexionsphase

und abgleichen mit dem Ergebnis der Entscheidungsphase (Beratungsqualität),

planen weiterer Schritte.

Fazit und Ausblick

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Beratung im AAL-Kontext nicht das

Produkt, sondern das Subjekt in den Vordergrund stellt. Um diesen Anspruch zu

verwirklichen, gilt es die subjektiven Haltungen und Präferenzen der NutzerInnen zu

ermitteln. So können zum einen auf Basis gesammelter Informationen konkrete

Angebote erstellt werden und zum anderen die kritischen Aspekte, die mit der

Nutzung entsprechender Systeme einhergehen, kommuniziert werden. Durch diese

inhaltliche Ausgestaltung von Beratung werden Entscheidungshilfen geboten, die

eine autonome Entscheidung der NutzerInnen für AAL-Technologien befördern.

Insofern ist die Beratung prozessorientiert und im Ergebnis offen, die Rolle der

BeraterIn neutral und in der Grundhaltung angelehnt an die Prämissen der

subjektzentrierten Beratung [4].

Im Rahmen des Verbundprojekt MHH-QuAALi soll das Beratungskonzept von der

Hochschule Hannover weiterentwickelt werden. Es ist außerdem geplant,

PraxispartnerInnen aus dem Bereich der ambulanten Pflege einzubinden, um die

Übertragbarkeit auf verschiedene Zielgruppen von NutzerInnen (z.B. psychisch

Kranke) zu überprüfen. Im Rahmen einer formativen Evaluation sollen Haltungen

und Präferenzen aller am Beratungsprozess beteiligten Personen (NutzerInnen,

Angehörige, BeraterInnen) ermittelt und analysiert werden, um notwendige

Modifikationen des Beratungskonzepts vornehmen zu können (z.B. spezifische

Anforderungen verschiedener Zielgruppen).

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MHH-QuAALi - Berufliche und akademische Qualifizierungen im Bereich

Ambient Assisted Living (AAL)

Neues Bildungsangebot für Gesundheitsberufe , Handwerk und Technik

Im Zuge des demografischen Wandels werden immer mehr technische Assistenzsysteme

eingesetzt, damit Menschen mit Hilfebedarf länger und selbstständig zu Hause leben können.

Dazu benötigen sie nicht nur Technologien aus dem Bereich Ambient Assisted Living (AAL),

sondern auch AnsprechpartnerInnen, die ihre individuellen Bedürfnisse erkennen und ihnen mit

Rat und Tat zur Seite stehen. Für Fachkräfte aus dem Sozial- und Gesundheitswesen, dem

Handwerk oder der Technik wird AAL damit zu einem wichtigen Betätigungsfeld.

Speziell für diese Fachgruppen hat die Medizinische Hochschule Hannover ein

Qualifizierungsangebot zum/zur AAL-BeraterIn entwickelt. Zu den Schwerpunkten zählen:

Nutzen technischer Assistenzsysteme für Gesundheitsberufe und Handwerk




Situationsgerechter Einsatz von AAL-Technologien

Beratung von älteren Menschen zum Gebrauch der Assistenzsysteme

Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Pflege Handwerk und Technik

Die Qualifizierung gliedert sich in ein Grundlagen- und ein Vertiefungsmodul mit jeweils 40

Unterrichtsstunden und zusätzlichen E-Learning-Einheiten. Die Lerninhalte vermittelt ein

erfahrenes Dozententeam aus den Bereichen Pflege, Gesundheitswirtschaft und

Sozialwissenschaft sowie Medizin-, Pflege- und Sozialinformatik.

Termine 2013:

Grundlagenmodul: 04. Bis 08. Februar und 21. Bis 25. Oktober

Vertiefungsmodul: Mai 2013

Kontakt:

Medizinische Hochschule Hannover, Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik

Dr. Jörn Krückeberg

krueckeberg.joern@mh-hannover.de

www.mhh-quaali.de

www.facebook.com/AAL.Qualifizierung

Tel. 0511 532 4411

Michel Nitschke

Literatur:

http://www.pflege-versorgungsforschung.net/index.php?id=26854

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Aus dem Netzwerk

Veranstaltungen des Netzwerks 2012

Am 6.11.2012 veranstaltete das Netzwerk eine Expertentagung zur Wohnsituation

von Menschen mit geistiger Behinderung im Alter. Informationen zur Resonanz,

zu den Ergebnissen und den Tagungsbeiträgen finden Sie unter

http://www.pflege-versorgungsforschung.net/index.php?id=26620

Am 13.11.2012 thematisierte eine weitere Tagung in Kooperation mit dem Netzwerk

Medizintechnik Aspekte der Kommunikation und sozialen Teilhabe im

Spannungsfeld von Mensch und Technik.

Informationen zur Resonanz, zu den Ergebnissen und den Tagungsbeiträgen finden

Sie unter

http://www.pflege-versorgungsforschung.net/index.php?id=25514

Erstes Treffen der Expertengruppe „Menschen mit geistiger Behinderung im

Alter“

Ziel der Veranstaltung am 6.11. war es, aufbauend auf den Ergebnissen der Tagung,

eine Gruppe interessierter Fachleute zusammen zustellen, um die Versorgungslage

von Menschen mit geistiger Behinderung im Alter und ihrer Familien in

Niedersachsen voran zu bringen.

Am 22.1.2012 findet nun das erste Treffen der geplanten Expertengruppe an der

Fakultät V der Hochschule Hannover statt. Die Interessenten haben dazu bereits im

alten Jahr eine Einladung erhalten. Die Gruppe ist offen für weitere Teilnehmer.

Anmeldungen hierzu bitte in der Geschäftsstelle des Forschungsnetzes bei Dr. Tanja

Kreiß (0511/9296-3212, tanja.kreiss@hs-hannover.de )

Aktuelles von den Netzwerkpartnern

Tagungsdokumentation der 4. Fachtagung „AAL in Niedersachsen“ des

Netzwerkes Medizintechnik ist online

unter: http://www.forschungsnetzmedizintechnik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=22

Tagung zum Thema „Trialog“ in Finnland

Im Rahmen der Kooperation der Abteilung „Pflege und Gesundheit“ der Fakultät V

mit der DIAK Helsinki findet am 30.1.2012 eine Fachtagung u.a. zum Thema

„Trialog“ statt.

http://www.diak.fi/tyoelama/seminaarit/Sivut/kristillisetarvotjatoivohoitotyossa.as

px

Podiumsdiskussion zum Thema „Professionalisierung der Pflegeberufe durch

Stärkung der Carepotentiale oder durch Anpassung an die Ökonomisierung des

Sozialen?

Am 3.11. organisierte der Jahrgang 6 des Masterstudiengangs „Management für

Pflege- und Gesundheitsberufe“ eine Podiumsdiskussion zur Frage: „Wie viel

Ökonomisierung verträgt die Pflege?“ Gäste waren Dr. Mechthild Rumpf,

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Sozialwissenschaftlerin, Peter Ohnesorg, Lehrbeauftragter Ethik, Elena Schwindt

Dipl. Pflegewirtin

Aus dem Institut für angewandte Gesundheits-, Bildungs- und Sozialforschung

(GBS) der Fakultät V, HS Hannover:

- Veröffentlichungsreihe: Das Institut gibt seit Kurzem eine eigene Reihe zur

Veröffentlichung von Aufsätzen, guten Masterarbeiten und anderweitig nicht

veröffentlichten Beiträgen heraus, die im Vorfeld begutachtet werden.

- Gespräch mit Prof. Michael Bienert, Leiter des Instituts für

Gesundheitsmanagement (IGM) Ende 2012: Ergebnis des Gesprächs war u.a.

eine beispielsweise über Projekte initiierte Zusammenarbeit zwischen dem

Verein für Gesundheitswirtschaft e.V. und dem GBS

- Aktuelle zusätzliche Mailadressen: Forschung-GBS@hs-hannover.de sowie

Institut-GBS@hs-hannover.de

Förder - News

Informationsveranstaltung des Innovationsnetzwerkes Niedersachsen zum

Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundes hat sich in den

letzten Jahren als Fördermöglichkeit für innovative KMU etabliert. In einer

Informationsveranstaltung des Innovationsnetzwerkes Niedersachsen am

26.2.2013 werden die Fördermöglichkeiten und die Perspektiven des Programms

vorgestellt. Dazu wird der verantwortliche Referatsleiter des

Bundeswirtschaftsministeriums aktuelle Hintergrundinformationen geben.

Näheres unter https://www.innovationsnetzwerkniedersachsen.de/Netzwerken/ZIM2013

Programmausschreibung „Forschungsprofessuren FH“ des MWK

Die erste Runde der Programmausschreibung "Forschungsprofessuren (FH)" wurde

mit der Auswahl von sieben Forschungsprofessuren im Juli 2012 erfolgreich

abgeschlossen. Eine zweite Ausschreibung wird zum Stichtag 15.03.2013 erfolgen.

Die Ausschreibung und Auswahl wird wieder gemeinsam mit der Volkswagen

Stiftung vorgenommen. Näheres:

http://www.mwk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=6258&articl

e_id=18914&_psmand=19

Ausschreibung PRO*Niedersachsen „Wissenschaftliche Veranstaltungen in

Niedersachsen"

Wissenschaftliche Veranstaltungen, an denen ein besonderes niedersächsisches

forschungspolitisches Interesse gegeben ist, unterstützt das Land mit einer neuen

Förderlinie im Rahmen des Programms PRO*Niedersachsen. Antragsfrist: 15. März

und 15. Oktober eines Jahres. Näheres:

http://www.mwk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=6258&articl

e_id=18914&_psmand=19

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BMBF: Betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel

Die Bekanntmachung erfolgt auf der Grundlage des Forschungs- und

Entwicklungsprogramms (FuE) "Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln.

Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt", mit dem die Bundesregierung

das übergeordnete Ziel verfolgt, die Innovationsfähigkeit vor dem Hintergrund der

demografischen Entwicklung durch die Verknüpfung von Arbeitsgestaltung mit

Kompetenz-, Personal- und Organisationsentwicklung zu stärken.

http://www.bmbf.de/foerderungen/20779.php

Beratungsförderung: Diversity, Kompetenz, Gesundheit

Das Förderprogramm "unternehmensWert: Mensch" des Bundesministeriums für

Arbeit und Soziales (BMAS) bietet kleinen und mittleren Unternehmen

Erstberatungen mit anschließenden Fachberatungen in den vier Handlungsfeldern

Personalführung, Chancengleichheit, Diversity, Gesundheit, Wissen und Kompetenz

an. http://www.unternehmens-wert-mensch.de

Offene Hochschule: Land eröffnet Servicestelle

Ab Januar 2013 kümmert sich eine spezielle Servicestelle des Landes um die

Etablierung der "Offenen Hochschule" in Niedersachsen. Die Servicestelle soll

landesweit die Aktivitäten von Land, Hochschulen, Unternehmen, Kammern,

Erwachsenenbildung und Gewerkschaften zur Öffnung der Hochschulen für ein

lebenslanges Lernen bündeln und koordinieren.

http://www.mwk.niedersachsen.de/portal/live.php/srv/www/redaktion.niedersachs

en.de/powerslave/customer/cron/?navigation_id=6257&article_id=111003&_psman

d=19

Förderprogramm der Robert-Bosch-Stiftung

Im Rahmen des Schwerpunkts „Alter und Demografie“ setzt sich die Robert Bosch

Stiftung dafür ein, ein neues differenziertes Bild vom Alter und Älterwerden in

unserer Gesellschaft zu verankern. Dabei geht es nicht um einseitig Positives,

sondern um den realistischen Blick auf die Themen des Alters.

http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/431.asp

Veranstaltungen

29.01.13 Männergesundheit als Herausforderung für Prävention, Berlin

http://www.gesundheitnds.de/CMS/images/stories/PDFs/Maennergesundheit_web.pdf

31.1.13 Lebensqualität im Alter für Menschen mit Behinderungen, Köln

http://www.pflege-versorgungsforschung.net/fileadmin/P-Vnet/files/Dokumente/fachinformation/Tagung_Flyer__final.pdf

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22. Reha-Kolloquium 2013 „Teilhabe 2.0 – Reha neu denken?“, Mainz

http://www.deutscherentenversicherung.de/sid_7388A8C2B24C63C9CF650F0349B0C88C.cae01/All

gemein/de/Navigation/3_Fachbereiche/01_Sozialmedizin_Forschung/03_reha_

wissenschaften/07_veranstaltungen/reha_kolloquium/reha_kolloqu_aktuell_no

de.html

17.4.2013 „Wieder da!?“ – Rückkehr von Pflegekräften

in den Beruf, Hannover

Abschlusstagung des Projekts WEP – Wiedereinstieg nach der Elternzeit für die

Pflege, Medizinische Hochschule Hannover, Hörsaal P, Gebäude K20 Anmeldung:

http://www.mhhannover.de/fileadmin/organisation/beauftragte/gleichstellung/downloads/WE

P/Tagungsflyer_Wieder_da_-

_Rueckkehr_von_Pflegekraeften_in_den_Beruf_17.04.2013_MHH_04122012.pdf

Aus der Politik

Erste Niedersächsische Seniorenkonferenz

„Mit der 1. Niedersächsischen Seniorenkonferenz wurde am 18. Oktober 2012 der

Auftakt für ein neues, innovatives Veranstaltungsformat zur Vertiefung des Dialogs

zwischen Politik, Verwaltung und den Seniorenvertretungen in Niedersachsen

gemacht. Die Konferenz wurde gemeinsam durch den Landesseniorenrat

Niedersachsen e. V., die Landesagentur Generationendialog Niedersachsen in der

Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.

V. und das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit

und Integration realisiert“

Quelle: http://www.generationendialog-niedersachsen.de/aktuell.html

Jahrestagung Initiative "Zukunft schmieden"

am 14.11.2012 fand im Alten Rathaus in Hannover die Jahrestagung der „Initiative

Zukunft schmieden“ statt. Die Initiative wird bis Ende 2013 verlängert. Ziel ist es,

Fachleute aus den verschiedenen niedersächsischen Netzwerken zusammen zu

bringen und hierdurch innovative Ideen zu entwickeln und Projekte anzustoßen.

Näheres: http://www.zukunft-schmieden.de

Pflegebedürftigkeitsbegriff

Das Kuratorium Deutscher Altershilfe (KDA) und die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)

wollen bis zum kommenden März ein Gesamtkonzept für die Pflegepolitik erarbeiten.

Dabei gehe es vor allem darum, dass körperliche und psychisch-kognitive

Beeinträchtigungen in der Pflegeversicherung künftig gleich gewertet würden. 2009

waren im Rahmen des ersten Pflegebeirats Vorschläge für einen

Pflegebedürftigkeitsbegriff erarbeitet worden, die jedoch von Bundesgesundheitsminister

Daniel Bahr (FDP) nicht im Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG)

berücksichtigt worden waren.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 9.10.2012

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51944

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Bürgerdialog "Demografischer Wandel"

Der Bürgerdialog Demografischer Wandel soll dabei helfen, die Meinung der

Bürgerinnen und Bürger zu dieser bedeutenden gesellschaftlichen Herausforderung

zu erfahren. Die Sorgen und Bedenken, vor allem aber die Hoffnungen und Ideen der

Teilnehmenden sollen den Entscheidungsträgern in Politik, Wissenschaft und

Wirtschaft dabei helfen, die richtigen Antworten auf die drängenden Fragen des

demografischen Wandels zu finden. Von September 2012 bis Februar 2013 können

Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf insgesamt sechs regionalen Bürgerkonferenzen

im Online-Dialog sowie auf dem abschließenden Bürgergipfel in Berlin über

Empfehlungen für den Umgang mit dem demografischen Wandel in Deutschland

diskutieren.

Quelle: http://www.buergerdialog-bmbf.de/demografischer-wandel/

Studien/Veröffentlichungen/Ausschreibungen

79. Deutscher Fürsorgetag

„Ohne Bildung keine Teilhabe – von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter“ Unter

diesem Motto fand vom 8. bis 10. Mai 2012 der 79. Deutsche Fürsorgetag in der

niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover statt. Tagungsdokumentation unter

http://www.deutscher-verein.de/pdf/DFT2012_Dokumentation.pdf

Abschlussbericht des Modellprojektes FIDEM

(Frühzeitige Interventionen in der hausärztlichen Versorgung Demenzkranker durch

Implementierung nichtärztlicher Beratungs- und Unterstützungsangebote im

Rahmen der Pflegeversicherung)

Am 05. September 2012 fand in den Räumen der Öffentlichen Versicherung

Braunschweig die Abschlussveranstaltung des Projektes FIDEM statt. Die im Projekt

erprobte Vernetzung unterschiedlicher Akteure wurde von ihr als beispielgebend und

zukunftsorientiert eingeschätzt. Näheres unter:

http://www.fidem-projekt.de/index.php/aktuelles

Tagung der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin

am 15.11.2012 zum Pflege-Neuausrichtungsgesetz

Die vorgesehen Neuregelungen sollten zum 1.1.2013 in Kraft treten. Ziel der

Veranstaltung war es, das PNG mit den geplanten Maßnahmen für diese

Patientengruppe vorzustellen und einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. Die

Beiträge der Tagung finden sich auf der Seite der LVG :

http://www.gesundheit-nds.de/CMS/veranstaltungen/235-pflegeneuausrichtungs-gesetz

Preisverleihung des 2. Niedersächsischen Gesundheitspreises

am 21. November 2012 wurde der 2. Niedersächsische Gesundheitspreis verliehen.

Träger des Preises sind das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen,

Familie, Gesundheit und Integration, das Niedersächsische Ministerium für

Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, die AOK Niedersachsen sowie die Kassenärztliche

Vereinigung Niedersachsen.

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http://www.ms.niedersachsen.de/aktuelles/presseinformationen/110774.html

Preisverleihung zum Niedersächsischen Wettbewerb „Pflege im Quartier“

Niedersachsens Sozialstaatssekretär Heiner Pott hat Ende 2012 die elf

Gewinnerinnen und Gewinner des Niedersächsischen Wettbewerbs ‚Pflege im

Quartier' ausgezeichnet. Näheres unter

http://www.ms.niedersachsen.de/themen/soziales/pflegeversicherung/pflege_i

m_quartier/107603.html

Abschlussveranstaltung Europäisches Jahr für aktives Altern und Solidarität

zwischen den Generationen 2012 – Bilanz und Ausblick

am 10. Dezember 2012, Berlin

Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

organisieren die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO)

und die Forschungsgesellschaft für Gerontologie e. V. die Abschlussveranstaltung

zum Europäischen Jahr.

Im Zentrum der Tagung standen eine Bilanz und ein Ausblick aus Sicht der 45 vom

Ministerium geförderten Projekte der Zivilgesellschaft, der europäischen Ebene und

der Bundesregierung.

http://www.ej2012.de/

Materialien zum IQWiG-Patiententag 2012

Der IQWiG-Patiententag 2012 ging der Frage nach, wie man nützliches Medizin-

Wissen von überflüssiger oder unzuverlässiger Information unterscheiden kann. Auf

der Website sind Materialien und Vorträge zum Download verfügbar.

https://www.iqwig.de/index.1482.html?random=b95783

Abschlussbericht zum Projekt „Pflegewert“

Ziel des Projektes war, Möglichkeiten einer wertschätzungsorientierten Arbeit in den

Einrichtungen aufzuzeigen und insbesondere auch kleineren Organisationen

hilfreiche Materialien an die Hand zu geben.

www.pflegewert.info

Nächste Ausgabe:

April 2013

Herausgeber:

Netzwerk Pflege- und Versorgungsforschung

Geschäftsstelle

Fachhochschule Hannover

Blumhardtstr. 2

30625 Hannover

Fon: +49 (511) 9296 3212

Fax: +49 (511) 9296 3195

Email: tanja.kreiss@fh-hannover.de

Internet: pflege-versorgungsforschung.net

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